THE BRAVE – Battle Cries

Trackliste:

01. All Together Now
02. The Waiting
03. If That Ain’t Love
04. Running All My Life
05. Tears Of A Broken Heart
06. Little Love
07. Never Live Without Your Love
08. Big World
09. Ride With Rhythm
10. Just A Man
11. All Together Now (Studio Mix)
12. Running All My Life (Studio Mix)

Spielzeit: 55:45 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Pakadern – VÖ: 1992 – Page: www.facebook.com/thebravemusicsite

Und wieder geht der Blick zurück in das vergangene Jahrhundert, genauer gesagt ins Jahr 1992. Zu dieser Zeit standen die Veröffentlichung von anständigen Melodic Hard Rock Alben nicht wirklich unter einem guten Stern. Vielmehr machte sich Deprimucke in Radio und auf MTV breit. Und genau in dieser Zeit waren die US-Boys von THE BRAVE mutig genug ihr Debütalbum zu veröffentlich.

Zur Band gehörten damals James Salters am Mikro, Stayce Roberts und Freddie Tierra an den Gitarren und Backing Vocals, Malcolm Paris an Bass und Backing Vocals und Randy Roberts an den Drums und Backing Vocals. Produziert wurde dieser Diamant von John und Dino Elefante, die dem Album einen Glasklaren und Druckvollen Sound verliehen haben.

Auf den Tisch kommt genialer Melodic Hard Rock in etwa wie eine Mischung aus DEF LEPPARD, HURRICANE, BON JOVI, DOKKEN, MASTEDON und wie sie sich damals alle nannten. Die Stimme von James Salters hat Kraft, Volumen und scheint für Hard Rock wie gemacht zu sein. Leider war für James nach dem Album Schluss bei THE BRAVE, er war noch auf dem Album „Ordinary People“ der Band FAITH NATION 1999 zu hören und noch ein Album das mir gerade nicht einfällt. Die Vocals sind teilweise traumhaft Mehrstimmig mit geilen Chören ausgeführt worden. Die Gitarren sind in einer härte gewählt die nicht besser sein könnte, unterstützt von dezenten Keyboard- oder Pianoklängen. Der Bass und die Drums sorgen für den richtigen Druck aus dem Hintergrund. Die Produktion bügelt alles um was vor die Boxen hüpft.

Mit „All Together Now“ wird das Album intensiv und melodiös eröffnet, „The Waiting“ was für ein geiler Schmachtfetzen. „If That Ain’t Love“ ein cooler Rocker. Mit „Running All My Life“ kommt ein absolutes Highlight ein geiler Softrocker, mit „Tears Of A Broken Heart“ folgt gleich das nächste Highlight besser geht Melodic Hard Rock. Für „Little Love“ gilt das Gleiche wie für die direkten Vorgänger angereichert mit Akustikgitarre und einem endgeilen Refrain, „Never Live Without Your Love“ lässt einem ein wenig mehr Luft. „Big World“ flott und sehr gut, „Ride With Rhythm“ gibt noch mehr Gas. Mit „Just A Man“ wird’s nochmal balladesk, die beiden Studio Mixe sind nur mit Gitarren und Keyboards ausgeführt.

Balle

THE JOKERS – Rock And Roll Bones

Trackliste:

01. Ritual
02. You’re Gone
03. Rock And Roll Bones
04. Walk Through The Door
05. Slapback
06. Water On Fire
07. Cold Heart
08. Ghost Road
09. Find My Way Home
10. Snake Oil Devil
11. Supercell Brothers
12. Granite Stone
13. Queen Of America
14. Carnival

Spielzeit: 44:24 min – Genre: Bluesy Hard Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 04.11.2022 – Page: www.facebook.com/TheJokersUK

 

THE JOKERS, dass sind zuerst mal Wane Parry am Mikro, Paul Hurst an Gitarre, Tom Crane an Bass und die Schießbude bedient Paul Brough. Zum zweiten sind THE JOKERS vier positiv durchgeknallte Hemdsärmelkanalinsel Rotzrocker. Ja richtig gelesen Rotzrocker, rotzfrech rocken sich die vier durch das Album.

Mit dem vierten Album hauen die Boys ein gewaltiges Pfund raus, vorlaut, frech, kess wie pubertierende Halbstarke haut die Band einen nach dem anderen raus. Mühelos stapft der Vierer in die übergroßen Fußabdrücke von AC DC, CHICKENFOOT, THE BLACK CROWES, RHINO BUCKET und THE NEW ROSES mit viel Südstaaten Blues. Die Stimmfärbung von Wane ist geradezu perfekt für diese Spielart, die Gitarren hauen einem dreckigen Lick um Lick mit viel Blues ins Trommelfell, der Bass wummert vor sich hin und die Drums hauen einem den schweißnass geschwitzten Hintern wund. Die Produktion drückt mit Gewalt und hat Dampf ohne Ende.

Wenn die älteren Vertreter der Vergleiche mal in den Ruhestand gehen können so vielversprechende noch recht junge Bands wie THE JOKERS, AIREBOURNE und THE NEW ROSES deren Nachfolge antreten.

„Ritual“ ein Dschungel Intro, „You’re Gone“ watscht einen regelrecht ab was für ein Rocker. „Rock And Roll Bones“ ein flotter Rocker mit geiler Melodie und Refrain, „Walk Through The Door“ ruhig zum Luft holen. „Slapback“ ein bluesiger Gewaltrocker, „Water On Fire“ was für ein Highlight das Ding rockt wie Sau. „Cold Heart“ klingt nach Südstaaten BBQ, „Ghost Road“ lässt einen wieder verschnaufen.
„Find My Way Home“ cool und geil, „Snake Oil Devil“ bluesy Hard Rock geht nicht besser. „Supercell Brothers“ ein geiles Highlight mit Melodie, „Granite Stone“ der Hit des Albums, ein #1 Anwärter. Mit „Queen Of America“ wird’s wieder flotter, „Carnival“ ein Latino Outro.

Balle

BLACKLIST – Afterworld

Trackliste:

01. Fires Of Black November
02. The Final Resistance
03. Nightbound
04. No Good Answers
05. Behind The Veil Of The Living World
06. Pathfinder
07. Scarlet Horizon
08. A Stranger In This Century
09. In Shadow Light
10. Lovers In Mourning

 

Spielzeit: 46:35 min – Genre: Dark Rock – Label: Profound Lore Records – VÖ: 28.10.2022 – Page: www.facebook.com/blacklistmusic

 

Ist mir BLACKLIST bekannt? Nope! Lass ich mich auch mal überraschen? Jepp! In unserer Redaktionsliste stand als Genre Dark Rock, ich ein Fan der SISTER OF MERCY bin und ich auf mir neue Ü-Eier stehe habe ich mich für BLACKLIST gemeldet. Ohne jegliche Ahnung und Vorrecherche mache ich mich also ans Werk und bin doch positiv überrascht. Die US-Boys machen richtig Spaß, es rockt trotz Zurückhaltung gewaltig an allen Ecken und Kanten.

Zu den Jungen Wilden gehören Joshua Strachan an Mikro, Gitarre, Synthesizer und Saxophon, James Minor und Chad Dziewior an Gitarre, Ryan Rayhill an Bass und Glenn Maryansky an den Drums.

Die Stimme von Joshua erinnert an die männliche Stimme von RADIORAMA oder auch Britpop Bands und überzeugt dabei, die Gitarren machen dezent Dampf, die Keys kommen auf ihre Kosten, Bass und Drums gehen es langsam an. Die Produktion rundet das so entstehende positive Gesamtbild sehr gut ab.

Der Sound wird als Post Punk bezeichnet, das kann ich so nicht bestätigen. Ich würde es als ein Mix aus U2, THE SISTERS OF MERCY, härtere DEPECHE MODE und THE CARS oder auch WINTER bezeichnen und das geht dabei voll auf die Glocke. Es wird jetzt nicht übertrieben hart zur Sache gegangen, in etwa wie bei U2 und den SISTERS und angereichert mit Synthi Sounds ala DEPECHE MODE oder THE CARS. Das Endprodukt hört sich sehr ansprechend an, mich hat es beeindruckt wie man doch eher zurückhaltend auch volle Power gehen kann. Es macht Laune zuzuhören wie sich Gitarre und Synthesizer duellieren, Bass und Drums dazu die zweite Geige spielen.

„Fires Of Black November“ ein ruhig melancholischer Einstieg mit Lagerfeuer Knistern im Hintergrund, „The Final Resistance“ ein cooler Rocker nach meinem Geschmack. „Nightbound“ kommt mit geilem Riffing, „No Good Answers“ hätten U2 auch nicht besser hinbekommen. „Behind The Veil Of The Living World“ hört sich an wie THE CARS auf Dark Pfaden, „Pathfinder“ ein geiler Rocker im U2 / SISTERS Gewand. „Scarlet Horizon“ ein Ohrwurm, „A Stranger In This Century“ ein weiterer ruhiger Schmachtfetzen. „In Shadow Light“ cool und flott, „Lovers In Mourning“ geht wieder als Ohrwurm durch.

Balle

MICHAEL BORMANN’S JADED HARD – Power To Win

Trackliste:

01. Nothing But A Photograph
02. Power To Win
03. Our Sweet Lullaby
04. Heaven
05. When I Look In Your Eyes
06. A Step Away From Heaven
07. Just Wanna Fall In Love
08. Little White Lies
09. Domino
10. When She’s Good
11. Hysteria – Wrong And Right
12. We Must Make A Stand (Duisburg United)

Spielzeit: 53:25 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: RMB Records – VÖ: 28.10.2022 – Page: www.michaelbormannsjadedhard.com

 

Michael Bormann is Back, mit seiner Band JADED HARD rockt er das die Schwarte kracht. Ohne Gnade haut uns der Duisburger mit seinen Jungs Kracher after Kracher um die Ohren. Wie auch schon auf dem Debüt rocken sich die Jungs in unveränderter Besetzung den Arsch ab. Neben Michael an Mikro und Gitarre sind dabei Tommy Dahlem an Gitarre und Backingvox, Chris Ivo an Keys und Backingvox, Christoph Baumeister an Bass und Backingvox und Maikel Müller an den Drums.

Wie oben schon erwähnt hauen einem die Boys gnadenlos einen Kracher nach Kracher mit Hochdruck in die Gehörgänge. Gegenüber dem schon sehr guten Debüt hat sich musikalisch nichts geändert. Jeder Anhänger des Melodic Hard Rocks sollte beim Hören glücklich werden. Die härte ist genau im Richtigen Grad gehalten und die Gitarren im Zusammenspiel mit den Keyboard ergeben mit der Stimme von Michael eine undurchdringbare Mauer die einem regelrecht den Gips aus den Backen bläst. Der Bass und Drums machen gewaltig von hinten Dampf und erschlagen den Zuhörer fast. Die Produktion drückt ohne Ende das meine großen Quadralboxen ordentlich zu schuften haben. Aber scheißegal Hauptsache es knallt ohne Ende und bläst den Staub von den Regalen.

Auf diesem Album schrieb Michael die Songs nicht alleine sondern bekam von Bruno Kraler, Pete Alpenborg, Fredrik Joakimsson und Maikel Müller bei fünf Titeln Unterstützung. Egal ob aus der Feder allein von Michael oder mit Unterstützung das Ding haut rein wie eine Bombe und zerlegt einen ohne Ende. Man findet hier an allen Ecken und Enden Zitate der Großen aus den 80ern oder JADED HEART bis 2004 aber was solls, ich bin wie Michael ein Kind der 70er und 80er und mit der Mucke groß geworden. Hier kommt genau die Mucke aus den Boxen die leider keinen Anklang bei den öffentlichen Radiostationen finden wird. Corona hat auch die meisten Clubs dahingerafft also das Album eingelegt und sich in eine Zeit ohne Corona, Sorgen und Ängste versetzen lassen und eine knappe Stunde dem täglichen Irr- und Wahnsinn entfliehen und einfach die Seele baumeln lassen.

Als Fazit kann man den Boys bestätigen, weiter so, genau so kann es in Zukunft weitergehen. Bitte mehr von der Droge!

„Nothing But A Photograph“ ein typischer Bormann Song mit viel Melodie, Groove und geilem Refrain, mit „Power To Win“ folgt gleich ein nächstes Highlight. „Our Sweet Lullaby“ gehört mit Sicherheit zu den Highlights was für ein obercooler Rocker, bei „Heaven“ regiert Harmonie mit Melodie mit einem Endgeilen Solo. „When I Look In Your Eyes“ ab hier wird es gefährlich, der vierte Kracher in Folge ein Traum von Song, „A Step Away From Heaven“ immer noch keine Pause schon wieder so ein Melodicmonster. „Just Wanna Fall In Love“ eine coole Ballade, „Little White Lies“ wieder ein Highlight. „Domino“ ist keinen Deut schlechter als die Vorgänger, „When She’s Good“ erinnert mich an BON JOVI mit Hammondklängen. „Hysteria – Wrong And Right“ lässt mich an DEF LEPPARD, DOMAIN und eine kleine Prise DIO denken, „We Must Make A Stand (Duisburg United)“ ein politisches Statement verpackt in einen Geilen Rocker ein Projekt von Duisburger Musikern und war ursprünglich nicht für das Album gedacht.

Balle

MICHAEL BORMANN Interview

 

Michael Bormann den man normal niemanden mehr vorstellen muss veröffentlicht mit MICHAEL BORNMANN’S JADED HARD ein zweites hervorragendes Album. Falls jemand nicht wissen sollte wer Michael Bormann ist, er ist Gründungsmitglied und war bis 2004 das Zugpferd der Duisburger Band JADED HEART. Er ist nicht nur als Musiker unterwegs sondern auch als Songschreiber und Produzent für andere Künstler. Anlässlich der Veröffentlichung des zweiten Album stand mir Michael auf eine sehr sympathische Art Rede und Antwort. Trotz technischer Probleme gelang das Interview.

MB: Hallo Helmut, wie geht’s, ich hoffe doch gut keine Corona Nachwehen oder so?

RG: Hi Michael, frag lieber nicht, es geht mir relative gut. Wie geht es dir?

MB: Mir geht es eigentlich tierisch gut, ich bin zwar mehr oder weniger im Stress weil ich mehrere Dinge gleichzeitig mache. Momentan ziehen wir zu dem um, dies hat sich kurzfristig ergeben und kommt erschwerend dazu. Ich krieche gerade regelrecht auf den Brustwarzen rum, könnte Urlaub vertragen aber das muss eben noch zwei Monate warten.

RG: Dann kommt doch die angesagte Tour, so Corona dies zulässt?

MB: Ja, wir fangen Ende Januar an auf Tour zu gehen.

RG: Wieviel Auftritte habt ihr in Deutschland bei der bevorstehenden Tour geplant?

MB: Wenn ich wieder zurück gehe in die Zeit vor Corona, dann kann man mit 30 bis 40 Auftritten rechnen.

RG: Wie sieht es mit Auftritten auf Festivals wie z. B. das H.E.A.T. oder den Indoor Summer aus, ist zu erwarten das man Euch da auch sehen kann?

MB: Das fing ja alles mit dem H.E.A.T. Festival vor fünf Jahre an, 2017 wollte Eddy Freiberger unbedingt das ich die alten JADED HEART Nummern spiele und ich daraufhin die Band gegründet habe. Auf dem H.E.A.T. werden wir demnächst auch mal wieder auftreten, mit dem Veranstalter des Indoor Summer Festivals laufen gerade Gespräche, vielleicht sind wir nächstes Jahr auf beiden Festivals vertreten. Es gibt das eine oder andere Festival auf dem wir eine Show spielen. Nächstes Jahr ist das Rock N Loc im Mai schon bestätigt.

RG: Auch wenn du diese oder auch andere Fragen schon öfter gehört hast. Woher kennst du die Mitglieder deiner Band, wie habt ihr zusammengefunden?

MB: Die ursprüngliche Geschichte kennst du bestimmt, es waren alles Leute hier aus der Umgebung. Ich hatte damals meine Bormann Solo Band, da habe ich mit Rippel zusammengespielt, der schon seit vielen Jahren an meiner Seite war. Maikel den Schlagzeuger lernte ich durch Rippel kennen, der ist dann auch bei mir geblieben als sich die Bormann Solo Band so gegen 2016 aufgelöst hat. 2017 stand dann die Frage im Raum ob ich nicht ein Best Of von JADED HEART spielen könnte. Dafür brauchte ich natürlich auch Musiker, den Schlagzeuger hatte ich schon. Ich fragte dann auch Hexe, der zu der Zeit nicht bei mir spielte, ob er nicht Lust hat mit einzusteigen. Die hatte er natürlich.

RG: Meinst du mit Hexe Chris Ivo?

MB: Ja, das ist sein Spitzname falls du das nicht weißt. Hexe Ivo heißt er, keiner nennt ihn Chris, Hexe ist mit eingestiegen. Baumi unser Bassist war ein Kumpel von unserem Schlagzeuger und wollte erst nur aushelfen weil jemand anderes Einsteigen wollte. Es hat sich dann herausgestellt dass dieser Andere doch keine Zeit hat und es hat mit Baumi wunderbar funktioniert, dass er geblieben ist. Dann hatten wir erst einen ganz jungen Gitarristen, der sehr talentiert war, es gab aber das Problem das der Altersunterschied zu groß war. Der ist halb so alt wie ich und man hat dann auch gemerkt dass es nicht so wirklich passte. Der Gitarrist blieb ein Jahr, danach kam ein Gitarrist der nur ein paar Monate blieb. Dann kam mit Tommy sozusagen der richtige Gitarrist der auch schon drei Jahre dabei ist. So hat sich die Band ergeben.

RG: Kommen wir mal zum neuen Album, was kannst du mir über die Songs auf dem zweiten Album berichten.

MB: Also wenn ich anfange Songs zu schreiben, denke ich weder an einen Titel oder Text. Bei mir ist der Prozess eigentlich immer gleich, ich setze mich hin und habe dann ein Riff was mir gerade einfällt oder ich habe im Vorfeld immer mein Diktiergerät mit und wenn mir eine Melodie einfällt singe oder spiele ich das dann ins Diktiergerät. Das kann der Refrain oder ein Riff, oder auch der komplette Song sein, alles was in meinem Kopf entsteht. Und dann sitze ich hier und fange an beim Singen die Texte zu schreiben, so läuft der Prozess immer gleich bei mir ab. Ich mache mir im Vorfeld auch nie Gedanken darüber.

RG: Wie werden die Texte beeinflusst? Ist das Alltagsabhängig oder wie wirst du inspiriert?

MB: Sowohl als auch, es gibt immer Themen die aus meinem Leben stammen und autobiographisch sind und ich selbst erlebt habe. Es gibt aber auch Texte die aus dem Leben gegriffen oder die eben gerade aktuell sind. Wie z. B. den letzten Song „We Must Make A Stand“, wo es um die augenblickliche Situation geht, dass wir da jemanden haben der meint Krieg führen zu müssen. Das ist dann die Thematik oder es ist mal ein Love Song, das Thema kann alles Mögliche sein.

RG: Nimmst du in Bezug auf Produktion und Songwriting oft Hilfe in Anspruch oder bleibt dies fest in deiner Hand? Auf dem neuen Album hattest du beim Songwriting ja Unterstützung.

MB: Ich schreibe auch mit anderen Leuten zusammen Songs, frischen Wind hier und da finde ich ganz gut. Es macht immer wieder Spaß mit guten Musikern zusammen Songs zu schreiben und man hat immer frischen Wind dabei der nie schadet. Der Hauptanteil kommt immer von mir 60 oder 70 Prozent aller Songs sind immer komplett von mir. Auf dem neuen Album habe ich fünf Songs dabei die ich in Zusammenarbeit mit anderen geschrieben habe. Um es mal so zu sagen, ich mach Musik nicht nur für andere Leute, sondern auch für mich selbst, mir muss die Musik gefallen die ich mache. Ich persönlich denke das ich einen sehr guten Geschmack habe, weil ich auch die selbe Musik gut finde wie viele meiner Fans und Freunde. Wenn ich gewisse Songs geil finde dann kommen die auch bei diesen Fans und Freunden an. Von daher denke ich schon dass ich ein gutes Händchen dafür habe gute Songs schreiben zu können und das die gut ankommen. Wobei ich jetzt nicht sage das jeder Song den ich schreibe total Klasse ist, und kommt bei jedem gut an, so ist es natürlich nicht. Aber ich denke mal das viele meiner Songs einen gewissen Status oder Klasse besitzen das sie ankommen und dies hat sich bis jetzt immer von Anfang an gezeigt. Auch als wir damals mit der original Besetzung von JADED HEART 1990 anfingen, sind wir mit meinen Songs auf die Bühne gegangen und die sind immer sehr gut angekommen. Aus diesem Grund denke ich bescheiden das ich ein gewisses Händchen dafür besitze, ich bin nicht überrascht wenn man die Songs gut findet, wenn ich das so sagen darf ohne jetzt zu Eingebildet zu klingen, das will ich auf keinen Fall.

RG: Was hat dir die Teilnahme bei The Voice Of Germany gebracht? Gab es einen Bekanntheitsschub oder stiegen die Ticketverkäufe, Tonträger Verkäufe?

MB: Absolut gar nichts, ich kann dir sagen das es mich finanziell einfach nur Geld gekostet hat. Natürlich haben mich, das ist heute manchmal auch noch so, Leute in der Straßenbahn erkannt, die mich vorher nicht erkannt hätten. „Bist du nicht der ….“, mir ist das vor drei Jahren auf Malle mitten auf dem Meer passiert, kommt einer auf mich zu und sagt „Du warst doch bei The Voice oder“. Unfassbar auf Mallorca (Lacht). Der eine oder andere hat mich danach eher erkannt, aber mehr Ticket- oder Plattenverkäufe gabs nicht. Ich will dazu auch nicht viel sagen, denn die Nummer hätte ich mir schenken können.

RG: Gehen wir mal weiter zurück, wie verhielt es sich damals mit der RTL Soundmix Show in der Du aufgetreten bist.

MB: Ja die hat was gebracht, aber das war auch eine andere Zeit und Auswahlverfahren. Heute kommt ja jeder egal ob talentiert oder nicht ins Fernsehen, Hauptsache Crazy oder wie auch immer die ausgesucht werden. Wenn ich mir solche Formate ankucke, denke ich mir meinen Teil. Die Zeit von damals kann man mit jetzt nicht mehr vergleichen, die haben damals auch nicht so eine Massenveranstaltung wie es heute der Fall ist daraus gemacht. Da wurde ausgesucht wer da teilnehmen durfte, es kam nicht jeder ins Fernsehen. Das waren damals große Produktionen, die Leute haben sich Zeit genommen, heute kommt man sich vor wie Vieh. Damals war ehrlich gesagt Mega und hat was gebracht, leider nicht in den Bereich den ich wollte, aber ich hatte damals Plattenverträge vorliegen die mich gerne in der Deutschrock Ecke gesehen hätten. Ich bin nach der Show mit der Cover Band oder auch alleine mit Hubschraubern oder Flugzeugen hofiert worden, für zwei oder drei Jahre und ich habe dabei richtig viel Geld verdient. Das kann man sich nicht im geringsten Vorstellen, wenn man sich die Sache heute ansieht wenn ein Superstar auf der Bühne steht und die Groupies reißen einen regelrecht von der Bühne oder befinden sich vor der Umkleidekabine, das habe ich damals auch erlebt. Aber auch nur zu der Zeit also die Jahre unmittelbar nach der Soundmix Show, ich habe mir damals gedacht was ist denn hier los, das war irgendwie unfassbar.

RG: Wie sieht es bei dir im Shop aus, in welches Land hast du den größten Anteil an verkauften Artikel? In welches Land verkaufst du am meisten?

MB: Aus meinem persönlichen Shop kommen die meisten Bestellungen aus Deutschland, es geht aber auch viel in die Staaten, Schweden und Großbritannien. So Länder da nichts hingeht ist der komplette Ostblock da geht gar nichts hin.

RG: Wie sehen die Streamingzahlen aus, hast du da einen Überblick?

MB: Das ist abhängig vom Album, da geht es überwiegend in die USA die sind auf Platz 1, Platz 2 ist Deutschland, danach folgen Skandinavien und dann kommt der Rest der Welt.

RG: Wie sieht es bei dir mit Musikvideos aus, ist da was in Planung?

MB: Die sind abgedreht aber noch nicht geschnitten.

RB: Ich will dich jetzt nicht mehr länger in Anspruch nehmen und hoffe das wir uns in meiner Nähe mal wieder treffen können. Vielen Dank für das Interview, viel Erfolg mit dem neuen Album und einen noch einen schönen Abend.

MB: Ich Dank dir für das Interview und dir auch noch einen schönen Abend.

Balle

PEARLS & FLAMES – Reliance

Trackliste:

01. Can We Find The Love
02. Temple Of Lust
03. Love Can Heal Your Heart
04. We Will Meet Again (Cross My Fingers)
05. Goodbye
06. It Never Took Away Your Smile
07. Secret Love
08. Wires And Frames
09. Follow The Road
10. It Won’t Get Better
11. (I Don’t Know Who I Am) Anymore
12. Heroes Of Our Time

Spielzeit: 53:47 min – Genre: Westcoast / AOR – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 07.10.2022 – Page: www.facebook.com/pearlsandflames/

 

PEARL & FLAMES eine neue AOR-Band aus Schweden, die sich aus Markus Nordenberg am Gesang, Gitarrist Sven Larsson und Tomas Coox an Keyboards zusammen. Als sich COASTLAND RIDE 2019 entschieden mit dem gemeinsamen Musikmachen aufzuhören startete Markus, Sven und Tomas mit den Aufnahmen. Aus verschiedenen Gründen stoppten die Aufnahmen nach einigen Songs, während des Pandemie bedingten Lockdowns tat sich Markus mit Tommy Denander zusammen und PEARLS & FLAMES erhielten dadurch einen Schub um die Studioarbeiten fortzusetzen.

PEARLS & FLAMES können am besten mit TOTO, COASTLAND RIDE, SVEN LARSSON, RADIOACTIVE und WORK OF ART verglichen werden. Die Gitarren sind nicht zu weit im Vordergrund, sondern bilden mit den Keyboards ein softes AOR-Grundgerüst, der Bass hält sich zurück und die Drums kommen unaufdringlich aus den Boxen. Der Härtegrad geht in Ordnung und eignet sich am besten um die Hektik des Tages zu entschleunigen und bei einem gemütlichen Glas Wein zu entspannen.

Dieses Album ist für alle die auf gut gemachten Westcoast / AOR der softeren Gangart stehen, dass Tempo der Songs hält sich in Grenzen. Es gibt keine Ausreißer in die Langweiligkeit oder Hektik, einfach sehr gut gemachter AOR aus Schweden, mit dem für Skandinavien typischen coolen Songwriting.

„Can We Find The Love“ ein cooler AOR-Song, „Temple Of Lust“ kommt genau so gut rüber wie der Vorgänger. „Love Can Heal Your Heart“ macht Laune, „We Will Meet Again (Cross My Fingers)“ ein ruhiger aber starker Song. „Goodbye“ erinnert an TOTO, „It Never Took Away Your Smile“ Westcoast AOR der besseren Sorte. „Secret Love“ macht von Anfang an Spaß, „Wires And Frames“ ein Instrumental das überzeugen kann. „Follow The Road“ geht wieder in Richtung Westcoast, „It Won’t Get Better“ flotter AOR, „(I Don’t Know Who I Am) Anymore“ eine Herzschmerz Ballade, „Heroes Of Our Time“ erinnert an STYX.

Balle

CHEZ KANE – Powerzone

Trackliste:

01. I Just Want You
02. (The Things We Do) When We’re Young In Love
03. Rock You Up
04. Love Gone Wild
05. Children Of Tomorrow Gone
06. Powerzone
07. I’m Ready (For Your Love)
08. Nationwide
09. Streets Of Gold
10. Guilty Of Love

 

Spielzeit: 50:11 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 21.10.2022 – Page: www.facebook.com/ChezKaneVocalist

 

Die Allianz zwischen CHEZ KANE und Danny Rexon geht in die zweite Runde. Hat sich was gegenüber dem sehr guten Debüt aus dem letzten Jahr geändert, ein großes NÖÖ hat es nicht CHEZ KANE hat noch immer die Trademarks des Debüts. Diese Trademarks bestehen aus einer geilen Stimme und perfekt in Szene gesetzte 80er Jahre Mucke. Die Stimme liegt immer noch bei Ann Wilson, softere Lee Aaron, Jaime Kyle, Janet Gardner und Lita Ford und kann ohne Wenn und Aber überzeugen. Für die Instrumente ist Danny Rexon verantwortlich und auch er erledigt seine Aufgaben mit Bravour. Unterstützt wurden die beiden Hauptakteure von Jesse Molloy am Saxophon.

Die beiden schaffen es Mühelos den Spirit der späten 80er und den damals angesagten Acts wie HEART, LITA FORD, LEE AARON, VIXEN oder den ein wenig später agierenden WITNESS und DEVAY wieder zurück in die Wohnzimmer zu bringen. Der Sound sprüht nur so vor Anekdoten, Anspielungen und Spielart wie die guten alten End 80er und ganz frühe 90er – allerdings mit einem klein bisschen modernerem Touch- bis die Grungewelle die Musikwelt überfuhr. Die Produktion passt zur Mucke und hat den Dampf um die Songs in die Trommelfelle zu jagen.

Vergleichen kann man wie auch schon auf dem Debüt mit H.E.A.T., ECLIPSE, BROTHER FIRETRIBE und den oben erwähnten 80er Front Girlies Truppen mit DEF LEPPARD Vibes. Bei mir werden beim Hören viele Erinnerungen geweckt, von der guten alten Zeit als Rockmusik noch zum guten Ton in den Discos und teilweise im öffentlich-rechtlichen Radio gehörte. An Zeiten in denen man in den Discos viel zum Kucken hatte als die Tanzflächen mit den Mädels voll waren.

Und genau diesen Spirit können Chez und Danny wieder beleben und so für gute Stimmung sorgen, das Album wird auf jeder Retro, 80er, oder einfach nur Rockparty für gute Stimmung sorgen. In jeder Kneipe mit Rock Hintergrund Beschallung sollte das Ding für ordentlich Umsatz sorgen können.

„I Just Want You“ die Vollbedienung für alle HEART Fans, ein sehr guter Einstieg in das Album, „(The Things We Do) When We’re Young In Love“ ein herrlicher Nostalgietropfen. „Rock You Up“ hätte in den Discos für volle Tanzflächen gesorgt, „Love Gone Wild“ VIXEN sind mit einem gewaltigen Weckruf Back on Stage. „Children Of Tomorrow Gone“ das nächste Highlight das an HEART oder VIXEN erinnert, „Powerzone“ geht flott mit viel Power an den Start. „I’m Ready (For Your Love)“ volle Kanne und gnadenlos 80s, „Nationwide“ macht keine Ausnahme, auch wieder volle Tüte 80er zum Schwärmen. „Streets Of Gold“ eine typische geile End 80er Powerballade „Guilty Of Love“ zeigt am Schluß nochmal eindrucksvoll was eine Harke ist.

Balle

BLUE 46 – Blue 46

Trackliste:

01. Breakdown The Fire
02. Timless Night
03. Tales
04. Edge Of It All
05. Flying
06. Better Woman
07. Back Against The Wall
08. Figure
09. Taste Of Tears
10. Blue Dawn
11. Crazy Day

Spielzeit: 43:35 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Double O Records – VÖ: 1991 – Page:

Ein Blick zurück in das Jahr 1991 und man landet in der Schweiz bei der Band BLUE 46. Wie so oft spielte hier der Zufall die Hauptrolle. Auf der Suche nach neuer guter Mucke und Bands stieß ich auf der Seite Heavyharmonies auf dieses kleine Juwel aus unserem Nachbarland. Durch die positiven Beiträge fing ich an nach dem Album zu suchen und wurde fündig. Was kann man von BLUE 46 erwarten, eigentlich ganz simpel, sehr gut gemachten Melodic Hard Rock mit Frau am Mikrofon.

Zum Lineup gehörten damals Karen Sambrook am Mikro, Robert Wuergler an den Gitarren, Roly Scheck an den Keyboards, Beat Moeckli an Bass und Urs Rothenbuhler an den Drums.

Der Sound geht in Richtung BAD SISTER, BLONDE ON BLONDE, JACKIE BODIMEAD, CHEZ KANE, härtere ERIKA und PERFECT CRIME und FIGHTER V mit Frontfrau, also bester Femalefronted Melodic Hard Rock aus Europa. Besser geht fast nicht, die Stimme von Karen hört sich an wie eine Mischung aus Lauralei Combs (BEG BORROW & STEAL), ERIKA, Bente Smaavik (BLONDE ON BLONDE, PERFECT CRIME) und LENITA ERICKSON. Diese Stimme ist geradezu ideal für die Mucke der Band. Die Gitarren spielen mit der Stimme die Hauptrolle unterstützt von den Keys um so eine Wand zu erzeugen. Der Bass und die Drums halten sich unspektakulär im Hintergrund und lassen den anderen den Vortritt.

Die Songs sind alle mit Melodie, Hooks und starken Mitsingrefrains, saugeilen Vocals und Instrumentierung ausgestattet, man meint hier und da mal die eine oder andere Akkord Folge schonmal wo gehört zu haben. Aber dieses Gefühl hat man öfters nicht nur auf diesem Album und dieses Gefühl stört nicht im Geringsten.

Die Band hat nichts verkehrt gemacht, außer dass dieses Album im Jahr des Erbebens von Seattle veröffentlicht wurde. Es ist schon schade wie NIRVANA und CO damals die Musiklandschaft zum Einsturz brachten und solche Juwelen dabei unter gingen. Es war damals nur noch Deprimucke angesagt, gute Laune Musik wie hier zu finden ist wurde aus den Radiosendungen verbannt, neue und aufstrebende Künstler mit viel Talent wurden sträflich übersehen und so zu einem Schattendasein verdammt. Irgendwie ist das Album damals auch an mir vorüber gegangen, und wäre es auch fast in der Versenkung geblieben wenn es Heavyharmonies nicht geben würde. Auf verschieden Seiten ist entweder ein Album oder zwei gelistet ich kenne nur dieses, und kann deshalb keine verlässliche Aussage über die Veröffentlichungen von BLUE 46 tätigen

„Breakdown The Fire“ eröffnet kräftig das Album mit geilem Refrain, „Timless Night“ ein cooler Rocker. „Tales“ kommt mit schrägem Riffing, „Edge Of It All“ ein geiler Me-lodic Rock Song. „Flying“ hier spielt sich der Bass ein wenig in den Vordergrund, „Better Woman“ mit herrlich schrägen Riffs. „Back Against The Wall“ genau so sollte ein Song sein, „Figure“ das nächste Highlight. „Taste Of Tears“ ein coole Ballade, „Blue Dawn“ ein kurzes Intro mit Liveatmosphäre, „Crazy Day“ gibt zum Schluss nochmal Vollgas.

Balle

ARDARITH – Home

Trackliste:

01. Prologue
02. Enter The Void
03. A Moment Of Silence
04. Hope
05. Lay Down To Sleep
06. Awakening
07. Open The Lock
08. The Key
09. Disclosure

 

 

Spielzeit: 55:18 min – Genre: Progressive Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 09.09.2022 – Page: www.facebook.com/Ardarith/

 

Auf dieses Konzeptalbum wurde ich durch einen User in einem Forum aufmerksam, dieser User kannte zwei oder drei Songs von diesem Silberling und schwärmte in den höchsten Tönen. Also wurde der Cheffe bemüht die Promomaschine anzuschmeißen um mir das Material zu besorgen. Hinter diesem Project steckt Max Pfaffinger der als Initiator, Komponist, Texter, Produzent und Koordinator fungiert. Als Musiker dabei waren am Gesang auf fünf Rollen verteilt Rob Lundgren als „Me“, Alina Lesnik als „Hope“, Daniel de Jongh als „Despair“, Liv Jagrell als „Guilt“ und Alexander Göhs als „Memory“. Zur weiteren Besetzung gehören Marco Schuler an Gitarre, Ben Eifert an Keyboards, Daniel Unzner an Bass, Lisa Hellmich an Violine, Rowan Hamwood an Flöte und Maxx Herteck an den Drums. Als Gastmusiker mit von der Partie waren Martin Schnella, Julian Kellner, Markus Steffen, Macel Coenen und Ben Eifert in verschiedenen Rollen bei Gitarrensolos, Markus Maichel Keyboardsolo und Menna Youssef als „Mother“ am Gesang.

5 Sänger/innen, 11 Musiker, eine Geschichte, ergibt das Projekt ARDARITH. ARDARITH ist eine Wortschöpfung aus Tolkiens Arda – die Welt und der Geist. Die Musiker nehmen den Zuhörer auf „Home“ mit auf eine Suche nach dem was Zuhause bedeutet. Der Hauptcharakter „Me“ wird auf seiner Suche von 4 Emotionen begleitet: „Hope“, „Despair“, „Guilt“ und „Memory“ auf einen Weg der zu sich selbst führt.

Zu hören gibt es Progressive Metal mit Synthesizer Unterstützung und klassischen Instrumenten wie Violine, Piano und Flöte erzeugen eine Reise in eine ferne und fremde Welt. Durch den Einsatz der fünf Sänger/innen kommt ein besonderes Feeling auf als wenn man einen Fantasy Streifen ansieht und dabei dieses Album als musikalische Untermalung dient. Die Kompositionen bauen jeder für sich seinen eigenen Spannungsbogen auf der sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. Egal ob Akustik- oder E-Gitarre es passt perfekt zur Stimmung im Song, die Keys unterstützen das Ganze und treiben den Bogen so unaufhaltsam nach oben. Es kommen Hammondsounds oder spacigen Keyboards, Piano, Violine und Flöte zum Einsatz die sehr gut mit dem harten Sound harmonieren. Der Bass und die Drums halten sich mehr im Hintergrund. Die Stimmen der Shouter und deren Färbungen sind sehr gut und geradezu perfekt für die Reise auf der Suche gewählt.

Vergleichen kann man mit DREAM THEATER, FATES WARNING, QUEENSRYCHE oder auch mit den nicht ganz so neuen Newcomern FIGURE OF SPEECHLESS aber auch nicht wirklich, gewürzt mit dezent symphonischen Elementen. Jeder Song gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle mit einem extrem auf die Spitze getriebenen Spannungsbogen. Das Album ist auf alle Fälle nicht zum eben mal nebenbei hören, man muss sich intensiv mit den Stimmen, einzelnen Instrumenten, Strukturen, Breaks und Tempowechsel der Songs auseinandersetzen. Wer dies nicht tut könnte so manches Detail überhören und dies wäre schade bei dieser saustarken Inszenierung.

„Prologue“ beginnt sehr ruhig und nachdenklich mit Flöte und Akustikgitarre, ab Minute 4:34 geht das Ding mit Growling und harten Gitarren ab. „Enter The Void“ bester Prog Metal intensiv mit viel Melodie, „A Moment Of Silence“ was für ein Prog Brett. „Hope“ geht die Sache wieder ein wenig langsamer und ruhiger an, „Lay Down To Sleep“ das nächste Vollbrett vors Schienbein. „Awakening“ erinnert mich von der Frauenstimme an DORO, musikalisch aber Lichtjahre von WARLOCK oder DORO entfernt. „Open The Lock“ wieder mit DORO Like Vocals und Growling geht’s heftig zur Sache. „The Key“ besitzt Hammondsound, härte, geile Vocals, teils orientalische Elemente was für eine Song, „Disclosure“ mit viel Gefühl und Melodie spannend in Szene gesetzt.

Balle