Das ROCK ANTENNE Open Air am Showpalast in München

Die Vollbedienung in Sachen Melodic / Hard Rock kommt nach München, GOTTHARD rocken am 15.06. zusammen mit THE NEW ROSES und ECLIPSE das ROCK ANTENNE Open Air am Showpalast!

Wenn es in Sachen Schweizer Hard Rock eine feste Institution gibt, dann sind es GOTTHARD. Seit 28 Jahren erobern die Schweizer Album für Album unsere Rocker-Herzen und sorgen auch live für fantastische Hard Rock-Abende – umso mehr freuen wir uns, dass sie als Headliner zu einem ganz besonderen Event auf die Bühne kommen.

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Die Schweden von ECLIPSE sind ein Hitlieferant und stehen für Qualität. Mit Sicherheit wollen ECLIPSE ein Wort mitreden und werden die Bühne auf den ROCK ANTENNE Open Air zum wackeln bringen!

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THE NEW ROSES stehen für Groove Rock Made in Germany, die Band wird bestimmt die Bude abfackeln und dazu beitragen das es ein denkwürdiges und unvergessliches Open Air in München wird!

www.facebook.com/TheNewRoses

So ein Festival-Tag wird perfekt mit dem entsprechenden Rahmenprogramm: Auf dem Gelände wird es zahlreiche kulinarische Angebote, Show-Cooking von Frank Oehler und verschiedene Foodtrucks geben, mit Schmankerln, die im festivaleigenen Biergarten verspeist werden können. Dazu habt ihr die Möglichkeit, euch vor Ort von hochkarätigen Tattoo Artists tättowieren zu lassen.

Bikers Welcome! Bikes und Rockmusik gehören zusammen, deswegen sind natürlich auch alle Motorradfahrer aller Marken beim ROCK ANTENNE OPEN AIR AM SHOWPALAST herzlich willkommen. Für alle, die mit dem Motorrad anreisen, steht ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung.

Klingt nach einem Traum-Tag? Na dann treffen wir uns zu einer großen Freiluft-Party mit Mukke, Tattoos, Snacks und Drinks beim ROCK ANTENNE OPEN AIR AM SHOWPALAST!

Alle weiteren Infos und zu den Tickets und Anreise sind unter dem folgenden Link, www.rockantenne.de/mitrocken/konzertkalender/ zu finden.

MIKE TRAMP – Mand Af En Tid

Trackliste:

01. Mand Af En Tid
02. Hvis Du Vil
03. Indeni
04. Kom Som Jeg Var
05. Altid Farvel
06. Stom Og Stille
07. Nat På Libelle
08. Livet Er
09. Sammen Alene
10. Ham Vi Vil Være

 

Spielzeit: 48:45 min – Genre: Classic Rock – Label: SPV – VÖ: 15.03.2024 – Page: www.facebook.com/MikeTrampOfficial

 

Der Däne MIKE TRAMP hat nicht nur seine WHITE LION Zeit als Vita sondern auch eine beachtliche Anzahl an Soloalben. Oder er bringt WHITE LION Klassiker im neuen Gewand heraus, über Sinn oder Unsinn solcher Alben will ich mir kein Urteil bilden, die gehören genau so wie seine Soloalben zum Schaffen von MIKE. Nun erschien Album #14, komplett in dänischer Sprache, mal sehen wie sich die dänische Sprache im Rockgewand verhält und ob MIKEs Tugenden zum Tragen kommen.

Neben MIKE am Mikrofon und Gitarre waren noch Soren Andersen an Gitarre, Søren Skov an Piano und Keyboards, Kenni Andy an den Drumsticks, Emily Garriock und Jørgen Throup an den Backing Vocals mit von der Partie.

Dann mal das Infosheet weggelegt und nachgehört was den Hörer erwartet. Dänisch passt nicht mal schlecht zur Rockmucke von MIKE, am Anfang erst fremd und ungewöhnlich, wenn man sich daran gewohnt hat geht es ganz gut ins Ohr. Für mich hört es sich ein wenig wie eine Mischung aus französisch und skandinavisch an. MIKE ist am Mikrofon ohne Zweifel eine Bank und Garant für Topleistungen, mit den dänischen Texten kommt echt ein gutes Stück Abwechslung ins Spiel. Wenn auch Schade ist das man nicht versteht um was es in dem Text geht, aber das nur als Randnotiz nebenbei.

MIKE macht genau das was er am besten kann, er rockt die Bude, und dass mit einer Konsequenz die schon bewundert werden sollte. Egal ob die Alben mit WHITE LION die alles andere als Weichspülmucke ist, genau wie seine Vielzahl an Soloalben auf denen er sehr gekonnt zwischen Melodic Rock und Classic Rock wandelt ohne dabei irgendwie in eine Richtung abzudriften sondern bedient alle Spielwiesen ohne viel Schnörkeleien oder sich in Spielereien zu verlieren. Die Stimme von MIKE ist über jeden Zweifel erhaben und hat nichts von seiner Faszination verloren, vielmehr hat man das Gefühl das die Stimme an Reife hinzugewonnen hat wie der Geschmack eines lange im Fass gereiften Edel Single Malt. Die Musiker an den Instrumenten machen auch keine für mich hörbaren Fehler, mit der gelungenen Produktion hat der Sound Druck in allen Frequenzen. Als weiteren Pluspunkt kann man die Spielzeit sehen 10 Songs kommen auf eine sehr gute Gesamtzeit von knapp unter 49 Minuten.

MIKE geht auf diesem Album einen eher ruhigeren Weg als auf den anderen Soloalben, die Songs kommen mit Drama und einer gehörigen Portion Gefühl, in etwa vergleichbar mit ruhigen und nachdenklichen TOM PETTY, BRUCE SPRINGSTEEN, TOM KIMMEL und JOHN KILZER. Nicht schlecht aber doch sehr ruhig und soft rockt sich der dänische Megaseller der 80er Jahre durch die zehn Songs. Es gibt weder Ausreißer in die zu seichte noch zu heftige Ecke, sondern man bleibt sich bei allen Songs im Soften Classic Rock treu. Alle die jetzt Mucke ala WHITE LION erwarten, überspringt dieses Album den es zeigt MIKE von einer verletzlichen und gefühlvollen Seite die sehr viel Spaß machen kann. Für manche bestimmt zu soft und nicht rockig genug, ich sag nur einfach mal zurücklehnen und Classic Rock der besseren Sorte genießen, es muss nicht immer an allen Ecken und Kanten böllern wie zu Silvester.

Balle

IAN WILDE – Dream Hunter

Trackliste:

01. Are You Ready Now
02. Secretly In Love
03. My Heart Is Yours
04. Roaring Angels
05. Dance
06. At First Sight
07. Prove Me Wrong
08. Close Your Eyes
09. Tender Love
10. Born To Shine

 

Spielzeit: 43:44 min – Genre: Melodic Rock – Label: Lions Pride Music – VÖ: 29.03.2024 – Page: www.facebook.com/IanWilde

 

IAN WILDE wird im Promosheet als Melodic Rock Maestro angekündigt, dass sind große Sprüche die darauf warten unter Beweis gestellt zu werden. Was gibt es sonst noch zu IAN WILDE, er stammt aus der spanischen Metropole Barcelona und ist ein ausgewachsener Hard Rock und Metal Shouter wie aus dem Lehrbuch. IAN wird von Nilver Perez an Keyboards und Drum Programming, Ignacio Ruiz an Gitarren, Bass und Drum Programming unterstützt. Als Gastmusiker sind Eddie Vantez an Backing Vocals, Pete Alpenborg an Gitarrre und Anderson Sherman am Bass.

Musikalisch bewegt sich IAN WILDE von ab Mitte der 80er Jahre mit all seinen Melodic Heroen bis in die Jetztzeit mit den neuen Helden der Melodic Rock Szene. Will heißen das man sich irgendwo bei Bands wie LANESLIDE, BROTHER FIRETRIBE, ARTIC RAIN, HOUSTON, H.E.A.T., CAPTAIN BLACK BEARD, CHANGE OF HEART und wie sie sich alle nennen und einem sehr guten Schuss 80er Melodic Rock bewegt. Wer auf die Vergleiche kann wird mit IAN WILDE auf jeden Fall glücklich, alle anderen die interessiert sind ein Probelauf schadet keinem, könnte sich unter Umständen auszahlen.

Mich erinnert IAN ein wenig an eine Lightversion von Frank Vestry und noch jemanden der mir aber nicht einfallen will, weder schlechter noch besser, sondern auf seine eigene Weise sehr gut. Die Gitarren gehen mit den Keyboards eine geniale Partnerschaft ein ohne dass dabei einer der Beiden als Verlierer hervor geht. Der Bass geht voll in Ordnung einzig die Drums hören sich nach Blechbaukasten an und könnten mehr Dynamik vertragen.

Hier ergeben zehn Songs eine Laufzeit von knappen 44 Minuten, das ist ein positiver Punkt in der Agenda von IAN WILDE. Ein erfrischendes Album das keine Zitate aus vierzig Jahren Melodic Rock scheut ohne dabei den Looser zu spielen. Eine beeindruckende Vorstellung von IAN WILDE, man darf gespannt sein was noch alles von IAN und Co kommt oder was er noch im Ärmel hat. Egal ob jetzt in Skandinavien gewildert, mit Italo Pop Späßen experimentiert oder einfach nur die 80er Jahre zitiert, es trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich ziehe hier nicht die Höchstwertung, warum, weil ich gerne sehen würde das IAN mit dem nächsten Album eine Steigerung generieren kann und vielleicht mit echten Drums noch mehr Druck in den Sound bekommt

„Are You Ready Now“ ein cooler Song der voll nach vorne geht, „Secretly In Love“ ein Melodic Rocker der alle Klischees bedient. „My Heart Is Yours“ in den 80ern wäre es ein Volltreffer geworden, „Roaring Angels“ erinnert mich vom Keyboard und Groove ein wenig an STAGE mit dem Song „Voodoo Dance“, Italo Pop mit Rockmucke auffrisiert. „Dance“ ich bin in einer Zeitmaschine und in den 80er gelandet, „At First Sight“ gehts noch, was für einen Geniestreich haut IAN da raus? „Prove Me Wrong“ hier wird ein Blick in den Norden nach Skandinavien riskiert, „Close Your Eyes“ ein starker Rocker der früher im Radio sehr langen Einsatz gefeiert hätte. „Tender Love“ hätte sehr gut in eine dramatische Szene eines 80er Action Films gepasst, „Born To Shine“ erinnert mich wieder an meine Jugend in den 80ern in dieser Zeit gehörte Melodic Rock zu jedem anständigen Film Soundtrack.

Balle

THE TREATMENT – Wake Up The Neighbourhood

Trackliste:

01. Let’s Wake Up This Town
02. Back To The 1970’s
03. When Thunder And Lightning Strikes
04. This Fire Still Burns
05. Man On The Highwire
06. I Can’t Wait No Longer
07. Don’t Make No Difference
08. Fire Me Up
09. Free Yourself
10. Kick You Around
11. I‘ve Got My Mind Made Up

Spielzeit: 39:49 min – Genre: Hard Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 10.05.2024 – Page: www.facebook.com/TheTreatmentOfficial/

 

Die britischen Hard Rocker THE TREATMENT sind mit ihrem sechsten Album zurück. „Wake Up The Neighbourhood“ ist das zweite Album in der jetzigen Besetzung die aus Tom Rampton am Mikrofon, Tagore Grey und Tao Grey an den Gitarren, Andy Milburn am Bass und Dhani Mansworth an den Drumsticks besteht.

Hat sich was bei THE TREATMENT geändert? Nein nicht wirklich, den THE TREATMENT sind ein Band die für groovigen Hard Rock steht, mit mehr oder weniger Blues und Drama in er Umsetzung. Konnten die Vorgänger überzeugen, ja das konnten sie. Also ist es kein Wunder das Album #6 auch kein Druchfall sondern ein sehr gut hörbares Teil ist.

Die Band macht einfach nur das was sie am besten kann, mit viel Druck und Können ins Studio gehen und ein Album eintüten das es faustdick hinter den nicht mehr grünen Ohren hat. Ab den ersten Takten ist man wach und man ist gespannt was als nächstes auf einen zurollt oder was für ein Truck einen voll über den Haufen fährt. Denn genau so ist die Musik von THE TREATMENT, ein Truck rollt unaufhaltsam auf einen zu und man kann nur gebannt zusehen wie der Truck immer näher kommt und einen dann überrollt ohne das man sich dagegen zur Wehr setzen kann. Langeweile gibt es hier nicht, man kann das Haar in der Suppe suchen, tut sich dabei aber genauso schwer wie die Nadel im Heuhaufen finden zu können. THE TREATMENT stehen seit dem Debüt für Rockmucke Made in Britain und genauso verhält es sich auf „Wake Up The Neighbourhood“, hier kommt bester Hard Rock mit viel Drive aus dem Player und macht alles platt was im Weg steht.

Man greift blind in einen Stapel CDs von THE TREATMENT, nimmt sich ohne hinsehen ein Album und legt es in den Player, matcht einfach. „Wake Up The Neighbourhood“ reiht sich nahtlos in die Vita der Band ein, es ist nicht schlechter oder besser als die Vorgänger, sondern Band typisch ein Treffer ins schwarze. Mir kommt die Spielart seltsam vertraut vor, ich kann aber nicht auf Anhieb sagen an wenn mich das Album erinnert. Normal fällt mir zu 95% auf Anhieb ein an wenn mich was erinnert, ich weiß auch nicht warum aber mir fällt nur THE HELLACOPTERS ein, am besten höre ich auf mir Gendanken darüber zu machen warum mir das Album so vertraut ist sondern drehe den Lautstärkeregler Richtung rechter Anschlag, Augen zu und genießen.

„Let’s Wake Up This Town“ wenn man nicht wach ist, spätestens ab den ersten Noten ist man hellwach, „ Back To The 1970’s “ ein cooler Blues Rocker. „When Thunder And Lightning Strikes“ kommt mit vielen Ooohooos und wird dadurch fast zum Superhit, „This Fire Still Burns“ der Song geht mit über 250 Sachen voll durch die Decke. „Man On The Highwire“ der Meilenfresser kommt näher und näher, „I Can’t Wait No Longer“ hier hat der Hörer das erste mal die Möglichkeit Luft zu holen. „Don’t Make No Difference“ cool, cooler am coolsten, „Fire Me Up“ der Song für die nächste Grillfeier. „Free Yourself“ ein Blues Rotzer nach meinem Geschmack, „Kick You Around“ wäre auch für die Party oder das Radio, “I‘ve Got My Mind Made Up” zum Abschluss wird nochmal der Nachbrenner gezünet.

Balle

FREEDOM – Stay Free

Trackliste:

01. Tonight
02. Love Reaction
03. Eye Of The Storm
04. I’m Going To Leave You
05. Freedom Song
06. This Is Gonna Hurt
07. Johnny, You’re Electric
08. Melanie
09. Gone
10. Generation

 

Spielzeit: 42:07 min – Genre: Classic Rock – Label: Wild Kingdom – VÖ: 17.05.2024 – Page: www.facebook.com/freedomsthlm

 

Die aus Schweden stammende Formation mit schlichten Bandnamen FREEDOM kommt mit einem Retro/Vintage/Classic Rock Album in den Süden und setzt zu Landung an. Ob es ein Volltreffer oder Rohrkrepierer sein wird zeigen die kommenden 42 Minuten auf Retro getrimmte Mucke. Ein Blick auf das Cover enthüllt vier Typen die aussehen als wenn sie Ü30 wären und kein Wässerchen trüben könnten, aber dem ist auf keinen Fall so. In der Info zum Album steht geschrieben: „FREEDOM ist tief in der Arbeiterklasse der 1970er verwurzelt!“. Das kann man so stehen lassen, denn genau so hört sich der Retrosound der vier Jungs an. Nach staubigen, abgehalfterte Jeans, ausgelatschte Schlappen, verschwitzte Holzfäller Hemden, einfach nach handgemachter Mucke die mit viel Enthusiasmus, Charme, gut durchdacht, und viel Arbeit hört sich das zweite Album von FREEDOM an.

Bei uns ist FREEDOM noch nicht so wirklich angekommen, anders in Schweden und den schwedischen Musikerkollegen, die FREEDOM schätzen und lobend erwähnen oder mal eben kurz wie THE HELLACOPTERS zur Releaseparty auftreten lassen. Das zeigt welchen Stellenwert und Ansehen FREEDOM in der Rockszene in Schweden genießen. Also wird es höchste Zeit den Rest des blauen Planeten zu überzeugen. Bei mir haut es schon mal hin, und wenn das funktioniert kann der Rest nur noch ein Kinderspiel sein.

Zwei fette Pluspunkte hat die Band schon mal auf der Habenseite, zum einen 10 Songs mit einer Laufzeit von 42 Minuten ist Top, die Mucke bewegt sich im Classic Rock ist der nächste fette Batzen auf der Agenda. Dazu kommt das die Produktion weder steril noch irgendwie auf Hochglanz poliert wirkt, man hat das Gefühl das die Musiker Live im Studio vor Röhrenamps stehen und ein Fass aufmachen. Also noch ein Aspekt der auf die Gut Seite rückt, dann kommt das Wichtigste die Umsetzung, die gelingt mühelos und ohne Schnickschnack. Die Songs gehen sofort ins Ohr und lassen mich an BRUCE SPRINGSTEEN, TOM PETTY, THE ROLLING STONES und noch ein paar ollen Musikuse aus den 70ern von der britischen Insel auf einem genialen Skanditrip, einen Ableger von THE HELLACOPTERS und SMOKIE und ganz viel Märvel Flair denken. So locker, leicht und unbeschwert machen die Vier einen auf Rockstar ohne dabei baden zu gehen. Egal ob an den Instrumenten, Gesang oder die Umsetzung auf Tonband, die Band macht eigentlich alles richtig und hätte in den 70er und 80er Jahren bestimmt eine beachtliche Anzahl an Fans und Groupies um sich scharen können. Statt den Teens hätten die Jungs die Bravo Ottos abgeräumt. Dieses Album erinnert mich sowas von an meine Jugend in den 70er bis in die Mitte der 80er Jahre, als solche Musik noch in den Öfftis, damals war Privatradio nicht wirklich existent und kam erst ab Mitte der 80er so richtig auf Sendung, rauf und runter gespielt wurde, in der Rockdiscos flächendeckend vorkamen. Wenn ich an damals denke bekam man im tiefsten Bayern an der Grenze zu Österreich so einen Semioffiziellen Sender mit Namen Radio M1 rein auf dem nur Rock bis Hard Rock gespielt wurde, ich glaube sogar den Sender in der Auflistung von Internetstationen gesehen zu haben. Gutes stirbt niemals, egal ob Radio M1, coole Rockmucke und Musiker egal ob jung oder alt, die Vielzahl an Genres sind nicht klein zu bekommen und das ist auch gut so. Und mit FREEDOM ist ein äußerst interessanter Vertreter dieser Spielwiese auf dem Radar aufgetaucht.

Rohrkrepierer ein deutliches und großen Nein, Volltreffer ein lautes und deutliches Jaaaa!i! So macht Musik hören einfach nur Spaß und versetzt einen in eine Zeit die sehr weit zurück liegt aber was Mucke angeht einfach nur als genial bezeichnet werden kann. Als Bewertung würde es eine 9 geben aber das Ding haut so rein das ich noch einen Nostalgie Punkt dazu spendiere und volle Hütte vergebe.

Jungs es wird Zeit für eine Tour durch Deutschland mit Stopp in meiner Gegend, damit man sich mal bequem bei einem oder zwei Drinks über Mucke unterhalten kann.

„Tonight“ geht mal so richtig Vintage like los und macht neugierig auf die folgenden Songs ob die auch so cool sind, „Love Reaction zaubert mit einem unwiderstehlichen Charme ein Lächeln von einem Ohr zum andern ins Gesicht. „Eye Of The Storm“ flott und eingängig geht es weiter, „I’m Going To Leave You“ das nächste Sahneteil das aus dem Ärmel geschüttelt wurde. „Freedom Song“ ein besonderes Schmankerl mit Saxophon, „This Is Gonna Hurt“ kommt mit viel Drama aus den Puschen und gibt den Top Ten Stürmer. „Johnny, You’re Electric“ geht aber sowas von auf die Zwölf, „Melanie“ hätten die alten Hasen auch nicht besser hinbekommen. „Gone“ SPRINGSTEEN mit Chili im Hintern, „Generation“ kommt mit viel Drama und Bluesnote.

Balle

WHITE DOG – Double Dog Dare

Trackliste:

01. Holy Smokes
02. Double Dog Dare
03. FDIC
04. Glenn’s Tune
05. A Message From Our Sponsor
06. Frozen Shadows
07. Lady Of Mars
08. Prelude
09. The Last ‘Dam’ Song

 

 

Spielzeit: 36:46 min – Genre: Vintage Rock – Label: Rise Above Records – VÖ: 05.04.2024 – Page: www.facebook.com/whitedogatx

 

WHITE DOG legen hier ein ganz schönes Vintage Album vor. Wenn man die Bandfotos auf der Promoseite ansieht sieht man lauter bunte Farben wie auf einem Trip und genau so hört sich die Mucke auch an. Vintage Rock der alten Schule, nicht nur der Rock ist Vintage, auch die Produktion hört sich an als ob sie in den späten 60ern bis Mitte der 70er aufgenommen wurde. Irgendwie passen das Retroflair und die auf sehr alt getrimmte Produktion wie Arsch auf Auge, oder Eimer auf Faust, das Dingens macht einen auf alt und dabei eine verdammt gute Figur. Über die Mitglieder der Band lässt sich auf die Schnelle nicht viel finden, also muss die Mucke umso mehr sprechen.

Neben den leichten Psychedelic Vibes kommt ein wenig Blues und sehr viel Southern Rock aus der Vergangenheit, dies kreuzt die Band mit Einflüssen aus dem Beat Rock sowie THE DOOBIE BROTHERS, THE ALLMAN BROTHERS, von LED ZEPPELIN bis DEEP PURPLE. Vom Gesang her könnte man in manchen Momenten von der Ausführung meinen das die Beatles ihre Finger im Spiel hätten, nicht von der Stimmlage sondern die Art und Weise wie der Gesang ausgeführt wurde. Diese schockierende Essenz wird mit Old School Southern Rock Riffing und sehr viel Orgel um genauer zu sein Hammond Sound angereichert, dass die Band so einen Sound präsentiert der durchaus aus der guten alten Zeit und Anfänge der Harten Mucke stammen könnte. Dem ist nicht so, sondern das Ding kommt frisch aus dem Studio und geizt nicht mit eben dem unverwechselbarem Old School Sound der oben erwähnten Epoche, die Bands lagen damals in Wehen kurz vor der Geburt von Bands wie eben LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und alle die gefolgt sind und noch folgen werden.

Neun Songs, davon sind zwei Intros, das gibt Punktabzug, die magere Laufzeit von knappen 36 Minuten ist auch sehr kurz geraten gibt leider auch Punktabzug. Wenn man über diese Aspekte hinweg sieht kommt ein interessantes Album heraus das gleichermaßen für Retro/Vintage Fans sowie Southern Rocker und die oben erwähnten Einflüsse geeignet sein könnte.

„Holy Smokes“ legt gleich mal die Weichen auf Retro um, „Double Dog Dare“ macht Laune, einzig der Mittelteil drückt wirklich zu schräg auf die Southern Rock Drüsen. „FDIC“ der ideale Song um im offenen Cabrio die Route 66 von einem Ende zum anderen der US of A zu cruisen, „Glenn’s Tune“ der Titelsong für die nächste Pokerrunde im Old Fashion Saloon irgendwo zwischen Tombstone und Dogde City kurz vor einem Mexican Standoff. „A Message From Our Sponsor“ ein kleines Intro das die Stimmung aufheitern soll erinnert an Verbraucherinformationen oder Schleichwerbung, „Frozen Shadows“ mit sehr viel Drama cool in Szene gesetzt erinnert mich an “The House Of The Rising Sun“. „Lady Of Mars“ könnte aus dem Beat Club oder dem Musikladen aus den 70ern stammen, „Prelude“ noch ein Intro könnte aus dem Western High Noon stanmen, als der Sheriff einsam auf dem Weg zum Showdown ging, „The Last ‘Dam’ Song“ der Anfang geht in Ordnung bis die Orgel loslegt ab da wird es sehr schräg, bunt und schrill, wer weiß was die Jungs davor eingeschmissen haben.

Balle

FM – Old Habits Die Hard

Trackliste:

01. Out Of The Blue
02. Don’t Need Another Heartache
03. No Easy Way Out
04. Lost
05. Whatever It Takes
06. Black Water
07. Cut Me Loose
08. Leap Of Faith
09. California
10. Another Day In My World
11. Blue Sky Mind

Spielzeit: 51:06 min – Genre: AOR – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 03.05.2024 – Page: www.facebook.com/FMofficial

 

Der Brite mit der markanten Stimme, Steve Overland ist mit seiner AOR Truppe FM zurück, leise treten ist bei den Rockern trotz fortgeschrittenen Alters Fehlanzeige oder kommt nicht in die Tüte. So hat Steve neben Gesang auch die Gitarre geschwungen und Jim Kirkpatrick ebenfalls Gitarre, Jem Davis an den Keys, Merv Goldswerthy am Bass und Pete Jupp um sich gescharrt um ein feines Teil ein zu zimmern.

Das lässige Album Cover passt irgendwie zum Titel „Old Habits Die Hard“, genau so klingt es auch. FM sind mit ihren alten Gewohnheiten zurück um den Kontinent zu rocken. Dieses Unternehmen gelingt wie nicht anders zu erwarten war mit Bravour und ohne schwächen erkennen zu lassen. Trotz des Todes von Steves Bruder und FM Gründungsmitglied Chris wurde ein Album aufgenommen das alle Tugenden von FM enthält. Melodien ohne Ende, Gitarren duellieren sich mit den Keyboards und die Rhythmusfraktion spielt den Antreiber. Die Songs befinden sich wie immer bei FM auf einem sehr hohen Niveau, die Stimme von Steve ist einzigartig entweder man kann damit oder nicht.

Wer die alten FM verehrt wird mit „Old Habits Die Hard“ voll auf seine kosten kommen, alle anderen die die Band nicht kennen sollten mal probehören ob es passen könnte, wer noch nie mit FM konnte, ab zur nächsten Rezi. Da ich alle Studioalben der Band kenne und nur eins dazu sagen kann, egal welches Album man aus der langen Karriere der Band nimmt, schlecht oder Durchschnitt ist hier nicht. Hier wird geklotzt nicht gekleckert. FM sind einfach nur FM, dabei aber eine Bank und Macht für sich wobei man ein Merkmal auf seiner Seite hat, dass ist Steves einzigartige Stimme. Sie klingt beim ersten Hören sehr zerbrechlich und fast schon fad bis man sich an die Tonlage gewöhnt hat und ab da dann alle Nuancen und Zaubereien mit den Stimmbändern mitbekommt. Der Rest der Band macht auch alles richtig aber das Merkmal ist und bleibt die Stimme von Steve die es so in dieser Form nicht nochmal gibt.

Eine beeindruckende Vorstellung mit dem AOR Made in Great Britain, besser kann man AOR nicht repräsentieren.

„Out Of The Blue“ könnte aus der Aufnahme Session von „Indiscreet“ stammen, „Don’t Need Another Heartache“ ein für FM typisches AOR Schmankerl, geht es besser? Nöö!i! „No Easy Way Out“ FM wie sie in den 80ern Unterwegs waren, „Lost“ man nehme zu dem Grundsound ein klein wenig Blues und fertisch ist das FMsche Sahneteil. „Whatever It Takes“ hier wird mit sehr viel Gefühl gerockt, „Black Water“ was für einen Melodic Reißer haben die Briten da aus dem Ärmel geschüttelt. „Cut Me Loose“ wer FM bis jetzt nicht kannte, genau so ein Song steht für FM und nur für FM nicht mehr aber auch nicht weniger, „Leap Of Faith“ fängt sehr langsam und still mit Akustikgitarre an bis die Drums einsetzen ab da bricht ein Orkan los, besser kann man AOR nicht zelebrieren. „California“ klingt nach einem einsamen Highway im Cabrio bei 30 Grad im Schatten und FM aus der Musikbox, „Another Day In My World“ braucht ein paar Anläufe bis er sitzt, aber dann sitzt er passgenau, „Blue Sky Mind“ der nächste Volltreffer den FM mitten ins Schwarze treffen und leider das Ende des Albums.

Balle

LYPSWITCH – World Of Sin

Trackliste:

01. World Of Sin
02. American Song
03. Somewhere Someplace
04. Watch Me Live
05. Carry Me Away
06. Rock N Roll Ain’t Pretty
07. Thirst
08. Domination
09. Rattlesnake Skin
10. Fever – Psychedelic
11. Sexx In The Sun
12. Razorblade Slide
13. Kiss In The Dark
14. Get Out – Run
15. Out Of Control
16. Man In The Middle
17. Dave’s Song

Spielzeit: 65:31 min – Genre: Sleaze Rock – Label: Eönian Records – VÖ: 29.03.2024 – Page: www.facebook.com/Lypswitch

 

Das US Label Eönian Records glänzt mit einer Vielzahl an Bands und Veröffentlichungen die alle gut bis sehr gut sind, allerdings mit einem sehr großen Aber. Dieses Aber bezieht sich auf die in 90% der Fälle unterirdische Soundqualität der Aufnahmen die in den meisten Fällen wahrscheinlich mit einem Einspur-Tape oder was weiß ich für ein Magnetmedium in irgendeinem Keller zusammengeschustert wurden. Schlecht ist das Material auf keinen Fall nur befindet sich der Sound in dem Rahmen der 90% in der Kategorie Körperverletzung und man verliert nach dem ersten Hören des ersten Songs das Interesse weil einem die Lust darauf vermiest wird.

Also mal mein Wissen über die Qualität des Sounds von Eönian Records Alben beiseitegeschoben und ein Blick auf LYPSWITCH mit dem Album „World Of Sin“ werfen. Leider befinden sich keine Infos im Promopaket, das einzige ist das Cover und ein paar Fotos der Band, und die zeigen Jungspunde die gerade dem Pickel, Akne oder Hormonstau Alter entflohen sind. Wann die Bilder entstanden sind erschließt sich durch fehlende Infos nicht. Aber ich denke mal wie bei der Mehrheit der Eönian Veröffentlichungen von Ende der 80er bis in die Mitte der 1990er Jahre, egal ob jetzt die Bilder oder Aufnahmen. Genau meine Vermutung wird durch die Vorstellung auf der Homepage des Labels bestätigt, die Jungs stammen aus LA und LYPSWITCH wurde 1987 zum Leben erweckt.

Zur Band gehören Danny Whaley am Mikrofon, Mick O’Brien an Gitarre, David Love an Bass und Kevin Agosta haut in die Drums. Mir ist keiner der Sunnyboys bekannt, weder die Namen noch die Bilder sagen mir etwas. Und nachdem die Fakten gecheckt sind kommt die Mucke, entweder ein Totaldurchfall oder wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Überraschung. Bei den ersten beiden Songs kann der Sound keinen hinter dem Sofa hervorlocken, aber gegenüber anderen VÖs von Eönian kann man die Songs anhören ohne befürchten zu müssen das die Ohren eine sehr schnelle Variante von Speedkrebs bekommen und auf der Stelle abfallen.

Danny hat eine wirklich coole Stimme die mich an eine Mixtur aus David Wanless (SVEN GALI), Steve Philbrook (Brass Kitten), Tim Thompson (Aces Wild), Jamie Rowe (ADRIAN GALE) und ein wenig SEBASTIAN BACH erinnert. Die Gitarren treiben einem sämtliche Flausen aus dem Kopf, der Bass und die Drums geben Volldampf und machen alles klar.

Die Band bewegt sich mit ihrem Sleazey Hard Rock irgendwo im Niemandsland zwischen SKID ROW, SVEN GALI, RATT, HANOI ROCKS, VAIN, DANGEROUS TOYS und den Rest der Testosteron Rocker im Portfolio von Eönian Records. Man kann allerdings auch Spurenelemente von ASPHALT BALLET, STREETHEART, VON GROOVE, HURRICANE, BON JOVI, WARRANT sowie POISON und Poser Mucke finden. Die Songs sind voll aufs Zentrum des Kinns gehende Abgehnummern die nur so vor Klischees schreien und eine versaute-schlüpfrige Party mit typischen Anspielungen der LA Szene feiern. Die Songs machen ordentlich was her, nur trübt der Sound den Genuss in der B-Note, und vielleicht die doch sehr einfach aufgebauten Songs die stark vorhersehbar sind. Ansonsten eine Anständige Vorstellung der pupertären Hormonjunkies auf dem Kriegspfad die alle Sleaze Eigenschaften bedienen.

Balle

STEALIN HORSES – Stealin Horses (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Turnaround
02. Where All The Rivers Run
03. Rain
04. Harriet Tubman
05. Walk Away
06. The Well
07. Gotta Get A Letter
08. Dyin’ By The Gun
09. Tangled
10. Ballad Of The Pralltown Cafe

 

Spielzeit: 38:47 min – Genre: AOR – Label: Arista BMG – VÖ: 1988 – Page:

Das ich an dieses selbst betitelte Album von STEALIN HORSES kam war wieder mal Hang Loose Records schuld, um genauer zu sein das Demo Tape vom Juli 1999 wieder randvoll mit Subjektiv-Ultimativen Pflichtkauftips. Die Band befand sich auf dem Tape in verdammt starker Gesellschaft die aus NEWMAN, MICHAEL SWEET, Randy Jackson’s CHINA RAIN, LORD TRACY, JADED HEART, TREAT, GOWAN, PAUL LAINE, DUKE JUPITER, BILLY BRANIGAN, EDDIE MONEY, JACKIE BODIMEAD und noch einige mehr, bestand. Alle ausgewählten Songs auf dem Tape waren Volltreffer und der enthaltene Song von STEALIN HORSES „Turnaround“ traf sofort bei mir auf Anklang also habe ich die CD geordert die aus dem Jahr 1988 stammt.

Die Band bestand damals aus Kiya Heartwood an Mikrofon und Gitarren sowie Kopana Terry an den Drums. Komplettiert wurde STEALIN HORSES durch eine Reihe an Musikern die auf Namen wie Steve Lukather, Mandy Meyer, Mike Porcaro, Neil Young und noch ein paar mehr hören.

STEALIN HORSES waren leider ein Band die bei uns nicht wirklich bekannt wurden, obwohl das Material eine andere Sprache spricht und beim ersten Hören sitzt. Die Melodien gehen sofort ins Blut und bleiben sehr lange im Gedächtnis falls man die überhaupt mal vergisst. STEALIN HORSES hatten zwei unwiderstehliche Pluspunkte die schon mal dreiviertel ausmachen, mit Kiyra besaß man eine großartige Sängerin und die Songs waren/sind immer noch sehr eingängig und catchy. So rockten sich die Musiker, ich weiß bis heute nicht ob es eine echte Band oder nur eine Project war, egal was es am Ende dann auch war es hat gefallen. Jeder Song hätte riesiges Radiopotential und einige wären auch für die Disco geeignet.

Am besten in Szene gesetzt wurden die Stimme von Kiyra und die Gitarren egal ob E oder Akustik, die Drei spielten deutlich die Hauptrolle, danach kamen Bass und Schlagzeug, die Keyboards wurden dezent aber effektiv eingesetzt. So ergab sich ein sehr feines Gesamtbild das Lust auf mehr macht.

Vergleichen kann man den AOR von STEALIN HORSES am besten aus einer Schnittmenge von FIONA, JAIME KYLE, BRUCE SPRINGSTEEN, THE MEN, MITCH MALLOY, BRYAN ADAMS, JOHN MELLENCAMP, AVIATOR, MARK FREE, BEAU GESTE, ROBIN BECK, PAT BENATAR, BOYSTOWN, GLEN BURTNICK und alle anderen die Mucke in dieser Art und Weise machen. Die Songs wurden auch mal mit Country Vibes verfeinert ohne dass die zu Softis degradiert, sondern aufgewertet wurden.

1991 folgte noch das Album „Mesas And Mandolins“ das nicht minder Schlecht als das Debütalbum ist. Leider war es das mit den Infos die ich zu STEALIN HORSES habe, aber es gibt zwei sehr gute Alben die ihre Spuren in der Musikwelt hinterlassen haben. Wer auf die von mir erwähnten Musiker und Bands steht sollte sich STEALIN HORSES mal genauer ansehen. Bei einem der Großen Streaming Anbietern sind beide Alben zu finden.

Mit „Turnaround” setzt die Band gleich am Anfang ein sehr großes Ausrufezeichen, „Where All The Rivers Run“ ein starker Rocker der Potential zum Hit gehabt hätte. „Rain“ macht gleich da als Highlight weiter wo die beiden Vorgänger aufgehört haben, „Harriet Tubman“ mehr Gefühl kann man nicht in einen Song stecken. „Walk Away“ hätte bei entsprechender Promotion das Potential für die oberen Regionen der Charts gehabt, „The Well“ erinnert irgendwie an einen Mix aus FIONA, PAT BENATAR und all die anderen oben erwähnten Vergleiche. „Gotta Get A Letter“ ist ein sehr starker Abgeh-Rocker der auf Anhieb sitzt, „Dyin’ By The Gun“ kommt mit Country Flair und Blues Riffing. „Tangled“ ein cooler Rocker der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, “Ballad Of The Pralltown Cafe” eine starke Ballade nur mit Gesang und Akustikgitarre.

Balle

MATNEY – The Redneck & The Red Man

Trackliste:

01. Rebel Saint
02. All Fired Up
03. Big Daddy
04. All She Wrote
05. Tomcat
06. This Heart Has A Ghost
07. One Way Road
08. Washed In The Blood

 

 

Spielzeit: 23:23 min – Genre: Southern Boogie Hard Rock – Label: Roulette Records / Cargo Records – VÖ: 26.04.2024 – Page: www.facebook.com/people/Matney/61554931494398/

 

MATNEY noch nie von gehört, ist mir total unbekannt. Der Name klang interessant, der Titel „The Redneck & The Red Man“ ebenso und als ich in der Redaktionsliste Southern Rock gelesen habe musste ich mich für dieses Album eintragen. War es doch in diesem Genre in den letzten Jahren sehr still geworden, eine Live Scheibe von MOLLY HATCHET, dem Debütalbum von THE GEORIGIA THUNDERBOLTS, dass sehr gute dritte Album von VERN DAYSEL letztes Jahr und das Nachholkonzert von MOLLEY HATCHET in München waren für mich die letzten Lebenszeichen dieser Spielwiese. Und nun liegt mir das taufrische Album von MATNEY vor, das aufhören lässt.

Also gleich mal die Promo Infos gecheckt und für Fans von ZZ TOP, LYNYRD SKYNYRD und THIN LIZZY als Anlaufstelle empfohlen. Nochmal ein Volltreffer für mich, allerdings würde ich THIN LIZZY weglassen und LYNYRD SKYNYRD bedingt erwähnen. Ich würde zu ZZ TOP noch MOLLY HATCHET, DOC HOLLYDAY und BLACKFOOT hinzunehmen. Bei MATNEY haben sich Mike MATNEY und kein geringerer als Stevie Salas (Produzent und Co-Songwriting) zusammengetan um ein frisch klingendes Album das alle Stärken aus Southern Rock, ein wenig vom Boogie und Hard Rock zu vereint. Und das ist den Herren tadellos gelungen, wenn man in den meisten Momenten davon absieht das sehr viel ZZ TOP (ala „Sharp Dressed Man“, „Gimme All Your Lovin‘“, „Cheap Sunglasses“ und „Sleeping Bag“) drin steckt. Wer über diesen Aspekt hinweg sehen kann hat sicher sehr viel Freude an dem leider viel zu kurzen Album. Leider kann ich nicht viel zur Besetzung außer Mike herausfinden, soll aber nicht weiter stören, denn die Mucke zählt.

Die vier Protagonisten plus Salas an den Reglern haben ein sehr gutes Album oder besser gesagt, wenn man die Laufzeit betrachtet EP auf Konserve gebracht die jedem Anhänger von geilem Southern Hard Rock mit Boogie Anwandlungen oder einfach nur Asskickin‘ Biker Rock bestens schmecken sollte. Egal welchen Titel man sich aussucht, es kann jeder auf seine Art und Weise überzeugen. Wenn man das Cover Artwork heran zieht spiegelt es 100%ig den Inhalt wider und sollte unbedingt mal angehört werden. Aber nicht nur für die Anhänger von Southern Rock könnte das Album interessant sein, die jenigen für die AC DC, AIRBOURNE, ROSE TATTOO oder auch RHINO BUCKET und SIN CITY zum guten Ton gehören solltenn hier auf ihre Kosten kommen.

Einzig der Umstand der mageren Laufzeit von 23 Minuten versalzt die Suppe ein klein wenig und bringt Abzug in der B-Note. Ich bin gespannt wie es mit den Jungs weiter geht, das erste Ausrufezeichen haben sie mit einem sehr lauten und positiven Knall gesetzt.

„Rebel Saint“ geht mit seinen typischen Southern Rock Vibes gleich mal ohne Umweg ins Ohr, „All Fired Up“ eine Mixtur aus Southern Rock und Boogie Hard Rock der Marke ZZ TOP. „Big Daddy“ kommt mit schrägen Riffeinlagen und ZZ TOP Genen ums Eck, „All She Wrote“ hier treffen coole Riffs auf Vollgas Rock aus dem Süden. „Tomcat“ Southern Rock trifft auf Hard Rock Riffs, coole Sache das Ding, „This Heart Has A Ghost“ hier trifft Boogie Woogie auf INXS und DEPECH MODE Vocals, dass Ergebnis ist besser als es sich liest. „One Way Road“ kommt mit viel Blues in der Unternote, „Washed In The Blood“ ein Schwerer Rocker der gefällt.

Balle