NIGHT RANGER – Don’t Let Up

Band: Night Ranger
Album: Don't Let Up
Spielzeit: 50:52 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.nightranger.com

NIGHT RANGER, die Band um den singenden Drummer Kelly Keagy und den Bass spielenden Sänger Jack Blades (oder umgekehrt) stehen exemplarisch für das in Musik verpackte Gute-Laune-Gefühl der US Westküste, dem heutzutage leider etwas Nostalgisches anhängt. Wer sich die zwar mittlerweile durchaus ollen, wenn auch immer noch dollen Kamellen der Marke „Don’t tell me you love me„, „Sister Christian“ oder „(You can still) Rock in America“ anhört, fühlt sich wie in einer Zeit Maschine zurück versetzt in die goldenen 80er, als die Klamotten noch bunt, die Harre lang und die via MTV zur Schau gestellte Laune quietschfidel war. Das ist eine der wundervollsten Arten des Eskapismus, die man gerade in den heutigen Zeiten gut gebrauchen kann. Aber auch im Hause NIGHT RANGER stehen die Uhren nicht still. Blades und Co. gehen stramm auf die 60 zu (oder sind schon drüber) und auch wenn die Band nie wirklich ganz weg war, so kann man seit Ihrem Wechsel zum italienischen Melodie-Spezi Frontiers Records von einem kleinen Comeback reden. Das gipfelte in der starken 2014er Scheibe „High Road“, die nun mit „Don't Let Up“ einen mehr als würdigen Nachfolger an die Seite gestellt bekommt.

Neben den Urmitgliedern Blades, Keagy, Brad Gillis (Gitarre) und Eric Levy (Keyboards) wurde der Posten an der zweiten Gitarre durch Keri Kelly besetzt, der den Richtung Whitesnake abgewanderten Joel Hoekstra mehr als adäquat ersetzt. Der Einstieg ins Geschehen mit dem wuchtigen Doppelpack „Somehow Someway“ und „Running out of Time“ (ein Ohrwurm vor dem Herrn) gelingt bestens – bis unter die Haarspitzen mit messerscharfen Gitarrenlicks und passgenau sitzenden Vocals ausgerüstet hauen uns NIGHT RANGER zwei hochenergische Power Tracks um die Ohren, wobei der Opener dann doch recht offensichtliche Parallelen zu den AOR Kollegen von Journey durchscheinen lässt. Und auf diesem hohen Niveau geht weiter: der in eine ähnliche Kerbe schlagenden Titeltrack oder die Halbballade „We Can Work It Out“ sind nicht minder starke Tracks, die (nicht nur, aber vor allem) von der tollen Gitarrenarbeit leben. Mit Kelly hat Gillis einen kongenialen Partner gefunden, der die Band perfekt ergänzt. Und dass NIGHT RANGER nicht nur Chart-taugliche Hooklines fabriziert bekommt, sondern diese dann auch noch in perfektem mehrstimmigen Gesang verpackt ist schon seit Beginn an eines der untrüglichen Trademarks der Band. Mit dem kompositorisch doch schwächelnden, auf einem bluesigen Riff basierenden „(Won't Be Your) Fool Again“ sowie dem 08/15 Song „Day and Night“ gibt es zwar auch den ein oder anderen Durchhänger zu vermelden. Im Grossen und Ganzen ist „Don't Let Up” aber eine der besten Scheiben in der langen Diskographie der Jungs aus San Francisco.

NIGHT RANGER liefern uns mit Ihrem neuesten Opus einen weiteren Knaller ab: noch stärker als der Vorg$anger, sterckenweise gar auf Augenhöhe mit den Klassikern aus dem eigenen Katalog, ist „Don't Let Up“ ein echter Leckerbissen für qualitätsbewusste Melodic Rock Freunde. Eine klare Empfehlung!

WERTUNG

 

 

Trackliste:

01. Somehow Someway
02. Running out of Time
03. Truth
04. Day and Night
05. Don't Let Up
06. (Won't Be Your) Fool Again
07. Say What You Want
08. We Can Work It Out
09. Comfort Me
10. Jamie
11. Nothing Left of Yesterday

Mario

 

ONE DESIRE – ONE DESIRE

Band: One Desire
Album: s/t
Spielzeit: 44:01 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music srl
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.onedesire.net


Schon seit der ersten Single ‚Hurt’ wurde ich vor Vorfreude von innerlichen Kreischanfällen geplagt, sobald ich an die Veröffentlichung von ONE DESIRE’S selbstbetitelten Debutalbum dachte. Die Erwartungen waren also riesig und hier kommt nun die Review zu dem ersehnten Stück der Finnen. 
Erstmal jedoch ein bisschen zur Band: Schon 2012 fing Schlagzeuger Ossi Sivula an Bandmitglieder für ein neues Projekt, damals noch mit Namen OD, zu suchen. Nach einigem personellen Hin-und Her, Songs schreiben, Demos aufnehmen etc. fand sich 2016 schließlich das endgültige Line-up mit André Linman (Gesang), Jimmy Westerlund (Gitarre), Jonas Kuhlberg (Bass) und besagtem Ossi Sivula (Schlagzeug). Mitte 2016 fühlte sich die Band schließlich auf dem richtigen Weg ihr Album aufzunehmen und nun, Anfang 2017, liegt uns der Melodic Rocker also vor.

Los geht es mit dem hymnenartigen ‚Hurt‘ und deutlichem 80er Vibe, danach das etwas reduziertere ‚Apologize‘. ‚Love Injection‘ hat mich im ersten Moment etwas an RECKLESS LOVE erinnert (vielleicht wegen des Titels), stellte sich dann als sehr radiotauglicher moderner Rocker heraus. ‚Turn Back Time‘ wie auch das spätere ‚Buried Alive‘ glänzt als ECLIPSE-artige Nummer, vor allem ‚Buried Alive‘ ist eine Stufe härter als die anderen Songs des Albums. ‚Falling Apart‘ ist einer der zwei Balladen des Albums mit einem Rythmus und Refrain to die for, harmonisch ohne Ende. Flotter geht es weiter mit ‚Straight Through The Heart‘ und schließlich kommt ein weiterer Song, der vorher als Single erschien: ‚Whenever I’m Dreaming‘. Wer da nicht mindestens ein bisschen mitwippt und das Radio aufdreht hat einfach kein Herz. ‚This Is Where The Heartbreak Begins‘ lässt das Album ruhig ausklingen und erinnert u.a. wegen des Pianos, wie auch schon ‘Whenever I’m Dreaming’ an JIMI JAMISON. 

An sich haben wir es hier mit astreinem, modernen Melodic Rock zu tun. Die raffinierten Melodien, mitreißenden Refrains und zugänglichen Texte mit einem Hauch Melancholie bleiben im Kopf hängen und sind nur schwer wieder herauszubekommen. Favoriten hier zu finden ist extrem schwer, weil man sich einfach das ganze Album anhören sollte. Dennoch ein Versuch: ‚Whenever I’m Dreaming‘, ‚Buried Alive‘, ‚Hurt‘, ‚Falling Apart‘. Vor allem Freunde von ECLIPSE, BROTHER FIRETRIBE, H.E.A.T und überhaupt Melodic Rock/AOR sollten sich dieses Album nicht entgehen lassen. 


WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Hurt
02. Apologize
03. Love Injection
04. Turn Back Time
05. Falling Apart
06. Straight Through The Heart
07. Whenever I’m Dreaming
08. Do You Believe
09. Buried Alive
10. This Is Where The Heartbreak Begins

Lotta

LIONVILLE – A World of Fools

Band: Lionville  
Album: A World Of Fools
Spielzeit: 52:09 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.lionville.it

Dieser Tage erscheint mit "A World Of Fools" der dritte Longplayer von LIONVILLE. Auch auf diesem Album der von Gitarrist Stefano Lionetti ins Leben gerufenen Truppe gibt es wieder gutklassigen AOR und Melodic Rock zu entdecken. Aufgrund der Tatsache das sich mit Sänger Lars Säfsund und Gitarrist Robert Säll gleich zwei Musiker von Work Of Art, wie schon bei den beiden Vorgängern mit an Bord befinden, sind Gemeinsamkeiten im Klangbild natürlich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings gibt es auch Sounds die nach Toto und Richard Marx tönen, wenn man das alles miteinander vermengt, hat man eine ziemlich genaue Vorstellung wie LIONVILLE klingen.

In allen Songs, wie zum Beispiel in dem Toto lastigen "One More Night" weht eine lässige Westcoast Brise, die das Album förmlich zum Sommer Soundtrack, während der nächsten entspannten Cabrio Fahrt, prädestiniert. Genrefans werden sich in die einschmeichelnden Melodien und feinen Chorgesänge sofort verlieben. Natürlich ist "A World Of Fools" wie viele Scheiben aus den Achtzigern, der oben bereits erwähnten Künstlern, absolut Top produziert.

Als weitere Highlights habe ich den flotten Opener "I Will Wait", das relaxt groovende "Our Good Goodbye", die wunderschöne Ballade "Heaven Is Right Here" und das einigen Toto Klassikern nahe stehende "Bring Me Back Our Love" ausgemacht.

Das einzige was eine höhere Wertung meinerseits verhindert hat, ist die Tatsache, dass mir einige Titel doch etwas zu gleichförmig daher kommen. Nichtsdestotrotz ist der neue LIONVILLE Langdreher allen AOR und Melodic Rock Freunden ans Herz zulegen, denn diese Zielgruppe dürfte hier uneingeschränkt auf Ihre Kosten kommen.
                                                                
WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. I Will Wait
02. Show Me The Love
03. Bring Me Back Our Love
04. Heaven Is Right Here
05. A World Of Fools
06. One More Night
07. All I Want
08. Living On The Edge
09. Our Good Goodbye
10. Paradise
11. Image Of Your Soul
12. Unmasking The Mystery

Heiko Füchsel

 

UNRULY CHILD – Can´t Go Home

Band: Unruly Child
Album: Can´t Go Home
Spielzeit: ? min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.unrulychild.net 

Viel wurde unter dem Namen UNRULY CHILD veröffentlicht. Aber nur das 1992 erschienene Debüt dürfte diesen Schriftzug tragen. Denn entweder war Sänger(in) Mark bzw. Marcie Free nicht mit an Bord oder diverse andere Musiker. Doch jetzt wurde das Original Line-Up mit Marcie Free (vocals), Bruce Gowdy (guitars), Guy Allison (keyboards), Larry Antonio (bass) und Jay Schellen (drums) wieder zusammengetrommelt. 

Alles beim alten ist nach 25 Jahren aber dann doch nicht. Wurde der Erstling von Starproduzent Beau Hill betreut, wurde dieses Mal labelüblich alles in eigene Hände gelegt. Der Sound ist zwar AOR-like aber ziemlich dünn. Fans von TOTO, JOURNEY und Kollegen dürfte das nicht weiter stören. Fans von „Unruly Child“ jedoch werden etwas enttäuscht sein. Sofern sie seit dem Debüt keine Platte von UNRULY CHILD mehr in die Hand genommen haben. Denn auch in der Vergangenheit haben sich die Amis nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. 

AOR mit Westcoasteinschlag ist es dann auch, was UNRULY CHILD auf „Can´t Go Home“ zelebrieren. Die Qualität der Songs ist größtenteils über alle Zweifel erhaben. Jedoch plätschert die Platte einfach so dahin. Zum Abschluss zeigen die Jungs mit „Someday Somehow“ zwar kurz, was möglich gewesen wäre, wenn sie mehr Bock auf Rock gehabt hätten. So bleibt aber nur eines von vielen AOR-Alben, die es in dieser Form schon (viel zu) oft gegeben hat. Originalbesetzung hin oder her.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    The Only One
2.    Four Eleven
3.    Driving Into The Future
4.    Get On Top
5.    See If She Floats
6.    She Can´t Go Home
7.    Point Of View
8.    Ice Cold Sunshine
9.    When Love Is Here
10.    Sunlit Sky
11.    Someday Somehow

Stefan

AGE OF REFLECTION – In The Heat Of The Night

Band: Age Of Reflection
Album: In The Heat Of The Night
Spielzeit: 56:27 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.ageofreflection.com 

Dass es sich bei AGE OF REFLECTION um eine schwedische Band handelt, ist jedem ab der ersten Note ihres Debüts „In The Heat Of The Night“ klar. Auch der Mix aus den Händen von Erik Martensson (ECLIPSE, W.E.T. etc.) ist sofort hörbar. Dementsprechend gerüstet ist die Band um Quereinsteiger Carl Berglund, der das Projekt ins Leben rief, als er seine alte Wirkungsstätte ONE BY ONE 2013 verließ. Quereinsteiger deswegen, weil er bei ONE BY ONE Industrial Metal gezockt hat. Aber irgendwann zieht es jeden Nordmann zum melodischen Hardrock alter Schule. So eben auch Berglund (guitars), der sich mit den beiden Kumpanen von ONE BY ONE (Bassist Jan Skärming und Drummer Michael Sjöö) sowie Gitarrist Jonas Nordqvist und Sänger Lars Nygren verstärkt hat. 

Und so ist „In The Heat Of The Night“ ein klassisches AOR/Melodic Rock Album neuer schwedischer Schule. Leider gibt es in diesem Genre nur noch selten richtig gute Releases, zu inflationär wird hier gesigned oder einfach zusammengewürfelt. Wenn man den Erstling von AGE OF REFLECTION mit aktuellen Kapellen vergleichen möchte, fallen mir da auf Anhieb natürlich ECLIPSE ein, allerdings zu ihren Anfangszeiten oder auch die amerikanische Komponente eines Projektes wie THE DEFIANTS. Im Grunde kann eine Band wie AGE OF REFLECTION nur mit großartigen Songs punkten – der Weg, auf dem das Quintett wandelt, ist so ausgelatscht wie ein Siedlerpfad im Wilden Westen. 

Und tatsächlich präsentieren die Schweden mit dem Eingangsduo „Borderline“ und „The Mirror Never Lies“ richtig gute Kost. Leider können die beiden folgenden Songs „Every Time“ sowie das Titellied (außer beim knackigen Riffing) überhaupt nicht mithalten. Erst nach der viel zu lang geratenen Ballade „Always“ kommt wieder Stimmung auf. „Evelyn“ ist nicht nur genre-typisch mit einem Mädchennamen ausgestattet, sondern auch richtig gelungen. Damit sind die Highlights aber auch schon aufgezählt. Der Rest des Materials pendelt sich zwar nicht unbedingt im unteren Drittel der Qualitätsskala ein, kann den drei herausragenden Songs aber auch nicht mehr das Wasser reichen.

Somit tritt leider ein, was befürchtet wurde. „In The Heat Of The Night“ ist zwar ein gestandenes und durchaus gelungenes Melodic Rock Album, das es aber schon viel zu oft gegeben hat. Immerhin – drei grandiose Songs haben AGE OF REFLECTION darauf hervorgebracht. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Borderline
2.    The Mirror Never Lies
3.    Every Time
4.    In The Heat Of The Night
5.    Always
6.    Evelyn
7.    Blame It On My Heart
8.    You Are My Light
9.    Now And Forever
10.    Dying For Your Love
11.    Every Time (Alternative Version)

Stefan

SWEET MARY JANE – Winter in Paradise

Band: Sweet Mary Jane
Album: Winter In Paradies
Spielzeit: 41:08 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: https://www.facebook.com/Sweet-Mary-Jane-218359021659380                                                                                                                                                                

Das aus Schweden seit Jahrzehnten immer wieder gute bis herausragende AOR und Melodic Rock Scheiben kommen, ist seit Bands wie Alien, Treat, Europe, The Magnificent, nicht wirklich etwas Neues. Die 2012 gegründete Truppe SWEET MARY JANE macht da keine Ausnahme und legt mit Ihrem Debütalbum "Winter In Paradise" einen erstklassigen Longplayer in die Regale der CD Dealer.

Auf "Winter In Paradise" präsentiert die Combo um Sänger Tomas Berggren, dessen Bruder Stefan Berggren übrigens als Frontmann von Snakes In Paradise und Grand Slam bekannt ist, einen guten Mix aus poppigen AOR und hartem Melodic Rock, der öfter mal Querverweise an Journey, Loverboy oder auch Survivor bietet.

Mit dem Opener "Fire In Your Eyes", wozu es auch einen Videoclip gibt, zeigen SWEET MARY JANE gleich mal Ihr Potenzial eingängige Songs zu Schreiben, die aber immer noch genügend Durchschlagskraft in Sachen Gitarren haben.

Songs wie das geniale "Madeleine", die Hymne "Carry On", der AOR Smasher "Angel Of Mine" oder das mit einer leichten Toto Schlagseite ausgestattete "Keep The Fire Burning" bestätigen den gewonnenen Eindruck des erstklassigen Songwritings. Die gute Produktion rundet diese Album ab, daher können und sollten alle Freunde der oben genannten Bands hier bedenkenlos zugreifen.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Fire In Your Eyes
02. No Retreat No Surrender (kein Phenomena Cover)
03. Winter In Paradise
04. Madeleine
05. Mirac
06. Carry On (kein Manowar Cover)
07. Angel Of Mine
08. Surrender
09. Keep The Fire Burning
10. Don´t Be Too Late

Heiko Füchsel

JIM JIDHED – Push on Through

Band: Jim Jidhed
Album: Push On Through
Spielzeit: 49:30 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR HEAVEN
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: https://de-de.facebook.com/JimJidhed

Der schwedische Sänger JIM JIDHED, dürfte den meisten Musikbegeisterten, als Frontmann der ebenfalls im Ikea Land beheimateten Melodic Rock Band Alien bekannt sein, denn deren Debütalbum aus dem Jahr 1988 gehört zu den Meilensteinen der Melodic Rock History.

Dieser Tage erscheint nun sein inzwischen sechstes Soloalbum `Push On Through´, wovon er drei allerdings in seiner Heimatsprache eingesungen hat. So gesehen ist die im Jahr 2000, über das nicht mehr existente Label Atenzia Records veröffentlichte Scheibe `Full Circle´, seine letzte für den Internationalen Markt gewesen.

War `Full Circle´ noch relativ Pop lastig, so geht er mit seinem neuen Silberling deutlich rockiger zu Werke. Produzent Daniel Flores (The Murder Of My Sweet, Find Me) hat mit dem klaren druckvollen Sound seinen Teil zum stimmigen Gesamtbild des JIM JIDHED Langdrehers beigetragen. Das erstklassige Songmaterial ist über jeden Zweifel erhaben, denn Tracks wie der Hardrock beeinflusste Opener `Glorious´, der Toto-esque Titelsong, die grandiose Ballade `Too Many Words´, oder der mit einem erstklassigen Refrain ausgestattete AOR Groover `Drowning´ dürften alle Fans der gepflegten melodischen Rockmusik in Verzücken versetzen.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Glorious
02. Push On Through
03. If We Call It Love
04. Waiting For Summer
05. The First Time
06. One Breath Away
07. Too Many Words
08. Next In Line
09. Drowning
10. Love Was Waitin
11. It Is What It Is

Heiko Füchsel

PRIDE OF LIONS – Fearless

Band: Pride Of Lions
Album: Fearless
Spielzeit: 55:11 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.aprideoflions.com

Knapp 5 Jahre sind inzwischen vergangen, seitdem mit "Immortal" das letzte musikalische Lebenszeichen von PRIDE OF LIONS erschienen ist. Das Warten hat jetzt endlich ein Ende, denn mit "Fearless" gibt es endlich neues Material von Sänger Toby Hitchcook und dem ehemaligen Survivor Keyboarder Jim Peterik, der seit dem Welthit "Eye Of The Tiger" jedem bekannt ist und somit als Songwriter unsterblich ist.

Der Einstieg in den aktuellen Silberdreher gelingt mit dem Mega eingängigen "All I See Is You" ganz hervorragend und ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass PRIDE OF LIONS nichts von Ihrer Klasse eingebüßt haben. Das folgende sehr hymnische "The Tell" verstärkt den erstklassigen Eindruck. Wer jetzt allerdings glaubt, dass dies nicht zu toppen ist, irrt ganz gewaltig, denn die Highlights kommen erst noch.

"Silent Music" ist AOR der allerersten Güteklasse und hätte auf Survivor`s "When Seconds Count" aus dem Jahr 1986 eine sehr gute Figur gemacht. Ganz großes Kino! Die Ballade "Everlasting Love" ist der große Extra Blubb Sahne und wäre damals ein Welthit geworden. Unglaublich was PRIDE OF LIONS hier für ein Feuerwerk an grandiosen Melodien abfackeln. Hühnerhaut bis zum Abwinken.

Weitere Großtaten sind das relaxte "The Light In Your Eyes", der flotte Melodic Rocker "The Silence Says It All" und, und,  …… ach eigentlich müsste ich alle Songs nennen. "Fearless" ist ein wirklich grandioses AOR Album geworden und ist nicht nur ein Anwärter auf den Titel "Melodic Rock Album 2017" sondern auch eine Pflichtscheibe für alle Freunde der melodischen Rockmusik.

Ich, für meinen Teil, werde jetzt noch mal die Play Taste betätigen und mir einen weiteren Durchgang gönnen.                                            

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. All I See Is You
02. The Tell
03. In Caricature
04. Silent Music
05. Fearless
06. Everlasting Love
07. Freedom Of The Night
08. The Light In Your Eyes
09. Rising Up
10. The Silence Says It All
11. Faster Than A Prayer
12. Unmasking The Mystery

Heiko Füchsel

 

NIGHT RANGER – 35 Years and a Night in Chicago

Band: Night Ranger
Album: 35 Years And A Night In Chicago
Spielzeit: 97:52 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 2.12.2016
Homepage: www.nightranger.com
 
Zum 35 Jährigen Bandjubiläum kredenzen uns NIGHT RANGER ein Live Paket, welches in CD und DVD Form erhältlich ist. Die amerikanische Melodic Rock Legende hat das Konzert im berühmten House Of Blues in Chicago im Mai 2016 mitgeschnitten und zeigt einen wirklich repräsentativen Querschnitt Ihrer Karriere.

Alle Hits wie "When You Close Your Eyes", "Rock In America", The Secret Of My Success" oder die beiden Oberballaden "Sister Christian" und "Sentimental Street" sind natürlich dabei und zeigen einmal mehr, welch grandiose Live Band NIGHT RANGER sind. Das die beiden Sänger Jack Blades und Kelly Keagy schon über 60 Jahre alt sind hört man zu keiner Sekunde und in dieser Verfassung zählt die Band aufgrund Ihrer Energie und Spielfreude noch lange nicht zum alten Eisen.

Da NIGHT RANGER in unseren Breitengraden nur selten unterwegs sind, sollten alle Anhänger hier bei der CD oder der DVD, die aufgrund der besonderen Theater Atmosphäre des House Of Blues ein besonderes Schmankerl ist, unbedingt zugreifen.

Mit dem neuen Song "Day And Night" gibt es sogar bereits einen Ausblick auf das im März 2017 erscheinende neue Studio Album "Don´t Let Up", worauf ich mich nach den letzten beiden ziemlich starken Longplayern "Somewhere In California" (2011) und "High Road" (2014) schon sehr freue.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

CD 1:
01. Intro
02. Touch Of Madness
03. Sing Me Away
04. Four In The Morning
05. Growin' Up In California
06. Rumors In The Air
07. The Secret Of My Success
08. Sentimental Street
09. High Road
10. Eddie´s Comin´ Out Tonight

CD 2:
01. Goodbye
02. Day & Night
03. Night Ranger
04. When You Close Your Eyes
05. Don't Tell Me You Love Me
06. Penny
07. Sister Christian
08. Rock In America

Heiko Füchsel

SEVEN – Shattered

seven-shattered-coverBand: Seven
Album: Shattered
Spielzeit: 49:19 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 23.09.2016
Homepage: www.facebook.com/MickDevineMusic

Was Lange währt, wird endlich Gut!

Diese Aussage trifft mit Sicherheit auf keine Band besser zu, als auf die britische Band SEVEN. Gegründet 1989, hat es trotz zwei veröffentlichter EP´s, sage und schreibe 25 Jahre gedauert, bis 2014 mit "7" das Debütalbum das Licht der Welt erblickte. Das Debüt begeisterte mit typischem Keyboardlastigen AOR der 80er Jahre und konnte Weltweite gute bis sehr Kritiken einheimsen.

Nun liegt uns knapp zwei Jahre später also Album Nummer zwei namens "Shattered" vor und die Truppe um das einzige verbliebene Originalmitglied Sänger Mick Divine, macht da weiter, wo Sie mit Ihrem Debüt aufgehört haben. Basierte der Erstling noch hauptsächlich auf Demos die in den 80er entstanden sind, so wurden diesmal nur neue Songs verwendet, wodurch "Shattered" sich kompakter und in sich geschlossener anhört. Dazu kommt noch das SEVEN es geschafft haben, ihre AOR Elemente mit dem heutigen Melodic Rock Sound perfekt zu vermischen. Mit Sicherheit auch ein Grund dafür das der neue Silberling etwas rockiger und härter ausgefallen ist. Allerdings regieren auf "Shattered" immer noch die eingängigen Melodien und das ist auch gut so, denn das Album ist somit ein Hörohrgasmus für die AOR und Melodic Rock Fraktion.

Meine Anspieltipps sind der grandiose Opener "Light Of 1000 Eyes", das erst sehr melodische und dann im Refrain förmlich explodierende "Fight", der AOR Knaller und gleichzeite Titelsong "Shattered", die sehr schöne Halbballade "Broken Dream" und der Melodic Rock Schunkler "I Needed Time", der auch im Moment mein persönlicher Favorit von SEVEN ist. Bevor ich mir jetzt noch einen weiteren Durchgang dieser erstklassigen Melodic Rock Scheibe gönne, möchte ich abschließend nur noch eins sagen.
KAUFEN!!!!!!!


WERTUNG:

8,5

 

 

Tracklist

01. Light Of 1000 Eyes
02. A Better Life
03. Fight
04. Shattered
05. Live This Life
06. Pieces Of You
07. Broken Dream
08. High Hopes
09. I Needed Time
10. Taking Over
11. Last Illusion

Heiko Füchsel