TOM BURR / BENNY LOCKART – Leanne´s Decent

Trackliste:

01. Dangerous Eyes
02. On The Edge
03. Rebel Runaway
04. The Telling
05. To The Heavens

 

 

 


Spielzeit:
18:00 min. – Genre: AOR – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.youtube.com/@TomTdregBurr

 

Die Retro-Szene brummt! Richtige Highlights sind indes ziemlich rar gesät. Speziell im AOR Segment schwächelt das Jahr 2026 enorm. Weitab von den üblichen Verdächtigen Labels passiert wenig. Da kommt ein amerikanischer Gitarrist/Produzent aus dem Nichts und legt mit seinem Song „The Telling“ ein Strohfeuer, das in der Szene hätte einschlagen MÜSSEN! Tat es aber nicht. Warum ist mir unerklärlich. In den Achtzigern wäre die Nummer ein Hit geworden. Die Plattform Rock Melodic Radio stellte den Song bei Youtube ein – und erntete fantastische Reaktion aus aller Welt. Die große Masse aber blieb ruhig, kein Label sprang auf.

Jetzt hat sich Tom Burr, der Schöpfer dieses hitverdächtigen Songs und ehemaliger Mastermind hinter AOR GYPZY mit Sänger Benny Lockhart zusammengetan und in gemeinsamer Arbeit erschien eine 5-Track EP. Zuerst nur digital, es soll in naher Zukunft aber auch physikalische Tonträger geben.

Stellt Euch vor, Ihr lauscht Euren Lieblings-Soundtracks aus den Achtzigern. Gänsehaut pur. Genau da setzt Tom Burr zusammen mit Benny Lockhart an. „The Telling“ ist genau so ein Stück, das seinerzeit spielend Verwendung gefunden hätte. Egal ob in einem Blockbuster oder in einem billigen B-Movie – der Kult für den Song wäre vorprogrammiert gewesen. Alleine schon das Cover-Artwork der EP lässt diese Ära aufleben. Die Musik darauf ist aber noch viel besser. Denn mit „Dangerous Eyes“ beginnen diese achtzehn Minuten mit einem schönen Uptempo Song aus der Feder von Benny Lockhart, der 2020 schon einmal mit AOR GYPZY Sänger Jason Vanek aufgenommen wurde. Aber erst jetzt hat er den richtigen Soundrahmen erhalten. Sowohl in Sachen Produktion als mit den Vocals des Verfassers. Was für eine Granate. Auch „On The Edge“ ist absolut herausragend. Ein Midtempo Stampfer vor dem Herrn (siehe Video weiter unten).

Weiter geht es mit „Rebel Runaway“, das erneut einen unwiderstehlichen Refrain hat. Das folgende „The Telling“, erstmals auch mit Benny Lockhart am Mikrofon und wurde komplett neu aufgenommen, rundet diese EP ab, die ausschließlich aus Hits besteht. Zum Schluß gibt es mit dem Instrumental „To The Heavens“ quasi noch etwas Zeit, um wieder von diesem extrem intensiven Retro-Trip runterzukommen.

Auch wenn es sich für manche anders anhört: diese EP entstand mit einfachen Mitteln: Röhrenverstärker, analoge Effektpedale, ein paar alte Mikrofone – der Sound ist dementsprechend roh, ungeschliffen und herrlich retro.

Wer auf AOR aus der Mitte der Achtziger steht, MUSS hier reinhören. Jeder Song ist ein Killer, das Feeling, das diese EP liefert hatte ich schon lange nicht mehr. Ein Volltreffer!

Stefan

 

THE WESTERN FRONT – Eureka

Trackliste:

01. The Law Of The Jungle
02. Set Me Free
03. 1000 Nights Away
04. Just Go
05. If I’m The One
06. Rain
07. Chain Of Light
08. Danger
09. Heartland
10. I Would Rather Be Lonely
11. Man To Man
12. This Is War

Spielzeit: 44:58 min – Genre: AOR – Label: Music Therories Recordings – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/GorhamScott

 

Nach 40 Jahren in der Pipeline erscheint nun das Album „Eureka“ von THE WESTERN FRONT. 40 Jahre ist eine sehr lange Zeitspanne um in irgend einem Archiv Staub anzusetzen, mal sehen was das Album kann und ob es die beteiligten Musiker erahnen lassen überzeugen können.

Die mitwirkenden Musiker hören auf so klangvolle Namen wie Richard „Moon“ Calhoun am Mikrofon, Scott Gorham und Mary Walsh an den Gitarren, Derek Bergman an Keyboards und Darrel Verdusco an den Drums. Den Songs merkt man von der Machart an das sie aus der Mitte der 80er stammen, die Produktion hat auch so einen Klang wie von damals. Richard besitzt ein Stimme die oft an die von den TOTO Sängern erinnert und erledigt seinen Job am Mikrofon sehr gut. Die Gitarren sind alles andere als man von Scott gewohnt ist, dass Riffing ist prägnant allerdings nicht so auf Härte getrimmt wie z.B. bei THIN LIZZY, 21 GUNS und BLACK STAR RIDERS wo er seiner Gitti vollen Auslauf lassen könnte/kann. Beide Gitarren ergänzen sich wunderbar und lassen die Saiten nach belieben Schwingen. Die Tastenabteilung kommt im typischen 80er Stil und bildet mit den Gitarren ein wie aus Beton gegossenes Fundament. Der Bass geht leider ein wenig unter dafür gibt es von Drums die Hucke voll.

THE WESTERN FRONT bieten den AOR wie er in den 80er Jahren bis zum Exzess von vielen geboten wurde, ab und zu gibt es leichte Westcoast Vibes die aber nie die Überhand übernehmen. Die Mucke weist ein Merkmal für die Zeit auf, wenn es die Bands richtig angestellt haben waren die Gitarren und Tasteninstrumente auf Augenhöhe, genau wie auf „Eureka“. Die zuckersüßen Melodien um säuseln und umgarnen den Hörer regelrecht. Vergleiche lassen Bands wie TOTO, EDDIE MONEY, THE INNOCENT, BOULEVARD, MICHAEL STANLEY BAND, B.E. TAYLOR GROUP, BRICKLIN. DUKE JUPITER, CARSON COLE AND RU4. DESMOND CHILD, REFUGEE, TOM DELUCA, DIVING FOR PEARLS und zum Teil PETRA zu, und was weiß ich mit wem man noch vergleichen kann, es gab damals zu viele.

Wer auf die genannten Band abfährt sollte bei THE WESTERN FRONT unbedient rein hören.

„The Law Of The Jungle“ ein AOR Song der die 80er am besten repräsentiert, „Set Me Free“ ein verdammt starker Rocker der damals Potential gehabt hätte. „1000 Nights Away“ ein fast schon poppiger Rocker mit geilem Keyboardthema, „Just Go“ ein Rocker im TOTO Fahrwasser. „If I’m The One“ im Refrain wird viel Drama geboten, „Rain“ ein AOR Song wie er sein soll. „Chain Of Light“ geht flott nach vorne, „Danger“ TOTO lassen erneut Grüßen. „Heartland“ ein seher guter Rocker der sich auch auf einem Soundtrack von damals bestens zurecht gefunden hätte, „I Would Rather Be Lonely“ ein typischer AOR Hit aus den 80ern. „Man To Man“ erinnert an DON HENLEY, „This Is War“ macht würdig das Licht aus.

Balle

THE DEVIL WEARS NADA – In Lust We Thrust

Trackliste:

01. 96.2 FM-Postalgia Radio Broadcast
02. Brat With A Baseball Bat
03. Last Forever
04. Misery Is You
05. In Lust We Thrust
06. Elephant In The Room
07. Victoria
08. Dead Breakfast
09. Shotgun Wedding
10. Wednesday
11. Ms. Black Widow

Spielzeit: 37:54 min. – Genre: Hardrock, AOR – Label: Eonian Records – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/profile.php?id=61551681044187

 

Dass Schweden ein äußerst fruchbarer Boden für Rock und Metal aller Spielarten ist, ist hinlänglich bekannt. Dass die kleine Stadt Falköping mit NESTOR eine sehr erfolgreiche Hardrockband der Neuzeit hervorbringen konnte, ebenso. Aber damit nicht genug, denn in dieser gerade 17000 Einwohner zählenden Gemeinde tummeln sich noch einige Bands mehr. In den Neunzigern wurden die Black- und Death Metal Heroes SACRAMENTUM dort gegründet und jetzt schickt sich mit THE DEVIL WEARS NADA eine weitere Formation aus Falköping an, die Welt des Rock´n Roll zu erobern. Musikalisch gar nicht so weit von NESTOR entfernt nehmen Linus Johansson (vocals), Henrik Westergren (guitars), Fredrik Svensson (bass) und Ludvig Alfven (drums) auch Elemente von Bands wie REMEDY auf und liefern die ein oder andere Reminiszenz an die Megaseller GHOST.

Mit „In Lust We Thrust“ liefern die Schweden binnen eines Jahres bereits ihr zweites Langspielalbum ab. Naja, so ganz richtig ist das zwar nicht, immerhin wurde „Postalgia“ bereits 2022 und 2023 aufgenommen und unter dem alten Bandnamen ADECENCE veröffentlicht. Eonian Records hat das Album 2025 lediglich mit zwei Bonustracks (darunter eine Coverversion von NESTOR´s „1989“) neu aufgelegt. Bleibt noch die kurze Diskussion über den Wechsel zu einem Bandnamen, der zwar eine Menge Wortwitz enthält aber dennoch die Frage aufwirft, ob man damit auf Dauer glücklich wird?! Naja, die Schweden sind nicht so stocksteif wie wir Deutschen – das habe ich kürzlich erst auf dem Sweden Rock Festival festgestellt, damit schließen wir dieses Thema auch gleich wieder und widmen uns endlich der Musik.

„In Lust We Thrust“ startet mit einem Intro, das treffender nicht bezeichnet hätte werden können. Mit „Brat With A Baseball Bat“ steigen die Schweden voller Energie und Wortwitz in ihr zweites Album ein. „Last Forever“ ist eine Mischung aus NESTOR und GHOST und geht echt gut ins Ohr. „Misery Is You“ knüpft nahtlos daran an. Bisher also eine richtig gelungene Sache. Dem steht der Titeltrack in nichts nach – ein äußerst gelungener Stampfer. Die Kollegen von REMEDY haben bei „Elephant In The Room“ definitiv Pate gestanden. Ein eiterer Anspieltipps wäre„Victoria“, danach geht den Schweden etwas die Luft aus.

THE DEVIL WEARS NADA liefern mit „In Lust We Thrust“ ein Album in bester Scandi-Rock Manier ab. Der Vierer darf dabei gerne noch etwas mehr Eigenständigkeit an den Tag legen aber die Songs beißen sich in den Gehörgängen fest. Für Genrefans also durchaus lohnenswert.

Stefan

BOYS FROM HEAVEN – The Wanderer

Trackliste:

01. I’ll Wait
02. Hotline
03. Hold Your Heart
04. Street Life
05. Say Goodbye
06. How Long
07. Eileen
08. I Will Never Let You Down
09. Time Is On Our Side
10. Till The Bitter End

 

Spielzeit: 42:00 min – Genre: AOR – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/boysfromheavenmusic

 

So nun sind nach TURN BACK TIME die Dänen von BOYS OF HEAVEN an der Reihe. Die Band schaffte es mühelos sich mit ihrer EP und den beiden Vorgängern erfolgreich vor mir zu verstecken, dies änderte sich mit „The Wanderer“ schlagartig. Als ich den ersten Durchgang mit den Jungs machte war ich ein wenig enttäuscht weil es nicht meiner Vorstellung entsprach. Erst ab Durchgang zwei besserte sich dieser Zustand und ab Durchgang drei offenbarte sich mir die volle Breitseite BOYS FROM HEAVEN und ich erkannte die Feinheiten des Albums. Da ich die Vorgänger nicht kenne, kann ich auch nichts über Änderungen schildern und gehe deshalb jungfräulich an dieses Album ran.

Zu den BOYS gehören Chris Catton am Mikrofon, Mads Schaumann an den Gitarren, Mads Noyé an Keyboards, Jonas Klintsträm Larsen an Saxophone und Søren Viig Mathiesen an den Drumsticks. Chris besitzt eine angenehme und feine Stimme die von der Range bestens zum AOR der Band passt. Dabei klingt er weder zu vorlaut noch schmalzig, einfach gesagt passend zum AOR. Die Gitarren und das Keyboard gehen es wie ein gleichberechtigtes Paar an bei dem keiner meint er müsse den anderen unterbuttern. Der Einsatz des Saxophons bringt eine warme und abwechslungsreiche Stimmung mit. Der Bass agiert dezent aus der zweiten Reihe, der Drumstickschwinger hält sich vornehm zurück um die Harmonie nicht unnötig in Unruhe zu versetzen.

Die BOYS FROM HEAVEN haben es mit ihrem Sound drauf eine ganzer Reihe Erinnerungen an AOR Bands der Vergangenheit aber auch der Gegenwart zu wecken. Weder als Abklatsch noch als Klon bewegen sich die Dänen auf einer Welle mit sehr guten Songs und AOR Sound. Beim hören fallen einem so Vergleiche wie QUARTERFLASH, BOULEVARD, BEAU COUP, BEAU GESTE, CHARLIE, THE LOOK, BITE THE BULLET, 8084, ADRENALIN und der Leichtigkeit von TOTO ein. Aber auch skandinavische Vertreter wie ALIEN, BAD HABIT, CAPTAIN BLACK BEARD, CARE OF NIGHT, CODE RED, CREYE und CRUZH kommen als Vergleiche in betracht. Vielleicht kommt mir aus diesem Grund so einiges auf „The Wanderer“ seltsam bekannt vor, was nicht als Nachteil gesehen sollte, sondern vielmehr als Kompliment an die Band.

Die BOYS FROM HEAVEN ziehen auf „The Wanderer“ alle Register die der AOR zu bieten hat und können bei jedem weiteren Durchgang bei verdammt gute Stimmung an Qualität zulegen.

„I’ll Wait“ ein cooler und eingängiger Rocker für jede Situation, „Hotline“ und gleich der zweite Rocker in Folge der überzeugen kann. „Hold Your Heart“ ein vom Gefühl getragener Rocker, „Street Life“ ein AOR Kracher mit Hammond Feeling. „Say Goodbye“ hier reiten die Jungs auf einer Gefühlswelle Richtung Sonnenuntergang an die Westcoast, „How Long“ ein sehr gut hörbarer Song. „Eileen“ erinnert an einem Happy Feel Good Soundtrack, „I Will Never Let You Down“ hätte sich sehr gut auf dem Soundtrack von The Lost Boys aber auch Zurück In Die Zukunft gemacht. „Time Is On Our Side“ hier kommt die volle Dröhnung Drama auf den Hörer zu, „Till The Bitter End“ eine starke Ballade.

Balle

TURN BACK TIME – Maybe Tomorrow

Trackliste:

01. Dancing In The Rain
02. Turn Back Time
03. Maybe Tomorrow
04. Faith
05. Into The Light
06. Jennie In Love
07. High
08. Girl Goodbye
09. Don’t Offend Me
10. Josephine

 

Spielzeit: 47:36 min – Genre: AOR – Label: Good Time Music – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.facebook.com/Turnbacktimemusic

 

TURN BACK TIME so What the F.ck ist das schon wieder? Bei TURN BACK TIME handelt es sich um ein schwedische Band deren Mainmen aus Christer Green und Henrik Svedberg bestehen. Beide schrieben zum Großteil die Songs und bedienten die Instrumente auch zum Teil selbst.

Neben Christer an Gitarren, Bass und Keyboards, sowie Henrik an den Keyboards und Vocals bei Song 7 wurden beide von den Sängern Ronnie Hagstedt (Tracks 1, 4, 5, 6, 8, 10), Peder Lundgren (Tracks 2, 3, 7, 9), Morgan Lansford am Bass und Mr. Easy an den Drums unterstützt. Ronnies Stimme befindet sich in den mittleren Lagen, während Peder ein wenig dunkler und rauer klingt und bei Henrik hat man das Gefühl als wenn Peder die Vocals auch übernommen hat, da ist nicht hörbar ob Henrik die Vocals übernommen hat. Die Gitarren machen das was sie sollen und wofür sie gebaut werden, sie sorgen mit ihrem angenehmen Grundton für das richtige Riffing. Die Keys kommen wie man es von AOR Bands gewohnt ist mal als Keyboard, Orgel, Fanfare oder Piano ausgeführt. Der Bass gibt im Hintergrund ordentlich Gas und die Drums halten sich zurück und spielen nicht so auffällig auf.

Da das Songwriting auf die 1980er zurückzuführen ist, Christer und Henrik Live bis in die frühen 90er spielten ist es kein Wunder das die Mucke auch diesen unwiderstehlichen 80er Jahre Touch besitzt und das Feeling von damals problemlos in die Gegenwart transportiert. Zu hören gibt es 80er Like AOR mit skandinavischen Charme und einem schielenden Auge über den Atlantik in die USA und Kanada.

Vergleichen kann man TURN BACK TIME mit TOTO, SURVIVOR, PRISM, 101 SOUTH, sowie den Schweden TOMMY DENANDER, ALIEN, BAD HABIT und WORK OF ART mit einer Extraportion TOTO. Herausgekommen ist ein Album das jeden Anhänger der genannten Bands und Genre gefallen sollte.

Ein solides und gutes Album das TURN BACK TIME an den Start bringen, allerdings besitzen BOYS FROM HEAVEN mehr Biss und sind deshalb auch eine Nasespitze in der Bewertung um einen halben Punkt vorne.

„Dancing In The Rain“ ein flotter Opener der das Album einleitet, „Turn Back Time“ es bleibt flott und melodisch. „Maybe Tomorrow“ hier schimmern die gefühlvollen ALIEN voll durch, „Faith“ das Tempo geht wieder hoch. „Into The Light“ ein erstes richtiges Highlight, „Jennie In Love“ hier gibt es skandi TOTO in Reinkultur. „High“ geht fast als Hit durch, „Girl Goodbye“ hier kommt die volle Dosis TOTO Drama zum Einsatz. „Don’t Offend Me“ geht gut ins Ohr, „Josephine“ besticht in seiner Machart ohne Zweifel zu hinterlassen.

Balle

FIRESKY – Firesky

Trackliste:

01. Run Into The Storm
02. Out Of Range
03. I’m Not Broken
04. A Stone In Time
05. Can You Feel Me
06. Chasing The Dawn
07. One Last Time
08. Like Brothers
09. Together
10. I Am Fire

 

Spielzeit: 40:22 min – Genre: AOR – Label: Art Of Melody Music – VÖ: 13.03.2026 – Page: www.facebook.com/FireskyBand

 

Art Of Melody Music scheint ein neues heißes AOR Eisen im Feuer zu haben, dieses internationale Eisen hört auf den Namen FIRESKY. FIRESKY wird als Studio Projekt / Band angekündigt, das vom finnischen Drummer Mika Brushane gegründet, der schon mit vier Alben unter dem Namen IMPERIUM für Aufsehen sorgen konnte. Diese Band / Projekt kommt nun mit ihrem Debütalbum aus dem Studio und will ihren Sound, der laut Label von JOURNEY, FOREIGNER, GIANT, DEF LEPPARD und TOTO inspiriert ist auf der Welt verteilen. Das sind doch sehr große Namen, in deren Fußstapfen FIRESKY treten wollen, ob dieses Unterfangen gelingt zeigt sich in etwa 40 Minuten.

Komplettiert wird das Line Up mit Sänger Davide Merletto (LACE, ex-PLANETHARD), Gitarrist Samuli Feserley (CIRCUS OF ROCK), Bassist Time Schleifer (King Company, ex-CIRCUS OF ROCK) und Keyboarder Saal Richmond (IN-SIDE). Davide macht einen sehr guten Job am Mikrofon und passt mit seiner Färbung sehr gut zum AOR. Die Gitarren kommen gut rüber ohne dabei zu soft oder hart zu wirken um mit dem im Überfluss vorhandenen Keyboard eine Soundkulisse zu erzeugen. Der Bass agiert zwei Schritte hinter den anderen Akteuren und die Drums sind wie von Mika gewohnt mit Schmackes ein gezimmert, obwohl sich die fast nach Drum-Computer anhören.

Geboten wird ein sehr gutes Stück AOR Mucke mit allem was dazu gehört, Melodie, eine passende Stimme, Gitarren die sich mit dem Keyboard duellieren und eine Rhythmus Fraktion die Dampf macht. Von den Vergleichen kann man bis auf DEF LEPPARD – dafür zu stark im AOR verwurzelt, und TOTO – dafür zu wenig Westcoast und Bombast im Sound, alle stehen lassen. Vielleicht könnte man noch SURVIVOR, STRANGEWAYS, FATAL VISION, ARKADO und CAPTAIN BLACK BEARD hinzu nehmen um das Chaos vollends komplett zu machen. Nein chaotisch ist der Sound auf keinen Fall, vielmehr kommt AOR aus den Lautsprechern der sich an den alten Helden orientiert und huldigt. Wer auf Keyboardeinsatz ohne Ende steht wird bei FIRESKY fündig und mit dem Debüt zufrieden sein, wer nicht so drauf steht sollte vorher ein Ohr riskieren ob es passt oder nicht.

Wenn man vom Intro absieht gibt es etwa 38 Minuten lang reinrassigen AOR mit hohem Potential auf die Lauscher, es gibt viele die es nicht so drauf haben, allerdings nur sehr wenige die es besser können. Eine mehr als gelungene erste Vorstellung von FIRESKY.

„Run Into The Storm“ mit einem Intro wird in das Album gestartet, „Out Of Range“ ein flotter Rocker der sofort ins Ohr geht. „I’m Not Broken“ in den Strophen herrscht Harmonie während im Refrain ein kleines Chaos die Führung übernimmt, „A Stone In Time“ eine traumhafte Melodieführung die einen Hit formt. „Can You Feel Me“ ein mit viel Drama angereicherter Rocker, „Chasing The Dawn“ hier gibt es voll auf die Zwölf, ein sehr cooles Highlight. „One Last Time“ eine Ballade mit starkem Refrain, „Like Brothers“ es wird wieder ordentlich drauf los gerockt. „Together“ bei diesem Highlight kommen die STRANGEWAYS Fans voll auf ihre Kosten, „I Am Fire“ hoppla was rauscht da für ein Rocker aus den Boxen, spaciges Keyboard (die an die Italo pseudo Rocker STAGE erinnern) wird mit geilen Gitarren und rauen Vocals kombiniert.

Balle

MAMMOTH – Mammoth (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. All The Days
02. Fatman
03. Can’t Take The Hurt
04. 30 Pieces Of Silver
05. Dark Star
06. I Bet You Wish
07. Long Time Coming
08. Bad Times
09. Home From The Storm
10. None But The Brave (Tonight) (CD Bonus Track)

 

Spielzeit: 48:44 min – Genre: AOR – Label: Jive / Zomba – VÖ: 1989 – Page:

Man schrieb das Jahr 1989 und eine britische Band mit Namen MAMMOTH trat ans Tageslicht um ihre Musik zu verbreiten. Von dieser Band erschienen drei Studioalben, zwei Best Of Zusammenstellung und eine Handvoll Singles. Ich selber stieß erst sehr spät auf die Band und sicherte mir das gleichnamige Debütalbum, das immer wieder Play Time bekommt.

Zur damaligen Besetzung zählten Nicky Moore am Mikro und Keyboards, Mac Baker an den Gitarren, John McCoy an Gitarren und Bass und Vinnie Reed an den Drums. Als zusätzliche Musiker wurden Bernie Torme und Kenny Cox an Gitarren, Rob Fisher an Keyboards sowie Dave Lloyd und Mark Williams an den Backing Vocals gelistet. Nickys Stimme war sehr rau und bewegte sich in den mittleren und tieferen Tonlagen, Vergleichen könnte man mit einer tieferen Version von John Francis von AFTER HOURS. Diese Stimme schafft allein schon die halbe Miete um dieses Album in der RG- Zeitmaschine vorzustellen. Die Gitarren brettern volles Rohr drauf los, wenn sie ein wenig lauter abgemischt wären, wurden die ohne Probleme und Änderungen im Hard Rock durchgehen. Die Gitarren erinnern auch sehr oft an die Hard Rock Heroes der 1980er Jahre, ohne dabei als Kopie zu wirken, deren Ausführung ist Hard Rock like. Die Keyboards stehen auf derselben Stufe wie die Gitarren, wurden aber nicht so auffällig eingespielt wie die Gitarren. Gittis und Keys bilden ein sehr gutes Grundgerüst für Nickys Stimme und den Sound des Albums. Der Bass kann sich sehr gut behaupten und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Die Drums kommen punktgenau und mit viel Drive. Mit den fetten Backing Vocals ergibt sich ein für AOR verdammt gut aufgestelltes Gesamtbild, die gelungene Produktion trägt zum positiven Bild bei.

MAMMOTH befinden sich auf ihrem Debüt im reinrassigen AOR ohne viel Schnörkel legten die Jungs von der großen Nordseeinsel ein Debüt vor das es in sich hatte – und immer noch hat, und mit den damals angesagten AOR Vertreten mithalten konnte. Dabei klingt der AOR nicht mal wirklich nach einer europäischen Band, sondern vereint mehrere einfließende Spielarten des Genres. MAMMOTH vermischten europäischen AOR mit dem aus Nordamerika und als Ergebnis gibt es ein Album das nicht nach Links oder Rechts sieht, sondern die Positiven Eigenschaften sowohl aus Europa und Nordamerika miteinander verband. Vergleichen kann man MAMMOTH am besten mit JOURNEY, SURVIVOR, PRISM, DUKE JUPITER, 8084, MICHAEL STANLEY BAND, BREATHLESS und HONEYMOON SUITE aus Nordamerika – und BITE THE BULLET, FM, WALK ON FIRE, AFTER HOURS, CHARLIE heftigere AFTER THE FIRE, ANDROIDS, ANGELS OR KINGS, CHANGE OF HEART und HEARTLINE aus Europa, sprich Großbritannien. Herausgekommen ist ein sehr attraktives Album mit einem Genre Mix des räumlich durch den Atlantik getrennten AOR.

„All The Days“ ein starker und eingängiger Opener, der Lust auf mehr macht, „Fatman“ ein kräftiger Rocker der auf Anhieb sitzt. „Can’t Take The Hurt“ ein Highlight, ab Mitte der 80er hätte es Potential für einen Welthit gehabt, „30 Pieces Of Silver“ ein leichtfüßiger und flotter AOR Rocker. „Dark Star“ nun wird mit Drama Spannung erzeugt, „I Bet You Wish“ hier kommt Rock N Roll Stimmung mit kräftigem Riffing auf. „Long Time Coming“ es wird intensiv drauf los gerockt, „Bad Times“ ein perfekter AOR Song der an einen Symbionten aus MICHAEL STANLEY BAND und CHARLIE erinnert. „Home From The Storm“ ein mit Drama angereicherter Rocker, „None But The Brave (Tonight)“ zum Schluss wird nochmals richtig eingängig abgerockt.

Balle

DAN LUCAS – Age Is Just A Number

Trackliste:

01. An Angel
02. Age Is Just A Number
03. Losing Myself
04. I Never Wanna Say Goodbye
05. JP’s Bar
06. The World Is Broken
07. For A Smoke
08. Lost In The Shadows
09. What About Tomorrow
10. True Love
11. Life Is Kind Of Rock’n Roll

Spielzeit: 40:28 min – Genre: Classic Rock – Label: PRIDE & JOY MUSIC – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.danlucas.de

 

Es gibt so Leute, die findet man überall da, wo Musik gemacht wird. DAN LUCAS ist so jemand. Gewinner von „The Voice Of Germany – Senior“, Banderfahrung seit 1988, Soloalben, Soundtrack für einen Mäcces-Werbespot, und inzwischen ist er noch als Musical-Darsteller unterwegs. Das ist eine ganze Menge, und seit 2021 ist Dan dazu bei PRIDE & JOY MUSIC und veröffentlicht dort nun sein neues Album „Age Is Just A Number“. Das ist in Zeiten der Veröffentlichung der Epstein-Akten der schlimmste Titel, den man sich vorstellen kann, geht bei DAN LUCAS aber natürlich in die Richtung von „Man ist nur so alt, wie man sich fühlt“. Etwas ungeschickt trotzdem.
Elf Songs gibt es auf „AIJAN“, keiner über 4:30 Minuten. Das reicht auch vollkommen, Dans Songs sagen in ihrer Kürze alles, was sie müssen. Längen hat die Platte schonmal nicht.
Musikalisch ist das Ding irgendwas zwischen Classic Rock und AOR. Sehr melodisch, mit dem ein oder anderen Klavier, ein paar Synths und dazu Dans leicht rauchig-belegte Stimme, die sehr gut zur Musik passt und in die Dan ohne Frage beim Singen eine Menge Herz legt.
Herz findet sich auch in vielen der Melodien. Okay, die Strophe von „The World Is Broken“ erinnert an zehn andere bekannte Songs und der Chorus ist AVANTASIAs „Shelter From The Rain“, aber gerade in den Refrains auf „AIJAN“ steckt doch fast immer eine gewisse Größe und Emotion und ein Gespür für gute Melodien im Genre.
Ich meine, seien wir ehrlich und nehmen zum Beispiel „Losing Myself“: Das ist einfach ein schöner Song, der sich richtig anfühlt und als ganz angenehmer Ohrwurm funktioniert, und von solchen Songs gibt es doch einige auf der Platte.
Andere, wie „Life Is Kind Of Rock’n Roll“ oder „What About Tomorrow“ sind eher netter Durchschnitt, aber dennoch, ich fühle die Liebe.
Die ist in der Produktion und in den Arrangements leider weniger spürbar. „Age Is Just A Number“ ist okay aber sehr routiniert produziert und wirkt, beispielsweise in den Drums, recht seelenlos-digital. Und die einzelnen Instrumente vermitteln doch oft den Anschein, als seien sie von Leuten eingespielt worden, die offenkundige Profis sind, aber auch nur das nötigste an Kreativität in die Sache investiert haben. In dem Aspekt fehlt dem Album leider Leben, was die Vocals von Dan aber erfreulicherweise ein Stück weit wieder wettmachen.

Fazit:
Ein paar mehr schlaflose Nächte beim Komponieren im Proberaum und Aufnehmen im Studio hätten „Age Is Just A Number“ gut getan. Das ändert aber nichts daran, dass das Ding ein schön gesungenes Stück Classic Rock/AOR von einem Underground-Urgestein ist, der seiner Sache immer noch mit Begeisterung und Talent folgt.

Anspieltipps:
„Losing Myself“, „JP’s Bar“ und „Lost In The Shadows“

Jannis

LOUD & CLEAR – Loud & Clear (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Make It Loud
02. Love Waits
03. Hold On
04. I Wanna Rock With You
05. Rhythm & Booze
06. Ride Into The Moonlight
07. Waiting For The Roar
08. Ghosts Of Summer
09. Baby Wants To Rock
10. Doesn’t Anybody Fall In Love Anymore
11. Goodbye Eyes
12. Candle In The Window

Spielzeit: 48:05 min – Genre: AOR / Melodic Rock – Label: Eigenproduktion – VÖ: 1997 – Page:

Man schrieb das Jahr 1997, sechs Jahre nach dem NIRVANA Erdbeben veröffentlichten vier Melodic Rock Musiker ihr gleichnamiges Debütalbum in Eigenregie. Der Zeitpunkt war für diese Art Musik nicht mehr der Beste, und so ist LOUD & CLEAR nie wirklich über einen Geheimtipp oder Insider hinausgekommen. 2002 kam zwar noch ein zweites Album mit dem Titel „Disc-Connected“ bei MTM heraus, danach wurde das Kapitel LOUD & CLEAR geschlossen. Bis zum Jahr 2010 als die Band ROCK SUGAR mit ihrem ersten Mash-Up Album auftauchte und mit den beiden Masterminds von LOUD & CLEAR Jess Harnell und Chuck Duran wieder im Rampenlicht erschien.

Zur Besetzung von LOUD & CLEAR gehörten damals Jess Harnell am Mikrofon, Chuck Duran an den Gitarren, Mark Allardyce an Bass und Craig Shaw an den Drums. Jess besitzt eine sehr kräftige und aussagefähige Stimme die sich in den mittleren bis in die höheren Töne bewegt, zu dieser Tonlage gesellt sich eine gewisse Portion Rauch die dem Ganzen eine besondere Faszination verleiht. Die Gitarren machen keine Gefangenen, sind mal härter oder softer ausgeführt, je wie es der Song gerade erfordert. Der Bass kann bei genauem Hinhören wahrgenommen werden. Die Drums sind dezent ausgeführt und nicht so auffällig wie bei anderen Bands ausgefallen. Die Produktion kann den Standard der Songs leider nicht ganz mitgehen, da müssen Abstriche in Kauf genommen werden.

Der Stil befindet sich, wenn es um AOR geht im SURVIVOR und JOURNEY Fahrwasser, wenn es mal intensiver Richtung Melodic Rock geht kann man DEF LEPPARD mit „HYSTERIA“ oder BB STEAL als groben Vergleich sehen. Auf diesem Debütalbum bewiesen LOUD & CLEAR welch hohes Potential und Genialität in ihnen steckte, was sie auch auf Album #2 von 2002 unter Beweis stellen konnten. Leider war die Zeit für solche Musik lange vorbei und LOUD & CLEAR schafften es nicht den großen Wurf zu landen. Die enthaltenen Songs ließen großes hoffen, was sich leider nicht bewahrheitete und nach 2002 verschwand die Band bis 2010 um als ROCK SUGAR mit Mash-Up Versionen von erfolgreichen Pop und Rock Songs für aufsehen zu sorgen. Trotz des ausbleibenden Erfolges tut dies dem sehr guten Debütalbum keinen Abbruch und zeigt eine Band die wusste was sie wollte, leider um Jahre zu spät.

Mit den drei Melodic Rock Perlen „Ride Into The Moonlight“, „Waiting For The Roar“ oder „Doesn’t Anybody Fall In Love Anymore“ wäre der Band in den späten 80ern ein Megaseller geglückt.

„Make It Loud“ ein flotter Einstieg ins Album, mit „Love Waits“ folgt eine AOR Perle. „Hold On“ eine Ballade die überzeugen kann, „I Wanna Rock With You“ hier kommt ein stampfender Rocker der voll nach vorne geht. „Rhythm & Booze“ bewegt sich zwischen Powerballade und Rocker, „Ride Into The Moonlight“ ein geniales Highlight das es in den 80er weit hätte bringen können. „Waiting For The Roar“ ein Brecher und weiteres Schmankerl das sogar heute noch den Test der Zeit übersteht, „Ghosts Of Summer“ ein Song mit traumhaft geilem Refrain für den andere Bands töten würden. „Baby Wants To Rock“ hier gibt es flotten AOR mit leichten Rock N Roll Vibes, „Doesn’t Anybody Fall In Love Anymore“ die Band geizt nicht mit eingängigen und melodischen Songs, auch dieser bietet eine überzeugende Leistung. „Goodbye Eyes“ diese Ballade ist in den Strophen fast schon lahm, im Refrain explodiert der Song regelrecht, „Candle In The Window“ zum Schluss wird nochmals richtig drauf los gerockt.

Balle

VIOLET – Silhouettes EP

Trackliste:

01. Set Me Free
02. Dangerous You
03. Somewhere, Somehow
04. Calling For You
05. Arms Around (Live)
06. Sex In Harmony (Live)
07. Blame It On The Night (Live)
08. Fall In Love (Demo)

 

 

Spielzeit: 38:44 min. – Genre: AOR, Melodic Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.violetband.de

 

Mittlerweile sind VIOLET aus Ludwigsburg (R.I.P. Rockfabrik) absolut keine unbekannte Band mehr. Mit ihren beiden Alben „Illusions“ (2022) und „Mysteria“ (2024) konnten sie sich in die Ohren und Herzen vieler AOR Liebhaber spielen. Ihr unnachahmliches Gespür und Verständnis für den Sound der Achtziger sprengt aber auch viele Grenzen, denn die Musik des Quartetts um Frontröhre Jamie Beckham ist sowohl im AOR als auch im Melodic Rock zu Hause, manchmal sogar im Pop der bunten Achtziger. Somit sprechen VIOLET sicherlich auch Verfechter härterer Gangarten an.

Und so ist es auch kein Wunder dass die neue EP „Silhouettes“ genau da weitermacht wo „Mysteria“ aufgehört hat. Langweilig? Mitnichten! Das einzige, was man vielleicht bemängeln könnte ist, dass es lediglich zwei Songs zu entdecken gibt die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Aber das sollte nicht das Problem sein.

Denn mit dem grandiosen „Somewhere, Somehow“ haben VIOLET wieder einmal einen Hit am Start, den in dieser Form wohl fast niemand mehr imstande ist zu schreiben. VIOLET haben ihren eigenen Sound schon sehr früh gefunden, natürlich nicht ohne gewisse Reminiszenzen an die Helden der alten Tage. „Calling For You“ wurde bereits 2024 veröffentlicht, ist jedoch bisher auf keinem Tonträger enthalten. Eine echte Bereicherung für diese EP also. Doch eigentlich startet „Silhouttes“ mit dem neuen Track „Set Me Free“. Ein wunderbarer AOR Song mit großen Melodien. „Dangerous You“ ist Achtziger-Pop in seiner reinsten Form. Gepaart mit leichter AOR Schlagseite und herausragendem Keyboard- bzw. Piano-Solo.

Die zweite Seite der LP ist der Zugabenteil wenn man so möchte. Drei Live-Aufnahmen von der Album-Release-Show zu „Mysteria“ gibt es zu hören sowie eine sehr frühe Demoversion von „I Don´t Want To Fall In Love“, die seinerzeit noch „Fall In Love“ hieß. Kaum zu glauben wie originalgetreu und ambitioniert „Arms Around“, „Sex In Harmony“ und „Blame It On The Night“ hier live dargeboten werden. Ein klarer Fall von „diese Band sollte man live nicht versäumen“!

Die Marschrichtung für die Fans ist somit klar: Platte kaufen und fleißig auf die Konzerte dieser außergewöhnlich guten Band gehen.

Stefan