MAMMOTH – Mammoth (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. All The Days
02. Fatman
03. Can’t Take The Hurt
04. 30 Pieces Of Silver
05. Dark Star
06. I Bet You Wish
07. Long Time Coming
08. Bad Times
09. Home From The Storm
10. None But The Brave (Tonight) (CD Bonus Track)

 

Spielzeit: 48:44 min – Genre: AOR – Label: Jive / Zomba – VÖ: 1989 – Page:

Man schrieb das Jahr 1989 und eine britische Band mit Namen MAMMOTH trat ans Tageslicht um ihre Musik zu verbreiten. Von dieser Band erschienen drei Studioalben, zwei Best Of Zusammenstellung und eine Handvoll Singles. Ich selber stieß erst sehr spät auf die Band und sicherte mir das gleichnamige Debütalbum, das immer wieder Play Time bekommt.

Zur damaligen Besetzung zählten Nicky Moore am Mikro und Keyboards, Mac Baker an den Gitarren, John McCoy an Gitarren und Bass und Vinnie Reed an den Drums. Als zusätzliche Musiker wurden Bernie Torme und Kenny Cox an Gitarren, Rob Fisher an Keyboards sowie Dave Lloyd und Mark Williams an den Backing Vocals gelistet. Nickys Stimme war sehr rau und bewegte sich in den mittleren und tieferen Tonlagen, Vergleichen könnte man mit einer tieferen Version von John Francis von AFTER HOURS. Diese Stimme schafft allein schon die halbe Miete um dieses Album in der RG- Zeitmaschine vorzustellen. Die Gitarren brettern volles Rohr drauf los, wenn sie ein wenig lauter abgemischt wären, wurden die ohne Probleme und Änderungen im Hard Rock durchgehen. Die Gitarren erinnern auch sehr oft an die Hard Rock Heroes der 1980er Jahre, ohne dabei als Kopie zu wirken, deren Ausführung ist Hard Rock like. Die Keyboards stehen auf derselben Stufe wie die Gitarren, wurden aber nicht so auffällig eingespielt wie die Gitarren. Gittis und Keys bilden ein sehr gutes Grundgerüst für Nickys Stimme und den Sound des Albums. Der Bass kann sich sehr gut behaupten und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Die Drums kommen punktgenau und mit viel Drive. Mit den fetten Backing Vocals ergibt sich ein für AOR verdammt gut aufgestelltes Gesamtbild, die gelungene Produktion trägt zum positiven Bild bei.

MAMMOTH befinden sich auf ihrem Debüt im reinrassigen AOR ohne viel Schnörkel legten die Jungs von der großen Nordseeinsel ein Debüt vor das es in sich hatte – und immer noch hat, und mit den damals angesagten AOR Vertreten mithalten konnte. Dabei klingt der AOR nicht mal wirklich nach einer europäischen Band, sondern vereint mehrere einfließende Spielarten des Genres. MAMMOTH vermischten europäischen AOR mit dem aus Nordamerika und als Ergebnis gibt es ein Album das nicht nach Links oder Rechts sieht, sondern die Positiven Eigenschaften sowohl aus Europa und Nordamerika miteinander verband. Vergleichen kann man MAMMOTH am besten mit JOURNEY, SURVIVOR, PRISM, DUKE JUPITER, 8084, MICHAEL STANLEY BAND, BREATHLESS und HONEYMOON SUITE aus Nordamerika – und BITE THE BULLET, FM, WALK ON FIRE, AFTER HOURS, CHARLIE heftigere AFTER THE FIRE, ANDROIDS, ANGELS OR KINGS, CHANGE OF HEART und HEARTLINE aus Europa, sprich Großbritannien. Herausgekommen ist ein sehr attraktives Album mit einem Genre Mix des räumlich durch den Atlantik getrennten AOR.

„All The Days“ ein starker und eingängiger Opener, der Lust auf mehr macht, „Fatman“ ein kräftiger Rocker der auf Anhieb sitzt. „Can’t Take The Hurt“ ein Highlight, ab Mitte der 80er hätte es Potential für einen Welthit gehabt, „30 Pieces Of Silver“ ein leichtfüßiger und flotter AOR Rocker. „Dark Star“ nun wird mit Drama Spannung erzeugt, „I Bet You Wish“ hier kommt Rock N Roll Stimmung mit kräftigem Riffing auf. „Long Time Coming“ es wird intensiv drauf los gerockt, „Bad Times“ ein perfekter AOR Song der an einen Symbionten aus MICHAEL STANLEY BAND und CHARLIE erinnert. „Home From The Storm“ ein mit Drama angereicherter Rocker, „None But The Brave (Tonight)“ zum Schluss wird nochmals richtig eingängig abgerockt.

Balle

BAD MOON RISING – Bad Moon Rising (RG – Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Hands On Heaven
02. If It Ain’t Dirty
03. Without Your Love
04. Full Moon Fever
05. Lie Down
06. Old Flames
07. Built For Speed
08. Dark Side Of Babylon
09. Sunset After Midnight
10. Wayward Son

 

Spielzeit: 44:58 min – Genre: Hard Rock – Label: Pony Canyon Inc. – VÖ: 1991 – Page:

Man schrieb das Jahr 1991, die Hard Rock Band LION um Sänger Kal Swan und Gitarrist Doug Aldrich war Geschichte. In diesem Jahr veröffentlichen die beiden Musiker unter dem Namen BAD MOON RISING das gleichnamige Hard Rock Album, dass erste von drei Alben bis 1995. Bis Doug Aldrich dann im Jahr 1999 mit der Band BURNING RAIN im selben Genre wieder für Aufsehen sorgte.

Neben Kal am Mikrofon und Akustikgitarre und Doug Aldrich an Gitarren waren folgende Musiker am BAD MOON RISING Debütalbum beteiligt, Michael Schenker an Leadgitarre bei „Built For Speed“, Rick Serrate und Fred Mandel an Keyboards, Chuck Wright an Bass und Ken Mary an den Drums. Neben Kal und Doug trugen noch drei bekannte Musiker ihren Teil zum Debüt bei, Rick und Fred sind mir unbekannt.

LION war wie oben schon geschrieben Geschichte also präsentierten sich Kal und Doug erneut in Form von BAD MOON RISING der Musikwelt um diese zu erobern. Kal besitzt eine sehr raue und derbe Stimmfärbung die mit sehr viel Dreck glänzt und zu dem rohen und ungeschliffenen Hard Rock sowohl von LION als auch BAD MOON RISING passt. Vergleichen lässt sich das Organ schlecht da er seine eigene Art hat zu singen, deshalb ist er auch unter tausenden heraus zu hören. Die Gitarren von Doug verpassen dem Hörer eine Ohrfeige nach der anderen, weder zu hart noch zu soft haut er die Riffe raus. Das Keyboard wird sehr dezent eingesetzt und schwirrt im Hintergrund rum ohne groß aufzufallen. Der Bass von Chuck haut einem den Draht aus der Mütze, leise oder dezent sind Fremdwörter für den Tieftonakrobaten. Ken war noch nie ein zurückhaltender Drummer, sondern eher von der auffälligeren Sorte und dies stellt er auch auf diesem Album wieder unter Beweis. Die Produktion klingt wie der Hard Rock, roh, rau und nicht auf schön getrimmt, könnte allerdings ein wenig mehr Dynamik vertragen.

Wer die 80er Band LION und BURNING RAIN kennt sollte jetzt mit der Zunge schnalzen, denn genau auf dieser Schiene agieren auch BAD MOON RISING. Will für diejenigen die beide Bands nicht kennen heißen, es kommt roher ungeschönter Hard Rock nordamerikanischer Prägung auf den Teller. Angereichert mit ausgeprägten und erfrischenden Blues Vibes, die das Ganze sehr interessant wirken lassen. Vergleichen kann man eben mit LION und BURNING RAIN, sowie mit BADLANDS, 20/20 BLIND, BLACK BAMBI, BABYLON A.D., SHARK ISLAND, dem ASPHALT BALLET Debüt, wenn es balladesk wird dem SKID ROW Debüt und noch vielen mehr. Trotz der genannten Vergleiche waren BAD MOON RISING unvergleichlich und trugen deutlich die Handschrift von Kal und Doug. Egal ob es die Stimme von Kal oder das Gitarrenspiel von Doug ist, beides ist von einer verdammt hohen Qualität, das Songwriting trägt natürlich auch dazu bei.

Sehr Schade das nach drei Alben 1995 auch mit BAD MOON RISING Schluss war, wer die Musiklandschaft ein wenig verfolgt weiß das Doug Mitglied der Supergroup THE DEAD DAISIES ist und dort sehr gute Arbeit leistet. BAD MOON RISING hätten das Potential gehabt ganz oben zu landen, leider traf diese äußerst talentierte Band damals dasselbe Schicksal wie viele andere Bands. Durch das auskotzen von NIRVANA und Co war anständiger Hard Rock über Nacht Out und aus dem Radio verbannt, jeder wollte nur noch Deprimucke hören und kaufen, außer man nannte sich SCORPIONS, ALICE COOPER, OZZY OSBOUNRE, AC DC oder noch ein paar wenige. Alle drei Alben von BAD MOON RISING sind nicht leicht zu finden und können unter Umständen ein sehr tiefes Loch in die Haushaltskasse reißen, also ist beim Suchen Geduld gefragt.

„Hands On Heaven“ ein sehr intensiver Einstieg in das Album, „If It Ain’t Dirty“ bei diesem Stampfer kommt herrliches Old School Keyboard mit ins Spiel. „Without Your Love“ eine coole Ballade mit geiler Akustikklampfe, „Full Moon Fever“ geht wieder mächtig Böse nach vorne. „Lie Down“ verbreitet sehr gute Laune, das Ding bricht durch jede noch so harte Wand, „Old Flames“ in den Strophen Softrocker während der Refrain rockt. „Built For Speed“ ein flotter Rocker der Hummeln im Hintern hat, „Dark Side Of Babylon“ fängt sehr soft und zurückhaltend in den ersten Strophen an bis zur 55 Sekunde, ab da geht das Dingens ab wie ein Hund der von einer Katze eine richtige Gescheuert bekommen hat. „Sunset After Midnight“ und noch so ein Rocker mit sehr viel Potential aber nie Gehör bekam, „Wayward Son“ diese Ballade erinnert mich an die ersten beiden W.A.S.P. Alben.

Balle

NORWAY – Night Dreams (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Heartbeat
02. Every Little Thing
03. Night Dreams
04. Give You My Love
05. Destination Unknown
06. Love On The Line
07. Never Gonna Fall In Love Again
08. Bad Boys
09. Love Is Strong Enough
10. Surrender

 

Spielzeit: 41:51 min – Genre: AOR – Label: Pier-San Records – VÖ: 1997 – Page: www.facebook.com/Norway

Im Laufe des Jahres 1997 oder 1998 hörte ich den Song „Heartbeat“ der US-Band NORWAY auf einem Sampler des englischen Magazins Hard Roxx, der Song ging gleich runter wie sehr gutes Speiseöl. Als ich kurz darauf bei Hang Loose Records bestellte meinte mein Gegenüber am Telefon ob ich NORWAY kennen würde, als ich sagte den oben erwähnten Song zu kennen, meinte man das gesamte Album ist ein Burner. Also orderte ich das Album bei dieser Bestellung mit. Und ja mein Gegenüber sollte Recht behalten, das Album zündete sofort beim ersten Durchgang.

Zur Band gehörten auf dem Debüt Glenn Pierson an Mikrofon und Keyboards, Jim Santos an Gitarren, Joe Slattery an Bass und Marty Brasington am Schlagzeug. Glenn hat eine verdammt gute Stimme, die sich meist in den oberen Tönen rumtreibt, dass allerdings ohne den Nervfaktor anzusprechen. Bei Bedarf kommt auch eine Portion Dreck hinzu um das Ganze abwechslungsreich zu gestalten. Dabei bewegt sich die Stimmfärbung in etwa bei Chris Ousey (HEARTLAND) und Jess Harnell (Loud & Clear, Rock Sugar). Die Gitarren, egal ob akustisch oder elektrisch kommen immer genau auf den Punkt und sind beim Einsatz immer präsent ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Die Tastenabteilung hört sich sehr 80er Lastig an und steht einen Schritt hinter den Gitarren um das Fundament für Glenns Stimme zu bilden. Der Bass bewegt sich unspektakulär im Raum ohne den großen Macker raushängen zu lassen. Das Schlagzeug ist der einzige Kritikpunkt, denn das hört sich nach Samples und Blechkasten an, wurde dabei aber sehr gut ausgeführt um alles vor sich herzutreiben. Die Produktion klingt für eine Eigenveröffentlichung noch annehmbar, könnte in allen Frequenzen aber noch Dynamik vertragen.

Der Musikstil von NORWAY ist sehr tief in den 1980ern verwurzelt, was man in jeder Note oder Akkord hören und spüren kann. Stellt sich dieser Umstand als Nachteil für die Band heraus? Ich antworte mit einem sehr deutlichen Nein! Wer es schafft den Spirit und das damalige Gefühl so prägnant und stark auszudrücken hat nichts falsch gemacht, vielmehr alles an die Richtige Stelle gesetzt. Die meisten der Songs sind derart gefühlvoll ausgeführt das man meint das das Drama nicht mehr getoppt werden kann, auf der anderen Seite harmoniert dieses gefühlvolle sehr gut mit NORWAY. Die Jungs schafften es auf ihrem Debüt den 80er Arena und AOR Rock wieder auf Konserve zu bringen, dass auf einem Level das viele nicht mal ansatzweise erreichen oder ran schmecken können. NORWAYs Sound kann man am ehesten mit dem von 8084, SURVIVOR, LOVERBOY, HONEYMOON SUITE, JOURNEY und NIGHT RANGER vergleichen. Der Sound ist sowas von US-Arena Rock, mehr geht nicht.

Leider war meines Wissens nach Album #3 „Rising Up From The Ashes“ aus dem Jahr 2007, ohne Glenn Pierson, Schluss mit Veröffentlichung. Was sehr Schade ist, da sehr großes Potential in der Band steckte oder immer noch steckt. Es gibt noch einen aktiven Facebook Account auf dem hier und da mal ein Beitrag erscheint.

„Heartbeat“ geht gleich am Anfang mit Genuss ins Ohr, „Every Little Thing“ ein cooler Rocker mit Gefühl. „Night Dreams“ ein Highlight mit sehr viel Potential – in den 80ern wäre die Band mit so einen Hit groß rausgekommen und Dauergast im Radio, „Give You My Love“ hier kommt 80er Dramatik zum Einsatz. „Destination Unknown“ ein Rocker der mehr als nur Spaß macht, „Love On The Line“ lebt von den ups and downs von Glenns Stimme. „Never Gonna Fall In Love Again“ kommt mit sehr geiler Akustik-Gitarre, „Bad Boys“ das nächste eingängige Highlight und bestes Tanzflächen- oder Radiofutter, mit auffälliger Tastenbelegung. „Love Is Strong Enough“ Gefühl trifft auf NORWAY trifft auf Glenns engelsgleicher Stimme, „Surrender“ zum Abschluss zeigen die US-Boys nochmals wo der Arena Rock Hammer hängt, nämlich bei NORWAY in Reinkultur.

Balle

HARDER! FASTER! – Have A Nice Life! (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Sun Goes Down
02. Walk On Water
03. Anymore
04. Lost In Yesterday
05. Tired Eyes
06. Rain
07. Take Me As I Am
08. Midnite
09. Sweet Talking Evil
10. Devils Moon

 

Spielzeit: 47:35 min – Genre: Hard Rock – Label: Lustyland Music – VÖ: 1994 – Page:

Heute kommt ein Exot aus dem Jahr 1994 in der Zeitmaschine zum Zug, wann ich mir das Album zulegte weiß ich nicht mehr. Einzig die Beschreibung des Albums als, „coole US Melodic / Hard Rock Band“ animierte mich das Album im Shop des Vertrauens zu ordern. Über die Band HARDER! FASTER! konnte ich damals nichts in Erfahrung bringen da Internet noch nicht in Reichweite war, jetzt lässt sich auf die Schnelle auch nichts finden. Also begnüge ich mich auf das spärliche Booklet und die Musik. Auf dem Streamingdienst mit dem grünen Logo ist das Album auf jeden Fall nicht zu finden.

Zur Band gehörten auf dem Album, Michael James am Mikrofon, Ronn Chick an Gitarren, Johnny Stanford II und Drummer Mike Collins. Das Label Lustyland Music sagt mir auch nichts, könnte sich um eine Angabe der Band handeln um das Album ein wenig offizieller klingen zu lassen. Michaels Stimme hat was Besonderes das man schlecht in Worte fassen kann. Die Range bewegt sich in einem Rahmen, der sehr gut hörbar ist, zudem verfügt er über eine extra Portion Dreck und Rauch die sehr gut mit dem Hard Rock harmoniert. Michael wird bei Bedarf mit mehrstimmigen Vocals im Hintergrund unterstützt. Die Gitarren hauen die Riffs trocken und ansatzlos raus das es eine wahre Freude ist. Der Bass macht alles andere aber nicht den in den Hintergrund gedrängten Nebenbuhler, der bekommt sogar mal in einem Solo Auslauf spendiert. Die Drums machen einen auf Steroiden geschwängerten Arni unter Volldampf und sorgen für mehr als ein Highlight. Die Produktion könnte ein bisschen mehr Dynamik vertragen, geht aber noch in Ordnung und rückt die Mucke immer noch ins rechte Licht.

Der Stil ist da schon spezieller, als ich das Album das erste Mal anhörte war ich enttäuscht, weil ich nichts von der Beschriebenen Coolness hören konnte. Auch ein zweiter und dritter Hördurchgang änderte nichts an meiner damaligen Einstellung zum Album. Mir war damals die Mucke zu unharmonisch, chaotisch, wirr und konfus, ich konnte ehrlich gesagt noch nichts mit HARDER! FASTER! anfangen. Erst sehr viele Jahre später, mehr als zehn waren es bestimmt kramte ich das Album mal wieder aus der Kiste um mir das Ding noch mal genauer zur Brust zu nehmen. Erst ab da hörte ich bewusster und nicht so oberflächlich zu, auf einmal entfaltete sich ein Bild in meinem Gehör das mir mit jedem Hören mehr zusagte. Irgendwann nach einigen Durchläufen mehr machte es dann gewaltig Klick und es kam besser an und die Coolness war da. Von jetzt auf gleich war mir bewusst, dass es sich bei „Have A Nice Life!“ um einen rohen und ungeschliffenen Diamanten handelt der leider kaum Beachtung fand und nur über den Importweg zu bekommen war. Der Hard Rock von HARDER! FASTER! wurde mit leichter Blues Note versehen um alles noch interessanter zu machen. Die Melodien brauchen etwas Zeit bis die sitzen, da es sich um eine sehr spezielle Songschreiberei handelt die man so kein zweites Mal mehr finden wird. Vergleichen kann man bedingt mit Bands wie 20/20 BLIND, ANIMAL BAG, BABYLON A.D., BAD4GOOD, BADLANDS, BLACK BAMBI, BLONZ, CATS IN BOOTS, CHILD’S PLAY, CITY OF FAITH, CRYSTAL ROXX und JAILHOUSE um nur einige zu nennen die auch diese Art von Hard Rock veröffentlicht haben. Nur stellen HARDER! FASTER! in der Aufzählung eine Ausnahme dar, denn die teils schrägen Riffeinlagen hauen schon rein und könnten für Verwirrung beim Hörer sorgen.

Wem sein Interesse geweckt wurde und das Album günstig erstehen kann, könnte allerdings einige Zeit benötigen es zu einem vernünftigen Tarif zu finden, sollte sich nicht von den ersten Durchläufen entmutigen lassen. Das Album brauchte bei mir auch sehr lange bis ich bereit für diesen Hard Rock war.

„Sun Goes Down“ ein intensiver und nicht gewohnter Einstieg in ein Album – trotzdem handelt es sich um einen Hit, „Walk On Water“ der nächste Hit. „Anymore“ sehr gefühlvoll und balladesk, „Lost In Yesterday“ kommt mit schrägen Riffen aus den Boxen gejagt. „Tired Eyes“ mit endgeilem Bass Lauf und Rockt wie Münchhausen auf der abgehenden Kanonenkugel, „Rain“ hier kommt sehr viel Drama zum Einsatz. „Take Me As I Am“ hier sorgt Michael mit seiner Stimme für Gänsehaut Momente, „Midnite“ eine Abgehnummer wie eine Dampframme. „Sweet Talking Evil“ der Song der von Anfang an am eingängigsten ist, „Devils Moon“ intensiv, chaotisch und wirr wird mit dem letzten Song das Licht ausgemacht.

Balle

THE FRONT – The Front (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Fire
02. Sunshine Girl
03. Pain
04. Sweet Addiction
05. Ritual
06. Le Motion
07. Sister Moon
08. In The Garden
09. Violet World
10. Sin

 

Spielzeit: 46:36 min – Genre: Hard Rock – Label: Columbia – VÖ: 1989 – Page: www.facebook.com/TheFrontBand/

So Donnerstagnacht und ich habe Bock auf ausgefallene 80er Jahre Mucke die sich im Hard Rock bewegt. Und da kommt das Album von THE FRONT gerade recht für eine Vorstellung in der Rock-Garagen Zeitmaschine. Irgendwann mal, den genauen Zeitraum weiß ich nicht mehr, im Plattenladen von Nebenan viel mir das Cover vom Einzigen mir bekannten gleichnamigen Album der US-Amerikaner THE FRONT auf. Durch das knallige Gelb und den dunkelblauen Tönen fühlte ich mich angezogen und kaufte das Vinyl. Als ich das Album das erste Mal anhörte war ich enttäuscht, um genauer zu sein es gefiel mir nicht auf Anhieb. Erst viele Jahre später als ich die LP wieder auflegte machte es Boom und auf einmal fand ich gefallen an dem Hard Rock der so anders ist als das was viele andere Bands auf Tonträger gepresst hatten.

THE FRONT starteten Mitte der 1980er Jahre und stammten aus Kansas City, wie es hat den Anschein hat ist die Band noch aktiv ist. Es gibt eine Internetpräsenz mit Bio, Merchandise, Lyrics, etc. und einen aktiven Facebook Account.

Zur THE FRONT Besetzung gehörten Michael Anthony Franano am Mikrofon und Gitarre, Mike Greene ebenfalls Gitarre, Bobby Franano an Keyboards, Randy Jordan an Bass und Shane an den Drums. Michaels Stimme strotzt gerade nur so vor Kraft und Ausdrucksstärke. Von der Tonlage liegt Michael irgendwo zwischen Michael Hutchence, Ian Astbury und Billy Idol. Diese Stimme bringt auch eine sehr raue Färbung mit die dem Hard Rock von THE FRONT sehr gut zu Gesicht steht. Die Gitarren sind genau richtig abgemischt ohne dass sie zu laut rüberkommen, eine perfekte Dosis und bilden mit den einen Ticken leiseren Keyboards ein starkes Rückardt um die Stimme so besser zur Geltung zu bringen. Der Bass kommt nicht so klar durch, den kann man aber sehr gut bei genauem hinhören wahrnehmen. Die Drums sind auch nicht ganz so laut, dafür aber sehr auffällig eingesetzt. Die Produktion klingt sehr gut, wie bei Major Label der 1980er gewohnt, mit viel Dampf und reichlich Dollars im Rücken produziert.

Der Bandsound ist reinrassiger Hard Rock und erinnert an THE CULT, HAND OF FATE mit leichtem Hang zum Wave der 80er. Durch die Stimme von Michael kommt auch hier und da INXS Stimmung mit mehr Testosteron auf. So ergibt sich eine geile Mischung aus den Vergleichen und dem Hard Rock von THE FRONT bei dem weder Eingängigkeit noch Melodie zu kurz kommen. Jetzt viele Jahre später muss ich zugeben das THE FRONT ein verdammt starkes Teil auf der Haben Seite haben und in allen belangen Punkten können.

Wer auf nicht kommerziellen Hard Rock, der nicht von der Stange stammt, steht sollte sich diese Band mit ihrem gleichnamigen Album unbedingt mal genauer anhören. Nicht vom Cover abschrecken lassen, der Inhalt ist bei weitem Besser als das Cover vermuten lässt.

„Fire“ fängt an wie ein Popansiger Mischmasch mit Synthi Intro, aber nur bis die die Drums einen aus der Lethargie reißt, mit den Gitarren ein Fass aufmachen und einen Hit daraus formen, „Sunshine Girl“ macht gleich da weiter wo der Vorgänger aufhörte, kommt mit geilen Keyboardklängen. „Pain“ kommt mit viel Drama aus der Kiste, „Sweet Addiction“ erinnert vom geilen Groove und den Drums an „Indian Reservation“ auf Dope. „Ritual“ ein mit jugendlichem Charme ausgestatteter Drama Rocker, „Le Motion“ hier schimmern THE CULT voll durch. „Sister Moon“ ein Hit der mit einem Schlagzeugspiel kommt das jeden nass macht, „In The Garden“ es wird flott mit Rock N Roll Vibes drauf los gerockt. „Violet World“ geht als Hybrid aus THE CULT und HAND OF FATE durch, „Sin“ zum Schluss noch so ein cooler Rocker der Band.

Balle

MOLLY HATCHET – Devil`s Canyon (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Down from the Mountain
02. Rolling Thunder
03. Devil`s Canyon
04. Heartless Land
05. Never Say Never
06. Tatanka
07. Come Hell or High Water
08. The Look on Your Eyes
09. Eat Your Heart Out
10. The Journey
11. Dreams I`ll Never See

Spielzeit: 58:28 min – Genre: Southern Rock – Label: SPV – VÖ: 24.06.1996 – Page: www.facebook.com/OfficialMollyHatchet

Heute reisen wir in eine Zeit, in der von Musik Streaming noch keine Rede war und die CD ihren Siegeszug angetreten hatte. Eine tolle Zeit, wenn ich so drüber nachdenke und diese Zeilen schreiben, da kommt richtig Wehmut auf!

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich in den 90igern auf einmal in die Southern Rock Schiene abgedriftet bin, wo ich doch damals glühender Anhänger von BLIND GUARDIAN, MANOWAR usw. weiter. Vermutlich haben mich die tollen Cover Artworks zu den Alben der Jungs von MOLLY HATCHET geführt!
Eine Band die 1975 gegründet wurden, heutzutage immer noch aktiv ist, aber wo keines der Gründungsmitglieder mehr lebt. Längstes aktuelles Mitglied und mittlerweile Mastermind der Band ist Gitarrist Bobby Ingram seit 1987.
Auf jeden Fall sind in den 90iger zwei Alben rausgekommen, die die Band nochmal richtig auf die musikalische Landkarte gehoben haben, nachdem es zuvor lange Zeit still um sie war nachdem sie ihre Meisterwerke „Flirtin with Disaster“ sowie „Beatin the Odss“ veröffentlichten.

Und um eines dieser beiden Alben geht es hier, die Rede ist vom 1996er Werk „Devil`s Canyon“ welches bis heute als eines der besten MOLLY HATCHET Scheiben angesehen wird.
Das danach 1998 erschienene „Silent Reign of Heroes“ war zwar auch klasse und ist wärmstens zu empfehlen, kam aber nicht ganz an den Meilenstein dieser Rezension heran.
Produziert wurde dieses Höllenteil vom genialen Kalle Trapp Besitzer der berühmten, leider nicht mehr existenten Karo Studios.
Das Album war auch das letzte Album von Originalsänger Danny Brown der zwar gesundheitlich nicht mehr singen konnte, aber noch den ein oder anderen Song mitgeschrieben hat.
Ersetzt wurde er von Phil McCormack der bis zu seinem viel zu frühen Tode 2019 Teil der Band blieb und hier seine erste Weltklasse Performance abgeliefert hat! Eine Stimme die mit seiner Rauheit perfekt zum Sound der Band passte.
Weltklasse war aber auch eigentlich jeder Song und jede Note hier auf dem Album. Angefangen von dem Eröffnungsdoppel „Down from the Mountain“ und „Rolling Thunder“ über den Titeltrack „Devil`s Canyon“, dem Stampfer „Tatanka“, dem klassischen Southern Rocker „Come Hell or High Water“, der Powerballade „The Look on Your Eyes“ oder dem epischen „The Journey“.
Alles auf dieser Scheibe sind Hits.
Allein der Titeltrack mit seiner mehrstimmigen Gitarrenwand und göttlichen Riffs gehört einzeln in die Rock N Roll Hall of Fame!
Die Songs kommen auch heute noch nach fast 30 Jahren erstklassig aus den Boxen, die Produktion ist mördergeil und die Gesamtleistung der Band sowieso.

Wie geschrieben, das folgende Album „Silent Reign of Heroes“ ist qualitativ fast gleichwertig und auch das 2005er Werk „Warriors of the Rainbow Bridge“ welches Bobby Ingrams verstorbener Frau gewidmet ist, ist ebenfalls wärmstens zu empfehlen.
Allerdings dürfte es schwierig werden heutzutage noch an die Original CDs zu kommen, aber als Stream sowie auf den Best Of Zusammenstellungen der letzten Jahre sind die Songs ja auch zu finden.
Auch wer nicht wirklich etwas mit Southern Rock anfangen kann, sollte sich diese erstklassige musikalische Perle einmal anhören, denn die Band klingt richtig heavy wenn sie durch den „Devil`s Canyon“ reiten!

Julian

 

1ST AVENUE – Tears And Triumph (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Intro / Going For Gold
02. Heaven In Your Arms
03. When The Night Is Gone
04. Out Of Reach / Out Of Touch
05. Once In A Million Years
06. Never Too Late To Live
07. Hurt Before
08. You Forsake Me
09. Help Me Out
10. Tears And Triumph

 

Spielzeit: 49:11 min – Genre: AOR / Melodic Rock – Label: Indisc – VÖ: 1992 – Page:

Logbuch des Rock aus der Eurozone, man schrieb das Jahr der Sternzeit 1992 und eine niederländische Band mit Namen 1ST AVENUE bog aus der Milchstraße ab in Richtung Erde um dort einen Hit zu landen. Leider zum schlechtesten Zeitpunkt, den ein Jahr zuvor übernahmen die Endzeit Outlaws von NIRVANA die Musikwelt im Sturm ein und verdammten alle Traditionalisten zum existieren auf dem Abstellgleis. Und genau ein Jahr danach kamen 1ST AVENUE mit ihrem Debütalbum „Tears And Triumph“ aus dem All geschossen um das Hauptgleis wieder zu erobern, leider völlig erfolglos wie uns die Vergangenheit gezeigt hat.

Zu den damalig kosmischen Rockpiratonauten zählten Peter Strykes am Mikrofon, Gil Lopez an den Gitarren, Joby Bosboom an den Tasten, Ariko Bommer an Bass und Nop Ton an den Drums. Außer bei Peter Strykes und Nop Ton die beide für kurze Gastspiele bei Robby Valentine zu haben waren ist mir nichts bekannt.

Peter Stimme hat ein besondere Ausstrahlung die sich schlecht beschreiben lässt, am besten passt noch das sie einfach perfekt zum Rock von 1ST AVENUE passt. Die Gitarren kommen mit Biss rüber allerdings einen halben Schritt hinter den Keyboards, vor die Tasten kommt die Gitarre bei den sehr gut gebotenen Solos. Die Tasten sind im End ’80er Stil gehalten und verbreiten genau wie die Stimme und Gitarren sehr viel Spaß und überzeugen. Ab und zu kommen die Tasten auch mal als Piano oder Fanfare ausgeführt. Die Rhythmus Fraktion aus Bass und Schlagzeug halten sich zu Gunsten der vorderen Reihe vornehm zurück ohne dabei komplett in deren Schatten zu stehen. Die Produktion hat eine leichte Schlagseite in die Höhen ohne dabei aus dem Rahmen zu fallen.

Der Stil auf „Tears And Triumph“ hat einen Klang der typisch für Bands aus den Niederlanden ist und der sich nicht so einfach beschreiben lässt. Wer sich mal VANDENBERG, ROBBY VALENTINE, VENGEANCE, ZINATRA , TERRA NOVA , AQUILA oder UNDERCOVER anhört und dann 1ST AVENUE weiß danach was ich damit zum Ausdruck bringen möchte. Nur sind eben einige der genannten auf der härteren Schiene unterwegs und die anderen in der selben Spurrinne wie 1ST AVENUE. Allerdings alle mit dem selben Feeling wie es nur Bands aus unserem Nachbarland besitzen. Egal ob 1ST AVENUE jetzt mal auf dicke Hose oder Gefühl machen jeder Song ist ein Volltreffer und finden öfters seinen Weg in meinen Player. Die meisten Songs bewegen sich im AOR während einige im Melodic Rock wildern und da voll ab gehen. Balladen sind auch reichlich vertreten und sollten so für jeden Rock Musik Fan etwas zu bieten haben. Die besten Vergleichspunkte bieten ZINATRA, AQUILA, TERRA NOVA und UNDERCOVER, wer sich angesprochen fühlt, manchmal kann man von beiden Alben ein Second Hand Exemplar zu einem günstigen Tarif erstehen, eine längere Suche nach einem Tonträger kann sich durchaus lohnen. Auf dem einen oder anderen Streamingdienst sollte auch Material von 1ST AVENUE zu finden sein. Musikalisch gibt es bei beiden Alben nichts zu meckern, dass Debütalbum ist geringfügig besser als das zweite Album aus 1994.

„Intro / Going For Gold“ wird von einem atmosphärischem Intro von 1:49 Minuten eingeleitet um dann in einen geilen Rocker über zu gehen, „Heaven In Your Arms“ eine gefühlvolle Ballade. „When The Night Is Gone“ ein cooler Rocker mit Keyborad Fanfaren und göttlichem Refrain, „Out Of Reach / Out Of Touch“ wird von einem fast 3-minütigen von Piano getragenen Intro eingeleitet bis dann der Song so richtig abgeht und zu einem fast schon im Hard Rock wilderndem Highlight mit allem was es dazu braucht mutiert. „Once In A Million Years“ ein Rocker mit vielen gefühlvollen Momenten, „Never Too Late To Live“ ein Melodic Rock Monster. „Hurt Before“ eine starke und dramatische Powerballade, „You Forsake Me“ fängt soft und dramatisch an bis er ab Minute 1:18 langsam anfängt sich zu einem Melodic Rocker zu steigern und dann voll auf die Glocke zu zielen. „Help Me Out“ hier wird es flott und wild, „Tears And Triumph“ zum Abschluss gibt es nochmal AOR Made in Holland.

Balle

GARY O‘ – Strange Behavior

Trackliste:

01. Get It While You Can
02. Just Another Pretty Boy
03. Call Of The Wild
04. Lonely Was The Night
05. What Are Friends For
06. She’s Just One Of The Boys
07. Watching You
08. Shade Of ’45
09. Young Love

 

 

Spielzeit: 42:38 min – Genre: AOR – Label: RCA – VÖ: 1984 – Page:

Ich weiß nicht mehr genau wann das war aber irgendwann Ende der 1980er lief mal eine Highschool Klamotte im TV ich glaube sogar im ORF mit dem Titel „Sommerferien Total Verrückt“ im Original „Meatballs III: Summer Job“ in dem kein geringerer als Patrick Dempsey noch als blutjunger Jüngeling als „Salamischwanz Rudi“ in wohl einer seiner ersten Rollen zu sehen war. In der Klomatte gabs reichlich Gags aber am meisten viel mir damals der Film wegen einiger starker Songs auf, diese Songs waren reinrassiger AOR und wie ich einige Jahre später in Erfahrung bringen konnte stammten drei Songs von dem Kanadier GARY O‘. Bei den erwähnten Songs handelte es sich um „Get It While You Can“, „Shade Of ’45“ und „Young Love“ vom 84er Album „Strange Behavior“ von GARY O‘. Kann auch sein das noch die Songs „She’s Just One Of The Boys“ und der Disco Hit „Watching You“ auf dem Soundtrack des Films zu hören waren. Die drei ersten vielen mir am meisten auf und ich verbrachte einige Zeit damit den Interpreten herauszufinden und die starken Songs auf irgend einem Tonträger ergattern zu können. Der Zufall half mir irgendwann zwischen den Jahren ab Ende ’91 bis ’93 als ich mal ein paar Exemplare der allseits beliebten „Munich City Nights“, „Rock Forever“ und „Bavaria’s Best“ semioffiziellen Sampler in die Hand bekam, nur um dort genau zwei der Songs von diesem Film zu finden. Den dritten fand ich auf einer Sampler Reihe aus den USA mit dem Titel „Heard It On The Radio“ also war mir ab da der Künstler bekannt, irgendwann trieb ich dann das Album „Strange Behavior“ als Vinyl auf und beim ersten Hören bekam ich ganz große Ohren was sich da für genialer AOR Stoff drauf befand.

GARY O‘ zeichnete sich damals für Lead Vocals, Gitarre, Bass und Synthy Bass und Keyboards verantwortlich, als zusätzliche Musiker waren Brian Bell und Lonnie Glass am Bass und Gary McCracken an den Drums zu hören. Die Backing Vocals kamen von GARY O‘, Brian Bell, Jim Campell, Stephen Glass und Doug Graham.

Die Vocals von GARY O‘ sind sehr markant und stark ausgeführt, er bewegt dabei in den mittleren bis in die halbhohen Lagen, ohne ganz oben zu nerven. Die Backing Vocals geben keinen Anlass auch nur einer negativen Bemerkung aufkeimen zu lassen. GARY wurde wenn es die Situation erforderte im Backround unterstützt. Die Gitarren haben Schmackes und Biss obwohl es sich beim Stil um sehr verspielten AOR handelt. Nur ist dieser verspielte AOR von einer sehr hohen Qualität und eine typische Mitte der 80er Jahre Scheiblette. Den Bass kann man nicht unterscheiden ob es sich nun um ein echten handelt oder doch aus dem Baukasten stammt, der ist gut da und kommt auch öfter mal richtig durch. Die Keyboards sind genau so wie man es von den 80ern erwartet sehr verspielt mal Fanfarenhaft, mal fast im Hammond Stil, als Piano oder einfach nur Keys aus dieser Zeit. Das einzige was ein wenig negativ auffällt ist das Schlagzeug, das klingt voll nach elektronischer Spielerei, verhindert allerdings auch nicht das die qualitativ hochwertigen Songs dadurch irgendwie schlechter oder unattraktiver klingen würden. Es fällt nur beim zweiten Hördurchgang auf wenn man mal mehr auf Details der Songs achtet.

Der Stil ist typischer Arena Rock nordamerikanischer Prägung, mit einem leichten Hang hin poppige Elemente in den Sound zu mischen, in den 1980er wurden sehr viele Filme mit dieser Art Mucke oder auch rockiger ausgestattet. Viele sehr starke Songs schafften es weder auf ein Album noch wurde der Soundtrack je veröffentlicht. Ich bin immer noch auf der Suche nach Soundtracks von Filmen wie „Madrid Connection“, „3:15 Die Stunde der Cobras“, „Monstertruck“ und dem Horror Slasher „Slaughterhouse“ die mit verdammt geilen Songs ausgestattet waren die man leider niergendwo finden kann, wer weiß ob die Interpreten überhaupt noch unter den lebenden weilen. Und genau hier baut GARY mit seinem Album eine Brücke auf die sich irgendwo zwischen RUSS BALLARD, PRISM, SURVIVOR, JOURNEY, WHITE VISION, BRYAN ADAMS, JOHN MELLENCAMP und DALBELLO befindet. Die ersten stehen für die Gitarren und Songs DALBELLO steht für den Pop Anteil, wobei die Songs immer noch reiner AOR sind und jedem Fan und Anhänger von 1980er Keyboard geschwängerten AORs schmecken sollte. Mal das elektronische Schlagzeug nicht beachten und einfach die Songs geniessen die mit vielen Details aufwarten können.

Ich besitze das Album jetzt etwa um die 30 Jahre und es wird nie langweilig wenn es mal wieder einen Spin auf meinem Plattenteller bekommt, die Mucke ist zeitlos und geht sofort ins Blut und Ohren um sich dann in den Synapsen auf Dauerschleife für sehr lange Zeit aufzuhalten. Das Album schreit förmlich „Veröffentlicht mich mit vernünftigen Mastering ohne das Vinyl Flair zu verlieren auf CD“! Es befindet sich leider kein einziger Ausfall oder Rohrkrepierer auf „Strange Behavior“, so dass ich nur die eine Aussage tätigen kann: „Leider Geil – unbedingt kaufen – das Ding ist es Wert!“ Noch dazu kann das Vinyl mit einem extra Punkt dem analog Bonus glänzen. Wenn ich bewerten würde wäre es eine 12 von 10!

„Get It While You Can“ was für ein Song, das Ding fängt sehr soft nur mit Keyboard und Gesang an bis die erste Bridge kommt da geht die Stimme hoch und ab dem ersten Refrain haut die Elektroaxt zu und das Dingens geht voll auf die Zwölf. „Just Another Pretty Boy“ hier wird es leicht poppiger, aber immer noch mit genügend E-Gitarre um als AORler durch zu gehen. „Call Of The Wild“ hier zeigt sich das Talent und die Wandlungsfähigkeit von GARY die Gitarren rücken in den Hintergrund und überlassen den Keys den Vortritt. „Lonely Was The Night“ hier fällt das Synthy Schlagedöns am meisten auf, der Song kommt mit einem geilen Rock N Roll Vibe. „What Are Friends For“ hier wird es wieder flotter und rockt wieder richtig los, „She’s Just One Of The Boys“ und hier gibt es wieder eingängige AOR von GARY mit herrlichem georgel an der Tastenfraktion. „Watching You“ den sollte jeder kennen der ab Anfang der 90er Jahre in anständige Rock Discos ging, der sorgte jedes mal für volle Tanzflächen. „Shade Of ’45“ ein Hit, besser geht es nicht, starker Gesang, Gitarren zum träumen, eine Melodie und das als Gesamtwerk ein Highlight ergibt. „Young Love“ das nächste Highlight hat sich GARY für den Schluss aufgehoben, wenn im flehenden Refrain die Gitti ihr Veto einwirft ist schon sehr großes Mucken-Kino der Extraklasse.

Balle

TORA TORA – Surprise Attack (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Love’s A Bitch
02. 28 Days
03. Hard Times
04. Guilty
05. Phantom Rider
06. Walkin‘ Shoes
07. Riverside Drive
08. She’s Good She’s Bad
09. One For The Road
10. Being There

 

Spielzeit: 39:05 min – Genre: Hard Rock – Label: A&M Records – VÖ: 1989 – Page: www.facebook.com/ToraToraBand/

Nachdem die GUNNERS im Jahr 1987 die Hard Rock Welt über Nacht mit ihrem Debütalbum „Appetite For Destruction“ auf den Kopf stellten und von 0-200 an die Spitze rasten, WHITESNAKE ihren Megaseller „1987“ unter Volk brachten, DEF LEPPARD mit ihrem Comeback-Album „Hysteria“ ein Hysterie auslösten, waren das noch Zeiten in denen anständige Rock Mucke Salonfähig war und nicht aus den Öfftis auf Ewig verbannt wurde. Genau zwei Jahre später im Jahr 1989 trat eine Band junger Wilder-Rocker ihren Feldzug an um die Welt platt zu machen. Die Rede ist hier von der aus Memphis stammenden Band TORA TORA die mit ihrem Debütalbum „Surprise Attack“ ordentlich Staub aufwirbeln konnten. Und ja in diesem Jahr fing noch eine Chaos Kombo an den Rockzirkus umzukrempeln und auf den Namen DANGEROUS TOYS mit ihrem gleichnamigen Debütalbum hörte, die in das selbe Rohr bliesen wie auch die GUNNERS und TORA TORA, aber auch ALICE COOPER veröffentlichte 1989 den Brecher mit dem unpassenden Titel „Trash“, weder ALICE, DANGEROUS TOYS und auch TORA TORA waren alles andere als schlecht oder Eintagsfliegen. Nein es kam anständiger Melodic Hard Rock oder wie im Fall von den TOYS und TORA sehr dreckiger Hard Rock der Duftmarke GUNNERS, aber auch ASPHALT BALLET, LION und noch viele mehr die zur damaligen Zeit diesen Sound bis zur Perfektion trieben aus den Boxen gezockt. TORA TORA hatte dabei keinen Grund sich hinter irgendeinem großen Namen der sich schon etabliert hatte verstecken zu müssen. Richtig frech und vorlaut mit einem dreckigen und versauten Charme machte TORA TORA ein Fass auf das es selbst heute noch mit jedem aufnehmen kann.

TORA TORA bestand im Jahr 1989 aus Anthony Corder am Mikro, Keith Douglas an den Gitarren, Patrick Francis an Bass und John Patterson an den Sticks die den Takt schlugen. Gibt es auf „Surprise Attack“ einen Minus-Punkt oder Grund zum Meckern, nicht wirklich, nur wenn man pingelig ist oder den Klugscheißer und Spielverderber spielen möchte ist die doch magere Laufzeit von nicht mal 40 Minuten nicht mehr 21. Jahrhundert like, gehörte damals aber zum guten Ton nicht über 40 Minuten zu kommen. Aber Egal ob nun knappe 40 oder 50 Minuten das Album haut einem alles aus der Birne was an Negativität in der Oberstüblichkeit für Sorgen oder Trübsal sorgte und jetzt immer noch sorgt könnte.

TORA TORA schafften mit diesem Album den Einstieg in die Top 50 der US Billborad 200 Charts und rollten damit das Feld gewaltig auf. Die Produktion hat selbst jetzt 36 Jahre nach VÖ immer noch Bumms, ohne dabei antiquiert oder angestaubt zu klingen, und sorgt dafür das es die Matte bei voller Lautstärke nach hinten weht ohne das die über die ganze Länge des Albums (ausgenommen bei den Ballade) auch nur einen Millimeter nach vorne fällt.

Angesagt ist grooviger Hard Rock mit sehr viel Druck und der richtischen Portion Melodie ohne dabei zu soft zu werden sondern sich immer im GUNNERS und Co Stil durch die zehn Songs zu rocken als wenn es keinen Morgen geben würde oder Teufel hinter der Seele mit sieben Meilenstiefeln her wäre. Die Stimme von Anthony befindet sich auf einem Kratzlevel von Axl Rose, Jason McMaster (DANGEROUS TOYS), auch Jesper Binzer von D-A-D und keinem geringerem als Travis Mitchell von den Kanada Rockern MINDSTORM, mit der perfekten Mischung aus kratzen, shouten und den Dreck ablassen. Die Gitarren hauen die ebenfalls vor Dreck triefenden Licks aus den Tonabnehmern der E-Axt. Am meisten Ähnlichkeit weist die Gitarrenarbeit mit ASPHALT BALLET, DANGEROUS TOYS und den unvergleichlichem Debüt der GUNNERS auf, ohne dabei wie ein Klon oder eine Kopie zu wirken. Vielmehr reihten sich TORA TORA in die Riege der jungen wilden Bands ein die es nicht leicht hatte aber einen Sound drauf hatten der seines gleichen suchte und sich immer noch viele Bands auf der Suche danach befinden. Der Bass ist alles andere nur kein Hintermann der leise und dezent vor sich hin wummert, nein der bricht so was von durch das es von überall her drückt wie Sau. Dann hatte man noch das Schlagzeug das auffällig ausgeführt wurde, John wusste damals wie er sich ins rechte Licht rücken konnte.

So schafften TORA TORA mit ihrem Debütalbum, wie auch DANGEROUS TOYS, zwei Jahre später ASPHALT BALLET und die GUNNERS, wenn der Blues mit rein spielt erinnert es an das Zweitwerk von TANGIER. ein Debüt für die Ewigkeit einzuspielen. Wer jetzt nicht sofort den Re-Release des französischen Labels Bad Reputation ordert verpasst einen Klassiker der in einem Atemzug mit den damals in der LA Szene etablierten großen Namen genannt werden sollte. Es kann nur ein Fazit geben, für „Surprise Attack die ultimative Pflichtkaufempfehlung.

„Love’s A Bitch“ fängt mit einem Rock N Roll(igen) Grundton an, „28 Days“ erinnert an „Welcome To The Jungle“ nur ein wenig gemässigter. „Hard Times“ glänzt mit Blues Riffing – erinnert mich an TANGIER aus dem gleichen Jahr, „Guilty“ schuldig im Sinne der Angklage einen Superhit verbrochen zu haben – der hat heute noch sehr hohes Potential die Tanzflächen der Discos wegen Überfüllung zu schließen. „Phantom Rider“ fängt als ruhige Ballade an und steigert sich etwa ab der Mitte zu einem Hybriden aus Powerballade und Rocker, „Walkin‘ Shoes“ hier wird es wieder Rock N Roll lastig mit viel Dreck. „Riverside Drive“ ein Hard Rocker wie er sein sollte „She’s Good She’s Bad“ geht in die Richtung von „Guilty“ macht sehr viele Punkte in allen Bereichen. „One For The Road“ hier kommen die GUNNER Parallelen wieder zum Tragen, „Being There“ macht als Ballade das Licht aus.

Balle

CHANGE OF HEART – Change Of Heart (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Sweat It Out
02. The Fire Is Gone
03. A Place In Your Heart
04. When It’s Love
05. Someone Else
06. Always Be The One
07. Until The End Of Time
08. Don’t Walk Away
09. All I Need
10. Stranger
11. Somebody To Love

Spielzeit: 43:40 min – Genre: Melodic Rock – Label: Escape Music – VÖ: 1998 – Page: www.facebook.com/changeofheartrockband

Heute geht der Blick in der Zeitmaschine nicht so weit zurück, es geht in das Jahr 1998 zwei Jahre vor dem erwarteten Y2K Knall bei Computern doch der blieb allerdings aus. Aber eine neue, hungrige und talentierte britische Band mit dem Namen CHANGE OF HEART stellte sich vor um ein Wort im Rockbuisness mit zu reden. Das letzte mir bekannte Lebenszeichen der Band war das Album „Last Tiger“ aus dem Jahr 2016.

CHANGE OF HEART bestand auf dem gleichnamigen Debütalbum aus Alan Clark an Mikro und Gitarre, John Footit an Gitarre, Dave Chapman an Keyboards, Mick Wade an Bass und Ian Thompson an den Drums. Als Gäste fungierten einige namhafte Künstler aus dem Stall von Escape Music wie etwa Chris Ousey an den Backing Vocals, Produzent und Songwritting, Steve Morris an Gitarre, Bass, Keyboards und ebenfalls Produktion und Songwritting, Kenny Kaos an Gitarre, und noch ein paar mehr.

Bis jetzt lief das Album „Kinetic“ von BEASTÖ BLANCÖ bei mir auf Dauerrotation, seit ich die Band Live gesehen habe knallen die Songs erst so richtig und zünden bei mir den Nachbrenner. Allerdings geht es hier nicht um die Chaostruppe aus den USA sondern um das Debütalbum der Britten von CHANGE OF HEART, also schleunigst den Ordner gewechselt und dem Album mal wieder ein wenig Gehör verschaffen.

Gleich ab den ersten Takten des Openers wird einem schnell klar das hier feinster britischer Rock aus den Boxen bläst der es in sich hat. Allein schon die auffällige Stimme von Alan Clark macht sehr viel vom Reiz der Band aus, natürlich ist der Rest der Band auch nicht schlecht und die Songs tragen das Übrige dazu bei. Was also macht den Reiz von CHANGE OF HEART aus? Ich schreib mal so, die Tonlage der Stimme, die Gitarren die nicht versuchen jemanden zu überfahren, die Keyboard Teppiche die mit den Gitarren eine perfekte Ehe führen ohne das einer der Beiden zu dominant wird. Der Bass spiel nicht so weit im Vordergrund sondern zieht angenehm im Zwischenraum von Vorder- und Hintergrund seine Runden. Die Drums sind auffällig und intensive ausgeführt, halten sich dabei aber genau wie der Bass in einem Zwischenraum auf. Die Keyboards werden allerdings bei Bedarf wenn es der Song ermöglicht auch mal in den Vordergrund befördert um da ein kleines Solo zu spielen. Meistens werden die Keyboards im 80er Stil ausgeführt, genau diese Ausführung sorgt bei mir für Erinnerungen an angenehmere Zeiten, egal ob es jetzt für Musiker, Autofahrer oder Bürger sämtlicher Nationen ist, die 80er waren für die Meisten erfreulicher als die jetzt Zeit.

In einer Zeit in der mir nicht noch grün hinter den Ohren Kinder die keine Ahnung vom realen Leben haben vorwerfen ich hätte ihre Zukunft auf dem Gewissen, die Klimaaktivisten mit Horrorszenarien und radikalen Maßnahmen um jede Ecke schießen, ein Kind das mir erzählen will was ich zu Tun und Lassen habe. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen als auf dem Rhein in den 1970er Jahren in Köln noch dicke Schaumteppiche trieben, Verursacht von der Industrie in Köln Merkenich und auf der gegenüber liegenden Rheinseite in Leverkusen, und was ich noch im Laufe der Jahre bis jetzt miterlebt und -bekommen habe und da kann ich rein nichts dafür Punkt. Es ist auch klar das bei der breiten Maße der Raff(Konzern)geiern und in der Lobbygesteuerten Politik ein Umdenken stattfinden muss aber alles was man nicht begründen kann mit dem Klimawandel – in dessen Namen eine Zwangsabgabe einzuführen um sich die Taschen zu füllen – oder die Ökosteuer einzuführen, in Verbindung zu bringen ist auch nicht die feine Art und Wahrheit.

Sorry für diese Ausführung aber mich kotzen manche Sachen, Formulierungen, Kunstwörter oder erfundene Ereignisse einfach nur noch an, entweder man packt den Stier bei den Hörnern und sagt die Wahrheit das man die Steuern raufsetzen muss aber alles auf ein (ÖKO)Ereignis zu schieben das sowieso seit Anbeginn (eine ständige Erderwärmung und Abkühlung im Wechsel der zig Jahrtausende) der Welt existiert zu schieben ist Schwachsinn und eine Frechheit.

Genauso unbeschwert meine Erinnerungen so auch die Mucke von CHANGE OF HEART, es kommt feinster Melodic Rock auf den Gabentisch – und das sehr britisch und mit viel Charme. Als sehr grobe Orientierungshilfe vergleichbar mit dem Debüt von DARE, FM, HEARTLAND, LOST WEEKEND, AFTER HOURS, JIMI ANDERSON GROUP, ANGELS OR KINGS, ATLANTIC, dem BALANCE OF POWER Debüt, BLUE BLUD, BURN, den letzen Alben von CHEAP TRICK, DANTE FOX, ESCAPE, FREEFALL, GARRISON, GLASGOW, GROUNDBREAKER und LONERIDER. CHANGE OF HEART kopieren dabei keinen sondern blasen in das gleiche Rohr wie die von mir erwähnten Vergleiche und dienen nur als grobe Duftmarke, wer auf die Vergleiche kann wird mir CHANGE OF HEART mehr als glücklich und zufrieden sein. Denn CHANGE OF HEART legen sehr viel Wert auf Harmonie, Melodie und einen sehr variantenreichen und melodischen Gesang von Alan Clark der zu den besten seinen Faches gezählt werden darf und bieten dabei besten Melodic Rock von der großen Nordsee Insel und das konstant auf vier Alben, verstecken muss sich die Band vor keinem dafür sind sie selbst zu gut. Wer auf sehr starken Melodic Rock Made in The UK steht sollte unbedingt zugreifen solange (falls) die vier CDs noch günstig zu haben sind, der Preis steigt bestimmt in den kommenden Jahren drastisch an.

„Sweat It Out“ macht Gleich mal zu Anfang klar das hier sehr melodiös und eingängige Mucke von der Kanal Insel zum Tragen kommt, „The Fire Is Gone“ was für ein Rocker der kommt locker vom Hocker aus der Anlage. „A Place In Your Heart“ ein Gehühlsmonster mit einem im Hintergrund klar hörbaren Chris Ousey, „When It’s Love“ hier wird geklotzt nicht gekleckert. „Someone Else“ hier geht das Gefühl wieder mit der Band durch, „Always Be The One“ was für ein Song, der wäre in den 80ern lange auf #1 gestanden und hätte die Tanzflächen der Rockdiscos gesprengt. „Until The End Of Time“ mit eine der stärksten Powerballaden die ich jemals gehört habe, wäre ein Hit auf den Metal Ballads Samplern geworden, „Don’t Walk Away“ glänzt mit einem dramatischen Songverlauf, anscheinend hat es während des Songwrittings dauerhaft geregnet. „All I Need“ hier wird die Stimmung wieder heller ein sehr guter Song, „Stranger“ ein sehr schwerer und schleppender Rocker mit Orgeleinlage, „Somebody To Love“ eine endgeile Ballade mit viel Herzschmerz und Tränenkullerei.

Balle