THE CRUEL INTENTIONS – All Hail Hypocrisy

Trackliste:

01. Beating In My Chest
02. Living Out Of Line
03. All Hail Hypocrisy
04. Triple Threat
05. Wasteland
06. When Eden Burns
07. Pseudo Genius
08. Bad Addiction
09. Porridge Head
10. Whatcha Gonna Do
11. Cashed Out

Spielzeit: 33:21 min. – Genre: Hardrock, Sleaze Metal – Label: Indie Recordings – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.facebook.com/thecruelintentions

 

Dieser Mai ist schon ein verrückter Monat. Zumindest für alle Freunde und Fans des Sleaze Metal – und somit auch für mich. Denn binnen drei Wochen bringen gleich drei meiner vier skandinavischen Favouriten mit dem Anfangsbuchstaben „C“ ein neues Album raus. Den Anfang machten CRASHDIET am 08.05., nur eine Woche später ihre Kollegen von CONFESS und zu guter Letzt jetzt auch noch THE CRUEL INTENTIONS. Wow! Da bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen und die Kreditkarte glüht. Die Erwartungshaltung in allen drei Fällen war hoch, Rezis zu den ersten beiden findet Ihr natürlich auch hier bei uns.

2015 von Lizzy DeVine nach dem Aus seiner Band VAINS OF JENNA ins Leben gerufen, bläst das norwegisch/schwedische Quartett mit „All Hail Hypocrisy“ ein drittes Mal zum Frontalangriff. In den ersten Jahren konnten die Jungs mit einigen Singles erste Duftmarken setzen von denen einige auf dem ersten Album „No Sign Of Relief“ (2018) Verwendung fanden. Vier Jahre später erschien mit „Venomous Anonymous“ der Nachfolger mit gänzlich neuem Material und weitere vier Jahre weiter folgt nun „All Hail Hypocrisy“. Trotz der viel besagten Einfachheit ihrer Musik wachsen die Werke im Laufe der Zeit noch weiter. So war es vor vier Jahren und so ist auch im aktuellen Fall. Anfangs natürlich angetan, entwickelten sich die elf neuen Stücke dennoch bei jedem neuen Durchlauf immer weiter in den Gehörgängen.

THE CRUEL INTENTIONS haben es geschafft, ihre Songs abwechslungsreicher und raffinierter zu gestalten ohne zu vergessen wo sie herkommen. Das ist nun mal der Punk Rock und der dreckige, schnoddrige Rock´n Roll von frühen GUNS´N ROSES zum Beispiel. Das alles formen sie zu einer modernen Form des Sleaze Metal ohne Plattitüden und ganz ohne Patos. Dabei nimmt das räudige Organ von Frontmann und Gitarrist Lizzy DeVine eine Schlüsselrolle ein. Aber das extravagante Gitarrenspiel von Kristian Solhaug würde man bei einer gewöhnlichen Sleaze-Kapelle nicht unbedingt erwarten. Drummer Robin Nilsson bearbeitet seine Felle mit einer Wucht, die er scheinbar mühelos aus seinem Körper zaubert und Bassist Mats Wernerson ist für die Erdung des Bandsounds zuständig. Vor allem Live können die Jungs die komplette Energie aus ihren Songs ziehen. Immer wieder aufs Neue ein Erlebnis.

Aber auch die Studioumsetzung gelingt der Band zunehmend authentisch. Und so atmen neue Songs wie der Brecher „Beating In My Chest“, „Triple Threat“ oder der nicht weniger grandiose Titeltrack nahezu die gleiche Luft wie es bei den Livedarbietungen in naher Zukunft der Fall sein dürfte. Aber damit nicht genug: mit „Wasteland“ hat der Vierer einen Acoustic-Song aufgenommen den viele wohl nicht so erwartet hatten und der im Gedächtnis bleibt. Überhaupt wird das Prädikat „Album“ hier groß geschrieben. Jeder Song hat hier seine Berechtigung, es gibt keine Füller, der Sound ist toll – wo soll da noch eine Steigerung kommen?

Es war zu erwarten: „All Hail Hypocrisy“ wird ein Fest! Das Album ist voll auf die Zwölf, dreckig, aggressiv und doch melodiös, hat jede Menge Attitüde und den unverwechselbaren Sound der CRUEL INTENTIONS. Da ist die Höchstnote (fast) gerechtfertigt – man weiß ja nie was noch kommt.

Stefan

CRASHDIET – Art Of Chaos

Trackliste:

01. Satizfaction
02. Sick Enough For Me
03. Chaos Magnetic
04. Can Of Worms
05. Loveblind
06. Get Out
07. Quitter
08. Killing It Now
09. Silent Place
10. Edge Of A Knife

 

Spielzeit: 39:24 min. – Genre: Hair Metal, Hardrock – Label: Ninetone Records – VÖ: 08.05.2026 – Page: www.crashdiet.org

 

„It´s all about the fans“ sagte Martin Sweet unlängst in einem Interview. Der Gitarrist und Songschreiber von CRASHDIET antwortete mit diesem Satz auf die Frage, warum er nach all den Besetzungswechseln und Rückschlägen immer noch weitermacht und woher er die Kraft dazu schöpft. Sweet ist das noch einzig verbliebene Originalmitglied der Band und musste einmal mehr einen Sängerwechsel verkraften. Das erste Mal müssen sich CRASHDIET den Frontmann mit einer weiteren Band teilen, denn John Elliot singt auch bei den Kollegen von CONFESS, die just in diesen Tagen ebenfalls ein neues Album auf den Markt werfen. Eine wahrlich kuriose Situation.

Ebenfalls die Segel streichen musste Bassist Peter London, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog. Ihn ersetzt Chris Young von MIDNIGHT DANGER, jenem 2-Mann Synthwave Projekt, das in letzter Zeit enorm Fahrt aufnehmen konnte. Bleibt zu hoffen, dass sein Einstieg bei CRASHDIET dem kein Ende setzt. Am Schlagzeug sitzt Martin´s Bruder Michael Sweet, der seit 2011 immer wieder aushalf und seit 2024 fest zur Band gehört.

Schön, dass sich wenigstens die Musik der schwedischen Neo-Sleazer nicht so grundlegend verändert wie das Line-Up. Wo CRASHDIET drauf steht ist auch CRASHDIET drin. Und so ist es auch nicht verwunderlich dass „Art Of Chaos“ mit einem Triple an typischen CRASHDIET Hymnen startet. „Satizfaction“, „Sick Enough For Me“ und „Chaos Magnetic“ dürften das ein oder andere Mal in zukünftigen Live-Sets zu finden sein. Was für ein geiler Start – allerdings gab es den ein oder anderen Song in ähnlicher Form bereits auf vorangegangenen Platten.

Nach dem Midtempo-Stampfer „Can Of Worms“ haben die Schweden mit „Loveblind“ eine großartige Ballade aufgenommen – definitiv ein weiteres Highlight dieses Albums. Desweiteren möchte ich das punkige „Quitter“ sowie das energische „Killing It Now“ hervorheben.

Stilistisch bewegen sich CRASHDIET auf „Art Of Chaos“ wieder mehr zurück zu den eigenen Wurzeln. Die Band hat seit jeher ihren eigenen Sound, der auf den beiden letzten Alben etwas düsterer und moderner gehalten wurde. In 2026 klingen die Schweden wieder etwas mehr nach Party, mehr nach Achtziger – und das obwohl die interne Situation nicht gerade einfacher geworden ist. Wer CRASHDIET bisher mochte wird mit „Art Of Chaos“ sicher glücklich sein. Ein großer Dank an Martin Sweet, der niemals aufgibt und den Fans genau das gibt was sie lieben!

Stefan

VON GROOVE – Born To Rock

Trackliste:

01. Born To Rock
02. Fearless
03. Champion
04. Adrenaline
05. Angela
06. Undefeated
07. Do It All Over Again
08. Heart Of Forgiveness
09. Dreams
10. Waiting For The Sky To Fall
11. Always Endlessly

Spielzeit: ? min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 15.05.2026 – Page: www.facebook.com/vongrooveband

 

Ach, was waren das für Zeiten, als 1992 das Debüt der kanadischen Hardrocker VON GROOVE ins Musikuniversum krachte. Unsere einzigen Probleme bestanden darin, die nächste Party nicht zu verpassen, genug Benzin im Tank zu haben und immer neue Musik entdecken zu können die nicht von den Karohemdträgern aus Seattle beeinflusst wurde. Und genau ein solches Kleinod fabrizierten VON GROOVE mit ihrem selbstbetitelten Erstling seinerzeit. Sägende Gitarren, wuchtiger Sound und grandiose Melodien machten dieses Album zu einem der besten des Jahrgangs.

Aber der Zeitgeist verlangte schon länger nach anderen Klängen und so tönte schon das 1994 veröffentlichte Werk „Rainmaker“ moderner und stand in keinem Zusammenhang mehr zum Debüt. Mit dem 1997 erschienenen „Mission Man“, das in Europa als „Chameleon“ in die Läden kam, machten die Kanadier die Rolle rückwärts, ohne allerdings jemals wieder an die Energie von „Von Groove“ anzuknüpfen. Vier weitere Alben folgten bis 2001 incl. dem 2000er Acoustic Album „3 Faces Past“ – seinerzeit waren akustische Umsetzungen der letzte Schrei – und dem lockeren AOR Album „Drivin´ Off The Edge Of The World“. Danach machten Michael Shotten (drums, vocals), Mladen (guitars) und Matthew Gerrard (bass) eine Pause.
Allerdings nur als VON GROOVE, denn sämtliche Bandmitglieder waren in zahlreiche Projekten der 2000er involviert. ARABIA, CROSSFIRE oder PHIL NARO´s 24K waren nur einige davon.

Bereits im Januar 2025 verkündeten Frontiers Records das Signing des kanadischen Trios und kündigten neben dem Re-Release des Backkatalogs auch ein neues Album an. Bisher wurde lediglich das Debüt im labeleigenen Vinyl-Club neu aufgelegt – zumindest das erste Mal auf Vinyl überhaupt. Der Erfolg scheint aber überschaubar gewesen zu sein, denn die angekündigte Auflage von lediglich 300 Stück war noch lange nach der Veröffentlichung verfügbar – mir unverständlich.

Jetzt aber endlich zum neuen Album „Born To Rock“, dem ersten in 25 Jahren!!! Sehr schön, dass alle drei Originalmitglieder vertreten sind. Als Appetizer haben uns die Verantwortlichen gleich den Titeltrack vorgesetzt. Das Ding geht gut nach vorne und hat im Video die tolle Idee aufgegriffen, die eigene Vergangenheit noch einmal aus der Versenkung zu holen. Die Umsetzung ist mit diesem unsäglichen KI-Zeug für meinen persönlichen Geschmack total in die Hose gegangen. Der Sound ist maßlos überproduziert (und ich stehe eigentlich auf fetten Sound) und es bleibt zu hoffen dass nur im Video die künstliche Intelligenz zum Einsatz kam. Eigentlich ist „Born To Rock“ – auch als Opener für das neue Album auserkoren – ein richtig geiler Song. Schade. „Fearless“ lässt in punkto Sound leider keine Steigerung erkennen. Der Refrain geht aber gut ins Ohr. Bei „Champion“ ist die Verwirrung dann komplett. Das Stück klingt wie eine Mischung aus IRON MAIDEN und DIO´s „We Rock“. Abwechslung ist auch im weiteren Verlauf der insgesamt elf Stücke extrem angesagt. VON GROOVE werden immer dann gut wenn es etwas ruhiger wird. „Do It All Over Again“ oder „Waiting For The Sky To Fall“ sind schöne balladeske AOR Songs. „Heart Of Forgiveness“ klingt stark nach WIG WAM und die abschließende Ballade „Always Endlessly“ könnte auf einem GOTTHARD Album stehen. Diese Vergleiche sollen in erster Linie gar nicht negativ gedeutet werden, es ist nur keine Linie erkennbar. VON GROOVE waren einmal eine Band mit hohem Erkennungswert, das ist auf „Born To Rock“ nicht wirklich erkennbar.

Was hätte ein anderer, besserer Sound aus „Born To Rock“ gemacht? Sicher ein besseres Album. Mit diesem hier verhält es sich wie mit den neueren HELIX Scheiben. Die Songs finde ich teilweise echt stark aber die Produktion ist einfach grottig. Alles ist auf Streaming ausgelegt, wirkt extrem komprimiert und soll auch einem 20€ Bluetooth Speaker von Temu einen Bombensound entlocken. Das funktioniert einfach nicht. Leider hat der Sound den Spaß an diesem Comeback total verhagelt.

Stefan

HARDLINE – Shout

Trackliste:

01. Shout
02. Rise Up
03. It Owns You
04. When you Came into my Life
05. Mother Love
06. Rise Above No Fear
07. Candy Love
08. I`m Learning On it
09. Welcome to the Thunder
10. Glow

 

Spielzeit: 46:40 min – Genre: Hard Rock – Label: Steamhammer – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.hardlinerocks.com

 

1992 war das Geburtsjahr des HARDLINE Bandklassikers „Double Eclipse“. Bis dato musste sich die Hardrock Kombo des AXEL RUDI PELL Sängers Johnny Gioeli immer an diesem Götteralbum messen lassen.
Nun kehrt die Truppe, zu der seit längerem auch Keyboarder Allessandro Del Vecchio, Gitarrist Luca Princiotta, Bassistin Anna Portalupi sowie Schlagzeuger Marco Di Salvia gehören, mit ihrem neuen Studioalbum „Shout“ zurück.
Mit dem neuen Label Steamhammer im Rücken wird sich sicher einiges stemmen lassen. Für Sänger Johnny ist es eh ein bekanntes Terrain, sind doch AXEL RUDI PELL schon seit über 30 Jahren dort unter Vertrag.
Auf jeden Fall soll das neue Album so nahe am oben genannten Bandklassiker sein wie lange nicht mehr, zumindest versprechen das die bereitgestellten Infos zum neuen Longplayer. Und doch fällt das Ergebnis für meine Ohren etwas anders aus.

Klar, alleine schon wegen der prägnanten Stimme Gioeli´s klingt ein von ihm eingesungener Hardrock-Song immer etwas nach HARDLINE. Für mich stellt der Labelwechsel aber auch einen Wechsel in die künstlerische Freiheit dar. Alleine das Cover Artwork ist anders als alles vorher und für mich klingen die Songs auch frei von jedem Druck. Das macht ein kompletter Durchgang durch die zehn neuen Songs schnell klar.

Den Anfang macht gleich der Titeltrack. Ausgestattet mit einem unwiderstehlichen Refrain gehen HARDLINE gleich auf 100%. So dürften sich das die Fans gewünscht haben. Ebenfalls das mindestens ebenbürtige „Rise Up“ – ganz klar ist die Handschrift der Vergangenheit zu erkennen. Allerdings wurde der Sound nicht auf Retro getrimmt, das macht die ganze Platte frischer als alles was nach den ersten beiden Alben unter diesem Namen veröffentlicht wurde. Nach dem gutklassigen „It Owns You“ kommt mit „When You Came Into My Life“ eine unerwartete Coverversion eines SCORPIONS Songs. Alleine schon ungewöhnlich weil es sich nicht um einen großen Hit der Hannoveraner handelt sondern um eine Ballade von 1996 aus ihrem Album „Pure Instinct“. Und Hardline haben einen eigenen Song daraus gemacht, der sich perfekt einfügt.

Am ehesten nach „Double Eclipse“ klingt wohl „Candy Love“ – hier transportiert der Fünfer die Energie von 1992 eins zu eins in die Gegenwart. Und überhaupt finden sich in der zweiten Hälfte der Platte die energetischeren Stücke: neben „Candy Love“ knallen „I´m Leaning On It“ oder „Welcome To The Thunder“ so richtig rein. An den Schluss haben Gioeli und Co. mit „Glow“ eine mächtig emotionale Ballade gestellt. Dass Johnny Gioeli eine genauso einzigartige wie mächtige Stimme besitzt ist wahrlich kein Geheimnis. Alleine bei seinem Engagement bei AXEL RUDI PELL konnte er das u.a. bei zahlreichen Balladen unter Beweis stellen. Und auch „Glow“ ist nicht zuletzt wegen dieser Stimme ein gelungener Schlusspunkt für dieses Album.

Hat man bei einigen der über Frontiers veröffentlichten Platten immer krampfhaft versucht an das legendäre Debüt anzuknüpfen, sieht es für mich auf „Shout“ etwas anders aus. Die Nähe dazu ist schon gegeben, aber HARDLINE spielen befreit und damit äußerst stark auf. Es scheint als könnte der Fünfer endlich eine neue Ära starten.

Stefan

MICHAEL MONROE – Outerstellar

Trackliste:

01. Rockin´ Horse
02. Shinola
03. Black Cadillac
04. When The Apocalypse Comes
05. Painless
06. Newtro Bombs
07. Disconnected
08. Precious
09. Pushin´ Me Back
10. Glitter & Dust
11. Rode To Ruin
12. One More Sunrise

Spielzeit: 43:58 min. – Genre: Hardrock, Sleaze Rock – Label: Silver Lining Music – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.michaelmonroe.com/web

 

MICHAEL MONROE ist ein Rockstar! So viel steht fest. Seit über 45 Jahren fegt er über die Rock´n Roll Bühnen dieses Planeten. Zuerst mit den göttlichen HANOI ROCKS, die 1984 aus bekannten Gründen ein jähes Ende fanden, er initiierte in den Neunzigern tolle Bandprojekte wie DEMOLITION 23 oder JERUSALEM SLIM, die stets seine Handschrift trugen und seit 1985 ist er auch unter seinem guten Namen unterwegs. Alleine sein 1989er Werk „Not Fakin´ It“ ist ein feuchter Traum für alle Genrefans. Seit dem Neustart im Jahr 2010 liefert er moderne Glam/Punk/Hardrock-Alben erster Güte ab – und zwar immer wieder aufs Neue.

Dass MONROE aber nicht die einzige Koryphäe in der Band ist, zeigt ein Blick auf die übrigen Mitwirkenden. Aktuell stehen da Steve Conte (guitars) und Sami Yaffa (bass) von den späten NEW YORK DOLLS, Rich Jones (guitars) – Ex-GINGER WILDHEART, der in die Fußstapfen von Dregen trat und Karl Rockfist (drums), der schon bei STEEL PROPHET oder DANZIG die Stöcke schwang. Mr. MONROE schart quasi eine All-Star-Band um sich.

Mit „Outerstellar“ steht das mittlerweile dreizehnte Soloalbum in den Startlöchern. Die erste Single „Rockin´ Horse“ war etwas – anders. Das Video dazu war inspiriert von den klassischen Slapstick-Clips der Achtziger von DAVID LEE ROTH oder MÖTLEY CRÜE, der Song dazu punkig, ohne große Melodiebögen. Aber das ist MICHAEL MONROE – man weiß nie was passiert. Überhaupt ist die neue Platte sehr abwechslungsreich und überhaupt nicht vorhersehbar. Zumindest teilweise. Songs wie „Disconnected“, „Shinola“ oder „Pushin´ Me Back“ sind geradeheraus, haben diesen melodischen MONROE-Charme – das sind Songs die man am ehesten erwarten dürfte. Dann gibt es eben eine etwas verrückte Abteilung mit Stücken wie „Rockin´ Horse“ oder „Precious“. Und auch ruhige Momente wie bei „Glitter & Dust“ oder „One More Sunrise“ dürfen nicht fehlen. „Black Cadillac“ ist eine Hommage an den unvergessenen JOHNNY THUNDERS während „Painless“ fast schon an OASIS erinnert.

„Outerstellar“ ist also wieder einmal ein bunter Strauß an Glam/Punk/Hardrock Melodien geworden. Und ein Album das man hören sollte, nein muss. Egal ob wegen MICHAEL MONROE selbst und seiner großartigen Band oder wegen der Songs.

Stefan

GLORIOUS BANKROBBERS – Intruder

Trackliste:

01. Intruder
02. We Can Go Higher
03. Rollin´ In Hollywood
04. Rabbit Hole
05. Come Rain Come Shine
06. Black Jonas
07. Ready For The Good Times
08. Down
09. Vampire
10. You Let The Devil In
11. Jane
12. Starstriped Western Boots

Spielzeit: 40:47 min. – Genre: Hardrock – Label: Wild Kingdom Records – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/offisialhomepage

 

Ja, ist es denn die Möglichkeit? Seit ihrem dritten Anlauf im Jahr 2023 scheint es rund zu laufen im Lager der GLORIOUS BANKROBBERS. Denn mit „Intruder“ legen die Hardrocker aus Schweden nun schon das dritte Album in drei Jahren vor. Aber nicht nur in Sachen Produktivität konnte sich das Quartett um Sänger Olle Hillborg steigern – unter dem Dutzend neuer Songs befinden sich einige ihrer bisher besten.

Angefangen hatte alles in der ersten Hälfte der Achtziger, woraus 1984 das selbstbetitelte Debüt entstand, das seinerzeit Kee Marcello (EUROPE etc.) produzierte. „Dynamite Sex Doze“ passte dann so richtig ins Jahr 1989, bis heute eine Sleaze/Hardrock-Platte die jede Menge Spaß macht. Nach einem Live-Album ein Jahr später war dann aber erst einmal bis 2007 Schluß. Für „The Glorious Sound Of Rock´n Roll“ fand man sich nur sehr kurzlebig zusammen. Sänger Olle Hillborg und Gitarrist Jonas Petersson starteten mit „Back On The Road“ 2023 dann mit frischem Blut die aktuelle Version der Band.

„Intruder“ haben die Schweden ihr neues Album also getauft. Der Ttiteltrack steht gleich am Anfang der Platte und ist ein absoluter Hit. Die alten Recken verbinden hier mühelos die Gegenwart mit ihrer eigenen Vergangenheit. Schaut Euch gerne dazu das Video etwas weiter unten an. Bei „We Can Go Higher“ wird auf Teufel komm raus gerockt bevor „Rollin´ In Hollywood“ ein dreckiges , schnodderiges Stück Rock´n Roll ist. Mehr tolles Material gibt es in Form des lockeren „Ready For The Good Times“ oder „Come Rain Come Shine“.

Mit „Intruder“ haben die glorreichen Panzerknacker ein cooles Album eingespielt, das einige Songs beinhaltet die sich sicherlich einen festen Platz in künftigen Live-Sets erkämpfen werden. Die GLORIOUS BANKROBBERS liefern ab – es wäre schön wenn sie sich aus dem ewigen Schatten der ersten Garde endgültig lösen könnten.

Stefan

AVALANCHE – Armed To The Teeth

Trackliste:

01. On The Bags Again
02. Armed To The Teeth
03. Down For The Count
04. Going For Broke
05. Dad I Joined A Rock´n Roll Band
06. The Hand That Feeds
07. Ride Or Die
08. Open To Realiation
09. Blondie
10. Kick Your Heels Back
11. Hell´s Getting Hotter With You
12. Bottle Of Sin
13. High Altitude (CD Only Bonus Track)

Spielzeit: 43:24 min. – Genre: Hardrock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 13.02.2026 – Page: www.facebook.com/avalanchebandrock

 

Wenn das kein Zeichen ist: ausgerechnet am Australia Day (dem australischen Nationalfeiertag am 26.01. jeden Jahres) bekomme ich dieses Album auf den Schreibtisch. AVALANCHE aus Sydney klopfen mit ihrem Debüt „Armed To The Teeth“ an. Wenn dieser Titel mal kein Statement ist. Direkt aus den Pubs Sydney´s entstiegen lässt der Vierer satte dreizehn Songs auf die Welt los. Zusammen mit AIRBOURNE werden sie auf deren anstehende Tournee gehen – auch das ist ein Statement.

Die Band besteht aus dem Ehepaar (!!!) Steven (vocals, bass) und Veronica Campbell (lead guitars) sowie Blake Poulton (guitars) und Bon Lowe (drums). Das Album wurde laut Frontmann Steven Campbell zu 90% live eingespielt. Die rohe und ungefilterte Energie drückt dem Hörer von Anfang an entgegen. Mit „On The Bags Again“ legt das Quartett echt gut los. Bier auf, Haare (falls vorhanden) geschüttelt und ab dafür! Der Titeltrack kommt mit coolem Tapping daher und wurde nicht umsonst zum Namensgeber des Albums erkoren. Abermals ne coole Nummer. Feinsten bluesigen Riff Rock gibt es auch mit „Down For The Count“ auf die Ohren. „Dad, I Joined A Rock´n Roll Band“ ist ein augenzwindernder Seitenhieb an alle Eltern, die sich lieber wünschen würden dass ihre Kinder was „vernünftiges“ lernen sollten. Doch dann wird die Ausbeute dünner. Musikalisch kann eigentlich nur noch „Bottle Of Sin“ so richtig punkten – live sicher ein Winner.

„Armed To The Teeth“ – der Titel ist auf jeden Fall Programm. Die Australier feuern aus allen Rohren, und das über die komplette Spielzeit hinweg. Das macht am Anfang noch mächtig Spaß – die ersten drei Songs sind richtig gut. Aber spätestens in der Mitte des Albums macht sich allmählich etwas Langeweile breit. Da AVALANCHE gefühlt den gleichen Song immer und immer wieder bringen. Hochenergetisch ja, Herzblut ja, aber halt auch ziemlich eintönig. Gegen Ende hat das Quartett noch ein paar coole Nummern auf Lager. Insgesamt 13 Songs sind aber in Summe einfach zu viel. Hätte man daraus eine etwas längere EP gemacht, wäre „Armed To The Teeth“ wirklich toll. Die Rohe Energie spricht natürlich für AVALANCHE, wobei die auch schon viele Bands aus Down Under oder dem Rest der Welt gut an den Tag gelegt haben. So bleibt dieses Debüt in Teilen richtig gut, aber der Skip-Finger zuckt das ein oder andere Mal gewaltig. Zusammen mit AIRBOURNE werden sie aber sicherlich jede Bude auf ihrer Tour zerlegen.

Stefan

WICKED SMILE – When Night Falls

Trackliste:

01. When Night Falls
02. Back To Back
03. Face Of The Wicked
04. Rebel Souls
05. Never Surrender
06. Close Your Eyes Before The Rain
07. Walking The Wire
08. Night Time Riders
09. Heavens Falling Down (Crutch)
10. Phoenix Will Rise
11. Scream N Shout

Spielzeit: 45:12 min. – Genre: Hardrock, Heavy Metal – Label: Independent – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.wickedsmileband.com

 

Mit ihrem 2021er Debüt „Waiting For The Night“ haben sich WICKED SMILE perfekt zwischen Hardrock und Heavy Metal platziert. Die australische Band um Sänger Danny Cecati (Ex-PEGAZUS) und Gitarrist Stevie Janevski (u.a. BLACK MAJESTY, CASSIDY PARIS) legt nun mit ihrem zweiten Langeisen „When Night Falls“ nach. 2023 haben sie eine EP namens „Night Time Riders“ veröffentlicht, von der es drei der vier Songs auch auf die neue Platte geschafft haben (zum Glück).

Das Grundrezept ist auch für die neuen Songs gleich geblieben. Knackiger Hardrock mit deutlichen Tendenzen zu klassischem Heavy Metal. Also irgendwo zwischen DIO, JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN, DOKKEN, ICON und SKID ROW. So beschreiben es die Jungs selbst. Und das trifft es schon recht gut. „When Night Falls“ ist etwas heavier ausgefallen und erinnert fast ein wenig an Cecati´s altes Betätigungsfeld PEGAZUS. Ein ziemlich metallischer Einstand also – aber auch extrem geil. Etwas schleppender kommt „Back To Back“ daher, aber genau so heavy. Das Riffing von „Face Of The Wicked“ ist tief in den Siebzigern verwurzelt, klingt klassisch, hart und fast schon etwas doomig – und es ist ein wenig an LED ZEPPELIN´s „Kashmir“ angelehnt. „Never Surrender“ haut voll in die Fresse – sägende Gitarren, Danny Cecati´s prägnante Stimme und die fette Produktion tun ihr übriges. Für „Close Your Eyes Before The Rain“ haben die Jungs ihre Hardrock-Seite wieder herausgearbeitet. Der Song hätte auch auf dem Debüt stehen können. Das Double-Bass-Monster „Walking The Wire“ ist purer Heavy Metal. „Night Time Riders“ ist wieder melodiöser und „Heavens Falling Down (Crutch)“ nimmt erstmals richtig das Tempo heraus. Eine echt gelungene Ballade. Das Abschluss-Doppel „Phoenix Will Rise“ und vor allem „Scream N Shout“ runden dieses Album hochwertig ab. „Scream N Shout“ ist eine richtig dreckige Hardrock-Nummer!

Waren WICKED SMILE auf ihrem Debüt schon nicht von schlechten Eltern haben die Australier für ihr zweites Werk definitiv noch eine ordentliche Schippe an Härte draufgelegt. So muss melodiöser Heavy Metal klingen. Und in Sachen Sound muss sich das Quartett nicht hinter größeren Produktionen verstecken. Eine grandiose Rückkehr!

Stefan

MUD SLICK – Keep Crawlin In The Mud

Trackliste:

01. License To Touch
02. Girls Are On Fire
03. Manhunt
04. Slow Down
05. Little Girl Don´t Talk Too Much
06. Inside Pressure
07. Money
08. Back On Track
09. Blood Justice
10. Rain


Spielzeit:
45:12 min. – Genre: Hardrock – Label: Blue Martin Records / BrillJant – VÖ: 1993 / 26.09.2025 – Page: www.mudslick.com

 

Irgendwann kommen sie wieder! Nein, die Rede ist nicht von irgendwelchen Horrorgestalten, die in zahlreichen Fortsetzungen des Originalstreifens ihr Unwesen treiben. Heute dreht sich alles um die Re-Union der Schweizer Hardrocker MUD SLICK, die mit dem Re-Release ihres Debüts „Keep Crawlin In The Mud“ zwar reichlich spät dran sind – bereits vor zwei Jahren feierte die Platte ihr 30-jähriges Bestehen – die aber anscheinend auch Live wieder aktiv sind.

Zwei Mitglieder aus alten Tagen sind mit Gitarrist Serge Christen und Drummer Heinz Baumann auch 2025 noch am Start. Zusammen mit Bassist Daniel Schmid und Sänger Fabio Chiodi bilden sie die neuen MUD SLICK. Ob es neue Musik des Quartetts geben wird ist indes noch nicht bekannt. Für „Keep Crawlin In The Mud“ von 1993 aber gilt immer noch folgendes:
Für powervollen Heavyrock scheinen unsere Nachbarn in der Schweiz einen besonderen Schlüssel zu haben, denn es gibt wohl kaum Bands, die einen ähnlichen Stil spielen, jedoch nicht aus der Schweiz kommen. Leider gibt es nicht nur Big Player wie GOTTHARD sondern auch viele Beispiele, die leider in Vergessenheit geraten sind. Eine solche Band sind MUD SLICK, die 1993 mit ihrem Debüt „Keep Crawlin In The Mud“ ein unbändig geiles Album auf die Beine gestellt haben, das seinerzeit viel zu wenig Anerkennung erhielt.
Und für klassischen Hardrock mit Metalanstrich war im Jahr 2 nach dem großen Durchbruch von Karohemden-Kurt wohl der denkbar schlechteste Zeitpunkt. Sogar die großen Rockbands überall auf der Welt mussten die Segel streichen, die Musiklandschaft hatte sich komplett geändert – zumindest was den Rockbereich anging. Für GOTTHARD z.B. hat sich das Durchhalten gelohnt, sie begannen nur ein Jahr zuvor mit ihrem selbstbetitelten Debüt und legten ein Jahr später mit „Dial Hard“ eine ähnliche Granate vor. In ähnlichem Fahrwasser bewegen sich auch ihre Landsmänner MUD SLICK, ohne die bluesige Gitarrenarbeit von Leo Leoni zu kopieren. Hier gehen die Riffs eher in die Metal-Ecke. Die Drums klingen, als wären sie in einem Flugzeughangar aufgenommen worden. Unglaublich wuchtig ist aber auch der Gitarrensound und die Basslines auf „Keep Crawlin In The Mud“. Unterstrichen wird alles von einem äußerst dreckigen Gesang von Ronnie Fontana, der manchmal an Sammy Hagar erinnert, während Serge Christen (guitars), Dan Lee alias Dan Lehmann (bass) und Buddy Knox alias Heinz Baumann (drums) die Band komplettieren.

Aufgenommen wurde das Album in Los Angeles, wo Gitarrist Serge vorher 2 Jahre Gitarre studierte und für GOTTHARD einige Gitarrenspuren des Debüts einspielte. Eine Dreiviertel Stunde lang rocken uns die Jungs direkt durch die Hölle und wieder zurück, das alles verteilt auf 10 Songs.
Schon das eröffnende „Licence To Touch“ macht keine Gefangenen. Streng nach vorne marschierend groovt sich der Song ganz tief nicht nur in die Gehörgänge. „Girls Are On Fire“ ist ähnlich gestrickt und nicht weniger geil. Mit dem sich bedrohlich aufbauenden „Manhunt“ folgt gleich noch einmal ein dickes Highlight. Und wer denkt, „Slow Down“ wäre eine Verschnaufpause, der irrt gewaltig. Hier ist abermals Power Hardrock vom Feinsten angesagt. Das Intro zu „Little Girl Don´t Talk Too Much“ hat wohl jeder schon mal von seiner Liebsten zu hören bekommen, wenn der abendliche Ausgang mit den Kumpels mal wieder zu lange gedauert hat und das Bier zu gut geschmeckt hat. 🙂 Der Song ist erneut erste Sahne. „Inside Pressure“ nimmt das erste Mal Tempo aus der Achterbahnfahrt heraus. Diese Schweizer können auch Balladen. „Money“ rüstet aber gleich wieder auf in Sachen Härte und wird flankiert von dem Doublebass Monster „Back On Track“ – HELLOWEEN lassen schön grüßen. Bei „Blood Justice“ ist man aber wieder in gewohnten Gewässern unterwegs. Kick Ass Rock´n Roll at its best, genau wie der letzte Song der Platte. Bei „Rain“ wird es etwas rock´n rolliger – ein schöner Abschluß!

Bis zum Split der Band im Jahr 2000 veröffentlichten sie noch eine EP („Mud Slick“ 1995) und ein zweites Album („Into The Nowhere“ 1998). Danach kehrte für knapp ein viertel Jahrhundert Ruhe ein im Lager von MUD SLICK.
Wer auf die ersten beiden Scheiben von GOTTHARD steht, frühen SHAKRA nicht abgeneigt ist und eine Prise SINNER verträgt, für den ist „Keep Crawlin In The Mud“ ein Festmahl – und zwar von vorne bis hinten. 10 Powersongs lang geben MUD SLICK alles. Mit dem Re-Release (CD, LP und digital) wühlen die Schweizer also immer noch oder wieder ganz tief im Dreck, der sich Hardrock erster Güte nennt. Das vielleicht geilste Hardrockalbum aus der Schweiz. 

Stefan

DERAPS – Viva Rock´n Roll

Trackliste:

01. Viva Rock´n Roll
02. Animal Eyes
03. The Legend Of Larrikin Laddie
04. Equinox
05. Last Fall
06. Solitaire
07. Setting Sun
08. Born To Die
09. Blindside
10. The Dawg Stomp
11. Black Sheep Boogie

Spielzeit: 48:20 min. – Genre: Hardrock – Label: Metalville – VÖ: 23.05.2025 – Page: www.derapsofficial.com

 

Jacob Deraps ist nicht nur bekennender VAN HALEN Nerd, sondern auch ein wahnsinnig guter Cover-Artist wenn es um seine Leidenschaft zum Werk von Eddie Van Halen geht. In zahlreichen Tutorials und Cover-Sessions gibt DERAPS sein Können zum Besten. Im Zuge dessen lernte er Josh Gallagher kennen, der ebenfalls dem VAN HALEN Virus verfallen ist und praktischerweise den Part von Alex Van Halen an den Drums übernimmt. Was für eine Konstellation. Kurzerhand bündelten die beiden ihre Kräfte um fortan gemeinsam zu zocken. Was früher aufgrund der Entfernung unmöglich erschien ist in der Gegenwart schon lange möglich. Immerhin liegen zwischen den beiden mehrere Tausend Kilometer. Deraps wohnt in Kanada, Gallagher in Australien.

Dennoch hatten die beiden nicht nur den Anspruch, Coverversionen zu machen sondern auch eigene Musik aufzunehmen. Mit klarem VAN HALEN Einschlag versteht sich – immerhin haben sich DERAPS auf die Fahnen geschrieben, die Energie und den Sound der frühen VAN HALEN weiterleben zu lassen. Dass das zwar das größte stilprägende Element im Sound des Duos darstellt, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie auch weitere Einflüsse aus den Siebzigern und frühen Achtzigern in ihren Sound einbinden.

Das wird bei Songs wie dem treibenden „The Legend Of Larrikin Laddie“ deutlich, wo sie anfangs mit LED ZEPPELIN´s „Rock And Roll“ kokketieren nur um dann ordentlich saftigen Aussie-Rock zu zelebrieren. Das kurze Instrumental „Equinox“ stimmt ein auf einen weiteren Hit des Albums: „Last Fall“ ist eine gelungene Mischung aus VAN HALEN und Bands wie BOSTON oder WHITE LION. Der Opener „Viva Rock´n Roll“ ist wohl der schnellste und spektakulärste Song, den VAN HALEN nie geschrieben haben. Zieht Euch außerdem das lockere „Animal Eyes“ oder das megacoole „The Dawg Stomp“ rein.

Nach dem 2022er Debüt haben die Jungs noch einmal einen enormen Sprung nach vorne gemacht. Alleine der Sound ist auf „Viva Rock´n Roll“ um Welten besser. Und dass die beiden absolute Könner an ihren Instrumenten sind, steht sowieso außer Frage. Cooles Album weitab vom Mainstream, für Fans von VH ein Muss – und weitaus besser als der Einheitsbrei diverser großer AOR/Melodic Rock Labels da draußen.

Stefan