BEYOND THE MIRROR – Beyond the Mirror (RG Zeitmaschine)

Band: Beyond The Mirror
Album: Beyond The Mirror
Spielzeit: 45:47 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktionn
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.beyondthemirror.com

Ich bin beim kramen in meiner Sammlung wieder mal auf diese Privatpressung gestossen.
Empfohlen wurde mir diese CD damals 1996 von Hansi und Jürgen den beiden Inhabern von Hang Loose Records, die meinten das könnte was für mich sein. Und wie recht die Beiden hatten. Leider ist mir nach dem Album nichts mehr bekannt was aus den Musikern wurde oder weiteren CDs veröffentlicht wurden. Dieses Album ist mitlerweile sehr rar und teuer geworden aber jeden Pfennig wert den es damals gekostet hat und heute kostet.
Immer wenn ich dieses Album höre werde ich an eine Zeit erinnert in der es keinen Teuro gab, ein VW Golf kostete noch keine knappen 60.000 DM und wenn man an die Tanke musste kaufte man diese nicht gleich mit. Das Ding macht einfach beim anhören spaß, ohne auf Trends zu Achten zogen BEYOND THE MIRROR ihr Ding knallhart durch, und das mit einer Leichtigkeit und Leidenschaft.
Über die Bandmitglieder ist mir leider nichts bekannt, ich hatte damals noch kein Internet mußte beim Mailorder des Vertrauens noch telefonisch bestellen, und als Internet verfügbar war gab es die Homepage nicht mehr.
Geboten wird hier melodischer Hardrock der Oberklasse, ab und zu mit leichten Progelementen die das Material sogar noch leicht aufwerten anstatt zu Schaden.
Angefangen wird mit dem Flotten Melodicrocker “Take Me Higher” gefolgt vom harten “One Step” das leicht melancholisch daher kommt aber dennoch Spass macht.. “Familiar Stranger” der als Ballade anfängt und dann zum Powerrocksong mutiert, ein Melodiemonster das am Ende richtig abgeht und einer der beiden besten Songs auf dem Album ist. Dann kommt mit “Lie” ein AOR Song der gut ins Ohr geht. “I’ll Never Forget” ist wieder mit leichten Progelementen angereichert ist aber trotzdem sehr eingängig. Der Stampfer “The Warrior” ein sehr Flottes Instrumental und eine Mischung aus AOR und Melodic Rock ist. “Break The Silence” der Zweite der beiden besten Songs ein Rocker der an die Besten der Zunft ran riecht.
“Divine” und “I’m The One” können den Hohen Standart leider nicht halten. Die Ballade “Blessing In Disguise” lädt zum Träumen ein. Mit dem sehr guten Rocker “Let It Go” wird eine sehr gute Privatpressung die nahzu Unbekannt ist würdig beendet.
Die Produktion ist für eine Eigenproduktion auf einem erstaunlich hohen Level und kann mit Major Produktionen mithalten.
9,5 Punkte gibts von mir für eine starke Produktion und dem hervorragenden Songmaterial bei einer Privatpressung.

Fazit:

Für diejenigen die auch mal über den Tellerrand schauen und Melodic Rock mit leichten Progelementen eine Chance geben aber auch für die bei denen Melodic Rock der Favorit ist, viel Spass beim suchen und natürlich auch beim Entdecken der Juwelen auf diesem Dreher.

Anspieltips:

“Take Me Higher”, “One Step”, “Familiar Stranger”, “Lie”, “I’ll Never Forget”, “Warriror”, “Break The Silence” und “Let It Go”

WERTUNG:

Trackliste:

01. Take Me Higher
02. One Step
03. Familiar Stranger
04. Lie
05. I’ll Never Forget
06. The Warrior
07. Break The Silence
08. Divine
09. Blessing In Disguise
10. I’m The One
11. Let It Go

Helmut

WOLVERINE – Cold Light Of Monday (RG Zeitmaschine)

Band: Wolverine
Album: Cold Light Of Monday
Spielzeit: 51:41 min.
Stilrichtung: Progressive Rock/Metal
Plattenfirma: Earache Records
Veröffentlichung: 17.11.2003
Homepage: www.wolverine-overdose.com

“Cold Light Of Monday” ist so ein Album, von dem ich mir gewünscht hätte, es wäre nicht veröffentlicht worden, bevor ich meine Rezensententätigkeit begonn. Egal, was soll’s, Zeitmaschine, ab geht’s ins Jahr 2003.
Hatten die Schweden von WOLVERINE ursprünglich als Death-Metal-Band begonnen, so bewegt man sich auf dem dritten Album “Cold Light Of Monday” doch mittlerweile in größtenteils ruhigen und edel erdig produzierten Progressive-Metal/Rock-Sphären. Während die Grundstimmung der meisten Alben in diesen Genres entweder nachdenklich, tendenziell fröhlich oder frustriert ist (oder eine Mischung aus allem), zieht “Cold Light Of Monday” den Hörer, salopp formuliert, gnadenlos runter. Erzählt wird auf der als Konzeptalbum gestalteten Platte die Geschichte einer jungen Frau namens Sarah, die zu Beginn vergewaltigt wird und sich im Folgenden mit den psychischen Auswirkungen dessen und ihren selbstzerstörerischen Arten, damit umzugehen, auseinandersetzen muss. Die Qualtiät der Texte ist, gelinde gesagt, eindrucksvoll. Sehr sensibel und respektvoll geschrieben, zum Teil aus Sarahs Perspektive und zum Teil aus der eines Erzählers, der ihre Gedanken und Emotionen zu vermitteln weiß. Das Resultat ist authentisch, bedrückend und ein außergewöhnlich realistisches Bild der Auswirkungen einer derartigen Tat auf das Opfer.
Zum Meisterwerk wird “Cold Light Of Monday” in Kombination mit der musikalischen Ebene. Ruhig, melancholisch, melodiös, wunderschön und gleichzeitig teils grässlich unangenehm – gerade Tracks wie das hypnotische, klangkunstartig anmutende “Tightrope” haben den Anschein, als habe man einem friedlich-harmonischen ungebrochenen Album etwas Grausames angetan. Gerade diese Tracks/Passagen sind tatsächlich schwer hörbar, vermitteln dabei die im Text dargestellten Emotionen umso stärker (erwähnenswert an dieser Stelle auch “Red Canvas” und “Dust”). Doch auch die melodiöseren, “klassischeren” Tracks auf “Cold Light Of Monday” sind nicht weniger beeindruckend komponiert. Sei es die gelungene Mischung aus Melancholie und Fröhlichkeit im Drogentrack “Carousel”, die kurze aber berührende Ballade “Trust”, der intensive Endtrack oder der Weltklasse-Chorus von “Sarah”; Ausfälle sucht man vergeblich.
Garniert wird all das durch ins Hirn gehende Refrains (“Sarah”, “Carousel”, “Pantomime” etc.), eine vielseitige Instrumentierung, einige elektronische Komponenten, eine unaufdringliche Progressivität und die großartige Stimme von Stefan Zell. Das letztendliche Resultat ist ein Album, das Emotionen unvergleichlich zu vermitteln vermag, alles andere als leicht hörbar ist und am besten mit dem Booklet in der Hand im heimischen Sessel genossen werden sollte. Und ein Album, das nach der subjektiven Meinung des Rezensenten verdammt nah an der Perfektion ist.

Anspieltipps:
Alles am besten in einem Rutsch durchhören. Ansonsten: “Sarah”, “Carousel”, “Trust” und “Tightrope”

Fazit:
Jedem zu empfehlen, der Progressive Rock/Metal mag und der weiß, dass eine deprimierte Grundstimmung am Ende eines Albums ein absolut würdiger Preis für das Privileg sein kann, es gehört haben zu dürfen. Ganz große Kunst, die sich wohl kein Besitzer der Platte nur einmal antun wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dawn
02. Sarah
03. New Best Friends
04. Tightrope
05. Carousel
06. Trust
07. Pantomime
08. Red Canvas
09. Dusk
10. Tied With Sin
11. The Final Redemption

Jannis

ASTRAL DOORS – Astralism (RG Zeitmaschine)

Band: Astral Doors
Album: Astralism
Spielzeit: 55:00 min
Stilrichtung: Heavy Rock/Metal
Plattenfirma: Locomotive Records
Veröffentlichung: 24.03.2006
Homepage: www.astraldoors.com

Meine Verehrung vor den Schweden von ASTRAL DOORS habe ich ja schon oft zum Ausdruck gebracht bei meinen letzten Rezis deren Alben! Es war daher definitiv an der Zeit mal einen Sprung zurück mit unserer Zeitmaschine zu machen ins Jahr 2006 wo meine Liebe zu dieser Band begann. Denn im März diesen Jahres erschien das bis dato dritte Album der Band rund um den charismatischen Fronter Nils Patrik Johannson „Astralism“. Es war mein erste Album welches ich von der Band zu Ohren bekam und es hat mich definitiv vom Hocker gehauen!
War man auf den beiden Vorgängeralben „Of the Son and the Father“ und „Evil is Forever“ noch stark DIO und BLACK SABATH lastig unterwegs, fand man hier die ersten Schritte zum ASTRAL DOORS Sound, wenn noch damals recht metallastiger als heutzutage.
Songs wie „Black Rain“, „London Caves“ „From Satan with Love“ brachten damals meine Boxen zum Beben und ich bekam einen gewaltigen Respekt vor den mir damals noch unbekannten Sänger Nils Patrik.
Aber auch die epische Fraktion war hier auf dem Album mit den Songs „Israel“, „Raiders of the Ark“, „Tears from a Titan“ oder „The Green Mile“ stark vertreten und hier zeigten die Jungs schon wie kraftvoll man rocken konnte und was sie Songwriter technisch damals schon draufhatten!
Insgesamt gesehen war „Astralism“ also die Scheibe die den heutigen Bandsound maßgeblich mitprägte und die, wie ich finde in jede Plattensammlung eines ASTRAL DOOR Fans gehört.
Kleine Notiz am Rande, im Rahmen ihrer ersten Headlinertour durfte ich die Band und vor allem Sänger Nils Patrik damals näher kennenlernen (feine total unkomplizierte und nette Musiker übrigens) und im damaligen Interview erzählte er mir das die damalige Veröffentlichung bei Locomotive Records schrecklich abgemischt war und man mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden war! Dies war auch einer der Gründe für den baldigen Wechsel zum, immer noch aktuellen Label, Metalville und dem baldigen Niedergang von Locomotive.
Wie auch immer, auf jeden Fall wurde „Astralism“ im Jahr 2012 von Metalville wiederveröffentlicht mit einem wesentlich besseren Sound. Man sollte sich also auf jeden Fall dieses Re Release zulegen, die Originalscheibe dürfte auch nur noch schwer zu bekommen sein.
Ich habe beide in meinem Schrank stehen und kann die Soundverbesserung mehr als bestätigen!

Trackliste:

01. EVP
02. Black Rain
03. London Caves
04. From Satan with Love
05. Fire in our House
06. Israel
07. Raiders of the Ark
08. Tears from a Titan
09. Oliver Twist
10. Vendetta
11. The Green Mile
12. In Rock we Trust
13. Apocalypse Revealed

Julian

MANOWAR – Fighting the World (RG Zeitmaschine)

Band: Manowar
Album: Fighting the World
Spielzeit: 34:54 min
Stilrichtung: True Metal
Plattenfirma: Atlantic Records
Veröffentlichung: 14.05.1987
Homepage: www.manowar.com

Wir machen mal wieder einen Sprung in unserer Zeitmaschine und reisen zurück in das Jahr 1987! In diesem Jahr brachten MANOWAR ihr Album „Fighting the World“ auf den Markt, was zurückblickend bis heute, zusammen mit dem Nachfolger „Kings of Metal“, als DAS MANOWAR Album schlechthin bezeichnet wird! Heutzutage sind MANOWAR ja leider nur noch ein Schatten ihrer selbst, aber damals waren sie, zusammen mit METALLICA und IRON MAIDEN der Inbegriff des Metals schlechthin!
„Fighting the World“ war das erste Album beim neuen Label Atlantic Records und das aller Erste welches komplett digital aufgenommen wurde. Das hört man definitiv, auch heute noch, am Sound.
Eine weitere Randnotiz, das Album war das Vorletzte mit dem damaligen Gitarristen Ross the Boss, was damals aber natürlich lange nicht absehbar war.
Der Schreiber dieser Zeilen war damals noch nicht in einem metalfähigen Alter, aber ein paar Jahre später, ich erinnere mich als ob es gestern war, war dieses Album für ihn der Antrieb um damals das Prospekte austragen in seinem kleinen Heimatdorf zu überstehen! Ich glaube jedes 80iger oder 90iger Kind hat sich etwas Geld mit dem Austragen von Prospekten oder Zeitungen verdient, so auch ich.
Und damals gab es noch so was tolles wie einen Walkman, auf dem dann die Schulhof Kopie von „Fighting the World“ lief.
Alleine die geilen mehrstimmigen Chöre beim Opener und Titelstück „Fighting the World“ waren der Kauf der Scheibe schon wert, so erwischte ich mich öfters dabei das ich einfach auf der Straße die Fäuste in die Luft reckte, die Anwohner dürften gedacht haben „Was ist denn das für ein irres Kind“. Tja und so ging es weiter über den Stampfer „Carry On“, dem genial epischen „Defender“ mit dem legendären Sprecher Orson Welles, zur Kampfhymne „Holy War“ und schlussendlich zum abschließenden Alltime Klassiker „Black Wind, Fire and Steel“! Alles Songs die sich auch heutzutage noch metertief in die Gehirnwindungen eingeprägt haben und sicherlich zum Metalkulturgut gehören.
Wer das nicht kennt, dem es ist nicht mehr zu helfen!
Knappe 35 Minuten Spielzeit waren damals noch lang und vergingen hier auf jeden Fall wie im Flug. Danach blieb mir damals dann nur eine Wahl, nämlich den Rückspulknopf am Walkman zu drücken um mich noch einmal in das heilige Land des Metals entführen zu lassen.
Ein geniales Album, was auch heute noch in jede Metalsammlung gehört und von daher war es definitiv die Zeitreise wert!

Trackliste:

01. Fighting the World
02. Blow your Speakers
03. Carry On
04. Violence and Bloodshed
05. Defender
06. Drums of Doom (Instrumental)
07. Holy War
08. Master of Revenge
09. Black Wind, Fire and Steel

Julian

SABATON – The Art of War (RG Zeitmaschine)

Band: Sabaton
Album: The Art of War
Spielzeit: 49:28 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Black Lodge
Veröffentlichung: 30.05.2008
Homepage: www.sabaton.net

Wie, von den Jungs von SABATON schon eine Zeitmaschine? Oh ja denn die ersten Alben der Jungs haben mittlerweile auch schon gute 10 Jahre und mehr auf dem Buckel und mancher Jungfan kennt vielleicht die ersten Alben gar nicht, da waren die Jungs nämlich noch nicht bei Nuclear Blast unter Vertrag, sondern beim kleinen schwedischen Label Black Lodge.
Und hier erschien auch das vierte Album „The Art of War“ welches damals mein erstes Album der Jungs war und mit dem mich der SABATON Virus komplett infiziert hatte!
Ich weiß noch, aus der Not heraus, weil ich kein Material mehr hatte, stöberte ich damals im Promo Pool des Labels rum, fand das Cover damals recht cool und hörte geschwind rein. Zack! Schon nach kurzer Zeit ließen mich die Songs nicht mehr los! Ein tiefer Gesang, weit ab von jedem Eierkneif Gesang, epischer Powermetal mit brachialen Chören und Melodic was wollte ich mehr!
Das Album behandelte wie immer Schlachten aus dem ersten und zweiten Weltkrieg aber auch einige aus dem Buch „Die Kunst des Krieges“, nachdem das Album dann auch benannt wurde, außerdem war es das erste Album was von den Tägtgren Brüdern produziert wurde, die mittlerweile die Haus und Hof SABATON Produzenten geworden sind.
Mit so Knallersongs wie „Ghost Division“, „The Art of War“, „40:1“, „Cliffs of Gallipoli“ oder auch „The Price of a Mile“ beinhaltete es Stücke die mittlerweile zu Bandklassikern aufgestiegen sind und in keinem Liveset mehr fehlen dürfen.
Hier war ja auch noch die Ursprungsbandmannschaft an Bord, mit echtem Stammkeyboarder, was das Ganze noch etwas von den neusten Veröffentlichungen abhebt.
Also, wenn ich einem Neufan SABATON erklären sollte und er ein gutes, vielleicht sogar das beste, frühe Album hören möchte, dann würde ich ihm „The Art of War“ empfehlen, denn hier fand die Band zu ihrem, damals einzigartigen, Epic Metal der wahre, kleine Geschichten erzählt.
Aus diesen Gründen ist das Album definitiv eine Zeitreise wert gewesen und gehört zu Recht zu einem der Alltimeklassiker der Band!

Trackliste:

01. Sun Tzu Says
02. Ghost Division
03. The Art of War
04. 40:1
05. Unbreakable
06. The Nature of Warfare
07. Cliffs of Gallipoli
08. Tavisota
09. Panzerkampf
10. Union
11. The Price of a Mile
12. Firestorm
13. A Secret

Julian

BLIND GUARDIAN – A Night at the Opera (RG Zeitmaschine)

Band: Blind Guardian
Album: A Night at the Opera
Spielzeit: 65:29 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Virgin/EMI
Veröffentlichung: 04.02.2002
Homepage: www.blind-guardian.com

Auf zu meiner letzten Zeitreise der Krefelder Power Metaller BLIND GUARDIAN. Auf „A Night at the Opera“ musste die Fangemeinde damals geschlagene 4 Jahre warten! Im Nachhinein wird aber klar warum, denn dieses Album gehört bis heute zu den komplexesten der Band! Man holte alles aus der damaligen Technik raus was möglich war und packten x Spuren sowie unendlich viele Chöre drauf und pflasterten die Songs quasi zu. Mancher Altfan rümpfte damals die Nase, ich fand es aber geil und genau passend in die damalige Zeit muss ich sagen.
Zwar befinden sich heutzutage kaum noch Songs dieses Albums in der Setliste der Auftritte der Band, aber trotzdem haben hier alle eine gewisse Klasse für sich, das steht definitiv fest.
Der Komplexität der sich die Band damals hingab merkt man besonders am abschließenden, über 14 minütigen „And then there was Silence“. Eine wahre Ohrenweide für Fans von progressiven Power Metalsongs!

Leider war dieses Album das letzte mit Schlagzeuger und Gründungsmitglied Thomen Stauch, den ich sehr schätze und der danach mit seiner Band SAVAGE CIRCUS die Hommage an die alten BLIND GUARDIAN Alben ins Leben rief, die ja auch schon Teil einer Reise in der Zeitmaschine waren 😉
Zurück zu “A Night at the Opera”, erwähnenswert ist noch das das Cover des Albums ebenfalls nicht auf viel Gegenliebe bei den meistens Fans stieß, denn es war nicht aus der Feder des BG Stammzeichners Andreas Marschall und war sehr bunt und durcheinander.
Für mich ist das Album trotz allem aber ein Musterbeispiel für Progressiven Power Metal und hat bis in die heutige Zeit einen Spitzenplatz in meiner ewigen BG Hitliste sicher!

Trackliste:

01. Precious Jerusalem
02. Battlefield
03. Under the Ice
04. Sadly Sings Destiny
05. The Maiden and the Minstrel Knight
06. Wait for an Answer
07. The Soulforged
08. Age of False Innocence
09. Punishment Divine
10. And then there was Silence

Julian

IRON MAIDEN – Brave new World (RG Zeitmaschine)

Band: Iron Maiden
Album: Brave new World
Spielzeit: 66:57 min
Stilrichtung: NWOBHM
Plattenfirma: EMI
Veröffentlichung: 30.05.2000
Homepage: www.ironmaiden.com

Ok von den Jahren her macht das zwölfte Studioalbum „Brave new World“ von IRON MAIDEN Sinn für eine Zeitreise, aber warum habe ich mir ausgerechnet dieses Album ausgesucht und nicht ein anderes wie „Fear of the Dark“, „The Number of the Beast“ oder „Somewhere in Time“?
Nun für mich ist „Brave new World“ ein besonderes Album, denn hier kehrten der schmerzliche vermisste Sänger Bruche Dickinson und der ehemalige Gitarrist Adrian Smith wieder zurück zur Band und verpassten dem Sound endlich wieder den IRON MAIDEN Stempel, auch wenn man hier wieder progressiver als zuvor zu Werke ging und schöne lange Songs wie „Blood Brothers“, „The Nomad“ oder „Ghost oft he Navigator“ an Bord hatte. Aber auch für die direkten und melodischen Gemüter war hier gesorgt, mit „The Wicker Man“, „The Mercenary“ und „The Fallen Angel“ wurde auch diese beruhigt!
Das Album zog eh er sehr viel Aufmerksamkeit durch die Rückkehrer aber atmet irgendwie auch einen ganz speziellen Geist, denn endlich waren die Lieblinge wieder komplett und es fühlte sich einfach wieder gut und richtig an!
Ab diesem Album war man dann auch durchgängig bis heute mit drei Gitarristen unterwegs, wovon man hier zwar noch nicht sehr viel merkte, da viele Lieder schon vorab fertig komponiert waren, aber später sollte dies einen gehörigen Einfluss auf den Bandsound haben.
Wie auch immer, für mich ist „Brave new World“ eines DER IRON MAIDEN Alben der Neuzeit, wenn nicht sogar eines der wegweisendsten und somit ein absolut würdiger Kandidat für unsere Zeitreise gewesen!

Trackliste:

01. The Wicker Man
02. Ghost of the Navigator
03. Brave New World
04. Blood Brothers
05. The Mercenary
06. Dream of Mirrors
07. The Fallen Angel
08. The Nomad
09. Out of the Silent Planet
10. The Thin Line between Love and Hate

Julian

NOCTURNAL RITES – New World Messiah (RG Zeitmaschine)

Band: Nocturnal Rites
Album: New World Messiah
Spielzeit: 46:57 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 24.03.2004
Homepage: www.nocturnalrites.com

Ich weiß gar nicht mehr genau wann ich auf die 1990 gegründeten schwedischen Power Metaller von NOCTURNAL RITES aufmerksam wurde, ich glaube es war im Jahr 2005 mit ihrem siebten Album „Grand Illusion“. Der Sound der Jungs zusammen mit dem Gesang von erstklassigen Fronter „Jonny Lindkvist und den eingängigen Refrains hat mich von da ab sofort in ihren Bann gezogen und ich war sehr traurig als 2007 mit „The 8th Sin“ für lange Zeit das letzte Album der Band erscheinen sollte.
Warum und wieso, darüber gibt es keine gesicherten Infos, aber die Freude war umso größer als für den September diesen Jahres das neue Studioalbum „Phoenix“ angekündigt wurde. Grund für mich einmal in der Bandhistorie zurück zu blicken und da die drei letzten Alben auf einem sehr starken gleichen Niveau waren, viel es mir umso schwerer mich für eins zu entscheiden! Schlussendlich habe ich mich für das 2004er Werk „New World Messiah“ für meine Zeitreise entschieden, da hier die Hitdichte vielleicht nochmal eine Spur höher war als auf den folgenden Silberlingen.
Denn zum Beispiel mit dem Eröffnungstrio „New World Messiah“, „Against the World“ und vor allem „Avalon“ hat man für die damalige Zeit wirklich Maßstäbe im Power Metalgenre gesetzt. Dermaßen griffige und kompakte Songs waren einfach selten und brannte sich mit absoluter Zielsicherheit in die Gehörgänge der Metalfans auf der ganzen Welt!
Das die Band auch epische Songs verfassen konnte wurde mit dem toll umgesetzten „Egyptica“ deutlich, übrigens der einzige Song der das CD Cover und den Titel komplett aufnimmt, hier sind auch feine orientalische Instrumente zu hören.
Die typischen Bandtrademarks und die hohe Qualität wurde aber auch in den folgenden Songs das ein oder andere Mal getroffen, Beispiele hierfür wären „The Flames will never die“, „One Nation“ oder „Nightmare“. Somit ist die CD von vorne bis hinten eine einzige Empfehlung und somit hat sie absolut berechtigt einenPlatz in unserer Zeitmaschine verdient um einfach an ein Meisterwerk von NOCTURNAL RITES nochmal zu erinnern und die Brücke für alle NR Neulinge zu schlagen im Zuge der neusten Veröffentlichung die bald ansteht!

Trackliste:

01. New World Messiah
02. Against the World
03. Avalon
04. Awakening
05. Egyptica
06. Break Away
07. End of Days
08. The Flame will never die
09. One Nation
10. Nightmare
11. Another Storm (Bonustrack)

Julian

HAMMERFALL – Legacy of Kings (RG Zeitmaschine)

Band: Hammerfall
Album: Legacy of Kings
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.09.1998
Homepage: www.hammerfall.net

HAMMERFALL dürfen bei unsere Zeitreise zurück in die Rock und Metalwelt vergangener Tage einfach nicht fehlen! Schließlich haben wir es den Schweden kurz vor der Jahrtausendwende zur verdanken das Metal wieder salonfähig wurde und wieder in der Musiklandschaft Fuß fasste. Denn, wir erinnern uns, mit ihrem Debüt „Glory to the Brave“ schlugen die Jungs 1997 ein wie eine Bombe und unser liebstes Musikgenre erfuhr eine damals für nicht möglich gehaltene Wiedergeburt!
Nicht mal 1 Jahr später setzten die Jungs um Sänger Joacim Cans und Gitarrist Oscar Dronjak ihren Siegeszug mit dem zweiten Album „Legacy of Kings“ fort und man erkannte das das erstklassige Debüt keine Eintagsfliege war.
Und für mich selbst war das zweite Album noch einen Ticken stärker als das Debütwerk, denn schließlich sind hier so Bandklassiker wie „Heeding the Call“, „Legacy of Kings“, „Let the Hammer Fall“, dem PRETTY MAIDS Cover „Back to Back“, „Stronger than All“ oder die Gänsehautballade „The Fallen One“ enthalten, die auch lange Zeit und teilweise heute noch in der Livesetliste der Jungs auftauchten.
Die Produktion von Fredrik Nordström war blitzsauber und für die Scheibe ging es bis auf Platz 15 der deutschen Albumcharts. Zwar konnte man dies mit Platz 1 für das nachfolgende Album „Renegade“ nochmal überbieten, aber meiner Meinung nach ist „Legacy of Kings“ bis heute eines der stärksten HAMMERFALL Alben welches sich auch heutzutage gerne noch in die heimische Anlage verirrt um sich in eine Zeit zurück katapultieren zu lassen wo wir noch in DM bezahlt haben und das Ed von Schleck Eis noch gefühlt 50 cm größer war als heutzutage!
Definitiv ist dies eines DER Alben welches in keiner gut sortierten Metalsammlung fehlen sollte!

Trackliste:

01. Heeding the Call
02. Legacy of Kings
03. Let the Hammer Fall
04. Dreamland
05. Remember
06. At the End of the Rainboy
07. Back to Back
08. Stronger than All
09. Warriors of Faith
10. The Fallen One

Julian

SAVAGE CIRCUS – Dreamland Manor (RG Zeitmaschine)

Band: Savage Circus
Album: Dreamland Manor
Spielzeit: 54:42 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 29.08.2005
Homepage: www.facebook.com/SavageCircus

Erneut eine Zeitreise hier in der Rock-Garage. Dieses Mal in meine nicht mehr ganz so frühe Jugend, nämlich ins Jahr 2005. Dort erblickte die neue Band von Ex BLIND GUARDIAN Schlagzeuger und Gründer Thomas ‚Thomen‘ Stauch das Licht der Welt! Der gute Thomen war nach dem Album „A Night at the Opera“, welches ja nichts mehr wirklich mit den alten Band Sound gemein hatte, ausgestiegen um wieder seinem geliebten Power Metal alter Schule zu frönen. Heraus kam die Band SAVAGE CIRCUS in der IRON SAVIOR Kumpel Piet Sielck sowie die beiden PERSUDAER Mitglieder Sänger Jens Carlsson und Klampfer Emil Norberg eingestiegen und dann eben 2005 das Debütalbum „Dreamland Manor“ veröffentlichten, welches vermutlich von fast jedem Power Metal Fan der alten Schule sehnsüchtig erwartet wurde!
Denn hier waren dann so Genreperlen wie „Evil Eyes“, „Between the Devil and the Seas“, „Beyond Reality“, „When Hell awakes“, „Ghost Story“ oder „Born Again by the Night“ zu finden, die auch heute noch jeden CD Schacht des anspruchsvollen Power Metaller zum Glühen bringen.
Klassiker eben die auch heute nichts von ihrer Qualität verloren haben und dazu jedem Altfan von BLIND GUARDIAN die Freudentränen ins Gesicht treiben dürfte, so stark ähnelt sich der Sound damals! Man höre nur mal Jens bei einigen Passagen genauer zu, dann hat man das Gefühl das hier nicht der Schwede sondern der Deutsche Hansi Kürsch seine Stimmbänder erklingen lässt.
Auch wenn „Dreamland Manor“ erst gute 12 Jahre auf dem Buckel hat war es für mich definitiv eine Zeitreise wert und die Scheibe sollte auf jeden Fall in jeder gut sortierten Power Metal CD Sammlung zu finden sein!
Übrigens auch das zweite Album von SAVAGE CIRCUS ist absolut erstklassig und ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben das wir auch nochmal etwas Neues von der Band zu Gesicht bekommen.

Trackliste:

01. Evil Eyes
02. Between the Devil and the Seas
03. Waltz of the Demon
04. Tomorrowland
05. It – The Gathering
06. Beyond Reality
07. When Hell awakes
08. Ghost Story
09. Born Again by the Night

Julian