NOCTURNAL RITES – New World Messiah (RG Zeitmaschine)

Band: Nocturnal Rites
Album: New World Messiah
Spielzeit: 46:57 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 24.03.2004
Homepage: www.nocturnalrites.com

Ich weiß gar nicht mehr genau wann ich auf die 1990 gegründeten schwedischen Power Metaller von NOCTURNAL RITES aufmerksam wurde, ich glaube es war im Jahr 2005 mit ihrem siebten Album „Grand Illusion“. Der Sound der Jungs zusammen mit dem Gesang von erstklassigen Fronter „Jonny Lindkvist und den eingängigen Refrains hat mich von da ab sofort in ihren Bann gezogen und ich war sehr traurig als 2007 mit „The 8th Sin“ für lange Zeit das letzte Album der Band erscheinen sollte.
Warum und wieso, darüber gibt es keine gesicherten Infos, aber die Freude war umso größer als für den September diesen Jahres das neue Studioalbum „Phoenix“ angekündigt wurde. Grund für mich einmal in der Bandhistorie zurück zu blicken und da die drei letzten Alben auf einem sehr starken gleichen Niveau waren, viel es mir umso schwerer mich für eins zu entscheiden! Schlussendlich habe ich mich für das 2004er Werk „New World Messiah“ für meine Zeitreise entschieden, da hier die Hitdichte vielleicht nochmal eine Spur höher war als auf den folgenden Silberlingen.
Denn zum Beispiel mit dem Eröffnungstrio „New World Messiah“, „Against the World“ und vor allem „Avalon“ hat man für die damalige Zeit wirklich Maßstäbe im Power Metalgenre gesetzt. Dermaßen griffige und kompakte Songs waren einfach selten und brannte sich mit absoluter Zielsicherheit in die Gehörgänge der Metalfans auf der ganzen Welt!
Das die Band auch epische Songs verfassen konnte wurde mit dem toll umgesetzten „Egyptica“ deutlich, übrigens der einzige Song der das CD Cover und den Titel komplett aufnimmt, hier sind auch feine orientalische Instrumente zu hören.
Die typischen Bandtrademarks und die hohe Qualität wurde aber auch in den folgenden Songs das ein oder andere Mal getroffen, Beispiele hierfür wären „The Flames will never die“, „One Nation“ oder „Nightmare“. Somit ist die CD von vorne bis hinten eine einzige Empfehlung und somit hat sie absolut berechtigt einenPlatz in unserer Zeitmaschine verdient um einfach an ein Meisterwerk von NOCTURNAL RITES nochmal zu erinnern und die Brücke für alle NR Neulinge zu schlagen im Zuge der neusten Veröffentlichung die bald ansteht!

Trackliste:

01. New World Messiah
02. Against the World
03. Avalon
04. Awakening
05. Egyptica
06. Break Away
07. End of Days
08. The Flame will never die
09. One Nation
10. Nightmare
11. Another Storm (Bonustrack)

Julian

HAMMERFALL – Legacy of Kings (RG Zeitmaschine)

Band: Hammerfall
Album: Legacy of Kings
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.09.1998
Homepage: www.hammerfall.net

HAMMERFALL dürfen bei unsere Zeitreise zurück in die Rock und Metalwelt vergangener Tage einfach nicht fehlen! Schließlich haben wir es den Schweden kurz vor der Jahrtausendwende zur verdanken das Metal wieder salonfähig wurde und wieder in der Musiklandschaft Fuß fasste. Denn, wir erinnern uns, mit ihrem Debüt „Glory to the Brave“ schlugen die Jungs 1997 ein wie eine Bombe und unser liebstes Musikgenre erfuhr eine damals für nicht möglich gehaltene Wiedergeburt!
Nicht mal 1 Jahr später setzten die Jungs um Sänger Joacim Cans und Gitarrist Oscar Dronjak ihren Siegeszug mit dem zweiten Album „Legacy of Kings“ fort und man erkannte das das erstklassige Debüt keine Eintagsfliege war.
Und für mich selbst war das zweite Album noch einen Ticken stärker als das Debütwerk, denn schließlich sind hier so Bandklassiker wie „Heeding the Call“, „Legacy of Kings“, „Let the Hammer Fall“, dem PRETTY MAIDS Cover „Back to Back“, „Stronger than All“ oder die Gänsehautballade „The Fallen One“ enthalten, die auch lange Zeit und teilweise heute noch in der Livesetliste der Jungs auftauchten.
Die Produktion von Fredrik Nordström war blitzsauber und für die Scheibe ging es bis auf Platz 15 der deutschen Albumcharts. Zwar konnte man dies mit Platz 1 für das nachfolgende Album „Renegade“ nochmal überbieten, aber meiner Meinung nach ist „Legacy of Kings“ bis heute eines der stärksten HAMMERFALL Alben welches sich auch heutzutage gerne noch in die heimische Anlage verirrt um sich in eine Zeit zurück katapultieren zu lassen wo wir noch in DM bezahlt haben und das Ed von Schleck Eis noch gefühlt 50 cm größer war als heutzutage!
Definitiv ist dies eines DER Alben welches in keiner gut sortierten Metalsammlung fehlen sollte!

Trackliste:

01. Heeding the Call
02. Legacy of Kings
03. Let the Hammer Fall
04. Dreamland
05. Remember
06. At the End of the Rainboy
07. Back to Back
08. Stronger than All
09. Warriors of Faith
10. The Fallen One

Julian

SAVAGE CIRCUS – Dreamland Manor (RG Zeitmaschine)

Band: Savage Circus
Album: Dreamland Manor
Spielzeit: 54:42 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 29.08.2005
Homepage: www.facebook.com/SavageCircus

Erneut eine Zeitreise hier in der Rock-Garage. Dieses Mal in meine nicht mehr ganz so frühe Jugend, nämlich ins Jahr 2005. Dort erblickte die neue Band von Ex BLIND GUARDIAN Schlagzeuger und Gründer Thomas ‚Thomen‘ Stauch das Licht der Welt! Der gute Thomen war nach dem Album „A Night at the Opera“, welches ja nichts mehr wirklich mit den alten Band Sound gemein hatte, ausgestiegen um wieder seinem geliebten Power Metal alter Schule zu frönen. Heraus kam die Band SAVAGE CIRCUS in der IRON SAVIOR Kumpel Piet Sielck sowie die beiden PERSUDAER Mitglieder Sänger Jens Carlsson und Klampfer Emil Norberg eingestiegen und dann eben 2005 das Debütalbum „Dreamland Manor“ veröffentlichten, welches vermutlich von fast jedem Power Metal Fan der alten Schule sehnsüchtig erwartet wurde!
Denn hier waren dann so Genreperlen wie „Evil Eyes“, „Between the Devil and the Seas“, „Beyond Reality“, „When Hell awakes“, „Ghost Story“ oder „Born Again by the Night“ zu finden, die auch heute noch jeden CD Schacht des anspruchsvollen Power Metaller zum Glühen bringen.
Klassiker eben die auch heute nichts von ihrer Qualität verloren haben und dazu jedem Altfan von BLIND GUARDIAN die Freudentränen ins Gesicht treiben dürfte, so stark ähnelt sich der Sound damals! Man höre nur mal Jens bei einigen Passagen genauer zu, dann hat man das Gefühl das hier nicht der Schwede sondern der Deutsche Hansi Kürsch seine Stimmbänder erklingen lässt.
Auch wenn „Dreamland Manor“ erst gute 12 Jahre auf dem Buckel hat war es für mich definitiv eine Zeitreise wert und die Scheibe sollte auf jeden Fall in jeder gut sortierten Power Metal CD Sammlung zu finden sein!
Übrigens auch das zweite Album von SAVAGE CIRCUS ist absolut erstklassig und ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben das wir auch nochmal etwas Neues von der Band zu Gesicht bekommen.

Trackliste:

01. Evil Eyes
02. Between the Devil and the Seas
03. Waltz of the Demon
04. Tomorrowland
05. It – The Gathering
06. Beyond Reality
07. When Hell awakes
08. Ghost Story
09. Born Again by the Night

Julian

DISTURBED – The Sickness (RG Zeitmaschine)

Band: Disturbed
Album: The Sickness
Spielzeit: 47:47 min
Stilrichtung: Nu Metal, Alternative Metal, Crossover
Plattenfirma: Giant Records
Veröffentlichung: 07.03.2000
Homepage: www.disturbed1.com

Wir schreiben das Jahr 2000 und das für den Metal doch etwas vergessene Jahrzehnt ist vorbei. Nu Metal ist weiterhin auf dem Vormarsch und diese Band aus Chicago mit dem treffenden Namen DISTURBED ist gerade dabei, ihr Debüt auf den Markt zu bringen. Gegründet im Jahr 1996 von Gitarrist Dan Donegan und Bassist Steve „Fuzz“ Kmak, verstärkt mit Drummer Mike Wengren und Sänger David Draiman hat die Band nach jahrelanger harter Arbeit im März 2000 endlich „The Sickness“ auf die Metalwelt losgelassen. Und für ein Debüt ist die Scheibe mächtig gut geworden. „The Sickness“ ist mittlerweile das bestverkaufte Album in der Bandgeschichte und wurde in den USA bisher mit Vierfachplatin ausgezeichnet. Maßgeblich am Erfolg beteiligt sind neben den ausgefeilten und abwechslungsreichen Lyrics vor allem auch die charismatische Stimme David Draimans und natürlich der recht eigenwillige, aber absolut packende Sound der Band.
Schon der Opener „Voices“ fackelt nicht lange und legt gleich mit astreinem Drumming und extrem guten Gitarren- und Bassspiel los, dazu Draimans unverwechselbare Stimme und jedem ist sofort klar, wohin die Marschrichtung geht. Kompromisslos, hart und vor allem anders als die bisherigen Nu Metals Bands, die mittlerweile wie Pilze aus dem Boden schießen (und genauso häufig wieder in der Versenkung verschwinden).
Der zweite Track „The Game“ und das etwas melodiösere „Stupify“ folgen der Linie und bereiten alles für den Brecher „Down With The Sickness“ vor. Alleine das Intro mit den stampfenden Drums und einem extrem geilen Drum’n’Bass Spiel machen den Song zum überragenden Stück auf „The Sickness“. Mit den dazu passenden düsteren Gitarren und einer verstörenden Gesangsstimme ist der Song das geilste Teil der Scheibe. Aber falls man jetzt denkt, da kann ja nix mehr kommen… weit gefehlt. Auch die restlichen Songs des 12 Stücke umfassenden Erstlings hauen einen um. „Fear“ etwa wartet mit einem KORN-artigen Intro auf um dann aber mit harten Riffs abzudrehen. Vor allem die Hämmer im Mittelteil sind megafett geraten. Mit „Numb“ wurde noch ein etwas ruhigerer Song aufs Album gepackt, sofern man das bei einer Band wie DISTURBED überhaupt sagen kann. Hier kann Draiman auch mit klaren Gesangseinlagen punkten. Das TEARS OF FEARS Cover „Shout 2000“ bläst den Staub der Jahrzehnte aus dem Song und begründet die Coverserie der Studioalben (wie z.B. „Land of Confusion“ auf „Ten Thousands Fist“, „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ auf „Asylum“ und natürlich nicht zu vergessen die fast schon magische Interpretation von „Sound of Silence“ auf dem aktuellen Werk „Immortalized“). Mit dem Rausschmeißer „Meaning of Life“ hat der Vierer aus Chicago die passende Abrissbirne gewählt, hier bleibt kein Stein auf dem Anderen. Das Zusammenspiel der Band ist nahezu perfekt und DISTURBED haben mit ihrem Debüt gezeigt, daß harte Arbeit und Kreativität sich bezahlt machen und man mit einem eigenen Sound die Erfolgsleiter erklimmen kann.
Zusammengefasst haben DISTURBED mit ihrem Debüt einen Meilenstein rausgehauen, der auch nach 17 Jahren noch nichts von seiner Faszination verloren hat. Und auch heute noch werden einige Stücke des Albums bei Konzerten gerne gespielt und vor allem immer abgefeiert.

Trackliste:

01. Voices
02. The Game
03. Stupify
04. Down with the Sickness
05. Violence Fetish
06. Fear
07. Numb
08. Want
09. Conflict
10. Shout 2000
11. Droppin‘ Plates
12. Meaning of Life

Tanja

BLIND GUARDIAN – Imaginations from the other Side (RG Zeitmaschine)

Band: Blind Guardian
Album: Imaginations from the other Side
Spielzeit: 49:18 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Virgin/EMI
Veröffentlichung: 05.04.1995
Homepage: www.blind-guardian.com

Und weiter geht meine Zeitreise in der Zeitmaschine einer meiner Lieblingsbands BLIND GUARDIAN. Nach dem wir letztes Mal uns dem vierten Album „Somewhere Far Beyond“ gewidmet haben, folgt nun das Nachfolgealbum „Imaginations from the other Side“. Auch auf diesem findet man einige heutige Klassiker der Band, als Beispiel seinen hier der Titeltrack „Imaginations from the other Side“, „Born in a Mourning Hall“ oder „Bright Eyes“ genannt, was dieses Album aber ganz besonders hervorhebt sind zwei andere Sachen.
Erstens war dies das letzte Album wo sich Hansi Kürsch neben dem Gesang auch noch den Bass umschnallte, später wurden die tiefen Saiten von Gastmusiker Oliver Holzwarth bedient, und zweitens war dies das letzte Album was eher dem Power Metal zugeneigt war, auf den nachfolgenden Alben wurden die Songs wesentlich progressiver und hatten sogar manchmal symphonische Züge an sich!
Bevor man aber diesen Weg ging, hatte man hier einige der härtesten Songs aufzubieten und man konnte dabei so richtig schön die Matte kreisen lassen.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie ich die Scheibe im Wohnzimmer meiner Eltern auf deren Stereoanlage hörte und dermaßen aufdrehten das die armen Eltern einen halben Hörsturz bekamen! Tja die Jugend von damals 🙂
Nach diesem Machwerk, legte die Band erstmal eine kleine Pause ein um dann drei Jahre später mit ihrer Hommage an JR Tolkien mit dem Album „Nightfall in Middle Earth“ zurückzukehren.
Aber zurück zu „Imaginations from the other Side“, auch dieses vierte Album gehört definitiv in jede Power Metal Plattensammlung und in die der der BG Fans so wie so!


Trackliste:

01. Imaginations from the other Side
02. I‘m Alive
03. A Past and Future Secret
04. The Script for my Requiem
05. Mordred‘s Song
06. Born in a Mourning Hall
07. Bright Eyes
08. Another Holy War
09. And the Story Ends
10. The Wizard
11. The Script for my Requiem (Demo Version)

Julian

SAXON – Unleash the Beast (RG Zeitmaschine)

Band: Saxon
Album: Unleash the Beast
Spielzeit: 53:24 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Virgin
Veröffentlichung: 14.10.1997
Homepage: www.saxon747.com

SAXON ein Wort, eine Band die seit mehreren Jahrzehnten für qualitativ hochwertigen Metal des NWOBHM steht! Angeführt vom Sänger Biff Byford haben die Mannen bis heute 21! Alben veröffentlicht wovon die Neusten auch hier bei uns rezensiert wurden.
Zeit für mich nochmal auf eines der prägendsten Alben der Band zurück zu blicken.
Wir schreiben das Jahr 1997 und das dreizehnte Studioalbum „Unleash the Beast“ erblickt das Licht der Welt und zeigt SAXON in einem epischen Licht, in welchem sie vorher nicht so oft unterwegs waren!
Auf diesem Album war vorerst zum letzten Mal der Ur und auch wieder heutige Drummer Nigel Glockler zu hören und der heutige immer noch aktive Basser Nibbs Carter sowie der Gitarrist Doug Scarratt gaben hier ebenfalls ihren Einstand. Es war aber auch das erste Album ohne das Gründungsmitglied Graham Oliver an der Gitarre.
Vieles neu also damals im Hause SAXON so auch die, schon kurz erwähnte, etwas epischere und komplexere musikalische Ausrichtung.
Das beginnt beim stimmungsvollen Intro „Gothic Dreams“, zieht sich über den Titeltrack „Unleash the Beast“, dem Soundtracksong „The Thin Red Line“, „Circle of Light“ bis hin zu „The Preacher“.
Es gab aber auch die so typischen SAXON Rocker und Uptempsongs bei denen man sofort mitgehen konnte! Beispiel hierfür und wahre Perlen ihres Genre waren „Terminal Velocity“, „Circle of Light“, „Ministry of Fools“ oder „Bloodletter“.
Dazu dann noch die emotionale Ballade „Absent Friends“ die von dem Tod des alten Bandfreundes John JJ Jones handelte.
Alles Tracks die bis heute das Herz jedes SAXON Fan höherschlagen lassen und die ich damals rauf und runter gehört habe!
Allzeitklassiker halt die bis heute ihre wahre Magie nicht verloren haben und daher ist dieses Album für mich eines DER SAXON Alben überhaupt und war diese Zeitreise absolut wert!

Trackliste:

01. Gothic Dreams
02. Unleash the Beast
03. Terminal Velocity
04. Circle of Light
05. The Thin Red Line
06. Ministry of Fools
07. The Preacher
08. Bloodletter
09. Cut out the Disease
10. Absent Friends
11. All Hell Breaking Loose

Julian

AXEL RUDI PELL – The Masquerade Ball (RG Zeitmaschine)

Band: Axel Rudi Pell
Album: The Masquerade Ball
Spielzeit: 67:49 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Rock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 10.04.2000
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Die heutige Zeitreise beschäftigt sich mit einer meiner absoluten Lieblingsbands AXEL RUDI PELL! Von dieser schmückt ebenfalls ein farbiges Gemälde meine Haut und für mich steht diese Band für absolute Kontinuität im Heavy Rock Business! 17 reguläre Studioalben, dazu noch die Balladen VÖ s und ein paar Livealben. Zusätzlich steht man seit Beginn beim deutschen Label Steamhammer/SPV unter Vertrag, DAS soll mal jemand nach machen! Ebenfalls für Kontinuität steht die Bandzusammensetzung die, bis auf Veränderungen am Schlagzeug und den Keys ebenfalls seit 1998 dieselbe ist! Weitere Lobpreisungen entnehmt bitte den aktuellsten Albumbesprechungen der Band von mir, damit will ich euch hier nun nicht langweilen 🙂
Denn es soll ja hier um das achte Album der Band „The Masquerade Ball“ gehen, welches im Jahr 2000 das Licht der Welt erblickte.
Zwar gab es auch auf den Alben zuvor massig Hits ala „Casbah“, „Fool Fool“, „Black Moon Pyramid“, „Magic“ oder „The Clown is Dead“ zu verzeichnen, aber auf „The Masquerade Ball“ war die Hitdichte besonders hoch! Es reihte sich Mördersong an Mördersong und besonders der, damals, noch neue Fronter Johnny Gioeli legte hier eine Mörderperformance hin was ihn schon damals in den absoluten Sängerolymp katapultierte!
Zusätzlich habe ich noch eine besondere Erinnerung an die Scheibe, war diese doch die Erste die ich von AXEL RUDI PELL kaufte und dies sogar noch blind, nur weil mir das Cover gefiel. Zu Hause bemerkte ich dann erst auf welchen Schatz ich hier gestoßen war!
Was habe ich dieses Album rauf und runter gehört, sie klebte quasi in meinem CD Schacht fest. Das war vermutlich auch bei vielen anderen Metalheads damals der Fall, denn die Scheibe landete auf einem hervorragenden 37ten Chartplatz in Deutschland.
Zusammen mit dem Vorgänger „Oceans of Time“ aus dem Jahre 1998 ist „The Masquerade Ball“ eines DER AXEL RUDI PELL Alben welches man auf jeden Fall als Fan der Band und des Heavy Metal/Rocks sein Eigen nennen sollte, so viel steht mal fest!

Trackliste:

01. The Arrival
02. Earls of Black
03. Voodoo Nights
04. Night and Rain
05. The Masquerade Ball
06. Tear Down the Walls
07. The Line
08. Hot Wheels
09. The Temple of the Holy
10. July Morning

Julian

BLIND GUARDIAN – Somewhere far beyond (RG Zeitmaschine)

Band: Blind Guardian
Album: Somewhere Far Beyond
Spielzeit: 55:28 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Virgin/EMI
Veröffentlichung: 29.06.1992
Homepage: www.blind-guardian.com

So, Zeit für mich auch endlich mal in die Zeitmaschine zu steigen und mich ganz weit zurück zu katapultieren! Um genau zu sein quasi zu den Anfängen meiner Leidenschaft für das Metal und speziell das Power Metalgenre. Es war das Jahr 1992 wo ich mal wieder bei meinem Cousin saß und ich von meinen ersten Rockerfahrungen mit AC/DC, ROSE TATOO u.s.w erzählte, da meinte er zu mir ich sollte doch mal ne Stufe weitergehen und mich dem Metal zu wenden! Um mir zu zeigen wie das klingen könnte, zückte er die frisch erschienende neue Scheibe „Somewhere Far Beyond“ der deutschen Metaller von BLIND GUARDIAN und schob sie in die Anlage. Die CD blies mich quasi aus dem Sessel und seitdem war es um mich geschehen und ich wurde ein glühender Anhänger der vier Krefelder was sich mittlerweile durch einen vollständigen Backkatalog der Band sowie ein Tattoo äußert.
Denn gerade dieses Album war es auch was die Band in das große Gesichtsfeld der Musikindustrie katapultierte und quasi den Durchbruch bedeutete! Zu Recht wird die Scheibe bis heute als eine der besten, wenn nicht sogar die beste Veröffentlichung von BG bezeichnet.
Denn hier finden sich so Klassiker wie „Time what is Time“, „Journey Through the Dark“, „The Quest for Tanelorn“, „Ashes to Ashes“, das Titelstück „Somewhere Far Beyond“ und natürlich die inoffiziellen Bandhymmne „The Bard‘s Song“. Teilweise finden sich die Tracks bis heute auf der Playlist eines jedes BG Konzertes und das zu Recht!
Waren die Alben zuvor eher vom Speed Metal geprägt, machten die Jungs hier den ersten, richtigen Schritt zu ihrem eigenen Sound und zu der eigenen Mischung aus Power, Epic und etwas Progressive, wobei hier noch ganz klar das Hauptaugenmerk auf POWER lag.
Kleiner Klugscheißerfact am Rande Kai Hansen zockte hier auch ein paar Songs an der Gitarre mit und das Sänger Hansi hier noch den Bass zupfte dürfte den Altfans kein Geheimnis mehr sein.
Zusammenfassend ist „Somewhere Far Beyond“ eines DER Alben von BLIND GUARDIAN welches mit Sicherheit den Weg der Band maßgeblich beeinflusst hat und man als Fan definitiv in seinem Plattenschrank haben sollte!

Trackliste:

01. Time what is Time
02. Journey Through the Dark
03. Black Chamber
04. Theatre of Pain
05. The Quest for Tanelorn
06. Ahses to Ashes
07. The Bard‘s Song (In the Forest)
08. The Bard‘s Song (The Hobbit)
09. The Piper‘s Calling
10. Somewhere Far Beyond
11. Spread your Wings (Bonussong)
12. Trial by Fire (Bonussong)
13. Theatre of Pain (Classis Version)

Julian

KORN – Life is peachy (RG Zeitmaschine)

Band:  KoRn
Album:  Life is peachy
Spielzeit: 48:16 min
Stilrichtung: Nu Metal
Plattenfirma: Immortal Records, Epic Records
Veröffentlichung: 15.10.1996
Homepage:  www.korn.com

Dynamo Festival in Eindhoven Pfingsten 1997. Meine Freunde schleppten mich zu dieser Band namens KORN. Die wären voll cool, müsse ich mir unbedingt anhören. Nun, gesagt, getan. Und dann passierte es… KORN betraten die Bühne. Das erste was ich sah, war Jonathan Davis in einer pinken!! Adidas Jogginghose. Und dann ging es los, die geilste Musik, dich ich bis zu dieser Zeit gehört hatte. Ich war sofort hin und weg, völlig begeistert und habe die Jungs frenetisch abgefeiert. Wieder Zuhause habe ich mir sofort das aktuelle Album besorgt, das 1996 erschiene „Life is peachy“, das zweite Studioalbum der Jungs aus Bakersfield. Meine Liebe zu KORN war geboren (und trotz so merkwürdiger Geschichten wie „The Path of Totality“ bin ich den Jungs immer noch treu ergeben).
Mit dem selbstbetitelten Vorgänger „KoRn“  aus dem Jahr 1994 sind KORN in Sachen Nu Metal durchgestartet und gelten seitdem als die Pioniere des Genres. „Life is peachy“ ist noch abgedrehter als das erste Album, noch kranker, noch ausgeflippter. Genial depressiv mit Songs, bei denen man die Qual förmlich spüren kann. Und dazu Jonathan Davis Stimme, die die pure Verzweiflung ist.
Schon das Intro „Twist“ zeigt die Abweichung von der bekannten Musiknorm. Aggressive Wortfetzen passend zum Titel wabern durch den knapp 50 sekündigen KoRn-Spot. Und genial gestört geht es weiter durch alle Emotionen. Verzweiflung, Wut, Trauer. Man spürt es in jedem Song, in jeder Textzeile. Der Sound ist unverwechselbar KORN, mit  Fieldy am Bass und Head an der Leadgitarre schaffen die Kalifornier einen Wiedererkennungswert ohne das erste – mittlerweile legendäre – Album abzukupfern. Erst mit „Life is peachy“ (zu deutsch „Das Leben ist klasse“) wurde die Verbindung von Metal und Rap bekannt und KORN haben damit einen genialen Musikmix in die Schale geworfen. Bis dato war niemanden klar, dass eine solche Verbindung tatsächlich funktionieren kann.
Die Songs „Good God“ und “Mr. Rogers” sind derart beängstigend, dass man für einen kurzen Moment innehalten will. Auch die zweite Single-Auskopplung „No place to hide“ enttäuscht nicht und geht sofort ins Ohr. Für „Wicked“ haben sich KORN  Deftones-Sänger Chino Moreno ans Mikro geholt, unterlegt mit Dudelsack-Musik ist das Stück eines der Highlights des Albums.
 „A.D.I.D.A.S.“ – eingesungen von Head – ist die Hymne schlechthin. Obwohl die Jungs eine Vorliebe für den Sportartikelhersteller hatten, ist dieser Song nicht der Marke Adidas gewidmet. Es handelt sich um die  Abkürzung des Refrains …all day I dream about sex. Einer des besten KORN-Songs überhaupt.
Beim letzten Song des Albums „Kill you“ wütet Jonathan Davies wieder derart unnachahmlich und so unverwechselbar, der Song ist ein würdiger Abschluss für ein bizarres, düsteres, wütendes, krankes aber auch grooviges  Album. Die brachialen Gitarren, das wilde Geschruppe, der tiefe Bassund  dazu die irre Stimme von Jonathan Davies, KORN waren ihrer Zeit damals einfach weit voraus. Und trotz so manch schiefgegangener Experimente (ich erinnere nochmal an „The Path of Totality) ist das Quintett auch heute noch eine der geilsten Bands überhaupt. Mit „Life is peachy“ und dem Vorgängeralbum „KORN“ haben KORN die Meilensteine des Nu Metal schlechthin geschaffen. Viele andere Bands hätte es ohne KORN mit Sicherheit gar nicht erst gegeben.  Auch wenn das Album mittlerweile über 20 Jahre alt ist, sind die Songs noch lange nicht verstaubt oder altbacken. Ganz im Gegenteil, auch heute noch zeigt „Life is peachy“ die Genialität von KORN und ich hoffe auf noch viele weitere kranke Jahre mit der Legende KORN.

Trackliste:

01. Twist
02. Chi
03. Lost
04. Swallow
05. Porno Creep
06. Good God
07. Mr. Rogers
08. K@#0%!
09. No Place To Hide
10. Wicked
11. A.D.I.D.A.S.
12. Lowrider
13. Ass Itch
14. Kill You


Tanja

BOYSVOICE – Boysvoice (Klassiker der Woche)

Band: Boysvoice
Album: Boysvoice
Spielzeit: 56:32 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 10.01.2014
Homepage: www.yesterrock.com

Was waren das noch für Zeiten, in denen auf MTV noch Musikvideos liefen und die Darsteller in den Filmchen lange Haare hatten und wild mit Gitarren und anderen Dingen rumgeposed haben. „Headbanger´s Ball“ war die regelmäßige Bezugsquelle für die heißesten Newcomer und Neuigkeiten etablierter Kapellen und das Interneet war noch in weiter Ferne. Auch Bayern, speziell natürlich München samt Umland hatte eine bemerkenswerte Hardrock-Szene und nicht nur BONFIRE aus Ingolstadt feierten Erfolge. OK, zugegebenermaßen waren sie mit die bekanntesten Vertreter aus dem schönen Bayernland. Im Untergrund schlummerten allerdings unzählige Bands, die nur darauf gewartet haben, bekannt zu werden, in vielen Fällen war das Potential enorm, was viele illegale Compilations Anfang bis Mitte der 90er beweisen.

Der Münchner Vierer BOYSVOICE war so ein Beispiel. Vokalist und Gitarrist Mani Gruber, Gitarrist Peter Diezel, Bassist Jochen Mayer und Schlagzeuger Alex Hötzinger kombinierten auf ihrem selbstbetitelten Debüt melodischen Hardrock der Marke BONFIRE bzw. Den SCORPIONS und Kollegen wie TRANSIT mit ihrem eigenen Humor, der für einige außergewöhnlichen Sequenzen auf „BoysVoice“ sorgt. Der Sound aus dem „eigenen“ Sky Studio war einzigartig. Fette Drums, schreiende Gitarren und dicke Chöre waren angesagt. Mani Gruber hatte bereits 1986 den eigenen Proberaum kurzerhand zum Aufnahmestudio umfunktioniert, das Sky Studio existiert noch heute und in dieser langen Zeit haben sich viele Lokalgrößen (und nicht nur die) die Klinke in die Hand gegeben. 1989 stieg sein langjähriger Freund Bobby Altvater (AFFAIR) mit ein, der heute alleiniger Betreiber des Studios ist.

Doch zurück zum 1990 erschienenen Debüt von BOYSVOICE, das jetzt endlich via Yesterrock zu neuen Ehren kommt… und natürlich MTV: das Quartett hatte mit „Love Stealer“ und „City Of Your Dreams“ zwei Clips beim Musiksender laufen und erreichte so einen relativ großen Bekanntheitsgrad – der Durchbruch war den Jungs allerdings nie vergönnt. Dabei hatten sie mit der Adaption von IAN LLOYD einen waschechten Hit an Bord. Aber auch die eigenen Kompositionen wie der geile Opener „Different Noises“ oder das schleppende „Munich Nightlife“ hatten genau die Kragenweite, um heute als Klassiker gefeiert zu werden. Aber auch das ziemlich am Schluß zu findende „Rock You“, das gefällige „Take It Or Leave It“ sowie das schon erwähnte „City Of Your Dreams“ machen aus dieser Scheibe einen Leckerbissen für alle Hardrockfans.

Humor beweisen die Jungs bei diversen kleinen Einspielungen bzw. dem Anfang von „Bad Boys“, welches schlicht als HipHop Song beginnt um dann in gewohnter BOYSVOICE Manier gehörig zu rocken. Aber auch etwas ruhigere Nummern wie „Cold Summer Nights“ stechen heraus. Zum Abschluß gibt es mit „Happy Birthday“ endlich einen adäquaten Song für alle Hardrocker, um ihren Ehrentag gebührend zu feiern und mit „Herzerl“ ein kurzes „volkstümliches“ Intermezzo. BONFIRE inszenierten 1991 auf ihrem Album „Knock Out“ ähnlich humorvolles mit ihrem „Tonmeister“.

Der Erstling der Münchner ist ein wahrer Klassiker, der seinerzeit einige Wellen schlagen konnte, aber für den Durchbruch reichte es leider nicht. Auch das 1993 veröffentlichte Album „Dirty Talks“ konnte daran nichts mehr ändern, obgleich es ähnlich stark ausfiel. Nach langer Abstinenz fand man sich 2005 für ein drittes Album („Serenity“) noch einmal zusammen. „BoysVoice“ strahlt auch heute noch hell aus der leider viel zu kurzen Discographie heraus und mit dem Remastering von Produzent und Gitarrist Mani Gruber kommt die Scheibe noch druckvoller aus den Boxen. Ein Muss für Freunde deutschen Hardrocks.

Trackliste:

01.    Different Noises
02.    Love Stealer
03.    Munich Nightlife
04.    BoysVoice
05.    Bad Boys
06.    Searching For You
07.    Take It Or Leave It
08.    City Of Your Dreams
09.    Chain Reaction
10.    Cold Summer Nights
11.    I Love Your Sex
12.    Herzerl
13.    Rock You
14.    Happy Birthday

Stefan

Hier findet Ihr weitere:
http://rock-garage-magazine.blogspot.de/p/klassiker-der-woche_22.html