TATTOO RODEO – Rode Hard – Put Away Wet (RG Zeitmaschine)

Band: Tattoo Rodeo
Album: Rode Hard – Put Away Wet
Spielzeit: 56:58 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rhino Atlantic
Veröffentlichung: 15.06.1991
Homepage: —

Mit einem eindeutig zweideutigem Albumtitel geht es 29 Jahre in der Zeit zurück und TATTOO RODEO präsentieren ihr Debüt. Bestehend aus Dennis Churchill Dries (v.), Rick Chadock (g.) die zwei waren schon bei den beiden Alben von WHITE SISTER dabei, noch zum Linup gehören Michael Lord (k.) und Rich Wright (d.).

Auf diesem Album geht die Band andere Wege als noch bei WHITE SISTER, es wird mehr, härter und dreckiger gerockt als bei WS. Man bewegt sich im Hard Rock mit Southern Blues Rock Schlagseite und auch einem ganz kleinen Schuss Sleaze. Geboten werden von der Ballade über radiotaugliche Songs, Discohits bis hin zu gestandene Rocker, wobei das Album in seiner Gesamtheit sehr gut hörbar ist und von mir immer wieder gerne gehört wird.

Den Anfang macht “Strung Out” ein stampfender Rocker der mit dem Kopf durch die nächste Wand bricht, für “Sweet Little Vikki” gilt das gleiche mit Blues Note. “Been Your Fool” eine starke Ballade, “Everybody Wants What She’s Got” geht wieder voll durch die Wand. “Ain’t No Reason Why” ein geiler Rocker macht süchtig, mit “Let Me Be The One” kommt wieder eine Ballade auf den Tisch. “Blonde Ambition” kommt mit geilem Riffing um die Ecke, “Love Shuffle” hört sich an wie ein Song auf einem Mississippi Dampfer auf Hard Rock stark gemacht. “Shotgun Johnny” geht wieder voll auf die Klocke mitten ins Gesicht, bei “Tell Me Why” wird das Tempo wieder gedrosselt eine Powerballade bei der sich Dries phasenweise anhört wie Daniel Bowes von THUNDER. Mit “One Way Love” kommt das absolute Highlight des Albums ein Song für die Ewigkeit, in der Disco ein Tanzflächenfüller und auf der Party der Hit das richtige zum mitträllern, bei “Down” ist die Luft raus eine müde Ballade die nicht sein müsste, “Hard Like A Rock” läst den Rock ‚N Roll Bluesig von der Leine geht gut ins Ohr.

Fazit:

Ein starkes Debüt von einer Band die Talent hatte aber nach dem zweiten Album das nicht mehr die Qualität hatte war leider schluss. Vergleichen kann man TR ganz entfernt mit BON JOVI auf “Dead Or Alive” Welle, durch die Stimme von Dries THUNDER auf einem geilen Südstaaten Trip und CINDERELLAs Long Cold Winter Album mit Rebellen Sound aus dem Süden. Von mir gibts eine Wertung von 9 Punkten und eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Bei noch zwei “One Way Love”s mehr hätte es eine 10 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Strung Out
02. Sweet Little Vikki
03. Been Your Fool
04. Everybody Wants What She’s Got
05. Ain’t No Reason Why
06. Let Me Be The One
07. Blonde Ambition
08. Love Shuffle
09. Shotgun Johnny
10. Tell Me Why
11. One Way Love
12. Down
13. Hard Like A Rock

Helmut

JESSE STRANGE – Jesse Strange (RG Zeitmaschine)

Band: Jesse Strange
Album: Jesse Strange
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Sony Music Entertainment Inc.
Veröffentlichung: 1992

Einen wahren Schatz haben JESSE STRANGE mit ihrem ersten Album von 1992 hinterlassen, die Tatverdächtigen in diesem Fall sind Grant Tibor (v.), Scott Migone (g.), Danny Lullie (b., bv.) und Paul Trust (d.). Die erste Hörprobe entlockte mir ein lautes What The F..k ist das ein Schweinegeiles Sahneteil und dieser Meinung bin ich heute noch. JS machen Hard Rock der nach America klingt mit viel Melodie leichtem Glamfaktor einem geilen Shouter mit einem rauhen Organ der nach drei Pullen Jackie und fünf Packungen Ziggis klingt und lauten Gitarren, mit all dem wird ein Mix kreiert der sich hörenlassen kann.

Für jeden ist was dabei für Kuschelmomente, Powersongs und für die Disco mit einer guten Produktion die genug bums hat um bei der richtigen Lautstärke die Lauscher durch zu blasen.

Eingeleitet wird die Zeitreise mit “Raise A Little Hell” ein schneller Hard Rock Song der auf der Überholspur alles platt macht was ihm vor seinem V8 Bigblock Kühler kommt. Mit “Love On The Telephone” wird das Tempo ein wenig gedrosselt aber genauso geil wie der Einstieg, wäre fast was zum Anheizen in der Disco. Song drei “Make A Wish” eine Herz-Schmerz-Ballade der besseren Sorte, die beim Refrain noch mehr glänzt. “Silver Screen” wieder ein echtes Highlight was für die Tanzfläche mit geilem Groove, gefolgt vom Obercoolem “Weekend Tonight” ein Tanzflächenfüller und ideale Partysong fürs Wochenende. “Coyote Morning” ist wieder ein starker Hard Rocker, “Down And Dirty” kommt richtig dreckig aus den Boxen das Ding zaubert einfach gute Laune, würde auch gut in die Disco passen. “Living Without Your Love” ist ähnlich aufgebaut wie “Foolin’” von den Lepps, langsame und schnelle Passagen im wechsel. “Dancing For Strangers” ist wieder ein cooler Hard Rocker. Den Schluss macht “The Last Goodbye” so ein Song kommt nicht von der Stange anhören und alles um einen herum und alle Sorgen vergessen und diesem Oberaffengeilem Song zugehört, eine der besten Powerballaden die ich je gehört habe.

Umschreiben läst sich JS nicht wirklich trotz mancher Ähnlichkeit zu der einen oder anderen Band ist dies ein Oberhammer Album geworden mit allem was einen Klassiker ausmacht, eine geile Truppe, solche Songs wie hier im Gepäck und eine hörbare Produktion, also Rockerherz was willst du mehr.

Fazit:

ZUGREIFEEN wenn sich die Gelegenheit bietet so eine Sahneteil ab zu stauben, und die wird sich nicht oft bieten da das Dingens schon ziemlich rar ist und teilweise hoch gehandelt wird. JS kommen bei mir mit diesem Hammerteil auf volle Punkte eine 10 die verdient ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Raise A Little Hell
02. Love On The Telephone
03. Make A Wish
04. Silver Screen
05. Weekend Tonight
06. Coyote Morning
07. Down And Dirty
08. Living Without Your Love
09. Dancing For Strangers
10. The Last Goodbye

Helmut

ASPHALT BALLET – Asphalt Ballet (RG Zeitmaschine)

Band: Asphalt Ballet
Album: Asphalt Ballet
Spielzeit: 50:16 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Virgin Records America
Veröffentlichung: 15.06.1991
Homepage:

ASPHALT BALLET ist eine aus San Diego stammende Rockband bestehend aus Gary Lee Jeffries am Mikro, Julius Ulrich und Danny Clarke an den Gitarren, Terry Phillips am Bass und Mikki Kiner am Schlagzeug. Das Aushängeschild war damals ganz klar Shouter Gary Lee Jeffries der mit seinem Organ einen dermassen dreckigen Job hinlegte den ich seit dem nicht mehr gehört habe, und die von Rotz nur so triffenden dreckigen Licks auf der Gitarre ergänzten sich bestens mit den Vocals von Jeffries. AB veröffentlichten 1993 mit neuem Shouter noch das Album Pigs das leider nichtmal annähernd die Quallität des Debüts hatte und auch Alternativ angehaucht war.

Den Anfang macht “Hell’s Kitchen” ein Nackenbrecher der auch bei dem Bikerfilm Stone Cold – Kalt Wie Stein zum Einsatz kam. Song Nummer zwei hört auf “Soul Survive” ein schneller Hard Rocker der mit geiler Gitarrenarbeit glänzt. Dann kommt das absolute Highlight einer der besten Hard Rocksongs der jemals veröffentlicht wurde “Tuesday’s Rain” geile Gitarren lässig rotzig gespielt mit Jeffries am Mikro der sich förmlich die Seele aus dem Hals singt, dieser Song wird für ewig in meinen Top 3 bleiben, anhören und geniessen. Gefolgt von “Unlucky Mr. Lucky” ein Partysong, der jede festgefahrene Party wieder in Schwung bringt. Mit “End Of My Rope” folgt ein experimenteller Song mit angedeuteten Bläsern, hört sich herrlich schräg aber geil an. Bei “Heaven Winds Blow” wird en Gang zurück geschalten, ein Song fürs Radio. Mit “Blood On The Highway” folgt das zweite Highlight auf dem Album, Jeffries in Topform ein Hard Rock Song der gute Laune verbreitet. “Goodbye Yesterday” das dritte Highlight wieder ein Song fürs Radio, warum wird so Geile Mucke nicht bei den öffentlich Rechtlichen oder auch Privaten Sender gespielt. Hey Radioleute hört euch mal an wie Geil gute Rockmucke klingen kann, und nicht so einen Einheitsbrei wie er überall im Radio läuft. “Wasted Time” ist wieder ein langsamer Vertreter der bluesig rüber kommt. “Taking A Walk” gibt wieder mächtig Gas. “Hangman Swing” kommt mit Southernrock Flair um die Ecke. “Blue Movie” ist wieder mit Bläseransatz angereichert und besitzt einen genialen Refrain. “Do It All Over Again” nur Jeffries geiles Organ und Akkustiggitarre beenden diesesn Überflieger von 1991.

Ausser von Jeffries der mit ALLIGATOR STEW ein bärenstarkes Southern / Hard Rock Album am Start hatte, einig Songs auf dem zweiten Album von THE REGULATORS einer Southernrock Band nachdem deren Shouter verstorben ist, bei SOUTHERN THUNDER PROJECT und Solo sehr gute Scheiben veröffentlichte ist mir von den weiteren Mitgliedern nicht bekannt.

Fazit:

Ein traumhaftes Hard Rock Album mit uneingeschränkter Kaufempfehlung, da das gesamte Album als Anspieltipp herhalten muss vergebe ich eine 10er Wertung. Für mich hätte dieses Album mehr Aufmerksamkeit verdient.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hell’s Kitchen
02. Soul Survive
03. Tuesday’s Rain
04. Unlucky Mr. Lucky
05. End Of My Rope
06. Heaven Winds Blow
07. Blood On The Highway
08. Goodbye Yesterday
09. Wasted Time
10. Taking A Walk
11. Hangman Swing
12. Blue Movie
13. Do It All Over Again

Helmut

GAMMA RAY – Somewhere out in Space (RG Zeitmaschine)

Band: Gamma Ray
Album: Somewhere out in Space
Spielzeit: 57:16 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Noise Records
Veröffentlichung: 25.08.1997
Homepage: www.gammaray.org

Die Jungs von GAMMA RAY wurde bislang auch noch nie in unserer Zeitmaschine berücksichtigt! Oh Schreck…dann wird es höchste Zeit dies nachzuholen und zwar mit einem Album was für mich eine ganz besondere Bedeutung hat.
Kleine Randnotiz, das Album war meine erste Berührung mit der Band. Ich hätte mir definitiv schlechtere aussuchen können 😉
Genug auf die Folter gespannt, wir reisen über 20 Jahre zurück in der Zeit, denn es handelt sich hier um das 1997 erschienene Album „Somewhere out in Space“. Für mich eines der besten Alben der Band bis heute!
Dies mag auch an der damaligen neuen Besetzung liegen bestehend aus Mastermind Kai Hansen und den drei neuen Mitgliedern Dirk Schlächter (Bass), Henjo Richter (Gitarre) und Daniel Zimmermann (Schlagzeug). Diese Mannschaft sollte dann für eine sehr lange Zeit Bestand haben und endlich eine konstante Basis in der bis dato recht wechsel freudigen Band bieten.
Aber natürlich waren es nicht nur die neuen Mitglieder die das Album so großartig machte, nein, zum einen hatte man nochmal etwas am Stil geschraubt und es ging melodischer, schneller und bombastischer zu Werke und natürlich gab es auch absolute Sahnetracks die den Silberling veredelten!
Da wären z.B. der Knalleropener „Beyond the Black Hole“, „No Stranger“, das Bombastmeisterwerk und Titeltrack „Somewhere out in Space“, „The Guardians of Mankind“, „Valley of the Kings“, „Rising Star“ oder das abschließende „Shine On“.
Alles Songs die auf Jahre in der Livesetliste der Band zu finden waren und bis heute unsterbliche Klassiker der Band sind.
Auch wenn die nachfolgenden Alben, z.B. der direkte Nachfolger „Power Plant“ ebenfalls aller erste Sahne waren, an die Qualität und Hitdichte eines „Somewhere out in Space“ kam man immer nicht ganz ran.
Daher gehört für mich das Album, ich erwähnte es schon, zu einem der besten der Band und hat somit seinen Platz in unserer Zeitmaschine mehr als verdient!

Trackliste:

01. Beyond the Black Hole
02. Me, Martians and Machines
03. No Stranger
04. Somewhere out in Space
05. The Guardians of Mankind
06. The Landing
07. Valley of the Kings
08. Pray
09. The Winged Horse
10. Cosmic Chaos
11. Lost in the Future
12. Watcher in the Sky
13. Rising Star
14. Shine On

Julian

PRETTY BOY – Metro Sessions (RG Zeitmaschine)

Band: Pretty Boy
Album: Metro Sessions
Spielzeit: 56:59 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Retrospect Records
Veröffentlichung: 2008
Homepage: 

Das hier vorliegende Album wurde 1987/88 mit der Unterstützung von Jon Bon Jovi eingespielt und von Retrospect Records 2008 erstmalig auf CD veröffentlicht. Zum Lineup gehörten damals Dennis Lind am Mikro und Gitarre, Tim Compton an Gitarre und Backingvocals, John Brown am Bass, Bill Brown am Keyboard und Curt Bearden an den Drums. PRETTY BOY lösten sich leider 1988 auf, danach machten einige Mitglieder als MARIAH weiter, Retrospect Records veröffentlichte drei sehr gute Alben von MARIAH leider mit mehr oder weniger bescheidenem Sound.

Zu hören gibt es hier eingängigen Melodic Hard Rock der Spitzenklasse mit einem kleinen Spritzer Dreck im Sound und einem Dennis Lind am Mikro der seine Sache mehr als perfekt macht, wie auch die anderen Musiker dieser talentierten Band. Dieses Album gehört für mich mit zu den besten Alben aus dieser Zeit. Ein ausgewogener Mix aus partytauglichen und dreckigen Melodic Hard Rock Hymnen mit einem feinen Gefühl für geniale Melodien, einem genialen Keyboardeinsatz und harmonischen Vocals. Das Album bietet elf nur so vor Kraft und Testosteron triefenden Songs, bei denen besonders die Anspieltips herausstechen was fast schon unfair ist da das ganze Album derart stark und eingängig ist das es mir Schleiherhaft ist das diese Band nicht mehr Staub aufwirbeln konnte. Das Album kommt ohne eine richtig langsame Ballade aus was nicht wirklich vermisst wird, einen Totalausfall oder Lückenfüller sucht man hier vergeblich.

Vergleichen kann man PRETTY BOY mit BON JOVI zu Anfangszeiten, melodische BONFIRE mit mehr Keyboard, härtere BROTHER FIRETRIBE und der ersten FIREHOUSE. Die Stimme von Dennis Lind hat ein wenig Ähnlichkeit mit der von Dave Meniketti von Y & T die wie gemacht für diese Art von Melodic Hard Rock ist.

Wer die Möglichkeit hat dieses Juwel günstig (tja wenn man es überhaupt mal findet) abzustauben, zugreifen bevor diese Chance vorbei ist es lohnt sich.

Anspieltipps:

“Shot With A Needle Of Love”, “Hail To The Joker”, der Partykracher “Knocked Down”, “Little Dream Girl”, “We Were Ment For Love”, dem Discohit “She Makes Me Crazy”, “She’s My Desire” und dem potentiellen #1 Hit “Steal Her Away”.

Fazit:

Eine Saugeile Scheibe die der Schöne Junge da eingespielt hat, der Sound ist vielleicht nicht der beste aber das machen die Jungs mit Einsatz und Spielfreude wieder gut. Von mir gibt es eine geile Wertung von 9,5 für diesen musikalischen Überflieger.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Strangers
02. Shot With The Needle Of Love
03. Hail To The Joker
04. Knocked Down
05. Little Dream Girl
06. One Chance
07. Prelude
08. We Were Meant For Love
09. She Makes Me Crazy
10. She’s My Desire
11. Calling Out To Me
11. Steal Her Away

 

 

Helmut

UNIVERSE – Bad Child (RG Zeitmaschine)

Band: Universe
Album: Bad Child
Spielzeit: 49:16 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Hard Rock
Plattenfirma: Solid Rock
Veröffentlichung: 1992
Homepage: www.universe-rock.de

UNIVERSE eine relativ unbekannte Band aus unseren Landen, im März 2015 wurde von Stefan das vierte Album bewertet. Hier geht es um das Debüt was es in sich hat, fette Gitarren und Chöre, geniale Melodien und raue nach Whiskey klingende Vocals vom talentierten leider verstorbenen Frank Di Santo. An den Gitarren waren damals Wolla Böhm und Reinholt Durand am Bass Holger Gerorge und Ingo Plass an den Drums.

Geboten wird Melodic Rock / Hard Rock mit, wenn verglichen werden kann höchstens einem leichten Touch über den Atlantik nach Kanada und den USA der frühen neunziger. Dies aber alles mit sehr viel Eigenständigkeit, was zu dieser Zeit Mangelware war, Nirvana und Co überfluteten den Markt mit ihrer Depri Mucke, ist halt Geschmackssache. Für traditionalisten war die Suche nach guten neuen Bands nicht leicht, da diese so gut wie kein Airplay mehr im Radio oder auch auf MTV bekamen.

Frank Di Santo liefert eine starke Leistung ab, die Stimme ist ähnlich der von Klaus Opree von TRANS AM, falls die einer kennt, einer genauso unbekannten und guten Band ich glaube aus dem Bonner Raum. Alles sitzt perfekt genau wie bei den Instrumenten harte melodische Gitarren und die Drums treiben nach vorne. Eine bessere Leistung für ein Debüt ist fast nicht möglich, sehr gutes Material mit drei Hits für die Rockdisco, die es lohnt für sich zu entdecken. Die Produktion bläst mit sehr gutem Sound und viel Dampf aus den Boxen.

Los geht es mit “I Want You” einem flotten Melodic Rock Song mit Mitsingrefrain hätte sich gut auf dem Debüt von TYKETTO gemacht. “Bad Child” ein Hard Rock Song der gut auf das Debüt von VON GROOVE oder TRIUMPHs “Age Of Excess” gepasst hätte. “Tear It Out” eine Uptemponummer die leicht gegenüber den anderen Tracks abfällt. “Where Are You” eine schöne Ballade für die Kuschelstunden. Dann folgt “Stranger In The Night” ein sehr guter Melodic Rock Song gleiches gilt auch für “Strong Survivors”. “Too Far Gone” nein nicht von Kane Roberts, hätte sich aber auch gut auf dessem zweiten Album gemacht. Dann kommt das erste Highlight ein staubtrockener Hit, Rock DJs hört euch diesen Song mal an, spielt diesen in der Rock Night und die Tanzfläche wird voll wie früher. Fetzige Gitarren und ein Sänger der regelrecht abhebt gepaart mit einem Refrain der von anderen auch nicht besser hinbekommen wird. “Big Screen Hero” das zweite Highlight ein Melodic Rocker der eine leichte melancholische Note besitzt aber dennoch stark ist, UNIVERSE gelingt hier den Spannungsbogen bis zum genialen Refrain gekonnt auf zu Bauen. “I’m Still Alive”  drittes Highlight ein Song der einfach gute Laune verbreitet, beendet ein Saustarkes Debüt aus Deutschland. Warum die drei Highlights am Ende kommen entzieht sich meiner Kenntnis, zwei zum Start, den dritten in die Mitte des Albums wäre meine Wahl.

Vergleichen kann man UNIVERSE mit dieses Album schlecht, wenn dann eine Mischung aus TYKETTO, TRIUMPH, VON GROOVE, ADRIAN GALE, VICTORY, TRANS AM und PC69 eine sehr hörenswerte Auswahl.

Fazit:

Ein Geiles Debüt einer talentierten deutschen Band die mehr Aufmerksamkeit mehr als verdient hätte. Momentan ist die CD noch relativ günstig zu bekommen aber wie lang noch. Last euch diesen Schatz nicht entgehen und gebt ihm mal einen Probelauf. Mit einem leider viel zu früh verstorbenen Sänger, der es mit seiner Whiskey und Zigarrengeschwängerten Stimme weit hätte bringen können.

Ich ziehe hier eine 9 als Bewertung, weil Geile Mucke auf dem Rundling zu finden ist, die aus einer Zeit stammt in der andere Trends aus Seattle gekrochen kamen und die Musiklandschaft verändert haben, nicht wirklich zum Vorteil.

WERTUNG:


 

Trackliste:

01. I Want You
02. Bad Child
03. Tear It Out
04. Where Are You
05. Stranger In The Night
06. Strong Survivors
07. Too Far Gone
08. Hands Off
09. Big Screen Hero
10. I’m Still Alive

Helmut

BEYOND THE MIRROR – Beyond the Mirror (RG Zeitmaschine)

Band: Beyond The Mirror
Album: Beyond The Mirror
Spielzeit: 45:47 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktionn
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.beyondthemirror.com

Ich bin beim kramen in meiner Sammlung wieder mal auf diese Privatpressung gestossen.
Empfohlen wurde mir diese CD damals 1996 von Hansi und Jürgen den beiden Inhabern von Hang Loose Records, die meinten das könnte was für mich sein. Und wie recht die Beiden hatten. Leider ist mir nach dem Album nichts mehr bekannt was aus den Musikern wurde oder weiteren CDs veröffentlicht wurden. Dieses Album ist mitlerweile sehr rar und teuer geworden aber jeden Pfennig wert den es damals gekostet hat und heute kostet.
Immer wenn ich dieses Album höre werde ich an eine Zeit erinnert in der es keinen Teuro gab, ein VW Golf kostete noch keine knappen 60.000 DM und wenn man an die Tanke musste kaufte man diese nicht gleich mit. Das Ding macht einfach beim anhören spaß, ohne auf Trends zu Achten zogen BEYOND THE MIRROR ihr Ding knallhart durch, und das mit einer Leichtigkeit und Leidenschaft.
Über die Bandmitglieder ist mir leider nichts bekannt, ich hatte damals noch kein Internet mußte beim Mailorder des Vertrauens noch telefonisch bestellen, und als Internet verfügbar war gab es die Homepage nicht mehr.
Geboten wird hier melodischer Hardrock der Oberklasse, ab und zu mit leichten Progelementen die das Material sogar noch leicht aufwerten anstatt zu Schaden.
Angefangen wird mit dem Flotten Melodicrocker “Take Me Higher” gefolgt vom harten “One Step” das leicht melancholisch daher kommt aber dennoch Spass macht.. “Familiar Stranger” der als Ballade anfängt und dann zum Powerrocksong mutiert, ein Melodiemonster das am Ende richtig abgeht und einer der beiden besten Songs auf dem Album ist. Dann kommt mit “Lie” ein AOR Song der gut ins Ohr geht. “I’ll Never Forget” ist wieder mit leichten Progelementen angereichert ist aber trotzdem sehr eingängig. Der Stampfer “The Warrior” ein sehr Flottes Instrumental und eine Mischung aus AOR und Melodic Rock ist. “Break The Silence” der Zweite der beiden besten Songs ein Rocker der an die Besten der Zunft ran riecht.
“Divine” und “I’m The One” können den Hohen Standart leider nicht halten. Die Ballade “Blessing In Disguise” lädt zum Träumen ein. Mit dem sehr guten Rocker “Let It Go” wird eine sehr gute Privatpressung die nahzu Unbekannt ist würdig beendet.
Die Produktion ist für eine Eigenproduktion auf einem erstaunlich hohen Level und kann mit Major Produktionen mithalten.
9,5 Punkte gibts von mir für eine starke Produktion und dem hervorragenden Songmaterial bei einer Privatpressung.

Fazit:

Für diejenigen die auch mal über den Tellerrand schauen und Melodic Rock mit leichten Progelementen eine Chance geben aber auch für die bei denen Melodic Rock der Favorit ist, viel Spass beim suchen und natürlich auch beim Entdecken der Juwelen auf diesem Dreher.

Anspieltips:

“Take Me Higher”, “One Step”, “Familiar Stranger”, “Lie”, “I’ll Never Forget”, “Warriror”, “Break The Silence” und “Let It Go”

WERTUNG:

Trackliste:

01. Take Me Higher
02. One Step
03. Familiar Stranger
04. Lie
05. I’ll Never Forget
06. The Warrior
07. Break The Silence
08. Divine
09. Blessing In Disguise
10. I’m The One
11. Let It Go

Helmut

WOLVERINE – Cold Light Of Monday (RG Zeitmaschine)

Band: Wolverine
Album: Cold Light Of Monday
Spielzeit: 51:41 min.
Stilrichtung: Progressive Rock/Metal
Plattenfirma: Earache Records
Veröffentlichung: 17.11.2003
Homepage: www.wolverine-overdose.com

“Cold Light Of Monday” ist so ein Album, von dem ich mir gewünscht hätte, es wäre nicht veröffentlicht worden, bevor ich meine Rezensententätigkeit begonn. Egal, was soll’s, Zeitmaschine, ab geht’s ins Jahr 2003.
Hatten die Schweden von WOLVERINE ursprünglich als Death-Metal-Band begonnen, so bewegt man sich auf dem dritten Album “Cold Light Of Monday” doch mittlerweile in größtenteils ruhigen und edel erdig produzierten Progressive-Metal/Rock-Sphären. Während die Grundstimmung der meisten Alben in diesen Genres entweder nachdenklich, tendenziell fröhlich oder frustriert ist (oder eine Mischung aus allem), zieht “Cold Light Of Monday” den Hörer, salopp formuliert, gnadenlos runter. Erzählt wird auf der als Konzeptalbum gestalteten Platte die Geschichte einer jungen Frau namens Sarah, die zu Beginn vergewaltigt wird und sich im Folgenden mit den psychischen Auswirkungen dessen und ihren selbstzerstörerischen Arten, damit umzugehen, auseinandersetzen muss. Die Qualtiät der Texte ist, gelinde gesagt, eindrucksvoll. Sehr sensibel und respektvoll geschrieben, zum Teil aus Sarahs Perspektive und zum Teil aus der eines Erzählers, der ihre Gedanken und Emotionen zu vermitteln weiß. Das Resultat ist authentisch, bedrückend und ein außergewöhnlich realistisches Bild der Auswirkungen einer derartigen Tat auf das Opfer.
Zum Meisterwerk wird “Cold Light Of Monday” in Kombination mit der musikalischen Ebene. Ruhig, melancholisch, melodiös, wunderschön und gleichzeitig teils grässlich unangenehm – gerade Tracks wie das hypnotische, klangkunstartig anmutende “Tightrope” haben den Anschein, als habe man einem friedlich-harmonischen ungebrochenen Album etwas Grausames angetan. Gerade diese Tracks/Passagen sind tatsächlich schwer hörbar, vermitteln dabei die im Text dargestellten Emotionen umso stärker (erwähnenswert an dieser Stelle auch “Red Canvas” und “Dust”). Doch auch die melodiöseren, “klassischeren” Tracks auf “Cold Light Of Monday” sind nicht weniger beeindruckend komponiert. Sei es die gelungene Mischung aus Melancholie und Fröhlichkeit im Drogentrack “Carousel”, die kurze aber berührende Ballade “Trust”, der intensive Endtrack oder der Weltklasse-Chorus von “Sarah”; Ausfälle sucht man vergeblich.
Garniert wird all das durch ins Hirn gehende Refrains (“Sarah”, “Carousel”, “Pantomime” etc.), eine vielseitige Instrumentierung, einige elektronische Komponenten, eine unaufdringliche Progressivität und die großartige Stimme von Stefan Zell. Das letztendliche Resultat ist ein Album, das Emotionen unvergleichlich zu vermitteln vermag, alles andere als leicht hörbar ist und am besten mit dem Booklet in der Hand im heimischen Sessel genossen werden sollte. Und ein Album, das nach der subjektiven Meinung des Rezensenten verdammt nah an der Perfektion ist.

Anspieltipps:
Alles am besten in einem Rutsch durchhören. Ansonsten: “Sarah”, “Carousel”, “Trust” und “Tightrope”

Fazit:
Jedem zu empfehlen, der Progressive Rock/Metal mag und der weiß, dass eine deprimierte Grundstimmung am Ende eines Albums ein absolut würdiger Preis für das Privileg sein kann, es gehört haben zu dürfen. Ganz große Kunst, die sich wohl kein Besitzer der Platte nur einmal antun wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dawn
02. Sarah
03. New Best Friends
04. Tightrope
05. Carousel
06. Trust
07. Pantomime
08. Red Canvas
09. Dusk
10. Tied With Sin
11. The Final Redemption

Jannis

ASTRAL DOORS – Astralism (RG Zeitmaschine)

Band: Astral Doors
Album: Astralism
Spielzeit: 55:00 min
Stilrichtung: Heavy Rock/Metal
Plattenfirma: Locomotive Records
Veröffentlichung: 24.03.2006
Homepage: www.astraldoors.com

Meine Verehrung vor den Schweden von ASTRAL DOORS habe ich ja schon oft zum Ausdruck gebracht bei meinen letzten Rezis deren Alben! Es war daher definitiv an der Zeit mal einen Sprung zurück mit unserer Zeitmaschine zu machen ins Jahr 2006 wo meine Liebe zu dieser Band begann. Denn im März diesen Jahres erschien das bis dato dritte Album der Band rund um den charismatischen Fronter Nils Patrik Johannson „Astralism“. Es war mein erste Album welches ich von der Band zu Ohren bekam und es hat mich definitiv vom Hocker gehauen!
War man auf den beiden Vorgängeralben „Of the Son and the Father“ und „Evil is Forever“ noch stark DIO und BLACK SABATH lastig unterwegs, fand man hier die ersten Schritte zum ASTRAL DOORS Sound, wenn noch damals recht metallastiger als heutzutage.
Songs wie „Black Rain“, „London Caves“ „From Satan with Love“ brachten damals meine Boxen zum Beben und ich bekam einen gewaltigen Respekt vor den mir damals noch unbekannten Sänger Nils Patrik.
Aber auch die epische Fraktion war hier auf dem Album mit den Songs „Israel“, „Raiders of the Ark“, „Tears from a Titan“ oder „The Green Mile“ stark vertreten und hier zeigten die Jungs schon wie kraftvoll man rocken konnte und was sie Songwriter technisch damals schon draufhatten!
Insgesamt gesehen war „Astralism“ also die Scheibe die den heutigen Bandsound maßgeblich mitprägte und die, wie ich finde in jede Plattensammlung eines ASTRAL DOOR Fans gehört.
Kleine Notiz am Rande, im Rahmen ihrer ersten Headlinertour durfte ich die Band und vor allem Sänger Nils Patrik damals näher kennenlernen (feine total unkomplizierte und nette Musiker übrigens) und im damaligen Interview erzählte er mir das die damalige Veröffentlichung bei Locomotive Records schrecklich abgemischt war und man mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden war! Dies war auch einer der Gründe für den baldigen Wechsel zum, immer noch aktuellen Label, Metalville und dem baldigen Niedergang von Locomotive.
Wie auch immer, auf jeden Fall wurde „Astralism“ im Jahr 2012 von Metalville wiederveröffentlicht mit einem wesentlich besseren Sound. Man sollte sich also auf jeden Fall dieses Re Release zulegen, die Originalscheibe dürfte auch nur noch schwer zu bekommen sein.
Ich habe beide in meinem Schrank stehen und kann die Soundverbesserung mehr als bestätigen!

Trackliste:

01. EVP
02. Black Rain
03. London Caves
04. From Satan with Love
05. Fire in our House
06. Israel
07. Raiders of the Ark
08. Tears from a Titan
09. Oliver Twist
10. Vendetta
11. The Green Mile
12. In Rock we Trust
13. Apocalypse Revealed

Julian

MANOWAR – Fighting the World (RG Zeitmaschine)

Band: Manowar
Album: Fighting the World
Spielzeit: 34:54 min
Stilrichtung: True Metal
Plattenfirma: Atlantic Records
Veröffentlichung: 14.05.1987
Homepage: www.manowar.com

Wir machen mal wieder einen Sprung in unserer Zeitmaschine und reisen zurück in das Jahr 1987! In diesem Jahr brachten MANOWAR ihr Album „Fighting the World“ auf den Markt, was zurückblickend bis heute, zusammen mit dem Nachfolger „Kings of Metal“, als DAS MANOWAR Album schlechthin bezeichnet wird! Heutzutage sind MANOWAR ja leider nur noch ein Schatten ihrer selbst, aber damals waren sie, zusammen mit METALLICA und IRON MAIDEN der Inbegriff des Metals schlechthin!
„Fighting the World“ war das erste Album beim neuen Label Atlantic Records und das aller Erste welches komplett digital aufgenommen wurde. Das hört man definitiv, auch heute noch, am Sound.
Eine weitere Randnotiz, das Album war das Vorletzte mit dem damaligen Gitarristen Ross the Boss, was damals aber natürlich lange nicht absehbar war.
Der Schreiber dieser Zeilen war damals noch nicht in einem metalfähigen Alter, aber ein paar Jahre später, ich erinnere mich als ob es gestern war, war dieses Album für ihn der Antrieb um damals das Prospekte austragen in seinem kleinen Heimatdorf zu überstehen! Ich glaube jedes 80iger oder 90iger Kind hat sich etwas Geld mit dem Austragen von Prospekten oder Zeitungen verdient, so auch ich.
Und damals gab es noch so was tolles wie einen Walkman, auf dem dann die Schulhof Kopie von „Fighting the World“ lief.
Alleine die geilen mehrstimmigen Chöre beim Opener und Titelstück „Fighting the World“ waren der Kauf der Scheibe schon wert, so erwischte ich mich öfters dabei das ich einfach auf der Straße die Fäuste in die Luft reckte, die Anwohner dürften gedacht haben „Was ist denn das für ein irres Kind“. Tja und so ging es weiter über den Stampfer „Carry On“, dem genial epischen „Defender“ mit dem legendären Sprecher Orson Welles, zur Kampfhymne „Holy War“ und schlussendlich zum abschließenden Alltime Klassiker „Black Wind, Fire and Steel“! Alles Songs die sich auch heutzutage noch metertief in die Gehirnwindungen eingeprägt haben und sicherlich zum Metalkulturgut gehören.
Wer das nicht kennt, dem es ist nicht mehr zu helfen!
Knappe 35 Minuten Spielzeit waren damals noch lang und vergingen hier auf jeden Fall wie im Flug. Danach blieb mir damals dann nur eine Wahl, nämlich den Rückspulknopf am Walkman zu drücken um mich noch einmal in das heilige Land des Metals entführen zu lassen.
Ein geniales Album, was auch heute noch in jede Metalsammlung gehört und von daher war es definitiv die Zeitreise wert!

Trackliste:

01. Fighting the World
02. Blow your Speakers
03. Carry On
04. Violence and Bloodshed
05. Defender
06. Drums of Doom (Instrumental)
07. Holy War
08. Master of Revenge
09. Black Wind, Fire and Steel

Julian