DALTON – Injection (RG Zeitmaschine)

Band: Dalton
Album: Injection
Spielzeit: 46:18 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: EMI
Veröffentlichung: 1989
Homepage: www.facebook.com/DaltonSweden/

 

Und wieder geht es in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, ins Jahr 1989 nach Schweden. DALTON veröffentlichten ihr zweites Album “Injection” und wieder einmal ein Empfehlung von Hansi und Jürgen von Hang Loose Records die meinten dies wäre ein Hitalbum, tja die beiden hatten recht wie bei jeder Scheibe die die Beiden empfohlen haben.

Die Band bestand damals aus dem gleichen Lineup wie beim starkem Debüt und dem Geilen Skandirock Album aus 2014, Bo Lindmark am Mikrofon, Leif Westfahl Gitarre, Anders Lindmark, Ola Lindstrom an Keys und Mats Dahlberg an den Drums, die Backing Vocals wurden von der gesamten Band übernommen die geile Chöre ergaben.

Geboten wird AOR / Melodic Rock aus einer Schnittmenge des Debüts, TREAT, BAI BANG, ZERO NINE, EUROPE, OLE EVENRUDE und RETURN, die Songs besitzen ausnahmslos starke Melodien, geile Vocals mit Chören und Hooks die sofort zünden und gefallen.

Den Start macht “Go For It” ein Straighter Rocker sehr gut umgesetzt, “Love Injection” genauso stark wie der Vorgänger. “Like An Angel” ein gute Laune Song RETURN grüßen augenzwinkernd, “Lonely” ein Schmachtfetzen erster Güte, gehört zu den besseren Balladen. “Love Hurts” geiles Hooklinemonster wie es nur aus Skandinavien stammen kann, “Dressed To Kill” lässt die Sau wieder raus. “Why Don’t You Love Me” hier schimmern EUROPE oder TREAT durch. “Love Lie”, “Wild Tonight” ist AOR der Oberklasse, “Heartbroken” eine Tränentrifende Ballade. “Comin‘ On Strong” und “Wake You Up” lassen es ordentlich krachen, geiler AOR.

Fazit:

Ein echtes Meisterwerk was die Schweden ende der 80s auf den Hörer losgelassen haben, bester AOR / Melodic Rock typisch für die 80er aus Skandinavien. Von mir gibt es eine 9,5 für das zweite Album, welches noch einen Ticken besser als das Debüt ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Go For It
02. Love Injection
03. Like An Angel
04. Lonely
05. Love Hurts
06. Dressed To Kill
07. Why Don’t You Love Me
08. Love Lie
09. Wild Tonight
10. Heartbroken
11. Comin‘ In Strong
12. Wake You Up

Helmut

FIRST NIGHT – First Night (RG Zeitmaschine)

Band: First Night
Album: First Night
Spielzeit: 57:39 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 08.03.2019
Homepage: www.facebook.com/FirstNightEst/

 

Nein ich habe mich nicht geirrt und fange auch nicht an zu Spinnen, ich weiß das dieses hier vorliegende Album gerade mal eineinhalb Jahre alt ist. Nur ist dieses Album nicht mehr so leicht erhältlich und besitzt jetzt schon den Titel zukünftiger Klassiker. FN kommen aus Tallin, Estland und ja irgendwie passt die Musikrichtung nicht so wirklich in diese Gegend. Mich wundert nichts mehr nach BLOODY HEELS aus Lettland, STARDUST aus Ungarn, ELECTRIC MOB aus Brasilien, warum also nicht auch mal nach Estland schauen. FIRST NIGHT waren in meinem Jahrespol 2019 ziemlich weit oben plaziert, und dies mit recht, den die Jungs haben ein Pfund am Start das es nur so aus den Boxen raucht. Zu FN gehören Reneck Sweet am Mikro, Mikk Tivas an Gitarre, Backing Vocals und Mix, Kirstjan Aasamae an der Schiessbude und Backing Vocals.

Die Drei rocken munter und lebhaft drauf los als wenn sie nie etwas anderes gemacht hätten, vom Material einen Ticken besser und noch eingängiger als STARDUST, aber STARDUST haben den besseren Vocalakrobaten, schlecht ist RS nicht, er hat eine andere Stimmfärbung die auch hervorragend zu Melodic Rock passt. Damit wäre die Richtung grob benannt, man nehme eine Mischung aus STARDUST, H.E.A.T., BROTHER FIRETRIBE, TANNA, ALIEN und fertig ist die Beschreibung des Sounds, der verdammt gut ins Ohr geht und dort nicht mehr so schnell Platz macht. Geile Melodien gepaart mit der Stimme von RS passt zusammen wie Topf und Deckel, eine perfekte Symbiose die ein Album kreiert hat das sich in den nächsten zwei Dekaden immer noch in meinen Top Twenty befinden wird. Eingängiger Melodic Rock zum niederknien auf höchstem Niveau produziert, die perfekte Eigenproduktion. Tut Euch selbst einen gefallen und hört euch FIRST NIGHT mal an, wenn die CD auch kaum noch auf zu treiben ist, aber das Album ist auf Spotify vertreten und kann da für Nullo mal angecheckt werden.

Man sollte sich solche Hammerteile wie “First Night”, “Breaking My Heart”, “Let Me Show My Love To You” ein Groovegemonster für eine volle Tanzfläche, “Dragging Me Around”, das flotte “Dangerous” groovt wie Sau, “Can’t Keep Losing”, den Tanzflächensong “That Ain’t Love”. Tja irgendwie das gesamte Album ist an einem Stück hörbar, man findet keine Füller oder Durchschnitt, es befinden sich eigentlich eben NUR Highlights darauf die Spass machen und ein Lächeln in die Mundwinkel zaubern.

Fazit:

Ich vergebe eine 10 an FIRST NIGHT und hoffe darauf das es eine Fortsetzung gibt die das selbe Niveau besitzt und genauso viel Spaß macht und überzeugen kann. Weiter so Jungs macht mehr von dem Zeugs!!!

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. First Night
03. Breaking My Heart
04. Let me Show My Love To You
05. Stop Dragging Me Around
06. Dangerous
07. Can’t Keep Losing
08. That Ain’t Love
09. Night Is Calling Me
10. Going Down
11. Love Is On The Run
12. Out Of The Fire
13. I’m Loving You
14. Endless Night

Helmut

ZERO NINE – Freakshow (RG Zeitmaschine)

Band: Zero Nine
Album: Freakshow
Spielzeit: 42:20 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Poko Records
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.facebook.com/Zero-Nine-132401716791497/

 

Heute geht es zurück in das Jahr 1996, nach Finnland und die Zeitmaschine spukt die 1978 gegründete Band ZERO NINE aus. Das siebte Album “Freakshow” dreht sich mal wieder in meinem Player, und was für ein Album, voll mit geilen Songs, einer Band die genialgeile Songs im Gepäck hat und einem Sänger der einen hohen Wiedererkennungsfaktor besitzt. Damals dabei waren Kepa Salmirinne am Mikro; Iso-T Käsmä und Mara Mäntyniemi an den Gitarren; Elmo Harju am Bass; Iro Murtola an den Keyboards und Borno Korpela am Schlagzeug.

Der finnische Sechser zimmerte ein Album ein das einen sehr hohen Suchtfaktor besitzt, mit starken Ideen die in zwölf Songs umgesetzt wurden die Spass machen und immer wieder gerne von mir gehört werden. Es wird munter drauf los gerockt ab und zu mal ein paar Bläser in den Sound gemischt, ähnlich wie es auch BOYCOTT machten, alles immer mit sehr viel gefühl und der richtigen Dosis ausgeführt. Die Band bewegt sich im sehr melodisch und radiotauglichem Gewässer welches runter geht wie Öl und süchtig machen kann. Vergleichen könnte man mit BOYCOTT, BROTHER FIRETRIBE, TANNA ein Prise TREAT hier, einen Schluck EUROPE da, ein wenig H.E.A.T. und eine Magnumflasche 80er inspiriert von den 70ern.

Den Start macht “Freakshow” ein flotter Song mit Bläsern veredelt, mit “Love Hurts” (kein Cover von NAZARETH) kommt der erste Ohrwurm, das Richtige fürs Radio oder die Disco. Bei “Rock This City (Pop This Town)” wird ein wenig experimentiert poppiger Rock N Roll, gefolgt vom nächsten Ohrwurm “Tango Del Dolor” geiler Groover kommt geil rüber. Mit “Angel” folgt eine saustarke Ballade, “My World Shakin’” ein weiteres Highlight irgendwie fällt mir da als Einfluss eine Mischung aus HARPO, SMOKIE und THE SWEET ein. “Best Shot” ein guter Song der einige Anläufe braucht, der nächste Ohrwurm hört auf “I Can’t Let Go” bester Melodic Rock. “Pretty Baby” lässt einen Spritzer Glam durchblitzen, bei “Charmed Life” geht die Post wieder ab. Und noch ein Highlight am Ende “I’ve Been Looking For Some Love” ein geiler kräftiger Rocker mit leichter Blues Note, “Fool For Her Love” Rollt gewaltig könnte von STATUS QUO inspiriert sein.

Fazit:

Ein Album aus Skandinavien voll mit sechs echten Öhrwürmern und sechs starken Melodic Rock Songs die es verdient haben angehört zu werden. Mitlerweile ist die CD rar und teuer geworden, wer sich diese Droge zulegen möchte, viel Spass beim suchen. Von mir gibt es für diesen Silberling eine 9,5 die mehr als gerechtfertigt ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Freakshow
02. Love Hurts (That’s All You Gonna Learn About Life)
03. Rock This City (Pop This Town)
04. Tango Del Dolor
05. Angel
06. My World Shakin‘
07. Best Shot
08. I Can’t Let Go
09. Pretty Baby
10. Charmed Life
11. I’ve Been Lookin‘ For Some Love
12. Fool For Her Love

Helmut

ELAYNE – Elayne (RG Zeitmaschine)

Band: Elayne
Album: Elayne
Spielzeit: 50:33 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.elayne.band/

 

Ausnahmsweise nur eine Woche Luft in der RG Zeitmaschine, ELAYNE ist ein absoluter Geheimtipp, der es Wert ist einmal genauer schriftlich unter die Lupe genommen zu werden. Bei ELAYNE handelt es sich um eine Hamburger Band die 1978 gegründet wurde und seit dem mehr oder weniger im Untergrund sprich als Geheimtipp mit viel Live Aktivität in Deutschland unterwegs ist, und meines Wissens vier CDs veröffentlicht hat.
Zwei Alben davon eine sehr starke Live Scheibe, teils mit deutschen Texten und eine EP auch mit zwei Songs in deutsch, und das hier besprochene rein englisch sprachige Album befinden sich in meinem Besitz, ein Album ist laut aussagen der Band vergriffen. Schade wäre gespannt darauf wie sich das Material anhört, aber hilft leider nicht, hier nochmal meinen Dank an Manuela Preuß und Ronald Martens die es mir ermöglicht haben die Musik von ELAYNE genießen zu können, den bei allen drei Veröffentlichungen die in Eigenregie produziert wurden handelt es sich um starke Rockmusik die sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken muss, vielmehr spielt die Band sogar in der Oberliga mit.

Zur Band gehörten damals Hajo Stengert Leadvocals, Dagmar Petroll Backingvocals, Ronald Martens an Leadgitarre und Backvocals, Joachim Seidel an Bass und Backvocals, Lothar Münow an Keyboards und Gitarre, Günther Gronmeyer an den Drums. In der aktuellen Besetzung hat statt Hajo Stengert nun Sönke Reymann die Leadvocals und Gitarre, statt Dagmar Petroll nun Manuela Preuß die Vocals, statt Lothar Münow nun Günter Fitschen an Keyboards und Gitarre, statt Joachim Seidel nun Christian Fortner den Bass übernommen.

Aufmerksam wurde ich auf ELAYNE durch zwei Songs die auf zwei von den zehn “Melodic Rock Is Back” Samplern von der Internetradiostation Munich’s Hardest Hits veröffentlicht wurden. Irgendwann entschloss ich mich die Band an zu schreiben und musste feststellen das ein sehr netter Kontakt zu Stande kam und ich in den Besitz dieser drei CD kam.

So nun zum wichtigsten der Musik die Stimme von Hajo Stengert hat etwas besonderes was ich bis jetzt noch bei keinem Sänger gehört habe, er besitzt irgendwie ein Zittern in der Stimme was, wie die Faust aufs Auge, zu der Rockmucke von ELAYNE passt und der Band damit einen gewissen Touch und vor allem Eigenständigkeit verleiht. Der Rest der Band beweist das sie bestens eingespielt ist und perfekt harmoniert.

Den Einstieg macht “Elayne On Stage” dieser Song ist ein Beispiel für einen geilen Rocksong das Ding geht mitten auf die Zwölf, mit dem Zittern in der Stimme an gewissen Stellen mit Melodie, Power und einer noch geileren Leadgitarre, einer der beiden Songs auf den “Melodic Rock Is Back” Samplern, der zweite Song von den Samplern befindet sich auf der EP. “Heaven And Hell” eine Ballade genial gemacht und diese einzigartige Stimme dazu, Traumhaft. “Doris Day (Oh What A Feeling)” der Text Grins, aber geiler flotter Song, bei “My Village” einer Ballade, liefern sich Herr Stengert und Frau Petroll ein kleines Duell am Mikro kommt geil rüber, und zum Schluss geht die Elektroaxt nochmal so richtig ab, erinnert ein wenig vom Aufbau her an CHINA RAIN mit “The Last Romantic Warrior”. “Give Me Light Now” gibt wieder mächtig Gas ein geiler Rocker, “Tears In Rain” wieder eine starke Ballade. “Downtown” Rockt wieder gewaltig los. “Young Love” ist leicht Rock N Roll lastig kommt aber gut aus den Boxen, “Livin‘, Lovin‘, Laughin’” geht gut ab, irgendwie komisch schräg aber Saugut gemacht. “Lonely Tonight” ist wieder ein Geiler Song hier hört sich Hajo an manchen Stellen an wie Michael Boyle von GLASGOW, was für ein geiler Song zum Abschluss, Melodie ohne Ende und die Stimme von Hajo mit dem Zittern.

Fazit:

So Leute für mich gehört dieses Album mit zum Besten was aus unseren Landen stammt, wenn ihr die Möglichkeit habt eine CD zu bekommen Blind zugreifen, den die bietet sich nicht oft. Ich habe nur eine Anlaufstelle, außer bei der Band, auf der Datenautobahn gefunden und die rufen Preise jenseits der 100er Teuroni Marke auf, ich kann diese Band nur empfehlen, Schluss mit lustig ich vergebe eine Bewertung von 9 Punkten, eine 10 wäre es geworden wenn den Balladen zwei weniger aber dafür flotte Rocker enthalten wären. Aber dennoch ist dieses ein starkes Album ohne schwächen und Ausfälle sucht man hier vergeblich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Elayne On Stage
02. Heaven And Hell
03. Doris Day (Oh What A Feeling)
04. My Village
05. Give Me Light Now
06. Tears In Rain
07. Downtown
08. Young Love
09. Livin‘, Lovin‘, Laughin
10. Lonely Tonight

Helmut

DEVAY – Break Down The Walls (RG Zeitmaschine)

Band: Devay
Album: Break Down The Walls
Spielzeit: 46:35 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Polaris
Veröffentlichung: 1992
Homepage:

 

Ein Blick zurück ins Jahr 1992 bringt mich auf das leider einzige Album der kanadischen Female Fronted Band DEVAY deren Shouterin Marie-Claire Devay namensgeberin war. Noch mit dabei waren damals ein gewisser Bryan Hughes (BEAU GESTE und THE BRYAN HUGHES GROUP) an den Gitarren, Keyboards und Co Produktion; Alain Pernot, Carlo Simeone und Nick Martino an den Gitarren; Mike Sharp und Maurice Soso Williams am Bass; Rob Cornandoli an den Keyboards; Chris West (JONATHAN M und SHAYLE) und John Hughes Legend an den Drums.

Dieses Album gehört mit zum besten was Female Fronted Bands zu bieten hatten, voll mit geilen Melodien, lauten Gitarren, dezenten Keyboards, treibenden Drums und einer Sängerin mit einer Röhre in etwa einer Mischung aus Anne Wilson (HEART) und Janet Gardner (VIXEN) mit der richtigen Menge Dreck in der Stimme, gemacht für diese Art von Mucke. Der Stil ist Melodic Rock der End 80er, typisch nordamerikanisch wie ihn auch HEART, VIXEN, BAD ROMANCE, FEMME FATALE, FIGHTER und LITA FORD zelebrierten, alles sauber und fehlerlos geboten, die Produktion hätte noch Luft nach oben, geht aber in Ordnung. Starke Songideen gemischt mit viel Melodie, den geilen Vocals und der Rhythmusfraktion ergibt ein Rezept welches jedem Anhänger dieser Musikrichtung und der Vergleichbands bestens schmecken sollte. Kraftvoll kommt Song für Song aus den Boxen, frisst sich sofort in die Gehörgänge, und kommt nicht so schnell wieder hervor. Wer die Möglichkeit hat dieses Album probehören zu können nutzt die Gelegenheit, ihr würdet was verpassen, da das gute Stück schon ziemlich rar geworden ist und meistens wenn es mal angeboten wird kaum unter 50,– Eurostis liegt.

Den Einstieg macht “Rock And A Hard Place” ein geiler flotter Rocker wäre auch für die Disco geeignet, gefolgt vom nächsten Highlight “Heart Like A Gun” geht in die selbe Richtung wie der Vorgänger. Mit “Whatever It Takes” kommt der absolute Superhit besser geht nicht, welch ein geiler Start in ein Album, drei Highlights. “Save Me” drosselt das Tempo, eine Mischung aus Powerballade und AOR Song. “Burning Alive” nimmt wieder mit Vollgas Tempo auf und geht wieder voll ab, stark gemacht. “Let It Roll” könnte auch von HEART oder VIXEN stammen, “Paradise” der nächste Superhit, geilster Rock aus einem anderem Universum. “Take Me Away” eine sehr gelungene Ballade, “I Won’t Let Go” bester Melodic Rock. “If I Gave You My Love” besser geht fast nicht, “Break Down The Walls” beendet dieses Album würdig.

Fazit:

Ich habe selten so ein perfektes Stück Musik gehört oder in Händen gehalten, das Potential haben/hatten/hätten viele, doch nicht viele erreichen diese Perfektion. Probehören und von dem DEVAY Fieber gepackt werden, das Album kommt ohne Ausfall, Durchhänger oder Durchschnittsnummer daher, also kann es nur eine Bewertung geben Full House, genau eine 10! Vielleicht gibt es ja doch noch eine Fortsetzung welches ähnlich stark ist wie diese CD. Bleibt nur noch Euch den Tipp zu geben, das Album unbedingt mal anchecken, es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es Schweineteuer ist aber man sollte es mal probiert haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock And A Hard Place
02. Heart Like A Gun
03. Whatever It Takes
04. Save Me
05. Burning Alive
06. Let It Roll
07. Paradise
08. Take Me Away
09. I Won’t Let Go
10. If I Gave You My Love
11. Break Down The Walls

Helmut

AFTER HOURS – After Hours (RG Zeitmaschine)

Band: After Hours
Album: After Hours
Spielzeit: 43:00 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Global Satellite
Veröffentlichung: 1992
Homepage:

Schauen wir zurück in das Jahr 1992 als das zweite Album der UK Rocker AFTER HOURS auf den Markt kam. AH bestand damals aus John Francis (v.) der sich in etwa anhört wie eine Mischung aus Larry Baud (RED DAWN) und Chris Cade (Melidian) einmal meint man man hört einen Song von RD ein anders mal meint man es mit einem M Song zu tun zu haben, Tim Payne (g.), Martin Walls (b.), Andy Nye (k.) und Mark Addison (d.). Die Ausrichtung ist auch eine Schnittmenge aus RD und M, britscher Melodic Hard Rock mit US einflüssen, und das Ding geht gewaltig gut in die Ohren und will nicht mehr so schnell Platz machen.

Wie ich oben schon erwähnte, spielen AH sehr gut hörbaren Melodic Hard Rock, leider zu spät auf den Markt gekommen, 1991 wurde die Musikwelt von einem Erdbeben der Stärke “Schiess Mich Tot” ausgehend von Seattle US of As erschüttert. Der Zeitpunkt war nicht der Beste und so verstaubte dieses kleine Juwel in den Regalen was schade ist/war da das Album klasse besitzt und durchaus mit den ganz großen des Biz mithalten konnte und auch Heute noch kann. Das hier gebotene Material ist Zeitlos und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, es finden sich straighte Abgehrocker, Balladen und gute Laune Rocker auf dem Dreher.

Zu den straighten Rockern zählen “Wild Woman”, “Girl Like You” und “It’s Only Love”, zu den Balladen “Samantha” und “Tommy’s Song”. Zu den gute Laune Songs gehören “You’re Never Alone”, “Love Games”, “Heartache” und “It’s Only Love”. Mit “Blood On Silver” und “Goin‘ Surfin’” haben sich zwei Totalausfälle auf die CD gemogelt, dafür entschädigt die restlichen Songs die mit Melodie, der richtigen Härte und genialen Vocals aus den Boxen kommen.

Fazit: Zeitlose Songs die zu Spät veröffentlicht wurden, kommen bei mir auf eine Wertung von 8,5 Punkten, wenn die zwei Füller nicht wären hätte es eine 9 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wild Woman
02. Girl Like You
03. You’re Never Alone
04. Samantha
05. Love Games
06. Heartache
07. It’s Only Love
08. Blood On Silver
09. Goin‘ Surfin‘
10. Tommy’s Song

Helmut

LEVITICUS – Knights Of Heaven (RG Zeitmaschine)

Band: Leviticus
Album: Knights Of Heaven
Spielzeit: 39:23 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Royal Music Production
Veröffentlichung: 01.01.1989
Homepage: www.facebook.com/pages/category/Musician-Band/Leviticus

Mal Wieder das Geilste Jahrzehnt überhaupt, die 80er. Ursprung von knallig Neonfarbenen Stretch Oberteilen und Minis bei den Damen, und Hosenträgern bei den Jungs, Spanndex Jeans Cowboyletten, Kutten und ja nicht zu vergessen Miami Vice Klomatten, eine Goasn war noch bezahlbar der Durchbruch von DEF LEPPARD, DOKKEN, EUROPE, TREAT usw., nachdem SABBATH, ZEPPELIN und PURPLE den Weg für diese Art von Musik gezeigt haben. Ich wurde auf die Straße und die Menschheit losgelassen.

Aber nun zu LEVITICUS, die Jungs aus Schweden kamen 89 mit ihrem fünten Album aus dem Studio, für mich das eingängigste und beste von den Schweden. Dabei waren damals Peo Petterson am Mikro und Keys, Björn Stigsson an Gitarre und Backingvocals, Niklas Frannklin am Bass und Backingvocals, Kjell Andersson an den Drums, sowie noch John und Dino Elefante als Produzenten.

Gegenüber den ersten vier Alben die nicht so eingängig und sperrig waren wird Grooviger Melodic Hard Rock mit christlichen Texten geboten, wen das nicht stört hat viel spass an dem Album. Es wird kräftig drauf los gerockt das es eine wahre Freude ist. Peo ist bestens bei Stimme und macht seinen Job grandios, Björn gibt der Gitarre genug auslauf, die Keys sind in der richtigen Dosis vorhanden.

Den Anfang macht “Born Again” ein geiler flotter Rocker könnte von TREAT stammen, “The World Goes Round” ein starker Melodic Song. “Isn’t It Love” ist ein Highlight mit richtigem Tempo und Groove, setzt sich sofort im Ohr fest, DALTON grüßen. “Oh, Lord” eine Herzschmerz Ballade die zum Nachdenken anregt, mit “Feel So Good” kommt Rock N Roll Feeling auf. “Strong Love” ist wieder ein starker Rocker der leider beim Refrain ein wenig schwächelt. “Messiah” wieder ein Fettes Highlight das Ding groovt von vorne bis hinten, für “Over The Hills” gillt das gleiche wie für den Vorgänger. “For Once In My Life” eine Ballade für die Kuschelfraktion, “Love On Fire” ein kräftiger Rocker der gut ins Ohr geht.

Fazit:

Ein starkes Stück Musik das man gehört haben sollte, wer sich nicht an den christlichen Texten mit ihren Botschaften stört sollte hier bestens bedient werden. Für alle die auf Geilen Melodic Rock stehen hört euch das Dingens an, von mir gibts eine 9,5 für diesen Klassiker der genauso alt ist wie mein alter Ford Escort RS Turbo von 89.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Born Again
02. The World Goes Round
03. Isn’t It Love
04. Oh, Lord
05. Feel So Good
06. Strong Love
07. Messiah
08. Over The Hills
09. For Once In My Life
10. Love On Fire

Helmut

GLASGOW – Zero Four One (RG Zeitmaschine)

Band: Glasgow
Album: Zero Four One
Spielzeit: 41:15 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Zero 4 1 Records
Veröffentlichung: 1987

Dieses mal geht es zurück ins Jahr 1987, dem goldenen Zeitalter von Hard Rock, Melodic Rock und auch Heavy Metal. Mir kommen gedanken an SURVIVOR, FOREIGNER, DEF LEPPARD, DOKKEN, ACCEPT, RUNNING WILD, MANOWAR, HELLOWEEN etc, könnte man beliebig mit Bands aus dieser Zeit fortsetzen würde aber den Rahmen sprengen.

Hier geht es um die schottische Band GLASGOW die mit diesem Album ihr einziges Lebenszeichen am Start hatten, was schade ist bei dem Material welches sich auf diesem Album befindet. GLASGOW hatten talent und bewiesen dies mit diesem Klassiker. Das Album ist voll mit Geilen Melodien, starken Hooks und Vocals die sich teilweise flehent anhören aber immer stark in Szene gesetzt. Die beteiligten an dem Rundling waren damals Michael Boyle (v.), Archie Dickson (g.), Neil Russell (b.), Gavin Povey und Don Airey (k.) und Paul McManus (d.). Es befinden sich leider nur acht Songs auf dem Plastik, doch diese acht haben es in sich, kein Ausfall oder Lückenfüller bringen es auf eine Spielzeit von knapp über 41 Minuten. Geboten wird eine Karussellfahrt in der First Class der Lufthansa, das Rezept besteht aus geilen Melodien, sehr guten Vocals, lauten Gitarren die melodisch aus den Boxen kommen, Keyboardteppiche die das ganze unterstützen und Drums die alle zur Höchstform antreiben. Vergleiche fallen mir keine ein, GLASGOW machen Melodic Hard Rock britischer Prägung, der mitten auf die Zwölf geht.

Den Anfang macht “We Will Rock” die richtige Hymne für eine Rockdisco oder eine Rockparty, Melodie, Power und ein Refrain zum Mitgrölen, das Ding Rockt gewaltig und verbreitet nebenbei noch gute Laune. “Secrets In The Dark” geht es langsamer an, wurde schon von ERIC MARTIN auf dessen Solodebüt verbraten. “Back On The Run” ein Powersong der langsam anfängt und sich vom Keyboard anhört als hätte sich BRONSKI BEAT mit “Small Town Boy” im Hard Rock geübt, schräg aber geil und ab 2:44 geht das Ding ab wie Schmitz Katze. “My Heart Is Running With The Night” ein flotter gute laune Rocker, “Meet Me Halfway” kommt in den Strophen ein wenig schräg rüber, bringt aber Abwechslung. “Under The Lights” hört sich an wie ein harter AOR Song, sehr gut und flott, “No More Lonely Nights” eine starke Powerballade. “Breakout” läutet das Ende ein, ein kräftiger Melodic Hard Rock Song.

Fazit:

Leider nur ein Lebenszeichen, leider nur acht Songs und leider nur knapp über 41 Minuten Melodic Hard Rock. Wer die Möglichkeit hat das Dingens günstig zu erstehen zugreifen von mir gibt es eine 9, weil eben nur acht Highlights und nach der kurzen Spielzeit die Zeitreise vorbei ist.

WERTUNG:

 

Trackliste:

01. We Will Rock
02. Secrets In The Dark
03. Back On The Run
04. My Heart Is Running With The Night
05. Meet Me Halfway
06. Under The Lights
07. No More Lonely Nights
08. Breakout.

Helmut

TATTOO RODEO – Rode Hard – Put Away Wet (RG Zeitmaschine)

Band: Tattoo Rodeo
Album: Rode Hard – Put Away Wet
Spielzeit: 56:58 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rhino Atlantic
Veröffentlichung: 15.06.1991
Homepage: —

Mit einem eindeutig zweideutigem Albumtitel geht es 29 Jahre in der Zeit zurück und TATTOO RODEO präsentieren ihr Debüt. Bestehend aus Dennis Churchill Dries (v.), Rick Chadock (g.) die zwei waren schon bei den beiden Alben von WHITE SISTER dabei, noch zum Linup gehören Michael Lord (k.) und Rich Wright (d.).

Auf diesem Album geht die Band andere Wege als noch bei WHITE SISTER, es wird mehr, härter und dreckiger gerockt als bei WS. Man bewegt sich im Hard Rock mit Southern Blues Rock Schlagseite und auch einem ganz kleinen Schuss Sleaze. Geboten werden von der Ballade über radiotaugliche Songs, Discohits bis hin zu gestandene Rocker, wobei das Album in seiner Gesamtheit sehr gut hörbar ist und von mir immer wieder gerne gehört wird.

Den Anfang macht “Strung Out” ein stampfender Rocker der mit dem Kopf durch die nächste Wand bricht, für “Sweet Little Vikki” gilt das gleiche mit Blues Note. “Been Your Fool” eine starke Ballade, “Everybody Wants What She’s Got” geht wieder voll durch die Wand. “Ain’t No Reason Why” ein geiler Rocker macht süchtig, mit “Let Me Be The One” kommt wieder eine Ballade auf den Tisch. “Blonde Ambition” kommt mit geilem Riffing um die Ecke, “Love Shuffle” hört sich an wie ein Song auf einem Mississippi Dampfer auf Hard Rock stark gemacht. “Shotgun Johnny” geht wieder voll auf die Glocke mitten ins Gesicht, bei “Tell Me Why” wird das Tempo wieder gedrosselt eine Powerballade bei der sich Dries phasenweise anhört wie Daniel Bowes von THUNDER. Mit “One Way Love” kommt das absolute Highlight des Albums ein Song für die Ewigkeit, in der Disco ein Tanzflächenfüller und auf der Party der Hit das richtige zum mitträllern, bei “Down” ist die Luft raus eine müde Ballade die nicht sein müsste, “Hard Like A Rock” läst den Rock ‚N Roll Bluesig von der Leine geht gut ins Ohr.

Fazit:

Ein starkes Debüt von einer Band die Talent hatte aber nach dem zweiten Album das nicht mehr die Qualität hatte war leider schluss. Vergleichen kann man TR ganz entfernt mit BON JOVI auf “Dead Or Alive” Welle, durch die Stimme von Dries THUNDER auf einem geilen Südstaaten Trip und CINDERELLAs Long Cold Winter Album mit Rebellen Sound aus dem Süden. Von mir gibts eine Wertung von 9 Punkten und eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Bei noch zwei “One Way Love”s mehr hätte es eine 10 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Strung Out
02. Sweet Little Vikki
03. Been Your Fool
04. Everybody Wants What She’s Got
05. Ain’t No Reason Why
06. Let Me Be The One
07. Blonde Ambition
08. Love Shuffle
09. Shotgun Johnny
10. Tell Me Why
11. One Way Love
12. Down
13. Hard Like A Rock

Helmut

JESSE STRANGE – Jesse Strange (RG Zeitmaschine)

Band: Jesse Strange
Album: Jesse Strange
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Sony Music Entertainment Inc.
Veröffentlichung: 1992

Einen wahren Schatz haben JESSE STRANGE mit ihrem ersten Album von 1992 hinterlassen, die Tatverdächtigen in diesem Fall sind Grant Tibor (v.), Scott Migone (g.), Danny Lullie (b., bv.) und Paul Trust (d.). Die erste Hörprobe entlockte mir ein lautes What The F..k ist das ein Schweinegeiles Sahneteil und dieser Meinung bin ich heute noch. JS machen Hard Rock der nach America klingt mit viel Melodie leichtem Glamfaktor einem geilen Shouter mit einem rauhen Organ der nach drei Pullen Jackie und fünf Packungen Ziggis klingt und lauten Gitarren, mit all dem wird ein Mix kreiert der sich hörenlassen kann.

Für jeden ist was dabei für Kuschelmomente, Powersongs und für die Disco mit einer guten Produktion die genug bums hat um bei der richtigen Lautstärke die Lauscher durch zu blasen.

Eingeleitet wird die Zeitreise mit “Raise A Little Hell” ein schneller Hard Rock Song der auf der Überholspur alles platt macht was ihm vor seinem V8 Bigblock Kühler kommt. Mit “Love On The Telephone” wird das Tempo ein wenig gedrosselt aber genauso geil wie der Einstieg, wäre fast was zum Anheizen in der Disco. Song drei “Make A Wish” eine Herz-Schmerz-Ballade der besseren Sorte, die beim Refrain noch mehr glänzt. “Silver Screen” wieder ein echtes Highlight was für die Tanzfläche mit geilem Groove, gefolgt vom Obercoolem “Weekend Tonight” ein Tanzflächenfüller und ideale Partysong fürs Wochenende. “Coyote Morning” ist wieder ein starker Hard Rocker, “Down And Dirty” kommt richtig dreckig aus den Boxen das Ding zaubert einfach gute Laune, würde auch gut in die Disco passen. “Living Without Your Love” ist ähnlich aufgebaut wie “Foolin’” von den Lepps, langsame und schnelle Passagen im wechsel. “Dancing For Strangers” ist wieder ein cooler Hard Rocker. Den Schluss macht “The Last Goodbye” so ein Song kommt nicht von der Stange anhören und alles um einen herum und alle Sorgen vergessen und diesem Oberaffengeilem Song zugehört, eine der besten Powerballaden die ich je gehört habe.

Umschreiben läst sich JS nicht wirklich trotz mancher Ähnlichkeit zu der einen oder anderen Band ist dies ein Oberhammer Album geworden mit allem was einen Klassiker ausmacht, eine geile Truppe, solche Songs wie hier im Gepäck und eine hörbare Produktion, also Rockerherz was willst du mehr.

Fazit:

ZUGREIFEEN wenn sich die Gelegenheit bietet so eine Sahneteil ab zu stauben, und die wird sich nicht oft bieten da das Dingens schon ziemlich rar ist und teilweise hoch gehandelt wird. JS kommen bei mir mit diesem Hammerteil auf volle Punkte eine 10 die verdient ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Raise A Little Hell
02. Love On The Telephone
03. Make A Wish
04. Silver Screen
05. Weekend Tonight
06. Coyote Morning
07. Down And Dirty
08. Living Without Your Love
09. Dancing For Strangers
10. The Last Goodbye

Helmut