STARQUAKE – Brawls & Witches

Trackliste:

01. Beautiful Dystopia
02. God Is An Atheist
03. Still Loving You, Baby
04. Memento Mori
05. Can’t Sing The Blues

 

 

 

 

Spielzeit: 40:07 min – Genre: Progressive Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/starquakerock

 

STARQUAKE – eines dieser beeindruckenden Projekte, wo irgendein heftiger Musiknerd (im besten Sinne) in seinem Studio mehr oder weniger im Alleingang ein komplettes Prog/Classic-Rock-Album zusammenschraubt, und das auch noch in gut.
STARQUAKE, das ist Mikey Wenzel, und „Brawls & Witches“ ist sein viertes richtiges Studioalbum. Aufgrund des Umfangs von gerade einmal fünf Songs darauf kann man das im ersten Moment für eine EP halten, aber wir sind hier immer noch in progressiven Gefilden unterwegs, also ist das Ding trotzdem 40 Minuten lang – Wobei der Opener beinahe die Hälfte davon in Anspruch nimmt.
Auf diesem Album gibt es all das zu hören, was man sich von einem nostalgischen (Prog)Rock-Album erwartet. Zuerst einmal gibt es die schöne Stimme von Mikey, die so eine beruhigende Grundstimmung innehat und zumeist auch schön produziert ist; immer wieder auch mehrstimmig.
Dann gibt es da – Überraschung – Bass, Drums und Gitarre, die allesamt gekonnt bedient werden. Beim Instrumental „Memento Mori“ dann auch mal in jazzigerer Spielweise, besonders die Drums, und überzeugend in ruhigen wie in härteren Passagen. Dann kommen je nach Bedarf noch die sexy E-Orgel als Klangteppich oder Soloinstrument dazu, Klavier, oder auch mal ein wenig Orchester mit Kirchenorgel.
Und das alles ergibt dann coole Songs mit hohem Melodiefaktor, dem ein oder anderen feierlichen Part, ein wenig Poppigkeit und eher geringer Grundhärte.
Das war dann jetzt alles mehr oder weniger über die letzten vier Tracks, die angenehm zu hören und schön retro sind und nicht groß unterschiedliche Meinungen hervorrufen werden.
Und dann ist da noch die erste Hälfte des Albums, „Beautiful Dystopia“, an der sich die Geister ein wenig scheiden dürften. Das Ding ist 19 Minuten lang und es hat, grob zusammengefasst, alles. Zuerst einmal hat es einen sehr leisen Start, also tut Euren Boxen/Ohren/Nachbarn den Gefallen und wartet erstmal ab, wie laut es bei Einsatz der „Band“ wird. Weiterhin hat es Klavier, ZWEI Orgeln, Orchester, HARDSTYLE-Elemente, Growls, einen Barbershop-Part, mehrere Breaks mit komplettem Stimmungswechsel, Soldatengleichschritt-Geräusche mit Trommeln und, und, und.
Kann man drüber streiten. Es mag schon progressive sein, den Hörern etwas zu bieten, womit sie nicht rechnen und Abwechslungsreichtum ist oft eine gute Sache bei Musik. Bei „Beautiful Dystopia“ vermisse ich allerdings den roten Faden und eine musikalische Rechtfertigung für diese krassen Brüche, die Songteile miteinander verbinden, die gefühlt nichts miteinander zu tun haben. Der Track wirkt, als wollte man den Hörer sechsmal durch absurde Brüche entertainen, die aber eben nur deswegen auf diese Weise entertainen, weil sie musikalisch keinen Sinn ergeben.
Die Anspruchshaltung mag hier für jeden Fan von langen Prog-Songs eine andere sein, aber mich hat die Struktur des Songs davon abgehalten, wirklich in ihn einzutauchen, obwohl ich die Absurdität und Vielseitigkeit an sich schon wertschätzen kann.

Fazit:
Mit mindestens der Hälfte von „Brawls & Witches“ macht man als Freund von Classic/Prog-Rock (mit Fokus eher auf Classic) gar nichts falsch. „Beautiful Dystopia“ ist im mindesten mal was anderes und ich sehe gute Gründe sowohl dafür als auch dagegen, den Song zu mögen. Kann auf jeden Fall nicht schaden, mal auszutesten, zu welcher Fraktion Ihr gehört!

Anspieltipps:
„God Is An Atheist“, „Can’t Sing The Blues“ und dann halt irgendwie auch „Beautiful Dystopia“

Jannis

TALENTSCHMIEDE: KING ERN

Band:
King Ern

Gegründet:
Mai 2019

Herkunft:
Berlin

Mitglieder:
Daniel (Guitar/Composer)
Figo (Vocals/Lyrics)
George (Live-Bass)
Viviana (Live-Drums)
Sven (Live-Gitarre)

Figo: Was Studio-Aufnahmen und Live-Konzerte angeht besteht ein Unterschied, hat mit der Gründung zu tun. Also, bei Studio-Aufnahmen spielt Daniel alle Gitarren und den Bass ein, und ich Gesang.
An den Drums auf unserer Debüt-EP „No Rush“ und der Single „Drop“ saß Paul Knox, bei den Singles „Painkiller“ und „What A Firm Grip Of Dreams“ Viviana.
Bei Live Shows an der Rhythmusgitarre ist Sven, Bass spielt George von der britischen Metalband THE BLACK HOUNDS, Drums macht Viviana.
Daniel spielt Lead Guitar und ich bin am Mic logischerweise.

Stil:
Figo: Thrash-Metalcore kam mir in den Sinn, selbst habe ich mir nie Gedanken gemacht, welche Sparte wir bedienen. Zumindest ist es für uns kein Thema, doch wenn gefragt wird, dann sage ich immer es ist Thrash-Metalcore anstatt „harte Musik“.

Daniel: Es fällt mir schwer, unsere Musik eindeutig einem bestimmten Stil zuzuordnen, da wir viele unterschiedliche Einflüsse und Stilrichtungen miteinander verbinden. Grundsätzlich bewegen wir uns im Metal-Genre. Im Gesang lassen sich jedoch klare Hardcore-Elemente erkennen, während die Kompositionen Einflüsse aus Thrash Metal und Groove Metal aufgreifen. Darüber hinaus integrieren wir auch einzelne moderne Elemente, etwa aus dem Metalcore.

Veröffentlichungen:
Juli 2023: „No Rush“ (Debüt-EP)
Juni 2024: „Drop“ (Single)
Juli 2025: „Painkiller“ (Single)
Dezember: 2025 „What A Firm Grip Of Dreams“ feat. Black Marine (Single)

Juli 2022: Collaboration Song „Out Of The Norm“: SIMMI THE PROFIT (US Hip-Pop) meets KING ERN (Thrash-Metalcore) meets KURNEL MC (New Zealand Rap)

Einflüsse:
Figo: Da ich keine Songs komponiere sondern die Texte schreibe und singe, habe ich keine Einflüsse, das heißt, ich habe keine Sänger als Vorbild, was unsere Musik angeht. Ich mache mein Ding, möchte auch niemanden kopieren, denn meine Fähigkeiten als Sänger sind zu begrenzt, um bei irgendwem was abzugucken. Sicherlich liegen meine Wurzeln im Hardcore-Punk; Bands wie JUDGE, SPERMBIRDS, THE ACCÜSED usw., aber auch Bands wie OI POLLOI, CONFLICT, NO MEANS NO, MINOR THREAT und DEPECHE MODE. Das hat aber keinen Einfluss auf mich, was KING ERN angeht.

Daniel: Meine Beziehung zum Metal begann mit METALLICA. Ihre Musik empfand ich als unglaublich energetisch und faszinierend – sie hat mich letztlich dazu inspiriert, selbst zur Gitarre zu greifen und spielen zu lernen.
Danach entdeckte ich natürlich weitere Klassiker wie MEGADETH und SLAYER. Mit der Zeit fand ich jedoch auch Zugang zu härteren Klängen, etwa zu GOJIRA, sowie zu modernem Metalcore – zum Beispiel zu meiner Lieblingsband dieses Genres, ARCHITECTS.
Ich denke, jede dieser Bands ist auf ihre eigene Weise in der Lage, außergewöhnliche Musik zu komponieren, und ihre Songs inspirieren mich bis heute jeden Tag.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Figo: Sicherlich gute Songs zu schreiben, die nicht nur uns begeistern sollen, sondern auch die Zuhörer. Hört sich flach an, doch für mich ist es wichtig, dass die Songs die Leute begeistern. Dass uns die Songs Freude bereiten, liegt auf der Hand.

Daniel: In den nächsten fünf Jahren möchten wir kontinuierlich neue Musik veröffentlichen, möglichst viele Live-Shows spielen und unsere KING-ERN-Familie weiter vergrößern.
Mit jeder neuen Veröffentlichung setzen wir uns das Ziel, die Qualität weiter zu steigern und uns sowohl musikalisch als auch als Band weiterzuentwickeln. Ich hoffe, dass wir in fünf Jahren deutlich reifer, professioneller und kreativer sein werden – in der Lage, noch bessere Musik zu komponieren und unseren eigenen Stil konsequent weiter auszubauen.

Was als nächstes kommt:
Figo: Neue Songs selbstverständlich. Bin selbst immer gespannt was noch kommt.

Daniel: Als Nächstes kommt neue, härtere Musik – jedoch mit klarem KING-ERN-Charakter. Uns ist wichtig, dass man unsere Handschrift trotz Weiterentwicklung immer wiedererkennt.
Wir arbeiten kontinuierlich an neuem Material. Aktuell bereiten wir einen Song vor, der klanglich neue Wege geht – mit einem Sound, den man so von uns bisher noch nicht gehört hat.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Figo: Dafür sind wir noch zu frisch dabei. Bisher spielten wir nur zwei Shows, den Debüt-Gig in England und dann als Opening Act für SKINLAB in Berlin.

Unser peinlichster Moment:
Figo: Gibt’s nicht.

Daniel: Unser peinlichster Moment ist vielleicht weniger eine konkrete Situation auf der Bühne, sondern eher etwas Persönliches: Ich zweifle oft an meiner eigenen musikalischen Entwicklung. Ich strebe ständig nach besseren Riffs, stärkeren Melodien und einem noch überzeugenderen Sound.
Durch diese starke Selbstkritik fällt es mir manchmal schwer, wirklich stolz auf das zu sein, was wir bereits erreicht haben. Dieser innere, spontane Kampf mit mir selbst ist etwas, das immer wieder auftaucht – und wahrscheinlich auch immer ein Teil meines künstlerischen Weges bleiben wird.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Figo: Ich habe schon mit vielen Bands (groß und klein) getrunken, hat mich nicht weitergebracht haha.

Daniel: Am liebsten würde ich mit all unseren Freunden und der gesamten KING-ERN-Familie ein oder gleich zehn Bierchen trinken – mit allen, die uns unterstützen und begleiten.
Mein Traum wäre natürlich, einmal ein Bier mit meinen Idolen zu trinken, etwa METALLICA, GOJIRA oder ARCHITECTS. Einfach Zeit mit Menschen zu verbringen, die so viel erreicht haben, empfinde ich als unglaublich inspirierend und aufregend.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Figo: Da gibt es eine Menge, doch mich würde eher interessieren, mit welcher Band ich danach nicht nochmal auf Tour gehen möchte.

Daniel: Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürften, könnte ich natürlich wieder meine Idole nennen. Praktisch gesehen ist das aber nicht so einfach. Eine Tour mit KING ERN ist für viele Bands wahrscheinlich schwer vorstellbar, da unser Stil sehr unkonventionell ist und es mir schwerfällt, genau zu sagen, zu welcher Band unser Sound passen würde.
Aufgrund meiner Selbstkritik fällt es mir zudem schwer, so narzisstisch zu sein, um ernsthaft einen konkreten Namen zu nennen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Figo: Oh man, keine Ahnung wie ich das beantworten soll.

Daniel: Das Beste daran, in einer Band zu spielen, ist für mich die Zusammenarbeit mit den Bandmitgliedern – also mit Freunden. Das macht einfach unglaublich viel Spaß. Dieser Spaß ist etwas, das viele oft vergessen. Für mich ist fast jeder Aspekt von KING ERN zwar eine Herausforderung, aber zugleich bereitet es mir riesige Freude, ein Teil dieser Band zu sein.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Figo: Sobald ich das Gefühl habe, es ist schlimm, dann ist es Zeit zu gehen – oder die Person, die das Gefühl verursacht, muss gehen.

Daniel: Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen, ist für mich die Verletzlichkeit, die damit einhergeht, sich künstlerisch auszudrücken. Dazu kommt das ständige Streben nach Perfektion und die Angst, diejenigen zu enttäuschen, die uns unterstützen.
Außerdem fürchte ich, dabei nie authentisch zu sein, während ich versuche, Trends oder modische Strömungen zu verfolgen. Das sind die größten Herausforderungen, mit denen ich immer wieder kämpfe.

Online:
Facebook: www.facebook.com/KingErnBand

Musik:
Hyperfollow: www.hyperfollow.com/KingErn
Spotify: www.open.spotify.com/artist/7n6sS0SoZyrSz9Wx1cvL4U
Youtube: www.youtube.com/@KingErnBand

 

TALENTSCHMIEDE: RÜSTY DIAMÖNDS

 

Band:
Rüsty Diamönds

Gegründet:
2020

Herkunft:
Braunau am Inn (Oberösterreich)

Mitglieder:
Yosh (Vocals, Gitarre)
Andi (Gitarre, Backing-Vocals)
Alex (Bass)
Flo (Drums, Backing-Vocals)

Stil:
Heavy Metal (teils klassisch, aber mit modernen Einflüssen)

Veröffentlichungen:
S/T EP (2021)
Stormbringer-EP (2024)

Einflüsse:
Alles von klassischem Heavy Metal, dazu etwas Punk, Thrash, Prog usw.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Gerade schreiben wir an den Songs für unser Debütalbum – das kommt hoffentlich irgendwann 2027 raus. Danach das Album promoten und viel live spielen, wenn möglich öfters über die österreichischen Landesgrenzen hinaus. Alles danach werden wir noch sehen – wir planen nicht weit voraus.

Was als nächstes kommt:
Da hab ich bereits etwas vorgegriffen, siehe daher oben. 🙂

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Das bisherige Highlight war der Release unserer zweiten EP „Stormbringer“ 2024 (vor allem auch auf Vinyl!) und die zugehörige, gut besuchte Release-Show. Feedback und Resonanzen waren extrem gut, dazu bekamen wir Bestellungen aus aller Welt (USA, Norwegen, Polen, Spanien, Griechenland, Australien usw.). Das kam absolut unerwartet und hat uns natürlich extrem gefreut.

Unser peinlichster Moment:
So einen gab’s zum Glück noch nicht. Da kommt aber sicher noch was! 🙂

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Natürlich gibt’s da die ein oder andere Band bzw. so manche Musiker, mit der wir gerne mal abhängen und ein Bierchen trinken würden. Im Grunde aber einfach Leute, die unsere Leidenschaft an der Musik teilen und mit denen man sich gemütlich und anständig unterhalten kann. Haha ja, wie langweilig!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Ich spreche da jetzt mal nur für mich, aber mit Legenden wie Cirith Ungol, Satan, Cloven Hoof oder Angel Witch zu spielen wäre sicher eine geile Sache. Oder auch mit jüngeren Bands wie Skull Fist, Enforcer, Riot City oder Eternal Champion.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Gemeinsam Musik zu schreiben und auf der Bühne zu spielen, die uns selbst gefällt – und dazu ehrliches Feedback der Leute zu bekommen.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Daran gibt es zum Glück nichts Schlimmes. Für uns ist das alles ein reines Hobby. Sobald es „schlimm“ wird, sollten wir uns schnellstens auflösen, haha!

Online:
Bandcamp: www.rustydiamondsmetal.bandcamp.com
Facebook: www.facebook.com/rustydiamondsmetal

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/7DTDY9jIl0DEV7LRiJjzE6
Youtube: www.youtube.com/channel/UCYb_Sfo6hAtlfSv2mIcUSZw

TALENTSCHMIEDE: COLDFORGED

Band: COLD FORGED
Steve: Nach elend langer Suche haben wir uns für „Cold Forged“ entschieden. Obwohl, Sven den eigentlich schon ganz am Anfang hatte. Von der Bedeutung her sollte es nicht nur der unmissverständliche Hinweis auf Metal-Musik sein, es ging uns auch um die Metaebene, so als ob wir Menschen quasi von Familie, Gesellschaft oder den Medien in unseren Köpfen geformt bzw. kalt geschmiedet werden. Siehe Cover.

Holze: Ja, das stimmt…stell Dir vor vier starke Persönlichkeiten suchen einen Namen… Das war auf jeden Fall spaßig und energieraubend hehe. Naja es hat sich dann doch gelohnt! Den Namen hab ich noch nirgends musikalisch gesehen oder gelesen…

SMittel: Halt da muss ich mal einhaken: Der ursprüngliche Gedanke hinter der Namensfindung entstand in der Corona-Zeit, als wir unsere ersten Schritte im Recording mit Cubase machten – steril am PC, ohne uns zu sehen oder irgendetwas gemeinsam live im Proberaum ausprobieren zu können. Wir schickten uns die Dateien hin und her, und jeder trug seinen Teil dazu bei. Offen für die Ideen aller entwickelten sich so die Songs, auch wenn die Kommunikation über WhatsApp manchmal sehr schwierig war. Aus diesem Prozess heraus entstand schließlich der Name Cold Forged („kalt geschmiedet“).

Steppo: Da wir alle bis dahin entstandenen Lieder aufgrund der vorherrschenden Situation online komponiert hatten und so der Anspruch recht hoch war, kam das erste gemeinsame Musizieren einer kalten Verformung – ich will nicht sagen Unfall – ziemlich nahe.

Gegründet:
Steve: Wir hatten alle langjährige Erfahrung in anderen Bands. Nach dem Kreieren auf Rechnern haben wir den Songs im Proberaum dann Leben eingehaucht.

Holze: Der Sven und der Steppo hatten sich schon Ende 2020 zusammen gefunden und Songparts komponiert. Ich bin erst im Jahr darauf im Sommer dazugestoßen und der Stevi komplettierte dann auf der 50-Jahr-Feier von Sven die Truppe. Und dann ging die Sause los…

SMittel: Ja, es ist immer ein Prozess, bis sich die Mitglieder gefunden haben. Am Anfang, beim Komponieren mit Steppo, war schnell klar: Es muss so schnell wie möglich ein Sänger und ein Bassist ins Boot geholt werden, damit es weitergehen kann. Da wir uns alle schon vorher kannten, stand sofort fest, wen wir ansprechen mussten, um daraus eine vollständige Band zu machen.

Steppo: Ich wollte schon viel früher mit Sveni was starten, aber das ist eine andere Geschichte. Sobald ich von, wie soll ich es nennen, „musikalische Verfügbarkeit des S. Mittelstädt“(??) erfuhr, haben die Telefonleitungen geglüht.

Herkunft:
Steve: Wir kommen alle aus Mosbach, das war früher mal ein überregionaler Treffpunkt in Punkto feiern. Deshalb gab es auch dutzende Bands und die dementsprechende Szene, Clubs, Kneipen etc.. Das hat dann alles stark nachgelassen. Aber sagen wir mal so, wir sind ja nicht tot, sind (fast) alle noch da. Da wieder Metal-Leben einzuhauchen, das ist schon was geiles und wir hoffen, dass wir damit nicht alleine bleiben.

Holze: Enorm viel Rock’n’Roll gabs hier in den Achtzigern. Eine Menge an Rockbands und dementsprechend Auftrittsmöglichkeiten. Ok man war ja auch gezwungen feiern zu gehen; Handy, Computer, Privatfernsehen – alles noch unborn in the wood. Der DJ war der König. 😊

SMittel: Ja, Mosbach hatte früher eine richtig starke Szene, die leider ziemlich eingeschlafen ist. In unserem Genre wieder etwas Leben einzuhauchen, wäre schon ziemlich krass. Aber die Leute von damals gibt es noch – das haben wir ja auf unserer Release-Party gesehen. Das Interesse am Metal ist definitiv noch da, nur fehlen mittlerweile leider die passenden Clubs.

Steppo: Ja, das stimmt. Wenn man früher ein Konzert sehen wollte, musste man dort auch hingehen.

Mitglieder:
Steve: Gleich 2 Steffens, ein Stephan und immerhin ein Sven… klar das wir uns nur mit unseren Nicknames rufen.

Holze: Übrigens…ich bin der Holze, ne?!…der Steffen is der Steve…der Sven is der Smittel und der Stephan immernoch der Steppo.

SMittel: 😊

Steppo: Wir sind eigentlich eine lustige Truppe, die gerne viel Spaß hat bei dem was Sie tut. Auch wenn es hin und wieder „gewittert“ aufgrund verschiedeneren Herangehensweisen, finden wir immer einen gemeinsamen Nenner.

Stil:
Steve: Wir haben von Anfang an gewusst, dass wir uns stilistisch nicht einsperren wollen und einfach das machen, auf was wir Bock haben. Auch wenn manche Fachleute da Fieberträume kriegen: Aber für die gibt’s schließlich genug Bands, bei denen jeder Song gleich klingt. Klassischer Heavy Metal, Trash, Speed, ein Hauch Progressive, die 80er, ein bisschen 90er…
Scheiße, wir schon sehr Oldschool. Guckt uns doch an. 😊

Holze:…ich fühle mich nicht alt und meine Arthrose auch nicht, hehehe….ich passe aber geistig und schon gar nicht körperlich in irgendeine Schublade. Uns da reinpressen, das dürfen alle anderen gerne händeringend versuchen.

SMittel: Ja, genau: Wir spielen, was uns gefällt. Durch die vielen Einflüsse verschiedenster Bands ist nur eines wirklich klar – Metal. Es muss Spaß machen und rocken. Wenn wir dabei noch ein gutes Gefühl haben und auch nur einen einzigen Hörer abholen können, dann haben wir unser Ziel erreicht. Genau darauf haben wir Bock.

Steppo: Stil? Ich verstehe die Frage nicht…😊

Veröffentlichungen:
Steve: Ja unser Debütalbum Blood of my Blood (10/2025), was wir liebevoll ‚Das Monster‘ nennen und auf das wir verdammt stolz sind. Wir haben alles in Eigenleistung zusammen mit Topleuten der Aufnahmetechnik erstellt. Wir sind echt froh, dass wir keine Kompromisse eingehen mussten und das Ergebnis unseren Vorstellungen entsprach und vielleicht sogar ein wenig übertraf. 😊

Holze: Das ist die geilste Scheibe unter der Sonne geworden !! Reinziehen, verstehen… süchtig darauf werden!

SMittel: „Ja Steve, das Monster ist für mich auch kompromisslos endgeil, und ich bin froh, dass wir die Gitarren- und Bassspuren bei Markus ‚(Ul le)‘ Ullrich und den Rest bei Andy Horn aufgenommen haben. Auch unser Video zu „Parasitic Thought“ ist für mich ein weiteres Highlight.

Steppo: Vorerst müsst ihr euch mit 8 Songs zufrieden geben. Ich sage vorerst…

Einflüsse:
Steve: Bei mir war von Queen bis Napalm Death war alles dabei. Aber auch EBM, Darkwave und Electronic. Letzte Jahre kam noch viel Synthwave dazu. Ich mach auch nebenher gern mit Synths rum, hört man an ein paar Stellen unserer CD.

Holze: Ich bin ja quasi gezwungen worden morgens schon SWR1 oder sowas zu hören… Dann klang ABBA aus dem Zimmer meiner Schwester und man schenkte mir meine erste LP: Ennio Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“. Ich denke mein Absturz in die Gruft des Metal war vorauszusehen…

SMIttel: Meine Inspiration kam von diversen Bands. Die bekanntesten dürften wohl Iron Maiden, Dream Theater, Exodus, Heathen, Slayer, Van Halen und Queensrÿche sein.

Steppo: Von klassischer Musik bis Metal alles dabei…kommt auf die Stimmung an.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Steve: regelmäßig Alben veröffentlichen, Deutschlandweit und im Ausland spielen Die Metal-Szene (die beste Szene überhaupt) weiter befeuern, auch Leute mit unserer Mukke erreichen, die sonst nicht sowas hören. Und da gibt es mittlerweile einige.

Holze: Cool wäre, wenn den Leuten nach Album zwei auch unser drittes Album gefallen würde. Seid Ihr glücklich mit uns, dann fliegen wir mit Euch.

Steppo: Auf jeden Fall weitere Songs komponieren und veröffentlichen. Was auch cool wäre: mit Gastmusikern gemeinsame Songs oder Projekte ins Leben zu rufen…

Was als nächstes kommt:
Steve: Auftritte in Clubs und auf Festivals!

Holze: Hoffentlich etwas Glück und Gottes Beistand…Weiterhin solche Interviews geben, ich meine jetzt wo wir geübt darin sind. 😊

SMittel: Auftritte und noch einen hörbare Schippe auf neue Album draufpacken.

Steppo: Ja, Live-Auftritte sind jetzt die nächsten Monate angesagt und vielleicht noch das eine oder andere Musikvideo!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Steve: Da wir noch eine ganz junge Band sind, gibt es noch gar nicht so viele gemeinsame Banderfahrungen. Vermutlich die Videoshootings, die viel Spaß gemacht haben, gleichzeitig aber auch gut anstrengend waren. Unser Auftritt bei der Release Party hat allen Laune gemacht. Der Videodreh zu „Parasitic Thought“ an einem staubigen aber sehr beeindruckenden Lost Place war auch ein Highlight.

Holze: Die drei Jungs hier auch musikalisch kennengelernt zu haben. Und gemeinsam zu komponieren und geistig rumzuspinnen… Was ne geile Erfahrung.

Steppo: Die beste Erfahrung die wir bisher gemacht haben, sind nach meiner Meinung die Aufnahmen im Studio. Auch wenn das meine 4. oder 5. Produktion war, gab es dennoch für mich unbekannte Probleme einerseits, aber auch positive Überraschungen andererseits… und wir haben ALLE was gelernt!!

Unser peinlichster Moment:
Steve: Kommt noch.

Holze: …das willst Du gar nicht Deinen Lesern erzählen…

SMittel: …ist ein Geheimnis.

Steppo: In dem Fall bin ich wie ein Pfadfinder…jeden Tag einen

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum: 
Steve: Da würde wohl jeder aus der Band was anderes sagen. Generell wohl mit dem Musikern, die wir am meisten feiern.

Holze: Ich? Mit Niemandem…es sei denn, die Person trinkt JackyCola. 😊

SMittel: Hautsache es gibt was zu trinken!

Steppo: Mit Lemmy Kilmister. Ich bin mir sicher, dass, egal wieviel wir trinken würden, die Qualität unseres Gespräches nicht leiden würden… war ein intelligenter Mensch!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen: 
Steve: Es wäre großartig, mit jedem unserer oben genannten Einflüsse auf Tour zu gehen. Auch mit den Bands aus unserem Umfeld wie Under Ruins.

Holze: Ich bin da noch Kind…ich spiele mit Jedem.

SMittel: Ja genau, Hauptsache wir können spielen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen: 
Steve: Durch eigene Kunst andere erreichen, damit gemeinsame Events und tolle Erlebnisse entstehen. Vielleicht kann sich der eine oder die andere in einem Song wiederfinden und er wird ein Teil von einem… das ist dann nicht zu toppen.

Holze: … mir hat mal ein Musiker erzählt, das schönste Gefühl für Ihn wäre oft gewesen, wenn er dann nach der Show in seinem Hotelzimmer bei offenem Fenster gesessen hatte und die Fans beim Nachhause laufen seine Songs sangen… Das stelle ich mir auch total crazy vor.

SMittel: Gerade diese After-Show-Atmosphäre. Die Freude über den gelungenen Gig, Gespräche mit Fans, kleine Anekdoten aus dem Auftritt, Lachen, vielleicht ein Getränk zusammen. Für viele Musiker ist genau das der Lohn.

Steppo: Ich liebe den Prozess des Lieder Schreibens. Ausprobieren, arrangieren, verändern, anpassen, usw.…

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Steve: Dass man zu wenig Zeit hat zum rocken, weil man nebenher zur Arbeit muss.

Holze: Musizieren ist wie ein Ventil öffnen und es hinaus in die Nacht zu schreien…das befreit ungemein.

SMittel: Es gibt für mich nichts Besseres, als sich zu treffen und zusammen richtig zu rocken.

Steppo: Zu wenig Zeit weil Job, Das Auf- und Abbauen für Gigs, für den Aufwand viel zu niedrige Gagen, teures Equipment…

Online:
Homepage: www.cold-forged-metal.com
Facebook: www.facebook.com/p/Cold-Forged-100075728863381
Instagram: www.instagram.com/cold.forged

Musik:
Bandcamp: www.coldforged.bandcamp.com
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/07CebDmLHgVclvP21WMIMb
Youtube: www.youtube.com/channel/UCLk8rIHU4dAoGHOvVmvUn8Q

Live-Dates:
voraussichtlich am 03.01.2026 in Stuttgart, genaueres folgt.