WOLVERINE Interview

 

English version below!

Wenn Thomas Jansson von WOLVERINE etwas macht, dann macht er es richtig. Wenn er mit seiner Band ein neues Album rausbringt, investiert er noch unzählige Stunden, um ein audio-visuelles Gesamtwerk daraus zu machen. Wenn man ihm elf Interviewfragen schickt, kommt über dreieinhalb DinA4-Seiten höchst interessante Antworten zurück. Ein Blick hinter die Entstehung von „A Darkened Sun“, dem neuen Film/Album der schwedischen Progressive Metaller (wir berichteten).

Jannis: Hey Thomas, danke, dass Du Dir die Zeit nimmst! Erzähl uns erst einmal etwas über die Entwicklung der Idee, ein audiovisuelles Album zu erarbeiten. War das schon länger ein Traum von Dir oder eher spontan? Und wie fiel die Reaktion der anderen Bandmitglieder aus?

Thomas: Nicht wirklich ein Traum, aber Filmemachen hat mich schon länger fasziniert. Als Marcus dann vor einigen Jahren die Grundstrukturen von ein paar Songs vorlegte, fingen wir an, über ein mögliches dystopisches Konzeptalbum nachzudenken. Und irgendwann dachte ich mir, dass man das ganze als irgendwie seltsamen, halb-abstrakten, futuristischen Kurzfilm gestalten könnte, und hatte Marcus damit direkt an der Angel. Dann haben wir die anderen Bandmitglieder davon überzeugt (auch wenn ich nicht sagen kann, dass sie wirklich so überzeugt waren) und ich hab mich an die Realisierung begeben. Im Endeffekt ist „A Darkened Sun“ nun eben keine futuristische Dystopie, aber eben eine kürzere zeitgenössisch-melancholische Erzählung.

Jannis: Gut, damit warst Du mehr oder weniger verantwortlich für die komplette visuelle Ebene von „A Darkened Sun“. Klingt nach einem Haufen Arbeit für eine Person! Wie viel Geld und Zeit floss denn in den visuellen Part? Und wie kam es zu diesem, nicht nur für kleinere Bands mächtig professionell aussehenden Resultat?

Thomas: Toll zu hören, dass Du die Produktion als professionell wahrnimmst, danke! Die ganze Sache war eigentlich nur ein Experiment und ein Lernprozess über die gesamte Arbeit daran hinweg. Versuch und Irrtum, Erfolg und Scheitern – es finden sich durchaus noch technische Macken, die ich aber nicht beheben konnte, da ich halt auch irgendwann fertig werden musste. Das ist jetzt so und im Großen und Ganzen bin ich doch zufrieden mit dem Resultat, mit einigen Ideen, die besser als gedacht funktioniert haben!

Interesse an der Arbeit mit Bildern, genau gesagt mit Fotografie, hatte ich schon eine lange Zeit und vor Jahren war ich noch mit einer analogen Kamera unterwegs. Vor „A Darkened Sun“ beschränkte sich meine Erfahrung in Sachen Filmproduktion also auf ganz einfache Arbeit mit iMovie. Und man kennt das, YouTube ist ein wertvoller Lehrer! Kann gut sein, dass ich ein gewisses Auge für Bildkomposition und Design im Allgemeinen habe, was schonmal hilfreich war. Dann wiederum bin ich recht stur, setze mir ab und an etwas zu hohe Ziele und arbeite dann so lange an der entsprechenden Sache, bis die Qualität mehr oder weniger meine Erwartungen erfüllt.

Zum Thema Geld und Arbeitszeit: Es war eine Menge Arbeit, das alles als Ein-Mann-Crew zu machen. Keine Ahnung, sicherlich hunderte von Stunden, vielleicht sogar vierstellig. Das war auch die Hauptinvestition in die Produktion: bei null anfangen, ohne wirkliche Erfahrung oder Vorwissen bezüglich Kinematographie, und trotzdem irgendwann vor dem fertigen Resultat stehen.
Das ausgegebene Geld ging hauptsächlich für den Standard-Kram raus, den man braucht, um einen Film zu machen, und den sonst jeder Filmemacher eh schon besitzt. In dem Sinne ist es eigentlich eine No-Budget-Produktion. Ich hatte Ideen, Motivation und ein billiges Dreibeinstativ und ich habe mir im Frühjahr 2020 eine vergleichsweise günstige aber korrekte Kamera angeschafft, dazu ein bisschen weiteres Zubehör, und alles nicht besonders High-End. Ansonsten: Ein paar billige Requisiten, das war’s an Investitionen. Und wir haben unsere Haupt-Schauspielerin Rebecca bezahlt. Dem Rest der Leute müsste man mal ein Mittagessen ausgeben, nach der Pandemie.

Jannis: die Klassikerfrage: die Frage nach den Einflüssen; diesmal aber in Hinsicht auf filmische Einflüsse, nicht auf musikalische. Diese Art von hochstilisierter, metaphorischer und oft abstrakter Film-Noir-Optik sieht man jetzt nicht allzu oft.

Thomas: Erst einmal hat mich Schwarz-Weiß-Optik immer schon gekriegt. Ich mag einen monochromen Stil und minimalistische, blasse Kolorierung. Das hat so etwas Zeitloses und bietet sich für die Erschaffung einer schönen Atmosphäre an. Und, auch wenn Arbeit in Schwarz-Weiß auch Schwierigkeiten mit sich bringt, ist es doch sehr praktisch, um in der Post-Produktion ein ansehnliches Resultat zu erlangen.
Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass andere Werke meine Arbeit als Ganzes beeinflusst haben, unbewusst vermutlich schon. Aus irgendwelchen Gründen kommt mir David Lynch bei einigen Szenen von „A Darkened Sun“ in den Sinn. Und was ich auf jeden Fall sehr mag, ist der Stil von Francis Ford Coppolas „Rumble Fish“. Der ist auch schwarz-weiß gehalten und hat eine sehr Film-Noir-artige Optik und Stimmung. Die Zeitraffer-Wolken in „A Darkened Sun“ sind inspiriert von einigen ähnlichen Szenen in dem Film. Und erwähnenswert wäre noch die Serie „Homeland“, insbesondere das Intro. Das lief auf Dauerschleife und hat mir gerade beim Intro und bei „Phoenix Slain“ geholfen.

Und wo wir beim Thema Film Noir sind: Bei der Arbeit an den Lyrics, und später am Script, zu „The Breach“ hatte ich diese Idee einer Verfolgungsjagd in dunklen, leeren Stadt-Straßen, mit einem Privatdetektiv oder einem Gangster, herumlaufend, gegen die Zeit ankämpfend – sowas, was man eben in einer alten Film-Noir-Produktion aus den 50ern sieht. Die Verwendung dieser Szenen ist metaphorisch und das letztendliche Resultat hat nicht mehr wirklich was mit der Original-Idee zu tun. Nebenbei: Ursprünglich war der Plan, dass alle Bandmitglieder im ersten Akt auf Rebecca treffen sollten, während sie herumläuft. Dann kam bekanntermaßen Corona, und da wir in verschiedenen Teilen von Schweden wohnen und die paar Maßnahmen, die es hier gibt, ernstnehmen, musste ich einen anderen Weg finden, um alle in den Film zu integrieren.

Zu guter Letzt: Die metaphorischen und symbolischen Aspekte sind nötig, um die Story zu erzählen und ernsthafte Tiefe hinzuzufügen. Ich wollte die visuelle Komponente so poetisch und mit den Lyrics einhergehend wie möglich gestalten. Es war schon heftig, 30 Minuten passendes Material zu erschaffen, mit möglichst ausgeprägter visueller Interpretation der Lyrics und ohne jegliche Dialoge. Die Original-Idee hat lediglich einen kleinen Teil davon abgedeckt, was der Hauptgrund für die stilisierten Abschnitte ohne echte Storyline ist.

Jannis: Kannst Du uns einen kleinen Einblick in den Schreibprozess geben?

Thomas: Nun, soweit bin ich bei „A Darkened Sun“ für alles verantwortlich, außer für die Komposition und Audio-Produktion. Da die ganze Geschichte auf meinen Ideen basiert, war ich auch der Mann für die Lyrics. Stefan und Marcus haben die Gesangsmelodien komponiert und ich musste meine Texte darauf anpassen. Ich hab echt viel Zeit für das Texteschreiben der vier Songs gebraucht (Frag mich nicht, warum) und direkt nach der Fertigstellung ging ich an das Drehbuch-artige Ding für den Film. Ich hatte ein paar Ideen, wie ich einige Abschnitte der Texte visualisieren wollte, und einen groben Plan, wie man die Kapitel zu einer linearen Story zusammenfügen kann. Der Rest kam im Verlauf der Arbeit daran.

Jannis: Gehen wir ein bisschen mehr auf die Lyrics ein: Wie sieht es aus mit der Beziehung zwischen Erzähler und Autor?

Thomas: Die Texte geben mehr oder weniger meine eigenen Gedanken, Gefühle und Beobachtungen wieder, aber nicht unbedingt meinen eigenen Geisteszustand oder meine Lebensreise. Man kann sagen, ich bin in den Texten halb Beobachter, halb Erlebender, aber ich wollte die Geschichte durch Herz und Geist einer Person in Verzweiflung und Not erzählen.

Jannis: Die Texte von „A Darkened Sun“ kombinieren psychologische, philosophische und indirekter gesellschaftskritische Aspekte (Korrigier mich, wenn ich falsch liege). Dennoch scheint es ihnen nicht nur darum zu gehen, eine Aussage, eine Bedeutung zu vermitteln. Eher erzählen sie eine Geschichte von einem sehr internen, Emotions-fokussierten Standpunkt aus, beschreiben einen emotionalen Prozess, wenn man so will. Wie hat nun also der perfekte Hörer und Zuschauer, der „A Darkened Sun“ genau so hört, wie beabsichtigt, die Lyrics wahrzunehmen? Rein gefühlsbasiert, interpretierend?

Thomas: Wenn man das Ganze als lineares Narrativ interpretiert, zusammen mit visueller Umsetzung, dann kann man es definitiv als emotionalen Prozess sehen, ja! Das ist zumindest eines der Dinge, die ich mit dem Film vermitteln will, zusammen mit dem Prozess der Veränderung durch Beobachten und Handeln. Ich denke, die Texte lassen viel Spielraum für Interpretation, ebenso wie einige der Visuals. Selbst wenn einige Sachen visuell auf eine bestimmte Weise dargestellt werden, können sie dennoch symbolisch für Anderes stehen. Kurz: Du kannst bei der zentralen Aussage bleiben und womöglich verschiedene Sichtweisen konkreter durch Text und Bild vermittelter Bedeutungen anwenden. Die Bildebene ist nur eine Art, die Texte zu interpretieren, und die Interpretation kann wiederum durch die Augen, Emotionen und Erfahrungen der Zuschauer interpretiert werden.

Auch, dass die Lyrics und die Erzählebene um psychologische, philosophische und soziale Themen kreisen, ist korrekt. Sie beschäftigen sich mit Entfremdung, Identität und verschiedenen Arten von Druck, und wie all das uns als menschliche Wesen beeinflusst – unsere Taten, Entscheidungen, emotionalen Zustände und Beziehungen zu anderen und uns selbst. Vielleicht sollte ich hier aber nicht zu genau werden. Ich wäre überglücklich, wenn „A Darkened Sun“ Menschen dazu inspirieren würde, sich damit auseinanderzusetzen, wer sie sind und warum; was sie dazu veranlasst, auf spezielle Weisen zu denken und zu handeln. Was passiert, wenn du dir deiner Handlungen wirklich bewusst wirst? Halten dich diese Handlungen in einem Zustand, in dem du sein willst oder nicht? Aus eigener Erfahrung denke ich, dass eine genauere und intensive Betrachtung deines Lebens und deiner Handlungen ein entscheidender erster Schritt, um mehr Harmonie und Wahrheiten über dich selbst zu erlangen.

Jannis: Wolverine sind nicht unbedingt einer der Bands, die glauben, sich mit jedem Album neu erfinden zu müssen. Müsst Ihr Euch bei der Komposition zurückhalten, um so stark beim klassischen Wolverine-Sound zu bleiben, oder kommt das einfach von selbst?

Thomas: Wir lassen alles zu, was uns musikalisch in den Sinn kommt. In den letzten Jahren waren hauptsächlich Per und Marcus für die Komposition der Instrumentals verantwortlich, während Stefan die Lyrics und Gesangsmelodien übernahm. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir mal überlegen mussten, ob dies oder das wirklich nach Wolverine klingt. Aber der Songwriting-Prozess geht normalerweise mit viel Diskutieren einher. Ich denke, das ist eine Art, uns während des Prozesses selbst, wie Du sagst, zurückzuhalten, aber es ist eher eine Sache des Auslotens von Ideen hinsichtlich unserer verschiedenen Vorlieben, und bietet immer Raum für alternative Ideen. Dementsprechend würde ich sagen, wir gehen sehr absichtsreich an unsere Kompositionen, was aber ebenso absichtlich zu einer offenen Entfaltung führt.

Jannis: Weg von der Kunst, hin zum Geschäftlichen: Es ist nicht unbedingt der Standard, ein Album mit so viel hineininvestierter Arbeit gratis verfügbar zu machen, und Ihr wart Euch sicher der Tatsache bewusst, dass optionale Spenden alleine wohl nicht so viel einbringen, wie bezahlte Downloads es täten. Wie kam es zu der Entscheidung?

Thomas: Du hast absolut recht, aber wir sehen eh nicht besonders viel Geld für das, was wir tun. Wir haben uns erst überlegt, das Album gegen eine Spende von mindestens einem Euro zugänglich zu machen, konnten das aber nicht nach unseren Wünschen einrichten. Und die Türen sozusagen offenzulassen, würde hoffentlich immerhin mehr Menschen dazu bewegen, „A Darkened Sun“ zu erleben. Ich denke, wir haben auch gehofft, dass unsere Fans uns nichtsdestotrotz mit ein paar Euro unterstützen würden. Jetzt ist es auf jeden Fall für jeden kostenlos verfügbar und man kann sich eben aussuchen, ob man spenden will oder nicht. Es gibt übrigens dahingehend auch einen nächsten Veröffentlichungs-Schritt in naher Zukunft.

Jannis: Die Spannung steigt! Normal würde ich jetzt nach Tour-Plänen fragen, aber das hat sich ja eh erstmal erledigt. Gibt es vielleicht dennoch Ideen oder Überlegungen, „A Darkened Sun“ live umzusetzen, vielleicht sogar in Kombination der visuellen Ebene mit einem Live-Konzert in einem Kino oder so?

Thomas: Das wäre großartig in so einer Form! Hoffentlich wird das in der Zukunft mal möglich sein, falls Leute daran interessiert sind!

Jannis: Apropos Zukunft: Kannst Du Dir vorstellen, ein solches Projekt noch einmal in Angriff zu nehmen? Oder geht es tendenziell eher wieder in Richtung normale Alben?

Thomas: Ich habe mir fest vorgenommen, nie wieder etwas Vergleichbares zu machen, weil es mit vermutlich einen Zusammenbruch beschert, hehe! Jetzt, wo das gesagt ist: Ich kann nicht beschwören, dass ich nicht doch schwach werde, nochmal ein so arbeitsintensives Projekt anzugehen, falls ich oder jemand anders noch einmal mit einer Idee um die Ecke kommt, die es echt wert wäre. So oder so: Es wird mehr Video-Inhalte von mir geben. Ich bin motiviert für mehr!

Jannis: Mit dem Ausblick setzen wir der Sache nun langsam ein Ende. Danke Dir vielmals für das Interview! Die letzten Worte gehören natürlich Dir, Zeit für schamlose Eigenwerbung!

Thomas: Vielen Dank (auf deutsch)! Und danke Dir für das Interesse an der Band und der Produktion, es ist schön, eine Plattform über den Entstehungsprozess von und die Gedanken hinter „A Darkened Sun“ haben zu dürfen. Ich merke schon, dass das Konzept ein bisschen fordernder für Leute ist als das eines normalen Studioalbums, aber ich würde jeden dazu ermutigen, ihm ein paar mehr Durchgänge zu geben. Ich behaupte mal, wenn die Lyrics etwas vertrauter geworden sind, wird auch die Erfahrung intensiver. Und es gibt einiges an Intertextualität auf visueller Ebene zu entdecken!

Zum kompletten audiovisuellen Album geht es hier!

 

English Version

When WOLVERINE’s Thomas Jansson does something, he does it right. Planning to release a new album? Better invest hundreds of hours to make it an audio-visual experience. Respond to interview questions? Better come back with no less than 3,5 pages of interesting answers! A look behind the production of A Darkened Sun, the latest film/album of the Swedish progressive metal band.

Jannis: Hey Thomas! Thanks for taking your time for this interview and congratulations for the release of A Darkened Sun. Tell us about the origins of your idea to make it an audio-visual experience. Did you realize a long time dream by it, or was it a rather spontaneous idea? And how did the other band members react to the concept?

Thomas: Not a dream at all really, but film-making has had a pull on me for some time. And when Marcus first presented the basic structures of a couple of songs a few years ago, we started to talk about a potential dystopian concept album. At some point I felt that this could be made into some sort of weird semi-abstract futuristic short film, and Marcus took the bait immediately. We convinced the rest of the band (but at that point I’m not sure they were so convinced) and I took it upon myself to make it happen. As it turns out, A Darkened Sun didn’t become a futuristic dystopian movie, but instead a short, contemporary melancholic narrative.

Jannis: So you were more or less the mind behind the visual part of this work, which sounds like a lot of work for one person. How much time and money did you invest in the visuals? And concidering that most bands who try to make a video/movie by themselves are happy getting a result which is (in the best case) okay and not embarassing: When and how did you learn to create this kind of work, which, to be honest, looks more than professional?

Thomas: I’m flattered that you experience the production as being on the professional side, thank you! This whole thing was really just an experiment and it’s been a full learning experience for me throughout the whole process. Trial and error; hits and misses. For example, there are technical mistakes that I have learned to avoid now but couldn’t do anything about if I wanted to ever complete the production. I have to accept this, and on the whole I am pleased with how things turned out, with some ideas unfolding better than expected.

I’ve been interested in photography for a long time and years ago I used to shoot only with an analog camera. Before dedicating my time to making A Darkened Sun I had only done some simple work in iMovie. And like so many of us, I have learned a lot on the way from competent people on YouTube. I guess I am blessed with an eye for composition and design in general, which helps, but I’m also a stubborn person who sometimes sets the bar high and can’t let things go until it has a certain quality to it.

It was a lot of work doing just about everything as a one man crew. I have no idea how much time I spent, certainly hundreds of hours, maybe closing in on or exceeding four digits. The big cost in this production is the time spent going from zero, without much knowledge or experience in cinematography, to finally reaching the finish line.

The money spent mainly went toward the basic stuff I needed to make a movie – stuff that any film maker would already own. In that sense this is pretty much a zero-budget production. I only had my ideas and a strong ambition and didn’t own anything useful apart from a cheap tripod. Early 2020 I bought a comparably cheap but decent mirrorless digital camera and some accessories. None of the camera gear I used is high end, so it’s a true DIY low budget production. So apart from covering the basic must-haves and getting some cheap props for some of the scenes, no real money was spent. We did pay Rebecca for playing the role of the protagonist, and I guess I need to buy our other talents lunch when things have calmed down with the pandemic.

Jannis: Of course, there is always the obligatory question about your influences. This time I would like to ask about your cinematic influences rather than your musical ones because this kind of highly stylized, metaphorical, often a little abstract kind of film noir style we get in your video is not a thing you see very often.

Thomas: First of all, I’ve always been a sucker for black and white photography. I really enjoy a monochrome style and minimalistic, pale coloring. There is something timeless about it, and maybe it lends itself well to create a nice atmosphere? And even though there are challenges working in black and white, it’s quite forgiving in terms of color grading and getting things to look decent enough in post production.

I can’t definitely say I’ve been heavily influenced by other works on the whole, but at the same time I have probably been inspired unconsciously. For some reason I can’t help but thinking about David Lynch when I look at some of the scenes in A Darkened Sun. And one thing I can definitely say is that I really like the style of Francis Ford Coppola’s Rumble Fish. It’s filmed in black and white and has a noir-like look and mood. The time-lapse clouds I used in A Darkened Sun are inspired by some scenes in Coppola’s Movie where there is some of that going on. Another thing I should mention is that I have been quite inspired by the intro to Homeland, the Showtime series. Watching the intro over and over again helped me find ways to put together the intro and first interlude in ”Phoenix Slain”.

And speaking of film noir: When I was writing the lyrics and later worked on the script for ”The Breach” I had this idea of a hunt or a chase taking place in dark, empty city streets, with a private detective or a gangster running around fighting against time – like something you would see in an old film noir production from the 1950s. The way I use these scenes are metaphorical, and the end result doesn’t really match this original idea. And on a side note: My original plan was that all band members were supposed to act in the first part of this chapter and encounter Rebecca, the protagonist, while she’s chasing around. Unfortunately the Covid pandemic came in between. Because we live in different parts of Sweden and everyone in the band, at least, takes the few restrictions we have here seriously, this forced me to find other ways of including everyone in the film.

Finally, the metaphorical and symbolic bits are necessary to tell the story, and they are there to add serious depth. My ambition was to make the visuals as poetic as possible alongside the lyrics. Since I wanted to interpret as much of the lyrics as I could visually, and since this isn’t a movie containing dialogue, it was a painful challenge to invent almost 30 minutes worth of video. My original ideas only covered a minor part of it, which is partly the reason why it holds quite a lot of stylized sections with no real storyline.

Jannis: Can you give us a little insight in the process of writing? Wolverine’s lyrics and composing always go together very well, regarding the mood and the emotions they transport. And now the movie script adds even another layer of depth and meaning to the lyrics, so it’s really interesting, how the process of writing, story telling and composing looked like, as I believe to know that you were also the writer of the movie script, while you weren’t involved that much in the writing of the lyrics.

Thomas: I am actually the person behind everything except the music composition and production of A Darkened Sun. Since we were going to build this on my ideas I was also writing the lyrics. Stefan and Marcus composed the vocal melodies and I had to adapt the lyrics to it. It took me a lot of time to complete the four songs (don’t ask me why) and the second I was done with that I started working on a script-like thing for the movie. I had a few ideas of how I wanted to visualize some sections of the lyrics, and an idea of how to tie the chapters together to make it a linear story. Apart from this, most of it was invented along the way.

Jannis: Now let’s get a little more towards the lyrics: May I ask about the relationship between the narrator and the author? The lyrics really feel like they are representing the feelings of the writer or at least a real person, as they do in other works of yours (I won’t get tired of mentioning the Monday album again).

Thomas: The lyrics more or less reflect my own thoughts, feelings and observations, but they don’t necessarily interpret my own state of mind or journey in life. I guess you could say I am in there partly as experiencer and partly as observer, but I have tried to channel the narrative through the heart and mind of a persona in distress.

Jannis: The lyrics of A Darkened Sun are combining psychological and philosophical aspects, as well as, more indirectly, social criticism (correct me if I’m wrong). Still they don’t seem to be written just to transmit a message or a meaning. Rather, supported by the musical layer, they tell a story from a really internal, mostly emotional point of view, an emotional process if you like to. So, how would the hypothetical listener, who really gets these lyrics in the way you wish they are to be understood, react to them? By feelings, by thoughts, interpreting, just letting them come to him?

Thomas: When interpreted as a linear narrative, together with the visual representation, I think it could definitely be interpreted as an emotional process. At least that’s one of the things I try to convey with the movie, together with the process of change through observation and action. I think the lyrics are fairly open to interpretation, as are some of the visuals. Even if some things are represented in a certain way visually in A Darkened Sun, they could also be seen as symbolizing something else. What I mean is that you can stay with the central message and probably apply various angles in your interpretation of concrete meanings carried by the lyrics and visuals. What you see in the movie is only one way I found to interpret the lyrics, and this interpretation can itself be further interpreted through the viewer’s filter of thoughts, emotions and experiences.

You’re right in pointing out that the lyrics and narrative revolve around psychological, philosophical and social issues. They deal with alienation, identity and pressures of different kinds, and how this affects us as human beings – our actions, choices, emotional states and relations to others and ourselves. Maybe I shouldn’t get too detailed here and just leave things a bit open for now. I would love if A Darkened Sun inspires individuals to ask questions about who they are and why, and what makes them think and act in certain ways. What happens if you carefully observe your actions? Do these actions leave you in a state where you want to be or not? From own experience, I believe a close examination of your own life and actions is a crucial first step to finding more harmony and truths about yourself.

Jannis: Wolverine is, in a good way, one of those bands, that don’t to have to reinvent their style on every release (leaving aside your death metal roots). Is this a result of consideration, do you have to „hold yourself back“ in the process of composing, like sitting together and asking yourself if it would still be Wolverine if you added this cheesy synth solo or that kind of harmonics? Or does this just happen unintentionally?

Thomas: We allow whatever comes out musically to come out. The past years Marcus and Per have been mainly responsible for coming up with music whereas Stefan would usually come up with most lyrics and vocal melodies. I can’t recall that we have ever had to ask ourselves if this or that sounds like Wolverine. But we normally argue through the whole process of putting a new song together. I guess this is a way of ”holding ourselves back” in the process, but it’s more a matter of calibrating things based on our different preferences and open up for alternative ideas along the way. In that respect I would say we are very intentional with our compositions, but this intentionality unfolds in an open landscape.

Jannis: Let’s turn briefly to the the financial aspects: It is at least unusual to give away an album with so much work behind it for free. What brought you to this decision? You must have been aware that you wouldt not get as much money for it through donations than if you sold it by downloads, right?

Thomas: You’re absolutely right, but we rarely see much money in what we do anyway. This time around we first decided to go for a minimum donation of one Euro for the audio-visual album, but we couldn’t set things up the way we wanted. And to leave the doors open, so to speak, would hopefully at least encourage more people to experience A Darkened Sun. I suppose we also hoped our fans still would support us with a few Euros or so. But right now it is free for anyone to enjoy, and it’s up to you if you want to make a donation or not. There will also be a next step in the release of this production in a near future.

Jannis: Normally I would ask about touring plans at this point but I guess that’s not really realistic at this moment and Wolverine live concerts are rather rare. Still, are there any ideas or conciderations about doing A Darkened Sun live one better day? Maybe even combinig a live show with the visual part of the album in some way, in a movie theater or something like that?

Thomas: I think it would be great to do a live act where we run through A Darkened Sun in its entirety with a visual dimension added to it. Hopefully we will be able to do it some day in the future, if people are interested in experiencing it.

Jannis: To check the current status of your future plans: Is this kind of concept something you could imagine to use again, or do you tend to go back to normal audio only albums?

Thomas: I have said to myself to never, ever do anything similar again since it’ll probably break me, hehe! Having said that, however, I’m not sure I could resist the temptation of diving back into the fire to create something that would demand as much work if I or anyone else came up with an idea interesting enough to pursuit. In any case, there will definitely be more video production from my side. I am eager to make more.

Jannis: Thank you really much for the interview! The last words belong to you. Time for shameless self promotion!

Thomas: Vielen Dank! I am thankful for the interest you show in the band and the production, and I appreciate to have been provided with a platform to share part of the story about how A Darkened Sun was made and what thoughts that lie behind it. I realize that it’s a bit demanding for people to sit through a full experience like this compared to listening to a normal audio album, but I would encourage anyone to revisit it a few times. I dare say that once you become more familiar with the lyrics, the experience will also be deeper. And there is also some intertextuality to be discovered in the visuals.

You can find the full version of „A Darkend Sun“ here!