CRYONIC TEMPLE – Deliverance

Band: Cryonic Temple
Album: Deliverance
Spielzeit: 64:24 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 20.07.2018
Homepage: www.facebook.com/CryonicTemple

Das ging fix, knapp 1 Jahr nach ihrem Comebackalbum „Into the Glorious Battle“ kehren die schwedischen Power Metaller von CRYONIC TEMPLE schon wieder zurück auf die Bildfläche und präsentieren uns ihr neues, sechstes Album mit dem Titel „Deliverance“. Hier führt man das futuristische Konzept fort was man auf dem Vorgänger so schön begonnen hat.
Und auch sonst hat sich nicht viel geändert, die Mannschaft ist schön beisammengeblieben, was auch heißt das erneut Mattias Lilja hier seine Stimme erklingen lässt.
Mich hatte das letzte Album im letzten Jahr ja tierisch gefesselt, ich war daher sehr gespannt ob man das klasse Niveau halten kann?
Horchen wir also mal geschwind in das Intro „The Morning after the Longest Day“ rein, dieses schlägt eigentlich genau in dieselbe Kerbe wie auch schon das Intro auf der letzten Scheibe. Schön cinematic mäßig führt uns das gute Stück in die Geschichte ein.
Der erste richtige Track „Rise eternally beyond“ startet dann eher bedächtig mit sanften Gitarrenriffs und großer Keyboarduntermalung bevor die knackigen E Gitarren ihr Werk aufnehmen und es mit satten Double Bass Drumming durch den Song geht. Melodisch und eingängig bohrt sich der Track direkt in die Gehörgänge und bleibt so recht schnell haften, so muss das sein!
Auch die nächsten Tracks „Through the Storm“, „Knights of the Sky“ und der Titeltrack „Deliverance“ gehen runter wie Öl und sind schön melodisch gehalten.
Anschließend gibt es bei „Pain and Pleasure“ die Chance etwas runterzukommen, denn hier fährt man die Geschwindigkeit ganz klar zurück.
Was nach der 1. Hälfte der Scheibe im Vergleich zum Vorgänger direkt auffällt, die Keyboards sind hier wesentlich präsenter und nehmen einen größeren Teil des Gesamtbildes ein, das hat etwas Einfluss auf die Heavyness wie ich finde. Dieser Umstand hat mir erst ein paar Sorgenfalten aufs Gesicht gemalt, mittlerweile gewöhnt man sich zwar dran, aber es dürfte auf jeden Fall für Diskussionen und Nase rümpfen sorgen und nicht jedem gefallen!
Gehen mir mal weiter in den Songs, denn es gibt nach wie vor noch einige Perlen zu entdecken, Beispiele gefällig?
Kein Problem, das straighte „Pain and Pleasure“ kann genauso gefallen wie das epische „Temple of Cryonics oder das eingängige „End of Days“.
Den letzten Abschnitt einleiten tut dann das ruhige, aber sehr eingängige „Swansong of the Last Emperor“, welches ebenfalls direkt zu überzeugen weiß.
Bei den letzten Songs geht dann den Jungs zwar etwas die Puste aus und die Qualität ist nicht mehr ganz so hoch wie bisher, aber für ordentliche Standardmetaltracks reicht es auch hier noch.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Rise eternally beyond“, „Through the Storm“, „Knights of the Sky“, „Temple of Cryonics” und “End of Days”.

Fazit :

Man muss schon sagen CRYONIC TEMPLE lassen sich auch auf ihrem neuen Album nicht lumpen und bieten 1. viel melodische Metalmucke und 2. ist man sehr abwechslungsreich unterwegs.
Man bekommt als Fan definitiv das man was man erwartet und die Jungs bleiben ihrer eingeschlagenen Linie vom letzten Album absolut treu!
Einzige Änderung, die vermutlich auch bei den meisten nicht so gut ankommen wird, ist die stärkere Hinzunahme der Keyboards was auf jeden Fall etwas zu Lasten der Heavyness geht. Hier muss jeder selbst entscheiden wie wichtig ihm das ist.
Im Großen und Ganzen gibt es hier aber insgesamt nicht so viel zu meckern.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro The Morning after the Longest Day
02. Rise eternally beyond
03. Through the Storm
04. Knights of the Sky
05. Deliverance
06. Loneliest Man in Space
07. Pain and Pleasure
08. Temple of Cryonics
09. Starchild
10. End of Days
11. Swansong of the last Emperor
12. Under Attack
13. Blood and Shame
14. Insommia (Digipack Bonus)

Julian

TAD MOROSE – Chapter X

Band: Tad Morose
Album: Chapter X
Spielzeit: 60:40 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: GMR Music
Veröffentlichung: 15.06.2018
Homepage: www.tadmorose.se

3 Jahren nach ihrem letzten Album „St. Demonius“ kehren die schwedischen Power Metaller von TAD MOROSE wieder zurück und haben ihr neues Album „Chapter X“ im Gepäck.
Feinster Schweden Metal erwartet uns auch hier wieder und es wird sich zeigen ob man das Niveau des bockstarken Vorgängers wird halten können!?
Man hat auf jeden Fall alles dafür getan und im Vorfeld auf Routine gesetzt, denn man nahm erneut, wie auch schon beim letzten Silberling, alles im eigenen Studio Claustrophobic auf welches von Sänger Ronny Hemlin und Bassist Johan Löfgren betrieben wird.
Also, starten wir mal die Hörsession mit dem Openersong „Apocalypse“ der sich nicht lange mit Vorgeplänkel aufhält, sondern direkt in die Vollen und auf die Zwölf geht!
Schnell, brachial und eingängig flügt das Teil durch die Boxen in die Gehörgänge und setzt sich dort direkt fest…ein geiles Stück Metal als Opener, weiter so!
Es geht auch super weiter, allerdings dauert das ein, zwei Stücke, denn die nächste absolute Metalperlen kommen dann erst mit „I am Night“, „Liar“ und „Nemesis“. Dazwischen gibt es ordentliche Standardmetalkost die nicht großartig auffällt aber auch nicht weh tut.
Bei insgesamt 14 Songs haben wir aber gerade erst die Plattenhälfte erreicht, daher bleiben also noch genug Möglichkeiten für die Band um zu glänzen.
Diese Möglichkeiten werden dann im letzten Drittel am Besten ausgeschöpft, denn hier hat man mit „Where the Stars Allign“ und dem abschließenden epischen und atmosphärischen „…Yet still you preach“ zwei weitere Hits im Gepäck.

Anspieltipps:

„Apocylypse“, „I am Night“, „Nemesis“ sowie „…Yet still you preach“ tönen hier am Besten.

Fazit :

Das letzte Album „St. Demonius“ war wirklich erstklassig, daran kann das neue Werk „Chapter X“ leider nicht immer ganz anschließen, dafür befinden sich hier einfach zu viele Standardmetaltracks an Bord.
Aber das ist kein Beinbruch, man ist trotzdem noch ganz weit entfernt von einem schlechten Album und hat hier insgesamt eine starke Performance im Angebot!
Auch der, nun nicht mehr ganz so, neue Sänger Ronny Hemlin macht seine Sache erneut super und passt mittlerweile perfekt in den Bandsound von TAD MOROSE.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Apocalypse
02. Icome Morpheus
03. Deprived of Light
04. I am Night
05. Leviathan Rise
06. Liar
07. Masquerader
08. Nemesis
09. Salvage my Soul
10. Slaves to the dying Sun
11. Turn to Dust
12. Vaunt the Cynical
13. Where the Stars Allgin
14. ….Yet still you preach

Julian

ERIC CLAPTON – Life in 12 Bars

Band: Eric Clapton
Album: Eric Clapton: Life in 12 Bars
Spielzeit: min
Stilrichtung: Blues / Rock
Plattenfirma: Universal (Universal Music)
Veröffentlichung: 08.06.2018
Homepage: www.ericclapton.com

Eines vorweg: wer sich bewusst ist, dass es sich bei dem hier vorliegenden Soundtrack zum gleichnamigen Film über das kreative Schaffen des ersten echten Gitarrengotts aller Zeiten, nicht um eine Best-Of Scheibe oder gar eine allumfassende Retrospektive zur gesamten Karriere von ERIC CLAPTON handelt, sondern um eine sehr selektive Auswahl aus der nun bereits 5 Jahrzehnte andauernden Schaffensphase, der wird mit den beiden Discs ein paar nette Stunden haben. ERIC CLAPTON muss wohl nicht mehr gesondert vorgestellt werden, denke ich. Wer auch nur ansatzsweise etwas mit Gitarrenmusik am Hut hat weiss, dass sich vor allem die Gitarrenhelden der 80er massiv von dem englischen Blues/Rock Musiker beeinflussen liessen und viele der Licks die uns auch heute noch um die Ohren gehauen werden, ohne den mittlerweile 73jährigenb CLAPTON so wohl nicht zu hören wären. Dabei ist immer wieder kontrovers darüber diskutiert worden, ob CLAPTON handwerklich tatsächlich solchen Genies wie Hendrix oder Jeff Beck das Wasser reichen konnte. Das war aber bei CLAPTON, der selber nie etwas mit höher, schneller, weiter anfangen konnte, auch immer völlig am Thema vorbei. Fakt ist, ohne CLAPTON klängen die Gitarristen heute gewiss anders.

Ja, eine ERIC CLAPTON Compilation ohne „Cocaine“ oder „Wonderful tonight“ ist schon gewagt und zielt ganz klar auf ein anderes als das übliche Best-Of-Käufer-Publikum ab. Das ist auch löblich und prinzipiell gut so. Auch dass hier das Schaffen von CLAPTON als Sideman anderer Künstler viel Beachtung findet (in dieser Rolle scheint der introvertierte Brite sich eh immer am wohlsten gefühlt zu haben) ist auch interessant. Leider wurden bei der Songauswahl komplette Jahrzente, in denen CLAPTON durchaus sehr aktiv und kreativ war, völlig ignoriert. Sowohl die Filmemacher, als vielleicht auch CLAPTON selber scheinen mit dieser Schaffensphase ein Problem zu haben. So gibt es dann auf „Eric Clapton: Life in 12 Bars“ frühe Aufnahmen mit den Yardbirds, Cream, Blind Faith und natürlich Derek and The Dominos zu hören. Für Fans vor allem ein Ohr wert sind dabei die unveröffentlichten Songs (zB die live aufgenommene Chuck Berry Nummer „Little Queenie“ und extended Versionen („I Shot The Sheriff“ wird hier nochmal um einiges geiler). Wahrscheinlich machen diese CDs um einiges mehr Sinn, wenn man sich den dazugehörigen Film angeschaut hat (was ich nach Möglichkeit demnächst bestimmt nachholen werde).

„Eric Clapton: Life in 12 Bars“ bietet vor allem dem schon gut eingedeckten Fan von ERIC CLAPTON Interessantes und hier und da sogar Neues zu entdecken. Die Songs sind toll, die Gitarrenarbeit natürlich ebenso. Dass bei der Songauswahl aber ganze Karrierephasen dieser lebenden Legende komplett unter den Teppich geklehrt wurden, kommt aber schon einer Geschichtsverklärung gleich. Wer also ERIC CLAPTON für sich neu entdecken möchte, der fängt am besten vorne an und arbeitet sich durch den Backkatalog. Denn die hier völlig ignorierten Alben aus den 80er Jahren sowie die blueslastigen Alben der letzten Jahre tragen ebenfalls viel bei zur (anhaltenden) Legendenbildung und sind somit ebenfalls essentiell. Für Fans (wie mich) daher ein starkes Album, das durchweg hervorragende Laune macht und zudem auch noch richtig gut produziert ist. Für Neueinsteiger allerdings nur bediongt zu empfehlen.

WERTUNG:

(keine Wertung)

Trackliste:

Disc: 1

01. Big Bill Broonzy: Backwater Blues
02. Muddy Waters: My Life Is Ruined
03. Muddy Waters: I Got Mojo Working
04. The Yardbirds: I Wish You Would
05. The Yardbirds: For Your Love
06. John Mayall & The Bluesbreakers: Steppin’ Out
07. John Mayall & The Bluesbreakers: All Your Love
08. Cream: I Feel Free
09. Cream: Strange Brew
10. Cream: Sunshine of Your Love
11. Aretha Franklin: Good to Me As I Am To You
12. Cream: Crossroads live
13. The Beatles: While My Guitar Gently Weeps
14. Cream: Badge
15. Cream: White Room live
16. Cream: Spoonful
17. Blind Faith: Presence Of The Lord

Disc: 2

1. Delaney & Bonnie & Friends featuring Eric Clapton: Comin’ Home
2. Eric Clapton: After Midnight
3. Eric Clapton: Let It Rain
4. Derek and The Dominos: High
5. George Harrison: My Sweet Lord
6. Derek and The Dominos: Thorn Tree In The Garden
7. Derek and The Dominos: Nobody Knows You When You’re Down And Out
8. Derek and The Dominos: Bell Bottom Blues
9. Derek and The Dominos: Layla
10. Derek and The Dominos: Little Wing
11. Derek and The Dominos: Got To Get Better In A Little While
12. Eric Clapton: I Shot The Sheriff
13. Eric Clapton: Little Queenie live
14. Eric Clapton: Mainline Florida
15. Eric Clapton: Tears In Heaven

Mario

TNT – XIII

Band: TNT
Album: XIII
Spielzeit: 46:10 min
Stilrichtung: Hard Rock, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 08.06.2018
Homepage: www.tnttheband.com

Die Norweger TNT haben in den 80ern mit „Knights of the New Thunder“ (1984) und „Tell No Tales“ (1987) starke Alben vorgelegt und mit „10,000 Lovers (In One)“ einen kleinen Genre-Hit für die Ewigkeit geschrieben. Die Jungs haben sich schon immer von der Konkurrenz durch ein eigenwilliges Songwriting sowie die kreative Gitarrenarbeit von Ronni Le Tekro abgesetzt. Umso gespannter war ich als das neue Album der Truppe über Frontiers Records angekündigt wurde – ein Label, das eigentlich für gleichförmige Massenware bekannt ist und weniger für Bands die aus der Reihe fallen. Das von Tommy Hansen abgemischte „XIII“ ist, wer hätte das gedacht, das 13. Album der Band und zeigt mal wieder wie wichtig TNT für die Szene sind.

Das Doppel aus „We’re Gonna Make It“ und „Not Feeling Anything“ eröffnet das Album mit unorthodoxen Arrangements, fetten Chören, einer kreativen Produktion und geilen Hooklines. Man weiss sofort, dass man es mit TNT zu tun hat und nicht mit der x-ten Aufwärmung des üblichen Hardrock Breis den man sonst immer vorgelegt bekommt. Neuentdeckung Baol Bardot Bulsara aus Spanien am Mikrofon (der den kürzlich ausgeschiedenen Tony Harnell ersetzt) macht seine Sache hervorragend, beherrscht sowohl die hohen Töne (ohne jemals nervig zu werden) als auch die tieferen Register und packt eine gute Melodie nach der anderen raus (Anspieltipp „People, Come Together“). Bei „It’s Electric“ wird dann das Experimentieren mit Queen-beeinflussten Chören und beschwingten Rhythmen auf die Spitze getrieben. Dieses Verspielte bringt der Platte eine Menge Abwechslung ein, kann aber auch mal in die Hose gehen wie z.B. bei dem langweiligen Rocker „Fair Warning“. Die gute-Laune „Hits“ („Get Ready For Some Hard Rock“) überwiegen aber in der Summe und machen aus „XIII“ zwar nicht das beste Album in der Karriere der Norweger, aber immerhin ein Album, dass der Hardrock Fan auf dem Zettel (bzw. im Regal) stehen haben sollte.

Fett und zeitgemäss produziert, eine Menge guter Songs, tolle (ungewohnte) Arrangements, eine frische/hungrige Stimme und die nach wie vor einzigartige Gitarrenspuren von Bandgründer von Ronni Le Tekro machen aus „XIII“ ein gutes Stück zeitlosen Hardrocks. Zwar kein Überfliger, aber Genrefans zum Antesten empfohlen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We’re Gonna Make It
02. Not Feeling Anything
03. Fair Warning
04. It’s Electric
05. Where You Belong
06. Can’t Breathe Anymore
07. Get Ready For Some Hard Rock
08. People, Come Together
09. Tears In My Eyes
10. 17th Of May
11. Catch A Wave
12. Sunshine

Mario

BACKYARD CONSPIRACY – Taken by Surprise

Band: Backyard Conspiracy
Album: Taken By Surprise
Spielzeit: 66:13 min.
Plattenfirma: Supermusic
Veröffentlichung: 29.06.2018
Homepage: www.backyard-conspiracy.com

Backyard Conspiracy wurde 2016 in Berlin gegründet und besteht aus Matt Sunday (Gitarre, Vocals), Jazzmine (Vocals, Keyboards), Wolle (Drums) und Gast-Bassist Pete Monday. Hinter den eigenartig klingenden Künstlernamen verbergen sich vier erfahrene und versierte Mucker, die teilweise auf bereits mehrere Jahrzehnte im Musikbiz zurückblicken können und mit Genres wie Bluesrock, Hardrock, Worldmusic, Funk und Reggae bestens vertraut sind.

Das Quartett tönt erfreulicherweise nicht wie ein musikalischer Gemischtwarenladen, sondern zelebriert vom Blues-/Hardrock der Siebziger Jahre infizierten Oldschool-Rock. Nummern wie „Taken By Surprise“, „Turning Off The Light“ oder „Fly On The Wall“ liefern tiefenentspannten, bluesigen Rock, der ab und an Erinnerungen an Wishbone Ash hervorruft. „Borderline“ hingegen gemahnt wegen des dezent orientalischen Mainriffs und den wuchtigen Drums an die großartigen Zeppelin („Kashmir“ lässt grüßen). Knackige Rocknummern wie „Someday“, „Where Are You Going?“ oder aber das über acht Minuten andauernde, episch-balladeske „100 Miles Offshore“ dürfen ebenfalls zu den Highlights des Debüts gerechnet werden.

Leider können nicht alle 12 Songs diesen Standard halten. Nummern wie „Don’t Blow Up The World“, „Falling Down“, „Simple Days“ oder „Do You Mind?“ beginnen zwar vielversprechend, verlieren jedoch im weiteren Verlauf rasch an Spannung und Drive und plätschern dahin, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Man hätte das Album getrost ein wenig straffen können. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen. Dessen ungeachtet ist TAKEN BY SURPRISE ein organisch und homogen klingendes Debütwerk geworden, das mit so manch gelungenem Song aufwarten kann und auch soundmäßig überzeugt.

Wertung:

 

 

Trackliste:

01 Don’t Blow Up The World
02 Taken By Surprise
03 Falling Down
04 Do You Mind?
05 Borderline
06 Fly On The Wall
07 Someday
08 Turning Off The Light
09 Simple Days
10 Where Are You Going?
11 100 Miles Offshore
12 Lucky Man

Marc Schipper (Gastredakteur)

ATROCITY – Okkult II

Band: Atrocity
Album: Okkult II
Spielzeit: 44:54 min
Stilrichtung: Death Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 06.07.2018
Homepage: www.atrocity.de

ATROCITY legen 5 Jahre nach „Okkult“ die Fortsetzung „Okkult II“ nach. Dabei wenden sich die Ludwigsburger – wie schon beim Vorgänger – wieder sehr stark ihren Wurzeln zu, die im klassischen Death Metal liegen. Seit der Gründung 1985 hat sich die Band zwar immer wieder neu erfunden und dabei auch andere Genres eingebaut, doch wie man auf „Okkult II“ deutlich merkt, ist ATROCITY einfach eine Death Metal Band. Und eine sehr gute noch dazu. Von der aktuellen Besetzung mit Bandgründer und Fronter Alexander Krull, Thorsten Bauer und Pete Streit an Gitarre/Bass und Drummer Joris Nijenhuis ist nur noch Krull seit der ersten Stunde dabei. Das tut aber nichts zur Sache, da sich der neueste Dreher eher wieder an der Früh- und nicht Spätgeschichte der Band orientiert. Weniger symphonisch, mehr metallisch mit Todesblei-Garantie.

Wie auch schon auf der EP „Masters Of Darkness“ (Dezember 2017) mit den Songs „Masters Of Darkness“, „Menschenschlachthaus“, „Gates Of Oblivion“ und „Devil’s Covenant“ – die sich auch auf der aktuellen Scheibe wiederfinden – fällt der Death Metal Anteil auf „Okkult II“ doch deutlich höher aus als in einigen Vorgänger-Werken. Schon der Einstieg „Masters Of Darkness“ fällt extrem aus und ist wie „Shadowtaker“, „Infernal Sabbath“ oder auch „All Men Must Die“ ein recht ungestümer Nackenbrecher. Die Songs erinnern stark an die Band aus den 90er Jahren. Und doch wird auch die Entwicklung der letzten Jahre dieser extrem experimentierfreudigen und abwechslungsreichen Band nicht komplett beiseite gewischt. Vereinzelte Chöre in Songs wie „Gates To Oblivion“ geben dem Album einen düster-morbiden Anstrich. Kein Wunder, denn ATROCITY haben sich für „Okkult II“ wieder mit der kanadischen Sounddesignerin Katie Halliday („Saw V-VII“) zusammengetan. „Gates To Oblivion“ bekommt zudem noch Unterstützung von Ex-MORGORTH Sänger und Death Metal Legende Marc Grewe. Eine weitere Ikone der Todesblei-Fraktion, Sänger L.G. Petrov (ENTOMBED A.D.) ist bei „The Devil’s Convenant“ zu hören.

Eine gute Mischung, die extrem metallisch und dabei doch sehr düster und dunkel daherkommt. Perfekt kombiniert und unheilvoll untermalt ist „Okkult II“ ein deutlich spannenderes Werk als einige seiner Vorgänger. Denn ATROCITY schaffen es auch nach über 30 Jahren noch einen drauf zu legen und ihren Status als eine der besten deutschen Death Metal stetig zu untermauern. „Okkult II“ ist vielleicht nicht das beste Werk der Schwaben, aber es zählt schon jetzt zu den besten. Das mittlerweile 13. Studioalbum der Ludwigsburger Mannen zeigt sich extrem facetten- und abwechslungsreich, Oldschool und gleichzeitig doch zeitgemäß. Dazu die beiden Gastsänger, die den Songs ihren Stempel aufdrücken, atmosphärisch dichte Musik und eine enorme stilistische Bandbreite mit kraftvollen und ausdrucksstarken Songs. Sehr gut gemacht, Jungs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Masters Of Darkness
02. Shadowtaker
03. Bloodshed And Triumph
04. Spell Of Bblood
05. Menschenschlachthaus
06. Gates To Oblivion
07. Infernal Sabbath
08. All Men Must Die
09. Phantom Ghost
10. Devil’s Covenant
11. The Golden Dawn

Tänski

DESTINA – Metal Souls

Band: Destina
Album: Metal Souls
Spielzeit: 54:32 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 13.07.2018
Homepage: www.guitarofzorro.com

Der japanische Metalgitarrist Nozomu Wakai ist in seiner Heimat mit seiner Band DESTINA schon recht bekannt, nun wagt er den großen Sprung in die alte Welt und präsentiert uns, mit neuer Mannschaft, sein neues Werk „Metal Souls“.
Und diese neue Mannschaft ist keine gewöhnliche, den ihm gelang es absolute Metalgrößen in Form von Ronnie Romero (RAINBOW, LORDS OF BLACK), Marco Mendoza (THE DEAD DAISIES) sowie Tommy Aldridge (WHITESNAKE) für sich zu gewinnen!
Mit ihnen zusammen präsentiert er uns nun seine neuen Stücke die Fans von GUS G, JUDAS PRIEST oder YNGWIE MALMSTEEN auf jeden Fall zu sagen sollten.
Als Opener fungiert der Titeltrack „Metal Souls“ und dieser startet direkt kraftvoll und melodisch! Die Nennung des Vorbildes GUS G sind hier wahrlich nicht von der Hand zu weisen, Fans von Gitarrenriffs dominierten Metal sollten hier direkt glücklich werden.
Das Fronter Ronnie Romero natürlich mal wieder abartig gut singt, braucht man hier glaube ich nicht extra zu erwähnen. Der Mann hat einfach Gold in der Stimme und veredelt einfach jede Mucke oder jede Band bei der er zum Mikro greift!
Aber der Opener war nur der Startschuss für eine rasante, melodische Fahrt der obersten Qualitätsstufe des Metals, denn mit dem etwas langsameren aber ebenso eingängigen „Rain“ (was für eine Hookline), dem flotten „The End of Love“, dem verträumt, epische „Take Me Home“ oder dem klassischen „Raise your Fist“ geht es in der Folge absolut erstklassig weiter und hier bleiben glaube ich wirklich keine Wünsche offen!
Das episch anmutende „Be a Hero“ schlägt dann die Brücke in das letzte Drittel welches dann zwar insgesamt nicht mehr ganz so stark daherkommt wie die Songs zuvor aber mit „Cross the Line“ und „Ready for Rock“ hat man doch noch zwei absolute Perlen des Metals im Gepäck die sich nahtlos an die bisherigen Hits anschließen.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Metal Souls“, „Rain“, „Take me Home“, „Raise your Fist“ und „Cross the Line”.

Fazit :

Bei DESTINA kann man mit Sicherheit festhalten das es gut ist das sie den Schritt über den großen Teich hin zu uns gewagt haben! Mit dem neuen Album präsentiert man uns ein melodisches Metalalbum ganz im Stile des großen GUS G welches auf jeden Fall seine Anhänger finden wird!
Die tolle Backmannschaft von Gitarrist Nozomu tut dazu sein Übriges, auch wenn das Ganze doch etwas nach Namedropping aussieht. Wenn dabei aber solche Qualität herauskommt, sollte man das gerne in Kauf nehmen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Metal Souls
02. Rain
03. The End of Love
04. Promised Land
05. Take Me Home
06. Raise your Fist
07. Be a Hero
08. Metamorphoses
09. Cross the Line
10. Judgement Day
11. Ready for Rock

Julian

ELVENSTORM – The Conjuring

Band: Elvenstorm
Album: The Conjuring
Spielzeit: 48:07 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 13.07.2018
Homepage: www.facebook.com/elvenstorm

Die französische female fronted Heavy Metaltruppe ELVENSTORM ist mir seit ihrem letzten, zweiten Album „Blood Leads to Glory“ seit 2014 schon ein Begriff! Damals war man beim recht kleinen und unbekannten Label Inferno Records unter Vertrag. Das Potential der Band fiel aber nicht nur mir damals auf, sondern auch einigen Labels und so kam es wie es kommen musste und ELVENSTORM machten den Schritt raus aus den Tiefen des Undergrounds! Massacre Records schlugen zu, was wie ich finde wunderbar passt, und so können wir nun das neue, vierte Album „The Conjuring“ dieser Tage bewundern.
Da die Band aus Grenoble stammt ist es kaum verwunderlich das man ganz im Fahrwasser der örtlichen Nachbarn LONEWOLF und NIGHTMARE musikalisch unterwegs ist!
Heavy Metal Anhänger können sich also auf einen weiteren Leckerbissen französischer Heavy Metalkunst freuen, welches mit dem Titeltrack „The Conjuring“ eröffnet wird. Dieses ist „nur“ ein mystisches und stimmungsvolles Intro so dass wir hier relativ schnell weitergehen können zum ersten richtigen Track „Bloodlust“. Und hier merkt der geneigte Fan schnell es hat sich nichts verändert zum bisherigen musikalischen Schaffen der Franzosen! Schnell, schwermetallisch aber auch melodisch preschen sie uns die Riffs nur so um die Ohren. Anspieltipp und fertig! Weiter geht es mit dem nächsten Track „Ritual of Summoning“ der etwas epischer angelegt ist als der Vorgänger aber ebenfalls direkt zündet und gefällt.
Danach folgt mit „Into the Night“ ein Standardmetaltrack der recht knackig ist und nicht weiter auffällt.
Wesentlich besser gefällt dann wieder „Devil Within“ welches länger aufgebaut wird und einfach interessanter und abwechslungsreicher ausfällt.
Dann erfolgt leider ein kleiner qualitativer Bruch weil „Chaos from Beyond“ eher wieder in Richtung Standardmetalkost geht und „Stellar Descension“ ein Instrumental ist was einen auch nicht wirklich hinter dem Ofen hervorlocken kann.
Der letzte Abschnitt allerdings ist dann wieder etwas besser geworden und zeigt ELVENSTORM von ihrer starken Seite.
Glanzpunkte sind hier ganz klar das überlange „Cross of Dammnation“ sowie das abschließende „Dawn of Destruction“.

Anspieltipps:

„Bloodlust“, „Ritual of Summoning“, „Devil Within“ und „Cross of Dammnation“.

Fazit :

ELVENSTORM bleiben felsenfest im True Metal verwurzelt und das ist auch verdammt gut so! Man hat hier erneut ein starkes Album im Gepäck was Fans des Genre mit Sicherheit ein paar schöne Stunde bescheren dürfte. Zwar erfindet man hier das Rad nicht neu und etwas mehr Hitdichte hätte der neue Silberling durchaus vertragen können, aber im Großen und Ganzen geht das neue Werk absolut in Ordnung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Conjuring
02. Bloodlust
03. Ritual of Summoning
04. Into the Night
05. Devil Within
06. Chaos from Beyond
07. Stellar Descension
08. Evil`s Dawn
09. Cross of Dammnation
10. Dawn of Destruction

Julian

BACK TO EDEN – Blackened Heart EP

Band: Back to Eden
Album: Blackened Heart EP
Spielzeit: 27:20 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Hellfire Records
Veröffentlichung: 05.06.2018
Homepage: www.facebook.com/backtoedenband

Aufmerksame Leser unserer Rubrik Talentschmiede sollte die Band BACK TO EDEN bzw. deren Mastermind Edan Hoy schon ein Begriff sein. Die Band frönt dem klassischen Heavy Metal und wurde in obiger Rubrik im Juli letzten Jahres vorgestellt.
Nun, nach zwei Jahren Arbeit, hat die Band es geschafft ihre Debüt EP mit dem Titel „Blackened Heart“ auf den Markt zu werden.
Mal schauen ob man den ersten, prächtigen, Eindruck aus der Talentschmiede auch über eine EP halten kann.
Das schon bekannte „Temptation“ eröffnet den Silberling. Erdig groovend mit einem mächtigen Beat wartet das Stück auf, der Gesang ist im angenehmen Bereich, kommt stellenweise recht aggressiv aus den Boxen und insgesamt ist die Nummer ein ehrliches, brachiales Stück Metal, welches mit Sicherheit den Anhängern dieses Genre viel Freude machen wird!
„Twin Flame“ im Anschluss ist ebenfalls schon vorab bekannt gewesen und fährt, wenn auch etwas zackiger, genau den metallischen, eingeschlagenen Stiefel weiter wie der Opener.
Haken dran und schnell weiter zum ersten, wirklich neuen Track „Illusion“. Dieser bietet das altbekannte Muster, wird aber wundervoll ergänzt durch einen abwechslungsreichen Groove und interessante Gitarrenriffs. Das Ding geht ebenfalls tierisch in Mark und Bein und begeistert, wie auch schon die anderen Songs.
Beim anschließenden, ebenfalls neuen, Titeltrack „Blackened Heart“ versucht man es mal etwas ruhiger und es entwickelt sich eine kraftvolle Halbballade die besonders durch seinen tollen Chorus glänzen kann.
Nach dieser überlangen Erholung ist es mal wieder Zeit für ordentlich Power und die bekommt ihr im abschließenden „Devil in Disguise“ zu Hauf geboten.
So endet die Debüt EP so wie sie angefangen hat, metallisch kraftvoll und absolut überzeugend!

Anspieltipps:

Schlechtes gibt es hier nicht wirklich zu entdecken, ein bisschen hervorheben tun sich aber „Temptation“, „Illusion“ und „Blackened Heart“.

Fazit :

Der gute Eindruck den die Band schon bei unserer Vorstellung in der Talentschmiede gemacht hat, setzt sich auf der Debüt EP aber so was von fort! Toll gemachter Heavy Metal wird dem geneigten Hörer hier geboten, der niemals langweilig wird und die nötige Frische mitbringt um in diesem vollen Genre im Gedächtnis zu bleiben und zu überzeugen!
Ich kann dieses klasse Stück Heavy Metal jedem geneigten Metaller nur ans Herz legen, besorgt euch das Teil über die Band oder Labelpage, ihr werdet es nicht bereuen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Temptation
02. Twin Flame
03. Illusion
04. Blackened Heart
05. Devil in Disguise

Julian

ESTATE – Mirrorland

Band: Estate
Album: Mirrorland
Spielzeit: 56:08 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.estate-band.com

2014 brachten die russischen Power Metaller von ESTATE ihr Debütalbum „Fantasia“ auf den Markt. Ich selbst habe dem Debüt gute Ansätze mit reichlich Luft nach oben bescheinigt, was man nun mit dem zweiten Album „Mirrorland“ in die Tat umsetzen möchte.
Um das zu erreichen ließ man sich lange Zeit für das neue Werk, schließlich begannen die Arbeiten dazu schon 2015.
Außerdem hat man mit Mark Boals und Mats Leven zwei bekannte Gastsänger an Bord die bei zwei Songs eine eigene Interpretation des Ganzen beisteuern. Ob und wie sinnvoll das nun ist, das sei jedem selbst überlassen.
Sonst gibt es nicht viel Neues aus dem Hause ESTATE zu vermelden, starten wir daher direkt mit dem Opener und Titeltrack „Mirrorland“ in das neue Werk. Eigentlich ist der Track ein perfekter Klon zum Opener des letzten Albums, schnell, melodisch und mit ordentlicher Keyboardunterstützung geht es hier zu Werke. Passt perfekt zu Beginn und begeistert auf Anhieb!
Mit „The Ghoul“ im Anschluss kann man aber nicht glänzen, alles schon X Mal gehört würde ich sagen. Leider trifft das auch auf die nächsten Nummern zu, irgendwie alles zu gewöhnlich. Zwar ist das Ganze nicht schlechtgemacht, aber auch nicht so besonders dass es sich irgendwie hervorhebt.
Erst bei „Storm of the Age“ wird das Ganze wieder besser und die Songqualität steigt merklich nach oben.
Richtig ins obere Qualitätsregal greift man dann wieder beim anschließenden „Knight of the Hope“, und auch im Anschluss „Lady Wind“ sowie „Matter of Time“ überzeugen direkt auf Anhieb, so lasse ich mir das gefallen!
Nur die dazwischen platzierte Schmachtfetzenballade „Silvery Skies“ gab es ebenfalls so schon X Mal und fällt daher etwas aus dem Rahmen, nix Neues also!
Als offiziellen Abschluss gibt es dann noch „Springtime“ welches auch nicht mit den bisherigen Htis mithalten kann. Danach folgen noch die zwei Gastsängerversionen von „Knight of Hope“ und „Matter of Time“ die ganz nett sind und zeigen das die Songs an sich schon super waren, aber mit absoluten Weltklassesängern nochmal an Klasse gewinnen.

Anspieltipps:

„Mirrorland“, „Knight of Hope“, „Lady Wind“ und “Matter of Time”.

Fazit :

Tja leider kann man sich im Vergleich zum Debütalbum nicht großartig steigern! Es gibt zwar den ein oder anderen etwas besseren Song zu verzeichnen, aber nach wie vor sind es einfach zu viele Standardsongs die es so schon X Mal zu hören gab.
Solide mehr kann man zu dem Ganzen hier leider nicht sagen, da bringen auch die beiden Gastsänger nichts, die ja auch einfach nur zwei vorhandene Songs nochmal zum Besten geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Mirrorland
02. The Ghoul
03. Stolen Heart
04. Winter Kingdom
05. Storm of the Age
06. Knight of Hope
07. Lady Wind
08. Silvery Skies
09. Matter of Time
10. Springtime
11. Knight of Hope (Mark Boals Version)
12. Matter of Time (Mats Leven Version)

Julian