SIGNUM REGIS – The Seal of a New World

Band: Signum Regis
Album: The Seal of a New World
Spielzeit: 62:27 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Beyond the Storm Productions
Veröffentlichung: 22.11.2019
Homepage: www.signum-regis.com

Die Jungs von SIGNUM REGIS haben sich in den letzten Jahren echt gemausert und haben, angeführt von Basser und Mastermind Ronnie König, ein Hammeralbum nach dem anderen auf den Markt gebracht. Die Rezis dazu findet ihr natürlich hier bei uns!
2017 erschien in Eigenregie das letzte Album „Decennium Primum“ welches zu gleich leider das letzte Album mit dem Sänger Mayo Pentranin war. Kurz danach schied er aus und hinterließ eine Lücke die es erstmal wieder zu füllen galt.
Dies schaffte man dann nach einigen Suchens mit der Verpflichtung von Jota Fortinho mit dem man nun mit dem neuen, siebten Album „The Seal of a New World“ und etwas geänderten Sound zurück auf der Bildfläche ist.
Dieser geänderte Sound wird schnell greifbar, wenn man den Opener „Kings of the Underground“ startet. Denn der neue Sänger Jota hat doch ein wesentlich breiteres Gesangsorgan als sein Vorgänger und man klingt daher wieder etwas mehr wie zu Beginn der Bandkarriere wo noch ein gewisser Göran Edman das Mirko innehatte.
Die Nummer an sich ist ein schneller Midtempotrack der sich schon nach kurzem in den Gehörgängen festsetzt, ein sehr schöner Beginn!
Das anschließende „Prisoner`s Elegy“ geht dann wesentlich erdiger, groovender und druckvoller zu Werke. Hier liefert Jota ebenfalls einen genialen Job ab und zeigt warum er als neuer Sänger verpflichtet wurde. Mega Performance des neuen Fronters!.
„I always go All In” kann dann direkt im Anschluss ebenfalls überzeugen wie auch der Titeltrack „The Seal of a New World“ der den Mittelteil der Scheibe einleitet.
Und auch in der Folge gibt es noch einige starke Tracks zu entdecken! So z.B. das melodische „A Memory“, „Never Surrender“ oder „Fly Away“.
Viel Qualität gibt es hier also um die Ohren, Stinker oder Standardmetalsongs sind so gut wie keine zu finden!
Den Abschluss bilden dann die Powerballade „Shalom“ und das kraftvolle „Scheme of Lies“ welche ebenfalls direkt überzeugen können.

Anspieltipps:

„Kings of the Underground“, „Prisoner`s Elegy”, “I always go All in”, “The Seal of a New World” und “Shalom”.

Fazit :

Alles im grünen Bereich im Hause SIGNUM REGIS würde ich sagen! Mit dem neuen Sänger Jota hat man eine erstklassige Wahl getroffen und auch der etwas geänderte Sound steht der Band perfekt zu Gesicht.
Viele Songs bleiben direkt hängen und begeistern auf Anhieb und auch ansonsten macht man hier nicht viel falsch auf dem neuen Diskus.
Daher kann hier ganz klar eine Kaufempfehlung für Fans des Genres und der Band ausgesprochen werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Kings of the Underground
02. Prisoner`s Elegy
03. I always go All In
04. The City of God
05. The Seal of a New World
06. A Memory
07. Phantasmagoria
08. Let Freedom Ring
09. Never Surrender
10. Fly Away
11. Shalom
12. Scheme of Lies

Julian

CRYSTAL VIPER – Tales of Fire and Ice

Band: Crystal Viper
Album: Tales of Fire and Ice
Spielzeit: 42:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 22.11.2019
Homepage: www.crystalviper.com

Die Female fronted Metaller von CRYSTAL VIPER rund um Fronterin Marta Gabriel blicken auf eine beeindruckende Karriere zurück! Insgesamt hat man schon sechs Alben auf den Markt gebracht und schickt sich nun an diesen Triumphzug mit dem neuen, siebten, Album „Tales of Fire and Ice“ fortzusetzen.
Nach eigenen Aussagen wandert man auf dem neuen Album aber etwas weg vom bisherigen klassischen Heavy Metal hin in die Dark Power Metal Ecke. Ob das jedem Fan gefällt?
Finden wir es heraus indem wir uns, nach dem einleitenden „Prelude“, dem ersten richtigen Song „Still Alive“ widmen. Hier klingt erstmal noch alles wie gewohnt und man wähnt sich im bisherigen klassischen Heavy Metal zu Hause. Aber schon nach kurzem und vor allem beim Chorus kommen einen erste Zweifel und das Ganze tönt dann eher nach Melodic Power Metal.
Mal schauen was der nächste Track „Crystal Sphere“ uns für Erkenntnisse eröffnet? Ganz klar hier bewegt man sich sehr weit weg vom bisherigen Sound und ist tatsächlich, wie angekündigt, eher im Power Metal unterwegs. Insgesamt rauscht die Nummer ziemlich an einen vorbei ohne großartig aufzufallen.
Besser macht es dann das anschließende „Bright Lights“. Hier hat man es mit einem kompakten, griffigen Power Metal Song zu tun der einen so schnell nicht mehr loslässt!
Die, dem Mittelteil einleitende, Powerballade „Neverending Fire“ ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern und weiß schnell zu begeistern.
Danach geht es aber erstmal eher in den Standardmetalbereich denn das Instrumental „Interlude“, „Under Ice“ und auch das pfeilschnelle „One Question“ (hier ist man zu 100 % im Power Metal angekommen) können nicht so wirklich überzeugen und fliegen ziemlich an einen vorbei.
Aber man hat Gott sei Dank noch drei, sehr ordentliche, Tracks auf der Habenseite im Anschluss.
Los geht’s mit dem klassischen groovenden „Tomorrow Never Comes“, danach folgt die tolle Ballade „Tears of Arizona“ und der abschließende CD Bonus Track „Dream Warriors“.
Alle drei sind erstklassige Nummern die das Album wunderbar abrunden und abermals beweisen was die Band so drauf hat!

Anspieltipps:

„Still Alive“, „Bright Lights“, „Neverending Fire“, „Tomorrow Never Comes“ und „Tears of Arizona“.

Fazit :

Glasklar, CRYSTAL VIPER haben auf ihrem neuen Diskus ordentlich am Bandsound gedreht und sind tatsächlich eher in der Power Metal Ecke unterwegs! Ob das jedem Altfan gefällt wage ich nicht zu sagen, auf jeden Fall tönt das Ganze nicht schlecht und man kann hier auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung für Fans von female fronted Power Metal aussprechen.
Nun bin ich mal gespannt wo die musikalische Reise der Band hingeht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prelude
02. Still Alive
03. Crystal Sphere
04. Bright Lights
05. Neverending Fire
06. Interlude
07. Under Ice
08. One Question
09. Tomorrow Never Comes
10. Tears of Arizona
11. Dream Warriors

Julian

BASHDOWN Interview

 

Nach dem wirklich gelungenen Debüt „A New Set Of Problems“ (das Review gibt es natürlich auch bei Rock-Garage: https://www.rock-garage.com/bashdown-a-new-set-of-problems/) habe ich mir natürlich nicht die Chance nehmen lassen, die Jungs aus Hannover in einem kleinen Interview mal etwas von sich erzählen zu lassen. Viel Spaß beim Lesen \m/

T.G: Ihr seid eine noch relativ junge Band, könnt ihr euch und eure Musik kurz
vorstellen? Wer ihr seid und was ihr so macht?

BASHDOWN: Yepp, relativ einfach. Wir sind Martin an der Gitarre, Flo am Bass, Helge D an den Drums und auch Helge H zuständig für die Vocals. Martin und Helge D haben schon längere Erfahrung mit Musik (unter anderen Hate Squad) und Flo und Helge H sind relativ neu dabei Musik zu machen. Unsere Musik selbst ist ein Mix aus allem was uns selbst gefällt. Das ist primär in der Hardcore Richtung angesiedelt, aber auch einige Metal Einflüsse sind auch vertreten. Wichtig für uns ist, dass es groovt.

T.G: Wie habt ihr euch gefunden? Kennt ihr euch schon länger oder war alles eher ein
glücklicher Zufall?

BASHDOWN: In der jetzigen Besetzung kennen wir uns auch schon seit Ewigkeiten. Als wir vor etwas über einem Jahr angefangen haben war es noch eine andere Besetzung, da ursprünglich
es eher Spaß unter Kumpels war. Da Helge H einen eigenen Raum mit Schlagzeug, Gitarren- und Bassanlage hat, probierten wir einfach just for fun rum. Dann kamen wieder andere dazu, alles hat sich irgendwie mehr gefestigt, wir haben die ersten Songs geschrieben und dann dank unserem Produzenten Kai Panschow dann auch relativ schnell eine gute Gelegenheit gefunden die Songs professionell aufzunehmen.

T.G.: Wie seid ihr auf euren Bandnamen und das Logo dazu gekommen?

BASHDOWN: Der Name sollte irgendwie die Musikrichtung repräsentieren: Also auf die Glocke, einfach alles niederwalzen. Und das ist Bashdown. Das Logo sollte seinen Sinn erfüllen
indem es den Namen unterstützt, gewissermaßen auch die Oldschool Attitude mit beinhaltet, die uns als Band auch verbindet.

T.G.: Am Bandlogo ist eure Stilrichtung ja schon deutlich erkennbar, wie sehr identifiziert ihr euch mit Bands wie HATEBREED oder MADBALL und der dazugehörigen Szene? Seht ihr darin eine Einschränkung oder ist es eher ein Ansporn festgelegte Grenzen zu überschreiten?

BASHDOWN: Auf Hatebreed und Madball stehen wir definitiv, allerdings war es nicht unsere Absicht unbedingt deren Logos zu kopieren, sondern unser Logo so zu kreieren, sodass es zu uns
passt. Und wenn das nun in eine ähnliche Richtung geht, dann ist das auch OK. Einschränkungen sehen wir nicht, da wir natürlich auch musikalisch weiter entwickeln werden, denn die erste Platte ist ja im Prinzip in noch nicht mal 6 Monaten vom scratch mit einer komplett neuen Band entstanden. Wichtig für uns ist es Musik zu machen, mit der wir uns auch identifizieren können und die uns vor allem Spaß macht.

T.G.: Wie läuft euer Songwriting ab? Habt ihr einen kreativen Mastermind oder ist das immer ein gemeinsames Werk?

BASHDOWN: Die erste Platte war eine Kooperation aus wirklich allen Beteiligten, sogar von Leuten die bei den Aufnahmen schon gar nicht mehr in der Band waren oder auch mit Ideen
von Kai. Bei den neuen Songs ist sehr sehr viel aus Martins Feder entstanden, aber das hört ihr dann im nächsten Jahr ☺

T.G.: Euer Debütalbum „A New Set Of Problems” ist in der Szene sehr gut angekommen, arbeitet ihr schon Ideen für Album #2 aus? Oder habt ihr sogar schon erste Songs in der Pipeline?

BASHDOWN: Natürlich! Das Songwriting ist nahezu abgeschlossen, ab Januar geht es ins Studio und dann starten wir die Aufnahmen für das neue Album.

T.G.: Welche Songs auf „A New Set Of Problems” sind eure Lieblingssongs und warum?

BASHDOWN: Jeder bringt irgendwie seine Favoriten mit, jedoch Songs wie To the T, Karma oder Life ´s short klingeln bei allen von uns gleichermaßen da diese unglaublich grooven und
pushen.

T.G.: Mit Helge habt ihr einen ehemaligen Pro Skater an Bord, was sind eure Leidenschaften und wie könnt ihr diese mit der Band und der Musik vereinen?

BASHDOWN: Ja, Helge war früher extrem aktiv in der Skate-Scene und auch BMX. Jeder hat seine Hobbies neben der Band, ganz gleich ob das V8 Amis oder sonst was sind. Musik ist
jedoch ein extrem großer Part, der uns alle verbindet, ob das nun Club-Konzerte oder Festivals sind, oder einfach nur Musik machen.

T.G.: Was sind eure Lieblingsbands und wie finden sie sich in euren Songs wieder?

BASHDOWN: Jetzt alle Bands aufzuzählen wäre recht umfangreich, denn das geht irgendwo bei Oldschool wie Agnostic Front, Cro-Mags und Madball los und dann natürlich über alle
Stilrichtungen bis hin zu Bands wie Messuggah, Crytal Lake oder Whitechapel. Bei uns hört man auf der A.N.S.O.P. ziemlich deutlich den Hardcore Touch heraus. Welche Bands das nun sind, die uns da beeinflusst haben ist schwierig zu definieren.

T.G. Hat sich euer Leben seit BASHDOWN und „A New Set Of Problems“ sehr geändert? Wenn ja, wie?

BASHDOWN: Da wir viele Shows spielen und noch weitere Platten produzieren möchten proben wir natürlich härter und intensiver und bereiten uns auch gerade auf die neuen Aufnahmen
vor. Das kostet natürlich mehr Zeitz und muss auch irgendwie mit unseren Jobs und familiären Privatleben vereinbart werden.

T.G.: Welche Ziele habt ihr euch als Band gesetzt, wie geht es jetzt weiter mit BASHDWON? Was können die Fans alles noch erwarten?

BASHDOWN: Anfang des Jahres beginnen wir mit den Aufnahmen des zweiten Albums, dann haben wir im Januar und Februar als Support eine Tour geplant. Das ist noch nicht zu 100%
wasserdicht, daher möchten wir da jetzt noch nicht zu viel verraten. Des Weiteren stehen noch ein paar Einzelshows an. Traum wäre es auf jeden Fall, wenn wir irgendwie an ein paar Festival Shows für das nächste Jahr rankommen könnten, das ist allerdings extrem Schwierig, da uns da auch leider die Kontakte fehlen bzw. es noch keine Rückmeldungen gab. Wir hoffen aber noch 🙂

Und Rock-Garage versorgt euch natürlich mit allen News zum neuen Album und zur Tour.

 

WORK OF ART – Exhibits

Band: Work of Art
Album: Exhibits
Spielzeit: 46:35 min
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 08.11.2019
Homepage: https://de-de.facebook.com/musicofworkofart

Das schwedische Trio WORK OF ART hat mit seinen bisherigen 3 Alben eigentlich nur extrem hochwertige AOR Kost vorgelegt. Den Vorwurf, dass der Sound der Truppe allzu nahe an den offensichtlichen Vorbildern Toto klebt kann man durchgehen lassen. Allerdings gibt es nur wenige Bands, die in diesem Fahrwasser fahren und so konsequent Qualität abliefern wie WORK OF ART. Und da Toto ja auch nicht mehr die produktivste Band unter der Sonne ist, können Genre-Fans froh sein, dass jemand die Lücke so gekonnt schliesst. Auch auf Album Nummero 4 sind die bekannten Trademarks (edelstes Songwriting, treffsichere musikalische Beiträge, eine angenehm transparente Produktion) wieder zu Hauf vorhanden. Hinzu gekommen sind allerdings auch deutliche Verweise auf (härtere) Journey. Das ist alles nicht unbedingt spannend. Auf Ihrem Feld sind die Jungs allerdings mittlerweile beinahe unschlagbar.

Luftig produziert, mit einem Sound der nun wirklich niemandem weh tut, „rocken“ sich WORK OF ART durch eine Reihe mit süchtig machenenden Hooklines randvoll gefüllten Wundertüten wie „Misguided Love“, dem von Gast-Keyboarder Vince DiCola (von dem die „Training Montage“ auf dem Rocky IV Soundtrack stammt) veredelten Ohrwurm „This Isn’t Love“ oder „Be the Believer“. Ja, zugegeben, manchmal schrammen die Jungs auch mal zu nah am Kitsch bzw. der austauschbaren Belanglosigkeit vorbei („Come home“, „What you want from me“). Aber im Großen und Ganzen treffen Sänger Lars Säfsund und seine Jungs eigentlich immer verlässlich ins Schwarze und liefern mit „Exhibits“ eines der, wenn nicht das, Highlight 2019 im AOR Bereich ab.

WORK OF ART sind quasi der fluffige Counterpart zu den etwas forscher ans Werk gehehnden Kollegen von ECLIPSE: Songwriting Maschinen mit Hit-Garantie, bei denen man mit jeder neuen Platte die Gewissheit kauft genau das zu bekommen was man erwartet. Das mag leidlich spannend sein. Aber im Bereich AOR und Melodic Rock gibt es weit und breit nur ganz wenige, die an die kompositorische und handwerkliche Qualität von Robert Sall & Co. heranreichen. Klare Kaufempfehlung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Misguided Love
02. Be the Believer
03. Another Night
04. This isn’t Love
05. Gotta get out
06. Come home
07. If I cold fly
08. Destined to survive
09. Scars to prove it
10. What you want from me
11. Let me dream

Mario

CARL DIXON – Unbroken

Band: Carl Dixon
Album: Unbroken
Spielzeit: 44:40 min
Stilrichtung: Melodicrock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.carldixon.com

CARL DIXON, Frontmann von CONEY HATCH die in der ersten Hälfte der 80er Jahre drei gute bis sehr gute, eine Best Of und 2013 dann bei Frontiers ein viertes Album veröffentlicht haben. Nach einer Zeit bei THE GUESS WHO und APRIL WINE wurde Four von CONEY HATCH 2013 veröffentlicht.
CARL DIXON verfügt über eine sehr gute Stimme die einen sehr Hohen Wiedererkennungsfaktor besitzt.
Mit Unbroken bringt CARL DIXON sein mittleweile siebtes Soloalbum seit 1993 heraus.
Zuerst mal als Musiker ist Bobby Boebel sehr gut aber als Produzent zeigt er doch deutliche Schwächen. Wie bei diesem Album und auch Alben von FRONTLINE die er remastert hat sind deutliche defizite beim Sound das Leider zu lasten des sehr guten Songmaterials geht. Sorry Bobby aber der Sound ist nicht der Beste.
Unterstützung bekam DIXON nicht nur von Herrn Boebel sondern auch von Mark Santer von der Band SANTERS und Dylan Gowan am Schlagzeug, am Bass Hutch Bauer.
So nun zum eigentlichen den Songs, diese sind sehr gut und bewegen sich im Midtempo Bereich und gehen gut ins Ohr. Mit “All My Love And Hopes For You” kommt eine Ballade zum Einsatz. An das Album Friction von CH reicht Unbroken nicht ran, aber es ist sehr nahe dran und eignet sich bestens für eine Grillparty oder offene Cabrio fahrt in den Sonnenuntergang. Leider bremst die schlechte Produktion den Hörspass ein wenig, aber es geht noch Schlimmer wenn ich da an die Alben von BAI BANG – Linvin‘ My Dream und GREGORY LYNN HALL – Heaven To Earth beide ebenfalls von AOR Heaven, die nahe an der Grenze zur Körperverletzung produziert wurden. Deshalb gibts von mir zwei Bewertungen, 8 Sterne für das Songmaterial und 5 Sterne für die kraftlose Produktion.

Fazit:

Für jene die gerne guten Melodicrock in der Schnittmenge CONEY HATCH, STAGE DOLLS, melodischen SANTERS oder softere VON GROOVE hören.

Anspieltips:

“Can’t Love A Memory”, “Bowl Me Over”, “Nothing Lasts Forever”, “Every Step Of The Way”, “Summer Nights” und “This Isn’t The End”

Aufgrund aller Kriterien:

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Can’t Love A Memory
02. Bowl Me Over
03. Nothing Lasts Forever
04. Every Step Of The Way
05. Summer Nights
06. All My Love And Hopes For You
07. This Isn’t The End
08. Drive Just Drive
09. Roll The Dice
10. Keep The Faith
11. Unbroken

Helmut

STORMWARRIOR – Norsemen

Band: Stormwarrior
Album: Norsemen
Spielzeit: 50:21 min
Stilrichtung: Viking Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.stormwarrior.de

STORMWARRIOR kommen mit ihrem sechstem Album um die Ecke, und was für einem. Die Songs strotzen nur so vor Energie, mehrstimmigen Gesangslinien und fetten Chören. Geboten wird neben den eben erwähnten Eigenschaften eingängige Melodien und Doubledrum Feuerwerke.
Die Band setzt sich aus Lars Ramcke Gesang und Gitarre, Björn Daigger Gitarre, Yenz Amsted Bass und Falko Grau Drums zusammen. Produziert wurde von Lars Ramcke, gemischt und gemastert von Piet Sieleck. Das aufflälige gestaltete Coverartwork stammt von Adreas Marschall.

Das Thema der Songs besteht aus dem Kampf, der Glaube an die nordischen Götter und die Ruhmeshalle Valhalla im Vordergrund. Eingeleitet wird mit einem Intro das mit Meeresrauschen ausgestattet ist.
Der Titelsong “Norsemen (We Are)” stammt aus der Songwritingphase zwischen 2004 bis 2008.
Einzelne Elemente der Titel “Blade On Blade” und “Odin’s Fire” stammen auch aus dieser Phase.
“Swords Of Valhalla” ist mit über 11 Minuten der längste Titel in der Bandgeschichte.
“Freeborn” und “Sword Dane” sind ersmals Songs, die im Kern nicht mehr allein von Lars Ramcke stammen.

Ich kannte bis jetzt nur den Namen STORMWARRIOR habe aber noch kein Album gehört. Geboten wird sehr guter Viking Metal,in den 80ern hätte man Speed Metal dazu gesagt. Das Album macht Lust auf mehr von STORMWARRIOR. Für mich eine gelungene Metal Scheibe.

Norsemen ist als CD Digipak, limitierte Gatefold Vinyl LP in unterschiedlichen Farben, limitiertem Box Set mit exklusiven Inhalten und als Download erhältlich.

Anspieltips:

“Norsemen (We Are), “Freeborn”, “Odin’s Fire”, “Blade On Blade” und “Sword Of Valhalla”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. To The Shores Where We Belong
02. Norsemen (We Are)
03. Storm Of The North
04. Freeborn
05. Odin’s Fire
06. Sword Dane
07. Blade On Blade
08. Shield Wall
09. Sword Of Valhalla

Helmut

NIGHTGLOW – Rage Of A Bleedin‘ Society

Band: Nightglow
Album: Rage Of A Bleedin‘ Society
Spielzeit: 56:12 min
Stilrichtung: Modern Metal vielleicht
Plattenfirma: Logic Il Logic Records
Veröffentlichung: 25.10.2019
Homepage: www.facebook.com/nightglow

Es gibt so Alben, die bekommt man zum Rezensieren, dann hört man kurz mal in die ersten Tracks rein, um ein ungefähres Bild davon zu bekommen, was einen so erwartet, und dann hat man eigentlich schon gar keinen Bock mehr auf die Rezension. So ging mir das mit NIGHTGLOW. Das dritte Album der Italiener ist das erste, das mir von ihnen in die Hände kam, klingt recht roh in die Fresse produziert, mit einer Mischung aus klaren, oftmals verfremdeten und unklaren Vocals, mal im Wechsel und mal übereinander.
Sind NIGHTGLOW offiziell Heavy Metal, so sind sie doch eigentlich die modernere Art, die auch DISTURBED, ROB ZOMBIE und 5FDP (hat nach Thüringen noch eine andere Bedeutung) spielen, nur eben in etwas unpolierter und mehr nach Underground klingend. Und dazu in streckenweise relativ seltsam unkonventionell, aber auf eine smarte gewollte Weise, was mir, der ich mit besagten Bands eigentlich wenig anfangen kann, das Album um einiges versüßt hat.
Das beginnt bereits bei “Circus Of The Damned”, dessen Mix aus höchst asozial röhrenden Gitarren, einem obskuren Einbau von Horror-Zirkus-Elementen in der Strophe und gemeinen, die Chorusmelodie begleitenden Gitarren doch ziemlich Spaß macht. Fuck@looza beginnt schwer ROB-ZOMBIE-beeinflusst, knallt im Refrain ungleich heftiger und offenbart plötzlich seine echt schöne melodische Seite. Unvorhersehbares Ding, ziemlicher Hit auch.
Trocken und knackig erfreut “On Your Own” anschließend mit Telefon-Dialogpartnerin im Prechorus (coole Idee und gut umgesetzt) und “Overlord” überzeugt nicht nur durch sein edeles Midtempo-Riff sondern auch durch seinen Charakter als einmal durch den Aggrowolf gedrehter harmonischer Power-Metal-Track.
“Alive” packt den Humpa-Thrash-Beat aus, “Gone” ist eine Ballade aus cleanen Gitarren, Gesang und ein paar Streichern (aber halt ganz ganz anders als man sich das anhand dieser Beschreibung vorstellt), “The Last One” mutet DISTURBEDig an, mit einem Synth im Hintergrund, das so tut, als solle es episch wirken, und einer plötzlich reinkommenden Gesangsline auf einer Frequenz (?!), die man nicht erwartet. Und auch der Bonustrack “Daenerys” lohnt im Kontext des Albums mit seinem vergleichsweise melodiösen Refrain und dem seltsamen gesprochenen Prechorus, das finale “Erzsébet”, dessen Ende fast sentimental ausfällt, ebenso.

Fazit:
Nee, eigentlich ist das nicht so meine Musik. Aber unabhängig dessen ist “Rage Of A Bleedin‘ Society” eine Platte, die aggressiv wie melodisch, böse wie humorvoll, angepisst wie klug ist. Und mit Sicherheit keine, die einmal gehört irgendwo in den Tiefen meines Musikordners verrotten wird.

Anspieltipps:
“Fuck@looza”, “Gone”, “Daenerys” und “Erzsébet”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Thy Flesh Consumed
02. X
03. Circus Of The Damned
04. Fuck@looza
05. On Your Own
06. Overlord
07. Alive
08. Gone
09. Mofo Social Club
10. The Last One
11. Feed My Demon
12. Daenerys (Bonus Track)
13. Erzsébet

Jannis

CONJURING FATE – Curse of the Fallen

Band: Conjuring Fate
Album: Curse of the Fallen
Spielzeit: 42:16 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 15.11.2019
Homepage: www.conjuringfate.com

Das Debütalbum „Valley of Shadows“ der Iren CONJURING FATE traf mich 2017 echt aus heiterem Himmel und überzeugte auf Anhieb!
Umso erfreulicher war es als ich nun wieder völlig überraschend das neue Album mit dem Titel „Curse of the Fallen“ der Jungs auf dem musikalischen Seziertisch liegen hatte.
Personell hat sich nichts im Vergleich zum letzten Album geändert, laut Bandauskunft soll man aber auf dem neuen Album nochmal einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht und die bisher beste Leistung abgeliefert haben!
Das sind große Ankündigungen, überzeugen wir uns daher nun mal direkt selbst ob denn das so stimmt.
Der Opener „The Premonition“ ist da kein richtiges Anzeichen für, ist er doch nur ein Cinematic Intro. Bei „Burn the Witch“ kommen wir dann aber direkt in den Genuss eines sehr griffigen Midtemposong der einem direkt in den Gehörgängen haften bleibt.
Nach dem etwas zu sehr nach Standardmetal tönenden „Voodoo Wrath“ geht es mit „Midnight Skies“, „Journey`s End“ und vor allem „Daughter of the Everglades“ wieder absolut in die Vollen und in die Hits. Ein bärenstarker Mitteilteil der uns hier geboten wird und wo die vollmundigen Ankündigungen absolut umgesetzt werden!
Die zweite Hälfte bietet dann aber auch nicht viel weniger als erstklassigen NWOBHM orientierter Heavy Metal erster Güte!
Denn mit „Night of the Knives“, “No Escape“ und „Original Sin“ hat man weitere Hitgranaten im Gepäck die Fans des Genres auf jeden Fall zufriedenstellen sollten.
Somit kann man abschließend nur erneut beide Daumen nach oben recken und der Band bescheinigen das man den Ankündigungen absolut gerecht wird.

Anspieltipps:

„Burn the Witch“, „Midnight Skies“, „Daughter of the Everglades“, „Journey`s End“ und „Night of the Knives“.

Fazit :

CONJURING FATE hatte mich mit ihrem Debütalbum echt begeistert und auch mit ihrem zweiten Album gehen die Jungs ihren Weg konsequent weiter und sind nach wie vor für Anhänger des neueren NWOBHM ein absoluter Geheimtipp und sollten auf keiner Einkauflisten fehlen!
Die Jungs schaffen es spielend an das bärenstarke Debüt anzuknüpfen und haben ihrer Ankündigung nach griffigeren Songs auf jeden Fall wahr gemacht.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Premonition
02. Burn the Witch
03. Voodoo Wrath
04. Midnight Skies
05. Journey`s End
06. Daugther of the Everglades
07. Night of the Knives
08. No Escape
09. Children of the Night
10. Original Sin

Julian

ADRIAN BENEGAS – The Revenant

Band: Adrian Benegas
Album: The Revenant
Spielzeit: 45:29 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy
Veröffentlichung: 15.11.2019
Homepage: www.adrianbenegas.com

Der Name ADRIAN BENEGAS sollte den Fans auf jeden Fall von dem internationalen Metal Projekt TRAGUL bekannt sein. Dieses hat mit seinen Veröffentlichungen schon einiges an Staub in der Szene aufgewirbelt.
In diesem Jahr ist Adrian das erste Mal mit seinem Solo Debüt am Start auf dem er sämtliche Texte, das Konzept und die Musik selbst geschrieben hat.
Als Gastsänger verpflichtet er einige sehr bekannte Namen, unter anderem Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Herbie Langhans (AVANTASIA, SINBREED) oder Henning Basse (FIREWIND).
Mit diesen Gästen spielte er Song ein die irgendwo in der Schnittmenge des Power Metals verortet werden können und die sich nun auf seinem Solo Debütalbum „The Revenant“ wiederfinden.
In den ersten davon, dem Albumopener „Servants of the Death“ horchen wir nun gemeinsam rein. Hier ist der Hühne Ralf Scheepers direkt im Einsatz und veredelt den Song mit seinem Gesang! Die Nummer an sich ist ein flotter Midtempotrack der sich ohne Probleme direkt in die Gehörgänge frisst. Ein Beginn nach Maß würde ich sagen!
Bei „Cadavria“ im Anschluss tritt dann Henning Basse in Erscheinung und auch er ist mit seinem rauen Organ die perfekte Besetzung für diesen Track der ebenfalls keinerlei Probleme hat zu glänzen und so direkt zu überzeugen.
Nun, und bei den Songs im Anschluss, kommt dann die große Stunde vom Hauptsänger Herbie Langhans der hier zeigen kann warum er mittlerweile zum festen Bestandteil der AVANTASIA Besetzung zählt und auch zuvor mit SINBREED ordentlich Staub aufgewirbelt hat!
Ihm und seiner Leistung ist es zu verdanken das in der Folge das schnelle „The Enemy Within“, das epische „Inferno“, die Powerballade „A Change of Heart“ und auch das melodische „Carrier of the Sunlight“ ebenfalls direkt zünden können und man muss hier wirklich vor Adrians Songwriting Künsten den Hut ziehen. Perfekt auf den jeweiligen Sänger zugeschnitten, mit toller Keyboardunterstützung aber trotzdem heavy genug gehalten. Ein ganz starker Eindruck der hier insgesamt hinterlassen wird!
Und das bleibt dann auch bei den letzten beiden Nummern so, auch wenn das abschließende Titelstück „The Revenant“ stärker ist als sein Vorgänger (auch wenn dieser schön melodisch ist), weil es insgesamt mit wesentlich mehr Druck aus den Boxen kommt.

Anspieltipps:

Das gesamte Album!

Fazit :

Ja guck mal an! Wie fast aus dem Nichts kommt ADRIAN BENEGAS daher und präsentiert uns hier ein sehr abwechslungsreiches Power Metalalbum mit den perfekten Sängern ausgestattet und mit einem unglaublich starken Songwriting versehen.
So etwas hätte ich gerne häufiger und man kann hier insgesamt nur den Hut ziehen und jedem Fand raten hier mal geschwind näher rein zuhören!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Servants of the Death
02. Cadavria
03. Face to Face
04. The Enemy Within
05. Inferno
06. A Change of Heart
07. Carrier of the Sunlight
08. The Light of my Dreams
09. The Revenant

Julian