JEROME MAZZA – Outlaw Son

Band: Jerome Mazza
Album: Outlaw Son
Spielzeit: 40:53 min
Stilrichtung: AOR/Melodic Rock
Plattenfirma: Escape Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.JeromeMazza.com

Für den ein oder anderen dürfte der Name JEROME MAZZA eher unbekannt sein, was den Sänger und Gitarristen aber nicht daran hindert ,mit “Outlaw Son” eins der besten Alben 2018 im Genre AOR / Melodic Rock auf den Markt zu bringen .
Mazza hat sich einige Zeit als Sessionmusiker verdingt, doch nun sucht er nicht nur mit seiner Band “Pinnacle Point” , sondern eben auch auch solo wieder gezielt die Öffentlichkeit .
Eindrucksvoll zurückgemeldet hat sich Mazza mit seinem gesanglichen Engagement für die STEVE WALSH CD “Black Butterfly”, für die er drei Songs eingesungen hat und genau in diesem Stil geht es auf seinem Album weiter. Hochwertige, sehr melodiöse Songs allesamt von Tommy Denander und Steve Overland komponiert und getextet, ziehen den Hörer schnell in seinen Bann. Die Wurzeln seines Schaffens klingen sehr nach Kansas und Seventh Key und brauchen sich qualitativ nicht hinter diesen Größen zu verstecken.

Als wegweisender Opener funktioniert schon mal “Neverland”, bevor “Immortal” alleine durch seinen catchy Chorus und interessantem Arrangement punktet.

Mit herrausragendem Satzgesang beginnt die Midtemponummer “ The Dark Side” , und zeigt , welch wichtige, unterstützende Rolle auch Steve Overland an diesem Projekt hat .Weitere musikalische Leckerbissen , sind die folgenden Nummer “Streets of Fire” und “The Last Goodbye” , alles Stücke , die vom Gesang und natürlich vom Songwriting leben.

Die Kunst , Keyboards so einzusetzten , daß es nicht schnell in den belanglosen Fahrstuhlmusikbereich abdriftet ist den meisten Bands im AOR Bereich leider nicht gegeben , umso angenehmer daß es Mazza nicht nur in Stücken wie “Save the Best ´til Last” und “Crossfire” hervorragend gelingt .
Mit “Calm before the Storm” offenbart sich eine der ganze wenigen schwächeren Nummern des Album.
Kurz und knackig geht es mit dem Titetrack weiter, schönes Gitarrenriff, Mazza braucht keine ausufernden Gitarrensoli, die Songs auf über sechs Minuten ziehen , ohne nach vier Minuten noch etwas zu vermitteln, hier herrscht kuze Wege , Mittelfeld.
Auch beim gitarrenorientierten Schlußakkord “Unfinished Buisness” zeigt Mazza erneut sein ganzes Können

Als Fazit bleibt nur , sich als begeisterter Hörer, vor dieser kleinen Meisterleistung zu verbeugen, und darauf zu hoffen, daß Jerome Mazza schnell den Weg in deutsche Konzertsääle findet .

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Neverland
02. Immortal
03. The Dark Side
04. Streets on Fire
05. The Last Goodbye
06. Undercover Love
07. Song for the People
08. Save the Best Til Last
09. Crossfire
10. Calm before the Storm
11. Outlaw Son
12. Unfinished Business

Rüdiger König

Avantasia News

AVANTASIA veröffentlicht neue Single ‚The Raven Child‘; Lyricvideo online!

Erst vergangene Woche hat Tobias Sammet weitere Details zum kommenden AVANTASIA-Werk »Moonglow«, das am 15. Februar 2019 via Nuclear Blast erscheinen wird, preigegeben. Nach einem ersten Snippet-Trailer gibt es heute mit dem epischen Longtrack ‚The Raven Child‘ den ersten kompletten Song daraus zu hören. Das begleitende Lyricvideo kann hier angeschaut werden:

Schaut euch hier den »Moonglow«-Snippet-Trailer an:

Tobias Sammet kommentiert:
„Ich kann es kaum erwarten, dass »Moonglow« endlich auf die Fans losgelassen wird. Die ersten Reaktionen und Kommentare von Seiten der Presse und meiner Freunde sind so enthusiastisch, wie ich sie in meiner gesamten Karriere von bereits 27 Jahren noch nie erfahren habe. Sascha und ich sind sprachlos!
Weil es mir zwischen Promotion und Tourvorbereitung nicht langweilig werden durfte, habe ich mich ein bisschen in die Gestaltung der CD, des Booklets und der verschiedenen Albumkonfigurationen eingemischt, damit das Album den Zuhörer in seiner Ganzheit in eine andere Welt entführt und alles rundum so wird, wie ich es mir vorstelle.
Von allen Versionen finde ich persönlich das riesige, streng limitierte Artbook mit Bonustrack und einer zusätzlichen Bonus-CD am imposantesten: Ein Bildband mit Linernotes, Interview, handschriftlichen Texten, unzähligen Fotos vom Entstehungsprozess des Albums und stimmungsvollen, inspirierenden Bildern des viktorianischen Künstlers Grimshaw, damit das Gesamtwerk den Hörer in die Welt von »Moonglow« und dessen Entstehungsgeschichte saugt.
Auch das kleinere und ebenfalls limitierte Digibook kommt mit einem Bonustrack und ist sehr liebevoll gestaltet.
Natürlich gibt es für Liebhaber und Plattenfreaks auch noch die Vinylversionen.
Egal, um welche dieser limitierten Edition es sich handelt: Ich bin sehr stolz auf all diese kleinen Schätze und darauf, »Moonglow« bald veröffentlichen zu können!“

Das Album umfasst elf Tracks und wartet einmal mehr mit zahlreichen Gastsängern auf: Neben Altbekannten, wie Ronnie Atkins, Jørn Lande, Eric Martin, Geoff Tate, Michael Kiske oder Bob Catley, haben beim neuen Album auch Candice Night, Hansi Kürsch sowie Mille Petrozza zu dessen Gelingen beigetragen. Das dazugehörige Artwork wurde von Alexander Jansson gestaltet.

»Moonglow« – Tracklist:

01. Ghost In The Moon
02. Book Of Shallows
03. Moonglow
04. The Raven Child
05. Starlight
06. Invincible
07. Alchemy
08. The Piper At The Gates Of Dawn
09. Lavender
10. Requiem For A Dream
11. Maniac
Bonustrack
12. Heart

Mit über 3,5 Millionen verkauften Tonträgern zählt der aus Fulda stammende Tobias Sammet, der das Rockevent AVANTASIA 1999 erschaffen und 2008 erstmals live präsentiert hat, zu den international erfolgreichsten Musikern Deutschlands. Des Weiteren hat er bereits mit Alice Cooper, Klaus Meine und Rudolf Schenker (THE SCORPIONS), Bruce Kulick und Eric Singer (KISS), Eric Martin (MR. BIG) sowie vielen weiteren Größen des internationalen Musikbusiness‘ zusammengearbeitet. Lange galt Tobias Sammet’s AVANTASIA als Geheimtipp, doch nach unzähligen Auftritten als Headliner auf den weltgrößten Rockfestivals (u.a. Sweden Rock Festival, Québec Music Festival, Barcelona Rock Fest), Goldauszeichnungen und mehreren Top 10-Platzierungen in den weltweiten Charts ist die bevorstehende Tour DAS Rockevent des Jahres 2019!

AVANTASIA – »Moonglow World Tour 2019«
Präsentiert von Metal Hammer, piranha, musix, Rock It!
27.03. SK Presov – Tatran Handball Aréna
28.03. SK Bratislava – Hant Aréna
30.03. DE Kaufbeuren – All-Karthalle
31.03. IT Mailand – Alcatraz
02.04. CZ Prag – Forum Karlín *AUSVERKAUFT*
03.04. DE Berlin – Huxleys Neue Welt
05.04. DE Ludwigsburg – MHP Arena
06.04. DE Bamberg – Brose Arena
08.04. DE Fulda – Esperantohalle
09.04. DE Saarbrücken – Saarlandhalle
10.04. FR Paris – Olympia
12.04. DE Osnabrück – Osnabrück Halle
13.04. DE Hamburg – Mehr! Theater *AUSVERKAUFT*
14.04. DE Oberhausen – König-Pilsener-Arena
16.04. UK London – The Forum
18.04. DE Offenbach – Stadthalle
19.04. CH Pratteln – Z7
20.04. CH Pratteln – Z7
24.04. ES Bilbao – Santana 27
26.04. ES Barcelona – Razzmatazz 1
27.04. ES Madrid – Palacio Vistalegre
02.05. SE Stockholm – Arenan
04.05. RU Moskau – Glavclub Green Concert
06.05. HU Budapest – Barba Negra Track
12.05. AU Sydney – Metro Theatre
14.05. AU Melbourne – The Forum
17.05. US San Jose, CA – City National Civic
19.05. US Anaheim, CA – City National Grove
21.05. US Chicago, IL – Patio Theater
23.05. CA Montreal, QC – Metropolis
24.05. US Worcester, MA – Palladium

Weitere Termine werden in Kürze bekanntgegeben…!

Die Band:
Tobias Sammet | zusätzliche Keyboards & Bass
Sascha Paeth | Gitarre & Bass
Michael Rodenberg | Keyboards, Klavier & Orchestration
Felix Bohne | Schlagzeug
Oliver Hartmann | zusätzliche Leadgitarren

BLACKDRAFT – The Quest

Band: Blackdraft
Album: The Quest
Spielzeit: 61:42 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 14.12.2018
Homepage: www.blackdraft.de

Die deutschen Metaller von BLACKDRAFT existieren seit 2015 und brachten 2016 ihr Debütalbum „Recipe of Pain“ raus. Angeführt von Frontfrau Julia Wallenius und Gitarrist, Sänger Karsten Wallenius war man 2017 auf einigen Festivals und Supporttouren unter anderem mit MOB RULES und MASTERPLAN unterwegs und hat jetzt mit dem neuen Label Mighty Music in Rücken das neue, zweite Album „The Quest“ am Start. Dieses ist ein Konzeptalbum über die junge Sucherin Runa Ágústsson aus Hamburg, die nach Island reist und eine Reise in die Tiefsee beginnt.
Als Opener gibt es „Formali“ auf die Ohren. Dieses ist ein stimmungsvolles Intro welches uns in die Geschichte einführen soll.
Danach folgt dann mit „Chapter 01 The Calling“ der erste richtige Track. Und hier wird dann schnell die Marschrichtung klar, Heavy Metal mit melodischen Strukturen aber allzeit die volle Härte bekommen wir hier geboten. Dazu noch der tolle kraftvolle und häufig aggressive Gesang von Frontfrau Julia, der immer wieder von Gitarrist Karsten mit seinen Growls unterstützt wird. Eine tolle Mischung wie ich finde, auch wenn mir manchmal Karsten zu präsent ist.
Der nächste Track der dann richtig schön ins Ohr geht ist dann „Chapter 03 Motivation“ welches schon teilweise etwas zu poplastig, blenden wir mal die Growls aus, ausfällt. Aber egal schön eingängig ist das Ding auf jeden Fall!
Was haben wir noch positives auf der Habenseite? Auf jeden Fall das recht aggressive, „Chapter 05 Out to the Open Sea” das melodisch, düstere “Chapter 06 Leap in the Dark” und auch die Halbballade „Chapter 07 Discover Beauty“ weiß absolut zu gefallen.
Je länger die Platte läuft umso stärker wird sie…das muss man auch erstmal hinbekommen! Meistens ist es ja anders rum und man verschießt sein Pulver schon zu Beginn.
So ist es dann auch nicht verwunderlich das auch das letzte Drittel der Scheibe kaum Wünsche offen lässt und sich mit „Chapter 08 Graveyard“, „Chapter 09 Blackdraft“ und „Chapter 10 Fight“ drei weitere Hits hier versteckt haben.
Ein rundherum gelungene neue Scheibe kann man hier abschließend festhalten!

Anspieltipps:

Ganz klar „Chapter 01 The Calling“, „”Chapter 03 Motivation”, “Chapter 05 Out to the Open Sea”, “Chapter 06 Leap in the Dark” sowie “Chapter 08 Graveyard”

Fazit :

Keine Frage das neue Album von BLACKDRAFT macht vieles richtig und man ist der Band anzumerken das sie viel Arbeit in den neuen Diskus gesteckt hat! Das Songwriting passt und ist schön abwechslungsreich.
Manchmal finde ich die eingesetzten Growls etwas zu präsent, da hätte man ruhig etwas mehr auf die tolle Stimme von Frontfrau Julia setzen können, aber ansonsten gibt es hier nicht allzu viel zu meckern!
Fans von melodischen, kraftvollen Heavy Metal mit weiblichen Gesang werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen und Anhänger der Band sowieso.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Formali
02. Chapter 01 The Calling
03. Chapter 02 The Struggle
04. Vakna
05. Chapter 03 Motivation
06. Chapter 04 Caspule
07. Chapter 05 Out to the Open Sea
08. Chapter 06 Leap in the Dark
09. Uppgötva
10. Chapter 07 Discover Beauty
11. Logn fyrir stormin
12. Chapter 08 Graveyard
13. Chapter 09 Blackdraft
14. Chapter 10 Fight
15. Chapter 11 Death

Julian

SEVEN THORNS – Symphony of Shadows

Band: Seven Thorns
Album: Symphony of Shadows
Spielzeit: 41:09 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 14.12.2018
Homepage: www.seventhorns.com

Die Dänen von SEVEN THORNS sind mittlerweile keine Unbekannten mehr im Power Metal Genre und bei uns in der Rock-Garage! Mit „Symphony of Shadows“ bringen die Jungs dieser Tage ihr drittes Album auf den Markt.
Im Vergleich zum letzten Album „II“, Rezi auch hier bei uns, ist der Sound etwas düsterer und neo klassischer ausgefallen. Es gibt 9 Tracks zu hören die auch eine Spur Progressive Metal abbekommen haben.
Ansonsten hat sich nicht viel bei der Band geändert, man war in den letzten Monaten und Jahren fleißig live unterwegs mit so Bands wie PRIMAL FEAR und FREEDOM CALL. Die Liveerfahrung sollte den Jungs auf jeden Fall zu Gute gekommen sein beim Songwriting!
Als Opener wird uns „Evil Within“ präsentiert, welches düster eingeleitet wird und mit ordentlich Keyboards unterstützt und schön melodisch gehalten wird. Der Gesang von Fronter Björn ist nach wie vor bestimmt nicht jedermanns Sache, der Junge macht seine Sache aber gut. Ansonsten ist die Nummer eine eingängige Sache geworden, die mit Prog Elementen schön angereichert wurde.
Eine ähnlich runde Sache ist dann auch das folgende „Black Fortress“ geworden. Dieser Track wurde vorab schon einige Mal live gespielt und überzeugte direkt auf Anhieb. So auch hier, erneut haben wir hier eine mehr als ordentliche Mischung aus Melodic, Prog und düsterer Stimmung die sofort ins Ohr geht.
„Ethereal“ im Anschluss ist dann gute Standardkost nicht mehr und nicht weniger, dann folgt aber mit „Beneath a Crescent Moon“ der nächste Farbtupfer. Denn dieser Track beinhaltet ein gesangliches Duett mit einer mir unbekannten weiblichen Stimme und hier wird eine schöne orientalische Stimmung erzeugt. Ein toller Track!
Im Mittelteil kann dann „Last Goodbye“ am ehesten überzeugen und begeistern, auch wenn auch dieser Track nicht ganz an die ersten genialen Songs rankommt.
Als letzten erwähnenswerten Track haben wir dann das abschließende „Symphony of Shadows“ welches vom Zwischenstück „Shadows Prelude“ eingeleitet wird.
Hier kann man wieder ans Qualitätslevel der ersten Nummern anknüpfen und kann die Fans wieder direkt begeistern.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Evil Within“, „Black Fortress“, „Beneath a Crescent Moon” und “Symphony of Shadows”.

Fazit :

Ganz klar, das neue dritten Album der Jungs von SEVEN THORNS ist bisher ihr bestes geworden! Nach wie vor hat man aber, gerade in der zweiten Albumhälfte, noch zu viele Standardtracks vereint und auch die Produktion hätte teilweise etwas mehr Bums und Druck vertragen können! Manchmal kommt das Ganze doch etwas verwaschen daher und nicht gut genug abgemischt.
Aber insgesamt können wir hier doch von einer starken Leistung sprechen und Fans der Band und der angesprochenen Genres werden mit Sicherheit zufrieden gestellt werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Within
02. Black Fortress
03. Ethereal
04. Beneath a Crescent Moon
05. Castaway
06. Last Goodbye
07. Virtual Supremacy
08. Shadows Prelude
09. Symphony of Shadows

Julian

Arion News

ARION: „Through Your Falling Tears“ Videoclip!

Melancholie ist den Finnen bekannterweise nicht fremd, und so kommen wir in der besinnlichen Vorweihnachtszeit noch in den Genuss seines neuen ARION Musikvideos. „Through Your Falling Tears“ ist eine Ballade vom aktuellen Album „Life Is Not Beautiful“, das am 19. Oktober erschien.
Und es gibt noch weitere gute Neuigkeiten zu vermelden: ARION wurden bei den finnischen Grammys für das „Metalbum des Jahres“ nominiert

Brothers of Metal News

BROTHERS OF METAL präsentieren Musikvideo zu “Yggdrasil”!

Die umtriebigen schwedischen BROTHERS OF METAL sind mit einem neuen Videoclip am Start. Wie schon bei „Prophecy Of Ragnarök“ machten die Krieger aus Falun wieder gemeinsame Sache mit Patric Ullaeus (Revolver Film).
„Yggdrasil“ stammt vom BROTHERS OF METAL Debütalbum „Prophecy Of Ragnarök“, das am 16.11. (als CD, Digipak und Vinyl) veröffentlicht wurde.

ARRAYAN PATH – Archegonoi

Band: Arrayan Path
Album: Archegonoi
Spielzeit: 84:00 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 30.11.2018
Homepage: www.facebook.com/arrayanpath

“LET ME TELL YOU A STORY!!” ranzt Nicholas Leptos den Hörer im finalen Part von “Bellerophon (Forged By The Blacksmith)” unvermittelt und mehrfach mit einer Nachdrücklichkeit etwa so entgegen, als würde Opa auf der Familienfeier plötzlich aus seinem Ruhemodus hochfahren und keine Widerrede erlaubend verkünden, er erzähle nun vom Krieg. Man lässt solche Leute dann erzählen; bei Nicholas, der dabei von den restlichen Jungs von ARRAYAN PATH unterstützt wird, sogar sehr gerne. Auch er erzählt vom Krieg, aber auch von anderen mit dem antiken Griechenland in Verbindung stehenden geschichtlichen/mythologischen Ereignissen  – und das über sagenhafte auf zwei CDs verteilte 84 Minuten, obgleich der Release des Vorgängers von “Archegonoi” gerade einmal ein Jahr zurückliegt. Das ist eine beachtliche Leistung und wirft die Frage auf, ob unter dem hohen Arbeitstempo nicht die Qualität der Platte gelitten haben mag.
Die Antwort: Ja, hat sie. Aber nur ganz minimal. Primär zeigt sich das an der Produktion, die einige wenige Töne gerne mal lautstärketechnisch hörbar von den anderen abhebt. Zudem finden sich ab und an gerade in den Drums Momente, wo ein Schlag (oder ein Ton) dann doch nicht ganz genau dann kommt, wenn er soll. Ist ein wenig schluderig, aber authentisch und kommt so selten vor, dass es den Gesamteindruck des Albums nicht zu schmälern vermag – sollte aber bei einem professionell aufgenommenen Album in heutiger Zeit nicht passieren.
Wie sieht es aber aus mit den Kompositionen? Nun, auf einzelne Songs kann man bei der Platte kaum eingehen, schließlich sind sie praktisch alle mindestens fünf Minuten lang, und in klassischer ARRAYAN-PATH-Manier passiert in jedem von ihnen zu viel für Einzelbesprechungen. ARRAYAN PATH sind unvorhersehbar im besten Sinne, auch auf “Archegonoi”. Ruhig-atmosphärische Parts wechseln sich ab mit mal hymnischen, mal hypnotisch-redundanten Refrains. Auf vergleichsweise böse Uptempoparts folgen balladeske, und ein Song, der fanfarisch-orchestral-fett eingeleitet wird, kann von einer Sekunde auf die andere in trockenes Midtempogestampfe übergehen. Sanfte Vocals werden unerwartet zu hohem Geschreie, das im nächsten Moment von mächtigen tiefen Männerchören ersetzt wird. Dazu Melodien, die mal folkloristisch angehaucht sind, gleich darauf eher an deutsche Schlagerkompositionen erinnern – nur in progressiv gestaltet. Gibt es progressiven Schlager?
Dieses Abwechslungsreichtum, hinter dem jederzeit erkennbares System steckt, sorgt tatsächlich dafür, dass “Archegonoi” über seine kompletten 84 Minuten fast durchweg glänzend unterhält, sei es mit eingängigen Hooks, von traditionellen griechischen Instrumenten gespielten Soli oder musicalartigen Abschnitten. Natürlich, ein paar Stellen hätte man rauskürzen können, aber insgesamt erweist sich die Entscheidung, aus dem Ding ein Doppelalbum zu machen, als ziemlich gut. Es ist eine krasse Leistung, ein Album nur ein Jahr nach dem Release seines Vorgängers rauszubringen. Aber es ist eine ganz andere Hausnummer, ein Werk mit der Länge und der kompositorischen Qualität von “Archegonoi” in solch kurzer Zeit zu veröffentlichen. Das Niveau des Vorgängers kann locker gehalten werden. Unter diesen Umständen kann man über die paar Drumhits, die minimal aus dem Takt fallen, locker hinwegsehen. Großen Respekt für diese Leistung!

Anspieltipps: “Weaving The Web Of Destiny”, “Bellerophon (Forged By The Blacksmith)”, “King Of Argos” und “Rod Of Asclepius”

Fazit:
“Archegonoi” ist kein Album für nebenbei. “Archegonoi” ist kein Easy Listening und “Archegonoi” ist wohl eins der außergewöhnlichsten Power-Metal-Alben des Jahres. Wer Bock hat auf eine musikalisch grandiose Reise durch Geschichte und Mythologie (und so fühlt sich die Platte tatsächlich an), der bekommt mit der neuen ARRAYAN PATH genau das und mehr: ein Power-Metal-Album mit Anspruch, das seine Hörer spätestens nach dem zweiten Hördurchgang kaum mehr loslassen wird.

WERTUNG: 

Trackliste:

  1. Weaving The Web Of Destiny
  2. Rod Of Asclepius
  3. Seven Against Thebes
  4. Sins Of Pandora
  5. The Words Of Menelaus
  6. Bellerophon (Forged By The Blacksmith)
  7. Thisbe’s Blooded Veil
  8. Lion Of Amphipolis
  9. Blood Of The Sphinx
  10. Nemesis
  11. Eastern Sands
  12. Where The Hydra Hides
  13. King Of Argos
  14. Thermopylae 480 BC

Jannis

DYSTOPOLIS – V.EN.O.M.

Band: Dystopolis
Album: V.EN.O.M.
Spielzeit: 56:15 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: RamItDown Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.facebook.com/dystopolis

Ab und zu gelingt einer kleinen Band eine echt große Leistung und das ist ein Grund zum Feiern. Holt also die Luftschlangen und den zwangsweise alten Wein aus dem Luftschutzbunker und ab dafür! Schließlich mag “V.EN.O.M.” den Bremern von DYSTOPOLIS verdientermaßen den Eintritt in die German Power Metal Hall of Fame bedeuten. Ist generell schön bei Newcomern, dass sie sich noch beweisen und nicht einfach nur ihre eigene Sparte bedienen müssen, dann manchmal kommt dabei etwas heraus wie die hier besprochene Scheibe.
Kurz die Sidefacts: Nach der 2008 erfolgten Gründung brachte man zwei Eigenproduktionen und nun endlich das Labeldebut bei RamItDown Records heraus und spielt laut eigenen Angaben Postapocalyptic Metal, der sich um die fiktive Stadt Dystopolis dreht. Produziert wurde die Platte vom momentan omnipräsenten Seeb Levermann, der sich in ziemlich kurzer Zeit zu einem echten Qualitätsgaranten gemausert hat. Somit gibt es am Sound schonmal nichts zu bemängeln und die Scheibe klingt, gerade in den Passagen mit vielen Background Choirs, durchaus ORDEN-OGANig.
Während die Band/das Label “V.EN.O.M.” (Vicious Enemy Of Mankind) Fans von ICED EARTH, NEVERMORE und BLIND GUARDIAN empfiehlt (letzterem kann ich bedenkenlos zustimmen, das agressiv-technische “Beneath A Black Horizon” mit seinem hymnischen Refrain wäre auch ein guter Job für Hansi), würde ich klar noch GRAVE DIGGER ergänzen. Die Stimme von Andreas Müller erinnert stark an Chris‘ Reibeisenorgan und die Komposition lässt vermuten, dass DYSTOPOLIS die älteren melodieorientierten Platten der Grabgräber, beispielsweise “Knights Of The Cross” mehr als nur einmal gehört haben. Ein bisschen IRON SAVIOR ist auch drin, “Dining With Gods”‘ Intro könnte ebenso ein aktuelles Lied von DIMMU BORGIR einleiten und das Riff von “Metro” hat gar SAMAEL’sche Züge. Mit dieser Aufzählung soll allerdings nicht gesagt werden, dass “V.EN.O.M.” von anderen Bands zusammengeklaut wurde. Nein, der Stil von DYSTOPOLIS ist individuell und ausgereift: orchestraler Power Metal, der gerne im Thrash und Progressive Metal stöbert, ergänzt um eine Stimme, die zusammen mit der Produktion und der Härte des Albums DYSTOPOLIS neuen Wind in die alten Segel des Teutonic Heavy Metal blasen lässt. Denn trotz des hohen Orchestralfaktors: Kitsch und Opernmetal sucht man hier vergeblich, wenn man denn überhaupt danach sucht. “V.EN.O.M.” pendelt gekonnt zwischen böser, stets melodiöser Härte, hymnischen Refrains und starken Melodien selbst in den Strophen.
Um der Band ein wenig konstruktive Kritik mit auf den Weg zu geben: In die Synths könnte man ab und an ein wenig mehr Geld investieren, sie klingen meist authentisch aber eben nicht immer. Zudem ist die Oldschool-Gothic/Pseudo-Opern-Stimme, die Andreas manchmal auspackt, doch Geschmackssache. Mein Fall war sie nicht, klang etwas zu gekünstelt, aber das ist Meckern auf dem selben Niveau, das “V.EN.O.M.” praktisch durchgängig hat: verdammt hoch.
Letzter Satz zu den Songs: kein Ausfall, eine Menge Vielseitigkeit; Die Zeit bis Weihnachten kann kaum schneller vergehen, als mit “V.EN.O.M.” im Plattenspieler.

Anspieltipps: “Black Gates”, “Lords Of Sand”, “The Corporation” und “Dystopolis Rising”

Fazit:
Heavy, orchestral, durchgängig unterhaltsam, fett produziert und gespielt: Es ist eh löblich, durch Albumkäufe auch mal den Nachwuchs zu unterstützen. Und im Fall von DYSTOPOLIS ist es zudem eine mehr als lohnende Investition!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Gates
02. Lords Of Sand
03. Metro
04. Dining With Gods
05. The Corporation
06. Noah’s Isle
07. Arndale
08. Anthem For A Stranger
09. Beneath A Black Horizon
10. Dystopolis Rising

Jannis