CONJURING FATE – Valley of Shadows

Band: Conjuring Fate
Album: Valley of Shadows
Spielzeit: 58:27 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 09.06.2017
Homepage: www.conjuringfate.com

Nach ihrer viel erwarteten 2014er EP “House on Haunted Hill” legen CONJURING FATE mit dem Album “Valley of Shadows” nun schlagkräftig nach. Elf Power und Heavy Metal-Songs lassen das Bangerherz hier höher schlagen. Die Heavy Metal-Band aus Nord Irland bietet auf ihrem ersten Longplayer erneut
eine kraftvolle Mischung aus IRON MAIDEN und HELLOWEEN und führt die Richtung fort, die auf ihrer EP bereits angedeutet wurde – mit einem kleinen
Unterschied: Die Songs sind etwas ausgefeilter und gehen noch besser ins Ohr.
Das dies keine leere Promoversprechungen sind, merken wir gleich beim Genuss des ersten Tracks „Our Darkest Days, welches zu Beginn ein stimmungsvolles Intro besitzt. Was hier gleich auffällt ist die Old School Produktion die schön rau aus den Boxen dröhnt und mal was anderes ist in der heutigen Zeit der zu glatt polierten Mixe.
Zurück zum Song, hier greifen die Jungs direkt ins obere Regal und die Nummer brennt sich direkt in die Gehörgänge ein.
Und es geht gleich gnadenlos gut weiter, der Midtemposong „Marching Dead“ geht ebenso runter wie Öl wie auch das danach folgende etwas schnellere „Dr. Frankenstein“ und das abwechslungsreiche „Chasing Shadows“.
Danach gibt es definitiv auch keine schlechten Tracks zu verzeichnen, aber das absolute Goodie für die Fans kommt dann in Form der Bonustracks. Denn hier haben wir es mit den drei Songs der schon angesprochenen EP zu tun wo ganz klar „Mirror Mirror“ und vor allem „House on haunted Hill“, zudem es übrigens ein tolles Video auf der Bandhomepage gibt, die überzeugendsten Nummern sind! Vor allem letzteren gräbt sich dermaßen tief in die Gehörgänge das es echt eine wahre Freude ist!
So kann man hier festhalten das die Fans hier ordentlich was geboten bekommen und oben drein noch die EP mit dazu bekommen. Sehr feiner Zug der Jungs!

Anspieltipps:

Man sollte sich hier auf jeden Fall “Our Darkest Days”, “Marching Dead”, “Dr. Frankenstein”, “Chasing Shadows” sowie “House on haunted Hill” direkt reinziehen.

Fazit :

Na, da haben wir doch mal wieder ein richtiges starkes Debütalbum hier zu verzeichnen! CONJURING FATE kamen für mich aus dem Nichts und ballern uns hier ein tolles klassisches Heavy Metal Album um die Ohren mit Songs die einfach nur toll gemacht sind und hervorragend tönen.
Ein wahres Fest für den Fan, der sich dieses erstklassige Debütalbum schnellstens zulegen sollte!
Ich bin sehr gespannt was wir von der Band noch hören werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Our Darkest Days
02. Marching Dead
03. Dr. Frankenstein
04. Land of the Damned
05. Chasing Shadows
06. A Primal Desire
07. Trust no One
08. Apocalypse
09. House on Haunted Hill (Bonustrack)
10. Mirror Mirror (Bonustrack)
11. Backwoods Witch (Bonustrack)

Julian

BURNING WITCHES – Burning Witches

Band: Burning Witches
Album: Burning Witches
Spielzeit: 45:25 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Non Stop Music  
Veröffentlichung: 29.05.2017
Homepage:  www.facebook.com/burningwitches666

Eine neue Girl Metalband erhebt sich um die Bretter die die Welt bedeuten zu erobern! BURNING WITCHES aus der schönen Schweiz veröffentlichen dieser Tage ihr selbstbetiteltes Debütalbum!
Die Mädels rund um Gründerin und Gitarristin Ramona Kalkuhl (ATLAS&AXIS) zocken lupenreinen Heavy Metal mit einigen Old School Anteilen und sind erst seit knapp zwei Jahren aktiv.
Das Debütalbum wurde im übrigen von den alten Hasen V.O Pulver und Schmier produziert, wodurch ein amtlicher Sound garantiert sein sollte!
Die Band kommt mit vielen Vorschusslorbeeren daher, schauen wir also mal mit einen ersten Blick auf den Opener „Black Widow“ ob diese gerechtfertigt sind?
Ja das Teil geht gut nach vorne und ballert extrem kraftvoll aus den Boxen! Der Gesang ist eine Mischung aus aggressiv und melodisch und Gott sei Dank weit entfernt von dem Operngeträller mancher Front Damen. Hier regiert der Metal und das auch in der Stimme!
Der erste absolute Ohrwurm folgt dann mit dem Band und Titeltrack „Burning Witches“ der direkt ins Hirn donnert und da so schnell nicht mehr rauskommt!
Das anschließende „Bloody Rose“ läuft dann aber doch ziemlich an einen vorbei, ähnlich wie das daran anschließende „The Dark Companion“. Hier haben wir es eher mit Standardmetalkost zu tun.
Richtig Stimmung kommt dann aber wieder im Mittelteil auf, denn hier ballern uns „Metal Demons“, die gefühlvolle Ballade „Save Me“ und „Creatures of the Night“ direkt entgegen und ins Hirn, geile Nummern!
Im letzten Abschnitt ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber mit „Creator of Hell“ hat man noch eine weitere Perle im Gepäck und die JUDAS PRIEST Coverversion „Jawbreaker“ beendet dann ein Debütalbum welches definitiv zu den Besten dieses Jahres gehört.

Anspieltipps:

Hier sind auf jeden Fall der Opener “Black Widow”, der Titeltrack “Burning Witches”, “Metal Demons” sowie “Creator of Hell”  zu nennen.

Fazit :

Das selbstbetitelte Debütalbum der Mädels von BURNING WITCHES macht auf jeden Fall mächtig Laune und man kann wunderbar dazu abfeiern.
Heavy Metal der alten Schule wird hier geboten und genau diese Zielgruppe sollte sich definitiv angesprochen fühlen dieses starke Debüt zu ordern!
Ein bisschen muss man noch an der durchgängig guten Songqualität arbeiten, aber ansonsten macht man hier nicht viel verkehrt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Widow
02. Burning Witches
03. Bloody Rose
04. The Dark Companion
05. Metal Demons
06. Save Me
07. Creatures of the Night
08. We eat your Children
09. Creator of Hell
10. The Deathlist
11. Jawbreaker

Julian

NOCTURNAL RITES News

NOCTURNAL RITES unterschreiben bei AFM / neues Album „Phoenix” erscheint im September!

Es gibt diese Art von Bands, deren Verschwinden von der Bildfläche eine Lücke hinterlässt, die nicht zu füllen ist. Zu diesen Formationen zählen auch die schwedischen Melodic Metaller NOCTURNAL RITES, deren letztes musikalisches Lebenszeichen “The 8th Sin“ zehn Jahre zurück liegt.
Doch es gibt gute Nachrichten zu vermelden: NOCTURNAL RITES sind zurück! Und nicht nur das… ein neues Album, namens “Phoenix”, wurde soeben fertiggestellt und soll am 29. September Veröffentlichung feiern.
Die Band kommentiert: “Wir können es kaum erwarten, unser neues Album mit allen zu teilen. Es war lange überfällig! Es fühlt sich toll an, endlich wieder am Start zu sein“.

NOCTURNAL RITES sind:
 
Jonny Lindqvist – Vocals
Nils Eriksson – Bass
Per Nilsson – Lead Guitar
Fredrik Mannberg – Guitar
Owe Lingvall – Drums

ANGELWINGS – The Edge of Innocence

Band: Angelwings
Album: The Edge Of Innocence
Spielzeit: 54:18 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 23.06.2017
Homepage: www.facebook.com/angelwingsgib

Die Symphonic Metal Combo ANGELWINGS kommt aus Gibraltar und wurde 2013 als Coverband gegründet, um Songs von Nightwish zu interpretieren. Ein Jahr später arbeitete man allerdings bereits an den ersten eigenen Stücken und dieser Tage erscheint mit "The Edge Of Innocence" nun also der erste reguläre Langdreher von ANGELWINGS.

Aufgenommen hat die Band Ihr Album in dem eigenen Studio auf Gibraltar ohne weitere Unterstützung, denn auch die Produktion haben ANGELWINGS selbst übernommen. Das ansprechende Cover Artwork stammt im übrigen von Thomas Ewerhard, der unter anderem schon Cover für Avantasia, Edguy, Rage, Shakra oder auch Jorn gestaltet hat.

Stimmlich erinnert mich ANGELWINGS Frontelfe Divi Cano mehr als einmal an Julianne Regan, die in den 80er und 90er Jahren Sängerin der britischen Band
All About Eve war und damals zu meinen Favoriten gehörte. Das Songmaterial bewegt sich natürlich in der Schnittmenge von Bands wie Nightwish, Delain oder Within Temptation, allerdings ist da trotz einiger starker Songs, wie dem Opener "Wonderland", der melancholisch bombastischen Ballade Memories, dem wirklich starken "Embracing Fantasy" und dem megaeingängigen Titeltrack noch Luft nach oben.

Wenn ANGELWINGS Ihren Focus noch mehr auf das Songwriting richten, dürfen wir in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch einige Großtaten erwarten, denn das Potenzial dazu, ist ohne jeden Zweifel vorhanden. Fans der oben genannten Bands sollten hier, aber unbedingt mal ein Ohr riskieren und dem Nachwuchs eine Chance geben.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Wonderland
02. The Fallen
03. Nile Goddess
04. Game Of Life
05. Memories
06. Forbidden Love
07. Embracing Fantasy
08. Lilith
09. The Edge Of Innocence
10. The Legend And The Myth


Heiko Füchsel

TANKARD – One Foot in the Grave

Band:  Tankard
Album: One Foot In The Grave
Spielzeit: 48:44 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 02.06.2017
Homepage:   www.tankard.info

 35 Jahre und kein bisschen leise. TANKARD begehen ihr 35. Jubeljahr mit einem ordentlichen Knall und einem der besten Thrash Alben der letzten Zeit. Bei Bandgründung 1982 haben die Frankfurter Jungs wahrscheinlich nicht geglaubt, 35 Jahre später immer noch astreinen und schnörkellosen Thrash ohne Schnickschnack abzuliefern und dafür von den Fans und Thrashfreunden ordentlich abgefeiert zu werden. TANKARD sind noch lange nicht mit „One Foot In The Grave“, ganz im Gegenteil. Dem mittlerweile 17. Album merkt man das Alter der Band keineswegs an. Die Tracks frisch, die Riffs hart, die Texte durchdacht. Zwischen Politik und Spaß, genauso wie man TANKARD kennt. Auch die Hopfenkaltschale kommt natürlich nicht zu kurz, ihr wird in „Secret Order 1516“ ausreichend gehuldigt. Aber selbst hier gibt es ernsthafte Zwischentöne, prangert der Song das Thema Fracking und die daraus entstehende Verschmutzung des Grundwassers an – immerhin ist sauberes Grundwasser ein extrem wichtiges Element zum Bierbrauen. 
Das Album selbst bietet wieder enorm viele Kracher, gleich der erste Track „Pay to Pray“ ballert mächtig rein. Auch der Titeltrack „One Foot In The Grave“, der zwar anfangs etwas bedächtig daherkommt, entwickelt sich zum amtlichen Brett mit Hymnencharakter und ist einer der besten Tracks des Albums.
„Arena Of The True Lies“ ist zwar musikalisch das schwächste Werk, was für dieses Album immer noch wahnsinnig gut ist, aber die Lyrics sind ernst und angesichts der aktuellen Nachrichten bzw. alternativen Fakten und Fake News sehr passend und gut gewählt. Auch „Syrian Nightmare“ spielt auf ein aktuelles politisches Thema an und prangert die Lage in Syrien, das Leid des Krieges und die Untätigkeit der westlichen Welt an. Der Song selbst startet eindrucksvoll mit einem Gitarrensolo und die weiteren Gitarrensoli und –riffs sind enorm stark und man hört deutlich Gerres Wut heraus.
Dagegen wartet der nachfolgende Song „Northern Crown“ mit  Anleihen von AMON AMARTH auf, ungewöhnlich aber klasse und knallig umgesetzt und natürlich mit einer ordentlichen Axt Ironie auf die schwertschwingenden Viking Bands. Mit der gleichen Ironie werden auch die Radiosender in „Don’t Bullshit Us!“ abgewatscht. Selbst Donald Trump bekommt mit „Lock ‘Em Up!“ sein Fett weg. „Lock ‘Em Up“ sowie die genial thrashigen Songs „The Evil That Men Display“ und „Sole Grinder“ (eine Hommage an Manager „Buffo“) sind wahre Abrissbirnen, die einen glatt vom Rollator hauen. 
Überhaupt sind die Songs alle erstklassig und von Produzent Martin Buchwalter mit einem frischen und druckvollen Sound in Szene gesetzt. Andis Riffs und Solis überraschen einen positiv, dazu Gerres energiegeladene Stimmen, man merkt der Band die 35 Jahre des Thrashens und Biertrinkens wahrhaftig nicht an. Die Texte sind genial durchdacht und haben genau die richtige Mischung aus Spaß, Politik und Alkohol. „One Foot In The Grave“ ist ein absolut bierstarkes Werk von Vollblutmusikern, denen man die Spielfreude und Kreativität auch nach dieser langen Bandgeschichte noch deutlich in jedem Song anhört. Nicht umsonst gehören die Frankfurter Metalurgesteine neben KREATOR, SODOM und DESTRUCTION zu den Big Teutonic 4. 
Also, Hoch die Humpen und auf die nächsten 35 Jahre TANKARD, Bier und Thrash.  

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.  Pay To Pray
02. Arena Of The True Lies
03. Don`t Bullshit Us!
04. One Foot In The Grave
05. Syrian Nightmare
06. Northern Crown (Lament Of The Undead King)
07. Lock`Em Up!
08. The Evil That Men Display
09. Secret Order
10. Sole Grinder

Tanja
 

HYDRA – Solar Empire

Band: Hydra
Album: Solar Empire
Spielzeit: 56:31 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: STF Records
Veröffentlichung: 30.12.2016
Homepage: www.hydraofficial.com

Die 2013 in Bayern gegründete Symphonic Metal Band HYDRA veröffentlicht mit dem Konzeptalbum "Solar Empire" Ihren zweiten Langdreher. Das Konzept würde ich als Romeo und Julia in ferner Zukunft in einer weit entfernten Galaxie beschreiben. Es geht um Liebe, Leidenschaft, eine verbotene Beziehung, Leid, Schmerz und Trennung.

Die Songs auf "Solar Empire" drücken dies sehr gut aus, denn das Material hat streckenweise fast Soundtrack Charakter, wie der Opener "Scarlet Occident" mit seinem orientalisch angehauchten Intro beeindruckend unter Beweis stellt. Frontdame Lisa Rieger kann hier auch gleich erste Akzente mit Ihrer angenehmen und flexiblen Stimme setzen. Das folgende bombastische "Between Two Worlds" ist trotz seiner Wucht und der harten Riffs sehr melancholisch ausgefallen und kann ebenfalls auf ganzer Länge überzeugen. Mit dem teils ruhigen "Memorial" nimmt die Band erstmals etwas den Fuss vom Gaspedal. Die Stimme von Lisa Rieger kommt hier sehr gut zur Geltung.

Bei "Witness Of Arbitrament" bekommen HYDRA gesangliche Unterstützung von Jule Daws, was die perfekte Symbiose aus Mittelalter Sounds und Metal noch mehr hervorhebt. "Towards The End" prescht wieder deutlich mehr nach vorne. "Crystalline Cage" ist eine sehr ruhige, fast getragene Ballade, die natürlich Gänsehaut Potenzial hat.

Als weitere Anspieltipps möchte ich euch den eingängigen Melodic Metal Kracher "Days Of Thunder", "Horns Of Era`Kor" welches sich aufgrund seiner Dichte und des leicht bedrohlichen Gesangs von Henning Basse (Ex – Metallium, Firewind) sehr gut als Filmmusik für "Conan der Barbar" mit Arnold Schwarzenegger geeignet hätte sowie das CD abschließende "The Last Swan" empfehlen. Dieser Track ist der krönende Abschluss, denn Lisa Rieger und Ihre Duettpartnerin Zuberoa Aznarez (Diabolus In Musica) liefern hier noch mal das volle Brett inclusive Operngesang ab. Das ist ganz großes Kino für Fans von Female Fronted Symphonic Metal.

HYDRA haben mit "Solar Empire" ein knackiges Statement abgeliefert und müssen sich auf gar keinen Fall hinter Genre Riesen wie Nightwish, Within Temptation oder Delain verstecken.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Scarlet Occident
02. Between Two Worlds
03. Memorial
04. Witness Of Arbitrament
05. Towards The End
06. Crystalline Cage
07. Days Of Thunder
08. Assassin´s Scent
09. Horns Of Era`Kor
10. Doomed
11. The Last Swan

Heiko Füchsel

THE FERRYMEN – The Ferrymen

Band: The Ferrymen
Album: The Ferrymen
Spielzeit: 59:39 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music Records
Veröffentlichung: 02.06.2017
Homepage: www.facebook.com/TheFerrymenofficial/

Erneut ein neues Bandprojekt aus dem Haus Frontiers. Dieses Mal gibt es Melodic Metal auf die Ohren in Form des selbstbetitelten Debütalbum von THE FERRYMEN. Hinter dem Projekt stehen die drei klangvollen Namen von Gitarrist Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR), Sänger Ronnie Romero (LORDS OF BLACK, RAINBOW) und Schlagzeuger Mike Terrana (RAGE, AXEL RUDI PELL und viele andere).
Auslöser war Magnus der Songs schrieb die irgendwie nicht so recht zu seinen anderen Band und Projekten passten und diese schickte er 2016 an den befreundeten Sänger Ronnie Romero. Schnell wurde dann mit Frontiers Music Records das passende Label gefunden und mit Mike Terrana der passende Schlagzeuger. THE FERRYMEN waren geboren.
Das Ergebnis dieser Zusammenstellung von Ausnahmekünstlern können wir uns jetzt mit dem Debütalbum zu Gemüte führen.
Als Anheizer erwartet uns „End of the Road“ welches direkt mal ordentlich und mit kraftvollen Riffs los feuert. Das Drumming von Drumviech Mike ist natürlich wie immer voll auf den Punkt, das Ronnie Romero ein begnadeter Sänger ist hat er schon bewiesen und das Magnus ein toller Gitarrist und Songwriter ist steht ebenfalls absolut nicht zur Diskussion! Daher ist dieser Opener ein wahrer Ohrenschmaus und vermutlich nur der Anfang einer knappen Stunde erstklassigen Melodic Metals!
Und so kommt es dann eigentlich auch, über den quasi Titeltrack „Ferryman“ mit seinem Ohrwurmchorus geht es über das krachende „Fool you All“ in den Mittelteil der mit dem Melodic Kracher „Cry Wolf“, der gefühlvollen Ballade „One Heart“, ,mit einem unfassbar gut singenden Ronnie“ erstklassig besetzt ist. Der gute Ronnie klingt hier ein bisschen nach DIO oder Jorn Lande wie ich finde.
Apropos Sänger Ronnie Romero, nicht nur aufgrund seiner Stimmfarbe, sondern auch aufgrund der Melodic Rock/Metal Mischung hat man hier das ein oder andere Mal den Vergleich zu AXEL RUDI PELL auf der Zunge. Diese Scheibe sollte also auch auf jeden Fall was für die Fans des blonden deutschen Gitarristen sein!
Zurück zur Mucke, der vielleicht heftigste Track „Darkest Hour“ beschließt dann den erstklassigen Mittelteil. Nur um weiteren musikalischen Perlen im letzten Plattenabschnitt Platz zu machen. Beispiele hierfür sind mit Sicherheit „Eyes on the Sky“ oder „Eternal Night“. Die anderen Songs, sind dann nicht ganz so großartig, immer noch gut, aber halt nur gute Standardware.
Dies tut aber dem tollen, runden Gesamteindruck keinen Abbruch mehr!

Anspieltipps:

Hier einzelne Songs rauszupicken ist sehr schwierig, greift hin wo ihr wollt, alles ist absolut hitverdächtig!

Fazit :

Auch wenn es wieder nur eines dieser unsäglichen Bandprojekte aus dem Hause Frontiers ist, man muss dem Label und dessen Boss echt ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung solcher “Bands” zugestehen!
Hier sind mit den drei Musikern echte Hitgarantien am Werk und das merkt man dem Album auch zu jeder Zeit an.
Ein tolles Melodic Metal Werk, welches den Fans der angesprochenen Zielgruppen und Bands definitiv bestens munden wird!
Dafür gibt es dann natürlich auch die dementsprechende Bewertung und ich bin mir sicher das dieses Album am Ende des Jahres auf einigen Hitlisten erscheinen wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. End of the Road
02. Ferryman
03. Fool you All
04. Still standing up
05. Cry Wolf
06. One Heart
07. Darkest Hour
08. How the Story ends
09. Enter your Dream
10. Eyes on the Sky
11. Eternal Night
12. Welcome to my Show

Julian

WIZARD – Fallen Kings

Band: Wizard
Album: Fallen Kings
Spielzeit: 48:49 min
Stilrichtung: True Metal
Plattenfirma: Massacre Records  
Veröffentlichung: 16.06.2017
Homepage: www.legion-of-doom.de

Nach ihrem letzten Album „Trail of Death“ feierten DIE deutschen True Metaller von WIZARD 2014 ihr 25 jähriges Bandjubiläum unter anderem mit einem eigens organisierten Festival in ihrer Heimatstadt. Angefangen hatte alles 2002 in einem Kellerproberaum und nun ist man aus der Metalszene nicht mehr wegzudenken wenn man an Tru Metal denkt!
Dieser Tage kehren die Jungs um Frontsirene Sven D‘Anna mit ihrem neuen, elften Album „Fallen Kings“ zurück auf die Bildfläche.
Der neue Diskus wird von Fantasie und Wirklichkeit getragen und ist keinesfalls ein
Konzeptalbum – von Stampfern über klassische Heavy Metal Tracks bis hin zu typischen WIZARD Doublebass-Krachern ist auf dem Album wieder alles vertreten was die Fans der Band so lieben.
Etwas frischen Wind gibt es durch den neuen Basser Arndt Ratering der die Band sichtlich bereichert.
Steigen wir nun mit dem Opener „Liar and Betrayer“ in das Album ein. Dieser wurde vorab schon als Single veröffentlicht und dürfte daher schon bekannt sein.
Typisch nach WIZARD tönt die Uptemponummer daran gibt es relativ schnell keinen Zweifel! Hier fühlt man sich als Fan direkt zu Hause und wohl.
Das anschließende „We are the Masses“ geht dann wesentlich bedächtiger zur Sach                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         e als der Opener und verbreitet mehr als amtliches MANOWAR Feeling! Hier wird der Fan ebenfalls bestens unterhalten ohne sich zur langweilen.
Über die erneut bestens umgesetzten „Live your Life“ und „Brothers in Spirit“ geht es dann in den Mittelteil der nicht komplett überzeugen kann und ein wenig zu standardmäßig gehalten ist.
Erst ab „Le Us Unite“ geht die Qualität wieder spürbar nach oben und mit „Frozen Blood“ sowie dem offiziellen Abschluss „You‘re the King“ haben wir noch zwei weitere Perlen zu verzeichnen die direkt auf unsere Hitliste wandern.
Wer sich die Digipackversion gönnt, findet dann im Anschluss mit „We are Ready for Metal“ und „The King“ noch zwei weitere tolle Tracks für die sich der Kauf absolut lohnt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr hier “Liar and Betrayer”, “We are the Masses”, “Live your Life”, “Frozen Blood” sowie “The King” direkt die ersten Durchläufe gönnen.

Fazit :

Im Vergleich zum letzten etwas zu durchschnittlich geratenen “Trail of Death” haben sich WIZARD wieder ganz klar gesteigert und präsentieren uns ein Album welches mit Sicherheit jedem Fan der Band sowie des True Metalgenre munden sollte!
Die ersten Hälfe ist definitiv hier die stärkere, aber insgesamt macht das Ganze einen absolut zu empfehlenden Eindruck!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Liar and Betrayer
02. We are the Masses
03. Live your Life
04. Brothers in Spirit
05. White Wolf
06. Wizard Until the End
07. Father to Son
08. Let us Unite
09. Frozen Blood
10. You‘re the King
11. We are Ready for Metal (Digipack Bonus)
12. The King (Digipack Bonus)

Julian

VALOR – Arrogance: The Fall

Band: Valor
Album: Arrogance: The Fall
Spielzeit: 43:32 min
Stilrichtung: Epic Melodic Metal
Plattenfirma: Pitch Black Records
Veröffentlichung: 09.06.2017
Homepage: www.valor.gr

Die griechischen Epic Power Metaller von VALOR kehren, vier Jahre nach ihrem letzten Album „The Yonder Answer“, welches nicht nur bei uns ordentliche Kritiken erhielt, dieser Tage mit ihrem neuen, dritten Album „Arrogance: The Fall“ zurück auf die Metalbildfläche.
Der Titel lässt auf ein Konzeptalbum schließen, leider liest man diese Information nirgends bzw. bekommt die dahinterstehende Geschichte erklärt.
Halten wir uns daher an die Fakten und die besagen das VALOR auf ihrem neuen Diskus wieder etwas mehr in Richtung Epic und Power Metal gehen nach dem letwas zu trashigen Ausflug auf dem letzten Album.
Mit dem Albumopener „Uprising“ geht es direkt mal episch in die Vollen und auch wenn das Ganze „nur“ ein Intro ist, ist es doch die perfekte Überleitung für den ersten „richtigen“ Track „Arrogant Fall“ welches wunderbar die Mischung aus Melodic und Epic meistert und die Band von ihrer besten Seite zeigt!
Noch eine Spur melodischer kommt dann „Flying Away“ um die Ecke, hier fährt die Band richtig dick auf und die Nummer bleibt umgehend im Gehörgang kleben, so muss das sein.
Im Gedächtnis bleiben auf jeden Fall auch die anschließenden „In the Name of Valor“, das mit tollen Pianoklängen unterlegte „The Crown of Evermore“ sowie das schnelle und melodische „Dark are the Eyes of the Night“ im Anschluss.
Der letzte Teil der Scheibe hat dann ebenfalls noch die ein oder andere Perle zu bieten, hier seinen das Abschlussdoppel „Sanctuary for All“ und „No Angel‘s Face“ genannt.
Somit können wir hier von einem rundherum gelungen neuen VALOR Album sprechen.

Anspieltipps:

Dieses Mal gibt es hier für euch “Arrogant Fall”, “Flying Away”, “In the Name of Valor”, “Dark are the Eyes of the Night” und “No Angel‘s Face“ als Empfehlung.

Fazit :

Hatte ich auf dem letzten Album “The Yonder Answer” noch das fehlen DER Hitsongs bemängelt haben die Jungs von VALOR diese Schwäche nun ausgemerzt und es gibt hier tolle, abwechslungsreiche Epic Melodic Metalsongs aufs Ohr welche Fans der Band und des Genre auf jeden Fall sofort begeistern sollten!
Daher gibt es hier auch ohne Umschweif die direkte Kaufempfehlung mit der dementsprechenden Benotung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Uprising
02. Arrogant Fall
03. Flying Away
04. In the Name of Valor
05. The Crown of Evermore
06. Dark are the Eyes of the Night
07. Pandora‘s Gift
08. In another Time
09. Sanctuary for All
10. No Angel‘s Face

Julian

LILLIAN AXE – Lillian Axe / Love + War (Re-Releases)

Band: Lillian Axe
Album: Lillian Axe / Love + War (Re-Releases)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: /
Homepage: www.lillianaxe.com

Die US Amerikaner LILLIAN AXE haben mit Ihrem eigenständigen (Melodic) Metal / Hard Rock schon immer zwischen allen Stühlen gesessen. Warum sie es, trotz starker Songs, handwerklichem Können und einem ansprechenden Drum Herum nie wirklich geschafft haben eine internationale Karriere zu starten, kann der geneigte Hörer anhand der nun vorliegenden Neuveröffentlichungen Ihrer ersten beiden Alben vielleicht selber nachprüfen. Denn den Hairmetal Fans war das Ganze wohl nicht poppig/kitschig genug, den harten Jungs nicht dreckig genug und überhaupt hat man bei der Truppe ständig das Gefühl, dass sie sich nicht wirklich viel um Erwartungshaltungen und Genrekonventionen scher(t)en …

Lillian Axe (1988)

Das Debüt der Truppe um den Mastermind Steve Blaze (Gitarre) wurde immerhin von keinem geringeren als dem Ratt Gitarristen Robbin Crosby produziert. Und obschon dies Crosby´s erste Platte als Produzent war und er in diesen Dingen noch reichlich grün hinter den Ohren war, hat er mit dem selbstbetitelten Erstling von LILLIAN AXE eine mehr als ordentliche Arbeit abgeliefert. Immerhin hatte er einem gewissen Beau Hill beim Aufnehmen der eigenen Ratt Glanzleistungen auf die Finger schauen können, und, gemessen am Klang von „Lillian Axe“, hatte Crosby seine Hausaufgaben gemacht. Ob es an der Heimat von LILLIAN AXE in New Orleans lag, der speziellen Vision von Blaze für seine Musik oder was auch immer der Grund gewesen sein mag – die Songs, die allesamt aus der Feder von Steve Blaze stammten, waren durch die Bank weg hochklassig und ungewöhnlich zugleich. Ob das durch ein Intro eingeleitete „Dream of a Lifetime“, der bärenstarke Track und Bandklassiker „Vision in the Night“ oder das rockige „Misery Loves Company“ – richtige Lückenfüller sucht man vergeblich. Leider fehlte ein echter, massenkompatibler Hit. Und so wurden LILLIAN AXE von ihrer Plattenfirma schnell auf Seite geschoben (wohl auch weil man keinen richtigen Zugriff auf das Songmaterial hatte und nicht wusste wie die Band zu vermarkten war) um das Glück mit dem nächsten Album zu versuchen. Es ist eine Schande, dass ein solch gutes Album, das zudem zur richtigen Zeit und am richtigen Ort (Los Angeles) auf die Szene losgelassen wurde, nicht mehr Beachtung erhielt.

Love + War (1989)

Das sollte mit dem nur ein Jahr später nachgeschobenen Album „Love + War“ nachgeholt werden. Dass Management und Label noch optimistisch waren, zeigt sich an der Auswahl des Produzenten: Veteran Tony Platt hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin bereits an AC/DC´s „Back in Black“ und „4“ von Foreigner mitgewerkelt. Der Engländer wusste also was (zumindest soundtechnisch) zu tun war, und so klingt „Love + War“ erkennbar erwachsener. Auffallend zudem die Tatsache, dass die Band sich noch mehr als schon auf Ihrem streckenweise nicht um Experimente verlegenen Erstling, Mühe gab „anders“ zu klingen. Der Opener und absolute Ohrwurm „All's Fair in Love and War“ geht gleich zu Beginn mit knapp 6 Minuten über die Ziellinie und die Band ist sich nicht zu schade so richtig cheesy zu klingen, wenn der Song es denn verlangt („She Likes It on Top“). Auf „Love + War“ gelang den Jungs ein ziemlich einmaliger Mix aus ruhigen Tracks und Rockern und in beiden Metiers konnte man überzeugen. Dass LILLIAN AXE dabei nie seicht oder wirklich kommerziell klangen, war unter anderem dem sowohl eigenwilligen wie auch gewieften Songwriting von Steve Blaze geschuldet. Mit dem Song "My Number" von der britischen Combo Girl sollte womöglich noch ein Hit erzwungen werden. Aber auch Album Nummero 2, das zumindest heute, nach all den Jahren, einen regelrechten Kultstatus unter Genrefans erreicht hat, wurde das Schicksal des Vorgängers zuteil und ging ohne viel Erfolg unter.

Hard Rock Freunden, die bisher noch nicht das Vergnügen hatten sich mit dieser hervorragenden Band auseinander zu setzen, seien diese beiden Rock Candy Records Neuveröffentlichungen ans Herz gelegt. Vor allem „Love + War“ ist ein unterschätzter Klassiker, dessen Hymnen auch heute noch ganz vortrefflich funktionieren. Das Remastering beider Scheiben ist gut, Bonustracks gibt es leider keine. Aber die Fotos und Linernotes (mit Interviews) sind wie immer eine echte Bereicherung.

WERTUNG:

Lillian Axe

 

 

Love + War

 

 

Trackliste:

Lillian Axe

01. Dream of a Lifetime
02. Inside Out
03. Vision in the Night
04. Picture Perfect
05. The More That You Get
06. Misery Loves Company
07. Nobody Knows
08. Hard Luck
09. Waiting in the Dark
10. Laughing in Your Face

Love + War

01. All's Fair in Love and War
02. She Likes It on Top
03. Diana
04. Down on You
05. The World Stopped Turning
06. Ghost of Winter
07. My Number
08. Show a Little Love
09. Fool's Paradise
10. Letters in the Rain

Mario