WOLFEN – Rise of the Lycans

Band: Wolfen
Album: Rise of the Lycans
Spielzeit: 54:52 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 22.06.2018
Homepage: www.wolfen-metal.de

Die deutschen Metaller von WOLFEN sind für mich seit 2012 ein stiller Begleiter, denn dort besprach ich ihr damaliges Comeback Album „Chapter IV“. 2014 erschien dann das letzte Album „Evilution“ was ordentlich zu überzeugen wusste und nun ist man nach knapp 4 Jahren Wartezeit mit dem neuen, sechsten, Album „Rise of the Lycans“ wieder zurück auf der Bildfläche!
Die längere Pause ist auch durch zwei Besetzungswechsel begründet und außerdem war man bis 2016 ordentlich an der Livefront unterwegs und spielte mehr als 50 Konzerte.
Nun hat man mit neuer Mannschaft und neuer Schaffenskraft ein neues Stück Power Metal mit Thrash Anleihen eingespielt und lässt das gute Stück nun mit dem Openertrack „Rebirth of the Regulators“ auf die Fans los. Nach einer kleinen instrumentalen Einleitung geht die kraftvolle Power/Thrash Metalfahrt los. Der Gesang hat nach wie vor nichts von seiner Aggressivität verloren, ist aber nach wie vor sehr variabel und kommt gerade im Chorus sehr melodisch rüber. Ein ordentlicher Opener insgesamt der Lust auf mehr macht!
Das schon vorab veröffentlichte „Genetic Sleepers“ ist dann noch eine Spur eingängige und frisst sich daher relativ schnell im Gehörgang fest. Ab damit auf die Hitliste.
Ebenfalls auf die Hitliste wandern dann recht zügig auch die nächsten Tracks, „Forgotten Dreams“ und auch „Xenophobia“ überzeugen direkt zu Beginn und setzen sich direkt fest. So kann es doch weitergehen!
Mal schauen was der Mittelteil so für uns bereit hält, erstmal werden bei „Science & Religion“ sanftere Töne angeschlagen bevor es dann bei „Timekeeper“ wieder kraftvoll und metallisch, thrashig zu Werke geht. Und beim letzteren Song hat sich ein bekannter Gastsänger versteckt, Chris Boltendahl von GRAVE DIGGER ist hier zu hören und hebt den schon tollen Song, absolut hervor.
Der Titeltrack „Rise of the Lycans“ ist dann ebenfalls absolut perfekt gelungen und wandert sofort, wie dann auch das abschließende „New World Order“, auf unsere Hitliste.
Dazwischen hat sich mit „Sucubus“ dann noch ein kleiner „Stinker“ eingeschlichen, der irgendwie ziemlich an einen vorbeiläuft.
Das ist aber mit das Einzigste was man im letzten Drittel zu meckern hat!

Anspieltipps:

„Genetic Sleepers“, „Forgotten Dreams“, „Timekeeper“, „Rise of the Lycans” sowie “New World Order”.

Fazit :

WOLFEN bleiben WOLFEN und das ist definitiv gut so! Erneut trifft die Truppe mit ihrer kraftvollen Mischung aus Power und Thrash Metal absolut den Zahn der Zeit und die Fans werden sehr zufrieden sein mit dem neuen Diskus!
Ganz kommt es für mich nicht an den Vorgänger „Evilution“ heran, aber es sind nur minimale Unterschiede vorhanden.
Es gibt also eine absolute Kaufempfehlung daher von meiner Seite für die angesprochene Fangemeinde und es wäre schön, wenn die Band endlich etwas mehr ins Rampenlicht gerückt wird, verdient hätten sie es mittlerweile absolut!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rebirth of the Regulators
02. Genetic Sleepers
03. Forgotten Dreams
04. Xenophobia
05. Science & Religion
06. Timekeeper
07. Rise of the Lycans
08. Succubus
09. New World Order

Julian

MAGICAL HEART – Another Wonderland

Band: Magical Heart
Album: Another Wonderland
Spielzeit: 45:07 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 01.06.2018
Homepage: www.magicalheart.de

Bis ins Jahr 2014 geht die Geschichte der Songs zum nun erscheinenden Debütalbum der Rock-Formation MAGICAL HEART zurück. Mit Drummer Charly Barth (Wayward), Sänger Christian Urner (Herezy, Old Age Revolution), Bassist Robert Frenz und Hammerschmitt Gitarrist Gernot Kroiss bildete sich schnell eine rockigschlagkräftige Truppe, die sich im Laufe der kommenden Jahre über Live-Konzerte unter dem noch vorläufigen Namen „Quo Vadis“ eine Fangemeinde in bayrischen Gefilde aufbauen konnte.
Nachdem einige Songs geschrieben und gereift waren und die Produktion eines Longplayers ins Auge gefasst wurde, entschied man sich, dem Projekt auch einen passenderen Namen zu geben; so wurde MAGICAL HEART geboren. Nach Fertigstellung des Albums stieg Kilian Kellner in die Band ein, nachdem Charly aus privaten Gründen die Formation verlassen musste.
Soweit die Basicfacts zum ersten Album „Another Wonderland“ der Jungs von MAGICAL HEART. Und wie tönt das gute Stück denn nun?
Nun, werfen wir mal flugs beide Ohren in Richtung des Openers „Dream no More“. Dieser rockt fleißig los und der tolle Beat geht einem durch Mark und Bein. Zusätzlich haben wir noch einen einprägsamen Chorus der das Ganze schön eingängig macht. Als Opener also beste Wahl wie ich finde.
Noch ein Wort zu Sänger Christian, der Junge hat eine Gesangsstimme die perfekt zu dieser Art Mucke passt, nicht zu tief, nicht zu hoch, einfach sehr angenehm.
Und ähnlich stark wie der Opener sind dann auch die anschließenden Tracks, das treibende „Silence and Dreams“ sowie der Titeltrack „Another Wonderland“. Hier passt alles und man wird als Genrefan bestens unterhalten!
Der Mittelteil der Scheibe wird dann ganz klar vom erstklassigen „Magic“ und „See the Light“ dominiert.
Die hier ebenfalls zu findenden „Ocean“ und „Shadows“ sind eher gute Standardsongs die aber nicht an die bisherigen Volltreffer rankommen.
Im letzten Abschnitt haben wir dann noch als Volltreffer das abwechslungsreiche „We are not lost“ zu verzeichnen, die restlichen Songs gehören auch eher zu der Sparte gute Standardsongs.
Warum man als letzten Track eine weitere Version von „Ocean“ genommen hat und nicht einen weiteren, neueren Song, entzieht sich meiner Kenntnis. Braucht man nicht unbedingt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier „Dream no More“, „Silence and Dreams“, „Another Wonderland“, “Magic” und “We are not lost” zu nennen.

Fazit :

Das Debütalbum der Jungs von MAGICAL HEART ist auf jeden Fall sehr ordentlich gelungen! Man merkt das die Jungs schon länger so zusammen musizieren und viel Liveerfahrung besitzen.
Viele Songs zünden direkt, klar es gibt auch den ein oder anderen Stinker dabei, aber im Großen und Ganzen haben wir hier eine starke Leistung die sich interessierte Rockfans gerne näher zu Gemüte führen können!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dream no More
02. Silence and Dreams
03. Another Wonderland
04. Magic
05. Ocean
06. See the Light
07. Shadows
08. We are not lost
09. Time will come
10. Fire on Earth
11.Ocean (Piano Version)

Julian

CRYING STEEL – Stay Steel

Band: Crying Steel
Album: Stay Steel
Spielzeit: 54:26 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 15.06.2018
Homepage: www.facebook.com/CryingSteel

CRYING STEEL? Noch nie von den Jungs gehört! Dabei gibt es die aus Italien stammende Truppe schon seit 1982 und man hat schon eine EP, drei Alben plus ein Box Set veröffentlicht. Naja man kann ja nicht alles kennen.
Dieser Tage kehren die Jungs mit ihrem neuen Album „Stay Steel“ zurück und haben ein ganz interessantes neues Bandmitglied zu verkünden!
Ex TNT und SHY Sänger Tony Mills ist auf dem neuen Album zu hören, was das Ganze natürlich nochmal wesentlich interessanter und einen noch neugieriger macht, schließlich gehört Mr. Mills zu den besten Rock und Metalsängern auf diesem Planeten!
Ob es sich bei dieser Kooperation um eine einmalige Sache handelt oder man sogar länger zusammenarbeiten möchte entzieht sich unserer Kenntnis, aber sei es drum, erfreuen wir uns nun einfach der Mucke und horchen direkt mal in den Opener „Hammerfall“ rein der knackig und kraftvoll loslegt. Tony ist bestens bei Stimme und da hier auch der Chorus perfekt passt haben wir es mit einem klasse Opener zu tun der direkt und ohne Umschweife in die Gehörgänge wandert.
„The Killer Inside“ im Anschluss ist dann eher im Midtempobereich angesiedelt, ist aber ähnlich eingängig wie die Nummer zuvor und kann ebenfalls direkt begeistern!
Ähnliches gilt dann für „Speed of Light“ wobei es auf den Spuren des Openers wandelt und daher auch direkt auf die Hitliste wandert.
Im Anschluss gibt es dann eine kraftvolle Halbballade mit Namen „Born in the Fire“ die auch ohne Umschweife gefällt.
Bislang also nur Hits hier zu verzeichnen, ob das so weitergeht?
Naja nicht ganz, denn der Mittelteil ist erstmal geprägt von, zwar guter, Standardmetalkost, welche dann erst langsam mit „Sail the Brave“ ihr Ende findet und mit „Name oft he Father“ findet man dann wieder zu alter Stärke zurück.
Da auch die beiden letzten Tracks „Warriors“ und „Road to Glory“ eher zu der Kategorie besserer Meltamucke gehören, ist der Abschluss des neuen CRYING STEEL Albums recht ordentlich, wenn da nicht der schwache Mittelteil gewesen wäre….

Anspieltipps:

„Hammerfall“, „Speed of Light“, „Born in the Fire“, „Name of the Father” so wie “Road to Glory”.

Fazit :

Keine Frage mit Tony Mills am Mikro haben die übrigen Jungs von CRYING STEEL einen spitzen Fang gemacht! Aber auch er schafft es nicht komplett das Ruder rumzureißen und die schwächeren Songs, die vor allem im Mittelteil zu suchen sind, komplett auszugleichen.
Insgesamt haben wir hier ein ordentliches, starkes Heavy/Melodic Metalalbum welches sich Anhänger des Genres auf jeden Fall mal genauer anhören sollten!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hammerfall
02. The Killer Inside
03. Speed of Light
04. Born in the Fire
05. Blackout
06. Barricades
07. Raise your Hell
08. Crank it Up
09. Sail the Brave
10. Name of the Father
11. Warriors
12. Road To Glory

Julian

SINSID – Mission from Hell

Band: Sinsid
Album: Mission from Hell
Spielzeit: 51:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pitch Black Records
Veröffentlichung: 08.06.2018
Homepage: www.facebook.com/sinsidband

Mal wieder Newcomeralarm hier in der Rock-Garage! 2012 gründeten sich die norwegischen Metaller von SINSID. An vorderster Front steht der ehemalige Wrestler Terje S. Sidhu der hier seiner Leidenschaft dem Metalgesang frönt.
Viel Liveerfahrung hat die Band noch nicht vorzuweisen, man war darauf konzentriert das mir nun vorliegende Debütalbum „Mission from Hell“ einzuspielen auf dem es vom Stil her mit einem Mix aus Heavy, Viking, Epic und Thrash Metal zugeht.
Als Opener fungiert das passend betitelte „The Sinsid Prelude“. Ein sehr langsames, getragenes Instrumentalstück was aber irgendwie gut passt wie ich finde! Aber es gibt natürlich bessere Opener das ist klar.
Mal gucken wie denn der erste richtige Track „Steel Riders“ so tönt? Recht kraftvoll kommt das Ganze daher, ein Midtempotrack der vor allem aufgrund seines Chorus ordentlich punkten kann.
Danach gibt es dann leider erstmal etwas Standardmetalkost zu verdauen, was leider auch länger anhält und erst mit dem knackigen „Revenge by Death“ wieder besser wird!
Ein kleiner Hit hat sich dann mit dem anschließenden Titeltrack „Mission from Hell“ im ganzen Standardmetalgemenge versteckt. Hier passt alles recht gut und der geneigte Metaller wird bestens unterhalten.
Und guck mal da, auch das wesentlich schnellere „Union Sign“ direkt im Anschluss kommt gut aus den Boxen und geht direkt ins Ohr. Es geht doch liebe Leute!
Danach flacht das Niveau aber leider wieder ab und mit dem überlangen, doomigen „Land of Doom“ wird ein Debütalbum beschlossen welches ganz klar zeigt das noch kein Meister vom Himmel gefallen ist!

Anspieltipps:

„Steel Riders“, „Mission from Hell“ sowie „Union Sign“ tönen hier am Besten.

Fazit :

Definitiv schwere Kost das Debütalbum der Jungs von SINSID! Mit ihrer Mischung aus Heavy, Viking, Epic und ein Schuss Doom Metal macht man es sich aber auch nicht leicht…im Endeffekt fehlt bei vielen Songs einfach der Zugang zu den Stücken bzw. man, braucht wenn überhaupt, viele Durchläufe bis mal ordentlich etwas hängen bleibt!
Das ist nur was für Genrefanatiker und daher sollte hier vorheriges Antesten vor dem Kauf Pflicht sein!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Sinsid Prelude
02. Steel Riders
03. Hellhammer
04. Sons of the North
05. Infernal Pit
06. Revenge by Death
07. Mission from Hell
08. Union Sign
09. Lost & Lonely
10. Land of Doom

Julian

Human Fortress News

HUMAN FORTRESS nehmen neues Album in Angriff / Crowdfunding gestartet!

Die Hannoveraner Melodic Power Metal Band HUMAN FORTRESS arbeitet an neuem Material. Anfang nächsten Jahres wird der Nachfolger des 2016er Werkes „Thieves Of The Night“ erscheinen, für den die Gruppe nun eine Crowdfunding-Kampagne gestartet hat.

https://www.indiegogo.com/projects/human-fortress-new-album-production-youtube-band#/

„Wir haben uns diesmal bewusst alle Zeit beim Komponieren und Arrangieren gelassen, um das bestmögliche Resultat zu gewährleisten“, erklärt Gitarrist Todd Wolf.

Das noch unbetitelte neue Album der Band entsteht in Zusammenarbeit mit Produzent Tommy Newton (Helloween, UFO, Guano Apes).

Crystal Viper News

CRYSTAL VIPER: „At The Edge Of Time“ EP am 22. Juni!

Das letzte CRYSTAL VIPER Album “Queen Of The Witches” ist noch Frisch, aber Polens führende Heavy Metal Band war schon wieder im Studio und hat mit „At The Edge Of Time“ eine neue 5-Track EP eingespielt, die am 22. Juni als 10“ Vinyl (limitiert auf 500 Stück in Crystal Clear Vinyl) erscheinen wird. Neben dem Titelsong in englischer und polnischer Sprache, einer alternativen Version des Fan-Favoriten „When The Sun Goes Down“ und dem ebenfalls neuen Track „When Are You“ ist mit der Coverversion des Quartz-Songs „Tel Me Why“ auch eine Fremdkomposition vertreten.
Das Coverartwork wurde von Andreas Marschall (Blind Guardian, Running Wild, Orden Ogan) erstellt.

Stormwitch News

Neue STORMWITCH Single erschienen

STORMWITCHs neue Single „Odins Ravens“ ist hier und kann auf

in all seiner Pracht angehört werden!

Im letzten Monat hat die Band bereits das Lyric Video zu ihrer ersten Single „Songs Of Steel“ vom kommenden Album „Bound To The Witch“ veröffentlicht. Hier kann man es sich ansehen

STORMWITCHs neues Album „Bound To The Witch“ – gemischt und gemasert von Marc Ayerle und mit einem Artwork von Michael Vetter – erscheint am 29. Juni bei Massacre Records. Das Album ist physisch als Jewel Case CD, limitiertes CD Digipak mit exklusiven Bonustracks sowie als limitierte Vinyl LP und natürlich auch digital erhältlich.

„Bound To The Witch“ wird mit Sicherheit alte wie neue Fans begeistern. Getragen von kraftvollen Riffs erstrahlt Andys Stimme und entführt den Zuhörer in seine ganz eigene Welt.

STORMWITCH – Bound To The Witch

Band: Stormwitch
Album: Bound To The Witch
Spielzeit: 65:45 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 29.05.2018
Homepage: www.stormwitch.de

Mit 39 Jahren könnte man eigentlich so langsam mal die Midlife-Crisis kommen. Vielleicht einen tiefergelegten Besen kaufen oder den Hexenhut durch eine dieser lustigen blinkenden Weihnachtsmannmützen eintauschen. Man könnte auch so richtig auf die Kacke hauen und sein neues Album mit einer dicken Masse arschgeiler Synthesizer und einem saftigen Drop vor jedem Chorus pimpen. Aber scheinbar steht die STORMWITCH da drüber. Stattdessen: Auch nach 39 Jahren Bandgeschichte (inklusive Pausen) gibt’s von den Deutschen klassischen Heavy Metal ohne Schnörkel, den man instinktiv ein wenig näher an Hamburg verortet hätte, als es tatsächlich der Fall ist.
Zum Gesang: Am Mic steht, neben Jürgen Wannenwetsch das einzige verbleibende Gründungsmitglied, nach all der Zeit immer noch Andreas Mück, der sich als charakteristisches Organ der Band einen Namen gemacht hat. Zurecht. Und tatsächlich: Selten klang der Mann besser als auf dem zwölften Release der Jungs. Seine Falsettstimme kommt auf “Bound To The Witch” zwar verhältnismäßig selten zum Einsatz, läuft aber immer noch wie geschmiert. Und in gemäßigten Höhen kommt der sehr warme, fast beruhigende (Jap, ist ein Kompliment.) Klang im Zusammenspiel mit dem feinstens produzierten Prototyp-Heavy-Metal-Sound der Band einfach großartig.
Die 14 Songs auf “Bound To The Witch“ (inklusive drei Neuaufnahmen alter Klassiker als Bonustracks) sind strukturell recht einfach gehalten. Vielleicht etwas zu routiniert immer nach Schema F, aber damit kann man leben, denn obgleich STORMWITCH zuerst einmal Heavy Metal in Reinform machen, lassen sie nie ein richtiges Maß an charakteristischen Melodien und interessanten Riffs missen. Man höre nur einmal in “Arya” rein, dessen Strophenmelodie mit dem Eingangsriff hervorragend kooperiert, bevor der Refrain für Gänsehaut sorgt, ganz ohne auf billige Tricks wie fette Chöre oder Orchestersamples zurückgreifen zu müssen.
Gänsehaut gibt es auch bei der Ballade “Nightingale”, die melancholisch folkig aber weitestgehend unkitschig ausfällt und von cleanen Gitarren und Mück in Bestform getragen wird. Pur oldschool heavy geistert “The Ghost Of Mansfield Park” aus den Boxen, dessen Chorus zwar melodisch einfach gehalten ist, dabei jedoch wie vorherbestimmt für den Rest des Songs anmutet.
Neben zahlreichen leicht folkloristischen Wendungen in ihren Melodien (Nein, STORMWITCH sind mitnichten Folk Metal) verleiht ihnen auch die Art ihres Storytellings etwas, was an dieser Stelle in Ermangelung eines besseren Begriffs als “bardenhaft” bezeichnet werden muss. Ist eine tolle Eigenschaft, aber vielleicht könnte man für solche Texte mal einen Muttersprachler zurate ziehen, der sie absegnet. So lassen einige Textstellen den Hörer ob ihrer Plattheit doch manchmal leicht zusammenzucken. Klar, ist normal bei deutschen Bands, ließe sich aber vermeiden. Naja, sei’s drum, ganz ohne Kritikpunkte wär‘ ich halt auch arbeitslos.

Anspieltipps:
“The Choir Of The Dead”, “Arya”, “King George”, “Nightingale” und “The Ghost Of Mansfield Park”

Fazit:
Viele Textideen sind top, über ihre Umsetzung lässt sich streiten. Darüber, dass “Bound To The Witch” in musikalischer Hinsicht einfach hervorragend gelungen ist, hingegen nicht. Verhältnismäßig einfach und traditionell lebt es von seinen auf unauffällige Weise sehr starken Kompositionen und den außergewöhnlichen Vocals – erdacht und gespielt von einer Band mit massig Erfahrung, aber, wie das Promosheet treffend beschreibt, mit der Frische eines geilen Newcomers. “Bound To The Witch” ist kein Album, das man nur einmal hört, da sich beim ersten Durchlauf doch zumindest der Eindruck ergibt, dass die Scheibe echt Potenzial hat. Und spätestens ab dem zweiten Durchlauf wird das Ding immer fetter. Es ist wie verhext.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Songs Of Steel
02. Odin’s Ravens
03. The Choir Of The Dead
04. Bound To The Witch
05. Arya
06. Stormwitch
07. Life Is Not A Dream
08. King George
09. Ancient Times
10. The Ghost Of Mansfield Park
11. Nightingale
12. Stronger Than Heaven (Bonus Track)
13. Rats In The Attic (Bonus Track)
14. Priest Of Evil (Bonus Track)

Jannis

MONUMENT – Hellhound

Band: Monument
Album: Hellhound
Spielzeit: 58:50 min.
Stilrichtung: Heavy Metal (duh)
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 25.05.2018
Homepage: www.monumentband.com

<—- Das da, meine Freunde, ist ein übertrieben geiles Cover. Wer das auch so sieht, dem sei zu einem Besuch auf der Facebookseite von MONUMENT geraten, genauer gesagt, zur Betrachtung der vergangenen Profilbilder. Lohnt.
Widmen wir uns dem Cover genauer: Es ist auf der einen Seite recht stark im Sinne gefühlt jedes traditionellen Metal-Artworks gestaltet, mit Feuer, Apokalypse und einem bösen Maskottchen, das sogar nocht einen mythologischen Hintergrund hat. Dann wiederum sieht das Vieh aufgrund des leicht cartoonartigen Stils doch irgendwie dämlich aus, wenn auch noch etwas weniger als auf anderen Covern der Briten. Und damit wäre auch der Stil von MONUMENT beschrieben. Klassischer Heavy Metal mit extremer Nähe zu MAIDEN und PRIEST, teils ein wenig durch den Kakao gezogen. Gut, man sollte von einer Band, die aus drei Ex-WHITE-WIZZARD-Mitgliedern besteht, auch nicht unbedingt totale Ernsthaftigkeit erwarten.
Dabei sind MONUMENT keine Fun-Metal-Band der Marke JBO oder NANOWAR OF STEEL, sie persiflieren weniger, als dass sie ihren Helden auf eine humorvolle Art huldigen. Das tun sie so offensichtlich, dass man bei einem größeren Teil aller Songs doch eine gewisse Ahnung hat, welcher Song bzw. welche Songs für ihn als Vorlage dienten. Sowas ist eigentlich ein Grund für eine eher mittelmäßige Bewertung, was sich einige andere Rezensionen zu “Hellhound” klar zu Herzen genommen haben. Aber seien wir ehrlich: Dieses Konzept macht unfassbar Spaß. Klar, die meisten Songs auf “Hellhound” haben die Qualität durchschnittlicher MAIDEN-Songs (was auch schon echt eine Leistung ist), aber in Kombination mit der fröhlich-unbekümmerten Grundstimmung des Albums, dem Rätselraten, an welches Lied von MAIDEN oder PRIEST wohl der nächste Song angelehnt ist und den in nicht wenigen Fällen herrlich klischeehaften Texten (“Hellhound”: “He’s around, make no sound, try to hide, but in the end you’re found – He’s Hellhound!!”) bringt’s einfach. Und natürlich darf man nicht vergessen, dass gut kopiert keineswegs schlecht sein muss, und im Fall von “Hellhound” auch nicht ist.
Über die einzelnen Lieder soll hier gar nicht viel verraten werden. Naja, einer der Tracks klingt nach RUNNING WILD (Könnte es “William Kidd” sein? Man weiß es nicht.). Und einer wie jeder vernünftige “Ruhiger Anfang, fixes Lied, endloses Solo, Refrain, ruhiger Anfang nochmal”-Endsong eines MAIDEN-Albums (Jap, es ist “The End” mit seinem beachtlich mächtigen Mittelteil).
Der Rest bleibt Überraschung. Ach ja, die Produktion geht absolut klar, der Sänger passt hervorragend und der übrige Teil der Gruppe scheint von einer eisernen Jungfrau persönlich gezeugt worden zu sein. Rein muss gehört werden.

Fazit:
Man sagt sowas ja gerne über neu erscheinende Metalalben, aber MONUMENTs “Hellhound” ist ein klarer Kandidat für jede Metalparty-Playlist. Das Ding ist wie eine Compilation der fröhlichsten MAIDEN-Songs in noch etwas fröhlicher und mit Texten, die sich ihrer Klischeehaftigkeit absolut bewusst sind. Keine blöde Parodie – einfach klassischer Heavy Metal mit offenliegenden Einflüssen und einer guten Dosis Humor.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. William Kidd
02. The Chalice
03. Death Avenue
04. Nightrider
05. Hellhound
06. Wheels Of Steel
07. The End
08. Attila
09. Straight Through The Heart
10. Creatures Of The Night
11. Long Live Rock ’n‘ Roll
12. Deja Vu Master 1

Jannis

Radiant News

RADIANT unterschreiben bei Massacre Records

Die Melodic Hard Rocker RADIANT um Sänger Herbie Langhans (Avantasia, Voodoo Circle, ex-Sinbreed, ex-Seventh Avenue) und seinen ehemaligen Seventh Avenue Kollegen Flo Gottsleben und Markus Beck haben bei Massacre Records unterschrieben und werden im Herbst ihr Debütalbum veröffentlichen!

Schon der Bandname verspricht eine musikalische Neuausrichtung der ehemaligen Mitglieder der Melodic Metal Band Seventh Avenue. Die Devise von RADIANT lautet: mehr Rock, weniger Metal, mehr Hooklines, weniger Speed – und das mit der gleichen Leidenschaft und Energie wie zuvor!

RADIANTs melodischer Hard Rock ist ehrlich und kraftvoll und geht direkt ins Ohr!

RADIANT sind Sänger Herbie Langhans, die Gitarristen Flo Gottsleben und Carsten Stepanowicz, Bassist Markus Beck und Drummer Manni Spalka.