KISS – News

 

Zum Jubiläum ihres ersten Konzertes veröffentlichen KISS am 29.03.2019 ihr Best-of Album „KISSWORLD – The Best Of KISS“ mit den 20 beliebtesten Tracks der Band. Mit dabei sind u.a. die Songs „I Was Made For Loving You“, Rock And Roll All Nite“ und „God Gave Rock ‚N‘ Roll To You II“.

 

 

 

Passend dazu werden KISS ihre allerletzte World Tour bestreiten, im Sommer kommt die bereits 1973 gegründete Band auch zu uns. Wer sie live sehen möchte, hat hier die vermutlich letzte Chance dazu:

27.05. Leipzig, Leipziger Messe
31.05. München, Königsplatz
02.06. Essen, Georg Meiches Stadion
04.06. Berlin, Waldbühne
05.06. Hannover, Exoplaza
06.07. Iffezheim, Rennbahn

TUG OF WAR – Soul Fire

Band: Tug of War
Album: Soul Fire
Spielzeit: 51:00 min
Stilrichtung: Hardrock/AOR
Plattenfirma: Escape Records
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage:-

TUG OF WAR – Die schwedisch-kanadische Symbiose debütiert auf hohem Level
Der schwedische Gitarrist, Songwriter und Produzent Tommy Denander ist ohne Frage sehr umtriebig, erst gegen Ende Jahres 2018 gelang es ihm durch seine Mitarbeit, die hochgelobte „Outlaw Son“ von Jerome Mazza in viele „Best of“ Platzierungen zu hieven, und nun startet er mit TUG OF WAR am Anfang dieses Jahres gleich einen neuen Versuch. Der Mann fühlt sich musikalisch in der Nähe von Toto am wohlsten und das hört man auf „Soul Fire“ stellenweise sehr wohl. Sein gehobenes Songwriting lässt ihm allerdings die Möglichkeit, weitere musikalische Einflüsse spielerisch einzubringen, ohne seine eigene Identität zu vernachlässigen.
Wie wichtig nicht nur im Sport, sondern auch in der Musik ein ordentliches „Scouting“ ist, beweist die gesangliche Neuentdeckung BK Morrison. Der Kanadier war ein komplett unbeschriebenes Blatt, überzeugt aber auf „Soul Fire“ auf ganzer Linie. Extrem an die Stimmungslage des jeweiligen Songs angepasst, klingt er mal nach Coverdale, Bob Seeger oder Lou Gramm, aber immer unverkennbar nach Morrison.
Neben den Erwähnten fanden sich eine illustre Schar an hochdekorierten Gastmusikern im berühmten, altehrwürdigen EMI/ Abbey Roadstudio Stockholm ein um gemeinsam ein außerordentliches Rockalbum zu produzieren.
Chris Ousey (Heartland / Snakecharmer), Joseph Williams (Toto), Bill Champlin (Chicago) bereichern das Album mit ihrem Backgroundgesang während sich Brian Anthony (Steve Walsh) neben dem Bassspiel auch für den Mix und das Mastering verantwortlich zeigt.
Leicht und locker startet das exzellente Album mit „Before I Will Know“ und BK Morrison lässt hier direkt schon erahnen, auf was für ein hohes Level wir uns bei den folgenden Nummern freuen dürfen.
Klassischen AOR/ Hardrock amerikanischer Prägung mit ordentlich Gitarren und dezenten Bläserarrangement bietet „Bullet With Your Name“ .
Die Mitempo Nummer „Come Home“ erinnert ein wenig an Giant, „ Confess To Your Dreams“ swingt auf einer fröhlich positivem Art durch seine gut vier Minuten.
Wie sehr sich Denanders Gitarrenarbeit mit BKs Gesang in einer starken Symbiose verbindet, hört man extrem auf „I Won´t Surrender“, einem darüber hinaus noch großartigem Song.
Bluesig und etwas getragener wird’s auf „My Soul is A Ghost Town“ die das enorme Spektrum dieser Produktion aufzeigt.
Etwas schwächer gelungen ist „Somewhere In The Past“ und muss für den „Album Füller“ herhalten, bevor das insgesamt gut gelungene Album mit dem Background Vocals geprägten „Full Of Sh**t“ ausklingt.
Fazit: Auch das leider stellenweise etwas ausgelutscht daherkommende AOR Genre lässt einem noch die Gelegenheit, ein Album frisch und ungehört zu produzieren und genau das ist TUG OF WAR gelungen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01 Before I Will Know
02 Bullet With Your Name
03 Come Home
04 Confess To Your Dreams
05 Fade To Black
06 I Won´t Surrender
07 Have Mercy
08 My Soul Is A Ghost Town
09 On The Other Side
10 Somewhere In The Past
11 Walk It Like A Man
12 Full Of S**T

Rüdiger König

Link zu : Before I will know:

REZET – Deal With It

Band: Rezet
Album: Deal With It
Spielzeit: 41:59 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage: www.rezet.de

Ist schon geil, wenn man der hungrigen Fangemeinde neun Jahre nach Erscheinen des Debutalbums das zweite Album mit dem Namen “You Asked For It” vorwirft und dann noch das dritte Album “Deal With It” benennt. Die Leute wollten es, jetzt können sie gucken, wie sie damit klarkommen. Spoiler: Sie werden ziemlich gut damit klarkommen. Die dritte Scheibe der Jungs von REZET aus dem deutschen Norden liefert qualitativen melodischen Thrash Metal, der ordentlich Gas gibt, dabei aber auch ein paar ruhigere Töne nicht scheut. Produziert wurde der Spaß von Eike Freese, der unter anderem an Releases von GAMMA RAY und DEEP PURPLE geschraubt hat. Das Resultat ist höchst gelungen. Klar, mit ordentlich Bums, dabei aber recht oldschool und authentisch klingend, eben so, wie ein Thrash-Metal-Album klingen muss. Auch die Leistung der Band stimmt. Die Instrumentalfraktion hat hörbar Bock und zudem eine gute Ladung Können am Start und Sänger Ricky wechselt gekonnt zwischen melodischerem Thrash-Gesang, Klargesang (selten) und bösen Vocals.
Das Songwriting ist erfrischend vielseitig ausgefallen. Hin und wieder griff man auf cleane Gitarren zurück, so beim schönen ruhigen Opener, beim über sechs Minuten langen, vielseitigen Instrumental “Pile Of Shards” und bei dem leicht balladigen “Alone”, dessen Refrain fast Gänsehautpotenzial hat.
Ansonsten ist man recht straight unterwegs, wechselt zwischen melodischeren Songs wie dem mit moderner Refrainmelodie ausgestatteten “No Plan B” oder dem Refrain von “Thunder Raiders”, und erquickender Angepisstheit. Songs wie der Titeltrack, “Chaos In My Mind” und “Spiral Down” dreschen unbarmherzig daher, mit einer guten Ration „Keinen Bock mehr auf all den Scheiß“ und einem Händchen für Oberklasse-Thrash-Riffs (Das Strophenriff von “Deal With It” ist der Shit!). Textlich regiert die Gesellschafts-/Sozialkritik, mit dem stampfenden Midtempotrack “Dead Or White” ist man nach eigenen Angaben “antifaschistisch” unterwegs, transportiert als Message dabei einen Minimalkonsens, den man unabhängig der eigenen politischen Ausrichtung (so diese denn nicht explizit extremistisch ausfällt) vertreten dürfte und der wesentlich glaubwürdiger rüberkommt, als man es von so bezeichneten Songs von Jennifer Rostock und Konsorten kennt. Und dazu geht der Track ordentlich ins Ohr. Wie ein Großteil des restlichen Albums. Und der Teil, der nicht ins Ohr geht, der geht erbarmungslos in den Nacken.

Anspieltipps:
“Deal With It!”, “No Plan B”, “Alone” und “Spiral Down”

Fazit:
REZET sind eine der Bands, die selbst auf Platte direkt ein angenehmes Kleiner-Club-großer-Spaß-Feeling vermitteln. Man wünscht sich bereits nach dem ersten Track auf ein Live-Konzert der Jungs und ein Bier in der Hand, haben REZET doch den Charme einer der Bands, die man sich mit 70 Leuten für 15 Euro anschaut und dabei weiß, dass das Konzertticket hinsichtlich der musikalischen Qualität eigentlich das Doppelte wert gewesen wäre. “Deal With It” ist ein unterhaltsames, fein gespieltes und komponiertes melodisches Thrash-Metal-Album, das hoffentlich eine angemessene Menge Aufmerksamkeit bekommt. Und es ist nicht nur dafür, dass es erst das dritte Album der Band ist, eine starke Leistung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Behind Glass
02. Treadmill To Hell
03. Deal With It!
04. No Plan B
05. Thunder Raiders
06. Alone
07. Chaos In My Mind
08. MDPV
09. Dead Or White
10. Spiral Down
11. Pile Of Shards

Jannis

TARA LYNCH – Evil Enough

Band: Tara Lynch
Album: Evil Enough
Spielzeit: 44:08 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Cargo Records UK
Veröffentlichung: 01.03.2019
Homepage: www.taralynch.com

Manche spielen ein Instrument. Manche sogar zwei. Manche nehmen irgendwann mit anderen Musikern ein Album auf und haben, wenn es richtig gut läuft, sogar einen Gastauftritt eines bekannten Musikers dabei. Dann gibt es noch TARA LYNCH. Die spielt Akustik- und E-Gitarre, singt, spielt Bass, Schlagzeug und Klavier und hat auf ihrem Debutalbum eine übertriebene Menge hochkarätiger Gäste dabei, die man bereits mit BLACK SABBATH, YNGWIE MALMSTEEN, ALICE COOPER, OZZY OSBOURNE und etlichen anderen Helden der harten Musik auf der Bühne bestaunen durfte. All diese Skills und Namen hat TARA auf ihrem Debutalbum “Evil Enough” zusammengetragen, das Ergebnis sind zehn sauber produzierte Tracks, von denen vier instrumental gehalten sind, und auf denen das Multitalent die Verantwortliche für Gitarre und Gesang ist.
So weit, so gut. Eine Stimme hat die Frau auf jeden Fall; abseits von Opern-Metal klingt TARAs Stimme erfreulich rau und auf äußerst positive Weise “verbraucht”, ist dabei jedoch in diversen Gesangstechniken und auch in hohen Sphären einsetzbar. Was das Gitarrenspiel angeht, ist “Evil Enough” nahezu zurückhaltend. Selten findet man Soloalben von Gitarristen, die ohrenscheinlich jut talentiert sind, dem Hörer das allerdings dermaßen wenig unter die Nase reiben. Das kann man positiv finden, auf “Evil Enough” wünscht man sich jedoch tatsächlich mit der Zeit etwas mehr Gitarreneskalation. Auch die Instrumentals sind eher basic gehalten. So scheint das Talent von Frau LYNCH zwar immer mal wieder durch, wird allerdings nicht in seinem kompletten beeindruckenden Ausmaß wahrnehmbar.
Weiteres Problem: Jap, TARA LYNCH ist zweifelsohne im Metal zuhause, das merkt man ihren Kompositionen deutlich an. Doch ist ein Großteil der Songs (den dreckig-rockigen Knaller “Trustless” mal ausgenommen) eher banal, angenehm zu hören aber 08/15. Coole Harmoniefolgen oder Melodieansätze münden leider allzu häufig im Endeffekt doch wieder in einem Standardpart, der sich kaum festzusetzen weiß. Gerade den instrumentalen Tracks fehlen eingängige Leitmotive, was dazu führt, dass ein Großteil der Songs zum einen Ohr rein und zum anderen raus geht. Ein Weg, auf dem er ein aufgrund seiner Metallität halb beeindrucktes, halb auf den Beat zurückzuführendes, instinktives Kopfnicken hervorruft, aber das war es dann auch.
Die großen Innovationen fehlen, und somit ist “Evil Enough” zwar durchaus böse genug, aber das sollte nicht der alleinige Anspruch an ein Album sein.

Anspieltipps:
“Trustless”, “Enigmatic” und “Antidote”

Fazit:
Seien wir ehrlich: So Metal die zehn Songs auf “Evil Enough” auch sind, so imposant die Liste der Gastmusiker auch anmutet und so gut die ganze Sache auch gespielt ist – am Songwriting muss bei den folgenden Releases noch geschraubt werden. Damit ist das Debut von TARA LYNCH ein durchschnittliches, handwerklich starkes Heavy-Metal-Album, dem es an musikalischem Tiefgang fehlt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Enough
02. Antidote
03. Exit The Warrior
04. Kringeworthy
05. Banished From My Kingdom
06. Gui-Tara Rises
07. Unbreakable
08. Enigmatic
09. Trustless
10. Feckless Lock

Jannis

GUNS ‚N‘ ROSES – Neues Album?

Hui, es tut sich was bei den Gunners. Wie Slash jetzt bestätigte, arbeite man bereits an einem neuen Album.
Man „hoffe“ derzeit, eine neue Scheibe veröffentlichen zu können und warte ab, was passiert, wenn es passiert.

“Axl, Duff, myself and Richard have all talked about… there’s material and stuff going on already for a new record. It’s just, with Guns N’ Roses, you don’t go, ‘Oh, there is a plan, and it’s gonna be like this,’ because that’s not how it works. So, basically, the only real answer to give is we’re hoping to put a new record out, and we’ll just see what happens when it happens.”

Bleibt nur zu hoffen, dass dieses dann an alte Erfolge anknüpfen kann. „Chinese Democracy“ hatte diese Erwartungen nicht so ganz erfüllt.

 

BEAST IN BLACK – Video „From Hell With Love“

BEAST IN BLACK haben am 14.02.2019 das Video zum Titeltrack ihres zweiten Drehers „From Hell With Love“ veröffentlicht.

Und wer sich noch genauer zum neuen Album informieren möchte, der findet das Review natürlich auch hier in der Rock Garage 😉

Hier gehts zum Video:
https://youtu.be/f8qWbowzwZU

Und hier findet ihr zu Julians Review zu „From Hell With Love“:
https://www.rock-garage.com/beast-in-black-from-hell-with-love/

AVANTASIA – Moonglow

Band: Avantasia
Album: Moonglow
Spielzeit: 66:43 min
Stilrichtung: Power Metal / Symphonic Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 15.02.2019
Homepage: www.avantasia.net

Tobias Sammet’s AVANTASIA…. Ein Begriff, der schon seit einigen Jahren die symphonische Metalwelt prägt. Ein Mann mit einer Vision (Tobias Sammet), der unzählige Meister ihres Fachs um sich versammelt (Jorn Lande, Geoff Tate, Ronny Atkins,… usvm.) um Musik zu machen, die sich weder in eine Schublade noch in eine Form pressen lässt.
Und was Tobi jetzt mit AVANTASIA und „Moonglow“ auf die Beine gestellt hat, sucht einfach seinesgleichen. Die Poesie in den einzelnen Stücken, die kompositorischen Feinheiten und die perfekte Auswahl der Gastmusiker sorgen dafür, dass das 8. Studioalbum DAS Album des Jahres werden könnte.
Ich gebe zu, beim ersten Reinhören (anspielen der Titel für ca. 15 Sekunden) dachte ich noch, oioioioioi, da hat er jetzt aber etwas übertrieben. Aber nach dem ersten kompletten Durchgang hat es mich einfach umgehauen. Jeder Song ein einzelnes kleines Meisterwerk ergeben sie gesamthaft das beste AVANTASIA-Album überhaupt.
Inhaltlich geht es um ein Wesen, dass in eine Welt gelassen wurde, in der es sich nicht zurechtfindet, nicht es selbst ist und sich dort einfach überfordert fühlt. Es fühlt sich zur Dunkelheit hingezogen und öffnet dort ein Tor in eine Welt, aus der es die benötigte Kraft für die andere Welt zieht. Das Album handelt vom Anderssein, vom Druck, die Erwartungen erfüllen zu müssen und dem Fliehen in eine andere Welt.
Das Spannende dabei ist, dass jeder Song eine eigene Geschichte erzählt und keine kontinuierliche Geschichte ist, in der jeder Handlungsstrang im Detail erzählt wird.
„Moonglow“ ist wohl eines der ausgeschmücktesten und detailverliebtesten Alben im AVANTASIA-Universum überhaupt. Keltische Elemente, große Chöre, Thrash-Elemente, atmosphärische Parts. Die ultimative Spielwiese des Tobias Sammet. Und was dabei herausgekommen, sucht einfach seinesgleichen. Schon der Opener „Ghost In The Moon“ haut einen um. Tobi Sammet singt den immerhin fast 10 Minuten dauernden Longtrack komplett alleine und er kann es einfach. Erinnerungen an „Mystery Of A Blood Red Rose“ werden wach, auch weil der Titel des letzten AVANTASIA-Albums „Ghostlights“ hier mit einer Zeile gewürdigt wird. Viel Kitsch, viel pompöses Tamtam, Gospelchöre sind zum ersten Mal zu hören. Aber alles so stimmig und so wunderbar verpackt, dass es einfach nur schön und grandios ist.
Mit „Book Of Shallows“ folgt dann der härteste Track des Albums. Gemeinsam mit Tobi Sammet sind hier die Wiederholungstäter Jorn Lande, Ronny Atkins (PRETTY MAIDS) und Geoff Tate (ex-QUEENSRYCHE) sowie die Neu-Avantisten Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) und erstaunlicherweise Mille Petrozza (KREATOR) zu hören. Klingt nach einer merkwürdigen Mische, aber Milles Thrash-Part verpasst dem Song das passende Thrash-Feuerwerk zur richtigen Zeit. Perfekt.
Sehr ruhig und sanft wird es danach mit „Moonglow“, einem sehr emotionalen mit Pianoklängen untermalten Duett zwischen Tobi und einer bezaubernden Candice Night (BLACKMORE´S NIGHT).
Mit „The Raven Child“ folgt die erste Singleauskopplung von „Moonglow“. Ein mutiger Schritt, ist der Song doch stolze 11 Minuten lang und eigentlich nicht radiotauglich. Aber es ist DAS Highlight des Albums und hat absolutes Hitpotenzial. Getragen wird das progressiv anmutende Stück von den unglaublich starken Hansi Kürsch und Jorn Lande. Gerade der Anfang und der starke Refrain sind einem Hansi Kürsch wie auf den Leib geschnitten und die gesanglichen Qualitäten Jorn Landes brauchen wir im Zusammenhang mit AVANTASIA gar nicht mehr explizit zu erwähnen.
Die beiden nachfolgenden Tracks „Starlight“ und „Invincible“ haben es nach diesem Hammersong sehr schwer zu bestehen, aber auch diese beiden Tracks fallen in der Qualität nicht ab. Während „Starlight“ sich langsam zu einem Ohrwurm entwickelt, besticht das balladeske „Invincible“ durch die charakteristische Stimme von Geoff Tate und erinnert an alte AVANTASIA-Zeiten.
Mit „Alchemy“ folgt ein weiteres Melodic Metal-Epos, während „The Piper At The Gates Of Dawn“ mit der größten Anzahl an Gastmusiker aufwartet. Atkins, Lande, Eric Martin (MR. BIG), Bob Catley (MAGNUM) und Geoff Tate geben sich hier die musikalische Klinke in die Hand.
Während das ruhigere „Lavender“ nicht zuletzt durch Bob Catley einen MAGNUM-mäßigen Anstrich bekommt, besticht „Requiem For A Dream“ durch die einprägsame Stimme von Michael Kiske (Helloween). Dieser Power-Metallische Song bildet auch den Abschluss von „Moonglow“, es folgt lediglich noch ein Cover von „Maniac“ (ja genau, der Song zu „Flashdance“) mit Eric Martin. Hier scheint Tobi Sammet seine Liebe zu den 80igern überkommen zu haben, aber immerhin das beste Cover dieses Songs überhaupt.
Und dann noch dieses megageil passende Coverartwork von Alexander Jansson, seines Zeichens Kinderbuchillustrator. Ich habe selten ein Cover gesehen, dass so gut den Inhalt des Albums widerspiegelt wie dieses leicht düstere an Tim Burton erinnerende Bild.

Zum Abschluss bleibt mir dann auch nicht mehr viel zu sagen. Außer, dass mir die Superlativen ausgehen und ich hiermit das erste 10er Review in meiner Zeit als Redakteur der Rockgarage abgebe. Ich finde einfach keinen Fehler in dem Album. Die Songs sind perfekt, die Melodien harmonieren so derart, dass ich zwischen Gänsehaut und Pipi in den Augen schwanke und die Auswahl der Gastmusiker passt dieses Mal so einzigartig gut zu den einzelnen Songs, dass ich noch nicht mal 0,5 Fan-Punkte abziehen kann. Ich freue mich jetzt schon wie eine Katze – die zum ersten Mal einen geschmückten Weihnachtsbaum sieht – darauf, Tobias Sammet’s AVANTASIA wieder live zu sehen.
Vor dieser Leistung muss jeder seinen Hut ziehen, ob man die Art von Musik mag oder nicht. Chapeau, Herr Sammet, einfach nur geil gemacht.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ghost In The Moon
02. Book Of Shallows
03. Moonglow
04. The Raven Child
05. Starlight
06. Invincible
07. Alchemy
08. The Piper At The Gates Of Dawn
09. Lavender
10. Requiem For A Dream
11. Maniac

Tänski

BEAST IN BLACK – From Hell with Love

Band: Beast in Black
Album: From Hell with Love
Spielzeit: 43:02 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 08.02.2019
Homepage: www.beastinblack.com

Na das nenne ich mal richtig fix! Gerade mal 1,5 Jahre nach dem Debütalbum „Berserker“ der Power Metaller von BEAST IN BLACK rund um Ex BATTLE BEAST Gitarrist und Mastermind Anton Kabanen, kehren die Jungs mit ihrem neuen Album „From Hell with Love“ dieser Tage zurück auf die Metalbildfläche.
Und das neue Album macht musikalisch genau da weiter wo man beim Debüt aufgehört hat! Erneut dominieren die neumodischen Power Metallklänge mit ordentlich Synthies, manch Oldschool Power Metaller nennt das Ganze auch Disco Metal, und auch dieses Mal geht es konzeptionell in die Manga Ecke.
Somit dürfte der neue Diskus ähnlich stark polarisieren wie der Vorgänger.
Zu Beginn geht es dann direkt mit „Cry out for a Hero“ ordentlich zur Sache! 80iger Feeling kommt hier definitiv aufgrund der eingesetzten Keys auf. Fronter Yannis ist nach wie vor bestens bei Stimme und die Nummer geht aufgrund des eingängigen Chorus direkt ins Ohr.
Danach gibt es dann den Titeltrack „From Hell with Love“ auf die Ohren der erneut mit typischen 80igern Synthies eröffnet wird. Klingt ein wenig nach Computerspielsoundtrack wie ich finde und die Nummer macht im weiteren Verlauf klar, BEAST IN BLACK bewegen sich etwas weg vom knallharten Power Metal des Debütalbums. Dies geht aber nicht zu Lasten der Eingängigkeit, was der Titeltrack wieder eindrucksvoll im Chorus beweist!
Die anschließenden „Sweet True Liest“ und „Die by the Blade“ dürften schon bekannt sein, sind sie doch als Videosingle vorab veröffentlich worden. Beide reihen sich, mal mehr mal weniger kraftvoll, gut in die bisherige Songstruktur ein.
In der Mitte des Albums haben wir dann mit „Oceandeep“ die einzige Ballade des Albums zu verzeichnen, die zwar gut umgesetzt ist und Fronter Yannis auch mal von der gefühlvollen Seite zeigt, aber etwas Außergewöhnliches ist die Nummer nun nicht geworden.
Das kann man von den anschließenden Tracks „Unlimited Sin“ und „True Believer“ absolut nicht behaupten, denn hier ist man wieder im obersten Qualitätsregal angekommen (auch wenn „True Believer“ ganz schön poppig geworden ist) und die Stücke brennen sich mit ihren Ohrwurmrefrains geradezu in die Gehörgänge!
Im letzten Abschnitt haben wir dann zwar nach wie vor sehr gute Power Metal Tracks zu verzeichnen, aber an die absolute Klasse der bisherigen Anspieltipps kann man leider nicht mehr ganz anknüpfen.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Cry out for a Hero“, „From Hell with Love”, “Sweet True Liest”, “ Unlimited Sin” sowie “True Believer”.

Fazit :

Schade, schade! Das Debütalbum der Jungs von BEAST IN BLACK gehörte zu meinen absoluten Lieblingsalben 2017. Mit dem zweiten Diskus dringt man leider nicht ganz in die erstklassigen Gefilde vor. Zu Beginn ist zwar man noch auf einem guten Weg und die Songs zünden erneut ohne Gnade, aber dann verliert man sich immer mehr in poppige Synthiespielereien, die zwar auch auf dem ersten Album vorhanden waren, aber hier wird es dann irgendwann echt übertrieben, und zu guter Letzt verlieren die Songs auch ihre Griffigkeit und sind nur noch „gut“.
Somit kommen wir schlussendlich zwar immer noch zu einer Topbewertung mit entsprechender Kaufempfehlung, aber der Vergleich mit dem Debütalbum verliert der neue Diskus sehr deutlich!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Cry out for a Hero
02. From Hell with Love
03. Sweet True Lies
04. Repentless
05. Die by the Blade
06. Oceandeep
07. Unlimited Sin
08. True Believer
09. This is War
10. Hear of Steel
11. No Surrender

Julian

Kärbholz News

Neues Album „Herz und Verstand“ erscheint im März

KÄRBHOLZ hauen am 08.03.2019 ihr neues Album „Herz und Verstand“ raus. Für einen kleinen Vorgeschmack findet ihr hier das offizielle Video zu „Keiner befiehlt“. Aber aufpassen, nicht dem Kaufrausch verfallen 😉
https://youtu.be/FRBYkH0A7Io

Zudem gibt es natürlich auch eine neue Tour zum Album, die im April startet. Los gehts am 11.04.2019 in Losheim am See.
Die genauen Daten gibts hier: