AXEL RUDI PELL – The Ballads V

Band: Axel Rudi Pell
Album: The Ballads V
Spielzeit: 73:11 min
Stilrichtung: Melodic Metal/ Balladen
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Aus meiner Verehrung zu dem blonden, deutschen Gitarristen AXEL RUDI PELL habe ich ja nie ein Geheimnis gemacht und seit kurzem prangt auch ein Symbol der Band auf meiner Haut, von daher kann man schon festhalten JA ich bin ein bekennender Fan : )
Da war es natürlich klar das ich mir auch die neuste, fünfte Auflage seiner „The Ballads“ Reihe genauer anschaue!
Erneut gibt es auf diesem speziellen Silberling die Balladen der letzten Studioalben zu hören und auch ein paar neue Songs.
Da hätten wir zum Beispiel, übrigens zum ersten Mal in der Bandgeschichte, ein Duett mit einer Sängerin. Es handelt sich hierbei um niemand geringeren als um 80iger Ikone BONNIE TYLER! Dazu gibt es noch eine Coverversion eines Popsongs von Ed Sheeran.
Genug Kaufanreiz wie ich finde, horchen wir daher mal direkt in das BONNIE TYLER Duett „Love‘s Holding On“ als Opener rein. Typisch eine Pell Ballade das hört man direkt bei den ersten Tönen des Songs. Frau Tyler ist ebenfalls noch bestens bei Stimme, auch wenn sie nicht mehr ganz die Kraft hat wie früher, aber das ist ja auch normal, die Gute ist schließlich keine 30 mehr! ARP Fronter Johnny zeigt hier erneut warum er zu einen der Besten seines Faches gehört, einfach eine Ohrenweide der Mann!
Das ED SHEERAN Cover „I see Fire“direkt im Anschluss ist dann eine tolle Version geworden, welches mit den Klavierklängen noch besser und noch emotionaler rüber kommt wie ich finde, besser als das Original meiner Meinung nach.
Und dann folgt noch mit „On the Edge of our Time“ eine neue ARP Ballade die es echt in sich hat! Ich finde es  ist mit einer der besten ruhigeren Stücke die Axel in den letzten Jahren geschrieben hat. Geiler Song der eine wahnsinnige Emotion und Epic rüber bringt!
Danach folgen dann die schon bekannten Stücke der letzten Scheiben, die ich denke ich mal nicht nochmal extra ansprechen muss.
Kurz vor Schluss gibt es dann nochmal zwei Liveversion von bekannten ARP Balladensongs, als Abschluss ist dann eine überlange „Mistreated“ Version mit den Gästen Doogie White und Tony Carey an der Reihe uns zu verzaubern.

Anspieltipps:

Entfallen aufgrund des Best Of Charakters logischerweise!

Fazit :

Auch die neue Auflage der Balladen Scheiben von AXEL RUDI PELL begeistert von vorne bis hinten! Grund hierfür sind aber nicht die bereits bekannten Songs, sondern die neuen Songs plus die Liveversionen die einfach alle absolut ihre Daseinsberechtigung haben und jedem Fan direkt die Freudentränen in die Augen treiben sollten! Hier besteht absolut Kaufpflicht für die Anhängerschaft der Band und des Balladengenre!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love’s Holding On (neuer Song mit Bonnie Tyler)
02. I see Fire (neuer Song, Ed Sheeran Cover)
03. On the Edge of our Time (neuer Song)
04. Hey, Hey my my
05. Lived our Lives before
06. When Truth hurts
07. Forever Free
08. Lost in Love
09. The Line (unervöffentlicht, Live)
10. Mistreated (Live)

Julian

DAYS OF JUPITER – New Awakening

Band: Days Of Jupiter
Album: New Awakening
Spielzeit: 47:58 min
Stilrichtung: Hard Rock / Metal
Plattenfirma: Metalville Records
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.reverbnation.com/daysofjupiter


Die 2010 gegründete Band DAYS OF JUPITER sind fünf Schweden – Janne Hilli (Gesang), Jörgen Hellström (Gitarre), Marcus Lindman (Gitarre), Janne Karlsson (Bass) und Magnus Larsson (Schlagzeug) – die mit “New Awakening” nun ihr drittes Album veröffentlichen. Die Aufnahmen begannen im Sommer 2016 in den Leon Music Studios (Mustasch, Sister Sin, Steelwing), veröffentlicht wird es bei Metalville. 
Ihr Stil verbindet amerikanischen Metal mit klassischem Hard Rock aus Europa. Diese Mischung scheint anzukommen, denn schon seit ihrem Debutalbum 2012 gibt es begeisterte Kritiken, die der Band Auftritte auf diversen Festivals ermöglichten, wie z.B. Sweden Rock Festival, Live At Heart, Nordic Rock und Rock Out Wild. 

Mit „New Awakening“ wollen sie nun also die Musikwelt (weiter) erobern. Den Anfang macht hier „We Will Never Die“ mit Kinderchor. Heavy und mit eingängigem sowie gefühlvollem Refrain geht es später weiter mit „Wasted Years“, „Erase“ lässt es etwas ruhiger angehen. Bei „Insane“ wird das Tempo nochmal ordentlich angezogen, genauso wie im Refrain zu „Awakening“. „If I Were God“ und „Inglorious“würde ich als druckvolle Balladen bezeichnen, während „Favorite Waste“ sich als emotionale Mid-Tempo-Nummer zeigt.

Ingesamt finde ich „New Awakening“ ein sehr gelungenes Album, bei dem die meisten Songs mit irgendwelchen Details auftrumpfen, die sie interessant machen. Auch den schnellen und härteren Songs mangelt es nicht an Gefühl und Melodie. Selbst wenn DAYS OF JUPITER als Hard Rock Band beworben werden würde ich sie eher als Alternative/Modern Metal/Rock Band sehen. Obwohl man keine größeren Innovationen auf dem Album finden wird, macht es auf jeden Fall Spaß es anzuhören, auch aufgrund der starken Produktion. Meine persönlichen Favoriten aufgrund der Eingängigkeit bzw. Originalität sind  „Wasted Years“ und „We Will Never Die“. Fans von Bands wie AVENGED SEVENFOLD, DISTURBED und CORRODED sollten sich dieses Album nicht entgehen lassen. 

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. We Will Never Die
02. I Am Stone
03. My Tradgedy, My Curse
04. Wasted Years
05. Erase
06. Awakening
07. If I Were God
08. Insane
09. Give In To Me
10. Favorite Waste
11. Inglorious

Lotta

TRANCE – The Loser Strikes Back

Band: Trance
Album: The Loser Strikes Back
Spielzeit: 56:23 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Rockport Records
Veröffentlichung: 31.03.2017
Homepage: www.trance-live-and-heavy.de 

Die deutschen Hardrocker TRANCE zählen zum Urgestein der Szene. Und doch sind sie schon lange in Vergessenheit geraten. Ob es an den vielen internen Querelen liegt, die schon früh in ihrer Karriere Einzug hielten oder doch eher daran, dass die Band irgendwann nicht mehr die Qualität liefern konnte wie in den ersten Jahren ihres Bestehens, weiß niemand. Wahrscheinlich ist eine Kombination aus allem. Dabei begann die Geschichte von TRANCE Anfang der Achtziger mit einem Knall. Nach einigen Besetzungswechseln und der Umbenennung von TRIBUT in TRANCE startete man im Dezember 1981 mit den Aufnahmen zum ersten Longplayer „Break Out“, nachdem ein Vertrag bei Rockport Records unterzeichnet wurde. 1982 veröffentlicht, enthielt das Debüt mit „Loser“ gleich einen formidablen Hit. Mit seiner doch majestätischen Länge von knapp acht Minuten zwar eher sperrig und schlecht zu promoten, aber die Klasse des Stücks sprach für sich. Aber auch die Single „Baby Child“ konnte punkten. 

Für das zweite Album „Power Infusion“ schickten TRANCE „Heavy Metal Queen“ als Single ins Rennen. Einen Nummer 1 Hit konnten sie aber erst 1985 mit „Break The Chains“ vom dritten Album „Victory“ feiern. Der Song sprang in Frankreich und den BeNeLux-Ländern auf die Spitzenposition. Aber da steckte der Karren schon richtig im Dreck fest. Eine rasante Achterbahnfahrt folgte mit Streit um Namensrechte, Line-Up Wechseln und teilweise halbgaren Platten. Das alles wollen TRANCE mit dem neuen Rundling „The Loser Strikes Back“ endgültig vergessen machen. Zwar zocken anno 2017 lediglich zwei verbliebene Originalmitglieder (Gitarrist Markus Berger und Bassist Thomas Klein) in der Band, man konnte aber durchaus namhafte Mitstreiter gewinnen: neben Andreas „Neudi“ Neuderth an den Drums und Eddie St. James an der Gitarre bekleidet Joe Strubel den Posten des Frontmannes und tritt damit stimmlich recht identisch zum ursprünglichen Sänger Lothar Antoni in Erscheinung. 

Der neue Langspieler erscheint wieder bei Rockport Records – TRANCE sind also auf Retro-Tour. Und auch das Material auf „The Loser Strikes Back“ ist in bester TRANCE-Manier gehalten. Metallisch, rau und ungeschliffen – so präsentiert sich schon der erste Song „Thunderbird Rising“. Nach dem melodiöseren „I Want To Live“ gibt es mit „Star Invaders“ ein neues Epos auf die Ohren. Wirklich stark. Gegenwart und Vergangenheit stoßen bei der Neueinspielung ihres Hits „Loser“ aufeinander. Auch in dieser Version grandios. Nach dem etwas schwächeren „Live And Heavy“ gibt es mit dem Titeltrack und speziell mit dem über 11-minütigen „Trust And Glory“ äußerst starkes Liedgut zu entdecken. 

„The Loser Strikes Back“ – diese Ansage kann ernst genommen werden. Denn mit dem neuen Album haben TRANCE ihr Feuer neu entfacht und sprühen nur so vor Spielfreude. Es ist also doch noch nicht alles gesagt im Falle TRANCE – auch wenn das lange Zeit danach ausgesehen hat. Starkes Comeback!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Thunderbird Rising
2.    I Want To Live
3.    Star Invaders
4.    Loser
5.    Live And Heavy
6.    The Loser Strikes Back
7.    Open Skies
8.    Trust And Glory
9.    Finding You

Stefan

LIONCAGE – The Second Strike

Band: Lioncage
Album: The Second Strike
Spielzeit: 44:30 min.
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.lioncage.de  

Normalerweise stammen derartige AOR/Westcoastprojekte aus dem hohen Norden. Die Skandinavier sind Meister darin, bei ein paar Bier in der Sauna (oder wo auch immer) immer neue Bands oder lockere Kollaborationen aus dem Boden zu stampfen. Dass das aber auch in Deutschland möglich ist, zeigen LIONCAGE. Neben den drei „Löwen“ Thorsten Bertermann (Gesang), Torsten Landsberger (Schlagzeug) und Lars König (Gitarre) wirken noch eine große Anzahl von Freunden mit. Große Namen sucht man hier zwar vergebens, aber Namedropping ist oft auch eher eine Last. Einzig Tim Pierce, der schon mit dem Boss Bruce Springsteen, Joe Cocker oder dem King Of Pop Michael Jackson zusammengearbeitet hat), ist vielleicht dem ein oder anderen ein Begriff. 

Wie der Name „The Second Strike“ schon verrät, handelt es sich hier bereits um das zweite Werk des 2013 gegründeten Trios. Dabei steht lockerer AOR mit massig Westcoast-Anleihen auf dem Programm. Auch das ist wohl eher selten in deutschen Landen und auch eher von einer Schwedencombo zu erwarten. Und doch zählen LIONCAGE Standards wie TOTO, FOREIGNER, JOURNEY oder auch CHICAGO, YES oder GENESIS zu ihren Einflüssen. Das hört man dann auch vom ersten Ton an. „The Second Strike“ atmet den herrlich altmodischen Sound der Achtziger, ohne altbacken zu wirken. Und doch bleibt schon nach relativ kurzer Zeit ein ziemlich fader Beigeschmack hängen. Was ist passiert?

Hat der Öffner „Mysterious Angel“ noch eine angenehme Frische zu bieten, fällt der Spannungsbogen mit größerer Laufzeit immer mehr in sich zusammen. Schlecht sind die Songs allesamt nicht (vielleicht bis auf Langweiler wie „Save The Day“ oder „Colors“), große Begeisterungsstürme entlockt der Großteil des Materials aber höchstens richtig eingefleischten Westcoast-Maniacs. Zu viele gleichklingende Combos gibt es schon – speziell wie eingangs erwähnt – aus Skandinavien. Handwerklich stehen LIONCAGE in keinster Weise in deren Schatten, für einprägende Songs muss das Trio aber noch weiter in sich gehen. Ein Anfang ist gemacht, er ist solide und manchmal durchaus stark, aber das wird wohl nicht reichen, sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen. Noch nicht…

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Mysterious Angel
2.    Lights
3.    Sunrise
4.    The Other Side Of The Moon
5.    When Dragons Fall
6.    Journeyman
7.    Let It In
8.    Secrets
9.    The Inner Circle
10.    Colors
11.    Save The Day

Stefan

ALESTORM News

ALESTORM – Premiere First Video From Upcoming Album!

The metal pirates lead by Captain Christopher Bowes have now unleashed a first and official video from their upcoming album 'No Grave But The Sea', and could not have chosen a better song title to celebrate a pirate's life and tunes than after the band name 'Alestorm'! Check it out here!

EVERTALE News

Neues Album – neuer Drummer – bevorstehende Tour!

Die deutschen Power-Metal-Helden EVERTALE stecken gerade mitten in den Arbeiten zum neuen Album, welches den Titel „The Great Brotherwar" tragen wird. Das Album soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 via NoiseArt Reords veröffentlicht werden.

Die Band legt nun aber eine kleine Pause ein und startet morgen (22.04.) zusammen mit ELVENKING, FINSERFORST und FIRTAN die "Your Heros Are Dead-Tour" durch Mitteleuropa (D, CH, NL, BE).

Nachdem 2016 mit vielen Verlusten ein schweres Jahr für alle Musikfans war, ist das Motto der Your Heroes Are Dead Tour heute so aktuell wie kaum. Aus diesem Grund wollen die Bands dem geneigten Hörer die Trübsal mit einer gehörigen Portion Metal ausblasen:

21.04.2017 – Ragnarök Festival, Lichtenfels
22.04.2017 – Helvete, Oberhausen
23.04.2017 – Dynamo, Eindhoven, NL
24.04.2017 – De Vernichte Geest, Roeselaar,BE
25.04.2017 – z7, Pratteln, CH
26.04.2017 – Live Music Hall, Möhrlenbach
27.04.2017 – Blackland, Berlin
29.04.2017 – Full Metal Ship, Hamburg

Dies werden außerdem die ersten Shows des neuen EVERTALE-Drummers Wombo (FINSTERFORST) sein, der ab sofort die Nachfolge von Tyronne Silve am Schlagzeug antritt.

Die Band sagt dazu:
"Wir freuen uns wahnsinnig auf die Tour zusammen mit unseren Freunden von ELVENKING, FINSTERFORST und FIRTAN. Außerdem müssen wir Euch mitteilen, dass Tyronne Silve nicht mehr zum Line Up von Evertale gehört und dürfen in demselben Zuge unseren neuen Drummer Wombo (Finsterforst) vorstellen, der unser Line-Up ab sofort wieder vervollständigt.
Und – das lange Warten hat ein Ende – freuen wir uns euch unser neues Album, das den Titel „The Great Brotherwar" tragen wird, anzukündigen. Dieses wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 erscheinen."  

Mehr Infos gibt es in Kürze!
www.evertale.eu

PRIME CREATION – Prime Creation

Band: Prime Creation
Album: Prime Creation
Spielzeit: 33:15 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.primecreationband.com

Die schwedische Metalband PRIME CREATION entstand 2015 aus der Asche der Band MORIFADE und wurde von deren Ex Mitgliedern Robin Arnell sowie Mathias Kamijo  (Gitarre), Henrik Weimedal (Bass) und Kim Arnell (Schlagzeug) gegründet.
Man suchte sich mit Esa Englund einen neuen Sänger und war ready to rock!
Nun steht uns das selbstbetitelte Debütalbum ins Haus auf dem man den guten, alten Sound von MORIFADE mit moderneren Einflüssen kreuzt.
Erstes Zeugnis darüber liefert uns der Opener „Year of Crossness“. Dieser beginnt mit einem kurzem Hörspieleteil bevor die kräftigen Drums und die knackigen Riffs das Kommando übernehmen. Sänger Esa Englund klingt für mich sehr nach dem Sänger der Band NOCTURNAL RITES, kennt die noch jemand? Geile Band die seit langem von der Bildfläche verschwunden ist…aber zurück zum hier und jetzt!
Esa hat auf jeden Fall ein Mörderorgan der jede Stilart bestens drauf hat und auch der Song an sich kann direkt mit seinem Chorus begeistern und bleibt sofort hängen.
Der Beginn ist also schon mal mehr als gelungen, als nächstes schickt sich „War is coming“ an dies zu toppen. Und das schafft die Nummer aber so was von! Hart aber melodisch bahnt sich der Song seinen Weg durch unsere Gehörgänge und setzt sich ebenfalls direkt fest.
Nach dem Standardtrack „ Born in Fear“ der nicht großartig auffällt, kann man mit „27“ wieder seinen Siegeszug fortsetzen und spielend an die ersten Ohrbomben anknüpfen.
Im Mittelteil kann dann am Ehesten „In the Red“ überzeugen bevor es dann schon in das Schlussdrittel geht, da wir es hier leider nur mit 8 Songs zu tun haben.
Hier können dann sowohl „Scream“ als auch das abschließende „Crown of Creation“ begeistern und somit wird eine zwar zu kurze aber sehr ordentliche Debütplatte stark abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Year of Crossness”, “War is coming”, “27”, “In the Red” sowie “Crown of Creation” reinziehen.

Fazit :

Die Band MORIFADE war mit ihren Veröffentlichungen nur mäßig erfolgreich zu schwankend war deren Songqualität. PRIME CREATION aber fahren hier beim Debütalbum man ganz fett auf und haben dazu noch den wesentlich besseren Sänger! Was der Junge für Töne raus haut ist wirklich aller Ehren wert.
Das Einzige was hier so richtig zu bemängeln ist, ist die lachhafte Spielzeit von etwas über 30 Minuten was heutzutage ja nix mehr ist. Da hätten es ruhig noch zwei, drei mehr Songs sein können!
Ansonsten kann ich dieses tolle Debütalbum aber jedem Fan vom schwedischen Melodic Metal wärmstens ans Herz legen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Year of Crossness
02. War is coming
03. Born in Fear
04. 27
05. In the Red
06. Friend of Trash
07. Scream
08. Crown of Creation

Julian

Sleazy RoXxX – Topless Suicide

Band: Sleazy RoXxX
Album: Topless Suicide
Spielzeit: 40:11 min
Stilrichtung: Sleaze Rock
Plattenfirma: City Of Lights Records
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.sleazyroxxx.com

Von unseren tschechischen Nachbarn bekommen wir heute das zweite Album von SLEAZY ROXXX mit dem Titel „Topless Suicide“. Nach einer kompletten Räumung und Wiederbesetzung der Band durch Bassist Jan Vandervell besteht das Quartett nun Paulie Weston (Leadgesang), James Dinner (Gitarre, Gesang), Jan Vandervell (Bass) und Vinnie Cage (Schlagzeug). 
Wie der Bandname schon vermuten lässt haben wir es hier mit einer astreinen Sleaze Rock Band zu tun. Sowohl der Name des Albums als auch das Cover bereiten uns darauf vor: Hier wird es dreckig. 

Den Einstieg macht Dirty Sanchez, anfangs ein bisschen Western angehaucht mit tieferem Gesang steigert es sich zu einem In-Your-Face-Rocker. Bei „Catch The World“ wird es um einiges melodischer, was sich auch sehr im Solo niederschlägt. Weiter rockt es mit „Let’s Roll“ bevor es mit dem ruhigeren „Crystal“ wohl zur Album-Ballade übergeht. „Nymphomaniac“ hat wieder ein richtig dreckiges Riff und „Riots“, sowie auch das Schlusslicht „The Stinger“, schrauben das Tempo ganz schön hoch. „Share The Space“ ist ein eingäniger, etwas versauter Gute-Laune-Song, nicht unbedingt was für Feministen. 

Insgesamt hat das Album ein paar coole Songs, die einem auf die ein oder andere Weise im Gedächtnis bleiben, wie z.B. das melodische „Catch The World“ oder das eingängige Partylied „Share The Space“. Der Sleaze tropft aus allen Löchern, Fans von POISON, RECKLESS LOVE, PRETTY BOY FLOYD dürften sich an diesem Album erfreuen, auch wenn einem nicht alle Songs positiv auffallen oder im Gedächtnis bleiben. Die Bewertung fällt für mich zwischen solide und stark aus, man kann sich das Album auf jeden Fall anhören. 

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dirty Sanchez
02. Catch The World
03. Let’s Roll
04. Crystal
05. Nymphomaniac
06. Sweet Suffer In Pain
07. Riots
08. Share The Space
09. Last Drifter
10. Galaxy Rider
11. The Stinger

Lotta

NIGHT DEMON – Darkness Remains

Band: Night Demon
Album: Darkness Remains
Spielzeit: 38:32 min
Stilrichtung: NWOBHM / Heavy Metal
Plattenfirma: STEAMHAMMER / SPV
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.nightdemon.net

Bereits mit ihrer selbstbetitelten EP aus dem Jahr 2013 sowie der 2015er Debüt Scheibe "Curse of the Damned" haben die US Metaller NIGHT DEMON für einigen Wirbel gesorgt. Was die Jungs mit „Darkness Remains” vorlegen, haben aber wahrscheinlich die wenigsten erwartet: das zweite reguläre Album der Band schmettert so ziemlich jede ähnlich gelagerte Genre-Veröffentlichung der letzten Monate locker an die Wand. Man nehme die Energie und die Kompromisslosigkeit von Enforcer, eine tight eingespielte Band plus einem klasse Sänger/Bassist (Jarvis Leatherby), der immer den genau richtigen Ton zu treffen scheint. Dazu noch eine Handvoll hochkarätige Songs und eine Produktion die zwar modern und druckvoll klingt, aber gleichzeitig ein erstaunliches Live-Feeling aufkommen lässt. Fertig ist der neue Stern am Himmel des klassischen Heavy Metal.

Ausschlaggebend für den Zuwachs an WOW sind mehrere Faktoren: da wäre wohl erstmal die Produktion zu nennen, die gleichzeitig fett und mit ordentlich Punch nach vorne geht, gleichzeitig aber den perfekten Spagat zwischen leichter Politur (die Harmoniestimmen sind der Hammer) und geerdetem Proberaum-Feeling schafft. Dazu präsentiert sich die Band unheimlich gut eingespielt, so dass Neuzugang Armand John Anthony an der Gitarre alle seine Stärken ausspielen kann: die Soli sitzen wie eine Eins und sind dem ziellosen Gegniedel vieler Konkurrenten (vor allem aus der Schwedischen Einöde) um Längen voraus. Und der Gitarrensound vermengt gekonnt das Beste von Iron Maiden und talentierten Flitzfingern jüngeren Datums wie z.B. Willem Verbuyst (Vanderbuyst). Apropos Iron Maiden: die britische Institution scheint bei NIGHT DEMON immer wieder durch (mit einer sehr Powerslave-lastigen Schlagseite), allerdings ist das Ganze immer geschmackvoll interpretiert anstatt plump kopiert (siehe z.B. Lancer). Tja, und die Songs, die sind der Hammer. Mit „Darkness Remains” haben die US Jungs einen fetten Batzen eingespielt, der in diesem Jahr wohl nur schwer zu toppen sein wird. Anspieltipps zu geben ist müßig. Bei einer Gesamtspielzeit von knapp 40 Minuten versteht es sich wohl von selbst, dass die Scheibe am Stück genossen werden muss. Wer aber noch unschlüssig ist, kann sich via dem vitalen Opener „Welcome to The Night“, dem flotten „Dawn Rider“ oder dem dezent Richtung Alternative schielenden, mit dem Melodiegespür von Audrey Horne kokettierenden Rauswerfer und Titeltrack „Darkness Remains”, aber eines Besseren belehren lassen.

Für mich bereits jetzt die Classic NWOBHM Platte des Jahres und eine absolute Kaufempfehlung.

WERTUNG

 


Trackliste:

01. Welcome to The Night
02. Hallowed Ground
03. Maiden Hell
04. Stranger In The Room
05. Life On The Run
06. Dawn Rider
07. Black Widow
08. On Your Own
09. Flight of the Manticore
10. Darkness Remains

Mario

 

ASTRAL DOORS – Black Eyed Children

Band: Astral Doors
Album: Black Eyed Children
Spielzeit: 51:03 min
Stilrichtung:Heavy Rock/Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.astraldoors.com

3 Jahre ohne ein neues ASTRAL DOORS Album, Zeit das sich das ändert! Nach dem Fronter Patrik Johansson zuletzt mit seinem Nebenprojekt CIVIL WAR sehr beschäftigt war, konzentriert er sich nun endlich wieder auf seine eigentliche Stammband und diese hat mit ihrem 8. Album „Black Eyed Children“ neuen Stoff für die Anhängerschaft im Gepäck!
Das letzte Album „Notes from the Shadows“ rieß mich damals ja komplett aus dem Sessel, daher war ich gespannt was die Jungs denn nun auf die Disk gebannt haben.
Fakt ist, der Albumtitel nimmt es schon vorweg, auf dem neuen Album geht es erneut düster zur Sache! Sind die „Black Eyed Children“ doch ein Mythos seit den 1960ern Jahren und Teil mancher Spukgeschichte.
Wenden wir uns nun dem musikalischen zu, „We cry out“ eröffnet das neue Album standargemäß ASTRAL DOORS mäßig rockig und kraftvoll. Man merkt das sich Patrik im Rock wesentlich wohler fühlt als zuletzt im CIVIL WAR Metalgefilde! Der Junge hat einfach eine Heavy Rock/Metal Stimme.
Richtig gut war die Band schon immer wenn es getragener und epischer zu geht und das beweisen sie beim nächsten Track „Walls“ sehr eindrucksvoll! Abwechslungsreich, melodisch und kraftvoll geht es hier zur Sache und die Nummer brennt sich ohne großartige Anlaufschwierigkeiten in die Gehörgänge!
Und es geht großartig weiter, mit „God is the Devil“ hat man einen ähnlich groovigen Rocksong wie zuvor in der Hinterhand und „Die on Stage“ ist dann, von tollen Orgelklängen eröffnet, die absolute Partybombe die man einfach richtig laut hören muss! Eure Nachbarn werden es euch danken : )
Der Gewinner des anschließend Mittelteils ist ganz klar „Suburban Song“, die anderen beiden Tracks sind zwar auch nicht schlecht, aber im Vergleich zu den vorherigen Ohrbomben eher Mittelmaß.
Aber wir haben ja noch das Abschlussdrittel und da fährt die Band nochmal ganz groß auf! Hier sitzt jeder Song wieder wie die Faust aufs Auge und speziell der überlange Titeltrack „Black Eyed Children“ zum Abschluss zeigt welche Qualität die Truppe einfach hat und welche gigantische Songs sie in der Lage sind zu schreiben!

Anspieltipps:

Hier solltet ihr “Walls”, God is the Devil, “Die on Stage”, “Lost Boy” sowie “Black Eyed Children” definitiv die erste Aufmerksamkeit widmen.

Fazit :

ASTRAL DOORS bleiben sich auf ihrem neuen Album absolut treu und das ist auch verdammt gut so! Ganz so stark wie auf dem letzten Götterwerk ist man hier insgesamt zwar nicht unterwegs, aber eine Bewertung im Topbereich ist auch hier noch absolut drin.
Fans der Band können hier blind zuschlagen und CIVIL WAR Fans die Patrik mal in seinem richtigen Element hören wollen sollten hier auch mal dringend rein hören!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We cry out
02. Walls
03. God is the Devil
04. Die on Stage
05. Tomorrow‘s Dead
06. Good vs Bad
07. Suburban Song
08. Lost Boy
09. Slaves to ourselves
10. Black Eyed Children

Julian