01. Chase the Light
02. Electric Nights
03. Shadow Man
04. Bound to Fall
05. Pain of Yesterday
06. Metalmorphosis
07. Through the Storm
08. Ghostlight
09. The Call
10. Rise Again
Spielzeit: 50:44 min – Genre: Power Metal – Label: Frontiers Music – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.master-plan.net
Das hat echt lange gedauert! Seit 2013 gab es keine neuen Songs mehr von den Power Metal Urgesteinen MASTERPLAN. 2001 durch Ex HELLOWEEN Gitarrist Roland Grapow und Ex HELLOWEEN Schlagzeuger Uli Kusch gegründet.
Mit Jorn Lande am Mikro brachte man in den ersten 2000er Jahren legendäre Power Metal Alben heraus.
Im weiteren Verlauf der Band gab es den ein oder anderen personellen Wechsel, die Alben blieben aber weiterhin auf einem sehr ordentlichen Niveau, auch wenn man an die beiden ersten Alben „Masterplan“ und „Aeronautics“ nicht mehr ran kam.
Aktuell und seit ein paar Jahren ist das Personalkarussel aber gestoppt und die aktuelle Besetzung besteht aus Sänger Rick Altzi, Gründer und Gitarrist Roland Grapow, Bassist Jari Kainulainen, Keyboarder Axel Mackenrott sowie Schlagzeuger Kevin Kott.
Das letzte Album „Novum Initium“ erschien noch beim nun nicht mehr aktiven Label AFM Records, neuerdings ist die Band beim alteingesessenen Label Frontiers Music unter Vertrag.
Das lässt hoffen das die Band nicht wieder für über ein Jahrzehnt in der Versenkung verschwindet.
Logischerweise hat sich die musikalische Ausrichtung der Band nicht geändert, man war erst vor kurzem im Rahmen des neuen Albums auf Tour und konnte sich da von der Qualität des tollen Backkatalog und auch den neuen Songs überzeugen.
Und apropos neue Songs, da hören wir jetzt mal flux rein, als erstes in den Opener „Chase the Light“. Nach einer kleinen epischen Einleitung nimmt die Nummer mit satten Riffs und Doublebass Drumming schnell Fahrt auf.
Der roughe Gesang von Rick setzt ein und mit einem etwas progressiveren Ansatz bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge.
Man kommt auch direkt nicht drum herum festzustellen das der Track sofort an die großartigen ersten Alben der Band erinnert und sofort klar nach MASTERPLAN klingt.
Das melodische „Electric Nights“ nimmt den Faden dann gekonnt auf bevor das getragene und erdige „Shadow Man“ das Steuer fest in die Hand nimmt.
Der Mittelteil ist auf jeden Fall auch bestens mit „Bound to Fall“, dem emotionalen „Pain of Yesterday“ sowie dem Titeltrack „Metalmorphosis“ bestens besetzt. Gerade der Titeltrack hat diesen Status zurecht und gehört mit zu dem Besten, was wir hier auf der Platte hören werden. Schöner moderner, abwechslungsreicher und eingängiger Power Metal!
„Through the Storm“ läutet dann das letzte Albumdrittel recht brachial ein wo „Ghostlight“ leider zu lange benötigt, um auf den Punkt zu kommen und das über 8 Minuten lange „The Call“ sanfte Erinnerungen weckt an die bisherigen Großtaten der Band in Sachen Longtracks.
Zum Abschluss gibt es mit der Albumversion der Vorabsingle „Rise Again“ erneut eine richtige Abrissbirne die dann nochmal ordentlich Staub aus den Boxen bläst.
Es ist auf jeden Fall schön, dass so eine einflussreiche deutsche Power Metalband wie MASTERPLAN nicht in den ewigen Jagdgründen verschwunden ist, sondern endlich ein neues Lebenszeichen und neue Musik am Start hat!
Leider bin ich ein klein wenig enttäuscht vom neuen Diskus. Das ist jetzt zwar meckern auf hohem Niveau, aber ich hätte definitiv wesentlich mehr erwartet von der neuen Scheibe und ich finde man lässt hier einiges liegen.
Ja es gibt Highlights auf der neuen Scheibe, aber dann auch wieder Songs, die einfach nur so dahinplätschern und die nicht wirklich zünden!
Typischer Fall also von Erwartungshaltungsmanagement nach so einer langen Pause.
Unter Strich bleiben gute 8 Punkte übrig und damit gerade so noch die Kaufempfehlung für die Band und Genrefans.
Aber da geht definitiv noch viel mehr bei der nächsten Scheibe!
Julian















