LIONHEART – Second Nature

Band: Lionheart
Album: Second Nature
Spielzeit: 50:53 min
Stilrichtung: Melodic Rock, Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.lionheart-music.com

Seit ihrer Gründung 1980 gab es ein paar Änderungen im Line-Up, nun besteht LIONHEART aus Dennis Stratton (Lead Gitarre/Backing Vocals, ex-Iron Maiden), Steve Mann (Lead Gitarre/Backing Vocals, ex-Liar), Rocky Newton (Bass/Backing Vocals, ex-Wildfire), Clive Edwards (Schlagzeug, ex-Pat Travers, Uli Jon Roth & Wild Horses) und Lee Small (Gesang, ex-Shy). 2016 raffte sich die Band in dieser Formation das erste Mal seit ihrem Abgang 1985 auf Bitten Dave Herrons (Rockingham Festival) wieder zusammen. Dies war der Anstoß für das Comback, welches nun mit ihrem Album ‚Second Nature‘ gelingen soll.

Nach einem Keyboard-Intro geht es los mit dem ersten Song „Give Me The Light“, welcher einen ersten Einblick gibt, was im Rest des Albums folgt. Klarer Gesang, eingänige Melodien und Refrains, ein Bilderbuch-Album für dieses Genre. Vor allem „Give Me The Light“ beinhaltet eine Mischung aus DAVID LEE ROTH und SWEET-Vibe, welchen man auch beim nächsten Lied „Angels With Dirty Faces“ erkennen kann. „Don’t Pay The Ferryman“ ist ein Chris De Burgh-Cover mit einer ordentlichen Portion Backing Vocals und AOR-Feeling. In „30 Years“ ist die Twin-Gitarrenarbeit ordentlich am Werk und „On Our Way“ ist ein kurzer Instrumental-Song. Nach dem Titelsong „Second Nature“ geht es weiter mit „Prisoner“ und somit auch den ultimativen 80er Keyboards. „Every Boy In Town“ gibt die Powerballade und „Time Is Watching“ schleicht sich mit gesetztem Vers an und steigert sich in einen Chorus, der sich anhört wie IRON MAIDEN auf AOR. Mit rasantem Solo kommt die nächste Hard Rock-Nummer „Heartbeat Radio“ daher und „Reprise“ bildet den powerballadigen Abschluss.

Mit 13 Songs und über 50 Minuten Spielzeit ist “Second Nature” ein relativ langes Album, dessen Songs größtenteils derselben Linie folgen. Es könnte locker eine Verlängerung des vor über 30 Jahren erschienenen „Hot Tonight“ sein, somit bewegt sich LIONHEART auf bekanntem Terrain und geht keine Risiken ein. Spaß macht es allemal, sich das Album anzuhören, der Sound ist 1A, die Backing Vocals ein Traum und die Melodien, der Groove und der GLENN HUGHES-beeinflusste Gesang alles, was das Melodic Rock/AOR-Herz begehrt. Freunde von Bands wie AIRRACE, SHY, GLENN HUGHES und dergleichen sollten sich diese Scheibe nicht entgehen lassen, Anspieltips sind u.a. „Don’t Pay The Ferryman“ und „Give Me The Light“.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Prelude
02. Give Me The Light
03. Angels With Dirty Faces
04. Don’t Pay The Ferryman
05. 30 Years
06. On Our Way
07. Second Nature
08. Prisoner
09. Every Boy In Town
10. Time Is Watching
11. Heartbeat Radio
12. Lionheart
13. Reprise

Lotta

HAMMERFALL – Legacy of Kings (RG Zeitmaschine)

Band: Hammerfall
Album: Legacy of Kings
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.09.1998
Homepage: www.hammerfall.net

HAMMERFALL dürfen bei unsere Zeitreise zurück in die Rock und Metalwelt vergangener Tage einfach nicht fehlen! Schließlich haben wir es den Schweden kurz vor der Jahrtausendwende zur verdanken das Metal wieder salonfähig wurde und wieder in der Musiklandschaft Fuß fasste. Denn, wir erinnern uns, mit ihrem Debüt „Glory to the Brave“ schlugen die Jungs 1997 ein wie eine Bombe und unser liebstes Musikgenre erfuhr eine damals für nicht möglich gehaltene Wiedergeburt!
Nicht mal 1 Jahr später setzten die Jungs um Sänger Joacim Cans und Gitarrist Oscar Dronjak ihren Siegeszug mit dem zweiten Album „Legacy of Kings“ fort und man erkannte das das erstklassige Debüt keine Eintagsfliege war.
Und für mich selbst war das zweite Album noch einen Ticken stärker als das Debütwerk, denn schließlich sind hier so Bandklassiker wie „Heeding the Call“, „Legacy of Kings“, „Let the Hammer Fall“, dem PRETTY MAIDS Cover „Back to Back“, „Stronger than All“ oder die Gänsehautballade „The Fallen One“ enthalten, die auch lange Zeit und teilweise heute noch in der Livesetliste der Jungs auftauchten.
Die Produktion von Fredrik Nordström war blitzsauber und für die Scheibe ging es bis auf Platz 15 der deutschen Albumcharts. Zwar konnte man dies mit Platz 1 für das nachfolgende Album „Renegade“ nochmal überbieten, aber meiner Meinung nach ist „Legacy of Kings“ bis heute eines der stärksten HAMMERFALL Alben welches sich auch heutzutage gerne noch in die heimische Anlage verirrt um sich in eine Zeit zurück katapultieren zu lassen wo wir noch in DM bezahlt haben und das Ed von Schleck Eis noch gefühlt 50 cm größer war als heutzutage!
Definitiv ist dies eines DER Alben welches in keiner gut sortierten Metalsammlung fehlen sollte!

Trackliste:

01. Heeding the Call
02. Legacy of Kings
03. Let the Hammer Fall
04. Dreamland
05. Remember
06. At the End of the Rainboy
07. Back to Back
08. Stronger than All
09. Warriors of Faith
10. The Fallen One

Julian

RAGE – Seasons Of The Black

Band: Rage
Album: Seasons Of The Black
Spielzeit: 51:51 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.07.2017
Homepage: www.rage-official.com

 

Man hat „The Devil Strikes Again“ nach seiner Veröffentlichung noch nicht mal ganz aus der nervigen Plastikverpackung befreit, da werfen Peavy und seine Crew dem hungrigen Fan direkt noch einen weiteren Leckerbissen ins… Ohr. „Seasons Of Black“ heißt das gute Stück, das am 28.07.17 gerade einmal 14 Monate nach seinem Vorgänger veröffentlicht wurde.
Dass man auch in 14 Monaten ein Album aufnehmen kann, das weder hastig dahingerumpelt noch lieb- und ideenlos klingt, beweisen RAGE auf „Seasons Of The Black“ mit 11 absolut gelungenen Tracks. Die Albumzutaten lesen sich dabei vertraut: gelegentliches Doppelbassgeprügel, insbesondere auf dem (fast) titelgebenden Opener, ein Wechselspiel von bösem Gitarrengeschrubbe und melodischeren Parts, und die RAGE-typischen Melodielinien in den Refrains. Das Ganze garniert mit der liebenswert übertrieben englischen Aussprache von Band-Mastermind Peavy Wagner.
Langweilig wird dieses Gesamtkonzept nie. Ob man nun an die spektakuläre Gitarrenarbeit bei „Time Will Tell“, die coole Wendung im Chorus von „Walk Among The Dead“ oder die melodiöse Strophe von „All We Know Is Not“ denkt, man wird es als Freund böseren keyboardfreien Pott-Power-Metals mit einem breiten Grinsen tun. RAGE legen auch nach über 30 Jahren Bandkarriere noch eine beachtliche Liebe zum Detail an den Tag, mit einer Menge Spielfreude in den durchweg gelungenen Soloparts und kreativen Ideen bezüglich der Melodieführung, auch wenn man sich natürlich zwangsläufig ab und an an vorherige Werke der Herner Herren erinnert fühlt (Höre ich da etwas „Speak Of The Dead“ bei „All We Know Is Not“ heraus?).
Man kann die ersten sieben Tracks des aktuellen Longplayers also als absolut gelungen ansehen, liefern sie doch genau das, was man sich von einem guten RAGE-Album erhofft.
Wem das als Kaufempfehlung nicht reicht, der lasse sich an dieser Stelle von den letzten vier Songs des Albums überzeugen, die in ihrer Gesamtheit das über 20 Minuten lange Opus „The Tragedy Of Man“ bilden. Die wahre songschreiberische Qualität der neueren RAGE zeigt sich generell in ihren längeren zusammenhängenden Werken (Als Beispiele seien hier die unübertroffene  „Suite Lingua Mortis“ und „Empty Hollow“ genannt). „The Tragedy Of Man“ begeistert nach dem kurzen getRAGEnen „Gaia“ mit tollen Melodien im kraftvollen „Justify“, dem etwas böseren aber ebenso melodiösen „Bloodshed In Paradise“ und dem ruhigen, Gänsehaut garantierenden „Farewell“ mit seinem Feuerzeug-Schwenk-Chorus und unaufdringlichen Keyboards im Hintergrund.
Allein diese letzten vier Tracks sind ein eindeutiger Kaufgrund für „Seasons Of The Black“. Wie genau genommen jeder andere Song des praktisch lückenfüllerfreien Albums.

Anspieltipps:
„Season Of The Black“, „Blackened Karma“ und der gesamte „The Tragedy Of Man“-Part des Albums

Fazit:
RAGE können noch, RAGE wollen noch und RAGE machen noch. „Seasons Of The Black“ ist noch einen Ticken stärker als seine zwei Vorgänger und beweist mal wieder, dass das neue Line Up der Band auf ganzer Linie funktioniert. Ganz große Neuerungen sucht man vergeblich, hat man aber auch nicht unbedingt erwartet. Für RAGE-Fans oder Power-Metaller, die für Keyboards und STRATOVARIUS-Melodien zu böse sind, ein Pflichtkauf! Einziges Manko ist die Produktion der Vocals im Chorus, durch die die gelungenen Gesangsmelodien leider öfters mal ein wenig untergehen. Ach, und Peavy: „Dream“ reimt sich nicht auf „Black“. Obwohl, im Metal reimt sich eigentlich alles auf „Black“.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Season Of The Black
02. Serpents In Disguise
03. Blackened Karma
04. Time Will Tell
05. Septic Bite
06. Walk Among The Dead
07. All We Know Is Not
08. Gaia
09. Justify
10. Bloodshed In Paradise
11. Farewell

Jannis

 

JACK STARR’S BURNING STARR – Stand your Ground

Band: Jack Starr‘s Burning Starr
Album: Stand your Ground
Spielzeit: 75:48 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: High Roller Records
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.facebook.com/jackstarrsburningstarr

Wie es gibt noch keine Rezi zur irgendeiner JACK STARR‘S BURNING STARR Veröffentlichung bei uns? Dabei es ist der gute Mann schon so lange aktiv und hat schon einige gute Alben raus gehauen! Dann müssen wir das mal schnell ändern!
Jack Starr ist bekannt geworden durch seine mehrjährige Zugehörigkeit zu VIRGIN STEELE. Als er diese verließ widmet er sich aber ganz der Solokarriere und veröffentlichte bis dato, mit einer kleine Unterbrechung, sieben Alben.
Das letzte Album „Land of the Dead“ erschien 2011 und zeigte die Band auf dem bisherigen Höhepunkt. Geboten wurde dort epischer Heavy Metal der Marke MANOWAR. Und seit diesem Album ist auch die Bandcrew endlich stabil! Da hätten wir neben Jack himself an der Gitarre, Todd Michael Hall (RIOT) am Mikro, Ned Meloni am Bass und der gute Kenny „Rhino“ Earl (MANOWAR) am Schlagzeug. Ein kleines Who is Who der Metalszene also.
Dieser Tage veröffentlicht man nun das achte Album „Stand your Ground“ auf dem erneut der True Heavy Metal regiert und die musikalische Marschrichtung des letzten Albums voll fortgeführt wird! Natürlich wird das Ganze garniert mit ein paar neuen Einflüssen.
So genug gelabert, werfen wir nun direkt einen Blick auf den Openersong „Secrets We Hide“. Und hier geht es direkt zackig und direkt zur Sache ohne viel Vorgeplänkel. Ein Metalmidtempotrack mit den schon so typischen Jack Starr Riffs. Glanzpunkte sind hier sich mit Sicherheit der eingängige Chorus sowie der tolle Gesang von Todd. Aber das ist ja eigentlich schon ein gewohntes Bild. Egal, ein guter Opener, bleibt ein guter Opener!
In die gleiche Kerbe schlägt dann auch das anschließende „The Enemy“ bevor wir mit dem Titel „Stand your Ground“ ein absolutes Schwergewicht zu verzeichnen haben und das in zweierlei Hinsicht. Denn sowohl von der Länge her, über 10 Minuten, als auch von der Qualität her ist es ein wahres Schwergewicht welches seines Gleichen sucht und sich somit ohne Probleme auf unsere Hitliste spielt!
Das nächste Hitdoppel lässt dann auch nicht lange auf sich warten, denn sowohl „Hero“ als auch „Destiny“ sind absolut erstklassig und letzteres hat aufgrund seines abwechslungsreicheren Refrains hier die Nase vorne. Tolles Bassspiel hier übrigens, welches besonders hervorsticht.
Wir befinden uns gerade mal auf der knappen Hälfte der Scheibe und bislang gab es fast nur Hits zu bestaunen. Das ändert sich auch nicht wirklich in Hälfte Zwei, ok nicht jeder Song zündet hier direkt, aber insgesamt haben wir auch hier so gut wie keine Ausfälle zu vermelden.
Glanzpunkte im weiteren Verlauf sind mit Sicherheit noch das epische „Worlds Apart“, „Stronger then Steel“ und das abschließende „To the Ends“.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier “Secrets We Hide”, “Stand your Ground”, “Destiny”, “World’s Apart“ sowie “Stronger then Steel” direkt zu Gemüte führen.

Fazit :

Mal wieder präsentiert uns der gute Jack Starr mit seiner Band hier Songs die alle von dem absolut erstklassigen Songwritiing des Maestro zeugen! Aber auch der Rest seiner Mannschaft sind musikalisch absolute Könner und das merkt man in jeder Noten und in jedem Song.
So ist es nicht verwunderlich das man die schlechten Songs hier auf dem Album mit der Lupe suchen muss und man hier einige Hits versammelt findet.
Abschließend bleibt nur jeden Heavy Metalfan geraten mal in das neue JACK STARR’S BURNING STARR Album rein zuhören, ihr werdet es nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Secrets We Hide
02. The Enemy
03. Stand your Ground
04. Hero
05. Destiny
06. The Sky is falling
07. Worlds Apart
08. Escape from the Night
09. We are One
10. Stronger than Steel
11. False Gods
12. To the Ends

Julian

BAD ENGLISH – Bad English (Re-Release)

Band: Bad English
Album: Bad English (Re-Release
Spielzeit: /
Stilrichtung: Melodic Rock, Hardrock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 14.06.2017
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Bei der heutigen Flut an Supergroups verliert man schon mal gerne aus den Augen, dass es einmal eine Zeit gegeben hat, als solche Bands tatsächlich ein Grund zur Freude und zum Jubeln waren. Ja, es gab mal eine Zeit, da wurden solche Bands nicht nur von Plattenfirmen im Kniffelbecher wöchentlich neu zusammengewürfelt um den monatlichen Auswurf an Plastik-Produktionen am Laufen zu halten (sowie einer Handvoll unter Vertrag stehender Songschreiber das Einkommen zu sichern). Nein, Bands wie Cream oder Damn Yankees hatten tatsächlich einen künstlerischen Anspruch und qualitative Substanz. Ich weiß, das ist heute, wo auf jedem 2ten Album einschlägiger Labels der Sticker „Supergroup“ draufpappt, nur noch schwer vorstellbar. Aber, so war das damals. Auch die aus ehemaligen Musikern von Journey und The Babys bestehende Band BAD ENGLISH lieferte, (zumindest mit Ihrem Debüt) einen bärenstarken Brocken Melodic Rock ab, der dem geneigten Fan auch heute noch Freudentränen in die Augen treiben kann. An der Gitarre Neal Schon, die Tasten bediente Jonathan Cain und das Mikro in den Händen von John Waite – da schnalzt der Eingeweihte bereits mit der Zunge. Und die hohen Erwartungen wurden erfüllt, denn neben dem Hit „When I see you smile“ hatte die Platte mit den grandiosen Breitwand-Rockern „Forget Me Not“ oder „Price of Love“ noch weitere Hochkaräter in der Hinterhand. Schon konnte (auch dank „schlag“kräftiger Unterstützung von Powerbolzen Deen Castronovo) bei BAD ENGLISH seine Affinität zu härteren Klängen mit einbringen (was er nach dem leider nur kurzen Gefecht bei BAD ENGLISH, dann noch bei Hardline und später bei den neu formierten Journey auch unterbringen konnte). Cain hatte bereits bei Journey für das Quäntchen Zuckerguss gesorgt, der Alben wie „Escape“ zu Multi Millionen-Sellern machten. Und John Waite hat(te) nun mal eine Stimme, wie es sie nur einmal gibt. Dass der Gute sich in dem glitzernden Melodic Rock Genre nicht ganz so wohl fühlte hört man der Platte nicht an. Im Gegenteil, Waite singt wie ein junger Gott und veredelt die Songs aufs Vortrefflichste.

Leider war bei BAD ENGLISH schon nach dieser einen, grandiosen Platte die Luft raus. Zwar gab es 2 Jahre später mit „Backlash“ noch ein weiteres Album (in gleicher Besetzung) zu hören, der Lack war aber ab und Cain sowie Schon fügten sich wieder in die Reihen Ihrer alten Stammformation ein. Das mit ursprünglich mit 13 Tracks schon üppig bestückte Album wurde in der vorliegenden Neufassung nochmals um 2 Bonustracks (leider keine neuen Songs, sondern lediglich Remixe) erweitert, was den Mehrwert der CD nochmals steigert. Das Remastering ist ebenfalls gelungen und die informativen Linernotes laden wie immer zum Schmökern und Abtauchen in die guten alten Zeiten ein. Ein rundherum gelungenes und essentielles Paket also für den Melodic Rock Fan.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Best of What I Got
02. Heaven Is a 4 Letter Word
03. Possession
04. Forget Me Not
05. When I See You Smile
06. Tough Times Don’t Last
07. Ghost in Your Heart
08. Price of Love
09. Ready When You Are
10. Lay Down
11. The Restless Ones
12. Rockin‘ Horse
13. Don’t Walk Away
14. Price of Love (Remix)
15. Forget Me Not (Remix)

Mario

ALANNAH MYLES – Alannah Myles (Re-Release)

Band: Alannah Myles
Album: Alannah Myles (Re-Release)
Spielzeit: 43:18 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 14.06.2017
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Manche Künstler schaffen es sich mit einem einzigen Smash-Hit auf Jahrzehnte ins Bewusstsein der Musikkonsumenten einzubrennen. Einem Hit, so groß, dass er auch noch lange nachdem der Künstler sich aufs Altenteil zurückgezogen hat regelmäßig im Radio gespielt wird und einfach „dazu gehört“. „Everything About You“ (Ugly Kid Joe) ist ein solcher Song, „More Than Words“ (Extreme) ebenfalls und auch „Black Velvet“, dieser mit einer bluesigen Akustikgitarre eingeleitete Slow-Rocker, der durch die eindringliche Stimme von ALANNAH MYLES auch heute nichts von seiner Eindringlichkeit verloren hat. Das Gleiche kann man eigentlich auch über die andere Songs auf dem Debüt der energischen Kanadierin sagen, das nun vom Rock Candy Records Label (inkl. neuem Mastering und einem schicken Booklet) neu aufgelegt wurde. Irgendwo zwischen damals angesagtem Hardrock, dezenten Blues Anleihen und heute wieder erstarktem Melodic Rock hatte ALANNAH MYLES sich mit Ihren Starrkopf, ihrem wilden Auftreten und natürlich Ihrer, mit hohem Wiedererkennungswert ausgestatteten, Stimme eine Nische erkämpft. Und die wollte sie mit Ihrem ersten Album auch gleich ganz in Beschlag nehmen. Ich kenne Leute, die heute noch von der Live-Show der Sängerin im Zuge Ihrer ersten Tournee zu diesem Album, (mit Nostalgie in den Augen) schwärmen. Und diese ungezügelte Energie konnte damals, trotz doch arg klinisch reiner Produktion eingefangen werden. Der Mix machte es wohl, denn während der Bass und Drums mitunter verdächtig nach Computer klingen, sorgten die effektiv eingesetzten Gitarrenlicks und – riffs sowie der Gesang für die nötige Bodenhaftung. So präsentieren sich auch heute noch Songs wie das leicht funkige „Love Is“, der flotte Rocker „Just One Kiss” oder die Ballade „ Lover of Mine” als nur minimal gealtert und immer noch auf der Höhe der Zeit.

Nein, ein veritable Klassiker ist das Debüt von ALANNAH MYLES nicht, aber auch beileibe keine mit Lückenfüllern aufgeblähtes Vehikel für den One-Hit-Wonder „Black Velvet“. Die Scheibe (der 1992 mit „Rockinghorse“ noch ein nicht minder starkes 2. Album folgte) sollte auch für Fans von straighten Hardrock-Klängen interessant sein, denn überzeugender und authentischer als Frau MYLES bringen nur ganz wenige Sängerinnen den Dreck und Rotz im Rock rüber. Und das ist schon Grund genug sich diese Platte nochmals zu Gemüte zu führen.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Still Got This Thing
02. Love Is
03. Black Velvet
04. Rock This Joint
05. Lover of Mine
06. Kick Start My Heart
07. If You Want To
08. Just One Kiss
09. Who Loves You
10. Hurry Make Love

Mario

TALENTSCHMIEDE: Streamline

Band: Streamline

Herkunft: Göteborg, Schweden

Mitglieder:
Gabriel Lindmark – Gesang
Effy Larsson – Schlagzeug
Mike Planefeldt – Bass
Niklas Arkbro – Keyboard
Jhonny Göransson – Gitarre
Olle Lindahl – Gitarre

Stil: Classic Hardrock

Veröffentlichungen:
Singles:
– Barely runnin‘
– Freerider
– Talk it out
Von unserem s/t Album Streamline, welches diesen Herbst erscheint.

Einflüsse: Alles was auf irgendeine funkige Art und Weise gut ist. Mr. Big, The Hellacopters, Toto, Deep Purple, Journey, Van Halen etc.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:  Die Weltherrschaft. Oder zumindest ein paar wilde Touren in Europa, Asien und Amerika. Eigentlich ist das, was wir am meisten möchten, weiterhin die Musik zu spielen, die wir lieben, für Leute sie es lieben sie zu hören.

Was als nächstes kommt: Die Veröffentlichung unseres Albums.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt: Dieses Album aufzunehmen. Es kostete viel Zeit, Energie, Blut, Schweiß und Tränen. Wir haben uns gegenseitig auf einer tieferen Ebene kennengelernt, was auch die Musik besser macht. Nun können wir es kaum erwarten rauszukommen und es euch vorzuspielen.

Unser peinlichster Moment: Leider haben wir noch nicht so viel verrückten Scheiß angestellt, wie man vielleicht erwartet. Das Rennen macht hier das eine Mal als unser Drummer einen seiner Sticks ins Publikum warf. Der Stick flog durch den Raum und traf einen Fan am Kopf. Es hätte schlimmer laufen können, alles was er davontrug war eine Beule und ein Stick, aber immerhin.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum: Diese Frage können wir nicht einheitlich beantworten. Wir haben alle verschiedene Hintergründe und verschiedene musikalische Einflüsse. Dennoch wären wir wohl alle etwas „starstruck“, wenn wir Freddy Mercury treffen könnten.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen: Dasselbe wie voher, könnten wir nicht einheitlich beantworten. Aber Hellacopters oder Toto wären cool. Könnte es jedoch unser charismatischer Bassist entscheiden, wäre es wohl Ed Sheeran (auch wenn der nur ein Typ ist und keine Band).

Das Beste daran in einer Band zu spielen: Das Gefühl beim Jammen, wenn die Band arbeitet wie eine Maschine, bzw. ein einziger großer Körper, das ist toll.

Das Schlimmste daran in einer Band zu spielen: Es gibt immer irgendjemanden auf den man wegen irgendetwas sauer ist.

Online:
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Musik:
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Live-Dates: Haltet euch hierfür auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden!

MORITZ – About too Time

Band: Moritz
Album: About Too Time
Spielzeit: 51:49 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Shadows Of A Dream
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.moritzband.com

Die britische Melodic Rock Formation MORITZ wurde 1986 gegründet und in Eigenregie veröffentlichten MORITZ, dann 1987 die inzwischen sehr gesuchte EP „Shadows Of A Dream“. Da trotz aller Bemühungen kein Plattenvertrag heraussprang verschwanden die Jungs Ende der Achtziger Jahre in der Versenkung.

Erst 2007 tauchte die Band wieder auf, denn das in England angesehene Powerplay Magazin veröffentliche die bislang einzige EP erneut, welche mit bisher unveröffentlichten Demos aufgestockt wurde. Daher ist für viele AOR Fans, die unter dem Namen „City Streets“ veröffentlichte CD, quasi der inoffizielle erste Langdreher von MORITZ. 2010 erschien mit „Undivided“ dann das erste reguläre Studioalbum, dem 2013 mit „S.O.S.“ ein weiteres folgte.

Dieser Tage erscheint nun also mit „About Time Too“, dass dritte offizielle Album von MORITZ, an dem die Freunde des gepflegt englischen Melodic Rocks gefallen finden sollten. Nach dem Namensgebenden Intro folgen mit dem Classic Rock angehauchten Opener „One More Beautiful Day“, dem grandios melodischen „To The Moon And Back“ und dem AOR Groove Monster „Chance Of A Lifetime“ gleich mal drei extrem starke Statements, die den geneigten Hörer sofort mitnehmen ins Melodic Rock Abenteuerland!

Leider fällt das Level mit den Tracks „Dreamland“, der Ballade „Forever Is“ oder „Take It On The Chin“, dann doch qualitativ etwas ab, allerdings kriegen MORITZ mit dem episch melancholischen, fast Led Zeppelin lastigen „Run“ wieder die Kurve. Die folgenden „Love Long Gone“, das relaxte „Own Little Word“, die grandiose Ballade „You Don´t Know What Love und die das Album abschließenden „There´s Something About“ / „Unwanted Man“ sind vom gleichen Kaliber und präsentieren MORITZ wieder von Ihrer Schokoladenseite.

Wäre der kleine Durchhänger in der Mitte des Albums nicht, würde ich am Ende zu einer deutlich höhere Wertung kommen, allerdings bleibt unterm Strich immer noch ein guter Melodic Rock Longplayer übrig, den alle dem AOR und Melodic Rock zugewandten Hörer antesten sollten.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. About Time Too (Intro)
02. One More Beautiful Day
03. To The Moon And Back
04. Chance Of The Lifetime
05. Dreamland
06. Forever Is
07. Take It On The Chin
08. Run
09. Love Long Gone
10. Own Little Word
11. You Don´t Know What Love Is
12. There´s Something About (Intro)
13. Unwanted Man

Heiko Füchsel

EDEN’S CURSE News

EDEN’S CURSE: “Fallen King (2017)” online!

EDEN’S CURSE freuen sich, euch mit der 2017er Version von “Fallen King” einen weiteren Tack der kommenden Veröffentlichung “Eden’s Curse – Revisited“ präsentrieren zu können. Hierbei handelt es sich um eine komplette Neueinspielung des 2007er Debütalbums, dem mit „Live In Glasgow 2014“ eine exklusive DVD beiliegt. Veröffentlichung: 25. August.

“Fallen King” ist textlich natürlich inspiriert vom König Schottlands, Robert “The Bruce” und stammt aus der Feder von Bassist Paul Logue.

NOCTURNAL RITES News

NOCTURNAL RITES: “A Heart As Black As Coal” Musik Video online!

Dieser Rückkehr hat die Melodic Metal-Szene mit Spannung entgegengefiebert: NOCTURNAL RITES veröfentlichen zehn Jahre nach ihrem letzten Longplayer „The 8th Sin“ am 29. September mit „Phoenix“ endlich ihr neues Album.

Der neue Clip zum Song „A Heart As Black As Coal“ ist die erste visuelle Präsentation des neuen Line-Ups in einem Bandperformance-Setting.

“After an almost ten year long hiatus, we figured a stylish yet basic performance video would be the way to go. Even though performing in a music video is utterly different from being on stage, it still shows what we’re all about – playing and having a blast doing so“, kommentiert die Band.