PANORAMA – Around the World

Band: Panorama
Album: Around the World
Spielzeit: 45:55 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records
Veröffentlichung: 12.01.2018
Homepage: www.panorama-band.com

Einmal mehr ertönt der Newcomer Alarm in unserer Rock-Garage. PANORAMA machen sich auf die Heavy Rock Welt im Sturm zu erobern und würzen dies mit einem gehörigen Schuss AOR!
Bei genauem hinsehen, stellt man aber fest das die hier beteiligten Musiker definitiv keine Grünschnäbel mehr sind! Denn wir hätten hier Christian Palin (RANDOM EYES, Ex ADAGIO) am Mikro, Dennis Ward (PINK CREAM 69, UNISONIC) am Bass, Sammy Lasagni (GODS OF SILENCE, Ex KIRK) sowie Ben Varon (AMORAL) an der Gitarre und Philipp Eichenberger (GODS OF SILENCE, Ex KIRK) hinter der Schießbude.
Ordentlich musikalische Erfahrung also die uns hier entgegenschlägt, da kann man sich schon mal auf ein sehr ordentliches Debütalbum, welches übrigens den Namen „Around the World“ trägt, einstellen!
Der Opener und Titeltrack „Around the World“ gibt dann auch direkt die qualitativ hochwertige Marschrichtung vor. Ordentlich druckvoll und mit einer guten Mischung aus AOR und Rock inklusive schmissigen Chorus bohrt sich die Nummer direkt in die Gehörgänge. Ein sehr überzeugender Start also!
Wesentlich erdiger, aber qualitativ genauso überzeugend und einprägend kommt dann auch das nachfolgende „Standing my Ground“ aus den Boxen geschossen bevor es mit „The Glory within“ zum ersten Mal so richtig eher in die Heavy Rock/Melodic Metalschiene geht. Der Song hat einen tollen epischen Touch, der schön hervorsticht.
„Gates of Babylon“ ist dann wieder eher ein metallischer Song, bevor es mit „The Hightest Mountain“ ruhiger wird.
Ihr vermisst mehr Rock, kein Problem mit dem anschließenden „Jamming in the Jungle“ werdet ihr bestens bedient und hier hört man sogar ein wenig DEF LEPPARD Feeling heraus!
Der nächste richtige Ohrwurm wird uns dann mit dem, wieder mehr metallisch tönenden, „The other Side“ geboten. Hier kann man wieder richtig schön mitbangen und das Stück geht wunderbar in die Gehörgänge.
Das letzte Drittel der Scheibe bietet uns dann wieder eine bunte Mischung aus AOR, Rock und Metal und besonders das knackige „Shout it Out“ sticht hier etwas hervor.

Anspieltipps:

Mit “Around the World”, “Standing my Ground”, “The Glory within”, “The other Side” und “Shout it Out” solltet ihr bestens bedient sein.

Fazit :

Wie schon vermutet erwartet uns mit dem ersten Diskus von PANORAMA ein sehr ordentliches Debüt welches nur so von erstklassigen Songs strotzt! Cruisen mit dem Cabrio ist aktuell aufgrund der Temperaturen nicht möglich, aber mit “Around the World” kann man mit Sicherheit einige rockige Autofahrten erleben. Ordentlich aufdrehen damit die anderen auch was von diesem tollen Debütalbum mitbekommen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Around the World
02. Standing my Ground
03. The Glory within
04. Gates of Babylon
05. The Highest Mountain
06. Jamming in the Jungle
07. One for All
08. The other Side
09. Heart has been broken
10. Shout it Out
11. World on Fire

Julian

MYSTIC PROPHECY – Monuments Uncovered

Band: Mystic Prophecy
Album: Monuments Uncovered
Spielzeit: 40:41 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 12.01.2018
Homepage: www.mysticprophecy.net

Für das 10. Album der Jungs von MYSTIC PROPHECY hat man sich etwas ganz besonderes einfallen lassen! Bzw. eigentlich war es größtenteils Mastermind und Fronter R.D Liapakis Idee gute, alte Hits der 70iger, 80iger und 90iger in ein Metalgewand zu pressen, da er schon immer ein großer Fan dieser musikalischen Zeiten war. Die neue Platte „Monuments Uncovered“ ist quasi die Liebeserklärung der Band an diese Zeit.
Dabei sind natürlich viele Popsongs, die es erstmal gut in das Metalgenre umzusetzen gilt und wir werden nun schauen ob die Truppe die Prüfung gut gemeistert haben?
Los geht es mit dem KIM WILDE Cover „You keep me Hanging On“. Fast jeder Teenie der damalige Zeit war glaube ich in die gute Kim verliebt und so ist es nicht verwunderlich das dieses Stück einen absoluten Bekanntheitsgrad hat! Ein Ohrwurm erster Güte der auch im neuen MYSTIC PROPHECY Gewand eine sehr gute Figur abgibt!
Und apropos gute Figur, die machen auch die beiden folgenden Nummern „Hot Stuff“ und „Shadow on the Wall“, wobei letzteres Cover schon ein Wagnis darstellte, denn zu oft wurde dieser Song schon gecovert und genauso oft schon versemmelt! Aber nicht so hier, MYSTIC PROPHECY schaffen auch diese Klippe spielend!
Der nächste Glanzpunkt der Coverkunst ist dann mit dem ELTON JOHN Song „I`m still standing“ schnell ausgemacht bevor die Qualität ein bisschen abflacht, was aber auch einfach an den ursprünglichen Songs liegt. Denn so richtig hervorstechen taten die Nummern damals schon nicht wie ich finde, da gab es meiner Ansicht nach bessere als z.B. „Because the Night“ oder „Space Lord“. Aber das ist, wie schon gesagt, Ansichtssache….
„Get it on“ von T.REX reißt das Ruder dann Gott sei Dank wieder in die richtige Richtung und auch das Cover des Smasher „Tokyo“ sowie „Proud Mary“ sind wahrlich nicht von schlechten Eltern.
Der Digibonustrack „The Stroke“ ist dann aber eher wieder verzichtbar, da hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Aber wie sagten wir doch schon so schön…Ansichtssache.

Anspieltipps:

Sind hier schwer zu nennen, sind ja quasi alles “Hits”.

Fazit :

Komplette Coveralben sind ja immer so eine Sache. Der Eine vermisst diesen Song, der Andere jenen, so ist es auch hier! Generell muss man aber den Hut vor MYSTIC PROPHECY ziehen das sie sich an solche Klassiker ran gewagt haben. Als Partyalbum ist der Silberling bestens zu gebrauchen, ich bevorzuge aber eher und warte auch eher auf ein neues, richtiges Album der Band!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. You keep me Hangin On (Kim Wilde Cover)
02. Hot Stuff (Donna Summer Cover)
03. Shadow on the Wall (Mike Oldfield Cover)
04. Are you Gonna go my Way (Lenny Kravitz Cover)
05. I`m still standing (Elton John Cover)
06. Because the Night (Patti Smith Cover)
07. Space Lord (Monster Magnet Cover)
08. Get it on (T.Rex Cover)
09. Tokyo (Tokyo Cover)
10. Proud Mary (Creedence Clearwater Revival Cover)
11. The Stroke (Billy Squier Cover Digi Bonus Track)

Julian

ATOMIC OPERA – For Madmen Only

Band: Atomic Opera
Album: For Madmen Only
Spielzeit: /
Stilrichtung: Groove/Progressive Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 18.09.2017
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Heute liegt uns mal wieder ein feines, mir bisher gänzlich unbekanntes Stück silbrig schimmernden Plastiks vor. Nett verpackt in dem für das Rock Candy Label typischen liebevollen Design und einem Sticker druff, der das Ganze als rares und entdeckungswüriges Album ankündigt. Wollen wir mal sehen, was das Debüt dieser US Truppe aus dem Jahr 1994 so alles kann.

Das Offenkundige mal gleich vorab: Ja, ATOMIC OPERA wurden immer gerne und vielfach mit King’s X und den Galactic Cowboys verglichen, und das bestimmt nicht ohne Grund. Wer beim Opener „Joyride“ nicht sofort an das famose Trio aus … denkt, der hat die besagten Jungs entweder noch nie gehört oder, nun ja, hat halt Tomaten auf den Ohren. Im Grunde schlägt die Produktion von „For Madmen Only“ wohl ganz gezielt in die KX Kerbe, denn das gesamte Soundbild ist quasi eins-zu-eins übernommen (was vielleicht auch am KX Produzenten Sam Taylor liegen mag, der hier ebenfalls seine Hände im Spiel hatte). Da passt es dann auch, dass die Rhythmusfraktion genauso groovt wie die Vorbilder, die Gitarren ein mage-fettes Riff nach dem anderen aufs Parkett legen und als i-Tüpfelchen die Chorgesänge von ATOMIC OPERA ebenso passgenau siztzen wie von Doug Pinnick & Co. Das soll aber nicht bedeuten, dass wir es hier mit einem platten Plagiat zu tun haben. ATOMIC OPERA konnten sich schon durch ihre klar nach aussen getragene christliche „Gesinnung“ etwas absetzen, was sich auch in den Texten der Jungs widerspiegelte. Ein durchaus eher selten gesehnes Element im Groove-orientierten Metal. Ja, und wenn ich das Wort Groove jetzt schon ein paar mal benutzt habe, dann halt gleich nochmal weil’s so schön ist: die Band GROOVT auf Ihrem Erstling dermassen mit Autorität durch die kompakten 10 Songs der Scheibe, dass kein Fuss lange still wird bleiben können. Anspieltipps (neben dem erwähnten Albumhighlight „Joyride“) sind noch das gnadenlosen Monster „War Drum“ sowie das spannende „Justice“, die einen guten Querschnitt des Materials repräsentieren.

„For Madmen Only“ kann sich der ein wenig nostalgisch veranglagte, ungewöhnlichen Klängen nicht abgeneigte, scheuklappenfreie Metal-Fan durchaus auf den Einkaufszettel schreiben. Vieles was heutzutage gehyped wird, kann mit der hier vorliegenden Qualität (Produktion, Songwriting, Musikalität) nicht mithalten. Leider war den Jungs kein grosses Glück beschieden. Was bei der doch sehr auf ein Nischenpublikum abzielenden Musik aber auch kein Wunder ist – man sehe sich nur die armen Kings X an, die seit Jahrzehnten zwar eine true Fanbase beglücken, es aber nie in den Mainstream geschafft haben. Ne dolle Platte ist das Debüt von ATOMIC OPERA allemal. Und die vorliegende Neuauflage macht das Teil doppelt so interessant.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Joyride
02. Justice
03. Achille’s Heel
04. I know better
05. All fall down
06. War Drum
07. Blackness
08. December
09. This Side of the Rainbow
10. New Dreams

Mario

RANDOM EYES – Grieve No More

Band: Random Eyes
Album: Grieve No More
Spielzeit: 38:39 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Rock’N’Growl Records
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: www.facebook.com/RandomEyesBand

Ein Hoch auf Promo-Sheets. Da hat man als Rezensent gerade zum ersten Mal die neue Scheibe von RANDOM EYES gehört und verbringt nun schlaflose Nächte mit der Frage, welchem Untergenre des Metal man dieses Ding wohl zuordnen könnte. Schließlich die rettende Idee, ein Blick in die Infos für die Presse. Das Label wird es schon wissen. “Genre: Metal”. Na danke.
Generell gehört das mittlerweile vierte Album der Zwei-Mann-plus-Studiomusiker-Truppe in die Power-Metal-Schublade, auch wenn es wohl mit Gewalt versuchen würde, aus ihr auszubrechen. Zu häufig finden sich Häppchen von US Power Metal, Melodic Death Metal, Thrash oder Progressive Metal auf “Grieve No More” wieder, Growls sind gerade auf der ersten Albumhälfte ein fester Bestandteil der Vocals und was im einen Moment ein fröhliches Power-Metal-Riff ist, wird im nächsten Moment durch den Taktwechsel-und-Dissonanzen-Wolf gedreht. Klingt etwas willkürlich? Keine Sorge! Nicht nur kann die Produktion der Scheibe vollends überzeugen, auch die Arrangements, das Songwriting sowie die Leistungen der Musiker zeugen von hochgradiger Professionalität. Und dementsprechend ist “Grieve No More” trotz der Vielzahl seiner Einflüsse ein in sich sehr rundes, Sinn ergebendes Werk, bei dem kein Ton fehl am Platze wirkt.
Mal ist man poppig unterwegs, wie im Refrain von “Two Worlds Collide”, dann böse heavy in den Strophen von “Fate Loves The Fearless”, bevor im Refrain mit dem unfassbar toll heruntergebrochenen Beat die Gänsehautmelodien inklusive schön umgesetzter Backing Vocals ausgepackt werden (ehrlich, Leute, was ein Song!). Noch was Core dazu? Dafür erklärt man sich auf “Damnation” bereit, obgleich dessen Chorus schon wieder so gar nichts mit Core zu tun hat.
Zwischendurch wird es dann auch mal balladesker im 6/8er-Takt gehaltenen “Do What Thou Wilt” oder vergleichsweise straight rockig bei “Scar”.
Und selbst die schwächeren Songs werden durch die grandios kreative Instrumentalarbeit so enorm aufgewertet, dass man dem Album beim besten Willen keine Lückenfüller unterstellen kann.
Einziger Kritikpunkt: Im Verlauf des Albums werden die am Anfang so präsenten Growls immer seltener. Schade, passen sie doch hervorragend zum Sound der Band. Aber “Grieve No More” ist halt kein Wunschkonzert.
Letztendlich ist der Stil der Finnen wohl als Modern Metal zu bezeichnen, doch weiß dieser Begriff die Qualität der Musik von RANDOM EYES nicht komplett zu vermitteln. “Grieve No More” ist stilistisch höchst interessant, gekonnt komponiert, gespielt und gesungen (Sänger Christian Palin agiert auf absolutem Oberklasse-Niveau) und praktisch nie langweilig. Finnland, Du enttäuschst uns nie.

Anspieltipps:
“Grieve No More”, “Fate Loves The Fearless”, “Two Worlds Collide”, “The Final Quest” und „Myopathy“

Fazit:
Kurz und knapp: “Grieve No More” ist eines der ersten Metal-Highlights des neuen Jahres. Intensives Reinhören wird ausdrücklich empfohlen. Ein Blindkauf ebenso. Falsch machen kann man damit wohl nichts.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Trail of Tears
02. Myopathy
03. Grieve No More
04. Fate Loves The Fearless
05. Two Worlds Collide
06. Damnation
07. Do What Thou Wilt
08. Never Too Late
09. Scar
10. The Final Quest

Jannis

ANVIL – Pounding The Pavement

Band: Anvil
Album: Pounding The Pavement
Spielzeit: 45:27 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Steamhammer (SPV)
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: http://my.tbaytel.net/tgallo/anvil/

Wenn es das eine wahre Heavy-Metal-Lehrbuch geben sollte, haben ANVIL es gelesen. Das bestätigt “Pounding The Pavement”, das mittlerweile siebzehnte Album der vernachlässigten Legende, unwiderlegbar. Über zwölf Songs hinweg, verborgen hinter einem enorm geilen Oldschool-Cover, machen die Jungs mal wieder das, was sie am besten können: klassischen teutonischen Heavy Metal, der gerade hinsichtlich der Vocals von Steve “Lips” Kudlow gerne mal an die neueren ACCEPT und hinsichtlich der Songstrukturen und Arrangements immer wieder an MOTÖRHEAD erinnert.
Die Produktion des Albums ist dabei einwandfreier Träger des Sounds von ANVIl, druckvoll, klar, dabei jedoch nicht ohne eine gewisse rohe Ungeschliffenheit – kein Grund zum Klagen.
Erfreulicherweise klingt nicht nur der Sound des neusten Longplayers der Kanadier gut, auch musikalisch ist “Pounding The Pavement” oft geradezu erfrischend in seiner Traditionalität. Dass diese Band auch schon 41 Jahre auf dem Buckel hat, will man in Anbetracht von Tracks wie dem treibenden “Doing What I Want” mit seiner coolen Drumarbeit gar nicht wirklich glauben. Auch der instrumentale Titeltrack und das bangbare “Let It Go” machen ordentlich Laune, von den Rock’n’Roll-lastigen “Rock That Shit” und “Warming Up” ganz zu schweigen. Positiv fallen zudem diverse kleine Taktspielereien auf. Das trauen sich nicht viele Bands in diesem Genre, obwohl es, wie ANVIL beweisen, ein amtlicher Spaßfaktor wäre.
Klar, ein paar Schwachpunkte muss es geben. Der mit knapp sechs Minuten längste Track “Nannook Of The North” will trotz seines Storytellings nicht so recht zünden und bezieht seine Qualität eher daraus, dass der Refrain sehr verdächtig nach ZAPPAs “Don’t Eat The Yellow Snow” klingt. Auch “Bitch In The Box” und “World Of Tomorrow” sind handwerklich zwar makellos, hinterlassen aber nicht unbedingt einen bleibenden Eindruck. Nach 16 Alben und über 40 Jahren Bandgeschichte sei natürlich verziehen, dass ANVIL musikalisch nicht mehr explizit auf Innovationen aus sind, was generell dazu führt, dass einige der Tracks zwar Stimmung machen, aber nicht besonders hervorstechen. Nun, egal. Was ANVIL machen, machen sie konsequent wunderbar. Und angestaubt klingt ihr neuster Release nun wirklich nicht. “Pounding The Pavement” erfüllt wohl die Erwartungen jedes ANVIL-Fans: Handwerklich stabilster teutonischer Heavy-Metal mit schöner Rock’n’Roll-Schlagseite und beachtlich wenig Leerlauf.

Anspieltipps:
“Doing What I Want”, “Rock That Shit”, “Smash Your Face” und “Warming Up”

Fazit:
Die Aufnahmen von “Pounding The Pavement” müssen Spaß gemacht haben, das Anhören des Resultats macht ebenfalls Spaß. ANVIL haben mit ihrem neusten Streich das Rad ncht neu erfunden. Aber sie haben ein massives stählernes Rad geschmiedet, das, einmal angestoßen, kaum noch zu stoppen ist. Mit eisernen Stacheln dran, natürlich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Bitch In The Box
02. Black Smoke
03. Doing What I Want
04. Don’t Tell Me
05. Ego
06. Let It Go
07. Nanook Of The North
08. Pounding The Pavement
09. Rock That Shit
10. Smash Your Face
11. Warming Up
12. World Of Tomorrow

Jannis

LEAVES`EYES – Sign of the Dragonhead

Band: Leaves`Eyes
Album: Sign of the Dragonhead
Spielzeit: 47:17 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 12.01.2018
Homepage: www.leaveseyes.de

2018 gibt es endlich wieder neues Futter für Fans der Wikinger Symphonic Metalband LEAVES`EYES rund um ATROCITY Fronter Alexander Krull der mit seiner „Zweitband“ nun auch schon seit 2009 die Metalweltmeere unsicher macht! Seit dem letzten Album „King of Kings“ aus dem Jahre 2015, welches die Geschichte des ersten Norwegerkönigs Harald I. erzählte, war es aber recht ruhig geworden um die Band. Dies lag auch daran das man, zu aller Überraschung einen Sängerwechsel vornahm und Krulls (noch?) Ehefrau Liv Kristine das Mikro an die Finnin Elina Siirala übergab. Über die Umstände des Wechsels decken wir hier mal den Mantel des Schweigens, dazu ist schon viel zu viel geschrieben worden!
Die neue Sängerin Elina feierte auf jeden Fall dann einen sehr ordentlichen Liveeinstand beim Hammersonic Festival in Jakarta/Indonesien und auf der EP „Fires in the North“ die 2016 erschien.
Nun ist es also Zeit für das nächste und erste komplette Album, mit der neuen Sängerin Elina welches „Sign of the Dragonhead“ heißt und die Geschichte um Harald I. weitererzählt.
Als Opener erwartet uns dann auch gleich der Titeltrack „Sing of the Dragonhead“. Eine typische LEAVES EYES Nummer muss man sagen, die neue Fronterin Elina macht eine gute Figur und kommt sehr variabel daher, bzw. hat einen guten Stimmumfang. Eingängig und brachial bahnt sich die Nummer direkt in die Gehörgänge, das wird schnell klar!
Folkig geht es dann bei „Across the Sea“ weiter welches einige Shantyeinflüsse nicht verleugnen kann. Ebenfalls eine Topnummer und absolut Ohrbombe.
„Like a Mountain“ und „Jomsborg“ im Anschluss haben dann beide auch ihren eigenen Charme und Reiz, sie reihen sich daher wunderbar in die bisherigen klasse Songs ein und wissen direkt zu überzeugen.
Die, vielleicht eingängigste Nummer, finden wir dann ziemlich in der Mitte des Albums mit „Riders on the Wind“. Das Ganze kommt zwar streckenweise schon ein bisschen cheesig aus den Boxen, weiß aber dennoch absolut zu überzeugen und man kann sich der Nummer nicht lange entziehen!
Alle nachfolgenden Hitnummern aufzuzählen würde hier definitiv den Rahmen sprengen, daher sei hier nur erwähnt das man schlechte Songs auch im Anschluss mit der Lupe suchen kann und so Tracks wie das ruhige „Fairer than the Sun“ oder das epische „Fires in the North“ die Fanherzen auf jeden Fall höher schlagen werden lassen!

Anspieltipps:

Schlechte Songs sucht ihr hier vergeben, Play Taste drücken und entspannt zurücklegen!

Fazit :

Lange hatte ich LEAVES`EYES nicht auf den Schirm! Dieses absolute Versäumnis habe ich ja schon beim letzten Album zugegeben und hier kann ich das nur wiederholen. Auch auf ihrem neuen Album und trotz des Sängerinwechsels schafft es die Band spielend das Qualitätsniveau des letzten Meisterwerks zu halten und teilweise sogar zu übertreffen!
Fans der Band und des Genre sollten sich dieses erste, frühe Genrehighlight des Jahres auf jeden Fall nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sign of the Dragonhead
02. Across the Sea
03. Like a Mountain
04. Jomsborg
05. Völva
06. Riders on the Wind
07. Fairer than the Sun
08. Shadows in the Night
09. Rulers of Wind and Waves
10. Fires in the North
11. Waves of Euphoria

Julian

MAGNUM – Lost on the Road to Eternity

Band: Magnum
Album: Lost on the Road to Eternity
Spielzeit: 67:21 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: www.magnumonline.co.uk

20! Studioalben das ist eine Zahl die nur sehr wenige Bands in ihrer Diskografie vorweisen können. Die britischen Rocker von MAGNUM haben dies nun mit ihrem neuen Album „Lost on the Road to Eternity“ erreicht und so richtig schlechte Alben gab es eigentlich in der langen Bandkarriere nicht wirklich. Höhen und Tiefs hat jeder aber ein MAGNUM Album zeugte irgendwie immer von Qualität.
So sind auch dieses Mal die Vorschusslorbeeren sehr ordentlich und man spricht von einem der abwechslungsreichsten und homogensten Album der Bandgeschichte!
Mal schauen was die Mannen um Gitarrist Tony Clarkin und Sänger Bob Catley dieses Mal ausgeheckt haben!
Als Opener erwartet uns das mega eingängige „Peaches and Cream“. Ein Groove zum nieder knien und ein Chorus der sich metertief in eure Gehörgänge frisst das sind die Glanzpunkte dieses genialen Tracks.
Ebenfalls schön eingängig ist das folgende „Show me your Hands“ geraten, bevor man bei der tollen Ballade „Storm Baby“ das erste Mal den Fuß vom Gas nimmt. Hier geht es auch schön abwechslungsreich zu was der Nummer ebenfalls sehr gut tut.
Das, mit über 8 Minuten, überlange „Welcome to the Cosmic Cabaret“ benötigt dann definitiv ein paar Umläufe um sich komplett zu erschließen. Anders verhält es sich beim anschließenden Duett mit Tobias Sammet „Lost on the Road to Eternity“ und der nächsten ruhigeren Nummer „Without Love“, die mit einem genialen Groove unterlegt wurde, welche wieder direkt und mit Afterburner zünden!
Der zweite Abschnitt ist dann leider nicht mehr ganz so hochkarätig besetzt wie zuvor, aber auch hier finden sich noch die ein oder andere neue Rock Perle. „Forbidden Masquerade“ und vor allem das abschließende „King of the World“ sind hier auf jeden Fall in diesem Zusammenhang zu nennen.

Anspieltipps:

Ein bisschen hervorstechen tun hier “Peaches and Cream”, “Storm Baby”, “Lost on the Road to Eternity”, “Without Love” sowie “King of the World”.

Fazit :

Nach Hälfte Nummer 1 dachte ich mir, jawohl das wird mal wieder eine absolute Topbewertung dieses Mal bei MAGNUM! Nun ganz bis nach oben ist es dann doch nicht gegangen, Schuld daran ist mit Sicherheit die zweite Hälfte die leider einfach nicht an die erstklassige Qualität von Hälfte Nummer 1 heranreicht.
Wie schon zu Beginn der Rezi angesprochen, zeugte bislang jedes MAGNUM Album von Qualität und das ist auch dieses Mal so! Da kann man als Fan absolut getrost zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Peaches and Cream
02. Show me your Hands
03. Storm Baby
04. Welcome to the Cosmic Cabaret
05. Lost on the Road to Eternity
06. Without Love
07. Tell me what you`ve got to say
08. Ya Wanna be someone
09. Forbidden Masquerade
10. Glory to Ashes
11. King of the World

Julian

ALDARIA News

Neue Single; Erlös für die Krebsforschung

Neues und interessantes aus dem Hause von ALDARIA, die uns ja mit ihrem Debütalbum in diesem Jahr so viel Freude bereitet haben! Mastermind Frode Hovd und seine Mannen haben, unterstützt von sehr vielen Gastmusikern, eine neue Single aufgenommen, die nur digital veröffentlich wird und deren Erlös komplett der Krebsforschung zu Gute kommt! Da Frode seine Mutter an diese heimtückische Krankheit verloren hat, war ihm das ein besonderer Herzenswunsch!

Eine tolle Aktion wie wir finden, daher hier die Details des Ganzen.

Hier noch die Liste der Gastmusiker:

Line-up:
Vocals: Chris Bay (Freedom Call), Ralf Scheepers (Primal Fear), Ola Halen (ex Insania Stockholm), Yannis Papadopoulos (Beast In Black), Mike Livas, Victor Emenka (Soulspell), Terje Harøy (Pyramaze), Siegfried Samer (Dragony), Todd Michael Hall (Riot V), David Åkesson (Qantize)
Guitars: Frode Hovd (Aldaria), Christer Harøy (Divided Multitude), Thobbe Englund (ex Sabaton), Lars Rettkowitz (Freedom Call), Jimmy Hedlund (Falconer)
Bass: Ronnie König (Signum Regis)
Orchestration: Peter Crowley’s Fantasy Dream & Frode Hovd
Drums: Morten Gade Sørensen (Pyramaze)

Die Single „When the Time has come“ könnt ihr hier direkt beziehen: http://aldariaband.com/about.html

Und hier noch das Video zur Single:

REVERENCE – Foreverence (EP)

Band: Reverence
Album: Foreverence (EP)
Spielzeit: 31:05 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Razar Ice Records
Veröffentlichung: 22.12.2017
Homepage: www.reverencemetal.com

Zwei ausgezeichnete Stuidoalben stehen bei den amerikanischen Power Metallern von REVERENCE auf der Habenseite und man befindet sich mitten in der Songwriting Session für das nächste Studioalbum.
Zwischendurch schieben die Jungs aber diese spezielle EP rein die dem im März völlig überraschend verstorbenen Bandmitglied und Gitarristen Peter J Rossi gewidmet ist und auf der seine letzten Kompositionen zu finden sind.
Eine tolle Idee wie ich finde! Zusätzlich zu den neuen Songs gibt es noch zwei Livestücke zu hören die als Anheizer für das anstehende Livealbum der Band dienen sollen. Ach ja leider hat sich auch bei REVERENCE das Bandkarussel gedreht und einen ganz prominenten Namen erwischt!
Denn anstatt des bisherigen Fronters Todd Michael Hall (RIOT V, JACK STARRs BURNING STARR) steht nun Scott Olivia (WIND WRAITH) hinter dem Miko. Mal sehen wie der Junge sich im Vergleich zu seinem großartigen Vorgänger schlägt.
Beim Opener undTitelstück „Foreverence“ handelt es sich eigentlich „nur“ um ein Intro welches gut einleitet, aber ansonsten nicht sehr auffällt.
Das nächste Stück „Fire Lord“ knallt dann um so mehr und hier kann der gute Scott auch mal zeigen was er so drauf! Wuchtige Drums und Bassläufe so wie schneidende Riffs bahnen sich hier ihren Weg in die Gehörgänge. Eine feine Nummer!
Wesentlich rougher, aber auch nochmal einen Ticken eingängiger, kommt dann „Phoenix Rising“ aus den Boxen geballert und findet ebenfalls schnell den Weg auf unsere Anspieltippliste.
Und auch das anschließende „New Order“ findet, nach einem etwas mäßigen Start, seinen Weg in die Gehörgänge und auf eben erwähnte Liste.
Mit dem, dem verstorbenen Bandmitglied Peter J Rossi, gewidmeten Instrumental „Last Flight“ kann ich leider nicht viel anfangen und auch das ruhige „Sleep“ im Anschluss kann nicht an die Klasse der ersten Tracks anschließen.
Die abschließenden Livetracks sind dann zwar in Ordnung, aber irgendwie auch nur Beiwerk und ein Anheizer aufs Live Album. Von daher ist der Abschluss der neue EP leider etwas „unrund“ geworden.

Anspieltipps:

Definitiv “Fire Lord”, “Phoenix Rising” und “New Order.

Fazit :

Keine Frage der neue Fronter Scott Olivia macht seine Sache auf der EP gut und auch die ersten Tracks sind allererste Sahne! Dann gibt es leider einen Bruch zu verzeichnen und die Nummern können nicht mehr so überzeugen!
Insgesamt bleibt aber eine solide Leistung übrig, die definitiv Lust auf die nächsten REVERENCE Alben macht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Foreverence
02. Fire Lord
03. Phoenix Rising
04. New Order
05. Last Flight (PJR RIP)
06. Sleep
07. When Darkness Calls (Live)
08. Revolution Rising (Live)

Julian

TRAGEDIAN – Unholy Divine

Band: Tragedian
Album: Unholy Divine
Spielzeit: 49:19 min.
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: IceWarrior Records
Veröffentlichung: 05.01.2018
Homepage: www.tragedian.com

Schwermetall in Hamburgern ist generell ein Fall für die Gesundheitsbehörde und ein Anzeichen für schlechte Qualität. Hamburger im Schwermetall sind generell ein Fall für Rock-Garage-Leser und durchaus ein Anzeichen für gute Qualität. Daher lohnt ein Blick auf die Hamburger Power-Metaller TRAGEDIAN allemal, die am 05.01.2018 mit “Unholy Divine” ihren dritten Longplayer auf den (Fisch)markt geworfen haben. Aber genug der billigen Witze, hier kommen die Infos: Über elf Tracks und knapp 50 Minuten Spieldauer liefern TRAGEDIAN sauber produzierten Power Metal mit einer Menge Solosynthesizer. Zudem hat man auf zwei Tracks hochkarätige Gäste am Start, namentlich Kai Hansen (könnte man kennen) an den Gitarren und Bob Katsionis von FIREWIND an den Tasten.
Als musikalischer Haupteinfluss des zu schätzungsweise 85 Prozent im Uptempobereich angesiedelten Albums dienen wohl Stratovarius, was sich vor allem am ausufernden Einsatz von Solo-Keyboards festmachen lässt. Diese machen durchweg Spaß, wirken an einigen Stellen jedoch etwas zu dominant, weshalb sich einige Synth-Parts nicht so recht in das Gesamtkonzept einfügen wollen. Als Kontrast zum Rest der Instrumentalfraktion machen sich jedoch auch diese Synths ziemlich gut und verhelfen TRAGEDIAN zu einem eigenen Sound.
Sänger Alex Blank hat das Zeug zu einem sehr guten Power-Metal-Frontmann. An einigen Stellen trifft er die Töne nicht ganz optimal, das ist in Anbetracht diverser anderer sehr gut gesungener Stellen jedoch wohl eher der Tatsache geschuldet, dass eine Band dieser Größe sich nicht unbedingt ewig Zeit im Studio gönnen kann. Ein wenig mehr Zeit für die Vocal-Aufnahmen hätte sich hier gelohnt.
Ansonsten: Die Songs auf “Unholy Divine” können sich alle durchweg hören lassen. Der ganz große Knaller ist vielleicht nicht dabei, aber der Großteil macht dennoch uneingeschränkt gute Laune – zum Beispiel das finnisch anmutende “Fly Away” mit seinem fröhlichen Keyboard-getränkten Chorus, das hard-rockige “Chasing A Dream” mit seiner schönen Melodieführung im Prechorus und Chorus oder auch “Visions Divine”, das im Refrain gekonnt zwischen Synth-Geshredde und Vocals wechselt. Gerade Keyboarder Dany All muss bei den Aufnahmen einen Heidenspaß gehabt haben.
Kritikpunkte? Nun, manchmal wirken die Arrangements nicht komplett ausgereift, manchmal hinterlassen einige Melodien etwas zu wenig bleibenden Eindruck und manchmal entsteht der Eindruck, dass eine Woche mehr Studiozeit dem Ding doch ganz gut getan hätte. Doch genug kleine Gimmicks – tolle Soli oder interessante Melodieideen – auf der Platte entschuldigen diese Kritik problemlos. Und trotz der sehr dominanten Synths hat man es weitestgehend vollbracht, auf Kitsch zu verzichten. “Unholy Divine” klingt nach einer feinen Symbiose aus deutschem und finnischen Power Metal. Und das kann nichts Schlechtes bedeuten.

Anspieltipps:
“Destined Land”, “Visions Divine”, “Chasing A Dream” “Fly Away” und “Over The Edge”

Fazit:
“Unholy Divine” dürfte in Ausschnitten auf der Party-Playlist jedes keyboardinteressierten Metallers landen, der auch den Bands eine Chance bietet, die nicht das letzte bisschen Seele aus ihrer Arbeit herausproduzieren. Obgleich die meisten Tracks der Platte nicht todeseingängig sind, machen TRAGEDIAN genug Spaß, um gegebenenfalls ihren neusten Release zu kaufen, auf jeden Fall aber mal in nicht nur einen ihrer Songs reinzuhören. Keyboardsolo,

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Devil Calls You
02. Dullahan
03. Revelation 13:18
04. Over The Edge (feat. Kai Hansen)
05. Fly Away
06. Shadow Of The Moon
07. Spectres
08. Chasing A Dream
09. Visions Divine
10. Casting Shadows (feat. Bob Katsionis)
11. Destined Land

Jannis