TALENTSCHMIEDE: VEION

Band:
VEION

Gegründet:
2010

Herkunft:
Deutschland

Mitglieder:
Mirko Krimmel (Gesang, Gitarre)
Tommy Schmiedel (Gitarre)
Thomas Sauter (Bass)
Thorsten Kiefer (Schlagzeug)

Stil:
Modern Metal – heavy, melodisch und emotional.

Veröffentlichungen:
When Days Turn Into Night
Apart From My Memory
Shadows As They Fall
Home Again

Welche Einflüsse prägen euren Sound?
Wer schon einmal versucht hat, unseren Sound in eine Schublade zu stecken, weiß: Das wird schwierig. Irgendwann fiel deshalb der Satz „Céline Dion goes Melodic Death Metal“ – und irgendwie fanden wir die Vorstellung so herrlich absurd, dass sie bis heute hängen geblieben ist. Tatsächlich steckt darin sogar ein kleines Körnchen Wahrheit: Einerseits mögen wir große Melodien und emotionale Songs, andererseits bringt jeder von uns seinen eigenen musikalischen Hintergrund mit.
Mirko bewegt sich irgendwo zwischen den Melodien von Avenged Sevenfold, der Wucht von Five Finger Death Punch und der Atmosphäre von In Flames. Thorsten ist zuhause zwischen Iron Maiden und Thrash Metal, Tommy bringt seine Leidenschaft für Melodic Death Metal ein und Thomas verbindet brasilianischen Thrash mit einer ordentlichen Portion Maiden. Genau aus dieser Mischung entsteht unser Sound – heavy, melodisch und emotional.

Was möchtet ihr in den nächsten fünf Jahren erreichen?
Zunächst würden wir gerne herausfinden, was sich eigentlich hinter unserer legendären Leergutwand im Proberaum verbirgt. Es gibt Gerüchte, dass dort tatsächlich eine Wand existiert. Danach möchten wir uns natürlich noch diesem kleinen Nebenthema widmen, das sich „Live spielen“ nennt. Das wäre auch ganz schön.

Was kommt als Nächstes?
Meistens der Morgen danach – an dem man erstaunlicherweise so müde ist, wie man am Abend zuvor eigentlich hätte sein sollen. Dazwischen nehmen wir natürlich mindestens ein Album pro Jahr auf. Also theoretisch. Praktisch freuen wir uns schon, wenn wir irgendwann herausfinden, wie andere Bands ihren Schlaf organisieren.

Was war eure bisher beste Erfahrung als Band?
Wir haben mittlerweile sowohl auf großen Festivalbühnen als auch in kleinen Clubs und alten Partyscheunen gespielt. Auf den großen Bühnen steht oft so viel Pyrotechnik für die Band nach uns herum, dass man sich kaum noch bewegen kann. In den kleinen Locations dagegen sorgt jeder Bassdrum-Schlag dafür, dass man den Staub der letzten hundert Jahre einatmet. Beides hat seinen ganz eigenen Charme – und genau diese Gegensätze machen den Reiz aus. Langweilig wurde es jedenfalls nie.

Euer peinlichster Moment?
Ganz ehrlich? Uns ist bisher eigentlich nichts peinlich. Es kann natürlich sein, dass andere Situationen deutlich unangenehmer fanden als wir – wir haben davon allerdings nichts mitbekommen.

Mit wem würdet ihr gerne mal ein Bier trinken – und warum?
Wir haben mehrfach versucht, Avril Lavigne zu erreichen. Sie wollte eigentlich mal vorbeischauen. Bis heute warten wir allerdings noch auf ihre Zusage. Vielleicht trinkt sie einfach kein Bier.

Mit welcher Band würdet ihr am liebsten auf Tour gehen?
Ganz klar: Steel Panther. Nicht nur, weil sie großartige Entertainer sind, sondern auch, weil wir heimlich hoffen, dass sie ihr Tourleben tatsächlich genauso leben, wie sie es in ihren Songs beschreiben. Rein wissenschaftliches Interesse natürlich.

Was ist das Schlimmste daran, in einer Band zu sein?
Man kommt in den Proberaum und stellt fest, dass sämtliche Vorräte an flüssigen Nahrungsmitteln auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Und falls doch noch irgendwo etwas auftaucht, handelt es sich meistens um einen ganz besonderen Jahrgang, bei dem niemand mehr genau weiß, seit wann er dort eigentlich lagert.

Und was ist das Beste daran?
Es gibt einen Moment, den man kaum beschreiben kann: Wenn wir gemeinsam im Proberaum stehen, die Instrumente in die Hand nehmen und der erste Ton erklingt. Plötzlich werden aus Ideen echte Songs, die anfangen zu leben – jedes Mal ein bisschen anders, jedes Mal auf ihre eigene Art. Genau für diesen Moment machen wir Musik.

Online:
Website: www.linktr.ee/veionofficial

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/0McRL7Q0Jj7MZbKjDkL5YB
YouTube: www.youtube.com/@veionofficial
SoundCloud: www.soundcloud.com/veionofficial

Live-Dates:
Aktuelle Termine veröffentlichen wir über unsere Social-Media-Kanäle und unsere Linktree-Seite.

XANDRIA – Eclipse

Trackliste:

01. Syzygy
02. Eclipse
03. Colours
04. The Shannon’s Home
05. The Grand Delusion
06. Wave Of Tanis
07. Northstar
08. Masquerade
09. The Last Generation
10. The Poetry Of The Real World
11. Lore

Spielzeit: 58:33 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 07.08.2026 – Page: www.facebook.com/xandriaofficial

 

XANDRIA, von mir seit Jahren erfolgreich abgespeichert als irgendeine neuere Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden oder so.
Naja, beinahe. Die Truppe wohnt einfach im selben Bundesland wie ich und existiert ungefähr so lange wie ich. Aber gut, schließen wir mal wieder eine Bildungslücke.
„Eclipse“ ist draußen, das neunte Studioalbum des Quartetts um Sängerin Ambre Vourvahis, mit zehn Songs plus Intro und einer knappen Stunde Spieldauer.
Das Intro lässt mich schonmal aufatmen, dass ich zumindest mit „Symphonic Metal“ richtig lag. Die cinematische Art, die neben Orchester und Chor auch noch mit den dicken Trailer-Soundtrack-Drums daherkommt. Und was das angeht, haben XANDRIA schonmal keine halben Sachen gemacht. Zusammenarbeit mit zwei Profi-Hollywood-Komponisten und dem Sofia Session Orchestra & Choir, und auch wenn ich zumindest annehme, dass jetzt nicht alle Orchester- und Chor-Sounds komplett „echt“ sind, klingt das schon ganz hervorragend. Detailreich, top orchestriert und sehr fett.
Sehr fett klingt auch der Gesamtsound der Platte. Also wirklich gar nix zu bemängeln an dieser Stelle, so soll moderner Symphonic Metal im Jahre 2026 klingen.
Apropos modern: Ich weiß nicht, wie das bei XANDRIA in der Vergangenheit so war, aber es gibt einen gewissen Modern-Metal-Anteil auf „Eclipse“, bei dem die Gitarren nochmal extra braten dürfen und die Rhythmus-Fraktion etwas technischer agieren darf. Der Anteil ist aber nicht allzu hoch und immer mal zwischendurch eine willkommene Stilwendung, die hervorragend umgesetzt ist – genau wie das Symphonic-Metal-Genre an sich. Die Melodien sind gerade in den Refrains eingängig und voll im Genre drin, aber auf hohem Niveau. Das Zusammenspiel der Band an sich und das von Band und Orchester ist top, Arrangements und Sounddesign auch. Und die Vocals geben dem Ganzen noch den Rest. Wenn in nächster Zeit mal jemand auf Euch zukommt und fragt „Wie klingt eigentlich zeitgemäßer Symphonic Metal?“, dann zeigt ihm „Eclipse“ und er weiß Bescheid.
Gewisse Unterschiede im Charakter der Songs findet man auch; da gibt es den böseren, den poppigeren, den emotionaleren, den balladigeren. Ein paar, die irgendwas dazwischen sind, findet man auch, und im schlimmsten Fall stolpert man mal über ein oder zwei im Vergleich unspektakuläre Tracks, aber auch das soll noch jeder verkraftet haben.

Fazit:
Prototyp 2026 Modern Symphonic Metal von einer Band, die keine Mühen für ein möglichst krasses Endergebnis gescheut hat. Das Endergebnis heißt „Eclipse“ und ist krass. Ziel erreicht und blind hörbar für jeden Genrefan.

Anspieltipps:
„Colours“, „The Shannon’s Home“, „The Poetry Of The Real World“ und „Lore“

Jannis

MAGIC OPERA – The Final Flight

Trackliste:

01. The Danger`s Growing Dark
02. The Black Gem
03. Unholy Alliance
04. Fury of the Storm
05. Mother of Winter Ice
06. Chaos Rising (Instrumental)
07. When Reason Dies
08. Immortal Glory
09. Lady of the Wind
10. The Clash of Fates
11. Steel and Magic
12. The Final Flight

Spielzeit: 64:35 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.magicopera.it

 

3 Jahre nach dem letzten Album des Bandprojektes MAGIC OPERA des DERDIAN Keyboarders Marco Garau kommt nun das finale Kapitel der Trilogie auf den Markt.
Passenderweise hat das neue Album den Titel „The Final Flight“.
Erneut ist das Ganze ein Konzeptalbum und dreht sich wie bisher auch um die Amtork Saga, die ihr auf der Homepage detailliert nachlesen könnt bei Interesse.
Auf dem neuen Album sind außer Marco selbst noch die Musiker Anton Darusso (WINGS OF DESTINY), Salvatore Giordano (Ex-DERDIAN), Luca Sellitto (TIMELESS FAIRYTALE), Matteo Baschiera (SICK SOCIETY) sowie Ollie Bernstein (ILLUSION FORCE) zu hören.

So, nachdem die Promoinfos abgefrühstückt sind kommen wir dann nun mal zu den neuen Songs des finalen Albums. Als Opener erwartet uns „The Danger`s Growing Dark“ der erst recht langsam und bedächtig daherkommt. Bei über 7 Minuten Länge kann man sich aber schon denken, das ändert sich noch. Und ja richtig, so nach gut 1 Minute wird daraus ein Midtempo Power Metal Track der in Richtung RHAPSODY OF FIRE geht und ab und an von Growls unterbrochen wird.
„The Black Gem“ im Anschluss nimmt dann den Faden gekonnt auf und spinnt ihn gut weiter. Der roughe Gesang von Anton Darusso fällt hier besonders auf! Unterlegt mit Double Bass Einsatz und vielen neoklassischen Gitarren und Keyboardriffs bahnt sich die Nummer schnell ihren Weg in die Gehörgänge.
Bei „Unholy Alliance” bleibt die musikalische Rezeptur gleich, man bekommt nur noch ein paar Folkeinflüsse um die Ohren, „Fury of the Storm“ ist dann auch wieder ein wahre Hitbombe geworden die mit Melodic und Eingängigkeit voll punkten kann und das anschließende „Mother of Winter Ice“ ist dann ein Ausflug in den Hochgeschwindigkeits- Power Metal geworden.
Nach dem neoklassischen Instrumentalen Ausflug bei „Chaos Rising“ geht es bei „When Reason Dies“ und „Immortal Glory“ ordentlich zur Sache. Viel Härte, viele Growls und harte Vocals prägen hier das Bild und heben die Songs schön vom bisherigen Rest ab.
Zum Ausgleich gibt es danach mit „Lady of the Wind“ eine ruhige und emotionale Powerballade auf die Ohren.
Das letzte Drittel beginnt mit dem wieder sehr neoklassischen „The Clash of Fates“ wo man insgesamt wieder auf den musikalisch bekannten Pfaden wandelt.
Als vorletzten Track hat man mit „Steel And Magic“ den klassischsten Euro Power Metal Track an Bord, der nicht nur vom Titel sondern auch vom Aufbau am Ehesten in die Richtung von FREEDOM CALL und Co geht.
Als Abschluss gibt es dann, wie auch schon beim Vorgänger „Battle of Ice“ den Titeltrack „The Final Flight“ auf die Ohren. Hier wird nochmal in über 6 Minuten alles aufgefahren, was man so auf der Pfanne hat und was man bisher so schön auf der Scheibe gehört hat.
Ein gelungener Abschluss der Platte und schlussendlich auch unter die Trilogie und die Band!

Es war eine tolle Reise in der MAGIC OPERA über die Jahre und die 3 Alben. Ein tolle Geschichte mit entsprechender Mucke die Power Metalanhänger mit Hang zu Keyboard getriebenen Songs auf jeden Fall bestens munden sollte!
Wie aber auch schon auf den Vorgängeralben sind die Songs nix für mal eben nebenbei hören, sondern müssen mit voller Aufmerksamkeit genossen werden. Sonst entgeht einen ziemlich was und das Ganze zündet auch nicht so gut durch.
Für die angesprochene Zielgruppe gibt es auf jeden Fall eine Kaufempfehlung, wenn auch das schon erwähnte Vorgängeralbum einen Tick stärker war.

Julian

 

 

Velveteen Queen News

VELVETEEN QUEEN

Veröffentlichen neue Single „Too Far Gone“

Neues Album THE GREATER GOOD erscheint am 18. September 2026

„Too Far Gone“ ist die dritte Single der aufstrebenden schwedischen Hard-Rock-Band Velveteen Queen aus ihrem mit Spannung erwarteten zweiten Album *The Greater Good*, das am 18. September über Silver Lining Music erscheint.

„Too Far Gone“ startet mit einem mitreißenden Rock-’n‘-Roll-Gitarrenriff und explodiert schließlich in einem monumentalen, hymnischen Refrain. Das dazugehörige Video zeigt die Band in ihrem Element: Sie beherrschen die Bühne, liefern eine kraftvolle Performance ab und verkörpern Energie und Ausstrahlung, die echte Rockstars auszeichnen. Regie bei dem Video führte der renommierte Filmemacher Patric Ullaeus. „Ein selbstbewusster Rock-’n‘-Roll-Song von unserem kommenden Album. Ex ihn, gönn ihn dir, trink ihn und merk, dass du ‚Too Far Gone‘ bist“ – Velveteen Queen. Das Video sieht man hier: 

Velveteen Queen entwickeln sich rasant zu einem der aufregendsten jungen Acts der modernen Rockszene; sie verbinden die raue Energie, das selbstbewusste Auftreten und die hymnische Kraft klassischer 80er-Jahre-Einflüsse zu einem mutigen, zeitgemäßen Sound. Die fünfköpfige Band stand bereits gemeinsam mit Alice Cooper und Judas Priest auf der Bühne und hat sich längst einen Ruf für explosive Live-Shows, eine unbestreitbare Bühnenpräsenz und eingängige Rocksongs mit hohem Wiedererkennungswert erarbeitet.

Das neue Album „The Greater Good“ kanalisiert über den Umweg Schweden die Attitüde der glorreichen Tage des Sunset Strip – gewürzt mit einer ordentlichen Portion Old-School-Guns-N‘-Roses-Spirit sowie Anklängen an Aerosmith, Velvet Revolver und Hanoi Rocks. Dank der Produktion durch den renommierten Sören Andersen besticht das Songwriting von Velveteen Queen durch Direktheit und Vitalität, die einen vom ersten Ton fesselt.

Die auf der Aufnahme eingefangene, hochspannende Energie verspricht, die Bühnen zum Beben zu bringen – Velveteen Queen sind bereit, jede Show in ein Rock-’n‘-Roll-Spektakel der Extraklasse zu verwandeln.

„The Greater Good“ gibt es auf Vinyl, CD, in allen digitalen Formaten und kann man hier vorbestellen.

VELVETEEN QUEEN sind:
Samuel Nilsson – Lead Vocals, Keys

Lukas Axx – Guitar
Noah Mårdh – Guitar

Vilmer Fall – Bass

Isac Borg – Drums

 

VELVETEEN QUEEN folgen:
velveteenqueentheband.com

COMBICHRIST – The Venom In The Mouth Of God

Trackliste:

01. ODR
02. Desolation
03. The Future Is A Memory
04. Born Deströyer
05. Feraline
06. RISE
07. Venom
08. S.T.F.U.
09. Each Scar A Vision
10. Only Here For A Good Time
11. The Way We Want To Be Seen
12. Demons Wanna Be Summoned feat. King 810
13. Second Ending (We Have Been Here Before)

Spielzeit: 1:05:20 min – Genre: Industrial Metal – Label: Out Of Line Music – : 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/combichrist

 

Bei neuen Veröffentlichungen von Combichrist ist der geneigte Fan mittlerweile immer etwas vorsichtig optimistisch. Nicht, weil die Band in den letzten Jahren schlechte Musik gemacht hätte, sondern weil oft nicht genau klar war, welche Version von Combichrist zu hören ist. Die kompromisslose Aggrotech-Maschine der frühen Jahre? Die Industrial-Metal-Dampfwalze der späteren Alben? Oder irgendetwas dazwischen? Mit „The Venom In The Mouth Of God“ liefern Andy LaPlegua und seine Mitstreiter nun die Antwort. Und die ist tatsächlich einfach. Von allem ein bisschen. Und genau deshalb funktioniert das Album so gut.
Seit über zwei Jahrzehnten bewegt sich Combichrist irgendwo zwischen Club, Festivalbühne und Ausnahmezustand. Viele Bands verlieren auf diesem Weg entweder ihre Identität oder versuchen krampfhaft, alte Erfolge zu kopieren. Und auf Erfolge haben die Jungs aus Atlanta, Georgia, definitiv vorzuweisen. Bereits im Jahr 2003 hat sich die Band rund um Andy LaPlegua gegründet. Zuerst als Einmannprojekt gestartet, gesellten sich nach und nach weitere ambitionierte Musiker zu Combichrist. Nach wirklich vielen Besetzungswechseln ist die Band seit einigen Jahren relativ stabil mit Frontmann Andy LaPlegua, Eric13, Jamie Cronander und Elliot Berlin unterwegs. Eine Truppe, die passt.
Combichrist machen weder das eine noch das andere. Stattdessen nehmen sie die stärksten Elemente ihrer Geschichte und verschmelzen sie zu einem Album, das sich gleichzeitig vertraut und erstaunlich frisch anfühlt.
Schon der Opener „ODR“ macht deutlich, wohin die Reise geht. Elektronik, Wucht, Atmosphäre und genau dieses düstere Gefühl, das Combichrist schon immer besser konnten als viele ihrer Genre-Kollegen. Mit „Desolation“, „Feraline“ und „RISE“ folgen dann gleich mehrere Songs, die für mich zu den stärksten Momenten des Albums gehören. Vor allem „RISE“ hat sich ziemlich schnell im Ohr festgesetzt und gehört für mich zu den absoluten Highlights der Platte. Ich weiß nicht warum, aber ich werde dabei irgendwie nostalgisch.
Besonders gefällt mir, dass das Album trotz seiner Härte nicht eindimensional wirkt. Hinter den Gitarrenwänden, den stampfenden Beats und den aggressiven Vocals steckt deutlich mehr als einfach nur Zerstörungswut. Songs wie „Each Scar A Vision“ oder „The Way We Want To Be Seen“ bringen eine nachdenklichere Komponente ins Spiel und sorgen dafür, dass die Platte auch nach mehreren Durchläufen noch neue Facetten offenbart. Und ich sage euch, die läuft definitiv öfters als nur einmal. Vertraut mir.
Dabei ist „The Venom In The Mouth Of God“ kein perfektes Album. Mit über einer Stunde Spielzeit gibt es durchaus Momente, in denen sich einzelne Ideen etwas länger ziehen als nötig. Auch Andy LaPleguas Gesang bewegt sich stellenweise in bekannten Bahnen. Wirklich störend ist es nicht, eher Jammern auf einem sehr hohen Niveau. Es gibt hier weniger Einzelhits, eher das Gesamtkunstwerk.
„The Venom In The Mouth Of God“ erfinden sich Combichrist nicht neu. Muss es auch gar nicht. Stattdessen zeigt die Band eindrucksvoll, warum sie seit mehr als 20 Jahren zu den prägenden Namen zwischen Aggrotech, Industrial und Metal gehört. Wer die Entwicklung der Band verfolgt hat, bekommt hier vielleicht nicht ihr experimentellstes Album, aber sehr wahrscheinlich eines ihrer rundesten. Ich finde, das sind fette 8 Sterne wert!

Tänski

 

 

 

 

ZAN/CODY – Beautiful´n Damned

Trackliste:

01. Sever
02. I Am The Shit
03. Ride Or Die
04. Suffer City
05. She Walks With Violence
06. Damn
07. Let´s Be Heroes
08. Beautiful´n Damned
09. Bad Bad Man
10. Tear It All Down

 

Spielzeit: 41:01 min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/profile.php?id=61582321920201

 

Als am 12. September 1989 das erste Album der schwedischen Hardrocker SHOTGUN MESSIAH auf den Markt kam, hatte die Band um Gitarrist Harry Cody und Bassist Tim Sköld bereits zwei Namenswechsel hinter sich. Anfang der Achtziger als SHYLOCK gegründet segelte man ab 1984 unter dem Banner KINGPIN. Ihr Album „Welcome To Bop City“ wurde bereits von Ex-EASY ACTION Sänger Zinny J. Zan eingesungen, der während der Aufnahmen zur Band stieß und Jukka Knox ersetzte. Als die Band einen Plattendeal mit Relativity Records an Land ziehen konnte, änderte man ein weiteres Mal den Namen in SHOTGUN MESSIAH und das Album wurde komplett neu remixed. Mit mehr Schmackes, mehr Attitüde und weniger buntem Achtziger-Flair hatten die gleichen Songs auf einmal noch mehr Potential. Songs wie „Shout It Out“, „Don´t Care About Nothing“ oder „Squeezin´ Teazin´“ sind bis heute unvergessen.

Kurz darauf drehte sich das Besetzungskarussell erneut, Zan ging von Bord, fortan übernahm Bassist Sköld den Gesang. Das nicht weniger intensive Zweitwerk „Second Coming“ wurde 1991 veröffentlicht. Ein drittes Album mit Namen „Violent New Breed“ war der verzweifelte Versuch, sich den neuen Trends anzubiedern. Es wurde 1993 released, die Band löste sich bezeichnenderweise noch im gleichen Jahr auf.

Warum erzähle ich Euch das alles? Ganz einfach, weil sich die beiden alten SHOTGUN MESSIAH Recken Zinny J. Zan und Harry Cody für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden haben. Chris Laney an den Reglern wusste genau wie eine solche Platte klingen muss. Die Gitarrenarbeit von Harry Cody ist noch genau so messerscharf, dreckig und einzigartig, Zinny J. Zan´s Gesang ähnlich gehalten wie zu den glorreichen Zeiten.

Und mit „Damn“ hat man gleich einen Song als erste Single auserkoren, der richtig fett um die Ecke ballert. Das Interesse war sofort geweckt. Aber was kann das restliche Album? Mit „Sever“ eröffnen die Schweden die Platte wie schon damals mit einem Paukenschlag. Der Opener klingt modern, hart und hat einige Trademarks von damals perfekt eingeflochten. Noch besser kommt das alles bei „I Am The Shit“ zur Geltung. „Ride Or Die“ ist da schon mehr klassicher Hardrock, wie ihn seinerzeit auch SHOTGUN MESSIAH zu zocken wussten. Das schleppende „Suffer City“ spannt die Melodiebögen weit bevor mit „She Walks With Violence“ ein Song ansteht, der auf den ersten Moment nicht so reinläuft. Nach besagtem Highlight „Damn“ fällt das Material etwas ab. „Tear It All Down“ schafft aber doch ein versöhnliches Ende.

Mit „Beautiful´n Damned“ haben zwei vergessene Helden der schwedischen Hardrockszene ein formidables Album aus dem Hut gezaubert. Angelehnt an die eigene Vergangenheit lebt die Platte dennoch in der Gegenwart. Schon damals war ein Harry Cody ein Musiker der gestalten und neues erschaffen wollte und nicht nur die Verherrlichung der eigenen Einflüsse zur Schau getragen hat. Das ist auch heute noch so. SHOTGUN MESSIAH wurden seinerzeit von vielen sträflich übersehen – sehr schade, die Band hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Bleibt zu hoffen, dass sich das mit ZAN/CODY ändert.

Stefan

 

SINSID – All that Remains

Trackliste:

01. All that Remains
02. Sarcophagus
03. Running
04. Templars of Metal
05. Pioneers
06. Lawless Hunter
07. Azad Hind
08. The Horror (I know)
09. Breaking All the Rules
10. Somewhere in the Dark
11. Lords of the Northern Land
12. In the Eyes of the Reaper (CD Bonus Track)
13. Time is Ticking (CD Bonus Track)

Spielzeit: 43:51 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pitch Black Records – VÖ: 03.07.2026 – Page: www.sinsid.no

 

Vor 14 Jahren gegründet sind die norwegischen Metaller von SINSID mit ihren bisherigen Alben ein gern gesehener Gast bei uns in der Rock-Garage gewesen, auch wenn ich beim Debütalbum schon sehr kritisch mit den Jungs ins Gericht gegangen bin. Nur das letzte, mit das erfolgreichste, Album „In Victory“ aus dem Jahr 2022 haben wir irgendwie verpasst!
Mit dem neuen, vierten Album „All that Remains“ machen wir diesen Ausrutscher wieder gut und widmen uns erneut den Jungs aus dem hohen Norden welche nach wie vor von Mastermind und Sänger Terje Singh Sidhu angeführt werden und die nach wie vor im klassischen Heavy Metal unterwegs sind.

Als Opener zeigt sich dann auch direkt der Titeltrack „All that Remains“. Volle Oldschool Dröhnung erwartet uns hier auf jeden Fall schon mal. Sänger Terje ist von der Stimme her sehr charakteristisch und dürfte auf jeden Fall nach wie vor polarisieren. Er ist halt eher der klassische Metalshouter.
So oder so weiß die Nummer direkt zu überzeugen, bleibt schön hängen und ist somit der perfekte Opener.
Anschließend gibt es mit „Sarcophagus“ die direkte Fortsetzung des Openers auch wenn es hier noch eine Spur härter und düsterer zu Werke geht.
„Running“ groovt danach recht ordentlich aus den Boxen bevor wir mit „Templars of Metal“ den nächsten absoluten Hit der Scheibe haben.
Einfach ein geiles Stück Oldschool Metal wo man schön die Matte kreisen lassen kann, wenn man sie denn noch besitzt : )
Und der Mittelteil der Scheibe ist ebenfalls bestens besetzt mit dem etwas Epic angehauchten „Pioneers“, der Metalpartyabrissbirne „Lawless Hunter“ sowie die Hymne „Atad Hind“.
„The Horror (I know)“ kommt dann ordentlich düster aus den Boxen und leitet das letzte Drittel der Scheibe ein, wo wir vor allem mit dem abschließenden „Lords of the Northern Land“ nochmal einen waschechten Hit haben.
Die restlichen Songs hier sind zwar auch ganz ordentlich gemacht, kommen aber nicht ganz an die bisherigen Hits heran. Totalausfälle sind es aber auch nicht!
Die beiden Bonustracks liegen mir leider zur Rezensionszwecken nicht vor und daher kann ich sie auch nicht bewerten.

Na, schau mal an, da verpasst man einmal ein Album der Band und verpasst somit auch die absolute Leistungssteigerung der Truppe, die sich hier im Album ebenfalls fortsetzt.
Unsere letzten Benotungen der Bandveröffentlichungen waren eher im unteren bis mittleren Punktebereich hier bei uns angesiedelt, das gibt es hier absolut nicht mehr.
Man hat schöne griffige Songs an Bord, hat sich mittlerweile fest im Genre etabliert und liefert einfach ein starkes Oldschool Heavy Metalwerk ab, was natürlich nicht besonders innovativ ist, der Zielgruppe aber auf jeden Fall bestens gefallen sollte!
Starke 7,5 Punkte und somit ganze 1,5 Punkte mehr als die letzte Rezi hier bei uns von ihnen.

Julian

 

OSIRIS – Within A Dream

Trackliste:

01. House Of Pain
02. Freedom Within A Dream
03. RAZ
04. Every Tear A Mother Sheds
05. Don`t Ask Me Why

 

 

 

 

Spielzeit: 55:38 min – Genre: Prog Rock – Label: Escape Music – VÖ: 14.08.2026 – Page: www.facebook.com/Osiris-Kingdom Of Bahrain/

 

Insider der Prog Rock Szene bezeichnen Osiris immer wieder gerne als die Pink Floyd des vorderen Orients und Sie gelten zu Recht, als die Pioniere der Rockmusik im Nahen Osten. Gegründet wurde die Band bereits 1980 von den Brüdern Mohamed (Gitarre) und Nabil (Drums) Alsadeqi. Komplettiert werden Osiris von Keyboarder Abdul Razzak Arian, Keyboarder Khalid Shamlan, Bassist Ahmed Qasimi und Sänger Syed Ahmed Rawanbach. Der Ansatz bei der Gründung war westlichen Prog Rock von Bands wie Gentle Giants, Kansas, Camel oder Pink Floyd mit orientalischen Elementen zu verbinden.

Nach meinen Recherchen veröffentlichen Osiris mit „Within A Dream“ ihr sechstes Studioalbum. 6 Longplayer in gut 46 Jahren ist Definitiv nicht viel, es liegt aber daran das die Truppe immer wieder lange Pausen eingelegt hat.

Kommen wir nun aber zur Musik. Wer die Anzahl der Songs auf „Within A Dream“ sieht, wird erahnen dass dem Hörer bei der Laufzeit hier Prog Rock in Reinkultur geboten wird. Alle Tracks sind wenigstens 10 Min lang oder länger. Der Opener zeigt dann gleich das musikalische Können von Osiris. Eingeleitet von Oriental Keyboards geht es über in einen Marillion Part, der einen streckenweise, an deren !983er Debüt Klassiker „Script For A Jesters Tear“ erinnert, aber alles ohne es zu kopieren, denn Osiris bringen genügend Eigenständigkeit mit, die auch durch die tolle Stimme von Sänger Syed Ahmed Rawenbach getragen wird. Die Instrumental Fraktion schafft es immer wieder exzellente Wendungen einzustreuen und alles zu einem grossartigen Ganzen zu verbinden. Nach nur einem Song ist mir bereits vollkommen klar, dass alle Fans des ausufernden 70er und des frühen 80er Jahre Neo Prog absolut auf ihre Kosten kommen und begeistert sein werden.
Ganz grosses Kino, was hier in den einzelnen Songs abgeliefert wird.

Dramatik, Theatralik, Opulenz, Keyboard Kassaden ohne Ende, Gitarren Soli mal leicht metallisch, dann wieder melancholisch. Dieses Album ist ein Album, wofür mann sich Zeit nehmen sollte um es zu geniessen. Glas Wein einschenken, Kopfhörer aufsetzen, Augen schliessen und Abfahrt. So werde ich es auf jeden Fall beim nächsten Durchgang machen und in der Kathedrale des Bombasts eintauchen.

„Freedom Within A Dream“ ist ebenfalls Randvoll gepackt mit allem, was tollen Progressiv Rock ausmacht. Das folgende „RAZ“ glänzt mit Yes-artigen Keyboards und hat ganz dezente Alan Parsons Project Sprenkel aus den 80er. Diese Art von Musik ist eine herrliche Zeitreise und es gibt nach jedem Durchgang immer wieder Neues zu entdecken. Die letzten beiden Tracks „Every Tear A Mother Shed“ und Don´t Ask Me Why“ setzen das hohe Level locker fort und für mich ist das neue Osiris Album ohne Zweifel das Prog Album des Jahres. Daher gibt es von mir 10 Punkte und für alle Anhänger der genannten Bands eine unbedingte Kaufempfehlung.

Heiko Füchsel

 

Master Massive – White Shadows

Trackliste:

01. Noah`s Cross
02. Islands And Bells
03. Jonah And The Whale
04. Blood On The Floor
05. Tantrum Rebellion
06. Silver Bullet
07. White Shadows

 

 

 

Spielzeit: 49:21 min – Genre: Heavy Metal / Prog Metal – Label: Fireflash Records – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/mastermassiveband

 

Ich muss zugeben, dass mir die schwedische Heavy Metal Combo Master Massive bisher nicht bekannt war. In den frühen 90er Jahren gegründet, hat es mehr als 20 Jahre gedauert, bis 2015 mit „The Pendulum“ das Debüt erschien, dem 2020 „Black Feathers On Their Graves“ folgte. Nun liegt also der dritte Silberling „White Shadows“ vor, der mich mit dem Sound von Master Massive bekannt macht.

Zusammenfassend würde ich das hier auf dem Silberling dargebotene als eine Mischung aus Queensryche, Savatage, Mercyful Fate und Fates Warning bezeichnen. Ein besonderes Merkmal von Master Massive ist zudem, dass mit 3 Sängern agiert wird, die für die verschiedene emotionalen Passagen eingesetzt werden. Da wäre Tony Niva (Ex Lion`s Share, Niva, Zanity) der die hohen Töne und Falsett übernimmt, sowie die beiden kräftigen Stimmen von Viktor Gustafsson (Lethal Steel) und Markus Karlsson, die das Gesamtbild vervollständigen.

Master Massive starten mit dem Prog Longtrack „Noah`s Cross“, der fast 12 Minuten durch die Lautsprecher walzt, mutig und druckvoll in den neuen Songreigen. Teilweise blitzen hier die doomigen Black Sabbath durch. Die Instrumental Fraktion, bestehend aus Mastermind und Gitarrist Jan Strandh, Bassmann Max Warnby und Drummer Johan Hautajärvi frickelt und soliert hier absolut erstklassig. Hier werden Dramatik, Theatralik und viele teilweise düstere Melodien mit progressiven Wendungen zu einem Statement in Sachen Progmetal verwoben. Nach dem Stampfer „Islands And Bells“ kommt mit „Jonah And The Whale“ das kurz und knackige melodische Highlight von „White Shadows“. Der Song muss sich nicht hinter Szene Grössen des US Metal wie Queensryche oder Fates Warning verstecken.

Bei „Blood On The Floor“ stampft und pumpt der Bass, so das die Nackenmuskulatur einfach mitgehen muss. „Tantrum Rebellion“ schlägt in die gleiche Kerbe. „Silver Bullet“ erinnert mich extrem an seelige Queensryche zu „The Warning“ Zeiten. Herrlich!

Der abschliessende Titeltrack „White Shadows“ geht mit ca. 9 Minuten nochmal richtig in die vollen und zeigt, wie sehr sich Master Massive im epischen Prog Metal zuhause fühlen. Für alle Fans von Progressive Metal und den oben genannten Bands besteht hier unbedingte Ancheck Pflicht.

Heiko Füchsel

The Vicious Head Society – Call Of The Void

Trackliste:

01. Fractured
02. The Edge Of Time
03. Holding On To Forever
04. The Tide
05. Ignite
06. The Void
07. The Edge Of Time Pt. 2
08. Distant Lights Of Home

 

 

Spielzeit: 52:00 min – Genre: Progressive Metal – Label: Crime Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/TheViciousHeadSociety

 

Progressive Metal von einem Kollegen mit einem Projekt namens THE VICIOUS HEAD SOCIETY – das klingt, als könnte einen alles erwarten, also gehen wir rein.
Besagter Kollege ist der Ire Graham Keane, der mit jenem Projekt nun sein drittes Album namen „Call Of The Void“ veröffentlicht und sich dazu eine Truppe professionell arbeitender Musiker zusammengesucht hat. Graham übernimmt dabei Gitarren und Synths, dazu Komposition, Texting und den ganzen Spaß.
„Call Of The Void“ beinhaltet acht Songs auf 52 Minuten Spieldauer, und wie sich das für ein gutes Prog-Album gehört, ist der letzte Song natürlich über 13 Minuten lang.
Produziert ist das Ding komplett ordentlich, mit massig Druck und Definition, was bei dem Genre von TVHS auch so sein muss, denn auf dem Programm steht moderner Progressive Metal. Die Art mit bratend-harten und entsprechend hart-trocken produzierten Gitarren, technisch agierender Rhythmus-Fraktion und dem ein oder anderen elektronischen Element. Also vor allem.
Besonders der Opener „Fractured“ lässt uns annehmen, das wär’s. Klassischer Prog-Takt, den ich nicht verstehe, Effekte auf den Vocals, viel technische Finesse, ballern, Growls, wenig Emotion. Einzig die kleine E-Orgel lässt vermuten, dass da noch mehr geht. Und ja, im weiteren Verlauf wird „Call Of The Void“ vielseitiger, lässt mehr Platz für ruhige Parts, coole Synthesizer, Melodien. Unklare Vocals finden auf der Mehrheit der Songs nicht statt.
Und ab dann entfaltet „Call Of The Void“ sein Potenzial weitaus mehr. Sei es beim gefühlvollen „Ignite“, das sich erst mit der Zeit noch auf ein sehr intensives Level hochschraubt, oder bei „The Void“, das als stabiler Heavy Rock beginnt und dann zunehmend freidreht. Auch der überlange Endtrack „Distant Lights Of Home“ kann überzeugen. Beginnt ruhig positiv, genau wie es ein Prog-Song dieser Länge muss, und baut sich dann auf, wandert durch eine Vielzahl von Stimmungen und endet wunderbar ruhig malerisch.
Und dementsprechend bleibt mein Hauptkritikpunkt an „Call Of The Void“ sein Opener. Denn der erste Eindruck ist entscheidend, und „Fractured“ verkauft das Album unter Wert, als eher seelenloses Handwerks-Showcase. Danach geht es steil bergauf. Dann wird „Call Of The Void“ nicht das nächste Progressive-Metal-Meisterwerk (aber seien wir ehrlich, die Messlatte liegt auch herb hoch), agiert aber immer auf einem stabilen Niveau und bietet doch in praktisch jedem Song ein gewisses Etwas, das ihn hörenswert macht und über den Durchschnitt hebt.

Fazit:
Ohne Fehler, professionell gemacht und in seinem Verlauf mehr und mehr seine Existenz rechtfertigend ist „Call Of The Void“ ein feines Prog-Metal-Album, das modern ausfällt, es mit der Modernität aber auch nicht übertreibt und Raum für klassische Prog-Rock-Einflüsse lässt. Gut macht es das!

Anspieltipps:
„The Edge Of Time“, „Ignite“ und „Distant Lights Of Home“

Jannis