TUNGSTEN – Ashes

Trackliste:

01. Joker
02. Bite My Tongue
03. Fuego Del Sol
04. Supernova
05. Happy
06. Ted The Exorcist
07. Sunshine Of Fall
08. The North Will Rise
09. For Thee
10. Ruin
11. The Forge

Spielzeit: 39:47 min – Genre: Power Metal – Label: Perception – VÖ: 09.10.2026 – Page: www.facebook.com/tungstenband

 

Was hat uns denn Schweden heute so Schönes zu bieten? TUNGSTEN! Die haben erst 2019 ihr Debüt veröffentlicht, danach noch drei weitere und jetzt Album Nr. 5, ASHES. Das ist ein amtlicher Output, aber als Familienband kann das schon funktionieren. Und das ist die Truppe mehr oder weniger, bestehend aus einem Vater, zwei Söhnen und Mike, der die Vocals macht.
Das Cover fällt schonmal gut düster aus, der Name ebenso, wie sieht es also aus mit der Musik?
Nun, weniger düster. ASHES ist astreiner Power Metal der spaßigen Sorte. Produziert ist das Ding auf jeden Fall gut, wenn auch vielleicht etwas klinisch und über-compressed. Aber das dürfte bei dem Genre auch eine Stilentscheidung sein. Einiges an elektronischen Elementen ist am Start, vom Disco-Synthbass bis zu den ganz speziellen Lead-Synths, dazu orchestrale Elemente und eigentlich alles, was TUNGSTEN beim Songwriting-Prozess so eingefallen ist. Und das ist einiges.
Schon der Opener „Joker“ klärt mit seinem Jodel-Part (!), dass man hier kein bierernstes Album zu erwarten hat. „Fuego Del Sol“ mit seinem südländischen Beat und einem besagter ganz spezieller Synths unterstreicht das. „Supernova“ schießt den Vogel dann endgültig ab, vom „Ich sag X, du sagst Y“-Chorus bis hin zum einem Kuckucksruf nachempfundenen Riff (Ja, es ist so dumm, wie man denkt), und nach alldem sollte klar sein, dass ausgerechnet „Happy“ selbstverständlich einer der „bösesten“ Songs auf dem Album ist.
Der Rest der Songs ist etwas ernsthafter – mal abgesehen von „Ruin“ mit seinen bescheuerten „TschuckeTschuckeDschuka“-Lyrics, macht aber nicht weniger Party. Und ja, Puristen werden alles tun, um diesem Album aus dem Weg zu gehen; man muss aber ganz klar anerkennen, dass das Melodie-Writing eingängig und nicht standard ist, mit einer beachtlichen Menge an richtig guten und unalltäglichen Power-Metal-Kompositionen. Die Arrangements sind top, die „Bonussounds“ und -Instrumente stark eingesetzt und mit gerade mal einem Song über vier Minuten hat die Platte keinerlei Längen. Die Songs haben praktisch alle einen eigenen Charakter, das Entertainment-Level ist sehr hoch, und obgleich das Ganze manchmal quatschig wirken kann, macht es auch gerade deshalb einfach eine große Menge Spaß.

Fazit:
ASHES ist ein bisschen wie der erste Spongebob-Film. Bunt, blöd, lustig und überdreht, aber bei genauerem Hinsehen mit viel Liebe gemacht, wirklich spaßig und eigentlich ein richtig gutes künstlerisches Werk!

Anspieltipps:
„Sunshine Of Fall“, „Supernova“, „For Thee“ und „Bite My Tongue“

Jannis

ZORNHEYM – Descending Into Madness

Trackliste:

01. Prologue: From The Depths Of Selasee
02. Deux Rex
03. Somewhere Far Beyond
04. Deep Below
05. Anneliese
06. Alone In The Dark
07. Gallow’s Oak
08. The Funeral March
09. Descending
10. Come Sweet Death

 

Spielzeit: 39:10 min – Genre: Symphonic Black Metal / Symphonic Death Metal – Label: Noble Demon Records – VÖ: 02.10.2026 – Page: www.zornheym.bandcamp.com 

 

Die schwedische Truppe ZORNHEYM hat 2017 angefangen mit dem ersten Album „Where Hatred Dwells And Darkness Reigns“ die Geschichte der Psychiatrischen Anstalt Zornheim zu erzählen, die mit „The Zornheim Sleep Experiment 2021 fortgesetzt wurde. Als Abschluss des Ganzen erschien 2023 die EP „The Forgotten Inmates“. Nun legt die Band mit Ihrem dritten Longplayer „Descending Into Madness“ dieser Tage ein weiteres Kapitel ihrer Story über die psychiatrische Anstalt Zornheim vor. Dieses Album ist quasi das Prequel der Zornheim Saga und beleuchtet somit die Anfänge von Dr. Alastor Bettelheim, seinem Assistenten Dr. Gutzmann und Anneliese.

Somit ist ZORNHEYM mehr als eine normale Band, denn alles unterliegt dem Gesamtkonzept und ist die Verschmelzung von Musik, Geschichte und visueller Kunst. Zusätzlich zu den CDs gibt es Graphic Novels, bei den ausgewählten Konzerten verstärken Schauspieler das Ensemble bei den theatralischen Bühnenshows. Als Sahnehäübchen werden die Musikvideos wie kleine Spielfilme umgesetzt.

Bei den Recherchen der mir bislang ubehannten Band, ist mir die extrem große Bandbreite der verschiedenen Stilarten aufgefallen, die aber natürlich sehr gut zu dieser Art von Storytelling passt. Death Metal trifft auf Melodic Rock, Bombast, Heavy Metal, progressive Parts fusionieren mit Kassik, Dazu das Wechselspiel zwischen fiesen Growls, Klargeang und den opulenten Chören haben ZORNHEYM wirklich gut drauf. Das einzige was mich ein klein wenig stört ist, dass die Band aufgrund des sehr ambitionierten Gesamtkonzeptes dazu neigt die einzelnen Songs manchmal zu sehr zu überladen. Manchmal ist weniger doch mehr.

Allerdings ist das Album, als Teil der Zornheim Saga gesehen, ein in sich stimmiges Album, welches die Gefühle der Figuren, den Wahnsinn, den Horror und die Wut über die dunklen Machenschaften von Dr. Bettelheim extrem gut widergibt. Wer sich darauf einlässt, wird hier begeistert sein und immer wieder gern in die düstere Geschichte eintauchen.

Da ich das Ganze als großes Gesamtkunstwerk sehe und verstehe, fällt es mir wirklich schwer einzelne Songs aus dem Kosmos zu reissen und zu nennen. Aber besonders ans Herz legen möchte ich euch das eingängige „Somewhere Far Beyond“, welches Ihr am Ende dieser Review als Video findet und „The Funeral March“ in dem ZORNHEYM die „Piano Sonate Nr.2“ von Frederic Chopin aufgreift perfekt mit dem Chor der Trauergäste vermengt und ein echter Gänsehaut Moment ist.

Heiko Füchsel

 

 

BEHEMOTH – I, SCVLPTOR

Trackliste:

01. I, Scvlptor
02. Lord ov the Horizons
03. Rise of the Blackstorm of Evil
04. In Thy Pandemaeternvm
05. Begotten
06. In League With Sata
07. The Return of Darkness and Evil (Live)
08. Lord ov the Horizons (Studio Rough Mix)

 

 

Spielzeit: 37:48 min – Genre: Black Death Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 04.09.2026 – Page: www.facebook.com/behemoth

 

BEHEMOTH sind eine dieser Bands, bei denen ich eigentlich nicht mehr lange überlegen muss. Wenn Nergal, Inferno und Orion etwas Neues veröffentlichen, bin ich dabei. Punkt. Ich liebe den Stil der Jungs aus Polen und ihre Live-Auftritte bescheren mir jedes Mal jede Menge Gänsehaut-Momente.

Gerade einmal ein Jahr nach dem verdammt starken „The Shit Ov God“ steht nun bereits „I, Scvlptor“ in den Startlöchern. Allerdings handelt es sich diesmal nicht um ein reguläres Studioalbum, sondern um eine Mischung aus neuen Songs, neu eingespielten Stücken aus der Frühphase, einem Outtake sowie zwei Coverversionen. Klingt erstmal nach einer wilden Kombination, funktioniert aber erstaunlich gut und ergibt am Ende eine typische BEHEMOTH-Mische, die ordentlich reinknallt.

Was zunächst ein wenig nach Resteverwertung klingen könnte, entpuppt sich schnell als spannende Reise durch die Bandgeschichte. „I, Scvlptor“ schlägt die Brücke zwischen den frühen, deutlich raueren Tagen und dem gewaltigen Sound, für den BEHEMOTH heute stehen. Und genau dieser Spagat macht den besonderen Reiz der Platte aus.

Die neu aufgenommenen Klassiker haben ordentlich Staub abgeschüttelt und kommen mit der Wucht der heutigen Band aus den Boxen, ohne ihren ursprünglichen Charme zu verlieren. Auch die neuen Songs wissen zu überzeugen und zeigen einmal mehr, warum BEHEMOTH seit Jahrzehnten zu den absoluten Größen des Extreme Metal gehören. Dazu kommen zwei Coverversionen, die den Vorbildern Respekt zollen und gleichzeitig unverkennbar nach BEHEMOTH klingen.

Natürlich ist „I, Scvlptor“ nicht das nächste große Meisterwerk in der Größenordnung von „The Satanist“ oder „The Shit Ov God“. Das will die Veröffentlichung aber auch gar nicht sein. Stattdessen gibt es rund 40 Minuten voller dunkler Atmosphäre, mächtiger Gitarren, treibender Drums und Nergals unverwechselbarer Stimme. Mal roh, mal episch, aber immer mit dieser ganz eigenen Handschrift, die BEHEMOTH über die Jahre perfektioniert haben.

Für langjährige Fans ist „I, Scvlptor“ ohnehin Pflichtprogramm. Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart gekonnt aufeinander, ohne dass das Ganze nach Nostalgie klingt. Stattdessen wirkt die Veröffentlichung wie ein selbstbewusster Blick zurück und gleichzeitig nach vorne. Und genau deshalb macht sie so viel Spaß.

Tänski

 

 

 

 

SIGNUM REGIS – Beyond Spacetime

Trackliste:

01. Time to Pay
02. Back to Zero
03. Free Again
04. Throne of Gold
05. Midnight Train
06. Beyond Spacetime
07. Into the Rabbit Hole
08. Echoes of Glory
09. Demon Lord
10. Waterfall
11. Morning Dawn
12. A Dream or Two

Spielzeit: 51:20 min – Genre: Melodic Metal – Label: Fireflash Records – VÖ: 09.10.2026 – Page: www.signum-regis.com


 

Im nächsten Jahr feiern die Melodic/Power Metaller von SIGNUM REGIS 20-jähriges Bestehen! Einen Großteil der Zeit habe ich die Jungs rund um Gründer und Basser Ronnie König schon begleitet, daher war es für mich Ehrensache auch das neue, achte Studioalbum „Beyond Spacetime“ genauer zu begutachten.
Dieses erscheint über ihrem neuen, aufstrebenden, deutschen Label Fireflash Records und hat dieses Mal wenig christliche Themen und Texte an Bord, es dreht sich eher um Fantasy, Science-Fiction und Mythen.
Das Album wurde vom langjährigen Gitarristen Filip Kolus produziert.
Der Sängerposten war schon immer sehr fragil, Jota Fortinho Sänger der letzten Jahre und Alben hat das Mirko geräumt und wieder an seinen Vorgänger Mayo Petranin übergeben, so zumindest die offizielle Info.
Auf dem Album ist er interessanterweise aber nicht nur alleine zu hören, sondern es gibt mehrere Sänger. Jota ist ebenso dabei wie auch Tim Ripper Owens (Ex JUDAS PRIEST), Matt Smith (THEOCRACY), Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL), Tasos Lazaris (STEEL ARCTUS) und David Akesson (SYMPHONITY).

Klingt alle sehr spannend, daher mal auf ins neue Album mit dem Openersong „Time to Pay“. Hui, der Opener legt los wie die Feuerwehr, das ist man tatsächlich aus der Vergangenheit nicht gewohnt von den Jungs! Ein treibender Doublebass Song der vom Gesang von Tim Ripper Owens passend voran gepeitscht wird. Direkt der erste Hit der absolut beeindruckt und die Band von einer ganz anderen, härteren Seite zeigt!
Der gute Tasos Lazaris von STEEL ARCTUS röhrt im nächsten Song „Back To Zero“ los. Tasos wird uns hier auf dem Album noch mehrmals begegnen das sei schon mal vorweggenommen.
Die Nummer ist auf jeden Fall eher ein klassischer SIGNUM REGIS Song, der nicht die Aggressivität des Openers hat und somit alten Bandfans direkt bestens munden sollte.
Beim schnellen „Free Again“ im Anschluss haben wir dann den nun Ex Sänger Jota Fortinho der seine Stimme erklingen lässt. Mit seinem rauen Organ passt er gut zum Song, der aber nicht ganz an die beiden Vorgängernummern herankommt.
„Throne of Gold“ ist dann ebenfalls wieder passend besetzt, nämlich mit THEOCRACY Sänger Matt Smith und Gitarrenhexer Viktor Smolski. Die Nummer hat einen schönen epischen und progressiven Touch abbekommen. Beide Daumen hoch dafür!
Der Mittelteil ist dann ebenfalls bestens besetzt, nämlich mit dem emotionalen und gefühlvollen „Midnight Train“ und dem schnellen Titeltrack „Beyond Spacetime“. Beide gesanglich bestens angeführt von Tasos Lazaris.
Sehr modern kommt dann „Into the Rabbit Hole“ aus den Boxen, wo wir den ehemaligen und nun wieder aktuellen Sänger Mayo Petranin hören. Die Nummer braucht definitiv ein paar Durchläufe, bis sie in den Hirnwendungen ankommt. Ein schwieriges Stück.
Beim folgenden „Echoes of Glory“ darf Mayo dann direkt nochmal ran, zusammen mit seinem Vorgänger und Nachfolger Jota Fortinho. Ein tolles, mächtiges Stück welches perfekt von den beiden getragen wird. Geile Harmonien der Zwei!
Und auch im letzten Drittel der Scheibe wird uns songtechnisch noch etwas geboten.
Bei „Demon Lord“ und dem abschließenden „A Dream or Two“ darf Dauerbrenner Tasos Lazaris nochmal ran, bei „Waterfall“ und „Morning Dawn“ gibt sich der gute Ralf Scheepers die Ehre und veredelt die Songs natürlich auf seine ganz eigene Art und Weise!

Ich bin ehrlich bei der Ankündigung das das neue SIGNUM REGIS Album von mehreren Sängern gesungen wird hatte ich Fragezeichen im Kopf, noch mehr Fragezeichen hatte ich als ich die Beteiligten las und mir dachte warum hat Dauerbrenner Tasos Lazaris so viele Anteile und der neue/alte Stammsänger Mayo hat hier eigentlich nur zwei kurze Gastauftritte?
Aber die Band wird sich denke ich schon was dabei gedacht haben oder wollte die Fans nur verwirren? : )
Wie auch immer, aufgrund der vielen unterschiedlichen Gäste haben wir es hier klar mit dem abwechslungsreichsten und auch definitiv härtesten Album der Bandgeschichte zu tun.
Qualitativ reiht es sich gut in die letzten Alben ein. Die Konstanz muss man ja auch erstmal hinbekommen.
Somit kann ich Band und Genrefans auf jeden Fall wieder die uneingeschränkte Kaufempfehlung mit auf den Weg geben!

Julian

 

SWEET ELECTRIC – Something Something Disco

Trackliste:

01. Sick In The Head
02. Mexico
03. These Guns
04. Somewhere In The Middle
05. D34D!
06. I Remember You
07. Long Way Back
08. Get Up
09. OMG
10. Psycho

 

Spielzeit: 39:03 min – Genre: Groove Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 10.09.2026 – Page: www.facebook.com/SweetElectricOfficial/

 

Zefix Oida, da leckst doch mi am Oarsch“ da kommt ein gewaltiges Brett aus meiner alten Heimat Köln in Richtung Alpen geflattert. Ich kannte diese australisch-kölsche Chaoskombo bis jetzt noch nicht und muss gestehen das ich 2024 etwas mit deren Debütalbum verpasst habe. Da ich keine verlässliche Quelle für die Besetzung im WWW finden konnte gebe ich mal das Line-Up an das bei Discogs gelistet ist und hoffe es entspricht der Realität, ansonsten bitte ich die Band mir zu helfen.

Den Job am Miko erledigt Brad Marr, an den Klampfen zupfen Mike Schneider und Michi Krol, den Tieftöner bedient Jonas Bareiter und die Sticks schwingt Nico Stallmann. Bei diesem Album handelt es sich um eine Eigenproduktion die mit internationalen Standards mithalten kann, was nicht immer der Fall ist. Brad hat eine sehr variable Stimme die er auch richtig einzusetzen weiß, egal ob er es dezent ruhig, auf Krawall oder schreiend angeht, er geht immer in die Vollen und überzeugt dabei ohne Wenn und Aber. Die Gitarren prügeln die Riffattacken geradezu aus den Klampfen um die verschlossene Tür vor den Trommelfellen regelrecht einzureißen. Der Bass kann sich sehr gut gegen die 6-saitigen durchsetzen und das Stickschwingende Tier macht das Chaos und Gesamtbild der Band perfekt.

Den Stil zu beschreiben fällt nicht wirklich leicht, da die Band sehr viel in ihren Sound einfließen lässt. Zum ersten würde ich das Genre mal als Groove Rock bezeichnen, dieser Rock geht von zart bis hart und wird mit einigen Stilen auffrisiert. Zu diesen Stilen gehört der Glamrock von Mitte bis Ende der 70er Jahre, Classic Rock von Ende der 70er, Hard Rock bis in 80er Jahre, das wird dann ab und an mit Western Lagerfeuer Romantik kombiniert oder es kommen australische Wurzeln ala AC/DC und ROSE TATTOO zum Tragen. Was sich liest wie eine Massenkarambolage auf der Autobahn oder totale Flitzkackenbrecher hört sich in der Realität sehr attraktiv und rund an ohne dabei zu nerven. Auf einem Biker Treffen müsste das Album für eine Top Stimmung sorgen können.

Eine nicht alltägliche Eigenveröffentlichung aus deutschen Landen, die sowohl von der Produktion als auch vom Gesamtbild in der internationalen Liga mitspielen könnte.

„Sick In The Head“ ein kranker und flotter Start ins Album, im letzten Drittel kommt sogar Western Romantik auf, „Mexico“ es kommt 70er Jahre Glam Rock mit gehörig Groove Anteil ins Spiel. „These Guns“ kann mit Abwechslung überraschen, „Somewhere In The Middle“ irgendwie werde ich an die glorreichen 80er Jahre erinnert als in den Discos SWEET gespielt wurde. „D34D!“ hier wird es schräger als Schräg geschrägt – der Song sprengt von der Machart bis zum chaotischen selbst QUEENs „Bohamien Rhapsody“, „I Remember You“ hier haben SWEET, GARY GLITTER, ADAM ANT und NAZARETH und AC/DC ihre Gene ausgeschüttelt und rausgekommen ist SWEET ELECTRIC. „Long Way Back“ die australischen Wurzeln und AC/DC sowie ROSE TATTOO kommen hier volles Brett durch, „Get Up“ ein schneller Rocker mit Western Saloon Flair. „OMG“ und das schräge Chaos schlägt mit einer sehr großen Klatsche zu aber diese Klatsche kann gefallen, „Psycho“ der Titel ist Programm, die Chöre hören sich an wie der Trancechor einer religiösen Einrichtung und wird mit Metalshouting sowie harten Riffeinlagen kombiniert.

Balle

INVINCIA – Echoes From The Past

Trackliste:

01. Prelude
02. Unite
03. Tonight We Ride
04. Echoes From The Past
05. Darkness In Us All
06. Awakening
07. Call Of The Wild
08. Edge Of The Universe
09. Time Flies
10. Zeal
11. A Wayfarers Toast
12. After The Final War

Spielzeit: 53:30 min – Genre: Melodic Metal – Label: Escape Music – VÖ: 25.09.2026 – Page: www.invinciaband.com

 

Das aus den skandinavischen Ländern bereits seit Jahrzehnten hervorragende Hardrock und Metal Bands bzw deren Longplayer kommen, ist ja nicht wirklich etwas Neues. So ist es kein Wunder, dass die aus Finnland stammende Band INVINCIA jetzt mit Ihrem ersten Longplayer ums Eck kommen.

In der Pressemitteilung werden als Einflüsse SAVATAGE, QUEENSRYCHE, JUDAS PRIEST oder HELLOWEEN genannt, aber beim Hören wird Gott sei Dank schnell klar das die Band nicht nur Kopieren will, sondern genug eigenes Potenzial und Ideen hat und das ganze zu einem neuen wohlschmeckenden Cocktail vermengt.

Das leicht düstere Intro „Prelude“ eröffnet den Metal Reigen amtlich und mit Wucht. Danach startet der eigentliche Opener „Unite“ gleich mal mit einer klasse Melodie und treibenden Riffs. Ein wirklich guter Start in das Album. Mit einem Klassik Einschlag geht „Tonight We Ride“ los, bevor mit Double Bass Gewitter richtig aufs Gaspedal getreten wird. Das was Schlagzeuger Mikael Ahlholm, Bassist Oskar Pakalen und die beiden Gitarristen Joel Karlsson und Alexander Södergard hier abfeuern ist ein echtes Metal Feuerwerk und erklärt warum die obengenannten Bands als Einflüsse gelten. Über allem steht aber Sänger Kenneth Nylund, der seine Stimme immer passend zum Song einsetzt und das Gesamtbild abrundet,

Beim melodisch getragenen Titelsong „Echoes From The Past“ ist das hervorragend zu hören. Theatralische Opulenz und Bombast vom aller feinsten soweit das Ohr reicht. Definitiv eins der Highlights auf diesem Silberling. Das folgende „Darkness In Us All“ ist ein düsterer Head Banger der mit Melodie und Druck ordentlich Eindruck hinter lässt. Nach dem kurzen instrumentalen Zwischenspiel „Awakening“ folgt mit „Call Of The Wild“ ein Song der knackig und direkt ins Ohr geht.

Mein persönliches Highlight ist das leicht schleppende und mit Prog Einschlag daher kommende „Edge Of The Universe“. Unfassbar, was hier auf diesem Debütalbum bereits an Qualität abgeliefert wird. „Time Flies“ ist dann Melodic Metal, wie man ihn von Bands aus dem hohen Norden kennt und liebt. „Zeal“ und „A Wayfarers Toast“ setzen diese Linie konsequent fort. Das abschließende „After The Final War“ ist nochmal Power Pur und mit fast sieben Minuten der längste Track der Scheibe.

Als Fazit bleibt nur zu sagen das mit INVINCIA die nächste starke Band aus Finnland am Start ist. Alle Heavy Metal und Power Metal Fans sollten hier unbedingt zuschlagen.

Heiko Füchsel

 

 

 

 

TALENTSCHMIEDE: DISTANT SHADOW

Band:
Distant Shadow

Gegründet:
2023

Herkunft:
Hamburg

Mitglieder:
Nico Abbe (Vocals, Lead-Gitarre), Phil Kühn (Rhythmus-Gitarre), Morten Trienke (Bass), Robin Behrensmeyer (Drums)

Stil:
Wir kombinieren Elemente aus dem Thrash Metal mit modernen Einflüssen und eingängigen Melodien (aber diese Genre-Schubladen beschäftigen uns nicht wirklich. Wir machen einfach die Musik, die wir spielen wollen).

Veröffentlichungen:
Whispers And Lies (EP 2025)
World of Disillusion (Abum 2026)

Einflüsse:
Jeder in der Band hat auf jeden Fall seine Idole, zu denen er hochblickt. Für mich (Nico) sind es vor allem Bands wie Savatage oder Blind Guardian. Und diesen Hang zu Melodien, ohne die nötige Heavyness zu verlieren, hört man, denke ich, auch in unserem Sound.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Noch mehr neue Musik schreiben auf jeden Fall und mehr Menschen damit erreichen. Und eine erste Tour!

Was als nächstes kommt:
Wir werden uns live weiter einen Namen machen, das neue Album an die Leute bringen und uns zeitnah wieder ans Songwriting setzen.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Stand 2026: vermutlich unsere Show beim Benefizfestival „Fuck Cancer“, wo wir eine tolle Crowd für uns gewinnen konnten. Da hat einfach alles gepasst und wir waren Teil von einem guten Zweck.

Unser peinlichster Moment:
Bei einem unserer ersten Konzerte mussten wir direkt im ersten Song abbrechen, da eine Gitarre keinen Ton gab. Die Techniker haben die nächsten 10 Minuten hektisch versucht den Ursprung zu finden und wir mussten das überspielen, um die Leute bei der Stange zu halten – irgendwann ging’s dann weiter. Aber live ist live und solche Erfahrungen gehören dazu!

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Wow, gute Frage – es gibt so viele geile Musiker. Ozzy wäre cool gewesen (R.I.P!).

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Wahrscheinlich Machine Head, weil wir selten eine Band gesehen haben, die live so abreißt. Da würden wir sicherlich unglaublich viel dran wachsen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Man erschafft gemeinsam Kunst, die aus den eigenen Köpfen stammt. Und zu sehen, dass diese Musik anderen Menschen gefällt, ist ein tolles Gefühl. Wenn man dazu auch noch eine enge Band-Freundschaft hat, macht alles noch viel mehr Spaß! Darüber hinaus kommt man mit Menschen in Kontakt, die man sonst nie kennengelernt hätte.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Manchmal ist es auch stressig, aber das gehört dazu. 😉

Online:
Instagram: www.instagram.com/distantshadowofficial
Website: www.distantshadow.de

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/2qssP0QIJUtFHFKLkCV904?si=prYJyEVIRqSyz9fCDvMB2A
Youtube: www.youtube.com/@distantshadowofficial?si=BDe1XZ0sxqng8Dgi

LACRIMAS PROFUNDERE – Lay Me Down O Silent Fear

Trackliste:

01. Days Of Doom
02. Nevermore
03. Heart I Will Break You Before You Will Break Me
04. O Silent Fear
05. Agony (In Dread And Dust)
06. Faceless
07. Arcane Promises
08. A Sinful Desire
09. Veil XV
10. At The End Of The Veil Lies The Hope You Once Killed

 

Spielzeit: 40:29 min – Genre: Gothic Metal – Label: Steamhammer – VÖ: 25.09.2026 – Page: www.facebook.com/lacrimasprofundereofficial

 

Über Jahre bin ich immer mal wieder über den Namen LACRIMAS PROFUNDERE gestolpert; stets, ohne mir einfach mal ein Bild von der Musik der Bayern zu machen. Nun, jetzt steht das 14. Album der Band auf der Review-Liste. Das ist meine Chance, also gehen wir rein in „Lay Me Down O Silent Fear“.
Das ist zuerst einmal makellos gespielt und gesungen. Frontmann Julian kann miese Growls, die tiefe Goth-Stimme und normale Clean Vocals bestens, der Rest der Truppe überzeugt nicht weniger.
Ebenso die Produktion. Der Sound blastet aber mal richtig anständig, fett und klar und mit ordentlich Details und Feingefühl, Ab und zu mutet man dem Hörer ein paar unerwartet krasse Sprünge in der gefühlten Lautheit zu und die cleanen Vocals hättet etwas weniger gelutscht sein können, aber abgesehen davon auch hier nichts zu meckern.
So. Meine Erwartungshaltung an die Musik von LACRIMAS PROFUNDERE war, einfach gesagt, gothischer Rock/Metal mit tiefer Stimme. Auf dem Album gibt es „Nevermore“, Erwartungen also erfüllt. Abseits davon gibt es aber noch einiges mehr zu entdecken auf „LMDOSF“. So ist „Heart I Will Break You Before You Will Break Me“ orchestral angereicherter Gothic Metal, „Agony (In Dread And Dust)“ ist letztendlich melancholischer Modern Metal und „A Sinful Desire“ ist ein SLIPKNOT-Song. Dazu gibt es die im Chorus angeswingte und nice groovend-druckvolle Ballade „Veil XV“, „Faceless“ mit gewissen DISTURBED-Vibes, und allgemein eine gute Mischung aus atmosphärisch klassischeren Gothic-Parts und dichten knallenden.
Auch in Sachen Synthesizer-Einsatz hat „LMDOSF“ was zu bieten. Verantwortlich dafür ist Benny Richter von CALIBAN. Man ahnt es, die Synths machen das ein oder andere Mal dann doch mehr Party, als man es bei einem Gothic-Album erwarten würde.
Das alles ergibt schonmal ein vielseitiges Gesamtpaket, das mit gerade einmal zwei Songs über fünf Minuten auch kein bisschen langweilig ausfällt. Und trotz der stilistischen Unterschiede zwischen den einzelnen Songs haben LACRIMAS PROFUNDERE natürlich ihre eigenen Stilelemente, die die Tracks zu einem geschlossenen Album zusammenkitten. Bei einigen Songs hat man jedoch das Gefühl, hier wurden sich durchaus Gedanken gemacht, in welche Richtung man geht und wie man diese Richtung bestmöglich umsetzt – im Vergleich aber ein paar weniger über die letztendliche Komposition. Die Hauptattribute der einzelnen Songs hat man sich nach dem ersten Hördurchgang bereits bestens abgespeichert (Die Ballade, der Symphonic-Metal-Song, der SLIPKNOT-Track), aber um den ersten Ohrwurm bei diesem doch oft sehr melodisch ausfallenden Album zu entwickeln, braucht es dann doch mehr Zeit.

Fazit:
Ballert, ist düster (wenn auch nicht so düster wie vom LACRIMAS-Anfänger erwartet) und extrem kurzweilig – „Lay Me Down O Silent Fear“ hat sich schön samtig-schwarz angezogen, mit Spinnenweben dekoriert und tobt sich jetzt auf dem Metalspielplatz so richtig aus.

Anspieltipps:
„Nevemore“, „O Silent Fear“, „Veil XY“ und „Arcane Promises“

Jannis

NIGHT LASER – Rats In The Cradle

Trackliste:

01. S.T.F.U.
02. Make You Mine
03. Defenders
04. Blueberry Gin (feat. Sascha Paeth)
05. Heart Of The Desert Rose (feat. Johnny Gioeli)
06. Rats In The Cradle
07. Into The West
08. 19CR490
09. Get Out (feat. Lars Rettkowitz)
10. Goddess Of The Sky
11. You And Me

Spielzeit: 54:17 min – Genre: Heavy Glam N Sleaze Rock – Label: Steamhammer / SPV – VÖ: 25.09.2026 – Page: www.facebook.com/nightlaserofficial/

 

Die vorlauten Hamburger Glam N Sleaze Kids von NIGHT LASER beehren die Hörerschaft zwei Jahre nach dem letzten Rundling mit einem neuen Album. Da ich die Band 2024 Live gesehen habe machte ich damals auch die Rezi zum Album „Call Me What You Want“, mal hören ob sich in zwei Jahren etwas an der Ausrichtung geändert hat oder ob die Band ihrer Linie treu geblieben ist.

An der Besetzung gab es nur eine Änderung, dass ein Gitarrist weniger im Line-Up aufgelistet wird, der Rest der Kombo ist gleichgeblieben. Das wären Benno Hankers am Mikrofon, Felipe Zapata Martinez an den Gitarren, Robert Hankers an Bass und Ingemar Oswald an der Schießbude. Benno hört sich weder besser noch schlechter an als auf dem Vorgänger, nach der Live Show damals hatte ich schon die Befürchtung das die Vocals in die Hose gegangen sein könnten – da Benno sich da nicht überzeugend anhörte, doch davon war auf Konserve nichts mehr zu hören. Dasselbe trifft auch auf „Rats In The Cradle“ zu, Benno legt einen sehr guten Job hin, man hat zwar öfter das Gefühl er weiß nicht in welcher Tonlage er sich befinden sollte, dass ist anscheinend seine Art – die Töne passen auch wenn man gerade eine andere Tonlage zum Song und der Situation erwartet. Dieser Umstand macht aus dem Album an vielen Stellen ein kleines Ü-Ei mit vielen Überraschungen. Die Gitarren geizen nicht mit Riffsalven die in den Trommelfellen einschlagen wie eine WWII Bombe, die damals über Deutschland abgeworfen wurden. Der Bass ist alles andere aber kein Hintergrundgeräusch oder Nebendarsteller. Die Drums treiben die Band zur Höchstform an und bilden eine Gewitterfront vor den Gehörgängen.

Der Stil den die Kids auffahren hat es in sich und wechselt zwischen Glam / Sleaze Rock und Metal hin und her. Meist bewegt sich alles im etwas kräftigeren Rock kurz bevor die Metalgrenze überschritten wird, dann gibt es auch solche Brecher wie „Defenders“ die sich im Power Metal befinden, oder „Blueberry Gin“ das mit Blues und Rock N Roll Klängen beginnt dann aber in einen Punk N Roller übergeht der fast die Schallmauer sprengt. Abwechslung wird genügend geboten, Langeweile ist auf dem Album Fehlanzeige und ein Fremdwort das anscheinend nicht im Wortschatz der Krawallkidies vorkommt. Aus diesem Grund habe ich als Genre Heavy Rock und nicht nur Rock oder Metal angegeben da sich Hard N Heavy von Song zu Song ablösen.

So gelingt den Kids von NIGHT LASER mit „Rats In The Cradle“ erneut eine überzeugende und Abwechslungsreiche Vorstellung die nicht Langweilig wird.

„S.T.F.U.“ eröffnet flott den 11 Tracker, „Make You Mine“ fängt mit einem geilen Basslauf an und gipfelt in einem sehr eingängigen Refrain. „Defenders“ bewegt sich fast im Power Metal – der Brecher macht Spaß, „Blueberry Gin“ fängt bluesgeschwängert an um dann in einen Punk N Roller das Tempo mit Vollgas anzugehen bis es am Schluss wieder bluesschwanger wird. „Heart Of The Desert Rose“ eine dramatisch angehauchte Blues-Ballade kommt zum Einsatz, „Rats In The Cradle“ fängt wie ein Power Metaller an und wird dann in den Strophen ein wenig softer um im Refrain noch mal zuzulegen. „Into The West“ eine Ballade die mit Drama an Gewicht und Attraktivität gewinnt, „19CR490“ hier holen die Jungs den dreckigen Rock N Roll raus. „Get Out“ eine Speed Metal Granate die alles bügelt was nicht schon bei 0,5 auf der Palme sitzt, „Goddess Of The Sky“ zeigt NIGHT LASER von einer epischen Seite, „You And Me“ wildert in den Genen von den BEATLES, TOM PETTY und BRUCE SPRINGSTEEN – eine coole Nummer mit Akustikklampfe.

Balle

KINGCROWN – Moonfall

Trackliste:

01. Moonfall
02. Nothing
03. We are Kingcrown
04. A Thousand Years
05. Rise of Machines
06. All United
07. Lost Horizon
08. Oblivion/Resilience
09. Back to the 80`s
10. Beyond the Stars

 

Spielzeit: 41:16 min – Genre: Power Metal – Label: Rockshots Records – VÖ: 04.09.2026 – Page: www.facebook.com/kingcrownmetal

 

So die Heavy/Power Metaller von KINGCROWN sind schon wieder zurück mit neuem Stoff nach ihrem 2024er Album „Nova Atlantis“. Dieses kam bei unserem Redakteur Jannis gut weg und nach den ersten Hörproben des neuen Albums „Moonfall“ war schnell klar, auch dem neuen Output sollten wir uns in der Rock-Garage auf jeden Fall widmen!
Das Album ist im Sommer 2025 entstanden und wird wieder über Rockshots Records auf die Welt losgelassen.
Nicht nur das Label ist gleich, auch ansonsten ist die Band personell unverändert und wird nach wie vor von den beiden Amore Brüdern Jo (Gesang) und David (Schlagzeug) angeführt.
Im Vergleich zum letzten Album möchte man den melodischen Heavy Metal mit dem europäischen Power Metal besser kombinieren sowie nochmal eine Spur Eingängigkeit und Melodic drauflegen, da war ich sehr gespannt, ob das hinhaut, war, wie schon gesagt, das letzte Album schon sehr ordentlich und eine klare Steigerung zum damaligen Vorgänger.

Mit dem Titeltrack „Moonfall“ beginnt der neue Diskus. Dieser wird erstmal von sanften Klängen eingeleitet bevor ordentliche Doublebass Drums sowie satte Riffs die Führung übernehmen. Ein flotter Midtempotrack bahnt sich den Weg aus den Boxen und im Chorus fällt dann direkt eine Neuerung im Bandsound auf. Es gibt mehrstimmige Chöre, was dem Ganzen echt gut zu Gesicht steht und das Ganze schön mächtig macht.
Das folgende „Nothing“ ist dann wesentlich handzahmer geworden, hat einen tollen Groove und einen einprägsamen Chorus, den man auch nach dem 5. Bier 1 A mitsingen kann. Die perfekte Livehymne würde ich sagen!
Der quasi Bandtrack „We are Kingcrown“ legt dann härtetechnisch wieder eine ordentliche Schippe drauf und auch hier ist die Truppe absolut treffsicher unterwegs was den Härte und Melodiegrad angeht. Ein Ohrwurmchorus erster Güte garniert das Stück.
Über den klassischen Power Metaltrack „A Thousand Years“ und dem epischen „Rise of Machines“, erneut mit einem tollen Chorus, geht es in die zweite Albumhälfte.
Das hitverdächtige „All United“ reiht sich hier genauso gut ein wie das etwas nach MYSTIC PROPHECY klingende „Lost Horizon“ oder „Oblivion/Resilience“ welches wohl über den eingängigsten Chorus des gesamten Albums verfügt.
Als vorletzter Song folgt dann noch „Back to the 80`s” wo man nicht lange suchen muss welche Vorbilder und Jahrzehnt hier gut Pate standen.
Abschließend haben wir denn mit “Beyond the Stars” noch eine epische Nummer, die die Scheibe toll abrundet.

Das neue KINGCROWN Album hat auf jeden Fall einen ordentlichen Schwung Hits im Gepäck! Die neu hinzugekommenen mehrstimmigen Chöre in den Refrains tun den Bandsound merklich gut und bereichern die Songs, machen sie dichter und schön eingängig!
Von daher kann ich bisherigen Bandfans und Freunden von melodischen Power Metal den neuen Diskus der Franzosen auf jeden Fall wärmstens ans Herz legen mit der entsprechenden Kaufempfehlung und Benotung!

Julian