MAD MAX – 35

Band: Mad Max
Album: 35
Spielzeit: 45:34 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 10.08.2018
Homepage: www.madmaxofficial.de

35 Jahre erfolgreich im Sektor tätig zu sein, ein Kunststück, was längst nicht jeder Band vergönnt war. Mad Max um Mastermind Michael Voss, kann auf eine entsprechende Zeit zurückblicken. Hier und da gab es einen Besetzungswechsel zu verzeichnen, aber mittlerweile agiert man fast wieder in Originalbesetzung, also mit Jürgen Breforth und Schlagwerker Axel Kruse. Lediglich Thom „Hutch“ Bauer gilt als Mad Max Neuling, wobei auch er schon seit geraumer Zeit den Bass bedient. Umso origineller, dass man ihm mit „The Hutch“, quasi einen Song auf dem neuen Rundling gewidmet hat. „Beat Of The Heart“, die erste Single belegt einmal mehr die Qualitäten der Band auch Anno 2018. Melodisch aber mit gut arrangierten Instrumental Parts, nebst der markanten Stimme von Herrn Voss. Ganz zu schweigen vom sehr stilvoll produziertem Video zu besagten Song. Verlust an Spielfreude, nicht bei Mad Max. Sehr variabel ausgefallen ist das gesamte Material auf „35“. Mal druckvoll, dann wiederrum sehr melodisch, also alles was Mad Max über die Jahre ausgezeichnet hat, zeigt sich auch auf diesem Rundling in reichlicher Form vorhanden. Ohne Zweifel auch eine der großenStärken der Band, während der gesamten Band Historie. Als krönender Abschluss wurde der „Dokken“Klassiker „Paris is Burning“ gekonnt in Szene gesetzt. Ein sehr aussagekräftiges Album mit Anspruch auf einer der besten Silberlinge des Jahres 2018. Mit einem Wort „Pflichtkauf“, sowohl für Anhänger der seichten, wie auch etwas härteren Klänge im Melodic Sektor.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Hutch
02. Running To Paradise
03. Beat Of The Heart
04. D.A.M.N.
05. Snowdance
06. Thirty 5
07. Already Gone
08. False Freedom
09. Goodbye To You
10. Rocky Road
11. Paris is Burning

Bonne

Ethernity News

ETHERNITY: Die belgischen Melodic Progressive Metaller präsentieren “The Prototype”!

When ETHERNITY am 14. September mit “The Human Race Extinction” ihr neues Album vorstellen, wird sich der geneigte Fan mit einem umfangreichem, apokalyptischem Konzeptalbum höchster Qualität konfrontiert sehen.
„The Prototype“ ist einer der 14 enthaltenen Songs. Ein Lyric Video zu eben jenem Track ist jetzt online.

Manimal News

MANIMAL: Neue Single “Manimalized”!

Hat euch die schwedische Heavy Metal Band MANIMAL auch schon in ihren Bann gezogen? Dann dürfte „Manimalized“ zu eurer Hymne avancieren. Das Lyric Video zum Song ist jetzt verfügbar. Die nach „Black Plague“ zweite Singleauskopplung aus dem kommenden Album „Purgatorio“ (erscheint am 07. September) geht – wie man es von MANIMAL gewohnt ist – schön nach vorne und überzeugt mit knackigen Riffs und der ausdrucksstarken Stimme von Frontmann Samuel Nyman.

BATTLEROAR – Codex Epicus

Band: Battleroar
Album: Codex Epicus
Spielzeit: 54:57 min.
Stilrichtung: True Epic Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 15.06.2018
Homepage: www.battleroar.com

Herzlich willkommen im True-Metal-Kitchen! Heute kochen wir zusammen BATTLEROAR mit “Codex” und extra “Epicus”.

Benötigte Utensilien:
Ein starker Sänger und eine souveräne spielfreudige Band
Eine fette Produktion
Der MANOWAR-Spirit-Fleischwolf

 

Zutaten:
Viele epische Hintergrundchöre
Redundant-geile Riffs
Fixe Soli
Ruhige Intros
Tempowechsel
Einige 6er-Takte

Zubereitung: Man drehe die genannten Zutaten durch den MANOWAR-Spirit-Fleischwolf und lasse sie vom starken Sänger und der souveränen spielfreudigen Band auf fetter Produktion servieren. Mahlzeit!

Klar, True Heavy Metal ist Geschmackssache. Was die fünf Griechen von BATTLEROAR auf ihrem nunmehr fünften Release “Codex Epicus” raushauen, demnach auch. Zudem ist das lange “We Shall Conquer” mit seinem stumpfen “Viermal die gleiche Zeile wiederholen, dazwischen je zwei Takte Gesangspause”-Refrain und dem über 50% des Songs ausmachenden Solopart vielleicht nicht der optimale Einstieg. Doch spätestens nach dem vergleichsweise ruhigen, von MANILLA ROADs unlängst verstorbenem Mark Shelton gesungenen “Sword Of The Flame” wird klar, warum die Jungs sich das Label “Epic Classic Metal” auf die Fahne geschrieben haben. “Codex Epicus” mag nicht wahnsinnig komplex sein, das Rad nicht neu erfinden und auch nicht mit den innovativsten Melodieideen daherkommen, aber es ist fett, beinhaltet ein Maß an Abwechslungsreichtum, das man bei diversen True-Metal-Bands vermisst und macht gerade ab der zweiten Albumhälfte Spaß – je nach individueller Toleranzgrenze, was Swords, Kings und Victory betrifft. Gerade die (inklusive lohnendem Bonussong) drei letzten Tracks liefern BATTLEROAR in Bestform, mit Refrains, die nicht nur durch die Chöre im Hintergrund auf episch getrimmt wurden, sondern auch mit Herz (aus Stahl) komponiert hörbare Eigenständigkeit beweisen.
Tatsächlich sind auch die längeren Songs (abgesehen von “We Shall Conquer”) erfrischend kurzweilig, beinhalten so viel Vielseitigkeit, wie es die engen Grenzen des Genres erlauben und langweilen – abseits der häufig recht ähnlichen Songstrukturen – kaum. Mag am Anfang die Angst vor dem tausendsten MANOWAR-Klon doch groß sein, so kann doch spätestens ab “Chronicles Of Might” bedenkenlos der last Ale geöffnet und das Pferd gesattelt werden.

Anspieltipps:
Eigentlich alles ab Track 3, abgesehen vielleicht von “Palace Of The Martyrs”

Fazit:
“Codex Epicus” ist Pflichtprogramm für jeden Freund des Genres. Bis zum Ende hin wird die Platte immer stärker und weiß Euch oftmals zu überraschen und zumeist bestens zu unterhalten. 10/10 für Euch und 5/10 für diejenigen, die mit True Metal ihre Probleme haben, denn die dürften das Ding zumindest weniger peinlich und stellenweise doch auch interessanter finden, als diverse andere Veröffentlichungen des Genres. Macht im Schnitt:

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awakening The Muse
02. We Shall Conquer
03. Sword Of The Flame
04. Chronicles Of Might
05. The Doom Of Medusa
06. Palace Of The Martyrs
07. Kings Of Old
08. Enchanting Threnody
09. Stronghold (Bonus Track)

Jannis

MOB RULES – Beast Reborn

Band: Mob Rules
Album: Beast Reborn
Spielzeit: 57:33 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Steamhammer (SPV)
Veröffentlichung: 24.08.2018
Homepage: www.mobrules.de

Da möchte man die Rezension zu MOB RULES‘ neunter Platte “Beast Reborn” mit einem Satzanfang der Marke “Nach ihrem letzten, ziemlich erfolgreichen und hochgelobten Album…” beginnen, googelt mal aus Interesse die Chartplatzierungen der letzten Veröffentlichungen der Band und muss feststellen, dass die sechs Jungs aus dem Norden ohne Scheiß noch nie einen Platz in den Albumcharts hatten. Freunde, was ist da denn schiefgelaufen? Seit Album Nr. 1 haben die Oldenburger Power-Metal-Qualität vom feinsten rausgehauen, ohne auch nur ein schwächeres Album, promotet durch Liveshows, die energiegeladener und besser gespielt kaum sein könnten, und das kommt dabei rum? Gut, was nicht ist, kann ja noch werden.
“Beast Reborn” lässt, so viel kann man guten Gewissens sagen, keine Wünsche des treuen MOB-RULES-Fans offen. Die Produktion, gemastert von Jens Bogren, ist gewohnt jensbogrig. Klar, druckvoll und auf der Höhe seiner Zeit knallt das Ding aus den Boxen, mit einem Klaus Dirks in stimmlicher und dem Rest der Band in spielerischer Bestform. Der Sound der Band ähnelt durchaus dem Vorgängeralbum, ist insgesamt aber etwas straighter, dabei jedoch weiß Gott nicht weniger dicht und intensiv, ohne überladen zu wirken.
Nach dem obligatorischen Orchestralintro verdeutlicht dies “Ghost Of A Chance” unmittelbar. Klingt der Track zu Beginn noch vergleichsweise abgespeckt, so erledigt sich dies spätestens im Prechorus, dem der erste Ohrwurmrefrain des Albums folgt. Dass die MOBs Refrains immer noch beherrschen, zeigt sich im Anschluss mit “Shores Ahead”, dessen Strophe leicht an “Children Of the Flames” erinnert, bevor “Sinister Light” mit einem wunderbaren Mittelteil und leiser E-Orgel im Background überzeugt. “War Of Currents”, mit über acht Minuten der längste Song des Albums, trägt Züge längerer aktueller MAIDEN-Songs und baut sich über die ersten balladigen Minuten langsam auf, bis schließlich der Midtempobanger-Hauptpart über den Hörer im besten Sinne hereinbricht. Nach den Backing Vocals am Ende besteht dann auch kein Zweifel mehr daran, dass diese tatsächlich von ORDEN OGANs Seeb aufgenommen wurden.
Mit “The Explorer” wird’s dann noch dezent piratig und “Revenant Of The Sea” liefert ein herrliches Wechselspiel zwischen ruhigen Parts (inklusive ein wenig E-Drum-Einsatz) und dem Bösesten, was man von MOB RULES seit längerem gehört hat. Zum Schluss erweist sich dann “Way Back Home” als weiterer Hit, mit rockigem Riff während der Strophe und einem weiteren starken Refrain.
Um letztendlich auch mal etwas negative Kritik zu geben: Der letzte Track, die Ballade, ist doch schon sehr seicht kitschig und zudem ein Duett mit Gastsängerin. Hört man zwar nicht zum ersten Mal von MOB RULES, das ändert jedoch nichts daran, dass man während des Songs ab und zu mal zu leichtem Schaudern tendiert. Aber es soll ja Leute geben, die sowas mögen.
“Beast Reborn” ist eines dieser Alben, die man problemlos nebenher hören kann, doch die wahre Qualität der Scheibe verdeutlicht sich erst beim bewussten Zuhören. Das Ding ist fett, extrem eingängig, dabei allerdings keinesfalls das billige Power-Metal-Fastfood, das in den letzten Jahren doch recht häufig auf dem Plattenteller gelandet ist. Mit Klaus Dirks am Mic, einem der besten deutschen Metalsänger, einer nicht minder guten Instrumentalfraktion und außerordentlichen kompositorischen Skills sind MOB RULES auch nach 24 Jahren immer noch am Ball, wie kaum eine andere Band, reproduzieren nicht den alten bewährten Kram, sondern blasen nach wie vor mit jedem Album eine frische Brise Nordwind in den deutschen Power Metal.

Anspieltipps:
“Ghost Of A Chance”, “War Of Currents”, “Way Back Home” und “Revenant Of The Sea”

Fazit:
Klingt die Rezension ein wenig zu hypend? Nun, es bleibt jedem Hörer natürlich selbst überlassen, sich ein Bild von der Geschichte zu machen. Meine Prognose: Viel besser wird’s dieses Jahr nicht mehr. Und jetzt kauft das Ding in die Albumcharts!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Beast Reborn
02. Ghost Of A Chance
03. Shores Ahead
04. Sinister Light
05. Traveller In Time
06. Children’s Crusade
07. War Of Currents
08. The Explorer
09. Revenant Of The Sea
10. Way Back Home
11. My Sobriety Mind (For Those Who Left)

Jannis

CHRIS CAFFERY – The Jester’s Court

Band: Chris Caffery
Album: The Jester’s Court
Spielzeit: 58:06 min.
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 27.07.2018
Homepage: www.chriscaffery.com

CHRIS CAFFERY ist auch einer von denen, die viel herumgekommen sind. Bei SAVATAGE und TRANS SIBERIAN ORCHESTRA sah und hörte man ihn, zuletzt auf der Reunion-Show in Wacken, ebenso bei DORO, CIRCLE II CIRCLE und anderen. Nicht zuletzt veröffentlicht Chris seit 2004 auch Soloalben, wie sich das für einen guten Gitarristen gehört, unter seinem Namen. Sein neuster Streich hört auf den Namen “The Jester’s Court” und vereint über zwölf Songs namhafte Musiker von TSO und SAVATAGE sowie Brian Tichy von WHITESNAKE/FOREIGNER und Alessandro Del Vecchio von JORN/VOODOO CIRCLE.
Die Produktion wurde, ebenso wie das Einspielen der Lead und vieler Background Vocals, der Gitarren, einiger Keyboards und des Basses (abgesehen von den Gastmusiker-Parts), von Chris höchstpersönlich übernommen. Das Ganze kann sich recht gut hören lassen. Grund zur Kritik bieten primär die Drums, die oftmals etwas zu präsent und aggressiv im Vordergrund stehen, und einige Keyboards. Wenn man sich schon entschließt, von jedem Instrument, das man per Keyboard umsetzen möchte, nur den erstbesten Standardsound zu nehmen, dann sollte man diese Sounds nachträglich zumindest noch etwas anpassen. So gut die Keys auch gespielt sein mögen: Der ewig gleiche, hohe und eher billige Streichersound (als Beispiel) geht einem doch nach ein paar Songs echt auf den Sack, zumal er auf “The Jester’s Court” exzessiv verwendet wird. Jut, abgesehen davon ist die Produktion hart und aggressiv und passt durchaus zu Chris‘ Reibeisenstimme.
Musikalisch ist das Werk dann aber doch echt schmackhaft. Gleich “Upon The Knee”, der erste Track, gibt voll auf die Zwölf, mit verhältnismäßig unmelodischem Gesang, trompetenden Gitarren und Doppelbass. Souveräner Einstieg! “1989” beruhigt sich dann anschließend ein bisschen, eskaliert aber komplett am Ende des wahnsinnig geilen, geil wahnsinnigen Soloparts und macht Platz für “Lost Tonight”, die unkitschig-böse und gegen Ende immer intensiver werdende Neun-Minuten-Powerballade.
“Magic Man” ähnelt dem gleichnamigen Energydrink: bisschen billig, gibt aber ordentlich Power. Richtig stark wird es beim Instrumental “Luna Major”, mit von zappeligen Drums getragenem fixen Tempo und einem Wechsel aus E-Orgel- und Gitarrenparts. Und “The Feeling Of A White Lie” entpuppt sich als schwer stampfender, sehr fetter Unteres-Midtempo-Track mit coolem Einsatz der Background Vocals. Das Teil ist so laid back, wie er es bei der Schwere nur eben sein kann. Am Ende wieder Streichergequietsche. Herrje…
“Checkmate” leitet schließlich den Titeltrack ein, der mit klassischen SABATON-BummZapp-Drums (Ihr wisst, was ich meine, ne?) daherkommt, ordentlich treibend und mit starkem Mittelteil. Danach noch “Baby, You And I”, balladig, etwas kitschig, auf Gesangs-, Keyboard- und Bassbasis. Joah.
Zwischen alldem gibt es noch ein paar Songs, die zwar nicht schwach sind, die Qualität der genannten (außer des letztgenannten) jedoch nicht ganz erreichen. Insgesamt starke Sache mit ein paar Abstrichen.

Anspieltipps:
“Upon The Knee”, “Luna Major”, “The Feeling Of A White Lie” und “Watch”

Fazit:
Fans von TSO und SAVATAGE müssen “The Jester’s Court” natürlich eine Chance geben. Fans von aggressivem und vielseitigem Heavy Rock ebenso. Ein wenig mehr Eingängigkeit und ein wenig mehr Arbeit an der Produktion hätten die Scheibe etwas runder gestaltet, gerade hinsichtlich der Keyboards. Wen sowas stört, der orientiere sich an folgender Wertung:

 

 

Wer hingegen über sowas hinwegsehen kann und sich beim Hören eher auf Komposition und spielerisches Talent konzentriert, der findet in “The Jester’s Court” vielleicht kein Werk für die Ewigkeit, jedoch ein echt spaßiges Album, das locker

 

 

verdient hat.

Trackliste:

01. Upon The Knee
02. 1989
03. Lost Tonite
04. Magic Man
05. Protect My Soul
06. Inside My Heart
07. Luna Major
08. Watch
09. The Feeling Of A White Lie
10. Checkmate
11. The Jester’s Court
12. Baby, You And I

Jannis

THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Sometimes the World ain’t enough

Band: The Night Flight Orchestra
Album: Sometimes the World ain’t enough
Spielzeit: /
Stilrichtung: Melodic Rock, AOR
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 29.06.2018
Homepage: www.facebook.com/thenightflightorchestra

In schöner Regelmäßigkeit legen die Schwedischen Paradiesvögel THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA ein hochkarätiges Album nach dem anderen vor. Seit dem formidablen „Amber Galactic“ sind gerade mal 14 Monate ins Land gezogen, da liegt mit „Sometimes the World ain’t enough“ auch schon der 4te Streich in den Läden. Und auch in einer anderen Disziplin sind die Jungs sich treu geblieben: klingt alles auf den ersten Hör wie gewohnt, so hat man doch wieder dezent an den Stellschrauben gedreht und die neuen Tracks ein wenig mehr Richtung Disco-Pop verschoben. Natürlich bilden auch weiterhin die Riffs von Gitarrist und Songschreiber David Andersson das Fundament der Kompositionen. Allerdings wurde auf „Sometimes the World ain’t enough“ das Sounddesign eindeutig noch mehr Richtung Keyboards geföhnt. Und das muss beileibe nichts Schlechtes sein, vor allem wenn es so gekonnt und geschmacksicher umgesetzt wird wie bei THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA.

Ich habe es schon angedeutet: die Keyboards dürfen auf „Sometimes the World ain’t enough“ stärker farbliche Akzente setzen als bisher und das hebt Songs wie den TV-Serien verdächtigen Smasher „Moments of Thunder“ oder Disco-lastige „Pretty Thing Closing In“ dann mal gleich auf eine neue, bzw. andere Stufe. Ob man mit dem Zusatz an Kitsch auskommt („Lovers in the Rain“ ist mir schon ne Schüppe zu süsslich, bleibt aber die Ausnahme) ist Geschmackssache. Es ist aber keine Frage, dass die Jungs es auch weiterhin verstehehen den Charme und Spirit der bunten 80er zu kanalisieren und ins Heute zu übertragen. Hier klingt weiterhin nichts künstlich oder aufgesetzt – die meinen das tatsächlich genau so und spielen Musik die aus dem Herzen kommt. Weitere Anspieltipps sind das flockige „Turn to Miami“, der leicht proggige Rausschmeisser „The last of the independent Romantics“ sowie der an Journey erinnernde Rocker „Speedwagon“. Auch auf „Sometimes the World ain’t enough“ gibts wieder Hitverdächtige Songs im Mega-pack. Insgesamt setzt aber schon ein wenig Routine ein, denn THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA haben schon 3 tolle Scheiben vorgelegt und können mit Album No. 4 „nur“ noch mithalten, lassen zwischendurch sogar ein klein wenig die Luft raus. Aber, das ist bei den Schweden meckern auf hohem Niveau, denn das Wasser kann der Truppe im Moment auf ihrem Gebiet keiner reichen.

Mein persönlicher Favorit bleibt weiterhin die 2017er Platte „Amber Galactic„, an deren Hitdichte „Sometimes the World ain’t enough“ nicht ganz herankommen. Besser als die Konkurrenz bleiben THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA aber auch mit Album No. 4 allemal. Fans des bisherigen Oeuvres der Jungs können auch hier also wieder bedenkenlos zugreifen und ich bin mir sicher, dass die Truppe auch weiterhin noch (verdienten) Zuwachs in der Fangemeinde verbuchen kann.

WERTUNG:

 

 

Trackliste

01. This Time
02. Turn to Miami
03. Paralyzed
04. Sometimes the World ain’t enough
05. Moments of Thunder
06. Speedwagon
07. Lovers in the Rain
08. Can’t be that bad
09. Pretty thing closing in
10. Barcelona
11. Winged and Serpentine
12. The last of the independent Romantics

Mario

Conspiria News

Deutsche Symphonic Metal Newcomer CONSPIRIA mit Debüt EP

Wer sich für female fronted Symphonic Metal ala NIGHTWISH oder auch EPICA interessiert sollte sich die deutschen Newcomer aus diesem Bereich CONSPIRIA mal etwas näher anhören.

Die Truppe kommt aus dem Kreis Frankfurt-Gießen-Darmstadt und haben im Oktober letzten Jahres ihre Debüt  EP „Signs and Origins“ veröffentlicht. Auf guten 26 Minuten bekommt der geneigte Fan sehr ordentlichen Symphonic Metal aus deutschem Lande geboten der zeigt das die Band definitiv auf dem richtigen Weg ist!

Die Produktion der Debüt EP war übrigens der Preis für den Sieg der Band beim internationalen FemME Battles 2017, was die Qualität dieser Band auf jeden Fall nochmal unterstreicht.

Näheres zur Band erfahrt ihr unter www.facebook.com/conspiria und die EP könnt ihr euch digital hier sichern https://conspiria.bandcamp.com/

Als kleinen Vorgeschmack gibt es noch den EP Teaser:

GIOELI/CASTRONOVO – Set the World on Fire

Band: Gioeli/Castronovo
Album: Set The World On Fire
Spielzeit: 47:52 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records / Soulfood
Veröffentlichung: 13.07.2018
Homepage: www.frontiers.it

Im Hause Frontiers Records findet man immer wieder hochkarätige Projekte vor, dessen beteiligte Musiker zu den „Hockarätern“ des Melodic Rock Sektors zu zählen sind. Mit Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL/HARDLINE) und Deen Castronovo (THE DEAD DAISIES/Ex JOURNEY) fanden sich zwei ehemalige Weggefährten wieder zusammen, um an einem gemeinsamen Album zu arbeiten.
Gleichfalls beteiligten sich diverse Musiker wie Alessandro Del Vecchio, um diesen Rundling auf die Erfolgsspur zu lenken.
Man darf es vorweg nehmen, ohne Zweifel gilt dieses Unterfangen als durchweg erfolgreich absolviert.
Die erste Single Auskopplung „Through“, erhielt sehr viel positive Resonanzen. „Set The World On Fire“ der gleichnamige Titelsong, als Nachfolger präsentiert, lief nicht weniger erfolgreich in den Medien rauf und runter.
Stimmlich harmonieren bei Sänger ganz hervorragend, genug Beispiele sind auf diesem Rundling reichlich vorhanden. Ganz egal welches Tempo man vorgibt, so werden Fans von Hardline bis Journey bestens bedient.
Die Erwartungshaltung war groß, konnte aber zu 100 % erfüllt werden.
Fazit: Ein absolutes „Season-Highlight“ 2018, oder vielmehr ein „Must Have“ für alle Melodic Anhänger.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Set The World On Fire
02. Through
03. Who I Am
04. Fall Like An Angel
05. It’s All About You
06. Need You Now
07. Ride Of Your Life
08. Mother
09. Walk With Me
10. Run For Your Life
11. Remember Me
12. Let Me Out

Bonne