Frozen Land News

Erstes Video aus dem Debütalbum der finnischen Power Metaller FROZEN LAND

Die finnischen Power Metaller FROZEN LAND haben die erste digitale Single von ihrem kommenden Album „Frozen Land“ veröffentlicht, welches am 23. November 2018 bei Massacre Records erscheinen wird!

„Mask Of The Youth“ ist auf diversen Streamingplattformen sowie hier verfügbar:

Wer den Power Metal der ruhmreichen 90er vermisst, ist bei FROZEN LAND genau an der richtigen Adresse! Fans von Sonata Arctica und Stratovarius sollten FROZEN LAND ebenfalls definitiv im Auge behalten!

Das kommende Album wurde von Matias Kupiainen (Stratovarius) gemischt und von Mika Jussila (Stratovarius, Sonata Arctica, Children Of Bodom) gemastert. Für das Albumartwork ist Andrey Vasilchenko verantwortlich.

FROZEN LAND – Frozen Land
1. Loser’s Game
2. Delusions Of Grandeur
3. The Fall
4. Underworld (Manala)
5. The Rising
6. Unsung Heroes
7. Orgy Of Enlightenment
8. Mask Of The Youth
9. I Would
10. Angels Crying (E-Type Cover)

BONFIRE – Legends

Band: Bonfire
Album: Legends
Spielzeit: 156:17 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AFM Records / Soulfood
Veröffentlichung: 19.10.2018
Homepage: www.bonfire.de

Welchen Sinn machen Coveralben heutzutage noch? Die Frage lässt sich relativ einfach beantworten: Sehr viel, wenn sie entsprechend gut umgesetzt sind. BONFIRE haben ja erst im April ihr letztes Studio Album „Temple Of Lies“ veröffentlicht. Anschliessend ging es auf Tour um die Scheibe zu promoten. Heuer steht nun eine, weitere Tournee an, bei dem sich diverse hochkarätige Musiker wie Robin Beck, James Christian (HOUSE OF LORDS), Geoff Tate (ex QUEENSRYCHE), Dave Bickler (original Voice of SURVIVOR) , Johnny Gioeli (HARDLINE/AXEL RUDI PELL) ein Stelldichein geben.
Unter dem Motto „BONFIRE & Friends“ , möchte man der geneigten Fangemeinde ein ganz besonderes Live-Erlebnis zukommen lassen.
Die hier gecoverten Titel stellen quasi eine Art Setlist dieser Konzertreise dar, aber im Wesentlichen auch einen Tribut an alle Beteiligten.
Frontmann Alexx Stahl versucht gar nicht erst, wie die Originale zu klingen sondern drückt mit seiner Art Gesang dem Ganzen seinen eigenen Stempel auf.
Die Produktion ist druckvoll ausgestattet und lässt manch „Original“ im neuen Glanz erscheinen. 32 Songs dabei entsprechend so gekonnt zu intonieren, „Chapeau“ Herr Stahl!
Es ist müßig hier einzelne Titel herauszunehmen, dieser Rundling verdient das Prädikat „wertvoll“. Beide Daumen hoch, für diese außergewöhnliche Scheibe.
Falls man also die Möglichkeit hat, „live“ dabei zu sein, bitte Gelegenheit nutzen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

CD1 01 Africa
CD1 02 Hold The Line
CD1 03 Rosanna
CD1 04 Man On The Silver Mountain
CD1 05 I Surrender
CD1 06 Stone Cold
CD1 07 Death Alley Driver
CD1 08 Black Masquerade
CD1 09 Burning Heart
CD1 10 Eye Of Tiger
CD1 11 Caught In The Game
CD1 12 Doctor Doctor
CD1 13 Lights Out
CD1 14 Rock Bottom
CD1 15 Child In Time

CD2 01 Jet City Woman
CD2 02 Silent Lucidity
CD2 03 Eyes Of A Stranger
CD2 04 Tears In The Rain
CD2 05 The First Time
CD2 06 Save Up All Your Tears
CD2 07 Hot Cherie
CD2 08 Dr. Love
CD2 09 Hallelujah
CD2 10 Rebellion
CD2 11 Heavy Metal Breakdown
CD2 12 Love Don’t Lie
CD2 13 I Wanna Be Loved
CD2 14 King Of Dreams
CD2 15 Frei Wie Die Geier
CD2 16 Erinnerung
CD2 17 Alt Wie Ein Baum

Bonne

SEVENTH WONDER – Tiara

Band: Seventh Wonder
Album: Tiara
Spielzeit: 70:01 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 12.10.2018
Homepage: www.seventhwonder.se

Es macht ja immer Spaß, sich abseits der rein aus dem Hören des Albums herrührenden Einschätzung zu einem Album auch noch ein paar Rezensionen von Kollegen anzuschauen, um den über das jeweilige Werk herrschenden Grundtenor mit der eigenen Meinung zu vergleichen. Es macht noch mehr Spaß, wenn die eigene Meinung von der öffentlichen stark abweicht. So bei “Tiara”, dem fünften Streich der Progressive-Power-Schweden um KAMELOTs Tommy Karevik. Das Konzeptalbum besticht mit ca 70 Minuten Spieldauer, einer Ober-, wenn auch nicht Weltklasseproduktion und insgesamt 13 Songs.
Was positiv hervorgehoben werden muss: Die Jungs verstehen ihr Handwerk. “Tiara” ist ein astrein konzipierter Mix aus progressiven Taktspielereien und skandinavischem Power Metal, der in sich schlüssig wirkt und nach allen Regeln der Kunst zusammengebastelt wurde.
Die einzelnen Songs sind nur leider zumeist absolut generisch und austauschbar. Kennt man die typischen SEVENTH-WONDER-Melodielinien, so fällt die Scheibe schlicht überraschungslos aus. Der Großteil der Melodien scheint darauf ausgelegt, dem Zuhörer dicke Gänsehaut auf den ganzen Körper zu zwingen, dafür bedarf es allerdings abseits gewisser Erfahrungen im Komponieren keiner weiteren Genialität bzw. Fähigkeiten. So groß und episch dramatisch die Melodien auch geschrieben worden sind, so belanglos sind sie – kaum eine unter ihnen, an die man sich im Nachhinein erinnern würde; stattdessen beendet man “Tiara” vermutlich mit einem kruden Ohrwurmgemisch jedes Lieds des Albums.
Hervorhebenswerte Lieder gibt es natürlich dennoch. “Tiara’s Song”, erster Song der “Farewell”-Trilogie, ist ein Anwärter auf den besten Song des Albums, mit sich vom bisherigen Part der Platte abhebenden Melodien und einem Refrain, der als Power-Metal-Version von JUDAS PRIESTs “Lost Love” durchgeht. Weitere Motive dieses Songs finden sich im zweiten und dritten Teil wieder, nur merkt man das kaum, weil sie den meisten anderen Trademark-Motiven des Albums deutlich ähneln.
Erfreulich auch “By The Light Of The Funeral Pyres” und “Damnation Below”, die fix und gekonnt daherkommen. Ist auch nötig zu diesem Zeitpunkt, schließlich überwog bei den drei vorangehenden Tracks der Schmalzfaktor enorm, um nicht zu sagen, viel zu krass.
Und sonst? Viel grandios gespieltes und gesungenes Mittelmaß, viel ähnlich klingender Lehrbuch-Prog, gestreckt auf 70 Minuten, die, auf 40 Minuten heruntergekürzt, doch etwas mehr Unterhaltsamkeit hätten bieten können. Nach Hits vergangener Alben (Man bedenke nur das großartige “The Promise”) ist Tiara einfach künstlich gestreckter Standard-Progressive-Metal, dem es am wichtigsten Bestandteil guten Progressive Metals fehlt: nicht Taktwechsel, musikalischer Tiefgang, der nicht beim Musikstudium der Bandmitglieder endet.
Kurz: Wer progressiven Power Metal mit allem Tamtam mag, bekommt mit “Tiara” ein auf Gefälligkeit gelutschtes 70-Minuten-Opus, das handwerklich der Hammer ist, der den Kreativitätsnagel nicht auf den Kopf trifft. Schade bei einer Band, der man so deutlich anhört, was sie drauf hat.

Anspieltipps:
“Tiara’s Song (Farewell Pt. 1)”, “By The Light Of The Funeral Pyres” und “Damnation Below”

Fazit:
10 Punkte für die handwerkliche Umsetzung und das Prog-Metal-Know-How, drei für das, was daraus geworden ist. Die “Hauptsache progressive”-Fraktion, sollte es sie denn geben, darf gerne mal reinhören und der Rest sich an einzelnen Songs erfreuen. Wer eine klarere Kaufempfehlung wünscht, der greife einfach auf eine der zahlreichen positiven Rezensionen da draußen zurück.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Arrival
02. The Everones
03. Dream Machines
04. Against The Grain
05. Victorious
06. Tiara’s Song (Farewell Pt. 1)
07. Goodnight (Farewell Pt. 2)
08. Beyond Today (Farewell Pt. 3)
09. The Truth
10. By The Light Of Funeral Pyres
11. Damnation Below
12. Procession
13. Exhale

Jannis

HANK ERIX – Nothing but Trouble

Band: Hank Erix
Album: Nothing but Trouble
Spielzeit: 45:07 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Livewire/Cargo Records UK
Veröffentlichung: 05.10.2018
Homepage: www.facebook.com/thehankerix

Die AOR Band HOUSTON ist vielen Fans des Genres seit mehreren Jahren ein Begriff. Mit ihren fünf Veröffentlichungen haben sich die Jungs eine starke Fanbasis aufgebaut und sind auch im Pressedschungel bislang immer bestens benotet worden.
Stimme und Sänger dieser Band ist der Schwede Hank Erix, der nun sein Solodebütalbum „Nothing but Trouble“ veröffentlicht.
Die Songs auf dem Debüt haben sich im Laufe der Jahre angesammelt und nun war es Zeit sie der breiten Masse zugänglich zu machen!
Man kann sich hier bestimmt auf eine gute Mischung zwischen dem bekannten AOR Sound von HOUSTON und einer Prise Rock freuen.
Als Opener und Einstieg wird uns „Turn to Darkness“ serviert welches direkt zeigt wo die Reise hier hingeht! Denn man ist hier direkt absolut ohrwurmmäßig unterwegs und umschmeichelt die geneigten Ohren geradezu mit einer tollen Mischung aus AOR und Rock mit einem absoluten Stadionchorus. Ein bärenstarker Beginn würde ich sagen!
Nicht ganz so kraftvoll aber ebenso eingängig geht es dann beim anschließenden „Last Chance to Love“ zur Sache bevor dann mit dem schon aus dem Internet bekannten „Fortune Hunter“ ein weiterer Hit wartet der direkt auf unsere Tippliste wandert.
Und apropos Hit, mit dem eingängigen „Shadowdance“ haben wir in der Mitte des Albums noch so einen Vertreter.
Man darf allerdings auch nicht verschweigen das zwischen den ganzen Hits auch der ein oder andere Standard Rock/AOR Song zu finden ist, der relativ an einem vorbei rauscht.
Aber insgesamt ist die Songqualität hier doch im oberen Bereich angesiedelt und man kann das Album sehr gut hören.
Im letzten Drittel hat man dann mit „Freak“ nochmal einen weiteren kleinen Hit parat der dem geneigten Hörer auf jeden Fall direkt zu sagen sollte.

Anspieltipps:

„Turn to Darkness“, „Fortune Hunter“, „Shadowdance“ und „Freak“.

Fazit :

Das Solodebüt von HOUSTON Sänger HANK ERIX beginnt auf jeden Fall bärenstark und man fühlt sich direkt Wohl als AOR und Rock Fan.
Im weiteren Verlauf gibt es dann vielleicht den ein oder anderen Standardtrack zu viel an Bord, aber insgesamt geht die Scheibe auf jeden Fall vollkommen in Ordnung und als Genreanhänger kann man hier ohne nach zu denken zuschlagen!
HOUSTON Fans müssen hier aber mit weniger Keyboards als gewöhnt klarkommen, es geht halt musikalisch doch eher in die rockigere Richtung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Turn to Darkness
02. Last Chance to Love
03. Fortune Hunter
04. Way to Go
05. Shadowdance
06. Affair of the Heart
07. Electricity
08. Freak
09. Giving Up on Love
10. For the Restless & The Young

Julian

AXXIS – Monster Hero

Band: Axxis
Album: Monster Hero
Spielzeit: 48:16 min
Stilrichtung: Metal
Plattenfirma: Phontraxx Publishing
Veröffentlichung: 05.10.2018
Homepage: www.axxis.de

Über 30 Jahre im Geschäft und kein bisschen leiser! Diese Beschreibung passt wie die Faust aufs Auge auf die Jungs von AXXIS die uns dieser Tage mit ihrem neuen Album „Monster Hero“ beglücken.
Auf diesem verarbeiten die Jungs rund um die beiden Masterminds Bernhard Weiß und Harry Oellers die aktuellen Themen der Welt rund um die neuen Technologien, politische Themen oder Verschwörungstheorien.
Dies alles packt die Band in erdige Rock und Metalsongs die allesamt aber nicht düster, sondern mitreißend daher kommen. Das Leben ist ja schließlich ernst genug!
Zum ersten Mal spielte dieses Mal Keyboarder Harry Oellers alle Gitarren direkt selbst ein, da man so im Schreib und Aufnahmefluss war und diesen nicht unterbrechen wollte. Somit sind Weiß und Oellers dieses Mal zum größten Teil gemeinsam für die Marschrichtung auf dem neuen Album verantwortlich.
Soweit zu den Randnotizen, steigen wir nun direkt mit dem Opener und Titleltrack „Monster Hero“ ins neue Album ein. Ein flotter, recht harter Midtemposong ist das Ganze geworden welcher sich direkt und ohne Umwege festsetzt und somit auch auf unsere Hitliste wandert.
Die Eingängigkeit bleibt dann auch in den folgenden Songs unser stätiger Begleiter, ganz so wie man es eigentlich von den Jungs von AXXIS gewohnt ist.
Da hätten wir „Living as Outlaws“, „Rock is my Religion“, „Glory of the Brave“ und „Make me Fight“ die sich ohne Probleme direkt festsetzen.
Das ist ja fast schon die halbe Platte mag jetzt mancher denken, korrekt! Bislang tischen AXXIS hier nämlich ganz fett auf und greifen ohne Ausnahme nur ins obere Qualitätsregal!
Das nächste absolute Highlight ist dann „We are Seven“, welches ebenfalls direkt auf unsere Hitliste wandert.
Die Songs dazwischen sind aber wahrlich auch nicht von schlechten Eltern und von Totalausfällen meilenweit entfernt! D.h. die Qualität bleibt durchgehend hoch.
Das bleibt dann auch im letzten Drittel so, wobei hier das knackige mit Stadionfeeling gewürzte „All i want is rock“ etwas hervorsticht.

Anspieltipps:

„Monster Hero“, „Living as Outlaws“, „Rock is my Religion“, „We are Seven” und “All I want is rock”.

Fazit :

Tja, ihr merkt schon wirklich viel zu meckern gibt es nicht beim neuen Album der Jungs von AXXIS! Man ist mega eingängig und stark unterwegs, zeigt kaum Abnutzungserscheinungen und hat mit Sicherheit eines der stärksten Alben der letzten Zeit hier am Start.
Fans dürften hier rundum zufrieden gestellt werden, daher gibt es eine absolute Kaufempfehlung für die angesprochenen Zielgruppen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Monster Hero
02. Living as Outlaws
03. Rock is my Religion
04. Love is gonna get you killed
05. Glory of the Brave
06. Make me Fight
07. Gonna be tough
08. Firebird
09. We are Seven
10. Give me good Times
11. All I want is rock
12. The Tragedy of Mr. Smith

Julian

SAIGON KICK – Saigon Kick / The Lizard / Water (Re-Releases)

Band: Saigon Kick
Album: Saigon Kick / The Lizard / Water (Re-Releases)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Groove / Alternative Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 31.08.2018
Homepage: www.rockcandyrecords.com

In mancherlei Hinsicht saß die aus dem sonnigen Miami stammende Band SAIGON KICK immer irgendwie zwischen allen Stühlen: gegründet um 1988, als sich die 80er Hair-Metal und Sleaze-Szene auf Ihrem Zenit befand, dauerte es bis 1991 bis das Debüt eingetütet war – da zog auch schon von Seattle der Grunge am Horizont auf. Aber die Truppe um Sänger Matt Kramer und Gitarrist Jason Bieler (sowie Bassist Tom Defile und Drummer Phil Varone) hatte sich schon seit Ihrer Gründung eine ganz eigene musikalische Identität erarbeitet, die 1991 auf das Publikum losgelassen wurde …

Saigon Kick (1991)

Das von niemand geringerem als Produzenten-Legende Michael Wagener (u.a. Extreme, Dokken) produzierte Debüt der Band schlug zwar nicht ein wie eine Bombe – das klangliche Gerüst dafür brachte die Scheibe aber allemal mit, ebenso wie die Qualität der Songs. Sänger Kramer und Gitarrist Bieler, der zuvor noch seine Brötchen bei den schwedischen Melodic-Rockern Talisman, an der Seite von Jeff Scott Soto, verdient hatte, zeigten als Songschreiber ein gutes Händchen für packende Melodien (man höre sich nur mal „What You Say“ an) die von wuchtigen Riff-Wänden flankiert mächtig nach vorne schieben. Die perfekt produzierte Scheibe forcierte die Stärken der Band und setzte die mehrstimmigen Gesänge wunderbar in Szene. „Saigon Kick“ war etwas ziemlich Eigenständiges, das zu dem damaligen Zweitpunkt weder zu dem gerade im Niedergang befindlichen Poser-Metal, noch zu dem langsam salonfähig werdenden Seattle Sound passte. Zwar sind gewissen Parallelen im Konzept zu den wunderbaren Alice in Chains nicht zu übersehen, bzw. -hören. SAIGON KICK hatten aber immer einen gewissen „positiven“ Touch in Ihrem Sound. Leider war der Scheibe nicht das große Publikumsinteresse beschieden, das es verdient gehabt hätte. Mit Tracks wie dem schweren Groover „Down By The Ocean“, der Ballade „Come Take Me Now “ oder dem flotten Opener „New World“ gibt es aber genug Argumente der Platte heute nochmals eine Chance zu geben. Ein mehr als starkes erstes Lebenszeichen einer Band, die schon auf dem Erstling ihren ganz eigenen Sound gefunden und perfektioniert hatte.

The Lizard (1992)

Gitarrist Jason Bieler nahm nun die Zügel fester in die Hand und produzierte die zweite Platte der Band einfach selber (Michael Wagener musste aufgrund von terminlichen Problemen passen). Grundsätzlich ist der Sound der Band auf „The Lizard“ ähnlich wie auf dem Erstling. Allerdings hat Bieler den Gitarren einen noch voluminöseren Klang verpasst. Daher schiebt das Ganze dann nochmal eine Ecke pfundiger aus den Speakern. Am Songwriting brauchte die Band eh nicht viel zu ändern – das war auch schon auf dem Vorgänger über alle Zweifel erhaben. So gibt es auch hier heavy Hits der Sonderklasse, wie z.B. „Hostile Youth“, das mit einem herrlichen Riff versehene „Body Bags“ oder die Hookwundertüte „Feel The Same Way“. Tja, und dann gibt es da noch „Love Is On The Way“, quasi das „More than words“ von SAIGON KICK. Nicht nur weil der Track eine (ziemlich gute) Ballade im Akustikgitarrengewand war und den einzigen veritablen Hit der Band darstellte, sondern vor allem weil dem Florida-Quartett genau wie Nuno Bettencourt & Co. dieser, im Vergleich zum restlichen Songmaterial, so unpassende Song, ein gänzlich falsches Bild beim Publikum bescherte. Fans, die nur aufgrund dieses Songs in ein Konzert gingen, kamen ziemlich verstört wieder heraus, denn mit dem harten, groovenden Metal der Jungs (gespickt mit Beatlesken Gesängen und psychedelischen Farbtupfern) hatte diese Single so absolut gar nichts zu tun. Jedenfalls haben SAIGON KICK durch diesen Song ihre 5 Minuten Ruhm geniessen können. Wer weiss ob es ohne diesen Achtungserfolg überhaupt das Geld für ein drittes Album vom Label gegeben hätte? „The Lizard“ ist, ebenso wie sein Vorgänger, eine saustarke Platte, die scheukappenfreie Metal-Fans unbedingt entdecken sollten.

Water (1994)

Nachdem kurz vor Veröffentlichung von „The Lizard“ bereits der langjährige Bassist Tom Defile gegangen wurde, krachte es vor den Aufnahmen zu „Water“ wieder mächtig im Gebälk. Allerdings diesmal zwischen den beiden Kreativköpfen und Aushängeschildern Kramer und Bieler. Die Atmosphäre war wohl so toxisch, dass es hiess „er oder ich“, woraufhin der Sänger/Frontmann seinen Hut nahm und SAIGON KICK als Trio zurückließ. Bieler, der von Beginn an für die 2te/Harmoniestimme zuständig gewesen war, verzichtete auf einen Ersatz und übernahm das Mikro kurzer Hand einfach selbst. Das hört man der dritten Scheibe der Truppe nicht mal wirklich an – ein Indiz dafür, dass der Gitarrist auch schon auf den vorangegangenen Alben nicht nur die Musik sondern wohl auch zu großen Teilen die Gesänge komponiert hatte. Da der Gute auch diesmal wieder die Produktion Übernahm, ist der Übergang von „The Lizard“ zu „Water“ ein fliessender. Zwar haben die Jungs auch auf dieser Scheibe wieder mal ein paar Experimente in Petto (wie zum Beispiel das hevorragend gelungene David Bowie-Cover „Space Oddity“), aber das Klanguniversum der Band ist unverändert geblieben. Ähnlich wie z.B. King’s X hört man immer heraus um welche Band es sich handelt, egal wie die Sachen produziert sind. Insgesamt kommt „Water“ dennoch nicht an die beiden überragenden Vorgänger heran. Das Songwriting ist weiterhin besser als Vieles von der Konkurrenz veröffentlichte. „Water“ erscheint aber weniger homogen, etwas zerfahren und in sich weniger schlüssig. Anspieltipps sind der Opener „One Step Closer“, der tolle Titeltrack oder das verträumte „Fields Of Rape“. Nachdem die Platte hinter den Erwartungen vom Label zurück blieb, wurde SAIGON KICK der Stecker gezogen und die Jungs vor die Tür gesetzt. „Water“ war aber ein würdiger Abschluss der ersten Karrierephase der Band und ist nur unwesentlich schwächer als die ersten beiden Scheiben (auch wenn der Weggang von Sänger Kramer hier und da durchscheint).

Zumindest die ersten beiden Alben des Florida-Vierers sollten in jedem gut sortierten Metal-Haushalt vertreten sein. Es handlt sich weder um Power, noch Prog oder klassischem Tru-Metal, aber die Farbtupfer, die die Jungs der Szene hinzufügen konnten sind bisher ziemlich einzigartig geblieben. Wer also mit Querköpfen wie Kingßs X oder den fantastsichen Galactic Cowboys etwas anfangen kann, der sollte auch bei SAIGON KICK mal ein Ohr riskieren. Und das kann man nun am besten mit den vorliegenden Re-releass tun, die neben einem sehr gutenm Remastring auch die gewohnten toll geschriebenen Linernotes sowie auf jeder Scheibe mindestens einen Bonus-Track bereit halten. Wie meistens bei Rock Candy Records: ein verlockendes und wertiges Angebot.

WERTUNG:

Saigon Kick

 

 

The Lizard

 

 

Water

 

 

Trackliste:

Saigon Kick (1991)

01. New World
02. What You Say
03. What Do You Do
04. Suzy
05. Colors
06. Coming Home
07. Love Of God
08. Down By The Ocean
09. Acid Rain
10. My Life
11. Month Of Sundays
12. Ugly
13. Come Take Me Now
14. I.c.u.
15. Hey Hey Hey (Bonus Track)
16. Colours (Accoustic) (Bonus Track)

The Lizard (1992)

01. Cruelty
02. Hostile Youth
03. Feel The Same Way
04. Freedom
05. God Of 42nd Street
06. My Dog
07. Peppermint Tribe
08. Love Is On The Way
09. The Lizard
10. All Alright
11. Sleep
12. All I Want
13. Body Bags
14. Miss Jones
15. World Goes Around
16. Dear Prudence (Bonus Track)

Water (1994)

01. One Step Closer
02. Space Oddity
03. Water
04. Torture
05. Fields Of Rape
06. I Love You
07. Sgt. Steve
08. My Heart
09. On And On
10. The Way
11. Sentimental Girl
12. Close To You
13. When You Were Mine
14. Reprise
15. Not Enough (Bonus Track)

Mario

TALENTSCHMIEDE: Sons Of The Ark

Band: SONS OF THE ARK

Gegründet: 2010 (erste Ideen, 2011 erstes komplettes Line-Up)

Herkunft: Kiel

Mitglieder: Hauke Heinsohn (voc), Hans Hartwigsen (git), Sascha Paysen (git), Frank Diener (b), Maik Erzberger (dr)

Stil: Athmosphärischer Rock mit Prog- und Indie-Einflüssen

Veröffentlichungen: Sons of the Ark (Demo-CD, 2014), Thirteen Waves (2017)

Einflüsse: Fünf Nordlichter, die teilweise verschiedene Musik hören und deren musikalische Sozialisierung in verschiedenen Jahrzehnten stattgefunden hat, bringen selbstverständlich verschiedene musikalische Einflüsse in die Band. Das reicht von Tool, Katatonia, Karnivool und Anathema über Counting Crows, Bush, Pink Floyd und Joe Bonamassa bis hin zu Archive, Editors oder Manchester Orchestra.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Ein paar mehr Songs, ein paar mehr Gigs, ein paar mehr Zuhörer… und vielleicht den zweiten Longplayer auf einem Label veröffentlichen.

Was als nächstes kommt:
Mal schauen, wir überraschen uns selbst gerne.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Die gemeinsame Zeit mit verschiedensten Bands und Menschen während der Gigs und die intensive Studioarbeit an unserem ersten Longplayer.

Unser peinlichster Moment:
Bei einem Gig mussten wir einen Song abbrechen, weil wir uns alle irgendwie vom Klick und den Keyboardspuren entfernt hatten. In dem Moment möchtest Du Dich am liebsten unsichtbar machen, aber nach dem Gig können wir über solche Dinge auch schon wieder lachen.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Schwer zu sagen, da gibt es so viele Menschen, die bestimmt interessante Dinge aus Ihrem Leben zu berichten hätten. Spontan fallen uns da David Gilmour, Marcel Proust, Karl Marx oder Dali ein.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Wir greifen mal nach den Sternen… ein Tourpackage mit Sons of the Ark, The Boxer Rebellion, Archive und Pink Floyd hört sich eigentlich ganz gut an, oder?

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Das, was einen am meisten erfüllt, ist die kreative Energie, die in der Gruppe entsteht und die aus einer kleinen Idee am Ende einen kompletten Song entstehen lässt. Etwas, das man sich für kein Geld der Welt kaufen kann.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Es gibt nichts Schlimmes, in einer Band zu spielen… wenn man mit Leidenschaft Musik macht, ist alles, was mit der Band zu tun hat, Vergnügen. Selbst die administrativen Dinge, die manchmal sehr zeitraubend sind…

Online:
www.sonsoftheark.de
Facebook
YouTube

Musik: Unsere CD ist als Download bei Amazon und per Streaming bei Spotify, Tidal, iTunes und AppleMusic zu finden.

Live-Dates: Im Moment stehen leider keine Gigs an, diese werden aber immer auf unserer Homepage bzw. FB-Seite angekündigt.

GOD’S ARMY – Demoncracy

Band: God’s Army
Album: Demoncracy
Spielzeit: 49:13 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Promotion
Veröffentlichung: 12.10.2018
Homepage: www.godsarmymusic.net

Es ist schon eine verständliche Aktion, sich als Käufer von GOD’S ARMYs “Demoncracy” zu überlegen, ob man hier möglicherweise ein wenig verarscht wurde. Schließlich sind von den zehn Tracks der Platte zwei Stück anderthalbminütiges Gerede, einer ein reiner kurzer Atmosphäre-Track und der letzte ein Cover. Macht effektiv sechs richtige Tracks.
Der erste Hördurchgang offenbart jedoch: Das Gesamtpaket geht absolut klar. Das Cover von “My Way” funktioniert in der Version hervorragend, der Atmo-Track (“The All Seeing Eye”) schafft auch tatsächlich Atmosphäre und die beiden Gerede-Tracks fügen sich doch sehr gut in das Gesamtkonzept von “Demoncracy” ein, erhöhen seinen politischen Realtalk-Faktor und lassen zusammen mit den anderen Rede-Schnipseln, die sich normal am Anfang oder Ende der Tracks finden, in ihrer Machart ein wenig an QUEENSRYCHEs “Operation Mindcrime” denken.
Weiterer Fakt zur Versöhnung: Insgesamt drei Tracks des von Ade Emsley (an den Reglern u.a. für MAIDEN, I AM I und TANK) hervorragend organisch und klar produzierten Werks knacken die sechs Minuten, “The Replicant” sogar die 13. Die zweite CD der Jungs, die zuvor unter anderem bei HELLOWEEN, SCANNER und FIREWIND unterwegs waren, ist eine wunderschön uninnovative Mischung aus NwoBHM und einer hörbaren Dosis Hard Rock, die es mit einem sehr guten Händchen für Arrangements und Melodien vollbringt, fast völlig ohne moderne Elemente und, gerade bei den langen Tracks erkennbar, mit einigen MAIDEN-Einflüssen einfach hochqualitativen Metal zu spielen. Der funktioniert bei kürzeren Tracks (beim akutes High-Speed-Mitnicken erfordernden “Free Your Mind” ebenso wie beim etwas ruhiger-rockigen “Enemy Maker”) genau wie bei den langen – allen voran das überlange “The Replicant”, dessen Strophe und Refrain ebenso überzeugen wie sein über sechs Minuten langer Solopart, der dank vieler liebevoller überraschender Ideen höchst kurzweilig ausfällt.
Von Vorteil ist bei “Demoncracy” zudem, dass man sich über die instrumentalen Parts des Albums anscheinend viel mehr Gedanken gemacht hat, als man es von vielen Bands kennt, deren Solopart kurz der Vollständigkeit halber auf die Harmonien des Refrains geworfen wurde. Gerade in den instrumentalen Mittelteilen der Songs offenbart sich GOD’S ARMY als eine sehr harmonische Truppe, die zugunsten der Songqualität untereinander bestens kooperieren kann. Auch die Stimme von John A.B.C. Smith sitzt hervorragend und verhilft mit ihrer leichten Rauheit den rockigeren der Songs zu einem Hauch mehr Lemmy-Vibes.
In seiner Gesamtheit ist “Demoncracy” ein stark produziertes, “original” wirkendes Heavy-Metal-Album der alten Schule, mit fein komponierten Melodien und, innerhalb des gewählten Genres, einer guten Menge an Vielseitigkeit, zusammengeschustert zu einem sauberen Konzeptalbum. Daumen hoch!

Anspieltipps:
“Enemy Maker”, “The Replicant”, “My Way” und “Final Destination”

Fazit:
Räumt den Plattenteller für “Demoncracy” wenn Ihr Freude an professionell und liebevoll gemachtem klassischen Heavy Metal mit viel Unterhaltungspotenzial habt. GOD’S ARMY haben das, was Ihr braucht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. You Are You
02. Free Your Mind
03. Enemy Maker
04. Final Destination
05. Games Without Frontiers
06. The All Seeing Eye
07. Before The Fall
08. The Replicant
09. Heroes & Demons
10. My Way

Jannis

ORION’S REIGN – Scores Of War

Band: Orion’s Reign
Album: Scores Of War
Spielzeit: 58:34 min.
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.10.2018
Homepage: www.orionsreign.com

ORION’S REIGN haben schon ziemlich viel richtig gemacht, immerhin wurde ihr zweites Album, “Scores Of War”, von Jens Bogren und Linus Corneliusson zusammengeschraubt, hat als Gäste unter anderem Tim Ripper Owens und Bob Katsionis von FIREWIND vorzuweisen und nicht zuletzt ein dickes Sinfonieorchester am Start. Dazu ein blau-oranges großartiges Artwork von Stan Decker, der bereits Platten von PRIMAL FEAR, ROSS THE BOSS und vielen anderen bemalte. Da kann eigentlich nicht viel schief gehen, denkt man – und behält damit recht.
Das Endergebnis der Zusammenarbeit dieses illustren Bundles mit den fünf Griechen von ORION’S REIGN ist bombastischster symphonischer Power Metal, der eine hörbare Nähe zu Werken von RHAPSODY (OF FIRE) aufweist, fett produziert und ganz nebenbei eine beachtliche Bandleistung. Sänger Dan klingt nach einer Mischung aus Fabio Leone und Joakim Brodén und verrichtet kaum schlechtere Arbeit als die beiden, zumal er gerade in höheren Sphären exzellente Mic-Arbeit leistet. Der Rest der Band sitzt on Point und setzt kraftvolle Balladen ebenso souverän um wie fixe Doppelbasstracks, stets mit der nötigen Härte und vor geschwindem Geholze nicht zurückschreckend. Dazu kommt das Orchester. Ist die Sorge, das Orchester auf einem Power-Metal-Album könne gegebenenfalls primär als imageaufbessernder Ersatz für lieblos in den Hintergrund gematschte Orchestral-Synths dienen, oftmals berechtigt, so stellt sie sich in diesem Fall als absolut unbegründet heraus. Die Orchestralarrangements von Keyboarder Kirk reizen die Möglichkeiten eines Orchesters wunderbar aus – von weichen Streichern über diverse Perkussionsinstrumente bis hin zu scharf-bedrohlichen Hörnern.
Dementsprechend ist “Scores Of War” fast immer sehr episch, fährt große Melodien auf und erinnert nicht zufällig an einen metallisierten Filmsoundtrack.
Je nach Song wird es düsterer-böser (“The Undefeated Gaul”, “Warrior’s Pride”) oder dramatisch-bombastischer (“The Gravewalker”), mal klassisch speedmetallisch.
All das auf hohem Niveau, innerhalb des Stils doch ziemlich divers, durchgängig massiv orchestriert und nach einiger Zeit den Wunsch nach etwas Pause, etwas weniger Überladenheit, hervorrufend – und hier liegt das Problem von “Scores Of War”. ORION’S REIGN gönnen ihren Fans ein paar ruhigere Momente, allerdings in Form von folkig anmutendem fröhlichem Gedudel (“An Adventure Song”) oder hartem Pathos, der die Kitschgrenze leider weit hinter sich lässt (Withering Heart”, “Ride To War”). Die drei bis vier Songs, die also aus dem “Harter Power Metal, bombastisches Orchester”-Raster fallen, sind größtenteils schwer zu verkraften, gerade “Ride To War” belastet mit MANOWARballadenfeeling der Heart-of-Steelsten Art. Pluspunkt: Nach einem solchen Song hat man direkt wieder Bock auf den nächsten Symphonic-Metal-Kracher auf “Scores Of War”. Kann man also mit leben.

Anspieltipps:
“The Gravewalker”, “Warrior’s Pride”, “Last Stand” und “Together We March”

Fazit:
Wurde in dieser Rezension schon das Wort “bombastisch” erwähnt? Egal, einmal muss halt noch. Geil produzierter, detailverliebter bombastischer Symphonic Power Metal der Marke RHAPSODY, top gesungen, fett ohne Ende, mit ein paar Schmalz/Folk-Parts, durch die man halt durch muss. Ab auf den MP3-Player damit und dann auf in den Battle.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Elder Blood
02. Together We March
03. The Gravewalker
04. The Undefeated Gaul
05. An Adventure Song
06. Freedom Is Not Negotiable
07. Nostos
08. Warrior’s Pride
09. Withering Heart
10. Last Stand
11. Ride To War

Jannis

DREAM PATROL – Phantoms of the Past

Band: Dream Patrol
Album: Phantoms of the Past
Spielzeit: 56:30 min
Stilrichtung: Hard/Heavy Rock
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.dreampatrol.net

Die Newcomer DREAM PATROL sind das Baby von SIGNUM REGIS Basser Ronnie König der die Band 2016 ins Leben gerufen hat.
Die Inspiration für den Bandnamen stammt aus dem Film „A Nightmare on Elm Street“.
Nachdem die Band mit den mir unbekannten Musikern Eli Prinsen (Gesang), Filip Kolus (Gitarre) und Radim Vecera (Schlagzeug) vervollständigt wurde, ging es an die Aufnahmen zum mir nun vorliegenden Debütalbum „Phantoms of the Past“. Dieses wird über das dänische Label Mighty Music veröffentlicht.
Viel mehr gibt es über die Newcomer noch nicht zu berichten, dann bleibt uns mehr Zeit für das wesentliche, die Musik.
Als Opener hat man gleich den Bandtrack „Dream Patrol“ parat. Dieser beginnt mit einer kleinen Cinematic Einleitung und mit einem tolle Basslaufsolo von Bandgründer Ronnie. Der Song an sich ist ein eingängiger Midtempotrack der sich schon nach kurzen festsetzt und somit absolut eines Opener würdig ist.
Danach folgen mit „Get Back Home“ und „Tattooed Millionaire from Panama“ zwei Tracks die ebenfalls absolut eingängig sind und richtig stark gelungen sind! Beide haben die ein oder andere musikalische Überraschung mit an Bord und heben sich somit auch noch schön vom Standardbrei ab. Das zeigt das die Jungs absolut experimentierfreudig sind, sehr schön!
Der nächste erstklassige Song erwartet uns dann ziemlich genau in der Mitte des Albums mit dem Titeltrack „Phantoms of the Past“.
Danach bleibt die Songqualität erfreulich hoch, auch wenn sich auch der ein oder andere Standard Track eingeschlichen hat. Bestes Beispiel für starke Tracks sind mit Sicherheit „Stand Up and Fight“, „Piece of Paradise“ .
Zum Abschluss gibt es auch nochmal einen sehr ordentlichen Ohrwurm Doppelpack mit „Playing with Fire“ und „Haunted Tower“ zu verzeichnen

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Dream Patrol“, „Tattooed Millionaire from Panama“, „Phantoms of the Past“, „Piece of Paradise“ sowie „Haunted Tower“.

Fazit :

Das Debütalbum der Jungs von DREAM PATROL ist auf jeden Fall schön abwechslungsreich gehalten, man hält sich nicht nur im Standard Metal Fahrwasser auf sondern würzt das Ganze noch mit Rock Elementen der verspielten Sorte. Somit gelingt der Truppe ein interessantes erstes Album was nicht durchgängig überzeugt, aber im Großen und Ganzen absolut hörenswert ist und auf jeden Fall angecheckt werden sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dream Patrol
02. Get Back Home
03. Tattooed Millionaire from Panama
04. The Shortest Straw
05. Phantoms of the Past
06. Lost Child
07. Stand Up and Fight
08. Time is a Healer
09. Piece of Paradise
10. Is that the thanks I get
11. Playing with Fire
12. Haunted Tower

Julian