MAXXWELL – Metalized

Band: Maxxwell
Album: Metalized
Spielzeit: 61:23 min.
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Rock’N’Growl Promotion
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.maxxwell.ch

Lange Heimfahrt mit der Bahn, inklusive mehrerer Umstiege. Wie das so ist: Erstmal Umstieg in den falschen Zug, zurück Richtung Ausgangsort. Zwei Stunden plus, geil. Alles nicht so schlimm, schließlich war der Plan, während der Fahrt die neue Scheibe von MAXXWELL zu rezensieren, und dafür ist nun auf alle Fälle genug Zeit. Nicht nur die Fahrt fällt härter aus als erwartet, auch “Metalized” tut dies, schließlich hat man sich seit dem letzten Release doch deutlich… nun, metallisiert. Und dies demonstrieren die fünf Schweizer äußerst befriedigend anhand von (inklusive Bonustracks) 15 Songs und über einer Stunde Spieldauer.
Die Produktion ist gelungen und funktioniert mit dem Stil der Band bestens, ebenso wie Sänger Gilberto Meléndez, der als erstklassige Rockröhre sowohl mit rauem als auch mit klarerem Gesang vollends überzeugt. Die Stimme passt hervorragend zum Stil der Schweizer: Moderner, ziemlich amerikanisch anmutender Hard Rock mit deutlichen Metaleinflüssen. Relativ einfach gehalten, muss man hinzufügen, schließlich besteht der allergrößte Teil des Albums aus bodenständigen fünf, mit Backing Vocals ab und an sechs, hörbaren Spuren, was MAXXWELL jedoch komplett ausreicht, um eindrucksvoll fett zu klingen.
Dazu kommt ein Gespür für Ohrwurmmelodien. Schon die ersten beiden Tracks erweisen sich in dieser Hinsicht als ordentliche Granaten, die feine Riffs, lässige Hard-Rock-Beats und eingängige Melodien gerade im Chorus souverän miteinander vereinen. “P.U.T.V.” (Pump Up The Volume) zieht erbarmungsloser nach vorne und hebt den Härtegrad etwas an, während “She’s Mine” und “Scars” leicht melancholischer kommen (Gerade “She’s Mine” hätte ich gerne mal ergänzt um Glöckchensynths und eine Oktave tiefere Vocals von den 69 EYES gehört), allerdings nach wie vor problemlos auch live feierbar sind.
“Metalized” fällt wie “The Temple” vergleichsweise unspektakulär aus, das gleicht “Burn” mit seinen coolen Gitarren im Refrain und seinem leicht asozialen Charme jedoch problemlos aus. Bei “Raise Your Fist”, einem schon angesichts seines Titels augenscheinlich als Livesong konzipierten Ding, geht das Tempo nochmal hoch, die “Oooooooh”-Mitgrölchöre werden ausgepackt und es wird, für die Investitionsfreudigeren unter Euch, der Bonusbereich eingeleitet, der mit drei weiteren Songs aufwartet und dessen Niveau den Hauptteil des Albums zumindest ansatzweise erreicht.
Schwäche wie Stärke von “Metalized” ist tatsächlich seine Länge. Über ca. vierzig Minuten machen der Stil von MAXXWELL und die Songs, die sie in diesem stark komponiert anbringen, wirklich Spaß. Über die letzten 20 Minuten zieht sich die Sache dann doch ein bisschen. Dann wiederum wird eh jeder Hörer seine Lieblingssongs nach ein, zwei Hördurchgängen herausgearbeitet haben und das Album auf vierzig echt geile Heavy-Rock-Minuten herunterbrechen können. Und auch, wenn einige der Melodien ein bisschen zu sehr Ami-gelutscht radiotauglich wirken mögen: Wer den Stil mag, wird über weite Teile von “Metalized” sehr gut bedient, von einer Truppe, die ihren Sound bis ins letzte Detail versteht und zu verwenden weiß.

Anspieltipps: “Hurricane”, “Back Again”, “Scars”, “Burn” und “Give It All”

Fazit:
Modern klingender Heavy Rock mit Amirock-Einflüssen, einem Qualitäts-Sänger und einer feinen Mischung aus souveränen Rhythmen, geilen Riffs und eingängigen Melodien. Gut gespielt, gut produziert. Noch Wünsche?

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hurricane
02. Back Again
03. P.U.T.V.
04. She’s Mine
05. Scars
06. Metalized
07. Monsterball
08. Burn
09. Done With You
10. Give It All
11. The Temple
12. Raise Your Fist
13. Independent (Bonus Track
14. Queen Of The Night
15. Schizophrenia

Jannis

Reternity News

Neue Deutsche Modern Metal Newcomer Hoffnung!

RETERNITY. Authentisch. Anders. Und doch stets vertraut. Was hier gebraut wird, das ist Metal. Modern, ohne sich anbiedern zu müssen oder zu wollen, mit viel Melodie, packenden Hooks, filigranen Soli und einem Sound, der unverwechselbar ist.
Stefan Zörner, der mit seinem charismatischen, melodischen wie auch eigenständigen Gesang, den tiefgründigen Lyrics und seinen packenden Live-Performances mit Bands wie SPITEFUEL, LANFEAR und STRANGELET entscheidend mitgeprägt hat, dazu Carsten Sauter, ein Gitarrist, der diverse Techniken und Stilmittel verbindet und schon in den 90gern mit den ProgressivTrashern MIGHTY D. und zuletzt mit PYROCLASM für Aufsehen gesorgt hat sowie Carmine Iaucci, einem Drummer mit harten Punch und Leidenschaft, der mit den Hard Rockern HARD RIOT zwei vielbeachtete CD´s veröffentlicht hat, haben sich entschlossen, zusammen neue Wege zu gehen, ohne die eigenen Wurzeln zu Verleugnen. Am Bass steht mit Finn Janetzky ein alter Weggefährte Zörners aus STRANGELET- und SPITEFUEL-Zeiten parat, ein Mann, der getrost als charismatische Rampensau bezeichnet werden darf.
Der dunkle, harte und doch stets melodische Sound von RETERNITY sowie die persönlichen Lyrics zeugen von einer Band, die ein klares Credo verfolgt: Straight in your face, man!

 

Lineup:

Stefan Zörner
Finn Janetzky
Carmine Iaucci
Carsten Sauter

 

 

LIONCAGE – Turn Back Time

Band: Lioncage
Album: Turn Back Time
Spielzeit: 54:18 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Pride & Joy
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.lioncage.de

DIE deutsche AOR und Westcoast Band schlechthin der letzten Jahre waren mit Sicherheit die Jungs von LIONCAGE! 2013 gegründet brachte man es schon auf zwei Alben, das letzte erschien mit „The Second Strike“ 2017 und ist auch hier bei uns rezensiert.
Nun steht uns aber das neue, dritte Werk „Turn Back Time“ ins Haus auf dem die Jungs alles das aufbieten wollen was sie bislang auch mit an Bord hatten, nämlich große Melodien, viele Hooks und coole Grooves!
Dafür ist man mittlerweile vom Trio zu einer Fünferbesetzung mutiert und hat auch sonst wieder, in guter alter Tradition, ein paar Gäste mit auf dem neuen Silberling.
Hier sind besonders Neil Murray (WHITESNAKE), Olaf Senkbeil (DREAMTIDE) und Joe Castellini zu nennen.
Horchen wir mal ins neue Werk rein und erfreuen uns direkt schon mal am Opener „Heaven`s Gate“ der mit sanft, mystischen Klängen startet und auch ansonsten im langsamen Midtempobereich bleibt. Mit einem eingängigen Chorus und den interessanten und prägnanten Bass und Gitarrenläufen weiß die Nummer absolut zu gefallen und ist somit direkt der erste Tipp der Scheibe. Ein Einstand nach Maß!
Das folgende „Black Water“ wurde schon vorab als Videosingle veröffentlicht und hat ebenfalls absolut das Zeug zum Hit kann es doch mit seinem interessanten Konzept und Songwriting überzeugen. Eine schöne, groovige Nummer die perfektes Westcoast Feeling vermittelt.
Bei den beiden anschließenden Songs „Comfort Me“ und „Blind“ gibt man endlich mal ein kleines bisschen mehr Gas als zuvor, bleibt aber immer im bandtypischen Midtemporythmus. Erst genannter Song kann sich auch direkt wieder als Hit und Tipp etablieren.
Gewinner des Mittelteils der Scheibe, der ansonsten etwas durchwachsen daher kommt, sind mit Sicherheit das eingängige „Believe in Magic“ und das groovige „The Walls“.
Durchwachsen trifft es dann leider auch bei der Umschreibung des letzten Drittels der Scheibe. Zwar sind die Songs absolut gut hörbar, allerdings fehlt ihnen einfach das gewisse Etwas um dauerhaft im Kopf zu bleiben.

Anspieltipps:

„Heaven`s Gate“, „Black Water“, „Comfort Me“, „Believe in Magic” sowie “The Walls”.

Fazit :

Im Vergleich zum Vorgängerscheibe im letzten Jahr konnte man sich erneut steigern und hat auch einige Hits parat die AOR und Westcoast Fans auf jeden Fall zu sagen sollten!
Im weiteren Verlauf haben sich halt aber auch einige Standardsongs eingeschlichen die eine höhere Benotung verhindern, aber das hitfähige Material überzeugt auf ganzer Linie und somit kann man den Jungs auf jeden Fall zu einer abwechslungsreichen und starken neuen Veröffentlichung gratulieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Heaven`s Gate
02. Black Water
03. Comfort Me
04. Blind
05. Turn Back Time
06. Believe in Magic
07. The Walls
08. Dead Man Walk
09. So Long Ago
10. How can U say
11. Let the Children Dance
12. How Does it Feel

Julian

BLACK MAJESTY – Children of the Abyss

Band: Black Majesty
Album: Children of the Abyss
Spielzeit: 47:02 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Pride&Joy Music
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.blackmajetsy.com

Power Metal in Verbindung mit Australien, da denkt der findige Metaller direkt an die Jungs von BLACK MAJESTY. Mittlerweile ist man beim deutschen Label Pride&Joy Music heimisch geworden und veröffentlicht dort dieser Tage das siebte Studioalbum „Children of the Abyss“.
Viel geändert hat die Band wohl nicht im Vergleich zur letzten Scheibe, man war ja auch ganz gut unterwegs.
Erneut sitzt mit Roland Grapow (MASTERPLAN) derselbe erfahrene Produzent am Mischpult, was der Platte nur gut getan haben kann.
So weit so gut also, widmen wir uns mal direkt dem Openersong „Dragons Unite“. Hier geht es direkt ohne eine großartige Einleitung in die Vollen und wir bekommen einen kraftvollen Midtemposong um die Ohren geballert.
Schnell und schlagfertig legt man dann anschließend mit „Something`s Goin On“ und dem Titeltrack „Childrem of the Abyss“ nach. Letzterer ist eine eingängige Doublebass Abrissbirne die direkt auf unsere Hitliste wandert.
Und apropos Hitliste dort landet dann auch das direkt im Anschluss folgende „Hideaway“ welches ebenfalls super eingängig geraten ist.
Die Songs im Mittelteil sind dann aber Standardmetaltracks die nicht besonders auffallen, aber auch nicht besonders schlecht gemacht sind. Kann man hören, muss man aber nicht.
Wesentlich besser wird es dann erst wieder bei den letzten beiden Nummern „Nothing Forever“ und „Reach into Darkness“ wo man dann wieder an das Qualitätsniveau der ersten Tracks anschließen kann!
Der Gesamteindruck wird dann aber doch etwas durch den schwächeren Mittelteil getrübt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Dragons Unite“, „Children of the Abyss“, „Hideaway“ und „Reach into the Darkness“.

Fazit :

Schon in meinem Fazit zur letzten Scheibe nahm ich das Wort routiniert in den Mund. Und selbiges muss ich auch jetzt wieder benutzen, denn erneut zockt man sich hier zwar ziemlich routiniert durch die Scheibe, aber es gibt insgesamt doch den ein oder anderen Standardtrack zu viel und DER Überhit ist ebenfalls wieder nicht auszumachen.
Dies führt dazu das die Benotung dann doch etwas abfällt im Vergleich zum Vorgänger wo der obere Umstand noch als Ausrutscher zu werten war.
Fans der Band und des Genre können hier aber trotzdem noch ohne Probleme zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dragons Unite
02. Something`s Goin On
03. Children of the Abyss
04. Hideaway
05. Wars Greed
06. Always Running
07. So Lonely
08. Sanctified
09. Nothing Forever
10. Reach into Darkness

Julian

MANIMAL – Purgatorio

Band: Manimal
Album: Purgatorio
Spielzeit: 42:00 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 07.09.2018
Homepage: www.manimal.se

Ganz ehrlich: Alben, die über eine Stunde Spieldauer haben und sich pro Song auch mal sieben bis acht Minuten Zeit lassen, sind an sich ’ne feine Sache. Aber ein Album, das über 42 Minuten kurz und knackig neun Songs im Drei-bis-fünf-Minuten-Bereich raushaut, ist doch zwischendurch auch mal erfrischend und umgeht sogar noch die Gefahr, sich über die letzten zwanzig Minuten nur noch zu wiederholen.
MANIMAL haben mit “Purgatorio” ein ebensolches kurzweiliges Heavy-Metal-Album vom Stapel gelassen, das nach dem Erfolg gerade ihres zweiten und bis vor kurzem aktuellen Albums “Trapped In The Shadows” ziemlich hohen Erwartungen ausgesetzt war. Die Produktion des neusten Releases der Göteborger ist rund und kraftvoll, meckern kann man hier nicht. So sieht’s auch hinsichtlich der Leistung der Instrumentalfraktion aus, die gekonnt und professionell Samuel Nymans starke Gesangsleistung hinterlegt.
Stilistisch lässt sich die Scheibe ungefähr mit einer Kollaboration von JUDAS PRIEST und KAMELOT vergleichen. Sie legt ein paar mehr ruhige Momente an den Tag, als man es von PRIEST-Hitalben wie “Painkiller” kennt, orientiert sich in etwa zu gleichen Teilen an Alben dieser Zeit wie auch an solchen etwas “softer”-rockigen aus früheren Tagen der Briten und fügt dem ganzen dann eine angemessene Portion KAMELOT-Emotionen hinzu, inklusive dezent eingesetzter Synths.
Nach dem straighten “Black Plague”, das einen angemessenen Opener darstellt, folgt mit dem Titeltrack ein melodischer und tendenziell melancholischer Track, der sich akut ins Ohr zu fressen weiß und von vorne bis hinten einfach überragend geschrieben ist. Mit “Manimalized” wird es anschließend wieder klassischer, hier dominiert eindeutig wieder der NwoBHM-Anteil.
“Spreading The Dread” ist eine böse stampfende Angelegenheit und der kürzeste Song des Albums, weswegen man sich unnötigen Ballast in Form eines Prechorus souverän gespart hat. Kurzweilig, auch eher melodieorientiert, gut feierbar. Im Anschluss geht es mit “Traitor” zurück in etwas britischere Gefilde, mit zwei-oktavigen Vocals und einem klassischen Ein-Wort-Chorus, und “Behind Enemy Lines” marschiert wieder im Midtempo aus den Boxen und hat einen schweren, machtvollen Refrain im Gepäck. Richtig stark wird es dann noch einmal mit “Denial”, ebenfalls Midtempo, recht keyboardlastig. Nyman halfordet löblich und der Chorus leistet wieder mal ganze Ohrwurmarbeit.
Zum Schluss dann mit “Edge Of Darkness” und “The Fear Within” einmal mit einem etwas lästigen Keyboard-Teppich hinterlegte Power-Metal-Kost, die an irgendein spezielles Lied von KAMELOT erinnert, dabei aber gut Spaß macht, und einmal einen recht episch ausfallenden mit BATTLE-BEAST-”Out Of Control”-Gedenkriff versehenen Endtrack.
Wohl der größte Vorteil an “Purgatorio”: Auch die weniger starken Songs auf dem Album klingen in sich absolut harmonisch. Band und Sänger funktionieren bestens miteinander und der Stil der Schweden wirkt an keiner Stelle gezwungen innovativ zusammengeschustert. Dazu eine gute Portion Hitpotenzial; Wenn so das Fegefeuer klingt, darf man gespannt auf die Hölle sein.

Anspieltipps:
“Purgatorio”, “Denial”, “Traitor” und “Manimalized”

Fazit:
Die Einflüsse von MANIMAL sind unüberhörbar, doch ist “Purgatorio” alles andere als stumpfe Kopiererei. Den Jungs steht, so lässt sich vermuten, eine dicke musikalische Zukunft bevor und jeder, der Interesse an partytauglichem Heavy Metal der alten Schule mit neueren Power-Metal-Einflüssen hat, könnte an “Purgatorio” eine Menge Freude haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Plague
02. Purgatorio
03. Manimalized
04. Spreading The Dread
05. Traitor
06. Behind Enemy Lines
07. Denial
08. Edge Of Darkness
09. The Fear Within

Jannis

TALENTSCHMIEDE: Velvet Insane

Band: Velvet Insane

Gegründet: Herbst 2013

Herkunft: Östersund, Schweden

Mitglieder: Jonas Eriksson und Jesper Lindgren

Stil: Glamrock

Veröffentlichungen:
Ep: Youth On Fire, Ep: Velvet Insane, Ep: breakout Of Eden
Single: I lövet brinner elden, Single: Infinity (Unplugged), Single: Thoughts

Einflüsse: David Bowie, T-rex, Def Leppard, Van Morrison, Howling Wolf, INXS, Sam Cooke.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Viel mehr spielen, CDs veröffentlichen und noch mehr Musik schaffen.

Was als nächstes kommt:
Wir hatten zwei turbulente Jahre, in denen Bandmitglieder hingeschmissen haben, Touren abgesagt wurden etc. Unser Album ist seit zwei Jahren fertig und wird nun anscheinend endlich veröffentlicht.
Wir sind also endlich wieder richtig am Start!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Alles, das meine ich ganz ernst. Es war unglaublich in den U.S. Charts zu sein und in der Welt zu touren. Wir sind jedes Mal baff, wenn wir darauf zurückblicken.

Unser peinlichster Moment:
Hmm… weiß nicht, eigentlich nichts. Ich bin stolz auf alles, was wir gemacht haben.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
So viele: Michael Hutchence von INXS, Jim Morrison, James Dean, Andy Kauffman.. Einfach um über das Leben, Dunkelheit, Tod, Liebe, Poetik und Kunst zu quatschen.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Hmm… weiß nicht. Vielleicht INXS in 1983 wäre cool.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Mit Jonas zusammen Musik zu kreieren.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Nichts, absolut nichts. Ich liebe jede Sekunde davon, sowohl die guten, als auch die schlechten Zeiten.

Online:
www.velvetinsane.net
Facebook

Listen to our music here:
Spotify
Video „High On Love“
Video „Break Out Of Eden“

Live-Dates:
Tourdates kommen bald, also haltet euch auf unserer Facebook-Seite auf dem Laufenden.

HOPELEZZ – Stories Of A War Long Forgotten

Band: Hopelezz
Album: Stories Of A War Long Forgotten
Spielzeit: 51:45 min
Stilrichtung: Modern Metal, Thrash Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 24.08.2018
Homepage: www.hopelezz.de

Es ist schon sehr mutig, mit dem gerade mal dritten Studioalbum gleich ein Konzeptalbum rauszuhauen. Konzeptalben sind häufig eine sehr schwierige Sache und ebenso häufig geht die Musik einfach im Konzept unter. Und sehr häufig will man einfach nur noch weinen. Aber nicht bei diesem Werk. HOPELEZZ haben hier einiges komplett richtig gemacht. Mit ihrem neuen Werk „Stories Of A War Long Forgotten” geht das Quartett aus Wuppertal (Achtung: Schlechtes Wortspiel) definitiv nicht über die Wupper. Einiges ist vielleicht noch nicht ganz so ausgefeilt, aber für die erst dritte Scheibe – und das dann gleich als Konzeptalbum – ist den Jungs ein wirklich gutes Werk gelungen. Und mittlerweile scheint es auch, als ob HOPELEZZ nach ihrer Gründung 2008 so langsam ihren eigenen Stil finden, trotz der deutlichen Anleihen an MACHINE HEAD oder TRIVIUM. Der zweifache Emergenza-Bandcontest-Sieger ist auf einem guten Weg nach oben. Das zeigt sich auch als Support für Bands wie EKTOMORF, SOULFLY, WALLS OF JERICHO oder auch SIX FEET UNDER.

Inhaltlich beschäftigt sich „Stories Of A War Long Forgotten“ – wie der Name schon sagt – mit dem Krieg und zwar mit dem Krieg, der in die Welt entlassen wird um uns für die Sünden büßen zu lassen. Es ist der persönliche Krieg, die Kämpfe des Einzelnen, der Kampf zwischen Himmel und Hölle, der Kampf gegen die Verrohung der Gesellschaft. Das Konzept funktioniert größtenteils auch sehr gut, wobei aber noch ausreichend Luft gelassen wurde.

HOPELEZZ steuern auch gleich zwei deutschsprachige Songs bei, die stellenweise sehr platitüdenhaft sind und etwas mehr sprachliche Finesse vertragen könnten. Dennoch kann der Opener „Ich Bin Krieg“ überzeugen. Mit einschmeichelnder Stimme und leisen Tönen wird eine leicht unheilvoll melancholische Stimmung erzeugt, die sich dann urplötzlich dramatisch und mit kraftvollen Shouts unterlegt in die gefühlte Winternacht ergießt. Der Krieg ist in die Welt gekommen. Musikalisch ein guter Einstieg in das 12 Stücke umfassende Gesamtwerk.

Die nachfolgenden Songs können dann wieder mit Tempo, Härte, brachialen Riffs überzeugen. „War Against War“ oder „The Beast“ zeigen, wo HOPELEZZ hinwollen. Der Mix aus brachialem Metal und eindringlichen Melodien geht sofort ins Ohr und lässt einen nicht stillstehen. So richtig Thrashig wird es allerdings erst mit „Let Their Cities Burn“, allein der Refrain mit Klargesang und eingängiger Melodie unterbricht die thrashigen Strophen. Eine gekonnt gute Mischung. Das anschließende „Through Hell“ lässt einen mit seinem balladesken Einstieg kurz innehalten. Trotz des kraftvollen Gesangs ist der gesamte Song ruhiger, was bei HOPELEZZ aber definitiv nicht langweilig heißt.
Auch eine Coverversion, nämlich BONNIE TYLERs „Holding Out For A Hero“ hat es auf „Stories Of A War Long Forgotten” geschafft. Gut gemacht, aber stilistisch nicht ganz passend. Hier wäre mir ein eigener Song dann doch deutlich lieber gewesen. Den Abschluss nach knapp 50 Minuten bildet wieder ein deutschsprachiges Werk. „Vom Letzten Tag“ schließt die Erzählung der vergessenen Kriege perfekt ab und ist ein würdiger Abschluss für „Stories Of A War Long Forgotten“.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass HOPELEZZ trotz einiger kleiner (aber wirklich sehr kleiner) Schwächen ein doch sehr gutes drittes Album auf den Weg gebracht haben. Vielleicht sogar das Beste in ihrer noch kurzen Karriere. Wer die Jungs bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte das schnellstens nachholen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ich Bin Krieg (Intro)
02. War Against War
03. The Beast
04. The Only Way
05. War Long Forgotten
06. Let Their Cities Burn
07. Through Hell
08. What You Deserve
09. A Prayer For Better Days
10. This Must Not Be The End
11. Holding Out For A Hero (Bonnie Tyler Cover)
12. Vom Letzten Tag

Tänski

SOULHEALER – Up from the Ashes

Band: SoulHealer
Album: Up from the Ashes
Spielzeit: 46:09 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 14.09.2018
Homepage: www.facebook.com/soulhealermusic/

Ach schau mal an, da haben die finnischen Metaller von SOULHEALER doch mal klamm und heimlich das Label gewechselt! War man bislang bei dem deutschen Label Pure Steel Records unter Vertrag versucht man es nun mit dem neuen vierten Album „Up from the Ashes“ beim griechischen Label Rockshots Records.
Ob dieser Schritt richtig war, wird man erst im Nachgang sagen können, die Band ist auf jeden Fall schon mal absolut überzeugt von ihrem neuen Werk und meint sogar das man sich nun endlich ordentlich Zeit genommen hat zum Komponieren, was wohl bei den beiden Vorgängeralben „Bear the Cross“ und „Chasing the Dream“ nicht der Fall war…Na dafür hat man aber ordentlich Punkten bei uns dafür abgeräumt ; )
Egal, das ist Vergangenheit, wenden wir uns nun der Zukunft zu und horchen in den Opener und Titeltrack „Up from the Ashes“ rein. Dieser begeistert direkt von Beginn an und kann absolut überzeugen! Ein würdiger Titeltrack und Opener, ab damit auf die Hitliste.
Auch die folgenden Tracks sind schön im Midtempobereich gehalten, sind eingängig gehalten und können direkt überzeugen.
Glanzpunkte sind hier mit Sicherheit das melodische „Fly Away“ und das epische „Sins of my Father“, welche sich ebenfalls direkt auf unserer Hitliste wiederfinden.
Richtig schlechte Tracks hat man auch in der Folge nicht anzubieten, als weiteren Glanzpunkt fällt noch „The Final Judgement“ auf.
Das letzte Drittel wird dann vom langsamen Stampfer „Behind Closed“ Doors“ ordentlich eingeleitet und vom epischen und überlangen „Land of the Free“ so abgeschlossen wie die Platte auch angefangen hat, richtig stark!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Up from the Ashes“, „Fly Away”, “Sins of my Father”, “The Final Judgement” und “Land of the Free”.

Fazit :

SOULHEALER bleiben sich auch nach ihrem Labelwechsel absolut treu und können auch mit ihrem neuen Album rundherum überzeugen!
Es gibt eigentlich so gut wie keine Ausfälle auf dem neuen Diskus und man hat auch erneut ein paar Hits parat.
DER absolute Übersong fehlt hier vielleicht, aber ansonsten gibt es wenig zu meckern!
Daher gibt es von mir auch eine glasklare Kaufempfehlung für die geneigte Anhängerschaft mit der entsprechenden Benotung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Up from the Ashes
02. Through Fire and Ice
03. Fly Away
04. Sins of my Father
05. Prepare for War
06. Pitch Black
07. The Final Judgement
08. Behind Closed Doors
09. Am I in Hell
10. Land of the Free

Julian

Brothers of Metal News

AFM nimmt BROTHERS OF METAL unter Vertrag!

Mit großer Freude verkündet AFM Records die Vertragsunterzeichnung mit BROTHERS OF METAL, einer der heißesten neuen Bands der skandinavischen Metal-Szene. Die acht Mann (und Frau) starke Truppe aus den schwedischen Falun besteht aus drei Sänger/innen, drei Gitarristen, sowie Bassist und Drummer. Ihr Sound: Eine gewaltige, extrem eingängige Mischung aus Power Metal, unwiderstehlichen Melodien, schweren Gitarrenriffs und ein paar Folk-Elementen; – oder wie es die Band selbst bezeichnet – „True Heavy Metal“. Das BROTHERS OF METAL Debütalbum „Prophecy Of Ragnarök“ erscheint im November. Weitere Infos hierzu in Kürze.

Ein Lyric-Video zum Song „Prophecy Of Ragnarök“ ist bereits verfügbar.

Die Band kommentiert: “Wimps and posers beware, for true metal is here. Brothers and sisters you fear – for true warriors are everywhere. Be you tiny and frail or large as the giants, be you faint of heart or brave in soul. Be your spirits light and swift, or dark as the night, fear not, for together we will conquer all… together we fight – together we rise – we ride into battle and into the night!”

Line-Up:
Ylva Eriksson – Voice of the Valkyries
Joakim Lindbäck Eriksson – Battle Cries
Dawid Grahn – Guitar
Pähr Nilsson – Guitar
Mikael Fehrm – Guitar
Emil Wärmedal – Bass
Mats Nilsson – Tongue of the Gods
Johan Johansson – Anvil and War Drums

THE UNITY – Rise

Band: The Unity
Album: Rise
Spielzeit: 57:31 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 14.09.2018
Homepage: www.unity-rocks.com

Man muss immer kritisch abwägen, ob man ein Album einer Band kaufen sollte, das gerade einmal anderthalb Jahre nach ihrem letzten Release veröffentlicht wurde. Doch ein paar vorsichtige und misstrauische Hördurchläufe von THE UNITYs neuer Platte “Rise” (Daumen hoch für den kreativen Albumtitel) bestätigen: Man kann in einer so kurzen Zeit nicht nur gute Alben produzieren, sondern tatsächlich herausragende.
Kurz das obligatorische Drumherum: Der Sound sitzt bestens und bietet keinen Grund zur Kritik. Das Albumcover sieht großartig aus. Die Musiker haben ihr Talent bereits auf dem Debutalbum unter Beweis stellen können: Gianbattista Manenti hat eine vielseitige und zum Stil der Band hervorragend passende Stimme, die er dementsprechend einzusetzen weiß, und die Instrumentalfraktion um die Gründungs- und GAMMA-RAY-Mitglieder Michael und Henjo agiert ebenfalls auf amtlich hohem Niveau.
Viel Power Metal und eine ordentliche Prise Hard Rock dominieren “Rise”. Nach dem kurzen Intro folgt, wie sich das gehört, mit “Last Betrayal” eine starke Uptemponummer, deren Eingängigkeit von der des folgenden “You Got Me Wrong” noch einmal übertroffen wird. Mit “The Storm” dann direkt der nächste Hit, poppiger Hard Rock mit ganz dezenten Stadiongesängen im Refrain (oder irre ich mich?), bevor bei “Welcome Home” die totalen Feelgood-Vibes ausgepackt werden. Gut, der Text ist ziemlich platt, aber das Riff und die Melodien entschuldigen das. “All That Is Real” sympathisiert mit “Mad World”-Harmonien und fährt zudem eine sehr schöne E-Orgel und den nächsten Hammer-Chorus auf. Mit “No Hero” gibt es anschließend besten eingängigen fixeren Power Metal, ebenso mit “Children Of The Light”. Die Ballade “The Willow Tree” ist feierlich episch und erinnert in Teilen leicht an “Hotel California”, ist dabei allerdings keine Quotenballade sondern ein sehr schön geschriebenes Teil. Und obgleich der letzte Track “L.I.F.E.” auch nicht von schlechten Eltern ist, hätte man als finalen Song doch vielleicht “Better Day” genommen, ein weiteres Highlight auf “Rise” mit sehr positiver Grundstimmung und einem tollen Refrain. Irgendwie hätte ich gerne mal ein DEVIN-TOWNSEND-Cover davon.
“Rise” ist minimal zu spät dran, um als Sommeralbum gelten zu dürfen. Es wäre wohl empfehlenswert, es einfach schonmal als Sommeralbum für den Sommer 2019 vorzumerken, denn seien wir ehrlich: Jeder Song des Albums hat einen sehr eigenen Charakter, sehr individuelle Melodien und Stimmungen – und ausnahmslos jeder der Songs agiert auf verdammt hohem Niveau, generell sehr eingängig und, wie man das von einer Band erwartet, die zum Teil aus GAMMA-RAY-Mitgliedern besteht, zumeist eher fröhlich, optimistisch, gute Laune verbreitend. Kurz: „Rise“ ist eines der Alben, die man bei 34 Grad und schönstem Sonnenschein im Cabrio hören sollte.
Was soll man an der Scheibe kritisieren, meine Freunde? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht.

Anspieltipps:
“You Got Me Wrong”, The Storm”, “All That Is Real”, “Better Day” und “Welcome Home”

Fazit:
Ich wage zu behaupten, dass der allergrößte Teil des Rock-Garage-Zielpublikums auch zur Zielgruppe von THE UNITYs neustem Streich gehört. Sauber produziert, liebevoll komponiert, Ohrwurmpotenzial ohne Ende und fast jeder Song ein potenzieller Hit, gespielt von einer Truppe, die sich trotz ihrer kurzen Bandhistory komplett mit Recht als Unity bezeichnen kann – Viel besser war und wird es dieses Jahr wohl nicht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Revenge
02. Last Betrayal
03. You Got Me Wrong
04. The Storm
05. Road To Nowhere
06. Welcome Home
07. All That Is Real
08. No Hero
09. The Willow Tree
10. Above Everything
11. Children Of The Light
12. Better Day
13. L.I.F.E.

Jannis