ORDEN OGAN – Final Days

Band: Orden Ogan
Album: Final Days
Spielzeit: 50:37 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.ordenogan.de

ORDEN OGAN haben in ihrer siebzehnjährigen Bandgeschichte schon einen ziemlichen Turbostart hingelegt. Spätestens mit dem 2012er Release “To The End” hatte man sich einen respektablen Bekanntheitsgrad in der Metalwelt erspielt, wurde von Dave Mustaine in sozialen Medien als hörenswert empfohlen, hatte mit “The Things We Believe In” einen Ohrwurm-Hit sondergleichen geschrieben, einen hart charakteristischen Stil entwickelt und live mit der Fist of Fate einen Haufen Leute belustigt. War der Sound von “Easton Hope” noch etwas dünner, so ist man außerdem seit 2012 mit absolutem Brett-Sound unterwegs, für den sich Frontmann Seeb selbst verantwortlich zeichnet, der in letzter Zeit auch Alben von u.a. BRAINSTORM oder RHAPSODY OF FIRE veredelte.
Erwartungsgemäß knallt auch die neue Platte “Final Days” wie Sau, mit produktionstechnischer Härte, Klarheit und Detailverliebtheit in hohen Ausmaßen.
Inhaltlich geht’s diesmal an Science-Fiction-Thematiken ran, was wie gewohnt einen leichten Einfluss auf den Sound von ORDEN OGAN hat. Denn obwohl die Arnsberger stilistisch unverwechselbar sind, verleihen sie ihrem Trademark-Sound stets einen subtilen zur gewählten Oberthematik passenden Anstrich, der auch auf “Final Days” aber schön hintergründig ausfällt und sich in spacigen Synthesizern und einigen kleinen Vocal-Effects äußert und gut zum Stil der Band passt.
Musikalisch hat man um ORDEN OGAN immer ein bisschen Angst, dass ihnen irgendwann das POWERWOLF-Missgeschick passiert und sie versehentlich immer nur noch die gleichen Alben schreiben. Die erweist sich bei “Final Days” als weitgehend unbegründet, lediglich “Black Hole” und “Absolution For Our Final Days” fallen etwas zu standard OGENig aus. Ersteres wurde zudem unter Missachtung der Tatsache, dass die Metal-Community nicht unbedingt erwachsen genug ist, um Lyrics über “my own black hole” seriös hinzunehmen, verfasst.
Abseits dessen ist “Final Days” allerdings mal wieder ein hochgradig gelungenes Album geworden, das bei glasklar erkennbar beibehaltenem Stil diesen doch kreativ verwendet. Schon die etwas poppige Singleauskopplung “Inferno” ist ein massiver Ohrwurm-Brecher mit 1A-Live-Potenzial und cheesy Lyrics (“Together Inferno!”). “Hallow” kommt mit ORDEN-untypischer Chorus-Melodie, überraschend gemeinem Riff und viel dramatischer Düsterkeit, das finale “It Is Over” gänsehautet äußerst effizient alleine schon durch seinen Broadcast-Part und ist neben “Alone In The Dark” einer der beiden balladigeren Tracks. Letzterer ist ein Duett-Track mit BROTHERS OF METALs Ylva Eriksson, für den einen wohl zu kitschig, für den anderen eine extrem hochwertige Halbballade. Und auch die nicht erwähnten Songs kommen nicht nur mit der Qualität, die ORDEN OGAN halt generell haben, sondern sichern sich mit schönen Wendungen und gelungenen Produktionskniffen ihre klare Existenzberechtigung.

Fazit:
Alleine aufgrund ihres Sounds und ihres eigenen Kompositionsstils werden ORDEN OGAN wohl nie ein schlechtes Album machen können, das größte erwartbare Übel wäre ein Belangloses. Und auch das ist “Final Days” nicht geworden, stattdessen eine bestens funktionierende Anwendung eines leicht synthigen Science-Fiction-Sounds auf den ohnehin funktionierenden Grundsound der Truppe mit einem hohen Songanteil, der trotz seiner vertrauten Merkmale auch kompositorisch immer noch absolut zündet.

Anspieltipps:
“Inferno”, “Hollow”, “Let The Fire Rain” und “In The Dawn Of The AI”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heat Of The Android
02. In The Dawn Of The AI
03. Inferno
04. Let The Fire Rain
05. Interstellar
06. Alone In The Dark
07. Black Hole
08. Absolution For Our Final Days
09. Hollow
10. It Is Over

Jannis

PHALLAX – Lex Concordia

Band: PhallaX
Album: Lex Concordia
Spielzeit: 45:56 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Metalapolis
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/Phallax

PHALLAX – was klingt wie ein Vibrator von Ikea, ist eigentlich der Name einer Schwäbisch-Gmünder Heavy/Powermetalband, die 2004 gegründet wurde und seitdem drei (mit dem neusten vier) Alben veröffentlicht hat. Die ersten Rezensionen für den neuen Longplayer “Lex Concordia” fielen gut bis sehr gut aus (und dem Geschmack einiger Außer-Rock-Garage-Rezensenten soll man ja auch Glauben schenken dürfen), daher leiste ich mir mal eine, die im Ton kritischer wird.
Apropos kritischer Ton: “Lex Concordia” klingt soundtechnisch sehr basic, vergleichbar mit dem tighten, abgespeckten US-Metal-Klang, wobei die Tonspur für meinen Geschmack zeitweise ein wenig zu leer klingt. Ein bisschen mehr Frequenzbereich-Nutzung hätte hier und dort ganz gut getan, denn von der Kraft, die eigentlich hinter den Songs steckt, geht damit leider ein Teil flöten. Dazu kommt ein gewöhnungsbedürftiger Basedrum-Sound, der ihr leichte Fremdkörper-Vibes verleiht. Im Ausgleich dazu ist die Platte mehr als solide eingespielt und insbesondere Sänger Jogi (nebenbei Bürgermeister der Gemeinde Spraitbach) bringt in Sachen Gesangsstil Vielseitigkeit in die Sache und macht einen starken Job.
Zur Musik: Jop, wenn man mit der Erwartung an “Lex Concordia” geht, eine stabile Metal-Platte mit den üblichen Inhalten zu hören, läuft das Ding auf jeden Fall. Allerdings fallen viele Parts des Albums eher gewohnt aus, melodisch und kompositorisch einen Ticken unter dem Level, ab dem sie herausstechen und für einen gewissen Überraschungseffekt sorgen würden. Dass PHALLAX ein Niveau erreichen könnten, dass die Platte um einiges interessanter machen würde, steht angesichts anderer Parts außer Frage. Da wäre die heftig cool runtergebrochene Strophe von “Roots Of Bitterness”, die einfach nur lässig daherkommt; da wäre “Hey You” mit seinen wohldosierten Pausen zwischendurch, und da wäre der treibende Prechorus von “Jornsack Newton” mit seinen geilen Gitarren. Auch die Ballade (in Anführungszeichen, da eigentlich nur der Start explizit balladesk und der Rest etwas gefühlvoller und melodieorientierter als der Rest des Albums ist) sticht hervor, schrammt melodisch am Kitsch vorbei und ist echt schön durchkomponiert.
All diese Punkte (außer der letzte) sind letztendlich recht subtile Moves, die absolut zum Grundstil von PHALLAX passen, ihn aber eben auch anreichern als die Momente, die “Lex Concordia” Individualität verleihen. In ihrer Art ist die Platte bangbarer melodischer Heavy Metal, der live vermutlich noch einmal um einiges mehr Spaß machen wird. Mit ein paar mehr Akzenten, ein paar mehr Besonderheiten würde man aber wohl ein paar mehr Leute mit anderen Ansprüchen abholen, ohne jetzige Fans zu verlieren.

Fazit:
Nein, das Lob/Kritik-Verhältnis dieser Rezension entspricht nicht der Qualität von “Lex Concordia” und jedem Freund melodischen und nicht überladenen Heavy Metals rate ich, sich auch bitte noch selbst ein Bild von der Musik der Jungs zu machen. Denn an sich ist das Album ein professionelles und ordentlich authentisch metal komponiertes Ding, das nur eben eine etwas vollere Produktion und ein paar mehr der Ideen vertragen könnte, die PHALLAX zweifelsohne entwickeln können.

Anspieltipps:
“Jornsack Newton”, “Roots Of Bitterness” und “Echoes”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Here We Stand
02. Scratch App
03. I Shit On Your Parade
04. Jornsack Newton
05. Sei Du Das Licht
06. Echoes
07. Hey You
08. Roots Of Bitterness
09. Inside Us
10. Silent Tragedy
11. Rock Solution

Jannis

KÄRBHOLZ News

Neues Video zum Album „Kontra.“

Wer bisher dachte, KÄRBHOLZ können nur Party, sollte sich unbedingt die neueste Videosingle „Der schwarze Schwan“ aus dem kommenden Album „Kontra.“ anschauen.

O-Ton: Der Schwarze Schwan erzählt davon, was passiert, wenn Trauer zu Wut, Wut zu Zorn, Zorn zu Aggression und Aggression zur Tragödie wird. Was lässt Rassismus, Ausgrenzung und Missachtung in Menschen keimen? Und was erwächst aus diesem Keim?

Gänsehaut pur. Nicht nur der Song, auch das Video ist mega geworden.

„Kontra.“ erscheint am 26.03.2021, das Review dazu findet ihr demnächst in eurer Rock Garage \m/

 

 

 

EVERGREY – Escape Of The Phoenix

Band: Evergrey
Album: Escape Of The Phoenix
Spielzeit: 58:47 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.evergrey.net

Steinigt mich, aber ich habe die Rezension der neuen EVERGREY ehrlich gesagt nur übernommen, um mich metallisch weiterzubilden, da diese einigermaßene Institution bislang immer an mir vorbeiging. Daher kommt hier ein Review, das “Escape Of The Phoenix” nicht im Kontext der anderen Veröffentlichungen der Schweden betrachten kann, sondern die Platte ganz naiv als das nimmt, was sie ist.
Und Jeeeesus, da scheint mir in der Vergangenheit etwas entgangen zu sein. Vom Sound, insbesondere dem mächtigen, vollen und irgendwie gleichermaßen weichen wie harten Rhythmusgitarrensound, von der Präzision des Bedienens der Instrumente und vom emotional-ausdrucksstarken Gesang will ich gar nicht anfangen, das ist Arbeit auf höchstem Niveau. “Escape Of The Phoenix” ist eine Zusammenführung unterschiedlicher Stilmittel zu einem großen, homogenen und verdammt dichten Gesamterlebnis. “Intensiv” trifft es wohl am besten angesichts der Tatsache, das das Wort in meinen Notizen zu praktisch jedem Song auftaucht,
Was sind nun diese Stilmittel? Nun, eine Abwechslung aus ruhigen Passagen, die sich angemessen Zeit nehmen, harten schonungslosen Passagen mit böser Riffarbeit und ordentlich Drive und kraftvollen Passagen mit mitreißenden Melodien und fetter Wall of Sound dahinter. Weitere Stilmittel wären dezenter Synth-Einsatz, der jedoch nie störend fremdkörperhaft anmutet, sondern dank der Soundauswahl und der geschmackvollen Integration in den Gesamtkontext immer funktioniert. Ein weiches Klavier kommt recht häufig zum Einsatz, verleiht der Platte durch seine Melodien manchmal ganz leichte Gothic-Vibes, aber stimmungstechnisch passt das eben auch.
Ohrwurmkandidaten finden sich selten auf “Escape Of The Phoenix”. Zwar ist das zwölfte Album von EVERGREY durchgängig hochmelodisch, doch sind die Melodien eher von der Sorte, die einen durch diese düster leuchtende Klangwelt tragen und die einzelnen Momente zum Zeitpunkt des Hörens kostbar machen. Der Hörprozess ist zweifelsohne meditativer als bei einem vergleichbar melodischen Power-Metal-Album. Nichtsdestotrotz gibt es keine einzige Melodie, die auf “Escape Of The Phoenix” nicht angemessen wäre, auch ihre zeitweise Poppigkeit (im Anfangsstadium) vermag daran nicht zu rütteln; So könnte aus “You From You” vor dem ersten kompletten Bandeinsatz auch locker ein (melancholischer) EDM-Hit werden und “Eternal Nocturnal” kommt direkt mal mit Schellenkranz und Bumm-Zapp-Drums im Chorus und noch etwas poppigerer Melodie.
Das ist allerdings in dem Maß nicht die Norm. EVERGREY schaffen es, modernere Alternative-Rock-Wendungen einfach durch die musikalische Einordnung so gut umzudeuten, dass sie damit massiv an Wert gewinnen. Das, in Verbindung mit dem durch die Abwechslung von wunderschön ruhigen und dazu passenden mächtigeren metallischen Parts, erschaffene Kontrastreichtum, dazu die besagte Intensität, das Vermögen, den Zuhörer emotional zu fesseln, macht EVERGREY zu einer Band, deren Alben ich mir ab jetzt ohne Frage zu Rezensieren reservieren werde.

Fazit:
Wieder so ein Album ohne Anspieltipps. Aber warum auch? “Escape Of The Phoenix” ist eine der Scheiben, die mit einem guten Getränk und in gemütlicher Atmosphäre einfach als Ganzes wirken gelassen werden sollten. Großes emotionales Kino für die Ohren in 8K!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Forever Outsider
02. Where August Mourn
03. Stories
04. Dandelion Cipher
05. The Beholder
06. In Absence Of Sun
07. Eternal Nocturnal
08. Escape Of The Phoenix
09. You From You
10. Leaden Saint
11. Run

Jannis

ADAMANTIS – Far Flung Realm (Re-Release)

Band: Adamantis
Album: Far Flung Realm (Re – Release)
Spielzeit: 56:06 min
Stilrichtung: Epic Power Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 19.03.2021
Homepage: www.facebook.com/adamantisband

Die Eigenproduktion des Debütalbums „Far Flung Realm“ der amerikanischen Power Metaller von ADAMANTIS habe ich im letzten Jahr leider verpasst!
Umso besser das es nun das Re-Release auf dem alt eingesessenen Label Cruz Del Sur Music gibt.
Die Jungs von ADAMANTIS gründeten sich 2016 mit dem Ziel ihre Version des Epic Power Metals zu erschaffen, angelehnt an so Bands wie ANGRA, BLIND GUARDIAN, GAMMA RAY oder STRATOVARIUS.
2018 gab es dann das erste Lebenszeichen mit der EP „Thundermark“ mit dem man ordentlich Staub aufwirbeln konnte.
Auf dem Debütalbum gibt es mit DARK MOOR Sängerin Elisa C. Martin eine Gastsängerin zu hören.
So, genug der schnöden Infos, steigen wir nun mal mit dem Opener „Into the Realm“ in die Scheibe ein. Wie Genrestypisch haben wir es hier mit einem stimmungsvollen Intro zu tun welches gut in die Scheibe und die Thematik einleitet.
Der erste „richtige“ Track „Unbound Souls“ weiß auf jeden Fall direkt zu gefallen und zeigt sehr schön das die Jungs eine gute Mischung aus Epic und Power Metal mit leicht komplexem Einschlag zocken.
Mit dem anschließenden „Misbegotten Dream“ haben wir dann den ersten Tipp der Scheibe zu verzeichnen, hier stimmt die Mischung aus Power und Melodic sehr gut und nimmt den Hörer wunderbar mit.
Der Mittelteil ist dann mit „Fire and Brimstone“, dem epischen „Imagination“ und „Journey`s End“ sehr stark besetzt. Die Mischung aus European Power Metal und der doch recht starken amerikanischen Note ist sehr angenehmen und hebt sich wirklich gut von den ganzen sonstigen Standard Power Metal Veröffentlichungen ab.
Mit dem überlangen, epischen „Second Sight“ wird dann das letzte Drittel gekonnt und stark eingeleitet und bietet mit „The Siege of Arkona“ und dem überlangen Abschluss „Voron (The Ravensong)“ erneut genau das Futter was sich der geneigte Band und Genresfan wünscht!

Anspieltipps:

„Misbegotten Dream“, „Fire and Brimstone”, “Imagination”, “Second Sight” und “Voron”

Fazit :

Tja so richtig viel falsch machen die Jungs von ADAMANTIS ja nichts auf ihrem Debütalbum, aber man kommt etwas schwer in Schwung zu Beginn der Platte würde ich sagen!
Ab dem Mittelteil geht dann aber gut die Post ab und man hält dann das Qualitätslevel gut durch bis zum Schluss.
Insgesamt also eine absolut empfehlenswerte Leistung und auf jeden Fall etwas für Fans des Genres.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Into the Realm
02. Unbound Souls
03. Misbegotten Dream
04. Puppeteer`s Bane
05. Fire and Brimstone
06. Imagination
07. Journey`s End
08. The Oracle`s Prophecy
09. Second Sight
10. The Siege of Arkona
11. Voron (The Ravensong)

Video zu “Misbegotten Dream”:

Julian

STARMEN – By The Grace Of Rock N Roll

Band: Starmen
Album: By The Grace Of Rock N Roll
Spielzeit: 44:01 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Passion Records
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/starmen.se/

 

Das dritte Album der Jungen Kissies, innerhalb eines Jahres, steht in den Startlöchern, zum Quartett gehören Starman Red am Mikro und Gitarre, Starman Purple an Gitarre und Backing Vocals, Starman Gold am Bass und Backing Vocals und Starman Silver am Schlagzeug und Backing Vocals. Und wie das Cover und die beiden Vorgänger klar machen wird Hard Rock der Marke Kiss mit leichter Glamnote geboten, gut hörbar vorgetragen, bei einigen Songs haben STARMEN zu viel Kiss inhaliert, die Songs könnten auch ohne probleme von einem Album der Vorbilder stammen. Der Eine oder Andere wird nun behaupten “Das ist nicht gerade originell” das ist auch Richtig aber trotzdem sehr gut hörbar müsste jedem Spass machen der gerne Hard Rock hört.

“Shining Star” ein typischer Hard Rock Song macht den Anfang, “By The Grace Of Rock N Roll” KISS, KISS und nochmal KISS der ideale Song für eine Party, “Kairi” würde jede Fete aufwerten. Mit “Black Thunder White Lightning” werde ich in diesem Leben nicht mehr warm ist mir zu funky, “Kisses Of An Enemy” entschädigt mich für den Vorgänger. “Pleasurdome” ein Vollgas Rocker, “Spaceplane” ist poppiger Hard Rock sehr gewöhnungsbedürftig. Mit “People’s Parade” wird wieder eine Hard Rock Party gefeiert, “Bad Habit” ist ganz nett. “Hotter Than Fire” wieder ein Vollgas Rocker, “Angels Cryin’” ein guter Rocker, über das Outro hülle ich den Mantel des Schweigens.

Fazit:

Das zweite Album hat mir einen Deut besser gefallen, ich vergebe hier aber einen halben Stern mehr für kontinuität, den wo Starmen drauf steht steckt auch Starmen mit Kiss Vibes drin.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shinning Star
02. By The Grace Of Rock N Roll
03. Kairi
04. Black Thunder White Lightning
05. Kisses Of An Enemy
06. Pleasuredome
07. Spaceplane
08. Peaple’s Parade
09. Bad Habit
10. Hotter Than Fire
11. Angels Cryin‘ (Bonus Track)
12. Shining Star Voice Outro (Bonus Track)

Helmut

RONNIE ATKINS – One Shot

Band: Ronnie Atkins
Album: One Shot
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/RonnieAtkinsOfficial

 

So hier ist es das seit geraumer Zeit von Frontiers angekündigte Solo Album von RA, unterstützt wurde er von Chris Laney an Gitarren, Backing Vocals und an den Reglern als Produzent, Pontus Egberg am Bass, Morten Sandager an Keyboards, Allan Sorensen am Schlagzeug, Anders Ringman an Akustiggitarre, sowie an der Leadgitarre und für Solos dabei waren Pontus Norgren, Kee Marcello, Oliver Hartmann, John Berg. An den Backing Vocals Chris Laney, Linnea Vikström Egg, Oliver Hartmann und Björn Strid

RA liefert wie gewohnt einen tadellosen Job am Mikro ab, das Material ist zahmer als bei seiner Band den PM, irgendwo zwischen NORDIC UNION, ECLIPSE, TREAT, GATHERING OF KINGS und die softeren Melodic Songs der Mädels. Die Songs kommen sehr entspannt aus den Lautsprechern, über allem thront das Organ von Atkins welches einzigartig und unvergleichlich ist. Beim hören kommt ein wenig Easy Listening Stimmung auf, aber immer hart genug, mit Melodien so weit die Ohren hören, an den Instrumenten stehen keine Anfänger, die Produktion drückt gewaltig kein Grund zum unken. Das Album ist sehr gut geworden, aber man meint das hier auf Nummer sicher gegangen und ein wenig mit angezogener Handbremse agiert wurde.

Den Anfang macht “Real” ein starker Melodic Song mit geilem Refrain, “Scorpio” macht da weiter wo der Vorgänger aufgehört hat. “One Shot” irgenwo zwischen Rocker und Powerballade mit sehr starkem Refrain, “Subjugated” bester Melodic Rock. “Frequency Of Love” erinnert mich an den Song “Clay” vom MAIDS Album “Carpe Diem”, “Before The Rise Of An Empire” könnte auch von NU stammen aber trotzdem ein guter Song. “Miles Away” eine Easy Listening Ballade, “Picture Yourself” erinnert mich an “Waiting For The Time” vom PM Debüt stark gemacht. “I Prophesize” kommt phasenweise mit brachial Riffs aus den Boxen sehr gute Akzente, “One By One” ein schleppender Melodic Song, “When Dreams Are Not Enough” setzt eine sehr starken Schlußnote.

Fazit:

Ein geiles Melodic Rock Album haben die Mannen um RA eingezimmert, sehr melodisch und eingängiger Stoff der an die erwähnten Vergleiche erinnert. Von mir gibt es eine Bewertung von 8,5 Sternen, mehr Mut und nicht ganz so auf Nummer sicher hätten eine bessere Bewertung ergeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Real
02. Scorpio
03. One Shot
04. Subjugated
05. Frequency Of Love
06. Before The Rise Of An Empire
07. Miles Away
08. Picture Yourself
09. I Prophesize
10. One By One
11. When Dreams Are Not Enough

Helmut

AEONBLACK – The Time will Come

Band: Aeonblack
Album: The Time Will Come
Spielzeit: 53:04 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Black Sunset
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.aeonblack.de

2003 gründeten sich die Deutschen Heavy Metaller von AEONBLACK. Aufmerksame Leser unseres Mags werden die Jungs kennen, waren sie doch Teil unserer Rubrik Talentschmiede!
Umso mehr freut es mich das wir die Truppe jetzt auch mit einer Rezension beglücken können!
Grund dieser Rezension ist das neue Album „The Time Will Come“.
Auf diesem herrscht wie eh und je bei den Jungs der pure Heavy Metal mit einem Schuss Power Metal vor.
Mal mehr, mal weniger druckvoll aber irgendwie immer voll auf die Zwölf, so könnte man den Sound der Jungs beschreiben.
Produziert wurde die Scheibe durch Dennis Ward, was man auch sehr stark am Sound merkt, aber dazu gleich mehr!
Los geht es direkt kraftvoll mit dem Opener „Specter in Black“. Hier wird ziemlich routiniert der klassische Heavy Metal alter Schule gezockt welcher gut in die Platte einleitet und direkt zu gefallen weiß. Man merkt auf jeden Fall direkt wo die Reise in den nächsten Minuten hingehen wird!
Nach dem Standardmetaltrack „I won`t think about Tomorrow” und der instrumentalen Einleitung „1999 Annihilation Overture“ geht es in den Titeltrack „The Time Will Come“ wo die Jungs das erste Mal so richtig fett auffahren und einen überlangen Track präsentieren der auch immer mal wieder ins Power Metal Genre rein grätscht. Sehr cool!
Über das zackige und geil eingängige „Warriors Call“ geht es dann in den Mittelteil wo wir vor allem das gefühlvolle „No Man`s Land“ und das erdige, ja fast schon doomartige „Nightwalker“ haben welches sich auch direkt auf unserer Hitliste wiederfindet.
Das schnelle und wieder sehr eingängige „Fire Wheels“ dient dann als Eröffnungsnummer für das letzte Drittel der Scheibe.
Hier haben wir mit „Raw, Loud and Furious“ und „When the Darkness Falls” zwei recht ähnliche Tracks die ganz in Ordnung sind aber nicht großartig aus der Masse hervorstechen.

Anspieltipps:

„The Time will Come“, „Warriors Call”, “Nightwalker” und “Fire Wheels”

Fazit :

Die Jungs von AEONBLACK sind auf ihrem neuen Album doch recht abwechslungsreich unterwegs und man bewegt sich nicht immer „nur“ im altbekannten klassischen Heavy Metal Pfad.
Diese Vielseitigkeit und aber auch die größtenteils sehr starken Songs machen die Scheibe auf jeden Fall zu einem gelungenen Album welches Fans des Genres auf jeden Fall zusagen sollte! Gut gemacht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Specter in Black
02. I won`t think about Tomorrow
03. 1999 Annihilation Overture
04. The Time Will Come
05. Warriors Call
06. No Man`s Land
07. The Phantom of Pain
08. Nightwalker
09. Fire Wheels
10. Raw, Loud and Furious
11. When the Darkness Falls

Video zu „Warriors Call“:

Julian

THE NORSEMAN COMPANY – The Coming of the Chord

Band: The Norseman Company
Album: The Coming Of The Chord
Spielzeit: 40:20 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 14.02.2021
Homepage: www.facebook.com/The.Norseman.Company.Official

Mit der Formation THE NORSEMAN COMPANY bringt sich ein alter Bekannter neu ins Spiel. Die Rede ist von Geir Arne Dale, dem ehemaligen HUMBUCKER Drummer, der die norwegischen Hardrocker vor einiger Zeit verlassen hat. Die beiden Alben „R-O-C-K-S“ (2011) und „King Of The World“ (2014) sind mir noch in positiver Erinnerung – und natürlich wurden sie auch hier bei der Rock Garage besprochen.

Dale´s Engagement bei HUMBUCKER liegt nun schon einige Zeit zurück und daher konnte er sich noch einmal zurücklehnen, neu fokussieren und dann starten. Für alle Songs zeichnet sich der Schlagzeuger übrigens selbst verantwortlich und er ist sichtlich stolz, als Drummer ein komplettes Album ganz alleine verfasst zu haben. Musikalisch umsetzen konnte er natürlich nicht alles selbst und so ist die Liste der Gastmusiker ziemlich lang. Große (internationale) Namen muss man allerdings suchen, jedoch konnten mit WIG WAM´s Age Sten Nilsen und dem norwegischen Singer/Songwriter Rudi Remme zwei bekannte Mitstreiter gewonnen werden. Als weitere Sänger treten Magne Vikra, Martin Steen und Jostein Almaasbro auf. Am Ende taucht dennoch ein sehr bekannter Name auf: Ex-DIO Gitarrist Rowan Robertson steuert ein Gitarrensolo bei. Doch genug mit der Theorie, lassen wir doch mal die Musik sprechen. Nur ein Fact noch: für den Mix und das Mastering wurde Beau Hill verplichtet, der wie üblich einen richtig guten Job abgeliefert hat.

Bereits im Juni letzten Jahres setzte Initiator Geir Arne Dale mit „Here Comes Rock And Roll“ eine erste Duftmarke. Nach einem Intro mit Harley Davidson Geblubber folgt nicht weniger als eine Hymne – irgendwo zwischen WIG WAM, DANGER DANGER, DEF LEPPARD und WARRANT. Das Ziel ist also klar – THE NORSEMAN COMPANY zocken klassischen 80´s Hardrock, der niemals aus der Mode kommen wird. Der folgende Track „Master Of The Dark“, der im Oktober 2020 ins Rennen geschickt wurde, ist eine Hommage an Ronnie James Dio. Mit Age Sten Nilsen am Mikro und einem Refrain, der frappierend an DIO´s „Rainbow In The Dark“ erinnert, wird eines schnell klar: Musiker sind doch auch „nur“ Fans. Glücklicherweise ist das restliche Material bis auf diese eine Ausnahme eigenständiger und vor allem hochklassig. Hart rockend und dennoch melodisch präsentieren sich „When The Hammer Falls“, „One Step Behind“ und „Gimme Some Rock´n Roll“ sowie „Loud & Proud“ (mit schöner WIG WAM Schlagseite). Der Rock´n Roller „Dirty Nelly“ bringt nicht nur Abwechslung sondern noch mehr Schwung in die Bude und das schleppende „Stone In My Shoe“ setzt ein weiteres Highlight. Naja, im Prinzip ist das ganze Album ein Highlight, denn auch die beiden Balladen „Since You´ve Been Gone“ und „In This Neigborhood“ (erinnert ein wenig an PRETTY MAIDS meets BRYAN ADAMS) können sich sehen lassen.

„The Coming Of The Chord“ von THE NORSEMAN COMPANY knallt nahezu ohne Vorwarnung in die Szene. Zwar waren die Vorabsingles äußerst vielversprechend, aber große Ankündigungen eines Labels oder Promofirma suchte man vergeblich. Dass das komplette Album derart stark ausfallen würde, hätten nicht viele gedacht. Noch ist das Ganze ein Projekt, vielleicht wächst ja eine richtige Band daraus, zu wünschen wäre es Geir Arne Dale, der mich hier so richtig überrascht hat. Die Platte ist übrigens bei Perris Records zu beziehen. Cheerz nach Norwegen – thank you for the music!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Here Comes Rock And Roll
2. Master Of The Dark
3. When The Hammer Falls
4. Since You´ve Been Gone
5. Stone In My Shoe
6. Dirty Nelly
7. Gimme Some Rock´n Roll
8. Don´t Wanna Lose You
9. In This Neighborhood
10. Loud & Proud
11. One Step Behind (Bonus Track)

Stefan

SISTER – Vengeance Ignited

Band: Sister
Album: Vengeance Ignited
Spielzeit: 36:30 min
Stilrichtung: Sleaze Metal
Plattenfirma: Flick Records
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.sisterofficial.com

Oh yes. Eine der besten und härtesten Sleaze Bands der Welt ist mit einem neuen Output am Start. SISTER are back. Achtung Spoiler: SISTER haben ein weltklasse Album im Gepäck. Diese verrückten Maniacs treiben seit 2006 ihr Unwesen in der Szene. Live sind die Schweden eine Macht. Auf ihrer Tour damals mit CrashDiet haben mich die Jungs mit ihrer rohen Energie und Spielfreude einfach nur geflasht. Ihr völlig eigener Stil, der im Laufe der Jahre immer härter wurde, vereinigt den Glam, Punk, Sleaze und Metal auf faszinierende Art und Weise. Sänger Jamie trägt mit seinem „Black Sleaze“ Gesang maßgeblich dazu bei. Na dann, Anlage auf zehn und go.

Mit „Bring Out The Dead“ geht es gleich in die Vollen. Räudige Vocals treffen auf harte Gitarren und der Refrain bleibt auf Anhieb im Ohr sitzen. Ein perfekter Opener der sofort zündet. Weiter geht’s mit dem Titeltrack „Vengeance Ignited“. Aggressive Verse und kraftvolle Sing-Along Chöre prägen das Stück. Die Drums gefallen mir hier auch sehr gut. Fuck yeah, auf „Spitfire“ gibt es voll in die Fresse. Hier wird einfach drauf los gerockt ohne Gefangene zu machen. Da wird es live vor der Bühne komplett abgehen, klasse. „Scream For Pleasure“ ist grandios. Der Gitarrensound ist Heavy, der Bass grooved wie Sau und die Melodie ist göttlich. Hardcore Superstar wären stolz darauf. Auch der Drummer liefert hier wieder voll ab. „Psycho Thrilling“ ist genau dass was du brauchst um deine Aggressionen abzubauen. Was für eine Energie, die auch an Pantera („Walk“) erinnert. Und es wird nicht schlechter auf „Primal Rage“. Die Nummer ist roh, mit genügend melodischen Elementen versehen und technisch auf hohem Niveau. „Die With A Smile“ ist eine absolute Hymne. Wer auf dieses Punk-Metal orientierte Stück nicht anspringt, muss ein Zombie sein. Ich bin voll begeistert. Auf „Walk With Me“ werden düstere und okkulte Texte kombiniert. Straighte harte Nummer die zum Ende hin ein bisschen Modern Rock beinhaltet. Und überhaupt: klasse. „Whispering Winds“ schlägt leisere Töne an. Die Stimme und das Klavier kombiniert mit der Akustik Gitarre ergeben eine solch emotionale Stimmung, Gänsehaut Feeling pur. Die letzten 1 ½ Minuten wird noch mehr Power reingelegt. Beim Abschluss „One Last Ride“ ist Party pur angesagt. Hier gibt die Band noch mal alles und knallt einen echten Banger raus.

Anspieltipps: ALLES

Fazit: Was die SISTER Jungs hier präsentieren ist absolute Championsleague. Mit Abstand ihr bestes Werk bis dato. Just Killer, no Filler. Es kann hier nur die Höchstpunktzahl geben. Jetzt drücke ich die Repeat Taste und träume von einem SISTER, Hardcore Superstar, The Cruel Intensions und CrashDiet Konzert im Paunchy Cats.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Bring Out The Dead
02. Vengeance Ignited
03. Spitfire
04. Scream For Pleasure
05. Psycho Thrilling
06. Primal Rage
07. Die With A Smile
08. Walk With Me
09. Whispering Winds
10. One Last Ride

Sturmi