TEMPERANCE – Of Jupiter and Moons

Band: Temperance
Album: Of Jupiter and Moons
Spielzeit: 46:46 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.temperanceband.com

Die italienischen Melodic Metaller von TEMPERANCE entdeckte ich 2014 mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum und war sofort angetan von der musikalischen Mischung der Band.
Vor dem neuen, dritten Album „Of Jupiter and Moons“ hat es aber ordentlich gewackelt im Bandgefüge denn mit Alessia Scolletti und Michele Guaitoli (KALEDON und OVERTURES) hat man gleich zwei neue Stimmen an Bord.
Daher war ich gespannt ob sich der Sound der Band nun verändert hat und wie TEMPERANCE 2018 so klingen.
Das letzte Album „The Earth Embraces us All“ aus dem Jahre 2016 räumte bei uns fast die volle Punktzahl ab, da sind natürlich die Erwartungen groß!
Und mit selbiger starten wir in den Opener „The Last Hope in a World of Hopes“. Als erstes gibt es erstmal eine kleine mehrstimmige Einleitung bevor die Nummer dann so richtig Fahrt aufnimmt und dann in einen absolut schmissigen und eingängigen, mehrstimmigen Chorus mündet!
Apropos Mehrstimmigkeit, die beiden neuen Sänger harmonieren perfekt miteinander und spielen sich die Bälle mit Leichtigkeit zu. Ja es scheint gerade so als ob man sich gegenseitig schön puscht und anschiebt. Ein sehr gelungener Einstieg!
Bei „Broken Promises“ beginnt mal der männliche Sänger Michele zum Einstieg, bevor sich Alessia mit einschaltet und man erneut im Chorus absolut zur Hochform aufläuft! Himmel ist das wieder ein mega eingängiges Stück, wow!
Und natürlich schlägt auch der anschließende Titelsong „Of Jupiter and Moons“ in die gleiche Kerbe und begeistert von vorne bis hinten, da muss man glaube ich kein Prophet sein.
Danach, wen wundert es, macht man eigentlich auch genauso weiter wie bisher, leistet sich eigentlich so gut wie keine Schnitzer und greift bei so Songs wie „
Alive Again“ oder „Way back home“ wieder komplett ins obere Regal.
Zum Abschluss der Scheibe gibt es dann mit “Empires and Men” und “Daruma`s Eyes (Part1) zwei epische Nummer die sich ebenfalls stark und eingängig ins bisherige Songgefüge einreihen und den geneigten Hörer nach verklingen des letzten Tons erstmal sprachlos dasitzen lässt bevor man liebend gerne erneut den Play Knopf betätigt!

Anspieltipps:

Perfektion von Anfang bis Ende, greift hin wo ihr wollt!

Fazit :

Ich hätte es ja nicht für möglich gehalten, aber man bekommt hier nochmal definitiv eine Steigerung zum, schon exzellenten, Vorgänger hin was vermutlich auch an der Hinzunahme eines zweiten Sängers liegt. Das macht das Ganze musikalisch natürlich noch wesentlich breiter und atmosphärischer zum Vorgänger!
Wenn ich die weiblichen Stimmen vergleiche, da denke ich ist man ähnlich stark wie bisher unterwegs. Ich find`s schade um die bisherige Fronterin Chiara, die bislang auch einen wahnsinnig guten Job gemacht hat, aber gut manchmal geht es halt einfach nicht zusammen weiter.
Wie auch immer, Fans der bisherigen Alben müssen hier auf jeden Fall zuschlagen und allen Anhänger von atmosphärisch, dichten Melodic Metal sollten hier auch definitiv auf ihre Kosten kommen! Geile Scheibe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Last Hope in a World of Hopes
02. Broken Promises
03. Of Jupiter and Moons
04. Everything that I am
05. We are Free
06. Alive Again
07. The Art of Believing
08. Way Back Home
09. Empires and Men
10. Daruma`s Eyes (Part 1)

Julian

HEXED – Netherworld

Band: Hexed
Album: Netherworld
Spielzeit: 46:23 min
Stilrichtung: Progressive Heavy Metal
Plattenfirma: ViciSolum Productions
Veröffentlichung: 30.03.2018
Homepage: www.hexed.se

Endlich ertönt mal wieder der Newcomeralarm hier bei uns! Hatten wir lange nicht mehr. Mit HEXED betritt eine female fronted Metalband aus Schweden die Bühne die von der stimmgewaltigen Fronterin Tina Gunnarsson angeführt wird.
2015 gründete man sich und bezieht seine musikalischen Einflüsse aus so Bands wie QUEENSRYCHE, CRIMSON GLORY oder PAGANS MIND. Man hat es hier also mit eingängigen, groovenden Metal der progressiven Sorte zu tun.
Was ich als Appetithappen hörte und die Vorschusslorbeeren an sich machten mir das Debütalbum „Netherworld“ der Band ganz schön schmackhaft, daher stürzen wir uns mal direkt in den Opener „Obedience“. Dieser legt direkt los und ohne großartige Einleitung werden uns hier die tiefer gestimmten Gitarrenriffs um die Ohren geballert. Unterstützt werden sie dann nach Kurzem durch Sängerin Tina, die wirklich ein gut passendes rockiges Organ besitzt. Der Song bangt sich so dahin bis zum Chorus, der dann auch wunderbar kleben bleibt!
Teilweise wird Tina auch von einer männlichen Stimme unterstützt, was einen guten Kontrast darstellt. Passt soweit alles beim Opener!
Das anschließende „Roots“ fällt dann nicht weiter auf, bevor man mit „Forsaken“ wieder eher glänzen kann. Hier ist man schön im Midtempobereich und schön songdienlich unterwegs. Im Refrain ist man auch wieder sehr eingängig, von daher passt das Ganze hier wieder voll ins bisherige gute Bild.
Super gelungen ist der Mittelteil der Scheibe der mit den starken „Exhaling Life“ und dem Titeltrack „Netherworld“ bestens unterhalten kann. Hier greift ein Songwriting Rädchen ins andere und die Songs prägen sich bestens ein!
Im weiteren Verlauf kann „Lightyears“ noch so richtig überzeugen, die anderen Nummern sind zwar auch alle nicht schlecht, erreichen aber nicht das Qualitätsniveau der genannten Highlights.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sollten euch hier „Obedience“, „Forsaken“, „Exhaling Life“, „Netherworld“ und „Lightyears“ direkt zusagen.

Fazit :

Noch ist nicht alles Gold was bei HEXED glänzt! Aber man ist auf einem verdammt guten Weg, denn für ein Debütalbum ist das Ganze hier schon mächtig gut gelungen.
Die Highlights beweisen das recht gut denke ich.
Wer auf female fronted Metal mit ordentlich Schmackes, Power, ohne Operngeträller und etwas Progressive steht, der ist hier genau richtig würde ich sagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Obedience
02. Roots
03. Forsaken
04. Oceans
05. Exhaling Life
06. Netherworld
07. Lightyears
08. Stars
09. Illuminate
10. Remake my Soul

Julian

NIGHTHUNTER News

NIGHTHUNTER UNTERSCHREIBEN WELTWEITEN DEAL BEI PURE STEEL RECORDS

Pure Steel Records sind stolz darauf, das offizielle Signing der US Band NIGHTHUNTER bekannt zu geben. Die Band ist gerade im Studio und nimmt ihr Debütalbum auf, welches schlicht und einfach „NIGHTHUNTER“ betitelt sein wird.

Die Band besteht aus Mitgliedern von Vatican, Sleepy Hollow, Saviour From Anger und Homicide Black, was für eine Reihe von Fans interessant macht.

Die erste Single „SCREAM“ wird am Dienstag, den 24. April 2018 veröffentlicht. Der geplante Veröffentlichungstermin für das Debüt wird im September sein. Ein offizielles Datum wird in Kürze bekannt gegeben.

NIGHTHUNTER startet 2018 eine Reihe von Live-Events, beginnend mit dem 25. Mai im legendären SHERLOCKS in Erie, Pennsylvania sowie am Samstag, dem 10. November beim HELL FEST 2018 in der Rock Box, San Antonio, TX !!

Wir freuen uns, NIGHTHUNTER in die Pure Steel Roster begrüßen zu dürfen, sowie auf ein spannendes Album.

LINE-UP:
Bob Mitchell – lead vocals (ex-SLEEPY HOLLOW)
Sean Nestor – guitars, vocals (HOMICIDE BLACK)
„Jazz“ Byers – guitars (HOMICIDE BLACK)
Brian Callin – bass, vocals (ex-VATICAN)
Josh Shank – drums (SAVIOR FROM ANGER)

Link
www.nighthunterband.com/

WOLFEN News

WOLFEN „Rise Of The Lycans“ – Cover, Tracklist, Veröffentlichungsdatum

Am 22. Juni 2018 wird das neue Album „Rise Of The Lycans“ der deutschen Power/Thrash Band WOLFEN auf CD veröffentlicht. Der Vorverkauf beginnt am 08. Juni 2018.

Auch im Jahre 2018 ist mit der deutschen Metal-Institution WOLFEN fest zu rechnen! Und es gibt tolle News dazu…

Das Line Up ist nun wieder komplett. Nachdem Drummer Holger Bloempott, als auch Langzeit Gitarrist Björn Grüne aus familiären und privaten Gründen die Band verlassen haben, ist nun Interimsdrummer Siegfried Grütz festes Bandmitglied, der bereits in den 80ern unter anderem mit Brainfever für Furore gesorgt hatte. Bei dem Posten des zweiten Gitarristen ist der Band ein weiterer absoluter Glücksgriff gelungen. So konnte man Andreas Doetsch verpflichten, der bereits als „Andy the wicked“ nicht nur in der Rheinländischen Szene bekannt ist und schon in diversen Bands wie Steelpreacher seine Fähigkeiten als Gitarrist unter Beweis stellen konnte.

Nachdem man 2014 – 2016 mit mehr als 50 Konzerten (darunter eine Europatour mit Grave Digger) das Album „Evilution“ ausgiebig betourte hatte, wurde es 2017 etwas ruhiger um die Band. Man hat nur einige ausgesuchte Gigs gespielt, was natürlich der Einarbeitung der neuen Bandmitglieder geschuldet war. Mit den neuen Mitgliedern zeigt sich die Band 2018 in ihrer ausgereiftesten Form! Nachzuhören auf dem neuen Longplayer „Rise Of The Lycans“.

Dieses Album stellt Nummer sechs in der Karriere der Band dar und beinhaltet alle typischen WOLFEN Trademarks und wesentlich mehr. Die neue Scheibe ist wesentlich kraftvoller als die Vorgängeralben. Hier kann man tatsächlich von melodischen Powermetal mit Thrash Einflüssen sprechen. Des Weiteren hat man diesmal eine 4 Song umfassende utopische Konzeptstory verfasst. Die Songs sind gespickt mit bekannt prägnanten Vocals, der äußerst druckvollen Rhythmusfraktion und der ausufernden Gitarrenarbeit, die seit jeher einen großen Platz einnehmen im Sound der Band! Nachdem das „Comeback-Album“ „Chapter IV“ und dem Nachfolger „Evilution“ dem Quintett neuen Auftrieb gegeben haben, auch durch die hervorragenden Resonanzen seitens der Onlinepresse, war eine Weiterführung der einzig logische und richtige Weg! Das Ergebnis stellt wohl den derzeitigen Höhepunkt in der Schaffensphase dar und bringt alle Facetten der Band auf den Punkt! Das Ganze garniert mit der fetten Produktion von Martin Buchwalter in den Gernhart Studios! Auch auf die Gefahr hin, dass es abgedroschen tönt: Die Band klingt so gut wie nie zuvor!!!

Umso mehr sind alle voller frischer Energie und hungrig um ab Sommer 2018 Live wieder voll durch zu starten.

In diesem Sinne…
THE WOLFEN IS ALWAYS GONNA GET YA!

TRACKLIST:
1. Rebirth Of The Regulators
2. Genetic Sleepers
3. Forgotten Dreams
4. Xenophobia
5. Science & Religion
6. Timekeeper
7. Rise Of The Lycans
8. Succubus
9. New World Order
Total Playing Time: 54:52 min

 

 

 

LINE-UP:
Andreas von Lipinksi – vocals
Frank J. Noras – guitars
Nicolas Filter – bass
Andreas Doetsch – guitars
Sigfried Grütz – drums

Special guests:
Chris Boltendahl (Timekeeper) – vocals

Link
www.wolfen-metal.de/

FANTASY OPUS News

FANTASY OPUS „The Last Dream“ – Cover, Tracklist, Veröffentlichungsdatum

Am 08. Juni 2018 wird das neue Album „The Last Dream“ der Power/Prog Metal Band FANTASY OPUS über PURE STEEL PUBLISHING auf CD veröffentlicht. Der Vorverkauf beginnt am 25. Mai 2018.

„The Last Dream“ ist ein gigantischer Sprung in Bezug auf Produktion, Stil, Image, Text und Härte des Vorgängers. Das Hauptelement des gesamten Albums ist das metaphorische Meer und alle Tracks sind um dieses herum aufgebaut.

Das Album enthält 11 Tracks, von denen 6 das 39-minütige Epos „The Last Dream“ bilden – eine romantische und surreale Reise durch das Universum, die in den Träumen und der Psyche eines sterbenden alten Mannes entsteht.

Für Fans von Symphony X und Angra, sowie leichten Einflüssen von Dream Theater und Cacophony.

TRACKLIST:
1. Ritual Of Blood
2. Heaven Denied
3. Chosen Ones
4. Lust
5. Conquer The Seas
6. Black Angels
7. Every Scar Tells A Story
8. Perfect Storm
9. Oceans
10. Realm Of The Mighty Gods
11. King Of The Dead
Total Playing Time: 70:44 min

 

LINE-UP:
Leonel Silva – vocals
Nilson Santágueda – bass
Marcos Carvalho – lead guitars
Ruben Reis – rhythm guitars
Ricardo Allonzo – drums

Link
https://www.facebook.com/pages/Official-Fantasy-Opus/125425024191409

SALTY DOG – Lost Treasure

Band: Salty Dog
Album: Lost Treasure
Spielzeit: / min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 23.03.2018
Homepage: www.Escape-Music.com

Ach, das ich das noch erleben darf – ein „neues“ Album von SALTY DOG. Der Erstling dieser verrückten Truppe („Every Dog Has Its Day„, 1990) ist immer noch einer meiner Faves. Ein absolut verkanntes Kleinod, schräg, dreckig und äusserst unterhaltsam. Mit „Lost Treasure“ erscheint nun posthum das damals nie veröffentlichte 2te Album der Band, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen Ihr Aushängeschild verloren und durch einen neuen Mann ersetzt hatte: Sänger Jimmi Bleacher hatte das Schiff aufgrund von ausufernden Drogenproblemen verlassen (müssen), aber der neue am Mikro war nun auch nicht wirklich von schlechten Eltern. Im Gegenteil, Darrel Beach hatte eine bessere Stimme, einen enormen Enthusiasmus und konnte obendrein auch noch so klingen wie sein Vorgänger. Was, bitte schön, konnte da noch schiefgehen? Nun ja, die Platte heisst „Lost Treasure“ und wird über 20 Jahre nach Aufnahme veröffentlicht – offensichtlich also eine Menge …

Auffällig ist erstmal, dass der Klang der Aufnahmen mitunter variiert und im allgemeinen wie ein gutes Demo klingt. Ganz offensichtlich ist hier damals nicht mit grossem Besteck (Produzent, Tontechniker) gearbeitet worden und die finanzielle Unterstützung war nicht die, die einer Major Veröffentlichung zustand. Auch wenn das Debüt nicht gerade als audiophile Offenbarung durchgeht, so war der basische Sound der Trupper auf „Every Dog Has Its Day“ doch perfekt eingefangen. Auf „Lost Treasure“ rumpelt es immer noch wie auf dem Vorgänger, aber nicht mehr so klanglich packend in Szene gesetzt. Sänger Beach hatte eine beeindruckende Stimme, übertreibt es aber auch mitunter und strapaziert die Nerven weil er quasi immer volle Kanne gibt. Das ist aber unterm Strich relativ egal, denn die hier versammelten Tracks machen durchaus Laune und erinnern daran, warum SALTY DOG mit dem Erstling einen Achtungserfolg landen konnten. Tracks wie das stark an das Debüt erinnernde „Open Sezme“, die bluesige Ballade „When Fools Rush In“ oder knarzige Rocker der Marke „Damned If I Do“ und „Honeysuckle Wind“ (natürlich nur echt mit dem Banjo!) lassen kein (Fan)Auge trocken. Allerdings, das sollte man bei aller Freude auch nicht verschweigen, kommen die Songs nicht an die von „Every Dog Has Its Day“ heran. Vor allem in den Refrains fehtl einfach der letzte Kick der aus einem guten einen starken Song macht. Es fehlt immer wieder der letzte Feinschliff, den halt auch ein erstklassiges Album benötigt um überzeugen zu können. Es macht also durchaus ein wenig Sinn, dass die Platte damals (zumal der Musikmarkt sich in einem radikalen Wandel befand) in der Versenkung verschwand.

„Lost Treasure“ richtet sich also primär an Fans von SALTY DOG und davon wird es nicht mehr allzuviele geben. Die, die noch da sind, werden aber umso glücklicher sein, dass es noch zusätzlichen Stoff der Band gibt. Und diese Fans haben wahrscheinlich längst schon die CD in den Einkaufswagen geklickt. „Lost Treasure“ muss man nicht unbedingt haben. Fans der Band werden allerdings einige vergnügliche und ausgelassen nostaligische Stunden damit verbingen.

WERTUNG :

 

 

Trackliste:

01. Damned If I Do
02. I Need More
03. Walk Softly
04. Open Sezme
05. Mission On A Hill
06. All That Glitters
07. Woman Scorned
08. Honeysuckle Wind
09. Didju
10. Old Fashioned Love
11. When Fools Rush In

Mario

BONFIRE – Temple of Lies

Band: Bonfire
Album: Temple Of Lies
Spielzeit: 43:30 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AFM Records/Soulfood
Veröffentlichung: 13.04.2018
Homepage: www.bonfire.de

Nach dem Erfolg der letzten Scheibe „Byte The Bullet“ ließen BONFIRE um Original Mitglied/Gründer HANS ZILLER nicht viel Zeit verstreichen um den Nachfolger „Temple Of Lies“ der geneigten Fangemeinde zu präsentieren.
Qualitativ kann man ohne Zweifel an das Vorgänger-Werk anknüpfen. Letztlich hat man es nicht verlernt gute Songs zu kreieren, die auch Anno 2018 immer noch sehr prägnant, nachvollziehbar und mit guten Melodien einhergehen.
„Crazy Over You“ ist hierfür ein sehr eindringliches Beispiel. Nicht nur dieser Track besitzt Strukturen, die an die frühen BONFIRE erinnern und entsprechend in die heutige Dekade musikalisch transportiert werden konnten, ohne die bekannten Trademarks außen vor zu lassen.
Eigentlich mag man aus einem sehr kompakten Rundling, der durchgehend gute Qualität bietet, keinen Titel herausheben, aber mit „On The Wings Of An Angel“ ist der Band eine echte AOR Hymne geglückt. Eindringlich gut wirkt auch weiterhin die Gitarrenarbeit von Frank Pane, der 2014 zur Band dazu gestoßen ist.
Das Fazit fällt daher relativ prägnant aus. Anhänger der melodischen Klänge sollten BONFIRE auch heuer wieder an checken und diesen Silberling schnellstens erwerben.
Bleibt zu hoffen, dass man diesen Weg auch in Zukunft weiter beschreiten wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. In The Beginning
02. Temple Of Lies
03. On The Wings Of An Angel
04. Feed The Fire
05. Stand Or Fall
06. Comin Home
07. I’ll Never Be Loved By You
08. Fly Away
09. Love The Way You Hate Me
10. Crazy Over You

Bonne

EMERALD SUN – Under The Curse Of Silence

Band: Emerald Sun
Album: Under The Curse Of Silence
Spielzeit: 58:17 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 13.04.2018
Homepage: http://www.emeraldsun.gr

Machen wir uns nichts vor: Die ganze auf Hochglanz polierte Power-Metal-Partymukke, die heutzutage von SABATON, POWERWOLF und Konsorten veröffentlicht wird und mit Wänden von Keyboards und stampfenden Disco-Beats daherkommt, macht ja schon echt Spaß. Ab und zu darf es jedoch ruhig auch mal eine Prise altmodischer, bodenständiger sein – und für diese Momente gibt es unter anderem EMERALD SUN. Deren neustes Album „Under The Curse Of Silence“ ist im Prinzip Hamburger Power Metal der Neunziger aus Griechenland mit leichten italienischen Einflüssen (auch wenn andere Rezensionen den Stil der Band eher mit Skandinavien in Verbindung bringen).
Die Produktion des truerweise am Freitag dem 13ten releasten fünften Streiches der Herren aus Thessaloniki übernahm RAGE-Gitarrist Marcos Rodriguez, und der mag für die Musik von EMERALD SUN den perfekten Sound gefunden haben, klingt es doch beinahe danach, als habe man die neuste Scheibe vor 25 Jahren herausgebracht und nun noch einmal sehr gut remastert.
Des weiteren klingt das Ding stark nach GAMMA RAY. Nicht unbedingt, weil man Melodielinien abgekupfert hätte – eher, weil einerseits Sänger Stelios Tsakirides (der einen hervorragenden Job macht) stark an Goldkehlchen KAI HANSEN erinnert und andererseits die Art der Melodieführungen, die Gestaltung der Backing Vocals und die rockig-unbeschwerte Grundstimmung mit einer hörbaren Portion guter Laune oft sehr RAYige Züge haben. Ist das schlecht? Nein, im Gegenteil, denn EMERALD SUN sind alles andere als eine schlechte Kopie. Sie machen schlicht und ergreifend gut gelaunten, sympathischen Power Metal im Sinne der Hanseaten.
Gelungener Einstieg ist „Kill Or Be Killed“ mit seinem Prototyp-Power-Metal-Refrain, nicht minder gelungene Weiterführung das anschließende „All As One“ (Hört hier jemand „One With The World“ raus?), dessen Backing Vocals wie die Faust aufs Auge passen.
„Blast“ ist bangbar im besten Sinne, hat den einzig wahren PEAVY WAGNER am Start (den man auch an der ein oder anderen Stelle auch noch im Hintergrund findet) und MUSS natürlich im Chorus ein paar Explosionssounds während des Wortes „Blast“ auffahren. Alles andere wäre auch beschämend. Apropos: Das einzig Beschämende und Schwache an „Weakness And Shame“ ist das uninspirierte Ausfaden am Ende. Der Rest ist Party vom Feinsten. Mit „Journey Of Life“ gibt’s die obligatorische Ballade, die episch ausfällt und zum Schwenken von Feuerzeugen einlädt (und die nochmal als Bonussong vertreten ist. Auf spanisch natürlich, wie sich das für Griechen gehört.).
Stark geht es auch weiter. „Rebel Soul“ knattert auf Uptempo daher, „Land Of Light“ MANOWARt hörbar und „Slaves To Addiction“ ist ein weiterer Top-Song auf „Under The Curse Of Silence“, dessen Chorus dem Ganzen die Krone aufsetzt.
Keine Disco, keine Synth-Overdose, das ist Power Metal in Reinform, wie man ihn in letzter Zeit vielleicht ein wenig zu selten hört.

Anspieltipps:
„Slaves To Addiction“, „All As One“, „Kill Or Be Killed“ und „Fame“

Fazit:
Mitte April ist wirklich ein guter Zeitpunkt für den Release von „Under The Curse Of Silence“, denn das Ding ist nicht nur erfrischender hochwertiger Power Metal, es ist auch ein Top-Sommer-Metal-Album. Anlage einpacken, raus auf den Campingplatz oder in den Park, Grill warm, Bier kalt, EMERALD SUN laut, Laune gut. So einfach ist das.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Kill Or Be Killed
02. All As One
03. Carry On
04. Blast
05. Weakness And Shame
06. Journey Of Life
07. Rebel Soul
08. Land Of Light
09. Slaves To Addiction
10. Fame
11. World On Fire
12. La Fuerza Del Ser (Bonus Song)

Jannis

ROSS THE BOSS – By Blood Sworn

Band: Ross The Boss
Album: By Blood Sworn
Spielzeit: 46:34 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.ross-the-boss.com

Ross the Boss, aka Ross Friedman, muss hier wohl keinem mehr vorgestellt werden. Stichwort Ex-MANOWAR-Gitarrist und -gründungsmitglied, nebenbei an diversen weiteren Projekten beschäftigt (gewesen), aktuell unter anderem an DEATHDEALER. Und dann gibt es da noch ROSS THE BOSS, das Soloprojekt des guten Mannes, dessen dritten Release der gebürtige New Yorker momentan feiern darf, unter anderem mit Mike LePond, der erst ein knappes Vierteljahr zuvor mit seinem eigenen Soloprojekt releaste (Wir berichteten).
Wer die ersten beiden Alben von ROSS THE BOSS kennt, der weiß letztendlich bereits, was ihn mit “By Blood Sworn” erwartet. True Heavy Metal, weit weniger pathostriefend als MANOWAR, mit denen man Ross wohl ewig in Verbindung bringen wird, aber nichtsdestotrotz ausgestattet mit Rittern, Schwertern und güldenen Vögeln, wie das Coverartwork bereits subtil andeutet. Während MANOWAR (ja, ich höre jetzt sofort auf mit dem Vergleich) einigermaßen viel Angriffsfläche für spöttische Kritik hinsichtlich ihrer Selbstwahrnehmung und -darstellung sowie ihrer musikalischen Qualität gerade in den letzten Jahren bieten, ist derartige Kritik bei ROSS hingegen einfach nicht möglich. Denn “By Blood Sworn” ist schlicht ein sehr starkes Heavy-Metal-Album von einer sympathischen und fähigen Truppe, das selbst in balladigen Momenten (“Faith Of The Fallen”) nicht kitschig ist, ansonsten eine gute Dosis Rock’n’Roll verabreicht bekommen hat und über seine Dreiviertelstunde Spieldauer amtlich kurzweilig ist.
Schon der Titeltrack macht Laune, ist recht einfach gehalten und lädt live zum Mitsingen ein. “Among The Bones” fällt sehr rock’n’rollig aus, mit starkem Chorus, den, man höre und staune, auch ein 2008er ALICE COOPER so hätte schreiben können. “This Is Vengeance” beweist das nicht zu leugnende Talent von Sänger Marc Lopez, mit böser Strophe und melodiösem Refrain auf ordentlich Tempo. Vergleichsweise zurückhaltend fällt die Strophe im anschließenden “We Are The Night” aus – dafür darf im Chorus gekeift werden. Ach ja, erwähnenswerter Mittelteil!
Dass das kürzere Schwert im Nahkampf manchmal das effektivere ist, zeigt das knackig-rockige “Devil’s Day” mit seinen gerade mal drei Minuten Länge. Dass man mit einem asozial dicken gemeinen Eisenhammer genauso gut gewinnen kann, zeigt anschließend “Lilith” mit über sieben Minuten, einer starken Doom-Schlagseite und ordentlich Dramatik (außer im Mittelteil, wo man erwartungsgemäß fix im Rossmodus unterwegs ist).
Zum Rest der Songs? Nö, sonst wird die Rezension zu lang. Das Niveau wird jedenfalls problemlos gehalten. An dieser Stelle sollte eh bereits deutlich geworden sein, dass “By Blood Sworn” ein starkes Album ist, das echten Heavy Metal und Vielseitigkeit gekonnt vereint und nur unmerklich schwächer als das grandiose “New Metal Leader” ausfällt.

Anspieltipps:
“Devil’s Day”, “Among The Bones”, “Lilith” und “Play Among The Godz”

Fazit:
Wer sein Gemächt mal wieder ein wenig vergrößern, dabei aber nicht auf durchgängig interessante und geil geschriebene Songs verzichten möchte, der ist mit “By Blood Sworn” gut beraten. Ehrlich, 99% der Leser in unserer Garage sind eh Teil der Zielgruppe dieses Albums. Reinhören!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. By Blood Sworn
02. Among The Bones
03. This Is Vengeance
04. We Are The Night
05. Faith Of The Fallen
06. Devil’s Day
07. Lilith
08. Play Among The Godz
09. Mother Of Horrors
10. Fistful Of Hate

Jannis

AXXIS News

AXXIS – Neues Album „Monster Hero“ erscheint am 5. Oktober – Supportacts für die Tour stehen fest

Lünen – Eine der etabliertesten deutschen Rockbands meldet sich in diesem Jahr monströs zurück: die Nordrhein Westphalen von AXXIS veröffentlichen am 5. Oktober ihr neues Studioalbum „Monster Hero“. Einige Wochen nach Albumrelease ist die Band auf Tour dazu, für die nun die beiden Support-Acts bekannt gegeben wurden: Razzmattazz und Dornenkönig.

Die Baden-Württemberger von RAZZMATAZZ (sprich: Räsmatäs) bewegen sich musikalisch irgendwo zwischen AC/DC, ZZTop und NWOBHM und waren bereits mit Nazareth zusammen auf Tour. Mit DORNENKÖNIG ist ein Vertreter der härteren, deutschsprachigen Klänge mit an Bord. Formiert aus den ehemaligen Schlagwerk verbuchen sie Produzentenlegende Tommy Newton (u.a. Helloween, Guano Apes) in ihrem engeren Team.

AXXIS befinden sich derweil im Studio, um den Songs des Albums ihren Feinschliff zu verpassen. Wie für AXXIS typisch, stehen auch dieses Mal wieder Zeitgeist und der typische Axxis-Charakter eng zusammen. Das Album beschäftigt sich mit unserer Gesellschaft und ihrem Drang, alles immer noch größer, besser und hochdimensionierter haben zu wollen und wendet sich dabei auch kritisch an aktuell regierende Machtführer, dem aufkommenden Zeitalter des Populismus und der Fake News.

„Wir leben in einer Welt voller Superlative – egal ob in der Werbung, in Wahlversprechungen oder sonst wo, alles muss „monstergroß“ oder besonders heldenhaft sein“, so die Musiker. „Dabei gibt es auch einige Staatsführer, die in ihrem Streben mehr „Monster“ als „Hero“ sind und bei denen die beiden Begriffe eine gefährliche Symbiose eingehen.“
Sie sind eine der deutschen Rockbands, die Geschichte geschrieben haben und es immer noch tun: Vor 29 Jahren kam ihr Erfolgsalbum „Kingdom Of The Night“ auf den Markt, das bis heute zu den wichtigsten nationalen Rock-Alben zählt – fast drei Jahrzehnte später feiern AXXIS immer noch Erfolge – Chartentries in die Top 30 mit ihren letzten Alben, etliche ausverkaufte Shows und ein Kulturpreis der Stadt Lünen für Sänger Bernhard Weiß sind die aktuellsten Auszeichnungen.

In wenigen Monaten wird es im wahrsten Sinne des Wortes „Monster Hero“-mäßig weitergehen.

AXXIS: „MONSTER HERO“ TOUR 2018

Support: Dornenkönig* & Razzmattazz**

22.03. ES – Oviedo / Sir Laurens

23.03. ES – Vitoria / Urban Rock Concept

24.03. ES – Pozal de Gallinas (Valladolid) / Polideportivo Municipal

21.07. D – Balge / Rock das Ding Festival

17-18.08CZ – Moravský Krumlov / Rock Heart Festival

29.09. D – Lünen / Heinz-Hilpert Theater (AXXIS Rock Revue)

TOURSTART

25.10. D – Wuppertal / Haus der Jugend *

26.10. D – Burgrieden / Riffelhof *

27.10. D – Heidenheim a.d.Brenz / Lokschuppen *

01.11. D – Frankfurt a.Main / Nachtleben *

02.11. D – Soest / Alter Schlachthof *

03.11. D – Bremen / Meisenfrei *

04.11. D – Hamburg / Logo *

08.11. D – Mannheim / MS Connexion Complex **

09.11. D – Pirmasens / Quasimodo **

10.11. D – Burglengenfeld / VAZ **

11.11. D – Augsburg / Spectrum **

15.11. D – Nürnberg / Hirsch **

16.11. D – München / Strom **

17.11. CH- Aarburg / Musigburg */

http://www.axxis.de