Nightqueen News

NIGHTQUEEN unterschreiben weltweiten Plattenvertrag bei El Puerto Records

+++ Das neue Album erscheint Ende Mai +++

Belgiens Vorzeigemetaller NIGHTQUEEN unterzeichneten einen Plattenvertrag für weltweiten Vertrieb beim schwäbischen Plattenlabel El Puerto Records.

Seit ihrer Gründung 2004 haben Nightqueen bislang zwei Alben veröffentlicht.
Das kommende Album der Symphonic Power-Metaller wurde in den Spacelab-Studios aufgenommen, wo Christian Moos bereits genre-passend für Delain und Luca Turilli’s Rhapsody gemixt hat.

Bandgründer Rex Zeko:
„Wir sind stolz, dass wir unseren Deal mit dem Plattenlabel El Puerto aus Ulm bekannt geben können.
Es hat etwas gedauert bis wir nach vielen Überlegungen und Abwägungen aus mehreren Labels die richtige Entscheidung getroffen haben.
Die Mischung aus guten Konditionen und ihrem ehrlichen Einsatz, uns dabei zu helfen, den richtigen Weg in diesem Dschungel der Musikwelt zu finden, war ausschlaggebend für unsere Entscheidung.“

Auch beim Label zeigt man sich begeistert.
Promo-Chef Matt Bischof: „Nightqueen ist eine phänomenale Band, die Symphonic- und Power-Metal perfekt kombiniert. Mit ihrer Energie und Spielfreude brauchen sie sich auf diesem Sektor hinter keiner Band verstecken.“

Weitere News zum Album sowie Tourdaten in Kürze!

NIGHTQUEEN:

Hellen Heart – Vocals

Rex Zeco – Guitar – Backing vocals

Cosi Matrigiani – Guitar

Paddy Lee – Bass – Backing vocals

Gio Zuccari – Keyboards – Backing vocals

Andy Hermans – Drums

www.facebook.com/Nightqueenmetal/

Stormhammer News

STORMHAMMER kündigen neues Album an

Die Modernen Power Metaller STORMHAMMER werden am 24. Mai ihr neues Album „Seven Seals“ bei Massacre Records veröffentlichen!

Das kommende Album ist das erste Album mit dem neuen Sänger Matthias Kupka und kommt mit einem neuen Sound daher.

„Seven Seals“ wurde auch von Matthias Kupka gemischt und gemastert. Jan Yrlund hat das Albumartwork gestaltet. Die Tracklist ist unten verfügbar.

Auf „Seven Seals“ trifft brachiale Härte auf einen modernen Sound. Vom thrashigen Power Metal geht es auch in melodiöse Gefilde und es warten Songs mit eingängigen Refrains auf den Hörer. Harte Riffs vereinen sich auf dem Album mit ausgereiften Melodien und Soli.

Die erste Single „Prevail“ erscheint nächste Woche zusammen mit einem Lyric Video.

STORMHAMMER – Seven Seals
out on May 24, 2019 via Massacre Records

01. Sleepwalker
02. Prevail
03. Under The Spell
04. Taken By The Devil
05. Seven Seals
06. Your Nemesis
07. Keep Me Safe
08. One more Way
09. Downfall
10. Deal With The Dead
11. Old Coals

SKELETOON – They Never Say Die

Band: SkeleToon
Album: They Never Say Die
Spielzeit: 59:14 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 08.03.2019
Homepage: www.skeletoonband.com

Es mag persönlichen Abneigungen des Rezensenten geschuldet sein, dass man beim Öffnen des Promotexts und der darin omnipräsenten Stil-Bezeichnung “Nerd Metal” akut Bock darauf bekommt, den Laptop aus dem Fenster zu werfen, EMP für ihre Zusammenführung von Metal und “Nerdkultur” anzuzeigen und aus Protest den Musikgeschmack zu wechseln. Das würde allerdings massive Kosten mit sich ziehen und den Chefredakteur frustrieren, also musste halt doch mal ein Ohr riskiert werden, in dieses Album von SKELETOON, das als Huldigung der Steven-Spielbergschen Goonies beworben wird. Was soll ich sagen. Gute Entscheidung. Über eine Stunde Spieldauer und mit Gästen wie Michele Luppi von WHITESNAKE, Giacomo Voli von RHAPSODY OF FIRE und Alessandro Conti von TRICK OR TREAT gewürzt ballert die Truppe von SKELETOON dem Hörer mit “Never Say Die” melodischen Power Metal aus dem Lehrburch um die Ohren. Die Produktion geht steil, Gesang und Instrumente klingen wie aus einem Guss (Die Vocals sind in tieferen Sphären voll okay, in höheren ganz bezaubernd) und das Gute-Laune-Power-Metal-Kitsch-Pedal wird bis zum Anschlag durchgetreten.
Innovativ ist das nicht. Viel Uptempo, viel Basstrommelmisshandlung, viel Eingängigkeit, viel Fröhlichkeit; die Beschreibung trifft auf einen Haufen Power-Metal-Alben zu, die alle ähnlich klingen und in den Tiefen YouTubes bis zur Umsetzung von Artikel 13 darauf warten, entdeckt zu werden. SKELETOON machen das allerdings tatsächlich arschgut. Die Refrains haben sehr oft eine Menge Wiedererkennungswert, die Melodien haben Charakter und die Umsetzung lässt eh keinerlei Kritik zu. Die Backing Vocals sind fett, die Orchester-Synths sind präsent aber nicht nervig und die anderen Synthesizer sporadisch und klug eingesetzt. Nach dem Prototyp-Opener “Hell-O”, der nicht das letzte Mal Erinnerungen an DRAGONFORCE wecken wird, geht es mit “Hoist Our Colors” in stampfendem Midtempo zunächst etwas höhepunktarm weiter. Dafür entschädigt “The Truffle Shuffle Army” (Herrgott) mit einem wirklich herausragenden Refrain und Vollgas, bevor es mit dem balladigeren “To Leave A Land” wieder etwas banaler, wenngleich kein bisschen scheiße wird. Mit Track 2 und 4 sind dann die schwächsten Songs auch abgehakt. Der folgende Titeltrack holzt wieder munter daher, abermals mit beglückendem Refrain und ebensolchem Synth-Solo, der Refrain von “Last Chance” macht die Platte endgültig zu einem heißen Kandidaten für das Power-Metal-Sommeralbum 2019 und “I Have The Key” punktet mit leichtem GAMMA-RAY-”Black Hole”-Feeling.
Weiter geht’s mit “The Chain Master” und man muss sich fragen, ob die Kombination von einem “The XY Master”-Titel und den musikalischen “Shelter From The Rain”-Anleihen einen Rückschluss auf AVANTASIAs “Scarecrow”-Album als innerhalb der Band gerne gehört rechtfertigt. Dann noch coole Strophenarbeit, Vielseitigkeit und Kurzweiligkeit im Acht-Minüter “When Legends Turn Real”, der perfekte Endtrack in Form des bombastischen “Farewell”, das als 6/8el-Version von MGMTs ”Kids” beginnt und temporär als Power-Metal-Version von “Life Eternal” von GHOST weitergeht, und der echte Endtrack, ein kurzer und sympathisch-überladener 80er-Disco-Metal-Track.

Anspieltipps:
“The Truffle Shuffle Army”, “Farewell”, “They Never Say Die”, “Last Chance” und “When Legends Turn Real”

Fazit:
Bestens produzierter und gespielter sehr fröhlicher Power Metal mit beachtlich wenigen Standard-Melodien, ordentlich Geschwindigkeit und massig Cheesyness. Das Konzept ist Geschmackssache, aber “They Never Say Die” ist ein Power-Metal-Album, wie es im Buche steht. Heftige Reinhörempfehlung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hell-O
02. Hoist Our Colors
03. The Truffle Shuffle Army – Bizardly Bizarre
04. To Leave A Land
05. They Never Sax Die
06. Last Chance
07. I Have The Key
08. The Chain Master
09. When Legends Turn Real
10. Farewell
11. Goonies R Good Enough

Jannis

LAST IN LINE – II

Band: Last In Line
Album: II
Spielzeit: 52:32 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Music
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage: www.lastinlineofficial.com

Releasedatum 22.02.2019, einen Monat später sollte man dann auch wirklich mal die Rezension raushauen. Eigentlich wollte ich die Band ja schon früher besprechen, aber leider sind sie eben die LAST IN LINE. Im Zeitalter der Diskussion um die Abschaffung von Plastikbesteck ist es umso wichtiger, auf jegliche erdenkliche Art an die Pommesgabel zu erinnern. Genug der Späße. LAST IN LINE machen das authentischstmöglich. Die Truppe wurde von Vinny Appice, Jimmy Bain und Vivian Campbell gegründet, die so einige legendäre DIO-Alben mitzuverantworten haben. Ex-OZZY-Bassist Phil Soussan übernahm die tiefen Frequenzen nach dem Ableben von Bain und Andrew Freeman komplettiert das LineUp mit seinen bestens zum Sound der Band passenden oralen Glanzleistungen. Dazu ’ne Produktion von Jeff Pilson (FOREIGNER, DOKKEN); was kann da noch schiefgehen?

Kaum was. Der Sound des zweiten Albums der Band ist organisch, kein bisschen gelutscht, dabei druckvoll und leicht trocken-staubig. Kann man nichts dran bemängeln, gerade die Vocal-Produktion ist mit ihren sparsam-effektiven Backing Vocals hervorragend gelungen. Die Gitarren schobbern, der Bass hat gut Anschlag und Durchsetzungskraft, die Drums knallen.
“II” ist eines der Alben, bei deren Hören man automatisch cooler wird. Mit starker Riffarbeit, positiver Abgespecktheit und viel Midtempo ist man unterwegs, vorgetragen von Musikern, über deren Qualität man wohl keine weiteren Worte verlieren muss. Die Mittel des Genres werden soweit ausgereizt. Da gibt es “Love And War”, das in seinen Strophen vergleichsweise smooth zum entspannten Zurücklehnen einlädt, feierlich-hymnische Refrains in “The Unknown” oder “The Light” (Backing Vocals im Quartabstand machen jeden Oldschool-Hard-Rock/Metal-Track nochmal realer) und auch mal bösere Grundstimmung in Teilen des geil einsteigenden “Year Of The Gun”, das zudem mit interessant rhythmusdominiertem Refrain besticht – um mal einige Stichproben anzuführen.
Die DIO-Einflüsse sind oft unverkennbar, auch wenn die Komposition sich durchaus genug Freiheiten erlaubt, um nicht als staubige Kopie seiner selbst aus alten Tagen abgetan werden zu können. Auch Andrews Stimme klingt gerade eben so genug nicht nach Ronnie.
Kritik kann nur bezüglich einiger Songs geäußert werden, die handwerklich erwartet gekonnt umgesetzt wurden, dabei jedoch eher unspektakulär geschrieben sind, insbesondere der mit über sechs Minuten längste Track “Sword From The Stone”, der vergleichsweise gewöhnlich ausfällt und an Interessantem weniger zu bieten hat. Das machen große Teile des Rests des Albums aber wieder wett. Die hard-rockige Einfachheit der Songs wird durch feine Strophenstrukturen, ruhigere Parts mit smartem Gitarreneinsatz und kräftige unkitschige Melodien kompensiert, garniert durch die Skills der Bandmitglieder, die vermutlich auch aus “Hänschen klein” noch eine Biker-kompatible Nummer gemacht hätten.

Anspieltipps: “Year Of The Gun”, “The Unknown”, “False Flag” und “Gods And Tyrants”

Fazit:
Eine so authentische Interpretation von klassischem Hard Rock/Heavy Metal durch derartig routinierte und begabte Musiker mit einer solchen Backstory kann eigentlich nur gelingen. Tut sie auch und sei somit all denen ans Herz gelegt, die besagten Musikstil mögen. Sichere Bank.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. II – Intro
02. Blackout The Sun
03. Landslide
04. Gods And Tyrants
05. Year Of The Gun
06. Give Up The Ghost
07. The Unknown
08. Sword From The Stone
09. Electrified
10. Love And War
11. False Flag
12. The Light

Jannis

Nitrogods News

NITROGODS kündigen Album und Tour mit PSYCHOPUNCH an

Anschnallen, bitte! NITROGODS werden am 21. Juni ihr neues Album „Rebel Dayz“ bei Massacre Records veröffenlichen!

Das Album wurde von Achim Köhler bei Indiscreet Audio gemischt und wird als CD Digipak sowie als Vinyl LP erhältlich sein. Das Frontcover des kommenden Album wurde von Alessandro „Atzinaghy“ Giovagnoli gestaltet und kann hier bestaunt werden.

Aber das ist noch nicht alles!
Im Herbst gehen NITROGODS zusammen mit den Original Scandinavian Superdudes PSYCHOPUNCH und den Hard Rockern Maxxwell aus der Schweiz auf „Rebel Dayz Tour 2019“! Alle bestätigten Termine sind unten verfügbar.

Henny von NITROGODS über die kommende Tour:

Mit dem neuen Album sind wir so nah am Live Sound der Nitrogods, wie noch nie! Wir sind begierig darauf, dieses Monster auf die Menschheit loszulassen und freuen uns auf die „Rebel dayz“ Tour im Herbst mit unseren schwedischen Freunden Psychopunch und den grandiosen Schweizern Maxxwell!

Jarmo von PSYCHOPUNCH ergänzt:

Mit einem neuen Label (Massacre Records) und einem neuen Studioalbum (erscheint im Herbst) im Gepäck können wir es kaum erwarten, mit unseren Freunden von Nitrogods auf Tour zu gehen! Das Package wird ROCKEN und was auch immer du vorhast, lass es dir nicht entgehen, selbst ein Teil dieses großartigen und wilden Rock ‚N‘ Roll Abenteuers zu sein! Wir sehen uns auf Tour!

GHOST SHIP OCTAVIUS – Delirium

Band: Ghost Ship Octavius
Album: Delirium
Spielzeit: 60:50 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage: www.ghostshipoctavius.com

Der Begriff „Progressive“ Metal ist mittlerweile zu einem Sticker geworden, der auf alles mögliche gepappt wird, solange irgendwo auf der Platte ein schräger Rhythmus plaziert ist. Vor allem die Überschneidungen mit dem Power Metal Genre sind vielfältig. Die Amerikaner GHOST SHIP OCTAVIUS (mit Van Williams, Ex-Nevermore, an den Drums und Matthew Wicklund, Ex-God Forbid, an der Gitarre) schippern ebenfalls in diesen Gewässern und legen mit „Delirium“ ihr zweites Album nach dem selbstbetitelten 2013er Debüt vor. Stilistisch erinnert das Ganze an die Schweden Evergrey oder auch mal an das Schaffen von Devin Townsend. Vor allem der Gesang vom zweiten Gitarristen Adon Fanion erinnert oftmals an hevy Devy, ohne aber jemals dessen Genialität zu erreichen …

Ich versuche mich mal kurz zu fassen. Mir persönlich krankt diese Scheibe an den in diesem Genre oftmals anzutreffenden Problemen: die spielerische Leistung ist über jeden Zweifel erhaben (die Gitarrensoli sind z.B. sehr stark, allerdings bekommt man sowas mittlerweile auf jedem 2ten youtube-Gitarren-Kanal Ähnliches geboten), die Produktion ballert ordentlich und macht keine Gefangenen, das Fehlen eines externen Produzenten schlägt sich in teilweise unausgegorenen Idden nieder und es fehlen einfach die packenden Hooklines. Wer mal ein Ohr risikieren will, der sollte sich den überzeugenden Opener „Turned to Ice“ oder den nicht minder starken Titeltrack anhören. Dem geneigten Hörer werden zwar die Gehörgänge ordentlich freigepustet, leider bleibt aber nach der reinigenden Prozedur nicht allzu viel nahrhaftes Neues hängen. Es tut mir leid, aber trotz mehrerer Versuche ist die Scheibe einfach nicht bei mir „angekommen“. Ganz nett aber nichts Besonderes.

Es gibt bestimmt Genre-Fans die „Delirium“ abfeiern werden. Mir persönlich ist die Sache aber leider zu austauschbar und ohne wirklichen Wiedererkennungswert. Fett produziert, mit einigen netten Ideen ausgestattete Prog-Power Metal Durchschnittsware. Nur der persönliche Test kann zeigen ob es gefällt – eine allgemeine Empfehlung kann ich nicht geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Turned to Ice
02. Ocean of Memories
03. Saturnine
04. Delirium
05. Ghost in the Well
06. Chosen
07. Edge of Time
08. Far below
09. The Maze
10. Bleeding on the Horns
11. Burn this Ladder

Mario

IN FLAMES – I, The Mask

Band: In Flames
Album: I, The Mask
Spielzeit: 50:48 min
Stilrichtung: Metal, Melodic Death Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 01.03.2019
Homepage: www.inflames.com

Mit “I, The Mask” bringen IN FLAMES ihr mittlerweile 13. Studioalbum raus. 13, die magische Zahl… aber Magie verbirgt sich leider hinter „I, The Mask“ nicht wirklich. Viele Fans der „alten“ IN FLAMES werden vermutlich auch mit dem neuesten Werk der Schweden nicht wirklich warm werden, was vielleicht auch Kalkül der Band ist. Sonst würde man nicht schon seit dem Ausstieg von Mastermind Jesper Strömblad im Jahr 2010 einen anderen Weg einschlagen. Was IN FLAMES seitdem produziert haben, war stellenweise gefällig, stellenweise auch seeehr gut, aber häufig gefühlt auf Radiotauglichkeit getrimmt. Dazu passte dann auch die Attitüde von Sänger und Growler Anders Fridén, der z.B. 2015 einige merkwürdige komplett in weiß gekleidete und Fans abwertende Auftritte hingelegt hat. Nun gut, da hat man sich mittlerweile wieder gefangen und bietet den Fans endlich wieder Shows, die IN FLAMES würdig sind.
Und auch der neueste Dreher „I, The Mask“ beginnt erstmal vielversprechend. Mit „Voices“ geht es direkt fulminant los, der geneigte Fan hat ein leichtes Lächeln im Gesicht und hofft… Zusammen mit dem Titeltrack und den beiden nachfolgenden Songs „Call My Name“ und „Above“ bildet es den harten Teil auf „I, The Mask“. Gewohnt hart, klingen auch diese 4 Songs verdammt gut nach IN FLAMES. Aber 4 Songs von 12? Das reicht einfach nicht.
Der zweite Teil der neuen IN FLAMES startet mit dem ruhigen „Follow Me“. Als Zuhörer des Untergangs möchte ich eigentlich gar nicht weiter folgen, sondern am liebsten nur die ersten 4 Songs in Dauerschleife hören. Auch wenn diese im Vergleich zu den älteren Werken (mit Jesper Strömblad) deutlich abfallen. Mit „Follow Me“ wird der US-amerikanische Weg der Musikalität eingeschlagen. Weg von dem, was schwedischen Melodic Death Metal ausmachen. Seichter Song mit poppig-hartem Mitsing-Refrain.
Das folgende „(This Is Our) House“ könnte auch dem 2016er Album „Battles“ entsprungen sein. Während des Intros schreit Anders Fridén mit einer Horde Kinder um die Wette und mein erster Gedanke war, wow, POD klingen wie IN FLAMES. Der Song hat zwar den erforderlichen Drive, aber ist nicht der wirklich große Reißer. Etwas mehr Bumms stünde ihm gut zu Gesicht.
Ein Totalausfall der gesanglichen Qualität ist „We Will Remember“. Anders Fridén kann einfach besser shouten als singen, das merkt man in diesem – ebenfalls sehr langsamen – Song deutlich. Zusammen mit „In This Life“ ein sehr radiotaugliches Pop-Duo. Einen Song dieser Art hätte ich IN FLAMES auch zugestanden, aber leider haben diese die musikalische Macht übernommen.
Erfreulich härter geht dann schon wieder „Burn“ ans Werk und man freut sich über die zurückgekehrten Shouts. Bis dann der Refrain gnadenlos zuschlägt und den guten Eindruck dann doch deutlich dämpft. Modern US Metal as its best, welcher aber bei den Schweden fehlplatziert wirkt. Ein kleines Experiment ist „Deep Inside“. Mit gekonnt ins Szene gesetzten orientalischen Rhythmen ein interessanter Start, der aber im weiteren Songverlauf leider doch nicht richtig zündet. Mit „All The Pain“ erfolgt ein weiterer Versuch von Anders Fridén, sich als Sänger zu etablieren. Dass er aber, wie zuvor schon angemerkt, einfach ein genialer Shouter aber kein wirklicher Sänger ist, hört man auch hier deutlich. Zumal „Deep Inside“ sehr seicht und belanglos dahindümpelt.
Den versöhnlichen Abschluss bildet „Stay With Me“, ein gar nicht mal so schlecht designter Song. Nicht so ganz IN FLAMES typisch, aber hier spürt man die schwedische Schule. Wehmütige Melodien die einen kleinen Rest Jesper beinhalten. Aber ich werde nicht bleiben, definitiv nicht. Ich weiß, dass die Schweden auch mit der geschrumpften Rumpfmannschaft deutlich mehr vollbringen kann. Auch wenn es Anders Fridén egal ist, was die „alten“ Fans über das neueste Werk denken, sollte er die Tür zur alten Welt nicht komplett verschließen. Denn diese haben IN FLAMES zu dem gemacht, was sie heute sind, auch wenn die einstigen Pioniere der Göteborger Schule ihre Wurzeln anscheinend lieber vergessen wollen. Ich glaube an Euch, daher gibt es auch liebevolle und gutgemeinte 5 Punkte, verbunden mit der Hoffnung auf ein klein bisschen mehr Metal im nächsten Album.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Voices
02. I, The Mask
03. Call My Name
04. I Am Above
05. Follow Me
06. (This Is Our) House
07. We Will Remember
08. In This Life
09. Burn
10. Deep Inside
11. All The Pain
12. Stay With Me

Tänski

IRON SAVIOR – Kill Or Get Killed

Band: Iron Savior
Album: Kill Or Get Killed
Spielzeit: 49:37 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.03.2019
Homepage: www.iron-savior.com

Es sind die wirklich wichtigen Fragen, die man sich vor jedem Release eines neuen IRON-SAVIOR-Albums stellt. Was ist momentan mit dem Uuuniverse, wer collidet so, und wie geht’s eigentlich den Titans? Um die interessierten Fans schonmal ein Stück weit beruhigen zu können: Die Titans colliden dieses Mal, auf “Roaring Thunder”, um genau zu sein. Eine Frage, die man sich über die Hamburger Jungs allerdings nicht wirklich stellt, wäre: “Was für bahnbrechende Innovationen haut die Truppe wohl auf ihrem nächsten Album raus?” Ganz ehrlich, “Rise Of The Hero” und “Titancraft” kann ich auch als begeisterter Fan der Band bis auf wenige Tracks nicht auseinanderhalten, sie klingen wie “The Landing”, sind es aber nicht. Daher mag so mancher Fan “Kill Or Get Killed” zwar erfreut erwarten, irgendwie jedoch auch davon ausgehen, dass man wohl kaum größere Überraschungen auf der Platte findet, stattdessen eben ziemlich genau das, was man von den Herren um den einzig wahren Piet so erwartet: Druckvollen, epischen Power Metal mit einer ordentlichen Anzahl Eier (mit Haaren), viel Melodie und ein Vokabular sowie diverse musikalische Wendungen, die für SAVIOR charakteristisch sind. All das verpackt in einer massiven Produktion, die keinerlei Wünsche offen lässt.
Und ja, so ist “Kill Or Get Killed” durchaus – jedem, der mit IRON SAVIOR noch nicht vertraut ist, wärmstens zu empfehlen, denn der Output der Band ist zu hundert Prozent extrem qualitativer Power Metal. Wer die Band also noch nicht kennt, kann an dieser Stelle zu den Anspieltipps weiterscrollen.
Für die langjährigen Fans hier noch ein paar ergänzende Worte. Ja, so ungefähr ist klar, was Euch erwartet. Allerdings fließen in den Sound der modernen SAVIOR bei “Kill Or Get Killed” durchaus verstärkt wieder musikalische Einflüsse aus der Vergangenheit ein, der subjektiven Einschätzung des Rezensenten zufolge insbesondere von “Unification”, “Condition Red” (Die aktuelle Platte hat seit ewig langer Zeit mal wieder ein in seiner Grundfarbe rotes Cover. Zufall?) und “Megatropolis”. Hervorzuheben sei hier besonders der 7,5-Minüter “Until We Meet Again”, der Inspiration aus “Warrior”, “Made Of Metal” vom “Dark Assault”-Album und “Farewell And Goodbye” zu ziehen scheint, extrem stark ausfällt und jedem Fan der älteren SAVIOR die Augen wohl mit ein paar nostalgischen Tränchen anrosten wird. Dazu gibt es mit “From Dust And Ruble” einen erstaunlich Hard-Rockigen Track, der treibend und rifforientiert daherkommt und live sicherlich großartig wird, und mit “Never Stop Believing” zudem einen Song, dessen Feelgood-Vibes im Refrain und Mittelteil fast so radiotauglich wie geil sind und einen spektakulären wie gelungenen Sommerhit-Ausreißer auf “Kill Or Get Killed” markieren.
Und der Rest der Tracks? Nun, wie gesagt, tendenziell wieder mehr Einflüsse der früheren SAVIOR kombiniert mit dem aktuellen Sound, rübergebracht mit einer fortwährend krassen Freude an der Sache und, so würde ich behaupten, interessanterer Kompositionsarbeit als auf den beiden Vorgängern bei musikalisch gewohnt höchster Qualität. IRON SAVIOR sind nach wie vor eine dicke Institution im deutschen Power Metal, das haben sie mit “Kill Or Get Killed” einwandfrei bewiesen.

Anspieltipps:
Zuerst mal die Single-Auskopplungen mit den liebenswerten Videos. Dann “From Dust And Ruble”, “Until We Meet Again” und “Never Stop Believing”

Fazit:
Leichte Sorge nach „Herocraft“ und „Rise Of The Titan“ (oder andersrum?), dass musikalische Veränderung bei IRON SAVIOR auch beim aktuellen Album weitgehend auf der Strecke bleiben könnte, ist verständlich. Doch ist „Kill Or Get Killed“ letztendlich ein Album, das sich wieder mehr auf die Wurzeln der Band besinnt, die Tales Of The Bold nochmal ausgräbt, ohne dem aktuellen Sound der Band untreu zu werden. So mancher IS-Fan der alten Stunde (nein, Pierre Vogel, du nicht) mag einen Haufen Spaß an dieser Platte haben – und jeder Freund von vom Profi mit Liebe gefertigtem Power Metal sowieso.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Kill Or Get Killed
02. Roaring Thunder
03. Eternal Quest
04. From Dust And Ruble
05. Sinner Or Saint
06. Stand Up And Fight
07. Heroes Ascending
08. Never Stop Believing
09. Until We Meet Again
10. Legends Of Glory

Jannis

STONECAST – I Earther

Band: Stonecast
Album: I Earther
Spielzeit: 47:26 min.
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: Pitch Black Records
Veröffentlichung: 08.03.2019
Homepage: www.facebook.com/stonecastmetal

STONECAST. Nie von gehört, muss ich zu meiner Schande zugeben. Auf jeden Fall Franzosen, haben mit „I Earther“ ihr drittes Album just vom Stapel gelassen und machen melodischen Heavy Metal beziehungsweise Power Metal ohne Keyboards. Fast ohne Keyboards. Gemixt wurde der Spaß von einer recht großen Nummer im Biz, Roy Z, der seit einem Vierteljahrhundert für Größen wie BRUCE DICKINSON, HELLOWEEN oder JUDAS PRIEST die Knöpfchen schiebt, die Produktion sollte also souverän sitzen.
Sollte, trotzdem muss man sich gerade bei der Produktion der Vocals mal wieder fragen, was da eigentlich passiert ist. Die ersten Töne von Franck Ghirardi sind der typische volumen-, hall- und echofreie Garagensound, der des Rezensenten Tonne regelmäßig mit Platten füllt. Über das Album hinweg stellt sich dann allerdings heraus, dass Franck ein vielseitiger und kompetenter Sänger ist, der in diversen Gesangsmodi überzeugen kann, dabei auch gut klingt und nur zu gewissen Zeiten unvorteilhaft produziert wurde. Kann man drüber hinwegsehen, der Rest der Produktion sitzt auch, aber warum man regelmäßig einen Sänger in einen Schuhkarton setzt und da dann Tonstudio draufschreibt, erschließt sich mir nicht.
Dann zur Musik. Ein Teil der Tracks auf „I Earther“ ist in gängigen Song-Strukturen geschrieben worden, so zum Beispiel der Midtempo-Banger „Precipice To Hell“ mit seinem intensiven Refrain und seinem umso fetteren Endpart und der finale Track „Stainless“, der ein unerwartet fettes Ende dieses in seiner Qualität in seinem Verlauf leicht aufbauenden Albums darstellt. Andere sind etwas freier gestaltet, beispielsweise die einvernehmenden Über-sieben-Minuten-Tracks „The Cherokee“ und „Resistence“. All diese Tracks verbindet der Gedanke, dass es etwas musikalisch Höheres gibt als „Hail And Kill“. Die Songs auf „I Earther“ sind nicht unbedingt eingängig, werden vermutlich selten auf der Straße gepfiffen – aber sie sind musikalisch, insbesondere hinsichtlich der einzelnen Instrumentenspuren und des Skills der jeweiligen Musiker, auf unauffällige Weise sehr vielseitig. STONECAST sind durchaus eine Band, die man nebenbei und unkonzentriert hören kann, ohne sich von ihr abgelenkt oder gestört zu fühlen. Doch hört man diesem, in seinem Gesamtklang doch recht konventionellen, Metalalbum genauer zu, so wird man die Liebe, die in seine Komposition gesteckt wurde, deutlich hören können, sei es beim smoothen Intro und Mittelteil von „Stainless“, dem wunderschönen kurzen „Forevermore“-Intermezzo oder dem insgesamt fast soft klingenden während fix abgehenden „Goddess Of Rain“.
Nicht alle Ideen sind dabei gut. An mancher Stelle ist der Gesang unangenehm, an mancher entsteht trotz aller Bemühungen ein 08/15-Part, den man sich hätte sparen können. Im Endeffekt ist „I Earther“ ein Album, dem man ein paar Entscheidungen nicht übel nehmen darf, dafür aber am gesamten Werk eine Menge Freude haben kann. Zum zehnjährigen Albumjubiläum empfehle ich eine Neuaufnahme oder zumindest eine remasterte Version. Verdient hätte es die Platte auf jeden Fall, und es ließe sich womöglich noch ein Punkt damit rausholen.

Anspieltipps:
“Goddess Of Rain”, “Precipice To Hell”, “Resistence” und “Stainless”

Fazit:
Man mag „I Earther“ mit leichter (oder schwererer) Skepsis beginnen. Doch lässt man sich auf die Platte ein und verzeiht ihr ein paar Fehler, so offenbart sich ihr Potenzial und sorgt dafür, dass man am Ende des letzten Tracks den zweifelnden Blick durch ein beeindrucktes Nicken eingetauscht haben wird. STONECAST sind keine der 1000 Bands, die die gleiche Art von charakterlosem Power Metal spielen. Sie sind vielleicht auch keine Band, die langfristig mit großer Bekanntheit rechnen kann, dazu fehlt der SABATON-Faktor – aber verdient hätten sie es, spätestens, wenn sie bei Album Nr. 4 ein paar Probleme in den Griff gekriegt haben und die Rock Garage mit quietschenden Reifen und entspannten 9 Punkten minimum verlassen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Captors Of Insanity
02. Goddess Of Rain
03. The Cherokee
04. The Earther
05. Animal Reign
06. Forevermore
07. Precipice To Hell
08. Resistence
09. Stainless

Jannis

BLOODBOUND – Rise of the Dragon Empire

Band: Bloodbound
Album: Rise of the Dragon Empire
Spielzeit: 45:50 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 22.03.2019
Homepage: www.bloodbound.se

Die vielleicht produktivsten schwedischen Metaller der letzten Zeit sind schon wieder am Start! Nur knapp 2 Jahren nach dem letzten Album „War of Dragons“ kehren BLOODBOUND dieser Tage mit ihrem neuen, achten Album „Rise of the Dragon Empire“ zurück.
In den letzten Jahren waren die Jungs, angeführt von Sänger Patrik J. Selleby, eine der beständigsten Bands des Genres und veröffentlichten ein Hitalbum nach dem Nächsten.
Das neue Album soll denn den Weg der letzten beiden Meisterwerke „Stormborn“ und „War of Dragons“ gekonnt fortsetzen und dieses Mal mischen die Jungs noch einige neue Folk Elemente unter ihren schon bekannten musikalischen Bandtrademarks.
Das klingt ja schon mal sehr vielversprechend, lauschen wir daher doch direkt mal mit dem Opener „Rise oft he Dragon Empire“ in den neuen Diskus rein. Eigentlich macht man direkt da weiter wo man mit dem letzten Album „War of Dragons“ aufgehört hat!
Flotte Riffs erwarten einen direkt zu Beginn, immer unterstützt vom Keyboard welches nun aber noch mehr im Vordergrund steht. Das werden wir im weiteren Verlauf noch stärker feststellen.
Der Opener an sich bahnt sich schon seit kurzem seinen Weg in die Gehörgänge und bleibt dort ohne Probleme lange haften. Haken dran, ab zum nächsten Track.
Hier geht es zuerst etwas langsamer und stampfender zu als beim Vorgänger, aber bei weitem nicht weniger eingängiger! Auch hier kann man schon nach kurzem zuhören mitgehen und mitsingen. In der Folge gewinnen auch hier die flotten Doublebass Rhythmen die Oberhand und auch diese Nummer wandert direkt auf unsere Hitliste.
„Skyriders and Stormbringers“ und „Magical Eye“ direkt im Anschluss haben dann irgendwie den gleichen Grundrhythmus auch wenn erst genannter Song doch etwas zwingender und interessanter ist, haben wir hier den ersten Durchhänger zu vermelden.
Dieser Durchhänger bleibt dann auch über den Mittelteil größtenteils bestehen, hier haben wir es eher mit durchschnittlichen Standardmetalsongs zu tun, die man so schon x Mal gehört hat, auch von der Band selbst. Einzig, „Warlock`s Trail“ ist hier die rühmliche Ausnahme die dann aber wieder direkt auf die Hitliste wandert.
Mal schauen ob die Ernüchterung, die gerade bei mir einsetzt, mit dem letzten Abschnitt der Scheibe wieder etwas aufgefangen werden kann?
Hier kann mit Entwarnung und einem klaren Ja geantwortet werden, die Songqualität steigt hier definitiv wieder an und mit „Breaking the Beast“ hat man einen weiteren Hit im Gepäck.

Anspieltipps:

„Rise of the Dragon Empire“, „Slayer of Kings“, „Skyriders and Stormbringers“, „Warlock`s Trail“ und „Breaking the Beast.

Fazit :

Die im Verlauf der Platte eingetretene Ernüchterung bleibt auch nach dem verklingen des letzten Tons bestehen. Im Vergleich zu den letzten Knalleralben, die bei uns mit der Höchstwertung übers Ziel gingen, ist der neue Diskus doch meilenweit davon weg.
Das mag eventuell an der gesteigerten Keyboardpräsenz liegen, was das Ganze einfach etwas weicher macht und die Gitarren etwas in den Hintergrund drängt.
Ab und wiederholt man sich mittlerweile auch selbst, was ebenfalls Punkteabzüge gibt.
Bei allem meckern muss man aber trotzdem festhalten das BLOODBOUND hier nach wie vor ein klasse Album gelungen ist, welches auf jeden Fall eine Kaufempfehlung für die geneigten Fans darstellt!
Die Fußstapfen der Vorgängerscheiben waren aber definitiv dieses Mal etwas zu groß! Sorry Jungs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise of the Dragon Empire
02. Slayer of Kings
03. Skyriders and Stormbringers
04. Magical Eye
05. Blackwater Bay
06. Giants of Heaven
07. The Warlock`s Trail
08. A Blessing in Sorcery
09. Breaking the Beast
10. Balerion
11. Reign of Fire

Julian