Roadwolf News

Ihre mitreißenden Livesets und zahlreiche Samplerbeiträge haben längst für eine treue Fanbase gesorgt – im November 2020 gehen ROADWOLF nun mit ihrem Debutalbum „Unchain the Wolf“ an den Start. Die österreichische Band tobt sich auf ihrem ersten Longplayer mit zehn energiegeladenen Titeln aus, die den Spirit des Classic Heavy Metal beschwören und von denen jeder für sich das Zeug zum Hit mitbringt. Schon mit der ersten Vorab-Single „All Hell is Breaking Loose“ reißen uns die Straßenwölfe von den Sitzen und liefern einen gewaltigen Teaser auf das im November (VÖ: 27.11.20 durch Metalizer Records) erscheinende Album ab.

Die vier Straßenwölfe treiben schon eine Weile ihr Unwesen: EPs, Demos, Samplerbeiträge, ein Auftritt in Wacken, verschiedene Festivalshows, gemeinsame Shows mit Enforcer, Skull Fist, Bullet, Lizzy Borden, Vicious Rumors, Night Demon und vieles mehr: es brodelt im Untergrund. ROADWOLF performen im klassischen 4er-Line-Up mit Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug – und scheinen den Metal und Hardrock der späten 70er und frühen 80er geradezu aufgesogen zu haben. Franz ‚Franky‘ Bauer (Lead vocals), Valentin ‚Vali‘ Strasser (Guitars), Christoph ‚Aigy‘ Aigner (Bass) und Emanoel ‚Mano‘ Bruckmüller (Drums) haben mit „Unchain the Wolf“ ein kompromissloses Album eingespielt, das sich nicht mit zeitgeistigen Trends aufhält. Allem voran schwebt der Geist der frühen Judas Priest über der Band, aber auch Saxon, UFO, Dio, Ozzy blitzen durch. ROADWOLF heulen jedoch nicht einfach nur mit der Meute, sondern kreieren ihren Roots folgend doch ihr ganz eigenes Ding. Herausgekommen sind Songs, auf die Halford & Co. in diesem neuen Jahrzehnt stolz sein würden.

Das Album

Furios, energetisch und kompromisslos eingespielt, bestechen alle zehn Titel auf „Unchain the Wolf“ nicht nur mit ihrer unbändigen Energie, sondern vor allem auch unter dem Aspekt „Song“, mit schmissigen Hooks und Riffs, wie man sie in dieser Intensität heute schon lange nicht mehr gehört hat. Ob die erste Single „All Hell is Breaking Loose“ „Wheels of Fire“, „Never Surrender“ oder der Theme-Song „Roadwolf“: die Band schert sich wenig um aufgesetzte Komplexität, sondern interessiert sich vielmehr für Hymnen, die zeitlos sind, straight-in-your-face. Die Texte handeln von Freiheit, Unabhängigkeit und davon, seine Ketten zu sprengen. Der Straßenwolf hat viel davon, er ist Einzelgänger und niemandem Rechenschaft schuldig. Das Thema findet sich auch im von Bernie Luther (TattooDemon Studios, Wiener Tattoo-Legende) gezeichneten Logo des Wolfskopfes wieder, der seine Ketten durchbeißt. Neben den klassischen Heavy Metal Power-Texten finden sich aber auch mystischere Texte, die Geschichten und Werdegänge erzählen und u.a. von HP Lovecraft oder C.G.Jung inspiriert sind.

Den Titeltrack „Unchain the Wolf“ gibt es hier auf die Ohren:

www.roadwolf.at

AC/DC – Power Up

Band: AC/DC
Album: Power Up
Spielzeit: 41:06 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Columbia/Sony Music
Veröffentlichung: 13.11.2020
Homepage: www.acdc.com

6 lange Jahre gingen ins Land seitdem es neue Mucke der erfolgreichsten Hard Rock Band des Planeten gab! In diesen 6 Jahren ist viel passiert, leider nicht viel positives für die Aussies von AC/DC. Der Tod des Gründers und Rhythmusgitarristen Malcom Young, die Gehörerkrankung von Sänger Brian Johnson die Justizschwierigkeiten von Schlagzeuger Phil Rudd oder der Ausstieg von Bassist Cliff Williams. Alles unglaubliche Schläge, die das Bandgefüge aushalten musste und man wähnte die Band schon im Jenseits und aufgelöst, aber weit gefehlt! Das letzte verbliebene Gründungsmitglied, Lead Gitarrist Angus Young, scharrt nochmal alle vorhin angesprochene Mannen um sich plus Cousin Stevie Young der Malcom ersetzt und zimmerte ein Album ein was vermutlich zu den besten Alben gehört die man in den letzten Jahrzehnten auf die Fans los gelassen hat! So viel sei schon mal vorweggenommen.
Auf dem neuen Album finden sich noch viele Songs an die Malcom noch mitwirkte, das verspricht auf jeden Fall interessant zu werden!
So, genug der Vorreden, steigen wir direkt mit dem Albumopener „Realize“ ein. Ein geiler „Thunderstruck“ Vipe weht hier zu Beginn durch die Boxen und direkt mit den ersten Takten wird klar, das gute Stück ist frisch und groovt wie die Hölle! Und ganz ehrlich, wer wie Brian Johnson mit fast 73 Jahren noch so geil röhrt, der hat viel richtig gemacht mit dem Gesangstraining.
Einfach genial die Nummer die direkt zeigt das die Jungs es definitiv noch draufhaben. Einer der besten Opener seit zig Jahrzehnten der Band!
„Rejection“ nimmt den Groove bestens auf, ohne großartig zu glänzen, schafft aber die perfekte Überleitung zur Vorabsingle „Shot in the Dark“ die mittlerweile so gut wie jeder Rock Fan auf diesen Planeten kennen sollte und die sich aufgrund ihrer Qualität vermutlich schon meterdick in die Gehirnwindungen eingeprägt haben sollte.
Das fluffige „Through the Mists of Time” kann dann den Vergleich nicht ganz standhalten, auch wenn es zu den besten Blues angehauchten Songs der Jungs der letzten Zeit zählt.
Aber hey, wer dann so ein Groove und Riffmonster wie „Kick you when you`re Down“ in der Hinterhand hat, der kann sich auch mal einen etwas schwächeren Song leisten! Was ein Track! Der Refrain wird euch lange begleiten das verspreche ich euch!
„Witches Spell“ im Anschluss braucht ein paar Durchläufer um seine ganze Klasse zu zeigen, „Demon Fire“ ist dafür umso eingängiger und groovt wieder wie die Hölle und „Wild Reputation“ ebnet erdig den Weg in das letzte Drittel der Scheibe.
Hier sind zwar nicht mehr ganz so viele Hits anzutreffen wie zu Beginn der Platte, aber man liegt hier trotzdem qualitativ weit vor den musikalischen Ergüssen des Vorgängers „Rock or Bust“ Mit „No Man`s Land“ hat man hier noch eine geile Kreuzung aus dem Besten von „Caught with your Pants Down“ und „Safe in New York City“ am Start.

Anspieltipps:

„Realize“, „Shot in the Dark”, “Kick you when you`re Down”, “Demon Fire”, und “No Man`s Land”.

Fazit :

Ich bin etwas zu jung um die glorreichen Anfangstage der Band mit bekommen zu haben, aber seit „Flick of the Switch“ gehöre ich auch zu den beinharten Fans der Aussies!
Mit den letzten Scheiben war ich auch nicht immer komplett auf einer Wellenlänge und auch der vollkommen unnütze „Versuch“ Axel Rose als Fronter zu präsentieren fand ich einfach nur schrecklich!
Aber ich hätte nie gedacht das die Jungs sich nochmal so zurückkämpfen nach den ganzen Nackenschlägen in der letzten Zeit und uns ein Album präsentieren was stark nach den ganz großen Tagen der Band riecht.
Natürlich bleiben so Götteralben wie „Back in Black“ unerreicht aber „Power Up“ ist meilenweit besser als alle Outputs der Jungs der 2000er Ära!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Realize
02. Rejection
03. Shot in the Dark
04. Through the Mists of Time
05. Kick you when you`re Down
06. Witch`s Spell
07. Demon Fire
08. Wild Reputation
09. No Man`s Land
10. Systems Down
11. Money Shot
12. Cod Red

Video zu “Shot in the Dark”:

Julian

JADED HEART – Stand your Ground

Band: Jaded Heart
Album: Stand your Ground
Spielzeit: 51:45 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: www.facebook.com/jadedheartmusic

In regelmäßigen Abständen hauen die letzten Jahre die Melodic Metaller von JADED HEART ihre Alben raus. Wieder sind zwei Jahre rum und man kommt deshalb mit dem neuen, 14! Album „Stand your Ground“ um die Ecke.
Es ist das erste Album was komplett auf Keyboards verzichtet und so der konsequenten, härteren Entwicklung der Band in den letzten Jahre Rechnung trägt.
D.h. die softere Schiene, die man noch bis Anfang der 2000er gefahren hat ist endgültig Schnee von gestern, es geht härter zur Sache als bisher!
Noch eine Neuerung, die aber musikalisch vermutlich weniger Einfluss hatte, man hat dieses Mal mit einem externen Texter gearbeitet.
Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu vermelden, die Bandkonstellation ist schön stabil auf den letzten Alben und auch am Label hat sich nichts geändert.
Ab gehts ins neue Album, als Opener erwartet uns „Inception“ der nur ein stimmungsvolles Intro mit ein paar Synthies ist.
Der Titeltrack „Stand your Ground erwartet uns dann direkt als erster richtiger Track. Und hier wird schnell klar, da wo JADED HEART drauf steht auch nach wie vor JADED HEART drin ist! Alles nur eine Spur härter als auf den Alben zuvor.
Ein geiler Melodic Metalgroover der sich ohne Probleme direkt im Ohr festsetzt und sich in die Hitliste der Band einträgt!
Diese hinzugewonnene Härte merkt man auch direkt im übernächsten Song „Reap what you Sow“. Die Gitarrenriffs sind extrem erdig und kraftvoll und ballern nur so aus den Boxen das es eine wahre Freude ist. Ein geiler Track der definitiv Lust auf mehr macht!
Und dieses Mehr wird auch direkt gestillt, denn mit „Break Free“, „Hero to Zero“ und dem abwechslungsreichen „Kill your Masters“ haben wir einen Mittelteil vor uns der sich echt gewaschen hat! Hit an Hit reiht sich hier und man kommt aus den Mitbangen und Fäuste in die Luft recken gar nicht mehr heraus!
Die Jungs beweisen hier sehr eindrucksvoll das ihnen auch nach einer so lange Bandkarriere die guten Songideen nicht ausgehen.
Auch in der Folge machen die Jungs vieles richtig und mit „Embrace a Demon“ hat man auch noch einen kleinen Hit im Gepäck.
Im letzten Drittel der bisher sehr ordentlichen Scheibe haben wir noch das gefühlvolle „Stay“, das knackige „Lost in Confusion“ sowie das abschließende, erdige „Inside a Hurricane“.
Die Qualität bleibt hier schön hoch, auch wenn nicht alle Songs Hits sind.

Anspieltipps:

„Stand your Ground“, „Reap what you Sow“, „Hero to Zero“, „Embrace a Demon“ und „Inside a Hurricane“.

Fazit :

JADED HEART standen immer schon für kraftvollen Melodic Metal. Das bleibt auch mit dem neuen Diskus so! Die Entfernung der Keyboards und Konzentration auf die Gitarren tut dem Sound gut und macht das Ganze schön kraftvoll und erdig.
Man macht insgesamt nicht wirklich viel falsch, hat einige starke Songs im Gepäck und dürfte somit bei den Altfans definitiv punkten!
Eine empfehlenswerte Leistung die man sich als Genre und Bandfan definitiv nicht entgehen lassen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Inception
02. Stand your Ground
03. One Last Time
04. Reap what you Sow
05. Break Free
06. Hero to Zero
07. Kill your Masters
08. Embrace a Demon
09. Hopelessly Addicted
10. Self Destruction
11. Stay
12. Lost in Confusion
13. Inside a Hurricane

Video zu “Stand your Ground”:

Julian

LUCID DREAMING – The Chronicles Pt-III

Band: Lucid Dreaming
Album: The Chronicles Pt- III
Spielzeit: 66:14 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: STF Records
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.facebook.com/luciddreamingmetal

Der deutsche Gitarrist Till Oberboßel hat in den letzten Jahren echt viel zu tun gehabt! 2017 das bisher letzte Album seines Sideprojektes LUCID DREAMING, 2019 ein neues Album und auch 2020 gab es eine neue EP seiner Stammband ELVENPATH und nun ist wieder sein Sideprojekt dran. Diese Mal mit der dritten Scheibe „The Chronicles Pt. III“.
Auch auf dem neuen Album hat der gute Till wieder das Who is Who der Underground Metalszene versammelt. Darunter sind so glanzvolle Namen wie Elisa C. Martin (Ex DARK MOOR), Fox-Lin Torres (BATTLERAGE), Jiri BigBoss Valter (ROOT), Jvo Julmy (DISTANT PAST), Sven D‘Anna (WIZARD) oder Tann (IRONSWORD).
Als Produzent fungiert nach wie vor Uwe Lullis (Ex GRAVE DIGGER).
Der Opener des Album heißt passenderweise „Introduction“ und ist ein überlanges Instrumental mit Cinematic Touch und dem BigBoss als Sprecher, würde ich zumindestens mal so zuordnen ; ) .
Der erste richtige Track „Open wide the Gate“ ist dann auch recht weit weg vom klassischen Heavy Metal sondern ist eine gekonnte, überlange Mischung aus Oper, Metal und Folk mit vielen unterschiedlichen Sängern die ich leider auch nicht alle zuordnen kann.
Sehr klassisch kommt dann das folgende „Born from the River“ daher was dann endlich auch die Heavy Metaller komplett zufrieden stellen wird!
Als Nächstes hat man dann mit „The Free Commots“ wieder eher Folk Kost im Angebot. Dieses aber schön kompakt und ganz im Stile des „Bards Songs“ von BLIND GUARDIAN.
Das Ganze passt wunderbar ins Gesamtkonzept und begeistert auf Anhieb, wenn man es nicht nur mit dem klassischen Heavy Metal hält. Stiloffenheit ist hier Grundvoraussetzung.
Im Mittelteil ist man dann eher wieder schwermetallisch unterwegs und wie!
„Life is a Forge“ und auch „From Thread to Pattern“ sind ein Ohreschmaus für die Banger unter uns. Im letztgenannten Song hat auf jeden Fall Lisa C. Martin ihren Gastauftritt, welcher die Nummer ganz klar aufwertet.
Und die Metalschlagzahl bleibt auch danach bei „Dreams Come Alive“ und vor allem „All or Nothing“ hoch, keine Spur mehr vom Folk der ersten Plattenhälfte.
Abgeschlossen wird der neue Silberling dann von dem fast 16 Minuten Epos „The Mirror“ wo man wieder die volle Metaloper und Folkbreitseite bekommt.

Anspieltipps:

„Born from the River“, „The Free Commots“, „Life is a Forge“, „All or Nothing“ und „The Mirror“.

Fazit :

Lange habe ich überlegt welche Benotung ich dem neuen LUCID DREAMING Diskus geben soll, ich weiß vor allem sehr gut welche Energie und Arbeit mein lieber Freund Till immer in die Alben legt.
Leider fehlt mir hier etwas die Leichtigkeit und die Zugängigkeit für neue Hörer. Da waren die Vorgängerscheiben schon einfacher zugänglich und begreifbar!
Qualitativ ist man hier aber wie immer sehr hochwertig unterwegs und man hat wieder das Who is Who der Undergroundszene versammelt.
Insgesamt auf jeden Fall eine starke Leistung, nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Für Metaller mit einem Hang zu Metalopern und zu Folk ist die Scheibe auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Introduction
02. Open wide the Gate
03. Born from the River
04. The Free Commots
05. Life is a Forge
06. From Thread to Pattern
07. Dreams Come Alive
08. All or Nothing
09. The Mirror

Video zu „Born from the River“:

Julian

FURIOUS TRAUMA – Decade at War

Band: Furious Trauma
Album: Decade At War
Spielzeit: 65:39 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.11.20
Homepage: www.furioustrauma.com

„We play heavy music, we like it really loud, we play on ten and thrash our way“. Damit sollte klar sein , was einen bei FURIOUS TRAUMA erwartet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die dänischen Thrasher bis dato nicht kannte. Ein erstes Lebenszeichen gaben die Jungs schon 1988 in Form eines Demos von sich. Auch live wurde viel gespielt. Als Opener für Motörhead, Master, Kreator, Entombed, Gorefest und mit einem Auftritt beim Roskilde Festival konnte man enorme Erfahrungen sammeln. Nun wartet Album Nummer vier auf uns. Für einen gnadenlosen Sound konnte man niemand geringeren als Tue Madsen (The Haunted, Behemoth) gewinnen. Na dann mal los.

Beim Intro „Prelude Of War“ macht man sich förmlich bereit für die Schlacht. Kommt heroisch rüber, mit leichtem Metallica Touch. Das folgende Stück „Decade Of War“ bietet harten, kompromisslosen Thrash Metal. Eine Dampframme mit tiefen Vocals ohne Gnade. „Heroes To Hail“ ballert mit voller Wucht. Eine Todeswalze, die die Nackenmuskulatur wahrlich in Anspruch nimmt. Achtung: „Plague Of The New World“ ist purer Hass, der mit Morbid Angel Riffs und einem starken Solo ausgestattet ist, Hammer Nummer. „Ultimate Divine“ klingt wie Motörhead auf Speed inclusive eingängigem Refrain. Das Riff auf „Hooligan“ kenne ich irgendwo her. Richtig, hört sich nach Marylin Manson („The Beautiful People“) an, cool. „Comin‘ Home“ ist ein 9 ½ minütiges Midtempo Stück, dass sich aber gar nicht so lange anfühlt. „Damage Done“ und „The Cartoon“ gehen völlig in Ordnung, können aber das vorherige Niveau nicht ganz halten. „Lex Talions“ hingegen ist ein echter Stampfer und Banger mit Mitgrölrefrain geworden. Wow, nun geht der Speed mächtig nach oben. „War Of The Gods“ kommt schon fast Death Metal like rüber. Der Moshpit soll sich schon mal bereitmachen, denn „We Are Furious“ ist ein volles Brett, dass die Meute toben lassen wird. Es folgt „We Salute You“. Eine geniale Nummer, die extrem Spaß macht und eine Hommage an alle Heavy Metal Fans darstellt. Die letzten zwei Tracks „Born Of The Flag“ und „Chaos Within“ sind Re-Recordings geworden. Und die sind auch verdammt gut gelungen. Mit ihrer harten Gangart und den klasse Riffs kann man hier ordentlich punkten.

Anspieltipps: „Decade At War“, „Heroes To Hail“, „Plague Of The New World“, „We Are Furious“ und „We Salute You“

Fazit: Trotz all der Vergleiche, die ich gemacht habe, spielen FURIOUS TRAUMA ihren ganz eigenen Sound. Die 65 Minuten gehen zügig vorüber und man will es nochmal hören. Bis auf 2-3 kleine Durchhänger ist dieses Album stark geworden. Dafür gebe ich 8 verdiente Punkte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prelude To War
02. Decade Of War
03. Heroes To Hail
04. Plague Of The New World
05. Ultimate Divine
06. Hooligan
07. Comin‘ Home
08. Damage Done
09. The Cartoon
10. Lex Talionis
11. War Of Gods
12. We Are Furious
13. We Salute You
14. Born Of The Flag (Re-recorded)
15. Chaos Within (Re-recorded)

Sturmi

KILLER BE KILLED – Reluctant Hero

Band: Killer Be Killed
Album: Reluctant Hero
Spielzeit: 47:36 min
Stilrichtung: Heavy Metal, Modern Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.killerbekilled.com, www.facebook.com/KillerBeKilled

Wenn drei Genies zueinander finden und ein Album machen, dann kann es ja eigentlich nur gut werden. Oder? KILLER BE KILLED haben dabei viel richtig gemacht, aber kann die Combo die Erwartungen, die Namen wie Max Cavalera (Ex-SEPULTURA, SOULFLY), Troy Sanders (MASTODON) und Greg Puciato (THE DILLINGER ESCAPE PLAN) wecken, auch erfüllen? Immerhin haben sich die Jungs von KILLER BE KILLED ganze sechs Jahre Zeit gelassen, um mit „Reluctant Hero“ einen Nachfolger für das selbstbetitelte „Killer Be Killed“ rauszuhauen.
Aber zum Anfang. Die „Supergroup“ hat sich erst nach und nach gefunden. Nach einem Zusammentreffen von Max Cavalera und Greg Puciatio anlässlich einer Wohltätigkeitsveranstaltung für Chi Cheng (DEFTONES) sind erste Ideen für ein gemeinsames Projekt entstanden. Schließlich ist 2012 Troy Sanders dazugestoßen und komplettiert wird die Band heute mit Ben Koller an den Drums. 2014 wurde schließlich das Debüt „Killer Be Killed“ veröffentlicht, kurz zuvor hatte sich die Band noch von KILL OR BE KILLED in KILLER BE KILLED umbenannt. Der Stil ist eine Mischung aus Heavy, Thrash und Modern Metal und weiß in der Metalwelt zu gefallen. Nicht zuletzt ist der Mix der drei völlig unterschiedlichen Stimmen der Haupakteure ausschlaggebend für die Band und ihre musikalische Richtung.
Leider kommt das alles bei „Reluctant Hero“ etwas zu kurz, bei den drei gestanden musikalischen Persönlichkeiten hätte ich mir mehr Experimente, mehr ausgefallene Ideen gewünscht. Aber wie so oft ist auch das Jammern auf hohem Niveau, trotz meiner leichten Kritik ist ein durchgängig sehr gutes Album entstanden.
Songs wie „Dream Gone Bad“ oder “Comfort From Nothing” laden locker flockig zum mid-tempo bangen ein, während „Filthy Vagabond“ (hier lässt MOTÖRHEAD grüßen) deutlich brachialer daherkommt. Sogar einen leicht NINE-INCH-NAILSigen Einschlag kann man hier wie beim Titelsong „Reluctant Hero“ raushören. Die Mischung stimmt schon sehr und die unterschiedlichen Stimmen kommen auf dem Album sehr gut zur Geltung.
Aber tatsächlich habe ich bei diesem wirklich hochwertigen Cast mehr erwartet. Mehr Power, mehr Metal, mehr Modern, von allem mehr. Bei jeder anderen Band würde ich bei Album #2 meine Erwartungen nicht so hoch schrauben, aber bei einer solchen Supergroup gibt es keinen Welpenschutz mehr.

Fazit: Ein schönes durchdachtes und abwechslungsreiches Album mit drei wirklich hochkärätigen Sängern. Für meine Verhältnisse könnte es noch ein Ticken spektakulärer und spannender sein, aber wie eingangs erwähnt, ist es jammern auf hohem Niveau. Sehr hohem Niveau. Die kleinen Brüllaffen haben ihre Sache sehr gut gemacht und Fans von Modern Metal kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Klare Kaufempfehlung, die immerhin 7 Sterne wert ist. Und etwas Luft nach ist ja auch nichts Schlechtes.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deconstructing Self-Destruction
02. Dream Gone Bad
03. Left Of Center
04. Inner Calm From Outer Storms
05. Filthy Vagabond
06. From A Crowded Wound
07. The Great Purge
08. Comfort From Nothing
09. Animus
10. Dead Limbs
11. Reluctant Hero

Tänski

 

Überzeugt euch selbst und viel Spaß mit KILLER BE KILLED:

DREAM THEATER – Distant Memories – Live In London

Band: Dream Theater
Album: Distant Memories – Live In London
Spielzeit: 149:50 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Music
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: http://dreamtheater.net

Ziemlich genau 20 Jahre nach Veröffentlichung ihres Magnum Opus „Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory“ haben DREAM THEATER einen der Auftritte ihrer „The Distance Over Time Tour: Celebrating 20 Years of Scenes From a Memory“ (im Zuge derer die Jungs Abends für Abend das Album in voller Länge aufgeführt haben) im Londoner Eventim Apollo Theater mitgeschnitten.  Als Fan mag man sich nun natürlich wundern warum das denn Not tut, immerhin gab es mit der 2000er 3fach Scheibe „Live Scenes from New York“ bereits eine ziemlich ähnlich gelagerte Veröffentlichung zu bestaunen. Nun, nach mehrfacher Einfuhr der vorliegenden Platte kann ich zu Protokoll geben, dass es in der Tat ein paar handfeste Argumente für eine neuerliche Auflage des Experiments gibt.

Wie schon bei besagter Live Scheibe aus dem Jahr 2000 werden die Songs der „Scenes from a Memory“ Platte von diversen Highlights der Schaffensphase der Band flankiert: Neben 4 Songs der letzten, starken Scheibe „Distance over Time“, sind noch das blitzsauber vorgetragene „A Nightmare to Remember“ sowie der „Systematic Chaos“ Kracher „In the Presence of Enemies – Part 1“ zu bestaunen. Sowohl beim Bühnenbild als auch vom Klang ist eine gewisse unterkühlte Atmosphäre auszumachen, was natürlich auch daran liegt, dass DREAM THEATER ihren Stiefel, nicht zuletzt dank des Drumstils von Mike Mangini, so steril clean runterzocken, dass man sich schon ab und an verwundert die Augen reiben muss ob das alles so sein kann. Was weiterhin auffällt (neben der Tatsche, dass James Labrie, der seinen Job tadellos erledigt, mittlerweile ausschaut wie der kleine Bruder von Dani Filth): die Jungs greifen in Ihrem Bestreben dem Publikum ein so perfekt wie mögliches Erlebnis zu spendieren wohl auch gehörig in die Trick-Kiste um die Backingvocals zu unterstützen. Das ist jedenfalls nie und nimmer der gute Herr Petrucci, der die tadellos sitzenden Chöre beisteuert. Aber, ganz ehrlich, das ist mir dann doch tausendmal lieber als die üblichen, hemdsärmeligen Stimmbeiträge von Petrucci und Portnoy aus der Vergangenheit (man höre sich als Vergleich die gruseligen Backings auf der Live-Scheibe „Live Scenes from New York“ an). Das war noch nie die Stärke der Band und sei ihnen erziehen. Kernstück der vorliegenden Live-Dokumentation ist natürlich die Aufführung des „Scenes from a Memory“-Konzeptalbums, und hier liefern DREAM THEATER erwartungsgemäß fehlerlos ab. Es ist auch nach all den vielen Jahren, die die Truppe nun schon im Geschäft ist, unfassbar wie traumwandlerisch selbst die abstrusesten Kapriolen mit einem Lächeln vorgetragen werden. Und da es auf diesem Studio-Meilenstein wirklich keine langweilige Minute, keine überflüssige Note zu finden gibt und jeder einzenen Song ein Juwel im an Highlights nicht gerade armen Kanon der Prog-Metal Pioniere ist, kann bei einer Live-Auffühung dieser Jahrhundertscheibe natürlich nichts schiefgehen. Inhaltlich und vom musikalischen Vortrag ist das hier zu bestaunende Konzert also (erwartungsgemäß) allererste Sahne.

Ob man also eine zweite Live-Version des „Scenes from a Memory“ Spektakels benötigt, muss natürlich jeder für sich selber entscheiden. Der Die-hard DREAM THEATER Fan hat das Teil wahrscheinlich eh schon vorbestellt und alle diejenigen, die die 2000er Version noch nicht ihr Eigen nennen, sollen zumindest mal ein Ohr riskieren. Mir persönlich gefällt das Videomaterial ausgesprochen gut (schön ruhiger Schnitt, spärliches, aber stimmungsvolles Bühnenbild), der fantastische Soundmix lässt unterm Kopfhörer echtes, räumliches Konzertsaal-Feeling aufkommen (und unterscheidet sich diametral von dem rumpeligen Kevin Shirley Mix vergangener Tage) und die musikalische Darbietung, auch wenn sie weniger charmant ist, insgesamt noch einen Tacken besser als die 20 Jahre alte Fassung. So gibt es unterm Strich also genügend grundlegende Unterschiede zu „Live Scenes from New York“ um (das in jeder erdenklichen Fassung erhältliche) „Distant Memories – Live In London“ dringend zum persönlichen Antesten zu empfehlen. Starkes Rundum-Glücklich Paket für jeden DREAM THEATER Fan also und das Passende für den Weihnachtsbaum.

WERTUNG: (keine Wertung)

Trackliste:

CD1:

01. Untethered Angel
02. A Nightmare to Remember
03. Fall Into the Light
04. Barstool Warrior
05. In the Presence of Enemies – Part
06. Pale Blue Dot

CD2:

01. Scenes Live Intro
02. Scene One: Regression
03. Scene Two: I. Overture 1928
04. Scene Two: II. Strange Déjà Vu
05. Scene Three: I. Through My Words
06. Scene Three: II. Fatal Tragedy
07. Scene Four: Beyond This Life
08. Scene Five: Through Her Eyes

CD3:

01. Scene Six: Home
02. Scene Seven: I. The Dance of Eternity
03. Scene Seven: II. One Last Time
04. Scene Eight: The Spirit Carries On
05. Scene Nine: Finally Free
06. At Wit’s End
07. Paralyzed (Bonus Track)

DVD1/BluRay1:

01. Atlas (Intro)
02. Untethered Angel
03. A Nightmare to Remember
04. Fall Into the Light
05. Barstool Warrior
06. In the Presence of Enemies – Part 1
07. Pale Blue Dot

DVD2/BluRay2:

01. Scenes Live Intro
02. Scene One: Regression
03. Scene Two: I. Overture 1928
04. Scene Two: II. Strange Déjà Vu
05. Scene Three: I. Through My Words
06. Scene Three: II. Fatal Tragedy
07. Scene Four: Beyond This Life
08. Scene Five: Through Her Eyes
09. Scene Six: Home
10. Scene Seven: I. The Dance of Eternity
11. Scene Seven: II. One Last Time
12. Scene Eight: The Spirit Carries
13. Scene Nine: Finally Free
14. At Wit’s End
15. Paralyzed (Bonus Track)
16. Behind The Scenes

Mario

News WIR-Das Shirt

WIR – DAS SHIRT
Soziales Projekt zu Gunsten der Peter-Stiftung für die Klinische Forschung für nierenkranke Kinder und Jugendliche
(Wir ist richtig)

Spektakuläre Kooperation des Schweizer Labels Souls of Rock mit Kinderlied-Star Detlev Jöcker und der Rockband
Mad Max zu Gunsten der gemeinnützigen PETER-STIFTUNG

Dramatische Zeiten erfordern kreative Ideen und Mut, diese Ideen umzusetzen.
WIR – DAS SHIRT ist so eine kreative Idee, die ein wunderbares Projekt unterstützen möchte, die PETER-STIFTUNG.
Die gemeinnützige PETER-STIFTUNG fördert seit vielen Jahren Forschungsprojekte mit dem Ziel, nierenkranke Kinder und Jugendliche vor dem Schicksal eines endgültigen Nierenfunktionsversagens zu bewahren. Schirmherr der PETER-STIFTUNG ist der deutsche Kinderlied-Star Detlev Jöcker.
Detlev Jöcker zählt mit circa 1300 veröffentlichten Liedern und über 17 Millionen verkauften Tonträgern/Songbooks zu den erfolgreichsten und meistgesungenen deutschsprachigen Künstlern. Der mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnete Musiker engagiert sich seit Jahrzehnten für den Erhalt der Umwelt sowie für Menschlichkeit und Solidarität.
Detlev Jöcker und die Band Mad Max komponierten gemeinsam den viel beachteten Song „LADIES and GENTLEMEN“. Der Kinderchor im Refrain transportiert und symbolisiert die zentrale Botschaft des Songs, dass nur alle Generationen gemeinsam die Probleme unserer Zeit lösen können.
Letztlich war es dieser Song, der die Inspiration für WIR – DAS SHIRT war und der Souls of Rock und die Musiker zusammenbrachte.
Im stimmungsvollen Videoclip zu „LADIES and GENTLEMEN“ bemalen die Kinder aus dem Chor ihre T-Shirts mit ihren ganz persönlichen Worten und Bildern zur Situation der Welt. Und eines dieser Motive eroberte alle Herzen im Sturm, und mit Hilfe von Souls of Rock entstand WIR – DAS SHIRT.

Das Schweizer Label Souls of Rock hat sich mit der Herstellung von nachhaltig produzierter Kleidung einen Namen gemacht und legt allergrößten Wert auf eine transparente Wertschöpfungskette. So arbeitet Souls of Rock grundsätzlich nur mit europäischen Betrieben zusammen, welche die höchsten sozialen Standards erfüllen. Vom Rohstoff bis hin zum fertigen Endprodukt wird die gesamte Beschaffung und Verarbeitung ausschliesslich in Europa durchgeführt. Sämtliche Betriebsstätten werden persönlich besucht, um die geforderten Standards zu gewährleisten. Souls of Rock will neue Maßstäbe setzen und ein erweitertes Bewusstsein für sozial und nachhaltig produzierte Textilien schaffen.

Zusätzlich fliessen 10 % vom Umsatz des Kleiderlabels direkt und ohne Umwege in die Souls of Rock Foundation. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, Musiker und Bands bei diversen Projekten finanziell zu unterstützen.

WIR – DAS SHIRT wird hoffentlich noch viele weitere Herzen erobern und mit dem Erlös aus seinem Verkauf vielen nierenkranken Kindern und Jugendlichen ein gesundes Leben ermöglichen.

www.soulsofrock.com
www.soulsofrock-foundation.com
www.madmax-germany.rocks
www.peter-stiftung.de
www.detlev-joecker.de

CRISTIANO FILIPPNI’S FLAMES OF HEAVEN – The Force Within

Band: Cristiano Filippini’s Flames of Heaven
Album: The Force Within
Spielzeit: 62:51 min
Stilrichtung: Epic Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 20. November 2020
Homepage: www.facebook.com/cristianofilippinisflamesofheaven

Der Promotext bezeichnet CRISTIANO FILIPPINI’S FLAME OF HEAVENSs “The Force Within“ als “alles alles andere als kitschig. Das Album also eines Mannes, der vor seiner neu angebrochenen Zeit im Power Metal “Epic Symphonic Opera” Music komponiert hat und dessen Metal-Debüt Songs mit Titeln wie – nun, werft einfach einen Blick auf die Trackliste, dann wisst Ihr, was ich meine – beinhaltet. Alles andere als kitschig. Gut, man muss sowas in einen Promotext eines höchst Orchester-, Synthesizer- und harmonielastigen italienischen Power-Metal-Albums schreiben, aber alleine die drei klavier- und streicherreichen Balladen “Always With You”, “Finding Yourself” und “Missing You”, die in ihren Intros Schlagerballaden verdächtig nah sind und im Verlauf so richtig mächtig, emotional und harmonietriefend werden, bestätigen das Ganze als Fake News (und die Akustikversion der letzten Ballade ist noch gar nicht eingerechnet).
Dann wiederum: Wer das Albumcover gesehen und sich dann gedacht hat “Och, das interessiert mich aber”, der weiß auch mehr oder weniger, was ihn erwartet. Emotionen, Pathos, Feierlichkeit, große Melodien, Bombast. In gut produziert, kann an dieser Stelle hinzugefügt werden, von STRATOVARIUS‘ Matias Kupiainen und ika Jussila (u.a. NIGHTWISH). Das Orchester klingt nicht zu 100% echt, aber wertig, Sänger Marco Pastorino geht nicht ganz so hoch, wie man vielleicht erwarten würde, klingt in seinen Sphären aber sehr stark und wird unterstützt durch nicht minder starke und klug konzipierte Backing Vocals.
Damit ist eigentlich fast alles gesagt. Über eine Stunde Spieldauer feierlicht das Projekt durch “The Force Within”, lässt dabei kaum eine klassische Symphonic-Power-Metal-Wendung aus, macht dabei aber auch abseits der nicht besonders großen Experimentierfreudigkeit aber auch nicht besonders viel falsch.
Heraus ragen das verhältnismäßig undurige “Against The Hellfire” mit seinen freshen Synthesizern, dem abgehackten Prechorus und dem gelungenen Chorus, und “Lightning in The Night”, das kräftig abgeht, durchgängig unterhält und im Chorus nicht ganz den erwarteten Weg geht. Ansonsten gibt’s mal langsamere Feierlichkeit (“The Angel And The Faith”), mal 2000er Power Metal (“Far Away”), besagte Balladen und einiges dazwischen.
Insgesamt ist “The Force Within” der fette Gänsehauterzeuger, den man angesichts seiner Aufmachung erwartet, technisch gut, kompositorisch zweckmäßig, ohne groß hängenbleibende Melodien, wovon aber der Bombastfaktor gut abzulenken vermag.

Fazit:
Nee, die Platte ist nichts für Leute mit Keyboardallergie. Auch nichts für Leute, die gerne ein gewisses Maß an Aggression in ihren Metal integriert haben wollen. Wem aber der Sinn nach einem Album mit allen Zutaten symphonischen Power Metals in unkritisierbar umgesetzt steht, der gebe Cristiano gerne mal eine Chance.

Anspieltipps:
“Against The Hellfire”, “Lightning In The Night” und Moonlight Phantom”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Force Within
02. We Fight For Eternity
03. Far Away
04. Against The Hellfire
05. Always With You
06. Dying For Love
07. Finding Yourself
08. Lightning In The Night
09. Missing You
10. Moonlight Phantom
11. The Angel And The Faith
12. Ab Angelis Defensa
13. Missing You (Acoustic Version, Bonus Track)

Jannis

EAST TEMPLE AVENUE – Both Sides OF Midnight

Band: East Temple Avenue
Album: Both Sides Of Midnight
Spielzeit: 42:30 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: www.facebook.com/easttempleavenue

 

ETA ist das Kind des australieraschen Gitarrist, Komponist und Produzent Darren Philipps. Dieser moderierte 2017 eine Melodic Rock Radioshow in Australien, während dieser Zeit lernte er zahlreiche Musiker rund um den Erdball kennen. Von diesen Kontakten konnte er für ETA profitieren, nachdem er bei folgende Musikern mit der Idee eine Band an den Start zu bringen an gefragt hatte. Zu den Musikern zählen Robbie LaBlanc (v, BLANC FACES, FIND ME) Dennis Butabi Borg (b, CRUZH), Philip Lindstrand (g, FIND ME, ARKADO), Herman Furin (d, WORK OF ART) und den befreundeten Produzenten Dan Skeed (URBAN STONE). Nach dem das Lineup komplett war, fingen die Mitglieder an in Australien, Schweden und USA Songs zu Schreiben.

Das Ergebnis ist nicht AC/DCscher Ass Kickin‘ Hard Rock, sondern sehr guter AOR der ins Ohr geht, in etwa einer Schnittmenge aus BLANC FACES, FIND ME, CRUZH, CREYE und ein kleiner Schuß ALIEN. Durch die markante Stimme von LaBlanc hat das Album einen hohen Wiedererkennungsfaktor, ETA bewegt sich durch diese aber auch sehr nahe an den Bands bei denen LaBlanc als Sänger war. Das Material ist von hoher Qualität und befindet sich mit den Vergleichen auf Augenhöhe. Geboten wird AOR wie er kaum besser sein könnte, catchy, melodiös und eingängig wie Sau.

Die Gewinner sind “Mountain” flott und eingängig, “Don’t Make Believe” im Midtempo gehalten, den Groovemonstern “Fool For Love” und “Everything” rocken gewaltig, “Forever Yours” bestes Radioshow Futter (aber leider meiden die öffentlich Rechtlichen diese Musik wie der Beelzebub das Weihwasser), “Fly High” rockt was das Zeugs hält. Die nicht erwähnten Songs befinden sich auch auf einem sehr hohen Level aber nicht ganz das Niveau wie die genannten Tracks.

Fazit:

Eine geile Rockscheibe legen ETA vor, eingängig, catchy und hörbar, der Sound hat noch Luft nach oben. Ich verbege für dieses Album eine 8,5 da großes Kino geboten wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Mountain
02. Don’t Make Believe
03. Fool For Love
04. My Last Breath
05. Everything
06. Forever Yours
07. Fly High
08. When I’m With You
09. The End Of Me And You
10. Where Love Is

Helmut