SIX FOOT SIX – End Of All

Band: Six Foot Six
Album: End Of All
Spielzeit: 52:42 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 11.12.2020
Homepage: www.facebook.com/SixFootSixTheBand/

 

Das zweite Album von SIX FOOT SIX steht kurz vor der Veröffentlichung, das Wichtigste zuerst, SFS haben nichts an der Auslegung des Sounds geändert für Fans ein absolutes Muss für alle die auf guten eingängigen Melodic Metal mit viel Melodie und markanten Vocals stehen sollten mal reinhören. Zu SFS gehören Kristoffer Göbel an Mikro und Gitarre, Christoffer Borg an Gitarre, Markus Gustafsson am Bass und Henrik Hedman am Schlagzeug.

Wie schon erwähnt bieten SFS eingängigen Melodic Metal mit viel Melodie, Chören und über allem thront die sehr markante Stimme von KG der seine Sache mehr als gut macht. Die Band beweist mit diesem Album das der Achtungserfolg des Debüts keine Einzelltat war und noch so einige Ideen in der Band stecken. Wer auf das Debüt konnte macht mit dieser CD nichts falsch und hat sicherlich viel Spass damit.

Mit Songs wie “Welcome To Your Nightmare”, “End Of All”, “In God We Trust”, “In The Eyes Of The World”, … wird Melodic Metal mit Power zelebriert das einem schwindelig wird und die schwindende Matte auf dem Haupt durch Banging durcheinander geschschüttelt wird.

Bei “Blood Will Out” und “Finale Vittoria” werden epische Töne angestimmt, kann voll und ganz überzeugen. Mit “Edge Of The World” und “Break The Wheel” bewegen sich SFS fast im Hard Rock mit viel Melodie stark umgesetzt.

Einzig “I Am Your King” fällt unangenehm auf, die Stimme von KG verzehrt will irgendwie nicht in das Gesamtbild des Albums passen, dies ist der einzige Kritikpunkt den ich gefunden habe.

Fazit:

Geiler Metal für die Zielgruppe um das Debüt, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, MANOWAR und noch so mancher Hochkaräter. Wenn SFS so weiter machen könnte was großen aus der Band werden und der Nachwuchs ist mehr als gesichert. Von mir gibt es eine Bewertung von 9,0.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Welcome To Your Nightmare
02. End Of All
03. In God We Trust
04. In The Eyes Of The World
05. Blood Will Out
06. Last Days Of Our Lifes
07. Final Vittoria
08. Abducted
09. I Am Your King
10. Edge Of The World
11. Oblivion
12. Break The Wheel

Helmut

JADED HEART – Stand your Ground

Band: Jaded Heart
Album: Stand your Ground
Spielzeit: 51:45 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: www.facebook.com/jadedheartmusic

In regelmäßigen Abständen hauen die letzten Jahre die Melodic Metaller von JADED HEART ihre Alben raus. Wieder sind zwei Jahre rum und man kommt deshalb mit dem neuen, 14! Album „Stand your Ground“ um die Ecke.
Es ist das erste Album was komplett auf Keyboards verzichtet und so der konsequenten, härteren Entwicklung der Band in den letzten Jahre Rechnung trägt.
D.h. die softere Schiene, die man noch bis Anfang der 2000er gefahren hat ist endgültig Schnee von gestern, es geht härter zur Sache als bisher!
Noch eine Neuerung, die aber musikalisch vermutlich weniger Einfluss hatte, man hat dieses Mal mit einem externen Texter gearbeitet.
Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu vermelden, die Bandkonstellation ist schön stabil auf den letzten Alben und auch am Label hat sich nichts geändert.
Ab gehts ins neue Album, als Opener erwartet uns „Inception“ der nur ein stimmungsvolles Intro mit ein paar Synthies ist.
Der Titeltrack „Stand your Ground erwartet uns dann direkt als erster richtiger Track. Und hier wird schnell klar, da wo JADED HEART drauf steht auch nach wie vor JADED HEART drin ist! Alles nur eine Spur härter als auf den Alben zuvor.
Ein geiler Melodic Metalgroover der sich ohne Probleme direkt im Ohr festsetzt und sich in die Hitliste der Band einträgt!
Diese hinzugewonnene Härte merkt man auch direkt im übernächsten Song „Reap what you Sow“. Die Gitarrenriffs sind extrem erdig und kraftvoll und ballern nur so aus den Boxen das es eine wahre Freude ist. Ein geiler Track der definitiv Lust auf mehr macht!
Und dieses Mehr wird auch direkt gestillt, denn mit „Break Free“, „Hero to Zero“ und dem abwechslungsreichen „Kill your Masters“ haben wir einen Mittelteil vor uns der sich echt gewaschen hat! Hit an Hit reiht sich hier und man kommt aus den Mitbangen und Fäuste in die Luft recken gar nicht mehr heraus!
Die Jungs beweisen hier sehr eindrucksvoll das ihnen auch nach einer so lange Bandkarriere die guten Songideen nicht ausgehen.
Auch in der Folge machen die Jungs vieles richtig und mit „Embrace a Demon“ hat man auch noch einen kleinen Hit im Gepäck.
Im letzten Drittel der bisher sehr ordentlichen Scheibe haben wir noch das gefühlvolle „Stay“, das knackige „Lost in Confusion“ sowie das abschließende, erdige „Inside a Hurricane“.
Die Qualität bleibt hier schön hoch, auch wenn nicht alle Songs Hits sind.

Anspieltipps:

„Stand your Ground“, „Reap what you Sow“, „Hero to Zero“, „Embrace a Demon“ und „Inside a Hurricane“.

Fazit :

JADED HEART standen immer schon für kraftvollen Melodic Metal. Das bleibt auch mit dem neuen Diskus so! Die Entfernung der Keyboards und Konzentration auf die Gitarren tut dem Sound gut und macht das Ganze schön kraftvoll und erdig.
Man macht insgesamt nicht wirklich viel falsch, hat einige starke Songs im Gepäck und dürfte somit bei den Altfans definitiv punkten!
Eine empfehlenswerte Leistung die man sich als Genre und Bandfan definitiv nicht entgehen lassen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Inception
02. Stand your Ground
03. One Last Time
04. Reap what you Sow
05. Break Free
06. Hero to Zero
07. Kill your Masters
08. Embrace a Demon
09. Hopelessly Addicted
10. Self Destruction
11. Stay
12. Lost in Confusion
13. Inside a Hurricane

Video zu “Stand your Ground”:

Julian

AWAKEN – Out of the Shadows

Band: Awaken
Album: Out of the Shadows
Spielzeit: 90:04 min
Stilrichtung: Melodic/Progressive Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: www.officialawaken.com

Pure Steel Records beweisen mal wieder ihr feines Näschen für aufstrebende Underground Bands! Dieser Tage erscheint das zweite Album „Out of the Shadows“ der Amerikaner AWAKEN. Bzw. es wird wiederveröffentlicht, da sowohl das zweite als auch das Debütalbum nur in Eigenregie veröffentlicht wurde und somit nicht die breite Masse in den Genuss der Scheibe kommen konnte.
Dies holt man jetzt nach und bringt das Doppelalbum nun offiziell auf den Markt.
Die Band die 2009 von Ex LAZARUS Sänger Glenn DaGrossa gegründet wurde hat sich dem melodischen Progressive Metal verschrieben der mit cinematischen und sinfonischen Elementen aufwarten kann.
Mit dem Opener „Black from Blue“ steigen wir in die Scheibe ein. Eine groovende Mischung aus Melodic und Progressive Metal so wie er besser nicht sein könnte!
Sänger Glenn ist wie früher natürlich über jeden Zweifel erhaben und auch ansonsten wird der Song trotz seiner Überlänge nicht langweilig.
Aber den Mut einen überlangen Song als Einstieg zu nutzen, der ist schon groß das muss man schon sagen, die Rechnung geht aber voll auf!
Den letzteren Satz kann man auch beim zweiten Song „Moment of Truth“ genau so stehen lassen. Auch hier mixen die Jungs gekonnt ihre Stile und erschaffen so einen Hit der Genreanhänger direkt begeistern wird!
Im Anschluss folgt dann das Cover des Christoper Cross Songs „Ride Like the Wind“. Wenn ein Cover in die Hitliste kommt muss es wahrlich gut sein, und ja das ist es! Dem alten Klassiker wird extrem neuer Wind (ha Wortspiel 🙂 ) und tolle Frische eingehaucht. Eine geile Neuinterpretation des Klassikers!
Mit „Drowning Pool“ hat man dann einen weiteren geilen Song im Gepäck der ebenfalls vor allem im Chorus schön eingängig ist.
Nach dem etwas belanglosen „Heart of Darkness“ kommt dann mit „Dachau be my Destiny“ ein überlanges, progressives und abwechslungsreiches Epos welches natürlich aufgrund des Themas und der Lyrics einen absolut mitnimmt und packt.
Damit wird CD1 abgeschlossen.
CD2 beginnt dann mit dem Titelstück „Out of my Shadows“ welches zu Recht diese Bezeichnung trägt und sich wunderbar in die bisherigen Hits einreiht.
Tja und leider muss ich sagen das die nachfolgenden Songs dann irgendwie von der Qualität her doch abfallen! Irgendwie ist die Luft raus und am ehesten an die bisherigen Hits kommt dann noch „The Spider Dream“ an.
Selbst die abschließende „Ninth Circle“ Triologie, wovon ein Stück ein überlanges Instrumental ist, kann irgendwie nicht komplett überzeugen.
Somit bleibt zum Abschluss der kompletten 90 Minuten Spielzeit irgendwie ein komisches, unvollkommenes Gefühl zurück.

Anspieltipps:

„Black from Blue“, „Moment of Truth“, „Ride Like the Wind“, „Dachau be my Destiny“ und „Out of my Shadows“.

Fazit :

Boah da machen es einen die Jungs von AWAKEN echt nicht leicht muss ich sagen! CD1 ist mega geil und ein Paradebeispiel für Melodic Progressive Metal geworden. Bei CD2 ist auf einmal komplett die Luft raus, so als ob man den Stecker gezogen hätte und man bewegt sich größtenteils eher im Standard Metalbereich.
Daher muss ich hier die Wertung mitteln und kommen daher insgesamt auf eine doch noch starke Leistung, das aber auch nur aufgrund der bärenstarken ersten CD die alleine gestanden 9 Punkte hätte!
Sorry Jungs, aber irgendwie wurde hier viel Potential verschenkt zumindestens auf CD2.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

CD1

01. Black from Blue
02. Moment of Truth
03. Ride Like the Wind
04. Drowning Pool
05. My Heart of Darkness
06. Dachau be my Destiny

CD2

01. Out of the Shadows
02. Only your Eyes to Weep
03. The Spider Dream
04. Twist of Fate
05. Nine Circles Part 1: Through the Gates
06. Nine Circles Part 2: The Dark Side of Sorrow
07. Nine Circles Part 3: City of Dis

Video “Out of the Shadows” Trailer:

Julian

LORDS OF BLACK – Alchemy Of Souls

Band: Lords Of Black
Album: Alchemy Of Souls
Spielzeit: 57:34 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.lordsofblack.com/

 

Mein erstes Treffen mit LOB, ich kannte die Band vom Namen, habe aber bis jetzt nichts von ihnen gehört. Dies wird sich in Zukunft ändern, den die haben es Faustdick drauf. Auf dem vierten Streich sind dabei Ronnie Romero am Mikro stimmlich irgendwo zwischen den beiden göttlichen Steve Lee und Ronnie James Dio (näher an Lee), Tony Hernando an Gitarren, Dani Criado am Bass und Jo Nunez an Schlagzeug.

Was die vier hier abfeuern ist bester Melodic Metal irgenwo zwischen DIO, PELL und sehr harten GOTTHARD mit Melodien so weit die Ohren reichen, hervoragenden Vocals von RR und starken Songs. Da ich die drei Vorgänger nicht kenne und keine Vergleiche aufstellen kann lehne ich mich mal aus dem Fenster und schreibe das das Ding gewaltig ins Ohr geht und nicht mehr so schnell heraus kommt. Die Songs strotzen nur so vor Energie und Melodien das es eine wahre Freude ist. Powervolle und melodische Songs ergeben eine Mixtur die es in sich hat und verbreiten nebenbei noch gute Laune.

Zu den Powersongs zählen “Dying To Live Again”, “Into The Black”, “Shadows Kill Twice” und “Disease In Disguise” die Tracks sind mit Melodie und Harmonie ausgestattet.

Zu den Melodic Songs gehören “Sacrifice” mein Favorit, “Brightest Star”, “Closer To Your Fall”, “Tides Of Blood” von DIO ispiriert, das überlange “Alchemy Of Souls” erinnert ein wenig an PELL mit seinen langen Epicnummern, mit der Ballade „You Came To Me“ wird dieses Melodic Metal Masterpiece würdig beendet.

Fazit:

Ein geiles Melodic Metal Album gibt gewaltig auf die Lauscher, ausgestattet mit Melodien, starken Vocals und druckvoller Produktion kommt bei mir auf eine mehr als verdiente 9,0. Für mich wäre RR die bessere Lösung als Ersatz für Steve Lee bei GOTTHARD, den der Mann hat mehr als genug drauf um die riesige Lücke fast zu füllen die der leider viel zu Früh verstorbene Steve Lee hinterlassen hat. Mit RR wäre GOTTHARD sehr nahe dran an, und viel mehr G mit SL.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dying To Live Again
02. Into The Black
03. Deliverance Lost
04. Sacrifiece
05. Brightest Star
06. Closer To Your Fall
07. Shadows Kill Twice
08. Disease In Disguise
09. tides Of Blood
10. Alchemy Of Souls
11. You Came To Me (Piano Version)

Helmut

SHADOW TRIBE – Reality Unveiled

Band: Shadow Tribe
Album: Reality Unveiled
Spielzeit: 49:48 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 13.11.2020
Homepage: www.shadowtribe.net

ALTARIA/ STARGAZERY-Bassist Marko Pukkila und Sänger Kimmo Perämäki (ex-CELESTY/ SPIRITUS MORTIS/ MASQUERAGE) sind die Gründer der neuen Melodic Metal-Formation SHADOW TRIBE aus Finnland. Komplettiert wird der Vierer mit Simo Pirttimaa an der Gitarre und Drummer Petri Heinonen (King Satan).
Treibende Kraft und Manager der Band ist ALTARIA/ STARGAZERY Bassist Marko Pukkila dieser sagt zur Musik selbst, „unsere Musik ist melodisch, aber dennoch straighter Kick-Ass-Rock und bietet coole Riffs, gute Melodien und geschmackvolle Arrangements“.
Na schauen wir mal wie sich das Ganze anhört und horchen direkt mal in den Opener „Splinters of a Hologram“ rein. Nach einer kurzen Einleitung legt die Nummer im Midtempo los und erstmal wundert man sich etwas über den merkwürdigen Aufbau bevor man dann ab dem ersten Chorus richtig in der Nummer drin ist und das Stück sich nach und nach steigert. Sänger Kimmo ist auch erstmal etwas gewöhnungsbedürftig von der Tonlage her, kann aber im weiteren Verlauf der Scheibe auch überzeugen, so viel sei schon mal vorweg gesagt.
Auch das anschließende „Christaromancy“ ist vom Aufbau her etwas gewöhnungsbedürftig und ist nicht das was man sich vielleicht im ersten Moment unter Melodic Metal vorstellt.
Die erste Nummer die dann so richtig komplett zünden kann ist dann „Headstrong“ die schön klassisch aus den Boxen kommt und sofort gefällt.
Selbiges kann man dann auch von „Speck of Sawdust“ sagen welche ein wenig epischer und nicht so straight wie sein Vorgänger tönt, aber trotzdem oder gerade deswegen direkt zusagt.
Im Mittelteil bahnt sich dann „Connection“ richtig schön erdig seinen Weg bevor wir dann mit „A World Taken Hostage“ einen eher Standard Melodic Metaltrack haben und mit „Many Tears to Go“ wird es ein klein wenig bedächtiger als zuvor.
So richtig komplett packen konnten die Jungs von SHADOW TRIBE mich bislang noch nicht, mal schauen was so im letzten Drittel noch auf einen wartet!
Auf jeden Fall gibt es direkt mit „We weren`t there“ einen Song der seine Vorgänger schon mal um Längen in die Tasche steckt, einen Drauf setzt man dann noch beim anschließenden „Stolen Fate“ und auch das abschließende „Instant Heaven“ weiß durchaus zu gefallen.
Somit ist das Ende dann doch recht versöhnlich ausgefallen.

Anspieltipps:

„Headstrong“, „Speck of Sawdust“ und „Stolen Fate“.

Fazit :

Puh, SHADOW TRIBE machen es einen zu Beginn wirklich nicht leicht! Die Songs sind irgendwie zwar ganz nett, aber so richtig überzeugen kann man leider nicht dauerhaft.
Das ändert sich Gott sei Dank vor allem im letzten Drittel erheblich und somit schafft man gerade noch so den Sprung in unseren soliden Punktebereich.
Melodic Metalfans sollten einfach mal rein horchen, den ein oder anderen starken Song findet man hier auf jeden Fall!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Splinters of a Hologram
02. Christaromancy
03. Headstrong
04. Speck of Sawdust
05. Connection
06. A World Taken Hostage
07. Many Tears to Go
08. We weren`t there
09. Stolen Fate
10. Instant Heaven

Video zu “Stolen Fate”:

Julian

NEPTUNE – Northern Steel

Band: Neptune
Album: Northern Steel
Spielzeit: 43:55 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Melodic Passion Records
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.facebook.com/NeptuneBandOfficial/

 

NEPTUNE aus Schweden wurde Ende 70 Anfang 80 gegründet, seitdem drehte sich das Personalkarussell das eine oder andere mal. Aktuelle Besetztung mit Row Alex am Mikro, der seinen 2019 verstorbenen Bruder Ray ersetzt, Anders Olsson an Gitarre, Tosh Ason am Bass, Johan Rosth am Keyboard und Jonas Wikström am Schlagzeug.

Nach Demoaufnahmen in der Anfangszeit, die nie veröffentlicht wurden, wurde Material professionell eingespielt mit dem ein Label gefunden werden sollte. Es fand sich ein Label welches die Aufnahmen finanzierte, diese aber niemals auf den Markt brachten sondern in einem Regal bunkerte.

Im Herbst 2017 konnte ein griechisches Label ein Bandmitglied kontaktieren um die Aufnahmen auf CD und Vinyl zu bringen, knapp 30 Jahre nachdem das Studio betreten wurde kam das Material nun doch noch auf den Markt.

2018 veröffentlichte NEPTUNE Demos und Aufnahmen aus der Anfangszeit. Das zur Geschichte von Neptune, wäre schade gewesen wenn diese Band ohne lebenszeichen von der Bildfläche verschwunden wäre.

Nun zum eigentlichen den Songs, zu hören gibt es sehr guten Melodic Metal mit feinen Melodien und genialen Gesangslinien, ab und zu mit leicht poppigen Sound aber dann immer noch mit genug Gitarren das es nicht in den Pop abdriftet. Der Metal geht gut ins Ohr, mir kommen gedanken an eine Mischung aus ACCEPT mit Pathos, RUNNING WILD nach UJR, IRON MAIDEN, den Bombast von MANOWAR und das alles mit schwedischen Einflüssen gemischt, dieser Mix kommt geil rüber und hebt sich angenehm von manchen Veröffentlichungen ab. Entdeckt werden können Power Songs die als Soundtrack für eine Party bestens geeignet sind. Mit der Ballade “Land Of Northern” und “Vanheim” kommt noch epische Stimmung auf, ähnlich wie ein Mix aus MANOWARs “Defender” und “The Crown And The Ring” genial gemacht.

Zu den Powersongs gehören “Viking Stone”, das flotte “Last Man Standing”, “Fallen Nation” mit geilem Groove, “Angel”, das angepoppte “Northern Steel” groovt wie Sau hätte in den 80s Potential zum Hit gehabt, “Black Rain”, “Run For Your Life”, “Seriously” hört sich an wie HUMAN LEAGUE auf Metal kann man gut hören und “Ruler Of The Sea” groovt auch extrem.

Fazit:

Ein geiles Debüt Album das die Schweden vorlegen. Ich vergebe für dieses melodische Sahne Metalteil 8,5 Punkte und hoffe darauf das es eine ähnlich starke Fortsetzung gibt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Prophecy
02. Viking Stone
03. Last Man Standing
04. Fallen Nation
05. Angels
06. Northern Steel
07. Black Rain
08. Run For Your Life
09. Land Of Northern
10. Seriously
11. Ruler Of The Sea
12. Vanheim

Helmut

MARK BOALS AND RING OF FIRE – All The Best!

Band: Mark Boals And Ring Of Fire
Album: All The Best!
Spielzeit: 156:18 min
Stilrichtung: Hard Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.markboalsofficial.com/

 

Ordentlich Value For Money hauen Frontiers mit diesem Best Of Doppelalbum von MB und ROF raus, über zweieinhalb Stunden Musik mit MB. Während MB solo im Hard Rock Sektor zu finden ist, wird bei ROF etwas härter, im Melodic Metal, zur Sache gegangen. Dieses Doppelalbum gibt einen guten Überblick über die drei Soloalben und mit Ring Of Fire fünf CDs. Mit Musikern wie Doug Aldrich, Tony MacAlpine, Jeff Kollman, Neil Citron, Vitalij Kuprij, Vinny Appice, Virgil Donati, Erik Norlander, Chris Brooks und Steve Weingart wurden die Alben produziert. BOALS war unter anderem für YNGWIE MALMSTEEN, EMPIRE, THE CODEX, GENIUS, JAYCE LANDBERG ROYAL HUNT und BILLIONAIRES BOYS CLUB tätig.

MB besitzt ein sehr gute und angenehme Stimme, die er gekonnt einsetzt und mit dieser überzeugen kann. Die oben erwähnten Namen sprechen für sich und überzeugen auch ohne Fehler gemacht zu haben.

Zu den Gewinnern der Solo Alben gehören “Jane”, “Find Our Way”, “Betrayer”, “Lady Babylon”, “Through The Endless Night”, “Up To You”, “Garden Of Pain”, die Balladen “Broken Heart” und “My Turn”. Für meinen Teil sind auf CD 2 ein Paar Balladen zu viel enthalten.

Die Highlights von ROF sind “Circle Of Time”, “My Deja Vu”, “Invinsible Man”, “Keeper Of The Flame” erinnert mich in den Strophen an den Anfang von SABBATHs “Heaven And Hell”, “Perfect World”, “Land Of Frozen Tears”, den Balladen “Take Me Home”, “Blue Sky” und “Our World”.

Fazit:

Ein sehr guter Überblick der Alben von MB und ROF, einziger Wermutstropfen die doch sehr schwankenden Unterschiede der Produktionen trüben den gesamt Eindruck ein wenig. Ohne Wertung

 

Trackliste:

CD 1 Mark Boals

01. Jane
02. Broken Heart
03. I’m Sorry
04. My Turn
05. Find Our Way
06. Ring Of Fire
07. Death Row
08. Keeper Of The Flame
09. Alone
10. Battle Of The Titans
11. Betrayer
12. Lady Babylon
13. Between Two Mirrors
14. Through The Endless Nigh
15. Up To You
16. Garden Of Pain

CD 2 Ring Of Fire

01. Circle Of Time
02. The Oracle
03. Take Me Home
04. My Deja Vu
05. Blue Sky
06. Ghost Of America
07. Invinsible Man
08. Lapse Of Reality
09. You Were There
10. Perfect World
11. Darkfall
12. Mother Russia
13. Land Of The Frozen Tears
14. Oure World

Helmut

RETERNITY – A Test of Shadows

Band: Reternity
Album: A Test of Shadows
Spielzeit: 42:19 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Black Sunset/MDD
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.facebook.com/reternityband

Die Jungs von RETERNITY rund um Sänger Stefan Zörner (Ex SPITEFUL, Ex STRANGELET) sind schon wieder zurück! Nur 1 Jahr nach ihrem ersten Album „Facing the Demon“ ist man schon wieder am Start mit dem neuen Album „A Test of Shadows“.
Von den Gründungsmitgliedern sind leider nur noch Sänger Stefan und Gitarrist Carsten Sauter übrig. Die beiden bilden aber ein eingeschworenes Duo!
Mit Oskar Schmidt, Suat Gören und Dieter Schenk wurde die Band wieder komplettiert um erneut auf der neuen Platte das musikalische Spektrum von Speed und Thrash der seligen 80er bis hin zu schweren und tanzbaren Midtempo-Hymnen und Nackenbrechern zu zeigen.
Klingt wie auch schon beim Debüt, nach ordentlich Abwechslung!
Horchen wir also mal direkt in den Openertrack „Sniper`s Death“ rein, nachdem das stimmungsvolle „Intro“ verklungen ist. Synthieklänge erwarten uns erstmal die aber relativ schnell von kraftvollen Thrash Metalriffs abgelöst werden.
Der Refrain ist schön melodisch gehalten und weiß direkt zu gefallen. Als erste Duftmarke ist der Song also schon mal mehr als ordentlich gelungen.
Bei „This is the End“ geht es dann nochmal eine Spur eingängiger und songdienlicher zur Sache, so dass wir hier dann den ersten Anspieltipp der Scheibe haben.
„My Crush“ verhallt dann irgendwie ein wenig nichtssagend, zu durcheinander ist hier die Songstruktur bzw. die Ausrichtung. Da hätte etwas mehr Linie und Geradlinigkeit gutgetan.
Aber dann kommt ein Mittelteil, der sich gewaschen hat! Der Titeltrack „A Test of Shadows“ macht den Anfang und fräst sich quasi in die Gehörgänge bevor mit dem intensiven „A Grave called Home“ Sänger Stefan zur Spitzenform aufläuft und das tolle „Falling Shadows“ diesen Plattenabschnitt sehr ordentlich abrundet.
Im letzten Drittel haben wir dann mit der Thrash Abrissbirne „No Deeper Hole“ und der abschließenden gefühlvollen Ballade „Stranded“ noch zwei Tracks die so richtig überzeugen können.
Vor allem Sänger Stefan zeigt hier erneut das er immer weiter an seinem Gesang arbeitet und hier vielleicht insgesamt seine beste und variabelste Leistung abliefert!

Anspieltipps:

„This is the End“, „A Test of Shadows“, „A Grave called Home“, und „Stranded“

Fazit :

Ganz klar, im Vergleich zum Debütalbum ist man hier wesentlich kompakter und auf den Punkt unterwegs. Man hat sehr starke Songs in der Hinterhand die zeigen welches Talent in der Band steckt. So ein bisschen finde ich sollte man sich aber so langsam mal auf einen Stil einigen. Variabilität ist zwar gut, aber so macht man es dem Hörer vielleicht etwas schwer!
Wie auch immer, hier haben wir es definitiv mit der bisher besten Leistung der Band zu tun. Eine starke Vorstellung insgesamt, die definitiv ihre Fans finden wird!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. Sniper`s Death
03. This is the End
04. My Crush
05. A Test of Shadows
06. A Grave called Home
07. (We were) the Gods
08. Falling Shadows
09. You`ll See the Sun
10. No Deeper Hole
11. Stranded

Video zu “A Test of Shadows”:

Julian

THE WAYMAKER – The Waymaker

Band: The Waymaker
Album: The Waymaker
Spielzeit: 40:46 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Melodic Passion
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.thewaymakerband.com

Skandinavischer Melodic Metal geht irgendwie immer! Gut das es mit THE WAYMAKER und ihrem selbst betitelten Debütalbum neues Futter für die Fangemeinde der angesprochenen Musikrichtung gibt.
Und wer bei dem Bandnamen irgendwie an die Band NARNIA denkt, liegt hier gar nicht so falsch! Denn mit Christian Liljegren hat hier der Mastermind von NARNIA seine Finger mit im Spiel. Zusammen mit Jani Stefanovic (SOLUTION .45) und seiner Frau Katja Stefanovic bilden diese drei das Grundgerüst der Band.
Christian und Katja teilen sich den Gesang, was Fans von männlich/weiblichen Wechselgesang vermutlich jetzt schon die Freudentränen in die Augen treiben wird!
Aber auch sonst sollten Fans von so Bands wie RISING FORCE, STRATOVARIUS, MASTERPLAN oder KAMELOT mit christlichen Texten nun genauer lesen.
Als Opener wird uns der vorab veröffentlichte Titel und Bandtrack „The Waymaker“ präsentiert. Es geht sehr stimmungsvoll mit einer Art Cinematic Einleitung los bevor härtetechnisch so richtig die Post abgeht! Wow was für kraftvolle Riffs und Drums mir hier erstmal entgegen ballern, ich muss zweimal gucken ob ich die richtigen MP3 Files geöffnet habe!
Hätte ich so nicht erwartet und auch was in der Folge kommt hätte ich so nicht erwartet, ein Melodic Metal Sahnetrack der mit tollen zweistimmigen Wechselgesang aufwarten kann und noch dazu super eingängig ist.
Na dieser Auftakt ist ja mal mehr als gelungen und die erste Duftmarke definitiv gesetzt!
Auch das folgende „Kingdom of Heaven“ kann direkt gefallen und begeistern, nimmt es doch den Drive vom Vorgängersong absolut mit und führt in fort.
Nachdem es mit „Soldiers under Command“ eher in die Standardtrackrichtung geht weiß das folgende „Marching On“ wieder mehr zu gefallen, auch wenn es nicht ganz an die ersten beiden Sahnetracks ran kommt.
Danach folgt dann mit „Prophet`s Sign“ ein Instrumental was zwar in Ordnung geht, ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber ich habe ja eh schon immer so meine Probleme mit eingestreuten Instrumentalen ; )
Aber auf diese kleineren Durchhänger im Mittelteil kommen dann nun auch wieder in Form von „The Name Above all Names“, der tollen Powerballade „The Rain of Your Love“ und dem abschließenden „See the New Generation“ richtige Ohrbomben.

Anspieltipps:

„The Waymaker“, „Kingdom of Heaven“, „The Name Above all Names“, „The Rain of Your Love“ und „See the New Generation“

Fazit :

Wer auf christliche Texte, mitsingkompatiblen Melodic Metal und weiblich/männlichen Wechselgesang steht ist hier beim selbstbetitelten Debüt von THE WAYMAKER absolut richtig!
Klar erfindet man hier das Rad nicht unbedingt neu, aber die Scheibe ist einfach richtig gut und weiß insgesamt zu gefallen auch wenn es den ein oder anderen Durchhänger gibt.
Überzeugt euch am Besten unten selbst, da findet hier den geilen Openersong.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Waymaker
02. Kingdom of Heaven
03. Soldiers under Command
04. Marching On
05. Prophet`s Sign
06. The Name Above all Names
07. The Rain of Your Love
08. I am Substained
09. See the New Generation

Video zu “The Waymaker”:

Julian

CROWN OF GLORY – AD Infinitum

Band: Crown of Glory
Album: AD Infinitum
Spielzeit: 59:53 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.crown-of-glory.ch

Die Schweizer Melodic Metaller von CROWN OF GLORY rund um die Muther Brüder Henne und Markus lassen sich wirklich immer viel Zeit für ihre Alben! Da ist als Fan lange Geduld gefragt. Aber bislang gab die lange Entstehungszeit zwischen den Alben den Jungs recht und man konnte sich von Album zu Album steigern und jeder Diskus wurde bei Presse und Fans regelrecht abgefeiert!
So kam es wie es kommen musste und alleine die Ankündigung des neuen Albums „AD Infinitum“ ließ die Fans eskalieren und die Vorfreude war, nicht nur bei mir, groß. Kein Wunder man musste ja wieder 6 lange Jahre warten.
Nun kehren die Jungs aber zurück auf die Bildfläche und haben ihr vielleicht vielschichtigstes Album im Gepäck!
Von AOR über Rock bis hin zu Melodic und Power Metal ist alles vertreten und mit Seraina Telli (Ex BURNIN WITCHES) hat man auch eine geniale Gastsängerin mit an Bord.
Los geht es mit dem Albumopener „Emergency“ der erst mit einem kleinen Intro startet sich dann aber relativ schnell zu einem klassischen Melodic Metalsong mausert der auch direkt zu gefallen weiß.
Der erste richtige Hit kommt dann aber mit der Singelauskopplung „Something“ wo auch die angesprochene Gastsängerin Seraina zu hören ist. Ein geiler melodischer Track der vor allem aufgrund des tollen Wechselgesangs begeistert, weiter so!
Danach gibt es mit „Let`s have a Blast“ und dem atmosphärischen „Emporium of Dreams“ eher Standarmetal auf die Ohren der zwar direkt gefällt, aber nicht an den übermächtigen Vorgänger ran kommen.
Das schafft dann aber das anschließende, ruhige „Surrender“. Eine Ballade die einen wunderbar umschmeichelt und so schnell vom Gefühl her nicht mehr los lässt.
Bei satten 12 Tracks sind wir nun gerade erstmal genau in der Mitte angekommen wo uns „Infinity“ erwartet welches schön satt und abwechslungsreich aus den Boxen knallt.
Und apropos abwechslungsreich, das ist auch das anschließende „Glorious Nights“ welches mit Growleinschüben und Tempowechseln daher kommt aber trotzdem einen schön melodischen Chorus aufweist. Ungewöhnlicher Track, gefällt aber definitiv!
Nun scheinen die Jungs den Hitknopf gefunden zu haben! Denn mit „Make Me Believe“, „Master of Disguise“, dem vor allem im Refrain starken „What I`m Made Of“ sowie dem abschließenden „Say my Name“ reihen sich in der Folge Hit an Hit. Nur „Until I Made Of“ fällt da etwas ab und raus.

Anspieltipps:

„Something“, „Surrender“, „Glorious Nights“, „Make Me Believe“ und „What I`m Made Of“

Fazit :

Also ich muss schon sagen CROWN OF GLORY liefern auf ihrem neuen Album definitiv ab! Gerade auf den letzten Metern hauen die Eidgenossen nochmal so richtig in die Vollen und ballern uns einen Hit nach dem anderen auf die Ohren. Da sind der ein oder andere Standardmetaltrack im Mittelteil schnell verziehen!
Mit Sicherheit haben wir es hier mit einem der abwechslungsreichsten und überzeugendsten Melodic Metalalben des Jahres zu tun und auf jeden Fall ist dies die bisher beste Leistung der Band!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Emergency
02. Something (feat. Seraina Telli)
03. Let`s have a Blast
04. Emporium of Dreams
05. Surrender
06. Infinity
07. Glorious Nights
08. Make Me Believe
09. Master of Disguise
10. What I`m Made Of
11. Until I`m Made Of
12. Say my Name

Video zu “Something”:

Julian