THE WAYMAKER – The Waymaker

Band: The Waymaker
Album: The Waymaker
Spielzeit: 40:46 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Melodic Passion
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.thewaymakerband.com

Skandinavischer Melodic Metal geht irgendwie immer! Gut das es mit THE WAYMAKER und ihrem selbst betitelten Debütalbum neues Futter für die Fangemeinde der angesprochenen Musikrichtung gibt.
Und wer bei dem Bandnamen irgendwie an die Band NARNIA denkt, liegt hier gar nicht so falsch! Denn mit Christian Liljegren hat hier der Mastermind von NARNIA seine Finger mit im Spiel. Zusammen mit Jani Stefanovic (SOLUTION .45) und seiner Frau Katja Stefanovic bilden diese drei das Grundgerüst der Band.
Christian und Katja teilen sich den Gesang, was Fans von männlich/weiblichen Wechselgesang vermutlich jetzt schon die Freudentränen in die Augen treiben wird!
Aber auch sonst sollten Fans von so Bands wie RISING FORCE, STRATOVARIUS, MASTERPLAN oder KAMELOT mit christlichen Texten nun genauer lesen.
Als Opener wird uns der vorab veröffentlichte Titel und Bandtrack „The Waymaker“ präsentiert. Es geht sehr stimmungsvoll mit einer Art Cinematic Einleitung los bevor härtetechnisch so richtig die Post abgeht! Wow was für kraftvolle Riffs und Drums mir hier erstmal entgegen ballern, ich muss zweimal gucken ob ich die richtigen MP3 Files geöffnet habe!
Hätte ich so nicht erwartet und auch was in der Folge kommt hätte ich so nicht erwartet, ein Melodic Metal Sahnetrack der mit tollen zweistimmigen Wechselgesang aufwarten kann und noch dazu super eingängig ist.
Na dieser Auftakt ist ja mal mehr als gelungen und die erste Duftmarke definitiv gesetzt!
Auch das folgende „Kingdom of Heaven“ kann direkt gefallen und begeistern, nimmt es doch den Drive vom Vorgängersong absolut mit und führt in fort.
Nachdem es mit „Soldiers under Command“ eher in die Standardtrackrichtung geht weiß das folgende „Marching On“ wieder mehr zu gefallen, auch wenn es nicht ganz an die ersten beiden Sahnetracks ran kommt.
Danach folgt dann mit „Prophet`s Sign“ ein Instrumental was zwar in Ordnung geht, ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber ich habe ja eh schon immer so meine Probleme mit eingestreuten Instrumentalen ; )
Aber auf diese kleineren Durchhänger im Mittelteil kommen dann nun auch wieder in Form von „The Name Above all Names“, der tollen Powerballade „The Rain of Your Love“ und dem abschließenden „See the New Generation“ richtige Ohrbomben.

Anspieltipps:

„The Waymaker“, „Kingdom of Heaven“, „The Name Above all Names“, „The Rain of Your Love“ und „See the New Generation“

Fazit :

Wer auf christliche Texte, mitsingkompatiblen Melodic Metal und weiblich/männlichen Wechselgesang steht ist hier beim selbstbetitelten Debüt von THE WAYMAKER absolut richtig!
Klar erfindet man hier das Rad nicht unbedingt neu, aber die Scheibe ist einfach richtig gut und weiß insgesamt zu gefallen auch wenn es den ein oder anderen Durchhänger gibt.
Überzeugt euch am Besten unten selbst, da findet hier den geilen Openersong.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Waymaker
02. Kingdom of Heaven
03. Soldiers under Command
04. Marching On
05. Prophet`s Sign
06. The Name Above all Names
07. The Rain of Your Love
08. I am Substained
09. See the New Generation

Video zu “The Waymaker”:

Julian

CROWN OF GLORY – AD Infinitum

Band: Crown of Glory
Album: AD Infinitum
Spielzeit: 59:53 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.crown-of-glory.ch

Die Schweizer Melodic Metaller von CROWN OF GLORY rund um die Muther Brüder Henne und Markus lassen sich wirklich immer viel Zeit für ihre Alben! Da ist als Fan lange Geduld gefragt. Aber bislang gab die lange Entstehungszeit zwischen den Alben den Jungs recht und man konnte sich von Album zu Album steigern und jeder Diskus wurde bei Presse und Fans regelrecht abgefeiert!
So kam es wie es kommen musste und alleine die Ankündigung des neuen Albums „AD Infinitum“ ließ die Fans eskalieren und die Vorfreude war, nicht nur bei mir, groß. Kein Wunder man musste ja wieder 6 lange Jahre warten.
Nun kehren die Jungs aber zurück auf die Bildfläche und haben ihr vielleicht vielschichtigstes Album im Gepäck!
Von AOR über Rock bis hin zu Melodic und Power Metal ist alles vertreten und mit Seraina Telli (Ex BURNIN WITCHES) hat man auch eine geniale Gastsängerin mit an Bord.
Los geht es mit dem Albumopener „Emergency“ der erst mit einem kleinen Intro startet sich dann aber relativ schnell zu einem klassischen Melodic Metalsong mausert der auch direkt zu gefallen weiß.
Der erste richtige Hit kommt dann aber mit der Singelauskopplung „Something“ wo auch die angesprochene Gastsängerin Seraina zu hören ist. Ein geiler melodischer Track der vor allem aufgrund des tollen Wechselgesangs begeistert, weiter so!
Danach gibt es mit „Let`s have a Blast“ und dem atmosphärischen „Emporium of Dreams“ eher Standarmetal auf die Ohren der zwar direkt gefällt, aber nicht an den übermächtigen Vorgänger ran kommen.
Das schafft dann aber das anschließende, ruhige „Surrender“. Eine Ballade die einen wunderbar umschmeichelt und so schnell vom Gefühl her nicht mehr los lässt.
Bei satten 12 Tracks sind wir nun gerade erstmal genau in der Mitte angekommen wo uns „Infinity“ erwartet welches schön satt und abwechslungsreich aus den Boxen knallt.
Und apropos abwechslungsreich, das ist auch das anschließende „Glorious Nights“ welches mit Growleinschüben und Tempowechseln daher kommt aber trotzdem einen schön melodischen Chorus aufweist. Ungewöhnlicher Track, gefällt aber definitiv!
Nun scheinen die Jungs den Hitknopf gefunden zu haben! Denn mit „Make Me Believe“, „Master of Disguise“, dem vor allem im Refrain starken „What I`m Made Of“ sowie dem abschließenden „Say my Name“ reihen sich in der Folge Hit an Hit. Nur „Until I Made Of“ fällt da etwas ab und raus.

Anspieltipps:

„Something“, „Surrender“, „Glorious Nights“, „Make Me Believe“ und „What I`m Made Of“

Fazit :

Also ich muss schon sagen CROWN OF GLORY liefern auf ihrem neuen Album definitiv ab! Gerade auf den letzten Metern hauen die Eidgenossen nochmal so richtig in die Vollen und ballern uns einen Hit nach dem anderen auf die Ohren. Da sind der ein oder andere Standardmetaltrack im Mittelteil schnell verziehen!
Mit Sicherheit haben wir es hier mit einem der abwechslungsreichsten und überzeugendsten Melodic Metalalben des Jahres zu tun und auf jeden Fall ist dies die bisher beste Leistung der Band!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Emergency
02. Something (feat. Seraina Telli)
03. Let`s have a Blast
04. Emporium of Dreams
05. Surrender
06. Infinity
07. Glorious Nights
08. Make Me Believe
09. Master of Disguise
10. What I`m Made Of
11. Until I`m Made Of
12. Say my Name

Video zu “Something”:

Julian

JOHN NORUM – Total Control / Face the Truth / Another Destination (Re-Releases)

Band: John Norum
Album: Total Control / Face the Truth / Another Destination
Spielzeit: 58:26 min / 43:41 min / 54:43 min
Stilrichtung: Hard Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: Roch Cndy Records
Veröffentlichung: (bereits erschienen)
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Das Publikum ist ja geneigt zu glauben, dass ein Musiker in erster Linie nach Ruhm, Bewunderung und dem ganz großen Rampenlicht strebt. Und wenn ein solch verehrter Mensch sich selber dann doch eher als Künstler und nicht als frei verfügbarer Dienstleister sieht, dann versteht der Konsument zumeist die Welt nicht mehr. Solch „verkopfte“ Herangehensweise mag man dann ja noch Proggern und Aternative-Schaffenden zugestehen. Was aber, wenn jemand aus dem weiten Bereich der etwas seichteren, oder sagen wir mal, kommerziellen Ausrichtung sich partout nicht mit den Spielregeln, die sich aus Labelforderungen, Publikumserwartungen und Genreregeln ergeben, arrangieren kann oder will? Dann geht das Kopfschütteln los … So geschehen, als sich JOHN NORUM, damals Gitarrist und Gründungsmitglied der schwedischen Hardrock Band Europe, auf dem Zenit des Erfolgs (also just als die Truppe mit „The Final Countdown“ weltweit wirklich massivst abräumte) selber aus dem Rennen nahm und Band sowie kreischende Menschenmassen weit hinter sich lies. Das war eigentlich kaum zu verstehen. Und auch für die Band stellte der Ausstieg des bekennenden Gary Moore Fans ein schwer zu lösendes Problem dar, denn NORUM galt schon damals durchaus als einer der herausragenden seiner Zunft. Wie es bei Europe weiterging, kann man hier nachlesen/hören. Uns beschäftigt heute der Output, den NORUM als Solokünstler nach seinem Abgang bei Europe veröffentlicht hat. Davon liegen nun die ersten 3 Alben in einer gewohnt liebevoll und detailliert aufgemachten Collector´s Edition aus dem Hause Rock Candy Records vor.

Total Control (1987)

Den Anfang macht hier das Solo-Debüt aus dem Jahr 1987, erschienen also nur ein Jahr nach dem von „The Final Countdown“ verursachten Erdbeben. Unterstützt von u.a. Marcel Jacob (Talisman) am Bass und Göran Edman (Yngwie Malmsteen und noch ungezählte andere Acts) bei einigen Songs am Gesang, bleibt NORUM zwar dem Genre treu, bringt aber eine gesunde Grundhärte ins Spiel, die bei seiner vorherigen Stammband auf der Strecke geblieben war. Die von NORUM´s Stiefvater Thomas Witt produzierte Scheibe hat mit „Let Me Love You“, „Love is Meant To Last Forever“ und dem Vinnie Vincent Cover „Back on The Streets“ einige starke Tracks zu bieten, litt aber seinerzeit an einem etwas schwachbrüstigen Klangbild. Dem wurde auf der vorliegenden Neuauflage effektiv entgegengewirkt – das Remastering bringt hier zur Abwechslung einmal tatsächlich eine spürbare Verbesserung, da das ursprünglich dünne Scheibchen merklich angefettet wurde. Nicht nur deshalb ist diese Neuauflage die wohl sinnigste der 3 hier vorgestellten, denn neben den gewohnt tollen Linernotes wurden der CD dann auch noch gleich 6 Bonus Tracks spendiert, bei denen vor allem die 5 Live Songs einen echten Mehrwert darstellen. Alles in allem geht für den geneigten Fan an dieser Neuauflage also kein Weg vorbei, wenn man diese Platte im besten Licht genießen will.

Face the Truth (1992)

Satte 5 Jahre dauerte es, bis NORUM die Zeit fand ein neues Album unter eigenem Namen einzutüten. Untätig war unser Held in der Zwischenzeit allerdings nicht, denn als Don Dokken einen Gitarristen für sein Solo-Debüt suchte, folgte NORUM dem Ruf in die USA und bildete dort, zusammen mit Peter Baltes (Accept), Mickey Dee (King Diamond, Motörhead, Scorpions) und Billy White (Watchtower) die Backingband für den Dokken Fronter. Das Ergebnis („Up from the Ashes“, 1990) stellt für mich persönlich (auch dank der formidablen Gitarrenarbeit von NORUM und White) eines der stärksten Alben des gesamten Genres dar und gehört in jede gut sortierte Sammlung. Das meine ich ernst – wer auf geile Gitarren, fette und transparente Produktion sowie Genre Hits am Fließband steht, muss diese Platte einfacg kennen. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag … Nachdem NORUM nach einer gemeinsamen Tour dem Don Dokken Tross wieder den Rücken gekehrt hatte, gelang es ihm mit Glenn Hughes (u.a. Deep Purple) ein echtes Schwergewicht zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Das Resultat hört auf den Namen „Face the Truth“ und kann die bei Don Dokken gesammelten Erfahrungen nicht verbergen: dank einer fetten, relativ polierten Produktion drücken Songs wie der schmissige Opener/Titeltrack, das äußerst gelungene Thin Lizzy Cover „Opium Trail“ oder der mit Joe Tempest gemeinsam vorgetragene Melodic Rocker „We Will Be Strong“ ordentlich aus den Boxen. Über allem thront, neben Hughes´ markanter Stimme, natürlich die hervorragende, feurige aber immer geschmackvolle Gitarrenarbeit von NORUM, der alle Register zieht. „Face the Truth“ ist ein in sich absolut stimmiges und bestens gealtertes Werk, das auch heute noch vollends überzeugen kann.

Another Destination (1995)

Nach weiteren 3 rastlosen Jahren teilt sich NORUM auf „Another Destination“ dann den Gesang mit einem weiteren großen Namen aus der Szene: diesmal ist es Kelly Keeling der neben den Keyboards auch als Sänger an einigen Tracks beteiligt ist. Nach dem stark auf den US Markt schielenden „Face the Truth“ hat man das Gefühl, dass JOHN NORUM hier zum ersten mal richtig die Zügel loslässt und frei von der Leber weg losshreddert. In Songs wie dem groovebetonten Opener „Inside“ oder dem flotten Riffrocker „Half Way Home“ wird ausgiebigst soliert, als gäbe es kein Morgen. Da das Ganze in einem recht rohen, unpolierten hard/heavy Sound daherkommt (nicht zu verwechseln mit den lofo/Garagenproduktionen die man heutzutage gerne vorgesetzt bekommt), ist der Aggressionsgrad dieser Scheibe eine willkommene Abwechslung in der Diskographie des Schweden. Allerdings ist das Songwriting nicht ganz auf dem Level des superben Vogängers, so dass man „Another Destination“ zwar durchaus gehört haben sollte. Unterm Strich bleibt diese Platte aber weniger zwingend als die anderen beiden hier vorgestellten. Natürlich stellt das Remastering und, vor allem, die lesenswerten Linernotes, auch hier ein starkes Kaufargument dar.

Bei diesen Re-Relases ist eigentlich für jeden etwas dabei. Gitarrenfans werden mit den ungebremsten solistischen Ausflügen auf „Another Destination“ bestens bedient, Freunden von kernigem 80er Hardrock mit US-Schlagseite kann das runde „Face the Truth“ ans Herz gelegt werden und wer auf klassischen, melodischen Euro-Hardrock steht, der kommt an dem etwas ungestümen „Total Control“ schwer vorbei. Falsch macht man mit keinem der ersten 3 JOHN NORUM Alben etwas. Zugreifen.

WERTUNG:

Total Control (1987)

 

 

Face the Truth (1992)

 

 

Another Destination (1995)

 

 

Trackliste:

Total Control (1987)

01. Let Me Love You
02. Love is Meant To Last Forever
03. Too Many Hearts
04. Someone Else Here
05. Eternal Flame
06. Back on The Streets
07. Blind
08. Law of Life
09. We’ll Do What It Takes Together
10. In Chase of The Wind
11. Wild One (Bonus Track)
12. Free Birds in Flight (Live In Stockholm EP)
13. Eternal Flame (Live In Stockholm EP)
14. Don’t Believe A Word (Live In Stockholm EP)
15. Blind (Live In Stockholm EP)
16. Bad Reputation (Live In Stockholm EP)

Face the Truth (1992)

01. Face the Truth
02. Night Buzz
03. In Your Eyes
04. Opium Trail
05. We Will Be Strong
06. Good Man Shining
07. Time Will Find the Answer
08. Counting on Your Love
09. Endica
10. Still the Night
11. Distant Voices

Another Destination (1995)

01. Inside
02. Resurrection Time
03. Strange Days
04. Spirit Days
05. Shimmering Highs
06. Whose Side Are You On?
07. Sunshine of Your Love
08. Cataline Sunset
09. Half Way Home
10. Healing Rays
11. Jillanna

Mario

VANISHING POINT – Dead Elysium

Band: Vanishing Point
Album: Dead Elysium
Spielzeit: 59:37 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.vanishing-point.com.au

Es scheint mittlerweile Standard geworden zu sein das man auf die Alben der australischen Melodic Metaller VANISHING POINT etwas länger warten muss! Schon beim letzten Album „Distant is the Sun“ musste man 7 ganze Jahre warten, nun sind es 6 Jahre geworden!
Dieser Tage erscheint nun das lang erwartete neue Album „Dead Elysium“. In den 6 Jahren zwischen den Alben ging es mal wieder personell hoch her bei der Band und man hat mit Gaston Chin (Bass) und Damien Hall (Schlagzeug) zwei neue Mitglieder zu vermelden. Zusätzlich gab es auch die ein oder andere persönliche Schwierigkeit auf die wir hier aber nicht näher eingehen wollen.
Widmen wir uns lieber den Openertrack und gleichzeitiger Videosingle „Dead Elysium“. Hier fühlt man sich als Altfan direkt zu Hause. Stimmungsvolle Keys leiten die Nummer ein und man wird dann von den satten Riffs und der Melodic nur so überrollt.
Ein bombastischer Refrain ist ebenfalls an Bord von daher können wir hier relativ schnell den grünen Hithaken hinter machen! Auch die beiden folgenden Tracks „Count your Days“ und „To the Wolves“ können wir schnell zu den Hits zählen.
Die Jungs scheinen direkt zu Beginn richtig warm zu laufen, mal schauen ob sie dieses Niveau auch halten können? „Salvus“ und „The Fall“ im Anschluss sind dann nicht ganz so stark wie die Vorgänger, können aber nach wie vor begeistern.
Danach fällt das Niveau mit den etwas dahin plätschernden „Free“ und „Recreate the Impossible“ weiter etwas ab.
Erst mit den beiden letzten Songs „The Healing“ und „The Ocean“ steigt das Qualitätslevel wieder spürbar an. Ganz an die ersten Sahnetracks kommt man aber auch hier wieder nicht ran.
Abschließend wohl ein klarer Fall von Pulver zu früh verschossen?

Anspieltipps:

„Dead Elysium“, „Count your Days“, „To the Wolves“, „Salvus“ und „The Ocean“

Fazit :

Ein kleines Fazit steht ja schon in meinem letzten Satz. Es scheint so als ob die Jungs von VANISHING POINT in der zweiten Hälfte ihres Albums auf Nummer Sicher gesetzt hätten!
Die stärksten Songs sind daher ganz klar im ersten Teil der Scheibe zu finden und somit zieht das neue Album ganz klar den kürzeren im Vergleich zum bärenstarken Vorgänger.
Auch wenn wir hier natürlich noch von einem sehr ordentlichen und absolut empfehlenswerten Album sprechen können, das ist sonnenklar!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dead Elysium
02. Count your Days
03. To the Wolves
04. Salvus
05. The Fall
06. Free
07. Recreate the Impossible
08. Shadow World
09. The Healing
10. The Ocean

Video zu “Dead Elysium”:

Julian

IN FLAMES – Clayman (20th Anniversary)

Band: In Flames
Album: Clayman (20th Anniversary)
Spielzeit: 65:20 min
Stilrichtung: Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.inflames.com

Zum 30-jährigen IN FLAMES Geburtstag und 20-jährigen „Clayman“ Jubiläum haben sich die Göteborger genau überlegt, womit sich mal wieder Geld verdienen lässt. Nichts liegt daher näher, als das wirklich geile Album „Clayman“ neu aufzulegen und dazu noch ein paar „Clayman“-Klassiker neu aufzunehmen. Soviel sei schonmal gesagt, „Clayman“ ist immer noch allererste Sahne und durch das neue Soundgewand auch nicht von der Bettkante zu werfen. Auch das deutlich verbesserte Artwork der Jubiläumsedition mit seiner deutlich düstereren Ausgestaltung trifft es 20 Jahre später wahrlich besser als noch zur Jahrtausendwende. Zusammen mit dem 16-seitigen Booklet eine schöne Sache. Aber das war es dann auch schon.
Wirklich interessant wird es im hinteren Teil, den neu aufgenommen Klassikern. Und interessant ist nicht immer gut. Ja, IN FLAMES haben sich gewandelt. Wem die nicht ganz so geglückte Entwicklung seit Jester Strömblads Ausstieg aus der Band bisher nicht aufgefallen ist, wird es spätestens bei diesen Aufnahmen merken.
Als Übergang vom Klassiker zur Karikatur eines früheren Selbst fungiert „Themes and Variations in D Minor“, ein Streichmedley der bekanntesten „Clayman“-Melodien. Als Idee nicht schlecht, aber in der Umsetzung finde ich mich gefangen zwischen Lachen und Weinen. So hatte sich Jesper Strömblad seine Band im Gründungsjahr 1990 vermutlich nicht vorgestellt. Damals waren IN FLAMES noch wegweisend für die Göteborger Schule und wurden mit jedem Album besser und qualitativ hochwertiger. Doch jetzt, 30 Jahre danach ist von dem alten musikalischen Glanz der Jungens aus Schweden und dem noch vorhandenen guten Ruf nicht mehr viel übrig geblieben. Deutlich wurde es bereits bei diversen Live-Auftritten, in denen Sänger Anders Fridén ganz in weiß bekleidet sich lieber über sein im Regen stehendes Publikum lustig macht, anstatt seinen Fans einen glanzvollen Auftritt zu bereiten. Auch auf den Studioalben haperte es zuletzt an Einfällen und Qualität. Man verschrieb sich lieber dem leichten und seichten Weg zum Mainstream (s.a. https://www.rock-garage.com/in-flames-i-the-mask/). Das mag der Band finanziell gut bekommen zu sein, macht dem Fan aber Pipi ins Auge.
Dass es sich dabei nicht um einen Ausrutscher handelte, wird bei den neu aufgenommen „Clayman“-Tracks sehr gut deutlich. Was als ernstgemeinte Neuauflage gilt, wirkt wie ein müder Abklatsch, eine Karikatur der früheren Größe. Passenderweise startet der Abgesang mit „Only For The Weak“. Lieblos eingesungen konnte die Energie des Originals augenscheinlich nicht in die re-recordede Version gerettet werden. „Bullet Ride“ und „Pinball Map“ bleiben wenigstens aufgrund der nahezu originalgetreuen Arrangements hörbar. Bei „Clayman“ ist man immerhin der Doublebass treu geblieben, auch klingt Anders Fridén hier nicht mehr ganz so unbeteiligt wie in den vorherigen Songs und haucht der neuen Version zumindest etwas Leben ein.
Immerhin hat die Box noch das bereits erwähnte 16-seitige Booklet zu bieten und auch die remasterten Songs sind absolut hörbar, zudem ist und bleibt „Clayman“ ein Klassiker. Aber der fade Beigeschmack will einfach nicht weggehen. IN FLAMES haben sich aufgegeben und uns bleibt nur ein trauriges Kopfschütteln über den Abgang einer ehemals wegweisenden Band. Hauptsache, der Rubel rollt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Bullet Ride
02. Pinball Map
03. Only For The Weak
04. As The Future Repeats Today
05. Square Nothing
06. Clayman
07. Satellites And Astronauts
08. Brush The Dust Away
09. Swim
10. Suburban Me
11. Another Day In Quicksand
12. Themes and Variations in D Minor
13. Only For The Weak (re-recorded)
14. Bullet Ride (re-recorded)
15. Pinball Map (re-recorded)
16. Clayman (re-recorded)

Tänski

MENTALIST – Freedom of Speech

Band: Mentalist
Album: Freedom of Speech
Spielzeit: 67:35 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.facebook.com/mentalistband

MENTALIST sind eine Melodic Metal-Band aus Saarbücken, die sich 2018 gründete. Sie setzt sich aus den Musikern Peter Moog (Gitarren), Thomen Stauch (Schlagzeug, ex BLIND GUARDIAN), schön das er mal wieder aktiv ist, Kai Stringer (Gitarren, STARCHILD), Florian Hertel (Bass) sowie Youtube-Star Rob Lundgren am Mikro zusammen.
Die Musik von MENTALIST kann als Melodic Metal/ Power Metal mit leicht progressivem Einfluss beschrieben werden. Die Haupteinflüsse stammen von Bands wie Iron Maiden, Helloween und Blind Guardian (aufgrund von Thomen Stauchs Schlagzeugspiel).
Der Bandname weist einen mystischen Background auf. Dieser wird durch das Maskottchen der Gruppe, dem Mentalist, untermauert. Für die kommenden Livekonzerte sind magische Tricks auf der Bühne in Planung, zu denen der Mentalist in einzigartiger Bekleidung (Gewand, Handschuhe usw.) mit Rauch und einer Glaskugel auftritt.
Andreas Marschall (Blind Guardian, Running Wild) designte das Frontcover. Somit sollte eine sehr gute Basis für ein erstklassiges Album gelegt sein! Ob dem so ist erfahren wir jetzt mit dem Openersong „Metasphere“. Hier haben wir es nur mit einem stimmungsvollen Intro zu tun der uns wunderbar auf den ersten richtigen Song „Freedom of Press“ einstimmt. Die Nummer ist vorab veröffentlicht worden und dürfte längst bekannt sein.
Daher in aller Kürze, die Nummer ist eine treiben Melodic Metal Nummer alter Schule die mit satten Riffs, den so typischen Thomen Drumming und einem bestens aufgelegten Sänger Rob aufwarten kann. Geiler Song, erster Hit!
Die anschließenden „Life“ und „Whispering Winds“ gehen mir etwas zu sehr auf Nummer sicher, sind aber ansonsten auch sehr ordentliche Tracks denen aber wie gesagt etwas das Hitpotential fehlt.
Selbiges hat dann aber das flotte „Digital Mind“ im Anschluss welches den sehr ordentlichen Mittelteil einläutet der noch mit so Hitgranaten wie „Belief“ und „Your Throne“ aufwarten kann.
Man darf aber auch nicht unerwähnt lassen das sich in der Folge erneut der ein oder andere „nur“ sehr ordentliche Track eingeschlichen hat dem hat auch das Hitpotential etwas fehlt.
Aber wenn man bei satten 13 Songs noch so Granaten wie „Price of Time“ und das überlange „Run Benjamin“ in der Hinterhand hat, dann rutschen die etwas schwächeren Songs direkt in den Hintergrund.

Anspieltipps:

„Freedom of the Press“, „Digital Mind“, „Your Throne“, „Price of Time“ und „Run Benjamin“

Fazit :

MENTALIST bieten auf ihren Debütalbum eine mehr als beeindruckende Spielzeit in der sich auch einige Hits versteckt haben!
Teilweise bewegt man sich aber auf zu sicheren Terrain und covert fast schon zu frech bei den genannten musikalischen Vorbildern so das es auch etwas an Eigenständigkeit fehlt. Das ist natürlich meckern auf hohen Niveau, was aber bei der musikalischen Qualität hier vielleicht auch erlaubt sein darf.
So oder so ist das Debütalbum von MENTALIST eine glasklare Kaufempfehlung für die angesprochen Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Metasphere
02. Freedom of the Press
03. Life
04. Whispering Winds
05. Digital Mind
06. Belief
07. Your Throne
08. Isolation
09. The Deal
10. Devil`s Game
11. Price of Time
12. Run Benjamin
13. Whispering Winds

Video zu “Freedom of the Press”:

Julian

MEAN STREAK – Eye of the Storm

Band: Mean Streak
Album: Eye of the Storm
Spielzeit: 50:42 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: El Puerto Records
Veröffentlichung: 17.04.2020
Homepage: www.meanstreak.se

So heimlich still und leise wie beim letzten Album „Blind Faith“ von 2017 kommen die Schweden von MEAN STREAK mit ihrem neuen, fünften, Album „Eye of the Storm“ wieder um die Ecke.
Dieses wurde erneut von dem kongenialen Duo Peter Andersson (Bass) und Andy La Guerin (Gesang, Gitarre) geschrieben.
Auch die bisherige musikalische Ausrichtung mit einer Mischung aus Melodic und Heavy Metal ist nach wie vor gleich.
Neu ist allerdings das Label. Dockte man doch im Hafen vom aufstrebenden Label El Puerto Records an. Ich finde das passt gut!
Soweit die Grundinfos, horchen wir nun mal in den Openrtrack „Last nail in the Coffin“ rein. Flotte Riffs und Drumming, da kann man direkt mitgehen. Die etwas abwechslungsreiche Songstruktur und der Refrain sind ebenfalls absolut in Ordnung, für einen Opener also perfekt geeignet.
Erdig und groovend geht es dann beim anschließenden „From the Cradle to Grave“ zur Sache. Hier ist es dann vor allem der tolle Refrain, der einen so richtig packt und der die Nummer auf jeden Fall zum ersten Anspieltipp der Scheibe macht!
Mit „Heavy Metal Rampage“ kann man aber leider keinen Blumentopf gewinnen, der Track rauscht ziemlich an einem vorbei irgendwie.
Besser macht es dann „Sacred Ground“ welches erstmal recht behäbig startet, dann aber in Fahrt kommt und einem nicht mehr so schnell loslässt.
Die beiden nächsten Songs „Dying Day“ und „Judas Falling“ gehören dann aber leider wieder eher zur Kategorie Standard Metal und können nur bedingt überzeugen.
Aber wie bisher auch folgt auf etwas Schatten dann wieder viel Licht! Denn mit dem epischen, nach EDGUY klingenden „1000 Years“, „Eye of the Storm“ und der ACCEPT Verbeugung „Break the Limit“ gibt es Metalscheinwerferlicht erster Klasse!
Mit dem flotten „Pandemonium“ wird dann das Album ebenfalls wieder sehr stark abgeschlossen und lässt die etwas schwächeren Standardtracks in der ersten Hälfte fast vergessen.

Anspieltipps:

„From the Cradle to Grave“, „Sacred Ground“, „Eye of the Storm“ und „Break the Limit“

Fazit :

Das neue MEAN STREAK Album ist sehr ordentlich geworden! Ordentliches Futter für den erdigen Heavy Metalanhänger der aktuellen Ära. Zwar braucht man hier einen etwas längeren Atem als auf den letzten Alben da der Großteil der richtig geilen Songs erst im letzten Drittel zu finden sind, aber das Warten lohnt sind definitiv!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Last Nail in the Coffin
02. From the Cradle to Grave
03. Heavy Metal Rampage
04. Sacred Ground
05. Dying Day
06. Judas Falling
07. 1000 Years
08. Stand my Ground
09. Eye of the Storm
10. Break the Limit
11. Pandemonium

Video zu “Eye of the Storm”:

Julian

SMACKBOUND – 20/20

Band: Smackbound
Album: 20/20
Spielzeit: 40:43 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.06.2020
Homepage: www.smackbound.com/

Die nächste Metal Sensation erscheint am 12. Juni über Frontiers und kommt wie soll es auch fast anders sein aus Finnland. Laut Promoinfo wurden die Songs von der Band geschrieben. Die Band besteht aus Netta Laurenne (v.), Teemu Mäntysaari (g.), Tuomas Yli-Jaskari (b.),Vili Itäpelto (k.) und Rolf Pilve (d.) die schon in anderen Bands aktiv waren, wie z. B. WINTERSUN, STRATOVARIUS, TRACEDAWN und THE DARK ELEMENT, also keine Neulinge im Business.

Zu hören gibt es kommerziellen Metal mit viel Melodie, starken Femal Vocals und genug Drive im Sound. Die Stimmer von Netta Laurenne hat einmal Ähnlichkeit mit Amy Lee von EVANESCENCE, dann wieder mit MARTINA EDOFF, kann in jeder Hinsicht voll und ganz überzeugen und beherrscht zudem auch das Metalshouting, gefällt mir aber mit klassichem Gesang besser. Die Instumentierung macht ebenfalls alles richtig und überzeugt auch ohne schwächen zu zeigen. Die Produktion ist auf einem hohen Niveau, der Sound hat Druck und bläst nicht nur den Staub aus den Lautsprechern.

Man kann dieses Debüt mehr als gelungen bezeichnen, vergleichbar irgendwo zwischen NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION und EVANESCENCE, alle Songs sind eingängig und gut hörbar.

Fazit:

Dieses Debüt bekommt von mir eine Wertung von 8,5 Punkten, das Rad wird nicht neu erfunden und es wird nichts neues geboten aber bewährtes sehr gut hörbar und eingängig wie Sau präsentiert.

Anspieltipps:

“Wall Of Silence”, “Drive It Like You Stole It”, “Run”, “Hey Motherfuckers”, “Date With The Devil” und “Wind And Water”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wall Of Silence
02. Drive It Like You Stole It
03. Close To Sober
04. Run
05. The Game
06. Those Who Burn
07. Hey Motherfuckers
08. Troublemaker
09. Date With The Devil
10. Wind And Water

Helmut

STARGAZERY – Constellation

Band: Stargazery
Album: Constellation
Spielzeit: 44:40 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.05.2020
Homepage: www.facebook.com/stargazery

2011 erschien weltweit STARGAZERY`s erstes Album „Eye On The Sky, welches die Medien hochgelobt haben. Nicht minder schlecht wurde das Nachfolgealbum „Stars Aligned“ von 2015 bewertet.
Nun 2020 steht das dritte Werk „Constellation“ der Finnen um Mastermind Pete Ahonen (BURNING POINT, GHOST MACHINERY) auf dem Tableau. Stilistisch hat sich hier natürlich nichts geändert. Es regiert bombastischer, keyboardgeladener Melodic Metal, welcher stark durch RAINBOW und BLACK SABBATH (Tony Martin Ära) beeinflusst wurde. Passend dazu gibt es eine knackige, glasklare Produktion, welche die außergewöhnlichen Vocals von Jari Tiura (ex-MSG, Ex-SNAKEGOD) erst richtig zur Geltung bringt. Das Gesamtwerk ist für alle Freunde der Stilrichtung ein gefundener Leckerbissen mit jeder Menge Hitpotential.
Soweit der vollmundige Pressetext zur Bemusterung den ich aber auch zu 110 % schon vorab so unterschreiben kann! Dass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind merken wir direkt, wenn wir den Albumopener und Vorabsingle „Sinners in Shadow“ starten. Hier wird direkt ohne Umschweife in der Melodic Metal/Classic Rock Schiene losgeballert. Die Keys sind schön präsent und besonders der Chorus ist mal wieder ein Ohrenschmeichler erster Klasse geworden! So kennen und lieben wir die Band mittlerweile und man stellt schnell fest das sich auch in den 5 Jahren Wartezeit nichts daran geändert hat, sehr schön.
Das folgende „War Torn“ beginnt etwas verhaltener, startet dann aber erneut mit den erdigen Riffs und der sanften Keyboarduntermalung so richtig durch.
Und der erste Gang in Sachen 1 A Melodic Metal bleibt auch in der Folge aber so was von eingelegt!
„Self Proclaimed King“ packt einen sofort, „Ripple the Water“ hat einen geilen Groove dem man sich ebenfalls nicht entziehen kann und auch der schnelle Tiltetrack „Constellation“ ist absolut gerechtfertigt der Namensgeber des Albums.
Dazwischen haben wir mit „I found Angels“ eine tolle ohrenumschmeichelnde Ballade bei der Sänger Jari natürlich absolut glänzen kann.
Und auch im letzten Abschnitt der Scheibe bleibt die Qualität erfreulicherweise oben. Das flotte „Caught in the Crossfire“ kann genauso überzeugen wie der Groover Doppelpack „Dark Side of the Moon“ und „In my Blood“.
Abschließend gibt es dann mit „Raise the Flag“ den epischen Abschluss einer erneut sehr gelungenen STARGAZERY Scheibe!

Anspieltipps:

Hier könnt ihr hin greifen wo ihr wollt, es sind keine Ausfälle zu verzeichnen.

Fazit :

Wie schon angemerkt die Vorschusslorbeeren an das neue STARGAZERY Scheibchen waren und sind absolut gerechtfertigt! Schön das man sich auf die Jungs nach wie vor verlassen kann.
Im Vergleich zu den letzten beiden Veröffentlichungen gibt es noch mal ein halbes Pünktchen drauf und die glasklare Kaufempfehlung obendrein für alle Melodic Metal/Classic Rock Fans dieses Planeten!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sinners in Shadow
02. War Torn
03. Self-Proclaimed King
04. Ripple The Water
05. I found Angels
06. Constellation
07. Caught in the Crossfire
08. Dark Side of the Moon
09. In my Blood
10. Raise the Flag

Video zu „Constellation“:

Julian

BONFIRE – Fistful of Fire

Band: Bonfire
Album: Fistful of Fire
Spielzeit: 53:10 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 03.04.2020
Homepage: www.bonfire.de

Meine bisherigen Berührungspunkte mit der Ingolstädter Hardrock Institution waren die beiden 80er Scheiben „Fireworks“ (1987) und „Point Blank“ (1989). Die waren damals zwar wenig originell, dafür aber relativ gekonnt bei den großen amerikanischen Vorbildern abgeguckt. Natürlich hat es damals der Band und dem Erfolg nicht geschadet, dass die beiden erfolgreichsten Scheiben der Bandgeschichte von niemand geringerem als Michael Wagener himself produziert und soundtechnisch veredelt wurden. Seitdem ist viel Zeit ins Land gezogen und ich hatte die Truppe aus den Augen, bzw. Ohren verloren. Dass man sich, nicht im Guten, vom damaligen Sänger Claus Lessmann getrennt hatte, erhöhte mein Verlangen nicht gerade Neues von den Jungs zu hören – war Lessmans Stimme doch für mich eines der Alleinstellungsmerkmale von BONFIRE (we ich sie denn in Erinnerung hatte). Nun, anno 2020 ist von der damaligen Besetzung eigentlich niemand mehr dabei. Einzig Gründungsmitglied und Urgitarrist Hans Ziller ist noch/wieder dabei und er hat mit u.a. Neuzugang André Hilgers an den Drums (Ex- Rage, Axxis) und dem seit 2016 eingestellten Sänger Alexx Stahl eine respektable und kompetente Truppe um sich gescharrt.

Ob Maestro Ziller mit seiner Aussage „Fistful of Fire“ sei die bis dato härteste Bonfire-Scheibe überhaupt, recht hat, kann ich schlecht beurteilen – mir sind die letzten Scheiben wie angemerkt nicht geläufig. Fakt ist aber, dass die Scheibe ordentlich knallt und von dem melodiösen, fönigen Hardrock alter Tage nicht mehr viel geblieben ist. Das geht los mit dem kernigen Stampfer „Gotta Get Away“ bei dem Sänger Alexx Stahl seine komplette Badbreite bis hin zu hohen Schreien eindrucksvoll unter Beweis stellen kann. Auch im weiteren Verlauf können BONFIRE mit starken Hooklines in Songs wie „Ride The Blade“, „Breaking Out“ und dem harten „Fire And Ice“ punkten. Und dann wäre da natürlich noch die obligatorische Ballade, die diesmal „When An Old Man Cries“ heisst und genau das bedient, was man davon erwartet. Alles in allem liefern BONFIRE auf ihrer neuen Platte 11 Songs (plus drei Intros) ab, die handwerklich und soundtechnisch auf dem neuesten Stand sind. Allerdings habe ich aufgrund der Produktion schon Probleme die Jungs von den unzähligen anderen in diesem Genre tätigen Combos zu unterscheiden. Das klingt halt genau so, wie eine typische melodische Heavy Platte heuzutage klingt – zu einem gewissen Grad austauschbar und ohne grossen Widererkennungsert. Das kann einem bei der gebotenen Qualität durchaus egal sein, mir fehlt aber das gewisse Etwas.

Starkes Songwriting, tolle Gitarrenarbeit und ein charismatischer Sänger garantieren, dass BONFIRE auch mit „Fistful of Fire“ ordentlich abliefern. Die Jungs sind bereits seit so langer Zeit aktiv und haben sich ihr Standing in der Szene beileibe hart genug erarbeitet. Da kann dann unterm Strich mein einziger Kritikpunkt (das Kleben an etablierten Soundstandards) gerne getrost ignoriert werden kann. Gute Scheibe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Joker
02. Gotta Get Away
03. The Devil Made Me Do It
04. Ride The Blade
05. When An Old Man Cries
06. Rock’n’Roll Survivors
07. Fire And Ice
08. Warrior
09. Fire Etude
10. Breaking Out
11. Fistful Of Fire
12. The Surge
13. Gloryland
14. When An Old Man Cries (Acoustic Version)

Mario