REXORIA – Imperial Dawn

Trackliste:

01. Paradigm
02. The New Revolution
03. Devious Desire
04. Rage and Madness
05. Fading Rose
06. Light Up the Sky
07. Horizon
08. Set Me on Fire
09. Crushing for More
10. Enchanted Island

 

Spielzeit: 34:51 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: Black Lodge Records – VÖ: 03.02.2023 – Page: www.facebook.com/rexoriamusic

 

Das 3. Album in knapp 5 Jahren, das ist schon eine ordentliche Schlagzahl, die die Band REXORIA hier vorgibt. Alle Alben habe ich bislang hier bei uns besprochen, so mache ich dann natürlich auch bei dem neuen Album „Imperial Dawn“ keine Ausnahme.
Mit neuem, schwedischem Label in der Hinterhand und nach wie vor angeführt von Fronterin Frida Ohlin macht man sich nun also ein 3. Mal auf die Fans von so Bands wie BATTLE BEAST, AMARANTHE oder UNLEASH THE ARCHERS mit neuem Stoff zu versorgen.
Zwischen ihren Alben war die Band übrigens noch fleißig unterwegs und hat unter anderem mit so Bands wie BATTLE BEAST, BLOODBOUND, DYNAZTY oder HARDCORE SUPERSTAR die Bühnen geteilt.

Mal schauen, wie den Jungs und dem Mädel das neue Album gelungen ist? Starten wir mal mit dem Openersong „Paradigm“. Direkt ist die volle Band da und man verliert keine Zeit, gut ist ja auch kein Wunder bei der Gesamtspielzeit von nur knapp 35 Minuten oder?
Der Song ist auf jeden Fall ein klassischer Zwitter aus BATTLE BEAST oder AMARANTHE, ganz so wie wir es von der Band gewohnt sind. Fans fühlen sich also mal direkt zu Hause!
Obwohl wenn ich mir den 2. Track „The New Revolution“ so anhören fällt schon auf das der typische Bandsound doch etwas mehr in Richtung Synthie unterstützten Melodic Metal ala AMARANTHE geht. Da war es auf dem Vorgängerdiskus noch etwas druckvoller! Aber egal auch Song Nummero 2 drückt sich sofort unaufhaltsam in die Gehörgänge.
Nach dem eher nach Standarmetal tönenden „Devious Desire“ sind wir bei „Rage and Madness“ wieder voll auf der Erfolgsspur unterwegs die dann mit „Fading Rose“ und der Videosingle „Light Up the Sky“ so richtig weitergeht. Hier ist man zielsicher unterwegs und erschafft so Hit um Hit!
„Horizon“ ist dann wieder gute Standardmetalkost, die flotte Videosingle „Set Met on Fire“ ist dann aber wieder treffsicher als Hit unterwegs, wobei man hier doch sehr stark in die eher poppige Metalecke abwandert, das gefällt definitiv nicht jedem!
Der vorletzte Track „Crushing for More“ schießt dann in die gleiche Richtung bevor mit dem eher wieder klassichen Melodic Metalsong „Enchanted Island“, wo es eine männliche Gesangsunterstützung gibt, ein ordentliches aber doch sehr kurzes Album abgeschlossen wird.

Wer auf die Vorgängeralben der Band steht findet auch auf dem neuen Diskus definitiv Melodic Metalkost die ihm schmecken wird, wenn man sich auf die teilweise doch sehr stark in Richtung Pop und Synthiemetal abwandernden Songs einlassen kann!
Und das ist auch der eine großer Kritikpunkt, mir fehlt etwas die Härte, was aber nicht jeden stören sollte und zusätzlich ist die Spielzeit heutzutage echt ein Witz, sorry!

Julian

 

 

NEWS: OVERSENSE veröffentlichen neues Musikvideo

OVERSENSE (Nun habt ihr davon gehört!) gibt es schon seit über acht Jahren und ihr neues Musikvideo „Fire“ seid dem 04. November. Bringen wir nun mit der Angabe, dass es sich bei der Truppe um eine Rebel-Metal-Band um Youtube-Gitarristin JJ’S ONE GIRL BAND handelt, direkt zwei Faktoren ins Spiel, die man nicht so alltäglich hört. Ist aber vollkommen in Ordnung, denn „Fire“ erweist sich als schön produzierter moderner Metal mit ein bisschen Heavy, ein bisschen Power, ein bisschen Alternative und ein bisschen Core, tendenziell melodiös mit leicht poppigem, eingängigem Chorus und durchweg starker Leistung aller Beteiligten. Dazu gibt’s ein Musikvideo, dem das Attribut „Cheese“ aus jedem Frame springt – aber geil gemacht, lustig und professionell ist es auch, womit „Cheese“ hier bedenkenlos positiv gewertet werden kann. Inhaltlich geht es um unser aller Lieblingshobby – andere Leute im Internet zu beleidigen – und mit weniger als fünf Minuten Spieldauer passt das Ding auch angenehm in die Raucherpause, in der Ihr das hier gerade lest!

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JADED HEART – Heart Attack

Trackliste:

01. Blood Red Skies
02. Sweet Sensation
03. Heart Attack
04. Harvester Unknown
05. Lady Spider
06. Descent
07. Remmants of Before
08. Right Now
09. It`s About Time
10. Bridges are Burning
11. Midnight Stalker

Spielzeit: 49:34 min – Genre: Melodic Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.jadedheart.de

 

Mittlerweile ist die ehemals deutsche Band JADED HEART ja eine internationale Kombo geworden. Und sie liefern mittlerweile alle 2 Jahre ein neues Album an die geneigten Fans ab. Zuletzt 2020 mit „Stand your Ground“.
Nun ist die Band rund um Fronter Johan Fahlberg und Basserurgestein Michael Müller wieder zurück, und zwar mit dem neuen Album „Heart Attack“.
Dieses soll wohl ziemlich stark vom 80iger Metal beeinflusst sein und nach einer guten Mischung aus Melodic mit einem modernen Sound tönen, letztere soll aber sehr natürlich klingen!
Nun schauen wir mal, ob das so stimmt und horchen mal in die neuen Tracks rein, die dieses Mal auch mit dem ein oder andere Musikerkollegen/freund wie z.B. Sascha Gerstner (HELLOWEEN) oder Rupert Keplinger (EISBRECHER) geschrieben wurde.

Den Anfang macht die Videosingle „Blood Red Skies“ welche uns direkt mit einem ordentlichen Groove empfängt. Melodisch geht das Ganze zur Sache und man ist direkt wieder auf Betriebstemperatur was den JADED HEART Sound angeht. Ein starker Beginn!
Mit den beiden Ohrbomben „Sweet Sensation“ und „Heart Attack“ geht es dann direkt erstklassig weiter. Hier findet der geneigte Fan wieder das was er bislang von der Band gewohnt war.
Das groovige und schön eingängige „Harvester Unknown“ bildet dann den perfekten Übergang in den Mittelteil der Scheibe.
Hier sind die Highlights auch relativ schnell ausgemacht. Denn das überlange „Descent“ weiß direkt zu begeistern ohne langweilig zu werden, und auch die flotten „Lady Spider“ und „Right Now“ sind wahrlich nicht von schlechten Eltern!
Bei letztgenanntem Track ist sogar ordentlich moderner Einfluss hörbar, was eine tolle Abwechslung darstellt.
Nicht wirklich zünden kann dazwischen leider das ruhigere „Remnants of Before“.
Im letzten Drittel gibt man sich dann wieder wenig Blöße und kann mit „It`s About Time“ und vor allem mit dem abschließenden „Midnight Stalker“ nochmal so richtig überzeugen!

JADED HEART sind wirklich seit ein paar Alben sehr konstant unterwegs, das zeigen sie auch wieder auf ihrem neusten Output.
Im Vergleich zum letzten Album gibt es eigentlich kaum Änderungen/Verbesserungen, die Produktion ist wie gewohnt ebenfalls erste Sahne. Von daher gibt es hier logischerweise wieder die Empfehlung für alle Band und Genrefans und die Benotung ist ebenfalls gleich gut wie beim Vorgängeralbum!

Julian

 

 

 

GINEVRA – We Belong To The Stars

Trackliste:

01. Siren´s Calling
02. Unbreakable
03. Apologize
04. Masquerade (feat. Chez Kane)
05. Break The Silence
06. Brokenhearted
07. We Belong To The Stars
08. I´ll Be Around
09. Falling To Pieces
10. The Fight
11. My Rock´n Roll

Spielzeit: 47:56 min – Genre: Hardrock, Melodic Metal – Label: Frontiers Records – VÖ: 16.09.2022 – Page: www.facebook.com/GinevraRock/

 

So schnell ist eine neue Band geboren. Zumindest so lange sich ein schier unerschöpflicher Strom an außergewöhnlich guten (Nachwuchs-) Musikern aus Skandinavien im Allgemeinen und Schweden im Besonderen auf den Weg macht, die Welt zu erobern. In diesem speziellen Fall handelt es sich um den Sänger Kristian Fhyr, der 2019 die Band SEVENTH CRYSTAL aus der Taufe hob und mit ihnen im vergangenen Jahr deren Debüt „Delirium“ bei Frontiers Records veröffentlichte. Nachdem Fhyr einige Songs über hatte, trat Labelboss Serafino Perugino auf den Plan und stellte dem jungen Sänger einige namhafte Mitmusiker zur Seite, um in das Projekt GINEVRA starten zu können. Genrefans werden bei diesen Namen sicher anerkennend nicken, denn neben Gitarrist Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR) schwingt Ex-ECLIPSE Schlagwerker Magnus Ulfstedt die Drumstöcke und H.E.A.T.-Viersaiter Jimmy Jay hat sich den Bass umgehängt.

Und nachdem die Frontiers-Familie eine große ist, wirkt neben Sängerin CHEZ KANE – deren zweite Platte „Powerzone“ im Oktober ebenfalls in den Startlöchern steht – auch Alessandro Del Vecchio als Keyboarder mit. Ebenso zeichnet sich dieser einmal mehr für die Produktion, den Mix und das Mastering verantwortlich. Also alles beim Alten im Hause Frontiers. Doch lassen wir die Musik sprechen:

Nach der Debüt-Single „Unbreakable“ samt dazugehörigen Videoclip war das Interesse der Fanbase geweckt. Cooles Video, erstklassige Musiker und ein gelungener Mix aus Hardrock und dezenten Melodic Metal-Einflüssen. Die Labelkollegen von CROWNE, ECLIPSE oder Magnus Karlsson´s FREE FALL lassen schön grüßen. Die kraftvolle Stimme von Kristian Fhyr ist natürlich perfekt für diese Art von Rockmusik. Auch der starke Opener „Siren´s Calling“ gefällt – neben „Apologize“ und „We Belong To The Stars“ das Highlight der Platte. Auch das abschließende „My Rock´n Roll“ sollte erwähnt werden – immerhin war diese Nummer die Geburtsstunde für die Idee, eine neue Band ins Leben zu rufen.

Und dennoch kommt „We Belong To The Stars“ nicht über sieben Punkte hinaus. Warum? Das ist ganz einfach erklärt: schon alleine im eigenen Labelrooster gibt es zahlreiche Kapellen, die nahezu die allergleichen Songs raushauen könnten – und da begutachten wir noch nicht einmal den Rest der Szene. Die Songs sind gut, teilweise überdurchschnittlich sogar – ohne Frage, und viele Genrefans werden hier auch zugreifen. Allzu schlecht möchte ich die Leistung von GINEVRA hier auch gar nicht reden, die Platte ist top produziert, die Songs sind perfekt in Szene gesetzt von absoluten Könnern, dennoch fühlt es sich doch nach Auftragsarbeit an. Wenn GINEVRA das ablegen können und auf der Bühne zusammenwachsen, haben wir hier vielleicht eine echte Konkurrenz für die Leitwölfe der skandinavischen Hardrockszene.

Stefan

DYNAZTY – Final Advent

Trackliste:

01. Power Of Will
02. Advent
03. Natural Born Killer
04. Yours
05. All The Devils Are Here
06. The White
07. Instinct
08. Heart Of Darkness
09. Achilles Heel
10. Power Of Now

 

Spielzeit: 41:42 min – Genre: Melodic Metal – Label: AFM Records – VÖ: 26.08.2022 – Page: www.facebook.com/dynaztyband

 

DYNAZTY sind Back, mit Album #8 im Gepäck, starteten die Jungs auf den ersten Alben noch als Melodic / Hard Rock Band mutierten sie im Laufe ihres Bestehens zu einem ernst zu nehmenden Melodic Metal Act. Das neue Album mit dem Titel „Final Advent“ macht da keine Ausnahme und knüpft nahtlos an den Vorgänger „The Dark Delight“ von 2020 an. Im Vorfeld wurden schon vier Songs als Videos auf Youtube veröffentlicht. Diese vier Songs hören auf die Titel „Yours“, „Advent“, „Power Of Will“ und „Natural Born Killer“.

Ich konnte mich im April beim Tourauftakt in München von der Livequalität der Band überzeugen, DYNAZTY fackelten die Bühne regelrecht ab und bewiesen das sie nicht nur auf Konserve eine Macht sind. Drei Songs vom neuen Album wurden auch in die Setlist aufgenommen, „Power Of Will“, „Advent“ und „Yours“.

Zum Lineup gehören Nils Molin am Mikrofon, Love Magnusson und Mikael Lavér an den Gitarren, Jonathan Olsson am Bass und Georg Hämsten Egg an der Schießbude.

Molin gibt zum neuen Album an „„Power Of Will“ war einer der ersten Songs, die wir für das Album komponiert haben, und einer, der sofort die weitere Zielrichtung geprägt hat. Meiner Meinung nach ist „Final Advent“ unser bis dato intensivstes Album, mit einigen der stärksten Nummern, die wir je geschrieben haben“. Weiter führt Molin aus „Jeder Song hat einen absolut individuellen Text. Bei manchen handelt es sich um Kurzgeschichten in straff strukturierten Stücken wie „All The Devils Are Here“, „Yours“, „Heart Of Darkness“ oder Achilles Heel“, während „Power Of Will“, „Advent“, „Natural Born Killer“ und „Power Of Now“ klare Botschaften vermitteln sollen“. Und weiter „Das Cover und der Albumtitel von „Final Advent“ sind bewusst mehrdeutig gewählt. Advent bedeutet die Ankunft einer bemerkenswerten Sache oder Person“.

Ob er mit der erwähnten Ankunft sich selbst und seine Mitstreiter samt neuem Album gemeint haben könnte wird sich in den folgenden Zeilen zeigen. Was bietet DYNAZTY auf „Final Advent“, Melodic Metal wie aus dem Lehrbuch. Der Hauptbestandteil sind ausgereifte Melodien, gepaart mit den Vokalharmonien von Nils beides wird durch die Unterstützung von Gitarren, Keys, Bass und Schlagzeug derart genial in Szene gesetzt das man meint einen Hollywoodblockbuster vor sich zu haben der mit 12 Oscars gekrönt wurde.

Nils ist wie gewohnt stark und sehr gut bei Stimme, einer der besten seinen Faches. Die Gitarren hauen einem die harte Riffs und Melodien um die Ohren das es eine Freude ist zuhören zu dürfen. Die Keys bilden mit den Gitarren eine riesige Soundkulisse und verursachen ein Feuerwerk nach dem Anderen in den Gehörgängen um sich dort für sehr lange Zeit festzukrallen. Der Bass und die Drums treten ohne Vorwarnung in den Hintern und treiben wie eine Horde Wikinger im Blutrausch. Die Produktion haut gnadenlos rein und kommt mit Power aus den Membranen geblasen.

Der Sound ist die konsequente und logische Weiterführung von „The Dark Delight“, Melodic Metal mit viel Power mal mit epischen Elementen oder auch sehr viel Drama und Pathos in Szene gesetzt. DYNAZTY sind so einfach dies jetzt klingt einfach nur DYNAZTY und eine wahre Größe im Melodic Metal. Ich meine mit „einfach“ damit nicht das die Band gewöhnlich ist, nein ganz im Gegenteil die Band zeigt einmal mehr was sie zu leisten im Stande ist und mit Recht zur Spitze der Hard N Heavy Szene gehören. Mit skandinavischer obercoolness hauen einem die Jungs Melodien und Harmonien vor den Latz als ob es nichts Einfacheres geben würde und liefern dabei einen Gassenhauer nach dem Anderen ab. Nils bildet mit der Band eine Einheit die aus purer Genialität besteht, hoffen wir mal das uns DYNAZTY auch weiterhin mit solchen Glanztaten beehren und nicht so schnell müde werden solche Songs zu schreiben und einzuspielen. Von meine Seite aus hat Nils in der erwähnten Ankündigung sich selbst und seine Bandmates gemeint, denn besser geht es nicht.

Leider lassen mir die Jungs keine andere Wahl als Fullhouse zu ziehen wenn ich könnte würde ich 12 von 10 ziehen aber unsere Bewertung geht nur bis 10.

Mit „Power Of Will“ gelingt ein perfekter Einstieg, so sollte ein Opener sein und Lust auf mehr machen, „Advent“ hart, genial, melodiös, einfach nur Geil, Vorsicht Hit Alarm. „Natural Born Killer“ der nächste geile Melodic Hit und bestes Tanzflächen Futter, mit „Yours“ kommt eine der stärksten Powerballaden die ich in den letzten 10 bis 15 Jahren gehört habe. „All The Devils Are Here“ und noch ein Schmankerl von den Skandiboys, typisch und einfach nur DYNAZTY, „The White“ zur Abwechslung mal mit schrägen Einlagen bis zum Refrain der ist für die Band typisch eingängig. „Instinct“ ein obercooler Stampfer mit traumhaften Refrain, „Heart Of Darkness“ knüpft an die Vorgänger an. „Achilles Heel“ kommt mit viel Pathos aus den Boxen, „Power Of Now“ kommt nochmal eingängig mit viel Power und flott zum Schluss.

Balle

NORDIC UNION – Animalistic

Trackliste:

01. On This Day I Fight
02. In Every Waking Hour
03. If I Could Fly
04. Riot
05. This Means War
06. Scream
07. Animalistic
08. Wildfire
09. Shot In The Dark
10. Last Man Alive
11. King For A Day

Spielzeit: 44:35 min – Genre: Heavy Metal – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 12.08.2022 – Page: www.facebook.com/NordicUnionMusic

 

Die nordische oder besser gesagt skandinavische Allianz bestehen aus Sänger Ronnie Atkins und Erik Martensson an Gitarren, Bass, Keyboards und Backing Vocals gehen in die dritte Runde. Noch an der Allianz beteiligt waren Fredrik Folkare und Thomas Larsson an Gitarre und Henrik Eriksson an den Drums. Das Songwriting wurde von Martensson, Atkins und Miqael Persson erledig, Produktion, Mix und Mastering lag in Martenssons Händen.

So Kopfhörer aufgesetzt und auf Play gedrückt. Als erster positiver Lichtblick die Produktion haut rein wie Sau, Erik hat den Songs einen Bombensound verpasst, hier gibt es keinen Grund zum Unken. Als zweiten positiven Haben Punkt Ronnie zeigt keine schwächen, seine Stimme hat nichts an Intensität verloren und hat soviel Kraft wie bei den hübschen Mädels. Die Gitarren kommen mit mehr Schmackes und eine Spur härter als auf Album #1 und 2, die Keys unterstützen die Gitarren ohne zu dominant zu klingen. Der Bass haut voll auf die Glocke und die Drums sorgen für Metal Soundgewitter das einem hören und sehen vergeht.

Die Songs sind typisch NORDIC UNION, bestehen aus geilen Melodiebögen, Hooks ohne Ende, messerscharfen Girarrenläufen gepaart mit Keyboarduntermalung und metallische Drumgewitter die sich gewaschen haben. Die Haupttrademarks von NORDIC UNION sind auch auf dem dritten Silberling vorhanden Ronnie shoutet sich wie ein junger Halbgott in den Olymp und bildet mit den Melodischen Songs eine unwiderstehliche Einheit. Der einzige Unterschied zu den Vorgängern ist das der Sound mehr Biss hat und härter ausgefallen ist, die Allianz bewegt sich nicht mehr im Melodic Hard Rock sondern hat ein paar Schippen Kohle draufgelegt und wildert jetzt im Top inszenierten Melodic Metal der mehr als nur Spaß macht.

Was für ein Melodic Brett die Union hier auf den Hörer loslässt ist aller Ehren Wert und ist ein typischen skandinavisches Highlight voll mit Hits und Melodien. Der richtige Soundtrack für die einsame Insel.

„On This Day I Fight“ geht am Anfang gleich voll ab, „In Every Waking Hour“ ein wie von den beiden Vorgängern gewohnten Melodic Highlight. „If I Could Fly“ das zweite Melodic Highlight, „Riot“ fängt langsam, nachdenklich und melancholisch an um dann zur ausgewachsenen Powerballade mit viel Pathos zu mutieren. Mit „This Means War“ wird wieder in die Vollen gegangen ein Powersong mit starker Melodie, bei „Scream“ blitzt der Melodic Hard Rock wieder durch ein genialer Song, typischer Martensson Song. „Animalistic“ erinnert an die kräftigen PRETTY MAIDS, „Wildfire“ noch so ein Melodic Ohrwurm für die Ewigkeit. „Shot In The Dark“ gibt den #1 Top Ten Hitanwärter, „Last Man Alive“ eine Hymne für die Rockmucke mit Melodie und Endgeilem Refrain das Ding schreit förmlich nach Airplay im Radio und hohen Chart Platzierungen, „King For A Day“ gibt das starke Schlusslicht.

Balle

RETERNITY – Cosmic Dreams

Trackliste:

01. Building Better Worlds
02. Untamed Hearts
03. Depths of Nothingness
04. Cosmic Dreams
05. Astronaut
06. Blitzwerfer Blues
07. Seemingly
08. Only Scars Remain
09. Wonderful Life
10. The Narrow Sleep
11. My Reternity

Spielzeit: 44:44 min – Genre: Melodic Metal – Label: MDD Records – VÖ: 15.07.2022 – Page: www.facebook.com/reternityband

 

RETERNITY rund und Gitarrist Carsten Sauter und Sänger Stefan Zörner (Ex Spitefuel) legen gut zwei Jahre nach ihrem letzten Album „A Test of Shadows“ schon wieder nach!
Im Gepäck haben sie ihr neues Album „Cosmic Dreams“ und zwei neue Bandmitglieder an Bass und Schlagzeug.
Auch neu ist die Abkehr vom Thrash Metal, welcher noch auf dem letzten Album ziemlich dominiert hat, hin zu etwas mehr komplexeren und aufwändig arrangierten Songs die erstmal auch ordentlich Keyboardunterstützung erhalten.
Die Jungs waren ja schon immer sehr experimentierfreudig, breit aufgestellt und haben sich noch nie in eine Genreschublade stecken lassen, das bleibt auch auf dem neuen Album so!

Horchen wir also direkt mal in den Albumopener „Building Better Worlds“ rein. Hier werden direkt schnell die neuen Keyboards hörbar und nach einer kurzen cinematischen Einleitung steigt Sänger Stefan ordentlich ein.
Es entsteht ein interessanter Track der als Opener perfekt geeignet und ein schöner Melodic Metaltrack ist, der einfach nur gut hörbar ist und mit vielen modernen Spielereien aufwarten kann.
Das anschließende „Untarmed Hearts“ war die erste Vorabsingle und dementsprechend ist das gute Stück schon gut bekannt. Hier haben wir einen groovenden, leicht episch angehauchte Metaltrack der vor allem Stefan gesanglich voll fordert und zeigt welch toller Sänger er geworden ist! Vielseitig und abwechslungsreich, wie das ganze Album.
Das folgende „Depths of Nothingness” ist dann guter Standard geworden, nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Im Titeltrack „Cosmic Dreams“ geht es dann härtetechnisch erstmal recht ordentlich zur Sache, aber man vergisst hier nie die Melodic und Eingängkeit von daher ist das gute Stück ein würdiger Titeltrack, der auch mit einigen modernen Einflüssen punkten kann.
Das folgende „Astronaut“ ist nur ein atmosphärisches Zwischenstück geworden, welches die Brücke schlägt zum anschließenden „Blitzwerfer Blues“. So ungewöhnlich der Name ist, so ungewöhnlich ist auch der Song!
Man pendelt zwischen Groove und Melodic Metal her, zeigt eine ordentliche Leistung, die aber irgendwie nicht so recht ins Gesamtbild passen will! Aber das kennt man ja schon von den Vorgängeralben der Band ; )
In der Folge halten sich Hits und Standardmetalsongs gut die Waage, zu ersten Kategorie gehören auf jeden Fall noch „Seemingly“ und „Wonderful Life“.
Beim Rest verzettelt man sich manchmal etwas und kommt nicht so recht auf den Punkt.

Trotz meiner Kritik am Ende ist das neue Album von RETERNITY auf jeden Fall ein Schritt nach vorne und vor allem der richtige Schritt nach vorne!
Die Band scherrt sich nach wie vor nicht um irgendwelche Vorgaben und Genregrenzen und das ist gut so.
Zusätzlich schafft man hier mit den tollen Keyboards den Twist hin zu mehr Melodic was der Truppe definitiv besser zu Gesicht steht als der Thrasheinschlag der noch auf dem letzten Album vorherrschte!
Solide, starke Leistung, bitte weiter so!

Julian

 

MIDAS – Midas

Trackliste:

01. Slaves To The Night
02. Nobody Gets Out Alive
03. Hellfire
04. Break The Chains
05. Eyes In The Cold
06. Hell Has Frozen Over
07. Running Scared
08. Golden Chariots

 

 

Spielzeit: 33:15 min – Genre: Melodic Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 29.04.2022 – Page: www.facebook.com/MidasDetroit

 

MIDAS aus Detroit formte sich aus Überresten von Hard Rock Bands aus Michigan. Bestehend aus Joe Kupiec an Mikrofon und Gitarre, Casey O’Ryan an Gitarre, Anthony Franchina an Bass und Breck Crandell an den Drums. Die Vier taten sich zusammen um den Spirit und die Magie aus Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre einzufangen und auf Kunststoff zu pressen. Dies gelingt ohne Probleme die Vier machen ein Retro Fass auf das jede Party in Schwung bringen sollte.

Die Stimme von Joe ist rau und passt perfekt zu dem Retrosound der für das Album angewendet wurde, die Gitarren kommen melodisch und hart aus der Anlage. Der Bass geht in Ordnung und die Drums treiben wie Sau. Die Produktion ist im Retrostyle gehalten und passt sehr gut zu dem Rauen Heavy Sound der US-Boys.

Beeinflusst wurde MIDAS von Szene Größen wie JUDAS PRIEST, SAXON, IRON MAIDEN, RIOT, ALIEN FORCE, ein kleiner Schuss Euro Hard Rock aus den frühen 80ern. Das Riffing hat an manchen Stellen eine Ähnlichkeit mit der von RUNNING WILD oder SAXON im US Heavy Rock Stil. Hier wird nicht kopiert sondern Roher US Sound mit Euro Heavy Rock zu einem harmonischen Mix zusammengeführt, und dieser hört sich nicht mal schlecht an, ich würde sogar sagen der hört sich spitze an und überzeugt.

Acht Songs und 33 Minuten sind heutzutage nicht mehr Zeitgemäß. Bei zwei bis drei Songs mehr und längerer Spieldauer hätte ich einen halben Stern mehr vergeben so bleibt trotzdem noch eine anständige Wertung für eine coole Scheibe.

„Slaves To The Night“ ein cooler Einstieg mit geiler Melodieführung erinnert ein wenig an SAXON auf US-Art und Weise, „Nobody Gets Out Alive“ noch cooler wie der Einstieg mit endgeiler Melodie und Highlight. „Hellfire“ ein Highoktan Rocker, mit „Break The Chains“ folgt das nächste Highlight und kommt wieder mit starken Melodien aus dem Quark. „Eyes In The Cold“ ein auf seine Art und Weise geiler Stampfer mit IRON MAIDEN ähnlichem Riffing, „Hell Has Frozen Over“ US Metal mit Melodie und Groove. „Running Scared“ zündet die Speedrakete, „Golden Chariots“ geht mit melodischem Riffing wieder voll in Ohr.

Balle

EVERGREY – A Heartless Portrait (The Orphean Testament)

Trackliste:

1. Save Us
2. Midwinter Calls
3. Ominous
4. Call Out the Dark
5. The Orphean Testament
6. Reawakening
7. The Great Unwashed
8. Heartless
9. Blindfolded
10. Wildfires

 

Spielzeit: 50:15 min – Genre: Melodic Progressive Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 20.05.2022 – Page: www.facebook.com/Evergrey

 

Hm. Nehme ich die Rezension von der letzten EVERGREY-Platte einfach nochmal, da sie einfach optimal auch auf „A Heartless Portrait (The Orphean Testament)“ passen würde? Die Versuchung ist groß, aber dafür werde ich schließlich nicht bezahlt, also werfen wir mal ein Ohr in das 13. Album der Schweden um den mächtigen Tom S. Englund. Und das ist, wie gewohnt, Anlass zu Melancholie (im positiven Sinne), denn die Truppe hat erneut ein Werk geschaffen, das Härte, durchaus böses Riffing und skandinavische düstere Schönheit – Ihr wisst, die mit den hallenden weichen Klaviersounds – kombiniert, um progressive Elemente und gut gewählte Synthesizer ergänzt und ein paar eher Alternative-Rockige Melodiewendungen mit Hang zur Poppigkeit hinzugefügt und im Sinne des Genres rekontextualisiert. Das Ganze wird dann verpackt in 50 Minuten brillianter Produktion und fertig ist die Kiste. Jaaah, ein paar Kritikpunkte gibt es, die aber mehr oder minder subjektiv gehalten sind: Allen voran die Ballade „Wildfires“ auf Clean-Gitarren-Basis, bei der man nicht genau sagen kann, ob sie besser oder schlechter gewesen wäre, wenn man zumindest den letzten Chorus in voller Bandaufstellungs-Fettheit gebracht hätte. Hat man nicht. Ist dann so.
Die poppigen Ausflüge in Kopfstimme, die Englund ab und an unternimmt, bleiben ebenso Geschmackssache und „Heartless“ ist durchaus ein Kandidat für den nächsten schwedischen Beitrag für den ESC (was nicht schlecht aber auch nicht uneingeschränkt gut ist), aber zu diesem Zeitpunkt könnte man auch einfach in dem Komplimente-Part übergehen und nochmal klar verkünden, dass „AHP(TOT)“ ein astreiner Beitrag zum Melodic Metal ist, der in den meisten Songs praktisch fehlerfrei ausfällt. „Save Us“ stellt ohne lästiges Intro direkt mal klar, wohin die Reise geht und dass man sich sowohl auf große, im spezifisch EVRGREYschen Stil melancholische Melodien als auch auf eine gesunde Portion Härte freuen darf. Bei „Midwinter Calls hat man kurzerhand bei Konzerten aufgenommene Fangesänge integriert, was sehr gut und kraftvoll kommt, sowie ein paar elektronische Elemente. Takttechnisch progressiv wird’s das erste Mal bei „Ominous“ und „Call Out Of The Dark“ liefert dann endlich die lang ersehnten Club-Synths und ist trotz leicht redundantem Refrain ein ordentlicher Brecher. „Blindfolded“, der Song nach „Heartless“, ist genau das Richtige für alle, denen der Vortrack ein bisschen zu Radio war – sowohl Gitarren als auch Gesangsmelodie kommen hier vergleichsweise unmelancholisch und biestig und schaffen einen angenehmen Kontrast zum Rest der Platte.

Fazit:
So gut wie der Vorgänger? Nicht ganz, aber eben auch nur minimal darunter. Und damit bleibt „AHP(TOT)“ ein absolut starkes Album für Fans der Band, von sauberst intoniertem und technisch gut durchdachtem Metal mit Melodien, Härte und Seele.

Anspieltipps:
„Save Us“, „Call Out Of The Dark“, „Reawakening“ und „Blindfolded“

Jannis

 

 

SAINTS N SINNERS – Rise of the Alchemist

Trackliste:

01. As Above so Below
02. Sign of Things to Come
03. Sacred Ground
04. Saviour of the Damned
05. Dreamer
06. Death Comes in Winter
07. Queen of the Nile
08. Ivory Tower
09. Rise of the Alchemist
10. Catch 22

 

Spielzeit: 61:50 min – Genre: Melodic Metal – Label: SNS Records – VÖ: 08.04.2022 – Page: www.thesaintsnsinners.com

 

Manchmal kann man unseren Job (eigentlichi ist es ja nur ein Hobby) einfach nur lieben! Nichts ahnend stöbert man durch die neusten Promomails und dann entdeckt man die neue Promo der Melodic Metalband SAINTS N SINNERS die einen dann beim ersten Hören einfach nur aus dem Sessel bläst!
Die Band war mir zwar vom Namen her ein Begriff, aber das selbstbetitelte Debütalbum von 2013 ist irgendwie an mir vorbei gegangen.
Aber nun wird diese Wissenslücken geschlossen, nämlich mit dem neuen Album „Rise of the Alchemist“ was laut Bandaussage ein Quantensprung im Vergleich zum Debüt darstellen soll!
Das Album wurde in Istanbul, München und Kiew aufgenommen und von Gründer und Gitarrist Deniz Tuncer produziert sowie vom Max Morton (MORTON) gemischt.

Bandmaskottchen Virgil schmückt wieder das schöne Cover, lauschen wir jetzt aber endlich mal der Vorabsingle und Opener „As Above so Below“. Nach einer kleinen mystischen Einleitung beginnt die Nummer recht druckvoll und der geile, kraftvolle Gesang von Fronter Mehmet Kaya beginnt und man ist mittendrin im überlangen Opener der aber zu keiner Zeit langweilig wird.
Die Melodic Metalvipes sind komplett da und dürften direkt ein Fest für den geneigten Genre Fan sein!
Die nächste Nummer „Sign of Things to Come” hat einen klassischen Melodic Metal Aufbau und nicht nur einmal denke ich hier an GAMMA RAY oder HELLOWEEN. Inklusive ist hier natürlich wieder ein eingängiger Refrain, den man schon nach kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Das erdige „Sacred Ground“ schlägt dann die Brücke in den Mittelteil wo das schnelle „Saviour of the Damned“ den gekonnten Einstieg macht
Etwas sanftere Töne gibt es dann bei „Dreamer“ zu hören bevor „Death Comes in Winter“ die perfekte Überleitung ist für das epische „Queen of the Nile“ welches inklusive orientalischen Flair daherkommt.
Wer jetzt denkt, okay so langsam müsste der Band aber mal die Puste ausgehen der sieht sich getäuscht, denn im letzten Drittel haben wir eigentlich nur Hits versteckt! Egal ob es die beiden Videosingles „Ivory Tower“ und „Catch 22“ oder der fast 12-minütige Titelsong „Rise of the Alchemist“ ist, hier greift man komplett ins ganz oberste Qualitätsregal! Einfach nur geil!

Ich erwähnte es schon zu Beginn, mich hat das neue Album der Jungs von SAINTS N SINNERS direkt beim ersten Mal echt vom Stuhl gehauen! Dieser Eindruck festigte sich dann nur in jedem Hördurchlauf und mittlerweile kann ich mich eigentlich nur in den Arsch beißen das mir die Truppe nicht schon eher aufgefallen ist!
Eine geile Produktion, geile Melodic Metalsongs angelehnt an HELLOWEEN oder GAMMA RAY, Melodic Metal Fans finden hier definitiv eins der Genre Highlights des Jahres 2022 und eine dringende Kaufempfehlung!

Julian