PLACE VENDOME – Close to the Sun

Band: Place Vendome
Album: Close To The Sun
Spielzeit: 55:11 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.02.2017
Homepage: https://de-de.facebook.com/Place-Vendome-193449014009141/

Nach drei Jahren wird mit "Close To The Sun" das vierte Kapitel in der History von PLACE VENDOME aufgeschlagen. Bei dem Projekt um den ehemaligen Helloween Frontmann Michael Kiske, sind wie schon beim Vorganger "Thunder In The Distance" mit Bassist Dennis Ward (Pink Cream 69, Unisonic) Gitarrist Uwe Reitenauer (Pink Cream 69), Keyboarder Gunther Werno (Vanden Plas) und Schlagwerker Dirk Bruinenberg die üblichen Verdächtigen am Start.

War das Ende 2013 veröffentlichte "Thunder In The Distance" noch deutlich AOR lastiger, so gehen PLACE VENDOME auf Ihrem neuen Silberling doch deutlich härter zu Werke. Gleich mit dem Opener und Titelsong treten Michael Kiske und seine Jungs ordentlich das Gaspedal durch. Das folgende "Welcome To The Edge" drosselt in den Stropfen zwar etwas die Geschwindigkeit, aber nur um im Refrain wieder die Zügel anzuziehen. Klasse, dass macht echt Laune. Die Coverversion von "Hereafter", welches die italienischen Prog Metaller DGM bereits 2009 veröffentlicht haben, festigt den Eindruck das PLACE VENDOME auf "Close To The Sun" mit Ihrem Songmaterial kräftiger zupacken. Allerdings verlieren Sie dabei nie die Melodien aus den Augen.

Über allen Songs steht natürlich die immer noch bärenstarke Stimme von Michael Kiske, dem es mehr als einmal gelingt mir eine Gänsehaut zu verpassen. Da möchte ich im Besondern die beiden Balladen "Strong" und "Breathing" hervorheben, die beide mit Bombast und einem Touch Melancholie ums Eck kommen. Natürlich gibt es so wie es bei PLACE VENDOME zur Tradition gehört, auch Stücke die sich im gemäßigten melodischen Bereich bewegen, wie "Across The Times" oder auch das grandiose "Yesterday Is Gone". Zum Gelingen des Albums haben unter anderem auch ein paar prominente Gäste wie Kai Hansen (Gamma Ray, Unisonic) Mandy Meyer (Krokus, Unisonic) oder Gus G. (Ozzy Osbourne, Firewind) beigetragen, indem Sie einige Songs mit Gitarrensoli bereichert haben.

Als Fazit bleibt nur zu sagen, dass PLACE VENDOME mit "Close To The Sun" ein tolles Album veröffentlicht haben, welches von der ersten Sekunde zu begeistern weiß und was alle Hardrock Fans unbedingt antesten müssen.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Close To The Sun
02. Welcome To The Edge
03. Hereafter
04. Strong
05. Across The Times
06. Riding The Ghost
07. Light Before The Dark
08. Falling Star
09. Breathing
10. Yesterday Is Gone
11. Helen
12. Distant Skies

Heiko Füchsel

 

CELLADOR – Off the Grid

Band: Cellador
Album: Off the Grid
Spielzeit: 43:06 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records  
Veröffentlichung: 10.03.2017
Homepage: www.cellador.com

Eine Melodic Metalband aus Amerika? Dar gibt es jetzt wirklich nicht soo viele! Daher haben die Jungs von CELLADOR schon einen kleinen Exotenstatus. Gehört hatte ich von der Band bisher noch nie, bis mir die Promo des neuen Albums „Off the Grid“ ins Haus flatterte welches der langerwartete Nachfolger des letzten Albums „Enter Deception“ darstellt.
Viel gibt es über die Band noch nicht zu berichten, sie werden als das große Ding der Power Melodic Metalszene gehypte und haben wohl schon ordentlich Liveerfahrung mit so Größen wie TRIVIUM, HELLOWEEN, SONATA ARCTICA, QUEENSRYCHE oder GAMMA RAY gesammelt.
Mal schauen, ob der Hype berechtigt ist. Als Opener tönt uns „Sole Survivors“ entgegen indem die Jungs schon mal ordentlich Gas geben. Die Bezeichnung Melodic Metal würde ich hier auf jeden Fall vollauf stehen lassen. Gesang im angenehmen Bereich, ordentliche Melodien und ein toller Chorus. Ein absolut gelungener Opener!
Flott geht es auch beim anschließenden „Break Heresy“ zu allerdings ohne die notwendige Eingängigkeit so das der Song recht schnell in Vergessenheit gerät. Ähnlich ergeht es dann leider auch dem folgenden „Shadowfold“.
Von Kaliber des tollen, melodischen Openers ist dann wieder „Wake Up the Tyrant“ und auch der Titeltrack „Off the Grid“ fällt in diese Kategorie.
Danach gibt es erstmal ein paar eher durchschnittlichere Songs zu verkraften, zwischendurch gibt es mit „Good Enough“ nochmal eine kleine Perle zu entdecken, bevor dann mit dem abschließenden „Running Riot“ die pfeilschnelle US Melodic Metalfahrt sein Ende findet.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Sole Survivors”, “Wake up the Tyrant”, “Off the Grid” sowie “Good Enough” definitiv ans Herz legen.

Fazit :

Ja die US Boys von CELLADOR haben auf ihrem neuen Album einige starke Tracks an Bord, aber insgesamt ist das Material doch eher im solide Mittelfeld angesiedelt und auch die immer gleich bleibende Methodik bzw. rasende Geschwindigkeit der Songs geht einen irgendwann doch etwas auf die Nerven!
Hier wäre etwas Abwechslung auf jeden Fall gut gewesen, so bleibt es abschließend bei einer guten, soliden Leistung und Benotung. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sole Survivors
02. Break Heresy
03. Shadowfold
04. Wake Up the Tyrant
05. Off the Grid
06. Swallow your Pride
07. Shimmering Status
08. Good Enough
09. This Means War
10. Running Riot

Julian

SIGNUM REGIS – Decennium Primum

Band: Signum Regis
Album: Decennium Primum
Spielzeit: 46:31 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion  
Veröffentlichung: 17.03.2017
Homepage: www.signum-regis.com

Das letzte Album „Chapter IV:The Reckoning“ der Jungs von SIGNUM REGIS ist noch nicht mal zwei Jahre alt und schon steht man mit einem neuen Silberling, obwohl man eigentlich nur eine EP geplant hatte, namens „Decennium Primum“ wieder Gewehr bei Fuß!
Möglich machte das der Gewinn eines Bandcontest der der Truppe die nötige Unterstützung zuteilwerden ließ um das neue Album in Eigenproduktion auf den Markt zu bringen. Für die Produktion zeichnet sich dieses Mal Bassist und Mastermind Ronnie König verantwortlich und man muss sagen der Mann hat wirklich einen guten Job gemacht.
Personell gibt es keine Änderungen im Vergleich zum letzten Diskus zu verzeichnen, einzig der ehemalige Gitarrist Ado Kalaber hat hier ein paar Gastgitarrensolos beigesteuert.
Und apropos Vergangenheit mit dem Song „Train to Neverland“ ist die Fortsetzung des Songs „Neverland“ vom Debütalbum hier vertreten und auch alte Songideen der SIGNUM REGIS Vorgängerband TRIGGER werden hier bei zwei Songs verwendet.
Klingt nach ordentlich Back to the Roots, mal schauen wie das neue Album so tönt?
Als Opener gibt es direkt den Titelsong „Decennium Primum“ auf die Ohren der aber nur ein einleitendes, epischeres Intro ist.
Mit „Unfold the Mystery“ geht es dann zum ersten Mal so richtig zur Sache und man merkt direkt das die Jungs die Marschroute vom letzten Album „Chapter IV: The Reckoning“ gleich weiter voll durchziehen. Kraftvoller Melodic Metal mit einprägsamen Chorus wird uns hier direkt geboten unterstützt mit ordentlich Doublebass Drumming dass dem armen Schlagzeuger die Füße gebrannt haben müssen!
Der nächste, etwas epischere, Track „Damnatio Ad Bestias“ steht dem vorherigen Song qualitätsmäßig dann in Nichts nach und brennt sich ebenfalls direkt in unsere Lauschlappen.
Nach dem etwas zu gewöhnlichen „Screaming for Justice“ geht es bei „Kingdom of Light“ gleich wieder direkt etwas nach oben von der Qualität her, bevor man beim krachenden „The Future King“, übrigens eines der angesprochenen Überbleibsel der Band TRIGGER, wieder vollends zurück in der Qualitätsspur ist!
Das eingängige „Thunder and Rain“ und „Train to Neverland“ sind dann die nächsten beiden Hochkaräter die diese Platte ausmachen und mit dem abschließenden TRIGGER Überbleibsel „A Psalm of Life“ wir dann ein neues, sehr ordentliches SIGNUM REGIS Album abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall „Unfold the Mystery“, „Damatio Ad Bestias“, „The Future King“, „Thunder and Rain“ und „Train to Neverland“. 

Fazit :

Ganz klar, auf dem neuen SIGNUM REGIS Album wird erneut guter, qualitativ hochwertiger Melodic Metal geboten den die Fans der Band so zu schätzen gelernt haben!
Qualitätsmäßig würde ich das neue Werk auf einer ähnlichen Stufe einschätzen wie den Vorgänger, vielleicht eine kleine Spur kompakter. Wie auch immer auf jeden Fall bekommen die Fans hier genau das was sie erwarten und insofern gibt es hier auch ganz klar eine erneute Kaufempfehlung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Decennium Primum
02. Unfold the Mystery
03. Damnatio Ad Bestias
04. Screaming for Justice
05. Kingdom of Light
06. The Future King
07. Well Deserved
08. Thunder and Rain
09. Train to Neverland
10. A Psalm of Life

Julian
 

AXXIS – Retrolution

Band: Axxis
Album: Retrolution
Spielzeit: 44:57 min
Stilrichtung: Melodic Metal/Rock
Plattenfirma:  Phonotraxx
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.axxis.de

AXXIS begeben sich auf ihrem neuen Album „Retrolution“ zurück in die Vergangenheit. Dementsprechend wurde auch der Albumtitel gewählt!
Mit „Retrolution“ hieß der Weg dazu schlicht Rückbesinnung – denn schließlich stammt die Gruppe noch aus genau der Zeit, die gerade wieder ihre Retro-Evolution erlebt und hat damals mit Hits wie „Stay Don ´t Leave Me“ oder „Living In A World“ ein Exempel in der deutschen Musikszene statuiert. Ihr Erfolgsalbum "Kingdom Of The Night" zählt bis heute zu den wichtigsten nationalen Rock-Alben.
Und hier schließt sich dann auch der Kreis, denn der zweite Teil von „Kingdom of the Night“ war das letzte Album der Band und konnte noch dazu die höchste Chartposition ever erkämpfen.
Schauen wir mal ob man mit „Retrolution“ ähnlich erfolgreich unterwegs ist?
Als Opener schallt uns „Burn! Burn! Burn!“ entgegen wo man sich fragt, hmm was ist das ganz schön rockig und bluesig für AXXIS. Tja das ist der angesprochene Retrostyle liebe Freunde! Aber keine Sorge spätestens im Refrain ist dann alles wieder beim Alten und man bekommt einen absoluten Ohrwurmrefrain geboten.
Ein Ohrwurmrefrain gibt es auch beim nächsten Song „All my friends are liars“ auf die Ohren, mir ist das Ganze aber zu flach und gewöhnlich um hier richtig zu glänzen!
Ganz anders dann bei „Dream Chaser“ welches mit der Keyboardunterstützung und den tollem Groove sowie Refrain richtig kompakt aus den Boxen kommt. Hier muss man einfach wieder richtig mitgehen und kann im Chorus seine Mitsingqualitäten unter Beweis stellen.
Apropos richtig mitgehen das kann man auch wieder bei „Rock the Night“, wenn man das dazwischen liegende, wieder etwas zu gewöhnliche, „Burn down your house“ „überstanden“ hat. Und der Mittelteil geht richtig stark weiter, haben wir doch mit dem flotten „The World is mine“, dem groovenden „Do it better“, und der gefühlvollen Ballade „Queen of the Wind“ weitere Highlights des Albums zu verzeichnen.
Aber wir sind noch lange nicht am Ende mit den richtig geilen Songs, denn auch „Seven Devils“, „This is my day“, „Heavy Metal Brother“ und das abschließende „Welcome to my Nightmare“ sind richtig tolle Ohrwürmer die einen sofort in Mark und Bein übergehen. Und somit wird ein richtig gutes neues AXXIS Album wunderbar abgerundet, trotz der etwas schwächeren Songs im Vorfeld an Bord.

Anspieltipps:

Mit “Burn! Burn! Burn!”, “Dream Chaser”, “Rock the Night”, “Queen of the Wind” sowie “Heavy Metal Brother” solltet ihr hier schnell einen guten Überblick bekommen.

Fazit :

AXXIS bleiben AXXIS und das ist auch gut so! Auch auf ihrem neuen Album weichen die Jungs um Fronter Bernhard Weiß zu keiner Sekunde von ihrem bisherigen Weg ab und präsentieren uns insgesamt richtig starke Songs die mal mehr, mal weniger in der Schnittmenge zwischen Melodic Metal/Rock liegen.
Auffallend sind hier der hohe Anteil von rockigeren Songs die wohl dem Retro Gedanken der hier vorherrscht geschuldet sind.
Insgesamt bleibt man also auf einem ähnlichen Qualitätslevel wie bei den letzten Alben und dürfte hiermit noch höher in den Charts einsteigen.
Glückwunsch ins Ruhrgebiet zu diesem neuen, tollen Album!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Burn! Burn! Burn!
02. All my friends are liars
03. Dream Chaser
04. Burn down your house
05. Rock the Night
06. The World is mine
07. Do it better
08. Queen of the Wind
09. Seven Devils
10. This is my day
11. Somenbody died at the party
12. Heavy Metal Brothers
13. Welomce to my nighmare
14. Demons dare to stay (Bonustrack)

Julian

SAMMY BERELL – Passion Dreams

 

Band: Sammy Berell
Album: Passion Dreams
Spielzeit: 60:27 min
Stilrichtung: Melodic Metal, Neoclassical
Plattenfirma: Dark Force Records/Sound Pollution
Veröffentlichung: 17.03.2017
Homepage: www.sammyberell.com

Für sein Debut ‚Passion Dreams‘ hat sich SAMMY BERELL gleich prominente Unterstützung geholt und das in Form von Michael Vescera (Yngwie Malmsteen, Loudness, Obsession) und Göran Edman (Yngwie Malmsteen, John Norum, Kharma) am Mikro. Das Schlagzeug bedient Daniel Flores, die restlichen Instrumente (Bass, Keyboard, Gitarre) sowie die Co-Produktion übernimmt Sammy selbst. 
Noch nie von SAMMY BERELL gehört? Nicht schlimm, hier die Kurzfassung: Schon als kleines Kind musikbegeistert, lernte er mehrere Instrumente (u.a. Flöte, Geige, Schlagzeug), entdeckte jedoch die größte Leidenschaft für das Gitarre spielen. Dabei ist er nicht nur von Rockmusikern wie JIMI HENDRIX oder YNGWIE MALMSTEEN inspiriert, sondern vor allem auch von klassischen Künstlern wie MOZART, BACH und TELEMAN. 

Den Einstieg des Albums macht ‚Judgement Day‘. Schon hier merkt man den deutlichen YNGWIE MALMSTEEN Einfluss. Wem das aber noch nicht eindeutig genug ist, der erkennt spätestens bei ‚Midnight Flyer‘ woher der Wind weht. In der Strophe und im Solo erinnert dies schon sehr an YNGWIE’s ‚Teaser‘, jedoch der Refrain haut nicht ganz so rein wie sein Vorbild. Weiter geht es mit der powervollen Ballade ‚Memories Never Die‘. ‚Little Sinner‘ ist eine Spur härter und agressiver, jedoch immer noch sehr melodisch, während der Titelsong ‚Passion Dreams‘ eine Keyboard lästige 80er Melodic Metal Hymne ist und ‚Star‘ kommt rythmisch mit eingängigem Riff. 

Wer auf melodischen 80er Metal steht, wird hier mit den eingängigen Refrains, massiven Backgroundchören und epischen, klassikbeeinflussten Soli eindeutig glücklich. Was mich persönlich jedoch stört, ist das aus jedem Song so offensichtlich YNGWIE schreit. Auch wenn man SAMMY BERELL auf keinen Fall Talent absprechen kann, ist er doch nur ein weiterer YNGWIE-Verschlag.
 

Wertung:

 

Trackliste:

01. Judgement Day
02. Midnight Flyer
03. Memories Never Die
04. Little Sinner
05. Red Light Eyes
06. Passion Dreams
07. Star
08. Crown Of Thorns
09. King Of Kings
10. Drakkar
11. Sacrifice
12. Starlight
13. War

Lotta Craze

STAMINA -System of Power

Band: Stamina
Album: System of Power
Spielzeit: 46:36 min
Stilrichtung: Melodic/Progressive Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.facebook.com/staminaitalianband

2014 mit ihrem letzten Album „Perseverance“ hatte ich das letzte Mal Kontakt mit dem italienischen Melodic/Progressive Metallern von STAMINA. Das Album war noch nicht komplett der ganz große Wurf, hatte durchaus aber interessante Ansätze zu bieten! Nun ist man mit dem neuen Label Pride & Joy Music im Rücken zurück auf der Bildfläche und hat das neue Album „System of Power“ im Gepäck. Mal schauen ob man sich im Vergleich zum letzten Album steigern konnte und für Fans von Bands wie SYMPHONY X, ROYAL HUNT oder ANGRA ordentliches Futter geboten wird?
Als Opener fungiert schon mal „Holding On“ welches direkt mit flinken Gitarrenriffs und Keyboardtönen beginnt. Im weiteren Verlauf entwickelt sich der Song zu einem flotten Midtemposong der auf jeden Fall mit seinem einprägsamen Refrain so richtig punkten kann.
Der Opener passt auf jeden Fall schon mal perfekt ins musikalische Bild!
Etwas härter, aber nach wie vor schön melodisch, geht es dann beim anschließenden „Must be blind“ zur Sache. Auch diese Nummer landet direkt auf der Hitliste. Dicht gefolgt übrigens vom nächsten Song „One in a Million“ der der bislang überzeugendste Track auf der Scheibe ist. Hier greift die Band qualitätsmäßig ganz oben ins Regal!
Wesentlich vielschichtiger und auch länger ist dann das folgende „Undergo“ welches ganz locker die 7 Minuten Marke überspringt. Hier zeigt die Band eine sanftere, epische Seite von sich die ihr auch absolut gut zu Gesicht steht.
Bis jetzt muss man ganz klar festhalten, haben wir eine ordentliche Steigerung im Vergleich zum letzten Album, mal schauen ob das auch so bleibt?
Naja alles ist im zweiten Teil der Platte nicht so überzeugend wie die bisherigen Songs, aber auf jeden Fall gibt es auch hier die ein oder andere Perle zu entdecken!
Zum Beispiel der Titeltrack „System of Power“ der eine ordentliche Mischung aus Progressivität, Härte und Melodic bereithält oder das abschließende „Portrait of Beauty“ welches sanfter aus den Boxen kommt aber dafür auch richtig schön eingängig ist.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Holding On”, “Must be blind”, “One in a Million”, “Undergo” sowie “System of Power” näher anhören.

Fazit :

Na also! Ohne Probleme schaffen es STAMINA dieses Mal ihr Punkteergebnis vom letzten Mal zu steigern und einen ganzen Punkt mehr zu ergattern!
Ganz in die ganz hohen Punkteränge geht es zwar auch dieses Mal nicht, dafür sind ein paar zu wenig Songs an Bord und auch zum Ende der Platte kann man das Qualitätsniveau nicht ganz halten, aber was ja nicht ist kann ja noch werden!
Man ist auf jeden Fall auf einem guten Weg und sollte mit dem neuen Album die alten Anhänger zufriedenstellen und auch den ein oder anderen neuen Fan begeistern können.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Holding On
02. Must be blind
03. One in a Million
04. Undergo (Black Moon Pt 2)
05. Love was never meant to be
06. System of Power
07. Why
08. Portrait of Beauty

Julian

BOREALIS – World of Silence MMXVII

Band: Borealis
Album: World of Silence MMXVII
Spielzeit: 59:07 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.facebook.com/borealismetal

Die kanadischen Metaller von BOREALIS veröffentlichten 2015 ihr letztes Album „Purgatory“ mittels AFM Records was nicht nur bei uns einiges an Aufmerksamkeit erregte.
Da die alten Alben der Band hierzulande nicht sehr bekannt sind, hielt es das Label wohl für das Beste, bevor es Ende diesen Jahres neues Material der Jungs gibt, diese ersten zwei Alben wieder zu veröffentlichen.
Den Anfang macht das Debütalbum „World of Silence“ welche ursprünglich 2008 das Licht der Welt erblickte und uns hier komplett überarbeitet vorliegt. Mal schauen ob die Jungs auch damals schon so gut und stilsicher waren, wie auf ihrem letzten Album.
Als Opener schallt uns direkt „Lost Voices“ entgegen. Hier wird ohne Umschweife richtig ran geklotzt und man ist etwas düsterer und sehr melodisch unterwegs!
Dieser gute erste Eindruck wird dann mit dem folgenden „Midnight City“ nur noch verstärkt. Hier haben wir erneut diese tolle Mischung aus etwas düster angehauchten Strophen und einem Ohrwurmrefrain der sich direkt metertief in die Gehörgänge gräbt.
Melancholisch und langsam geht es dann bei „Form the Fading Screams“ zur Sache. Kein schlechter Track aber die vorherigen schnelleren Nummern gefallen mir eindeutig besser. Leider kommt auch „Forget the Past“ zu keiner Zeit an die ersten beiden Ohrbombentracks heran so das wir auch hier schnell weiter zum nächsten Song „Eyes of a Dream“ springen können.
Hier erwartet uns dann endlich wieder die erstklassige Qualität die ich vorhin schon angesprochen haben und der geneigte Hörer kommt wieder voll auf seine Kosten!
Selbiges trifft dann auch auf den anschließenden Titeltrack „World of Silence“ und „The Afterlife“ voll zu. Der Mittelteil ist also mehr als gut gelungen würde ich sagen.
Im letzten Abschnitt können dann „Divine Answer“ und „The Dawning Light“ nochmal so richtig überzeugen und begeistern, das abschließende „Black Rose“ ist im Vergleich dann wieder zu gewöhnlich geraten.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch ohne Umschweife “Lost Voices”, “Midnight City”, “Eyes of a Dream”, “World of Silence” sowie “The Afterlife” ans Herz legen.

Fazit :

Das Debütalbum von BOREALIS war damals wie heute schon auf einen verdammt hohen Niveau! Kein Wunder also das man dann mit dem dritten Album so richtig durchstarten konnte, bei der Grundlage!
Ich bin dann mal gespannt wie das zweite Album tönt, was wir ja bald auch wiederveröffentlicht bekommen.
Hier kann ich auf jeden Fall eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen für Fans der Band und Anhänger des Genre!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lost Voices
02. Midnight City
03. From the Fading Screams
04. Forget the Past
05. Eyes of a Dream
06. World of Silence
07. The Afterlife
08. Divine Answer
09. The Dawning Light
10. Black Rose

Julian

TAKEN – Taken

Band: Taken
Album: Taken
Spielzeit: 65:57 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.10.2016
Homepage: www.takenmetal.com

Die Rezi zum Debütalbum der Jungs von TAKEN ist einem Streifzug durch die Weiten des Inets von mir geschuldet. Ich wurde auf die Band aufmerksam und schwupps gab es den Kontakt und mit ihm dann die Promo des selbst betitelten Debütalbums.
Die Band entstand aus der Asche der Band DREAM WALKER und gründete sich Ende 2012. Seit Ende 2014 war das Debüt in der Produktion von daher können wir auf jeden Fall von einem langen Reifeprozess reden. Stilistisch bietet die Band stark Keyboard geprägten Melodic Metal der am Ehesten mit HELLOWEEN verglichen werden kann, inklusive dem sehr gewöhnungsbedürftigen hohen Gesang.
Als Opener wird „Tales of Glory“ aufgefahren und wie schon angesprochen wird sich hier jeder Fan von schnellem Keyboard gestützten Melodic Metal direkt zu Hause fühlen! Der Gesang ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig weil sehr hoch, passt damit aber natürlich wie die Faust aufs Auge zum Stil!
Ohne Rücksicht auf Verluste ballern uns die Jungs dann mit „Modern Messiah“ und „Wormy Brains“ direkt die nächsten Genreohrbomben auf die Ohren. Alles zwar nicht sehr innovativ, aber gut gemacht ist es auf jeden Fall!
Das erste Mal etwas Geschwindigkeit zurückgenommen wird bei „On the Road Again“, bevor es dann beim überlangen „Afterlife“ richtig ruhig wird und uns eine tolle Halbballade erwartet.
Am Besten tönen die Jungs aber definitiv wenn sie sich schnell und melodisch wie bei den ersten Tracks bewegen und in diese Kerbe schlagen dann wieder zu 100 % „Forgotten Realms“ und „Under the Skies of Asia“.
Im letzten Teil der Scheibe lässt man dann aber doch etwas nach und verliert qualitativ an Boden. „The Last Deadly Deeds“ kommt nicht wirklich in die Gänge „The Seven Seas“ ist nur ein Zwischenstück und auch „Distant Shores“ kann nicht komplett überzeugen! Einzig der überlange und abwechslungsreiche Abschlusssong „The Slaughter of the Last Cursed kann hier begeistern. Hier muss man also abschließend definitiv Federn lassen.

Anspieltipps:

Hier könnten euch am Ehesten “Tales of Glory”, “Modern Messiah”, “Wormy Brains” sowie “The Slaughter of the Last Cursed” begeistern.

Fazit :

Die erste Hälfte des Debütalbums ist eine richtig starke Packung für alle Fans von Keyboard unterstützten Melodic Metal der Marke HELLOWEEN. Danach geht den Jungs aber leider doch ziemlich die Puste aus und man merkt einfach das man vom Songwriting her doch noch etwas zulegen muss!
Wo man aber absolut nicht meckern kann ist die Produktion, die ist für eine Eigenproduktion wirklich sehr gut gelungen.
Ich denke eine solide Leistung inklusive Benotung können wir aber trotzdem abschließend vergeben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tales of Glory
02. Modern Messiah
03. Wormy Brains
04. On the Road Again
05. Afterlife
06. Forgotten Realms
07. Under the Skies of Asia
08. The Last Deadly Deeds
09. The Seven Seas
10. Distant Shores
11. The Slaughter of the Last Cursed

Julian

ETERNAL IDOL – The Unrevealed Secret

Band: Eternal Idol
Album: The Unrevealed Secret
Spielzeit: 60:28 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma:  Frontiers Records
Veröffentlichung: 02.12.2016
Homepage: www.facebook.com/eternalidolband/

Ein neues Projekt aus dem Hause Frontiers Records ist immer mit einem gewissen Makel behaftet da viele dieser Projekte nur für ein Album zusammengeholt werden und meistens dann wieder in der Versenkung verschwinden!
ETERNAL IDOL lassen da aber schon etwas aufhorchen, denn zum Einen haben wir es hier mit einer Band zu tun die eher dem Melodic/Symphonic Genre zuzuordnen ist, was für Frontiers schon etwas besonderes ist, zum anderen sind die beiden Hauptbeteiligten Ex RHAPSODY OF FIRE Sangesbarde Fabio Lione und die aufstrebende, italienische Sängerin Giorgia Colleluori. Dazu gibt es noch ein paar Mitglieder der Band HOLLOW HAZE.
Das Debütalbum „The Unrevealed Secret“, welches mir nun als Promo vorliegt, ist konzeptionell nur der erste Teil ein kleiner Reihe, wir können uns also auf weitere Alben aus dem Hause ETERNAL IDOL freuen.
Jetzt werfen wir aber erstmal einen Blick auf den Opener „Evil Tears“ des aktuellen Albums. Hier geht es gleich schwungvoll zur Sache und die Stimme von Sängerin Giorgia ertönt als erstes. Sie ist Gott Sei Dank sehr weit entfernt von jeder Opernarie sondern besitzt eine kraftvolle Rockröhre! Sänger Fabio kommt dann dazu und es entwickelt sich ein flotter Midtemposong der mit seinem Ohrwurmchorus direkt überzeugen kann. Erster Pluspunkt!
Und auch „Another Night Comes“, wo Fabio wesentlich mehr Gesangsanteile hat, kann ohne Umschweif direkt punkten. Hier ist man zwar etwas epischer als beim Opener unterwegs, qualitativ tut das definitiv aber keinen Abbruch!
Bevor es langweilig wird gibt es gleich weitere Bomben auf die Ohren, denn auch „Awake in Orion“, „Is the Answer Far From God?“ und „Sad Words Unveiled“ können ohne Probleme direkt punkten.
Einzig das sich dazwischen befindliche „Blinded“ kommt nicht so recht in die Gänge.
Der nächste Mördertrack erwartet uns dann mit „Halls of Sins“ hier ist die Anfangsmagie der Scheibe wieder komplett da und man kann wieder so richtig schön mitgehen.
Desweiteren können im letzten Teil der Scheibe noch „Feels Like i‘m Dying“ und „Stormy Days“ überzeugen, verschwiegen werden darf aber auch nicht das sich hier einige gute aber nicht an die Qualität der ersten Tracks anknüpfenden Songs eingeschlichen haben. Aber insgesamt müssen wir abschließend festhalten, das, nach dem verklingen des letzten Tons vom ebenfalls guten Abschlusstrack „Beyond“ wir es hier mit einem tollen Debütalbum zu tun haben welches Anhänger des Genre definitiv überzeugen sollte!

Anspieltipps:

Hier sollten euch “Evil Tears”, “Another Night Comes”, “Awake in Orion”, “Stormy Days“ sowie „Beyond“ direkt überzeugen.

Fazit :

Ja Mensch verdammt jetzt habe ich ja quasi mein Fazit schon im letzten Rezisatz gegeben! Aber ich wäre nicht ich, wenn ich hier nicht noch ein paar Zusatzworte finden würde : )
Hervorzuheben bei diesem tolle Album ist nämlich vor allem noch die Gesangsleistung der bislang unbekannten Giorgia die nun mit Sicherheit auf einigen Musikradaren aufgetaucht sein dürfte! Das Fabio ein ausgezeichneter Sänger ist weiß man ja eh schon.
Wäre die Qualität der Songs durchgehend so hoch wie zu Beginn der Scheibe wären wir hier ohne Probleme in den Toppunktebereich gekommen, so bleibt es aber immer noch bei einer glasklaren Empfehlung für die Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Tears
02. Another Night Comes
03. Awake in Orion
04. Is the Answer far from God?
05. Blinded
06. Sad Words Unveiled
07. Desidia
08. Hall of Sins
09. Feels Like I‘m Dying
10. A Song n the Wind
11. Stormy Days
12. Beyond

Julian

MERIDIAN – Breaking the Surface

meridian-breaking-the-surface-album-cover-2016Band: Meridian
Album: Breaking the Surface
Spielzeit: 38:55 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 16.09.2016
Homepage: www.meridianband.dk

2013 warfen MERIDIAN ihr Debütalbum „Metallurgy“ auf den Markt was der Band einiges an Beachtung in der Szene einbrachte. Kein Wunder entstanden die Songs für das Album doch über einen sehr großen Zeitraum hinweg, was die Qualität erklärte. Nun ist man mit dem lang erwarteten zweiten Album „Breaking the Surface“ zurück aus der Bandpause und präsentiert sich stilistisch ähnlich unterwegs wie auf dem Debüt. Die Songs erstanden dieses Mal in einem weit aus kürzerem Zeitraum, teilweise sogar aus 20 minütigen Jams. Ob dies der Qualität geschadet hat oder ob man sich sogar verbessert hat, werden wir nun zusammen herausfinden. Ein erster, kleiner Anhaltspunkt darauf liefert der Opener „Rumours of War“. Klein deswegen weil das Ganze nur ein Intro geworden ist bei dem wir sanften Gitarrenklängen lauschen.
Gitarrenklänge erwarten uns dann auch beim ersten richtigen Track „Hero Forever“, allerdings sind die keineswegs sanft! Hier herrschen kraftvolle Riffs vor die dann mit dem Gesang sehr gut unterstützt werden. Der Mitdtemposong wird dann noch zusätzlich durch den ordentlichen Chorus aufgewertet, so das wir hier relativ schnell unseren ersten Anspieltipp verbuchen können.
Apropos Anspieltipp, unter dieselbe Kategorie fällt dann auch das anschließende „Bricks to the Wall“. Hier geht es knackig und kraftvoll zur Sache ohne das man die Melodic vernachlässigt. Toller Track!
Und da auch „City of Holy War“ direkt überzeugen kann, können wir die erste Hälfte der Scheibe als sehr gelungen abstempeln.
Der zweite Teil der Scheibe ist dann aber leider nicht mehr ganz so gut gelungen wie Hälfte Nummer Eins. Am Ehesten können hier noch „Pure Celebration“ und „Enigma Coding“ überzeugen. Der Rest ist zwar gute Metalstandardkost, die man aber anderswo auch schon zigtausend Mal ähnlich gehört hat.

Anspieltipps:

Hier werdet ihr auf jeden Fall direkt mit “Hero Forever”, “Bricks to the Wall”, “City of Holy War” sowie “Enigma Coding

Fazit :

Nach dem verklingen des letzten Tons der neuen Scheibe der Jungs MERIDIAN muss man sich die Frage stellen wo der Weg der Band hingehen wird? Das Debüt war sehr ordentlich, das Album Nummer Zwei ist für mich nicht ganz so kompakt und überzeugend ausgefallen, dafür ist die zweite Hälfte der Scheibe einfach eher zu durchschnittlich geworden.
Trotz allem können wir hier eine solide Leistung bescheinigen, ob das aber reicht um sich auf Dauer zu etablieren wird man sehen, die Zeit und auch das nächste Album werden es zeigen!

WERTUNG:

65

 

 

Trackliste:

01. Rumours of War
02. Hero Forever
03. Bricks to the Wall
04. City of Holy War
05. Pure Celebration
06. The Bravest Face
07. Enigma Coding
08. The Meaningless Wrong

Julian