SMACKBOUND – 20/20

Band: Smackbound
Album: 20/20
Spielzeit: 40:43 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.06.2020
Homepage: www.smackbound.com/

Die nächste Metal Sensation erscheint am 12. Juni über Frontiers und kommt wie soll es auch fast anders sein aus Finnland. Laut Promoinfo wurden die Songs von der Band geschrieben. Die Band besteht aus Netta Laurenne (v.), Teemu Mäntysaari (g.), Tuomas Yli-Jaskari (b.),Vili Itäpelto (k.) und Rolf Pilve (d.) die schon in anderen Bands aktiv waren, wie z. B. WINTERSUN, STRATOVARIUS, TRACEDAWN und THE DARK ELEMENT, also keine Neulinge im Business.

Zu hören gibt es kommerziellen Metal mit viel Melodie, starken Femal Vocals und genug Drive im Sound. Die Stimmer von Netta Laurenne hat einmal Ähnlichkeit mit Amy Lee von EVANESCENCE, dann wieder mit MARTINA EDOFF, kann in jeder Hinsicht voll und ganz überzeugen und beherrscht zudem auch das Metalshouting, gefällt mir aber mit klassichem Gesang besser. Die Instumentierung macht ebenfalls alles richtig und überzeugt auch ohne schwächen zu zeigen. Die Produktion ist auf einem hohen Niveau, der Sound hat Druck und bläst nicht nur den Staub aus den Lautsprechern.

Man kann dieses Debüt mehr als gelungen bezeichnen, vergleichbar irgendwo zwischen NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION und EVANESCENCE, alle Songs sind eingängig und gut hörbar.

Fazit:

Dieses Debüt bekommt von mir eine Wertung von 8,5 Punkten, das Rad wird nicht neu erfunden und es wird nichts neues geboten aber bewährtes sehr gut hörbar und eingängig wie Sau präsentiert.

Anspieltipps:

“Wall Of Silence”, “Drive It Like You Stole It”, “Run”, “Hey Motherfuckers”, “Date With The Devil” und “Wind And Water”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wall Of Silence
02. Drive It Like You Stole It
03. Close To Sober
04. Run
05. The Game
06. Those Who Burn
07. Hey Motherfuckers
08. Troublemaker
09. Date With The Devil
10. Wind And Water

Helmut

STARGAZERY – Constellation

Band: Stargazery
Album: Constellation
Spielzeit: 44:40 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.05.2020
Homepage: www.facebook.com/stargazery

2011 erschien weltweit STARGAZERY`s erstes Album „Eye On The Sky, welches die Medien hochgelobt haben. Nicht minder schlecht wurde das Nachfolgealbum „Stars Aligned“ von 2015 bewertet.
Nun 2020 steht das dritte Werk „Constellation“ der Finnen um Mastermind Pete Ahonen (BURNING POINT, GHOST MACHINERY) auf dem Tableau. Stilistisch hat sich hier natürlich nichts geändert. Es regiert bombastischer, keyboardgeladener Melodic Metal, welcher stark durch RAINBOW und BLACK SABBATH (Tony Martin Ära) beeinflusst wurde. Passend dazu gibt es eine knackige, glasklare Produktion, welche die außergewöhnlichen Vocals von Jari Tiura (ex-MSG, Ex-SNAKEGOD) erst richtig zur Geltung bringt. Das Gesamtwerk ist für alle Freunde der Stilrichtung ein gefundener Leckerbissen mit jeder Menge Hitpotential.
Soweit der vollmundige Pressetext zur Bemusterung den ich aber auch zu 110 % schon vorab so unterschreiben kann! Dass die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind merken wir direkt, wenn wir den Albumopener und Vorabsingle „Sinners in Shadow“ starten. Hier wird direkt ohne Umschweife in der Melodic Metal/Classic Rock Schiene losgeballert. Die Keys sind schön präsent und besonders der Chorus ist mal wieder ein Ohrenschmeichler erster Klasse geworden! So kennen und lieben wir die Band mittlerweile und man stellt schnell fest das sich auch in den 5 Jahren Wartezeit nichts daran geändert hat, sehr schön.
Das folgende „War Torn“ beginnt etwas verhaltener, startet dann aber erneut mit den erdigen Riffs und der sanften Keyboarduntermalung so richtig durch.
Und der erste Gang in Sachen 1 A Melodic Metal bleibt auch in der Folge aber so was von eingelegt!
„Self Proclaimed King“ packt einen sofort, „Ripple the Water“ hat einen geilen Groove dem man sich ebenfalls nicht entziehen kann und auch der schnelle Tiltetrack „Constellation“ ist absolut gerechtfertigt der Namensgeber des Albums.
Dazwischen haben wir mit „I found Angels“ eine tolle ohrenumschmeichelnde Ballade bei der Sänger Jari natürlich absolut glänzen kann.
Und auch im letzten Abschnitt der Scheibe bleibt die Qualität erfreulicherweise oben. Das flotte „Caught in the Crossfire“ kann genauso überzeugen wie der Groover Doppelpack „Dark Side of the Moon“ und „In my Blood“.
Abschließend gibt es dann mit „Raise the Flag“ den epischen Abschluss einer erneut sehr gelungenen STARGAZERY Scheibe!

Anspieltipps:

Hier könnt ihr hin greifen wo ihr wollt, es sind keine Ausfälle zu verzeichnen.

Fazit :

Wie schon angemerkt die Vorschusslorbeeren an das neue STARGAZERY Scheibchen waren und sind absolut gerechtfertigt! Schön das man sich auf die Jungs nach wie vor verlassen kann.
Im Vergleich zu den letzten beiden Veröffentlichungen gibt es noch mal ein halbes Pünktchen drauf und die glasklare Kaufempfehlung obendrein für alle Melodic Metal/Classic Rock Fans dieses Planeten!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sinners in Shadow
02. War Torn
03. Self-Proclaimed King
04. Ripple The Water
05. I found Angels
06. Constellation
07. Caught in the Crossfire
08. Dark Side of the Moon
09. In my Blood
10. Raise the Flag

Video zu „Constellation“:

Julian

BONFIRE – Fistful of Fire

Band: Bonfire
Album: Fistful of Fire
Spielzeit: 53:10 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 03.04.2020
Homepage: www.bonfire.de

Meine bisherigen Berührungspunkte mit der Ingolstädter Hardrock Institution waren die beiden 80er Scheiben „Fireworks“ (1987) und „Point Blank“ (1989). Die waren damals zwar wenig originell, dafür aber relativ gekonnt bei den großen amerikanischen Vorbildern abgeguckt. Natürlich hat es damals der Band und dem Erfolg nicht geschadet, dass die beiden erfolgreichsten Scheiben der Bandgeschichte von niemand geringerem als Michael Wagener himself produziert und soundtechnisch veredelt wurden. Seitdem ist viel Zeit ins Land gezogen und ich hatte die Truppe aus den Augen, bzw. Ohren verloren. Dass man sich, nicht im Guten, vom damaligen Sänger Claus Lessmann getrennt hatte, erhöhte mein Verlangen nicht gerade Neues von den Jungs zu hören – war Lessmans Stimme doch für mich eines der Alleinstellungsmerkmale von BONFIRE (we ich sie denn in Erinnerung hatte). Nun, anno 2020 ist von der damaligen Besetzung eigentlich niemand mehr dabei. Einzig Gründungsmitglied und Urgitarrist Hans Ziller ist noch/wieder dabei und er hat mit u.a. Neuzugang André Hilgers an den Drums (Ex- Rage, Axxis) und dem seit 2016 eingestellten Sänger Alexx Stahl eine respektable und kompetente Truppe um sich gescharrt.

Ob Maestro Ziller mit seiner Aussage „Fistful of Fire“ sei die bis dato härteste Bonfire-Scheibe überhaupt, recht hat, kann ich schlecht beurteilen – mir sind die letzten Scheiben wie angemerkt nicht geläufig. Fakt ist aber, dass die Scheibe ordentlich knallt und von dem melodiösen, fönigen Hardrock alter Tage nicht mehr viel geblieben ist. Das geht los mit dem kernigen Stampfer „Gotta Get Away“ bei dem Sänger Alexx Stahl seine komplette Badbreite bis hin zu hohen Schreien eindrucksvoll unter Beweis stellen kann. Auch im weiteren Verlauf können BONFIRE mit starken Hooklines in Songs wie „Ride The Blade“, „Breaking Out“ und dem harten „Fire And Ice“ punkten. Und dann wäre da natürlich noch die obligatorische Ballade, die diesmal „When An Old Man Cries“ heisst und genau das bedient, was man davon erwartet. Alles in allem liefern BONFIRE auf ihrer neuen Platte 11 Songs (plus drei Intros) ab, die handwerklich und soundtechnisch auf dem neuesten Stand sind. Allerdings habe ich aufgrund der Produktion schon Probleme die Jungs von den unzähligen anderen in diesem Genre tätigen Combos zu unterscheiden. Das klingt halt genau so, wie eine typische melodische Heavy Platte heuzutage klingt – zu einem gewissen Grad austauschbar und ohne grossen Widererkennungsert. Das kann einem bei der gebotenen Qualität durchaus egal sein, mir fehlt aber das gewisse Etwas.

Starkes Songwriting, tolle Gitarrenarbeit und ein charismatischer Sänger garantieren, dass BONFIRE auch mit „Fistful of Fire“ ordentlich abliefern. Die Jungs sind bereits seit so langer Zeit aktiv und haben sich ihr Standing in der Szene beileibe hart genug erarbeitet. Da kann dann unterm Strich mein einziger Kritikpunkt (das Kleben an etablierten Soundstandards) gerne getrost ignoriert werden kann. Gute Scheibe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Joker
02. Gotta Get Away
03. The Devil Made Me Do It
04. Ride The Blade
05. When An Old Man Cries
06. Rock’n’Roll Survivors
07. Fire And Ice
08. Warrior
09. Fire Etude
10. Breaking Out
11. Fistful Of Fire
12. The Surge
13. Gloryland
14. When An Old Man Cries (Acoustic Version)

Mario

DYNAZTY – The Dark Delight

Band: Dynazty
Album: The Dark Delight
Spielzeit: 55:58 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 03.04.2020
Homepage: www.dynazty.com

Melodic Rock/Metal der Extraklasse. DYNAZTY liefern hier ihr bisheriges Meisterstück ab. Irgendetwas muss in dem Grundwasser aus dem Norden Europas sein. Was da alles an genialen Outputs herkommt. Und DYNAZTY aus Stockholm haben wohl einen tiefen Schluck genommen. Wann die die Jungs Zeit hatten diese Knaller Scheibe zu schreiben ist mir ein Rätsel. Sänger Nils Molin ist regelmäßig mit den schwedischen Shootingstars Amaranthe rund um den Globus zu hören und zu sehen. Bassist Jonathan Olsson ist bei Lindemann und Pain live zu sehen. Gitarrist Love Magnusson und Schlagzeuger Georg Härnsten Egg touren häufig mit Dee Snider und Joe Lynn Turner. Auch Gitarrist Mikael Laver war mit Lindemann und Joe Lynn Turner on the Road. Gegründet 2008, fünf großartige Alben und eine Vielzahl von Shows später, stehen die Jungs endlich da wo sie hingehören: an der Speerspitze des Melodic Metal. Ich durfte in meiner ehemaligen Metal Bar (BarCode) das letze Album mit einer tollen Releaseparty vorstellen. Und das war schon klasse. Produziert hat die Band selbst und gemischt wurde die Platte von Jacob Hansen (Volbeat, U.D.O., Amaranthe). Doch genug jetzt, ab zu den Songs die auf uns warten.
Bei „Presence Of Mind“ wird der Refrain als leises Intro reingeschmuggelt, bevor das Riff explodiert und grooved wie Sau. Ein paar spoken words kommen auch vor, ehe der Song sein ganzes Potential entfaltet. Eine echte Hymne. Bombastische Chöre, Synthesizer und moderne elektronische Klänge ohne Ende bei „Paradise Of The Architect“. Die Amaranthe Nähe lässt sich nicht leugnen. Wieder geil. „The Black“ ist ein fantastischer Melodic Hardrock Track mit wahnsinns Chorus Line. Erinnert mich an Battle Beast vom Aufbau her. Weiter geht’s mit „From Sound To Silence“. Von wegen Silence, hier wird gerifft ohne Ende und mit härteren Gastvocals von GG6 gearbeitet. Jetzt wird es kurz ruhig auf „Hologram“. Eine wunderschöne Powerballade, die nie kitschig klingt und von Nils Stimme getragen wird. Super Nummer. „Heartless Madness“ ist eine hymnische Mitpfeifnummer geworden. Geht nicht mehr aus meinem Kopf. Ich dreh hier noch ab. „Waterfall“ bietet modernen epischen Sound der zum Träumen verleitet. „Threading The Needle“ ist ein wenig technischer und progressiver, aber immer mit grandioser Melodieführung und Sänger Nils, der die ganze Range seines Könnens zeigt. Weltklasse. „The Man And The Elements“ verarbeitet keltisch-irische Elemente im Song. Man fühlt sich wie Mel Gibson in Braveheart wenn man seine Feinde in die Flucht schlägt. Groove, Groove und nochmals Groove in „Apex“. Einfach Wow. „The Road To Redemption“ überrascht mit Slide Gitarre und Country Feeling. Mutig, wird nicht jedem gefallen, aber ich liebe es. Der Titeltrack „The Dark Delight“ ist an Melodie nicht zu übertreffen, aber auch ganz viel Theatralik und Dramatik werden hier verarbeitet. Perfektes Ende für dieses Album.

Anspieltipps: unmöglich, einzelne Lieder hervorzuheben. Es gibt keinen einzigen schwachen Song.

Fazit: Diese Scheibe muss die Jungs nach ganz vorne katapultieren. Bands wie H.E.A.T, Eclipse usw. müssen sich ganz warm anziehen. Produktion, Songwriting, Songs, musikalisches Handwerk und Gesang sind perfekt. Absoluter Pflichtkauf!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Presence Of Mind
02. Paradise Of The Architect
03. The Black
04. From Sound To Silence
05. Hologram
06. Heartless Madness
07. Waterfall
08. Threading The Needle
09. The Man And The Elements
10. Apex
11. The Road To Redemption
12. The Dark Delight

Video zu „Waterfall“:

Sturmi

THE UNITY – Pride

Band: The Unity
Album: Pride
Spielzeit: 52:58 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: SPV/Steamhammer
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.unity-rocks.com

Nach zwei erfolgreichen Studioscheiben („The Unity“, 2017 und „Rise“, 2018), Tourneen unter anderem mit AXEL RUDI PELL, EDGUY und SINNER, eigenen Headliner-Shows und Teilnahmen an namhaften Festivals in ganz Europa, präsentiert uns die Melodic Metal Formation THE UNITY ihr mit Spannung erwartetes drittes Album „Pride“.
Personell hat sich im Vergleich zum letzten Album absolut nichts verändert, textlich ist man auf dem neuen Werk etwas aktueller unterwegs und rechnet mit allerlei schlechten und korrupten dieser Tage ab!
Na dann horchen wir doch direkt mal in den Opener „The New Pandora“ rein um ein Gefühl für diese Abrechnung zu bekommen. Das stimmungsvolle Intro ist noch kein Gradmesser fürs Album. Mit dem ersten richtigen Track „Hands of Time“ gelingt das schon eher. Die Nummer geht absolut steil nach vorne und bläst uns quasi den Staub aus den Boxen! Melodic Metal erster Klasse kommt hier auf den Tisch, das ist auf jeden Fall schon mal ein Einstand nach Maß würde ich sagen.
Das anschließende „Line and Sinker“ kommt etwas rockiger und auch bedächtiger aus den Boxen weiß aber vor allem dann im Chorus wieder absolut zu glänzen. Eine Nummer bei der man einfach nur mitgehen muss.
Und apropos mitgehen das kann man dann auch beim ersten politischen Statement „We don`t Need them here“! Ein schneller Melodic Metalkracher der wie ein Tritt in die Fresse von so manchem Stinkstiefel dieser Tag ist. Toller Song mit einer klaren Message!
Der Mittelteil der Scheibe wird dann vom melodischen und gefühlvollen Duo „Destination Unknown“ und „Angel of Dawn“ dominiert. Hier fahren die Jungs einen niedrigeren Gang können aber auch hier auf ganzer Linie überzeugen.
Des weiteren haben wir hier noch das flotte „Damm Nation“ sowie das atmosphärische „Wave of Fear“ welche aber nicht an die beiden Vorgänger rankommen.
Der letzte Plattenabschnitt kommt dann etwas experimentierfreudiger daher als zuvor. Man hat zwar immer noch so klassische Melodic Metalperlen wie „Gues how I hate this“ und das abschließende mit einem Schuss AOR gewürzte „You don`t Walk Alone“ am Start. Aber man hat auch ein paar Experimente wie z.B. das bluesgeschwängerte „Rusty Cadilac“ oder das knallharte „Scenery of Hate“, wo auch mal die böse Seite raus gekehrt wird, in der Hinterhand die die Vielseitigkeit der Band unterstreichen!

Anspieltipps:

„Hands of Time“, „We don`t Need them here“, „Angel of Dawn“, „Guess how I hate this“ und „You don`t Walk alone“

Fazit :

Nach den ersten Takten ist relativ schnell klar, auch 2020 kommt man im Melodc Metal Genre in den Hitlisten nicht an THE UNITY vorbei!
Man nimmt das starke Qualitätslevel der Vorgänger gekonnt auf, würzt dieses noch mit ein paar Überraschungen und deftigen Aussagen und fertig ist das frühe Melodic Metal Highlight des Jahres 2020.
Fans der Band und des Genres sollten sich die Scheibe definitiv nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The New Pandora
02. Hands of Time
03. Line and Sinker
04. We don`t Need them here
05. Destination Unknown
06. Angel of Dawn
07. Damn Nation
08. Wave of Fear
09. Guess how I hate this
10. Scenery of Hate
11. Rusty Cadillac
12. You don`t walk alone

Video zu „We don`t need them here“:

Julian

SOUL DRAGGER – Soul Dragger

Band: Soul Dragger
Album: Soul Dragger
Spielzeit: 47:18 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Time To Kill Records
Veröffentlichung: 07.02.2020
Homepage: www.facebook.com/soul.dragger

 

Mit “Soul Dragger” legen die Jungs von SOUL DRAGGER ihr selbstbetiteltes Debüt vor. Ihre Richtung bezeichnet das 2017 gegründete Quartett selbst als Kombination aus Old School Heavy und Thrash Metal Sounds mit modernen Einflüssen wie Metalcore, inspiriert von Bands wie Iron Maiden, Metallica, Trivium.
Ein bunter Mischmasch aus vielen Stilen also. Genau so klingt es auch, ein farbenfroher Cocktail verschiedener großartiger Musikstile. Doch das allein lässt ein Album nicht großartig werden.
Aber von Anfang an. Die Band selbst hat sich 2017 durch Fronter Alessio “Alex” Pompedda in Rom gegründet. Der Sänger und Gitarrist hat mit seinen Mitstreitern Davide “Spol” Spoletini, ebenfalls Gitarrist, sowie Basser Jacopo “Jake” Gennaro und
Flavio “Imperatore” Leone an den Drums bereits im Februar 2018 ihr erste selbstproduzierte EP „Before Chaos“ veröffentlicht. Zwei Jahre später hauen SOUL DRAGGER ihr Debüt „Soul Dragger“ raus.
Laut der Beschreibung des Labels handelt das Album von den typischen Emotionen wie Wut, Angst und Schmerz, hier allerdings aus der Sicht einer aus einem Menschen entstandenen übernatürlichen Kreatur, welche aber dann reduziert wurde, um sich in eine zeitgenössische Gesellschaft hineinzuziehen, die auf Zusammenbruch und Selbstzerstörung ausgerichtet ist. Ja, auch ich musste es mehrfach lesen, um es zu verstehen.
Der Opener „Rise“ fängt mit den rhythmischen Drums vielversprechend an, verliert aber im Mittelteil etwas von der Eingangsspannung. Dennoch ist er – sicherlich auch durch den durchdachten Refrain – sehr eingängig. Ein ganz anderes Kaliber dagegen ist die nachfolgende Thrashkanone „Damnatio Memoriae“. Laut und aggressiv folgt es einer deutlicheren Richtung und ist einer der besseren Songs des Albums. Auch die typische Ballade darf auf „Soul Dragger“ nicht fehlen. „Maid and the Beast“ wirkt als ruhiger Song an vordererster Front allerdings leicht deplatziert, eventuell wäre er im hinteren Drittel wirkungsvoller aufgehoben gewesen.
Sogar ein rein instrumentales Stück findet sich auf dem Debüt. Mit „Before Chaos“ haben SOUL DRAGGER eine sehr gute Mischung aus Thrash und Modern Metal gefunden, die definitiv ohne Gesang auskommt. Ein echtes Highlight auf dem sonst eher durchschnittlichen Album.
Auch „War Nightmare“ fällt in die Kategorie Highlight. Der Song klingt sowohl stimmlich als auch musikalisch auf einer Wellenlänge und wurde mit altbekannt klingenden Riffs klingen sehr passend arrangiert. Die Instrumente harmonieren hier sehr gut mit dem Gesang. Die nachfolgenden Songs, darunter auch der Titeltrack „Soul Dragger“ können nur als Füllsongs beschrieben werden, bis „Collapse“, der letzte und mit über 6 Minuten auch längste Track auf das Album abschließt. Leider kann auch „Collapse“ nicht über die Schwächen auf „Soul Dragger“ hinwegtäuschen.

Fazit: SOUL DRAGGER wollten viel, haben aber aufgrund der vielen Stile gefühlt den Überblick verloren. Es fehlt der rote Faden und ein paar mehr Songs, die sich festsetzen können. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es sich um ein Debüt handelt und die Römer sich erst vor knapp drei Jahren gefunden haben. Es fehlt noch etwas an Reife und Erfahrung, handwerklich sind sie aber auf einem guten Weg. Im Moment kann die junge Band noch nicht vollends überzeugen, aber Potenzial ist vorhanden, es muss nur noch kanalisiert werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise
02. Damnatio Memoriae
03. Angel
04. Maid and the Beast
05. Everyday
06. Before Chaos
07. Alone
08. War Nightmare
09. Soul Dragger
10. Death ’n‘ Destruction
11. Collapse

Tänski

Zum Reinschnuppern findet ihr hier das Video zu „Rise“

BLACK LILIUM – Dead Man`s Diary

Band: Black Lilium
Album: Dead Man`s Diary
Spielzeit: 47:00 min
Stilrichtung: Progressive Melodic Metal
Plattenfirma: recordjet
Veröffentlichung: 31.01.2020
Homepage: www.blackilium.de

2014 gründete sich die deutsche Melodic Metalband BLACK LILIUM. Die grundlegende Idee für die Band ging auf das Jahr 2013 zurück, aber erst im darauffolgenden Jahr tat sich eine schlagkräftige Mannschaft zusammen die nun, auch endlich physikalisch, ihr Debütalbum „Dead Man`s Diary“ unters Volk bringt auf dem uns eine Mischung aus Progressive Melodic und Alternative Metal erwartet.
Also mal etwas für die etwas neumodischen Metaller unter uns!
Als Opener serviert man uns „Beast in the Backseat“. Synthieklänge eröffnen den Track und es geht direkt mit ordentlichem Groove los. Mit einem schmissigen Chorus ausgestattet ist der Opener direkt der erste Hit der Scheibe der direkt klar macht wo die Reise hier qualitativ vermutlich hingeht. Ein starker Beginn!
Das anschließende „Paragon of Imperfection“ ist dann ein etwas langsamerer Song der auf jeden Fall 1A die schon genannte musikalische Mischung der Jungs widerspiegelt. Nicht besonders auffallend das Ganze, aber trotzdem sehr ordentlich umgesetzt.
Der nächste Hit folgt dann aber mit „Demon in Disguise“ direkt auf dem Fuße. Hier kann man wieder ordentlich mit grooven und auch ansonsten weiß die Nummer absolut zu gefallen.
Über das sehr synthiehafte „Never“ geht es dann in den Mittelteil der Scheibe. Hier erwarten uns die sehr getragenen „Walls Around my Soul“ und „Evertything I Am“ sowie das schön melodische „The Ones You Made Us“.
Letzteres landet ohne Umschweife auf unserer Hitliste, wie übrigens auch das anschließende „My Purpose“ welches vermutlich zu den stärksten Nummern der Platte zählt.
Das vorletzte Stück ist dann der Titeltrack „Dead Man`s Diary“ welches das progressivste der gesamten Scheibe ist. Hier wird es zu keiner Zeit langweilig und das muss man erst mal bei 6 Minuten Spielzeit so hinbekommen!
Abgeschlossen wir das Debütalbum dann mit dem klassichen „Ghosts Without a Voice“ welches zwar nicht ganz an die beiden erstklassigen Vorgänger herankommt aber doch zu überzeugen weiß.

Anspieltipps:

„Beast in the Backseat“, „Demon in Disguise“, „The Ones you Made Us“, My Purpose“ und „Dead Man`s Diary“.

Fazit :

Ein wunderbares Debütalbum haben die Jungs von BLACK LILIUM uns hier präsentiert! Für Anhänger den genannten Genres stellt die Scheibe auf jeden Fall eine glasklare Kaufempfehlung da und auch ansonsten sollten Metalanhänger mit einem offenen musikalischen Gemüt die Jungs und ihr Debüt auf jeden Fall auf dem Zettel haben. Well done Guys!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Beast in the Backseat
02. Paragon of Imperfection
03. Demon in Disguise
04. Start all Over
05. Never
06. Walls around my Soul
07. Everything I am
08. The Ones You Made Us
09. My Purpose
10. Dead Man`s Diary
11. Ghosts without a Voice

Julian

SERIOUS BLACK – Suite 226

Band: Serious Black
Album: Suite 226
Spielzeit: 46:52 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 31.01.2020
Homepage: www.serious-black.com

Bei den Jungs von SERIOUS BLACK war es etwas länger ruhig als zuletzt gewohnt! Hatte man bisher in satter Folge von knapp 1 Jahr ein Album veröffentlicht dauerte es dieses Mal etwas länger bis wir das neue Album „Suite 226“ in den Händen halten können.
Dies lag vor allem daran das Bassist Mario Lochert ein eigenes Studio gebaut hat, wo der neue Diskus auch eingespielt und produziert wurde.
Konzeptionell geht es auf der neuen Platte um einen Mann der geistig verwirrt ist, in seiner Gummizelle, eben der Suite 226, lebt und der in seiner eigenen Traumwelt lebt.
Mit diesen Infos kann man dann mit dem Opener „Let Me Go“ doch schon mehr anfangen, oder nicht? Auf jeden Fall zeigt der Track das die Jungs nicht auf der faulen Haut gelegen haben, sondern immer noch erstklassigen Melodic Metal mit dem notwendigen Biss schreiben können.
Nachdem ebenfalls sehr ordentlichen „When the Stars are right“, welches ja schon vorab zu bestaunen war, gibt es mit „Solitude Etude“ einen kleinen Durchhänger zu verzeichnen (hier fehlt irgendwie die richtige Durchschlagskraft), aber mit dem tollen „Fate of all Humanity“ ist man sofort wieder zurück in der Erfolgsspur und weiß zu begeistern!
„Castiel“ im Anschluss kommt dann etwas schwer in die Gänge, kann dann aber spätestens mit dem Chorus wieder absolut überzeugen.
Der weitere Mittelteil wird dann durch das klassische „Heaven Shall Burn“ und das atmosphärische „Way back Home“ abgerundet.
Da man auch im letzten Drittel der Scheibe nicht großartig qualitativ nachlässt und mit dem gefühlvollen „Coming Home“ sowie den Titeltrack „Suite 226“ zwei weitere absolute Hits im Gepäck hat kann man insgesamt wieder von einem Knalleralbum aus dem Hause SERIOUS BLACK sprechen.
Das längere Warten hat sich also definitiv gelohnt!

Anspieltipps:

„Let Me Go“, „When the Stars are right“, „Fate of all Humanity“, „Coming Home und „Suite 226“.

Fazit :

Lange musste die Fans auf den neuen Diskus warten, aber das warten hat sich wie gesagt definitiv gelohnt! Vielleicht hat man hier das bisher abwechslungsreichste und komplexeste Album in der Bandhistorie vor sich.
Anhänger der bisherigen Alben machen mit dem Erwerb der Scheibe definitiv keinen Fehler und Fans der Band müssen das Teil eh haben!
Erstklassiges neues Futter für Melodic Metal Fans. Punkt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Let Me Go
02. When the Stars are right
03. Solitude Etude
04. Fate of all Humanity
05. Castiel
06. Heaven Shall Burn
07. Way back Home
08. We still stand Tall
09. Come Home
10. Suite 226

Julian

KEEL – The Final Frontier / Keel (Re-Releases)

Band: Keel
Album:The Final Frontier / Keel (Re-Releases)
Spielzeit: 36:37 min / 37:56 min
Stilrichtung: Melodic Heavy Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung:  /
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Bei KEEL handelt es sich um eine US amerikanische Band aus Los Angeles, die vom ehemaligen Steeler Sänger Ron Keel und dem Gitarristen Marc Ferrari 1984 ins Leben gerufen wurde. Zum damaligen Zeitpunkt war melodischer Heavy Metal natürlich der heisseste Scheiss in und um L.A. und die Konkurrenz entsprechend gnadenlos. Da mutete die Tatsache, dass Kiss Bassist Gene Simmons sich als Produzent der Band annahm wie ein Ritterschlag an. Nach zwei Alben, die in der Szene zwar bereits ein wenig Aufmerksamkeit hatten generieren können, wurde es mit Album No. 3 langsam Zeit höhere Ziele anzuvisieren …

The Final Frontier (1986)

Das (wie der Vorgänger, „The Right to Rock“ aus dem Jahr 1985) von Kiss Mastermind Gene Simmons produzierte dritte Album der Band geht als grundsolide Heavy Metal Scheibe über die Ziellinie. Die grössten Trümpfe sind der recht kraftvolle Gesang von Fronter Ron Keel, Genre-konformes Songwriting sowie gute Riffs und Soli von der Saitenfraktion. Woran es noch hapert ist die doch etwas trockene Produktion, die noch nicht das volle Potential der Trupp auszuleuchten vermag. Die Songs an sich sind oberer Durchschnitt, auch wenn die Fremdkomposition „Because the Night“ (von Bruce Springsteen) aus dem Rahmen fällt und, naja, dementsprechend nicht so recht ins Bild passen will. Bei vielen Fans gilt „The Final Frontier“ dennoch als der Favorit in der Diskographie der Band und Songs wie die Ballade „Tears of Fire“, das flotte „Rock and Roll Animal“ oder das mit den Gastmusikern Joan Jett und Michael Des Barres eingespielte „Raised on Rock,“ zeigen eindrucksvoll warum.

Keel (1987)

Da der erhoffte Erfolg nach „The Final Frontier“ ausgeblieben war (jedenfalls im Vergleich zu direkten Konkurrenten wie z.B. Bon Jovi), wurde eine Kurskorrektur notwendig. Und mit Mega-Produzent Michael Wagener, der sich einen glänzenden Ruf durch seine Arbeit mit Winger, Ratt, Extreme und Skid Row erarbeitet hatte, wurde das Ziel Chart-Eroberung ins Visier genommen. Bereits der Opener „United Nations“ macht mit seinen riesigen Chören und der polierten Produktion klar, dass für KEEL nun der Make-or-Break Moment gekommen war. Die Scheibe war klar darauf ausgerichtet mit den grossen Jungs mitspielen zu können und auch wenn hier und da gerne moniert wird, dass das Songmaterial nicht ganz so stark ist wie das des Vorgängers, so kommt das selbstbetitelte Album bei mir persönlich doch um einiges besser an. Waren die bisherigen Alben klanglich noch irgendwo im Mittelfeld angesiedelt, nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend, so verpasste Wagener der Truppe den nötigen modernen Anstrich. Da man auch gleichzeitig einen optischen Stilwechsel vollzog und sich dem Einheitslook der damals angesagten Hardrock Bands unterwarf hing nun alles davon ab, ob die Band den benötigten Kick durch MTV bekam oder nicht. Nun, auch eine Tour mit Bon Jovi im Zuge deren Slippery When Wet Tour (Mann, waren das noch Zeiten) konnte KEEL leider nicht den erhofften Boost verpassen. „Keel“ schaffte es einfach nicht genug Staub aufzuwirbeln und die Band musste ich eingestehen, dass es mit der grossen Karriere dann doch nichts würde werden. Dabei finden sich auf „Keel“ ein paar richtig starke Songs wie z.B. den mit massiven Chören gepimpten Opener „United Nations“ oder der Rocker „King of the Rock“.

KEEL lösten sich infolge dieser und weiterer Enttäuschungen im Jahre 1989 auf, fanden aber in den Folgejahren immer wieder zusammen und sind auch aktuell immer noch unterwegs um den melodischen Heavy Metal zu predigen. Wer die beiden stärksten Platten der Jungs noch nicht im Schrank hat und dies nachholen möchte, der macht bei den vorliegenden Rock Candy Re-Releases nichts falsch: gutes (wenn auch ziemlich lautes) Remastering, fette Booklets mit Liner-Notes/Interviews und tolle Fotos runden das Paket wie gewohnt hochwertig ab.

WERTUNG:

The Final Frontier

 

 

Keel

 

 

Trackliste:

The Final Frontier (1986)

01. The Final Frontier
02. Rock and Roll Animal
03. Because the Night
04. Here Today, Gone Tomorrow
05. Arm and a Leg
06. Raised on Rock
07. Just Another Girl
08. Tears of Fire
09. Nightfall
10. No Pain No Gain

Keel (1987)

01. United Nations
02. Somebody’s Waiting
03. Cherry Lane
04. Calm Before the Storm
05. King of the Rock
06. It’s a Jungle Out There
07. I Said the Wrong Thing to the Right Girl
08. Don’t Say You Love Me
09. If Love Is a Crime (I Wanna Be Convicted)
10. 4th of July

Mario

WOLFPAKK – Nature strikes back

Band: Wolfpakk
Album: Nature strikes back
Spielzeit: 55:02 min
Stilrichtung: Melodic Metal/Rock
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: www.wolfpakk.net

Mark Sweeney und Michael Voss die Köpfe hinter dem Bandprojekt WOLFPAKK lassen nicht locker! 2,5 Jahre nach ihrem letzten Werk „Wolves Reign“ steht uns das fünfte Album „Nature strikes back“ dieser Ausnahmekünstler ins Haus!
Erneut mit einer mehr als beachtlichen Schar von Gastmusiker und vor allem Sängern ausgestattet möchte man uns erneut eine tolle Mischung aus Melodic Metal/Rock Songs präsentieren.
Zu den namenhaftesten Gästen zählen hier auf jeden Fall Michael Sweet (STRYPER), Yannis Papadopoulos (BEAST IN BLACK), Carl Sentence (NAZARETH), Mats Leven (Ex CANDLEMASS), Michael Bormann (Ex JADED HEART), Fernando Garcia (Ex VICTORY), Frank Beck (GAMMA RAY), Ronnie Romero (RAINBOW), Peter „Fargo“ Knorn (VICTORY), Bruce Kulick (Ex KISS), Thom Blunier (SHAKRA), Mikkey Dee (MOTÖRHEAD), Anders Johannson (Ex HAMMERFALL), Andre Hilgers (Ex RAGE) und Mark Cross (Ex FIREWIND).
Die Liste ist aber natürlich noch wesentlich länger!
Eine Neuigkeit gibt es noch im Hause WOLFPAKK die nicht unerwähnt bleiben sollte, es gibt mit MASSACRE Records ein neues Label.
Wer mehr über diesen Wechsel wissen möchte, den sei das Interview ans Herz gelegt, welches ich mit Mark Sweeney geführt habe und welches ihr an anderer Stelle hier bei uns finden könnt!
Nun starten wir den neuen Diskus aber mal musikalisch mit dem Opener und Titeltrack „Nature strikes back“. Ein wahrer Urschrei von Michael Sweet eröffnet die Nummer brachial und mit ordentlich Schmackes. Anschließend entwickelt sich ein flotter Midtempotrack der natürlich vom schon angesprochenen Sänger absolut veredelt wird. Ein Einstieg nach Maß für die WOLFPAKK Fans!
„The Legend“ im Anschluss mit Gastsänger Yannis Papadopoulos wird dann von einem sakrestalen Chorgesang eröffnet bevor die unglaubliche Stimme von Yannis erklingt und sich ein schönes Wechselspiel zwischen den beiden WOLFPAKK Masterminds und dem schon angesprochenen Sänger entwickelt. Eine Nummer die nicht so sehr von seinem Chorus sondern eher von der gesamten Songstruktur lebt. Ganz klar ein weiterer Hit des Albums.
„Land of Wolves“ mit Ex CANDLEMASS Fronter Mats Leven ist dann der nächste Hit des Albums, welcher sich wieder direkt in die Gehörgänge gräbt.
Danach können „Under Surveillance“ mit Perry McCarty und auch das kraftvolle „Restore Your Soul“ mit Ex TRANSIT Sänger Oliver Fehr überzeugen, wenn auch nicht so hitgerecht wie die bisherigen Erste Sahne Tracks!
Aber das macht nichts, denn ab jetzt läuft die Platte so richtig heiß und es folgt ein Ohrenschmaus nach dem anderen!
Das absolute geniale „Lone Ranger“ mit Michael Bormann zum Beispiel, der straighte Rocker „One Day“ mit Gast Fernando Garcia, „Revolution“ mit GAMMA RAY Sirene Frank Beck oder das gefühlvolle „A Mystery“ mit Ronnie Romero am Mikro.
Man kommt quasi aus dem Staunen nicht mehr raus! Hier zeigt das Songwriting Duo Sweeney/Voss zu was es fähig ist!
Mit dem schnellen „Lovers Roulette“, wo Nick Holleman sein Stelldichein gibt, wird die Scheibe dann sehr ordentlich abgeschlossen die ihren Vorgänger absolut hinter sich lässt.

Anspieltipps:

„Nature Strikes Back“, „Land of Wolves“, „Lone Ranger“, „Revolution“ und „A Mystery“.

Fazit :

Schön das das Duo Sweeney/Voss weiterhin die Fahne des Gastmusikermetalprojektes hochhalten und mit dem neuen Diskus wieder bei der Qualität ihres Meisterwerkes „Rise of the Animal“ angekommen sind! Die Gäste, egal ob instrumental oder gesanglich sind wieder erste Sahne und auch die Songs passen perfekt zu den ausgewählten Stimmen.
In ihrem Genre sind WOLFPAKK für mich nach wie vor die Topverfolger der unangefochtenen Nummer Eins AVANTASIA, wobei letztgenannte natürlich budgetär in einer ganz anderen Liga spielen, das sollte man bei dem Vergleich nicht vergessen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Nature Strikes Back
02. The Legend
03. Beyond this Side
04. Land of Wolves
05. Under Surveiliance
06. Restore your Soul
07. Lone Ranger
08. One Day
09. Revolution
10. A Mystery
11. Lovers Roulette

Julian