SEBASTIEN – Act Of Creation

Band: Sebastien
Album: Act Of Creation
Spielzeit: 63:19 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 23.02.2018
Homepage: www.sebastienofficial.com

Irgendwie sieht SEBASTIEN auf den ersten Blick so aus, als sei es ein Soloprojekt eines leicht selbstverliebten Berufsmusikers mit Metal-Affinität namens Sebastien. Tatsächlich ist SEBASTIEN jedoch eine fünfköpfige Power-Metal-Band aus Tschechien – und eine der wenigen tschechischen Metalbands, die sich international einen gewissen Namen erarbeitet haben. Jetzt steht, versehen mit einem ziemlich edlen Coverartwork, das dritte unter dem jetzigen Bandnamen zusammengeschraubte Album, “Act Of Creation”, vor der Tür. Wie es sich für Bands wie SEBASTIEN gehört, ist die Produktion höchst professionell gelungen, absolut zeitgemäß, klar, knallend und ausgewogen. Dafür schonmal ein kleiner Finger nach oben.
Auf musikalischer Ebene machen SEBASTIEN das, was man wohl als New Wave of Power Metal bezeichnen könnte: Eingängige, manchmal poppige Melodien, leichte progressive Einflüsse, moderne Synthesizer, ein Mix aus beachtlicher Härte und weniger Hartem Geseiche und ein gewisser Hang dazu, das Ganze mit kleinen Club-Music-Einflüssen aufzupeppen. Wenn man auf sowas Bock hat, sollte man an “Act Of Creation” über mehr als eine Stunde Spieldauer seine Freude haben. Schon der Opener und Titeltrack gibt als einer der schnelleren Songs des Albums erstmal auf die 12, erinnert hinsichtlich des durchweg erfreulichen Gesangs und der Melodieführung partiell an KAMELOT und überzeugt durchweg mit tollen Melodien. Man hätte sich lediglich die tausendste Wiederholung des Refrains am Ende trotz seiner Grandiosität vielleicht sparen können, Egal, gelungener Einstieg, läuft.
“Wake Up” entpuppt sich als Midtempo-Stampfer mit deutlicher Hard-Rock-Attitüde im Stil von AXEL RUDI PELL und einer grausamen Aussprache des Wortes “Legacy” (Le Gässi), bevor es mit “Amy” etwas melancholischer (und am Ende des Songs extrem intensiv) wird. Refrain wieder Oberklasse.
Mit “Queen From The Stars” und “Hero” sind zwei belanglose Balladen am Start, die im 6/8-Takt, mit Akustikgitarren-Geschrammel, epischen Orchestralsynths und sehr großen, obgleich auch sehr nebensächlich dahinplätschernden Melodien daherkommen. Nichts gegen gute Balladen, aber bitte mit etwas mehr Substanz. Und weniger Flötensoli. Und nicht nochmal als Bonustrack auf tschechisch.
“Heal My Soul” und “Promises” sind beide eher ruhig gestaltete, etwas zurückhaltendere Power-Metal-Songs, beide mit leichtem Hang zum Kitsch, aber durchaus gelungen.
Wer sich nun sorgt, dass der Härte- und Partyfaktor auf “Act Of Creation” zu kurz kommen könnten: Ruhig bleiben, schließlich gibt es immer noch den großartig spaßigen Disco-Metal-Track “Winner”, eine Mischung aus Wodka-O und HELLOWEEN, das verhältnismäßig harte und im hervorragenden Refrain leicht SABATONische “Full Moon Child”, und das fette “Die In Me”.
Ja, die Balladen hätte man sich sparen können. Ja, ein bisschen mehr Härte hätte einigen der Strophen gut getan. Aber abgesehen davon ist “Act Of Creation” ein erstklassiges, modernes Power-Metal-Album geworden, das nicht, wie so viele andere Bands in diesem Untergenre, mangelnde Kreativität in Sachen Komposition hinter fetten Keyboards verstecken muss, sondern gute, durchgängig unterhaltende Komposition und fette Keyboards einfach kombiniert. Das Ganze gut gespielt, gut gesungen, gut produziert. So muss das!

Anspieltipps:
“Act Of Creation”, “Amy”, “Winner”, “Die In Me” und “Full Moon Child”

Fazit:
Man muss diese sehr perfektionistisch produzierte, manchmal zu Kitsch tendierende und mit Synths, die man eher in der nächsten Disco erwarten würde, angereicherte Art von Power Metal, schon mögen, um an SEBASTIEN Gefallen zu finden. Wenn man das tut, macht “Act Of Creation” jedenfalls einen Heidenspaß. Zeigefinger auch noch hoch!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Act Of Creation
02. No Destination
03. Wake Up
04. Amy
05. Evermore
06. My Empire
07. Queen From The Stars
08. Winner
09. Heal My Soul
10. Promises
11. Die In Me
12. Full Moon Child
13. Hero
14. V síti þtÏstí

Jannis

REXORIA – Queen of Light

Band: Rexoria
Album: Queen of Light
Spielzeit: 51:46 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: www.facebook.com/rexoriamusic

Mal wieder ertönt der Newcomer Alarm hier in der Rock-Garage, denn mit der schwedischen female fronted Melodic Metalband REXORIA haben wir hier eine junge, aufstrebende Band die mit „Queen of Light“ dieser Tage ihr Debütalbum veröffentlicht.
Die Band wurde 2016 gegründet und beackerte dann erstmal als Support von z.B. CRYSTAL VIPER, BATTLE BEAST oder DYNAZTY die Livebretter dieser Welt bevor man zwei Ep`s 2016 und 2017 auf das dürstende Fanvolk los ließ welche ordentliche Kritiken bei Fans und Presse bekamen.
Nun ist es also Zeit für das erste komplette Album der Band, die übrigens von der Sängerin Frida Ohlin angeführt werden.
Als Opener erwartet uns das tolle Cinematic Intro „The Land in Between“ welches einen mächtig auf die Platte einstimmt. Der erste richtige Song ist dann „Stranded“ der uns im erdigen Midtempo entgegen schallt und schon mal eine erste ordentliche Duftmarke, vor allem aufgrund des schön melodischen und eingängigen Chorus, hinterlässt.
Richtig in die Vollen und ins oberste Qualitätsregal geht es dann bei den folgenden Songs „Queen of Light“ und „A Voice of Heaven“! Zwar wird an der Rythmusschraube nicht gedreht und wir befinden uns nach wie vor im Midtempobereich, aber die Dinger sind dermaßen eingängig geraten das es eine wahre Freude ist!
Der Mittelteil wird dann definitiv von „Next Generation“ und „The Saviour“ qualitätsmäßig beherrscht. Hier haben wir es wieder mit zwei absoluten Perlen des female fronted Melodic Metals zu tun. Aber auch die anderen Songs haben hier auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung und wissen ebenfalls direkt auf Anhieb zu überzeugen!
Im letzten Drittel gibt es dann eigentlich auch keine wirklichen Ausfälle zu vermelden, am meisten begeistern kann hier das melodisch, epische Abschlussdoppel bestehend aus „My Spirit will run free“ und „You`ll be alright“.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sollten hier “Queen of Light”, “A Voice of Heaven”, “Next Generation”, “The Saviour” und “My Spirit will run free” genannt werden.

Fazit :

Ein schönes rundes und kompaktes Debütalbum haben REXORIA hier eingezimmert! Es gibt kaum Ausfälle zu vermelden und musikalisch wie auch produktionstechnisch ist hier alles im grünen Bereich.
Wer auf melodischen female fronted Metal ohne Operngeträller steht, der kann hier denke ich bedenkenlos zugreifen und mal sollte diese junge Truppe definitiv für die Zukunft auf dem Zettel haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Land in Between
02. Stranded
03. Queen of Light
04. A Voice of Heaven
05. Way to Die
06. Song by the Angels
07. Next Generation
08. The Saviour
09. Hurricane
10. My Spirit will run free
11. You`ll be alright

Julian

RANDOM EYES – Grieve No More

Band: Random Eyes
Album: Grieve No More
Spielzeit: 38:39 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Rock’N’Growl Records
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: www.facebook.com/RandomEyesBand

Ein Hoch auf Promo-Sheets. Da hat man als Rezensent gerade zum ersten Mal die neue Scheibe von RANDOM EYES gehört und verbringt nun schlaflose Nächte mit der Frage, welchem Untergenre des Metal man dieses Ding wohl zuordnen könnte. Schließlich die rettende Idee, ein Blick in die Infos für die Presse. Das Label wird es schon wissen. “Genre: Metal”. Na danke.
Generell gehört das mittlerweile vierte Album der Zwei-Mann-plus-Studiomusiker-Truppe in die Power-Metal-Schublade, auch wenn es wohl mit Gewalt versuchen würde, aus ihr auszubrechen. Zu häufig finden sich Häppchen von US Power Metal, Melodic Death Metal, Thrash oder Progressive Metal auf “Grieve No More” wieder, Growls sind gerade auf der ersten Albumhälfte ein fester Bestandteil der Vocals und was im einen Moment ein fröhliches Power-Metal-Riff ist, wird im nächsten Moment durch den Taktwechsel-und-Dissonanzen-Wolf gedreht. Klingt etwas willkürlich? Keine Sorge! Nicht nur kann die Produktion der Scheibe vollends überzeugen, auch die Arrangements, das Songwriting sowie die Leistungen der Musiker zeugen von hochgradiger Professionalität. Und dementsprechend ist “Grieve No More” trotz der Vielzahl seiner Einflüsse ein in sich sehr rundes, Sinn ergebendes Werk, bei dem kein Ton fehl am Platze wirkt.
Mal ist man poppig unterwegs, wie im Refrain von “Two Worlds Collide”, dann böse heavy in den Strophen von “Fate Loves The Fearless”, bevor im Refrain mit dem unfassbar toll heruntergebrochenen Beat die Gänsehautmelodien inklusive schön umgesetzter Backing Vocals ausgepackt werden (ehrlich, Leute, was ein Song!). Noch was Core dazu? Dafür erklärt man sich auf “Damnation” bereit, obgleich dessen Chorus schon wieder so gar nichts mit Core zu tun hat.
Zwischendurch wird es dann auch mal balladesker im 6/8er-Takt gehaltenen “Do What Thou Wilt” oder vergleichsweise straight rockig bei “Scar”.
Und selbst die schwächeren Songs werden durch die grandios kreative Instrumentalarbeit so enorm aufgewertet, dass man dem Album beim besten Willen keine Lückenfüller unterstellen kann.
Einziger Kritikpunkt: Im Verlauf des Albums werden die am Anfang so präsenten Growls immer seltener. Schade, passen sie doch hervorragend zum Sound der Band. Aber “Grieve No More” ist halt kein Wunschkonzert.
Letztendlich ist der Stil der Finnen wohl als Modern Metal zu bezeichnen, doch weiß dieser Begriff die Qualität der Musik von RANDOM EYES nicht komplett zu vermitteln. “Grieve No More” ist stilistisch höchst interessant, gekonnt komponiert, gespielt und gesungen (Sänger Christian Palin agiert auf absolutem Oberklasse-Niveau) und praktisch nie langweilig. Finnland, Du enttäuschst uns nie.

Anspieltipps:
“Grieve No More”, “Fate Loves The Fearless”, “Two Worlds Collide”, “The Final Quest” und „Myopathy“

Fazit:
Kurz und knapp: “Grieve No More” ist eines der ersten Metal-Highlights des neuen Jahres. Intensives Reinhören wird ausdrücklich empfohlen. Ein Blindkauf ebenso. Falsch machen kann man damit wohl nichts.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Trail of Tears
02. Myopathy
03. Grieve No More
04. Fate Loves The Fearless
05. Two Worlds Collide
06. Damnation
07. Do What Thou Wilt
08. Never Too Late
09. Scar
10. The Final Quest

Jannis

THE DARK ELEMENT – The Dark Element

Band: The Dark Element
Album: The Dark Element
Spielzeit: 53:54 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Music
Veröffentlichung: 10.11.2017
Homepage: www.facebook.com/TheDarkElement

Was schön ist: dass Ex-NIGHTWISH-Sängerin Anette Olzon und Jani Liimatainen, unvergessener Keyboard-Meister bei SONATA ARCTICA und Kollaborateur von DJ PENETRATOR (kein Plan wer das ist, aber es steht auf Wikipedia) ein gemeinsames Album veröffentlicht haben. Was schade ist: dass die Band unter dem Namen THE DARK ELEMENT und nicht unter dem Namen DIE OLZON-BANDE läuft.
Aber Spaß beiseite. Die stilistische Ausrichtung von THE DARK ELEMENT überrascht wohl keinen unserer Leser: fettestens produzierter Melodic Metal mit einem Haufen modern anmutender Synthesizer, eingängig, oftmals kitschig. Poppig ohne Ende, verhältnismäßig wenig symphonisch, dafür umso mehr Disco. Jeder, den das abschreckt, sollte an dieser Stelle weiterscrollen. Der Rest sollte unbedingt weiterlesen, da er an diesem Ding seine helle Freude haben würde, während er von seinen truen Metallerfreunden angeekelt beäugt wird.
Doch genauer: Schon der Titeltrack, “The Dark Element” auf “The Dark Element” von THE DARK ELEMENT, zeigt, wo der Hammer hängt. Nach einem clubkompatibelen Intro gibt es BATTLE-BEASTIGEN stupiden BummZapp-Rhythmus auf die Ohren, kombiniert mit einem angenehm bösen Gitarrenriff, einem Ohrwurmrefrain des Todes und sehr dominantem Keyboardeinsatz – ein Erfolgskonzept, das im nächsten Lied direkt fortgeführt wird, erfolgreich, muss man zugeben.
Track 3, “Last Good Day”, lässt sich mit knallenden Synths abseits der eher zurückhaltenden Strophen feiern, liefert kaum kritisierbare Arrangements und kann das folgende leicht melancholische “”Here’s To You” in Sachen Partytauglichkeit noch überbieten.
Nach “Someone You Used To Know”, neben “Heaven Of Your Heart” eine der beiden erwartungsgemäß kitschigen (Halb)balladen, geht es angemessen flott weiter mit “Dead To Me” weiter, das im Gesang leichte SABATON-Anleihen offenbart und nach dem Geseiche des vorigen Songs mit angemessener Uptempo-Härte punktet.
“I Cannot Raise The Dead” ist Disco-Metal in seiner schönsten Form und wohl einer der besten Tracks des Albums. Und der letzte Track, “Only One Who Knows Me”, zwingt dem Hörer die Gänsehaut so dermaßen penetrant auf die Pelle, dass es an Körperverletzung grenzt. Egal, kein Grund, böse zu sein.

Anspieltipps;
“The Dark Eement”, “Last Good Day”, “Dead To Me”, “I Cannot Raise The Dead” und “The Only One Who Knows Me”

Fazit:
THE DANK ELEMENT verfolgt ein zugegebenermaßen simples Konzept, das allerdings bei seiner Zielgruppe wunderbar aufgehen sollte: viel Midtempo, im Vergleich zum Rest der Songs eher ruhige Strophen, wie man das beispielsweise von STRATOVARIUS kennt, dazu fette Ohrwurm-Refrains, vorgetragen von einer Anette Olzon in hervorragender Form, saftig produziert, mit wenig Kanten und serviert unter einem dicken Berg moderner Synths.
Das ist nicht wirklich neu, in seiner Form allerdings absolut auf der Höhe seiner Zeit – und es macht kräftig Laune. Ich wette 20 Euro darauf, dass diese Band nächstes Jahr auf dem SABATON Open Air spielt. Wer seinen Metal lieber klassisch und roh mag, sollte von der Bewertung fünf Sterne abziehen. Der Rest kaufe und bange.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Dark Element
02. My Sweet Mystery
03. Last Good Day
04. Here’s To You
05. Someone You Used To Know
06. Dead To Me
07. Halo
08. I Cannot Raise The Dead
09. The Ghost And The Reaper
10. Heaven Of Your Heart
11. Only One Who Knows Me

Jannis

 

TALENTSCHMIEDE: Paranight

Band: Paranight

Gegründet: 2014

Herkunft: Soest

Mitglieder:
Jennifer Mols
Lukas Hüttemann
Torben Droste
Jason Kremer
Oliver Egidius

Stil: Melodic Metal

Veröffentlichungen: EP „Into the Night“

Einflüsse: Avenged Sevenfold, Dream Theater, Guns’n Roses, Metallica

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten: Weltherrschaft

Was als nächstes kommt: Auf jeden Fall ein Album

Unsere beste Erfahrung bis jetzt: Auftritt im Rockpalast Bochum, Studioaufnahmen, und der Videodreh zu unserem Musikvideo „Infinite Fight“.

Unser peinlichster Moment: Uns ist nichts peinlich. (https://www.youtube.com/watch?v=y-lu2ulGNSw)

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum: Helge Schneider, weil er sexy ist.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen: Avenged Sevenfold

Das Beste daran, in einer Band zu spielen: Man genießt absolute Narrenfreiheit.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen: Mit Idioten zusammenzuarbeiten.

Online:
Website
Facebook
Instagram

Musik:
Soundcloud
YouTube

Live-Dates:
Sind in Planung.

WITHIN SILENCE – Return from the Shadows

Band: Within Silence
Album: Return from the Shadows
Spielzeit: 59:12 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Ulterium Records
Veröffentlichung: 27.10.2017
Homepage: www.within-silence.com

2015 erschien das Debütalbum „Gallery of Life“ der damaligen Melodic Metaller Newcomer von WITHIN SILENCE und wirbelte einiges an Staub auf im Genre auf.
Bis in Jahr 2016 spielten die Jungs viele Shows in ihrem Heimatland der Slowakei und in Europa, sie eröffneten zum Beispiel für THEOCRACY auf deren Europatour. Nun ist es aber Zeit für die legitime Nachfolgerscheibe mit dem Namen „Return from the Shadows“. Diese wurde erneut in Zusammenarbeit mit Roland Grapow (MASTERPLAN) produziert und soll nahtlos an das Debüt anschließen.
Die erste Kostprobe bekommen wir mit dem Openersong „We are the Ones“. Flott und ohne Umschweife startet die Nummer, fräst sich aufgrund des eingängigen Chorus relativ schnell in die Gehörgänge und bleibt dort schön hängen. Ein ordentlicher Einstieg wie ich finde.
Mit „Heroes must Return“ gibt es dann direkt den nächsten Ohrwurm der sich stark anschließt und auch das direkt darauf folgende „Children of Light“ weiß absolut zu gefallen.
Bislang also nur sehr ordentliche Tracks, mal schauen wie das Ganze hier weitergeht!
Mächtig auf jeden Fall, denn der Mittelteil wird dominiert vom recht progressiven „In the Darkness“, welches sage und schreib über 17 Minuten lang ist! Starkes Teil definitiv wo uns einiges geboten wird, nichts zum nebenbei hören.
Und als ob die Nummer der Startschuss war, enthalten die noch folgenden Tracks immer wieder einige progressive Einschübe, Ausnahme ist das melodische und eingängige „You & I“. Zum Abschluss gibt es dann mit „Return from the Shadows“ den Titeltrack auf die Ohren, der erneut überlang, progressiv und mit ein paar Growls und Shouts ausgestattet ist. Eine tolle Abwechslung und sehr interessant wie sich die Band entwickelt hat.

Anspieltipps:

„We are the Ones“, „Heroes must Return“, „Children of Light”, “You & I” sowie “Return from the Shadows”.

Fazit :

Ein sehr ordentliches zweites Album haben die Jungs von WITHIN SILENCE hier gezaubert. Es gibt eine Weiterentwicklung hin zu mehr Progressivität, die vielleicht nicht jeden schmecken dürfte, mir auch nicht so ganz, die der Band aber bestens zu Gesicht steht!
So gibt es von mir die dazu passende Benotung mit der Kaufempfehlung für Melodic Metalfans mit dem Hang zu progressiven Einschüben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We are the Ones
02. Heroes must Return
03. Children of Light
04. Calling from the other Side
05. In the Darkness
06. The Final Victory
07. You & I
08. Master
09. Return from the Shadows

Julian

METALITE – Heroes in Time

Band: Metalite
Album: Heroes in Time
Spielzeit: 49:08 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordigns
Veröffentlichung: 27.10.2017
Homepage: www.facebook.com/metalitemetal

Endlich mal wieder Newcomeralarm hier in der Rock-Garage. Die schwedische Band METALITE wurden im Jahr 2015 von Edwin Premberg (Gitarre) und Emma Bensing (Vocals) gegründet.
Die beiden entschieden sich für eine Zusammenarbeit mit dem dänischen Produzenten Jacob Hansen und die ersten Lieder nahmen Form an. Im Jahr 2016 stießen mit Lea Larsson (Schlagzeug), Robert Örnesved (Gitarre) und Robert Majd (Bass) drei erfahrene Musiker zur Formation hinzu.
Ein Plattenvertrag beim schwedischen Label Inner Wound Recordings wurde dann flugs unterschrieben. Am 27.10.2017 erscheint nun das Debüt „Heroes In Time“.
“Afterlife”, die erste Single, charakterisiert den Metalite-Sound perfekt.
Das Debütalbum sollte Fans von BEYOND THE BLACK, DYNAZTY oder AMARANTHE gleichermaßen ansprechen, somit sollte die Zielgruppe hier gleich weiterlesen und der Rest eher abschalten ; – )
Als Opener dient direkt der vorab veröffentlichte Song „Afterlife“. Flott und mit ORDENTLICH Keyboards bahnt sich die mega eingängige Nummer ihren Weg in unsere Gehörgänge und bleibt dort direkt haften. Ein sehr schöner Beginn der direkt Lust auf mehr macht.
Von der Eingängigkeit kann „Purpose of Life“ im Anschluss da nicht ganz mithalten, „Nightmare“ ist dann wieder wesentlich besser bevor mit „Heroes in Time“ erneut zum ganz großen Rundumschlag ausgeholt wird. Hier merkt man sogar endlich mal auch etwas von den Gitarren, denn bislang muss man schon sagen kleistert das Keyboard alles ziemlich zu!
Noch ein Wort zwischendurch zur Sängerin Emma. Diese macht ihre Sache sehr gut und hat eine angenehme Stimmfarbe die Gott sei Dank ohne das übliche Operngeträller auskommt!
Die nächste Nummer die dann so richtig schön ins Ohr geht ist dann „Black Horse“ Ride. Davor und danach haben wir aber leider nicht mehr viel was einen so richtig begeistert, schade, denn hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Anspieltipps:

“Afterlife”, “Heroes in Time” sowie “Black Horse Rider” sind hier auf jeden Fall zu empfehlen.

Fazit :

Tja das Debütalbum von METALITE krankt leider an zwei Dingen. 1. viel zu viel Keyboards da kommt zu wenig Druck auf, wobei ich erwähnen muss das ich echt ein Fan von dem Ding bin und 2. an zu viele Standardsongs die sich nicht wirklich in den Gehörgängen festsetzen!
So bleibt schlussendlich leider ein Album welches vermutlich in der heutigen Veröffentlichungsflut etwas untergehen wird.
Eine durchschnittliche Leistung insgesamt, die bestimmt ihre Fans finden wird, aber auf jeden Fall noch ausbaufähig ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Afterlife
02. Purpose of Life
03. Nightmare
04. The Hunter
05. Heroes in Time
06. Power of Metal
07. Over and Done
08. The Light of Orion
09. In the Middle of the Night
10. Black Horse Rider
11. The Great Force within us

Julian

GODS OF SILENCE – Neverland

Band: Gods of Silence
Album: Neverland
Spielzeit: 50:28 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records
Veröffentlichung: 08.09.2017
Homepage: www.godsofsilence.com

Unverhofft kommt oft! Brachten die Schweizer Melodic Metaller von KIRK 2014 nach mehrjähriger Pause noch das klasse Album „Masquerade“ raus, kam es schon kurz danach zum Knall und man trennte sich von Fronter Thomi Rauch!
Die restlichen Bandmitglieder Sammy Lasagni (Gitarre), Bruno Berger (Keyboard), Daniel Pfister (Bass) sowie der auf dem letzten Album hinzugekommene Philipp Eichenberger (Schlagzeug) fackelten nicht lange und verpflichteten mit „Gilberto Melendez (MAXXWELL) einen neuen Sänger, benannten sich in GODS OF SILENCE um und sind nun bereit ihr Debütalbum „Neverland“ auf die Melodic Metalwelt los zu lassen.
Mit dem Bandtrack „Gods of Silence“, einem Intro, startet man das Debütalbum. Diese kommt etwas bedrohlich aus den Boxen und weiß eine gute Erwartungshaltung zu versprühen.
Beim ersten richtigen Track „Army of Liars“ geht es dann direkt in die Vollen mit kraftvollen Drumming und schneidenden Riffs. Der neue Sänger Gilberto Melendez weiß ebenfalls direkt zu überzeugen und ist etwas rougher unterwegs wie sein Vorgänger. Ein ordentlicher, erster Track wo besonders der geshoutete Refrain hervorsticht und der die Marschrichtung direkt gut vorgibt.
Nicht mehr ganz so krachend aber ebenso packend geht es dann beim nächsten Midtempoknaller „Against the Wall“ zur Sache bevor uns dann der Titeltrack „Neverland“ auf eine eher epische Reise mitnimmt.
Im Mittelteil kann dann am ehesten das, erneut, epische „Demons“ überzeugen und sich direkt im Gehörgang festsetzen. Hier ist einfach der Refrains eine wahre Ohrenweide und wieder dermaßen überzeugend das man ihn so schnell nicht mehr los wird!
Nun kommt noch das letzte Drittel der Platte, wo man auf jeden Fall das stark keyboarduntermalte „Wonderful Years“ sowie das melodische „Alone“ hervorheben muss. Die anderen Songs sind zwar auch nicht von schlechten Eltern erreichen aber nicht ganz die Qualität der Tipps.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier direkt “Army of Liars”, “Against the Wall”, “Demons”, “Wonderful Years” sowie “Alone” zu Gemüte führen.

Fazit :

Das Debütalbum von GODS OF SILENCE überzeugt definitiv auf Anhieb! Der neue Sänger macht seine Sache ausgezeichnet die Mitmusiker sind bestens aufgelegt und man hat einige Hits an Bord. Zwar zünden noch nicht alle Songs direkt, aber die Basis ist auf jeden Fall vorhanden für die nächsten Meisterwerke!
KIRK waren gut aber gestern, nun streben GODS OF SILENCE in die obersten Regionen des Melodic Metals und mit ihrem Debüt hat man dazu eine sehr solide Basis gelegt. Definitiv Kaufempfehlung von mir.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gods of Silence (Intro)
02. Army of Liars
03. Against the Wall
04. Neverland
05. Full Moon
06. The Phoenix
07. Demons
08. Wonderful Years
09. Alone
10. You Mean Nothing more to Me
11. All my Life

Julian

EDENS CURSE – Revisited

Band: Eden’s Curse
Album: Revisited
Spielzeit: 60:51 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.edenscurse.com

Es ist mittlerweile ziemlich genau zehn Jahre her, dass EDEN’S CURSE ihr Debut „Eden’s Curse“ auf den Markt schmissen und weitestgehend sehr positive Resonanz dafür erfuhren. Seitdem hat die multinationale Combo vier weitere Longplayer, ein paar EPs und ein Live-Album veröffentlicht und kann somit auf eine durchaus beachtliche Anzahl an Releases in recht kurzer Zeit zurückblicken.
Angesichts dessen kann man sich ruhig mal selbst feiern. Da Best-Of-CDs immer den faden Beigeschmack hastig zusammengeschusterten Billigfutters für die eh alles der Lieblingsband kaufenden Fans haben, ist die Idee, ein Album (in diesem Fall das Erstwerk) komplett neu aufzunehmen, durchaus eine schöne Sache für einen Jubiläums-Release. Zudem sind mit der Zeit einige neue Bandmitglieder ausgetauscht worden – wie allseits bekannt sein dürfte, ist noch nicht einmal mehr der namensgebende Ex-Sänger Michael Eden mit an Bord. Ein weiterer Grund für eine Neuaufnahme. Ein altes Album in neuem Musikergewand. Läuft das?
Das läuft. Schon die Produktion von „Revisited“ hat dem Original einiges voraus: zeitgemäß, den aktuellen Standards für gut produzierten melodischen Metal absulut entsprechend, warm, rund und voll klingend, ohne dabei die Härte von Gitarren und Drums zu verseichten. Auch Sänger Nicola Mijić, seit 2013 am Mijićrofon (entschuldigung), macht einen sehr guten Job und fügt sich harmonisch in den Klang der 2017er EDEN’S CURSE ein. Ob er nun besser ist als Eden, das liegt im Ohr des Hörenden. Als würdigen Nachfolger kann man ihn wohl jedoch guten Gewissens bezeichnen.
Positiv ist zudem, dass bei der Neuaufnahme von „Eden’s Curse“ praktisch komplett auf musikalische Veränderung verzichtet wurde. Denn natürlich fallen wohl jedem Musiker bei länger zurückliegenden Veröffentlichungen einige Dinge auf, die man im Nachhinein anders gemacht hätte, die die Fans jedoch nicht missen möchten.
So ist „Revisited“ genau das, was man im Vorfeld angekündigt hatte: Das Debutalbum, so wie es damals veröffentlicht wurde, mit teilweise anderen Musikern neu aufgenommen und gut produziert (für den Mix zeichnet sich übrigens Ex-Drummer Pete Newdeck verantwortlich). Und ganz ehrlich: Mehr Neuerungen wären auch nicht nötig, weder veränderte Melodielinien, noch andere Keyboards, noch großartige Abänderungen der Soli oder mehr Background Vocals. Das Ding war damals guter, eingängiger Hard Rock mit viel Midtempo-Party, schön in Szene gesetzten Keyboards und groovigen Riffs, hochmelodisch aber nicht weichgespült. Und das ist es heute noch, nur eben mit einer kleinen Frischzellenkur versehen – und nach wie vor zu hundert Prozent EDEN’S CURSE.  Eben ohne Eden. Ach ja, die Bonus-DVD „Live In Glasgow“, die das 19 Songs umfassende 2014er Glasgow-Konzert der Herren, gefilmt mit immerhin zwei Kameras, enthält, lag leider nicht zur Rezension vor. AFM sagen aber, sie sei sehr gut und die Videos, die im Zuge der Veröffentlichung von „Live With The Curse“ auf YouTube hochgeladen wurden, wissen das zu bestätigen.

Anspieltipps:
„Judgement Day“, „Stronger Than The Flame“, „The Eyes Of The World“ und „Fly Away“

Fazit:
„Eden’s Curse“ war damals gut, daran hat sich heute nichts geändert. Wer die Band mag, sollte ohnehin zuschlagen, wer sie kennenlernen möchte, sollte das auch tun. Genau wie jeder andere, der Spaß an klassischem, leicht AORigem Hard Rock/Melodic Metal mit liebevoll konzipierten Arrangements, viel Melodie und einer Menge Midtempo hat. Ach, was soll’s… Schlagt einfach zu.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

Disc 1:
01. Book Of Life (Intro)
02. Judgement Day
03. Eyes Of The World
04. Stronger Than The Flame
05. The Voice Inside
06. After The Love Has Gone
07. Fly Away
08. What Are You Waiting For
09. Eden’s Curse
10. Don’t Bring Me Down
11. Heavy Touch Me
12. The Bruce (Intro)
13. Fallen King
14. We All Die Young

Disc 2:
1. Symphony Of Sin
2. Break The Silence
3. Masquerade Ball
4. Black Widow
5. Trinity
6. Fly Away
7. Just Like Judas
8. Fallen From Grace
9. Jerusalem Sleeps
10. Guitar Solo
11. Time To Breathe
12. Rock Bottom
13. Devil In Disguise
14. Wings To Fly
15. No Holy Man
16. Unbreakable
17. Judgement Day
18. Evil & Divine
19. Angels & Demons

Jannis

 

ELA – Second Reality

Band: ELA
Album: Second Reality
Spielzeit: 46:10 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.ela-rocks.com

Von der Band ELA hatte ich noch nichts gehört! Und das obwohl die Band seit 2004 schon aktiv ist und vier Alben und zwei EP‘s raus gebracht haben.
Nun steht man beim deutschen Label Massacre Records unter Vertrag und bringt dieser Tage das fünfte Album „Second Reality“ auf den Markt.
Die Band wird angeführt von der stimmgewaltigen Fronterin und Bandnamensgeberin Ela und spielt mittlerweile Melodic Metal. Mit mittlerweile meine ich das man zuvor eher poppig bis rockig unterwegs war und nun hat man mit einem neuen Lineup auch eine ordentliche Kurskorrektur hingelegt hin zu erdigen Melodic Metal!
Daher war ich sehr gespannt wie ELA im Jahre 2017 denn klingen und startete erwartungsvoll den Opener „Alchemy“. Und hier ballern direkt mal die tief gestimmten Gitarrenriffs aus den Boxen welche dann schon nach kurzem vom hohen, aber kraftvollen Gesang von Fronterin Ela unterstützt werden. Der Midtemposong gefällt und läuft gut rein, direkt weiter also zum nächsten Track „Cormatose“ der auch bestens tönt und sich schnell festsetzen kann.
Danach gibt es dann leider eine Durststrecke zu überstehen, denn „House of Lords, „Revenge“, „Black Roses“ und auch „Witch of Salem“ bleiben nicht wirklich hängen und rauschen so ziemlich an einen vorbei!
Einzig das dazwischen stehende „Deadly Sins“ kann überzeugen und reiht sich direkt in die Hitliste ein.
Danach gibt es dann wieder eher Standardkost zu vermelden bevor mit „Varus und „Warcraft“ die Qualitätskurve erneut nach oben geht.
Der Abschluss ist dann mit den beiden letzten Songs „ Welcome to Zombieland“ und „Lizzy Borden‘s Rhyme“ leider wieder nicht komplett überzeugend so das abschließend ein etwas fader Beigeschmack bleibt, denn hier war insgesamt mehr drin!

Anspieltipps:

“Alchemy”, “Cormatose”, “Deadly Sins”, sowie “Varus”

Fazit :

Also im Vergleich zu den ersten ELA Alben tönt das neue Studiowerk wirklich doch sehr amtlich aus den Boxen! Leider hapert es ein wenig an der durchgehenden guten Songqualität die man nicht vollkommen bis zum Schluss halten kann.
Ein paar Hits haben es aber auf das Album geschafft und zusammen mit der guten Produktion die ordentlich Dampf hat springt eine solide Leistung heraus, nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Alchemy
02. Cormatose
03. House of Lords
04. Revenge
05. Black Roses
06. Deadly Sins
07. Witch of Salem
08. Psycho Path
09. Varus
10. Warcraft
11. Welcome to Zombieland
12. Lizzy Borden‘s Ryhme

Julian