THE FERRYMEN – A New Evil

Band: The Ferrymen
Album: A New Evil
Spielzeit: 51:40 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music Records
Veröffentlichung: 11.10.2019
Homepage: www.facebook.com/TheFerrymenofficial

Das Metalprojekt THE FERRYMEN veröffentlichte vor zwei Jahren ihr erstklassiges selbstbetiteltes Debütalbum. Nun kehrt man wieder zurück mit Longplayer Nummer 2 mit dem Namen „A New Evil“.
Und erneut können wir davon ausgehen das die hier beteiligten Musiker Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR), Ronnie Romero (RAINBOW, CORELEONI) und Mike Terrana (RAGE, AXEL RUDI PELL) erstklassige Melodic Metal Stücke eingespielt haben!
Dafür ist ja vor allem Mastermind Magnus bei seinen anderen Bands und Projekten berühmt.
Normalerweise stehe ich ja solchen zusammengewürfelten Bandprojekten skeptisch gegenüber, hier mache ich aber gerne mal eine Ausnahme, wie auch schon beim Debütalbum ; )
Als Opener wird uns „Don`t stand in my Way“ präsentiert. Dieser startet nach einer kleinen Einleitung direkt mit ordentlichen Bombastmetal los. Hier wird direkt mal gezeigt das das erste Album keine Eintagsfliege war, sondern man schließt hier direkt an die erstklassige Leistung an!
Und so geht es auch erstmal ohne Pause weiter. Denn mit dem anschließenden „Bring Me Home“ hat man eine Powerballade erschaffen die seines gleichen sucht und der Titeltrack „A New Evil“ steht dem Ganze auch in nichts nach und ist ein würdiger Titeltrack.
Nach dem kleinen Ausrutscher „The Night People Rise“ geht es anschließend mit dem klassischen „Save your Prayers“ sowie den beiden Powerballaden „Heartbeat“ und „No Matter How Hard we fall“ direkt erstklassig weiter!
Und was soll ich noch groß schreiben, auch das letzte Drittel der Scheibe ist absolut empfehlenswert und man merkt hier zu jeder Sekunde welch großartiger Songwriter Magnus doch ist.

Anspieltipps:

„Don`t stand in my Way“, „Bring Me Home“, „A New Evil“, „No Matter How Hard we fall“ und „All we Got“.

Fazit :

Auf die Songwriting Künste von Magnus Karlsson kann man sich halt immer verlassen! Das war bei seinen bisherigen Bands und Projekten so und das ist auch beim zweiten Silberling von THE FERRYMEN wieder so.
Dazu kommen natürlich die beiden erstklassigen Mitmusiker mit denen er ein fast durchweg überzeugendes Highlight des diesjährigen Melodic Metal Genre eingespielt hat!
Hier sollte jeder Fan des Genre definitiv fündig werden und kann hier blind zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Don`t stand in my Way
02. Bring Me Home
03. A New Evil
04. The Night People Rise
05. Save your Prayers
06. Heartbeat
07. Our own Heroes
08. No Matter How Hard we fall
09. My Dearest Fear
10. You against the World
11. All we Got

Julian

JOHN HARV`S TWISTED MIND – Into the Asylum

Band: John Harv`s Twisted Mind
Album: Into the Asylum
Spielzeit: 71:35 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 25.10.2019
Homepage: www.facebook.com/metalapolis

STORMZONE Mastermind John “Harv” Harbinson hat in all den Jahren einige Songs angehäuft, die nicht unbedingt zum NWOBHM Stil seiner Hauptband passten. Speziell nach der Veröffentlichung des letzten Albums „Lucifer`s Factory“ schrieb er einige dieser Songs.
Kurzerhand entschloss er sich diese Nummern nun unter eigenen Namen unters Volk zu bringen und so bekommen wir auf seinem Solo Debütalbum „Into the Asylum“ eine breite Bandbreite von Melodic Metal/Rock, Hard Rock und AOR geboten!
Als Backingband hat John einige der besten Studiomusiker Nord Irlands versammelt.
Mit dem Titeltrack und Opener „Into the Asylum“ steigen wir direkt in das Solo Debüt ein. Dieser legt nach einer kurzen Cinematic Einleitung ordentlich los und überzeugt direkt mit seinem Midtemposound und dem eingängigen Chorus. Ein ordentlicher Beginn würde ich sagen!
„She`ll Get You“ im Anschluss ist dann eher guter Standardmetal, „Wolf at your Door“ geht dann eher in die Rock Richtung und entwickelt für meinen Geschmack etwas zu wenig Druck und Zug. Läuft irgendwie etwas an einen vorbei…
Das folgende, etwas episch angelegte „Coming Home“ macht dann seine Sache wesentlich besser und überzeugt wieder direkt und auch das anschließende „Hammerfall“ mit seiner kräftigen Keyboardunterstützung sowie „Tyrannosaur“ setzen sich schon nach kurzem in den Gehörgängen fest!
Der Mittelteil ist dann leider eher recht durchwachsen geworden, es geht dann leider erst wieder beim extrem nach vorne drückenden „Apocalypto“ qualitativ nach oben.
Hier dominieren tiefgestimmte Gitarren und auch sonst ist man hier eher metallisch unterwegs.
Danach gibt es mit dem schön rockigen Doppelpack „Beating of a Heart“ und „Titanic“ sowie dem abschließenden akustischen „Beware in Time“ weitere Hits die den schwächeren Mittelteil dann etwas in Vergessenheit geraten lassen!

Anspieltipps:

„Into Asylum“, „Coming Home“, „Hammerfall“, „Apocalypto“ und „Beating of a Heart“

Fazit :

Eins kann man direkt festhalten, der gute Harv Harbinson hat auf seinem Solodebütalbum einen ordentlich Straus von Rock,. Metal und AOR Songs zusammengeschnürt bei dem auf jeden Fall für fast jeden Fan etwas dabei sein sollte!
Leider ist das Album etwas zu lang geworden, was vor allem im etwas schwächeren Mittelteil auffällt. Hier passt nicht immer alles zusammen.
Trotzdem kann man insgesamt hier doch einige sehr ordentliche Tracks finden und abschließend kommt eine überzeugende, starke Leistung zusammen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Into the Asylum
02. She`ll Get You
03. Wolf at your Door
04. Coming Home
05. Hammerfall
06. Tyrannosaur
07. Touch the Flame
08. Heart of Fire
09. Blood and Tears
10. Apocalypto
11. Beating of a Heart
12. Titanic (Steel Meets Ice)
13. King of Hearts and Minds
14. Beware in Time (Acoustic)

Julian

REXORIA – Ice Breaker

Band: Rexoria
Album: Ice Breaker
Spielzeit: 51:17 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy
Veröffentlichung: 18.10.2019
Homepage: www.facebook.com/rexoriamusic

Na das nenne ich mal fleißig! Nicht mal ein Jahr nach ihrem Debütalbum „Queen of Light“ kehren die Schweden REXORIA wieder zurück und haben ihr zweites Album „Ice Breaker“ im Gepäck.
Erneut hat man hier den typischen Bandsound bestehend aus Folk und Melodic Metal an Bord und auch ansonsten hat sich nicht viel getan bei der Band. Personell unverändert geht es in die zweite Runde!
Das letzte Jahr hat man aber nicht nur für das Songwriting des neuen Albums genutzt, sondern war auch mit so Größen wie SABATON oder BATTLE BEAST live unterwegs.
Mit dem Opener „Velvet Heroes“ beginnt das neue Werk. Und hier wird schnell klar das sich Gott sei Dank so gar nichts am bisherigen Qualitätslevel geändert hat! Schnell und leicht bahnt sich die Nummer direkt ihren Weg in die Gehörgänge.
Nochmal eine Schippe drauf legt man dann beim anschließenden, sehr keboardlastigen, „Fight the Demons“. Hiermit hat man auch den ersten Hit im Gepäck!
Und apropos Hit, nach den beiden Standardtracks „Endless Nights“ und „In the Wild“ gibt es selbigen mit „Reach fort he Heavens in Time“. Hier geht es etwas epischer zur Sache, was der Nummer aber absolut guttut.
Der Titeltrack „Ice Breaker“ wird dann von einem Cinematicteil eingeleitet, was super zur Geschichte passt und auch ansonsten überzeugt der Titeltrack direkt und ohne große Umwege!
Über das instrumentale Zwischenstück „Wind and Rain“ geht es dann in den letzten Abschnitt der Platte der auch richtig stark geworden ist.
Hier hätten wir zum Beispiel als Glanzstücke „Brothers of Asgaard“, „The Raging Thunder“ und „Roaring“ zu nennen.
Da aber auch die anderen Tracks weit weg vom Durchschnitt sind, kann man abschließend nur von einem absolut gelungen zweiten Album sprechen, was sicher vielen Melodic Metalheads gefallen wird!

Anspieltipps:

„Fight the Demons“, „Reach for the Heavens in Time”, “Ice Breaker”, “The Raging Thunder” und “Roaring”.

Fazit :

Ich bin ja schon versucht die 9 Punkte bei diesem rundherum gelungenen zweiten Album von REXORIA zu ziehen! Aber ich denke das hebe ich mir dann für das sicher folgende dritte Album auf.
Denn wenn die Band so weiter macht haben wir hier definitiv würdige Nachfolger der nicht mehr ganz so taufrischen Newcomer BATTLE BEAST.
Wer auf female fronted Melodic Metal steht sollte hier auf jeden Fall direkt zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Velvet Heroes
02. Fight the Demons
03. Endless Nights
04. In the Wild
05. Reach for the Heavens in Time
06. Ice Breaker
07. Wind and Rain
08. The Rise of the Phoenix
09. Brothers of Asgaard
10. The Raging Thunder
11. Roaring
12. Var Verklinget

Video zu „Roaring“:

Julian

EUROPE – The Final Countdown (Re-Release)

Band: Europe
Album: The Final Countdown (Re-Release)
Spielzeit: 68:29 min
Stilrichtung: Hard Rock, Melodic Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: (bereits erschienen)
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Ein Song kann Segen und Fluch zugleich sein. Ein Song kann die gesamte Karriere einer Band für immer prägen und, manchmal, wie Kacke am Fuss kleben. Fragt mal Rex Guildo. Ich kann mich noch genau erinnern wie ich damals, auf einem kleinen Röhrenfernseher inmitten der vor der Hitparade versammelten Familie, Joey Tempest mit rosa Lipgloss und unfassbarer Pudelfrisur „The Final Countdown“ schmettern sah/ hörte. Die Eltern waren entsetzt und das war alles was ich brauchte um meinem Bauchgefühl zu folgen – das sah schon übel aus, keine Frage, aber die Musik war geil. Nun, „The final Countdown“ ist ein Klassiker, ein Rocktrack für die Ewigkeit und nur wenige Lieder vereinen so exemlarisch all die Dinge, ob derer man heute gerne naserümpfend auf die damalige Hairmetal Szene herabblickt. Die Sache war allerdings nicht ganz so simpel wie die Reduzierung auf unverzeihbare Modeausrutscher und cheesige Keyboardsounds suggerieren mögen. EUROPE waren eine an und für sich bodenständige Rockband, die ihr Handwerk mehr als verstand. Was Saitenhexer John Norum auf seiner Strat damals so zum Besten gab war eine edle Mischung aus angesagtem Neo-Klassik Gegniedel (das sein Landsmann Yngwie J. Malmsteen erst so richtig auf die Landkart geshreddert hatte), dunkelblauen Blueslicks und einem typisch schwedischen Melodiegespühr. Nicht umsonst fand Norum, der nach dem kometenhaften Aufstieg der Band und einer immer weiter Richtung Kommerz drifftenden Mannschaft fluchtartig das Schiff verliess, im Anschluss Engagements mit bzw. bei u.a. (erst Don) und später auch Dokken und Glenn Hughes anzunehmen.

Wer auf Hardrock steht und nicht unter einem Stein lebt, dem muss ich das Album wohl nicht wirklich weiter vorstellen, oder? Der Titeltrack ist eine Bank für sich. Hinzukommen noch die herzerweichende Ballade „Carrie“ sowie die Hymnen „Rock the Night“, „Danger On The Track“ und „Cherokee“, die allesamt zum gepflegten Kanon der Hardrockhistorie zählen sollten. Die Scheibe zementierte den Heldenstatus der Truppe und katapultierte die Schweden weit über die Landesgrenzen hinaus an die Stitzen der weltweiten Charts. Das Album hat diverse Neuauflagen spendiert bekommen, und wurde auch mehrmals mit neuen Mastern versehen. Einige dieser Remasters waren, nun ja, nicht das Gelbe vom Ei (um es mal vorsichtig auszudrücken) und konnten einem aufgrund extremer Loudness-Manie die Plomben aus den Zähnen hauen. Das vorliegende Rock Candy Records Remaster ist glücklicherweise nicht so extrem ausgefallen und lässt die Scheibe in schönem Glanz erstrahlen. Als Schmanckerl gibt es noch eine Handvoll guter Bonus-Tracks obendrauf und wie immer, sehr unterhatsame un informative Linernotes.

Der nach Norums Abgang eingespielte Nachfolder („Out of this World“) ist bereits bei Rock Candy Records in einer gepimpten Version erschienen und stand „The Final Countdown“ eigentlich in nichts nach. Dennoch ist das hier besprochene Album der definitive Klassiker der Bandgeschichte, der in keinem gut sortierten Hardroc-Haushalt fehlen sollte. Ein toller Re-Release eines essentiellen Albums.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Final Countdown
02. Rock The Night
03. Carrie
04. Danger On The Track
05. Ninja
06. Cherokee
07. Time Has Come
08. Heart of Stone
09. On The Loose
10. Chaser
11. The Final Countdown (live) (Bonus Track)
12. Danger On The Track (live) (Bonus Track)
13. Carrie (live) (Bonus Track)
14. Seven Doors Hotel (1986 version) (Bonus Track)
15. Rock The Night (B-side remix) (Bonus Track)
16. On Broken Wings (B-side) (Bonus Track)

Mario

MOB RULES – Beast Over Europe

Band: Mob Rules
Album: Beast Over Europe
Spielzeit: 77:24 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.mobrules.de

Haben MOB RULES eigentlich überhaupt schonmal was ansatzweise verkackt? Ich wüsste auf die Schnelle nichts. Insofern geht man mit einer gewissen inneren Ruhe an die neue Live-Platte der sechs Jungs aus dem deutschen Norden, wird schon laufen. Und wie es läuft, meine Freunde. Zuerst einmal muss man bedenken, dass die Truppe um Frontsänger Klaus Dirks heftiges Kompositionstalent besitzt. Der Stil hat sich natürlich im Verlauf der Alben ein wenig entwickelt, aber zu jedem Zeitpunkt ihrer Karriere hatten und haben MOB RULES einen eigenen gelungenen Sound und dazu charakteristische aber vielseitige Melodien parat, die mit ordentlich Energie dargeboten werden. Immer sehr melodisch, klug geschrieben, mit einem sehr kleinen Folk-Touch, selten kitschig und garniert mit Keyboards, die im Vergleich zu anderen Power-Metal-Bands doch verhältnismäßig zurückhaltend sind.
Wer MOB RULES schonmal live erleben durfte, der weiß zudem, dass er hier für wohl nicht mehr als einen schmalen Zwanziger eine der besten Live-Bands (nicht nur) Deutschlands betrachten durfte, die neben offensichtlichem Spaß an der Sache auch einen dermaßen geilen Livesound und spielerische und gesangliche Akuratheit im Gepäck hat, dass man Gefahr läuft, von folgenden Konzerten anderer Bands immer minimal enttäuscht zu sein.
Wie klingt das ganze nun auf einem Live-Album zusammengeführt? Nun, erwartungsgemäß top. Der Sound ist warm, voll und definiert und verschluckt weder Instrumente noch Publikum, die Band agiert on point und insbesondere Klaus beweist mal wieder seine absolute Ausnahmestimme, die live kein bisschen schlechter klingt oder bedient wird als auf Studioalben – vielleicht sogar noch ein bisschen besser.
Mit 77 Minuten Laufzeit und 14 Tracks ist “Beast Over Europe” zudem recht üppig gefüllt. Lediglich die Songauswahl ist minimal streitbar, ein, zwei Alben wurden leider gar nicht berücksichtigt und gerade vom grandiosen und zu Unrecht langsam in Vergessenheit geratenden “Temple Of Two Suns” hätte unbedingt was mit reingemusst. Halber Punkt Abzug, Leute, da seht Ihr mal, wie wichtig das Album ist. Ansonsten ist die Trackauswahl einigermaßen ausgewogen, mit dem tollen folkigen “Rain Song” vom Debutalbum über “The Last Farewell” (danke, dass das drin ist) und “Hollowed Be Thy Name” sind doch einige der Klassiker vertreten, dazu mit “Somerled”, “Dykemaster’s Tale” und “Children Crusade” neuere absolute Brecher. Kein Grund zur Kritik dahingehend. Keine Ahnung obendrein, ob die Pausen zwischen den Tracks nur in der Promoversion drin sind, oder ob das so bleibt. Wäre ein bisschen schade, aber was soll’s?

Anspieltipps: “Somerled”, “Rain Song”, “Children’s Crusade”, “The Last Farewell” und so weiter und so fort.

Fazit:
Hammer-Livealbum von einer Hammer-Band, die nach all den Jahren in letzter Zeit zumindest mal ’n paar Charterfolge verbuchen konnte, nach wie vor jedoch sträflich unterbewertet ist. Diese Band steht beständig für höchste Qualität im Power Metal, “Beast Over Europe” markiert da keine Ausnahme. Und jetzt geht, kauft die Platte und ein Konzertticket.

WERTUNG:

(War nur Spaß mit dem halben Punkt Abzug, aber nächstes Mal wird’s ernst!)

 

Trackliste:

01. Beast Reborn (Intro)
02. Ghost Of A Chance
03. Somerled
04. Black Rain
05. Sinister Light
06. Dykemaster’s Tale
07. My Kingdom come
08. The Last Farewell
09. Children’s Crusade
10. On The Edge
11. In The Land Of Wind And Rain
12. Hollowed Be Thy Name
13. Way Back Home
14. Rain Song

Jannis

FREEDOM CALL – M.E.T.A.L

Band: Freedom Call
Album: M.E.T.A.L
Spielzeit: 43:33 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 23.08.2019
Homepage: www.freedom-call.net

Runde Geburtstage stehen bei deutschen Melodic Metal Urgesteinen von FREEDOM CALL ins Haus! 20 jähriges Bestehen und mit dem neuen Album „M.E.T.A.L“ das 10te Album der Band. Wenn das nicht schon alles Grund genug zum ordentlich feiern ist, gibt es auf dem neuen Album eine kurzweilige Rückkehr zu vermelden! Mit Schlagzeuger Daniel Zimmermann tritt der Mitbegründer der Band bei einem Song mal wieder in Erscheinung und das dürfte alle Altfans, so wie mich auch, sehr freuen!
Und es gibt noch mehr Neuigkeiten, das Personal hat sich mal wieder geändert im Hause FREEDOM CALL. Neu dabei sind Basser Francesco Ferraro (VEXILLUM) und Schlagzeuger Timmi Breideband (Ex AT VANCE, BONFIRE).
Keine Neuigkeiten gibt es natürlich beim Bandsound, der ist nach wie vor mit Melodic Metal der fröhlicheren Sorte angesiedelt.
So genug Infos, ab zur Musik und dem Openertrack „111“. Als Altfan fühlt man sich natürlich direkt mal zu Hause, FREEDOM CALL bleiben halt einfach FREEDOM CALL und das ist auch gut so!
Beim Titeltrack“ M.E.T.A.L gibt es dann endlich den lang erwarteten Gastauftritt von Ur Schlagzeuger Dan Zimmermann, welchen man auch im dazugehörigen Video mittlerweile bestaunen kann. Die Nummer ist eine absolute Livegranate und der erste wirklich Hit der Scheibe, weswegen sie natürlich ohne Umwege auf unsere Hitliste wandert.
Das Happy Metalstück „Ace of the Unicorn“ findet sich dann ebenfalls direkt auf der schon angesprochenen Liste wieder genauso wie das eingängige „Fly with Us“ welches vom Stil her auch auf eine der ersten Alben der Band hätte stehen können.
Dazwischen haben wir das epische „Sail Away“ das ebenfalls absolut gelungen ist.
Bei „One Step into Wonderland“ kommen dann ordentlich Popeinflüsse dazu, klingt ein wenig nach dem Soloalbum von Fronter Chris Bale finde ich.
Und auch danach bleibt die Hitdichte sehr hoch, es gibt eigentlich keinen Ausrutscher zu verzeichnen und die Band spielt ihre Erfahrung voll aus und begeistert einen immer wieder direkt auf Anhieb!
Etwas hervorzuheben sind noch die beiden letzten Tracks „Ronin“ und „Sole Survivor“ da man hier wieder absolut ins obere Qualitätsregal greift.

Anspieltipps:

„M.E.T.A.L“, „Ace of the Unicorn“, „Fly with Us“, „Ronin“ und „Sole Survivor“.

Fazit :

Keine Frage FREEDOM CALL bleiben sich nach wie vor absolut treu! Die Fluktuationen in der Band tun den Ganzen keinen Abbruch und man dürfte mit dem neuen Album genau den Nerv der Fans treffen und geht somit, da man auch durchgängig auf einem absolut hohen Niveau agiert, mit der selben erstklassigen Bewertung wie schon beim Vorgängeralbum „Master of Light“ durchs Ziel!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. 111
02. Spirit of Daedalus
03. M.E.T.A.L
04. Ace of the Unicorn
05. Sail Away
06. Fly with Us
07. One Step into Wonderland
08. Days of Glory
09. Wheel of Time
10. Ronin
11. Sole Survivor
12. Emerald Skies (Acoustic Bonus Track)
13. Warriors (Acoustic Bonus Track)

Julian

NARNIA – From Darkness to Light

Band: Narnia
Album: From Darkness to Light
Spielzeit: 46:54 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Narnia Songs
Veröffentlichung: 02.08.2019
Homepage: www.narniatheband.com

Die christilichen Melodic Metaller von NARNIA sind seit 2016 wieder ordentlich unterwegs! Erst mit ihrem selbstbetitelten Comebackalbum, Rezi dazu findet ihr hier bei uns, und dann gab es 2018 noch die Livescheibe „We still believe – Live in Brazil“!
Nun ist es Zeit für neuen Studiostoff und mit „From Darkness to Light“ erscheint das achte Studioalbum der Band rund um Sänger Christian Liljegren und Gitarrist CJ Grimmark.
Dieses neue Album soll die bisherigen Band und Soundtrademarks wieder bestens fortführen und in Begleitung zum neuen Werk begeben sich die Jungs Ende September auf eine große Welttournee die sie auch durch Südamerika führen wird.
Mit der Vorabvideosingle „A Crack in the Sky” beginnt die neue Scheibe. Melodic Metal ala NARNIA wird uns hier direkt präsentiert, auch wenn es doch stellenweise ein wenig zu brav aus den Boxen tönt. Aber als Einstieg ist das gute Stück bestens geeignet!
Wesentlich besser und mega eingängig geht es dann bei den anschließenden „You are the Air that I breathe“ und „Has the River run dry“ zur Sache. Die Teile drehen nicht nur eine Runde in den Gehörgängen und landen daher direkt auf der Hitliste!
Danach gibt es dann leider erstmal qualitative Abstriche zu machen, denn die nächsten Songs kommen über das Prädikat Standard leider nicht hinaus. Etwas besser wird es dann erst mit dem ruhigeren, atmosphärischen „The War that tore the Land“ und dem anschließenden „Sail On“.
Zum Abschluss kann man dann noch mit dem zweiteiligen Titeltrack „From Darkness to Light“ ein wenig glänzen, aber insgesamt bleibt man auf dem neuen Album doch etwas blass und hinter den Erwartungen zurück.

Anspieltipps:

„You are the Air that I breathe”, “Has the River run dry”, “Sail On” und “From Darkness to Light”.

Fazit :

Stark angefangen aber irgendwie auch stark nachgelassen! So könnte man das neue NARNIA Werk zusammenfassen. Gerade die Songs im Mittelteil sind einfach zu unspektakulär und bleiben irgendwie nicht so recht hängen.
Da bringen die starken ersten und, mit Abzügen, letzten Tracks dann auch nichts mehr und somit bleibt zum Schluss zwar nach wie vor eine solide Bewertung übrig, die aber ganze zwei Punkte unter unserer damaligen Bewertung des Vorgängeralbums liegt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A Crack in the Sky
02. You Are the Air that I breathe
03. Has the River run dry
04. The Armor of God
05. MNFST
06. The War that tore the Land
07. Sail On
08. I will follow
09. From Darkness to Light Part 1
10. From Darkness to Light Part 2

Julian

HOLLOW HAZE – Between Wild Landscapes and Deep Blue Seas

Band: Hollow Haze
Album: Between Wild Landscapes And Deep Blue Seas
Spielzeit: 50.52 min
Stilrichtung: Melodic Hardrock /Symphony Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 12.07.2019
Homepage: www.hollowhaze.com

HOLLOW HAZE – Between Wild Landscapes And Deep Blue Seas
Kompromisslosen Melodic Metal verspricht Gitarrist und Mastermind Nick Savio auf der mittlerweile siebten Studioarbeit der Italiener. Neu an Bord sind Drummer Paolo Caridi, aber vor allem der neue Sänger Fabio Dessi setzt mit seiner warmen Gesangsfarbe einen gelungenen Kontrast zur kühl produzierten Musik des südeuropäischen Quartetts und bereichert die Scheibe hörbar.
Sehr interessante Melodieführung sowie akzentuierter Einsatz von nicht ewig gleich klingenden Keys zeichnen dieses Album aus.
Die prägende, dominante Gitarre arbeitet sich durch die häufig variierenden Geschwindigkeiten der abwechslungsreichen Songs. Das ruhige, stimmungsvolle „I´ll Be there“ erreicht den Hörer ebenso wie die schnelleren, doublebassgetriebenen „Through Space and Time“ und „Resurrection“,Fabio Dessi hat mit allem keine Schwierigkeiten und trägt sie souverän ins Ziel. Die Songstruktur aller elf Stücke legt Wert auf einen eingängigen Refrain, der problemlos im Ohr bleibt.
Das Faible der Italiener für einen zumeist orchestralen Songeinstieg mag dem ein oder anderen etwas too much erscheinen, passt aber irgendwie ins Konzept.
Die Rythmusgruppe bestehend aus Paolo Caridi und Basser Davide Cestaro treibt punktgenau durchs Notengeflecht und lässt Nick Savio den nötigen Spielraum für seine detailreiche Gitarren- und Keyboard Arbeit, die sich mit jedem Durchlauf etwas mehr offenbart.
Betweeen Wild Landscapes and Deep Blue Seas hat nicht nur Knaller, aber alle Songs haben ihre Qualität und ein gutes Niveau und sind von Jacob Hansen erneut klasse gemastert sowie von Simone Mularoni gut abgemischt, sodass ein klarer, druckvoller Sound aus den Boxen knallt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Destinations
02. Oblivion
03. It´s Always Dark Before The Dawn
04. Through Space And Time
05. I Will Be There
06. The Upside Down
07. New Era
08. Different Sky
09 Resurrection
10. You Are my End and My Beginning
11. Behind The Wall

Rüdiger König

Link zu “ Oblivion”:

KINGS WINTER – Forging the Cataclysm

Band: Kings Winter
Album: Forging the Cataclysm
Spielzeit: 25:20 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 22.06.2019
Homepage: www.kingswinter-music.com

Das Ehepaar Jule und Tobias Dahs sind zusammen seit 2017 bei der Band LEVIATHAN aktiv. Sängerin Jule war aber zuvor schon ab 2005 bei den Melodic Metallern von SKADIKA aktiv.
2018 entschloss man sich, erneut gemeinsam, das Sideprojekt KINGS WINTER, benannt nach der Heimatstadt Königswinter, zu gründen um dort eine Mischung aus Classic Rock und Melodic Metal zu spielen.
Herausgekommen ist die Debüt EP „Forging the Cataclysm“ die dieser Tage in Eigenregie veröffentlicht wird und welche wir uns nun gemeinsam mal vornehmen werden!
Als Opener ertönt „Time`s Running Out“ der schon mal schön melodisch nach vorne geht und sich direkt in die Gehörgänge einbrennt. Sängerin Jule hat eine angenehme Stimmfarbe und ein ordentlich rockendes Organ! Weit ab vom dauernden Operngeträller was man häufig vorgesetzt bekommt.
Über das anschließende epische und ebenfalls wieder sehr ordentliche „The Grand Delusion“ geht es zum Titeltrack „Forging the Cataclysm“ der sich wieder relativ schnell als Hit outet und sich so schnell nicht wieder aus den Hirnwindungen entfernen lässt!
Das instrumentale Zwischenstück „At Road`s End“ ebnet dann Weg hin zu den letzten zwei Songs „Age of Reason“ und dem Abschlussbonustrack „A Sailor`s Tale“.
Ersterer ist ein flotter Melodic Metaltrack, letzterer ist eine gefühlvolle Ballade die wunderbar zum dahin träumen einlädt und die Platte wie ich finde wunderbar abrundet!

Anspieltipps:

„Time`s Running Out“, „The Grand Delusion“ „Forging the Cataclysm“ und „A Sailor`s Tale“.

Fazit :

Von KINGS WINTER hatte ich schon gehört und ich war sehr erfreut als man uns die Promo angeboten hat, denn die Qualität der beteiligten Musiker sprach schon mal für sich!
Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht, denn wer auf female fronted Melodic Metal steht der ist hier absolut richtig und sollte sich diese feine EP nicht entgehen lass und über die Bandhomepage erwerben!
Ich hätte gerne auf jeden Fall schnell mehr von dem Ehepaar Dahs und KINGS WINTER, ganz schnell bitte!! : )

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Time`s Running Out
02. The Grand Delusion
03. Forging the Cataclysm
04. At Road`s End
05. Age of Reason
06. A Sailor`s Tale (Bonustrack)

Julian

FRETERNIA – The Gathering

Band: Freternia
Album: The Gathering
Spielzeit: 64:23 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 14.06.2019
Homepage: www.freterniaofficial.com

Freunde, Ihr habt vor Euch die komplette unendliche Entertainmentfülle des Internets. Wenn Ihr regelmäßig die Rock Garage verfolgt, rate ich Euch: Spart Euch diese Rezension zur Power-Metal-Band FRETERNIA, zumindest alles bis zum Fazit. Es gibt wesentlich unterhaltsame Dinge da draußen, Ihr habt diese ganzen Infos in letzter Zeit schon in 70 Rezensionen hier gelesen.

Alle, die hier spontan mal draufgeklickt haben, ohne uns zu kennen: Willkommen. Des Weiteren: FRETERNIA. Eine der berüchtigten -ia/ica-Bands, an deren Namen bereits der unangenehme Geruch von Generik (Generischkeit?) haftet. Moderneren Power Metal mit ordentlich Synths macht man jetzt, wo man sich 2018 plötzlich erinnert hat, dass man eigentlich von 1998-2003 schonmal zusammen in einer Band gespielt hat. Gut, nimmt man halt noch ein Album auf. Das Resultat nennt sich “The Gathering” (Ich möchte eine Verbindung zur erneuten Gatherung der Band nicht ausschließen), ist 13 Tracks und über eine Stunde lang. Die Produktion ist fett, poliert, aber nicht zu sehr, die Synths sind ordentlich disco, aber nicht störend und gut ins Gesamtgeschehen eingefügt. Sänger Pasi Humppi ist nicht der Typ, der große Nuancen in seine Stimme mixt. Dafür zieht er konsequent kraftvoll, klar und treffsicher durch jeden Song und jede Tonlage, hat in höheren Sphären dabei die leicht schreiende Intonation, die man so unter anderem von GLORYHAMMER kennt, aber gefühlt angenehmer.
Die Songs sind allesamt mehr oder weniger klassischer Hamburger Power Metal mit SABATON-Instrumenten. Ab und an wagt man sich in leicht thrashige Gefilde (“Fading The World” und “In Solitude“ – geiler Refrain außerdem. Oder Prechorus oder was auch immer, kann man bei den Jungs nicht so genau sagen), hält sich im Großen und Ganzen aber an die Genrekonventionen. Die Songs sind überdurchschnittlich stark komponiert, aber eben nicht immer besonders überdurchschnittlich. Zwar verstehen FRETERNIA was von interessanten Wendungen und guten Melodien, setzen aber doch ein wenig mehr auf gelungene Standard-Melodien. Herausragende Parts gibt es massig. Der Überrefrain des eigentlich endsongwürdigen “Final Dawn”, der ein bisschen am folgenden piratig/folkigen Gtarrenmotiv leidet, aber da muss man eben durch jo ho; der Chorus von “The Escape”, besagtes “In Solitude”) und Spaß macht die Platte hundertpro. Aber kompositorisch wäre neben der grandiosen Leistung der Musiker und der Mixer noch etwas Luft nach oben. In seiner Gesamtheit ist das Ding 8,24/10-er Power Metal und das ist auf jeden Fall was Gutes.

Anspieltipps:
“Final Dawn”, “The Escape” und “In Solitude”

Fazit:
Willkommen zurück, liebe Rock-Garage-Gemeinde! Kurz und knapp: Saftig produzierter, synth-lastiger Qualitäts-Power-Metal, gespielt von kompetenter Band. Im Endeffekt nicht jeder Song ein Übersong, aber viele gute Ideen, die Ihr zu schätzen wissen werdet. Reinhören auf jeden Fall, kaufen auch gegebenenfalls!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. Reborn
03. Last Crusade
04. The Escape
05. In Solitude
06. Eye The Shadow Of Your Sins
07. End Of The Line
08. Fading World
09. Change Of Life
10. Last Fragments Of Sanity
11. Dark Vision
12. Final Dawn
13. Age Of War

Jannis