Nachdem ich GOD’S GIFT am 28.11.2025 in Traunstein im Cafe Festung das Dritte mal Live gesehen habe und sie einen Tag später nochmal als Support für NITROGODS in Burglengenfeld auftraten nahm ich die Möglichkeit wahr mir diese sehr gute Band ein viertes Mal anzusehen. Also ging es am frühen Abend los in Richtung Burglengenfeld, es hatte noch einen Vorteil, ich habe NITROGODS noch nicht Live gesehen und wollte mir das Trio auch unbedingt ansehen. Dies kann ich von meiner endlosen To-Do-Liste von Interpreten und Bands streichen, NITROGODS check.
Am Vorabend in Traunstein konnten GOD’S GIFT meinen bis jetzt sehr guten Eindruck der Band, egal ob auf Konserve oder Live bestätigen. Und wie soll es anders sein auch am 29. November versetzten GOD’S GIFT dem Publikum einen regelrechten Arschtritt wie bei jedem von mir gesehenen Konzert. Sänger Fares konnte wie von ihm gewohnt mit seinem rauchigen Unterton Akzente setzten, fehlerlos shoutete er sich durch das Set das im Motto des Debütalbums stand. Die beiden Guitar-Heroen Mark und Daniel sorgten für ordentlich Alarm und Melodie, beide bewiesen abermals was sie für talentierte Saiten-Zauberer sind. Egal ob Mark oder Daniel das Solo spielte, oder auch während der Songs passte alles perfekt zusammen. Bassist Reeve besitzt Live eine sehr zurückhaltende und unspektakuläre Spielweise, die allerdings weder langweilig noch unauffällig ist. Er wirkt dabei wie ein 1000 Jahre alter Baum den nichts aus den Wurzeln haut. Und dann kommt das Biest schlecht hin, Mike an den Drums, der Typ besitzt eine energische Spielart die einfach nur auffällt, die Drumsticks hat er voll im Griff und wirbelt die auch gekonnt rum. Vom Stageacting her war viel Bewegung auf der Bühne und die Vier nutzten diese komplett aus. Der Soundmann bewies ein gutes Gehör und sorgte für einen druckvollen Livesound bis in alle Frequenzen. Für mich tadel- und fehlerlos bot die Band ihr Debütalbum Live auf einem sehr hohen Niveau. Wer sich selber überzeugen möchte welche Qualitäten GOD’S GIFT besitzen, es kommen in den kommenden Monaten noch ein paar Auftritte von der Oberpfalz bis nach Oberbayern. Traut Euch ruhig die Musiker anzusprechen, die freuen sich über jeden Zuspruch und sind immer für ein Gespräch zu haben.
www.facebook.com/godsgift.rocks
Setlist GOD’S GIFT
Ain’t Going Back
Trail Of Tears
Call Me Bad
Shake Your Faith
Put It Where You Want It
Silver Of Lead
The Deed Is Done
Race Till Sundown
Dogs On The Run
Dirty Boogie
Ain’t Going Back
Nach der Umbaupause kam das Powertrio NITROGODS ganz unspektakulär auf die Bühne, aber als sie loslegten war gewaltig was los. Ich fragte mich die ganze Show über wie die drei es mit nur einer Gitarre, Bass und Schlagzeug schaffen so einen Sound auf die Bühne zu bringen. Es gibt noch ein Powertrio das ich kenne das auch so eine Power besitzen und die sind in Taufkirchen zuhause. Sänger und Bassist Oimel sorgte für die tiefen Töne und mit seiner doch sehr fertig klingenden Stimme gab er eine mehr als anständige Figur ab. Der Gitarrist Henny hatte seine 6-saitige voll im Griff, wechselte auch öfter durch, je nach Bedarf. Klaus Sperling an den Drums wurde als lebende und wandelnde Bierpulle vorgestellt und spielte auch mal mit einer leeren Flasche, oder kaute auf einem seiner Sticks rum. Der Sound kann schon als brachial und sehr laut bezeichnet werden, trotz der Lautstärke war nichts von Übersteuerung zu hören. Die Songauswahl war sehr gelungen und gab von Punk über Hard Rock bis Heavy Rock alles her. Es wurden auch einige kühle Blondinen mit Schuss konsumiert was bei der Hitze auf der Bühne nicht verwunderlich erscheint. Das Geschehen verteilte sich von den beiden Bühnenseiten bis in die Mitte und jeder der Beiden wanderte mal rum. Gibt es einen Grund zum Meckern, klare Antwort: NEIN! Das Trio haute Song um Song raus und das mit einer Spielfreude die für beste Stimmung im Publikum sorgte. Das war bestimmt nicht das letzte Mal das ich mir NITROGODS Live gegeben habe, da wird es eine Fortsetzung geben, Punkt, Basta, Schluss und Aus.
Setlist NITROGODS
Black Car Driving Man
Valley Of The Gods
At Least I’m Drunk
Rats & Rumours
Broke And Ugly
Boogeyman
Lipsynch Starz
Back Home
Rancid Rock
Left Lane To Memphis
Rotten Sucker
Get Lost
Damn Right
Whiskey Wonderland
Kings Of Nothing
The Haze
Text und Bilder: Balle













