FIREBORN – Dreamcatcher

Trackliste:

01. Dancing With The Villain
02. Set The World On Fire
03. Point Of No Return
04. Likes For A Life
05. Pull The Trigger
06. Little Wanderer
07. Crisis Of Youth
08. Dreamcatcher
09. Flashlight
10. Out Of The Edges
11. Human

Spielzeit: 43:19 min – Genre: Heavy Rock – Label: El Puerto Records – VÖ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/Firebornofficial/

 

FIREBORN bitte wie, wer, wo, was soll das sein. FIREBORN eine deutsche Band die sich mit ihrem DebĂŒtalbum einen Status erspielen konnte und mit diesem Album „Dreamcatcher“ in den Olymp aufsteigen möchte. Ich kannte die Band im Vorfeld nicht und bin erst mit diesem Album auf die Truppe aufmerksam geworden. Mit den ersten klĂ€ngen kam auch ein lautes Oha ĂŒber meine Lippen, das klingt Fett und mit Bomben Stimme die sofort im Ohr hĂ€ngen bleibt. Also lasst Mal hören was ihr so drauf habt, ob ihr den Aufstieg in den Olymp jetzt schaffen könnt. Im Promotext wird FIREBORN fĂŒr Fans von HALESTORM und ALTER BRIDGE empfohlen mit dem Zusatz Classic Rock & Metal. Kopfkratz im Zusammenhang von HALESTORM und ALTER BRIDGE Classic Rock zu erwĂ€hnen ist schrĂ€ger als total schief gewickelt. Beide Bands passen weder zu Classic Rock noch zu Metal, also herrscht von Anfang an ein wenig chaotische Erwartungshaltung was mich erwartet, wird es ein Bringer oder totaler Brechdurchfall?

Zu FIREBORN gehören die nicht nur wahnsinnig Fette Stimme von Jenny Gruber sondern auch die Saiten-Hexer Rick Götze und Dennis Weber, Bassist Christian Lehr und der Drumstick-Schwinger Raphael Singh. Jennys Stimme ist sehr variabel, die kann von zuckersĂŒĂŸ bis bitter-böse gehen und einem dabei den Hintern versohlen. Am besten mundet diese Stimme, wenn sie voll loslegt und mit viel Dreck und Rauch raunzt, faucht und singt wie eine wildgewordene Löwin die ihre Jungen verteidig, allerdings ĂŒberzeugt sich auch wenn es dezentere ZurĂŒckhaltung von ihr gibt. Dabei bewegt sich die Stimme irgendwo zwischen Jennifer Crush, Darby Mills, Janet Gardner oder Noora Louhimo wenn die Druck macht. Die Gitarren sorgen fĂŒr RiffwĂ€nde die sich vor dem Hörer aufbauen ohne dabei einen Deut nachzugeben. Die AusfĂŒhrung der Gitarren wechselt zwischen 80er a‘ la ACCEPT bis ins jetzt zu ALTER BRIDGE, EVANECENCE ohne es dabei in keine Richtung zu ĂŒbertreiben. Wenn es Modern wird bleibt es fĂŒr Traditionalisten immer noch ertrĂ€glich ohne dabei das GefĂŒhl zu entwickeln die Skip Taste zu betĂ€tigen. Der Bass ist kein Leisetreter, hat aber seine liebe MĂŒhe gegen die Stimme, Riffbretter und Drums anzukommen. Das Schlagzeug befindet sich meistens in der modernen AusfĂŒhrung und klingt leider ein wenig blechern, nach Samples, leider vermatschen die runterkomprimierten MP3s die Becken zu einem kastrierten sonst etwas nur nicht Becken. Und da liegt der einzige Kritikpunkt schon auf der Hand, MP3s können mehr Schaden als Nutzen bringen. Der Grund warum ich Streamingdienste meide, MP3 ist kein Format, sondern kastriert Musik. Wave ist das Maß der Dinge.

Der Stil von FIREBORN liegt irgendwo zwischen Tradition und Moderne, aber bei Classic Rock muss sich derjenige der dies im Pressekit angegeben hat verhört haben. Die Gitarren erinnern mich in manchen Momenten an die alten ACCEPT von Mitte bis Ende der 80er aber auch an ALTER BRIDGE oder EVANECENCE, wenn es Modern wird. Dabei schaffen FIREBORN einen Spagat, auf der einen Seite sehr heftig und metallisch auf der anderen Seite den Spirit und Kraft des guten alten Hard Rock wie er in den 80ern angesagt war. Es befindet sich eine Gitarre im Old-School-Hard Rock die andere haut die moderneren Töne raus. Zu heftig wird es eigentlich zu keinem Zeitpunkt, metallisch ja aber das wars dann auch schon. Wie kann man den Stil jetzt am besten einordnen? Ich gebe jetzt mal Modern Heavy Rock an, 60% Moderne, 75% Heavy der Rest ergibt sich dann aus der Bezeichnung Rock. Melodien lĂ€sst keiner der elf Songs vermissen, damit geizen FIREBORN auf keinen Fall. Und es hört sich bei weitem besser an als die Beschreibung vermuten lĂ€sst. Einfach ein Ohr riskieren und sich von einer talentierten Band ĂŒberraschen lassen.

Durch das doch komisch anmutende Klangbild in den höheren Tönen ziehe ich einen halben Punkt ab und bin gespannt ob dieser Effekt auch auf TontrÀger zu hören ist.

„Dancing With The Villain“ ein brachialer Stampfer zum Einstieg ins Album der irgendwo zwischen Hard Rock und Metal wandelt, „Set The World On Fire“ ein melodisches Schmankerl das von den Gittis an die ollen ACCEPT erinnert. „Point Of No Return“ geht sowas von durch jegliche Wand, egal aus welchem Material die auch sein mag, „Likes For A Life“ die Stimme trifft auf moderne Riffs und einem traumhaften Refrain. „Pull The Trigger“ schwere und tiefe Riffs klingen bedrohlich, „Little Wanderer“ eine Powerballade mit Tiefgang und einer verdammt starken Stimme. „Crisis Of Youth“ ein Moderner Brecher der zwischen softer und heftiger hin und her wandelt, kommt stellenweise mit Growls, „Dreamcatcher“ ein Highlight das alles bietet fĂŒr das FIREBORN stehen, Hard Rock Wurzeln, Heavy Riffs und eine moderne Auslegung. „Flashlight“ eine klassische Gitarre trifft auf eine Moderne und modernes Drumset, wird mit viel Melodie und Jennys Stimme kombiniert, „Out Of The Edges“ EVANECENCE trifft auf Melodic Hard Rock der alten Schule, das Ergebnis ist ein Traum von einem Song, „Human“ wandelt gewagt zwischen den beiden Welten Tradition und Moderne.

Balle

Y

DEZPERADOZ – Moonshiner

Trackliste:

01. Evil Wayz
02. Runnin‘ Shine
03. Straight Between The Eyes
04. Moonshine
05. Mexican Border
06. Man Of Constant Sorrow
07. River
08. Lawless
09. My Lucky Graveyardboots
10. Angels‘ Share
11. A Gunmans Trail
12. Never Stop To Start Again

Spielzeit: 55:25 min – Genre: Heavy Southern Rock – Label: El Puerto Records – VÖ: 21.06.2024 – Page: www.facebook.com/DEZPERADOZ/

 

Die DEZPERADOZ sind seit sage und schreibe 25 Jahren aktiv und kommen mit ihrem sechsten Album aus dem Studio das einen in die Zeit der Prohibition entfĂŒhrt. In dieser Zeit als Schmuggler, Schwarzbrenner und Al Capone in den USA zu den grĂ¶ĂŸten Staatsfeinden gezĂ€hlt wurden, entfĂŒhren die DEZPERADOZ den Hörer.

Die Outlaws bestechen schon seit Album #1 mit einem Sound der sich in mehreren Genres heimisch fĂŒhlt und irgendwo zwischen Metal, Southern Rock, harten Country Tönen und Hard Rock bewegt. Die Band geht da ganz unkonventionell an die Sache ran und schert sich nicht im Geringsten was angesagt ist oder nicht, es wird einfach drauf los gerockt ohne dabei auf Grenzen zu achten. Der Hauptanteil des Sounds besteht aus Southern Rock Riffs der Marke RON KEEL BAND, LYNYRD SKYNYRD, DOC HOLLYDAY, MOLLY HATCHET oder THE GEORGIA THUNDERBOLTS mit mehr Druck, dass ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange den die Band geht die Sache von den Gitarren knallhart an und haut einem die Riffsalven nur so in die Fresse. Wobei mich die Gitarren von der AusfĂŒhrung öfters an die Riffrocker von AC DC, RHINO BUCKET und AIRBOURNE erinnern, nur das sich die eben im Southern Heavy Rock befinden und nicht im Hard Rock. Es kommen auch mal so kleine Details wie Mundharmonika Sound zum Einsatz die sich dann sehr gut mit dem Rest der Band vertragen, einfach mal „Moonshine“ mit höherer LautstĂ€rke anhören. „Moonshine“ besitzt einen einzigartigen Charme und hĂ€tte das Potential fĂŒr Airplay im Radio und Discos, bei Biker Treffen wĂ€re der Song der Burner. Das ist den DEZPERADOZ immer noch nicht genug, denn die Jungs spielen auch gekonnt in der Italo Western Liga und wĂŒrden sich auf jedem Soundtrack dieser Streifen sehr wohl fĂŒhlen. Und genauso spielt die Band die gesamte Bandbreite des Heavy Southern Rock aus ohne dabei irgendwie einen Fehlgriff zu machen.

Am besten steht den DEZPERADOZ allerdings der reine und echte Southern Rock ohne dabei zu Heavy zu werden. In diesen Momenten kommt Lagerfeuerromantik, Western und PrĂ€rie Feeling auf, vor dem geistigen Auge baut sich ein Ritt auf der Harley durch die SĂŒdstaaten auf. Da die Vertreter der anstĂ€ndigen SĂŒdstaaten Mucke leider nicht mehr so aktiv oder weit verbreitet wie noch vor 30 bis 40 Jahren sind kann man sich die DEZPERADOZ mal genauer ansehen. Wer auf den Sound des US-SĂŒdens steht kommt momentan nicht um die DEZPERADOZ rum, denn auf „Moonshiner“ befindet sich der Soundtrack fĂŒr die nĂ€chste Sommerparty.

„Evil Wayz“ marschiert gleich mal sowas von nach vorne, „Runnin‘ Shine“ geht mit viel SĂŒdstaaten Vibes und Charme an den Start. „Straight Between The Eyes“ ein wilder Stier auf einem Pfad der Zerstörung, „Moonshine“ stellt sich als Highlight vor, das Ding geht ab wie Sau. „Mexican Border“ das Instrumental fĂŒr einen Italo Western wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, „The Good, The Bad And The Ugly“ oder Django Streifen, „Man Of Constant Sorrow“ hĂ€tten die Southern Rock Heroes oder auch THE BOSS HOSS auf keinen Fall besser hinbekommen. „River“ SĂŒdstaaten Rock wie er sein sollte, mit einer gesalzenen Portion Drama, „Lawless“ Schnappesschmuggler schwingt euch in eure Hot Rods und ab durch die dunkle Nacht. „My Lucky Graveyardboots“ ich verneige mich denn die Zeit bis zum zweiten THE GEORGIA THUNDERBOLTS Album durch die DEZPERADOZ um ein sehr großes StĂŒck verkĂŒrzt wurde, „Angels‘ Share“ hier kommt Hillbilly Stimmung auf, die Jungs spielen selbst die Hillbilly Karte aus. „A Gunmans Trail“ METALLICA auf einem SĂŒdstaaten Trip, „Never Stop To Start Again“ hier zeigt die Band nochmal eindrucksvoll was anstĂ€ndige SĂŒdstaaten Mucke mit viel Drama ist.

Balle

DAVID REECE – Baptized By Fire

Trackliste:

01. Enemy Is Me
02. We’ve Lost The Fight
03. Wrong Move
04. Payback’s A Bitch
05. No Rest For The Wicked
06. Twilight Of The Gods
07. Seasons Of A Man
08. Closer To God
09. The Archbishop Of Anarchy
10. My Heart Burns
11. Acceptance Of Denial
12. Tomorrow Don’t Matter Today

Spielzeit: 48:27 min – Genre: Heavy Rock / Metal – Label: El Puerto Records / Edel – VÖ: 01.03.2024 – Page: www.facebook.com/DavidReeceOfficial

 

FĂŒr alle die DAVID REECE nicht kennen, der Ami mit der markanten Stimme hat seine BĂ€nder schon fĂŒr ein ACCEPT Album, den Melodic Heroes von BANGALORE CHOIR, SAINTED SINNERS und WICKED SENSATION sowie Solo und noch ein paar Dinger mehr in Schwingung gebracht. Durfte ich vor knapp vier Jahren schon sein Soloalbum „Cacophony Of Souls“ reviewen, welches damals bei mir ganz gut wegkam. „Blacklist Utopia“ habe ich irgendwie verschlafen oder ist in der Zeit veröffentlicht worden in der ich Gesundheitlich Probleme hatte. Also liegt es nahe das ich mich wieder um Herrn REECE kĂŒmmere, die Stimme hat in all den Jahren nichts an Ausstrahlung und Faszination verloren, er raunzt, grunzt und shoutet sich immer noch durch die Songs wie am Anfang seiner langjĂ€hrigen Karriere und zeigt dabei immer eine sehr starke Leistung. Ich kenne Leute die mit der Stimme von DAVID nichts anfangen können, ich gehöre in das andere Lager die ganz gut auf das raue und kraftvolle Organ können. Ich bin von Haus aus kein Freund von Kastratenstimmen die in Regionen vordringen die bei mir Kopfschmerzen verursachen, zu solchen Vertretern gehören ROB MORATTI, STEVE PERRY, ROGER HODGSON und die GIBB BrĂŒder, ich sage damit nicht dass sie nicht singen könnten oder schlecht sind, sondern kann mit so hoch gehenden Stimmen nicht viel anfangen obwohl die auch an verdammt viel guten Songs beteiligt waren. Ich stehe einfach auf Stimmen wie die von DAVID, JOHNNY GIOELI, STEVE LEE, RONNIE JAMES DIO und RONNIE ROMERO da kann ich mich am besten entspannen, es gibt auch genĂŒgend die dazwischen liegen die ich mir auch ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum anhören kann aber bei so Stimmen wie die ĂŒber die DAVID verfĂŒgt werde ich immer wieder dazu animiert im Takt mit den Fuß mit zu Wippen.

Neben DAVID sind noch Niccolo Savinelli an den Gitarren, Riccardo Demarosi am Bass und Giovanni Savinelli an den Drums zu hören. Die vier sorgen fĂŒr einen Sturm und ein positives Getöse an den Trommelfellen. Die Produktion kann als gelungen bezeichnet werden und dringt mit Hochdruck in die GehörgĂ€nge vor ohne dass man sich erwehren könnte. Fast schon wehrlos ist man DAVID und seiner Gang ausgeliefert und muss tatenlos dasitzen und sich die Mucke reinpfeifen.

Der Sound kann als krĂ€ftiger Heavy Rock bis in den Heavy Metal gesehen werden, irgendwie ein Zwitter Dasein weder das eine noch das andere. Irgendwo in der gesunden Mitte liegt der Pudels Kern und dem VorgĂ€nger Album „Cacophony Of Souls“. Das Riffing erinnert an einen Hypriden aus Hard Rock und Metal Griffbrettbearbeitung, mit mehr metallischem Anteil. Der Bass hĂ€lt sich sehr auffĂ€llig im Zwischenraum auf und die Drums hauen den Putz von den eigenen WĂ€nden und des Nachbarn. Die Melodien sind immer vorhanden, und fĂŒr nicht Musiker sehr leicht nachvollziehbar ohne dass man sich anstrengen muss. Und genau so leicht verdaulich sollte Musik sein, eingĂ€ngig und nachvollziehbar das man sich nicht die Gehirnwindungen in Tausend Knoten verheddert. DAVID schafft das mit seiner Truppe ohne dabei zu simpel zu klingen.

„Baptized By Fire“ ist genauso stark und sehr gut hörbar wie sein vier Jahre alter VorgĂ€nger „Cacophony Of Souls“, DAVID beweist damit KontinuitĂ€t auf einem hohen Niveau.

„Enemy Is Me“ ein Heavy Anfang der mit einer unwiderstehlichen Melodie aus der Box brĂŒllt, „We’ve Lost The Fight“ ein Stampfer der mit viel Druck daherkommt. „Wrong Move“ lĂ€sst es ein klein wenig ruhiger angehen, „Payback’s A Bitch“ haut wieder besser rein wie der VorgĂ€nger. „No Rest For The Wicked“ hier kommen BANGALORE CHOIR und WICKED SENSATION Gene zum Einsatz, „Twilight Of The Gods“ fĂ€ngt wie ein Blueser an und entwickelt so einen ganz eigenen Charme. „Seasons Of A Man“ hier geben die Jungs metallisch Vollgas, „Closer To God“ geht wieder besser ins Ohr und zĂŒndet gleich beim ersten Durchgang. „The Archbishop Of Anarchy“ geht mit viel dramatischer Stimmung an den Start, „My Heart Burns“ hier kommt beim Riffing volles Metalbrett zum Einsatz, wĂ€hrend in den Strophen Hard (ge)Rock(t) wird. „Acceptance Of Denial“ ein Hard Rocker mit Metal Riffing und geilem Bass gewummer, „Tomorrow Don’t Matter Today“ geht wieder mit Metal Attacken voll auf alles los was nicht bei zwei auf den BĂ€umen ist.

Balle

DUST & BONES – Mission Back To The Fobidden Planet

Trackliste:

01. Mission Start
02. UR R’N‘R
03. Move
04. Remedy
05. Out On That Road
06. Feel Good
07. Earth Stood Still Today
08. For All The Good And The Bad
09. Electrcity
10. Planet 5
11. People Strange
12. This Is Not The End

Spielzeit: 42:04 min – Genre: Rock N Hard Punk Roll – Label: El Puerto Records – VÖ: 26.01.2024 – Page: www.facebook.com/DustAndBonesBand

 

Ich dachte erst es handelt sich um ein neues Album einer gleichnamigen Band aus den USA, deshalb habe ich mich fĂŒr dieses Album gemeldet. Es handelt sich nicht um die US Band sondern um die deutschen DUST & BONES mit dem Undzeichen. Also mal reinhören was die so zu bieten haben, zum Linup gehören Vöhri am Mikro, Bernd und Dirk an den Gitarren, Thorsten an Mikro und Bass sowie Jarle an den Drumsticks.

Die Schwaben sind zurĂŒck um Spaß zu haben, mal sehen ob der Hörer auch Spaß an den Rabauken hat wie sie selber. Eingeleitet wird die Chose von einem Intro in der Machart wie ein Raketen Launch der NASA gefolgt von Hochprozentigem Rock N Hard Roll oder dreckiger Ass Kickin‘ Hard Rock.

Beide Stimmen machen ihre Sache gut, nur hört man einen minimalistischen deutschen Akzent heraus, die Gitarren fahren volles Brett auf, der Bass ist nur bei genauem hinhören zu vernehmen, und die Drums spielen den gnadenlosen Antreiber. Soweit so gut, die Band haut gewaltig auf den Putz und liefert ein Partyalbum fĂŒr 80er Rock- oder Bikerpartys, der eine oder andere Song sollte bei jeder Festlichkeit oder in den letzten verbliebenen Rockclubs fĂŒr steigende UmsĂ€tze an den Bars sorgen können. Songs wie „Move“ oder „Remedy“ besitzen einen ganz eigenen Charme der mich an eine Verschmelzung aus alten ACCEPT, U.D.O. mit den SCORPIONS und einer gesalzenen Portion Rock N Punk Roll und dreckigen Hard Rock erinnert, genau das richtige fĂŒr AnhĂ€nger von AC DC, ROSE TATTOO hier, MOTÖRHEAD, MÖTLEY CRÜE da, woanders dann ACCEPT und U.D.O. mit punkiger Note versehen und fertisch ist die schwĂ€bische Soundschmiede auch genannt DUST & BONES. Dieses Album ist geeignet fĂŒr jeden der gerne Luftgitarren Hero spielt, manche Songs fĂŒr pogende TanzflĂ€chen, die anderen sind coole Trinklieder und ein oder zwei Songs sind gut fĂŒr normale TanzflĂ€chen. Hier wird so einfach sich das liest nur hĂ€rter gepunk-rockt & rollt und wer aufgeschlossen ist kann hier sehr viel Spaß haben wie die Band es auch beim einspielen hatte und auf der BĂŒhne haben werden. Ein frisches Album das das Rad nicht neu erfindet, aber sind wir ehrlich, will das noch einer, ich habe beim Hören Spaß, es ist jetzt kein Überflieger aber einen Platz im gehobenen Mittelfeld kann man diesem Rundling ohne schlechtes Gewissen auf jeden Fall attestieren.

„Mission Start“ leitet das Ganze ein, „UR R’N‘R“ legt gleich mal mit purer Rock N Roll Energie los. „Move” ein Partysong wie er jedem schmecken sollte egal ob nĂŒchtern oder besoffen, „Remedy“ der richtige Song fĂŒr volle pogende TanzflĂ€chen. „Out On That Road” ein schwermĂŒtiger Vollgas Rocker mit Tiefgang, „Feel Good” geht im Bandeigenem Rock N Hard Punk Roll Charme auf die Zwölf. „Earth Stood Still Today” der nĂ€chste melancholische Vollgasrocker, “For All The Good And The Bad” ĂŒberzeugt wĂ€hrend die RAMONES mit MOTÖR AC Rotten TATTOO DC und einer Prise CROSSON kollidieren um in Down Under zu bleiben. “Electrcity” eine rotzfreche Persiflage an den Punk und Rock N Hard Roll geht ab wie eine Katze der man auf den Schwanz tritt, “Planet 5” LEMMY trifft auf die RAMONES. “People Strange” erinnert wieder mehr an die Aussie Rockerfraktion und kann dabei was, “This Is Not The End” tritt zum Schluss nochmal gewaltig in den Hintern.

Balle

PONTILLO AND THE VINTAGE CREW – For The Love Of Blues

Trackliste:

01. For The Love Of Blues
02. City Of Gold
03. Long Time Gone
04. Between The Lines
05. Io Senza Te
06. Falling In Love
07. Sing The Blues
08. The Keeper
09. CC Song
10. Sound Of Hope

 

Spielzeit: 42:20 min – Genre: Rock / Blues Rock – Label: El Puerto Records/Edel – VÖ: 14.04.2023 – Page: www.facebook.com/pontilloandthevintagecrew

 

Langsam wird aus El Puerto Records ein ernst zu nehmendes Label und veröffentlich fĂŒr mich Material von jemand mir nicht wirklich bekannten Gianni PONTILLO mit seiner VINTAGE CREW, beim Namen Pontillo macht es ganz leicht klick. Also mal nachgeforscht wo Gianni schon ĂŒberall mal dabei war und ob mir etwas bekannt vorkommt. Und siehe da schon am Anfang kommen gleich mal die Hard Rocker von THE ORDER, dann folgt auch gleich mal PURE INC. die mir nur vom Namen gelĂ€ufig sind und es kommt doch tatsĂ€chlich die letzte Veröffentlichung von VICTORY die ich mir bis zum heutigen Tag noch nicht angehört habe.

Check Punkt eins ist abgehakt, wer macht noch bei der Retro Rasselbande mit Mark Elliot und Chris Iakab an den Gitarren, Alain Schwaller am Bass und Reto Wild an den Drums. Von den Namen sagt mir das erst mal nichts also noch die anderen Fakten warum ich mich fĂŒr das Album entschieden habe. Da wĂ€re zunĂ€chst die Band stammt aus der Schweiz, ist die sehr kleine Schweiz doch ein Exportland fĂŒr GitarrengeschwĂ€ngerte Mucke von Bands wie KROKUS, CHINA, GOTTHARD, SHAKRA, SATROX, TRANSIT, FIGHTER V, STEVE THOMSON, den Rocker BEN SOLLBERGER, Bens Project AGE OF DISCLOSURE, die Heavy Metaller um Adriano Troiano DISTANT PAST und die von mir in der Zeitmaschine vorgestellten BLUE 46, und noch viele mehr. Alle haben ein Vorliebe fĂŒr E-Klampfen Mucke der hĂ€rteren Art. Und der letzte Fakt warum ich mich entschieden habe war das Blues Rock als Gerne angegeben wurde, also genau das richtige fĂŒr mich wenn ich die Fakten ansehe.

Dann mal der Mucke gelauscht und gleich bei den Vocals kommt mir ein Geraunze entgegen das sowas von ideal fĂŒr Blues Rock ist. So eine Stimme ist einfach fĂŒr hĂ€rtere Mucke gemacht, man kann sich so ein Organ schwer in einem anderen Gerne vorstellen, aber auch das klappt wenn man mal MATTHIAS REIM im Schlager Gerne ansieht, JĂŒrgen Drews hat auch etwas Dreck in der Stimme und NINO DE ANGELO könnte ich mir auch gut in der hĂ€rteren Musik vorstellen. Die Gitarren kommen mit dreckigen Blues Licks um die Ecke und krallen sich sofort in die GehörgĂ€nge um dort fĂŒr Unfug zu sorgen. Ein Lick folgt auf des andere und man muss irgendwie an KROKUS, JOE BONAMASSA, THE WINERY DOGS, die frĂŒhen WHITESNAKE, THE DEAD DAISIES, aber es werden auch wenn es softer wird JOURNEY Ă€hnliche KlĂ€nge angeschlagen und genau in dieser Schnittmenge bewegt sich auch die VINTAGE CREW. Mal ein wenig dezenter vom HĂ€rtegrad oder wie bei den beiden ersten Titeln ohne Gnade voll auf die 12. Dann kommt etwas fĂŒr Nostalgiker, es kommt reichlich Hammond Sound oder dezentere Piano und Keyboard KlĂ€nge zum Einsatz, etwas was fĂŒr mich zum Blues dazu gehört aber öfter nicht dabei ist. Der Bass ist krĂ€ftig vorhanden und wummert gewaltig drauf los. Die Drums sind gut zu vernehmen nur hören sich auf meinem zur VerfĂŒgung stehenden Promo Material die Becken komisch und im Clipping befindend an. Die Becken sind der einzige Kritikpunkt den ich finden kann, sonst hat die Retro CREW eigentlich alles Richtig gemacht und ein Album eingespielt welches Lust auf mehr macht und sehr gut gelungen ist. Eine sehr gute Vorstellung der VINTAGE CREW und wieder einmal beweisen Schweizer das sie mit zu den Besten im Rocksektor gehören.

„For The Love Of Blues“ ein cooler Rocker der fĂŒr jede Grillparty geeignet wĂ€re, „City Of Gold“ klingt dreckig, sumpfig und verdammt nach den SĂŒdstaaten mit allem was einen Blues Rock Song ausmacht. „Long Time Gone“ hier wird ein wenig Dampf raugenommen und man meint es mit einem bluesigen Song von JOURNEY zu tun zu haben, bei „Between The Lines“ wird es balladesk fĂŒr mich ein wenig zu viel Schmalz. „Io Senza Te“ kommt auf Italienisch mit geilem Basslauf, die Romanischen Sprachen passen auch sehr gut zur Rockmucke erinnert irgendwie an die HEROES DEL SILENCIO. „Falling In Love“ fĂ€ngt mit einer geilen Riffsalve an und mutiert im Verlauf zu einem Ohrwurm und coolen Blues Rocker der bestes Radiofutter wĂ€re, „Sing The Blues“ spielt den Arschtreter, hier hört man KROKUS Gene. „The Keeper“ zeigt wieder viel GefĂŒhl aber trotzdem sehr intensiv und dramatisch in Szene gesetzt. „CC Song“ ist fĂŒr mich zu klischeehaft, „Sound Of Hope“ ein typischer gute Laune Radiosong mit geiler Akustikgitarre.

Balle

THE REVENANTS – Ghosts

Trackliste:

CD 1
01. Ghosts
02. Into The Fire
03. Emeraldmine
04. Redemtion
05. Leeches & Whores
06. If We Dance
07. Karma Kills
08. Who Knows
09. Disclosures
10. The End Is Black

CD 2
01. Los Angeles
02. Ain’t No Wine
03. Me And The Sea
04. Mountain
05. Freestreet
06. Roofless
07. Good Men Gone Bad
08. Slippin‘ Away
09. Vendetta
10. Worlds Collide

 

Spielzeit: 87:51 min – Genre: Rock – Label: El Puerto Records/Edel – VÖ: 21.04.2023 – Page: www.facebook.com/TheRevenants.rocks

 

Ich lasse mich gerne ĂŒberraschen, meistens gelingt dies auch Positiv wie die mir damals völlig fremden z.B. THE 450s, TORRENTIAL THRILL und noch einige mehr von denen ich keinen blassen Dunst hatte bis ich Material von den Bands hörte und eine Rezi darĂŒber verfasst habe. So ist es auch bei THE REVENANTS die mir nichts sagen außer der SĂ€nger Michelle Darkness der auch bei END OF GREEN den Posten des Sangesbarden hat.

Im FrĂŒhling 2018 begann THE REVENANTS an ihre eigene Entstehungsgeschichte zu schreiben. Es fing alles damit an als die beiden Seelenverwandten Fabiano Arganese Gitarren und Keyboards und Marc Ayerle Gitarren, Keys, Bass und Drums anfingen im Studio von Marc zu jammen. Die Beiden verfolgten zu dieser Zeit noch keinen Plan, Konzept oder irgendwelche Gerne Limitierungen. Bei der ersten Wochenend Session schrieb das Duo 4 Songs und nahm diese auch gleich auf. Die aufkeimende KreativitĂ€t sorgte dafĂŒr dass konkrete Plane geschmiedet wurden. Marc fragte seinen besten Freund Michelle Darkness (End Of Green) ob er nicht die Vocals dazu beisteuern möchte. Und THE REVENANTS nahm langsam in Form von 20 Songs Gestalt an.

In der Promoinfo des Labels wird als Vergleiche BILLY IDOL und ROXETTE mit einer Prise HIM angegeben. Ich wĂŒrde sogar so weit gehen das auch U2, THE SISTERS OF MERCY, MARKUS WINTER die auch verdammt starken Dark Rock bieten und ein wenig NICK CAVE als Vergleich herangezogen werden kann. ROXETTE von der EingĂ€ngigkeit und Melodien, BILLY IDOL könnte man vom Riffing entfernt her mit reinnehmen. Aber die Oberhand haben die sehr gut dosierten Dark Rock Vibes die dem Album einfach ein gewisses Etwas verleihen.

Mit END OF GREEN bin ich nicht wirklich so vertraut aber was Michelle hier mit seinen StimmbĂ€ndern zaubert liegt irgendwo zwischen Ville Valo von HIM, Andrew Eldritch von den SISTERS und ein klein wenig NICK CAVE. Diese Stimme passt wie die Faust aufs Auge, ich wage jetzt mal die Behauptung das mit einer anderen Stimme hinter den Songs die Mucke nicht diese Anziehungskraft besitzen wĂŒrde. Die Stimme schwebt mit den Gitarren ĂŒber jedem Song. Die Gitarren kommen in etwa der HĂ€rte und Mix wie bei den SISTERS oder auch THE CURE immer genau richtig fĂŒr diesen Genre Mix den THE REVENANTS einem vor den Latz knallen. Kann man da was verkehrt machen, aber ja doch sehr viel sogar, nur nicht bei THE REVENANTS da passt die Klampfe ohne Wenn und Aber. Manchmal meint man das bei der Gitarre auch Blues im Sound mitschwingt und der Pop Rock von INXS. Das Keyboard ist voll auf den Pop / Rock der 80er getrimmt mit leichten Dark Vibes zudem gibt es reichlich Einsatz von PianoklĂ€ngen. Der Bass ist auffĂ€llig in Szene gesetzt nur die Drums hören sich fĂŒr mich nach Elektro Blechkasten (der einzige Minus Punkt den man anfĂŒhren kann).

Die Songs versprĂŒhen trotz sehr viel Melancholie mit viel Liebe zum Detail und ihrem Genre Mix irgendwie besondere Vibes. Es lĂ€sst sich schwer beschreiben trotz der Melancholie schafft es das Trio nicht zu Depri zu klingen und die Kompositionen im Positiven Licht darzustellen. Die Stimme von Michelle hilft da ein gutes StĂŒck mit, da er einige KunststĂŒcke am Mikrofon vollbringt.

Das Album liefert einen Genre ĂŒbergreifenden Rock der nicht zu Dark ist, den mischt das Trio mit verschiedenen Elementen aus Pop Rock und 80er Disco Pop, wobei die Gitarre immer im Vordergrund der Instrumente steht die Keys oder Pianoeinlagen halten sich ein wenig weiter hinten. So kommt auch sehr viel Abwechslung ins Spiel. Es wird alles in einen Mixer getan und am Resultat hört man das die EinflĂŒsse sehr gut mit dem Dark angehauchten Rock und von Pop sehr gut miteinander können. Das mag sich jetzt, ich gebe es zu verdammt schrĂ€g lesen und eine Vollkatastrophe vermuten. Doch weit daneben das Ding rockt auf den 20 Songs ohne Ende und weit von jeglicher Katastrophe, Ausfall oder Rohrkrepierer entfernt, dafĂŒr ist das Material einfach zu Geil in Szene gesetzt. Weder Kitsch, noch Depri oder Langeweile, nein hier wird gerockt was die Gitarren hergeben und Michelles StimmbĂ€nder hergeben.

Dieses Album ist fĂŒr jeden geeignet der nicht nach Stur Schema F auf einen Stil oder Gerne besteht, wer auch ĂŒber den Tellerrand blicken kann entdeckt oft ĂŒberraschend gutes abseits der WohlfĂŒhlzone. Also THE REVENANTS mit dem Album „Ghosts“ eine Möglichkeit geben sich entfalten zu können, den genau so macht Musikhören verdammt viel Spaß und wird auch nicht Langweilig.

Jetzt fĂ€llt mich auch wieder ein an wen mich THE REVENANTS auch noch erinnern. An ein Pop Rock Duo aus Italien Franco Masala und Claudio Causin die mit zwei verdammt geilen Maxis „Voodoo Dance“ 1984 und „Ocean Of Crime“ 1985 frĂŒher in meiner Gegend in den Rockdiscos rauf und runter gespielt wurden. In manchen Discos wurde sogar zum etwas ĂŒber 7-minĂŒtigen „Voodoo Dance“ die Lasershow gemacht sofern vorhanden.

Balle

BLIND THE EYE – The Lion of Lions

Trackliste:

01. The Lion Of Lions
02. Aquilifer
03. As Vesta’s Fire
04. Tauroctony
05. Mars! Exulte!
06. The Roses Of Heliogabalus
07. Crimson Duskfall
08. Imperial Thunder
09. Vae Victis
10. The Humiliation Of Charon

Spielzeit: 44:29 min – Genre: Melodic Death Metal – Label: El Puerto Records – VÖ: 03.09.2022 – Page: www.facebook.com/Blindtheeyeband

 

Wenn ich an Portugal denke, denke ich an ESC-Gewinner, Portwein und sĂŒdliches Flair. Melodic Death Metal wĂ€re das letzte, an das ich in Bezug auf das kleine Land in SĂŒdeuropa einen Gedanken verschwenden wĂŒrde. Und was soll ich sagen
 Böser Fehler, den es mit BLIND THE EYE zu korrigieren lohnt.
2016 von Gitarrist Ramiur Sekh und Drummer Ramiur Rocha in Santa Maria da Feira gegrĂŒndet, veröffentlichet das Quintett mit „The Lion Of Lions“ ein ganz ansehnliches StĂŒck Melodic Death Metal. Nach dem 2018er DebĂŒt „Arise to the Theta State“ und der 2020er EP „Tripolarity“ folgt nun der Rundumschlag der Portugiesen.
Da SĂ€nger DĂĄrio Rosa die Band noch im Aufnahmeprozess verließ, hört man auf „The Lion Of Lions“ den kurzfristig und kurzzeitig eingesprungenen Ricardo Pereira (MOONSHADE) growlen. Komplettiert hat sich die Band aber jetzt mit Rui Antunes, ich bin schon gespannt, ob und wie anders BLIND THE EYE dann klingen.
Das war schon einiges an Aufregung im Vorfeld, hörbare Auswirkungen hat es allerdings nicht, zumal das Songwriting in der Hand von Ramiur Sekh liegt.
Doch nun erstmal zum Album selbst. Als großer Fan des skandinavischen Melodic Deaths Ă  la AMON AMARTH finde ich mich auch bei BLIND THE EYE wieder. Wobei mich der Titeltrack und Opener „The Lion of Lions“ mit seinen sĂŒdlich-melodischen Einlagen immer noch am meisten abholt. Eine EigenstĂ€ndigkeit, die mir bei den ĂŒbrigen Tracks etwas zu kurz kommt.
Doch auch die ĂŒbrigen Songs sind nicht von schlecht. Zu „Aquilifer“, „As Vestas Fire” oder auch “Mars! Exulte!“ lĂ€sst es sich wunderbar abgehen und headbangen und auch mitgrölen. Heiserkeit natĂŒrlich inbegriffen.
Mit „Vae Victis“ und seinen Klargesang-Einlagen gibt es noch eine kleine Abwechslung zu den bereits genannten genretypischen Songs, bevor nach 10 Songs und knapp 45 Minuten die letzte Abrissbirne rausgeholt wird und „The Humilation of Charon“ das Album beschließt.
Alles in allem sind auf „The Lion Of Lions“ alle genretypischen Zutaten. Aggressive Growls und die charakteristische HĂ€rte fehlen zu keiner Zeit, dazu passende Melodien und ordentliches Geschrammel. Eigentlich alles da, was es zu einem guten Album braucht. Dennoch – und hier kommt ein Aber – wĂ€re da nicht die Abnutzungsgefahr nach mehreren DurchgĂ€ngen. Wie schon erwĂ€hnt, fehlt es noch an der EigenstĂ€ndigkeit und dem persönlichen Stil.
Das Quintett steht jedoch noch relativ am Anfang seiner Karriere, mit „The Lion Of Lions“ beglĂŒcken uns BLIND THE EYE gerade erst mit dem zweiten Album und noch lĂ€sst sich nicht sagen, ob und wie der neue SĂ€nger Rui Antunes seine Trademarks setzen wird. Ich bin aber mal positiv optimistisch und vergebe headbangende 7 von 10 Sternen. Ein gutes Album in einer schwierigen Zeit, besser hĂ€tten es andere Bands in dieser Situation auch nicht hinbekommen.

TĂ€nski

Don’t miss it, The Lion Of Lions!