01. Dancing With The Villain
02. Set The World On Fire
03. Point Of No Return
04. Likes For A Life
05. Pull The Trigger
06. Little Wanderer
07. Crisis Of Youth
08. Dreamcatcher
09. Flashlight
10. Out Of The Edges
11. Human
Spielzeit: 43:19 min – Genre: Heavy Rock – Label: El Puerto Records – VĂ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/Firebornofficial/
FIREBORN bitte wie, wer, wo, was soll das sein. FIREBORN eine deutsche Band die sich mit ihrem DebĂŒtalbum einen Status erspielen konnte und mit diesem Album „Dreamcatcher“ in den Olymp aufsteigen möchte. Ich kannte die Band im Vorfeld nicht und bin erst mit diesem Album auf die Truppe aufmerksam geworden. Mit den ersten klĂ€ngen kam auch ein lautes Oha ĂŒber meine Lippen, das klingt Fett und mit Bomben Stimme die sofort im Ohr hĂ€ngen bleibt. Also lasst Mal hören was ihr so drauf habt, ob ihr den Aufstieg in den Olymp jetzt schaffen könnt. Im Promotext wird FIREBORN fĂŒr Fans von HALESTORM und ALTER BRIDGE empfohlen mit dem Zusatz Classic Rock & Metal. Kopfkratz im Zusammenhang von HALESTORM und ALTER BRIDGE Classic Rock zu erwĂ€hnen ist schrĂ€ger als total schief gewickelt. Beide Bands passen weder zu Classic Rock noch zu Metal, also herrscht von Anfang an ein wenig chaotische Erwartungshaltung was mich erwartet, wird es ein Bringer oder totaler Brechdurchfall?
Zu FIREBORN gehören die nicht nur wahnsinnig Fette Stimme von Jenny Gruber sondern auch die Saiten-Hexer Rick Götze und Dennis Weber, Bassist Christian Lehr und der Drumstick-Schwinger Raphael Singh. Jennys Stimme ist sehr variabel, die kann von zuckersĂŒĂ bis bitter-böse gehen und einem dabei den Hintern versohlen. Am besten mundet diese Stimme, wenn sie voll loslegt und mit viel Dreck und Rauch raunzt, faucht und singt wie eine wildgewordene Löwin die ihre Jungen verteidig, allerdings ĂŒberzeugt sich auch wenn es dezentere ZurĂŒckhaltung von ihr gibt. Dabei bewegt sich die Stimme irgendwo zwischen Jennifer Crush, Darby Mills, Janet Gardner oder Noora Louhimo wenn die Druck macht. Die Gitarren sorgen fĂŒr RiffwĂ€nde die sich vor dem Hörer aufbauen ohne dabei einen Deut nachzugeben. Die AusfĂŒhrung der Gitarren wechselt zwischen 80er a‘ la ACCEPT bis ins jetzt zu ALTER BRIDGE, EVANECENCE ohne es dabei in keine Richtung zu ĂŒbertreiben. Wenn es Modern wird bleibt es fĂŒr Traditionalisten immer noch ertrĂ€glich ohne dabei das GefĂŒhl zu entwickeln die Skip Taste zu betĂ€tigen. Der Bass ist kein Leisetreter, hat aber seine liebe MĂŒhe gegen die Stimme, Riffbretter und Drums anzukommen. Das Schlagzeug befindet sich meistens in der modernen AusfĂŒhrung und klingt leider ein wenig blechern, nach Samples, leider vermatschen die runterkomprimierten MP3s die Becken zu einem kastrierten sonst etwas nur nicht Becken. Und da liegt der einzige Kritikpunkt schon auf der Hand, MP3s können mehr Schaden als Nutzen bringen. Der Grund warum ich Streamingdienste meide, MP3 ist kein Format, sondern kastriert Musik. Wave ist das MaĂ der Dinge.
Der Stil von FIREBORN liegt irgendwo zwischen Tradition und Moderne, aber bei Classic Rock muss sich derjenige der dies im Pressekit angegeben hat verhört haben. Die Gitarren erinnern mich in manchen Momenten an die alten ACCEPT von Mitte bis Ende der 80er aber auch an ALTER BRIDGE oder EVANECENCE, wenn es Modern wird. Dabei schaffen FIREBORN einen Spagat, auf der einen Seite sehr heftig und metallisch auf der anderen Seite den Spirit und Kraft des guten alten Hard Rock wie er in den 80ern angesagt war. Es befindet sich eine Gitarre im Old-School-Hard Rock die andere haut die moderneren Töne raus. Zu heftig wird es eigentlich zu keinem Zeitpunkt, metallisch ja aber das wars dann auch schon. Wie kann man den Stil jetzt am besten einordnen? Ich gebe jetzt mal Modern Heavy Rock an, 60% Moderne, 75% Heavy der Rest ergibt sich dann aus der Bezeichnung Rock. Melodien lĂ€sst keiner der elf Songs vermissen, damit geizen FIREBORN auf keinen Fall. Und es hört sich bei weitem besser an als die Beschreibung vermuten lĂ€sst. Einfach ein Ohr riskieren und sich von einer talentierten Band ĂŒberraschen lassen.
Durch das doch komisch anmutende Klangbild in den höheren Tönen ziehe ich einen halben Punkt ab und bin gespannt ob dieser Effekt auch auf TontrÀger zu hören ist.
„Dancing With The Villain“ ein brachialer Stampfer zum Einstieg ins Album der irgendwo zwischen Hard Rock und Metal wandelt, „Set The World On Fire“ ein melodisches Schmankerl das von den Gittis an die ollen ACCEPT erinnert. „Point Of No Return“ geht sowas von durch jegliche Wand, egal aus welchem Material die auch sein mag, „Likes For A Life“ die Stimme trifft auf moderne Riffs und einem traumhaften Refrain. „Pull The Trigger“ schwere und tiefe Riffs klingen bedrohlich, „Little Wanderer“ eine Powerballade mit Tiefgang und einer verdammt starken Stimme. „Crisis Of Youth“ ein Moderner Brecher der zwischen softer und heftiger hin und her wandelt, kommt stellenweise mit Growls, „Dreamcatcher“ ein Highlight das alles bietet fĂŒr das FIREBORN stehen, Hard Rock Wurzeln, Heavy Riffs und eine moderne Auslegung. „Flashlight“ eine klassische Gitarre trifft auf eine Moderne und modernes Drumset, wird mit viel Melodie und Jennys Stimme kombiniert, „Out Of The Edges“ EVANECENCE trifft auf Melodic Hard Rock der alten Schule, das Ergebnis ist ein Traum von einem Song, „Human“ wandelt gewagt zwischen den beiden Welten Tradition und Moderne.
Balle
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