DREAM CHILD – Until Death Do We Meet Again

Band: Dream Child
Album: Until Death Do We Meet Again
Spielzeit: 70:56 min.
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 14.09.2018
Homepage: www.facebook.com/DreamChildRock

Manch einer, der in DREAM CHILDs Debutalbum “Until Death Do We Meet Again” reinhört, dürfte sich an einen der großen Künstler der Rockgeschichte erinnert fühlen. Korrekt, es ist MIKE OLDFIELD. Schon das Intro des ersten Songs ist klar und deutlich eine Abwandlung seines legendären “Tubular Bells”-Motivs und… Ach lassen wir das. Der Bandname ist eine Referenz auf DIOs “Dream Evil”-Album, außer dem Sänger und dem Keyboarder waren alle Bandmitglieder bereits an DIOs Seite tätig und die Stimme von Sänger Diego Valdez (SKILLTRON u.a.) klingt Ronnies nicht nur explizit ähnlich, er weiß sie auch so einzusetzen wie sein großes Vorbild.
Neben der stimmlichen Leistung von Valdez entführt auch die organische Produktion, die natürlich zeitgemäß ein bisschen hochgepusht wurde, den Hörer von UDDWMA in die Zeit von 1975 bis 1995. Garniert wird die ganze Angelegenheit von fein eingesetzten Keys. Von der 70er-Hammondorgel über warm-weiche 80er-Pads bis zu asozialen 90er-Saw-Synths ist die komplette Bandbreite an rock-relevanten Tasteninstrumenten im richtigen Maß vertreten und leistet gute Dienste.
Die Songs klingen durchweg wie – Ihr habt da vielleicht schon so eine Ahnung – Dio. Dabei wird nicht an Dissonanzen gespart, viele der Songs sind erstaunlich wenig eingängig. Wer nach Material im Stil der DIOschen Gassenhauer der Marke “Holy Diver” oder “Rock’n’Roll Children” sucht, wird vor allem bei “In A World So Cold” und “One Step Beyond The Grave” fündig. Wer hingegen Freude an seinen komplexeren und weniger fröhlichen Werken verspürt, der ist unter anderem mit dem verschachtelten Titeltrack oder dem größtenteils instrumental gehaltenen “Washed Upon The Shore” gut beraten. Freunden starker Mittelteile sei generell so gut wie jeder Song ans Herz gelegt, das gleiche gilt für Fans des uninspirierten Ausfadens am Ende eines Tracks.
Negative Kritik? Nun, zuerst einmal ist UDDWMA mit seinen 70 Minuten Laufzeit tatsächlich etwas zu lang, gerade auch innerhalb der einzelnen Songs. Die meisten von ihnen hätte man über vier bis fünf Minuten wesentlich kurzweiliger halten können, wie sich unter anderem bei “You Can’t Take Me Down”, einem der +7-Minüter zeigt. Des weiteren ist das Album, auch aber nicht nur aufgrund des Gesangsstils, am ehesten als Stilkopie zu werten. Es hat den Anschein, als habe man versucht, ein DIO-Album ohne Dio zu produzieren, aber eben auch nicht wirklich mehr. Klar, ein wenig URIAH HEEP ist drin, ein bisschen OZZY und ein bisschen EMERSON LAKE & PALMER auch, aber das Gefühl bleibt, dass hier letztendlich eine (in ihrer Sache sehr gute) DIO-soundalike-Band am Start ist. Das wäre angesichts der großartigen vertretenen Musiker gar nicht nötig gewesen, einen soliden DIO/RAINBOW-Grundspirit hätte man mit mehr eigener Innovation kombinieren können. So hingegen ist UDDWMA ein gutes Album mit etwas zu langen Songs, etwas zu wenig Eingängigkeit, etwas zu viele Fadeouts und leider auch zu wenig Eigenständigkeit – auf hohem Niveau. Wer so etwas mag, der denke sich gerne ein bis zwei Sterne mehr zur Bewertung hinzu. Der Rest kriegt immerhin einen anständigen 70es/80es-Hard-Rock/Heavy-Metal-Flashback verpasst.

Anspieltipps:
“Light Of The Dark”, “Until Death Do We Meet Again”, “In A World So Cold”, “One Step Beyond The Grave” und “Washed Upon The Shore”

Fazit:
Gut gemachter DIO-Sound ohne Dio mit einigen Abstrichen. Fans des guten Mannes (und wer ist das nicht?) sollten aber auf jeden Fall mal reinhören. Denn mehr Liebe als in einem tourenden Hologramm steckt in DREAM CHILDs erster Platte doch auf jeden Fall.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Under The Wire
02. You Can’t Take Me Down
03. Games Of Shadows
04. It Is What It Is
05. Playin‘ With Fire
06. Light Of The Dark
07. Midnight Song
08. Until Death Do We Meet Again
09. Washed Upon The Shore
10. In A World So Cold
11. Weird World
12. One Step Beyond The Grave

Jannis

MAXXWELL – Metalized

Band: Maxxwell
Album: Metalized
Spielzeit: 61:23 min.
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Rock’N’Growl Promotion
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.maxxwell.ch

Lange Heimfahrt mit der Bahn, inklusive mehrerer Umstiege. Wie das so ist: Erstmal Umstieg in den falschen Zug, zurück Richtung Ausgangsort. Zwei Stunden plus, geil. Alles nicht so schlimm, schließlich war der Plan, während der Fahrt die neue Scheibe von MAXXWELL zu rezensieren, und dafür ist nun auf alle Fälle genug Zeit. Nicht nur die Fahrt fällt härter aus als erwartet, auch “Metalized” tut dies, schließlich hat man sich seit dem letzten Release doch deutlich… nun, metallisiert. Und dies demonstrieren die fünf Schweizer äußerst befriedigend anhand von (inklusive Bonustracks) 15 Songs und über einer Stunde Spieldauer.
Die Produktion ist gelungen und funktioniert mit dem Stil der Band bestens, ebenso wie Sänger Gilberto Meléndez, der als erstklassige Rockröhre sowohl mit rauem als auch mit klarerem Gesang vollends überzeugt. Die Stimme passt hervorragend zum Stil der Schweizer: Moderner, ziemlich amerikanisch anmutender Hard Rock mit deutlichen Metaleinflüssen. Relativ einfach gehalten, muss man hinzufügen, schließlich besteht der allergrößte Teil des Albums aus bodenständigen fünf, mit Backing Vocals ab und an sechs, hörbaren Spuren, was MAXXWELL jedoch komplett ausreicht, um eindrucksvoll fett zu klingen.
Dazu kommt ein Gespür für Ohrwurmmelodien. Schon die ersten beiden Tracks erweisen sich in dieser Hinsicht als ordentliche Granaten, die feine Riffs, lässige Hard-Rock-Beats und eingängige Melodien gerade im Chorus souverän miteinander vereinen. “P.U.T.V.” (Pump Up The Volume) zieht erbarmungsloser nach vorne und hebt den Härtegrad etwas an, während “She’s Mine” und “Scars” leicht melancholischer kommen (Gerade “She’s Mine” hätte ich gerne mal ergänzt um Glöckchensynths und eine Oktave tiefere Vocals von den 69 EYES gehört), allerdings nach wie vor problemlos auch live feierbar sind.
“Metalized” fällt wie “The Temple” vergleichsweise unspektakulär aus, das gleicht “Burn” mit seinen coolen Gitarren im Refrain und seinem leicht asozialen Charme jedoch problemlos aus. Bei “Raise Your Fist”, einem schon angesichts seines Titels augenscheinlich als Livesong konzipierten Ding, geht das Tempo nochmal hoch, die “Oooooooh”-Mitgrölchöre werden ausgepackt und es wird, für die Investitionsfreudigeren unter Euch, der Bonusbereich eingeleitet, der mit drei weiteren Songs aufwartet und dessen Niveau den Hauptteil des Albums zumindest ansatzweise erreicht.
Schwäche wie Stärke von “Metalized” ist tatsächlich seine Länge. Über ca. vierzig Minuten machen der Stil von MAXXWELL und die Songs, die sie in diesem stark komponiert anbringen, wirklich Spaß. Über die letzten 20 Minuten zieht sich die Sache dann doch ein bisschen. Dann wiederum wird eh jeder Hörer seine Lieblingssongs nach ein, zwei Hördurchgängen herausgearbeitet haben und das Album auf vierzig echt geile Heavy-Rock-Minuten herunterbrechen können. Und auch, wenn einige der Melodien ein bisschen zu sehr Ami-gelutscht radiotauglich wirken mögen: Wer den Stil mag, wird über weite Teile von “Metalized” sehr gut bedient, von einer Truppe, die ihren Sound bis ins letzte Detail versteht und zu verwenden weiß.

Anspieltipps: “Hurricane”, “Back Again”, “Scars”, “Burn” und “Give It All”

Fazit:
Modern klingender Heavy Rock mit Amirock-Einflüssen, einem Qualitäts-Sänger und einer feinen Mischung aus souveränen Rhythmen, geilen Riffs und eingängigen Melodien. Gut gespielt, gut produziert. Noch Wünsche?

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hurricane
02. Back Again
03. P.U.T.V.
04. She’s Mine
05. Scars
06. Metalized
07. Monsterball
08. Burn
09. Done With You
10. Give It All
11. The Temple
12. Raise Your Fist
13. Independent (Bonus Track
14. Queen Of The Night
15. Schizophrenia

Jannis

CHRIS CAFFERY – The Jester’s Court

Band: Chris Caffery
Album: The Jester’s Court
Spielzeit: 58:06 min.
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 27.07.2018
Homepage: www.chriscaffery.com

CHRIS CAFFERY ist auch einer von denen, die viel herumgekommen sind. Bei SAVATAGE und TRANS SIBERIAN ORCHESTRA sah und hörte man ihn, zuletzt auf der Reunion-Show in Wacken, ebenso bei DORO, CIRCLE II CIRCLE und anderen. Nicht zuletzt veröffentlicht Chris seit 2004 auch Soloalben, wie sich das für einen guten Gitarristen gehört, unter seinem Namen. Sein neuster Streich hört auf den Namen “The Jester’s Court” und vereint über zwölf Songs namhafte Musiker von TSO und SAVATAGE sowie Brian Tichy von WHITESNAKE/FOREIGNER und Alessandro Del Vecchio von JORN/VOODOO CIRCLE.
Die Produktion wurde, ebenso wie das Einspielen der Lead und vieler Background Vocals, der Gitarren, einiger Keyboards und des Basses (abgesehen von den Gastmusiker-Parts), von Chris höchstpersönlich übernommen. Das Ganze kann sich recht gut hören lassen. Grund zur Kritik bieten primär die Drums, die oftmals etwas zu präsent und aggressiv im Vordergrund stehen, und einige Keyboards. Wenn man sich schon entschließt, von jedem Instrument, das man per Keyboard umsetzen möchte, nur den erstbesten Standardsound zu nehmen, dann sollte man diese Sounds nachträglich zumindest noch etwas anpassen. So gut die Keys auch gespielt sein mögen: Der ewig gleiche, hohe und eher billige Streichersound (als Beispiel) geht einem doch nach ein paar Songs echt auf den Sack, zumal er auf “The Jester’s Court” exzessiv verwendet wird. Jut, abgesehen davon ist die Produktion hart und aggressiv und passt durchaus zu Chris‘ Reibeisenstimme.
Musikalisch ist das Werk dann aber doch echt schmackhaft. Gleich “Upon The Knee”, der erste Track, gibt voll auf die Zwölf, mit verhältnismäßig unmelodischem Gesang, trompetenden Gitarren und Doppelbass. Souveräner Einstieg! “1989” beruhigt sich dann anschließend ein bisschen, eskaliert aber komplett am Ende des wahnsinnig geilen, geil wahnsinnigen Soloparts und macht Platz für “Lost Tonight”, die unkitschig-böse und gegen Ende immer intensiver werdende Neun-Minuten-Powerballade.
“Magic Man” ähnelt dem gleichnamigen Energydrink: bisschen billig, gibt aber ordentlich Power. Richtig stark wird es beim Instrumental “Luna Major”, mit von zappeligen Drums getragenem fixen Tempo und einem Wechsel aus E-Orgel- und Gitarrenparts. Und “The Feeling Of A White Lie” entpuppt sich als schwer stampfender, sehr fetter Unteres-Midtempo-Track mit coolem Einsatz der Background Vocals. Das Teil ist so laid back, wie er es bei der Schwere nur eben sein kann. Am Ende wieder Streichergequietsche. Herrje…
“Checkmate” leitet schließlich den Titeltrack ein, der mit klassischen SABATON-BummZapp-Drums (Ihr wisst, was ich meine, ne?) daherkommt, ordentlich treibend und mit starkem Mittelteil. Danach noch “Baby, You And I”, balladig, etwas kitschig, auf Gesangs-, Keyboard- und Bassbasis. Joah.
Zwischen alldem gibt es noch ein paar Songs, die zwar nicht schwach sind, die Qualität der genannten (außer des letztgenannten) jedoch nicht ganz erreichen. Insgesamt starke Sache mit ein paar Abstrichen.

Anspieltipps:
“Upon The Knee”, “Luna Major”, “The Feeling Of A White Lie” und “Watch”

Fazit:
Fans von TSO und SAVATAGE müssen “The Jester’s Court” natürlich eine Chance geben. Fans von aggressivem und vielseitigem Heavy Rock ebenso. Ein wenig mehr Eingängigkeit und ein wenig mehr Arbeit an der Produktion hätten die Scheibe etwas runder gestaltet, gerade hinsichtlich der Keyboards. Wen sowas stört, der orientiere sich an folgender Wertung:

 

 

Wer hingegen über sowas hinwegsehen kann und sich beim Hören eher auf Komposition und spielerisches Talent konzentriert, der findet in “The Jester’s Court” vielleicht kein Werk für die Ewigkeit, jedoch ein echt spaßiges Album, das locker

 

 

verdient hat.

Trackliste:

01. Upon The Knee
02. 1989
03. Lost Tonite
04. Magic Man
05. Protect My Soul
06. Inside My Heart
07. Luna Major
08. Watch
09. The Feeling Of A White Lie
10. Checkmate
11. The Jester’s Court
12. Baby, You And I

Jannis

BIG CITY – Big City Life

Band: Big City
Album: Big City Life
Spielzeit: 93:47 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records
Veröffentlichung: 22.06.2018
Homepage: www.facebook.com/bigcitynorway

Von den Norwegern BIG CITY hatte ich bislang noch nie etwas gehört! Dabei haben die Jungs, die dem Heavy Rock der 80iger frönen, 2013 still und heimlich ihr Debütalbum „Wintersleep“ veröffentlicht. Die Truppe setzt sich aus vielen ehemaligen Bandmitgliedern der Band SCARIOT und WITHEM zusammen, was schon mal klar stellen sollte das hier definitiv keine Anfänger am Werk sind!
Nun ist es also Zeit für das zweite Album der Band mit dem Namen „Big City Life“ und wer so wie ich die Band bislang noch nicht kannte bekommt hier den besonderen Service an die Hand das man sich entschlossen hat das 2013ener Debütalbum „Wintersleep“ gleich im Bundle nochmal wieder zu veröffentlichen.
Somit bekommt man viel Musik für sein Geld und zusätzlich noch einen kompletten und runden Eindruck der Band.
Starten wir unseren Hördurchflug, und legen auch dann unser Hauptaugenmerk, mit dem neuen Album „Big City Life“, wo uns direkt der gleichnamige Titeltrack erwartet. Hier geht es schon mal ordentlich rockig zur Sache, inklusive mehrstimmiger Chöre und Stadionatmosphäre. Typisch 80iger halt!
Mit dem anschließenden „Cryin`in the Night“ geht es etwas flotter zur Sache ohne jedoch an Melodic und Eingängig zu verlieren. Zwar benötigt die Nummer den ein oder anderen Durchlauf, entfaltet dann aber seine wahre Stärke.
Schön episch geht es dann bei „Daemon in the Dark“ zu. Der Track hat absolut keine Probleme sich im Gehörgang festzusetzen und wandert somit relativ fix auf unsere Hitliste.
Das gleiche „Schicksal“ ereilt dann dem flotten „Rocket Man“ welches fröhlich groovend aus den Boxen schallt.
Nach ein bisschen Standardmetalkost geht es bei „Running for your Life“ wieder wesentlich besser und eingängiger zur Sache bevor der gute Faden mit „Tower of Babylon“ ordentlich aufgenommen wird.
Dazwischen liegt noch die Halbballade „Forgive me Now“, die genauso wenig an die bisherigen Hits ran kommt wie das abschließende „Home Again“.
Noch ein kurzer Blick auf das beiliegende Debütalbum „Wintersleep“, hier merkt man der Band ihr Potential auf jeden Fall schon an, aber der neue Diskus ist definitiv hochwertiger. Glanzpunkte hier sind mit Sicherheit der Opener „Midnight Train“, der Titeltrack „Wintersleep“, „Too Late“ und „Iseline“.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Big City Life“, “Daemon in the Dark”, “Rocket Man”, “Midgnight Train” sowie “Wintersleep”.

Fazit :

BIG CITY haben hier auf jeden Fall ein ganz feines Paket für alle Heavy Rock Anhänger der 80iger geschnürt! Fans sollten hier eine gute Mischung aus eingängigen Rockern sowie gefühlvollen Halbballaden finden.
Das schwer erhältliche Debütalbum im Paket ist eine nette Beigabe, es kommt aber definitiv nicht an die neue Scheibe heran!
Insgesamt haben wir hier eine starke Leistung, die dementsprechend benotet wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste Big City Life:

01. Big City Life
02. Cryin`in the Night
03. Daemon in the Dark
04. Rocket Man
05. Stars Surrounding
06. From this Day
07. Running for your Life
08. Forgive me Now
09. Tower of Babylon
10. Home Again

Trackliste Wintersleep:

01. Midnight Train
02. Innocence of a Kill
03. Wintersleep
04. Fire and Stone
05. Too Late
06. The Last Sleep
07. Iseline
08. Love Break the Heart
09. Harbor of Tears
10. Will you be Gone

Julian

LORDI – Sexorcism

Band: Lordi
Album: Sexorcism
Spielzeit: 62:45 min.
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 25.05.2018
Homepage: www.lordi.fi

Rimskin Assassin: Subst., m.: Jemand, der unter Verwendung seines Phallus/eines phallusartigen Gegenstandes ein Attentat auf eines Anderen Arschloch verübt

LORDI-Fan zu sein ist schon anstrengend. Vor jedem Album muss man fürchten, dass es doch wieder irgendwie das selbe bietet, das man eben von den Monstern kennt. Manchmal trifft das zu, manchmal kommt auch eine “Demonarchy”-Albumhälfte und wälzt erbarmungslos alles nieder. So oder so muss man allerdings wohl davon ausgehen, dass das angekündigte Album die Qualität der ersten beiden (vielleicht der ersten vier) Alben nicht erreichen wird, kann aber immerhin damit rechnen, dass man melodischen Hard Rock mit gut ACCEPT-Anleihen und jeder Menge eingängiger Cheesigkeit geboten bekommt. Nun steht “Sexorcism” in den Startlöchern, laut Promotext das wohl kontroverseste Album der Band bislang. Aus der Promosprache in normales Deutsch übersetzt: Die Texte sind stark unter der Gürtellinie, aber natürlich wird sich keiner wirklich drüber aufregen. Kennt man ja so auch schon von “Hug You Hardcore”.
Doch wie ist “Sexorcism” denn nun konkret geworden? Nun, seit “Scare Force One” ist auf jeden Fall eine schwammige Produktion im Stil von “To Beast Or Not To Beast” kein Thema mehr. “Sexorcism” ist soundtechnisch monströs orgasmisch, Ende aus. Klar, ballernd, wie man sich das wünscht. Die Musik an sich lässt sich beschreiben als eine Mischung der Härte der zweiten Albumhälfte des Vorgängers mit den typisch LORDIesken Songstrukturen und Melodieführungen. Und ein bisschen mehr, scheinen die Finnen seit ein paar Jahren doch einen neuen Kreativitätsschub bekommen zu haben.
Das offenbart sich bereits beim Opener und Titeltrack, der sich in Sachen Melodie von anderen Lordisongs deutlich abhebt und akut ins Ohr geht (Schöne “SCG1”-Referenz übrigens im Intro!). Auch textlich macht “Sexorcism” unmissverständlich klar, wo Frankensteins Hammer hängt. LORDI können nach wie vor Storytelling, haben ihren einzigartigen Humor behalten und hauen eine spaßige Geschmacklosigkeit nach der anderen raus. 80er-Schmuddel-Exploitation-Horror mit ordentlich Titten und Blut – umgesetzt als Hard-Rock-Album. Da darf man dann guten Gewissens auch den von Mr. Lordi so gerne zurate gezogene Monsterwortspielsarg aufmachen und das Publikum mit Tracks wie “The Beast Is Yet To Cum” (Och Leute bitte) und “Rimskin Assassin” gleichermaßen für amüsierte Facepalms, Headbangen und fröhliches Mitfeiern mobilisieren.
Tatsächlich wissen die Songs, nachdem die Vorgängeralben doch teils eher uninspiriert ausfielen, auf “Sexorcism” oft wieder zu begeistern. Mit hörbarer Freude lässt man sich von vergangenen Alben inspirieren, huldigt mit “Polterchrist” (Was ein Name) dem guten alten Dr. Sin oder mit “Slashion Model Girls” den “Forsaken Fashion Dolls” – durchgängig auf einem Level, das nicht auf Ideenlosigkeit und das Aufwärmen alter Songs zurückzuführen ist, sondern eher als liebevolle Referenz betrachtet werden muss. Dazu die typischen LORDI-Keyboards, Melodien zwischen Altbewährtheit und gut dosierter Experimentierfreude und ein Mr. Lordi, der sich auf die Gesangsaufnahmen augenscheinlich verantwortungsbewusst mit Whiskey, Zigaretten und Steaks vorbereitet hat. “Sexorcism” ist nicht das beste Album von LORDI, aber es ist nach “Demonarchy” ein weiterer großer Schritt aus der Stagnation der Vorgängeralben – und außerhalb des Kontextes der Band-Discographie ein auf höchstem Niveau unterhaltsames Hard-Rock-Album!

Anspieltipps:
“Sexorcism”, “Slashion Model Girls”, “Polterchrist”, “Hot & Satanned” und “Haunting Season”

Fazit:
Wer LORDI kennt und verfolgt, dem dürften einige Wendungen und Melodien nicht gänzlich unbekannt sein. Trotzdem lohnt sich ein Kauf, denn die Monster klingen so frisch und motiviert wie lange nicht mehr. Für jeden, der LORDI nicht so richtig auf dem Schirm hat: Wer sich über eine Stunde catchy Hard-Rock-Hymnen mit elendig viel Gute-Laune-Potenzial und einer saftigen Portion großartig individuellem Humor entgehen lässt, muss sich nicht wundern, wenn demnächst seine Rimskin assassiniert wird. Seid gewarnt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sexorcism
02. Your Tongue’s Got The Cat
03. Romeo Ate Juliet
04. Naked In My Cellar
05. The Beast Is Yet To Cum
06. Polterchrist
07. SCG9: The Documented Phenomenon
08. Slashion Model Girls
09. Rimskin Assassin
10. Hell Has Room
11. Hot & Satanned
12. Sodomesticated Animal
13. Haunting Season

Jannis

SPITEFUEL – Dreamworld Collapse

Band: Spitefuel
Album: Dreamworld Collapse
Spielzeit: 54:03 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: MDD Records
Veröffentlichung: 27.04.2018
Homepage: www.spitefuel.de

SPITEFUEL, die Truppe die aus der Asche von STRANGLET entstanden sind und mit Sänger Stefan Zörner einen erfahrenen Mann hinter dem Mirko warten mit Neuigkeiten auf.
Nach dem ersten Album „Second to None“ legt man nur knapp 1 Jahr später das zweite Album „Dreamworld Collapse“ nach! Und wie man nachlegt!
Wie der Titel vermuten mag, ist das Ganze ein Konzeptalbum geworden, welches mit einer ausgeklügelten Sci Fi Geschichte, eigens von Sänger Stefan erdacht, aufwartet. Diese tolle Geschichte könnt ihr übrigens auf der Bandhomepage nachlesen. Zurück zur Scheibe, die epischen Konzepttracks sowie die klassisch metallischen Stücke, wie sie auch schon auf dem Vorgänger zu finden waren, halten sich hier sehr gut die Waage. So viel sei schon mal vorweggenommen!
Aber, labern wir nicht mehr viel drumherum, sondern starten klassisch mit dem Intro, dem „Prologue: 8389 A.D. Eine cinematische Einleitung die für das Konzept und die Geschichte bestens passend und auch notwendig ist.
Der erste richtige Track „Brick by Brick“ ist dann Heavy Rock/Metal der sich direkt richtig tief in die Gehörgänge gräbt und sofort alle Muskelgruppen in Bewegung setzt.
Ein toller Einstieg, der mit Shouts und einem starken Refrain noch zusätzlich aufgewertet wird!
Das anschließende „The Secret“ nimmt dann den Faden gekonnt auf bevor dann mit „Ouverture: Inside the Sphere“ der Titeltrack „Dreamworld Collapse“, bestehend aus mehreren Teilen, eingeleitet wird, der den Hauptteil der Konzeptgeschichte erzählt.
Hier fahren die Jungs ganz dick auf, sind schön abwechslungsreich unterwegs und schaffen es das die einzelnen Stücke auch wunderbar alleine funktionieren.
Hier haben wir es definitiv mit dem Herzstück der neuen Scheibe zu tun!
Danach geht es dann mit den zwei klassischen Tracks „Iconic Failure“ und „Under Fire“ weiter wo ganz klar der erstgenannte den Vergleich gewinnt. Die Geschwindigkeit und die Intensität an manchen Stellen des zweitgenannten Tracks sind aber auch nicht zu unterschätzen.
Dann wird es nochmal konzeptionell interessant und eher ruhiger, denn mit „Brilliant White Lies“ steht der nächste überlange und qualitativ hochwertige Track parat!
„Grave new World“ im Anschluss kann dann ebenfalls wieder komplett überzeugen bevor dann klassisch mit dem „Epilogue: 8427 A.D“ die Konzeptgeschichte ihr Ende findet und das Album endet.

Anspieltipps:

„Brick by Brick“, „Dreamworld Collapse“, „Iconic Failure”, “Brilliant White Lies” sowie “Grave new World”.

Fazit :

SPITEFUEL können definitiv auch anders! Das beweisen sie sehr eindrucksvoll auf ihrem neuen Album!
War das Debütalbum noch eher dem Heavy Rock/Metal zuzuschreiben kommt man jetzt wesentlich progressiver und abwechslungsreicher daher.
Die Konzeptgeschichte ist wunderbar umgesetzt und man sollte sie sich definitiv mal auf der Bandhomepage zu Gemüte führen!
Well done Jungs, ich bin sehr gespannt was ihr uns als Nächstes präsentiert! Eine glasklare Kaufempfehlung gibt es hier für die geneigte Fangemeinde.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prologue: 8389 A.D.
02. Brick by Brick
03. The Secret
04. Ouverture: Inside the Sphere
05. Dreamworld Collapse Pt. I
06. Interlude: The Funeral of Youth
07. Dreamworld Collapse Pt. II
08. Iconic Failure
09. Under Fire
10. Brilliant White Lies
11. Grave new World
12. Epilogue: 8427 A.D

Julian

PANORAMA – Around the World

Band: Panorama
Album: Around the World
Spielzeit: 45:55 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records
Veröffentlichung: 12.01.2018
Homepage: www.panorama-band.com

Einmal mehr ertönt der Newcomer Alarm in unserer Rock-Garage. PANORAMA machen sich auf die Heavy Rock Welt im Sturm zu erobern und würzen dies mit einem gehörigen Schuss AOR!
Bei genauem hinsehen, stellt man aber fest das die hier beteiligten Musiker definitiv keine Grünschnäbel mehr sind! Denn wir hätten hier Christian Palin (RANDOM EYES, Ex ADAGIO) am Mikro, Dennis Ward (PINK CREAM 69, UNISONIC) am Bass, Sammy Lasagni (GODS OF SILENCE, Ex KIRK) sowie Ben Varon (AMORAL) an der Gitarre und Philipp Eichenberger (GODS OF SILENCE, Ex KIRK) hinter der Schießbude.
Ordentlich musikalische Erfahrung also die uns hier entgegenschlägt, da kann man sich schon mal auf ein sehr ordentliches Debütalbum, welches übrigens den Namen „Around the World“ trägt, einstellen!
Der Opener und Titeltrack „Around the World“ gibt dann auch direkt die qualitativ hochwertige Marschrichtung vor. Ordentlich druckvoll und mit einer guten Mischung aus AOR und Rock inklusive schmissigen Chorus bohrt sich die Nummer direkt in die Gehörgänge. Ein sehr überzeugender Start also!
Wesentlich erdiger, aber qualitativ genauso überzeugend und einprägend kommt dann auch das nachfolgende „Standing my Ground“ aus den Boxen geschossen bevor es mit „The Glory within“ zum ersten Mal so richtig eher in die Heavy Rock/Melodic Metalschiene geht. Der Song hat einen tollen epischen Touch, der schön hervorsticht.
„Gates of Babylon“ ist dann wieder eher ein metallischer Song, bevor es mit „The Hightest Mountain“ ruhiger wird.
Ihr vermisst mehr Rock, kein Problem mit dem anschließenden „Jamming in the Jungle“ werdet ihr bestens bedient und hier hört man sogar ein wenig DEF LEPPARD Feeling heraus!
Der nächste richtige Ohrwurm wird uns dann mit dem, wieder mehr metallisch tönenden, „The other Side“ geboten. Hier kann man wieder richtig schön mitbangen und das Stück geht wunderbar in die Gehörgänge.
Das letzte Drittel der Scheibe bietet uns dann wieder eine bunte Mischung aus AOR, Rock und Metal und besonders das knackige „Shout it Out“ sticht hier etwas hervor.

Anspieltipps:

Mit “Around the World”, “Standing my Ground”, “The Glory within”, “The other Side” und “Shout it Out” solltet ihr bestens bedient sein.

Fazit :

Wie schon vermutet erwartet uns mit dem ersten Diskus von PANORAMA ein sehr ordentliches Debüt welches nur so von erstklassigen Songs strotzt! Cruisen mit dem Cabrio ist aktuell aufgrund der Temperaturen nicht möglich, aber mit “Around the World” kann man mit Sicherheit einige rockige Autofahrten erleben. Ordentlich aufdrehen damit die anderen auch was von diesem tollen Debütalbum mitbekommen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Around the World
02. Standing my Ground
03. The Glory within
04. Gates of Babylon
05. The Highest Mountain
06. Jamming in the Jungle
07. One for All
08. The other Side
09. Heart has been broken
10. Shout it Out
11. World on Fire

Julian

SHAKRA – Snakes & Ladders

Band: Shakra
Album: Snakes & Ladders
Spielzeit: 50:24 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 10.11.2017
Homepage: www.shakra.ch

„Snakes & Ladders“ das ist der englische Name des Leiternspiels. Ein simples Brettspiel wo es nur ein Ziel gibt, ganz nach oben zu kommen! Und das haben die Jungs von SHAKRA ja schon immer vorgehabt und mit ihrem letzten Album „High Noon“, dem Comebackalbum von Sänger Mark Fox, knackten sie die Schweizer Bestenliste auf Platz 2 und stieße auch in Deutschland in die Charts vor.
Nun soll es also mit dem neuen Album noch höher hinaus gehen und man darf gespannt sein wie SHAKRA im Jahre 2017 nun klingen?
Als erster Eindruck ertönt als Opener „Cassandra’s Curse“ und man reibt sich erstmal verwundert die Augen ob das wirklich die Rocker SHAKRA sind? Denn das Ganze kommt doch ziemlich erdig und getragen ja schon etwas mystisch um die Ecke, was es natürlich aber umso besser macht! SO hat man die Jungs wirklich noch nie gehört und als Einstieg bzw. Appetithappen ist der Track daher wunderbar geeignet!
Nachdem gewöhnlichen Rocker „Friday Nightmare“ nimmt dann der Titeltrack „Snakes & Ladders“ das oberste Qualitätslevel wieder gekonnt auf.
Der Mittelteil wird dann mit „The Seeds“ und dem bluesigen „Rollin“ sehr ordentlich ausgefüllt bevor es dann mit „Medicine Man“ und „I will rise again“ die nächsten absoluten Ohrbomben ganz im SHAKRA Stil zu verzeichnen gibt!
Zu Beginn des letzten Abschnittes haben wir dann mit „Open Water“ eine schöne Ballade wo vor allem Sänger Mark wieder richtig zeigen kann über welche tolles Gesangsorgan er verfügt.
Die drei letzten Songs sind da alle auch noch ganz ordentlich gelungen, können zwar nicht ganz an die bisherigen Anspieltipps anknüpfen, aber sind auch von Ausfällen meilenweit entfernt! Gerade das abschließende „End of Days“ kann hier auch nochmal so richtig punkten.
Insgesamt sind es einfach gute, ordentliche Heavy Rock Songs die jeder Fan gerne an und aufnehmen wird.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier „Cassandra’s Curse“, „Snakes & Ladders“, „Medicine Man“, „I will rise again“ sowie „Open Water“ genauer zu Gemüte führen.

Fazit :

SHAKRA bleiben einfach qualitativ auf einem hohen Level das kann man recht schnell bestätigen wenn man das neue Album hört. Es gibt, vor allem mit dem Opener, auch die ein oder andere Überraschung zu verzeichnen und alle Songs sind auf einem guten bis sehr guten Qualitätsniveau.
SHAKRA oder Heavy Rock Fans können hier ohne Probleme zugreifen und wenn die Jungs so weiter machen dann müssen sich die Genrekönige von GOTTHARD bald warm anziehen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Cassandra’s Curse
02. Friday Nightmare
03. Snakes & Ladders
04. Something You Don’t Understand
05. The Seeds
06. Rollin
07. Medicine Man
08. I will rise again
09. Open Water
10. The Race of my Life
11. Fire in my Veins
12. The End of Days

Julian

VOODOO SIX – Make Way For The King

Band: Voodoo Six
Album: Make Way For The King
Spielzeit: 01:06 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: White Knuckle Records/Soulfood Music
Veröffentlichung: 08.09.2017
Homepage: www.voodoosix.com

„Make Way For The King“ ist das vierte Album der Briten von VOODOO SIX. Nach einigen Line-Up-Wechseln steht nunmehr der dritte Sänger in Form von Nik Taylor-Stoakes am Mikro, an der Gitarrenfront stehen Matt Pearce und Craig Price, den Bass schwingt Tony Newton und am Schlagzeug sitzt Joe Lazarus. Vier Jahre nach dem letzten Album „Songs To Invade Countries To“ wurde „Make Way For The King“ von Tom Fletcher (Suicidal Tendencies, Ozzy, Steve Lukather, Yes, Jeff Beck, Scorpions, Malmsteen) produziert und erschien am 8. September. Eine Tour zum Album ist auch in Planung, nun jedoch erst einmal zur Musik.
Einen energetischen Einstieg bietet “Electric”, der Titelsong “Make Way For The King” schließt hier nahtlos an. „Let Me Walk“ ist Hard Rock in Reinstform bevor „Falling Apart“ langsam und schwer anrollt und dann an Fahrt gewinnt. „Riot“ kommt mir vom Stil her wie eine komische Mischung aus DEEP PURPLE und FOO FIGHTERS vor, funktioniert auf jeden Fall und wird gefolgt von „Until The End“. Hier wird ein nettes Riff geboten, welches ein bisschen an AC/DC erinnert, nur härter. „Release The Hounds“ ist ziemlich funky mit einem Bassintro und „The Choking“ kommt relativ grungig daher. „Walk A Mile“ erinnert anfangs etwas an IRON MAIDEN, geht dann aber sofort rotzig rockig weiter. Der Refrain nimmt dem Song etwas die Energie, die er in den Strophen aufbaut und lässt einen etwas dem Knaller vermissen. „Wasteland“ spielt und den Blues und das Schlusslicht „Swept Aside“ ist etwas ruhiger, fast schon balladig für das Album.

Fazit: Diese Scheibe bietet killer Riffs, rauen Gesang und Hard Rock, welcher mal bluesig und klassisch, mal moderner, aber immer groovig ist. Der absolute Hit fehlt zwar, aber mit „Falling Apart“, „Electric“ und „Make Way For The King“ ist man auch nicht zu weit entfernt davon. Eine eindeutig empfehlenswerte Platte!

 

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Electric
02. Make Way For The King
03. Let Me Walk
04. Falling Apart
05. Riot
06. Amen
07. Until The End
08. Release The Hounds
09. The Choking
10. Walk A Mile
11. Wasteland
12. Swept Aside

Lotta

 

MIRRORPLAIN – Path Of Salvation

Band: Mirrorplain
Album: Path Of Salvation
Spielzeit: 50 min
Stilrichtung: Rock, Alternative
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 08.09.2017
Homepage: mirrorplain.de

Erst am Montag wurde MIRRORPLAIN bei unserer Talentschmiede vorgestellt, nun gibt es schon die Review zu ihrem Debutalbum „Path Of Salvation“. Die Band aus Finnentrop besteht aus Christian Döring, Jeremy Vollmert, Sascha Drendel, Kevin Ax, Nikolas Hoffmann und als Live Support Jan Ackerschott. Das Album besteht aus neun Songs mit einer Spielzeit von 50 Minuten und wurde von Hilton Theissen produziert.
Mit “Fortune” gelingt ein epischer Start bevor eine Orgelspur den bandbenannten Song „Mirrorplain“ einleitet und auch über den Rest des Songs begleitet. „Salvation“ ist eine weitere großspurige Nummer, zu der es auch schon ein super Video gibt. „Eternal Jack“ ist eine Ballade mit emotionaler Einlage, der Anfang von „Reparation“ erinnert etwas an „Behind Blue Eyes“ in der Version von LIMP BIZKIT. Mit „Unsought“ kommen wir in die etwas härteren Gefilde und „Angel Without Wings“ scheint eine gefühlvolle Powerballade mit Streichereffekten und Piano zu sein. Einen Bonustrack gibt es in Form von „Jerz Off“ ebenfalls.
Musikalisch handelt es sich hierbei um alternativen heavy Rock mit progressiven Zügen. Der Sound des Albums kann sich auf jeden Fall sehen lassen, genauso wie die einfallsreichen und variierenden Songideen. Dass wir es hier mit ein paar kreativen Köpfen zu tun haben sieht man auch an den schon bestehenden Videos zu „Salvation“ oder auch „Fortune“. Mir persönlich fehlt etwas die Eingängigkeit, wirklich festsetzen tun sich die Songs nämlich nicht und auch gesanglich ist aus der an sich sehr schönen rauen und gleichzeitig einfühlsamen Stimme noch mehr rauszuholen. Ein Song wie „Reparation“ lässt sich guten Gewissens als Anspieltipp empfehlen, genauso das härtere und ernste „Fortune“.
Insgesamt kein perfektes Album, aber auf jeden Fall eine junge Band mit Potential, die man sich merken sollte, wenn man auf alternativen Rock steht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fortune
02. Mirrorplain
03. Salvation
04. Eternal Jack
05. Reparation
06. Unsought
07. Angel Without Wings
08. Tower Of Babel
09. Jerz Off (Bonus Track)

Lotta