GHOST AVENUE – Full Throttle

Trackliste:

01. Killer
02. Highwayman
03. Full Throttle
04. Wild and Free
05. Freedom Fighter
06. Coast to Coast
07. Seas of Thunder
08. Ride the Night

 

 

Spielzeit: 35:08 min – Genre: Heavy Rock/Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 19.06.2026 – Page: www.ghostavenue.com

 

Ganze 6 Jahre ist es her das uns die norwegischen Metaller von GHOST AVENUE mit einem neuen Album beglückt haben! Zeit das sich das ändert.
Komplett in Eigenregie haben sie dieser Tage ihr neues Album „Full Throttle“ veröffentlicht.
Man war aber nicht untätig in den 6 Jahren, sondern spielte einige Liveshows und Touren.
Bislang waren die Jungs mit ihren bisherigen Alben bei uns in der Rock-Garage immer wieder zu Gast, so war dann auch, nach einer netten Anfrage der Band, klar das wir uns natürlich auch dem neuen Album widmen werden.
Personell sehr stabil, nur auf einer Gitarrenposition musste man neues Personal im Vergleich zur letzten Scheibe „Even Angels Fall“ finden, präsentiert man uns auf dem neuen Diskus 8 Tracks irgendwo in der Schnittmenge zwischen Heavy Rock/Metal und Melodic Metal.
Gemischt von Markus Teske soll auf dem neuen Album auch ein ordentliches Live Feeling rüberkommen vom Sound her.

Na, schauen wir mal, ob das so ist und werfen direkt ein Ohr auf den Opener und die Videosingle „Killer“. Eine recht klassische Metalnummer mit einprägsamem Refrain die ohne viel drumherum schnell zum Punkt kommt. Als Opener also bestens geeignet!
Passend zum Titel sind „Highwayman“ und auch der Titeltrack „Full Throttle“ bestens für die Autofahrten geeignet, haben einen tolle Groove und bleiben recht schnell im Hirn hängen.
Das erdige und getragene „Wild and Free“ bildet den Albumteiler und kann mit dem satten Groove sowie den einprägsamen Refrain gut punkten.
„Freedom Fighter“ reiht sich da im Anschluss eigentlich gut ein und bei „Coast to Coast“ haben wir mal etwas Abwechslung vom bisherigen Songaufbau her, was die Nummer direkt interessant macht.
Mit „Seas of Thunder“ bahnt sich dann die nächste Vorabsingle ihren Weg durch die Boxen. Die Nummer hat einen schönen epischen Touch und Sänger Kim kann zeigen das er nicht nur der klassische Metalshouter ist, sondern auch ein paar andere gesangliche Moves drauf hat.
Zum Abschluss der Scheibe gibt es mit „Ride the Night“ nochmal recht klassischen Heavy Rock/Metal auf die Ohren, welcher schön atmosphärisch aus den Boxen kommt.

Manchmal braucht es nur eine recht klassische Heavy Rock/Metal Scheibe, um einen glücklich zu machen!
Klar die neue Ghost Avenue Scheibe gewinnt keinen Innovationspreis und Fronter Kim ist auch eher der klassische Metalshouter aber mehr braucht es manchmal halt einfach auch nicht.
Die Songs hier sind alle gut hörbar und wissen auf ihrer Art schon zu überzeugen.
Von daher sollte man der doch noch recht unbekannten Band und ihrem neuen Diskus auf jeden Fall mal eine Chance geben!
Solide Leistung, wie auch schon auf dem letzten Album!

Julian

 

ELEGANT WEAPONS – Evolution

Trackliste:

01. Evil Eyes
02. Generation Me
03. Bridges Burn
04. Holy Roller
05. Come Back To Me
06. The Devil Calls
07. Thrown to the Wolves
08. Shooting Shadows
09. Rupture
10. Mercy of the Fallen
11. Keeper of the Keys

Spielzeit: 54:15 min – Genre: Heavy Metal/Rock – Label: Exciter Records – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.facebook.com/elegantweaponsband

 

2022 ins Leben gerufen, hat sich die Band ELEGANT WEAPONS rund um Mastermind Richie Faulkner (JUDAS PRIEST) mit ihrem 2023 erschienenen Debüt-Album „Horns For A Hallo“ schnell einen Namen in der Metalszene gemacht. Nun kehrt die Band mit ihrem neuen Album „Evolution“ wieder zurück, um das ordentliche Debütalbum zu toppen.
Leider gibt es ein paar Besetzungswechsel zu vermelden, denn mit Mastermind Ritchie Faulkner und Sänger Ronnie Romero (RAINBOW) sind nur noch zwei vom Debütalbum dabei. Neu an Bord sind nun Bassist Dave Rimmer (URIAH HEEP) und Drummer Christopher William (ACCEPT) die wie ihre Vorgänger ebenfalls keine Unbekannten im Metalkosmos sind.
Und auch das Label ist neu, man ist nicht mehr beim Branchenschwergewicht Nuclear Blast sondern beim amerikanischen Label Exciter Records.
Nachdem das Debütalbum bei mir auch ganz ordentlich angekommen war, aber für mich noch Luft nach oben hatte war ich sehr gespannt auf den neuen Diskus.

Und in den horchen wir nun direkt einmal rein nämlich mit dem Opener „Evil Eyes“ der gleich zeigt, wo der Hammer hängt. Rockige Riffs und ein satter Groove zerlegen mal direkt eure Boxen. Die Nummer bahnt sich direkt den Weg in eure Gehörgänge, kein Wunder das das Teil eine der Videosingles geworden ist.
Als Opener also perfekt gewählt!
Noch etwas erdiger ist das folgende „Generation Me“ geworden. Hier ist das Glanzstück auf jeden Fall der Refrain geworden der sich ebenfalls wieder metertief in den Gehörgängen festsetzt das es eine wahre Freude ist.
Mit der nächsten Videosingle „Bridges Burn“ geht es direkt weiter. Rockig, satt und wieder absolut eingängig kommt die Nummer aus den Boxen. Ronnie Romero singt gnadenlos, die Riffs von Ritchie sitzen wie angegossen und die Ryhtmusfraktion sorgt für den notwendigen Punch. Sehr schön!
Der Mittelteil hält dann sehr unterschiedliche Songs bereit, da hätten wir den Rocker „Holy Roller“, die vor Blues Einflüssen nur so strotzende Ballade „Come Back to Me“ und die nächste Ohrbombe „The Devil Calls mit schöner Keyboardunterstützung“.
Passend zum kommenden Sommer und den langen Autofahrten, am Besten mit Fenster runter ist dann „Thrown to the Wolves“ und bei „Shooting Shadows“ gibt es ein paar schöne, epische Melodiebögen die auch wieder in einen geilen Ohrwurmchorus münden.
Nach dem instrumentalen „Rupture“ gibt es mit „Mercy of the Fallen“ erneut einen straighten Rocker auf die Ohren bevor wir mit dem mit ordentlichen Hammond Orgel gewürzten „Keeper of the Keys“ einen würdigen weiteren Abschlusshit haben der ein Album beschließt was ich so stark nicht erwartet hätte!

Das Debütalbum von ELEGANT WEAPONS ließ mich noch etwas unbefriedigend zurück, bei den starken Musikern hatte ich mir wesentlich mehr im Endergebnis erwartet. Beim aktuellen, zweiten Album waren meine Erwartungen niedriger, und vielleicht war das genau die richtige Herangehensweise wobei ich auch sagen muss das hier die Songs wesentlich zielsicherer treffen und es hier nur so von Rockhits wimmelt!
Ein bockstarkes, zweites Album von sehr erfahrenen Musikern denen man zu jeder Sekunde ihre Erfahrung anmerkt.
Eines der Rock Highlights in diesem Jahr, da lege ich mich jetzt schon fest! Ein Muss und absolute Kaufempfehlung für den gepflegten Heavy/Hard Rocker mit der entsprechenden Top Note!

Julian

 

 

THE ORDER – Empires

Trackliste:

01. Empires
02. Fight For Your Rights
03. Warriors
04. Thieves In The Night
05. Living For The Nightlife
06. Wherever I Go
07. The Last Call
08. Of Matyrs And Tyrants
09. The Bonehead’s Back – Promises And Illusions

 

 

Spielzeit: 45:52 min – Genre: Heavy Rock – Label: Massacre Records – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.facebook.com/theorderofficial

 

THE ORDER aus der Schweiz kehren mit ihrem siebten Album zurück auf die Bühne. Die sechs bis jetzt veröffentlichten Alben fanden sehr großen Anklang bei der Hörerschaft und konnten begeistern. Ob Album #7 diesen erspielten Standard halten kann zeigt sich in der kommenden dreiviertel Stunde.

Zu THE ORDER gehören Gianni Pontillo am Mikro, Bruno Spring an Gitarre, Alain Schwaller an Bass und Mauro „Tschibu“ Casciero am Schlagzeug. Gianni der auch schon für andere seine Stimmbänder zum Schwingen brachte, darunter die deutsche Hard Rock Institution VICTORY und er ist außerdem als neuer Sänger bei NAZARETH für Carl Sentance eingestiegen. Die Band gibt bekannt das Gianni trotz seinem Job bei NAZARETH festes Mitglied bei THE ORDER bleibt. Was auch gut ist, denn seine Stimme passt mit seiner Rauheit und Tonlage perfekt zur Band. Er bewegt sich dabei fast in Sphären wie Ronnie James Dio oder auch Ronnie Romero, nicht ganz die Tonlagen aber von der Ausdrucksstärke kann er fast mit beiden Mithalten. Die Gitarren sorgen für die nötige Härte an der Front ohne dabei in den Hard Rock oder Heavy Metal abzudriften. Der Bass macht wummwummwumm und die Drums hauen den Putz von der Wand. Die Produktion hat es in sich und besitzt in allen Frequenzbereichen genügend Dynamik.

THE ORDER schaffen elegant den Spagat zwischen Hard Rock und Heavy Metal ohne dabei beide Lager aus den Augen zu verlieren oder zu stark zu bedienen. Es gibt anständigen Heavy Rock mit Riffgewittern, wie man es von einer Schweizer Band erwartet, auf die Lauschlappen. Das Riffing erinnert oft an die Heavy Metal Helden der Vergangenheit, wenn man die Songs in der Gesamtheit betrachtet sind sie im Hard Rock ausgeführt nur eben mit Heavy Riffarbeit. Als Vergleiche ziehe ich mal eine Symbiose aus KROKUS, GOTTHARD, SATROX, VOTAGE ARC, BEAST OF PREY sowie DIO, BLOODSTONE, ACCEPT, JUDAS PRIEST und SAXON. Was sich fast liest wie eine Katastrophe mit Ansage, hört sich in Wirklichkeit verdammt gut an. Da keiner der Songs Melodien und geile Refrains vermissen lässt und einfach volle Kanne drauf los rockt.

Wenn die Schweizer mit „Empires“ nicht die Alpen zum Einsturz bringen schafft es keiner, dass Dingens rockt wie Sau aus allen Rohren.

„Empires“ ein perfekter Einstieg mit viel Melodie und Härte, „Fight For Your Rights“ hier gilt das selbige wie für Song #1. „Warriors“ ein Kracher der voll durch die Wand geht, „Thieves In The Night“ lässt Erinnerungen an KROKUS und GOTTHARD zu ihren besten Zeiten aufkommen. „Living For The Nightlife“ der Song legt den perfekten Start hin um sich zu einem Hit zu verwandeln, „Wherever I Go“ hier wird es ein wenig softer aber nicht uninteressant. „The Last Call“ hier fällt das Niveau leicht ab, „Of Matyrs And Tyrants“ die Qualität nimmt wieder gewaltig zu, „The Bonehead’s Back – Promises And Illusions“ die heaviness wird gesteigert und mit über 10 Minuten erinnert der Song an DIO oder IRON MAIDEN.

Balle

CAVE – …Into Promised Land

Trackliste:

01. Ghost in the Mirror
02. Rise!
03. This is Us
04. Time Riders
05. Power of Rock
06. Your Light Shines
07. Promised Land
08. Through Every Storm
09. New Horizons
10. Obsession (Bonus Track)

 

Spielzeit: 49:00 min – Genre: Heavy Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.cave.band

 

CAVE aus Ludwigsburg wurden vom Ex IVANHOE Gitarrist Chris Lorey ins Leben gerufen und brachten 2024 ihr Debütalbum „Out of the Cave“ mit Sänger Ronny Munroe heraus.
Der Heavy Rock der uns dort geboten wurde blieb gut im Gedächtnis und gefiel nicht nur mir damals ganz gut.
Leider waren anscheinend die Wege und Aufwände zu groß um Ronny als Amerikaner weiterhin in der Band zu halten so das er durch CHINCHILLA Sänger Tommy Laasch ersetzt wurde.
Aber Ronny hat auf dem neuen Album „…Into the Promised Land“ bei dem Song „Obsession“ nochmal einen Gastauftritt. Und apropos Gäste auch VANDEN PLAS Gitarrist Stefan Lill tritt beim Song „Power of Rock“ in Erscheinung.
Und so soll das neue Album ein klarer Schitt nach vorne sein, das nächste musikalische Kapitel der Band aufschlagen und ihren Progressive angehauchten Heavy Rock weiterentwickeln. Mal schauen, ob dem so ist?

Mit dem Albumopener „Ghost in the Mirror“ beginnt der neue Diskus. Und hier wird direkt klar, man hat bei dem Song etwas am Härtegrad geschraubt. Heavy Rock mit einem gehörigen Heavy Metalanteil wird uns hier geboten und auch der neue Sänger Tommy ist wesentlich rauer und härter unterwegs als Vorgänger Ronny.
Ein klasse Opener der direkt eine ordentliche Duftmarke hinterlässt!
„Rise“ im Anschluss ist dann wesentlich rockiger geraten und klingt eher nach dem tollen Debütalbum. Auch auf jeden Fall ein Track der direkt hängen bleibt und sich richtig schön festsetzt.
„This is Us“ steht dem Ganzen dann in nichts nach, auch eher eine rockigere Nummer, die aber auch richtig gut in die Gehörgänge geht.
Das abwechslungsreiche „Time Rider“ hat dann einen epischen Touch abbekommen, was der Eingängigkeit und der Melodic aber keinen Abbruch tut. Toller Groove den die Nummer an den Tag legt!
Als Albumteiler haben wir dann „Power of Rock“ welches auch wieder eine ordentliche Groove Maschine geworden ist und ein zukünftiger Liveklassiker werden sollte.
Desweiteren befinden sich im Mittelteil noch das mit ordentliche Progeinflüssen ausgestattete „Your Light Shines On“ sowie eines der Platten Highlight der Titeltrack „Promised Land“.
Die Powerballade „Through Every Storm“ leitet dann das letzte Albumdrittel ein. Hier kann natürlich der neue Sänger Tommy auch nochmal so richtig glänzen, aber auch bislang gibt es wenig zu meckern zur neuen Sängerwahl, das nochmal klar hervorgehoben!
Mit dem ebenfalls sehr gelungenen epischen Heavy Rocker „New Horizons“ geht dann das reguläre Album zu Ende, es gibt dann mit dem Bonus Track „Obessions“ ein weiteres Rock Highlight, wie schon erwähnt mit Ronny Munroe, welches wieder etwas mehr Prog zu bieten hat.

Wer sauber produzierten modernen Heavy Rock sucht ist bei den Jungs von CAVE und ihrem zweiten Album an der genau richtigen Adresse!
Im Vergleich zum Debüt hat man sich auch vom Songwriting her definitiv weiterentwickelt und hat vor allem den Sängerwechsel gut hinbekommen. Tommy Laasch passt sehr gut zur Mucke und ist genau die richtige Wahl gewesen!
Somit gibt es 1 Punkt mehr als beim Debüt und nun auch die klare Kaufempfehlung für die geneigte Zielgruppe.

Julian

 

LORD FRANCIS SOTO – Battle Royale

Trackliste:

01. Take me into the Flames
02. While the Night still knows my Name
03. My Soul is Black
04. One Night in Tokyo
05. Far and Away
06. The Devil is a Banger
07. Thunderroard
08. Life is a Bitch
09. Heart of the Storm
10. Pain of Missing
11. Soulbreaker
12. Battle Royale

Spielzeit: 49:00 min – Genre: Heavy Rock/Metal – Label: Escape Music – VÖ: 20.03.2026 – Page: www.facebook.com/francissoto70

 

Den deutschen Sänger LORD FRANCIS SOTO kennt man als Frontman von so Bands wie IVORY TOWER, SUBWAY, CRIME, WICKED SENSATION oder INFINITY`S CALL. Gestartet hat er seine Karriere in den frühen 90igern. Immer bewegte sich irgendwie in der Schnittmenge zwischen Hard/Heavy Rock und Metal. Und all diese musikalischen Einflüsse und Erfahrungen packt der gute Francis nun zusammen und veröffentlicht über das renomierte Label Escape Music sein erstes Soloalbum welches den Titel „Battle Royale“ trägt.
Darauf kann man also so einiges musikalisch erwarten, mit Timothy Reid, Axel Thorn, Nico Raines und Martin Gauker hat er die perfekte Band hinter sich, um dies alles umzusetzen. Ich hätte ja nicht gedacht das bei der langen musikalischen Karriere dies wirklich sein Solodebüt ist, aber ja tatsächlich ist es so!

Gestartet wird das Album mit dem Opener „Take me into the Flames“. Mit ordentlich Druck geht die Nummer ins Rennen. Francis Stimme ist perfekt für diese Art Mucke geeignet, das muss man direkt festhalten. Ein satter Heavy Rocker, der sich hier gnadenlos den Weg aus den Boxen bahnt und direkt in den Gehörgängen bleibt. So muss das direkt zu Beginn sein!
„While the Night still knows my Name” ist dann nicht ganz so druckvoll wie der Vorgänger, ist aber schön melodisch und bleibt daher auch direkt haften.
Wieder mehr in Richtung des Openers geht dann die anschließende Videosingle „My Soul is Black“. Ein geiler Ohrwurm der sich dermaßen penetrant in die Gehirnwindungen brennt. Eines der absoluten Highlights der Scheibe und davon warten noch einige auf uns, versprochen!
Zum Beispiel das anschließende „One Night in Tokyo“ ein Groovemonster mit Ohrwurmchorus der absolute WHITESNAKE Einflüsse aufweist und auch richtig gut aus den Boxen kommt.
Auch der Mittelteil ist mit „Far and Away“, dem rockigen „The Devil is a Banger“ oder das mit geilen Bassläufen ausgestattete „Thunderroad“ bestens ausgestattet. Keine Spur von weichgewaschener Mucke, hier regiert die Axt und die Melodic zu jeder Zeit!
Das flotte, etwas rockigere „Heart of the Storm” läutet dann das letzte Drittel der Scheibe ein wo wir mit der Powerballade „Soulbreaker“ sowie dem abschließenden Titeltrack „Battle Royale“ nochmal zwei echte Glanzpunkte des Albums zu verzeichnen haben.

Wow, also mit seinem Solodebütalbum setzt der gute Francis Soto aber mal ein ordentliches Ausrufezeichen im Heavy Rock Sektor!
Geile Songs, einige Hits und eine mehr als amtliche Produktion, alles Punkte die hier einfach eine geile Mischung ausmachen.
Dazu noch der passende, sehr variable Gesang von Francis selbst und fertig ist ein Debüt, was auf jeden Fall in einigen Jahreshitlisten Platz finden sollte!
Schön kompakt kommt das Ganze auch noch daher und aufgrund der Ausgewogenheit bleibt mir auch nichts anderes übrig als punktetechnisch direkt in unseren Topbereich zu gehen.
Klasse Debüt, Gratulation an die Band und klare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

 

 

RAVE IN FIRE – Square One

Trackliste:

01. Prologue of a Dellirium
02. Dark Poison
03. Crown of Stars
04. Still Standing
05. Untiring Eagles
06. Speed and Rave
07. Knightwalker
08. Witches Hell
09. Square One

 

 

Spielzeit: 42:43 min – Genre: Heavy Metal/Rock – Label: High Roller Records – VÖ: 30.01.2026 – Page: www.facebook.com/raveinfire

 

Das kultige deutsche Label High Roller Records hat schon so einige Metalperlen ausgegraben und den richtigen Riecher bewiesen. Nun ist ihnen die spanische female fronted Metalband RAVE IN FIRE ins Netz gegangen die 2015 gegründet auf eine EP und das Debütalbum „Sons of a Lie“ aus dem Jahr 2022 zurückblicken kann.
Dieses brachte die Band auch auf die globale Metallandkarte.
Nun steht uns das neue Album „Square One“ ins Haus. Man ist nun nur noch mit einer Gitarre, eben die von Mastermind Jonjo Negrete, unterwegs, ansonsten ist die Bandbesetzung aber gleichgeblieben und besteht noch aus Sängerin Sele, Bassistin Sara und Schlagzeuger Jimi.
Geboten wird uns eine Mischung aus Heavy Metal mit Prog und Thrash Einschüben und etwas Heavy Rock.
Kling nach einer interessanten Mischung, mein Interesse war auf jeden Fall geweckt!

Als Opener fungiert „Prologue of a Delirium“ als kurze instrumentale und atmosphärische Einleitung. Der erste richtige Song „Dark Poison“ ist dann direkt mal ein waschechter Heavy Rock Groover vor dem Herrn! Schön schwer kommen die Riffs aus den Boxen, der Bass pumpt und das Herz hüpft so muss das sein. Nach einer Minute Spielzeit wird das Ganze zwar um einiges schneller, groovt aber trotzdem weiter wie die Hölle das Teil!
Der Gesang von Sängerin Nele ist schön rockig und rotzig. Passt!
„Crown of Stars“ im Anschluss ist vor allem im Chorus richtig schön melodisch geworden und rockt sowie groovt ebenfalls wie die Hölle. Ein toller Hybrid aus Heavy Metal und Rock.
Abwechslungsreich und mit einem Schuss Prog gewürzt kommt dann das 6-minütige „Still Standing“ aus den Boxen. Hier bleibt die Härte etwas auf der Strecke, was aber gar nicht so schlimm ist.
Ganz anders, nämlich um einiges schneller, metallischer ballert dann das anschließende „Untiring Eagles“ aus den Boxen. Heavy Metal, mit Thrash Einschüben und einem knackigen Chorus. Das sind die Eckpunkte dieser Nummer.
Beim folgenden „Speed and Rave“ merkt man dann die Vielseitigkeit der Truppe. Der Song schwankt dauernd zwischen, Rock und Metal hin und her. Eine interessante Mischung, die niemals langweilig rüberkommt, sondern immer interessant bleibt. Mit einem eingängigen Chorus frisst sich die Nummer geradezu in die Gehörgänge!
Die vielleicht melodischste Nummer des Albums haben wir dann mit „Knightwalker“. Eine klassische Heavy Metal/Rock Nummer, die immer im Midtempobereich bleibt und über einen starken, eingängigen Chorus verfügt.
Und auch mit den letzten beiden Songs hat man noch zwei Glanzpunkte des Albums parat.
„Wichtes Hell“ groovt wieder wie die Hölle, inklusive einem geilen Chorus und das abschließende „Square One“ zeigt dann wieder die absolute Vielseitigkeit der Band. Auf siebeneinhalb Minuten spielt man sich eigentlich durch alle hier angegebenen Stilrichtungen, schwankt immer wieder hin und her, bleibt aber dabei immer schön songdienlich.
Ein passender Schlusspunkt der das Album eigentlich gut zusammenfasst!

Jo da kam dann mal wieder eine Band aus dem Nichts dessen Sound mich ordentlich überrascht hat. Die female fronted Truppe RAVE IN FIRE hat ein sehr interessantes neues Heavy Metal/Rock Album am Start, was einerseits supereingängig mit einigen Hits und auf der anderen Seite aber mega abwechslungsreich ist!
Großer Pluspunkt sind ebenfalls der tolle, passende Gesang von Fronterin Sele sowie das Songwriting von Mastermind Jonio.
Klare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

BULLET – Kickstarter

Trackliste:

01. Kickstarter
02. Caught In The Action
03. Open Fire
04. Keep Rolling
05. Hit The Road
06. Avenger
07. Chained By Metal
08. Spitfire
09. Full Throttle
10. Strike At Night
11. Night Falls Down

Spielzeit: 39:13 min – Genre: Heavy Rock – Label: Steamhammer/SPV – VÖ: 09.01.2026 – Page: www.facebook.com/bulletband

 

So es ist jetzt 01:47 Uhr nachts und gerade vom BEYOND THE BLACK Konzert aus München zurückgekehrt. Nun ist die Zeit für die schwedische Krawalltruppe um Hell Hofer mich in andere Sphären zu beamen. Acht Jahre sind seit dem letzten BULLET Album „Dust To Gold“ vergangen, acht lange Jahre mussten die Fans auf neuen Stoff warten, doch das Warten hat nun ein lohnendes Ende, BULLET sind mit elf neuen Songs zurück. Wandelten BULLET auf ihren Alben immer auf einer Gratwanderung zwischen Hard Rock und Heavy Metal, mal mehr von dem oder dem anderen. Ich bezeichnete den BULLET Sound immer als härteren AC DC Sound mit alten Dirkschneider Vocals zu seinen besten ACCEPT Zeiten, liest sich nicht prickelnd, hört sich in Wahrheit aber sehr attraktiv an. Ich konnte längere Zeit nichts mit BULLET anfangen, genauso wie mit AC DC, erst spät entdeckte ich den AC DC Sound für mich, genauso bei BULLET, erst mit dem dritten Album begann BULLET mein Interesse zu wecken. Es gibt gewisse Dinge die erst reifen müssen um meine Aufmerksamkeit zu bekommen, entweder ist es bei mir mit steigendem Alter oder diese Dinge müssen den richtigen Moment bei mir erwischen um meine Synapsen anzusprechen. Im Fall BULLET dauerte es nur fünf Jahre, bei den Stromrockern dauerte es Jahrzehnte.

Zur Besetzung von BULLET gehören Oberschreihals Hell Hofer am Mikrofon, Hampus Klang und Freddie Johansson an den Gitarren, Gustav Hector an Bass und Gustav Hjortsjö an der Schießbude. Hells Stimme scheidet bestimmt immer noch jegliche Geister in das Lager die schreien „Saugeile“ Röhre, die anderen gehen in Deckung und heulen rum das es sich um „Geschrei“ handelt. Sicher haben beide Lager in einer Art und Weise recht, entweder man kann mit der Stimme oder eben nicht. Hell raunzt, grunzt und schreit sich durch die Songs wie damals unser guter alter Udo zu seinen besten ACCEPT Zeiten. Damals gab es bei ACCEPT auch zwei Lager, die einen die es geil fanden, die anderen die damit nichts anfangen konnten. Allerdings gibt der riesige Erfolg von ACCEPT eben dieser deutschen Band recht, die ihre übergroßen Fußabdrücke im Heavy Metal hinterlassen haben. Vorbild für 100000 von Bands die ihnen Nacheifern. Ob BULLET einmal diesen Status erlangen werden wird die Zukunft bringen, allerdings sind sie auf einem sehr guten Weg dorthin ihre Duftmarke sehr hoch zu setzten. Ob nun Hellboy Hofer oder Udo das Organ mit mehr Kraft oder Ausdrucksstärke besitzt kann und will ich nicht entscheiden, dass soll jeder für sich alleine ausmachen. Auf jeden Fall gibt es so eine Stimme wie die von Hell kein wirklich zweites Mal und ist ein sehr großes Merkmal der Band, bei Bedarf gibt es mehrstimmige Chöre. Das zweite Merkmal sind die beiden Gitarristen die sich meist vom Riffing her in klassischen Gewässern bewegen, und sich dabei in den späten 70ern bis in die Mitte der 80er befinden. Egal ob man die Lead- oder Rhythmusgitarre anhört, beide befinden sich von der Ausführung sehr weit in der Vergangenheit. Ist dieser Umstand ein Nachteil? Nöö, mit Sicherheit nicht! Der Bass macht alles andere aber er gibt sich nicht damit zufrieden hinter den Gittis zu stehen, sondern bewegt sich auf demselben Niveau wie die Axtschwinger. Wer die Band kennt weiß wie intensiv die Drums sind, die spielen den Antreiber der mit Vollgas, brachial und ohne Gnade in jeden Hintern tritt bis der blau und blutig ist.

Neben Hellboy und der klassischen Gitarrenausführung gibt es noch eine Bandeigenschaft, dass sind die Melodien die in keinem Song zu kurz kommen. Mit der Treffsicherheit eines „The Nuke“ Luke Littler bei der Darts WM treffen BULLET mit ihren Songs immer in die tripple 20 und holen so das Maximum raus. Die Melodien scheinen zwar schon seit Urzeiten ausgenuddelt und zu einer früheren Zeit ähnlich gehört, zeigen aber eine Wirkung die sofort ins Ohr geht und nicht mehr so schnell in Vergessenheit geraten. Ist das ausgenuddelte innovativ oder wegweisend? Bestimmt nicht, aber wie im Fall von BULLET knallt und bumst es in jedem Song an allen Ecken das es eine wahre Freude ist. Das Rad erfinden die Schweden auch nicht neu, nur ist der Sound äußerst attraktiv und catchy wie Sau. Der Sound von BULLET schreit eines förmlich heraus, wie dick die Eier sind, nicht halbstark oder unklar wo der Weg hinführen soll, sondern erwachsen mit den dicksten Klöten im Business.

Leider befindet sich die Laufzeit des Albums knapp unter den magischen 40 Minuten und ergaunert sich dadurch und die fehlende Innovation einen Minuspunkt in der Bewertung. Nicht falsch auffassen, das Album hat es in sich nur die zwei negativ Punkte ergeben einen leichten Punktabzug der kaum ins Gewicht fällt.

„Kickstarter“ und schon die ersten Takte verraten Wer, Was, Wo sich im Player dreht, was für ein Arschtreter zum Start, „Caught In The Action“ ein cooler Rocker der auch gut in eine Disco passen würde. „Open Fire“ ein typischer BULLET Brecher zum abfeiern, „Keep Rolling“ ein Charmebolzen der voll in die Offensive geht und beim ersten Hören sitzt wie eine Stretch Jeans. „Hit The Road“ der Song für eine freie Autobahn und über 250 Sachen auf der Nadel, „Avenger“ nähert sich auch wie der Vorgänger mit Speed der Schallmauer. „Chained By Metal“ der nächste Nackenbrecher für gewaltige Schmerzen in den Halswirbeln, „Spitfire“ es wird das Gaspedal gelupft und ein Stampfer taucht im Gehörgang auf der Potential besitzt. „Full Throttle“ ein Gewaltrocker für die Disco oder Radio, „Strike At Night“ ein Schmankerl für jede Party, „Night Falls Down“ den schwersten Rocker und Highlight haben sich die Jungs für den Schluss aufgehoben.

Balle

FIREBORN – Dreamcatcher

Trackliste:

01. Dancing With The Villain
02. Set The World On Fire
03. Point Of No Return
04. Likes For A Life
05. Pull The Trigger
06. Little Wanderer
07. Crisis Of Youth
08. Dreamcatcher
09. Flashlight
10. Out Of The Edges
11. Human

Spielzeit: 43:19 min – Genre: Heavy Rock – Label: El Puerto Records – VÖ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/Firebornofficial/

 

FIREBORN bitte wie, wer, wo, was soll das sein. FIREBORN eine deutsche Band die sich mit ihrem Debütalbum einen Status erspielen konnte und mit diesem Album „Dreamcatcher“ in den Olymp aufsteigen möchte. Ich kannte die Band im Vorfeld nicht und bin erst mit diesem Album auf die Truppe aufmerksam geworden. Mit den ersten klängen kam auch ein lautes Oha über meine Lippen, das klingt Fett und mit Bomben Stimme die sofort im Ohr hängen bleibt. Also lasst Mal hören was ihr so drauf habt, ob ihr den Aufstieg in den Olymp jetzt schaffen könnt. Im Promotext wird FIREBORN für Fans von HALESTORM und ALTER BRIDGE empfohlen mit dem Zusatz Classic Rock & Metal. Kopfkratz im Zusammenhang von HALESTORM und ALTER BRIDGE Classic Rock zu erwähnen ist schräger als total schief gewickelt. Beide Bands passen weder zu Classic Rock noch zu Metal, also herrscht von Anfang an ein wenig chaotische Erwartungshaltung was mich erwartet, wird es ein Bringer oder totaler Brechdurchfall?

Zu FIREBORN gehören die nicht nur wahnsinnig Fette Stimme von Jenny Gruber sondern auch die Saiten-Hexer Rick Götze und Dennis Weber, Bassist Christian Lehr und der Drumstick-Schwinger Raphael Singh. Jennys Stimme ist sehr variabel, die kann von zuckersüß bis bitter-böse gehen und einem dabei den Hintern versohlen. Am besten mundet diese Stimme, wenn sie voll loslegt und mit viel Dreck und Rauch raunzt, faucht und singt wie eine wildgewordene Löwin die ihre Jungen verteidig, allerdings überzeugt sich auch wenn es dezentere Zurückhaltung von ihr gibt. Dabei bewegt sich die Stimme irgendwo zwischen Jennifer Crush, Darby Mills, Janet Gardner oder Noora Louhimo wenn die Druck macht. Die Gitarren sorgen für Riffwände die sich vor dem Hörer aufbauen ohne dabei einen Deut nachzugeben. Die Ausführung der Gitarren wechselt zwischen 80er a‘ la ACCEPT bis ins jetzt zu ALTER BRIDGE, EVANECENCE ohne es dabei in keine Richtung zu übertreiben. Wenn es Modern wird bleibt es für Traditionalisten immer noch erträglich ohne dabei das Gefühl zu entwickeln die Skip Taste zu betätigen. Der Bass ist kein Leisetreter, hat aber seine liebe Mühe gegen die Stimme, Riffbretter und Drums anzukommen. Das Schlagzeug befindet sich meistens in der modernen Ausführung und klingt leider ein wenig blechern, nach Samples, leider vermatschen die runterkomprimierten MP3s die Becken zu einem kastrierten sonst etwas nur nicht Becken. Und da liegt der einzige Kritikpunkt schon auf der Hand, MP3s können mehr Schaden als Nutzen bringen. Der Grund warum ich Streamingdienste meide, MP3 ist kein Format, sondern kastriert Musik. Wave ist das Maß der Dinge.

Der Stil von FIREBORN liegt irgendwo zwischen Tradition und Moderne, aber bei Classic Rock muss sich derjenige der dies im Pressekit angegeben hat verhört haben. Die Gitarren erinnern mich in manchen Momenten an die alten ACCEPT von Mitte bis Ende der 80er aber auch an ALTER BRIDGE oder EVANECENCE, wenn es Modern wird. Dabei schaffen FIREBORN einen Spagat, auf der einen Seite sehr heftig und metallisch auf der anderen Seite den Spirit und Kraft des guten alten Hard Rock wie er in den 80ern angesagt war. Es befindet sich eine Gitarre im Old-School-Hard Rock die andere haut die moderneren Töne raus. Zu heftig wird es eigentlich zu keinem Zeitpunkt, metallisch ja aber das wars dann auch schon. Wie kann man den Stil jetzt am besten einordnen? Ich gebe jetzt mal Modern Heavy Rock an, 60% Moderne, 75% Heavy der Rest ergibt sich dann aus der Bezeichnung Rock. Melodien lässt keiner der elf Songs vermissen, damit geizen FIREBORN auf keinen Fall. Und es hört sich bei weitem besser an als die Beschreibung vermuten lässt. Einfach ein Ohr riskieren und sich von einer talentierten Band überraschen lassen.

Durch das doch komisch anmutende Klangbild in den höheren Tönen ziehe ich einen halben Punkt ab und bin gespannt ob dieser Effekt auch auf Tonträger zu hören ist.

„Dancing With The Villain“ ein brachialer Stampfer zum Einstieg ins Album der irgendwo zwischen Hard Rock und Metal wandelt, „Set The World On Fire“ ein melodisches Schmankerl das von den Gittis an die ollen ACCEPT erinnert. „Point Of No Return“ geht sowas von durch jegliche Wand, egal aus welchem Material die auch sein mag, „Likes For A Life“ die Stimme trifft auf moderne Riffs und einem traumhaften Refrain. „Pull The Trigger“ schwere und tiefe Riffs klingen bedrohlich, „Little Wanderer“ eine Powerballade mit Tiefgang und einer verdammt starken Stimme. „Crisis Of Youth“ ein Moderner Brecher der zwischen softer und heftiger hin und her wandelt, kommt stellenweise mit Growls, „Dreamcatcher“ ein Highlight das alles bietet für das FIREBORN stehen, Hard Rock Wurzeln, Heavy Riffs und eine moderne Auslegung. „Flashlight“ eine klassische Gitarre trifft auf eine Moderne und modernes Drumset, wird mit viel Melodie und Jennys Stimme kombiniert, „Out Of The Edges“ EVANECENCE trifft auf Melodic Hard Rock der alten Schule, das Ergebnis ist ein Traum von einem Song, „Human“ wandelt gewagt zwischen den beiden Welten Tradition und Moderne.

Balle

Y

DANKO JONES – Leo Rising

Trackliste:

01. What You Need
02. Diamond In The Rough
03. Everyday Is Saturday Night
04. I Love It Louder
05. I’m Going Blind
06. Hot Fox
07. It’s A Celebration
08. Pretty Stuff
09. Gotta Let It Go
10. I Can’t Stop
11. Too Sick For Love

Spielzeit: 37:59 min – Genre: Heavy Rock – Label: Perception – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/dankojones

 

Das kanadische Heavy Rock Power-Trio um Namensgeber, Sänger und Gitarristen DANKO JONES melden sich mit ihrem 12 Album zurück. Noch mit von der Partie sind John „JC“ Calabrese an Bass und Drummer Rich Knox. Das ist nun die fünfte Veröffentlichung von DANKO JONES mit gleichem Line-Up, man darf gespannt sein ob es in der Zukunft so bleibt oder wieder zu einem Personalkarussell kommt.

Wer auch immer so laut wie möglich schreien möge: „Rock N Roll is dead“, der wird durch DANKO JONES eines Besseren belehrt, und nicht nur DANKO JONES sondern sehr viele werden diesem unmöglichen Satz widersprechen, egal ob zahlreiche Künstler oder Anhänger dieser Spielrichtung. Und wenn es eine der wenigen Konstanten im Rock N Roll gibt, dann ist es das Power-Trio DANKO JONES! Mehr wird zu dem unmöglichen Satz nicht geäußert, außer dass er auf keinem Fall noch nicht der Wahrheit entspricht.

DANKOs Stimme hat immer noch dieselbe Ausdrucksstärke und mit seiner ureigenen Art shoutet er sich durch die Songs wie ein junger Gott, sein Gitarrenspiel sorgt auch wieder für Alarm an allen Fronten die die Songs aufzubieten haben. Der Bass geht leider neben den Gittis ein wenig unter, kann aber bei genauem hinhören immer geortet werden. Die Drums spielen auch wieder mal typisch für DANKO JONES den vollen und brutalen Arschtreter um so für Highlights zu sorgen. Die Produktion wurde trocken, ohne Schnörkel ausgeführt und kann so den Sound in ein Licht rücken das sehr hell strahlt.

Im Gegensatz zu den Anfangszeiten von DANKO JONES sind die Alben stetig eingängiger geworden. Die Melodien sind ausgereifter und werden mit dem Band typischen Sound auf hohem Niveau dargeboten. Wer eine Rock N Hard Roll Party feiern möchte sollte sich mal genauer bei DANKO JONES umhören, denn das ist genau das was das Trio am besten kann, Partys abfeiern die es in sich haben. Dabei schauten DANKO JONES ganz frech bei den ganz großen im Buisness ab, wie etwa bei KISS, RAINBOW, DIO, SMOKIE, AEROSMITH, FREE, CREEDANCE CLEARWATER REVIVAL und noch vielen mehr. Aber sind wir mal ehrlich, das Rad ist schon erfunden und kann nicht mehr entdeckt werden. Also ist es nicht verwunderlich das man hier und da einige Anspielungen an Bands und Künstler aus der Vergangenheit hört. Wer damit leben kann ist bei DANKO aber sowas von an der richtigen Adresse. DANKO und seine Jungs beweisen mal wieder richtig Dicke Klöten und befördern auch mal eben jede noch so kritische Stimme im hohen Bogen und ansatzlos aufs Abstellgleis. Einen leichten Abzug gibt es bei 11 Songs sehr deutlich unter 40 Minuten ist doch arg kurz geraten.

„What You Need“ was für ein Hammer, der gleich am Start zum Einsatz kommt, „Diamond In The Rough“ heavy, wild, ungestüm und mit Melodie geht das Dingens sofort ins Gebälk. „Everyday Is Saturday Night“ ein melodisches Schmankerl das die Rocker auf den Hörer loslassen, „I Love It Louder“ könnte auch von KISS stammen. „I’m Going Blind“ haben sich CREEDANCE CLEARWATER REVIVAL nochmal aufgerafft um durchzustarten, „Hot Fox“ haut alles was an trüben Sachen in der Oberstube rumgeistert aus der erwähnten. „It’s A Celebration“ der ideale Party Song, „Pretty Stuff“ ein Rocker der alles klar macht. „Gotta Let It Go“ juhu die späten 70er bis in die frühen 80er sind wieder da, „I Can’t Stop“ kommt mit geiler Melodieführung, „Too Sick For Love“ hier vermengen DANKO alles was sie gefunden haben.

Balle

NITROGODS mit GOD’S GIFT am 29.11.2025 im VAZ in Burglengenfeld

Nachdem ich GOD’S GIFT am 28.11.2025 in Traunstein im Cafe Festung das Dritte mal Live gesehen habe und sie einen Tag später nochmal als Support für NITROGODS in Burglengenfeld auftraten nahm ich die Möglichkeit wahr mir diese sehr gute Band ein viertes Mal anzusehen. Also ging es am frühen Abend los in Richtung Burglengenfeld, es hatte noch einen Vorteil, ich habe NITROGODS noch nicht Live gesehen und wollte mir das Trio auch unbedingt ansehen. Dies kann ich von meiner endlosen To-Do-Liste von Interpreten und Bands streichen, NITROGODS check.

Am Vorabend in Traunstein konnten GOD’S GIFT meinen bis jetzt sehr guten Eindruck der Band, egal ob auf Konserve oder Live bestätigen. Und wie soll es anders sein auch am 29. November versetzten GOD’S GIFT dem Publikum einen regelrechten Arschtritt wie bei jedem von mir gesehenen Konzert. Sänger Fares konnte wie von ihm gewohnt mit seinem rauchigen Unterton Akzente setzten, fehlerlos shoutete er sich durch das Set das im Motto des Debütalbums stand. Die beiden Guitar-Heroen Mark und Daniel sorgten für ordentlich Alarm und Melodie, beide bewiesen abermals was sie für talentierte Saiten-Zauberer sind. Egal ob Mark oder Daniel das Solo spielte, oder auch während der Songs passte alles perfekt zusammen. Bassist Reeve besitzt Live eine sehr zurückhaltende und unspektakuläre Spielweise, die allerdings weder langweilig noch unauffällig ist. Er wirkt dabei wie ein 1000 Jahre alter Baum den nichts aus den Wurzeln haut. Und dann kommt das Biest schlecht hin, Mike an den Drums, der Typ besitzt eine energische Spielart die einfach nur auffällt, die Drumsticks hat er voll im Griff und wirbelt die auch gekonnt rum. Vom Stageacting her war viel Bewegung auf der Bühne und die Vier nutzten diese komplett aus. Der Soundmann bewies ein gutes Gehör und sorgte für einen druckvollen Livesound bis in alle Frequenzen. Für mich tadel- und fehlerlos bot die Band ihr Debütalbum Live auf einem sehr hohen Niveau. Wer sich selber überzeugen möchte welche Qualitäten GOD’S GIFT besitzen, es kommen in den kommenden Monaten noch ein paar Auftritte von der Oberpfalz bis nach Oberbayern. Traut Euch ruhig die Musiker anzusprechen, die freuen sich über jeden Zuspruch und sind immer für ein Gespräch zu haben.

www.facebook.com/godsgift.rocks

Setlist GOD’S GIFT

Ain’t Going Back
Trail Of Tears
Call Me Bad
Shake Your Faith
Put It Where You Want It
Silver Of Lead
The Deed Is Done
Race Till Sundown
Dogs On The Run
Dirty Boogie
Ain’t Going Back

Nach der Umbaupause kam das Powertrio NITROGODS ganz unspektakulär auf die Bühne, aber als sie loslegten war gewaltig was los. Ich fragte mich die ganze Show über wie die drei es mit nur einer Gitarre, Bass und Schlagzeug schaffen so einen Sound auf die Bühne zu bringen. Es gibt noch ein Powertrio das ich kenne das auch so eine Power besitzen und die sind in Taufkirchen zuhause. Sänger und Bassist Oimel sorgte für die tiefen Töne und mit seiner doch sehr fertig klingenden Stimme gab er eine mehr als anständige Figur ab. Der Gitarrist Henny hatte seine 6-saitige voll im Griff, wechselte auch öfter durch, je nach Bedarf. Klaus Sperling an den Drums wurde als lebende und wandelnde Bierpulle vorgestellt und spielte auch mal mit einer leeren Flasche, oder kaute auf einem seiner Sticks rum. Der Sound kann schon als brachial und sehr laut bezeichnet werden, trotz der Lautstärke war nichts von Übersteuerung zu hören. Die Songauswahl war sehr gelungen und gab von Punk über Hard Rock bis Heavy Rock alles her. Es wurden auch einige kühle Blondinen mit Schuss konsumiert was bei der Hitze auf der Bühne nicht verwunderlich erscheint. Das Geschehen verteilte sich von den beiden Bühnenseiten bis in die Mitte und jeder der Beiden wanderte mal rum. Gibt es einen Grund zum Meckern, klare Antwort: NEIN! Das Trio haute Song um Song raus und das mit einer Spielfreude die für beste Stimmung im Publikum sorgte. Das war bestimmt nicht das letzte Mal das ich mir NITROGODS Live gegeben habe, da wird es eine Fortsetzung geben, Punkt, Basta, Schluss und Aus.

www.facebook.com/Nitrogods

Setlist NITROGODS

Black Car Driving Man
Valley Of The Gods
At Least I’m Drunk
Rats & Rumours
Broke And Ugly
Boogeyman
Lipsynch Starz
Back Home
Rancid Rock
Left Lane To Memphis
Rotten Sucker
Get Lost
Damn Right
Whiskey Wonderland
Kings Of Nothing
The Haze

Text und Bilder: Balle