ALMANAC – Kingslayer

Band: Almanac
Album: Kingslayer
Spielzeit: 50:58 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 03.11.2017
Homepage: www.almanac.band

Das ging fix! Knappe 1,5 Jahre nach dem Debütalbum „Tsar“ kehrt die Band ALMANAC von Mastermind und Gitarrenhexer Victor Smolski (Ex RAGE) wieder zurück auf die Bildfläche! Im Gepäck haben sie ihr zweites Album „Kingslayer“ welches sich thematisch an den bekanntesten Königsmorden der Geschichte orientiert. Das Album soll im Vergleich zum Vorgänger eher mehr in Richtung Power als Symphonic Metal gehen, und noch etwas ist neu, die Rytmusfraktion! Denn neu hinter den Kesseln sitzt Athanasios „Zacky“ Tsoukas und die dicken Saiten bedient Tim Rashid. Bei den Stimmen ist allerdings alles beim Alten geblieben und nach wie vor wartet man mit gleich drei Sängern auf. Erneut sind Andy B. Franck, David Readman und Jeannette Marchewka zu hören.
Als Opener erwartet uns der Titel „Regicide“ der hart und episch aus den Boxen kommt und besonders im Refrain seine vollen Stärken ausspielt wenn alle drei Sänger so richtig loslegen. Der Bassgroove der der Nummer als Basis dient ist ebenfalls richtig gut und wahrlich nicht von schlechten Eltern! Toller, starker Einsteigertrack.
„Children of the Sacred Path“ und auch „Guilty as charged“ im Anschluss sind dann eher straighte Power Metalnummern geworden die weniger mit epischen Einflüssen daherkommt. Ganz ok, aber jetzt nicht weltbewegend muss ich sagen. Hier merkt man dann auch das man eher mehr in die Richtung Power Metal gehen wollte.
Die nächsten Songs sind dann aber wieder tolle Hybriden aus Power, Epic und Symphonic Metal! „Hail to the King“, „Losing my Mind“, „Kingslayer“ und „Kingdom of the Blind“ sind definitiv die besten Songs hier auf der gesamten Scheibe zu finden sind und sie heben das Qualitätslevel ganz weit nach oben!
„Headstrong“ bietet dann zu Beginn was für die technisch versierte Instrumentalfraktion, Basser Tim und Gitarrist Victor fahren hier wirklich ganz dick auf, und auch Sängerin Jeannette bekommt ihr ordentlich Platz für ihre abwechslungsreiche Stimme. Der Song an sich ist ebenfalls in Ordnung, guter Power Metal ohne Ausfälle.
Die einzige, aber dafür richtig tolle, Ballade haben wir dann mit „Last Farewell“ dann als vorletzten Song. Hier kommen natürlich die drei Sänger besonders intensiv zu Geltung!
Abschließend bleibt dann noch „Red Flag“ welches wieder recht geradlinigen Metal ohne viel Geschnörkel drumherum bietet.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall müssen hier „Hail to the King“, „Losing my Mind“, „Kingslayer“, „Kingdom of the Blind“ und “Last Farewell” genannt werden.

Fazit :

Man merkt ganz klar das man die Ankündigung mehr in Richtung des härteren Power Metals zu gehen in die Tat umgesetzt hat! Und besonders der Mittelteil, der ja aber aber eher aus den Mischsongs aus Power, Epic und Symphonic Metal besteht, weiß hier absolut zu begeistern! Zusätzlich haben wir hier geniale Instrumentalisten am Werk die ihr Können im Schlaf beherrschen.
Was mich persönlich freut ist das die Sängerin Jeannette hier deutlich mehr Raum als auf dem Vorgängeralbum bekommen hat.
Fans des ersten Album müssen hier definitiv erneut zuschlagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Regicide
02. Children of the Sacred Path
03. Guilty as charged
04. Hail to the King
05. Losing my Mind
06. Kingslayer
07. Kingdom of the Blind
08. Headstrong
09. Last Farewell
10. Red Flag

Julian

ARRAYAN PATH – Dawn Of Aquarius

Band: Arrayan Path
Album: Dawn Of Aquarius
Spielzeit: 63:38 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: www.facebook.com/arrayanpath

Es stellt sich ein trauriges “Alter was?”-Gefühl ein, wenn man ARRAYAN PATH auf Facebook sucht und feststellen muss, dass diese fantastische Band nicht einmal auf dreitausend Likes kommt. In stiller Hoffnung, dass sich dies mit dem neusten Release der Herren aus Sizilien ändern möge, hier ein paar lobende Worte (kritisierende sind aber auch verdammt schwer zu finden):
1997 gegründet haben ARRAYAN PATH inzwischen drei Alben und zwei Demos veröffentlicht. “Age of Aquarius” kommt mit einer beachtlichen Spielzeit von über einer Stunde, verteilt auf 13 Songs daher, sauber produziert, mit unkonventioneller Hinduthematik und einer Prise Humor – und ist nicht wirklich als Standard-Power-Metal-Album identifizierbar.
Ein leicht progressiver Charakter ist den Songs nicht abzusprechen, offenbart sich jedoch nicht in wilden Taktwechseln und überdominanten Synths, sondern schlicht in der musikalischen Kreativität dieses auf ganz eigene Weise absolut großartigen Werks. Schon der Opener, der nach einem ruhigen Intro direkt mal eine ihresgleichen suchende Strophe auffährt und seinen Höhepunkt im ganz leicht schlageresken Refrain findet, zieht akut in seinen Bann.
Der folgende Track, “The Flower Born Of Itself”, kann diesen Refrain sogar noch überbieten (Ohrwurmgarantie) und punktet zudem mit seiner Rock’n’Roll-Attitüde während der Strophen. Derweil macht sich, so könnte man meinen, das anschließende “Dark Daughter Of The Snake” dezent über DISTURBED lustig.
“The Hundred Names Of Kali Ma” entpuppt sich als das absolute Highlight der Platte. Dieser Refrain, der zum Teil absolut, zum Teil so gar nicht powermetallig erscheint, die tolle Strophenmelodie, der übergänsehautige leicht gesprochen wirkende Gesang im Mittelteil, der unglaublich gekonnt in den überaus dramatischen Endpart übergeht… Was soll’s, hört Euch das selber an, man kann es eh nicht angemessen beschreiben.
Weiter geht’s mit “So It Shall Be Written”, einem verhältnismäßig klassischen Power-Metal-Song, der ebenfalls ins Ohr geht und im Solo fröhlich den letzten Basic-Synth-Sound auspackt, und mit “Dawn Of Aquarius”, dessen Refrain man am liebsten auf Dauerschleife stellen möchte.
Ist zumindest die zweite Hälfte des Albums etwas schwächer? Nein, auch nicht. Alleine der ruhige Anfangspart von “Cremation Ground” mit den hervorragenden Sangeskünsten von Frontmann Nicholas Leptos ist ein Grund, das Album blind zu kaufen, ebenso wie der orientalisch anmutende Chorus. Und auch die übergute Halbballade “Guardian Angel” (Erkennt da am Anfang noch jemand BRITNEYs “Hit Me Baby One More Time” wieder?) sowie das hurtige “The Eleventh Mantra” mit seinem in den Vocals überraschend tief angelegten Chorus und seinem schönen Solopart halten das Niveau des Albums ohne Probleme. Weitere euphorische Ausführungen fehlen nur deshalb, weil sie leider den Rahmen dieser Rezension sprengen würden.

Anspieltipps: “The Hundred Names Of Kali Ma”, “Guardian Angel”, “The Eleventh Mantra”, “The Flower Born Of Itself” – anschließend eigentlich der ganze Rest.

Fazit: Bands wie ARRAYAN PATH braucht der Metal. Die Truppe aus Zypern vereint toll komponierte, unkonventionelle Power-Metal-Melodien mit einer enormen Liebe zum Detail und Können auf spielerischer sowie kompositorischer Ebene. “Dawn Of Aquarius” bietet nicht das, was man erwartet, wenn man nach traditioneller Power-Metal-Kost sucht. Es bietet mehr, ein ungeheuer facettenreiches kleines Gesamtkunstwerk mit sehr eigenem Sound ohne erkennbare Makel, das von vorne bis hinten einfach nur Spaß macht. Gebt dieser Band ein wenig Aufmerksamkeit!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Equilibrium
02. The Flower Born Of Itself
03. Dark Daughter Of The Snake
04. The Hundred Names Of Kali Ma
05. So It Shall Be Written
06. She Who Is Primordial Wisdom
07. Dawn Of Aquarius
08. Cremation Grounds
09. Empress (Reality Of All The Threes)
10. Lotus Eyes
11. The Eleventh Mantra
12. Guardian Angel
13. Garland Of Skulls

Jannis

JACOBS MOOR – Self

Band: Jacobs Moor
Album: Self
Spielzeit: 60:03 min.
Stilrichtung: Power Thrash Metal
Plattenfirma: Bleeding Star Records
Veröffentlichung: 20.10.2017
Homepage: www.jacobsmoor.com

Oh je, ganz vergessen, JACOBS MOOR zu rezensieren. Nun, besser spät als nie widmen wir uns nun mal den fünf Österreichern, die uns bereits am 20.10. mit ihrem zweiten Album beehrt haben. Darauf bewegt man sich stilistisch irgendwo zwischen Thrash, Power, Progressive und Modern Metal und vereint das Ganze tatsächlich zu einem ziemlich harmonischen Gesamtsound. Hinsichtlich der Produktion lässt sich nicht viel meckern. Ein paar mehr Höhen wären schön gewesen, ansonsten klingt das Ganze jedoch durchaus druckvoll und man kann sich gerade hinsichtlich der Tatsache, dass die Band die Produktion selbst in die Hand nahm, überhaupt nicht beschweren.
Bei den einzelnen Songs lässt sich ein gewisses Schema erkennen, das über weite Teile des Albums kompromisslos verfolgt wird: eine Mischung aus unklarem und klarem Gesang, der etwas gewöhnungsbedürftig, dem Sound der Band jedoch durchaus dienlich ist. Dazu tendenziell melodische Refrains, ein Mix aus Midtempogedrumme und knatterndem Doppelbass, gerne garniert mit ein paar Blastbeats. Die Soli lassen selten zu wünschen übrig und die Ausflüge in progressivere Gefilde tun den Jungs aus Wien ebenfalls gut, gerade die kurze Prog-Eskalation im Mittelteil von “Delusion” sei hier lobend hervorgehoben.
Aus dem Schema brechen gerade die letzten zwei Songs aus, von denen ersterer überdurchschnittlich aggressiv, stellenweise beinahe black-metallisch anmutet, und letzterer als überlanger, streckenweise balladesker Track eh aus der Reihe fällt.
Macht das musikalische Konzept von JACOBS MOOR durchaus Spaß, so zeigt sich doch im Verlauf des Albums, dass etwas mehr Eigenständigkeit und Originalität die einzelnen Songs durchaus bereichert hätten. Denn innerhalb ihres speziellen Sounds agieren sie doch ein wenig zu brav, trauen sich oftmals zu wenig und hinterlassen nur als Gesamtkunstwerk einen bleibenden Eindruck. Natürlich, diverse Parts des Albums lassen sich während des Hörens absolut genießen. Der schön schrubbende Gitarrensound von “Watching Atrocities” zum Beispiel, die Gesangsharmonien im Chorus von “Distance”, der Breakdown der Geschwindigkeit im Prechorus von “Neglecting The Path Of The Sun”, um nur einige zu nennen.
Es ist ein gewisses Problem, dass sich JACOBS MOOR hinsichtlich der Findung ihres Stils so experimentierfreudig gezeigt, die Songs an sich aber mit recht wenigen Alleinstellungsmerkmalen versehen haben (von “Hopeless Endeavour” mal abgesehen). Dass sie das nötige Talent dafür hätten, zeigt sich gerade am finalen Track. Der Rest macht Spaß, hinterlässt aber kaum bleibende Eindrücke. Das ist aber nicht schlimm, wenn man beim Kauf von “Self” nicht unbedingt ein Album erwartet, das man sich konzentriert ohne jegliche Ablenkung abends am Kamin geben möchte.

Anspieltipps: “Hopeless Endeavour” und der Rest der etwas stärkeren zweiten Hälfte des Albums

Fazit: Doch, “Self” kann man schon echt machen. Unterhaltsam und stilistisch interessant ist JACOBS MOORs zweiter Longplayer geworden, professionell gespielt und ordentlich produziert. Der ganz große Wurf ist es leider nicht geworden, aber wer Modern-Metal-Melodien und progressive Einflüsse in seinem Geballer mag und sich nach dem neusten Streich von Anette Olzon doch mal wieder die Gehörgänge durchblasten möchte, der sollte hier durchaus mal ein, zwei Ohren riskieren!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. March Of The Flies
02. Watching Atrocities
03. The Absence Of Me
04. Self
05. Falling To Pieces
06. Distance
07. Neglecting The Path Of The Sun
08. Delusion
09. Hate Of A New Kind
10. Hopeless Endeavour

Jannis

BEAST IN BLACK – Berserker

Band: Beast in Black
Album: Berserker
Spielzeit: 43:23 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 03.11.2017
Homepage: www.beastinblack.com

BEAST IN BLACK ist die neue musikalische Spielwiese von Ex BATTLE BEAST Gründer/Gitarrist Anton Kabanen, der 2015 seine eigene Band verlassen musste. Kurzfristig kam der gute Anton bei den Metallern von WISDOM unter bevor ihn wieder das Fieber packte und er etwas neues, eigenes auf die Beine stellen wollte! Gesagt getan, BEAST IN BLACK waren geboren und er machte sich auf die Suche nach neuen Mitstreitern. Hier sind die bekanntesten Gesichter der Gitarrist Kasperi Heikkinen (Ex U.D.O, Ex AMBERIAN DAWN) sowie Sänger Yannis Papadopoulos der auch bei den Jungs von WARDRUM hinter dem Mikro steht.
Letztgenannter sagte mir zwar auch nicht so viel, was im nach hinein betrachtet eine absolute Bildungslücke war, aber man kann ja auch nicht alles kennen!
Wer die BATTLE BEAST Alben von und mit Anton kennt, dem dürfte schnell klar sein das auch seine neue Band BEAST IN BLACK nicht weit von deren musikalischen Ausrichtung entfernt sein dürfte, denn genauso wird uns der Newcomer angekündigt. Ach ja das man, genauso wie die ehemalige Band beim Branchenriesen Nuclear Blast Records unter Vertrag steht, dürfte somit auch kein Zufall sein.
Aber lassen wir mal alles Unken und konzentrieren uns mal ganz auf die dargebotene Mucke, die mit dem Opener und Bandtrack „Beast in Black“ seinen Anfang nimmt.
Um Gottes Willen was geht denn hier ab? Treibendes Drumming, ein markerschütternder Schrei von Fronter Yannis und ab geht die wilde Fahrt in den Midtempohimmel! Schnell wird klar hier haben wir BEATTLE BEAST 2.0 mit männlichen, mega geilen Gesang und mit ordentlich Keyboardunterstützung! Fans davon werden hier also bestens bedient, dafür sorgt auch der Ohrwurmchorus.
Beim folgenden „Blind and Frozen“ schaut man manchmal etwas ungläubig ob das alles Yannis singt? Aber ja es ist so! Teilweise sing er dermaßen zerbrechlich man glaubt hier erklingt eine weibliche Stimme. Ebenfalls eine absolute Ohrbombe das Stückchen!
Die nächsten Megakracher folgen mit „Blood of a Lion“, dem alles überstrahlenden und abwechslungsreichen „Born Again, „Zodd the Immortal“ und dem epischen „The Fifth Angel“ dann auf dem Fuße.
Nach dem sehr poppige Discoausrutscher „Crazy, Mad, Insane“ geht es direkt wieder in die Erfolgsspur und das Niveau bleibt bis zum Ende extrem hoch. Mit dem ruhigen, epischeren „Ghost in the Rain“ wird dann eine bockstarke Platte eines „Newcomers“ abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier greift ihr nirgends daneben! Alles!

Fazit :

Bis auf einen kleinen Ausrutscher haben wir es hier mit einer absoluten Hitansammlung und Ohrwürmern für alle Power Metalfans mit ordentlich Keyboardverträglichkeit vorliegen! BATTLE BEAST Maniacs müssen hier ebenfalls zuschlagen und wem das alles nicht reicht, der lausche einfach nur mal Fronter Yannis…der Junge hat es aber so was von drauf! Asche über mein Haupt das mir dieser Sänger bislang echt mit seiner Stammband WARDRUM durchgerutscht ist.
Eine Must Have Scheibe 2017 für die angesprochene Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Beast in Black
02. Blind and Frozen
03. Blood of a Lion
04. Born Again
05. Zodd the Immortal
06. The Fifth Angel
07. Crazy, Mad, Insane
08. Eternal Fire
09. End of the World
10. Ghost in the Rain

Julian

BLAZON STONE – Down In The Dark

Band: Blazon Stone
Album: Down In The Dark
Spielzeit: 43:35 min.
Stilrichtung: Pirate Metal
Plattenfirma: Stormspell Records
Veröffentlichung: 05.09.2017
Homepage: www.facebook.com/rockarollasmetal

True Somalian Power Metal made in Sweden. Das sind BLAZON STONE, eine der Bands von Cederick Forsberg, der seit einigen Jahren auf respektablem Niveau mit verschiedenen Bands im Underground umherschippert.
Der Bandname erinnert leicht an das sechste RUNNING-WILD-Album, das Artwork erinnert leicht an RUNNING WILD und schon das Intro des vierten Longplayers der Band bestätigt mit seinem redundanten, langsam intensiver werdenden und von einer wunderbaren W*chsgitarrenmelodie getriebenen Art diesen Einfluss. Die Produktion ebenso.
Störend ist das allerdings nicht, denn was BLAZON STONE auf “Down In The Dark” zum Besten geben, ist erstklassiger melodischer Pirate Metal mit einer derartigen Menge an Spielfreude, dass man davon ausgehen muss, dass diese von 90 Prozent aller aktuell veröffentlichenden Bands erbarmunglos geraubt wurde. Bereits “Into Victory”, der erste richtige Song, treibt sich gnadenlos in jeden Gehörgang, versinkt trotz verhältnismäßig viel Dur nicht in lauwarmen Power-Metal-Kitsch-Gewässern und macht, salopp formuliert, nur Bock.
“Hanged Drawn And Quartered” rudert in bangbarem Midtempo daher, inklusive klassischem Metal-Refrain, der zum Mitgrölen einlädt und göttlich in den anschließenden Gitarrenpart überzugehen weiß. Nach dem folgenden “Eagle Warriors” (Och Leute, bitte), bei dem sich Freude einstellt, weil selbst dieser Song als einer der schwächeren noch ordentlich Spaß macht, kommt dann der mit knapp sechs Minuten längete Track des Albums. “Tavern Of The Damned” ist für Metaller unter 30 zum Mitbangen geeignet und punktet vor allem durch seine Melodien. Wenn selbst der Prechorus schon potenzielles Chorus-Material darstellt, kann man eben nicht anders, als auf Kritik praktisch vollständig zu verzichten. Und sonst? “Merciless Pirate King” kommt im Speed-Metal-Gewand daher, ebenfalls äußerst melodiefixiert und mit herrlich schwachsinnigem “Merciless Merciless Pirate King, Öy”-Chorus, “Rock Out!” ist der obligatorische Rock-Huldigungs-Track und “Bloody Inquisition” wirft die Frage auf, seit wann Piratenschiffe mit Nitro ausgestattet sind. Zu guter Letzt gibt es dann mit “Captain Of The Wild” noch eine geschwinde Piratenversion von “Breaking The Law” in Dur. Inklusive promillekompatiblem Refrain. Inklusive geilem Solopart. Wer danach noch schlechte Laune hat, der sollte darüber nachdenken, sich die Kanonenkugel zu geben.

Anspieltipps:
“Into Victory”, “Hanged Drawn And Quartered”, “Tavern Of The Damned” und “Captain Of The Damned”

Fazit:
Zu viele Köche verderben den Brei. Das hinter diesem Sprichwort Wahrheit steckt, beweisen BLAZON STONE, wenn sie als Zwei-Mann-Crew ein Album auf den Markt werfen, das nicht nur gut produziert und mit Talent gespielt ist, sondern in sich so enorm plausibel klingt, wie es “Down In The Dark” nun einmal tut. Jedes Riff, jeder Fill-In, jede kleine Gitarrenspielerei fügt sich wunderbar in das Konzept des jeweiligen Songs ein. Zum Ende des Jahres haben es BLAZON STONE noch eben so mit Leichtigkeit fertig gebracht, sich dank ihres Gespürs für wunderbare Pirate-Metal-Melodien, ihres kompositorischen und spielerischen Talents und ihrer unüberhörbaren Freude an dem, was sie tun, als Pirate-Metal-Band des Jahres zu bewerben. Yo fuckin‘ ho!

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Galleon’s Departure
02. Into Victory
03. Down In The Dark
04. Hanged Drawn And Quartered
05. Eagle Warriors
06. Tavern Of The Damned
07. Merciless Pirate King
08. Watery Graves
09. Rock Out!
10. 1478
11. Bloody Inquisition
12. Captain Of The Wild

Jannis

 

THE DARK ELEMENT – The Dark Element

Band: The Dark Element
Album: The Dark Element
Spielzeit: 53:54 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Music
Veröffentlichung: 10.11.2017
Homepage: www.facebook.com/TheDarkElement

Was schön ist: dass Ex-NIGHTWISH-Sängerin Anette Olzon und Jani Liimatainen, unvergessener Keyboard-Meister bei SONATA ARCTICA und Kollaborateur von DJ PENETRATOR (kein Plan wer das ist, aber es steht auf Wikipedia) ein gemeinsames Album veröffentlicht haben. Was schade ist: dass die Band unter dem Namen THE DARK ELEMENT und nicht unter dem Namen DIE OLZON-BANDE läuft.
Aber Spaß beiseite. Die stilistische Ausrichtung von THE DARK ELEMENT überrascht wohl keinen unserer Leser: fettestens produzierter Melodic Metal mit einem Haufen modern anmutender Synthesizer, eingängig, oftmals kitschig. Poppig ohne Ende, verhältnismäßig wenig symphonisch, dafür umso mehr Disco. Jeder, den das abschreckt, sollte an dieser Stelle weiterscrollen. Der Rest sollte unbedingt weiterlesen, da er an diesem Ding seine helle Freude haben würde, während er von seinen truen Metallerfreunden angeekelt beäugt wird.
Doch genauer: Schon der Titeltrack, “The Dark Element” auf “The Dark Element” von THE DARK ELEMENT, zeigt, wo der Hammer hängt. Nach einem clubkompatibelen Intro gibt es BATTLE-BEASTIGEN stupiden BummZapp-Rhythmus auf die Ohren, kombiniert mit einem angenehm bösen Gitarrenriff, einem Ohrwurmrefrain des Todes und sehr dominantem Keyboardeinsatz – ein Erfolgskonzept, das im nächsten Lied direkt fortgeführt wird, erfolgreich, muss man zugeben.
Track 3, “Last Good Day”, lässt sich mit knallenden Synths abseits der eher zurückhaltenden Strophen feiern, liefert kaum kritisierbare Arrangements und kann das folgende leicht melancholische “”Here’s To You” in Sachen Partytauglichkeit noch überbieten.
Nach “Someone You Used To Know”, neben “Heaven Of Your Heart” eine der beiden erwartungsgemäß kitschigen (Halb)balladen, geht es angemessen flott weiter mit “Dead To Me” weiter, das im Gesang leichte SABATON-Anleihen offenbart und nach dem Geseiche des vorigen Songs mit angemessener Uptempo-Härte punktet.
“I Cannot Raise The Dead” ist Disco-Metal in seiner schönsten Form und wohl einer der besten Tracks des Albums. Und der letzte Track, “Only One Who Knows Me”, zwingt dem Hörer die Gänsehaut so dermaßen penetrant auf die Pelle, dass es an Körperverletzung grenzt. Egal, kein Grund, böse zu sein.

Anspieltipps;
“The Dark Eement”, “Last Good Day”, “Dead To Me”, “I Cannot Raise The Dead” und “The Only One Who Knows Me”

Fazit:
THE DANK ELEMENT verfolgt ein zugegebenermaßen simples Konzept, das allerdings bei seiner Zielgruppe wunderbar aufgehen sollte: viel Midtempo, im Vergleich zum Rest der Songs eher ruhige Strophen, wie man das beispielsweise von STRATOVARIUS kennt, dazu fette Ohrwurm-Refrains, vorgetragen von einer Anette Olzon in hervorragender Form, saftig produziert, mit wenig Kanten und serviert unter einem dicken Berg moderner Synths.
Das ist nicht wirklich neu, in seiner Form allerdings absolut auf der Höhe seiner Zeit – und es macht kräftig Laune. Ich wette 20 Euro darauf, dass diese Band nächstes Jahr auf dem SABATON Open Air spielt. Wer seinen Metal lieber klassisch und roh mag, sollte von der Bewertung fünf Sterne abziehen. Der Rest kaufe und bange.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Dark Element
02. My Sweet Mystery
03. Last Good Day
04. Here’s To You
05. Someone You Used To Know
06. Dead To Me
07. Halo
08. I Cannot Raise The Dead
09. The Ghost And The Reaper
10. Heaven Of Your Heart
11. Only One Who Knows Me

Jannis

 

SILVER WIND – Legion Of The Exiled

No Remorse records 2017

Band: Silver Wind
Album: Legion Of The Exiled
Spielzeit: 39:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: No Remorse Records
Veröffentlichung: 13.11.2017
Homepage: www.facebook.com/pg/silverwind.groupemetal

Jedes Mal, wenn man als Rezensent liest, dass das nächste zu besprechende Album ein Debutalbum sein wird, gerät man in eine Art Wechselbad der Gefühle. Betend, dass man hier als einer der ersten ein Werk rezensiert, das in zwanzig Jahren mal Legendenstatus hat, aber eher davon ausgehend, dass man am Ende des sicherlich interessanten aber wohl eher schwach produzierten und noch nicht wirklich ausgereigt klingenden Machwerks wohl vorschlagen muss, die Band auf Dauer mal im Auge zu behalten, legt man, in diesem Fall, SILVER WINDs “Legion Of The Exiled” auf – und hat über 40 Minuten eine beachtlich gute Zeit.
Gut, Legendenstatus wird das Ding vermutlich auch nicht erreichen. Doch auf ihrem ersten Longplayer hauen SILVER WIND sehr selbstbewusst gar nicht üblen Heavy Metal mit leichter Folk/Pirate- und stärkerer Power-Schlagseite heraus, der nun wirklich nicht schlecht produziert und dazu musikalisch keinesfalls belanglos ist. Die Franzosen sind allerdings nun auch wahrlich keine Anfänger mehr, erschien ihre erste EP doch bereits 2005. Sänger Antoine trifft seine Töne und passt mit seiner leicht rauen Art sehr gut zum Rest der Musik. Auch die anderen Mitglieder der Band machen ihren Job ziemlich gut und beherrschen weit mehr als nur die nötigen Standardskills, die man für ein Heavy-Metal-Album mindestens haben sollte.
Das wird bereits beim RUNNING-WILDigen Opener und Titeltrack deutlich, dessen Strophe leicht an HAMMERFALL erinnert und dessen Chorus partytauglich und spaßig komponiert ist. Einziger Kritikunkt: Wer ist Lee Burty? Falls Ihr “Liberty” sagen wollt – das spricht man so nicht aus.
Mit “Miracle Steel” geht es dann direkt stark weiter, geschwinder Doppelbass, ein Chorus, der klingt wie Power Metal mit leichten Stoner-Anleihen, nur schneller. Dazu ein Mittelteil mit runtergeschraubtem Tempo vor solidem Uptempo-Solo – macht Spaß, wird wohl nicht zum letzten Mal aus des Rezensenten Sperrmülboxen tönen. Während das anschließende “Fight For Glory” auf CD eher unspektakulär nett ausfällt, live dafür aber vermutlich umso stärker, gibt es am folgenden fixen True-Metal-Song “ Steel Against Steel” wieder kaum etwas aussetzen, genauso wie am ebenfalls flotten Folgetrack.
“Revenge” ist schnell und ballert, wie man das von einem Track mit diesem Namen erwartet, legt aber aber auch Wert auf Melodien außerhalb des 08/15-Spektrums (und auf die falsche Aussprache von “Revenge”). Dazu ein kleiner 5/4el-Part im Solo – läuft, macht Laune, und das nicht zu knapp. Damit sind wir auch schon beim vorletzten Track, einem Cover von MEDIEVAL STEEL, das anstelle einer Ballade zwar gemäßigt und miminmal melancholisch daherkommt, aber stets genug Druck macht und ebenfalls überzeugen kann. Und “Sword Of The Snow”? Joah, auch voll im Rahmen, mit ein bisschen zu viel Leerlauf zwischen den einzelnen Textzeilen, dafür aber coolem 5/4el-Chorus. Kann man gut machen.

Anspietipps:
“Revenge”, “”Medieval Steel”, “Legion Of The Exiled”, “Miracle Steel” und “Steel Against Steel”

Fazit:
“Legion Of The Exiled” ist erfreulicherweise ein Album, dem man kaum anmerkt, dass es das Debut der Band ist. Über etwas zu kurze 40 Minuten hinweg gibt es hier für den Freund guten, erdig produzierten Heavy/Power-Metals einen kleinen Leckerbissen, dem man durchaus mal eine Chance geben sollte. Und ja, SILVER WIND sollte man definitiv im Auge behalten.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. Legion Of The Exiled
03. Miracle Steel
04. Fight For Glory
05. Steel Against Steel
06. Lord Of The Last Rampart
07. Revenge
08. Medieval Steel (MEDIEVAL STEEL Cover)
09. Sword Of The Snow

Jannis

 

ASTRAL FIRE – Defy the Lights

Band: Astral Fire
Album: Defy the Lights
Spielzeit: 22:10 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 09.06.2017
Homepage: www.facebook.com/astralfireband

Ganz frisch und total unbekannt sind die Jungs von ASTRAL FIRE. Italiener die sich 2015 zusammenschlossen um den Power Metal zu frönen. Nach einigen vielen Besetzungswechseln, die ein zigsten Konstanten sind Gitarrist und Gründer Nicolla Carpentieri und Basser Giuseppe Vitale, nahm man im Sommer 2016 die erste EP „Defy the Lights“ auf, die knapp ein Jahr später das Licht der Welt erblickte. Nun haben auch wir den Diskus auf unserem Rezensiertisch bekommen.
Mit „Omen of Unknown“ startet die Scheibe recht düster. Das Ganze ist nur ein Intro geworden, wo ich schon sagen muss ob das bei einer EP denn sein muss? Aber gut die Band wird sich etwas dabei gedacht haben!
Der erste richtige Track „Oversoul“ ist im Midtempo gehalten und bietet uns Standard Power Metal der etwas mehr Druck vertragen könnte. Der Sänger könnte ebenfalls etwas mehr Druck vertragen, ist dazu noch hoch und stellenweise recht nasal unterwegs…hmm mal schauen wie das hier weitergeht?
Auf jeden Fall wesentlich besser als zu Beginn denn mit“Back to Life“ ist man etwas druckvoller und vor allem melodischer unterwegs als zuvor. Der Song kann sich wunderbar schon nach kurzem Hören festsetzen und macht somit, nicht alles aber einiges richtig.
Das trifft Gott sei Dank auch für die letzten zwei Songs dieser EP zu, wobei „Hills of Destruction“ eher nach den Vorgänger klingt und der Titeltrack „Defy the Lights“ zum Glück sich etwas abhebt mit der kleinen Einleitung und dem etwas epischen Touch!

Anspieltipps:

Definitiv “Back to Life” und “Defy the Lights”.

Fazit :

Der erste Output der Jungs von ASTRAL FIRE ist eher etwas für Genrefanatiker. Hier muss man doch einige Abstriche in Kauf nehmen in Sachen druckvoller Produktion, dem Songwriting und auch der Gesang könnte besser sein.
Als erstes Lebenszeichen ist das Ganze noch ok, aber nun muss man sich doch weiterentwickeln um im großen Musikbusiness zu überleben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Omen of Unknown
02. Oversoul
03. Back to Life
04. Hills of Destruction
05. Defy the Lights

Julian

ELVENKING – Secrets of the Magick Grimoire

Band: Elvenking
Album: Secrets of the Magick Grimoire
Spielzeit: 61:25 min
Stilrichtung: Folk Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 10.11.2017
Homepage: www.elvenking.net

Die italienischen Folk Metaller von ELVENKING können mittlerweile auch auf eine neun Studioalben andauernde Karriere zurückblicken, die 1997 begann. Seit dem Jahr 2000 ist man bei AFM Records unter Vertrag, was anscheinend nicht die schlechteste Verbindung ist, schaut man sich die letzten Erfolge und Veröffentlichungen an. Zuletzt gab es ja das Live Dokument „The Night of Nights – Live“ auf die Ohren. Nun ist es aber wieder Zeit für neuen Stoff aus dem Aufnahmestudio und man hat „Secrets of the Magick Grimoire“ für uns im Gepäck.
Hier drauf hat man mit Snowy Shaw (DREAM EVIL, KING DIAMOND) einen Gastmusiker zu verzeichnen und ist wieder etwas experimentierfreudiger und anspruchsvoller als auf den letzten Alben unterwegs, die ja eher in Richtung der Anfänge der Band gingen.
Ich war gespannt und lauschte den Klängen des ersten Songs „Invoking the Woodland Sprint“. Nach einer gesprochenen, cinematicartigen Einleitung geht es ziemlich flott mit kraftvollem Drumming, ordentlich Keyboardunterstützung und melodischen Riffs zur Sache. Im weiteren Verlauf kommt dann noch ein ordentlicher Ohrwurmchorus dazu der das Ganze dann ziemlich eingängig macht. Erster Track, erster Anspieltipp, machen wir also einen Haken dran.
Beim folgenden „Draugen’s Maelstrom“ gibt es im Refrain dann ein paar Growls zu verzeichnen die eine schöne Würze reinbringen und den Track etwas hervorheben.
Der nächste absolute Ohrwurm ist dann das anschließende „The One we shall Follow“, welches sich aufgrund des mega eingängigen und groovigen Refrains metertief in die Gehörgänge gräbt!
Ordentliche Folkklänge gibt es dann bei „The Horned Ghost and the Sorcerer“ auf die Ohren bevor dann der Mittelteil mit dem härteren „A Grain of Truth“, dem wieder etwas mehr nach Folk klingenden „The Wolves will be howling your Name“ sowie „ 3 Ways of Magick“ ansteht.
Alles sehr ordentlich gemacht und ohne wirklich Ausfälle, schauen wir mal ob der letzte Abschnitt ebenfalls so hochklassig daherkommt!
Oh ja auch hier gibt es wenig Ausfälle zu verzeichnen und mit „Straight inside your Winter“, „The Voyinch Manuscript“ und „Summon the Dawn Light“ hat man hier weitere Ohrbomben im Gepäck die den Fan definitiv in Verzückung bringen werden.

Anspieltipps:

Ein bisschen hervorstechen tun hier „Invoking the Woodland Spirit“, „The One wes hall Follow“, „The Horned Ghost and the Sorcerer“, „The Voynich Manuscript” so wie “Summon the Dawn Light”.

Fazit :

Schon auf dem letzten Studioalbum „The Pagan Manifisto“ wusste die Jungs von ELVENKING zu begeistern und dieses Qualitätsniveau hat man auch auf dem neuen Album beibehalten! Hier bekommt jeder Fan des Genre und der Band das was er möchte und man ist außerdem wieder schön abwechslungsreich unterwegs.
Allerdings muss man schon sagen das sich jedes Qualitätsdetail erst nach mehrmaligen Hören erschließt, zum mal eben nebenbei hören ist die Scheibe definitiv nichts! Das tut aber der geboten Qualität und der dementsprechenden Benotung keinen Abbruch.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Invoking the Woodland Spirit
02. Draugen‘s Maelstrom
03. The One we shall Follow
04. The Horned Ghost and the Sorcerer
05. A Grain of Truth
06. The Wolves will be howling your Name
07. 3 Ways to Magick
08. Straight inside your Winter
09. The Voynich Manuscript
10. Summon the Dawn Light
11. At the Court of the Wild Hunt
12. A Cloak of Dusk

Julian

SERENITY – Lionheart

Band: Serenity
Album: Lionheart
Spielzeit: 54:46 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 27.10.2017
Homepage: www.serenity-band.com

SERENITY die österreichische Symphonic Metalband um Sänger Georg Neuhauser hatte mich auf ihrem letzten Album „Codex Atlanticus“ doch etwas enttäuscht. Zu wenig auf den Punkt und zu viele Verschachtelungen drumherum hatte man gebaut und so verschwand das Album etwas in der Mittelmäßigkeit und das ist bestimmt nicht der Anspruch der Band! Hatte man doch auf dem Vorvorgänger „War of Ages“ so richtig in die Vollen gegriffen.
Schenkt man den markigen Promovorankündigungen glauben dann hat man aus den Fehlern gelernt und kehrt auf dem neuen Album „Lionheart“, ist übrigens ein tolles Konzeptthema, zurück zu den Wurzeln der Band. D.h. etwas mehr Power Metal und dafür weniger Progressive, Symphonic Elemente. Mich freut es, und ob vor allem die Fans damit leben können wird sich nun schnell zeigen.
Als Opener dient uns auf jeden Fall dieses Mal „Deus Lo Vult“. Wie fast immer bei SERENITY eine Cinematic artiges Intro, welches erneut perfekt auf die Scheibe einstimmt. Man fühlt sich direkt drin in der „Welt“.
„United“, „Lionheart“ und „Hero“ sind dann direkt die ersten drei Ohrbomben die einen sofort in den Bann ziehen! Man merkt das die Jungs etwas mehr weg vom Symphonic gehen und mehr dem Power Metal zugeneigt sind, so wie es ja auch schon angekündigt wurde. Mir gefällt das auch definitiv besser als auf dem letzten Album, was doch etwas zu verkopft und verspielt herkam, wie ja auch schon angedeutet.
Wie auch immer, drei Volltreffer und im Mittelteil geht es dann ähnlich stark weiter! Bombastisch bahnt sich „Rising High“ den Weg aus den Boxen, bevor es bei „Heaven“ etwas ruhiger zur Sache geht, mit einem toll singenden Georg plus weiblichen Gegenpart, und mit dem Zwischenstück „King‘s Landing“ die Brücke zum nächsten Powersong „Eternal Victory“ geschlagen wird! Die Nummer braucht zwar ein bisschen um in Fahrt zu kommen, knallt dann vor allem aber im Chorus so richtig und bildet eine gute, gesunde Mischung zwischen Symphonic und Power Metal.
Schwache Songs gibt es dann auch in der Folge nicht zu vermelden, „Stand and Fight“, wo Basser Fabio Georg gesanglich unterstützt, ist dann erneut nur der hochwertige Einstieg in den letzten Plattenabschnitt.
Dort nehmen „Empire“ sowie das schön melodisch, klebrige „My Fantasy“ dann den Qualitätsfaden gekonnt auf bevor mit „The Final Crusade“, welches übrigens zum ersten Mal seit langem (genauer seit dem Debütalbum) über Growls verfügt, ein absolutes Highlightalbum sein wohlverdientes Ende findet!
Nach dem verklingen des letzten Tons drückt man dann sehr gerne erneut die Play Taste um sich in die Welt von König „Lionheart“ Richard zu stürzen.

Anspieltipps:

Hier könnt ihr nicht daneben greifen, alles aller erste Sahne!

Fazit :

Ich glaube es wird relativ schnell klar das hier nur eine absolute Topbewertung die Folge sein kann! Das es dann für SERENITY und ihrem neuen Album “Lionheart” zur Höchstnote reicht ist der Tatsache geschuldet das man sich endlich wieder auf das Wesentlich konzentriert und zwar nach wie vor symphonisch zur Sache geht, aber einfach auch wieder mehr auf Härte und Power setzt. So gefällt bestimmt nicht nur mir das!
Welcome back SERENITY! Ein Must Have und ein sicherer Kandidat für einige Bestenlisten 2017!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deus Lo Vult
02. United
03. Lionheart
04. Hero
05. Rising High
06. Heaven
07. King‘s Landing
08. Eternal Victory
09. Stand and Fight
10. The Fortress (of Blood and Sand)
11. Empire
12. My Fantasy
13. The Final Crusade

Julian