RAGE – Seasons Of The Black

Band: Rage
Album: Seasons Of The Black
Spielzeit: 51:51 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.07.2017
Homepage: www.rage-official.com

 

Man hat „The Devil Strikes Again“ nach seiner Veröffentlichung noch nicht mal ganz aus der nervigen Plastikverpackung befreit, da werfen Peavy und seine Crew dem hungrigen Fan direkt noch einen weiteren Leckerbissen ins… Ohr. „Seasons Of Black“ heißt das gute Stück, das am 28.07.17 gerade einmal 14 Monate nach seinem Vorgänger veröffentlicht wurde.
Dass man auch in 14 Monaten ein Album aufnehmen kann, das weder hastig dahingerumpelt noch lieb- und ideenlos klingt, beweisen RAGE auf „Seasons Of The Black“ mit 11 absolut gelungenen Tracks. Die Albumzutaten lesen sich dabei vertraut: gelegentliches Doppelbassgeprügel, insbesondere auf dem (fast) titelgebenden Opener, ein Wechselspiel von bösem Gitarrengeschrubbe und melodischeren Parts, und die RAGE-typischen Melodielinien in den Refrains. Das Ganze garniert mit der liebenswert übertrieben englischen Aussprache von Band-Mastermind Peavy Wagner.
Langweilig wird dieses Gesamtkonzept nie. Ob man nun an die spektakuläre Gitarrenarbeit bei „Time Will Tell“, die coole Wendung im Chorus von „Walk Among The Dead“ oder die melodiöse Strophe von „All We Know Is Not“ denkt, man wird es als Freund böseren keyboardfreien Pott-Power-Metals mit einem breiten Grinsen tun. RAGE legen auch nach über 30 Jahren Bandkarriere noch eine beachtliche Liebe zum Detail an den Tag, mit einer Menge Spielfreude in den durchweg gelungenen Soloparts und kreativen Ideen bezüglich der Melodieführung, auch wenn man sich natürlich zwangsläufig ab und an an vorherige Werke der Herner Herren erinnert fühlt (Höre ich da etwas „Speak Of The Dead“ bei „All We Know Is Not“ heraus?).
Man kann die ersten sieben Tracks des aktuellen Longplayers also als absolut gelungen ansehen, liefern sie doch genau das, was man sich von einem guten RAGE-Album erhofft.
Wem das als Kaufempfehlung nicht reicht, der lasse sich an dieser Stelle von den letzten vier Songs des Albums überzeugen, die in ihrer Gesamtheit das über 20 Minuten lange Opus „The Tragedy Of Man“ bilden. Die wahre songschreiberische Qualität der neueren RAGE zeigt sich generell in ihren längeren zusammenhängenden Werken (Als Beispiele seien hier die unübertroffene  „Suite Lingua Mortis“ und „Empty Hollow“ genannt). „The Tragedy Of Man“ begeistert nach dem kurzen getRAGEnen „Gaia“ mit tollen Melodien im kraftvollen „Justify“, dem etwas böseren aber ebenso melodiösen „Bloodshed In Paradise“ und dem ruhigen, Gänsehaut garantierenden „Farewell“ mit seinem Feuerzeug-Schwenk-Chorus und unaufdringlichen Keyboards im Hintergrund.
Allein diese letzten vier Tracks sind ein eindeutiger Kaufgrund für „Seasons Of The Black“. Wie genau genommen jeder andere Song des praktisch lückenfüllerfreien Albums.

Anspieltipps:
„Season Of The Black“, „Blackened Karma“ und der gesamte „The Tragedy Of Man“-Part des Albums

Fazit:
RAGE können noch, RAGE wollen noch und RAGE machen noch. „Seasons Of The Black“ ist noch einen Ticken stärker als seine zwei Vorgänger und beweist mal wieder, dass das neue Line Up der Band auf ganzer Linie funktioniert. Ganz große Neuerungen sucht man vergeblich, hat man aber auch nicht unbedingt erwartet. Für RAGE-Fans oder Power-Metaller, die für Keyboards und STRATOVARIUS-Melodien zu böse sind, ein Pflichtkauf! Einziges Manko ist die Produktion der Vocals im Chorus, durch die die gelungenen Gesangsmelodien leider öfters mal ein wenig untergehen. Ach, und Peavy: „Dream“ reimt sich nicht auf „Black“. Obwohl, im Metal reimt sich eigentlich alles auf „Black“.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Season Of The Black
02. Serpents In Disguise
03. Blackened Karma
04. Time Will Tell
05. Septic Bite
06. Walk Among The Dead
07. All We Know Is Not
08. Gaia
09. Justify
10. Bloodshed In Paradise
11. Farewell

Jannis

 

EAGLEHEART – Reverse

Band: Eagleheart
Album: Reverse
Spielzeit: 55:13 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 18.08.2016
Homepage: www.eagleheart.eu

Crowdfunding ist generell eine risikoreiche Investition. Da unterstützt man als Fan eine Band, die man mag, und muss dann in unruhiger Erwartung hoffen, dass das gespendete Geld nicht zu Schrott verarbeitet wird. Die Unterstützer von EAGLEHEART, die den Tschechen die Aufnahme ihres dritten Albums ermöglicht haben, seien an dieser Stelle beruhigt: „Reverse“ ist jeden Cent wert. Die 2003 gegründete Gruppe hat einen absolut würdigen Nachfolger zu „Dreamtherapy“ geschaffen, der kaum Wünsche offen lässt.
„Reverse“ ist beeindruckend fett und klar produziert, tummelt sich irgendwo in den Fahrtwassern von SYMPHONY X und KAMELOT und kommt mit gleich drei Sängern daher, die allesamt nicht nur sehr gute Arbeit verrichten, sondern auch stimmlich sehr gut zur Musik passen.
Mit „Awakening“, einem sphärisch-epischen Keyboard-Intro, gelingt den Herren aus Brno ein stimmungsvoller Einstieg, bevor der erste richtige Track, „Until Fear Is Gone“, unerwartet druckvoll aus den Lautsprechern eskaliert. Progressiv anmutend, mit kleinen Taktwechseln zwischendurch und toller Melodieführung insbesondere im Chorus, sollte bereits dieser Track Freunden melodischen Progressive Metals mit ordentlich Keyboardeinsatz ein paar Freudentränchen aus den Augen locken.
Auf das treibende „Healing The Scars“ folgt dann mit „All I Am“ der vielleicht beste Song des Albums. Wer sich vom kitschigen Synth-Intro nicht abschrecken lässt, findet hier ein unendlich fettes vielseitiges kleines Werk mit großartigem Refrain, einem schönen individuellen Gitarrenriff und modern klingenden Keyboardakzenten.
„Palace Of Thoughts“ und „Reverse“ halten das Niveau beinahe, erweisen sich als vielseitig, aber nicht unübersichtlich chaotisch. „Erased From Existence“ ist vergleichsweise zurückhaltend und einer der schwächeren Songs des Albums, vermag aber durchaus zu unterhalten.
Die Strophe von „Endless“ ist für die Götter und auch der Refrain, der ein klein wenig so klingt, als habe Peavy Wagner ihn geschrieben, kann überzeugen.
Zum Ende von „Reverse“ gibt es mit „Painting The Shadows By Light“ dann nochmal einen kleinen Leckerbissen: Spaßige Disco-Synths auf einem ruhigen Vocal-Intro leiten einen amtlichen High-Speed-Part ein und der Chorus entzückt auf ganzer Linie.
Wer danach ein wenig runterkommen muss, der besorgt sich am besten die Special Edition. Der Bonustrack „Erased“ ist eine nicht zu kitschige Halbballade, die das Niveau des Albums nicht ganz halten kann, aber durchaus hörenswert ausfällt.

Anspieltipps:
„Until Fear Is Gone“, „All I Am“, „Painting The Shadows By Light“ und „Palace Of Thoughts“

Fazit: Reden wir nicht lange um den heißen Brei: „Reverse“ ist ein toller Beitrag zum Progressive-Power-Metal-Genre, der stellenweise vielleicht ein wenig zu überladen ist. Freunde von SYMPHONY X, KAMELOT, modernen Synthesizern und toll ausgearbeiteten Melodielinien sei der neuste Streich von EAGLEHEART bedingungslos ans Herz gelegt.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awakening
02. Until Fear Is Gone
03. Healing The Scars
04. All I Am
05. Palace Of Thoughts
06. Reverse
07. Erased From Existence
08. Mind To Decipher
09. Endless
10.Enemy Within
11. Painting The Shadows By Light
12. Erased (Bonus Track)

Jannis

 

SAVAGE CIRCUS – Dreamland Manor (RG Zeitmaschine)

Band: Savage Circus
Album: Dreamland Manor
Spielzeit: 54:42 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 29.08.2005
Homepage: www.facebook.com/SavageCircus

Erneut eine Zeitreise hier in der Rock-Garage. Dieses Mal in meine nicht mehr ganz so frühe Jugend, nämlich ins Jahr 2005. Dort erblickte die neue Band von Ex BLIND GUARDIAN Schlagzeuger und Gründer Thomas ‚Thomen‘ Stauch das Licht der Welt! Der gute Thomen war nach dem Album „A Night at the Opera“, welches ja nichts mehr wirklich mit den alten Band Sound gemein hatte, ausgestiegen um wieder seinem geliebten Power Metal alter Schule zu frönen. Heraus kam die Band SAVAGE CIRCUS in der IRON SAVIOR Kumpel Piet Sielck sowie die beiden PERSUDAER Mitglieder Sänger Jens Carlsson und Klampfer Emil Norberg eingestiegen und dann eben 2005 das Debütalbum „Dreamland Manor“ veröffentlichten, welches vermutlich von fast jedem Power Metal Fan der alten Schule sehnsüchtig erwartet wurde!
Denn hier waren dann so Genreperlen wie „Evil Eyes“, „Between the Devil and the Seas“, „Beyond Reality“, „When Hell awakes“, „Ghost Story“ oder „Born Again by the Night“ zu finden, die auch heute noch jeden CD Schacht des anspruchsvollen Power Metaller zum Glühen bringen.
Klassiker eben die auch heute nichts von ihrer Qualität verloren haben und dazu jedem Altfan von BLIND GUARDIAN die Freudentränen ins Gesicht treiben dürfte, so stark ähnelt sich der Sound damals! Man höre nur mal Jens bei einigen Passagen genauer zu, dann hat man das Gefühl das hier nicht der Schwede sondern der Deutsche Hansi Kürsch seine Stimmbänder erklingen lässt.
Auch wenn „Dreamland Manor“ erst gute 12 Jahre auf dem Buckel hat war es für mich definitiv eine Zeitreise wert und die Scheibe sollte auf jeden Fall in jeder gut sortierten Power Metal CD Sammlung zu finden sein!
Übrigens auch das zweite Album von SAVAGE CIRCUS ist absolut erstklassig und ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben das wir auch nochmal etwas Neues von der Band zu Gesicht bekommen.

Trackliste:

01. Evil Eyes
02. Between the Devil and the Seas
03. Waltz of the Demon
04. Tomorrowland
05. It – The Gathering
06. Beyond Reality
07. When Hell awakes
08. Ghost Story
09. Born Again by the Night

Julian

EDGUY – Monuments

Band: Edguy
Album: Monuments
Spielzeit: 150:12 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nucelar Blast
Veröffentlichung: 14.07.2017
Homepage: www.edguy.net

Happy Birthday, EDGUY. 25 Jahre gibt es die Power Metal Band aus Fulda mittlerweile und das ist mehr als ein guter Grund zum Feiern. Vor allem ist es ein perfekter Anlass, das vergangene Vierteljahrhundert noch einmal in vollem Glanze Revue passieren zu lassen. Mit Tobias Sammet als begnadetem Sänger (auch wenn man das Genre vielleicht nicht mag, muß man dies einfach neidlos anerkennen), dem ebenfalls von Anfang an mitrockendem Gitarrendoppel Jens Ludwig und Dirk Sauer sowie den seit ca. 20 Jahren mitgroovenden Tobias Exxel am Bass und Felix Bohnke am Schlagzeug hat das Hessische Quintett die Welt erobert. Vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben haben sich EDGUY als Wachablösung für Bands wie BLIND GUARDIAN oder GAMMA empfohlen. Jetzt, 25 Jahre und 10 Studioalben später können die Enddreißiger auf einen wirklich beachtlichen Erfolg und eine wahnsinnige Karriere zurückblicken. Und um dies gebührend zu feiern, gibt es mit „Monuments“ einen echten Kracher für die Fans. Zu den 23 handverlesenen Songs der kompletten Bandgeschichte haben EDGUY auch noch 5 neue Songs sowie eine Live-DVD der „Hellfire-Club“-Tour dazu gepackt. Und wer sich das Gesamtwerk mit dem knallig-geilen Artwork als Earbook-Edition zulegt, kann zudem einen Bildband mit 160 Seiten zur Geschichte der Band sein eigen nennen.
Die CDs enthalten alle wichtigen und wegweisenden EDGUY-Songs, dazu noch ein paar Raritäten bzw. Songs, die nicht jeder auf dieser Sammlung vermuten würde. Neben den bekannten Klassikern der letzten Jahrezehnte wie „Vain Glory Opera“ mit Gastsänger Hansi Kürsch finden sich natürlich auch klamaukige Songs wie „Lavatory Love Machine“, hardrockige Nummern wie „Love Tyger“ oder Hymnen wie „Judas at the Opera“. Sogar die Ballade wurde nicht vergessen, mit „Save me“ hat es einer der schönsten Metal-Balladen überhaupt in die Compilation geschafft. Dazu die 5 neuen Songs, die erste Veröffentlichung seit „Space Police – Defenders Of The Crown“ sind absolut eingängige EDGUY-Songs, die auf Anhieb gefallen. Der erste Song, die poppige Midtempo-Hymne „Ravenblack“ kann sofort überzeugen, der Refrain lädt augenblicklich zum Mitsingen ein. Ein wirklich gelungener Einstand. Im Anschluss geht „Wrestle The Devil“ als hardrockige Nummer ordentlich nach vorne. Der dritte neue Song „Open Sesame“ geht einen ähnlichen Weg. Die eingebrachten Chöre allerding erinnern eher an die frühen Power Metal-Tage. Zurück zu den Wurzeln geht definitiv „Landmarks“, schnelle Drumbeats treffen auf melodische Riffs, der Refrain hat einen leichten Helloween Einschlag. Der letzte neue Song „The Mountaineer“ ist irgendwo in der Mitte zwischen Hard Rock und Power Metal und klingt auch wieder ganz nach EDGUY. Die 5 Songs zollen der musikalischen Entwicklung Respekt und gehen sofort ins Ohr. Die Band zeigt den Fans deutlich, dass auch in Zukunft mit Ihnen zu rechnen und aufhören oder sich auf den Lorbeeren ausruhen definitiv keine Option ist.

EDGUY haben mit „Monuments“ eine wunderbare Zeitreise geschaffen, die perfekt zur Band passt und genau das widerspiegelt, was EDGUY ausmacht. Als vielleicht einziges Manko ist die nicht chronologische Reihenfolge der Songs zu nennen. Dies macht es Neueinsteigern schwerer, die Entwicklung der Band nachzuvollziehen, sorgt aber für wunderbare Abwechslung auf den Scheiben.
Eine absolut großartige Band hat sich ein absolut großartiges Denkmal gesetzt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ravenblack
02. Wrestle The Devil
03. Open Sesame
04. Landmarks
05. The Mountaineer
06. 929
07. Defenders Of The Crown
08. Save Me
09. The Piper Never Dies
10. Lavatory Love Machine
11. King Of Fools
12. Superheroes
13. Love Tyger
14. Ministry Of Saints
15. Tears Of A Mandrake
16. Mysteria
17. Vain Glory Opera
18. Rock Of Cashel
19. Judas At The Opera
20. Holy Water
21. Spooks In The Attic
22. Babylon
23. The Eternal Wayfarer
24. Out Of Control
25. Land Of The Miracle
26. Key To My Fate
27. Space Police
28. Reborn In The Waste

Tänski

NIVIANE – The Druid King

Band: Niviane
Album: The Druid King
Spielzeit: 58:06 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.05.2017
Homepage: www.niviane.com

Es gibt sie immer wieder, diese Bands die quasi aus dem Nichts auftauchen und dann mächtig Eindruck hinterlassen! So geschehen bei meiner neusten Internetausgrabung NIVIANE. Die amerikanischen Power Metaller rund um Sänger Norman Skinner haben vor kurzem ihr erstes Album „The Druid King“ veröffentlicht mit dem sie zeigen wollen das auch aus Amerika klassischer Power Metal mit modernen Elementen kommen kann.
Denn genau das ist das was wir auf ihrem ersten Album zu hören bekommen, angereichert mit Fantasy und historischen Texten.
Nachdem mich die ersten Höreindrücke mächtig beeindruckt haben war klar das ich die Promo des ersten Album, welches übrigens in Eigenproduktion auf den Markt geworfen wurde, schnell besorgen musste! Horchen wir nun daher mal geschwind in diese Promo rein.
Als Opener des Debütalbums fungiert „The Berserker“ welches auch schon als Single vorab veröffentlicht wurde. Nach einem kleinen, einleitenden Intro beginnt die Nummer langsam Fahrt aufzunehmen und ballert dann anschließend mit sehr tief gestimmten Gitarren sowie dem sehr variablen, aggressiven Gesang von Fronter Norman Skinner ordentlich den Staub aus den Boxen! Dazu kommt noch ein eingängiger Chorus und fertig ist der perfekte Opener.
Der nächste richtige Ohrwurm erwartet uns dann mit „Watch the Banners Fall“ wo erneut Sänger Norman richtig heraussticht, der Junge hat es definitiv drauf und vermischt gekonnt unterschiedliche Gesangsstile!
„Into the Twilight“, „Gladiator“ und „Elgy“ sind dann die nächsten Ohrbomben die einen schon nach kurzem nicht mehr loslassen.
Bislang sind hier also fast nur Hits zu verzeichnen und auch im letzten Abschnitt der Platte lassen die Jungs nicht wirklich nach, denn vor allem mit dem langen, epischen „War of Immortals“, „Heaven Overflow“ und dem abschließenden Titeltrack „The Druid King“ hat man hier noch richtig was zu bieten und hier dürfte jeder Power Metalfan zufrieden sein, wer das nicht ist, dem ist glaube ich echt nicht mehr zu helfen und der hört die falsche Musik 🙂
Abschließend noch ein Wort zur Produktion, die ist absolut amtlich geworden und braucht sich definitiv nicht vor großen Labelveröffentlichungen zu verstecken!

Anspieltipps:

Definitiv direkt warm solltet ihr mit “The Berseker”, “Into the Twilight”, Elgy”, “War of Immortals” sowie “The Druid King” werden.

Fazit :

Wie schon erwähnt hat das Debüt!album der Jungs von NIVIANE mächtig Eindruck hinterlassen und es würde mit dem Teufel zu gehen wenn man nicht bald mit einem amtlichen Labeldeal um die Ecke kommt!
Power Metalfans die auch epischeren und etwas aggressiveren Klängen nicht abgeneigt sind kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten und sollten sich diese Knallerscheibe schnellstens zulegen!
Für mich definitiv jetzt schon eine DER Überraschungen des Jahres!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Berserker
02. Adrestia
03. Watch the Banners Fall
04. Into the Twilight
05. Gladiator
06. Arise Samurai
07. Elegy
08. March of the Jötunn
09. War of Immortals
10. Heaven Overflow
11. The Druid King

Julian

GALDERIA – Return of the Cosmic Men

Band: Galderia
Album: Return of the Cosmic Men
Spielzeit: 47:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records  
Veröffentlichung: 21.07.2017
Homepage: www.galderia.net

Hach Gott das ich DAS noch erleben darf! GALDERIA bringen endlich ihr zweites Album raus! Zusammen mit den Jungs von NOCTURNAL RITES und SAINT DEMON sind das wahrscheinlich einer der heiß erwarteten Fortsetzungen überhaupt. Schließlich musste man auf das neue Album „Return of the Cosmic Men“ geschlagene 5 Jahre warten, denn 2012 erschien das Debütalbum „The Universality“ der Band rund um Mastermind, Sänger und Gitarrist Seb.
Damals bot man dem geneigten Melodic Power Metalfan kraftvollen, melodischen mit mächtigen Chören untermauerten Metal der Marke FREEDOM CALL ohne den Cheesefaktor.
Das neue Album „Return Of The Cosmic Men" zeigt die Band deutlich gereift und Freunde von Chören und Harmonien kommen hier erneut voll auf ihre Kosten! Auf dem Album geht es textlich um das massive (spirituelle) Erwachen, das auf der Erde geschieht, und die Rückkehr der erleuchteten Wesen.
So, genug geschwafelt, steigen wir direkt mit Openersong „Shining Unity“ in die neue  Scheibe ein. Und schon nach den ersten Tönen ist man als Altfan angekommen und man weiß sofort hier sind die Jungs von GALDERIA am Start! Keyboards ohne Ende, dazu die Melodic Metal Gitarrenriffs, cheesige Chöre mit Oh Oh Faktor und fertig ist eine Nummer die sich schon nach kurzem in die Gehörgängen bohrt. Ein starker Start!
Ebenfalls in die selbe Kerbe haut dann das anschließende „Blue Aura“, welches nochmal einen Zacken schneller aus den Boxen dröhnt.
Danach folgt dann mit „Living Forevermore“ eine Nummer die erst etwas bedächtig beginnt, sich aber dann zu einem Midtemporiffmonster erster Güte mausert, natürlich garniert mit dem dementsprechenden Ohrwurmchorus.
Schneller und wieder direkt auf die Zwölf geht dann ebenfalls wieder das folgenden „High Up in the Air“.
Puuh bislang nur Hits, mal schauen wie es weiter geht….auf jeden Fall geht es hochqualitativ weiter, egal ob bei den schnellen Melodic Metaltrackkrachern wie „Celestial Harmony“, „Legions of Light“ und dem Titeltrack „Return of the Cosmic Men“ oder den ruhigeren Balladen wie „Wake up the World“ und „Pilgrim of Love“. Hier wirkt alles wie aus einem Guss und der Alt wie auch Neufan wird bestens bedient.
Zum Abschluss gibt es dann eine alternative, schnellere Version vom „Wake up the World“ die für meinen Geschmack etwas überflüssig ist.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier “Shining Unity”, “Blue Aura”, “Living Forevermore”, “High Up in the Air” sowie “Return of the Cosmis Men” direkt zu Gemüte führen.

Fazit :

Wie schon angesprochen blies mich das damalige GALDERIA Debüt regelrecht aus dem Sessel! Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit tut dies auch das zweite Album der Band und man muss echt sagen das die Jungs das Qualitätsniveau der Debüts hier locker mithalten können.
5 Jahre hat es gedauert, aber diese Zeit des Wartens hat sich definitiv gelohnt! Ein weiteres Highlight für Melodic/Power Metaljünger in diesem Jahr.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shining Unity
02. Blue Aura
03. Living Forevermore
04. High Up in the Air
05. Celestial Harmony
06. Wake up the World
07. Legions of Light
08. Return of the Cosmic Men
09. Pilgrim of Love
10. Wake Up the World 2.0

Julian

BLIND GUARDIAN – Imaginations from the other Side (RG Zeitmaschine)

Band: Blind Guardian
Album: Imaginations from the other Side
Spielzeit: 49:18 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Virgin/EMI
Veröffentlichung: 05.04.1995
Homepage: www.blind-guardian.com

Und weiter geht meine Zeitreise in der Zeitmaschine einer meiner Lieblingsbands BLIND GUARDIAN. Nach dem wir letztes Mal uns dem vierten Album „Somewhere Far Beyond“ gewidmet haben, folgt nun das Nachfolgealbum „Imaginations from the other Side“. Auch auf diesem findet man einige heutige Klassiker der Band, als Beispiel seinen hier der Titeltrack „Imaginations from the other Side“, „Born in a Mourning Hall“ oder „Bright Eyes“ genannt, was dieses Album aber ganz besonders hervorhebt sind zwei andere Sachen.
Erstens war dies das letzte Album wo sich Hansi Kürsch neben dem Gesang auch noch den Bass umschnallte, später wurden die tiefen Saiten von Gastmusiker Oliver Holzwarth bedient, und zweitens war dies das letzte Album was eher dem Power Metal zugeneigt war, auf den nachfolgenden Alben wurden die Songs wesentlich progressiver und hatten sogar manchmal symphonische Züge an sich!
Bevor man aber diesen Weg ging, hatte man hier einige der härtesten Songs aufzubieten und man konnte dabei so richtig schön die Matte kreisen lassen.
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie ich die Scheibe im Wohnzimmer meiner Eltern auf deren Stereoanlage hörte und dermaßen aufdrehten das die armen Eltern einen halben Hörsturz bekamen! Tja die Jugend von damals 🙂
Nach diesem Machwerk, legte die Band erstmal eine kleine Pause ein um dann drei Jahre später mit ihrer Hommage an JR Tolkien mit dem Album „Nightfall in Middle Earth“ zurückzukehren.
Aber zurück zu „Imaginations from the other Side“, auch dieses vierte Album gehört definitiv in jede Power Metal Plattensammlung und in die der der BG Fans so wie so!


Trackliste:

01. Imaginations from the other Side
02. I‘m Alive
03. A Past and Future Secret
04. The Script for my Requiem
05. Mordred‘s Song
06. Born in a Mourning Hall
07. Bright Eyes
08. Another Holy War
09. And the Story Ends
10. The Wizard
11. The Script for my Requiem (Demo Version)

Julian

ORDEN OGAN – Gunmen

Band: Orden Ogan
Album: Gunmen
Spielzeit: 56:50 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 07.07.2017
Homepage: www.ordenogan.de

Nach dem das letzten Album „Ravenhead“ aus dem Jahre 2015 richtig ordentlich in der Metalszene eingeschlagen ist, Platz 16 in den deutschen Verkaufscharts, und ORDEN OGAN spätestens damit ihren Geheimtippstatus endgültig losgeworden sind, ging es für die Band auf die erste Headlinertour die ebenfalls ein voller Erfolg war. Danach erschien dann die erste Live CD/DVD mit ordentliche Material der Band in Form von „The Book if Ogan“.
Nun ist es aber mal wieder Zeit für ein reguläres Studioalbum der Band welches den klangvollen Namen „Gunmen“ trägt und konzeptionell im Wilden Westen angesiedelt ist.
Mit Liv Kristine hat man eine Gastsängerin am Start und das Album produzierte Gitarrist, Sänger und Mastermind Seeb Levermann höchstselbst.
Als Opener fungiert „Gunman“ welches ja schon vorab im Internet als Video zu bestaunen war und im Vergnügungspark Fort Fun gedreht wurde. Majestätische Klänge die das totale Wild West Feeling verströmen erwarten uns direkt am Anfang. Die Nummer fräst sich direkt in die Metallergehörgänge ohne irgendwann nervig rüber zukommen. Absolut erstklassiger Melodic Power Metal also, ganz im Stile von ORDEN OGAN halt!
Die nachfolgenden Tracks sind ebenfalls schnell abgehakt, denn mit „Fields of Sorrow“, „Forlorn and Forsaken“, „Vampire in Ghost Town“ und „The Face of Silence“ hat man weitere erstklassige Tracks in Form des Openers parat die mit Sicherheit in irgendeiner Form in der nächsten Livesetliste der Band vorkommen sollten.
Dazwischen befindet sich das, erst nach Ballade tönende, Duett mit Liv Kristine. Aber weit gefehlt schon nach kurzer Spielzeit wandelt sich die Nummer in eben jenen Power Metalstoff mit einem absolut epischen Ohrwurmchorus den so vermutlich nur ORDEN OGAN heutzutage hinbekommen. Geile Nummer!
Im letzten Abschnitt der Platte gibt es eigentlich auch keinen nennenswerten Qualitätsverlust zu beklage, besonders hervorstechen tut hier mit Sicherheit noch „Down here (Wanted: Dead or Alive)“ welches sich ebenfalls so metertief in die Gehörgänge brennt das es schon echt erschreckend ist wie leicht den Jungs anscheinend die eingängigen Melodien und Chöre aus den Händen fallen.

Anspieltipps:

Hier ist, mal wieder, alles absolut hörenswert! Greift hin wo ihr wollt.

Fazit :

Schon das letzte Album “Ravenhead” war ja quasi an höchster Qualität nicht mehr zu überbieten, so eingängig war die Scheibe! Aber ORDEN OGAN haben das Kunststück geschafft das Qualitätslevel bei zu behalten und vielleicht noch etwas konsequenter das Thema durchzuziehen.
Ganz klar, epischer Melodic Power Metal im Jahre 2017 da führt absolut kein Weg mehr an ORDEN OGAN vorbei die mit ihrem neuen Album den Spitzenplatz in diesem Genre ganz klar behaupten!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gunman
02. Fields of Sorrow
03. Forlorn and Forsaken
04. Vampire in Ghost Town
05. Come with Me to the other Side (feat. Liv Kristine)
06. The Face of Silence
07. Ashen Rain
08. Down here (Wanted: Dead or Alive)
09. One Last Chance
10. Finis Coronat Opus

Julian

ALTAIR – Descending: A Devilish Comedy

Band: Altair
Album: Descending: A Devilish Comedy
Spielzeit: 40:46 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Sleazy Rider 
Veröffentlichung: 30.06.2017
Homepage: www.facebook.com/altairpowermetal

Als die Italiener ALTAIR im Oktober 2013 ihr Debütalbum "Lost Eden" veröffentlichten, horchte die Power Metal Welt schlagartig auf.
Schließlich debütierten die 2008 gegründeten Band mit ordentlichem Material, das sämtliche Tugenden des Power Metal Genres stramm bündelte. Eine Fülle an begeisterten Rezensionen war die verdiente Folge.
Nun steht, nach einem Labelwechsel das zweite Album "Descending: A Devilish Comedy" in den Startlöchern und hier gelang es dem Sextett aus Ferrara, den packenden, schön progressiv konzipierten Gesamtsound etwas zu verändern. Die neuen Kompositionen sind ebenso abwechslungsreicher, moderner gehalten, aber überzeugen nach wie vor mit der dementsprechenden Eingängigkeit.
Man durfte also gespannt sein wie den ALTAIR 2.0 nun klingen?
Einen ersten Eindruck bekommen wir beim Genuss des Albumintroopeners „Descending“ wo erstmal ziemlich viel beim Alten klingt. Epische Keyboardunterstützung und klassische Melodic Metalklänge gibt es hier zu hören.
Aber schon bei den ersten Takten vom anschließenden Track „Path of Worms“ horcht man auf und denkt sich, Hui da hat aber jemand ordentlich modernere Einflüsse mit reingepackt, es klingt nicht mehr so „angestaubt“ und „ausgelutscht“ wie auf dem Debüt. Melodic und Progressivität ist ebenfalls vorhanden, von daher gehen hier mal direkt beide Daumen nach oben.
In eine ähnliche Kerbe, wenn auch etwas schneller unterwegs, schlagen dann „Limbo“ und „Godless“ im Anschluss. Hier wird aus allen Rohren gefeuert und es wird uns erneut diese tolle Mischung aus Melodic, Progressive und Modern Metal präsentiert welche einfach nur rundherum gelungen klingt. Das dazwischen befindliche, doomige „Seven“ kann da leider nicht ganz mit halten und rauscht ziemlich an einen vorbei.
Die weiteren Highlights sind in der Folge dann mit „Seed of Violence“ sowie „Frozen Graves“ recht schnell ausgemacht. Die anderen Tracks fallen da im Vergleich dazu leider etwas ab.
Aber insgesamt kann man hier denke ich von einem gelungen, zweiten Album der Jungs von ALTAIR sprechen, welches einige Überraschungen für den Altfan bereit hält!

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Path of Worms”, “Limbo”, “Godless” sowie “Seed of Violence” direkt reinziehen.

Fazit :

Ich erwähnte es schon in meinen beiden letzten Rezisätzen, die Jungs von ALTAIR und auch die Fans können denke ich voll zufrieden sein mit dem neuen Output! Vor allem der etwas geänderte Stil schlägt hier mächtig durch und begeistert.
Die Mischung passt hier definitiv, es hätte nur der ein oder andere absolute Überhit mehr sein können, aber ich denke das kommt mit der Entwicklung und mit dem hoffentlich bald folgenden dritten Album der Band!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Descending
02. Path of Worms
03. Limbo
04. Seven
05. Godless
06. Seed of Violence
07. Flame of Knowledge
08. Frozen Graves
09. A Lesson before Ascending

Julian

EXCALION – Dream Alive

Band: Excalion
Album: Dream Alive
Spielzeit: 61.22 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 07.07.2017
Homepage: www.excalion.com

Jeder Power-Metal-Fan kennt das Problem: Man wacht mitten in der Nacht schweißgebadet auf, weil man geträumt hat, dass finnischer Power Metal plötzlich nicht mehr großartig ist. Als wirksames Heilmittel gegen diese Schlafstörungen empfiehlt Dr. R. Garage das neue Album von EXCALION. 
„Dream Alive“, der vierte Release der Finnen, liefert fröhlichen Keyboard-dominierten Power-Metal-Spaß in Reinform. Die elf von Tuomas Kokko gemixten und von Brett-Caldas Lima gemasterten Tracks hämmern sich klar und druckvoll in die Gehörgänge all derer, die sich vor Metal mit exzessivem Synthesizergebrauch nicht im Keller verstecken, und sind ausnahmslos Gründe für den Kauf der neuen Platte der Herren aus Konnevesi.
Natürlich muss man als Power-Metal-Band aus Finnland immer damit rechnen, mit STRATOVARIUS verglichen zu werden, was bei „Dream Alive“ recht naheliegend ist – die Parallelen sind oft unüberhörbar. Doch seien wir an dieser Stelle gnädig und schauen darüber hinweg, denn „Dream Alive“ macht einfach zu viel Spaß, als dass man sich an solchen Lappalien aufhängen sollte. Schon der Opener, „Divergent Falling“, zaubert Freunden melodiösen Synthesizer-Gedudels und eingängiger Refrains ein breites Grinsen ins Gesicht, und Marcus Lång, Neuzugang am Mic, erweist sich als würdiger Nachfolger von Jarmo Pääkkönen. „Centenarian“ und „Amelia“ geben kräftig auf die Zwölf, letzterer Song liefert zudem einen wunderbaren Solo-Schlagabtausch zwischen Gitarren und Keyboards. Mit „Deadwater Bay“ und „The Firmament“ haben des Weiteren zwei vergleichsweise kitschfreie und kraftvolle Balladen ihren Weg auf „Dream Alive“ gefunden.
„One Man Kingdom“ erweist sich als sehr bangbarer Uptempo-Track, der live ohne Frage für hervorragende Stimmung sorgen würde, und mit „Portrait On The Wall“ hauen EXCALION am Ende des Albums dann noch ein über elf Minuten langes Epos raus; mit Bombast, ruhigen Parts, aggressivem Geknatter und einem beachtlich fetten Chorus – Metallerherz, was willst du mehr?

Anspieltipps:

„Divergent Falling“ (diese Keyboards), „Amelia“, „One Man Kingdom“ und „Portrait On The Wall“. Aber eigentlich auch jeder andere Track des Albums.

Fazit:

Ignorieren wir mal die eindeutigen Einflüsse von EXCALION und bringen es auf den Punkt: „Dream Alive“ ist allerfeinster melodischer Power Metal, der sich hinter bekannteren Vertretern des Genres nicht verstecken muss. Die Produktion ist druckvoll, das musikalische Talent der Band unbestreitbar und die Kompositionen weit über 08/15-Niveau. Abgesehen von einigen kleinen Redundanzen im Aufbau der Songs haben EXCALION es geschafft, ein kleines Power-Metal-Juwel des Jahres 2017 zu erschaffen. Mehr davon!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Divergent Falling
02. Centenarian
03. Marching Masquerade
04. Amelia
05. Release The Time
06. One Man Kingdom
07. Deadwater Bay
08. The Firmament
09. Man Alive
10. Living Daylights
11. Portrait On The Wall

Jannis