MIKE LEPOND’S SILENT ASSASSINS – Whore Of Babylon

Band: Mike Lepond’s Silent Assassins
Album: Whore Of Babylon
Spielzeit: 54:00 min
Stilrichtung: Heavy/Thrash Metal
Plattenfirma: Silver Lining Music
Veröffentlichung: 26.06.2020
Homepage: www.facebook.com/mikelepondssilentassassins

Von MIKE LEPOND’S SILENT ASSASSINS habe ich bereits “Pawn And Prophecy” rezensiert und im Nachhinein irgendwie unter “Guter Thrash Metal” verortet. Mit dementsprechender Erwartung ging ich demnach auch an “Whore Of Babylon” heran, das dritte Album der Truppe um SYMPHONY-X-Basser Mike LePond, der auf der Platte außerdem Rhythmus- und Akustikgitarren eingespielt hat. Nun, der Opener kam nicht allzu überraschend. Fix, angereichert mit ein paar epischeren Tönen im Chorus und absolut hallfreien Hörnern im Mittelteil, zwischen aggressiverem Heavy Metal und melodischem Thrash Metal, angemessen intoniert von WATCHTOWER’s Ex-Frontkeifer Alan Tecchio. Ist auf jeden Fall ein stabiler Einstieg, am Sound lässt sich auch nur wenig bemängeln.
Dann kommen allerdings “Ides Of March” und “Tell Tale Heart” mit astreinen Power-Metal-Refrains, stärkerer Midtemposchlagseite und (im Fall der Ides) spannendem Bass-Part in der Mitte und (im Fall des Hearts) entspannt-jazzigem Klavier am Ende daher und sind gar nicht mehr das, was man erwartet hat (also ich), aber ziemlich geil.
Das kann man mit leichten Abstrichen auch von den folgenden beiden Songs behaupten: “Night Of The Long Knifes” ist ohne Zweifel kompletter Folk-Metal und zwar nicht besonders heavy, und “Champion” ist eine geflötet eingeleitete Ballade mit Sarah Teets von MINDMAZE als Gastsängerin, die den Track allerdings nicht davor bewahren kann, eher standard-Gänsehaut-Power-Metal zu sein – inklusive “Nanananananana – ooh”-Part. Das ist außerdem der einzige Track, der auf meinen Kopfhörern massiv gekrisselt hat.
“Ironborn” drückt dafür im Anschluss wieder auf die Tube, mit souveränem Midtempo-Switch im Mittelteil, und “Lady Bathory” ist pissig, simpel, straight, mit netten Aussetzern der Band. Was noch folgt, ist mit “Power Of Steel” der MANOWAR-Trueness-Floskeltrack, der mit seinem rock’n’rolligen Prechorus aber auch noch einen kleinen witzigen Twist im Ärmel hat; außerdem der Titeltrack, der mit östlichen Vibes und nicht wirklich metallisch doch sehr atmosphärisch und beruhigend ausfällt. Und einen Über-Acht-Minüter gibt es auch noch: “Avalon”, nochmal mit leichtem Folk-Faktor, der sich aber sehr in Grenzen hält, Bass-Eskalation, mehr Power Metal im Chorus, Orgel, Chor und all solchen schönen Dingen.
Kritik habe ich ab und an mal an Soundentscheidungen, an der eher belanglosen Ballade und dem etwas uninspiriert platten “Power Of Steel”. Bleiben aber noch acht von zehn Tracks, die sich doch absolut lohnen.

Fazit:
Nicht der reine Thrash, den ich aus falschen Erinnerungen erwartet habe, dafür doch an vielen Stellen überraschend, mit unterhaltsamen Twists, aufgehenden Songkonzepten und natürlich komplett fähigen Musikern. Viel mehr kann man nicht verlangen!

Anspieltipps:
„Tell Tale Heart“, „Lady Bathory“, „Whore Of Babylon“ und „Ides Of March“.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dracul Son
02. Ides Of March
03. Tell Tale Heart
04. Night Of The Long Knives
05. Champion
06. Ironborn
07. Lady Bathory
08. Power Of Steel
09. Whore Of Babylon
10. Avalon

Jannis

GOBLINS BLADE – Of Angels and Snakes

Band: Goblins Blade
Album: Of Angels and Snakes
Spielzeit: 42:22 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 26.06.2020
Homepage: www.facebook.com/goblinsblade

GOBLINS BLADEs Debütalbum „Of Angels And Snakes“ bietet euch Power Metal im Stil von Metal Church, Judas Priest, Omen and Savage Grace!
Freut euch auf eine treibende Rhythmussektion, schnelle Riffs, energiegeladene Vocals und eingängige Lyrics!
Obwohl es sich hier nicht um ein Konzeptalbum handelt, geht es in vielen Songs um den Konflikt zwischen Gut und Böse, was sich auch im Albumtitel widerspiegelt.
Soweit die markigen Worte des Promotextes. Anschließen können wir uns erstmal insofern das wir es mit einer neuen deutschen Power Metalband zu tun haben, die mit ihrer ersten EP „Awakening“ 2019 schon viel Aufmerksamkeit bekommen haben.
Nun also das erste komplette Album, schauen wir mal was uns die Jungs mit dem Albumopener „Snakes from Above“ bereithalten.
Es geht recht düster und bedrohlich Cinematicmäßig los bevor die kraftvollen Riffs das Kommando übernehmen. Der Gesangsstil ist auf jeden Fall schon mal definitiv bei den genannten Bands zu verordnen und auch der Song selbst geht stark in die Richtung und weiß direkt zu gefallen! Passt soweit alles würde ich sagen.
Das anschließende „Pay for your Sins“ kann dann den Vergleich nicht ganz standhalten ist es doch zu unaufgeregt und bietet zu wenig Höhepunkte!
Es groovt zwar ordentlich, aber leider nur so dahin.
Ab “Final Fall” geht die Qualität dann aber wieder spürbar nach oben.
Zusammen mit „Utopia“ und dem epischen „When the Night Follows the Day” dominieren die Tracks den Mittelteil und die bisherige Platte.
Im anschließenden letzten Drittel können „The Bell is broken“ und das abschließende „Call for Unity“ noch am Ehesten überzeugen!
Ganz klar sind hier aber insgesamt die stärksten Stücke im Mittelteil zu finden.

Anspieltipps:

„Snakes from Above“, „Final Fall”, “Utopia”, “When the Night Follows the Day” und “The Bell is broken”

Fazit :

Nach der EP überzeugen die Jungs von GOBLINS BLADE nun auch auf ihrem ersten kompletten Album mit klassischen Power Metal der sich absolut hören lassen kann!
Zwar kommt die Platte etwas schwer in Fahrt, aber gerade die Songs im Mittelteil entschädigen dafür umso mehr.
Ordentliche 7,5 Punkte vergebe ich hier und mit Sicherheit muss man mit der Band in den nächsten Jahren auf jeden Fall mehr als rechnen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Snakes from Above
02. Pay for your Sins
03. Blink of an Eye
04. Final Fall
05. Utopia
06. When the Night Follows the Day
07. The Bell is broken
08. Fall into Darkness
09. Call for Unity

Video zu „Utopia“:

Julian

OPERUS – Scores Of Nightmares

Band: Operus
Album: Scores Of Nightmares
Spielzeit: 50:27 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.06.2020
Homepage: www.facebook.com/Epic.Operus

OPERUS – Das klingt nach einer kleinen Power-Metal-Band, die gerne einen klassischen Musikstil plus eine Endung der Marke “ity” oder “ica” zu einem coolen Bandnamen kombinieren wollte und dies auf seltsam-originelle Weise tat. Tatsächlich ist die Truppe aber gar nicht mal so klein, beheimatet sie doch unter anderem Mitglieder aus den Häusern TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA, ANNIHILATOR und SKULL FIST sowie aus Theater- und Musicalproduktionen. Das ist ein amtliches LineUp und dementsprechend hochprofessionell klingt auch OPERUS’ nunmehr drittes Album “Scores Of Nightmares”.
Zweifelsohne: Insbesondere die orchestralen Elemente klingen wunderbar und entweder nach echten Instrumenten oder zumindest arschguter und sehr, sehr teurer Software, wovon man sich beispielsweise beim Intro von “Lost” mit seinen tiefen Streichern überzeugen kann. Die Stimmung ist praktisch durchgängig und ziemlich penetrant Musical und die Vocals sind top auf den Stil der Band abgestimmt, mal straighter, aber beispielsweise bei “The Mirror” auch sehr theatralisch und vielseitig – dabei immer sitzend.
Zurück zum Stil: Jeder kennt diese klassisch-TIM-BURTONig-gruselig-wahnsinnig-spaßige Atmosphäre und eine solche vermittelt OPERUS’ “Score Of Nightmares”, ergänzt um eine teils ordentlich dreschende Metalband-Instrumentalfraktion. Das funktioniert auch soweit sehr gut. “Phantasia” legt nach orchestralem Cinematic Intro mit recht humorvollem Riff und gutem Ausblick auf das, was das Album so zu bieten hat, würdig los, “Dance With Fire” fällt insgesamt etwas melancholischer aus, “Echoes” ist ein ruhiges Klavierintermezzo, dessen Motiv von “Where Falcons Fly” übernommen wird, und “Book Of The Dead” ist verdammt düster. Praktisch immer gibt es dabei jene oben beschriebene Art von Musical-Komposition in Kombination mit klassischem symphonischem Power Metal. Die meisten Songs sind reich an kleinen unterschiedlichen Parts und, und hier beginnt die Kritik, die sind mal sehr gelungen, mal durchschnittlich. Das mag man mit bestem Recht als Komposition abseits der Norm bezeichnen, aber es sorgt auch dafür, dass die wenigsten Songs wirkliche Alleinstellungsmerkmale haben, die im Nachhinein hängen bleiben. Stattdessen gibt es einen Overkill an Dingen, die zum Großteil geil gemacht sind, dabei aber zu viel, ein bisschen wirr und im einzelnen in der Menge untergehend. Dazu kommt die Angewohnheit, jeden kurzen, geil stampfenden Midtempo-Part, von denen es durchaus einige gibt, vonseiten der Drums aus erst auf doppelte Geschwindigkeit und anschließend auf Doublebase-Niveau zu heben, gefühlt jedes Mal. Und auch Tempo definiert das Gefühl des Hörers zu einem Song, womit die meisten Tracks auf “Scores Of Nightmares” auch dahingehend leider fehlende Individualität aufweisen.

Fazit:
Darum auch ein langes Fazit: Ich erkenne die Leistung hinter diesem starken und echt schön wahnsinnig anmutendem Album absolut an und hab es gerne rezensiert. „Scores Of Nightmares“ klingt bis auf wenige Stellen Bombe, verbindet die gewählten Genres sehr gut und überzeugt auch mit starkem Orchestersound. Und klar, wenn man Wahnsinn und Albträume mit Power Metal, Orchester und Musical-Feeling kombinieren will, dann ist ein gewisses kontrolliertes Chaos vonnöten. Ein bisschen mehr Struktur innerhalb der einzelnen Songs, also nicht ein bisschen von allem in jedem Track, hätte den Wiedererkennungswert und innerhalb des Albums auch die Originalität der Songs allerdings wesentlich erhöhen können. Nichtsdestotrotz: Während des Hörens macht die Platte ordentlich Spaß und alleine der doch sehr spezielle Stil der Truppe ist ein Grund für jeden Symphonic-Power-Metal-Fan, hier mal ein Ohr reinhängen zu lassen!

Anspieltipps:
„Phantasia“, „Dance With Fire“ und „Book Of The Dead“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Overture Of Madness
02. Phantasia
03. Lost
04. Dance With Fire
05. Echoes
06. Where Falcons Fly
07. Nightmares
08. Book Of Shadows
09. The Mirror
10. Ruin
11. La Llorona

Jannis

 

ELVENPATH – Metal o Clock

Band: Elvenpath
Album: Metal O Clock
Spielzeit: 39:04 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.elvenpath.com

Das kommt jetzt überraschend! Nicht mal 1 Jahr nach dem letzten Album „The Path of the Dark King“ stehen die Männer rund um Mastermind Till Oberboßel mit einer neuen EP am Start. „Metal O Clock“ heißt das gute Stück und hat bei nur 4 Songs eine satte Spielzeit von fast 40 Minuten! Das schaffen manche Bands nicht mit 10 Songs.
Wir können uns vermutlich wieder auf erstklassigen Underground Power Metal freuen, der von Produzent Uwe Lulis erneut perfekt in Szene gesetzt ist. Soweit die guten Nachrichten, schlechte gibt es von den Bandpersonalien zu vermelden. Denn mit Oli Rossow (Gitarre) und Manuel Appel (Schlagzeug) sind gleich zwei langjährige Bandmitglieder ausgeschieden und die Suche nach Ersatz läuft aktuell.
Los geht es mit dem schon bekannten „One Strong Voice“. Der Unterschied zur Albumversion ist, dass hier ganze elf Gastsänger zu hören sind! Wer mehr über die hier Beteiligten erfahren will, dem lege ich mein Interview mit Bandboss Till an anderer Stelle ans Herz oder ihr schaut euch das untere Video genau an.
Der Song an sich hat nichts von seiner bisherigen Qualität verloren, sondern gewinnt eher nochmal mit den ganzen Gastmusikern!
Danach folgen dann die drei neuen Songs. Alle mit einer sehr ordentlichen Spielzeit von über 8, 6 und 17!! Minuten.
Hier wird einen richtig was geboten für sein Geld würde ich sagen!
„Rage of Storms“ spielt wunderbar schön mit unterschiedlichen Tempos und ist sehr abwechslungsreich gehalten.
Dahingegen ist „The Hammer Shall Return“ dann eher wieder ein klassischer Heavy Metalbanger erster Güte aus dem Hause ELVENPATH.
Vollkommen frei und ungezügelt drehen die Jungs dann beim abschließende Epic Symphonic Longtrack „Cathedral of the Earth“. Hier kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus und muss dem Songwriting absoluten Respekt zollen. Ganz großes Kino was uns hier geboten wird!

Anspieltipps:

Einfach die ganze EP!

Fazit :

Eine EP die fast so lang ist wie ein Album und noch dazu vor bockstarken Songs nur so strotzt! Die Jungs von ELVENPATH zeigen hier abermals ihre Klasse und beweisen das sie einfach anders sind als viele größere Bands.
Man ist nahe am Fan und verwöhnt diese mit dieser neue EP.
Dieser Band muss man einfach den Respekt zollen die sie verdient! Am Besten in Form des Erwerbs der Alben und dieser geilen EP direkt über die Bandhomepage ; )

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. One Strong Voice
02. Rage of Storms
03. The Hammer Shall Return
04. Cathedral of the Earth

Video zur EP Version „One Strong Voice“:

Julian

GREYHAWK – Keepers Of The Flame

Band: Greyhawk
Album: Keepers Of The Flame
Spielzeit: 44:24 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: Fighter Records
Veröffentlichung: 16.06.2020
Homepage: www.facebook.com/Greyhawkmetal

Promosheet: “GREYHAWK now set out to bring their brand of classic Heavy Metal and incendiary live show to the unsuspecting Metal masses.” Letzteres nö (Corona), ersteres können sie guten Gewissens tun. Aber von wem reden wir hier eigentlich? Nun, von GREYHAWK, die sich 2018 in den USA gegründet und dem traditionellen Metal verschrieben haben. Unter anderem ist Darin Wall von SKELATOR mit dabei, auch einige andere Bandmitglieder durften bereits in kleineren Truppen Banderfahrung sammeln. Nun steht nach einer EP das Debutalbum namens “Keepers Of The Flame” an, was sehr true klingt. Das Cover ist ebenfalls sehr true und sieht angemessen underground-oldschool-daneben aus und Einflüsse hat man, angesichts von Titel, Tracklist und Cover wenig überraschend, unter anderem in DIO, YNGWIE MALMSTEEN, MANOWAR und JUDAS PRIEST gefunden.
Was man hingegen nicht gefunden hat, ist Geld für eine wirklich gute Produktion. Der Gesamtsound wirkt nicht ganz definiert, daran gewöhnt man sich aber innerhalb des ersten richtigen Tracks (Track 1 ist ein keyboardlastiges Intro). Auch die Produktion der Vocals ist nicht besonders Highend. Ein bisschen Reverb oder ein Echoeffekt hätte ihnen gut getan und meine Probleme mit den Vocals fast komplett beseitigt, denn singen kann der Taylor auf jeden Fall, trifft nicht nur die Töne sondern verleiht den Tracks auch nochmal eine Portion Charakter. Lediglich die leicht opernhafte Art von Gesang, die er beispielsweise bei “Black Peak” zum besten gibt, passt in Teilen doch nicht so ganz – aber jut, beim Debutalbum probiert man eben auch noch ein bisschen rum und stören tut sie auch nicht.
So, Zeit für die Musik an sich, und hier machen GREYHAWK doch einiges umso richtiger. Die Einflüsse sind genannt, YNGWIE zeigt sich insbesondere beim Instrumental “R.X.R.O”, “Keepers Of The Flame” ist der langsam-würdevolle sowie feierlich-epische Endtrack mit wirklich starker Harmoniearbeit, den MANOWAR mal komponieren sollten (aber können sie nicht). “The Rising Sun” ist anfangs fast eine Gothic-Ballade, wird dann zu einem stampfenden Midtempotrack und im Verlauf immer intensiver, ansonsten gibt es eine gute Mischung aus mal schnellerem, mal langsamerem Heavy/Power Metal, dem man tatsächlich neben seiner Traditionalität doch ein Gespür für Melodien abseits der Norm attestieren kann. Gerade die Refrains, in denen oft auf gelungene Backing Vocals zurückgegriffen wird, machen echt Laune in ihrem kreativen Umgang mit den klassischen Heavy-Metal-Normen.

Fazit:
Wenn man sich denn an die Produktion gewöhnt hat, offenbart “Keepers Of The Flame” doch ordentlich Charme. Wesentlich vielseitiger als die ersten beiden Tracks (abseits des Intros) vermuten ließen, unverbraucht und mit teils sehr guten Ideen. Ein bisschen muss man noch an der Professionalität des Ganzen arbeiten, aber bei Beibehaltung und Ausarbeitung des aktuellen Stils sollten GREYHAWK eine Classic-Heavy-Metal-Band bleiben, die trotz großer Konkurrenz allemal ihre Existenzberechtigung hat.

Anspieltipps:
“Halls Of Insanity”, “The Rising Sun”, “Don’t Wait For The Wizard” und “Keepers Of The Flame”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gates Of Time
02. Frozen Star
03. Drop The Hammer
04. Halls Of Insanity
05. The Rising Sign
06. R.X.R.O
07. Don’t Wait For The Wizard
08. Black Peak
09. Masters Of The Sky
10. Ophidian Throne
11. Keepers Of The Flame

Jannis

GRAVE DIGGER – Fields Of Blood

Band: Grave Digger
Album: Fields Of Blood
Spielzeit: 54:48 min
Stilrichtung: Teutonic Scotish Heavy Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 29.05.2020
Homepage: www.grave-digger-clan.de

Auf die Frage “Was gibt’s Neues?” kann man eigentlich immer guten Gewissens antworten “Ein GRAVE-DIGGER-Album”. So auch momentan, und nicht irgendeins: Der dritte Teil der (somit) Schottland-Trilogie steht ins Haus und dank “Tunes Of War” und “The Clans Will Rise Again” ist für wahrscheinlich zu halten, dass es ziemlich stark wird. So ist dem auch. Gut, die bisherigen Singleveröffentlichungen verkaufen “Fields Of Blood” unter Wert. “All For The Kingdom” ist fett und mit besten DIGGER-Highland-Trademarks angereichert, aber nicht ganz unter den besten Tracks. “Lions Of The Sea” lässt beim Refrain die Sorge aufkommen, dass die anderen Kompositionen doch eher platt ausfallen könnten (aber dem ist nicht so), wobei schon zwei weitere Silben beim zweiten und vierten “Lions Of The Sea” im Chorus eine Menge verbessert hätten (geiles Riff übrigens, Axel Ritt ist wie immer eine krasse Bereicherung). Und “Thousand Tears” ist eine klassische Gänsehaut-DIGGER-Ballade, bei der Noora von BATTLE BEAST zumindest gegen Ende noch ihr volles Potenzial raushauen kann und man sich fragt, warum die Frau immer nur für Balladen gastsingen darf. So, genug des Meckerns (vorerst). “Fields Of Blood” hat nämlich umso mehr komplette Knaller auf Lager, die mit zum Besten gehören, das GRAVE DIGGER seit dem letzten Schottland-Release veröffentlicht haben. “Freedom” zum Beispiel, mit seinem knallenden Start, dem geilen runtergebrochenen Prechorus und dem simplen aber in seiner Harmoniefolge doch noch nicht oft gehörten Chorus. Auch “Heart Of Scotland” muss man anführen: Mit Dudelsäcken, starken Drums (übrigens ist die Drumarbeit von Neudrummer/Ex-Reaper Marcus Kniep GRAVE DIGGER absolut würdig), asozialem Switch zu anderer Tonart und miesestem Downtempo, mit grandiosem Refrain, fröhlich dudelsackigem Mittelteil und, und, und. “My Final Fight” hat den Partybeat, der nur dann auf den Sack geht, wenn man ihn in jedem Song verwendet, hat im Chorus was von RAGE und macht tüchtig Laune. Und auch das eher unepische “Barbarian”, das instrumentale “Requiem To The Fallen”, das tolle instrumentale Intro und “Gathering Of The Clans”, insbesondere dessen feierlicher Mittelteil, sind Treffer und beweisen zum 40jährigen der Band nochmal Kreativität, die bei den letzten Alben ein wenig auf der Strecke blieb. Ganz zu schweigen vom mehrteiligen 10-Minüter-Titeltrack, der auf ganzer Länge einfach alles richtig macht und auch mal den unterbewerteten Klargesang im Gepäck hat.
Kritik: Gut, da gibt es einiges, was doch sehr an “Tunes” und “Clans” erinnert, mal ein Riff, mal ein Refrain. Aber das geht klar. Was nicht klargeht, sind die Texte, die mir zum ersten Mal bei einem DIGGER-Album den Hörgenuss tatsächlich geschmälert haben. Ich kann über Texte generell gut hinweghören, aber jede, also wirklich JEDE Zeile, jetzt Phrase, jeder Reim auf “Fields Of Blood” ist so schonmal auf mindestens einem anderen Album aufgetaucht. Das ist Stillstand und unkreatives Bedienen aus dem Repertoire und ginge wirklich liebevoller. Zumindest ein bisschen, sodass es nicht ganz so aufdringlich offensichtlich einfach nur Aufwärmen ist.

Fazit:
Und ehrlich, ich bin hin- und hergerissen, weil die Platte musikalisch echt ein würdiger Abschluss der Trilogie ist, aber unter der Qualität/der mangelnden Innovation der Texte wirklich leidet. Uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden, der über Texte hinwegsehen und Heavy/Power/Teutonic Metal mit Dudelsäcken auf echt feierlichem Niveau was abgewinnen kann. Wer generell auf Texte achtet, der entscheide selbst, nachdem er sich mal durch die folgenden, musikalisch wunderbaren Anspieltipps durchgehört hat!

Anspieltipps:
“Freedom”, “Heart Of Scotland”, “My Final Fight” und “Fields Of Blood”

WERTUNG:

die Texte ignorierend

 

unter Beachtung der Texte

 

Trackliste:

01. The Clansman’s Journey
02. All For The Kingdom
03. Lions Of The Sea
04. Freedom
05. Heart Of Scotland
06. Thousand Tears
07. Union Of The Crown
08. My Final Fight
09. Gathering Of The Clans
10. Barbarian
11. Fields Of Blood
12. Requiem For The Fallen

Jannis

FIREWIND – Firewind

Band: Firewind
Album: Firewind
Spielzeit: 46:51 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.firewind.gr

Viel Neues im Hause FIREWIND! Mit AFM Records gibt es ein neues Label und es gibt zwei personelle Veränderungen zu verkünden!
Der langjährige Gitarrist und Keyboarder Bob Katsionis ist nicht mehr Teil der Band und wurde auch nicht nachbesetzt. Des Weiteren ist der, auf dem letzten Album „Immortals“ eingeführte, Sänger Henning Basse auch schon nicht mehr Teil der Mannschaft. Sein Nachfolger ist niemand geringeres als Herbie Langhans (Ex SINBREED, AVANTASIA) der aktuell in aller Munde ist.
Aber FIREWIND Mastermind Gus G hatte schon lange eine hohe Meinung von Herbie, denn ebenso wie ich vergötterte er die Gesangsleistung von ihm auf dem SINBREED Outputs und war somit schon lange Fan von ihm, bevor er die aktuelle große Aufmerksamkeit erhielt. Recht hatte er!
Ich schweife aber ab, kommen wir zur Gegenwart und dem neuen, selbstbetitelten Album „Firewind“ auf dem es mal wieder eine breite Mischung aus Melodic und Power Metalsongs gibt.
Laut Aussage von Gus lehnt sich das Album sogar an die ersten Alben der Band an, was nicht nur am sehr ähnlichen Gesang von Neufronter Herbie liegt.
Nun, dann horchen wir doch mal geschwind in den Openertrack „Welcome to the Empire“ rein. Nach einer kleinen instrumentalen Einleitung nimmt die Nummer so richtig in Fahrt auf und es ertönt das wunderbar, raue Organ von Neufronter Herbie der es in wenigen Sekunden schafft den Sound auf ein neues Level zu heben, ihn gibt es definitiv nicht nochmal, ein Unikat halt! 🙂
Flott geht es dann auch mit dem anschließenden „Devour“ weiter. Double Bass Drumming inklusive, der arme Schlagzeuger kann man da nur sagen!
Aber das alles war nur ein Vorspiel im Vergleich zu DEM was jetzt kommt! Nun folgt der mit Abstand beste FIREWIND Song der letzten Jahre und mit Sicherheit einer DER Power Metalhits des Jahres 2020!
Die Rede ist natürlich von der Vorabsingle „Rising Fire“. Ein Paradebeispiel wie ein melodischer Powermetalsong sein muss! Wahnsinn wie sich die Nummer geradezu in die Gehörgänge frisst!
Und die Hits reißen auch in der Folge nicht ab. „Break Away“, die Powerballade „Longing to Know You“, oder der groovende Doppelpack „Perfect Strangers“ und „Overdrive“. Alles Songs die zeigen was die Band drauf und nun wieder zu voller Stärke zurückgefunden hat.
Im letzten Drittel gibt es mit „All my Life“ und dem rockigen Ausflug „Space Cowboy“ nochmal zwei absolute Hitperlen.

Anspieltipps:

Hier könnt ihr hin greifen wo ihr wollt, alles genial!

Fazit :

Es scheint wirklich so das mit Herbie Langhans der Sound und die Klasse der ersten Alben zurück zu FIREWIND gekommen sind!
Aber es nur auf ihn zu reduzieren wäre nicht fair gegenüber Mastermind Gus G der hier ein Killerriff nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelt.
Das neue Album ist zurecht selbstbetitelt und zeigt die Band in einem neuen/alten Gewand sowie mit einem Power Metalhitalbum erster Güte.
Alles andere als die Höchstnote sowie ein vorderer Platz auf vielen Hitlisten 2020 wäre hier ein Frevel!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Welcome to the Empire
02. Devour
03. Rising Fire
04. Break Away
05. Orbitual Sunrise
06. Longing to Know You
07. Perfect Stranger
08. Overdrive
09. All my Life
10. Space Cowboy
11. Kill the Pain

Video zu Welcome to the Empire:

Julian

IGNITION – Call of the Sirens

Band: Ignition
Album: Call of the Sirens
Spielzeit: 45:04 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Roll the Bones Records
Veröffentlichung: 16.05.2020
Homepage: www.facebook.com/Ignitionmetalmusic/

Die deutschen Power Metaller von IGNITION waren 2017 mit ihrem Debütalbum „Guided by the Waves“ definitiv eine DER Überraschungen im Power Metal Genre!
Eine tolle Mischung aus Power und Epic Metal mit den entsprechenden Melodien brachten den Diskus recht weit nach vorne in der Hörergunst.
Gestärkt durch die Supporttouren mit MOTORJESUS, TESTAMENT, RAGE oder AMORPHIS haben die Jungs auf ihrem neuen, zweiten Album „Call of the Sirens“ nun ihren Stil nochmal gefestigt und bieten den Fans hier auch den Abschluss der Wikinger Story des ersten Albums.
Der Still könnte mit einer Mischung aus Old School BLIND GUARDIAN und moderneren TRIVIUM beschrieben werden.
Also Lauscher auf, ab geht die wilde Fahrt mit dem Opener und Videotrack „Warrior of the Night“. Hier erwartet uns direkt einer der besten und schmissigsten Tracks der gesamten Scheibe und dieser ist perfekt zum Anheizen der Fangemeinde an den0 Anfang gesetzt! Ein bärenstarker Einstieg in die neue Scheibe.
Und danach geht es erstklassig weiter, „The Cleansing“, „Cobra Kai“ und auch „Reach out for the Top“ sind Power Metal Perlen die zeigen das die Jungs dieses Mal echt nochmal eine Schippe drauf gelegt haben beim Songwriting!
Und mit Beginn der zweiten Hälfte wird dann auch wieder die Wikinger Story aufgenommen und zielsicher weiterverfolgt.
Hier, man glaubt es kaum, legt man nochmal von der Songqualität her zu! „Raise your Horns“, „Riding the Drakkar“, der Titeltrack „Call of the Sirens“ und auch das abschließende „Home again“ sind Songs die einen als melodischen Power Metal Fan nicht kalt lassen werden!
Ich hatte es ja bei der letzten Rezi angekündigt, die Band sollte man auf dem Zettel haben, schön dass ich Recht hatte! : )

Anspieltipps:

„Warrior of the Night“, „Cobra Kai“, „Raise your Horns“, „Riding the Drakkar“ und „Call of the Sirens“

Fazit :

Mit „Call of the Sirens“ toppen die Jungs von Ignition ihr starkes Debütalbum um Längen!
Hier wirkt alles wesentlich ausgereifter und kompakter und man merkt das die Band sich viel Zeit gelassen hat und die Songs absolut durchdacht sind.
Da hat man die Zeit definitiv super genutzt und man kann den Jungs nur wünschen das man mit der neuen Scheibe endlich die Anerkennung bekommt die man verdient!
Absolute Kaufempfehlung meinerseits!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Warrior of the Night
02. The Cleansing
03. Cobra Kai
04. Reach out for the Top
05. Balancing on a Blade
06. Raise your Horns
07. Riding the Drakkar
08. Marching into Battle
09. Call of the Sirens
10. Home again

Video zu „Warrior of the Night“:

Julian

ALOGIA – Semendria

Band: ALOGIA (mit zwei großen As)
Album: Semendria
Spielzeit: 33:32 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Elevate Records
Veröffentlichung: 15.04.2020
Homepage: www.facebook.com/alogia.official

Vor vielen Jahren, als ich noch ein kleiner Rezensent war, war meine Mutter besorgt, dass diese ganze düstere Musik, in die ich mich in der Zeit reinhörte, mit ihren düsteren Texten doch echt negativ auf mich wirken müsse. ALOGIA sind ein weiterer Beweis dafür, dass ihre Sorgen unbegründet waren und ich bitte jeden, den das Album runterzieht, mich darüber zu informieren. Doch um wen geht es hier? Nun, um ein serbisches Sextett, das seit 2002 mehr oder weniger regelmäßig releast und eine der weiteren Hausnummern zu sein scheint, die bislang an mir vorbeigegangen sind. Dafür sind jedenfalls die Gastsänger Mark Boals (Ex-YNGWIE), Tim “Ripper” Owens (ICED EARTH und so) und FABIO LIONE (RHAPSODY OF FIRE) klare Anzeichen, Auftritte mit Orchester ebenso.
Weiteres Kaufargument: Die schön warme, organische Produktion. Kleiner Dämpfer: Keine 35 Minuten Spieldauer. Päh.
Aber gut, dafür wird über die Länge des Albums auch einiges an Qualität geliefert, von einer auf den Punkt spielenden Band mit durchgängig mehr als überzeugenden Vocals, seien sie von den Gästen oder von Haussänger Nikola Mijic (EDEN’S CURSE). Und schon der Einstieg ist amtlich. Während andere Bands als Intro ein bombastisches 08/15-Trailerorchester-Intro raushauen würden, das mit dem Rest des Albums nichts zu tun hat, geht es auf “Semendria” direkt los, mit den flötig-drucklos-niedlichsten Fanfarenklängen, die man sich überhaupt nur vorstellen kann. Nein im Ernst, das ist ein Kompliment, denn der Rest der Band zieht fröhlich-unbedarft nach, nicht besonders heavy aber mit herrlichem Gesamtsound. Diese positive Grundstimmung zieht sich insbesondere durch die erste Albumhälfte, untermalt von einigen echt eingespielten Folkinstrumenten und sympathisch-billigen Keyboards, die aber in ihrer Unzeitgemäßheit bestens funktionieren. Traut sich leider kaum noch eine Band, aber das Next-Level-Streben brauchen ALOGIA auch einfach nicht. Kleinere progressive Elemente gibt es auch, die sich mal in kleinen Taktausreißern, mal in interessanten Klavierparts, mal in östlich anmutender Harmonik äußern (An dieser Stelle sei der instrumentale Endtrack “From East To West” erwähnt, der die titelgebende Wandlung mit viel Liebe in knapp drei Minuten vollzieht). Und das Songwriting-Niveau ist durchaus hochwertig, auf jeden Fall einiges über dem Durchschnitt. Okay, die obligatorische Ode an Metal und Metalgemeinde (“Raise Your Fist (For Metal Only)”) darf noch etwas simpler ausfallen und hammerhart komplex sind die Tracks allesamt nicht, aber die Kompositionen wirken echt kreativ, ohne dabei das gewählte Grundgenre verlassen zu müssen, gleichzeitig vertraut und interessant.

Fazit:
Doch, “Semendria” ist Wohlfühlmetal im besten Sinne: Authentisch, mit Hand und Herz gemacht, erfrischend komponiert, und das Keyboard wird noch wie ein Instrument behandelt. Wer gerne nochmal ein bisschen früheres DREAMALE- oder POWER-QUEST-Feeling mit subtilen Folk-Nuancen hätte, kann sein Geld bedenkenlos in diese Platte investieren. Und wer 90er/2000er Power Metal etwas abgewinnen kann, ebenso!

Anspieltipps:
“Semendria”, “Eternal Fight” und “From East To West”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Semendria
02. Eternal Fight
03. Raise Your Fist (For Metal Unity)
04. Like A Fire
05. Can’t Bring You Down
06. The Calling
07. Visantia
08. Beyond Belief
09. From East To West

Jannis

GAMMA RAY – Somewhere out in Space (RG Zeitmaschine)

Band: Gamma Ray
Album: Somewhere out in Space
Spielzeit: 57:16 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Noise Records
Veröffentlichung: 25.08.1997
Homepage: www.gammaray.org

Die Jungs von GAMMA RAY wurde bislang auch noch nie in unserer Zeitmaschine berücksichtigt! Oh Schreck…dann wird es höchste Zeit dies nachzuholen und zwar mit einem Album was für mich eine ganz besondere Bedeutung hat.
Kleine Randnotiz, das Album war meine erste Berührung mit der Band. Ich hätte mir definitiv schlechtere aussuchen können 😉
Genug auf die Folter gespannt, wir reisen über 20 Jahre zurück in der Zeit, denn es handelt sich hier um das 1997 erschienene Album „Somewhere out in Space“. Für mich eines der besten Alben der Band bis heute!
Dies mag auch an der damaligen neuen Besetzung liegen bestehend aus Mastermind Kai Hansen und den drei neuen Mitgliedern Dirk Schlächter (Bass), Henjo Richter (Gitarre) und Daniel Zimmermann (Schlagzeug). Diese Mannschaft sollte dann für eine sehr lange Zeit Bestand haben und endlich eine konstante Basis in der bis dato recht wechsel freudigen Band bieten.
Aber natürlich waren es nicht nur die neuen Mitglieder die das Album so großartig machte, nein, zum einen hatte man nochmal etwas am Stil geschraubt und es ging melodischer, schneller und bombastischer zu Werke und natürlich gab es auch absolute Sahnetracks die den Silberling veredelten!
Da wären z.B. der Knalleropener „Beyond the Black Hole“, „No Stranger“, das Bombastmeisterwerk und Titeltrack „Somewhere out in Space“, „The Guardians of Mankind“, „Valley of the Kings“, „Rising Star“ oder das abschließende „Shine On“.
Alles Songs die auf Jahre in der Livesetliste der Band zu finden waren und bis heute unsterbliche Klassiker der Band sind.
Auch wenn die nachfolgenden Alben, z.B. der direkte Nachfolger „Power Plant“ ebenfalls aller erste Sahne waren, an die Qualität und Hitdichte eines „Somewhere out in Space“ kam man immer nicht ganz ran.
Daher gehört für mich das Album, ich erwähnte es schon, zu einem der besten der Band und hat somit seinen Platz in unserer Zeitmaschine mehr als verdient!

Trackliste:

01. Beyond the Black Hole
02. Me, Martians and Machines
03. No Stranger
04. Somewhere out in Space
05. The Guardians of Mankind
06. The Landing
07. Valley of the Kings
08. Pray
09. The Winged Horse
10. Cosmic Chaos
11. Lost in the Future
12. Watcher in the Sky
13. Rising Star
14. Shine On

Julian