SEVEN THORNS – Symphony of Shadows

Band: Seven Thorns
Album: Symphony of Shadows
Spielzeit: 41:09 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 14.12.2018
Homepage: www.seventhorns.com

Die Dänen von SEVEN THORNS sind mittlerweile keine Unbekannten mehr im Power Metal Genre und bei uns in der Rock-Garage! Mit „Symphony of Shadows“ bringen die Jungs dieser Tage ihr drittes Album auf den Markt.
Im Vergleich zum letzten Album „II“, Rezi auch hier bei uns, ist der Sound etwas düsterer und neo klassischer ausgefallen. Es gibt 9 Tracks zu hören die auch eine Spur Progressive Metal abbekommen haben.
Ansonsten hat sich nicht viel bei der Band geändert, man war in den letzten Monaten und Jahren fleißig live unterwegs mit so Bands wie PRIMAL FEAR und FREEDOM CALL. Die Liveerfahrung sollte den Jungs auf jeden Fall zu Gute gekommen sein beim Songwriting!
Als Opener wird uns „Evil Within“ präsentiert, welches düster eingeleitet wird und mit ordentlich Keyboards unterstützt und schön melodisch gehalten wird. Der Gesang von Fronter Björn ist nach wie vor bestimmt nicht jedermanns Sache, der Junge macht seine Sache aber gut. Ansonsten ist die Nummer eine eingängige Sache geworden, die mit Prog Elementen schön angereichert wurde.
Eine ähnlich runde Sache ist dann auch das folgende „Black Fortress“ geworden. Dieser Track wurde vorab schon einige Mal live gespielt und überzeugte direkt auf Anhieb. So auch hier, erneut haben wir hier eine mehr als ordentliche Mischung aus Melodic, Prog und düsterer Stimmung die sofort ins Ohr geht.
„Ethereal“ im Anschluss ist dann gute Standardkost nicht mehr und nicht weniger, dann folgt aber mit „Beneath a Crescent Moon“ der nächste Farbtupfer. Denn dieser Track beinhaltet ein gesangliches Duett mit einer mir unbekannten weiblichen Stimme und hier wird eine schöne orientalische Stimmung erzeugt. Ein toller Track!
Im Mittelteil kann dann „Last Goodbye“ am ehesten überzeugen und begeistern, auch wenn auch dieser Track nicht ganz an die ersten genialen Songs rankommt.
Als letzten erwähnenswerten Track haben wir dann das abschließende „Symphony of Shadows“ welches vom Zwischenstück „Shadows Prelude“ eingeleitet wird.
Hier kann man wieder ans Qualitätslevel der ersten Nummern anknüpfen und kann die Fans wieder direkt begeistern.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Evil Within“, „Black Fortress“, „Beneath a Crescent Moon” und “Symphony of Shadows”.

Fazit :

Ganz klar, das neue dritten Album der Jungs von SEVEN THORNS ist bisher ihr bestes geworden! Nach wie vor hat man aber, gerade in der zweiten Albumhälfte, noch zu viele Standardtracks vereint und auch die Produktion hätte teilweise etwas mehr Bums und Druck vertragen können! Manchmal kommt das Ganze doch etwas verwaschen daher und nicht gut genug abgemischt.
Aber insgesamt können wir hier doch von einer starken Leistung sprechen und Fans der Band und der angesprochenen Genres werden mit Sicherheit zufrieden gestellt werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Within
02. Black Fortress
03. Ethereal
04. Beneath a Crescent Moon
05. Castaway
06. Last Goodbye
07. Virtual Supremacy
08. Shadows Prelude
09. Symphony of Shadows

Julian

ARRAYAN PATH – Archegonoi

Band: Arrayan Path
Album: Archegonoi
Spielzeit: 84:00 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 30.11.2018
Homepage: www.facebook.com/arrayanpath

“LET ME TELL YOU A STORY!!” ranzt Nicholas Leptos den Hörer im finalen Part von “Bellerophon (Forged By The Blacksmith)” unvermittelt und mehrfach mit einer Nachdrücklichkeit etwa so entgegen, als würde Opa auf der Familienfeier plötzlich aus seinem Ruhemodus hochfahren und keine Widerrede erlaubend verkünden, er erzähle nun vom Krieg. Man lässt solche Leute dann erzählen; bei Nicholas, der dabei von den restlichen Jungs von ARRAYAN PATH unterstützt wird, sogar sehr gerne. Auch er erzählt vom Krieg, aber auch von anderen mit dem antiken Griechenland in Verbindung stehenden geschichtlichen/mythologischen Ereignissen  – und das über sagenhafte auf zwei CDs verteilte 84 Minuten, obgleich der Release des Vorgängers von “Archegonoi” gerade einmal ein Jahr zurückliegt. Das ist eine beachtliche Leistung und wirft die Frage auf, ob unter dem hohen Arbeitstempo nicht die Qualität der Platte gelitten haben mag.
Die Antwort: Ja, hat sie. Aber nur ganz minimal. Primär zeigt sich das an der Produktion, die einige wenige Töne gerne mal lautstärketechnisch hörbar von den anderen abhebt. Zudem finden sich ab und an gerade in den Drums Momente, wo ein Schlag (oder ein Ton) dann doch nicht ganz genau dann kommt, wenn er soll. Ist ein wenig schluderig, aber authentisch und kommt so selten vor, dass es den Gesamteindruck des Albums nicht zu schmälern vermag – sollte aber bei einem professionell aufgenommenen Album in heutiger Zeit nicht passieren.
Wie sieht es aber aus mit den Kompositionen? Nun, auf einzelne Songs kann man bei der Platte kaum eingehen, schließlich sind sie praktisch alle mindestens fünf Minuten lang, und in klassischer ARRAYAN-PATH-Manier passiert in jedem von ihnen zu viel für Einzelbesprechungen. ARRAYAN PATH sind unvorhersehbar im besten Sinne, auch auf “Archegonoi”. Ruhig-atmosphärische Parts wechseln sich ab mit mal hymnischen, mal hypnotisch-redundanten Refrains. Auf vergleichsweise böse Uptempoparts folgen balladeske, und ein Song, der fanfarisch-orchestral-fett eingeleitet wird, kann von einer Sekunde auf die andere in trockenes Midtempogestampfe übergehen. Sanfte Vocals werden unerwartet zu hohem Geschreie, das im nächsten Moment von mächtigen tiefen Männerchören ersetzt wird. Dazu Melodien, die mal folkloristisch angehaucht sind, gleich darauf eher an deutsche Schlagerkompositionen erinnern – nur in progressiv gestaltet. Gibt es progressiven Schlager?
Dieses Abwechslungsreichtum, hinter dem jederzeit erkennbares System steckt, sorgt tatsächlich dafür, dass “Archegonoi” über seine kompletten 84 Minuten fast durchweg glänzend unterhält, sei es mit eingängigen Hooks, von traditionellen griechischen Instrumenten gespielten Soli oder musicalartigen Abschnitten. Natürlich, ein paar Stellen hätte man rauskürzen können, aber insgesamt erweist sich die Entscheidung, aus dem Ding ein Doppelalbum zu machen, als ziemlich gut. Es ist eine krasse Leistung, ein Album nur ein Jahr nach dem Release seines Vorgängers rauszubringen. Aber es ist eine ganz andere Hausnummer, ein Werk mit der Länge und der kompositorischen Qualität von “Archegonoi” in solch kurzer Zeit zu veröffentlichen. Das Niveau des Vorgängers kann locker gehalten werden. Unter diesen Umständen kann man über die paar Drumhits, die minimal aus dem Takt fallen, locker hinwegsehen. Großen Respekt für diese Leistung!

Anspieltipps: “Weaving The Web Of Destiny”, “Bellerophon (Forged By The Blacksmith)”, “King Of Argos” und “Rod Of Asclepius”

Fazit:
“Archegonoi” ist kein Album für nebenbei. “Archegonoi” ist kein Easy Listening und “Archegonoi” ist wohl eins der außergewöhnlichsten Power-Metal-Alben des Jahres. Wer Bock hat auf eine musikalisch grandiose Reise durch Geschichte und Mythologie (und so fühlt sich die Platte tatsächlich an), der bekommt mit der neuen ARRAYAN PATH genau das und mehr: ein Power-Metal-Album mit Anspruch, das seine Hörer spätestens nach dem zweiten Hördurchgang kaum mehr loslassen wird.

WERTUNG: 

Trackliste:

  1. Weaving The Web Of Destiny
  2. Rod Of Asclepius
  3. Seven Against Thebes
  4. Sins Of Pandora
  5. The Words Of Menelaus
  6. Bellerophon (Forged By The Blacksmith)
  7. Thisbe’s Blooded Veil
  8. Lion Of Amphipolis
  9. Blood Of The Sphinx
  10. Nemesis
  11. Eastern Sands
  12. Where The Hydra Hides
  13. King Of Argos
  14. Thermopylae 480 BC

Jannis

DYSTOPOLIS – V.EN.O.M.

Band: Dystopolis
Album: V.EN.O.M.
Spielzeit: 56:15 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: RamItDown Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.facebook.com/dystopolis

Ab und zu gelingt einer kleinen Band eine echt große Leistung und das ist ein Grund zum Feiern. Holt also die Luftschlangen und den zwangsweise alten Wein aus dem Luftschutzbunker und ab dafür! Schließlich mag “V.EN.O.M.” den Bremern von DYSTOPOLIS verdientermaßen den Eintritt in die German Power Metal Hall of Fame bedeuten. Ist generell schön bei Newcomern, dass sie sich noch beweisen und nicht einfach nur ihre eigene Sparte bedienen müssen, dann manchmal kommt dabei etwas heraus wie die hier besprochene Scheibe.
Kurz die Sidefacts: Nach der 2008 erfolgten Gründung brachte man zwei Eigenproduktionen und nun endlich das Labeldebut bei RamItDown Records heraus und spielt laut eigenen Angaben Postapocalyptic Metal, der sich um die fiktive Stadt Dystopolis dreht. Produziert wurde die Platte vom momentan omnipräsenten Seeb Levermann, der sich in ziemlich kurzer Zeit zu einem echten Qualitätsgaranten gemausert hat. Somit gibt es am Sound schonmal nichts zu bemängeln und die Scheibe klingt, gerade in den Passagen mit vielen Background Choirs, durchaus ORDEN-OGANig.
Während die Band/das Label “V.EN.O.M.” (Vicious Enemy Of Mankind) Fans von ICED EARTH, NEVERMORE und BLIND GUARDIAN empfiehlt (letzterem kann ich bedenkenlos zustimmen, das agressiv-technische “Beneath A Black Horizon” mit seinem hymnischen Refrain wäre auch ein guter Job für Hansi), würde ich klar noch GRAVE DIGGER ergänzen. Die Stimme von Andreas Müller erinnert stark an Chris‘ Reibeisenorgan und die Komposition lässt vermuten, dass DYSTOPOLIS die älteren melodieorientierten Platten der Grabgräber, beispielsweise “Knights Of The Cross” mehr als nur einmal gehört haben. Ein bisschen IRON SAVIOR ist auch drin, “Dining With Gods”‘ Intro könnte ebenso ein aktuelles Lied von DIMMU BORGIR einleiten und das Riff von “Metro” hat gar SAMAEL’sche Züge. Mit dieser Aufzählung soll allerdings nicht gesagt werden, dass “V.EN.O.M.” von anderen Bands zusammengeklaut wurde. Nein, der Stil von DYSTOPOLIS ist individuell und ausgereift: orchestraler Power Metal, der gerne im Thrash und Progressive Metal stöbert, ergänzt um eine Stimme, die zusammen mit der Produktion und der Härte des Albums DYSTOPOLIS neuen Wind in die alten Segel des Teutonic Heavy Metal blasen lässt. Denn trotz des hohen Orchestralfaktors: Kitsch und Opernmetal sucht man hier vergeblich, wenn man denn überhaupt danach sucht. “V.EN.O.M.” pendelt gekonnt zwischen böser, stets melodiöser Härte, hymnischen Refrains und starken Melodien selbst in den Strophen.
Um der Band ein wenig konstruktive Kritik mit auf den Weg zu geben: In die Synths könnte man ab und an ein wenig mehr Geld investieren, sie klingen meist authentisch aber eben nicht immer. Zudem ist die Oldschool-Gothic/Pseudo-Opern-Stimme, die Andreas manchmal auspackt, doch Geschmackssache. Mein Fall war sie nicht, klang etwas zu gekünstelt, aber das ist Meckern auf dem selben Niveau, das “V.EN.O.M.” praktisch durchgängig hat: verdammt hoch.
Letzter Satz zu den Songs: kein Ausfall, eine Menge Vielseitigkeit; Die Zeit bis Weihnachten kann kaum schneller vergehen, als mit “V.EN.O.M.” im Plattenspieler.

Anspieltipps: “Black Gates”, “Lords Of Sand”, “The Corporation” und “Dystopolis Rising”

Fazit:
Heavy, orchestral, durchgängig unterhaltsam, fett produziert und gespielt: Es ist eh löblich, durch Albumkäufe auch mal den Nachwuchs zu unterstützen. Und im Fall von DYSTOPOLIS ist es zudem eine mehr als lohnende Investition!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Gates
02. Lords Of Sand
03. Metro
04. Dining With Gods
05. The Corporation
06. Noah’s Isle
07. Arndale
08. Anthem For A Stranger
09. Beneath A Black Horizon
10. Dystopolis Rising

Jannis

FLASHBACK OF ANGER – Shades

Band: Flashback Of Anger
Album: Shades
Spielzeit: 50:18 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Ice Warrior Records
Veröffentlichung: 15.11.2018
Homepage: www.facebook.com/pg/flashbackofanger

Leider haben die Italiener von FLASHBACK OF ANGER sich dagegen entschieden, neben “Loaded Guns In Guitar Cases” auch den Track “Chopped Off Horse Heads in Beds” auf ihre dritte Albumveröffentlichung “Shades” zu integrieren. Ersterer Titel ist und bleibt dennoch einer der coolsten Power-Metal-Songtitel aller Zeiten. 2005 mit der ersten Demo am Start veröffentlichten die Jungs aus Florence zwei, mit dem aktuellen drei, Alben und fröhnen darauf traditionell skandinavischem Power Metal mit Progressive-Ausflügen und viel Synth-Gedudel.
Die Produktion ist nicht ganz optimal, gerade am Gesang hätte man etwas mehr basteln können, aber gut hörbar ist das Ding allemal geworden. Souverän auch die Arbeit der Musiker. Gesang und Instrumentalleistung sind absolut stabil und Lorenzo Innocenti und Marco Moron (Drums und Bass) funktionieren als Neuzugänge locker mit dem alteingesessenen Teil der Band.
Musikalisch wird der Stil der Band, wie oben beschrieben, konsequent durchgezogen, nur sackt im Verlauf des Albums die Qualität des Songwritings runter. Sprich: Den ersten vier, mit Abstrichen fünf großartigen Tracks mit massig Ohrwurmmelodien und -riffs stehen vier weitere gegenüber, die sich nicht wirklich festsetzen wollen und eher “standard” ausfallen. Bestechend ist in der zweiten Hälfte der Platte primär “Lonely Road”, das eher ruhig und dabei skitalievisch winterlich melancholisch positiv ausfällt. Ansonsten findet sich eine recht kitschige Halbballade (“Dawn Of Life”) und viel fröhliches Keyboardgewichse auf der Hälfte, das absolut korrekt für nebenbei ist, jedoch nicht wirklich zu fesseln weiß.
Anders die erste Hälfte. “Ripped Out” ist ein hervorragender Einstieg in “Shades”: treibendes oberes Midtempo, ein Power-Metal-Refrain der Extraklasse, ein fixes Keyboardsolo gefolgt von einem schmonzigen Gitarrensolo. Euphorie, Begeisterung, Standing Ovations. Für das anschließende ”Numbers” muss man sich danach gar nicht erst wieder hinsetzen. Das macht nochmal extra Spaß, wenn man sich in Gedanken auf das Riff das Knight-Rider-Theme legt, überzeugt mit frecher Strophe mit geilen Gitarren im Hintergrund und schwer eingängigem Refrain. Keine Verschnaufpause, weil die anfangs erwähnten Loaded Guns direkt hinterherballern und einen weiteren Refrainhöhepunkt des Albums bieten – plus Disco-BATTLE-BEAST-Rythmus im Prechorus. Und als wäre das nicht genug, muss der nach den ersten drei Tracks schon völlig kaputte Power-Metaller zum Anfang von “Band Of Brothers” direkt noch ein harmonisches Gitarrenriff verkraften, das, gerade in Kombination mit dem Refrain, in dem es wieder verwendet wird, für unkontrollierte Ejakulation sorgen dürfte. Dann noch “Holdout”, ebenfalls stark, und dann kommt die zweite Hälfte. Expertentipp: Album kaufen, auf den PC kopieren und so nummerieren, dass man nach jedem Song der ersten Hälfte einen aus der zweiten hat, bei dem man ein Bier holen, die Katze füttern oder das Schwert polieren kann (Das richtet sich an Fans von Power Metal, also wörtlich gemeint).

Anspieltipps:
Kann man sich nach der Rezension ungefähr denken, ne?

Fazit:
Erste Hälfte des Albums inklusive “Lonely Road”: 9,5 von 10. Zweite Hälfte abzüglich „Lonely Road“ eher 6. Insgesamt 8. Aber hier ist natürlich eine Menge subjektiven Geschmacks mit drin. Freunde keyboardreichen Power Metals mit Prog-Ausflügen sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

WERTUNG:

Trackliste:

01. Ripped Out
02. Numbers
03. Loaded Guns In Guitar Cases
04. Band Of Brothers
05. Holdout
06. Edge Of Dreams
07. Dawn Of Life
08. Tropical Paradise
09. Lonely Road
10. Marvels Of The World

Jannis

TORIAN – God of Storms

Band: Torian
Album: God of Storms
Spielzeit: 49:33 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Ram it Down Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.torian-legion.de

Aus meiner alten Heimat Paderborn kommen die Jungs von TORIAN die sich schon seit 2002 dem Power Metal verschrieben haben und bislang sehr stark im Underground vertreten waren!
Das neue, vierte Album „Unbowed, Unbent, Unbroken“ könnte sinnbildlich dafür stehen das man sich in all den Jahren nicht hat unterkriegen lassen und man nun anscheinend endlich den großen Wurf gelandet hat. Denn qualitativ soll das neue Album ein absoluter Sprung nach vorne sein das mag auch daran liegen dass man sich dieses Mal mit ORDEN OGAN Mastermind Seeb Levermann eine Topproduzenten für den Power Metal Bereich an Bord geholt hat.
Apropos an Bord geholt, das neue deutsche Label Ram it Down Records hat die Zeichen der Zeit genau erkannt und die Jungs schnell unter Vertrag genommen und somit stellt das neue Album sowohl das Labeldebüt von TORIAN als auch die allererste Veröffentlichung auf dem Label überhaupt dar! Endlich mag mancher TORIAN Fan nun denken, denn die Jungs dümpeln schon viel zu lange abseits jeder Aufmerksamkeit rum.
Aber genug der schnöden Worte, starten wir mal musikalisch mit dem Opener „Old Friend Failure“. Die Eröffnungsriffs und auch dann der ganze Song erinnern irgendwie schon sehr an die Stammband des ausführenden Produzenten da kann ich mir nicht helfen 😉
So ist es auch nicht verwunderlich das die Nummer absolut eingängig und als Opener perfekt geeignet ist! Hier können wir also schnell den grünen Qualitätshaken dahinter machen.
Auch das folgende „Evil vs. Evil“ ist aller erste Sahne und ein melodischer Leckerbissen für die Fangemeinde!
Der erste Teil der Scheibe hält aber noch mehr erstklassige Tracks bereit, denn mit „Far from Midian Sky“ und „Unbowed, Unbent, Unbroken“ geht die melodische Powermetalfahrt qualitativ hochwertig weiter.
Vom Gesang etwas aggressiver präsentiert sich das mittig platzierte „Saint of the Fallen“ und auch „Crimson Born“, „Blackenend Souls“ sowie das etwas langsamere und tierisch eingängige „Stonehearted Nation“ wissen absolut zu überzeugen und sind weit entfernt vom Metal Durchschnitt!
Da dann auch das schnelle „Thousand Storms“ und das epische „The Glorious Downfall“ sehr gelungen sind, kann man abschließend festhalten das sich TORIAN auf ihrem neuen Werk wirklich extrem gesteigert haben und die Vorschusslorbeeren absolut gerechtfertigt waren!

Anspieltipps:

Direkt gefallen sollten euch „Old Friend Failure“, „Evil vs. Evil“, „Far from Midian Sky“, „Unbowed, Unbent, Unbroken“ und „Stonehearted Nation“

Fazit :

Mein letzter Rezisatz ist ja quasi schon ein Fazit, das kann man absolut so stehen lassen! TORIAN fahren auf ihrem neuen Album ganz schwere Geschütze auf und die Chöre und Refrains, bei denen mit Sicherheit Produzent Seeb seine Finger mit drin hatte, sind wahrlich ein Ohrenschmaus!
Ein ganz starkes neues Album welches Fans der Band und des Genre absolut zu sagen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Old Friend Failure
02. Evil vs. Evil
03. Far from Midian Sky
04. Unbowed, Unbent, Unbroken
05. Saint of the Fallen
06. Crimson Born
07. Blackened Souls
08. Stonehearted Nation
09. Thousand Storms
10. The Glorious Downfall

Julian

MARIUS DANIELSEN – Legend of Valley Doom Part 2

Band: Marius Danielsen
Album: Legend of Valley Doom Part – 2
Spielzeit: 71:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Crime Records
Veröffentlichung: 30.11.2018
Homepage: www.mariusdanielsen.com

Asche über mein Haupt! Das ist mir doch glatt der erste Teil von MARIUS DANIELSEN`s Powermetal Saga „Legend of Valley Doom“ durch die Lappen gegangen! Denn dieser Tage erscheint schon der zweite Teil der Saga wo Marius als Gitarrist und Sänger alle Fäden in der Hand hält und sich wieder tonnenweise Gäste ins Studio geholt hat.
Darunter wären so klangvolle Namen wie Michael Kiske (Gesang, HELLOWEEN, UNISONIC), Tim Owens (Gesang, Ex JUDAS PRIES, Ex ICED EARTH), Blaze Bayley (Gesang, Ex IRON MAIDEN, WOLVESBANE), Michele Luppi (Gesang, WHITESNAKE), Mark Boals (Gesang, Ex IRON MASK), Mathias Blad (Gesang, FALCONER), Diego Valdez (Gesang, HELKER), Bruce Kulick (Gitarre, Ex KISS), Tom Naumann (Gitarre, PRIMAL FEAR), Jens Ludwig (Gitarre, EDGUY), Jari Kainulainen (Bass, MASTERPLAN), Magnus Rosen (Bass, Ex HAMMERFALL), Stian Kristoffersen (Schlagzeug, PAGAN`S MIND) oder Steve Williams (Keyboards, POWER QUEST). Und das war nur ein Bruchteil der gesamten Gästeliste. Ein Who is Who der Metalszene also!
Ach ja Bandmitglieder seiner anderen Band DARKEST SIN sind natürlich ebenso beteiligt wie sein Bruder Peter Danielsen der sowohl als Musiker als auch als „Vater“ seiner musikalischen Saga EUNOMIA, Rezi zum Debütalbum findet ihr auch hier bei uns, in Erscheinung tritt.
So, viele Hintergrundinfos, aber wie klingt denn nun das neue Machwerk? Mit dem Introopener „King Thorgan`s Hymn“ kann man schon mal nicht so viel heraushören, außer dass es die perfekte Cinematic Einleitung ist. Mit dem anschließenden „Rise of the Dark Empire“ haben wir dann aber den ersten richtigen Track zu verzeichnen. Eine kraftvolle, epische und melodische Nummer die einen sofort in ihren Bann zieht. Als Opener perfekt geeignet um dem Hörer den Mund wässerig zu machen!
Ach ja mit Zwischenstücken und dem obligatorischen Erzähler muss der schon angesprochene Hörer über die gesamte Plattenlänge auch klar kommen, das erste Zwischenstück ist das anschließende „Gates of Eunomia“ welches den nächsten Hit „Tower of Knowledge“, bei dem man sich von dem langsamen Beginn nicht täuschen lassen sollte, perfekt einleitet.
Auch in der Folge haben wir es mit sehr vielen hochklassigen melodischen und epischen Tracks zu tun, egal ob es der starke Mittelteil mit „Visions ot the Night“ und „Crystal Mountains“ ist oder der letzte Abschnitt wo ganz klar „By the Dragons Breath“, „Angel of Light“ und „Temple of the Ancient God“ die Höhepunkte sind.
Hier wird auf ganz hohem Niveau der epische Power Metal zelebriert und dem geneigten Fan dürfte hier das Wasser im Munde zusammen laufen!

Anspieltipps:

Bei so vielen erstklassigen Songs sehr schwer, „Rise of the Dark Empire“, „Tower of Knowledge“, „Visions of the Night”, “By the Dragons Breath” und “Angel of Light“ stechen vielleicht nochmal ein bisschen heraus.

Fazit :

Mächtig ist das neue Album von MARIUS DANIELSEN geworden! Episch und kraftvoll spinnt er seine Konzeptgeschichte weiter und die vielen Gastsänger und Musiker werden sehr gut integriert.
Schlechte Songs sucht man hier wirklich vergeblich und insgesamt ist das Album am Stück auch gut hörbar, was natürlich auch an den tollen Zwischenstücken und dem Erzähler liegt.
Beide Daumen hoch also für den zweiten Teil von „Legend of Valley Doom“ mit der dementsprechenden Benotung und Empfehlung für die geneigte Hörerschaft!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. King Thorgan`s Hymn
02. Rise of the Dark Empire
03. Gates of Eunomia
04. Tower of Knowledge
05. Visions of the Night
06. Crystal Mountains
07. By the Dragon`s Breath
08. Under the Silver Moon
09. Angel of Light
10. Princess Lariana`s Fortress
11. Temple of the Ancient God
12. We Stand Together

Julian

DIVINE ASCENSION – The Uncovering

Band: Divine Ascension
Album: The Uncovering
Spielzeit: 49:50 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: Vicisolum Productions
Veröffentlichung: 16.11.2018
Homepage: www.divine-ascension.com

2014 brachten die australischen female fronted Metaller von DIVINE ASCENSION ihr letztes Album „Liberator“ (Rezi hier bei uns) auf den Markt, im Anschluss ging die Band auf eine große Tour mit STRATOVARIUS und GLORYHAMMER. Doch danach war noch lange nicht Schluss und man supportete auch noch BLIND GUARDIAN in der australischen Heimat der Band.
So konnte man sich eine breite Fanbasis erspielen und ordentlich Erfahrung sammeln, welche nun auf dem neuen Album „The Uncovering“, das dieser Tage erscheint, mit Sicherheit Anwendung finden.
Nach wie vor frönt die Truppe rund um Fronterin Jennifer Borg dem klassischen Heavy/Power Metal welcher auch Progressive Elemente enthält.
Genug der Vorreden, widmen wir uns jetzt der neue Mucke in Form des Openers „Evermore“ welcher auch schon vorab im Internet zu bestaunen war. Schnell, knackig und mit ordentlich Keyboardunterstützung bläst uns die Nummer direkt um die Ohren. Nach wie vor präsentiert man uns den bandtypischen Heavy/Power Metal der mit Progressive und Symphonic Elementen ordentlich gewürzt wird!
Frontfrau Jennifer ist nach wie vor bestens bei Stimme und mit dem eingängigen Chorus setzt sich der Opener schnell im Hirn fest. Ein gelungener Auftakt würde ich sagen.
Das anschließende „Prisoner“ ist dann wesentlich langsamer gehalten als der Opener und Vorgänger begeistert aber ebenso mit seiner Melodic und der Eingängigkeit.
„The Fallen“ fällt im Anschluss nicht großartig auf, ganz anders ist das bei „Pursuit of Desire“ bei dem es ein tolles Duett mit einem mir unbekannten männlichen Sänger gibt. Starke Teil!
Im Mittelteil sind dann vor allem „New World“ und „Beyond the Line“ absolut gelungen und begeistern die angesprochene Zielgruppe und die Fans gleichermaßen. Der letzte Abschnitt ist dann nicht mehr ganz so stark, was auch an dem abschließenden Füllersong „Vultures“ liegt. Begeistern kann hier auf jeden Fall aber noch „Bittersweet Divide“ welches wieder toll melodisch unterhält.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Evermore“, „Prisoner“, „Pursuit of Desire“, „New World“ sowie „Bittersweet Divide“.

Fazit :

Im Vergleich zu ihrem letzten Album „Liberator“ konnten sich DIVINE ASCENSION auf jeden Fall steigern! Noch ist nach wie vor nicht alles Gold was glänzt, der richtige Weg wurde aber eingeschlagen.
Fans der genannten Genre sollten auf jeden Fall mal zwei Ohren hier riskieren, insgesamt eine starke Leistung. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evermore
02. Prisoner
03. The Fallen
04. Pursuit of Desire
05. New World
06. Revolution Phase
07. Beyond the Line
08. One Step from Here
09. Bittersweet Divide
10. Vultures

Julian

FROZEN LAND – Frozen Land

Band: Frozen Land
Album: Frozen Land
Spielzeit: 44:50 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.facebook.com/Frozenlandband

Mal wieder ertönt, sehr überraschend, der Newcomer Alarm hier in unserer Rock-Garage! Die finnische Power Metal Band FROZEN LAND kommen dieser Tage mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum um die Ecke und quasi somit von 0 auf 100 aus der Versenkung!
Denn bis dato gab es kein Sterbenswort über die Band und man hat auch nicht großartig mit geschwollenen Vorankündigungen die Werbetrommel gerührt. Vielleicht ist das ja mal wieder eine richtige Perle des Genres?
Auf jeden Fall ist die Band noch recht jung und wurde 2017 vom Gitarristen Tumoas Hirvonen mit der Vision gegründet den Power Metal der 90iger wieder zurückzubringen. Ziemlich schnell fand er weitere Mitstreiter und es wurden Songs für das mir nun vorliegende Debütalbum geschrieben.
Mal schauen ob die Vision von Tumoas in die Tat umgesetzt wurde und wir hier wirklich etwas ganz Großes im CD Schacht haben. Als Opener wird uns auf jeden Fall schon mal „Loser`s Game“ ordentlich einheizen denn der Track beginnt direkt mit kraftvollem Doublebass Drumming. Schnell, kraftvoll und melodisch ballert die Nummern aus den Boxen und gräbt sich recht schnell in die Gehörgänge. Und die Promoinfos haben nicht gelogen, es kommt hier wirklich direkt schnell pures 90iger Jahre Power Metal Feeling auf. Der Opener ist also absolut schon mal gelungen!
Weiter geht es mit dem nächsten schnellen Track „Delusions of Grandeur“ der dieses Mal ordentlich Keyboardunterstützung enthält und ebenfalls super eingängig und melodisch daherkommt und direkt zündet!
Danach wird das erste Mal etwas Gas rausgenommen und mit „The Fall“ die bisher eingeschlagene, eingängige Richtung knallhart weiter durchgezogen.
Der Fuß bleibt dann auch beim anschließenden Stampfer „Underworld“ vom Gas, bevor dann genauer bei der Hälfte der Scheibe mit „The Rising“ das Tempo wieder ordentlich angezogen wird.
In der zweiten Hälfte gibt es dann zwar den ein oder anderen Füllersong mehr, aber insgesamt bleibt die Qualität schön hoch. Glanzpunkte und Ohrenschmeichler sind mit Sicherheit das eingängige „Unsung Heroes“ und das schon vorab im Internet veröffentlichte „Mask of the Youth“.

Anspieltipps:

Direkt Gefallen tun euch mit Sicherheit „Loser`s Game“, „Delusions of Grandeur“, „Underworld“, „Unsung Heroes“ sowie „Mask oft he Youth“.

Fazit :

Die vollmundigen Vorankündigungen haben sich auf jeden Fall bewahrheitet! FROZEN LAND schaffen es mit ihrem Debütalbum spielend einen das Feeling des 90iger Power Metals erneut ins Ohr zu zaubern. Daher ist diese Scheibe auf jeden Fall für alle Nostalgiker wärmstens zu empfehlen! Aber auch ansonsten sollten die Power Metaller unter euch hier auf jeden Fall mehr als ein Ohr riskieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Loser`s Game
02. Delusions of Grandeur
03. The Fall
04. Underworld (Manala)
05. The Rising
06. Unsung Heroes
07. Orgy of Enlightement
08. Mask of the Youth
09. I Would
10. Angels Crying (E-Type Cover)

Julian

SINBREED – IV

Band: Sinbreed
Album: IV
Spielzeit: 48:24 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.facebook.com/sinbreed

Wäre Power Metal ein Neuwagen, dann wären Keyboards die beim Kauf optional dazubuchbare Sitzheizung – sehr angenehm, tötet aber auf Dauer die Spermien ab. SINBREED verzichten auf diesen Bonus daher nahezu komplett und hauen mit “IV” die Power-Metal-Basic-Version raus, auf der man sich zur Anfettung des Materials stattdessen auf schön dicke und klare Backing Vocals verlässt, abseits dessen aber erstaunlich abgespeckt unterwegs ist. Positivermaßen, muss man angesichts des Resultats sagen.
Das vierte Album der 2010 gegründeten Truppe aus Deutschland unterhält über zehn Tracks und knapp 50 Minuten hinweg mit einprägsamem Power Metal, der nie überladen klingt und sauberst produziert ist. Sänger Nick Hollemann, neben Gitarrist Manuel Seoane einer der beiden Neuen in der Band, mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, passt aber doch sehr gut zum Sound der Band und sollte bei Fans der vorherigen Alben mit seiner etwas an Andi Deris erinnernden Stimme generell gut ankommen (Lob an dieser Stelle auch für die Produktion der Vocals und der von Timmy Rough von THE NEW ROSES eingesungenen Backing Vocals). Ansonsten: Frederik Ehmke von BLIND GUARDIAN an den Drums und der Rest der Band leisten auch beste Arbeit.
Die einzelnen Songs haben so einige Dinge gemein: In den meisten Fällen darf der Doppelbass ran, die recht hektische aber stets gut strukturierte Drum- und Gitarrenarbeit macht auch aus Midtempotracks Uptempotracks; Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Albums ist vergleichsweise hoch. Die Refrains sind generell auf Eingängigkeit geschrieben und dabei meistens extrem erfreulich. Refrains, die aus viermal dem selben Wort, dem selben Satz oder der selben vier Takte langen Melodieline bestehen, sucht man vergeblich. Fast alle Refrains sind liebevoll auskomponiert, dabei sehr eingängig, ohne jedoch immer die selben Power-Metal-Akkord-Schemata zu bemühen.
Auch in die Mittelteile und Soloparts hat man Arbeit investiert, die sich hörbar auszahlt und sie zu kleinen Höhepunkten des Albums macht, im Gegensatz zu den obligatorischen 16 Takten Solo, die bei vielen anderen Bands des Genres doch hauptsächlich noch schnell in den Song gepackt werden, weil das halt so gemacht wird.
Lückenfüller finden sich auf “IV” praktisch gar nicht (lediglich “Pride Strikes” ist subjektiv gesehen etwas uninspirierter als der Rest). Stattdessen regiert auf der Platte über mehr als eine Dreiviertelstunde fröhlicher Power Metal, der zeitweise an AVANTASIA, GAMMA RAY und ROSS THE BOSS (“First Under The Sun” – Ihr werdet wissen, was ich meine) oder HELLOWEEN erinnert, dabei einen recht individuellen Sound vorweisen kann und mit Songdauern um die vier bis fünf Minuten stets kurzweilig bleibt.

Anspieltipps:
“Wasted Trust”, “The Purge”, “At Least I Am” und “Final Call”

Fazit:
Gut möglich, dass mit SINBREED ein neuer großer Name der deutschen Power–Metal-Szene heranwächst. Verdient hätten es die Jungs allemal, denn “IV” ist zum angehenden Jahresende nochmal ein kleines Highlight, das sich nicht schlecht unter dem Weihnachtsbaum des Metallers mit Hang zu Melodiösität und Power Metal zwischen Tradition und Moderne machen würde.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. First Under The Sun
02. Falling Down
03. Wasted Trust
04. Into The Arena
05. Pale-Hearted
06. Final Call
07. The Purge
08. Pride Strikes
09. At Least I Am
10. Through The Fire

Jannis

BROTHERS OF METAL – Prophecy of Ragnarök

Band: Brothers of Metal
Album: Prophecy of Ragnarök
Spielzeit: 51:28 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 16.11.2018
Homepage: www.facebook.com/brothersofmetalofficial

Mit der finnischen Newcomerband BROTHERS OF METAL betritt eine Band die Bildfläche die man nicht aller Tage zu Gesicht bekommt! Groß angekündigt und mit vielen Vorschusslorbeeren versehen kommt die Band quasi aus dem Nichts und dementsprechend laut ertönt dieses Mal unser Newcomer Alarm hier in der Rock-Garage!
Warum das so ist? Nun insgesamt 8 Musiker haben sich hier versammelt, inklusive gleich drei Sängern, eine davon weiblich, zwei männlich, und drei Gitarristen, um die Bühne und die Wohnzimmer dieser Welt mit ihrer Musik zu erobern.
Und wie könnte es anders sein kommt die Band aus Falun, welches schon so große Acts wie SABATON oder TWILLGHT FORCE ausgespuckt hat. Ein richtiges Metalsammelbecken halt!
Bei so viel musikalischer Gewalt dürfte das Genre recht schnell klar sein, man frönt dem bombastischen Power Metal welcher mit allerlei nordischer Mythologie und Historie gewürzt wird.
Und wie das nun genau klingt hören wir uns jetzt mal genauer an, als Opener erschallt uns „Death of the God of Light“ entgegen. Hymnisch und bombastisch beginnt das Ganze direkt und von den zwei Sängern merkt man dann erst etwas später etwas. Dann wird das Wechselspiel der sanften weiblichen und der etwas aggressiveren männlichen Stimme absolut erstklassig! Mit einem Ohrwurmchorus ausgestattet schraubt sich die Nummer direkt in die Gehörgänge. Ein Opener also wie er im Buche steht!
Mit dem Stampfer „Son of Odin“ geht die erstklassige Fahrt dann direkt weiter, hier übernimmt der männliche Sänger den Hauptteil der Arbeit und der Chorus gräbt sich erneut metertief in die Gehörgänge.
Das schon vorab veröffentlichte „Prophecy of Ragnarök“ ist dann ebenfalls ein absoluter Ohrwurm und Hit, genauso wie die anschließenden „Defenders of Valhalla“ und das epische „Yggdrasil“ welches vom kleinen Zwischenstück „Concerning Norns“ eingeleitet wird.
Die zweite Hälfte wird dann von „Tyr“ eröffnet der seinen bisherigen Vorgängern auch in nichts nach steht und wieder schön episch und bombastisch daherkommt.
Und so geht es eigentlich auch die nächsten Songs weiter…richtig schlechtes lässt sich hier auch nach mehreren Hören nicht erkennen! Das ist schon echt beachtlich bei einem Debütalbum.
Die absoluten Glanzpunkte im weiteren Verlauf sind mit Sicherheit noch „Gods of War“, mit leichtem SABATON Feeling, „The Mead Song“, klingt irgendwie ein bisschen nach Mittelalter BATTLE BEAST und das abschließende „We Believe in Metal“.

Anspieltipps:

Schlechte Songs sucht ihr hier fast vergebens, greift hin wo ihr wollt!

Fazit :

Die BROTHERS OF METAL greifen aus dem Stehgreif auf ihrem Debütalbum ganz oben ins Qualitätsregal und wissen direkt mit ihrem Songwriting und der dichten Atmosphäre zu überzeugen!
Klar, man muss schon auf so Bands wie SABATON oder BATTLE BEAST stehen und auch mit dem ganzen thematisch etwas anfangen können, aber wenn man das kann, dann hat man es hier definitiv mit einem späten Highlight des Genre zu tun und hat eine ganze Menge Spaß!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Death of the God of Light
02. Son of Odin
03. Prophecy of Ragnarök
04. Defenders of Valhalla
05. Concerning Norns
06. Yggdrasil
07. Tyr
08. Silblings of Metal
09. Gods of War
10. Freya
11. The Mead Song
12. Sleipnir
13. Fire Blood and Steel
14. We believe in Metal

Julian