SECRET CHAPTER – Chapter One

Band: Secret Chapter
Album: Chapter One
Spielzeit: 47:06 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Crime Records
Veröffentlichung: 18.10.2019
Homepage: www.facebook.com/secretchapterband

Norwegen. Das Land der Kälte, der Dunkelheit, des einzig wahren Black Metals und der gut brennenden Kirchen beschert uns – ziemlich catchy geratenen Heavy/Power Metal. SECRET CHAPTER nennt sich die fünfköpfige Newcomertruppe, die seit kurzem mit “Chapter One” ein wenig Licht ins Dunkel bringt, und das durchaus vielversprechend. Dabei ist die Produktion noch eins der größeren Mankos: Nicht schlecht und soweit gut hörbar, aber ein bisschen kraftlos kommen die zehn Tracks (beziehungsweise zwölf, wenn man die Bonustracks mitzählt) aus den Boxen, aber gewöhnen kann man sich doch gut daran und nach ein zwei Songs fällt das auch nicht mehr wirklich negativ auf. Denn die Bandleistung stimmt, alles sitzt, wo es sollte und Sänger Ole Aleksander Wagenius hat eine Prototyp-Power-Metal-Stimme, die lediglich beim TNT-Cover-Bonustrack “Everyone’s A Star” etwas zu quietschig klingt.
Positiv anzumerken ist des weiteren die Vielseitigkeit des Albums. Mal ist man sehr rockig unterwegs, beispielsweise bei “Sin City” mit seiner feinen Rock’n’Roll-Pianoline, mal humorvoll kitschig beim Schlager-AOR-Metaltrack “Heavy Metal Love Affair” (Ich hoffe, es ist humorvoll, wenn nicht, ist es grausam) und mal heavy/power-metalisch, unter anderem bei “Human Centipede” oder “Blaze”.
Synths sind präsent aber nicht zu aufdringlich, gerne auch mal in Form einer E-Orgel, ansonsten als Klavier-, Streicher- oder Solosynths. Ihr Einsatz ist gelungen, insbesondere die Orgel findet sich doch oftmals da, wo man sie nicht unbedingt erwarten würde.
Gut, ein bisschen Kritik gibt es natürlich auch, wie könnte es bei einem Debutalbum auch anders sein? Die großen Hits fehlen noch ein wenig auf “Chapter One”. Man ist hinsichtlich der Untergenreauswahl sehr vielseitig unterwegs, doch die Songs an sich sind solide komponiert, aber eben auch nicht die Überknaller, vom wirklich großartig gute Laune erzeugenden “Show Me The Road” mal abgesehen. Das ist nicht großartig schlimm, denn in ihrer Unbekümmertheit und mit dem Spaß an der Sache, der offensichtlich in ihnen steckt, sind die allermeisten Tracks auf “Chapter One” schon festlich, gerade im Kontext der Vielseitigkeit des Albums, die dem Hörer immer neue kleine Überraschungen beschert. Und auf jeden Fall lässt sich ohne Zweifel sagen, dass wesentlich etabliertere Bands es in ihrer Karriere nie auf das Unterhaltsamkeitslevel dieser kleinen Platte gebracht haben.

Fazit:
Handwerklich ist “Chapter One” kaum zu bemängeln, kleine Abstriche müssen wegen der Produktion und der zum Teil nicht so ganz herausragenden Kompositionen getätigt werden. Doch insgesamt ist die erste Scheibe von SECRET CHAPTER doch prädestiniert dafür, Freunden von Heavy und Power Metal ebenso wie Hard Rock das ein oder andere breite Grinsen ins Gesicht zu zaubern und in ihrer Gesamtheit souverän zu unterhalten!

Anspieltipps:
“Show Me The Road”, “Sin City”, “Blaze” und “Heavy Metal Love Affair”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Baptized In Ecstasy
02. Show Me The Road
03. Human Centipede
04. One Night Ain’t Enough
05. Heavy Metal Love Affair
06. The Great Escape
07. Sin City
08. Introspection
09. Enemy Inside
10. Blaze
11. Heavy Metal Love Affair (Radio Edit, Bonus Track)
12. Everyone’s A Star (TNT Cover, Bonus Track)

Jannis

CROW’S FLIGHT – The Storm

Band: Crow’s Flight
Album: The Storm
Spielzeit: 45:31 min
Stilrichtung: Power Metal/Hard Rock
Plattenfirma: Ram It Down Records
Veröffentlichung: 04.10.2019
Homepage: www.facebook.com/crowsflight

Manche sind’s halt einfach. CROW’S FLIGHT unter anderem, die ihr Debutalbum “The Calm Before” genannt haben und nun mit “The Storm” nachlegen. Witz gelungen, wenn jetzt auch noch die Musik gut ist, hab ich keinerlei Grund zur Kritik. Aber von vorne. 2011 kam das Debut der Finnen raus, 2016 verließ Sänger Crow die Band und wurde von THAUROROD-Sänger Markku Kuikka ersetzt, während der Bandname Gott sei Dank nicht angepasst wurde. Auf dem Programm steht ein Mix aus Power Metal und Hard Rock, der von Emil Pohjalainen auf hohes klangliches Niveau geschraubt wurde, reich an Keyboards, ziemlich dicht, für Genreverhältnisse durchaus arm an Dur und laut Promotext besonders geeignet für Fans von PRETTY MAIDS, THUNDERSTONE und EVIDENCE ONE, was so weitgehend unterschrieben werden kann.
Größter Kritikpunkt ist bei “The Storm” eigentlich, dass der Opener “Forevermore” die Erwartungen ein wenig zu hoch schraubt, weil er mit seiner düsteren Atmosphäre, den leichten Neoklassik-Nouancen und dem hochgradig starken unkonventionellen Chorus mit seinen fetten harmoniegebenden Backing Vocals einfach akut geil ausfällt und schwer Richtung 10/10er Track tendiert, was der Rest der Tracks nicht mehr ganz schafft. Das erweist sich allerdings spätestens beim zweiten Hördurchlauf als nicht weiter schlimm. Die eher im Hard Rock spielenden “Circle Of Pain” (Cooles E-Drum- und Klavier-Intro plus dicke Synth-Chords und gutter Refrain) und “A Candle In The Storm” (Leichte AVANTASIA-Tendenzen im growenden Refrain) machen ebenso Laune wie die metallischeren Tracks “The Mercenary” (Weiterer starker Refrain, Cembaloeinsatz, melancholischer Mittelteil und Classic-Rock-Feeling in der Strophe) und “Read Between The Lines” (Etwas fixer, nächster geiler Refrain). Zwischendurch wird es mit “Sea Of Lies” mal ein klein wenig fröhlicher, wenngleich auch der Track nur wenig mit dem gängigen Gute-Laune-Kadenz-Wohlfühl-Power-Metal zu tun hat, und bei “Darkness Within” mit seinen den Refrain zerdisharmonierenden Gitarren und seinem zeitweise hohen Tempo auch mal gut evil.
Dazu mit “Home By The Sea” noch ein gelungenes GENESIS-Cover – da fallen auch ein bis zwei schwächere Tracks nicht wirklich ins Gewicht, beispielsweise das vergleichsweise belanglose wenngleich nette “Can’t Be Undone”, der schwächste Track auf dem Album, bei dem man sich fragen muss, ob nicht auch dieser Titel irgendwie selbstreferenziell ist..

Fazit:
Nee, letztendlich ist “The Storm” ein beeindruckendes zweites Album. Die Truppe klingt professionell, in der Musik steckt Herz und Seele und Hard Rock und Power Metal gehen auf der Platte in sehr unkitschiger und wenig klischeehafter Form Hand in Hand und erweisen sich als ziemlich perfektes Pärchen. Nicht nur sollte man CROW’S FLIGHT im Auge behalten, man sollte ihren neusten Streich zudem keinesfalls unangetestet an sich vorbeiflattern lassen.

Anspieltipps: “Forevermore”, “Read Between The Lines”, “The Mercenary” und “Darkness Within”.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Forevermore
02. Circle Of Pain
03. The Mercenary
04. Read Between The Lines
05. The Final Sacrifice
06. A Candle In The Storm
07. The Path To Follow
08. Sea Of Lies
09. Darkness Within
10. Can’t Be Undone
11. Home By The Sea (Genesis Cover)

Jannis

VISION DIVINE – When All Heroes Are Dead

Band: Vision Divine
Album: When All Heroes Are Dead
Spielzeit: 56:58 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 25.10.2019
Homepage: www.visiondivine.com

Dürfte vielen von Euch auch schonmal passiert sein, dass Ihr an irgendeinem weit entfernten Ort wart und dort dann durch Zufall eine(n) Bekannte(n) getroffen hat. Im Power Metal passiert sowas häufiger. Man hört in irgendeine Band rein (in diesem Fall VISION DIVINE), die man bislang nicht auf dem Schirm hatte, und natürlich sitzt mal wieder Mike Terrana an den Drums. Neben dem ist auch Ivan Giannini jetzt bei den Italienern an Bord und bislang gab es von diesem LineUp nur die Single “Angel Of Revenge” zu hören, die auf dem nunmehr achten Album der Band, “When All Heroes Are Dead”, als lohnender Bonustrack vertreten ist.
Der Stil (wer hätte das erwartet?): Power Metal. Gut produzierter, gut gespielter Power Metal mit einem Sänger, der eine absolut Power-Metal-geeignete Stimme mitbringt und auch vor hohen Tönen nicht kapitulieren muss.
Der Power Metal von VISION DIVINE ist eher klassisch, beinhaltet einen hörbaren aber nicht zu krassen Anteil an Dur, dazu gute Portionen an Tragik, Epik (Epischkeit?) und allgemein Italian-Power-Metal-bedingt an großen Emotionen. Dazu gibt’s einige digitale Synths, die korrekt eingefügt sind, und viel Orchester, das in seinen Arrangements oft an Trailer Music der Marke GRV Music oder Two Steps From Hell erinnert. Dies offenbart sich bereits beim Intro, während das darauf folgende “The 26th Machine” demonstriert, wohin die Reise auf metallischer Ebene geht. Mit gut hartem Gitarrensound und treibendem unterem Uptempo/oberem Midtempo bewegt man sich in der Nähe der Cheesigkeit-Grenze und überschreitet sie bisweilen. Dazu Feierlichkeit im Mittelteil, Keyboardsoli und ein Refrain, der weitgehend klassisch ausfällt, dabei aber einen gewissen eigenen Charakter besitzt und amtlich Spaß macht.
Selbigen machen insbesondere die Songanfänge, allen voran die von “300” und “On The Ides Of March”, die überraschen und entgegen der Hörererwartung arbeiten, ebenso der von “The King Of The Sky”, der sich als der Part entpuppt, bei dem Mike seinem inneren Tier freien Lauf gewähren darf.
So gut und unkonventionell einige der Songintros auch sein mögen, anschließend verlässt man sich dann doch größtenteils auf die Power-Metal-Regeln. Ein Maß an Eigenständigkeit bewahrt man sich dennoch, aber letztendlich wird eben auch aus düsteren oder härteren Songs im Endeffekt wieder ein auf große Emotionen setzender Chorus in einem sondtechnisch vertrauten Track. Das fällt insgesamt nicht so standard aus wie bei anderen Vertretern des Genres, aber als Käufer darf man halt nicht das ultrainnovative Werk erwarten, sondern eher eine Platte mit gut gespieltem Power Metal, generell über dem Durchschnitt und mit einigen Höhe- und eigentlich keinen Tiefpunkten, aber eben eher drei statt fünf Stufen über dem Durchschnitt.

Anspieltipps:
“The 26th Machine”, “Were I God” und “On The Ides Of March”

Fazit:
Der letzte Satz klingt ernüchternd in der Formulierung, aber im Endeffekt ist “When All Heroes Are Dead” ein absolut solides 8/10-Ding, an dem Fans des Genres einige Freude haben dürften.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Insurgent
02. The 26th Machine
03. 3 Men Walk On The Moon
04. Fall From Grace
05. Were I God
06. Now That All The Heroes Are Dead
07. While The Sun Is Turning Black
08. The King Of The Sky
09. On The Ides Of March
10. 300
11. The Nihil Propaganda
12. Angel Of Revenge (Digipack Bonus Track)

Jannis

JD MILLER – Afterglow

Band: JD Miller
Album: Afterglow
Spielzeit: 48:16 min
Stilrichtung: Melodic Power AOR
Plattenfirma: Mighty Music/SPV
Veröffentlichung: 18.10.2019
Homepage: www.facebook.com/jdmillerband

JD MILLER sind gewissermaßen eine Rock-Garagenband – der kleinste gemeinsame Nenner zwischen dem Heavy/Power-Metal-Teil unserer Leserschaft und dem AOR-Teil, denn nicht umsonst wird die Band aus Schweden als heaviest AOR band around beschrieben. Als Power-Metaller mit einem schweren Hang zu Keyboards, Cheese und Dur horcht man da natürlich auf und reserviert sich erstmal die Rezension. Hab ich so gemacht und Leute, was hat es sich rentiert.
Fix das Drumrum: Gegründet 2011, jetzt mit dem dritten Album “Afterglow” am Start, Produktion sitzt soweit, Sänger Peter Halldén hat keine ausdrucksstarke Stimme, dafür aber eine sehr wohlklingend-rockige, die ordentlich produziert wurde und optimal zum Rest passt.
Jetzt, wo wir das geklärt hätten, zur Musik. Trocken ausgedrückt ist “Afterglow” ein Mix aus Power Metal sowohl der symphonischen als auch der moderneren Art, minimalen Gothic- und NDH-Einflüssen, Hard Rock und gerade hinsichtlich der Melodien mit ordentlich AOR angereichert. Das ergibt in seiner Gesamtheit eine wundervolle Mischung aus stellenweise gar nicht mal so wenig Härte, höchst stimmig eingesetzten und ausgewählten Synthesizern und Melodien mit Feelgood-Ohrwurm-Dur-Charakter, in die man sich am liebsten reinlegen möchte. Denn, auch das muss man JD zugute halten: Das ist keine der Truppen, die mit ordentlich Keyboards ihre fehlende Substanz kaschieren, das ist eine Truppe, die absolute Hits schreibt und dann ordentlich Keyboards draufpackt! Im Ernst, man ist fast froh darüber, dass das Niveau der Platte bei Track 5 und Track 6 leicht absinkt, da man erstmal die ersten vier verarbeiten muss, die allesamt absolut oberklassig ausfallen. Und auch besagte “Light Your Fire” und “In The Afterglow” (von meinem Handy liebevoll zu “In The After” abgekürzt) sowie der dritte minimale Schwachpunkt “The Answer” wären auf den meisten AOR/Power-Metal-Alben noch Highlights – und der Rest sowieso. Da ist das vergleichsweise metallische “Burned Alive” mit seiner massiv druckvollen Strophe, die der von “Game Of Love” in nichts nachsteht. Da ist das kurze “Icarus”, das zwischen NDHig angehauchter Härte und vor positiven Vibes triefendem Chorus hin- und herpendelt, und da ist “Auburn Skies”, eine Gänsehaut-Pop-Rock-Stadionhalbballade, auf die man sich auch einlassen sollte. Und noch “Devilstorm” mit dem nächsten Killer-Chorus sowie “Inception”, dessen Strophe bereits Chorus-Niveau hat (wie eigentlich ein Großteil der Strophen auf “Afterglow”) und das im Refrain abermals zur Höchstleitung aufläuft.
Kurz: Nicht nur ist der Stil von JD MILLER absolut stark und außergewöhnlich, die Songs bewegen sich kompositorisch auf einem derartig unterhaltsamen Ohrwurm-Niveau, dass die Wahl von Favoriten ein Ding der Unmöglichkeit ist. Krassen Respekt für diesen Release, bitte mehr davon!

Anspieltipps:
Eigentlich alles, vielleicht am ehesten erstmal nicht “Light Your Fire”, “In The Afterglow” und “The Answer”

Fazit:
Nicht nur dank ihrer Kombination von Power Metal und AOR ist diese Scheibe ein absolutes Brett. In “Afterglow” sollte jeder unserer Leser mal reinhorchen, vorausgesetzt er verkraftet eine positive Grundstimmung und ordentlich Tasteneinsatz in seiner Musik. Dann könnte er mit dem Ding auch langfristig in hohem Ausmaß Spaß haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Inside A Dream
02. Game Of Love
03. Inception
04. Icarus
05. Light Your Fire
06. In The Afterglow
07. The Desire
08. Burned Alive
09. The Answer
10. Devilstorm
11. Auburn Skies

Jannis

DAWN OF DESTINY – The Beast Inside

Band: Dawn of Destiny
Album: The Beast Inside
Spielzeit: 56:34 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Ram It Down Records
Veröffentlichung: 04.10.2019
Homepage: www.facebook.com/dawnofdestiny.de

Vier Jahren nach ihrem letzten Album „To Hell“ kehren die deutschen Power Metaller von DAWN OF DESTINY endlich zurück und haben für ihre Fans ihr neues, siebtes Album, „The Beast Inside“ im Gepäck.
Die Band rund um Mastermind und Basser Jens Faber und Sängerin Jeannette Scherff hatte ja schon immer ein Händchen für düsteren, atmosphärischen Power Metal der auch das ein oder andere Mal in die Symphonic Ecke abdriftet.
Daher konnte man schon gespannt sein was man sich dieses Mal wieder überlegt hat!
Konzeptionell geht es dieses Mal um eine junge Frau mit Namen Christine die von ihrer Mutter getrennt in einer fremden Stadt lebt und mit allerlei Verletzungen und Traumata aus der Vergangenheit zu kämpfen hat. Kein leichter Stoff also!
Eröffnet wird das neue Werk mit dem Opener „The Beast Inside a Beauty“. Düster, schleppend aber immer noch melodisch bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge und bleibt da auch lange haften. Als Opener auf jeden Fall schon mal ein sehr ordentlicher Einstieg!
„It`s my Fate“ im Anschluss ist dann eher Standardmetal, richtig überzeugen kann man dann wieder im Anschluss mit „Pain in Me“ und vor allem „Fight your Inner Demons“! Hier stimmt die tolle Mischung aus düsterem Symphonic Metal und Melodic Metal.
Die erste Hälfte beschließt das epische „Looking for a Hero“ welches vor allem im Chorus seine ganze Stärke ausspielt!
Die zweite Hälfte beginnt mit dem ebenfalls sehr melodischen und starken „Signs in the Sky“ wird mit „Surrounded“ fortgesetzt, wo Growls Einzug halten die mich so gar nicht packen können, und dem eher wieder zum Standardmetaltrack tendierenden „Why am I here“ welcher nicht sonderlich auffällt.
Das letzte Drittel wird dann vom melodischen „Already Dead“ und dem epischen Abschluss „Longing“ dominiert. Das dazwischen liegende, erneut mit Growls angereicherte, „If we close our Eyes“ kann leider nicht komplett überzeugen.

Anspieltipps:

„The Beast Inside a Beauty”, “Fight your Inner Demons”, “Looking for a Hero”, “Signs in the Sky” und “Already Dead”.

Fazit :

DAWN OF DESTINY Fans sollten mit dem neusten Werk absolut keine Probleme haben! Sie bekommen das geboten was sie erwarten.
Allen anderen empfehle ich aber definitiv reinzuhören, da die sehr düstere Grundstimmung nicht jedermanns Sachen ist.
Symphonic Metalfans mit dem Hang zur Düsternis ist das neue Werk aber auf jeden Fall wärmstens ans Herz zu legen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beast Inside a Beauty
02. It`s my Fate
03. Pain in Me
04. Fight your Inner Demons
05. Peace of Mind
06. Looking for a Hero
07. Signs in the Sky
08. Surrounded
09. Why Am I Here?
10. Already Dead
11. If we close our Eyes
12. Longing

Julian

DRAGONFORCE – Extreme Power Metal

Band: Dragonforce
Album: Extreme Power Metal
Spielzeit: 53:00 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: earMUSIC
Veröffentlichung: 27.09.2019
Homepage: www.dragonforce.com

An die Leser, die auf den Link zur Rezension vom neuen DRAGONFORCE-Album geklickt haben, weil sie doch echt mal gerne wissen würden wie es so ist: Es ist ziemlich genau so wie die letzten Alben der Band und ich hoffe, Ihr schämt Euch ein bisschen, das nicht vorausgesehen zu haben. Jap, die Jungs aus London, die einst durchaus irgendwie revolutionär den “neuen” Power Metal auf ein neues Geschwindigkeits- und Abgedrehtheitslevel wuchteten, sind wieder da und die Grundkomponenten sind nach wie vor die selben. Hochgeschwindigkeit über weite Teile des Albums, fröhliches Geshredde, ausufernde Soli, Nintendo- und andere digitale Synths, all das in gewohnt guter Produktion. Die Vocals von Marc Hudson bieten weiterhin keinen Anlass zur Kritik und die Band sitzt erwartungsgemäß on point.
Dazu kommen die normalen fröhlichen Melodien, die sich, so muss man sagen, seit Alben immer gleich anhören. Somit kann man jemandem, der die Band noch nie gehört hat, das Album als Einstieg durchaus ans Herz legen, vielleicht aber besser “Ultra Beatdown” oder “Maximum Overload”, die beide mit einigen melodisch interessanten Tracks aufwarten. Kenner der Band werden auf “Extreme Power Metal” jedoch nahezu nichts zu Ohren bekommen, was sie nicht schon dutzende Male gehört haben. Klar, ein paar nicht zu 100% DRAGONFORCige Aspekte lassen sich schon finden. Das vergleichsweise rockige “Heart Demolition” mit seinem herrlich kaputten Synthesizer, “Remembrance Day”, der Dudelsack-Gänsehaut-Track, dessen Text endgültig zu weit geht, und “Strangers”, das vergleichsweise AOR-lastig ausfällt und damit einer der unkonventionellsten Tracks auf “Extreme Power Metal” ist. Doch insgesamt werden eben über 53 Minuten die ewig selben Melodiewendungen im selben Klangoutfit routiniert runtergedudelt, mal eher Dur-, mal eher moll-lastig, und stets mit gefühlt 10 Minuten Kompositionszeit pro Song (bei “Razorblade Meltdown” entschieden weniger, das Ding ist im Refrain praktisch “Mirror Mirror”). Natürlich klingt das an sich gut und sorgt für ein paar spaßige Tracks – schließlich ist diese Art von Metal genau das Metier, in dem keiner DRAGONFORCE das Wasser reichen kann. Aber die Luft ist leider irgendwie raus, die kreativen Ideen, die sich auf vorangehenden Alben noch immer wieder fanden, sind auf ein Minimum zurückgefahren. Ach ja, und es gibt ein “My Heart Will Go On”-Cover. Ratet mal, wie das so klingt.

Anspieltipps:
“Strangers”, “Remembrance Day”, “Heart Demolition” und “In A Skyforged Dream”

Fazit:
Auf musikalischer Ebene geht’s fix nach vorne. Auf kompositorischer Ebene ist nur leider kompletter Stillstand. So ist “Extreme Power Metal” leider eins der Alben, die über kurz oder lang wohl eher einen staubigen Stammplatz im CD-Regal finden werden. Es gibt halt doch genug andere DRAGONFORCE-Alben, auf denen genau diese Musik mit wesentlich mehr Liebe und vor allem mit wesentlich höherem Anspruch an sich selbst gemacht wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Highway To Oblivion
02. Cosmic Power Of The Infinite Shred Mashine
03. The Last Dragonborn
04. Heart Demolition
05. Troopers Of The Stars
06. Razorblade Meltdown
07. Strangers
08. In A Skyforged Dream
09. Remembrance Day
10. My Heart Will Go On

Jannis

EXCALION – Emotions

Band: Excalion
Album: Emotions
Spielzeit: 54:26 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 27.09.2019
Homepage: www.excalion.com

Falls das hier irgendwer mit Kontakt zur Band liest und übersetzen kann: Es gibt in Deutschland ein Genre, das nennt sich ‚Schlager‘ und Ihr, EXCALION, solltet überlegen, in das Business einzusteigen. Mit “Sunshine Path”, insbesondere mit den Keyboards im Refrain, habt Ihr einen erstklassigen Beitrag zu diesem Genre geschaffen und könntet Euch einer großen Fangemeinde in Deutschland sicher sein.
Jap, EXCALION sind zurück mit ihrem fünften Album “Emotions”, mit hervorragendem Sound, vielen passend eingesetzten Keyboards, einem großartigen Sänger (Marcus Lang, mit kleinem Kreis über dem zweiten a) und ihrer gewohnt eingängigen Interpretation finnischen Power Metals. Soweit alles beim Alten, wäre da seit dem letzten Album “Dream Alive” nicht noch einmal leicht an der Songwriting-Schraube gedreht worden. Klar, die Platte atmet gewohnt STRATOVARIUS, das wird keinen Kenner der Band überraschen, und man kann die beiden Truppen in Sachen Instrumentierung und Songstrukturen (die berüchtigte erste Hälfte der ersten Strophe, in der die Gitarre noch Pause hat, Ihr wisst Bescheid) durchaus vergleichen.
EXCALION schaffen jedoch den Absprung vom Status der STRATOVARIUS-Wannabe-Band durch ihre Melodien, die ihnen nicht nur einen charakteristischen und unverwechselbaren Stil verleihen sondern zudem auch noch eingängig und abseits des 08/15-Gedröges sind.
War es auf dem letzten Album der Überknaller “Divergent Falling”, der den Hörer unvermittelt auf Qualitäts-Power-Metal einstellte, so ist es dieses Mal “Trust”. Synthintro, ruhige erste Strophenhälfte (ne?), geiler Prechorus und der Refrain ist ein exorbitanter Ohrwurm, der den Bock auf “Emotions” akut in die Höhe zu treiben weiß. Mit “Sunshine Path” folgt dann oben erwähnter Schlagertrack, ähnliches Ohrwurmniveau, bevor es bei “Lost Control” für Power-Metal-Verhältnisse erstmals ziemlich böse wird, inklusive E-Orgel und den für finnische bösere Tracks obligatorischen Glöckchen-Synths. Ähnlich böse wird es nochmal mit “Nightmariner”. Der Name ist cool, das Keyboardriff ist cool, die Strophe und der Refrain sind auch cool, ebenso der Mittelteil – wie das Riff auch dank seines schönen Chromatik-Einsatzes. Nur der plötzliche fröhliche Prechorus verwirrt ein wenig, lässt sich aber aushalten. Mit “Solitude” und “I Left My Heart At Home” haben wir dann noch zwei balladigere Tracks dabei, von denen ersterer mit heftigem Feuerzeugschwenk-Refrain punktet und letzterer auch okay ist. Und zum Abschluss (Den fixen Bonustrack “Deep Water” nicht eingerechnet, der sehr nach SYMPHONY X zu “V”-Zeiten klingt und einen Kauf der Limited Edition absolut rechtfertigt) wird mit “Callsigns” noch ein Achtminüter geboten, abermals mit Ohrwurmrefrain, tollem Mittelteil und ordentlich groovender Midtempostrophe. Bei diesem Hitmassaker lässt sich auch verkraften, dass “The Golden Horde” und “I Left My Heart At Home” etwas belangloser ausfallen.

Anspieltipps:
“Trust”, “Nightmariner” und “Callsigns”. Ach komm, und “Sunshine Path”.

Fazit:
Es ist doch immer ein gutes Zeichen, wenn eine Band beim fünften Album immer noch Qualitätsoutput liefert, ohne in Selbstkopiererei zu vertanden. Und “Emotions” klingt frisch, professionell zusammengebaut und höchst liebevoll komponiert. Meiner subjektiven Meinung nach das beste Album der Jungs bislang und jedem Freund keyboardigen Power Metals wärmstens ans Herz zu legen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Trust
02. Sunshine Path
03. Lost Control
04. Solitude
05. Nightmariner
06. The Golden Horde
07. I Left My Heart At Home
08. The Mercy Racers
09. Callsigns
10. Deep Water (Bonus Track)

Jannis

MOB RULES – Beast Over Europe

Band: Mob Rules
Album: Beast Over Europe
Spielzeit: 77:24 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.mobrules.de

Haben MOB RULES eigentlich überhaupt schonmal was ansatzweise verkackt? Ich wüsste auf die Schnelle nichts. Insofern geht man mit einer gewissen inneren Ruhe an die neue Live-Platte der sechs Jungs aus dem deutschen Norden, wird schon laufen. Und wie es läuft, meine Freunde. Zuerst einmal muss man bedenken, dass die Truppe um Frontsänger Klaus Dirks heftiges Kompositionstalent besitzt. Der Stil hat sich natürlich im Verlauf der Alben ein wenig entwickelt, aber zu jedem Zeitpunkt ihrer Karriere hatten und haben MOB RULES einen eigenen gelungenen Sound und dazu charakteristische aber vielseitige Melodien parat, die mit ordentlich Energie dargeboten werden. Immer sehr melodisch, klug geschrieben, mit einem sehr kleinen Folk-Touch, selten kitschig und garniert mit Keyboards, die im Vergleich zu anderen Power-Metal-Bands doch verhältnismäßig zurückhaltend sind.
Wer MOB RULES schonmal live erleben durfte, der weiß zudem, dass er hier für wohl nicht mehr als einen schmalen Zwanziger eine der besten Live-Bands (nicht nur) Deutschlands betrachten durfte, die neben offensichtlichem Spaß an der Sache auch einen dermaßen geilen Livesound und spielerische und gesangliche Akuratheit im Gepäck hat, dass man Gefahr läuft, von folgenden Konzerten anderer Bands immer minimal enttäuscht zu sein.
Wie klingt das ganze nun auf einem Live-Album zusammengeführt? Nun, erwartungsgemäß top. Der Sound ist warm, voll und definiert und verschluckt weder Instrumente noch Publikum, die Band agiert on point und insbesondere Klaus beweist mal wieder seine absolute Ausnahmestimme, die live kein bisschen schlechter klingt oder bedient wird als auf Studioalben – vielleicht sogar noch ein bisschen besser.
Mit 77 Minuten Laufzeit und 14 Tracks ist “Beast Over Europe” zudem recht üppig gefüllt. Lediglich die Songauswahl ist minimal streitbar, ein, zwei Alben wurden leider gar nicht berücksichtigt und gerade vom grandiosen und zu Unrecht langsam in Vergessenheit geratenden “Temple Of Two Suns” hätte unbedingt was mit reingemusst. Halber Punkt Abzug, Leute, da seht Ihr mal, wie wichtig das Album ist. Ansonsten ist die Trackauswahl einigermaßen ausgewogen, mit dem tollen folkigen “Rain Song” vom Debutalbum über “The Last Farewell” (danke, dass das drin ist) und “Hollowed Be Thy Name” sind doch einige der Klassiker vertreten, dazu mit “Somerled”, “Dykemaster’s Tale” und “Children Crusade” neuere absolute Brecher. Kein Grund zur Kritik dahingehend. Keine Ahnung obendrein, ob die Pausen zwischen den Tracks nur in der Promoversion drin sind, oder ob das so bleibt. Wäre ein bisschen schade, aber was soll’s?

Anspieltipps: “Somerled”, “Rain Song”, “Children’s Crusade”, “The Last Farewell” und so weiter und so fort.

Fazit:
Hammer-Livealbum von einer Hammer-Band, die nach all den Jahren in letzter Zeit zumindest mal ’n paar Charterfolge verbuchen konnte, nach wie vor jedoch sträflich unterbewertet ist. Diese Band steht beständig für höchste Qualität im Power Metal, “Beast Over Europe” markiert da keine Ausnahme. Und jetzt geht, kauft die Platte und ein Konzertticket.

WERTUNG:

(War nur Spaß mit dem halben Punkt Abzug, aber nächstes Mal wird’s ernst!)

 

Trackliste:

01. Beast Reborn (Intro)
02. Ghost Of A Chance
03. Somerled
04. Black Rain
05. Sinister Light
06. Dykemaster’s Tale
07. My Kingdom come
08. The Last Farewell
09. Children’s Crusade
10. On The Edge
11. In The Land Of Wind And Rain
12. Hollowed Be Thy Name
13. Way Back Home
14. Rain Song

Jannis

ATLANTEAN KODEX – The Course Of Empire

Band: Atlantean Kodex
Album: The Course Of Empire
Spielzeit: 62:33 min
Stilrichtung: Epic Metal
Plattenfirma: Ván Records
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.atlanteankodex.de

Poah. Es gibt so Alben, da reicht schon ein Blick drauf, um zu wissen, dass es sich bei ihnen nicht um leichte Kost handeln wird. Beim Band- und Albumnamen angefangen über das großartige düster-kraftvolle Artwork bis hin zu den einzelnen Songtiteln (fünf Wörter pro Titel sind Minimum). Dazu weiß der, der vorher schonmal in ATLANTEAN KODEX reingehört hat, dass die fünf Bayern einen bombastisch-darken Mix aus True Heavy Metal und schwerem Doom Metal machen, man kann guten Gewissens sagen: Die Aufmachung stimmt.
Die Songs sind allesamt unter vier oder über acht Minuten lang, abgesehen vom knapp siebenminütigen “Lion Of Chaldea”, die kurzen Tracks dienen alle mehr oder weniger als Intro, Outro oder Zwischentrack. Die Produktion ist eine zwiespätige Angelegenheit. Irgendwie ein bisschen dumpf und verwaschen, dann wiederum gehört diese Undefiniertheit aber auch zum Sound der Truppe (wobei man lobend erwähnen muss, dass die Snare auf “He Who Walks Behind The Years” klingt, als würde man einen Zehn-Meter-Baumstamm auf einen Container hauen – amtlich!). Klingt halt ein wenig so, als würde man das Ganze auf einem riesigen dunklen prähistorischen Feld über dicke Lautsprecher anmachen und dann von eher weiter hinten hören. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich noch nicht sagen, Charakter und Eigenständigkeit und gewisse Oldschool-Doom-Vibes verleiht es der Platte schon auf gewisse Weise, das täte aber auch eine reine 8-Bit-Produktion.
Die längeren Songs auf “The Course Of Empire” sind oft im Midtempo gehalten, mit anfangs oder zwischendurch ein bisschen Ruhe und kontrastierend einem miesen Batzen episch-hymnischer Düsterkeitsfeierlichkeit. Sehr schwer, sehr schleppend, ab und an mit krassen Ausbrüchen in obere Midtempogefilde garniert (“Chariots” zum Beispiel mit seinem Wechsel aus langsamem und seltsam-gutem Chorus und schnellerem Rest, oder auch der über zehn Minuten lange Titeltrack).
Obgleich man die Platte technisch gesehen richtung Power Metal ansiedeln müsste, ist der Discofaktor erwartungsgemäß gleich null. Sie ist ganz im Gegenteil sehr ernsthaft, sehr erwachsen und nicht das, was die niederen Power-Metal-Bedürfnisse erfüllen möchte. Ein wenig erinnert mich der Stil an ARRAYAN PATH, nur eben mit mehr leicht verwaschenem Bombast und geringerem Grundtempo.
Klar, dass dabei die Eingängigkeit auf der Strecke bleibt. Das wäre allein nicht schlimm, aber dazu kommt für meinen Geschmack etwas zu viel Redundanz. Bereits erwähntes “He Who Walks…” hat innerhalb der längeren Tracks des Albums noch den höchsten Individualitätsfaktor, aber generell geht die Reise für meinen Geschmack ein wenig zu sehr nach “Komm, Midtempo, düster-epischer Gesamtsound, neun Minuten durchziehen, dann läuft die Kiste”. Kann sein, dass ich dem Album damit Unrecht tue und einfach noch ein paar mehr Hördurchgänge benötige. In meinen Ohren ist es eher Meditationssoundtrack für truere Leute, beim genaueren Hinhören beeindruckend und nicht ganz leicht verdaulich. Und in seiner Gesamtheit auf jeden Fall ein wuchtiges Ding, dem ab und an etwas mehr Abwechslungsreichtum und Individualität innerhalb der einzelnen Songs gut getan hätte.

Anspieltipps:
“He Who Walks Behind The Years”, “Chariots” und “The Course Of Empire”

Fazit:
Nein, das ist nicht die EQUILIBRIUM-Art von “Epic Metal”, das ist düster, auf gute Weise anstrengend, ein bisschen true, mehr Doom und irgendwie hypnotisch-fesselnd. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal in “The Course Of Empire” reinzuhören, denn trotz leichter Abstriche wegen etwas zu wenig Abwechslung ist das Ding ein Mammut von einem Album!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Alpha And The Occident (Rising From Atlantean Tombs)
02. People Of The Moon (Dawn Of Creation)
03. Lion Of Chaldea (The Heroes‘ Journey)
04. Chariots (Descending From Zagros)
05. The Innermost Light (Sensus Fidei)
06. A Secret Byzantium (Numbered As Sand And The Stars)
07. He Who Walks Behind The Years (The Place Of Sounding Drums)
08. Spell Of The Western Sea (Among Wolves And Thieves)
09. The Course Of Empire (All Thrones In Earth And Heaven)
10. Die Welt Von Gestern (Abendland)

Jannis

SAINT DEAMON – Ghost

Band: Saint Deamon
Album: Ghost
Spielzeit: 71:27 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Ram It Down Records
Veröffentlichung: 30.08.2019
Homepage: www.saintdeamon.se

Das ich DAS noch erleben darf!! 11 Jahre nach dem letzten Album „Pandeamonium“ kehren die Schweden von SAINT DEAMON endlich wieder zurück und erfüllen meine Forderungen in meinen alljährlichen Redaktionspost nach einem neuen Album. Dieses heißt „Ghost“ und bietet über 70 Minuten feinsten Melodic Power Metal Stoff auf den die Altfans, so wie ich, über ein Jahrzehnt warten mussten.
Die lange Wartezeit wird dann auch relativ schnell mit einer neuen Labelsuche, und veränderten Personal erklärt.
Mit Jarle Byberg wurde ein neuer Schlagzeuger nach langer Suche gefunden und auch die Labelsuche fand mit der Unterschrift beim deutschen Newcomer Ram It Down Records ihr Ende!
Gespannt startet ich den Opener „Captain Saint D“ der auch vorab schon als Videosingle veröffentlicht wurde. Ein geiler Schunkel Midtemposong erwartet uns hier der sofort in die Gehörgänge geht und durch die unterschiedlichen instrumentalen Wechsel noch schön abwechslungsreich ist. Ein mehr als überzeugender Einstieg.
Etwas zackiger gehen die Jungs dann beim anschließenden „Call my Name“ zur Sache, an Eingängigkeit lässt der Song aber nichts vermissen, so dass wir auch hier relativ schnell den Haken hinter machen könne.
Und apropos zackig, dieses trifft auch voll auf das anschließende „Return of the Deamons“ zu, hier fahren die Jungs ganz klar im musikalischen Fahrwasser des Debütalbums.
Der überlange Titeltrack „Ghost“ ist dann eine ganz besondere Perle des Genres vereint es doch zu 100% Epic, Melodic und Power Metal. Abwechslung und Eingängigkeit wird auch hier großgeschrieben und Sänger Jan Thore Greysted kann hier einmal mehr zeigen welch erstklassiger Sänger er ist! Geiler Track!
Der Mittelteil ist dann mit dem klassischen Melodic Metalsong „Limelight Dreams“, dem episch angelegten „Hell`s Calling“ und vor allem dem erneut überlangen „Land of Gold“ bestens ausgestattet.
Bei ganzen 14! Songs kommen wir jetzt erst so langsam in das letzte Plattenkapitel welches mit „Somewhere far Beyond“, „Journey through the Stars“ und „Break the Sky“ ebenfalls wieder bestens besetzt ist.
Nach über 70 Minuten Spielzeit geht dann ein Comebackalbum zu Ende zu dem man der Band nur gratulieren kann!

Anspieltipps:

„Captain Saint D“, „Return of the Deamons”, “Ghost”, “Land of Gold” und “Break the Sky”

Fazit :

Nicht nur ich dürfte vermutlich sehr gespannt auf das Comebackalbum von SAINT DEAMON gewartet haben und was soll ich sagen die Jungs haben definitiv nichts von ihrem Können verlernt!
Alle voran Sänger Jan Thore der einfach eine Bank ist und den Songs seinen Stempel aufdrückt.
Aber auch ansonsten ist hier alles im absolut grünen Bereich und die Band hat sich sogar vom Sound her weiterentwickelt und ist nicht mehr nur im Melodic Power Metal unterwegs, sondern baut ganz locker mal noch Epic und ein paar Symphonic Elemente mit ein so dass der neue Diskus immer wieder überrascht und schön abwechslungsreich ist!
Fanherz was willst du mehr??

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Captain Saint D
02. Call My Name
03. Return of the Deamons
04. Ghost
05. Limelight Dreams
06. Hell`s Calling
07. Earth is Alive
08. Land of Gold
09. Higher
10. Somewhere Far Beyond
11. The Exodus (Part II)
12. Journey Through the Stars
13. Break the Sky
14. Resurrection

Julian