HAMMER KING – Hammer King

Band: Hammer King
Album: Hammer King
Spielzeit: 45:43 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 11.06.2021
Homepage: www.facebook.com/thehammerking

Gut, ich gebe mir gar nicht die Mühe, zu versuchen, diese Rezension in einem seriösen Ton zu schreiben, es ist einfach zu geil. HAMMER KING aus Kaiserslautern haben seit 2015 drei Alben veröffentlicht, unter anderem “Kingdom Of The Hammer King” und “King Is Rising”. Die sind prall gefüllt mit truen Power-Metal-Songs wie “Kingdom Of The Hammer King”, “I Am The King”, “I Am The Hammer King”, “We Are The Hammer”, “Glory To The Hammer King”, “King Is Rising”, “For God And The King”, “Kingbrother”, “The Hammer Is The King”, “Viva La King”, “The King Is A Deadly Machine”, “7 Days And 7 Kings” und “Where The Hammer Hangs”. Und seit neustem ist Album Nr. 4, “Hammer King”, auf dem Markt, mit zehn neuen True-Power-Metal-Hymnen wie “Baptized By The Hammer”, “Hammerschlag”, “We Are The Kingdom”, “In The Name Of The Hammer” und “King Of Kings”, die Texte wie “The Glory, the Hammer, the King! To live in the name of the Hammer, to die in the name of the King” beinhalten.
Klingt lustig, ist aber eigentlich ziemlich seriös, angefangen schon bei der Produktion, die schlichtweg der Hammer ist. Von der knallend-klar-druckvollen Rhythmusfraktion über die sauberen Vocals und Backing Vocals und die voll-definierten Gitarren stimmt hier alles und wird von kompletten Profis wie ex-ROSS-THE-BOSS-Sänger Titan Fox V (großartige Stimme, starke Leistung) und ex-SALTATIO-MORTIS-Drummer Dolph A. Macallan bestens genutzt. Gino Wilde an der Lead-Gitarre und Gladius Thundersword (!) am Bass, sollte man auch lobend erwähnen. Zudem Gastauftritte von TANKARDs Gerre, EPICAs Isaac und WARKINGs The Crusader.
Stilistisch liegt die Vermutung nahe, dass beim ein oder anderen Mitglied von HAMMER KING auch das ein oder andere SAXON- oder HAMMERFALL-Poster in der Kammer Hing, die wohl am offensichtlichsten geeigneten Bands für die “Für Fans von”-Rubrik.
Okay, textlich ist HAMMER KINGs “Hammer King” praktisch mit der heftig reduzierten Gratis-Demo der MANOWAR-Schreibmaschine verfasst worden, musikalisch ist die Platte allerdings seriöser truer Power Metal ohne Keyboards, ohne Orchestergeschwulste, ohne kitschigen Pathos und ohne eine Balladenversion von “Stille Nacht”. Tatsächlich ist man hier nicht nur ernstzunehmend, sondern innerhalb des Genres auch sehr kurzweilig unterwegs, hält sich zwar jederzeit innerhalb der Stil-Grenzen auf, setzt die gegebenen Mittel aber über die Dreiviertelstunde durchgängig unterhaltsam um. Klar, alle klassischen Zutaten sind vorhanden, aber die Riffs machen Spaß, die Höy-Warriorgang-Shouts sind druckvoll und um so manche der Melodien würden HAMMERFALL HAMMER KING beneiden. Innovation bleibt aus, war aber auch hörbar nicht der Anspruch der Band an sich selbst und sollte auch nicht der der Hörerschaft sein.

Fazit:
Nein, “Hammer King” ist musikalisch einfach äußerst gut gemachter True Power Metal ohne Macken, fett produziert, bestens gespielt und gesungen und qualitativ ohne Frage ein Genrebeitrag mit absoluter Existenzberechtigung, der jedem Fan der anderen Größen in dem Business exakt das präsentiert, was er sich wünscht. Freuen wir uns auf HAMMER KINGs nächsten Release “The King’s Hammer” mit zukünftigen True-Metal-Hymnen wie “The Hammer King’s Hammer”, “2 King 2 Hammering”, „Hammer Smashed King“ “Big King With Extra Hammer”, “Kingsize Hammer”, “Half Hammer, Half King” und “King of the Party: Let’s Get Hammered”.

Anspieltipps:
„Atlantis (Epilogue)“, „King Of Kings“, „Awaken The Thunder“ und „In The Name Of The Hammer

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awaken The Thunder
02. Baptized By The Hammer
03. Onward To Victory
04. Hammerschlag
05. Atlantis (Epilogue)
06. We Are The Kingdom
07. Into The Storm
08. Ashes To Ashes
09. In The Name Of The Hammer
10. King Of Kings
11. Holy (Outro)

Jannis

HELLOWEEN – „Helloween“

Band: Helloween
Album: Helloween
Spielzeit: 65:10 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 18.06.2021
Homepage: www.facebook.com/helloweenofficial

HELLOWEEN sind eine deutsche Power-Metal… Ach, sparen wir uns das. HELLOWEEN sind wieder da!! “Ja gut”, wird der ein oder andere Bewohner eines Hohlraumes unter einem Stein sagen, “entspann dich, andere Bands bringen auch nur alle sechs Jahre ’n Album raus.” Diesen Menschen sei an dieser Stelle vorsichtig nahegelegt, dass “Helloween” aber nicht unbedingt ein normales HELLOWEEN-Album ist, sondern mit Michael Kiske, Andi Deris und Kai Hansen (letzterer auch an den Gitarren) gleich drei HELLOWEEN-Sänger und mit Kai, Michael Weikath und Sascha Gerstner auch drei Gitarristen vertreten sind. Dazu Markus Grosskopf am Bass und Daniel Loeble an den Drums und die Seven Keepers of the Keys sind als Besetzung der feuchte Traum jedes Power-Metallers. Die Erwartungen an diese Pumpkin Spiced Platte vonseiten der Fans waren hammerhart. Gibt “Helloween” genug Süßes, oder muss es Saures kassieren?
Entwarnung sei gegeben, das Warten hat sich gelohnt. Über eine Stunde Spieldauer (ohne Bonustracks), alles dabei vom knackigen 3,5-Minüter bis zum +12-Minuten-Opus und Hamburger Metal in seiner schönsten Form, zu dem jedes Mitglied der Truppe seine Einflüsse beigetragen hat. Und ganz ehrlich: Die HELLOWEEN/GAMMA-RAY-Fraktion mag Inspiration für unzählige Power-Metal-Bands gewesen sein, doch alleine an diesen Kompositionsstil kommt nahezu keine von ihnen ran. Die Spiel- und Lebensfreude, die dieser Musik entspringt, kann nicht kopiert werden, sie muss mitgebracht und in einem Gewand verpackt werden, das teils ziemlich harten Power Metal mit Melodien versieht, die immer wieder mal gewisse Nähe zu QUEEN und meinem Hörgefühl nach durchaus auch mal zu Musical-Kompositionen und vielleicht auch ein bisschen ABBA zeigen. Im Ernst, 90 Prozent heutiger Power-Metal-Bands haben überhaupt nicht mehr auf dem Schirm, dass man Songs auf diese Weise schreiben kann, dass es nicht nur darum geht, einen Text auf platt majestätische Melodien zu schreiben, die immer die selbe Stimmung vermitteln wollen und immer die selbe Kompositionsstruktur innerhalb der einzelnen Teile verwenden. “Helloween” bietet genau diese Liebe zur Musik, die auf der einen Seite ungeheuer nostalgisch ist, auf der anderen Seite aber auch genug Einfluss haben mag, um ein paar anderen Bands zu zeigen, wie Power Metal auch geht. Was nicht bedeutet, dass nicht auch ein paar straighte rockige Songs ihren Weg auf “Helloween” gefunden haben. Die Truppe kann nur eben halt beides, und das ist wiederum auf die Vielzahl unterschiedlicher Musiker mit unterschiedlichen wie funktionierenden Songwriting-Stilen zurückzuführen, deren Mix die Platte musikalisch so vielseitig macht, wie sie letztendlich ist.
Hoffen wir, dass HELLOWEEN in dieser Form kein einmaliges Projekt sind. Denn was könnte es Schöneres geben als einen Aufstieg der NWoHPM (New Wave of Hamburger Power Metal), vor allem in einer so spaßigen Überraschungstüte, wie “Helloween” sie geworden ist?

Fazit:
Geil! Kaufen!

Anspieltipps:
“Best Time”, “Skyfall”, “Fear Of The Fallen” und “Mass Pollution”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Out For The Glory
02. Fear Of The Fallen
03. Best Time
04. Mass Pollution
05. Angels
06. Rise Without Chains
07. Indestructible
08. Robot King
09. Cyanide
10. Down In The Dumps
11. Orbit
12. Skyfall

Jannis

FLOTSAM AND JETSAM – Blood In The Water

Band: Flotsam And Jetsam
Album: Blood In The Water
Spielzeit: 53:42 min
Stilrichtung: Melodic Thrash Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 04.06.2021
Homepage: www.facebook.com/flotsamandjetsam.official

Für jüngere Metalfans (zu denen ich mich an dieser Stelle mal zähle) ist die Welt ihres Lieblingsgenres doch noch voller Wunder und Überraschungen. So findet man beispielsweise 13 Jahre nach seinem ersten Kontakt mit harter Musik, vielen verschlungenen Metal-Zeitschriften und nicht zuletzt einigen Jahren der Mitarbeit bei der Rock Garage heraus, dass FLOTSAM AND JETSAM nicht so eine Märchenonkel-Folk-Metal-Band sind, wie man sie aufgrund ihres komplett falsch gedeuteten Namens jahrelang persönlich abgespeichert hatte.
Falls es sonst noch wen gibt, an dem die Truppe bislang mysteriöserweise vorbeigegangen ist: FLOTSAM AND JETSAM machen, zumindest auf ihrem neusten Output “Blood In The Water”, melodischen Thrash Metal der fetten Sorte, der sich ab und an auch vor ein paar Orchestersounds und ausgeprägteren Melodien nicht scheut, zu 90% voll auf die Zwölf geht und eine amtlichste Produktion mit sich bringt.
Neben der Produktion begeistert die Instrumentalfraktion mit virtuosem Spiel, dem Hang zu technischeren, komplexeren Spielarten, die der Straightheit (?) der Musik nicht im Weg stehen, sondern sie unterstützend anreichern. Würde doch jetzt mal noch der Gesang stimmen… Und, hier die frohe Botschaft, das tut er in vollstem Ausmaße. Eric A.K. Hat ein Wahnsinnsorgan (und auch eine gute Stimme), aggressiv, treffsicher, zu einhundert Prozent Metal. Braucht die Platte also nur noch Substanz in Sachen Songwriting, und auch die hat sie.
Der Titeltrack und Opener beginnt ohne großes behutsames Eingeführe, packt stattdessen die komplette Breitseite aus und lässt im Chorus zum ersten Mal die leicht Power-Metal-artigen Melodielines aus dem Sack – in nicht kitschig und nicht fröhlich, versteht sich. “Burn The Sky” festigt die Vermutung, dass Ausflüge in melodischere Gefilde mit einer Menge Sorgfalt hinsichtlich der Komposition getätigt wurden. Kein melodielastigerer Part, der irgendwie als Fremdkörper verstanden werden könnte, alles im Sinne der restlichen Musik. “Brace For Impact” kommt melodisch simpler und mit klassisch thrashigem Humpa, “Walls” huldigt MAIDEN und wenn es mal ruhiger wird (bei der “Ballade” “Cry For The Dead” zum Beispiel), dann nicht für lange.
Lückenfüller finden sich kaum auf “Blood In The Water”, letztendlich hat jeder Part seine Existenzberechtigung und die Songs, die an dieser Stelle nicht aufgeführt wurden, wurden außenvor gelassen, da sie schon allesamt ähnliche Attribute in sich vereinen, nämlich fett, dicht, aggressiv, schnell, melodisch und böse sind – auf einem hervorragenden Level.

Fazit:
Nein, FLOTSAM AND JETSAM hat nichts mit Hänsel-und-Gretel-Metal zu tun, wie mir inzwischen klar ist. Stattdessen ist das neuste Werk des Quintetts herrlich energiegeladen, stark geschrieben, nicht minder stark gespielt, gesungen und produziert und in seiner Gesamtheit einfach ein ziemliches Brett. Wollte eigentlich heute auch noch das erste Mal in BATTLE BEAST reinhören, aber nach einer so kraftvoll abgehenden Platte brauche ich wohl heute doch keinen Death Metal mehr.

Anspieltipps:
“7 Seconds”, “Blood In The Water”, “Too Many Lives” und “Reagression”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blood In The Water
02. Burn The Sky
03. Brace For Impact
04. A Place To Die
05. Walls
06. Cry For The Dead
07. Wicked Hour
08. Too Many Lives
09. Dragon
10. Reagression
11. Undone
12. 7 Seconds

Jannis

REINFORCER – Prince of the Tribes

Band: Reinforcer
Album: Prince of the Tribes
Spielzeit: 40:25 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 18.06.2021
Homepage: www.reinforcer.de

REINFORCER ist eine junge deutsche Power Metaltruppe die seit 2015 ihr Unwesen in der Metalszene treiben.
2018 erschien ihre erste EP „The Wanderer“ und nun ist man beim italienischen Szenelabel Scarlet Records untergekommen und veröffentlicht dieser Tag das Debütalbum „Prince of the Tribes“.
Angeführt von Fronter Logan Lexi und mit einer epischen Power Metalausrichtung ala ICED EARTH oder POWERWOLF sind die Jungs bereit ihre Fußabdrücke zu hinterlassen.
Produziert wurde der Diskus in den Kohlekeller Studios, was ja auch schon mal für Qualität bürgt.
Als Opener erwartet uns direkt der Titelsong „Prince of the Tribes“. Episch mit einer kleinen Einleitung beginnt die Nummer bevor ein melodischer Midtemposong sich seinen Weg direkt in die Gehörgänge bahnt.
Eine tolle Nummer direkt zu Beginn die zurecht das Titelstück ist!
Direkt im Anschluss schlägt „Allegiance and Steel“ in eine ähnliche Kerbe und weiß auch direkt zu begeistern.
Etwas flotter und ohne viel Epic kommt dann das mit einem Piratenkonzept unterlegte „Black Sails“ um die Ecke und bohrt sich ebenfalls direkt in die Gehörgänge.
Der Mittelteil wird dann von „Shieldmaiden“ und der Epicbombe „Thou Shall Burn“ dominiert.
Hier sind also auch und nach wie vor keinerlei Ausfälle und Ermüdungserscheinungen zu verzeichnen schauen wir also mal in das letzte Drittel ob das auch hier so bleibt?
Oh ja, und wie!
Mit „Hand on Heart“ hat man einen weiteren Ohrwum in der Hinterhand und auch das flotte „Another Night“ sowie das erdige, abschließende „Z32“ wissen absolut zu gefallen!
Somit ist das Debütalbum rund herum gelungen.

Anspieltipps:

„Prince of the Tribes“, „Black Sails“, „Shieldmaiden“, „Hand on Heart“ so wie „Another Night“

Fazit :

Na, da hauen die Jungs von REINFORCER mal ein sehr überzeugendes Fullenght Debütalbum raus!
Komplett ohne Ausfälle kommt es daher und zeigt das man mit den Jungs auf jeden Fall in der Zukunft rechnen sollte, wenn man von Epic Power Metal aus deutschen Landen spricht!
Einzig die Spielzeit könnte noch etwas besser sein, ansonsten gibt es hier aber so gut wie nix zu meckern.
Ein geiles Debüt der Jungs was sich Genrefans definitiv nicht entgehen lassen sollten!

P.s es gibt bei uns auch das Interview zur Band und zur Veröffentlichung, ebenfalls sehr lesenswert ; )

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prince of the Tribes
02. Allegiance and Steel
03. Black Sails
04. Shieldmaiden
05. Coup De Grace
06. Thou Shall Burn
07. Hand on Heart
08. Another Night
09. Z32

Video zu “Prince of the Tribes”:

Julian

TIMO TOLKKI’S AVALON – The Enigma Birth

Band: Timo Tolkki’s Avalon
Album: The Enigma Birth
Spielzeit: 58:43 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Music srl
Veröffentlichung: 18.06.2021
Homepage: www.facebook.com/timotolkkisavalon

TIMO TOLKKI’S AVALON – Bereits 2013 wurde das Projekt um den Ex-STRATOVARIsten auf die Öffentlichkeit losgelassen und fuhr schon mit seinem Debut amtliche Charterfolge ein, die auf die Metal-Reputation Tolkkis einerseits und auf die Riege interessanter weiterer beteiligter Gesichter andererseits zurückzuführen war. Nun steht Album Nr. 4 vor der Tür, Gäste wie Fabio Leone und James LaBrie lassen abermals hoffen und die Regler stehen voll auf Glory.
Wie wir alle wissen, ist Tolkki ein absoluter Profi, der bei AVALON mit absoluten Profis zusammenarbeitet. Wie sieht nun das Endergebnis, “The Enigma Birth”, aus? Nun, professionell auf jeden Fall (Überraschung). Produktionstechnisch wäre allerdings tatsächlich ein bisschen mehr drin gewesen, das letzte Quäntchen Druck und Definiertheit fehlt und die Orchestersounds sind doch eine Nummer unter dem, was man von einem Projekt mit solchen Namen erwartet hätte. Nichtsdestotrotz kann man sich “The Enigma Birth” sehr gut anhören (und der geile STRATOVARIUS-Bass-Sound ist wieder dabei).
Musikalisch ist das Ding unbestreitbar orchestraler Power Metal mit dem ein oder anderen moderneren Synth (insbesondere bei “Beautiful Lie”), mit vergleichsweise hohem Anteil an weiblichen Vocals, die von Caterina Nix, Brittney Slayes und Marina La Torraca allesamt erfreulich un-pseudo-operesk und stark rübergebracht werden. Auch die Männerfraktion macht beim Gesang einen guten Job, wenngleich direkt der erste, ohnehin eher chaotisch-überladene Track “Enigma Birth” etwas unter den Vocals von YouTube-Sänger Pellek leidet, die in Lautstärke und Ausdruck ziemlich schwanken. Der äußerst amateurhafte Übergang vom Solo in den finalen Part (jeder Gitarrist sollte wissen, dass man nicht auf so einem Ton endet, wenn der Track anschließend so weitergeht) lässt jedoch darauf schließen, dass der Song eh unter Zeitdruck entstand und somit sein mögliches Potenzial letztendlich nicht erreicht hat. Mit “I Just Collapse” geht die Qualitätskurve dann aber gut nach oben, es stampft, macht Laune und Caterina lässt gesangstechnisch Nix anbrennen. Der weitere Verlauf des Albums erweist sich als souverän gemachter epischer Power Metal, zieht aber das Gefühl mit sich, man sei doch etwas zu routiniert ans Werk gegangen. Die Melodien sind effizient aber oft eher belangloser Standard, die Arrangements fett aber überraschend häufig nicht substanzvoll (als sei “fett” eigentlich das einzige Attribut gewesen, dass man bei ihrer Entwicklung im Sinn gehabt hätte). Vielleicht hat man sich bei “The Enigma Birth” zu sehr auf die erfolgsversprechende Formel “Bekannter Name im Bandnamen + bekannte Leute am Mic + fett + ein bisschen Disco + erste Hälfte der ersten Strophe in weniger dicht” verlassen und dabei immer mal wieder vergessen, dass all das Zutaten sind, die ein Album aufwerten, aber nicht alleinig tragen können.

Fazit:
Und so bleibt trotz und wegen der illustren Truppe der Beigeschmack, dass hier kompositorisch eigentlich mehr drin gewesen wäre als ein professionell klingendes Power-Metal-Album mit meist starken Vocals. Ja, die Bestandteile des Genres sind allesamt drin und souverän zu einem ordentlich epischen Ding zusammengebaut worden, aber Herzblut lässt sich in diesem Release doch weniger finden, als es gebraucht hätte, um musikalisch begeistern und nicht nur power-metallisch die Grundbedürfnisse befriedigen zu können.

Anspieltipps:
“I Just Collapse”, “Beautiful Lie” und “Master Of Hell”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Enigma Birth
02. I Just Collapse
03. Memories
04. Master Of Hell
05. Beautiful Lie
06. Truth
07. Another Day
08. Beauty And War
09. Dreaming
10. The Fire And The Sinner
11. Time
12. Without Fear

Jannis

DRAKKAR – Chaos Lord

Band: Drakkar
Album: Chaos Lord
Spielzeit: 50:36 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Punishment 18
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/drakkarmetal

DRAKKAR sind seit 1995 nicht mehr aus der italienischen Metalszene wegzudenken und haben bis heute 5 Alben und 4 EPs veröffentlicht. Eine stattliche Anzahl!
Leider sind mir die Italiener bis heute ziemlich durch die Lappen gegangen, was ich nun aber nachholen werden!
Nachdem man ein paar Jahre inaktiv war, von 2007 bis 2012, glückte das Comeback mit dem Album „When Lightning Strikes“.
Nun steht das neue, 6. Album „Chaos Lord“ in den Startlöchern und erneut haben die Jungs rund um die Masterminds Dario Beretta (Gitarre) und Davide Dell Orto (Gesang) extrem starke Power Metalsongs italienischer Prägung für die geneigte Hörerschaft zusammengestellt.
Mit dem Intro „The Dreaming City“ steigen wir in die neue Scheibe ein. Gut einleitend ebnet die Nummer den Weg zum ersten richtigen Song „Lords of a Dying Race“. Erdig und kraftvoll bahnt sich das Ganze seinen Weg und ist als Appetithappen bestens geeignet, um die Fans anzuspitzen.
Der Chorus sitzt perfekt, somit fräst sich das gute Stück direkt in die Gehirnwendungen!
Und apropos, auch die folgende, zukünftige Livegranate „Horns Up!“ und der Titteltrack „Chaos Lord“ sind ebenfalls direkt bestens konsumierbar.
Der Mittelteil wird dann ganz klar von „Through the Horsehead Nebula“ und „And he will Rise Again“ getragen. Vor allem letzterer ist eine episch und eingängige Power Metal Vollbedienung die Genrefans auf jeden Fall direkt zusagen sollte!
Über das flotte und eingängige „Firebird“ geht es dann schon in das letzte Drittel wo wir mit „The Pages of my Life“ einen eher nach Standardmetal tönenden Song und mit dem abschließenden, epischen „True to the End“ noch einen Anspieltipp finden.

Anspieltipps:

„Lords of A Dying Race”, “Horns Up!”, “Chaos Lord”, “And he will Rise Again” und “True to the End”

Fazit :

Na, da hat sich doch mein Ausflug in die Power Metalwelt von DRAKKAR auf jeden Fall gelohnt! Die Jungs spielen klassischen Power Metal der zwar nicht besonders innovativ ist, aber toll und klasse umgesetzt ist!
Die Produktion ist ebenfalls sehr ordentlich und alles tönt satt und kraftvoll aus den Boxen.
Von daher sollten Fans des Genres hier auf jeden Fall direkt Gefallen dran finden und sollten sich das Album nicht entgehen lassen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Dreaming City (Intro)
02. Lords of A Dying Race
03. Horns Up!
04. Chaos Lord
05. Through the Horsehead Nebula
06. The Battle
07. And he will Rise Again
08. Firebird
09. The Pages of my Life
10. True to the End

Video zu “Chaos Lord”:

Julian

SONIC HAVEN – Vagabond

Band: Sonic Haven
Album: Vagabond
Spielzeit: 54:28 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Music S.r.l.
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.facebook.com/SonicHavenofficial

Inzwischen hat Langhans den Käfer als mein persönlicher Lieblings-Herbie abgelöst. Der Jung ist stimm- und kompositionstechnisch einfach eine Macht im Metal, präsent momentan natürlich vor allem durch seine Mitarbeit bei AVANTASIA, wo er perfekt aufgehoben und prägend ist. Allerdings ist Herbie auch ein Sänger, der zweifelsohne einen Platz an der Spitze einer eigenen guten Band mit Reichweite verdient hat. Den hat er momentan bei VOODOO CIRCLE inne, des weiteren bei FIREWIND und RADIANT und seit neustem bei SONIC HAVEN, zusammen mit Carsten Stepanowicz von RADIANT, Dominik Stotzem von BEYOND THE BRIDGE (wo Herbie ebenfalls vertreten war) und mit Andé Hilgers (RAGE). Klingt nach einem vielversprechenden Paket, insbesondere wenn man bedenkt, dass der Sound von Sascha Paeth gebaut wurde, wie in der Vergangenheit Sachen von AVANTASIA, KAMELOT und BEYOND THE BLACK.
Wie schon bei RADIANT ist auf “Vagabond”, dem ersten Album des Quartetts, vom ersten Song an klar, dass das hier ein Album aus dem Hause Langhans ist. Der Mann hat einen sehr charakteristischen Kompositionsstil, der auf große Emotionen mit musikalischem Tiefgang setzt, unterschiedliche Stimmungen vermitteln kann und dazu eben auch von einer grandiosen Stimme mit den klassisch AVANTASIAtischen breiten Backing Vocals getragen wird. Im Vergleich zu RADIANT stehen die Regler klar auf Power Metal – das macht Track 1 bereits unmissverständlich klar, ebenso Track zwei, “Back To Mad”, dessen Riff aber ein wenig mehr im Hard Rock verankert ist. “Keep The Flame Alive” ist warmer, orchester-angereicherter Uptempo-Power-Metal, der klingt, als sei er für den nächsten Wackentrailer geschrieben und mit seiner Feierlichkeit akut Bock macht, die Flame alive zu keepen. Düsterer kommt “The Darker Side” daher, mit einem Xylophon-Motiv, das aus irgendeinem CANDLEMASS-Song (ich glaube, von “Death Magic Doom“) entnommen sein könnte, als langsamer Stampfer mit Gehfehler beginnt und im zweiten Teil Fahrt aufnimmt. Wenig überraschend ist “I Believe” im Anschluss über weite Teile unbekümmerter Power-Metal-Wohlfühl-Spaß und “Save The Best For Last” verkackt einerseits in zweierlei Hinsicht (ist nämlich erstens Track acht von elf und zweitens ist Track elf auch nicht der beste des Albums), gewinnt aber als klassischer Feierlichkeitsfeuerzeugschwenker in bester AVANTASIA-Pomp-Gewandung.
“From White To Black” ist bis auf die Bridge primär Gute-Laune-Song und “Striking Back” holt den schwedischen Panzer aus der Garage und ist damit nicht der kreativste Song auf “Vagabond”, aber allemal live-tauglich!

Fazit:
Die Vermutung, dass man mit den Beteiligten kein schlechtes Album machen kann, hat sich bestätigt. “Vagabond” ist eine tolle erste Meldung, deren Songwriting erheblich von Langhans profitiert (so man seinen Stil denn mag), dabei je nach Song unterschiedliche Grundstimmungen zulässt und erwartungsgemäß stark gespielt ist. Power Metal von erlesener Qualität!

Anspieltipps:
“Back To Mad”, “Keep The Flame Alive”, “The Darker Side” und “Save The Best For Last”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Vagabond
02. Back To Mad
03. Nightmares
04. Keep The Flame Alive
05. End Of The World
06. The Darker Side
07. I Believe
08. Save The Best For Last
09. Blind The Enemy
10. From White To Black
11. Striking Back

Jannis

BASEMENT PROPHECY: Singleveröffentlichung Beyond Awareness

Das Kellerorakel hat wieder eine Wahrheit zu verkünden, die fernab dessen liegt, worüber wir uns bewusst sind. „Beyond Awareness“ heißt der neuste Output des Projekts von Michael Müller, mit Ex-CHINCHILLA Tommy Laasch, der sich als Sänger bereits bei vergangenen BASEMENT-Veröffentlichungen bewährt hat, GAMMA RAYs Michael Ehre an den Drums und ACCEPTs Martin Motnik am Bass.

Warum man dem ein Ohr leihen sollte? Nun, erstens, weil BASEMENT PROPHECY bereits auf ihrer Debut-EP bewiesen haben, dass die musikalische Qualität ihrer Songs das absolute Gegenteil von im Keller ist. Zweitens, weil der Track ein absolut geiler Power-Metal-Track ist, mit Gänsehaut-Wohlfühl-Piano, ordentlich Druck hinter der Binde und starker Melodiearbeit (und hammerharter Vocalleistung) ist. Und drittens, weil die Jungs mit „Beyond Awareness“ auch eine neue Stufe der Produktionsqualität erreicht haben. Fetter klang BASEMENT PROPHECY nie, und die bekannte musikalische Qualität der Truppe als so gut wie nie klingend ist eben Pflichtprogramm. Bleibt zu hoffen, dass bald mal ein Debutalbum veröffentlicht wird!

BLOODBOUND – Creatures of the Dark Realm

Band: Bloodbound
Album: Creatures of the Dark Realm
Spielzeit: 45:16 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.bloodbound.se

Die schwedischen Power Metaller von BLOODBOUND kommen dieser Tage mit ihrem 9. Album um die Ecke. Dieses hört auf den klangvollen Namen „Creatures of the Dark Realm“ und erscheint knappe 2 Jahre nach dem letzten Erfolgsalbum „Rise of the Dragon Empire“. Mittlerweile hat sich die Truppe rund um Fronter Patrick Selleby relativ fest im Power Metalkosmos verankert und aus dem Geheimtippstatus raus gespielt.
Das neue Album, welches gänzlich ohne Ballade auskommt, soll episch und eingängig zu gleich sein und braucht wohl die Vergleiche mit SABATON, HELLOWEEN oder POWERWOLF nicht zu scheuen!
Na, das sind ja sehr markige Worte, wir starten daher mal mit dem Intro „The Creatures Preludium“ um herauszufinden ob den Worten auch Taten folgen.
Wie immer ist das Ganze „nur“ eine passende Einleitung, die auf jeden Fall schon mal Lust auf mehr macht.
Diese Lust wird dann relativ schnell mit den ersten Tracks gestillt!
Beim Titeltrack „Creatures of the Dark Realm” merkt man direkt die Spielfreude der Jungs und natürlich sitzt der Refrain sofort und gräbt sich metertief in die Gehörgänge.
Und als wäre dies die erste Initialzündung gewesen spielt sich die Truppe danach regelrecht in einen kleinen Rausch und ballert uns Hit um Hit um die Ohren!
Egal ob wir nun “When Fate is Calling”, “Eyes Come Alive”, “Gathering of Souls” oder “Kill or Be Killed” lauschen. Überall ist man absolut zielsicher unterwegs und bietet erstklassiges Futter für den geneigten Power Metal Fan mit einem Hang zur Epic!
Und da hier alles absolut eingängig ist rauschen die Songs nur so heran und schwupps ist man schon fast im letzten Drittel der Scheibe angekommen.
Denn trotz insgesamt 12 Songs ist man hier „nur“ bei einer Spielzeit von 45 Minuten! Vielleicht sollten die Jungs ihr geniales Songwritinggespür mal dazu benutzen einen geilen Epicknaller von 9 Minuten oder so zu schreiben, ich glaube da würde die geneigte Fangemeinde durch die Decke gehen!
Anyway, ich schweife ab.
The Gargoyles Gate“ eröffnet gekonnt das letzte Drittel wo man sich ebenfalls keine Blöße gibt und noch so Hits wie dem verdammt nach SABATON klingenden „March into War“, dem melodischen „Face of Evil“ und dem abschließenden „The Wicked and the Weak“ im Gepäck hat.

Anspieltipps:

Hier ist kein Track hervorstechend, alles ist auf einem hohen Qualitätslevel. Greift hin wo ihr wollt!

Fazit :

Jawohl! So und nicht anders wollen die Fans die Power Metaller von BLOODBOUND hören! Nach dem letzten Album wo es leichte Abnutzungserscheinungen gab, ist man nun wieder gestärkt zurück und präsentiert uns ein Album was Band und Genrefans direkt zusagen sollte.
Und die markigen Worte und Vergleiche in Richtung SABATON und POWERWOLF stimmen absolut.
Das mag dem einen gefallen, dem anderen nicht, qualitativ hochwertig ist auf jeden Fall!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Creatures Preludium
02. Creatures of the Dark Realm
03. When Fate is Calling
04. Ever Burning Flame
05. Eyes Come Alive
06. Death Will Lead the Way
07. Gathering of Souls
08. Kill or be Killed
09. The Gargoyles Gate
10. March into War
11. Face of Evil
12. The Wicked and the Weak

Video zu “Creatures of the Dark Realm”:

Julian

SILVER TALON – Decadence And Decay

Band: Silver Talon
Album: Decadence And Decay
Spielzeit: 46:44 min.
Stilrichtung: US Dark Power Metal
Plattenfirma: M-Theory Audio
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.silver-talon.com

Da hört man äußerst gerne quasi jede Spielrichtung von Power Metal, will die wirklich guten Sachen natürlich auch anderen Metallern in seinem Freundeskreis zeigen, aber ein Teil dieses Kreises verhält sich bei Power Metal so, als würde ihm bei jedem Dur-Part oder einem cheesigeren Synthesizer möglicherweise das Gemächt abfallen, und ist demnach selten empfänglich. Nun, mit SILVER TALONs “Decadence And Decay” kommt hier nun endlich mal wieder ein (im weitesten Sinne Power)-Metal-Album, das man auch diesem Teil des Freundeskreises guten Gewissens zumuten kann. Als “US Dark Power Metal” bezeichnet sich die Truppe, was sich so unterschreiben lässt, denn mit gute-Laune-Eagles-and-Glory-Metal hat dieses Debutalbum rein gar nichts am Hut. Stattdessen erweist sich “Decadence And Decay” als ziemlich düsteres, technisches, hammerhart produziertes und intoniertes erstes (und mit Sicherheit nicht letztes) Lebenszeichen, mit dezentem Orchestereinsatz der dunklen Sorte, hall-lastigen Vocals, deftigem Geballer und Dur-Wendungen, die sich an einer Hand abzählen lassen.
Zum Thema Technik und Intonation: Sowohl Gesang als auch Instrumentalfraktion agieren auf einem spektakulären Level, mit unterschiedlichen Gesangsstilen (inklusive durchdringend-hartem Falsett), Hintergrundvocals, die teils fließend in Sounddesign-Elemente übergehen, Doublebass-Gewittern, fixem Gefrickel – und all das in durchaus komplexen Songstrukturen mit kleinen Prog-Anleihen und durchweg eine sehr düster-okkulte Stimmung zeichnend.
Atempausen gibt es über die Dreiviertelstunde Spieldauer kaum. Jaah, die Intros von “Next To The Sun”, “What Will Be” und “Touch The Void” fallen ruhiger aus, machen jedoch bald deutlich wo (und wie erbarmungslos mächtig) der Hase läuft. Melodien werden dabei nicht vernachlässigt, sind jedoch selten Ohrwurmmaterial, was der Platte jedoch gut tut. Bei einer Achterbahnfahrt will man sich schließlich auch nicht nachher an jeden Streckenabschnitt einzeln erinnern, man will einfach durch eine klug konstruierte Streckenführung mit saftig Adrenalin und hoher Geschwindigkeit durch ein schönes Setting eskaliert werden.
Und das macht das erste Album von SILVER TALON astrein. Die musikalischen Schauwerte sind enorm, ein Gastpart von Andy LaRocque verstärkt das KING-DIAMOND/MERCYFUL-FATE-Feeling zusätzlich zu den teils hohen Vocals und dem teils ähnlichen (aber modernisierten) Grundstil und bei seiner oft hohen Geschwindigkeit und Härte bleibt das Album fast immer nachvollziehbar und irgendwie trotz allem Power Metal.

Fazit:
“Decadence And Decay” schickt die “Power Metal ist lappige Kitschmusik und kein Metal”-Fraktion mit brennenden Fackeln und Mistgabeln zurück in ihr undergroundiges Homerecording-Kinderzimmer – wenn sie das freundliche vorangehende Angebot nicht annimmt, sich 45 Minuten in feinster Qualität hinsichtlich der Umsetzung, des Songwritings und der Produktion melodisch-hart die Boxen entstauben zu lassen. Klare Reinhörempfehlung!

Anspieltipps:
“Deceiver, I Am”, “Next To The Sun” und “Resistance 2029”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deceiver, I Am
02. Resistance 2029
03. As The World Burns
04. Next To The Sun
05. Divine Fury
06. Kill All Kings
07. What Will Be
08. Touch The Void

Jannis