MARIUS DANIELSEN – Legend of the Valley Doom Part 3

Band: Marius Danielsen
Album: Legend of the Valley Doom Part 3
Spielzeit: 76:33 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Crime Records
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.mariusdanielsen.com

2018 stieß ich auf den Musiker Marius Danielsen und seine ganzen Bands und Projekte. Eins davon ist seine Saga „Legend of the Valley Doom“ wo ich damals den 2. Teil rezensieren durfte. Nun steht uns der abschließende 3. Teil seiner Trilogie ins Haus und erneut bekommen wir ein Powermetal Epos und Konzept was sich gewaschen hat!
Mit dabei ist mal wieder eine absolute Starbesetzung von Künstlern unter anderem der legendäre Schauspieler Joh Rhys-Davies (Herr Der Ringe, Indiana Jones), bekannte Sänger wie Michael Kiske (HELLOWEEN), Tim Ripper Owens (JUDAS PRIES), Mathias Blad (FALCONER), Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Blaze Bayley (IRON MAIDEN), oder Mark Boals (YNGWIE MALMSTEEN) und dazu noch einige Instrumentalisten wie Arjen Lucassen (AYERON), Jennifer Batten (MICHAEL JACKSON), Bruce Kulick (KISS), Derek Sherinian (DREAM THEATER oder Vinny Appice (BLACK SABBATH).
Na, da können wir uns ja mal auf was gefasst machen würde ich sagen!
Starten wir doch mal mit dem Albumopener „Seven Ancient Artifacts“. Mit einer gesprochenen Einleitung beginnt die Nummer die sich dann in einen Midtemposong entwickelt der einen epischen, einprägsamen Chorus hat und somit direkt in den Gehörgängen hängen bleibt und somit schon mal ein sehr amtlicher Einstieg bedeutet!
„Journey to the North“ nimmt den epischen Ball dann gekonnt auf und spinnt ihn weiter bis dann beim folgenden „The Ballad of Arnoth the Wild“ ein wenig der Fuß vom Gas genommen wird und eine schöne Folk Ballade sich ihren Weg bahnt.
Ach ja, leider lag mir keine Angabe vor welcher Sänger wo zu hören ist, und es ist auch nicht immer ganz einfach alle Stimmen auseinander zu halten, aber hier ist es relativ klar, Mathias Blad ist bei dem Song zu hören!
Den Mittelteil einleitend bahnt sich das Eloroth Duo bestehend aus „Mines of Eloroth“ und „Battle for Eloroth“ ihren Weg bevor der HELLOWEEN Smasher „Bane of Lord Cremortius“ alles andere ziemlich überstrahlt!
Sanfte „Keeper of the Seven Keys“ Anleihen blitzen überall auf und die Nummer gehört mit zu dem Besten was ich in der letzten Zeit im Bereich Power Metal hören durfte!
Aber, ihr mögt es euch schon denken, die illustre Truppe hat ihr Pulver noch lange nicht verschossen und kredenzt uns auch im weiteren Verlauf noch den ein oder anderen absoluten Überhit.
Da hätten wir z.B. den Stampfer „Deep in the Mountain“, wo Herbie Langhans zu hören ist, das pfeilschnelle „Tomb of the Fallen Kings“, die Power Metall Hymne und Vorabsong „Stars will Light the Way“ oder den Epicbrocken „For our King and four our Lord“ mit über 9 Minuten Spielzeit zum Abschluss.
Eigentlich ist also das letzte Drittel ein einziger Hitpool und somit bleibt man erstmal nach Verklingen des letzten Tons ziemlich ungläubig zurück und fragt sich was man da gerade alles gehört hat?!

Anspieltipps:

Eine absolut fantastische, epische Reise. Greif hin wo ihr wollt, alles ist geil!

Fazit :

Schon das letzte Album der „Legend of the Valley Doom“ Trilogie hat mich ja ziemlich aus den Socken gehauen, aber mit dem letzten Teil übertrifft sich Mastermind Marius Danielsen absolut selbst und erschafft mit seinen ganzen Gastmusikern eine epische Abschlussgeschichte die einfach seines Gleichen sucht!
Man sollte dem Album und den Songs aber auf jeden Fall den ein oder anderen Durchlauf gönnen, denn die ganze Klasse und Vielfalt entpuppt sich erst nach ein paar Mal anhören, da man zuerst ziemlich überfordert ist mit Allem was man da so hört.
Aber danach gibt es kein Halten mehr und die Songs fressen sich tiefer und tiefer in die Gehörgänge, so dass es schlussendlich nur eine Schlussfolgerung und Bewertung geben kann, Höchstpunktzahl 10 und definitiv ein Platz auf der finalen Hitliste 2021!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Seven Ancient Artifacts
02. Journey to the North
03. The Ballad of Arnoth the Wild
04. Mines of Eloroth
05. Battle for Eloroth
06. March into the Storm
07. Bane of Lord Cremortius
08. The Sarlinian Bow
09. Deep in the Mountain
10. Tomb of the Fallen Kings
11. Stars will Light the Way
12. For our King and for our Lord

Video zu “Stars will Light the Way”:

Julian

GRIMGOTTS – Tales, Sagas & Legends

Band: Grimgotts
Album: Tales, Sagas & Legends
Spielzeit: 67:10 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Stormspell Records
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.facebook.com/grimgottsband

Ach GRIMGOTTS… diese kleine britische gut gelaunte Power-Metal-Truppe, die ein eigentlich schon übermäßig bedientes Genre, den keyboard-symphonischen epischen Power Metal, mit ein bisschen Piratigkeit, einer ordentlichen Menge Spaß und immer noch ein bisschen mehr Gänsehautmelodien anreichern. Irgendwo zwischen dem Seeräuberbereich-Soundtrack in einem Vergnügungspark und der majestätischen Kamerafahrt-Musikuntermalung über ein Seefahrerschiff in Richtung der untergehenden Sonne angesiedelt und um massig Doublebase, Synth-Solos und Power-Metal-Abgehen angereichert. All das mit Orchestersounds, die nicht allzu authentisch klingen, was in dem Genre aber seinen eigenen Charme hat und mit ein bisschen naiven und feierlichen Melodien perfekt zusammengeht.
Bei GRIMGOTTS hatte ich in der Vergangenheit eigentlich nur zwei relevantere Kritikpunkte. Der erste war einen wiederkehrender Hang zu “Etwas zu viel des Guten”, der zweite eine immer noch verbesserbare Produktion. An der Produktion wurde bei “Tales, Sagas & Legends” unüberhörbar gearbeitet, schließlich handelt es sich letztendlich bei der Platte um eine Zusammenführung der drei in den letzten Monaten veröffentlichten EPs, plus eine allein veröffentlichte Single (“Grimgotts Calling”), eine neu eingespielte Version von “Fight Against The World” und ein orchestrales Outro – und der komplette Content der EPs wurde remastert, erfreulicherweise. Gaaaaaanz perfekt ist der Sound noch nicht, aber ein absoluter Fortschritt im Vergleich zum bisherigen GRIMGOTTS-Sound. Und die Parts, die eben nicht ganz perfekt sind, sind wiederum auf Kritikpunkt #1 zurückzuführen, denn beispielsweise das geile aber im Chorus zu überfüllte “The Dawnbringer” ist eben aufgrund seiner Überladenheit nicht wirklich definierter masterbar, wenn auf jedem Frequenzbereich gefühlt drei unterschiedliche Stimmen liegen. Ist nun eben definierter überladen.
Immerhin, an vielen anderen Stellen sind GRIMGOTTS aber eben noch den Ticken (oder auch mehrere) unter der Schmerzgrenze und damit einfach verdammt fett. Die Melodien sind mit charakteristischen Wendungen angereichert, die GRIMGOTTS eine Individualität verleihen, die viele andere Bands des spezifischen Untergenres nicht haben, getragene majestätische Chorusmelodien und folkig angehauchte Lines arbeiten im fröhlichen Wechsel, zwischendurch wird es mal ungleich piratiger (“Plunder, Loot And Chantey”) oder ein bisschen weniger cheesy, inklusive ein paar Growls (“Northern Passage”). Man könnte natürlich anmerken, dass drei EPs, zwei ebenfalls bereits bekannte Songs und ein NEUES (!!!) Outro nicht unbedingt ein Album ergeben. Aber für die GRIMGOTTS-Fans, die die Musik der Jungs gerne mal in besser produziert hören möchten, ist “Tales, Sagas & Legends” genauso hörenswert wie für diejenigen, an denen GRIMGOTTS bislang vorbeigegangen ist, die aber mal gerne wieder spaßig-epischen Symphonic Power Metal der vergangenen Jahrzehnte in frisch und motiviert dargeboten hören würden.

Fazit:
Power, Piraten, Spaß, günstige Orchester, Gänsehaut, Schiffe, Rum, Bombast, Schlachten, Synth-Soli, Uptempo, yo ho!

Anspieltipps:
“For The Power”, “Rise Again” “Fight Against The World” und “The Boys Of Boone”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fight Till The End
02. For The Power
03. The Dawnbringer
04. Reign Of Might
05. Northern Passage
06. Rise Again
07. Plunder, Loot And Chantey
08. Sagas
09. The Boys Of Boone
10. Land Of Tomorrow
11. The Edge Of The World
12. Kinsman
13. Fight Against The World
14. Grimgotts Calling
15. The Lost Chapters

 

Jannis

SWEET OBLIVION – Relentless

Band: Sweet Oblivion
Album: Relentless
Spielzeit: 42:45 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.04.2021
Homepage: www.facebook.com/SweetOblivionGeoffTate

Das Problem an einem ordentlichen Bekanntheitsgrad ist unter anderem, dass man sich bei allem, was man tut, mit dem messen lassen muss, das einem zu diesem Bekanntheitsgrad verholfen hat. Das Problem hat auch Geoff Tate, EX-QUEENSRYCHE, der den Gesang zum neusten und zweiten SWEET-OBLIVION-Album “Relentless” beigetragen hat. Darauf enthalten: eine Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal mit einiger (E-)Piano-Präsenz, einigen Synthesizern, einem italienisch gesungenen Song (“Aria”) und einer unspektakulären Ballade (“I’ll Be The One”) nebst acht weiteren Tracks.
Die Produktion schafft den erstaunlichen Spagat zwischen ausbaubar und gelungen. An sich ist das Ganze ziemlich fett, doch gehen einige Frequenzen gerade bei dichteren Parts mal hinter den geräuschhaften Klangbestandteilen unter (primär bei den Gitarren), was diese zwischendurch gerne eher zu Rhythmusinstrumenten degradiert und den harmonischen Kontext schwerer interpretierbar macht.
Das hat zudem einen Effekt, der “Relentless” stark vom Sound klassischer 80er-QUEENSRYCHE abgrenzt. An sich ist das kein Drama, schließlich will SWEET OBLIVION ja auch mehr sein als eine QUEENSRYCHE-Soundalike-Band. Doch gräbt man zumindest bei einigen Tracks tief in der Kiste der Hard-Rock-Veteranen, so bei “Wake Up Call” und bei “Anybody Out There”, und hier geht der gewünschte Spirit etwas unter, trotz herrlich knallender 80es-Snare. Andere Songs wie besagter “Aria” stöbern dagegen in anderen Gefilden, hier beispielsweise im Italo-Heavy/Power-Metal mit positiver Grundstimmung, was äußerst gut funktioniert.
Tate macht einen soliden Job, liefert auf “Relentless” aber nicht seine absolute Glanzleistung und GRÖNEMEYERt gefühlt ein bisschen mehr, als man das von ihm gewohnt ist. Dass der gute Mann es nichtsdestotrotz noch drauf hat, kommt natürlich durch, nicht zuletzt bei höheren Passagen wie im groovenden “Remember Me”.
Kompositorisch kommt ebenfalls das Gefühl auf, als wäre da mehr bzw. besser Überdachtes dringewesen. Meist irgendwo zwischen klassischem und oberem Midtempo angesiedelt kommt ein Großteil der Tracks mit der obligatorischen reduzierteren ersten Strophe(nhälfte), baut zum Prechorus auf und mündet in einem okayen bis absolut würdigen Chorus. Nochmal “Aria” als nennenswerte Ausnahme mit seiner gut abgehenden Strophe. Der Klaviereinsatz, der öfter mal direkt mit dem Liedintro beginnt, hätte auch nicht so exzessiv eingesetzt werden müssen und die Verwendung der knallenden Snare ist ein Pluspunkt, aber nicht bei einer ruhigen Ballade.

Fazit:
Ist “Relentless” nun ein nicht hörenswertes Album? Nee, auf keinen Fall. QUEENSRYCHE-Fans werden hier eh einiges an Bedienung erfahren, das Material ist soweit professionell, aber eben sehr auf Nummer sicher konzipiert und mit Verbesserungsmöglichkeiten am Gitarrensound. Einige Songs machen echt Spaß, andere sind etwas lückenfülleriger, Routine ist da, aber seine frischen Momente (und die machen auch durchaus komplette Songs aus) hat das Album auf jeden Fall.

Anspieltipps:
“Another Change”, “Wake Up Call”, “Aria” und “Remember Me”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Once Again One Sin
02. Strong Pressure
03. Let It Be
04. Another Change
05. Wake Up Call
06. Remember Me
07. Anybody Out There
08. Aria
09. I’ll Be The One
10. Fly Angel Fly

Jannis

SIRIUS CURSE – Time Knows No Lies

Band: Sirius Curse
Album: Time Knows No Lies (EP)
Spielzeit: 36:51 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung
Veröffentlichung: 15.03.2021
Homepage: www.sirius-curse.de

SIRIUS CURSE – endlich mal wieder Newcomer! Okay, Familienväter-Berufsleben-Newcomer, die zum Teil bereits 1986 zusammen spielten (also Metal) und 1992 auch schon eine EP veröffentlichten, aber muss zählen, schließlich ist “Time Knows No Lies” das erste Lebenszeichen der Truppe aus Rottweil in Baden-Württemberg unter diesem Bandnamen und mit diesem Line-Up.
Und was erwartet uns von den Jungs, die seit 2014 als SIRIUS CURSE unterwegs sind, mit Gigs und kleiner Fanbase aber ohne physische Tonträger im Portfolio? Nun, es ist ziemlich klar Heavy Metal mit ein bisschen Power, ganz wenig Prog und etwas Hard Rock. Während man von der Band nach so langer Zeit eine gute Leistung erwarten kann und diese auch bekommt, hapert es leider an der Produktion. Die lädt auch meine guten Kopfhörer ab und an zum Krisseln ein und könnte etwas mehr Druck vertragen. Denn der Druck kommt auch nicht wirklich zumindest durch dicke Gitarrenwände, die produktionstechnische Schwächen überdecken könnten: “Time Knows No Lies” ist verdammt abgespeckt, reduziert auf das absolut Wesentliche – aber nicht auf das Wesentliche, um irgendwie klarzugehen, sondern um ein an sich extrem unterhaltsames kleines Album zu erschaffen. Ganz nach dem Motto “Weniger ist mehr” verlässt man sich auf die Basics und garniert diese mal mit einer großartig sympathischen Gitarrenmelodie (“Crucified”), einem im Heavy-Metal-Kontext unerwartet harmonielastigen und kreativ geschriebenen Chorus (“Loud”, schöner Kontrast zwischen trockenem Geriffe und powerigem Chorus mit kleinen asozial-dissonanten Gitarrenelementen an ausgewählten Stellen) oder vergleichsweise seltenen aber klug eingesetzten und gut klingenden mehrstimmigen Vocals. An solchen Stellen zündet “Time Knows No Lies” so richtig, macht aber kaum weniger Spaß, wenn die Gitarre ihren Spaß an miesem Gedrive mal wieder nicht verbergen kann, eine Strophe wie die von “The Sense” auftaucht (kein Spoiler an dieser Stelle), ein entspannter Mittelteil plötzlich von aggressivem Base-Getrete abgelöst wird oder bei “Relax (It’s War)” frühe GAMMA RAY auf thrashigeren Heavy Metal treffen.
Das alles muss gar nicht des Todes heavy sein, hätte mehr klangtechnische Power aber gut vertragen können. Zudem gehören die drei letzten Tracks zu den längsten, was hinsichtlich der Struktur der Platte psychologisch nicht ganz schlau sein mag, da sie dementsprechend etwas langatmiger ausfallen. Das sind die beiden Hauptkritikpunkte, von denen insbesondere der Sound das Gesamterlebnis etwas schmälert.

Fazit:
Doch während ein schwächerer Sound bei anderen Bands der Untergang wäre, ist es bei SIRIUS CURSE ein gewisses Manko, das aber am Entertainment-Faktor der Platte gar nichts ändert. Das sind die Heavy-Metal-Grundbausteine kreativ und kurzweilig umgesetzt, mit dem Wunsch, musikalisch nicht nur das Genre qualitativ zu repräsentieren sondern sein Album auch von anderen Vertretern dieses Genres durch Originalität im Songwriting abzuheben. Stolze acht Punkte immer noch, die Remastered Version kriegt irgendwann neun!

Anspieltipps:
“Loud”, “The Sense”, “Relax” und “Crucified”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rain Time
02. Loud
03. Relax (It’s War)
04. No Tomorrow
05. Crucified
06. Time Knows No Lies
07. The Sense
08. Bondage

 

Jannis

ARION – Vultures Die Alone

Band: Arion
Album: Vultures Die Alone
Spielzeit: 42:53 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 09.04.2021
Homepage: www.facebook.com/OfficialArion

Hab ich vor zwei Tagen noch in der PALADINE-Rezension Bands wie ARION ob ihrer klinisch überfetten Produktion und ihres Songwritings mit Essen verglichen, das seinen Reiz hauptsächlich aus Geschmacksverstärkern bezieht? Zugegeben, ja. Obwohl, eigentlich nein, schließlich sind bei ARION auch die Grundzutaten sorgfältig ausgewählt, die Finnen verlassen sich keineswegs darauf, dass ihre produktionstechnische Umsetzung mangelnden musikalischen Inhalt kaschiert. Aber der Reihe nach: ARION sind eine der jungen Truppen, die absolut modernen Sound mit ähnlich modernen Melodic-Power-Metal-Melodien verbinden. Heißt: Die Produktion wäre überladen, wäre sie nicht so definiert (und zwar um einiges definierter als der Vorgänger “Life Is Not Beautiful”), doch so ist sie einfach nur ein Brett. Voll, dicht, knallend, mit vielleicht minimal zu leisem Gesang aber einer guten Menge an mehrstimmigen Vocals und elektronischen Elementen, die aber nicht so brutal überpräsent sind wie beispielsweise bei DYNAZTY. Damit kann man schonmal arbeiten, handwerklich ist die Platte komplett on point.
Gut auch zu wissen: Bei all dem kommt der Metal nicht zu kurz. Track 1 bis 4 gehen komplett aufs Ganze, mit präsenten und gut aggressiven Gitarren, souverän ballernden Drums und ohne Kompromisse. Die Chorusarbeit ist in melodietechnischer Hinsicht schon poppig, aber nicht kitschig oder belanglos. Im Gegenteil, gerade die Refrains gehen ins Ohr wie Butter (?) und sind in ihrer Art durchaus besonders, beispielsweise der von “Break My Chains” mit seinen großen Vocal-Intervallsprüngen. Dazu hat man mit “Bloodlines” einen Track mit Noora Louhimo von BATTLE BEAST und, kein Witz: Es ist KEINE BALLADE. Alleine, Noora als Gastsängerin nicht in eine Ballade zu packen, wie ungefähr alle anderen Bands es mit ihr bislang gemacht haben, verdient Respekt.
Bei “In The Name Of Love” wird man dann doch etwas schmalziger, mit extrem poplastiger Strophe und mächtigem Gänsehaut-Midtempo-6er-Takt-Chorus sowie Gastsängerin Susanna Aleksandra von Cyan Kicks. Der Titeltrack hackt anschließend in bester Geiermanier los und entwickelt sich dann abermals sehr treibend mit einem weiteren Beispiel für die Call-and-Response-Gesangskomposition, die ARION generell gerne und gewinnbringend auffahren. “I Love To Be Your Enemy” ist sich nicht zu schade für einen Prototyp-Trailersoundtrack-Drop im Intro und kommt danach als der bislang aggressivste Track daher, mit beinahe unmelodischen Vocals in der Strophe und ordentlich Geballer, mächtigem Chor und böser Gitarrenarbeit. Das instrumentale “Where The Ocean Meets The Sky” pendelt zwischen etwas zu sehr König der Löwen und hartem Bombast, “I Don’t fear You” geht nochmal fröhlich ab und “Until Eternity Ends” ist die metalfreie Ballade, die solche Bands halt anscheinend für unabdingbar halten. Mein Geschmack ist es nicht, den Rest des Albums macht es aber auch nicht schwächer.

Fazit:
Jap, auf diese Weise macht das, was ich normal als “zu gelutscht” bezeichnen würde, halt doch wirklich Spaß. Die Songs von “Vultures Die Alone” sind charakterstark, mit Liebe auf Metal-Hit geschrieben und über die Dauer des Albums enorm kurzweilig. Aufmachung nicht über, sondern mit Substanz, Spaßfaktor hoch – Party on, Wayne, Party on, Garth!

Anspieltipps:
“Bloodline”, “I Love To Be Your Enemy” und “Break My Chains”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Out Of My Life
02. Break My Chains
03. Bloodline
04. I’m Here To Save You
05. In The Name Of Love
06. A Vulture Dies Alone
07. I Love To Be Your Enemy
08. Where The Ocean Greets The Sky
09. I Don’t Fear You
10. Until Eternity Ends

Jannis

 

PALADINE – Entering The Abyss

Band: Paladine
Album: Entering The Abyss
Spielzeit: 54:21 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: No Remorse Records
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/paladinebandofficial

Griechenland ist eigentlich kein Land, an das man automatisch denkt, wenn man über Metal nachdenkt. Das ist eigentlich schade, denn eigentlich finden sich dort so einige gute Metalbands jeglicher Untergenres und auch der Power Metal ist mit Qualitäts-Acts wie EMERALD SUN und FIREWIND auf jeden Fall vertreten. Und mit PALADINE natürlich, die 2013 gegründet wurden und nun mit “Entering The Abyss” ihr zweites Album draußen haben. Konzeptalbum, hart poweriges Cover, Titel wie “Mighty Heart” und “Darkness And Light” – das klingt nach Swords and Glory, ist dies tatsächlich jedoch weniger in MANOWAR-musikalischer Hinsicht, als auf textlicher Ebene, und auf dieser in einem gesunden und nicht unfreiwillig pathetisch-komischen Ausmaß.
Der Sound von “Entering The Abyss” ist gelungen, warm und voll, mit einer korrekten Portion Härte. Die orchestralen Elemente sind mal ausgeprägter, mal Streicher-Pad-artiger und etwas weniger authentisch klingend, an letzteren Stellen jedoch nichtsdestotrotz ebenso angenehm mit einem leichten Retro-Flair. Und wenn man sie mal nicht braucht, beispielsweise beim vergleichsweise thrashigen “Hourglass In The Sky”, dann lässt man sie eben weg, setzt sie somit gewinnbringend an sinnhaften Stellen ein, ohne die Platte auf Teufel komm raus damit zu überladen.
Sänger Nick Protonotarios hat eine raue Grundstimme, die je nach Anlass noch etwas rauer oder doch etwas klarer ausfällt, legt Emotion in seine Vocals und garniert diese durch ein gekonntes Vibrato. Passt zur Musik, kann er gut, Lob dafür. Die restlichen Bandmitglieder leisten ebenfalls sehr gute Arbeit, insbesondere die Gitarren gehen zum Teil ziemlich ab, immer jedoch im Sinne der Musik und nicht aus “Look at my huge Balls”-Gründen.
Und die Songs an sich? Ergeben in ihrer Gesamtheit ein Album, das auf eine sehr unaufdringliche Weise echt gut geworden ist. Keine großen Experimente, kein Part, der wirklich aus der Reihe fiele, stattdessen eine Besinnung auf die wesentlichen Bestandteile des Genres und eine starke Umsetzung dieser Bestandteile. PALADINE machen nicht den überkitschten Gänsehaut-Metal, der Kitschfaktor ist im Gegenteil praktisch nonexistent. Melodiefokussiert ist man dennoch und schafft so ein Album, das sich an seinen generischsten Stellen immer noch absolut richtig anfühlt, an seinen besten den Freunden klassisch melodischen Metals ohne Schnickschnack kleine Freudentränen beschert. Und diese besten Stellen sind unter anderem quasi alle Refrains, die absolut im Sinne des Genres gehalten sind, allerdings hörbar mit dem Wunsch geschrieben wurden, einen Mehrwert zu bieten, sich von all den 08/15-Refrains da draußen durch kreatives Songwriting abzusetzen. Und auch abseits dessen ist “Entering The Abyss” ein höchst gekonnt komponiertes Stück Metal, mit in sich schlüssigen und alles andere als langweiligen Songs, das, für unsere regelmäßigen Leser, in seiner unpenetrant dargebotenen Qualität ein wenig an FIRELAND erinnert.

Fazit:
Solche Bands und Alben haben es in Zeiten des überfett produzierten, synth-lastigen Power Metals nicht besonders leicht. Doch wenn solcher Power Metal ein geiles Gericht mit Unmengen an effizienten Geschmacksverstärkern ist, dann sind PALADINE das Essen, das Oma einem liebevoll selbstgekocht mit natürlichen Zutaten serviert. Beides hat seinen Reiz, aber seinen wir ehrlich: Bei Oma schmeckt es immer noch am besten!

Anspieltipps:
„Entering The Abyss“, „Hourglass In The Sky“ und „Brother Against Brother“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Raistlin’s Ambition
02. War Of The Lance
03. Between Gods And Men
04. Mighty Heart
05. Entering The Abyss
06. Darkness And Light
07. Hourglass In The Sky
08. Brother Against Brother
09. Sacrifice Of A Hero
10. The Return
11. River Of Souls

Jannis

 

SLAVES TO FASHION – The History Of Heavy Metal

Band: Slaves To Fashion
Album: The History Of Heavy Metal
Spielzeit: 59:33 min
Stilrichtung: Omni Metal
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung
Veröffentlichung: 13.02.2021
Homepage: www.facebook.com/slavestofashion

Ganz selten habe ich Alben zum Rezensieren auf dem Tisch, bei denen ich auf seltsame und sehr positive Weise richtig emotional werde, weil sich beim Hören unweigerlich das Gefühl einstellt, hier hat eine kleinere, unbekannte Band nicht nur absolut unnormale Mengen an Arbeit und Herzblut investiert, sondern auch etwas verdammt Großes geschaffen. Ein Gefühl, das wohl am besten als das hundertprozentige der Band den Stolz und die positive Resonanz Gönnen beschrieben werden kann, den/die die entsprechende Band aufgrund ihres Werkes hoffentlich verspürt und erfährt. Die Eigenveröffentlichung “The History Of Heavy Metal” von SLAVES OF FASHION ist so ein Album.
Das Konzept der Platte der Norweger: Jeder Song ein anderes Untergenre, zum Teil mit mehreren Unter-Untergenres, eine metallene Wundertüte sozusagen. Das ist erstmal ambitioniert, insbesondere wenn man bedenkt, dass auch die Produktion der einzelnen Songs auf das jeweilige Genre abgestimmt wurde (was auch den einzigen kleinen Kritikpunkt mit sich bringt, dass einige wenige Song(part)s produktionstechnisch etwas schwächer als andere ausfallen und etwas anstrengender zu hören sind, beispielsweise der sehr höhenlastige True-Norwegian-Black-Metal-Part in “Expressions Of Extremity” – das beläuft sich aber auf nicht mehr als ca. sechs Minuten des Albums).
Natürlich läuft man bei einem solchen Projekt Gefahr, sich dann an Genres abzuarbeiten, das jedoch auf Kosten der Substanz der einzelnen Songs. Konzept vor Inhalt, sozusagen. Doch das passiert auf “The History Of Heavy Metal schlicht nicht. Um alle relevanten Punkte im Rahmen einer Rezension anzusprechen, hier in kurz und knapp:
– Johannes Støle ist ein großartiger und wandelbarer Sänger und wurde um diverse Gastsänger und eine Sängerin ergänzt, um ein authentisches Resultat zu gewährleisten. Die Vocals sind durchgängig auf sehr hohem Niveau, ebenso die Leistung der Instrumentalfraktion.
– Es gibt zu jedem Track ein eigenes Albumcover (!) – So viel Investition ins Booklet wird heutzutage immer seltener.
– Die Genreauswahl beschränkt sich nicht, wie man bei einer Heavy-Metal-Band erwarten könnte, auf die klassischeren Untergenres. Jesus, es gibt einen (großartigen) Nu/Emo-Metal Song (“The New Wine”), einen über 13 Minuten langen Progressive-Track (“The Evergrowing Tree”, eine wahnsinniges Tour de Force durch Prog-Metal-Subgenres), Alternative Metal (“Garden Of Chains”, auch großartig) und ganz viele andere Genres.
– Die Songs für sich sind tatsächlich einfach gute Songs, die den Spirit, den sie vermitteln wollen, absolut vermitteln und auch außerhalb des Albumkontextes wirklich Spaß machen.
– Die Kontraste zwischen den einzelnen Songs (und auch innerhalb der einzelnen Songs) sind hochgradig unterhaltsam. Der Metal ist die Grenze, aber innerhalb dieser Grenze gibt es keinerlei Einschränkungen.
– Das Songwriting ist absolut authentisch aber nichtsdestotrotz kreativ und intelligent. Sollte auch erwähnt werden.

Fazit:
Im Ernst, ich bin lange nicht mehr so gut unterhalten worden, von einem Album, das einerseits eine Liebeserklärung an das Genre ist, andererseits aber auch ein höchst ernstzunehmendes und auf skurrile Weise komplexes Gesamtkunstwerk, mit einem hörbaren Augenzwinkern und unendlicher Liebe zum Detail. Man kann “The History Of Heavy Metal“ nicht ausdrücklich genug empfehlen und die Platte wird mit absoluter Sicherheit weit oben auf der Liste meiner Lieblingsalben des Jahres landen. Trotz kleiner Kritik an Teilen des Sounds volle Punktzahl, mehr als verdient.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. MCMLXX
02. The Priest Of Maidenhead
03. Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll
04. Thrash Of The Titans
05. Expressions Of Extremity
06. Garden Of Chains
07. The Evergrowing Tree
08. The Power Of Metal
09. The Nu Wine
10. Too Close (To See Clearly)

Jannis

STRANGER VISION – Poetica

Band: Stranger Vision
Album: Poetica
Spielzeit: 63:37 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.strangervisionband.com

Endlich ertönt mal wieder der Newcomer Alarm hier in der Rock-Garage! Mit STRANGER VISION macht sich eine 2019 gegründete italienische Power Metal auf ihre Spuren im Metal Kosmos zu hinterlassen.
Mit im Gepäck haben sie ihr Debütalbum „Poetica“ was beim deutschen Label Pride & Joy Music erscheint.
Mir sind die Jungs im Gedächtnis geblieben nach dem ich ein tolles Cover von ihnen zum BLIND GUARDIAN Song „Bright Eyes“ gehört habe. Die Truppe hat aber noch allerlei Coversongs mehr auf der Pfanne. Checkt dazu auf jeden Fall mal die Bandpage!
Aber zurück zum Debütalbum. Auf diesem frönen die Jungs ihrer Vorlieben für so Bands wie BLIND GUARDIAN, SAVATAGE oder IN FLAMES mit einem starken Fokus auf Melodien und Harmonien.
Auf dem Album sind auch einige Gastmusiker zu hören, wie z.B. Fabio Dessi (HOLLOW HAZE), Alessia Scolletti (TEMPERANCE), Alessandro Conti (LUCA TURILLIS RHAPSODY) oder Zak Stevens (SAVATAGE, CIRCLE II CIRCLE).
Mit dem Opener „Awakening Prelude“, welches nur ein Intro ist, beginnt das Debütalbum. Der erste richtige Track ist dann „Gates of Tomorrow“. Hier merkt man direkt das die Jungs es verstehen eine echte Frische in das doch mittlerweile sehr ausgelutschte Power Metal Genres zu bringen.
Ein mehr als ordentlicher Beginn also der Lust auf mehr macht!
Mit dem anschließenden „Human Change“ haben wir dann den ersten Anspieltipp zu vermelden. Diesen Status verdient sich das gute Stück aufgrund seines sehr gelungenen Chorus. Ein Track der euch definitiv noch lange im Gedächtnis bleiben wird!
Und es geht erstklassig weiter, „Soul Redemption“ packt einen direkt beim ersten Hören und dann so richtig. Ein Track, der irgendwie von Mal zu Mal wächst und richtig schön fett aus den Boxen kommt. Auch das anschließende „Never Give Up“ sprüht gerade nur so vor frischen Ideen, ist aber nicht ganz so eingängig geraten wie sein Vorgänger, aber trotzdem noch sehr gut hörbar.
Bei „Memories of You“ haben wir dann den Gastbeitrag von Alessia Scolleti. Eine tolle Powerballade die einem zum Träumen anregt und ebenfalls direkt auf unsere Hitliste wandert.
Nach dem kurzen Zwischenstück „The Dying Light“ geht es, bei 15! Tracks, in die zweite Albumhälfte.
Hier erwartet uns erstmal etwas Sandardmetal bevor wir mit „Before the Law“ den nächsten Anspieltipp und gleichzeitigen Gastbeitrag von Zack Stevens haben.
So langsam geht es dann auch ins letzte Drittel der recht langen Platte. Hier haben wir mit „Defying Gravity“ und „Hero of the New World” zwei erneut sehr starke Tracks zu verzeichnen.
Die abschließende andere Version des schon bekannten „Soul Redemption hätte ich jetzt nicht unbedingt noch gebraucht. Ist aber eine gute andere Interpretation.

Anspieltipps:

„Human Change“, „Soul Redemption“, „Memories of You”, “Before the Law” und “Hero of the New World”

Fazit :

Auf jeden Fall schaffen es die Italiener von STRANGER VISION viel frischen Power Metal Wind auf ihrer Debütscheibe zu verbreiten!
Dazu gibt es tolle, sehr passende Gastbeiträge, die das Ganze noch aufwerten.
Vielleicht ist die Scheibe etwas zu lang geraten dadurch hat sich auch der ein oder andere Fillersong eingeschlichen, aber ansonsten gibt es hier nicht so viel zu meckern.
Ich bin gespannt was wir von der Truppe noch hören werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awakening Prelude
02. Gates of Tomorrow
03. Human Change
04. Soul Redemption
05. Never Give Up
06. Memories of You
07. The Dying Light
08. Rage
09. Over and Over
10. Before the Law
11. Wish
12. Defying Gravity
13. Hero of the New World
14. Invictus
15. Soul Redemption (Deep Version)

Video zu “Soul Redemption”:

Julian

SILENT WINTER – Empire of Sins

Band: Silent Winter
Album: Empire of Sins
Spielzeit: 50:25 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/silentwinter.gr

2019 schlug bei mir eine bislang unbekannte griechische Band mit dem Namen SILENT WINTER mit ihrem Debütalbum voll ein! Ihr Power Metal mit der epischen Note bliess mich echt aus dem Sessel.
Daher war ich sehr froh das vor kurzem das neue, zweite Album der Band auf dem mir bestens bekannten Label Pride & Joy Music angekündigt wurde.
Das gute Stück hört auf den Namen „Empire of Sins“.
Kam das Debütalbum noch bei einem recht unbekannten griechischen Label raus, hat sich die Labelsituation nun definitiv gebessert und man kann Pride & Joy nur zu diesem Signing gratullieren!
Die Band hat sich personell nicht verändert, nachdem man sich 2018 reformiert hat und besteht nach wie vor aus Mike Livas (Gesang, MAIDENANCE, KEEPER OF JERICHO), Kiriakos Balanos (Gitarre, Keyboard), Vangelis Papdimitriou (Gitarre), Vangelis Tsekouras (Bass) und John Antonopoulos (Schlagzeug).
Auf dem neuen Album gibt es mit „Leave a Light On“ ein Cover des berühmten BERLINDA CARLISLEs Hits zu bestaunen.
So, genug der schnöden Infos, starten wir mal in das Album mit dem Openersong „Gates of Fire“. Das Ganze ist ein flotter Midtempotrack der nach einer kurzen Einleitung mit einem Schrei von Fronter Mike startet und schön eingängig aus den Boxen tönt. Ein sehr guter Einstieg der auf jeden Fall extrem Lust auf mehr macht!
Etwas langsamer aber noch eine Spur eingängiger kommt dann das anschließende „Wings of Destiny“ daher. Irgendwie ein recht typischer Power Metaltrack der aber aufgrund seines interessanten Aufbaus doch extrem hängen bleibt.
Das folgende „Shout“ geht dann in eine ähnliche Richtung und kann auch direkt überzeugen und frisst sich aufgrund seiner Eingängigkeit auf jeden Fall meterdick in die Gehörgänge!
Im Mittelteil gibt es mit „Mirror“ und „Hunter`s Oath“ etwas mehr Epic zu hören, bei gleichzeitiger gesteigerter Eingängigkeit und mit „Where the river flows“ eine Powerballade wo vor allem Sänger Mike zeigen kann was in ihm steckt.
Das letzte Drittel beherrschen ganz klar das überlange Epos und Titeltrack „Empire of Sins“, was ein geiler Song, und das schon angesprochene Cover „Leave a Light on“. Letzteres ist wirklich toll umgesetzt und mit der entsprechenden Härte ausgestattet das es fast wie ein eigener Song wirkt. Sehr cool!

Anspieltipps:

„Wings of Destiny“, „Shout“, „Mirror”, “Hunter`s Oath” und “Empire of Sin”

Fazit :

Wie schon erwähnt hat mich das Debütalbum der Jungs damals echt überrascht! Das zweite Album untermauert diesen guten Eindruck nur und zeigt das man mit SILENT WINTER in Zukunft echt rechnen muss, wenn man an Power Metal aus Griechenland denkt.
Man hat die bisherige musikalische Ausrichtung kaum geändert, vielleicht gibt es noch eine Spur mehr Epic.
Wie das Debüt auch, gibt es auch hier wieder die definitive Kaufempfehlung für Genrefans! Tolles zweites Werk.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gates of Fire
02. Wings of Destiny
03. Shout
04. Mirror
05. Hunter`s Oath
06. Where the river flows
07. Dragons Dance
08. Empire of Sins
09. Leave a Light on

Video zu “Empire of Sins”:

Julian

CHRISTIAN LILJEGREN – Melodic Passion

Band: Christian Liljegren
Album: Melodic Passion
Spielzeit: 48:03 min
Stilrichtung: Hard Rock / Melodic / Power Metal
Plattenfirma: Melodic Passion Records
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/Christian-Liljegren-1586155301655011/?ref=py_c

 

CL ist schon seit mehr als 35 Jahre als Hard Rock / Metal Sänger unterwegs, mit knappen 40 Alben an Erfahrung auf dem Buckel. Nach Alben mit DIVINEFIRE, NARNIA, AUDIOVISION, MODEST ATTRACTION und GOLDEN RESURRECTION am Mikro veröffentlicht CL nun sein erstes Soloalbum. Tourte mit den Acts um die Welt und spielte auf Festivals mit RONNIE JAMES DIO, URIAH HEEP, STRATOVARIUS, SONATA ARCTICA, YNGWIE MALMSTEEN, SAXON, PRETTY MAIDS und noch vielen mehr in Europa und den USA.

Unterstützt wurde der aus Schweden stammende CL von Stephen Carlson an den Gitarren, Olov Andersson an Keyboards, Per Schelander am Bass und Andreas Johansson an Schlagzeug, alle vier sind erfahrene Musiker und in der einen oder anderen bekannten Band aus dem AOR, Melodic / Hard Rock und Metal Bereich unterwegs.

Zu hören gibt es vom Hard Rock in manchen Momenten auch Classic Rock bis zum Melodic / Power Metal aus Skandinavien. Immer mit der richtigen Portion Melodie, den Vocals von LC der seine Stimme ein zu setzten weiß.

Den Anfang macht “Melodic Passion” ein Power Song, schnell und hart. Gefolgt von “Salute For The King” ein brachialer Hard Rocker mit schmackes und drive eingetütet. “The Rock” geht voll auf die Zwölf, reißt alles auf seinem Weg in die Gehörgänge ab was vor die Linse kommt, erinnert mich ein wenig an BRAZEN ABBOT nur zackiger. “This Is My Love Song” eine Herzschmerz Ballade, “The Victory” ein Melodic Metal Song. “Dead Or Alive” wildert im Classic Rock erinnert an URIAH HEEP für mich der stärkste Song des Albums, “I Breathe” eine epische Ballade mit viel Gefühl und Herzschmerz. “History” bewegt sich wieder im Hard Rock bis Melodic Metal, “Killing Me” hätte nicht sein müssen, “My King” lässt mich an MANOWAR denken sehr schräg und gewöhnungsbedürfig.

Fazit:

Ein interessanter Strauß Musik mit einem sehr guten Shouter, wildert irgendwo zwischen den oben erwähnten Richtungen. Mit zwei für mich nicht so tollen Songs kommt auf eine Wertung von 8 Sternen, da dass Album Abwechslung bietet.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Melodic Passion
02. Salute For The King
03. The Rock
04. This Is My Love Song
05. The Victory
06. Dead Or Alive
07. I Breathe
08. History
09. Third Day
10. My King


Balle