HARTLIGHT – As Above, So Below

Trackliste:

01. As Above, So Below
02. That Which Stagnates is a Liar
03. The Land of the Star
04. Bound to Eternity
05. Let the Fangs Bite
06. The Garden in the Heart
07. And Nature Unfolds once Again
08. All Life Begins in the Dark

 

 

Spielzeit: 49:14 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 15.03.2024 – Page: www.hartlight.fr

 

HARTLIGHT ist eine Empfehlung meines Freundes Markus von unserem Partner Metal Message. Und das, was Markus empfiehlt, ist meistens ordentlich! So auch dieses Mal, vorweggesagt!
Symphonic Power Metal der anspruchsvollen Art haben wir hier. Die Band kommt aus Frankreich und wurde von dem Paar Noemie Marie (Gesang) und Adrien Djouadou (Gitarre) gegründet.
2022 veröffentlichte man die erste EP „From Midland and Beyond“ und 2023 machte man sich daran das erste komplette Album aufzunehmen was nun in Form des Konzeptalbums über Alchemie und Magie „As Above, So Below“ vorliegt.
Auf dem Album sind auch die neuen Bandmitglieder Adrien Guingal (Gitarre) und Pierre D`Astora bzw. nun Guilaume Remih (Schlagzeug) zu hören.

Gestartet wird das Album direkt mit dem Titeltrack „As Above, So Below“. Eine tolle, orientalisch angehauchte, Orchestrierung empfängt uns direkt und nach kurzem ist man voll drin im ersten Symphonic Meisterwerk dieser Platte!
Denn was uns im Laufe, der über 6 Minuten hier präsentiert wird, ist astreiner, abwechslungsreicher und melodischer Symphonic Metal wo direkt mal ins oberste Qualitätsregal gegriffen wird.
Der Gesang von Fronterin Noemie ist in einem angenehmen Bereich und ist auch weit entfernt von dem üblichen opernhaften Ansatz, den man meistens im Genre begegnet. Sie besitzt aber auch genug Kraft, um richtig nach vorne zu gehen und gegen die Bombast Orchestrierung zu bestehen!
Etwas flotter und mit einem ordentlichen Groove ausgestattet begeistert dann das anschließende „That Wich Stagnates is a Liar“ welches ebenfalls wieder schön melodisch und dadurch eingängig gehalten ist.
Hier gibt es als gesanglichen Gegenpart auch mal ein paar Growls auf die Ohren, die schön dezent das Ganze aufpeppen.
Eher nach Melodic Metal tönt dann „The Land of the Star“. Was aber gar nichts Schlimmes ist, sondern eine schöne Verschnaufpause nach den vorherigen Symphonic Bombast Brocken! Läuft ebenfalls wunderbar in die Gehörgänge das Stück.
Genau in der Mitte des Albums ist dann das erdige, erneut überlange „Bound to Eternity“ platziert welches auch in Ordnung geht, aber im Vergleich zu den vorherigen Nummern doch den Kürzeren zieht.
Das bügelt „Let he Fangs Bite“ aber schnell wieder aus, hier geht es eher wieder in die Bombast Symphonic Metal Richtung und erneut ins oberste Qualitätsregal, mega Song!
Beim anschließenden „The Garden in the Heart“ haben wir die Powerballade des Albums wo es weiblichen und männlichen Wechselgesang auf die Ohren gibt und ansonsten atmosphärisch fett aufgefahren wird.
Und auch bei den letzten beiden Songs „And Nature Unfolds once Again“ sowie beim über 9 Minuten langen „All Life Begins in the Dark“ weiß man ebenfalls zu überzeugen und steht den bisherigen Hits in Nichts nach!

Wie schon angeteasert sind HARTLIGHT einer DER bisherigen (Underground) Überraschungen für mich in diesem Jahr im Symphonic Metal Bereich!
Anspruchsvoll und toll umgesetzt fressen sich der Großteil der Songs in die Gehörgänge und bleiben da lange haften.
Die Band hat viel Zeit in die Songs investiert, was man an jeder Ecke merkt!
Absolute Kaufempfehlung für die geneigte Fanschaar, aber nichts zum nebenbei hören.
Eine Band und Album die auf jeden Fall viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat, danke Markus für den Tipp! : )

Julian

 

 

 

NOCTURNA – Of Sorcery and Darkness

Trackliste:

01. Burn the Witch
02. Sapphire
03. Noctis Aven
04. Creatures of Darkness
05. Midnight Sun
06. First Disobedience
07. Seven Sins
08. Through the Maze
09. Strangers
10. Last Day on Earth

 

Spielzeit: 36:42 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 19.04.2024 – Page: www.facebook.com/officialnocturna

 

Mit dem Debütalbum der Metaller von NOCTURNA, Rezi hier bei uns, hatte ich ganz schön zu kämpfen! Zwei weibliche Sängerinnen, ein Mix aus Gothic und Symphonic Metal, das klang erstmal ganz gut, entpuppte sich dann aber leider aufgrund des Standardsongmaterials als leider eher Durchschnitt für mich!
Aber, zweite Scheibe, zweite Chance!
Dieser Tage kehrt man mit dem neuen Album „Of Sorcery and Darkness“ zurück und hat vom Grundkonzept her erstmal nichts geändert, auch die handelnden Personen sind komplett gleich, nun allerdings mit Künstlernamen ala Hedon, Antares oder Grace Darkling versehen.
Hoffen wir mal das die Songs dieses Mal etwas griffiger sind und sich von der breiten Masse abheben!

Der Opener „Burn the Witch“ sollte da ein erster Anhaltspunkt sein. Und oh ja das gute Stück läuft ganz ordentlich in die Gehörgänge. Der tolle weibliche Wechselgesang ist nach wie vor vorhanden und auch ansonsten wird hier recht ordentlich die Symphonic und Bombast Keule geschwungen!
Im Gegensatz dazu ist das folgende „Sapphire“ schon etwas „ruhiger“ und geht nicht ganz so nach vorne wie der Opener. Hat aber nach wie vor genug Dampf. Hier ist man etwas mehr im Symphonic und Gothic Genre unterwegs auf jeden Fall.
Ähnlich ist man dann auch im anschließenden „Noctis Aven“ unterwegs.
Das, wieder mehr nach Power Metal tönenden „Creatures of Darkness“, ist dann das nächste absolute Highlight der Scheibe welches den Mittelteil toll einleitet.
Dieser ist mit dem Symphonic Power Metal Hybridtrack „Midnight Sun“ und dem melodischen „Seven Sins“ ganz ordentlich besetzt. Dazwischen gibt es noch das Zwischenstück „First Disobedience“ welches aber nicht weiter ins Gewicht fällt!
Ordentlich Bombast gibt es dann wieder bei „Through the Maze“ auf die Ohren, aber Überraschung die Nummer kommt etwas variabler um die Ecke mit Tempowechseln. Sehr interessante Wendungen die auch zeigt, was die Band so draufhat, wenn sie mal etwas abseits vom Power und Symphonic Metal unterwegs ist!
Die letzten beiden Nummern „Strangers“ und „Last Day on Earth“ können das starke Niveau der Vorgängersongs dann leider nicht mehr halten und fallen im Vergleich dann doch ab, guter Standardmetal, mehr nicht.

Na also! Zweite Chance genutzt würde ich sagen! Der ganz große Wurf ist das neue Album zwar auch nicht geworden, aber man ist hier definitiv insgesamt eher auf dem richtigen Weg und hat hier einige Hits im Gepäck die sich auch schön von der Massenware in dem Genre abheben.
Die Spielzeit ist zwar für die heutige Zeit nicht berauschend, aber auch das kann ja beim nächsten Album noch kommen.
Im Vergleich zum Debütalbum geht es auf jeden Fall mal 1 ganzen Punkt rauf! Eine absolute Steigerung also auf jeden Fall!

Julian

 

 

 

LEAVES EYES – Myths of Fate

Trackliste:

01. Forged by Fire
02. Real of Dark Waves
03. Who wants to Live Forever
04. Hammer of the Gods
05. In Eternity
06. Fear the Serpent
07. Goddess of the Night
08. Sons of Triglav
09. Elder Spirit
10. Einherjar
11. Sail with the Dead

Spielzeit: 49:39 min – Genre: Symphonic Metal – Label: AFM Records – VÖ: 22.03.2024 – Page: www.leaveseyes.de

 

Die Fülle an Symphonic Metalbands ist mittlerweile sehr hoch. Für mich auf jeden Fall zu hoch und ich beschränke mich da mittlerweile nur noch auf liebgewonnene Acts die ich schon sehr lange verfolge.
Eine davon sind auf jeden Fall LEAVES EYES die das letzte Mal vor vier Jahren mit „The Last Viking“ in Erscheinung getreten sind.
Nun steht uns „Myths of Fate“ ins Haus womit man gleichzeitig das 20-jährige Bestehen feiern möchte und uns erneut auf den bandtypischen Mix aus Folk, Gohtic und Symphonic mitnehmen möchte.
Man kann sich wohl wieder auf ein lyrisches und mediales Feuerwerk freuen, welches bestens von Mastermind Alex Krull recherchiert und konzipiert wurde. Es geht natürlich mal wieder in die nordische und osteuropäische Sagenwelt, die durch die finnische Sängerin Elina Siirala gesanglich zum Leben erweckt wird.

Los geht das Album mit dem Opener und der Videosingle „Forged by Fire“. Nach einer kleinen instrumentalen Einleitung beginnt die Nummer ziemlich bombastisch und der Gesang von Fronterin Elina setzt ein. Alex Krull kommt später natürlich auch noch dazu und der Opener bahnt sich mit viel Schmackes den Weg. Ein klasse Beginn!
„Real of Dark Waves“ und „Who wants to Live Forever“ sind dann insgesamt wesentlich symphonischer gehalten und werden auch nur von Elina alleine bestritten. Als Abwechslung gut, mal schauen, wie es weiter geht.
Auf jeden Fall wieder mehr schwermetallischer, denn ab „Hammer of the Gods“ ist Alex meistens wieder mit am Start und auch ansonsten bieten die Songs nun eine gute Mischung aus Symphonic, Folk, Gothic und etwas Power Metal.
Glanzpunkt sind auf jeden Fall, dass extrem groovende „In Eternity“ und die brachialen „Fear the Serpent“ sowie „Sons of Triglav“.
Der Mix und die Abwechslung ist hier auf jeden Fall sehr groß, mal geht es symphonischer, mal schwermetallischer zur Sache. Aber immer, und das ist ja das Wichtigste, vollkommen im bekannten LEAVES EYES Stil!
Und da auch der letzte Abschnitt komplett überzeugen kann und mit „Elder Spirit“, dem epischen „Einherjar“ und dem abschließenden „Sail with the Dead“ weitere Hits im Gepäck hat können sich Fans entspannt und glücklich nach verklingen des letzten Tons zurücklegen.

Die letzten LEAVES EYES Alben sind alle tatsächlich auf einem ziemlich gleichen, hohen Niveau! Da macht auch das Neue keine Ausnahme und bietet dem geneigten Bandfan den musikalischen Mix, den er schon gewohnt ist.
Wie immer bestens ausgearbeitet und produziert sowie mit der notwendigen Ruhe, um den Hörer auf eine schöne Zeitreise mitzunehmen.
Klare Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft mit den entsprechenden hohen Punkten!

Julian

 

TALENTSCHMIEDE: G.L.A.S.S.

Band:
G.L.A.S.S.
Akronym für Geschichten.Legenden.Annalen.Sagen.Schriften.
Abenteuer, Glück, (Un-)Gerechtigkeit, Charakterstärke, Mut (machen), Souveränität, Freiheit, Individualität, Großzügigkeit/Toleranz, Weisheit, Begeisterung, Dankbarkeit, Freundschaft, Fantasie, Leidenschaft, Spaß, Zuversicht sind der Stoff, aus dem unsere Themen sind.

Gegründet:
2009 als Side-Projekt der Genrewandrerin Katy aus dem Spring und des Saitenmagiers Erik Blumenthal

Herkunft:
Bremen

Mitglieder:
Katy aus dem Spring – Gesang
Erik Blumenthal – Gitarre
Constantin Dorsch – Geige
Anna David Merz – Bass
Jannis Reinke – Schlagzeug

Stil:
Deutschsprachiger Symphonic Metal mit Ausflügen in Progressive, Gothic, Folk und andere Subgenres.
Oder: „Wenn Einstein mit seiner Geige nach Mitternacht unter einer rosenberankten Steineiche mit den Wölfen headbangt…“

Veröffentlichungen:
Album „Giving Life A Secret Story“
Single „Schnoor Deern“

Einflüsse:
Das Leben, Bücher, Filme, Konzerte, Geschichten.
Musikalisch sicher Nightwish (ein Konzert war maßgeblich initiierend), aber auch Subway To Sally, die frühen Dream Theater und viele andere Bands und Künstler.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Wir hoffen, Partner zu finden, z.B. eine Booking Agentur oder ein Label, denn wir haben vor, in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland zu touren. Außerdem werden wir weitere Singles/Alben veröffentlichen.
Viele tierisch geile Erlebnisse mit unseren Fans, dem Wolfsrudel!
Ein Bierchen mit Dir Trinken 😉.

Was als nächstes kommt:
Zwei weitere Video-Singles-Releases – „Schwarze Vögel“ und „Odyssee“ – sind bereits fest geplant. Im nächsten Jahr wird es ein Album dazu geben.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Jeder Gig und vor allem die Gespräche mit den Fans danach! Die Resonanz auf unsere Single „Schnoor Deern“ ist sehr enthusiastisch, so darf das weitergehen. 😊 Auch unser kleiner Release-Gig neulich – der erste nach längerer Zeit – war großartig! Unsere Fans haben uns einen tollen Abend geschenkt und sich geradezu einen Wolf gefreut, uns wieder live zu sehen. Wir hatten eine tolle Party gemeinsam!

Unser peinlichster Moment:
Uns ist nix peinlich (Lach!).

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Gerne mit Dir. 😉 Wir plauschen gerne.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
DIE eine Band ist schwerlich zu benennen. Subway To Sally würde sicher gut passen. Wir haben sie aber noch nicht gefragt.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Musik machen zu dürfen ist ein Geschenk.
Außerdem findet man leicht Menschen, die ein Bierchen mit einem trinken mögen … 😉

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Machen wir uns nichts vor – ohne Fleiß kein Preis.

Online:
Web: www.glassrock.de
Facebook: www.facebook.com/Glassrockbremen
Instagramm: www.instagram.com/g.l.a.s.s._band

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/album/6kAI7z8lgi7y0nTW4yFLdk
Youtube: www.youtube.com/user/Glassrockbremen
Soundcloud: www.soundcloud.com/glassrockbremen

Live-Dates:
30.09.23, „KiO-Kultur in Oyten“, 28876 Oyten

MAX ENIX – Far From Home

Trackliste:

01. The End Of An Era
02. Tears Of Earth
03. City Of Mortals
04. Prayer Of The Gods
05. In This Forgotten Paradise
06. An Illusional Kiss
07. The Dark And Bright Tunnel
08. The Forsaken Ocean
09. Childhood Emotions
10. The Broken Face
11. Beyond My Blood
12. Mirrors Of Time
13. Angels Of The Apocalyptic Storm
14. Far From Home

Spielzeit: 159:43 min – Genre: Epic Symphonic Prog Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 09.06.2023 – Page: www.facebook.com/max.enix.73/

 

MAX ENIX ist mir völlig unbekannt, mir wurde dieses Album in einem Forum empfohlen, kurze Zeit später tauchte das Album auch schon in unserer Promo Liste auf. MAX kommt aus Frankreich und fungiert nach eigenen Angaben als Komponist und Textschreiber, Sänger, Art Director, Manager, Schauspieler, Produzent und mehr. Mir war MAX bist jetzt ein unbeschriebenes Blatt. Nun erschien sein Doppel Album mit dem Titel „Far From Home“ welches aus einem liebevoll zusammengestellten Promo Paket verteilt wurde. Dieses Parkett enthält die Doppel CD des Albums und eine weitere aus drei CDs bestehende Orchester Version, Illustrationen mit Fantasy Hintergrundbildern und jegliche Infos, soviel das sie den Rahmen der Rezi sprengen würde wenn man alles angibt.

An dem Album arbeiteten neben MAX verantwortlich für Songwriting und Gesang, Xavier Boscher an Gitarren, Viram Shankar für Piano und Keyboards, Jean-Jacques Moréac am Bass, Leo Margarit am Schlagzeug und Elise Wachbar Gesang. Desweiteren wurde MAX von Musikern aus Bands wie VANDEN PLAS, EVERGREY, RHAPSODY, ANGRA, AYREON, noch einige mehr oder weniger bekannte Bands und DAVID READMAN als Gastsänger. Eine illustre Schar die dieses Album „Far From Home“ verwirklicht haben.

Wir man anhand der Länge des Albums und der Songs sieht, lediglich ein Song unter vier und ein weiterer unter fünf Minuten, einer liegt bei knapp unter acht und einer unter 10 Minuten alle weiteren knacken die 10 Minuten Grenze, einer schafft es sogar aufsage und schreibe 26,5 Minuten, diese Umstande verrät das hier im Normalfall Prog enthalten ist und so verhält es sich hier.

Der Sound besteht aus einer gekonnten Fusion aus Progressive, Epic und Symphonic Metal, dass nichts für Gelegentliches hören ist, da die Titel sehr viel Aufmerksamkeit benötigen um ihre Wirkung im vollen Umfang entfalten zu können. Für Schnellhörer auf alle Fälle dringend abzuraten oder einen Probelauf vorher machen. Es wechseln sich immer wieder schnelle und langsame oder auch Softe mit Metal Passagen ab und ergeben so ein sehr gutes Ganzes das seine Anhänger finden wird, ich persönlich kenne schon zwei davon. Der komplizierte Prog Anteil mit Verschachtelungen und allerlei Schnickschnack fehlt hier und ist deshalb leichter zu Konsumieren als z.B. DREAM THEATRE oder FATES WARNING, mich erinnert es öfters an TOEHIDER und die ebenfalls von mir reviewten ARDARITH wenn es voll zur Sache geht in den gefühlvollen und langsamen Passagen könnten die Songs als Balladen durchgehen und jeder Song wechselt das Tempo und die Härte. So etwas abgefahrenes habe ich seit TOEHIDER nicht mehr gehört. Allein schon der Einsatz von männlichen und weiblichen Vocals bringt viel, was die Songs betrifft bieten die schon alleine mit ihren Spannungsbögen und sowohl Tempo als auch Härtegraden Wechsel, sehr viel Abwechslung.

Die Orchester Version ist was es schon Ausdrückt die Songs wurden im Orchester Stil aufgezeichnet und erinnern an den Soundtrack vom Schwarzenegger Film „Conan“.

Als Fazit ein Abwechslungsreiches Werk mit vielen Wendungen und intelligenten Kompositionen. Als Anspieltipps muss das gesamte Album herhalten.

Balle

EVERMORE – In Memoriam

Trackliste:

01. Nova Aurora
02. Forevermore
03. Nightfire
04. I Am The Flame
05. Empire Within
06. Broken Free
07. In Memoriam
08. Parvus Rex
09. Queen Of Woe

 

Spielzeit: 42:09 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.04.2023 – Page: www.facebook.com/EvermoreMetal

 

Ups, was hab ich denn da gemacht? Scheine ich beim Lesen des Namens EVERMORE wohl gedacht zu haben, dass ich die Truppe kenne, was aber auch nicht so richtig verwunderlich ist angesichts der zahlreichen Bands, die mit „Ever“ anfangen oder mit „More“ aufhören. Cool, dann eben was Neues, ist ja Power Metal und damit kann ich arbeiten. EVERMORE haben 2021 ihr erstes Album rausgebracht, nun mit „In Memoriam“ ihr zweites, und sind davor personell noch nicht wirklich in der Metallandschaft in Erscheinung getreten. Das Trio macht klassischen Cheese-Eingängigkeits-Symphonic-Power-Metal – ein Blick auf das Cover und die Setlist sollte Euch endgültig sagen, welchen genau ich meine.
Produziert ist das Ganze okay. Hätte man schon etwas definierter und ausgeglichener machen können, aber an den letztendlich bestehenden Sound kann man sich doch recht schnell gewöhnen. Vielleicht soll die Platte auch explizit oldschool produziert klingen, man hat sich auf jeden Fall dafür entschieden, ein Gitarrensolo eher mit kleinen Makeln zu belassen, als es am PC nachträglich auf die Millisekunde zu korrigieren, was ja auch mal wieder angenehm ist.
Musikalisch bewegen EVERMORE sich natürlich auf schwierigem Gelände, denn gefühlt Millionen von Bands bedienen dieses Genre und man muss irgendwie herausstechen oder zumindest sehr krass sein. EVERMORE legen daher Wert auf einen vergleichsweise harten Sound und scheuen auch nicht vor biestigeren Heavy-Metal-Facetten zurück, so zu hören im priestigen „Parvus Rex“. Aber natürlich werden auch alle musikalischen Klischees des Genres aufgefahren, dicke Orchester, Orgel, lateinische Chöre, folkige Passagen, hohe Vocals, fixe Uptempo-Basedrum-Malträtierung – und die klassischen bekannten Wendungen, aus denen Melodien in diesem Genre meist bestehen. Der Opener „Forevermore“ macht nach einem klassischen orchestralen Intro tatsächlich kaum mehr als das und senkt die Erwartungen, aber schleichend steigt die Qualität der Songs, bis man bei Track fünf, sechs und sieben dann souverän drei echt geile Tracks abliefert, bei denen man Konventionen weit genug ausdehnt, ohne sie aus dem Fenster zu werfen. Nach wie vor sind die altbekannten Wendungen präsent, aber zu diesem Zeitpunkt des Albums trauen sich EVERMORE offensichtlich mehr und fallen nur immer wieder in diese Wendungen zurück. Für einiges an guten, weniger konventionellen Melodien reicht das aber locker und man kann der Band halt auch nicht vorwerfen, dass sie Regeln ihres Genres einhält. Man könnte sie nur etwas mehr ausschöpfen.
Wo genau das passiert: In Solopart. Viele der geilsten Momente von „In Memoriam“ finden sich in den Mittelteilen, die aus verschiedenen, teils sehr unterschiedlichen Parts bestehen und oftmals einer kleinen Achterbahnfahrt gleichen. Und das ist viel wert, wenn man an die eine Minute Langeweile denkt, die so einige Bands pro Song produzieren, weil zu einem Metalsong „halt ein Solopart gehört, den wir einfach auf die Harmonien vom Chorus legen können“.

Fazit:
Genrelimitierungen sind im Power Metal häufig eher Fluch als Segen. EVERMORE dehnen einige von ihnen im positiven aus, fallen aber auch gerne mal zurück in die Standards. Das macht ihr zweites Album trotz leichter Sound-Einschränkungen aber nicht zu einem schwachen Werk. Etwas mehr Mut an Stellen, an denen man ihn bislang noch nicht hat, aber auch ganz viel „Weiter so“, und das Trio kann sich in großer Konkurrenz eine eigene Nische schaffen. Als Power Metal, der eine gänsehautig epische gute Zeit machen soll und oftmals auch mehr als das vollbringt, funktioniert ihre Musik bereits jetzt.

Anspieltipps:
„Empire Within“, „Broken Free“ und „In Memoriam“

Jannis

BEYOND THE BLACK – Beyond the Black

Trackliste:

01. Is there Anybody Out There
02. Reincarnation
03. Free Me
04. Winter is Coming
05. Into the Light
06. Wide Awake
07. Dancing in the Dark
08. Raise your Head
09. Not in our Name
10. I remember Dying

 

Spielzeit: 42:04 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Nuclear Blast Records – VÖ: 13.01.2023 – Page: www.facebook.com/beyondtheblackofficial

 (Bandfan)

(Die Hard Metaller)

Die deutschen Senkrechtstarter im Symphonic Metal Bereich BEYOND THE BLACK hatte ich in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren und daher die ein oder andere Veröffentlichung und auch die große Bandumbesetzung 2016 verpasst.
Nun werfe ich aber mit Freuden das Reziauge auf das neue selbstbetitelte Werk das nun bei Nuclear Blast Records das Licht der Welt erblickt.
Auf diesem präsentiert die Band rund um Frontfrau Jennifer Haben nach wie vor sehr eingängigen Symphonic Metal der Fans der Band sofort ansprechen sollte!

Beweis dafür ist direkt der Opener und Singleauskoppelung „Is there Anybody Out There“. Hier ist man absolut zielsicher unterwegs, man ist direkt wieder im Symphonic Metal der Band gefangen, lauscht dem klasse Gesang von Fronterin Jennifer und dem instrumentalen Können ihrer Mitstreiter, ein starker Beginn!
Der nächste Hit, die Videosingle „Reincarnation“ erwartet uns direkt als Nächstes. Dies ist vielleicht einer der stärksten Songs auf dem Album bietet er doch eine klasse Mischung aus Härte, Symphonic mit ordentlich Folkeinflüssen, Abwechslung und Eingängigkeit.
Besser geht es nicht!
Das ebenfalls als Videosingle ausgekoppelte „Free Me“ ist dann wesentlich ruhiger unterwegs als der Vorgänger und weiß auch direkt zu überzeugen.
Hier ist auch wieder das tolle Songwritinggespür hervorzuheben.
Das beweist die Band dann auch bei den folgenden Songs „Winter is Coming“ und „Into the Light“ ebenfalls zielsicher.
Mit der ruhigen Lagerfeuernummer „Wide Awake“ wir der Mittelteil dann schön emotional abgeschlossen.
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann mit der Videosingle „Dancing in the Dark“ eingeleitet der vielleicht ein klein bisschen der letzte Punch fehlt, auch wenn hier die tolle Orchestrierung mit den Trommeln lobend hervorzuheben sind. Eingängig ist das Teil aber wie die Hölle, das hat man auch hier wieder zu 100% geschafft!
Bei „Raise your Head“ könnte man einen waschechten Headbanger erwarten, aber leider weit gefehlt, ein ziemlich auf Mainstream getrimmter Symphonic Metaltrack der irgendwie etwas unspannend daher kommt.
Ganz anders dann „Not on our Name“ der ein bisschen in Richtung des Highlightsongs „Reincarnation“ geht und somit eine tolle Abwechslung zu den bisherigen Mainstreamsongs ist.
Als Abschluss serviert man uns dann mit „I remember Dying“ einen epischen Symphonic Metaltrack der den ruhigen Schlusspunkt unter ein sehr streibares Album setzt!

Tja, ich erwähnte es mehrmals, Songwritingtechnisch ist hier sehr viel in Ordnung auf dem neuen BEYOND THE BLACK Diskus. Die Tracks sind mega eingängig und interessant aufgebaut.
Aber was ganz klar hervorzuheben ist, der Härtegrad fehlt ganz klar bei einigen Songs und man merkt das man hier sehr stark in die Mainstream Ecke driftet. Was ja erstmal nix schlechtes ist und logischerweise auch der Bekanntheit der Band in allen Medien geschuldet ist.
Das macht das bewerten hier echt schwierig! Für den Bandfan der klein Problem mit dem fehlenden Härtegrad hat geht es hoch in den Notenrängen, für den Die Hard Metaller eher runter!
Deswegen gibt es von mir erstmals eine zweigeteilte Wertung.

Julian

 

SILVER BULLET – Shadowfall

Trackliste:

01. Overture To Armageddon
02. Shadow Of A Curse
03. The Ones To Fall
04. Creatures Of The Night
05. Soul Reaver
06. …And Then Comes Oblivion
07. Nighthunter
08. Dusk Of Dawn
09. Falling Down
10. The Thirteen Nails

 

Spielzeit: 45:14 min – Genre: Melodic Metal – Label: Reaper Entertainment – VÖ: 20.01.2023 – Page: www.facebook.com/SilverBulletOfficial

 

SILVER BULLET – mir bekannt seit ihrem grandiosen letzten Album „Mooncult“, das auf ehrenwerte Weise Symphonic Power Metal nochmal die Härte verliehen hat, die das Genre so oft vermissen lässt. Nun sin’se wieder da mit „Shadowfall“ und ziehen ihr Erfolgskonzept nicht nur weiter durch, sondern professionalisieren es auch noch. Muss man ganz deutlich so sagen: Knallender Sound, eine echt gute Menge an Orchester und Chören, top gespielt, top gesungen und nach wie vor nicht zu sehr nach Power-Metal-Schema F komponiert. Im Gegenteil, man ist songwritingtechnisch ein bisschen moderner geworden und ist einfach hinsichtlich des Kompositionsstils nun etwas mehr Symphonic Modern Power Metal, ohne sich dabei in Modern-Klischees zu verlieren. Der gänsehautige Track, der noch am ehesten als Ballade durchginge, ist mit „…And then Comes Oblivion“ dabei. Der schnelle, erbarmungslose Track geht dem mit „Soul Reaver“ voran. Der 80es-Hard-Rock-inspirierte Stampfer fehlt dank „The Ones To Fall“ ebenso wenig, und dazu gibt es viel dazwischen, das Fans von nicht-zu-Modern Power Metal mehr als zufriedenstellen sollte. All das ist gefühlt etwas live-kompatibler als vormals gestaltet (und eine Deutschlandtour steht an, liebe Leute) und ermöglicht viele Ein-Wort-Fangesänge und Klatschparts, ohne stupide zu sein.
Das Orchester klingt dabei so, wie es soll (ja, ist aus der Dose, aber erzeugt doch sein bombastisches Kinotrailer-Feeling) und auch der Chor darf immer wieder mal mehr, als nur AAH oder OOH zu machen oder die Gesangsstimme zu imitieren. Für alle, die also bis hierhin angetan sind, ohne SILVER BULLET irgendwie zu kennen, sei hier schonmal eine warme Reinhörempfehlung zu Screen gebracht, wenn man denn mit dem soweit einzigen Kritikunkt klarkommt: Es gibt diese Technik von Orchester- und Chor-Hits, bei denen möglichst viele Orchester-Instrumente oder Chorstimmen einmal mit Wucht abgeschossen werden (BATTLE-BEAST-Hörer lieben diesen Trick). Die ist auf „Shadowfall“ etwas zu inflationär und wirkt durch ihren exzessiven Einsatz irgendwann unkreativ. Aber was Chor/Orchester-Kreativität angeht, gibt es hier sonst schon noch genug zu hören.
Für die SILVER-BULLET-Fans: „Mooncult“ überzeugte seinerzeit als atmosphärisches, konzeptuelles Hexenwerk. Derweil sagt der Promotext über „Shadowfall“, man sei dieses Mal an kein limitierendes Thema gebunden gewesen. Macht daraus, was Ihr wollt, ich würde mich freuen, beim nächsten Mal wieder ein Konzeptalbum von den Boys zu hören, denn die „Limitierung“ ermöglicht auch eine Erschaffung einer durchgängigen Atmosphäre, die mich bei „Mooncult“ gerade begeistert hat. Diese findet sich, zusammen mit SILVER BULLETs etwas naiverer, freierer, weniger kalkulierter Kompositionsweise insbesondere bei „Creatures Of The Night“ und „The Thirteen Nails“ wieder, die beide absolut edel sind, beim Rest jedoch weniger.

Fazit:
Ja, ich empfehle in diesem Fazit noch einmal „Mooncult“, weil es einfach top ist. Ich empfehle ebenso „Shadowfall“, denn wenn man beim einen Album Aspekte findet, die man gerne ein bisschen anders hätte, während man es ansonsten geil findet – dann besteht eine reelle Chance, dass man diese Aspekte auf dem jeweils anderen Album in den eigenen Wünschen entsprechender Form vorfindet!

Anspieltipps:
„Creatures Of The Night“, „The Thirteen Nails“, „Dusk Of Dawn“ und „Soul Reaver“

Jannis

IMPERIAL AGE – New World

Trackliste:

01. Windborn
02. Legend of the Free
03. The Way is the Aim
04. To the Edge of the Known
05. The Wheel
06. Shackles of Gold
07. Distant Shores
08. Call of the Towers

 

 

Spielzeit: 46:49 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Atlantean Records – VÖ: 27.08.2022 – Page: www.imperial-age.com

 

Der Symphonic Metal ist eine Spielart wo ich mich ganz gerne mal bewege, und ab und an kommt es vor das ich eine Band noch mit auf den Rezensionstisch packe obwohl dieser schon übervoll ist und ich eigentlich keine Zeit mehr habe!
Dieses ist mir nun wieder „passiert“ und zwar mit dem neuen Album „New World“ der Multikulti Band IMPERIAL AGE.
Angeführt von den Sängern/innen Alexander „Aor“ Osipov, Jane Odintsova und Anna „Kiara“ Moiseeva ist das neue Album schon das 3. der Band und erscheint gute 4 Jahre nach dem letzten Diskus „Legacy of Atlantis“.
Die Band war bislang schon immer sehr opulent unterwegs, sie spielten zum Beispiel eine der größten Online Shows (sollte man sich mal auf Youtube anschauen!) während der Pandemie, und dies zeigen sie auch auf ihrem neusten Werk.
Der Grund warum ich die Band aber unbedingt besprechen und etwas bekannter machen wollte ist aber die Tatsache das die gebürtigen Russen mit Beginn des Ukraine Konfliktes kurzerhand ihr Heimatland verlassen haben, weil sie sich überhaupt nicht mit den Geschehnissen identifizieren konnten, alles auf eine Karte gesetzt haben und die Band in der Türkei neu angesiedelt haben, so viel Mut und Überzeugung ist echt lobenswert!

Kommen wir nun aber zur Musik und damit zum Albumopener „Windborn“. Klassischer Symphonic Metal wird uns hier geboten, eingängig, mit ordentlich Keys unterfüttert und mit drei tollen Sängern die es einfach drauf haben! Klar den opernhaften Gesang muss man hier mögen, aber wer das toll findet wird hier direkt verwöhnt!
„Legend of the Free“ im Anschluss schlägt dann direkt in die gleiche Kerbe und weiß auch direkt zu begeistern.
Danach gibt es mit „The Way is the Aim“ und „To the Edge of the Known“ zwei Songs die zu sehr im Standard unterwegs sind um zu glänzen.
Bei der Videosingle „The Wheel“ ist aber wieder alles im Lot und man kann wieder mit der bandtypischen musikalischen Mischung begeistern!
Ordentlich Folkstimmung kommt dann bei „Shackles of Gold“ auf. Zu Beginn bleibt der Song etwas blass, aber danach kommt man gut in Fahrt und findet eine ordentliche Mischung aus Folk und Symphonic Metal.
Zum Abschluss der Scheibe haben wir noch das eher ruhig gehaltene, sieht man vom Bombast Chorus ab, „Distant Shores“ und das überlange Epos „Call of the Towers“ wo die Band nochmal so richtig auffährt und einen auf eine schöne Reise mitnimmt die schon fast einen Cinematic Touch hat. Ein sehr schöner Abschluss der nochmal aufzeigt für was die Band steht!

Klar die Begleitstory zur Band weckt Aufmerksamkeit, aber auch das neue Album ist es definitiv wert gehört zu werden und die Band hat klar ihren Platz im Genre gefunden würde ich sagen!
Wer auf diese Art der Mucke steht findet hier definitiv das war er sucht, eine starke Leistung einer tollen Band.

Julian

 

HEXED – Pagans Rising

Trackliste:

01. Pagans Rising
02. Resurrection
03. Stigma Diaboli
04. Repentance
05. Incantation
06. Prophecy
07. Symphony of Tragedy
08. Blasphemy
09. Dark Storm
10. Moorfield

 

Spielzeit: 49:25 min – Genre: Symphonic Metal – Label: ViciSolum Productions – VÖ: 30.09.2022 – Page: www.hexed.se

 

Die Herren und die Dame von HEXED sind mir das erste Mal 2018 mit ihrem Debütalbum „Netherworld“ unter die Ohren gekommen!
Auf diesem haben sie eine interessante, düstere Mischung aus Progressive und Symphonic Metal geboten wobei Frontfrau Tina Gunnarsson zum Glück vom im Genre weit verbreiteten Operngeträller ziemlich weit entfernt ist und schön metallisch und rockig klingt.
Das bleibt natürlich auch auf dem neuen, zweiten Album mit dem Namen „Pagans Rising“ so!
Die Zeit nach ihrem Debütalbum hat die Band übrigens gut genutzt und sich fleißig live rumgetrieben.

So, dann starten wir die neue Scheibe doch mal direkt mit dem Opener und Titeltrack „Pagans Rising“ der direkt in die Vollen geht! Denn Frontfrau Tina lässt sogleich ihr mächtiges Organ erklingen und die Nummer geht richtig nach vorne bis zum melodischen Chorus der einen so richtig schön zum mitgehen einlädt!
Gesangliche Unterstützung in Form von Growls bekommt Tina im Übrigen von Gitarrist Stellan Gunnarsson.
Die wilde Bombast Symphonic Metalfahrt geht auch direkt weiter nämlich in Form von „Resurrection“ und „Stigma Diaboli“. Letzterer beginnt zwar erst etwas ruhiger und epischer, aber es dauert nicht lange das auch dieser mit ordentlich Schmackes richtig Fahrt aufnimmt!
Generell muss ich sagen ist die Mischung aus viel Bombast, Symphonic und der geilen Röhre von Fronterin Tina richtig geil und bläst einen so richtig schön den Staub aus den Boxen!
Bei „Repentance“ wird der Härtegrad nochmal etwas angezogen und auch „Prophecy“ sowie „Symphony of Tragedy“ wissen den Mittelteil erstklassig auszufüllen.
Im letzten Drittel gibt es auch nicht viel zu meckern, die Songs sind auf einem gleichbleibenden guten Qualitätslevel und nichts bricht nach oben oder unten aus. Dies ist eine klare Steigerung zur Debütscheibe, wo man nicht durchgehend auf dem gleichen Level unterwegs war!

Ich habe mich gefreut als ich die Promo zur zweiten HEXED Scheibe bekam, fand ich doch die Mischung zwischen Bombast, Symphonic Metal und der geilen Stimme von Fronterin Tina auf dem Debütalbum schon richtig geil!
Auf dem zweiten Album hat man sich vom Songwriting her auf jeden Fall ordentlich gesteigert, so dass man auch verdientermaßen mit 1 Punkt mehr durchs Ziel geht und eine glasklare Kaufempfehlung für die geneigte Käuferschaft die auf female fronted Metal mit ordentlich Schmackes, Power und ohne Operngeträller stehen, ausgesprochen wird.

Julian