SERENITY – Lionheart

Band: Serenity
Album: Lionheart
Spielzeit: 54:46 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 27.10.2017
Homepage: www.serenity-band.com

SERENITY die österreichische Symphonic Metalband um Sänger Georg Neuhauser hatte mich auf ihrem letzten Album „Codex Atlanticus“ doch etwas enttäuscht. Zu wenig auf den Punkt und zu viele Verschachtelungen drumherum hatte man gebaut und so verschwand das Album etwas in der Mittelmäßigkeit und das ist bestimmt nicht der Anspruch der Band! Hatte man doch auf dem Vorvorgänger „War of Ages“ so richtig in die Vollen gegriffen.
Schenkt man den markigen Promovorankündigungen glauben dann hat man aus den Fehlern gelernt und kehrt auf dem neuen Album „Lionheart“, ist übrigens ein tolles Konzeptthema, zurück zu den Wurzeln der Band. D.h. etwas mehr Power Metal und dafür weniger Progressive, Symphonic Elemente. Mich freut es, und ob vor allem die Fans damit leben können wird sich nun schnell zeigen.
Als Opener dient uns auf jeden Fall dieses Mal „Deus Lo Vult“. Wie fast immer bei SERENITY eine Cinematic artiges Intro, welches erneut perfekt auf die Scheibe einstimmt. Man fühlt sich direkt drin in der „Welt“.
„United“, „Lionheart“ und „Hero“ sind dann direkt die ersten drei Ohrbomben die einen sofort in den Bann ziehen! Man merkt das die Jungs etwas mehr weg vom Symphonic gehen und mehr dem Power Metal zugeneigt sind, so wie es ja auch schon angekündigt wurde. Mir gefällt das auch definitiv besser als auf dem letzten Album, was doch etwas zu verkopft und verspielt herkam, wie ja auch schon angedeutet.
Wie auch immer, drei Volltreffer und im Mittelteil geht es dann ähnlich stark weiter! Bombastisch bahnt sich „Rising High“ den Weg aus den Boxen, bevor es bei „Heaven“ etwas ruhiger zur Sache geht, mit einem toll singenden Georg plus weiblichen Gegenpart, und mit dem Zwischenstück „King‘s Landing“ die Brücke zum nächsten Powersong „Eternal Victory“ geschlagen wird! Die Nummer braucht zwar ein bisschen um in Fahrt zu kommen, knallt dann vor allem aber im Chorus so richtig und bildet eine gute, gesunde Mischung zwischen Symphonic und Power Metal.
Schwache Songs gibt es dann auch in der Folge nicht zu vermelden, „Stand and Fight“, wo Basser Fabio Georg gesanglich unterstützt, ist dann erneut nur der hochwertige Einstieg in den letzten Plattenabschnitt.
Dort nehmen „Empire“ sowie das schön melodisch, klebrige „My Fantasy“ dann den Qualitätsfaden gekonnt auf bevor mit „The Final Crusade“, welches übrigens zum ersten Mal seit langem (genauer seit dem Debütalbum) über Growls verfügt, ein absolutes Highlightalbum sein wohlverdientes Ende findet!
Nach dem verklingen des letzten Tons drückt man dann sehr gerne erneut die Play Taste um sich in die Welt von König „Lionheart“ Richard zu stürzen.

Anspieltipps:

Hier könnt ihr nicht daneben greifen, alles aller erste Sahne!

Fazit :

Ich glaube es wird relativ schnell klar das hier nur eine absolute Topbewertung die Folge sein kann! Das es dann für SERENITY und ihrem neuen Album “Lionheart” zur Höchstnote reicht ist der Tatsache geschuldet das man sich endlich wieder auf das Wesentlich konzentriert und zwar nach wie vor symphonisch zur Sache geht, aber einfach auch wieder mehr auf Härte und Power setzt. So gefällt bestimmt nicht nur mir das!
Welcome back SERENITY! Ein Must Have und ein sicherer Kandidat für einige Bestenlisten 2017!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deus Lo Vult
02. United
03. Lionheart
04. Hero
05. Rising High
06. Heaven
07. King‘s Landing
08. Eternal Victory
09. Stand and Fight
10. The Fortress (of Blood and Sand)
11. Empire
12. My Fantasy
13. The Final Crusade

Julian

EPICA – The Solace System

Band: Epica
Album: The Solace System
Spielzeit: 29:59 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 01.09.2017
Homepage: www.epica.nl

Mit der neuen 6 Track EP „The Solace System“ liefert die niederländische Symphonic Metal Band EPICA den Nachschlag zum 2016 erschienenen Longplayer „The Holographic Principle“, denn die Songs der jetzt vorliegenden EP sind ebenfalls in den Songwriting Sessions zu dem letztjährigen Album entstanden.

Jetzt werden sicherlich viele denken, dass es sich bei „The Solace System“ um eine Art Resteverwertung handelt, aber dem muss ich deutlich widersprechen, denn dazu ist das hier dargebotene Songmaterial viel zu gut und muss sich auf gar keinen Fall hinter dem Material von „The Holographic Principal“ verstecken. Dies wurde im Vorfeld vom kreativen Kopf der Band Mark Jansen bestätigt, der verlauten ließ, dass die Stücke es nur nicht auf das Album geschafft haben, weil man den 76 Minuten Rahmen von „The Holographic Principal“ nicht sprengen wollte. Der geneigte Symphonic Metal Fan bekommt von EPICA auch auf dieser EP alles geboten, was die Band um Sängerin Simone Simons, seit Jahren auszeichnet. Hartes Riffing, bombastische Chöre, orchestrale Arrangements, Deathmetal Growls, zupackende Melodien, Drama wie man es sonst nur aus Opern kennt und natürlich die ausdrucksstarke Stimme von Simone Simons.

Das die EP und der bereits mehrfach erwähnte Longplayer eine Einheit sind, wird nicht nur durch die beiden sehr ähnlichen Cover Artworks die dasselbe Hintergrundbild verwenden, sondern auch durch immer wieder auftauchende Melodiefragmente verstärkt. Man hat mehr als einmal den Eindruck hier den Zweiten Teil eines Doppelalbums zu hören. Damit sind dann auch die letzten Zweifel beseitigt, dass hier eventuell nur B Material veröffentlicht wird.

Für alle die erst jetzt auf EPICA aufmersam werden gibt es gute Nachrichten, denn neben dem normalen Digi Pak von „The Solace System“, gibt es auch die Möglichkeit das Doppel mit dem dazugehörigen Album „The Holographic Principal“ zu erwerben und die restliche Symphonic Metal Gemeinde kann und wird hier sowieso bedenkenlos zugreifen.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. The Solace System
02. Fight Your Demons
03. Architect Of Light
04. Wheel Of Destiny
05. Immortal Melancholy
06. Decoded Poetry

Heiko Füchsel

EXIT EDEN – Rhapsodies in Black

Band: Exit Eden
Album: Rhapsodies in Black
Spielzeit: 48:24 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 04.08.2017
Homepage: www.facebook.com/ExitEdenMusic

Vier begnadete Symphonic Metalstimme formen eine Band und nehmen ein Album auf. EXIT EDEN nennt sich die Formation und besteht aus Amanda Somerville (AVANTASIA), Anna Brunner, Marina La Torraca (PHANTOM ELITE) sowie Clementine Delauney (VISIONS OF ATLANTIS, SERENITY).
Soweit so gut, Gesangsqualität ist garantiert. Nun kommt aber der Punkt wo viele Metalheads erstmal ins Stocken geraten! Die vier Damen haben nämlich nicht eigene Songs am Start sondern ihr Debütalbum „Rhapsodies in Black“ besteht nur aus bekannten Pop Songs die sie metallisch gecovert haben.
Unter anderem wurden hier LADY GAGA, FADE TO GREY, DEPECHE MODE, MADONNA oder die Rockröhre BONNIE TYLER als Beispiel genommen.
Nicht nur ich ist bestimmt gespannt wie sich das nun anhört, und daher steigen wir direkt mit dem DEPECHE MODE Cover „Question of Time“ in die Scheibe ein. Der Song ist ein absoluter Klassiker der Jungs und wurde von den Mädels sehr episch mit brachialen Gitarren umgesetzt. Gefällt mir richtig gut diese Version!
Das RHIANNA Cover „Unfaithful“ im Anschluss ist dann aber kein Vergleich zum Gänsehautfeeling im Original, hier hat man das Ganze eher verschlimmbessert wie ich finde.
Nun folgt das BACKSTREET BOYS/JAMES ARTHUR Doppel „Incomplete“ und „Impossible“ welches beides richtig toll umgesetzt ist und vor allem der erst genannte Song versprüht richtig viel Gefühl!
Von der MADONNA Covernummer „Frozen“ im Anschluss hätte man aber lieber die Finger gelassen, den die Qualität des Originals wird hier zu keiner Zeit erreicht. Besser macht man es dann wieder mit dem BRYAN ADAMS Cover von „Heaven“ welches zwar auch nicht den Charme des Originals hat, aber aufgrund seiner Epic und dem Balladenfaktor wie geschaffen für die Mädels von EXIT EDEN ist.
Das nächste Highlight folgt dann direkt mit dem KATY PERRY Cover „Fireworks“ welches endlich mal richtig viel Druck erhält und damit das Original definitiv übertrumpft.
Sich an „Skyfall“ und „Total Eclipse of the Heart“ heranzuwagen ist schon mutig und leider wird dieser Mut nicht belohnt, den die Nummern erreichen leider nicht die Qualität des Originals…schade hier wäre mehr drin gewesen!
Das LADY GAGA Cover „Paparazi“ ist dann ganz nett, aber irgendwie ist der Openergesang hier etwas unpassend und VISAGE‘s „Fade to Grey“ zum Abschluss ist erneut so ein Übersong an dem man sich leider die Zähne ausbeißt.

Anspieltipps:

Mit “Question of Time”, “Incomplete”, “Heaven”, sowie “Fireworks” solltet ihr hier am Ehesten warm werden.

Fazit :

Tja zum Einen muss ich sagen das ich es echt verdammt schade finde das die vier Grand Dame des Symphonic Metals keine eigene Songs hier auf ihrem Debüt am Start haben und zum anderen sind einige Coverversuche einfach nicht gut gelungen. Bei DEN Ursprungssong ist das aber auch nicht verwunderlich, schließlich sind das einfach Alltimeklassiker wo es einfach schwierig ist dran zu kommen!
Wer bekannte Popsongs in einem anderen Gewand hören möchte ist hier aber richtig und auch wenn es nicht immer direkt zündet, eine solide Leistung bleibt es trotzdem noch!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Question of Time
02. Unfaithful
03. Incomplete
04. Impossible
05. Frozen
06. Heaven
07. Firework
08. Skyfall
09. Total Eclipse of the Heart
10. Paparazzi
11. Fade to Grey

Julian

INSATIA – Phoenix Aflame

Band: Insatia
Album: Phoenix Aflame
Spielzeit: 56:31 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Pitch Black Records
Veröffentlichung: 23.06.2017
Homepage: www.insatiaband.com

Dieser Tage erschien mit „Phoenix Aflame“ der zweite Longplayer, der US Symphonic Metal Band INSATIA um Frontfrau Zoe Federoff. Das verspielte Fantasy Artwork passt hervorragend zum melancholischen Symphonic Metal den INSATIA dem geneigten Zuhörer hier präsentieren.

Mit dem ruhigen Intro „Land Of The Living“ wird der Reigen an Songs, die immer wieder mit eingängigen Melodien aufwarten, eröffnet. Der erste richtige Song ist „Act Of Mercy“ um kommt flott und schwungvoll aus den Lautsprechern. Die elfenartige Stimme von Sängerin Zoe kommt hier wunderbar zur Entfaltung und Insatia beweisen eindrucksvoll, dass sie sich auf Augenhöhe mit Szenegrößen wie Xandria, Within Temptation bewegen und da locker mithalten können.

Die weiteren Songs, wie das melodische „Memory Of A Sapphire“, dass mit Streichern und einem Irish Touch ausgestattete „Sacred“ überzeugt durch die extreme Dramatik und hinterlässt mehr als einmal Gänsehaut, der Titeltrack kommt bombastisch ums Eck und lädt ein die Nackenmuskulatur zu bewegen. Zu den Höhepunkten des Silberlings zählt ohne Zweifel auch die grandiose Ballade „Not My God“ bei der Zoe Federoff gesangliche Unterstützung von Apollo Papathanasio (Ex Firewind, Spiritual Beggars) bekommt. Ganz starkes Duett!

INSATIA haben ohne Zweifel das Potenzial zu echten Großtaten in diesem Bereich des Metal, allerdings können Sie das Level der ersten Songs leider nicht halten, denn zum Ende hin haben INSATIA doch einige Songs, bei denen sich etwas Langeweile und Eintönigkeit einstellt. Wenn die Band es schafft, dieses Manko abzustellen, dürfen wir uns mit Sicherheit auf weitere fesselnde Darbietungen der US Band freuen.

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Land Of The Living / Intro
02. Act Of Mercy
03. Memory Of A Sapphire
04. Sacred
05. We Are The Grey
06. Phoenix Aflame
07. Not My God
08. Captor And Captive
09. Velvet Road
10. Healer Or Hatred

Heiko Füchsel

ANGELWINGS – The Edge of Innocence

Band: Angelwings
Album: The Edge Of Innocence
Spielzeit: 54:18 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 23.06.2017
Homepage: www.facebook.com/angelwingsgib

Die Symphonic Metal Combo ANGELWINGS kommt aus Gibraltar und wurde 2013 als Coverband gegründet, um Songs von Nightwish zu interpretieren. Ein Jahr später arbeitete man allerdings bereits an den ersten eigenen Stücken und dieser Tage erscheint mit "The Edge Of Innocence" nun also der erste reguläre Langdreher von ANGELWINGS.

Aufgenommen hat die Band Ihr Album in dem eigenen Studio auf Gibraltar ohne weitere Unterstützung, denn auch die Produktion haben ANGELWINGS selbst übernommen. Das ansprechende Cover Artwork stammt im übrigen von Thomas Ewerhard, der unter anderem schon Cover für Avantasia, Edguy, Rage, Shakra oder auch Jorn gestaltet hat.

Stimmlich erinnert mich ANGELWINGS Frontelfe Divi Cano mehr als einmal an Julianne Regan, die in den 80er und 90er Jahren Sängerin der britischen Band
All About Eve war und damals zu meinen Favoriten gehörte. Das Songmaterial bewegt sich natürlich in der Schnittmenge von Bands wie Nightwish, Delain oder Within Temptation, allerdings ist da trotz einiger starker Songs, wie dem Opener "Wonderland", der melancholisch bombastischen Ballade Memories, dem wirklich starken "Embracing Fantasy" und dem megaeingängigen Titeltrack noch Luft nach oben.

Wenn ANGELWINGS Ihren Focus noch mehr auf das Songwriting richten, dürfen wir in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch einige Großtaten erwarten, denn das Potenzial dazu, ist ohne jeden Zweifel vorhanden. Fans der oben genannten Bands sollten hier, aber unbedingt mal ein Ohr riskieren und dem Nachwuchs eine Chance geben.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Wonderland
02. The Fallen
03. Nile Goddess
04. Game Of Life
05. Memories
06. Forbidden Love
07. Embracing Fantasy
08. Lilith
09. The Edge Of Innocence
10. The Legend And The Myth


Heiko Füchsel

HYDRA – Solar Empire

Band: Hydra
Album: Solar Empire
Spielzeit: 56:31 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: STF Records
Veröffentlichung: 30.12.2016
Homepage: www.hydraofficial.com

Die 2013 in Bayern gegründete Symphonic Metal Band HYDRA veröffentlicht mit dem Konzeptalbum "Solar Empire" Ihren zweiten Langdreher. Das Konzept würde ich als Romeo und Julia in ferner Zukunft in einer weit entfernten Galaxie beschreiben. Es geht um Liebe, Leidenschaft, eine verbotene Beziehung, Leid, Schmerz und Trennung.

Die Songs auf "Solar Empire" drücken dies sehr gut aus, denn das Material hat streckenweise fast Soundtrack Charakter, wie der Opener "Scarlet Occident" mit seinem orientalisch angehauchten Intro beeindruckend unter Beweis stellt. Frontdame Lisa Rieger kann hier auch gleich erste Akzente mit Ihrer angenehmen und flexiblen Stimme setzen. Das folgende bombastische "Between Two Worlds" ist trotz seiner Wucht und der harten Riffs sehr melancholisch ausgefallen und kann ebenfalls auf ganzer Länge überzeugen. Mit dem teils ruhigen "Memorial" nimmt die Band erstmals etwas den Fuss vom Gaspedal. Die Stimme von Lisa Rieger kommt hier sehr gut zur Geltung.

Bei "Witness Of Arbitrament" bekommen HYDRA gesangliche Unterstützung von Jule Daws, was die perfekte Symbiose aus Mittelalter Sounds und Metal noch mehr hervorhebt. "Towards The End" prescht wieder deutlich mehr nach vorne. "Crystalline Cage" ist eine sehr ruhige, fast getragene Ballade, die natürlich Gänsehaut Potenzial hat.

Als weitere Anspieltipps möchte ich euch den eingängigen Melodic Metal Kracher "Days Of Thunder", "Horns Of Era`Kor" welches sich aufgrund seiner Dichte und des leicht bedrohlichen Gesangs von Henning Basse (Ex – Metallium, Firewind) sehr gut als Filmmusik für "Conan der Barbar" mit Arnold Schwarzenegger geeignet hätte sowie das CD abschließende "The Last Swan" empfehlen. Dieser Track ist der krönende Abschluss, denn Lisa Rieger und Ihre Duettpartnerin Zuberoa Aznarez (Diabolus In Musica) liefern hier noch mal das volle Brett inclusive Operngesang ab. Das ist ganz großes Kino für Fans von Female Fronted Symphonic Metal.

HYDRA haben mit "Solar Empire" ein knackiges Statement abgeliefert und müssen sich auf gar keinen Fall hinter Genre Riesen wie Nightwish, Within Temptation oder Delain verstecken.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Scarlet Occident
02. Between Two Worlds
03. Memorial
04. Witness Of Arbitrament
05. Towards The End
06. Crystalline Cage
07. Days Of Thunder
08. Assassin´s Scent
09. Horns Of Era`Kor
10. Doomed
11. The Last Swan

Heiko Füchsel

RHAPSODY OF FIRE – Legendary Years

Band: Rhapsody of Fire
Album: Legendary Years
Spielzeit: 73:37 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 26.05.2017
Homepage: www.rhapsodyoffire.com

Einiges los in den letzten Jahren bei den Metallern von RHAPSODY OF FIRE! Einige Besetzungswechsel, neuerdings ist auch Frontmann Fabio Lione nicht mehr an Bord, Ex-Songwriter Luca Turilli ist ja schon länger raus und hat eine „Konkurrenz“Gruppe mit ähnlichem Namen gegründet, widmet sich aber eher der Filmmusik und einen Labelwechsel gab es ja auch noch. Das letzte Original- und Gründungsmitglied, Keyboarder Alex Staropoli hat trotz des Abwanderns von Lione und Drummer Alex Holzwarth nicht aufgegeben und präsentiert uns auf dem neuen Album „Legendary Years“ einen neuen, unbekannten Sänger Giacomo Voli, den Italiener vielleicht von "The Voice Of Italy" kennen. Die neue Scheibe ist eine Ansammlung von frühen Klassikern, aufgenommen von der aktuellen Besetzung. Teile der Produktion hat ORDEN OGAN‘s Seeb Levermann betreut und so klingt das Ganze um einiges amtlicher als das etwas raue Vorgängerwerk.
Gestartet wird die Zeitreise zu den Anfängen der Band mit dem Opener „Dawn of Victory“ aus dem Jahr 2000. Hier hören wir dann zum ersten die Stimme des neuen Sängers Giacomo Voli der seine Sache ausgesprochen gut macht und ich finde er klingt auch variabler als sein viel gelobter Vorgänger Fabio! Vom Sound her hat Seeb Levermann wirklich ordentliche Arbeit abgeliefert und das Ganze klingt wesentlich moderner, was aber natürlich mit der heutigen Technik kein Wunder ist, immerhin liegen ja 17 Jahren hinter uns seit erscheinen des Songs.
Weiter geht die wilde Fahrt durch die fünf Alben umfassende Emerald Sword Saga wobei man hier immer wieder durch die Zeit vor und zurück springt.
Eins bleibt aber immer erhalten, der tolle erste Eindruck den man mit dem ersten Song hinterlassen hat!
Was ebenfalls auffällt ist der musikalische Wandeln den die Band in den Jahren durchgemacht, das merkt man vor allem bei den Songs die aus dem letzten, hier behandelten Jahr, 2002 stammen. Dort wurden dann die progressive, symphonischen Elemente mehr.
Aber was rede ich hier, die Die Hard Fans wissen das natürlich alles!
Bleibt nur noch abschließend festzuhalten das das neue Album nicht nur eine toll gemachte Rückschau ist, sondern richtig Bock auf ein neues, reguläres Album macht!

Anspieltipps:

Entfallen hier natürlich bei so einer Best of Zusammenstellung.

Fazit :

Ob diese Zeitreise in die Anfangstage von RHAPSODY OF FIRE in jedem CD Regal der Fans stehen muss, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Gut gemacht ist das Ganze definitiv und gute Songs bleiben gute Songs, egal wie alt sie sind!
Von daher gehen beide Daumen nach oben bei dieser Quasi Best Of und ich hoffe das man bald mit neuem Material aufwarten kann, mit dem neuen Sänger Giacomo wird dies bestimmt ein Freudenfest werden!

WERTUNG: keine Wertung

Trackliste:

01. Dawn of Victory
02. Knightrider of Doom
03. Flames of Revenge
04. Beyond the Gates of Infinity
05. Land of Immortals
06. Emerald Sword
07. Legendary Tales
08. Dargor Shadowlord of the Black Mountain
09. When Demons Awake
10. Wings of Destiny
11. Riding the Winds of Eternity
12. The Dark Tower of Abyss
13. Thunderforce
14. Rain of a thousand Flames

Julian

ELEINE – Eleine

Band: Eleine
Album: Eleine
Spielzeit: 31:40 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Cardiac Records
Veröffentlichung: 18.04.2015
Homepage: www.eleine.com

Wieso mir das 8 Track lange Debütalbum der schwedischen Symphonic Metal Band ELEINE erst jetzt zwecks Rezension auf den Tisch flattert, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel? Aber gut, wenden wir uns der Band und dem gleichnamigen Erstlingswerk zu. Namensgeberin ist in diesem Fall die Frontfrau Madeleine Eleine Liljestam.

Den Stil der Truppe möchte ich am ehesten mit Evergrey vergleichen. Melancholisch, bombastisch, schwere Gitarrenriffs und viele melodische Elemente prägen die Songs. Dazu die stimmlichen Gegensätze, die durch den hellen, glockenklaren Gesang von Eleine einerseits und die dunklen fast Growlartigen Parts von Rikard Ekberg aufeinander treffen. Natürlich ist das alles nicht neu, aber es wird durch die packenden Melodien sprich das hervorragende Songwriting wirklich sehr gut umgesetzt. Das beste Beispiel ist das Album eröffnende "Land Beyond Sanity", wo es gleich zum Voice Battle der beiden kommt.

Durch die gut eingesetzten Tempowechsel und die immer wieder eingestreuten Orchestralen Elemente gelingt es ELEINE immer wieder, den Spannungsbogen hoch zuhalten und den Hörer in seinen Bann zuziehen. Dazu kommt, dass die Songs nicht in endlose Instrumentalparts ausufern, sondern Prägnant und Knackig auf den Punkt kommen, wie das mit einer Mördermelodie ausgestattete "Destiny" oder das verspielt melancholische "Gathering Storm" deutlich zeigen. Das gefällt mir persönlich ausgesprochen gut.

Natürlich gibt es, so wie es sich für das Symphonic Metal Genre gehört, auch die durch Klavier und Piano betonten, balladenähnliche Momente, wie bei dem Gänsehaut erzeugenden "Turn To Dust". Wenn ELEINE ihrem Stil treu bleiben, dürften wir in den nächsten Jahren noch einiges von der Band um die charismatische Frontfrau erwarten.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Land Beyond Sanity
02. Destiny
03. Gathering Storm
04. Devotion
05. Turn To Dust
06. Glimpse Of Hope
07. A Sin
08. Death Incarnate

Heiko Füchsel

AKOMA – Revangels

Band: Akoma
Album: Revangels
Spielzeit: 45:40 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Massacre
Veröffentlichung: 13.01.2017
Homepage: www.akoma.dk

Nach mehreren EP´s erscheint mit "Revangels" nun das Debütalbum der dänischen Symphonic Metal Band AKOMA. Die Band um Frontfrau Tanya Bell konnten mit Alexander Krull (Leaves`Eyes) eine echte Szenegröße für Produktion, Mix und Mastering verpflichten.

Natürlich erfinden AKOMA das Genre nicht neu und es ist auch nicht alles Gold was Glänzt, denn grade in Sache Songwriting ist noch Luft nach oben. Allerdings ist Potenzial da und damit dürfte die Scheibe trotzdem den meisten Fans dieser Musikrichtung gefallen. Zumindest sollte man der Band eine Chance geben und das Album antesten.

Highlights sind der wirklich grandiose Titelsong, bei dem die ehemalige Leaves`Eyes Sängerin Liv Kristine als Duettpartnerin fungiert. Die beiden Damen harmonieren in dem Stück hervorragend und es stellt sich mehr als einmal Gänsehaut ein. Des Weiteren möchte ich als Anspieltipp die Ballade "Humanity" nennen, die mit einer wunderschönen Atmosphäre ausgestattet ist und unheimlich intensiv aus den Boxen schallt.

Wenn es die Band schafft, sich auf Ihre Stärken zu konzentrieren, dann dürfen wir uns auf weitere Alben von AKOMA freuen und Sie werden bald in einem Atemzug mit Gruppen wie Within Temptation, Epica oder auch Nightwish genannt.                                                                                                                                                               

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Enticing Desire
02. Revangels (feat. Liv Kristine)
03. Change Of Propensity
04. Mesopotamia
05. Hands Of Greed
06. Vira
07. Humanity
08. Heartless Deciever
09. Bittersweet Memories (Bonus Track)

Heiko Füchsel

XANDRIA – Theater of Dimensions

Band: Xandria
Album: Theater Of Dimensions
Spielzeit: 74:36 Min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.xandria.de

Ich muss zugeben, dass ich die deutsche Symphonic Metal Band XANDRIA in den letzten Jahren musikalisch aus den Augen verloren habe und die Truppe nur aufgrund der zahlreichen Wechsel hinterm Mikrophon wahrgenommen habe. Umso gespannter war ich als mir das neue Album "Theater Of Dimensions" zwecks Besprechung ins Haus flatterte.

Der Opener "Where The Heart Is Home" beginnt leicht düster verhalten um sich mit Streichern, harten Gitarrenriffs, orchestralen fast gregorianischen Chören in einen grandiosen Bombast Metal Song zu verwandeln. Was für ein perfekter Einstieg! Das mit keltischen Einflüssen gespickten "Death Of The Holy" überzeugt trotz Double Bass Drumming mit einem Ohrwurm Refrain. Mit "Forsaken Love" nimmt die Band erstmals den Fuss vom Gas und liefert einen Song der Extraklasse ab. Diese Verbindung aus Pop mit Symphonischen Elementen hätten Within Temptation nicht besser hinbekommen. Über allem thront die einzigartige Stimme von Dianne van Giersbergen, die jedem Song den passenden Stempel aufdrückt.

Als wenn das alles noch nicht ausreicht haben XANDRIA mit Henning Basse (Ex Metallium), Ross Thompson, Björn Strid (Soilwork) und Zaher Zorgati (Myrath) einige Prominente Gastsänger an Bord, die sich mit der niederländischen Sängerin spannende Duelle hinterm Mikro liefern und so weitere Höhepunkte abliefern.

Weitere Anspieltipps von mir, sind die traurige, aber keinesfalls kitschige Ballade "Dark Night Of The Soul", das Bombast Monster "When The Walls Come Down" wo Dianne van Giersbergen mit Ihrem Sopran Gesang mehr als einmal Hühnerhaut erzeugt und das die CD abschließende 14 Minutenlange "A Theater Of Dimensions". Hier haben XANDRIA noch mal so richtig, fett, episch aufgefahren.

Ohne Wenn und Aber haben XANDRIA mit "Theater Of Dimensions" eine Scheibe abgeliefert, die alle Anhänger dieser Musikrichtung begeistern wird. Für mich jetzt schon das Symphonic Metal Album des noch jungen Jahres 2017, denn diese Leistung bewegt sich auf Champions League Niveau ist meiner Meinung nach sehr schwer zu übertreffen.

Chapeau! Well Done XANDRIA!

WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Where The Heart Is Home
02. Death To The Holy
03. Forsaken Love
04. Call Of Destiny
05. We Are Murderers (We All)
06. Dark Night Of The Soul
07. When The Walls Come Down
08. Ship Of Doom
09. Ceili
10. Song For Sorrow And Woe
11. Burn Me
12. Queen Of Hearts Reborn
13. A Theater Of Dimensions

Heiko Füchsel