Konzertbericht: Liquid Steel

Liquid Steel beim Innrock reloaded festival in Radfeld/Tirol

Eines Vorweg: Wer so wie ich als Altrocker unter dem Einfluss von Iron Maiden, Judas Priest, Metallica und anderen Gruppen steht, fühlte sich sofort wohl beim Auftritt von „Liquid Steel“. Liquid Steel gegründet 2009 in Innsbruck, ist eine Heavy Metal Band, welche heuer im Mai ihr bereits drittes Album herausbrachte.
2012 gingen sie mit ihrer ersten Demo-Platte „Scream“ vor das Publikum, ehe 2014 das Debütalbum „Fire in the Sky“ herauskam. Man könnte sagen „A disk with blood, sweat and tears“. Die Reaktionen darauf waren ein Wahnsinn und machten Lust auf mehr.
Bei „Liquid Steel“ sah man ihre Leidenschaft für den Heavy Metal der 80er an dem was sie intonierten. Und man erwartete mehr von ihnen.2016 kam schließlich ihr zweites Album „Midnight Chaser“ heraus gefolgt vom neuesten Album „Mountain of Madness“ 2021.

Doch nun zum Konzertbericht vom „Innrock reloaded festival“. Donnerstag ist eigentlich ein relativ schlechter Starttag für ein Festival sofern er sich nicht um ein Festival wie Wacker oder Rock am Ring handelt. Die Leute müssen Arbeiten und zudem ist heuer das Wetter zumeist feindlich gesinnt. Dennoch macht all dies
einem Metal Fan nichts aus.
Nachdem zuvor mit „Infected Chaos und Siberian Trainstation“ zwei international eher unbekannte Gruppen auftraten, stürmten „Liquid Steel“ die Bühne und begannen mit „Traveler in Time“ ihre Zeitreise durch das Hartmetall der 80er Jahre. „Fabio“ der Vocalist der Gruppe wusste von Anfang an wie man mit dem Publikum interagiert und band die bisher noch relativ wenigen Fans sofort mit ein.
Die Songs bestanden aus einer Mischung aller drei veröffentlichten Discs und es war nach dieser langen Abstinenz durch Corona eine Freude wieder diese geliebte Musik zu hören.
Monte am Bass und Ferdl und Julle an den Gitarren hielten den Metal-Spirit hoch. Knallende Rhytmen,Wahnsinns Harmonien und der klassische Metal-Gesang von Fabio lieferten ein Konzert der Extraklasse.
Nicht vergessen werden darf natürlich Martin an den Drums der eine beachtliche Leistung erbrachte und einige wunderbare Solis ablieferte.

Set Liste:
Traveler in Time
Victim oft he Night
Starrider
Kingdom of Silence
Scream in the Night
Fire in the Sky
Phoenix
Midnight Chaser
Samurai (Outro)
Heavy Metal Fire
Liquid Steel

Bericht und Fotos Ulrich Kettner

SAINTED SINNER – Listening Session

Die aktuelle Covid-19 Situation zwingt uns alle dazu, kreativ zu werden – vor allem, wenn die Band aus internationalen Mitgliedern besteht und ein trotz weltweiter Pandemie und kompletter Neubesetzung ein neues Album auf den Markt bringen möchte, wie die Sainted Sinners mit „Unlocked & Reloaded“!

Mit Rico Bowen, Ernesto Ghezzi und Iacopo „Jack“ Meile, welcher dem kommenden Album einen ganz besonderen Charakter verleiht, holte sich Band-Leader Frank Pané und Berci Hirleman Musiker ins Boot, welche schon mit Berühmtheiten wie Madonna, Paul McCartney oder Eros Ramazotti auf der Bühne standen.

Um einen Einblick in das neue Album „Unlocked & Reloaded“ (Release-Day: 04.12.2020) zu bekommen, lud Frank Pané ausgewählte Gäste zu sich ins Studio nach Pfaffenhofen an der Roth ein. Track für Track wurde das neue Album durchgehört und Pané ist zufrieden: „Es ist insgesamt abwechslungsreicher geworden“.
Die Songs spiegeln die Vorbilder der Band wie Deep Purple oder Van Halen wieder.
Ganz besonders wurde bei dem Song „The Hammer of the gods“ die Leidenschaft zu Led Zeppelin deutlich gemacht. Das Intro wurde mit der gleichen Gitarre gespielt wie es Led Zeppelin getan hat: eine 12 String Martin D 28 wurde hierzu ausgeliehen und diese Gitarre ist sage und schreibe schon über 50 Jahre alt.
Es wird also deutlich, dass die Sainted Sinners nach wie vor großen Wert auf kleine Details wie Dieses legen.
Mein persönlicher Favorit war ganz klar „Standing on top“, der erste Song an dem Sänger Jack gearbeitet haben soll. Im Großen und Ganzen geht es darum, wie man sich fühlt, wenn man bei einer Band vorsingt und man will diesen Job unbedingt und am Ende denkt man sich nur „Go for it“ und tut es einfach. Ob so auch das Vorsingen von Jack bei den Sainted Sinners geht bleibt allerdings offen. Der Song bleibt sowohl von der Melodie her, als auch vom Text im Kopf!
Soviel kann ich verraten – hier handelt es sich um die erste Single, welche am 06.11. das Licht der Welt erblickt und ihr könnt euch auch dieses Meisterwerk freuen.

Doch mehr möchte ich zu dem neuen Album gar nicht verraten! Ich, für meinen Teil, bin begeistert von der Hingabe zur Musik und dem reibungslosen Zusammenarbeiten der Mitglieder, die dieses Kunstwerk nicht einmal zusammen im Studio aufnehmen konnten und dem absolut fesselnden Sound der Sainted Sinners.

Darleen Barth

 

Konzertbericht Whitesnake

WHITESNAKE – KÖLN /Palladium

Eine Platz 3 Chartplatzierung vom neusten Studio Werk „Flesh & Blood“ sowie nur einem einzigen Deutschlandkonzert ließen erahnen, dass es voll werden würde am 7. Juli im Kölner Palladium. Das David Coverdales WHITESNAKE stolz ein „Sold out“ im Vorfeld verkünden durften, verwunderte somit nur wenige des anwesenden Classic Hardrock Publikums.
Bevor diese jedoch dem heißersehnten Treiben des Hauptacts frönen durften, galt es, sich den Einheizversuchen der finnischen Sleazekombo SANTA CRUZ zu widmen, die alle Register einer 80er Glam Rockband zogen, aber leider mit einem recht undifferenzierten Sound zu kämpfen hatten.
Das an einem Sonntag aus allen Teilen der Republik angereiste Publikum wollte aber merklich nur eins: WHITESNAKE !!
„Bad Boys“ vom 1987er Album wurde die Ehre zuteil, das Set eröffnen zu dürfen, und verwunderlicher Weise gehörten viele der Anwesenden einer Generation an, die erst von den Eltern überzeugt werden mußten.
Coverdale und sein außergewöhnliches Gitarrenduo, Joel Hoekstra und Reb Beach, ließen keinen Zweifel aufkommen, an diesem Abend abliefern zu wollen.
Was auch immer die kritisch beäugende Rockszene über die Stimmqualität der dauergewellten Rock Diva vorzubringen hat, der mittlerweile 67-jährige Shouter nimmt seine Fan Base an diesem Tage komplett mit. Das alters – und lebensstil bedingt einiges an Kraft auf der Strecke geblieben ist und Keyboarder Luppin gesangstechnisch kräftig unter die Arme greift, nimmt den Anwesenden nichts von ihrer frenetischen Freude.
Coverdale füllt mit seiner charismatische Art die Palladium Bühne ohne Schwierigkeiten, feuert zur Freude seiner nicht wenigen weiblichen Fans eine Testosteronbombe nach der anderen ins Publikum. Hardrockklischees werden nicht nur in textlicher Form abgearbeitet, auch auf leicht obszönes Acting will der Meister nicht verzichten, d. h. ohne einmal über den Mikrofonständer zu rutschen, geht’s bei David nicht.
WHITESNAKE zeigt sich als „hardworking Band“, jedes Bandmitglied strahlt Spielfreude aus und erfreut sich an einer interessant zusammengestellten Setlist, in der neben alten Klassikern wie „In the heart of the city“, Love ain´t no stranger“ und natürlich „Here I go again“ auch die Neulinge „Shut up and kiss me“, „Hey you (You make me rock) und „Trouble is your middle name“ ihren Platz finden.
Das nach nur 80 Minuten und den letzten ausklingenden Akkorden von Deep Purples „Burn“ die Band ohne Zugaben die Bühne unter dem frenetischen Jubel des Publikums verließ, war der wohl einzige Wermutstropfen dieses Abends.

Setliste
• Bad Boys
• Slide It In
• Love Ain’t No Stranger
• Hey You (You Make Me Rock)
• Slow an‘ Easy
• Ain’t No Love in the Heart of the City
• Trouble Is Your Middle Name
• Shut Up & Kiss Me
• Drum Solo
• Is This Lov
• Give Me All Your Love
• Here I Go Again
• Still of the Night
• Burn
• We Wish You Well

Fotocredits : Michael Mechning Photography

Konzertbericht Kärbholz

Kärbholz – Herz und Verstand Tour in Köln

Samstag, 20.04.2019 – KÄRBHOLZ haben nach Köln geladen und wir sind dem Aufruf gefolgt. Ursprünglich sollte es ins E-Werk gehen, aber nach dem rasanten Kartenvorverkauf wurde das Konzert ins nebenan gelegene Palladium hochverlegt. Trotz des Upgrades war es doch recht kuschelig, aber das ist man als Hölzer ja gewohnt.
Nach den ersten Bierchen ging es dann auch schon zackig los. MUSTASCH aus Schweden haben das Haus gerockt. Mir noch unbekannt, haben sich die Jungs aber sehr schnell in mein Herz gespielt. Mit ihrem Mix aus Metallica-lastigem Metal und Hard Rock, garniert mit einer Flasche Jacky, hat das Quartett aus Göteborg den perfekt rockigen Einheizer für KÄRBHOLZ gegeben. Ich freue mich, wenn ich MUSTASCH auf dem diesjährigen Summer Breeze wiedersehen darf.

Und dann ging es endlich los… Nach einem kurzen Intro wurde die Halle schon direkt mit „Keiner Befiehlt“ auf Betriebstemperatur gebracht. Die zweite Singleauskopplung mit dem mehr als genial Video leitete das Kölner „Heimspiel“ der Jungs aus Ruppichteroth ein. Jeder, der beim aktuellen Album „Herz und Verstand“ noch leichte Bauchschmerzen mit dem doch leicht leiseren Stil hatte, wird hier eines Besseren belehrt. Live geht das Ding ordentlich ab. Zudem ist KÄRBHOLZ immer ein Garant für Spaß, gute Laune, Bier und unendlich viel Rock. Direkt vor uns startete schon eine Pogo-Gruppe, der Rest – inklusive mir – hüpfte glücklich und laut mitsingend auf und ab.
Mit „Überdosis Leben“ vom Vorgängeralbum „Überdosis Leben“ kam dann direkt der nächste Kracher und es sollte fast den ganzen Abend nicht mehr ruhiger werden. Mit einer guten Mischung aus neuen und alten Songs haben KÄRBHOLZ das Palladium befeuert, also ob es kein Morgen mehr gäbe. Wer sich hier nicht hat austoben können, war an dem Abend definitiv auf dem falschen Konzert. Sogar mein all-time-favourite „Fallen & Fliegen“ hat wieder den Weg in die Setlist gefunden, ein guter Grund mal wieder eine Runde zu pogen.
Mittlerweile absolut nicht mehr wegzudenken ist die Dorfkind-Hymmne „Kind aus Hinterwald“. Der Mitgröhl-Faktor war hier definitiv am größten und ich bin mir sicher, auch die Stadtkinder kennen das Lied mittlerweile in- und auswendig.
Mit „Falsche Alternativen“ durfte natürlich auch die politische Ansage nicht fehlen und schon gings mit Hennings obligatorischen Drumsolo weiter. Untermalt von Lichtblitzen hat er auch dieses Mal zur Freude des Publikums wieder alles gegeben.
Während Henning sich an den Drums ausgetobt hat, haben sich Sänger Torben und Gitarrist Adrian heimlich in die Mitte des Saals geschlichen, um für den Gänsehaut-Moment des Abends zu sorgen. Zwischen den Mischpulten stehend und nur mit einer Gitarre bewaffnet, haben die zwei Jungs „Alle meine Narben“ und „Hier!“ als Akustik-Version dargeboten. Emotion pur, verstohlen wischt man sich das Pipi aus den Augen.
Doch die Verschnaufpause dauerte nicht lange und mit „Tabula Rasa“ wurde sofort wieder mit dem Abriss der Halle weiter gemacht. Auf das Trinkerlied „Nacht ohne Sterne“ folgte direkt das Karnevaleske „Alle Systeme auf Vollgas“, eine gute Gelegenheit sich nochmal zuzuprosten. Auch wenn ich nicht mit diesem Lied gerechnet hätte, gefreut hat es uns allemal.
Aber leider ist irgendwann auch die schönste Party vorbei und „Mein Weg“ hat – wie schon so oft – das Ende eingeläutet. Nach der aus vier Songs bestehenden Zugabe war es dann tatsächlich vorbei und leicht benommen, verschwitzt, etwas betrunken aber glücklich steht man dann im Palladium und freut sich schon auf das nächste Mal KÄRBHOLZ.

Fazit: KÄRBHOLZ-Konzerte fühlen sich immer wie Ankommen an. Es gibt hier keine auf hochglanzpolierten Bühnenshows oder an Seilen hängende und durch den Raum fliegende Menschen. Es gibt nur KÄRBHOLZ, eine Familie, eine Lebenseinstellung und unglaublich viel Spaß an Rock’n’Roll. Und auch der Gig in Köln hat genau das verkörpert. Vier bodenständige Jungs und ihre Liebe zur Musik und zu den Fans. KÄRBHOLZ haben sich durch ihre Ehrlichkeit und ihre Echtheit eine große Fangemeinde geschaffen. Und das diese verdient ist, hat der Abend in Köln nur noch untermauert.

Es war ein geiler Abend mit einer geilen Band und einem geilen Publikum. Danke dafür an Familie Holz und definitiv bis zum nächsten Mal!

Setlist Köln

01. Intro
02. Keiner befiehlt
03. Überdosis Leben
04. Ich kann es nicht ändern
05. Herztier
06. Fallen & Fliegen
07. Du bist König
08. Mutmacher
09. Musizin
10. Sink oder schwimm(Sink oder Spring)
11. Kind aus Hinterwald
12. Das hier ist ewig
13. Falsche Alternativen
14. Drum Solo
15. All meine Narben(Duett Adrian and Torben)
16. Hier!(nur Gesang und Gitarren Adrian und Torben)
17. Tabula Rasa
18. Nacht ohne Sterne
19. Alle Systeme auf Vollgas
20. Stein & Sand
21. Feuerräder
22. Mein Weg

Zugabe
24. Tiefflieger
25. Mein persönlicher Krieg
26. In Flammen stehen
27. Lauter!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Fotos: Tänski

Konzertbericht: Avantasia

AVANTASIA MOONGLOW Worldtour Live in Oberhausen

„Ohne Scheiß, wir spielen heut das ganze Zeug, das neue Zeug, das alte Zeug, das lange Zeugs, das kurze Zeug, das geile Zeug und das langweilige auch …“
Tobias Sammet, federführender Frontman und Häuptling des Avantasiatrosses, weiß zu unterhalten, eine der vielen Ursachen, warum sein Projekt von Jahr zu Jahr erfolgreicher wird.
Über fünftausend Fans haben sich am 14. April in der Oberhausener KöPi Arena eingefunden, bereit jede Note ihres Idols abzufeiern und es sei vorweggenommen, es werden sehr, sehr viele Noten gespielt.
Drei Stunden Heavy Symphonien sind anberaumt und lassen zur Freude des Auditoriums, keine Vorband zu.
Pünktlich um 20 Uhr fällt der Vorhang und nimmt mit „Ghost in the Moon“ seinen unaufhaltsamen Lauf, die zum größten Teil mit allen möglichen Avantasia Shirts bekleidete Menge flippt aus ,… glaubt sie zumindest.
Denn Ausflippen ist Ansichtssache und die Sichtweise was das angeht, ist von Tobias Sammet eine ganz andere. Die erste Unterbrechung wird vom Entertainer dahingehend genutzt, die Crowd so richtig anzustacheln und ihr klarzumachen, dass er nicht weniger als die absolute Unterstützungslautstärke akzeptieren würde – und siehe da, jetzt ist es wirklich laut.
Das Bühnenbild, die große Bühne in Oberhausen lässt es zu, sie komplett aufzubauen, ist natürlich im Stile des Cover Artwork der Avantasiascheiben gehalten und lässt auf zwei Ebenen genügend Raum, den die Band und ihre zahlreich zu erwartenden Gastsänger gefordert sind zu nutzen.
Als erster Vertreter des Gastvocalzirkusses darf Pretty Maids Shouter RONNIE ATKINS die Songs „Starlight“ und „Book of Shallows“ veredeln und beweist eindrucksvoll, dass er zurzeit wieder ordentlich bei Stimme ist.
Ihm folgend, betritt Jørn Lande, mit aktueller Kurzhaarfrisur, die Bühne, um das grandiose zwölfminütige Meisterwerk von Moonglow „The Raven Child“ sowie „Lucifer“darzubieten. Erneut beweist Lande, dass es für diese Art Songs kaum einen Besseren zu finden gibt, hier stimmt alles perfekt, der Norweger ist und bleibt eine Bank.
Richtig stolz wirkt Mastermind Sammet bei der Ankündigung von Gesangsikone GEOFF TATE als er nicht müde wird, wie sehr beeinflussend sein Wirken mit seiner Ex-Band Queensryche auf unzählige Bands gewesen sei. Auch Tate weiß in den Songs “Alchemy“ und „Invincible“ komplett zu überzeugen und hat nicht viel von seiner Strahlkraft verloren. Überhaupt dürfen wir bei ihm gespannt sein, welche Form seine aufsteigend Karriere in Zukunft noch annimmt.
Seit den Gründungstagen von Avantasia mit dabei ist der vielseitige Ausnahmegitarrist Oliver Hartmann, dem der folgende Vocalpart in „Reach out for the Light“ zugedacht ist und den er wie gewohnt bravourös meistert.
Die einzige Coverversion in der bisherigen Geschichte Avantasias ruft ERIC MARTIN auf den Plan, der „Maniac“ der Halle förmlich entgegenschleudert und seine Klasse auch in „Dying for an Angel“ beweist.
Den Reigen an außergewöhnlichen Gastsängern komplettiert der 71-jährige BOB CATLEY für den Songs wie „The Story ain´t over“ und „Mystery of a Blood Red Rose“ nahzu maßgeschneidert sind
Aber nicht alleine die Menge an Klasse Sängern bereitet den Boden für ein wahrlich außergewöhnliches Konzertereignis, auch die Band selbst zeigt bei der sich noch ziehenden Welttournee eine spürbare Spielfreude, sei es Sascha Paeth (Gitarre und Produzent) oder Michael Rodenberg (Keyboard) und nicht wenige Anwesende des Abends werden sich gefragt haben, wie Schlagzeuger Felix Bohnke diese über dreistündige Tortur über Wochen taktvoll und auf den Punkt überstehen will.
Tobias Sammet steht in dem Ruf genau zu wissen, wie was zu funktionieren hat, um erfolgreich zu werden. An diesem Abend beweist er es eindrucksvoll, denn die KöPi Arena steht nach sagenhaften dreieinhalb Stunden Spielzeit und immer wieder eingefordertem Mitziehen am Ende völlig Kopf.
Im großen abschließenden Finale dürfen wir die gesamte Gesangsarmada noch einmal komplett mit dem Song „Farewell“ genießen, bevor der Abend im Konfettiregen endet.
Am 14. April 2019 in Oberhausen hat Sammet viel eingefordert, von der Band, dem Publikum und letztendlich auch von sich selbst, um am Ende zufrieden sein zu können.
AVANTASIA rockt!

Setlst Oberhausen:
1 Ghost in the Moon
2 Starlight ( with Ronnie Atkins)
3 Book of Shallows ( with Ronnie Atkins)
4 The Raven Child ( with Jørn Lande)
5 Lucifer ( with Jørn Lande)
6 Alchemy ( with Geoff Tate )
7 Invincible ( with Geoff Tate)
8 Reach out for the Light ( with Oliver Hartmann)
9 Moonglow (with Adrienne Cowan)
10 Maniac (with Eric Martin)
11 Dying for an Angel (with Eric Martin)
12 Lavender (with Bob Catley)
13 The Story Ain´t Over (with Bob Catley)
14 The Scarecrow (with Jørn Lande)
15 Promised Land (with Jørn Lande /Eric Martin)
16 Twisted Mind (with Geoff Tate /Eric Martin)
17 Avantasia (with Geoff Tate)
18 Let the Storm Descend Upon You (with Jørn Lande /Ronnie Atkins)
19 Master of the Pendulum (with Ronnie Atkins)
20 Shelter from the Rain (with Bob Catley)
21 Mystery of a Blood Red Rose (with Bob Catley)
22 Lost in Space
Encore
23 Farewell (with Adrienne Cowan)
24 Sign of the Cross / The Seven Angels (with everyone)

Rüdiger König

Konzertbericht Rock meets Classic

ROCK meets CLASSIC 10 Jahre Jubiläumstour in Bochum

Der Sonntagabend des 17. März im Ruhrcongress Bochum stand ganz im Zeichen der Rockhelden der Ü 50 Generation. Das von Mat Sinner (Primal Fear) perfekt inszenierte ROCK MEETS CLASSIC Spektakel gastiert nach längerer Pause ein weiteres Mal im Ruhrgebiet und erneut wird es nicht entsprechend gehuldigt.
Die an diesem Abend bestuhlte Halle weist große Lücken auf, was eben auch am happigen Entgelt von über 80 € liegt, aber ein 40 köpfiges Orchester will eben auch bezahlt werden.

Den Anfang der drei Stunden andauernden Zeitreise bestreiten Thin Lizzy mit einem souveränen Set über vier Stücke (u. a.“ Boys are back in town“), dessen „Whiskey in the Jar“ in einem Geburtstagsständchen für Gitarrist Scott Gorham endet.
Weitere Highlights der 10 Jahre Jubiläumstour waren THE SWEET (Andy Scott /Pete Lincoln), die mit ihren“ Fox on the Run“ und „Blockbuster“ zum ersten Mal den größten Teil der anwesenden Mittfünfziger von ihren Stühlen holen und die ganze Erfahrung ihrer 50-jährigen Bandgeschichte in die Waagschale werfen.
Sehr unterhaltsame Sets liefern auch Kevin Cronin (REO Speedwagon) mit u.a. „Can´t fight this feeling“ und Mike Reno von Loverboy („Working for the Weekend“) ab und die zur allgemeinen Überraschung noch gut bei Stimme sind.
Nicht ganz ins Konzept passen wollte der gute Auftritt der charismatischen Sängerin Anna Maria Kaufmanns, die aber mit dem Musical Stück „Phantom der Oper“ zu überzeugen wusste.

Die absolute Hauptattraktion des Abends sollte mit Deep Purple Sänger Ian Gillan folgen und dieser Aufgabenstellung wurde der anfänglich etwas dünn klingende Star alleine mit seiner herausragenden Version von „When a blind man cries“ gerecht, bevor der gelungene Abend im anscheint unvermeidlichen „Smoke on the Water“ – Finale endet.

Als Fazit mag gelten, das große ROCKS MEETS CLASSIC Konzept zieht im Nordwesten keine Massen, aber die, die kommen, hatten einen schönen Abend.

Text : Rüdiger König
Fotos : Jan Heesch

Konzertbericht: Ghost

GHOST – Live in Bochum Big Band Masquerade

Nach einem soliden Auftritt der schwedischen Doomkapelle „Candlemass“ geben sich die teils kultisch verehrten Ghost am 15. Februar im sehr gut gefüllten Bochumer Congresscentrum die Ehre. Leider steht das „A Pale Tour Named Death 2019“ Konzert erneut unter dem Zeichen, dass es nicht immer gelingt einen adäquaten Sound in die akustisch nicht einfache Halle zu bringen.
Als mit Beginn des Sets der Skandinavier der Vorhäng fällt, droht mir die kleine Asiatin, im Publikum neben mir stehend, mit ihrem fanatischen Begrüßungsaufschrei direkt das Trommelfell zu sprengen. Laut können sie, die optisch wie stilistisch bunt zusammengewürfelte Fan Base der Band. Alles was der Metal an unterschiedlichsten Gruppierungen aufzuweisen hat, streift sich für den heutigen Abend das GHOST Shirt über und erwartet nicht weniger, als die volle Ladung und die sollen sie bekommen.

Ghost stehen auf Intros, am besten lang und im tiefen Bassbereich wubbernd, bevor sie in den jeweiligen Song übergehen. Die achtköpfige Big Band, allesamt in neutral schwarz gekleidet und silberne Masken tragend, bringt soviel musikalischen Bombast auf die Bühne, dass selbst das gigantische Bühnenbild mit Kirchenfenster sowie die grandiose Lightshow erstmal nur Staffage spielt.
Als Opener werden „Ashes“ und „Rats“ in den Ring geworfen und bestätigen, was zu vermuten stand, Theatralik spielt keine unbedeutende Rolle heute abend. Aber bei Ghost wird diese nicht zum Zweck der Ablenkung eingesetzt, denn die Band weiß handwerklich komplett zu überzeugen. Hier sitz jeder Ton und alles ist dermaßen auf den Punkt. Der musikalische Stil lässt kaum eine Einordnung zu, die Band hat eine Nische gefunden, in der sie sich austoben kann. Ein bisschen Kiss hier, ein wenig Queen da und selbst Pink Floyd und Rammstein Facetten sind spärlich auszumachen, aber niemand würden Ghost des Plagiats bezichtigen. Die Ansammlung der Nameless Ghouls weiß mit diesem Gemenge gekonnt umzugehen und bringt die Crowd geschlossen hinter sich.


Natürlich schwebt über allem Tobias Forge, welches seiner zahlreichen Kostüme er auch gerade trägt, er überzeugt als Bischof ebenso wie als Mafiosi, alles mit dem nötigen Augenzwinkern vorgetragen. Mit seiner etwas gewöhnungsbedürftigen Stimmlage, schafft er es letztendlich doch, selbst seine Kritiker dazu zu bewegen, ihm zu Füssen zu liegen, alle anderen haben eh längst ihr Sparbuch an ihn überwiesen. Ein Entertainer vor dem Herren.


Nach fast drei Stunden unterhaltsamen Heavypop der ersten Güte, endet in Bochum ein außergewöhnliches Konzertspektakel und einige verlassen das Auditorium mehr als zufrieden.
Ein Ghost Konzert ist ein bisschen wie Bungeejumping, muss man nicht haben, aber wenn man es macht, hat man ein großartiges Gefühl.

Setlst Bochum:
1 Ashes
2 Rats
3 Absolution
4 Ritual
5 Con Clavi Con Dio
6 Per Aspera ad Inferi
7 Devil Church
8 Cirice
9 Miasma
10 Jigolo Har Megiddo
11 Pro Memoria
12 Witch Image
13 Life Eternal
Break
14 Spirit
15 From the Pinnacle to the Pit
16 Majesty
17 Satan Prayer
18 Faith
19 Year Zero
20 He is
21 Mummy Dust
22 If you have Ghosts
23 Dance Macabre
24 Square Hammer Encore
25 Monstrance Clock

Rüdiger König

Konzertbericht: H.E.A.T

H.E.A.T. / Bochum

 

Bochum, den 29.November, wir sind zu Gast in der Bochumer Matrix, und können von Glück sprechen , dass die Location spontan in der Lage ist, ein für den kleineren Rockpalast Club vorgesehenes Konzert aufgrund der höher ausgefallenen Zuschauerresonanz , in die Haupthalle zu verlegen .

Zu begutachten gibt es heute das skandinavische Package SHIRAZ LANE (Schweden), ONE DESIRE ( Finnland) und natürlich das Drei Kronen Team H.E.A.T.

Nachdem die sleazende Jungs von Shiraz Lane in ihrer jugendlichen Unbekümmerheit mehr auf enorme Lautstärke, denn auf ein ausgewogenen Sound aus waren , machten es die melodischen Hardrocker One Desire besser , und brachten die songwriterische Qualität ihrer Debüt CD auch live gut rüber .

…und dann kamen sie , dann war es Zeit für HEAT !!

Diese Band ist auf Platte gut und live besser, und das macht sie an diesem Abend auch eindrucksvoll und unmißverständlich klar , und zwar vom ersten Moment an.

Frontman Erik Grönvall , der sich in so kurzer Zeit vom schüchternen Swedish Idol Teilnehmer zum Rockirrwisch gewandelt hat, übernimmt mit sofortiger Wirkung das Zepter und wird zum Chef im Ring .

Wie dieser Adrenalinjunkie über das gesamte Set hinweg Stimmung verbreitet und bei diesem enormen Arbeitspensum aber auch jeden Ton trifft, sucht seinesgleichen.

Verlassen kann er sich dabei auf eine extrem gut eingespielte Band, die ihm auch genau den Spielraum läßt, den er braucht .

Die Rythmussektion mit Drummer „Crash“ und Jimmy Jay am Bass ist allzeit auf den Punkt und drückt massiv, Gitarrist Dave Dalone und Keyboarder Jona Tee gelingt es , dass die bekannten Stücken auch live zu einem Erlebnis zu werden.

Nachdem sich Erik einen kurzen Akustikgitarrenpart gönnt, wird klar, warum der textsichere Frauenanteil im ca. 300 Fans umfassenden Publikum heute verhältnismäßig groß ausfällt.

Keiner kann sich diesem Bühnenbeserker auf Dauer entziehen , er beackert die Bühne als gäbe es keinen Morgen, scheut sich aber auch nicht im Bad in der Menge zu performen .

Ein Star zum Anfassen.

Es besteht nicht der Hauch einer Chance , die Band ohne gefeierte Zugaben zu entlassen und Grönvall endlich ins verdient Sauerstoffzelt zu verabschieden .

Ein beachtliches Konzert geht nach 15 mitreißenden Songs zuende.


Setliste:

Danger Road

Breaking the Silence

Emergency

Shit City

Downtown

In and out of trouble

It´s all about tonight

Living on the run

Beg Beg Beg

Laughing at tomorrow

Straight for your heart

Mannequin Show

Bastard of Society

Zugaben

Point of no return

A shot of redemption

 

Rüdiger König

Konzertbericht: ORDEN OGAN + ALMANAC + MANIMAL

Konzertbericht Book of Ogan Tour ORDEN OGAN, ALMANAC und MANIMAL am 21.03.16 Alte Seilerei Mannheim

Nach etlichen privaten Verpflichtungen ergab sich endlich mal wieder die Möglichkeit ein ordentliches Konzert hier bei uns in der Nähe zu besuchen. ORDEN OGAN gaben sich die Ehre auf ihrer ersten Headliner Tour zusammen mit dem kürzlichen für MYSTIC PROPHECY aufgesprungenen ALMANAC und MANIMAL in der Alten Seilerei in Mannheim

Zusätzlich gab es die Möglichkeit mit den Jungs von ORDEN OGAN kurz vor ihrer Show ein Interview zu führen, dies findet ihr an anderer Stelle. Kommen wir nun zum eigentlich Konzertbericht. Pünktlich um kurz vor 19 Uhr traf die Rock-Garage Fraktion bestehend aus Julian (zuständig für Interview und Bericht) sowie Christina (zuständig für die Fotos) am Veranstaltungsort ein. Vom Tourmanager Markus wurden wir in Empfang genommen und konnten dann unser geplantes Interview durchziehen, welches ihr wie gesagt an anderer Stelle hier bei uns findet. Kurz noch zum Club selbst, die Alte Seilerei ist wie der Name schon sagt, eine alte Fabrik, die in eine Großdisco mit mehreren Räumen umgebaut wurde. Ein Raum davon ist für Metal und Rockkonzerte vorgesehen. Die Ausstattung könnte man als rustikal bezeichnen : – ). Aber wir Metaller sind ja ein anspruchsloses Völkchen!

Die Parkplatzsituation vor dem Club ist übrigens sehr gut, da sich ein großer Fitnessstudioparkplatz anschließt, der mitgenutzt werden kann. Wir von Rock-Garage bezogen wieder unseren „Stammtisch“ rechts neben der Bühne und es konnte losgehen! Ab 19 Uhr war Einlass für die zahlende Menge und die kam auch in großer Zahl. Ich schätze mal das es so schlussendlich ca. 200 bis 250 Besucher waren die den Weg an einem Montagabend nach Mannheim gefunden haben. Das ist, wenn man den Tag beachtet, schon eine ganz ordentlich Zahl.

Direkt zu Beginn wurde dann schon mal der Merchstand in Beschlag genommen, wo von alle drei Bands Sachen zu erstehen waren, auch Julian sichert sich gleich mal die neueste ORDEN OGAN Veröffentlichung „The Book of Ogan“, die es übrigens vor dem offiziellen Release hier zu kaufen gab, und das ALAMANC Debütalbum : )

 

 

Die vier Schweden von MANMAL begannen dann den Abend gegen 19:45 mit einem ca. halbstündigen Set. Es wurden insgesamt sechs Songs gespielt die fast alle vom letzten Album „Trapped in the Shadows“ stammten. Die Truppe war super aufgelegt und man merkte ihnen zu jederzeit an das sie richtig Bock hatten zu spielen. Der Sound war für eine Vorband wirklich gut und man verstand sowohl die Instrumente als auch den Gesang sehr gut! Die Interaktion mit dem Publikum klappte für diesen frühen Zeitpunkt schon sehr gut und die Band wurde gut angenommen.

Man kann also von einem äußerst runden Auftakt sprechen die sowohl den Fans als auch der Band selbst Spaß gemacht haben und den Jungs bestimmt den einen oder anderen neuen Fan gebracht haben. Zumindestens konnte man beobachten das sich einige Metalheads in der folgenden Umbauphase auf dem Weg zum Merch Stand machten, wo auch bald die Band selbst eintraf.

 

Setliste Manimal:

Shadows

The Dark

Trapped in the Shadows

Psychobomb

Invincible

Irresistible

 

Nach einer sehr kurzem Umbauphase enterten gegen 20:30 ALMANAC die Bühne die schon fast zu klein wirkte für 3 Musiker und 3 Sänger(innen). Victor Smolski, David Readman, Andy B. Frank, Jeanette Marchewka und Co hatten die Menge auch direkt fest im Griff und vor allem die beiden männlichen Sänger schmetterten den Fans die ein oder andere Gassenhaueransage entgegen!

Aber auch Victor ließ es sich nicht nehmen das ein oder andere Wort an die Fans zu richten und man sah ihm einfach an das er es genoss aus dem RAGE Schatten herausgetreten zu sein um endlich das zu machen was ihn musikalisch erfüllt!

Die Band spielte eigentlich bis auf ein, zwei Tracks das komplette Debütalbum und zum Schluss gab es auch noch zwei Songs aus Victors RAGE Schaffensphase auf die Ohren, die ich aber leider nicht genau erkennen konnte.

Leider hatten man hier aber auch mit der ein oder anderen Soundproblematik zu kämpfen, der Gesang kam stellenweise sehr dünn und unverständlich aus den Boxen, der Soundmann hatte hier also vielleicht nicht seinen besten Tag. Aber auch dies konnte ein tolles Konzert und einen guten ersten Eindruck von ALMANAC nicht dämpfen, den die Fans auch honorierten.

Nach ca. 45 Minuten war Schluss und es begann die doch recht lange Umbauphase und das Warten auf den Hauptact des heutigen Abends ORDEN OGAN. Das Publikum nutze die Pause natürlich um sich die Beine zu vertreten, Flüssigkeitsnachschub zu besorgen oder den Merchstand zu plündern!

 

Setliste:

Tsar

Self Blinded Eyes

Hands are Tied

Children of the Future

Nevermore

No More Shadows

Flames of Hate

Rage Song

Rage Song

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 21:35, so wurde es uns auch im Interview mitgeteilt, ging das Licht erneut aus und ORDEN OGAN betraten die Bühne. Was nun folgte kann man nicht anders als einen perfekten Siegeszug bezeichnen. Die Menge fraß Fronter Seeb Levermann und Co von der ersten Note aus der Hand und auch wenn nicht alle Spielchen mit dem Publikum gelangen (Hallo Publikum wurde nicht wie üblich mit Fuck you Pussys beantwortet, sondern stilgerecht und artig wie man ist mit Hallo Seeb : ) ) waren Band und Fans sofort auf einer Wellenlänge und man feierte sich beidseitig tierisch ab! Die zuvor herrschenden Tonprobleme waren nun kein Thema mehr und man verstand alles perfekt!

Lichtechnisch wurde immer passend zum Song gut Stimmung erzeugt und bei der obligatorischen Halbballade „The Ice Kings“ gab es auch etwas Schnee vom Himmel!

 

Als die Band dann ankündigte nun einen Song zu spielen der vorher noch nie live gespielt wurde und die ersten Klänge von „Black Heart“ erklungen rastete die Menge das erste Mal richtig aus.

Ein weiteres Mal sprach Seeb von Currywurst sprach und er meinte das nicht alle in der Band diese vertrugen und Fieber davon bekämen, wusste die Menge sofort das nun der jüngste Hit F.E.V.E.R folgte, wo die Stimmung dann wohl ihren Siedepunkt erreichte!

Das Programm beinhaltete natürlich noch weitere Perlen der Band, zu nennen wären hier exemplarisch „We are Pirates“, „Deaf among the Blind“ und „The Things we belive in“.

So verging die Zeit wie im Flug und rasch nahte das Ende gegen 23 Uhr. Die Band verabschiedete sich das erste Mal von der Bühne, wurde aber natürlich wieder zurückgeholt und das Publikum bekam die Zugabe in Form von „Evil lies in every man“ und „The Mystic Symphony“ bevor es dann endgültig hieß Lebewohl zu sagen!

Das Publikum ging glücklich heim, wir packten ebenfalls unsere Sachen und auch die Band konnte denke ich mal zufrieden auf ihren Auftritt zurückblicken mit der Gewissheit die bestehenden Fans glücklich zurück gelassen zu haben und bestimmt auch neue Anhänger gefunden zu haben.

Ein tolles Tourpackage gibt es hier zu bestaunen und wer noch die Chance hat an Tickets zu kommen sollte sich diese Gelegenheit definitiv nicht entgehen lassen!

Setliste Orden Ogan

Ravenhead

Land of the Dead

We are Pirates

The Black Heart

The Ice Kings

Deaf among the Blind

To new shores of sadness

To the End

Fever

At the End of the World

The Things we believe in

Evil lies in every man

The Mystic Symphony

 

 

Text Julian, Fotos Christina

Konzertbericht: EAT THE GUN + GLOOMBALL

Eat the Gun + Gloomball – Live in Viersen, Rockschicht 12.10.2013

 

Sachen gibt’s…Da existiert in meiner näheren Umgebung seit knapp 2 Jahren ein Club mit Live Mucke mit dem Namen “Rockschicht” und nur durch 2 Konzerte innerhalb kürzester Zeit werde ich auf diesen Laden aufmerksam.

GLOOMBALL und EAT THE GUN standen auf dem Programm und aufgrund der Tatsache dass das GLOOMBALL‘s Debüt Album „The Distance“ zu meinen absoluten Highlights 2013 gehört, war langes überlegen überflüssig.
Frau und Schwager eingepackt, ab ins Auto und ab nach Viersen, um beim genaueren betrachten der Eintrittskarte etwas verwundert festzustellen, dass GLOOMBALL der Support-Act für die mir gänzlich unbekannten EAT THE GUN aus Münster sein würden. Ich hatte im Vorfeld mit umgekehrten Verhältnissen gerechnet. Naja, wie auch immer…

Bei Ankunft an der „Rockschicht“ regnet es, rein dürfen wir aber noch nicht. Es ist noch Soundcheck. Freundlicherweise schickt uns der nette Herr am Eingang aber eine Bedienungskraft nach draußen, sodass wir uns ein erstes Bier genehmigen können.
Pünktlich um 20.30 Uhr dürfen wir dann rein. Nach kurzem begutachten des sehr coolen kleinen Clubs, entscheide ich mich, aufgrund des Rauchverbots in NRW nach draußen zu gehen um mir eine zu rauchen. GLOOMBALL-Sänger Alen Ljubic hatte wohl die gleiche Idee und es kommt zu einer ersten Unterhaltung.

Pünktlich um 21.30 Uhr entern GLOOMBALL die angenehm geräumige Bühne in der Rockschicht.
Mit dem flotten Opener-Duett „Overcome“ und „Burning Gasoline“ wird das Programm eröffnet. Die Band gibt von der ersten Minute an Vollgas und das vor, ACHTUNG, geschätzten 30 zahlenden Gästen. Warum so wenige Leute den Weg nach Viersen gefunden haben, ist mir ein Rätsel. Der Stimmung tut es allerdings überhaupt keinen Abbruch.

Sänger Alen hat das Publikum gut im Griff, gibt sich dabei durchaus selbstironisch ohne einen auf dicke Hose zu machen, die beiden Gitarristen Björn und Johannes spielen sich die Bälle gegenseitig zu und harmonieren toll miteinander. Bassist Basti drückt einen satt groovenden Rhythmus in die Menge, spielt dabei komplett banddienlich und unaufgeregt. So richtig derbe flasht mich allerdings Drummer Danny Jo. So klein und so ein Derwisch an den Drums. Supertight und einen Megabums hat der Gute. Echt cool.
GLOOMBALL spielen knapp 45 Minuten und sind so zeitlich in der Lage annähernd das komplette Album live darzubieten.

Die Band als ganzes wirkt gut aufeinander eingespielt und agiert sehr souverän auf der Bühne. Die Spielfreude ist in jeder Sekunde zu sehen.

EAT THE GUN habe ich dann nach kurzem anhören gepflegt verpasst. Obwohl die 3 Jungs auf der Bühne ordentlich Alarm machen und irgendwo zwischen Garagen-Rock, Punk und Rock agieren, können sie mich nicht vollständig packen. Irgendwie läuft die ganze Chose dezent an mir vorbei.

Das macht aber am Ende des Tages auch nix. Die Jungs von GLOOMBALL haben Bock auf Party, wir auch. Was liegt also näher, als dieser Lust nachzukommen und bei ein paar (mehr) Bierchen einen gepflegten Smalltalk im Foyer der Rockschicht zu praktizieren.

Ich bedanke mich bei GLOOMBALL für diesen überaus gelungenen Abend. Tolle Jungs, tolle Band.

Eine kleine Anmerkung am Rande: Ein Club, in dem es am Abend mehrere (!) Lokalrunden Sangrita und Schlumpfpisse aufs Haus (!) gibt, hab ich noch nicht erlebt. Geiler Laden.

Frank