FM/Czakan im Rockpalast Bochum am 18.04.2024

Im Rahmen ihrer „Old Habits Die Hard“ Tour machten die englischen Melodic Rock Helden von FM am 18 April Halt im Bochumer Rockpalast. Zugleich feiert man das 40jährige Jubiläum ihres Erfolgs-Albums „Indiscreet“. Als Support wurde die deutsche Formation Czakan verpflichtet.

Die Band Czakan, reiste für diesen Gig extra aus dem Schwarzwald an, aber man darf es vorweg nehmen, die Mühe sollte sich auszahlen.
Erst im letzten Jahr feierte man ein hoch gelobtes Comeback mit dem Album „Unreal“.
Demnach war die Setliste bestückt mit Titeln aus beiden Silberlingen. Das Debüt „State Of Confusion“ stammt immerhin aus dem Jahr 1989. Nach gut 45 Minuten werden Czakan, um Sänger Michael Schennach mit viel Applaus verabschiedet. Überzeugender Support-Gig der Schwarzwälder.

Die britischen Melodic Rock Legenden von FM, um ihren Ausnahmesänger Steve Overland, lassen es sich nicht nehmen, bei ihren Tourneen auch ihren deutschen Fans stets einen Besuch abzustatten.
Diesmal führte ihr Weg in den alt-ehrwürdigen Rockpalast-Bochum.
Mit Titeln, wie „Digging Up The Dirt“ und „Tough It Out“, setzten die Briten gleich zu Anfang ein Zeichen. Die Set Liste ist sehr gut aufgestellt, auch mit Songs aus den aktuellen Silberlingen.
Stimmlich brilliert Overland mit jedem Ton. Nach wie vor zählt dieser Frontmann zu den Top Sängern des melodischen Genres. Weitere Klassiker wie „That Girl“ dürfen nicht fehlen.
Der Zugaben-Part besteht aus „Story Of My Life“ und „Other Side Of Midnight“, bevor die Briten am Ende des Gigs mit frenetischem Beifall gefeiert werden.
Nach wie vor stellen FM eine großartige Live-Band dar und man durfte ein tolles Konzert miterleben. Das Fazit fällt am Ende mehr als positiv aus. Ein Besuch eines FM Konzertes lohnt sich immer, beide Daumen hoch.

Text und Bilder: Jörg „Bonne“ Bonszkowski

DYMYTRY mit HIRAES und BÖSE FUCHS Live in München am 09.03.2024

DYMYTRY machten auf ihrer ersten Headliner Tour halt in München im Backstage, Pech für die Bands das sie leider im viel zu kleinen Club auftreten mussten. Da die Bühne nicht sehr groß ist, der Platz für Zuschauer nicht wirklich Konzerttauglich und zum Fotografieren ohne richtiges Equipment bescheiden ist. Mit um die Häuser ziehen BÖSE FUCHS und HIRAES. Während DYMYTRY im melodischen Psycore zuhause sind machen BÖSE FUCHS Modern Metal und HIRAES bewegen sich im Melodic Death Metal. Anlässlich ihrer Veröffentlichung „Five Angry Men“ begeben sich DYMYTRY auf die Bühnen um das Album zu supporten.

Der BÖSE FUCHS machte den Anfang und hatte das Publikum schnell in der Hand, mit ihrem fetten Metal hauten die vier einen raus. Die Bühnenräsenz beschränkte sich auf zwei Sängerinnen, einen Gitarristen und Growler sowie einen Drummer. Der Sound war viel zu Fett für nur zwei erkennbare Instrumente, Schlagzeug und Gitarre. Entweder haben sich die zweite Gitarre, der Bass und die Keyboards irgendwo in der kleinen Location versteckt, es kam vom Band, oder über eine digitales Spielzeug das den Bass übernommen hat. Außer dem Umstand der fehlenden Bandmitgliedern an den zugehörigen Instrumenten gibt es nichts an der Show auszusetzen. Es ist schade wenn der Sound mehr verspricht als das Bild auf der Bühne zeigt.

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Nach kurzer Umbauphase kam HIRAES an die Reihe, ich bin leider kein Fan der Extremen Spielarten des Metal wie Melodic Death Metal. Abgesehen von dem Umstand machten HIRAES eine sehr gute Figur und wüteten sich wie ein Orkan durch ihren Set. An den Instrumenten machten die beiden Gitarristen Dampf ohne Ende, das Fundament aus Bass und Drums haute einem sämtliche Flausen aus der Mütze. Shouterin Britta Görtz raunzte, grunzte und growlte sich wie eine junge Göttin die voll im Nektar steht durch die Show. Hier vermisste ich den Keyboarder, der nicht ansatzweise zu sehen war. Trotz dem das ich kein Fan dieser Stilrichtung bin muss ich gestehen das die Show cool war und das anwesende Publikum war begeistert von HIRAES.

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Dann war die Zeit reif für den Headliner, zum ersten Mal hatte DYMYTRY dieses Privileg auf Tour. Da ich die letzten beiden Alben reviewt habe war es selbstverständlich das ich mir die Jungs aus Tschechien mal Live ansehe. Die Band macht auf der Bühne was her, mit Masken und teilweise auch Outfits aus dem Paintball in rot/schwarzer Farbe gehalten ist eine beeindruckende Farbenshow vorprogrammiert, wenn die Beleuchtung komplett in rot aufleuchtet ergibt das einen Eyecatcher. Musikalisch waren DYMYTRY an dem Abend verdammt gut drauf und spielten sich souverän, mit bomben Sound durch ihre Show. Leider traf DYMYTRY dasselbe Schicksal wie die beiden Vorbands auch, dass im winzigen Club des Backstage die Bühne nicht viel Spiel für große Aktivitäten zulässt, mit geschätzten 8 auf 4 Meter (wenn überhaupt) ist die Bühne nicht wirklich für einen Act wie DYMYTRY geeignet. Als während der Show noch zwei Mitglieder von Hämatom, Frank „Süd“ Jooss und Jacek „Ost“ Zyla für einen Gastauftritt die Bühne enterten hätte diese normal wegen Überfüllung gesperrt werden müssen. Die Setlist bestand mit zwei Ausnahmen aus den letzten beiden Alben und kann als perfekt gewählt gesehen werden. Ab den ersten Takten hatten DYMYTRY leichtes Spiel mit dem Publikum, egal wie oder was die Band machte es kam sofort eine Interaktion mit den Leuten vor der Bühne und man hatte irgendwie das Gefühl das DYMYTRY einen Veranstaltungsort mit mehr Raum, Bühne und Zuschauer verdient hätten. Trotz des Melodic Psycore kann ich sehr gut mit DYMYTRY leben ohne in Deckung gehen zu müssen. Meine Frage, die ich seit ich die Band kenne im Raum steht, ob sie die Energie ihrer Alben auf die Bühne bringen können wurde klar und deutlich mit einem lauten Knall beantwortet. Sie können mit einer spielerischen Leichtigkeit die Energie Live wiedergeben, ich kann DYMYTRY nicht nur auf Tonträger als Kauftipp empfehlen sondern auch als Livetipp der Vollgas gibt und die Säue meilenweit fliegen lässt.

www.facebook.com/dymytrycz

DYMYTRY Setlist

Revolt
Stronger
Enemy List
Everything Is Black
Wake Me Up (Before I Die)
Never Gonna Die
Awaking The Monster
Legends Never Die
Three Steps To Hell
In Death We Trust
Dead Living Dead
1939
The Revenant
Somebody’s Watching Me
Five Angry Men
Pin Me Down
Behind The Mask
Hope
Touch Down
Chernobyl

MOLLY HATCHET mit LOSING GRAVITY Live in München am 09.12.2023

Nachdem diese Show schon zweimal verschoben wurde kamen MOLLY HATCHET nun mit zwei Jahren Verspätung nach München um den Veranstaltungsort die Halle im Backstage unsicher zu machen. Zur Unterstützung waren die aus dem Frankfurter Raum stammenden LOSING GRAVITY die mich mehr als nur positiv überrascht haben.

Ich hatte mir im Vorfeld keine Gedanken über die Vorband gemacht, wie ich es oft mache wollte ich mich überraschen lassen. Im schlimmsten Fall erlebe ich einen Rohrkrepierer, aber nicht im Fall von LOSING GRAVITY. Die fünf jungen Musiker mit US Boy als Frontmann konnten mich ab dem ersten Song überzeugen, die Jungs rockten sich den Arsch auf und hatten die Zuschauer auch sehr schnell in der Hand. Es war noch nicht die perfekte Show, da einer der Jungs im Background recht schiefe Töne abließ, aber das ist eben Live, man hat nur einen Take um zu liefern. Der Umstand störte mich aber auch kein bisschen, es viel eben am Rand auf und das wars dann auch schon mit der Kritik. Die Mucke geht in Richtung Groove Hard Rock mit Blues Note wie er auch von Bands wie THE NEW ROSES und meine Lokalmatadoren HEADSTONE perfekt geboten wird. Und so spielten sich die Fünf sympathisch mit viel Charme ins Ohr. Mir gefielen LOSING GRAVITY so gut das ich mir die CD am Merchstand gekauft habe, und im Studio sind die leicht schrägen Töne nicht zu hören. Ich denke mal das die Band an diesem Abend mehr Leute als nur mich überzeugen konnten und auf einigen Radarschirmen mehr aufgetaucht sind.

www.facebook.com/LosingGravityOfficial


Dann war nach der Umbauphase die Zeit reif für die aus Florida stammenden Southern Rocker Legende MOLLY HATCHET. Es ist unnötig zu schreiben seit wann MOLLY HATCHET ihr Unwesen im Rockbiz treiben, und wieviel oder welche Songs sie schon gemacht haben. Aber mal so nebenbei mal ihr „Flirtin‘ With Disaster“ , „Bounty Hunter“ und „Fall Of The Peacemakers“ Live zu erleben ist schon eine Wucht. Ich persönlich habe Songs wie „Edge Of Sundown“, dem Bandklassiker „Stone In Your Heart“ und „Down From The Mountain“ vermisst, aber trotz der Songs die nicht gespielt wurden war die Show sehenswert. Zum einen hatte Gitarris Bobby Ingram entweder eine Dauergrinsen oder -lachen im Gesicht und schien verdammt viel Spaß zu haben wie auch der Rest der Band. Dann wäre ich auch schon bei meinem zwei kleinen Kritikpunkten die mir persönlich aufgefallen sind, zum ersten der Frontmann ist relativ jung im Gegensatz zu den anderen Bandmembern und will irgendwie für mich nicht recht in das Bild einer Legende passen, stimmlich passt es perfekt. Der zweite Punkt, Bobby ist unbestritten einer der besten Gitarristen auf dem Planeten aber die Solos kamen mir zu lang vor, da kam mir die Band dann eher wie eine Ingram Soloshow vor als wie eine Southern Rock Legende. Die Songauswahl kann als gelungen bezeichnet werden, nur haben es HATCHET nicht nötig einen WHITESNAKE Song zu spielen, dafür hat die Band eine eigene lange Vita. Ansonsten war der Gig einer Legende würdig, der Sound hatte auch genug Bumms um einem die Grütze aus der Mütze zu jagen, die Band ehrte auch die schon verstorbenen Mitglieder. Ich hatte damals 2019 auch das Livealbum „Battleground“ durchgewurstelt und fast mit Höchstnote versehen, der Abend kann in etwa mit der Bewertung von „Battleground“ mithalten und verglichen werden. Die beiden Kritikpunkt entsprechen meinem persönlichen empfinden und das fällt ja bekanntlich bei jedem anders aus. Ein geiler funny Hinkucker war über die gesamte Spielzeit der Drummer, der hatte den ganzen Abend eine Freiheitsstatuen Gedächtnis Frisur auf, die sah aus wie der Strahlenkranz der Lady Liberty in New York City.

www.facebook.com/OfficialMollyHatchet

MOLLY HATCHET Setlist:

Here I Go Again
Whiskey Man
Bounty Hunter
Gator Country
It’s All Over Now
One Man’s Pleasure
Devil’s Canyon
Drum Solo
Beatin‘ The Odds
Gonna Live ´Til I Die
Son Of The South
Fall Of The Peacemakers
Jukin‘ City/Layla
Dreams I’ll Never See
Firing Line
Flirtin‘ With Disaster

Text: Balle / Bilder:

Fonse Demmelhuber

Rock im Moos präsentiert The Great Rock & Blues Spektakel Live mit HEADSTONE und HIGH FIRED am 21.10.2023 in Wald an der Alz

Am 21. Oktober traten HIGH FIRED und HEADSTONE zum Rock & Blues Spektakel präsentiert von Rock im Moos in Wald an der Alz an, und beide rockten die Bühne ohne sich dabei eine Blöße zu geben. Es war wie angekündigt ein Spektakel mit viel Live Blues Rock und Rock N Hard Roll was bei den Zuschauern sehr gut ankam.

HIGH FIRED aus München machten den Anfang an diesem Abend mit viel Rock Musik. Das Trio macht coole Blues Rock Mucke, teilweise mit einem sehr starken Bajou Touch das man meint er stammt direkt aus den Sümpfen Louisianas. Am Anfang bestand das Trio aus einem Sänger und Gitarristen, zweiten Stimme und Mundharmonika sowie Drummer. Etwa in der Mitte des Gigs verließ die zweite Stimme die Bühne und wurde durch einen Bassisten ersetzt. Ab diesem Zeitpunkt war der Sound richtig Fett nur war der Bass zu dominant und überfuhr die beiden anderen. Der Blues Rock wurde souverän und mit viel Liebe geboten, der Gesang erinnerte an THE BOSS HOSS und passte sehr gut zum Sound der Band. Nur eines viel für mich persönlich negativ auf, dass Cover „Sweet Child O‘ Mine“ von den GUNS N‘ ROSES in einer Blues Rock Version traf nicht meinen Geschmack. Der Rest der Songs war sehr gut gewählt und wurde trotz Trios sehr gut und kraftvoll umgesetzt ohne dabei ein Haar in der Suppe zu finden aus dem erwähnten Cover.

www.facebook.com/highfiredband

Setlist von HIGH FIRED:

High Fired
Devil On The Run
Preaching Blues
Gonna Be My Girl
Sweet Child O‘ Mine
Back In Black
Green Coast
Jesse Jane
Lost My Soul In Dust
Walking Blues
Folsom
Ride To Rock
No Time To Die
Ace Of Spades
Stupid Man
Death By Rock’N’Roll
Catch My Love
Rusty Cage
House Of The Rising Sun
Sharp Dressed Man

Nach kurzer Umbauphase kam das Trio von HEADSTONE bestehend aus Russel McFish Vocals, Bass und Gitarre, Teddy McRocket an der Gitarre und Simon McMayhem am Schlagzeug auf die Bühne. Ich habe dieses Power Trio letztes Jahr im Sommer in Waldkraiburg bei ihrer Album-Release Show von „Get On My Bones“ schon sehen können. Was die drei Jungen Musiker an dem Abend auf der Bühne für eine Show gezeigt haben war pure Energie und Spielfreude, genau wie am 21. Oktober hat sich das Trio regelrecht den Arsch aufgerissen und über 2,5 Stunden Vollgas gerockt. Die Setlist bestand aus ihren eigenen sehr guten Songs und Cover Versionen in der HEADSTONE Interpretation. Der Sound lässt sich am besten als Rock N Hard Roll mit leichter Blues Note beschreiben oder eine Mischung aus THE BRANDOS, englische SPIDER MURPHY GANG, AC DC und AIRBOURNE. Die eigenen Songs konnten dabei genauso überzeugen wie die Cover Songs, man merkte in keiner Weise das die Musiker noch relativ jung sind, es passt bei diesem Gig fast alles mit Ausnahme als Russel vom Bass auf die Akustische umgestiegen war und Teddy seine Gitarre tiefer stimmte war der Sound doch arg Gitarren lastig und die Akustik Gitarre von Russel war nicht so prickelnd vorhanden, der Ton Mann an den Reglern hat da nicht wirklich viel ausrichten können. Mit nur einem Kritikpunkt boten die drei Jungs aus Taufkirchen eine Top Vorstellung die man sich unbedingt ansehen sollte wenn man die Gelegenheit dazu bekommt. Als Schmankerl kam für die letzten fünf Songs noch Robby Luckets, Sänger und Gitarrist von SANDNESS, als Special Guest auf die Bühne. Ab dem Zeitpunkt war der Sound noch fetter und gigantisch durch die zweite Gitarre, und die Boys konnten gewaltig Punkte einfahren.

www.facebook.com/headstone.rocks

Setlist HEADSTONE:

Death Comes On Sunday
New Orleans
Rebel Yell
Hell Ride
Slippin‘ & Slidin‘
Blue Suede Shoes
Point Of No Return
Please Don’t Drive Me Wild
Ladies On The Main Street
Johnny B. Goode
Get On My Bones
Appetite
Called You Back
Whiskey In The Jar
Dealing With The Devil
Wherever You Roam
Outlaw
Balls To The Wall
Roc In Town (Burning Box)
Forunate Son
Tush
Paranoid
Whole Lotta Rosie
Ace Of Spades
Bring Back The Rock N‘ Roll

Text Balle, Bilder Fonse Demmelhuber

WIND ROSE, SEVEN KINGDOMS und Special Guest ALL FOR METAL in München / Backstage am 20.09.2023

Während ihrer ersten Headliner Tour durch die Lande kamen die aus Italien stammenden WIND ROSE nach München. Als Support kamen die US Band SEVEN KINGDOMS mit, als Special Guest waren die Newcomer von ALL FOR METAL dabei. Das Paket umfasst die Vollbedienung für den Metal Fan, der Schwermetall regierte an diesem Abend in München.

 

Den Anfang machten die mir bis zu diesem Abend völlig unbekannten SEVEN KINGDOMS aus Florida, ich war positiv überrascht was die Band mit Frontfrau auf der Bühne zeigte. Ich weiß nicht ob es ein Markenzeichen der Frontfrau oder ein Fetisch ist, bei der Show hatte sie Puschen in Form von Hot Dogs an, kam gut der Kontrast zwischen den Puschen und Metal. Mit ihrem Power Metal hatte die Truppe das Publikum schnell in der Hand und spielte sich sehr gut durch ihren Set der länger hätte gehen können.

www.facebook.com/SevenKingdomsOfficial

Nach der Umbauphase kamen die Newcomer von ALL FOR METAL dran, was ich mitbekommen habe war am Merch Stand von ALL FOR METAL während meiner Anwesenheit die gesamte Zeit eine lange Schlange Fans. Die beiden anderen Bands spielten Merch mäßig kaum eine Rolle, alle wollten nur zum ALL FOR METAL Stand. Als Tim Schmidt und der Ex DEVICIOUS Shouter Antonio Calanna die Bühne betraten kam noch mehr Bewegung in die Zuschauer. ALL FOR METAL machten genau wie die vorher spielenden SEVEN KINGDOMS eine sehr gute Figur. Da die Bühne im Backstage Werk sehr wenig Platz bietet war für das Acting beider Sänger, die Live genauso gut harmonieren wie auf Konserve, nicht viel Spielraum. Trotz des Mangels an Platz lieferten beide eine coole Show und heizten dem Publikum gewaltig ein. Egal ob beide Sänger, Gitarrren Ladys, Bassist oder Drummer, alle hauten auf den Putz und ließen eine Sause der Duftmarke 1A steigen. Der poppige Melodic Power Metal kam bestens bei den Leuten an und wurde mit viel Interaktion zwischen Band und Publikum gebührend gefeiert. Beim Songwriting wurde bei ALL FOR METAL auf Nummer sicher gegangen und es wurde ein gefälliges Album produziert das Live genauso gut ankommt wie auf dem Studiorundling. Es kamen die auch schon als Videos im Vorfeld veröffentlichten Zugpferde wie die Tanzflächen Füller „All For Metal“, „Born In Valhalla“, „Raise Your Hammer“ und „Hear The Drum“, genau wie die Ballade „Legends Never Die“ zum Zug und wurden von den Zuschauern abgefeiert. Ich hatte den Eindruck das die Mehrzahl der Zuschauer wegen ALL FOR METAL zum Konzert kamen, nicht nur aufgrund der Schlange am Merch Stand sondern auch wie das Publikum abging zeigte das dieses als auch die Band mehr als nur Spaß an der Show hatten. Leider war die Stage Time von ALL FOR METAL genau wie bei den Vorgängern viel zu kurz, die hätte für mich länger ausfallen können.

www.facebook.com/allformetalofficial/

Zum Abschluss dieses Abends mit Live Mucke kamen die aus Pisa stammenden Headliner WIND ROSE auf die Bühne. Leider befindet sich der Dwarf Metal der Italienern nicht in meiner Wohlfühlzone. Trotzdem machten WIND ROSE während ihres Gigs eine anständige Figur und konnten Live überzeugen, die Songs wurden kraftvoll mit sattem Sound und Hochdruck aus der PA-Anlage geblasen. Die fünf Metal Dwarfs rockten sich souverän durch ihren Set und konnten dabei beim Publikum Pluspunkte sammeln. Während des Auftritts wirkte das Gefüge aus den fünf Dwarfs wie ein Klan Zwerge aus Tolkiens „Der Herr Der Ringe“. Es wurde eine Fantasy Story mit Kostümen vorgetragen, der Sänger hat mit seiner Robe in der Hitze des Gefechts bestimmt fünf Kilo verloren. Da mir WIND ROSE bis zu diesen Abend kein Begriff waren und mir das Songmaterial ihrer Alben nicht bekannt ist kann ich zur Setliste, trotz der gelungenen Auswahl nichts Beitragen. 

www.facebook.com/windroseofficial

Text Balle, Bilder Fonse Demmelhuber

Konzertbericht H.E.A.T. und EXCLIPSE am 06.09.2023 in München

Am 06. September machten die Schwedischen Melodic Rock Heroes von H.E.A.T. und ECLIPSE auf der Co-Headliner in München halt. Die Schweden zeigten wo Thors Hammer hängt, im hohen Norden genauer gesagt Schweden wird von einem anderen Stern gerockt.

H.E.A.T. wurden am Sonntag von Andrea Kiewel im ZDF Fernsehgarten als erfolgreichste Schwedische Rockband angekündigt. Ob das so der Wahrheit entspricht ist bestimmt ein Thema für Diskussionen, aber Erfolgreich sind sie alle Mal. Beim Gig war die Halle im Backstage auf alle Fälle brechend Voll und das Publikum war sehr gut drauf. Als die Band zu spielen anfing wirbelte Kenny mit dem Mikro auf der Bühne rum wie ein wilder Stier in der Arena, nach den ersten Songs wurde er vom Acting her ein wenig ruhiger und rannte nicht mehr so wild rum. Die Band war sehr gut drauf, Kenny war bestens bei Stimme und die Band bewies ohne Zweifel das sie zu den Besten ihres Faches gehören. Kenny spielte gekonnt mit den Zuschauern und heizte die Stimmung noch mehr auf, was die Leute auch wohlwollend aufnahmen. Während die Band einige neue Songs neben Bandklassikern spielte ging das Publikum voll mit und beantwortete jede Interaktion von Kenny mit einem Feedback. Die Band bot eine energische und aktionsreiche Show, ob Kenny sich auf der Bühne wälzen muss ist ein Streitthema. Ansonsten gibt es nur eins dazu zu sagen das es sich um eine Perfekte Show mit druckvollem und fetten Sound handelte und das Publikum damit mehr als zufrieden sein sollte. So kann es von mir aus weitergehen, geile Songs im Gepäck und eine perfekte Liveshow besser kann man eine Party nicht Feiern.

www.facebook.com/heatsweden/

H.E.A.T. Setlist:
Demon Eyes
Rock Your Body
Hollywood
Downtown
One By One
Keep In Dreaming
Come Clean
Breaking The Silence
Cry
Point Of No Return
Beg Beg Beg
Back To The Rhythm
A Shot At Redemption
Living On The Run
Dangerous Ground

Nachdem H.E.A.T. eine perfekte Show abgeliefert haben, waren die Erwartungen an ECLIPSE sehr hoch. Diese Erwartungen konnten ECLIPSE in allen Belangen erfüllen. Mit mehr Power und zwei Gitarren legten die Schweden unter Volldampf los und rockten sich durch ihren Set, der ebenfalls aus neuen Songs und Bandklassikern bestand. Souverän spielte die Band ihr Programm durch ohne dabei auch nur einen Ansatz von Schwäche zu zeigen. Dadurch das Sänger Erik Martensson auch als Gitarrist auf der Bühne stand war das Stage Acting nicht so wirbelnd und actionreich wie bei H.E.A.T.. Als Erik die Gitarre bei einigen Songs zur Seite legte kam auch hier mehr Bewegung ins Spiel und der Mikrofonständer wurde eingesetzt. Erik beherrscht die Interaktion mit den Zuschauern genauso perfekt wie Kenny und bekam deren Rückmeldung sofort als Reaktion zurück. Der Sound war auch bei ECLIPSE druckvoll, mit viel Power nur Dröhnte es durch den Einsatz von zwei Gitarren leicht. Über diesen kleinen Kritikpunkt kann man hinwegsehen. Da sowohl ECLIPSE als auch H.E.A.T. in ihrer eigenen Liga spielen und echte Vollblutmusiker darstellen, Profis in allen Lagen sind. Hier sollte das Publikum ebenfalls über das Gebotene mehr als glücklich sein und mit den Eindrücken zwei perfekten Shows gesehen zu haben nach Hause gegangen sein. Nur eines ist wirklich Schade, die Fläche auf den Bühnen in allen drei Veranstaltungsorten im Backstage ist stark begrenzt und beschränkt sich auf ein minimalistisches Platzangebot. Aber lieber klein und familiär als ein Lock Down ohne jegliches Live Vergnügen, dass hatten wir lange genug.

www.facebook.com/EclipseSweden

ECLIPSE Setlist:
The Hardes Part Is Losing You
Got It
Saturday Night (Hallelujah)
Runaways
Anthem
The Storm
Hurt
Children Of The Night
Roses On Your Grave
Battlegrounds
The Downfall Of Eden
Black Rain
Never Look Back
Twilight
Viva La Victoria

Text Balle, Bilder Balle und Vanessa Müller

Rock N Loc 2023

Festival Bericht vom Rock N Loc in Wald Markt am 20.05.2023

Vorabanmerkung, wer mehr über das Festival wissen möchten, dem empfehlen wir unseren Vorbericht: https://www.rock-garage.com/ankuendigung-rock-n-loc-festival-im-mai/

Gegen 12 Uhr enterte die erste Band BUTTON ROUGE aus Augsburg die Bühne. Mit ihrer Frontfrau Isy machte die Band ordentlich Wind im Zelt. BUTTON ROUGE legten den Grundstein für ein gelungenes Festival. Mit stampfenden Rhythmen und harten Riffs rockten sich das Mädel und die Jungens souverän durch ihren Set der leider zu früh endete. Aus der Band könnte in Zukunft was werden wenn sie genügend Support bekommen oder beim richtigen Label unterkommen.

Nach der kurzen Umbauphase und dem Soundcheck kamen die Frankfurter V.E.R.S.U.S. gegen 13 Uhr zum Zug. Die Hessen zeigten sich von einer Guten Seite und spielten sich durch ihren Mix aus Deutsch Rock mit leichter Punk Note. Die Band machten unter Vollgas die Rampensäue (im Positiven) eine Anständige Figur. Ich wurde öfters an die TOTEN HOSEN und Campino erinnert, was ich jetzt nicht als Nachteil sehe.

Dann betraten die schwedischen Melodic Rocker von GRAND DESIGN die Bühne und sorgten dafür das die Stimmung der zu der Zeit anwesenden Leute stieg und stieg. Die alten Hasen aus dem hohen Norden Europas zeigten wie Sau gut schwedische Künstler sein können und lieferten einen perfekten Set ab. Dabei wurden sowohl ältere als auch Songs vom kürzlich erschienenen Album gespielt, die Songauswahl kann als gelungen bezeichnet werden.

Danach kamen die schwäbischen Metalheads von STORMWITCH auf die Bühne und legten einen bemerkenswerten Auftritt hin. Da ich mit dem Schaffen von STORMWITCH nicht vertraut bin kann ich über die Songauswahl nicht viel aussagen. Ich fand den Gig für sehr gut und die Songs machten mich neugierig darauf das veröffentlichte Material der Band mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Den Auftritt kam ich hinter Bühne mit, da Michael Bormann während dieser Zeit eingetroffen ist wechselte man einige Worte miteinander.

Nun kam für mich das erste Highlight dieser gelungenen Veranstaltung, MICHAEL BORMANN‘S JADED HARD betraten die Bühne und das Zelt fühlte sich deutlich mehr als vorher. Michael Bormann und seine Gang legten einen starkes Set auf die Bretter, wie von Michael zu erwarten war, war seine Stimme in Topform und er zauberte einen fulminanten Gig der von den Anwesenden gefeiert wurde. Michael erwähnte das er zu einem Künstler der ersten Stunde dieses Festivals gehört und er Gänsehaut bekommt wenn er in seinem wie er selber aussagte Zuhause auftritt. Man merkte den Musikern an das sie froh waren endlich wieder Live auf der Bühne stehen zu können und sich dann auch noch wie im eigenen Wohnzimmer durch die Songs zu rocken. Die ganze Truppe um Michael war bestens aufgelegt und das zeigten sie auch auf der Bühne. Es passte einfach alles die Interaktion von Michael mit dem Publikum, den Jungs an den Instrumenten, der druckvolle Sound der nicht besser hätte sein können, zauberten eine magische Stimmung in das Zelt.

Nach Michael Bormann kamen Ex BONFIRE Stimme CLAUS LESSMANN und MICHAEL VOSS dran, die beiden spielten eine geniale Akustikshow. Ohne viel Schi Schi wurden Songs aus dem Album der Beiden und BONFIRE aus der Zeit mit LESSMANN vorgetragen. Mir waren die Songs im Akustikgewand ein wenig zu Zahm aber trotzdem interessant die BONFIRE Schinken mal in einer stromlosen Version zu hören, natürlich kam zum Ende hin auch der Balladenklassiker „Who’s Foolin‘ Who“ dran der ein Highlight darstellte. Claus bewies genau wie Michael Bormann das sich beide zu den besten Sangesbarden in Europa, oder besser gesagt Weltweit zählen dürfen. Ich sah BONFIRE mal vor sehr langer Zeit in einer Gegend Oberbayerns die nicht mal eine Ortschaft war, es heißt dort nur Weg damit der Postbote weiß wo er die Sendungen hinbringen soll. Und die Stimme von Claus hat in all den Jahren nichts an Faszination, Kraft und Ausdrucksstärke verloren, ganz im Gegenteil zu manchen anderen im Alter von Claus die teilweise oder gar keine Töne mehr treffen.

Dann kamen die Münchner VICE die auch schon seit den 80ern im Rockzirkus unterwegs sind. Nach einer sehr langen Pause kamen die Bayern doch tatsächlich 2017 mit einem neuen Album zurück und schoben 2019 gleich noch eins nach. Hier bewahrheitet sich der alte Spruch wieder mal, dass totgesagte sehr lange Leben. Und wie laut sie leben, mit voller Power legten die Oberbayern einen guten Gig hin.

Nun war die Zeit reif für die Schweizer Hardrocker CHINA, die sich mit viel Stimmung durch ihre Schaffensphase rockten. Der gebotene Melodic Hard Rock war genau wie die Songauswahl sehr gut. Die Eidgenossen wurden bestens von den Besuchern aufgenommen. Auch hier bei diesem Auftritt gibt es keinen Grund irgendwie die Meckermaschine anzuschmeißen. Die Schweizer sind schließlich auch schon eine gefühlte Ewigkeit im Rockgeschäft unterwegs was man hören konnte.

Nach CHINA war es soweit, Johnny Gioeli kam mit HARDLINE dran neben Michael Bormann für mich das zweite Highlight. Die anderen Künstler waren auch bestens aufgelegt und spielten eine Geile Show doch Michael und Johnny sprengten an dem Abend auf dem Rock N Loc den oberen Bereich jeder Skala. Für HARDLINE und ihren Mikroman Johnny wurde die Bühne erweitert und diese nutzte Johnny voll aus. Wie ein Duracel Hase lief und sprang er von vorne nach hinten und rechts nach links und bot so mit seiner Band eine sehr feine Show. Der Schlagzeuger werkte an den Stick rum das seine Mähne rumflog und mich immer an Das Tier von den Muppets erinnert. An dem Abend wurde ein Best Of Programm geboten und es wurden auch Klassiker wie „Takin‘ Me Down“ gespielt. Johnny zeigte eindrucksvoll dass er zu den besten unter den Sängern zählt.

Zu den beiden Auftritten von VICTORY und POWERTRIP kann ich keine Aussage tätigen da ich da nicht mehr auf dem Festival war. Laut Aussagen die ich im Nachgang gehört habe müssen beide Auftritte aber ebenfalls der Hammer gewesen sein!

Man kann dem Veranstalter Hubert Teichmann und seinem Team kein schlechtes Zeugnis ausstellen, sondern die Behauptung aufstellen ein sehr gutes familiäres Festival auf die Beine gestellt zu haben. Sei es die Backstage Crew um Jürgen Schmautz, die Kulinarische Ecke in der es für jeden Geschmack etwas gab. Die Speisekarte reichte von Grillfleisch in einer Semmel, über Bratwurstsemmel, Schupfnudeln mit Sauerkraut, Currywurst mit Pommes oder ein wohlschmeckender Hamburger es sah alles lecker aus und war zu einem Vernünftigen Tarif zu erstehen. Die Getränke gingen von verschiedenen Alkoholfreien Getränken, Hellem und Weizen Bier über Goasn, Energiedrinks und Longdrinks, wer da nicht fündig wurde dem ist weder beim Essen noch Trinken zu helfen. Die Preise waren für ein Festival angemessen, weder zu Teuer noch zu Billig, sicher kann man über Preise diskutieren aber wo fängt was an und das Andere auf. Für den Sound waren die Boys von www.bs-Carhifi.de verantwortlich, die für einen Bomben Live Sound sorgten.

Text und Bericht Balle; Fotos Michael Klein

Konzertbericht MAX ROXTON, SINCE APRIL und BLOODRED HOURGLASS am 09.06.2023 in München

Am 09. Juni waren MAX ROXTON, SINCE APRIL und BLOODRED HOURGLASS für ein Gastspiel im kleinen Club des Backstage in München. Ich kannte vorher keine/n der Künstler/Bands wirklich, mir war die Band SINCE APRIL aus München mit ihrem Video zum Song „The Light“ aufgefallen und ich dachte mir da steckt Potential drin. Also machte ich den 09. Juni für einen Live Abend klar. Ich wurde auf sehr Positive Weise an dem Abend überrascht. Allerdings ist der Backstage Club nicht sehr groß aber dafür ist ein Konzert in dieser Location eher ein Intimes Vergnügen.

Den Anfang machten die aus Finnland stammenden BLOODRED HOURGLASS, laut Internet bewegt sich die Band im Groove Metal. Ich kann das nicht so bestätigen, Live kommt der Sound mit drei Gitarristen eher wie eine Modern angehauchte Heavy Metal Variante rüber. Die Jungs an den Instrumenten waren nicht übel, dafür das der Sound nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht können die Jungs nichts. Es gibt zwei Punkte die mir da Negative aufgefallen sind, der Sänger war für mich unverständlich, ich habe nicht ein Wort verstanden was da ins Mikro geraunzt wurde. Aber es gibt auch für diese Art der Musik Liebhaber und das ist auch Gut so nur für mich ist das jedenfalls keine Wohlfühlzone. Der zweite Punkt ist das die Keyboards vom Band kamen, und wenn das der Fall ist weiß man nicht was noch alles vom Band kommt. Als Fazit kann man den Finnen einen guten Gig attestieren.

www.facebook.com/bloodredhourglass

Es folgten die Lokalmatadoren SINCE APRIL, bevor die Show losging konnte ich ein Gespräch mit einem der Gitarristen und Bassisten führen, bei dem ich heraus fand das SINCE APRIL schon 2019 ihr Debütalbum veröffentlicht haben welches ich mit Unterschriften bekam, Danke nochmals für dieses signierte Exemplar. Es ist das zweites Album in der Mache das in Form von zwei EPs veröffentlicht wir. Vom ersten Teil stammt der mir bekannte Song mit Video „The Light“ mit dem die Boys ihren Set auch eröffneten. Das Potential das ich in der Band im Vorfeld sah hat sich bestätigt, es passte bei dem Gig alles, angefangen bei den Vokals bis zum Drumsound. Auch hier kamen leider die Keys vom Band. SINCE APRIL bieten einen sehr coolen und starken Mix aus Hard Rock / Melodic, Heavy und Prog Metal mit viel Melodie, Energie und starken Vocals. Den positive Eindruck den die Band Live hinterlassen hat wurde durch das Debütalbum bestätigt. Es ist gut zu wissen das sich der noch sehr junge Gitarrenmucke machende Nachwuchs auf einem sehr hohen Niveau befindet. Man kann SINCE APRIL als Mix aus Hard Rock, AXEL RUDI PELL, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, LEVERAGE, FIFTH ANGEL mit einem kleinen aber feinen Anteil Prog im Sound sehen. Der Mix macht ordentlich Laune und Spaß, das gehörte macht mich noch neugieriger auf das kommende zweiteilige Album. Im Set befand sich kein Durchhänger, alle Songs zündeten vom Anfang bis zum Ende des Gigs. Die Band wurde vom Publikum von Anfang an bis zum Ende voll angenommen und man feierte eine geile Party.

www.facebook.com/sinceaprilofficial

Setlist SINCE APRIL
The Light
Defenders
All Alone
Venomous
Irreplaceable
In The Dark (noch unveröffentlichter Song, nächste Single am 23.06.!)
The Chosen Ones
Last Resort (Papa Roach)
Escape
My Redemption

Nun war die Zeit für MAX ROXTON gekommen, bevor die erste Band ihren Gig startete konnte ich auch ein paar Worte mit Max und der zweiten Stimme Lizzy wechseln. Bei diesem Gespräch kam zum Vorschein das Max und ich keine 25km voneinander entfernt wohnen. Die Welt ist zwar ein Dorf aber Max hat vor dieses Dorf zu erobern, wenn er so weiter macht wie er Live auf der Bühne war könnte dieses Unterfangen unter Umständen sogar gelingen. Max zeigte sich in einer Top Form und absolvierte einen explosiven Auftritt. Er machte am Mikrofon und der Gitarre eine sehr gute Figur wie auch der Rest seiner Mannschaft, es wurde sich souverän durch den Set gerockt als wenn es keinen Morgen geben würde und jeder Moment mit dem Publikum ausgekostet. Lizzy die weibliche Stimme machte auf der Bühne einen auf Rumpelstilzchen ums Feuer. Max befindet sich dabei in einem sehr guten Mittelmaß zwischen traditionellem und modernem Hard Rock mit leichten und wohldosierten Alternative Touch ohne es dabei zu übertreiben. Irgendwie wie eine nicht so Depressive Version von NIRVANA mit den Happy Vibes von FOO FIGHTERS, LINKIN PARK, AC DC und jegliche Vertreter der Ass Kickin‘ Rock Fraktion aber auch den Melodic Rock Heroes der Vergangenheit. Es handelt sich dabei um eine sehr delikate Mischung die in Wirklichkeit besser schmeckt als es sich liest.

www.facebook.com/MaxRoxton

Setlist MAX ROXTON
Crisis or Game (noch unveröffentlichter Song)
I’m Back
Satellite
21st Century Radio (noch unveröffentlichter Song)
Within Your Mind
Center of the Universe
Sooner or Later (noch unveröffentlichter Song)
Masquerade
Man in the Box (Alice In Chains)
Out of the Dark
Now I Understand
Out of Control
Misty Places
Shoot To Thrill (ACDC)
Somewhere I Belong (Linkin Park)
The Pretender (Foo Fighters)

Mir hat bei Max genau wie bei SINCE APRIL gefallen was mir geboten wurde, ich finde das es unbedingt Wert ist einmal Probe zu hören oder sehen und unterstützt zu werden. Es schlummern sehr viele Unknown Talente im Untergrund die nur darauf warten das deren Potential entdeckt wird und bei SINCE APRIL und MAX ROXTON ist sehr viel Potential vorhanden.

Text und Bilder Balle

Konzertbericht DEVICIOUS und SONS OF SOUNDS in Salzburg

Am 12.06.2022 machten DEVICIOUS auf ihrer Tour in Salzburg halt, also die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ab nach Salzburg um mir die Jungs Live anzusehen. Die Show fand in der Rockhouse Bar statt. Ein kleiner gemütlicher Veranstaltungsort der eine intime Show zulässt und wie ein Kellergewölbe aussieht. Als Vorband wurden die SONS OF SOUNDS mit eingetütet. Mit etwas Verspätung begann das Spektakel.

Nach dem Einlass spielten die Boys von SONS OF SOUNDS einen souveränen Gig. Leider gibt es einen Wehrmutstropfen denn der Zuschauerzuspruch war doch etwas dürftig die sich die coole Show der Jünglinge ansahen. Ich muss dazu sagen das die Band dies nicht verdient hat. Ich kannte SONS OF SOUNDS bis jetzt nur von den Reviews auf unserer Seite, gehört habe ich bis zum Gig noch keinen Song. Aber ich wurde mal wieder positiv überrascht und mir gefielen die ausgewählten Songs richtig gut und auch die Art wie die Jungen Wilden sie Live mit viel Energie auf die Bühne gebracht haben. Auch wenn nicht die Überstimmung aufkommen wollte ließen sich die SONS die Spielfreude zu keinem Zeitpunkt nehmen und interagierten auch mit dem Publikum. Mal sprang der Bassist in die Mitte des Gewölbes oder der Sänger lief zwischen den Zuschauern hin und her und hielt den Leuten das Mikro unter die Nase damit sich diese an der Show beteiligen konnten. Am Schluss fragte man das Publikum ob noch einer geht, natürlich ging noch einer. Ein Zuschauer meinte „Oana gäht no, oana gäht oiwei“, ein weiterer rief „Oas, zwoa, gsuffa“, so kam zum Ende hin noch ein wenig mehr Stimmung in die Bude.

www.facebook.com/sonsofsounds

Nach dem Umbau kamen dann DEVICIOUS auf die Bühne, auch hier wurden es leider nicht wirklich mehr Personen im Zuschauerraum. Die wenigen Leute im Publikum schien die Band nicht im Geringsten zu stören, denn die gab alles und legte ein Powerset hin, so das es eine wahre Freude war. Neusänger Baol passt wie Arsch auf Deckel zur Band und den Songs, nach anfänglichen Soundproblemen, die ab dem dritten Song beseitigt waren, konnte Baol sein Können unter Beweis stellen. Er bewies des Öfteren wahren Wortwitz und interagierte sehr gut mit Band und Publikum. Schade, dass nicht mehr Zuschauer zur Show kamen, aber vielleicht lag es auch daran das zum Zeitpunkt der Show das Salzburger Volksfest war, das Schweden Rock Festival und noch einige mehr. Die Band spielte sich mit viel Spielfreude durch ihr Set, ohne das dabei Fehler zu hören waren. Alex Frey war auch bestens aufgelegt, da er am Tag darauf Geburtstag hatte, den er hoffentlich gebührend rockig gefeiert hat. Leider war so ein „Lauf“ in die Zuschauer, wie bei den SONS, nicht vorhanden, dies hätte unter Umstanden ein wenig mehr Stimmung gebracht. Trotz allen Widrigkeiten spielte die Band eine super Show und gehört mit Sicherheit zur Speerspitze des Melodic Rocks in Europa wenn nicht sogar weltweit, und hat mit dem Album #3 „Phase III“ den Grundstein  dafür gelegt. Mit Album #4 „Black Heart“ sind sie nun ganz oben angekommen und haben diesen Anspruch mit dem Aufstieg in den Rockolymp bewiesen. Für mich zählen DEVICIOUS momentan mit zu den besten Bands im Melodic und Hard Rock Sektor in Deutschland.

Setlist

Afterlife
Mysterious
Walk Through Fire
Penhouse Floor
Understand
Desire
Falling
Long Way Home
Not What It Seems
Heroines
Smooth Radasonator
The Silence
Eyes Of A Stranger
Firefly
Rising From A Thunder
Everything
Black Heart

Zugabe

Never Let You Go

www.facebook.com/deviciousband

Text und Bilder by Balle

Konzertbericht Dynazty + Holy Mother +Sirenia + Surma in München

Dynazty am 07.04.2022 Tourauftakt im Backstage München

Am 07.04.2022 fand der Auftakt der „The Dark Delight“ Tour von DYNAZTY in München statt. Aus bekannten Gründen konnte die Tour im Jahr 2020 nicht stattfinden. Das kommende Album der Schweden wurde durch die Tour von März auf August verschoben. Als Support dabei sind HOLY MOTHER, SIRENIA und SURMA.

Mit etwa einer Stunde Verspätung legten HOLY MOTHER zum Auftakt los, die US-Boys absolvierten eine souveräne und starke Show. Man merkte den Jungs an das sie spaß hatten endlich wieder Live on Stage zu stehen. Mike Tirelli hatte mit dem leider nur aus knappen 100 Personen bestehenden Publikum, was die Band nicht im Geringsten zu stören schien, leichtes Spiel. Der Rest der Band war genauso gut drauf wie Mike. Ein Highlight kam zum Ende hin als die Band zu Ehren von Ronnie James Dio dessen Rockhymne „Holy Diver“ anstimmte. Nach ihrem Gig begab sich die Band an den Merchstand und führte so einige Gespräche mit den Besuchern. An der Bar waren die Boys auch zeitweise anzutreffen. Ich muss jetzt anmerke das mir HOLY MOTHER Live besser als auf Konserve gefallen. Beider Daumen hoch für die Geile Show und auch für die Nähe zum Publikum.

Nach dem Umbau für SURMA und einem längeren Soundcheck kam die Ansage der Band das sie schweren Herzens den Gig absagen müssten, Grund habe ich keinen mitbekommen. Dies könnte auch der Grund für die Verspätungen von HOLY MOTHER gewesen sein.

Nach dem Umbau und neuerlichen Soundcheck enterten die mir bis jetzt völlig unbekannten, was auch so bleiben wird SIRENIA die Bühne. Mit einem Mix aus NIGHTWISH, AMARANTHE und WITHIN TEMPTATION mit weiblichen Leadvocals wurde sich durch das Set gerockt. Der Gig war nicht schlecht ging aber nicht an mich, die Songs hörten sich fast alle gleich an. Einzig der letzte Song ein Cover von DISIRELESS mit „Voyage, Voyage“ im Metal Gewand ist bei mir hängen geblieben. Der Bass, Keyboards und Backing Vocals kamen vom Band was bei den beiden anderen Bands nicht der Fall war.

Während des Soundchecks von DYNAZTY kamen noch einige Leute hinzu, laut Auskunft vom Backtage waren 169 Besucher beim Tourauftakt dabei. Mit über einer Stunde Verspätung betraten die Bandmitglieder die Bühne um eine Stadt zu erobern. Dies gelang ohne große Probleme. Ab den ersten Takten war das Publikum fest in der Hand der Band und eine geile Party wurde zelebriert. Die Jungs waren gut drauf genau wie das leider nur ein paar Handvoll betragende Publikum. Jeder Song, egal ob alt oder neu, wurde ohne Ausnahme von den Zuschauern mit lautem Beifall abgefeiert. Bei den Gassenhauern „The Black“, „Presence Of Mind“, „Heartless Madness“ und „The Human Paradox“ ging das Publikum noch ein wenig mehr ab wie Schmitz Katze und feierte die Band ohne Ende. Es passte in dieser magischen Donnerstagnacht einfach alles perfekt zusammen, eine geile Band die die Bude regelrecht abfackelte und dabei eine Spielfreude hatte. Ein Publikum welches ebenso gut drauf war wie die Protagonisten auf der Bühne, irgendwie schwebte eine magische Stimmung über den Köpfen der Band und den Zuschauern und zauberte so ein Endgeile Stimmung in die Halle, die von HOLY MOTHER schon gezündet wurde startete mit DYNAZTY voll durch. Das Stageacting war vom Feinsten, immer war etwas in Bewegung bei den Solos egal ob Bass oder Gitarren bekam jedes Mitglied seinen Spot im Rampenlicht und stand alleine auf der Bühne einzig der Drummer saß noch auf seinem Hocker. Nils war fantastisch bei Stimme und spielte gekonnt mit dem Publikum, dieses Spiel wurde dankbar angenommen. Die beiden Songs „The Human Paradox“ und „Titanic Mass“ wurden als Zugabe zum Ende der Party gespielt und bildeten den perfekten Abschluss einer für mich perfekten Nacht mit Livemusik.

Setlist

In The Arms Of A Devil
Firesign
The Grey
The Black
Paradise Of The Architect
Threading The Needle
Advent
Drum Solo
Power Of Will
Yours
Instrumental Gitarren Solos
Waterfall
Presence Of Mind
Heartless Madness
Raise Your Hands

Zugabe

The Human Paradox
Titanic Mass

Text und Bilder: Balle + E. Brunner