FIRST NIGHT – First Night (RG Zeitmaschine)

Band: First Night
Album: First Night
Spielzeit: 57:39 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 08.03.2019
Homepage: www.facebook.com/FirstNightEst/

 

Nein ich habe mich nicht geirrt und fange auch nicht an zu Spinnen, ich weiß das dieses hier vorliegende Album gerade mal eineinhalb Jahre alt ist. Nur ist dieses Album nicht mehr so leicht erhältlich und besitzt jetzt schon den Titel zukünftiger Klassiker. FN kommen aus Tallin, Estland und ja irgendwie passt die Musikrichtung nicht so wirklich in diese Gegend. Mich wundert nichts mehr nach BLOODY HEELS aus Lettland, STARDUST aus Ungarn, ELECTRIC MOB aus Brasilien, warum also nicht auch mal nach Estland schauen. FIRST NIGHT waren in meinem Jahrespol 2019 ziemlich weit oben plaziert, und dies mit recht, den die Jungs haben ein Pfund am Start das es nur so aus den Boxen raucht. Zu FN gehören Reneck Sweet am Mikro, Mikk Tivas an Gitarre, Backing Vocals und Mix, Kirstjan Aasamae an der Schiessbude und Backing Vocals.

Die Drei rocken munter und lebhaft drauf los als wenn sie nie etwas anderes gemacht hätten, vom Material einen Ticken besser und noch eingängiger als STARDUST, aber STARDUST haben den besseren Vocalakrobaten, schlecht ist RS nicht, er hat eine andere Stimmfärbung die auch hervorragend zu Melodic Rock passt. Damit wäre die Richtung grob benannt, man nehme eine Mischung aus STARDUST, H.E.A.T., BROTHER FIRETRIBE, TANNA, ALIEN und fertig ist die Beschreibung des Sounds, der verdammt gut ins Ohr geht und dort nicht mehr so schnell Platz macht. Geile Melodien gepaart mit der Stimme von RS passt zusammen wie Topf und Deckel, eine perfekte Symbiose die ein Album kreiert hat das sich in den nächsten zwei Dekaden immer noch in meinen Top Twenty befinden wird. Eingängiger Melodic Rock zum niederknien auf höchstem Niveau produziert, die perfekte Eigenproduktion. Tut Euch selbst einen gefallen und hört euch FIRST NIGHT mal an, wenn die CD auch kaum noch auf zu treiben ist, aber das Album ist auf Spotify vertreten und kann da für Nullo mal angecheckt werden.

Man sollte sich solche Hammerteile wie “First Night”, “Breaking My Heart”, “Let Me Show My Love To You” ein Groovegemonster für eine volle Tanzfläche, “Dragging Me Around”, das flotte “Dangerous” groovt wie Sau, “Can’t Keep Losing”, den Tanzflächensong “That Ain’t Love”. Tja irgendwie das gesamte Album ist an einem Stück hörbar, man findet keine Füller oder Durchschnitt, es befinden sich eigentlich eben NUR Highlights darauf die Spass machen und ein Lächeln in die Mundwinkel zaubern.

Fazit:

Ich vergebe eine 10 an FIRST NIGHT und hoffe darauf das es eine Fortsetzung gibt die das selbe Niveau besitzt und genauso viel Spaß macht und überzeugen kann. Weiter so Jungs macht mehr von dem Zeugs!!!

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. First Night
03. Breaking My Heart
04. Let me Show My Love To You
05. Stop Dragging Me Around
06. Dangerous
07. Can’t Keep Losing
08. That Ain’t Love
09. Night Is Calling Me
10. Going Down
11. Love Is On The Run
12. Out Of The Fire
13. I’m Loving You
14. Endless Night

Helmut

IMPERIUM – Heaven Or Hell

Band: Imperium
Album: Heaven Or Hell
Spielzeit: 45:10 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.facebook.com/imperiumproject

 

Das Solo-Projekt des finnischen Schlagzeugers Mika Brushane geht in die dritte Runde. Eingetütet wurde das Album unter anderem mit Robban Ernlund, Markku Kuikka, Stefano Lionetti, Mikey K. Nilsson, Erkka Korhonen und Robbie LaBlanc.

Herausgekommen ist ein anständiges Melodic Rock Album das hörenswert ist. Die Gitarren sind ein klein wenig in den, gegenüber den beiden Vorgängern, Hintergrund gerückt, bei diesen wurde eine Spur härter zur Sache gegangen. Dennoch gibt es sehr guten Melodic Rock mit leichter AOR Schlagseite zu entdecken. Die Songs sind hervoragend ausgeführt und mit einer druckvollen Produkton versehen.

Dieser dritte Streich ist noch besser ausgefallen als die schon sehr guten Vorgänger, trotz der leicht softeren Ausführung. Als Anspieltipps gebe ich das Album in seiner Gesamtheit an, alles andere wäre Unfair den Songs gegenüber. Als Vergleich kann man die Schnittmenge aus BLANC FACES, FIND ME, EUROPE, TREAT und LIONVILLE sehen, diese Mischung hat es in sich und kann ohne wenn und aber ohne schlechtes Gewissen empfohlen werden.

Fazit:

Der nächste große Wurf aus Landshut dem LA Bayerns. Von mir gibt es ein 9 als Wertung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love Won’t Let You
02. Heaven Or Hell
03. Road To Paradise
04. Vision In A Dream
05. Dreaming On
06. Save Me
07. Higher Than The Sky
08. Invincible
09. Time Is Up
10. Lost In Yesterday

Helmut

WILDNESS – Ultimate Demise

Band: Wildness
Album: Ultimate Demise
Spielzeit: 47:05 min
Stilrichtung: Melodic / Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.facebook.com/wildnessofficial

 

AOR Heaven bringen am 30. Oktober das zweite Album von WILDNESS auf den Markt, und die Trademarks die schon auf dem Debüt zu finden waren, wie etwa geile Melodien und Vocals sind hier auch wieder vertreten. Das enthaltene Material bewegt sich im Melodic Rock und wurde stark in Szene gesetzt.

Verantwortlich dafür sind Erik Forsberg am Mikrofon, Adam Holmstrom und Pontus Skold an Gitarre und Vocals, Marcus Sjosund an Bass und Vocals sowie Erik Modin am Schlagzeug den Vocals und Produktion, den Mix und das Mastering übernahm Erik Wigelius.

Die Produktion ist sauber, präzise und mit viel druck ausgeführt, alle Songs kommen mit ordentlich Dampf aus den Lautsprechern, die beste Art bei der richtigen Lautstärke den Staub aus den Regalen zu blasen. Das gebotene bewegt sich irgendwo zwischen dem Debüt und RETURN, EUROPE, TREAT, VEGA, DALTON und H.E.A.T.. Alles sehr gut hörbar mit etlichen Ohrwürmern die auf “Die Young”, “Nowhere Land”, “Cold Words”, “Renegades Of Love”, “My Hideaway” und Borderline” hören. Die beiden Balladen “Falling Into Pieces” und The Ultimate Demise” drücken kräftig auf die Tränendrüsen aber überzeugen. Die restlichen drei Songs sind sehr gut gelungen können den Standart der oben erwähnten Songs nicht ganz halten. Eine sehr gute CD die Herr Siegl unters Volk bringt, wer auf anständigen Melodic Rock steht macht mit diesem Album nichts falsch.

Fazit:

Acht starke Rocksongs die angenehm an zu hören sind, mit einer Produktion die Dampf macht kommen auf eine Wertung von 9 Punkten.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Call Of The Wild
02. Die Young
03. Nowhere Land
04. Cold Words
05. Renegades Of Love
06. Falling Into Pieces
07. Burning It Down
08. My Hideaway
09. Denial
10. Borderline
11. The Ultimate Demise

Helmut

PRIDE OF LIONS – Lion Heart

Band: Pride Of Lions
Album: Lion Heart
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.aprideoflions.com

 

POL veröffentlichten ihr sechstes Studioalbum seit 2003, dass erfreulichste zuerst, es hat sich nichts geändert, die Band bietet immer noch den Catchy und Zuckersüßen AOR wie schon seit dem Debüt. Durch die Beteiligung von Jim Peterik erinnert POL an die Heroes von SURVIVOR, POL schliessen die Lücke die SURVIVOR hinterlassen haben.

Außer JP an Gitarren, Keys und Vocals, sind noch dabei Goldkehle Toby Hitchcock am Mikro, Mike Aquino an Gitarren, Klem Hayes und Kevin Campbell am Bass, Collin Peterik am Schlagzeug. Alles in allem können POL auf ganzer Linie überzeugen und legen ein Brett vor was sich gewaschen hat.

Als vergleich kann man außer SURVIVOR noch JP solo, die Soloalben von Toby Hitchcock sehen. Mit “Lion Heart” mein Favorit, “We Pay For Free”, “Carry Me Back”, “Good Thing Gone”, “Flagship”, “Give It Away” und “You’re Not A Prisoner” lassen POL gleich mal sieben Highlights auf die Hörer los. “Heart Of The Warrior”, “”Sleeping With A Memory” und “Rock & Roll Boom Town” sind drei sehr starke AOR Rocker und mit “Unfinished Heart” und “Now” wird die Balladenfraktion bestens bedient.

Fazit:

Ein starkes AOR Album von POL, was nicht anders zu erwarten war. Zwölf AOR Granaten die JP auf die Rockgemeinde loslässt, besser geht kaum. Ich vergebe eine 9 für dieses Granatenteil.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lion Heart
02. We Play For Free
03. Heart Of A Warrior
04. Carry Me Back
05. Sleeping With A Memory
06. Good Thing Gone
07. Unfinished Heart
08. Flagship
09. Give It Away
10. Rock & Roll Boom Town
11. You’re Not A Prisoner
12. Now

Helmut

STARDUST – Highway To Heartbreak

Band: Stardust
Album: Highway To Heartbreak
Spielzeit: 51:08 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.stardustaor.com/

 

STARDUST noch nie was davon gehört, nur was STARDUST hier vorlegen ist ein kommender Klassiker, die Jungs aus Ungarn feuern eine Melodiesalve nach der Anderen ab (Songwriting unter anderem Mark Spiro), jeder Song geht sofort ins Ohr und setzt sich dort für lange Zeit fest. Vergleichen kann man STARDUST mit H.E.A.T., OSUKARU, FIRST NIGHT und BROTER FIRETRIBE mit sehr stark ausgeprägten End 80er Vibes die einfach genial sind.

Zur Band gehören Adam Stewart am Mikro und Rhythmus Gitarre, Facey an Gitarren, Ben Martin am Bass, Dave Legrand an Keyboards und Tim Keeley am Schlagzeug. Ich muss sagen ich hätte so ein Bomben Album niemals von einer Band aus Ungarn erwartet, dann wollen wir mal hoffen das die Veranstaltungbranche bald wieder loslegen kann, ich will die Jungs Live sehen.

Nun zu den Songs, diese sind alle mit starker Instrumentierung ausgestattet, richtig eingesetzte Gitarren unterstützt durch geniale Keyboardteppiche, mit einem Shouter der eine hervoragende Stimme besitzt. Zu keinem Zeitpunkt kommt langeweile oder Schmalz auf, alles passt schon fast wieder zu gut zusammen, aber Frontiers hat hier mal wieder eine Granate am Start die vom Anfang bis zum Ende zündet und gute Laune verbreitet. Adam Stewarts Stimme hat in manchen Tonlagen eine Mischung aus Ted Poley, Steve Perry und Rik Emmett in den anderen Lagen hat diese mehr als genug Eigenständigkeit um voll zu überzeugen. So jetzt nochmal auf Repeat am Player gedrückt und dieses Masterpiece gehört.

Fazit:

Ein Wahnsinnsteil was STARDUST mit dem Album vorlegen, wie ich oben schon geschrieben habe ein kommender Klassiker, in den End 80ern wäre das ein #1 Megaseller geworden, leider sind diese Zeiten vorbei.

Anspieltipps:

Nein, anhören und seine eigenen Favoriten für sich unter den Rocksongs (mit einer sehr guten Coverversion von PAT BENATARs “Heartbreaker”) oder auch der Ballade finden. Von mir gibt es eine Wertung von 9,0 Punkten, einen 10er hätte es mit mehr Ecken und Kanten gegeben aber es bleibt immer noch ein 9er und der zukünftige Klassikerstatus.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Runaway
02. Heartbreaker
03. Bullet To My Heart
04. Perfect Obsession
05. 2nd Hand Love
06. Shout It Out
07. Can’t Stop Lovin‘ You
08. Eye To Eye
09. Hey Mother
10. Blue Jeans Eyes
11. The River Is Rollin‘

Helmut

ZERO NINE – Freakshow (RG Zeitmaschine)

Band: Zero Nine
Album: Freakshow
Spielzeit: 42:20 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Poko Records
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.facebook.com/Zero-Nine-132401716791497/

 

Heute geht es zurück in das Jahr 1996, nach Finnland und die Zeitmaschine spukt die 1978 gegründete Band ZERO NINE aus. Das siebte Album “Freakshow” dreht sich mal wieder in meinem Player, und was für ein Album, voll mit geilen Songs, einer Band die genialgeile Songs im Gepäck hat und einem Sänger der einen hohen Wiedererkennungsfaktor besitzt. Damals dabei waren Kepa Salmirinne am Mikro; Iso-T Käsmä und Mara Mäntyniemi an den Gitarren; Elmo Harju am Bass; Iro Murtola an den Keyboards und Borno Korpela am Schlagzeug.

Der finnische Sechser zimmerte ein Album ein das einen sehr hohen Suchtfaktor besitzt, mit starken Ideen die in zwölf Songs umgesetzt wurden die Spass machen und immer wieder gerne von mir gehört werden. Es wird munter drauf los gerockt ab und zu mal ein paar Bläser in den Sound gemischt, ähnlich wie es auch BOYCOTT machten, alles immer mit sehr viel gefühl und der richtigen Dosis ausgeführt. Die Band bewegt sich im sehr melodisch und radiotauglichem Gewässer welches runter geht wie Öl und süchtig machen kann. Vergleichen könnte man mit BOYCOTT, BROTHER FIRETRIBE, TANNA ein Prise TREAT hier, einen Schluck EUROPE da, ein wenig H.E.A.T. und eine Magnumflasche 80er inspiriert von den 70ern.

Den Start macht “Freakshow” ein flotter Song mit Bläsern veredelt, mit “Love Hurts” (kein Cover von NAZARETH) kommt der erste Ohrwurm, das Richtige fürs Radio oder die Disco. Bei “Rock This City (Pop This Town)” wird ein wenig experimentiert poppiger Rock N Roll, gefolgt vom nächsten Ohrwurm “Tango Del Dolor” geiler Groover kommt geil rüber. Mit “Angel” folgt eine saustarke Ballade, “My World Shakin’” ein weiteres Highlight irgendwie fällt mir da als Einfluss eine Mischung aus HARPO, SMOKIE und THE SWEET ein. “Best Shot” ein guter Song der einige Anläufe braucht, der nächste Ohrwurm hört auf “I Can’t Let Go” bester Melodic Rock. “Pretty Baby” lässt einen Spritzer Glam durchblitzen, bei “Charmed Life” geht die Post wieder ab. Und noch ein Highlight am Ende “I’ve Been Looking For Some Love” ein geiler kräftiger Rocker mit leichter Blues Note, “Fool For Her Love” Rollt gewaltig könnte von STATUS QUO inspiriert sein.

Fazit:

Ein Album aus Skandinavien voll mit sechs echten Öhrwürmern und sechs starken Melodic Rock Songs die es verdient haben angehört zu werden. Mitlerweile ist die CD rar und teuer geworden, wer sich diese Droge zulegen möchte, viel Spass beim suchen. Von mir gibt es für diesen Silberling eine 9,5 die mehr als gerechtfertigt ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Freakshow
02. Love Hurts (That’s All You Gonna Learn About Life)
03. Rock This City (Pop This Town)
04. Tango Del Dolor
05. Angel
06. My World Shakin‘
07. Best Shot
08. I Can’t Let Go
09. Pretty Baby
10. Charmed Life
11. I’ve Been Lookin‘ For Some Love
12. Fool For Her Love

Helmut

BROTHER FIRETRIBE – Feel the Burn

Band: Brother Firetribe
Album: Feel The Burn
Spielzeit: 40:37 min
Stilrichtung: AOR/ Melodic Rock
Plattenfirma: Odyssee Music Network/Rough Trade
Veröffentlichung: 18.09.2020
Homepage: www.brotherfiretribe.com

„BROTHER FIRETRIBE liefern ihr bis dato bestes Album und zugleich die beste AOR Scheibe des Jahres ab“. Das zumindest behauptet mein Rock’n’Roll Brother Martin Zalien (AOR Kenner und Fanatiker). Der Behauptung muss ich natürlich nachgehen. 2002 wurde die finnische Band unter dem Namen False Metal gegründet. Bekanntestes Mitglied war Emmpu Vuorinen (Nightwish), der im Februar 2020 ausstieg. Mich konnten die Jungs vor allem live auf dem HEAT Festival in Ludwigsburg überzeugen, super Musiker und wirklich sympathische Zeitgenossen. Die aktuelle Besetzung besteht aus Pekka Ansio Heino (v), Tomi Nikulainen (keys), Jason Flinck (b), Hannes Pirilä (d) und Neuzugang Roope Riihijärvi (g). Die neuen Stücke wechseln zwischen positiver, optimistischer und schwerer, dunklen Stimmung hin und her, was man auch an der Stimmlage von Pekka hören kann.

Den Anfang macht „I Salute You“. Wunderschöne Melodie, die sich stetig steigert und mit einem hymnischen Refrain garniert wird, klasse Einstieg. Es folgt „Arianne“, ein AOR Song in Perfektion. Das gefühlvolle Solo, der mitreißende Songaufbau und die Stimme sind Championsleague reif. Und das nächste Highlight folgt mit „Night Drive“. Etwa düsterer, fast schon cineastisch wirkender Track. Wäre super geeignet für einen dementsprechenden Kinofilm. „Chariot Of Fire“ startet Reckless Love mäßig. Hier kann man schon fast Mittanzen (ich nicht), Mitsingen ist Pflicht und Feiern ist auch angesagt. „Bring On The Rain“ ist wirklich poppig geworden. Auch ein Schuss New Wave wurde eingefügt. Wieder mit tollem Solo, entwickelt sich das Stück immer mehr, stark gemacht. „Love Is A Beautiful Lie“ ist eine unkitschige Ballade, bei der man ins Träumen kommen kann. Yeah, „Ticking Away“ bietet so schönen 80er Sound mit mehrstimmigen Back Gesang. Dramatischer Beginn auf „Battle Ground“ um dann zu explodieren und Einen auf eine Gedanken-Reise mitzunehmen. Geile Hooks und Soli inklusive. „Candle In The Window“ fängt mit Licks an, die dem Blues zuzuordnen sind. Dann tragen die Keys und die Stimme den Song weiter. Jetzt wird nochmal richtig gerockt auf „Rock In The City“. Genial eingestreute „oh oh“ Chöre mit super eingängigem Refrain werden die Menge zum Party machen zwingen. Leider sind wir wir schon am Ende angekommen.

Fazit: Es gibt eine Flut an einprägsamen Refrains, Melodien und Hooks. Pekka hat sowieso eine der besten Stimmen in diesem Genre und der neue Gitarrist fügt sich wunderbar ein. Hier aber auch mein einziger Kritikpunkt: die Gitarre braucht mehr Wumms, da würde so mancher Song noch fetter klingen. Also mir gefällt die Platte trotzdem von vorne bis hinten. Es gibt nur Highlights und wie Eingangs erwähnt, ist es die stärkste Veröffentlichung von BROTHER FIRETRIBE. Sollten Fighter V heuer nicht noch um die Ecke kommen, haben sie auch keinen Gegner zu befürchten. Absoluter Pflichtkauf, den ich mit 9,5 Punkten belohne (mehr Gitarrenwumms hätte die 10 gebracht).

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. I Salute You
02. Arianne
03. Night Drive
04. Chariot Of Fire
05. Bring On The Rain
06. Ove Is A Beautiful Lie
07. Ticking Away
08. Battle Ground
09. Candle In The Window
10. Rock In The City

Sturmi

ATLAS – Parallel Love

Band: Atlas
Album: Parallel Love
Spielzeit: 51:24 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.facebook.com/atlasprojectuk

 

ATLAS bringen nach zwei Jahren ihr zweites Album über AOR Heaven unters Volk, gefüllt mit Melodic Rock und einem hauch Prog der gut ins Ohr geht und selbst durch die dezent eingesetzten Progelemente leicht verdaulich ist.

Mit dabei waren wie schon auf dem Erstling Craig Wells am Mikro, Howie Little an Gitarre, Chris Redfearn am Bass, James Thorley an Keyboards und Ryan Briggs an den Drums. Alle können voll überzeugen und der zweite Rundling ist noch stärker ausgefallen wie das schon sehr gute Debüt.

Wie schon auf dem Debüt glänzen ATLAS mit genialen Melodien, fein und wohl dosierte Progelemente, einem sehr guten Shouter und starker Instumentierung. Alles hört sich stimmig und entspannt an. Vergleichen würde ich A mit PERFECT PLAN, NEWMAN und AGE OF REFLECTION auf einem leichtem aber feinem Prog Trip. Bei jedem weiteren Durchgang gefällt das Material besser und wird eingängiger, steigert sich zu einem richtigen Ohrwurm. Es ist immer wieder eine freude sehr gute Musik wie sie sich auf diesem Rundling befindet zu hören und geniessen zu dürfen. Das Album kommt ohne Füller oder Ausfall, die Anspieltipps sind einen Ticken besser als das restliche Material das trotz der Highlights Saustark ist. Die Produktion ist sehr gut geworden und drückt gewaltig mit viel Power aus den Boxen.Der Chefe weiß wie er mir ein Geschenk nach dem Anderem machen kann, wirklich schlechte Kost habe ich noch nicht bekommen, mit schlechtem Sound produziert ja aber das Material war immer gut bis sehr stark. Von AOR war bis jetzt kein wirklicher Rohrkrepierer oder total Durchfall dabei, alles im grünen Bereich, weiter so Schorch den so macht musikhören gewaltig spaß und man kann ein Album lang all seine Sorgen um sich rum vergessen und abschalten, einfach die Seele baumeln lassen.

Fazit:

Ein gewaltiges Pfund was die Briten mit diesem ihrem zweitem Album abliefern, besser geht es fast nicht. Von mir gibt es eine 9,0 für dieses eingängige Album.

Anspieltipps:

“The Fever”, “Without You”, “In Your Head”, “Weathered Heart” der beste Song auf dem Album, “Human Touch” erinnert entfernt an ASIA, “Falling Out Of Love”

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Fever
02. Without You
03. In Your Head
04. Weathered Heart
05. Human Touch
06. Dare To Love
07. Falling Out Of Love
08. Early Warning
09. We Are The Fire
10. Beyond The Limit
11. Here With You

Helmut

TRISHULA – Time Waits For No Man

Band: Trishula
Album: Time Waits For No Man
Spielzeit: 50:37 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.neilfraserguitarist.com/

 

TRISHULA bringen ihr zweites Langeisen unters Volk, nach dem viel beachtetem Debüt aus dem letzten Jahr folgt nun der nächste Streich. Die Band ist das gemeinsame Projekt von Gitarrist Neil Fraser (RAGE OF ANGELS, TEN), Tony Mills und Sänger Jason Morgan (Orangefall, MAGNUM). Mit dabei waren noch Rick Benton an Keyboards, Dan Clark am Bass, Neil Ogden an den Drums und Georgia Morgan Backingvocals.

Geboten wird Melodic Rock von der Insel, irgendwo angesiedelt zwischen ANGELS OR KINGS, BURN, FM, ein kleiner Schuss MAGNUM hier und ein kleiner Tupfer TEN dort. Die Stimme Morgans erinnert mich entfernt an eine Mischung aus Jeff Odgen von BURN und Baz Jackson von ANGELS OR KINGS, die sich nicht übel anhört. An den Instrumenten wird nichts verkehrt gemacht, alles im grünen Bereich und gut hörbar. Alle Songs sind mit feinen Melodien, der richtigen Härte und guten Vocals ausgestattet wie auch schon auf dem Debüt. Bei mir brauchte der Erstling genau so wie das hier vorliegende Album zwei bis drei Anläufe um zu zünden, wenns mal Klick gemacht hat machen die Songs sehr viel Spaß und gute Laune.

Zu den Gewinnern auf der CD gehören “Fallen Hero” ein langsamer Schmachtfetzen, keine Ballade aber auch kein flotter Rocker aber dennoch stark, “I Want It All” ein flotter Rocker mit geilem Refrain. Für “Make Up Your Ming (Take Your Time)” gilt das gleiche wie für Song zwei, im Refrain hört man ein klein wenig QUEEN raus. “I Just Might” und “Hear No Evil” zwei lässige Rocker. Bei “Knocked Down” meint man am Anfang es kommt “We’re Not Gonna Take It” von TS, sobald die Strophen einsetzen ist die Ähnlichkeit zu TS nicht mehr vorhanden.

Die Ballade hört auf den Titel “Every Time We Touch” ist gut gelungen und kann überzeugen.

Fazit:

Wem das Debüt gefiel, wird mit dem Album bestens bedient, wer auf die Vergleiche kann sollte mal ein Ohr riskieren und sich einen Probelauf gönnen, es könnte sich lohnen. Für ein gelungenes zweites Album ohne große Durchhänger aber auch ohne richtigen Hit vergebe ich eine 7. Wäre eine Übernummer enthalten hätte es eine 8,5 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. How It’s Supposed To Be
02. Fallen Hero
03. I Want It All
04. Make Up Your Mind (Take Your Time)
05. I Just Might
06. Hear No Evil
07. The Border
08. The Mighty
09. Knocked Down
10. Every Time We Touch

Helmut

ELAYNE – Elayne (RG Zeitmaschine)

Band: Elayne
Album: Elayne
Spielzeit: 50:33 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.elayne.band/

 

Ausnahmsweise nur eine Woche Luft in der RG Zeitmaschine, ELAYNE ist ein absoluter Geheimtipp, der es Wert ist einmal genauer schriftlich unter die Lupe genommen zu werden. Bei ELAYNE handelt es sich um eine Hamburger Band die 1978 gegründet wurde und seit dem mehr oder weniger im Untergrund sprich als Geheimtipp mit viel Live Aktivität in Deutschland unterwegs ist, und meines Wissens vier CDs veröffentlicht hat.
Zwei Alben davon eine sehr starke Live Scheibe, teils mit deutschen Texten und eine EP auch mit zwei Songs in deutsch, und das hier besprochene rein englisch sprachige Album befinden sich in meinem Besitz, ein Album ist laut aussagen der Band vergriffen. Schade wäre gespannt darauf wie sich das Material anhört, aber hilft leider nicht, hier nochmal meinen Dank an Manuela Preuß und Ronald Martens die es mir ermöglicht haben die Musik von ELAYNE genießen zu können, den bei allen drei Veröffentlichungen die in Eigenregie produziert wurden handelt es sich um starke Rockmusik die sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken muss, vielmehr spielt die Band sogar in der Oberliga mit.

Zur Band gehörten damals Hajo Stengert Leadvocals, Dagmar Petroll Backingvocals, Ronald Martens an Leadgitarre und Backvocals, Joachim Seidel an Bass und Backvocals, Lothar Münow an Keyboards und Gitarre, Günther Gronmeyer an den Drums. In der aktuellen Besetzung hat statt Hajo Stengert nun Sönke Reymann die Leadvocals und Gitarre, statt Dagmar Petroll nun Manuela Preuß die Vocals, statt Lothar Münow nun Günter Fitschen an Keyboards und Gitarre, statt Joachim Seidel nun Christian Fortner den Bass übernommen.

Aufmerksam wurde ich auf ELAYNE durch zwei Songs die auf zwei von den zehn “Melodic Rock Is Back” Samplern von der Internetradiostation Munich’s Hardest Hits veröffentlicht wurden. Irgendwann entschloss ich mich die Band an zu schreiben und musste feststellen das ein sehr netter Kontakt zu Stande kam und ich in den Besitz dieser drei CD kam.

So nun zum wichtigsten der Musik die Stimme von Hajo Stengert hat etwas besonderes was ich bis jetzt noch bei keinem Sänger gehört habe, er besitzt irgendwie ein Zittern in der Stimme was, wie die Faust aufs Auge, zu der Rockmucke von ELAYNE passt und der Band damit einen gewissen Touch und vor allem Eigenständigkeit verleiht. Der Rest der Band beweist das sie bestens eingespielt ist und perfekt harmoniert.

Den Einstieg macht “Elayne On Stage” dieser Song ist ein Beispiel für einen geilen Rocksong das Ding geht mitten auf die Zwölf, mit dem Zittern in der Stimme an gewissen Stellen mit Melodie, Power und einer noch geileren Leadgitarre, einer der beiden Songs auf den “Melodic Rock Is Back” Samplern, der zweite Song von den Samplern befindet sich auf der EP. “Heaven And Hell” eine Ballade genial gemacht und diese einzigartige Stimme dazu, Traumhaft. “Doris Day (Oh What A Feeling)” der Text Grins, aber geiler flotter Song, bei “My Village” einer Ballade, liefern sich Herr Stengert und Frau Petroll ein kleines Duell am Mikro kommt geil rüber, und zum Schluss geht die Elektroaxt nochmal so richtig ab, erinnert ein wenig vom Aufbau her an CHINA RAIN mit “The Last Romantic Warrior”. “Give Me Light Now” gibt wieder mächtig Gas ein geiler Rocker, “Tears In Rain” wieder eine starke Ballade. “Downtown” Rockt wieder gewaltig los. “Young Love” ist leicht Rock N Roll lastig kommt aber gut aus den Boxen, “Livin‘, Lovin‘, Laughin’” geht gut ab, irgendwie komisch schräg aber Saugut gemacht. “Lonely Tonight” ist wieder ein Geiler Song hier hört sich Hajo an manchen Stellen an wie Michael Boyle von GLASGOW, was für ein geiler Song zum Abschluss, Melodie ohne Ende und die Stimme von Hajo mit dem Zittern.

Fazit:

So Leute für mich gehört dieses Album mit zum Besten was aus unseren Landen stammt, wenn ihr die Möglichkeit habt eine CD zu bekommen Blind zugreifen, den die bietet sich nicht oft. Ich habe nur eine Anlaufstelle, außer bei der Band, auf der Datenautobahn gefunden und die rufen Preise jenseits der 100er Teuroni Marke auf, ich kann diese Band nur empfehlen, Schluss mit lustig ich vergebe eine Bewertung von 9 Punkten, eine 10 wäre es geworden wenn den Balladen zwei weniger aber dafür flotte Rocker enthalten wären. Aber dennoch ist dieses ein starkes Album ohne schwächen und Ausfälle sucht man hier vergeblich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Elayne On Stage
02. Heaven And Hell
03. Doris Day (Oh What A Feeling)
04. My Village
05. Give Me Light Now
06. Tears In Rain
07. Downtown
08. Young Love
09. Livin‘, Lovin‘, Laughin
10. Lonely Tonight

Helmut