STEELCITY – Mach II

Band: SteelCity
Album: Mach II
Spielzeit: 47:10 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 20.03.2020
Homepage: www.steelcityband.com/

 

Das zweite Album von STEELCITY bietet eingängigen Melodic Hard Rock amerikanischer Prägung, jetzt mit neuem Mann am Mikro Rob Cathey (GIBRALTA), Mike Floros an den Gitarren, Tony Stahl am Keyboard, Jason Cornwell am Bass und BJ Zampa am Schlagzeug. War das Debütalbum schon nicht übel, lag das Problem an den Vocals, so ist beim zweiten Album eine deutliche Steigerung zu hören, allein vom Gesang ist eine klare Verbesserung auszumachen und die Produktion hat auch mehr Druck als auf dem Debüt. Rob Cathey hört sich in den tiefen Lagen ähnlich an wie Paul Laine und in den höheren Regionen wie Geoff Tate, diese ergeben mit dem Gesamtsound der Band eine äußerst delikate Mischung die man sich immer wieder gerne anhört. Die Keyboards sind in der richtigen Dosierung eingesetzt und die Gitarren stehen klar im Vordergrund.

Enthalten sind zehn abwechslungsreiche Songs und ein Instrumental. Die besten Songs sind “Hearts On Fire”, “Dead Men”, “Steal Your Heart”, dem starken “Little Love”, “Still Close To My Heart” und dem letzten Track und Hooklinemonster “Down To One”. Alle aufgeführten Songs sind Midtempo gehalten, wie man sie von DANGER DANGER, BATON ROUGE, KANE ROBERTS, ADRIAN GALE und BLUE TEARS gewohnt ist. Das Album kommt ohne Ballade aus, enthält dafür aber zehn Granaten und davon fünf Überflieger wobei zwei davon das Zeug zum echten Hit hätten.

Fazit:

Eine angenehmes Album ohne Ausfälle mit fünf echten Highlights und fünf starken Kompositionen. Von mir gibt es eine Wertung von 8,5 Sternen.
 

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Hearts On Fire
02. Dead Men
03. Steal Your Heart
04. Wasted Time
05. I Cry
06. A Little Love
07. Still Close To My Heart
08. Give It Back
09. Spotlight
10. Prayer For Love
11. Down To One

 

 

Helmut

NEWMAN – Ignition

Band: Newman
Album: Ignition
Spielzeit: 56:21 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.03.2020
Homepage: www.newmansound.com/index.htm

Das dreizehnte Album von NEWMAN wurde von Steve Newman Vocals, Gitarren und Keyboards und Rob McEwen am Schlagzeug eingespielt. Mit dabei waren noch Dave Bartlett und Mark Thompson-Smith auf verschiedenen Songs an den Backingvocals.
Das Album ist ein für NEWMAN typisches Album geworden, mit den markanten Vocals von Steve Newman, den Gitarren einmal im AOR dann wieder im Melodic Rock Bereich angesiedelt. Die Keyboards werden dezent aber wohl dosiert eingesetzt und sind stets songdienlich.
Auf dem Album befinden sich vier Hits in Form von “Wild Child”, “Promise Me”, “The Island” und “Welcome To The Rusch”. Songs die im Midtempo gehalten sind und die man nicht alle Tage hört. Der Rest des Albums ist sehr gut kann aber den Standart der vier erwähnten Songs nicht ganz halten.

Fazit:

Ein typisches NEWMAN Album mit allem was NEWMAN ausmacht, vor allem den markanten Vocols von Steve Newman die einen sehr hohen Wiedererkennungsfaktor besitzen. Vergleichbar ist NEWMAN am ehesten mit FM, DANTE FOX und HEARTLAND.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. End Of The Road
02. Chasing Midnight
03. Ignition
04. Worth Dying For
05. To Go On Loving You
06. Moving Target
07. Last Chance
08. Life In The Underground
09. Wild Child
10. Promise Me
11. The Island
12. Welcome To The Rush

Helmut

RETURN – V

Band: Return
Album: V
Spielzeit: 47:48 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung:  27.03.2020
Homepage:

 

Das mit schlicht “V” benannte fünfte Album der Norweger von 1992 wird zum 40 jährigen Bandjubiläum von AOR Heaven limitiert auf 1000 Stück wieder auf den Markt gebracht. Damals dabei warne Knut Erik Oestgaard am Mikro, Steinar Hagen Gitarren, Tore Larsen am Bass und Oyvind Haakonsen am Schlagzeug, mit unter anderem einem jungen Jorn Lande und Ole Evenrude an den Backingvocals.
Zu hören gibts für RETURN typischen Melodic Rock der Extraklasse, wie auf allen ihren Alben. Angefangen bei den Balladen bis hin zu fetzigen Rockern, alles im Radiotauglichen Gewand aber dennoch Melodic Rock. Die Balladen hören auf die Titel “Take This Heart” eine Powerballade, “Friends Will Be Freinds” und “Straight Across My Heart”. Vier ausgewachsene Hits “Life Goes On”, “Tonight”, dem Übersong  “Room In Your Life” und “Lion’s Eye” Melodic Rock vom feinsten. Ein bluesiger Song “Goin‘ Back”, einem Rocker “Ridin‘ On A Rainbow” und einem bluesig Country lastigem Rocker “All Or Nothing” mit geilem Refrain.
Auf dem Album passt alles zusammen von der rauchigen Stimme bis zur Härte der Gitarren, ein Album das sich dazu eignet mit einem offenem Caprio die Route 66 von Ost nach West zu cruisen.


Fazit:


Ein starkes Stück Musik aus dem Jahr 1992 das ich immer noch gerne höre und in keinster Weise abgenudelt klingt und nicht langweilig wird. Für die Jenigen die das Album noch nicht besitzen undbedingt zugreifen bevor die Chance vorbei ist an ein Album zu kommen das von vorne bis hinten hörbar ist. Ich vergebe eine Wertung von 9 Sternen für dieses Album.


WERTUNG:


 

Trackliste:


01. Life Must Go On
02. Take This Heart
03. Tonight
04. Goin‘ Back
05. Friends Woll Be Friends
06. Room In Your Life
07. Ridin‘ On A Rainbow
08. Straight Across My Heart
09. Lion’s Eye
10. All Or Nothing


Helmut

HAREM SCAREM – Change The World


Band: Harem Scarem
Album: Change The World
Spielzeit: 44:00 min
Stilrichtung: Melodic / Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: http://www.haremscarem.net/


Das neue Album von HAREM SCAREM macht deutlich klar warum HS zu den besten Bands im Hard Rock Sektor gehören, hier gibt es keine Überraschungen. Wo HS drauf steht ist auch HS drin, Songs im für HAREM SCAREM typischem Stil mit einem feinen Gefühl für Melodie und grandiosen Vocals von Harry Hess die ihres gleichen suchen. HS machen keine Gefangenen und rocken einfach drauf los, und zaubern einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel, als ob es nichts leichteres gäbe.
Geboten wird Melodic Hard Rock von einem anderen Stern, was nicht sehr viele Bands vorweisen können. HS schaffen es ein Album einzutüten das typisch HS ist, aber ohne dabei Abnutzungserscheinung zu zeigen. Es kommt Song für Song aus den Lautsprechern und verbreitet während des hörens gute Laune. Vergleichen kann man HS nicht den sie sind einzigartig und andere Bands werden mit ihnen verglichen, was für die aussergewöhnlich hohe Qualität von HS spricht. Lückenfüller oder Ausfälle sucht man vergeblich dafür sind HAREM SCAREM ganz einfach zu gut, sie zelebrieren wie Saugute Rockmusik klingen soll, ganz einfach so. Sie kreieren mit ihren Zutaten Melodie, genialen Hooks und starken Gesangslinien eine leckere Suppe die Spass macht. So nun genug gesabelt lieber noch mal auf Play drücken und die Scheibe gehört.


Fazit:


Ein typisches HS Album, für Fans ein muss für alle anderen eine lohnenswerte Anschaffung die Spass macht. In der jetzigen Zeit ist es selten so eine Qualität vor sich zu haben, dies schaffen nur sehr wenige wie eben HS, aber auch STAGE DOLLS, ECLIPSE auf den letzten vier Alben, H.E.A.T., CRAZY LIXX und JOHNNY LIMA wie auch noch einige wenige andere. Von mir gibt es eine Wertung von 9,5 Sternen.


WERTUNG:

Trackliste:
01. Change The World
02. Aftershock
03. Searching For Meaning
04. The Death Of Me
05. Mother Of Invention
06. No Man’s Land
07. In The Unknown
08. Riot in My Head
09. No Me Without You
10. Fire & Gasoline
11. Swallowed By The Machine

Helmut

BLACK SWAN – Shake the World

Band: Black Swan
Album: Shake the World
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: Melodic Rock, Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music S.r..l.
Veröffentlichung: 14.02.2020
Homepage: www.facebook.com/BlackSwanRockNRoll

Robin McAuley! Reb Beach! Jeff Pilson! Ja ja, ich weiss, ich bin derjenige der als erstes am allerlautesten vor Entrüstung schreit wenn Frontiers mal wieder gaubt eine neue „Supergroup“ unter die Leute mogeln zu müssen. Aber bei diesen Namen werde dann auch ich weich. McAuley hat für mich die Alben von Michael Schenker erst aus dem Mittelmaß gehoben. Reb Beach ist eine absolute Koryphäe an der Gitarre, der bei Winger, Dokken und Whitesnake seit Jahrzehnten für die fetten Riffs und pfeilschnellen Soli sorgt. Und über Jeff Pilson muss man eigentlich auch nicht mehr allzu viele Worte verlieren. Neben seiner Tätigkeit bei Dokken und aktuell Foreigner hat der Bassist, Songschreiber und Produzent unzählige Projekte anderer Bands betreut und veredelt. BLACK SWAN werden von dem noch relativ unbekannten Matt Starr am Schlagzeug komplettiert, der einigen vielleicht als Live-Drummer von Mr. Big in Erinnerung aufgefallen ist.

Die Band legt auf Ihrem von Pilson produzierten Debüt knackigen Hardrock der alten Schule vor, der neben dem knurrigen Bass und der feinen Gitarrenarbeit vor allem vom fantastischen Gesang von McAuley lebt. Was dieser mit seinen mittlerweile 67 (!) Jahren hier raushaut, ist einfach unfassbar. Der Kerl hat dermaßen Power in den Backen, daß die meisten Jungspunde nur dumm daneben stehen können. Als Anspieltipp sei jedem Interessierten mal der kernige Opener „Shake The World“ ans Herz gelegt – der steht exemplarisch für das Abum. Wer hier mitgeht, kann sich die Platte getrost in den Einkaufswagen klicken. Alles Friede-Freude-Eierkuchen also? Nein, es gibt auch Kritikpunkte. Vor allem beim Songwriting fehlt noch der letzte Schuß Genalität, der zwingende Hit ist nicht da. Da merkt man dann schon, dass Beach und McAuley zu ihren Glanzzeiten mit Hochkaräten in Sachen Kompositionen und Arrangements gesegnet waren (Kip Winger bei dem einen, Michael Schenker bei dem anderen). Einen richtigen Stinker sucht man auf „Shake The World“ zwar vergebens. Den absoluten Überfieger aber auch. Neben dem genannten Titeltrack ragen ausserdem noch der melodische Rocker „Make It There“ und das abschließende, an leicht epische Queen erinnernde, „Divided/United“ heraus.

Robin McAuley! Reb Beach! Jeff Pilson! Alter. Tut mir leid, aber hier sollte kein Hardrock Auge trocken bleiben. Das Debüt der Truppe ist eines der frühen Highlights des noch jungen rockigen Jahres und ich habe die große Hoffnung, dass die Jungs uns noch die ein oder andere feine Scheibe vorstellen werden. Gutes Ding.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shake The World
02. Big Disaster
03. Johnny Came Marching
04. Immortal Souls
05. Make It There
06. She’s On To Us
07. The Rock That Rolled Away
08. Long Road To Nowhere
09. Sacred Place
010. Unless We Change
11. Divided/United

Mario

KHYMERA – Master Of Illusion

Band: Khymera

Album: Master Of Illusion
Spielzeit: 47:50 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: facebook.com/KhymeraTheGrandDesign/

Es ist ein sehr gutes Album geworden das fünfte von KHYMERA das auf den Titel Master Of Illusion hört. Zum Lineup gehören Dennis Ward Vocals und Bass, Michael Klein an den Gitarren, Eric Ragno an den Keys und Pete Newdeck an den Drums.

Zu hören gibt es ein starkes Melodic Rock Album mit allem was für diese Art von Musik dazu gehört. Gitarren ohne Ende, Keyboards die sich nicht in den Vordergrund drängen und mit Dennis Ward einen starken Sänger, der an ja an wenn erinnert mich die Stimme ich kanns momentan nicht sagen mir fällt kein Vergleich ein.
Geprägt wird das Album von zuckersüßen Melodien, harmonischen Vocals und geilen Refrains die aus fetten Chören bestehen. Auf dem Silberling befinden sich elf starke Songs bei denen alles passt und sitzt, darunter eine Ballade die zum Träumen einlädt. Die Produktion geht in Ordnung was der Schwachpunkt bei den Alben eins bis drei war. Es ist alles vorhanden, alle Trademarks von KHYMERA die die letzten drei Alben ausmachten sind auch hier zu finden. Ich will keinen der Titel hervorheben da das ganze Album sehr gut ist. Die Frage bleibt nur wie lange Frontiers diesen hohen Standard halten kann bei der zunehmenden Anzahl an Veröffentlichungen, aber so lange solche Hochkaräter wie Khymera, Harem Scarem, Vega, Eclipse und noch ein paar mehr darunter sind kann man auch mal die eine oder andere schwächere CD vom Label verschmerzen.
Vergleichen kann dieses Album aus der Schnittmenge zwischen HAREM SCAREM, SIGNAL, VEGA und ein klein wenig mit ECLIPSE.

Fazit:

Ich vergebe hier eine Bewertung von 9 Sternen für ein sehr starkes fünftes Album, ich finde das es das bis jetzt beste ist, von KHYMERA.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Walk Away
02. The First
03. Master Of Illusion
04. The Sun Goes Down
05. Paradise
06. The Rhythm Of My Life
07. Follow The Sun
08. Father To Son
09. After All This Time
10. Victim Of Love
11. Just Let It Happen

Helmut

SHAFT OF STEEL – Steel Heartbeat

Band: Shaft Of Steel
Album: Steel Heartbeat
Spielzeit: 54:48 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.02.2020
Homepage: http://www.shaftofsteel.com 

SHAFT OF STEEL eine noch junge Band aus London besteht aus Robert Fenning (v), Alex Markham (g), Adam Carruthers (g), Dominic Sword (b), Chris Smurthweite (k) und Michael Levy (d). Ursprünglich 2004 als Metal Band gegründet änderte man den Stil in AOR / Melodic Rock der ihnen sehr gut steht und spass macht. CD einlegen und den Songs lauschen alles um einen herum vergessen und an die (ja ich wiederhole mich) guten alten 1980er denken in denen die Welt für klein Helle noch in Ordnung war, ich habe dieses Jahrzehnt in all seinen Facetten miterleben dürfen und für mich war es die beste Zeit. Gute Musik ja auch im Radio wurden damals von Gottschalk und Jauch noch ganze Alben von Künstlern im Radio vorgestellt, und nicht der Einheitsbrei der heute so gespielt wird (dank den Geldgeilen Plattenbossen). Gut das es so Internetradiostationen gibt wie Munich’s Hardest Hits, zum Teil Rockantenne, 181.fm The Eagle, Q104 und noch ein paar wenig mehr.
So nun zur Musik, die Band weiß genau was sie tut, nähmlich diese Musik zu spielen die leider im Radio wenig Chancen hat. Sie schaffen es mit einer Leichtigkeit nicht abgenudelt sondern frisch zu klingen. Als Anspieltip kann ich LEIDER nur das gesamte Album erwähnen, da das gebotene zu gut ist um einen einzelnen Song zu nennen. Als groben verlgeich kann man Toto nur eine Spur härter und mehr biss, URBAN TALE, WORK OF ART, softere HEAT und ALLISON AVENUE mit männlicher Stimme. Robert Fenning hat in den höheren Lagen eine Ähnlichkeit mit Nick Workman von VEGA was gefallen kann. Also auf zum Dealer eures Vertrauens und das Album besorgen oder gleich bei AOR Heaven bestellen.

Fazit:

Ein Album das an die guten Alten 80er erinnert und spass von vorne bis hinten macht, der ideale Soundtrack für eine 80er Revival Rockparty. 9,5 Punkte für eine CD die dermaßen Stark ist und das für ein Debüt beide Daumen hoch und hoffen das es noch eine Fortsetzung gibt.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Touching You Every Day
02. I’ve Never Been Alone (With A Girl Like You Before)
03. All Because Of You
04. Together As One Tonight
05. Vulnerable Man
06. Falling Through The Flames
07. Body And Mind
08. Lucky Girl
09. You See Smoke When I See Fire
10. Every Time I Look At You

Helmut

JESSE DAMON – Damon’s Rage

Band: Jesse Damon
Album: Damon’s Rage
Spielzeit: 56:29 min
Stilrichtung: Melodic / Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.02.2020
Homepage: facebook.com/jesse.damon.7

Eingetütet wude das Album vom Frontmann von SILENT RAGE und Solo an den Vocals und den Gitarren, mit von der Partie ist noch Paul Sabu als Produzent und den restlichen Instrumenten, aufgenommen von den Beiden im Alleingang. Geboten wird sehr guter Melodic Hard Rock ähnlich wie SILENT RAGE, ONLY CHILD und PAUL SABU, ein ganz einfaches Rezept Melodie, Härte und ein an den Vocals gereifter JD der wie schon immer eine Ähnlichkeit mit Sabu besitzt.
Los geht es mit dem Stampfer “Play To Win” der die Richtung vorgibt, gefolgt vom ebenso intensiven “Love Gone Wild”. “Damon’s Rage” ein Rocker mit starkem Refrain. Mit “Electric Magic” folgt ein Highlight bei dem das Tempo ein wenig gedrosselt wird. “Tell Me Lilli” geht gut ins Ohr. Bei “Here Comes Trouble” ist wiederum ein Stampfer der leider beim Refrain versagt. Mit “Love Is The Answer” zündet JD eine AOR Granate. “Shadow Of Love” ein genialer Melodic Song. “Flyin‘ Dutchman” ein schwer zugänglich und durchschnittlicher Song. “Adrenaline” ist das zweite Highlight, gefolgt vom besten Song des Albums “Lonely Tonight” das an BON JOVIs “Wanted Dead Or Alive” erinnert. “Wildest Dreams” müsste auf diesem Album nicht sein.

Fazit.

Mit drei Highlights, fünf starken Songs und drei durchschnittliche Füllern ein anständiges Album das es lohnt gehört zu werden. Von mir gibt es 8,5 Punkte.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Play To Win
02. Love Gone Wild
03. Damon’s Rage
04. Electric Magic
05. Tell Me Lilli
06. Here Comes Trouble
07. Love Is The Answer
08. Shodows Of Love
09. Flyin‘ Dutchman
10. Adrenaline
11. Lonely Tonight
12. Wildest Dreams
 
Helmut

THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Aeromantic

Band: The Night Flight Orchestra
Album: Aeromantic
Spielzeit: 59:05 min
Stilrichtung: Melodic Rock, AOR
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.02.2020
Homepage: www.de-de.facebook.com/thenightflightorchestraofficial/

Das NIGHT FLIGHT ORCHESTRA hebt nun bereits zum 5. mal in Richtung AOR Horizont ab und an dem generellen Konzept, bzw. Sound der Truppe hat sich im Vergleich zu den Vorgängern so gut wie nichts verändert. Personell hat es am Keyboard eine Umbesetzung gegeben und die macht sich durch einen erhöhten 70er Pop Einschag durchaus bemerkbar. Nach wie vor ist es aber beeindruckend mit welcher Konsequenz und auch Qualität Björn „Speed“ Strid und sein kongenialer Partner David Andersson an der Gitarre eine Hookline nach der anderen aus dem Hut zaubern. Auch auf „Aeromantic“ sind die Strophen zumeist schon melodiöser als bei ähnlich gelagerten Bands die Refrains. Die Junges haben eine Erfolgsformel entdeckt und schlachten diese bis zum Exzess aus. Hier liegt beim aktuellen Album aber auch ein wenig der Hase im Pfeffer. Das hat man von der Truppe alles schon so oft gehört, dass ein paar zwingende Hits nötig wären um Album Nummero 5 ein schlagkräftiges Kaufargument zu geben. Leider fehlen diese Songs der Marke „Stiletto“, „Jenny“, „Domino“ oder „Moments of Thunder“, so dass „Aeromantic“, trotz mal wieder überdurchschnittlichem Songwriting und formidablem Wohlfühlklangkosmos, nicht an die Highlights der Diskographie (mein persönlicher Fave ist da immer noch „Amber Galactic„) heranreichen kann.

Mit „Servants Of The Air“ hat man zudem nicht den optimalen Einstieg gewählt – relativ konstruiert hetzen NIGHT FLIGHT ORCHESTRA durch den hibbeligen Opener. Das wird zwar mit dem nachfolgenden „Divinyls“ gleich wieder ausbalanciert, aber so richtig kommt die Scheibe zu Beginn nicht aus dem Quark. Erst ab „Curves“ ist der Flow endgültig da und wird nur noch selten fallengelassen. Wie eingangs erwähnt – das gewohnte Level halten Strid & Co. gefühlt locker, aber die zwingenden Hits ragten auf den vorangegangenen Alben stärker heraus. Auch fällt auf, dass die Gitarren zwar immer noch gewohnt souverän rocken, gegenüber einer neuen Ausrichtung gen keyboardlastigem 70er (Schweden)Pop aber etwas in die 2te Reihe treten (Beispiel ist das arg ABBA-lastige „Transmissions“) – das ist in der bisherigen Entwicklung zwar konsequent, aber muss nicht jedem gefallen.

Nein, schlecht ist auch „Aeromantic“ nicht geworden. Ich habe meine Zweifel, dass das NIGHT FLIGHT ORCHESTRA überhaupt imstande ist eine miese Platte zu machen. Das Rezept und die verantwortlichen Köche sind dazu einfach viel zu professionell / verlässlich. Aber bei einer Spielzeit von einer knappen Stunde und insgesamt 13 Titeln hätte etwas Straffung der Sache gutgetan. Somit stelle ich jetzt mal nüchtern fest, dass „Aeromantic“ das bisher „schwächste“ Album der Schweden ist, welchem man aber dennoch einige vergnügte Stunden abgewinnen kann (wenn man denn mit dem erhöhten Weichspülfaktor klarkommt).

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Servants Of The Air
02. Divinyls
03. If Tonight Is Our Only Chance
04. This Boy’s Last Summer
05. Curves
06. Transmissions
07. Aeromantic
08. Golden Swansdown
09. Taurus
10. Carmencita Seven
11. Sister Mercurial
12. Dead Of Winter
13. City Lights And Moonbeams

Mario

REVOLUTION SAINTS – Rise

Band: Revolution Saints
Album: Rise
Spielzeit: 47:12 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records / Soulfood
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: https://www.facebook.com/revolutionsaints

Bereits Album Nummer drei legt uns die (Frontiers) Soupergroup REVOLUTION
SAINTS vor. Auch diesmal wieder mit Beteiligung der drei Haupt Protagonisten Deen Castronovo (DEAD DAISIES/Ex-JOURNEY), Doug Aldrich (ua DEAD DAISIES) und Jack Blades (NIGHT RANGER) , gleichwohl unter der Mithilfe von Dan Rossall (PASSION) und Frontiers Haupt Komponist Alessandro DelVecchio.
Weiterhin befährt man musikalisch die JOURNEY-Schiene, was nicht nur der Stimme von Castronovo geschuldet ist. Auch Titel wie „When The Heartache Is Gone“, „Closer“ oder „Price We Pay“ hätten es locker auf einen JOURNEY Rundling geschafft. Nachteil? Nein, auch bei Silberling Nummer drei eher ein Zeichen von Qualität.
Auch alle weiteren Songs, neben den bereits genannten, wissen zu überzeugen.
Ob REVOLUTION SAINTS nun ein Projekt auf Zeit darstellt, oder sich als feste Band etabliert bleibt abzuwarten. Ein entsprechend feines Menü solcher „Star Köche“ sollte man sich aber auch in Zukunft nicht entgehen lassen. Wer zudem vom letzten Steve Perry Solo-Album enttäuscht ist, bekommt hier genug Kraftfutter geboten.
Die Punktzahl im Spitzenbereich lässt sich jederzeit rechtfertigen. Musiker und Titel bilden hier ein homogenes Ganzes, unbedingt zu empfehlen für Anhänger des Melodic-Sektors.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. When The Heartache Has Gone
02. Price to Pay
03. Rise
04. Coming Home
05. Closer
06. Higher
07. Talk To Me
08. It’s Not The End…
09. Million Miles
10. Win Or Lose
11. Eyes Of A Child

Bonne

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