BONFIRE – Legends

Band: Bonfire
Album: Legends
Spielzeit: 156:17 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AFM Records / Soulfood
Veröffentlichung: 19.10.2018
Homepage: www.bonfire.de

Welchen Sinn machen Coveralben heutzutage noch? Die Frage lässt sich relativ einfach beantworten: Sehr viel, wenn sie entsprechend gut umgesetzt sind. BONFIRE haben ja erst im April ihr letztes Studio Album „Temple Of Lies“ veröffentlicht. Anschliessend ging es auf Tour um die Scheibe zu promoten. Heuer steht nun eine, weitere Tournee an, bei dem sich diverse hochkarätige Musiker wie Robin Beck, James Christian (HOUSE OF LORDS), Geoff Tate (ex QUEENSRYCHE), Dave Bickler (original Voice of SURVIVOR) , Johnny Gioeli (HARDLINE/AXEL RUDI PELL) ein Stelldichein geben.
Unter dem Motto „BONFIRE & Friends“ , möchte man der geneigten Fangemeinde ein ganz besonderes Live-Erlebnis zukommen lassen.
Die hier gecoverten Titel stellen quasi eine Art Setlist dieser Konzertreise dar, aber im Wesentlichen auch einen Tribut an alle Beteiligten.
Frontmann Alexx Stahl versucht gar nicht erst, wie die Originale zu klingen sondern drückt mit seiner Art Gesang dem Ganzen seinen eigenen Stempel auf.
Die Produktion ist druckvoll ausgestattet und lässt manch „Original“ im neuen Glanz erscheinen. 32 Songs dabei entsprechend so gekonnt zu intonieren, „Chapeau“ Herr Stahl!
Es ist müßig hier einzelne Titel herauszunehmen, dieser Rundling verdient das Prädikat „wertvoll“. Beide Daumen hoch, für diese außergewöhnliche Scheibe.
Falls man also die Möglichkeit hat, „live“ dabei zu sein, bitte Gelegenheit nutzen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

CD1 01 Africa
CD1 02 Hold The Line
CD1 03 Rosanna
CD1 04 Man On The Silver Mountain
CD1 05 I Surrender
CD1 06 Stone Cold
CD1 07 Death Alley Driver
CD1 08 Black Masquerade
CD1 09 Burning Heart
CD1 10 Eye Of Tiger
CD1 11 Caught In The Game
CD1 12 Doctor Doctor
CD1 13 Lights Out
CD1 14 Rock Bottom
CD1 15 Child In Time

CD2 01 Jet City Woman
CD2 02 Silent Lucidity
CD2 03 Eyes Of A Stranger
CD2 04 Tears In The Rain
CD2 05 The First Time
CD2 06 Save Up All Your Tears
CD2 07 Hot Cherie
CD2 08 Dr. Love
CD2 09 Hallelujah
CD2 10 Rebellion
CD2 11 Heavy Metal Breakdown
CD2 12 Love Don’t Lie
CD2 13 I Wanna Be Loved
CD2 14 King Of Dreams
CD2 15 Frei Wie Die Geier
CD2 16 Erinnerung
CD2 17 Alt Wie Ein Baum

Bonne

TASTE – Moral Decay

Band: Taste
Album: Moral Decay
Spielzeit: 53:24 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven / Soulfood
Veröffentlichung: 31.08.2018
Homepage: www.facebook.com/tasteswe

Ohne Zweifel hat die schwedische Formation TASTE schon eine bewegte Historie hinter sich gebracht. 2009 gegründet, konnte man knapp 5 Jahre später einen ersten Rundling veröffentlichen.
Dieser Silberling konnte viele gute Resonanzen auf der Haben-Seite verbuchen.
AOR Heaven nahm sich der Band an und so war der Release des zweiten Albums gesichert
Die Band besitzt scheinbar ein unerschöpfliches Repertoire an guten Songs und/oder ein großartiges Talent in Sachen Songwriting.
Jedenfalls konnte man songtechnisch nochmal nachlegen und so darf man dieses Werk ohne Zweifel zu den Season-Highlights zählen. Ein durchweg sehr gutes Album in Sachen Melodic Rock. Betrachtet man die Herkunft der Band, verwundert dies nicht wirklich.
Eine entsprechend gute Punktzahl ergibt sich zwangsläufig. Man darf den Weg von TASTE daher weiter gespannt verfolgen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. On The Run
02. Alive
03. Dangerous
04. On My Shoulder
05. Rainbow Warrior
06. The Fire Inside
07. Adventureland
08. Moral Decay
09. My Own Worst Enemy
10. Lost In Myself
11. We Are Back
12. Sixteen Years
13. More Than A Thousand Charades

Bonne

LIONCAGE – Turn Back Time

Band: Lioncage
Album: Turn Back Time
Spielzeit: 54:18 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Pride & Joy
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.lioncage.de

DIE deutsche AOR und Westcoast Band schlechthin der letzten Jahre waren mit Sicherheit die Jungs von LIONCAGE! 2013 gegründet brachte man es schon auf zwei Alben, das letzte erschien mit „The Second Strike“ 2017 und ist auch hier bei uns rezensiert.
Nun steht uns aber das neue, dritte Werk „Turn Back Time“ ins Haus auf dem die Jungs alles das aufbieten wollen was sie bislang auch mit an Bord hatten, nämlich große Melodien, viele Hooks und coole Grooves!
Dafür ist man mittlerweile vom Trio zu einer Fünferbesetzung mutiert und hat auch sonst wieder, in guter alter Tradition, ein paar Gäste mit auf dem neuen Silberling.
Hier sind besonders Neil Murray (WHITESNAKE), Olaf Senkbeil (DREAMTIDE) und Joe Castellini zu nennen.
Horchen wir mal ins neue Werk rein und erfreuen uns direkt schon mal am Opener „Heaven`s Gate“ der mit sanft, mystischen Klängen startet und auch ansonsten im langsamen Midtempobereich bleibt. Mit einem eingängigen Chorus und den interessanten und prägnanten Bass und Gitarrenläufen weiß die Nummer absolut zu gefallen und ist somit direkt der erste Tipp der Scheibe. Ein Einstand nach Maß!
Das folgende „Black Water“ wurde schon vorab als Videosingle veröffentlicht und hat ebenfalls absolut das Zeug zum Hit kann es doch mit seinem interessanten Konzept und Songwriting überzeugen. Eine schöne, groovige Nummer die perfektes Westcoast Feeling vermittelt.
Bei den beiden anschließenden Songs „Comfort Me“ und „Blind“ gibt man endlich mal ein kleines bisschen mehr Gas als zuvor, bleibt aber immer im bandtypischen Midtemporythmus. Erst genannter Song kann sich auch direkt wieder als Hit und Tipp etablieren.
Gewinner des Mittelteils der Scheibe, der ansonsten etwas durchwachsen daher kommt, sind mit Sicherheit das eingängige „Believe in Magic“ und das groovige „The Walls“.
Durchwachsen trifft es dann leider auch bei der Umschreibung des letzten Drittels der Scheibe. Zwar sind die Songs absolut gut hörbar, allerdings fehlt ihnen einfach das gewisse Etwas um dauerhaft im Kopf zu bleiben.

Anspieltipps:

„Heaven`s Gate“, „Black Water“, „Comfort Me“, „Believe in Magic” sowie “The Walls”.

Fazit :

Im Vergleich zum Vorgängerscheibe im letzten Jahr konnte man sich erneut steigern und hat auch einige Hits parat die AOR und Westcoast Fans auf jeden Fall zu sagen sollten!
Im weiteren Verlauf haben sich halt aber auch einige Standardsongs eingeschlichen die eine höhere Benotung verhindern, aber das hitfähige Material überzeugt auf ganzer Linie und somit kann man den Jungs auf jeden Fall zu einer abwechslungsreichen und starken neuen Veröffentlichung gratulieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Heaven`s Gate
02. Black Water
03. Comfort Me
04. Blind
05. Turn Back Time
06. Believe in Magic
07. The Walls
08. Dead Man Walk
09. So Long Ago
10. How can U say
11. Let the Children Dance
12. How Does it Feel

Julian

DEVICIOUS – Never say Never

Band: DeVicious
Album: Never say Never
Spielzeit: 45:49 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 24.08.2018
Homepage: www.deviciousband.com

Oh nochmal der Newcomer Alarm bei uns, dieses Mal für eine deutsche Band! DEVICIOUS zocken Hard/Melodic Rock der mal mehr mal weniger im AOR Bereich reinschnuppert und wunderbar geeignet ist dem stressigen Alltag zu entfliehen.
Für Fans von VAN HALEN, DEF LEPPARD oder auch EUROPE sollte der Stoff auf jeden Fall etwas sein.
Gegründet wurde die Band 2016 von ehemaligen Mitgliedern der ANDI DERIS BAND, UMBRA ET IMAGO, CHRYZTYNE und ZAR.
Die Jungs rund um Mastermind und Bassist Alex Frey waren fleißig und haben sogar schon Ideen und Songs für das zweite Album am Start. Aber eins nach dem anderen, widmen wir uns erst mal Album Nummer 1, dem Debüt „Never say Never“.
Als Opener führt uns „Everything“ in die Scheibe ein. Mit sanften Pianoklängen beginnt der Song bevor sich nach kurzem die anderen Instrumente dazu schalten und ein feiner Midtemporocker Fahrt aufnimmt. Sänger Zoran Sandorov aka Mister Sanders macht seine Sache ganz hervorragend und besitzt ein schönes, abwechslungsreiches Sanges Organ. Aufgrund des tollen Chorus geht die Nummer direkt ins Ohr und bleibt dort auch schön hängen!
Richtig in die Vollen, musikalisch wie auch vom Eingängigkeitsfaktor her, geht man dann beim anschließenden „Penthouse Floor“. Ein toller, geiler Chorus der sich metertief ins Hirn frisst und ein knackiger Groove, so muss guter Melodic Rock heutzutage klingen. Geil!
Der erstklassige Qualitätsfaden wir dann auch bei den folgenden Nummern ohne Probleme weitergespinnt. „One Track Mind“ ist erneut ein fluffiger Rocker, „Lullaby“ und „A Night to Remember“ sind dann die erste Halbballaden wo man sich auch sehr zielsicher und auf hohen Niveau bewegt und „Crying in the Rain“ ist dann wieder ein Ohrwumrrocker erster Güte.
Man merkt zu jeder Sekunde das hier keine Anfänger am Werk sind und man sein Songwritinghandwerk absolut beherrscht.
Und die Qualität bleibt auch bis zum Ende der Scheibe hin hoch, schlechte Tracks sucht man hier definitiv vergeblich, alles wirkt wie aus einem Guss und mit dem abschließenden und gefühlvollen „The Silence“, hier gibt es erneut eine beeindruckende Gesangsleistung von Mister Sanders zu bestaunen, hat man noch einen weiteren Hit in der Hinterhand der die Scheibe so abschließt wie sie begonnen hat, absolut erstklassig!

Anspieltipps:

Definitiv „Everything“, „Penthouse Floor“, „A Night to Remember“, „Crying in the Rain“ und „The Silence“.

Fazit :

Ich bin ja normalerweise jemand der eher den härteren Power Metal Klängen zugeneigt ist, aber ab und an kann man mich auch mit Melodic Rock oder AOR begeistern! Und das haben DEVICOUS definitiv geschafft!
Ein erstklassiges Debütalbum haben die Jungs hier auf die Beine gestellt welches Fans des Genre auf jeden Fall zusagen sollte und man sollte definitiv nicht lange zögern und sich das gute Stück besorgen.
Man dürfte den Silberling bestimmt auch auf einigen Bestenlisten dieses Jahres wiederfinden, da bin ich mir recht sicher!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Everything
02. Penthouse Floor
03. One Track in Mind
04. Lullaby
05. A Night to Remember
06. Crying in the Rain
07. Calling Angels
08. Hand in Hand
09. Never Say Never
10. The Silence

Julian

THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Sometimes the World ain’t enough

Band: The Night Flight Orchestra
Album: Sometimes the World ain’t enough
Spielzeit: /
Stilrichtung: Melodic Rock, AOR
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 29.06.2018
Homepage: www.facebook.com/thenightflightorchestra

In schöner Regelmäßigkeit legen die Schwedischen Paradiesvögel THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA ein hochkarätiges Album nach dem anderen vor. Seit dem formidablen „Amber Galactic“ sind gerade mal 14 Monate ins Land gezogen, da liegt mit „Sometimes the World ain’t enough“ auch schon der 4te Streich in den Läden. Und auch in einer anderen Disziplin sind die Jungs sich treu geblieben: klingt alles auf den ersten Hör wie gewohnt, so hat man doch wieder dezent an den Stellschrauben gedreht und die neuen Tracks ein wenig mehr Richtung Disco-Pop verschoben. Natürlich bilden auch weiterhin die Riffs von Gitarrist und Songschreiber David Andersson das Fundament der Kompositionen. Allerdings wurde auf „Sometimes the World ain’t enough“ das Sounddesign eindeutig noch mehr Richtung Keyboards geföhnt. Und das muss beileibe nichts Schlechtes sein, vor allem wenn es so gekonnt und geschmacksicher umgesetzt wird wie bei THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA.

Ich habe es schon angedeutet: die Keyboards dürfen auf „Sometimes the World ain’t enough“ stärker farbliche Akzente setzen als bisher und das hebt Songs wie den TV-Serien verdächtigen Smasher „Moments of Thunder“ oder Disco-lastige „Pretty Thing Closing In“ dann mal gleich auf eine neue, bzw. andere Stufe. Ob man mit dem Zusatz an Kitsch auskommt („Lovers in the Rain“ ist mir schon ne Schüppe zu süsslich, bleibt aber die Ausnahme) ist Geschmackssache. Es ist aber keine Frage, dass die Jungs es auch weiterhin verstehehen den Charme und Spirit der bunten 80er zu kanalisieren und ins Heute zu übertragen. Hier klingt weiterhin nichts künstlich oder aufgesetzt – die meinen das tatsächlich genau so und spielen Musik die aus dem Herzen kommt. Weitere Anspieltipps sind das flockige „Turn to Miami“, der leicht proggige Rausschmeisser „The last of the independent Romantics“ sowie der an Journey erinnernde Rocker „Speedwagon“. Auch auf „Sometimes the World ain’t enough“ gibts wieder Hitverdächtige Songs im Mega-pack. Insgesamt setzt aber schon ein wenig Routine ein, denn THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA haben schon 3 tolle Scheiben vorgelegt und können mit Album No. 4 „nur“ noch mithalten, lassen zwischendurch sogar ein klein wenig die Luft raus. Aber, das ist bei den Schweden meckern auf hohem Niveau, denn das Wasser kann der Truppe im Moment auf ihrem Gebiet keiner reichen.

Mein persönlicher Favorit bleibt weiterhin die 2017er Platte „Amber Galactic„, an deren Hitdichte „Sometimes the World ain’t enough“ nicht ganz herankommen. Besser als die Konkurrenz bleiben THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA aber auch mit Album No. 4 allemal. Fans des bisherigen Oeuvres der Jungs können auch hier also wieder bedenkenlos zugreifen und ich bin mir sicher, dass die Truppe auch weiterhin noch (verdienten) Zuwachs in der Fangemeinde verbuchen kann.

WERTUNG:

 

 

Trackliste

01. This Time
02. Turn to Miami
03. Paralyzed
04. Sometimes the World ain’t enough
05. Moments of Thunder
06. Speedwagon
07. Lovers in the Rain
08. Can’t be that bad
09. Pretty thing closing in
10. Barcelona
11. Winged and Serpentine
12. The last of the independent Romantics

Mario

GIOELI/CASTRONOVO – Set the World on Fire

Band: Gioeli/Castronovo
Album: Set The World On Fire
Spielzeit: 47:52 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records / Soulfood
Veröffentlichung: 13.07.2018
Homepage: www.frontiers.it

Im Hause Frontiers Records findet man immer wieder hochkarätige Projekte vor, dessen beteiligte Musiker zu den „Hockarätern“ des Melodic Rock Sektors zu zählen sind. Mit Johnny Gioeli (AXEL RUDI PELL/HARDLINE) und Deen Castronovo (THE DEAD DAISIES/Ex JOURNEY) fanden sich zwei ehemalige Weggefährten wieder zusammen, um an einem gemeinsamen Album zu arbeiten.
Gleichfalls beteiligten sich diverse Musiker wie Alessandro Del Vecchio, um diesen Rundling auf die Erfolgsspur zu lenken.
Man darf es vorweg nehmen, ohne Zweifel gilt dieses Unterfangen als durchweg erfolgreich absolviert.
Die erste Single Auskopplung „Through“, erhielt sehr viel positive Resonanzen. „Set The World On Fire“ der gleichnamige Titelsong, als Nachfolger präsentiert, lief nicht weniger erfolgreich in den Medien rauf und runter.
Stimmlich harmonieren bei Sänger ganz hervorragend, genug Beispiele sind auf diesem Rundling reichlich vorhanden. Ganz egal welches Tempo man vorgibt, so werden Fans von Hardline bis Journey bestens bedient.
Die Erwartungshaltung war groß, konnte aber zu 100 % erfüllt werden.
Fazit: Ein absolutes „Season-Highlight“ 2018, oder vielmehr ein „Must Have“ für alle Melodic Anhänger.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Set The World On Fire
02. Through
03. Who I Am
04. Fall Like An Angel
05. It’s All About You
06. Need You Now
07. Ride Of Your Life
08. Mother
09. Walk With Me
10. Run For Your Life
11. Remember Me
12. Let Me Out

Bonne

SUNSTORM – Road to Hell

Band: Sunstorm
Album: Road to Hell
Spielzeit: 45:28 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 08.06.2018
Homepage: www.joelynnturner.com

Eine der großen Stimmen des melodischen Hardrocks bittet erneut zum Tanz.
Joe Lynn Turners Sunstorm sind eigentlich eine Bank, was sie mit ihren regelmäßigen Veröffentlichungen immer wieder beweisen.
Der 66 jährige Turner ( Rainbow, Deep Purple, Malmsteen) setzt auf Beständigkeit und das beweist er hinlänglich auf der mittlerweile fünften Studioarbeit seiner Band Sunstorm.

Der Opener “Only the Good will survive” ist zwar textlich gesehen nicht zu belegen, aber gleichzeitig ein Beleg dafür, daß ein Album nicht mit 100 % beginnen muß, wenn es nur früh genug zündet.
“The Road to Hell” hingegen hat als titelgebender Track genau die Hookline, die es braucht, um die Scheibe auf Betriebstemperatur zu bringen, wo hingegegen “On the edge” sich eher am Rand eines Albumfüllers bewegt.
“My eyes on you” dürfte jeden Turner Fan mitnehmen, alleine sein Gesang verleiht dem gut arrangierten Song das nötige Trägermaterial um die Spannung bis zum Ende halten zu können

Mit “Everywhere” erwartet uns die obligatorische, keyboardgetragene Ballade, und man merkt sofort, hier fühlt sich der Joe Lynn am wohlsten, souverän und gefühlvoll fährt er das Heimspiel nach Hause, wo hingegen das folgende, stark orgellastige “Resurrection” zwar wunderbar an Turners alte Wirkungsstätten erinnert, insgesamt aber etwas deplatziert rüberkommt.
Das abschliessende “Still fighting” nimmt am Ende dann nochmal gehörig Fahrt auf und schraubt die letztendliche Bewertung noch einmal ein wenig hoch.

Soundmässig bewegt sich das Ganze auf gewohnt gutem Frontiers Records Niveau, die etwas schablonenhafte Arbeit von Haus -und Hofproduzent Allesandro del Vecchio bescherrt uns mehr Ausbrüche nach oben denn nach unten,und auch genügend Abwechsungsreichtum ist gegeben.
Im leichten Gegensatz zu früheren Sunstormscheiben steht die Gitarrenarbeit von DGM Gitarristen Simone Mularoni etwas mehr und härter im Vordergrund.

WERTUNG:

 

 

Trackliste

01. Only the Good will survive
02. The Road to Hell
03. On the edge
04. Blind the Sky
05. My eyes on you
06. Future to come
07. Everywhere
08. Resurrection
09. Calling
10. State of the Heart
11. Still fighting

Rüdiger König

MAGICAL HEART – Another Wonderland

Band: Magical Heart
Album: Another Wonderland
Spielzeit: 45:07 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 01.06.2018
Homepage: www.magicalheart.de

Bis ins Jahr 2014 geht die Geschichte der Songs zum nun erscheinenden Debütalbum der Rock-Formation MAGICAL HEART zurück. Mit Drummer Charly Barth (Wayward), Sänger Christian Urner (Herezy, Old Age Revolution), Bassist Robert Frenz und Hammerschmitt Gitarrist Gernot Kroiss bildete sich schnell eine rockigschlagkräftige Truppe, die sich im Laufe der kommenden Jahre über Live-Konzerte unter dem noch vorläufigen Namen „Quo Vadis“ eine Fangemeinde in bayrischen Gefilde aufbauen konnte.
Nachdem einige Songs geschrieben und gereift waren und die Produktion eines Longplayers ins Auge gefasst wurde, entschied man sich, dem Projekt auch einen passenderen Namen zu geben; so wurde MAGICAL HEART geboren. Nach Fertigstellung des Albums stieg Kilian Kellner in die Band ein, nachdem Charly aus privaten Gründen die Formation verlassen musste.
Soweit die Basicfacts zum ersten Album „Another Wonderland“ der Jungs von MAGICAL HEART. Und wie tönt das gute Stück denn nun?
Nun, werfen wir mal flugs beide Ohren in Richtung des Openers „Dream no More“. Dieser rockt fleißig los und der tolle Beat geht einem durch Mark und Bein. Zusätzlich haben wir noch einen einprägsamen Chorus der das Ganze schön eingängig macht. Als Opener also beste Wahl wie ich finde.
Noch ein Wort zu Sänger Christian, der Junge hat eine Gesangsstimme die perfekt zu dieser Art Mucke passt, nicht zu tief, nicht zu hoch, einfach sehr angenehm.
Und ähnlich stark wie der Opener sind dann auch die anschließenden Tracks, das treibende „Silence and Dreams“ sowie der Titeltrack „Another Wonderland“. Hier passt alles und man wird als Genrefan bestens unterhalten!
Der Mittelteil der Scheibe wird dann ganz klar vom erstklassigen „Magic“ und „See the Light“ dominiert.
Die hier ebenfalls zu findenden „Ocean“ und „Shadows“ sind eher gute Standardsongs die aber nicht an die bisherigen Volltreffer rankommen.
Im letzten Abschnitt haben wir dann noch als Volltreffer das abwechslungsreiche „We are not lost“ zu verzeichnen, die restlichen Songs gehören auch eher zu der Sparte gute Standardsongs.
Warum man als letzten Track eine weitere Version von „Ocean“ genommen hat und nicht einen weiteren, neueren Song, entzieht sich meiner Kenntnis. Braucht man nicht unbedingt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier „Dream no More“, „Silence and Dreams“, „Another Wonderland“, “Magic” und “We are not lost” zu nennen.

Fazit :

Das Debütalbum der Jungs von MAGICAL HEART ist auf jeden Fall sehr ordentlich gelungen! Man merkt das die Jungs schon länger so zusammen musizieren und viel Liveerfahrung besitzen.
Viele Songs zünden direkt, klar es gibt auch den ein oder anderen Stinker dabei, aber im Großen und Ganzen haben wir hier eine starke Leistung die sich interessierte Rockfans gerne näher zu Gemüte führen können!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dream no More
02. Silence and Dreams
03. Another Wonderland
04. Magic
05. Ocean
06. See the Light
07. Shadows
08. We are not lost
09. Time will come
10. Fire on Earth
11.Ocean (Piano Version)

Julian

MAVERICK – Cold Star Dancer

Band: Maverick
Album: Cold Star Dancer
Spielzeit: 44:14 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 06.04.2018
Homepage: www.facebook.com/MaverickBelfastuk

2012 wurde MAVERICK von den Brüdern David (Gesang) und Ryan Balfour (Gitarre) gegründet und in Kürze komplettiert mit Richie Diver (Bass) und Jonathan Millar (Schlagzeug). Es folgten zwei Alben, „Quid Pro Quo“ und „Big Red“, sowie eine Tour mit THE POODLES, eine mit TREAT und diverse Festival-Auftritte.
Nun sind die Jungs aus Belfast bei ihrem dritten Album „Cold Star Dancer“ angekommen, welches uns eine weitere Dosis modernen Heavy Rock liefert. Nach dem Intro „Dusk“ geht es nahtlos über zum Titeltrack „Cold Star Dancer“, der direkt ins Ohr geht. Das Tempo wird bei „Myrmidon“ weiter angezogen, außerdem glänzt der Song mit seinem Solo! „Kiss Of Fire“ wirft die Groovemaschine an und mit „Goodbye“ wird es etwas gefühlvoller zur Sache. „Ex-Machina“, „Magellan Rise“ und „Viper“ haben vor allem was die Drums angeht noch eine Prise extra Metal dabei, während „Seize The Day“ fast schon Radiotauglichkeit erlangt. „Devil’s Night“ ist eine weitere mitreißende Hard Rock Nummer mit Atmosphäre. Der Bonustrack ist ein Cover von Rick Springfields „Jessie’s Girl“. Diese wird, bis auf das sie etwas härter ist, nicht anders als das Original interpretiert. Stört mich aber nicht, ich finde es eine super Nummer.

„Cold Star Dancer“ ist ein toll gelungenes Album, welches viel Spaß beim Anhören macht. Gleichzeitig bleiben nur wenige der Songs dauerhaft im Gedächtnis. Wenn man mit dem Album durch ist, will man es zwar nochmal hören, hat aber die einzelnen Songs schon wieder vergessen.

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Dusk
02. Cold Star Dancer
03. Myrmidon
04. Kiss Of Fire
05. Goodbye
06. Ex Machina
07. Magellan Rise
08. Seize The Day
09. Viper
10. Kings
11. Devil’s Night
12. Jessie’s Girl

Lotta

FM – Atomic Generation

Band: FM
Album: Atomic Generation
Spielzeit: 53:28 min
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 30.03.2018
Homepage: www.fmofficial.com

Nicht jeder Band ist es vergönnt nach einer langen Pause zurückzukommen, eine zweite Karriere zu starten und teilweise sogar noch populärer zu sein als in der ersten. FM ist eine dieser Bands und zeigt auch beim neuen Album „Atomic Generation“, dass sie ihren zweiten Erfolg nicht auf die leichte Schulter nehmen und ein ums andere Mal alles geben. Ein Kompliment an ihre Fans, das sich hören lässt!
Wenn ich im Folgenden das Album einfach nur richtig abfeiere, liegt das wohl daran, dass ich es das erste Mal in perfekt geeigneter Kulisse gehört habe: Beim ersten strahlenden Sonnenschein in der Großstadt nach einem kalten und regnerischen Winter. FM ist Sonne, Wärme, Party, gute Laune und Aufatmen nach der Kälte, sogar bei vergleichsweise härteren Tracks wie dem Opener „Black Magic“, „In It For The Money“ oder „Stronger“ (DEEP PURPLE lässt grüßen…). Die Ballade „Love Is The Law“ fällt unter die Kategorie „ganz nett“, in „Golden Days“ sinniert man über die beste Zeit des Lebens, „Make The Best Of What You Got“ ist ein bisschen BAD ENGLISH mit 100 % mehr Energie und in „Playing Tricks On Me“ trifft etwas SANTANA auf etwas JOE COCKER.

Einprägsame Refrains und mitreißende Hooks haben FM einfach drauf. Ein richtig schwacher Song findet sich auf dem Album nicht. So viel Spaß und Power bringen mich auch nun morgens halb 3, während ich diese Review schreibe, noch zum mittanzen- und singen. Es werden noch einige Tage und Nächte mit diesem Album in den Boxen folgen!

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Black Magic
02. Too Much Of A Good Thing
03. Killed By Love
04. In It For The Money
05. Golden Days
06. Playing Tricks On Me
07. Make The Best Of What You Got
08. Follow Your Heart
09. Do You Love Me Enough
10. Stronger
11. Love Is The Law

Lotta