INFINITE & DIVINE – Silver Lining

Band: Infinite & Divine
Album: Silver Lining
Spielzeit: 39:37 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.04.2021
Homepage: www.facebook.com/infiniteanddivine/

 

I & D ist die Zusammenarbeit von der Sängerin Tezzi (aka Terese Persson) und dem Multitalent, Musiker/Songschreiber/Produzent Jan Akesson. Akesson ist auch für Gitarren, Bass, Keyboards, Backing Vocals und Programming verantwortlich, und Jens Westberg am Schlagzeug.

Tezzi und Jan trafen sich im Sommer 2019 und kurz darauf erblickte I & D das Licht der Welt, herausgekommen ist ein wahrer Schwedenhappen, mit dem Feeling wie er bei den großen skandinavischen Acts auch zu finden ist, eingängig mit Gitarren und Keyboards und einer geilen Sängerin. Der Sound bewegt sich irgenwo bei TREAT, ECLIPSE, NUBIAN ROSE, H.E.A.T., ONE DESIRE und ZERO NINE. Tezzis Stimme hört sich in etwa an wie eine Mischuing aus Sofia Lilja (NUBIAN ROSE) und Kiya Heartwood (STEALIN HORSES haben zwei sehr gute Alben veröffentlicht). Diese Stimme harmoniert sehr gut mit dem Sound und der kann sich sehen oder besser gesagt hören lassen.

“I Feel Alive” eröffnet und stimmt auf das kommende ein, ein sehr guter Song. “Infinite & Divine” lässt die Sau raus, ein Paradebeispiel wie ein Melodic Highlight sein soll, ein Brett von Gitarren, zu deren Unterstützung geniale Keyboardteppiche und coole Vocals. “Keep On Moving” geht bestens ins Ohr, mit “Not Too Late” folgt ein Highlight kommt sehr gut aus den Boxen. “Wasteland” geht voll ab, sehr flott, “Burn No More” erinnert mich an eine Mischung aus GARY MOOREs “Wild Frontier” und “Over The Hills” mit keltischem Einschlag. “We Are One” gehört auch zu den Highlights, “Off The End Of The World” kommt AORig rüber. Ein weiteres Highlight kommt mit “You And I” mit viel Gefühl, “While You’re Looking For Love” ist wieder AORig ausgelegt, “Perplexed Perfection” drückt wieder mächtig aufs Gas, sehr flott.

Fazit:

Einen schönen Schwedenhappen den I & D eingetüttet haben, die Female Vocals setzen Akzente und überzeugen. Das Songwriting zeigt keine schwächen, für ein Debüt nicht schlecht, ich vergebe hier eine Bewertung von 9 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. I Feel Alive
02. Infinite & Divine
03. Keep On Moving
04. Not Too Late
05. Wasteland
06. Burn No More
07. We Are One
08. Off The End Of The World
09. You And I
10. While You’re Looking For Love
11. Perplexed Perfection

Balle

WINDING ROAD – Winding Road

Band: Winding Road
Album: Winding Road
Spielzeit: 56:44 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/WindingRoadSweden/

 

WR aus Schweden beehren uns mit ihrem Debüt, schon der Opener verbreitet die besondere Stimmung die nur Bands aus Skandinavien in ihr Songwriting bringen. Kristoffer Göbel, Frontman von SIX FOOT SIX, meinte mal in einer Plauschstunde mit ihm, als ich meinte zu meinen Faves gehören viele Skandi Bands, er dazu “Ja wir haben eine besondere sicht der Dinge und dadurch eine ganz eigene Art Songs zu schreiben”. Wie recht Kristoffer doch hat, denn genau dieses Feeling hört man schon beim Opener.

So nun zu WR bestehen aus Jonas Tyskhagen am Mikro, Magnus Akerlund an Gitarren, Bass, Keyboards, Backing Vocals und Produktion, Jan Hedlund am Schlagzeug, Keyboards und Backing Vocals. Der Stil liegt irgendwo bei PERFECT PLAN, CREYE, ONE DESIRE, softere DALTON und softere TREAT, aber immer mit dem Skandi Feeling. 2018 traffen sich Hedlund und Akerlund in desen Studio um zu sehen ob die beiden zusammen Songs schreiben könnten. Beide waren schon in verschiedenen Bands mit unterschiedlichen Stilen unterwegs, aber beide haben eine Vorleibe für Melodic Rock und AOR nach einer Stunden hatten sie den ersten Song fertig. Es folgte wöchentlich ein Song, als sie realisierten das die Songs veröffentlicht werden sollten war WINDING ROAD geboren. Im Dezember 2020 wurder der Deal mit AOR unterzeichnet.

Und hier ist das Album mit dem gewissen Etwas, die Songs gehen sofort ins Ohr und bleiben dort lange hängen, immer gut in Szene gesetzt mit dem Feeling aus dem hohen Norden. Song für Song beweisen beide das Geschick sehr gute Songs schreiben zu können. Die Produktion könnte ein wenig besser sein, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Der erste Song “It’s A Matter Of Survival” ein Melodiemonster mit göttlichem Refrain ein Highlight am Anfang, “Summertime” ein Paradebeispiel für einen starken AOR Song. “Call On Me” starker AOR, “I Lost You” eine Herzschmerz Ballade der besten Sorte. “Out Of Control” sehr guter AOR, “Stranger In The Night” geiler Refrain, kommt leicht poppig rüber. “Take Me As I Am” eine weitere Ballade, “On My Own Again” guter AOR. “Shooting Star” starker AOR, “Gotta Get Close To You” ein sehr guter Uptempo Song.”Before It All Falls Down” Easy Listening, “We Can Run Away” beweist wieder das gute Händschen der Beiden für gutes Songwriting.

Fazit:

Es gibt nicht viel zu Mekern, außer der Sound könnte ein wenig besser sein, aber dies mal beiseite geschoben wird hier großes Kino geboten, die Kollegen von PARIS haben hier ganz klar das Nachsehen. Ich vergebe eine 8,5 für diesen Schwedenhappen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. It’s A Matter Of Survival
02. Sumertime
03. Call Me
04. I Lost You
05. Out Of Control
06. Stanger In The Night
07. Take Me As I Am
08. On My Own Again
09. Shooting Star
10. Gotta Get Close To You
11. Before It All Falls Down
12. We Can Run Away

Balle

RISING WINGS – What It Takes

Band: Rising Wings
Album: What It Takes
Spielzeit: 4:39 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 18.12.2020
Homepage: www.risingwings.de

Bereits seit 2006 treibt Sänger, Gitarrist und Songschreiber Florian Bauer sein Unwesen mit seinem Melodicrock-Projekt RISING WINGS. Operierend von einem kleinen Ort nahe dem bayrischen Ingolstadt aus, steht dabei immer seine Affinität für feinsten Melodic Rock im Vordergrund. Leider haben RISING WINGS bis dato kein komplettes Album fabriziert, aber es stehen in recht regelmäßigen Abständen neue Singles ins Haus.

Jüngstes Beispiel ist der Song „Whatever It Takes“, die mittlerweile sechste Single über die Jahre. Entstanden mit seinem Stammteam in den Klangwasser Studios in Schrobenhausen, ist wieder eines sicher: Florian Bauer verfolgt mit seinem Projekt RISING WINGS eine tolle Philosophie. Schlechte Songs gibt es erst gar nicht. Seine Helden HAREM SCAREM, GIANT etc. sind allgegenwärtig, dennoch ist auch „Whatever It Takes“ keine Kopie, sondern RISING WINGS haben im Laufe der Jahre wirklich an Eigenständigkeit gewonnen und ihre eigene kleine Nische gefunden.

Mit verhältnismäßig hartem Riffing beginnt „Whatever It Takes“, bevor in der Strophe etwas zurückgefahren wird. Aber spätestens beim melodischen Refrain brennt die Hütte lichterloh. Ein gewisses Party-Feeling kann der Refrain nicht abstreiten. Abermals eine tolle Überraschung aus dem Hause RISING WINGS, ich bin immer wieder freudig gestimmt, wenn es neues Material von diesem Ein-Mann-Projekt gibt.

Übrigens: dieses Jahr feiern RISING WINGS das 15-jährige Jubiläum. Wäre es da nicht eine tolle Idee, doch noch ein Album zu wagen? Also eine Zusammenstellung, vielleicht neu abgemischt? Eines solltet Ihr auf jeden Fall tun, checkt die neue Single „What It Takes“ – Melodic Rock Fans sollten begeistert sein!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. What It Takes

 

CHEZ KANE – Chez Kane

Band: Chez Kane
Album: Chez Kane
Spielzeit: 50:48 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/ChezKaneVocalist

 

CHEZ KANE das neue Stimmwunder bei Frontiers bringt ihr Debüt in die Läden, eine gute Stimme hat die Lady von der großen Kanalinsel in der Nordsee. Die Stimme ist irgendwo zwischen Ann Wilson, softere Lee Aaron, Jaime Kyle, Janet Gardner und Lita Ford einzuordnen, und kann auf ganzer Linie überzeugen ohne schwächen zu zeigen. Der Sound ist in etwa auch eine Schnittmenge der aufgezählten Damen, ECLIPSE, H.E.A.T., etc. und eine gewaltige Portion End80er.

Die Promoinfo gibt nicht viel Auskunft über die mitwirkenden Musiker, aber Danny Rexon als Produzent und Mix, Erik Martensson Mastering und Bandmembers CK wurden angegeben.

Der Sound ist wie eine Zeitreise in die glorreichen End80er, es knallt und bumst aus allen Rohren, mit starken Melodien und der geilen Röhre von Miss KANE. Das Album würde in jeder Rockkneipe als Hintergrundbeschallung für gute Stimmung sorgen und der Hörer würde sich an diese noch unbeschwerte Zeit erinnern. Als ein Liter Super Verbleit noch 1,20 DM kostete und man ohne schlechtes Gewissen einen V6 Zylinder fahren konnte der mehr als 12 Liter auf 100 wegschluckte. Oder 1988 der Anfang vom endlosen Bau der A94 von Marktl am Inn bis München, bis Passau dauert nochmal so lang. Eine Zeit in der Rockmucke noch Salonfähig war und im öffentlichen Radio gespielt wurde, eine Rockdisse nach der Anderen im Abstrand von 20 bis 25 Kilometer zu finden war. An all diese positiven Dinge erinnert mich die Mucke, jaja die Grünen werden sich nun die Haare raufen, ja ich habe einen V6 Zylinder gefahren der mehr als 15 Liter verbraten hat, und ich habe kein schlechtes Gewissen.

Mit Songs wie dem melodischen “Better Than Love”, dem Bockstarken Rocker “All Of It”, dem flotten “Rocket On The Radio”, dem lässigen “Get It On”, dem Melodiemonster “Too Late For Love”, dem getragenen “Defender Of The Heart, eingängigen “Ball N‘ Chain”, den Rockern “Die In The Name Of Love” und “Dead End Street” hat die Dame sehr gutes Songmaterial am Start. So macht Musik hören und nebenbei eine Zeitreise machend spaß, leider ist die Nostalgiestunde nach zehn Songs zu Ende. Für ein Debüt hat CK die Messlatte sehr hoch angesetzt. Mal abwarten ob dieser Standart gehalten werden kann wenn es zu einem Nachfolger kommen sollte. Genau das hat der gute Mister Rexon auch beabsichtigt, ein Album in bester 80er Tradition einzuzimmern.

Fazit:

Für diese Zeitreise in meine Wilde Zeit vergebe ich eine Wertung von 9 Sternen, wobei ein halber ein Nostalgiepunkt ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Better Than Love
02. All Of It
03. Rocket On The Radio
04. Get It On
05. Too Late For Love
06. Defender Of The Heart
07. Ball N‘ Chain
08. Midnight Rendezvous
09. Die In The Name Of Love
10. Dead End Street

Helmut

JOSEPH WILLIAMS – Denizen Tenant / STEVE LUKATHER – I Found The Sun Again

Band: Joseph Williams
Album: Denizen Tenant
Spielzeit: 50:23 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: MASCOT LABEL GROUP
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: joeswill.com

Band: Steve Lukather
Album: I Found The Sun Again
Spielzeit: 50:21 min
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: MASCOT LABEL GROUP
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.stevelukather.com

Bevor die vor gar nicht allzu langer Zeit offiziell mal wieder zu Grabe getragenen Toto sich unter dem Banner „Dogz of Oz“ wieder auf die Bühnen der Welt begeben, veröffentlichen die einzigen beiden verbliebenen bekannten Bandmitglieder nun noch parallel ihre neuesten Soloalben. Wir sehen, bzw. hören uns das Resultat der Scheiben heute im Doppel-Feature an, denn ich vermute mal stark, dass Fans der beiden, bzw. ihrer Stammband sich die beiden Platten eh zusammen kaufen werden.

Los geht’s mit LUKATHER’s 7ten Solo-Streich, der in gut 50 Minuten und insgesamt (etwas mageren) 8 Tracks wie gewohnt ein Menge Abwechslung bietet. Das schöne an den bisherigen Alben des genialen Gitarristen ist ja, dass jede ein etwas anderes Konzept verfolgte und einen ganz eigenen Klangcharakter zeigte. So auch „I Found The Sun Again“, dass laut LUKE weitestgehend live eingespielt wurde und in der Tat den Geist der alten Zeiten atmet. Ein wenig ernüchtert war ich schon, als ich feststellte, dass von den 8 Songs gleich 3 Coverversionen sind. Die sind zwar allesamt umwerfend gut und geschmackvoll eingespielt, aber ein Hauch von Mogelpackung will sich einfach nicht verflüchtigen. „Along for the Ride“ ist ein gewohnt geradeaus rockender Track, und die Highlights befinden sich vor allem im vorderen Teil der Platte. Cover hin oder her, „The low Spark of high heeled Boys“, im Original von Traffic, ist ein wunderbar eleganter Showcase für LUKATHERS Gitarrengespür sowie seiner formidablen Studio-Unterstützung (Greg Bissonette, Jeff Babko, Jorgen Carlsson, John Pierce und David Paich) – ebenso wie das jazzige Instrumental „Journey through“. Leider haben sich mit dem okayen „Run to me“ (mit Ringo Starr an den Drums!) und dem zähen Titeltrack auch 2 Langweiler ins Programm geschlichen, die der Scheibe gegen Ende ein wenig den Drive nehmen. Zur Rettung eilt ein mehr als entschädigendes Cover des Robin Trower Klassikers „Bridge of Sighs“, der nochmal klar macht, was LUKAHER an den 6 Saiten auf dem Kasten hat. Alles in allem ist „I Found The Sun Again“ sicherlich nicht LUKATHERS packendste Scheibe („Candyman“ oder „Luke“ haben da eine künstlerisch bestimmte stärkere Gewichtung) aber für einen Künstler von LUKATHERS Alter ist es schon beeindruckend, dass er sich hier keineswegs auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern beständig an seinem Ton und Ausdruck arbeitet und seine Liebe zu Musik auslebt.

JOSEPH WILLIAMS‘ Album geht im Kontrast zu dem sehr gradlinig produzierten Album von LUKATHER einen konsequent anderen Weg: wer schon seit langem eine Produktion im Stile von älteren Richard Marx („Flesh and Bone“, 1997) oder der formidablen Perle von „Toy Matinee“ (1990) sucht, der sollte mit „Denizen Tenant“ seine helle Freude haben. Schon der Opener „Never saw you coming“ umschmeichelt die Ohren mit einem vielschichtigen Arrangement, edelsten Gitarrenlicks und einer samtigen Breitwand Produktion. Hier wird auch schnell deutlich, welchen Einfluss WILLIAMS auf die Arrangements der letzten offiziellen Toto Scheibe („XIV“, 2015) hatte. Und WILLIAMS‘ Stimme ist wunderbar gealtert, wie z.B. das als souliges Steely Dan durchgehende „Black Dahlia“ unter Beweis stellt. Weitere Anspieltipps sind die aktuelle Single „Wilma Fingadoux“ und das zusammen mit LUKATHER eingespielte „Remember her“, allesamt beeindruckende Studio-Spielereien mit jeder Menge kompositorischer Substanz und Arrangement-Tricks. Auch hier werden die beteiligten Studiocracks entsprechend in Szene gesetzt. Zwar leistet sich auch WILLIAMS mit dem völlig missratenen, in Disney-Kitsch abtauchenden Peter Gabriel Cover „Don’t give up“ einen verzichtbaren Fehlgriff. Aber auch „Denizen Tenant“ ist eine tolle Platte bei der man sich immer wieder wünscht, die Jungs hätten die besten Tracks doch im Toto-Verbund eingespielt.

Beide Platten sind starke Werke, bei denen der Fan bedenkenlos zugreifen kann. Aber sie zeigen auch, dass die beiden Protagonisten gemeinsam einfach nochmal in einer völlig anderen Kategorie unterwegs sind und im Toto-Verbund ihre vollen Stärken ausspielen können. Als absoluter Gitarren-Nerd und LUKATHER Jünger war ich besonders auf „I Found The Sun Again“ gespannt, doch nach mehreren Wochen mit beiden Alben greife ich tatsächlich immer mehr auf die WILLIAMS Scheibe zurück, einfach weil es hier soviel versteckte Details und bezaubernde Melodien zu entdecken gibt. Dennoch: beide Daumen hoch für 2 wunderbare, ausgereifte und zeitlose Alben die auch nach dem zigsten Durchlauf spannend und packend bleiben.

WERTUNG:

JOSEPH WILLIAMS – Denizen Tenant

 

 

STEVE LUKATHER – I Found The Sun Again

 

 

Trackliste („Denizen Tenant“):

01. Never saw you coming
02. Liberty Man
03. Denizen Tenant
04. Wilma Fingadoux
05. Black Dahlia
06. Don’t give up
07. The Dream
08. Remember her
09. No Lessons
10. Mistress Winter’s Jump
11. If I fell
12. World broken

Trackliste („I Found The Sun Again“):

01. Along for the Ride
02. Serpent Soul
03. The low Spark of high heeled Boys
04. Journey through
05. Welcome to the Club
06. I Found The Sun Again
07. Run to me
08. Bridge of Sighs

Mario

AUTUMN’S CHILD – Angel’s Gate

Band: Autumn’s Child
Album: Angel’s Gate
Spielzeit: 53:57 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.facebook.com/mikael.erlandsson1

 

Die Schweden von AC kommen mit dem zweiten Album um die Ecke, oder wenn man es mit einem zwinkernden Auge sagen würde das 17. Studioalbum von LAST AUTUMN’S DREAM. Durch die Stimme von Mikael Erlandsson kommt der Verdacht auf es mit einem bisher unveröffentlichten Album von LAD zu tun zu haben, der Musikstil ist auch ähnlich dem von LAD.

Wie auch schon auf dem Debüt von AC sind hier auch wieder Mikael Erlandsson an Mikrofon und Keyboards, Pontus Akesson an Gitarre, Claes Andreasson am Piano, Jona Tee an Keyboards, Robban Bäck am Schlagzug und neu dabei Johan Strömberg (für Claes Andreasson) am Bass. Geboten wird von der Band wie schon auf dem Debüt und auch bei LAD eingängiger Melodic Rock aus Skandinavien. Die Songs besitzen das gewisse Etwas, was man nur bei Bands aus dem hohen Norden Europas hört. An der Stimme von Mikael gibts nichts auszusetzen, an den Instrumenten befinden sich auch keine Anfänger und machen alles Fehlerlos. All diese Trademarks machen das besondere aus, genau wie auf dem Debüt, dort gab es Melodien ohne ende wie auch hier, wer auf das Debüt und LAD konnte macht mit dem Rundling nichts verkehrt.

Mit dem Stampfer “Where Angel’s Cry” gelingt der perfekte Einstieg, kräftig und flott. “Aquarius Sky” haut in die selbe Kerbe wie der Vorgänger, bei “Don’t Say It’s Love” kommt AOR Stimmung auf erinnert ein wenig an ELO, REO SPEEDWAGON und CHICAGO, starker Song ein richtiger Ohrwurm. “A Tear From The Sky” eine Herz-Schmerz Ballade, “Dream Of America” zieht das Tempo wieder an, flott und bestes Ohrenblasam. “Dream Of America” kommt wieder AORig aus den Boxen, gut hörbar, “Straight Between The Eyes” nicht schlecht ist mir aber in den meisten Momenten ein wenig zu schräg. “Don’t Ever Leave Me” für die gebrochenen Herzen. “A Piece Of Work” geht wieder besser ins AOR Ohr, bei “Only Love Can Save The World” könnte man meinen man hört einen RETURN Song, der Stärkste auf dem Album, “Your Words” drückt wieder gehörig auf die Tränendrüse, ist mir zu schmalzig.

Fazit:

Drei Balladen, eine Hand voll Rocker und zwei für mich nicht so tolle Songs kommen auf eine Wertung von 8,5 Sternen, der vorletzte Song holt nochmal einen halben Stern mehr aus dem Album raus. Mir persönlich gefällt das Debüt eine Spur besser als dieser zweite Rundling der auch nicht schlecht ist. Der Promofliyer gibt als Vergleiche LAD, Mikael Solo, TREAT, ECLIPSE und H.E.A.T. an, ich würde noch RETURN und EVENRUDE dazu nehmen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Where Angels Cry
02. Aquarius Sky
03. Don’t Say It’s Love
04. A Tear From The Sky
05. Love Is Not An Enemy
06. Dream Of America
07. Straight Between The Eyes
08. Don’t Ever Leave Me
09. A Piece Of Work
10. Only Love Can Save The World
11. Your Words

Helmut

ROB MORATTI – Paragon

Band: Rob Moratti
Album: Paragon
Spielzeit: 52:02 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven 7 Soulfood
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.robmoratti.net

Nach dem Ausstieg bei SAGA und dem Ende seiner einstigen Stammformation FINAL FRONTIER beehrt uns der kanadische Ausnahmesänger ROB MORATTI regelmäßig mit guten Solo-Scheiben. Seine Ausrichtung liegt nach wie vor klar im melodischen Rock-Hard Rock Bereich. In diesem ist MORATTI immer in der Lage sein qualitatives Level nicht nur zu halten, sondern nach Bedarf auch zu steigern. Dass er sich hierzu gerne der Hilfe diverser Musiker Freunde bedient ist kein großes Geheimnis. Auch auf diesem Rundling tauchen bekannte Namen wie IAN CHRICHTON (SAGA), JOEL HOEKSTRA (WHITESNAKE) oder ULRICK LÖNNQVIST (CODE RED) auf. Mid-Up-Temponummern sind ebenso vertreten wie die obligatorische Ballade mit Namen „Break The Chains“. Die unverwechselbare Stimme des Kanadiers bildet das I-Tüpfelchen und macht auch „Paragon“ zum echten Hörgenuss für alle Freunde der guten AOR-Melodic Rock Mucke. Wer auf Formationen wie JOURNEY , NIGHT RANGER & Co steht, muss hier zugreifen. Ein sehr gutes Werk zum Ende des Jahres

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. I’m Falling
02. Rise Above
03. What Have We Become
04. Remember
05. Where Do We Go From Here
06. Drifting Away
07. Break The Chains
08. Alone Anymore
09. Bullet Proof Alibi
10. All I’m Living For
11. Picking Up The Pieces
12. Stay Away

Bonne

Video Link:

PALACE – Rock and Roll Radio

Band: Palace
Album: Rock And Roll Radio
Spielzeit: 47:00 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 04.12.2020
Homepage: www.facebook.com/palacesweden/

Es gibt sie immer wieder – die unglaublich talentierten Musiker, die zuerst lange Zeit im Hintergrund agieren und als Songschreiber, Produzenten oder Studiomusiker in Erscheinung treten und damit für die Meisten ziemlich unter dem Radar bleiben. Bis sie eines Tages ein eigenes Projekt aus dem Boden stampfen und mit einer eigenen Platte für Furore sorgen. Speziell in Schweden scheint es eine immens große Anzahl dieser Ausnahmetalente zu geben. Als eines davon dürfte sicherlich Michael Palace genannt werden, der in der Vergangenheit für viele Bands aus dem Melodic Rock Genre in unterschiedlicher Form tätig war. FIND ME, REACH, HOUSTON, FIRST SIGNAL (feat. HAREM SCAREM Frontmann Harry Hess) oder jüngst ANGELICA sind nur einige Beispiele für den umtriebigen Multi-Instrumentalisten.

Sein 2016 unter dem Banner PALACE erschienenes Debüt „Master Of The Universe“ war mit dem gleichnamigen Hit eine Wohltat für jeden Melodic-Fan und nicht selten in den Jahresbestenlisten zu finden. Zwei Jahre später präsentierte sich Michael Palace experimenteller und weniger hardrockig – dafür eine ganze Ecke technischer. Mit seinem dritten Langspieler „Rock And Roll Radio“ greift der Schwede wieder mehr die Stärken seines Debüts auf, ohne es zu wiederholen. Auch das Line-Up gestaltet sich interessant: Michael Palace – Everything – das sagt wohl alles aus über diesen Tausendsassa, der sich mit seinem neuen Album ein eigenes Denkmal gesetzt hat, soviel sei schon mal verraten.

Das haben die beiden Vorab-Singles „Way Up Here“ und „Castaway“ hoffen lassen, dass „Rock And Roll Radio“ aber dermaßen stark in seiner Gänze ausfallen würde, hätten sicher die meisten nicht erwartet – oder doch? Sei es drum, vom ersten Ton der eröffnenden Titelnummer brennt das Feuer lichterloh. Mit prägnanter Keyboardunterstützung und unwiderstehlichen Achtziger-Ohrwurm-Melodien zündet Michael Palace ein Hitfeuerwerk, das die Bestenlisten 2020 noch einmal aufmischen könnte. Gleich im Anschluss werden die beiden Singles abgefeuert, und wer da noch nicht vollends überzeugt ist, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Oder vielleicht doch – mit weiteren Highlights der Marke „Cold Ones“, „Origin Of Love“ oder „Fight“. Dazwischen schiebt sich mit „Eleonora“ eine tolle Ballade, mit „Hot Steel“ ein waschechter Hardrocker und mit „When It´s Over“ ein technischer AOR Song im Fahrwasser von TOTO.

Wenn das kein rundes Package ist. Dieses Dutzend Songs lässt keine Wünsche offen – zumindest nicht, wenn man auf ordentlich produzierten Melodic Rock steht. Ein spätes Highlight in 2020– meine Bestenliste muss wirklich noch einmal umgeschrieben werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Rock And Roll Radio
2. Castaway
3. Way Up Here
4. Cold Ones
5. Eleonora
6. Hot Steel
7. My Gray Cloud
8. Origin Of Love
9. She´s So Original
10. Strictly By The Rules
11. When It´s Over
12. Fight

Video zu „Way Up Here“:

Stefan

MAGIC DANCE – Remnants

Band: Magic Dance
Album: Remnants
Spielzeit: 45:37 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 04.12.2020
Homepage: www.facebook.com/magicdancemusic

Frontiers Records starten im Dezember einen wahren Veröffentlichungsreigen. Das ist insofern neu, weil die Vorweihnachtszeit von der gesamten Plattenindustrie in der Vergangenheit immer für Best-Of Compilations, Live Scheiben, Special Edition Superduper Boxsets und dergleichen reserviert war. Aber das Jahr 2020 ist nun mal ein sehr spezielles, und praktisch sämtliche Plattenfirmen haben über Monate vieles zurückgehalten, was über das Jahr geplant war. Da aber immer noch keine Besserung der Situation im Live-Sektor in Sicht ist, können auch Frontiers Records aus dem Vollen schöpfen und präsentieren uns für den Dezember stattliche neun (!!!) Themen – darunter sechs vollwertige Neuerscheinungen und drei Live-Konserven. Vielleicht geht es damit zum Weihnachtsgeschäft noch mal so richtig rund.

Eine dieser Neuerscheinungen ist das neue Album der ehemaligen Synthwave Newcomer MAGIC DANCE, die mit ihrem 2018er Album „New Eyes“ beim italienischen Label gelandet sind und sich nun Stück für Stück zu einer lupenreinen AOR/Melodic Rock Kapelle entwickelt haben. Waren die frühen EP´s purer Synthwave und teilweise sogar rein instrumental gehalten, hat Mastermind Jon Siejka für das neue Werk „Remnants“ einen großen Ruck in Richtung Hardrock gemacht. Nur recht selten kehrt der Sänger/Songwriter aus Long Island, NY zum typischen Synthwave zurück. Ansatzweise geschieht das bei „Cut Me Deep“, bei „Change Your Life“ oder „Til Your Last Breath“ etwas mehr, während der große Rest der Stücke ordentlich rockt und nur in den Songstrukturen an frühere Zeiten erinnert.

Die größte Schwäche von „Remnants“ ist seine Eintönigkeit. Jeder Song für sich ist echt gut, aber im Prinzip wiederholt sich hier zu viel. Da lobe ich mir die erst kürzlich erschienene EP „From Death To Life“, die mit „Oh No“, „Long And Lost Lonely Nights“ und „Zombie Breath Suprise“ die stärksten Stücke bereits enthalten hat. Spätestens ab der Hälfte der Platte haben MAGIC DANCE nicht mehr allzu viel zu sagen. Schade eigentlich, denn bisher war ich immer Fan dieses Projekts. Mein Tipp also: wenn Euch die oben erwähnte EP über den Weg läuft, krallt sie Euch, wer die dennoch die Vollausstattung bevorzugt, kann sich natürlich auch den Longplayer „Remnants“ ins Regal stellen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Oh No
2. Long And Lost Lonely Nights
3. Zombie Breath Surprise
4. Cut Me Deep
5. When Your World Comes Down
6. Change Your Life
7. I´m Still Holding On
8. Changes
9. Restless Nights
10. Til Your Last Breath
11. I Can´t Be The Only One

Video zu „Till your Last Breath“:

Stefan

ECLIPTICA – 15 in a row

Band: Ecliptica
Album: 15 in a row
Spielzeit: 42:52 Minuten
Stilrichtung: Melodic Rock, Heavy Metal
Plattenfirma: Mars Music Production
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.facebook.com/Eclipticaofficial

Fünf Jahre sind seit dem letzten Album von Ecliptica vergangen nun können sich die Freunde des Melodic Rocks und Heavy Metal auf neue songs der “Burschen” und “Dirndl´n” aus Österreich freuen (wie man im österreichischen Dialekt die Herren und Damen der Schöpfung bezeichnet)

Ein äußerst gelungenes Werk dass bei den “harten Melodien” zum Headbangen und mitsingen einlädt und bei den ruhigeren zum nachdenken und träumen! Stimmlich ein überzeugendes Album, gekonnt durch ein perfektes Zusammenspiel der Stimmen von Sandra Urbanek und Tom Tieber. Die Songs sind großteils auf Duette festgelegt und da unterscheiden sich Ecliptica schon zu vielen anderen Bands.

Auch wenn der “Name Ecliptica” für viele “Neuland” ist, kann die österreichische Formation bereits eine beachtliche Vita vorweisen mit Auftritten auf dem Wacken beim “Metal Battle” sowie als Support Act für z.B. Axxis, In Extremo, Symphony X oder Freedom Call, diese ja keine unbekannten Bands mehr sind.

Das Album ist vielseitig wobei die “Powersongs” im Vordergrund stehen. Der Albumtitel “15 in a Row”, bezieht sich auf die 15 Jahre lange Karriere der Gruppe und beschreibt somit ein wenig Bandgeschichte. Das Album hat viele Facetten, die ich im Bereich Hard Rock, ein paar Elemente Melodic Rock und Power Metal einordnen würde.

Direkt ins Herz gehen vor allem die ruhigeren Songs wie “Fallin”, Long and wide road oder “Deep Inside” bei der Sandra´s engelsgleiche Stimme zur Geltung kommt. Besonders bei der Ballade “Deep Inside” das untermalt von den melodischen Gitarrenklängen von “Van Alen” ist kommt die Emotion herüber die man sich von einer weiblichen Stimme wünscht.

Fans von “female fronted Bands” kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie die Fans harter und zarter Gitarrenklängen.

Van Alen (nicht zu verwechseln mit Van Halen) hat seinen Künstlernamen sicher auch darum gewählt dass sich seine Art Gitarre zu spielen von anderen abhebt. Hier wird nicht kopiert. Dass er auch solo punkten kann hat er auch mit seinem letzten Soloalben dass sich der Gitarrenkunst gewidmet hat gezeigt.

Wer bei Ecliptica eine österreichische “Dorfband” erwartet ist hier sicher falsch hier sind Könner und Künstler am Werk, die wissen wie man gute Songs schreibt, und die Vielseitigkeit anbietet.
Ein Konzertabend mit dieser Band wird sicher nicht langweilig

Also auch für alle die noch skeptisch sind der Kauf lohnt sich denke eine Band die sich nicht nur in der österreichischen Musikszene behaupten kann.

Anspieltipps: “Deep inside (mein Favorit auf diesem Album), Children of universe, Travel far away, Fallin

Fazit : Metal ’n‘ Roll vom Feinsten. Abwechslung ist auf diesem Album garantiert! Die Reise geht von Hardrock über Melodic Rock bis hin zu Power Metal Hymnen, gesangliche Duelle sind hier ebenso geboten wie harte Gitarrenriffs! Das Album macht Lust auf mehr und bekommt von mir 9 von 10 Punkten!! 9 damit sich Ecliptica mit dem nächsten Album nicht wieder 4 Jahre Zeit lassen.

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:
01. 15 in a row
02. Children of the universe
03. Masterpiece of love
04. Fallin
05. Speed kings
06. The Enemy
07. Addict to life
08. Long and Wide road
09. Travel far away
10. Deep inside

Video zu “Masterpiece of Love” :

Anita