ISSA – Lights Of Japan

Trackliste:

01. Live Again
02. Lights Of Japan
03. Seize The Day
04. Stop The Rain
05. Moon Of Love
06. Chains
07. Fight To Survive
08. It’s Over
09. I’ll Give My Heart
10. Shadow To The Light
11. I’ll Be Waiting

Spielzeit: 41:34 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 20.01.2023 – Page: www.facebook.com/issasite

 

ISSA Oversveen die norwegische Rockladay kommt mit ihrem siebten Album aus dem Studio. Diesmal neben ihr am Mikro dabei waren Marco Pastorino an Gitarre sowie Michele Guatoli auch am Bass, James Martin an den Keys und Marco Andreetto an den Drumsticks.

Für einen Gastauftritt unterstützten Giovanni Barbetta am Saxophon, Robby Luckets von SANDNESS für Gitarrensolos bei „Live Again“, „Lights Of Japan“, „Fight To Survive“, „It’s Over“ und „Seize The Day“. Ebenfalls für ein paar Gitarrensolos dabei waren Michele Guaitoli und John Mitchell.

Hat sich was gegenüber den Vorgängern verändert? Nicht viel hat sich getan, ich habe den Eindruck das die Songs eingängiger, ausgefeilter und mit mehr Spielfreude als auf den zwei bis drei Vorgängern eingespielt wurden. Auf „Lights Of Japan“ finden sich nach wie vor die Trademarks von ISSA, sehr gute Rocksongs ebenso sehr gut verpackt und eingespielt.

Die Stimme von ISSA bewegt sich immer noch auf einem Top Level, die Gitarrenarbeit ist stark und cool ausgeführt, die Hinzunahme von Gastmusikern bei den Gitarrensolos wirkt sich nicht negativ sondern eher positiv auf die Songs aus. Die Keys sind durch James Martin (VEGA) hier ebenso cool und majestätisch wie bei seiner Band VEGA zu finden. Der Bass kommt von hinten schön durch könnte aber für meinen Geschmack noch dunkler und aggressiver kommen. Die Drums machen genau das was sie sollen, den Takt mit kraft vorgeben. Robby, Michele und John machen einen starken Eindruck bei den Solos. Durch die Verwendung eines Saxophons bei „Moon Of Love“ kommt ein geiler Kontrastpunkt der ruhig öfter eingesetzt hätte werden können. Aber so über das gesamte Album gesehen ergibt sich ein sehr positives und starkes Gesamtbild das nach einer Fortsetzung geradezu lechzt.

Vergleichen kann man ISSA grob mit einer vollen Ladung 80er, den Vorgänger Alben, ein wenig VEGA da, CHEZ KANE, INFINTE & DEVINE, CREYE dort, an der oberen Ecke ARCTIC RAIN am unteren Eck LANDFALL. Und schon ist ein grober Vergleich von ISSAs neuem Streich „Lights Of Japan“ genannt. Die Vergleiche hinken hinterher, für eine Kopie, Abklatsch oder Imitat der Vergleiche ist das gebotene zu stark und befindet sich auf einem top Level.

Man kann ISSA und ihrer Crew unterstellen keine Fehler gemacht, und ein sehr gutes Album aufgenommen zu haben. So kann es bei ISSA weitergehen und die Rocklady mausert sich langsam zur Rockqueen.

„Live Again“ ein flotter und intensiver Rocker, „Lights Of Japan“ stellt ein Melodic Highlight dar. „Seize The Day“ flott, mit geilem Refrain einfach nur ISSA, bei „Stop The Rain“ kommt viel Melodie, Gesangsharmonie wummer Bass und Gefühl auf den Tisch. „Moon Of Love“ kommt mit einer kurzen Keyboardpassage, dann die Gitarren und mit dem Einsatz eines voll auf 80s getrimmten Saxophons, der Stimme von ISSA wird ein Song auf Topniveau geboten. Bei „Chains“ wird wieder ein wenig Gas gegeben, „Fight To Survive“ „It’s Over“ ein Highlight fürs Radio, mit „I’ll Give My Heart“ wird es balladesk für die Stunden zu zweit am offenen Kaminfeuer. „Shadow To The Light“ ein Rocker mit viel Gefühl, „I’ll Be Waiting“ bewegt sich wieder auf bestem Radiofutter Niveau.

Balle

TALENTSCHMIEDE: Zygann

Band:
Zygann

Gegründet:
2022

Herkunft:
Pforzheim

Mitglieder:
Thomas Zigann (Gitarre, Gesang, Songwriting)
Uwe Spinler (Bass, Gesang)
Peter Ikert ( Gitarre, Gesang)
Sascha Ossmann (Schlagzeug, Gesang)
Aktuell suchen wir noch einen Keyboarder.

Stil:
Melodic Rock, AOR

Veröffentlichungen:
On my way home

Einflüsse:
Foreigner, Journey, Saga

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Viele Live-Gigs spielen, noch einige Songs und Videos veröffentlichen.

Was als nächstes kommt:
Geplant und in Vorbereitung ist eine EP.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Der Videodreh und die Veröffentlichung von „on my way home“.

Unser peinlichster Moment:
Den hatten wir noch nicht, zumindest nicht in dieser Band.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Mit den Leuten die unsere Musik mögen und an uns glauben.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Thomas hatte ja bereits Gelegenheit und war in den Neunzigern mit seiner damaligen Band Mason mit Doro auf Tour. Vorstellbar ist für uns aktuell, als Support egal welcher Band dabei zu sein.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Immer noch live auf der Bühne zu stehen und das Publikum abholen und mitnehmen, auch wenn es heute auch andere Möglichkeiten gibt, sich zu präsentieren.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Wenn´s für die Band super läuft, bleibt vielleicht privat so einiges auf der Strecke, hier die richtige Balance finden ist da, glauben wir, ganz wichtig.

Online:
Website: www.Zygann.com

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/23mangMlQEIilgvFuAZmrv
Youtube: www.youtube.com/watch?v=Gfajo1j9mPM

Live-Dates:
Sind in Planung für 2023

 

BLACK PAISLEY – Human Nature

Trackliste:

01. Set Me On Fire
02. In The Night
03. Not Alone
04. Promises
05. Silent Asylum
06. Mojo
07. Human Nature
08. Don’t Call Me A Liar
09. Hard Times
10. Worlds Turning
11. Crazy
12. Set Me Free

Spielzeit: 44:32 min – Genre: Classic / Melodic Rock – Label: Eigenproduktion – VÖ: 25.11.2022 – Page: www.facebook.com/blackpaisleys/

 

Es ist Dienstag der 06.12.2022 und 23:30, nach einem PC Crash und neuaufsetzen des Rechners nun vor dem Verfassen der Rezi nochmals die drei Vorgängeralben von den Schweden BLACK PAISLEY gehört. Dabei habe ich wieder mal festgestellt das die Wikinger einen gesunden und sehr guten Mix aus Easylistening, Nachdenk und Classic / Melodic Rock Krawall Nummern geboten haben. Diese kommen immer mit sehr viel Melodie und einem Gespür für coole Vibes rüber, mal sehen ob sie auf Album #4 ebenso Punkten können wie auf den drei Vorgängern.

BLACK PAISLEY besteht aus Stefan Blomqvist an Gesang und Gitarre, Franco Santunione an der Gitarre, Jan Emanuelsson am Bass und Robert Karaszi an den Drums. Startschuss der Band war 2015 in Stockholm, mittlerweile können BLACK PAISLEY Weltweit über 10 Millionen Streams über die gängigen Anbieter vorweisen. Allein schon diese Zahl von über 10 Millionen Streams zeigt die Qualität der Band.

Die Stimme von Stefan kann wie auch schon auf den Vorgängern überzeugen, diese Stimme bewegt sich dabei irgendwo in den mittleren Regionen und könnte nicht besser gewählt sein, gerne auch mit Mehrstimmigen Passagen. Die Gitarren hauen Riff um Riff aus den Boxen und sorgen so für eine sehr melodische Spaß machende Mauer, der Bass und Drums treiben kräftig.

Vergleichen lässt sich die Mucke der Vier schlecht, dafür lassen sie zu viel Varianten einfließen. Am besten passt noch die Umschreibung aus einem groovigen Mix aus Classic und Melodic Rock der einfach gute Laune verbreitet. Man meint hier mal KISS dort drüben NAZARETH, hier dann wieder TREAT dort wieder LEVITICUS, dann wieder mal US Rockmucke mit Bluesnote und Schwedeneinschlag mit EAGLES Feeling zu vernehmen. Oder auch mal DOC HOLLIDAY, LYNYRD SKYNYRD oder MOLLY HATCHET Riffeinlagen ohne dabei zu stark in den Southern Rock abzudriften. Die Vier schaffen es mühelos einen sehr guten Song nach dem anderen zu produzieren, auf den vier Alben befindet sich nicht ein schlechter Song allerdings geben die Boys auf Album #4 mehr Gas, es sind mehr flotte Songs als Easylistening oder Nachdenk Nummern enthalten.

Die Produktion ist so was von richtig auf die Retroschiene frisiert worden, und trägt so entscheidend zu einem noch positiveren Gesamtbild bei, unterstützt so die schon sehr starken Songs, so dass diese auf ein höheres Level gehoben werden.

Als Fazit kann man den vier Musikern attestieren ein Meisterwerk eingespielt zu haben.

„Set Me On Fire“ ein kräftiger Auftakt ein cooler Rocker, „In The Night“ sehr eingängig mit auffälligem Riffing. „Not Alone“ wäre in den 80ern ein Chartstürmer geworden, das Ding hat alles was man dazu braucht. „Promises“ mit coolem Riffing und geilem Basslauf. „Silent Asylum“ noch so eine obercoole Nummer mit viel Melodie inszeniert, „Mojo“ ein traumhaft geiler Melodichappen und bestes #1 Futter oder Dauerairplay im Radio. „Human Nature“ ein Rotzrocker, frech, vorlaut, pupertär voll auf dicke Hose getrimmt, Stefan raunzt hier geil ins Mikro das es eine Freude ist. „Don’t Call Me A Liar“ mit starker Bluesnote. Bei „Hard Times“ packen die Jungs vorlautes Easylistening der Güteklasse 1A aus, bei „Worlds Turning“ wird dem Bass viel Freilauf gewährt und Rock N Roll Gene ausgepackt. „Crazy“ ein Rocker der unter die Haut geht, „Set Me Free“ nochmal Rock N Rollig zum Abschluss.

Balle

WHITE SKIES – Black Tide

Trackliste:

01. What You Know About Love
02. Emily
03. Midnight Rendezvous
04. Kiss Me As I Say Goodbye
05. One Step Forward
06. Two Worlds Collide
07. A Love Unjustified
08. Bring It On Back
09. Black Tide
10. Leave A Light On
11. Takin A Ride
12. Sleeping In The Fire

Spielzeit: 59:18 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 04.11.2022 – Page: www.facebook.com/whiteskiesband

 

Da kommt eine Steife Brise über den Hemdsärmelkanal geblasen, was einem die Briten WHITE SKIES vorsetzen ist ganz großes Kino. Zu WHITE SKIES gehören Mick White an Gesang, Ray Callcut an Gitarren, Pete Lakin an den Keyboards, Rob Naylor an Bass und Daz Lamberton an den Drums. Die Besetzung setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern der Bands SAMSON, YAYA und DANTE FOX zusammen.

WHITE SKIES machen groovigen Melodic Rock am meisten Ähnlichkeit haben sie mit RED DAWN und AFTER HOURS, aber auch mit DANTE FOX, HEARTLAND und CHANGE OF HEART. Es hört sich nicht nach einem Abklatsch der genannten Bands an, sondern eher wie ein Band die ihren eigenen Sound hat aber so ähnlich klingt wie eben die Vergleiche. Es klingt eben Very British mit leichter US Note

Die Stimme von Mick hat Ähnlichkeit mit der von Larry Baud von RED DAWN. Die Gitarren bilden mit den Keys die auch mal gerne und oft als Piano ausgeführt wurden eine Einheit, der Bass ist unaufdringlich und die Drums fallen positiv auf. Betrachtet man das Gesamtbild, so ist dies stimmig und sehr gut und man kann den Jungs eine gute Arbeit attestieren.

„What You Know About Love“ ein kräftiger und guter Opener, „Emily“ könnten RED DAWN auch nicht besser. „Midnight Rendezvous“ ein Highlight, „Kiss Me As I Say Goodbye“ eine Powerballade. „One Step Forward“ kommt mit geilem Riffing und leicht schrägem Refrain, „Two Worlds Collide“ besitzt durch seinen Basslauf einen besonderen Charme. „A Love Unjustified“ mit geilem Gitarren und Keyboard Duell,
„Bring It On Back“ sehr gefühlvoll. „Black Tide“ mit schrägem Refrain, „Leave A Light On“ eine typische Herz-Schmerz-Ballade, „Takin A Ride“ ein Vollgasrocker, „Sleeping In The Fire“ macht mit viel Melodie das Licht aus.

Balle

WILDNESS – Resurrection

Trackliste:

01. Nightmare
02. Release The Beast
03. Tragedy
04. Love Resurrection
05. Best Of Me
06. The Final Fantasy
07. Lonely Girl
08. The One And Only
09. Fading Sun
10. Dawn Of Forever
11. Eternity Will Never Fall

Spielzeit: 47:40 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Records – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.facebook.com/wildnessofficial

 

Das H.E.A.T. Festival 2018 war mein Erstkontakt zu dieser vielversprechenden Melodic Rock Band aus Schweden. Als reines Studioprojekt von Schlagzeuger Erik Modin im Jahr 2014 gestartet, kristallisierte sich über die Jahre heraus, dass WILDNESS auch auf die Straße respektive die Bühnen gehören. Nach dem selbtbetitelten Debütalbum, das Ende 2017 über AOR Heaven veröffentlicht wurde, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Gabriel Lindmark (vocals), Adam Holmström, Pontus Sköld (beide guitars), Marcus Sjösund (bass) und Initiator Erik Modin (drums) auf dem H.E.A.T. Festival auftreten würden. Und ja, sie haben trotz des sehr frühen Slots am Sonntag nachmittag abgeliefert. Gleiches gilt auch für ihr zweites Langeisen „Ultimate Demise“, das 2020 mitten in der Pandemie erschien. Mit noch packenderen Songs und kernigem Sound konnten WILDNESS eine Schippe drauflegen. Und das obwohl man einen Sängerwechsel zu verzeichnen hatte. Neuer Mann am Mikrofon ist seitdem Erik Forsberg.

Nach dem Aus von AOR Heaven sind die Schweden im Stall von Frontiers Records gelandet. Dieser Schritt bescherte dem Quartett unter anderem eine fürwahr prominente Verstärkung für die Backing Vocals, die u.a. von Danny Rexon (CRAZY LIXX), Hank Erix (HOUSTON) oder Ludvig Turner (REACH) beigesteuert wurden. Aber das sollte nur eine Randnotiz sein.

11 neue Tracks schicken WILDNESS auf ihrem „Ressurection“ betitelten neuen Album ins Rennen. Den Anfang macht dabei „Nightmare“, ein klassischer Melodic Rock Song, der zugegebenermaßen auch auf vielen anderen Releases ihres neuen Labels stehen könnte. Dennoch ein guter Einstieg. Mit „Release The Beast“ packen die Schweden nicht nur in Sachen Härte einen oben drauf sondern machen ihrem Bandnamen alle Ehre. WILDNESS kommen so richtig aus sich raus – toll. „Tragedy“ ist dann wieder eine Nummer, die alle Trademarks des Fünfers trägt und mit Ohrwurmmelodien punktet. Danach gibt es leider recht viel Durchschnittsmaterial – einzig „Love Resurrection“ kann mit seinem klassischen Riffing herausstechen, „Best Of Me“ ist einer der besseren Songs und auch der Schlussakkord „Eternity Will Never Fall“ bringt etwas frischen Wind.

WILDNESS werden auch mit ihrem dritten Album ihre Fans zu begeistern wissen. Der große Schritt nach vorne ist es indes nicht. Manchmal wäre etwas mehr Pfeffer wünschenswert, etwas weniger Abgeklärtheit, dennoch haben die Schweden mit „Resurrection“ wieder einmal ein gutes Melodic Rock Album abgeliefert, das sich Genrefans auf alle Fälle auf ihre Einkaufsliste schreiben sollten.

Stefan

BLUE 46 – Blue 46

Trackliste:

01. Breakdown The Fire
02. Timless Night
03. Tales
04. Edge Of It All
05. Flying
06. Better Woman
07. Back Against The Wall
08. Figure
09. Taste Of Tears
10. Blue Dawn
11. Crazy Day

Spielzeit: 43:35 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Double O Records – VÖ: 1991 – Page:

Ein Blick zurück in das Jahr 1991 und man landet in der Schweiz bei der Band BLUE 46. Wie so oft spielte hier der Zufall die Hauptrolle. Auf der Suche nach neuer guter Mucke und Bands stieß ich auf der Seite Heavyharmonies auf dieses kleine Juwel aus unserem Nachbarland. Durch die positiven Beiträge fing ich an nach dem Album zu suchen und wurde fündig. Was kann man von BLUE 46 erwarten, eigentlich ganz simpel, sehr gut gemachten Melodic Hard Rock mit Frau am Mikrofon.

Zum Lineup gehörten damals Karen Sambrook am Mikro, Robert Wuergler an den Gitarren, Roly Scheck an den Keyboards, Beat Moeckli an Bass und Urs Rothenbuhler an den Drums.

Der Sound geht in Richtung BAD SISTER, BLONDE ON BLONDE, JACKIE BODIMEAD, CHEZ KANE, härtere ERIKA und PERFECT CRIME und FIGHTER V mit Frontfrau, also bester Femalefronted Melodic Hard Rock aus Europa. Besser geht fast nicht, die Stimme von Karen hört sich an wie eine Mischung aus Lauralei Combs (BEG BORROW & STEAL), ERIKA, Bente Smaavik (BLONDE ON BLONDE, PERFECT CRIME) und LENITA ERICKSON. Diese Stimme ist geradezu ideal für die Mucke der Band. Die Gitarren spielen mit der Stimme die Hauptrolle unterstützt von den Keys um so eine Wand zu erzeugen. Der Bass und die Drums halten sich unspektakulär im Hintergrund und lassen den anderen den Vortritt.

Die Songs sind alle mit Melodie, Hooks und starken Mitsingrefrains, saugeilen Vocals und Instrumentierung ausgestattet, man meint hier und da mal die eine oder andere Akkord Folge schonmal wo gehört zu haben. Aber dieses Gefühl hat man öfters nicht nur auf diesem Album und dieses Gefühl stört nicht im Geringsten.

Die Band hat nichts verkehrt gemacht, außer dass dieses Album im Jahr des Erbebens von Seattle veröffentlicht wurde. Es ist schon schade wie NIRVANA und CO damals die Musiklandschaft zum Einsturz brachten und solche Juwelen dabei unter gingen. Es war damals nur noch Deprimucke angesagt, gute Laune Musik wie hier zu finden ist wurde aus den Radiosendungen verbannt, neue und aufstrebende Künstler mit viel Talent wurden sträflich übersehen und so zu einem Schattendasein verdammt. Irgendwie ist das Album damals auch an mir vorüber gegangen, und wäre es auch fast in der Versenkung geblieben wenn es Heavyharmonies nicht geben würde. Auf verschieden Seiten ist entweder ein Album oder zwei gelistet ich kenne nur dieses, und kann deshalb keine verlässliche Aussage über die Veröffentlichungen von BLUE 46 tätigen

„Breakdown The Fire“ eröffnet kräftig das Album mit geilem Refrain, „Timless Night“ ein cooler Rocker. „Tales“ kommt mit schrägem Riffing, „Edge Of It All“ ein geiler Me-lodic Rock Song. „Flying“ hier spielt sich der Bass ein wenig in den Vordergrund, „Better Woman“ mit herrlich schrägen Riffs. „Back Against The Wall“ genau so sollte ein Song sein, „Figure“ das nächste Highlight. „Taste Of Tears“ ein coole Ballade, „Blue Dawn“ ein kurzes Intro mit Liveatmosphäre, „Crazy Day“ gibt zum Schluss nochmal Vollgas.

Balle

C.O.P. – Enemy

Trackliste:

01. The Enemy
02. For You
03. Fighting Your Ghost
04. Too Late
05. The One
06. Til The End
07. The Gods
08. Higher
09. Rise Up
10. Proud And Alive
11. Glorious

Spielzeit: 54:10 min – Genre: AOR / Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 07.10.2022 – Page: www.facebook.com/C.O.P.aor

 

Das aus Schweden stammende Trio C.O.P. veröffentlicht ihr zweites Album. Nachdem 2015 das Debüt über AOR Heaven erschien folgt nun sieben Jahre später der zweite Silberling. Das Trio besteht aus Peter Sundell an Vocals, Ola af Trampe an Gitarren und Bass und Christian Sundell an Keyboards und Drums.

Die Kompositionen leben von der Stimme und dem Zusammenspiel von Gitarren und den Keyboards. Peters Stimme ist in den höheren Lagen angesiedelt, er geht aber nicht so hoch wie z. B. die BEE GEES oder ROB MORATTI die in höhere Regionen gehen und sich knapp an der Nerv Grenze bewegen. Die Gitarren kommen punktgenau und bilden mit den Keyboards eine sehr gute Basis, die Keyboards werden mal im Pianostil, mal poppig oder majestätisch ausgeführt. Der Bass hält sich im Hintergrund genau wie die Drums die von der zweiten Reihe den Takt vorgeben.

Dieses zweite Album schließt nahtlos an das Debüt an, auch hier wird wieder AOR / Melodic Rock skandinavischer Prägung zelebriert. Der Sound kann als eine Mixtur aus AGE OF REFLECTION, ALIEN, ALYSON AVENUE, ANGELINE, ART NATION, BROTHER FIRETRIBE, H.E.A.T., OSUKARU, SUNSTORM und PERFECT PLAN gesehen werden. Die Songs besitzen ausnahmslos den coolen schwedischen oder besser gesagt skandinavischen Touch, wie ihn nur Bands aus dem hohen Norden Europas im Stande sind zu komponieren und einzuspielen. Alles mit sehr viel Gefühl und dem Feeling aus Nordeuropa geboten, mit sehr viel Melodie und Hooks frisst sich Song um Song in die Gehörgänge um sich dort für sehr lange Zeit festzukrallen. Der Rundling besteht fast nur aus Highlights, wie etwa von BROTHER FIRETRIBE oder PERFECT PLAN und Co gewohnt. Hier beweisen C.O.P. mal wieder wie stark Skandinavier sein können und ein Hammeralbum am Start haben.

„The Enemy“ ein Song mit viel Energie, „For You“ ein typisch skandinavischer Hochkaräter. „Fighting Your Ghost“ ein flotter AOR-Song, „Too Late“ geht es wieder langsamer an. „The One“ eine Powerballade, „Til The End“ ein starker Rocker mit geilem Refrain und Hit Anwärter. „The Gods“ cooler es geht nicht mehr, „Higher“ fängt pompös und getragen an wird dann aber zum rockigen Melodic Highlight. Bei „Rise Up“ wird die Brechstange angesetzt, „Proud And Alive“ geht wieder als fettes Highlight durch, mit „Glorious“ kommt noch ein Highlight zum Abschluss.

Balle

HARTMANN – Get Over It

Trackliste:

01. Remedy
02. One Step Behind
03. In Another Life
04. What You Give Is What You Get
05. The Movie’s End
06. Just Drive
07. The Gun
08. Can’t Keep Away From You
09. Get Over It
10. Stay True To Me
11. When We Were The Young

Spielzeit: 48:52 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 16.09.2022 – Page: www.oliverhartmann.com/

 

Oliver HARTMANN ein feste Größe im Deutschen Rockbereich der uns seit Gründung von HARTMANN im Jahr 2005 fleißig und in regelmäßigen Abständen mit sehr guten Veröffentlichung erfreut hat neues Material am Start. Mit von der Partie sind neben Oliver Hartmann an Gesang und Gitarren, Mario Reck an Gitarren, Armin Donderer an Bass und Markus Kullmann am Schlagzeug.

Was kann man von HARTMANN erwarten, als erstes raue und dabei coole Vocals von Oliver, laute Gitarren die mit viel Melodie aus den Lautsprechern blasen, wummer Bass und treibende Drums. HARTMANN stehen für Kontinuität und Qualität Made in Germany, seit dem ersten Album steht Oliver für modern inszenierten Melodic Hard Rock der mit viel Melodie und Schmackes aus der Anlage kommt, versehen mit einer druckvollen Produktion. Nachdem im April 2020 „15 Pearls & Gems“ mit vier neuen Titeln veröffentlicht wurde folgt jetzt über zwei Jahre später ein komplettes neues Album.

Oliver hat eine einzigartige Stimme die einen hohen Wiedererkennungsfaktor besitzt, die Gitarren kommen hart und melodiös rüber, der Bass geigt mit den Drums den Takt vor. Aber im Vordergrund stehen die Stimme von Oliver und die Gitarren die als Hauptdarsteller überzeugen und bei jedem Anhänger dieser Spielart für freudige Seufzer sorgen sollten. Wie von HARTMANN gewohnt bewegen sie sich bei den Vorgängern, mit Einflüssen von US- und UK-Melodic Rock und so banal es auch ist einfach nur HARTMANN. Beeindruckend beweisen HARTMANN das sie ein weiteres Highlight ihrer Vita hinzufügen können und das Qualität in ihnen steckt die überzeugt.

Mit „Remedy“ werden fast AC DC Töne angeschlagen, „One Step Behind“ ein cooler Melodic Rocker. „In Another Life“ ein melancholischer Rocker mit viel Drama der überzeugt, „What You Give Is What You Get“ ein Stampfer der gut ins Ohr geht. „The Movie’s End“ der nächste Stampfer mit geiler Melodie, „Just Drive“ ein Ding mit viel Gefühl. „The Gun“ kommt mit Bluesnote, „Can’t Keep Away From You“ eine starke Ballade. „Get Over It“ ein sehr guter Melodic Rocker, „Stay True To Me“ dramatisch geboten, „When We Were The Young“ cool und lässig.

Balle

WITNESS – Witness (RG Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Show Me What You Got
02. Do It Till We Drop
03. Am I Wrong
04. Desperate Lover
05. Let Me Be The One
06. You Be Not My Lover
07. Jump Into The Fire
08. When It Comes From The Heart
09. Borrorewd Time
10. Back To You

 

Spielzeit: 38:39 min – Genre: Melodic / Hard Rock – Label: Arista – VÖ: 1988 – Page:

Es geht wieder mal zurück in die glorreiche Zeit des Hard Rocks, es geht ins Jahr 1988 in dem WITNESS aus Atlanta ihr einziges Album über Arista veröffentliche. WITNESS waren eine dieser Bands die Talent hatte, mit ihren Instrumenten umgehen konnten und eine verdammt starke Shouterin besaßen. Die Band hatte sogar prominente Unterstützung und mit Kevin Elson einen bekannten Produzenten, doch all diese positiven Eigenschaften halfen nicht über ein Album hinaus zu kommen.

Dabei waren damals Debbie Davis an Mikrofon, Danny Huffman an Gitarre und Keyboards, Eddie Usher an Bass und Eddie Boyd an den Drums. Noch als Unterstützung dabei waren als Brad Gillis, Neal Schon, Danny Chauncey, Tim Pierce und Stevie Smith an den Gitarren, gemixt und produziert wurde von Kevin Elson und Bill Drescher. Geschrieben wurden die Songs von Debbie Davis, Joey Huffman, Neal Schon und Warren Tuttle. Teilweise mit prominenter Unterstützung, verhalf leider auch nur zu einem Album, einer Single Auskopplung und einem oder zwei Beiträgen auf 80er Samplern. Eigentlich schade das nach dem einen Album Schluss war, es hätten noch einige Glanztaten folgen können, doch wie so oft im Musikbiz gingen auch WITNESS nach dem Debüt in die Ewigen Jagdgründe des Rock N Roll.

Die Band bewegte sich im typischen US-Melodic Rock der Marke DOKKEN, VIXEN, BON JOVI und FIREHOUSE mit Femal Voice. Die Songs versprühen einen Charme dem man sich schlecht entziehen kann. Ab und zu werden auch mal Hammond Klänge angeschlagen die ein Retro Feeling aufkommen lassen. Die Stimme von Debbie braucht sich weder hinter der von Robin Beck, Lauralei Comps oder Janet Gardner verstecken, Debbie hat kraft in allen Tonlagen und überzeugt ohne schwächen zu zeigen. Die Gitarren sind immer vorhanden und geben mit den Keys den Sound vor. Der Bass macht was er soll und das Schlagzeug hält sich im Hintergrund ohne dabei unter zu gehen. WITNESS haben fast alles richtig gemacht, außer dass es nur bei diesem einem Album blieb.

„Show Me What You Got“ was für ein Einstieg in ein Album, „Do It Till We Drop“ Hit Alarm sorgte früher für volle Tanzflächen. „Am I Wrong“ ein Melodic Monster, „Desperate Lover“ ein Song für die einsame Insel. „Let Me Be The One“ eine coole Ballade, „You Be Not My Lover“ ein Groove Monster und Tanzflächenfüller. „Jump Into The Fire“ wildert fast schon im poppigen AOR, „When It Comes From The Heart“ ein Anwärter für ein sehr lange #1 Top Ten Platzierung und bestes Radiofutter mit göttlichem Refrain. „Borrorewd Time“ gibt Vollgas ein kräftiger Rocker, mit „Back To You“ wird nochmal hohes Potential gezeigt, leider auch der Schlusspunkt des Albums und von WITNESS.

Balle

GATHERING OF KINGS – Enigmatic

Tracklist

1. Galacticus
2. Vagabond Rise
3. Here Be Dragons
4. Firefly
5. How The Mighty Have Fallen
6. A Rainbow And A Star
7. The Prophecy
8. Feed You My Love (feat. ONE MORE TIME)
9. Clone Trooper
10. Long Kiss Goodnight
11. New Life
12. Lionheart
13. Fool’s Cabaret (CD Bonus Track)

Spielzeit: 53:09 min – Genre: Melodic Rock – Label: RN Records VÖ: 29.07.2022 – Page: https://www.gatheringofkings.se

 

GATHERING OF KINGS stellt ein Projekt skandinavischer Herkunft dar. Bereits zwei Alben liegen vor, mit zumeist sehr positiven Resonanzen.
Viele bekannte Musiker des skandinavischen Sektors fanden sich hier ein, um die dritte Langrille auf den Weg zu bringen. Unter anderem sind dies Rick Altzi (HERMAN FRANK, MASTERPLAN, ALTZI), Apollo Papathanasio (SPIRITUAL BEGGARS) und Tobias Jansson (SAFFIRE).
Musikalisch bewegt man sich weiterhin im melodischen Genre mit stilistischen Nuancen aus dem AOR/Melodic Rock Genre.
Produktionen aus dem hohen Norden, bestückt mit hochkarätigen Musikern, wie hier gegeben, garantieren immer an hohes Maß an Qualität, gültig auch für diese Langrille.
Auch die Beteiligung verschiedener Sänger wirkt sich hier nicht negativ aus, denn das Gesamtkonzept erscheint sehr stimmig.
Anspieltipps können einige genannt werden, „Vagabond Rise“, „Firefly“, „Long Kiss Goodnight“ dürfen als Beispiele herhalten.
Anhänger melodischer Klänge mit klarer Ausrichtung in Genres wie Melodic Rock, dürften einmal mehr ihre Freude an „Enigmatic“ haben.

Bonne