INDUCTION – Love Kills

Trackliste:

01.Virtual Insanity
02. War of Hearts
03. Dark Temptation
04. Steel and Thunder
05. Strangers to Love
06. Beyond Horizons
07. Love Kills
08. I Am Evil
09. The Veil of Affection
10. Empress

 

Spielzeit: 41:07 min – Genre: Power Metal – Label: RPM – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.inductionofficial.com

 

Die junge deutsche Power Metal Formation INDUCTION ist seit ihrem Debütalbum 2019 ein gern gesehener Gast hier bei uns in der Rock-Garage.
Angeführt von Kai Hansen Sohn Tim Hansen, der aber gar nicht auf die große Unterstützung seines legendären Vaters angewiesen ist, bringt die Truppe dieser Tage ihr schon drittes Album „Love Kills“ über ihr Label Reigning Phoenix Music heraus.
Im Vorfeld gab es 2024 einen großen Personalumbau in der Band. Rund um eben Gitarrist und Gründer Tim Hansen und Bassist Dominik Gusch tauschte man auf allen anderen Positionen aus und holte Sänger Gabriele Gozzi, Schlagzeuger Markus Felber und Gitarrist Justus Sahlmann in die Band.
Die Truppe ist ja so etwas wie der neue heiße Scheiß des modernen Power Metals, mit Preisen und große Touren in den letzten Jahren. Zu Recht was ihre bisherigen Veröffentlichungen bewiesen haben.

Daher war ich sehr gespannt auf das neue Album und in dieses starten wir nun mit dem Opener „Virtual Insanity“. Passend zum Titel tönt das Ganze sehr modern aus den Boxen und als klassischer Midtempobanger bahnt sich die Nummer ihren Weg aus den Boxen. Der neue Sänger Gabriele passt mit seinem kraftvollen, roughen Organ gut zur Mucke. Ein starker Opener also direkt zu Beginn!
Und danach folgt eine Ohrbomben nach dem anderen, Midtempo mit ordentlich Melodic gibt es erneut auf die Ohren bei „War of Hearts“, „Dark Temptation“ ist durch seine Keyboardunterstützung sehr modern, besitzt aber auch einen fesselnden Groove so das sich die Nummer auch metertief in den Gehörgängen festsetzt und im Anschluss gibt es dann noch die Video Hochgeschwindigkeitsnummer „Steel and Thunder“. Ein Doublebass Track erster Güte!
Den Mittelteil eröffnen tut dann das melodisch, fast schon rockige „Strangers to Love“ wo eine mir unbekannte Gastsängerin zu hören ist. Außer ich verhöre mich hier komplett und Sänger Gabriele ist so vielseitig : )
Metallisch und äußerst druckvoll geht es dann wieder bei „Beyond Horizons“ zur Sache. Moderner Power Metal as it`s best würde ich sagen!
Der melodisch und moderne Videotrack “Love Kills” läutet dann so langsam das letzte Drittel der Scheibe ein.
Mit „I Am Evil“ gibt es dann den nächsten modernen Power Metalsong auf die Ohren der sich in die Gehirnwindungen frisst und da aufgrund seines Chorus lange haften bleibt.
Im Anschluss gibt es dann mit „The Veil of Affection“ etwas mehr epischen Bombast auf die Ohren und beim abschließenden „Empress“ groovt es wieder, wie die Hölle und somit endet ein sehr überzeugendes neues Album der Jungs von INDUCTION.

Der alte Spruch make it or break it beim 3. Album greift auch hier wieder! Trotz aller Personalwechsel schaffen es die Jungs von INDUCTION die Songqualität hochzuhalten und man ist auf einem ähnlich starken Niveau wie bei den letzten Alben!
Filler oder schlechte Songs sucht man hier vergebens, und somit ist das Album für mich eines der frühen modern Power Metal Highlights des Jahres, und das ohne Wenn und Aber!
Einzig die Spielzeit könnte etwas länger sein.
Trotzdem eine glasklare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe.

Julian

 

Metal Barbecue Festival XIII

METAL BARBECUE FESTIVAL XIII in Kamen am 25.04.2026 mit TARCHON FIST, NECROKNIGHT, METAL LAW und BIWO

Am 25.04.2026 findet im Freizeitzentrum Lüner Höhe in 59174 Kamen, Ludwig-Schröder-Str. 18, bereits zum 13. Mal das beliebte METAL BARBECUE FESTIVAL statt. Zu gekühlten Getränken und Leckerem vom Grill ab 17:00 Uhr gibt es auf dem METAL BARBECUE FESTIVAL XIII gleich vier Metal-Hochkaräter live auf der Bühne zu sehen und zu hören. Headliner ist die 80er Heavy Metal & Hard Rock-Band TARCHON FIST, die für diese Einzel-Show aus Italien und der Schweiz anreisen wird.

Festival-Link: https://www.facebook.com/events/2737985726396121/

Los geht es mit dem Live-Programm auf der Bühne um 18:00 Uhr. Folgende Bands rocken für euch:

– BIWO (Heavy Metal aus dem Raum Castrop-Rauxel)

BIWO – die erste Band des Abends – steht für absolut grundehrlichen, ansteckend griffingen, betont bodenständigen und klassisch zeitlosen Metal mit einem einem gut dosierten Schuss teutonischer Bulligkeit. Die seit 2020 aktive Gruppe aus dem Raum Castrop-Rauxel präsentiert eine energiegeladene Heavy Metal-Show mit epischen Gitarrenwänden und einer tighten Rhythmusfraktion, die zum Headbangen einlädt.

BIWO – Song „Live Now“ vom Album „Life And Death“:

– METAL LAW (Klassischer Heavy Metal aus dem Raum Berlin)

Um 19:00 Uhr betritt die Band METAL LAW die Bühne des FZ Kamen. METAL LAW aus dem Raum Berlin bieten klassischen Heavy Metal und können es kaum abwarten, auf dem METAL BARBECUE FESTIVAL XIII in Kamen zu spielen. Bereits 2017 traten sie gemeinsam mit der Headliner-Band TARCHON FIST auf dem HEAVY METAL TITANS FESTIVAL in Oberhausen auf: Beide Bands sind dafür bekannt, in überragender Weise die Stil-Einflüsse von Heavy Metal-Titanen wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder MANOWAR in ihren Sounds widerzuspiegeln. Ihr könnt Euch also auf einen fetten Klang und jede Menge Headbangen freuen.

METAL LAW – Album „Hellrider“:

– NECROKNIGHT (Epic Death Metal aus dem Raum Münster)

Als dritte Band des Abends spielt die Band NECROKNIGHT. Die Epic Death Metal-Metaller aus dem Raum Münster entführen euch mit ihren düsteren Sounds in eine andere Welt. Gegründet im Jahr 2021, liefern sie brachiale Klänge und eine mitreißende Bühnenpräsenz. Mit ihren tiefgründigen Texten, donnerndem Schlagzeugspiel und kraftvollen Riffs werden sie euch in ihren Bann ziehen und für Gänsehautmomente sorgen.
Bang your head until you’re dead – stay necro!

NECROKNIGHT – Song „Awaken The Phoenix“ vom Album „The Skullthrone“:

– TARCHON FIST (80er Heavy Metal / Hard Rock / NWOBHM aus dem Raum Bologna (IT) und Lugano (CH))

Mit TARCHON FIST als Headliner erwartet euch auf dem Festival METAL BARBECUE XIII am 25.04.2026 ein ganz besonderes Highlight:
Durch die Adern dieser energiesprühenden fünf Musiker aus Italien und der Schweiz fließt der großartige Heavy Metal und Hard Rock der Achtziger!
Die Band wirbelt seit 2005 über die Bühnen Europas und spielte auch in Deutschland bereits auf zahlreichen namhaften Festivals wie etwa dem berühmten Wacken Open Air, als Sieger der W:O:A Metal Battle Italy.
In ihrem Live-Sturm entfesseln TARCHON FIST ungebremste 80er Heavy Metal-Stimmung, die einen automatisch die Faust in die Höhe recken lässt und zum Mitrocken antreibt! Ihr Feuerwerk aus klassischem Edelstahl besteht aus überwiegend eigenen knackigen, packenden und hymnischen Mitsing-Ohrwürmern, die sich durch melodische Aggressivität, Abwechslungsreichtum, rockigen Groove, raffiniertes, zweistimmiges Gitarrenspiel und ausdrucksstarke Vocals mit einer enormen stimmlichen Bandbreite auszeichnen.
Frontmann Mirco Ramondo (Ramon) war vormals Sänger einer IRON MAIDEN-Tribute-Formation und hat es drauf, die Leute mitzureißen und den Songs ihren rebellischen Biss zu verpassen.
Nach ihren Alben „Tarchon Fist“, „Fighters“, „Heavy Metal Black Force“, „Celebration“, „Apocalypse“ und „The Flame Still Burns“ feierte die Gruppe mit dem Album „XX Years Of Rock And Heavy Metal“ (VÖ: 28.11.2025) ihr zwanzigjähriges Jubiläum und präsentiert daraus die Songs „3 Days in Hell“ und „Crazy Times“ mit Videos.
Wenn ihr ein unvergessliches, stimmungszündendes und publikumsnahes 80er Heavy Metal-Live-Erlebnis wollt, dann kommt am 25.04.2026 zur Headliner-Show von TARCHON FIST auf das METAL BARBECUE XIII Festival im FZ Kamen!

TARCHON FIST – Song „Bad Situation“ – Album „XX Years Of Rock And Heavy Metal“

TARCHON FIST – Video live auf dem Wacken Open Air, Song: „Metal Detector“:

TARCHON FIST – Video zum Song „3 Days in Hell“ – Album „XX Years Of Rock And Heavy Metal“:

TARCHON FIST – Video zum Song „Proud To Be Dinosaurs“ – Album „Apocalypse“

RAVE IN FIRE – Square One

Trackliste:

01. Prologue of a Dellirium
02. Dark Poison
03. Crown of Stars
04. Still Standing
05. Untiring Eagles
06. Speed and Rave
07. Knightwalker
08. Witches Hell
09. Square One

 

 

Spielzeit: 42:43 min – Genre: Heavy Metal/Rock – Label: High Roller Records – VÖ: 30.01.2026 – Page: www.facebook.com/raveinfire

 

Das kultige deutsche Label High Roller Records hat schon so einige Metalperlen ausgegraben und den richtigen Riecher bewiesen. Nun ist ihnen die spanische female fronted Metalband RAVE IN FIRE ins Netz gegangen die 2015 gegründet auf eine EP und das Debütalbum „Sons of a Lie“ aus dem Jahr 2022 zurückblicken kann.
Dieses brachte die Band auch auf die globale Metallandkarte.
Nun steht uns das neue Album „Square One“ ins Haus. Man ist nun nur noch mit einer Gitarre, eben die von Mastermind Jonjo Negrete, unterwegs, ansonsten ist die Bandbesetzung aber gleichgeblieben und besteht noch aus Sängerin Sele, Bassistin Sara und Schlagzeuger Jimi.
Geboten wird uns eine Mischung aus Heavy Metal mit Prog und Thrash Einschüben und etwas Heavy Rock.
Kling nach einer interessanten Mischung, mein Interesse war auf jeden Fall geweckt!

Als Opener fungiert „Prologue of a Delirium“ als kurze instrumentale und atmosphärische Einleitung. Der erste richtige Song „Dark Poison“ ist dann direkt mal ein waschechter Heavy Rock Groover vor dem Herrn! Schön schwer kommen die Riffs aus den Boxen, der Bass pumpt und das Herz hüpft so muss das sein. Nach einer Minute Spielzeit wird das Ganze zwar um einiges schneller, groovt aber trotzdem weiter wie die Hölle das Teil!
Der Gesang von Sängerin Nele ist schön rockig und rotzig. Passt!
„Crown of Stars“ im Anschluss ist vor allem im Chorus richtig schön melodisch geworden und rockt sowie groovt ebenfalls wie die Hölle. Ein toller Hybrid aus Heavy Metal und Rock.
Abwechslungsreich und mit einem Schuss Prog gewürzt kommt dann das 6-minütige „Still Standing“ aus den Boxen. Hier bleibt die Härte etwas auf der Strecke, was aber gar nicht so schlimm ist.
Ganz anders, nämlich um einiges schneller, metallischer ballert dann das anschließende „Untiring Eagles“ aus den Boxen. Heavy Metal, mit Thrash Einschüben und einem knackigen Chorus. Das sind die Eckpunkte dieser Nummer.
Beim folgenden „Speed and Rave“ merkt man dann die Vielseitigkeit der Truppe. Der Song schwankt dauernd zwischen, Rock und Metal hin und her. Eine interessante Mischung, die niemals langweilig rüberkommt, sondern immer interessant bleibt. Mit einem eingängigen Chorus frisst sich die Nummer geradezu in die Gehörgänge!
Die vielleicht melodischste Nummer des Albums haben wir dann mit „Knightwalker“. Eine klassische Heavy Metal/Rock Nummer, die immer im Midtempobereich bleibt und über einen starken, eingängigen Chorus verfügt.
Und auch mit den letzten beiden Songs hat man noch zwei Glanzpunkte des Albums parat.
„Wichtes Hell“ groovt wieder wie die Hölle, inklusive einem geilen Chorus und das abschließende „Square One“ zeigt dann wieder die absolute Vielseitigkeit der Band. Auf siebeneinhalb Minuten spielt man sich eigentlich durch alle hier angegebenen Stilrichtungen, schwankt immer wieder hin und her, bleibt aber dabei immer schön songdienlich.
Ein passender Schlusspunkt der das Album eigentlich gut zusammenfasst!

Jo da kam dann mal wieder eine Band aus dem Nichts dessen Sound mich ordentlich überrascht hat. Die female fronted Truppe RAVE IN FIRE hat ein sehr interessantes neues Heavy Metal/Rock Album am Start, was einerseits supereingängig mit einigen Hits und auf der anderen Seite aber mega abwechslungsreich ist!
Großer Pluspunkt sind ebenfalls der tolle, passende Gesang von Fronterin Sele sowie das Songwriting von Mastermind Jonio.
Klare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

Tarchon Fist News

TARCHON FIST haben nach ihrem Video zum Stück „3 Days in Hell“ nachgelegt und ein Musikvideo zu ihrem Song „Crazy Times“ von ihrem aktuellen Album „XX Years Of Rock And Heavy Metal“ auf ihrem YouTube-Kanal online gestellt.

Das Musikvideo zu „Crazy Times (XX Years Of Rock And Heavy Metal)“ enthält eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von Video-Ausschnitten und Fotos aus Konzerten und Reisen der Band sowie eine Übersicht über die wichtigsten Veröffentlichungen in ihren zwanzig Jahren Bandgeschichte.

Auf Facebook schreiben TARCHON FIST über das Album und das Video zu „Crazy Times“ – vom Englischen ins Deutsche übersetzt:

https://www.facebook.com/tarchon.fist01/posts/pfbid03hYikNcqHZzbjeAT3eDjdXxSvt4mivppfhDy5sBMFfdvyJP6aX8X1gGx4ZRqbNHcl?locale=de_DE

„CRAZY TIMES (XX Years Of Rock And Heavy Metal)
NEUER VIDEO-CLIP!

Mit „XX Years Of Rock and Heavy Metal“ feiern wir unsere Reise – durch zwanzig Jahre voller Schweiß, Riffs und vielen lauten Nächten. Wir fühlten, dass dies der perfekte Moment war, das, was wir heute sind, mit dem Punkt zusammenzuführen, wo wir begonnen haben.
Einige unserer frühen Tracks wurden nie richtig auf digitalen Plattformen veröffentlicht. Aus technischen und bürokratischen Gründen konnten wir diese damaligen Versionen nicht online stellen, als die Steaming-Ära explodierte. Also begaben wir uns zurück ins Studio, nahmen alles von Grund auf neu auf und gaben diesen Songs mit der Power des aktuellen Line-up ein brandneues Leben.
Diese Songs waren einfach zu stark, um weggesperrt zu bleiben. Sie verdienten es, wieder zu erstrahlen – laut, stolz und genau dort, wo sie hingehören: nach dort draußen, wo sie begeistern können. In 2015 hatten wir für das zehnjährige Bandjubiläum aus dem gleichen Grund bereits „Celebration“ veröffentlicht, wir hoffen, dass unsere Fans diese Initiative zu schätzen wissen. Neben diesen neu aufgenommenen „alten Juwelen“ enthält das Album auch Stücke, die speziell für diese Veröffentlichung geschrieben wurden. Eines davon ist „Crazy Times“, in dem wir die Geschichte von 20 Jahren „on the road“ von Bühne zu Bühne erzählen. Was wir damit übermitteln wollten, ist einfach: Respekt für die Vergangenheit, die Energie der Gegenwart und Kontinuität für die Zukunft – eine Brücke zwischen dem, was wir waren und dem, was wir geworden sind.
STAY HEAVY“

Viel Spaß mit „Crazy Times (XX Years Of Rock And Heavy Metal)“ von TARCHON FIST!

Tracklist des Albums „XX Years Of Rock And Heavy Metal“:

01. Bad Situation
02. 3 Days in Hell
03. Carved with Fire
04. Hammersquad
05. It doesn’t Matter
06. Flower in the Sand
07. Football Aces
08. Earth Song
09. Bad Man Mania
10. Falling Down
11. Crazy Times (XX Years Of Rock And Heavy Metal)

Das aktuelle TARCHON FIST Line-Up besteht aus:

Mirco „RAMON“ Ramondo – Lead Vocals
Luciano „LVCIO“ Tattini – Guitars & Backing Vocals
Sergio „RIX“ Rizzo – Guitars & Backing Vocals
Marco „WALLACE“ Pazzini – Bass & Backing Vocals
Mattia „MATT“ Vescovi – Drums

TARCHON FIST-Links:

https://www.facebook.com/tarchon.fist01
https://www.youtube.com/@tarchonfistofficial
http://www.tarchonfist.com/

DEATH DEALER – Reign of Steel

Trackliste:

01. Assemble
02. Devil`s Triangle
03. Riding on the Wings
04. Bloodbath
05. Raging Wild and Free
06. Blast the Highway
07. Compelled
08. Dragon of Algorath
09. Sleeping Prophet
10. Reign of the Night

 

Spielzeit: 46:01 min – Genre: Heavy Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/deathdealerband

 

Das letzte, DEATH DEALER Album „Conquered Lands“ 2020 habe ich leider verpasst. Daher war es für mich eine Pflicht dem neuen, 4. Album „Reign of Steel“ mehr Aufmerksamkeit zu widmen!
Erscheinen tut der Diskus beim deutschen Label Massacre Records, was denke ich eine gute, neue Wahl der Band ist.
Diese besteht übrigens sehr konstant weiterhin aus CAGE Fronter Sean Peck, Ex MANOWAR Gitarrist Ross the Boss, EMPIRES OF EDEN Gitarrist Stu Marshall, ÜBERALL Basser Mike LePond sowie Schlagzeuger Steve Bolognese.
Geboten wird auch auf dem neuen Diskus klassischer Heavy Metal der auch mal in die Power Metal Ecke abdriftet.

Mal schauen wie die neuen Songs so tönen, gestartet wird mit dem Openersong „Assemble“. Dieser beginnt erstmal mit einem kleinen Vorspiel wo es noch recht handzahm tönt. Nach 30 Sekunden bricht dann aber die Riffhölle über uns ein und mit einem Schrei von Fronter Sean Peck bahnt sich die Nummer ihren Weg über seinen Chorus bis in eure Gehirnwendungen. Ein starker Opener direkt zu Beginn.
„Devil`s Triangle“ ist dann nicht mehr die komplette Hochgeschwindigkeitsbedienung, bietet aber trotzdem noch genug Druck um den starken Opener weiterzuführen.
Sehr klassischer Heavy Metal wird uns dann beim recht melodischen und mitsing kompatiblen „Riding on the Wings“ geboten. Hier können wir auch relativ schnell den Hithaken dahinter machen.
„Bloodbath“ ist zu recht der Titel des nächsten Stückes geworden. Brachiale schnelle Thrash Metal Riffs und auch Fronter Sean holt alles aus seiner Stimme raus. Das Ganze bricht ziemlich aus dem bisher gehörten aus, das war aber vermutlich genau das Ziel, und wird auf jeden Fall seine Anhänger finden.
Der Mitteilteil wird dann von der Powerballade „Raging Wild and Free“ sowie der Videosingle „Blast the Highway“ sehr gut ausgefüllt. Zwei absolute Hits der Scheibe!
Der Stampfer „Compelled“ ist dann das Bindeglied zum letzten Drittel der Scheibe welches mit „Dragon of Algorath“ nochmal richtigen Hochgeschwindigkeitsmetal, mit „Sleeping Prophet“ einen erdigen Banger sowie mit dem abschließenden „Reign of the Night“ einen überlangen klassischen Heavy Metalsong bietet.
Gerade letztere Nummer zeigt irgendwie alle Facetten der Band und dessen Sound. Mal schnell, mal im Midtempobereich und mal komplett abwechslungsreich. Ein toller Abschluss der Scheibe.

Also, bislang haben mich die Jungs von DEATH DEALER noch nie enttäuscht! Und das bleibt auch auf dem neuen Album so. Klassischer Heavy Metal wird hier bedient, erstklassige und erfahrene Musiker sind hier am Werk und noch dazu hat man einige sehr starke Songs und Hits im Gepäck.
So kann es gerne weitergehen und Fans der genannten Stammbands sowie des Genre sollten hier auf jeden Fall nicht nur ein Ohr riskieren, es könnte sich lohnen!
Ein kompakter neuer Diskus der Band der einfach nur gut reinläuft!

Julian

EDENBRIDGE – Set the Dark on Fire

Trackliste:

01. The Ghostship Diaries
02. Cosmic Embrace
03. Where the Wild things are
04. Tears of the Prophets
05. Our Place among the Stars
06. Set the Dark on Fire
07. Bonded by the Light
08. Divine Dawn Reveal
09. Lighthouse
10. Spark of the Everflame – Let Time Begin
11. Spark of the Everflame – The Winding Road to Evermore
12. Spark of the Everflame – Per Aspera Ad Astra
13. Spark of the Everflame – Where it Ends, Is Where it Starts

Spielzeit: 53:37 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Steamhammer – VÖ: 16.01.2026 – Page: www.edenbridge.org

 

Mit ihrem 12. Studioalbum „Set the Dark on Fire” kehren die österreichischen Symphonic Metaller von EDENBRIDGE zurück zu ihrem alten Label Steamhammer/SPV.
Die neue Platte soll die härteste der Bandgeschichte sein. Das waren aber auch schon die einzigen Neuerungen bei der Truppe. Die Band ist nach wie vor personell sehr stabil, wird nach wie vor von Mastermind Lanvall und Sängerin Sabine Edelsbacher angeführt und zockt nach wie vor Symphonic Metal der klassischen Sorte.
Wie zuletzt wurde das neue Album auch wieder von Karl Groom (THRESHOLD) gemastert.
Es gibt auch wieder einen mehrteiligen Abschlusssong und nach dem bärenstarken letzten Album „Shangri-La“ sind meine Erwartungen für das neue Album echt hoch!

Daher starten wir jetzt mal direkt mit dem Albumopener „The Ghostship Diaries“. Ein flotter Opener der direkt den typischen, wenn auch leicht härteren EDENBRIDGE Sound beinhaltet. Also sehr gitarrenlastig das Ganze, was dann auch die Härte erklärt.
Ein einprägsamer Chorus ist genauso an Bord, ein absolut gelungener Opener also.
„Cosmic Embrace“ im Anschluss hat dann etwas mehr Symphonic Metal Anteile und fällt nicht ganz so heavy wie der Opener aus. Dafür ist der Melodicanteil hier um einiges höher, was das Ganze schön eingängig macht. Sehr schön!
Und Symphonic, Eingängigkeit sowie die Melodic stehen auch beim folgenden „Where the Wild things are“ voll im Fokus. Zusätzlich mit einer ordentlichen Portion Folk ausgestattet bahnt sich die Nummer den Weg in die Gehörgänge und bleibt dort echt lange haften.
Über das atmosphärische Zwischenstück „Tears of the Prophets“ geht es dann in den Mittelteil der Scheibe wo wir dann mit dem überlangen 7 minütigen „Our Place among the Stars“, dem kraftvollen Titelstück „Set the Dark on Fire“ sowie der Cinematic Powerballade „Bonded by the Light“ weitere Highlights zu verzeichnen haben.
Den letzten Abschnitt der Scheibe leitet dann mit „Divine Dawn Reveal“ erneut ein atmosphärisches Zwischenstück ein.
Das folgende „Lighthouse“ ist dann eher klassischer Symphonic Metal und im Anschluss gibt es dann noch den angekündigten mehrteiligen Abschlusssong „Spark of the Everflame“. Diesen kann man einfach nur zusammen als absolutes Kunstwerk bezeichnen wie auch schon den Abschlusssong des letzten Albums.
Von der kurzen instrumentalen Einleitung „Let Time Begin“ über das krachende „The Winding Road to Evermore“ bis zum abschließenden abwechslungsreichen symphonischen Abschluss „Where it Ends, Is Where it Starts“.
Hier sitzt jede Note perfekt und man merkt welches Songwritingtalent und auch Arbeit dahintersteckt!

Wow, also nach wie vor gilt die Aussage eine der führenden Symphonic Metalbands im deutschsprachigen Raum sind die Österreicher von EDENBRDIGE!
Was die Truppe hier gerade bei den letzten Alben auffährt an Songqualität inklusive geilen Songwriting ist wirklich aller Ehren wert.
Die etwas härtere Ausrichtung, die angekündigt wurde, ist klar spürbar, mir gefällt die Truppe aber nach wie vor am besten wenn es eher symphonisch und melodisch zur Sache geht!
Ganz kommt man an das bockstarke Vorgängeralbum nicht heran, aber auch so gibt es hier fast die Höchstnote und die glasklare Kaufempfehlung für die Zielgruppe.
Ein ganz klares frühes Jahreshighlight des Symphonic Metals und das ohne Übertreibung!

Julian

 

VALIANT SENTINEL – Neverealm

Trackliste:

01. War in Heaven
02. Neverealm (feat. Laura Guldemond)
03. Mirkwood Forest
04. The Underdark
05. To Mend the Ring
06. Elden Lord
07. Come what May
08. Arch Nemesis (feat. Zak Stevens)
09. The Battle of Hornburg

 

 

Spielzeit: 47:00 min – Genre: Power Metal – Label: Thegonia Records – VÖ: 16.01.2026 – Page: www.facebook.com/valiantsentinel

 

Das erste selbstbetitelte Album der griechischen Power Metaller von VALIANT SENTINEL von 2021 ist noch etwas an uns vorbeigegangen.
Mit ihrem neuen Label Thegonia Records im Rücken bringt man aber nun mehr Aufmerksamkeit auf sich und das neue Album „Neverealm“.
Das Debütalbum war noch eine Ansammlung von einzelnen Songs mit unterschiedlichen Gastsängern. Dieses Mal hängen die Songs zusammen in einer Fantasy Geschichte und rund um Gitarrist und Mastermind Dimitris Skodras hat sich eine neue Band mit dem neuen Fronter Veandok, der auch bei SUBFIRE aktiv ist, gescharrt.
Auf dem Album hat aber noch ein sehr bekannter Gastschlagzeuger sein Können bei allen Songs beigesteuert, niemand geringeres als BLIND GUARDIAN Felldrescher Frederik Ehmke ist hier zu hören.
Desweiten sind mit BURNING WITCHES Sängerin Laura Guldemond sowie SAVATAGE Sänger Zak Stevens noch zwei bekannte Gastsänger zu hören,

Alles ein Setup, was mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht hat und deswegen gehen wir jetzt mal zusammen durch das neue Album beginnend mit dem Opener und der Videosingle „War in Heaven“. Klassischer und kraftvoller Power Metal erwartet uns hier. Den roughen Gesang von Fronter Veandok kennt man schon von SUBFIRE und er passt sehr gut zur Mucke.
Über einen guten Chorus baut sich die Nummer ordentlich auf. Weichgespült ist es hier auf jeden Fall nicht, hier regiert die Axt anstatt die Keys. Toller Opener, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht!
Im Anschluss gibt es dann das Titelstück „Neverealm“ wo die Gute Laura Guldemond ihre Gastbeitrag abliefert. Und was soll man sagen, die Dame macht ihre Sache ausgezeichnet, bereichert den Song ungemein und keift, was das Zeug hält! Passt perfekt zum roughen männlichen Gegenpart. Ein toller Song!
Episch wird es dann bei „Mirkwood Forest“. Schön abwechslungsreich, mal ruhiger und dann wieder volle Power, bahnt sich die Nummer ihren Weg und ist das nächste Highlight der Platte.
Der Mittelteil wird mit „The Underdark“, dem atmosphärischen Zwischenstück „To Mend the Ring“ sowie dem ziemlichen klassischen „Elden Lord“ ordentlich ausgefüllt.
Die Ballade „Come what May”, wo Fronter Veandok mal eine andere tolle gesangliche Seite zeigen kann, ebnet dann den Weg für die letzten beiden Songs.
Und beides sind absolute Plattenhighlights, das sei schon mal vorweggenommen!
Zuerst haben wir bei „Arch Nemesis“ den Gastbeitrag von Zak Stevens, irgendwie kommen da sofort die CIRCLE 2 CIRCLE oder SAVATAGE Einflüsse hoch, aber auch ansonsten ist der Song echt stark und als zweites haben wir dann den epischen HERR DER RINGE Gedächtnissong „The Battle of Hornburg“ inklusive Film und Buchzitaten und Szene. Ein geiles Stück mit 9 Minuten Spielzeit, was vor allem den HDR-Fans ein absolutes Fest sein wird!

Ein starkes neues, zweites Album haben die Jungs von VALIANT SENTINEL hier an den Start gebracht! Mastermind Dimitris Skodras hat starke neue Mitmusiker um sich geschart, tolle Gäste am Start und starke Songs in der Hinterhand!
Von weichgespültem Keyboard geschwängerten Power Metal gibt es hier keine Spur, kraftvoller, teilweise recht klassischer Power Metal ist hier am Start was nicht nur mir als Fan gut schmecken sollte.
Da ist der Sprung in den vordersten Punktebereich bei uns absolut verdient und für mich gibt es hier direkt eines DER Power Metal Highlights des Jahres 2026!
Fans von klassischen Power Metal ala z.B. frühen BLIND GUARDIAN sollten hier auf jeden Fall fix zugreifen und sich das Album über die Label Bandcampseite (https://theogoniarecords.bandcamp.com/album/neverealm) zulegen!

Julian

 

BELLHAVEN – Hunger

Trackliste:

01. Distortion makes me smile
02. Hunger
03. Black Dogs Night
04. Sapient
05. Dal Riata
06. The Wolf
07. Toxic
08. Up in the Attic
09. Welcome Home

 

 

Spielzeit: 45:42 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 29.11.2025 – Page: www.bellhaven.de

 

Hier kommt noch ein Nachzügler aus dem letzten Jahr! Die Band BELLHAVEN aus Nordrhein-Westfalen hatte sich bei uns in der Talentschmiede beworben und ihr neues Album „Hunger“ fand ich interessant, da mussten wir einfach eine Rezension folgen lassen.
Die Truppe existiert seit 2021 besteht aus Sänger Jörg Schmid, Basser Rudi Lauer, Gitarrist Christoph Blenker sowie seinem Sohn und Schlagzeuger Aaron Blenker.
Die Jungs fühlen sich im modernen Power Metal mit Progeinflüssen zu Hause, welcher auch auf dem neuen Album zu finden ist welches man komplett in Eigenregie produziert und aufgenommen hat.
Ihr Debütalbum „Tavern Tales“ erschien 2022 und man sahnte damit gute Kritiken ein.

Nun schauen wir uns mal näher das neue Album an und beginnen logischerweise mit dem Opener „Distortion makes me smile“. Nach etwas instrumentalen Vorgeplänkel erwarten uns ziemlich heftige Gitarrenriffs sowie der giftige Gesang von Fronter Jörg. Im Refrain ist man dann schön melodisch und songdienlich unterwegs.
Ein ordentlicher Opener also der direkt Lust auf mehr macht!
Auch das Titelstück „Hunger“ ist recht heavy geraten und erinnert von seinen tiefgestimmten Gitarren etwas an METALLICA wie auch schon der Opener im Übrigen.
„Black Dogs Night“ geht dann eher in die Heavy Rock Richtung, was der Band auch echt gut zu Gesicht steht. Interessante Melodiewechsel erwarten uns hier auf jeden Fall.
Auch „Sarpient“ ist eher in der Heavy Rock Ecke zu suchen. Hier kann Sänger Jörg seine Stärken auf jeden Fall ausspielen und weiß mit seinem kraftvollen und variablen Gesang zu überzeugen.
Etwas mehr Geschwindigkeit hat dann das anschließende „Dal Riata“ wieder abbekommen. Hier geht es eher in die modern Power Metalrichtung und mit einem tollen Chorus ausgestattet macht die Nummer keine Gefangenen und setzt sich ordentlich in den Gehörgängen fest.
Den Mittelteil beschließt dann das kraftvolle „The Wolf“ was auch direkt zu überzeugen weiß.
Im letzten Drittel haben wir dann noch als weitere Hitkandidaten die Powerballade „Up in the Attic“ und den abschließenden Groover „Welcome Home“.
Hmm also ich weiß ja nicht Power Metal mit Progeinflüssen höre ich hier nicht dauerhaft auf dem neuen Album der Jungs von BELLHAVEN. Immer wieder geht das Ganze auch sehr in die rockige Richtung, was der Truppe aber auch absolut gut zu Gesicht steht!
Für ein komplett in Eigenregie produziertes Album tönt das Ganze auch echt gut.
An der Songqualität bzw. an der Eingängigkeit muss man denke ich noch etwas feilen, aber für eine aufstrebende Band geht das neue Album auf jeden Fall voll in Ordnung. Solide 6,5 Punkte stehen somit auf unserer Wertungsuhr.
Weiter so kann ich da nur in Richtung NRW rufen!

Julian

 

 

 

MINOTAURUS – Memories in the Haze

Trackliste:

01. Master of the Universe
02. Memories in the Haze
03. Coming Home
04. Der Jüngling Am Bache
05. D.R.I.P
06. Heroes
07. Lonely Prisoner
08. Proud Kings of Avalon
09. Sehnsucht
10. Tears of a Hero (2024)
11. Goodbye

Spielzeit: 53:17 min – Genre: Folk Metal – Label: NRT Records – VÖ: 28.11.2025 – Page: www.minotaurs-metal.com

 

Von der deutschen Folk Metalband MINOTAURUS habe ich immer mal wieder am Rande gehört. Kein Wunder gibt es die Truppe doch bereits seit 1994. Also bereits schlappe 30 Jahre!
Dreh und Angelkopf der Band ist Sänger Oliver Klump der die Band damals auch mitbegründet hat.
Es gab bislang einige Besetzungswechsel, seit 2018 ist das Personalkarussell aber gestoppt und besteht eben aus Sänger Oliver, seinen weiblichen Gegenpart Clarissa Hobeck, den beiden Gitarristen Reiner Zumkeller und Jürgen Hermann, Bassist Marcus Finger sowie Schlagzeuger Rouven Zumkeller.
Nach wie vor dominieren im Sound der Band mittelalterliche Folkklänge, es gibt aber auch immer wieder Ausflüge ins Power und Heavy Metal Genre.
Lyrisch gibt es auf dem neusten Werk „Memories in the Haze“, welches über das neue Label NRT Records erscheint, Geschichten zwischen Fiktion und Wirklichkeit, die von Mythen und Legenden inspiriert sind.
Auf der Scheibe finden wir eine Neueinspielung des Bandklassikers „Tears of a Hero“ sowie zwei deutsche Songs, die auf Gedichten von Friedrich Schiller basieren.

Klingt auf jeden Fall schon mal sehr spannend, horchen wir nun mal genauer rein und ich fülle vor allem meine weiße Stelle auf der Metallandkarte.
Als erstes widmen wir uns dem Albumopener „Master of the Universe“. Dieser ist klar im Power Metal zu Hause, vergisst aber nie die sehr typische Folknote der Band und ist somit schon mal direkt der erste Anspieltipp der direkt richtigen Laune macht.
Ähnliches kann man dann auch zum Titeltrack „Memories in the Haze“ sagen, wobei das Ganze hier noch etwas zwingender aus den Boxen kommt. Ein toller Wechselgesang zwischen Oliver und Clarissa rundet das Ganze gut ab.
Zur folgenden Folkballade „Coming Home“ gibt es ein ganz tolles Video, welches schon ein kleiner Film geworden ist. Ganz großes Kino, kleines Wortspiel : )
Dann gibt es, wie angekündigt, die erste Vertonung eines Friedrich Schiller Gedichtes in Form von „Der Jüngling am Bach“. Auf jeden Fall eine gute metallische Umsetzung, auch wenn ich mit der deutschen Sprache im Metal wenig anfangen kann, aber da kann ja die Band nichts dafür!
Der Mittelteil hält dann mit dem klassischen „D.R.I.P“ sowie „Heroes“ noch zwei gute Vertreter der Power und Folkmetal Mischung bereit die den Fans direkt zusagen sollten.
Die Powerballade „Lonely Prisoner“ ist dann ganz an den Songtitel angelehnt schön düster und beklemmend gehalten. Eine tolle Atmosphäre die hier rüberkommt.
Und dann muss ich sagen geht der Band irgendwie etwas die Luft aus. Denn „Proud Kings of Avalon“ kann nicht an die vorherigen starken Tracks anknüpfen und der nächste komplette deutsche Titel „Sehnsucht“ dürfte auch wieder die Fangemeinde spalten.
Die Bandklassiker Neueinspielung „Tears of a Hero“ geht in Ordnung und hat einen schönen epischen Touch, das abschließende „Goodbye“ ist auch okay, aber verliert im Vergleich zu den Tracks aus der ersten Hälfte aber auch klar.

Mit „Memories in the Haze” liefert die Band MINOTAURUS nach ihrer langen Bandkarriere auf jeden Fall eine solide und ordentliche Leistung ab und wird 100% den Geschmack der Genre und Bandfans treffen.
Ein bisschen geht der Truppe in der zweiten Hälfte die Luft aus, man ist aber auch dort weit entfernt von absoluten Durchhängern.
Klarer Pluspunkt für die Band ist das Label, welches ein mehr als amtliches Promopaket in qualitativ hochwertiger gedruckter Bookletform abliefert welches keine Wünsche offenlässt! Das ist sehr selten geworden in der heutigen Zeit!
Ich denke das final knallharte Bandfans auf jeden Fall noch locker 1 Punkt zu meiner Wertung drauf rechnen können.
Ein solider Power/Folkmetal Diskus einer sehr unterschätzten Band!

Julian

 

 

NOW OR NEVER – The Legacy

Trackliste:

01. Burning Daylight
02. Legacy
03. Accidental Synergy
04. The Letter
05. Mr. Misery
06. Hide Behind the Screen
07. Hollow Idol
08. Secret Dream
09. Remember Icarus
10. How do you Sleep
11. No One Will Make me Cry
12. Where the Road Ends
13. Dive into the Void

Spielzeit: 69:07 min – Genre: Heayv Metal – Label: Metalapolis Records – VÖ: 05.12.2025 – Page: www.facebook.com/onlynowornever

 

Mittlerweile seit 2012 treiben die Jungs von NOW OR NEVER nun auch schon ihr Unwesen im Metalkosmos und waren schon einige Mal bei uns hier zu Gast. Damals gegründet von den Ex PRETTY MAIDS Muckern Ricky Marx (Gitarre), Kenn Jackson (Bass) sowie dem Ex SULTAN Schlagzeuger Ranzo holte man sich mit Jo Amore (Ex NIGHTMARE) einen erfahrenen Sänger ins Boot.
Dieser ist auf dem neuen Album „The Legacy“ nicht mehr mit an Bord und wurde durch Peer Johansson (FATE) ersetzt.
Neu ist auch das Label, mit Metalapolis Records.
Gemischt von Soundguru Jacob Hansen will die Band mit ihrem neuen Album eine neue Ära einläuten und uns erneut eine Mischung aus Heavy Rock und modernen Heavy Metal kredenzen.

Wir schauen jetzt mal zusammen, wie das neue Werk denn so klingt. Als erster Gradmesser muss dafür der Opener „Burning Daylight“ herhalten. Dieser legt nach einer kurzen instrumentalen Einleitung auch mächtig los. Die Stimme von Peer hat wie gewohnt noch mehr Dreck und Roughness wie von Vorgänger Jo. Peer ist gewöhnungsbedürftig wie immer, passt aber doch ganz gut muss ich sagen.
Die Nummer an sich ist ein Midtempotrack der keine Wünsche offene lässt und Modern Metal bietet der zwar recht überfrachtet, aber doch songdienlich daherkommt.
„Legacy“ im Anschluss ballert dann ebenfalls mächtig den Staub aus den Boxen. Wie auch schon beim Vorgänger gibt es den ein, oder anderen, interessanten Tempowechsel. In der Bridge eher etwas sanfter und im Chorus wird dann wieder ordentlich los geröhrt. Eine interessante Mischung!
„The Letter“ ist dann auch wieder interessant geworden. Man geht weg vom brachialen, ist sogar eher rockig und etwas progressiv unterwegs und schafft es so einen ordentlichen Farbtupfer abzuliefern der gut hängen bleibt.
Und apropos gut hängen, das bleibt auf jeden Fall auch das anschließende „Mr. Misery“ welches einfach aufgrund seines Chorus mächtig Laune macht. Tolle Nummer!
Ab jetzt setzt dann so ein bisschen der Standardmetal ein und ein wenig wird man nur noch überfahren von den vollgestopften Tracks, die zwar alle ordentlich tönen, aber einfach klanglich überladen sind.
So ertappt man sich leider dabei weiter zu skippen.
„Remeber Icarus“ ist noch ein schöner Farbtupfer sowie Hit geworden und im letzten Drittel können auf jeden Fall noch die Powerballade „Where the Roads Ends“ und das abschließende „Dive into the Void“ noch etwas punkten, aber ansonsten bleibt hier leider zu wenig hängen!

Boah, schwierig das neue Album von NOW OR NEVER zusammenzufassen und auf eine Benotung zu kommen.
Also erstmal der neue Sänger Peer ist zwar, wie man ihn kennt, gewöhnungsbedürftig, passt aber gut zur Mucke.
Die Schwierigkeit mit dem neuen Diskus ist, das zu viel gewollt wurde!
Das fängt bei der Songanzahl an, geht über die lange Spielzeit bis hin zu den Songs selbst die einfach so klanglich vollgestopft sind was ein dauerhaftes Zuhören und Aufpassen echt erschwert.
Der Zugang und das Hörerlebnis sind also wahrlich nicht ganz einfach!
Schlecht sind die Songs wahrlich nicht, aber irgendwie ist von Allem zu Viel auf dem neuen Album und die stärksten Songs des Albums findet man auf jeden Fall in der ersten Hälfte.
Eine solide Leistung würde ich sagen, hört am besten einmal selbst rein, ob das Ganze etwas für euch ist!

Julian