HEXED – Pagans Rising

Trackliste:

01. Pagans Rising
02. Resurrection
03. Stigma Diaboli
04. Repentance
05. Incantation
06. Prophecy
07. Symphony of Tragedy
08. Blasphemy
09. Dark Storm
10. Moorfield

 

Spielzeit: 49:25 min – Genre: Symphonic Metal – Label: ViciSolum Productions – VÖ: 30.09.2022 – Page: www.hexed.se

 

Die Herren und die Dame von HEXED sind mir das erste Mal 2018 mit ihrem Debütalbum „Netherworld“ unter die Ohren gekommen!
Auf diesem haben sie eine interessante, düstere Mischung aus Progressive und Symphonic Metal geboten wobei Frontfrau Tina Gunnarsson zum Glück vom im Genre weit verbreiteten Operngeträller ziemlich weit entfernt ist und schön metallisch und rockig klingt.
Das bleibt natürlich auch auf dem neuen, zweiten Album mit dem Namen „Pagans Rising“ so!
Die Zeit nach ihrem Debütalbum hat die Band übrigens gut genutzt und sich fleißig live rumgetrieben.

So, dann starten wir die neue Scheibe doch mal direkt mit dem Opener und Titeltrack „Pagans Rising“ der direkt in die Vollen geht! Denn Frontfrau Tina lässt sogleich ihr mächtiges Organ erklingen und die Nummer geht richtig nach vorne bis zum melodischen Chorus der einen so richtig schön zum mitgehen einlädt!
Gesangliche Unterstützung in Form von Growls bekommt Tina im Übrigen von Gitarrist Stellan Gunnarsson.
Die wilde Bombast Symphonic Metalfahrt geht auch direkt weiter nämlich in Form von „Resurrection“ und „Stigma Diaboli“. Letzterer beginnt zwar erst etwas ruhiger und epischer, aber es dauert nicht lange das auch dieser mit ordentlich Schmackes richtig Fahrt aufnimmt!
Generell muss ich sagen ist die Mischung aus viel Bombast, Symphonic und der geilen Röhre von Fronterin Tina richtig geil und bläst einen so richtig schön den Staub aus den Boxen!
Bei „Repentance“ wird der Härtegrad nochmal etwas angezogen und auch „Prophecy“ sowie „Symphony of Tragedy“ wissen den Mittelteil erstklassig auszufüllen.
Im letzten Drittel gibt es auch nicht viel zu meckern, die Songs sind auf einem gleichbleibenden guten Qualitätslevel und nichts bricht nach oben oder unten aus. Dies ist eine klare Steigerung zur Debütscheibe, wo man nicht durchgehend auf dem gleichen Level unterwegs war!

Ich habe mich gefreut als ich die Promo zur zweiten HEXED Scheibe bekam, fand ich doch die Mischung zwischen Bombast, Symphonic Metal und der geilen Stimme von Fronterin Tina auf dem Debütalbum schon richtig geil!
Auf dem zweiten Album hat man sich vom Songwriting her auf jeden Fall ordentlich gesteigert, so dass man auch verdientermaßen mit 1 Punkt mehr durchs Ziel geht und eine glasklare Kaufempfehlung für die geneigte Käuferschaft die auf female fronted Metal mit ordentlich Schmackes, Power und ohne Operngeträller stehen, ausgesprochen wird.

Julian

 

Pristine News

PRISTINE veröffentlichen erste Single „Carnival“ aus ihrem neuen Studioalbum

Auch wenn im Jahr 2020/2021 vieles zum Stillstand gekommen ist, ist die arktische Rockband Pristine um Frontfrau Heidi Solheim nicht untätig geblieben. Die Band aus dem Norden legt nun brandneues Material vor und lässt mit ihrer neuesten Single „Carnival“ schier den Atem stocken. Die Single ist die erste Auskopplung aus dem kommenden Album „The Lines We Cross“, das am 27. Januar 2023 erscheint. Carnival ist eine fast 8-minütige, epische Ballade, die bewusst auch ein Zeichen setzt gegen die mittlerweile vorherrschende Kultur des 2-Minuten-Formats, ein großes Statement! Aber Pristine sind schon immer ihren eigenen Weg gegangen, und mit „Carnival“ setzen sie in dieser Hinsicht ein klares Zeichen.

Im Songtext geht es darum, dass einem das Herz gebrochen wird und man versucht, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Das komplexe Bedürfnis, Erklärungen für den Verlust zu finden und gleichzeitig darum zu kämpfen, einen Sinn zu finden, um weiterzumachen, macht den Song sowohl persönlich als auch kraftvoll.

Der Song wird von 20 Streichern des Arctic Philharmonic begleitet, die zusammen mit der Band den Song von einer anfangs fast nicht vorhandenen Instrumentierung zu einer vollen Band- und Orchesterleistung ausbauen. Eine epische Power-Ballade aus dem mächtigen Norden! Das Video von „Carnival“ sieht man hier: 

Pristine wurde 2010 von der Songschreiberin und Sängerin Heidi Solheim gegründet. Vielleicht ist es die extreme Natur mit steilen Bergen und brutalem Wetter, die Pristine zu der intensiven und explosiven Band geformt hat, die sie geworden ist, aber was auch immer der Grund ist, die Songs von Pristine bewegen immer die Herzen und Seelen der Zuhörer.

Classic Rock, Vintage Rock oder Retro-Rock. Wie auch immer man diese bluesige, gelegentlich psychedelische, von den großen Acts der späten Sixties und Seventies inspirierte Variante des Hardrocks nennen will: Die besten Vertreter des Sujets kommen seit jeher aus dem Nordeuropa. Je weiter nördlich ihr Ursprung, desto besser sind sie – so scheint es. Und viel nördlicher als Tromsø, die über 300 Kilometer jenseits des Polarkreises gelegene Heimatstadt der Norweger Pristine, geht es kaum …

RICHARD MARX – Songwriter

Tracklist

01. Same Heartbreak Different Day (Pop)
02. Only A Memory (Pop)
03. Anything (Pop)
04. Moscow Calling (Pop)
05. Believe In Me (Pop)
06. Shame On You (Rock)
07. My Love, My Enemy (Rock)
08. Just Go (Rock)
09. One More Yesterday (Rock)
10. We Are Not Alone (Rock)
11. Everything I’ve Got (Country)
12. Misery Loves Company (Country)
13. One Day Longer (Country)
14. Breaking My Heart (Country)
15. We Had It All (Country)
16. Always (Ballade)
17. Still In My Heart (Ballade)
18. Maybe (Ballade)
19. As If We’ll Never Love Again (Ballade)
20. Never After (Ballade)

Spielzeit: 70:06 min – Genre: Rock/Pop Rock/Country – Label: VÖ: 30.09.2022 – Page: https://www.richardmarx.com

 

Der amerikanische Singer/Songwriter Richard Marx, ist hierzulande eher aus den 80er90er Jahren bekannt in denen er mit Titeln wie „Right Here Waiting“, „Angelia“, „Hazard“ oder „Now And Forever“ bekannt wurde. Den Song „Ready To Fly“adaptierte zudem ein grosser deutscher Fernsehsender für seine Kampagne zu einem Sportevent.
Marx war an etlichen Nummer 1 Hits beteiligt und kann auf eine über 30 jährige Karriere zurückblicken. Im Jahre 2004 erhielt er für den Titel „Dance With My Father“ einen Grammy.
Sein neuestes Werk nennt sich schlicht betitelt „Songwriter“ und enthält insgesamt 20 ! Songs.
Aufgeteilt in verschiedene Kategorien; Pop, Rock, Country und Ballads. Einige der Titel hat er mit zwei seiner drei Söhne Jesse und Lucas geschrieben, einmal mehr, der Beweis, dass Talent vererbbar ist. Das Album umfasst alle Stilrichtungen, die Marx auch heuer noch mit Leichtigkeit bedienen kann. Einen Titel herausnehmen muss man nicht, denn dieser Rundling überzeugt einmal mehr vom ersten bis zum letzten Song. Sowohl alte wie auch potenziell neue Fans dieses Ausnahmemusikers werden an „Songwriter“ ihre Freude haben, ohne Zweifel.

Bonne

SILENT KNIGHT – Full Force

Trackliste:

01. Blood in the Water
02. Full Force
03. The Last Candle Burns
04. Dark & Mysterious Times
05. Screaming Eagle
06. Into Oblivion
07. Awakening
08. Create a New World

 

 

Spielzeit: 42:47 min – Genre: Power Metal – Label: CMM – VÖ: 23.09.2022 – Page: www.facebook.com/silentknightband

 

SILENT KNIGHT sind eine australisch Power Metalband die mit „Full Force“ schon ihr drittes Album veröffentlichen. Bislang ist die Truppe komplett an mir vorbeigegangen, es wurde absolut Zeit das zu ändern!
Die Band kombiniert Power Metal mit Thrash Metal und auf ihrem neuen Album kann man mit einem neuen Sänger namens Dan Brittain aufwarten.
Laut Gründer und Mastermind Stu McGill ist das neue Werk die perfekte Mischung aus Melodie und Aggressivität, na schauen wir doch mal ob das auch so stimmt?

Erste Aufklärung darüber kann uns vielleicht der Opener „Blood in the Water“ geben? Die Riffs ballern auf jeden Fall direkt schon mal ganz ordentlich aus den Boxen! Der für mich vollkommen unbekannte Sänger Dan Brittain ist ebenfalls gut bei Stimme und schafft es mühelos in schwindelerregende Höhen zu kommen, Wahnsinn! Mit einem ordentlichen, eingängigen Chorus ausgestattet schafft es die Nummer spielend sich direkt festzusetzen.
Das anschließende „Full Force“ gleicht dann einer wahren Abrissbirne! Der Nacken kann hier ordentlich beansprucht werden, wenn man versucht den Riffs zu folgen.
Alles ist hier noch eine Spur zackiger als beim Opener und vor allem Sänger Dan schafft es noch etwas höher zu gehen, Alter da wird einem ja schwindelig!
Ein geiler Track der ordentlich Laune macht!
„The Last Candle Burns“ kann an die beiden erstklassigen Vorgänger nicht ganz anschließen, auch wenn die Nummer recht ordentlich ist entwickelt sie irgendwie zu keiner Zeit die Magie der ersten beiden Tracks.
Der Mittelteil ist dann mit „Dark & Mysterious Times“, dem straighten „Screaming Eagle“ und der Abrissbirne „Into Oblivion“ gut ausgefüllt, auch wenn so langsam vieles doch etwas ähnlich klingt.
Der vorletzte Song „Awakening“ bricht dann endlich mal etwas aus dem bisherigen Rahmen aus und ist aufgrund seines Aufbaus und vor allem seiner tollen Mischung aus Aggressivität und Melodic ein weiterer Hit der Scheibe.
Mit dem ebenfalls wieder sehr eingängigen „Create New World“, wo man ein wenig den Fuß vom Gas nimmt, wird eine für mich erfreuliche Scheibe einer mir bis dato unbekannten Band sehr ordentlich abgeschlossen!

Gerade die ersten Songs der neuen SILENT KNIGHT Scheibe haben mich echt gepackt und aus dem Sessel geblasen. Danach verflacht das Ganze leider etwas bzw. bewegt sich für mich immer in einem ähnlichen und gleichen Rahmen. Aber zum Schluss bekommt man nochmal die Kurve und kann sich bestimmt in dem ein oder anderen neuen Fanherz einen Platz erspielen! Gerade die Mischung aus Aggressivität und Melodic in Verbindung mit dem geilen Organ von Neusänger Dan Brittain sind hier absolute Pluspunkte.
Ich habe die Band jetzt auf jeden Fall auf dem Schirm!

Julian

 

 

MENTALIST – Empires Falling

Trackliste:

01. Solution Revolution
02. Stairs of Ragusa
03. Tears Within a Paradise
04. Empires Falling
05. If You Really Want
06. Columbus
07. Noah`s Ark
08. Generation`s Legacy
09. Heavy Metal Leia
10. Out of the Dark
11. Years of Slavery
12. Forbidden Fruits (Bonus Track)
13. Bumblebee (Bonus Track)

Spielzeit: 67:14 min – Genre: Power Metal – Label: Pride & Joy Music- VÖ: 16.09.2022 – Page: www.facebook.com/mentalistband

 

Wow also 3 Alben in 2 Jahren das muss den Jungs von MENTALIST auch erstmal einer nachmachen! Nach ihrem viel umjubelten Debüt „Freedom of Speech“ aus dem Jahr 2020 und dem 2021er Nachfolger „A Journey into the Unknown“ kommt nun das „Make it or break it“ Album mit dem Namen „Empires Falling“ um die Ecke!
Und so wie wir es von der Band bislang schon gewohnt waren, strotzt auch das neue Album nur so vor Melodic Power Metalhymnen.
Die Band besteht nach wie vor aus Mastermind Peter Moog, Ex BLIND GUARDIAN Schlagzeuger Thomen Stauch, Kai Stringer und Ausnahmesänger Rob Lundgren. Ergänzt wird die Truppe durch Überallbasser Mike LePond und KAMELOT Keyboarder Oliver Palotai.
Ihr letztes Album landete auf einigen Jahreshitliste, mal schauen, ob das neue Album eine ähnlich hohe Qualität zu bieten hat?
Mit dem Opener „Solution Revolution” geht die Reise auf jeden Fall schon mal vielversprechend los, denn nach einer kurzen Einleitung startet die Nummer so richtig durch und knüpft eigentlich direkt beim Vorgängeralbum an.
Power, Melodic und mit Rob die perfekte Stimme. Melodic Power Metalherz was willst du mehr?
Das schon im Vorfeld veröffentlichte „Stairs of Ragusa“ folgt dann als nächstes. Hier ist man wesentlich epischer unterwegs als noch beim schnellen Opener.
Dies tut der Qualität und Eingängigkeit aber keinen Abbruch und spätestens beim Chorus ist man wieder voll dabei und kann so richtig schön mitgehen!
Der nächste Hit folgt dann mit dem Titelstück „Empires Falling“ der erneut eher in die epische Richtung geht was eine tolle Abwechslung zum sonst sehr vorherrschenden schnellen Power Metal ist. Ein geiles Stück und zu Recht der Titelsong.
Und die nächsten Übersongs lassen dann auch nicht lange auf sich warten, denn mit „Columbus“, der Videosingle „Noah`s Ark“ und „Generation`s Legacy“ sind diese in der Folge relativ schnell ausgemacht. Vor allem die Videosingle sollte man sich echt mal zu Gemüte führen, ein einfacher Song, unglaublich eingängig und ein tolles Video dazu.
Danach lässt man vielleicht ein klein wenig bei der Songqualität nach, obwohl das hier meckern auf hohem Niveau ist, denn „Out of the Dark“ und „Years of Slavery“ sind schön abwechslungsreich gehalten, gehen dadurch aber natürlich nicht ganz so gut direkt ins Ohr wie es vielleicht die Songs zuvorgetan haben.
Die beiden Bonus Tracks „Forbidden Fruits“ und „Bumblebee“ sind dann recht experimentell ausgefallen, vor allem letztere Nummer.

Die Qualität der Jungs von MENTALIST war und bleibt hoch, denn auch auf dem neuen Album ist man größtenteils echt erstklassig unterwegs und man hat gerade in der ersten Plattenhälfte einige Power Metal Hits am Start!
Daher geht das 3. Album mit der identischen, hohen, Punktzahl wie auch das letzte Album durch die Ziellinie und es wäre doch jetzt echt toll die Band auch mal live zu erleben ; ) !

Julian

 

TERRA ATLANTICA – Beyond the Borders

Trackliste:

01. Overture
02. The Scarlet Banners
03. Far from Alive
04. Beyond the Borders
05. Sun of Pontevedra
06. Guns and Drums
07. Just One Look
08. Hellfire
09. Pirate Bay
10. The Great Escape
11. Take us Home

Spielzeit: 49:57 min – Genre: Power Metal – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 16.09.2022 – Page: www.facebook.com/terraatlantica

 

Mit dem deutschen Power Metallern von TERRA ATLANTICA hatte ich vor 2 Jahren im Zuge der Rezension ihres letzten Werkes „Age of Steam“ den ersten Kontakt.
Ordentlicher, europäischer Power Metal mit einigen symphonischen Elementen wurde uns da geboten und das bleibt auch eigentlich so auf dem mir nun vorliegenden neuen Album „Beyond the Borders“ so.
Angeführt von Fronter und Mastermind Tristan spielt das Album von Konzept her 20 Jahre nach der Geschichte des letzten Albums.
Mit Jacob Hansen hat man hier einen erfahrenden Produzenten an Bord geholt.
Ein paar Gäste hat man in Form von Anders Sköld (VEONITY), Alex Hunzinger (Ex
AETERNITAS) und Joan Pabon (TRAGEDIAN) ebenfalls mit an Bord.

Soweit die schnöden Vorabinfos, schauen wir uns dann jetzt mal den neuen Diskus genauer an und werfen direkt ein Ohr auf den Albumopener „Overture“. Dieser ist Bandtypisch eine stimmungsvolle cineastische Einleitung, wie der Titel ja auch schon sagt.
Der erste richtige Track folgt dann mit der Videosingle „The Scarlet Banners“ der den Faden des letzten Albums gekonnt aufnimmt und einfach weiterspinnt. Europäischer Power Metal wie man ihn kennt und liebt, ein toller Track!
Das anschließende „Far from Alive“ beginnt dann erstmal recht Shantymäßig und hat ein paar ordentliche Folkeinflüsse zu verzeichnen. Im letzten Drittel kommt aber ordentlich Bombast dazu und fertig ist eine absolut gelungene Mischung aus Folk und Power Metal, ebenfalls ein sehr starker Song.
Wesentlich mehr Geschwindigkeit und ordentliche Keyboardunterstützung gibt es dann wieder bei „Beyond the Borders“ welches den Mittelteil der Scheibe ebenfalls sehr ordentlich einleitet.
Bislang sind die Jungs also recht ziel und treffsicher unterwegs, mal schauen, ob das so bleibt?
Oh ja, denn mit dem Bombastohrwurm „Sun of Pontevedra“ dem Folkinstrumental „Guns and Drums“ und der Ballade „Just on Look“, mit weiblichen Gastgesang, hat man weitere starke Tracks in der Hinterhand die absolut zu überzeugen wissen.
Bei „Hellfire“ kommt dann wieder ordentlich Geschwindigkeit rein und „Pirate Bay“ hat dann wieder tolle Folkeinflüsse die der Nummer gut zu Gesicht stehen und die Abwechslung auf der Platte schön hoch hält.
Das überlange „The Great Escape“ kann dann insgesamt nicht mit den vorherigen Hits mithalten, es ist einfach nicht zwingend genug und man kommt nicht wirklich auf den Punkt.
Anders ist dann wieder das abschließende „Take us Home“ was zwar auch keine Großtat ist, aber schön eingängig und melodisch ansprechend ist.

Na also, nachdem ich auf dem letzten Album noch bemängelt hatte das es viel zu viele Standardmetalsongs gab, hat man dieses auf dem neuen Diskus definitiv ausgebügelt und man ist dieses Mal viel abwechslungsreicher unterwegs!
Grund dafür ist zum Beispiel das man sich immer wieder im Folk und Symphonic Bereich bedient und dort unterwegs ist, was die Songs dann auch schön vom Rest abhebt.
So schafft man es ohne Probleme gut 1 Punkt in unserem Bewertungssystem draufzupacken!
Gut gemacht und weiter so, die entsprechende Kaufempfehlung für die Zielgruppe geht auf jeden Fall raus!

Julian

 

GATHERING OF KINGS – Enigmatic

Tracklist

1. Galacticus
2. Vagabond Rise
3. Here Be Dragons
4. Firefly
5. How The Mighty Have Fallen
6. A Rainbow And A Star
7. The Prophecy
8. Feed You My Love (feat. ONE MORE TIME)
9. Clone Trooper
10. Long Kiss Goodnight
11. New Life
12. Lionheart
13. Fool’s Cabaret (CD Bonus Track)

Spielzeit: 53:09 min – Genre: Melodic Rock – Label: RN Records VÖ: 29.07.2022 – Page: https://www.gatheringofkings.se

 

GATHERING OF KINGS stellt ein Projekt skandinavischer Herkunft dar. Bereits zwei Alben liegen vor, mit zumeist sehr positiven Resonanzen.
Viele bekannte Musiker des skandinavischen Sektors fanden sich hier ein, um die dritte Langrille auf den Weg zu bringen. Unter anderem sind dies Rick Altzi (HERMAN FRANK, MASTERPLAN, ALTZI), Apollo Papathanasio (SPIRITUAL BEGGARS) und Tobias Jansson (SAFFIRE).
Musikalisch bewegt man sich weiterhin im melodischen Genre mit stilistischen Nuancen aus dem AOR/Melodic Rock Genre.
Produktionen aus dem hohen Norden, bestückt mit hochkarätigen Musikern, wie hier gegeben, garantieren immer an hohes Maß an Qualität, gültig auch für diese Langrille.
Auch die Beteiligung verschiedener Sänger wirkt sich hier nicht negativ aus, denn das Gesamtkonzept erscheint sehr stimmig.
Anspieltipps können einige genannt werden, „Vagabond Rise“, „Firefly“, „Long Kiss Goodnight“ dürfen als Beispiele herhalten.
Anhänger melodischer Klänge mit klarer Ausrichtung in Genres wie Melodic Rock, dürften einmal mehr ihre Freude an „Enigmatic“ haben.

Bonne

 

 

 

 

BLIND GUARDIAN – The God Machine

Trackliste:

01. Deliver Us from Evil
02. Damnation
03. Secrets of the American Gods
04. Violent Shadows
05. Life Beyond the Spheres
06. Architects of Doom
07. Let it Be no More
08. Blood of the Elves
09. Destiny

 

 

Spielzeit: 50:59 min – Genre: Power Metal – Label: Nuclear Blast Records – VÖ: 02.09.2022 – Page: www.blind-guardian.com

 

2 Jahren nach ihrem Orchesteralbum und 5 Jahre nach der letzten Studioplatte „Beyond the Red Mirror“ beehren uns Deutschlands Power Metal Urgesteine, und einer meiner Alltime Faves Stammleser wissen das, BLIND GUARDIAN wieder mit ihrem neuen Album „The God Machine“.
Und was war nicht Alles im Vorfeld zu lesen gewesen!
Die Jungs hätten sich auf dem neuen Album wieder mehr ihrem Power Metalsound der 90iger im modernen Gewand verschrieben mit weniger Bombast und gar von einem „Imaginations from the other Side“ 2.0 war zu lesen, das Album war ja in den 90igern der absolute Durchbruch für die Jungs.
Nun ja, ich bin ja immer skeptisch, wenn ich so etwas lese, aber die ersten Bewertungen der Scheibe gaben den Vorschusslorbeeren recht, also musste auch ich mir natürlich einen Eindruck von der Scheibe machen.

Starten wir also direkt mal mit dem Opener „Deliver Us from Evil“. Oh yes, was ein geiler Beginn! Weniger Bombast wie versprochen, mehr auf die Zwölf und die Power Metalhärte der 90iger kommen hier ganz klar zum Vorschein, inklusive der natürlich geilen, mehrstimmigen Refrains. Ein mega Einstieg!
„Damnation“ beginnt dann etwas handzahmer und erinnert mit seinem Aufbau schon an die „Imaginations from the other Side“ Scheibe, verzeichnet dann durch seinen Chorus einen glatten Punktsieg auch wenn dieser ein wenig braucht um etwas zu zünden.
Mit dem Titelstück „Secrets of the American Gods“ ballert man dann direkt den nächsten Überhit aus den Boxen, was ein geiles Teil!
Bombastisch, melodisch, leicht komplex und modern gehalten, aber immer atmet es den Geist der harten 90iger Jahre und trotz seiner Länge von über 7 Minuten wird der Song zu keiner Zeit langweilig!
Wow, ich bin echt begeistert von den ersten 3 Songs, bislang hat man mit den Vorschusslorbeeren definitiv nicht übertrieben, mal schauen was noch so folgt?
„Violent Shadows“ geht dann wieder direkt auf die Zwölf und erneut kommen da bei mir Erinnerungen an die „Imaginations“ Scheibe auf. Guter Song, kann aber nicht ganz mit den bisherigen Hits mithalten.
„Life Beyond the Spheres“ verlangt dann etwas mehr Aufmerksamkeit vom Hörer ist es doch nicht ganz so direkt auf die Zwölf und nicht so eingängig wie die Songs zuvor. Ebenfalls ein guter Track, der aber den ein oder anderen Durchlauf benötigt.
„Architects of Doom“ geht dann wieder richtig schön nach vorne, bevor man sich bei „Let It Be No More“ eine kleine Verschnaufpause gönnt! DIE Ballade auf dem Album ist ein sehr persönlicher Song von Sänger Hansi auf dem er wohl den Tod seiner Mutter verarbeitet.
Die Abrissbirne „Blood of the Elves“, welcher ja als erste Videosingle veröffentlicht wurde, bildet dann dazu den absoluten Kontrast und lässt erneut seelige 90iger Erinnerungen hochkommen. Einer der besten Songs hier auf dem Album!
Etwas zurückhaltender und bombastischer geht es dann wieder beim abschließenden „Destiny“ zur Sache, ein mehr als würdiger Abschluss eines bemerkenswerten neuen BLIND GUARDIAN Diskus!

Das neuste Werk der Krefelder begeistert mich als langjährigen Fan absolut! Die Vorschusslorbeeren und die Versprechung der Rückbesinnung zu den starken 90iger Veröffentlichungsjahren der Band tritt definitiv ein.
Authentizität in jeder musikalischen Pore und Ton würde ich sagen. So holt man definitiv auch die alte Fangeneration wieder mit ins Boot, die man vielleicht bei den letzten Veröffentlichungen etwas verloren hat!
Ein sehr starkes Album, danke für die tollen Flashbacks an „meine“ Jungs!. Geiler Scheiss, sorry! : )

Julian

 

 

EDENBRIDGE – Shangri-La

Trackliste:

01. At First Light
02. The Call of Eden
03. Hall of Shame
04. Savage Land
05. Somewhere Else But Here
06. Freedom is a Roof made of Stars
07. Arcadia
08. The Road to Shangri-La
09. The Bonding – Overture
10. The Bonding – Alpha and Omega
11. The Bonding – The Eleventh Hour
12. The Bonding – Round and Round
13. The Bonding – The Timeless Now

Spielzeit: 65:46 min – Genre: Symphonic Metal – Label: AFM Records – VÖ: 16.09.2022 – Page: www.edenbridge.org

 

22 Jahre! So „alt“ ist DIE österreichische Symphonic Metalband EDENBRIDGE. In dieser langen Zeit hat man sich zu einer der führenden und prägendsten Bands in dem Genre hochgearbeitet und Mastermind Lanvall und seine Mannen und Frauen kehrt nun mit dem 11.Album „Shangri-La“ zurück.
Neu ist das Label, man hat beim deutschen Label Urgestein AFM Records unterschrieben.
Nicht neu ist die unglaubliche musikalische Hingabe und Ausarbeitung, mit der die Band vorgeht und jeden Song zu einem wahren Hörerlebnis macht! Da bleibt man sich absolut treu und das verspricht bestimmt einige neue Glanzlichter und Songs des Genre!
Als Gastmusiker ist Erik Martensson (ECLIPSE) erneut zu hören und für den Endmix war erneut Karl Groom (THRESHOLD) verantwortlich.

So, genug gelobhudelt, horchen wir nach, ob EDENBRIDGE wieder abgeliefert haben, „At First Light“ könnte darauf einen ersten Hinweis geben?
Und ja das tut es definitiv! Ohne viel Einleitung legt die Nummer lost und was soll man groß sagen, die Band macht eigentlich genau da weiter wo sie mit „Dynamind“ aufgehört und präsentiert einen symphonischen, melodischen und absolut eingängigen Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Eine Spur poppiger, zumindestens zu Beginn geht es dann bei „The Call of Eden“ zur Sache. Hier steht auch wieder absolut die Melodic und Eingängigkeit im Vordergrund und somit haben wir hier direkt den nächsten Hit zu vermelden.
Beim anschließenden „Hall of Shame“ haben wir dann wieder etwas mehr Pfeffer und Metallisches im Spiel was der Nummer richtig guttut.
Es geht schön nach vorne, ohne allerdings die Symphonic und Melodic zu vernachlässigen, sehr schön!
Ein symphonischer Leckerbissen, wo man richtig schön dahinträumen kann, erwartet uns dann beim anschließenden „Savage Land“ welcher zum Schluss nochmal mit tollen Flötenklängen aufwarten kann. Für Genrefans definitiv ein absolutes Highlight!
Wieder mehr metallischer geht es dann bei den anderen Songs des Mittelteils „Somewhere Else But Here“ und „Freedom is a Roof made of Stars“ zur Sache. Aber auch hier vergisst man zu keiner Zeit die Mitsingkompatibilität.
Abgeschlossen wird das Ganze dann durch das gefühlvolle „Arcadia“.
Bevor wir zum Meisterwerk „The Bonding Part2“ kommen, hat die Band noch mit dem quasi Titelsong „The Road to Shangri-La“ die nächste absolute Übernummer im Gepäck.
Und jetzt kommt das schon angesprochene, ja man kann es nicht anders sagen, Meistwerk „The Bonding (Part2)“. Dieses ist in mehrere Teile unterteilt, hat mit dem schon angesprochene Erik Martenson einen Gastsänger parat und ist die Fortsetzung des gleichnamigen Tracks vom Erfolgsalbum „The Bonding“ aus 2013.
Mehr Worte muss man darüber nicht verlieren, einfach abspielen und genießen!

Letzterer Ausspruch ist eigentlich auch ein knackiges Fazit der gesamten Scheibe. EDENBRIDGE begeistern auf ihrem neuen Album „Shangri La“ vom ersten bis zum letzten Ton und die Scheibe dürfte ein wahres Freudenfest für Genrefans sein!
Daher gibt es auch ohne lange zu überlegen die Höchstnote, nachdem die letzten Vorgängeralben knapp daran vorbeigeschrammt sind wird das jetzt mal so langsam echt Zeit, wenn man auf so hohem Niveau seit Jahren unterwegs ist!

Julian

 

Metal Garage 2023

Die nächste Ausgabe der Metal Garage 2023 mit einem Hammer Lineup

Das kleine, aber feine Indoor Festival Metal Garage wartet 2023 mit einem Hammer Lineup auf, anbei der Flyer:

Für Power Metal Freaks sollten die Urgesteine IRON SAVIOR und die beiden Geheimtipps der Szene EVERTALE und ELVENPATH auf jeden Fall etwas sein!

Über die Geschichte, die Anfänge und die Gegenwart berichtet Organisator Uwe folgendes:

Also, angefangen hat es als ein Kumpel seinen 50.gefeiert hat und eine Coverband gespielt hat, das ist bei der Band gut angekommen, dass sie es gerne wiederholt hätten. Für den Preis was die Band verlangt hat, habe ich den Vorschlag gemacht dass ich für den Betrag 3 Bands buchen kann. Daraufhin ist es dann im Juni 2018 zur Planung der ersten Metal Garage Ausgabe gekommen!

Beim ersten Konzert hatten wir mit Hammerking, Thornbridge, RevelationSzeel und Black Eden eine ausverkaufte Garage. Bei den Planungen für 2020 waren 6 Bands gebucht aber durch Corona mussten wir es 4 mal verlegen, so dass es dann 2022 letztendlich mit 4 Bands über die Bühne gegangen ist. Palace, Iron Echo, Warchild und Re-machined waren die Bands die, leider nur vor ca 150 Leuten gespielt haben. Was auch dazu geführt hat, dass wir 4 Tage Arbeit hatten für null Umsatz ,da ja leider im Gegensatz zu 2020 alles viel teurer geworden ist.
Für 2023 hoffen wir dass es finanziell reicht, da wir ja mit Iron Savior einen echten Hochkarätigen Headliner gebucht haben!

Für mehr Infos und Tickets besucht die Metal Garage unter: https://de-de.facebook.com/pages/category/Live-Music-Venue/Metal-Garage-566570557138965/