KOBRA AND THE LOTUS – Prevail I

Band: Kobra And The Lotus
Album: Prevail I
Spielzeit: 45:36 Min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 12.05.2017
Homepage: www.kobraandthelotus.com

Vier Jahre nach dem letzten Album "High Priestess" erscheint mit "Prevail I", der inzwischen vierte Langdreher der kanadischen Band KOBRA AND THE LOTUS. Wie es der Titel bereits anklingen lässt, ist "Prevail I" nur der erste Teil, denn im Herbst folgt bereits Part 2 des als Doppelalbum angelegten Werks.

Die Band um Sängerin und Namensgeberin Kobra Paige bewegen sich mit Ihrem neuen Album im klassischen Heavy Metal. Aufgelockert wird das ganze mit einem Touch Bombast und einer Prise Prog Metal. Dies wird gleich mit dem düster, treibenden Opener "Gotham" fulminat unter Beweis gestellt. Dazu kommt der Wahnsinns Refrain, der einen Tagelang nicht mehr loslässt. Hart aber absolutes Hitpotenzial. Wer jetzt aber glaubt, das KOBRA AND THE LOTUS damit Ihr Pulver bereits verschossen haben, wird über die Spieldauer des Silberlings, deutlich eines besseren belehrt, denn es reiht sich ein Hammersong an den anderen.

Nennen möchte ich da als weitere Anspieltipps bzw Highlights, die erste megaeingängige Single "You Don´t Know", die Double Bass Granate "Specimen X" oder auch die grandiose Power Ballade "Light Me Up". Allerdings haben sich KOBRA AND THE LOTUS meiner Meinung nach das Beste bis zum Schluss aufgehoben, denn mit dem abschließenden Titeltrack dürfte der Band ein Klassiker gelungen sein, der nicht mehr aus dem Live Repertoire wegzudenken ist. Einfach genial, was für ein Feuerwerk die Truppe da abfackelt.

Am meisten begeistert mich die Tatsache, dass die Band in der Lage ist, Härte mit Eingängigkeit zu verbinden, ohne dabei allerdings wie es bei vielen anderen Combos üblich ist, im Kitsch und Bombast zu ertrinken. Wer auf Female Fronted Heavy Metal abseits der allzu ausgetretenen Pfade des Symphonic Metals der Marke Nightwish oder Within Temptation steht, sollte hier unbedingt zugreifen. Aber auch für alle  anderen Fans von erstklassigem Power bzw Heavy Metal gilt, dass Sie diesen Longplayer unbedingt anchecken müssen, denn sonst verpassen Sie ein echtes Kracheralbum.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Gotham
02. TriggerPulse
03. You Don´t Know
04. Specimen X (The Mortal Chamber)
05. Light Me Up
06. Manifest Destiny
07. Victim
08. Check The Phyrg
09. Hell On Earth
10. Prevail


Heiko Füchsel

AXEL RUDI PELL – Interview

Der symphatische, deutsche Gitarrist AXEL RUDI PELL samt Band haben ein neues Album in den Regalen stehen. Es ist mal wieder Balladenzeit und so steht uns „The Ballads V“ ins Haus. Mit freundlicher Genehmigung unsere Kooperationspartner  Rock the Nation – Die Metalradiosendung dürften wir euch hier nun die Audiospuren des Interviews mit Axel Rudi Pell aus einer der letzten Sendungen der Rock The Nations Jungs präsentieren! Ein Novum in der Rock-Garage Geschichte. Wir hoffen ihr habt Spaß daran und könnt auch einen kleinen Einblick in die tolle Radiosendung unseres Kooperationspartners bekommen, die alle 2 Wochen Montag Abends läuft.

RESIST THE OCEAN – Heart of the Oak

Band: Resist the Ocean
Album: Heart of the Oak
Spielzeit: 39:49 min
Stilrichtung: Metalcore
Plattenfirma: Bleeding Nose Records
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.facebook.com/ResistTheOcean

Und wieder eine neue Metalcore-Band, das ist so ziemlich der erste Gedanke, wenn man von RESIST THE OCEAN hört. Zum Glück bewahrheitet sich dieser Gedanke nicht, denn das Debüt der 2012 gegründeten Band lässt auf einiges hoffen. Die 5 Jungs aus Nürnberg sind dem geneigten Metalcore Fan letztes Jahr ins Blickfeld gesprungen, als sie 2016 Bandcontest Gewinner des Rockavaria Festivals in München wurden. Das Quintett hatte somit die einzigartige Chance, die Bühne mit Größen wie IGGY POP und IRON MAIDEN zu teilen. Das scheint die Band auch beflügelt zu haben, denn das Debütalbum „Heart of the Oak“ kann sich durchaus hören lassen. Um den Metalcore Einheitsbrei zu entkommen, gehen RESIST THE OCEAN gnadenlos back to the roots. Es wird auf Synthies, Streicher, ja sogar auf Klargesang verzichtet. Oldschool Metalcore ist angesagt und zwar durchgängig. Das Album geht mächtig nach vorn ohne an Tiefe zu verlieren. Es widmet sich kompromisslos den Wurzeln des Genres. Der Titeltrack „Heart oft he Oak“ wartet sogar mit Spoken Words auf, was sich erstaunlicherweise sehr harmonisch ins Gesamtbild einfügt. Für selbiges fungierte Metal-Urgestein Udo Dirkschneider beim Musikvideodreh mal eben als Co-Produzent und ist im Video sogar kurz zu sehen. Ein durchaus gelungenes Video, unbedingt mal reinschauen.
Obwohl seit den 90ern nicht mehr wegzudenken, verzichten RESIST THE OCEAN auf Klargesang und punkten mit einer passenden rauen und härteren Atmosphäre. Stimmlich absolut weit vorne, hapert es nur an manchen Stellen, was für ein Debüt allerdings absolut okay ist und dem Hörgenuss kein Abbruch tut.  
Schon der Opener „Oceanlung“ zeigt, wohin die Richtung geht. Er knallt mächtig rein und ist Wegbereiter für die nachfolgenden Brecher wie z.B. „Handcarved Coffins“, „Gilded Cage“ oder auch „Black Rust“ mit seiner exzellente Gitarrenarbeit. Es gibt keinen richtigen Durchhänger auf der Scheibe, die Jungs bieten, was sie versprechen (“marschierende Riffs, schmeichelnde Soli und deftige Breaks”).
Was noch fehlt, ist das ganz eigene Profil. Bei allem, was die Jungs nicht sein wollen, fehlt noch der klare Weg, wohin es gehen soll. Es gibt noch zuviele Wiederholungen in den Stücken, die eigene Persönlichkeit hat sich (noch) nicht komplett entwickelt. Aber das Debüt „Heart of the Oak“ lässt hoffen, dass die Band den eigenen Weg noch findet und nicht im Metalcore Nirgendwo verschwindet, wie so viele andere zuvor.   
RESIST THE OCEAN haben bereits mehr als 100 Gigs gespielt, Publikum und Presse sind gleichermaßen begeistert und feiern die Franken ab, wo es nur geht. Für eine noch jung Band bereits ein beachtlicher Erfolg. Und kleine Anekdote am Rande. Das Routing der aktuell laufenden Tour ist in Form eines Pentagramms geplant.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Oceanlung
02. Long Road Home
03. Cauterize
04. Heart Of The Oak
05. Ambers
06. Handcarved Coffins
07. Dreamwalker
08. Black Rust
09. The Last Of Our Kind
10. Gilded Cage
11. Gilded Cage (Acoustic)

Tanja

HELKER – Firesoul

Band: Helker
Album: Firesoul
Spielzeit: 53:53 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 05.05.2017
Homepage: www.helker.net

HELKER aus Argentinien sind vermutlich DIE Metalband des Landes! In Europa haben sie spätestens mit ihrem letzten, bärenstarken Album „Somewhere in the Circle“, Rezi dazu hier bei uns, ebenfalls einen dicken Fuß in der Tür.
Nun kehren die Jungs rund um den charismatischen Fronter Diego Valdez, der ja mittlerweile auch bei IRON MASK aktiv ist, mit ihrem neuen Album „Firesoul“ zurück.
Dieses wurde erneut durch PRIMAL FEAR Tieftöner Mat Sinner produziert und weicht keinen Zentimeter von der musikalischen Linie des letzten Albums ab und das ist auch verdammt gut so, gehörte dieses doch mit zu den besten Power Metal Veröffentlichungen des damaligen Jahres!
Mit dem Intro „Genesis“ steigen wir in die neuen Scheibe ein. Episch und etwas düster leitet das Instrumental gut ein bevor mit „Fight“ das erste Mal hier so richtig die Post ab geht, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Nummer wird euch den Staub aus den Boxen blasen so viel kann ich euch sagen! Besonders das kraftvolle Drumming und die schon teilweise zu knallende und zu tiefe Bassspuren bohren sich messerscharf in die Gehörgänge. Dazu noch ein aggressiv singender Diego, ein starker Track.
Ebenfalls direkt auf die Hitliste wandern „For all the Eternity“ und „Playing with Fire“ wo übrigens Matt Sinner den Bass zupft, diese sind ebenfalls von aller erster Güte!
Der Mittelteil kann dann leider aber nicht komplett überzeugen, irgendwie zünden die Nummern hier nicht so richtig und bewegen sich eher im Standardbereich, kein Vergleich zu den ersten beiden Bombensongs! Einzig das fantastisch gesungen „Empty Room“ kann hier punkten.
Wesentlich besser zündet dann aber wieder der letzte Abschnitt wo dieser mit „Break your Chains“, „Firesoul“ und den tollen Cover von „Neon Knights“, endlich singt das mal ein wahrer DIO Erbe, qualitativ wieder hochwertiger besetzt ist!

Anspieltipps:

Hier sollte ihr euch auf jeden Fall direkt auf “Fight”, “For all the Eternity”, “Playing with Fire”, “Break your Chains” sowie “Firesoul” stürzen.

Fazit :

Na das ist ja gerade nochmal gut gegangen würde ich sagen! Nach dem doch eher schwachen Mittelteil hatte ich schon die Befürchtung das das neue Helker Album nicht an die Glanzleistung auf dem Vorgängeralbum anknüpfen kann. Entwarnung! Ganz reicht die Note zwar nicht an die letzte Leistung ran, aber man ist nahe dran und somit kann ich auch hier ohne Probleme eine absolute Kaufempfehlung für Fans der Band und des Genre aussprechen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Genesis (Intro)
02. Fight
03. For all the Eternity
04. Playing with Fire
05. The One
06. Where you belong
07. You are in my Heart
08. Empty Room
09. Leaving out the Ashes
10. Stay Away
11. Break your Chains
12. Firesoul
13. Rise of Fall (Bonus Track)
14. Neon Knights (Bonus Track)

Julian

KALEDON – Carnagus – Emperor of the Darkness

Band: Kaledon
Album: Carnagus – Emperor Of The Darkness
Spielzeit: 44:00 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Sleazsy Rider  
Veröffentlichung: 15.05.2017
Homepage: www.kaledon.com

Die Band KALEDON und ich hatten bislang ein Wechselbad der Gefühle, denn ihre letzten Alben die ich von ihnen besprochen habe kamen mal mehr, mal weniger gut bei mir an! 2 Jahre nach dem letzten Album „Antillius: The King of the Light“ kehrt man nun mit einem neuen Power Metal Werk namens „Carnagus – Emperor of the Darkness“ zurück.
Nach dem eher fröhlichen, epischen letzten Album scheint man nun die düstere Seite entdeckt zu haben, das versprechen sowohl der Titel als auch das Cover des neuen Diskus.
Als neuer Sänger für dieses neunte Studioalbum wurde Michele Guaitoli verpflichtet, der auch bei den Melodic Metaller von OVERTURES hinter dem Mikro steht. Am Schlagzeug gibt es ebenfalls einen Wechsel zu verkünden,  Manuele Di Ascenzo sitzt nun dort.
Ansonsten dreht sich auch das neue Album um die Saga eines vergessenes Reiches die die Band auf bislang sechs Alben weitergesponnen hat.
Als Opener fungiert das stimmungsvolle und epische Intro „Tenebrae Venture Sunt“. Danach folgt mit „The Beginning of the Night“ das erste Mal eine mehr als ordentliche Duftmarke! Heavyness, Epic und Melodic alles da was man braucht.
Übrigens, der neue Sänger Michele ist stimmlich nicht so weit entfernt vom Vorgänger Marco Palazzi, hat aber eindeutig mehr Volumen und Ausdrucksstärke.
Das nächste Mal richtig punkten kann man dann bei „The evil Witch“ und auch das schnelle „Dark Realitiy“ sowie das stampfende und mit einem tollen Chorus ausgestattete „The two Bailouts“ wissen durchaus zu überzeugen und zu begeistern.
Das klingt auf jeden Fall alles bis jetzt schon mal wesentlich besser als auf dem Vorgängerwerk!
Der Versuch böse mit Growls zu wirken, geht dann im Anschluss bei „Telepathic Messages“ gehörig nach hinten los, hier kann man nicht wirklich überzeugen.
Da aber die letzten beiden Tracks dann wieder ganz in Ordnung sind, können wir hier abschließend doch vom einem gut gelungen neuen KALEDON Diskus sprechen.

Anspieltipps:

“The Beginning of the Night”, “The evil Witch”, “The two Bailouts”, und “Evil Beheaded” sind hier auf jeden Fall die prägensten Songs.

Fazit :

Ganz klar mit dem neuen Album bringen KALEDON ihr bisher bestes auf den Markt! Zwar ist hier immer noch nicht alles Gold was glänzt, aber das Ganze tönt doch wesentlich besser und runde als zuletzt!
Dazu noch der neue Sänger der auch eine bessere Leistung als der Sangesknabe zuvor.
Im Großen und Ganzen also eine starke Leistung auf der neue Scheibe die man auf jeden Fall als Fan durchaus mal anchecken sollte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tenebrae Venture Sunt
02. The Beginning of the Night
03. Eyes withouth Life
04. The evil Witch
05. Dark Reality
06. The two Bailouts
07. Trapped on the Throne
08. Telepathic Messages
09. Evil Beheaded
10. The End of the Undead

Julian

MASTERCASTLE – Wine of Heaven

Band: Mastercastle
Album: Wine of Heaven
Spielzeit: 41:23 min
Stilrichtung: Neo Classic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 19.05.2017
Homepage: www.facebook.com/mastercastleband

Das letzte Album „Enfer“ der italienischen neoklassischen Metalband MASTERCASTLE liegt nun auch schon gut 3 Jahre zurück. Zeit für neuen Stoff aus deren Hause!
Das neue Album trägt den Titel „Wine of Heaven“ und handelt von einem Konzept über den Wein als Inspirationsquelle und Quelle des Lebens. Na denn Prost würde ich mal sagen ; )
Nein, ganz so weit sind wir natürlich noch nicht, zuvor horchen wir erstmal in das neue Album, welches mit dem Stück „Drink of Me“ (passend 😉 ) beginnt, rein. Es geht sehr keyboardlastig los und hier werden mit den typischen Neo Classic Strukturen eine ordentliche Basis gelegt. Vielleicht etwas zu poppig, aber ansonsten kann sich die Nummer ohne Probleme direkt in die Gehörgänge bohren. Ein ordentlicher Auftakt der daher sofort auf die Hitliste wandert.
Auch die nächsten Songs „Wine of Heaven“, „Hot as Blood“ und auch „Shine on me“ gehen gut ins Ohr, leider schleicht sich hier so langsam das ständige weichgespülte Gefühl ein…mit knallharten Metal hat das irgendwie nicht mehr wirklich was zu tun! Gute Songs sind es zwar trotzdem, aber nun ja…auf dem letzten Album war definitiv mehr Biss vorhanden!
Danach flacht die Qualitätskurve zusätzlich zum ganzen weichgespülten auch noch ab, richtig begeistern kann nur noch „Enlightement“ der Rest ist doch eher Standardware die man anderswo schon zig tausend Mal und größtenteils besser gehört hat.

Anspieltipps:

“Drink of Me”, “Wine of Heaven”, “Shine on me” sowie “Enlightement“ sollten hier euch am Ehesten zusagen.

Fazit :

Also das letzte Album von MASTERCASTLE hat definitiv einen ganz großen Vorteil im Vergleich zur aktuellen Scheibe….wesentlich mehr Druck und Heavyness!!
Hier hat sich die Band definitiv keine Gefallen getan mit dem weichgespülten Tracks! Das klingt irgendwie nicht mehr wirklich nach Metal, sondern viel zu sehr nach Pop in meinen Augen. Vielleicht wäre ein Weinchen hier doch nicht so verkehrt gewesen…
Sorry Leute, aber mehr als etwas für Genrefanatiker ist das Ganze hier definitiv nicht geworden!

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Drink of Me
02. Space of Variations
03. Wine of Heaven
04. Hot as Blood
05. Shine on me
06. Black Tree‘s Heart
07. Enlightement
08. Castle in the Sky
09. Making Love

Julian

HAREM SCAREM – United

Band: Harem Scarem
Album: United
Spielzeit: 45:12 Min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 12.05.2017
Homepage: www.haremscarem.net

Die Melodic Rock Gemeinde wird dieser Tage erfreut aufatmen, denn nach 3 Jahren erscheint mit "United" ein neues Lebenszeichen der kanadischen Hardrock Legende HAREM SCAREM und wie man es von Ihnen gewohnt ist, liefern die Jungs um Sänger Harry Hess einen erstklassigen, vor grandiosen Hooklines, strotzenden Longplayer ab.
Der Titel des Albums ist Programm, denn das 11 Tracks starke Werk, zeigt erneut eine Bockstarke Leistung des gesamten Teams und präsentiert uns Melodic Rock der Extraklasse der aber auch moderne Elemente beinhaltet.
Stücke wie der als Opener fungierende Titelsong oder die erste Video bzw Singleauskoppelung "Sinking Ship" verfügen trotz aller Melodiösität über genügend harter Riffs, für die Gitarrist Pete Lesperance über die gesammte Spielzeit immer wieder sorgt. Natürlich gibt es, wie es sich für eine anspruchsvolle Melodic Rock Veröffentlichung gehört, auch zwei wunderschöne Balladen. "One Of Life´s Mysteries" erinnert von seinem opulentem Aufbau dezent an Queen und erzeugt mehr als einmal eine Gänsehaut. Das ist ganz großes Kino! Der zweite Kuschelrocker hört auf den Namen "Bite The Bullet" und überzeugt durch die dichte Atmosphäre die er ausstrahlt.
Weitere Highlights sind das supereingängige "Here Today Gone Tomorrow", das mit einer grandiosen Melodie ausgestatte und locker aus der Hüfte groovende "Things I Know" oder der mit einer Journey Schlagseite aufwartende AOR Smasher "Heaven And Earth".
Es ist schier unglaublich mit welcher Selbstverständlichkeit HAREM SCAREM es verstehen, seit Ihrem 1991 erschienenen Debütalbums, gigantische Melodien und Songs förmlich aus dem Ärmel zu schütteln. Nach mehrmaligem Hören des hier vorliegenden neuen Silberlings kann ich nur hoffen, dass die Truppe noch viele, viele Jahre so weitermacht.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. United
02. Here Today Gone Tomorrow
03. Gravity
04. Sinking Ship
05. One Of Life´s Mysteries
06. No Regrets
07. Bite The Bullet
08. Things I Know
09. The Sky Is Falling
10. Heaven And Earth
11. Indestructible

Heiko Füchsel

DRAGONY – Lords of the Hunt

Band: Dragony
Album: Lords of the Hunt
Spielzeit: 41:19 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Limb Music  
Veröffentlichung: 07.04.2017
Homepage: www.dragony.net

Das letzte Lebenszeichen der Melodic Power Metaller von DRAGONY war ihr Album „Shadowplay“ aus dem Jahre 2015 und dieses bot, wie auch schon das Debütalbum „Legends“ aus dem Jahre 2011, feinsten Melodic Power Metal welches zu Recht Topbenotungen bei uns abstaubten!
Nun sind die Mannen rund um Fronter Siegfried Samer zurück und zwar mit einer EP mit dem Namen „Lords of the Hunt“. Diese Extended EP (41 Min.) beinhaltet Großes, Rares und Verlorenes. Neben zwei brandneuen Songs mit den Titeln „Lords Of The Hunt“ und „Call Of The Wild“ finden sich noch neue  Re-Recordings der beliebtesten Songs des Debüts, bisher nur als Bonustracks  veröffentlichte Songs sowie Demo-Raritäten und auch die beiden bisher von der  Band produzierten Videoclips zu „Burning  Skies“ und zum David-Hasselhoff-Cover „True  Survivor“.
Ziemlich viel Stoff also, werfen wir daher direkt mal eine Blick auf einen neuen Song, den Opener und Titeltrack „Lords of the Hunt“. Im ersten Moment dachte ich, ich wäre in einem GLORYHAMMER Song gelandet, aber nein es sind DRAGONY die hier gleich mal zeigen das sie den qualitativ hochwertigen Weg des letzten Albums direkt weiter bestreiten wollen!
Dies gelingt ihnen dann auch mit dem anschließenden, ebenfalls neuen ,„Call of the Wild“ zu 100 % bevor mit „The Longest Night“, „Alcador“ und „Sparta“ drei neu aufgenommen Tracks des Debütalbums zu hören bekommen, die damals schon erste Sahne waren und nun etwas druckvoller und runder noch besser zur Geltung kommen.
Interessant ist das CHESNEY HAWKES Pop Cover „The One and Only“ im Anschluss welches vermutlich nicht nur mich in die gute, alte Zeit zurück katapultiert hat, wo wir vor dem Kassettenrekorder diese Art Mucke konsumiert haben. Ein toller Zeitsprung!
Als Abschluss gibt es dann noch eine Karaoke Version des Titelstück „Shadowrunners“ vom letzten Album so wie ein Demo eines früheren Stückes.

Anspieltipps:

Kurz und knapp, es gibt keine großartigen Ausfälle zu vermelden!

Fazit :

Auf jeden Fall ist diese EP eine gute Überbrückung bis zum neuen DRAGONY Album! Die neuen Stücke zu Beginn zeigen das man immer noch absolut hochwertig unterwegs ist und auch die anderen, neu aufgenommen Songs haben nichts von ihrer Klasse verloren.
Über die Karaoke und die Demoversion kann man zwar geteilter Meinung sein, ansonsten gibt es hier aber nichts negatives zu berichten!
Diese EP sollte jeder DRAGONY Fan im Schrank stehen haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lords of the Hunt
02. Call of the Wild
03. The Longest Night (Re Recording)
04. Alcador (Re Recording)
05. Sparta
06. The One and Only
07. Shadowrunners (Karaoke Version)
08. Wings of the Night (Demo 2008)

Julian

SEVEN KINGDOMS – Decennium

Band: Seven Kingdoms
Album: Decennium
Spielzeit: 51:42 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 05.05.2017
Homepage: www.facebook.com/SevenKingdomsOfficial

Was? Das letzte SEVEN KINGDOMS Album „The Fire is Mine“ ist nun schon fast 5 Jahre her? Wie die Zeit vergeht! Aber in der Zwischenzeit hat sich einiges getan bei den amerikanischen Power Metallern rund um Frontfrau Sabrina Valentine denn man war ordentlich Live aktiv, mit Napalm Records hat man ein neues Label gefunden und hat das neue Album „Decennium“ mit Hilfe einer Kickstarter Kampagne eingespielt.
Dies erscheint zum 10 jährigen Bandjubiläum und wird uns wohl erneut auf eine frische Reise durchs female fronted Power Metalgenre mitnehmen.
Als Opener fungiert das schon vorab im Internet veröffentlichte „Stargazer“ welches sehr druckvoll aus den Boxen tönt und aufgrund seiner Melodic wunderbar und direkt im Gehörgang kleben bleibt!
Auch das anschließende, krachende „Undying“ findet sich sehr schnell auf unserer Hitliste wieder, hier kann man schön die lange Matte kreisen lassen und richtig mitgehen.
Im Mittelteil gibt es dann auch keine wirklich schlechten Songs zu hören, wobei hier nur eine Nummer etwas hervorsticht und das ist „Kingslayer“. Der Rest geht doch ziemlich an einem vorbei!
Besser und daher ebenfalls direkt eingängig tönen dann wieder „The Faceless Hero“ und vor allem „Neverending“ im Anschluss. Hier zeigt die Band ihr volles Potential und man begeistert auf Anhieb.
Leider sind die letzten beiden Songs dann wieder nicht so gut gelungen, so das es dann insgesamt doch ganz schön auf und ab ging von der Qualität her, ähnlich wie schon auf dem letzten Album.

Anspieltipps:

“Stargazer”, “Undying”, “The Faceless Hero” sowie “Neverending” solltet ihr euch hier auf jeden Fall direkt reinziehen.

Fazit :

Insgesamt kann man hier mit Sicherheit von einer starken Leistung sprechen, trotz des Auf und Ab in der Qualität. Für eine Empfehlung und die dementsprechende Benotung reicht es aber dieses Mal nicht ganz, denn das neue Album krankt dann doch, wie auch schon das letzte Werk, erneut an der Tatsache das erneut zu wenig hängen bleibt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Stargazer
02. Undying
03. In the Walls
04. The Tale of Deathface Ginny
05. Castles in the Snow
06. Kingslayer
07. The Faceless Hero
08. Neverending
09. Hollow
10. Awakened from Nothing

Julian