MANIMAL – Armageddon

Band: Manimal
Album: Armageddon
Spielzeit: 43:01 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 08.10.2021
Homepage: www.manimal.se

Die Schweden von MANIMAL sind nun auch schon fast 20 Jahren aktiv und haben nun ihr viertes Album „Armageddon“ am Start.
Fälschlicherweise ist man zu Beginn als Power Metalband wahrgenommen worden, was aber nicht so ganz passt und auch selbst definiert man sich eher als waschechte Heavy Metalkombo.
Von Album zu Album steigerte man sich eigentlich und das Songwriting wurde homogener und stärker was nun im neuen Album gipfelt.
Besetzungstechnisch gibt es keine Veränderungen, schauen wir daher mal direkt was die Band, angeführt von Fronter Samuel Nyman, uns nun um die Ohren haut.
Als Opener haben wir direkt mal die erste Videosingle „Burn in Hell die mit Spieluhrklängen einsteigt bevor dann die kraftvollen Riffs das Kommando übernehmen.
Erdig und groovend frisst sich die Nummer direkt in die Gehörgänge und weiß sofort zu Gefallen. Ein Opener nach Maß würde ich sagen der nicht nur Bandfans komplett zusagen sollte!
Danach folgt mit „Armageddon“ ein Standardmetalsong der dann vom nächsten Hit „Slaves to Babylon“ locker getoppt wird.
Hier müssen wir auch mal ein Wort zur Fronter Samuel verlieren, der Gute ist einfach so super sicher unterwegs und hat eine unglaubliche Nähe zu JUDAST PRIEST, aber Eher zur Ripper Zeiten, das ist schon erschreckend!
Über das geil nach vorne gehende „Forged in Metal“ wird der Mittelteil der Scheibe eingeleitet der mit dem Groover „Chains of Fury“ und dem epischen „Path to the Unkown“ bestens besetzt ist. Im letzteren kann Fronter Samuel auch mal zeigen, dass er nicht nur die hohen Screams perfekt draufhat sondern auch schön variabel und angenehm im normalen Gesangsbereich unterwegs ist!
Der letzte Abschnitt hält mit dem abschließenden und abwechslungsreichen „The Invetiable End“ einen weiteren Hit bereit und ist auch sonst nicht von schlechten Eltern.
Von daher gibt es insgesamt hier kaum Ausfälle zu vermelden.

Anspieltipps:

„Burn in Hell“, „Slaves to Babylon”, “Chains of Fury”, “Path to the Unknown” und “The Invetiable End”

Fazit :

MANIMAL treffen einfach immer ins Ziel! Heav Metal mit einem sanften Power Metal Einschub der, nicht nur vom Gesang her, immer wieder an JUDAS PRIEST erinnert und der einfach nur nach vorne geht.
Dazu noch ein unglaublich starker Fronter mit Samuel Nyman und den ein oder anderen Hit auf der neuen Scheibe.
So ist doch alles bestens vorbereitet für die nächsten Livekonzerte, die dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder stattfinden können.
Eine insgesamt empfehlenswerte Leistung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Burn in Hell
02. Armageddon
03. Slaves of Babylon
04. Forged in Metal
05. Chains of Fury
06. Evil Soul
07. Path to the Unknown
08. Master of Pain
09. Insanity
10. The Inevitable End

Video zu „Burn in Hell“:

Julian

RHAPSODY OF FIRE – Glory for Salvation

Band: Rhapsody of Fire
Album: Glory for Salvation
Spielzeit: 66:11 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.rhapsodyoffire.com

Und hier kommt wieder das Original! RHAPSODY OF FIRE rund um Gründer und Mastermind Alex Staropoli (Keyboards) steht in den Startlöchern um uns ihr neues, 13!, Album „Glory for Salvation“ zu präsentieren.
Auf diesem ist, Gott sei Dank, nach wie vor der auf dem letzten Album „The Eighth Mountain“ eingeführte Fronter Giacomo Voli, zu hören.
Insgesamt, und das hat sich leicht auch schon auf dem letzten Album gezeigt, geht das Songmaterial mehr ins epische und symphonische im Vergleich zu den frühen Alben der Band.
Kein Wunder vermutlich, wenn ein Keyboarder der Hauptsongschreiber ist!
Ihr neues Konzeptalbum beginnt mit dem Opener „Son of Venegeance“. Nach einigen instrumentalen Tönen setzt auch der Gesang von Fronter Giacomo ein und man ist mittendrin in einem Symphonic Bombastsong der ganz klar die RHAPSODY OF FIRE Handschrift der Neuzeit trägt aber mehr Schwerpunkte auf Bombast und Keyboards legt.
Etwas mehr Härtegrad kommt dann beim folgenden „The Kingdom of Ice“ auf und hier sind die Gitarren auch schön hörbar. Ein Track, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt und auch vom letzten Album stammen könnte.
Die Gitarrenaktionen sind zwar im anschließenden Titelstück „Glory for Salvation“ wieder kaum hörbar, aber ansonsten geht das Teil echt in Ordnung und weiß zu gefallen!
Über das Zwischenstück „Eternal Snow“ geht es zur Videosingle „Terial the Hawk“ wo wir auch wenig schwermetallisches, dafür viel Symphonic Folk Metal hören. Die Nummer ist aber schön eingängig gehalten von daher landet das Teil auch bei uns auf der Hitliste.
Tja und was kommt danach? Eigentlich nichts Neues im Vergleich zum Bisherigen. Die Songs wechseln sich in der Mischung zwischen Folk, Bombast und ja auch mal Power Metal ab, aber insgesamt bleibt das folgende Material doch ziemlich Keyboardlastig und lässt häufig die Stromgitarren leider vermissen.
Einzig das überlange und sehr abwechslungsreiche „Abyss of Pain II“ und das schon bekannte „I`ll Be Your Hero“ können hier richtig überzeugen.

Anspieltipps:

„The Kingdom of Ice“, „Glory for Salvation“, „Terial the Hawk“ und „I`ll Be Your Hero“

Fazit :

Das neue RHAPSODY OF FIRE Album startet sehr ordentlich und so ab ca. der Hälfte der Scheibe wechselt die Musikrichtung dann doch und man ist immer weniger im schwermetallischen unterwegs sondern eher im Symphonic und Bombastbereich.
Man merkt irgendwie einfach wer hier der Hauptsongschreiber ist, was jetzt nicht so negativ gemeint ist wie es klingt.
Das mag nicht jeden gefallen, starkes Songmaterial ist, ob nun zu weichgespült oder nicht, aber auf jeden Fall vorhanden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Son of Venegeance
02. The Kingdom of Ice
03. Glory for Salvation
04. Eternal Snow
05. Terial the Hawk
06. Maid of the Secret Sand
07. Abyss of Pain II
08. Infinitae Gloriae
09. Magic Signs
10. I`ll Be Your Hero
11. Chains of Destiny
12. Un`Ode Per L`Eroe
13. La Esencia De un Rey

Video zu “Glory for Salvation”:

Julian

SAINTED SINNERS – Taste It

Band: Sainted Sinners
Album: Taste It
Spielzeit: 46:54 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.Facebook.com/SaintedSinners

Holla, die Waldfee. Da haben SAINTED SINNERS aber ein hohes Arbeitstempo an den Tag gelegt. Nicht mal ein Jahr nach ihrem letzten starken Album präsentieren die Musiker mit „Taste It“ den nächsten Streich. War man zuvor noch bei El Puerto Records, hat es die SAINTED SINNERS nun zu Rock Of Angels Records verschlagen. Keine Veränderung gab es beim Line-Up. Mit Frank Pane (g.), Jack Meille (v.), Berci Hirlemann (d.), Rico Bowen (b.) und Ernesto Ghezzi (keys.) ist alles beim Alten geblieben und das ist auch gut so. Das Coverartwork ist so simpel wie gut. Eine Dame züngelt lasziv an einer SAINTED SINNERS Whiskey Flasche. Auf dem Etikett steht: „The Essence of R’N’R. Und das trifft es dann auch recht gut. Genug der Einleitung, nun geht es aber um die Musik.

„Against The Odds“ startet mit den süßen Klängen des Ausnahme Gitarristen Frank, der diesen Rocker einleitet. Keys gesellen sich dazu, der Rest der Truppe steigt mit ein und die klasse Stimme von Jack hebt den ohnehin schon guten Song noch ein wenig höher. Bei „One Today“ ist der Hard Rock König. Das hätten Deep Purple nicht besser gekonnt. Die Mischung zwischen härteren Riffs und den Melodie-Bögen ist exzellent. Und natürlich zaubert Frank noch ein tolles Solo aus dem Hut. Auf „The Essence Of R’N’R“ gehen wir jetzt mal ein paar Jahrzehnte zurück. Genauer gesagt in die 70er, als Led Zeppelin die Welt regierten. Jack’s Stimme steht einem Robert Plant in nichts nach. Der Bass kann auch einige coole Akzente setzen und das Stück grooved wie Sau. „Out Of Control“ schippert wieder in Deep Purple Gewässern. Hard Rock der alten Schule aber in modernem Gewand vorgetragen. So lange so etwas so geil gespielt wird, wird diese Musikrichtung niemals sterben. Schon die ersten Töne von „Never Back Down“ machen glücklich. Was die Musiker hier abziehen, ist vom Allerfeinsten. Cooler Rocker im Buckcherry Style, der im Mittelteil einen kurzen AOR Part bekommt (anfangs ungewohnt, kommt dann aber immer besser rüber). Und Jack kann abermals glänzen. So, jetzt wird Vollgas gegeben auf „Good Ol‘ Company“. Schneller Rocker, cooles Solo, Party Feeling pur. Aber vorsichtig, das Stück macht extrem durstig. „Down Dirty“ ist da schon anders. Hier wirkt alles ein bisschen vertrackter. Gleichzeitig ein echter Stampfer mit fetten Riffs und leicht verzerrten Keys. Absolut geil. Zeit für AOR aus den 80ern auf „On On“. Hier kann Jack seine gefühlvolle Stimme erneut bestens einsetzen. Bevor das starke Solo kommt, wird noch kurz Elton John zitiert („Won’t Let The Sun Go Down On Me“), zumindest hört es sich so an. Das könnte ich ohne Ende anhören. „Losing My Religion“ ist ein REM Cover. Ich mag das Original überhaupt nicht, aber SAINTED SINNERS haben eine hörbare Version daraus gemacht. Ich brauche den Song leider immer noch nicht und werde ihn nicht in meine Wertung einfließen lassen. Dann lieber direkt zu „Coffee, Whisky, Rock’n’Roll“. Was für eine starke gute Laune Nummer. Vor meinen Augen läuft immer der Elton John Film dazu ab. Das liegt wahrscheinlich an den Piano Parts, die so viel Spaß bringen. Kann mir mal bitte jemand das fette Grinsen aus meinem Gesicht nehmen? Am Ende des Albums steht „Heart Of Stone“ mit seinen 7 ½ Minuten. Und das stellt ein absolutes Über-Highlight für mich dar. Ich sitze hier mit Gänsehaut am ganzen Körper und kleinen Tränchen in den Augen. Dieses Gefühl, dass die Band hier erzeugt, hatte ich schon ewige Zeiten nicht mehr. Als Vergleich würde ich „Stairway To Heaven“ nennen. Der Gesang berührt mich so dermaßen, gibt es ja gar nicht. Ab Minute 3:50 zeigt dann auch Frank wieder, was er drauf hat. Der Song hat so eine geniale Dynamik und Aufbau, Wahnsinn.

Fazit: Diesmal waren meine Erwartungen aufgrund des Vorgängers ziemlich hoch. Und sie wurden locker erfüllt. Ganz klare Steigerung zu hören. Man merkt, was hier für talentierte Musiker am Start sind, die sich voll für die Stücke einbringen. Ich freue mich schon SAINTED SINNERS live auf dem Metal is Forever Festival sehen zu können, das wird garantiert ein Genuss. Ich muss 9,5 Punkte geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Against The Odds
02. One Today
03. The Essence Of R’N‘R
04. Out Of Control
05. Never Back Down
06. Good Ol‘ Company
07. Down Dirty
08. On On (Chained)
09. Losing My Religion (REM Cover)
10. Coffee, Whisky, Rock’n’Roll
11. Heart Of Stone

Sturmi

VICTORY – Gods of Tomorrow

Band: Victory
Album: Gods Of Tomorrow
Spielzeit: 53:02 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.victory-band.com

Die Hardrocker VICTORY zählen nicht umsonst zu den beliebtesten Exporten aus deutschen Landen. Zwischen 1985 und 1992 haben sie sechs sehr gute bis grandiose Alben abgeliefert, die sich auch heute noch regelmäßig im heimischen Player drehen. Mit „Culture Killed The Native“ (1989) und „Temples Of Gold“ (1990) erreichten sie nicht nur ihren kommerziellen Höhepunkt, auch die damalige Besetzung mit Goldkehlchen Fernando Garcia war die wohl beste, obwohl auch die frühe Diskographie mit „Don´t Get Mad…Get Even“ (1986) mit Charlie Huhn am Mikro erstklassig war und auch das quasi-Spätwerk „You Bought It – You Name It“ von 1992 zu meinen persönlichen Favouriten zählt. Danach bekamen die Hannoveraner keinen Fuß mehr in die Türe, traditioneller Hardrock war erst einmal verpönt. Das 1996er Album „Voiceprint“ konnte daran nichts ändern, die Band löste sich auf. Ein paar Jahre später – genauer gesagt 2003 – dann das Comeback. Seitdem wurden zwei Alben mit wechselnder Besetzung veröffentlicht. Zehn Jahre nach dem bisher letzten Lebenszeichen „Don´t Talk Science“ gibt es nun mit „Gods Of Tomorrow“ eine neue Langrille von Mastermind Hermann Frank mit komplett runderneuerter Besetzung.

Neben Frank an der Gitarre hören wir auf der neuen Platte Gianni Pontillo (vocals), Mike Pesin (guitars), Malte Frederik Burkert (bass) und Michael Stein an den Drums. Speziell Pontillo ist ein echter Glücksgriff, denn seine ausdrucksvolle Stimme irgendwo zwischen Ted Bullet (THUNDERHEAD) und Ronnie Romero (LORDS OF BLACK, RAINBOW, VANDENBERG u.v.m.) passt perfekt zu den neuen Songs. Für den Fan aus früheren Zeiten sollte noch erwähnt werden, dass VICTORY anno 2021 einen etwas metallischeren Anstrich erhalten haben als Anfang der Neunziger. Hermann Frank´s zwischenzeitlichen Ausflüge mit ACCEPT oder auch seinen vier Soloalben spiegeln sich ebenfalls etwas im aktuellen VICTORY-Sound wieder.

Davon ist beim Opener „Love & Hate“ allerdings noch recht wenig zu spüren. Die Nummer greift alte Großtaten auf, natürlich in modernem Soundgewand. Ganz anders tönt der Titeltrack mit seinen Doublebass-Salven und forschem Tempo. „Cut To The Bone“ fährt den Härtegrad wieder etwas zurück, hier kommt der knochentrockene Sound der neuen Platte richtig zur Geltung. Mit „Dying In Your Arms“ schlagen die Hannoveraner erstmals ruhigere Töne an, die auch gut und gerne auf ein aktuelles GOTTHARD-Werk gepasst hätten. Ein weiteres Highlight stellt der Stampfer „Unconditional Love“ dar, genau wie das mit stoischem Riffing in bester Manier rockende „Mad“ – großartig! Natürlich wird auch auf die Tube gedrückt – und das nicht nur beim Titeltrack. „Into The Light“ oder „Rising Force“ sind nur zwei Beispiele dafür.

VICTORY are back with a bang! Das steht fest. Hermann Frank hat eine tolle Truppe um sich geschart und obendrein haben die Hardrocker richtig gutes sowie abwechslungsreiches Songmaterial zusammengetragen, das „Gods Of Tomorrow“ zu einem starken Statement werden lässt. Die Jungs haben richtig Bock, das hört man dieser Platte an, die eigene Vita macht es VICTORY aber auch nicht gerade leicht. Willkommen zurück!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Intro
2. Love & Hate
3. Gods Of Tomorrow
4. Cut To The Bone
5. Dying In Your Arms
6. Hold On Me
7. Into The Light
8. Mad
9. Unconditional Love
10. My Own Desire
11. On Fire
12. Rising Force
13. In Rock We Trust
14. Leave You Alone (CD Bonus Track)

Stefan

BEAST IN BLACK – Dark Connection

Band: Beast in Black
Album: Dark Connection
Spielzeit: 59:23 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 29.10.2021
Homepage: www.beastinblack.com

Exakt 2 Jahre nach ihrem letzten Album „From Hell with Love“ kehrt die Power Metal Formation BEAST IN BLACK rund um Gründer Anton Kabanen und Gesangswunder Yannis Papadopoulos zurück um den Fans ihr nächstes Power Metal Werk zu präsentieren in Form des neuen Albums „Dark Connection“.
Wie auch schon auf den vorherigen Alben dominiert hier der Euro Power Metal mit einem ordentlich Schuss Synthies und etwas Discofeeling.
Und hier werden sich dann wieder die Geister scheiden, steht man auf Bands wie POWERWOLF, SABATON und BATTLE BEAST reißt einem das dargebotene von den Sitzen, tut man dies nicht, braucht man denke ich gar nicht weiterzulesen!

Als Opener fungiert „Blade Runner“. Schnell mit ordentlich Synthieeinsatz stimmt der Track die werte Hörerschaft schon mal sehr ordentlich auf das nun folgende ein. Hier sind vor allem im Chorus noch Einflüsse vom letzten Album bemerkbar.
So richtig in die Vollen gehen die Jungs, nach dem Standardtrack „Bella Donna“ beim flotten „Highway to Mars“ und beim absolut mittanzbarem und mitsingbaren „Hardcore“.
Ebenfalls sehr eingängig und mit noch mehr Synthie und Discoklängen unterlegt weiß auch „One Night in Tokyo“ bei der geneigten Hörerschaft zu überzeugen, auch wenn Die Hard Metaller beim letzten Track vermutlich das Kotzen bekommen werden!
Im Mittelteil bleibt die Vorherrschaft der Synthie und Discoklänge ungebrochen, aber trotzdem haben wir mit „Moonlight Rendezvous“, „Dark New World“ und vor allem dem schmissigen „To the Last Drop of Blood“ weitere Hits im Gepäck.
Der letzte Abschnitt beinhaltet dann zwei erstklassige Coversongs mit MANOWARs „Battle Hymn“ und MICHAEL JACKSONs „They Don`t Care About Us“ sowie mit dem epischen „My Dystopia“ einen weiteren absoluten Anspieltipp

Anspieltipps:

„Highway to Mars“, „Hardcore“, One Night in Tokyo”, “Moonlight Rendezvous” und “My Distopia”

Fazit :

BEAST IN BLACK entwickeln ihren Stil stoisch weiter und pfeifen auf die Schmährufe von wegen Discometal. Das freut vor allem Fans der Band und gibt weiteres Wasser auf die Mühlen der Kritiker.
Aber wenn der Erfolg der Band Recht gibt, dann ist das auch keine schlechte Vorgehensweise.
Gesanglich und produktionstechnisch ist hier alles im absolut grünen Bereich.
Für mich ist das neue Album auf dem gleichen Niveau wie auch schon der Vorgänger, an das geile Debüt kommt man vermutlich nie wieder heran!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blade Runner
02. Bella Donna
03. Highway to Mars
04. Hardcore
05. One Night in Tokyo
06. Moonlight Rendezvous
07. Revengeance Machine
08. Dark New World
09. To the Last Drop of Blood
10. Broken Survivors
11. My Dystopia
12. Battle Hymn
13. They Don`t Care About Us

Video zu “One Night in Tokyo”:

Julian

ÜLTRA RAPTÖR – Tyrants

Band: Ültra Raptör
Album: Tyrants
Spielzeit: 46:00 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Fighter Records
Veröffentlichung: 09.11.2021
Homepage: www.Facebook.com/UltraRaptor

Die besten Ideen entstehen einfach nicht beim Wasser trinken. Da kann man nur froh sein, dass sich drei Metalheads auf ein paar Bier getroffen haben und ÜLTRA RAPTÖR 2015 gegründet wurden. Die Band, die aus Québec City kommt, hat sich dem deutschen Speed Metal und dem US Power Metal verschrieben. Aktuell bestehen die Kanadier aus Phil T.Lung (v.), Criss Raptör (lg.), Nick Rifle (rg.), Dick Van Heuß (b.) und Tony Bronco (d.). Und schon Anfang 2018 hatte man die Chance für UDO Dirkschneider live zu eröffnen. Dann gab es noch einige Besetzungswechsel, ehe man 2021 das Studio enterte und „Tyrants“ aufnahm. Dann lassen wir den Dinosaurier mal von der Leine und legen los.

Der erste Song „Missile (Metal Warriors) ist ein schnelles Geschoss, dass sofort zu überzeugen weiß. Erinnert an alte Helloween. Sänger Phil ist eher in tieferen Lagen unterwegs, haut aber 3x einen High Pitch Schrei raus, der ebenso von Fabio Carta (Liquid Steel) stammen könnte. „Cyborg-Rex“ steht dem in nichts nach. Das Tempo ist hoch und alte Running Wild lassen grüßen. Super Arbeit von der Instrumental-Abteilung, die sowas von geil nach vorne schiebt. Fuck ist die Nummer Heavy und sexy. Langsam können ÜLTRA RAPTÖR auch auf „Take Me Back“ nicht. Hier werden alle Nackenmuskeln bis zum Anschlag beansprucht. Mit starken Screams, starkem Solo und unglaublich tightem Drumming wird hier Heavy Metal zelebriert. „An Offering To The Tyrant“ ist so eine Nummer, die bei mehrmaligem Hören, immer besser wird. Der Gesang wird nicht jedem gefallen, mir aber schon. Dynamisch, eingängig und schnell das Ganze. Auf „Nightslasher“ (was für ein toller Oldschool Titel) wird das Gaspedal ordentlich durchgetreten. Ganz starker Refrain mit Gangshouts inbegriffen. „Gale Runner“ ist sehr melodisch ausgefallen. Bleibt beim ersten Mal schon im Gehörgang sitzen und wird die Metal Meute live glücklich machen. Das wäre früher ein absoluter Verkaufs-Hit gewesen. Oh hell yes, „The Quest For Relics“ beginnt mit einem klassischem NWoBHM-Riff und entfaltet danach seine Speed Metal Kraft. Da werden die Sanitäter ordentlich zu tun haben, wenn die Fans mit ihrem Moshpit fertig sind. Mit „Winds Of Vengeance“ kommt wieder mehr Abwechslung rein. Phil singt hier sehr gut und einfühlsam. Und die Nummer ist im Midtempo-Bereich gehalten. Vom Feeling her erinnert sie an Accept und Anvil. „Caustic Shower“ ist eine Mischung aus Speed- und Thrash Metal. Das knallt mal richtig rein und die Riffs sind Killer. Und schon sind wir leider am Schluss angekommen. „Space Fighter“ bietet Heavy Metal pur. Wie soll ich es beschreiben? Von den melodiösen Songs auf dem Album ist das der Schnellste. Eignet sich wieder hervorragend zum Mitsingen, Mitbangen und Mitfeiern. Gelungener Abschluss eines gelungenen Debüts.

Fazit: Mir gefällt es wenn ÜLTRA RAPTÖR nicht nur Vollgas geben, sondern auch mal das Tempo wechseln. Das Cover ist top, die Band ist top und das Album ist top. Damit haben sich die Kanadier ihre 8,5 Punkte redlich verdient.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Missile (Metal Warrior)
02. Cybörg-Rex
03. Take Me Back
04. An Offering To The Tyrant
05. Nighrslasher
06. Gale Runner
07. The Quest For Relics
08. Wings Of Vengeance
09. Caustic Shower
10. Space Fighter

Sturmi

FIREWÖLFE – Conquer All Fear

Band: Firewölfe
Album: Conquer All Fear
Spielzeit: 49:07 min
Stilrichtung: US Melodic Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 19.11.2021
Homepage: www.firewolfe.com

Sieben Jahre nach dem letzten Album „We Rule the Night“ ist es mal wieder Zeit für etwas Neues aus dem Hause der US Melodic Metaller von FIREWÖLFE!
In den letzten Jahren ist so einiges bei der Band passiert, was auch der Grund ist für die lange Pause zwischen den Veröffentlichungen.
Denn unter anderem verließ Fronter David DeFolt die Band und schlussendlich waren sogar nur noch Gitarrist Nick Layton und Bassist Bobby Ferkovich in der Band.
Die Suche nach neuen Instrumentalisten war schnell beendet, aber ein neuer, passender Sänger wurde lange Zeit, trotz einiger Versuche, nicht gefunden.
Bis man 2021 den Tipp bekam sich Freddy Krumins, der schon auf JAMES BYRD`S ATALANTIS RISING hinter dem Mikro stand, genauer anzuschauen. Und siehe da es machte klick und die Band war endlich wieder komplett und konnte die Arbeiten an dem neuen, dritten Album „Conquer All Fear“ endlich beenden!
Geboten wird uns hier US geschwängerter Melodic/Heavy Metal der vor allem vom rauen neuen Gesang von Freddy dominiert wird.
An den Reglern waren Bart Gabriel (CRYSTAL VIPER) und Cederick Forsberg (BLAZON STONE) tätig.

Als Opener präsentiert man uns die Vorabsingle „Vicious as the Viper“. Dieser beginnt mit einem ordentlichen Groove und knackigen Riffs. Dann setzt die Stimme von Neufronter Freddy ein und der Gute ist etwas höher als sein Vorgänger unterwegs aber trifft zielsicher alle Töne. Klingt gut was der Junge so drauf hat und auch der Track an sich ist ein eingängiger Eröffnungstrack der definitiv Lust auf mehr macht!
Ordentlich aufs Gas drückt man sprichtwörtlich beim anschließenden „Pedal to Metal“ welches ebenfalls direkt zu Gefallen weiß.
Ähnlich ergeht es dann auch dem epischen Titeltrack „Conquer all Fear“ und dem wieder sehr knackigen „Swallow my Pride“.
Im weiteren Verlauf erwartet uns ab Track 7 noch die „The Evil Eye Triologie“ wobei für mich der Zusammenhang nicht so ganz klar ist und die Songs auch jeder für sich stehen könnten.
Bleiben dann noch die zwei abschließenden Songs „Magic“ und „Method to the Madness“ mit beiden kann man nicht wirklich an die erstklassige erste Hälfte der Scheibe anknüpfen und man bleibt hier leider etwas blass.

Anspieltipps:

„Vicious as the Viper“, „Pedal to Metal”, “Conquer all Fear” und “Swallow my Pride”

Fazit :

Die erste Hälfte der Scheibe ist wirklich supergut gelungen, hier verstecken sich einige Hits und man kommt als Fan vollkommen auf seine Kosten. Danach ist dann irgendwie leider die Luft etwas raus und man ist nicht mehr ganz so zielsicher unterwegs wie zuvor.
Somit bleibt schlussendlich eine solide Leistung übrig, die Fans der Band aber auf jeden Fall gefallen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Vicious as the Viper
02. Pedal to Metal
03. Conquer all Fear
04. Swallow my Pride
05. Candle in the Dark
06. Wages of Sin
07. Black and Gold
08. Keep the Hounds at Bay
09. Magic
10. Method to the Madness
11. Breakin Out (CD Bonus Track)

Video zu “Pedal to Metal”:

Julian

LIFE OF A HERO – Letting Go

Band: Life Of A Hero
Album: Letting Go
Spielzeit: 42:28 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Battlegod Productions
Veröffentlichung: 12.11.2021
Homepage: www.lifeofahero.co.uk

Auf den ersten Blick ordnet man eine Band wie LIFE OF A HERO vom Namen her ganz schnell in die Kategorie Metalcore, Hardcore oder auch Progressive-irgendwas ein. Auch das Label Battlegod Productions ist eher für eine härtere Gangart bekannt. Aber Obacht – LIFE OF A HERO sind eine Melodic- bzw. Hardrockband aus Großbritannien, die mit „Letting Go“ ihr Debüt in die Läden bringen. Also sollten alle Genrefans gleich mal die Ohren spitzen, denn LIFE OF A HERO besteht aus durchaus bekannten Musikern des Vereinigten Königreichs, die sich hier eine neue Spielwiese geschaffen haben. Neben Russ Grimmett am Mikro (der Sohn von GRIM REAPER-Ikone Steve Grimmett) mischen Drummer Steve Newdeck (MIDNITE CITY, VEGA, NITRATE, TONY MILLS uvm.), Gitarrist Mike Meakin, Bassist Josh Williams (beide ebenfalls MIDNITE CITY) sowie Alex Nash mit. Hört sich also sehr vielversprechend an. Die Produktion übernahm natürlich Pete Newdeck höchstselbst, das Mastering übernahm Harry Hess (HAREM SCAREM), der nicht nur eine Gast-Performance bei „In My Dreams“ hingelegt hat, sondern mit seiner Stammcombo auch ein wenig im Bandsound von LIFE OF A HERO abgefärbt hat – zumindest bei den Harmonien.

Bestes Beispiel ist gleich der Opener „3D“ – guter Einstand! Mit dem Titeltrack zieht das Tempo an, die eingängigen Melodien bleiben aber erhalten. Bisher eine durchaus interessante Platte. Auch Songs wie „In My Dreams“ oder „Don´t Waste My Time“ möchte ich Euch als weitere Anspieltipps mit auf den Weg geben. Wer es etwas moderner haben möchte, ist z.B. bei „Stay For A While“ richtig.

Im Grunde ist „Letting Go“ ein zeitgemäßes Hardrockalbum, das keinerlei Energie darauf verschwendet, irgend einer Modeerscheinung hinterher zu laufen. Diese elf Songs tönen genau so, wie Hardrock anno 2021 klingen sollte. Allerdings werden es LIFE OF A HERO schwer haben, aus der großen Masse der Veröffentlichungen herausstechen zu können. Das ist ziemlich schade, denn „Letting Go“ ist durchaus ein hörenswertes Hardrockalbum mit einem talentierten Russ Grimmett am Mikrofon.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. 3D
2. Letting Go
3. In My Dreams
4. Caught In A Lie
5. Don´t Waste My Time
6. Stay For A While
7. Down And Out
8. Risk It All
9. Shine A Light
10. Falling Apart At The Seams
11. When We Let Go

Stefan

CRAZY LIXX – Street Lethal

Band: Crazy Lixx
Album: Street Lethal
Spielzeit: 44:33 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.11.2021
Homepage: www.crazylixx.com

Gut 16 Jahre ist es jetzt her, dass CRAZY LIXX ihre Debüt-EP „Do Or Die“ aufgenommen haben. Vieles ist bisher geschehen im Universum der schwedischen Hardrocker, die die New Wave Of Swedish Sleaze zusammen mit anderen Kollegen wie CRASHDIET gewaltig angeschoben haben und seit jeher zur Speerspitze dieser Bewegung zählen. Oben genannte EP entdeckte ich zufällig auf einer Internetplattform für skandinavische Bands aus dem tiefsten Underground, die wahnsinnig viel Demokram beinhaltete, aber auch eben solche Juwelen wie CRAZY LIXX zu Tage förderte. Spätestens seit der Single „Heroes Are Forever“ war klar, dass die Mannen um Sänger Danny Rexon zu mehr fähig waren als die meisten ihrer Kollegen. Schon am Anfang ihrer Karriere hatte das Gespann unglaubliche Fähigkeiten bewiesen, gutes Songwriting, grandiose Melodien und einen ansprechenden Sound in Einklang zu bringen – und das alles mit einem tollen 80´s Flair. Dementsprechend großartig fiel dann im Jahre 2007 auch die Debütscheibe „Loud Minority“ aus. Kurz darauf dockten die Schweden bei Frontiers Records an, wo sie 2010 mit „New Religion“ ein weiteres Kapitel aufschlagen konnten. Als Fan der allerersten Stunde war der wohl schlimmste Schlag der Weggang von Gitarrist Vic Zino im Jahr 2008, der nun wirklich schwer zu ersetzen war. Dennoch hat er bei HARDCORE SUPERSTAR schnell seinen Platz gefunden und ist dort schon lange nicht mehr wegzudenken. So richtig ersetzen konnte ihn trotz konstant guter Platten erst so richtig das Duo Chrisse Olsson/Jens Lundgren, das 2016 zur Band stieß. Spätestens seitdem ist die Band wieder ein gut geölte Rock´n Roll-Maschine und Stück für Stück tasten sich die Schweden einen Schritt näher heran an die perfekte Reinkarnation einer Achtziger-Vorzeigeband.

Das ist ihnen mit dem 2019 erschienen „Forever Wild“ eindrucksvoll gelungen. Hits wie „Break Out“, der heimliche Top Gun 2 Soundtrack „Silent Thunder“ oder das AOR lastige „Eagle“ sowie der Titeltrack lassen absolut keine Wünsche offen. Ein Meisterwerk. Doch können Danny Rexon und seine Jungs das auf dem neuen Langspieler „Street Lethal“ wiederholen oder gar toppen? Zwischenzeitlich vergnügte sich der Sänger, Produzent und Songschreiber mit dem Projekt der britischen Rockröhre CHEZ KANE, für deren selbstbetiteltes Debüt – ein 80´s Kracher vor dem Herrn, da wird selbst die gute ROBIN BECK blass – er die Songs (mit)geschrieben hat und auch für die Produktion verantwortlich war. Den Produzentenstuhl belegte Mr. Rexon auch beim aktuellen Output von CRAZY LIXX, für den Mix wurde Tobias Lindell verpflichtet.

Im August knallte mit „Anthem For America“ die erste Single in die Umlaufbahn. Hymnisch wie eh und je, herrlicher 80´s Sound und ein erfrischendes Video dazu. Was will man mehr? Vielleicht noch mehr neue Hits?! Bitteschön – der neue Appetizer „Rise Above“ ist abermals ein Volltreffer und schraubt die Erwartungshaltung für das neue Album in oberste Dimensionen. Dazwischen hat man mit „Reach Out“ einen etwas schwächeren Song in die Menge geworfen. Damit wir uns aber richtig verstehen, das Ding ist immer noch eine sehr gute 8.

Schon das Album Cover ist angelehnt an einen der größten Videogame-Hits der Achtziger: Street Fighter! Was haben wir damals an den Automaten gehangen und stundenlang dieses Ding gezockt? Oh Mann, die Kohle möchte ich heute vor mir aufgehäuft haben. OK, die US Cars auf dem Artwork sind allesamt nicht aus den Achtzigern, aber ich wäre sehr happy, diese Sammlung in meiner Garage stehen zu haben. Den Anfang des Albums macht also folgerichtig das Intro „Enter The Dojo“, gefolgt von den beiden erwähnten Singles „Rise Above“ und „Anthem For America“. Das sorgt schon mal für leicht feuchten Feinripp. Mit dem folgenden Midtempo-Stampfer „The Power“ zeigen CRAZY LIXX, dass sie in den vergangenen Jahren gelernt haben, sehr viel variabler agieren zu können. Weg von der Sleaze/Street Rock Attitüde, hier wird reinster Hardrock mit eingängigen Melodien zelebriert.

„Reach Out“ schließt da nahezu nahtlos an, bevor „Final Fury“ eine weitere neue Vorliebe der Schweden zu Tage fördert. Hier haben wir es mit einem SynthWave Instrumental zu tun. In der jüngeren Vergangenheit wurden bereits zwei Songs des Vorgängeralbums im SynthWave Gewand remixed und als Single B-Seite vorgestellt. Der Titelsong nimmt wieder mehr Fahrt auf – ein klassischer CRAZY LIXX Rocker sozusagen. „Caught Between The Rock´N Roll“ ist ein gutgelaunter Hardrocker. Auf eine reinrassige Ballade verzichten die Schweden dieses Mal komplett, mit „In The Middle Of Nothing“ haben sie aber einen an DEP LEPPARD angelehnten, hochmelodischen Tanzflächenfüller am Start. Mit der AOR Nummer „One Fire – One Goal“ und dem siebeneinhalb minütigen „Thief In The Night“ beschließen CRAZY LIXX ihr siebtes Studiowerk durchaus überraschend. Denn noch nie war eine Platte der Schweden über weite Teile derart locker leicht.

CRAZY LIXX anno 2021 sind variabler, professioneller und aufgeräumter. Die Wildheit ihrer Anfangstage vermisst man schon das ein oder andere Mal. Dennoch haben Danny Rexon und seine Jungs für viele Fans das richtige im Gepäck. Angefangen von melodiösen, perfekt in Szene gesetzten Hymnen irgendwo zwischen Sleaze und Hardrock bis hin zu DEF LEPPARD-verwandten Melodiebomben liefern CRAZY LIXX mit „Street Lethal“ eine Platte ab, die viele vielleicht überraschen wird. Das Image ist bis ins Detail ausgearbeitet, genau wie die Songs. Der Sound ist gut – nur manchmal fehlt die rohe Street Credibillity früherer Tage. Dennoch ist mir „Street Lethal“ ne fette 9 wert!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Enter The Dojo (Intro)
2. Rise Above
3. Anthem For America
4. The Power
5. Reach Out
6. Final Fury
7. Street Lethal
8. Caught Between The Rock´n Roll
9. In The Middle Of Nothing
10. One Fire – One Goal
11. Thief In The Night

Stefan

WONDERS – The Fragments of Wonder

Band: Wonders
Album: The Fragments of Wonder
Spielzeit: 48:37 min
Stilrichtung: Power Melodic Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 12.11.2021
Homepage: www.facebook.com/wondersfragment

2020 entschieden sich die beiden EVEN FLOW Musiker Giorgio Lunesu und sein Bruder Pietro Paolo eine neue Band zu gründen. Ziemlich schnell fand man mit Bob Katsionis (Ex FIREWIND) einen ersten geeigneten Mitmusiker.
Die Melodic Power Metalband WONDERS war geboren.
Mit TEMPERANCE Sänger Marco Pastorino fand man den passenden Sänger und mit TEMPERANCE Basser Luca Negro komplettierte man dann die Band.
Ziemlich schnell wurde mit dem etablierten deutschen Label Limb Music der passende Veröffentlichungspartner gefunden und nun steht uns also das Debütalbum „The Fragments of Wonder“ ins Haus, auf dem uns die Truppe ihren Melodic Power Metal in der Schnittmenge von STRATOVARIUS oder BEAST IN BLACK mit einem Touch Prog präsentieren möchte.
Die Produktion bliebt natürlich innerhalb der Band und in den bewährten Händen von Bob Katsionis.

Als Opener wird uns auch gleich die erste Videosingle „Good & Bad“ um die Ohren geballert. Flott, melodisch und mit ordentlich Power ballert die Nummer los. Irgendwie schwingt hier ein bisschen BEAST IN BLACK Feeling mit, was auch an der stimmlichen Nähe von Fronter Marco zu Gesangswunderknabe Yannis Papadopoulos liegt.
Ein mega Opener und definitiv der erste Hit der Scheibe!
Das folgende „Pretender“ geht dann irgendwie los wie ein 80iger Song, ich kann mir da irgendwie nicht helfen ; ).
Es entwickelt sich ein toller, Melodic Metalsong der vor allem wieder von dem ausdrucksstarken Gesang von Marco lebt der vor allem im Refrain und in den roughen Stellen wieder extrem an Yannis erinnert. Ein geiler Track!
Sehr schön groovig und frisch kommt dann das folgende „Losing the Dream“ aus den Boxen und entwickelt sich so zu dem nächsten Anspieltipp.
Und die wilde Bombastfahrt geht auch bei den folgenden Songs weiter, nicht immer so zielsicher und gut wie bei den bisherigen Hits, aber richtig schlechte Songs findet man auch im Mittelteil nicht wirklich.
Ein wenig hervorstechen tun hier auf jeden Fall „Beyond Redemption“ und „Indigo World“.
Auch im letzten Abschnitt der Scheibe macht man nicht wirklich viel falsch und hat mit dem Titeltrack „Fragments of Wonder” noch einen waschechten Hit im Gepäck!

Anspieltipps:

„Good & Bad“, „Pretender“, „Losing the Dream“, „Indigo World“ und „Fragments of Wonder”

Fazit :

WONDERS sind mit ihrer Art von Mucke genau beim richtigen Label! Limb Music waren schon immer ein gutes Sprungbrett für Melodic Power Metalbands. Und genau das ist es auch für diese Jungs.
Wer auf diese Art von Mucke steht, mit der notwendigen Portion Keyboardunterstützung, ist mit dem Debütalbum bestens bedient und findet den ein oder anderen Hit auf der Platte.
Ein starkes Debüt, auf dem auf jeden Fall aufgebaut werden kann!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Good & Bad
02. Pretender
03. Losing the Dream
04. Beyond Redemption
05. Freedom
06. Where the Sun doesn`t shine
07. Indigo World
08. Sacrifice
09. Miracle of Life
10. Fragments of Wonder
11. Empire (CD Bonus Track)

Video zu “Pretender”:

Julian