NEMEDIAN CHRONICLES – The Savage Sword

Trackliste:

01. Nemedian Chronicles
02. Born on a Battlefield
03. Venarium
04. The Thing in the Crypt
05. Tower of the Elephant
06. Tigress of the Black Coast
07. The Savage Sword
08. Monsterslayer
09. Black Lotus
10. Stygian Sons of Set
11. The Song of Red Sonja
12. Road of the Kings

Spielzeit: 71:29 min – Genre: Power Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 23.02.2024 – Page: www.facebook.com/nemedianchronicles

 

Power Metal mit epischen Hintergründen aus Frankreich? Da fallen mir tatsächlich nicht so viele Bands ein!
Ein neuer Verfechter dieses Genre sind auf jeden die 2017 gegründeten NEMEDIAN CHRONICLES die inspiriert von Robert E Howards Conan Reihe und genereller Fantasy Themen sowie Soundtracks dieser Tage ihr Debütalbum „The Savage Sword“ in die Läden hieven.
Die Musiker sind unbeschriebene Blätter, deren Einflüsse sind es nicht. MANOWAR, BLIND GUARDIAN und HAMMERFALL Anhänger sollten hier auf jeden Fall mal genauer hinhören! Dies war auch einer der Hauptgründe warum ich neugierig geworden bin auf die Scheibe!

Gestartet wird mit dem stimmungsvollen Intro „Nemedian Chronicles“ welches einen tollen Sprecher hat und gut in die Geschichte einleitet. Ich liebe solche Intros und Zwischenstücke ja total seit dem Song „Defender“ von MANOWAR : )
Wer jetzt denkt, so mit dem nächsten Song geht es richtig ab, sieht sich getäuscht! Denn „Born on a Battlefield“ ist eine Ballade die toll rüberkommt und wunderbar musikalisch umgesetzt ist. So etwas zu Beginn einer Platte zu setzen ist natürlich auch schon etwas mutig.
Richtig metallisch wird es dann erst beim folgenden „Venarium“. Was man direkt nach zwei Songs festhalten kann, Sänger Alexandre Duffau klingt mal ordentlich nach BLIND GUARDIANs Hansi Kürsch und auch ansonsten sind die blinden Wächter nicht weit und man hört sie eigentlich immer gut heraus. Aber das ist ja nichts Schlechtes!
„The Thing in the Crypt” ist dann auch so eine Nummer die direkt vom Riffing her an alte BLIND GUARDIAN Sachen wie „Tales from the Twilight World“ erinnert.
Nun wird es endlich etwas epischer mit „Tower of the Elephant“ und versprochen, das wird nicht das letzte Mal gewesen sein denn auch „Tigress of the Black Coast“ geht eher in die epische Richtung.
Das Titelstück „The Savage Sword” ist dann auch ein geiler Power Metalsong mit Epic Touch der sich ordentlich in den Gehörgängen festsetzt und direkt zündet. Selbiges kann man dann auch ziemlich schnell für das anschließende „Mons-terslayer“ festhalten.
Über das überlange, instrumentale Zwischenstück „Black Lotus“ geht es in das letz-te Drittel der langen Fantasy Reise.
Hier haben wir mit „Stygian Sons of Set“, „The Song of Red Sonja” sowie dem ab-schließenden „Road of the Kings“ wieder 3 absolute Hits parat die schön in der Schnittmenge zwischen Power und Epic Metal liegen und einfach nur ein absoluter Genuss für jeden Genrefan darstellen!

Hier haben wir wieder eine der Bands, die einem komplett unbekannt sind und dann mit ihrem Debütalbum dermaßen die Hütte abreißen das es eine wahre Freu-de ist!
Man muss man einfach festhalten das die Band absolute Songwriting Genies sind und die Platte voller Hits und tollen Momenten steckt, die man aber mit Genuss und der notwendigen Ruhe entdecken muss!
Eine geile Scheibe die glasklar in unsere obersten Punkteränge vordringt, absolute Kaufempfehlung für die Genrefans!

Julian

 

Judas Priest News

JUDAS PRIEST VERÖFFENTLICHEN VIDEO „THE SERPENT AND THE KING“ AUS IHREM NEUEN STUDIO-ALBUM ‘INVINCIBLE SHIELD’

Nach einer stürmischen Headliner-Show beim PowerTrip Festival in Kalifornien kündigten die Metal-Götter Judas Priest im Oktober ihr brandneues Studioalbum mit dem Titel ‚Invincible Shield‘ an, das am 8. März 2024 über Columbia Records erscheinen wird.

Um das Warten auf das neue Album zu verkürzen wird heute das Lyric-Video zum Track „The Serpent and the King“ veröffentlicht: 

Ein totaler Uptempo-Kracher!

Bisher wurden aus dem Album ausgekoppelt: „Panic Attack“, „Trial By Fire“ und „Crown Of Horns“

Judas Priest werden 2024 zudem auf Welttournee gehen. Die Tour beginnt am 11. März in Glasgow und führt die Band für acht Termine nach Deutschland, wovon der erste schon ausverkauft ist.

24.03.2024 Frankfurt – Festhalle – ausverkauft
25.03.2024 München – Olympiahalle
27.03.2024 Dortmund – Westfalenhalle

01.07.2024 Hamburg – Barclays Arena

02.07.2024 Berlin – Max-Schmeling-Halle

04.07.2024 Nürnberg – ARENA NÜRNBERGER Versicherung

08.07.2024 Mannheim – SAP Arena

10.07.2024 Dresden – Messehalle

Veranstalter: Wizard Promotions

In den vergangenen 50 Jahren haben Judas Priest weltweit mehr als 50 Millionen Alben verkauft und standen in den größten Stadien der Welt auf der Bühne. Mit der Zeit entwickelte sich eine starke, einzigartige Identität, ein Look, der sowohl Judas Priest definiert als auch zukünftige Generationen von Metal-Bands auf der ganzen Welt beeinflusst hat. Mit jedem Jahr wächst die Legende Priest weiter; 2022 wurden sie in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen und absolvierten eine ausverkaufte, verschobene Welttournee anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens.

Das Album ist hier vorbestellbar: https://judaspriest.lnk.to/InvincibleShieldGER

 

 

SAVAGED – Night Stealer

Trackliste:

01. I will Fight
02. Tons of Leather
03. Knights of Metal
04. Welcome to…
05. Elm Street
06. Money Sucks
07. Stealing the Night
08. Running for Your Love (Tonight)

 

 

Spielzeit: 38:39 min – Genre: Heavy Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 26.01.2024 – Page: www.facebook.com/savagedheavy

 

Eine junge Band aus Spanien die sich 2021 gründeten und knietief, nicht nur äußerlich, in den 80igern verankert ist, sind die Jungs von SAVAGED.
Diese bringen nun über das griechische Label No Remorse Records, die immer mal wieder ihr Näschen für richtige Perlen bewiesen haben, ihr Debütalbum „Night Stealer“ auf dem Markt.
Die Jungs haben das Kunststück geschafft, ohne ein Album auf dem Headbangers Open Air aufzutreten, das muss man erstmal schaffen!
Nun wird das Album nachgeholt und auf diesem haben wir 8 schnelle Tracks, die ihre Einflüsse aus den 80iger nicht verstecken und für Fans von so Bands wie TOKYO BLADE, SAXON, NIGHT DEMON, ACCEPT oder SKULL FIST ein gefundenes Fressen sein sollten.

Eröffnet wird die Scheibe durch „I will Fight“. Ein Mordsschrei von Sänger Jamie startet das Ganze und es entwickelt sich ein flotter Doublebasstrack der die Spielfreude der Band direkt bestens zeigt. Ein ordentlicher Beginn der neugierig macht!
Das anschließende „Tons of Leather“ ist dann wesentlich langsamer, besitzt einen ordentlichen Groove und erinnert nicht von ungefähr an ACCEPT. Eine geile Nummer, die den Jungs finde ch wesentlich besser zu Gesicht steht wie der Höchstgeschwindigkeitseinstieg.
Auch Sänger Jamie kann hier wesentlich mehr zeigen und ist variabler unterwegs als nur im obersten hohen Kreischlevel. Mega Track!
„Knights of Metal“ nimmt den Faden dann super auf und ist ähnlich stark unterwegs wie der Vorgänger inklusive eines Mörderchorus.
Mit „Welcome to..:“ haben wir ein Zwischenstück was als Einleitung für das folgende „Elm Street“ dient. Letzteres ist episch angehaucht, mit Gangshouts versetzt und ballert einfach richtig stark aus den Boxen. Ganz klar dies ist der absolute Höhepunkt des bisher gehörten, da sollte die Band auf jeden Fall dran anknüpfen vom Stil her, steht ihnen ausgezeichnet!
Einen weiteren Hit haben wir dann in der Folge noch und der hört auf den Namen „Stealing the Night“. Geschwindigkeit, Härte aber auch Melodic. Alles da, was der 80iger orientierte Fan so wünscht. Sänger Jamie stößt hier teilweise auch wieder in Höhen vor, die einen schwindelig werden lässt!

Für ein Debüt ist, das hier gehörte, auf jeden Fall sehr ordentlich gelungen! Fans der Spielart und des 80iger Metals kommen hier absolut auf ihre Kosten.
Bei der nächsten Scheibe wäre eine etwas längere Spielzeit absolut wünschenswert und ich glaube auch das die Band noch ein bisschen ihren Stil finden muss.
Für mich sind sie am stärksten und variabelsten bei den Nicht Hochgeschwindigkeitstracks, da sollte in Zukunft mehr von kommen!

Julian

 

 

Innfield Festivals

Erste Ausgabe des INNFIELD FESTIVALS!

Das Festival findet erstmalig in Radfeld (Tiroler Flachland, inmitten der Alpen) vom 28. bis 29. JUNI 2024 statt.

Headliner sind Parkway Drive und Kreator!
Weitere Bands werden in Kürze bekannt gegeben.

Wenn Rock und Metal auf Berge und Adler trifft heißt es:
Tore auf für das INNFIELD FESTIVAL 2024!

Das neue Festival im Westen Österreichs. Das Innfield Festival konnte mit Kreator, Epica, Imminence, Fleshgod Apocalypse und Crystal Lake gleich fünf Acts gewinnen, die 2024 in Österreich ihre einzige Festival Show am Innfield Festival spielen werden! Eine einzigartige Chance, die man sich nicht entgehen lassen darf!

Bisher bestätigt sind folgende Bands:
Parkway Drive
Kreator
Epica
Lionheart
Imminence
Fleshgod Apocalypse
Dying Fetus
Warkings
Dead Like Juliet
Emil Bulls
Crystal Lake
Black Inhale
Garagedays
Silenzer
All Faces Down
Die Analphabeten
Garagedays

Campingparadies auf über 40.000m²
Erlebt pure Festivalatmosphäre, direkt unter dem Sternenhimmel mit knapp 2.500 Plätzen für Zelt oder Caravan.
Preis und Buchung: Das Campingpaket gibt es für 29€ pro Person. Hinweis: Das Campingticket gewährt allein keinen Eintritt. Nur in Kombination mit einem gültigen Festival-Ticket gültig.
First Come / First Serve Prinzip: Keine Platzzuteilung!

https://innfield.reservix.at/events

Über Innfield Festival:
Nach drei Jahren Pause wird im Tiroler Bergland ein neues Festival geboren! Das INNFIELD FESTIVAL!
Das wohl größte Metal und Rock Festival im Westen von Österreich beeindruckt mit atemberaubender Kulisse inmitten der Berge und Flüsse von Tirol. Natürlich gibt es aber nicht nur Live Musik. Das INNFIELD bietet ein Camping Areal auf 40.000qm, Food Trucks und Partyzelte, sowie zahlreiche Bars am ganzen In(n)field. Einem unvergesslichen Festivalerlebnis steht somit nichts mehr im Weg!

SOCIAL DISORDER – Time tor Rise

Trackliste:

01. Time to Rise
02. High on Life
03. Going Blind
04. Free your Spirit
05. Forged in Fire
06. Stardust in Mirrors
07. Last Call
08. Can`t get you out of my Head
09. Dancing in the Rain
10. See what you Believe

 

Spielzeit: 44:05 min – Genre: Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 23.02.2024 – Page: www.facebook.com/OfficialSocialDisorderSweden

 

2021 erschient das Debütalbum „Love 2 Be Hated“ der Hard Rock Supergroup SOCIAL DISORDER. Komischerweise mal nicht beim Label Frontiers Records, sondern bei AFM Records.
Nun sind die Herren Anders La Rönnblom (X ROMANCE), Tracii Guns (LA GUNS), Leif Ehlin (PERFECT PLAN), Shawn Duncan (LA GUNS), David Stone (RAINBOW), Thomas Nordin und Rudy Sarzo (WHITESNAKE) wieder zurück und präsentieren uns ihr neues Album „Time To Rise“ welches erneut Hard Rock der gehobenen Klasse bieten wird.
Das erste Album kam bei unserem Jannis ordentlich weg, daher dachte ich mir wage ich mich mal vor und bespreche das neue Album welches übrigens bei Pride & Joy Music erscheint, tolle Signing würde ich sagen!

Als Opener fungiert die Videosingle und Titeltrack „Time to Rise“ der nach einer kurzen Einleitung ziemlich riffbetont loslegt. Mit einem satten Groove und dem sehr angenehmen Gesang von Fronter Thomas Nordin bahnt sich die Nummer anschließend ihren Weg in die Gehörgänge der Fans und aufgrund des tollen Refrains bleibt diese Nummer direkt ordentlich haften. Sehr schön!
Ein sehr ordentlicher Start auf dem direkt mit „High on Life“ weiter aufgebaut wird. Hier ist die Hammond Orgel das erste Mal so richtig präsent und erneut ballert uns hier ein toller Groove um die Ohren. Zusätzlich haben wir auch hier wieder einen absoluten Ohrwurmchorus zu verzeichnen, der den Track zum absoluten Hit macht!
„Going Blind“ legt dann etwas mehr Augenmerk auf die Melodie, reiht sich aber gut in das bisher Gehörte ein, ohne großartig zu glänzen.
Etwas mehr Ruhe kommt in „Free your Spirit“ auf welches einen starken Blues Vipe hat, nicht nur aufgrund der Mundharmonika, die erklingt. Ein toller Track der einen nur so dahin schmelzen lässt irgendwie. Tolle Stimmung, geiler, gefühlvoller Gesang. Top Leistung insgesamt!
Der Mittelteil ist dann ebenfalls von gehobener Qualität und bietet mit dem melodischen und epischen „Forged in Fire“, dem Groovemonster „Stardust in Mirrors“, welcher ebenfalls wieder einen tollen Ohrwurmchorus besitzt, sowie dem klassischen Hard Rocker „Last Call“ weitere Hits die man sich genüsslich zu Gemüte führen kann.
Satter Rock ist dann auch der beherrschende Stil bei „Can`t get you out of my Head“ bevor mit „Dancing in the Rain“ eine tolle Ballade habe, die zwar etwas zu sehr nach Mainstream und Radiokompatiblität tönt, aber auf jeden Fall gut gemacht ist!
Abschließend wird bei „See what you Believe“ nochmal ordentlich der Groove ausgepackt, so dass es einem ganz warm um die Magengegend wird.

Tja, da hat sich doch mein Ausflug in die Welt der Hard Rocks gelohnt! Eine tolle Mischung die uns hier die Jungs von SOCIAL DISORDER hier auf ihrem zweiten Album präsentieren. Da kommen tatsächlich ordentlich WHITESNAKE und RAINBOW Vipes immer wieder auf, aber auch die Blues Fraktion kann hier das ein oder andere interessante finden.
Dazu noch Meister an den Instrumenten und mit Thomas Nordin ein Sänger dessen tiefer und ausdrucksstarker Gesang wirklich super zur Mucke passt!
War das Debüt noch etwas ungenauer und zu Mainstreamlastig wird auf dem zweiten Album die Richtung klarer und auch härter sowie hochklassiger.
Verdiente 9 Punkte für den zweiten Diskus, weiter so!

Julian

 

ELETTRA STORM – Powerlords

Trackliste:

01. Higher than the Stars
02. Redemption
03. Origin of Dreams
04. Powerlords
05. Alone
06. Heirs of the Descent
07. Sacrifice of Angels
08. Spirit of the Moon
09. Voices in the Wind

 

 

Spielzeit: 41:44 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 16.02.2024 – Page: www.facebook.com/ElettraStorm

 

Eine neue Power Metal Band erhebt sich mal wieder in Italien! Gegründet von SINHERESY Mitgründer Davide Sportiello treten ELETTRA STORM an um der dürstenden Fangemeinde ihren italienisch geprägten Power Metal in der Schnittmenge zwischen RHAPSODY OF FIRE und FROZEN CROWN zu präsentieren.
Am Mikro steht mit der jungen Crystal Emilliani ein ziemlich unbeschriebenes Blatt, lassen wir also das Debütalbum „Powerlords“ mal auf uns zu kommen.

Beginnen wir mit dem Opener „Higher than the Stars“ wo direkt mal richtig auf die Tube gedrückt wird!
Doublebass Drums wechseln sich ab mit satten Riffs und im Refrain ist man schön eingängig unterwegs. So muss ein Opener doch sein, oder?
„Redemption“ ist ein ähnlicher Hochgeschwindigkeitstrack, der mit männlichen Gesangsparts unterstützt wird.
Ein tolles Wechselspiel welches hier aufgebaut wird.
Über das klassische, aber nicht so spektakuläre „Origing of Dreams“ geht es dann in den Mittelteil wo vor allem der Bombast und Titeltrack „Powerlords“ mit seiner Abwechslung und Eingängigkeit sowie „Heirs oft he Descent“ ordentlich punkten können.
Auch hier kommen immer wieder männliche Gastvocals zum Ensatz.
Der Gesang von Fronterin Crystal geht übrigens in Ordnung, ist eher im Rockbereich angesiedelt, könnte aber vielleicht dass ein oder andere Mal etwas mehr Druck vertragen, um gegen die instrumentale Wucht zu bestehen. Das sollte man auch mal nach der Hälfte der Scheibe festhalten.
Im letzten Drittel ist man bei „Sacrifice of Angels“ wieder pfeilschnell unterwegs bevor man bei „Spirit of the Moon“ wieder knietief im italienischen Bombast Power Metal watet und das abschließende, etwas längere, „Voices in the Wind“ schön abwechslungsreich und ein richtiger Lichtblick zum Abschluss ist.

Nun ja, SINHERESY und FROZEN CROWN haben gegen das Debüt von ELETTRA STORM noch ganz klar die Nase vorn, dafür sind die Songs hier noch eher solider Standardmetal aus denen dann leider auch nicht mehr herausgeholt werden kann!
Da sagen mir die angesprochenen Bands noch mehr zu.
Für italienische Power Metalanhänger ist die neue Band mit Sicherheit eine Entdeckung wert, alle anderen sollten mal rein hören, ob ihnen die solide Leistung der Kauf wert ist! Nicht schlecht, aber nicht schlecht reicht leider in der heutigen Veröffentlichungsflut vermutlich nicht alleine aus, sorry!

Julian

 

SCANNER – The Cosmic Race

Trackliste:

01. The Earth Song
02. Face the Fight
03. Warriors of the Light
04. Dance of the Dead
05. Scanner`s Law
06. A New Horizon
07. Farewell to the Sun
08. Space Battalion
09. The Last and First in Line

 

 

Spielzeit: 47:40 min – Genre: Power Metal – Label: ROAR! – VÖ: 12.01.2024 – Page: www.facebook.com/Scanner.Heavy.Metal.Band

 

Die deutschen Power Metaller von SCANNER lassen auch mal wieder von sich hören! 9 Jahre nach dem letzten Album „The Judgement“ sind die Jungs um Mastermind Axel Julius endlich wieder zurück und lassen ihren mit Prog Einflüssen gewürzten Power Metal auf die Fanschar los!
Konzeptionell und textlich wird die Scanner Geschichte auf dem neuen Album „The Cosmic Race“ wieder aufgenommen, der Scanner bringt einige Auserwählte auf einen neuen Planeten, um eine neue Gesellschaft zu gründen, die vor knapp 30 Jahren begonnen wurde. Das lässt Großes erwarten.
Man sollte aber kein Album im Stile der Anfangstage von „Hypertrace“ erwarten, sondern ein Album mit vielen interessanten Wendungen und neuen Einflüssen. So zumindestens der Promotext.

Das lies mich aufhorchen und auch wenn die Veröffentlichung schon etwas her ist, war mir klar das musste ich mir näher anhören!
Starten wir daher direkt mit dem Opener „The Earth Song“ der sehr kraftvoll los startet. Abwechslungsreiche Gitarrenriffs, mitreißender Rhythmus, ein Ohrwurmchorus erster Güte und zum Schluss noch ein paar deutsche Passagen. Das sind die Glanzpunkte dieses Appetithappens der absolut Lust auf mehr macht!
Die zweite Nummer „Face the Fight“ ist ein Headbanger der live vermutlich tierisch abgehen wird. Hier kann man ordentlich das Haupthaar schütteln und die Fäuste in die Luft recken.
„Warriors of the Light“ ist ein schneller Power Metalsong und entwickelt sich ziemlich schnell zu einer wahren Ohrbombe aufgrund des geilen Chorus und der tighten Rythmusfraktion die los ballert, als ob es kein Morgen mehr geben würde! Apropos der Bass und das Schlagzeug drücken bislang echt übel in den Songs, selten so geil vorne gehört!
„Dance of the Dead“ ist düster und schleppend mit einem Hitchorus unterwegs bevor mit „Scanner`s Law“ die Boxen sowie das Schlagzeug ordentlich zerlegt werden, Heiland ballert das Ding mit seinem satten Groove in der Magengegend!
Episch wird es dann bei „New Horizon“ wo es für den Hörer viel zu entdecken gibt und wo Sänger Efthimios Ioannidis richtig nach vorne kommt und sein bisheriges Können nur noch mehr untermauert. Bislang schwebte der Gute ziemlich unter dem Radar muss ich sagen, das muss sich ändern, was ein geiler Sänger!
Mit den folgenden „Farewell to the Sun“ und „Space Battalion“ haben wir ziemlich klassische Power Metal Songs, die jedem Fan dieser Spielart sofort in Fleisch und Blut übergehen sollten, klasse Songs die sich perfekt ins bisherige Songgeflecht einfügen.
Abgeschlossen wir das Album dann mit „The Last and First in Line“ welches unglaublich abwechslungsreich ist und für den Hörer einiges bietet. Rhythmuswechsel, orientalische Vipes und ruhige Zwischenspiele. Hier ist einiges am Start und es passiert ordentlich was.

Ich muss gestehen zuerst erschloss sich mir das neue Album von SCANNER nicht wirklich! Erst bei mehrmaligem Hören zündeten die Songs richtig durch und auf einmal machte das Ganze einen Sinn!
Was ein geiles Power Metalalbum welches wunderbar neumodisch und doch klassisch wirkt inklusive eines geilen Gesanges und Meister an ihren Instrumenten. Zusätzlich ist die Produktion eine Wucht und dürfte den Staub aus so manchen Boxen blasen!
Eines meiner ersten absoluten, frühen Powermetal Highlights des Jahres, einfach nur geil sorry!

Julian

 

LAZARUS DREAM Interview

So langsam wurde es Zeit für mich mal genauer hinter die Kulissen des Studioprojektes LAZARUS DREAM zu blicken. Daher schnappte ich mir Gründer Markus Pfeffer um ihn etwas auf den Zahn zu fühlen. Praktischerweise wohnt er nicht sooo weit weg von mir, ein weiterer Pluspunkt für das Interview!

J.P: Hallo Markus, vielen Dank dass du mir ein paar Fragen zu euch und zu eurem neuen Album beantwortest. Zuerst, für die Leute, die euch vielleicht noch nicht so kennen, stell euch und die Band doch einmal kurz vor und erzähle ein bisschen was zu eurem Werdegang?

M.P: Tatsächlich denken viele das LAZARUS DREAM eine neue Band ist. In Wirklichkeit gehen die Anfänge der Band auf das Jahr 1999 zurück da haben Carsten und ich uns zusammengerauft und 3 Songs geschrieben. Dann ging er aber wieder zu den reaktivierten DOMAIN und ich machte mit meiner damaligen Hauptband WINTERLAND weiter. 2020 als die Corona Pandemie grassierte hatte ja jeder Zeit und da haben wir die 20 Jahre alten Songs wieder hervorgekramt. Aus diesen 3 Songs entstanden ja mittlerweile dann 3 Alben. Die Zusammenarbeit zwischen Carsten und mir ist also nicht ganz neu, wir kennen uns schon über 25 Jahre. Da wir mittlerweile unglaublich viele Liveanfragen bekommen haben wir uns dann vor kurzem dazu entschlossen Markus Herzog als Schlagzeuger und dritten Musiker fest in die Band aufzunehmen, um zu signalisieren wir könnten das Ganze auch vom Studio auf die Livebühne bringen. Natürlich hängt das aber auch noch an ein paar anderen Mitfaktoren, schließlich kann ich mich ja nicht zerteilen und wir bräuchten dann noch einen zweiten Gitarristen und einen Bassisten. Ist also noch ein finanzieller Aspekt.
LAZARUS DREAM gibt es also schon seit 25 Jahren und wurde dann während der Pandemie, passend zum Namen, nur wiederbelebt!

J.P: Du hast ja auch noch ein anderes Projekt Namens BARNABAS SKY welches mit vielen unterschiedlichen Gastsängern besetzt ist. Bei LAZARUS DREAM setzt du nur auf einen, sehr hochkarätigen deutschen Sänger, Carsten Lizard Schulz! War das von Anfang an so gedacht und wie kam der Kontakt zu Carsten zu Stande?

M.P: Fakt ist tatsächlich Carsten hat damals in Heidelberg studiert und hat sich, um sein Studium etwas zu finanzieren bei örtlich ansässigen Musikmagazinen als freier Mitarbeiter geschrieben. Und Carsten hat dann tatsächlich das erste WINTERLAND Album dort rezensiert und hat es dann in der Rezi „gewagt“ unseren Sänger zu kritisieren : ) Ich war zuerst mega angepisst, habe dann bei der Redaktion angerufen und dort wurde mir dann gesagt der singt ja selbst in einer Band Namens MISTER HATE die aus Heidelberg kommen. Es kam, wie es kommen musste, man kam in Kontakt, verstand sich gut und als dann MISTER HATE auf Eis lagen und es aufgrund des Sänger Austieges auch bei WINTERLAND nicht weiterging haben Carsten und ich uns zusammengetan und eben LAZARUS DREAM ins Leben gerufen, siehe oben.
Ich habe ja nicht nur BARNABAS SKY und LAZARUS DREAM, sonder ich habe ja insgesamt 4 oder 5 Projekte an den ich immer wieder arbeite, so richtig durchblicke ich es selbst nicht mehr : ) Und das liegt aber einfach daran das ich zu viele Songideen habe und eigentlich ständig am Schreiben bin. Da ich in der glücklichen Lage bin hier ein kleines Homestudio zu haben kann ich diese Songideen ziemlich schnell auch umsetzen und dann entscheide ich quasi zu welchem Projekt der Song passt. Ich habe ja zum Beispiel auch noch ATLANTIS DRIVE mit Marc Boals wo das Debüt auch schon fertig ist.
Bei BARNABAS SKY ist das so gewesen das ich einfach Songideen hatte und dann einfach Sänger bei Facebook angeschrieben und gefragt habe. Ich hätte auch gerne Sängerinnen auf dem Album gehabt, aber leider hat mir da so gut wie niemand geantwortet! Und wenn mir dann zum Beispiel ein Rob Rock oder ein Zack Stevens zugesagt haben habe ich den schlussendlichen Song für sie geschrieben in der Stilistik wo ich sie hören wollte und die passen und dann aufgenommen. Ich kann dann auch erst irgendwie aufhören, wenn ich ein gesamtes Album fertig haben, ist irgendwie ganz komisch! Ein neues BARNABAS SKY Album ist auch schon in Arbeit, aber ich muss jetzt auch mal wieder meine Veröffentlichungsschlagzahl etwas runterschrauben sonst wird es ja langweilig für den Hörer immer die gleichen Nasen zu sehen : ) . Auf dem neuen BARNABAS SKY Album sind auch ein paar neue Leute am Start, zum Beispiel hat mir Tony Harnell von TNT eine Mörderballade eingesungen. Rob Lundgren von MENTALIST sollte auch ein Song auf dem Album singen, der war aber so gut, dass wir den jetzt da rausgenommen haben und ein komplettes, gemeinsames Album machen, so entstehen neue Projekte!

J.P: Wie sind denn die Aufnahmen zu der neuen Platte abgelaufen? Wann habt ihr damit angefangen und wie ist sie entstanden, habt ihr ganz klassisch zusammen aufgenommen oder jeder für sich?

M.P: Also jeder hat für sich aufgenommen. Das liegt aber auch an der Art und Weise wie ich Songs schreibe und aufnehme. Ich mache das halt alles allein. Wenn mir, was in den Kopf kommt, auch manchmal mitten in der Nacht, dann muss ich das einfach sofort aufnehmen. Als Multiinstrumentalist arbeite ich die Songs halt immer schon komplett aus und brauche da erstmal niemanden. Die Gesangsaufnahme oder auch das Schlagzeug kommt dann später noch dazu.
Das neue Album ist grob im ersten Halbjahr 2023 entstanden.

J.P: In den Infos zum Album steht, das ihr wieder mehr in Richtung des Debüts gehen wolltet und nicht mehr so viel experimentieren wolltet wie auf dem letzten Album. Finde ich sehr gut! Wie kam es dazu, was hat euch dazu bewogen?

M.P: Also rückblickend war die zweite Scheibe experimenteller, weil ich das einfach so wollte. Das Ganze ist also komplett auf meinem Mist gewachsen. Während des 2. großen Lockdowns 2021 habe ich Song um Song geschrieben und wollte dann auch mal was Neues machen. Deswegen habe ich dann angefangen viel mit Gitarren Synthesizern zu arbeiten und herumzuprobieren wo man dann vorne Gitarre rein gibt und hinten eine Hammond Orgel rauskommt. Und das hört man tatsächlich auf dem ganzen Album, weil ich mich da richtig ausgetobt habe! Mich hat das einfach fasziniert und so klingt das 2. LAZARUS DREAM Album stark nach den 70igern und die Songs waren auch einfach länger, komplexer und auch sperriger. Mit dem neuen Album habe ich dann wieder den Weg zurück gemacht und die Songs sind einfach wieder kürzer und prägnanter. 80Iger typisch halt!
Deswegen auch der Opener „The Sweetest Chaos“ wo sich das Label durchgesetzt hat, und das Ende mit „Empire of Thorns“.

J.P: Kommen wir jetzt mal zum Album selbst. Einzelne Songs fielen mir recht schwer herauszupicken. Wovon handelt eure Lyrics denn so?

M.P: Die Lyrics macht ja komplett Carsten. Ich mache nur die Musik und die Sänger schreiben die Melodien und die Texte. Carsten rennt schon seit 35 Jahren mit einem Textbuch und Diktiergerät rum. Er hat auch ganz viel Textfragmente, die er dann einfach aus dem Hut zaubert, wenn ich ihm Musik schicke. Er hat da die künstlerische Freiheit von daher kann ich dir leider nicht sagen um was es da immer genau geht. Ich kann irgendwie nur viel Musik, Texte überlasse ich anderen. Können tu ich es, aber andere können das besser!

J.P: Und apropos neues Album, ihr habt euch ja personell verstärkt und seid zum Trio gewachsen. Markus Herzog ist nun Teil der Band. Was war der Grund dafür, woher kanntet ihr ihn, was bringt er mit und habt ihr noch weitere Zugänge in der Zukunft geplant?

M.P: Er kam über Carsten in die Band, er kannte ihn. Er ersetzt Markus Kuhlmann von den beiden Vorgängeralben der einfach zu viel andere Projekte und Bands und weniger Zeit hat. Auch live wäre es da schwierig geworden. Markus Herzog ist zwar auch bei DOUBLE CRUSH SYNDROM aktiv aber hat längst nicht so viele zusätzliche Sache wie Markus. Außerdem ist er ein toller Rockdrummer und auch ein netter Kerl.
Mehr feste Bandmitglieder sind erstmal nicht geplant.

J.P: Anschlussfrage dazu, ist LAZARUS DREAM für dich eher Studioprojekt oder könnte sich das Ganze auch zu einer richtigen Liveband entwickeln?

M.P: Also ich glaube für eine richtige Liveband mit ständigen Touren fehlt uns die Basis, aber das ein oder andere Konzert oder Festivalgig wäre absolut machbar das wäre super! Also eher Studioprojekt mit der Option auf den ein oder anderen Liveauftritt.

J.P: Unter Vertrag stehst du ja bei Pride & Joy Music. Warum genau diese Label? Ich finde ja es passt perfekt zu euch und ich persönlich schätze auch sehr die Chefin Birgitt! Sie weiß einfach, worauf es ankommt, und macht eine tolle Promotion Arbeit!

M.P: Eine interessante Frage, das hat mich tatsächlich noch niemand gefragt! Also das Mastering der Alben mache ich ja nicht selbst, das lasse ich immer extern machen da soll nochmal jemand neutral drüber hören. Und damals beim 1. LAZARUS DREAM Album hat das Markus Teske in seinen Bazement Studios gemacht. Und er hat gesagt das Material passt doch wunderbar zu Pride&Joy. Gesagt getan, Material an Birgitt geschickt und 2 Tage später hatten wir einen Deal! Ich kannte natürlich Birgitt natürlich vom Namen her weil sie ja auch früher beim Rock It war. An Birgitt schätze ich vor allem die Tatsache das sie nur die Alben veröffentlicht, die ihr auch selber gefallen und hinter denen sie steht! Ich glaube das ist ihr wesentlich wichtiger als die Einheiten, die sie absetzt und das ist wirklich selten im Musikbusiness!
ATLANTIS DRIVE wird auch bei Pride & Joy kommen. Aber natürlich birgt alle bei einem Label auch die Gefahr das dann vor allem die Printmagazine sagen „Ach ne den Markus Pfeffer hatten wir doch erst mit seiner anderen Band“! Deswegen sind wir mit LAZARUS DREAM auch z.B. bei keinen einzigen Printmagazin mit Interview vertreten. Daher bin ich aber auch offen z.B. das schon angesprochene neue Projekt mit Rob Lundgren bei einem anderen Label zu machen, einfach weil meine Veröffentlichungsdichte bei einem Label vielleicht zu hoch ist, aber wir werden sehen ich bin ja eigentlich schon eine treue Seele! Und Brigitt fand ja auch das ATLANTIS DRIVE Album super. Ich glaube übrigens das Album wird viele Leute überraschen denn Mark Boals ist ja eher bekannt für seinen hohen Gesang und ich wollte das er auf diesem Album mal ganz anders klingt! Seid also gespannt ; )

J.P: Wo nimmst du die ganze Zeit für deine musikalischen Tätigkeiten her, du arbeitest ja noch hauptberuflich und verdienst nicht dein Geld mit der Musik, richtig? Ist es also eher Leidenschaft?

M.P: Es ist absolut meine Leidenschaft! Geld verdienen tu ich damit nicht wirklich, ich lege sogar eher immer etwas drauf. Und die Zeit? Tja wie schon erwähnt, dadurch das ich hier daheim alles aufnehmen kann und auch ein ziemlich strukturierter Mensch bin habe ich einfach unglaublich viel vorbereitet, um einen Song zügig fertig zu stellen. Da bin ich halt auch technisch sehr versiert mittlerweile.

J.P: Ein kurzer Schwenk zu deiner alten Band SCARLETT. Wenn ich richtig nachgeschaut habe, ist die Band wieder aktiv. Stand es für dich nicht zur Diskussion da wieder einzusteigen? Oder wurdest du gar nicht gefragt, es gab ja eine längere Pause bei der Band, warum eigentlich?

M.P: Bei SCARLETT bin ich 1992 eingestiegen als ziemlich junger Kerl und 1995 hat sich die Band nach vielen Auftritten dann aufgelöst. Als es zur Reunion kommen sollte waren viele der Ursprungsmitglieder, z.B. der damals 2. Gitarrist DJ Elesky mit dem ich mich sehr gut ergänzt habe und der leider viel zu früh verstorben ist, nicht mehr dabei und für mich hat das einfach keinen Sinn mehr ergeben dann wieder einzusteigen!

J.P: Die zweite bekannteste Band von dir ist WINTERLAND, was gibt es dazu zu sagen?

M.P: Oh zu WINTERLAND gibt es eigentlich recht viel zu sagen, ich versuche es aber kurz zu halten. Die Band habe ich gegründet 1995/96, wo SCARLETT sich aufgelöst hatte als Studioprojekt, wo ich mich dann auch sehr intensiv damit beschäftigt habe, ein Homestudio aufzubauen. WINTERLAND wurde dann zur Liveband wir haben viele Auftritte gehabt und auch auf Englisch gesungen. Denn in den 90igern durftest du ja wenn du Hard Rock gemacht hast nicht deutsch singen. Irgendwann wollten wir dann etwas experimentieren und haben ein deutschsprachiges Album 2009 aufgenommen und in Eigenregie rausgebracht. Dann gab es ja den Rechtsstreit mit UNHEILIG, kann man bei Wikipedia gut nachlesen, den ich gewonnen habe. Danach haben wir noch 3 Alben auf Deutsch gemacht, um dann aber zu erkennen das das irgendwie eine Einbahnstraße ist. Musikalisch ist es ähnlich wie LAZARUS DREAM nur halt mit deutschen Texten gewesen. Für die Hard Rock Hörer waren wir zu hart, für die Melodic Rock Hörer hatten wir die falsche Sprache. Jetzt haben wir wieder 2 Alben auf Englisch aufgenommen, aber die Kehrtwende ist natürlich schon drastisch. Ich denke wir werden diese ein Eigenregie veröffentlichen, weil das Material einfach zu gut ist! Ein Album mit eigenen Songs, ein Album mit vielen Coverversion von 80iger Songs (DURAN DURAN, TEARS FOR FEARS etc).

J.P: Wie geht es denn aktuell und in der nächsten Zeit nun für LAZARUS DREAM weiter? Gibt es vielleicht doch Livepläne?

M.P: Also ein neues Album ist jetzt erstmal nicht geplant in den nächsten 1 bis 2 Jahren. Aber das letzte war ja auch nicht direkt geplant…es kommt halt einfach drauf an was mir so für Songs einfallen. Wir wollen auch den Hörer nicht zu übersättigen! Außerdem habe ich ja das ATLANTIS DRIVE Album, was im Sommer rauskommt, das nächste BARNABAS SKY Album dann vielleicht Anfang nächsten Jahres und das Album mit Rob Lundgren gibt es ja auch noch plus WINTERLAND. Also genug Material für die Fans und Hörer!

JP: Was sind denn so deine musikalischen Einflüsse und/oder Lieblingsbands? Wie bist du zu Metal und Rockmusik gekommen?

M.P: Also tatsächlich sind IRON MAIDEN einer meiner Lieblingsband, das „Somewhere in Time“ Album feiere ich tierisch ab und vermutlich mag ich deswegen Synthesizer so. Mein erste Rock Album war „Constrictor“ von ALICE COOPER und wegen KANE ROBERTS stähle ich heute noch meinen Körper.
Als Gitarrist habe ich vom Ton klar die Einflüsse von Gary Moore und von der Technik her Eddy van Halen. Musikalischer Einfluss eher JUDAS PRIEST oder SIMPLE MINDS.

JP: Markus du bist ja ein richtiger Multiinstrumentalist. Alles richtig gelernt oder selbst beigebracht und was spielst du am liebsten?

M.P: Zu meinem 15. Geburtstag 1985 habe ich meine erste Gitarre geschenkt bekommen, aber tatsächlich direkt eine E Gitarre! Mit Akkustikgitarren konnte ich nix anfangen, ich wollte rocken und posen. Dann hatte ich ziemlich genau 2 Jahre Unterricht bei Stephan Lill (VANDEN PLAS) bis er mir auch nichts mehr beibringen konnte. Ich hatte dann nochmal Harmonielehre bei einem Konzertpianisten was mir ziemlich geholfen hat und wovon ich auch heute noch sehr zehre, eben bei meiner Art zu komponieren. Daher kann ich auch so gut Noten schreiben und arrangieren.
Basspielen habe ich mir sehr dann selbst beigebracht, autodidaktisch halt und es fasziniert mich schon die Art dort zu spielen von daher spiele ich sowohl mein Stamminstrument Gitarre sehr gerne als auch den Bass!

J.P: Abschlussfrage, wie seht ihr die heutige Musiklandschaft nach Corona? Was hat sich verändert, was meinst du wie sieht die Zukunft aus?

M.P: Ich glaube das es sowohl Vor als auch Nachteile durch die ganze Corona Pandemie auf die Musiklandschaft ergeben haben. Vorteil für mich ist klar, dass die Musiker sich mehr mit ihren Sachen zu Hause beschäftigt haben umso zu Hause auch etwas aufzunehmen, auch wenn da natürlich nicht als Könner am Werk sind. Nachteil ist für mich das dadurch natürlich viel mehr Masse auf den Markt kommt und ihn überschwemmt.
Die Liveseite kann ich nicht so hundertprozentig einschätzen, ich glaube aber, dass es kein Mittelfeld mehr gibt. Die Leute zahlen entweder unglaublich viel Geld, um sich Robbie Williams anzusehen oder sie liegen zu Hause auf der Couch und schauen sich irgendeinen Stream oder Video mit einem Scheißsound an! Alles halt auch wegen des begrenzten Budgets, was ja auch durch die Energiekrise hervorgerufen wurde!

J.P: Vielen Dank Markus für deine Zeit und die interessanten Antworten! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Die letzten Worte an die Fans da draußen gehören natürlich dir.

M.P.: Ganz herzlichen Dank für Einladung und für das Interview. An alle die das gelesen haben schaut unsere You Tube Videos und wenn es euch gefällt, sagt uns weiter, denn Mundpropaganda ist immer noch die beste Werbung! Vielen Dank!

Julian

RAVENSTINE – 2024

Trackliste:

01. Black ist the brightest Color
02. Easy Come Easy Go
03.Fly Eagle Fly
04. Sign by the Roadside
05. In the Light
06. A Long Way Home
07. Killing Spree
08. When I`m Dead and Gone
09. Freedom Day (Live Version, Bonus Track)

 

 

Spielzeit: 44:41 min – Genre: Heavy Rock – Label: Massacre Records – VÖ: 12.01.2024 – Page: www.ravenstine.com

 

Manchmal stolpert man unbewusst über eine Band und ihrer neuen Veröffentlichung und denkt sich Moment mal, warum kommt mir die Truppe bekannt vor und warum ist sie mir bis dato durch die Lappen gegangen!
So erging es mir als ich nochmal durch die aktuellen Promos stöberte die uns erreicht haben und mein Ohr auf die neue RAVENSTINE Scheibe „2024“ fiel.
Das Album hat mich sofort begeistert und mir dämmerte es das mir das selbstbetitelte Debütalbum aus dem letzten Jahr in der Veröffentlichungsflut unterging und ich das mittlerweile sehr bereue! Daher gibt es am Ende meiner Rezi nochmal ein kleines Kurzfazit zur ersten VÖ, sorry liebe Leser wird etwas länger dieses Mal ; )

Aber wer sind RAVENSTINE eigentlich? Nun eine Heavy Rock Multikultitruppe aus Kroatien, Irland und Deutschland die sich während der Corona Pademie gründete und die von Martin Sosna und John A.B.C Smith (GOD`S ARMY) gegründet wurden. Die weitere Besetzung setzt sich aus Zanil Tataj-Zak, Ian O Sullivan und Hanno Kerstan (MYSTIC PROPHECY) zusammen.
War die Band auf ihrem ersten Album noch etwas düsterer und dreckiger unterwegs, ist man auf dem neuen Album etwas experimentierfreudiger und abwechslungsreicher unterwegs.
Als Hauptsongwriter war dieses Mal John am Start und für das großartig gezeichnete Cover war Frank Fiedler verantwortlich. Warum erwähne ich letzteres so separat, nun tragischerweise hat Frank die Veröffentlichung nicht mehr miterlebt und ist kurz vorher seinem Krebsleiden erlegen, RIP!

So, ganz viele Infos vorab, jetzt wenden wir uns aber endlich der Musik zu, beginnend mit dem Albumopener „Black ist the brightest Color“. Ein tolles Basssolo erklingt direkt und es übernehmen ziemlich schnell die Gitarrenriffs die Oberhand. Beides super flott und lädt sofort zum Mitgehen ein. Sänger Zanil klingt in manchen Passagen echt nach Bruce Dickinson, gefällt mir echt gut. Geiler, starker Beginn mit dem ein oder anderen deutschsprachigen Teil!
„Easy Come Easy Go“ beginnt dann erstmal etwas ruhiger und es entwickelt sich ein rhythmischer Midtempotrack der ordentlich Melodic und Eingängigkeit besitzt.
Danach folgt mit „Fly Eagle Fly“ noch ein absoluter Heavy Rock Hit mit einem absoluten Ohrwurmchorus, geil!
Der nächste Überhit findet sich im Mittelteil des Albums und heißt „In the Light“. Auch hier haben wir einen Sahne Ohrwurmchorus, der das gute Stück mega eingängig macht.
Und es geht weiter Schlag auf Schlag, „A Long Way Home“ beginnt recht verhalten entwickelt sich dann aber zu einer epischen Heavy Rock Nummer mit Suchtpotenzial speziell im Refrain. Klassischer Heavy Rock ist dann das Markenzeichen von „Killing Spree“.
Die Ballade des Albums heißt „When I`m Dead and Gone“. Sie bietet Southern Rock Feeling, kann aber ansonsten nicht weiter Punkten im Vergleich zu den bisherigen Album Hits.
Als Abschluss gibt es dann noch eine Liveversion von „Freedom Day“ vom letzten Album, welche eine gute Ergänzung ist und das Album gut abrundet.

Wow, da wäre mir ja tatsächlich die erste Heavy Rock Perle des Jahres beinahe durch die Lappen gegangen!
Erst nicht richtig reingehört, dann nochmal detaillierter und auf einmal zündete der Diskus aber so dermaßen durch das es ein wahrer Ohrenschmaus der Kreativität geworden ist.
Und ich kann hier gar nicht anders als in unseren Topbereich zu gehen, auch wenn die Produktion etwas mehr Schmackes vertragen könnte, obwohl vielleicht wollte man genau das Ergebnis haben so wie es ist, und die Spielzeit etwas höher hätten ausfallen können.
Ich bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung der Band und hoffe sie bleiben so mutig wie bisher!

 

Nehmen wir jetzt zum Vergleich das Debütalbum „Ravenstine“ als Kurzfazit so sind hier die Unterschiede schnell ausgemacht, denn es geht dort düsterer und dreckiger zur Sache, wie schon gesagt und die hervorstechenden Songs sind hier ganz klar „Ravenstine“,Lady Luck“ „Freedom Day“ sowie „Bluelight“ Es sind aber auch erste experimentelle Ansätze erkennbar zum Beispiel bei „Still Alive“ mit Bläsern. Ein starkes Debüt, was, das wissen wir ja jetzt, nur der Auftakt war zu einem noch geileren Nachfolgealbum!

 

 

Julian