THE NORSEMAN COMPANY – The Coming of the Chord

Band: The Norseman Company
Album: The Coming Of The Chord
Spielzeit: 40:20 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 14.02.2021
Homepage: www.facebook.com/The.Norseman.Company.Official

Mit der Formation THE NORSEMAN COMPANY bringt sich ein alter Bekannter neu ins Spiel. Die Rede ist von Geir Arne Dale, dem ehemaligen HUMBUCKER Drummer, der die norwegischen Hardrocker vor einiger Zeit verlassen hat. Die beiden Alben „R-O-C-K-S“ (2011) und „King Of The World“ (2014) sind mir noch in positiver Erinnerung – und natürlich wurden sie auch hier bei der Rock Garage besprochen.

Dale´s Engagement bei HUMBUCKER liegt nun schon einige Zeit zurück und daher konnte er sich noch einmal zurücklehnen, neu fokussieren und dann starten. Für alle Songs zeichnet sich der Schlagzeuger übrigens selbst verantwortlich und er ist sichtlich stolz, als Drummer ein komplettes Album ganz alleine verfasst zu haben. Musikalisch umsetzen konnte er natürlich nicht alles selbst und so ist die Liste der Gastmusiker ziemlich lang. Große (internationale) Namen muss man allerdings suchen, jedoch konnten mit WIG WAM´s Age Sten Nilsen und dem norwegischen Singer/Songwriter Rudi Remme zwei bekannte Mitstreiter gewonnen werden. Als weitere Sänger treten Magne Vikra, Martin Steen und Jostein Almaasbro auf. Am Ende taucht dennoch ein sehr bekannter Name auf: Ex-DIO Gitarrist Rowan Robertson steuert ein Gitarrensolo bei. Doch genug mit der Theorie, lassen wir doch mal die Musik sprechen. Nur ein Fact noch: für den Mix und das Mastering wurde Beau Hill verplichtet, der wie üblich einen richtig guten Job abgeliefert hat.

Bereits im Juni letzten Jahres setzte Initiator Geir Arne Dale mit „Here Comes Rock And Roll“ eine erste Duftmarke. Nach einem Intro mit Harley Davidson Geblubber folgt nicht weniger als eine Hymne – irgendwo zwischen WIG WAM, DANGER DANGER, DEF LEPPARD und WARRANT. Das Ziel ist also klar – THE NORSEMAN COMPANY zocken klassischen 80´s Hardrock, der niemals aus der Mode kommen wird. Der folgende Track „Master Of The Dark“, der im Oktober 2020 ins Rennen geschickt wurde, ist eine Hommage an Ronnie James Dio. Mit Age Sten Nilsen am Mikro und einem Refrain, der frappierend an DIO´s „Rainbow In The Dark“ erinnert, wird eines schnell klar: Musiker sind doch auch „nur“ Fans. Glücklicherweise ist das restliche Material bis auf diese eine Ausnahme eigenständiger und vor allem hochklassig. Hart rockend und dennoch melodisch präsentieren sich „When The Hammer Falls“, „One Step Behind“ und „Gimme Some Rock´n Roll“ sowie „Loud & Proud“ (mit schöner WIG WAM Schlagseite). Der Rock´n Roller „Dirty Nelly“ bringt nicht nur Abwechslung sondern noch mehr Schwung in die Bude und das schleppende „Stone In My Shoe“ setzt ein weiteres Highlight. Naja, im Prinzip ist das ganze Album ein Highlight, denn auch die beiden Balladen „Since You´ve Been Gone“ und „In This Neigborhood“ (erinnert ein wenig an PRETTY MAIDS meets BRYAN ADAMS) können sich sehen lassen.

„The Coming Of The Chord“ von THE NORSEMAN COMPANY knallt nahezu ohne Vorwarnung in die Szene. Zwar waren die Vorabsingles äußerst vielversprechend, aber große Ankündigungen eines Labels oder Promofirma suchte man vergeblich. Dass das komplette Album derart stark ausfallen würde, hätten nicht viele gedacht. Noch ist das Ganze ein Projekt, vielleicht wächst ja eine richtige Band daraus, zu wünschen wäre es Geir Arne Dale, der mich hier so richtig überrascht hat. Die Platte ist übrigens bei Perris Records zu beziehen. Cheerz nach Norwegen – thank you for the music!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Here Comes Rock And Roll
2. Master Of The Dark
3. When The Hammer Falls
4. Since You´ve Been Gone
5. Stone In My Shoe
6. Dirty Nelly
7. Gimme Some Rock´n Roll
8. Don´t Wanna Lose You
9. In This Neighborhood
10. Loud & Proud
11. One Step Behind (Bonus Track)

Stefan

SISTER – Vengeance Ignited

Band: Sister
Album: Vengeance Ignited
Spielzeit: 36:30 min
Stilrichtung: Sleaze Metal
Plattenfirma: Flick Records
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.sisterofficial.com

Oh yes. Eine der besten und härtesten Sleaze Bands der Welt ist mit einem neuen Output am Start. SISTER are back. Achtung Spoiler: SISTER haben ein weltklasse Album im Gepäck. Diese verrückten Maniacs treiben seit 2006 ihr Unwesen in der Szene. Live sind die Schweden eine Macht. Auf ihrer Tour damals mit CrashDiet haben mich die Jungs mit ihrer rohen Energie und Spielfreude einfach nur geflasht. Ihr völlig eigener Stil, der im Laufe der Jahre immer härter wurde, vereinigt den Glam, Punk, Sleaze und Metal auf faszinierende Art und Weise. Sänger Jamie trägt mit seinem „Black Sleaze“ Gesang maßgeblich dazu bei. Na dann, Anlage auf zehn und go.

Mit „Bring Out The Dead“ geht es gleich in die Vollen. Räudige Vocals treffen auf harte Gitarren und der Refrain bleibt auf Anhieb im Ohr sitzen. Ein perfekter Opener der sofort zündet. Weiter geht’s mit dem Titeltrack „Vengeance Ignited“. Aggressive Verse und kraftvolle Sing-Along Chöre prägen das Stück. Die Drums gefallen mir hier auch sehr gut. Fuck yeah, auf „Spitfire“ gibt es voll in die Fresse. Hier wird einfach drauf los gerockt ohne Gefangene zu machen. Da wird es live vor der Bühne komplett abgehen, klasse. „Scream For Pleasure“ ist grandios. Der Gitarrensound ist Heavy, der Bass grooved wie Sau und die Melodie ist göttlich. Hardcore Superstar wären stolz darauf. Auch der Drummer liefert hier wieder voll ab. „Psycho Thrilling“ ist genau dass was du brauchst um deine Aggressionen abzubauen. Was für eine Energie, die auch an Pantera („Walk“) erinnert. Und es wird nicht schlechter auf „Primal Rage“. Die Nummer ist roh, mit genügend melodischen Elementen versehen und technisch auf hohem Niveau. „Die With A Smile“ ist eine absolute Hymne. Wer auf dieses Punk-Metal orientierte Stück nicht anspringt, muss ein Zombie sein. Ich bin voll begeistert. Auf „Walk With Me“ werden düstere und okkulte Texte kombiniert. Straighte harte Nummer die zum Ende hin ein bisschen Modern Rock beinhaltet. Und überhaupt: klasse. „Whispering Winds“ schlägt leisere Töne an. Die Stimme und das Klavier kombiniert mit der Akustik Gitarre ergeben eine solch emotionale Stimmung, Gänsehaut Feeling pur. Die letzten 1 ½ Minuten wird noch mehr Power reingelegt. Beim Abschluss „One Last Ride“ ist Party pur angesagt. Hier gibt die Band noch mal alles und knallt einen echten Banger raus.

Anspieltipps: ALLES

Fazit: Was die SISTER Jungs hier präsentieren ist absolute Championsleague. Mit Abstand ihr bestes Werk bis dato. Just Killer, no Filler. Es kann hier nur die Höchstpunktzahl geben. Jetzt drücke ich die Repeat Taste und träume von einem SISTER, Hardcore Superstar, The Cruel Intensions und CrashDiet Konzert im Paunchy Cats.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Bring Out The Dead
02. Vengeance Ignited
03. Spitfire
04. Scream For Pleasure
05. Psycho Thrilling
06. Primal Rage
07. Die With A Smile
08. Walk With Me
09. Whispering Winds
10. One Last Ride

Sturmi

BAEST – Necro Sapiens

Band: Baest
Album: Necro Sapiens
Spielzeit: 45:00 min
Stilrichtung: Death Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 05.03.2021
Homepage: www.baestband.com

BAEST sind ein Death Metal Biest aus Dänemark. Und sie sind ziemlich fleißig. Das neue Album ist bereits die dritte Veröffentlichung seit 2018. Und seit 2015 gibt es die Jungs Simon Olsen (v.), Svend Karlsson (g.), Lasse Revsbech (g.), Mattias Melchiorsen (b.) und Sebastian Abildsten (d.) auch erst. In der kurzen Zeit entwickelten sich die Dänen vom Underground Phänomen zu einem internationalen Top Live Act. Dies stellten BAEST schon auf dem Summer Breeze, dem Ruhrpott Metal Meeting und Roskilde zur Schau. Auch die Tour mit Abbath konnte überzeugen. Ich werde im Laufe des Reviews einige bekannte Bands nennen die hier als Einfluss zu hören sind. Aber BAEST machen auf jeden Fall ihr eigenes Ding. Bevor wir loslegen, möchte ich noch das extrem gelungene Coverartwork von Mitchell Nolte (Aborted, Vampire) erwähnen, wirklich stark geworden.

Los geht’s mit „The Forge“, einem kurzen Intro, dass ein leicht beklemmendes Gefühl auslöst. „Genesis“ ist dann quasi der Opener, der einfach nur brutal ist. Dieses tolle Stück zeigt sofort in welche Richtung es geht. Und die Stimme von Simon finde ich großartig. Gleich die Nummer „Necro Sapiens“ setzt noch einen drauf. Fette Riffs die zwischen Morbid Angel und Benediction hin und her wechseln. Perfekte Abstimmung von den Midtempo- und Abgehparts. Alles sehr wuchtig und überzeugend. „Czar“ ist wahrlich kein schlechter Song, zündet aber leider nicht wirklich bei mir. Da passiert einfach zu wenig. Macht jetzt aber nichts, denn ich verspreche euch, dass das restliche Material sehr hochwertig ist. „Abbatoir“ beginnt erstmal nur mit Schlagzeug und wird dann aber so was von mächtig. Die David Vincent artigen Vocals sind so intensiv, die Riffs so heavy und der Bass so pumpend, just wow. „Goregasm“ startet düster und beklemmend. Der Song windet sich in der ersten Hälfte zäh wie Lava den Berg herunter. Nur um dann das Tempo anzuziehen und dich mit Killer Riffs a la Benediction und Monstrocity zu begraben und dir die Luft zu rauben. Auch „Towers Of Suffocation“ will einen nur ersticken. Es ballert so heftig wie bei Grave und Dismember damals. Ein paar vertrackte Gitarrenläufe und Soli werten das Ganze noch mehr auf. Erinnert mich auch sehr positiv an die letzte Vltimas Scheibe. „Purification Through Mutilation“ stellt einen echten Banger dar. Wie alte Morbid Angel schaffen sie es eine bestimmte Atmosphäre zu erschaffen, die man nicht erklären kann. Das Stück ist heftig, knallt voll rein und ist einfach richtig stark. Bei „Meathook Massacre“ ist der Titel Programm. Hier wird wirklich ein Massaker angerichtet. Das Tempo ist meist hoch, die Nummer schneidet sich durch deinen Körper rund lässt dich ausbluten. Was für eine großartige Death Metal Granate. „Sea Of Vomit“ besticht durch die intensiven Vocals, diese tiefen Grunts beeindrucken mich. Der Track hat alles was guten Death Metal braucht. Gelungener Abschluss von BAEST.

Fazit: Bis auf den einen schwächeren Song gibt es hier überhaupt nichts zu bemängeln. Von der Produktion hin zum Coverartwork und dem Songwriting ist fast alles extrem gut. Respekt an die Dänen, die in unglaublich kurzen Abständen solch hochwertige Veröffentlichungen herausbringen. Ich lehne mich jetzt mal ein wenig aus dem Fenster und behaupte: „BAEST gehört die Zukunft im Death Metal“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Forge
02. Genesis
03. Necro Sapiens
04. Czar
05. Abbatoir
06. Goregasm
07. Towers Of Suffocation
08. Purification Through Mutilation
09. Meathook Massacre
10. Sea Of Vomit

Sturmi

EMBRACE OF SOULS – The Number of Destiny

Band: Embrace of Souls
Album: The Number of Destiny
Spielzeit: 67:53 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Elevate2Records
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.facebook.com/embraceofsouls

Michele Olmi (Schlagzeug, CHRONOSFEAR) ist der Gründer der italienischen Power Metaller EMBRACE OF SOULS. Das bekannteste weitere Mitglied der Truppe ist mit Sicherheit Giacomo Voli der bei RHAPSODY OF FIRE auch in Lohn und Brot sowie hinter dem Mirko steht.
Das Debütalbum „The Number of Destiny“ ist ein Konzeptalbum über zwei Seelenverwandte aus der Vergangenheit, die sich über die Jahrhunderte hinweg suchen.
Auf dem Album sind auch noch eine illustre Schar von Gästen zu hören, z.B. Michele Guaitoli (VISIONS OF ATLANTIS, TEMPERANCE), Ivan Giamini (VISION DIVINE), Roberto Tiranti (LABYRINTH), Danilo Bar (Ex WHITE SKULL) oder Michele Vioni.
So viel erstmal zu den Eckdaten!
Nun schauen wir mal ob wir hier einen weiteren RHAPSODY OF FIRE Klon haben oder aus welchem Holz die Truppe geschnitzt ist.
Der Opener „On the Way from the Past“ ist nur ein stimmungsvolles Intro was uns noch keine große Erkenntnis liefert.
Das anschließende „New Hope“ legt dann aber recht brachial los und nach kurzem ist man irgendwie voll im Italo Power Metal angelangt, der mal mehr mal weniger zu den genannten großen Vorbildern rüberschaut!
Als Opener ganz in Ordnung, der ganz große Wurf ist es hier aber noch nicht. Aber mal schauen was da noch kommt.
Mit dem anschließenden „From the Sky“ kommt man auf jeden Fall schon mal wesentlich besser zum Punkt und ist kompakter unterwegs.
Natürlich klingt das Ganze schon ein bisschen nach RHAPSODY OF FIRE, das macht natürlich direkt der Gesang von Fronter Giacomo Voli.
Der erste wirkliche Anspieltipp ist dann das gefühlvolle, überlange „In the Castle“. Hier kann natürlich der Gesang 1 A punkten.
Und als wäre das eine Initialzündung gewesen legt man bei den nächsten Songs richtig los und steigert sich auch nochmal was die Qualität angeht.
Klarer Sieger hier im Mittelteil sind das schnelle „My Dreams“ und das eingängige „Prison“.
Über das gefühlvolle „We`ll meet again“ geht es dann in das Schlussdrittel wo vor allem der sehr melodische Titeltrack „The Number of Destiny“ und das sehr aggressive „Welcome to my Hell“ überzeugen können.
Mit dem klassischen, italienisch gesungene „IL Numero Mistico“, ein akustisches Cover des Titeltracks, geht die Scheibe dann recht ungewöhnlich zu Ende.

Anspieltipps:

„In the Castle“, „Prison“, „We`ll meet again“, und „The Number of Destiny“.

Fazit :

Das Debütalbum der Jungs von EMBRACE OF SOULS kommt etwas schwerfällig in die Gänge, aber ungefähr ab dem Mittelteil geht es dann so richtig los und man hat auch einige Hits im Gepäck.
Bei den ruhigen, epischen Momenten fühlen sich die Jungs richtig wohl, das merkt man bei den entsprechenden Songs direkt.
Auf jeden Fall ist das Ganze eine starke Leistung geworden, auf die man definitiv aufbauen kann und die allen Italo Power Metalfans zusagen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. On the Way from the Past
02. New Hope
03. From the Sky
04. In the Castle
05. Shape your Fate
06. My Dreams
07. Prison
08. We`ll meet again
09. To the End
10. The Number of Destiny
11. Welcome to my Hell
12. IL Numero Mistico

Video zu “The Number of Destiny”:

Julian

MARCO GARAU`S MAGIC OPERA – The Golden Pentacle

Band: Marco Garau`s Magic Opera
Album: The Golden Pentacle
Spielzeit: 65:01 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.magicopera.it

Marco Garau ist eigentlich bei der Band DERDIAN als Songwriter und Keyboarder unterwegs. Abseits seiner Stammband hat er nun sein eigenes Power Metal Opernprojekt namens MAGIC OPERA erschaffen.
Das Debütalbum „The Golden Pentacle” ist ein Konzeptalbum mit seiner eigens erdachten Story über Zauberer geworden.
Mit an Bord, außer Gründer Marco (Keyboard), sind folgende Musiker. Anton Darusso (Gesang, WINGS OF DESTINY), Gabriel Tuxen (Gitarre, SEVEN THORNS), Matt Krais (Gitarre, SHADOWSTRIKE), Salvatore Giordano (Schlagzeug, DERDIAN) und Enrico Pistolese (Bass, DERDIAN).
So, jetzt schauen wir mal wie das selbstproduzierte Debütalbum nun tönt und starten mit dem Opener und Titeltrack „The Golden Pentacle“.
Nach einer cineastischen Einleitung nimmt ein Midtemposong seinen Lauf, der immer mal wieder aus dem stoischen Double Bass Drumming ausbricht und mit allerlei symphonischen Elementen aufwarten kann.
Der Gesang von Fronter Anton ist dabei schön variable und weiß absolut zu gefallen.
Ein überlanger Opener der direkt zeigt wo die Reise hingeht und gleich als erster Tipp herhalten muss!
Das folgende „Elixir of Life“ geht dann in eine ähnliche Richtung auch wenn es etwas kompakter ist schafft man es auch hier einen recht ordentlichen Track auf die Beine zu stellen. Allerdings ist der Chorus irgendwie etwas zu, ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, trällerhaft.
Über die Standardmetalsongs „Keepers of the Night“ und „Never-endling Pain“ geht es in den Mittelteil wo wir mit dem Bombastsong „Fight for the Victory“, dem epischen und überlangen Doppelpack „The Secret of the Sea“ und „The Sacred Legacy“ sowie dem klassischen „Free Again“ weitere klasse Songs zu verzeichnen haben.
Für eine Eigenproduktion tönt das Ganze bisher echt sehr ordentlich muss man schon sagen!
Zu Beginn des letzten Drittels wird es mit „The Other Side“ dann ruhiger und diese Powerballade bringt genau die richtige Stimmung rüber. Sehr schön gemacht!
Die beiden letzten Tracks “Thief of Souls“ und „Until the End of Time” sind dann ähnliche Midtemponummern die beide auch zu gefallen wissen.
Ein klein bisschen eingängiger ist vielleicht der Endtrack so dass es noch auf unsere Hitliste wandert.

Anspieltipps:

„The Golden Pentacle“, „The Secret of the Sea“, „The Sacred Legacy“, „The Other Side“ und „Until the End of Time”

Fazit :

Ein sehr stimmiges Konzept und Debütalbum präsentiert uns hier Marco Garau mit seiner Truppe!
Fans des gewählten Genres werden hier definitiv ihre Freude dran haben. Allen anderen sei rein hören empfohlen denn das Ganze ist schon recht speziell und der massive Keyboardoverload dürfte nicht jedem zusagen!
Das ändert aber nichts an der sehr empfehlenswerten Leistung für die angesprochene Zielgruppe hier.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Golden Pentacle
02. Elixir of Life
03. Keepers of the Night
04. Never-ending Pain
05. Fight for the Victory
06. The Secret of the Sea
07. The Sacred Legacy
08. Free Again
09. The Other Side
10. Thief of Souls
11. Until the End of Time

Video zu “Until the End of Time”:

Julian

Against Evil News

Die indische „Army of Four“ Against Evil kündigt die Veröffentlichung ihres zweiten Albums an.

„The End Of The Line“ wird am 14. Mai in Europa über Doc Gator Records (DGR) erhältlich sein.

DGR veröffentlicht das Album auf Vinyl, Digipak CD und Tape.

Nach dem Erfolg ihrer sensationellen Europatour im Herbst 2019 mit ihrem Debütalbum „All Hail The King“ im Gepäck sind die Fans gespannt auf den Nachfolger.

Die Jungs haben die Zeit genutzt und erneut ein paar Überraschungen parat…seid bereit für „The End Of The Line“!

Anbei schon mal das Cover:

DURBIN – The Beast Awakens

Band: Durbin
Album: The Beast Awakens
Spielzeit: 45:14 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 12.02.2021
Homepage: www.jamesdurbinofficial.com

Der amerikanische Sänger James Durbin wurde zu einer Zeit geboren, in der der klassische Heavy Metal seinen Zenit bereits überschritten hatte. Ende der Achtziger, genauer gesagt 1989, regierten die Hair Metal Bands die Charts und es konnten sich nur noch eine Handvoll „richtiger“ neuer Metalbands etablieren. Der Großteil blieb im Untergrund stecken, obwohl viele Formationen sehr vielversprechend agierten. Der Rest ist wohl Geschichte. In der Gegenwart ist aber schon lange wieder alles möglich, so auch, dass ein gut 30-jähriger Bursche, der nach vielen Stationen in seiner Karriere nun eine neue eigene Band unter seinem Namensbanner segeln lässt.

Bekannt wurde James Durbin der breiteren Masse sicher durch seine Teilnahme an der Castingshow „Americal Idol“ im Jahre 2011. Durch diesen Popularitätsschub startete er sein eigenes Ding und sicherte sich auch gleich die Arbeit mit Songwritingpartnern wie Marti Frederiksen oder HARDCORE SUPERSTAR Bassist Martin Sandvik. Sogar MÖTLEY CRÜE Gitarrero Mick Mars und der zeitweilige GUNS´N ROSES Sechssaiter DJ Ashba willigten ein, gemeinsam an den Songs für DURBIN´s Debütalbum „Memories Of A Beautiful Disaster“ zu werkeln. Zwei weitere Alben folgten, ehe er 2017 bei QUIET RIOT einstieg, mit denen er ebenfalls zwei Studioplatten und eine Live-Scheibe veröffentlichte.

Dass „The Beast Awakens“ lediglich unter DURBIN erscheint, hat einen ganz einfachen Grund. Bewegte sich James Durbin auf seinen Soloalben stets im Rock-Bereich, der meist modern, mal aber auch etwas nostalgischer ausfiel, startet der Amerikaner hier ein reinrassiges Metalprojekt, das sich in äußerst klassischen Fahrwassern bewegt. Sprich, hier werden alte Helden von BLACK SABBATH, DIO bis hin zu JUDAS PRIEST verehrt. Gewürzt werden die Songs mit einprägsamen Melodien.

„The Prince Of Metal“ eröffnet das Album mit einer gehörigen Portion Heavy Metal der alten Schule. Neuere Kapellen wie ENFORCER sind da gar nicht so weit weg. Durbin´s Stimme macht hier dennoch den Unterschied. Was allerdings nicht sonderlich gelungen ist und vor Klischees nur so tropft, ist das dazugehörige Video, das schon fast ein bisschen zum fremdschämen ist. Nichtsdestotrotz ist der Einstieg musikalisch gelungen. Das komplette Dutzend Songs handelt von Kriegern, Schlachten, Helden und anderen mittelalterlichen Themen. Warum auch nicht – über Mädels und Parties singen ja schon die ganzen Sleaze Rocker. Aber Spaß bei Seite. Songs wie „Kings Before You“ oder „Calling Out For Midnight“ sind gut durchstrukturiert und mit „Evil Eye“ hat man sogar einen richtigen Ohrwurm im Programm, der sich auch stilistisch etwas abhebt.

DURBIN knallen mit voller Wucht ins Jahr 2021 und zeigen mit aller Deutlichkeit, was auch als neue Band möglich ist. Klassischer Heavy Metal, der damals nicht besser hätte klingen können. Nur, dass der Sound um einiges rumpeliger gewesen wäre. Angereichtert mit jeder Menge Pathos, manchmal arg nah an plumpen Klischees, aber solange nur die Musik sprechen darf, ist alles in Ordnung. Ein bisschen mehr Eigenständigkeit und vor allem Abwechslung hätte aber sicher gut getan. Denn ähnliche Releases gab es speziell in den letzten Jahren zu Hauf. Trotzdem müssen Genrefans mindestens ein Ohr riskieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. The Prince Of Metal
2. Kings Before You
3. Into The Flames
4. The Sacred Mountain
5. The Beast Awakens
6. Evil Eye
7. Necromancer
8. Riders On The Wind
9. Calling Out For Midnight
10. Battle Cry
11. By The Horns
12. Rise To Valhalla

Stefan

INGLORIOUS – We Will Ride

Band: Inglorious
Album: We Will Ride
Spielzeit: 45:17 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 12.02.2021
Homepage: www.inglorious.com

Vor 7 Jahren begann die Karriere der britischen Hardrocker INGLORIOUS, die gleich für Ihr selbstbetiteltes Erstlingwerk die hohe Hürde nahm und beim Branchenprimus Frontiers Records einen langjährigen Plattenvertrag unterzeichnen konnte. Die Zeit gibt beiden Parteien recht, denn schon mit „Inglorious“ konnte das Kollektiv um Sänger Nathan James ein dickes Ausrufezeichen setzen. Der 2017 erschienene Nachfolger „II“ landete in ihrer Heimat auf einem beachtlichen 22. Platz. Das bisher letzte Werk „Ride To Nowhere“ von 2019 konnte die Klasse der ersten beiden Werke nicht mehr ganz halten. Was können INGLORIOUS also für ihr 4. Album bereithalten?

Zumindest in Sachen Besetzung einiges: zwar sind die beiden Gitarristen Danny Dela Cruz und Dan Stevens sowie Bassist Vinnie Colla bereits seit Ende 2018 in der Band, am Kreativ- und Aufnahmeprozess des Vorgängeralbums teilnehmen konnten sie indes nicht. Das Trio Drew Lowe, Colin Parkinson und Andreas Erikson verließ unmittelbar nach den Aufnahmen die Band. Und so kann man natürlich gespannt sein, wie sich die gar nicht mehr so neuen Bandmitglieder auf „We Will Ride“ schlagen. Geht man nach der ersten Singleauskopplung „She Won´t Let You Down“, sehr brilliant. Denn der Opener hat schon ein gewisses Hitpontential. INGLORIOUS bündeln ihre Stärken und bringen ihre Interpretation von WHITESNAKE, DEEP PURPLE und Konsorten mit starken Riffs, furiosen Soli und durchdachten Melodien auf den Punkt.

Doch damit natürlich nicht genug: der schleppende, tonnenschwere Riff von „Messiah“ bringt so manche Bassbox zum tanzen und auch das bereits ausgekoppelte „Medusa“ ist feinster Stoff für alle Fans der Band und ihre Vorbilder. Die Aufzählung könnte so weiter gehen, denn schwache Momente sucht man auf „We Will Ride“ vergeblich. Das mag sich abgedroschen anhören, andere Umschreibungen würden der Klasse der vierten Platte der Briten allerdings nicht gerecht werden. Riffmonster wie „Cruel Intentions“ und „Do You Like It“ gehören zur Creme de la Creme der aktuellen Szene. Zwar verstecken sich in der zweiten Hälfte der Platte nicht mehr so viele hitverdächtige Nummern, von Qualitätsverfall darf allerdings nicht die Rede sein. Die Stücke brauchen nur die ein oder andere Umdrehung mehr in den Gehörgängen, um zu zünden. Man sollte sich aber auf den ein oder anderen etwas ruhigeren Song einlassen können.

Der etwas verzögerte Entstehungsprozess hat den Songs gut getan. Ungewohnt lange mussten die Musiker aufgrund von Covid19 darauf warten, endlich ins Studio gehen zu können. Auch die erstmalige Zusammenarbeit mit einem Produzenten (Romesh Gogandoda) hat neue Impulse gesetzt. Der Mix von Kevin Shirley tut sein übriges, um „We Will Ride“ zu einer Pflichtanschaffung für alle Fans der Band und des kompletten Genres zu machen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. She Won´t Let You Go
2. Messiah
3. Medusa
4. Eye Of The Storm
5. Cruel Intentions
6. My Misery
7. Do You Like It
8. He Will Provide
9. We Will Meet Again
10. God Of War
11. We Will Ride

Stefan

CRYSTALLION – Heads or Tails

Band: Crystallion
Album: Heads or Tails
Spielzeit: 48:46 min
Stilrichtung: Heavy Rock/Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.crystallion.org

Die deutschen Heavy Metaller von CRYSTALLION existieren nun auch schon seit 2003. Bis heute sind vier Alben erschienen, auf denen sie nach und nach ihren Sound fanden und heute eine Mischung aus Heavy Metal und Heavy Rock spielen.
Dies ist auch so auf dem neuen, fünften Album „Heads or Tails“.
Es gibt aber zwei große Neuerungen zu verkünden. Zum einen gibt es mit Pride & Joy Music ein neues Label zu verkünden, zum anderen gibt es nach 15 Jahren einen Sängerwechsel zu verkünden.
Ursänger Thomas Strübler hat die Band aus eigenen Stücken, verlassen und man fand mit Kristina Berchtold die neue, nun weibliche Stimme, von CRYSTALLION.
Mit ihr möchte man sich nun komplett von den alten Power Metal Einflüssen lösen und eher rockig unterwegs sein.
Na, schauen wir mal wie sich das so anhört!
Als Erstes haben wir den Titelsong „Heads or Tails“ als Opener. Leider ist der Titelsong nur ein stimmungsvolles Instrumental Intro geworden welches zwar Laune macht, aber ob ich dafür den Titelsong „verschwendet“ hätte…nun ja diese Logik muss mir mal jemand erklären!
Weiter geht es mit „Knights and Heroes“ welches ja schon als Vorabsingle zu bestaunen war und recht gut nach vorne geht, eine gute Hookline bietet, aber irgendwie finde ich hier den Mix aus Gesang und Instrumenten nicht gut getroffen. Das Ganze wirkt manchmal doch etwas schräg. Sorry!
Beim nachfolgenden „Living on a Lie“ klingt das Ganze dann besser zusammen und auch ansonsten ist die Nummer nicht schlecht und weiß zu gefallen. Ein erster Anspietipp für euch.
Im Mittelteil kann auf jeden Fall „I`m on Fire“ überzeugen, auch wenn es nicht wirklich zu den absoluten Innovativüberfliegern gehört.
Zu den Qualitätsüberfliegern gehören hier aber auf jeden Fall das schnelle und eingängige „Ready for the Sin“ und vor allem das geniale „The King is Rising“!
Hier zeigt man definitiv zu was man im Stande ist.
Man darf aber auch nicht vergessen zu erwähnen das man hier mit „The Sleeping Emperor“ einen absoluten Stinker an Bord hat der irgendwie so gar nicht wirklich in Fahrt kommt.
Im letzten Drittel kann das Abschlussdoppel aus „The Wild Hunt“ und „Thounderclouds“ noch überzeugen. Wobei ersteres hier ganz klar besser ist.

Anspieltipps:

„Living on a Lie“, „Ready for the Sin“, „The King is Rising“ und „The Wild Hunt“

Fazit :

Also zur neuen musikalischen Ausrichtung des Heavy Rocks passt die neue Sängerin Kristina auf jeden Fall sehr gut! Man merkt irgendwie das CRYSTALLION sich für die neue Scheibe viel vorgenommen hatten, aber so ganz bekommt man die PS nicht komplett auf die Straße!
Gute Ansätze sind zwar da, aber für mehr als eine solide Leistung reicht es dann leider nicht. Dafür sind einfach zu viel „Standard“ Tracks hier zu finden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heads or Trails
02. Knights and Heroes
03. Living on a Lie
04. Save me
05. I`m on Fire
06. The Sleeping Emperor
07. Ready for the Sin
08. The King is Rising
09. Under the Spell
10. The Wild Hunt
11. Thunderclouds

Video zu “Knights and Heroes”:

Julian

WIZARD – Metal in my Head

Band: Wizard
Album: Metal in my Head
Spielzeit: 44:00 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.legion-of-doom.de

WIZARD sind ja so was wie eine deutsche Heavy Metal Institution! Dieses Jahr feiert man das 30-jährige Bandbestehen und mit dem letzten Album „Fallen Kings“ konnte man 2017 wieder an die alten Banderfolge so richtig anschließen!
Nun kehrt man dieser Tag mit dem neuen Album „Metal in my Head“ zurück auf die Bildfläche, um der Anhängerschaft wieder den puren Heavy Metal zu präsentieren.
Das Album wurde unter Coronabedingungen aufgenommen und geschrieben und die Band hatte dementsprechend auch viel Zeit sich damit auseinander zu setzen!
Neu in der Band ist an der Gitarre Tommy Hartung (NO INNER LIMITS) und auf dem Produzentenstuhl nimmt erneut Martin Buchwalter platz.
Mit Gustavo Acosta (FEANOR) habe wir beim Song „Whirlewolf“ einen Gastmusiker mit an Bord und dieser Song wurde auch in Gedenken an den 2019 viel zu früh verstorbenen Martjo Brongers (VORTEX, STEEL SHOCK) geschrieben.
Na, dann schauen wir doch mal was die Jungs auf dem neuen Album draufhaben und horchen direkt mal in den Opener „I Bring Light into the Dark“ rein.
Stimmungsvoll wird die Nummer etwas cineastisch eingeleitet bevor dann die Doublebass Drums und die Gitarrenriffs den Ton angeben und auch Sänger Sven direkt richtig loslegt.
Ein geiler Track direkt zu Beginn, der absolut mitsingkompatibel ist und sofort Lust auf mehr macht! So muss ein Opener sein.
Und danach geht die wilde Fahrt eigentlich erst so richtig los! Egal ob bei „Metal Fest“, der Vorabsingle und Titeltrack „Metal in my Head“, dem MANOWAR Gedächtnissong „Victory“ oder dem zukünftigen Livekracher „30 Years of Metal“, WIZARD laufen hier absolut auf Hochtouren und zeigen hier beeindruckend warum sie eine deutsche Heavy Metal Institution sind!
Nach dem kleinen Dämpfer „We Fight“ geht es mit dem gefühlvollen „Whirlewolf“ weiter welches ein toller Gedächtnissong geworden ist, der einen im Chorus echt mitnimmt.
Aber, noch haben die Jungs ihr Pulver nicht verschossen!
Denn im letzten Drittel kann man mit dem epischen und tierisch groovenden „Years of War“ und dem klassischen „Firesword“ nochmal ordentlich punkten.

Anspieltipps:

Greif hin wo ihr wollt, alles ist richtig geil!

Fazit :

Ganz klar, und ich erwähnte es auch schon, auf dem Großteil ihres neuen Albums zeigen WIZARD eindrucksvoll warum sie eine DER deutschen Heavy Metal Institutionen sind!
Die Songs sind wunderbar griffig und dürften jedem Band und Genrefan absolut zusagen.
Müßig zu erwähnen das Sänger Sven stimmlich wieder auf absoluten Topniveau unterwegs ist.
Klar, alles ist nicht wirklich innovativ, aber das erwartet man glaube ich von WIZARD auch gar nicht!
Insgesamt gibt es hier nur die volle Bedienung Teutonen Heavy Metal und das ist auch gut so!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. I Bring Light into the Dark
02. Metal Feast
03. Metal in my Head
04. Victory
05. 30 Years of Metal
06. We Fight
07. Whirlewolf
08. Years of War
09. Firesword
10. Destiny

Video zu “Metal in my Head“:

Julian