FLYING COLORS – Third Degree

Band: Flying Colors
Album: Third Degree
Spielzeit: : 66.28 min
Stilrichtung: Progressiver Hard Rock
Plattenfirma: Mascot Label Group
Veröffentlichung: 04.10..2019
Homepage: www.flyingcolorsmusic.com

FLYING COLORS – Third Degree

Wohin mit dem musikalischen Sendungsbewußtsein, wenn die Hauptband nicht alle Aspekte der eigenen Kreativität abdeckt. Diese, so oder so ähnlich gestellte Frage, beantworten sich Deep Purple Gitarrist Steve Morse und Sons of Appolo Drummer Mike Portnoy, sowie Keyboarder Neal Morse mit der Fortsetzung ihrer Supergroup FLYING COLORS. Auch der Nachfolger ihrer genialen „Second Nature“ Scheibe , dient als anspruchvolles Auffangbecken zahlreicher Songs, die trotz ihrer Klasse in den angestammten Bands nicht gepasst hätten. Ihre zahlreichen Fans dürften froh sein, ob dieses Ventils.
Keine leichte Kost, aber auch nicht schwer verdaulich, läßt sich „Third Degree“ etwas kryptisch zusammenfassen. Songstrukturen , weit weg vom Mainstream, wollen vom Hörer erkannt , und nach Erarbeitung genossen werden.
FLYING COLORS bedienen nicht das vordergründig zu Erwartende, das überlassen sie anderen, weil sie es können.
Auf der anderen Seite sind FC aber auch keine x-beliebige Progband, die das instrumentale Können gerne mal über den Song stellen, aber wenn sich Pink Floydsche Versatzstücke, wie in „Guardian“ gut in einem Song platzieren lassen, bevor im Refrain die Geradlinigkeit Oberhand gewinnt, so haben sie Spaß daran. Natürlich hilft das außergewöhnliche handwerkliche Können jedem einzelnen Bandmitglied die teils obskuren Songideen umzusetzen, aber dient nie als Mittel zum Zweck.
Spielerisch leichtfüßig entwickeln sich Songs wie „The Loss Inside“ und das ruhigere „Cadence“ von einem Part zum anderen und bedienen sich dem zu entwickelnden Spannungsbogen, indem sie unterschiedlichste Songstrukturen gekonnt vermischen.
FLYING COLORS sind jederzeit in der Lage großartige Melodien, wie im zehnminütigen, monumentalen „Last Train Home“ zu schreiben, in denen sich der Hörer verlieren kann.
Alle Songs der vorliegen dritten Studioarbeit seit 2012 werden auf unbeschreibliche Weise dargeboten von einem der ausdrucksstärksten Sänger im Musikbusiness überhaupt. Will man den Begriff „charismatisch“ nicht überstrapazieren, wäre Casey McPherson einer der wenigen, die ihn tragen dürften. Das sehr zurückgenommene, sechsminütige „ You are Not Alone“ ist eine einzigartige, gefühlvolle Visitenkarte seines Könnens.
„Love Letter“ zeigt uns die leichte, unbeschwerte Seite von FLYING COLORS. Klasse Pop Rock Song mit Gitarrensolo im Brian May Style.
Auch das elf Minuten lange „Crawl“ ist eine abwechslungsreiche Reise durch die immense Schaffenskraft dieser außergewöhnlichen Band.
Nicht jeder wird sich den teils komplexen Songs dieser Band öffnen können, aber die, die es können, werden ihre wahre Freude an „Third Degree“ haben.
Das die einzelnen Songs in der letzten Dezimalstelle vielleicht nicht ganz an die Qualität des Vorgänger heranreichen, sollte keinen Käufer abschrecken, sich eine der interessantesten und abwechslungsreichsten Scheiben dieses Genres zuzulegen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Loss Inside
02. More
03. Cadence
04. Guardian
05. Last Train Home
06. Geronimo
07. You Are Not Alone
08. Love Letters
09. Crawl

Link zu “Cadence” : 

Rüdiger König

REXORIA – Ice Breaker

Band: Rexoria
Album: Ice Breaker
Spielzeit: 51:17 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy
Veröffentlichung: 18.10.2019
Homepage: www.facebook.com/rexoriamusic

Na das nenne ich mal fleißig! Nicht mal ein Jahr nach ihrem Debütalbum „Queen of Light“ kehren die Schweden REXORIA wieder zurück und haben ihr zweites Album „Ice Breaker“ im Gepäck.
Erneut hat man hier den typischen Bandsound bestehend aus Folk und Melodic Metal an Bord und auch ansonsten hat sich nicht viel getan bei der Band. Personell unverändert geht es in die zweite Runde!
Das letzte Jahr hat man aber nicht nur für das Songwriting des neuen Albums genutzt, sondern war auch mit so Größen wie SABATON oder BATTLE BEAST live unterwegs.
Mit dem Opener „Velvet Heroes“ beginnt das neue Werk. Und hier wird schnell klar das sich Gott sei Dank so gar nichts am bisherigen Qualitätslevel geändert hat! Schnell und leicht bahnt sich die Nummer direkt ihren Weg in die Gehörgänge.
Nochmal eine Schippe drauf legt man dann beim anschließenden, sehr keboardlastigen, „Fight the Demons“. Hiermit hat man auch den ersten Hit im Gepäck!
Und apropos Hit, nach den beiden Standardtracks „Endless Nights“ und „In the Wild“ gibt es selbigen mit „Reach fort he Heavens in Time“. Hier geht es etwas epischer zur Sache, was der Nummer aber absolut guttut.
Der Titeltrack „Ice Breaker“ wird dann von einem Cinematicteil eingeleitet, was super zur Geschichte passt und auch ansonsten überzeugt der Titeltrack direkt und ohne große Umwege!
Über das instrumentale Zwischenstück „Wind and Rain“ geht es dann in den letzten Abschnitt der Platte der auch richtig stark geworden ist.
Hier hätten wir zum Beispiel als Glanzstücke „Brothers of Asgaard“, „The Raging Thunder“ und „Roaring“ zu nennen.
Da aber auch die anderen Tracks weit weg vom Durchschnitt sind, kann man abschließend nur von einem absolut gelungen zweiten Album sprechen, was sicher vielen Melodic Metalheads gefallen wird!

Anspieltipps:

„Fight the Demons“, „Reach for the Heavens in Time”, “Ice Breaker”, “The Raging Thunder” und “Roaring”.

Fazit :

Ich bin ja schon versucht die 9 Punkte bei diesem rundherum gelungenen zweiten Album von REXORIA zu ziehen! Aber ich denke das hebe ich mir dann für das sicher folgende dritte Album auf.
Denn wenn die Band so weiter macht haben wir hier definitiv würdige Nachfolger der nicht mehr ganz so taufrischen Newcomer BATTLE BEAST.
Wer auf female fronted Melodic Metal steht sollte hier auf jeden Fall direkt zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Velvet Heroes
02. Fight the Demons
03. Endless Nights
04. In the Wild
05. Reach for the Heavens in Time
06. Ice Breaker
07. Wind and Rain
08. The Rise of the Phoenix
09. Brothers of Asgaard
10. The Raging Thunder
11. Roaring
12. Var Verklinget

Video zu „Roaring“:

Julian

Stormwarrior News

STORMWARRIOR kündigen neues Album an

Lust auf puren Viking Heavy Metal? STORMWARRIOR haben das was für euch: Ihr neues Album „Norsemen“, das am 29.11.2019 bei Massacre Records erscheinen wird!

Das Album wurde von Piet Sielck im Powerhouse Studio in Hamburg gemischt und gemastert. Andreas Marschall ist für das imposante Coverartwork verantwortlich, das weiter unten zusammen mit der Tracklist verfügbar ist.

Das Kernthema des Albums ist – wie der Albumtitel bereits suggeriert – das Kriegerdasein der alten Nordmänner.

Die erste Single vom kommenden STORMWARRIOR Album – welches bald vorbestellbar ist – erscheint am 16. Oktober!

Trackliste:

1. To The Shores Where We Belong
2. Norsemen (We Are)
3. Storm Of The North
4. Freeborn
5. Odin’s Fire
6. Sword Dane
7. Blade On Blade
8. Shield Wall
9. Sword Of Valhalla

Rock N Roll Wrestling Bash

THE NEXT BIG HIT!
Die Erfolgsstory Deutschlands verrücktester Bühnen Show geht weiter…
Nach 16 Jahren stetig wachsender Zuschauerzahlen und ausverkaufter Shows in immer größeren Locations über ganz Europa, hat das weltweit einzigartige Showkonzept nun auch den amerikanischen und mexikanischen Liveshow-Markt für sich eingenommen.
Das machte den Rock n Roll Wrestling Bash 2019 zur bisher größten und erfolgreichsten Tour seit Bestehen des Events. Mit weit über 20.000 Besuchern in den U.S.A., Mexiko, Niederlanden und Deutschland, Rekordumsätzen im Merchandising, einer eigenen Kunst- und Fotoausstellung in Hollywood, Special Guests von Slayer, Exodus, Trans Siberian Orchestra & Savatage und so vielen Medieneffekten wie nie zuvor, hat sich der Bash selbst übertroffen und die Latte einmal mehr ein ganzes Stück höher gelegt. Die nächste logische Steigerung ist nun das eigene The Rock n Roll Wrestling Bash Festival. Ladies and Gentlemen, damas y caballeros, wir präsentieren mit stolz geschwellter Brust: das BASHFEST!

Ein Festival so bunt und abwechslungsreich im Programm wie der Rock n Roll Wrestling Bash selbst. Hier kommt zusammen, woraus der Rock n Roll Wrestling Bash besteht: Musik, Kunst, Unterhaltung und viel Spaß!
Place your bets and be part of the next big hit!

KÖLN HAT EIN NEUES ROCK-FESTIVAL, UND ES WILL DEINE SEELE

Zur ersten Ausgabe des Bashfest sind Künstler aus ganz Europa gebucht aus den Genres Hard Rock, Heavy Metal, Thrash Metal, Psychobilly, Punk Rock und Hardcore.

The Rock n Roll Wrestling Bash wird als Headliner den Abend abschließen und freut sich im Vorprogramm noch folgende Acts verpflichten zu können:

Demented Are Go – UK / Psychobilly
Dust Bolt -D / Thrash Metal
Hola Ghost – DK / Psychobilly
Insanity Alert – AT / Thrash Metal
Lords Of Salem – D / Hard Rock
Masuria – D / Tech Metal
Deathletics – D / Punk Rock

Als Schauplatz des Bashfest kommt keine andere Location in Frage, als das vom Rock n Roll Wrestling Bash 2018 offiziell eröffnete Carlswerk Victoria und dem dazugehörigen Club Volta.
Das Carlswerk Victoria liegt neben dem Schauspielhaus, vielen Restaurants und Bars auf dem neu belebten Gelände des alten Carlswerks in Köln-Mühlheim.
Das Bashfest-Publikum hat mit seinen Bändern freie Bewegungsmöglichkeit auf dem Carlswerk-Gelände und kann das Festival zu jeder Zeit verlassen und wieder betreten, um z.B. in anliegenden Restaurants essen gehen zu können; ganz nach Wunsch.

Die Tageskarte kostet im Vorverkauf 35 € zzgl. VVK-Gebühren, sowie 50 € an der Abendkasse.
Das Festival öffnet seine Tore um 15:00 Uhr und das Programm beginnt bereits kurz nach dem Einlass.

Die weiteren Tourdates des Carlos Martinez Rock n Roll Wrestling Bash (präsentiert von ROCK ANTENNE):

07.12.2019 (DEU) Köln, Carlswerk Victoria (BASHFEST) *
28.12.2019 (DEU) Munich, Backstage Werk*
03.01.2020 (DEU) Lindau a. Bodensee, Club Vaudeville*
04.01.2020 (DEU) Saarbrücken, Garage*
10.01.2020 (DEU) Berlin, Festsaal Kreuzberg*
11.01.2020 (DEU) Hamburg, Gruenspan *
17.01.2020 (DEU) Dortmund, FZW*
07.02.2020 (DEU) Wiesbaden, Schlachthof*
15.02.2020 (DEU) Hannover, Musikzentrum*
28.02.2020 (DEU) Osnabrück, Rosenhof*
06.03.2020 (DEU) Würzburgm Posthalle*
18.04.2020 (DEU) Magdeburg, Factory

*w/LORDS OF SALEM

Nils Patrik Johansson News

Der 28. Februar 1986 zählt nicht nur in Schweden sondern auf nahezu der gesamten Welt zu den dunkelsten Tagen in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Es war das Datum an dem der schwedische Ministerpräsident Olof Palme nach einem Kinobesuch auf offener Straße erschossen wurde. Bis zum heutigen Tag konnten weder der Täter noch die Hintergründe des Anschlags ermittelt werden.

Für sein internationales Engagement für Abrüstung, Verständigung und soziale Gerechtigkeit genießt Olof Palme bis heute hohes Ansehen.

So war es auch für Sänger Nils Patrik Johansson (Astral Doors / Lion’s Share / Civil War) seit Längerem ein besonderer Wunsch, sich musikalisch mit dem Thema des Anschlags auseinanderzusetzen.

Das am 28.02.2020 bei Metalville (Rough Trade) erscheinende Konzeptalbum bedeutet zudem das bisher ernsthafteste Projekt in der langen Karriere von NP Johansson.

In einem kurzen Video, gedreht am Originalschauplatz des Attentats, erklärt der Künstler seine Beweggründe zur kommenden Veröffentlichung des Albums.

Lionheart News

Die britische Hard Rock-Legende LIONHEART  haben ein neuen Zuhause bei METALVILLE Records gefunden.

Die Band arbeitet derzeit an neuem Material, und ein neues Studioalbum wird im Frühjahr 2020 in den Handel gelangen. Nähere Informationen folgen in Kürze.

LIONHEART wurde Ende 1980 von Dennis Stratton (Lead Guitar/Backing Vocals, Ex-Iron Maiden), Jess Cox (Lead Vocals, Ex-Tygers von Pan Tang), Steve Mann (Lead Guitar/Backing Vocals, Ex-Liar), Rocky Newton (Bass Guitar/Backing Vocals, Ex-Wildfire) und Frank Noon (Drums, Ex-Def Leppard) gegründet.

Das aktuelle Line-Up besteht aus:

Dennis Stratton (Formerly guitarist with Iron Maiden)

Steve Mann (Currently guitarist and keyboards player with Michael Schenker)

Rocky Newton (Formerly bass player and backing vocalist with McAuley Schenker Group=

Clive Edwards (Formerly drummer with UFO, Wild Horses and Uli Roth)

Lee Small (Formerly lead vocalist with Shy and Phenomena)

Discography:

Hot Tonight (1984)
Unearthed – Raiders of the Lost Archives (1999)
Second Nature (2017)

MICHAEL SCHENKER FEST – Revelation

Band: Michael Schenker Fest
Album: Revelation
Spielzeit: 52.38 min
Stilrichtung: Classic Hardrock
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: .20.9.2019
Homepage: www.michaelschenkerfest.com

Michael Schenker Fest – Revelation

Michael Schenker gönnt seinem auf der Konzertbühne entstandenen „FEST“ – Projekt ein weiteres Studioalbum. „Revelation“ setzt in puncto massivem Sängeraufgebot selbst zum Vorgänger “Resurrection“ nochmal neue Höchstmarken.
Finden die reaktivierten Gary Barden, Robin McAuley, Graham Bonet und Doogie White mittlerweile immer besser zueinander, galt es auf dem aktuellen Longplayer auch noch den viel beschäftigten chilenischen Ausnahmesänger Ronnie Romero ( Rainbow, Coreleoni und Ferryman) ins Mannschaftsgefüge zu integrieren.
Damit nicht genug mußte man doch auch den angestammten MSG Drummer Ted McKenna aufgrund seines Todesfalls während der Aufnahmesessions durch Bodo Schopf und Simon Phillips ersetzen.
„Revelation“ stellt somit schon alleine eine logistische Herausforderung dar, die auf dem Erdball verteilten Musiker in dieses Projekt zu vereinen. Die Aufnahmen fanden somit in zwei Studios in Deutschland und Los Angeles unter der erneuten Produktionsaufsicht von Michael Voss statt.
Musikalisch geht das aktuelle Album konsequent den eingeschlagenen Weg des Vorgängers weiter, guter old school Classic Rock, wie man ihn von Schenker gewohnt ist. Der deutsche Ausnahmegitarrist, der selbst die Songankündigungen seiner deutschen Konzerte, in Englisch abhält, ist komplett „back to the roots“. Das Songwriting von Stücken wie „Under A Blood Red Sky“ und „Behind The smile“ lässt sich ohne Probleme in die Tracklist seiner Frühwerke einfügen. Fans der anfänglichen Schaffensphase des Hannoveraners dürften verwundert feststellen, dass die Zeit nah zu stillzustehen geblieben scheint.
Mag das gut vierminütige „Rock Steady“ ein schön stampfender, leicht verschleppter und nicht schlechter Hardrocksong sein, ein guter Opener ist es nicht.
Erheblich fixer gibt sich da das folgende “Under A Blood Red Sky“ wo hingegen erst „Silent Again“ auffährt, was einen guten Schenker Song ausmacht. Einzigartige Gitarrenarbeit gepaart mit einem richtig guten Refrain. Hier zeigt sich zum ersten Mal, wie gut ein Robin McAuley aktuell noch unterwegs ist. Auch das mehr als gelungende „Sleeping with the Light on“ lebt von dem Variantenreichtum der wechselnden Sänger.
Urtypisch glänzt „The Beast in The Shadow“ mit brillantem Soloteil. Was auch immer Schenker spielt, es hat immer großen Wiedererkennungswert.
Die von Steve Mann gekonnt eingesetzten Keys überzeugen im guten „Behind The Smile“, mal besseren und mal weniger gut gelungen Classic Hardrock bieten „Crazy Daze“ und „We are the Voice“, welches trotz eines gut aufgelegten Ronnie Romeros nicht so richtig zünden will.
An die guten McAuley Schenker Zeiten erinnert das atmosphärische „Old Man“, bevor das verspielte Instrumental „Ascension“ eine solide MICHAEL SCHENKER Platte beschließt.
Neben der zumindest fragwürdigen Covergestaltung, die man unter den Mantel der Geschmacksache lassen kann, ist der darbietende Sound von „Revelation“ sicher keine Offenbarung. Er mag im Sinne des Erfinders sein, modern oder auch nur ansatzweise zeitgemäß ist er sicher nicht. Es klingt alt, das kann Absicht und im Stile des Albums sein, aber die technischen Errungenschaften eines guten Studios komplett auszublenden, damit tut sich MICHAEL SCHENKER keinen Gefallen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock Steady
02. Under A Blood Red Sky
03. Silent Again
04. Sleeping With The Light On
05. The Beast In The Shadow
06. Behind The Smile
07. Crazy Daze
08. Lead Your Astray
09. We Are the Voice
10. Headed For The Sun
11. Old Man
12. Still In The Fight
13. Ascension

Link zu “Sleeping With The Light On” :

Rüdiger König

ECLIPSE – Paradigm

Band: Eclipse
Album: Paradigm
Spielzeit: — min
Stilrichtung: Melodic Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 11.10.2019
Homepage: www.eclipsemania.com

ECLIPSE Paradigm
Was das schwedische Wunderkind Erik Mårtensson auch alles produzieren und mischen mag, seine Band ECLIPSE bleib seine Herzensangelegenheit und dieses Herzblut spürt man auch auf dem neusten Werk „Paradigm“ in jeder Note.
Hier werden keine Bonustracks aus vergangenen Kompositionsphasen erneut verwurstet, hier wird das Beste erarbeitet, was gerade möglich ist. Der rote ECLIPSE Faden ist allgegenwärtig, die Band hat ihren favorisierten Stil gefunden und bewegt sich gekonnt um ihre Brandmarks, die da sind, druckvoller, eingängiger Melodicrock ohne Kompromisse. Kein Bombast, schnörkellos, doch mit Spielraum für immer mal wieder Unerwartetes.
Die Refrains wirken irgendwie immer eine Spur griffiger und die Strophen häufig passender als bei einem Großteil der Konkurrenz und wenn die fürs Album ausgewählten Songs allesamt im Midtempo und schneller sind, dann ist das so und man verzichtet halt auf die ansonsten obligatorische Quotenballade.
Abwechslung wird durch fein gesetzte Akzente erzielt, sei es die ungewöhnliche Songeröffnung oder ein außergewöhnliches Solo. Erik Mårtensson macht nicht viel anders, aber an genau den richtigen Stellen. Diese Feinheiten sind extrem songdienlich und in ihrer Einfachheit schon teils genial. Oftmals braucht es mehrere Durchläufe bis sich alles offenbart hat.
Rein musikalisch ist es sogar ein wenig rätselhaft, was genau den Unterschied macht.
Die zwar angenehme Gesangsstimme ist nicht wirklich außergewöhnlich, die ordentliche Gitarrenarbeit nicht von einem anderen Stern, aber alle Mannschaftsteile fügen sich extrem harmonisch zusammen. Nichts ragt raus und alles zusammen ergibt ein klasse Gesamtergebnis. ECLIPSE hassen Albumfüller und lassen sie einfach weg.
Viele ihrer Songs hinterlassen gerne mal den Eindruck, ihn in ähnlicher Form schon mal gehört zu haben, da der Aufbau sich häufig ähnelt, dann hört man sich durch den Backkatalog und findet nichts.
„Blood Wants Blood“, „Mary Leigh“ und vor allem „The Masquerade“ sind drei dieser kleinen Meisterwerke, welche leicht das Qualitätslevel des fulminanten Vorgängers „Monumentum“ erreichen, die grundsätzlich eher einfacheren Songs packen einen spätestens im Refrain.
Die kantige, schon fast dreckige Gitarrenarbeit von Leadgitarrist Magnus Henriksson auf „Delirious“ ist extrem treibend und kommt wie fast das ganze Album ohne große, dominante Keyboardeinsätze aus.
Etwas auf die Tempobremse treten „Take Me Home“ und „Shelter Me“, die getragenen Hymnen auf „Paradigm“, ohne die es ECLIPSE nicht machen.
Kurz und prägnant lautet die Devise, denn Mårtensson weiß genau um den Wirkungsgrad seiner elf Songs, nach drei bis vier Minuten ist die jeweilige Messe meistens gelesen und wird nicht um weitere Minuten unspektakulär in die Länge gezogen.
ECLIPSE ist es somit eindrucksvoll gelungen, dem grandiosen Vorgänger „Monumentum“ einen würdigen Nachfolger auf beachtlicher Qualitätsstufe folgen zu lassen.
Das Ganze mag nicht jedermanns Lieblingsmusik sein, aber die stetig zunehmende Anzahl an Fans kommt erneut voll auf ihre Kosten.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Viva La Victoria
02. Mary Leigh
03. Bloods Wants Blood
04. Shelter Me
05. United
06. Delirious
07. When The Winter Ends
08. 38 Or 44
09. Never Gonna Be Like You
10. The Masquerade
11. Take Me Home

Link zu “United”:

Rüdiger König

 

DAWN OF DESTINY – The Beast Inside

Band: Dawn of Destiny
Album: The Beast Inside
Spielzeit: 56:34 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Ram It Down Records
Veröffentlichung: 04.10.2019
Homepage: www.facebook.com/dawnofdestiny.de

Vier Jahren nach ihrem letzten Album „To Hell“ kehren die deutschen Power Metaller von DAWN OF DESTINY endlich zurück und haben für ihre Fans ihr neues, siebtes Album, „The Beast Inside“ im Gepäck.
Die Band rund um Mastermind und Basser Jens Faber und Sängerin Jeannette Scherff hatte ja schon immer ein Händchen für düsteren, atmosphärischen Power Metal der auch das ein oder andere Mal in die Symphonic Ecke abdriftet.
Daher konnte man schon gespannt sein was man sich dieses Mal wieder überlegt hat!
Konzeptionell geht es dieses Mal um eine junge Frau mit Namen Christine die von ihrer Mutter getrennt in einer fremden Stadt lebt und mit allerlei Verletzungen und Traumata aus der Vergangenheit zu kämpfen hat. Kein leichter Stoff also!
Eröffnet wird das neue Werk mit dem Opener „The Beast Inside a Beauty“. Düster, schleppend aber immer noch melodisch bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge und bleibt da auch lange haften. Als Opener auf jeden Fall schon mal ein sehr ordentlicher Einstieg!
„It`s my Fate“ im Anschluss ist dann eher Standardmetal, richtig überzeugen kann man dann wieder im Anschluss mit „Pain in Me“ und vor allem „Fight your Inner Demons“! Hier stimmt die tolle Mischung aus düsterem Symphonic Metal und Melodic Metal.
Die erste Hälfte beschließt das epische „Looking for a Hero“ welches vor allem im Chorus seine ganze Stärke ausspielt!
Die zweite Hälfte beginnt mit dem ebenfalls sehr melodischen und starken „Signs in the Sky“ wird mit „Surrounded“ fortgesetzt, wo Growls Einzug halten die mich so gar nicht packen können, und dem eher wieder zum Standardmetaltrack tendierenden „Why am I here“ welcher nicht sonderlich auffällt.
Das letzte Drittel wird dann vom melodischen „Already Dead“ und dem epischen Abschluss „Longing“ dominiert. Das dazwischen liegende, erneut mit Growls angereicherte, „If we close our Eyes“ kann leider nicht komplett überzeugen.

Anspieltipps:

„The Beast Inside a Beauty”, “Fight your Inner Demons”, “Looking for a Hero”, “Signs in the Sky” und “Already Dead”.

Fazit :

DAWN OF DESTINY Fans sollten mit dem neusten Werk absolut keine Probleme haben! Sie bekommen das geboten was sie erwarten.
Allen anderen empfehle ich aber definitiv reinzuhören, da die sehr düstere Grundstimmung nicht jedermanns Sachen ist.
Symphonic Metalfans mit dem Hang zur Düsternis ist das neue Werk aber auf jeden Fall wärmstens ans Herz zu legen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beast Inside a Beauty
02. It`s my Fate
03. Pain in Me
04. Fight your Inner Demons
05. Peace of Mind
06. Looking for a Hero
07. Signs in the Sky
08. Surrounded
09. Why Am I Here?
10. Already Dead
11. If we close our Eyes
12. Longing

Julian