DIRKSCHNEIDER & THE OLD GANG – Babylon

Trackliste:

01. It Takes Two to Tango
02. Babylon
03. Hellbreaker
04. Time to Listen
05. Strangers in Paradise
06. Dead Man`s Hand
07. The Law of a Madman
08. Metal Sons
09. Propaganda
10. Blindfold
11. Batter the Power
12. Beyond the End of Time

Spielzeit: 61:15 min – Genre: Heavy Rock/Metal – Label: RPM – VÖ: 03.10.2025 – Page: www.datog.de

 

Was mit einer Charity Aktion für betroffene Künstler des Corona Lockdowns begann hat sich zwischenzeitlich zu einer waschechten Band gemausert die dieser Tage ihr Debütalbum „Babylon“ auf den Markt werfen.
Die Rede ist von DIRKSCHNEIDER & THE OLD GANG kurz DATOG.
Die Truppe besteht aus insgesamt 6 Mitgliedern, ganz vorne natürlich Namensgeber und ACCEPT sowie U.D.O Sänger Udo Dirkschneider, sein Sohn Sven Dirkschneider sitzt am Schlagzeug, die zweite Sängerin Manuela Bibert und dann wird es ganz nostalgisch, denn mit den Saitenkünstlern Peter Baltes, der hier auch fleißig als Backgroundsänger in Erscheinung tritt, am Bass sowie Stefan Kaufmann und Mathias „Don“ Dieth an der Gitarre lässt man noch mehr seliges ACCEPT Feeling aufkommen. Wobei letzterer dort ja nie gespielt hat.
In den letzten Monaten ist fast das halbe Album schon als Videosingles veröffentlicht worden, ein Umstand, der in der heutigen Zeit ja schon fast normal ist und eben das neue Marketing ist, so das man sich schon einen guten Überblick über das musikalisch hier dargebotene verschaffen konnte.
Die musikalische Bandbreite reicht hier vom klassischen Heavy Metal bis hin zu Heavy Rock mit Mainstream Einschlag.

Und das wird auch direkt mit dem Albumopener „It Takes Two to Tango“ klar. Metallische Riffs paaren sich mit Rockgesangslinien und einem treibenden Beat. Udo ist rau wie immer unterwegs und wir gut durch Sängerin Manuela sowie im Background durch Peter unterstützt.
Die Nummer geht richtig schön in Mark und Bein über und man kann richtig schön mitgehen. Ein sehr überzeugender Beginn!
Der Titeltrack „Bayblon“ folgt dann als Nächstes. Den Hauptgesang übernimmt dieses Mal Manuela sowie Udo und Peter unterstützt. Passend zum Titel eine langsame, epische und orientalisch angehauchte Nummer die auch super anzuhören ist.
Wesentlich mehr in den klassischen Heavy Metal geht dann „Hellbreaker“. Eine Nummer die auch gut auf ein U.D.O Album passen könnte mit seinem stampfenden Beat, wäre da nicht der weibliche Gesang.
Genau in der Schnittmenge zwischen Heavy Rock und Metal bewegt sich dann „Time to Listen“. Im Chorus mit weiblicher Gesangsunterstützung und ansonsten ist meistens Udo zu hören. Auch eine schöne Nummer die gut ins bisherige Klangbild passt.
Im Mittelteil wissen auf jeden Fall die Powerballade „Strangers in Paradise“, mit tollen klaren Gesang von Udo, der Southern Rocker „Dead Man`s Hand” sowie dem klassische Banger “Metal Sons” absolut weiter zu überzeugen.
Also bislang macht die Truppe rund um Udo D hier eine gute Figur, mal schauen wie das auf den letzten Metern der Scheibe so ist?
Und auch hier gibt es direkt Entwarnung, zwar ist man nicht mehr ganz so hitsicher unterwegs wie vor allem in der ersten Hälfte der Scheibe, aber von kompletten Ausfällen ist man hier meilenweit entfernt.
Am Besten tönen hier definitiv die Powerballade “Blindfold” die richtig schon episch aus den Boxen kommt sowie das abschließende überlange und abwechslungsreiche “Beyond the End of Time”.

Es ist auf jeden Fall schön so viele alte Haudegen auf einem Haufen zu erleben und einfach zu spüren wieviel jahrelange Erfahrung hier in den Songs steckt. Für beinharte Metaller und U.D.O Fans ist das Album nicht unbedingt etwas, hier ist man insgesamt eher etwas rockiger unterwegs was nicht bei jedem bestimmt gut ankommen wird!
Aber die Qualität der Songs spricht für sich und ich finde es toll Udo D hier auch mal von einer anderen Seite und Stimme zu hören die man so noch nicht kannte.
Mit der zweiten Sängerin hat man sich definitiv einen Gefallen getan, es macht das Album nämlich interessanter und vielseitiger, aber auch natürlich etwas mainstreamiger, was aber auch an den Songs liegt.
Mir gefällt es auf jeden Fall sehr gut und da bleibt mir keine Wahl als in unseren oberen Punktebereich vorzudringen! Aber das Album wird definitiv polarisieren, da bin ich mir sehr sicher!

Julian

 

 

HUMAN FORTRESS – Stronghold

Trackliste:

01. Stronghold
02. The End of the World
03. Pain
04. Mesh of Lies
05. The Abyss of our Souls
06. Under the Gun
07. Silent Scream
08. Death Calls my Name
09. Road to Nowhere
10. The Darkest Hour

 

Spielzeit: 42:07 min – Genre: Melodic Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 17.10.2025 – Page: www.human-fortress.de

 

2021 gab es von den deutschen Melodic Metallern von HUMAN FORTRESS das letzte Lebenszeichen in Form der Best Of Zusammenstellung „Epic Tales & Untold Stories“. Zeit mal endlich wieder für etwas ganz Neues von der Band aus Hannover.
Das 8. Album hört auf den Namen „Stronghold“ und die Band rund um die beiden Gitarristen und Masterminds Torsten Wolf sowie Volker Trost haben merklich am Sound gedreht.
Durch den Ausstieg des langjährigen Keyboarders Dirk Liehm wurde das meiste Material für die Scheibe ohne Keyboards geschrieben und das merkt man sofort am Sound, ist dieser doch wesentlich Gitarrenlastiger und somit wirkt das Ganze direkt heavier!
Weiterhin an Bord, sind der brasilianische Sänger Gus Mosanto, Bassist Andre Hort und Schlagzeuger Apostolos Zaios. Mittlerweile neu für die Keyboards ist Axel Herbst zur Band gestoßen.
Endproduziert hat die neue Scheibe übrigens niemand geringeres als LEAVES EYES Mastermind Alex Krull.

Wie angekündigt merkt man direkt beim Opener und Titeltrack „Stronghold“ den geänderten Bandsound. Denn dieser beginnt sehr gitarrenlastig und kommt relativ ohne Keyboards aus. Im Refrain entwickelt sich die ganze Klasse des Songs, ansonsten hat die Nummer ein paar interessante Gitarrenläufe zu bieten die erstmal sehr befremdlich rüber kommen! Insgesamt aber ein toller und passender Opener!
„The End of the World“ bietet dann dezente Keyboardunterstützung gerade zu Beginn ist ansonsten aber auch ein waschechter Melodic Metaltrack der im Vergleich zum Opener aber etwas abfällt.
„Pain“ ist dann eher im Stile eine Powerballade gehalten, auch wenn in der Folge das balladige etwas abhanden kommt hat die Nummer die ganze Zeit etwas schwermütiges was durch die Klavierpassagen nur noch mehr unterstützt wird. Ein interessanter Song den man so sehr selten bislang von HUMAN FORTRESS gehört hat.
Im Mittelteil ziehen die Jungs die Hitdichte ziemlich an und ballern uns einige saustarke Tracks um die Ohren.
„Mesh of Lies” kommt klassisch und melancholisch aus den Boxen, die Videosingle “The Abyss of our Souls” ist dann eine epische Ohrbombe dessen Chorus man so schnell nicht mehr aus dem Hirn bekommt und “Under the Gun” beginnt mit einem ordentlichen Bassgroove, kommt ansonsten auch richtig schön fett eingängig aus den Boxen und hat eine schöne Heavy Rock Schlagseite abbekommen.
Jetzt sind die Jungs so richtig warm, denn auch die folgenden Songs sind hauptsächlich Melodic Metal Volltreffer geworden.
“Silent Scream” zum Beispiel ist wieder so eine schwermütige Nummer geworden die mit einem tollen Chorus aufwarten kann und die drei letzten Songs “Death Calls my Name”, “Road to Nowhere” und “The Darkest Hour” sind zwar alle sehr gitarrenlastig aber haben alle auch den einen gewissen epischen Touch für den die Band einfach steht.

Zu Beginn hatte ich absolut meine Probleme mit der neuen HUMAN FORTRESS Scheibe. So anders klangen die Songs ohne die liebgewonnenen Keyboards die den Bandsound bislang geprägt hatten.
Aber nach und nach und vor allem aufgrund der zweiten Albumhälfte steigerte sich die Platte in der Gesamtnote und ich denke auch die Die Hard Bandfans werden schlussendlich zufrieden sein.
Somit gibt es dann doch eine Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft und insgesamt kann man der Band nur zu einem runden eher klassischen Melodic Metalalbum gratulieren!

Julian

 

 

SABATON – Legends

Trackliste:

01. Templars
02. Hordes of Khan
03. A Tiger Among Dragons
04. Crossing the Rubicon
05. I, Emperor
06. Maid of Steel
07. Impaler
08. Lightning at the Gates
09. The Duelist
10. The Cycle of Songs
11. Till Seger

Spielzeit: 45:42 min – Genre: Power Metal – Label: Better Noise Music – VÖ: 17.10.2025 – Page: www.sabaton.net

 

2008 mit dem Album „The Art of War“ begann meine Liebesgeschichte mit den schwedischen Power Metallern SABATON. Kein Mensch hätte vermutlich damals gedacht welchen kometenhaften Aufstieg die Band hinlegen würde und heutzutage als einer der bekanntesten Power Metalbands des Metal Planeten gelten. Erfolgreich noch dazu, sehr Tourfreudig, aber auch sehr streitbar!
Die einen können mit ihnen nix anfangen, die anderen vergöttern sie.
Ich mag sie und fand auch die letzten Veröffentlichungen gut von daher war es für mich selbstverständlich das ich mir auch das neue , 11. Album der Jungs mit dem Titel „Legends“ genauer zu Gemüte führe.
Dieses erscheint übrigens bei ihrem neuen Label, denn die Band ist von Nuclear Blast zu Better Noise Music gewechselt.
Auf „Legends“ tummeln sich allerlei Geschichten von berühmten, historischen Persönlichkeiten, unter anderem Jeanne D`Arc, Napoleon, Julius Cäsar oder Dschingis Khan.
Das schon bandtypische Song Storytelling können wir hier wieder erwarten, aber etwas soll anders sein dieses Mal, denn rund um die beiden Masterminds Bassist Pär Sundström und Sänger Joakim Broden haben dieses Mal auch die restlichen Musiker in Persona der beiden Gitarristen Chris Rörland, Thobbe Englund sowie Schlagzeuger Hannes Van Dahl sich am Songwriting und der Entstehung der Songs beteiligt.
Mal schauen ob man das hört!

Gestartet wird mit der Videovorabsingle „Templars“. Nach der atmosphärischen Einleitung geht es schön episch los bevor die schwermetallischen Riffs einsetzen. Ein typischer SABATON Stampfer vor dem Herrn erwartet uns hier der direkt welches eines der nächsten Live Highlights werden sollte. Ein starker, aber auch gewohnter Beginn!
Die nächste Videosingle „Hordes of Khan“ folgt direkt als Nächstes. Auch mit einem leichten epischen Touch aber wesentlich härter kommt man hier aus den Boxen. Den Chorus finde ich hier wesentlich interessanter als beim Song zuvor.
Einen sehr geilen Chorus bietet dann das folgende „A Tiger Among Dragons“. Die Nummer dürfte live ziemlich abgehen und hat, an den Titel angelehnt, einen leichten asiatischen Touch abbekommen. Wieder so ein SABATON Midtemposong dessen Magie man sich nach kurzem schon nicht mehr entziehen kann.
Im Mittelteil wird die Qualität auch schön hochgehalten. Angefangen vom erdigen, mit Keys unterlegten „Crossing the Rubicon“, zu dem es auch ein Video gibt, über der Julius Cäsar Huldigung „I Emperor“ zu dem vielleicht schnellsten Track auf der Platte „Maid of Steel“. Hier geht es richtig schön zur Sache.
Die nächste richtige Ohrbombe folgt direkt mit „Impaler“. Szenekenner wissen hier geht es um Dracula. Ein klassischer SABATON Stampfer der wieder so einen Chorus besitzt den glaube ich nur die Schweden so hinbekommen!
Und auch im letzten Drittel bleibt die Qualität oben, das war ja nicht immer so bei den letzten Scheiben der Jungs.
„The Duelist“ und das wieder etwas episch angehauchte „The Cycle of Songs“ sind hier die klaren Gewinner.
Abgeschlossen wir das Album von dem auf schwedischen gesungenen „Till Seger“der vom schwedischen König Gustav Adolf handelt.

Also die letzten Alben der Jungs von SABATON waren gut, nutzten sich aber irgendwie immer ziemlich schnell ab. Große Überraschungen darf man auch auf den neuem Album nicht erwarten, SABATON klingen wie sie immer klingen, aber irgendwie wirken die Songs kompakter, griffiger und frischer. Scheint also zu stimmen das dieses Mal die gesamte Band an den Songs geschrieben hat!
Tolle neue Scheibe wo man bekommt was man als Fan erwartet, aber auch etwas überrascht wird, glasklare Kaufempfehlung und für mich klar eine der besten Veröffentlichungen der Band der letzten Jahre!

Julian

 

NILS PATRIK JOHANSSON – War and Peace

Trackliste:

01. Himalaya
02. Gustav Vasa
03. Prodigal Son
04. Stay Behind
05. Barbarossa
06. Hungarian Dance
07. The Great Wall of China
08. Two Shots in Sarajevo

 

 

Spielzeit: 40:29 min – Genre: Heavy Metal – Label: Metalville – VÖ: 10.10.2025 – Page: /

 

5 Jahre nach dem letzten Soloalbum kommt ASTRAL DOORS Fronter Nils Patrik Johansson mit einem neuen Diskus um die Ecke. Dieser ist betitelt mit „War and Peace“ und bietet erneut die schon gewohnten Heavy Metal Tracks. Viele persönliche Themen sind auf diesem Album, z.B der lang gehegte Wunsch einen Song über den schwedischen König Gustav Vasa zu machen.
Auf dem Album mitgewirkt haben als Musiker noch wie immer sein Sohn Fredrik als Schlagzeuger, Freund und Gitarrist Lars Chriss sowie Tommy Denander an der Trompete! und Anuviel an den Keys.

Mit dem tollen Intro „Himalaya“ beginnt das neue Werk, welches ich irgendwie sehr stimmungsvoll finde. Könnte auch ein Filmsoundtrack sein!
Das schon angesprochene „Gustav Vasa“ schließt direkt an. Man merkt der Nummer absolut die Hingabe an und dass das Ganze Nils sehr wichtig war. Irgendwie eine sehr klassische NPJ Nummer. Die Fans werden den Track sofort ins Herz schließen!
Ähnlich verhält es sich eigentlich auch mit „Prodigal Son“, hier haben wir dann den Trompeteneinsatz von Tommy Denander. Könnte irgendwie auch eine ASTRAL DOORS Nummer sein,
„Stay Behind“ ist dann eine sehr untypische Nummer, sehr getragen, eher rockig gehalten, hat aber definitiv etwas!
Ein richtig schöner epischer Heavy Metal Brocken ist dann „Barbarossa“ geworden. Und das meine ich absolut positiv. Die Nummer kommt richtig fett aus den Boxen, groovt wie die Hölle und hat ein paar interessante Wendungen zu bieten.
Nach „Hungarian Dance“ was für mich irgendwie der schwächste Song der Scheibe ist, kommen nochmal zwei richtig starke Nummern!
Diese sind „The Great Wall of China”, klassischer NPJ Stoff der in ein schön episches Konzept gesteckt wurde und auch zu den besten Nummern der Scheibe gehört sowie das abschließenden „Two Shots in Sarajevo“, eine Nummer bei dem die Füße und Hände nicht still stehen können sondern schön im schwungvollen Takt mitgehen können.

Auch wenn der gut Nils Patrik Johannsson immer mal wieder das Experimentieren anfängt, es tönt immer sofort nach ihm bzw. in Ansätzen an die Stammband ASTRAL DOORS irgendwie. Und das ist auch gut so, erwarten doch genau das die Fans von ihm! Er ist halt ein absolut charismatischer Sänger, den man aus hunderten sofort heraushört und ähnlich ist es auch bei seinen Songs. Da steckt immer viel Lieben drin!
Klare Kaufempfehlung für die Zielgruppe mit der entsprechenden Benotung, auch wenn mir das letzte Soloalbum etwas besser gefallen hat.

Julian

 

AEDAN SKY – The Universal Realm

Trackliste:

01. Opening
02. Call of the Universe
03. A Kingdom to the Stars
04. Gate of Skies
05. Beyond the Vortex of Time
06. From the Ashes to the Light
07. Land of Paradise
08. Interlude
09. Ilumination
10. The Universal Realm

 

Spielzeit: 36:38 min – Genre: Power Metal – Label: Rockshots Records – VÖ: 12.09.2025 – Page: www.facebook.com/AedanskyOfficial

 

AEDAN SKY ist ein neues Bandprojekt des französischen Musikers Sebastien Chabot den Szenekennern bestens von GALDERIA oder KINGCROWN bekannt sein sollte.
Mit der neuen Band lebt Sebastien seine komplette Kreativität aus und nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise in die Spiritualität und Emotionalität der menschlichen Seele verwoben in eine komplexe Story.
Vom Charakter her wird man hier an die frühen AVANTASIA Alben erinnert. Passenderweise gibt es auch drei Sänger die unterschiedliche Rollen einnehmen.
Namentlich sind das Sebastien selbst, sowie Bob Saliba (KINGCROWN) sowie Thomas Schmitt (GALDERIA).
Die drei übernehmen dann auch parallel die meistens Instrumente auf dem Album.
Musikalisch sind als Paten am Ehesten STRATOVARIUS, HELLOWEEN oder eben AVANTASIA anzusehen.

Mit dem passend bezeichneten „Opening“ beginnt das Debütalbum „The Universal Realm“. Ein bisschen stimmungsvoll wird es, dann ist das kurze Stück auch schon wieder vorbei und „Call of the Universe“ übernimmt das Ruder. Eine schnelle Doublebass Nummer, die vor allem im Chorus ihre ganze Klasse ausspielt und somit ordentliches Futter für die geneigte Fanschar darstellt.
Ähnlich schnell ist man dann bei „A Kingdom to the Stars“ unterwegs. Hier kommt man ohne großen Chorus aus, dafür packt man ordentlich Epic im selbigen in die Nummer.
„Gate of Skies” welches den Mittelteil einleitet hat einen ruhigeren Beginn, bevor wir wieder voll im Melodic Power Metal unterwegs sind. Geschwindigkeitstechnisch geht es nicht so fix zur Sache wie zuvor, was der Nummer und dem Hörerlebnis definitiv gut tut!
Mit Vollgas geht es dann durch „Beyond the Vortex of Time“ bevor wir mit „From the Ashes to the Light” eine schön melodisch groovende Nummer haben, die mächtig gut ins Ohr geht.
“Land of Paradise” hat dann ebenfalls einen schönen Groove bevor es über das Zwischenstück „Interlude“ zu den letzten beiden Tracks geht wo vor allem das abschließende Titelstück „The Universal Realm“ mit seinem ruhigen Metal Opera Vipe schön punkten kann.
Das Debütalbum des Metal Opera Projektes AEDAN SKY ist auf jeden Fall ein solides Werk geworden, welches ohne Problem vom Zielpublikum konsumiert und ordentlich ankommen wird. Leider krankt das Album doch etwas an der recht ähnliche Songstruktur und der häufig sehr hohen Geschwindigkeit. Hier wäre etwas mehr Abwechslung gut gewesen. Lässt sich dann auch besser hören.
Musikalisch sowie gesanglich gibt es natürlich absolut nichts auszusetzen.
Eine insgesamt starke Vorstellung also, mit auf jeden Fall den richtigen Ansätzen und Luft nach oben.

Julian

 

LOTHLÖRYEN – of Bards and Madmen

Trackliste:

01. Welvcome
02. The Bards Alliance
03. Moriality
04. Another Tale
05. The Dark Flames
06. Someday
07. Ruins of Fantasy
08. Elfic
09. There and Back Again
10. Namärie

 

Spielzeit: 45:48 min – Genre: Folk Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 12.09.2025 – Page: www.facebook.com/lothloryenofficial

 

Über 10 Jahre ist es her das man etwas von den brasilianischen Folk Power Metallern von LOTHLÖRYEN gehört hat. Damals 2015 erschien ihr letztes Album „Principles of a Past Tomorrow” welches mir gut gefiel!
Da war ich doch sehr erfreut das die Band noch aktiv ist und nun in Eigenregie ihr neues Album „of Bards and Madmen“ veröffentlicht.
Aber Moment, neu? Naja, ganz neu ist das gute Stück nicht, handelt es sich hierbei doch um eine Wiederveröffentlichung des gleichnamigen Debütalbums aus 2005.
Macht Sinn da dies vermutlich mittlerweile schwierig zu bekommen ist, vor allem wenn man wie hier die Stücke komplett neu eingespielt, umgestaltet und neu aufgenommen hat, lohnt sich das Ganze noch mehr.
Nach wie vor sind personell die Bandkonstanten Sänger Daniel Felipe sowie Gitarrist und Gründungsmitglied Leko Soares.
Die Band ist in Europa nicht so bekannt, in Brasilien aber umso mehr, was auch fleißiges Touren geschuldet ist.

So, genug der Infos, widmen wir uns nun den „neuen“ Songs beginnend mit dem Albumopener „Welvcome“. Eine größtenteils instrumentale und atmosphärische Nummer die auf knapp zweieinhalb Minuten noch nicht viel Aussagekraft hat. Ganz anders das anschließende „Bards Alliance“. Kraftvoller Power Metal mit ein paar Folkelementen wird hier geboten. Genauso wie wir es schon von der Band gewöhnt sind.
„Moriality” ist dann auch ein eher typischer Power Metaltrack, der aber etwas uninspiriert wirkt.
Dagegen ist „Another Tale“ eine schöne Powerballade geworden, die einen toll mitnimmt und über einen klasse Chorus verfügt. Nur etwas kurz das Ganze irgendwie…hätte auch gerne länger gehen können.
Passend dazu ist „The Dark Flames“ auch mit einem düsteren Touch versehen und versprüht seine eigene Note. Schön druckvoll kommt die Nummer aus den Boxen, schick!
Über das klassische „Someday“ geht es in die zweite Albumhälfte, wo wir direkt mit „Ruins of Fantasy“ ein weiteres Highlight hätten. Eine epische Powermetalnummer die schön abwechslungsreich aus den Boxen kommt.
Im weiteren Verlauf haben wir dann mit „There and Back Again“ sowie dem abschließende „Namarie“ noch zwei weitere Tracks, die sich relativ weit oben bei den Hits ansiedeln.

Also wenn man sich die damalige Veröffentlichung und die heutige Neuveröffentlichung von „of Bards and Madmen“ kann man soundtechnisch schon sagen da liegen Welten dazwischen. Dass die Songs schon ein gewisses Alter haben merkt man auch und die letzten Veröffentlichungen haben mir definitiv etwas mehr zugesagt, sie waren irgendwie eingängiger.
Aber trotzdem ist das hier Gebotene nicht wirklich schlecht, sondern siedelt sich im Mittelfeld gut an und wird definitiv seine Fans finden.
Power Metalfans die auf Folkeinflüsse stehen sollten sich auf jeden Fall hier wohl fühlen!

Julian

 

TERRA ATLANTICA – Oceans

Trackliste:

01. Oceans Fever
02. Back to the Sea
03. Hoist the Sail
04. Caribbean Shores
05. Turn of the Tide
06. Through the Water and the Waves
07. Where My Brothers Await
08. Land of Submarines
09. Raven in the Dark
10. To the Realm of Gods
11. Oceans of Eternity

Spielzeit: 50:20 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 26.09.2025 – Page: www.facebook.com/terraatlantica

 

2022 erschien das letzte Album der deutschen Power Metaller von TERRA ATLANTICA. 3 Jahren sind vergangen, die Jungs rund um Fronter Tristan Harders sind labeltechnisch weitergezogen von Pride & Joy zu Scarlet Records und haben nun ihr neues Album „Oceans“ im Gepäck. Auf diesem geht es um allerlei Seethemen wie Piraten, Expeditionen aber auch Mythen und Legenden.
Garniert wird das Ganze mit dem schon typischen Bandsound sowie Humor.
Als musikalischen Gast wirkt auf einem Song IRON SAVIOR Mastermind Piet Sielck mit.
Nach wie vor sollten Fans von so Bands wie ALESTORM, EDGUY oder DRAGONY nun genauer weiterlesen.

Mit dem Albumintro „Oceans Fever“ beginnt die Reise durch die Ozeane passenderweise mit einer schönen Cinematic Einleitung. Beim anschließenden „Back to the Sea” geht dann zum ersten Mal direkt die Post ab und man bekommt umgehend die volle TERRA ATLANTICA Vollbedienung. Also klassischer Power Metal der Marke EDGUY, DRAGONY und Co den die Bandfans so lieben.
Mit der Videosingle „Hoist the Sail” geht es dann direkt so weiter, untermalt mit ein paar Folkelementen bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge und bleibt da direkt haften!
Die nächste Videosingle „Caribbean Shores“ folgt auf dem Fuße und vermittelt tatsächlich schönes Karibik Feeling mit der entsprechenden Instrumentalisierung. Sehr Power Metal klassisch kommen dann wieder „Turn of the Tide“ sowie das etwas epischere „Through the Water and the Waves” aus den Boxen bevor die Folkballade „Where my Brothers Await“ ordentlich Stimmung in die Bude bringt, ein toller Song, der auch live ziemlich gut ankommen sollte.
Ganz typisch nach TERRA ATLANTICA klingt dann „Land of Submarines“, welches ja auch eine Videosingle war.
Im letzten Drittel haben die Jungs ihr Pulver noch lange nicht verschossen, sondern präsentieren uns mit dem rhythmischen, fast schon etwas poppigen „Raven in the Dark“, dem klassischen „To the Realm of the Gods“ sowie dem abschließenden, epischen Überlängentrack „Oceans of Eternity“ weiter starke Hits.
Ganz klar, mittlerweile weiß man einfach von den Jungs von TERRA ATLANTICA was man bekommt auf einer neuen Scheibe. Aber die Truppe hat sich auf diesem Album ein paar schöne Überraschungen ausgedacht und experimentiert etwas herum was die Songs interessant und schön abwechslungsreich macht!
Gefällt mir sehr gut was man hier insgesamt zu hören bekommt und von den bisher gehörten der Bandhistorie ist es definitiv der stärkste Output, well done!
Klare Kaufempfehlung also für die geneigte Fanschar und Käuferschaft!

Julian

 

 

FEANOR – Hellhammer

Trackliste:

01. Sirens of Death
02. Bad Decisions
03. Hellhammer
04. Remember the Fallen
05. The Conqueror`s Path
06. The Epic of Gilgamesh Pt2
07. H.M.J
08. Maglor the Singer
09. Forged in Steel
10. The Flight of Valkyries
11. Houses on Fire
12. The Ballad of Beren and Luthien
                                                                                    13. This One`s For You

Spielzeit: 67:13 min – Genre: Heavy/True Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 19.09.2025 – Page: www.facebook.com/feanorband

 

Seit dem letzten Album „Power of the Chosen One“ aus dem Jahr 2021 ist viel passiert bei der Band FEANOR! Mit No Remorse Reocrds hat man ein neues Label, und es gibt einige neue Bandmitglieder zu verzeichnen.
Die einzigen Konstanten sind nach wie vor Bandkopf und Bassist Victor Gustavo Acosta sowie Schlagzeuger Emiliano Wachs.
Neu dabei sind Sänger Mike Stark (STORMBURNER), die Gitarristen Thilo Hermann (Ex RUNNING WILD) und EV Martel sowie die Violinistin Diana Boncheva.
Die bisherigen Bandmitglieder Sänger Sven D`Anna (WIZARD) und Gitarrist David Shankle (Ex MANOWAR) sind noch als Gäste dabei. Weitere bekannte Gäste sind noch Piet Sielck (IRON SAVIOR) sowie Ross the Boss (Ex MANOWAR).
Ganz schön viele Namen, oder? Ja irgendwie ist die Band zu einem internationalen Projekt geworden.
Auf jeden Fall hat man nun das neue Album „Hellhammer“ fertig auf dem man erneut auf einer satten Spielzeit von fast 70 Minuten eine ordentliche Mischung aus Heavy und True Metalsongs versammelt hat. Nach wie vor sind hier Fans von so Bands wie RUNNING WILD, GRAVE DIGGER oder MANOWAR goldrichtig.

Nach den vielen Infos steigen wir jetzt aber mal mit dem Albumopener und Videosingle „Sirens of Death“ so richtig ein, denn die Nummer geht direkt ohne viel Anlauf nach vorne und bläst ordentlich den Staub aus den Boxen! Sänger Mike passt dazu perfekt, tönt genauso schön rau wie bei seiner Stammband und ist eine gute Wahl. Mit viel Doublebass und richtig Schmackes ist das hier der perfekte Opener.
„Bad Decisions“ im Anschluss steht dem Ganzen in Nichts nach, hier hört man vor allem auch das Instrument von Neuzugang Diana auch schön raus.
Der Titeltrack „Hellhammer“ ist dann auch ein absolut packender Metaltrack geworden, der seine True Metaleinflüsse zu keiner Zeit versteckt.
Etwas mehr Epic gibt es dann beim anschließenden „Remember the Fallen“ auf die Ohren bevor es im Mittelteil mit dem Zwischenstück „The Conqueror`s Path“, dem Stampfer „The Epic of Gilgamesh Pt2“ sowie dem RUNNING WILD Gedächtnissong „H.M.J“ auch sehr erstklassig weiter zur Sache geht!
Danach gibt es mit „Maglor the Singer“ eher Standardmetal auf die Ohren und das intensive Zwischenstück „Forged in Steel“ schlägt gut die Brücke zum letzten Drittel der Scheibe.
In diesem gibt es mit dem klassischen True Metalstück „The Flight of Valkyries“, mit einigen richtig abgefahrenen Schreien von Sänger Mike, der überlangen Powerballade „The Ballad of Beren and Luthien“ sowie dem abschließenden „This One`s For You“ weitere starke Songs zu entdecken.

Wenn man die letzten Alben seit 2016 mit dem aktuellen Output vergleicht, muss man klar festhalten, hier haben wir es definitiv mit dem stärksten Diskus von FEANOR zu tun! Das liegt vor allem an den Songs die dieses Mal so True wie lange nicht, aber dann doch sehr abwechslungsreich sind. Dazu noch mit Mike Stark ein perfekt passender neuer Sänger inklusive passender Produktion und fertig ist der Leckerbissen für die Heavy/True Metal Anhänger.
Glasklare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

RIPTYDE – Of Conquest and Downfall

Trackliste:

01. Si Vis Pacem Para Bellum
02. Warbringers
03. Into Oblivion
04. Hermits Serenade
05. Fear no Evil
06. The Oath
07. Take the Cross
08. The Leper King
09. Blood in the Sand
10. Victory Unending
11. Enlighten Me
12. A Templars Lament
                                                                                    13. Leap of Faith
                                                                                    14. Deus Vult (For the Crusade)
                                                                                    15. Serios Rock
                                                                                    16. Thy Kingdome Come
                                                                                    17. Lord of Lies

Spielzeit: 79:00 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 17.01.2025 – Page: www.riptyde.de

 

Unverhofft kommt oft, so könnte man das bezeichnen, wie ich auf die deutsche Power Metalband aus Essen RIPTYDE aufmerksam geworden bin. Nichts ahnend geht man an den Postbriefkasten und fischt ein unscheinbares Päckchen aus demselben.
Darin eine Scheibe mit einem toll gezeichneten Cover mit dem klangvollen Namen „Of Conquest and Downfall“. Das Debütalbum der Band wie sich nach Recherche des beiliegenden Info Sheets herausgestellt hat.
Auf diesem findet man wahnsinnige 79 Minuten! Musik die sich im Mix aus klassischen Heavy und Power Metal bewegt und an so große Bands wie BLIND GUARDIAN, MANOWAR, HELLOWEEN oder RIOT angelegt ist.
Das Album handelt von den Kreuzzügen, ist selbstproduziert und erzählt eine tolle Geschichte. Da haben sich die Jungs richtig Mühe gegeben!
Apropos, die Band besteht aus Sänger Andre Zwierzina, Bassist und Keyboarder Andre Heinen, Schlagzeuger Matthias Lange sowie den beiden Gitarristen Jan Imalis- Powalla und Alexander Wronker und wurde 2019 gegründet.

So, Schluss mit den Vorabinfos wir brauchen hier ganz viel Platz für die Mucke! Stilecht mit einem Cinematic Intro namens „Si Vis Pacem Para Bellum“ wird die Scheibe eröffnet. Danach folgt mit „Warbringers“ direkt das erste Highlight, welches im Chorus einen schönen epischen Touch hat und an ein frühes Werk von BLIND GUARDIAN stark erinnert.
„Into Oblivion“ steht dem Ganzen in nichts nach und gefällt vor allem wegen der gesanglichen und instrumentalen Schlenker im Chorus recht gut.
Über das Zwischenstück „Hermits Serenade” geht es dann in den Brecher „Fear no Evil“ wo man eher nach einer Mischung zwischen RAGE in der Bridge und SAXON im Chorus tönt. Leichte NWOBHM Vipes hier.
Und die großen Vergleiche mit SAXON muss sich dann auch „Take the Cross“ gefallen lassen. Hier gehen beide Fäuste direkt nach oben und die Nummer weiß definitiv zu gefallen.
Der Mittelteil ist bei ganzen 17! Songs natürlich noch lange nicht zu Ende und kann noch mit dem epischen mit zarten MANOWAR Vipes ausgestatten „The Leper King“, dem orientalischen Zwischenstück „Blood in the Sand“ sowie „Enlighten Me“ als Highlights aufwarten.
Bei der Menge der Songs fällt es einem schwer die Aufmerksamkeit hochzuhalten, das merkt man auch ein wenig den folgenden Songs an, die nicht alle an die bisherigen Hits heranreichen.
Mit dem überlangen „Thy Kingdome Come“ sowie „Lord of Lies“ hat man aber nochmal zwei Highlights ans Ende der Scheibe gepackt wo wir nochmal klassischen Power Metal serviert bekommen.

Puh, ich glaube eine 79 Minuten Platte hatte ich lange nicht mehr bei mir auf dem Rezensionstisch! Dementsprechend lange hat es gedauert sich das gute Stück reinzuziehen und es hat mehrere Höranläufe benötigt.
Aber ich habe es nicht bereut. Als Power Metal Fan der mit BLIND GUARDIAN groß geworden ist, ist das was hier auf dem Diskus ist genau das Richtige für mich!
Über die Länge schafft man es natürlich nicht ganz die Qualität komplett oben zu halten, aber für den Mut der Jungs mit so einem vollgepackten und komplexen Album ihr Debüt zu geben, ziehe ich aber so was von den Hut!
Wer auf eben jenen klassischen Power Metal steht, sollte sich das Album über die Bandhomepage für einen absolut fairen Preis schnellstens besorgen, ihr werdet es nicht bereuen!
Tolles, starkes Debüt was sehr überraschend kam.

Julian

 

 

 

MOLLY HATCHET – Devil`s Canyon (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Down from the Mountain
02. Rolling Thunder
03. Devil`s Canyon
04. Heartless Land
05. Never Say Never
06. Tatanka
07. Come Hell or High Water
08. The Look on Your Eyes
09. Eat Your Heart Out
10. The Journey
11. Dreams I`ll Never See

Spielzeit: 58:28 min – Genre: Southern Rock – Label: SPV – VÖ: 24.06.1996 – Page: www.facebook.com/OfficialMollyHatchet

Heute reisen wir in eine Zeit, in der von Musik Streaming noch keine Rede war und die CD ihren Siegeszug angetreten hatte. Eine tolle Zeit, wenn ich so drüber nachdenke und diese Zeilen schreiben, da kommt richtig Wehmut auf!

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich in den 90igern auf einmal in die Southern Rock Schiene abgedriftet bin, wo ich doch damals glühender Anhänger von BLIND GUARDIAN, MANOWAR usw. weiter. Vermutlich haben mich die tollen Cover Artworks zu den Alben der Jungs von MOLLY HATCHET geführt!
Eine Band die 1975 gegründet wurden, heutzutage immer noch aktiv ist, aber wo keines der Gründungsmitglieder mehr lebt. Längstes aktuelles Mitglied und mittlerweile Mastermind der Band ist Gitarrist Bobby Ingram seit 1987.
Auf jeden Fall sind in den 90iger zwei Alben rausgekommen, die die Band nochmal richtig auf die musikalische Landkarte gehoben haben, nachdem es zuvor lange Zeit still um sie war nachdem sie ihre Meisterwerke „Flirtin with Disaster“ sowie „Beatin the Odss“ veröffentlichten.

Und um eines dieser beiden Alben geht es hier, die Rede ist vom 1996er Werk „Devil`s Canyon“ welches bis heute als eines der besten MOLLY HATCHET Scheiben angesehen wird.
Das danach 1998 erschienene „Silent Reign of Heroes“ war zwar auch klasse und ist wärmstens zu empfehlen, kam aber nicht ganz an den Meilenstein dieser Rezension heran.
Produziert wurde dieses Höllenteil vom genialen Kalle Trapp Besitzer der berühmten, leider nicht mehr existenten Karo Studios.
Das Album war auch das letzte Album von Originalsänger Danny Brown der zwar gesundheitlich nicht mehr singen konnte, aber noch den ein oder anderen Song mitgeschrieben hat.
Ersetzt wurde er von Phil McCormack der bis zu seinem viel zu frühen Tode 2019 Teil der Band blieb und hier seine erste Weltklasse Performance abgeliefert hat! Eine Stimme die mit seiner Rauheit perfekt zum Sound der Band passte.
Weltklasse war aber auch eigentlich jeder Song und jede Note hier auf dem Album. Angefangen von dem Eröffnungsdoppel „Down from the Mountain“ und „Rolling Thunder“ über den Titeltrack „Devil`s Canyon“, dem Stampfer „Tatanka“, dem klassischen Southern Rocker „Come Hell or High Water“, der Powerballade „The Look on Your Eyes“ oder dem epischen „The Journey“.
Alles auf dieser Scheibe sind Hits.
Allein der Titeltrack mit seiner mehrstimmigen Gitarrenwand und göttlichen Riffs gehört einzeln in die Rock N Roll Hall of Fame!
Die Songs kommen auch heute noch nach fast 30 Jahren erstklassig aus den Boxen, die Produktion ist mördergeil und die Gesamtleistung der Band sowieso.

Wie geschrieben, das folgende Album „Silent Reign of Heroes“ ist qualitativ fast gleichwertig und auch das 2005er Werk „Warriors of the Rainbow Bridge“ welches Bobby Ingrams verstorbener Frau gewidmet ist, ist ebenfalls wärmstens zu empfehlen.
Allerdings dürfte es schwierig werden heutzutage noch an die Original CDs zu kommen, aber als Stream sowie auf den Best Of Zusammenstellungen der letzten Jahre sind die Songs ja auch zu finden.
Auch wer nicht wirklich etwas mit Southern Rock anfangen kann, sollte sich diese erstklassige musikalische Perle einmal anhören, denn die Band klingt richtig heavy wenn sie durch den „Devil`s Canyon“ reiten!

Julian