HARDLINE – Heart, Mind and Soul

Band: Hardline
Album: Heart, Mind And Soul
Spielzeit: ? min.
Stilrichtung: Hardrock, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 09.07.2021
Homepage: www.facebook.com/hardlinerocks

Die Karriere von Sangeskünstler Johnny Gioeli begann bereits in den frühen Achtzigern. Aber erst am Ende der Dekade konnte er zusammen mit seinem Bruder Joey bei den sagenumwobenen BRUNETTE und deren quasi „posthum“ veröffentlichten Demos für Aufsehen sorgen. So richtig geknallt hat es aber erst mit dem Release des 1992er Albums „Double Eclipse“ des All-Star Projekts HARDLINE. Nun, das ist alles Geschichte, diese Platte gehört wohl immer noch zu den besten des Genres, genauso wie Johnny Gioeli´s sagenhafte Stimme. Diese setzt er bereits seit 1998 auch bei AXEL RUDI PELL ein, hat nebenbei einige Projekte wie CRUSH 40 laufen und seit 2002 gibt es neue Alben unter dem Banner HARDLINE.

Wer die Band, aber auch die Rock Garage schon länger verfolgt, wird mitbekommen haben, dass all die Alben, die über die Jahre erschienen sind, nicht gegen das übermächtige Debüt anstinken können. Auch wenn die aktuelle Besetzung mit Gitarrist Mario Percudani, Bassistin Anna Portapuli, Drummer Marco Di Salvia und Keyboarder/Produzent/Songschreiber Alessandro Del Vecchio speziell auch im Live-Sektor wohl die beste neben der ursprünglichen ist, trauern Fans der ersten Stunde immer noch den glorreichen alten Zeiten nach. Ein schweres Unterfangen für Johnny Gioeli und seine Band, diesen Fluch endlich zu brechen.

Sehr gute Ansätze gab es in der Vergangenheit immer wieder mal, allerdings nicht über ein komplettes Album. Wenngleich mein Kollege Rüdiger das vor zwei Jahren erschienene Album „Life“ als das zweitbeste in der Diskografie eingeordnet hat, wollen HARDLINE mit „Heart, Mind And Soul“ da natürlich noch einen drauf setzen.

Mit dem Opener „Fuel To The Fire“ präsentieren sich HARDLINE kämpferisch und rocken voll auf die Zwölf. Dass Gioeli abermals brilliert (so wie immer), sollte keine Überraschung sein, dass seine Mitstreiter allesamt Könner sind, auch nicht. Dennoch wirkt der Einstieg etwas bemüht, wie vieles, was in der Vergangenheit unter HARDLINE unter die Leute gebracht wurde. Das melodische „Surrender“ (mit leichtem HOUSE OF LORDS Einschlag), das balladeske „Heavenly“ oder das treibende „Waiting For Your Fall“ – egal wo hin man schaut, gibt es guten Hardrock, getragen von einer Hochglanzproduktion (die sehr angelehnt an das Debüt ist) und natürlich der unvergleichlichen Stimme. Auch „Heartless“ und „80´s Moment“ sind hörenwert.

Was soll ich sagen? Ich liebe diesen Johnny Gioeli! Seine Stimme, sein Charisma und seine positive Persönlichkeit. Aber wenn ich mir den aktuellen Song „Desperate Cry“ des Projekts CIRCUS OF ROCK von Drummer Mirka Rantanen – das auf dem gleichen Label veröffentlicht wurde – anhöre, muss ich gestehen, dass das für mich der bessere HARDLINE Song ist, der auf diesem Album fehlt. Ähnlich ging es mir mit dem 2019 ins Leben gerufenen Nebenschauplatz RESTLESS SPIRITS, wo Gioeli zusammen mit seinem alten Buddy Deen Castronovo musiziert hat und mitreißende Nummern wie „Stop Livin´To Live Online“ in den Ring warf. „Heart, Mind And Soul“ ist ein gutes Melodic Rock Album, ohne Frage. Der Spirit des Debüts aber wird wohl nicht mehr zu erreichen sein. So leid es mir tut, mehr als 7,5 Punkte nicht drin, auch wenn es mir schwer fällt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Fuel To The Fire
2. Surrender
3. If I Could I Would
4. Like That
5. Heavenly
6. Waiting For Your Fall
7. The Curse
8. Heartless
9. Searching For Grace
10. 80´s Moment
11. We Belong

Stefan

Once Human News

ONCE HUMAN veröffentlichen ihre neue Single DEADLOCK feat. Robb Flynn von MACHINE HEAD!

Für ONCE HUMAN stellt „SCAR WEAVER“ einen großen Schritt nach vorne dar. Ihr neues Album hat die Band während der letzten zwei Jahre geschrieben und produziert. Die Lockdown-Situation im letzten Jahr war dabei Fluch und Segen zugleich: die hinzugewonnene Zeit ermöglichte es der Band, gemeinsam mit dem neuesten Mitglied Max Karon kreativ zusammenzuarbeiten und ihren Sound zu verfeinern. Herausgekommen ist ein wunderbar eigenständiges und modernes Metalalbum, auf dem Lauren Hart sich gesanglich in Höchstform präsentiert. Auf dem Fundament des explosiven Sounds der Band konnte die Sängerin stimmlich neue Dimensionen erreichen und ihren unglaublichen Stimmumfang eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Das neue Album SCAR WEAVER erscheint im Februar 2022 als limitiertes farbiges Vinyl, schwarzes Vinyl, Digipak-CD & digital!

Das erste Highlight des neuen ONCE HUMAN Albums ist die erste Single „DEADLOCK“, bei der kein Geringerer als Robb Flynn mitwirkte, Mitglied und Mastermind bei Machine Head. Logan Maders verbindet eine gemeinsame Geschichte mit Robb Flynn, die nicht zuletzt durch die gemeinsame Welttournee, der Burn My Eyes 25th Anniversary Tour, gut dokomentiert ist.

Lauren ist von der gesamten Erfahrung nach vollkommen begeistert: „Na klar, es war total toll!“, sagt Lauren. „Ich konnte nicht glauben, dass es wirklich passiert, bis er uns etwas geschickt hat und ich seine Stimme auf unserem Song hören konnte. Ich dachte nur ‚Oh Gott, das passiert jetzt tatsächlich!‘ Er bat uns auch einen neuen Refrain an, der viel besser war als meiner. Also war mein Refrain verschwunden! (lacht) Als ich dann mit ihm im Video performen konnte, das war einfach krass. Diese Energie, die er auf die Bühne bringt, hat er auch als Person. Es war eine tolle Erfahrung und seine ganze Aura hat so viel Kraft. Das Video ist verdammt gut geworden!“

Damnation Defaced News

DAMNATION DEFACED DIE NEUE SINGLE „THE BLACK ART“ OUT NOW!

Die Norddeutschen SciFi-Deather von DAMNATION DEFACED veröffentlichen mit „The Black Ark“ die erste Single ihres neuen Albums „They brought Death to the Darkness“ zum 15 jährigen Bandjubiläum. Erneut besticht der Sound der Band durch den Einsatz von viel futuristisch anmutender Atmosphäre, Synthesizern sowie schweren Death Metal Riffs, catchigen Melodien und tiefen Growls. 

Im besonders ansehnlichen Musikvideo spielt der befreundete Schauspieler Dirk Böther das Crew-Mitglied Frederic Gordan, welcher weit vor Ankunft der Kolonisationsmission zum Planeten Niom aus dem Kryoschlaf erwacht. 

„They brought Death to the Darkness“ ist das fünfte Album der 2006 gegründeten Celler Band, versteht sich aber mehr als Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft von DAMNATION DEFACED und beinhaltet nebst vier brandneuen Songs, zwei neu interpretierte Werke aus den Anfängen der Bandgeschichte sowie weiteren musikalischen Überraschungen. Erscheinen wird das Album Ende 2021 auf dem eigenen Label „Slaughter Race Records“. 

Darüber hinaus spielt die Band auf dem bereits ausverkauften Metal Hammer Paradise am 12.November im Ferienpark Weißenhäuser Strand an der Ostsee.

Die neue Single „The Black Art“:

SKYEYE – Soldiers of Light

Band: SkyEye
Album: Soldiers of Light
Spielzeit: 56:50 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Reaper Entertainment
Veröffentlichung: 25.06.2021
Homepage: www.skyeyeband.com

Aus Slowenien stammt die Heavy Metaltruppe SKYEYE die sich 2014 gründeten und mit ihrem Debütalbum „Digital God“ 2018 ordentlich Staub in der traditionellen Heavy Metalszene aufwirbeln konnten. Fortan galten sie als Geheimtipp.
2020 trat man auf dem EMFA Streaming Festival auf und erfuhr erstmals breite, internationale Beachtung.
So wurde auch das aufstrebende Label Reaper Entertaiment auf die Band aufmerksam und nahm sie unter Vertrag.
Mit der Labelunterstützung hat man nun das zweite Album „Soldiers of Light“ fertig welches die Ausrichtung des traditionellen Heavy Metals ala JUDAS PRIEST weiterverfolgt, ohne den modernen Anstrich der Band zu verleugnen.
Erwähnenswert ist noch das Fronter Jan eine recht ähnliche Stimmfarbe hat wie IRON MAIDEN Sänger Bruce Dickinson.
Klingt alles sehr vielversprechend, auch ich war nach ein paar Hörproben sehr gespannt auf das neue Album was ich nicht wirklich auf den Schirm hatte!
Mal sehen ob sich der genauere Blick gelohnt hat, werfen wir daher direkt mal ein Ohr auf den Openersong „The Arrival“. Dieser ist ein gut gemachtes Intro welches bestens auf das Kommende einstimmt.
Zu Beginn von „King of the Skies” gibt es erstmal ordentliche Bassriffs bevor dann auch die Gitarren einsetzen und ein flotter Midtempotrack einsetzt der sich auch direkt in den Gehörgängen festsetzt.
Gerade im Chorus merkt man dann die gesangliche und musikalische Nähe zu IRON MAIDEN voll. Ein geiler Beginn, bitte mehr davon!
Oh yes, der Wunsch wird direkt mit dem geil groovenden und eingängigen Titeltrack „Soldiers of Light“ erfüllt.
Direkt im Anschluss kommt dann die erste Videosingle „Constellation“ um die Ecke die sich ebenfalls nicht lange bitten lässt und auch direkt begeistert.
Etwas Abwechslung gefällig? Kein Problem, das epische und überlange „Brothers under the same Sun“ hebt sich wunderbar vom bisherigen straigthen Songgefüge ab und ist einfach nur der Oberhammer.
Darauf folgt dann mit „In Saecula Saeculorum“ ein kurzes sakrales Intro zu „Son of God“ der dann wieder recht brachial aus den Boxen ballert.
Also bis jetzt lassen sich die Jungs ja echt nicht lumpen was die Hitqualität angeht, schauen wir mal ob das letzte Drittel ebenfalls so überzeugen kann?
Och ja, auch das straighte „Detonate“ und die Powerhalbballade „Eternal Starlight“ wissen definitiv zu gefallen. Beides sehr ordentlich gemacht.
Zum Abschluss dieses Monsteralbums haben die Jungs aber nochmal ein richtiges Sahnehäubchen im Gepäck, das fast 15 minütige „Chernobyl“ welches auf der gleichnamigen Serie beruht und einfach nur ein geniales Stück Metal ist welches nie langweilig wird!

Anspieltipps:

Kurz gesagt, einfach Alles!

Fazit :

Na, da haben die Vorschusslobgesänge ja mal nicht gelogen und sind zu 100 % berechtigt!
Ich glaube mit SKYEYE haben wir hier DAS nächste große Ding des NWOBHM angehauchten Heavy Metals.
Mit einem genialen Sänger ausgestattet und mit dem notwendigen Songwritinggespür überzeugt diese Platte von vorne bis hinten und wird sich auf jeden Fall in einigen Jahreshitlisten wiederfinden, da bin ich mir sehr sicher!
Glasklare Kaufempfehlung, los besorgt euch den zukünftigen Klassiker!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Arrival
02. King of the Skies
03. Soldiers of Light
04. Constellation
05. Brothers under the same Sun
06. In Saecula Saeculorum
07. Son of God
08. Detonate
09. Eternal Starlight
10. Chernobyl

Video zu “Constellation”:

Julian

Alen Brentini News

Neue Fankollektion kommt gut bei den Fans an….

Vor kurzem präsentierte der vielseitige kroatische Ausnahmemusiker seine erste Fan Kollektion inklusive breitgefächerten Onlinestore der ständig erweitert wird.
Vom frechen Fan Shirt “Fuck the System” bis hin zur “Handyschale” oder den Frühstücksbecher für den ersten Kaffee am Morgen, lässt der Store jedes Fanherz höher schlagen. Aufwendig und mit Herz designt wurden diese Artikel vom Gitarrenvirtuosen persönlich.
Auch musikalisch ist Alen Brentini in dieser immer noch harten Zeit für Künstler nicht untätig , arbeitet ständig an neuen Songs, begeistert seine Fans mit kurzen Livevideos, gibt unplugged Shows in seiner Heimat Kroatien und schätzt auch in dieser Zeit den Kontakt zu seinen Fans.
Denen er auch vor kurzem mit einem Foto für den Kauf der Merchandiseartikel dankte.
Im August dürfen auch die Schweizer Fans wieder auf Live Events hoffen. Die für den 28.8.2021 geplante Rock Cruise am Hallwiler See ist bereits ausverkauft. Alen Brentini ist bei dieser Cruise nicht allein und spielt mit keinem anderen als der Stimme von Tyketto “Danny Vaughn”, ebens im Gepäck der 2 cello Drummer Dusan Kranjc der mit dieser Formation (2 cellos) schon um die ganze Welt tourte und seit letztem Jahr auch zur Band von Alen Brentini gehört.
Wer nicht genug von dem charmanten Herren aus Kroatien kriegen kann, darf gerne auch den Newsletter abonnieren, inklusiv mit einigen “Goodies” für die Fans die man regelmässig erhält wie z.b. nicht veröffentlichte Videos.
Wir sind gespannt auf weitere Aktionen des kroatischen Ausnahme Musikers und wünschen für die Fankollektion viel Erfolg!

Fanshop Alen Brentini:
https://www.alenbrentinistore.com/
Fanpages und Newsletter:
https://linktr.ee/alenbrentini

Rig for Red News

In Tirol sorgt eine neue Formation für “Aufsehen”, die sich “Rig for Red” nennt.
Vor kurzem wurde das erste Video “This is the day we waiting for” veröffentlicht. Auf ein Album und Live Events können wir in Zukunft hoffen.
Die Band selbst besteht aus professionellen Musikern die in der Region und auch manche weit darüber bekannt sind.
Am Micro glänzt der Tiroler Bassist Andreas Marberger der schon bei den Rocksongs der Schürzenjäger (neue Formation) bei den Rocksongs bewiesen hat was er für eine “Rockröhre” besitzt. Desweiteren war Andreas auch als Bassist der bekannten Tiroler Rocklegenden “No Bros” zu hören.
Mit dem neuen Song beweist die Tiroler Rockformation dass sie sich in der melodischen Richtung angesiedelt haben.
Das Album “Crazy” ist in Arbeit und wird noch 2021 erscheinen.
Rig for Red wurde von Nikolaus Gratz (Gitarre) und Stephan Miller (Drums” gegründet und besteht noch aus Günther Plaschg (auch Gitarre) und der einzigen Dame an den Keys Maria Magdalena Jautz.
Der erste song überzeugt und wir können noch auf mehr hoffen. Wir wünschen den “Jungs” aus Tirol alles gute für die kommende Zeit!
Wer sich über die Band informieren möchte kann dies unter dem unten genannten Link tun.
web:
https://www.rigforred.at/
Facebook:
https://www.facebook.com/RIG-for-RED-103157598434953

Rig For Red Video “This day we are waiting for”:

Cornerstone News

CORNERSTONE: ON THE ROAD AGAIN

Nach 9 Monaten Abwesenheit steht die Band also nun wieder auf der Bühne – die ersten beiden Konzerte der Tour sind bereits sehr gut gelaufen. Aufgrund der auslaufenden Covid-19-Maßnahmen wurde aber die Entscheidung getroffen, vorerst nur Konzerte in Österreich zu spielen, da die Planung einer Auslandstour derzeit ein gewisses Risiko birgt – es ist unklar, ob die Lockdowns vorbei sind oder nicht usw.. Aber nächstes Jahr werden Cornerstone zumindest wieder in Großbritannien und Deutschland touren, hier die bisherigen Termine für 2021 (more to come):

12.06. Wien, Saloon Donauplex
19.06. Wiener Neustadt, Cafe Stadler
02.07. Lilienfeld, Salettl
10.07. Wien, Coco Bar
05.08. Mautern, On the Beach
06.08. Marbach/Donau, Zur alten Fähre
13.08. Mariazell, Strandbuffet am Erlaufsee
27.08. Steyr, Schmankerlmarkt
03.09. Falkenstein, Siebenschläfer
04.09. Kapfenberg, Cafe-Lounge-Bar Illusion
18.09. Latschach, Cafe Seerose am Aichwaldsee
24.09. St. Georgen/Gusen, Longhorn Saloon
25.09. Villach, Bikerlounge
01.10. Wiener Neustadt, Cafe Stadler
02.10. Vienna, Saloon Donauplex
15.10. Ybbs/Donau, Dani’s Milchbar
16.10. Waidhofen/Thaya, Henry’s Cafe & Pub
13.11. Strasswalchen, Rock’n’Roll Cafe-Bar SuzieQ

www.cornerstone.co.at

REQUIEM – Collapse Into Chaos

Band: Requiem
Album: Collapse Into Chaos
Spielzeit: 36:45 min
Stilrichtung: Death Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 25.06.2021
Homepage: www.requiem-net.com

Gruezi mitenand. Heute habe ich das Vergnügen euch REQUIEM aus der Schweiz mit ihrem achten Studioalbum zu präsentieren. Die Veteranen bestehen seit 1997 und stehen für kompromisslosen und brutalen Death Metal, der sich keinen Trends beugt. Diese Haltung zeichnet sich schon beim Coverartwork ab. Hier hat Tata Kumislizer herrlich abgeliefert und ein detailfreudiges Kunstwerk entworfen. Das Line-Up um Michi Kuster (v.), Phil Klauser (g.), Matze Schiemann (g.), Ralf Winzer García (b.) und Reto Crola (d.) muss sich auch beim Sound nicht hinter Genre Größen verstecken. Hier hat der renommierte V.O. Pulver dafür gesorgt, dass die Scheibe druckvoll und mächtig aus den Boxen knallt. Und das ist auch gut so, denn REQUIEM wissen durch unzählige Touren mit Dismember, Vader, Belphegor und Vital Remains ganz genau was sie wollen und können. Dann lasst uns mal ins Chaos stürzen.

Der Opener „Fade To Emptiness“ geht sofort drauf los und zeigt die pure, rohe und schnörkellose Energie der Eidgenossen. Der Titeltrack „Collapse Into Chaos“ ist eine Old School Blastspeed Nummer vom Feinsten. Die Vocals triefen voller Hass und die Riffs sind einfach zermalmend. Keine Pause gibt es bei „Mind Rape“. Was der Drummer hier leisten muss, allen Respekt. Trotz all dem Bösen gibt es eine tolle Melodyline (meine Frau hat nur mit dem Kopf geschüttelt und gefragt, wo hier denn eine Melodie ist). „Down To Zero“ ist eine Death Metal Granate. Gekonnte Breaks lockern dieses Geschoss auf und lassen die Matte kreisen. Bei „All Hail The New God“ geht es eine Minute im Midtempobereich zu, ehe Sänger Michi den Titel growlt und die komplette Gewalt auf einen hereinbricht. Ich würde sagen, Bolt Thrower meets Deicide. Zwei Minuten pure Zerstörung knallen uns auf „Empty Words Remain“ um die Ohren, heftig. Bei „Progress To Collapse“ fühlt man sich direkt in die 90er zurückversetzt. Ganz starke Nummer mit vielen kleinen Songdetails. „Mankind Never Learns“ ist einfach nur hart und böse, mehr gibt es da nichts zu sagen. „Ivory Morals“ haut dir mit seiner Intensität die Schädeldecke weg und „Out Of Sight, Out Of Mind“ nimmt dir danach dein Hirn raus und zermatscht es direkt. „New World Dystopia“ bietet noch mal das volle Brett. Wütende Blast Attacken treffen auf zermalmende Riffs, Bass und Drums peitschen voran und die Growls sind sowas von Evil. „World Downfall“ ist ein knapp zweiminütiges Outro und beendet mit einem Knall diese Platte.

Fazit: Tja, was soll ich hier noch sagen? Die Schweizer hauen hier ein extrem geiles Album raus, dass jedem Old School Death Metal Maniac glücklich machen sollte. Es gibt keinen schwachen Song und die knapp 37 Minuten vergehen wie im Flug. Danke REQUIEM, hierfür gibt es Matterhorn harte 9 Punkte.

WERTUNG:

 

 

25Trackliste:

01. Fade Into Emptiness
02. Collapse Into Chaos
03. Mind Rape
04. Down To Zero
05. All Hail The New God
06. Only Empty Words Remain
07. Progresse To Collapse
08. Mankind Never Learns
09. Ivory Morals
10. Out Of Sight, Out Of Mind
11. New World Dystopia
12. World Downfall (Outro)

Sturmi

NEONFLY – The Future, Tonight

Band: Neonfly
Album: The Future, Tonight
Spielzeit: 41:39 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Noble Demon
Veröffentlichung: 18.06.2021
Homepage: www.neonfly.net

Von der Band NEONFLY gibt es auch mal wieder ein Lebenszeichen! Das letzte Album der Truppe rund um Mastermind Frederick Thunder und Fronter Willy Norton erschien 2014!
Da wurde es wirklich langsam mal Zeit für was Neues!
Der neue Diskus hört auf den Namen „The Future, Tonight“ und erscheint beim Label Newcomer Noble Demon.
Nach wie vor zocken die Jungs eine Mischung aus Melodic und Modern Metal und haben auf dem neuen Album mit Björn Strid (SOILWORK) und Kaan Tasan zwei Gäste dabei.
Horchen wir doch mal in den Opener „This World is Burning“ rein, um einen ersten Eindruck vom Diskus zu bekommen. Keylastig wie eh und je empfängt uns die Nummer um sich dann direkt mit seinen prägenden Riffs und dem eingängigen Chrous in unsere Gehörgänge zu ballern.
Ein Opener ganz nach meinem Geschmack, mit Sicherheit gefällt dies auch den Bandfans! NEONFLY wie man sie liebt, und vielleicht auch hasst.
Sehr modern und groovig tönt dann auch „Last of our Kind“ aus den Boxen der dann ebenfalls im Chorus absolut punkten und überzeugen kann.
Genau in die gleiche Kerbe schlägt dann auch das folgenden „Flesh and Blood“.
Junge, Junge die ersten Tracks direkt mega eingängige Ohrwürmer, was soll denn da noch kommen?
Nun erstmal der Titeltrack „The Future, Tonight“ wo wir mit Björn Strid den ersten Gastmusiker haben, der für die Growls zuständig ist und der Nummer einen noch moderneren Anstrich gibt wie schon die Tracks zuvor.
Ganz an die Eingängigkeit der ersten Nummern kommt das Ganze aber nicht heran, auch wenn das hier etwas Meckern auf hohem Niveau ist, man ist halt verwöhnt von dem bockstarken Beginn!
Aber schon mit dem nächsten Song „Beating Hearts“ ist man wieder zurück im obersten Qualitätslevel und schaut hier dezent in der AOR Ecke vorbei.
Danach haben wir definitiv die bisher schwächste Phase der Scheibe denn mit der etwas nichtssagenden Powerballade „More than a Lifetime“ und den beiden Gastauftritten von Kaan Tasan, hier wieder für die Growls zuständig, gibt es Songs auf die Ohren die nicht so recht zum Rest passen und auch qualitativ überhaupt nicht dagegen anstinken können.
Und das gilt dann leider auch für das Abschlussdoppel „Final Warning“ und „The Thing we left behind“! Wo ist denn die Eingängigkeit und die Lockerheit der ersten Hälfte hin Jungs?

Anspieltipps:

„This World is Burning“, „Last of our Kind”, “Flesh and Blood”, “The Future, Tonight” und “Beating Hearts”

Fazit :
Selten gaben sich bei mir Himmel Hoch jauchzend und zu tief betrübt dermaßen die Klinge in die Hand wie auf dem neuen Diskus von NEONFLY!
Nach der ersten Hälfte war ich mir sicher, hier geht es definitiv in den ganz hohen Punktebereich, aber die Jungs reißen gekonnt in der zweiten Hälfte das ein was sie sich im ersten Teil so mühsam aufgebaut haben, sorry Jungs!
Denn moderne Anstriche sind super, aber irgendwie will man da zu viel des Guten und das liegt jetzt nicht nur an den eingesetzten Growls oder so, irgendwie ist die Leichtigkeit weg…
Aber aufgrund der bockstarken ersten Hälfte gibt es doch noch eine sehr empfehlenswerte Benotung und die Bitte an die Band einfach genau dort weiter anzusetzen beim nächsten Mal!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. This World is Burning
02. Last of our Kind
03. Flesh and Blood
04. The Future, Tonight (feat. Björn Strid)
05. Beating Hearts
06. More than a Lifetime
07. Another Eden (feat. Kaan Tasan)
08. Steal the World (feat. Kaan Tasan)
09. Final Warning
10. The Things we left Behind

Video zu “This World ist Burning”:

Julian

BURNING WITCHES – The Witch of the North

Band: Burning Witches
Album: The Witch of the North
Spielzeit: 61:10 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.burningwitches.ch

Die Mädels von BURNING WITCHES sind wirklich fleißig! Etwas mehr als 1 Jahr nach dem letzten Album „Dance with the Devil“ ist man schon wieder zurück mit neuem Material.
„The Witch of the North“ heißt die neue Platte, auf der man erneut ein neues Bandmitglied bestaunen kann!
Larissa übernimmt die Lead Gitarre und wurde perfekt in die Band integriert. Apropos integriert das ist auch mittlerweile die nicht mehr so neue Fronterin Laura. Ich war sehr gespannt wie sie nun nach einem Album Anlaufzeit im Bandsound klingt!
Ansonsten hat sich am Personal nichts geändert und das ist gut so.
V.O Pulver hat das neue Album produziert, auf dem es in bewährter Manier auch wieder einen Coversong gibt. Dieses Mal hören wir „Hall of the Mountain King“ von SAVATAGE.
So, genug der Vorrede, horchen wir mit dem Openersong „The Winters` Wrath in die neue Scheibe rein.
Dieser ist nur ein überlanges, stimmungsvolles Intro welches gut zum Plattenkonzept passt.
Der erste, richtige Song ist dann die schon bekannte Vorabsingle „The Witch of the North“. Und hier spielen die Hexen direkt ihre großartigen klassischen Heavy Metal Stärken wieder aus und machen eigentlich genau da weiter von man beim letzten Album aufgehört hat!
Sängerin Laura ist nun so richtig angekommen und man merkt direkt wie vielseitig sie gesanglich ist.
Ein geiler Auftakt auf jeden Fall und zu Recht der Titeltrack!
Ganz viel JUDAS PRIEST Feeling kommt dann beim anschließenden „Tainted Ritual“ auf! Vermutlich einer der nächsten Livekracher der Mädels weil man hier so schön mit bangen kann, wenn man über die notwendige Haarpracht verfügt ; ) .
Das abwechslungsreiche „Flight of the Valkyries“ und das klassische und eingängige „The Circle of Five“ sind dann die nächsten Anspieltipps die hier Erwähnung finden sollten!
Der Mittelteil der Scheibe hat dann sowohl Licht als auch Schatten, am Ehesten Strahlen hier noch „Thrall“ und das, das letzte Drittel einleitende, „For Eternity“ hervor.
Dort haben wir dann mit „Dragon`s Dream“ noch einen Anspieltipp und mit „Hall of the Mountain King“ noch den angesprochenen Coversong, dieses Mal kommen SAVATAGE zu Ehren, zu verzeichnen.

Anspieltipps:

„The Witch of the North”, “Tainted Ritual”, “Flight of the Valkyries”, “The Circle of Five” und “Dragon`s Dream”

Fazit :

Ein sehr abwechslungsreiches und trotz allem recht kompaktes, trotz der amtlichen Spielzeit, neues Album der BURNING WITCHES haben wir hier vor uns!
Man ist mittlerweile glaube ich im passenden Bandgefüge angekommen und Laura und Larissa integrieren sich bestens.
Dazu gibt es einige klassische Heavy Metal Hits auf die Ohren die den Fans der Band und des Genres sofort schmecken sollten.
Man geht mit der gleichen Punktezahl wie beim Vorgänger durch unseren Zieleinlauf und kann sich mächtig auf die Schultern klopfen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Winters`Wrath
02. The Witch of the North
03. Tainted Ritual
04. We Stand as One
05. Flight of the Valkyries
06. The Circle of Five
07. Lady of the Woods
08. Thrall
09. Omen
10. Nine Worlds
11. For Eternity
12. Dragon`s Dream
13. Eternal Frost
14. Hall of the Mountain King (Cover Bonus Track)

Video zu “The Witch of the North”:

Julian