ALL THINGS FALLEN – All Things Fallen (Kurzreview)

Band: All Things Fallen
Album: All Things Fallen
Spielzeit: 39.49 min
Stilrichtung: Progressiver Melodicrock
Plattenfirma: Independant
Veröffentlichung: 1.04.2019
Homepage: www.facebook.com/allthingsfallen

ALL THINGS FALLEN

Manchmal kann man nur erstaunt den Kopf schütteln, warum einigen Künstlern mit offensichtlich großem musikalischem Potenzial nicht mit einem ordentlichen Plattenvertrag ausgestattet sind.
Bei Markus Sigfridsson handelt sich um solch einen Fall, denn der Gitarrist, der auf seinem selbst veröffentlichtem Projekt ALL THINGS FALLEN viele der zu hörende Instrumente selbst eingespielt hat, ist gesegnet mit einem großartigem Gespür für zündende Melodien.
Aufwendig arrangierte Songs, für die er sich schon bei seiner Hauptband Darkwater verantwortlich zeichnete, sind das Markenzeichen auf seinem sechs Stücke umfassenden Projekt die allesamt im progressiven Melodicrockgenre anzusiedeln sind.
Bei aller instrumentalen Klasse des Masterminds, der nebenher auch noch für alle Texte sowie die Covergestaltung verantwortlich zeichnet, gebührt auch dem famosen Sänger Erik Tordsson ein Sonderlob für seinen prägnanten, druckvollen Gesang, der die extrem eingängigen Refrains in bestem Licht erklingen lässt
ALL THINGS FALLEN hört man die Independantproduktion überhaupt nicht an, glasklarer, drückender Sound wird hier aufgefahren der für uneingeschränkten Hörgenuß garantiert.
Wer also Sigfridssons Hauptband Darkwater etwas abgewinnen kann und wessen Aufmerksamkeitsspanne nicht nach einem Fünfminutensong nachlässt, dem sei das Projekt ALL THINGS FALLEN uneingeschränkt ans Herz gelegt.

WERTUNG:

 

 

Video Link zu “In the Divide” : 

Rüdiger König

HARDLINE – Life

Band: Hardline
Album: Life
Spielzeit: 51.01 min
Stilrichtung: Melodic Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.hardlinerocks.com

HARDLINE- LIFE

Das HARDLINE Reviews traditionell häufig mit einem Rückblick auf die „Double Eclipse“ von 1992 beginnen, hat seinen Grund alleinig in der Ausnahmestellung, den das unerreichte Debüt der Kollaboration von Gitarrist Neal Schon (Journey) und Sänger Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell) durch seine Klasse eingenommen hat.

Auch das mittlerweile siebte Album in der HARDLINE Ära, „Life“ wird sich somit nicht mit dem etwas schwächer ausgefallenen Vorgänger „Human Nature“ messen müssen, sondern mit dem Referenzwerk, der mittlerweile runderneuerten Band. Einzig verbliebendes Originalmitglied Johnny Gioeli steuert sein AOR Schiff mit dem frisch angeheuerten Gitarristen Mario Percudani so gekonnt ins „Double Eclipse“ Fahrwasser, wie es seit Neal Schon Zeiten kein Gitarrist der Band geschafft hat.

„Place To Come Home“ als Opener überzeugt nicht nur mit fast schon ungewohnter melodischer Härte, sondern zeigt sich auch soundtechnisch um ein Vielfaches besser gemischt, als die Vorgängeralben. Auch das folgende ‚„‘Take a Chance“ ließe sich ohne Qualitätseinbussen aufs Debüt platzieren. Überhaupt scheint die Zeit keinen großen Tribut von Gioeli eingefordert zu haben.

Im treibenden „Helio´s Sun“ gibt Tastenmann Alessandro del Vecchio ein klasse Hammond Orgel Solo zum Besten, bevor er dann mit der starken Klavierballade „Page Of Your Life“ sentimentalere Töne anschlägt. Hier kann man dann die Variabilität im Stimmumfang Gioelis bestaunen, die klassische Power Ballade mit dem nötigen Pathos zu veredeln, liegt ihm einfach.
Etwas weniger Strahlkraft besitzt „Handful of Sand“, hier von einem Albumfüller zu reden, wäre aber zu weit hergeholt, wo hingegen mit der zweiten Ballade „This Love“ erneut auf Sicherheit gegangen wird und auch dieser Trumpf sticht

Über den Versuch Queens Göttersong „Who wants to live forever“ als Cover aufzuarbeiten, darf man in einer Review nicht hinweggehen. Ungeachtet des interessanten Aspektes, mal reinzuhören, wie eine Gesangsinstitution wie Gioeli mit diesem unerreichten Klassiker gesanglich umgeht, kann und ist dieser Versuch leider punktezehrend gescheitert. Nicht dass der Song hier schlecht dargeboten wird, aber die unermessliche Tiefe des Originals ist unendlich schwer zu reproduzieren und die reduzierte Instrumentierung verhindert die nötige Emotionalität.

Eben diese Emotionalität besitzt hingegen der abschließende Song „My Friend“. Der nur mit Akustikgitarre begleitete Gioeli weiß die Botschaft des Liedes gekonnt zu übermitteln.

Man wird in der HARDLINE Diskografie kein wirklich schlechtes Album finden, mit „Life“ werfen sie aber ohne Frage ihr zweitbestes in den Ring. Viel näher kommt man wohl ans Original nicht mehr ran. Intelligentes Songwriting gepaart mit der außergewöhnlichen, abwechslungsreichen Stimme Gioelis, sowie der extrem passenden Gitarrenarbeit von Percudani, lassen hoffnungsvoll in die Hardline Zukunft schauen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Place To Come Home
02. Take A Chance
03. Helio´s Sun
04. Page Of Your Life
05. Out Of Time
06. Hold On To Right
07. Handful Of Sands
08. This Love
09. Story Of My Life
10. Chameleon
11. My Friend

Link zu “Take A Chance” : 

Link zu “Page Of Your Life” : 

Rüdiger König

RUTHLESS – Evil Within

Band: Ruthless
Album: Evil Within
Spielzeit: 42:10 min
Stilrichtung: US Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 03.05.2019
Homepage: www.ruthlessmetal.com

Nachdem es beim letzten Album „The Rise“ aus dem Jahre 2015 schlappe 25 Jahre gedauert hat mit einer neuen Scheibe, sind die Jungs von RUTHLESS nun schneller wieder am Start und knapp vier Jahre später kehrt man mit „Evil Within“ wieder zurück um wieder neue und alte Fans mit dem Mix aus US und Power Metal zu erfreuen!
Personell hat sich nichts im Vergleich zum letzten Album getan und so konnte man sich voll und ganz dem Songwriting verschreiben bei dem neun neue Songs heraus gekommen sind die wir uns nun mal etwas näher zu Gemüte führen.
Als Opener dient dieses Mal „Storm of Souls“ der erstmal recht ruhig aus den Boxen tönt bevor das Ganze dann doch zu einem typischen US Metal Banger wird der mit einem ordentlichen Chorus gut unterhalten kann.
Mit „Atrocities“ und „In Blood“ im Anschluss gibt man dann auch dem geneigten US Metal Fan was er sich wünscht, knochentrockenen US Metal der mal mehr mal weniger ins Ohr geht.
Der erste richtige Glanzpunkt folgt dann, fast schon logischerweise, mit dem Titeltrack „Evil Within“. Hier greifen die Jungs mal ins ganz obere Qualitätsregal was ein wahre Wohltat ist nach dem etwas schleppenden Beginn!
Und nun scheint man im Mittelteil der Scheibe richtig in Schwung zu kommen, denn auch das schleppende „Fear Never Sleeps“ als auch das schnelle „Skulls“ können restlos überzeugen und finden sich daher direkt auf unserer Hitliste wieder.
Im letzten Drittel der Scheibe kann man dann das Niveau des Mittelteils nicht ganz halten, mit „The Brotherhood“ hat man aber nochmal einen ganz ordentlichen US Metal Banger am Start bevor der neue Diskus dann mit dem abschließenden „Cryptic Ruins“ ein etwas verfrühtes Ende findet.

Anspieltipps:

„!n Blood“, „Evil Within“, „Fear Never Sleeps“ und „Skulls“

Fazit :

RUTHLESS bleiben ihrer Linie auch auf ihrem neuen Album auf jeden Fall absolut treu! Die Fans erwartet ein Oldschool US Metal Album mit einer dementsprechenden, manchmal etwas verwaschenen Produktion. Ein paar Hits sind hier an Bord die das Album insgesamt auf eine starke Leistung hieven.
Mehr ist es dann aber leider erneut nicht geworden, US Metal Fans alter Schule sollten hier aber auf jeden Fall mehr als ein Ohr riskieren!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Storm of Souls
02. Atrocities
03. In Blood
04. Evil Within
05. Fear Never Sleeps
06. Skulls
07. Death March
08. The Brotherhood
09. Cryptic Ruins

Julian

Nightqueen News

NIGHTQUEEN präsentieren Album Cover & Trackliste vom kommenden Album „SEDUCTION“

Belgiens Vorzeigemetaller NIGHTQUEEN präsentieren das Cover ihres neuen Albums „Seduction“, das am 7.6.2019 via El Puerto Records / Soulfood veröffentlicht wird.

Die Gestaltung stammt von Manfred Smietana. Das kommende Album der Symphonic Power-Metaller wurde in den Spacelab-Studios aufgenommen, wo Christian Moos bereits genre-passend für Delain und Luca Turilli’s Rhapsody gemixt hat.

Dazu wird ebenfalls die Trackliste veröffentlicht:

1. Power Infusion (Intro)
2. Energy
3. Seduce Me
4. Wall of Sorrow
5. Fuel the Fire
6. Nightmares
7. Silence and Tears
8. Termination
9. Name of the Gods
10. In Flames
11. Return to Wonderland
12. Nightfall

 

Album Teaser zum Reinhören:

NIGHTQUEEN:

Hellen Heart – Vocals
Rex Zeco – Guitar – Backing vocals
Cosi Matrigiani – Guitar
Paddy Lee – Bass – Backing vocals
Gio Zuccari – Keyboards – Backing vocals
Andy Hermans – Drums

www.facebook.com/Nightqueenmetal/

Harpyie News

Am 28.06. erscheint das neue HARPYIE Studioalbum „Aurora“ bei Metalville Records (Rough Trade)

Mit ihren 12 neuen Songs gibt sich die Band politischer, religiöser und autobiografischer als je zuvor. Ein Klanggewitter aus modernem Metal, Folklore und Pop treffen auf Geschichten aus längst vergangener Zeit. HARPYIE erschaffen auch dieses Mal ein völlig neue Welt, die sich um ihr Album rankt und ziehen mit modernen aber auch historischen Geschichten ihre Hörer in den Bann.

Hier schon mal das Cover:

Freternia News

FRETERNIA veröffentlichen erstes Video zum Track „Reborn“ aus dem kommenden Album „The Gathering“

Der Track stammt vom brandneuen Album „The Gathering“ welches am 14.06. auf ROAR! Rock Of Angels Records erscheint. Hier könnt ihr das Video sehen:

Nach 17(!) Jahren Pause melden sich FRETERNIA lautstark zurück. Die Band gehörte zur ersten Liga der schwedischen Power-Metal-Welle der Neunziger. Damalige Genre-Fans wissen Bescheid. Alle Spätgeborenen werden sofort erkennen, dass diese Truppe weiß, wo?s langgeht. „The Gathering“ ist das dritte Album von FRETERNIA und ein Lehrstück in Sachen Melodic Power Metal mit Anspruch. Die Band greift dabei auf ihre eigenen stilistischen Wurzeln zurück, verschließt sich aber nicht den Entwicklungen der letzten Dekaden. Das Resultat strotzt vor Energie und Hooks, ist mit Schmackes produziert und verbindet die Erfahrung alter Hasen mit der ungestümen Power einer nach wie vor hungrigen Band.
Das Cover stammt von Stan- W Decker (Monument, Primal Fear, Ten, Ross The Boss, Stryper).

FRETERNIA sind:
Pasi Humppi – Vocals
Patrik von Porat – Guitars
Tomas Wäppling – Guitars
Nicklas von Porat – Bass
Tommie Johansson – Keyboards
Oskar Lumbojev – Drums

Gäste:
– Johannes Nyberg (ex-Zonata): zusätzliche Keyboards und Gesang auf „Dark Vision“ und „Last Fragments Of Sanity“.
– Mikael Dahl (Crystal Eyes): falsetto scream auf „Last Fragments Of Sanity“.
– Backing vocals von Hellchoir (Johannes Nyberg, Mikael Dahl, Pasi Humppi, Nicklas von Porat, Tomas Wäppling, Petri Söderbacka, Markus Humppi).

TRACK LIST:
1. Intro
2. Reborn
3. Last Crusade
4. The Escape
5. In Solitude
6. Eye The Shadow Of Your Sins
7. End Of The Line
8. Fading World
9. Change Of Life
10. Last Fragments Of Sanity
11. Dark Vision
12. Final Dawn
13. Age of War

 

AXENSTAR – End of all Hope

Band: Axenstar
Album: End of all Hope
Spielzeit: 50:57 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Ram it Down Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.axenstar.com

Von den schwedischen Power Metallern von AXENSTAR hatte ich lange nichts mehr gehört! Das letzte Lebenszeichen datiert aus dem Jahre 2014 mit dem letzten Album „Where Dreams are forgotten“ welches über Inner Wound Recordings veröffentlicht wurde.
Zeit das es mal etwas Neues aus dem Hause AXENSTAR`s gibt! Mit dem aufstrebenden deutschen Label Ram it Down Records hat man einen neuen Partner an der Seite und mit „End of all Hope“ auch ein neues Album am Start auf dem wir erneut schwedischen Power Metal vom Allerfeinsten von den Jungs rund um Sänger/Bassist Magnus Winterwild erwarten können.
Die Band geht sogar soweit zu behaupten das das neue Werk das bisher Beste der Band ist, na schauen wir mal ob da so stimmt und Anhänger von so Bands wie NOCTURNAL RITES oder IRON SAVIOR hier zuschlagen können?
Mit dem Openertrack „Legions“ beginnt das neue Album. Als Altfan fühlt man sich direkt zu Hause bei der melodischen Midtempomischung die einen hier entgegenschlägt. Der Chorus ist wunderbar mitsingbar von daher ist der Opener direkt schon mal als Erfolg zu verzeichnen.
Die beiden nachfolgenden Songs „King of Fools“ und „The Unholy“ waren schon vorab als Videosingle veröffentlich worden, schlagen stilistisch in die gleiche Kerbe wie der Opener sind aber noch einen Ticken melodischer geraten und wandern daher direkt auf unsere Albumhitliste!
Nach dem Standardmetalsong „Honor and Victory“ gibt es bei „A Moment in Time“ die ruhige Seite der Band zu hören. Auch diese Halbballade schließt sich direkt an die bisherigen Hits an und lässt sich super hören! Die Jungs beherrschen also auch die leisen Töne bestens.
Auch in der zweiten Hälfte der Scheibe bleibt die Songqualität dann ordentlich hoch auch wenn es manchmal wieder eher in die Richtung Standardmetalsongs geht.
Die besseren Songs überwiegen hier aber ganz klar und sind mit „My Kingdom Come“, „The Dark Age“ und dem epischen „Time is no Healer“ schnell ausgemacht.

Anspieltipps:

„King of Fools“, „The Unholy“, „A Moment in Time”, “My Kingdom Come” und “Time is no Healer“.

Fazit :

Anhänger des schwedischen Power Metals bekommen mit dem neuen Album der Jungs von AXENSTAR genau das was sie sich wünschen! Melodischer Stoff der mal mehr mal weniger heftig aus den Boxen kommt und größtenteils die Ohren direkt schmeichelt und sich festsetzt.
Zwar gibt es hier nicht viel Neues zu entdecken, aber manchmal ist sehr gut gemachtes Bekanntes ja auch schon ausreichend!
Auf jeden Fall gibt es eine klare Kaufempfehlung von mir für die angesprochene Zielgruppe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Legions
02. King of Fools
03. The Unholy
04. Honor and Victory
05. A Moment in Time
06. My Kingdom Come
07. The Dark Age
08. Mistress of Agony
09. Time is no Healer
10. Of Pain and Misery

Julian

ASTRAL DOORS – Worship or Die

Band: Astral Doors
Album: Worship or Die
Spielzeit: 53:22 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.astraldoors.com

Meine Huldigung an ASTRAL DOORS habe ich nun oft genug in meinen Rezis zum Ausdruck gebracht! Daher sage ich dieses Mal einfach nur die Jungs rund um Sänger Nils Patrik Johansson sind einer meine Alltime Faves, Punkt fertig : )
Knapp zwei Jahre nach dem doch recht düsteren Album „Black Eyed Children“ erscheint nun das neue, mittlerweile neunte Album der Band mit dem Namen „Worhsip or Die“.
Nach eigenen Angaben ist es das melodischste seit dem 2007er Werk „New Revelation“ aber gleichzeitig wohl auch das härteste Album!
Na das klingt doch schon mal nach tollen Voraussetzungen an die starken letzten Veröffentlichungen anzuknüpfen!
Mit der Videosingle „Night of the Hunter” wird die neue Scheibe eröffnet. Flott, melodisch und bei weiten nicht so düster wie es der Titel vermuten lässt bahnt sich der Opener direkt seinen Weg in die Gehörgänge und bleibt dort erstmal ordentlich haften. Ein Einstieg nach Maß also.
Und melodisch geht es direkt weiter beim anschließenden „This must be Paradise“ bevor es beim folgenden Titeltrack „Worship or Die“ wesentlich epischer wird. Kraftvoll und stampfend bahnt sich die Nummer ihren Weg und wandert direkt auf unsere Hitliste. Hier kommt Sänger Nils Patrik seinem großen Vorbild DIO stimmlich und auch von der Gesangsstruktur her sehr nahe, das sollte man sich als alter DIO Fan nicht entgehen lassen!
Im anschließenden Mittelteil folgt dann auch Hit auf Hit. „Concrete Heart“ ist ein straighter Rocker dessen Chorus man schon nach Kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt, „Marathon“ und „Desperado“ sind dann eher von der epischen Sorte die aber auch absolut melodisch gehalten sind und sich in die schon beachtliche Livefavoritenliste gekonnt einreihen. Bald muss die Band wohl 2 Stunden Konzerte geben : )
Die abwechslungsreiche Hitfahrt ist aber noch lange nicht zu Ende und die Band zeigt auch in der zweiten Hälfte der Scheibe das sie ihr Pulver noch lange nicht verschossen haben.
Beispiele gefällig? Nichts leichter als das! Der Epicbrecher „Light at the End of the Tunnel“, das Epic/Bombastfeuerwerk “St. Petersburg”, der flotte Melodickracher “Let the Fire Burn” und das abschließende, eher wieder epische “Forgive Me Father”. Also eigentlich alles was uns im zweiten Plattenabschnitt so geboten wird!
DAS denke ich mal sagt schon viel über die Qualität der gesamten Scheibe aus!

Anspieltipps:

„Night of the Hunter“, „Worship or Die“, „Marathon”, “Desperado” und “St. Petersburg”.

Fazit :

ASTRAL DOORS sind mittlerweile echt eine Bank! Man weiß einfach was einem bei einem neuen Album erwartet, sowohl von der Qualität als auch vom musikalischen hergesehen.
Beides ist mittlerweile auf einem ganz hohen Level angekommen. Die neue etwas härtere und doch melodischere Ausrichtung kommt sehr gut rüber und man merkt auch das man mit nun zwei Gitarristen wesentlich variabler unterwegs ist!
So gibt es von mir auch dieses Mal wieder eine sehr hohe Bewertung, etwas besser als beim letzten Mal.
Es ist nach wie vor eine Schande das die Band nicht der Ruhm zu Teil wird den sie mittlerweile mehr als verdient hat!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Night of the Hunter
02. This must be Paradise
03. Worship or Die
04. Concrete Heart
05. Marathon
06. Desperado
07. Ride the Clouds
08. Light at the End of the Tunnel
09. St. Petersburg
10. Triumph & Superiority
11. Let the Fire Burn
12. Forgive me Father

Julian

DARK BLUE INC. – Linked to Life

Band: Dark Blue Inc.
Album: Linked to Life
Spielzeit: 47.25 min
Stilrichtung: Heavy Prog
Plattenfirma: El Puerto Records
Veröffentlichung: 26.04. 2019
Homepage: www.facebook.com/DarkBlueIncorporated/

DARK BLUE INC. – Linked to Life

Nachdem das Info Sheet zum DARK BLUE INC. Debütalbum „Linked to Life“ außer der illustren Mannschaftsaufstellung keine weitreichenden Infos bereithält, heißt es, genau hinzuhören, was die 2018 vom Bonfire und Sainted Sinner Gitarristen Frank Pane´gegründete Band zu bieten hat.
Blues orientierter Heavy Prog steht auf der Karte und genau das wird auch kredenzt. „Dark Blue Overture“ gibt die sechsminütige instrumentale Vorspeise.
Der getragene Keyboardklangteppich geht kurz über in einen schön gespielten pinkfloydschen Gitarrenpart bevor das Ganze dann instrumental Geschwindigkeit aufnimmt. Dem Intro fehlende Eingängigkeit vorzuwerfen macht keinen Sinn im progressiven Genre, vielmehr geben Musiker wie Andrea Vergori (keys), Harry Reischmann (ex-Bonfire, drums) oder Hal Patino (ex-King Diamond, bass) ihre Visitenkarten ab.
Das kreative Output Pane´s wird zum ersten Mal gesanglich serviert mit „Time will never wait“. Mit Göran Edmann (ex Y.Malmsteen) ist die Truppe im Besitz eines prominenten, erfahrenen Sängers, der der instrumentalen Verspieltheit gradlinige Gesangslinien entgegensetzt. Vokale Unterstützung erhält er bei der Nummer von Pane´s Gattin Lydia, die Akzente zu setzen weiß.
Das auf „Linked to life“ natürlich in erster Linie außergewöhnliche Gitarrenarbeit angeboten wird, liegt auf der Hand, trotzdem lässt die Scheibe allen involvierten Musikern viel Spielraum und Gelegenheit sich einzubringen ohne instrumental zu eskalieren.
Die einzelnen Stücke besitzen viel Variantenreichtum, sei es durch unverhoffte Tempi- oder Stimmungswechsel. Überhaupt wirkt das Ganze niemals langweilig oder aufgesetzt.
Sehr atmosphärisch wird es im Keyboard Intro zum Titeltrack,bevor Pane´wieder federführend das Ruder übernimmt, und sich auch nicht scheut, auf Stücken wie „Sacred Sin“ branchenfremde Flamenco Versatzstücke einzubauen.
Auch wenn „Dark Blue Sea“ mit Schlagzeugikone Ian Paice sicherlich ein starkes Stück darstellt, ein Highlight der Scheibe bietet„Cold is the Night“, in dem Edmann einfach klasse singt.
Auf dem sehr ruhigen, abschließenden „Islands of Thoughts“ überzeugt uns Frank Pane’noch einmal auf der Akustikgitarre.

Alles in allem liegt hier ein feines Progrock Debüt vor, der auf weitere interessante Outputs von DARK BLUE INC. hoffen lässt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dark Blue Overture
02. Time Will Never Wait
03. Karma Machine
04. Deep Blue Sea
05. Linked To Life
06. Sacred Sin
07. Cold Is The Night
08. Islands Of Thoughts

Link zum Video “Deep Blue Sea” feat. Ian Paice :

Rüdiger König

MAGISTARIUM – War for All and All for Won

Band: Magistarium
Album: War for All and All for Won
Spielzeit: 60:37 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 14.04.2019
Homepage: www.magistarium.org

Die Jungs von MAGISTARIUM gehen ihren Weg unbeirrt weiter! Nachdem im Sommer 2015 das letzte Album „5’55 Till the End of Days“ in Eigenregie erschien nutze man die letzten Jahre um live ordentlich Erfahrung zu sammeln. Und pünktlich zur anstehenden Europa Tournee hat man das neue Album „War for All and All for Won“ am Start, welches erneut komplett in Eigenregie und in russischer und englischer Sprache veröffentlicht wird.
Personell hat sich absolut nichts bei der Band geändert, nach wie vor führen Sänger Oleg Rudych und Gitarrist Mike Persin die Geschicke von MAGISTARIUM an.
Als Gast hat man den deutschen Gitarrist Herman Frank (Ex ACCEPT, VICTORY, HERMAN FRANK) mit an Bord der dieses Mal nicht als Produzent tätig war. Diesen Job übernahm die Band höchstselbst.
Mit dem Opener „Rising from the Ashes“ beginnt der neue Diskus nach einer kleinen Einleitung recht kraftvoll! Sänger Oleg ist sofort absolut präsent und hat wie bisher auch einfach ein Organ was man entweder geil findet oder man rümpft die Nase. Geil singen kann der gute Oleg so oder so!
Der Song ist ein flotter Midtempotrack der mit einem tollen mehrstimmigen Chorus direkt ins Gehör geht und dort lange haften bleibt.
Über die Standardmetaltracks „One against the World“, und „The Game of Life“ geht es in den Mittelteil der Scheibe wo wir mit “Hora longa vita brevis” eine epische Nummer haben die mit weiblichen Gesang verfeinert ist. Das Ganze klingt sehr stark nach Symphonic Metal und hat nicht mehr viel mit den vorherigen Metalbangern gemeinsam. Mal eine ganz neue Facette der Band, toll gemacht!
Danach geht es auch schön abwechslungsreich weiter denn „Beyond the Frontier“ ist wieder ein klassischer MAGISTARIUM Midtempokracher geworden und das anschließende „Forever“ ist dann eine Halbballade die auch sehr ordentlich von der Band umgesetzt wurde.
Danach folgt dann der Titeltrack „War for All and All for War“ der ebenfalls wieder typisch MAGISTARIUM ist und sich bestens in die bisherigen Hits einfügt.
Oleg drückt den nächsten Song „Another World“ absolut seinen Stempel auf da er hier etwas mehr in seine Opernstimme abdriftet wodurch sich der Track zeitweise schön von den bisherigen Nummern abgrenzt und insgesamt auch super ins Ohr geht.
Im letzten Drittel der Platte angekommen stellen wir recht schnell fest das auch hier die Qualität der Songs schön hoch ist und man eigentlich keinen Ausfall zu vermelden hat.
Glanzpunkt ist hier mit Sicherheit noch der abschließende Doppelpack bestehen aus dem gefühlvollen „1000 Years of Rain“ und dem epischen Follow your Dreams“.

Anspieltipps:

„Rising from the Ashes“, „Hora longa vita brevis“, „Beyond the Frontier”, “War for All and All for Won” und “Follow your Dreams”.

Fazit :

Auch auf ihrem neuen Album bleiben MAGISTARIUM sich absolut treu! Nach wie vor wird uns Power Metal der moderneren Sorte geboten der auch ab und an mal ins Symphonic Genre rüberschaut und durch Olegs wechselhaften Gesang kommt auch manchmal etwas Opernstimmung auf. Hier geht es also auf jeden Fall abwechslungsreich zu.
Für eine Selbstveröffentlichung ist die Produktion erste Sahne und auch die Promoarbeit der Jungs kann sich absolut sehen lassen!
Ich denke alte wie neue Fans der Band oder des Power Metal Genres können hier erneut ohne Probleme zugreifen und man sollte sich die erste Europatournee von MAGISTARIUM definitiv nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rising from the Ashes
02. One against the World
03. The Game of Life
04. Hora longa vita brevis
05. Beyond the Frontier
06. Forever
07. War for All and All for Won
08. Another World
09. Turn back Time
10. 1000 Years of Rain
11. Follow your Dream

Julian