MAGISTARIUM – Dreamlord Opera

Trackliste:

01. No World without Hero
02. Into the Storm
03. Higher and Higher
04. Dreamlord Opera
05. Invincible
06. To the Gates of Hell
07. Lonely Star
08. New Reality
09. The Final Curtain
10. The Tempter (Bonustrack)

 

Spielzeit: 52:20 min – Genre: Prog/Power Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 01.06.2022 – Page: www.magistarium.org

 

Die Power Prog Metalband MAGISTARIUM schlägt wieder zu und veröffentlicht dieser Tage ihr viertes Album „Dreamlord Opera“. Dieses Mal geht es wohl noch etwas epischer als zuvor zur Sache, das lässt wohl schon der Plattentitel vermuten.
Die Bandbesetzung ist dieselbe wie auf den letzten Alben und wird nach wie vor von Fronter Oleg Rudych und Gitarrist Mike Persin angeführt.
Und, soviel Offside sei dieser Tage erlaubt, Oleg ist übrigens im aktuell leider recht bekannten Ort Charkiw geboren ist, und Mike ist in Russland geboren, Völkerverständigung im kleinen Kreis also, wenn es die Großmächte schon nicht auf die Kette bekommen!
Als Produzent war dieses Mal niemand anderes als Jacob Hansen tätig, und das hört man definitiv schon beim Albumopener „No World without Hero“! Denn dieser braucht zwar etwas Anlauf, aber dann entwickelt sich ein epischer Power Metalsong mit Allem was dazugehört.

Satte Riffs, epische Chöre und ein interessanter Aufbau sind die Glanzpunkte des Openers. Dazu kommt natürlich der, wie immer, charismatische und erstklassige Gesang von Fronter Oleg.
Das folgende „Into the Storm” legt, namensgemäß, auch direkt los und es entwickelt sich ein klassischer Power Metalsong der ebenfalls ganz ordentlich gelungen ist.
„Higher and Higher“ beginnt mit Orgelklängen und geht aufgrund seines Rhythmus mega gut ins Ohr. Die Nummer ist etwas langsamer und erdiger angelegt als seine Vorgänger, begeistert aber vor allem wieder im Refrain.
Nun folgt der Titeltrack „Dreamlord Opera“ und so wie es der Name schon sagt haben wir hier eine lange, epische Nummer wo Oleg auch mal eine gefühlvolle Seite zeigt und auch mal eine andere Gesangsstimme.
Hier greifen die Jungs tief in die Prog Kiste und erschaffen ein kleines Kunstwerk was trotz seiner Überlänge nie langweilig wird!
Der weitere Mittelteil kann dann mit „Invincible“ und „To the Gates of Hell“ da nicht ganz anschließen, von Ausfällen ist man hier aber kilometerweit entfernt.
Die Powerballade „Lonely Star“ leitet dann den letzten Teil der Scheibe ein und gehört wieder zur Hit Riege auf dem Album. Ein schöner Song der zum Dahinträumen einlädt.
Die Glanzpunkte des letzten Drittels sind mit dem epischen „The Final Curtain“, wo wir eine weibliche Gastsängerin sowie Growls haben, und mit dem Bonustrack „The Tempter“ schnell ausgemacht!

Die Jungs von MAGISTARIUM sind qualitativ einfach eine Bank. Album um Album präsentieren sie uns sehr ordentlich produzierten Power Metal mit einem Schuss Prog und insgesamt steigert man sich immer ein klein wenig!
Auch wenn das letzte Album ein klein wenig mehr Hitdichte hatte.
Für eine eigene Veröffentlichung stimmt das komplette Package auf jeden Fall und Fans des genannten Genres werden hier auf jeden Fall viel Freude daran haben!
Das Album kann man direkt auf der Bandhomepage beziehen, wie immer bei den Jungs in zwei Sprachen, englisch und russisch.

Julian

 

 

 

SERPENTS IN PARADISE – Temptation

Trackliste:

01. Love Bites (GP)
02. Tomorrow Never Comes (SB)
03. Where`s the Rock N Roll Gone (HB)
04. Moonshine Blues (MF)
05. Black Hole (AK)
06. Sun May Shine (SB)
07. Mojo Man (GP)
08. Overrated (HB)
09. Get Lost Again (AK)
10. Ghost Lights (MF)
11. Smoke & Mirrors (AK)

Spielzeit: 46:47 min – Genre: Hard Rock – Label: MDD Records – VÖ: 08.07.2022 – Page: www.facebook.com/SerpentsInParadise

 

Die 2 Jahre Zwangspause in Form der Corona Pandemie hatte für einige Musiker auch etwas Gutes! Der Gitarrist Tobias Eurich z.B. konnte sich nach dem etwas überraschenden Ende der Band SPITEFUEL Gedanken machen, wie es weitergeht und wollte sich etwas mehr dem Hard Rock zuwenden.
Herausgekommen ist mit SERPENTS IN PARADISE seine neue Band die für soliden Hard Rock steht!
Zusammen mit Matthias Lünöd und Jason-Steve Mageney fand er passende Mitstreiter, nur ein passender Sänger war vorerst nicht greifbar.
So entschloss man sich das Debütalbum „Temptation“ mit namenhaften Gastsängern aufzunehmen.
Und diese Gastsänger haben es echt in sich!
Da hätten wir Gianni Pontillo (VICTORY), Stu Block (Ex ICED EARTH), Herbie Langhans (FIREWIND, AVANTASIA), Mark Fox (SHAKRA) und Alex Kühner (HIGH TIDE).
Das hört sich nicht nur super an, das Endergebnis kann sich definitiv sehen lassen!

Und dass das so ist, hört man direkt beim Albumopener „Love Bites“ denn dieser legt mit schönen, knackigen Rock Riffs los und schon nach kurzem erklingt die charismatische Stimme von Sänger Gianni Pontillo. Er passt mit seinem rauen Organ natürlich perfekt zur Mucke und auch der Song an sich ist wunderbar eingängig gehalten und somit direkt ein perfekter Einstieg und Anspieltipp!
Stu Block ist dann der Nächste der beim flotten „Tomorrow Never Comes“ sein Können zeigen kann, ich hätte ja nicht gedacht das Stu auch den Rock so gut beherrscht, aber das tut er!
Die Nummer schließt perfekt zum Opener an und geht ebenfalls perfekt ins Ohr, so kann es bitte weitergehen.
Und das tut es auch, denn mit dem groovigen „Where`s the Rock N Roll Gone“ und vor allem dem geilen Gesang von Herbie Langhans trifft man ebenfalls wieder voll ins Schwarze! Kein Wunder, das diese Nummer die erste Vorabsingle und Appetizer war, ein geiles Teil was einfach nur Lust und Laune macht!
Einen ordentliche Schuss Blues, was ja auch schon der Name sagt, hat „Moonshine Blues“ abbekommen und auch hier hat man mit Mark Fox wieder den perfekten Sänger ausgewählt.
Über das ordentliche „Black Hole“ mit Alex Kühner am Mirko geht es in den Mittelteil der mit der Ballade „Sun May Shine“, hier ebenfalls wieder bestens vertont durch Stu Block, dem erdigen und groovenden „Mojo Man“ und dem knackigen „Overrated“ auch wieder bestens besetzt ist!
Das letzte Drittel kann dann von der Hitdichte her nicht mehr ganz mithalten, von Ausfällen ist man hier aber trotzdem noch meilenweit entfernt.

Eine sehr ordentliche Hard Rock Scheibe haben die Jungs von SERPENTS IN PARADISE hier zusammengezimmert!
Die 4 Gastsänger passen perfekt ins Bild und sind bestens zu jedem Song ausgesucht.
Freunde von klassischen Hard Rock der Marke GUN`S ROSES oder SKID ROW werden hier bestens bedient und von daher gibt es auch die klare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

 

 

FALLEN SANCTURAY – Terranova

Trackliste:

01. Terranova
02. Now and Forever
03. Broken Dreams
04. Rise Against the World
05. To the Top
06. Destiny
07. I can`t Stay
08. Trail of Destruction
09. No Rebirth
10. Bound to Our Legacy
11. Wait for Me (Bonustrack)

Spielzeit: 61:47 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: AFM Records – VÖ: 24.06.2022 – Page: www.facebook.com/FallenSanctuaryMetal

 

Eine gemeinsame Tour der Bands SERENITY und TEMPERANCE bildete die Grundlage für die neue Melodic Power Metal FALLEN SANCTUARY wo Georg Neuhauser (SERENITY) und Marco Pastorino (TEMPERANCE) sich zusammengetan haben.
Die Vorbilder sind hier mit HELLOWEEN, ANGRA oder RHAPSODY schnell ausgemacht, aber es gibt auch einige AOR und Progressive Elemente, die man hier findet.
Von daher sollte relativ klar sein welche Fans hier Gefallen finden sollten. Es gab dazu ja auch einige Videosingles die schon mal einen guten Eindruck liefern konnten.

Laut Promo Info gibt es wohl auch schon Songs für ein eventuelles zweites Album, jetzt widmen wir uns aber erstmal den Songs des Debütalbums und starten mit der Videosingle „Terranova“ als Opener. Der Song prescht direkt los das es eine wahre Freude ist und relativ schnell wird klar, dass wir hier klassischen Melodic Power Metal vor uns haben!
Georg und Marco sind natürlich gesanglich über jeden Zweifel erhaben und ballern uns hier direkt den ersten Hit um die Ohren, so muss es doch zum Einstieg sein, oder?
Durch die wesentlich tieferen Gitarrenriffs zu Beginn von „Now and Forever“ kommt der Song erstmal etwas düsterer aus den Boxen, aber in der Folge wandelt sich das Ganze dann in einen catchy Melodic Metalsong der erneut ziemlich genau das bietet was Fans des Genre erwarten!
Der Mittelteil, bestehend aus „Broken Dreams“, dem in der Bridge etwas härtere „Rise Against the World” und der extrem melodischen und eingängigen Powerballade “To the Top kann dann auch ziemlich schnell abgeharkt werden. Denn hier folgt Hit auf Hit und man merkt wie erfahren die beiden Musiker einfach vom Songwriting her sind und es verstehen griffige Songs zu schreiben.
Einzig „Destiny“ fällt hier etwas ab und klingt eher nach Standardmetal, nix besonderes also.
Die Ballade „I can`t Stay” eröffnet dann den letzten Abschnitt der Scheibe. Hier gibt es schöne mehrstimmige Passagen der beiden Fronter und einen schönen Chorus. Ein Song, der einfach zum dahin träumen ist.
Danach geht den Jungs dann ein wenig die Puste aus, die Songs sind zwar noch alle super hörbar, aber im Vergleich zu den bisherigen Hits kommen sie an diese nicht ganz ran.
Mit „No Rebirth“ haben wir hier aber auf jeden Fall noch einen Hit zu verzeichnen.

Diese Band plus deren Debütalbum „Terranova“ macht mal so was von Sinn! Die beiden Stammbands von Georg und Marco sind schon immer extrem melodisch unterwegs gewesen, schmeißt man die beiden Bandstile, aber zusammen kommt eine wunderbare und erstklassige Mischung heraus, wie man sie sich als Fan nicht schöner vorstellen kann!
Gerade in der ersten Hälfte der Scheibe reiht sich Hit an Hit und auch wenn man im letzten Drittel etwas nachlässt ist „Terranova“ absolut empfehlenswert für die geneigte Hörerschaft.
Ich bin mir sicher, dass man mit dem bestimmt folgenden zweiten Album nochmal eine Steigerung hinlegt!

Julian

 

 

DAWN OF DESTINY Interview

Grias eich „Dawn of destiny“. Ich bin die Steffi und habe heute das Vergnügen und auch die Ehre mit euch ein kleines Interview über das neue Album „OF SILENCE“, welches am 24.06.2022 erscheint, zu führen.

Vorab schon mal, ich durfte bereits reinhören und finde das Album mehr als gelungen. Ihr bewegt euch im Symphonic Power Metal Bereich und oute mich da schon mal als Fan.

S.G: Ihr habt 2019 das Album „The beast inside“ veröffentlicht. Habt ihr die Zwangspause während der Coronazeit genutzt um euer künstlerisches Können und Kraft in das neue Album, welches am 24.06.2022 erscheint, reinzusetzen?

J.F: Gerade ich (Jens) als Songwriter habe in der Tat die Zeit genutzt, um sehr viele Songs für unterschiedliche Projekte zu schreiben. Dawn of Destiny hat natürlich Vorrang und anders als bei
The Beast Inside, wo ich auf ältere Songs zurückgegriffen habe, sind dieses Mal fast ausnahmslos neue Songs dabei.

S.G: Die neuen Songs sind ja von Jens Faber geschrieben. Jens woher nimmst du deine Inspiration?

J.F: Komponieren ist eine Art Dauerzustand. Inspiriert werde ich durch alles Mögliche im mich herum, in erster Linie aber von verschiedenen Emotionen, in die ich mich hineinversetze. Emotionen sind nahezu immer Ankerpunkte meiner Songs und da das Leben unterschiedliche Gefühlslagen bietet, sind unsere Songs eben auch sehr vielschichtig.

S.G: Welcher Titel ist euer emotionalster?

J.F: Schwer zu sagen, da das sehr subjektiv ist. Vom neuen Album würde ich den Opener „We are your Voice“ nennen oder auch hinsichtlich des Textes „Childhood“. Bezüglich unserer gesamten
Diskographie würde ich vermutlich „Innocence Killed“, „To live is to Suffer“ und „Hateful Heart“ nennen.

S.G: Bei dem Song „Childhood“ habt ihr Chris Harms von „Lord of the lost“ gewinnen können. Das bringt sicher auch viele Fans aus der Dark Rock Szene dazu, in euer neues Album reinzuhören. Wie seid ihr zu dieser Kooperation gekommen?

J.F: Ich hatte den Song zunächst selbst gesungen, wollte ihn aber optimieren. Da ich großer Lord of the Lost Fan bin, habe ich mein Glück versucht und eine positive Resonanz erhalten, da Chris den Songsehr mochte und somit einsang. Seine Stimme passt perfekt zu dem Song, und im Endeffekt haben wir mit „Childhood“ und „Burning Heart“ 2 Songs, die diesem Genre sehr ähnlich sind.

S.G: Zwischen den powervollen Titeln habt ihr den Song „Little flower“ auf dem Album, und ich muss gestehen das ist ein richtiger Ohrwurm. Gibt es dazu eine besondere Geschichte?

J.F:Den Song habe ich während des Kennenlernens meiner Freundin geschrieben, von daher hat der schon einen persönlichen Stellenwert. Grundsätzlich gibt es auf jedem Album immer mal Songs, die klare persönliche Bezüge haben und welche, die Geschichten erzählen oder Perspektiven und Gefühle anderer einnehmen.

S.G: Die Releaseparty findet ja am 25.06.2022 in Walltrop statt. Wann werden wir euch live auf der Bühne sehen? Gibt es denn schon konkrete Tourdaten? Werdet ihr touren?

J.F: Wir freuen uns auf diesen Abend und haben mit Fairytale und Fabula Rasa zwei tolle Bands an Bord, die uns unterstützen. Wir selbst werden gegen 9 Uhr auf der Bühne sein. Eine Tour im
eigentlichen Sinne ist noch nicht geplant, aber es gibt ein paar Live Aktivitäten, die noch nicht ganz in trockenen Tüchern sind. Wir arbeiten daran.

S.G: Habt ihr Vorbilder woran ihr euch orientiert?

J.F: Dirk ist großer Iron Maiden Fan, Veith mag die skandinavische Ecke und gibt gerne Europe alsgroßen Einfluss an, Philipp ist im Metal Bereich sehr vielfältig unterwegs. Jeanette war früher
Anhänger von Doro und ich bin leidenschaftlicher Savatage Fan. Aber jeder von uns könnte natürlich noch 50 andere Bands nennen

S.G: Musik ist ja eine Passion. Wo seht ihr euch in einigen Jahren?

J.F: Hoffentlich immer noch in der gleichen Lage, regelmäßig Alben herauszubringen, live zu spielen und unsere Fan Gemeinde sukzessive zu erweitern.

S.G: Ich danke euch vielmals für eure Zeit und wünsche euch viel Erfolg mit dem neuen Album. Rock on

J.F: Ich danke ebenfalls

Stephanie Gruber

 

DAWN OF DESTINY – Of Silence

Trackliste:

01. We are your Voice
02. Judas in Me
03. Childhood
04. Say my Name
05. White Mystery
06. Not the Way it Is
07. Little Flower
08. Burning Heart
09. Silence
10. Run
11. The Curse
12. Inner Voice
13. This is our Legacy

Spielzeit: 64:01 min – Genre: Symphonic Power Metal – Label: EL Puerto Records – VÖ: 24.06.2022 – Page: www.dawnofdestiny.de

 

8 Alben in 15 Jahren, das ist eine sehr ordentliche Karriere! Die Symphonic Power Metaller von DAWN OF DESTINY um Mastermind Jens Faber sind eine Institution in der Szene.
Mit ihrem neuem Label EL Puerto Records im Rücken veröffentlichen sie dieser Tage ihr neues Album „Of Silence“.
Die Bandmannschaft ist unverändert und nach wie vor schwingt. Jeanette Scherff das Mikro.
Als Gast ist auf dem Album dieses Mal Chris Harms von LORD OF THE LOST zu hören.
Nach ihrem letzten Album „The Beast Inside“ war ich sehr gespannt wie die neuen
Stücke so tönen.

Mit dem Opener „We are your Voice” bekommen wir einen ersten Eindruck davon. Es klingt erstmal wesentlich mystischer und symphonischer als zuletzt was uns da entgegenschallt. Sängerin Jeannette ist bestens bei Stimme und die Nummer ist schön abwechslungsreich gestaltet, vernachlässigt aber nicht die Eingängigkeit, die im Chorus wieder voll durchkommt.
Beim folgenden „Judas in Me“ geht es etwas härter zur Sache, was zwar zeigt wie flexibel die Band ist und auch schon immer war, aber irgendwie zündet die Nummer nicht komplett durch, ich weiß auch nicht genau warum.
Bei „Childhood“ gibt es dann den schon angekündigten Gastauftritt von Chris Harms von LORD OF THE LOST“ der wunderbar zur Mucke passt und sich zusammen mit Sängerin Jeanette einen schön gesanglichen Schlagabtausch liefert, der direkt wunderbar ins Ohr geht!
Und ab sofort zeigt die Qualitätsnadel nur steil nach oben, denn es folgt jetzt eigentlich Hit an Hit!
Egal ob es etwas klassischer Metal mit „Say my Name“, etwas flotterer Symphonic Metal mit „Not the Way it is“ oder gefühlvolle Töne wie bei „Little Flower“ sind, alles ist hier qualitativ wirklich erstklassig und läuft gut ins Ohr!
Mit dem quasi Titeltrack „Silence“ (was ein geiler Refrain!), der ebenfalls qualitativ ganz oben angesiedelt, vielleicht sogar der beste Song der Scheibe ist, schließt man einen Mittelteil ab, der sich echt gewaschen hat und der zeigt auf welchem hohen Level die Band mittlerweile angekommen ist.
Erstklassiger, gut durchdachter und nie langweiliger Symphonic Power Metal wird uns hier geboten.
Wer jetzt aber glaubt, okay das war es jetzt, der sieht sich getäuscht, denn man hat noch genug Pulver parat so das auch die Songs im letzten Drittel allesamt zünden!
Gerade die letzten beiden Tracks „Inner Voice“ und „This is our Legacy“ gehören wieder mit zu dem Besten was wir hier auf der Scheibe hören werden.

Ganz klar, das neue Album „Of Silence“ gehört mit zu den besten Scheiben der Band die sie je veröffentlich haben, das wird einen relativ schnell klar und es ist auch eine klare Steigerung zum Vorgängerwerk „The Beast Inside“!
Ich würde sogar so weit gehen und sagen das wir hier eines der besten Symphonic Power Metal Scheiben des Jahres 2022 vor uns haben!
Mit ihrer spielerischen Frische pustet die Band mal schön frischen Wind in das angestaubte Genre, geil und sehr empfehlenswert für die geneigte Käuferschaft!

Julian

 

POETS OF THE FALL – Ghostlight

Tracklist

01. Firedancer
02. Requiem For My Harlequin
03. Sounds Of Yesterday
04. Revelations
05. Heroes And Villains
06. Lust For Life
07. Chasing Echoes
08. Weaver Of Dreams
09. Hello Cabaret
10. Beyond The Horizon

 

Spielzeit: 55:34 min – Genre: Modern Rock/Pop Rock – Label: Insomniac Music VÖ: 29.04.2022 – Page: https://poetsofthefall.com

 

Die finnischen Überflieger „Poets Of The Fall“ kredenzen uns heuer ihre neunte Studio-Langrille. Längst über den Status eines Geheimtipps hinaus, glänzt man abermals mit tollen Arrangements und großartigen Songs. „Firedancer“ sowie die erste Single „Requiem For My Harlequin“ unterstreichen als Einstiegssongs dies in eindrucksvoller Weise. Scheinbar schüttelt die Band mit Leichtigkeit massenweise sehr gute Songs aus dem Ärmel, denn auch auf diesem Werk ist kein „Filler“ zu entdecken. „Lust For Life“ kommt als Ballade sehr bedächtig aus den Boxen und nicht nur hier kann Sänger Marko Saaresto glänzen. Sein Gesang ist und bleibt ein Markenzeichen der Finnen. Nicht wenige Schreiber-Kollegen: innen bezeichnen diesen Silberling als das reifste Album der Band und so möchte der Verfasser dieser Zeilen hier nicht widersprechen. Mit „Beyond The Horizon“ beschließt man „Ghostlight!“ in bombastisch-epischer Art. Eben im typischen „POTF“ Style. Ohne Zweifel ein Saison Highlight. Den High-Score spare ich mir dann für den nächsten Rundling. Klare Empfehlung, zugreifen!

Bonne

 

 

 

TUNGSTEN – Bliss

Trackliste:

01. In the Center
02. Dreamers
03. March Along
04. Heart of Rust
05. Come this Way
06. On the Sea
07. Bliss
08. Wonderland
09. Afraid of Light
10. Eyes of the Storm
11. Northern Lights

Spielzeit: 45:27 min – Genre: Power Metal – Label: Arising Empire – VÖ: 17.06.2022 – Page: www.facebook.com/tungstenband

 

Die Familienband TUNGSTEN sind wirklich fleißig! In 3 Jahren 3 Alben, das ist schon sehr ordentlich!
Die Band rund um Anders Johansson und seinen Söhnen Karl und Nick plus Ex CLOUDSCAPE Sänger Mike Andersson haben sich dem modernen Power Metal verschrieben und das bleibt eigentlich auch auf dem neuen Album so.
Gewürzt mit einigen düsteren Einflüssen und härteren Sounds war ich gespannt wie das neue Album so klingt!
Erneut ist auf dem Cover das Bandmaskottchen Volfram zu sehen und man möchte dieses Jahr auf jeden Fall live ordentlich angreifen.

Als Openersong tönt uns „In the Center” entgegen. Nach einer kurzen cinematischen Einleitung übernehmen die harten modernen Gitarrenriffs das Zepter. Mit harten Shouts und vielen modernen Elementen baut sich der Song weiter auf bis zu seinem Ohrwurmchorus der einen schon nach kurzem nicht mehr aus dem Ohr geht. Ein guter Beginn, der aber eher Modern Metalfans munden wird. Aber diese Einflüsse kennen wir ja schon von den Vorgängerscheiben,
Das anschließende „Dreamers“ ist auf jeden Fall nicht so düster gehalten wie der Opener und kommt schön fröhlich daher und hat auch einige Folkeinflüsse zu bieten.
Mit einem ordentlich Groove unterlegt ist das folgenden „March Along“ welches ebenfalls unglaublich gut ins Ohr geht und da direkt kleben bleibt! Ein absoluter Ohrwurm halt!
Ebenfalls mega gut ins Ohr geht dann „Heart of Rust“ und das wieder mit ordentlich modernen Einflüssen ausgestattete „Come this Way“.
Bei „On the Sea“ gibt es dann einen tollen Twist, hier haben wir es mit einem folkgeschwängerten Power Metalsong zu tun der mal eine ganz andere Seite der Band zeigt und eine schöne Abwechslung zu den bisherigen Songs bietet. Definitiv einer der besten Tracks auf dem Album!
Und apropos Abwechslung, beim Titelsong „Bliss“ haben wir eine Nummer, die düster und modern aus den Boxen tönt aber einen ganz eigenen Charme hat und vollkommen zu Recht der Titelsong geworden ist.
Und auch im letzten Drittel der Scheibe bleibt die Qualität der Songs schön hoch, „Afraid of Light“ sowie „Eyes oft he Storm“ haben wieder schöne Folkeinflüsse und das abschließende „Northern Lights“ ist dann eine epische Abschlussnummer die erstklassig umgesetzt ist und das Gesamtbild gut abrundet!

Nach wie vor spielen TUNGSTEN Power Metal, aber wie angekündigt spielen sie auf ihrem neuen Album wie nie zuvor mit Modern und Folkeinflüssen und schaffen es so ein sehr abwechslungsreiches Album abzuliefern und ich finde ihr bisher bestes und reifstes!
Eine ganz klare Steigerung im Vergleich zu den Vorgängern und daher gibt es auch eine Note im oberen Segment bei uns, inklusive der Kaufempfehlung der angesprochenen Hörerschaft!

Julian

 

DRIVE AT NIGHT – Echos of an Era

Trackliste:

01. The 80`s Calling
02. The Youth of Today
03. Partners in Crime
04. Weekend Fun
05. Endless Kind of Love
06. One
07. Wake Up
08. Kings of Kings
09. Wild in the Streets
10. Time
11. High Enough
12. United

Spielzeit: 45:46 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 17.06.2022 – Page: www.facebook.com/driveatnightofficial/

 

Joachim Nordlund ist ein umtriebiger Geselle außerhalb seiner Stammband ASTRAL DOORS.
Nach dem diese immer noch in einer schöpferischen Pause sind nutzte Joachim ja schon die Zeit um mit SUNSTRIKE und DREAMS OF AVALON schon seine Rock und AOR Fußstapfen zu hinterlassen.
Nun gibt es neuen Stoff aus der Ecke, mit seinem ASTRAL DOORS Kumpel und Schlagzeuger Johan Lindstedt hat er DRIVE AT NIGHT aus der Taufe gehoben um auf dem Debütalbum „Echos of An Era“ den großartigen Sound der 80iger und des Melodic Rock/AOR`s wieder aufleben zu lassen!
Warum er das nicht unter dem Banner von DREAMS OF AVALON tut, wird wohl sein Geheimnis bleiben, aber ist ja auch egal, Hauptsache es gibt gute Musik.

Und dass die Mucke ordentlich ist, kann man sich schon denken wenn Joachim beteiligt ist, es zeigt sich aber auch direkt beim Albumopener und Vorabsingle „The 80`s Calling“. Passend zum Titel bewegt man sich hier knietief im Rock und AOR der 80iger und lässt diese tolle Zeit quasi wiederauferstehen! Ein mega Auftakt würde ich mal sagen!
Ähnlich verhält es sich dann auch mit der weiteren Vorabsingle „The Youth of Today“. Anschalten, anhören und einfach glücklich sein ist hier angesagt. Weiter also zu den nächsten Stücken die allesamt in die gleiche Kerbe schlagen und mit Shouts und Stadionfeeling punkten können.
Sollte der gute Joachim mit den Songs mal auf Tour gehen kann man sich an einer Hand abzählen wer das so zu seinen Konzerten kommt, alle AOR Heads zwischen 40 und 50 vermutlich ; )
Fast in der Mitte der Scheibe steht dann mit „Endless Kind of Love“ ein Song der gefühlvoll daherkommt und wo Joachim beweisen kann das er ein echt passabler Sänger ist der auch ruhigere Stücke gut rüberbringen kann. Ein toller Song!
Danach geht es aber wieder mit Volldampf im Melodic Rock und AOR Fahrwasser weiter und es reiht sich eigentlich Hit an Hit, schlechte Tracks sucht man hier komplett vergeblich.
Das letzte Drittel besticht dann nochmal mit etwas mehr Abwechslung, haben wir hier doch mit dem abschließenden „United“ eine gefühlvollere Nummer die trotzdem genug Dampf hat um nicht als Ballade durchzugehen.

Wie vermutet und fast schon vorhergesagt bietet uns Joachim mit seinem Kumpel Johan auf dem Debütalbum vom DRIVE AT NIGHT erstklassigen AOR und Melodic Rock der Fans dieser Spielarten jubeln lassen wird!
Vom ersten bis zum letzten Ton gut hörbar bahnt sich die Scheibe ihren Weg in die Gehörgänge und wird dort mit Sicherheit lange haften bleiben!
Jetzt wird es aber mal wieder Zeit Joachim für neuen Stoff von DREAMS OF AVALON oder ASTRAL DOORS bitte! : )

Julian

 

 

SANDS OF ETERNITY – Beyond the Realms of Time

Trackliste:

01. Still Awake
02. Enlightened
03. The Hitman
04. Faded
05. Red Flag
06. Desire
07. Shadows of Light
08. A Different Way
09. So Far Away
10. Beyond the Limits

 

Spielzeit: 48:27 min – Genre: Power/Epic Metal – Label: Symetric Records – VÖ: 06.05.2022 – Page: www.facebook.com/SandsOfEternityOfficial

 

Die griechische Power/Epic Metalband SANDS OF ETERNITY bildeten sich aus der Asche der Band HOURGLASS SOE die 2002 ihr einzigstes Album „Journey to Infinity“ veröffentlichten und dann wieder von der Bildfläche verschwanden.
Deren Hauptsongwriter Ioannis Ioakimides hörte aber nicht auf weiter Songs zu schreiben und so fand er sich mit dem damaligen Sänger Michael „Dice“ Papadakis wieder zusammen, um die Songs unter dem neuen Bandnamen aufzunehmen.
Tatkräftig zur Seite stand ihnen dabei Produzent Bob Katsionis (FIREWIND, SERIOUS BLACK, OUTLOUD).
Herausgekommen ist das nun vorliegende Debütalbum „Beyond the Realms of Time“ welches Fans von so Bands wie WARLORD, HELLOWEEN, HAMMERFALL oder KAMELOT bestimmt zusagen sollte!

Starten wir mal mit dem Opener „Still Awake“ der erstmal recht episch beginnt. Sänger Michael setzt dann ein, ist gut bei Stimme und passt auch gut zur Mucke, und schon ist man mittendrin im ersten melodischen und epischen Leckerbissen der Band.
Ein sehr ordentlicher Beginn der definitiv Lust auf mehr macht!
Keyboards leiten das folgende „Enlightened“ ein und in der Folge entwickelt sich ein ordentlicher Melodic Metaltrack, der zwar nicht ganz an den Opener rankommt, aber trotzdem gut hörbar ist.
Aber dann folgt die erste Nummer, wo man sofort steil geht und komplett ins oberer Qualitätsregal greift. „The Hitman“ ist supereingängig und melodisch gehalten und macht aufgrund seiner tollen Keyboardunterstützung von hinten bis vorne einfach Laune.
Beide Daumen hoch hier!
Der Mittelteil wird dann vom epischen und eher langsamen „Red Flag“ gut eröffnet, bevor uns „Desire“ zum Träumen einlädt und aufgrund des tollen Chorus sich ebenfalls ganz oben in der Hitliste einreiht.
Mit der Vorabsingle „Shadow of Light” die man ebenfalls direkt den Hits zuordnen kann wird dann der Mittelteil sehr ordentlich abgeschlossen.
Also bis jetzt lässt sich das Debütalbum der Jungs echt gut hören, ich bin gespannt was man uns bei den letzten Songs so präsentiert!
„A Different Way“ im Anschluss läuft jedenfalls schon mal wieder sehr gut in die Gehörgänge und auch „So Far Away“ ist ebenfalls gut gelungen.
Mit dem überlangen „Beyond the Limits“ schließt man dann ein Debütalbum ab was sich definitiv echt hören lassen kann!

Ich hatte nicht viel vom Debütalbum der Jungs von SANDS OF ETERNITY erwartet, eine total unbekannte Band die aber mit ihrer Mischung aus Power, Epic und Melodic Metal durchaus zu begeistern weiß auch wenn man hier das Rad nicht neu erfindet!
Fans der Spielarten finden auf jeden Fall sehr ordentliches Futter ohne größere Ausfälle!

Julian