IRON ALLIES – Blood In Blood Out

Trackliste:

01. Full of Surprises
02. Blood In Blood Out
03. Destroyers of the Night
04. Fear No Evil
05. Evil the Gun
06. Martyrs Burn
07. Blood on the Land
08. Nightmares in my Mind
09. Selling Out
10. Freezin
11. Truth Never Mattered
12. We Are Legend

Spielzeit: 52:01 min – Genre: Heavy Metal – Label: AFM Records – VÖ: 21.10.2022 – Page: www.iron-allies.com

 

IRON ALLIES ist die neue musikalische Spielwiese der Metalrecken Herman Frank und David Reece. Wer diese beiden Herren nicht kennt, hat definitiv die letzten Jahrzehnte musikalisch unter einem Stein verbracht!
Die Beiden haben ja mal bei ACCEPT zusammen musiziert und anscheinend ist der Kontakt nie ganz abgebrochen und vermutlich war auch hier mal wieder die Corona Pandemie daran schuld dass wir nun einen neue Band mit ihrem Debütalbum „Blood In Blood Out“ vor uns haben.
Komplettiert wird die Band noch von Malte Burkert am Bass, Francesco Jovino (Schlagzeug) und Mike Pesin (Gitarre) die ebenfalls teilweise alte Weggefährten von Herman sind oder waren.

Musikalisch und qualitativ darf man glaube ich hier einiges erwarten, starten wir also direkt mal mit der Videosingle und dem Opener „Full of Surprise“. Hier wird relativ schnell und gut die Schnittmenge der beiden Masterminds deutlich. Die satten, metalischen Riffs von Herman und die rockige Röhre von Fronter David. Passt sehr gut zusammen, wie ich finde und auch ansonsten macht der Song eine wirklich gute Figur und geht wunderbar ins Ohr!
Noch eine Spur geiler und auch eingängiger kommt dann das anschließende Titelstück „Blood In Blood Out“ aus den Boxen und in die Gehörgänge. Hier können Füße, Nacken und Hände direkt mitgehen und spätestens beim schmissigen Chorus grölen alle mit, ein starker Track!
Auch danach bleibt die Qualitätsnadel am Anschlag und auch der Grooveanteil richtig schön hoch!
Egal ob die Songs „Destroyers of the Night“, „Fear No Evil“ oder „Evil the Gun“ heißen, bei jedem werden wir sehr gut unterhalten.
Mit „Martyrs Burn“ haben wir den ersten Standardmetalsong der auch nach dem xten Durchlauf nicht so recht zünden will.
Bei den anschließenden „Blood on the Land“ und „Nightmares in my Mind“ ist aber, vor allem aufgrund der schmissigen Refrains, direkt alles wieder gut und die Songs graben sich, so wie die bisherigen Hits auch direkt metertief in die Gehörgänge.
Danach geht es qualitativ zwar etwas auf und ab, „Freezin“ und das abschließende „We Are Legend“ gehen aber trotzdem noch gut ins Ohr, ganz an die bockstarke erste Hälfte kommt man aber leider nicht mehr ran!

Klar, wenn zwei Schwergewichte der Rock und Metalszene gemeinsame Sache machen, kann das Ergebnis auf jeden Fall nur ordentlich werden! Und das tut es auf dem Debütalbum von IRON ALLIES größtenteils auch. Ein bisschen ähnelt sich das ein oder andere Stück zwar und alles zündet nicht direkt auf Anhieb, aber es gibt trotzdem viele Hits die den geneigten Fan hier in den Bann ziehen können.
Alles auf jeden Fall gute Grundlagen, um darauf für ein zweites Album aufzubauen!

Julian

 

SHILOBLAENGARE – Golden Book of Rock

Trackliste:

01. Intro Shilos Vision
02. Heal Me
03. Crazy
04. High the Mugs
05. I am a Fighter
06. Time
07. Golden Book of Rock
08. Heat of the Night
09. Break Away
10. Rockin Rollin

 

Spielzeit: 50:42 min – Genre: Rock – Label: Alster Records – VÖ: 19.08.2022 – Page: www.shiloblaengare.salinos.de

 

Aus dem hohen Norden Deutschlands kommt eine Melodic Rock Band die einen schier unaussprechlichen Namen haben. SHILOBLAENGARE, was auch immer das ist ; )
Die vier Herren und eine Dame sind schon eine gewisse Zeit in der Szene unterwegs und bieten ihren Fans schnörkelosen, trockenen Melodic Rock.
Ursprünglich mal als Coverband gestartet ist man seit 2016 auch mit eigenem Material unterwegs und präsentiert uns dieser Tage das zweite Album „Golden Book of Rock“.

Mit diesem starten wir jetzt mal und lauschen den Klängen des Intros „Shilos Vision“. Hier gibt es noch nicht viel Aufschluss über die Musik ist das Ganze doch nur eher ein Cinematic Intro.
Mit dem folgenden „Heal Me“ gibt es dann aber endlich den gewünschten Eindruck. Der Sound ist erdig und recht roh, kein Vergleich zu vielen heutzutage gängigen überladenen Hochglanzproduktionen.
Den Gesang teilen sich Bassist Ralf und Sängerin Biggi. Dies machen sie sehr ordentlich, die Nummer geht schön ins Ohr und rockt gut nach vorne!
Die Grundlage für das anschließende „Crazy“ bildet dann ein satter Groove auf dem man gut aufbaut.
Hier ist eher Ralf zu hören, Biggi unterstützt nur, ansonsten ist der Song nicht ganz auf der Höhe des Openers.
Aber, mit „High the Mugs” geht die Qualität direkt wieder nach oben, der Fuß und die Hände können hier nicht stillhalten und auch ansonsten ist die Nummer wunderbar eingängig und perfekt für die nächste Rockparty geeignet! Ein toller Track der einfach Laune macht!
Mit „I am a Fighter” kann es direkt auf der Party weitergehen und das etwas ruhigere „Time“ weiß direkt zu gefallen und bildet einen guten Kontrast zu den bisherigen trockenen, nach vorne gehenden Rocknummern.
Mit dem Titeltrack „Golden Book of Rock“ geht es dann in das letzte Drittel und der Song ist zurecht das Titelstück geworden! Eine schöne Nummer die qualitativ an die bisherigen Hits ohne Probleme anknüpfen kann.
So ganz schafft man es dann im weiteren Verlauf des letzten Drittels leider nicht an die bisherigen Hits anzuknüpfen, von Totalausfällen ist man aber auch weit entfernt. Guter Standardrock also!

Manchmal ist es auch mal ganz gut, wenn man bei all den heutzutage gängigen Überproduktionen auch mal was richtiges rohes und erdiges in die Hand/auf die Ohren bekommt! So geschehen beim Hören von „Golden Book of Rock“.
Die Jungs und das Mädel von SHILOBLAENGARE versuchen gar nicht erst ihre Wurzeln zu verstecken so klingen sie einfach wunderbar ehrlich.
Der Wechselgesang ist ebenfalls ordentlich und auch der Großteil der Songs geht einfach gut ins Ohr und lässt die Gliedmaßen meistens nicht stillstehen!
Ein sehr schönes, zweites Album wo zwar nicht jeder Song ein Volltreffer ist, aber es ist einfach gut, ehrlich und eine runde Sache!

Julian

 

BOREALIS – Illussions

Trackliste:

01. Illusions
02. Ashes Turn To Rain
03. My Fortress
04. Pray for Water
05. Burning Tears
06. Believer
07. Light of the Sun
08. Face of Reality
09. Bury Me
10. Abandon All Hope
11. The Phantom Silence

Spielzeit: 62:23 min – Genre: Power Metal – Label: AFM Records – VÖ: 07.10.2022 – Page: www.facebook.com/borealisband

 

4 Jahre ist das letzte Studioalbum der kanadischen Melodic Metaller von BOREALIS schon her, Zeit also mal für neuen Stoff! „Illussions“ schimpft sich das neue Werk und baut lyrisch und konzeptionell auf den letzten Diskus „The Offering“ auf und spielt einige Jahre später.
Neu auf dem Album ist ein musikalische neues Gesicht mit dem Komponist und Multiinstrumentalist Vikram Shankar (SILENT SKIES) der sich für alle Orchester und Symthesizer Elemente auf dem neuen Diskus verantwortlich zeigt.

Nachdem das letzte Album mir gut gefallen hat, war ich gespannt auf das neue Werk und startet mit Vorfreude den Titeltrack und Opener „Illusions“. Hmm okay wenn der Titeltrack nur ein Intro und dazu noch ein Instrumental ist werde ich immer etwas hellhörig! Aber seien wir mal nicht voreingenommen und starten direkt den nächsten Track „ Ashes to Rain“. Der erste vollwertige Track der gleich voll nach BOREALIS klingt!
Melodic Metal ist das eher weniger, da liegt die Promoinfo falsch, das ist eher Power Metal mit ordentlich Bombast und ne Spur Prog! Aber egal, geil ist es so oder so was uns hier entgegenschallt!
Sänger Matt ist natürlich nach wie vor bestens bei Stimme und durch seinen rauen Gesang werden wohl die EVERGREY Vergleiche nie aufhören.
Der nächste Song „My Fortress“ ist ebenfalls wieder voll mit Bombast und Synthies, da hat sich anscheinend die oben genannte personelle Verstärkung direkt bezahlt gemacht.
Und das tut sie auch weiter in der Folge. „Pray for Water“ ballert so wie die Songs zuvor und das erneut inklusive eines Ohrwurmchorus, „Burning Tears“ ist eine geile Ballade geworden die vor allem vom erstklassigen Gesang lebt und begeistert und bei „Light of the Sun“ sind wieder ordentliche Synthies mit an Bord.
Man kommt aber nicht dran vorbei festzuhalten das die besten Songs definitiv in der ersten Hälfte zu Suchen sind, denn ab „Burning Tears“ werden die Nummern doch etwas sperriger und ausladender. Zusammen mit dem extremen Bombastanteil wirkt das Ganze dann etwas eintönig und nicht so frisch wie zu Beginn.
Ein absolutes Highlight erwartet uns dann nur noch zum Abschluss mit dem überlangen „The Phantom Silence“ wo man nochmal so richtig ins oberste Qualitätsregal greift was die Atmosphäre, den Abwechslungsreichtum und die Eingängigkeit angeht. Es geht doch! Warum dann der sperrige Mittelteil?

Hmm vielleicht war die Erwartungshaltung etwas zu hoch, aber den Vergleich zum Vorgänger verliert das neue Album ganz klar!
Zu Beginn ist alles noch erste Sahne, aber dann verliert man sich zu sehr in Richtung Bombast und das Ganze wirkt eher sperrig als eingängig und melodisch.
Das man es drauf hat zeigen aber die Hits der Scheibe und ich bin mir sicher wenn sich BOREALIS wieder auf ihre Stärken besinnen wird das nächste Album auf jeden Fall wieder an die bisherigen Glanzleistungen anschließen!
Weniger ist manchmal eben doch mehr.

Julian

 

JADED HEART – Heart Attack

Trackliste:

01. Blood Red Skies
02. Sweet Sensation
03. Heart Attack
04. Harvester Unknown
05. Lady Spider
06. Descent
07. Remmants of Before
08. Right Now
09. It`s About Time
10. Bridges are Burning
11. Midnight Stalker

Spielzeit: 49:34 min – Genre: Melodic Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.jadedheart.de

 

Mittlerweile ist die ehemals deutsche Band JADED HEART ja eine internationale Kombo geworden. Und sie liefern mittlerweile alle 2 Jahre ein neues Album an die geneigten Fans ab. Zuletzt 2020 mit „Stand your Ground“.
Nun ist die Band rund um Fronter Johan Fahlberg und Basserurgestein Michael Müller wieder zurück, und zwar mit dem neuen Album „Heart Attack“.
Dieses soll wohl ziemlich stark vom 80iger Metal beeinflusst sein und nach einer guten Mischung aus Melodic mit einem modernen Sound tönen, letztere soll aber sehr natürlich klingen!
Nun schauen wir mal, ob das so stimmt und horchen mal in die neuen Tracks rein, die dieses Mal auch mit dem ein oder andere Musikerkollegen/freund wie z.B. Sascha Gerstner (HELLOWEEN) oder Rupert Keplinger (EISBRECHER) geschrieben wurde.

Den Anfang macht die Videosingle „Blood Red Skies“ welche uns direkt mit einem ordentlichen Groove empfängt. Melodisch geht das Ganze zur Sache und man ist direkt wieder auf Betriebstemperatur was den JADED HEART Sound angeht. Ein starker Beginn!
Mit den beiden Ohrbomben „Sweet Sensation“ und „Heart Attack“ geht es dann direkt erstklassig weiter. Hier findet der geneigte Fan wieder das was er bislang von der Band gewohnt war.
Das groovige und schön eingängige „Harvester Unknown“ bildet dann den perfekten Übergang in den Mittelteil der Scheibe.
Hier sind die Highlights auch relativ schnell ausgemacht. Denn das überlange „Descent“ weiß direkt zu begeistern ohne langweilig zu werden, und auch die flotten „Lady Spider“ und „Right Now“ sind wahrlich nicht von schlechten Eltern!
Bei letztgenanntem Track ist sogar ordentlich moderner Einfluss hörbar, was eine tolle Abwechslung darstellt.
Nicht wirklich zünden kann dazwischen leider das ruhigere „Remnants of Before“.
Im letzten Drittel gibt man sich dann wieder wenig Blöße und kann mit „It`s About Time“ und vor allem mit dem abschließenden „Midnight Stalker“ nochmal so richtig überzeugen!

JADED HEART sind wirklich seit ein paar Alben sehr konstant unterwegs, das zeigen sie auch wieder auf ihrem neusten Output.
Im Vergleich zum letzten Album gibt es eigentlich kaum Änderungen/Verbesserungen, die Produktion ist wie gewohnt ebenfalls erste Sahne. Von daher gibt es hier logischerweise wieder die Empfehlung für alle Band und Genrefans und die Benotung ist ebenfalls gleich gut wie beim Vorgängeralbum!

Julian

 

 

 

STARCHILD – Battle of Eternity

Trackliste:

01. Tame
02. Battle of Eternity
03. Silver Rain
04. Roses
05. Error
06. The Land of Ice and Snow
07. Between the Lines
08. We`ve been through the Fire
09. House of Ghosts
10. Times may change
11. Crossing the Red Line

Spielzeit: 42:34 min – Genre: Power Metal – Label: Metalapolis Records – VÖ: 28.10.2022 – Page: www.facebook.com/starchildmetal

 

Mit der Band STARCHILD hatte ich zum ersten Mal mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum 2014 Kontakt. Die deutschen Power Metaller von Mastermind Sandro Giampietro zocken europäischen Power Metal der mich beim Debüt ordentlich beeindruckt hat.
An die Promo des zweiten Albums „Killerrobots“ 2019 war leider kein ran kommen, sonst hätte ich euch die natürlich nicht vorenthalten!
Aber nun steht das dritte Album „Battle of Eternity“ in den Startlöchern und da dieses bei Metalapolis Records erscheint war die Promo dieses Mal kein Problem.

Somit können wir nun gemeinsam in das neue Album und zuerst in den Opener und Videosingle „Tame“ rein horchen. Ein flotter Rhythmus erwartet uns hier der direkt die Hände und Füße in Bewegung setzt. Und wie auf den letzten Alben auch wird hier schnell klar, hier haben wir es nach wie vor mit klassischen europäischen Power Metal erster Güte zu tun. Ein toller Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Der Titeltrack „Battle of Eternity“ erwartet uns dann direkt als Nächstes. Die Ausrichtung des Openers wird weiterverfolgt, im Chorus ist man dann vielleicht noch etwas melodischer unterwegs, wenn das überhaupt möglich ist!
Die Videosingle „Silver Rain“ folgt darauf. Ein etwas anderer Aufbau erwartet uns hier und es geht etwas weg vom Power Metal der klassischen Schule. In einer Schnittmenge zwischen Melodic Rock und Metal bewegt man sich hier und weiß ebenfalls wieder zu begeistern.
Das folgende „Roses“ kann dann irgendwie nicht so recht zünden, ähnlich ergeht es dann auch „Error“.
Wesentlich besser ist man dann wieder bei „The Land of Ice and Snow“, gewürzt mit etwas Epic, „Between the Lines“ und dem ebenfalls etwas episch angehauchten, eingängigen „We`ve been through the Fire“ unterwegs. Hier greift man qualitativ absolut ins obere Regal!
Im letzten Drittel ist auf jeden Fall noch das abschließende „Crossing the Red Line“ positiv hervorzuheben.

Wer auf europäischen Melodic Power Metal steht kommt nach wie vor bei STARCHILD voll auf seine Kosten! Daran ändert sich auch nichts auf dem neuen, dritten Album!
Die Songs zünden mal mehr mal weniger, aber insgesamt kann die Scheibe jedem empfohlen werden der Fan der angesprochenen Genres ist.
Tolles, drittes Werk einer Band die bislang viel zu sehr unter dem Radar geflogen ist!

Julian

 

Tinkicker News

Tinkicker veröffentlichen finstere Videosingle zu ihrer prog Rock Ballade ‚Mother Valium‘

Wenn ein Mensch auf der Suche nach Antworten ist, kann er manchmal mit einer Wahrheit konfrontiert werden, auf die er nicht vorbereitet ist. Diesem Thema widmen sich die aus Dänemark stammenden Tinkicker mit ihrer neuen Prog. Rock- beziehungsweise Hard Rock Ballade Mother Valium, welche sie auch in ansprechender Form im Videoformat, am 21 Oktober 2022 über NRT-Records veröffentlichen.

Im Jahr 2006 von Gitarrist Søren Lindberg und Songwriter- / Schlagzeuger Klaus Herfort gegründet, veröffentlichten Tinkicker im Jahr 2008 mit ihrem Debütalbum The Soliloquy Of The Transparent Boy eine kompromisslos- brachiale Heavy Rock Oper mit starken Einflüssen des progressive Rock. Dieses Album brachte der Formation um Klaus Bastian (Gesang und Gitarre), Søren Lindberg, (Gitarre), Anna Pinto (Bass), und Klaus Herfort (Drums) den prägnanten Spitznamen Pink Sabbath ein.

Diverse Konzerte, welche Tinkicker durch ganz Europa führten, festigten den Ruf dieser Band, deren musikalisches Schaffen sich zwischen Heavy-, Hard Rock-, progressive und Metal bewegt. Im März 2011 veröffentlichten Tinkicker ihr zweites Album The Playground Of The Abyss, welches von Presse- und Metalfans gleichermaßen gelobt wurde. Tinkicker wurden von dem legendären Rockkritiker Geoff Barton, als erste dänische Band, für das Album des Jahres im Classic Rock Magazine nominiert.

Im Jahr 2014 veröffentlichten Tinkicker ihr drittes Studioalbum The Cup Of The Lord And The Wine Of Demons, welches wie auch schon seine beiden Vorgänger ein Konzeptalbum darstellt. Ausgedehnte Tourneen, vorwiegend durch ihre Heimat Dänemark wurden gespielt. Im Jahr 2021 unterschrieben Tinkicker schließlich bei dem deutschen Independent Label NRT-Records und legten ihren Backing Katalog neu auf. Gegenwärtig an ihrem vierten Album Family Bonds arbeitend, soll dieses Werk ein Doppelalbum werden und mit Mother Valium, wird der erste Appetizer in Form einer brachialen Hard Rock Ballade Ende Oktober veröffentlicht.

Die neue Single:

 

Tinkicker bei Facebook:

https://www.facebook.com/tinkicker.cph

Tinkicker bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/6gMmdq5gMCurZbd9i8cnKI

Info’s zur Single Mother Valium:
https://bfan.link/mother-valium

KALEDON – Legend of the Forgotten Reign – Chapter VII: Evil Awakens

Trackliste:

01. Renascentia Noctis
02. At the Gates of the Realms
03. A Strike from the Unknown
04. The Eye of the Storm
05. Emperor of the Night
06. The Dawn of Dawns
07. Life or Death
08. The End of Time
09. Blessed with Glory
10. The Sacrifice of the King
11. The Story Comes to and End?

Spielzeit: 51:53 min – Genre: Power Metal – Label: Beyond the Storm Records – VÖ: 23.09.2022 – Page: www.kaledon.com

 

Die Power Metaller von KALEDON begleiten mich schon eine ganze Weile auf meinem Rezensentenweg. 2017 erschien deren letztes Album „Carnagus – Emperor of Darkness“ und das gute Stück wusste definitiv zu gefallen!
Daran Anteil hatte auch der damals neue Sänger Michele Guaitoli. 5 Jahre nach diesem Diskus ist Sänger Michele immer noch an vorderster Front bei der Band unterwegs, Gott sei Dank, und man hat mit dem neuen Album „Legend of the Forgotten Reign – Chapter VII: Evil Awakens“ nicht nur einen Anwärter für den längsten Albumtitel, nein auch gleich den Beginn der neuen Legend of the Forgotten Reign Saga mit im Gepäck.
Ob man die ordentliche Qualität vom letzten Album halten und vielleicht sogar steigern konnte finden wir jetzt gemeinsam heraus.

Als Intro haben wir schon mal „Renascentia Noctis“ welches noch keinen wirklich Aufschluss gibt. Mehr kann da schon das anschließende „At the Gates of the Realms“ Licht ins Dunkel bringen! Alter was ist denn hier los?? Brachiale Riffs und Doublbass Drumming blasen uns hier direkt entgegen, habe ich die richtige Scheibe gestartet oder bin ich hier beim Thrash gelandet!? Gut die elektronischen Synthies wären dafür unpassend, aber man könnte meinen man hat hier die falsche Band erwischt wenn man sich an die Vorgängeralben zurückerinnert.
Zurück zur Mucke, man merkt das die Truppe einen etwas anderen Weg einschlägt als zuvor. Mehr Power, mehr Bombast und mehr Abwechslung in Form von Synthies und Growls.
Das wird beim ersten Song direkt klar und findet dann bei der nächsten Nummer „A Strike from the Unknown“ ihre Fortsetzung! Wenn die Growls auch von Sänger Michele kommen dann Glückwunsch zu der stimmlichen Bandbreite, mein lieber Herr Gesangsverein!
Das Ganze geht tierisch nach vorne, da bleibt kein Auge trocken, ist aber vor allem im Refrain wieder schön melodisch gehalten.
Und diese Mischung aus viel Power, Bombast, etwas Thrash und Melodic zieht sich dann wie ein roter Faden auch durch die nächsten Songs.
Das überlange „Emperor of the Night“ bricht hier ein wenig aus, ist es doch eher dem Power Metal zuzuordnen und bietet ebenfalls über seine gesamte Spielzeit eine schöne Melodic und Eingängigkeit.
Einzelne Songs in der Folge herauszupicken ist echt schwer, es passiert mächtig viel in den Nummern und wenn man denkt „Okay keine Melodic erkennbar“ überrascht einen der Song umgehend mit einem Ohrwurmchorus erster Güte!
Wenn ich gezwungen werden würde herauszupicken wären es: „The End of Time“, das epische „Blessed with Glory“ und „The Sacrifice of the King“.
Beim abschließenden „The Story Comes to an End“ hat man dann eine weibliche Gastsängerin mit an Bord die sich ebenfalls gut in den Bandsound einfügt.

Junge, Junge da hauen KALEDON aber mal eine Scheibe raus die ich so nicht erwartet hätte! Das Vorgängerwerk war gut, aber mit dem neuem Album steigert man sich erheblich und grenzt sich aufgrund der schon angesprochenen musikalischen Mischung sehr gut von anderen Bands aus dem Genre ab.
Somit kann ich hier ohne Umschweife direkt eine Kaufempfehlung für entsprechende Zielgruppe aussprechen, geile Scheibe!

Julian

 

 

IMPERIAL AGE – New World

Trackliste:

01. Windborn
02. Legend of the Free
03. The Way is the Aim
04. To the Edge of the Known
05. The Wheel
06. Shackles of Gold
07. Distant Shores
08. Call of the Towers

 

 

Spielzeit: 46:49 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Atlantean Records – VÖ: 27.08.2022 – Page: www.imperial-age.com

 

Der Symphonic Metal ist eine Spielart wo ich mich ganz gerne mal bewege, und ab und an kommt es vor das ich eine Band noch mit auf den Rezensionstisch packe obwohl dieser schon übervoll ist und ich eigentlich keine Zeit mehr habe!
Dieses ist mir nun wieder „passiert“ und zwar mit dem neuen Album „New World“ der Multikulti Band IMPERIAL AGE.
Angeführt von den Sängern/innen Alexander „Aor“ Osipov, Jane Odintsova und Anna „Kiara“ Moiseeva ist das neue Album schon das 3. der Band und erscheint gute 4 Jahre nach dem letzten Diskus „Legacy of Atlantis“.
Die Band war bislang schon immer sehr opulent unterwegs, sie spielten zum Beispiel eine der größten Online Shows (sollte man sich mal auf Youtube anschauen!) während der Pandemie, und dies zeigen sie auch auf ihrem neusten Werk.
Der Grund warum ich die Band aber unbedingt besprechen und etwas bekannter machen wollte ist aber die Tatsache das die gebürtigen Russen mit Beginn des Ukraine Konfliktes kurzerhand ihr Heimatland verlassen haben, weil sie sich überhaupt nicht mit den Geschehnissen identifizieren konnten, alles auf eine Karte gesetzt haben und die Band in der Türkei neu angesiedelt haben, so viel Mut und Überzeugung ist echt lobenswert!

Kommen wir nun aber zur Musik und damit zum Albumopener „Windborn“. Klassischer Symphonic Metal wird uns hier geboten, eingängig, mit ordentlich Keys unterfüttert und mit drei tollen Sängern die es einfach drauf haben! Klar den opernhaften Gesang muss man hier mögen, aber wer das toll findet wird hier direkt verwöhnt!
„Legend of the Free“ im Anschluss schlägt dann direkt in die gleiche Kerbe und weiß auch direkt zu begeistern.
Danach gibt es mit „The Way is the Aim“ und „To the Edge of the Known“ zwei Songs die zu sehr im Standard unterwegs sind um zu glänzen.
Bei der Videosingle „The Wheel“ ist aber wieder alles im Lot und man kann wieder mit der bandtypischen musikalischen Mischung begeistern!
Ordentlich Folkstimmung kommt dann bei „Shackles of Gold“ auf. Zu Beginn bleibt der Song etwas blass, aber danach kommt man gut in Fahrt und findet eine ordentliche Mischung aus Folk und Symphonic Metal.
Zum Abschluss der Scheibe haben wir noch das eher ruhig gehaltene, sieht man vom Bombast Chorus ab, „Distant Shores“ und das überlange Epos „Call of the Towers“ wo die Band nochmal so richtig auffährt und einen auf eine schöne Reise mitnimmt die schon fast einen Cinematic Touch hat. Ein sehr schöner Abschluss der nochmal aufzeigt für was die Band steht!

Klar die Begleitstory zur Band weckt Aufmerksamkeit, aber auch das neue Album ist es definitiv wert gehört zu werden und die Band hat klar ihren Platz im Genre gefunden würde ich sagen!
Wer auf diese Art der Mucke steht findet hier definitiv das war er sucht, eine starke Leistung einer tollen Band.

Julian

 

HEXED – Pagans Rising

Trackliste:

01. Pagans Rising
02. Resurrection
03. Stigma Diaboli
04. Repentance
05. Incantation
06. Prophecy
07. Symphony of Tragedy
08. Blasphemy
09. Dark Storm
10. Moorfield

 

Spielzeit: 49:25 min – Genre: Symphonic Metal – Label: ViciSolum Productions – VÖ: 30.09.2022 – Page: www.hexed.se

 

Die Herren und die Dame von HEXED sind mir das erste Mal 2018 mit ihrem Debütalbum „Netherworld“ unter die Ohren gekommen!
Auf diesem haben sie eine interessante, düstere Mischung aus Progressive und Symphonic Metal geboten wobei Frontfrau Tina Gunnarsson zum Glück vom im Genre weit verbreiteten Operngeträller ziemlich weit entfernt ist und schön metallisch und rockig klingt.
Das bleibt natürlich auch auf dem neuen, zweiten Album mit dem Namen „Pagans Rising“ so!
Die Zeit nach ihrem Debütalbum hat die Band übrigens gut genutzt und sich fleißig live rumgetrieben.

So, dann starten wir die neue Scheibe doch mal direkt mit dem Opener und Titeltrack „Pagans Rising“ der direkt in die Vollen geht! Denn Frontfrau Tina lässt sogleich ihr mächtiges Organ erklingen und die Nummer geht richtig nach vorne bis zum melodischen Chorus der einen so richtig schön zum mitgehen einlädt!
Gesangliche Unterstützung in Form von Growls bekommt Tina im Übrigen von Gitarrist Stellan Gunnarsson.
Die wilde Bombast Symphonic Metalfahrt geht auch direkt weiter nämlich in Form von „Resurrection“ und „Stigma Diaboli“. Letzterer beginnt zwar erst etwas ruhiger und epischer, aber es dauert nicht lange das auch dieser mit ordentlich Schmackes richtig Fahrt aufnimmt!
Generell muss ich sagen ist die Mischung aus viel Bombast, Symphonic und der geilen Röhre von Fronterin Tina richtig geil und bläst einen so richtig schön den Staub aus den Boxen!
Bei „Repentance“ wird der Härtegrad nochmal etwas angezogen und auch „Prophecy“ sowie „Symphony of Tragedy“ wissen den Mittelteil erstklassig auszufüllen.
Im letzten Drittel gibt es auch nicht viel zu meckern, die Songs sind auf einem gleichbleibenden guten Qualitätslevel und nichts bricht nach oben oder unten aus. Dies ist eine klare Steigerung zur Debütscheibe, wo man nicht durchgehend auf dem gleichen Level unterwegs war!

Ich habe mich gefreut als ich die Promo zur zweiten HEXED Scheibe bekam, fand ich doch die Mischung zwischen Bombast, Symphonic Metal und der geilen Stimme von Fronterin Tina auf dem Debütalbum schon richtig geil!
Auf dem zweiten Album hat man sich vom Songwriting her auf jeden Fall ordentlich gesteigert, so dass man auch verdientermaßen mit 1 Punkt mehr durchs Ziel geht und eine glasklare Kaufempfehlung für die geneigte Käuferschaft die auf female fronted Metal mit ordentlich Schmackes, Power und ohne Operngeträller stehen, ausgesprochen wird.

Julian

 

Pristine News

PRISTINE veröffentlichen erste Single „Carnival“ aus ihrem neuen Studioalbum

Auch wenn im Jahr 2020/2021 vieles zum Stillstand gekommen ist, ist die arktische Rockband Pristine um Frontfrau Heidi Solheim nicht untätig geblieben. Die Band aus dem Norden legt nun brandneues Material vor und lässt mit ihrer neuesten Single „Carnival“ schier den Atem stocken. Die Single ist die erste Auskopplung aus dem kommenden Album „The Lines We Cross“, das am 27. Januar 2023 erscheint. Carnival ist eine fast 8-minütige, epische Ballade, die bewusst auch ein Zeichen setzt gegen die mittlerweile vorherrschende Kultur des 2-Minuten-Formats, ein großes Statement! Aber Pristine sind schon immer ihren eigenen Weg gegangen, und mit „Carnival“ setzen sie in dieser Hinsicht ein klares Zeichen.

Im Songtext geht es darum, dass einem das Herz gebrochen wird und man versucht, seinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Das komplexe Bedürfnis, Erklärungen für den Verlust zu finden und gleichzeitig darum zu kämpfen, einen Sinn zu finden, um weiterzumachen, macht den Song sowohl persönlich als auch kraftvoll.

Der Song wird von 20 Streichern des Arctic Philharmonic begleitet, die zusammen mit der Band den Song von einer anfangs fast nicht vorhandenen Instrumentierung zu einer vollen Band- und Orchesterleistung ausbauen. Eine epische Power-Ballade aus dem mächtigen Norden! Das Video von „Carnival“ sieht man hier: 

Pristine wurde 2010 von der Songschreiberin und Sängerin Heidi Solheim gegründet. Vielleicht ist es die extreme Natur mit steilen Bergen und brutalem Wetter, die Pristine zu der intensiven und explosiven Band geformt hat, die sie geworden ist, aber was auch immer der Grund ist, die Songs von Pristine bewegen immer die Herzen und Seelen der Zuhörer.

Classic Rock, Vintage Rock oder Retro-Rock. Wie auch immer man diese bluesige, gelegentlich psychedelische, von den großen Acts der späten Sixties und Seventies inspirierte Variante des Hardrocks nennen will: Die besten Vertreter des Sujets kommen seit jeher aus dem Nordeuropa. Je weiter nördlich ihr Ursprung, desto besser sind sie – so scheint es. Und viel nördlicher als Tromsø, die über 300 Kilometer jenseits des Polarkreises gelegene Heimatstadt der Norweger Pristine, geht es kaum …