THE SCEPTER – Shadows in the Tower

Trackliste:

01. Riding Out
02. Where Art Thou
03. Protector of the Skies
04. Drink On
05. Burn Bundy Burn
06. Dunes
07. Taarakian Blood
08. Shadows in the Tower

 

 

Spielzeit: 29:14 min – Genre: Power Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/thesceptermetal

 

Ich muss lange überlegen, wann ich das letzte Mal eine Band aus Kanada auf dem Rezensionstisch hatte. Zeit mit dem Debütalbum „Shadows in the Tower“ von THE SCEPTER dies zu ändern!
Die Jungs haben sich 2018 gegründet sind in der Schnittmenge zwischen alten BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN unterwegs und haben nur ihre Heimat beim traditionellen griechischen No Remorse Records Label gefunden.
Als Sänger ist hier der Ex GATEKEEPER Sänger JP Abboud zu hören der die Truppe seit 2025 verstärkt und bereichert.

Mehr Vorabinfos gibt es zum Debüt nicht, also werfen wir doch direkt mal ein Ohr auf den Opener „Riding Out“. Und tatsächlich kommen einen direkt nach den ersten Tönen die beiden großen genannten Bands ins Gedächtnis. Der Gesang ist sehr angenehm, nicht zu hoch, und die Nummer bahnt sich ohne Umwege direkt den Weg in die Gehörgänge.
Ein toller Groove der sofort in Mark und Bein übergeht treibt dann „Where Art Thou“ an. Aber auch ansonsten überzeugt die Nummer nach einer kurzen Einleitung sofort. Die Melodien sitzen hier perfekt, der Chorus ist schön eingängig, ein perfektes Brett Power Metal welches jedem Fan sofort zusagen sollte. Eine geile Nummer!
Zügig geht es beim anschließenden „Protector of the Skies“ zur Sache. Doublebass Drumming inklusive. Ganz so zwingend wie der Vorgänger kommt das Ganze hier aber nicht aus den Boxen, aber gut gemacht ist es auf jeden Fall.
Etwas mehr nach Partymetal klingt dann „Drink On“, wobei hier kein Vergleich zu ALESTORM und Co gezogen werden können, die Nummer bleibt schön im Oldschool Bereich und wäre sie in den 80iger veröffentlicht worden wäre sie der perfekte Song in der Metaldisco gewesen wo man beim Chorus schön mitgröhlen kann, egal mit wieviel Bier intus!
Ähnlich geht eigentlich auch „Burn Bundy Burn“ zur Sachen inklusive des schön mitbrüllbaren Chorus.
Und dann haben wir mit „Dunes“ die absolute Verbeugung vor den Krefelder Power Metaller inklusive schönen Hansi Kürsch Einflüssen zu Beginn. Schnelle Riffs, ganz so wie in BLIND GUARDIAN`s „Majesty“ paaren sich mit krachenden Strophen und fertig ist einer der besten Nummern des Albums!
Kein Wunder das diese die erste Videosingle war.
Und auch bei den beiden letzten Tracks „Taarakian Blood” sowie dem Titeltrack “Shadows in the Tower”, tolles gefühlvolles Ende im übrigen, bewegt man sich ganz klar im Schatten der Songwritingphase von “Battallions of Fear” ebenfalls ein sehr frühes Werk der schon oft erwähnten Krefelder Power Metaller.
Man kopiert hier aber nicht pur ab, sondern bringt eine eigene Note rein und schafft somit den Twist zum eigenen Stil.

Stammleser unseres Magazins wissen, ich bin ein großer Anhänger von BLIND GUARDIAN, sie waren quasi mit meine Einstiegsdroge in den Metalzirkus damals in den frühen 90igern. Und die Kanadier von THE SCEPTER sind hier recht nahe dran an der damaligen Frühphase der Band das es echt eine wahre Freude ist!
Wie schon erwähnt, kopiert man hier aber nicht stumpf einfach sondern bringt auch schön den eigenen Stil unter.
Für Power Metalfans die es etwas Oldschool mögen auf jeden Fall ein gefundenes Fressen und dementsprechend eine klare Kaufempfehlung.
Aber Jungs, ehrlich unter 30 Minuten Spielzeit ist heutzutage echt wenig fürs Geld! Beim nächsten Mal bitte mehr von der tolle Mucke, ein klarer Kritikpunkt hier bei der Debütscheibe!

Julian

 

 

MASTERPLAN – Metalmorphosis

Trackliste:

01. Chase the Light
02. Electric Nights
03. Shadow Man
04. Bound to Fall
05. Pain of Yesterday
06. Metalmorphosis
07. Through the Storm
08. Ghostlight
09. The Call
10. Rise Again

 

Spielzeit: 50:44 min – Genre: Power Metal – Label: Frontiers Music – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.master-plan.net

 

Das hat echt lange gedauert! Seit 2013 gab es keine neuen Songs mehr von den Power Metal Urgesteinen MASTERPLAN. 2001 durch Ex HELLOWEEN Gitarrist Roland Grapow und Ex HELLOWEEN Schlagzeuger Uli Kusch gegründet.
Mit Jorn Lande am Mikro brachte man in den ersten 2000er Jahren legendäre Power Metal Alben heraus.
Im weiteren Verlauf der Band gab es den ein oder anderen personellen Wechsel, die Alben blieben aber weiterhin auf einem sehr ordentlichen Niveau, auch wenn man an die beiden ersten Alben „Masterplan“ und „Aeronautics“ nicht mehr ran kam.
Aktuell und seit ein paar Jahren ist das Personalkarussel aber gestoppt und die aktuelle Besetzung besteht aus Sänger Rick Altzi, Gründer und Gitarrist Roland Grapow, Bassist Jari Kainulainen, Keyboarder Axel Mackenrott sowie Schlagzeuger Kevin Kott.
Das letzte Album „Novum Initium“ erschien noch beim nun nicht mehr aktiven Label AFM Records, neuerdings ist die Band beim alteingesessenen Label Frontiers Music unter Vertrag.
Das lässt hoffen das die Band nicht wieder für über ein Jahrzehnt in der Versenkung verschwindet.
Logischerweise hat sich die musikalische Ausrichtung der Band nicht geändert, man war erst vor kurzem im Rahmen des neuen Albums auf Tour und konnte sich da von der Qualität des tollen Backkatalog und auch den neuen Songs überzeugen.

Und apropos neue Songs, da hören wir jetzt mal flux rein, als erstes in den Opener „Chase the Light“. Nach einer kleinen epischen Einleitung nimmt die Nummer mit satten Riffs und Doublebass Drumming schnell Fahrt auf.
Der roughe Gesang von Rick setzt ein und mit einem etwas progressiveren Ansatz bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge.
Man kommt auch direkt nicht drum herum festzustellen das der Track sofort an die großartigen ersten Alben der Band erinnert und sofort klar nach MASTERPLAN klingt.
Das melodische „Electric Nights“ nimmt den Faden dann gekonnt auf bevor das getragene und erdige „Shadow Man“ das Steuer fest in die Hand nimmt.
Der Mittelteil ist auf jeden Fall auch bestens mit „Bound to Fall“, dem emotionalen „Pain of Yesterday“ sowie dem Titeltrack „Metalmorphosis“ bestens besetzt. Gerade der Titeltrack hat diesen Status zurecht und gehört mit zu dem Besten, was wir hier auf der Platte hören werden. Schöner moderner, abwechslungsreicher und eingängiger Power Metal!
„Through the Storm“ läutet dann das letzte Albumdrittel recht brachial ein wo „Ghostlight“ leider zu lange benötigt, um auf den Punkt zu kommen und das über 8 Minuten lange „The Call“ sanfte Erinnerungen weckt an die bisherigen Großtaten der Band in Sachen Longtracks.
Zum Abschluss gibt es mit der Albumversion der Vorabsingle „Rise Again“ erneut eine richtige Abrissbirne die dann nochmal ordentlich Staub aus den Boxen bläst.

Es ist auf jeden Fall schön, dass so eine einflussreiche deutsche Power Metalband wie MASTERPLAN nicht in den ewigen Jagdgründen verschwunden ist, sondern endlich ein neues Lebenszeichen und neue Musik am Start hat!
Leider bin ich ein klein wenig enttäuscht vom neuen Diskus. Das ist jetzt zwar meckern auf hohem Niveau, aber ich hätte definitiv wesentlich mehr erwartet von der neuen Scheibe und ich finde man lässt hier einiges liegen.
Ja es gibt Highlights auf der neuen Scheibe, aber dann auch wieder Songs, die einfach nur so dahinplätschern und die nicht wirklich zünden!
Typischer Fall also von Erwartungshaltungsmanagement nach so einer langen Pause.
Unter Strich bleiben gute 8 Punkte übrig und damit gerade so noch die Kaufempfehlung für die Band und Genrefans.
Aber da geht definitiv noch viel mehr bei der nächsten Scheibe!

Julian

 

 

CRYING STEEL – Agent Steel

Trackliste:

01. The Arrival
02. You got the Look
03. Under Cover
04. Just Played On
05. To Remember
06. Coming Home
07. My Heart Steel Rocks
08. Queen of Grinder
09. You Steal my Soul
10. No One`s Crying (Bonus Track, feat. Ralf Scheepers)

 

Spielzeit: 41:21 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pride & Joy – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.facebook.com/CryingSteel

 

Die 1982 gegründete italienische Heavy Metalband CRYING STEEL waren mit ihrem letzten Album „Staying Steel“ 2019 das letzte Mal Gast bei uns in der Rock-Garage. Nun kehrt man zurück auf die Bildfläche mit ihrem neuen Album „Agent Steel“ und zurück auf unseren Rezensionstisch.
Personell war die Band leider noch nie die konstanteste, immer an Bord waren Schlagzeuger Luca Ferri und Gitarrrist Franco Nipoti, und so haben wir seit 2024 mit Tiziano Sbaragli auch mal wieder einen neuen Sänger hinter dem Bandmikro. Auf dem letzten Album sang ja der leider viel zu früh verstorbene Tony Mills.
Geboten wird uns auf dem neuen Album klassischer Heavy Metal mit eingängigen Melodien.
Als Gast haben wir bei einem Track den guten PRIMAL FEAR Fronter Ralf Scheepers.

So, viel mehr Vorabinfos gibt es nicht über den neuen Diskus, bleibt uns also mehr Zeit für die Musik.
Gestartet wird das Album mit „The Arrival“ und mit satten Riffs. Nach kurzem setzen die restlichen Instrumente ein und der sehr hohe Gesang von Neufronter Tiziano setzt ein. Er dürfte mit seiner Stimmfarbe sicherlich polarisieren, was aber absolut nichts mit der Leistung zu tun hat, denn die ist wirklich gut und sehr sicher!
Das merkt man dann auch wenn der Song ein wenig den Dampf rausnimmt im weiteren Verlauf und er auch mal die Kopfstimme weglässt. Ein starker Opener zum ordentlich Mähne schütteln.
Sehr melodisch kommt dann das anschließende „You got the Look“ aus den Boxen. Was ebenfalls direkt zu überzeugen weiß.
„Under Cover“ besitzt dann einen mega Groove was durch die wuchtigen Basslines nur noch mehr verstärkt wird.
Auf der nächsten Metalparty dürfte „Just Played On“ eine absolute gute Figur abgeben bevor der Albumteiler „To Remember“ wieder schön oldschoolig zum Mähne schütteln einlädt.
Die zweite Hälfte wird dann von pumpenden Groover „Coming Home“ toll eingeleitet und mit „My Heart Steel Rocks“ haben wir dann die nächste melodische Ohrbombe zu verzeichnen dessen Refrain und Groove man schon nach kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
„Queen of Grinder“ fällt dann im bisherigen Vergleich ein wenig ab, auch wenn hier der Refrain wieder schön ins Ohr geht, ähnlich ergeht es dann der vorletzten Nummer „You Steal my Soul“ die irgendwie einfach nicht so recht hängen bleiben will.
Zum Abschluss haben wir dann mit „No One`s Crying“ einen pfeilschnellen Song der toll in die Gehörgänge geht und den Gastauftritt von Ralf Scheepers beinhaltet.
Tolle Nummer zum Ende die sich in die bisherigen Hits gut einreiht.

Na, schau mal an da hat sich das lange Warten ja gelohnt! Die italienischen Heavy Metaller von CRYING STEEL liefern mit ihrem neuen Album ihre bisher beste Leistung ab!
Die Songs sind größtenteils schön griffig, bieten dem geneigten Genrefan, was er erwartet und auch das neue Personal ist eine absolute Bereicherung für die Band.
Man bewegt sich hier schön im klassischen Heavy Metal mit einem modernen Touch welcher auch gut eingängig ist.
Ein wenig geht einem zum Ende der Scheibe etwas die Luft aus, aber ansonsten gibt es hier wenig zu meckern und es gibt die klare Kaufempfehlung für die Genrefans die nicht immer die innovativste Platte brauchen, sondern einfach nur auf ehrliche und solide Mucke stehen!

Julian

 

GHOST AVENUE – Full Throttle

Trackliste:

01. Killer
02. Highwayman
03. Full Throttle
04. Wild and Free
05. Freedom Fighter
06. Coast to Coast
07. Seas of Thunder
08. Ride the Night

 

 

Spielzeit: 35:08 min – Genre: Heavy Rock/Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 19.06.2026 – Page: www.ghostavenue.com

 

Ganze 6 Jahre ist es her das uns die norwegischen Metaller von GHOST AVENUE mit einem neuen Album beglückt haben! Zeit das sich das ändert.
Komplett in Eigenregie haben sie dieser Tage ihr neues Album „Full Throttle“ veröffentlicht.
Man war aber nicht untätig in den 6 Jahren, sondern spielte einige Liveshows und Touren.
Bislang waren die Jungs mit ihren bisherigen Alben bei uns in der Rock-Garage immer wieder zu Gast, so war dann auch, nach einer netten Anfrage der Band, klar das wir uns natürlich auch dem neuen Album widmen werden.
Personell sehr stabil, nur auf einer Gitarrenposition musste man neues Personal im Vergleich zur letzten Scheibe „Even Angels Fall“ finden, präsentiert man uns auf dem neuen Diskus 8 Tracks irgendwo in der Schnittmenge zwischen Heavy Rock/Metal und Melodic Metal.
Gemischt von Markus Teske soll auf dem neuen Album auch ein ordentliches Live Feeling rüberkommen vom Sound her.

Na, schauen wir mal, ob das so ist und werfen direkt ein Ohr auf den Opener und die Videosingle „Killer“. Eine recht klassische Metalnummer mit einprägsamem Refrain die ohne viel drumherum schnell zum Punkt kommt. Als Opener also bestens geeignet!
Passend zum Titel sind „Highwayman“ und auch der Titeltrack „Full Throttle“ bestens für die Autofahrten geeignet, haben einen tolle Groove und bleiben recht schnell im Hirn hängen.
Das erdige und getragene „Wild and Free“ bildet den Albumteiler und kann mit dem satten Groove sowie den einprägsamen Refrain gut punkten.
„Freedom Fighter“ reiht sich da im Anschluss eigentlich gut ein und bei „Coast to Coast“ haben wir mal etwas Abwechslung vom bisherigen Songaufbau her, was die Nummer direkt interessant macht.
Mit „Seas of Thunder“ bahnt sich dann die nächste Vorabsingle ihren Weg durch die Boxen. Die Nummer hat einen schönen epischen Touch und Sänger Kim kann zeigen das er nicht nur der klassische Metalshouter ist, sondern auch ein paar andere gesangliche Moves drauf hat.
Zum Abschluss der Scheibe gibt es mit „Ride the Night“ nochmal recht klassischen Heavy Rock/Metal auf die Ohren, welcher schön atmosphärisch aus den Boxen kommt.

Manchmal braucht es nur eine recht klassische Heavy Rock/Metal Scheibe, um einen glücklich zu machen!
Klar die neue Ghost Avenue Scheibe gewinnt keinen Innovationspreis und Fronter Kim ist auch eher der klassische Metalshouter aber mehr braucht es manchmal halt einfach auch nicht.
Die Songs hier sind alle gut hörbar und wissen auf ihrer Art schon zu überzeugen.
Von daher sollte man der doch noch recht unbekannten Band und ihrem neuen Diskus auf jeden Fall mal eine Chance geben!
Solide Leistung, wie auch schon auf dem letzten Album!

Julian

 

LUCID DREAMING – Upon the Barricades

Trackliste:

01. Confederation
02. Black and Red and Gold
03. The Springtime of Peoples
04. Tyrant in Disguise
05. Upon the Barricades
06. Parliament of Spring
07. A Courageous Decision
08. Waves of the Danube
09. Farewell (Blum`s Last Letter)
10. Puppets on Strings

 

Spielzeit: 64:59 min – Genre: Power Metal – Label: El Puerto Records – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/luciddreamingmetal

 

Seit 2020 hat man nichts mehr von dem Sideprojekt LUCID DREAMING vom ELVENPATH Gitarrist und Mastermind Till Oberbossel gehört! Mit einem neuen Label (El Puerto Records) im Rücken scheint nun die Zeit reif zu sein für das neue vierte Album namens „Upon the Barricades“ des ambitionierten Power Metal Opera Projekt.
Das neue Album ist ein Konzeptalbum über die Anfänge unserer Deutschen Demokratie und der Geschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Versuche mit einer Revolution einen Nationalstaat zu errichten was gnadenlos scheiterte. Ein interessantes wie auch ambitioniertes Thema hat sich mein guter Freund Till dort ausgesucht der wie immer viel Herzblut in das Album gesteckt hat.
Und wie üblich hat er alle Instrumente auf dem Album selbst eingespielt mit Ausnahme des Schlagzeuges das Alex Holzwarth übernommen hat. Produziert wurde das gute Stück erneut von Uwe Lulis.
Ebenfalls üblich und gewohnt ist das Till eine wahre Heerschar von Gastsängern um sich versammelt hat. Dieses Mal sind unter anderem dabei Blaze Bayley (Ex IRON MAIDEN), Zak Stevens (SAVATAGE), Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Harry Conklin (JAG PANZER), Piet Sielck (IRON SAVIOR), Daniel Heiman (SACRED OUTCRY) oder Erdmann Görg (Ex ELMSFIRE).

Na, dann stürzen wir uns mal in die über 60 Minuten lange Scheibe mit dem ersten Track „Confederation“. Dieser wurde ja auch als Videosingle ausgewählt und hier sind mit Blaze Bayley und Ralf Scheepers direkt zwei der ganz großen Sänger des Metals zu hören. Ergänzt noch durch die Alessio Peradi und Deon van Heerden.
Und Junge, Junge fahren die Jungs hier auf! Egal ob nun die Instrumentenfraktion oder die Gesangliche. Ein geiles, überlanges Stück Power Metal was trotz seiner über 7 Minuten nie langweilig wird!
Und dazu noch die Lyrics bzw. die Geschichte, aber das wird sich ja jetzt durch die gesamte Platte durchziehen.
Als nächstes folgt dann „Black and Red and Gold“ gesanglich mit Zak Stevens, Ralf Scheepers, Hary Conklin sowie Giuseppe Ciapone am Mikro. Eine schnelle, mörderische Power Metalnummer die von den Sängern her natürlich bestens besetzt ist.
„The Springtime of People“ bietet dann erneut die schon bekannten Zak Stevens, Ralf Scheepers und Harry Conklin am Mikro, dazu kommen keine geringeren als Piet Sielck, Daniel Heiman, Erdmann Görg und Said Khochsima.
Auch diese Nummer überschreitet locker die 6 Minuten Marke und reiht sich in die erstklassige Qualität der Vorgängersongs spielend ein.
Das brachiale „Tyrant in Disguise“ hält für uns DEN Frankfurter Meltasänger schlecht hin parat! Mit Gere von TANKARD, der auch direkt wie von der Kette gelassen loslegt, haben wir hier auf jeden Fall den trashigsten Song der gesamten Scheibe, was ja nicht verwunderlich ist.
Der getragene Titeltrack „Upon the Barricades” ist der Albumteiler, wo wir außer den schon bekannten Sängern noch Siegfried Schüßler haben.
Bei „Parliament of Spring“ ist als Gesangsneuling HP Piller am Start, ansonsten wird die Nummer von Harry Conklin und vor allem Piet Sielck wahnsinnig getragen.
Das letzte Drittel einleiten tut dann „A Courageous Decision“ welches als neuen Sänger Daniel Heimann einführt und ansonsten eine recht klassische Power Metalnummer ist.
Und Mastermind Till Oberbossel hat sein Pulver noch lange nicht verschossen, sondern bietet uns auch im letzten Scheibendrittel erstklassige Power Metal Opera Tracks.
„Waves of the Danube“ hat über 7 Minuten Spielzeit, wird aber zu keiner Zeit langweilig, “Farewell“ ist eine tolle atmosphärische und emotionale Ballade, die vom charakteristischen Gesang von Harry Conklin mega getragen wird und das abschließende über 8 Minuten lange „Puppets on Strings“ bietet sowohl gesanglich als auch instrumental nochmal alles auf was man auf diesem Album schon gehört hat und eine tolle Klammer um die vorherigen Songs und die gesamte, sehr beeindruckende Hintergrundgeschichte zieht

Wow, Wow! Was Till hier auf dem neuen LUCID DREAMING Album erschaffen hat, kann man gar nicht hoch genug anrechnen! Eine erstklassige Auswahl von Gastsängern, die nicht immer unbedingt zu den bekanntesten der Metalszene gehören, aber das kennt man ja schon von ihm, die immer bestens besetzt sind bei den Songs, eine mega interessante Hintergrundgeschichte sowie tolle Songs die geil ausgearbeitet sind!
Hier steckt richtig viel Arbeit und Herzblut drin, das spürt man zu jeder Sekunde!
Bei der letzten LUCID DREAMING Scheibe musste ich lange überlegen welche Note ich hier ziehe, hier war die Sache für mich glasklar, Höchstpunktzahl!
Klar das beste Album bislang der Bandhistorie und wer nur einen Hauch Gefallen an Metal Opera mit erdigen Power Metal Ansatz hat, muss hier auf jeden Fall zugreifen und sich seine Platte des Jahres abgreifen!

Julian

 

 

 

UWE LULIS PROJECT – Analog

Trackliste:

01. You Don`t Know my Name
02. Faust (To Hell and Back)
03. Midnight in the Night of Ghosts
04. Shadowking
05. Lady Nosferatu
06. The Battle
07. Fireflies
08. Ballad of the Lost
09. Deceiver
10. Emerald in the Dark
11. The Drive

Spielzeit: 56:22 min – Genre: Heavy Metal – Label: Uwesen Records – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.uwelulisproject.de

 

Das UWE LULIS PROJECT entstand 2020 während der Coronazeit, aus dem kreativen Stillstand des Lockdowns heraus.
Gitarrist Uwe Lulis (ACCEPT/ GRAVE DIGGER) nutzte diese Phase, um sich wieder vollständig seinen eigenen Songs zu widmen. Nach seinem Ausstieg bei ACCEPT im Jahr 2025 rückte das Projekt endgültig in den Fokus.
Gemeinsam mit Erdmann Görg (Gesang, ELMSFIRE), Cord Kunze (Bass) und Katharina „Knattadrum“ Kunnert (Drums/Piano) formierte sich die Truppe aus dem Raum Frankfurt (Germany), die für handgemachte Rock- und Metal-Musik mit klarer
Haltung steht: kraftvoll, direkt und ohne Kompromisse. Musikalisch bewegt sich das Projekt zwischen Rock und Metal.
Das Debütalbum „Analog“ ist analog produziert. Keine KI, echte Drums, echte Performance. „Analog“. Der Sound lässt bewusst Ecken und Kanten zu und wurde produziert von Uwe Lulis selbst.
Als Gast haben wir beim Song „Faust“ den Fronter Alexander Spreng der deutschen Rocker von ASP am Start.

So viel als Vorabinfo, steigen wir mit dem Opener „You Don`t Know my Name“ mal in die Scheibe ein. Moderne Klänge schlagen uns erstmal entgegen bevor die klaren Riffs von Uwe sowie das kraftvolle Drumming von Katharina und die Basslines von Cord dazustoßen. Erdmann ist schön rough und modern gesanglich unterwegs, was dem Song zusätzlich Charakter gibt. Ein ganz anderer Beginn als man es vermutlich von Uwe Lulis erwartet hätte.
Anschließend folgt das Gastspiel von ASP beim rockigen „Faust“. Auch wieder so ein Song den man von Uwe Lulis jetzt nicht unbedingt erwartet hätte. Eine schöne neue Interpretation von Mephisto mit tollem Wechselgesang von ASP und Erdmann!
Mit „Midnight in the Night of Ghosts” gibt es dann eine der Videosingles auf die Ohren. Ein toller atmosphärischer Song der mit schönen modernen Einflüssen sowie dem erdigen Groove überzeugt. Sehr charakteristischer Gesang von Erdmann hier.
Also bis jetzt klingt jeder Song hier anders, keine Spur vom klassischen Heavy Metal so wie man es gewohnt ist von Uwe Lulis. Sehr schön!
„Shadowking“ geht dann eher schon in die klassische Metalrichtung und ist ein erdiger Midtempo Groover mit einem tollen Chorus.
Nachdem ebenfalls wieder recht klassischen Metaltrack „Lady Nosferatu“ kommt dann die erste Videosingle „The Battle“ und die Nummer hat so richtig schön Druck, einen tollen Groove und eine geile Gitarren sowie Bass Arbeit. Ein mega Song der durch Gesang und Chorus abgerundet wird und mit zu den besten Songs hier auf der Platte gehört!
Recht erdig und rockig kommen dann die „Fireflies“ aus den Boxen bevor mit dem atmosphärischen „Ballad of the Lost“ das letzte Drittel der Scheibe eingeläutet wird.
Hier halten das harte und im Chorus schön melodische „Emerald in the Dark“ sowie das abschließende ebenfalls schön melodische „The Drive“ die Fahnen oben.

Klar, und da bin ich ehrlich, im ersten Moment hat natürlich der Name Uwe Lulis sehr gezogen bei der Auswahl dieser Rezension. Aber da würden man der gesamten Platte sowie den restlichen Musikern absolut Unrecht tun!
Tolle, abwechslungsreiche Songs, die mit schönen modernen Elementen aufgepeppt sind, aber immer den Geist des klassischen Metals ausstrahlen.
Dazu die tolle Produktion, die man den Aufwand und die Entstehung anmerkt und die tolle instrumentale Leistung plus der sehr charakteristische Gesang von Fronter Erdmann runden diese Debüt dieser sehr erfahrenden Musiker einfach ab.

Julian

 

 

 

PRIME CREATION – Souls of the Fallen

Trackliste:

01. Galactic Rebirth
02. Ghosts
03. Blood Harvest
04. Souls of the Fallen
05. Prime Creation
06. Lost Legacy
07. Legens Never Die
08. Ashes of Trust

 

 

Spielzeit: 36:27 min – Genre: Heavy Metal – Label: ROAR – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.facebook.com/primecreationofficial

 

Die schwedischen Metaller von PRIME CREATION sind ein gern gesehener Gast bei uns in der Rock-Garage und bislang war auch jedes Album sehr ordentlich gelungen. Personell ist die Band auch sehr beständig, nachdem man sich aus den Resten der Band MORIFADE gegründet hatte. Nur bei den Labels war man etwas umtriebig, seit dem letzten Album „Tell Freedom I Said Hello“ ist man nun aber seit 2023 beim alteingesessenen Label ROAR angekommen.
Musikalisch ist man im modernen Heavy Metal unterwegs der immer mal wieder auch in den Power oder Prog Metal reinstrahlt.

Viel mehr gibt es auch an Vorabinfos gar nicht zu sagen, bleibt also mehr Zeit für die Mucke des neuen Albums „Souls of the Fallen“, daher starten wir nun direkt mit dem Opener „Galactic Rebirth“. Mit ordentlich Keyboardunterstützung beginnt die Nummer bevor der etamäßige Sänger Esa Englund sein raues Organ erklingen lässt und die moderne Midtemponummer gut Fahrt aufnimmt. Refrain und Bridge passen, dazu ein paar Screams und fertig ist ein sehr ordentlicher Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Auch das anschließende „Ghosts“ macht eigentlich keine Gefangenen sondern überzeugt vor allem mit seinem hymnenhaften und mehrstimmigen Chorus auf ganzer Linie.
Wesentlich brachialer geht dann „Blood Harvest” zu Werke. Hier ist keine Spur von den Synthies der Vorgängersongs hier reagiert die Axt und die Modern Metal Elemente mit einem ordentlichen Schuss Power Metal!
Der Titeltrack “Souls of the Fallen” ist dann ein erdiger Stampfer geworden der mit seinen brachialen Riffs und den satten Bassgroove so ziemlich alles niederwalzt und schön satt aus den Boxen kommt. Ein würdiger Titeltrack mit richtig viel Härte und schön zum Mähne schütteln!
Der über 6 minütige Bandtrack “Prime Creation” folgt dann als Nächstes. Hier haben wir einen atmosphärischen Heavy Metal Song der wieder mit Keyboardunterstützung ausgestattet ist und überhaupt nicht so düster wie die Vorgängertracks, sondern eher episch und emotional daherkommt. Auch ein tolles Stück was mächtig Eindruck hinterlässt.
Wieder mehr nach vorne und mehr Härte gibt es dann bei „Lost Legacy“ bevor bei „Legends Never Die“ es wieder epischer und melodischer wird und das abschließende „Ashes of Trust“ bietet uns dann auch wieder diese tolle Mischung aus modernen Heavy Metal und schöner Melodic.

PRIME CREATION bleiben ihrer Linie auf jeden Fall treu. Moderner Heavy Metal, der auch immer mal wieder die Power Ecke abdriftet und daher für Fans von so Bands wie EVERGREY oder auch MASTERPLAN etwas sein sollte!
DEN absoluten Überhit sucht man auch auf ihrem neuen Album erneut vergebens, insgesamt ist der Diskus aber auf einem ordentlichen Niveau mit einer fetten Produktion die satt aus den Boxen kommt.
Daher ist das Album den angesprochenen Band und Genrefans auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen auch wenn es erneut nicht der ganz große Wurf in die obersten Punkteränge ist was auch an der für die heutigen Zeit lächerlichen Spielzeit liegt, sorry Jungs!

Julian

 

 

Felix Commerell News

Felix Commerell ist ein Schweizer Rockmusiker, Keyboarder und Songwriter, der den Geist des klassischen 80er-Rocks einfängt und ihm einen modernen Puls verleiht. Nach Jahren auf Tour und im Studio mit seiner Band Fighter V beginnt er nun ein neues Kapitel seiner musikalischen Reise.

Als erster Appetizer wurde die erste Videosingle veröffentlicht.

„Standing In The Light“ , eine synth-getriebene Version des Gotthard-Klassikers, gesungen von Gianni Pontillo (Nazareth). 

MASQUERAGE – Atomic Spies

Trackliste:

01. On the Edge of Beliefs
02. Atomic Spies
03. The Devil to Pay
04. In the Vault
05. By Design
06. Everfrost
07. The Healthiest Man to Die
08. Pain of Punishment
09. Waves

 

 

Spielzeit: 42:58 min – Genre: Melodic Metal – Label: Stormspell Records – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.facebook.com/masquerage.official

 

Die finnischen Melodic Metaller von MASQUERAGE sind mir dunkel mit ihrem letzten Album „Hangman`s Revelations“ von 2018 in Erinnerung geblieben. Großartig Notiz oder gar keine Besprechung ihrer bisherigen Scheiben gab es aber bislang nicht bei uns. Und das, wo die Band doch schon seit 1998, erst als THE UNCHAINED ab 2000 mit dem jetzigen Namen, unterwegs ist.
Man kreuzte bisher immer sehr gekonnt Melodic mit Power Metal und einem Schuss Rock sowie AOR und das ist auch auf dem neuen Album „Atomic Spies“ so welches dieser in Kooperation über Stormspell und Inverse Records erscheint.
Die Gründungsmitglieder Gitarrist und Sänger Kimmo Perämäki (SPIRITUS MORTIS, CELESTY und Schlagzeuger Marko Ylä-Häkkinen sowie Langzeitkeyboarder Mika Maunus sind nach wie vor Bestandteil der Band. Ergänzt durch Bassist Ossi Raiski der nach einer kurzen Pause nun auch schon seit 2014 dabei ist.
Die ersten Vorabsingles und Videos weckten mein Interesse, daher war es endlich an der Zeit das ich mir die Band und ihr neues Album ordentlich zu Gemüte führe.

Gestartet wird mit „On the Edge of Beliefs” welches mit sanften Klavierklängen sowie mit harten Riffs beginnt. Ein etwas ungewöhnlicher Einstieg, ist das Ganze doch eher eine Powerballade. Was hier aber sofort zu Tage kommt ist die Zielsicherheit der Jungs bei den Melodien und den Refrains. Tolle Mehrstimmigkeit, man punktet also direkt zu Beginn.
Beim Titeltrack „Atomic Spies“ ist dann direkt Power und Schnelligkeit angesagt. Der Gesang von Kimmo ist hier etwas rougher als zuvor und auch hier haben wir wieder diesen bombensicheren Refrain der direkt supergut ins Ohr geht. Toller Titeltrack!
Mit einem satten Groove macht dann „The Devil to Play“ direkt weiter. Eine sehr abwechslungsreiche Nummer, die instrumental toll gemacht ist und ebenfalls wieder über einen Ohrwurmchorus verfügt den man zu Beginn gar nicht erwartet.
Über ein tolles Video verfügt auf jeden Fall „In the Vault“. Der knapp 6 Minuten lange Track ist eine getragene, langsame Nummer, die schön episch aus den Boxen kommt und eine tolle Geschichte erzählt.
Etwas mehr Rock hat dann das knackige „By Design“ zu bieten, bevor mit „Everfrost“ das nächste melodische Highlight auf uns wartet. Der Chorus ist hier sowas von ohrenschmeichelnd das es eine wahre Freude ist. Auch die Strophen sind toll aufgebaut und ballern mit einem tollen Groove aus den Boxen. Sehr schön!
Dann folgen mit „The Healthiest Man to Die“ und „Pain of Punishment“ die schwächsten Tracks der Scheibe, die nicht mehr so toll auf den Punkt kommen und daher nicht gut im Ohr bleiben.
Kein Vergleich zu den bisherigen Tracks!
Aber mit dem abschließenden über 5 Minuten langen „Waves“ hat man nochmal eine melodische Ohrbombe erster Güte im Gepäck, welches das Album wunderbar mit einer Mischung aus Rock und AOR abschließt.

Bislang waren mir die Jungs von MASQUERAGE ja wie geschrieben nicht so im Gedächtnis geblieben. Das ändert sich jetzt aber mit ihrem tollen neuen Album! Das Cover ist mit Sicherheit sehr streitbar und dürfte polarisieren, ähnlich wird es der Band mit den Songs gehen.
Man muss der Scheibe auf jeden Fall etwas Reifezeit geben dann erschließen sich sämtliche Nuancen und viele Songs zünden so richtig durch!
Ich finde das Gespür der Band für tolle Melodien und Refrains auf jeden Fall sehr gut und die neue Scheibe hat davon einiges abbekommen, was die angesprochenen Hits absolut zeigen.
Man sollte dem Album auf jeden Fall eine Chance geben, wenn man auf eine Mischung aus Melodic Metal, Rock und AOR steht, klarer Kaufempfehlung also meinerseits!

Julian

 

SHADOWBORNE – Heaven`s Falling

Trackliste:

01. Winter is Coming
02. High and Low
03. Wolf and the Queen
04. Custodians
05. Hold the Door
06. Heaven`s Falling
07. Stranger to Myself
08. The Wall
09. Raven
10. End of the World

 

Spielzeit: 34:58 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 19.06.2026 – Page: www.facebook.com/people/shadowborne

 

Schweden ist ein nie versiegender Quell von neuen Metalbands. Heute widmen wir uns der neusten female fronted Power Metal Band SHADOWBORNE die passenderweise ihr Debütalbum „Heaven`s Falling“ bei den Italienern von Scarlet Records veröffentlichen.
Die Frontfrau Eira Shadowborne trat bislang noch nicht in Erscheinung und auch ihre verhüllten Mitmusiker die nur mit Fantasynamen ausgestattet sind bleiben im Dunkeln.
Ich vermute aber mal das Produzent Kristoffer Göbel (SIX FOOT SIX) hier auch instrumental dabei ist.
Lyrisch sind wir hier klar in der Fantasy unterwegs und musikalisch sollten Fans von so Bands wie BEAST IN BLACK, BATTLE BEAST oder BROTHERS OF METAL hier schnell warm werden.

Gestartet wird das Album mit dem „Winter is Coming“ welches nur ein instrumentales und stimmungsvolles Intro ist.
Im Anschluss gibt es dann mit „High and Low” den ersten richtigen Track zu bestaunen der immer im Uptempobereich bleibt mit Keys ordentlich unterstützt wird und direkt BATTLE BEAST Charme verströmt.
Die erste Videosingle “Wolf and Queen” folgt dann als Nächstes. Auch hier haben wir wieder massig Keyboardunterstützung, dieses Mal noch garniert mit ein paar elektronischen Drums die uns hier begegnen.
Wo bleibt die Härte frage ich mich? Klar die Nummer ist schön catchy und eingängig, aber ein bisschen mehr Dampf könnte es mittlerweile schon sein liebe Leute!
Und ja “Custodians” im Anschluss hat auf jeden Fall etwas mehr Schmackes, Geschwindigkeit, giftigen Gesang und mit dem Refrain einen ordentlichen Schuss SABATON abbekommen. So kann es bitte bleiben.
Aber nö direkt wird die Fahrt wieder gedrosselt mit dem zwar schmissigen “Hold the Door” aber auch hier fehlt der gewisse Punch.
“Heaven`s Falling” ist dann ähnlich zur schon erwähnte Videosingle und die anschließenden “Stranger to Myself” sowie “The Wall” bringen wieder etwas mehr Schwung in den Nacken und die Arme des Hörers.
Danach gibt es mit „Raven“ noch einen etwas düsterer Farbtupfer bevor mit der Ballade „End of the World“, wo Fronterin Eira ordentlich zeigen kann, was in ihr steckt, der Schlusspunkt hinter dieses Debüt gesetzt wird.

Klar wer auf keyboardlastigen und female fronted Power Metal ala BATTLE BEAST steht, ist hier bei SHADOWBORNE genau richtig. Innovativität sucht man hier vergebens, und häufig auch etwas die Härte.
Dafür findet man tonnenweise catchy Refrains und Melodien die gut ins Ohr gehen.
Fürs nächste Mal wünsche ich mir etwas mehr Eigenständigkeit, eine längere Spielzeit und etwas mehr Härte dann dürfte es um einiges nach oben gehen mit der Benotung. So bleibt insgesamt eine solide Leistung übrig der für die angesprochene Zielgruppe auf jeden Fall aber hörenswert ist.

Julian