HERMAN FRANK – Fight the Fear

Band: Herman Frank
Album: Fight the Fear
Spielzeit: 68:49 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 08.02.2019
Homepage: www.hermanfrank.com

Seit seinem Ausstieg 2015/2016 bei ACCEPT gibt das deutsche Urgestein der Metalszene Herman Frank mit seiner Band nun wieder Vollgas! Und das ist auch gut so!
Zusammen mit Basser Michael Müller (JADED HEART), Schlagzeuger Andre Hilgers (Ex RAGE) und Sänger Rick Altzi (MASTERPLAN) zimmerte der Gitarrist schon 2016 sein letztes Metalpfund „The Devil Rides Out“ zusammen. Neu an Bord ist nur der zweite Gitarrist Heiko Schröder.
Nun ist man also wieder zurück und zwar mit dem neuen Album „Fight the Fear“ auf dem man vermutlich wieder knallharte Teutonen Metalsongs erwarten kann.
Dass die Band mehr als ein Soloprojekt von Herman ist wird klar, wenn man die Statements im Vorfeld genauer liest. Ein homogenes Bandgefüge hat sich hier gefunden und so ist es auch ein leichtes einen Knallermetalsong nach dem anderen abzufeuern!
Mal schauen ob das auch mit den neuen Songs so ist, beginnen wird mal direkt mit dem Albumopener „Until the End“. Oh ja definitiv! Die Jungs rund um Herman lassen nicht viel anbrennen zu Beginn und servieren uns ein knallhartes Stück Metal wo man direkt die Birne zu kreisen lassen kann.
Noch eine Spur besser tönt die brachiale Mischung dann bei den nächsten Tracks „Fear“,“Terror“, „Sinners“ und „Hail&Row“. Man hat das Gefühl das die Band ein Möderriff nach dem anderen quasi aus dem Ärmel schüttelt und immer schön den Fuß am Gas halten.
Die zweite Hälfte beginnt dann mit dem groovigen „Hitman“ mit dem wir dann den nächsten Anspieltipp zu verzeichnen haben.
Und auch im weiteren Verlauf wird die Qualität fast durchgehend hochgehalten, hier ist absoluter Verlass auf Herman und seine Jungs, das war ja auch schon auf den letzten Alben so!
Mit „Don`t Cross the Line“, „Wings of Destiny” und der abschließenden Halbballade!, (ja so was gibt es auch mal von der Band zu hören, finde ich super zeigt eine ganz andere Seite der Band) „Lost in Heaven“, gibt es hier weitere absolute Hits auf die Ohren die zeigen das die Jungs absolut eingespielt sind und gemeinsam zur absoluten Höchstform auflaufen können.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Fear“, „Terror“, „Hail&Row“, “Hitman” und “Don`t Cross the Line”

Fazit :

Wo HERMAN FRANK drauf steht ist auch HERMAN FRANK drin! So kurz und knapp könnte man das neue Album zusammenfassen und jeder Fan wüsste Bescheid was ihn erwartet. Die nun, nicht mehr ganz so neuen Bandmitglieder, sind mittlerweile felsenfest in der Band verankert und es gelingt allen spielend das Niveau des bockstarken Vorgängers zu halten.
Wer auf erstklassigen Heavy Metal deutscher Prägung steht kommt an diesem Stück Stahl dieses Jahr nicht vorbei!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Until the End
02. Fear
03. Terror
04. Sinners
05. Hatred
06. Hail&Row
07. Hitman
08. Stay Down
09. Rock You
10. Don`t Cross the Line
11. Are you Ready
12. Wings of Destiny
13. Waiting for the Night
14. Lost in Heaven

Julian

WITHIN TEMPTATION – Resist

Band: Within Temptation
Album: Resist
Spielzeit: 47.35 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Universial / Vertigo
Veröffentlichung: 01.02.2019
Homepage: www.resist-temptation.com

„Wir waren irgendwie durch mit Orchestern und klassischen Metal-Riffs, das haben wir schon Tausende Male zuvor gemacht“. Wir suchten und fanden also Wege, das Ganze rauer und moderner klingen zu lassen, das Album ist härter, dreckiger und futuristischer als alles, was wir bisher gemacht haben. „

Soweit die Selbsteinschätzung von WITHIN TEMPTATION zum neuen Album ‚Resist‘.

Manchmal dauert es eben etwas länger, nun aber hat die Symphonic Metal Institution WITHIN TEMPTATIONihr 2018er Album „Resist“ veröffentlicht. Ende des letzten Jahres, während die Vorband das WT Konzert in Köln eröffnet, kam die Meldung, dass die geplante Veröffentlichung auf Februar 2019 verschoben wurde.
Nach scheibchenweise Vorabveröffentlichung der halben Platte haben die Holländer nun das Werk im Ganzen geliefert.
WITHIN TEMPTATION haben mit „The Unforgiven“ ein Ausnahmewerk nicht nur im Genre geschaffen und mit „Hydra“ einen zumindest ordentlichen Nachfolger präsentiert, heißt, die Messlatte hat schon Höhe.
Eröffnet wird der Zehner Reigen mit „The Reckoning“, ungewohnte Keyboardsounds lassen direkt die Stirn kräuseln, bevor es im Refrain doch unverkennbar zum WITHIN TEMPTATION Song wird. Hier darf Papa Roach Sänger Jacoby Shaddix zum Duett mit Sängerin Sharon del Adel beitragen und gemeinsam stampfen sie durch einen guten Opener.
Das folgende „Endless War“ ist ein richtig guter Popsong mit fetten Gitarren, während „Raise your Banner“ schon bewiesen hat, dass es live ordentlich knallt.
„Supernova“ geht sofort ins Ohr, hat ordentlich Fahrt und ist sicher ein Highlight des Albums, wo hingegen „Holy Ground“ mehr dem WITHIN TEMPTATION Charakter entspricht, aber als Song nicht ganz die Qualität hat.
Gemächlicher kommt „In Vain“ daher und droht ein wenig im Bombast zu ersticken. Der Song fällt etwas aus dem Rahmen, da er wohl auch ursprünglich für Sharon del Adels Soloprojekt „My Indigo“ geplant war.
Völlig untypisch klingt das sehr getragene „Firelight“. Der Duettgesang mit Anders Friden (In Flames) hat durchaus seinen Reiz, wenn er auch die Hardcorefans sicher auf eine Probe stellt. Die Niederländer probieren sich aus auf „Resist“, das aber mit der Gewissheit, dass Sharon del Adels Gesang immer die Within Temptation Flagge schwingt.
Mehrheitlich die große Fanbase zufriedenstellen wird „Mercy Mirror“, weil s einfach ein guter, sehr hymnischer Song ist und weil er der Erwartungshaltung entspricht.
Und weil der letzte Eindruck bleibt, wird das Album nicht enttäuschen, denn das abschließende „Trophy Hunter“ überzeugt und groovt sehr ordentlich, zudem wird man daran erinnert, warum man der besseren Hälfte verboten hat Deko Gegenstände auf die Standboxen zu stellen.
Fazit: „Resist“ klingt anders, aber immer noch eindeutig nach WT. Die Band verlässt den Pfad des Gothic Metals und nähert sich unverkennbar dem Pop Bereich an, ohne ihre Wurzel zu verleugnen. Das Ganze kommt nicht nur vom Sound sehr cool rüber und wird sicher nicht alle begeistern, aber trotz der neuen Ausrichtung wissen die Holländer zu überzeugen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Reckoning
02. Endless War
03. Raise Your Banner
04. Supernova
05. Holy Ground
06. In Vain
07. Firelight
08. Mad World
09. Mercy Mirror
10. Trophy Hunter

Rüdiger König

Link zu “The Reckoning”

INGLORIOUS – Ride to nowhere

Band: Inglorious
Album: Ride to nowhere
Spielzeit:- min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.1.2019
Homepage: www.inglorious.com

Nachdem die Rock-Garage bei der Bewertung des letzten INGLORIOUS Albums mit 9,5 euphorischen Punkten die Messlatte sehr hochgelegt hat, widmen wir uns nun dem Nachfolgewerk „Ride to Nowhere“.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Band in der Form, in der sie die Platte eingespielt hat, nicht mehr existent ist. Sänger Nathan James und seine gesamte Gitarrenfraktion, haben sich während der Produktionsphase entschieden, diese gemeinsam durchzuziehen, und anschließend getrennte Wege zu gehen.
Nicht nur unter diesem Aspekt ist die Qualität von „Ride to Nowhere“ außergewöhnlich gut. Erneut gelingt der Band um einen der charismatischsten Sänger des Genres ein sehr persönliches Album, welches insbesondere vom Songwriting lebt.
Die Briten arbeiten sehr schnell, vom vorgeschlagenen Riff bis zum kompletten Song vergeht nicht viel Zeit.
Das neue Werk klingt anders, ohne auf die klassischen Trademarks des britischen Hardrocks zu verzichten, es klingt reifer und härter.
Der Opener „Where are you know“ glänzt mit einer interessanten Strophe, bevor es im Refrain abgeht, wie das oft zitierte Zäpfchen.
„Never alone“ kommt etwas schleppender und ziemlich schnörkellos daher, wobei der Bombast Anteil im allgemeinen recht überschaubar ist.
Punkten kann auch das treibende „Liar“, die Akkordstruktur ist hier „very british“ angelegt und wird erneut vom glänzend aufgelegten James gepushed und getragen.
Etwas uninspiriert wirkt dagegen ‚Time to go‘, vielleicht der schwächste Song des Albums, der aber direkt durch das folgende,ruhigere “I dont know“ mit seinen überraschenden Tempiwechsel ausgeglichen wird.
Sehr interessant und abwechslungsreich im Songaufbau gelingt der Titeltrack „Ride to nowhere“, mit über sechs Minuten auch der längste auf der Scheibe. Hier werden INGLORIOUS dem Anspruch als Retter des britischen Hardrock sehr gerecht.
Recht spärlich instrumentiert lebt „Glory days „alleine davon, dass es ein genialer Song ist, wie ihn selbst INGLORIOUS nicht alle Tage schreiben.
Am Ende bleibt die Frage, Quo vadis, Inglorious?
Mittlerweile hat Mastermind Nathan James mit Vinnie Colla (Bass), Dan Stevens (Gitarre) und Danny Dela Cruz (Gitarre) schnellstmöglich die Mitstreiter gefunden, welche ihm helfen sollen, das Standing zu erreichen, an dem er so hart arbeitet und „Ride to Nowhere“ ist sicher kein Rückschritt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01 Where Are You Now?
02 Freak Show
03 Never Alone
04 Tomorrow
05 Queen
06 Liar
07 Time To Go
08 I Don´t Know You
09 While She Sleeps
10 Ride To Nowhere
11 Glory Days

Rüdiger König

Bad Moon News

Deutsche Noise/Folk Hoffnung BAD MOON veröffentlicht erste EP

Folk oder Ska Rock fristet bei uns doch ein ziemliches Schattendasein. Das ändert sich nun denn mit der neuen deutschen Noise/Folk Hoffnung BAD MOON betritt eine Band die Bühne die das Genre wieder ordentlich mit Leben füllen möchte!

Der Sound der Jungs kann als eine Mischung aus düsterem Folk mit Ska Indie Rock bezeichnet werden. Gegründet und angeführt von Fronter Jörg Willerscheidt, nebenbei bemerkt ein guter Freund unseres Mags, bringen die Jungs nun ihre Debüt EP „She sings Love Songs while our Cities burn“ auf den Markt.

Mehr Infos zur Band, Hörproben und Bestellung der EP als digitale und Vinyl! Version findet ihr unter:

https://badmoonofficial.bandcamp.com

ASTRAL DOORS – Astralism (RG Zeitmaschine)

Band: Astral Doors
Album: Astralism
Spielzeit: 55:00 min
Stilrichtung: Heavy Rock/Metal
Plattenfirma: Locomotive Records
Veröffentlichung: 24.03.2006
Homepage: www.astraldoors.com

Meine Verehrung vor den Schweden von ASTRAL DOORS habe ich ja schon oft zum Ausdruck gebracht bei meinen letzten Rezis deren Alben! Es war daher definitiv an der Zeit mal einen Sprung zurück mit unserer Zeitmaschine zu machen ins Jahr 2006 wo meine Liebe zu dieser Band begann. Denn im März diesen Jahres erschien das bis dato dritte Album der Band rund um den charismatischen Fronter Nils Patrik Johannson „Astralism“. Es war mein erste Album welches ich von der Band zu Ohren bekam und es hat mich definitiv vom Hocker gehauen!
War man auf den beiden Vorgängeralben „Of the Son and the Father“ und „Evil is Forever“ noch stark DIO und BLACK SABATH lastig unterwegs, fand man hier die ersten Schritte zum ASTRAL DOORS Sound, wenn noch damals recht metallastiger als heutzutage.
Songs wie „Black Rain“, „London Caves“ „From Satan with Love“ brachten damals meine Boxen zum Beben und ich bekam einen gewaltigen Respekt vor den mir damals noch unbekannten Sänger Nils Patrik.
Aber auch die epische Fraktion war hier auf dem Album mit den Songs „Israel“, „Raiders of the Ark“, „Tears from a Titan“ oder „The Green Mile“ stark vertreten und hier zeigten die Jungs schon wie kraftvoll man rocken konnte und was sie Songwriter technisch damals schon draufhatten!
Insgesamt gesehen war „Astralism“ also die Scheibe die den heutigen Bandsound maßgeblich mitprägte und die, wie ich finde in jede Plattensammlung eines ASTRAL DOOR Fans gehört.
Kleine Notiz am Rande, im Rahmen ihrer ersten Headlinertour durfte ich die Band und vor allem Sänger Nils Patrik damals näher kennenlernen (feine total unkomplizierte und nette Musiker übrigens) und im damaligen Interview erzählte er mir das die damalige Veröffentlichung bei Locomotive Records schrecklich abgemischt war und man mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden war! Dies war auch einer der Gründe für den baldigen Wechsel zum, immer noch aktuellen Label, Metalville und dem baldigen Niedergang von Locomotive.
Wie auch immer, auf jeden Fall wurde „Astralism“ im Jahr 2012 von Metalville wiederveröffentlicht mit einem wesentlich besseren Sound. Man sollte sich also auf jeden Fall dieses Re Release zulegen, die Originalscheibe dürfte auch nur noch schwer zu bekommen sein.
Ich habe beide in meinem Schrank stehen und kann die Soundverbesserung mehr als bestätigen!

Trackliste:

01. EVP
02. Black Rain
03. London Caves
04. From Satan with Love
05. Fire in our House
06. Israel
07. Raiders of the Ark
08. Tears from a Titan
09. Oliver Twist
10. Vendetta
11. The Green Mile
12. In Rock we Trust
13. Apocalypse Revealed

Julian

STARBREAKER – Dyphosia

Band: Starbreaker
Album: Dyphosia
Spielzeit: – min
Stilrichtung: Hardrock/ Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.facebook.com/starbreakerofficial

Eine elfjährige Pause hat sich das Projekt STARBREAKER gegönnt, um nach dem fantastischen „Love´s dying Wish“ nun mit „Dysphoria“ Album Nummer drei zu präsentieren. In dieser Zeit sind speziell Tony Harnell´s Kurzzeitintermezzi bei seiner langjährigen Stammband TNT und SKID ROW im Gedächtnis geblieben, die seinen zahlreichen Fans eine ziemliche Achterbahnfahrt beschert haben. Alles Geschichte und soll hier nicht Grundlage der Review sein.
Zum ersten Mal hat sich der Kreativprozess ihres Albums über einen längeren Zeitraum erstreckt, aber man hört den beiden Hauptakteuren Tony Harnell und Magnus Karlsson (Primal Fear) die erneute Lust auf Fortführung ihres Projekts jederzeit an.
Großartige Gitarrenarbeit gepaart mit einer immer noch herausragenden Stimme. Harnell verwechselt man nicht, sondern man verfällt ihm.
Das STARBREAKER in der Lage sind hervorragende Songs zu schreiben, haben sie hinlänglich bewiesen, hier bestätigen sie es erneut. Jeder einzelne Track hat einen hohen Wiedererkennungswert und zündet ohne große Qualitätseinbußen auf hohem Niveau.
Dysphoria fehlt der Bombast zum Vorgängeralbum, ist straffer komponiert und somit etwas zugänglicher. Ein Album,von dem der Sänger behauptet, es wäre“ hübsch traurig und unendlich hoffnungsvoll“
Tony Harnell scheint erneut keine Tonlage fremd, und brilliert auf einem sehr songdienlich instrumentierten Grundgerüst.
„Pure Evil“ startet extrem heavy und versetzt den Hörer direkt wieder ein wenig in die seligen „The knights of the new Thunder /TNT Zeiten.
Etwas düstere Gitarren bekommen wir in „Wild Butterflies“, bevor es in den schmachtenden, schönen Refrain übergeht. Karlsson weiß sein Können punktgenau einzusetzen, sei es im Riffing oder im Soli.
Ob „How many more goodbyes „sich textlich doch mit Harnells traditionellen Bandwechseln beschäftigt, bleibt wohl sein Geheimnis, ein klasse Song ist es allemal.
Zum ersten Mal merklich ruhiger und tief emotional wird’s auf der Klavierballade „Beautiful One“, wo hingegen „Bright Star blind me“ wie die Blaupause des typischen Starbreaker Songs klingt, etwas getragener mit dezentem Piano im background, auf dem der Gesang sich austoben kann
„Fire away“ ist im Mittempo unterwegs und lebt von seinem schön arrangierten Melodiebogen im Chorus
Erneut in härteren Gefilden unterwegs ist das abschließende, kompromisslos gelungene Judas Priest Cover „Starbreaker“ ,auf dem Harnell nochmals sein Facettenreichtum beweisen kann.
Der Sound des Albums drückt ordentlich, die Band, die neben Harnell und Karlsson aus aus dem neuen Drummer Anders Köllerfors und Bassisten Jonny Lightfoot besteht sind präzise auf dem Punkt und Simone Mularoni (DGM) hat dem Ganzen den verdienten Sound gemischt.

Auf allen zehn abwechslungsreichen und gut umarrangierten Tracks wird Dysphoria ihrem Titel mal so gar nicht gerecht. Das Album wird ihre Fans sicher nicht enttäuschen und dürfte am Ende des Jahres zu den besseren Veröffentlichungen zu zählen sein.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Pure Evil
02. Wild Butterflies
03. Last December
04. How Many More Goodbyes
05. Beautiful Ones
06. Dysphoria
07. My Heart Belongs To You
08. Fire Away
09. Bright Star Blind Me
10. Starbreaker

Rüdiger König

Link “ Pure Evil” :

ANCIENT BARDS – Origine

Band: Ancient Bards
Album: Origine
Spielzeit: 62:36 min
Stilrichtung: Symphonic Epic Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.ancientbards.com

2014 gab es mit dem dritten Album und den Abschluss der Black Crystal Sword Saga das letzte Lebenszeichen der italienischen Band ANCIENT BARDS.
Nun kehrt man mit dem neuen vierten Album „Origine“ zurück und was muss ich lesen, es geht hier wieder weiter mit der Black Crystal Sword Saga, obwohl das letzte Album ja eigentlich der Abschluss sein sollte!
Naja manchmal erschließt sich nur den Musikern selbst die Albenlogik! Wie auch immer, so lange die Musik passt, kann uns der Rest ja egal sein.
Und ich denke nach dem das letzte Album auch schon sehr gelungen war und ein Fest für Freunde von Symphonic Klängen darstellte, können uns wir uns bestimmt auch dieses Mal auf eine tolle Mischung aus Epic und Symphonic Metal freuen.
Stilistisch wandert man also nach wie vor in altbekannten Pfaden und auch sonst ist alles beim Alten. Man hat nur nach eigener Aussage noch etwas an der Kompaktheit und Griffigkeit der Songs gearbeitet und wohl auch noch etwas Härte drauf gepackt. Von letzteren zeugen wohl die neu hinzugekommen Growls.
Der Titeltrack „Origine“, der eigentlich gar kein richtiger Track ist, eröffnet die neue Scheibe. Hier kommt ordentlich Cinema Feeling auf und der Hörer wird auf das vorbereitet was da nun folgen soll.
Die Videosingle „Impious Dystopia“ bringt dann zum ersten Mal richtig Leben und Bombast Symphonic Metal in die Bude! Fett produziert mit einem stimmungsvollen weiblichen Gesang von Fronterin Sara, die sich stimmlich nochmal im Vergleich zur letzten Platte verbessert hat, und den neu eingesetzten Growls von Gitarrist Simone, entwickelt sich eine flotte Midtemponummer die direkt haften bleibt und den ersten Anspieltipp darstellt!
Mit „Fantasy`s Wings“ und dem gefühlvollen „Aureum Legacy“ wird das eingeschlagene Niveau hochgehalten, wobei letztgenannter Track hier ganz klar als Sieger hervorgeht.
Apropos Gefühl, das kommt auch bei der anschließenden Halbballade „Light“ super rüber und somit gehört der Track auch ganz klar zu den Gewinnern der ersten Hälfte.
Im Mittelteil kann dann ganz klar „Titanism“ punkten bevor es dann mit großen Schritten in den letzten Abschnitt der Scheibe geht. Zuvor haben wir noch das überlange Zwischenstück „The Hollow“ was unglaublich atmosphärisch ist und ein Bindeglied in der Geschichte bzw. dem Konzept darstellt.
Als regulären Abschluss muss man dann noch das überlange, vierzehnminütige „The Great Divide“ hervorheben welches alle Stärken der Band nochmal vereint und wo man sich als Fan direkt absolut zu Hause fühlen sollte.

Anspieltipps:

„Impious Dystopia“, „Aureum Legacy“, „Light“, „Hollow” und “The Great Divide”.

Fazit :

Schon mit dem letzten Album „A New Dawn Ending“ hatten sich ANCIENT Bards im Genre der Symphonic Metalbands einen Namen gemacht und endlich ihren Stil gefunden!
Mit dem neuen Album kann man diese Position nochmal untermauern und mit Sicherheit dürfte hier kein Genre und Band Fan enttäuscht werden. Ganz klar beide Daumen nach oben für Italiener!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Origine
02. Impious Dystopia
03. Fantasy`s Wings
04. Aureum Legacy
05. Light
06. Oscurita
07. Titanism
08. The Hollow
09. Home of the Rejects
10. The Great Divide
11. Eredita Auera (Bonus Track)

Julian

DELFINIA – Deep Elevation

Band: Delfinia
Album: Deep Elevation
Spielzeit: 51:00 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: Januar 2019
Homepage: www.facebook.com/delfiniamusic

Die Band DELFINIA ist ein neues Projekt des Sängers Konstatin Naumenko und Daria Naumenko (SUNRISE).
Musikalisch ist man im Melodic Power Metal zu Hause und fühlt sich dem Sound von so Bands wie MASTERPLAN, AVANTASIA oder STRATOVARIUS hingezogen.
Nachdem man in den letzten Jahren zwei Singles auf den Markt brachte ist man nun bereit ein ganzes Album auf die Fangemeinde los zu lassen und so holte man sich noch etwas Verstärkung von einigen namenhaften Gästen, unter anderem Roland Grapow (MASTERPLAN), Olaf Thorsen (LABYRINTH, VISION DIVINE) oder Ross VC Thompson (VAN CANTO), und begann mit den Arbeiten am Debütalbum „Deep Elevation“ welches uns nun vorliegt.
Das Ganze wird in Eigenproduktion veröffentlicht.
Zu Beginn haben wir direkt den Titeltrack „Deep Elevation“ am Start. Dieser ist aber „nur“ ein Cinematic Intro weswegen wir schnell zum ersten richtigen Track „Loneliness“ springen. Hier wird uns kompakt ein Melodic Metal Midtempotrack um die Ohren gehauen der recht eingängig daher kommt und daher direkt haften bleibt. Der erste Anspieltipp also direkt (fast) zu Beginn.
Ähnliches kann man dann auch über das anschließende „The Fate“ sagen. Auch hier geht man kein großes Risiko ein, bewegt sich im angenehmen Midtempobereich und ist vom Refrain her recht eingängig unterwegs.
Im Mittelteil der Scheibe ändert sich an der bisherigen musikalischen Ausrichtung nicht viel, langsam wird das Ganze aber etwas eintönig, aber trotzdem kann man hier mit „I`m Here“ und „Do You Remember“ überzeugen.
So, ich hätte jetzt mal gerne etwas Abwechslung und nicht ständig dauernd den gleichen, drögen Midtemposongaufbau bitte!
Leider wird meine Bitte nicht ganz erhört, man versucht zwar ein wenig mehr Abwechslung oder Progressivität in den Songs „Call of the Wind“ oder „Eyes are Calling“ reinzubringen, aber so ganz überzeugen kann man dabei leider nicht.
Zwar gibt es immer noch den ein oder anderen tollen Song, Beispiel dafür ist „The Brightest Days“ oder das abschließende, gefühlvolle „Autumn Dream“, aber insgesamt bleibt man hier doch recht blass.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Loneliness“, „The Fate“, „I´m Here”, “Do You Remember” und “The Brightest Days”.

Fazit :

Das Debüt von DELFINIA krankt an einer großen Sache, es ist zu wenig Abwechslung vorhanden und fast immer bewegt man sich im gleichen Midtempobereich welchem man dann auch schnell überdrüssig wird!
Gute Songs sind zwar trotzdem dabei, das zeigen ja unsere Tipps, aber trotzdem muss man sagen kann einen das Album insgesamt nicht zu 100 % überzeugen und man ist hier eher im durchschnittlichen Bereich unterwegs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deep Elevation
02. Loneliness
03. The Fate
04. The World of Dream
05. I`m Here
06. Do you remember
07. Heaven
08. The Brightest Days
09. Call of the Wind
10. Eyes are Calling
11. Autumn Dream

Julian

MAGNUM – Live at the Symphony Hall

Band: Magnum
Album: Live at the Symphony Hall
Spielzeit: – min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: SPV/Steamhammer
Veröffentlichung: 18.01.2019
Homepage: www.magnumonline.co.uk

Welcome to an evening with ….MAGNUM !
„Live at the Symphony Hall“ in Birmingham die neue Live CD der britischen Hardrock-Dauerbrenner.
MAGNUM touren gerne und erfolgreich und, soviel darf man vorwegnehmen, das hört man der authentischen Aufzeichnung des Abschlusskonzerts zur 42 Städte umfassenden Konzertreise auch an.
Ich durfte die Band letztes Jahr zweimal live erleben, Freunde großer Setlistveränderungen sind sie nicht, da sind die Briten eher Gewohnheitstiere. Wer allerdings genauer hinhört, entdeckt den Variantenreichtum insbesondere bei der Darbietung der bekannten Klassiker, sei es im Tempo oder Arrangement des Songs.
Dass was sie spielen sitzt, nimmt das Auditorium mit und diese Liveatmosphäre wird auf dem Album deutlich. Man spürt, die Band wird von ihren Fans verehrt. Sie sind nicht gekommen, um irgendwelchen Altrockern ein letztes Mal zu huldigen, sondern um einige ihrer Lieblingssongs gemeinsam mit der Band abzufeiern, egal ob neueren oder älteren Datums.
Wenn auf „Lost on the Road of Eternity“, dem Titelstück der letzten Studioarbeit, Tobi Sammet (Avantasia) zum Duett erscheint erreicht die Stimmung auch in Rille gepresst, zum ersten Mal ihren Höhepunkt.
Das Bob Catley mittlerweile 72 Jahre alt ist und einen großen Teil davon auf Tour verbracht hat, hört man seiner Stimme an, die fehlenden hohen Töne macht der charismatische Sänger aber durch seine immense Erfahrung allemal wett.
Auch die Integration der nicht mehr ganz neuen Bandmitglieder Rick Benton (keys) und Lee Morris.(drums) ist erfolgreich abgeschlossen und lässt MAGNUM auch live frischer klingen, was nicht zuletzt eine zehnminütige Version von „How far Jerusalem“ vom Storytelleralbum belegt.
Darüber hinaus sind „Show me your hands“, „All England’s Eyes“ und nicht zuletzt „Don´t wake the lion“ allesamt Songs, über deren Livewirkung man keine großen Worte verlieren muss.
Das ganze Werk macht Spaß und hat eigentlich nur einen Fehler, es ist leider nur eine CD und kein filmischer Blu-ray Mitschnitt, verkürzt aber sicherlich die Zeit, bis wir uns über ein neues Studioalbum freuen dürfen.

WERTUNG:

keine Wertung

Trackliste:

CD 1

01. When we were younger
02. Sacred Blood `Devine`Lies
03. Lost On The Road To Eternity
04. Crazy Old Mothers
05. Without Love
06. Your Dreams Won´t Die
07. Peaches And Cream
08. How Far Jerusalem

CD 2

01. Les Morts Dansant
02. Show Me Your Hands
03. All England´s Eyes
04. Vigilante
05. Don´t wake The Lion
06. The Spirit
07. When The World Comes Down

Rüdiger König

Iron Savior News

Erster Höreindruck aus dem neuen IRON SAVIOR Album

Heute wurde die erste Hörprobe des neuen IRON SAVIOR Albums Kill or get Killed“ in Form der Video Single „Eternal Quest“Listen veröffentlicht.

Das neue, 10. Album der Band wird am 8. März veröffentlicht! Hier schon mal die Trackliste.

Trackliste:
1. Kill Or Get Killed
2. Roaring Thunder
3. Eternal Quest
4. From Dust And Ruble
5. Sinner Or Saint
6. Stand Up And Fight
7. Heroes Ascending
8. Never Stop Believing
9. Until We Meet Again
10. Legends Of Glory
11. Sin City (Bonus)