Über julian

Informatiker und Power Metaller durch und durch! Bevorzugte Musikgenres : Heavy Metal, Powermetal, Melodic Metal, NWOBHM, Symphonic Metal, AOR, Classic Rock,

THE LIGHTBRINGER OF SWEDEN – Rise of the Beast

Band: The Lightbringer of Sweden
Album: Rise of the Beast
Spielzeit: 46:17 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 15.07.2020
Homepage: www.thelightbringer.se

Das Heavy/Power Metalprojekt THE LIGHTBRINGER OF SWEDEN (was ein Bandname!) wurde 2017 vom Gitarristen Lars Eng gegründete der endlich mal Musik im Stile seiner großen Vorbilder Tobias Sammet, Kai Hansen, Adrian Smith und Wolf Hoffman machen wollte.
Herausgekommen ist das Konzeptalbum „Rise of the Beast“ um den Teufel (The Lightbringer) und seinem Gehilfen Skeletor (die Älteren unter uns werden sich noch gut an die 80iger He Man Actionfiguren erinnern : ) ).
Immer mehr Songs nahmen Gestalt an und es wurde Zeit die wichtigste Stelle in seinem Bandprojekt zu besetzten, die des Sängers! Schnell wurde mit Niklas Stalvind (WOLF) der Favorit kontaktiert. Aber leider stand er aufgrund der Aufnahmen zum neuen WOLF Album nicht zur Verfügung.
Somit orientierte sich Lars um und fand mit Herbie Langhans (AVANTASIA, Ex SINBREED, FIREWIND) einen wesentlich passenderen Sänger.
Mit ihm zusammen nahm er die erste Single „Skeletor“ auf, die übrigens bis heute 59000 mal gestreamt wurde, und somit war Herbie fester Bestandteil der Band!
So, viele Hintergrundinfos, aber ich denke man weiß jetzt worauf man sich als Fan nun freuen kann,
Starten wir nun mit der Mucke, dem Cinematic Opener „The Moon“ der einen direkt schon mal sehr ordentlich in die Geschichte und die Scheibe einführt.
Der erste richtige Track „Fallen Angels“ hält sich dann auch nicht mit langem Vorgeplänkel auf, sondern startet direkt mit kraftvollen Riffs.
Als quasi Opener genau das Richtige um reinzukommen, nicht mehr aber auch nicht weniger!
Wesentlich überzeugender kommt dann der Titeltrack „The Beast Inside of Me“ aus den Boxen! Die Nummer beginnt recht gefühlvoll und langsam, steigert sich dann nach und nach in eine absolut geile Power Halbballade!
Auch danach wird mit dem Stampfer „One by One“, dem klassischen „Into the Night“ und dem Groover „Skeletor“ die Qualität schön hochgehalten und man weiß auf Anhieb direkt zu begeistern.
Im letzten Abschnitt der Scheibe bleibt ebenfalls der Fuß größtenteils auf dem Gas und das Niveau hoch. Glanzpunkte sind hier auf jeden Fall „Lightbringer“, das langsame und atmosphärische „Heaven Has Fallen“ sowie das abschließende „Shadows of the Night“.

Anspieltipps:

„The Beast Inside of Me“, „One by One“, „Into the Night“, Skeletor“ und „Heaven Has Fallen“

Fazit :

So mag ich mein erklärtes Lieblingsgenre, melodisch, eingängig, toll und satt produziert sowie gesanglich voll auf der Höhe!
Hier findet der geneigte Powermetalfan genau das was er sucht und was ihn begeistert.
Am Besten ihr bestellt euch diese geile Debütalbum direkt über die Bandhomepage und ich freue mich schon auf das nächste Album dieser hoffnungsvollen „Newcomer“.
Los Leute weg vom Bildschirm, besorgt euch schnellsten das Album, ihr werdet es nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Moon
02. Fallen Angels
03. The Beast Inside of Me
04. One by One
05. Into the Night
06. Skeletor
07. Lightbringer
08. Save Us
09. Heaven Has Fallen
10. Shadows of the Night

Video zu “Into the Night”:

Julian

SKELETAL REMAINS – The Entombment of Chaos

Band: Skeletal Remains
Album: The Entombment Of Chaos
Spielzeit: 48:13 min
Stilrichtung: Death Metal
Plattenfirma: Century Media Records
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.skeletalremains.bigcartel.com

Death Metal anyone? Sehr gut, denn SKELETAL REMAINS sind bereit euch den Schädel zu spalten. Ursprünglich 2011 unter dem Namen Antropophagy gegründet, machten sie die Amerikaner auf, die Welt von ihrer Version des Death Metal zu überzeugen. Und das konnten SKELETAL REMAINS bereits auf Touren mit Obituary, Hatebreed, Municipal Waste und vielen anderen. Das Cover des neuen und vierten Studio Albums ist sehr gut geworden. Kein Geringerer als Legende Dan Seagrave ist dafür verantwortlich. Für den Mix und das Mastering ist ein weiterer Dan zuständig. Nämlich Dan Swanö, der den Burschen einen fetten Sound gezaubert hat. Die Truppe um Chris Monroy (v,g), Mike De La O (g), Noah Young (b) und Charlie Koryn (d) schickt sich an noch härter, brutaler und aggressiver zu spielen.

Na dann, ab ins „Chaos“. Los geht’s mit dem knapp 2minütigen Intro „Cosmic Chasm“. Dieses ist mit sphärischen Klängen unterlegt und deutet auf Großes hin. Holy fuck, es wird sofort heftig. Fetter Bass und wilde Gitarrenläufe prägen „Illusive Divinity“. Der Sänger erinnert mich hier an Pestilence, einfach brutal gut. So und nicht anders beginnt man ein Album. So kann es weitergehen. Und das tut es auch auf „Congregation Of Flesh“. Hier treffen Sinister auf Morbid Angel („Rapture“). Absolut genial was die Kalifornier hier abfeuern. Es fühlt sich wie eine Zeitreise in die 90er an. Keine Verschnaufpause, es geht noch schneller auf „Synthetic Impulse“. Sehr sauber und tight gespielte Death Metal Granate mit verdammt brutalen Vocals und klasse Solo. „Tombs Of Chaos“ ist so herrlich Oldschool. Eine wahre Todeswalze, unaufhaltsam und erbarmungslos wie Bolt Thrower. Mit „Enshrined In Agony“ folgt ein ruhiges Instrumental bei dem man endlich mal Luft holen kann. Das dies nur von kurzer Zeit ist versteht sich von selbst. Hier gibt es bei „Dissectasy“ voll auf die Zwölf. Trotz allem grooved es hier gewaltig. Eine Mischung aus Fear Factory („Scapegoat“) und Grave. „Torturous Ways To Obliteration“ macht keine Gefangenen. Die Drums killen, Hass-Vocals pur wie bei Obituary und eine unglaubliche Energie, die hier freigesetzt wird. „Eternal Hatred“ ist zeitgleich der längste und „langsamste“ Song des Albums. Zäh wie Lava bahnt er sich Morbid Angel mäßig („Blessed Are The Sick“) seinen Weg in die Hirnrinde, extrem stark. Der Anfang von „Unfurling The Casket“ könnte von Metallica sein. Ändert sich aber sofort in eine Vollgas Nummer um. Der Bonustrack „Stench Of Paradise“ ist ein Cover von Disincarnate. Hier wurde Gast-Vocalist Simon Duson (Carnation) mit ins Boot geholt. Und das lohnt sich, denn dieses Stück kommt richtig fett rüber, toller Abschluss.

Anspieltipps: Song 1-11

Fazit: Man fühlt sich immer an die gute alte Zeit erinnert. Hier kopieren SKELETAL REMAINS aber NICHT Bands wie Morbid Angel, Death, Obituary usw. sondern ziehen ihr eigenes Ding durch. Und der neue Drummer ist eine unglaubliche Bereicherung und bringt das Ganze auf ein neues Level. Diese Scheibe macht so unendlich Spaß, ich kann nicht anders und muss die Höchstpunktzahl vergeben. Death Metal Longplayer des Jahres? Wird sich zeigen, die neue Benediction steht noch an.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Cosmic Chasm
02. Illusive Divinity
03. Congregation Of Flesh
04. Synthetic Impulse
05. Tombs Of Chaos
06. Enshrined In Agony
07. Dissectasy
08. Torturous Ways To Obliteration
09. Eternal Hatred
10. Unfurling The Casket
11. Stench Of Paradise Burning (Bonus Track)

Sturmi

VANISHING POINT – Dead Elysium

Band: Vanishing Point
Album: Dead Elysium
Spielzeit: 59:37 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.vanishing-point.com.au

Es scheint mittlerweile Standard geworden zu sein das man auf die Alben der australischen Melodic Metaller VANISHING POINT etwas länger warten muss! Schon beim letzten Album „Distant is the Sun“ musste man 7 ganze Jahre warten, nun sind es 6 Jahre geworden!
Dieser Tage erscheint nun das lang erwartete neue Album „Dead Elysium“. In den 6 Jahren zwischen den Alben ging es mal wieder personell hoch her bei der Band und man hat mit Gaston Chin (Bass) und Damien Hall (Schlagzeug) zwei neue Mitglieder zu vermelden. Zusätzlich gab es auch die ein oder andere persönliche Schwierigkeit auf die wir hier aber nicht näher eingehen wollen.
Widmen wir uns lieber den Openertrack und gleichzeitiger Videosingle „Dead Elysium“. Hier fühlt man sich als Altfan direkt zu Hause. Stimmungsvolle Keys leiten die Nummer ein und man wird dann von den satten Riffs und der Melodic nur so überrollt.
Ein bombastischer Refrain ist ebenfalls an Bord von daher können wir hier relativ schnell den grünen Hithaken hinter machen! Auch die beiden folgenden Tracks „Count your Days“ und „To the Wolves“ können wir schnell zu den Hits zählen.
Die Jungs scheinen direkt zu Beginn richtig warm zu laufen, mal schauen ob sie dieses Niveau auch halten können? „Salvus“ und „The Fall“ im Anschluss sind dann nicht ganz so stark wie die Vorgänger, können aber nach wie vor begeistern.
Danach fällt das Niveau mit den etwas dahin plätschernden „Free“ und „Recreate the Impossible“ weiter etwas ab.
Erst mit den beiden letzten Songs „The Healing“ und „The Ocean“ steigt das Qualitätslevel wieder spürbar an. Ganz an die ersten Sahnetracks kommt man aber auch hier wieder nicht ran.
Abschließend wohl ein klarer Fall von Pulver zu früh verschossen?

Anspieltipps:

„Dead Elysium“, „Count your Days“, „To the Wolves“, „Salvus“ und „The Ocean“

Fazit :

Ein kleines Fazit steht ja schon in meinem letzten Satz. Es scheint so als ob die Jungs von VANISHING POINT in der zweiten Hälfte ihres Albums auf Nummer Sicher gesetzt hätten!
Die stärksten Songs sind daher ganz klar im ersten Teil der Scheibe zu finden und somit zieht das neue Album ganz klar den kürzeren im Vergleich zum bärenstarken Vorgänger.
Auch wenn wir hier natürlich noch von einem sehr ordentlichen und absolut empfehlenswerten Album sprechen können, das ist sonnenklar!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dead Elysium
02. Count your Days
03. To the Wolves
04. Salvus
05. The Fall
06. Free
07. Recreate the Impossible
08. Shadow World
09. The Healing
10. The Ocean

Video zu “Dead Elysium”:

Julian

CALAROOK – Surrender Or Die

Band: Calarook
Album: Surrender Or Die
Spielzeit: 69:25 min
Stilrichtung: Pirate Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.calarook.ch

Ahoi ihr Landratten, versteckt all euer Hab‘ und Gut, denn die Piraten on CALAROOK stehen vor der Tür. Diese Freibeuter kommen aus Winterthur in der schönen Schweiz. Noch unter dem Namen Calico im Jahre 2004 gegründet, wurden sofort einige Lieder geschrieben und am 01.10.16 spielte man die erste Show. Der Wind lag gut und bescherte den Eidgenossen sogar einen Auftritt am Ragnarök Festival. Bei diesen Konzerten ist dann auch Feiern,Moshen und Headbangen pur angesagt. Die Mannen namens Nico Weiget (g), Yves Locher (d), Philipp Wyssen (v), Lukas Mischler (Geige) und Flavio Pompeo (b) sind bestens vorbereitet um euch ihr Debüt Album vorzustellen. Und dieser Schatz ist mit 16 Goldstücken ordentlich gefüllt. Ob da auch Falschgeld drunter ist, werden wir noch sehen.

Also gut, dann bereite ich mich auch mal vor. Bier, check. Rum, check. Zigaretten, check. Das Cover weiß zu gefallen: eine Seeschlacht in vollem Gange, bei der die Piraten das gegnerische Schiff besiegen. Das Recording übernahm Rafael Salzmann (Eluveitie) und den Mix und das Mastering Christian Donaldson. Ein großer Schluck aus der Pulle noch, dann kann es losgehen. Vorab muss ich noch erwähnen, dass der Sänger im Gegensatz zu z.B. Alestorm fast durchgehend growlt. Der „Koordinaten Song“ ist ein Intro, das auch auf dem Fluch der Karibik Soundtrack hätte stehen können. Holla, da fallen ja dem Fisch die Schuppen ab, so rasant wie „A Cursed Ship’s Tale“ anfängt. Hier wird die Death Metal Keule gepaart mit Folk Metal ausgepackt. „Quest For Booze“ hat leichte Running Wild Ansätze und eine eingängige Melodie. Und im Text geht es um Hochprozentiges. „Into The Storm“ ist ein Midtempo Song mit fettem Bass. Der Mittelpart erscheint fast melancholisch, ehe man wieder das Hauptthema aufnimmt. Ensiferum Vibes auf „Surrender Or Die“. Die Geige ist hier höchst präsent.

„Invisible Pineapples“ ist zugleich die erste Videoauskopplung und erhöht den Mitgrölfaktor und den Durst immens. Ein räudiges Ahoi und „Kraken’s Chest“ ballert los. Double Bass und schnelle Gitarren bestimmen den Track. „Paul The Parrot“ lässt einen automatisch mitwippen und man zischt das nächste Glas Rum weg. Gute Riffs und Melodien bekommt man auf „Jack Rackham“. Lustiger Titel namens „Kicking Flamingos“. Der Song an sich kickt mich aber nicht wirklich. Das folgende Stück „Davy Jones‘ Locker“ erinnert an alte Skyclad. Bam bam, bam bam: „Tentacle Explosion“ ist ein knackiger, harter Brocken mit bösen Shouts und heftigen Gitarrenläufen. Die letzten vier Lieder sind vom Niveau her ziemlich gleich gut. Hierbei packen CALAROOK nochmal ihre ganze Range aus.

Fazit: Gut gelungenes Debüt der Schweizer, das definitiv Lust auf mehr macht. Live gibt das bestimmt eine Riesen Sause auf und vor der Bühne.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. 47*30´18”N8*51´52”E
02. A Curshed Ship´s Tale
03. Quest For Booze
04. Into The Storm
05. Surrender Or Die
06. Invisible Pineapples
07. Kraken´s Quest
08. Paul The Parrot
09. Jack Rackham
10. Kicking Flamingos
11. Davy Jone´s Locker
12. Tentacle Explosion
13. Loyal Ton None But Rum
14. The Legend Of Liquor Island
15. The Feast Of Emerald Meadows
16. The Undying Sailor

Sturmi

FINNTROLL – Vredesvävd

Band: Finntroll
Album: Vredesvävd
Spielzeit: 38:22 min
Stilrichtung: Folk Metal
Plattenfirma: Century Media Records
Veröffentlichung: 18.09.2020
Homepage: www.facebook.com/officialfinntroll

Die Trolle sind zurück – „böser, hungriger und gemeiner als jemals zuvor“. Ja, richtig, FINNTROLL sind damit gemeint. Bereits seit 1997 treiben die Finnen ihr Unwesen in den Wäldern dieser Welt. Wer die Jungs aus Helsinki schon mal live gesehen hat, der weiß was FINNTROLL für einen Alarm machen können. Und sie brauchen verdammt viel Platz. Die siebenköpfige Truppe rund um Trollhorn (Keyboard,Gitarre, Banjo), Tundra (b), Skrymer (g), Routa (g), Vreth (v), Virta (Keys) und MörkÖ (d) bieten was für das Auge. Auch von einigen großen Tragödien wurden sie leider nicht verschont. Der Mitbegründer Somnium fiel von einer Brücke herunter und verstarb. Und der ehemalige Sänger Katla verlor durch einen Tumor seine Stimme.

Doch FINNTROLL haben sich nicht unter kriegen lassen und sind bei ihrem siebten Studio Album „Vredesvävd“ angelangt. Der Titel bedeutet in etwa: „aus Zorn gewebt“. Song Nummer eins ist ein knapp 3minütiges Intro dass cineastisch, bedrohlich und heroisch zugleich klingt. Auf „Att Döda Med En Sten“ wechseln sich rasende Gitarren mit Keyboards und groovenden Parts ab. Über Allem stehen die starken Vocals von Vreth. Die Melodie singt regelrecht auf „Ormfolk“. Hier kommt das typische FINNTROLL „humppa“ voll zur Geltung. Die Party kann nun steigen.

Es fängt romantisch an auf „Grenars Väg“, wechselt dann aber gleich in ein „hey,hey,hey“. Ein Lächeln huscht in mein Gesicht und plötzlich tanzt man wild in der Wohnung herum. Definitiv live mit seinen Mitsingparts ein Hit. „Forsen“ stellt eine gute Mischung aus Folk und Black Metal dar. Hierzu wurde auch eine Videoauskopplung gemacht. „Vid Häxans Härd“ ist ein clever aufgebauter Track. Fiese Vocals, gekonnte Keyboard Einspielungen und ein eingängiger Rhythmus ziehen einen in den Bann. Sehr gut gemacht. Anschnallen, Gas geben und wieder das Tanzbein schwingen auf „Myren“. Holt euch hier am besten ein paar Kumpels zum Trinken dazu. Hurraa Hyvää (Prost). Jetzt geht die Sause richtig los. „Stärnors Mjöd“ hat alle typischen Trademarks. Härte, Party, Mitgrölen und Headbangen. „Mask“ galoppiert förmlich nach vorne. Die Metal Faust geht nach oben und die Haare fliegen. Und schon sind wir beim letzten Song „Ylaren“ angelangt. Dieser ist hauptsächlich im Midtempo Bereich angesiedelt, unterbrochen von kurzen rasenden Gitarren und klingt als wenn man mitten in einer Schlacht steckt. Guter Abschluss.

Anspieltipps: „Ormfolk“, „Grenars Väg“, „Vid Häxans Härd“, „Myren“ und „Stjärnors Mjöd“

Fazit: Das lange Warten hat sich gelohnt. „Vredesvävd“ gehört wieder zu den besseren Alben der Trolle. Es kombiniert alle essenziellen Elemente der Band und ist zwischen „Nattfödd“ (2004) und „Nifelvind“ (2010) einzuordnen. Dafür gibt es starke 8,5 Punkte von mir.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Väktaren
02. Att Döda Med En Sten
03. Ormfolk
04. Grenars Väg
05. Forsen
06. Vid Häxans Härd
07. Myren
08. Stjärnors Mjöd
09. Mask
10. Ylaren

Sturmi

MENTALIST – Freedom of Speech

Band: Mentalist
Album: Freedom of Speech
Spielzeit: 67:35 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.facebook.com/mentalistband

MENTALIST sind eine Melodic Metal-Band aus Saarbücken, die sich 2018 gründete. Sie setzt sich aus den Musikern Peter Moog (Gitarren), Thomen Stauch (Schlagzeug, ex BLIND GUARDIAN), schön das er mal wieder aktiv ist, Kai Stringer (Gitarren, STARCHILD), Florian Hertel (Bass) sowie Youtube-Star Rob Lundgren am Mikro zusammen.
Die Musik von MENTALIST kann als Melodic Metal/ Power Metal mit leicht progressivem Einfluss beschrieben werden. Die Haupteinflüsse stammen von Bands wie Iron Maiden, Helloween und Blind Guardian (aufgrund von Thomen Stauchs Schlagzeugspiel).
Der Bandname weist einen mystischen Background auf. Dieser wird durch das Maskottchen der Gruppe, dem Mentalist, untermauert. Für die kommenden Livekonzerte sind magische Tricks auf der Bühne in Planung, zu denen der Mentalist in einzigartiger Bekleidung (Gewand, Handschuhe usw.) mit Rauch und einer Glaskugel auftritt.
Andreas Marschall (Blind Guardian, Running Wild) designte das Frontcover. Somit sollte eine sehr gute Basis für ein erstklassiges Album gelegt sein! Ob dem so ist erfahren wir jetzt mit dem Openersong „Metasphere“. Hier haben wir es nur mit einem stimmungsvollen Intro zu tun der uns wunderbar auf den ersten richtigen Song „Freedom of Press“ einstimmt. Die Nummer ist vorab veröffentlicht worden und dürfte längst bekannt sein.
Daher in aller Kürze, die Nummer ist eine treiben Melodic Metal Nummer alter Schule die mit satten Riffs, den so typischen Thomen Drumming und einem bestens aufgelegten Sänger Rob aufwarten kann. Geiler Song, erster Hit!
Die anschließenden „Life“ und „Whispering Winds“ gehen mir etwas zu sehr auf Nummer sicher, sind aber ansonsten auch sehr ordentliche Tracks denen aber wie gesagt etwas das Hitpotential fehlt.
Selbiges hat dann aber das flotte „Digital Mind“ im Anschluss welches den sehr ordentlichen Mittelteil einläutet der noch mit so Hitgranaten wie „Belief“ und „Your Throne“ aufwarten kann.
Man darf aber auch nicht unerwähnt lassen das sich in der Folge erneut der ein oder andere „nur“ sehr ordentliche Track eingeschlichen hat dem hat auch das Hitpotential etwas fehlt.
Aber wenn man bei satten 13 Songs noch so Granaten wie „Price of Time“ und das überlange „Run Benjamin“ in der Hinterhand hat, dann rutschen die etwas schwächeren Songs direkt in den Hintergrund.

Anspieltipps:

„Freedom of the Press“, „Digital Mind“, „Your Throne“, „Price of Time“ und „Run Benjamin“

Fazit :

MENTALIST bieten auf ihren Debütalbum eine mehr als beeindruckende Spielzeit in der sich auch einige Hits versteckt haben!
Teilweise bewegt man sich aber auf zu sicheren Terrain und covert fast schon zu frech bei den genannten musikalischen Vorbildern so das es auch etwas an Eigenständigkeit fehlt. Das ist natürlich meckern auf hohen Niveau, was aber bei der musikalischen Qualität hier vielleicht auch erlaubt sein darf.
So oder so ist das Debütalbum von MENTALIST eine glasklare Kaufempfehlung für die angesprochen Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Metasphere
02. Freedom of the Press
03. Life
04. Whispering Winds
05. Digital Mind
06. Belief
07. Your Throne
08. Isolation
09. The Deal
10. Devil`s Game
11. Price of Time
12. Run Benjamin
13. Whispering Winds

Video zu “Freedom of the Press”:

Julian

SUSEMIHL – Burning Man

Band: Andy Susemihl
Album: Burning Man (EP)
Spielzeit: 30.00 min
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: SM Noise Records
Veröffentlichung: 12.06.2020
Homepage: www.andysusemihl.com

ANDY SUSEMIHL hat nicht die außergewöhnlichste Stimme der Welt, und sein Gitarrenspiel ist nicht von extremer Virtuosität geprägt, aber der ehemalige U.D.O. und SINNER Gitarrist bringt etwas ins Spiel, was vielen Musikern fehlt, er kann gute, einfache und stimmige Songs schreiben.
Kein Stadionrock, sondern interessante, ruhiger gehaltene Rocknummern, nicht überproduziert, sondern ehrlich.
Die „Burning Man“- EP ist seine mittlerweile fünfte Soloveröffentlichung und alle klingen sie unterschiedlich ohne das Genre zu verlassen. Besonders der 2018 erscheinende Vorgänger „Elevation“ wusste zu gefallen und lässt einen neugierigen Blick auf den Nachfolger werfen.
Das etwas zügigere Titelstück kommt mit dominanterer Gitarre daher, „Across The Pond“ besticht durch seinen Refrain und gekonntem Gitarrensoli.
Sieben Songs enthält „Burning Man“, die die Zeit bis zur absehbaren Veröffentlichung des nächsten Longplayers verkürzen soll. Prominente Unterstützung sichert sich SUSEMIHL durch seine Mitstreiter Peter Baltes, dem ehemaligem ACCEPT Basser und dem VINNIE VINCENT Drummer Andre Labelle.
Den Rockballadenfreunden beschert SUSEMIHL mit der durch Jeff Beck bekanntgewordenen Nummer „People Get Ready“ ein weiteres EP Highlight. Sehr schön umgesetzt lädt der Song zum Träumen ein.

Auch das äußerst gelungene „Crazy“ setzt auf ruhigeres Soft Rock Feeling und zeigt die ausgesprochen hohe Musikalität des Gitarristen, der keine fette Instrumentierung benötigt um wie in „One more for the Road“ seinen Songs Ausdrucksstärke zu verleihen.

Das funky gehaltene „The Beauty and The Mihl“ Instrumental beschließt die gut gelungen Veröffentlichung eines gereiften Songwriters dem mehr Bekanntheitsgrad zu wünschen wäre.

WERTUNG:

 

 

01. Burning Man
02. Across The Pond
03. Remedy
04. People get Ready
05. Crazy
06. One More For the road
07. The Beauty and The Mihl.

Video Link zu “Burning Man”

Rüdiger König

MENTALIST Interview

Mit MENTALIST betritt eine neue deutsche Melodic Metal Hoffnung die Bühne. Die Truppe veröffentlicht dieser Tage das Debütalbum „Freedom of Speech“. Dieser Umstand und auch die interessante personelle Bandkonstellation waren Grund genug Bassist Florian Hertel ein paar Fragen zu stellen.

J.P: Hallo Florian, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem Debüt Album und zu MENTALIST selbst beantwortest.
Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die bisherige Bandhistory.

F.H: Hallo Julian, erst einmal vielen Dank für das Interview und das Interesse an Mentalist. Mentalist ist eine Melodic Power Metal Band welche Anfang 2018 gegründet wurde. Unser Debut Album „Freedom of Speech“ wird am 28.08.2020 veröffentlicht.

J.P: Bevor wir näher auf euer Debütalbum eingehen, müssen wir erstmal ein bisschen eure Gründung und vor allem euer Personal aufarbeiten! Wie erfolgte die Gründung, warum und wer zeigte sich dafür verantwortlich?
Und vor allem würde nicht nur mich, sondern vermutlich auch unsere Leser brennend interessieren wie ihr denn auf Thomen und Rob gekommen seid und ihr es geschafft habt das sie in die Band einsteigen? Gerade Thomen hat ja in den letzten Jahren sehr wenig von sich hören lassen!

F.H: Die Band wurde von Peter Moog (Gitarre) und Kai Stringer (Gitarre) gegründet. Die Zwei kennen sich schon seit vielen Jahren und wollen mit Mentalist ihren gemeinsamen Traum einer Melodic Power Metal Band verwirklichen. Als drittes Mitglied kam zunächst Thomen in die Band, der zu dieser Zeit bereits mit Peter und Kai befreundet war und für dieses Projekt begeistert werden konnte. Über gemeinsame Bekannte und Freunde der saarländischen Musikszene wurde dann der Kontakt zwischen der Band und mir hergestellt. In dieser Besetzung begaben wir uns auf die Suche nach einem passenden Sänger für unsere bislang noch rein instrumentale Band. Eine Gesangslehrerin aus dem Umfeld der Band, machte uns auf Youtube-Star Rob Lundgren aufmerksam, von welchem wir sofort vollkommen begeistert waren. Nachdem wir viele Nachrichten und Gesangsdemos mit Rob ausgetauscht hatten, waren wir sicher, dass er der Sänger ist, den wir für unsere Band brauchen. Zum Glück sah Rob das genauso und im Jahr 2019 haben wir unsere Band komplettiert.

J.P: Wie läuft denn eigentlich so der Austausch bzw. die Zusammenarbeit mit Rob? Ich glaube er ist der Einzige von euch der nicht in Deutschland beheimatet ist, oder?

F.H: Ja, das ist korrekt. Außer Rob, wohnen wir alle in Deutschland. Wir chatten fast täglich in unserem Band Chat über alle Neuigkeiten, Fortschritte etc. Außerdem finden regelmäßig über Skype Bandmeetings statt. Bisher funktioniert der Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Band über diese Plattformen äußerst zufriedenstellend.

J.P: Bezüglich des Themas Plattendeal herrscht auch noch etwas Unklarheit! Die ganze Zeit kam es einen so vor als ob ihr in Eigenregie veröffentlichen würdet und nun läuft die Promotion über Pride & Joy Music. Was übrigens eine sehr gute Wahl war! Wie ist es denn nun, habt ihr mit ihnen auch einen Plattendeal oder nicht?

F.H: Das Album haben wir tatsächlich komplett in Eigenregie erstellt. Bei Promotion und Vertrieb unterstützen uns GerMusica, Pride&Joy und Soulfood, worüber wir sehr glücklich sind.

J.P: Von wann bis wann ist denn euer Debütalbum genau entstanden? Schreibt ihr die Songs eigentlich alle zusammen, oder gibt es eine Kernmannschaft dafür?

F.H: Die Songs entstanden etwa im Zeitraum eines Jahres und waren im Kern bereits fertiggestellt, als Rob Mitglied der Band wurde. Peter und Kai bauen in der Regel das Grundgerüst für alle Mentalist Tracks, danach wird oft in Einzelarbeit in Rücksprache mit der Band an den Songs gefeilt und gearbeitet, bis wir damit vollständig zufrieden sind.

J.P: Euer Cover ist ja vom berühmten Andreas Marschall. Hatte da Thomen seine Finger mit im Spiel? Da Andreas ja schon viel für die BLIND GUARDIAN Alben gezeichnet hat.

F.H: Genauso war es. Thomen hatte die Idee Andreas Marschall zu engagieren und hat dann auch den Kontakt zu ihm hergestellt. Er ist wirklich eine Koryphäe auf seinem Gebiet und wir waren von Anfang an total begeistert davon, wir er unsere Vorstellungen umgesetzt hat.

J.P: Als Anschlussfrage zum Cover, auf diesem befindet mit dem Mentalisten euer Bandmaskottchen. Ist diese Annahme bzw. die Info aus dem Promosheet richtig? Wird der Gute quasi euer Eddy der auch in den Liveshows in Erscheinung tritt?

F.H: So ist es geplant. Der Mentalist soll live mit dem Publikum und der Band interagieren. So können wir unsere Konzerte abwechslungsreicher gestalten. Individuell ist das natürlich immer von Infrastruktur und den Möglichkeiten in den Locations vor Ort abhängig, aber der Mentalist soll ein fester Bestandteil unserer Performance sein.

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Freedom of Speec“ ein. Für mich sind der Titelsong “Freedom of Speech”, “Digital Mind”, „Your Throne“, “Price of Time” und „Run Benjamin“ die hervorstechenden Songs. Obwohl das ganze Album wirklich sehr stark ist! Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

F.H: Der Song „Freedom of Press“ bringt unsere leichte Sorge um den derzeitigen Stand der Demokratie zum Ausdruck. Vornehmlich behandelt das Album sozialkritische Themen. „Digital Mind“ ist jedoch eher eine gute Laune Nummer.
„Price of Time“ ist eine klassische Speed-Nummer mit Shredding Elementen. Bei „Run Benjamin“ haben wir versucht das Motiv Krieg aus der Sicht eines kleinen Jungen wiederzugeben, während das rockig gehaltene „Your Throne“ das Thema Neid behandelt. Meine persönlichen Lieblingssongs auf dem Album sind „Isolation“, „Your Throne“ und „Belief“. Letzteres in ein Gesangsduett für das wir Daniel Heiman gewinnen konnten. Rob und Daniel haben sich da echt gegenseitig angespornt das Maximum herauszuholen.

J.P: Euch hat vermutlich die Corona Krise auch recht hart getroffen oder! Mitten in die letzte Albumphase kam ja das Ganze vermutlich und eure Hoffnung auf Liveauftritte wurde damit zerschlagen? Ich denke an eine ordentliche Videoproduktion zu dem ein oder anderen Song ist vermutlich aktuell auch nicht zu denken oder wie ist die Lage bei euch bzw. wie war das für euch?

F.H: Die Corona Krise hat uns leider in vielen Gesichtspunkten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von so einfachen Dingen wie einem gemeinsamen Bandphoto für das Album, bis hin zu komplexeren Themen wie Musikvideos und Liveauftritten musste vieles zu unserem Bedauern abgesagt oder verschoben werden. Wir werden nachholen, was möglich ist, aber zur aktuellen Zeit hat die Sicherheit aller Beteiligten erstmal höchste Priorität.

J.P: Florian wie geht es denn jetzt genau bei MENTALIST weiter? Ist eventuell doch eine Tour in Planung? Wann wollt ihr mit dem Schreiben von neuen Songs für das nächste Album beginnen?

F.H: Wir sind erst einmal gespannt und voller Vorfreude, wie denn unser Album von den Menschen aufgenommen wird. Wir haben sehr lange auf die Veröffentlichung hingearbeitet und sind stolz, diese jetzt endlich mit den Zuhörern teilen zu können. Die ersten Songs für unser zweites Album sind bereits in Rohversionen geschrieben und wir können es kaum erwarten, voll in das Songwriting einzusteigen. Eine Tour wäre natürlich der absolute Traum für uns, damit wir dem Publikum unsere energiegeladene Musik auch live präsentieren können. Es gibt auch bereits Pläne für eine Tour im Vorprogramm einer größeren Band, dazu können wir aktuell aber noch nicht mehr verraten. Zuerst müssen wir abwarten, wie sich die Situation bezüglich der Covid-19 Pandemie entwickelt. Denn solange die Sicherheit des Publikums und aller Beteiligten nicht garantiert werden kann, wird wohl leider keine Tour möglich sein.

J.P: Vielen Dank Florian für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

F.H: Vielen Dank Julian und dem ganzen Team von Rockgarage für das tolle Interview und die Unterstützung für unsere noch neue Band. Auch in dieser herausfordernden Phase werden wir Heavy Metal Fans unsere Herzensmusik in bessere Zeiten begleiten.

Julian

SILIUS – Worship to Extinction

Band: Silius
Album: Worship To Extinction
Spielzeit: 44:52 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 28.08.2020
Homepage: www.silius.at

Es gibt derzeit rund 1200 aktive Rock/Metal Bands aus Österreich. Eine, die es wirklich verdient, erwähnt zu werden ist SILIUS. Und diese Burschen ballern uns feinsten Thrash Metal um die Ohren. Die Tiroler gibt es seit 2013 und haben seither ein Demo (2014) und ihr Debüt Album „Hell Awakening“ (2017) veröffentlicht. Silius sind: Mario „Haui“ Haueis (g), Matthias Thurner (v), Ralph Jurschitsch (d) und Martin Storch (b). Live konnte man dem staunenden Publikum schon auf dem Wacken Open Air, dem Nova Rock und den Metal Days Slovenia in den Allerwertesten treten. Das nun erscheinende zweite Album „Worship To Extinction“ kommt auf Rock Of Angels Records raus. Abgemischt wurde es von Andreas Reinhart im Subsoundstation Studio und gemastert von Hendrik Udd (Hammerfall, Powerwolf). Das starke Coverartwork und Layout durfte Giannis Nakos verwirklichen. Laut Promotext entschied sich die Band dazu, härter zu spielen und eine rohe und zerstörerische Atmosphäre zu erzeugen. Ob das geklappt hat, erfahren wir jetzt.

Hell yeah, es scheint so. „Worship“ knallt so dermaßen heftig aus den Boxen, dass es eine wahre Freude ist. Leichter Exhorder Einschlag, absolut geiler Start. Mit einem wilden Urschrei und harten Riffs geht es bei „C.U.L.T.“ unbarmherzig weiter. Aber es gibt hier auch einen eingängigen Refrain, tolle Soli und einen Sänger der sich hinter Phil Anselmo nicht verstecken muss. Es grooved so verdammt gut auf „Horrorscopes“, ohne aber an Intensität einzubüßen. „Abominate“ ist ein fetter Stampfer mit Rock’n’Roll Flair geworden. Wieder wird das Gaspedal nicht ganz durchgetreten, was dem Song zugute kommt. Hierzu wurde auch die erste Video Single Veröffentlichung gemacht. Jetzt aber bei „Lesson In Blood“: Vollgas ist Programm. Matthias brüllt was geht und die Hintermannschaft schiebt mächtig an. Erinnert mich an alte Warpath. Mit „Dance On Your Grave“ wird einem der nächste Hassbatzen im Pantera Style geboten. Extrem wuchtiges Stück. „Venom Baptism“ kann locker mit den bisher gebotenen Songs mithalten. Wieder sehr groovig, trotzdem böse genug und mitreißend. „Tripping Balls Out“ lässt die Matte kreisen. Ein düsterer, schwerer Headbanger mit klasse Solo. Hammer Thrash Metal Riffs preschen durch „Evil Inside“ während der Sänger sich auskotzen darf. Stampfen, bangen, moshen. All das möchte man gleichzeitig, wenn man „Death & Glory“ lauscht. Super Abgeh-Nummer. Zum Schluss kommt die längste Nummer „Drowning“ zum Zuge. Langsam und schwer kriecht dieser Track aus der Anlage, ganz anders als der Rest des Albums, aber gut.

Anspieltipps: „Worship“, „C.U.L.T.“, „Abominate“, „Lession In Blood“ und „Death & Glory“

Fazit: Hier wurde ein fast perfektes Groove/Thrash Metal Monster erschaffen. Die 10 Punkte von mir fallen nur nicht, damit die Band sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruht und auf dem nächsten Album einen weiteren Killer abliefert. Hier sind Musiker am Werke, die ganz genau wissen was sie können und was sie wollen. Wer auf Pantera, Exodus, Lamb Of God, Testament etc. steht, kann hier nichts falsch machen. Hoffentlich kann man SILIUS bald live erleben, ich brauche die volle Packung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Worship
02. C.U.L.T.
03. Horrorscopes
04. Abominate
05. Lesson In Blood
06. Dance On Your Grave
07. Venom Baptism
08. Tripping Balls Out
09. Evil Inside
10. Death & Glory
11. Drowning

Sturmi