TRAITORS GATE News

TRAITORS GATE unterschreiben weltweiten Deal bei PURE STEEL RECORDS

Die aus Süd Wales stammenden NWoBHM Metaller TRAITORS GATE, haben einen weltweiten Deal bei PURE STEEL RECORDS unterschrieben.

Die Band, die sich 1982 gründete, veröffentlichte bisher 2 EP’s („Devil Takes the High Road“, „Only the Strong“) und schließlich 2018 ihren ersten Longplayer „Fallen“ (Rezi dazu findet ihr hier bei uns). Ihr neues Album, an welchem Sie gerade arbeiten, wird über PURE STEEL RECORDS erscheinen.

Bandstatement:
„We are very excited to announce that the forthcoming Traitors Gate album will be released on the Pure Steel Records label. Pure Steel are genuine supporters of the whole metal genre and have a great track record when it comes to promoting bands on the Pure Steel label. We are really looking forward to working with the Pure Steel team, and to creating our best recorded and live material yet. Metal Forever!“.

LINE-UP:
Sy Davies – Vocals
Andy D’Urso – Guitars
Steve Colley – Bass
Paul House – Drums

Link
http://www.traitorsgateofficial.com/

BURNING WITCHES – Dance with the Devil

Band: Burning Witches
Album: Dance with the Devil
Spielzeit: 52:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: www.facebook.com/burningwitches666

Wer die BURNING WITCHES rund um Masterfrau Romana Kalkuhl bislang nicht auf dem Schirm hatte muss die letzten Jahren definitiv in einer abgeschlossenen Höhle gelebt haben! Seit ihrem Debütalbum 2017 geht die Karriere der 5 Metalamazonen nämlich nur steil bergauf!
Auch der letztjährige Ausstieg der bisherigen Sängerin Serenia konnte man gut wegstecken, fand man doch ziemlich schnell mit der neuen Fronterin Laura Guldemond stimmgewaltigen Ersatz.
Mit ihr und ansonsten unveränderter Mannschaft spielte man das bandweisende und immer als so wichtig angesehene dritte Album „Dance with the Devil“ ein welches dieser Tage erscheint.
Laut Vorankündigung soll es hier nochmal eine klare Steigerung zu den schon sehr starken beiden Vorgängern geben, na horchen wir mal direkt in den ersten richtigen Track „Lucid Nightmare“, nach dem stimmungsvollen Intro „The Incantation“, rein um uns davon zu überzeugen. Hier wird erstmal die volle Thrash Breitseite aufgefahren und die neue Sängerin Laura keift und growlt was das Zeug hält. Als erste Duftmarke ist das Ganze schon mal sehr ordentlich und man zeigt direkt das man auf dem neuen Album richtig Gas geben will!
Bei den nächsten Tracks „Dance with the Devil“, „Wings of Steel“ und „Six Feet Underground“ setzt man dann den Schwerpunkt etwas mehr auf die Melodic was den Hexen bestens zu Gesicht steht und man so hier ins absolut oberste Qualitätsregal des Heavy Metal greift. Ein sehr geiles erstes Drittel!
Eine tolle Metalballade hat man dann mit „Black Magic“ am Start welche zeigt das vor allem Fronterin Laura nicht nur die harten Töne drauf hat. Eine Nummer die bestens gewählt ist um mal zu träumen und den Fuß vom Gas zu nehmen.
Im Mittelteil wird das Gaspedal dann wieder metallisch durchgedrückt und mit „Sea of Lies“ und vor allem dem Banger „The Sisters of Fate“ weiß man absolut zu überzeugen und zu begeistern.
Der letzte Abschnitt wird dann vom düsteren „Necromicon“, dem melodischen „The Final Fight“ und dem toll umgesetzten Cover „Battle Hymn“ dominiert.

Anspieltipps:

„Dance with the Devil“, „Wings of Steel“, „Black Magic“, „The Sisters of Fate“ und „The Final Fight“

Fazit :

Ob es jetzt an der neuen Sängerin alleine liegt glaube ich nicht, aber fest steht mit dem dritten Album haben die BURNING WITCHES endlich ihren Sound gefunden und bewegen sich perfekt in der Schnittmenge zwischen eingängigen Heavy und kraftvollen Thrash Metal! So ist aus dem Stand heraus locker 1 Punkt mehr als bei dem letzten Album drin inklusive der obligatorischen Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft.
Well done Girls!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Incantation
02. Lucid Nightmare
03. Dance with the Devil
04. Wings of Steel
05. Six Feet Underground
06. Black Magic
07. Sea of Lies
08. The Sisters of Fate
09. Necronomicon
10. The Final Fight
11. Threefold Return
12. Battle Hyman (feat. Ross the Boss)

Video zu „Dance with the Devil“:

Julian

ANI LO. PROJEKT – A Time called Forever

Band: Ani Lo. Projekt
Album: A Time called Forever
Spielzeit: 53:25 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 20.03.2020
Homepage: www.facebook.com/AniLoProject

ANI LO PROJEKT wurde im Jahr 2010 von der bekannten bulgarischen Sängerin Ani Lozanova und ihrem langjährigen Musikpartner, Schlagzeuger Konstantin Dinev (KOSSY D.), gegründet. Mit der ursprünglichen Band im Rücken erschien am 25.03.2011 das Debüt, „Miracle“, von ALP, das von einem grandiosen Auftritt im Rock Theater in Sofia begleitet wurde. Es folgten diverse Konzerte, u.a. im Rahmen eines Bikertreffs, bei dem Ian Parry als Gast fungierte, welcher beim „Miracle“-Album mitwirkte. 2012 trennten sich die Wege von Ani Lo. und der ursprünglichen Band – die Sängerin zog nach Deutschland und Kossy D. in die USA. 2018 begannen dann die Arbeiten an dem zweiten ALP-Album „A Time Called Forever“ Drummer Kossy produzierte die neue Platte und nahm das Schlagzeug in seinem Studio in San Diego auf. Für die Gesangsaufnahmen im Bazement Studio von Markus Teske kam er im Sommer 2018 nach Deutschland.
Komponist der 12 enthaltenen Lieder ist Gitarrist Jens Faber (DAWN OF DESTINY).
Er spielte auch die Gitarren-, Keyboard- und Bassspuren in seinem Studio in Bochum ein; zusätzlich übernahm er die Growls sowie auch die Clean Vocals.
Interessante Beteiligte würde ich sagen, schauen wir doch mal was man für uns auf Lager hat und widmen uns mal dem Opener „Brake my Chains“.
Die Nummer hat insgesamt eine recht bedrohliche Stimmung durch die tiefgestimmten Gitarren und den beiden Gesangsstimmen/Stilen. Der Chorus ist dann aber extrem eingängig und kraftvoll gehalten. Eine abwechslungsreiche Nummer die ich so irgendwie nicht erwartet hätte und einen mehr als ordentlichen Einstieg in die Scheibe darstellt.
Noch eine Spur symphonischer wird es dann beim anschließenden Titeltrack „A Time called Forever“ der auch wieder aufgrund seines erstklassigen Chorus absolut glänzen und überzeugen kann.
Bei den nächsten Tracks geht es etwas hoch und runter was die Qualität und das Hervorstechen angeht. Mal ist das Ganze erste Sahne wie z.B. bei „The Letter“, der Halbballade „Back to You“ oder „Fly with Me“, aber häufig sind wir eher im Standardmetal zu Hause der zwar auch ordentlich umgesetzt ist, aber nicht komplett glänzen kann.
Das trifft dann leider auch auf den letzten Abschnitt der Scheibe zu! Hier kommen auch wieder mehr die Growls zum Einsatz die teilweise auch echt nur noch stören, „My Misery“ ist da irgendwie nur noch schrecklich sorry!

Anspieltipps:

„Brake my Chains“, „A Time called Forever“, „The Letter“, „Back to You“ und „Fly with Me“

Fazit :

Ja das neue Album von ANI LO PROJEKT hat mit Sicherheit auch seine Glanzmomenten und Hits, aber zu häufig verliert man sich einfach in den Standardmetaltracks die nicht durchgängig zünden.
Zusätzlich muss man leider sagen sind die Growls stellenweise echt unpassend gesetzt und zerstören mehr als sie helfen.
Das klingt jetzt vielleicht ziemlich vernichtend, ganz so ist es aber nicht gemeint.
Ne solide Vorstellung ist das Ganze so oder so, aber mit definitiv Luft nach oben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Brake my Chains
02. A Time called Forever
03. Bleed
04. End Up in Sorrow
05. The Letter
06. Back to You
07. Cold Death
08. Feel Inside
09. Fly with Me
10. Don`t Leave this World
11. My Misery
12. Walk Alone

Julian

ALLEN/OLZON – Worlds Apart

Band: Allen /Olzon
Album: Worlds Apart
Spielzeit: 56.05 min
Stilrichtung: Melodic Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Music
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: –

Nachdem Jorn Lande wohl aufgrund seiner Präsenz bei Avantasias Welttournee keine Zeit für das Melodic Rock Prachtstück „Allen / Lande“ hatte, wurde vom Label Frontiers kurzerhand auf dem Musiker Transfermarkt Ersatz verpflichtet.
Anette Olzon, bekannt als Solokünstlerin und vor allem aus ihrer Zeit bei Nightwish, begibt sich in den Vocal Ring um sich mit einer der ausdrucksstärksten Rockstimmen zu duellieren. Russell Allen (Symphony X) und der orchestral produzierte Powermetalsound bleiben dem geneigten Fan somit erhalten, wird aber hier als Geschlechtermix vorgetragen. Für Freunde des „female fronted Symphonic Rocks“ sicher kein Problem, für Fans von Jorn sicher eine harte Nuss, die erst einmal probiert werden muss.
Songschreiberisch, das beweist der zügige, mit ordentlichem, symphonischem Intro eingeleitete Opener „Never Die“ umgehend, bleibt man bei dem bewährten Grundgerüst, hart und melodisch. Allen überzeugt auf ganzer Linie und Olzon lässt bis zum folgenden Titeltrack „Worlds Apart.“auf sich warten. Der kommt sehr hymnisch, die beiden Vokalisten teilen sich die Strophen, um im Refrain den Beweis anzutreten, dass beide Stimmen durchaus in der Lage sind, eine gelungene Symbiose einzugehen.
Im Zeichen der Gleichberechtigung gehört “I’ll Never Leave You“ dann zur Gänze Anett Olzon, und sie weiß souverän zu punkten.
Das fünfminütige „What If I Live“, sowie das folgende „Lost Soul“ leben von ihrem getragenen, starken Refrain. Nicht ganz die Glanzstücke der Scheibe besitzen sie doch ansprechende Qualität.
Warm ums Herz wird’s dann entgegen dem Titel bei der Powerballade „“Cold Inside“, ein guter Song direkt auf den elfenhaften Gesang Anette Olzons zugeschnitten, bevor dann Song Nummer elf „Who’s Gonna Stop Me“ ein durchweg gelungenes Album beschließt.
Magnus Karlsson (Primal Fear, The Ferrymen, Starbreaker) besitzt nicht nur das handwerkliche Geschick , solche Musik mit einer fantastischen Gitarrenarbeit zu veredeln, er hat auch ein unnachahmliches Gespür für passende Arrangements und ist einfach in der Lage, gute Melodien zu schreiben. Dass er zudem bis auf den Schlagzeugpart alle Instrumente des Albums persönlich eingespielt hat, sollte nicht unerwähnt bleiben. Natürlich stehen die Sänger im Vordergrund, sie dürfen sich aber auf einer gekonnt zubereiteten Spielwiese austoben.
„Worlds Apart“ besticht neben der eindrucksvollen Gitarrenarbeit natürlich in erster Linie wegen dem Ausnahmeshouter Russell Allen, aber auch Anette Olzon kann ihr Können einbringen. Keiner Produktion, außer vielleicht den älteren Pretty Maids Scheiben, gelingt es in herausragenden Art und Weise, die Keys überaus gekonnt einzusetzen. Das gilt für alle Allen /Lande Alben, wie auch dem vorliegenden Album.
Wie hoch die Ablösesumme der Italiener für Anette Olzon war, bleibt Spekulation, aber sie nur als Platzhalter für den verhinderten Jorn Lande zu sehen, wird ihrer Arbeit auf diesem Longplayer nicht gerecht. Die Scheibe bietet gute Songs mit fantastischen Hooklines, gut auf die beiden Vokalartisten zugeschnitten und ist sicher ein guter Zeitvertreiber bis zur nächsten Allen/ Lande Produktion.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Never Die
02. Worlds Apart
03. I´ll Never Leave You
04. What If I Live
05. Lost Soul
06. No Sign Of Live
07. One More Chance
08. My Enemy
09. Who You Really Are
10. Cold Inside
11. Who´s Gonna Sop Me Now

Link zu „Never Die „:

Rüdiger König

OZZY OSBOURNE – Ordinary Man

Band: Ozzy Osbourne
Album: Ordinary Man
Spielzeit: 49.20 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Sony /Epic Records
Veröffentlichung: 21.02.2020
Homepage: www.ozzy.com

Ich gelte im allgemeinen nicht als bekennender Ozzy Osbourne Fan, von daher ein risikobehaftes Unterfangen, mir mit „Ordinary Man“ das neue Album des Fledermauskillers zur Review vorzulegen. Bisher konnte er mich bei Black Sabbath gar nicht und als Solokünstler nur mit „The Ultimate Sin“ überzeugen. Also schon ein paar Tage her, dass der sicherlich charismatische aber mit einer nölenden Gesangsfarbe behaftete Künstler bei mir zu punkten wusste.
Somit startet der gesundheitlich stark angeschlagene 71-jährige, dessen geplante Tour immer und immer wieder verschoben wird, mit seinem mittlerweile zwölften Soloalbum nach beachtlichen zehn Jahren Pause einen weiteren Versuch.
Soundtechnisch, das beweisen die ersten Töne des Openers „Straight To Hell“, immer auf moderner Höhe, überrascht der Song durch Eingängigkeit und coolem Riff.
Auch im zweiten Song „All my Life“ überkommt mich das Gefühl, dass ich mich auf diesem Album eventuell mit seinem gewöhnungsbedürftigen Gesangstil diesmal werde arrangieren können, wenn denn die Qualität seiner Songs das Level würde halten können.
Ozzy hat sich für eine abwechslungsreiche Songzusammenstellung entschieden, was dem Album sicher Punkte beschert, „Goodbye“ klingt düster und nicht nach Schema F, wenn es auch nicht so ins Ohr geht, wie die beiden ersten Songs des Albums, was nicht an Gitarrist Slash liegt.
Titelstück „Ordinary man“, vorab ins Rennen geschickte Singleauskopplung sorgt für gewisses Stirnrunzel in der Heavyszene, handelt es sich doch um ein Duett mit Sir Elton John. Schöne, extrem schmalzige Ballade, die durch die unterschiedlichen Stimmfarben wunderbar funktioniert, wenn sie auch am Ende in Bombast erstickt. Gefühlvolle Gitarre, schöne Chöre mit ordentlich Streichern unterlegt, kann man so machen.
Ungewöhnlich auch der Einstieg in das eigentlich typische ozzystilische „Under the Graveyard“ sicherlich keins seiner Meisterwerke, aber allemal unterhaltsam und somit besser als das recht uninspirierte „Eat Me“.
Wesentlich eingängiger und melodischer zeigt sich „Today Is The End“.
Was die gut aufeinander abgestimmte Rythmussektion des aktuellen Longplayers, bestehend aus Drummer Chad Smith (Red Hot Chilli Peppers) und G’n´R Bassist Duff McKagan zu dem leicht skurril anmutendem „Scary Little Green Man“ meint, ist nicht überliefert.
Der Titel ‚Tiefpunkt des Albums‘ geht aber eindeutig an die Überflüssigballade“ Holy For Tonight“, schlechter Song in „allright – Manier“ nölend vorgetragen.
Überhaupt läßt „Ordinary Man“ gegen Ende ordentlich Federn und macht mit Nummern wie „It’s A Raid“ und „Take What You Want“ den eigentlich insgesamt guten Gesamteindruck kaputt.
Wohin auch immer man bei Ozzy tendiert, irgendwo zwischen Legende und Karikatur liegt die Wahrheit und mit dem aktuellen Album kann er musikalisch stellenweise überzeugen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Straight To Hell
02. All My Life
03. Goodbye
04. Ordinary Man (feat. Elton John)
05. Under The Graveyard
06. Eat Me
07. Today Is The End
08. Scary Little Green Men
10. It´s A Rain (feat. Post Malone)
11. Take What You Want (feat. Post Malone & Travis Scott)

Link zu “Odinary Man:

Rüdiger König

THE UNITY – Pride

Band: The Unity
Album: Pride
Spielzeit: 52:58 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: SPV/Steamhammer
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.unity-rocks.com

Nach zwei erfolgreichen Studioscheiben („The Unity“, 2017 und „Rise“, 2018), Tourneen unter anderem mit AXEL RUDI PELL, EDGUY und SINNER, eigenen Headliner-Shows und Teilnahmen an namhaften Festivals in ganz Europa, präsentiert uns die Melodic Metal Formation THE UNITY ihr mit Spannung erwartetes drittes Album „Pride“.
Personell hat sich im Vergleich zum letzten Album absolut nichts verändert, textlich ist man auf dem neuen Werk etwas aktueller unterwegs und rechnet mit allerlei schlechten und korrupten dieser Tage ab!
Na dann horchen wir doch direkt mal in den Opener „The New Pandora“ rein um ein Gefühl für diese Abrechnung zu bekommen. Das stimmungsvolle Intro ist noch kein Gradmesser fürs Album. Mit dem ersten richtigen Track „Hands of Time“ gelingt das schon eher. Die Nummer geht absolut steil nach vorne und bläst uns quasi den Staub aus den Boxen! Melodic Metal erster Klasse kommt hier auf den Tisch, das ist auf jeden Fall schon mal ein Einstand nach Maß würde ich sagen.
Das anschließende „Line and Sinker“ kommt etwas rockiger und auch bedächtiger aus den Boxen weiß aber vor allem dann im Chorus wieder absolut zu glänzen. Eine Nummer bei der man einfach nur mitgehen muss.
Und apropos mitgehen das kann man dann auch beim ersten politischen Statement „We don`t Need them here“! Ein schneller Melodic Metalkracher der wie ein Tritt in die Fresse von so manchem Stinkstiefel dieser Tag ist. Toller Song mit einer klaren Message!
Der Mittelteil der Scheibe wird dann vom melodischen und gefühlvollen Duo „Destination Unknown“ und „Angel of Dawn“ dominiert. Hier fahren die Jungs einen niedrigeren Gang können aber auch hier auf ganzer Linie überzeugen.
Des weiteren haben wir hier noch das flotte „Damm Nation“ sowie das atmosphärische „Wave of Fear“ welche aber nicht an die beiden Vorgänger rankommen.
Der letzte Plattenabschnitt kommt dann etwas experimentierfreudiger daher als zuvor. Man hat zwar immer noch so klassische Melodic Metalperlen wie „Gues how I hate this“ und das abschließende mit einem Schuss AOR gewürzte „You don`t Walk Alone“ am Start. Aber man hat auch ein paar Experimente wie z.B. das bluesgeschwängerte „Rusty Cadilac“ oder das knallharte „Scenery of Hate“, wo auch mal die böse Seite raus gekehrt wird, in der Hinterhand die die Vielseitigkeit der Band unterstreichen!

Anspieltipps:

„Hands of Time“, „We don`t Need them here“, „Angel of Dawn“, „Guess how I hate this“ und „You don`t Walk alone“

Fazit :

Nach den ersten Takten ist relativ schnell klar, auch 2020 kommt man im Melodc Metal Genre in den Hitlisten nicht an THE UNITY vorbei!
Man nimmt das starke Qualitätslevel der Vorgänger gekonnt auf, würzt dieses noch mit ein paar Überraschungen und deftigen Aussagen und fertig ist das frühe Melodic Metal Highlight des Jahres 2020.
Fans der Band und des Genres sollten sich die Scheibe definitiv nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The New Pandora
02. Hands of Time
03. Line and Sinker
04. We don`t Need them here
05. Destination Unknown
06. Angel of Dawn
07. Damn Nation
08. Wave of Fear
09. Guess how I hate this
10. Scenery of Hate
11. Rusty Cadillac
12. You don`t walk alone

Video zu „We don`t need them here“:

Julian

BELLS AND RAVENS – In our Blood

Band: Bells and Ravens
Album: In our Blood
Spielzeit: 40:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Dr. Music Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.bellsandravens.de

BELLS AND RAVENS sind das musikalische Baby vom Ex CONTRACRASH Gitarristen Matt Carviero der auf dem Debütalbum „In our Blood“ klassisch, epischen Power Metal mit ordentlich Klassik und Symphonic kreuzt und so eine recht einzigartige Soundkreation hervorruft.
Unterstützt wird er hierbei vom WE ARE LEGEND Fronter Selin Schönbecks der mit seiner Stimme wohl perfekt zur Mucke passen sollte! Apropos wo bleibt neuer Stoff von WE ARE LEGEND??? Da warte bestimmt nicht nur ich sehnsüchtigst drauf! ; )
Zurück zum BELLS AND RAVENS Debüt, dieses besteht „nur“ aus 8 Songs, aber gerade die letzten haben es definitiv in sich.
Bevor wir aber dazu kommen, widmen wir uns erstmal dem Opener „Rise“ der noch recht klassisch nach europäischen Power Metal mit einem ordentlichen Schuss Bombast klingt.
Sänger Selin ist nach wie vor über jedem Zweifel erhaben und passt, wie schon vermutet, wie Arsch auf Eimer zur Mucke und stellt sich auch nicht so in den Vordergrund wie manch anderer, sondern lässt genug Platz für den eigentlichen Star, die Musik!
Als Opener ist das Ganze wunderbar gelungen und wandert daher direkt auf unsere Hitliste.
Der nächste Song „Bridges Ablaze“ ist dann wesentlich gefühlvoller geraten als der Opener und überzeugt besonders im Chorus. Die Power kommt hier zwar auch nicht zu kurz, insgesamt ist man aber etwas zurückhaltender unterwegs was der Band aber auch sehr gut zu Gesicht steht!
Wesentlich eingängiger und melodischer kommt dann wieder „Now“ aus den Boxen bevor es dann mit „Until I Leave“ in die Balladenecke geht wo dann Sänger Selin so richtig glänzen kann. Aber auch die Gitarrenarbeit ist hier erste Sahne. Ein toller Song zum dahin träumen!
Ganz im Stil des ersten Song, ohne den Bombast, geht es bei „The Fire Inside“ wieder extrem nach vorne. Ein toller Abschluss für die reguläre Scheibe wie ich finde.
Wie bitte, es kommen doch noch drei Songs höre ich euch jetzt sagen? Das ist richtig, aber wie die Titel schon verraten kommt nun das was die Scheibe so besonders macht und was nicht in die Benotung einfließen kann aufgrund der Spezialität.
Hier haben wir es mit drei Metalversionen von Klassikstücken oder Zusammenschnitten von berühmten Komponisten zu tun.
Ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, aber es ist verdammt gut umgesetzt das muss man den Jungs definitiv lassen!

Anspieltipps:

„Rise“, „Now“, Until I Leave“ und „The Fire Inside“

Fazit :

Wie schon geschrieben fallen die letzten Stücke aus der Bewertung raus. Was uns vorher geboten wird ist klassischer europäischer Power Metal der mal mehr, mal weniger in die Bombast Ecke abwandert und insgesamt stark und abwechslungsreich umgesetzt ist!
Ich bin gespannt was wir von der Band noch hören werden, der Anfang ist schon mal sehr vielversprechend!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise
02. Bridges Ablaze
03. Now
04. Unitl I Leave
05. The Fire Inside
06. 1808 (Beethoven`s 5th Symphony)
07. 1877 (Tchaikowsky`s Swan Lake)
08. 1896 (Bruckner Metal Medley)

Video zu „Until I Leave“:

Julian

FIREWIND News

FIREWIND geben neues Line-Up bekannt!

FIREWIND, die grandiose Power Metal-Band um den ehemaligen Ozzy Osbourne-Saitenhexer Gus G., gibt heute ihr neues Line-Up bekannt. Mit einem neuen Studioalbum der Truppe darf ebenfalls noch in 2020 gerechnet werden.

A NEW CHAPTER OF FIREWIND

Die Band kommentiert:
„Dear friends & supporters,
We’ve been pretty quiet about the new album but we’ll cut right to the chase.
After many years, Bob Katsionis is stepping down from the ongoing touring lifestyle and focus on his work as a producer / studio engineer as well as his own projects.
We’ve also parted ways with Henning Basse due to personal reasons that will prevent him from completing the upcoming album touring cycle and continuing with the band overall.
We thank them both for their time and contributions to Firewind. There’s absolutely no bad blood here, the guys are part of our legacy and we wish them best of luck for the future.
While this was a big challenge for us, it is a change that needed to happen in order for the band to continue. This is a rebirth of Firewind and a new chapter in our musical history.
At the same time we’d like to welcome new singer Herbie Langhans (Avantasia, ex- Sinbreed).
Herbie is a hell of a singer and his powerful style breathes new life on our new material but also on our back catalogue. He recently completed the vocals for our 9th studio album which is due later this year.
We’re very excited to finally reveal the upcoming album and share the new sounds with you! Stay tuned as more announcements coming real soon!“

BLACK HAWK – Destination Hell

Band: Black Hawk
Album: Destination Hell
Spielzeit: 46:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Underground Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.black-hawk-music.de

Ich muss gestehen, dass ich BLACK HAWK bis dato nicht kannte. Und das obwohl es die Band bereits seit 1981 gibt. Die ersten Demos wurden 1987 produziert, die den Jungs aus Mölln zahlreiche Auftritte in Clubs, auf Festivals und Bikerpartys ermöglichten. Musikalisch erwartet uns Heavy Metal der 80er Jahre. Saxon, Judas Priest, Accept und Helloween sollten hier als Beispiele genannt werden. Mittlerweile haben BLACK HAWK sieben Alben veröffentlicht und das Achte namens „Destination Hell“ steht vor der Tür. Das Line Up mit Udo Bethke (v.), Wolfgang Tewes (g.), Michael „Zottel“ Wiekenberg (b.) und Ovidiu Zeres (d.) haben nicht wie im Albumtitel die Hölle als Ziel, sondern eher einen kultigen Metal-Abend mit den entsprechenden Fans. Na dann mal los.
In „Hate“ knallt es dann sofort. Die Riffs sitzen, der Bass treibt den Song voran. Erinnert mich stark an Helloween zu „Walls of Jericho“ Zeiten. Beim zweiten Song „Destination Hell“ wird das Tempo angezogen. Am besten lässt sich der Track als Judas Priest mit Blaze Bayley am Mikro einordnen. „Smoking Guns“ entpuppt sich als eingängiger Stampfer im Midtempo Bereich. Mit der Stimme von Udo habe ich aber immer noch so meine Probleme. Das ist irgendwie nicht stimmig. Düsterer Einstieg der Gitarren bei „Time“, dann geht es über in einen an Accept erinnernden Titel. Wieder bremst der Gesang den klasse Song aus. „Voices From The Dark“ ist eine klassische Metal Nummer, nichts spektakuläres. „The Eyes Of The Beast“ kriecht langsam aus den Boxen, hat einen leichten Manowar Touch. Schneller wird es wieder passend zu „Speed Ride“. Gute Arbeit der Instrumentalfraktion. Die mit Abstand beste Nummer ist definitiv „Bleeding Heart“. Ich würde es als Powerballade beschreiben. Saxon standen anscheinend Pate für „Under Horizon“. Schöner Rock’n’Roll Song mit eingängigem Refrain. „Masters Of Metal“ ist eine Hommage an die Metal Szene. Etliche bekannte Songtitel werden hier erwähnt, coole Idee und die Nummer macht Spaß.

Anspieltipps: „Hate“, „Destination Hell“, „Bleeding Heart“

Fazit: Die Produktion ist gut, instrumental ist alles astrein, aber ein richtiger Hit fehlt leider. Und ich komme mit dem Gesang nicht ganz klar. Das ist aber Geschmacksache. Gute 6,5 Punkte von mir, da ist noch Luft nach oben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hate
02. Destination Hell
03. Smoking Guns
04. Time
05. Voices From The Dark
06. The Eyes Of The Beast
07. Speed Ride
08. Bleeding Heart
09. Under Horizon
10. Masters of Metal

Sturmi

FORMOSA – Danger Zone

Band: Formosa
Album: Danger Zone
Spielzeit: 36:31 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Metalville Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.formosaband.com

Hard Rock, Heavy Metal und Glam machen ein Baby – und da ist es auch schon: FORMOSA! Drei junge Männer, seit ihrer Bodensee-Schulzeit zusammen, haben sich auf den Weg gemacht um die Rock’n’Roll Welt zu erobern. Während dabei ähnlichen Gruppen die Devise gilt: höher, pompöser und greller, brauchen FORMOSA nur eine E-Gitarre, einen Bass und ein Schlagzeug um loszurocken. Nik Bird (v.b.), Nik Beer (g.) und Paris Jay (d.) können bereits auf zwei Alben, „Tight & Sexy“ (2016) und „Sorry For Being Sexy“ (2018) zurückblicken. Live konnte man die Band schon bei über 300 Konzerten mit Größen wie The New Roses, Thundermother oder Nazareth bewundern. Aktuell geht es mit Audrey Horne auf Deutschland Tour. Nun kommt also das dritte Werk heraus, aufgenommen in Antwerpen, unter der Leitung von Martin Furia. CD rein und mit Vollgas in die „Danger Zone“.
Sehr gelungener Rock’n’Roll Opener „Dynamite“, mit sofortigem Ohrwurmcharakter. Zu Recht die zweite Video Single. Die Stimme erinnert mich schwer an jemand Bekannten. Dazu aber gleich mehr. „Masquerade“ startet mit einer feinen Gitarrenmelodie, die auch von Slash von den Gunners stammen könnte. Coole Nummer die immer wieder klasse variiert. Keine Pause, weiter geht’s mit „Leader Of The Pack“. Nochmal zurück zur Stimme des Sängers: Aufgrund der etwas höheren Tonlage muss man Nik mit Vince Neil von Mötley Crüe vergleichen. Vince Neil würde sich aber freuen, wenn er mal so gut klingen würde. Locker flockig rockt „Night Of The Witch“ daher. Da haben die Jungs wieder so eine Wohlfühlnummer geschaffen. Ganz großes Kino bei „Manic Lover“. So einen Song muss man erst mal raushauen.
Klasse Powerballade, anders kann ich es jetzt gar nicht bezeichnen. Die erste Single- und Videoauskopplung „Sold My Soul“ ist sehr gut ausgesucht. Hier geben die drei Musiker richtig Gas. Ich empfehle, daheim die Anlage ganz laut aufzudrehen und sich ein Bier zu öffnen. Bei „Rakija Fever“ fühlt man sich sofort an gute alte AC/DC Zeiten erinnert. Ach ist das schön. „We Go Out Tonight“ ist auch eine klasse Track. Hätten Kiss den geschrieben, wäre es sofort ein Hit geworden und er inspiriert mich, um die Häuser zu ziehen. Die nächste Nummer wird live bestimmt voll einschlagen. „Starry Eyes“ geht sofort ins Ohr und lässt einen die Luftgitarre rausholen. Geiler Break mitten im Lied und der Gitarrist darf sich austoben. Verdammt, der letzte Song „Light It Up“ ist schon fällig. Noch einmal Kopfschütteln und Spaß haben ist angesagt, bevor man wie von Geisterhand die Repeat-Taste drückt.

Anspieltipps: „Dynamite“, „Masquerade, „Manic Lover“, „Sold My Soul“, „Starry Eyes“

Fazit: Klasse drittes Album der Essener. Meiner Meinung nach klingt es reifer und noch besser als die Vorgänger. Der Sänger ist eine Mischung aus Vince Neil, Geddy Lee (Rush) und Chad Cherry (The Last Vegas). Der Gitarrist ist hörbar von Bands wie Nazareth, Guns’n’Roses und sogar Judas Priest beeinflusst worden. Und der Drummer hält präzise den Laden am Laufen. Wer mit Vanderbuyst und all den anderen genannten Combos was anfangen kann, muss hier reinhören. FORMOSA verbinden das gekonnt und bilden etwas ganz Großartiges und Eigenes daraus.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dynamite
02. Masquerade
03. Leader Of The Pack
04. Night Of The Witch
05. Manic Lover
06. Sold My Soul
07. Rakija Fever
08. We Go Out Tonight
09. Starry Eyes
10. Light It Up

Sturmi