Dymytry News

Die geheimnisvollen DYMYTRY kommen 2024 wieder auf Tour, um ihr neues Album „Five Angry Men“ vorzustellen. Nach beeindruckenden Supporttourneen mit Pantera, Hämatom und Lordi werden sie dieses Mal ihre erste Headlinertour in Deutschland und der Schweiz spielen. Lasst euch DYMYTRY und ihre fulminante Bühnenshow nicht entgehen!

26.01.24 DE – Frankfurt / Nachtleben (Release Show)

01.03.24 DE – Essen / Don’t Panic

02.03.24 DE – Dresden / Beatpol

08.03.24 CH – Pratteln / Z7

09.03.24 DE – München / Backstage Club

15.03.24 DE – Leipzig / Hellraiser (Club)

16.03.24 DE – Berlin / Hole44 (neu)

22.03.24 DE – Saarbrücken / Garage (Club)

23.03.24 DE – Hamburg / Bahnhof Pauli

Bruce Dickinson News

BRUCE DICKINSON: „Rain On The Graves“ Brandneue Videosingle aus „The Mandrake Project“
„The Mandrake Project“-Comic Vol.1 jetzt erhältlich
Soloalbum erscheint am 1. März und vorbestellbar + Aktualisierte Tourdaten!

„Rain On The Graves“ ist die zweite Singleauskopplung aus Bruce Dickinsons kommendem Soloalbum „The Mandrake Project“, das am 1. März über BMG erscheinen wird. Mit einem gewaltigen Gitarrenriff, dramatischen Keyboards und einer souveränen Gesangsleistung versehen, wurde der Song von einem verregneten Besuch am Grab des romantischen Dichters William Wordsworth im Lake District inspiriert. Das Stück wuchs zu einem Nachdenken über die Natur der Sterblichkeit und den Deal mit dem Teufel heran, zu dem Künstler sich gezwungen sehen, seit dies sich für Robert Johnson in den 1930er-Jahren so sehr lohnte.

„Ich hatte den Text des Refrains, seit ich Grasmere für eine Hochzeit im Jahr 2012 besuchte“, erklärt Bruce, „und es war auch Jahre später nicht schwer, den Rest des Liedes zu schreiben, mit einer solch reichhaltigen Symbolik in meinem Kopf!“ Es handelt sich um eine klassische Dickinson/Roy-Z-Kollaboration; ein eingängiges, aber schweres Stück: Voller Melodie schält es einen teilweisen Sprechgesang auf fast poetische Weise aus den Strophen heraus – vielleicht eine weitere Ode an den großen Wortschmied, der den Titel inspirierte und mit einer Musik verbunden, die geeignet ist, den Geist von Robert Johnson an seinem metaphorischen Scheideweg heraufzubeschwören.

Jetzt auf YouTube ansehen:

Im Video, das komplett im winterlichen Cornwall gedreht wurde – wieder unter der Regie von Ryan Mackfall – sehen wir Bruce, den Schauspieler und Prediger, wie er seinen eigenen Pakt mit dem Teufel schließt und darin seine „Hauskapelle aus der Hölle“ mit einbezieht.

„Rain On The Graves“, die Nachfolgesingle des hochgelobten Tracks „Afterglow Of Ragnarok“, zeigt den einfallsreichen, ausladenden und faszinierenden Charakter von „The Mandrake Project“.
Klanglich schwer und reich an musikalischen Texturen, erweckt Bruce mit diesem Album eine musikalische Vision zum Leben, an der er lange Zeit getüftelt hat. Zusammen mit Co-Autor und Produzent Roy Z hat er eines der wegweisenden Rockalben des Jahres 2024 geschaffen.

„The Mandrake Project“ ist jedoch nicht nur ein Album. Der gleichnamige Comic ist eine düstere, erwachsene Geschichte über Macht, Missbrauch und das Ringen um Identität, die vor dem Hintergrund wissenschaftlicher und okkulter Genialität erzählt wird. Die von Bruce Dickinson für Z2 Comics geschaffene Reihe besteht aus Graphic Novels, die von Tony Lee (Dr. Who) geschrieben, von Staz Johnson (2000AD) atemberaubend illustriert und vom Branchenschwergewicht Bill Sienkiewicz mit Covern versehen wurden. Sie wird in zwölf vierteljährlichen Ausgaben herausgebracht, die zu drei jährlichen Graphic Novels zusammengefasst werden, von denen die erste Ende 2024 erscheinen wird. Der erste Einzelband kam am 17. Januar in die Comicläden und die spezielle Collectors‘ Edition war innerhalb von 48 Stunden nach Veröffentlichung ausverkauft.

Bruce Dickinson und seine phänomenale Band werden die Musik von „The Mandrake Project“ mit einer großen Headliner-Tour in diesem Frühjahr und Sommer zum Leben erwecken. Eine neu angekündigte Zusatzshow in Wolverhampton im renovierten The Halls am 16. Mai wird nächste Woche in den Vorverkauf gehen; Details zum Vorverkauf unter www.themandrakeproject.com.

Support in Großbritannien, Paris und Tilburg kommt von den neuseeländischen Nachwuchsrockern Black Smoke Trigger.

Bruce Dickinson – „The Mandrake Project“-Tour

18. April – Diana Theater, Guadalajara, MEXIKO
20. April – Pepsi Theatre, Mexico City, MEXIKO
24. April – Live Curitiba, Curitiba, BRASILIEN
25. April – Pepsi On Stage, Porto Alegre, BRASILIEN
27. April – Opera Hall, Brasilia, BRASILIEN
28. April – Arena Hall, Belo Horizonte, BRASILIEN
30. April – Qualistage, Rio De Janeiro, BRASILIEN
02. Mai – Quinta Linda, Ribeirao Preto, BRASILIEN
04. Mai – Vibra, Sao Paulo, BRASILIEN
16. Mai – The Halls, Wolverhampton, UK +
18. Mai – Barrowland Ballroom, Glasgow, UK
19. Mai – O2 Academy, Manchester, UK
21. Mai – Arena, Swansea, UK
23. Mai – Rock City, Nottingham, UK
24. Mai – O2 Forum Kentish Town, London, UK
26. Mai – L’Olympia, Paris, FRANKREICH
28. Mai – 013, Tilburg, NIEDERLANDE
29. Mai – De Oosterport, Groningen, NIEDERLANDE
01. Juni – Barba Negra, Budapest, UNGARN
03. Juni – Arenale Romane, Bukarest, RUMÄNIEN
06. Juni – Mystic Festival, Danzig, POLEN *
05. – 08. Juni – Sweden Rock Festival, Solvesborg, SCHWEDEN *
09. Juni – Rockefeller, Oslo, NORWEGEN
11. Juni – Grona Lund, Stockholm, SCHWEDEN
13. Juni – House Of Culture, Helsinki, FINNLAND
14. Juni – Noblessner Foundry, Tallinn, ESTLAND
16. Juni – Huxleys Neue Welt, Berlin, DEUTSCHLAND
17. Juni – Grosse Freiheit 36, Hamburg, DEUTSCHLAND
19. – 22. Juni – Copenhell, Kopenhagen, DÄNEMARK *
21. Juni – Graspop Metal Meeting, Dessel, BELGIEN *
22. Juni – Summerside Festival, Grenchen, SCHWEIZ *
24. Juni – Zeltfestival Rhein-Neckar, Mannheim, DEUTSCHLAND *
25. Juni – Circus Krone, München, DEUTSCHLAND
26. – 29. Juni – Resurrection Festival, Galicia, SPANIEN *+
27. – 30. Juni – Hellfest, Clisson, FRANKREICH *
30. Juni – Rockhal, Esch-Sur-Alzette, LUXEMBURG
03. – 06. Juli – Rockharz Open Air, Ballenstedt, DEUTSCHLAND *
05. Juli – Ippodrome Delle Capannelle, Rock In Roma, Rom, ITALIEN *
06. Juli – Bassano Del Grappa, Metal Park, Vincenza, ITALIEN *
09. Juli – E-Werk, Koln, DEUTSCHLAND
11. – 14. Juli – Masters Of Rock Festival, Vizovice, TSCHECHISCHE REPUBLIK *+
13. Juli – Hala, Zagreb, KROATIEN
16. Juli – Kolodrum Arena, Sofia, BULGARIEN
19. Juli – Kucukciftlik Park, Istanbul, TÜRKEI
21. Juli – Release, Athen, GRIECHENLAND *

* – Festivalauftritt
+ – Neu hinzugefügt

Alle Infos zur Tour und Tickets gibt es unter:

https://brucedickinson.lnk.to/tourPR

Alles rund um die neue Comic-Reihe lässt sich hier finden:

http://www.z2comics.com/

„The Mandrake Project“ wird Dickinsons siebtes Soloalbum. Es wird über BMG weltweit in mehreren Formaten erscheinen. Alles rund ums Album gibt es hier:

www.themandrakeproject.com

 

KINGS WINTER Interview

So langsam wurde es Zeit für mich mal genauer hinter die Kulissen des Studioprojektes KINGS WINTER zu blicken. Daher schnappte ich mir die Gründer Jule und Tobias Dahs um ihn etwas auf den Zahn zu fühlen.

J.P: Hallo Tobias und Jule, vielen Dank dass ihr mir ein paar Fragen zu euch und zu eurem neuen Album beantwortest. Zuerst, für die Leute, die euch vielleicht noch nicht so kennen, steltl euch und die Band doch einmal kurz vor und erzähle ein bisschen was zu eurem Werdegang?

Jule: Wir kommen tatsächlich dem Bandnamen nach aus Königswinter am Rhein. Der Bandname war schnell gefunden beim Blick auf das Ortsschild.
Bei mir ging das mit der Musik früh los, bereits im Kindergartenalter. Die erste Band habe ich so mit 14/15 gegründet aus einer Schülerband raus und so hat sich das weiterentwickelt. Meine ehemalige Band SKALIKA die es 10 Jahre gab, dann habe ich nach knapp 3 Jahren Pause bei LEVIATHAN und nachher bei LIVING ABYSS eingestiegen und dann ist KINGSWINTER bereits entstanden. Ich habe einige Nebenprojekte gemacht bzw. Gast-Vocals aber das waren so die Hauptprojekte.

Tobi: Ich habe so mit 15 angefangen Gitarre zu spielen, also eher ein Spätstarter. Dann war meine erste Band LEVIATHAN die dann später umbenannt werden musste, weil es Namensdoppelungen gab und wir dann eine Unterlassungsklage bekommen haben, netterweise. 2013 sind wir beide uns über den Weg gelaufen, dann bin ich zeitweise noch bei SKALIKA eingestiegen, habe so die letzten paar Monate bevor die Band sich aufgelöst hat und habe die Gitarre übernommen, weil ein Gitarrist fehlte. Dann war ich primär bei LIVING ABYSS aktiv, dann haben wir 2018 eigentlich erst als Nebenprojekt, für ein bisschen Spaß und um was anderen zu machen und um uns die Zeit zu vertreiben, weil die andere Band so ein bisschen brach lag, KINGS WINTER gegründet und inzwischen haben wir dann LIVING ABYSS verlassen, nachdem KINGS WINTER Fahrt aufgenommen und hat und konzentrieren uns komplett auf diese Band. Also komplett, d.h. ich habe noch ein anderes Projekt in der Pipeline für dieses Jahr aber KINGS WINTER ist die Hauptband.

J.P: 2 Alben und 2 EPs bislang. War euch das klar, dass ihr mehr veröffentlicht, wollt als ihr KINGS WINTER ins Leben gerufen habt?

Tobi: Das war tatsächlich erstmal so ein Off/off Ding, ich habe tatsächlich bei LIVING ABYSS vorher immer nur so Teile zu einem Song beigesteuert aber nie einen kompletten Song geschrieben, weil da unser anderer Gitarrist ziemlich besitzergreifend war, um das mal nett zu sagen. Deswegen war ich einfach super unsicher, ob ich als Songwriter funktioniere und habe dann auch ewig gerungen mit dem ersten Song, das war damals „Times running out“ der Opener unserer EP „Forging the Cataclysm“ damals. Das war der erste Song und da habe ich so ein halbes, dreiviertel Jahr vor dem halbfertigen Song gesessen, bis ich dann irgendwann den Sprung geschafft habe den Song fertig zu schreiben und dann dachte, ok jetzt ist einmal der Knoten geplatzt und dann haben wir so die ersten 4 bzw. 5 Songs, wenn man das Instrumentale dazu zählt, geschrieben, aber es war tatsächlich erst mal nur so die Idee den zu veröffentlichen und zu schauen was passiert. Es hätte ja auch passieren können, dass das eine Bleiente ist und sich niemand dafür interessiert und das Feedback schlecht ist.

Jule: Vor allem auch erst mal nur als Studioprojekt. Das war für uns so von Anfang an der Gedanke, wir machen hier bei uns zuhause zu zweit ein Studioprojekt und mehr nicht.

Tobi: Aber die Reaktionen waren so gut, egal ob Presse oder wir haben auch so viele EP‘s verkauft, dass wir relativ schnell die Unkosten wieder drin hatten, und dann dachte ich, es macht Spaß, es ist genau das, was ich machen möchte, und dann war relativ schnell klar, dass das auch weitergehen soll.

J.P: Eure Selfpromotion ist super, alles da was man benötigt, habt ihr aber nicht doch Interesse mit einem Label zusammen zu arbeiten?

Tobi: Tatsächlich ist ein Label natürlich ein Traum und natürlich öffnet ein Labelname auch ein paar Türen. Aber viele Magazine freuen sich tatsächlich, auch wenn sie direkt von den Künstlern bemustert werden.
Wir wollten auf jeden Fall regelmäßig veröffentlichen, weil man als kleine Band schon permanent beim Fan präsent sein muss meiner Meinung nach, um einfach nicht in Vergessenheit zu geraten. Und da ist manchmal halt der Labelprozess zu lange. Unsere EP war im September im letzten Jahr fertig und wenn man dann erst noch ein Label finden will und dann noch in deren Veröffentlichungszyklus sind rein quetschen muss, das ist dann sehr lange und dann sind das manchmal ein halbes Jahr von der fertigen CD bis zur Veröffentlichung dann. Wir haben auch das Glück, das wir eine sehr treue Fanbasis haben auf die wir uns verlassen können und die uns dann in die Lage versetzen das wir bei der Produktion und dem Ganzen nicht drauflegen mussten bis jetzt. Also es ging auch ohne Label bis jetzt ganz gut.

J.P: Wie sind denn die Aufnahmen zu der Platte abgelaufen? Wann habt ihr damit angefangen und wie ist sie entstanden?

Tobi: Also tatsächlich entsteht alles immer primär bei mir, d.h. ich schreiben den Song und programmiere mir dann die Drums und alles, was ich sonst so brauche, dazu. Danach kommen dann der Text und die Gesangsaufnahmen. Letztes Jahr im Januar haben wir mit dem Songwriting begonnen bis Sommer und dann hat Chris unser neuer Gitarrist seine Gitarren noch dazu beigesteuert und den Bass eingespielt. Die Gesangsaufnahmen werden immer zwischendurch gemacht, quasi immer, wenn ein Song fertig ist. Wir haben halt nicht die Möglichkeiten uns 3 Monate im Studio am Stück einzuschließen.

J.P: Jule schreibst du eigentlich die Texte?

Jule: Nein, also das macht tatsächlich auch Tobi, weil es die Erfahrung gezeigt hat das ich nicht so arbeiten kann das ich einen fertigen Song bekomme und dann die Texte dazu schreibe, was ich früher so gemacht habe. Es gibt sicher Songwriter, die das gut können, aber für mich geht das nicht, zumindestens nicht, wenn es auf einen reinen auf Gitarren basierten Song passieren muss. Deswegen sind wir dazu übergangen das Tobi den kompletten Song inklusive Texte alleine schreibt. Er singt dann auch eine „Drecksspur“ ein, die dann als kleine Vorgabe für mich dient, auch wenn dann manchmal etwas komplett anderes rauskommt zum Schluss, weil seine Ideen manchmal gesanglich nicht umsetzbar sind, z.B. bezüglich Atempausen etc.

J.P: Hattest du eigentlich Gesangunterricht Jule?

Jule: Also ich habe mit anderen Instrumenten angefangen, vor allem Akkordeon. Das war bei uns in der Familie so Tradition und ich habe dann auch in einem Orchester angefangen zu spielen so ab 9 Jahre. Und so mit 14 Jahren wollte ich dann zur Gitarre wechseln, aber da ich sehr klein bin und dann auch sehr kleine Hände habe war das halt sehr schwierig mit dem Greifen und dem Wechseln. Das funktionierte dann also nicht und man verliert dann natürlich auch die Lust. Ich habe aber immer schon nebenher gesungen und als dann die erste Bandgründung anstand bin ich dann auch direkt beim Gesang gelandet. Dann habe ich auch gesagt okay ich will da jetzt etwas professionelleren Input haben und war da in Köln an der Music Academy. Aber eine richtig klassische Gesangsausbildung habe ich nicht. 2 Jahre war ich dort, es war dann teilweise aber auch etwas schwierig, weil meine Gesangslehrerin eher dem Jazz zugewandt war und ich dann eher Rock und Metal orientiert da ankam.

J.P: In den Infos zum Album steht, dass du Jule sehr mit Covid zu kämpfen hattest und dass dies großen Einfluss auf die Entstehung des Albums hatte, wie und warum genau? Wie hat sich deine Gesangsstil verändert?

Jule: Über 6 bis 8 Wochen hatte ich ganz extrem Husten das war schon echt heftig. Als es dann nach gut 2 Monaten mit Medikamenten wieder besser wurde habe ich aber gemerkt okay das ist noch nicht ganz wieder gut irgendetwas ist da noch. Als wir dann mal wieder nur so für uns proben wollten ging auf einmal gar nix mehr! Ich konnte keine Töne mehr halten, die Stimme ist weggebrochen, die Tonlage stimmte nicht mehr und ich kam gar nicht mehr in die Höhen. Daraufhin war ich dann beim HNO-Arzt der dann auch tatsächlich Schäden an den Stimmbändern festgestellt hat.
Daraufhin hatte ich dann 1 ganzes Jahr Stimmtherapie und die Stimmtherapeutin musste mir tatsächlich Sachen wieder austrainieren die ich mir in der Gesangsausbildung angeeignet hatte, weil die einfach die Stimme geschädigt haben. Falsche Herangehensweise halt. Außerdem musste ich halt alles von Grund auf neu lernen, Atemtechnik und einfach alle Grundlagen, weil meine Stimme nun einfach 1 ganzen Ton tiefer ist als vorher. Für eine Frau ist meine Singstimme jetzt sehr tief. Growls gehen z.B. gar nicht mehr, das habe ich tatsächlich verboten bekommen. Man hat das auch direkt gemerkt, wenn ich es dann doch mal probiert habe, war sofort die Stimme angegriffen. Vieles ist dabei Training, aber es geht einfach nicht mehr und ist vielleicht für immer verloren gegangen. Die Zeit wird es zeigen. Ich bin auf jeden Fall erstmal froh, dass meine Stimme überhaupt wieder einigermaßen fit ist und auch wir das Album machen konnten, woran ja zum Anfang gar nicht zu denken war und die Hoffnung gar nicht da war! Auch wenn uns der neue Gesang fast schon besser gefällt als zuvor war der Weg dahin echt steinig und hart!

J.P: Apropos Jule, wie können wir uns eure Zusammenarbeit vorstellen? Gerade als Ehepaar ist man dann ja quasi 24/7 miteinander und teilt dann sogar ein Stück Beruf(ung), kann das nicht auch mal zu Reibereien führen?

Beide: Also eigentlich ist es sehr harmonisch, es macht vieles einfacher. Man muss einfach gut kommunizieren können, das war uns auch bei den neuen Bandmitgliedern sehr wichtig! Und das ist ja bei Ehepaaren eigentlich vorhanden, von daher macht es natürlich auch die Aufnahmen und alles einfacher. Wichtig ist dann natürlich persönliches zu trennen, also wenn man was musikalisch kritisiert wird, dann ist das nur darauf bezogen nicht privat oder persönlich! Das Einzige, was halt ist, für Proben oder Gigs sind wir halt immer beide mit am Start, d.h. wir brauchen privat dann für unsere Tochter immer einen Babysitter. Das ist dann natürlich der Nachteile, was uns auch etwas einschränkt bzw. wir einfach mehr planen müssen. Es ist halt auch irgendwie cool das am Küchentisch dann auch manchmal direkt Bandsachen besprochen werden können und auch unsere Tochter so langsam begreift, was wir da eigentlich machen und die Musikalität auch bei ihr erkennbar ist! Sie hat ein altes Funkmikro von mir mit dem sie aktuell durch die Gegend rennt und unsere Songs singt, natürlich als Kauderwelsch, aber es ist echt toll zu sehen. Die Band ist im Familienleben schon stark verankert was aber auch echt ein Vorteil ist. Wenn man Partner hat die so gar nichts mit Musik zu tun haben oder anfangen können kann es schon manchmal echt schwieriger oder streitbarer werden. Denn man muss ja viel Zeit und auch Geld in die Musik stecken.

J.P: Kommen wir jetzt mal zum Album selbst. Was macht es aus eurer Sicht nach aus? Wie unterscheidet es sich vom letzten Album? Einzelne Songs fielen mir recht schwer herauszupicken. Wovon handelt eure Lyrics denn so?

Tobi: Also wir glauben das das neue Album so bis jetzt die beste Umsetzung ist was wir uns für KINGS OF WINTER vorgestellt haben. Einfach auch weil wir uns jetzt an die Melodic Death Sachen eher rangetraut haben als Beispiel. Zum Anfang wollten wir da noch nicht so hin, weil wir LIVING ABYSS und KINGS WINTER klar trennen wollten. Jetzt sind wir ja bei LIVING ABYSS raus und können auch wieder mehr in die Richtung gehen, die wir uns vielleicht von Anfang an vorgestellt haben. Harter Metal mit klarem Gesang.
Unsere Lyrics handeln von allem, was mich oder uns so beschäftigen. Lyrics sollten schon etwas sein was einen zu denken gibt, denn nur dann sind sie irgendwie authentisch.“Tyrants Fall“ ist zum Beispiel entstanden in den ersten Tagen des Ukraine Krieges, „Destroyer of Worlds“ dreht sich um die 1. Atombombe, aus angelehnt etwas an den Film Oppenheimer. . Der Albumtitel basiert z.B. auf einem Zitat von George Adaire, welches ich auf der Facebook Timeline eines Freundes gesehen hatte und einfach toll fand! Über klassische Fantasythemen handeln die Texte eher weniger, das würden sie wenn Jule die Lyrics schreiben würden : )

J.P: Und apropos neues Album, ihr habt euch ja personell verstärkt. Christian Schmitz ist nun Teil der Band. Was war der Grund dafür, woher kanntet ihr ihn, was bringt er mit und habt ihr noch weitere Zugänge geplant?

Tobi: Chris war eigentlich eine lustige Geschichte, ich habe die letzte Platte seiner Ex Band gereviewt und weil die Rezi ganz gut war und die Platte auch toll haben wir uns auf FB befreundet und sind danach in Kontakt geblieben. Und als Alexi Laiho gestorben ist haben wir uns dazu entschieden einen Tributesong aufzunehmen, nämlich „Midnight Madness“. Chris hat dazu die Gitarrensoli eingespielt und ich glaube ihm ist da einfach in Erinnerung geblieben das die Zusammenarbeit sehr gut war. Wir haben dann unsere erste Liveanfrage gehabt, was wir uns dann auch zugetraut haben, aber es dann schlussendlich doch nicht geklappt hat eben wegen der Corona Pandemie, und da haben wir dann natürlich einen zweiten Gitarristen gesucht und Chris hat direkt gesagt er hätte Bock mitzumachen und hat sogar ein richtiges Bewerbungsvideo geschickt, wo er einen Song von uns gecovert hat. Passt auf jeden Fall mega weil er ein unglaublich guter Gitarrist ist, noch dazu Songs schreiben kann, „Sonic Thunderstorm“ ist ja von ihm, und die Chemie stimmt einfach. Sowohl persönlich als auch musikalisch was ja zwischen den Gitarristen schon recht wichtig ist. Es erschließen sich jetzt einfach auch mehr Möglichkeiten mit zwei Gitarren und wie gesagt er bringt auf einfach ganz tolle Ideen mit ein!
Und ein weiterer Vorteil natürlich, Chris kann growlen, was ja durch Wegfall von Jule ein echter Glückstreffer war. Wird dachten schon „Hey Scheisse keine Growls auf der Platte“ und dann kam Chris relativ spät damit um die Ecke das er das auch könne weil er mal etwas Unterricht bei Britta Görtz.(Ex CRIPPER) hatte.

Jule: Und bezüglich weiterer Neuzugänge, also wir haben ja vor ein paar Tagen Hendrik Franke als neuen Bassisten vorgestellt. Der uns ja auch schon eine gewisse Zeit, 11 Jahre mittlerweile, begleitet hat. Erst wollten wir ihn gar nicht fragen, weil wir ja dann nicht die gesamte LIVING ABYSS Besetzung auf einmal bei KINGS OF WINTER haben wollten, aber nach ein paar Pleiten bei Vorspielen haben wir ihn dann doch kontaktiert und er hat direkt zugesagt.
Wir haben vor kurzem auch das erste Mal mit der vollen Bandbesetzung geprobt und es hat direkt funktioniert und fühlte sich unglaublich gut an! Auch einen Schlagzeuger haben wir nun endlich gefunden, wir dürfen ihn aber noch nicht offiziell verkünden, weil er noch mit seiner anderen Band sprechen muss. Wir sind jetzt endlich komplett und haben im September auch den ersten Livegig zusammen, den wir aber auch noch nicht offiziell verkünden können, weil auch das noch nicht komplett final bzw. bekanntgegeben ist.

J.P: Anschlussfrage dazu, mir scheint als entwickele sich KINGS WINTER von einem Studioprojekt hin zu einer richtigen Liveband oder täusche ich mich da?

Jule: Also eigentlich wurde das ja regelrecht eingefordert, weil es immer wieder viele Anfragen gab, wann spielt ihr denn endlich mal live. Daraufhin haben wir überlegt es doch nicht bei einem Studioprojekt zu belassen. Dann kam ja die erste Festivalanfrage und seitdem gab es ja schlussendlich kein Zurück mehr!

Tobi: Außerdem freuen wir uns darauf die Songs endlich mal live zu performen, Live spielen ist halt einfach immer noch das Größte! Nichts gegen Studioprojekte, aber es ist doch einfach etwas ganz anderes!

J.P: Wenn ich nicht komplett falsch liege, bist du Tobi nicht nur Musiker sondern auch Schreiber so wie ich, ist das richtig? Wie kam es dazu bzw. führt das nicht zu Schwierigkeiten?

Tobi: Ja ich schreibe bei Powermetal.de. Ich kann das aber auch ganz gut trennen glaube ich. Wenn ich da unterwegs bin, bin ich klar Fan. Logisch höre ich als Musiker etwas anders hin und analysiere mehr die Songs und hole mir manchmal vielleicht auch die ein oder andere Inspiration, aber wenn ich einfach Musik konsumieren will, dann konsumiere ich einfach. Ich versuche aber Bands hier aus dem näheren Umfeld/Underground zu vermeiden, weil ich bin, ehrlich bei meinen Rezis und schreibe auch wenn mal was nicht so gut ist. Das sollte dann kein böses Blut geben im direkten Umfeld. Man darf bei allem auch nicht vergessen, eine Rezension ist immer subjektiv, Tagesform abhängig und immer nur EINE Meinung.
Ich schreibe schon seit 2010 und da hat man natürlich auch eine gewisse Stammleserschaft und seinen Stil. Zum Schreiben bin ich einfach gekommen weil für ein anderes Magazin (The Pit) gesucht wurde und ich fand das damals interessant vor allem die Sachen im Vorfeld zu bekommen fand ich damals cool : )

J.P: Vielleicht auch interessant für die Leser, wenn ich hier schon mal ein Ehepaar im Interview habe ; ). Ihr seid Metalmusiker, Eltern und Berufstätig. Wie kann man sich das im Alltag vorstellen? Seid ihr eigentlich eine ganz normale Familie und man stellt sich da nur immer was besonders drunter vor?

Jule: Also eigentlich sind wir eine ganz normale Familie glaube ich. Teilweise hören wir sogar aus dem Freundeskreis boah seid ihr Spießer : ) Wir sind sehr familiär aufgewachsen und sind bis heute so. Unsere Tochter trägt gerne bunt, aber auch mittlerweile viele Bandshirts. Sie greift da auch tatsächlich selbst zu und sucht sich aus was sie will! Sie bekommt natürlich schon mit wie wir sind und wie wir aussehen. Im Auto läuft dann halt eher härtere Musik, das kennt sie auch nur so und das findet sie auch toll. Ihr aktuelles Lieblingslied ist z.B. die letzte ROLLING STONES Single „Angry“. Das hört sie aktuell rauf und runter! Sie mag auch Eddy von IRON MAIDEN, der hängt bei uns an vielen Wänden, das finden andere Kinder wenn die zu Besuch sind eher verstörend, sie liebt ihn : )
Der Alltag ist eigentlich ganz normal, außer dass wir natürlich schauen müssen das wir unsere Musik also das Hobby darin integrieren müssen und dann Proben oder Arbeiten am Album eher in den Abendstunden stattfinden, wenn die Kleine im Bett ist.

J.P: Ein kurzer Schwenk zu euren bisherigen Bands und Projekten. Bei LIVING ABYSS seid ihr ja ausgestiegen richtig? Was waren die Gründe dafür und seid ihr noch aktuell woanders aktiv oder konzentriert ihr euch gerade voll auf KINGS WINTER?

Tobi: Also ich habe noch ein weiteres Projekt in der Pipelin, ein Melodic Death Metal Projekt, wo schon 5 Songs geschrieben sind. Das wird ungefähr Herbst werden bis da etwas Vorzeigbares präsentiert werden kann. LIVING ABYSS war im Endeffekt wie so häufig, dass es unterschiedliche Vorstellungen gab wie es weitergehen sollte und ein bisschen hat da auch KINGS WINTER mit reingespielt, weil wir da auf einmal ganz andere Möglichkeiten hatten dies auch in unseren Lebensalltag mitzuintegrieren. Das ging bei LIVING ABYSS nicht so gut zum Schluss, vor allem, was dann Proben und so anging. Es gab auch einfach keine neuen Songs, und das ist ja das, was ich so liebe, im Studio an neuen Songs zu arbeiten und einfach etwas entstehen zu lassen. Das war bei LIVING ABYSS nicht mehr so möglich. Wir verstehen uns aber nach wie vor gut, haben privat auch noch Kontakt, aber auf der Arbeitsebene hat es einfach nicht mehr funktioniert!

J.P: Wie geht es denn aktuell und in der nächsten Zeit nun für KINGS WINTER an? Gibt es vielleicht schon Livepläne?

Jule: Also wir können natürlich aufgrund der Familie und unserer Tochter jetzt keine großen Tourplänen oder ausgedehnte Touren machen. Das ginge auch bei den anderen Mitgliedern nicht, weil die einfach auch alle ihre anderen (musikalischen) Verpflichtungen haben. Aber natürlich haben wir schon den ein oder anderen ausgewählten Slot, den wir sehr gerne wieder belegen würden oder wir gerne spielen würden. Zu nennen wäre da auf jeden Fall das Field Invetion Festival im Westerwald da haben wir mit LIVING ABYSS schon gespielt und das war sehr cool und super organisiert! Es muss also einfach Sinn machen was auch vielleicht nicht zu weit weg ist. Wir sind da auf jeden Fall offen, es muss halt einfach für uns passen! Ein Traum wäre es nochmal beim Summer Breeze zu spielen, dort haben wir auch mit LIVING ABYSS mal gespielt.

JP: Was sind denn so eure musikalischen Einflüsse und/oder Lieblingsbands? Ich habe gelesen das ihr großes BLIND GUARDIAN Fans seid, das bin ich übrigens auch, Zeit zum Fachsimpeln ; )

Jule: Also ich komme klar aus der Melodic Death Ecke, so CHILDREN OF BODDOM haben mich da absolut geprägt. Aber auch ebenso Sachen wie BLIND GUARDIAN, NIGHTWISH finde ich gut. In der letzten Zeit haben mich THE HALO EFFECT oder auch das letzte IN FLAMES total gecatcht. In der Jugend habe ich aber auch viel Viking Metal gehört, als so Sachen wie AMON AMARTH.

Tobi: Meine Einflüsse sind wirklich sehr breit gefächert, ich beschränke mich jetzt mal nur auf den Rock und Metal Kram, angefangen von ROLLING STONES, PINK FLOYD über GENESIS bis hin dann zum Nu Metal also LINKING PARK oder KORN. Da hat es dann bei mir so richtig gezündet metaltechnisch! Melodic Death Metal ähnlich wie bei Jule und ganz klar sind bei mir auch BLIND GUARIDIAN und IRON MAIDEN meine Alltime Faves!
Als Gitarrist ist mein Haupteinfluss tatsächlich Michael Schenker. Das sieht man auch daran das ich nur Flying V Gitarren spiele.

JP: Tobias du spielst ja nicht nur Gitarre sondern auch Bass. Beides richtig gelernt oder selbst beigebracht und was spielst du lieber?

Tobi: Gitarrenunterricht hatte ich tatsächlich nur 1 Jahr und danach habe ich mir alles selbstbeigebracht auf Basis von Youtube Videos etc. Ich bin nur ein Notfallbassist, als Rockbassist tauge ich was, für mehr reicht es dann nicht, es war damals einfach einfacher nicht noch jemand dazu zu holen bei den ersten Alben als das ich fix zum Bass greife. Da haben wir jetzt mit Chris und auch Hendrik fähigere Leute in der Band die z.B. auch den Bass mit Fingern spielen können, bei mir reicht es da nur zum Pik

J.P: Abschlussfrage, wie seht ihr die heutige Musiklandschaft nach Corona? Was hat sich verändert, was meint ihr wie sieht die Zukunft aus?

Beide: Also es ist auf jeden Fall eine Spaltung im Livesektor da! Es gibt die richtig großen Bands, wo die Konzerte mega schnell ausverkauft sind, und dann gibt es die kleinen Bands und Clubshows wo man dann vor einem fast leeren Laden spielt. Klar die Preise haben sich erhört und ich glaube die Leute geben dann lieber einmal Geld aus, um eine richtig große Band zu sehen als viele kleinere Sachen, obwohl das ja echt schade ist! Es gab glaube ich noch nie so viele Abendkassentickets wie in der letzten Zeit, das war auch definitiv mal anders! Für KINGS WINTER war die Situation nicht so schwer, weil wir uns ja nicht mit der Band unser Leben finanzieren müssen. Aber für die vielen Berufsmusiker war das schon ein sehr harter Schlag! Und komischerweise gab es auch mehr Interesse bei uns vielleicht generell für neue Musik, weil ja keine Livekonzerte möglich war.
Auch für die Festival ist und war das ganze natürlich ein Desaster! So viele Absagen oder Festivalsterben aufgrund von schlechten Vorverkäufen. Die Musiklandschaft hat sich auf lange Sicht verändert und die kleinen Festivals und Konzerte werden auf Dauer definitiv weniger werden und fehlen!

J.P: Vielen Dank Jule und Tobias für eure Zeit und die interessanten Antworten! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft. Die letzten Worte an die Fans da draußen gehören natürlich euch.

Beide.: Erstmal vielen Dank für das Interview! Es ist mal schön ein Gesicht zu den ganzen Emails zu haben : ) Ein ganz großes Dankeschön an unsere Fans und die Stammbesteller, eine Riesen große Unterstützung. Wir hoffen das wir uns alle demnächst mal bei einem Konzert sehen können!

Julian

KINGS WINTER – The other Side of Fear

Created with GIMP

Trackliste:

01. The other Side of Fear
02. When Tyrants Fall
03. The Lost Art of Grey
04. Shadow of the Cross
05. Destroyer of Worlds
06. Sonic Thunderstorm
07. Revolution`s Name
08. The Darkness Within

 

 

 

 

Spielzeit: 39:04 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenvertrieb – VÖ: 28.01.2024 – Page: www.kingswinter-music.com

 

Das Ehepaar Dahs begeistert uns mit ihrer Band KINGS WINTER nun auch schon seit 2019 und nun steht das neue Album „The Other Side of Fear“ in den Startlöchern.
Auf diesem gibt es die ein oder andere Neuerung zu vermelden!
Nach wie vor zeichnen sich Tobias Dahs für die Gitarre und Jule Dahs für den Gesang verantwortlich aber mit „Christian Schmitz“ hat man nun einen zweiten Gitarristen der auch noch Growlen kann mit an Bord geholt, um den Sound zu erweitern. Zusätzlich soll es auch noch einen permanenten Schlagzeuger geben, dieser ist aber noch nicht bekannt.
Man wächst also von einem Studioprojekt zu einer größeren Band mit geplanten Liveaktivitäten!
Im Vorfeld des neuen Albums gab es aber einige schlechte Neuigkeiten zu vermelden. Viele geplante Musiker, die dann doch nicht zur Verfügung standen und Jules Covid Erkrankung, die sich leider nachhaltig auf die Stimmbänder ausgewirkt hat und somit eine Neuaufnahme von bereits fertigem Material unumgänglich machte.
Für mehr Details dazu empfehle ich euch mein ausführliches Interview zur VÖ welches ich mit dem sympathischen Ehepaar Dahs geführt hab.

Hier konzentrieren wir uns jetzt mal auf die neuen Songs der Scheibe, gestartet wird direkt mit dem Titelsong „The other Side of Fear“. Schöner 80iger inspirierter Heavy Metal erwartet uns hier, Jule singt etwas tiefer als auf den letzten VÖs, wie ja auch schon angesprochen, klingt dadurch aber noch mehr nach Doro Pesch, Lita Ford und Co. Sehr geiler Song wo auch sofort sichtbar wird das man nun mit 2 Gitarren unterwegs ist!
Ähnlich druckvoll geht man beim anschließenden „When Tyrants Fall“ zur Sache, tolle Lyrics die aktueller nicht sein könnten und auch ansonsten findet der Song sich schnell in den Gehörgängen wieder und verweilt da recht lange.
Bei „Shadow of the Cross” wird der Härtegrad nach oben geschraubt und hier haben wir ein paar Growls zu verzeichnen die von Neugitarrist Christian stammen und die der Nummer noch den richtigen Punch geben! Hier kam man 1 A die Nackenmuskeln schön kreisen lassen!
„Destroyer of the Worlds“ geht dann etwas in Richtung des tollen Openers und bietet mit seinen ruhigeren Bridgeparts einen interessanten Aufbau.
Das folgende „Sonic Thunderstorm“ ist von Christian geschrieben worden und ja das hört man, tönt das gute Stück doch etwas anders, was, aber nicht heißt das es nicht in die Songstruktur passt, im Gegenteil, hier gibt es geile Gitarrenarbeit mit großartigen Solis. Einfach ein runder Track der einem auch nicht mehr so schnell aus dem Kopf geht!
Mit dem abschließenden „The Darkness Wthin“ welches etwas ruhiger angelegt ist geht eine rund rum gelungene neue KINGS WINTER Scheibe zu Ende die eine Band zeigt, die sich stetig weiterentwickelt!

Es ist schön zu sehen, wie sich die Band entwickelt hat seit ihren Anfängen, die ich ja direkt mit begleitet habe!
Mit dem neuen Personal, vor kurzem stieß noch Bassist Hendrik Franke (LIVING ABYSS) dazu, wird man variabler und als Fan wird man es gar nicht erwarten können die Songs auch mal live zu sehen.
Tolle Melodie, geile Instrumentalisierung was will man mehr? Okay, etwas mehr Spielzeit vielleicht mit noch mehr geilen Songs!
Jules Gesang möchte ich ebenfalls hervorheben, gefällt mir nochmal eine Spur besser als auf den Vorgängern, auch wenn der Grund dafür ja kein besonders schöner ist!
Applaus Richtung Königswinter, jetzt geht es aber erst so richtig los oder? : )

Julian

 

Rainforce News

Almost Holy – Zweite Vorabsingle vom kommenden Album im Frühjahr!

Mit der zweiten Vorabsingle Almost Holy präsentiert Rainforce den Titelsong und Opener
vom kommenden Album.
Eröffnet wird der Song von einer monströs durch die Boxen röhrenden Leadgitarre, gefolgt von der brettharten und knochentrocken aufspielende Rhythmus-Fraktion um Gitarrist Andy La
Morte, Bassist Jan Thomas und Drum-Oktopus Benjamin Mann. Der Song steigert sich von Part zu Part, der maltesische Ausnahmesänger Jordan Cutajar shoutet sich durch die mit einem Hauch von Provokation gewürzten Lyrics, bevor der Song von der entfesselten Sologitarre von Saitenhexer Michael Piranio gekapert wird! Energiegeladener Hardrock, welcher die Spielfreude reflektiert, die die Band bei der Produktion des Albums hatte und auch gerne live auf die Bretter bringt. Dieser Song ist der Startschuss in ein Album, welches über insgesamt 11 Eigenkompositonen die volle Bandbreite von Hard Rock über Heavy Metal bis Ballade alles abdeckt, was das Rockerherz begehrt.

Offizielles Video Almost Holy:

METALITE – Expedition One

Trackliste:

01. Expedition One
02. Aurora
03. CtrlAltDel
04. Cyberdome
05. Blazing Skies
06. Outer Worlds
07. New Generation
08. In my Dream
09. Disciples of the Stars
10. Free
11. Legendary
12. Paradise
13. Sanctum of Light
14. Utopia
15. Take my Hand
16. Hurricane

Spielzeit: 67:21 min – Genre: Modern Melodic Metal – Label: AFM Records – VÖ: 19.01.2024 – Page: www.metalite.se

 

Seit dem ersten Album 2017 verfolge ich die Schweden von METALITE sehr intensiv! Nun steht uns das vierte Album „Expedtion One“ ins Haus und bislang konnte man sich ja immer von Album zu Album steigern.
Daher war ich gespannt, was die Band dieses Mal für uns hat, auf jeden Fall wenn man einen Blick auf die Trackliste wirft, ist es ein sehr langes Album geworden.
Ein Blick etwas tiefer zeigt dann das das neue Album ein Konzeptalbum mit einer intelligenten Sci-Fi Story geworden ist.
Personell hat sich Gott sei Dank nichts getan und nach wie vor wird die Band von der Sängerin Erica Ohlsson (seit dem 2. Album dabei) stimmlich und Gitarrist Edwin Premberg angeführt.
Mit Jacob Hansen saß ein sehr gefragter und bekannter Produzent am Mischpult, was die Qualität der neuen Modern Metalsongs hoffentlich noch mehr steigern sollte!

So, genug der Vorreden, beginnen wir den langen Ritt durch das neue Album mal mit dem Opener und Titeltrack „Expedition One“. Hier sind direkt die Bandtrademarks wieder da, es geht mächtig mit Synthies nach vorne und es entwickelt sich ein flotter Midtempotrack der bestens als Titel und Openertrack geeignet ist.
Weiter geht es direkt mit „Aurora“ wo man die Eingängigkeit ordentlich nach oben schraubt! Schon nach kurzem kann man die Nummer mitsingen und sie gräbt sich metertief in die Gehörgänge, sehr schön!
Und ähnlich kann man dann auch über die folgenden „CtrlAltDel”, welch geiler Songtitel übrigens, “Cyberdome”, “Blazing Skies” und “Outer Worlds” urteilen. Alles schön melodisch, vollgestopft mit Synthies und einfach Modern Melodic Metal erster Güte.
Im Mittelteil kommt dann etwas mehr Abwechslung in die Scheibe, “New Generation” ist fast schon Pop Metal, ähnliches gilt dann für das anschließende, ruhigere “In my Dream” und auch “Disciples of the Stars” könnte vielleicht etwas mehr Schmackes vertragen.
Aber Anhänger der Band mögen genau das, klar das Album ist nichts für den beinharten Todesmetaller!
Wir sind bei 16! Tracks noch lange nicht am Ende angekommen, denn es warten noch so Hits wie “Legendary”, “Sanctum of Light” oder “Take my Hand” auf uns.
Dazwischen gibt es mit “Utopia” auch noch ein instrumentales Stück, welches ebenfalls absolut seine Daseinsberechtigung hat.

Puh, eine lange Platte, viele Songs, da ist es gar nicht so einfach die Konzentration hochzuhalten. Das dürfte den Musikern wie auch mir so gegangen sein!
Aber, und das ist die gute Nachricht, die Mucke ist hier größtenteils auf dem gleichen hohen Niveau der Vorgängeralben, klar gibt es die ein oder andere Länge im Verlauf, aber komplette Ausfälle sind hier nicht zu verzeichnen!
Und das muss auch man erstmal schaffen über die Laufzeit.
Für den Band und Genrefan wird die Platte eine frühe Perle sein und dementsprechend gibt es die gleiche hohe Benotung wie auf dem starken Vorgängerdiskus, klare Kaufempfehlung also!

Julian

 

LAZARUS DREAM – Imaginary Life

Trackliste:

01. The Sweetest Chaos
02. Vulture`s Cry
03. Rebel Again
04. My Imaginary Life
05. Beauty Among the Ruins
06. Disaster Love
07. Vertigo
08. My Prayer
09. Drink my Blood
10. Empire of Thorns
11. Colours of the Moon (CD Bonus Track)

Spielzeit: 51:04 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 12.01.2024 – Page: www.facebook.com/lazarusdream

 

So, Runde Nummer 3 der Melodic Rockband LAZARUS DREAM mit dem neuen Album „Imaginary Life“!
Das Kernteam besteht nach wie vor aus Markus Pfeffer (Ex SCARLETT) sowie Sänger Carsten Schulz (Ex EVIDENCE ONE) wurde aber nun erweitert um Schlagzeuger Markus Herzog (DOUBLE CRUSH SYNDROME).
Nachdem das letzte Album „Lifeline“ eher ziemlich experimentell ausgefallen ist, geht es dieses Mal wieder mehr Richtung des Debüts und mehr Fokus auf die Eingängigkeit und den Rock.
Das sind schon mal keine schlechten Voraussetzungen und auch Grund genug für mich mir das Ganze mal näher anzuschauen!

Als Opener erwartet uns direkt die Videosingle „The Sweetest Chaos“ welcher direkt mehrstimmig loslegt. Ein melodischer Midtemposong der ordentliches AOR Feeling verströmt.
„Vulture`s Cry“ im Anschluss ist wesentlich rockiger geraten und es gibt instrumental einiges zu entdecken.
Mit ordentlich Synthies ausgestattet bahnt sich dann „Rebel Again“ seinen Weg in unsere Gehörgänge und bleibt dort aufgrund seiner Eingängigkeit wunderbar haften.
Der Titelsong „My Imaginary Life” folgt dann als Nächstes, wo VANDEN PLANS GItarrrist Stephan Lill einen Gastauftritt hat, aber auch sonst ist der Song eine Melodic Rock Perle geworden, welche ebenfalls direkt in die Gehörgänge wandert!
Instrumental anspruchsvoll und mit mächtig viel Atmosphäre kommt dann „Beauty Among the Ruins“ aus den Boxen.
Danach gibt es mit „Disaster Love“ und „Vertigo“ vielleicht die rockigsten und eingängigsten Nummern auf der ganzen Platte, absolutes Hitmaterial ohne Wenn und Aber!
„My Prayer“ hat dann wieder schöne AOR Vipes und erinnert ab und an irgendwie an PINK FlOYD. Zeigt also nur wie vielseitig man hier unterwegs ist auch wenn man immer zwischen Melodic Rock und AOR hin und her pendelt.
Vom Riffing her ist „Drink my Blood” auf jeden Fall die härteste Nummer auf der gesamten Platte und auch ansonsten macht man hier nicht viel falsch.

Den offiziellen Abschluss bildet dann „Empire of Thorns“ welches leichte epische Vipes mitbringt und eine überlange Melodic Rock Perle geworden ist. Ein geiler Abschluss muss ich sagen!

Boah, eine ganz schwere Bewertung hier für mich, nicht weil mir das Album nicht gefällt, ganz im Gegenteil!
Aber mir fehlt hier der absolut letzte Touch, um in den Topbereich bei uns vorzupreschen, dafür fehlt es in Summe dann doch an den absoluten Hits der Marke „Empire of Thorns“, My Imaginary Life“ oder „Vertigo“.
Trotzdem so oder so bietet das neue Werk viele großartige Melodic Rock Hymnen die vielen Fans direkt zusagen werden und dies ganz im Geiste des tollen Debütalbums sind.
Klare Kaufempfehlung also und starke 8,5 Punkte, knapp an der 9 vorbei! Beim nächsten Mal aber!

Julian

 

Feline Melinda News

FELINE MELINDA feat. Doris Albenberger „Seventh Heaven“ – neue Single 2023 und Musikclip

Kürzlich ist die neue Single ‘Seventh Heaven’ der Südtiroler Rockband FELINE MELINDA erschienen. Als Vorgeschmack zum kommenden, neuen Studioalbum ‘Seven’, das im Januar 2024 auf dem Markt erscheinen wird, wurden der Song und das diesbezügliche Musikvideo veröffentlicht. ‘Seventh Heaven’ besticht mit seinen Melodielinien, einem eingängigen Refrain, sowie einem kurzen und gut durchdachten Gitarrensolo und reiht sich im Bereich des melodischen Rocks ein: eine Mischung aus Power- und Pop-Metal, bereichert mit einer Brise Symponic-Rock, geben dem Song den Ohrwurmcharakter, der bei Rockfans dieser Musikgenres Gefallen finden wird.
Der Text aus der Feder von Rob, Sänger und Hauptkomponist von FELINE MELINDA, stammende Song erzählt von einer Begegnung, einer wachsenden Liebesbeziehung, von Freiheit und Sehnsucht und dem Gefühl im „siebten Himmel“ zu sein. Passend dazu wurde das Lied als Duett arrangiert. Den weiblichen Stimmenpart übernahm auch bei dieser Produktion die Girlaner Sängerin Doris Albenberger (The Wedding Voice, Take Off, MTL-Music Transfer Live); mit ihrer schönen, sanften Stimme verleiht sie dem Song eine besondere Note. Seit dem Jubiläumskonzert der Band im Jahr 2016 arbeitet die Band immer wieder mit ihr zusammen: so entstanden in den letzten Jahren bereits die EP ‘Duets’ (2019), für die einige der bekanntesten Songs der Rockgruppe als Duettversionen produziert wurden, sowie die nachdenkliche, stimmungsvolle Weihnachtssingle ‘Christmas Time’ (2021).

Für die Produktion der neuen Single, sowie des gesamten Studioalbums , arbeiten FELINE MELINDA mit Sascha Paeth – Musikproduzent, Mastermind von Masters Of Ceremony, sowie Gitarrist von Tobias Sammets Avantasia – zusammen. Der Musikclip zu ‘Seventh Heaven’ wurde hingegen von dem aus Ala im Trentino stammenden Videomaker Luca Pinter produziert. Ihm gelang es, die besondere Athmosphäre des Drehorts, dem Venezianischen Saal auf Schloss Freudenstein in Eppan, einzufangen und gleichzeitig Doris, Rob, Chris, Gschnell und HeadMatt bestens in Szene zu setzen.
‘Seventh Heaven’ – FELINE MELINDA featuring DORIS ALBENBERGER, steht auf auf allen gängigen Streaming- und Downloadportalen zur Verfügung.

Das offizielle Musikvideo findet man auf Youtube:

www.felinemelinda.com

CASSIDY PARIS – New Sensation

Tracklist

01. Danger
02. Rock N Roll Hearts
03. Here I Am
04. Walking On Fire
05. On The Bright Side
06. Song For Broken Hearted
07. Searching For A Hero
08. Like I Never Loved You
09. Stand
10. Addicted
11. Midnight Desire

Spielzeit: 40:48 min – Genre: Melodic Hard Rock– Label: Frontiers Music VÖ: 08.12.2023 – Page: https://cassidyparis.com

 

Die junge australische Sängerin Cassidy Paris wurde im zarten Alter von 11 Jahren von niemand Geringerem als AOR-Legende Paul Laine entdeckt und fortan gefördert.
In den darauf folgenden Jahren, entwickelte man für sie ein Konzept, welches den systematischen Aufbau ihrer Karriere zum Ziel hatte. Respektive ihr Song „Stand“ aus dem Jahre 2018 erreichte ganz viel positive Aufmerksamkeit.
Heuer liegt nun endlich ihr Debüt-Album vor, nachdem sie einen Kontrakt mit den italienischen Spezialisten von Frontiers Music abschließen konnte.
Ihre Musik bewegt sich auch weiterhin im Fahrwasser von Acts wie Halestorm, Joan Jett und Avril Lavigne, jedoch ohne als bloße Kopie dieser Bands zu gelten.
Viel eher ist Paris auf dem besten Weg, sich in diesem Genre zu behaupten.
Angesichts solcher jungen Talente, braucht man sich um die Zukunft dieser Art von Musik keine großen Sorgen machen.
Beide Daumen hoch für „New Sensation, man darf den Weg dieser jungen Frontfrau weiter mit Spannung verfolgen.

Bonne