ERADICATOR – Influence Denied

Band: Eradicator
Album: Influence Denied
Spielzeit: 48:00 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Metalville Records
Veröffentlichung: 23.07.2021
Homepage: www.eradicator.de

Aus dem Hause Metalville stehen ERADICATOR vor der Türe und bitten vehement um Einlass. Na dann rein mit euch, damit ich euch auch vorstellen kann. Die Band, bestehend aus Sebastian „Seba“ Stöber (v.g.), Sebastian Zoppe (b.), Jans-Peter „Pitti“ Stöber (d.) und Robert „Robb“ Wied (g.) veröffentlichen seit ihrer Gründung 2004 nun ihr viertes Werk „Influence Denied“. Geboten wird abwechslungsreicher Thrash Metal mit viel Dynamik und ohne Scheuklappen. Produziert, gemixt und gemastert wurden die neuen Kompositionen von Orden Organ Mastermind Sebastian „Seeb“ Levermann. Und Seeb, der auch für Asphyx und Brainstorm tätig ist, hat ERADICATOR einen fetten und klaren Sound zusammengebastelt. Und auf mehr als 200 Gigs weltweit konnten die Jungs auch live auf voller Linie überzeugen. Das gelungene Coverartwork stammt von Mario López. Na dann, CD eingeworfen, Anlage aufgedreht und ab geht’s.

Bevor es losgeht, muss ich gleich mal die Stimme von Seba erwähnen. Ich mag die Klangfarbe und die Art wie er die Texte betont sehr, das ist schon mal eine super Grundlage. Der Opener „Drive By Illusion“ startet direkt flott und kraftvoll. Fette treibende Riffs und ein geiles Drumming eingeschlossen. In der Mitte gibt es einen ruhigen Zwischenpart der mich an eine bekannte Band erinnert, aber ich komm‘ wirklich nicht drauf. Das Solo ist top und hinten raus wird wieder Gas gegeben. „Hate Preach“ steht dem in nicht nach und knallt mal richtig. Sehr eingängig mit hohem Wiedererkennungswert. Auf „Echo Chamber“ kann man den Faible für die Bay Area á la Testament heraushören. Klasse Songaufbau, der die Matte fliegen lässt. Die Mischung zwischen Härte und Melodie sitzt. Der Titeltrack „Influence Denied“ ist ein Brecher. Die hörbare Spielfreude und die Nähe zu Kreator stecken umgehend an voll abzugehen. Cleverer Break bei Minute drei, um am Ende nochmal zu beschleunigen. „5-0-1“ ist richtig stark. Seba singt hier wirklich sehr stark. Immer wieder tauchen Metallica Riffs („One“) auf und der Refrain ist top. Bei „Jackals To Chains“ prügelt sich Pitti die Seele aus dem Leib. Harte, schnelle Thrash Metal Nummer. „Mondays For Murder“ wurde als erster Video Output gewählt. Zurecht, denn hier hauen ERADICATOR einen echten Nackenbrecher raus. Intelligenter Text gepaart mit groovenden Thrash, da kann nichts schiefgehen. Das wird ’ne live Hymne. Luft holen ist nicht, „Hypocrite“ gibt ordentlich Gas und tritt Arsch. Jetzt muss ich den Zoppe am Bass auch mal lobend erwähnen. Bei jedem einzelnen Song gibt der alles. „Descent Into Darkness“ ist von der Grundstimmung her dunkler als die anderen Stücke. Mehr im Midtempo gehalten, aber trotzdem voller Power haut die Nummer richtig rein. Und schon kommt der Rauswerfer „Anthropocence“. Etliche Tempowechsel, Härte, Soli, alles dabei. Sehr gelungener Abschluss, der den Nacken nochmal extrem beansprucht.

Fazit: ERADICATOR werden von Album zu Album besser. Das spielerische Können der ganzen Truppe in Kombination mit dem Gespür für große Songs, müsste die Herzen der Thrash Metal Fans höher schlagen lassen. Wer was mit Testament, Death Angel und Kreator anfangen kann, sollte der Band auf jeden Fall eine Chance geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Driven By Illusion
02. Hate Preach
03. Echo Chamber
04. Influence Denied
05. 5-0-1
06. Jackals To Chains
07. Mondays For Murder
08. Hypocrite
09. Descent Into Darkness
10. Anthropocence

Sturmi

CHRISTMAS – Hot Nights in Saint Vandal

Band: Christmas
Album: Hot Nights In Saint Vandal
Spielzeit: 21:49 min
Stilrichtung: Hardcore/Punk/Rock’n’Roll
Plattenfirma: Kidnap Music
Veröffentlichung: 28.02.2020
Homepage: https://christmas66606.bandcamp.com

11 Songs in knapp 22 Minuten. Dass uns hier kein episch, progressives Konzeptalbum erwartet, muss klar sein. CHRISTMAS knallen uns eine Mischung aus Hardcore, Punk und Rock’n’Roll vor den Latz. Und das machen CHRISTMAS schon seit Ewigkeit erfolgreich. 13 Veröffentlichungen in 10 Jahren und über 500 Shows in 13 Ländern sprechen Bände. Die Produktion wurde im Tonstudio 45 von Michael Wern gemacht und von Andi Young wurde gemastert. Und jetzt wird reingehört.
Den Anfang macht „Turn Me Lewd“ und gibt gleich heftig Gas. Turbonegro lassen grüßen, klasse Einstand. „Hey Mate“ ist tanzbar und man fühlt sich dazu berufen gleich mitzugrölen. „Hot Nights In Saint Vandal“ ist Party pur. Vor meinen Augen stehe ich in einem kleinen Club und das Bier fließt in Strömen. Das Stück „Push Fast“ muss man als Hit bezeichnen. Hier rotzen die Jungs in bester The Exploited Manier einen absoluten Treffer hin, wow. „Waterloo“ ist schnell, dreckig und hart. „Getting Away“ ist in Ordnung, aber fällt zum Rest etwas ab. Dafür entschädigt „Elvis Is Dead“ einen sofort wieder. Fetter Ohrwurm, der Punk’n’Roll der Marke Highride bietet. Oh yes, „Fuck It Up“ tritt sowas von Arsch. Da werde ich alter Sack nicht vor der Bühne stehen, wenn dieses Teil einsetzt und die Meute abgehen wird. „Born To Booze“ ist eine Hymne ans Saufen. Und das wird im schönsten Punk Stil angeboten. Oh, „Go Hard Or Go Home“ gefällt mir auch sehr gut. Hier wird dreckig und hart drauflos gerockt. Auch das Aggressivitäts-Level ist ganz weit oben. Mit „Candy Me“ wird das Album „fröhlich“ beendet und man denkt gleich an Danko Jones.

Fazit: Diese Platte schreit förmlich nach Live Auftritten. Absolut ehrlich und schnörkellos. Die Produktion ist druckvoll und lässt die Jungs glänzen. Ganz klar die beste Scheibe von CHRISTMAS bis jetzt. Das gibt fette 8,5 Punkte von mir.
P.S.: Ihr wundert euch sicherlich wegen dem Veröffentlichungsdatum? Ja, ich hatte die Burschen nicht auf dem Schirm. Schande, Schande, Schande.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Turn Me Lewd
02. Hey Mate
03. Hot Nights In Saint Vandal
04. Push Fast
05. Waterloo
06. Getting Away
07. Elvis Is Dead
08. Fuck It Up
09. Born To Booze
10. Go Hard Or Go Home
11. Candy Me

Sturmi

Iron Maiden News

IRON MAIDEN BEENDEN WOCHENLANGE SPEKULATIONEN IM NETZ UND ENTHÜLLEN ERSTE NEUE MUSIK SEIT 6 JAHREN MIT SPEKTAKULÄREM, STATE-OF-THE-ART ANIMIERTEM VIDEO:
„THE WRITING ON THE WALL“
TRAUMTEAM AUS PIXAR-ALUMNI UND BLINKINK KREIEREN GEMEINSAM MIT MAIDEN EINEN SECHSMINÜTIGEN VERITABLEN AUGENSCHMAUS, DER EDDIES JÜNGSTE INKARNATION IN ATEMBERAUBENDER 3D-FORM ZEIGT

IRON MAIDEN enthüllten heute ihren brandneuen Track, „The Writing On The Wall“, in einer mit Spannung erwarteten weltweiten YouTube-Videopremiere. Geschrieben wurde der Song von Maiden-Gitarrist Adrian Smith und Leadsänger Bruce Dickinson, produziert von Kevin Shirley und mitproduziert von Maiden-Bassist und Gründungsmitglied Steve Harris.

Cover der neuen SingleBruce Dickinson hatte ursprünglich ein Konzept für das Video, das in Zusammenarbeit mit zwei preisgekrönten ehemaligen Pixar-Führungskräften und langjährigen Maiden-Fans, Mark Andrews und Andrew Gordon, realisiert wurde. Gemeinsam haben die beiden mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Animationsbranche auf höchstem Niveau, was unter anderem die Arbeit an „Die Unglaublichen – The Incredibles“, „Ratatouille“, „Merida – Legende der Highlands“, „Die Monster AG“ und „Findet Nemo“ umfasst. Aus der langen Reihe von Partnern, die sich anboten, fiel die Wahl auf BlinkInk, ein Londoner Animationsstudio, das für seine Arbeit mit einer Vielzahl internationaler Marken von Adidas bis Coca-Cola sowie eine Reihe hochkarätiger Musikvideos bekannt ist.

In BlinkInk-Regisseur Nicos Livesey, einem weiteren langjährigen Maiden-Fan und Seelenverwandten, fanden sie jemanden, der die gemeinsame Vision für den Track teilte – das Resultat ist der fertige Film mit einem ersten Blick auf eine atemberaubende neue Inkarnation von Eddie in spektakulärer 3D-Form.

Bruce kommentiert, „Ich hatte eine ziemlich klare Vorstellung von dem Konzept, das den Song begleiten sollte, und als ich Mark und Andrew über Zoom traf, wurde schnell klar, dass wir alle auf einer Wellenlänge lagen, was durch das Hinzukommen von Nicos und seinem jungen BlinkInk-Team nochmal verstärkt wurde. Unsere wöchentlichen Team-Zoom-Meetings waren dann in der Regel sowohl höchst kreativ als auch wirklich spaßig!

Ich bin sehr stolz darauf, wie das Video geworden ist, es ist eigentlich mehr wie ein Mini-Film. Ich wusste, dass das funktionieren würde, sobald Mark mein Treatment mit seinen unglaublichen Storyboards zum Leben erweckte – ich dachte mir, wir können zusammen etwas ganz Besonderes erschaffen. Ich denke, das ist uns gelungen und hoffe, dass unsere Fans dem zustimmen. Im Grunde wurde es ja eigentlich von Maiden-Fans gemacht!!“

Regisseur Nicos Livesey führt die Geschichte weiter aus: „Wir fanden sehr schnell die Expertise, die wir wollten, und die Leute haben sich nur so auf mich gestürzt, um an einem Maiden-Video zu arbeiten – wir hatten mehr als 60 Leute in 13 Ländern von Brasilien bis Frankreich, Rumänien bis in die USA, die etwas zum Clip beigetragen haben und ich würde sagen, ihre Liebe, ihre Passion und ihr Grundverständnis der Band zeigen sich klar in jedem Frame. Für die Produzenten und mich waren sie ein Traumteam in der Handhabe.“

Den aufwendigen und sorgfältigen Entstehungsprozess dieses Videos gibt es hier im Detail nachzulesen:
https://www.itsnicethat.com/news/nicos-livesey-blinkink-iron-maiden-the-writing-on-the-wall-animation-150721

Betontod News

BETONTOD neue Video Single

Eigentlich hatten Betontod im vergangenen Jahr eine große Tour geplant, um gemeinsam mit ihren Fans ihr mittlerweile 30-jähriges Bestehen zu feiern. Doch statt die Hallen der Republik zu rocken, musste sich das Quintett gezwungenermaßen andere Wege suchen, um die Corona-bedingt aufgestaute Energie zu kanalisieren. Eine Power, die Betontod nun auf ihrem 11. Studioalbum festgehalten haben. Auf ihrem brandneuen Longplayer veröffentlicht die Band um Frontmann Oliver „Meister“ Meister eine Bestandsaufnahme der Welt im Jahr 2021, verbunden mit einer deutlichen Ansage: „Pace Per Sempre“ – Friede für immer! Mit „Regenbogen“ erscheint nun das erste Vorab-Outtake.

In den vergangenen drei Dekaden hat sich das niederrheinische Quintett mit seinem explosiven Mix aus Deutschpunk, Rock und Metal zu einer der wichtigsten Stimmen innerhalb der deutschsprachigen Rockszene entwickelt. Betontod knackten mit ihren letzten vier Studioalben jeweils die Top 10 der deutschen Longplay-Charts und waren neben diversen ausverkauften Headliner-Touren auf sämtlichen wichtigen deutschen Festivals zu erleben; darunter das Wacken Open Air, das With Full Force-Festival, das Summerbreeze Open Air oder die Full Metal Cruise.

Im deutschen Wiedervereinigungsjahr 1990 aus einer gesunden Antihaltung gegenüber Staat und Gesellschaft heraus ins Leben gerufen, haben Betontod bis heute nicht das Geringste ihrer Relevanz eingebüsst. Im Gegenteil: Nie zuvor gab es gefühlt mehr Fronten, an den es heute zu kämpfen und sich klar zu positionieren gilt. Homophobie, Rassismus, Radikalismus, Kindesmissbrauch durch kirchliche Institutionen, Verschwörungstheorien, Korruption, Umweltzerstörung. Eine Schwarze Liste, die sich endlos fortsetzen ließe. Wegducken und Klappehalten war noch nie eine Option. Jedenfalls nicht für eine Band wie Betontod. Viva la Gegenkultur!

Seit jeher haben sich Betontod als kritische Chronisten ihrer Zeit gesehen. Als lautstarker Streetpunk-Spiegel der Gesellschaft, der bei allem Engagement auch das Feiern und die gute Laune nicht vernachlässigte. Auf „Pace Per Sempre“ verschweißt das Quintett beide Pole zu einer wasserdichten Einheit. So wie auf der ersten Vorabsingle „Regenbogen“, dem Quasi-Titeltrack des Albums: „Hinter den Wasserwerfern seh` ich den Regenbogen“ – ein Refrain wie ein liebevoller Schlag ins Gesicht, mit dem Betontod inhaltlich an das Leitmotiv ihres 2015 veröffentlichten Albums „Traum von Freiheit“ anschließen. „In diesen Zeiten wieder gepanzerte Wasserwerfer vor dem Reichstag auffahren zu sehen, ist ein wirklich verstörendes Bild“, kommentiert Gitarrist und Co-Songwriter Frank Vohwinkel.

„Es wird heute immer schwerer, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Deshalb haben wir den Text auch ganz bewusst interpretationsoffen gehalten. Am wichtigsten ist, sich nicht noch weiter von irgendwelchen Populisten der verschiedensten Lager spalten zu lassen, sondern gemeinsam auf einer Seite zu stehen. Diese Platte ist eine Kampfansage an all jene, die sich gegen eine weltoffene und vielschichtige Gesellschaft richten“, wie auch das in Regenbogenfarben gehaltene Coverartwork verdeutlicht. Und natürlich ein unmissverständlicher Fingerzeig in Richtung der üblichen Verdächtigen aus dem Rechtsrock-Sumpf, mit denen Betontod in der Vergangenheit fälschlicherweise in einen braunen Topf geworfen wurden.

Die Single „Regenbogen“ erschien am 09.07.2021:

PHARAOH – The Powers that Be

Band: Pharaoh
Album: The Powers that Be
Spielzeit: 44:33 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 18.06.2021
Homepage: www.facebook.com/PharaohOfficial

9 Jahre ist eine lange Zeit zwischen zwei Alben! Die amerikanischen Power Metaller von PHARAOH, die nun auch schon ihr 25 jähriges Bestehen feiern, kehren dieser Tage, nach 9 Jahren Pause wieder zurück mit ihrem neuen Album „The Powers that Be“. Das letzte Album „Bury the Light“ erschien 2012 auch bei Cruz Del Sur Music.
Nach wie vor ist das Aushängeschild der Band der charismatische Fronter Tim Aymar.
So, ich denke viel mehr gibt es über DIE amerikanische Power Metalband auch gar nicht zu sagen, lauschen wir daher mal direkt dem neuen Opener und Titelsong „The Powers that Be“. Mit knackigen Riffs beginnt die Nummer und schon nach kurzer Zeit ertönt das charismatische Organ von Fronter Tim.
Sehr interessant aufgebaut ist die Nummer, welches den Zugang erstmal etwas erschwert.
Der Chorus ist ebenfalls ganz ordentlich, trägt aber auch nicht unbedingt zur absoluten Eingängigkeit bei.
Aber gerade das ist irgendwie recht typisch für die Jungs, man zockt einfach das worauf man Lust hat und schert sich nicht um Eingängigkeit und Co.
Die Eingängigkeit, die zuvor gefehlt hat, ist aber nun beim folgenden „Will we Rise“ umso mehr vorhanden, diese Nummer landet dann auch direkt auf unserer Hitliste!
Das anschließende „Waiting to Drown“ kann dann durch seine Emotionalität voll punkten. Eine ruhige und intensive Nummer die ich so von den Jungs definitiv nicht erwartet hätte.
Im Mittelteil haben wir dann eine gute Mischung aus US Power Metal und etwas Epic Metal wo ganz klar „Lost in Waves“ und „When the World was Mine“ als Gewinner durch die Zielgerade gehen.
Wer jetzt denkt, okay die Jungs haben bestimmt ihr Pulver schon verschossen, der irrt! Im letzten Drittel fährt man nochmal richtig auf und hat eigentlich nur Hits im Gepäck!
Egal ob es das eingängige „Freedom“, das epische „Dying Sun“ oder das abschließende, eher Classic Metal angehauchte „I Can Hear Them“ ist. Alles wirkt hier wie aus einem Guss und ist ein gefundenes Fressen für die Genre und Bandfans!

Anspieltipps:

„Will We Rise“, “When the World was Mine”, “Freedom”, “Dying Sun” und “I Can Hear Them”

Fazit :

PHARAOH bleiben PHARAOH und das ist auch gut so! 9 Jahre haben sich die Jungs Zeit gelassen, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt.
Wie schon geschrieben bekommen Band und Genrefans hier eigentlich genau das was sie sich wünschen!
Ein astreines Comeback, was eine absolute Kaufempfehlung für die Zielgruppe darstellt und uneingeschränkt zu empfehlen ist!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. That Powers That Be
02. Will We Rise
03. Waiting to Drown
04. Lost in the Waves
05. Ride Us to Hell
06. When the World was Mine
07. Freedom
08. Dying Sun
09. I can Hear Them

Video zu “I can Hear Them”:

Julian

VELVET INSANE – Rock N Roll Glitter Suit

Band: Velvet Insane
Album: Rock´n Roll Glitter Suit
Spielzeit: 38:11 min.
Stilrichtung: Glamrock
Plattenfirma: Wild Kingdom Records
Veröffentlichung: 16.07.2021
Homepage: www.facebook.com/velvetinsane

Was wäre, wenn wir die Zeit einfach mal knapp 50 Jahre zurückdrehen würden? Wir schreiben das Jahr 1973, die Ölkrise hat die Welt fest im Griff. Selbst in den USA werden die Big Block Motoren durch Small Blocks mit nahezu lächerlichen 150PS ersetzt, die Watergate-Affäre ist in vollem Gange, Martin Cooper führt das erste Gespräch mit einem Mobiltelefon und in New York wird der legendäre Club CBGB gegründet. ALICE COOPER veröffentlicht sein Album „Million Dollar Babies“, PINK FLOYD „The Dark Side Of The Moon“ und die ROLLING STONES „Goats Head Soup“. Und dann gibt es noch eine kleine Band aus dem schwedischen Östersund, die mit „Rock´n Roll Glitter Suit“ – ihrem mittlerweile dritten Langspieler – in den Startlöchern steht. So oder so ähnlich würden Jonas Eriksson (vocals), Jesper Lindgren (guitars) und Ludvig Andersson Lindgren (bass) das sicher sofort unterschreiben, denn ihr neues Werk „Rock´n Roll Glitter Suit“ würde perfekt in diese Zeit passen. Mit ihrem Mix aus den ROLLING STONES, den DIAMOND DOGS (dessen Sänger Sulo sich für die Produktion verantwortlich zeigt), HANOI ROCKS, QUIREBOYS, T-REX, THE SWEET und vielen anderen Größen des Glamrock sind sie zwar ziemlich aus der Zeit gefallen, zeigen aber auch mit einer großen Lässigkeit, wie der Sound von damals auch in 2021 funktionieren kann.

Erst unlängst brachten VELVET INSANE zusammen mit einer ganzen Armada an bekannten Künstlern das Charity-Projekt „Save The Noize“ auf den Weg. Gäste wie Jesper Binzer (D.A.D.), Ryan Roxie (ALICE COOPER), Age Sten Nilsen, Trond Holter (WIG WAM), Martin Sweet (CRASHDIET), Tony Harnell (TNT), Danny Rexon (CRAZY LIXX), Hell Hofer (BULLET) gaben sich die Klinke in die Hand, um der Kulturszene in Skandinavien, die wie im Rest der Welt aufgrund der COVID19 Pandemie geschwächt ist, eine gemeinsame Stimme zu geben. Auch eine Weiterführung dieses Projektes ist schon im Gange, zusammen mit weiteren namhaften Künstlern, angefangen von Dee Snider (TWISTED SISTER) über Michael Starr (STEEL PANTHER) bis hin zu Johnny Gioeli (HARDLINE, AXEL RUDI PELL) oder Kee Marcello (u.a. EASY ACTION).

Jetzt aber steht erst einmal ihr Album „Rock´n Roll Glitter Suit“ im Mittelpunkt. Und das beginnt mit „Driving Down The Mountain“ mit viel Schwung und herrlich schrullig. Mit hämmerndem Piano, jeder Menge Glam, dreckigen Rock´n Roll Riffs und Mitsingmelodien starten die Schweden so, wie es sein muss. Gefolgt von der ersten Single „Backstreet Liberace“, für die BACKYARD BABIES-Ikone Dregen – die ja ebenfalls gerade mit einer neuen Platte aufwarten – sowie HELLACOPTERS Sänger Nicke Andersson als Gäste gewonnen werden konnten, zeigen VELVET INSANE ihr ganzes Potential. Das Ding ist verdammter Ohrwurm. „Jaded Eyes“ ist weniger mitreißend als das bisherige Material, was „Velvet Tongue“ allerdings wieder gut ausgleichen kann. Die aktuelle Single „Sound Of Sirens“ schlägt abermals ruhigere Töne an und atmet den unwiderstehlichen Spirit der Siebziger, man könnte fast schon von einer leichten DAVID BOWIE Schlagseite sprechen. Rifflastiger geht es bei „Riding The Skyways“ zu und auch „Space Age DJ“ macht mächtig Spaß! Wer die leiseren Töne bevorzugt, wird mit dem abermals an BOWIE angelehnten „Midnight Sunshine Serenade“ bedient oder beim abschließenden „You´re The Revolution“.

VELVET INSANE präsentieren mit „Rock´n Roll Glitter Suit“ ein treffend betiteltes Drittwerk, das tief in den 1970ern verwurzelt ist und dennoch nicht altbacken wirkt. Hier wird gerockt und gerollt, was das Zeug hält, aber auch die zurückhaltende Version der Schweden mag, wird erstklassig bedient. Starkes Statement von VELVET INSANE!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Driving Down The Mountain
2. Backstreet Liberace
3. Jaded Eyes
4. Velvet Tongue
5. Sound Of Sirens
6. Riding The Skyways
7. Spin On Crazy Moon
8. Sailing On A Thunderstorm
9. Midnight Sunshine Serenade
10. Space Age DJ
11. You´re The Revolution

Stefan

TRANCE – Metal Forces

Band: Trance
Album: Metal Forces
Spielzeit: 47:11 min.
Stilrichtung: Heavy Metal, Hardrock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 06.08.2021
Homepage: www.facebook.com/tranceliveandheavy

Vor gut vier Jahren machten Neuigkeiten aus dem Hause TRANCE die Runde, die Heavy Metal Pioniere aus Deutschland hätten einen neuen Plattenvertrag bei ihrem alten Label Rockport Records unterschrieben und mit „The Loser Strikes Back“ hätte man auch ein brandneues Album im Gepäck. Lediglich zwei der Ur-Mitglieder (Gitarrist Markus Berger sowie Bassist Thomas Klein) verblieben seinerzeit, dennoch konnte man den alten Spirit teilweise noch einmal in die Neuzeit transportieren. Leider war Originalsänger Lothar Antoni nicht mit an Bord und somit fehlte ein wichtiger Faktor im Bandgefüge.

2021 ist wieder einmal alles anders. Antoni ist zwar immer noch nicht Teil von TRANCE, mit Nick Holleman (Ex-VICIOUS RUMORS) hat man aber schon wieder einen neuen Mann am Mikrofon. Ebenso mit Joris Van Rooij als zweiten Gitarristen. Geblieben ist Andreas Neuderth hinter der Schießbude, der wohl so manchem Metalfan ein Begriff sein dürfte.

Neun reguläre Alben haben TRANCE seit ihrer Gründung 1979 auf dem Kerbholz. Die ersten drei davon sowie „Rockers“ von 1991 gingen in die Metalgeschichte dieses Landes ein. Unvergessen sind Hits wie „Loser“, „Break The Chains“, „On The Loose“ oder „Rockers“. Das ist alles lange her. In den Neunzigern versuchten sich TRANCE mit Alben unterschiedlicher Qualität am Leben zu halten – zwischenzeitlich musste man sich sogar in TRANCE MISSION umbenennen. Auch nach der Jahrtausendwende meinte es das Schicksal nicht sonderlich gut mit der Band, erst 2016 fand man wieder so richtig zusammen.

Für das zehnte Studiowerk wechselten TRANCE das Label und dockte bei Metalapolis Records an. Sowohl das Cover Artwork als auch der Name „Metal Forces“ hängen die Erwartungen durchaus hoch. Leider fällt der Sound wieder einmal einfach unterirdisch aus. Speziell die Drums haben absolut keinen Bums. Sei es drum – TRANCE waren noch nie etwas für Soundfetischisten. Dennoch eine erste, kleine Enttäuschung.

Mit „The Fighter“ beginnt die 2021er Inkarnation so, wie es auf der Plattenhülle steht. „Metal Forces“ ist absolut Programm. Ungestüm, metallisch und mit mächtig scheppernden Drums (METALLICA´s „St. Anger“ lässt grüßen) bringen TRANCE die ersten knapp fünf Minuten hinter sich und lassen den Hörer erst einmal begreifen, dass sich seit der letzten Platte was getan hat. War die Band in der Vergangenheit meist irgendwo zwischen den SCORPIONS und ACCEPT angesiedelt (wenn man im deutschen Vergleich bleibt), ist das hier purer Heavy Metal. Dieses Rezept setzt sich auch bei „Troublemaker“ und „Death Machine“ fort, allerdings mit abnehmender Songqualität. Das folgende „Deep Dance“ lässt allerdings aufhorchen. Mit indianischem Rhythmus und den dazu passenden Melodien bringen TRANCE nicht nur Abwechslung, sondern geben auch ihren bisher besten Song dieses Albums zu Besten. „Believers“, „Metal Forces“ und speziell „As Long As I Live“ führen das bisherige Metal-Menü fort, wobei hier wirklich nur der Titeltrack überzeugen kann. Dazwischen hat man zwei Intros bzw. kurze Instrumental-Passagen gepackt. Für „Ballad For A Group“ haben sicherlich die beiden Keepers-Scheiben von HELLOWEEN Pate gestanden. Mit den typischen Gitarrenläufen der Hamburger Kürbisköpfe sowie häufigen Tempiwechseln ist diese Nummer eine offensichtliche Huldigung in Richtung der wiedererstarkten Metal-Institution. Am Schluß steht mit „Unstoppable“ ein Bonus Track, der sowohl in Sachen Sound noch einmal abfällt (sicherlich ein Demo) und auch einfach unfertig klingt. Als Bonus OK, aber halt auch nicht mehr.

Als dieses neue TRANCE Album bei uns in der Redaktion angekündigt wurde, habe ich mich gleich ganz weit gestreckt und „hier“ geschrien. Leider hat mich „Metal Forces“ ziemlich enttäuscht. Und das liegt nicht daran, dass TRANCE nicht mehr den selben Sound fabrizieren als zu ihren glorreichen Zeiten. Das Songwriting ist einfach nicht gut genug und mit „Metal Forces“ und „Deep Dance“ hat man irgendwie nur zwei richtig coole Nummern am Start. Der Rest ist einfach zweitklassig. Tut mir echt leid Jungs, ich als langjähriger Fan muss mich dazu durchringen, nur recht magere 6 Punkte zu geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. The Fighter
2. Troublemaker
3. Death Machine
4. Deep Dance
5. Believers
6. The Horns Of Jericho
7. As Long As I Live
8. The Drums Of Waterloo
9. Metal Forces
10. Ballad For A Group
11. Unstoppable (Bonus Track)

Stefan

EVIL KING – The Dark Age

Band: Evil King
Album: The Dark Age
Spielzeit: 50:48 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Elevate Records
Veröffentlichung: 25.06.2021
Homepage: www.facebook.com/Evil-King

EVIL KING sind eine neue Power Metalband deren Mitglieder aus Griechenland und Argentinien stammen. Interessante Kombi by the way ; )
Die Jungs haben ihr Debütalbum „The Dark Age“ nun fertig und wollen damit die dürstenden Power Metalfans mit Neuen überraschen.
Na,mal schauen ob ihnen das gelingt?
Als musikalischen Referenzen gibt man schon mal IRON MAIDEN oder KAMELOT an, mal sehen ob das so hinhaut?
Nach dem Verklingen des einleitenden Cinematic „Intro“ kann man noch nicht viel sagen, aber mit dem ersten richtigen Track „Jerusalem“ wird die Marschrichtung recht klar. Power Metal mit Progressive Elementen wird uns hier geboten. Die Nummer bleibt immer schön spannend und kann im Chorus durch seine Eingängigkeit begeistern.
Direkt also mal ein erstes Ausrufezeichen.
Und der Titeltrack „The Dark Age“ macht dann dort eigentlich direkt weiter. Zu Recht trägt der Song den Albumnamen und bietet eigentlich das was auch den Vorgänger so erstklassig machte.
Bei „A Sinful Allegiance“ kann ich mir nicht helfen, aber hier schwingt irgendwie voll das HELLOWEEN Feeling mit! Der Chorus ist hier aller erste Sahne und kann mit erstklassigem, mehrstimmigem Gesang begeistern. Leider findet man nirgends wer denn hier nun eigentlich zusätzlich singt.
Die nächste Nummer „Ancient Calling“ ist dann eher dem Standardmetal zuzuordnen und fällt daher nicht besonders auf. Ganz anders tönt im Anschluss die Powerballade „Kiss Me Goodbye“ die erneut mit mehreren Sängern aufwarten kann. Hier ist man wieder supereingängig und melodisch unterwegs.
Danach gibt es eine längere Schwächephase von den Songs her und man ist nicht mehr ganz so griffig und erstklassig unterwegs wie noch in der 1. Hälfte der Scheibe.
Einzig das epische „Aprophis“ kann aus dem Einheitsgrau noch etwas hervorstechen und begeistert wieder direkt auf Anhieb.
Was die zweite, etwas härtere Version der Ballade „Kiss Me Goodbye“ aber als letzten Track hier zu suchen hat frage vermutlich nicht nur ich mich! Finde ich irgendwie etwas überflüssig, aber okay die Band wird dafür schon ihre Gründe gehabt haben!

Anspieltipps:

„Jerusalem“, „The Dark Age“, „A Snful Allegiance”, “Kiss Me Goodbye” und “Aprophis”

Fazit :

Die erste Hälfte des Debütalbums von EVIL KING ist wirklich sehr ordentlich geworden, aber leider schafft man es nicht diese Qualität bis zum Ende hin durchzuhalten und somit haben wir hier insgesamt zwar ein ordentliches, starkes Debüt mit aber eindeutig noch Luft nach oben!
Die guten Ansätze sind aber vorhanden, darauf kann man auf jeden Fall aufbauen.
Power Metal Maniacs sollten dem Ganzen auf jeden Fall aber eine Chance geben und mal reinhören!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. Jerusalem
03. The Dark Age
04. A Sinful Allegiance
05. Ancient Calling
06. Kiss Me Goodbye
07. The Order of Things
08. The Holy Grail
09. Alonesome Vision
10. Aprophis
11. Kiss Me Goodbye

Video zu “Jerusalem”:

Julian

Odeville News

Odeville neue Single

Odeville huldigen in ihrer aktuellen Single Auskopplung „LFSA“ den Riot Girls dieses Landes. Der Song hat eine starke politische Botschaft – er ist ein entschlossenes Statement gegen Faschismus und Diskriminierung und eine Hommage an die gern vergessene, protestierende feministische Seite. Gerade heutzutage eine wichtige Message.

Den Song gibt es hier zu hören/sehen: 

Pablo Infernal News

Neue Single von Pablo Infernal

Pablo Infernal sind in der Schweiz bereits keine Unbekannten mehr, ihr Debütalbum «Lightning Love» wurde 2016 vom Schweizer Radio und Fernsehen zum besten Schweizer Rockalbum gewählt. Anfang Mai erschien ihre sehr rockige Single „Please Release Me“, nun folgt mit „Sunshine“ ein fast schon poppiger Indiesong. Außerdem erscheint im September ihr neues Album „Mount Angeles“.

Hier die Links zu „Sunshine“ (VÖ 23.6.):

und natürlich auch zu „Please Release Me“ (VÖ 5.5.):