POWER THEORY – Force of Will

Band: Power Theory
Album: Force of Will
Spielzeit: 56:51 min
Stilrichtung: US Power Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.powertheory.net

Die US Metaller von POWER THEORY blicken auf eine ordentliche Karriere zurück. Veröffentlichte man in den letzten 8 Jahren doch 3 komplette Alben und 2 EP´s die alle samt sehr ordentlich waren und vor allem das letzte Album „Driven by Fear“ 2015 räumte überall, auch bei uns, höchste Bewertungen ab!
Nun kehrt man mit dem neuen Album „Force of Will“ wieder zurück auf die Bildfläche und hat mit Gitarrist Carlos Alvarez, Sänger Jim Rutherford und Schlagzeuger Johnny Sasso drei neue Musiker im Gepäck die wohl auch für die Soundänderung verantwortlich ist, ist man doch aktuell in der Schnittmenge zwischen dem bisherigen US Metal wie auch europäische Power Metal unterwegs.
Da trifft es sich gut das man mit Piet Sielck (IRON SAVIOR) einen Kenner dieses Genres für einen Gastauftritt gewinnen konnte!
Viele Infos, wenden wir uns jetzt aber mal dem wichtigsten zu, der Mucke. Mit „Morior Invictus“ wird das Album eröffnet. Dieser Track ist aber nur das obligatorisch Intro, weswegen wir schnell zum anschließenden Titeltrack „Force of Will“ weitergehen.
Der neue Sänger Jim Rutherford klingt mal sehr nach Power Metal und ist somit vermutlich genau die richtige Ergänzung zum neuen Bandsound! Aber auch ansonsten kann der Titeltrack direkt auf Anhieb überzeugen und begeistern.
Danach gibt es dann erstmal Songs die zwar alle nicht schlecht sind, aber DER richtige Übersong und Anspieltipp ist hier irgendwie nicht dabei.
Der nächste Song der direkt überzeugen kann ist das melodische „Mountain of Death“, wo man endlich wieder etwas mehr vom bisherigen Standardmetal abweicht!
Tja und danach verließen sie ihn schon wieder…man fällt zurück in den Standardmetal ohne großartig zu glänzen.
Alles nicht schlecht gemacht, aber wenig hervorstechend. Das ist echt sehr schade muss ich sagen…hatte mir da mehr versprochen!
Etwas besser wird es dann zum Glück im letzten Drittel beginnend ab „Bringer of Rain“. Hier ist man wesentlich besser und songdienlicher unterwegs und somit sind dann auch die folgenden Songs „Path of Glory“, „Shadow Man“ und das abschließende „The Hill I die on“ absolut empfehlenswert.

Anspieltipps:

„Force of Will“, „Mountain of Death”, “Bringer of Rain”, “Path of Glory” und “The Hill I die on”.

Fazit :

Puh im Vergleich zum letzten Album „Driven by Fear“ sackt man in der Benotung doch ganz schön ab! Man sollte aber nicht alles „nur“ an der Benotung festmachen, denn so schlecht ist das neue Album auch wieder nicht!
Musikalisch kann man hier wenig zum meckern finden, einzig die Songqualität bzw. das Glänzen und hervorstechen kommt hier definitiv zu kurz! Es fehlt einfach an den absoluten Überhits was das Ganze schön eingängig macht. Das letzte Drittel reißt es zwar etwas raus, aber insgesamt kommen wir hier leider nicht über eine solide Bewertung hinaus, sorry.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Morior Invictus
02. Force of Will
03. Draugr
04. If forever ends today
05. Mountain of Death
06. Albion
07. The 13teen
08. Spitting Fire
09. Bringer of Rain
10. Path of Glory
11. Shadow of Man
12. The Hill I die on

Julian

SIGN X – Like a Fire

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Band: Sign X
Album: Like A Fire
Spielzeit: 45:46 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.facebook.com/SignXGermany

SIGN X bestehen aus den Mitgliedern der Hamburger Band Châlice, die in den 90er sieben Alben veröffentlichten und diverse Shows und Tourneen mit bekannten Rockgrößen absolvierten, darunter waren u.a. Deep Purple, Alice Cooper, Uriah Heep, Tesla und Magnum.
Verstärkt durch den Keyboarder Michel Jotzer und Musical Sänger Sebastian Zierof wird nun unter neuem Namen ordentlich drauf los gerockt. Live wird Songs von Châlide neues Leben eingehaucht und eigenes Songmaterial präsentiert.
Mit der Anfang 2018 erschienen EP konnten SIGN X für einiges Aufsehen sorgen und landeten auf Platz 1 der Classic Rock Charts bei Amazon, folgt nun das Album Like A Fire mit eigenen Songs.
Zu hören gibts gute Laune machenden Melodic Hard Rock der auf internationalen Niveau präsentiert wird. Los geht es mit “Fall” eine Uptemponummer, gefolgt von “Elements” der ein wenig experimentell rüber kommt. “Storm” fängt langsam mit Pianopart an, geht nach den ersten Stophen im Midtempobereich ab und besitzt einen Mitsingrefrain. “Rain” ist zu Anfang mit Akustikgitarre untermalt und wird nach etwa zwei Minuten zum Rocker mit traumhaten Refrain, kurz vor Schluss wird noch mal das Tempo rausgenommen um dann noch mal richtig ab zu gehen, der Geilste Song auf der CD. Mit “Shine” wird wieder richtig aufs Gaspedal gedrückt ein Melodic Rock Song mit dem richtigen Tempo und genialer Melodieführung. “Free Your Mind” ein Rocker, gefolgt von “Crush” einer Ballade, “Chasing The Wind” und “Sign” bedes Rocker fallen von der Qualität leicht ab sind aber dennoch hörenswert.

Anspieltips:

“Fall”, “Elements”, “Storm”, “Rain” und “Shine”

Fazit:

Eine gelungenes erstes Album mit einer ausgewogenen Mischung aus Gitarren und Keyboard, auf das hoffentlich noch einige folgen werden. SIGN X in eine Schublade zu stecken funktioniert nicht so wirklich, von den Kompositionen am ehesten zu vergleichen mit Pink Cream 69. Sebastian Zierof besitzt eine sehr gute und angenehme Stimme die in den Höheren Regionen noch genug Kraft hat. Von mir gibts 8,5 Punkte für ein gelungenes Debütalbum, bitte mehr von diesem Futter.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fall
02. Elements
03. Storm
04. Rain
05. Shine
06. Free Your Mind
07. Crush
08. Chasing The Wind
09. Sign
10. Koda X

Helmut

METAL DE FACTO – Imperium Romanum

Band: Metal De Facto
Album: Imperium Romanum
Spielzeit: 51:56 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 22.11.2019
Homepage: www.metaldefacto.com

Feierabend, und mal schauen was so auf mich zu kommt. Ein mächtiges Brett kommt daher. METAL DE FACTO kommen aus Finnland, dieses Land beheimatet so einige Talente wie eben auch METAL DE FACTO. Was Schweden für den AOR und Melodic Hard Rock Bereich ist, ist Finnland im Metal Sektor.

Dieser Tage veröffentlichen die Jungs ihr Debütalbum „Imperium Romanum“.Geboten wird uns darauf Melodic Power Metal. Die Songs kommen sehr melodisch mit viel Power aus den Boxen und zünden sofort in den Gehörgängen. Das Rezept besteht aus einer ausgewogenen Mischung von Keyboard und harten Gitarren. Mit Mikael Salo haben METAL DE FACTO einen Vocalakrobaten am Start der sein Handwerk versteht und als Sohn von Tony Martin durchgehen könnte. An den Gitarren Esa Orjatsalo und Mikko Salovaara, am Bass Sami Hinkka, Keyboards Benjamin Connelly und Atte Martinen an den Drums.
Behandelt wird der Eroberungsdrang des Römischen Reiches. Angefangen wird mit “The Conqueror” ein Powersong und Hochmelodisch, gleiches gilt für “Legionnaires‘ Oath” nur im gemäßigtem Tempo. “Naturalis Historia” ist wieder ein schneller Song der aufs Gas drückt. “Inferno” wechselt gekonnt das Tempo zwischen langsamen und schnellen Passagen, am Ende klingt er fast schon symphonisch. “Bacchanalia” drückt wieder mächtig gegen das Bodenblech. Mit “Echoes In Eternity” befindet sich eine Ballade auf dem Album. “Colosseum” ist ein schnelles Instrumental. Die folgenden zwei Songs können den Standart nicht ganz halten sind aber dennoch hörbar und befinden sich Qualitativ auf einem hohen Level. “Germanicus” nimmt wieder voll Fahrt auf und ist mit über neun Minuten überlang.

Fazit:

METAL DE FACTO erfinden das Rad nicht neu aber Spass macht das Debütalbum auf jeden Fall, eingängige Songs mit sehr viel Gespühr für Melodien und der Starke Gesang von Mikael Salo sind prägnant und machen lust und neugierig auf weitere Veröffentlichung. Von mir gibts sehr gute 9 Punkte für ein Starkes Stück Metal, mehr davon Jungs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Conqueror
02. Legionnaires’ Oath
03. Naturalis Historia
04. Inferno
05. Bacchanalia
06. Echoes In Eternity
07. Colosseum
08. Ides Of March
09. The Ascending Of Jupiter
10. Germanicus

Helmut

BLIND GUARDIAN TWILIGHT ORCHESTRA

Band: Blind Guardian Twilight Orchestra
Album: Legacy of the Dark Lands
Spielzeit: 75:12 min
Stilrichtung: Klassik
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 08.11.2019
Homepage: www.blind-guardian.com

Wenn ein Album seit über 20 Jahren in der Entstehung ist kann man auf jeden Fall von einem Mammutprojekt sprechen! Kenner und Fans von BLIND GUARDIAN wissen sofort hiermit ist das lang angekündigte und vor Ewigkeiten begonnene Orchester Monumentalwerk gemeint, welches nun unter dem eigenen Namen BLIND GUARDIAN TWILIGHT ORCHESTRA und mit dem Titel „Legacy of the Darks Lands“ erscheint.
Und um es direkt festzuhalten! Dies ist kein Metalalbum, aber Fans der Band sollten hier auf jeden Fall mehr als ein Ohr riskieren, so oder so!
Denn was die beiden Gründungsmitglieder Andre Olbrich und Hansi Kürsch hier erschaffen haben, sucht wahrlich seines Gleichen in der Szene.
Zusammen mit dem Prague Filmharmonic Orchestra, einigen Sprechern und der Hintergrundgeschichte aus dem Bestseller „Die dunklen Lande“ von Markus Heitz hat man hier den perfekten Nährboden für ein episches Werk.
Hier jetzt auf alle Songs einzugehen würde definitiv den Rahmen sprengen, daher fassen wir das Ganze mal etwas mehr zusammen. Natürlich haben wir viele kleine Zwischenstücke die die ganze Geschichte weiterspinnen und ganz im Stile des erstklassigen „Nightfall in Middle Earth“ Album gehalten sind. Wer also mit dem Album nicht viel anfangen konnte wird es hier sehr schwer haben!
Denn zusätzlich kommt hier natürlich noch, das die richtigen Stücke KEIN Metal sind! Und das betone ich hier nochmal, wir haben es mit KEINEM Metalalbum zu tun.
Die hard BG Fans werden jetzt sagen, alles kalter Kaffee, aber allen anderen sei das nochmal so klar vor Augen geführt.
Nicht umsonst hat man hier unter einem anderen Namen veröffentlicht, denn man ist hier komplett im klassischen Bereich unterwegs.
Aber auch hier schafft man es, wie eigentlich immer, die Songs so zu gestalten das man als Fan der Band einfach begeistern sein muss!
Hauptgrund dafür ist natürlich auch Sänger Hansi der hier einmal mehr zeigt welch gnadenlos guter Sänger er ist und er trägt quasi ganz alleine mit seiner variablen Gesang dazu bei das die Songs so komplex klingen und als ob man hier mehrere Sänger am Start hätte.
Quasi AVANTASIA mit nur einem Sänger ; )
Ein paar Songtipps möchte ich hier dann doch nennen. Das vorab veröffentlichte „War Feeds War“ gehört da auf jeden Fall dazu, aber auch noch so Songs wie das episch progressive „In the Red Dwarf`s Tower“, das bombastische „Harvester of Souls“, „This Storm“ oder das folkige „Beyond the Wall“.

Anspieltipps:

Nicht ernsthaft oder? Das komplett Album natürlich!

Fazit :

Tja was soll man hier noch groß schreiben, außer das man sich ganz tief vor den beteiligten Musikern hier verneigen muss! Man schafft hier eine komplexe Welt, die man nicht mal so beim nebenbei anhören begreifen kann.
Das hier ist ganz großes Kino was meilenweit vom Metal entfernt ist, was aber trotzdem absolut jedem BLIND GUARDIAN Fan ans Herz gelegt werden sollte.
Und natürlich sollte hier auch jeder Metalfan der offen für die Klassik ist bestens unterhalten werden.
Eine Bewertung wird es aber nicht geben, dafür ist das Album zu genrefremd.

WERTUNG:

keine Bewertung

Trackliste:

01. 1618 Ouverture
02. The Gathering
03. War Feeds War
04. Comets and Prophecies
05. Dark Cloud`s Rising
06. The Ritual
07. In the Underworld
08. A Secret Society
09. The Great Ordeal
10. Bez
11. In the Red Dwarf`s Tower
12. Into the Battle
13. Treason
14. Between the Realms
15. Point of no Return
16. The White Horseman
17. Nephilim
18. Trial and Coronation
19. Harvester of Souls
20. Conquest is Over
21. This Storm
22. The Great Assault
23. Beyond the Wall
24. A New Beginning

Julian

DON`T DROP THE SWORD – The Wild Hunt

Band: Don`t drop the Sword
Album: The Wild Hunt
Spielzeit: 31:38 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.10.2019
Homepage: www.dontdropthesword.de

Im Jahr 2017 erschien das Debütalbum „Path to Eternity“ der deutschen Power Metaller DON`T DROP THE SWORD. Auf diesem frönten man dem klassischen Power Metal und erinnerte nicht nur aufgrund des Gesangs von Fronter Anti an die großen Vorbilder BLIND GUARDIAN.
Nun kehrt man, nachdem man die erste EP „Into the Fire“ wiederveröffentlicht hat, mit neuen Songs und der neuen EP „The Wild Hunt“ wieder zurück.
Mal schauen wie sich die Band weiterentwickelt hat und wie die neuen Tracks im Vergleich zum starken Debütalbum abschneiden?!
Der Opener und Titeltrack „The Wild Hunt Rides“ hat eine schöne instrumentale Einleitung bevor die Nummer dann so richtig losgeht und ein flotter Midtempotrack mit ordentlichem Chorus, eingestreuten Growls und ab und an Doublebass Einsatz Fahrt auf nimmt.
Abwechslungsreich ist der Track insgesamt und die Band zeigt hier direkt das man nicht auf die übliche 08/15 Einleitung setzt. Ein toller Beginn wo man sich als alter BG Fan ebenfalls direkt wieder zu Hause fühlt!
Das folgende „At the Edge of Night“ ist dann eher ein straighter Metaltrack der im Gegensatz zum tollen Opener recht gewöhnlich daherkommt und nicht großartig auffällt. Nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend würde ich sagen.
Bei „Strings of Sanity“ ist man dann wieder sehr abwechslungsreich unterwegs, auch wenn man nicht komplett an die Qualität des Openers ran kommt.
Gerade in den Bridges und dem Chorus kommt aber wieder dermaßen das BG Feeling rüber das es eine wahre Wonne ist hier zu zuhören!
Mit den beiden letzten Songs „Sword and Socery“ und „It never Sleeps“ holt man dann aber wieder zum ganz großen Schlag aus.
Denn beide sind von höchster Qualität und begeistern direkt auf Anhieb. Und das obwohl sie so unterschiedlich sind was die Geschwindigkeit angeht.
Ein toller Abschluss einer insgesamt überzeugenden EP!

Anspieltipps:

„The Wild Hunt Rides“, „Sword and Socery“ und „It never Sleeps“.

Fazit :

Die Jungs von DON`T DROP THE SWORD wissen wie sie ihre Fans bei Laune halten! Denn mit dieser EP, die fast die Spielzeit eines ganzen Albums erreicht, hat man tolles Power Metal Futter für die Anhänger zur Überbrücken bis zum nächsten Album (und das steht schon fast in den Startlöchern ; ) ) am Start.
Zwar sind hier nicht alle Songs so genial wie auf dem Fullength Debütalbum, aber insgesamt haben wir hier eine starke Leistung bei der Fans der Band auf jeden Fall zuschlagen sollten!

WERTUNG:

Trackliste:

01. The Wild Hunt Rides
02. At the Edge of Night
03. Strings of Sanity
04. Sword and Sorcery
05. It never Sleeps

Julian

STEFFI STUBER Interview

Stefanie Stuber (MISSION IN BLACK), die Frau die The Voice of Germany ganz schön aufgemischt hat.
Ich hatte die Chance der Sängerin der Band Mission Black ein paar Fragen zu stellen und einen Eindruck über Ihr wohl vielseitiges Leben zu bekommen.

D.B.: Wie bist du auf die Idee gekommen, bei The Voice mit zu machen?
Steffi: Ich habe die Sendung schon über Jahre verfolgt und wollte schon immer mal gerne mit machen. Beim zusehen der Show, dachte ich mir immer “ auf der Bühne würde ich gerne mal stehen“. Und dann hab ich mich eines Tages einfach an den Laptop gesetzt und mich angemeldet, ja gut man muss dazu sagen, dass meine Mutter schon des öfteren gesagt hat, ich soll es doch einfach mal versuchen.

D.B.: Bist du mit dem Verlauf zufrieden?
Steffi: Klar, wünscht man sich bis ins Finale zu kommen, aber im Nachhinein bin ich sehr zufrieden, so wie es gelaufen ist.
Ich meine, mein Blind Video geht um die Welt, mehr kann man sich doch nicht wünschen!

D.B.: Ist es so wie du es dir erhofft hast?
Steffi: Größtenteils schon. Jedoch darf man nie vergessen, dass es eben eine Fernsehshow ist und da natürlich auf die Vermarktung geachtet wird. Dadurch wird man früher oder später gerne etwas in Schubladen gepackt. Aber alles auf einem seriösen Level.

D.B.: Du hast durch eine Metal-Performance richtig aufgemischt, es war was komplett anderes als das, was die anderen Kandidaten geliefert haben. War das bei deiner Titelauswahl beabsichtigt?
Steffi: Vor ab möchte ich erstmal sagen, dass keiner der Songs von den Kandidaten ausgesucht werden. Man hat lediglich die Möglichkeit Songs anzugeben woraus sich The Voice dann evtl. einen aussucht. Es hätte theoretisch auch was ganz anderes sein können.
Als ich meinen Blind Song mittgeteilt bekommen habe, bin ich lachend daheim gesessen, weil ich es nicht glauben konnte. Ich hatte diesen und weitere Songs von Lamb of God angegeben, aber dass ich die Möglichkeit bekomme, diesen tatsächlich bei den Blinds live zu performen… haha..jaa das, hätte ich selbst niemals gedacht! Umso mehr hab ich mich natürlich gefreut!

D.B.: Du singst ja auch R&B und Pop, warum hast du dich für Metal bei The Voice entschieden?
Steffi: Wie bereits schon oben erklärt, hätte es mich auch ganz anders treffen können. Bei den sogenannten „Scoutings“ oder Vorauswahlrunden bis man überhaupt zu den Blinds eingeladen wird, hatte ich tatsächlich nur RnB & Soul Songs performt. Erst bei den weiteren Runden und durch ein Interview wurde das Voice Team auf meine Stilrichtung Metal aufmerksam. Wenn ich ehrlich bin, hab ich mich im Scouting nur für „Nicht-Metal“ Songs entschieden, weil ich dachte man wird von vornherein als „Schreier“ abgestempelt und man bekommt keine Chance auch seine anderen Seiten zu zeigen..aber ich wurde einem besseren belehrt.

D.B.: Was nimmst du von The Voice mit?
Steffi: Ganz viele tolle Eindrücke und wunderbare Freundschaften mit anderen supertalentierten Sängern. Es war eine absolut tolle und spannende Reise und würde es jederzeit nochmals machen! Man hat nichts zu verlieren, egal wie weit man kommt. Sowas erlebt man nur einmal im Leben und es ist ein Kapitel in meinem Leben, das ich niemals vergessen werde.

D.B.:Bei den Battles hattest du den Song „Crawling“ von Linkin Park. Ich persönlich war fasziniert, dass du es geschafft hast, dass sich von Growling bis Rap alles perfekt angehört hat! Hast du dir das selbst beigebracht ?
Steffi: Erstmal vielen lieben Dank! An sich schon, ich singe und musiziere eigentlich schon immer nach dem Gehör.
Ich hatte vor einigen Jahren mal eine kurze Zeit Gesangsunterricht, um gewisse Atemtechniken zu lernen, aber stattdessen wurde eigentlich nur meine englische Aussprache korrigiert. Deshalb hab ich auch ziemlich schnell wieder mit dem Unterricht aufgehört. Seither bin ich mein eigener Lehrmeister und größter Kritiker. Aber auch durch meine Bands lern ich natürlich einiges dazu, da es alles hervorragende Musiker sind!

D.B.: Jetzt geht es erst mal auf Tour mit Mission in Black, doch wie sieht es danach aus?
Steffi: Naja ne richtige Tour leider bisher noch nicht, aber ja, es steht dieses und kommendes Jahr einiges an! Ich lass einfach alles auf mich zu kommen, gerade im nächsten Jahr kommen noch einige größere Dinge auf mich zu, man darf gespannt sein! Meinen Bands bleib ich selbstverständlich treu, aber man weiß nie was kommt.. aber mein Ziel ist es eigentlich mit meinen Bands voran zu kommen und bekannt zu werden.

D.B.: Du bist unter anderm auch noch in 2 weiteren Bands, nämlich „enslave the chain“ & „Sonic Rainbow“, wie bekommst du das alles unter einen Hut?
Steffi: Bisher klappt das alles bestens! Mit enslave the chain ist live nicht so viel geplant, weil wir nächstes Jahr ins Studio gehen, um unsere Songs aufzunehmen.
Daher bin ich zeitlich nicht ganz so eigespannt. Sonic Rainbow ist mein Akustik-Duo mit Daniel Tschoepe, mein Gitarrist von Mission in Black. Mit ihm spiel ich meist auf Veranstaltungen, Hochzeiten, Geburtstage,… auf denen wir gebucht werden. Dort spielen wir eine bunte Mischung aus Coversongs, die wir auch dem Anlass anpassen. Von Pop bis Raggea ist alles dabei. Wir treffen uns aber meist nur einmal bevor wir gemeinsam wo spielen, da wir ja auch ein wenig auseinander wohnen. Alle weiteren Vorbereitungen macht jeder daheim, aber das ist auch bei meinen Bands der Fall.

D.B.: Wie sieht deine Zukunft aus? Was hast du geplant?
Steffi: Da ich jetzt wieder einen Vollzeitjob antrete, bin ich natürlich nicht mehr ganz so flexibel. Aber mein Plan ist einfach, alle Shows und sonstige Buchungen die kommen, wahr nehmen zu können. Mein Traum von der Musik zu leben, gebe ich natürlich nicht auf.. ich bin an ein paar Sachen dran, aber erzwingen kann man auch nichts. Abwarten, das Beste draus machen und die Momente genießen die kommen! Alles weitere wird sich zeigen.

Darleen

RUNNING WILD – Crossing the Blades

Band: Running Wild
Album: Crossing The Blades
Spielzeit: 16:17 min
Stilrichtung: True Heavy Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.running-wild.de

Sie machen es wieder, sie Entern wieder. RUNNING Wild sind zurück, mit enem Pfund das sogar fast an Glanztaten wie “Pile Of Skulls” heran reicht. Die letzten Alben waren nicht schlecht aber das oben erwähnte Album und “Black Hand Inn” sind die Besten RUNNING Wild Veröffentlichungen.
Los gehts mit “Crossing The Blades” das in der unnachahmlichen Weise wie nur RW einen Piraten Metal Song zu stande bringen, Melodie, Härte und Power. Gefolgt von “Stargazed”, schlägt in die selbe Kerbe des Entersäbels. “Strutter” ein KISS Cover, hört sich irgendwie an wie Rock ‚N Metal, einer Symbiose aus Rock N Roll und Metal, ist gut an zu hören müsste aber nicht sein. Der Letzte Track dieser EP hört auf “Ride On The Wild Side” fällt leicht in der Qualität gegen die bedein ersten Songs ab. RUNNING Wild pur.
Bei den Vocals gibts keine großen Überraschungen Rock N‘ Rolf rockt das Ding von Vorne bis Hinten. Bei der Produktion wäre noch Luft nach oben, beeinflusst aber die Bewertung nicht.
Wenn das im Sommer 2020 erscheinende Album den Standart halten kann kommt ein Riesen Ding auf die Metal Piratengemeinde zu. Zudem ist “Crossing The Blades” in dieser Form nur auf der EP enthalten, auf dem folgenden Album wird es einige Veränderungen geben.
Mir gefällt was ich höre, und es ist einfach nur stark wenn man Fern ab von Trends sein Ding durch zieht wie RUNNING Wild.
Die EP kommt mit drei sehr guten Songs auf eine Wertung von 8,5 Punkten, weil leider nur drei sehr gute Songs und ein Cover enthalten sind. Mehr davon dann gibts bei gleicher Qualität mehr Punkte von mir.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Crossing The Blades
02. Stargazed
03. Strutter
04. Ride On The Wild Side

Helmut

BEYOND THE MIRROR – Beyond the Mirror (RG Zeitmaschine)

Band: Beyond The Mirror
Album: Beyond The Mirror
Spielzeit: 45:47 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktionn
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.beyondthemirror.com

Ich bin beim kramen in meiner Sammlung wieder mal auf diese Privatpressung gestossen.
Empfohlen wurde mir diese CD damals 1996 von Hansi und Jürgen den beiden Inhabern von Hang Loose Records, die meinten das könnte was für mich sein. Und wie recht die Beiden hatten. Leider ist mir nach dem Album nichts mehr bekannt was aus den Musikern wurde oder weiteren CDs veröffentlicht wurden. Dieses Album ist mitlerweile sehr rar und teuer geworden aber jeden Pfennig wert den es damals gekostet hat und heute kostet.
Immer wenn ich dieses Album höre werde ich an eine Zeit erinnert in der es keinen Teuro gab, ein VW Golf kostete noch keine knappen 60.000 DM und wenn man an die Tanke musste kaufte man diese nicht gleich mit. Das Ding macht einfach beim anhören spaß, ohne auf Trends zu Achten zogen BEYOND THE MIRROR ihr Ding knallhart durch, und das mit einer Leichtigkeit und Leidenschaft.
Über die Bandmitglieder ist mir leider nichts bekannt, ich hatte damals noch kein Internet mußte beim Mailorder des Vertrauens noch telefonisch bestellen, und als Internet verfügbar war gab es die Homepage nicht mehr.
Geboten wird hier melodischer Hardrock der Oberklasse, ab und zu mit leichten Progelementen die das Material sogar noch leicht aufwerten anstatt zu Schaden.
Angefangen wird mit dem Flotten Melodicrocker “Take Me Higher” gefolgt vom harten “One Step” das leicht melancholisch daher kommt aber dennoch Spass macht.. “Familiar Stranger” der als Ballade anfängt und dann zum Powerrocksong mutiert, ein Melodiemonster das am Ende richtig abgeht und einer der beiden besten Songs auf dem Album ist. Dann kommt mit “Lie” ein AOR Song der gut ins Ohr geht. “I’ll Never Forget” ist wieder mit leichten Progelementen angereichert ist aber trotzdem sehr eingängig. Der Stampfer “The Warrior” ein sehr Flottes Instrumental und eine Mischung aus AOR und Melodic Rock ist. “Break The Silence” der Zweite der beiden besten Songs ein Rocker der an die Besten der Zunft ran riecht.
“Divine” und “I’m The One” können den Hohen Standart leider nicht halten. Die Ballade “Blessing In Disguise” lädt zum Träumen ein. Mit dem sehr guten Rocker “Let It Go” wird eine sehr gute Privatpressung die nahzu Unbekannt ist würdig beendet.
Die Produktion ist für eine Eigenproduktion auf einem erstaunlich hohen Level und kann mit Major Produktionen mithalten.
9,5 Punkte gibts von mir für eine starke Produktion und dem hervorragenden Songmaterial bei einer Privatpressung.

Fazit:

Für diejenigen die auch mal über den Tellerrand schauen und Melodic Rock mit leichten Progelementen eine Chance geben aber auch für die bei denen Melodic Rock der Favorit ist, viel Spass beim suchen und natürlich auch beim Entdecken der Juwelen auf diesem Dreher.

Anspieltips:

“Take Me Higher”, “One Step”, “Familiar Stranger”, “Lie”, “I’ll Never Forget”, “Warriror”, “Break The Silence” und “Let It Go”

WERTUNG:

Trackliste:

01. Take Me Higher
02. One Step
03. Familiar Stranger
04. Lie
05. I’ll Never Forget
06. The Warrior
07. Break The Silence
08. Divine
09. Blessing In Disguise
10. I’m The One
11. Let It Go

Helmut

MOLLY HATCHET – Battleground

Band: Molly Hatchet
Album: Battleground
Spielzeit: 96:02 min
Stilrichtung: Southern Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.mollyhatchet.com

Was kann man über MOLLY HATCHET schreiben, sie gehören mit Sicherheit zur Spitze der Southern Rocker neben LYNYRD SKYNYRD, DOC HOLLIDAY und den ALLMAN BROTHERS. Mit der Art und Weise wie die Songs gespielt werden und mit der für diese Musikrichtung gemachten Stimme von Phil McCormack am Mikrofon, der im April 2019 viel zu Früh verstorben ist.
Nun erscheint knapp eine Woche vor Beginn einer Tour von MOLLY HATCHET in Deutschland und der Schweiz mit Jimmy Elkins von Bounty Hunter als Sänger, dieses Live Album als 2-CD-Digipack. Dieses Live Album hat es in sich und macht Lust drauf einen Auftritt an zu sehen.
Geboten werden zahlreiche Bandklassiker mit einem Bobby Ingram an der Gitarre, Tim Lindsey Bass, John Galvin Keyboards und Shawn Beamer am Schlagzeug.
Die Bandklassiker umspannen die vier Jahrzente andauernde Bandhistorie.
Aufgenommen wurden die Songs bei Shows in Ludwigsburg, in Prattlen Schweiz und während der 40th-Anniversary Tour durch die USA.
Einzelne Songs zu erwähnen würde diesem Album nicht gerecht werden, dafür ist das auf dem Album befindliche Material zu gut. Die Produktion befindet sich auf einem sehr Hohen Level, fast schon zu gut und glatt poliert, es fehlen irgendwie die Ecken und Kanten die man bei einer Live Show einer Southern Rock Band erwartet.
Für Southern Rocker die gerne Live Shows ansehen ein absolutes muss. Ich ziehe hier fast die Bestnote, ein Zehner wäre es mit mehr Ecken und Kanten geworden, aber fast volle Punkte ist ein Beweis für die Qualität der Musiker und dem ausgezeichnetem Songmaterial. Das Fantasy Cover Artwork, das so typisch für MOLLY HATCHET steht, stammt von Paul Raymond Gregory.
Bourbon ins Glas, Battleground in den Player, zurück lehnen und einfach genießen.
Battlground erscheint als 2-CD-Digipack, 3-fach-LP im Gatefold-Cover und im digitalem Format.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

CD 1:
01. Bounty Hunter
02. Whiskey Man
03. Why Won’t You Take Me Home
04. Son Of The South
05. American Pride
06. Edge Of Sundown
07. Fall Of The Peacemakers
08. Devil’s Canyon
09. One Man’s Pleasure
10. The Creeper
11. In The Darkness Of The Night

CD 2:
01. Justice
02. As Heaven Is Forever
03. I’m Gonna Live ‚Til I Die
04. Beatin‘ The Odds
05. Jukin‘ City
06. Dreams I’ll Never See
07. The Journey
08. Flirtin‘ With Disaster

Helmut