CRYING STEEL – Agent Steel

Trackliste:

01. The Arrival
02. You got the Look
03. Under Cover
04. Just Played On
05. To Remember
06. Coming Home
07. My Heart Steel Rocks
08. Queen of Grinder
09. You Steal my Soul
10. No One`s Crying (Bonus Track, feat. Ralf Scheepers)

 

Spielzeit: 41:21 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pride & Joy – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.facebook.com/CryingSteel

 

Die 1982 gegründete italienische Heavy Metalband CRYING STEEL waren mit ihrem letzten Album „Staying Steel“ 2019 das letzte Mal Gast bei uns in der Rock-Garage. Nun kehrt man zurück auf die Bildfläche mit ihrem neuen Album „Agent Steel“ und zurück auf unseren Rezensionstisch.
Personell war die Band leider noch nie die konstanteste, immer an Bord waren Schlagzeuger Luca Ferri und Gitarrrist Franco Nipoti, und so haben wir seit 2024 mit Tiziano Sbaragli auch mal wieder einen neuen Sänger hinter dem Bandmikro. Auf dem letzten Album sang ja der leider viel zu früh verstorbene Tony Mills.
Geboten wird uns auf dem neuen Album klassischer Heavy Metal mit eingängigen Melodien.
Als Gast haben wir bei einem Track den guten PRIMAL FEAR Fronter Ralf Scheepers.

So, viel mehr Vorabinfos gibt es nicht über den neuen Diskus, bleibt uns also mehr Zeit für die Musik.
Gestartet wird das Album mit „The Arrival“ und mit satten Riffs. Nach kurzem setzen die restlichen Instrumente ein und der sehr hohe Gesang von Neufronter Tiziano setzt ein. Er dürfte mit seiner Stimmfarbe sicherlich polarisieren, was aber absolut nichts mit der Leistung zu tun hat, denn die ist wirklich gut und sehr sicher!
Das merkt man dann auch wenn der Song ein wenig den Dampf rausnimmt im weiteren Verlauf und er auch mal die Kopfstimme weglässt. Ein starker Opener zum ordentlich Mähne schütteln.
Sehr melodisch kommt dann das anschließende „You got the Look“ aus den Boxen. Was ebenfalls direkt zu überzeugen weiß.
„Under Cover“ besitzt dann einen mega Groove was durch die wuchtigen Basslines nur noch mehr verstärkt wird.
Auf der nächsten Metalparty dürfte „Just Played On“ eine absolute gute Figur abgeben bevor der Albumteiler „To Remember“ wieder schön oldschoolig zum Mähne schütteln einlädt.
Die zweite Hälfte wird dann von pumpenden Groover „Coming Home“ toll eingeleitet und mit „My Heart Steel Rocks“ haben wir dann die nächste melodische Ohrbombe zu verzeichnen dessen Refrain und Groove man schon nach kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
„Queen of Grinder“ fällt dann im bisherigen Vergleich ein wenig ab, auch wenn hier der Refrain wieder schön ins Ohr geht, ähnlich ergeht es dann der vorletzten Nummer „You Steal my Soul“ die irgendwie einfach nicht so recht hängen bleiben will.
Zum Abschluss haben wir dann mit „No One`s Crying“ einen pfeilschnellen Song der toll in die Gehörgänge geht und den Gastauftritt von Ralf Scheepers beinhaltet.
Tolle Nummer zum Ende die sich in die bisherigen Hits gut einreiht.

Na, schau mal an da hat sich das lange Warten ja gelohnt! Die italienischen Heavy Metaller von CRYING STEEL liefern mit ihrem neuen Album ihre bisher beste Leistung ab!
Die Songs sind größtenteils schön griffig, bieten dem geneigten Genrefan, was er erwartet und auch das neue Personal ist eine absolute Bereicherung für die Band.
Man bewegt sich hier schön im klassischen Heavy Metal mit einem modernen Touch welcher auch gut eingängig ist.
Ein wenig geht einem zum Ende der Scheibe etwas die Luft aus, aber ansonsten gibt es hier wenig zu meckern und es gibt die klare Kaufempfehlung für die Genrefans die nicht immer die innovativste Platte brauchen, sondern einfach nur auf ehrliche und solide Mucke stehen!

Julian

 

GHOST AVENUE – Full Throttle

Trackliste:

01. Killer
02. Highwayman
03. Full Throttle
04. Wild and Free
05. Freedom Fighter
06. Coast to Coast
07. Seas of Thunder
08. Ride the Night

 

 

Spielzeit: 35:08 min – Genre: Heavy Rock/Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 19.06.2026 – Page: www.ghostavenue.com

 

Ganze 6 Jahre ist es her das uns die norwegischen Metaller von GHOST AVENUE mit einem neuen Album beglückt haben! Zeit das sich das ändert.
Komplett in Eigenregie haben sie dieser Tage ihr neues Album „Full Throttle“ veröffentlicht.
Man war aber nicht untätig in den 6 Jahren, sondern spielte einige Liveshows und Touren.
Bislang waren die Jungs mit ihren bisherigen Alben bei uns in der Rock-Garage immer wieder zu Gast, so war dann auch, nach einer netten Anfrage der Band, klar das wir uns natürlich auch dem neuen Album widmen werden.
Personell sehr stabil, nur auf einer Gitarrenposition musste man neues Personal im Vergleich zur letzten Scheibe „Even Angels Fall“ finden, präsentiert man uns auf dem neuen Diskus 8 Tracks irgendwo in der Schnittmenge zwischen Heavy Rock/Metal und Melodic Metal.
Gemischt von Markus Teske soll auf dem neuen Album auch ein ordentliches Live Feeling rüberkommen vom Sound her.

Na, schauen wir mal, ob das so ist und werfen direkt ein Ohr auf den Opener und die Videosingle „Killer“. Eine recht klassische Metalnummer mit einprägsamem Refrain die ohne viel drumherum schnell zum Punkt kommt. Als Opener also bestens geeignet!
Passend zum Titel sind „Highwayman“ und auch der Titeltrack „Full Throttle“ bestens für die Autofahrten geeignet, haben einen tolle Groove und bleiben recht schnell im Hirn hängen.
Das erdige und getragene „Wild and Free“ bildet den Albumteiler und kann mit dem satten Groove sowie den einprägsamen Refrain gut punkten.
„Freedom Fighter“ reiht sich da im Anschluss eigentlich gut ein und bei „Coast to Coast“ haben wir mal etwas Abwechslung vom bisherigen Songaufbau her, was die Nummer direkt interessant macht.
Mit „Seas of Thunder“ bahnt sich dann die nächste Vorabsingle ihren Weg durch die Boxen. Die Nummer hat einen schönen epischen Touch und Sänger Kim kann zeigen das er nicht nur der klassische Metalshouter ist, sondern auch ein paar andere gesangliche Moves drauf hat.
Zum Abschluss der Scheibe gibt es mit „Ride the Night“ nochmal recht klassischen Heavy Rock/Metal auf die Ohren, welcher schön atmosphärisch aus den Boxen kommt.

Manchmal braucht es nur eine recht klassische Heavy Rock/Metal Scheibe, um einen glücklich zu machen!
Klar die neue Ghost Avenue Scheibe gewinnt keinen Innovationspreis und Fronter Kim ist auch eher der klassische Metalshouter aber mehr braucht es manchmal halt einfach auch nicht.
Die Songs hier sind alle gut hörbar und wissen auf ihrer Art schon zu überzeugen.
Von daher sollte man der doch noch recht unbekannten Band und ihrem neuen Diskus auf jeden Fall mal eine Chance geben!
Solide Leistung, wie auch schon auf dem letzten Album!

Julian

 

STORMHAMMER – WRATH OF THE HAMMER

Trackliste:

01. Beware
02. Wrath Of The Hammer
03. Ashes Of The Throne
04. Light In The Dark
05. Wheels Of Eternity
06. Guardians Of The Night
07. Veil Of Fire
08. Scars Of The Abyss
09. Shattered Dominion
10. The Dune

 

Spielzeit: 42:24 min – Genre: Power Metal – Label: ROAR! – VÖ: 17.07.2026 – Page: www.facebook.com/stormhammerband

 

Sieben Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal im Zuge einer Rezension STORMHAMMER begegnete. Damals mit ihrem Album „Seven Seals“, das mir ein wenig gezwungen modern um des Modern-Seins Willen vorkam. Jetzt sind die Münchner, nach einem verdienten 30-Jahr-Feier-Best-of wieder da, und ich bin doch gespannt, ob ich wieder meckern darf!
Also dann: „Wrath Of The Hammer“, achtes Album des Quartetts, zehn Tracks, knappe Dreiviertelstunde Spieldauer. So weit, so alles okay. Der Sound ist stabil. Es gibt da so ein, zwei Frequenzbereiche, die man noch etwas hätte zügeln dürfen, aber das fällt einem nach fünf Minuten auch nicht mehr auf. Ansonsten ist das Ding klar und hat Bumms. Auch die durchaus präsenten Orchestersounds sind voll auf der Höhe der Advanced-Underground-Power-Metal-Gegenwart; klar, das wurde am Computer zusammengeschraubt, klingt aber hochwertig und hat auch das Extra-Quäntchen Detail-Bearbeitung bekommen. Wirkt Wunder!
Was mir neu war, ist Manuel Nox, „neu“ (also seit 2019) am Mic, dessen Stimme entscheidend heavy/power-metalliger und unpolierter als die seines Vorgängers rüberkommt. Wobei ich das Gefühl habe, dass die Vocals auf „Seven Seals“ auch durchaus nach-geautotunt wurden, was auf „Wrath Of The Hammer“ nicht hörbar der Fall ist.
Demodernisierung also? Jap, durchaus. „Wrath Of The Hammer“ ist angenehm klassischer Heavy/Power Metal, der nicht zu durchproduziert ist, poliert sein darf (in schönen mehrstimmigen Vocal-Harmonien zum Beispiel), es aber nicht sein muss. Zu vielen Momenten entscheiden sich STORMHAMMER für die ungeschliffene, rohere Spielweise (aber natürlich gut gespielt) und verzichten auf modernen Schnickschnack, den ihre Musik nicht nötig hat.
Und wie ist das jetzt so geworden? Nun, „Beware“ ist schonmal ein stabil gebautes Cinematic-Orchestral-Intro, wonach der Titeltrack in meinen Ohren melodietechnisch ein wenig zu sehr rumeiert und nicht ganz weiß, was er will. Dafür geht das Niveau mit „Ashes Of The Throne“ und „Light In The Dark“ gut nach oben, mit eingängigen Chorus-Melodien und einem sehr starken Finale von „Light In The Dark“. „Wheels Of Eternity“ startet heftig und ist an seinen schwächsten Parts immer noch Durchschnitt, und ungefähr in diesem Mix geht die Platte dann weiter.
Unter ein gewisses Level fällt die Qualität der Song nie, und das Level ist immer noch vollkommen stabiler Power Metal, der gut abgeht, gut gespielt und gesungen ist. Und verlässlich liegt das Niveau von „Wrath Of The Hammer“ auch darüber, mit technischen Parts vonseiten der Rhythmusfraktion, Ohrwurm-Refrains, nicen Orchesteraktionen oder halt einfach mal ’nem souveränen Solopart.

Fazit:
Zumindest in meinen Ohren ist „Wrath Of The Hammer“ nach „Seven Seals“ ein klarer Schritt nach vorne. Das Ding ist undergroundiger deutscher Power Metal (schon ein Qualitätsmerkmal für sich) der Sorte, die man hierzulande in seiner Szene nicht missen möchte.

Anspieltipps:
„Light In The Dark“, „Veil Of Fire“ und „The Dune“

(Ja, das Video ist enttäuschenderweise zum Teil KI, die Musik zumindest meines Wissens nach nicht.)

Jannis

UWE LULIS PROJECT – Analog

Trackliste:

01. You Don`t Know my Name
02. Faust (To Hell and Back)
03. Midnight in the Night of Ghosts
04. Shadowking
05. Lady Nosferatu
06. The Battle
07. Fireflies
08. Ballad of the Lost
09. Deceiver
10. Emerald in the Dark
11. The Drive

Spielzeit: 56:22 min – Genre: Heavy Metal – Label: Uwesen Records – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.uwelulisproject.de

 

Das UWE LULIS PROJECT entstand 2020 während der Coronazeit, aus dem kreativen Stillstand des Lockdowns heraus.
Gitarrist Uwe Lulis (ACCEPT/ GRAVE DIGGER) nutzte diese Phase, um sich wieder vollständig seinen eigenen Songs zu widmen. Nach seinem Ausstieg bei ACCEPT im Jahr 2025 rückte das Projekt endgültig in den Fokus.
Gemeinsam mit Erdmann Görg (Gesang, ELMSFIRE), Cord Kunze (Bass) und Katharina „Knattadrum“ Kunnert (Drums/Piano) formierte sich die Truppe aus dem Raum Frankfurt (Germany), die für handgemachte Rock- und Metal-Musik mit klarer
Haltung steht: kraftvoll, direkt und ohne Kompromisse. Musikalisch bewegt sich das Projekt zwischen Rock und Metal.
Das Debütalbum „Analog“ ist analog produziert. Keine KI, echte Drums, echte Performance. „Analog“. Der Sound lässt bewusst Ecken und Kanten zu und wurde produziert von Uwe Lulis selbst.
Als Gast haben wir beim Song „Faust“ den Fronter Alexander Spreng der deutschen Rocker von ASP am Start.

So viel als Vorabinfo, steigen wir mit dem Opener „You Don`t Know my Name“ mal in die Scheibe ein. Moderne Klänge schlagen uns erstmal entgegen bevor die klaren Riffs von Uwe sowie das kraftvolle Drumming von Katharina und die Basslines von Cord dazustoßen. Erdmann ist schön rough und modern gesanglich unterwegs, was dem Song zusätzlich Charakter gibt. Ein ganz anderer Beginn als man es vermutlich von Uwe Lulis erwartet hätte.
Anschließend folgt das Gastspiel von ASP beim rockigen „Faust“. Auch wieder so ein Song den man von Uwe Lulis jetzt nicht unbedingt erwartet hätte. Eine schöne neue Interpretation von Mephisto mit tollem Wechselgesang von ASP und Erdmann!
Mit „Midnight in the Night of Ghosts” gibt es dann eine der Videosingles auf die Ohren. Ein toller atmosphärischer Song der mit schönen modernen Einflüssen sowie dem erdigen Groove überzeugt. Sehr charakteristischer Gesang von Erdmann hier.
Also bis jetzt klingt jeder Song hier anders, keine Spur vom klassischen Heavy Metal so wie man es gewohnt ist von Uwe Lulis. Sehr schön!
„Shadowking“ geht dann eher schon in die klassische Metalrichtung und ist ein erdiger Midtempo Groover mit einem tollen Chorus.
Nachdem ebenfalls wieder recht klassischen Metaltrack „Lady Nosferatu“ kommt dann die erste Videosingle „The Battle“ und die Nummer hat so richtig schön Druck, einen tollen Groove und eine geile Gitarren sowie Bass Arbeit. Ein mega Song der durch Gesang und Chorus abgerundet wird und mit zu den besten Songs hier auf der Platte gehört!
Recht erdig und rockig kommen dann die „Fireflies“ aus den Boxen bevor mit dem atmosphärischen „Ballad of the Lost“ das letzte Drittel der Scheibe eingeläutet wird.
Hier halten das harte und im Chorus schön melodische „Emerald in the Dark“ sowie das abschließende ebenfalls schön melodische „The Drive“ die Fahnen oben.

Klar, und da bin ich ehrlich, im ersten Moment hat natürlich der Name Uwe Lulis sehr gezogen bei der Auswahl dieser Rezension. Aber da würden man der gesamten Platte sowie den restlichen Musikern absolut Unrecht tun!
Tolle, abwechslungsreiche Songs, die mit schönen modernen Elementen aufgepeppt sind, aber immer den Geist des klassischen Metals ausstrahlen.
Dazu die tolle Produktion, die man den Aufwand und die Entstehung anmerkt und die tolle instrumentale Leistung plus der sehr charakteristische Gesang von Fronter Erdmann runden diese Debüt dieser sehr erfahrenden Musiker einfach ab.

Julian

 

 

 

PRIME CREATION – Souls of the Fallen

Trackliste:

01. Galactic Rebirth
02. Ghosts
03. Blood Harvest
04. Souls of the Fallen
05. Prime Creation
06. Lost Legacy
07. Legens Never Die
08. Ashes of Trust

 

 

Spielzeit: 36:27 min – Genre: Heavy Metal – Label: ROAR – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.facebook.com/primecreationofficial

 

Die schwedischen Metaller von PRIME CREATION sind ein gern gesehener Gast bei uns in der Rock-Garage und bislang war auch jedes Album sehr ordentlich gelungen. Personell ist die Band auch sehr beständig, nachdem man sich aus den Resten der Band MORIFADE gegründet hatte. Nur bei den Labels war man etwas umtriebig, seit dem letzten Album „Tell Freedom I Said Hello“ ist man nun aber seit 2023 beim alteingesessenen Label ROAR angekommen.
Musikalisch ist man im modernen Heavy Metal unterwegs der immer mal wieder auch in den Power oder Prog Metal reinstrahlt.

Viel mehr gibt es auch an Vorabinfos gar nicht zu sagen, bleibt also mehr Zeit für die Mucke des neuen Albums „Souls of the Fallen“, daher starten wir nun direkt mit dem Opener „Galactic Rebirth“. Mit ordentlich Keyboardunterstützung beginnt die Nummer bevor der etamäßige Sänger Esa Englund sein raues Organ erklingen lässt und die moderne Midtemponummer gut Fahrt aufnimmt. Refrain und Bridge passen, dazu ein paar Screams und fertig ist ein sehr ordentlicher Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Auch das anschließende „Ghosts“ macht eigentlich keine Gefangenen sondern überzeugt vor allem mit seinem hymnenhaften und mehrstimmigen Chorus auf ganzer Linie.
Wesentlich brachialer geht dann „Blood Harvest” zu Werke. Hier ist keine Spur von den Synthies der Vorgängersongs hier reagiert die Axt und die Modern Metal Elemente mit einem ordentlichen Schuss Power Metal!
Der Titeltrack “Souls of the Fallen” ist dann ein erdiger Stampfer geworden der mit seinen brachialen Riffs und den satten Bassgroove so ziemlich alles niederwalzt und schön satt aus den Boxen kommt. Ein würdiger Titeltrack mit richtig viel Härte und schön zum Mähne schütteln!
Der über 6 minütige Bandtrack “Prime Creation” folgt dann als Nächstes. Hier haben wir einen atmosphärischen Heavy Metal Song der wieder mit Keyboardunterstützung ausgestattet ist und überhaupt nicht so düster wie die Vorgängertracks, sondern eher episch und emotional daherkommt. Auch ein tolles Stück was mächtig Eindruck hinterlässt.
Wieder mehr nach vorne und mehr Härte gibt es dann bei „Lost Legacy“ bevor bei „Legends Never Die“ es wieder epischer und melodischer wird und das abschließende „Ashes of Trust“ bietet uns dann auch wieder diese tolle Mischung aus modernen Heavy Metal und schöner Melodic.

PRIME CREATION bleiben ihrer Linie auf jeden Fall treu. Moderner Heavy Metal, der auch immer mal wieder die Power Ecke abdriftet und daher für Fans von so Bands wie EVERGREY oder auch MASTERPLAN etwas sein sollte!
DEN absoluten Überhit sucht man auch auf ihrem neuen Album erneut vergebens, insgesamt ist der Diskus aber auf einem ordentlichen Niveau mit einer fetten Produktion die satt aus den Boxen kommt.
Daher ist das Album den angesprochenen Band und Genrefans auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen auch wenn es erneut nicht der ganz große Wurf in die obersten Punkteränge ist was auch an der für die heutigen Zeit lächerlichen Spielzeit liegt, sorry Jungs!

Julian

 

 

LEATHERWITCH – First Spell

Trackliste:

01. Heroes and the Dice
02. Beast Inside
03. Bound by the Night
04. Silver Stallions
05. Living in the Fast Lane
06. The New Beginning
07. Two Tons of Steel
08. In the Middle of the Night

 

 

Spielzeit: 43:19 min – Genre: Heavy Metal – Label: Listenable Records – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.facebook.com/leatherwitchofficial

 

Nach dem plötzlichen Ende der polnischen Heavy Metaller CRYSTAL VIPER hat deren Frontfrau und Multiinstrumentalistin Marta Gabriel nun ein neues Betätigungsfeld nämlich ihr eigenes Bandprojekt LEATHERWITCH. Hier hat sie alle Instrumente sowie den Gesang selbst eingespielt, wobei ich mir bei den Drums nicht ganz sicher bin ob da nicht etwas nachgeholfen wurde, aber dazu später mehr.
Wer das bisherige Betätigungsfeld von Marta kennt, weiß schon was man auch hier bei LEATHERWITCH nun erwarten kann!
Ziemlich klassischer Heavy Metal der auch immer mal wieder in die Rock Ecke abgleitet. Das Debütalbum „First Spell“ wurde von Marta`s Mann Bart Gabriel produziert und erscheint beim alteingesessene Label Listenable Records.

Mit der Vorabsingle „Heroes and the Dice“ wird die Scheibe gestartet. Nach einer kleinen Einleitung beginnt die Nummer recht schwungvoll und direkt fällt die sehr klassische Herangehensweise auf, satte Riffs und krachende Drums sowie eine bestens aufgelegte Marta die wie immer top bei Stimme ist.
Dazu ein packender Chorus und fertig ist das erste dicke Ausrufezeichen direkt zu Beginn.
Im Anschluss gibt es dann direkt die nächste Videosingle mit „Beast Inside“, dieses Mal ohne eine große Einleitung kommt die Nummer auch sofort eigentlich auf den Punkt und dürften jedem klassischen Metaller sofort zusagen.
Und der nächste Hit lässt nicht lange auf sich warten, sondern wartet als Albumteiler mit „Silver Stallions“ auf uns. Auch hier weicht Marta nicht einen Zentimeter von der klassischen Ausrichtung ab, was gut ist. Die Nummer ist ebenfalls wieder schön eingängig und geht sofort ins Blut über.
In der zweiten Hälfte der Scheibe wird das Qualitätslevel auf jeden Fall weiterhin schön hochgehalten jeder Song hat irgendwie so seine guten Momente und bieten immer viele klassische Riffs und Melodien, besonders hervorstechen tut das etwas Epischere über 7 Minuten lange „The New Beginning“ und das schön melodische abschließende „In the Middle of the Night“.
Ein Wort noch wie schon angesprochen zur Produktion, die ist satt aber auch oldschool was nicht jedem zusagen sollte und die Drums, ja die Drums! Ich weiß nicht, ob die wirklich echt eingespielt wurden oder mit Hilfe von nicht menschlichem Einsatz entstanden sind, ist sehr schwer einzuschätzen. Sie klingen aber recht ordentlich.

Eins wird hier relativ schnell klar, Marta atmet und lebt hier den klassischen Metal in vollen Zügen!
Mir erschließt sich hier zwar nicht komplett warum es dafür eine neue Band gebraucht hat und man das nicht auch mit der alten Stammband zeigen hätte können, aber gut irgendeinen guten Grund dafür wird es gegeben haben.
Herausgekommen ist auf jeden Fall insgesamt ein solides klassisches Metalalbum was ein ordentliches Debüt darstellt und wo die Zielgruppe relativ schnell klar ist.

Julian

 

 

 

LEX LEGION – Lex Legion

Trackliste:

01. Sleep Eternally
02. Gypsy Tears
03. When the Stars Align
04. (I Am) The Resurrected
05. Lost Inside
06. Darkness
07. Saviours
08. Life Eternal
09. Far Away

 

 

Spielzeit: 34:40 min – Genre: Heavy Metal – Label: MNRK – VÖ: 12.06.2026 – Page: www.facebook.com/OfficialLexLegion

 

LEX LEGION ist eine brandneue Band, die sich aus alten Weggefährten mit einer stattlichen Heavy Metal Vergangenheit zusammensetzt. Die Gruppe besteht aus vier Fünfteln der klassischen KING DIAMOND Besetzung der späten 1980er Jahre, Schlagzeuger Mikkey Dee, die Gitarristen Pete Blakk und Andy La Rocque sowie Bassist Hal Patino. Den Gesang übernimmt hier Nils K. Rue von PAGAN`S MIND
Das selbst betitelte Debütalbum ist ein zielstrebiger, zukunftsorientierter Rückgriff auf den Hardrock/Metal der beteiligten Musiker, die ja auch MOTÖRHEAD und die SCORPIONS in ihrer Vita stehen haben.
Alle Vorabinfos und Höreindrücke klangen mega spannend, daher war ich sehr gespannt auf das Debüt und widmet mich mit Freuden dem Diskus.

Gestartet wird das Album mit der Vorabsingle „Sleep Eternally“ und hohen Screams von Fronter Nils. Ein bisschen schwimmen direkt die KING DIAMOND Einflüsse hier schon mit. So eine Mischung aus krachendem Heavy und etwas Epic Metal wird uns hier geboten. Ein guter Opener der schon mal einen ordentlichen Eindruck hinterlässt und nicht zu Unrecht eine Vorabvideosingle geworden ist.
Es folgt der erste waschechte Hit der Scheibe mit dem Stampfer „Gypsy Tears“ welches euch vom Groove her ordentlich den Staub aus den Boxen ballern wird, versprochen! Dürfte, auch aufgrund des Chorus, ein ordentlicher Livehit werden das gute Stück.
Klassischer Metal mit etwas vertrackter Songstruktur wird uns bei „When the Stars Align“ geboten bevor bei „(I Am) The Resurrected“ wieder ordentlich der Dampfhammer aus den Boxen tönt mit dem entsprechenden Ohrwurmchorus.
Die zweite Hälfte wird dann von „Lost Inside“ eröffnet. Auch hier kommen direkt wieder 80iger Metal Gefühle hoch, so sehr klingt die Nummer nach der damaligen Zeit.
Mit einem doomigen Intro weiß dann direkt „Darkness“ zu Gefallen und sich gut abzuheben. Der klassische, zeitlose Heavy Metal bleibt hier im weiteren Verlauf aber klar Ton angebend.
Sänger Nils setzt dann mit seinem tollen Gesang „Saviours“ die Krone auf. Der Wahnsinn, was der Junge abseits der gewohnten Power Metalpfaden so draufhat und hier zeigt. Aber auch die Nummer an sich weiß erneut absolut zu gefallen!
Und auch bei den beiden letzten Tracks „Life Eternal“ sowie dem abschließenden Instrumental „Far Away“ macht man keine Gefangenen, bleibt sich seiner Linie treu und dürfte den Vorschusslorbeeren absolut gerecht werden.

Bei den beteiligten Namen waren die Erwartungen hoch, und die Band hat abgeliefert! Und das in Summe, DER absolute Überhit ist jetzt nicht auf der Scheibe zu finden, das braucht es aber auch irgendwie gar nicht, denn in der Gesamtheit ist das Album einfach ein tolles Zeugnis des klassischen, zeitlosen Metals der 80iger ist welches auch genauso klingt und Fans dieser Spielart sowie KING DIAMOND Anhänger gleichermaßen zusagen sollte!
Eine klare Kaufempfehlung also, der einzige Wehrmutstropfen ist die sehr geringe Spielzeit, die heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß ist!

Julian

 

 

 

UNCHAINED HORIZON – The Guardian`s Call

Trackliste:

01. The Guardian`s Call Part I
02. Grim Reaper
03. Heroes
04. Atlantis
05. The Guardian
06. War
07. Hysteria
08. No More Tomorrow
09. Metal Unites
10. Serpent Queen
11. The Guardian`s Call Part II

Spielzeit: 55:51 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 13.03.2026 – Page: www.unchained-horizon.com

 

Beim Stöbern durchs allmächtige Internet bin ich drauf gestoßen das die deutschen Metaller von UNCHAINED HORIZON bereits im März ihr neues Album „The Guardian`s Call“ in Eigenregie veröffentlicht haben.
Selbstredend das ich Kontakt zur Band aufgenommen haben, die personell übrigens unverändert ist, da ich das Vorgängeralbum „Fallen Kingdom“, welches 2022 beim leider verblichenen Label Pure Steel Records erschien, sehr ordentlich fand und nach den ersten Höreindrücken vom neuen Album mächtig angefixt war!
So erhielt ich natürlich die Promo und kann euch jetzt, etwas verspätet, meine Meinung zum neuen Album mitteilen kann.

Mit dem Opener „The Guardian`s Call Part I” wird das neue Album eröffnet. Ein stimmungsvolles, ruhiges Intro welches perfekt auf das Album einstimmt.
Der erste richtige Track „Grim Reaper“ ist aber alles andere als ruhig. Hier regiert direkt vom Start weg die Axt und es fliegen uns die Riffs nur so um die Ohren. Klassischer Heavy Metal mit etwas Power Metal gewürzt wird uns hier geboten und der gute Schwung des Vorgängeralbums wird direkt mitgenommen. Im Mittelteil wird der Fuß kurz vom Gas genommen was der Nummer gut tut und sie interessant macht. Sehr schön!
Im Anschluss schmeißen die Jungs die Hitmaschine an, denn mit dem bärenstarken und melodischen „Heroes“, das mit epischen Einflüssen aufgepeppte „Atlantis“, dem nach etwas Anlauf erdigen und melodischen Stampfer „The Guardian“ sowie das epische über 8-minütige „War“ hat man absolute Ohrbomben im Anschluss im Gepäck die sich metertief in die Gehörgänge graben und alle auch schön abwechslungsreich gehalten sind.
Eine Offenbarung für die Genre und Bandfans!
Nach so vielen recht langen Songs gibt es mit „Hysteria“ knapp 3 Minuten knackigen, eingängigen Heavy Metal der etwas Oldschool abbekommen hat.
Im letzten Drittel hat die Truppe ihr Pulver aber noch nicht verschossen, sondern präsentiert uns mit dem mit ein paar NWOBHM Einflüssen gewürzte „Metal Unites“ sowie dem epischen 6-minütigen „Serpent Queen“ zwei weitere Hits bevor dann mit dem Outro „The Guardian`s Call Part II“ das Album abgeschlossen wird.

Also für eine Selbstveröffentlichung ist das Ganze hier auf einem verdammt hohen Niveau. Songwriting top, die Hits sitzen, die Produktion ist satt und auch die Eingängigkeit sowie die Abwechslung kommt hier nicht zu kurz!
Schöner, frischer Heavy Metal der einfach nur Spaß macht und Band und Genrefans gleichermaßen bestens munden sollte.
Ich bin froh, dass ich die Scheibe mir nun auch noch ordentlich zu Gemüte führen und euch vorstellen konnte.
Für mich ist das neue Werk auch eine klare Weiterentwicklung zum letzten Diskus und von daher geht es auch in den Punkten ein Stückchen nach oben.
Klare Kaufempfehlung also für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

METALL – Chasing the Truth

Trackliste:

01. Serpent`s Ensemble
02. Chasing the Truth
03. Dying Hope
04. Lord of Flies
05. The Realm Inside
06. Imminent Strike
07. Slave of Power
08. Heavens Burn
09. Solomon`s Rage
10. Heart of Steel

 

Spielzeit: 42:03 min – Genre: Heavy Metal – Label: Iron Shield Records – VÖ: 30.04.2026 – Page: www.metall-heavyband.de

 

Schau mal an, heimlich, still und leise kommen die deutschen DDR Urgesteine des Metals METALL mit ihrem neuen, dritten Album „Chasing the Truth“ welches erneut, wie auch das letzte Album „Metal Fire 2019, auf dem kultigen deutschen Label Iron Shield Records veröffentlicht wird.
7 Jahre also, viel Zeit zwischen den beiden Alben, die begründet ist mit der dazwischenliegenden Pandemie und einigen personellen Wechsel an der Gitarrenfront. Die anderen Instrumente sind aber weiterhin in fester Hand von Bassist und Mitgründer Sven Rappoldt, Sänger Joel Stieve-Daw und Schlagzeuger Marko Thäle.
Und auch am Sound hat sich nichts geändert, nach wie vor regiert hier der klassische Heavy Metal mit einem ordentlichen Thrash Einfluss.
Alles unverfälscht und roh wie es der geneigte klassische, oder Oldschool Metaller liebt.
Mit einem tollen Cover ausgestattete gewann die neue Scheibe meine Aufmerksamkeit und nachdem wir uns auch schon dem letzten Album gewidmet hatten, war klar, auch das neue Werk musste auf unseren Rezensionstisch!

Als Opener wird uns „Serpent`s Ensemble“ präsentiert welches nur ein stimmungsvolles Intro ist was uns auf die Scheibe ordentlich einstimmen soll.
Bei „Chasing the Truth“ geht dann das erste Mal so richtig die Post ab! Ein fettes Groovemonster bahnt sich hier den Weg durch die Boxen. Sänger Joel hat ein raues Organ und ist eher der klassische Metal Shouter als der melodiöse Sänger. Das passt aber natürlich gut zur Mucke!
Die Nummer bleibt auf jeden Fall direkt im Ohr hängen, das ist bombensicher.
„Dying“ Hope ist dann eine fiese Abrissnummer wo der Thrash Einfluss volle Möhre rüberkommt. Ein Track der perfekt zum abmoshen geeignet ist und mächtig durch Mark und Bein geht.
Bei „Lord of Files“ gibt es dann recht klassischen Oldschool Metal auf die Ohren, ganz so wie es im Vorfeld versprochen wurde.
Der Albumteiler hört auf den Namen „The Realm Inside“ welcher etwas aus dem gesamten Rahmen fällt, ordentliche Atmosphäre reinbringt und die Band mal von einer etwas anderen Seite zeigt.
Bei „Imminent Strike“ und „Slave of Power“ wird wieder die Oldschool Fahne schön hochgehalten, wobei beim letztgenannten auch nochmal ordentlich Thrash dazukommt.
Als vorletzte Nummer ertönt „Solomon`s Rage“ der auch wieder voll auf die Fresse geht, aber besonders durch seine deutschsprachigen Einschübe schön auffällt und aus der Reihe fällt! Auch wenn diese etwas mehr nach vorne gemischt gehört hätten damit sie wesentlich besser verständlich wären.
Mit „Heart of Steel“ wird es nochmal richtig schön klassisch, aber ohne Thrash“ sondern einfach 1 A Heavy Metal wo man richtig schön die Hände nach oben strecken und richtig schön mitgehen kann!

Klarer Fall, für Oldschool Metaller ist das neue Album von METALL auf jeden Fall etwas! Das Ding ist super passend produziert, die Songs treffen einfach den Genreliebhaber voll in die Fresse und auch ansonsten zünden die Jungs häufig die richtige Stufe bei den Songs.
Dazu noch der passende Sänger mit Joel, der aber manchmal noch etwas gehemmt wirkt, da geht definitiv noch mehr, das zeigt er in Ansätzen auch bei einigen Songs, ich freu mich schon drauf wenn er noch eine Schippe beim nächsten Album drauf legt!
Für mich gibt es hier eine klare Kaufempfehlung, mit der entsprechenden höheren Punktebewertung im Vergleich zum letzten Diskus, für die angesprochen Zielgruppe und die Feststellung das METALL noch lange nicht zum alten Eisen gehören!

Julian

 

 

GUS G – Steel Burner

Trackliste:

01. Steel Burner
02. Nothing Can Break Me (feat. Doro)
03. Dancing with Death (feat. Matt Barlow)
04. Advent
05. What If
06. Frenemy (feat. Ronnie Romero)
07. No One has to know (feat. Dino Jelusick)
08. Confession
09. My Premonition (feat. Ronnie Romero)
10. Closure

 

Spielzeit: 38:46 min – Genre: Metal Department – Label: Heavy Metal – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.gusgofficial.com

 

Den griechischen Gitarristen Gus G muss denke ich niemandem im Metal Kosmos mehr vorgestellt werden. Der Mastermind von FIREWIND, mit denen er schon lange unterwegs ist, hat ja auch schon einige Soloalben in den letzten Jahren veröffentlicht auf dem er auch immer wieder musikalische Gäste begrüßt hat.
So auch dieses Mal. Mit seinem fünften Album „Steel Burner“ bekommen wir die von ihm gewohnte instrumentale Heavy Metalkost gewürzt mit Song mit (Gast)Gesang. Dieses Mal hat er Doro Pesch, Matt Barlow, Dino Jelusick sowie Ronnie Romero als Gastsänger mit am Start.

Als Opener gibt es direkt den Titeltrack, das instrumentale Stück „Steel Burner“ auf die Ohren. Mit ordentlich Keyboardunterstützung und mit klassischen Gitarrenriffs bahnt sich die Nummer dann immer mehr den Weg in die Gehörgänge. Tolle instrumentale Leistung die uns hier entgegen schlägt. Vielleicht etwas kurz für einen Titeltrack.
Danach gibt es dann den gesanglichen Gastauftritt von Doro, welcher natürlich ziemlich klassisch gehalten ist. Der Song passt recht gut zu ihr, auch wenn er etwas härter ist und klar gibt es hier Heavy Metal in Reinkultur zum Genießen.
Direkt weiter geht es dann mit Sänger Matt Barlow und „Dancing with Death“ was genau die Schnittmenge zwischen Heavy und US Metal ala ICED EARTH trifft und logischerweise ist der gute Matt dafür der perfekte Sänger.
Die Nummer ist auch schön abwechslungsreich gehalten und bricht immer mal wieder aus dem gewohnten Korsett aus, das sticht schön heraus!
Ein weiteres instrumentales Highlight haben wir dann im Anschluss mit „Advent“. Eine tolle Songstruktur und interessanter Aufbau welches ihn vom nächsten instrumentalen Song „What If“ schön abhebt.
Auch letzterer ist ganz ordentlich, ist aber etwas handzahmer als die Nummer zuvor unterwegs.
Und wie soll es anders sein, auch der nächste Gastbeitrag ist dem Gastsänger perfekt auf den Leib geschrieben. „Frenemy“ ist ein krachender Heavy/Hard Rocker geworden der natürlich bestens für Ronnie Romero geeignet ist, genauso wie es dann natürlich bei „My Premonition“ der Fall ist.
Dazwischen gibt es mit dem ebenfalls rockigen „No One has to know“ den Gastbeitrag „Dino Jelusick“ und das instrumentale „Confession“.
Als Abschluss haben wir passenderweise „Closure“ welches ein weiteres instrumentales Stück ist.

Keine Frage, anders als sein letztes Soloalbum „Fearless“ ist der gute Gus hier weniger experimentell, sondern eher im klassischen Metal und Rock unterwegs, vermutlich deswegen der passende Name „Steel Burner“.
Instrumental gibt es natürlich nichts dran zu rütteln und die gesanglichen Gäste sind Top gewählt.
Man merkt aber irgendwie das das Album komplett in Eigenregie entstanden ist, was jetzt schlechter klingt als es ist, aber manchmal ist ein Blick von außen oder ein paar mehr Augen und Ohren nicht schlecht.
Insgesamt haben wir hier eine ordentliche Mischung aus instrumentale und Gesangssong und Fans des griechischen Flitzefingers kommen hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten!

Julian