SOLITARY SABRED – By Fire & Brimstone

No Remorse records 2020

Band: Solitary Sabred
Album: By Fire & Brimstone
Spielzeit: 40:34 min
Stilrichtung: Heavy/Epic Metal
Plattenfirma: No Remorse records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.facebook.com/sabredmetal

Epic Metal aus Zypern – da klingeln doch beim Stammrezensenten der grandiosen ARRAYAN PATH die Partyglocken. Von SOLITARY SABRED ist die Rede, und von ihrem dritten Album “By Fire & Brimstone”. Das klingt schonmal amtlich produziert, mit minimalen Knackpunkten, die aber aufgrund ihrer Bedeutungslosigkeit keiner näheren Erläuterung bedürfen. Die Musiker machen ihren Job gut und haben offensichtlich einiges an spielerischem Talent angesammelt. Der Vergleich mit ARRAYAN PATH passt so halb. Keine Ahnung, ob es an der musikalischen Sozialisierung der Zyprer liegt, aber in Sachen Harmoniefolgen und Grundstil (recht wenig Bombast, dafür mehr Ausreizung der Möglichkeiten der vorhandenen Instrumente) sind die beiden Bands in Teilen nicht unähnlich. Allerdings liegt der Fokus bei SOLITARY SABRED etwas weniger auf eingängigen Melodien und Emotionen. Das liegt insbesondere an Petros “Asgardlord” Leptos, der seine Vocals extrem theatralisch gestaltet und mit seinem schlüssigen Mix aus “normalem” Gesang, Erzählvocals und hohen Screams eher an PRIEST oder KING DIAMOND erinnert. Tut der Musik absolut gut, die Vocals passen und wären als reiner Standard-Klargesang wohl wesentlich weniger unterhaltsam.
Da die Vocals alleine ein Album aber nicht tragen können, muss der Rest der Musik auch noch stimmen. Und das tut er weitestgehend. Mal im Midtempo, mal fast doomig langsam, aber nie seicht, mal in dreschendem Uptempo, mal eher basic, mal ordentlich fett hat “By Fire & Brimstone” schonmal einiges an Abwechslungsreichtum zu bieten, auch innerhalb der einzelnen Songs, die fast nie in einem Tempo gehalten sind.
Dabei geht man natürlich das Risiko ein, dass die einzelnen Songs schwer auseinanderzuhalten sind, da man nicht den einen langsamen und den einen schnellen Song hat, sondern neun (ohne das kurze Hörspielintro zu “Blestem” acht), die mal so und mal so ausfallen. Das mag auch bei “By Fire & Brimstone” ein kleines Problem sein, für das allerdings die einzelnen Parts an sich doch oft entschädigen können. Die Arbeit der Instrumentalfraktion ist top aufeinander abgestimmt und innerhalb der Genregrenzen doch sehr kreativ, beispielsweise hinsichtlich von Bass und Gitarre in der Strophe des Openers. Die Vocals partizipieren dabei, lassen charakterstarke Melodieführung (zum Beispiel im Prechorus und Chorus von “Assassins Of Carthage”) ebenso wie einigermaßene stimmliche Eskalation (nicht nur im langen Endtrack “Blestem”) zu. Da schadet es auch nicht, wenn einzelne Songs nicht akut im Gedächtnis bleiben oder der ein oder andere mal nicht so zündet – während des Hörens macht “By Fire & Brimstone” auf jeden Fall so viel Spaß, dass man es ziemlich wahrscheinlich in der Rubrik “wieder anhören” abspeichert.

Fazit:
Somit ist SOLITARY SABREDs dritte Platte ein entertainendes Stück Metal mit klarer Existenzberechtigung, das in Sachen Komposition ebenso Punkten kann wie in Sachen Sound, spielerisches Können und Vocals. Dazu angemessen roh und unkitschig – für die Metaller unter unseren Lesern sollte reinhören auf jeden Fall keine Zeitverschwendung sein.

Anspieltipps:
“Assassins Of Carthage” (dieser Chorus…), The Scarlet Citadel (Chronicles Of The Barbarian King pt.I) und Psionic Transmogrification

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Servants Of The Elder Gods
02. Assassins Of Carthage
03. Disillusions
04. Invoking The Master
05. The Scarlet Citadel (Chronicles Of The Barbarian King pt.I)
06. Fyres Of Koth (Chronicles Of The Barbarian King pt.II)
07. Psionic Transmogrification
08. IX
09. Blestem

Jannis

BURNING WITCHES – Dance with the Devil

Band: Burning Witches
Album: Dance with the Devil
Spielzeit: 52:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: www.facebook.com/burningwitches666

Wer die BURNING WITCHES rund um Masterfrau Romana Kalkuhl bislang nicht auf dem Schirm hatte muss die letzten Jahren definitiv in einer abgeschlossenen Höhle gelebt haben! Seit ihrem Debütalbum 2017 geht die Karriere der 5 Metalamazonen nämlich nur steil bergauf!
Auch der letztjährige Ausstieg der bisherigen Sängerin Serenia konnte man gut wegstecken, fand man doch ziemlich schnell mit der neuen Fronterin Laura Guldemond stimmgewaltigen Ersatz.
Mit ihr und ansonsten unveränderter Mannschaft spielte man das bandweisende und immer als so wichtig angesehene dritte Album „Dance with the Devil“ ein welches dieser Tage erscheint.
Laut Vorankündigung soll es hier nochmal eine klare Steigerung zu den schon sehr starken beiden Vorgängern geben, na horchen wir mal direkt in den ersten richtigen Track „Lucid Nightmare“, nach dem stimmungsvollen Intro „The Incantation“, rein um uns davon zu überzeugen. Hier wird erstmal die volle Thrash Breitseite aufgefahren und die neue Sängerin Laura keift und growlt was das Zeug hält. Als erste Duftmarke ist das Ganze schon mal sehr ordentlich und man zeigt direkt das man auf dem neuen Album richtig Gas geben will!
Bei den nächsten Tracks „Dance with the Devil“, „Wings of Steel“ und „Six Feet Underground“ setzt man dann den Schwerpunkt etwas mehr auf die Melodic was den Hexen bestens zu Gesicht steht und man so hier ins absolut oberste Qualitätsregal des Heavy Metal greift. Ein sehr geiles erstes Drittel!
Eine tolle Metalballade hat man dann mit „Black Magic“ am Start welche zeigt das vor allem Fronterin Laura nicht nur die harten Töne drauf hat. Eine Nummer die bestens gewählt ist um mal zu träumen und den Fuß vom Gas zu nehmen.
Im Mittelteil wird das Gaspedal dann wieder metallisch durchgedrückt und mit „Sea of Lies“ und vor allem dem Banger „The Sisters of Fate“ weiß man absolut zu überzeugen und zu begeistern.
Der letzte Abschnitt wird dann vom düsteren „Necromicon“, dem melodischen „The Final Fight“ und dem toll umgesetzten Cover „Battle Hymn“ dominiert.

Anspieltipps:

„Dance with the Devil“, „Wings of Steel“, „Black Magic“, „The Sisters of Fate“ und „The Final Fight“

Fazit :

Ob es jetzt an der neuen Sängerin alleine liegt glaube ich nicht, aber fest steht mit dem dritten Album haben die BURNING WITCHES endlich ihren Sound gefunden und bewegen sich perfekt in der Schnittmenge zwischen eingängigen Heavy und kraftvollen Thrash Metal! So ist aus dem Stand heraus locker 1 Punkt mehr als bei dem letzten Album drin inklusive der obligatorischen Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft.
Well done Girls!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Incantation
02. Lucid Nightmare
03. Dance with the Devil
04. Wings of Steel
05. Six Feet Underground
06. Black Magic
07. Sea of Lies
08. The Sisters of Fate
09. Necronomicon
10. The Final Fight
11. Threefold Return
12. Battle Hyman (feat. Ross the Boss)

Video zu „Dance with the Devil“:

Julian

DAVID REECE – Cacophony Of Souls

Band: David Reece
Album: Cacophony Of Souls
Spielzeit: 48:15 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: El Puerto Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: http://www.davidreeceofficial.info/home

Das neue Album von DAVID REECE früher Unterwegs unter anderem bei ACCEPT, BANGALORE CHOIR, BONFIRE, SAINTED SINNERS und Solo. Dieser Herr Reece haut ein gewaltiges Pfund raus, ein Pfund das selbst der Watzmann wackelt. Mit dabei sind noch Malte Frederik Burkert am Bass und Andrea Gianangeli an den Drums.
DR besitzt immer noch eine sehr gute kräftige Stimme, die unverkennbar ist und unter tausenden herauszuhören ist. Zu hören gibt es straighten nach vorne gehenden Metal der überzeugen und sich hören lassen kann. Mit “Blood On Our Hands”, “Judgment Day”, dem obercoolen Titelsong “Cacophony Of Souls”, der Ballade “Another Life Another Time”, “Over And Over”, “Perfect World” und “No Disguise” befinden sich sechs gute Laune Songs die Dampf machen und ordentlich auf dicke Hose machen ohne zu übertreiben. Natürlich gehört die Ballade auch zu den Highlights. DR macht auf dem Album deutlich klar das er es noch voll drauf hat und weiß wie er sein starkes Organ am effektivsten einsetzen kann. Alles erinnert durch eben diese Stimme ein wenig an seine Stationen an denen er halt gemacht hat.

Verglichen werden kann mit allem wo DR bis jetzt beteiligt war im Metal Gewand.

Fazit:

Ein bärenstarkes Stück Metal von einem gestandenen Musker der weiß was er tut. Dafür gibt es eine Wertung von 8,5 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Chasing The Shadows
02. Blood On Our Hands
03. Judgement Day
04. Collective Anaesthesia
05. Cacophony Of Souls
06. Another Life Another Time
07. Metal Voice
08. Over And Over
09. Back In The Day
10. A Perfect World
11. Bleed
12. No Disguise

Helmut

BLACK HAWK – Destination Hell

Band: Black Hawk
Album: Destination Hell
Spielzeit: 46:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Underground Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.black-hawk-music.de

Ich muss gestehen, dass ich BLACK HAWK bis dato nicht kannte. Und das obwohl es die Band bereits seit 1981 gibt. Die ersten Demos wurden 1987 produziert, die den Jungs aus Mölln zahlreiche Auftritte in Clubs, auf Festivals und Bikerpartys ermöglichten. Musikalisch erwartet uns Heavy Metal der 80er Jahre. Saxon, Judas Priest, Accept und Helloween sollten hier als Beispiele genannt werden. Mittlerweile haben BLACK HAWK sieben Alben veröffentlicht und das Achte namens „Destination Hell“ steht vor der Tür. Das Line Up mit Udo Bethke (v.), Wolfgang Tewes (g.), Michael „Zottel“ Wiekenberg (b.) und Ovidiu Zeres (d.) haben nicht wie im Albumtitel die Hölle als Ziel, sondern eher einen kultigen Metal-Abend mit den entsprechenden Fans. Na dann mal los.
In „Hate“ knallt es dann sofort. Die Riffs sitzen, der Bass treibt den Song voran. Erinnert mich stark an Helloween zu „Walls of Jericho“ Zeiten. Beim zweiten Song „Destination Hell“ wird das Tempo angezogen. Am besten lässt sich der Track als Judas Priest mit Blaze Bayley am Mikro einordnen. „Smoking Guns“ entpuppt sich als eingängiger Stampfer im Midtempo Bereich. Mit der Stimme von Udo habe ich aber immer noch so meine Probleme. Das ist irgendwie nicht stimmig. Düsterer Einstieg der Gitarren bei „Time“, dann geht es über in einen an Accept erinnernden Titel. Wieder bremst der Gesang den klasse Song aus. „Voices From The Dark“ ist eine klassische Metal Nummer, nichts spektakuläres. „The Eyes Of The Beast“ kriecht langsam aus den Boxen, hat einen leichten Manowar Touch. Schneller wird es wieder passend zu „Speed Ride“. Gute Arbeit der Instrumentalfraktion. Die mit Abstand beste Nummer ist definitiv „Bleeding Heart“. Ich würde es als Powerballade beschreiben. Saxon standen anscheinend Pate für „Under Horizon“. Schöner Rock’n’Roll Song mit eingängigem Refrain. „Masters Of Metal“ ist eine Hommage an die Metal Szene. Etliche bekannte Songtitel werden hier erwähnt, coole Idee und die Nummer macht Spaß.

Anspieltipps: „Hate“, „Destination Hell“, „Bleeding Heart“

Fazit: Die Produktion ist gut, instrumental ist alles astrein, aber ein richtiger Hit fehlt leider. Und ich komme mit dem Gesang nicht ganz klar. Das ist aber Geschmacksache. Gute 6,5 Punkte von mir, da ist noch Luft nach oben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hate
02. Destination Hell
03. Smoking Guns
04. Time
05. Voices From The Dark
06. The Eyes Of The Beast
07. Speed Ride
08. Bleeding Heart
09. Under Horizon
10. Masters of Metal

Sturmi

WISHING WELL – Do Or Die

Band: Wishing Well
Album: Do Or Die
Spielzeit: 48:04 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Inverse Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.facebook.com/wishingwell2016

Es müsste ungefähr Siebte-Klasse-Stoff im Deutschunterricht sein: Wenn man für oder wider etwas argumentiert, sollte man sich die stärksten Punkte, deren Vermittlung man am wichtigsten findet, für’s Ende aufheben. Dementsprechend, weil ich doch am Ende der Platte viel Positives an ihr finden kann, zuerst mal die Kritik. Jouh, einige Songs sind mal wieder unter dem Anspruch entstanden, was richtig schön klassisch Metallisches zu machen („Do Or Die“, „Made Of Metal“, „Homeless Soul“…). Dabei wurde halt wie gewohnt darauf verzichtet, ihnen besondere individuelle Merkmale zu geben, die sie aus der Masse von metallischen Metaltracks hervorgehoben hätten. Okay, warte, da wäre immerhin noch eine E-Orgel, die in jedem Song ziemlich präsent ist, aber die beschränkt sich zu 95% auf liegende Akkorde oder in Extremsituationen mal ein primitives Solo („To Be Or Not To Be“) und verkauft sich verdammt nochmal einfach unter Wert. Dazu könnte der Sänger ein bisschen mehr Druck in seine Stimme packen.
Nun zu den positiveren Punkten: Das dritte Album der Finnen von WISHING WELL ist eher warm und auf jeden Fall okay produziert, Band und Sänger treffen Takt und Töne und machen ebenfalls einen guten Job. Obgleich die E-Orgel doch eher auf Sicherheit gespielt ist, gibt sie dem Heavy Metal auf „Do Or Die“ eine angenehme zusätzliche Komponente, die zeitweise durch leichte Stoner-Nuancen ergänzt wird. Musikalisch ist der Start etwas schleppend, nicht weil die ersten Tracks schlecht wären, sondern eher standard ohne große Höhepunkte.
Dafür gibt es allerdings auch „Sermon On The Mountain“, das trotz seiner melancholischen Grundstimmung ziemlich beschwingt und leichtgängig anmutet und Charakter hat. Dafür gibt es auch „Lost In The Night“ mit spaßigem Partybeat, gelungenem Chorus und ruhigem Outro, und es gibt „Live And Learn“, das als Ballade beginnt, dann aber ein echt fetter Gänsehaut-ohne-Kitsch-Track wird, der mehr als stabil ausfällt. Auch bei „The Gates Of Hell“ eine Mischung aus ruhigen und kraftvoll knallenden Passagen, ein wenig Doom/Stoner-Spirit und ordentlich Stimmung; und Cosmic Ocean hat keine E-Gitarren und Drums, dafür aber sogar eine Flöte dabei, und dazu eine coole Melodieführung.

Fazit:
Für den ganz großen Wurf ist doch ein bisschen zu viel Standard-Heavy-Metal auf „Do Or Die“ vertreten. Aber die Platte deswegen links liegen zu lassen wäre auch ein Fehler, denn von der Hälfte der Songs kann ich guten Gewissens weit Positiveres berichten als dass sie halt korrekt gespielter Metal sind. 50% des Albums sind stabil, 50% enthalten einen merklichen „Oha“-Faktor“. Ich empfehle explizit ein Antesten der Anspieltipps – und bei Gefallen natürlich immer einen Kauf des Albums.

Anspieltipps:
„Lost In The Night“, „Sermon On The Mountain“ und „Live And Learn“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Do Or Die
02. Made Of Metal
03. We Shall Never Surrender
04. Sermon On The Mountain
05. Lost In The Night
06. Homeless Soul
07. Live And Learn
08. To Be Or Not To Be
09. The Gates Of Hell
10. Cosmic Ocean

Jannis

ROSS THE BOSS – Born Of Fire

Band: Ross The Boss
Album: Born Of Fire
Spielzeit: 45:29 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: www.ross-the-boss.com

Zwölf Songs verteilt auf 45 Minuten Laufzeit, also im Schnitt unter vier Minuten pro Track – das ist ungewöhnlich im Heavy Metal, allerdings immer auch etwas, was ich begrüße, da der klassische Metal der Marke ROSS THE BOSS nicht unbedingt hochkomplex ist und somit auf Fünf-Minuten-Tracks gestreckt oft etwas redundant ist. Dann doch lieber zwölf knackig-kurze Dinger vom ernstzunehmenden Ableger von MANOWAR, dem Soloprojekt ihres Ex-Axers Ross Friedmann. Gut, ernstzunehmend ist ein dehnbarer Begriff, schließlich liest sich die Trackliste nahezu bescheuert klischeehaft (“Fight The Fight” und “I Am The Sword” direkt hintereinander muss man sich schon trauen). Nichtsdestotrotz sind wir von ROSS THE BOSS echten und truen, dabei aber im Vergleich zu MANOWAR doch weniger pathetischen und weniger unfreiwillig komischen Stoff gewohnt.
Nach der langen Einleitung nur kurz abgehakt: Der Sound ist organisch und gut heavy, die Bandleistung ist top und Sänger Marc Lopes bringt mit seinen teils fast shoutig anmutenden Vocals und hohen Screams noch mehr Aggressivität ins Spiel. Toll gelungen die Art der Vocal-Produktion, die Vocals und Backing Vocals zu einem homogenen Gesamtsound verschmelzen lässt.Die negativen Stimmen, die teils über ihn laut werden, kann ich beim besten Willen kein Stück nachvollziehen.
Musikalisch erweist sich meine Hoffnung als begründet: mehr Tracks, mehr Variation und mehr geiler Scheiß aus der magischen Riffkiste von Ross. Kitschfrei, smarte Mittelteile, verdammt stark geschrieben. Im Einzelnen, weil es die Tracks echt verdient haben:
01. Glory To The Slain: Schnell, fast hanseatisch-durig im Prechorus, edel konzipierter Mittelteil-Start, nicht so ganz true, fröhliche Bassläufe
02. I Am The Sword: Prechorus ziemlich SAXONig, Refrain simpel aber mit coolen Leadgitarren dahinter, die mit dem Gesang sogar minimale Folk-Vibes reinbringen
03. Fight The Fight: Midtempo, Hier auch mal ganz klarer Gesang, simpel, angepisst, mieses Riffing, redundant, gelungen
04. Shotgun Evolution: Episches Intro, harmonisches Gitarrenmotiv als netter Kontrast zum sonst harmonisch einfachen Track, der Mittelteil knallt zeitweise so hart, dass er mit anderen Vocals auch als Melodic Black Metal durchginge
05. Denied By The Cross: Trocken, maschinell, Hammer-Riff, ganz ganz leise Synths, dicker melodischer Midtempo-Chorus
06. Maiden Of Shadows: Präsente Synths zwischen Mittelalter, Standard-Orchester und Celtic Folk, düster, Strophe wieder ein wenig SAXONesk, äußerst stimmungsvoller Chorus
07. Born Of Fire: Thrashigere Humpa-Strophe, Fire-auf-Desire-Reim im live wohl höchst spaßigen, schmalzgitarrenunterlegten Chorus
08. Demon Holiday: Weiterer Kopfnicker, simple Strophe, beinahe GUNS’N’ROSSES im Refrain, Hauptriff öde, Überraschungsriff vor dem Refrain umso besser
09. Godkiller: Starker Einstieg und starke Umsetzung des Einstiegs in der Strophe, so noch nicht gehört, man kann im Heavy Metal doch immer noch gleichzeitig traditionell und innovativ sein
10. Walking The Moon: Der Freeware-Standardwolfsound, den jede Band mal nutzt, cooler gitarrengetriebener Refrain, fadet untruerweise aus
11. Undying: Melodischer Gitarreneinstieg der Oberklasse, klassische Strophe mit Bass-Präsenz, ruhig-schöner Mittelteil, gut abgehendes Ende
12.The Blackest Heart: Langsamer, heavyer Start, coole Strophe, düster-stampfender Chorus, chaotisch-souveräner Mittelteil, fast progressiv für den Ross

Fazit:
Ich gehöre eher zu denen, die bei dem ganz echten, gemeinhin als true bezeichneten Heavy Metal auch schnell mal zu viel kriegen. Ross hingegen schafft es mit seiner Truppe immer wieder, sich musikalisch nicht in Klischees zu verlieren, die Genregrenzen als flexibel zu betrachten und so auch 2020 noch klassischen Swords-and-Glory-Metal zu machen, der tatsächlich zündet, interessant ist und ganz ohne Spaß eigentlich jedem Heavy-Metal-Fan ernsthaft Laune machen sollte. In dem Genre ist der Mann einer der Großen, einer der Besten – und “Born Of Fire” meiner Meinung nach klar sein bisher bestes Album.

Anspieltipps:
Joah. Letztendlich Track 1 bis 12.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Glory To The Slain
02. I Am The Sword
03. Fight The Fight
04. Shotgun Evolution
05. Denied By The Cross
06. Maiden Of Shadows
07. Born Of Fire
08. Demon Holiday
09. Godkiller
10. Walking The Moon
11. Undying
12. The Blackest Heart

Jannis

NILS PATRIK JOHANSSON – The Great Conspiracy

Band: Nils Patrik Johansson
Album: The Great Conspiracy
Spielzeit: 50:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 28.02.2020
Homepage: /

Schon vor zwei Jahren begeisterte uns der ASTRAL DOORS Fronter Nils Patrik Johansson mit seinem ersten Soloalbum. Nun ist der Gute schon mit Soloalbum Nummer 2 zurück, dieses Mal mit einem Konzeptalbum. Auf „The Great Conspiracy“ thematisiert er den, bis heute ungelösten, Mord an dem schwedischen Premierminister Olof Palme der sich diesen Monat zum 33 Mal jährt.
Seit 2016 beschäftigt sich Nils Patrik mit dem Stoff und erneut wird er hier auf der Scheibe von LION`S SHARE Mastermind Lars Chriss musikalisch und als Produzent unterstützt.
Auch ansonsten bleiben die mitwirkenden Musiker die Selben wie auf dem Solodebüt.
Als Opener tönt uns „The Agitator“ entgegen. Hier geht es erstmal recht bedächtig mit den tiefgestimmten Gitarrenriffs zur Sache bevor sich diese in einen treibenden, flotten Midtempotrack verwandeln zu dem man direkt wunderbar die Matte kreisen lassen kann!
Der Chorus ist dann schön einprägsam und der Gesang von Nils Patrik ist natürlich wie immer über alle Zweifel erhaben. Hier kann man also relativ schnell den grünen Hitharken dahinter machen.
Erneut sehr schnell aber auch mit ordentlich Abwechslung kommt dann direkt im Anschluss „One Night at the Cinema“ aus den Boxen welches sich ebenfalls direkt auf die Hitliste spielt.
Und apropos, dort landet dann auch ohne Umschweife „The Baseball League“ zu dem man wunderbar mit stampfen kann und der mit seinem interessanten Rhythmus schon ein sehr eigenes Erkennungsmerkmal besitzt!
Das ebenfalls wieder sehr abwechslungsreich geratene „Freakshow Superstar“ eröffnet dann den Mitteilteil der Scheibe wo wir mit dem epischen „Prime Evil“ und dem flotten „Killer without a Gun“ zwei weitere Ohrbomben zu verzeichnen haben die die Qualität der Scheibe auf jeden Fall nochmal nach oben hieven.
Zum Abschluss holt der stimmgewaltige Schwede dann nochmal zum großen Schlag aus und präsentiert uns mit den zwei überlangen Tracks „The Great Conspiracy“ sowie „This must be the Solution“ zwei weitere absolute Perlen der Scheibe.
Das abschließende kurze Outro „Requiem Postlude“ funktioniert einzelnd dann so gar nicht, ist also nur etwas für den gesamten Eindruck.

Anspieltipps:

„The Agitator“, „One Night at the Cinema“, „The Baseball League“, „The Great Conspiracy“ und „This must be the Solution“.

Fazit :

Mit seinem zweiten Soloalbum wagt sich NILS PATRIK JOHANSSON an ein ernstes Thema ran und zaubert daraus ein sehr abwechslungsreiches Konzeptalbum. Dies ist aber definitiv eher im Heavy Metal beheimatet und geht nochmal ne Spur heftiger als auf dem Vorgängeralbum zur Sache.
Insgesamt gibt es daher eine leichte Steigerung zum Debütalbum zu vermelden und der Diskus ist definitiv jedem Anhänger des Schweden zu empfehlen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Agitator
02. One Night at the Cinema
03. The Baseball League
04. Freakshow Superstar
05. March of the Tin Foil Hats
06. Prime Evil
07. Killer without a Gun
08. The Great Conspiracy
09. This must be the Solution
10. Requiem Postlude

Julian

Video zu „Baseball League“:

WE SELL THE DEAD – Black Sleep

Band: We Sell The Dead
Album: Black Sleep
Spielzeit: 49:20 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: earMUSIC
Veröffentlichung: 21.02.2020
Homepage: www.wesellthedead.com

WE SELL THE DEAD: kennt ihr noch nicht? Solltet ihr aber unbedingt nachholen. Die Band wurde 2016 von Niclas Engelin (In Flames/Engel) und Jonas Slättung (Engel) gegründet. Auf der Suche nach einem geeigneten Sänger, sind die zwei bei ihrem langjährigen Freund, Apollo Papathanasio (Firewind/Spiritual Beggars) fündig geworden. Oscar Nilsson (Engel) ersetzt den ehemaligen Drummer Gas Lipstick (HIM) und Peter Olsson übernimmt die Rolle des Keyboarders.
Für was steht der Bandname WE SELL THE DEAD eigentlich? Laut eigener Aussage geht es um eine Idee oder das Konzept des Todes. Der Tod ist ein wesentlicher Bestandteil vom Leben. Diese Gedanken werden auf dem neuen Album in Form eines energiegeladenen Mixes aus dunklem Heavy Metal mit eingängigen Melodien festgehalten. Dies ist das zweite Album der Jungs aus Schweden.
So, jetzt aber zu den Songs selber:
Los geht es mit „Caravan“ und einem 1minütigen ruhigen Anfang ehe es in einen klasse Midtempo Stampfer übergeht. Erinnert gleich an Black Sabbath. „Across The Water“ ist die erste Single-Auskopplung . Melodie steht klar im Vordergrund, starker Refrain. „Black Sleep“ ist die zweite Single und auch ein richtig guter eingängiger Metal Song geworden, der so durchaus auf einem DIO Album stehen könnte. „Carved in Stone“ ist eine tolle Rock Nummer im Whitesnake Stil. Leider folgt mit „The Light“ der schwächste Song des Albums. Macht aber nichts, mit „Hour of the Wolf“ und „River in your Blood“ folgen zwei bärenstarke Nummern, die auch jedem Mustasch Fan gefallen dürften. „Nightmare and Dream“ erklingt und sofort wippen mein Fuß und Kopf unweigerlich mit. Ein gutes Zeichen. „Scars in my Heart“ ist ein sehr motivierender Song, man fühlt sich einfach gut danach. Zum Schluss wird es mit der längsten Nummer der Scheibe, „Shallow Grave“ nochmals etwas ruhiger. Starke Powerballade die auch Helloween Vibes in sich hat, sehr gut.

Fazit:
Klare Steigerung zu ihrem ersten Album, das aber auch schon richtig gut anzuhören war. Nachdem die Jungs letztens live mit John Diva & The Rockets of Love unterwegs waren, bleibt es auch nicht bei einem reinen Studioact. Daumen hoch für dieses Werk und 8 Punkte von mir.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Caravan
02. Across the Water
03. Black Sleep
04. Carved in Stone
05. The Light
06. Hour of the Wolf
07. River in your Blood
08. Nightmare and Dream
09. Scars in my Heart
10. Shallow Grave

Sturmi

ANVIL – Legal At Last

Band: Anvil
Album: Legal At Last
Spielzeit: 50:30 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 14.02.2020
Homepage: www.facebook.com/anvilmetal

ANVIL müssen den Energieversorgern und Gesetzeshütern in der Vergangenheit nicht selten aufgefallen sein – schließlich kam zum massiven Energieverbrauch durch Equipment bei Albumaufnahmen auch noch der durch die kleine Cannabis-Plantage, die die Herren ihrem neuen Album nach zu urteilen mit Sicherheit in ihrem Keller haben gedeihen lassen. Das ist nun nicht mehr problematisch, denn im Heimatland der Kanadier wurde Gras jüngst legalisiert. Das feiert die Truppe um Steve “Lips” Kudlow mit ihrem neusten Release “Legal At Last” und keinem geringeren Merchandise-Produkt als einer ANVIL-Bong, die momentan in der Entwicklung ist.
Die Vermutung liegt nahe, dass ANVIL gutes Sativa bevorzugen, denn müde und ruhig kommt das neue Album weiß Gott nicht rüber, und erstmals in der mehr als 40-jährigen Bandkarriere konnte man einen Produzenten direkt für drei aufeinanderfolgende Alben von sich abhängig machen. Martin Pfeiffer, der sonst unter anderem U.D.O. produziert hat, ist eine hervorragende Wahl. Sein Sound für die Band fällt knallend und klar aus und bietet keinen Grund zur Kritik.
Textlich ist man ansonsten mal humorvoll unterwegs, wie beim Midtempo-Banger “Nabbed In Nebraska”, mal gesellschaftskritisch bei “Plastic In Paradise”.
Und musikalisch? Nun, da ist mehr oder weniger alles beim alten, nicht ohne Grund wird “Legal At Last” von der Band mit einer gewissen berechtigten Selbstzufriedenheit schlicht als “one more Anvil album” bezeichnet. Uptempo-Nummern wie der Opener oder “Chemtrails” sind dabei, rockigere Tracks wie das schön abgehende und im gelungenen Sinne klassische “I’m Alive” oder “Bottom Line” sind auch dabei. Zudem traditionelle Heavy-Metal-Tracks etwas geringerer Geschwindigkeit, zum Beispiel “Talking To The Wall”, und mit “Gasoline” und “Said And Done” wirds auch mal vergleichsweise doomig.
Ist das Ganze nun revolutionär, innovativ und mindestens eine Neuerfindung des ANVIL-Stils? Nun, eindeutig nicht. Aber das erwartet wohl auch keiner von einem Album der Truppe. Die Faszination von ANVIL liegt eher darin, dass diese Truppe so richtig klassischen metalligen Heavy Metal in absoluter Reinform praktizieren kann. Die langjährige Erfahrung hat ihnen dazu verholfen, sich in dem Genre und mit seinen Spielregeln so auszukennen, wie sonst nur wenige andere. Die Spaghetti Bolognese unter den Metalbands könnte man sie nennen, absolut standard aber eben auf verdammt leckerem Niveau,

Fazit:
“Legal At Last” ist eines der Alben, die man dem metalfernen Freund zeigen kann, wenn er einen fragt, was eigentlich so richtig typisch Metal wäre, ihm man dabei aber auch Qualität liefern möchte. Ob das nun zu wenig besonders ist oder genau die wohlige Dosis Vertrautes in neu und im positiven Sinne souverän, das bleibt dem Einzelnen überlassen. Ich werde es mir wohl nicht allzu oft geben, die Male aber umso mehr Spaß damit haben! Man will schließlich nicht, dass die eigene Toleranzgrenze sinkt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Legal At Last
02. Nabbed In Nebraska
03. Chemtrails
04. Gasoline
05. I’m Alive
06. Talking To The Wall
07. Glass House
08. Plastic In Paradise
09. Bottom Line
10. Food For The Vulture
11. Said And Done
12. No Time (Bonus Track)

Jannis

DRAGONLORE – Lucifer’s Decent

Band: Dragonlore
Album: Lucifer’s Decent
Spielzeit: 48:27 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 17.01.2020
Homepage: www.facebook.com/dragonloreband

Es gibt einen sehr schmalen Grad zwischen bösen Dissonanzen und unfreiwilligen Dissonanzen und man kann letztere nicht ohne weiteres als erstere verkaufen. Nun, das wird allerdings in Teilen von “Lucifer’s Decent”, dem Debutalbum der Amerikaner von DRAGONLORE, versucht. Die machen echten Heavy Metal der truen Undergroundsorte. Die Produktion geht dabei weitgehend klar, bei den Drums kommen Snare und Basedrum etwas zu wenig durch, während das Overhead-Micro auf Anschlag steht. Außerdem weicht der Sound von “Lord Of Illusion” stark vom Rest der Songs ab, was auch immer da passiert ist. Ansonsten klingt das Ganze soweit stimmig, kein bisschen zu poliert und um Authentizität bemüht, also auch kleinere Ungenauigkeiten zulassend. Ist Geschmackssache, kann man auf jeden Fall so machen.
Sänger Joe Lawson singt, sagen wir expressiv, bemüht sich also öfters gar nicht erst, auf Lucifer komm raus den Ton zu treffen. Dabei wandelt er gerne in höheren Sphären, wobei seine Vorbilder zweifelsohne in PRIEST, ACCEPT und KING DIAMOND zu finden sind. Der Gesang ist mal ziemlich geil, mal stört er, beispielsweise, wenn der zweite Teil des über sieben Minuten langen “Hand Of The Gipsy” das Potenzial hätte, echt fett zu werden, stattdessen aber durch Pseudo-Udo-Vocals neutralisiert wird.
Auch musikalisch ist “Lucifer’s Decent” ein Wechselbad der Gefühle. In seiner Rohheit und in seinen starken Parts (Das Riff des Openers während der Strophe ist herrlich asozial) macht die Platte echt Spaß, klingt nach leicht ranzigem, gemütlichem Metalclub in irgendeinem Keller und transportiert auf jeden Fall angemessen Energie. Dann wiederum wirken die Songs an vielen Stellen ein wenig planlos zusammengeschustert. Hier und da wird mal ein Takt ausgelassen, was progressiv sein könnte, in diesem Fall aber fast als Versehen anmutet, der Gesang will alles auf einmal sein und wird so zu einem expressionistischen Theatermonolog, die Strukturen der Songs sind zum Teil, je nach Framing, unkonventionell oder willkürlich.

Fazit:
Insofern kann ich “Lucifer’s Decent” weder empfehlen, noch kann ich davon abraten. Das Album dürfte auf jeden Fall eine Zielgruppe haben, zu der ich jedoch knapp nicht mehr zähle. Wer Metal nur ab einer gewissen Rohheit und Unpoliertheit hört, wem Handgemachtheit und “Echtheit” wichtiger sind als auf den Punkt getroffene Vocals, der darf in die Scheibe gerne mal reinhören und vielleicht gerade das genießen, was in dieser Rezension als Makel benannt wird.

Anspieltipps:
“Tomb Of Alalu”, “Hand Of The Gipsy” und “Saved By Love”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lucifer’s Decent
02. At The Mercy Of Kings
03. Destroyer Of The Undead
04. Blood Of The Barbarian
05. Hand Of The Gipsy
06. Saved By Love
07. Witchhunt
08. Lord Of Illusion
09. Tomb Of Alalu
10. Driving Out The Demons

Jannis