DARK FOREST – Ridge & Furrow

Trackliste:

01. Skylark
02. The Golden Acre
03. Ridge & Furrow
04. Meadowland
05. Under The Greenwood Tree

 

 

 

 

Spielzeit: 25:37 min – Genre: Heavy Metal – Label: Cruz Del Sur Music – VÖ: 23.09.2022 – Page: www.facebook.com/Darkforestuk

 

DARK FOREST haben sich mit ihrem letzten Album (volle Punktzahl und ich stehe nach wie vor absolut dazu) einen besonderen Platz in meinem Herzen gesichert und es stand außer Frage, dass ich mir auch ihr Nachfolgerwerk unter den Nagel reißen würde. Hier ist es nun in EP-Form, hört auf den Namen „Ridge & Furrow“ und beinhaltet vier Songs und ein zweiminütiges Gitarrenintermezzo. Und was soll ich sagen? Sie haben es wieder getan. Aber gut, viel konnte das Quartett aus England auch nicht falsch machen, es musste lediglich seinen Stil beibehalten – der da besteht aus: einem warmen, vollen Sound, MAIDEN-Anleihen mit einem kleinen Folk-Melodien-Faktor (aber eine eigene Art, nicht die klassische Met-und-Maids-Folk-Metal-Schiene), wunderschönen melodischen Gitarrenmotiven, viel Harmonie und majestätischer Größe in den Kompositionen, serviert von einer stark agierenden Band und einem tollen Sänger. Kurz, all das ist wieder vorhanden und transportiert in seinem Sound und seinen Kompositionen die mystische Welt der Natur und Legenden Englands, in der sich DARK FOREST ihrem Facebook-Profil nach zu urteilen in jeder Minute aufhalten, die sie nicht im Tonstudio verbringen. Der Musik dieser Band liegt ein Frieden und eine Schönheit inne, an die andere Bands mittels ausuferndem Orchestereinsatz und Schmalzmelodien heranzukommen suchen, ohne die Aussicht auf Erfolg. DARK FOREST schaffen das mit klassischem Heavy Metal in eigenem Trademark-Gewand (und sehr harmonielastigen aber subjektiv nicht kitschigen Melodien), zaubern meditativ-mythische Stimmung trotz und mit Doublebass oder Galopprhythmus ohne nennenswerten Synth- oder Orchestereinsatz und brauchen für malerische Auenlandstimmung nur das Geld für ein paar Studiotage und eine gemütliche Hütte im Wald, während Amazon für eine Pervertierung dessen momentan eine Milliarde Dollar verbrennt.

Fazit:
Melodischer klassischer Heavy Metal in seiner, im wahrsten Sinne des Wortes, schönsten Form. Hätte die Landschaft Englands einen sie erfüllenden Soundtrack, es wäre die Musik von DARK FOREST.

Anspieltipps:
Bisschen überflüssig bei ohnehin nur vier Songs, aber mit SKYLARK übertrifft sich die Truppe nochmal selber.

Jannis

OZZY OSBOURNE – Patient Number 9

Trackliste:

01. Patient Number 9 (feat. Jeff Beck)
02. Immortal (feat. Mike McCready)
03. Parasite (feat. Zakk Wylde)
04. No Escape From Now (feat. Tony Iommi)
05. One Of Those Days (feat. Eric Clapton)
06. A Thousand Shades (feat. Jeff Beck)
07. Mr. Darkness (feat. Zakk Wylde)
08. Nothing Feels Right (feat. Zakk Wylde)
09. Evil Shuffle (feat. Zakk Wylde)
10. Degradation Rules (feat. Tony Iommi)
11. Dead And Gone
12. God Only Knowes
13. Darkside Blues

Spielzeit: 61:17 min – Genre: Heavy Metal – Label: Epic/Sony Music – VÖ: 09.09.2022 – Page: www.ozzy.com/

 

Er galt als der am wenigsten begabte Musiker in den Reihen der (Ok)Kult-Hardrocker BLACK SABBATH. Und doch hat es John Michael Osbourne weit gebracht. Nicht nur als Skandalnudel par excellence sondern in erster Linie als Entdecker erstklassiger Gitarristen – ja Gitarrenhelden – sowie Schöpfer zahlreicher unsterblicher Alben. Es ist ein Wunder, dass der mittlerweile 73-jährige Sänger immer noch unter uns weilt. Aber das ist alles Geschichte und schon x-mal erzählt. In den letzten Jahren hat es der Gesundheitsgott zudem nicht sonderlich gut mit ihm gemeint: neben einer langwierigen Wirbelsäulengeschichte mit diversen schweren Operationen, die ihn seit einem Sturz im Jahr 2018 plagt, wurde ein Jahr später eine seltene Form von Parkinson diagnostiziert. Das alles ist nur ein Auszug aus der langen Krankenakte des Prince Of Darkness. Aber deswegen sitzen wir heute hier nicht zusammen. Unser Gesprächsthema ist heute die neue, mittlerweile 13. Studioplatte „Patient Number 9“.

Konnte der Madman für sein 2020 erschienenes letztes Werk „Ordinary Man“ auf eine Vielzahl an namhaften Gästen wie ELTON JOHN, Travis Scott oder den Rapper Post Malone zählen, fährt Ozzy für „Patient Number 9“ eine wahre Armada an Gitarren-Ikonen auf. Neben der teilweisen Rückkehr von Ziehsohn Zakk Wylde (BLACK LABEL SOCIETY) gibt es Beiträge von JEFF BECK, Michael McCready (PEARL JAM) oder ERIC CLAPTON zu hören. Und auch eine Zusammenführung mit BLACK SABBATH-Weggefährte Tony Iommi dürfen die Fans bestaunen. All diese Schmankerl sind weit mehr als eine Zugabe in Form von ein paar eingestreuten Soli, die oben genannten Herrschaften prägen die jeweiligen Songs mit und haben somit einen großen Anteil am großen Ganzen, das als mehr als gelungen bezeichnet werden darf – so viel sei vorweg genommen.

Schon die vorangestellte Singleauskopplung des Titeltracks vor einiger Zeit ließ aufhorchen. Die Gitarrenarbeit von JEFF BECK ist nicht weniger als göttlich und der gesamte Song ist wie so oft ein großes Kaliber. Für den Verfasser dieser Zeilen zählen in erster Linie die Frühwerke des Madman zu den Highlights – OZZY OSBOURNE schaffte es aber auf jedem verdammten Album – egal welcher Epoche – wenigstens einen Hit zu landen. Und das verdient große Anerkennung. „Patient Number 9“ ist ein eben solcher – checkt unbedingt das Video weiter unten, falls Ihr den Song noch nicht kennt.

Dieses Mal geht der Prince Of Darkness aber (mindestens) einen Schritt weiter: Sowohl die Kollaborationen mit ERIC CLAPTON („One Of Those Days“) als auch „Immortal“ mit McCready an der Klampfe sind nur zwei Beispiele für die Wandelbarkeit und großartigen Klasse dieser Platte. Auch das von Zakk Wylde veredelte „Parasite“ oder „No Escape From Now“, das unverkennbar von Tony Iommi geprägt wird, sollten gesonderte Erwähnung finden. Ebenso wie das furiose „Evil Shuffle“ oder die Halbballade „Nothing Feels Right“. Da verkommt die Tatsache, dass Ozzy offensichtlich bei keinem der dreizehn neuen Songs ins Songwriting involviert war, fast schon zur Nebensache. Diesen Job teilten sich Bassist Robert Trujillo (METALLICA), Schlagzeuger Chad Smith (RED HOT CHILI PEPPERS) mit der Songwriterin Alexandra „Ali“ Tamposi – die den Löwenanteil besteuerten – sowie Duff McKagan (GUNS´N ROSES) und Tony Iommi.

Eines ist ganz schnell gesagt: „Patient Number 9“ ist nicht nur ein äußerst starkes Statement des Madman sowie aller Beteiligten geworden – es ist jetzt schon mein Lieblingsalbum nach „No More Tears“ von 1991. Und das aus mehreren Gründen: 1. die Songs klingen modern, sind aber nicht zu sehr darauf getrimmt. 2. Die Platte strotzt nur so vor grandiosen Songs als auch musikalischen Einzelleistungen und 3. Das Ding wird einfach nicht langweilig, auch mit dreizehn Songs und einer guten Stunde Laufzeit nicht. Deswegen gibt’s auch 9 hart riffende, wild solierende und fledermaus-köpfende Points von mir – und wer die Platte nicht nur hören will, sondern auch sehen, dem sei die komplette Serie der „Official Visualizers“ ans Herz gelegt, bei der für jeden Song ein extra Video bei Youtube parat steht. Coole Sache!

Stefan

TAD MOROSE – March of the Obsequious

Trackliste:

01. March of the Obsequious
02. Witches Dance
03. Pandemonium
04. Phanstasm
05. Dying
06. Escape
07. A Trail of Sins
08. A Quilt of Shame
09. Legion
10. This Perfect Storm

 

Spielzeit: 39:43 min – Genre: Heavy Metal – Label: GMR – VÖ: 26.08.2022 – Page: www.tadmorose.se

 

Das letzte Album „Chapter X“ der Schweden von TAD MOROSE ist nun auch schon 4 Jahre her, Zeit also mal für neuen Stoff von der Kombo die ihre Anfänge schon im Jahr 1991 hatte.
„March of the Obsequious” heißt das gute, neue Stück und seit ein paar Jahren hat Mastermind Krunt Andersson sein Line Up relativ stabil, den auf der Gesangsposition ist nach wie vor Ronny Hemlin aktiv.
Sänger Ronny war dann auch gleich mal an der Produktion und dem Mix beteiligt.

Viel mehr gibt es auch nicht im Vorfeld zu erzählen, starten wir also direkt mal mit dem Opener und Titeltrack „March of the Obsequious“ ins neue Album. Und etwas überraschend geht es hier direkt mal nicht komplett auf die Zwölf, sondern man ist eher etwas progressiver und abwechslungsreicher unterwegs hält aber immer schön an der Melodic fest!
Ein sehr ordentlicher Einstieg der definitiv Lust auf mehr macht!
Und sehr ordentlich ist dann auch das klassische „Witches Dance“ welches sich gut in das bisherige Schaffen der Band einordnet.
Bei „Pandemonium“ tritt die Band das Gaspedal mal etwas mehr durch und Sänger Ronny packt mehr die Aggressivität aus, ein geiler Nackenbrecher der alles hat was sich die geneigte Hörerschaft so wünscht!
Über das erneut schön abwechslungsreiche „Phantasm“ geht es dann in den Mittel-teil der Scheibe wo das klassische, melodische „Dying“ auf uns wartet und bei „Es-cape“ wieder mehr Heavyness stattfindet. Dies sogar mit einer sanften Keyboardun-terstützung welche dem Song sehr gut zu Gesicht steht! Melodisch ist das Ding aber ebenfalls wieder wie die Hölle, eine sehr geile Nummer!
Über das epische „A Trail of Sins” geht es dann in das letzte Albumdrittel wo wir mit „A Quit of Shame“ und „Legion“ die Highlights relativ schnell ausgemacht haben.

Das neue Album von den Jungs von TAD MOROSE ist wieder ein typisches Band Album geworden, wenn man auch die ein oder andere zarte Änderung wahrnimmt.
Die Songs sind alle um die 4 Minutenmarke, laufen prima in die Gehörgänge und insgesamt ist der Diskus echt eine runde Sache, der keinen Band und Genrefan wirklich enttäuschen sollte!

Julian

 

GRAVE DIGGER – Symbol Of Eternity

Trackliste:

01. The Siege Of Akkon
02. Battle Cry
03. Hell Is My Purgatory
04. King Of The Kings
05. Symbol Of Eternity
06. Saladin
07. Nights Of Jerusalem
08. Heart Of A Warrior
09. Grace Of God
10. Sky Of Swords
11. Holy Warfare
12. The Last Crusade
13. Hellas Hellas

Spielzeit: 49:43 min – Genre: Teutonic Heavy/Power Metal – Label: Rock Of Angels Records – VÖ: 26.08.2022 – Page: www.facebook.com/gravediggerofficial

 

Man kann die Platte jetzt nicht wirklich als Geheimtipp bezeichnen, aber dafür, dass „Knights Of The Cross“ ein so grandioses Album ist (und subjektiv eins der besten der Band), findet es bei Erwähnung von GRAVE DIGGER viel zu wenig Beachtung. Aber GRAVE DIGGER sind weder Disney noch Warner Brothers, also widmet man dem Werk einfach trotzdem ein Sequel, einen Nachfolger. Angst und Hoffnung lagen bei der Ankündigung zumindest bei mir eng zusammen, schließlich fiel das 1998er Album melodischer und atmosphärischer aus, als so einige neue Sachen der deutschen Legende, und melodisch auf eine andere Weise, als man es heutzutage von ihr gewohnt ist. Würde das neue Album „Symbol Of Eternity“ also Fortsetzung in rein textlicher Hinsicht bedeuten oder auch den musikalischen Spirit des „Originals“ einfangen?
Der erste Hördurchgang lässt alle Sorgen nichtig werden. Ja, kurz zuvor, so gaaaanz erreicht die Platte die Qualität von „Knights Of The Cross“ nicht, aber wann war jemals der zweite Teil von irgendwas besser als der erste? Mein Anspruch an „Symbol Of Eternity“ war ein nostalgischer Ausflug in diese Jahrtausendwende-Phase von GRAVE DIGGER und Junge Junge, er wurde erfüllt.
Statt mit der Zeit zu gehen und den Stil von „Knights“ klangtechnisch und kompositorisch ins Jahr 2022 zu transportieren (was eine ganz schlechte Idee gewesen wäre), ist man offenbar ins Jahr 1999 gereist und hat „Symbol“ dort geschrieben, aufgenommen und produziert. Die Rohheit des Sounds ist bezaubernd, die Handgemachtheit des Albums unbestreitbar und so einige sympathische Unzulänglichkeiten, die „Knights“ zweifelsohne hatte, sind wieder mit dabei (habe ich gerade Mankos positiv geframt? Schon, aber ich stehe dazu). Orchestrale Elemente sind manchmal recht authentisch (beispielsweise beim Intro), manchmal nicht („The Last Crusade“), aber absolut authentisch sollen sie nicht sein, waren sie bei „Knights“ auch nicht. Und: Der Spirit des ersten Teils ist zurück. Aber sowas von. Mehr Fokus auf größere, hymnische Chorus-Melodien, die mit erstaunlich wenig Wiederholungen auskommen, dabei aber kompositorisch tatsächlich nach unveröffentlichtem Material von 1998 klingen. Storytelling durch Musik, Wendungen, die GRAVE DIGGER seit einiger Zeit kaum noch verwenden, aber charakteristisch für „Knights“ waren. Schnelle, erbarmungslose Tracks im Stil des Songs „Knights Of The Cross“, langsamere, melodieorientierte Tracks à la „The Keeper Of The Holy Grail“. All das, was „Knights“ seine Identität verliehen und ihm seine ganz eigene Qualität gegeben hat, ist wieder da, präsentiert von einer Band, die anscheinend selbst ein paar Schlucke aus dem Gral nehmen und eine Verjüngung von 24 Jahren erleben durfte. Wie gesagt, nicht ganz auf dem Level des Originals,

Fazit:
aber ein Album, das sich mit Stolz und absoluter Berechtigung Nachfolger von „Knights Of The Cross“ nennen darf und dem man ohne das Lesen dieser Rezension nicht angemerkt hätte, dass es sich um eine 2022er Veröffentlichung handelt (vielleicht wäre es als ein 2022 halbwegs remastertes 1998er Album durchgegangen, okay) – was vielleicht nicht für alle GRAVE-DIGGER-Fans ein Kaufargument ist, aber ganz im Sinne vieler Fans des ersten Teils die beste Art sein dürfte, dieses Album zu konzipieren!

Anspieltipps:
„King Of The Kings“, „Symbol Of Eternity“, „Grace Of God“ und „Nights Of Jerusalem“

Jannis

BLOOD GOD/DEBAUCHERY – Demons Of Rock´n Roll

Trackliste:

01. Demons Of Rock´n Roll
02. Going To Hell
03. Nude Nuns
04. Bombshell
05. Beware Of The Blood Babe
06. Raze Hell
07. Rockmachine
08. Ready For The Next Show
09. The Devil Will Burn In Hell
10. Children Of The Flame


Spielzeit:
74:58 min – Genre: Hardrock, Heavy Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 2022 – Page: www.bloodgod.rocks oder www.debauchery.de

 

Zwölf Jahre ist er jetzt her – der Erstkontakt zum Riff-Rock-Ableger der deutschen Death Metal Kapelle DEBAUCHERY. Damals noch als BIG BALL unterwegs, haut Mastermind Thomas Gurrath das mittlerweile siebte Langeisen dieser Machart raus. Schon beim zweiten Release wurde die Truppe in BLOOD GOD umbenannt. Tatenlosigkeit kann man den Jungs also nicht vorwerfen, zumal BALGEROTH als weiterer Nebenschauplatz dient. Für den neuen Dreher „Demons Of Rock´n Roll“ bleiben BLOOD GOD dem Riff-Rock australischer Machart weiterhin treu, wobei sich Gurrath´s Stimme als Mischung aus Udo Dirkschneider und Brian Johnson beschreiben ließe.

Auch dieses Mal gibt es eine Doppel-CD mit jeweils zehn Tracks als BLOOD GOD im ACCEPT meets AC/DC Style und als DEBAUCHERY mit dementsprechenden Todes-Vocals. Als Vinyl ist „Demons Of Rock´n Roll“ in den beiden Versionen separat erhältlich. Das ist nicht gerade fanfreundlich.

Mit dem an den Anfang gestellten Titeltrack steigt auch gleich die Laune – die Füße wippen kräftig mit und die Rübe beginnt, sich zu schütteln. Da gibt es nix Neues, das ist BLOOD GOD wie sie leiben und leben – aber verdammt, das Teil macht Laune. Warum aber dann meine recht verhaltene Benotung? Ganz einfach: wäre das hier eine Single oder eine EP mit drei bis vier Tracks, wäre „Demons Of Rock´n Roll“ ne coole Sache. Als ganzes Album aber zieht sich die Angelegenheit wie Kaugummi, das zwar recht knackig produziert wurde – Dennis Ward hat wieder einmal sehr gute Arbeit geleistet – aber eben die immergleichen Riffs und Tonfolgen bemüht. Und auch die Songs sind so einfach gestrickt, dass selbst Oma Marianne hier und da noch eine Masche fallen lassen würde, damit etwas mehr Abwechslung in das Muster des neuen Pullovers kommt.

Neben dem erwähnten Titelsong könntet Ihr noch in „Going To Hell“ oder „Nude Nuns“ reinlauschen. Diese drei Songs wären die Essenz (wenn man davon sprechen kann) dieses Releases. Ob als BLOOD GOD oder DEBAUCHERY kann dann jeder für sich entscheiden.

Stefan

SEVENTH STORM – Maledictus

Trackliste:

01. Pirate’s Curse
02. Saudade (English Version)
03. Sarpanit
04. Gods Of Babylon
05. The Reckoning
06. Inferno Rising
07. Seventh
08. My Redemption
09. Haunted Sea
10. Saudade Acoustic (English Version)
11. Saudade Acoustic (Portugese Version)
12. Saudade (Portugese Version)

Spielzeit: 73:08 min – Genre: Heavy Metal – Label: Atomic Fire Records – VÖ: 12.08.2022 – Page: www.facebook.com/SeventhStormBand

 

Es gibt immer zwei Möglichkeiten, wenn ein Promotext über 1000 Wörter darauf verwendet, ein Album in höchsten Tönen als krasses Werk zu loben: Entweder das Album ist echt außergewöhnlich oder bleibt absolut hinter den damit erzeugten Erwartungen zurück. Schön, dass bei „Maledictus“ von SEVENTH STORM ziemlich exakt die erste Option zutrifft. Als Heavy Metal liste ich das jetzt mal, doch wird das dem Album nicht wirklich gerecht, da Mike Gaspar Bandleader der Truppe ist, der zuvor nahezu 30 Jahre Drummer von den großen MOONSPELL war. Es überrascht wenig, dass die Grundstimmung düsterer und emotionaler ist, als man von einem klassischen Heavy-Metal-Album erwarten würde – aber auch heavy-metallischer, als man es wiederum von einem MOONSPELL-Album erwarten würde.
Kommt nun die Frage auf, ob man einen Drummer ein Album schreiben und arrangieren lassen sollte, oder diese Aufgabe stattdessen besser einem richtigen Musiker überließe (provokant, hm? Entschuldigung.), so lässt sich jene Sorge schnell fortwischen, denn Mike hat nicht nur massig Erfahrung, sondern auch offensichtlich ordentlich Druck, seine ganz eigene Metal-Vision zu verwirklichen. Die gestaltet sich als sehr melodielastiger Heavy Metal mit viel Schwermut, die auf instrumentaler Ebene mit Black-Metal-Stilistiken angereichert ist, auf Atmosphäre setzt, sich zwischendurch aber auch nicht scheut, gemeine Riffs rauszuhauen, mal länger die verzerrten durch cleane Gitarren zu ersetzen und auf zusätzliche Instrumente wie Klavier, Orgel, Cembalo, Solostreicher, Hörner etc. zurückzugreifen. Das klingt nach einem ziemlich wahnwitzigen Mix und gerade beim ersten Track kann man doch ein wenig Misstrauen entwickeln, ob die Platte in willkürliches Gestückel ausartet. Passiert erfreulicherweise nicht, denn obgleich „Maledictus“ kaum einen Song beinhaltet, der sich auf einen Härtegrad, einen Stil beschränkt, wirken seine Songs in ihrer Mixtur aus Blastbeats, straighten und ganz ruhigen Parts doch sehr rund und abgeschlossen, da das Songwriting über all das eine große Portion Stimmung und Schönheit legt. Das wird verstärkt durch die rauen aber stets melodischen und sehr ausdrucksstarken Vocals von Sänger Rez, der den Intensitätsfaktor nochmal wesentlich erhöht und das Album dort zusammenhält, wo es sonst gegebenenfalls kleine unvorteilhafte Bruchstellen hätte.
Klanglich stimmt die Sache auch, spielerisch eh, und während man missgünstig anmerken könnte, dass die Spieldauer und Trackanzahl nur deswegen so aussehen, weil ein Track in vier Versionen vertreten ist, hätte man ohne die drei Bonusversionen immer noch ein knapp einstündiges Album und auch als Akustik-Variante macht „Saudade“ erheblich was her.

Fazit:
Mike Gaspar weiß, wie man Songs für ein Publikum schreibt, dass sich diesen Songs wirklich aufmerksam widmen und sich emotional auf sie einlassen will. Und SEVENTH STORM wissen dies hervorragend umzusetzen. „Maledictus“ ist ein sehr ernstes, ernstzunehmendes und ausdrucksstarkes Album, melancholisch, schwermütig und dicht – und dazu gut heavy. Klare Reinhörempfehlung, am besten in mehr als nur einen Song!

Anspieltipps:
„Saudade“, „Gods Of Babylon“, „Inferno Rising“ und „Seventh“

Jannis

SINNER – Brotherhood

Trackliste:

01. Bulletproof
02. We Came to Rock
03. Reach Out
04. Brotherhood
05. Refuse to Surrender
06. The Last Generation
07. Gravity
08. The Man they couldn`t Hang
09. The Rocker Rides Away
10. My Scars
11. 40 Days 40 Nights
12. When you were Young (Bonustrack)

Spielzeit: 56:45 min – Genre: Heavy Metal – Label: Atomic Fire – VÖ: 15.07.2022 – Page: www.facebook.com/sinnerband

 

Den guten Matt Sinner vorzustellen, bedeutet in unseren Rock und Metalgefilden ja schon eine Art Blasphemie! Der Gute hat mit PRIMAL FEAR und auch mit seiner Stammband SINNER schon so viel für unsere Musikbusiness getan und ist noch dazu ein gefragter Produzent.
Drei Jahre nach dem letzten Album „Santa Muerte“ ist man mit dem neuen Album „Brotherhood“ wieder zurück und es gibt zwei große Änderungen!
Mit dem „neuen“ Label Atomic Fire Records hat man ein neues Label und nach dem auf dem letzten Album Sängerin Giorgia Colleluori zu hören war, ist nun wieder Matt selbst am Mikro. Giorgia ist aber nach wie vor Teil der Band und steuerte auch hier, wie viele andere Gastmusiker (Erik Martensson, Ralf Scheepers, Ronnie Romero oder Tom Englund um nur ein paar zu nennen) auch, ihren Teil zu den Songs bei.
So ein bisschen geht das neue Werk wieder zurück zu den Anfängen der Band, ohne natürlich eine aktuelle Produktion zu vernachlässigen, die dieses Mal komplett in den Händen von Matt selbst lag.

Und mit der Vorabsingle „Bulletproof“ wird das soeben gesagte schnell klar, denn hier erwarten uns knochentrockener und krachender Heavy Rock der tatsächlich direkt Erinnerung an die ersten SINNER Scheiben hervorruft.
Ein Einstieg nach Maß also!
Und die Qualität dieses Einstiegs wird auch in den nächsten Songs spielend gehalten, denn „We Came to Rock“, „Reach Out“ und auch der Titelsong „Brotherhood“ sind einfach typischer SINNER Heavy Rock der Oberklasse, ohne Wenn und Aber!
Ein weiteres absolutes Highlight erwartet uns dann im Mittelteil mit dem epischen „The Last Generation“. Trotz seiner Überlänge ist die Nummer wunderbar melodisch gehalten und wird zu keiner Zeit langweilig, so muss das sein!
Beim anschließenden „Gravity“ ist Fronterin Giorgia zu erwähnen die hier wieder zu ihren stimmlichen Ehren kommt.
Sehr an die ersten SINNER Alben erinnert dann auch wieder „The Man they couldn`t hang“. Hier ist man sehr Heavy unterwegs, vergisst aber nicht die Melodic die vor allem im Refrain wieder hervorkommt.
Zum Abschluss haben wir mit „My Scars“ nochmal ein Groove Monster zu verzeichnen bevor mit dem gefühlvollen „40 Days 40 Nights“ und dem gut umgesetzten THE KILLERS Cover „When you were Young“ die Scheibe zu Ende geht.

Das letzte SINNER Album tendierte ganz klar mehr in Richtung Rock, auf der neuen Scheibe geht es wesentlich kräftiger zur Sache und man schert immer wieder in die Heavy Metal Schiene aus. Das mag nicht jedem Fan des letzten Albums gefallen, an der erstklassigen Qualität der Songs ändert dies aber nichts!
Ob nun mit Matt oder Giorgia am Mirko beides ist und war geil, einfach mehr davon!

Julian

 

 

DENIED – Humanarchy

Trackliste:

01. Divided
02. Death by a 1000 cuts
03. Humanarchy
04. Don`t cross that Line
05. Flesh made God
06. Maintenance of Insanity
07. Ten Ton Hammer of Pain
08. Ties of Blood

 

 

Spielzeit: 41:56 min – Genre: Heavy Metal – Label: Sweea Records – VÖ: 24.06.2022 – Page: www.deniedworld.com

 

2 Jahre nach ihrem letzten Album „The Decade of Disruption“ sind die schwedischen/dänischen Metaller von DENIED schon wieder zurück mit einem neuen Album! Dieses hört auf den Namen „Humanarchy“ und besitzt mit Ex ARTILLERY Sänger Soren Adamsen den gleichen Sänger wie auf dem Vorgängeralbum.
Dies ist gut, zeigt es doch etwas Beständigkeit in der Band rund um Mastermind Andreas Carlsson.
Als Gast ist Fredrik Folkare (UNLEASHED an den Keyboards zu hören.

Mit dem Opener „Divided“ steigen wir in den neuen Diskus ein. Dieser beginnt erstmal mit einer kleinen instrumentalen Einleitung bevor die klassischen Riffs und Sänger Soren einsetzen.
Schnell und hart bahnt sich die Nummer ihren Weg bis hin zum schön eingängigen Refrain, der sich direkt in den Gehörgängen festsetzt!
Ein sehr ordentlich Beginn.
Das folgende „Death by a 1000 cuts” nimmt den Ball gut auf, ist vielleicht etwas handzahmer als der Opener geworden, dafür noch eine ganze Ecke mehr melodischer, vor allem im Refrain. Ein geiler Track!
Der Titelsong „Humanarchy“ ist dann wesentlich komplexer gestaltet und hebt sich somit schön von den bisherigen Songs ab. Ein würdiger Titeltrack der zeigt das die Jungs nicht nur die schnellen, einfacheren Nummern beherrschen.
„Don`t cross that Line” ist dann ebenfalls keine schnelle Nummer sondern punktet eher durch seine epische Seite und weiß ebenfalls wieder durch seine Melodic und Eingängigkeit voll zu überzeugen!
Bei „nur“ 8 Songs läutet „Flesh made God“ dann schon die zweite Hälfte der Scheibe ein. Und die Nummer prescht ordentlich nach vorne, hat einen extremen Thrasheinschlag und ist die Abrissbirne des Albums.
Genau das Gegenteil ist das dann anschließende, überlange „Maintenance of Insanity“. Abwechslungsreicher und komplexer fliegen uns die Heavy Metal Riffs hier um die Ohren, so dass sich die Nummer schön vom bisherigen abhebt, sehr schön!
Die beiden letzten Tracks „Ten ton hammer of pain“ und „Ties of Blood“ sind dann fast schon typische DENIED Songs die jedem Fan der Band und des Genres gefallen sollten!

Beständigkeit das ist die große Überschrift über der neuen DENIED Scheibe. Beständigkeit im Personal, aber auch im Songwriting bzw. von der Songgestaltung her!
So bekommt der geneigte Fan genau das was er erwartet und auch alle Heavy Metal Freaks sollten hier bestens unterhalten werden.
Klar besonders originell ist das alles nicht, der eingeschlagene Weg vom Vorgängeralbum wurde aber gut weiterverfolgt und von daher Daumen hoch für „Humanarchy“!

Julian

 

SACRAL NIGHT – Le Diadème d’Argent

Trackliste:

1. Les miroirs de la lune
2. Pa-delà les lueurs sépulcrales
3. L’archange aux yeux de feu
4. Conquérant des lumières
5. L’ode infinie
6. Une dernière étoile avant sirius
7. Le diadème d’argent
8. La seconde élégie d’un ange
9. Prêtresse de l’Atlantide

 


Spielzeit:
36:10 min – Genre: Heavy Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 01.07.2022 – Page: www.facebook.com/SacralNight

 

Okkulter Kram mit Falsett und Düsterkeit: eine der Sachen, mit denen man mich immer kriegt, und so war ich natürlich auch gerne dabei, als es die neue SACRAL NIGHT zu rezensieren galt. Das Quintett aus Frankreich hat mit „Le Diadème d’Argent“ sein zweites Album veröffentlicht und bietet melodischen Heavy Metal, teils mit leichten Black-Metal-Vibes (manifestiert hauptsächlich in der Gitarren- und Drumarbeit) über kurze 36 Minuten Spieldauer.
Vorneweg: einwandfreie Produktion und sehr starke Gesangsleistung von Antoine Volhard, der ganz unterschiedliche Gesangsstile zum besten gibt und alle optimal ausführt, was durch die Produktion der Vocals nochmal krasser wird. Auch der Rest der Truppe ist on point und absolut versiert, soweit stimmt schonmal alles.
Die Lyrics sind auf französisch gehalten. Das ist eine interessante Wahl und mag der Platte mehr nützen als schaden. Weiß ich nicht, kann nicht gut genug französisch dafür, aber klanglich passt’s.
Hinsichtlich der Musik an sich sind SACRAL NIGHT natürlich auf einer gewissen New Wave of Occult Heavy Metal unterwegs, wenn man so will, die in letzter Zeit schon andere starke Bands wie THEM oder SILVER TALON hervorgebracht hat. Jede mit ihren Eigenheiten; SACRAL NIGHT arbeiten viel mit melodiösen Gitarrenmotiven/Riffs und besagten Black-Metal-Anleihen, bleiben dabei aber überdurchschnittlich melodieorientiert. Selbstverständlich kommen zeitweise Orgel oder Klavier und Chor zum Einsatz.
Es ist eine zu respektierende Entscheidung, die einzelnen Songs auf dem Album mehr oder weniger für sich stehen zu lassen. Jedoch, und hier kommen wir zur Kritik an einem handwerklich äußerst professionellen Album, hätten alleine schon ein paar mehr unmetallischer-düster-atmosphärische Zwischenparts oder Übergänge zwischen zwei Songs für erheblich mehr… nun, Atmosphäre gesorgt. Das ist gerade bei einem Occult-Heavy-Metal-Album förderlich, das im besten Fall das Gefühl einer durchgehenden Schwarzen Messe hervorruft. Bei jedem Song wieder von null zu starten, hilft dem nicht. Zweiter Kritikpunkt ist, dass die Songs in sich auf verschiedene musikalische Mittel und Eigenheiten setzen, aber eben fast alle der Songs immer auf die selben. Am ehesten stechen aus der Setlist wohl „L’ode infinie“ und „Une dernière étoile avant sirius“ hervor. Ersteres mit verhältnismäßig wenig Drumeinsatz, was ihm zu Individualität verhilft, letzteres als intensivster Song des Albums mit geisterhaft produzierten, außergewöhnlichen Vocals in den Strophen und schönem Klavier-und-Orgel-Zusammenspiel.
Die anderen Songs wären für sich genommen auch stark, gehen aber angesichts der Grundähnlichkeit ihrer Machart auf dem Album ein Stück weit unter.

Fazit:
Damit ragt „Le Diadème d’Argent“ nun nicht aus der Menge anderer Werke dieser Welle hervor, bedeutet aber für Fans des Genres alleine schon deshalb Reinhörpflicht, weil es eben eine eigene Interpretation des Genres vollzieht, die technisch hervorragend ausgeführt wird. Die Songs für sich sind allesamt intensiv und erzeugen Stimmung, wenngleich einigen von ihnen im Kontext der anderen ein wenig Individualität fehlt.

Anspieltipps:
„Les miroirs de la lune“, „L’ode infinie“ und „Une dernière étoile avant sirius“

Jannis

RESISTANCE – Skulls Of My Enemy

Trackliste:

01. Call To Arms (Intro)
02. Valhalla Has Locked It’s Doors
03. On Dragon Wings
04. Earthshaker
05. Nordic Witch
06. Empires Fall
07. Templar’s Creed
08. Awaken The Necromancer
09. Metallium

 

 

Spielzeit: 40:08 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pure Steel Records – VÖ: 22.07.2022 – Page: www.facebook.com/resistanceusaofficial

 

(Pathetischer Bullshitpart, zehn Prozent ernstgemeint) Sehen wir der Wahrheit ins Auge: Metal hat ein großes Problem. Unterwandert von Leuten, die mit dem Genre hohe Chartpositionen erreichen wollen und dies durch Überproduktion, maßlose Audiomaterial-Politur, EDM-Synthesizer und -Stilmittel wie Bassdrops tun. Rasierte Genitalbereiche, wohin das Auge blickt, klare, Autotune-gerichtete Vocals, keine Ecken, keine Kanten. Die Zeichen sind unverkennbar: It’s time for RESISTANCE! (Pathetischer Bullshitpart Ende)
Denn die fügen sich dem Zeitgeist zu null Prozent. „Skulls Of My Enemy“ ist der Album-gewordene Beweis dafür. Das dritte Album der Fünf-Mann-Armee aus Los Angeles ist authentischer handgemachter Heavy Metal mit Power-Metal-Einflüssen, der an Hochphasen von Größen wie JUDAS PRIEST, ACCEPT oder PRIMAL FEAR erinnert. Roher Klang, aggressiv keifende Power/Heavy-Metal-Vocals, keine Keyboards, kein Gedöns.
Heavy Metal ist dabei das Primär-Genre, so deutlich, dass meine Notizen sich beispielsweise im Fall von „Earthshaker“ schlicht auf „METAL“ begrenzen, aber damit ist auch im positiven Sinne alles gesagt. Wer Bock hat auf klassischen metallischen Heavy Metal mit gekonnter Gitarrenarbeit und prototyp-metallischen Arrangements, wird mit den Heavy-metallischeren Tracks schonmal sehr gut bedient. Wer dann doch ein paar mehr offensichtliche ausgeprägtere Melodien braucht, kommt gerade in Refrains wie denen von „On Dragon Wings“ oder „Nordic Witch“ auf seine Kosten, die nicht nur poweriger ausfallen sondern dabei auch ziemlich gut und abseits des Standards geschrieben sind und niemals auch nur in die Nähe von Kitsch geraten.
Kritik: Über Studiokopfhörer neigt „Skulls Of My Enemy“ gerne mal zum Krisseln und Becken klingen tendenziell etwas zischend, womit sie sich unvorteilhaft vom Rest abheben. Songwritingtechnisch verlässt man sich ab und an zu sehr auf Wiederholungen und hätte trotz der Simpelkeit, die klassischer Heavy Metal konstruktiv für sich zu verwenden weiß, schon etwas mehr rausholen können. Beispielsweise „Awaken The Necromancer“ kommt doch ziemlich redundant daher. Einige andere Ideen stechen ebenfalls ein wenig merkwürdig heraus (Der Rhythmusbreak bei „Templar’s Creek“ kommt zum Beispiel etwas abrupt und drucklos) und ein zwei Songs kratzen doch eher an Lückenfüller-Niveau.

Fazit:
Nichtsdestotrotz ist die neue RESISTANCE ein willkommener Fall von unmodernem traditionellem Heavy Metal mit Power-Metal-Elementen, der weit mehr als nur dies als Verkaufsargument anführen kann und ziemlich genau das Richtige für Diejenigen sein sollte, die es einfach mal wieder nötig haben. Hättet Ihr die Band als Support bei einem Konzert entdeckt, hättet Ihr als Fan des Genres mit ziemlicher Sicherheit vor Ort noch ein Album erworben.

Anspieltipps:
„On Dragon Wings“, „Nordic Witch“, „Earthshaker“ und „Metallium“

Jannis