SAXON – Unleash the Beast (RG Zeitmaschine)

Band: Saxon
Album: Unleash the Beast
Spielzeit: 53:24 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Virgin
Veröffentlichung: 14.10.1997
Homepage: www.saxon747.com

SAXON ein Wort, eine Band die seit mehreren Jahrzehnten für qualitativ hochwertigen Metal des NWOBHM steht! Angeführt vom Sänger Biff Byford haben die Mannen bis heute 21! Alben veröffentlicht wovon die Neusten auch hier bei uns rezensiert wurden.
Zeit für mich nochmal auf eines der prägendsten Alben der Band zurück zu blicken.
Wir schreiben das Jahr 1997 und das dreizehnte Studioalbum „Unleash the Beast“ erblickt das Licht der Welt und zeigt SAXON in einem epischen Licht, in welchem sie vorher nicht so oft unterwegs waren!
Auf diesem Album war vorerst zum letzten Mal der Ur und auch wieder heutige Drummer Nigel Glockler zu hören und der heutige immer noch aktive Basser Nibbs Carter sowie der Gitarrist Doug Scarratt gaben hier ebenfalls ihren Einstand. Es war aber auch das erste Album ohne das Gründungsmitglied Graham Oliver an der Gitarre.
Vieles neu also damals im Hause SAXON so auch die, schon kurz erwähnte, etwas epischere und komplexere musikalische Ausrichtung.
Das beginnt beim stimmungsvollen Intro „Gothic Dreams“, zieht sich über den Titeltrack „Unleash the Beast“, dem Soundtracksong „The Thin Red Line“, „Circle of Light“ bis hin zu „The Preacher“.
Es gab aber auch die so typischen SAXON Rocker und Uptempsongs bei denen man sofort mitgehen konnte! Beispiel hierfür und wahre Perlen ihres Genre waren „Terminal Velocity“, „Circle of Light“, „Ministry of Fools“ oder „Bloodletter“.
Dazu dann noch die emotionale Ballade „Absent Friends“ die von dem Tod des alten Bandfreundes John JJ Jones handelte.
Alles Tracks die bis heute das Herz jedes SAXON Fan höherschlagen lassen und die ich damals rauf und runter gehört habe!
Allzeitklassiker halt die bis heute ihre wahre Magie nicht verloren haben und daher ist dieses Album für mich eines DER SAXON Alben überhaupt und war diese Zeitreise absolut wert!

Trackliste:

01. Gothic Dreams
02. Unleash the Beast
03. Terminal Velocity
04. Circle of Light
05. The Thin Red Line
06. Ministry of Fools
07. The Preacher
08. Bloodletter
09. Cut out the Disease
10. Absent Friends
11. All Hell Breaking Loose

Julian

CONJURING FATE – Valley of Shadows

Band: Conjuring Fate
Album: Valley of Shadows
Spielzeit: 58:27 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 09.06.2017
Homepage: www.conjuringfate.com

Nach ihrer viel erwarteten 2014er EP “House on Haunted Hill” legen CONJURING FATE mit dem Album “Valley of Shadows” nun schlagkräftig nach. Elf Power und Heavy Metal-Songs lassen das Bangerherz hier höher schlagen. Die Heavy Metal-Band aus Nord Irland bietet auf ihrem ersten Longplayer erneut
eine kraftvolle Mischung aus IRON MAIDEN und HELLOWEEN und führt die Richtung fort, die auf ihrer EP bereits angedeutet wurde – mit einem kleinen
Unterschied: Die Songs sind etwas ausgefeilter und gehen noch besser ins Ohr.
Das dies keine leere Promoversprechungen sind, merken wir gleich beim Genuss des ersten Tracks „Our Darkest Days, welches zu Beginn ein stimmungsvolles Intro besitzt. Was hier gleich auffällt ist die Old School Produktion die schön rau aus den Boxen dröhnt und mal was anderes ist in der heutigen Zeit der zu glatt polierten Mixe.
Zurück zum Song, hier greifen die Jungs direkt ins obere Regal und die Nummer brennt sich direkt in die Gehörgänge ein.
Und es geht gleich gnadenlos gut weiter, der Midtemposong „Marching Dead“ geht ebenso runter wie Öl wie auch das danach folgende etwas schnellere „Dr. Frankenstein“ und das abwechslungsreiche „Chasing Shadows“.
Danach gibt es definitiv auch keine schlechten Tracks zu verzeichnen, aber das absolute Goodie für die Fans kommt dann in Form der Bonustracks. Denn hier haben wir es mit den drei Songs der schon angesprochenen EP zu tun wo ganz klar „Mirror Mirror“ und vor allem „House on haunted Hill“, zudem es übrigens ein tolles Video auf der Bandhomepage gibt, die überzeugendsten Nummern sind! Vor allem letzteren gräbt sich dermaßen tief in die Gehörgänge das es echt eine wahre Freude ist!
So kann man hier festhalten das die Fans hier ordentlich was geboten bekommen und oben drein noch die EP mit dazu bekommen. Sehr feiner Zug der Jungs!

Anspieltipps:

Man sollte sich hier auf jeden Fall “Our Darkest Days”, “Marching Dead”, “Dr. Frankenstein”, “Chasing Shadows” sowie “House on haunted Hill” direkt reinziehen.

Fazit :

Na, da haben wir doch mal wieder ein richtiges starkes Debütalbum hier zu verzeichnen! CONJURING FATE kamen für mich aus dem Nichts und ballern uns hier ein tolles klassisches Heavy Metal Album um die Ohren mit Songs die einfach nur toll gemacht sind und hervorragend tönen.
Ein wahres Fest für den Fan, der sich dieses erstklassige Debütalbum schnellstens zulegen sollte!
Ich bin sehr gespannt was wir von der Band noch hören werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Our Darkest Days
02. Marching Dead
03. Dr. Frankenstein
04. Land of the Damned
05. Chasing Shadows
06. A Primal Desire
07. Trust no One
08. Apocalypse
09. House on Haunted Hill (Bonustrack)
10. Mirror Mirror (Bonustrack)
11. Backwoods Witch (Bonustrack)

Julian

BURNING WITCHES – Burning Witches

Band: Burning Witches
Album: Burning Witches
Spielzeit: 45:25 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Non Stop Music  
Veröffentlichung: 29.05.2017
Homepage:  www.facebook.com/burningwitches666

Eine neue Girl Metalband erhebt sich um die Bretter die die Welt bedeuten zu erobern! BURNING WITCHES aus der schönen Schweiz veröffentlichen dieser Tage ihr selbstbetiteltes Debütalbum!
Die Mädels rund um Gründerin und Gitarristin Ramona Kalkuhl (ATLAS&AXIS) zocken lupenreinen Heavy Metal mit einigen Old School Anteilen und sind erst seit knapp zwei Jahren aktiv.
Das Debütalbum wurde im übrigen von den alten Hasen V.O Pulver und Schmier produziert, wodurch ein amtlicher Sound garantiert sein sollte!
Die Band kommt mit vielen Vorschusslorbeeren daher, schauen wir also mal mit einen ersten Blick auf den Opener „Black Widow“ ob diese gerechtfertigt sind?
Ja das Teil geht gut nach vorne und ballert extrem kraftvoll aus den Boxen! Der Gesang ist eine Mischung aus aggressiv und melodisch und Gott sei Dank weit entfernt von dem Operngeträller mancher Front Damen. Hier regiert der Metal und das auch in der Stimme!
Der erste absolute Ohrwurm folgt dann mit dem Band und Titeltrack „Burning Witches“ der direkt ins Hirn donnert und da so schnell nicht mehr rauskommt!
Das anschließende „Bloody Rose“ läuft dann aber doch ziemlich an einen vorbei, ähnlich wie das daran anschließende „The Dark Companion“. Hier haben wir es eher mit Standardmetalkost zu tun.
Richtig Stimmung kommt dann aber wieder im Mittelteil auf, denn hier ballern uns „Metal Demons“, die gefühlvolle Ballade „Save Me“ und „Creatures of the Night“ direkt entgegen und ins Hirn, geile Nummern!
Im letzten Abschnitt ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber mit „Creator of Hell“ hat man noch eine weitere Perle im Gepäck und die JUDAS PRIEST Coverversion „Jawbreaker“ beendet dann ein Debütalbum welches definitiv zu den Besten dieses Jahres gehört.

Anspieltipps:

Hier sind auf jeden Fall der Opener “Black Widow”, der Titeltrack “Burning Witches”, “Metal Demons” sowie “Creator of Hell”  zu nennen.

Fazit :

Das selbstbetitelte Debütalbum der Mädels von BURNING WITCHES macht auf jeden Fall mächtig Laune und man kann wunderbar dazu abfeiern.
Heavy Metal der alten Schule wird hier geboten und genau diese Zielgruppe sollte sich definitiv angesprochen fühlen dieses starke Debüt zu ordern!
Ein bisschen muss man noch an der durchgängig guten Songqualität arbeiten, aber ansonsten macht man hier nicht viel verkehrt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Widow
02. Burning Witches
03. Bloody Rose
04. The Dark Companion
05. Metal Demons
06. Save Me
07. Creatures of the Night
08. We eat your Children
09. Creator of Hell
10. The Deathlist
11. Jawbreaker

Julian

AXEL RUDI PELL – The Masquerade Ball (RG Zeitmaschine)

Band: Axel Rudi Pell
Album: The Masquerade Ball
Spielzeit: 67:49 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Rock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 10.04.2000
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Die heutige Zeitreise beschäftigt sich mit einer meiner absoluten Lieblingsbands AXEL RUDI PELL! Von dieser schmückt ebenfalls ein farbiges Gemälde meine Haut und für mich steht diese Band für absolute Kontinuität im Heavy Rock Business! 17 reguläre Studioalben, dazu noch die Balladen VÖ s und ein paar Livealben. Zusätzlich steht man seit Beginn beim deutschen Label Steamhammer/SPV unter Vertrag, DAS soll mal jemand nach machen! Ebenfalls für Kontinuität steht die Bandzusammensetzung die, bis auf Veränderungen am Schlagzeug und den Keys ebenfalls seit 1998 dieselbe ist! Weitere Lobpreisungen entnehmt bitte den aktuellsten Albumbesprechungen der Band von mir, damit will ich euch hier nun nicht langweilen đŸ™‚
Denn es soll ja hier um das achte Album der Band „The Masquerade Ball“ gehen, welches im Jahr 2000 das Licht der Welt erblickte.
Zwar gab es auch auf den Alben zuvor massig Hits ala „Casbah“, „Fool Fool“, „Black Moon Pyramid“, „Magic“ oder „The Clown is Dead“ zu verzeichnen, aber auf „The Masquerade Ball“ war die Hitdichte besonders hoch! Es reihte sich Mördersong an Mördersong und besonders der, damals, noch neue Fronter Johnny Gioeli legte hier eine Mörderperformance hin was ihn schon damals in den absoluten Sängerolymp katapultierte!
Zusätzlich habe ich noch eine besondere Erinnerung an die Scheibe, war diese doch die Erste die ich von AXEL RUDI PELL kaufte und dies sogar noch blind, nur weil mir das Cover gefiel. Zu Hause bemerkte ich dann erst auf welchen Schatz ich hier gestoßen war!
Was habe ich dieses Album rauf und runter gehört, sie klebte quasi in meinem CD Schacht fest. Das war vermutlich auch bei vielen anderen Metalheads damals der Fall, denn die Scheibe landete auf einem hervorragenden 37ten Chartplatz in Deutschland.
Zusammen mit dem Vorgänger „Oceans of Time“ aus dem Jahre 1998 ist „The Masquerade Ball“ eines DER AXEL RUDI PELL Alben welches man auf jeden Fall als Fan der Band und des Heavy Metal/Rocks sein Eigen nennen sollte, so viel steht mal fest!

Trackliste:

01. The Arrival
02. Earls of Black
03. Voodoo Nights
04. Night and Rain
05. The Masquerade Ball
06. Tear Down the Walls
07. The Line
08. Hot Wheels
09. The Temple of the Holy
10. July Morning

Julian

MEAN STREAK – Blind Faith

Band: Mean Streak
Album: Blind Faith
Spielzeit: 47:23 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: ROAR Records  
Veröffentlichung: 02.06.2017
Homepage: www.meanstreak.se

Guck mal da! Heimlich still und leise und vier Jahre nach ihrem letzten Album „Trial by Fire“ bringen die schwedischen Metaller von MEAN STREAK ihr neues, viertes Album „Blind Faith“ raus.
Wie schon auf den Alben zuvor zocken die Jungs melodischen Heavy Metal der an die guten alten 80iger erinnert und uns in den Erinnerungen schwelgen lässt!
Viel mehr gibt es als Vorgeschichte auch nicht zu erzählen, werfen wir uns daher direkt ins musikalische Getümmel mit dem Openersong „Blood Red Sky“. Ohne viel aufhalten geht‘s hier direkt zur Sache und am Sound der Band hat sich Gott sei Dank nicht viel geändert! Nach wie vor dominieren melodische Gitarrenriffs und mitsingbare Refrains das Gesamtbild. 
Und das bleibt auch beim nächsten Song so, die nächsten absoluten Ohrbomben erwarten uns dann mit „Retaliation Call“, „Settle the Score“ und auch „Tear Down the Walls“ knallt ordentlich rein. Hier kann man wieder richtig schön mitgehen und mitsingen.
Nachdem Mario in der Rezi zur letzten Scheibe auf die fette, moderne Produktion verwiesen hat, mache ich das auch hier. Nach Oldschool klingt es auch dieses Mal nicht wirklich, sondern man hat alle Möglichkeiten der modernen, digitalen Produktion ausgeschöpft! Ich find‘s gut, manch anderer mag hier die Nase rümpfen!
Ich will jetzt hier nicht jeden einzelnen Song aufzählen, daher sei gesagt das auch in der Folge eigentlich kein, wirklich schlechter Track auszumachen ist. Alles hat hier absolutes Hitpotential, begeistert auf Anhieb und geht direkt ins Ohr, so muss Melodic Metal sein!
Beispiele hierfür gefällig? Kein Problem! Zieht euch nur mal das stampfende „Come Undone“ oder den schnellen, melodischen Doppelpack „Caught in the Crossfire“ und „Gunnerside“ zum Ende der Scheibe rein, dann wisst ihr was ich meine.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr auf jeden Fall direkt mit “Blood Red Sky”, “Retaliation Call”, “Tear down the Walls”, “Come Undone” sowie “Caught in the Crossfire” warm werden. 

Fazit :

Ähnlich wie auch schon der genannte Kollege Mario bei der letzten Scheibe kann ich den Jungs von MEAN STREAK nur eine Spitzenleistung auf ihrem neuen Album bescheinigen! Die Songs sind schön griffig, gehen alle astrein ins Ohr und bleiben da schön lange hängen.
Der perfekte Soundtrack für die Metallerautofahrten mit offenem Fenster oder Verdeck für diesen Sommer und wer auf Melodic Metal steht sollte sich diese Scheibe schnellstmöglichst besorgen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blood Red Sky
02. Animal in Me
03. Retaliation Call
04. Settle the Score
05. Tear Down the Walls
06. Tears of the Blind
07. Love is a Killer
08. Come Undone
09. Fire at Will
10. Caught in the Crossfire
11. Gunnerside

Julian

BLACK HAWK – The End of the World

Band: Black Hawk
Album: The End of the World
Spielzeit: 46:46 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Underground Records
Veröffentlichung: 19.05.2017
Homepage: www.black-hawk-music.de

Das teutonische Urgestein BLACK HAWK erfreut seine Anhängerschaft vier
Jahre nach „A Mighty Metal Axe“ mit einem neuen Album namens „The End of the World“.
So produktiv wie in der letzten Dekade waren die Metaller aus Schleswig Holstein seit ihren Anfängen in den 80ern nie zuvor gewesen. Daher lassen sie
auch anno 2017 klassischen 80s Metal aus ihrem Übungsraum entweichen, mit knalligem Gesang, wehenden Gitarrenläufen und wahrhaftig klassisch angehauchten Gitarrensoli.
Ein Fest also für Oldschool Heavy Metalfans, welches mit dem Introsong „Return of the Dragon“ beginnt. Hier wird episch eingeleitet bevor es mit „Streets of Terror“ zum ersten Mal so richtig in die Vollen geht. Der Song ist knackig und hat einen einprägsamen Chorus, ist dann irgendwie schon wieder zu gewöhnlich und nutzt sich doch recht schnell ab. Als Opener ok, mehr aber auch nicht.
„Killing for Religion“ im Anschluss ist dann wesentlich besser und eingängiger geraten und kann absolut überzeugen.
Dies kann man von den nächsten Songs leider wieder nicht behaupten…zu gewöhnlich, zu viel Standard und selten einprägsam genug!
Einzig der Titelsong „The End of the World“ mit einem ordentlichen Schuss epischen MANOWAR Einfluss kann im Mittelteil so wirklich überzeugen.
Und die Standardmetalkost geht dann leider auch in der Folge so weiter, einzig das eher rockige, wie der Titel schon sagt, „Legacy of Rock“ und in Abstrichen „Dancing with my Demons“ können noch überzeugen. Der Rest zieht leider ziemlich an einem vorbei ohne groß haften zu bleiben.

Anspieltipps:

Hier sollten euch auf jeden Fall “Killing for Religion”, “The End of the World” und “Legacy of Rock” am Ehesten zusagen.

Fazit :

Tja leider krankt auch das neue BLACK HAWK Album an den selben Problemen wie auch schon der Vorgänger, es sind einfach zu viele Standardsongs mit an Bord und die wenigen, richtig überzeugenden Nummern reißen es dann leider auch nicht mehr komplett raus!
So bleibt schlussendlich eine solide Leistung übrig, nicht mehr aber auch nicht weniger.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Return of the Dragon
02. Streets of Terror
03. Killing for Religion
04. What a World
05. Ruler of the Dark
06. The End of the World
07. Scream in the Night
08. Legacy of Rock
09. Just like in Paradise
10. Dancing with my Demons
11. Dragonride 17

Julian

NIGHT DEMON – Darkness Remains

Band: Night Demon
Album: Darkness Remains
Spielzeit: 38:32 min
Stilrichtung: NWOBHM / Heavy Metal
Plattenfirma: STEAMHAMMER / SPV
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.nightdemon.net

Bereits mit ihrer selbstbetitelten EP aus dem Jahr 2013 sowie der 2015er Debüt Scheibe "Curse of the Damned" haben die US Metaller NIGHT DEMON für einigen Wirbel gesorgt. Was die Jungs mit „Darkness Remains” vorlegen, haben aber wahrscheinlich die wenigsten erwartet: das zweite reguläre Album der Band schmettert so ziemlich jede ähnlich gelagerte Genre-Veröffentlichung der letzten Monate locker an die Wand. Man nehme die Energie und die Kompromisslosigkeit von Enforcer, eine tight eingespielte Band plus einem klasse Sänger/Bassist (Jarvis Leatherby), der immer den genau richtigen Ton zu treffen scheint. Dazu noch eine Handvoll hochkarätige Songs und eine Produktion die zwar modern und druckvoll klingt, aber gleichzeitig ein erstaunliches Live-Feeling aufkommen lässt. Fertig ist der neue Stern am Himmel des klassischen Heavy Metal.

Ausschlaggebend für den Zuwachs an WOW sind mehrere Faktoren: da wäre wohl erstmal die Produktion zu nennen, die gleichzeitig fett und mit ordentlich Punch nach vorne geht, gleichzeitig aber den perfekten Spagat zwischen leichter Politur (die Harmoniestimmen sind der Hammer) und geerdetem Proberaum-Feeling schafft. Dazu präsentiert sich die Band unheimlich gut eingespielt, so dass Neuzugang Armand John Anthony an der Gitarre alle seine Stärken ausspielen kann: die Soli sitzen wie eine Eins und sind dem ziellosen Gegniedel vieler Konkurrenten (vor allem aus der Schwedischen Einöde) um Längen voraus. Und der Gitarrensound vermengt gekonnt das Beste von Iron Maiden und talentierten Flitzfingern jüngeren Datums wie z.B. Willem Verbuyst (Vanderbuyst). Apropos Iron Maiden: die britische Institution scheint bei NIGHT DEMON immer wieder durch (mit einer sehr Powerslave-lastigen Schlagseite), allerdings ist das Ganze immer geschmackvoll interpretiert anstatt plump kopiert (siehe z.B. Lancer). Tja, und die Songs, die sind der Hammer. Mit „Darkness Remains” haben die US Jungs einen fetten Batzen eingespielt, der in diesem Jahr wohl nur schwer zu toppen sein wird. Anspieltipps zu geben ist müßig. Bei einer Gesamtspielzeit von knapp 40 Minuten versteht es sich wohl von selbst, dass die Scheibe am Stück genossen werden muss. Wer aber noch unschlüssig ist, kann sich via dem vitalen Opener „Welcome to The Night“, dem flotten „Dawn Rider“ oder dem dezent Richtung Alternative schielenden, mit dem Melodiegespür von Audrey Horne kokettierenden Rauswerfer und Titeltrack „Darkness Remains”, aber eines Besseren belehren lassen.

Für mich bereits jetzt die Classic NWOBHM Platte des Jahres und eine absolute Kaufempfehlung.

WERTUNG

 


Trackliste:

01. Welcome to The Night
02. Hallowed Ground
03. Maiden Hell
04. Stranger In The Room
05. Life On The Run
06. Dawn Rider
07. Black Widow
08. On Your Own
09. Flight of the Manticore
10. Darkness Remains

Mario

 

ASTRAL DOORS – Black Eyed Children

Band: Astral Doors
Album: Black Eyed Children
Spielzeit: 51:03 min
Stilrichtung:Heavy Rock/Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.astraldoors.com

3 Jahre ohne ein neues ASTRAL DOORS Album, Zeit das sich das ändert! Nach dem Fronter Patrik Johansson zuletzt mit seinem Nebenprojekt CIVIL WAR sehr beschäftigt war, konzentriert er sich nun endlich wieder auf seine eigentliche Stammband und diese hat mit ihrem 8. Album „Black Eyed Children“ neuen Stoff für die Anhängerschaft im Gepäck!
Das letzte Album „Notes from the Shadows“ rieß mich damals ja komplett aus dem Sessel, daher war ich gespannt was die Jungs denn nun auf die Disk gebannt haben.
Fakt ist, der Albumtitel nimmt es schon vorweg, auf dem neuen Album geht es erneut düster zur Sache! Sind die „Black Eyed Children“ doch ein Mythos seit den 1960ern Jahren und Teil mancher Spukgeschichte.
Wenden wir uns nun dem musikalischen zu, „We cry out“ eröffnet das neue Album standargemäß ASTRAL DOORS mäßig rockig und kraftvoll. Man merkt das sich Patrik im Rock wesentlich wohler fühlt als zuletzt im CIVIL WAR Metalgefilde! Der Junge hat einfach eine Heavy Rock/Metal Stimme.
Richtig gut war die Band schon immer wenn es getragener und epischer zu geht und das beweisen sie beim nächsten Track „Walls“ sehr eindrucksvoll! Abwechslungsreich, melodisch und kraftvoll geht es hier zur Sache und die Nummer brennt sich ohne großartige Anlaufschwierigkeiten in die Gehörgänge!
Und es geht großartig weiter, mit „God is the Devil“ hat man einen ähnlich groovigen Rocksong wie zuvor in der Hinterhand und „Die on Stage“ ist dann, von tollen Orgelklängen eröffnet, die absolute Partybombe die man einfach richtig laut hören muss! Eure Nachbarn werden es euch danken : )
Der Gewinner des anschließend Mittelteils ist ganz klar „Suburban Song“, die anderen beiden Tracks sind zwar auch nicht schlecht, aber im Vergleich zu den vorherigen Ohrbomben eher Mittelmaß.
Aber wir haben ja noch das Abschlussdrittel und da fährt die Band nochmal ganz groß auf! Hier sitzt jeder Song wieder wie die Faust aufs Auge und speziell der überlange Titeltrack „Black Eyed Children“ zum Abschluss zeigt welche Qualität die Truppe einfach hat und welche gigantische Songs sie in der Lage sind zu schreiben!

Anspieltipps:

Hier solltet ihr “Walls”, God is the Devil, “Die on Stage”, “Lost Boy” sowie “Black Eyed Children” definitiv die erste Aufmerksamkeit widmen.

Fazit :

ASTRAL DOORS bleiben sich auf ihrem neuen Album absolut treu und das ist auch verdammt gut so! Ganz so stark wie auf dem letzten Götterwerk ist man hier insgesamt zwar nicht unterwegs, aber eine Bewertung im Topbereich ist auch hier noch absolut drin.
Fans der Band können hier blind zuschlagen und CIVIL WAR Fans die Patrik mal in seinem richtigen Element hören wollen sollten hier auch mal dringend rein hören!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We cry out
02. Walls
03. God is the Devil
04. Die on Stage
05. Tomorrow‘s Dead
06. Good vs Bad
07. Suburban Song
08. Lost Boy
09. Slaves to ourselves
10. Black Eyed Children

Julian

SYRON VANES – Chaos from a Distance

Band: Syron Vanes
Album: Chaos from a Distance
Spielzeit: 58:58 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Mighty Music/Target Group  
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.syronvanes.com

SYRON VANES aus Schweden? Nie von den Jungs gehört! Kein Wunder, die Jungs haben ihre Wurzeln zwar in den 1980er Jahren wurden dann aber in den 90igern jäh vom Grunge ausgebremst und lösten sich desillusioniert auf.
2003 kam dann das Comeback und zuletzt veröffentlichte man 2014 das Album „Evil Redux“. Anfang des Jahres erschien dann das bisher stärkste Album der Band „Chaos from a Distance“ da waren sich Fans und Presse nach hören der Vorabveröffentlichungen schnell einig.
Eine Portion NWOBHM hat noch niemanden geschadet und so muss das Album natürlich auch noch bei uns besprochen werden! Denn, das vorab, es wäre echt schade gewesen diese Perle des Heavy Metals euch nicht näher zu bringen!
Aber der Reihe nach, als Opener erwartet uns erstmal „Gods of War“. Sehr futuristisch geht die Nummer los, bevor die harte Gitarrenriffs einsetzen und sich ein schwermetallischer Groover entwickelt den man sich nur schwer entziehen kann. Melodie, ein gescheiter Chorus alles da, damit der Start in die Scheibe schön süffig ist.
Dort wo der Opener aufgehört hat schließt dann nahtlos das folgende „Angelchild“ an welches sich ebenfalls direkt in den Gehörgängen festsetzt. Dicht gefolgt wird es dann von den nächsten Ohrbomben „Chaos from a Distance“, „Crucified“ und vor allem „The Seventh Day“ welches einen total aus dem Sessel bläst! Bislang DAS absolute Highlight der Scheibe, einfach genial!
Die nächsten beiden Songs „Trial by Spirit“ und „Lies“ sind dann „nur“ gute Standardsongs geworden bevor uns mit dem abwechslungsreichen „Shape of God“ und dem knackigen „I don‘t wanna see you Die“ die nächsten absoluten Metalperlen ala SYRON VANES erwarten. Ganz stark was die Jungs hier wieder zeigen, hätte ich so niemals erwartet!
Und wir haben ja noch, Gott sei Dank, 4 Tracks die uns das Album auch noch absolut versüßen und das meine ich jetzt so wie ich es sagen, selten so eine absolute Hitdichte auf einem Album gesehen in der letzten Zeit. Mit dem verklingen des letzten Tons des abschließenden, schnellen „Sleepwalking“ endet ein Album das ich SO nie und nimmer erwartet hätte.

Anspieltipps:

Hier könnt ihr hin greifen wo ihr wollt, alles ist absolut anspieltauglich!

Fazit :

Ich glaube man merkt mir meine Freude über das neue Album von SYRON VANES doch an! đŸ™‚ Vor allem weil ich die Band überhaupt nicht auf den Radar hatte bläst sie mich dermaßen mit ihrem harten aber doch sehr melodischen Metal komplett aus dem Sessel! Aufgrund dieser tollen Überraschungen liebe ich meinen Job so!
Eine geile Scheibe ohne Punkt und Komma, die bestens für die nächste Metalparty oder Autofahrt geeignet ist, anchecken ist hier Pflicht und mit Sicherheit haben wir es hier mit einem DER Metal Highlights des Jahres 2017 zu tun!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gods of War
02. Angechild
03. Chaos from a Distance
04. Crucified
05. The Seventh Day
06. Trial by Spirit
07. Lies
08. Shape of God
09. I don‘t wanna see you Die
10. Saints on Fire
11. Master of Overkill
12. Ringside
13. Sleepwalking

Julian

STORMAGE – Dead of Night

Band: Stormage
Album: Dead of Night
Spielzeit: 51:15 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Massacre Records  
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.stormage-metal.com

Die Band STORMAGE hatte ich zwar immer irgendwie auf dem Radar, aber so ganz konnte ich mich für die Jungs bislang noch nicht erwärmen. Wird Zeit das sich das mal ändert! Schließlich ist die Band schon seit 2003 aktiv und bringt dieser Tage ihr drittes, und nach eigenen Aussagen, bisher stärkste Werk mit dem Titel „Dead of Night“ heraus.
Auf diesem neuen Album bewegt sich die Band auch immer wieder in moderneren Metalgefilden und würzt dies mit einer ordentlichen Portion Thrash was natürlich die Abwechslungsdichte extrem nach oben schraubt.
Ein breites Spektrum des Heavy Metals also, schauen wir doch mal direkt mit dem Opener „Instinct to Defend“ wie das Ganze denn so klingt. Der Song beginnt mit einer kleine atmosphärischen Einleitung bevor Thrashmetal Gitarrenriffs uns den Staub aus den Boxen ballern, was für ein Beginn! Der Gesang ist ebenfalls hart und passt daher bestens zur Mucke. Sehr schön ist das man trotz der ganzen Härte einen melodischen Chorus mit an Bord hat. Als Opener ist die Nummer also bestens geeignet.
Das anschließende „Anguish of Mind“ hat dann auch Thrash Anteile enthalten, ist aber wesentlich melodischer angelegt und geht daher wesentlich besser ins Ohr, ein Toptrack!
Als nächstes kommt „Heretic Enemy“ zu Beginn schwer in Schwung, weiß dann aber besonders durch seinen tollen Chorus zu begeistern und zu überzeugen. 
Der Mittelteil der Scheibe wird ganz klar vom harten Doppelgespann „In the Line of Fire“ und „Drag you to Hell“ dominiert. Die anderen Songs sind eher Standardkost die nicht großartig auffallen.
Standardkost erwartet uns dann leider auch in der Folge ab und an, am Ehesten überzeugen kann im Abschlussdrittel noch „The Deadly Blow“ welches sich aufgrund des tollen Chorus erneut schnell im Ohr festsetzt.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Anguish of Mind”, “Heretic Enemy”, “In the Line of Fire” und “The Deadly Blow” empfehlen.

Fazit :

Das das neue Album von STORMAGE das bisher stärkste der Band ist, kann man ohne Problem so stehen lassen! Das zeigt auch die abschließende Benotung. Hier ist insgesamt zwar noch nicht alles Gold was glänzt, aber das was glänzt zeigt die Qualität der Band!
Ich denke Fans der Band und des Genre werden hiermit absolut zufriedengestellt und werden die ein oder andere Genreperle ausfindig machen können.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Instinct to Defend
02. Anguish of Mind
03. Heretic Enemy
04. Prime of Life
05. Faithless God
06. In the Line of Fire
07. Drag you to Hell
08. Victims Eyes
09. The Deadly Blow
10. Borne the Agony

Julian