RIOT V – Mean Streets

Trackliste:

01. Hail to the Warriors
02. Feel the Fire
03. Love Beyond the Grave
04. High Noon
05. Before this Time
06. Higher
07. Mean Streets
08. Open Road
09. Mortal Eyes
10. Lost Dreams
11. Lean Into It
12. No More

Spielzeit: 51:41 min – Genre: Heavy Metal – Label: Atomic Fire Records – VÖ: 10.05.2024 – Page: www.areyoureadytoriot.com

 

DIE Amerikanischen Heavy Metaller RIOT (V) sind 6 Jahre nach ihrem letzten Knaller Album „Armor of Light“ (Rezi hier bei uns) endlich wieder zurück und im Gepäck haben sie ihr neues Album „Mean Streets“. Das gute Stück hat eine lange Reise hinter sich und wurde ein paar Mal verschoben, nun steht es aber in den Startlöchern, um die Bandgeschichte weiterzuschreiben.
Mastermind und Basser Donnie Van Stavern hält das Ruder nach wie vor fest in der Hand, nachdem der Gründer Gitarrist Mark Reale leider 2012 viel zu früh unseren Planeten verlassen hat.
1975 gegründet, also fast 50 Jahre alt, was eine Zahl, bringt man es auf ganze 17! Alben und ganz viele umjubelten Auftritte, z.B. beim ehrwürdigen Castle Donington oder in Wacken.
Seit 2012 ist das Line Up unverändert stabil und besteht aus Sänger Todd Michael Hall, den Gitarristen Mike Flyntz und Nick Lee, Donnie am Bass sowie Frank Gilchriest am Schlagzeug.

Das RIOT ihr Heavy Metalfeuer heiß und hoch lodern lassen merkt man direkt beim Opener „Hail to the Warriors“ der zwar erstmal etwas bedächtig beginnt dann aber relativ schnell Fahrt aufnimmt. Ein flotter Groover der direkt das großartige Niveau der Vorgängerscheibe aufnimmt. Mega Beginn!
Danach folgt die Videosingle „Feel the Fire” der uns ebenfalls mit seinem mächtigen Groove den Staub aus den Boxen bläst und sich direkt metertief in unsere Gehörgänge gräbt.
Richtig episch wird es dann bei „Love Beyond the Grave“ denn durch den interessanten Songaufbau, den satten Groove sowie den Chorus bleibt die Nummer ebenfalls sofort hängen und mausert sich schnell zu einen DER Überhits der Scheibe!
Nach so viel Epic kommt das flotte „High Noon“ ganz Recht. Komplett anders als zu vor ballert das Stück nur so aus den Boxen, was aber bleibt ist die direkte Eingängigkeit der Vorgängersongs.
Der Mittelteil ist dann ebenfalls bestens ausgestattet. Als Highlights sind hier klar, dass epische „Before the Time“, der Titeltrack „Mean Streets“ und das flotte „Mortal Eyes“ zu nennen.
Und schlechte Songs findet man auch im letzten Drittel nicht wirklich, alles ist hier insgesamt auf einem gleichbleibenden hohen Niveau.
Als Rausschmeißer zündet „No More“ nochmal so richtig durch und setzt sich damit auch noch auf die Hitliste!

RIOT (V) fügen mit dem neuen Album ihrer Diskografie ein weiteres Highlight hinzu. Die Band strotz nur so vor Spielfreude und das hört man wirklich in jeder Minute und bei jeder Note!
Eine klasse Gesangleistung, tolles Songwriting und eine Top Produktion. So ist es für den neuen Diskus ein leichtes sich bis in die vordersten Punkteränge vorzuspielen wie auch schon das Vorgängeralbum.
Glasklare Kaufempfehlung also für Band und Genrefans!

Julian

 

 

 

JD MILLER – Empyrean

Trackliste:

01. Prelude Of The Empyrean
02. The Butterfly
03. Inside The Night
04. Out Of Control
05. I’ll Never Give Up
06. Awake (We Are The Machines)
07. One In A Million
08. Call The Police
09. Enemy
10. Alive

 

Spielzeit: 44:18 min – Genre: Heavy AOR – Label: Mighty Music/Target Group – VÖ: 10.05.2024 – Page: www.facebook.com/jdmillerrock

 

War ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass ich nach dem letzten Album von JD MILLER, „Icarus“, auch ihre vierte Platte rezensieren muss. Das Ding war ein absoluter Volltreffer und dementsprechend hoch fielen meine Erwartungen für „Empyrean“ aus.
Und ja, sie haben es so ziemlich wieder getan. Die Schweden ohne ein Bandmitglied namens JD Miller haben sich die Genrebezeichnung „Heaviest AOR around“ auf die Fahne schreiben lassen, und das kann man auch durchaus so formulieren. Einiges an elektronischen Elementen, Synthesizer, Eingängigkeit, der ein oder andere härtetechnisch runtergefahrene Part, aber insgesamt ein stabiler Härtegrad bei überdurchschnittlicher Ohrwurmdichte.
Soundtechnisch ist das ganze stabil, gesangstechnisch und spielerisch erwartungsgemäß auch. Und während ich den niedersten Auswüchsen von AOR unterstelle, musikalisch ungefähr so vorhersehbar wie Schlager zu sein, haben JD MILLER eine ganze Menge an unerwarteten Harmoniewendungen, coolen Gesangslines, abwechslungsreichen Arrangements und durchdachten Mittelteilen im Gepäck. Sollte auch der vorverurteilendste aller Hörer anerkennen können.
Ganz so leicht wie sein Vorgänger macht es „Empyrean“ seinem Konsumenten aber nicht. Die ersten vier Songs auf „Icarus“ (oder fünf?) waren allesamt sehr unterschiedliche absolute Hits, und dieses Niveau erreicht nach dem Intro der erste Song „The Butterfly“ leider nicht ganz. Aber dann kommt „Inside The Night“ mit dem klassischen JD-Feeling in der Strophe, dem eingängigen Chorus, dem coolen Synth-Arp und dem gut gemachten Mittelteil, und „Out Of Control“ macht auch nicht weniger Spaß als der.
„Call The Police“ hat einen gewissen Metal-Synthwave-Vibe, was sehr schön funktioniert, und „Enemy“ punktet mit Ohrwurmchorus und erfreulicher Intensivierung gegen Ende.
Das mal so als Auswahl. Gefühlt bleibt „Empyrean“ etwas hinter seinem Vorgänger zurück, dessen Songs im Schnitt einfach etwas mehr eigenen Charakter besitzen, und ein paar mehr kompositorische Alleinstellungsmerkmale. Das ändert aber nichts daran, dass JD MILLER ihren eigenen Stil beibehalten haben, der perfekt rund, auf die exakt richtige Menge an elektronischen Elementen setzt, musikalisch nicht immer die selben Kamellen aufwärmt und auch auf „Empyrean“ mächtig Laune macht.

Fazit:
Nicht so drastisch hart, dass es den AOR-Fan verschrecken würde; nicht so keyboardig-eingängig, dass sich der Metaller davon abgestoßen fühlen müsste: JD MILLER sind der kleinste gemeinsame Nenner der Rock-Garage-Leserschaft, und der sei auch das vierte Album der Schweden wärmstens empfohlen.

Anspieltipps:
„Inside The Night“, „Out Of Control“, „Call The Police“ und „Enemy“

Jannis

PRAYING MANTIS – Defiance

Trackliste:

01. From The Start
02. Defiance
03. Feelin‘ Lucky
04. I Surrender
05. Forever In My Heart
06. Never Can Say Goodbye
07. One Heart
08. Give It Up
09. Nightswim
10. Standing Tall
11. Let’s See

Spielzeit: 46:45 min – Genre: Hard Rock/Heavy Metal – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 19.04.2024 – Page: www.prayingmantis.rocks

 

Der Chefredakteur meldet neue PRAYING-MANTIS-Platte im Redaktionschat, ein Kollege beschreibt die erste Single als „typische MANTIS-Mucke“ und eigentlich hätte ich „Defiance“ damit gar nicht mehr hören müssen und direkt ans Schreiben gehen können.
PRAYING MANTIS aus Großbritannien gibt es seit stolzen 50 Jahren, nach wie vor mit zwei Gründungsmitgliedern, Chris und Tino Troy, womit der Nachname Programm ist, wenn man offen für schlechte Wortwitze ist.
Warm klingende, kraftvolle Mucke, irgendwo zwischen Hard Rock und Heavy Metal ist das Trademark der Band, immer schön melodisch.
Genau das gibt es auch auf ihrem zwölften Album zu hören, über angenehme 45 Minuten und elf Songs, von denen gerade einmal einer die Fünf-Minuten-Marke knackt.
Soundtechnisch ist das Ganze okay, wenngleich da ein paar Frequenzen sind, die je nach Abspielgerät leicht unangenehm für die Ohren sind, vor allem, wenn der Gesang oder die Gitarren in bestimmten Höhen stattfinden.
Neben dem typischen Rock/Metal-Band-Setup ist Klavier recht präsent vertreten, dazu einige Synthsounds.
Musikalisch? Nun, ist „Defiance“ ziemlicher PRAYING-MANTIS-Standard ohne große Höhen und Tiefen. Alles sehr angenehm, geht leicht ins Ohr, lädt zum Mitnicken ein. Die absoluten Hits finden sich jedoch weniger auf dem Album. Herausstechen darf am ehesten der einzige +5-Minüter „Standing Tall“, der vergleichsweise viele elektronische Elemente auffährt, gewissermaßen der Partytrack des Albums ist und wirklich im Gedächtnis bleibt. „Nightswim“ könnte noch erwähnt werden, der rein instrumental gehalten ist, und die Powerballade „Forever In My Heart“.
Der Rest der Songs ist stabil, macht das, was man von MANTIS so kennt, dabei nicht viel falsch, wagt aber auch keine großen Experimente und hat nicht den zündenden Chorus, der aus einem korrekten Song einen Banger machen würde.

Fazit:
Je nach Erwartungshaltung mag das ein wenig enttäuschend sein. Aber es steht PRAYING MANTIS drauf, und genau das ist auch drin. Hat man auf jeden Fall schonmal in herausragender gehört, doch wer einfach nochmal eine schöne Zeit mit dieser doch sehr zum Wohlfühlen einladenden Art von Metal haben will, wird das mit „Defiance“ zweifelsohne können.

Anspieltipps:
„Standing Tall“, „Nightswim“ und „Feelin‘ Lucky“

Jannis

BRONZE – In Chains and Shadows

Trackliste:

01. Fool
02. Time Covers No Lies
03. In Chains and Shadows
04. Maze of Haze
05. Tale of Revenge
06. Jackals of the Sea
07. Samurai
08. Real of the Damned
09. Tyrant`s Spell

 

 

Spielzeit: 32:10 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 24.04.2024 – Page: https://bronzeofficial.com/

 

Die Geschichte der Band Bronze reicht bis in Jahr 2010 zurück als die Sängerin Mina Walkure zusammen mit ihrem Bruder und Bassisten Lap die Band KRAMP ins Leben rief. Bis 2020 brachte man es in unterschiedlichen personellen Konstellationen auf die EP „Wield Revenge“ und ein Album „Gods of Death“.
2023 wagte man dann einen großen Schritt benannten die Band um in Bronze und scharrte neues Personal um sich.
Cederick Forsberg (BLAZON STONE) bedient nun die Gitarre und Billy Qvarnström sitzt hinter dem Schlagzeug.
Zusätzlich hat man das neue Album „In Chains and Shadows“ im Gepäck, das erste unter dem neuen Namen, auf dem man dem female fronted Heavy Metal frönt.

Als Einstieg bekommen wir direkt mal „Fool“ um die Ohren gehauen. Klingt Rifftechnisch stark irgendwie nach RUNNING WILD entwickelt aber vor allem im Chorus einen ganz eigenen Stil und ist einfach toll anzuhören. Ein mehr als ordentlicher Beginn, macht neugierig!
Sehr schnell ist man dann beim anschließenden „Time Covers No Lies“ unterwegs der aber im Vergleich zum Opener den Kürzeren zieht.
Der Titeltrack „In Chains and Shadows“ bietet dann wieder episches RUNNING WILD Feeling und der Chorus gehört mit zu dem Besten, was wir hier auf der Platte hören werden! Eine absolute Ohrbombe also!
Das zackige „Maze of Haze“ bildet dann den Einstieg in den Mittelteil der Scheibe der mit „Jackals of the Sea“, ebenfalls kommen hier wieder RUNNING WILD Feelings hoch, und „Samurai“ bestens besetzt ist.
Im Anschluss gibt es mit dem knackigen „Real of the Damned“, dürfte ein ziemlich guter Livetrack sein, und dem abschließenden „Tyrant`s Spell“, mit einem leicht düsteren Touch, nochmal zwei sehr ordentliche Tracks auf die Ohren, die zeigen das die Band ein gutes Songwriting Gespür hat.

Female fronted Metal interessiert mich ja immer irgendwie! Das und die Vorabeindrücke zeigten mir auf jeden Fall, dass das BRONZE Debüt Wert wäre, näher gehört zu werden. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht!
Teils sehr Oldschool, teils etwas episch und mit einigen Heavy Metalverweisen auf bekanntere Bands ausgestattet tönen die 9 Songs größtenteils recht ordentlich aus den Boxen. Der Gesang von Fronterin Mina passt auch perfekt zur Mucke, von daher ist doch einiges echt gut auf der Scheibe.
Die mickrige Spielzeit sollte man auf jeden Fall nicht als Maßstab nehmen für die nächste Scheibe, die angesprochenen Hits auf jeden Fall schon!

Julian

 

 

 

KICKIN VALENTINA – Star Spangled Fist Fight

Trackliste:

01. Gettin Off
02. Dirty Rhythm
03. Fire Back
04. Man On A Mission
05. Turn Me Loose
06. Died Laughing
07. Takin A Ride
08. Amsterdam
09. Ride Or Die
10. Star Spangled Fist Fight

 

Spielzeit: 40:26 min – Genre: Hardrock, Heavy Metal – Label: Mighty Music – VÖ: 19.04.2024 – Page: www.kickinvalentina.com

 

Die vier Dampfhämmer aus den USA sind zurück! Mit ihrem mittlerweile vierten Album „Star Spangled Fist Fight“ wollen KICKIN VALENTINA so richtig durchstarten. Das zeigen schon die beiden Vorab-Singles mitsamt ihren Videoclips. Was 2013 mit der selbstbetitelten EP und einem wohlwollenden Kopfnicken nebst überraschtem Blick begann, mauserte sich im Laufe der Jahre zu einer innigen Liebe meinerseits. Kein Wunder bei derart starken Alben, die weitab vom Mainstream ihre Leute suchen. Auch unser Sturmi war bei seiner Rezi zum bis dato letzten Album „The Revenge Of Rock“ Feuer und Flamme.

Zehn Songs haben es auf „Star Spangled Fist Fight“ geschafft, und der Name ist Programm. Die Amis haben ihr energetisches und hochexplosives Hardrock-Gebräu weiterentwickelt und klingen 2024 wie eine Mischung aus HARDCORE SUPERSTAR und MOTÖRHEAD. Was für ein Pfund! Mit D.K. Revelle haben sie seit dem letzten Longplayer einen Frontmann in ihren Reihen, der noch eine Schippe drauflegt, aber auch in melodischen Momenten nicht versagt. Ansonsten ist das Line-Up seit der Gründung 2013 stabil und liest sich so: Heber Pampillon (guitars), Chris Taylor (bass) und Jimmy Berdine (drums).

Mit einem dreckigen Shout und ultrafetten Grooves startet „Gettin Off“ und setzt jede Menge Adrenalin frei. Eines gleich vorneweg: der Adrenalinspiegel wird sich die folgenden 40 Minuten nicht beruhigen. Und daran sind nicht nur die beiden Singles „Takin A Ride“ und das vergleichsweise soft/melodische „Ride Or Die“ schuld. Das punkige „Fire Back“ oder die Hymne „Man On A Mission“ sind weitere Anspieltipps. Und „Turn Me Loose“ ist mitnichten eine Coverversion des LOVERBOY-Klassikers. Vielmehr ist die Nummer eine kleine Machtdemonstration für alle, die KICKIN VALENTINA vielleicht fehlende Eingängigkeit vorwerfen. Power und Melodie passen eben doch zusammen.

KICKIN VALENTINA haben es geschafft, weder retro noch zu modern zu klingen. Ihr Hardrock ist einfach eine Abrissbirne mit ganz eigenem Anstrich, das kann wahrlich nicht jede Band von sich behaupten. Umso verwunderlicher ist es, dass die Amis (auch) hierzulande nicht bekannter sind. Vielleicht kann das ja ihr neues Album „Star Spangled Fist Fight“ endlich ändern – es wäre ihnen zu wünschen.

Stefan

 

INNER AXIS – Midnight Forces

Trackliste:

01. I Am The Storm
02. Strike Of The Cobra
03. Midnight Hunter
04. This Is The Way
05. Evil Dead
06. Spartan War-Cry
07. Steelbladed Avenger
08. Master & Commander
09. Burn With Me
10. Blade Of Glory

 

Spielzeit: 52:23 min – Genre: Heavy Metal – Label: Fastball Music – VÖ: 22.03.2024 – Page: www.facebook.com/InnerAxis

 

INNER AXIS – stimmt, die hatte ich ja schonmal auf dem Schreibtisch. 2017 mit ihrem zweiten Album, um genau zu sein. Komplett vergessen, kurz nachgelesen, und die Bewertung war… joah… so geht so.
Jetzt sind die Kieler mit Album Nr. 3 zurück, das da heißt „Midnight Forces“, und wir gucken mal, ob ich dieses Mal ein paar Punkte mehr vergeben kann.
Kurz und knapp: Doch, kann ich. Ein paar Makel hat die Platte zwar auf jeden Fall. Soundtechnisch liegen einige seltene Keyboards sehr massiv über dem Rest der eigentlich korrekt produzierten Songs und der Gesang ist oftmals tendenziell tiefer gehalten, während Frontmann Kai eher in hohen Tonlagen Ausdruck entwickelt. In tieferen wirkt er gerne mal sonor und nicht voll inspiriert.
Musikalisch habe ich das letzte Album als Metal ohne wirkliche Höhepunkte klassifiziert, das halt am Hörer einigermaßen vorbeigeht. Solche Songs finden sich auch auf „Midnight Forces“ wieder, beispielsweise „Strike Of The Cobra“, das gefühlt aus lauter gleich intensiven Parts hintereinander besteht. Ein Alleinstellungsmerkmal fehlt einigen der Songs.
Dennoch: Schon der Opener „I Am The Storm“ ist wirklich korrekt. Der düstere Erzähler im Prechorus mag Geschmackssache bleiben, aber der getragene Chorus, der fast von AMORPHIS hätte stammen können, ist mal was anderes und zündet genau wie der Mittelteil. Weiteres Highlight ist „Master & Commander“ (Hier ist die offenkundige METALLICA-Referenz Geschmackssache), das insgesamt gut melodieorientiert ausfällt, Stimmung entwickelt und einen schön treibenden Mittelteil mit sauber fixem Gitarrensolo parat hält.
Und während man bei einigen Songs das Gefühl hat, man hätte sie mit einer Minute weniger Spieldauer kompakter und dichter gestalten können, ist der finale Über-acht-Minüter „Blade Of Glory“ von Anfang bis Ende jede Minute wert, nimmt sich Zeit für Aufbau und Spannungsbögen, und zeigt, was INNER AXIS draufhaben, wenn sie kompositorisch mal komplexer werden.
Ansonsten gibt es so einige schöne Soloparts/Mittelteile, in die echt Gedanken investiert wurden, und eine angenehme Anzahl an kleinen Details (die Kettensäge in „Evil Dead“, die Trompete in „This Is The Way“, die coole Tempoarbeit in „Spartan War-Cry“, de drumfreie erste Strophe von „Midnight Hunter…)
Ja, INNER AXIS haben noch ein paar Baustellen, aber „Midnight Forces“ bietet auf jeden Fall ein paar konkrete Reinhör-Anlässe, ist im schlimmsten Fall nett gemachter unspektakulärer Metal, im besten Fall aber schon um einiges mehr als das.

Fazit:
Klarer Schritt in die richtige Richtung. Ein bisschen mehr Songwriting im Stil von „Blade Of Glory“ beim nächsten Mal, und einige Songs ein wenig höher gesungen, dann sehe ich beim nächsten Album noch mehr Punkte rollen.

Anspieltipps:
„I Am The Storm“, „Master & Commander“ und „Blade Of Glory“

Jannis

RAGE – Afterlifelines

Trackliste:

CD 1
01. In The Beginning
02. End Of Illusions
03. Under A Black Crown
04. Afterlife
05. Dead Man’s Eyes
06. Mortal
07. Toxic Waves
08. Waterwar
09. Justice Will be Mine
10. Shadow World
11. Life Among The Ruins

CD 2
01. Cold Desire
02. Root Of Our Evil
03. Curse The Night
04. One World
05. It’s All Too Much
06. Dying To Live
07. The Flood
08. Lifelines
09. Interlude
10. In The End

Spielzeit: 88:45 min (41:17 min/47:36 min) – Genre: Heavy/Power Metal – Label: STEAMHAMMER / SPV – VÖ: 29.03.2024 – Page: www.facebook.com/RageOfficialBand

 

Ach RAGE… Mein zweites Metalkonzert überhaupt und seitdem immer Fan. Gut, die Truppe ist trotz fluider Besetzung auch eine sichere Bank und unter ein gewisses immer noch stabiles Mindestniveau fällt keines ihrer Alben. Manches liegt aber eben auch weit darüber.
Wie isset denn dieses Mal? Nun, „Afterlifelines“ ist auf jeden Fall ambitioniert. Drei Jahre nach dem Vorgänger „Resurrection Day“ und damit genau im normalen Rhythmus der Nordrhein-Westfalen erschienen, aber locker mal 90 Minuten lang und in zwei Alben, „Afterlife“ und „Lifelines“ unterteilt. Man muss ja das 40jährige auch angemessen feiern.
Produziert im eigenen Studio und auf „Lifelines“ von Marco Grasshoff mit ordentlich Orchester angereichert. Jap, darin liegt der Unterschied zwischen beiden Teilalben.
RAGE mit Orchester = geil. RAGE ohne Orchester = geil. So weit, so gut. Fragt sich nur, wie gut es funktioniert hat, in der normalen Zeit für ein Album gleich zwei zu komponieren, einzuspielen und produzieren, inklusive Orchester-Arrangements und Produktion aus eigener Hand. Und hier kommen wir zum kleinen Downer der Rezension: „Afterlifelines“ ist dann doch eher eines der RAGE-Alben auf dem gewissen Mindestniveau. Die Songs auf „Afterlife“ bieten eine schöne Mischung aus stabiler Aggression und eingängigeren Melodien, wie man es von dem Trio heutzutage erwartet. Ein paar Ohrwürmer sind dabei, ein paar kleine corige Breakdowns (ohne dass man RAGE jetzt irgendwie in der „Modern“-Ecke verorten müsste), aber soweit eben bekannte Zutaten, die man so in gefühlt auch was besser produziert schonmal in stärker von der Band erwartet hat.
„Lifelines“ ist gerade über seine erste Hälfte hinweg ähnlich hart und es stellt sich die Frage, was gerade diese Songs für die Orchesterhälfte des Outputs qualifiziert hat, denn ohne hätten sie wohl ebenso funktioniert. Dazu klingt das Orchester, gerade die Streicher in den nicht seltenen schnelleren Parts, eindeutig digital, und wenn man dann an die fantastische „Suite Lingua Mortis“ von „Speak Of The Dead“ oder auf „Empty Hollow“ von „21“ denkt (oder eben an „Lingua Mortis“), kann „Lifelines“ da klanglich einfach nicht mithalten. Hinsichtlich der Orchestral-Arrangements auch nicht, die oft etwas platt wirken, während man von RAGE schon einiges an wirklich smarten Orchester-Arrangements hören durfte. Das mag passieren, wenn sich ein externer Musiker damit befasst und einen bestimmten Stil damit natürlich nicht verinnerlicht hat (keine Front gegen Marco also), macht sich aber eben bemerkbar.
Wenn „Lifelines“ in seiner zweiten Hälfte dann auch mal ruhigere Töne anschlägt, den Zehn-Minuten-Song raushaut oder ein schön nostalgisch aufgeladenes Instrumental, steigt die Freude beim langjährigen Fan dann doch noch um einiges an. Und auch beim ein oder anderen Song auf „Afterlife“ wie „Mortal“ mit seinem bösen Mitnick-Rhythmus und dem eingängigen BummZapp-Chorus (Der Musikwissenschaftler hat gesprochen) oder dem allseits gelungenen „Waterwar“ gibt’s gut was zu feiern.

Fazit:
Denn wie gesagt, ein schlechtes Album von RAGE werden wir nicht mehr erleben. „Afterlifelines“ ist eines der schwächeren der letzten Jahre, was an der schieren Menge an Arbeit liegen mag, die man sich mit ihm gemacht hat. Vielleicht wäre das von RAGE bekannte „Ein Album in zwei 25-Minuten-Parts geteilt“-Konzept entlastend gewesen und hätte den Hörer vor zwischenzeitlichen Lückenfüllungen bewahrt. All das sollte Fans der Band jedoch nicht davon abhalten, das Ding auszuchecken. Als Einstiegswerk sei es aber weniger empfohlen.

Anspieltipps:
„End Of Illusions“, „Mortal“ und „Waterwar“ // „Dying To Live“ und darauf Folgende

Jannis

THE INNER ME – Rosabelle Believe

Trackliste:

01. Immigration
02. I am Magic
03. Far away from Light
04. Dime Show
05. Metamorphosis
06. Vaudeville
07. Milkcan Escape
08. How i conquered the East
09. Margie Box
10. Death Punch
11. Rosabelle Believe
12. Epilogue

Spielzeit: 56:46 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 24.03.2024 – Page: theinnerme.at

 

Na, da kommen aber ganz alte Bekannte wieder aus der Versenkung! 2015 war es als ich die Promo des Debüts „A New Horizon“ der Österreicher von THE INNER ME rund um den Gitarristen Reinhard „Kotza“ Müller bekam und das Album direkt durch zündete. Eine Rezi dazu findet ihr hier bei uns.
Und auch dieses Mal dachte Mastermind Reinhard an mich und schickte mir die Promo zu ihrem neuen Album „Rosabelle Believe“ ein Konzeptalbum über den Zauberkünstler Harry Houdini.
Beständig mit der gleichen Mannschaft, Sänger David Stawa und Bassist Daniel Tallamassl von FIRESTORM und nach wie vor als Eigenveröffentlichung war ich sehr gespannt auf den neuen Diskus auf dem nach wie vor Heavy Metal mit Power Metaleinschlag regiert.

Als Albumopener fungiert „Immigration” welches erstmal etwas ruhiger beginnt bevor kraftvolle Riffs das Zepter übernehmen. Es entwickelt sich ein toller und melodischer Midtempotrack der vor allem im Chorus seine ganze Klasse ausspielt. Ein mega Opener der direkt zeigt das die Jungs in der langen Pause nichts verlernt haben.
Rhythmisch geht es dann direkt bei “I am Magic” zur Sache. Ebenfalls wird hier die feine melodische Klinge geschwungen ganz im Zeichen des Openers.
Ein Wort zu Sänger David. Er hat echt ein tolles Organ welches gleichzeitig klar aber auch schön rau sein kann. Die perfekte Mischung für die Art von Mucke würde ich sagen!
Über das gefühlvolle „Far away from Light“ geht es dann mit großen Schritten in den Mittelteil der Scheibe zuvor gibt es aber noch mit „Dime Show“ Standardmetal und mit „Metamorphosis“ ein episches Schmankerl auf die Ohren.
Der Mittelteil wird dann ganz klar vom druckvollen Doppelpack „Milkcan Escape“ und „How i conquered the East“ dominiert.
Im letzten Drittel haben wir dann noch das melodische „Margie Box“ sowie den tollen atmosphärischen Titeltrack „Rosabelle Believe“ die die Qualität schön hochhalten.
Den Standardmetaltrack „Death Punch“ sowie das abschließende Outro haben wir aber auch noch.

Schön wenn man auf gute alte Bekannte trifft die einem gleich wieder zeigen wo der Heavy Metalhammer in Österreich hängt!
THE INNER ME sind auf ihrem neuen Output ähnlich stark unterwegs wie sie es auch auf ihrem Debütalbum waren.
Klassischer Heavy Metal der mal mehr mal weniger episch daherkommt und einfach toll gemacht ist.
Lyrisch (tolles, außergewöhnliches Thema wie ich finde) und vom Songwriting her gibt es auch wenig zu meckern. Somit haben wir hier erneut die klare Kaufempfehlung für die geneigte Zielgruppe mit der entsprechenden Benotung!

Julian

 

DYMYTRY mit HIRAES und BÖSE FUCHS Live in München am 09.03.2024

DYMYTRY machten auf ihrer ersten Headliner Tour halt in München im Backstage, Pech für die Bands das sie leider im viel zu kleinen Club auftreten mussten. Da die Bühne nicht sehr groß ist, der Platz für Zuschauer nicht wirklich Konzerttauglich und zum Fotografieren ohne richtiges Equipment bescheiden ist. Mit um die Häuser ziehen BÖSE FUCHS und HIRAES. Während DYMYTRY im melodischen Psycore zuhause sind machen BÖSE FUCHS Modern Metal und HIRAES bewegen sich im Melodic Death Metal. Anlässlich ihrer Veröffentlichung „Five Angry Men“ begeben sich DYMYTRY auf die Bühnen um das Album zu supporten.

Der BÖSE FUCHS machte den Anfang und hatte das Publikum schnell in der Hand, mit ihrem fetten Metal hauten die vier einen raus. Die Bühnenräsenz beschränkte sich auf zwei Sängerinnen, einen Gitarristen und Growler sowie einen Drummer. Der Sound war viel zu Fett für nur zwei erkennbare Instrumente, Schlagzeug und Gitarre. Entweder haben sich die zweite Gitarre, der Bass und die Keyboards irgendwo in der kleinen Location versteckt, es kam vom Band, oder über eine digitales Spielzeug das den Bass übernommen hat. Außer dem Umstand der fehlenden Bandmitgliedern an den zugehörigen Instrumenten gibt es nichts an der Show auszusetzen. Es ist schade wenn der Sound mehr verspricht als das Bild auf der Bühne zeigt.

www.facebook.com/boesefuchsofficial

Nach kurzer Umbauphase kam HIRAES an die Reihe, ich bin leider kein Fan der Extremen Spielarten des Metal wie Melodic Death Metal. Abgesehen von dem Umstand machten HIRAES eine sehr gute Figur und wüteten sich wie ein Orkan durch ihren Set. An den Instrumenten machten die beiden Gitarristen Dampf ohne Ende, das Fundament aus Bass und Drums haute einem sämtliche Flausen aus der Mütze. Shouterin Britta Görtz raunzte, grunzte und growlte sich wie eine junge Göttin die voll im Nektar steht durch die Show. Hier vermisste ich den Keyboarder, der nicht ansatzweise zu sehen war. Trotz dem das ich kein Fan dieser Stilrichtung bin muss ich gestehen das die Show cool war und das anwesende Publikum war begeistert von HIRAES.

https://www.facebook.com/hiraes.official

Dann war die Zeit reif für den Headliner, zum ersten Mal hatte DYMYTRY dieses Privileg auf Tour. Da ich die letzten beiden Alben reviewt habe war es selbstverständlich das ich mir die Jungs aus Tschechien mal Live ansehe. Die Band macht auf der Bühne was her, mit Masken und teilweise auch Outfits aus dem Paintball in rot/schwarzer Farbe gehalten ist eine beeindruckende Farbenshow vorprogrammiert, wenn die Beleuchtung komplett in rot aufleuchtet ergibt das einen Eyecatcher. Musikalisch waren DYMYTRY an dem Abend verdammt gut drauf und spielten sich souverän, mit bomben Sound durch ihre Show. Leider traf DYMYTRY dasselbe Schicksal wie die beiden Vorbands auch, dass im winzigen Club des Backstage die Bühne nicht viel Spiel für große Aktivitäten zulässt, mit geschätzten 8 auf 4 Meter (wenn überhaupt) ist die Bühne nicht wirklich für einen Act wie DYMYTRY geeignet. Als während der Show noch zwei Mitglieder von Hämatom, Frank „Süd“ Jooss und Jacek „Ost“ Zyla für einen Gastauftritt die Bühne enterten hätte diese normal wegen Überfüllung gesperrt werden müssen. Die Setlist bestand mit zwei Ausnahmen aus den letzten beiden Alben und kann als perfekt gewählt gesehen werden. Ab den ersten Takten hatten DYMYTRY leichtes Spiel mit dem Publikum, egal wie oder was die Band machte es kam sofort eine Interaktion mit den Leuten vor der Bühne und man hatte irgendwie das Gefühl das DYMYTRY einen Veranstaltungsort mit mehr Raum, Bühne und Zuschauer verdient hätten. Trotz des Melodic Psycore kann ich sehr gut mit DYMYTRY leben ohne in Deckung gehen zu müssen. Meine Frage, die ich seit ich die Band kenne im Raum steht, ob sie die Energie ihrer Alben auf die Bühne bringen können wurde klar und deutlich mit einem lauten Knall beantwortet. Sie können mit einer spielerischen Leichtigkeit die Energie Live wiedergeben, ich kann DYMYTRY nicht nur auf Tonträger als Kauftipp empfehlen sondern auch als Livetipp der Vollgas gibt und die Säue meilenweit fliegen lässt.

www.facebook.com/dymytrycz

DYMYTRY Setlist

Revolt
Stronger
Enemy List
Everything Is Black
Wake Me Up (Before I Die)
Never Gonna Die
Awaking The Monster
Legends Never Die
Three Steps To Hell
In Death We Trust
Dead Living Dead
1939
The Revenant
Somebody’s Watching Me
Five Angry Men
Pin Me Down
Behind The Mask
Hope
Touch Down
Chernobyl

JUDAS PRIEST – Invincible Shield

Trackliste:

01. Panic Attack
02. The Serpent And The King
03. Invincible Shield
04. Devil In Disguise
05. Gates Of Hell
06. Crown Of Horns
07. As God Is My Witness
08. Trial By Fire
09. Escape From Reality
10. Sons Of Thunder
11. Giants In The Sky

Spielzeit: 52:44 min – Genre: Heavy Metal – Label: Columbia/Sony Music – VÖ: 08.03.2024 – Page: www.judaspriest.com

 

Es gibt Bands, die sind gefühlt schon immer da, also mindestens seit Christi Geburt (falls das dem eigenen Glauben entspricht) oder vielleicht schon seit der späten Steinzeit. OK, das ist natürlich maßlos übertrieben, aber immerhin zählen wir Jahr 55 in der Karriere der britischen Metaller JUDAS PRIEST – und das ist bei vielen Metalfans sicher mehr als die eigene Zeit auf diesem Planeten. Das mag man den Musikern mittlerweile vielleicht ankennen, ihrer Musik allerdings überhaupt nicht. Auf ihrer bis dato letzten Studioplatte „Firepower“ brannten die Herrschaften ein hochenergetisches Feuerwerk ab, das sicher der ein oder andere nicht erwartet hatte. Dementsprechend hoch dürften aber die Erwartungen für das jetzt erscheinende – mittlerweile 19te Album – „Invincible Shield“ sein.

Mit ihrer Vorab-Single „Panic Attack“ haben Rob Halford und Co. dann auch gleich wieder in die Vollen gelangt – sprich einen granatenmäßigen Song abgeliefert, der sofort signalisiert: die Briten wollen noch lange nicht in Rente gehen. Dieser Brecher eröffnet auch das neue Album. Mit „The Serpent And The King“ legen sie gleich amtlich nach. Gewaltige Doublebass-Drums, harte Gitarrensalven und natürlich Rob Halfords unnachahmlicher Gesang münden in einen leicht mystisch angehauchten Refrain. Nach dem sechseinhalb-minütigen Titeltrack, der abermals ein hohes Tempo vorgibt, drosseln JUDAS PRIEST die Geschwindigkeit etwas, um mit stampfenden Songs wie „Devil In Disguise“, „Gates Of Hell“ oder dem ungewöhnlich melodischen, fast schon rockigen „Crown Of Horns“ ihre andere Seite zu unterstreichen. „Trial By Fire“ hat einen leicht proggigen Einschlag, bevor „Escape From Reality“ ein klitzekleines bisschen an BLACK SABBATH erinnert.

Es gibt mittlerweile zahlreiche neuere Bands, die in professioneller Manier in die gleiche Kerbe schlagen und wirklich tolle Musik aus dem Hut zaubern, aber JUDAS PRIEST sind und bleiben das Original und irgendwie unerreichbar! Rob Halford´s Stimme, die immer noch einzigartig ist, das kraftvolle Drumming von Scott Travis, der mit Bassist Ian Hill den Rhythmus vorgibt und nicht zu vergessen, das perfekt harmonierende Gitarrendoppel Glenn Tipton/Richie Faulkner machen aus JUDAS PRIEST etwas besonderes!

Drei Songs weniger als auf dem Vorgängeralbum sind es bei „Invincible Shield“ – doch die Masse ist natürlich nicht entscheidend (es gibt aber eine limitierte Version mit drei Bonustracks). Die Platte strotzt auf allen 11 Songs nur so vor Energie und JUDAS PRIEST gelingt der Spagat, in ihrer Musik sowohl an die eigene Vergangenheit zu erinnern als auch fest in der Gegenwart zu stehen. Und es bleibt dabei: sollte man eines Tages einem Außerirdischen nahebringen wollen, was Heavy Metal bedeutet, ist JUDAS PRIEST sicher eine gute Wahl, auch mit ihrem aktuellen Album „Invincible Shield“! Erwarten wir mit Spannung, was die Briten für ihre nächste Platte bereithalten…immerhin wäre es ein tolles Jubiläum.

Stefan