HAMMERFALL – Legacy of Kings (RG Zeitmaschine)

Band: Hammerfall
Album: Legacy of Kings
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.09.1998
Homepage: www.hammerfall.net

HAMMERFALL dürfen bei unsere Zeitreise zurück in die Rock und Metalwelt vergangener Tage einfach nicht fehlen! Schließlich haben wir es den Schweden kurz vor der Jahrtausendwende zur verdanken das Metal wieder salonfähig wurde und wieder in der Musiklandschaft Fuß fasste. Denn, wir erinnern uns, mit ihrem Debüt „Glory to the Brave“ schlugen die Jungs 1997 ein wie eine Bombe und unser liebstes Musikgenre erfuhr eine damals für nicht möglich gehaltene Wiedergeburt!
Nicht mal 1 Jahr später setzten die Jungs um Sänger Joacim Cans und Gitarrist Oscar Dronjak ihren Siegeszug mit dem zweiten Album „Legacy of Kings“ fort und man erkannte das das erstklassige Debüt keine Eintagsfliege war.
Und für mich selbst war das zweite Album noch einen Ticken stärker als das Debütwerk, denn schließlich sind hier so Bandklassiker wie „Heeding the Call“, „Legacy of Kings“, „Let the Hammer Fall“, dem PRETTY MAIDS Cover „Back to Back“, „Stronger than All“ oder die Gänsehautballade „The Fallen One“ enthalten, die auch lange Zeit und teilweise heute noch in der Livesetliste der Jungs auftauchten.
Die Produktion von Fredrik Nordström war blitzsauber und für die Scheibe ging es bis auf Platz 15 der deutschen Albumcharts. Zwar konnte man dies mit Platz 1 für das nachfolgende Album „Renegade“ nochmal überbieten, aber meiner Meinung nach ist „Legacy of Kings“ bis heute eines der stärksten HAMMERFALL Alben welches sich auch heutzutage gerne noch in die heimische Anlage verirrt um sich in eine Zeit zurück katapultieren zu lassen wo wir noch in DM bezahlt haben und das Ed von Schleck Eis noch gefühlt 50 cm größer war als heutzutage!
Definitiv ist dies eines DER Alben welches in keiner gut sortierten Metalsammlung fehlen sollte!

Trackliste:

01. Heeding the Call
02. Legacy of Kings
03. Let the Hammer Fall
04. Dreamland
05. Remember
06. At the End of the Rainboy
07. Back to Back
08. Stronger than All
09. Warriors of Faith
10. The Fallen One

Julian

RAGE – Seasons Of The Black

Band: Rage
Album: Seasons Of The Black
Spielzeit: 51:51 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.07.2017
Homepage: www.rage-official.com

 

Man hat „The Devil Strikes Again“ nach seiner Veröffentlichung noch nicht mal ganz aus der nervigen Plastikverpackung befreit, da werfen Peavy und seine Crew dem hungrigen Fan direkt noch einen weiteren Leckerbissen ins… Ohr. „Seasons Of Black“ heißt das gute Stück, das am 28.07.17 gerade einmal 14 Monate nach seinem Vorgänger veröffentlicht wurde.
Dass man auch in 14 Monaten ein Album aufnehmen kann, das weder hastig dahingerumpelt noch lieb- und ideenlos klingt, beweisen RAGE auf „Seasons Of The Black“ mit 11 absolut gelungenen Tracks. Die Albumzutaten lesen sich dabei vertraut: gelegentliches Doppelbassgeprügel, insbesondere auf dem (fast) titelgebenden Opener, ein Wechselspiel von bösem Gitarrengeschrubbe und melodischeren Parts, und die RAGE-typischen Melodielinien in den Refrains. Das Ganze garniert mit der liebenswert übertrieben englischen Aussprache von Band-Mastermind Peavy Wagner.
Langweilig wird dieses Gesamtkonzept nie. Ob man nun an die spektakuläre Gitarrenarbeit bei „Time Will Tell“, die coole Wendung im Chorus von „Walk Among The Dead“ oder die melodiöse Strophe von „All We Know Is Not“ denkt, man wird es als Freund böseren keyboardfreien Pott-Power-Metals mit einem breiten Grinsen tun. RAGE legen auch nach über 30 Jahren Bandkarriere noch eine beachtliche Liebe zum Detail an den Tag, mit einer Menge Spielfreude in den durchweg gelungenen Soloparts und kreativen Ideen bezüglich der Melodieführung, auch wenn man sich natürlich zwangsläufig ab und an an vorherige Werke der Herner Herren erinnert fühlt (Höre ich da etwas „Speak Of The Dead“ bei „All We Know Is Not“ heraus?).
Man kann die ersten sieben Tracks des aktuellen Longplayers also als absolut gelungen ansehen, liefern sie doch genau das, was man sich von einem guten RAGE-Album erhofft.
Wem das als Kaufempfehlung nicht reicht, der lasse sich an dieser Stelle von den letzten vier Songs des Albums überzeugen, die in ihrer Gesamtheit das über 20 Minuten lange Opus „The Tragedy Of Man“ bilden. Die wahre songschreiberische Qualität der neueren RAGE zeigt sich generell in ihren längeren zusammenhängenden Werken (Als Beispiele seien hier die unübertroffene  „Suite Lingua Mortis“ und „Empty Hollow“ genannt). „The Tragedy Of Man“ begeistert nach dem kurzen getRAGEnen „Gaia“ mit tollen Melodien im kraftvollen „Justify“, dem etwas böseren aber ebenso melodiösen „Bloodshed In Paradise“ und dem ruhigen, Gänsehaut garantierenden „Farewell“ mit seinem Feuerzeug-Schwenk-Chorus und unaufdringlichen Keyboards im Hintergrund.
Allein diese letzten vier Tracks sind ein eindeutiger Kaufgrund für „Seasons Of The Black“. Wie genau genommen jeder andere Song des praktisch lückenfüllerfreien Albums.

Anspieltipps:
„Season Of The Black“, „Blackened Karma“ und der gesamte „The Tragedy Of Man“-Part des Albums

Fazit:
RAGE können noch, RAGE wollen noch und RAGE machen noch. „Seasons Of The Black“ ist noch einen Ticken stärker als seine zwei Vorgänger und beweist mal wieder, dass das neue Line Up der Band auf ganzer Linie funktioniert. Ganz große Neuerungen sucht man vergeblich, hat man aber auch nicht unbedingt erwartet. Für RAGE-Fans oder Power-Metaller, die für Keyboards und STRATOVARIUS-Melodien zu böse sind, ein Pflichtkauf! Einziges Manko ist die Produktion der Vocals im Chorus, durch die die gelungenen Gesangsmelodien leider öfters mal ein wenig untergehen. Ach, und Peavy: „Dream“ reimt sich nicht auf „Black“. Obwohl, im Metal reimt sich eigentlich alles auf „Black“.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Season Of The Black
02. Serpents In Disguise
03. Blackened Karma
04. Time Will Tell
05. Septic Bite
06. Walk Among The Dead
07. All We Know Is Not
08. Gaia
09. Justify
10. Bloodshed In Paradise
11. Farewell

Jannis

 

JACK STARR’S BURNING STARR – Stand your Ground

Band: Jack Starr‘s Burning Starr
Album: Stand your Ground
Spielzeit: 75:48 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: High Roller Records
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.facebook.com/jackstarrsburningstarr

Wie es gibt noch keine Rezi zur irgendeiner JACK STARR‘S BURNING STARR Veröffentlichung bei uns? Dabei es ist der gute Mann schon so lange aktiv und hat schon einige gute Alben raus gehauen! Dann müssen wir das mal schnell ändern!
Jack Starr ist bekannt geworden durch seine mehrjährige Zugehörigkeit zu VIRGIN STEELE. Als er diese verließ widmet er sich aber ganz der Solokarriere und veröffentlichte bis dato, mit einer kleine Unterbrechung, sieben Alben.
Das letzte Album „Land of the Dead“ erschien 2011 und zeigte die Band auf dem bisherigen Höhepunkt. Geboten wurde dort epischer Heavy Metal der Marke MANOWAR. Und seit diesem Album ist auch die Bandcrew endlich stabil! Da hätten wir neben Jack himself an der Gitarre, Todd Michael Hall (RIOT) am Mikro, Ned Meloni am Bass und der gute Kenny „Rhino“ Earl (MANOWAR) am Schlagzeug. Ein kleines Who is Who der Metalszene also.
Dieser Tage veröffentlicht man nun das achte Album „Stand your Ground“ auf dem erneut der True Heavy Metal regiert und die musikalische Marschrichtung des letzten Albums voll fortgeführt wird! Natürlich wird das Ganze garniert mit ein paar neuen Einflüssen.
So genug gelabert, werfen wir nun direkt einen Blick auf den Openersong „Secrets We Hide“. Und hier geht es direkt zackig und direkt zur Sache ohne viel Vorgeplänkel. Ein Metalmidtempotrack mit den schon so typischen Jack Starr Riffs. Glanzpunkte sind hier sich mit Sicherheit der eingängige Chorus sowie der tolle Gesang von Todd. Aber das ist ja eigentlich schon ein gewohntes Bild. Egal, ein guter Opener, bleibt ein guter Opener!
In die gleiche Kerbe schlägt dann auch das anschließende „The Enemy“ bevor wir mit dem Titel „Stand your Ground“ ein absolutes Schwergewicht zu verzeichnen haben und das in zweierlei Hinsicht. Denn sowohl von der Länge her, über 10 Minuten, als auch von der Qualität her ist es ein wahres Schwergewicht welches seines Gleichen sucht und sich somit ohne Probleme auf unsere Hitliste spielt!
Das nächste Hitdoppel lässt dann auch nicht lange auf sich warten, denn sowohl „Hero“ als auch „Destiny“ sind absolut erstklassig und letzteres hat aufgrund seines abwechslungsreicheren Refrains hier die Nase vorne. Tolles Bassspiel hier übrigens, welches besonders hervorsticht.
Wir befinden uns gerade mal auf der knappen Hälfte der Scheibe und bislang gab es fast nur Hits zu bestaunen. Das ändert sich auch nicht wirklich in Hälfte Zwei, ok nicht jeder Song zündet hier direkt, aber insgesamt haben wir auch hier so gut wie keine Ausfälle zu vermelden.
Glanzpunkte im weiteren Verlauf sind mit Sicherheit noch das epische „Worlds Apart“, „Stronger then Steel“ und das abschließende „To the Ends“.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier “Secrets We Hide”, “Stand your Ground”, “Destiny”, “World’s Apart“ sowie “Stronger then Steel” direkt zu Gemüte führen.

Fazit :

Mal wieder präsentiert uns der gute Jack Starr mit seiner Band hier Songs die alle von dem absolut erstklassigen Songwritiing des Maestro zeugen! Aber auch der Rest seiner Mannschaft sind musikalisch absolute Könner und das merkt man in jeder Noten und in jedem Song.
So ist es nicht verwunderlich das man die schlechten Songs hier auf dem Album mit der Lupe suchen muss und man hier einige Hits versammelt findet.
Abschließend bleibt nur jeden Heavy Metalfan geraten mal in das neue JACK STARR’S BURNING STARR Album rein zuhören, ihr werdet es nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Secrets We Hide
02. The Enemy
03. Stand your Ground
04. Hero
05. Destiny
06. The Sky is falling
07. Worlds Apart
08. Escape from the Night
09. We are One
10. Stronger than Steel
11. False Gods
12. To the Ends

Julian

ACCEPT – The Rise Of Chaos

Band: Accept
Album: The Rise Of Chaos
Spielzeit: 46:24 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 04.08.2017
Homepage: www.acceptworldwide.com

ACCEPT sind wieder da. Und sie haben mal wieder ein gewohnt geiles Accept-Album rausgehauen. 9 von 10 Punkten. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

Was denn, zu knapp? Nun gut, widmen wir uns “The Rise Of Chaos” etwas genauer, obwohl eigentlich schon alles gesagt ist. Album Nr. 15 der Teutonen wurde, mal wieder, von Andy Sneap produziert, die Produktion ist dementsprechend hochwertig ausgefallen.
Über zehn Tracks hämmern ACCEPT gewohnt qualitative Metalkost in Reinform in die Gehörgänge ihrer treuen Fangemeinde, die ihnen für den Vorgänger “Blind Rage” unter anderem einen verdienten Platz eins in den deutschen Albumcharts bescherte.
Viel geändert hat sich seit “Blind Rage” nicht. Vielleicht ist “The Rise Of Chaos” einen Ticken schneller als sein Vorgänger, aber insgesamt wird dem Fan genau das geliefert, was er sich von einem ACCEPT-Album wünscht: geradliniger Heavy Metal mit einigen unbestreitbaren 80er-Hard-Rock-Nuancen, der sich binnen Sekunden in die Gehörgänge fräst.
“Die By The Sword” ist dabei ein verhältnismäßig unspektakulärer Opener, der nichtsdestotrotz wunderbar bestätigt, dass ACCEPT ihr Erfolgskonzept nicht geändert haben. Auch “Hole In The Head” mit seinem herrlich angepissten Text weiß das zu untermauern. Wolf Hoffmann beweist stimmliche Vielseitigkeit und der Refrain ist, wie die meisten auf “The Rise Of Chaos” zum Mitgrölen auf Konzerten bestens geeignet – mit viel Bier versteht sich, denn vom Genuss von Koolaid wird in Track Nr. 4 eindringlich abgeraten. Der Midtempo-Rocker punktet mal wieder durch seine Riff-Arbeit und den Refrain und lässt jeden People’s-Temple-Chorhit alt aussehen.
“No Regrets” drischt dann auch mal mit ein wenig Doppelbass auf die Zuhörer ein und das Arrangement der Strophen ist wahrlich nicht von unmetallischen Eltern.
Dann folgt “Balls To The Wall”. Sagte ich “Balls To The Wall”? Nochmal. Dann folgt “Analog Man”, ein purer Hard-Rock-Song, der offensichtlich in hohem Maße von ACCEPTs größtem Hit beeinflusst wurde. Was natürlich in keiner Weise schlecht ist.
“What’s Done Is Done” kommt im Midtempomodus anschließend mit dem wohl komplexesten Refrain auf dem neuen Release, bevor mit “Worlds Colliding” das Tempo wieder angezogen wird. Die Strophe stimmt, der Refrain stimmt, das Solo stimmt – läuft.
Bei “Carry The Weight” handelt es sich nicht, wie der Name des Songs vermuten lassen könnte, um eine Ballade. Im gemäßigten Uptempo und mit abermals schönem Chorus dahertrabend überzeugt das Ding fast so sehr wie der letzte Track des Albums, “Race To Extinction”. Obgleich nicht der schnellste Song auf “The Rise Of Chaos”, ist er doch der böseste, aggressivste – ebenfalls sehr mitsingbar und aus tiefstem Herzen Heavy Metal. Erwartungen vollkommen erfüllt, vielen Dank!

Anspieltipps:
“Hole In The Head”, “Koolaid”, “Analog Man” und “ Race To Extinction”

Fazit:
Was soll man groß sagen? “The Rise Of Chaos” ist zu einhundert Prozent ACCEPT, und außer den fünf Metallern dieser Erde, die mit dieser Band nichts anfangen können, sei dieses Album bedingungslos jedem empfohlen. Auch nach über 35 Jahren gehen die Jungs noch mit beeindruckender Spielfreude ans Werk und schaffen es, ihr bewährtes Konzept interessant zu halten. Ein Punkt Abzug, weil ich mir einfach nochmal einen “Screaming For A Love Bite”-Track gewünscht hätte. Ansonsten sehe ich keinen Grund zur Kritik.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Die By The Sword
02. Hole In The Head
03. The Rise Of Chaos
04. Koolaid
05. No Regrets
06. Analog Man
07. What’s Done Is Done
08. Worlds Colliding
09. Carry The Weight
10. Race To Extinction

Jannis

 

ARGUS – From Fields Of Fire

Band: Argus
Album: From Fields Of Fire
Spielzeit: 55:03 min
Stilrichtung: Heavy/Doom Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 08.09.2017
Homepage: www.facebook.com/argusmetal

„From Fields Of Fire“, der vierte Langspieler der fünf Herren von ARGUS aus Pennsylvania ist, lapidar ausgedrückt, schon etwas Besonderes. Irgendwo zwischen Heavy und Doom Metal angesiedelt ist es fast unmöglich, dieses Album vernünftig zu bewerten, denn „From Fields Of Fire“ kombiniert diese beiden Genres nicht nur, es durchläuft sie gewissermaßen, und das mit deutlichen Qualitätsschwankungen.
Die Produktion des Albums ist sehr authentisch ausgefallen. Kaum etwas wurde im Nachhinein digital zurechtgerückt, und so findet sich auch schonmal ein Ton oder Drumschlag, der ein klein wenig zu früh oder zu spät erklingt. Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein, doch zum Sound von Argus passt diese Produktionsweise viel besser, als digital glattgelutschte Perfektion.
Zu den Songs: Man kann wohl behaupten, dass „From Fields Of Fire“ in seinem Verlauf einen schleichenden Wechsel von Heavy zu Doom Metal vollzieht, obgleich sich natürlich auch in den ersten Tracks bereits deutlich doomige Elemente finden lassen, allen voran der schwere langsame Anfang des ersten richtigen Songs, „Devil Of Your Time“.
Leider, so scheint es, können ARGUS Doom Metal wesentlich besser als Heavy Metal. Die ersten vier (Intro nicht eingerechnet) Tracks sind solider Heavy Metal im unteren bis oberen Midtempo mit einigen Doom-Einflüssen, der ohne sonderliche Höhen oder Tiefen, und somit eben auch ohne viel Hitpotenzial oder Wiedererkennungswert am Hörer vorbeiholzt. Hat ein paar schöne Momente, kann man sich geben, ist aber realistisch betrachtet eher im sechs- bis sieben-Punkte-Bereich, auch wenn im Laufe der Lieder eine kleine Qualitätssteigerung stattfindet. So kann „You Are The Curse“, der fünfte Track, mit seinem schönen Mitsingrefrain, dem coolen Solopart und seiner Uptempo-Bangbarkeit durchaus überzeugen und wäre ein klarer Kandidat für eine Live-Darbietung. Pluspunkt ist hier wie beim Rest des Albums vor allem der Sänger, der nach einer Mischung aus CANDLEMASS, SYMPHONY X und POWERWOLF zu „Return In Blood Red“-Zeiten klingt und einen wirklich guten Job macht.
Dann kommt „Infinite Lives Infinite Doors“, und ab diesem Zeitpunkt geht es hinsichtlich der musikalischen Kreativität radikal aufwärts. Das über elf Minuten lange Werk liefert sehr gute Arbeit in den Strophen und im Refrain, einen leicht hypnotischen ruhigen Mittelteil und allgemein hohe Vielseitigkeit im Vergleich zu den Songs davor. „Hour Of Longing“ kommt mit Texten aus dem Doom-Lehrbuch und einem getragenen, wunderbar gefühlvollen Solo im Mittelteil. Vielleicht hätte der Song langsamer noch mehr Wirkung entfaltet, kann sich aber auf jeden Fall auch so hören lassen, wie er ist.
„No Right To Grieve“ kann getrost als krönender Abschluss des Albums gewertet werden. Balladesk mit leichten Streicherkeyboards im Hintergrund anfangend steigert sich dieses kleine Doom-Meisterwerk immer mehr, gewinnt an Druck, Tempo und Intensität. Der Sänger leidet auf ganzer Linie überzeugend und kurbelt den Gänsehautfaktor noch einmal hoch. Großartig! Genau so muss das.

Anspieltipps:
Ab „You Are The Curse“ eigentlich alles, insbesondere „Infinite Lives Infinite Doors“ und „No Right To Grieve“.

Fazit:
Bedingungslos empfehlen lässt sich „From Fields Of Fire“ nicht. Es ist wohl ratsam, vor dem Kauf des Albums in „Devil Of Your Time“ und „No Right To Grieve“ reinzuhören, um sich über das musikalische Spektrum bewusst zu werden, in dem sich ARGUS‘ neuster Streich bewegt. Der weniger starken ersten Albumhälfte steht eine wirklich starke zweite gegenüber, womit die Wertung hier eher eine Art Kompromiss darstellt. „From Fields Of Fire“ hat einige Songs in petto, die weit mehr als 7,5 Punkte verdient hätten – aber eben auch einige, die eher auf sechs-Punkte-Niveau herumdümpeln. Reinhören ist Pflicht! Nicht nur, weil eine Rezension immer eine subjektive Einschätzung ist, sondern auch, weil dem einen oder anderen, der dieser Rezension zustimmt, die absolut gelungene zweite Hälfte des Albums Kaufgrund genug sein dürfte.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Into The Fields Of Fire
02. Devil Of Your Time
03. As A Thousand Thieves
04. 216
05. You Are The Curse
06. Infinite Lives Infinite Doors
07. Hour Of Longing
08. No Right To Grieve
09. From The Fields Of Fire

Jannis

BLAZING RUST – Armed To Exist

Band: Blazing Rust
Album: Armed To Exist
Spielzeit: 48:26 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 28.07.2017
Homepage: www.facebook.com/blazingrust/

„Armed To Exist“ von BLAZING RUST – ein weiteres Debutalbum einer jungen Band, die auf der klassischen Heavy-Metal-Welle reitet. Gab es in den letzten Jahren häufiger und es stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die Welt tatsächlich noch eine weitere dieser Bands braucht. Diese Frage kann man getrost mit einem klaren „Ja!“ beantworten, denn die fünf Russen gehen auf ihrem ersten Albumrelease mit einer Spielfreude ans Werk, die ihresgleichen sucht. Dabei schaffen es BLAZING RUST konsequent, ihren Helden zu huldigen, ohne in belanglose Zitiererei abzudriften.
Dass das Gesamtpaket der Sankt-Petersburger stimmt, zeigt sich schon am Opener „Hellbringer“. Sänger Igor Arbuzow beweist stimmliches Talent und presst ein paar feine Rob-Halford-Falsett-Passagen heraus (nicht die einzige an PRIEST erinnernde Komponente in diesem Lied). Die Produktion ist für ein Erstlingswerk wirklich gut geworden, kraftvoll aber nicht überproduziert, und gerade die Drums klingen fantastisch.
„Blazing Rust“ erweist sich als würdige Uptempo-Bandhymne mit kleinen MAIDEN-Solo-Anleihen, und „Dying World“ überzeugt durch sein Hard-Rock-Riff und durch seinen treibenden Refrain. „Blindfold“ könnte nicht nur aufgrund der verdächtig nach Dave Mustaine klingenden Vocals als melodischerer MEGADETH-Song durchgehen, und mit „Witch“ wagt man sich sogar in Doom/Stoner-Rock-Gefilde mit leichtem Holy-Diver-Einfluss und dezenter Hammond-Orgel hinein, bevor der Track ab der Hälfte kräftig an Tempo gewinnt und auch der Falsett-Gesang wieder ausgepackt wird. Ein Track namens „Witch“ plus Falsett? Der King lässt grüßen!
Krönender Abschluss des Albums ist „Under The Spell“, das den Hörer mit seinen ungewöhnlichen und vergleichsweise komplexen Arrangements wortwörtlich in seinen Bann zu ziehen vermag. Abgesehen von dem Kritikpunkt, dass man den letzten Track des Albums doch bitte würdig beenden möge und nicht einfach stupide ausblendet, ein absolutes Highlight auf „Armed To Exist“.

Anspieltipps:
„Shimmering Dawn“, „Dying World“, „Witch“, „Blindfold“ und „Under The Spell“

Fazit:
Bei vielen jungen Bands, die sich an klassischem Heavy Metal versuchen, wirken die allzu deutlich hörbaren Einflüsse gerne mal störend. Nicht so bei BLAZING RUST. Die einzelnen Songs sind herrlich liebevoll ausgearbeitet, Melodielinien, Gitarren und insbesondere die Drums arbeiten allermeistens weit über 08/15-Niveau und die Produktion kann sich absolut sehen lassen. Häufig scheint bei der Arbeit an „Armed To Exist“ die Frage „Wie kann man diesen Part noch individueller und interessanter gestalten?“ im Raum gestanden zu haben, und BLAZING RUST haben die Antwort eindeutig gefunden zu haben. „Armed To Exist“ ist ohne Frage ein würdiges Debutalbum geworden. Fans der großen Helden des klassischen Metals sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt!

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hellbringer
02. Shimmering Dawn
03. Blazing Rust
04. Dying World
05. Blindfold
06. Almighty Lord
07. Witch
08. Time Of The Brave
09. Under The Spell

Jannis

 

 

TABERAH – Sinner’s Lament

Band: Taberah
Album: Sinner's Lament
Spielzeit: 55:56 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Killer Metal Records
Veröffentlichung: 30.06.2017
Homepage: www.facebook.com/taberahofficial

Gute aktuelle Metal-Alben sind weiß Gott keine Seltenheit. Bands, die es schon auf ihrem dritten Album geschafft haben, einen unverwechselbaren Sound und Stil zu entwickeln, sind hingegen schon weitaus schwerer zu finden. TABERAH haben genau das vollbracht. Die Australier, die unter anderem schon als Vorband von MOTÖRHEAD und BLIND GUARDIAN unterwegs waren, spielen eine unkonventionelle Mischung verschiedener Metal-Genres und sind am ehesten anzusiedeln im Oldschool-Speed- und Heavy Metal – was nicht bedeutet, dass die 2004 gegründete Band nicht auch Ausflüge in Classic- oder Glam-Rock-Gefilde wagen würde. 
Markenzeichen von TABERAH, die ihre Einflüsse unter anderem in IRON MAIDEN, BLACK SABBATH und QUEEN sehen, sind eine recht einfache, erdige Produktion mit heavy-staubigem Gitarrensound und, als Kontrast, dicken, warm anmutenden Backing Vocals. 
Dies offenbart sich bereits beim Titeltrack des aktuellen Longplayers, „Sinner's Lament“: Eine kräftig Gas gebende erste Liedhälfte macht unerwartet einem ruhigen Mittelteil (inklusive weiblicher Gast-Vocals) Platz, der schließlich in einem kraftvollen Endpart mit ordentlich Keyboardeinsatz mündet. „Hartlott“, der dritte Song des Albums, zeigt bereits deutlich, dass TABERAH sich nicht gerne in Genreschubladen stecken lassen möchten. Der klassisch anmutende Midtempo-Rocker offenbart im Refrain feinste Glam-Rock-Qualitäten, bevor man sich bei „Horizon“ auf guten, sich an der Hamburger Schule orientierenden, Power Metal besinnt. „Dance Of The Damned“ wühlt mit seinem ruhigen Intro und dem leicht melancholischen Refrain beste Bestandteile aus der Classic-Rock-Kiste hervor, die das anschließende „Crypt“ mit seinem bösen Eingangsriff gekonnt kompensiert. Ach ja, und es gibt eine Speed-Metal-Version von „Hotel California“. Noch Wünsche?

Anspieltipps:

„Sinner's Lament“, „Harlott“ und „Dance Of The Damned“.

Fazit:

TABERAH sind (hoffentlich keine, aber vermutlich eine) Band, die keine große Zielgruppe finden wird. Der Sound der Australier ist nun einmal kaum generisch und das Cover dürfte wohl auch falsche Erwartungen an ihr neustes Werk wecken. Lässt man sich jedoch auf das klangliche und kompositorische Gesamtkonzept der Band ein, so kann man an ihrem neusten Streich eine Menge Freude haben. TABERAH wissen, was sie tun. Sie setzen sich über Genrekonventionen hinweg und vereinen verschiedenste Einflüsse zu einem faszinierenden Gesamtkonzept, das jederzeit einen durchdachten und schlüssigen Eindruck macht. Aus einigermaßen einfachen Grundkomponenten fertigen TABERAH einen eindrucksvollen Metal-Bastard, der in den CD-Playern musikalisch offener Metal-Fans nach einer kurzen Eingewöhnungsphase per Dauerrotation strapaziert werden dürfte. Bands wie diese braucht der Metal. Sie halten ihn am Leben – auch wenn dies auf den ersten Blick vielleicht nicht so erscheinen mag.

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Sinner's Lament
02. Wicked Way
03. Harlott
04. Horizon
05. Child Of Storm
06. Dance Of The Damned
07. Crypt
08. The Final March Of Man
09. Heal Me
10. Hotel California

Jannis

AGE OF DISCLOSURE – To The Universe

Band: Age Of Disclosure
Album: To The Universe
Spielzeit: 55:59 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: kunz soundcorp.
Veröffentlichung: 26.05.2017
Homepage: www.facebook.com/ageofdisclosure

AGE OF DISCLOSURE liefern den Beweis: Aus der Schweiz kommt viel mehr als nur Käse. Das Debutalbum des 2015 von Gitarrist Ben Sollberger gegründeten Projekts, „To The Universe“, bringt Heavy Metal in Reinform an den Metaller und schämt sich dabei nicht, seine Einflüsse nicht nur offenzulegen, sondern ihnen in höchsten und harten Tönen zu huldigen.
Schon der instrumentale Opener „Age Of Disclosure“ zeigt, wo es langgeht: Mal stampfend, mal eher balladesk, mal böse lassen AGE OF DISCLOSURE keinen Zweifel daran, dass sie wissen, wie Metal funktioniert. „Already There“ galoppiert fröhlich auf MAIDEN-Pfaden umher, und Jvo Julmy, einer der vier (!) auf dem Album vertretenen Sänger, beweist sein Talent gerade auf höheren Gesangsebenen.
„Beautiful“ kommt als kraftvolle Ballade, die absolut kitschfrei gehalten ist und, auch dank Orlando Skrylls' Gesangsleistung, auf einem ICED EARTH-Album positiv aufgefallen wäre. 
Mit „Black-Hearted Man“ geht es dann wieder fixer zur Sache, es darf sogar ein bisschen gegrowlt werden. Während bei „Bliss For You And Me“ (höre ich da etwa QUEENSRYCHE?) und „Committing A Crime“ das Tempo wieder etwas heruntergefahren wird, gibt „I Am Forever“ nach einem stimmungsvollen Intro mit Kirchenglocken ordentlich Gas. Auch hier lassen ICED EARTH hörbar grüßen, aber ein bisschen ICED EARTH hat ja bekanntlich noch niemandem geschadet. „In Your Eyes“ punktet mit einem bösen Riff nach der ersten Strophe und einem schönen Refrain. 
Sollte der Vogel bis jetzt überlebt haben, so wird er bei „Off The Cross“ endgültig abgeschossen. Roman Burri haut eine souveräne Gesangsleistung raus, der Refrain ist druckvoll und vergleichsweise episch, und am Ende gibt es sogar den obligatorischen Oooohoooh-Mitsing-Part (was wäre Metal ohne ihn?). „Though I Don't Know You“ beginnt mit einem ruhigen Gitarrenintro, entwickelt sich dann jedoch zu einem im Vergleich zum Rest des Albums fast experimentellen Track. Cleane Gitarren, gefühlvoller Gesang, wuchtige Gitarrenwände mit Mut zur Lücke – plus ein Solo, wie es sein sollte. Ein würdiger letzter Track!

Anspieltips:

„Off The Cross“, „Beautiful“, „I Am Forever“ und „Though I Don't Know You“

Fazit:

AGE OF DISCLOSURE haben mit „To The Universe“ ein amtliches Debut abgeliefert. Die Schweizer wissen, wie Heavy Metal geht, und verpacken ihr Wissen in runde, durchdachte Songkonzepte. Als Kritikpunkte seien an dieser Stelle kleinere Schwankungen in der Qualität der Vocals und der Produktion, sowie etwas zu wenig eigene Handschrift genannt. Auf dem nächsten Album ein bisschen weniger Bedienung bei den Großen, ein bisschen mehr Mut zu eigenen Ideen, ein bisschen mehr Experimentierfreude  – das Potenzial ist ohne Frage vorhanden!

WERTUNG: 


 

Trackliste:

01. Age Of Disclosure
02. Already There
03. Beautiful
04. Black-Hearted Man
05. Bliss For You And Me
06. Committing A Crime
07. I Am Forever
08. (In Your Eyes (Little Girl)
09. Love Solution
10. Off The Cross
11. Peace Requires No War
12. Rumour
13. Though I Don't Know You


Jannis 
 

OLD SEASON – Beyond the Black

Band: Old Season
Album: Beyond the Black
Spielzeit: 62:11 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records  
Veröffentlichung: 19.05.2017
Homepage: www.oldseason.com

Mit „Beyond the Black“ präsentiert uns die 2003 gegründete irische Metalband OLD SEASON ihr zweites Album, nach dem Debüt „Archaic Creation“.
Auf diesem finden wir den epischen Heavy Metal der Jungs der mit leichten NWOBHM Einflüssen daherkommt.
Aber Achtung die Mucke von den Jungs ist etwas komplexer veranlagt, das zeigt schon die Spielzeit des Album und die Tatsache das viele Tracks ganz locker die 5 Minutengrenze überspringen.
Daher nun Ohren aufgesperrt beim ersten Song „A New Dawn“. Midtempomäßig und mit viel Gefühl bahnt sich die Nummern in das Bangerherz und das Hirn. Auch der Gesang ist im absolut angenehmen Bereich und kann mit Kraft und auch Gefühl gleichermaßen überzeugen. Ein toller Beginn also, der definitiv Lust auf mehr macht! 
Ebenfalls richtig schön eingängig, trotz der Länge ist dann das folgende „Scavenger“.
Leider greift man bei den beiden nächsten Nummern „Chosen“ und „Elegy“ ein wenig daneben, denn irgendwie kommt das Ganze hier nicht wirklich in Schwung! Zu langsam, gerade zu schon doomig und uneingängig wabern die Stücke wie zähes Gummi aus den Boxen.
Schnell weiter zum folgenden „The Journeyman“ wo es wieder spürbar mit der Qualität bergauf geht und der Fuß automatisch mit geht!
Apropos Qualität die gibt es im letzten Abschnitt ebenfalls noch zu bestaunen, „Words from Beyond…“ läuft ganz gut rein, aber über allen thront definitiv das Abschlussmeisterwerk „Nevermore“ welches mit 9 Minuten wirklich zu den Songschwergewichten gehört, aber eines was nicht wirklich sperrig daherkommt.
So geht eine nicht ganz einfache und etwas sperrige Platte zu Ende, der man aber definitiv seine Aufmerksamkeit schenken sollte.

Anspieltipps:

Mit “A New Dawn”, “Scavenger”, “The Journeymane” und “Nevermore” fahrt ihr hier eindeutig am Besten.

Fazit :

Ganz klar, die neue Scheibe von OLD SEASON gehört mit Sicherheit zu den anspruchsvollsten der letzten Zeit! Hier ist es nicht getan mit eben mal reinhören, dafür sind die Songs teilweise zu komplex und vielfältig. Es gibt aber hier viel Gutes zu entdecken und die Platte hat definitiv ihre Glanzsongs!
Aber der Zugang hätte hier wirklich etwas einfacher sein sollen, so bleibt es bei einer starken Leistung die man sich als Metaller mit dem Hang zum progressiven bzw. anspruchsvollen Songs durchaus näher hingeben kann.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A New Dawn
02. Scavenger
03. Chosen 
04. Elegy
05. The Journeyman
06. Rivers of Cepha
07. Words from Beyond….
08. The Void
09. Nevermore

Julian

SAXON – Unleash the Beast (RG Zeitmaschine)

Band: Saxon
Album: Unleash the Beast
Spielzeit: 53:24 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Virgin
Veröffentlichung: 14.10.1997
Homepage: www.saxon747.com

SAXON ein Wort, eine Band die seit mehreren Jahrzehnten für qualitativ hochwertigen Metal des NWOBHM steht! Angeführt vom Sänger Biff Byford haben die Mannen bis heute 21! Alben veröffentlicht wovon die Neusten auch hier bei uns rezensiert wurden.
Zeit für mich nochmal auf eines der prägendsten Alben der Band zurück zu blicken.
Wir schreiben das Jahr 1997 und das dreizehnte Studioalbum „Unleash the Beast“ erblickt das Licht der Welt und zeigt SAXON in einem epischen Licht, in welchem sie vorher nicht so oft unterwegs waren!
Auf diesem Album war vorerst zum letzten Mal der Ur und auch wieder heutige Drummer Nigel Glockler zu hören und der heutige immer noch aktive Basser Nibbs Carter sowie der Gitarrist Doug Scarratt gaben hier ebenfalls ihren Einstand. Es war aber auch das erste Album ohne das Gründungsmitglied Graham Oliver an der Gitarre.
Vieles neu also damals im Hause SAXON so auch die, schon kurz erwähnte, etwas epischere und komplexere musikalische Ausrichtung.
Das beginnt beim stimmungsvollen Intro „Gothic Dreams“, zieht sich über den Titeltrack „Unleash the Beast“, dem Soundtracksong „The Thin Red Line“, „Circle of Light“ bis hin zu „The Preacher“.
Es gab aber auch die so typischen SAXON Rocker und Uptempsongs bei denen man sofort mitgehen konnte! Beispiel hierfür und wahre Perlen ihres Genre waren „Terminal Velocity“, „Circle of Light“, „Ministry of Fools“ oder „Bloodletter“.
Dazu dann noch die emotionale Ballade „Absent Friends“ die von dem Tod des alten Bandfreundes John JJ Jones handelte.
Alles Tracks die bis heute das Herz jedes SAXON Fan höherschlagen lassen und die ich damals rauf und runter gehört habe!
Allzeitklassiker halt die bis heute ihre wahre Magie nicht verloren haben und daher ist dieses Album für mich eines DER SAXON Alben überhaupt und war diese Zeitreise absolut wert!

Trackliste:

01. Gothic Dreams
02. Unleash the Beast
03. Terminal Velocity
04. Circle of Light
05. The Thin Red Line
06. Ministry of Fools
07. The Preacher
08. Bloodletter
09. Cut out the Disease
10. Absent Friends
11. All Hell Breaking Loose

Julian