NILS PATRIK JOHANSSON – Evil Deluxe

Band: Nils Patrik Johansson
Album: Evil Deluxe
Spielzeit: 57:38 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 25.05.2018
Homepage: /

Endlich, mag mancher Fan ausrufen, gibt es von dem begnadeten Sänger Nils Patrik Johansson (ASTRAL DOORS, LION`S SHARE, Ex CIVIL WAR), der insgeheim als einzig wahrer DIO Erbe gilt, ein Soloalbum!
Die Songideen zu seinem Solodebütalbum „Evil Deluxe“ entstanden über einen Zeitraum von 10 Jahren und Nils Patrik konnte daher auf einen breiten Fundus zurückgreifen.
Mit befreundeten Musiker von so Bands wie GRAVE DIGGER oder LION`S SHARE trommelte der gute Nils Patrik eine Backing Mannschaft zusammen und präsentiert uns nun seine ganz persönliche Metalhuldigung in Form seiner ganz eigenen Songs!
Als Opener fungiert „Baal“ welches aber nur eine kleine Cinematic Einleitung ist, richtig los geht es dann erst mit dem folgenden Titeltrack „Evil Deluxe“ was, typisch Nils Patrik keine Standardmetalkost ist sondern einen Swingrythmus hat und sich dadurch wunderbar abhebt. Ansonsten ist das Ganze Standardmetalkost der geileren Sorte der tierisch in die Beine geht!
Anschließend geht es direkt weiter mit „Estonia“, welches kurz eingeleitet wird, und dann episch von dem tragischen Untergang des gleichnamigen Passagierschiffs berichtet. Hier ist man erneut absolut qualitativ hochwertig unterwegs. Ebenfalls ein richtig geiler Track.
„Gasoline“ ist dann eher guter Metalstandard, bevor es mit „How the West was won“ wieder qualitativ nach oben geht und auch hier zeigt sich Nils Patrik von seiner experimentierfreudigen Seite, hört beim Song mal ganz genau hin ; )
Schnell und kraftvoll kommt „September Black“ aus den Boxen bevor es mit „Kings and Queens“ wieder schön mitsingfähig und midtempomäßig wird. Achtet hier mal genau auf den Text, er handelt von etwas ganz anderem als was der Titel vermuten lässt.
Der letzte Abschnitt bietet dann wieder eine recht ordentliche Mischung aus Midtempotracks „Metal Head“ als Beispiel und flotten bzw. experimentierfreudigen Nummer wie „Dark Evolution“ oder das abschließende „A Waltz for Paris“. Letzeres natürlich stilsicher und wie vom Titel her zu vermuten im Walzertakt.

Anspieltipps:

Hier können „Evil Deluxe“, „Estonia“, „How the West was won“, „Kings and Queens“ sowie „Metalhead“ am Ehesten überzeugen.

Fazit :

Fans der Stammband ASTRAL DOORS von Nils Patrik sollten hier nicht direkt zuschlagen, denn der Meister himself ist hier doch etwas anders, vielschichtiger und abwechslungsreicher unterwegs als sonst. Was aber nicht heißt das es hier viel schlechter zu geht, oh nein!
Okay man ist nicht ganz so ohrwurmfreundlich wie bei der genannten Stammband unterwegs, aber das Solodebütalbum sollte auf jeden Fall seine Anhänger finden und Fans seiner Stimme und von experimentierfreudigen Metal gebe ich auf jeden Fall eine Kaufempfehlung mit auf den Weg!

WERTUNG:

 

 

HeaTrackliste:

01. Baal
02. Evil Deluxe
03. Estonia
04. Gasoline
05. How the West was won
06. September Black
07. Kings and Queens
08. Burning
09. Metal Head
10. Circle in the Sky
11. Dark Evolution
12. A Waltz for Paris

Julian

MICHAEL SCHINKEL’S ETERNAL FLAME – Smoke On The Mountain

Band: Michael Schinkel’s Eternal Flame
Album: Smoke On The Mountain
Spielzeit: 53:14 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 18.05.2018
Homepage: www.eternal-flame.de

Der Himmel ist bedeckt von massiven, rötlich ausgeleuchteten Wolken, aufgewühlt vom tosenden Wind. Keine Sekunde, zu der er nicht von Blitzen überzogen ist. Auf der Spitze eines gigantischen Berges inmitten des apokalyptischen Naturschauspiels steht MICHAEL SCHINKEL. Seine Haare können nicht wirklich im Wind wehen, aber das ändert nichts an seiner beeindruckenden Gesamterscheinung. Dann: Drei übertrieben gigantische Adler durchbrechen die Wolkendecke und kreisen über Michael. Der erste trägt eine Gitarre, die er zielstrebig über der Bergspitze fallen lässt. Michael fängt sie, ebenso wie das Micro, das der zweite Adler bringt. Der dritte schließlich wirft eine Sonnenbrille ab, die Michael beiläufig aus der Luft fängt und aufsetzt. Die Show beginnt, es ist Zeit für “Smoke On The Mountain”, das dritte Album von MICHAEL SCHINKEL’S ETERNAL FLAME – und es ist in seiner Gesamtheit ähnlich cool, wie die oben geschilderte Szene, die, so sagen verlässliche Quellen, die Vorbereitungen für die Aufnahme des Albums akurat beschreibt.
Kurz die äußeren Umstände abhaken: Die Musiker, die Schinkel für seinen ersten Release seit über 15 (!) Jahren um sich geschart hat, lassen keinerlei Kritik zu, ebenso wie der gute Mann selbst, der sowohl an der Gitarre als auch am Mic einen hervorragenden Job macht. Lediglich dem Sound hätte man noch eine winzige letzte Druckkur verpassen können. Und Göran Edman, der auf “Got A Rock & Roll Fever” die Vocals kompetent übernimmt, klirrt ein wenig. Aber sei’s drum. Die Scheibe klingt klar, definiert, die Keys sind alles andere als preiswert.
Musikalisch ist “Smoke On The Mountain” nicht nur vielseitig, sondern einfach grandios konzipiert. Wie eine metallische Überraschungstüte liefert das Album jedem, der im melodischen Hard Rock und Metal der 80er und 90er zuhause ist (insbesondere bei MALMSTEEN und RAINBOW), viele kleine bunte Wunder. Dabei ist der fixe Titeltrack mit seinen netten neoklassischen Einlagen noch einer der schwächeren Songs. Vom ruhigen 80er-Hard-Rock-Track “This Is My Life” mit kitschigem Einstieg, RAMMSTEIN-Engel-Synthmelodie und fantastischem Chorus geht’s über den kraftvollen Rocker “Queen Of The Hill” mit E-Orgel weiter zur schmalzigen, obgleich gekonnt geschriebenen Halbballade “You Can Save Me”, die emotionales Feuerzeuggeschwenke erfordert. Danach mit “Whatcha Gonna Do” ein kräftig knallender Hard-Rock-Track mit coolen Keyboards und feiner Rock’n’Roll-Attitüde, bevor es mit “Out In The Dark” radiokompatibel, aber nicht minder feierbar wird.
Ich glaube, der Spirit kommt rüber: Dieses Album ist vielseitig im besten Sinne und setzt dazu noch jede seiner verschiedenen stilistischen Facetten wunderbar liebevoll um. Klar, Klischees werden nicht ausgelassen. Wer Ausschlag von Arpeggio-Synthesizern bekommt oder generell nicht zwischendurch mal neben Leder und Nieten den Ansatz von Spandex in seiner Musik verkraftet, der hat aber immer noch die Option “Smoke On The Mountain” etwas weniger ernst zu nehmen, als es gemeint ist. Der kann dann bei “You Can Save Me” dezent den nächsten Song anmachen und die Ansprache am Anfang von “This Is My Life” als ironisch übertrieben werten. Aber eine Chance sollte er Michael und seiner Crew mal geben – Denn die Platte ist weit, weit mehr, als ein Berg, Rauch und ein paar Adler.

Anspieltipps:
“This Is My Life”, “Whatcha Gonna Do”, “Out In The Dark”, “Queen Of The Hill” und “Take Me There For A Night”

Fazit:
Ich fühle mich inzwischen echt schlecht, weil ich in letzter Zeit gefühlt zu 90 Prozent nur lobende Rezensionen verteile. Schieben wir es einfach darauf, dass 2018 das Jahr der geilen Metal-Releases ist. Und ETERNAL FLAME sind zweifelsohne ganz oben mit dabei!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ignition
02. Smoke On The Mountain
03. This Is My Life
04. Queen Of The Hill
05. You Can Save Me
06. Whatcha Gonna Do
07. I Believe In This Miracle
08. Got A Rock & Roll Fever
09. Out In The Dark
10. Dreaming
11. Take Me There For A Night
12. Tease My Love
13. Close To The End

Jannis

RAGENHEART – The Last King

Band: Ragenheart
Album: The Last King
Spielzeit: 48:47 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion/Steel Gallery Records
Veröffentlichung: 01.04.2018
Homepage: www.ragenheart.net

Von der Band RAGENHEART hatte ich bis dato noch nie etwas gehört! Bis mich der Bandmastermind und Gitarrist Angel Priest kontaktierte und fragte ob wir nicht das neue Album seiner Jungs besprechen wollten? Kurz reingehört und dann zugesagt. So schnell kann es gehen! : )
Die Band hat sich 2002 in Athen, Griechenland gegründet und frönt dem klassischen Heavy Metal indem auch Spuren von Power Metal zu finden sind.
Bislang hat man es zu einer Demo 2006 und dem selbstbetitelten Debütalbum 2010 gebracht und steht nun in den Startlöchern für das zweite Album „The Last King“.
Mit „A Thousand Years Empire“ erwartet uns ein stimmungsvolles Intro welches schon mal ganz ordentlich auf die Scheibe einstimmt. Direkt danach folgt dann der Titeltrack „The Last King“ welcher ein epischer Midtempotrack geworden ist und direkt und ohne Umschweife ins Ohr geht.
„Fear“ beginnt etwas druckvoller, wird dann aber auch im Midtempo gehalten und hier kann man mit dem extrem hohen Gesang vor allem Fans von 80iger Metalstoff am Ehesten überzeugen.
Die darauf folgenden „Echo“ und „Mirror“ sind dann aber nur gute Standardware die nicht großartig ins Gewicht fallen.
Ganz anders dann das knietief in den 80igern verwurzelte „Metal Rules the Night“, welches gut reinläuft und direkt begeistern kann!
Der Schmachtfetzen „Dreamer“ kann dagegen dann leider wieder nicht ankommen und auch der restliche letzte Teil der Scheibe ist leider eher mittelmäßig geworden…der einzige Track der noch richtig überzeugen kann ist „Forever Rain“. Ansonsten haben wir hier, zwar recht ordentliche, aber eben nur Standardkost die es so schon x Mal zu hören gab.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall überzeugen hier „The Last King“, „Metal Rules the Night“ und „Forever Rain“.

Fazit :

So schlecht wie es jetzt vielleicht klingt ist das neue Album der Jungs von RAGENHEART jetzt gar nicht, allerdings ist vieles hier halt einfach nur gute Metalstandardkost welche sich nicht großartig abhebt und so halt schon x Mal vorhanden ist.
Gut gemacht und produziert ist das Ganze, aber ansonsten wohl eher etwas für „Alles Sammler“ oder Die Hard Fans der Band. Aber nicht aufgeben Jungs!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A Thousand Years Empire
02. The Last King
03. Fear
04. Echo
05. Mirror
06. Metal Rules the Night
07. Dreamer
08. Blind Alley
09. Forever Rain
10. The End
11. Our Mighty Past

Julian

CRYSTAL TEARS – Decadence Deluxe

Band: Crystal Tears
Album: Decadence Deluxe
Spielzeit: 46:56 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 18.05.2018
Homepage: www.crystaltearsofficial.webs.com

Nachdem erst letzten Monat EMERALD SUN mit „Under The Curse Of Silence“ ein äußerst erfreuliches Album auf den Markt warfen (wir berichteten), legt Griechenland nun direkt nochmal nach und schenkt der Welt den vierten Longplayer von CRYSTAL TEARS, namentlich „Decadence Deluxe“. Lässt das von Caio Caldas designte Artwork der Platte den CRYSTAL-TEARS-Neuling wohl eher modernen Symphonic Metal erwarten, so entpuppt sich das Ding doch als kräftiger Heavy Metal, der deutliche Einflüsse aus Thrash Metal und Hard Rock bezieht und klassische 80es-Vibes mit moderneren, leicht US-metallischen Klängen kombiniert. Keyboardfrei, versteht sich.
Die Formulierung des Promotextes hinsichtlich der Produktion lässt sich komplett unterschreiben, bewirbt man den Klang des Albums doch als „rundum qualitativ hochwertigen, ehrlichen Metalsound“ – nicht überproduziert, natürlich klingend und absolut auf den Punkt. Passt zur Musik, darf gelobt werden! Lediglich beim Sänger (Søren Adamsen, fügt sich mit seiner rauen Stimme sehr gut in den Gesamtsound ein) hätte man darauf achten können, ihn noch penibler auf eine konstante Lautstärke zu pegeln. Es hat ab und zu den Anschein, als sei er während der Aufnahmen mehr oder weniger im Studio herumgelaufen.
Musikalisch bewegt man sich auf „Decadence Deluxe“ in verschiedenen Gefilden. Ob mit „Heart Of A Lion“ nun PRIEST gecovert wird, man mit „Chaos Thy Name“ eher thrashig unterwegs ist oder mit „Bleeding“ mit einer sehr schönen Kombination aus cleanen Gitarren und Gesang beginnt und in einem nur allzu verdächtig nach TWISTED SISTERs „The Price“ klingenden, dabei aber nicht minder schönen Chorus gipfelt: Langeweile gibt es bei CRYSTAL TEARS nur selten. Auch „Where Angels Die“ weckt wohl Erinnerungen an einen anderen Song (Der Chorus ist letztendlich DIOs „Holy Diver“-Prechorus), ist dabei jedoch auch ein starker Heavy-Metal-Track im Sinne der Klassiker, und die zweite Fußmaschine wird nicht nur für das bangbare „Sick Of It All“ ausgepackt.
Erwähnenswert für „Decadence Deluxe“ ist die Qualität des Gitarrenspiels. Kostas Sotos und Máté Nagy wissen die einzelnen Songs durch kreative Ideen und gelungene Soli noch einmal ein Stück aufzuwerten. Dass trotzdem nicht jeder Track hängen bleibt, ist keine Schande. Denn wo die Melodien nicht im Ohr bleiben wollen, da machen die Songs während des Hörens trotzdem genug Spaß, als dass man sich die Scheibe auch gerne direkt noch ein zweites Mal anhört.

Anspieltipps:
„Blindead“, „Bleeding“, „Tears For The Dead“ und „My Own Hell“

Fazit:
Doch, Griechenlands Metalbands sollte man mal genauer unter die Lupe nehmen. Und CRYSTAL TEARS bilden da keine Ausnahme. Schön produziert aber dennoch angenehm roh, stilistisch alles andere als festgefahren, hart aber niemals auf Kosten der Melodien – und weiß Gott nicht eine der Bands, die doch bei jedem Song irgendwie gleich klingen. „Decadence Deluxe“ ist feiner Heavy Metal mit hörbaren Einflüssen anderer Untergenres, der gekonnt klassischen Metal mit modernen Akzenten kombiniert. Nicht undeluxe, meine Freunde!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Vs. Evil
02. Blindead
03. Heart Of A Lion
04. Where Angels Die
05. Death Haunts Forever
06. My Own Hell
07. Bleeding Me
08. Chaos Thy Name
09. Sick Of It All
10. Dear Insanity
11. Tears For The Dead
12. I’m 18 (Bonus Song)
13. Tie Your Mother Down (Bonus Song)

Jannis

VELVET VIPER – Respice Finem

Band: Velvet Viper
Album: Respice Finem
Spielzeit: 60:21 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: GMR
Veröffentlichung: 06.2018
Homepage: www.facebook.com/velvetviper

1985 gründete Jutta Weinhold ZED YAGO mit einer Musik und einem Konzept, das sich vom gängigen Rock ’n roll Fließband absetzen sollte. Daraus entstand „Dramatic Metal“ mit Texten aus Literatur, Poesie, Mythologie und Fantasy. Es kam zu zwei ZY Produktionen, „From over yonder“ und „Pilgrimage“, bis der Bandvirus die Formation sprengte. Nach dem Split gründet Jutta VELVET VIPER.
1990 erschien das erste Album „Velvet Viper“. Das zweite Album „The fourth Quest for Fantasy“ erschien mit Zed-Yago-Drummer Bubi The Schmied und Lars Ratz am Bass und dem leider bereits verstorbenen Roy Last an der Gitarre. 1993 wurde unter dem Titel „To be or not“ das vorerst letzte Album zu dem Zed-Yago-Concept mit Musikern der Prager Band „Citron“ veröffentlicht. 2002 erschien dann noch die Best-of „Zed Yago from the Twilight Zone“ mit unveröffentlichtem Material, bevor Jutta sich anderen Themen und Projekten widmete.
2016/17 war endlich die Zeit gekommen, die Band VELVET VIPER wieder zum Leben zu erwecken. Mit Gitarrist Holger Marx wurden 11 Songs komponiert und von einem der großen Meister des Metal, Kai Hansen (Gamma Ray, Helloween), produziert. Musikalisch ist erneut klassischer Heavy Metal mit unkonventionellen Extras angesagt, der oft heftig-schleppend groovt, um hin und wieder in höhere Temporegionen auszubrechen und der Tradition der NWOBHM Tribut zu zollen.
Beim Opener wird nicht lange gefackelt sondern uns direkt „Don`t leave before Wintertime“ präsentiert. Dieser beginnt erstmal bedächtig bevor dann mächtig drauf los gegroovt wird! Ein klasse Track der direkt zeigt das die Band und vor allem Fronterin Jutta keine Gefangenen machen wollen.
Und es geht direkt erstklassig weiter, denn sowohl das, ebenfalls wieder mächtig groovende, „Shadow Ryche“, was zusätzlich noch einen geilen Mitsingrefrain besitzt, als auch der überlange, epische Titeltrack „Respice Finem“ begeistern vom ersten bis zum letzten Ton.
Da können die anschließenden Songs leider nicht ganz mithalten, „Eternally Onwards“ ist ganz ordentlich, aber mit „Ogaydez“ hat man sogar einen richtigen Ausfall an Bord, der zu keiner Zeit auch noch in die Nähe der bisherigen Qualität kommt und nur so dahinplätschert.
Das soll aber der einzige wirkliche Ausrutscher bleiben, denn im weiteren Verlauf bewegt man sich im guten bis sehr guten Qualitätslevel und hat mit „Raven Evermore“, „Law of Rock“ und dem abschließenden „Loherangrin Lohengrin“ weitere Metalperlen im Gepäck.
Da drückt man doch gerne im Anschluss direkt wieder die Play Taste!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sollten euch „Don`t leave before Wintertime“, „Shadow Ryche“, „Respice Finem“, „Law of Rock“ und „Loherangrin Lohengrin“ direkt zusagen.

Fazit :

Keine Frage VELVET VIPER liefern mit ihrem neuen Album ihr bisher bestes und rundestes Werk ab! Und mit Sicherheit wird das gute Stück bald in einem Atemzug mit den alten ZED YAGO Klassikern genannt.
Vor Fronterin Jutta Weinhold muss man ganz klar den Hut ziehen, die Dame hat es definitiv noch drauf und singt manch jüngere Konkurrentin gnadenlos zu Boden.
Altfans und Anhänger des Teutonen Metals sollten hier definitiv mehr als ein Ohr riskieren und direkt zuschlagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Don`t leave before Wintertime
02. Shadow Ryche
03. Respice Finem
04. Fraternize With Rats
05. Eternally Onwards
06. Ogaydez
07. Dangerous
08. Raven Evermore
09. Stormy Birth
10. Law of Rock
11. Loherangrin Lohengrin

Julian

RIOT V – Armor of Light

Band: Riot V
Album: Armor of Light
Spielzeit: 55:26 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 27.04.2018
Homepage: www.areyoureadytoriot.com

4 Jahre nach dem letzten Megaknalleralbum „Unleash the Fire“ kehren die, damals nach dem Tode von Gitarrist Mark Reale, neu formierten RIOT V zurück auf die Bildfläche des Metals! In Gepäck haben sie ihr neues Werk „Armor of Light“ welches schon mit vielen Vorschusslorbeeren versehen ist!
Aber nicht nur die Vorschusslorbeeren machten Fans wie uns Journalisten schon den Mund wässerig, nein auch die Ankündigung das man auf dem neuen Album wieder etwas mehr zu den musikalischen Wurzeln des legendären „Thundersteel“ Albums zurückkehren möchte, sorgte für eine große Erwartung.
Da im Bandgefüge alles beim alten ist, springen wir auch daher direkt in den Openersong „Victory“ rein der schon vorab als Video ausgekoppelt wurde. Ohne viel Umschweife kommt man hier direkt zur Sache und ballert uns einen eingängigen Midtempotrack vor die Ohren der definitiv auf die nächste Livesetliste der Band gehört, ein geiles Teil direkt zu Beginn!
Das pfeilschnelle „Messiah“ und das eingängige „Angel`s Thunder Devil`s Reign“ sind dann die nächsten absolute Überflieger die dann den Bogen in den Mittelteil schlagen.
Dieser ist mit „Heart of a Lion“, dem Titeltrack „Armor of Light“ und „Set the World Alight“ erstklassig besetzt und begeistert durch und durch!
Schwupps, die Spielzeit vergeht wie im Flug und schon sind wir im letzten Abschnitt angelangt. Auch hier lassen die Jungs keinen Deut nach sondern präsentieren uns mit „San Antonio“ oder „Caught in the Witches Eye“ ebenfalls noch bärenstarke Tracks die sich wunderbar ins bisherige Songgefüge einpassen und vom ersten bis zum letzten Ton begeistern.
Somit geht das Album zu Ende und man kann es eigentlich gar nicht mehr abwarten um erneut den Playknopf zu drücken und erneut von RIOT V erstklassigen Heavy Metal präsentiert zu bekommen!

Anspieltipps:

Schlechte Songs sucht ihr hier vergebens! Greift hin wo ihr wollt.

Fazit :

Hach was ist das neue RIOT V Album doch eine Wohltat! Ich verwette meine Arsch darauf das dieses Meisterwerk auf jeden Fall in einigen Hitlisten dieses Jahr auftauchen wird!
Man hat das Niveau des bockstarken Vorgängers auf jeden Fall spielend gehalten und begeistert vom ersten bis zum letzten Ton.
Hier sollte man nicht nur als RIOT Fan direkt zuschlagen! Also ab mit euch zum CD Dealer eures Vertrauens und sichert euch dieses geniale Stück Metal umgehend!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Victory
02. End of the World
03. Messiah
04. Angel`s Thunder Devil`s Reign
05. Burn the Daylight
06. Heart of a Lion
07. Armor of Light
08. Set the World Alight
09. San Antonio
10. Caught in the Witches Eye
11. Ready to Shine
12. Raining Fire

Julian

FARSEER – Fall before the Dawn

Band: Farseer
Album: Fall before the Dawn
Spielzeit: 56:32 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Killer Metal Records
Veröffentlichung: 13.04.2018
Homepage: www.farseerofficial.com

Die Plattenfirma Killer Metal Records gräbt immer mal wieder die ein oder andere Perle aus und veröffentlicht sie unter großen Anstrengungen. So auch dieses Mal, da es nun das Debütalbum „Fall before the Dawn“ von den schottischen Metallern von FARSEER zu bestaunen gibt. In Eigenregie erschien das Album schon im April 2016, nun soll es einer breiten Masse zugänglich gemacht werden.
Lassen wir also den Newcomeralarm wieder erklingen und erzählen noch etwas über die Schotten die sich 2007 gründeten und schon einiges an Liveerfahrung als heimischer Support von so Größen wie FIREWIND, SABATON, POWER QUEST oder FREEDOM CALL vorzuweisen hat.
Als musikalische Marschrichtung hat man sich, nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit einem Wechsel von Growls zu cleanem Gesang hin, für klassischen Heavy Metal der etwas verschachtelten Sorte mit progressiven Einschlag entschieden und ist dafür mittlerweile in der heimische Szene bestens bekannt.
Schauen wir mal wie das Ganze klingt und begutachten den Openersong „Jack o the Shadows“. Okay viel betrachten können wir hier nicht, ist nur ein Cinematic Intro. Dann geht es halt direkt weiter mit dem ersten richtigen Track „Luck of the Joker“. Man merkt relativ schnell, die Jungs mögen es verschachtelt und dicht orchestriert, der Chorus geht ganz ordentlich ins Ohr auch wenn wir es hier definitiv nicht mit einem Mitsingsong zu tun haben. Da hat man vorab nicht geschwindelt, man braucht hier die volle Aufmerksamkeit, nix zum mal nebenher hören!
Brachial und kraftvoll geht es dann mit „Way of the World“ weiter bevor das epische „Echo in Time“ im Mittelteil den geneigten Hörer so richtig begeistern kann. Die Nummer braucht auch dieses Mal gar nicht viele Umläufe um direkt zu zünden.
Die nächste Songs die etwas hervorstechen sind ganz klar „Blindeye“, „Second Strike“ und „To play the Game“.
Aber damit hier keine Missverständnisse aufkommen, auch davor und dazwischen sind Songs zu finden die echt gut geschrieben sind und auch nach einer Weile gut ins Ohr gehen, allerdings ist halt der Zugang etwas beschwerlich, daher beschränke ich mich hier auf die absoluten Überflieger.
Zum Abschluss der Scheibe kann auf jeden Fall auch nochmal das Songdoppel „Chtonic Visions“ und „Fall before the Dawn“ absolut überzeugen, die hier wieder zur epischen Sorte gehören!

Anspieltipps:

„Luck of the Joker“, „Echo in Time“, „Second Strike“ sowie „Fall before the Dawn“ sind hier am Ehesten zu nennen.

Fazit :

Ich habe mich echt schwer getan mit einer passenden Bewertung des Debütalbums der Jungs von Farseer! Den so richtige Ausfälle hat man hier auf der Platte nicht, aber leider brauchen sehr viele Songs einige Durchläufe um zu zünden, was den Zugang echt schwierig macht für den geneigten Hörer. Das ändert aber nichts an dem guten Songwriting was die Band hier an den Tag legt!
Eine solide Bewertung, mit der Tendenz zu einer starken Leistung haben die Jungs sich aber absolut verdient.
Fans mit einem Hang zur Komplexität sollten hier auf jeden Fall direkt glücklich werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Jack o the Shadows
02. Luck of the Joker
03. Way of the World
04. Drag down the Sinners
05. Echo in Time
06. Nightmares collide
07. Blindeye
08. Second Strike
09. To play the Game
10. Everytime
11. Chthonic Visions
12. Fall before the Dawn

Julian

THRUST – Harvest Of Souls

Band: Thrust
Album: Harvest Of Souls
Spielzeit: 44:27 min.
Stilrichtung: US Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 27.04.2018
Homepage: www.thrustonline.com

THRUST sind eine der Bands, die seit Jahren eine kleine treue Fangemeinde um sich scharen, sich aber zeit ihrer Existenz im Untergrund bewegt haben, und das seit beachtlichen 37 Jahren. In diesen hat man zwei Alben und etwas Demo- sowie Livematerial heraus, um nun, stolze 16 Jahre nach der letzten richtigen Albumveröffentlichung, mit “Harvest Of Souls” nachzulegen. Die Scheibe hat zehn Tracks und eine Gesamtspielzeit von einer anständigen Dreiviertelstunde zu bieten und wurde garniert mit einem absolut schick atmosphärischen Cover.
Musikalisch machen THRUST klassischsten US-Metal mit deutlichem Oldschool-Spirit (ist naheliegend und umso authentischer, wenn man seit so langer Zeit musikalisch unterwegs ist). Das spiegelt sich, wenn man so will, in der Produktion des neusten Releases wider, die langjährige Fans der Truppe wohl als einzig angemessene betiteln, die aber aus heutiger Sicht deutlich Luft nach oben, insbesondere hinsichtlich des Drumsounds, hat.
Sänger Eric Claro ist ein außergewöhnlicher Sänger, den man guten Gewissens als stark und wandlungsfähig bezeichnen kann, pendelt er doch je nach Song zwischen RONNY JAMES DIO mit seinem unverkennbaren kehligem A-Laut, einem aggressiven HANSI KÜRSCH auf “Battalions Of Fear” und einigen anderen Größen der Achtziger hin und her. Natürlich nicht in so glatt, wie man das von aktuellen (aktuellstmöglichen)  Veröffentlichungen besagter Herren kennt – schließlich ist “Harvest Of Souls” im Herzen absolut 80es Underground, und das impliziert nicht nur ein paar Ungenauigkeiten der Instrumentalfraktion, sondern auch eine roh-ungeschliffene Verwendung der Gesangsspuren.
Musikalisch muss man THRUSTs aktuelles Ding leider als höhepunktarm bezeichnen. Die Songs sind durchgängig sehr simpel strukturiert, gerne mit einem Intro, das sich vom Rest des Songs absetzt, einfachen Melodien, die meist nicht wirklich hängenbleiben, angesiedelt im mittleren bis oberen Midtempo und garniert mit sehr ordentlichen Soloparts. Was herausstechende Songs angeht, steht wohl “Shadow Of The Cross” an erster Stelle, dessen ruhiges Intro und Outro überzeugen und dessen mittlerer schnellerer Teil sehr angemessen aus sich heraus geht. “End Of The Time” traut sich was mit seinem einfach, aber dennoch interessant komponierten Refrain und “Feel The Pain” erfreut mit seinem live-kompatiblen Chorus, dem coolen Rhythmus und dem spaßigen Tempowechsel zum Mittelteil.
Größtenteils ist “Harvest Of Souls” jedoch eher ein Album, das zum Nebenbeihören einlädt. Klar, auf Innovation sind die Jungs nicht aus, aber ein wenig mehr Spannung hätte dem Album doch gut getan. Und eine etwas ausgereiftere Produktion. Obgleich nicht auszuschließen ist, dass es durchaus eine nicht unbedeutende Zielgruppe gibt, die genau diese Aspekte an “Harvest Of Souls” schätzt.

Anspieltipps:
“Shadow Of The Cross”, “Sorceress”, “Feel The Pain” und “Possessed”

Fazit:
THRUST machen die Art von Metal, die mit dem sogenannten Poser Metal nichts am Hut haben will. Die Musik der Amis ist roh, ungeschliffen, nicht besonders komplex und handgemacht as fuck. Wem sowas gefällt, der sollte der Platte auf jeden Fall mal eine Chance geben. Wer mehr Wert auf eine moderne Produktion, ausgefeiltere Kompositionen und offensichtlichen Abwechslungsreichtum legt, wird sie vermutlich eher mäßig interessant finden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deceiver
02. Immortal
03. Kill Or Be Killed
04. Sorceress
05. Shadow Of The Cross
06. Blood King
07. Possessed
08. Feel The Pain
09. End Of Time
10. One Step From The Grave

Jannis

GUS G. – Fearless

Band: Gus G.
Album: Fearless
Spielzeit: 43:41 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.gusgofficial.com

GUS G., alias Konstantinos Karamitroudis (Man fragt sich, warum der Mann wohl einen Künstlernamen nutzt), ist Gitarrist bei FIREWIND. Des weiteren war er unter anderem schon auf Platten von OZZY OSBOURNE, MYSTIC PROPHECY, ARCH ENEMY, KAMELOT, DREAM EVIL, DRAGONLAND, ROTTING CHRIST, DEW-SCENTED, IN THIS MOMENT, HEVISAURUS, DORO und JORN zu hören, war vermutlich zeitweise Drummer bei SPINAL TAP und wohnt gegebenenfalls in einer Ananas ganz tief im Meer.
Wie das so ist, wenn man als Berufsgitarrist dermaßen auf Achse ist, hat auch GUS irgendwann den Drang verspürt, Soloalben zu produzieren. “Fearless” ist bereits sein drittes, hat Will Hunt an den Drums und Dennis Ward am Mic und Bass a Start – und es kann sich durchaus hören lassen. Der Sound der Scheibe ist recht klinisch hart, dabei sauber und definiert, und erinnert an den der letzten FIREWIND-Alben. Allgemein ist das ganze Ding sehr modern gehalten, leistet sich ein paar technische Spielereien hinsichtlich der Produktion und der eher hintergründig agierenden Synths und verpasst Dennis‘ Stimme eine leicht OZZYge Produktion. Kein Wunder, fühlt man sich während des Hörens von “Fearless” doch gerne mal an neuere Alben des Fürsten erinnert, nicht zuletzt an “Scream”, an dem GUS nicht nur mitwirkte, sondern aus dem er auch hörbare Einflüsse mitnahm.
Die Songs auf “Fearless” kann man vielleicht und schlechten Gewissens ein wenig mit den Soloaktionen von SLASH vergleichen, nur eben metallischer und ohne Features. Das Talent der Truppe ist jederzeit offensichtlich, ohne dass man es dem Hörer zwanghaft ins Gesicht reibt. Im Gegenteil, die zehn (mit Bonussongs zwölf) Tracks sind recht straight und schnörkellos gehalten und ufern normal nur in den Mittelteilen aus – und wenn GUS auf den Endrefrain soliert, was er gerne tut.
Insgesamt ist “Fearless” gut vielseitig. Es gibt Instrumentals (“Fearless” und “Thrill Of The Chase”), die gleichermaßen auf dissonantes Gefrickel und melodieorientierte Parts setzen, ein geiles DIRE-STRAITS-Cover (“Money For Nothing”), das alles andere als ein lauwarmer AufGUS des Originals ist, und mit “Last Of My Kind” (ziemlich fett, würde auf seltsame Weise von EPICA gecovert ziemlich gut klingen) und “Nothing To Say” (poppig, beeeiiiinahe radiotauglich) auch zwei ruhigere Tracks.
Und natürlich ordentlich härteres und/oder böseres Material, wie “Mr. Manson”, dessen OZZY-Inspiriertheit wohl unbestreitbar ist, das kurze und kurzweilige “Chances” mit seiner absolut geilen Strophe und “Big City”, das wohl am ehesten als Cabriomusik für coole Leute in LA beschreibbar wäre.
Ankreiden kann man dem Album letztendlich nur, dass es etwas unbeseelt klingt. Die Tracks sind geil, ohne Frage, eingängig ebenso, doch auf emotionaler Ebene lassen sie eher kalt. Man mag “Fearless”, wie so viele Alben von Sologitarristen, als Portfolioalbum bezeichnen – als Skilldemonstration, bei der das Gesamtpaket stimmt, die aber, wie erwähnt, besser laut im Auto mit heruntergedrehten Fensterscheiben als über Kopfhörer abends am Kaminfeuer funktioniert.

Anspieltipps:
“Chances”, “Money For Nothing”, “Big City” und “Thrill Of The Chase”

Klingt das vernichtend? Soll es nicht sein. “Fearless” ist zwar etwas zu berechnend konzipiert, folgt durchgängig dem Lehrbuch und mag seine Hörer emotional nicht besonders mitreißen, doch ein gutes Album, hochprofessionell eingespielt, konzipiert und produziert, ist es allemal. Und Spaß macht es auch. Rein in den CD-Player, aufdrehen und warten. Mit zwanzigprozentiger Wahrscheinlichkeit klingelt nach fünf Minuten der Nachbar mit schlechter Laune – mit achtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit mit einem Sixpack.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Letting Go
02. Mr Manson
03. Don’t Tread On Me
04. Fearless
05. Nothing To Say
06. Money For Nothing
07. Chances
08. Thrill Of The Chase
09. Big City
10. Last Of My Kind
11. Little Ain’t Enough (Bonus Track)
12. Aftermath (Bonus Track)

Jannis

HEXED – Netherworld

Band: Hexed
Album: Netherworld
Spielzeit: 46:23 min
Stilrichtung: Progressive Heavy Metal
Plattenfirma: ViciSolum Productions
Veröffentlichung: 30.03.2018
Homepage: www.hexed.se

Endlich ertönt mal wieder der Newcomeralarm hier bei uns! Hatten wir lange nicht mehr. Mit HEXED betritt eine female fronted Metalband aus Schweden die Bühne die von der stimmgewaltigen Fronterin Tina Gunnarsson angeführt wird.
2015 gründete man sich und bezieht seine musikalischen Einflüsse aus so Bands wie QUEENSRYCHE, CRIMSON GLORY oder PAGANS MIND. Man hat es hier also mit eingängigen, groovenden Metal der progressiven Sorte zu tun.
Was ich als Appetithappen hörte und die Vorschusslorbeeren an sich machten mir das Debütalbum „Netherworld“ der Band ganz schön schmackhaft, daher stürzen wir uns mal direkt in den Opener „Obedience“. Dieser legt direkt los und ohne großartige Einleitung werden uns hier die tiefer gestimmten Gitarrenriffs um die Ohren geballert. Unterstützt werden sie dann nach Kurzem durch Sängerin Tina, die wirklich ein gut passendes rockiges Organ besitzt. Der Song bangt sich so dahin bis zum Chorus, der dann auch wunderbar kleben bleibt!
Teilweise wird Tina auch von einer männlichen Stimme unterstützt, was einen guten Kontrast darstellt. Passt soweit alles beim Opener!
Das anschließende „Roots“ fällt dann nicht weiter auf, bevor man mit „Forsaken“ wieder eher glänzen kann. Hier ist man schön im Midtempobereich und schön songdienlich unterwegs. Im Refrain ist man auch wieder sehr eingängig, von daher passt das Ganze hier wieder voll ins bisherige gute Bild.
Super gelungen ist der Mittelteil der Scheibe der mit den starken „Exhaling Life“ und dem Titeltrack „Netherworld“ bestens unterhalten kann. Hier greift ein Songwriting Rädchen ins andere und die Songs prägen sich bestens ein!
Im weiteren Verlauf kann „Lightyears“ noch so richtig überzeugen, die anderen Nummern sind zwar auch alle nicht schlecht, erreichen aber nicht das Qualitätsniveau der genannten Highlights.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sollten euch hier „Obedience“, „Forsaken“, „Exhaling Life“, „Netherworld“ und „Lightyears“ direkt zusagen.

Fazit :

Noch ist nicht alles Gold was bei HEXED glänzt! Aber man ist auf einem verdammt guten Weg, denn für ein Debütalbum ist das Ganze hier schon mächtig gut gelungen.
Die Highlights beweisen das recht gut denke ich.
Wer auf female fronted Metal mit ordentlich Schmackes, Power, ohne Operngeträller und etwas Progressive steht, der ist hier genau richtig würde ich sagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Obedience
02. Roots
03. Forsaken
04. Oceans
05. Exhaling Life
06. Netherworld
07. Lightyears
08. Stars
09. Illuminate
10. Remake my Soul

Julian