LIONS SHARE – Pentagram

Trackliste:

01. Pentagram
02. We Are what we are
03. We will Rock
04. The Lion`s Trial
05. Baptized in Blood
06. Live Forever
07. Chain Child
08. Another Desire
09. Run for your Life

 

 

Spielzeit: 42:18 min – Genre: Heavy Metal – Label: Metalville – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/lionsshareband

 

LIONS SHARE die Band von Gründer Lars Chris und Sänger Nils Patrik Johansson (ASTRAL DOORS), der seit 2017 dabei ist, wurde 1987 in Schweden gegründet. Im weiteren Karriereverlauf brachte man es auf 6 Alben, viele Touren, aber seit 17 Jahren war absolute Funkstille, was neue Alben anging. Ein paar Festivalauftritte und Singles, mehr gab es nicht von dort zu vermelden! Bis im letzten Jahr sich die Zeichen verdichteten das es endlich wieder neuen Stoff gibt! Und das liegt uns nun in Form vom neuen Album „Inferno“ vor. Passenderweise erscheint der Diskus beim renommierten Metalville Label und Lars und Nils Patrik haben mit Andy Loos, Kay Backlund, Anuviel sowie Nils Patrick Sohn Fredrik Johannsson eine illustre Truppe um sich geschart.
Nach den vielen Jahren des Songwritings kann man wohl einiges von der Truppe erwarten und standesgemäß wird man uns hier Heavy Metal in Rheinkultur vor den Latz ballern!

Den Anfang macht die Videosingle „Pentagram“. Die Nummer geht direkt so richtig nach vorne und ballert einfach nur aus den Boxen! Sänger Nils Patrick keift wie eh und je und gibt mit seinem rauen Organ noch den richtigen Kick damit die Nummer alles im Raum zerlegt. Ein bockstarker Start!
Erdig und mit einem Mörder Groove ist dann „We Are what we are“ ausgestattet. Also wer hier nicht mit den Fäusten und Füßen so richtig mit geht dem ist irgendwie nicht mehr zu helfen, sorry. Eine geile Nummer die einfach nur Laune macht.
Bei „We will Rock“ geht es dann wieder um einiges schneller zur Sache. Hier fliegen einen die Riffs nur so um die Ohren und der arme Schlagzeuger muss seine Tentakelarme rausholen. Vollspeed, messerscharfe Riffs und ein mitsingbarer Chorus das sind die Glanzpunkte die sich ähnlich wie seine Vorgänger metertief in die Gehörgänge gräbt!
„The Lion`s Trial“ ist mit über 5 Minuten einer der längsten Tracks auf dem Album und hier geht es eher episch zur Sache. Eine tolle Nummer, die aus dem bisher gewohnten schön ausbricht und so das Ganze recht interessant hält. Geht so ein bisschen in Richtung ASTRAL DOORS das Ganze, der Stammband von Sänger Nils Patrick.
Aber schon mit dem folgenden „Baptized in Blood“ wird die Geschwindigkeitsschraube wieder hochgedreht und es ertönt eher erstklassiger klassischer Heavy/Power Metal der skandinavischen Sorte.
Und auch beim anschließenden „Live Forever“, dem Speedkracher „Chain Child“, was ein Chorus, sowie dem kraftvollen „Another Desire“ gibt man sich wenig Blöße und greift qualitativ musikalisch ins oberste Regal!
Mit dem etwas ruhigeren, epischen und überlangen „Run for your Life“ gibt es den absoluten passenden Schlusspunkt unter ein bockstarkes Comebackalbum der Jungs von LIONS SHARE!

Wow! Also das die „alten“ Recken von LIONS SHARE nach so einer langen Pause mit so einem Kracheralbum zurück kommen hätte ich ja nicht gedacht!
Frisch und völlig losgelöst ballert uns die Band hier Hit um Hit um die Ohren und von daher bin ich mächtig froh, dass man wieder zurück ist und empfehle jedem Metalhead diesen erstklassigen Diskus, der einfach nur mächtig Laune macht!
Klare Kaufempfehlung und für mich klar ein Kandidat für die Hitliste dieses Jahres, ohne Wenn und Aber!

Julian

 

 

 

LIGHTNING STRIKES – The King is victorious

Trackliste:

01. Fear of Unknown
02. Voices in my Head
03. Clash of Battalions
04. The King is Victorious
05. Aim and Shoot
06. Lucid Dreams
07. New Beginning
08. Masquerade Suite (Instrumental

 

 

Spielzeit: 41:56 min – Genre: Heavy Metal – Label: Rubikon – VÖ: 18.02.2026 – Page: www.facebook.com/lightningstrikesrocks

 

2016 kam mir eine Band mit ihrer neuen CD auf den Tisch, die super klang, recht ordentlich tönte, schon lange existierten und dann wieder verschwanden. Die Rede ist von der US Band LIGHTNING STRIKES, die 1985 durch Schlagzeuger Karpis Maksudian gegründet nur eine Single veröffentlichten und dann für 30 Jahre in der Versenkungen verschwanden um 2016 mit ihren selbstbetitelten Album wieder zurück zu kehren. Danach wurde es wieder ruhig um die Band und jetzt urplötzlich erscheint das zweite Album „The King is victorious“. Wahnsinn, da scheint man das ganze Bandprojekt nur als Hobby zu betreiben. Aber auch das ist ja nicht verwerflich, wer es kann!
Auf jeden Fall hat der gute Karpis neue Bandmitglieder um sich gescharrt nämlich US Basser Barry Sparks, der schon bei MSG oder YNGWIE MALMSTEEN in die Saiten griff, den japanischen Gitarristen Norifumi Shima sowie den argentinischen Sänger Mariano Gardella, dieser ersetzt Tony Martin. Vom letzten Album übrig geblieben ist Keyboarder Derek Sherinian (SONS OF APOLLO).
Beim Titelstück, Video unten, sind noch viele Gastgitarristen am Werke sowie das Moskauer Symphony Orchester. Hier wurden also keine Kosten und Mühe gescheut!

Was bekommen wir nun auf dem neuen Album geboten? Klassischer Heavy Metal der auch immer mal wieder in die US Ecke abdriftet.
Als Opener erklingt die erste Videosingle „Fear of Unknown“. Nach einer kurzen Cinematic Einleitung geht die knapp 7-minütige Nummer mit einem satten Groove zu Werke. Der neue Sänger Mariano setzt direkt eine erste Duftmarke und überzeugt sofort! Eine absolute Perle das kann man direkt sagen und ich bin gespannt, was der Junge noch so draufhat und ob wir ihn bald in anderen Bands noch hören werden, bislang ja ein sehr unbeschriebenes Blatt!
Der Song ist auch schon mal ein erster Fingerzeig was uns hier erwartet und ist für einen Opener gut gewählt, geht direkt gut in die Gehörgänge das Teil. Auch wenn es am Ende vielleicht etwas instrumental ausufernd wird.
Das folgende „Voices in my Head” ist dann eher ein straighter Rocker, der nichts von der epischen Eleganz des Openers hat. Geht auf jeden Fall gut nach vorne der Track!
„Clash of Battalions“ groovt dann wieder recht episch aus den Boxen, hat aber nicht ganz die Klasse des tollen Openers.
Und dann kommt der Titeltrack „The King is Victorious“ mit über 9 Minuten Spielzeit bei denen aus der Epic Ecke aber mal alles herausgeholt wird. Hier kommt dann auch ziemlich eindrucksvoll das Moskauer Symphony Orchester zum Einsatz.
Eine geile Nummer, mit der das Bandprojekt auf jeden Fall einen Alltime Klassiker abgeliefert hat. Zwar wird es zum Schluss instrumental auch wieder sehr ausufernd, was etwas künstlich die Spielzeit verlängert, aber das muss auch etwas bei der epischen Machart sein!
Danach gibt es dann, etwas zum Durchschnaufen, das erdige „Aim and Shoot“ welches aber eher guter Standardmetal ist.
„Lucid Dreams“ ist dann wieder ein kleines Highlight und irgendwie gefällt mir die Truppe einfach am besten, wenn sie, so wie hier auch, eher etwas epischer unterwegs ist.
Der letzte richtige Track „New Beginning“ ist dann auch wieder eher guter Standard und mit dem Instrumental „Masquerade Suite“ geht ein Album zu Ende was ein paar echte Highlights zu bieten hat, wo man aber das Gefühl hat da wäre noch mehr möglich gewesen!

Anschließend an meinen letzten Satz muss man hier noch festhalten das es instrumental und vor allem auch gesanglich hier wenig zu meckern gibt! Die Songhighlights zeigen was hier möglich ist, aber es gibt leider insgesamt zu viel Standard auf dem Album und manchmal ist man auch instrumental zu ausladend unterwegs und verliert etwas den Fokus.
Im Vergleich zum Vorgängeralbum ist man hier auf jeden Fall wesentlich epischer unterwegs.
Somit bleibt unter dem Strich eine gerade noch starke Benotung übrig, aber das auch nur aufgrund der sehr überzeugenden Highlight Tracks!

Julian

 

 

 

TRIUMPHER – „Piercing The Heart Of The World“

Trackliste:

01. Black Blood
02. Destroyer
03. The Mountain Throne
04. Ithaca (Return Of The Eternal King)
05. Vaults Of Immortals
06. The Flaming Sword
07. Erinyes
08. Naus Apidalia

 

 

Spielzeit: 44:44 min – Genre: Epic Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 06.03.2026 – Page: www.facebook.com/Triumpher.official

 

Manchmal kommt es einem so vor, als müsste man als Epic-Metal-Band in der heutigen Zeit eine möglichst holzige drucklose Produktion vorweisen, einen dünnen Gesamtsound und einen Sänger, der 20% der Zeit leicht neben dem Ton liegt, von dem Nicht-Kenner sagen würden, dass er den hätte treffen müssen. Schwer zugänglich, ansonsten untrue.
Aber es gibt auch Bands wie TRIUMPHER. Griechen, 2020 gegründet von Mars Triumph (heißt nicht wirklich so, bin etwas enttäuscht) und dann seit 2023 direkt mal zwei Alben rausgebracht – drei, wenn man „Piercing The Heart Of The World“ hinzurechnet.
Und was soll ich sagen, so geht es doch auch. „Piercing The Heart Of The World“ klingt sehr gut. Nicht modern überproduziert sondern einfach organisch gut. Und die Musik an sich tut der Qualität keinen Abbruch. Der Opener „Black Blood“ rollt erbarmungslos rein, mit stabiler Härte und Uptempo, aber auch mit Orchester, Chor, und einer fetten Glocke. Und wow, auch Orchester und Chor klingen sehr gut gemacht für eine Band und ein Album dieser Größe. Im Vergleich zu sonstigem Epic Metal ist „Black Blood“ ziemlich „eingängig“, lässt sich seinen Blastbeat-Part und hohe Screams aber nicht nehmen. Heftiger Einstieg.
Und heftig geht es mit „Destroyer“ und „The Mountain Throne“ weiter, denn hier wird erst klar, dass TRIUMPHER auch in oldschooligen Symphonic-Black-, Speed- und Thrash-Metal-Wassern fischen. Das ginge nicht mit jedem Sänger, aber Mars hat eine Stimme, um die sich 90% der Bands da draußen prügeln würden. Screams und Growls gehen ebenso wie kreischiger Klargesang, Epic-Metal-Vocals mit schönem Vibrato und beruhigender Bariton, und alles sitzt wie Arsch auf Eimer. Der Gesangsstil auf „Piercing The Heart Of The World“ ist theatralisch wie sonst was, und ein klares Highlight auf der Platte.
Neben alldem gehen auf TRIUMPHERs Drittwerk aber auch ruhigere Töne – „Ithaca (Return Of The Eternal King)“ braucht über drei Minuten, bis die Band überhaupt das Studio betritt und „Vaults Of Immortals“ wird als kleiner dramatisch-zurückgefahrener Zweiminüter noch hinterhergeschoben.
„The Flaming Sword“ ist ein musikalisch kreativerer MANOWAR-Song, bei „Erinyes“ wird es nochmal thrash/speed-metalliger, und „ Naus Apidalia“ ist ein korrekter Neun-Minüter, den man aber um drei Minuten hätte kürzen können.

Fazit:
„Piercing The Heart Of The World“ ist stark gemacht und auch für Nicht-Genre-Puristen durchweg sehr unterhaltsam. Kleine Einflüsse verschiedener Untergenres liefern ein angenehmes Maß an Unvorhersehbarkeit, ohne dass das Album deswegen in sich nicht organisch wirken würde. Klare Reinhörempfehlung!

Anspieltipps:
„Black Blood“, „The Mountain Throne“ und „Erinyes“

Jannis

ROZARIO – Northern Crusaders

Trackliste:

01. Fire And Ice
02. We Are One
03. Down Low
04. Free Forever
05. Crusader
06. Coming Home
07. Die Like Warriors
08. Until The Gods Are Calling
09. Sleepless
10. The Warning
11. Haunted By The Past
12. Betrayed

Spielzeit: 50:48 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.facebook.com/rozarioband

 

Irgendwie habe ich vergessen, ROZARIO 2023 in meinem Jahrespoll zu den Newcomern des Jahres zu zählen. Dabei sind die Norweger eigentlich genau das. 2023 haben sie mit „To The Gods We Swear“ einen massiven Brecher als Debütalbum vorgelegt, ohne dass einzelne Mitglieder (zumindest nach kurzer Recherche in den Metal Archives) vorher groß mit anderen Bands rumgekommen wären.
Berechtigt wäre es gewesen, aber ist ja noch nichts verloren. Mit zwei Alben zählt man ja immer noch als Newcomer und Album Nr. 2 von ROZARIO mit dem kompromisslosen Namen „Northern Crusaders“ ist jetzt am Start und ist ein vollkommenes Brett.
Der größte Kritikpunkt an der Platte ist der Sound, dem ein paar mehr Mitten nicht geschadet hätten. Aber auch der Punkt ist nicht dramatisch, klingt auf jeden Fall stabil und man gewöhnt sich doch schnell dran.
Musikalisch: Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, ROZARIO sind ganz heiße Ware im true eingefärbten Heavy Metal der Gegenwart. „True“ bedeutet an dieser Stelle, es geht um Sachen wie Gods und auch Warriors; die peinlichen Auswüchse, die mit dem Label gerne mal einhergehen, spart man sich aber. „Northern Crusaders“ ist auf so gesunde Weise „true“, dass man es in Gänze ernst nehmen kann (ja okay, beim Intro von „Die Like Warriors“ ist mir vielleicht ein Sackhaar aus dem Ohr gewachsen).
Aber Spaß haben kann man damit auch. Über seine zwölf kurzweiligen Tracks (keiner über fünf Minuten) toben sich ROZARIO innerhalb der Genregrenzen so richtig aus. In den Strophen steckt Liebe, die Refrains haben Wiedererkennungswert, die Atmosphäre der einzelnen Songs ist meist klar abgrenzbar, ohne dass die Songs zusammen als Album nicht funktionieren würden. Detailreichtum ist vorhanden, wirklich oft ist das kleine Maß an zusätzlichen Gedanken, die in die Komposition und Arrangements geflossen sind, ganz offensichtlich und schraubt den Entertainment-Faktor von „Northern Crusaders“ weiter nach oben.
Dazu gibt es oft sehr gute Melodien, die allesamt ins Genre passen, häufig aber klar abseits der 08/15-Melodien liegen.
Ich könnte hier jetzt noch weiter positive Punkte aufzählen, aber genauso gut kann ich kurz und knapp sagen:

Fazit:
ROZARIO ist ganz frischer und viel zu sehr unter dem Radar laufender erstklassiger Heavy Metal und „Northern Crusaders“ stellt so einige neue Releases der Größen in der Szene locker in den Schatten. Die Band ist ein klarer Geheimtipp, hoffentlich nicht mehr lange.

Anspieltipps:
„We Are One“, „Crusader“, „Die Like Warriors“ und „Betrayed“

Jannis

GREYHAWK – Warriors Of Greyhawk

Trackliste:

01. Ascension
02. Land Of Ashes
03. Take A Stand
04. Endless Race
05. Warriors Of Greyhawk
06. Words Of Power
07. Chosen
08. Hyperspace
09. Embers Rise
10. Rise Above
11. Eternal Quest

Spielzeit: 49:36 min – Genre: Heavy Metal – Label: Cruz Del Sur Music – VÖ: 13.02.2026 – Page: www.facebook.com/greyhawkheavymetal

 

In Zeiten von KI-Covern schaut man sich das Artwork von GREYHAWKs „Warriors Of Greyhawk“ beinahe mit Pipi in den Augen an. Ist schon sehr cheesy, aber handgemachter wird’s halt auch nicht mehr. Und gibt schonmal einen Vorgeschmack auf das dritte Album der Band. 50 Minuten Spieldauer, elf Songs, von denen einige unter vier, einige aber auch über sechs Minuten lang sind, dazu mit Anthony Corso ein neuer Sänger mit einem schönen Heavy-Metal-Tenor und Kopfstimmen-Qualifikation, die er auch gerne zur Schau trägt. Was wäre ein echter Metalsong ohne ein Start-“Yieeeeeeeeeeeaaaaaaaah“?
Nicht nur Anthony kann was, auch der Rest der Band macht einen guten Job. Und neben klassischen Band-Instrumental-Klängen gibt es auch eigentlich nur noch ein paar günstig-oldschool klingende Streicher-Keys. Aber mehr braucht es bei so einem Album ja auch nicht.
Die Produktion ist vernünftig, ein bisschen mittenlastig und mit ein, zwei biestigen Frequenzen, die aber auch nur an wenigen Stellen durchkommen. Beim Titeltrack gibt es in der Mitte zudem einen recht merkwürdigen Lautstärkesprung. Kein Drama, aber sollte eigentlich auch nicht passieren. Die Vocals sind gut produziert, auf „Warriors Of Greyhawk“ gibt es eine Menge mehrstimmige Vocals, die sehr schön funktionieren. Grund zur Kritik bietet hier „Chosen“ mit einer bizarren Gothic-Kermit-Stimme, die nicht wirklich passt, und abermals der Titeltrack, dessen „Wohohohos“ im Chorus negativ auffallen. Wobei man bei all der bislang geäußerten Kritik an dem Track sagen muss, dass er ansonsten echt ein Höhepunkt des Albums ist.
Musikalisch sind GREYHAWK klar heavy-metallisch unterwegs. Mal straight-stumpf basic wie bei „Land Of Ashes“ und „Words Of Power“ mit seinem Neoclassic-Solopart; mal schnell-melodisch („Hyperspace“, „Endless Race“) und mal gemäßigt-melodisch („Rise Above“, „Eternal Quest“).
Damit bewegt sich „Warriors Of Greyhawk“ zwischen Heavy, Power und True Metal, bedient sich an allem ein bisschen, legt aber generell Wert auf Melodiösität, wobei auch die ein oder anderen Gangshouts und frisseligen Soli nicht fehlen dürfen.
Die Melodiearbeit ist insgesamt stabil, die Atmosphäre des Albums durchweg angenehm oldschool und handgemacht. Die ganz großen Genre-Hits sucht man vergeblich, aber in seinem Genre funktioniert das Gesamtkonzept von GREYHAWK auf jeden Fall.

Fazit:
Ein paar kleine Macken hin oder her – „Warriors Of Greyhawk“ ist sympathischer und liebevoll gemachter Classic Heavy Metal ohne Modernitätsanspruch und eine gute Zeit für alle, die die Melodien heroisch, den Gesang hoch, den Sound ungelutscht und die Bassdrum beansprucht mögen!

Anspieltipps:
„Ascension“, „Warriors Of Greyhawk“, „Rise Above“ und „Eternal Quest“

Jannis

TAILGUNNER – Midnight Blitz

Trackliste:

01. Midnight Blitz
02. Tears In The Rain
03. Follow Me In Death
04. Dead Until Dark
05. Barren Lands And Seas Of Red
06. War In Heaven
07. Blood Sacrifice
08. Night Raids
09. Eye Of The Storm
10. Eulogy

 

Spielzeit: min. – Genre: Heavy Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.facebook.com/tailgunnerhq

 

Es gibt Bands, da weiß man sofort: hier kann etwas großes entstehen. Das ist auch bei den britischen Metallern TAILGUNNER der Fall. Seit ihrer ersten Single „Guns For Hire“ stehen die Zeichen auf Sturm. Und das in seiner reinsten Retroform die man sich nur ausdenken kann. Dass die Achtziger bzw. diese ganze Retroschiene im Heavy Metal seit geraumer Zeit wieder enorm angesagt ist, ist natürlich keine Neuigkeit. Gefühlt 70% aller neuen Kapellen haben zumindest einen Videoclip im Programm der an die alten VHS Aufnahmen erinnert. Das komplette Gegenteil sind wiederum jene Bands, die damals schon aktiv waren – sie gehen eher in die andere Richtung und sind in Bild und Ton eher up to date unterwegs. Eine verrückte Welt.

Aber zurück zu TAILGUNNER. Für ihr neues Album „Midnight Blitz“ bekam ich den Ball wieder von unserem Cheffe Julian zurückgespielt. Denn die erste EP der Briten hatte ich besprochen, den ersten Longplayer dann er. Nun darf ich mich also mit diesem wunderbaren 10-Tracker beschäftigen. Im Grunde ist vieles beim Alten geblieben. Und das ist auch gut so. Denn wie in der (kurzen) Vergangenheit der Bandgeschichte dominiert hier der klassische Heavy Metal der goldenen Achtziger. Das außergewöhnliche Talent hat auch der ehemalige JUDAS PRIEST Gitarrist K.K. Downing erkannt, der die Band tatkräftig unterstützt und die neue Platte gleich produziert hat. Was für eine Ehre muss das gewesen sein.

Für den Opener wurde gleich der Titeltrack gewählt. Was für ein furioser Beginn. So muss klassischer Heavy Metal klingen! Das folgende „Tears In The Rain“ steht dem in nichts nach. Große Melodien, toll in Szene gesetzte Doppel-Leads, pumpender Bass, kräftiges Drumming. Die ganze Platte besteht aus Anspieltipps, aber das abschließende „Eulogy“ muss genauso hervorgehoben werden wie „Dead Until Dark“, „Follow Me To Death“ oder „Blood Sacrifice“. „Eulogy“ ist ein schöner Ausflug in die Hochzeiten von HELLOWEEN oder BLIND GUARDIAN, ohne diese zu kopieren. „Dead Until Dark“ ist ein Melodiemonster, „Follow Me In Death“ ein grandioser Uptempo-Track und „Blood Sacrifice“ hat mächtig Dreck unter den Fingernägeln. Mit „War In Heaven“ hat man sogar eine sehr gelungene Ballade aufgenommen.

TAILGUNNER gehört die Zukunft! So viel steht fest. Die jungen Briten haben einfach alles: tolle Songs, toller Sound, Hooks & Looks. Mit „Midnight Blitz“ zementieren sie ihre Stellung, die sie mit dem tollen Debüt „Guns For Hire“ aus 2023 für sich in Anspruch genommen haben.

Stefan

ASSIGNMENT – „With The End Comes Silence“

Trackliste:

01. Fallen
02. Nothing To Say
03. Beyond Recognition
04. Those Words
05. The Tower
06. Selling My Soul
07. Call For Heaven
08. Angel Of Berlin
09. With The End Comes Silence
10. The Curtain Falls
11. Endlessly

Spielzeit: 69:23 min – Genre: Progressive Power Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.assignment-music.com

 

Neues von ASSIGNMENT, einer der Bands aus der Kategorie „Klingt als wäre sie eigentlich bekannt“. Über fünf Jahre sind vergangen, seitdem ich meinen Spaß mit „Reflections“, dem fünften Album der Gütersloher, hatte; werfen wir jetzt also mal ein Ohr auf Album Nr. 6: „With The End Comes Silence“.
Das kommt, wie schon der Vorgänger, mit einem schicken Cover und einer stabilen Produktion. Alles soweit ausgewogen, mit gut Druck, vielleicht minimal zu präsenten Leadgitarren. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, dafür klingt die Platte erneut nicht überpoliert und gut metallisch.
Das soll sie auch, denn zuallererst machen ASSIGNMENT nach wie vor melodischen Heavy Metal, der sich im Power und Progressive Metal noch die Facetten raussucht, mit denen er sich gewinnbringend anreichern lässt. Wir kriegen also ordentlich Melodien, ein wenig Orchester, viel Klavier (cool, taucht in einem Großteil der Songs auf und definiert den Sound der Deutschen ein gutes Stück mit) und einige freshe Synthesizer-Sounds, die zwar fester Bestandteil der Musik sind, aber nicht das Alleinstellungsmerkmal. Ergibt insgesamt einen modernen Prog/Melodic/Power-Stil, der aber nicht trend-modern wirkt, was  begrüßenswert ist.
Zu alldem kommt aber auch eine angenehm metallisch agierende Band-Instrumentalbasis und die starke Heavy-Metal-geeignete Stimme von Diego Valdez.
Und diese ganzen Komponenten mischt man dann zusammen in zehn (mit Bonustrack elf) Songs, die vordergründig melodischer Heavy Metal sind und ihre Progressive-Anleihen nicht zwanghaft nach außen tragen müssen. Ja, ab und an ist da schonmal eine Taktart abseits des Standards, aber wie auch beim Vorgänger ergibt sich der Progressive-Faktor auf „With The End Comes Silence“ durch längere Kompositionen und hintergründig komplexe Arrangements.
Besonders viel Liebe steckt auf dem Album in so manchem Intro und Outro der Songs. Irgendwo im Promotext eines ASSIGNMENT-Albums wird man auf das Wort „cinematisch“ stoßen und das liegt vor allem daran. Da gibt es dann mal verstärkt elektronische Elemente, nicht selten gute Atmosphäre-Arbeit und kreativen Synthesizer-Gebrauch.
Und davon könnte es auch in den Songs gerne etwas mehr geben. Denn die bleiben auf „With The End Comes Silence“ leider ein wenig höhepunktarm. Nach dem coolen Intro beginnt dann der Hauptteil des Songs, irgendwo zwischen recht langsam und oberem Midtempo, wird dann fetter und durchläuft ein paar unterschiedliche Geschwindigkeiten, um irgendwann zwischendurch mal Uptempo zu erreichen. Und die Melodiearbeit erreicht dabei eher selten die Höhen, die man sich von einem melodischen „Progressive“-Album erhofft. Ein wenig mehr Abwechslung und unterschiedlicher Charakter bei einzelnen Songs hätte „With The End Comes Silence“ gut getan – so fühlt sich doch ein großer Teil der Songs einfach sehr ähnlich an.

Fazit:
Handwerklich haben ASSIGNMENT gar nichts zu verstecken und „With The End Comes Silence“ ist ein absolut erwachsenes, bodenständiges Melodic-Progressive-Metal-Album mit klarer stilistischer Vision. Die Komposition steht dabei leider etwas hintenan. Wer dem Genre an sich etwas abgewinnen kann, widme dem Ding ein wenig Reinhörzeit. Die deutsche Prog-Metal-Szene ist nämlich ganz klar eine, die Aufmerksamkeit verdient hat und gebrauchen kann, und ASSIGNMENT tun das damit zweifelsohne auch.

Anspieltipps:
„Nothing To Say“, „Angel Of Berlin“ und „Call For Heaven“

Jannis

RAVE IN FIRE – Square One

Trackliste:

01. Prologue of a Dellirium
02. Dark Poison
03. Crown of Stars
04. Still Standing
05. Untiring Eagles
06. Speed and Rave
07. Knightwalker
08. Witches Hell
09. Square One

 

 

Spielzeit: 42:43 min – Genre: Heavy Metal/Rock – Label: High Roller Records – VÖ: 30.01.2026 – Page: www.facebook.com/raveinfire

 

Das kultige deutsche Label High Roller Records hat schon so einige Metalperlen ausgegraben und den richtigen Riecher bewiesen. Nun ist ihnen die spanische female fronted Metalband RAVE IN FIRE ins Netz gegangen die 2015 gegründet auf eine EP und das Debütalbum „Sons of a Lie“ aus dem Jahr 2022 zurückblicken kann.
Dieses brachte die Band auch auf die globale Metallandkarte.
Nun steht uns das neue Album „Square One“ ins Haus. Man ist nun nur noch mit einer Gitarre, eben die von Mastermind Jonjo Negrete, unterwegs, ansonsten ist die Bandbesetzung aber gleichgeblieben und besteht noch aus Sängerin Sele, Bassistin Sara und Schlagzeuger Jimi.
Geboten wird uns eine Mischung aus Heavy Metal mit Prog und Thrash Einschüben und etwas Heavy Rock.
Kling nach einer interessanten Mischung, mein Interesse war auf jeden Fall geweckt!

Als Opener fungiert „Prologue of a Delirium“ als kurze instrumentale und atmosphärische Einleitung. Der erste richtige Song „Dark Poison“ ist dann direkt mal ein waschechter Heavy Rock Groover vor dem Herrn! Schön schwer kommen die Riffs aus den Boxen, der Bass pumpt und das Herz hüpft so muss das sein. Nach einer Minute Spielzeit wird das Ganze zwar um einiges schneller, groovt aber trotzdem weiter wie die Hölle das Teil!
Der Gesang von Sängerin Nele ist schön rockig und rotzig. Passt!
„Crown of Stars“ im Anschluss ist vor allem im Chorus richtig schön melodisch geworden und rockt sowie groovt ebenfalls wie die Hölle. Ein toller Hybrid aus Heavy Metal und Rock.
Abwechslungsreich und mit einem Schuss Prog gewürzt kommt dann das 6-minütige „Still Standing“ aus den Boxen. Hier bleibt die Härte etwas auf der Strecke, was aber gar nicht so schlimm ist.
Ganz anders, nämlich um einiges schneller, metallischer ballert dann das anschließende „Untiring Eagles“ aus den Boxen. Heavy Metal, mit Thrash Einschüben und einem knackigen Chorus. Das sind die Eckpunkte dieser Nummer.
Beim folgenden „Speed and Rave“ merkt man dann die Vielseitigkeit der Truppe. Der Song schwankt dauernd zwischen, Rock und Metal hin und her. Eine interessante Mischung, die niemals langweilig rüberkommt, sondern immer interessant bleibt. Mit einem eingängigen Chorus frisst sich die Nummer geradezu in die Gehörgänge!
Die vielleicht melodischste Nummer des Albums haben wir dann mit „Knightwalker“. Eine klassische Heavy Metal/Rock Nummer, die immer im Midtempobereich bleibt und über einen starken, eingängigen Chorus verfügt.
Und auch mit den letzten beiden Songs hat man noch zwei Glanzpunkte des Albums parat.
„Wichtes Hell“ groovt wieder wie die Hölle, inklusive einem geilen Chorus und das abschließende „Square One“ zeigt dann wieder die absolute Vielseitigkeit der Band. Auf siebeneinhalb Minuten spielt man sich eigentlich durch alle hier angegebenen Stilrichtungen, schwankt immer wieder hin und her, bleibt aber dabei immer schön songdienlich.
Ein passender Schlusspunkt der das Album eigentlich gut zusammenfasst!

Jo da kam dann mal wieder eine Band aus dem Nichts dessen Sound mich ordentlich überrascht hat. Die female fronted Truppe RAVE IN FIRE hat ein sehr interessantes neues Heavy Metal/Rock Album am Start, was einerseits supereingängig mit einigen Hits und auf der anderen Seite aber mega abwechslungsreich ist!
Großer Pluspunkt sind ebenfalls der tolle, passende Gesang von Fronterin Sele sowie das Songwriting von Mastermind Jonio.
Klare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

WICKED SMILE – When Night Falls

Trackliste:

01. When Night Falls
02. Back To Back
03. Face Of The Wicked
04. Rebel Souls
05. Never Surrender
06. Close Your Eyes Before The Rain
07. Walking The Wire
08. Night Time Riders
09. Heavens Falling Down (Crutch)
10. Phoenix Will Rise
11. Scream N Shout

Spielzeit: 45:12 min. – Genre: Hardrock, Heavy Metal – Label: Independent – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.wickedsmileband.com

 

Mit ihrem 2021er Debüt „Waiting For The Night“ haben sich WICKED SMILE perfekt zwischen Hardrock und Heavy Metal platziert. Die australische Band um Sänger Danny Cecati (Ex-PEGAZUS) und Gitarrist Stevie Janevski (u.a. BLACK MAJESTY, CASSIDY PARIS) legt nun mit ihrem zweiten Langeisen „When Night Falls“ nach. 2023 haben sie eine EP namens „Night Time Riders“ veröffentlicht, von der es drei der vier Songs auch auf die neue Platte geschafft haben (zum Glück).

Das Grundrezept ist auch für die neuen Songs gleich geblieben. Knackiger Hardrock mit deutlichen Tendenzen zu klassischem Heavy Metal. Also irgendwo zwischen DIO, JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN, DOKKEN, ICON und SKID ROW. So beschreiben es die Jungs selbst. Und das trifft es schon recht gut. „When Night Falls“ ist etwas heavier ausgefallen und erinnert fast ein wenig an Cecati´s altes Betätigungsfeld PEGAZUS. Ein ziemlich metallischer Einstand also – aber auch extrem geil. Etwas schleppender kommt „Back To Back“ daher, aber genau so heavy. Das Riffing von „Face Of The Wicked“ ist tief in den Siebzigern verwurzelt, klingt klassisch, hart und fast schon etwas doomig – und es ist ein wenig an LED ZEPPELIN´s „Kashmir“ angelehnt. „Never Surrender“ haut voll in die Fresse – sägende Gitarren, Danny Cecati´s prägnante Stimme und die fette Produktion tun ihr übriges. Für „Close Your Eyes Before The Rain“ haben die Jungs ihre Hardrock-Seite wieder herausgearbeitet. Der Song hätte auch auf dem Debüt stehen können. Das Double-Bass-Monster „Walking The Wire“ ist purer Heavy Metal. „Night Time Riders“ ist wieder melodiöser und „Heavens Falling Down (Crutch)“ nimmt erstmals richtig das Tempo heraus. Eine echt gelungene Ballade. Das Abschluss-Doppel „Phoenix Will Rise“ und vor allem „Scream N Shout“ runden dieses Album hochwertig ab. „Scream N Shout“ ist eine richtig dreckige Hardrock-Nummer!

Waren WICKED SMILE auf ihrem Debüt schon nicht von schlechten Eltern haben die Australier für ihr zweites Werk definitiv noch eine ordentliche Schippe an Härte draufgelegt. So muss melodiöser Heavy Metal klingen. Und in Sachen Sound muss sich das Quartett nicht hinter größeren Produktionen verstecken. Eine grandiose Rückkehr!

Stefan

DEATH DEALER – Reign of Steel

Trackliste:

01. Assemble
02. Devil`s Triangle
03. Riding on the Wings
04. Bloodbath
05. Raging Wild and Free
06. Blast the Highway
07. Compelled
08. Dragon of Algorath
09. Sleeping Prophet
10. Reign of the Night

 

Spielzeit: 46:01 min – Genre: Heavy Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/deathdealerband

 

Das letzte, DEATH DEALER Album „Conquered Lands“ 2020 habe ich leider verpasst. Daher war es für mich eine Pflicht dem neuen, 4. Album „Reign of Steel“ mehr Aufmerksamkeit zu widmen!
Erscheinen tut der Diskus beim deutschen Label Massacre Records, was denke ich eine gute, neue Wahl der Band ist.
Diese besteht übrigens sehr konstant weiterhin aus CAGE Fronter Sean Peck, Ex MANOWAR Gitarrist Ross the Boss, EMPIRES OF EDEN Gitarrist Stu Marshall, ÜBERALL Basser Mike LePond sowie Schlagzeuger Steve Bolognese.
Geboten wird auch auf dem neuen Diskus klassischer Heavy Metal der auch mal in die Power Metal Ecke abdriftet.

Mal schauen wie die neuen Songs so tönen, gestartet wird mit dem Openersong „Assemble“. Dieser beginnt erstmal mit einem kleinen Vorspiel wo es noch recht handzahm tönt. Nach 30 Sekunden bricht dann aber die Riffhölle über uns ein und mit einem Schrei von Fronter Sean Peck bahnt sich die Nummer ihren Weg über seinen Chorus bis in eure Gehirnwendungen. Ein starker Opener direkt zu Beginn.
„Devil`s Triangle“ ist dann nicht mehr die komplette Hochgeschwindigkeitsbedienung, bietet aber trotzdem noch genug Druck um den starken Opener weiterzuführen.
Sehr klassischer Heavy Metal wird uns dann beim recht melodischen und mitsing kompatiblen „Riding on the Wings“ geboten. Hier können wir auch relativ schnell den Hithaken dahinter machen.
„Bloodbath“ ist zu recht der Titel des nächsten Stückes geworden. Brachiale schnelle Thrash Metal Riffs und auch Fronter Sean holt alles aus seiner Stimme raus. Das Ganze bricht ziemlich aus dem bisher gehörten aus, das war aber vermutlich genau das Ziel, und wird auf jeden Fall seine Anhänger finden.
Der Mitteilteil wird dann von der Powerballade „Raging Wild and Free“ sowie der Videosingle „Blast the Highway“ sehr gut ausgefüllt. Zwei absolute Hits der Scheibe!
Der Stampfer „Compelled“ ist dann das Bindeglied zum letzten Drittel der Scheibe welches mit „Dragon of Algorath“ nochmal richtigen Hochgeschwindigkeitsmetal, mit „Sleeping Prophet“ einen erdigen Banger sowie mit dem abschließenden „Reign of the Night“ einen überlangen klassischen Heavy Metalsong bietet.
Gerade letztere Nummer zeigt irgendwie alle Facetten der Band und dessen Sound. Mal schnell, mal im Midtempobereich und mal komplett abwechslungsreich. Ein toller Abschluss der Scheibe.

Also, bislang haben mich die Jungs von DEATH DEALER noch nie enttäuscht! Und das bleibt auch auf dem neuen Album so. Klassischer Heavy Metal wird hier bedient, erstklassige und erfahrene Musiker sind hier am Werk und noch dazu hat man einige sehr starke Songs und Hits im Gepäck.
So kann es gerne weitergehen und Fans der genannten Stammbands sowie des Genre sollten hier auf jeden Fall nicht nur ein Ohr riskieren, es könnte sich lohnen!
Ein kompakter neuer Diskus der Band der einfach nur gut reinläuft!

Julian