TALENTSCHMIEDE: ANIMALISTIC!

Band:
Animalistic!

Gegründet:
2017

Herkunft:
Köln/ Tschermany

Mitglieder:
Dodo / Tony Hoenscheid / Marvel van Mo / Ron Mogontiac

Stil:
New Wave Of Classic Heavy Metal

Veröffentlichungen:
Scratch `n‘ Tell (2019)
Age Of Furor (2025)

Einflüsse:
AC/DC / Iron Maiden / Thin Lizzy / Dio / Rainbow / Def Leppard / Queen

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Wir wollen das Genre „New Wave Of Classic Heavy Metal” weiter etablieren. Wir lieben die Klassiker wie Maiden, Priest, Lizzy etc. und wollen die Musik gerne mit aktuellerem Anstrich versehen. Etwas mehr Prog, der Sound etwas moderner aber immer noch: geile Songs mit geilen Hooks und Melodien und rasanten Soli!

Was als nächstes kommt:
Wir haben gerade unser zweites Album veröffentlicht, auf das wir megastolz sind. Das komplette Ding ist in Eigenregie geschrieben, produziert, aufgenommen und gemischt. Auch das Artwork stammt aus eigener Produktion und nur für das Mastering haben wir uns „fresh-ears“ dazugeholt, um das Maximum aus dem Sound herauszuholen. Dafür rühren wir jetzt die Werbetrommel und hoffen, damit nächstes Jahr bei ein paar Festivals aufschlagen zu können, um die Masse zu begeistern.
NWOCH ROCKS!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Wir genießen jedes Live-Konzert. Besonders die Nervosität davor, wenn man weiß, „es geht gleich los“, und man 100% fokussiert ist. Dann die Show und der Moment, wo man komplett verschwitzt und völlig im Eimer von der Bühne geht und weiß: Wir haben alles gegeben, das Publikum hat alles gegeben und wir sind alle glücklich-kaputt. Jedes Mal das Beste!

Unser peinlichster Moment:
Die üblichen technischen Pannen die einem auf kleinen Bühnen begegnen. Aber am Ende kann man immer drüber lachen.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Klar mit unseren Idolen, wegen denen wir überhaupt zur Musik gekommen sind. Aber auch mit aktuellen Politikern, um zu verstehen, warum heute Dinge so laufen wie sie laufen und was man ändern kann, und prinzipiell mit jeder Person, die zu unseren Shows kommt. Dialog ist immer wichtig, und das geht gut mit einem Bierchen in der Hand. Außer mit Nazis, mit denen kann man nicht reden, und trinken will man mit denen erst recht nicht!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Kaliber Maiden oder AC/DC wäre klar ein Traum, aber für Stadien sind wir (noch) zu klein. Wenn du das Publikum nicht gepackt bekommst, macht das keinen Spaß. Irgendwer in der „Stadthallen-Liga“. Audrey Horne würde z.B. gut passen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
„Kein pharmazeutisches Produkt könnte Dir jemals den Kick geben, den Du kriegst, wenn die Band voll abgeht. Wenn die Leute tanzen, schreien und jubeln und die Hütte total auf dem Kopf steht“. Elwood Blues

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Wenn man will, aber nicht kann, weil man sich zwar in der Musik einig ist, aber leider noch vier Privatleben unter einen Hut bekommen muss.

Online:
Facebook: www.facebook.com/animalistic.cologne

Musik:
bandcamp: www.animalistic-cgn.bandcamp.com
Spotify: www.open.spotify.com/artist/4Ln1vSZiIxPV1qtywGSDIX?si=J3lk81PHRFSL9pyyRIfQRA
Youtube: www.youtube.com/@animalisticband6886
Soundcloud: www.soundcloud.com/user-471330554

RATTLESNAKES – Deeper Shades of Torment

Trackliste:

01. Love Me Harder
02. Firestarter
03. Honesty
04. Selfish Soul
05. Burn for You

 

 

 

 

Spielzeit: 21:16 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 11.04.2025 – Page: www.facebook.com/Rattlesnakesofficial

 

Aus der Region Nottingham in England stammt nicht nur einer der bekanntesten Mittelaltersagen Robin Hood sondern die neue female fronted Heavy Metal Hoffnung RATTLESNAKES. Nach ihrer ersten Single „Mercy“ lässt die Truppe nun ihre erste EP „Deeper Shades of Torment“ auf das dürstende Metalvolk los.
Hinter dem Mirko steht mit Rowena Neale eine Dame, die mit ihrer Stimme manchen männlichen Kollegen alt aussehen lässt und die mich sofort gepackt hat. WAS für ein Organ welches perfekt zum etwas dreckig angehauchten Metalsound passt!

Aber schön langsam nach der Reihe bevor wir hier schon fast zum Fazit kommen. Der Opener in die 5 Track EP nennt sich „Love Me Harder“.
Brachiale Riffs schießen uns direkt entgegen und mit einem satten schönen Groove nimmt die Nummer direkt ordentlich Fahrt auf! Und dann erklingt die raue Röhre von Fronterin Rowena. Wow, was brachiales Organ, geil! Richtig schön rockig und im Chorus, wo die Hände mal so richtig schön in Richtung Himmel gehen können, kommen noch geile Screams dazu. Also gesanglich ballert mich das Ganze hier schon mal vom Stuhl, klare Sache!
Und beim anschließenden, schnellen „Firestarter“ hat Rowena sogar noch ein bisschen mehr Rotz in der Stimme. Mega! Und auch die restliche Band spielt, als würde es um das nackte Leben gehen, eine geile Nummer! Perfekt für die Metaldisco um die Fläche vollzubekommen.
„Honesty“ ist dann nur ein atmosphärisches Zwischenstück welches den Weg zu „Selfish Soul“ ebnet. Im Vergleich zu den vorherigen Ohrbomben bewegt man sich hier eher im Standardtrackbereich, aber trotzdem mit dem gewissen Etwas was die Band irgendwie schon ausmacht.
Als letztes haben wir mit „Burn for You“ nochmal einen richtigen Kracher, der erst bedächtig beginnt, aber dann wieder mal so richtig Arsch tritt, mit einem ordentlich Schuss Melodic, und die Boxen erbeben lassen!

Wow, ich hatte wirklich gar nichts erwartet als ich die Promo der Band erhielt. Bei Female fronted Metal muss ich aber immer etwas genauer hinhören und auch dieses Mal hat mich das Ganze absolut nicht enttäuscht!
Eine Spielfreude, die hier einen entgegen schlägt, gepaart mit einer geilen Sängerin die perfekt zur Mucke passt und absolut das Salz in der Suppe ist.
Richtig guter Stoff!
In England tingelt die Band von Club zu Club und spielt sich mit ihrer EP den Arsch ab…Hallo aufwachen Resteuropa und die hiesigen Festivals! Sofort verpflichten die Band!!
Und auch ansonsten heißt es für die angesprochene Zielgruppe, besorgt euch schnellstmöglich die EP über die Bandkanäle! Ihr werdet es absolut nicht bereuen!

Julian

 

 

 

IRON ECHO – Forged in Fire

Trackliste:

01. The Blacksmith
02. Ready to Rumble
03. Death Dealer
04. Last Man Standing
05. Sinner
06. Streets on Fire
07. The Awakening
08. Downfall
09. Seven Sins

 

 

Spielzeit: 39:38 min – Genre: Heavy Metal – Label: Metalapolis Records – VÖ: 27.06.2025 – Page: www.iron-echo.de

 

Die Heavy Metaller von IRON ECHO wurden 2022 in Heilbronn gegründet. Allerdings sind die beteiligten Mucker alte Hase im Geschäft, so war Sänger Johnny Vox bei SYRENCE oder FIREFORCE, Gitarrist Timo sowie Schlagzeuger BJ bei SPITEFUEL aktiv und Bassist Lois griff schon bei ELWING in die dicken Saiten.
Ende 2024 wurde das Debütalbum „Forged in Fire“ schon in Eigenregie veröffentlicht und vertrieben, nun hat Metalapolis Records aber zugeschlagen und veröffentlicht das Album in der breiten Musiklandschaft, um so den Status des Geheimtipps zu entfliehen!
Das Album wildert stilistisch absolut in Gefilden ala JUDAS PRIEST oder ACCEPT und wurde perfekt in Szene gesetzt von Produzent Achim Köhler.

Liest sich also schon mal alles sehr gut, schauen wir jetzt nun mal gemeinsam was die Band und das Debütalbum denn so draufhaben. Gestartet wird mit dem Cinematic Intro „The Blacksmith“ welches erstmal gar nicht nach klassischem Heavy Metal tönt.
Dies tut dann aber umso mehr das folgende „Ready to Rumble“! Ein klassischer Metalstampfer vor dem Herrn der aus den frühesten ACCEPT Zeiten stammen könnte.
Klasse, ein quasi Eröffnungstrack, bei dem man sofort mitgehen kann und die Fäuste gegen den Himmel strecken kann.
Schnell und hart kommt dann anschließend „Death Dealer“ aus den Boxen geballert. Fette Riffs paaren sich mit dem satten Schlagzeug und dem Bassgroove das es den Staub von den Möbelstücken hebt. Sehr schön!
Im Mittelteil wissen sich dann die klassischen „Last Man Standing“, „Sinner“ sowie der Midtempobanger „Streets on Fire“ bestens zu platzieren. Man hält das Qualitätslevel schön hoch und alles läuft wunderbar direkt ins Ohr.
Ein Schuss Epic hat dann der Eröffnungstrack des letzten Drittels „The Awakening“ abbekommen. Der Chorus sitzt wieder perfekt und wie angegossen. Auch hier gehen also beide Daumen nach oben.
Und auch bei den beiden abschließenden Nummern „Downfall“ und „Seven Sins“ gibt man sich wenig Blöße und zimmert uns nochmal zwei klassische Metaltracks vor die Birne.

Klar wirklich innovativ ist das Debütalbum von IRON ECHO nicht wirklich, aber das war vermutlich gar nicht das Ansinnen der Jungs!
Gut die Spielzeit ist für heutige Verhältnisse auch ein Witz, aber als Einstieg okay und so lässt man noch ordentlich Luft nach oben für das hoffentlich folgende zweite Album.
Die Mucker sind alles alte Hasen, das spürt man zu jeder Zeit und somit ist doch eine gute Basis gelegt.
Auf jeden Fall ein guter Griff von Metalapolis dieses klassische Heavy Metalkleinod der breiten Masse verfügbar zu machen.
Eine ordentliche Leistung mit der entsprechenden, empfehlenswerten Benotung bei uns!

Julian

 

SAVAGED – Rising

Trackliste:

01. Ascension
02. Fire It Up
03. Queen of my Salvation
04. The Long Walk
05. Across the Burning Fields
06. The Conqueror
07. Stars are Falling
08. Texas (Bloody Texas)
09. Rising

 

 

Spielzeit: 36:05 min – Genre: Heavy Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 13:06.2025 – Page: www.facebook.com/savagedheavy

 

Vor etwas mehr als 1 Jahr hatte ich das Debütalbum „Night Stealer“ der jungen Spanier von SAVAGED auf dem Rezensionstisch.
Von den 80igern stark beeinflusster Heavy Metal brandete mir damals entgegen, der Mal mehr mal weniger gekonnt zündete.
Man ließ sich aber, Gott sei Dank, nicht beirren, sondern machte weiter und das Ergebnis dieser Bemühungen ist das zweite Album „Rising“ welches nun erneut über das griechische Label No Remorse Records auf die Metalanhängerschaft los gelassen wird.
Ohne personelle Wechsel und nach wie vor für Fans von so Bands wie RIOT oder TOKYO BLADE geeignet ballert man sich erneut durch 9 neue Tracks die nach wie vor knietief in den 80igern waten.

Also, dann schauen wir doch mal, was das neue, zweite Album so kann und draufhat. Nach dem instrumentalen Intro „Ascension“ sind wir noch nicht wirklich schlauer, aber das folgende „Fire It Up“ lässt dann etwas tiefer musikalisch blicken.
Flotter 80iger Metal ganz so wie angekündigt prescht uns hier um die Ohren! Mitsingbar und immer schön melodisch. Ein starker Auftakt!
„Queen of my Salvation“, die nächste Videosingle, macht dann seine Sache auch hervorragend. Auch wieder eine schöne Ohrbombe die einen direkt in den Bann zieht.
Noch tiefer in den 80igern ist der Groover „The Long Walk“ verwurzelt. Nicht ganz so stark wie die Vorgänger ist es doch weit entfernt von einem Ausfall.
Danach gibt es mit „Across the Burning Fields” dem erdigen „The Conqueror“ sowie dem epischen „Stars are Falling“ weitere Highlights, die absolut gut hörbar sind und sofort zünden.
Eine Ohrbombe vor dem Herrn ist auch wieder „Texas (Bloody Texas)“. In den 80igern wäre das in jeder Metaldisko der absolut Flächenfüller geworden!
Als Abschluss, des wieder doch recht kurzen Albums, haben wir dann den Titelsong „Rising“. Der nicht ganz an die vorherigen Hits anknüpfen kann.

So, zwar ist die Spielzeit nach wie vor ein Witz, aber das neue SAVAGED Album hat auf jeden Fall griffigere Tracks als noch auf dem Debüt.
Das macht auf jeden Fall schon mal viel aus und bringt das Album definitiv auf die Empfehlungsliste jedes 80iger Metallers.
Live haben die Jungs auch einiges in diesem Jahr geplant, unter anderem eine Südamerika Tour.
Somit wird man auf jeden Fall auch in den Genuss der neuen Songs kommen, was auf jeden Fall ein Gewinn ist.
Schöne Steigerung zum Debüt, gut gemacht Jungs!

Julian

 

 

 

STATEMENT – Sinister Thing

Trackliste:

01. Sinister Thing
02. The World Is Fading
03. The Hive
04. Set My Anger Free
05. No More Words
06. Empty Eyes
07. Slowly Kill My Dreams
08. Raised In Hell
09. My Last Goodbye
10. A Right Kind Of Love

 

Spielzeit: 44:36 min – Genre: Heavy Metal – Label: Mighty Music – VÖ: 09.05.2025 – Page: www.facebook.com/StatementDK

 

Von Statement durfte ich 2022 bereits das Album „Dreams From The Darkest Side“ rezensieren und hatte eine sehr gute Zeit dabei. Also immer her mit dessen Nachfolger „Sinister Thing“, dem nunmehr fünften Album der Dänen. Als „Heavy Metal / Hard Rock“ bezeichnet man die Geschichte im Promosheet nach wie vor, wobei die Reise seit der letzten Platte doch noch einmal echt deutlich Richtung Metal gegangen ist. Denn ja, „Sinister Thing“ ist ein vergleichsweise düsteres Ding. Sänger Jannick Brochdorf hat in den letzten Jahren ein Faible für härtere, unmelodischere Vocals entwickelt, die er auf „Sinister Thing“ gerne zum besten gibt. Sie sind tatsächlich auf einem Großteil der Songs vertreten, auf dem letzten Album kaum.
Kann er aber gut, genau wie auch der Rest der Band seine Instrumente weiterhin beherrscht.
Auch sonst ist man musikalisch ein Stück düsterer geworden. Das bedeutet zwar nicht, dass man nicht bei jedem Song im Chorus dann doch melodisch-eingängiger wird. Fällt mal unspektakulär aus, wie bei „Raised In Hell“, mal richtig geil, so beim getragenen Refrain von „My Last Goodbye“, mal was dazwischen. Und, beispielsweise bei „Empty Eyes“, finden STATEMENT auch mal Zeit für ein paar ruhige Töne. Der Normalfall ist aber gesunde Härte in verschiedenen Geschwindigkeiten. Mal angepisst stampfend bei „The World Is Healing“, dessen Strophenmelodie-Rhythmus den Kenner an den Chorus von TAYLOR SWIFTs „Look What You Made Me Do“ erinnern wird, mal pressend bei „Set My Anger Free“, praktisch immer gut groovy. Wobei sich in Sachen Geschwindigkeit im Verlaufe der Songs auch immer mal noch was ändert.
Und damit ähneln sich viele Songs auf „Sinister Thing“ zumindest insofern, dass sie auf ähnliche Bestandteile runtergebrochen werden können. Geschwindigkeit a, aber auch Geschwindigkeit b, bisschen unklarere Vocals, mehr Eingängigkeit im Chorus. Und gerade die Heavysierung auf Vocal-Ebene wäre gar nicht unbedingt nötig gewesen. Okay, jetzt gibt es halt weniger von den nicen Melodien, die STATEMENT eigentlich so gut können. Der Ein oder Andere wird sich dafür vielleicht über mehr Düsterkeit und Härte freuen, die ohne Frage gut umgesetzt sind. Aber die in meinen Augen größten Stärken von STATEMENT kommen auf dem Album doch weniger zur Geltung als auf dem Vorgänger.

Fazit:
An den Vorgänger „ Dreams From The Darkest Side“ kommt das Ding nicht ran. Amtlicher Heavy Metal mit Rock-Einflüssen und durchweg starken Leistungen ist „Sinister Thing“ aber ohne Frage.

Anspieltipps:
„My Last Goodbye“, „The Hive“ und „Set My Anger Free“

Jannis

GAIABETA – Gate of GaiaBeta

Trackliste:

01. The Pharaoh`s Return
02. Get your Freedom
03. Second Flame
04. Hands of Revenge
05. Innocent Land
06. The Chains of the Ghosts (The Rebellion)
07. A Sad Story
08. Victory is Coming
09. The Last Warriors
10. Ashes from the Stars
11. Back to the Past (Nevermore)

Spielzeit: 59:13 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pitchblack Records – VÖ: 16.05.2025 – Page: www.facebook.com/gaiabeta

 

Die brasilanischen Heavy Metaller von GAIABETA wurde 2017 durch Sänger Marcos Diantoni gegründet.
In ihrer Heimat sind sie schon recht bekannt und traten auf den größten Metalfestivals Brasiliens auf. Nun ist man aber bereit für den großen Schritt in die breite Metalwelt mit dem Debütalbum „Gate of Gaiabeta“ welches über das griechisches Traditionslabel Pitch Black Records veröffentlicht wird.
Auf diesem findet man klassischen Heavy Metal der sich an so Größen wie DIO, BLACK SABBATH, HELLOWEEN oder IRON MAIDEN immer wieder anlehnt.
Auf dem Album befinden sich als Bonustracks auch aller bisherigen Singles die man vor dem gesamten Album bislang veröffentlicht hat. Ein netter Zusatz auf jeden Fall!

So, dann schauen wir mal wie die Jungs so tönen und starten mit dem Albumopener „The Pharaoh`s Return“. Ein etwas mystischer Beginn der gut zum Thema und zur klassischen Metalmucke passt. Fronter Marcos ist bestens bei Stimme, meistert sowohl die mittlere als auch die hohe Tonlage ohne Probleme.
Eine erdige, fast schon schleppende Nummer die aber wunderbar zu den Referenzen BLACK SABBATH oder IRON MAIDEN passt. Ein sehr überzeugender Beginn!
Was zuvor an Geschwindigkeit gefehlt hat holt man nun bei „Get your Freedom“ nach. Die Nummer ballert sich schön im Midtempo mit Doublebass Drumming durch die Boxen und erzeugt so richtig schön Druck! Sänger Marco geht richtig steil und hoch, sehr beeindruckend.
Eine flotte, melodische Nummer die direkt zum mitgehen einlädt, auch sehr schön!
„Second Flame“ sowie „Hands of Revenge“ sind dann stark episch angehaucht und lassen nicht umsonst Querverweise auf die großen IRON MAIDEN zu.
Nachdem etwas wenig aussagekräftigen „Innocent Land“ geht es in die zweite Albumhälfte wo das knackige „The Chains of the Ghost“ schön zum mitbangen und mitgehen einlädt.
Nach einem etwas verhaltenen Start entwickelt sich „A Sad Story“ zu einem fünfminütigen Epicstück was auch ganz ordentlich reinläuft.
Das sehr kurze, instrumentale „Victory is Coming“ bietet dann klassischen Heavy Metal der leider viel zu schnell vorbei ist.
Als Abschluss der CD Version gibt es dann noch wie angesprochen die drei Vorab Singles als Bonustracks, die wie ich finde das Album extrem aufwerten und abrunden. Hier ist von Epic bis klassischen Heavy Metal wieder alles dabei was einem auch zuvor schon gut gefallen hat, der stärkste Track ist hier auf jeden Fall das über 6 Minuten lange „The Last Warriors“.

Ich mag brasilianische Bands einfach! Die Art und Weise wie die Bewohner dort den Metal leben und zelebrieren ist irgendwie nochmal eine ganze eigene Art. Und das merkt man auch hier beim Debüt der Jungs von GAIABETA.
Wer Innovationen sucht ist hier definitiv falsch, wer aber auf ordentlich gemachte Metalmucke irgendwo zwischen BLACK SABBATH, HELLOWEEN und IRON MAIDEN sucht ist hier genau richtig!
Klare Kaufempfehlung von meiner Seite, besorgt euch am Besten die CD mit den tollen Bonustracks!

Julian

 

TALENTSCHMIEDE: TNT

Band:
TNT

Gegründet:
An einem sonnigen Nachmittag vor zehn Jahren

Herkunft:
Jena im schönen Thüringen

Mitglieder:
Johann (Gesang & Gitarre), Konrad (Gitarre), Georg (Bass) und Paul (Schlagzeug)

Stil:
Heavy Metal

Veröffentlichungen:
Wir haben 2019 und 2021 unsere ersten beiden Alben rausgebracht. Jetzt ist unsere neue EP „Feed the Rats“ endlich da.

Einflüsse:
Alles, was Gitarren, Schlagzeug und Lautstärke vereint. Nicht unsere Einflüsse: Deutschpop und ernst gemeinter Schlager.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Na Wacken natürlich, keine Frage.

Was als nächstes kommt:
Nach der ganzen Veröffentlichungsarbeit endlich wieder unter die Leute kommen. Musik im Kopfhörer ist ja ganz nett, aber richtig geil wird’s erst live.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Wenn ihr zu Weihnachten mal in der Region seid, geht zum Trallalla im Kassa in Jena!

Unser peinlichster Moment:
Ersparen wir euch lieber.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Wenn du kein Arschloch bist, komm vorbei!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Rainer Rock

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Die Energie. Wenn du weißt, du bewegst deine Finger um ein paar Zentimeter und das kriegt gleich die ganze Innenstadt mit. Und ab und zu gibt’s sogar kostenlos was zu essen.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Nervige Autokinobesitzer, die irgendwas von gestörten Frequenzen erzählen. Ne Spaß, da gibt’s nichts. Geht raus! Gründet eure eigene Band! Macht was kaputt.

Online:
Bandcamp: www.tntdieband.bandcamp.com
Instagram: www.instagram.com/tnt_dieband
Facebook: www.facebook.com/TNTDieBand.Jena

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/7IjdX5pQLGk1kx91jgPo6B
Youtube: www.youtube.com/@tntdieband

Live-Dates:
16.08.25 Halle
09.05.26 Zella-Mehlis

CLAYMOREAN – Eternal Curse

Trackliste:

01. Overture 1914
02. By This Sword We Rule
03. Under The Sign Of The Cross
04. Battle Born
05. 300
06. Wind Before The Storm
07. Eternal Curse
08. Bannockburn
09. The Oath

 

 

Spielzeit: 48:21 min – Genre: Heavy Metal – Label: Stormspell Records – VÖ: 17.02.2025 – Page: www.facebook.com/claymorean

 

So. Gefühlt eternal Monate nach Release von „Eternal Curse“ gibt es dann auch die Rezension zum vierten Album von CLAYMOREAN. Die machen klassischen Heavy Metal mit ein paar Power-Metal-Einflüssen, laufen an sich noch unter dem Radar, standen aber durchaus schon für ein paar Größen im Vorprogramm, beispielsweise RAGE, ROSS THE BOSS und SACRED STEEL. Live klingt die Sache schonmal sehr gut, davon durfte ich mich vor einigen Wochen auf ihrer Double-Headliner-Tour mit Crystallion in Bonn selbst überzeugen.
Auf Platte auch! Gut produziert, vielleicht ein klein wenig flach und die Snare hätte etwas mehr knallen dürfen, aber definiert, klar und mit allemal genug Druck.
Auf Keyboards/Synthesizer, Orchester und all den anderen Kram verzichtet man komplett. „Eternal Curse“ ist Gesang, zwei Gitarren, Bass und Drums. Ende. Okay, ein paar Backing Vocals finden sich auch, inklusive dem auf jedem Album richtigen und wichtigen „FIGHT!“-Shout.
Der Gesang wird übernommen von Dejana Betsa Garčević, die eine klassisch-kratzige Heavy-Metal-Stimme der Markt JUDAS PRIEST meets BATTLE BEAST mit ins Game bringt und gerade in Höhen echt glänzt. Instrumentalfraktion sitzt ebenso. Also weiter zur Musik an sich.
„Eternal Curse“ ist musikalisch von Anfang an ziemlich gelungen. Die Truppe weiß, wie man mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Grooves Songs schreibt, die trotz gleicher Zutaten eigenen Charakter haben. Angefangen beim guten Intro, über das rifflastige klassisch-fixe „By This Sword We Rule“, das melodiefokussiertere „Under The Sign Of The Cross mit seinen Tempo-Variationen und dem simpel-nicen Chorus mit der coolen Gitarrenmelodie darunter, bis hin zum 6/8ter-Takter „Battle Born“ mit sehr starker Strophe.
Allesamt stabil bis dahin, aber die richtigen Highlights kommen erst noch. „300“, „Wind Before The Storm“ und „Eternal Curse“ sind mit die kreativsten und unterhaltsamsten Songs auf dem Album, mit smart gemachten Refrains, Strophen und Mittelteilen. Apropos Strophen: Immer schön, wenn eine Band sich nicht ihr komplettes Potenzial für den Chorus aufhebt und die Strophe im „Machen wir halt irgendwas“-Mindset schreibt. CLAYMOREAN haben ein Händchen für gute Strophen, siehe exemplatrisch „Wind Before The Storm“.
„Bannockburn“ ist auch korrekt, hätte aber um zwei Minuten gekürzt werden können, und „The Oath“ ist nett, beendet das Album aber in Sachen Knalllautstärke vergleichsweise Nachtruhe-kompatibel.

Fazit:
„Eternal Curse“ ist Heavy Metal mit Liebe für die Großen des Genres, und mit Wissen und Gefühl dafür, wie viel man allein mit gutem Songwriting und guter Umsetzung aus dem Musikstil herausholen kann.

Anspieltipps:
„300“, „Wind Before The Storm“ und „Eternal Curse“

Jannis

NIGHTSTEEL – Nightsteel

Trackliste:

01. Nightsteel (feat. Travis Wills)
02. Darkness Reigns (feat. Travis Wills)
03. Screams of Agnoy (feat Travis Wills)
04. Warlord`s Betrayal (feat. Travis Wills)
05. Whispers of the Heart (feat. Rob Lundgren & Igor Paspalj)
06. Eternal Fight (feat. Craig Cairns)
07. Calm Lake (feat. Mauro Elias)
08. Win or Lose (feat. Craig Cairns)
09. Panagioti (feat. Mauro Elias)
10. Damned Sorrows (feat. Mauro Elias)
11. Caryy On (feat. Travis Wills & Igor Paspaly) CD Bonus Track

Spielzeit: 50:28 min – Genre: Heavy/Power Metal – Label: Cosmic Fire Records – VÖ: 11.04.2025 – Page: www.facebook.com/nightsteelband

 

Jetzt kommt ziemlich viel Neues auf uns zu! Mit NIGHTSTEEL eine neue Band, deren selbstbetiteltes Debütalbum sowie mit Cosmic Fire Records ein brandneues Label mit ihrem ersten Signing!
Aber der Reihe nach.
2022 gründete der Bassist und Songwriter Bill Sam die Kombo und alsbald stieß sein alter Freund und Schlagzeuger Mike Foudotos zur Band. Nachdem man einige lokale Sänger ausprobiert hatte entschied man sich mit einigen aufstrebenden Sängern der Metal Szene auf dem Debütalbum zusammen zu arbeiten. Somit sind auf dem Debüt Travils Wills (CRIMSON GLORY), Craig Cairns (TAILGUNNER, Ex INDUCTION), Rob Lundgrend (MENTALIST, MYSTER MOON) sowie Mauro Elias zu hören.
Als letztes stieß dann noch Gitarrist Jasmin C. zur Band der auch die Keyboards übernimmt.
Somit war man bereit das Debütalbum, auf dem man dem klassische Heavy und Power Metal der 80iger frönt, mit einem brandneuen Label unters Volk zu bringen.

Mit dem Bandtrack „Nightsteel“, der auch die erste Videosingle war, startet das Album. Travis ist wie gewohnt sehr hoch unterwegs was nicht jedem gefallen könnte, die Nummer an sich ist aber ein kompromissloser Banger der kein Halt macht und sich direkt ordentlich durch die Boxen ins Hirn frisst!
Und auch die beiden folgenden Tracks „Darkness Reigns“ sowie „Screams of Agony“ brechen mit einer Wucht aus den Boxen das es eine wahre Freude ist. Hier gehen wir ganz klar eher in die Power Metal Richtung mit Double Leads und Drums. Da weiß man eigentlich schon warum hier so jemand wie Travis zu hören ist 🙂
Etwas sperriger und nicht ganz so auf die Fresse ist dann „Warlord`s Betrayal“. Hier geht es etwas epischer zur Sache.
Bei „Whispers of the Heart“ darf dann Sänger Rob Lundgren ran und hier merkt man dann direkt das die Power etwas zurück gefahren wird und hier eher songdienlicher und melodischer gearbeitet wird, passend halt zu Rob.
Die nächsten Tracks sind dann eine recht gute Mischung aus der Härte der erste Songs sowie der Melodic des letzten Songs. Bei „Eternal Fight“ sowie „Win or Lose“ ist Crag Cairns sehr passend als Sänger gewählt und beim etwas erdigeren „Calm Lake“ der mir unbekannte Mauro Elias der eine wunderbar raue Röhre hat und auch super passt!
Im letzten Drittel darf beim eher rockigeren „Panagioti“ sowie beim Ohrwurmgroover „Damned Sorrows“ auch nochmal Mauro Elias ran. Auch hier macht er seine Sache sehr gut!
Als CD Bonus Track gibt es dann noch „Carry On“ der nicht von ungefähr so heißt und schon einige MANOWAR Vipes hat. Hier ertönt nochmal das hohe Timbre von Travis Wills.

Eigentlich bin ich nicht mehr so für die „Dutzend Sängerscheiben“ zu Haben. Aber bei der Truppe musste ich mal eine Ausnahme machen! Fand ich doch die Sängerzusammenstellung interessant und es gab auch ein paar mir unbekannte Musiker.
Auf jeden Fall hat sich das Hören definitiv gelohnt! Ein tolles, starkes Debütalbum für Freunde des Heavy/Power Metal mit ordentlich Bums und Melodic.
Man kann als Vergleich die Kollegen von STORMBURNER oder auch SILENT RAGE aber auch alte 80iger Recken wie MEGADETH heranziehen.
Glasklare Kaufempfehlung also von meiner Seite!

Julian

 

BÖLLVERK – Demons Call

Trackliste:

01. No Mercy
02. Burn it Down
03. Still Riding
04. Demons Call

 

 

 

 

 

Spielzeit: 18:32 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 28.03.2025 – Page: www.boellverk.de

keine Wertung

Nach ihrer Gründung 2018 machten die deutschen Metaller von BÖLLVERK so richtig mit ihrem Debütalbum „Heading for the Crown“ auf sich aufmerksam. Dieses erschien 2022 und gefiel mir doch recht gut!
Auf dem letzten Album hatte noch Sängerin Svenja das Mikro in der Hand, sie ist mittlerweile weitergezogen zu den Jungs von FATAL FIRE und hat ihrer Nachfolgerin Bexxi den Mikroständer in die Hand gedrückt.
Mit Bassist Philipp sowie Schlagzeuger Marcel gibt es weitere Neuzugänge im Vergleich zum Debüt.
Was nach wie vor gleich ist ist der klassische Heavy Metal den die Band zelebriert und somit natürlich, auch aufgrund des weiblichen Gesangs, tief im WARLOCK Fahrwasser unterwegs ist.
Mit Bexxi am Gesang gibt es nur ein erstes Lebenszeichen in Form der neuen EP „Demons Call“, was ich einen absolut klugen Schachzug finde!

Gestartet wird das gute Stück mit der Vorabvideosingle „No Mercy“. Und wer jetzt denkt lyrisch geht es hier in die heftige Ecke der irrt gewaltig! Hier beweist die Band wieder ihren tollen Humor dreht sich das Ganze hier doch um einen Hahn der dem lieben Bandmaskottchen dem Böll Zwerg mal ordentlich den Schlaf raubt und dem es nun an den Kragen geht! Das Video dazu, übrigens wie das tolle Cover erneut von Bastian Kraus, ist ähnlich genial wie der tolle Song der auch metalisch und melodisch bestens zu Beginn unterhalten kann.
„Burn it Down“ im Anschluss hat einen ganz schönen rockigen Touch erhalten würde ich sagen. Hier schwingt man zwischen Heavy Rock und Metal immer schön hin und her und ist im Chorus wieder klasse melodisch unterwegs.
Mit ordentlich Bassgroove beginnt dann „Still Riding“. Groovig geht es hier die ganze Zeit zur Sache und die Nummer bricht sich ihren Weg durch die Boxen das es eine wahre Freude ist. Der Chorus passt hier auch wieder perfekt.
Als letzten Song haben wir dann hier das Titelstück „Demons Call“. Hier geht es eher metalisch zur Sache und mit einem ordentlich Epic Einschlag zu Beginn lockt man den geneigten Hörer erst auf eine etwas falsche Fährte bevor man ihn erneut wieder in die schon typische BÖLLVERK Melange aus Heavy Rock und Metal schiebt.
Hier gibt es übrigens auch ein tolles gesangliches Wechselspiel zwischen Gitarrist Zahn und Sänger Bexxi.

Die 4 Songs auf der neuen EP zeigen auf jeden Fall das die Band nun ihren Sound gefunden hat und seit dem Debütalbum nochmal gereift sind! Hier ist mehr aus einem Guss und die Songs sind alle im obersten Qualitätsregal angeordnet.
Bleibt nur zu hoffen das die Band personell nun stabil bleibt, man scheint nun genau die richtigen Mucker gefunden zu haben!
Bei „nur“ 4 Songs kann ich schlecht eine volle Bewertung raus hauen. Müsste ich es aber würde das Ganze hier bei starken 8 Punkten landen!
Tolle Leistung die honoriert werden sollte. Besorgt euch die EP direkt bei der Band!
Ich freue mich dann schon mal auf das nächste komplette Album : )

Julian