GUS G – Steel Burner

Trackliste:

01. Steel Burner
02. Nothing Can Break Me (feat. Doro)
03. Dancing with Death (feat. Matt Barlow)
04. Advent
05. What If
06. Frenemy (feat. Ronnie Romero)
07. No One has to know (feat. Dino Jelusick)
08. Confession
09. My Premonition (feat. Ronnie Romero)
10. Closure

 

Spielzeit: 38:46 min – Genre: Metal Department – Label: Heavy Metal – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.gusgofficial.com

 

Den griechischen Gitarristen Gus G muss denke ich niemandem im Metal Kosmos mehr vorgestellt werden. Der Mastermind von FIREWIND, mit denen er schon lange unterwegs ist, hat ja auch schon einige Soloalben in den letzten Jahren veröffentlicht auf dem er auch immer wieder musikalische Gäste begrüßt hat.
So auch dieses Mal. Mit seinem fünften Album „Steel Burner“ bekommen wir die von ihm gewohnte instrumentale Heavy Metalkost gewürzt mit Song mit (Gast)Gesang. Dieses Mal hat er Doro Pesch, Matt Barlow, Dino Jelusick sowie Ronnie Romero als Gastsänger mit am Start.

Als Opener gibt es direkt den Titeltrack, das instrumentale Stück „Steel Burner“ auf die Ohren. Mit ordentlich Keyboardunterstützung und mit klassischen Gitarrenriffs bahnt sich die Nummer dann immer mehr den Weg in die Gehörgänge. Tolle instrumentale Leistung die uns hier entgegen schlägt. Vielleicht etwas kurz für einen Titeltrack.
Danach gibt es dann den gesanglichen Gastauftritt von Doro, welcher natürlich ziemlich klassisch gehalten ist. Der Song passt recht gut zu ihr, auch wenn er etwas härter ist und klar gibt es hier Heavy Metal in Reinkultur zum Genießen.
Direkt weiter geht es dann mit Sänger Matt Barlow und „Dancing with Death“ was genau die Schnittmenge zwischen Heavy und US Metal ala ICED EARTH trifft und logischerweise ist der gute Matt dafür der perfekte Sänger.
Die Nummer ist auch schön abwechslungsreich gehalten und bricht immer mal wieder aus dem gewohnten Korsett aus, das sticht schön heraus!
Ein weiteres instrumentales Highlight haben wir dann im Anschluss mit „Advent“. Eine tolle Songstruktur und interessanter Aufbau welches ihn vom nächsten instrumentalen Song „What If“ schön abhebt.
Auch letzterer ist ganz ordentlich, ist aber etwas handzahmer als die Nummer zuvor unterwegs.
Und wie soll es anders sein, auch der nächste Gastbeitrag ist dem Gastsänger perfekt auf den Leib geschrieben. „Frenemy“ ist ein krachender Heavy/Hard Rocker geworden der natürlich bestens für Ronnie Romero geeignet ist, genauso wie es dann natürlich bei „My Premonition“ der Fall ist.
Dazwischen gibt es mit dem ebenfalls rockigen „No One has to know“ den Gastbeitrag „Dino Jelusick“ und das instrumentale „Confession“.
Als Abschluss haben wir passenderweise „Closure“ welches ein weiteres instrumentales Stück ist.

Keine Frage, anders als sein letztes Soloalbum „Fearless“ ist der gute Gus hier weniger experimentell, sondern eher im klassischen Metal und Rock unterwegs, vermutlich deswegen der passende Name „Steel Burner“.
Instrumental gibt es natürlich nichts dran zu rütteln und die gesanglichen Gäste sind Top gewählt.
Man merkt aber irgendwie das das Album komplett in Eigenregie entstanden ist, was jetzt schlechter klingt als es ist, aber manchmal ist ein Blick von außen oder ein paar mehr Augen und Ohren nicht schlecht.
Insgesamt haben wir hier eine ordentliche Mischung aus instrumentale und Gesangssong und Fans des griechischen Flitzefingers kommen hier auf jeden Fall voll auf ihre Kosten!

Julian

 

 

GUS G. – Fearless

Band: Gus G.
Album: Fearless
Spielzeit: 43:41 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.gusgofficial.com

GUS G., alias Konstantinos Karamitroudis (Man fragt sich, warum der Mann wohl einen Künstlernamen nutzt), ist Gitarrist bei FIREWIND. Des weiteren war er unter anderem schon auf Platten von OZZY OSBOURNE, MYSTIC PROPHECY, ARCH ENEMY, KAMELOT, DREAM EVIL, DRAGONLAND, ROTTING CHRIST, DEW-SCENTED, IN THIS MOMENT, HEVISAURUS, DORO und JORN zu hören, war vermutlich zeitweise Drummer bei SPINAL TAP und wohnt gegebenenfalls in einer Ananas ganz tief im Meer.
Wie das so ist, wenn man als Berufsgitarrist dermaßen auf Achse ist, hat auch GUS irgendwann den Drang verspürt, Soloalben zu produzieren. “Fearless” ist bereits sein drittes, hat Will Hunt an den Drums und Dennis Ward am Mic und Bass a Start – und es kann sich durchaus hören lassen. Der Sound der Scheibe ist recht klinisch hart, dabei sauber und definiert, und erinnert an den der letzten FIREWIND-Alben. Allgemein ist das ganze Ding sehr modern gehalten, leistet sich ein paar technische Spielereien hinsichtlich der Produktion und der eher hintergründig agierenden Synths und verpasst Dennis‘ Stimme eine leicht OZZYge Produktion. Kein Wunder, fühlt man sich während des Hörens von “Fearless” doch gerne mal an neuere Alben des Fürsten erinnert, nicht zuletzt an “Scream”, an dem GUS nicht nur mitwirkte, sondern aus dem er auch hörbare Einflüsse mitnahm.
Die Songs auf “Fearless” kann man vielleicht und schlechten Gewissens ein wenig mit den Soloaktionen von SLASH vergleichen, nur eben metallischer und ohne Features. Das Talent der Truppe ist jederzeit offensichtlich, ohne dass man es dem Hörer zwanghaft ins Gesicht reibt. Im Gegenteil, die zehn (mit Bonussongs zwölf) Tracks sind recht straight und schnörkellos gehalten und ufern normal nur in den Mittelteilen aus – und wenn GUS auf den Endrefrain soliert, was er gerne tut.
Insgesamt ist “Fearless” gut vielseitig. Es gibt Instrumentals (“Fearless” und “Thrill Of The Chase”), die gleichermaßen auf dissonantes Gefrickel und melodieorientierte Parts setzen, ein geiles DIRE-STRAITS-Cover (“Money For Nothing”), das alles andere als ein lauwarmer AufGUS des Originals ist, und mit “Last Of My Kind” (ziemlich fett, würde auf seltsame Weise von EPICA gecovert ziemlich gut klingen) und “Nothing To Say” (poppig, beeeiiiinahe radiotauglich) auch zwei ruhigere Tracks.
Und natürlich ordentlich härteres und/oder böseres Material, wie “Mr. Manson”, dessen OZZY-Inspiriertheit wohl unbestreitbar ist, das kurze und kurzweilige “Chances” mit seiner absolut geilen Strophe und “Big City”, das wohl am ehesten als Cabriomusik für coole Leute in LA beschreibbar wäre.
Ankreiden kann man dem Album letztendlich nur, dass es etwas unbeseelt klingt. Die Tracks sind geil, ohne Frage, eingängig ebenso, doch auf emotionaler Ebene lassen sie eher kalt. Man mag “Fearless”, wie so viele Alben von Sologitarristen, als Portfolioalbum bezeichnen – als Skilldemonstration, bei der das Gesamtpaket stimmt, die aber, wie erwähnt, besser laut im Auto mit heruntergedrehten Fensterscheiben als über Kopfhörer abends am Kaminfeuer funktioniert.

Anspieltipps:
“Chances”, “Money For Nothing”, “Big City” und “Thrill Of The Chase”

Klingt das vernichtend? Soll es nicht sein. “Fearless” ist zwar etwas zu berechnend konzipiert, folgt durchgängig dem Lehrbuch und mag seine Hörer emotional nicht besonders mitreißen, doch ein gutes Album, hochprofessionell eingespielt, konzipiert und produziert, ist es allemal. Und Spaß macht es auch. Rein in den CD-Player, aufdrehen und warten. Mit zwanzigprozentiger Wahrscheinlichkeit klingelt nach fünf Minuten der Nachbar mit schlechter Laune – mit achtzigprozentiger Wahrscheinlichkeit mit einem Sixpack.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Letting Go
02. Mr Manson
03. Don’t Tread On Me
04. Fearless
05. Nothing To Say
06. Money For Nothing
07. Chances
08. Thrill Of The Chase
09. Big City
10. Last Of My Kind
11. Little Ain’t Enough (Bonus Track)
12. Aftermath (Bonus Track)

Jannis