METALL – Chasing the Truth

Trackliste:

01. Serpent`s Ensemble
02. Chasing the Truth
03. Dying Hope
04. Lord of Flies
05. The Realm Inside
06. Imminent Strike
07. Slave of Power
08. Heavens Burn
09. Solomon`s Rage
10. Heart of Steel

 

Spielzeit: 42:03 min – Genre: Heavy Metal – Label: Iron Shield Records – VÖ: 30.04.2026 – Page: www.metall-heavyband.de

 

Schau mal an, heimlich, still und leise kommen die deutschen DDR Urgesteine des Metals METALL mit ihrem neuen, dritten Album „Chasing the Truth“ welches erneut, wie auch das letzte Album „Metal Fire 2019, auf dem kultigen deutschen Label Iron Shield Records veröffentlicht wird.
7 Jahre also, viel Zeit zwischen den beiden Alben, die begründet ist mit der dazwischenliegenden Pandemie und einigen personellen Wechsel an der Gitarrenfront. Die anderen Instrumente sind aber weiterhin in fester Hand von Bassist und Mitgründer Sven Rappoldt, Sänger Joel Stieve-Daw und Schlagzeuger Marko Thäle.
Und auch am Sound hat sich nichts geändert, nach wie vor regiert hier der klassische Heavy Metal mit einem ordentlichen Thrash Einfluss.
Alles unverfälscht und roh wie es der geneigte klassische, oder Oldschool Metaller liebt.
Mit einem tollen Cover ausgestattete gewann die neue Scheibe meine Aufmerksamkeit und nachdem wir uns auch schon dem letzten Album gewidmet hatten, war klar, auch das neue Werk musste auf unseren Rezensionstisch!

Als Opener wird uns „Serpent`s Ensemble“ präsentiert welches nur ein stimmungsvolles Intro ist was uns auf die Scheibe ordentlich einstimmen soll.
Bei „Chasing the Truth“ geht dann das erste Mal so richtig die Post ab! Ein fettes Groovemonster bahnt sich hier den Weg durch die Boxen. Sänger Joel hat ein raues Organ und ist eher der klassische Metal Shouter als der melodiöse Sänger. Das passt aber natürlich gut zur Mucke!
Die Nummer bleibt auf jeden Fall direkt im Ohr hängen, das ist bombensicher.
„Dying“ Hope ist dann eine fiese Abrissnummer wo der Thrash Einfluss volle Möhre rüberkommt. Ein Track der perfekt zum abmoshen geeignet ist und mächtig durch Mark und Bein geht.
Bei „Lord of Files“ gibt es dann recht klassischen Oldschool Metal auf die Ohren, ganz so wie es im Vorfeld versprochen wurde.
Der Albumteiler hört auf den Namen „The Realm Inside“ welcher etwas aus dem gesamten Rahmen fällt, ordentliche Atmosphäre reinbringt und die Band mal von einer etwas anderen Seite zeigt.
Bei „Imminent Strike“ und „Slave of Power“ wird wieder die Oldschool Fahne schön hochgehalten, wobei beim letztgenannten auch nochmal ordentlich Thrash dazukommt.
Als vorletzte Nummer ertönt „Solomon`s Rage“ der auch wieder voll auf die Fresse geht, aber besonders durch seine deutschsprachigen Einschübe schön auffällt und aus der Reihe fällt! Auch wenn diese etwas mehr nach vorne gemischt gehört hätten damit sie wesentlich besser verständlich wären.
Mit „Heart of Steel“ wird es nochmal richtig schön klassisch, aber ohne Thrash“ sondern einfach 1 A Heavy Metal wo man richtig schön die Hände nach oben strecken und richtig schön mitgehen kann!

Klarer Fall, für Oldschool Metaller ist das neue Album von METALL auf jeden Fall etwas! Das Ding ist super passend produziert, die Songs treffen einfach den Genreliebhaber voll in die Fresse und auch ansonsten zünden die Jungs häufig die richtige Stufe bei den Songs.
Dazu noch der passende Sänger mit Joel, der aber manchmal noch etwas gehemmt wirkt, da geht definitiv noch mehr, das zeigt er in Ansätzen auch bei einigen Songs, ich freu mich schon drauf wenn er noch eine Schippe beim nächsten Album drauf legt!
Für mich gibt es hier eine klare Kaufempfehlung, mit der entsprechenden höheren Punktebewertung im Vergleich zum letzten Diskus, für die angesprochen Zielgruppe und die Feststellung das METALL noch lange nicht zum alten Eisen gehören!

Julian

 

 

METALL – Metal Fire (Kurzreview)

Band: METALL
Album: Metal Fire
Spielzeit: 41:36 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.metall-heavyband.de

METALL – Wer hätte es gedacht, der Name ist Programm bei den Jungs, die sich 1982 in der DDR zusammenschlossen und, beispielsweise mit „Easy Rider“, teils ordentliche Positionen in Rundfunksendungen wie der Beatkiste für sich verbuchen konnten. Nachdem man sich im Jahr 1991 auflöste, war lange Stille um METALL, 2013 erfolgte jedoch die Reunion und nun steht mit „Metal Fire“ bereits das zweite Album der Band in den Läden.

Offensichtlich ist beim Hören von „Metal Fire“: METALL sind nicht die Typen für ausgeklügelte Songstrukturen, innovative Melodien und sie werden Heavy Metal wohl auch nicht revolutionieren. So wie es aussieht hatte man nach der langen Zeit der Stille einfach nochmal Bock, sich mit den Kollegen zusammenzutun und den alten Fans noch einmal nostalgische Freude zu bereiten. Dementsprechend ist das Resultat nicht außergewöhnlich, aber eben genau die Art von harter Musik, die man sich gerne für 15 Euro im kleinen Stamm-Metalclub mit Freunden und Bier zu Gemüte führt: Laut, roh produziert, mit Ahnung davon, wie man simple, traditionelle und prototyp-metallische Melodien und Riffs schreibt. Das Ganze garniert mit viel rauem Klargesang, ein bisschen Geshoute und ein wenig Falsett, mal etwas melodiöser, wie im Refrain von „Stay For A Night To Pray“, mal gemeiner und härter, zum Beispiel bei „Hold The Line“. „Easy Rider“ ist natürlich auch nochmal vertreten – einmal sogar mit deutschem Text, was einen unfreiwillig komischen, aber auch irgendwie sympathischen Effekt hat.

Zusammengefasst: Nichts, wobei man bei einer Tasse Schwarztee seine Hornbrille putzen sollte, wenig Höhen, wenig Tiefen, aber etwas, in das man durchaus mal reinhören kann, wenn man noch auf der Suche nach klassisch-traditionellem Metal der unpolierteren Sorte fürs Festival-Camp ist. METALL eben.

WERTUNG:

 

 

Jannis