SONS OF APOLLO – Live With The Plovdic Psychotic Symphony

Band: Sons of Apollo
Album: Live With The Plovdic Psychotic Symphony
Spielzeit: 168 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Records
Veröffentlichung: 30.08.2019
Homepage: www.sonsofapollo.com

Als die SONS OF APOLLO vr knapp 2 Jahren mit Ihrem Debüt („Psychotic Symphony„, 2017) um die Ecke kamen, war die Freude im Kreise der (älteren) Dream Theater Fans groß. Endlich machten der verlorene Sohn Mike Portnoy und Ex-Keyboarder Derek Sherinian wieder gemeinsame Sache. Erinnerungen an das verkannte und mittlerweile im Bandkanon etablierte „Falling into Infinity“ wurden entfacht und genügsam bedient. Gemeinsam mit Gitarrenwunderkind Ron ‚Bumblefoot‘ Thal, Bass-Ikone Billy Sheehan und Gesangsmonster Jeff Scott Soto hatten die Jungs ein ordentliches (wenn auch nicht durchgängig großartiges) Progmetal Album eingespielt, dass die Stärken der einzelnen Musiker bündelte und versammelte. Dennoch hörte der Fan in erster Linie auf die, und ergötzte sich an den, Schlagzeug- und Keyboardsounds – eben weil man diese so lange vermisst und gerade in dieser Konstellation nicht mehr gehört hatte. Unter dieser Fokussierung litt dann der Rest der Band, die auf „Psychotic Symphony“ allesamt eine tolle Leistung abgeliefert hatten.

Etwas verwundert war ich schon, als nach nur einem Album bereits ein Live-Album angekündigt wurde. Das ist in der heutigen Zeit zwar mittlerweile relativ normal, aber dennoch wirft das eine Album kaum genug Stoff für eine zünftige Live-Präsentation ab. Für die 2018 im spektakulären Römischen Amphitheater in Plovdiv, Bulgarien mitgeschnittete Live-Konserve haben die Jungs daher auf zwei Kniffe zurückgegriffen, die der Sache dann doch noch eine gewissen Daseinsberechtigung verleihen: zum einen wurde die Band bei der Hälfte des Konzerts von einem kompletten Orchster und Chor unterstützt, zum anderen ist die Setlist durch einen Cover-Part auf respektable Länge gestreckt worden. Man kann sich über Sinn und Unsinn der Scheibe gerne den Mund fusselig reden. Mir persönlich hat das Ganze einige tolle Momente vor dem Fernseher beschert, und das, unerwarteterweise, vor allem dank dem Derwisch an den 6, pardon 12 Saiten, sowie Frontmann Jeff Scott Soto, der hier eine Mammutaufgabe zu bewerkstelligen hatte und diese mehr als elegant schulterte: nicht nur seine eigenen Songs, sondern auch noch (ziemlich schwierig zu singende) Klassiker der Rockgeschichte musste der nicht mehr ganz so junge Mann intonieren. Und als Kür standen dann noch die Dream Theater Tracks „Just Let Me Breathe“ und das formidabel dargebotene „Lines in the Sand“ an, die von den Fans innig geliebt werden und die ebenfalls nicht sooo leicht zu intonieren sind. Kurz gesagt: Soto macht seine Sache brilliant und wird dabei stimmlich dann auch noch kongenial von Ron ‚Bumblefoot‘ Thal unterstützt, der sich im Laufe des Konzerts als mehr als passabler Sänger, vor allem in den hohen Lagen, präsentiert. Ja, die diversen Solo-Spots sind viel zu lang und überflüssig. Aber die Autorität, die die SONS OF APOLLO in Songs wie Led Zeppelins „Kashmir“, Pink Floyd´s „Comfortably Numb“ (aus Lizenztechnischen Gründen, neben Aerosmith´s „Dream on“, leider nicht auf der DVD/BD, sondern nur auf der CD vertreten), sowie den eigenen Songs wie „Signs of the Time“ an den Tag legen ist beeindruckend und legitimieren diese Live-Auslese nachhaltig.

„Live With The Plovdic Psychotic Symphony“ ist meiner persönlichen Meinung nach ein stärkeres Produkt als das Debüt der SONS OF APOLLO. Und im diekten Vergleich mit diversen Live Releases jüngeren Datums (auch von Dream Theater), liefern die Jungs hier eine vor Spielfreude und fettem Sound übersprudelnde Vorstellung ab. Wenn Sherinin (im Stereopanorama rechts liegend) die Heavy Gitarrenriffs mit bombastischen Hammond-Sounds andickt, ist das schon ganz grosses Kino, dass hier auch noch schön rauh und dynamisch eingefangen bzw. abgemischt wurde. Die Blu-Ray enthält zusätzlich eine komplette „Behind The Scenes“ Dokumentation der Produktion (inkl. Interviews) sowie eine Zusammenstellung der „Behind The Scenes“ Dokumentation und des „Making-Ofs“ des Debüt-Albums der Band. Für Fans eigentlich ein Must-Have.

WERTUNG: (Ohne Wertung)

Trackliste:

Disc 1

01. God of the Sun
02. Signs of the Time
03. Divine Addiction
04. That Metal Show Theme
05. Just Let Me Breathe
06. Billy Sheehan Bass Solo
07. Lost in Oblivion
08. JSS Solo Spot: The Prophet’s Song/Save Me
09. Alive
10. The Pink Panther Theme
11. Opus Maximus

Disc 2

01. Kashmir
02. Gates of Babylon
03. Labyrinth
04. Dream On
05. Diary of a Madman
06. Comfortably Numb
07. The Show Must Go On
08. Hell’s Kitchen
09. Derek Sherinian Keyboard Solo
10. Lines in the Sand

Disc 3

01. Bumblefoot Solo Spot
02. And the Cradle Will Rock
03. Coming Home

Mario

IVORY TOWER – Stronger

Band: Ivory Tower
Album: Stronger
Spielzeit: 76:19 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 23.08.2019
Homepage: www.ivorytower.de

Die deutschen Progressive Metaller von IVORY TOWER sind nun auch schon seit 1996 am Start! In der letzten Zeit hatte man sich etwas rar gemacht, was an familiären Gründen lag.
Nun ist die Truppe aber endlich wieder mit einem neuen Album namens „Stronger“ zurück auf der Bildfläche und haben noch ihren neuen Sänger Drik Meyer mit im Gepäck!
Freunde von gut gespielten Prog Metal sollten daher nun mal ganz genau die Ohren und Augen spitzen wenn wir mit dem Opener „The Offer“ in das neue Album einsteigen. Nach einem sanften instrumentalen Beginn übernehmen die satten Gitarrenriffs schnell das Kommando. Danach wird dann schnell klar hier gibt es direkt voll auf die Zwölf! Mit ordentlich Schmackes und trotzdem mit Eingängigkeit bahnt sich die Nummer sofort ihren Weg in die Gehörgänge und Neufronter Dirk liefert eine absolut überzeugende Leistung ab. Ein absolut geiler Track zu Beginn!
Noch eine Spur knackiger und eingängiger geht es dann beim anschließenden „Loser“ zur Sache. Ein Song zum niederknien kann ich nur sagen, absolut Single würdig!
Puh wenn das hier so weitergeht, kommt man ja aus dem schwärmen nicht mehr heraus…und was soll ich groß sagen, es geht auch ersteinmal genauso erstklassig weiter wie bislang! „End Transmission“ benötigt etwas Anlauf aber knallt dann ebenfalls wieder voll rein, „Money geht ebenfalls gut ins Ohr“, „In Me“ ist schön abwechslungsreich geraten, hier kommen Prog Fans voll auf ihre Kosten, und das Titelstück „Strong “bedient sich sogar ordentlich im Thrash Genre.
Die zweite Hälfte wird dann vom instrumentalen Zwischenstück „Flight of the Dragon“ eingeleitet und hat zwar den ein oder anderen Standardmetaltrack an Bord, kann aber auch mit so Hits wie „Passing“ oder dem überlangen, abschließenden „One Day“ aufwarten.
Über eine so lange Spielzeit lässt sich der ein oder andere Durchschnittstrack halt einfach nicht vermeiden. Trotzdem ist hier insgesamt noch alles im absolut grünen Bereich!

Anspieltipps:

„The Offer“, „Loser“, „End Transmission“, „In Me“ und „One Day“.

Fazit :

Welcome Back kann man da nur sagen! Die Jungs von IVORY TOWER legen auf ihrem neuen Album spürbar an Härte zu und fahren ihren Prog Anteil zurück, so das das neue Werk nicht nur etwas für die Altfans und Prog Anhänger ist.
Der neue Fronter Dirk macht seine Sache ebenfalls ganz ausgezeichnet und ist ein klarer Gewinn für die Truppe!
Somit gibt es von mir eine glasklare Kaufempfehlung für euch mit auf den Weg.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Offer
02. Loser
03. End Transmission
04. Money
05. In Me
06. Slave
07. Strong
08. Flight of the Dragon
09. Life will Fade
10. Passing
11. The Wolves you`ve Let In
12. One Day

Julian

MIND KEY – MK III – Aliens In Wonderland

Band: Mind Key
Album: MK III – Aliens In Wonderland
Spielzeit: 57:50 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Frontiers Music S.r..l.
Veröffentlichung: 12.07.2019
Homepage: www.mindkey.it

Die Italo-Progger MIND KEY möchten uns nach längerer Abstinenz Ihr neuestes (drittes) Werk „MK III – Aliens in Wonderland“ ans Herz legen. Ein Blick auf das unfassbar trashig/absurde Cover lässt erstmal Schräges vermuten, ebenso der wirre Titel des Albums. Wer hier aber Humor oder gar latent subversives Gutue bei einem üblicherweise prinzipientreuen Label wie Frontiers befürchtet, dem kann Entwarnung gegeben werden. Denn hat man sich die Scheibe aber erstmal zur Gänze angehört, so zeigt sich: MIND KEY spielen lupenreinen, angeproggten Powermetal der Italienischen Schule. Aber das bedeutet halt auch, das es auf der Scheibe Licht und Schatten zu bekunden gibt …

Der Opener „Alien In Wonderland“ kann gleich zu Beginn auf ganzer Linie überzeigen: eine gute Melodieführung, packende Riffs, geile Leadgitarren, geschmackssichere 80’s-Keyboards und über allem thront Sänger Aurelio Fierro Jr., der eine energiereiche Darbietung hinlegt und den Song zu tragen weiss. Absolut geschlacksicher auch die über das Album berteilten 80er Reminiszenzen in den Keyboard Sounds und feinen cleanen Gitarrensounds. Im weiteren Verlauf der Tracks zeigt sich aber immer wieder, dass die Jungs es in Sachen vetrackten Arrangements und unvorhersehbaren Akkorwechslen dann doch ein wenig übertreiben. Wie viele Kollegen verzetteln sich auch MIND KEY desöfteren bei dem Versuch besonders klever klingen zu wollen in Songstrukturen, die es dem Zuhörer so gut wie unmöglich machen der Melodie/Hookline zu folgen. Das geht nicht immer schief, aber leider doch hier und da („Psycho World“, „Be-Polar“). Erwähnenswerte Hinhörer sind das teilweise brettharte „Hank (The Blazing Eyes)“ sowie die eingängigen Melodietüten „Hands Off Cain“, „Hate At First Sight“. Hier sollte der geneigte Hörer sich ein gutes Bild machen können, ob er das aufgerufene Geld locker machen möchte oder nicht.

„MK III – Aliens In Wonderland“ wird seine Fans finden, da bin ich mir sicher. Aber um von einem grösseren Publikum beachtet zu werden feht es einfach noch an einem geschliffenen Songwriting und einer eigenen Handschrift. Knapp über solidem Durchschnitt.

WERTUNG:

 

 

Tracks:
01. Alien In Wonderland
02. Hank (The Blazing Eyes)
03. Hate At First Sight
04. Angry Men
05. Hands Off Cain
06. Be-Polar
07. Oblivion
08. Psycho World
09. Vertigo (Where The Cold Wind Blows)
10. Pure He/Art
11. Non-Existence

KING OF NONE – Weightless Waters (EP)

Band: King Of None
Album: Weightless Waters
Spielzeit: 32:32 min
Stilrichtung: Heavy Psychedelic Stoner Prog Rock
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung
Veröffentlichung: 10.05.2019
Homepage: www.facebook.com/kingofnone/?ref=br_rs

Es ist so ein Dilemma, wenn man König ist, aber keine Untertanen hat. Was macht man so den lieben langen Tag ohne jegliche Verantwortung für sein Volk? Liest man Bücher, poliert sein Zepter, stagniert man Filme schauend auf dem Sofa? Nun, wären alles Optionen, aber man könnte halt auch die Zeit ins Musik machen investieren. So geschehen bei KING OF NONE, nach eigenen Angaben macht man Heavy Psychedelic Stoner Prog Rock, kommt aus Finnland und hat mit der aktuellen EP “Weightless Waters” inzwischen drei draußen. Kam unverhofft in mein Postfach geflattert, wurde gehört und für gut befunden. Kompliment erstmal für die Genre-Selbsteinschätzung, das haut tatsächlich so hin. Kompliment auch für die Produktion der mit sechs Songs und über dreißig Minuten Spieldauer doch recht üppigen EP, die sich zwischen zeitgenössischer Progressive-Metal-Produktion und dem schönen staubig-trockenen Stoner-Rock-Sound bewegt und für diese Art Musik echt optimal und interessant ist. Des weiteren noch Komplimente für den Gesang, der sich zwischen kratzig-rauem aber melodischem und Klargesang bewegt und zwischendurch noch Platz für ein paar saftige Growls übrig hat, und für die Instrumentalfraktion, die souverän on Point agiert.
Genug der Komplimente? Mitnichten, denn jetzt kommen wir zur Kompositionsleistung, und man muss bewundernd anerkennen: Diese Truppe klingt nicht nach einer, die gerade erst ihre dritte EP veröffentlicht hat. “Weightless Waters” ist ein beeindruckend geschriebenes, höchst professionelles Werk mit einem sehr eigenen Sound (Ein wenig MASTODON könnte man finden, aber dennoch höchst eigenständig, die ganze Sache). Die Prog-Elemente sind unaufdringlich und der Sache dienlich, ebenso Charakteristika der anderen Teil-Genres, und die Kombination dieser Elemente ist absolut schlüssig und harmonisch.
Bereits der Opener “Words Of Mine” überzeugt mit seinem hypnotisch-redundanten Riff (Die Riffarbeit ist auf “Weightless Waters” generell brutal) und verleitet zum Griff nach allen in der akuten Umgebung verfügbaren bewusstseinserweiternden Substanzen. “Worlds Collide” treibt anschließend wie Arsch, wechselt gekonnt zwischen harmonisch-melodischeren und fies-bösen Parts, bevor mit “Frog Palace” das Tempo runtergeschraubt wird. Das in Teilen punktiert gespielte Ding groovt nach allen Regeln der Kunst und stimmt auf “Desolator” ein, das partiell tempotechnisch nochmal runtergedoomed ist und auch ein paar ruhigere Passagen in petto hat. “Starbirling” zieht dagegen wieder ordentlich an, wärmt nochmal einen kleinen Riffpart aus Track 1 auf und bemüht obligatorischerweise den Schellenkranz. Dann noch “Yellow Snake King”, das ein weiteres Mal die Position der Band als letzte des Abends auf einem Festival als geeignet bestätigt und die Platte ist durch. Neben der rein subjektiven Tendenz, dass die letzten beiden Songs minimal weiniger herausragend sind als die ersten vier, habe ich keine Kritik. Krasse Sache, interessanter Stilmix toll umgesetzt!

Fazit:
Frisch, durchaus innovativ, heavy, hypnotisch, intelligent, stark komponiert und gespielt – KING OF NONE sind eine Bereicherung für jeden, der neben Heavy und Progressive Metal auch ein bisschen Staub in seiner Plattensammlung mag. Mit dem, was sie macht, ist die Truppe eine Ausnahmeerscheinung und “Weightless Waters” hat in jeder Hinsicht hohen Respekt verdient!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Words Of Mine
02. Worlds Collide
03. Frog Palace
04. Desolator
05. Starbirling
06. Yellow Snake King

Jannis

SOTO – Origami

Band: SOTO
Album: Origami
Spielzeit: 44:21 min
Genre: Power/Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Music
Veröffentlichung: 24.05.2019
Homepage: www.sototheband.com

Jeff Scott SOTO dürfte wohl jedem auch nur annähernd an Metal Interessierten ein Begriff sein. Der Amerikaner hat im Laufe seiner nun schon ziemlich langen Karriere unzählige Alben von u.a. Yngwie J. Malmsteen, Talisman oder W.E.T. veredelt. Die bisherige Diskographie des Sängers mit der Bärenstimme (zu finden z.B. bei Wikipedia) ist wirklich unglaublich. Nebenbei hat der Hühne noch kurz bei Journey ausgeholfen, Solo-Alben herausgebracht und, seit 2015, schon 2 Platten mit der nach ihm benannten Band SOTO eingespielt. Nachdem das Debüt der All-Star-Prog-Metal Formation Sons of Apollo vor 1 1/2 Jahren bei dem Genre Spezialisten von Inside/Out veröffentlicht wurde, sind nun auch SOTO und seine Begleitband dort heimisch geworden. Album Nummero 3 trägt den Titel „Origami“ und kann schonmal mit einem äusserst geschmackvollen Artwork punkten.

SOTO haben sich melodischen und zeitgleich (Brett)harten Rock und Metal auf die Fahnen geschrieben. Kollege Stefan hatte dem Debüt der Truppe („Inside the Vertigo„, 2015) schon eine gesunde Protion Härte attestiert und daran hat sich auch auf dem neuen Werk nichts geändert. Trotz dem eigentlich auf Prog in seinen zahlreichen Varianten verschriebenen Label sind die Songs auf „Origami“ zudem sehr straight und hooklastig ausgefallen. Gut, das extrem tiefergelegte Riffing muss man mögen und im Vergleich z.B. zum Label-Kollegen James LaBrie, dessen extrem starke letzte Solo Scheibe ja ebenfalls um einige Härtegrade über dem lag was man eigentlich von ihm gewohnt war, hält sich SOTOs‘ Hintermannschaft aber doch spürbar zurück. Ja, das ist alles moderner, knallharter Modern-Metal. Aber dank des doch recht tief im Melodischen Metal verankerten Gespürs von Mr. Soto gelingt es SOTO zumeist eine gute Balance aus Riffing, Speed-Soli und Hooklines hinzubekommen. Als Anspieltipps möchte ich die Ohrwürmer „BeLie“ und „Vanity Lane“, das herrlich swingende (und stark aus dem gewohnten Rahmen fallende) „AfterGlow“ sowie den starken Opener „Hypermania“ hervorheben. Lediglich das völlig überflüssige Michael Jackson Cover „Give in to me“, das nie und nimmer an die Intensität des Originals heranreicht, hätte man sich (höchstens) als Bonus-Track aufsparen können.

Unterm Strich legen SOTO mit „Origami“ ein starkes Album vor, das allerdings nicht sofort zündet sondern ein wenig Zeit braucht um seine fein gesponnenen Melodien in den Gehörgängen entfalten zu können. Aber das ist ja nun wirklich nichts Schlechtes in einer Zeit, die immer schnelllebiger und beliebiger wird.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hypermania
02. Origami
03. BeLie
04. World gone colder
05. Detonate
06. Torn
07. Dance with the Devil
08. AfterGlow
09. Vanity Lane
10. Give in to me

Mario

APPEARENCE OF NOTHING – In Times of Darkness

Band: Appearance of Nothing
Album: In Times of Darkness
Spielzeit: 54:33 min
Genre: Progressive Metal
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 22.03.2019
Homepage: www.appearanceofnothing.com

Mit APPEARENCE OF NOTHING meldet sich eine schon verschollen geglaubte Prog-Metal Band aus der schönen Schweiz auf der Bildfläche zurück. Die Truppe hatte zuletzt mit der starken Scheibe „A new Beginning“ aus dem Jahr 2014 von sich Reden, und danach rar, gemacht. Es wurde also wirklich Zeit für einen (würdigen) Nachfolger, der uns nun in Form von „In Times of Darkness“ vorliegt. Vor allem produktionstechnisch wurde geklotzt und nicht gekleckert: für die Aufnahmen der Gitarren wurde z.B. das Studio, sowie die Expertise im Metier, von Tommy Vetterli (Coroner) angeheuert. Das Mastering der Scheibe wurde in die Hände von Szene-Legende Jens Bogren gelegt. Das alles zahlt sich natürlich aus: „In Times of Darkness“ klingt entsprechend professionell und angenehm zeitlos. Das Alles nützt natürlich reichlich wenig, wenn die Musik nicht mithalten kann. Doch auch hier kann nur Gutes berichtet werden.

APPEARENCE OF NOTHING ziehen überraschend locker Ihren Stiefel durch, trotz einschneidender Besetzungswechsel an den Gitarren sowie der Tatsache, dass Bassist Omar Cuna nun auch den kompletten Gesang übernommen hat (!). Der Opener „Inside these Walls“, gibt mit seinen manchmal verschachtelten Riffs und den immer songdienlichen Melodiebögen den Ton vor. Das nachdenkliche „The black Sea“ wird durch elegante Gitarrenleads im Stile von Pink Floyds‘ David Gilmour aufgewertet, bevor brutale Growls den Song in eine völlig andere Richtung schieben. Abwechslung ist auf „Appearance of Nothing“ zwar Trumpf, aber denoch wird die Gesamtathmosphäre der Platte dem nie geopfert. Und dann sind da noch die Tracks, bei denen so illustre Gäste wie Devon Graves (Psychotic Waltz) oder Anna Murphy (Eluveite) der Band stimmlich unter die Arme greifen und für willkommene Farbtupfer sorgen. Zumindest mir persönlich gefallen allerdings jene Songs am besten, die ohne Zuhilfenahme von Gastmusikern eingespielt wurden: „Erase“ oder der grandiose Rausschmeisser „The Huntress“ z.B. sind perfekte Beispiele dafür, dass APPEARENCE OF NOTHING es eigentlich nicht nötig haben sich aussenstehende Hilfe zu holen um ihren Songs genug Überzeugungskraft zu verleihen. In einem Umfeld, in dem die Konkurrenz zunehmend beim Versuch sich gegenseitig auf technischem Niveau zu überbieten gnadenlos den musikalischen Inhalt Ihrer Scheiben zerlegt, tut es gut hin und wieder eine Band zu hören, die sich auf Ihr Kerngeschäft besinnt: gute Songs schreiben. Wenn die dann auch noch, so wie auf „In Times of Darkness“ handwerklich überzeugend dargeboten werden, ist die Prog Welt im Lot.

„In Times of Darkness“ kann ich getrost jedem Fan von ehrlichem, handgemachten Prog-Rock/Metal ans Herz legen. Es werden weder Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt noch halsbrecherische Arrangement-Experimente auf den Zuhörer losgelassen. Stattdessen bieten APPEARENCE OF NOTHING eine knappe Stunde hochwertige Musik, die auch nach dem xten Durchlauf noch Laune macht und nicht abgedroschen klingt. Gutes Ding.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Inside these Walls
02. The black Sea
03. Storm
04. Erase
05. Deception
06. Disaster (Sweetest Enemy)
07. Lost
08. The Huntress

Mario

TALENTSCHMIEDE: Pantaleon

Band:
Pantaleon

Gegründet:
2009

Herkunft:
Köln/Bonn

Mitglieder:
Till Sauer (Vocals), Xaver Schiffels (Gitarre), Jaques Wery (Keyboard), Sebastian Heuckmann (Bass), Jan Palkoska (Schlagzeug)

Stil:
Progressive Metal

Veröffentlichungen:
Virus (Album), Inner Impact (EP)

Einflüsse:
Evergrey, Symphony X, Dream Theater, Rush, King Crimson, ELP

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Wir schauen mit großer Erwartung auf die nächsten Jahre, da nun das Line-Up harmonisch ist und wir unglaublich viel Energie haben. In fünf Jahren möchten wir gerne auf einen gewachsenen musikalischen Katalog mit schönen Videos und ein paar gespielter Major-Festivals sowie 2-3 Tourneen zurück blicken können – so der Plan. 🙂

Was als nächstes kommt:
Dieses Jahr steht der Fokus auf dem Ausproduzieren neuer Songs. Wir haben unglaublich viel Material in den Schubladen liegen, wovon ganz viel veröffentlicht werden will. Neben einer EP, die relativ kurzfristig erscheinen soll, steht dann für nächstes Jahr möglicherweise die Arbeit an einem Album an.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Das ist schwer, in den Jahren haben wir inzwischen einige schöne Konzerte und Momente erlebt. Aber das Release des ersten Albums und das viele positive Feedback, das es daraufhin gab, war wirklich toll.

Unser peinlichster Moment:
Relativ am Anfang hatten wir einen Support-Slot vor einer größeren Band, knapp 200 Leute, gute Stimmung. Leider hatten wir sämtliches Merch zu Hause vergessen und durften jedem danach Fragenden sagen, dass es heute leider keine CD von uns gibt. Eine vergebene Chance und ein Fehler, der uns nicht mehr passieren wird.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Wir freuen uns über jeden Zuhörer, der nach den Konzerten zu uns kommt, mit uns ein Bier trinken und reden möchte.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Natürlich wäre es toll, mit einer der genretypischen Größen zu spielen. Aber wir glauben, dass wir auch übergreifend im Metal Leute begeistern können und bis auf einige Extreme mit so ziemlich jeder Band touren könnten. Wichtig ist halt, dass die Chemie zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Bands stimmt.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Es ist wohl klar, dass das Privileg, mit guten Freunden zusammen Musik aufzuführen, das Beste ist, was sich ein Musiker wünschen kann. Aber auch die kreative Arbeit im Proberaum ist ein unvergleichliches Erlebnis.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Der Orgaaufwand ist mit Abstand die kräfteraubendste Dimension des Musikmachens. Man vergisst leicht, wie viel „Büroarbeit“ man als Band leisten muss, um durchgehend präsent zu sein.

Online:
www.pantaleon-band.de
www.facebook.com/pantaleon.band

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/6CDjDWgqd8nynnjcgOtugV
Youtube: www.youtube.com/channel/UC-tYN1v5ReyIYoeEWaJV00w

Live-Dates:
21.06.2019 Duisburg-Meiderich, Parkhaus

LANCE KING – ReProgram

Band: Lance King
Album: ReProgram
Spielzeit: 59:53 min
Stilrichtung: Modern Progressive Power Metal
Plattenfirma: Nightmare Records
Veröffentlichung: 29.03.2019
Homepage: lancekingvox.com

Dass es sich lohnt, neben den äußeren Eigenschaften eines Albums auch auf das Innere zu schauen und nicht vorschnell zu urteilen, das hat sich in den letzten Wochen bereits bei SKELETOON gezeigt, hinter deren seltsamem “Nerd Metal”-Label sich Power Metal der herrlichsten Sorte verbirgt. Mit LANCE KING ist das ähnlich. Der Mann heißt LANCE KING, seine Band heißt LANCE KING, auf dem Cover ist DREIMAL (!) LANCE KING zu sehen und auf “Reprogram” verbindet LANCE KING nach eigenen Angaben Progressive Metal mit philosophischen Texten, was ihn dazu veranlasst hat, seiner Musik direkt noch ’ne eigene Genrebezeichnung, “Celestial Metal” zu verpassen, und man fragt sich, ob da nicht jemand ein bisschen egozentrisch und sehr selbstherrlich unterwegs in den Fußstapfen von DEVIN TOWNSEND ist. Zur Klärung: LANCE KING hat offensichtlich ein ordentliches Ego, er kann es sich aber auch leisten. “ReProgram” ist professionellster moderner Progressive Power Metal von einem Typen mit tüchtig Ahnung, die er sich unter anderem bei PYRAMAZE erarbeitet hat.
Zuerst zur Produktion und Band/Gesangsleistung: Junge Junge. Die Stimme von Lance macht’s absolut, bezüglich der Restband kann ich keinerlei Kritik finden und die Produktion knallt ja mal sowas von hart, dass einem selbst balladigere Parts noch mit einer Todeswucht um die Ohren fliegen. Die Platte ist ein einziger Hörgenuss und selbst wenn sie kompositorisch der letzte Rotz wäre hätte man allein dank der Produktion noch einen Heidenspaß an ihr. Tatsächlich ist sie allerdings auch kompositorisch stark ausgefallen. Lance verfolgt einen Stil, der weniger auf ganz originell ausgearbeitete Melodien aus ist, sondern seine Faszination aus einem Zusammenspiel von gut eingestreuten progressiven Elementen und hervorragenden Synthesizern unter nicht ganz spektakulären aber smart geschriebenen Melodien zieht. Ruhige Parts und mieses Gedresche geben sich auf seinen Songs die Hand, dementsprechend gibt es auch keine komplette Ballade, sondern nur einige balladeske Parts, die als willkommene Abwechslung zum schnelleren und härteren Material dienen. Und auch wenn man melodisch nicht ganz die Qualität von Progressive-Metal-Überfliegern wie HAKEN erreicht, sind Ohrwurm-Lines und interessante Passagen in Masse vorhanden, allen voran im Hit “Pointing Fingers”. Der Verdacht, man sei mit seinem spirituell-philosophischen Progressive-Kram groß DEVIN-influenced, bestätigt sich auch nicht. Zwar ist davon auszugehen, dass Lance beim Refrain von “Technology” gerne Anneke van Giersbergen am Start gehabt hätte, aber allgemein ist der Spirit von “ReProgram” viel Modern-Melodic-Metal-lastiger und obendrein nahezu kitschfrei. Den einen Punkt muss ich lediglich abziehen, weil einige Songs eine geringere Menge an Alleinstellungsmerkmalen haben, zwar einwandfrei im Stil von LANCE gehalten sind, dabei aber ein wenig Kreativität missen lassen. Totalausfälle sucht man allerdings vergeblich.

Anspieltipps:
“Pointing Fingers”, “Perfect World”, “A Mind At War” und “Limitless”

Fazit:
Eine Produktion, die erbarmungslos das Schmalz aus den Ohren drischt, eine Top-Gesamtleistung, was Gesang und Instrumente angeht, eine sehr gelungene Kombination aus progressiven Elementen und modernem Power Metal mit zeitgemäßem Synth-Einsatz, Melodien, die ins Ohr gehen – Man kann mit “ReProgram” quasi nichts falsch machen, wenn einem diese Attribute zusagen. So klingt guter Progressive Power Metal im Jahr 2019.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. ReProgram
02. Pointing Fingers
03. Stand Your Ground
04. Technology
05. Reaction Formation
06. Limitless
07. Wide Open
08. Chaotica
09. Spell Of Domestication
10. Perfect World
11. A Mind At War

Jannis

GHOST SHIP OCTAVIUS – Delirium

Band: Ghost Ship Octavius
Album: Delirium
Spielzeit: 60:50 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage: www.ghostshipoctavius.com

Der Begriff „Progressive“ Metal ist mittlerweile zu einem Sticker geworden, der auf alles mögliche gepappt wird, solange irgendwo auf der Platte ein schräger Rhythmus plaziert ist. Vor allem die Überschneidungen mit dem Power Metal Genre sind vielfältig. Die Amerikaner GHOST SHIP OCTAVIUS (mit Van Williams, Ex-Nevermore, an den Drums und Matthew Wicklund, Ex-God Forbid, an der Gitarre) schippern ebenfalls in diesen Gewässern und legen mit „Delirium“ ihr zweites Album nach dem selbstbetitelten 2013er Debüt vor. Stilistisch erinnert das Ganze an die Schweden Evergrey oder auch mal an das Schaffen von Devin Townsend. Vor allem der Gesang vom zweiten Gitarristen Adon Fanion erinnert oftmals an hevy Devy, ohne aber jemals dessen Genialität zu erreichen …

Ich versuche mich mal kurz zu fassen. Mir persönlich krankt diese Scheibe an den in diesem Genre oftmals anzutreffenden Problemen: die spielerische Leistung ist über jeden Zweifel erhaben (die Gitarrensoli sind z.B. sehr stark, allerdings bekommt man sowas mittlerweile auf jedem 2ten youtube-Gitarren-Kanal Ähnliches geboten), die Produktion ballert ordentlich und macht keine Gefangenen, das Fehlen eines externen Produzenten schlägt sich in teilweise unausgegorenen Idden nieder und es fehlen einfach die packenden Hooklines. Wer mal ein Ohr risikieren will, der sollte sich den überzeugenden Opener „Turned to Ice“ oder den nicht minder starken Titeltrack anhören. Dem geneigten Hörer werden zwar die Gehörgänge ordentlich freigepustet, leider bleibt aber nach der reinigenden Prozedur nicht allzu viel nahrhaftes Neues hängen. Es tut mir leid, aber trotz mehrerer Versuche ist die Scheibe einfach nicht bei mir „angekommen“. Ganz nett aber nichts Besonderes.

Es gibt bestimmt Genre-Fans die „Delirium“ abfeiern werden. Mir persönlich ist die Sache aber leider zu austauschbar und ohne wirklichen Wiedererkennungswert. Fett produziert, mit einigen netten Ideen ausgestattete Prog-Power Metal Durchschnittsware. Nur der persönliche Test kann zeigen ob es gefällt – eine allgemeine Empfehlung kann ich nicht geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Turned to Ice
02. Ocean of Memories
03. Saturnine
04. Delirium
05. Ghost in the Well
06. Chosen
07. Edge of Time
08. Far below
09. The Maze
10. Bleeding on the Horns
11. Burn this Ladder

Mario

DARKWATER – Human

Band: Darkwater
Album: Human
Spielzeit: 78:09 min
Stilrichtung: Progressiv Metal
Plattenfirma: Ulterium Records
Veröffentlichung: 01.03.2019
Homepage: www.facebook.com/darkwaterofficial

DARKWATER – Human Powerprogger mit viel Sendungsbewusstsein

Schwedische Bands gehen ja häufig mit einem 1 : 0 Vorsprung ins Match, warum das so ist, ist schwer zu erklären, muss an der musikalischen Ausbildung liegen.
Eine dieser skandinavischen Progressiv Powermetalmarken hört auf den Namen Darkwater und liefert mit „Human“ mal so richtig ab. Mit ihrem dritten Album wollen sie den Status des Geheimtipps verlassen und zu den Marktführern ihres Genres (Dream Theater, Evergrey) aufschließen.
Zehn Energiebündel mit teils ordentlicher Überlänge, tummeln sich auf dem aktuellen Longplayer, jedes ein exzellentes Beispiel dafür, wie es klingen muss, wenn’s gut sein soll.
Das Quintett instrumentiert nicht nur perfekt, trotz der hoch liegenden Latte des Genres, sondern besitzt auch das nötige musikalische Gespür für außergewöhnliche Melodieführungen.
Sanfter Piano Einstieg auf dem Opener“ A New Beginning“, bevor die Band dann umgehend zeigt, wohin die Reise geht. Kraftvolle Gitarren als Basis, gespickt mit intelligent eingesetzten Keyboards, das Ganze recht verspielt, ohne zu überdrehen.
Düster wird’s auf „In Front of you“, längerer Instrumentalteil bevor dann nach krassem Tempowechsel, die klare Stimme von Henrik Bath das Zepter übernimmt. Hier erinnern wir uns ein wenig an Nightwish.
Nach kurzem Intro (Alive Part I) kommt auch bei Part II keine Langeweile auf, aber die sieben Minuten Stücke sind auch die kürzeren auf „Human“. Auf „Reflection of Mind“ brauchen die Skandinavier knappe zwölf Minuten, bevor sie ihre durchaus spannende Geschichte zu Ende vertont haben.
„The Journey“ führt durch eine musikalisch sehr abwechslungsreiche Gegend, über allem steht die Gefahr der Reizüberflutung, aber DARWATER wissen gekonnt zu dosieren.
Auch „Turning Pages“ weist einen hohen Anteil an orchestralem Arrangement auf und fängt einen mit seinen interessanten Gitarren / Keyboard Duellen regelrecht ein. Markus Sigfridsson und Magnus Holmberg sind wahre Könner auf ihrem Gebiet.
Die jeweiligen Songs bestechen durch großen Facettenreichtum und die im Prog Rock gerne genutzten Tempowechsel werden äußerst gekonnt eingesetzte und jedes Instrument bekommt Gelegenheit sich im Song-dienlichen Rahmen zu profilieren.
Das Vielmischer Jacob Hansen (Volbeat, Evergrey) dem Ganzen erneut einen wuchtigen Sound verleiht ist selbstredend.
Fazit: Die Schweden versuchen die höchstmögliche Datenmenge an guter Musik auf CD zu packen und präsentieren uns früh im Jahr ein echtes Highlight. Hier ist Schluss,muss mich dringend durch den Backkatalog arbeiten.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A New Beginning
02. In Front of You
03. Alive (Part I)
04. Alive (Part II)
05. Reflection Of A Mind
06. Insomnia
07. The Journey
08. Burdens
09. Turning Pages
10. Light Of Dawn

Link zu Alive (Part II) :

Rüdiger König