01. Lament For The Hollow
02. Existing To Expire
03. Colours Fade
04. Harmony Breaks
05. I’ve Seen The Dream
06. Liminality
07. Obscured Horizons
08. Yesterday’s Gone
09. Awaken
Spielzeit: 47:05 min – Genre: Progressive Doom Metal – Label: RPM – VÖ: 18.09.2026 – Page: www.facebook.com/TheEternal
Manche Leute kommen irgendwie hervorragend klar, auch wenn offensichtlich ist, dass sie nicht den geringsten Plan zu haben, was sie machen. So ist das auch bei THE ETERNAL. Die bezeichnen sich in ihrem offiziellen Promomaterial nämlich als Progressive Doom Metal. Und auch auf die Gefahr hin, der nervige „Genau genommen“-Typ zu sein: Das sind sie einfach nicht.
Die gute Nachricht: Abgesehen davon wissen THE ETERNAL ganz genau, was sie machen. Einen anderen Schluss lässt das achte Album der 1993 gegründeten Truppe, „Obscured Horizons“, schlicht nicht zu.
Das erblickte am 18.09.2026 das Licht der Welt, mit neun Songs und korrekten 45 Minuten Spieldauer.
Sound: Recht warm und voll, nicht end-definiert, aber passend zum Genre der Australisch-Finnischen Band. Und wo wir gerade schon beim Genre sind: Ja, ich verstehe, warum man das Doom nennt – weil es nicht so fröhlich ist und manchmal auch nicht so schnell. Aber genau genommen (ja, ich bin heute wirklich dieser Typ) ist „Obscured Horizons“ melancholischer melodischer Progressive Metal mit ein bisschen Modern drin, dem man doch gerne mal seine finnischen Einflüsse anhört. Nicht ultra-verwunderlich, wenn gleich zwei der Bandmitglieder bei AMORPHIS aktiv sind oder waren.
Als Haupt-“Für Fans von“-Band würde ich allerdings VANDEN PLAS in den Raum werfen. Mark Kelsons Vocals erinnern deutlich an die Stimme von Andy Kuntz, ebenso die getragenen Melodien, der Fokus auf „normale“ Taktarten trotz Prog-Label und die melancholische Atmosphäre. Letztere ist auf „Obscured Horizons“ echt dicht und wird durch nicht seltene ruhige Momente, starkes Melodie-Writing sowie durch gute Sounddesign-Elemente hervorgerufen. Die fallen dann auch durchaus elektronisch aus, aber nicht auf die „In die Fresse“-Art, sondern auf die stilistisch förderliche, unaufgeregte. Genau so mit den „Modern Metal“-Elementen, zum Beispiel Momenten zeitgemäß-technischer Rhythmusarbeit. Die ist immer mal ein bisschen mit drin, aber ebenso gar nicht aufdringlich, und festigt einfach guten Prog Metal, der mit seiner Modernität nicht hausieren geht, sie aber auch nicht ablehnt.
Und ja, die sich durch das komplette Album ziehende Atmosphäre macht „Obscured Horizons“ schon zu einem Album, bei dem man nachher nicht über jeden Song krass unterschiedliche Merkmale in Worte fassen kann. Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Die Platte hört sich eben eher meditativ, eher mit dem Herzen als mit dem Gehirn, aber das dann auch ganz hervorragend.
Fazit:
Nach drei Songs hat man „Obscured Horizons“ womöglich schon als potenziellen Kandidaten für die Jahres-Top-10 eingeordnet. Ich hab das auf jeden Fall gemacht. Der Stil des Quartetts ist einfach angenehm und immersiv, und verdammt gut umgesetzt. Falls Ihr also im Jahr 2026 nochmal etwas fühlen wollt, sind THE ETERNAL Eure Band.
Anspieltipps:
Start bei Track 1 und dann einfach mal weiterhören!
Jannis














