ALMANAC – Kingslayer

Band: Almanac
Album: Kingslayer
Spielzeit: 50:58 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 03.11.2017
Homepage: www.almanac.band

Das ging fix! Knappe 1,5 Jahre nach dem Debütalbum „Tsar“ kehrt die Band ALMANAC von Mastermind und Gitarrenhexer Victor Smolski (Ex RAGE) wieder zurück auf die Bildfläche! Im Gepäck haben sie ihr zweites Album „Kingslayer“ welches sich thematisch an den bekanntesten Königsmorden der Geschichte orientiert. Das Album soll im Vergleich zum Vorgänger eher mehr in Richtung Power als Symphonic Metal gehen, und noch etwas ist neu, die Rytmusfraktion! Denn neu hinter den Kesseln sitzt Athanasios „Zacky“ Tsoukas und die dicken Saiten bedient Tim Rashid. Bei den Stimmen ist allerdings alles beim Alten geblieben und nach wie vor wartet man mit gleich drei Sängern auf. Erneut sind Andy B. Franck, David Readman und Jeannette Marchewka zu hören.
Als Opener erwartet uns der Titel „Regicide“ der hart und episch aus den Boxen kommt und besonders im Refrain seine vollen Stärken ausspielt wenn alle drei Sänger so richtig loslegen. Der Bassgroove der der Nummer als Basis dient ist ebenfalls richtig gut und wahrlich nicht von schlechten Eltern! Toller, starker Einsteigertrack.
„Children of the Sacred Path“ und auch „Guilty as charged“ im Anschluss sind dann eher straighte Power Metalnummern geworden die weniger mit epischen Einflüssen daherkommt. Ganz ok, aber jetzt nicht weltbewegend muss ich sagen. Hier merkt man dann auch das man eher mehr in die Richtung Power Metal gehen wollte.
Die nächsten Songs sind dann aber wieder tolle Hybriden aus Power, Epic und Symphonic Metal! „Hail to the King“, „Losing my Mind“, „Kingslayer“ und „Kingdom of the Blind“ sind definitiv die besten Songs hier auf der gesamten Scheibe zu finden sind und sie heben das Qualitätslevel ganz weit nach oben!
„Headstrong“ bietet dann zu Beginn was für die technisch versierte Instrumentalfraktion, Basser Tim und Gitarrist Victor fahren hier wirklich ganz dick auf, und auch Sängerin Jeannette bekommt ihr ordentlich Platz für ihre abwechslungsreiche Stimme. Der Song an sich ist ebenfalls in Ordnung, guter Power Metal ohne Ausfälle.
Die einzige, aber dafür richtig tolle, Ballade haben wir dann mit „Last Farewell“ dann als vorletzten Song. Hier kommen natürlich die drei Sänger besonders intensiv zu Geltung!
Abschließend bleibt dann noch „Red Flag“ welches wieder recht geradlinigen Metal ohne viel Geschnörkel drumherum bietet.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall müssen hier „Hail to the King“, „Losing my Mind“, „Kingslayer“, „Kingdom of the Blind“ und “Last Farewell” genannt werden.

Fazit :

Man merkt ganz klar das man die Ankündigung mehr in Richtung des härteren Power Metals zu gehen in die Tat umgesetzt hat! Und besonders der Mittelteil, der ja aber aber eher aus den Mischsongs aus Power, Epic und Symphonic Metal besteht, weiß hier absolut zu begeistern! Zusätzlich haben wir hier geniale Instrumentalisten am Werk die ihr Können im Schlaf beherrschen.
Was mich persönlich freut ist das die Sängerin Jeannette hier deutlich mehr Raum als auf dem Vorgängeralbum bekommen hat.
Fans des ersten Album müssen hier definitiv erneut zuschlagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Regicide
02. Children of the Sacred Path
03. Guilty as charged
04. Hail to the King
05. Losing my Mind
06. Kingslayer
07. Kingdom of the Blind
08. Headstrong
09. Last Farewell
10. Red Flag

Julian

VHÄLDEMAR – Against all Kings

Band: Vhäldemar
Album: Against all Kings
Spielzeit: 39:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Fighter Records
Veröffentlichung: 07.11.2017
Homepage: www.vhaldemar.net

Auf einen meiner Streifzüge durchs Internet entdeckte ich zuletzt die spanische Power Metalband VHÄLDEMAR die mich mit den Songproben aus ihrem neuen Album „Against all Kings“ echt überzeugt haben. Flugs die Band angeschrieben und nett nach der Promo gefragt und so kann ich euch hier nun deren neustes Album vorstellen!
Die Jungs existieren schon seit Ende der 90iger Jahre und „Agains all Kings“ ist das fünfte Album der Band mit dem man nun auch den Sprung in das große Scheinwerferlicht schaffen möchte. Und ich kann euch sagen die Grundzutaten sind hier wahrlich nicht von schlechten Eltern…aber eins nach dem anderen.
Starten wir erstmal mit dem Opener „Metalizer“ der erst etwas getragen beginnt aber dann ordentlich aus den Boxen ballert. Sänger Carlos giftet hier recht aggressiv los und ist ein typischer Metalshouter der sich sowohl in den Höhen als auch in den normalen Lagen gut zurecht findet. Die Nummer ist ein typischer Opener, der einen erstmal warm werden lässt.
Das folgende „Old King‘s Visions“ ist dann ein ebenfalls recht schneller und kompromissloser Banger der ordentlich in die Nackenmuskulatur gehen wird!
Mit dem getragenen und im eher epischen Gefilden agierenden Titelstück „Against all Kings“ hat man dann erstmal den bisher besten Song vor der Nase der besonders aufgrund seines schmissigen Chorus bestens unterhält!
Apropos schmissiger Chorus, diesen haben wir auch bei den folgenden Nummern „Eye for an Eye“ und „I will stand forever“ an Bord.
Nach den eher nach Standard Metal klingenden „Vulcano“ und „Howling at the Moon“, haben wir dann mit „The Last do Die“ ein Stück was ganz klar nach alten MANOWAR klingen, nehme man den atmosphärischen Einstieg, die Riffs und die Refrains als Maßstab. Toller Track der ebenfalls wieder tierisch in die Nackenmuskulatur geht!
Im letzten Drittel der Scheibe haben wir dann auch keine Ausfälle zu verzeichnen, aber auch keine wirklichen Überflieger mehr. Insgesamt ist das Material aber absolut im oberen Qualitätssegment angesiedelt.

Anspieltipps:

“Metalizer”, “Old King’s Vision”, “Against all Kings”, “Eye for an Eye” und “The Last do Die” sind hier zu nennen.

Fazit :

Insgesamt können VHÄLDEMAR auf ihrem neusten Output definitiv überzeugen! Richtig Ausfälle gibt es nicht zu verzeichnen und das gesamte Album ist schön kompakt gehalten.
Ein paar mehr Tracks im Stile der Anspieltipps und wir wären hier definitiv in den 9er Bereich gesegelt!
Zum Abschluss des Jahres also nochmal eine CD die sich Heavy Metalanhänger auf jeden Fall nicht entgehen lassen sollten!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Metalizer
02. Old King‘s Visions
03. Against all Kings
04. Eye for an Eye
05. I will stand forever
06. Vulcano
07. Howling at the Moon
08. The Last to Die
09. Walking in the Rain
10. Rebel Mind
11. Titans in D Minor

Julian

VALENTINE – Valentine (Re-Release)

Band: Valentine
Album: Valentine (Re-Release)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 18.09.2017
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Keine Ahnung warum mir die US Band VALENTINE bisher nicht bekannt war. Vielleicht habe ich instinktiv um das kitschige Cover einen Bogen gemacht, womöglich hat mich der ebenfalls grenzwertige Bandname davon abgehalten mich näher mit dem Output (diesem einen hier vorliegenden Debüt) der Jungs auseinander zu setzen. Glücklicherweise hatte ich nun doch noch, dank dem Rock Candy Label, die Chance die Scheibe zu hören. Und ich bin verdammt froh das getan zu haben. Was die Band aus New York auf Ihrem ersten und einzigen Album fabriziert hat gehört definitiv zum besseren Erbe, dass die bunten, partyfreundlichen 80er Hardrock Jahre uns hinterlassen haben.

Geboten wurde auf „Valentine“ (dank dem erfahrenen Produzenten Neil Kernon, u.a. Queensryche und Dokken) kernig produzierter Hardrock der damals angesagten Schule. Will sagen: Plüsch wo er hingehört, fette Gitarren (nebst einiger, heisser erstklassiger Soli), pakende Melodien und rundherum stimmiges Ambiente. An dieser Aufgabenstellung sind schon einige Aspiranten gescheitert. VALENTINE machten so ziemlich alles richtig und sind dann doch nach diesem Album wieder in der Versenkung verschwunden. Das lag aber kaum am handwerklichen Können oder dem Songwriting. Tracks wie der starke Ohrwurm „No Way“, die wie eine Mischung aus Journey und Foreigner klingende Mega-Ballade „Never said it was gonna be easy“ oder die nicht minder guten Rocker „Tears in the Night“ und „Where are you now“ funktionieren auch heute noch ganz prächtig. Auch wenn Sänger Hugo optisch dem Journey Goldkehlchen Steve Perry verdammt ähnlich sieht und auch eine verwandte Stimmlage hat, so sind die Unterschiede zum berühmten Kollegen doch klar erkennbar. Der Junge hatte eine bärenstarke Stimme der es einzig ein wenig an Wiedererkennungswert mangelte – was vielleicht eine Erklärung dafür ist, dass VALENTINE sich nicht gegen die (manchmal objektiv betrachtet) schwächere Konkurenz durchsetzen konnte.

Wie üblich (muss man das noch erwähnen?) ist das vorliegende Produkt von Rock Candy amtlich remastered worden und bekam ein nettes Booklet spendiert, dass den positiven Gesamteindruck der Platte nochmal aufwertet. Freunde von gesittetem Eighties Hardrock im Stile von Firehouse, Winger oder Foreigner sollten auf jeden Fall zugreifen, denn „Valentine“ macht sich in jeder Genre-Sammlung ganz hervorrragend.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Runnin‘ on Luck again
02. No Way
03. Tears in the Night
04. Too much is never enough
05. Never said it was gonna be easy
06. Where are you now
07. Naughty Girl
08. Once in a Lifetime
09. Someday
10. We run
11. You’ll always have me

Mario

HOUSTON – III

Band: Houston
Album: III
Spielzeit: 43:15 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Livewire/Cargo Records UK
Veröffentlichung: 24.11.2017
Homepage: www.facebook.com/Houstonsweden/

Album Nummer 5 namens “III” der Stockholmer Band HOUSTON steht ins Haus. Mit den vier vorherigen Scheiben konnten sie sich schon einen ansehnlichen Ruf in der AOR Szene erspielen und auch diesmal zeigen sie mit den 10 Songs was AOR-Sache ist. Zusammen mit Produzent Martin Karlegård (Reptile Smile) wurde an der Platte gefeilt und sich musikalisch laut Sänger Hank Erix weiterentwickelt.
Songtechnisch bewegen wir uns auf extrem poppigem Terrain. Songs wie „Dangerous Love“ und „Everlasting“ könnten als Rockversionen irgendwelcher Boyband-Stimmungsfetzen Ende der 90er/Anfang 2000er durchgehen. Auch die anderen Songs glänzen durch absolute Radiotauglichkeit, wie beispielsweise „Amazing“, das gefühlvolle „Twelve-Step“, das moderne „Glass Houses“ und allein schon wegen dem Titel „Interstate Life“. Es sind aber auch Stücke dabei, bei denen der seichte Modus etwas gedimmt wird und demnach der Ton etwas rockiger durchkommt, wie bei „Cold As Ice“ und „Road To Ruin“.

Alles in allem ist „III“ ein super Album für Fans des seichten AOR. Wer auf eingängige Melodien, Synth-Teppiche und Herz(schmerz)-Texte steht, wird hier sehr glücklich werden. Auch wenn der Sound etwas flach ist und sich auch keine ultimative Überraschung auf dem Album versteckt, sind vor allem Songs wie „Cold As Ice“ und „Dangerous Love“ maximal unterhaltsam.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Cold As Ice
02. Everlasting
03. Dangerous Love
04. Lights Out
05. Amazing
06. To Be You
07. Glass Houses
08. Twelve-Step
09. Road To Ruin
10. Interstate Life

Lotta

ARRAYAN PATH – Dawn Of Aquarius

Band: Arrayan Path
Album: Dawn Of Aquarius
Spielzeit: 63:38 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: www.facebook.com/arrayanpath

Es stellt sich ein trauriges “Alter was?”-Gefühl ein, wenn man ARRAYAN PATH auf Facebook sucht und feststellen muss, dass diese fantastische Band nicht einmal auf dreitausend Likes kommt. In stiller Hoffnung, dass sich dies mit dem neusten Release der Herren aus Sizilien ändern möge, hier ein paar lobende Worte (kritisierende sind aber auch verdammt schwer zu finden):
1997 gegründet haben ARRAYAN PATH inzwischen drei Alben und zwei Demos veröffentlicht. “Age of Aquarius” kommt mit einer beachtlichen Spielzeit von über einer Stunde, verteilt auf 13 Songs daher, sauber produziert, mit unkonventioneller Hinduthematik und einer Prise Humor – und ist nicht wirklich als Standard-Power-Metal-Album identifizierbar.
Ein leicht progressiver Charakter ist den Songs nicht abzusprechen, offenbart sich jedoch nicht in wilden Taktwechseln und überdominanten Synths, sondern schlicht in der musikalischen Kreativität dieses auf ganz eigene Weise absolut großartigen Werks. Schon der Opener, der nach einem ruhigen Intro direkt mal eine ihresgleichen suchende Strophe auffährt und seinen Höhepunkt im ganz leicht schlageresken Refrain findet, zieht akut in seinen Bann.
Der folgende Track, “The Flower Born Of Itself”, kann diesen Refrain sogar noch überbieten (Ohrwurmgarantie) und punktet zudem mit seiner Rock’n’Roll-Attitüde während der Strophen. Derweil macht sich, so könnte man meinen, das anschließende “Dark Daughter Of The Snake” dezent über DISTURBED lustig.
“The Hundred Names Of Kali Ma” entpuppt sich als das absolute Highlight der Platte. Dieser Refrain, der zum Teil absolut, zum Teil so gar nicht powermetallig erscheint, die tolle Strophenmelodie, der übergänsehautige leicht gesprochen wirkende Gesang im Mittelteil, der unglaublich gekonnt in den überaus dramatischen Endpart übergeht… Was soll’s, hört Euch das selber an, man kann es eh nicht angemessen beschreiben.
Weiter geht’s mit “So It Shall Be Written”, einem verhältnismäßig klassischen Power-Metal-Song, der ebenfalls ins Ohr geht und im Solo fröhlich den letzten Basic-Synth-Sound auspackt, und mit “Dawn Of Aquarius”, dessen Refrain man am liebsten auf Dauerschleife stellen möchte.
Ist zumindest die zweite Hälfte des Albums etwas schwächer? Nein, auch nicht. Alleine der ruhige Anfangspart von “Cremation Ground” mit den hervorragenden Sangeskünsten von Frontmann Nicholas Leptos ist ein Grund, das Album blind zu kaufen, ebenso wie der orientalisch anmutende Chorus. Und auch die übergute Halbballade “Guardian Angel” (Erkennt da am Anfang noch jemand BRITNEYs “Hit Me Baby One More Time” wieder?) sowie das hurtige “The Eleventh Mantra” mit seinem in den Vocals überraschend tief angelegten Chorus und seinem schönen Solopart halten das Niveau des Albums ohne Probleme. Weitere euphorische Ausführungen fehlen nur deshalb, weil sie leider den Rahmen dieser Rezension sprengen würden.

Anspieltipps: “The Hundred Names Of Kali Ma”, “Guardian Angel”, “The Eleventh Mantra”, “The Flower Born Of Itself” – anschließend eigentlich der ganze Rest.

Fazit: Bands wie ARRAYAN PATH braucht der Metal. Die Truppe aus Zypern vereint toll komponierte, unkonventionelle Power-Metal-Melodien mit einer enormen Liebe zum Detail und Können auf spielerischer sowie kompositorischer Ebene. “Dawn Of Aquarius” bietet nicht das, was man erwartet, wenn man nach traditioneller Power-Metal-Kost sucht. Es bietet mehr, ein ungeheuer facettenreiches kleines Gesamtkunstwerk mit sehr eigenem Sound ohne erkennbare Makel, das von vorne bis hinten einfach nur Spaß macht. Gebt dieser Band ein wenig Aufmerksamkeit!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Equilibrium
02. The Flower Born Of Itself
03. Dark Daughter Of The Snake
04. The Hundred Names Of Kali Ma
05. So It Shall Be Written
06. She Who Is Primordial Wisdom
07. Dawn Of Aquarius
08. Cremation Grounds
09. Empress (Reality Of All The Threes)
10. Lotus Eyes
11. The Eleventh Mantra
12. Guardian Angel
13. Garland Of Skulls

Jannis

JACOBS MOOR – Self

Band: Jacobs Moor
Album: Self
Spielzeit: 60:03 min.
Stilrichtung: Power Thrash Metal
Plattenfirma: Bleeding Star Records
Veröffentlichung: 20.10.2017
Homepage: www.jacobsmoor.com

Oh je, ganz vergessen, JACOBS MOOR zu rezensieren. Nun, besser spät als nie widmen wir uns nun mal den fünf Österreichern, die uns bereits am 20.10. mit ihrem zweiten Album beehrt haben. Darauf bewegt man sich stilistisch irgendwo zwischen Thrash, Power, Progressive und Modern Metal und vereint das Ganze tatsächlich zu einem ziemlich harmonischen Gesamtsound. Hinsichtlich der Produktion lässt sich nicht viel meckern. Ein paar mehr Höhen wären schön gewesen, ansonsten klingt das Ganze jedoch durchaus druckvoll und man kann sich gerade hinsichtlich der Tatsache, dass die Band die Produktion selbst in die Hand nahm, überhaupt nicht beschweren.
Bei den einzelnen Songs lässt sich ein gewisses Schema erkennen, das über weite Teile des Albums kompromisslos verfolgt wird: eine Mischung aus unklarem und klarem Gesang, der etwas gewöhnungsbedürftig, dem Sound der Band jedoch durchaus dienlich ist. Dazu tendenziell melodische Refrains, ein Mix aus Midtempogedrumme und knatterndem Doppelbass, gerne garniert mit ein paar Blastbeats. Die Soli lassen selten zu wünschen übrig und die Ausflüge in progressivere Gefilde tun den Jungs aus Wien ebenfalls gut, gerade die kurze Prog-Eskalation im Mittelteil von “Delusion” sei hier lobend hervorgehoben.
Aus dem Schema brechen gerade die letzten zwei Songs aus, von denen ersterer überdurchschnittlich aggressiv, stellenweise beinahe black-metallisch anmutet, und letzterer als überlanger, streckenweise balladesker Track eh aus der Reihe fällt.
Macht das musikalische Konzept von JACOBS MOOR durchaus Spaß, so zeigt sich doch im Verlauf des Albums, dass etwas mehr Eigenständigkeit und Originalität die einzelnen Songs durchaus bereichert hätten. Denn innerhalb ihres speziellen Sounds agieren sie doch ein wenig zu brav, trauen sich oftmals zu wenig und hinterlassen nur als Gesamtkunstwerk einen bleibenden Eindruck. Natürlich, diverse Parts des Albums lassen sich während des Hörens absolut genießen. Der schön schrubbende Gitarrensound von “Watching Atrocities” zum Beispiel, die Gesangsharmonien im Chorus von “Distance”, der Breakdown der Geschwindigkeit im Prechorus von “Neglecting The Path Of The Sun”, um nur einige zu nennen.
Es ist ein gewisses Problem, dass sich JACOBS MOOR hinsichtlich der Findung ihres Stils so experimentierfreudig gezeigt, die Songs an sich aber mit recht wenigen Alleinstellungsmerkmalen versehen haben (von “Hopeless Endeavour” mal abgesehen). Dass sie das nötige Talent dafür hätten, zeigt sich gerade am finalen Track. Der Rest macht Spaß, hinterlässt aber kaum bleibende Eindrücke. Das ist aber nicht schlimm, wenn man beim Kauf von “Self” nicht unbedingt ein Album erwartet, das man sich konzentriert ohne jegliche Ablenkung abends am Kamin geben möchte.

Anspieltipps: “Hopeless Endeavour” und der Rest der etwas stärkeren zweiten Hälfte des Albums

Fazit: Doch, “Self” kann man schon echt machen. Unterhaltsam und stilistisch interessant ist JACOBS MOORs zweiter Longplayer geworden, professionell gespielt und ordentlich produziert. Der ganz große Wurf ist es leider nicht geworden, aber wer Modern-Metal-Melodien und progressive Einflüsse in seinem Geballer mag und sich nach dem neusten Streich von Anette Olzon doch mal wieder die Gehörgänge durchblasten möchte, der sollte hier durchaus mal ein, zwei Ohren riskieren!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. March Of The Flies
02. Watching Atrocities
03. The Absence Of Me
04. Self
05. Falling To Pieces
06. Distance
07. Neglecting The Path Of The Sun
08. Delusion
09. Hate Of A New Kind
10. Hopeless Endeavour

Jannis

BEAST IN BLACK – Berserker

Band: Beast in Black
Album: Berserker
Spielzeit: 43:23 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 03.11.2017
Homepage: www.beastinblack.com

BEAST IN BLACK ist die neue musikalische Spielwiese von Ex BATTLE BEAST Gründer/Gitarrist Anton Kabanen, der 2015 seine eigene Band verlassen musste. Kurzfristig kam der gute Anton bei den Metallern von WISDOM unter bevor ihn wieder das Fieber packte und er etwas neues, eigenes auf die Beine stellen wollte! Gesagt getan, BEAST IN BLACK waren geboren und er machte sich auf die Suche nach neuen Mitstreitern. Hier sind die bekanntesten Gesichter der Gitarrist Kasperi Heikkinen (Ex U.D.O, Ex AMBERIAN DAWN) sowie Sänger Yannis Papadopoulos der auch bei den Jungs von WARDRUM hinter dem Mikro steht.
Letztgenannter sagte mir zwar auch nicht so viel, was im nach hinein betrachtet eine absolute Bildungslücke war, aber man kann ja auch nicht alles kennen!
Wer die BATTLE BEAST Alben von und mit Anton kennt, dem dürfte schnell klar sein das auch seine neue Band BEAST IN BLACK nicht weit von deren musikalischen Ausrichtung entfernt sein dürfte, denn genauso wird uns der Newcomer angekündigt. Ach ja das man, genauso wie die ehemalige Band beim Branchenriesen Nuclear Blast Records unter Vertrag steht, dürfte somit auch kein Zufall sein.
Aber lassen wir mal alles Unken und konzentrieren uns mal ganz auf die dargebotene Mucke, die mit dem Opener und Bandtrack „Beast in Black“ seinen Anfang nimmt.
Um Gottes Willen was geht denn hier ab? Treibendes Drumming, ein markerschütternder Schrei von Fronter Yannis und ab geht die wilde Fahrt in den Midtempohimmel! Schnell wird klar hier haben wir BEATTLE BEAST 2.0 mit männlichen, mega geilen Gesang und mit ordentlich Keyboardunterstützung! Fans davon werden hier also bestens bedient, dafür sorgt auch der Ohrwurmchorus.
Beim folgenden „Blind and Frozen“ schaut man manchmal etwas ungläubig ob das alles Yannis singt? Aber ja es ist so! Teilweise sing er dermaßen zerbrechlich man glaubt hier erklingt eine weibliche Stimme. Ebenfalls eine absolute Ohrbombe das Stückchen!
Die nächsten Megakracher folgen mit „Blood of a Lion“, dem alles überstrahlenden und abwechslungsreichen „Born Again, „Zodd the Immortal“ und dem epischen „The Fifth Angel“ dann auf dem Fuße.
Nach dem sehr poppige Discoausrutscher „Crazy, Mad, Insane“ geht es direkt wieder in die Erfolgsspur und das Niveau bleibt bis zum Ende extrem hoch. Mit dem ruhigen, epischeren „Ghost in the Rain“ wird dann eine bockstarke Platte eines „Newcomers“ abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier greift ihr nirgends daneben! Alles!

Fazit :

Bis auf einen kleinen Ausrutscher haben wir es hier mit einer absoluten Hitansammlung und Ohrwürmern für alle Power Metalfans mit ordentlich Keyboardverträglichkeit vorliegen! BATTLE BEAST Maniacs müssen hier ebenfalls zuschlagen und wem das alles nicht reicht, der lausche einfach nur mal Fronter Yannis…der Junge hat es aber so was von drauf! Asche über mein Haupt das mir dieser Sänger bislang echt mit seiner Stammband WARDRUM durchgerutscht ist.
Eine Must Have Scheibe 2017 für die angesprochene Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Beast in Black
02. Blind and Frozen
03. Blood of a Lion
04. Born Again
05. Zodd the Immortal
06. The Fifth Angel
07. Crazy, Mad, Insane
08. Eternal Fire
09. End of the World
10. Ghost in the Rain

Julian

CROM – When Northmen Die

Band: Crom
Album: When Northmen Die
Spielzeit: 68:31 min
Stilrichtung: Epic/Viking Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 01.12.2017
Homepage: www.facebook.com/cromofficial

Walter „Crom“ Grosse veröffentlicht mit „When Northmen Die“ bereits das dritte Album seines Nebenprojekts CROM. Er ist ja den meisten als Mitglied von DARK FORTRESS bekannt.
Seit dem Debütalbum „Vengeance“ aus dem Jahre 2008 ist man bei Pure Steel Records unter Vertrag wo nun auch das neue Album erscheint. Geboten wird uns da drauf erneut Epic/Viking Metal im Stile der guten alten BATHORY und nachdem das letzte Album „Of Love & Death“ von 2011, eine Rezi dazu findet ihr übrigens hier bei uns, nicht durchgängig überzeugen konnte, war man gespannt ob das neue Werk wieder die Qualität des Debüts hat.
Mit dem Opener „Behold the Lights“ bekommen wir direkt mal den ersten tollen Track um die Ohren geblasen! Kraftvolle Drums mit epischen Riffs und Oh Oh Chören zaubern dem geneigten Fan direkt ein Lächeln aufs Gesicht. Eingängig bahnt man sich hier seinen Weg und zieht so direkt den Hörer auf seine Seite, ein schöner Einstieg!
Wesentlich ruhiger wird es dann zu Beginn beim folgenden „All Alone“ bevor auch hier die epische Schlagseite geballt einsetzt und erneut die Viking Metalchöre und Refrains das Zepter übernehmen, ebenfalls ein 1 A Track das Ganze hier.
Und auch das anschließende „Shields of Gold“ weiß absolut zu überzeugen! Erst sanft mit Gitarrenklängen und dann wieder brachial mit E Gitarre und ordentlich Schlagzeugwumms ballert die Nummer den Staub aus euren Boxen, das verspreche ich euch.
Tja und dann gibt es leider einen Qualitätsbruch zu verzeichnen…der Mittelteil ist nicht wirklich außergewöhnlich und plätschert so ziemlich dahin ohne groß zu glänzen! Am Ehesten überzeugen kann hier noch „I‘m With You“.
Und leider wird das Ganze auch im letzten Abschnitt erstmal nicht besser. Gute Standardkost wird uns hier zwar geboten, mehr aber auch nicht. Erst zum Ende hin haben wir mit „Sentenced to Death“ sowie dem Titeltrack „When Northmen Die“ wieder ein, zwei Kracher an Bord die die Scheibe dann etwas versöhnlich ausklingen lassen.

Anspieltipps:

Hier ragen ganz klar “Behold the Lights”, “All Alone”, “Shields of Gold” und “When Northmen Die” aus der grauen Masse hervor.

Fazit :

Ok, ganz so schlimm wie es sich jetzt insgesamt anhört ist die neue CROM Scheibe natürlich nicht! Aber es ist schon erstaunlich das eigentlich der gesamte Mittelteil ziemlich an einem vorbei rauscht ohne großartig hängen zu bleiben und erst auf den letzten Metern bekommt man nochmal ein wenig die Kurve!
Und da wir es hier mit 12 bzw. 13 Songs zu tun haben, sind das dann leider auch nicht nur ein, zwei Durchhänger.
Die vorhanden Hits reißen es dann aber noch wieder etwas raus. Das letzte Album war aber deutlich kompakter geraten!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Behold the Lights
02. All Alone
03. Shields of Gold
04. Dear Father
05. Betrayal
06. I‘m with You
07. Gods of Glory
08. One Step to the Lake below
09. Sentenced to Death
10. Rain
11. When Northmen Die
12. Farewell Song
13. The Millenium King (Bonustrack)

Julian

WILDNESS – s/t

Band: Wildness
Album: s/t
Spielzeit: 55:51 min
Stilrichtung: AOR/Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 24.11.2017
Homepage: www.facebook.com/wildnessofficial

Schon seit einiger Zeit fiebere ich diesem Release entgegen, und nun erfreuen uns die vier Schweden von WILDNESS endlich mit ihrem selbstbetitelten Debut-Album. Ursprünglich als Studioprojekt gestartet, kam im September 2015 die erste Single „Collide“ heraus, gefolgt von „Turning The Pages“ im Januar 2016. Kurz danach wurde AOR Heaven auf die Band aufmerksam und seitdem wurde fleißig am Album gearbeitet. Hilfe hatten sie dabei von Produzent Erik Wigelius (WIGELIUS, CARE OF NIGHT), in dessen Studio die Scheibe auch aufgenommen wurde, Co-Pruduzent war der bandeigene Drummer Erik Modin.
Mit den beiden ersten Songs „War Inside My Head“ und „Strangers“ zeigen gleich was WILDNESS bietet: melodischer 80er Hard Rock mit dem WIGELIUS Stempel ihres Produzenten und einer ordentlichen Portion Radiotauglichkeit. Ein paar reine AOR-Knaller gibt es in Form von „Your Last Romance“ und „Down In The City“ (auch wenn keiner der Songs komplett AOR frei ist…). Auf dem ganzen Album gibt es viele Elemente, die sich einem einfach ins Ohr fressen, wie z.B. der Chorus von „Alibi“, die Klaviermelodie von „Collide“, welches an W.E.T. erinnert, oder auch „Shadowland“ und „Turning The Pages“, die einen beide einfach nur mitreißen. Mit „Highlands“ und „Falling Down“ haben wir auch ein bisschen pussy-esques IRON MAIDEN dabei, was zusammen mit dem etwas härteren „Welcome The Night“ einen willkommenen Kick zwischendurch gibt. „The Flame“ ist dann noch der obligatorische Schmachtfetzen, der am Piano anfängt und sich dann dramatisch steigert.

Mit der ersten Platte von WILDNESS haben wir es mit eingängigstem Melodic Rock zu tun, der mal mehr in die härtere Richtung ausschlägt, mal mehr in AOR Richtung, dann mal wieder moderner, im nächsten Song wieder volle Möhre 80er. Einen Anspieltipp zu geben ist hier schwer, es ist ein tolles Album mit vielen empfehlenswerten Songs. In meinem Fall wären das „Collide“, „Highlands“ und „Turning The Pages“. Freunde der skandinavischen melodic Szene rund um ECLIPSE, WIGELIUS, ONE DESIRE, WORK OF ART uvm. werden sich über dieses Album bestimmt genauso freuen wie ich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. War Inside My Head
02. Stranger
03. Shadowland
04. Alibi
05. Collide
06. Highlands
07. Your Last Romance
08. Down In The City
09. Falling Down
10. The Flame
11. Welcome The Night
12. Turning The Pages

Lotta

BLAZON STONE – Down In The Dark

Band: Blazon Stone
Album: Down In The Dark
Spielzeit: 43:35 min.
Stilrichtung: Pirate Metal
Plattenfirma: Stormspell Records
Veröffentlichung: 05.09.2017
Homepage: www.facebook.com/rockarollasmetal

True Somalian Power Metal made in Sweden. Das sind BLAZON STONE, eine der Bands von Cederick Forsberg, der seit einigen Jahren auf respektablem Niveau mit verschiedenen Bands im Underground umherschippert.
Der Bandname erinnert leicht an das sechste RUNNING-WILD-Album, das Artwork erinnert leicht an RUNNING WILD und schon das Intro des vierten Longplayers der Band bestätigt mit seinem redundanten, langsam intensiver werdenden und von einer wunderbaren W*chsgitarrenmelodie getriebenen Art diesen Einfluss. Die Produktion ebenso.
Störend ist das allerdings nicht, denn was BLAZON STONE auf “Down In The Dark” zum Besten geben, ist erstklassiger melodischer Pirate Metal mit einer derartigen Menge an Spielfreude, dass man davon ausgehen muss, dass diese von 90 Prozent aller aktuell veröffentlichenden Bands erbarmunglos geraubt wurde. Bereits “Into Victory”, der erste richtige Song, treibt sich gnadenlos in jeden Gehörgang, versinkt trotz verhältnismäßig viel Dur nicht in lauwarmen Power-Metal-Kitsch-Gewässern und macht, salopp formuliert, nur Bock.
“Hanged Drawn And Quartered” rudert in bangbarem Midtempo daher, inklusive klassischem Metal-Refrain, der zum Mitgrölen einlädt und göttlich in den anschließenden Gitarrenpart überzugehen weiß. Nach dem folgenden “Eagle Warriors” (Och Leute, bitte), bei dem sich Freude einstellt, weil selbst dieser Song als einer der schwächeren noch ordentlich Spaß macht, kommt dann der mit knapp sechs Minuten längete Track des Albums. “Tavern Of The Damned” ist für Metaller unter 30 zum Mitbangen geeignet und punktet vor allem durch seine Melodien. Wenn selbst der Prechorus schon potenzielles Chorus-Material darstellt, kann man eben nicht anders, als auf Kritik praktisch vollständig zu verzichten. Und sonst? “Merciless Pirate King” kommt im Speed-Metal-Gewand daher, ebenfalls äußerst melodiefixiert und mit herrlich schwachsinnigem “Merciless Merciless Pirate King, Öy”-Chorus, “Rock Out!” ist der obligatorische Rock-Huldigungs-Track und “Bloody Inquisition” wirft die Frage auf, seit wann Piratenschiffe mit Nitro ausgestattet sind. Zu guter Letzt gibt es dann mit “Captain Of The Wild” noch eine geschwinde Piratenversion von “Breaking The Law” in Dur. Inklusive promillekompatiblem Refrain. Inklusive geilem Solopart. Wer danach noch schlechte Laune hat, der sollte darüber nachdenken, sich die Kanonenkugel zu geben.

Anspieltipps:
“Into Victory”, “Hanged Drawn And Quartered”, “Tavern Of The Damned” und “Captain Of The Damned”

Fazit:
Zu viele Köche verderben den Brei. Das hinter diesem Sprichwort Wahrheit steckt, beweisen BLAZON STONE, wenn sie als Zwei-Mann-Crew ein Album auf den Markt werfen, das nicht nur gut produziert und mit Talent gespielt ist, sondern in sich so enorm plausibel klingt, wie es “Down In The Dark” nun einmal tut. Jedes Riff, jeder Fill-In, jede kleine Gitarrenspielerei fügt sich wunderbar in das Konzept des jeweiligen Songs ein. Zum Ende des Jahres haben es BLAZON STONE noch eben so mit Leichtigkeit fertig gebracht, sich dank ihres Gespürs für wunderbare Pirate-Metal-Melodien, ihres kompositorischen und spielerischen Talents und ihrer unüberhörbaren Freude an dem, was sie tun, als Pirate-Metal-Band des Jahres zu bewerben. Yo fuckin‘ ho!

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Galleon’s Departure
02. Into Victory
03. Down In The Dark
04. Hanged Drawn And Quartered
05. Eagle Warriors
06. Tavern Of The Damned
07. Merciless Pirate King
08. Watery Graves
09. Rock Out!
10. 1478
11. Bloody Inquisition
12. Captain Of The Wild

Jannis