MOTHER ROAD – II

Band: Mother Road
Album: II
Spielzeit: 44:23 min
Stilrichtung: Bluesy Hard Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.facebook.com/themotherroad

 

Mother Road wurden 2013 gegründet und veröffentlichen im Februar ihr zweites Album, dass erste hatte ich bis jetzt noch nicht auf dem Radar aber dies ändert sich. MR benannten sich nach der legendären US Straße der Route 66, und so legandär diese Route ist so hört sich das gebotene Material an, Bluesy Hard Rock eingängig, melodiös, hart, bluesy wie aus dem tiefsten Süden der Staaten mit starken Vocals. Mit an Board sind am Mikro Keith Slack (STEELHOUSE LANE, MSG), Chris Lyne (SOUL DOCTOR) an der Gitarre, Barry Sparks (DOKKEN, MSG, TED NUGENT) und Zacky Tsoulas (SOUL DOCTOR) am Schlagzeug.

Wie oben schon geschrieben wird Bluesy Hard Rock von der Leine gelassen der laut Label irgendwo zwischen FREE, BAD COMPANY, HUMBLE PIE und JOE BONAMASSA liegt. Ich würde noch WHITESNAKE, sehr bluesige BURNING RAIN und eine kleine Prise THUNDER dazu nennen, Keith Slack hört sich hier an wie eine Mischung aus Ron Keel, Steve Newman, David Reece und Keith St. John was sehr gut mit dem Gesamtsound harmoniert. Die Songs hören sich durch die Blusenote sehr schwermütig und schleppend an aber dabei sehr eingängig und melodiös. Wie in etwa die Vergleiche, können nebenbei noch voll und ganz überzeigen und zaubern ein Dauergrinsen ins Gesicht.

Das erste Ausrufezeichen setzt “Fools Gold” schnell, stark, eingängig und intensiv wie eine Dampflok die mit Volldampf durch den Wilden Westen heizt, ein Testosteron Monster. “Sticks And Stones” geht es langsamer an aber keinen Deut schlechter als der Vorgänger, “Spread It All Around” ein Sumpfblueser der Spietzenklasse. “Matter Of Time” genial wie die Gitarre mit den Riffs aus den Boxen faucht, “Without You” ein schwermütiger langsamer Song man spürt regelrecht den Herzschmerz. “Side To Side” nimmt wieder unter Volldampf fahrt auf und faucht Riff um Riff aus den Boxen, “Cold Heat” kommt zu funky rüber, nicht wirklcih mein Fall. “Ain’t Got The Blues” beste langsame Blues kost, “The One You Keep” geht wieder voll ab stark. “Southland” setzt die Schlussnote ein gute Laune Blueser.

Fazit:

Ein starkes Langeisen, mit nur einem Durchhänger welches MR eingezimmert haben, gehört mit Sicherheit zu den besseren Blusescheiben, mit einem Sänger der eine dreckige Note nach der Anderen aus den Stimmbändern läst. Ich vergebe eine 9 für diesen fauchenden Rundling.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fools Gold
02. Sticks And Stones
03. Spread It All Around
04. Matter Of Time
05. Without You
06. Side To Side
07. Cold Heat
08. Ain’t Got The Blues
09. The One You Keep
10. Southland

Helmut

DAMN YANKEES – Don’t Tread (Re-Release)

Band: Damn Yankees
Album: Don’t Tread (Re-Release)
Spielzeit: 62:27 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: /
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Das Debüt der DAMN YANKEES aus dem Jahr 1990 gilt heute zurecht als ein Klassiker des melodischen Hardrocks. Was ich anlässlich des Re-releases zu jenem Album sagte, gilt natürlich auch weiterhin: die Truppe um das Front-Doppel Jack Blades und Tommy Shaw kombinierte großes Können im Songwriting mit handwerklicher Finesse und, dank der top Produktion von Ron Nevison (Mix von Chris Lord-Alge), ein für das breite (MTV) Publikum abgeschmecktes Klangerlebnis.

Während der Erstling einschlagenden Erfolg hatte, ging die Chose leider schon mit Album Nummero Zwo den Berg runter – warum? Dazu gibt es in dem wie immer sehr informativen und interessant zu lesenden Booklet der vorliegenden Rock Candy Ausgabe eine Menge Hintergrundinfo. An den Songs hat es wohl eher weniger gelegen, denn die laufen auch auf „Don’t Tread“ gewohnt flüssig rein. Vielleicht war es das dann doch sehr formelhafte Herangehen (die, zugegeben ziemlich famose, Ballade „Where You Goin‘ Now“ ist quasi ein „High enough 2.0“), dass den Aha-Effekt des Erstlings nun verpuffen ließ, denn das erprobte Erfolgsrezept wurde nur marginal verändert. Bei dem treibenden Opener/Titeltrack „Don’t Tread on Me“ schmieren die Riffs das Butter gleich doppelt aufs Brot, „Fifteen Minutes of Fame“ steht dem in nichts nach und der Rest der Songs ist ebenfalls starke Wahre. Im direkten Vergleich zum übergroßen Vorgänger ist das alles aber nicht mehr ganz so zwingend. Und auch wenn die Jungs gewohnt zuverlässig ablieferten, so war der Zug ganz offensichtlich in der Zwischenzeit schon wieder abgefahren. Dass das Plattenlabel den DAMN YANKEES zum Ende hin gar einen Riesenbatzen Geld bezahlte damit sie das geplante dritte Album gar nicht erst einspielten, zeigt im Rückblick wie stark sich das Business und der Musikgeschmack in Windeseile gewandelt hatten. Den Jungs ist es seitdem ja nicht schlecht ergangen (den meisten zumindest). Von der Truppe hätte man aber noch gerne mehr gehört.

Wer das Debüt der DAMN YANKEES im Schrank und damit seinen Spaß hat, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Perfekt produzierter US Hardrock mit den dazugehörigen Dicke-Hose Riffs und großmäuligen Texten – was kann da schon schiefgehen? Wie immer bieten Rock Candy Records in der Neuauflage einen echten Mehrwert (gute Linernotes, 2 Live/Bonus Tracks in guter Qualität sowie ein, in diesem Fall überflüssiges, Remastering). Alles in allem gut angelegtes Geld.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Don’t Tread on Me
02. Fifteen Minutes of Fame
03. Where You Goin‘ Now
04. Dirty Dog
05. Mister Please
06. Silence Is Broken
07. Firefly
08. Someone to Believe
09. This Side of Hell
10. Double Coyote
11. Uprising
12. Where You Goin‘ Now (Live) (Bonus Track)
13. High enough (Live) (Bonus Track)

Mario

VOODOO CIRCLE – Locked & Loaded

Band: Voodoo Circle
Album: Locked & Loaded
Spielzeit: 52:22 min
Stilrichtung: Heavy/Classic Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.facebook.com/voodoocircle

Im Hause VOODOO CIRCLE gibt es einen musikalischen Neustart zu vermelden! Nach dem das letzte Album „Raised on Rock“ mit Herbie Langhans einen neuen Fronter und eine etwas variablere und auch vielleicht metallischere Ausrichtung zu bieten hatte, heißt es nun wieder alles auf Anfang!
Denn auf dem neuen, sechsten, Album „Locked & Loaded“ ist die Mannschaft des zweiten Albums „Broken Heart Syndrome“ wieder zurück.
Nicht nur Schlagzeuger Markus Kullmann gibt sein Comeback, nein auch Urfronter David Readman ist wieder zurück und somit dürfte klar sein das die neue Scheibe wieder ganz klar in Richtung Classic Rock geht.
Mastermind Alex Beyrodt meint sogar das das Album spürbare LED ZEPPLIN und WHITESNAKE Vipes hat.
Na, lassen wir uns mal überraschen und horchen direkt in den Opener „Flesh & Bone“ rein. Und hier geht aber mal so direkt die Post ab das es einen direkt die Freudentränen ins Gesicht treibt! Ein geiler, melodischer Midtemposong der sofort sitzt und einem zum Mitgehen animiert. Wunderbar!
Mit „Wasting Time“ im Anschluss wird gnadenlos weiter gegroovt und gerockt, hört euch nur mal den genialen Chorus an, bevor dann mit „Magic Woman Chile“ und dem Titeltrack „Locked & Loaded“ aber mal so richtig erstklassiges WHITESNAKE und Classic/Heavy Rock Feeling aufkommt.
Man merkt direkt das sich David Readman hier zu 1000 % wohlfühlt. Ein genialer, erstklassiger Doppelpack!
Aber auch im Mittelteil fällt die Qualität zu keiner Zeit so wirklich ab und egal ob es das locker flockige „Devil with an Angel Smile“, das rockige, und erneut mit ordentlichen WHITESNAKE Vipes ausgestattete, „Straight for the Heart“ oder das langsame, gefühlvolle „Eyes Full of Tears“ist, alles ist hier wirklich Classic/Heavy Rock oberster Güte und Qualität.
Aber vier Songs bleiben ja noch übrig, kommt hier nun der Einbruch? Nein es bleibt erstklassig und qualitativ absolut hochwertig bis zum Schluss!
Insgesamt gibt es wirklich keinen einzigen Stinker zu vermelden und man kann den Mannen von VOODOO CIRCLE nur zu diesem neuen Album gratulieren!

Anspieltipps:

Hier könnt ihr hin greifen wo ihr wollt, alles ist genial!

Fazit :

Puh! Also ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber nicht das Alex Beyrodt und Co so erstklassig und vor allem so Classic Rock orientiert wieder zurückkommen!
Das letzte Album mit Sänger Herbie Langhans hat mir auch gut gefallen und ich mag Herbie absolut, aber ganz klar bei dem hier vorherrschenden Classic Rock der Marke WHITESNAKE passt niemand so gut wie David Readman! Alles wirkt hier wie aus einem Guss und es kommt nie wirklich Langeweile auf.
Ein sehr frühes Highlight für alle Fans des Genres, alles andere als die Höchstnote wäre hier eine Beleidigung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Flesh & Bone
02. Wasting Time
03. Magic Woman Chile
04. Locked & Loaded
05. Devil with an Angel Smile
06. Straight for the Heart
07. Eyes Full of Tears
08. Devil`s Cross
09. Trouble in the Midnight
10. This Song is for You
11. Children of the Revolution

Video zu “Locked & Loaded”:

Julian

FIREFORCE – Rage of War

Band: Fireforce
Album: Rage of War
Spielzeit: 59:20 min
Stilrichtung: Power Metaller
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records
Veröffentlichung: 15.02.2021
Homepage: www.facebook.com/Fireforceband

Satte vier Jahre sind vergangen seit dem letzten Album „Annihilate the Evil“ von den belgischen Heavy/Power Metaller von FIREFORCE. Dies war das letzte Album mit dem Urfronter Fillip Lemmens. Dieser wurde zwischenzeitlich vom bekannten Fronter Soren Adamsen ersetzt (ohne Albumeinsatz), der aber mittlerweile schon wieder Geschichte ist.
Denn auf dem neuen, vierten Album mit dem klangvollen Namen „Rage of War“ steht Matt „Hawk“ Asselberghs hinter dem Mirko und bedient gleichzeitig die Gitarre. Ansonsten ist die Mannschaft aber unverändert und besteht nach wie vor aus Gründer Erwin Suetens (Gitarre), Serge Bastaens (Bass) und Christophe De Combe (Schlagzeug).
Auch musikalisch hat sich nichts bei den Jungs geändert, geboten wird nach wie vor Heavy/Power Metal der textlich immer wieder von kriegerischen Ereignissen der Jahrhunderte handelt.
Als Opener bekommen wir direkt den Titeltrack „Rage of War“ auf die Ohren. Knallharte Doublebassdrums und ein sattes Riffing erwarten uns direkt zu Beginn! Der neue Fronter Matt hat ein schön raues und ausdrucksstarkes Organ welches super zur Mucke der Jungs passt. Der Song knallt sehr ordentlich und ist zu Recht als Titeltrack und Opener ausgewählt worden. Ein sehr starker Beginn!
Auch das anschließende „March or Die“ lässt sich absolut hören und kann direkt begeistern! Es ist zwar wesentlich langsamer als der Opener, erzeugt aber seine ganz eigene Dynamik und ist ein Midtempostampfer vor dem Herrn.
„Ram it“ im Anschluss ist eher Standardmetal und das folgende „Firepanzer“ kann irgendwie auch nicht komplett begeistern. Sehr nervig ist irgendwie der Chorus mit dem extrem hohen Gekreische von Matt, das geht auf Dauer echt an die Substanz!
Richtig in die Vollen und in die Hitränge geht es dann wieder mit dem epischen „Forever in Time“ welches die Band auch mal von der Nicht Vollgas Seite zeigt, die ihnen auch sehr gut zu Gesicht steht!
In die gleiche epische Kerbe schlägt dann auch „Army of Ghosts“ welches sich ebenfalls recht schnell auf unserer Hitliste wiederfindet.
Im letzten Abschnitt der Scheibe, auf der einige exklusive Songs von CD oder LP zu finden sind, gibt es ebenfalls noch die ein oder andere Perle zu entdecken.
Hierzu zählen auf jeden Fall „A Price to Pay“, „From Scout to Liberator“ und das abschließende „Tales of the Desert King“.

Anspieltipps:

„Rage of War“, „March or Die“, „Forever in Time“, „Army of Ghosts“ und „Tales of the Desert King“

Fazit :

Auf ihrem neuen Album haben FIREFORCE auf jeden Fall einiges richtig gemacht! Das fängt vor allem schon mal mit der Wahl des neuen Sängers Matt an, geht über die kraftvolle Produktion und endet bei den klasse Hits, die man an Bord hat.
Zwar zünden nicht alle Songs direkt und dauerhaft, aber insgesamt kann man hier von einer absolut empfehlenswerten Leistung sprechen die auf jeden Fall Band und Genrefans zufrieden stellen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rage of War
02. March or Die
03. Ram it
04. Firepanzer
05. Running
06. Forever in Time
07. 108 – 118
08. Army of Ghosts
09. Rats in a Maze (CD exclusive)
10. A Price to Pay (CD exclusive)
11. From Scout to Liberator
12. Blood Judge (CD exclusive)
13. Tales of the Desert King (Vinyl exclusive)

Video zu “Ram it”:

Julian

JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE – American Amadeus

Band: John Diva & The Rockets Of Love
Album: American Amadeus
Spielzeit: 46:43 min
Stilrichtung: Melodic Gute Laune Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.johndiva.com

 

Der schrille Truppe um John Diva ist mit neuem Album und gleicher Besetzung nach zwei Jahren zurück. Mit dabei wie schon auf dem Debüt John Diva als Stimmakrobat, Snake Rocket und J.J. Love am Griffbrett der Stromgitarre, Remmie Martin am Bass und Lee Stingray jr. am Schlagzeug.

Die Auslegung des Sounds hat sich nicht geändert, hier wird weiter gemacht wo das Debüt aufgehört hat, es wird drauf los gerockt und rollt als wenn es keinen Morgen geben würde. Hier regiert 80s Like Melodischer Hard Rock mit leichter Glamnote und eindeutig zweideutigen Texten, bei all dem noch gute Laune verbreitend. Die Stimme von John erinnert mich an Bo Lindmark von DALTON, der Sound erinnert in manchen Momenten an WHITESNAKE ohne Blues Anteil, VAN HALEN, DEF LEPPARD oder KISS.

Den Anfang macht “Voodoo, Sex & Vampires” ein energiegeladener schneller Rocker, gefolgt von “American Amadeus” mit Klassikanspielungen im Song, sehr gut Umgesetzt für jede Party geeignet. “Soldier Of Love” könnte von der Schlange sein genauso eingängig und stark ausgeführt und bestens für die Bühne geeignet, “Bling Bling Marilyn” ist eingängig wie Sau für jede Party und Disco mit Mitgrölrefrain simpel aber hängen bleibend. “Champagne On Mars” ein guter Classic Rocker, “Weekend For A Lifetrime” ein geiler Song für die Überholspur. “Karmageddon” eine saugute Ballade, “Waysted (In Babylon)” braucht einige Durchläufe. “Movin‘ Back To Paradise” ein lässiger Easy Listening Song, mit “Drip Drip Baby” kann ich nichts anfangen. “This Is Rock N‘ Roll” geiler Rocker erinnert an die LEPPS mit BEATTLES flair, “2 Hearts” setzt den Schlußpunkt eine gute Akustikballade.

Fazit:

Nichts Neues aber dafür Altes auf den Punkt und verdammt geil rübergebracht, der ideale Soundtrack für eine 80er Party bekommt von mir eine Wertung von 9 Sternen. Tracks 13 – 15 befinden sich nur auf Vinyl und leider nicht unter dem Promomaterial.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Voodoo, Sex & Vampires
02. American Amadeus
03. Soldier Of Love
04. Bling Bling Mailyn
05. Champagne On Mars
06. Weekend For A Lifetime
07. Karmageddon
08. Wasted (In Babylon)
09. Movin‘ Back To Paradise
10. Drip Drip Baby
11. This Is Rock ‚N‘ Roll
12. 2 Hearts
13. Star Of Rock (Vinyl Bonustrack)
14. Blonde! Black” Red! Brunette! (Vinyl Bonustrack)
15. American Amadeus (Orchester Version / Vinyl Bonustrack)

Helmut

WINTERAGE – The Inherence Of Beauty

Band: Winterage
Album: The Inherence Of Beauty
Spielzeit: 63:21 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.facebook.com/winterage

Es gibt, grob vereinfacht ausgedrückt, zwei Arten von Symphonic-Power-Metal-Bands: die, die auf mehr oder weniger realistische Orchester-Samples zurückgreifen und am Mischpult einen Gänsehaut-Button haben, und die, die in ihre Alben massiv mehr Arbeit hineinstecken, um ein besseres Resultat zu erzielen, obgleich das zusätzliche Maß an Arbeit sich in den Augen des ein oder anderen vielleicht nicht lohnen würde. Damit mag der ein oder andere jedoch falsch liegen, wie an Alben wie WINTERAGEs “The Inherence Of Beauty” deutlich wird.
Daher erstmal zu dem, was am zweiten Longplayer der Italiener objektiv geil ist. Das ist zuallererst der nicht bemängelbare Sound. Das ist des weiteren die Bedienung der Instrumente und der Einsatz der Solo-Vocals: Sänger Daniele Barbossa hat eine klare und powermetallige Stimme, die wie angegossen zur Musik passt. Vittoria Leoni kommt als Solo-Sopranistin dazu und klingt schwer nach professioneller Ausbildung, lediglich die unklaren Vocals im letzten Track wirken deplatziert.
Dann ist da die Truppe an Beteiligten: Neben der Band wäre da ein 21köpfiges Orchester, drei Folk-Musiker und um die 15 Chorleute. Gut, man hat in der Vergangenheit auch schon wesentlich dickere Orchester und Chöre auf Metalalben gehört, aber gerade die Übersichtlichkeit macht einen absoluten Reiz auf “TIOB” aus. Denn die Platte klingt trotz absoluter Symphonic-Power-Metalligkeit kaum überladen, rückt stattdessen immer wieder einzelne klassische Instrumente in den Vordergrund und verwendet Orchester und Chor letztendlich so, wie man es tun sollte: nicht nur als Klangteppich und unter Ausreizung aller Facetten (alleine schon ein paralleler Einsatz eines kleinen Männer- und eines kleinen Frauenchors mit Lyrics abseits von pseudo-lateinischen Lautäußerungen ist auch im Symphonic Power Metal eher die Ausnahme, obwohl es echt scheißgut kommt). Auch die Melodien, so genrekompatibel sie doch sein mögen, entsprechen nicht dem Klischee-Standard, versuchen sich oft erfolgreich an Eigenständigkeit. Und damit ist “TIOB” schonmal ein Album, das bei mir harte Sympathiepunkte einfährt, denn mit starken und außergewöhnlichen Kompositionen und liebevollen Arrangements steht und fällt ein solcher Release.
Wichtig zu erwähnen: die deutliche Folk-Schlagseite des Albums. Das kann man mögen oder nicht mögen, insbesondere den Einsatz einer Geige als festen Bandbestandteil. Ich mag’s weniger, würde es aber mögen, wenn ich weniger Folk-Abneigungen hätte, denn auch die folkigeren Parts fallen an sich sehr überzeugend und nicht allzu Thekenmädchen-lastig aus. Kein Abzug dafür, ebenfalls kein Abzug für die kitschige Thematik des Albums, die man im Power Metal halt erwarten muss (The inheritance of real beauty is hidden in the essence of human beings und so – Kübel bereitstellen, wer auf sowas allergisch reagiert). Punkteabzug allerdings guten Gewissens für “The Toymaker”. Als 16minüter wirkt das Ding erstmal verlockend, besteht aber aus minutenlangem Disney-Narrator-Gerede der übelsten Sorte, aus leichtgängig-nervigem Musical-Gedönse und einigen anderen Fehlgriffen. Lobenswert daran ist hauptsächlich, dass man es geschafft hat, 95% aller schlechten Ideen in einem Lied zu konzentrieren, das hält das hohe Niveau der restlichen immerhin mehr als 45 Minuten Spieldauer hoch.

Fazit:
Abgesehen von dem Track ist “TIOB” ein Album, das man Freunden orchestralen Power Metals mit Folk-Faible bedenkenlos empfehlen kann, denn in dieser Genre-Kombination machen WINTERAGE echt alles richtig; angefangen schon beim liebevoll komponierten Intro, das tatsächlich mal seine Existenzberechtigung im Kontext des restlichen Albums hat. WNTERAGE demonstrieren jedenfalls eindrucksvoll, was für ein Ergebnis man auch (und vielleicht gerade) mit einem kleineren, aber dafür echten Orchester erzielen kann, wenn man ambitioniert ist, auch in Sachen Songwriting nicht immer nur die selben ausgelatschten Pfade zu betreten. Kleine Band, großes Ding!

Anspieltipps:
“Chain Of Heaven”, “Oblivion Day” und “Orpheus And Eurydice”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ouverture
02. The Inheritance Of Beauty
03. The Wisdom Of Us
04. Of Heroes And Wonders
05. The Mutineers
06. Orpheus And Eurydice
07. Chain Of Heaven
08. La Morte Di Venere
09. Oblivion Day
10. The Amazing Toymaker

Jannis

MEDJAY – Sandstorm

Band: Medjay
Album: Sandstorm
Spielzeit: 37:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Voice Records
Veröffentlichung: 21.09.2020
Homepage: www.medjayofficial.com

Mit „Sandstorm“ haben wir das erste Lebenszeichen der brasilianischen Power Metaller von MEDJAY nun auf unserem Rezensiontisch.
Die Jungs gründeten sich 2019 mit dem Ziel Power Metal mit einer ordentlichen Prise ägyptischer Mythologie zu kreieren.
Denn der Bassist und Gründer Samuka ist passionierter Historiker und fasziniert von der ägyptischen Mythologie und Geschichte.
Nach dem die Band sich personell gefunden hatte, unter anderem ist Phil Lima am Gesang und der Lead Gitarre zu hören, schrieb man die nun auf der EP befindlichen Songs und wollte eigentlich auch mit den Jungs von AMORED DAWN auf Tour gehen. Dieses Vorhaben machte aber die uns aktuell noch plagende Pandemie zunichte!
Nun lauschen wir aber direkt mal in den Openersong „Egyptian Beast“ rein der nur ein überlanges stimmungsvolles Intro geworden ist welches wunderbar in die Geschichte einleitet.
Der Bandtrack „Medjay“ weiß dann direkt durch seine erdige Umsetzung zu gefallen. Mit dem Gesang kommt man auch wunderbar klar, ist nicht zu hoch, nicht zu tief. Ein sehr gelungener Track direkt zum Einstieg!
Die nächsten beiden Tracks „Death in the House of Horus“ und „Revenge of Horus“ sind dann zwar sehr unterschiedlich vom Stil her, beiden fehlt aber irgendwie das gewisse Etwas um dauerhaft zu glänzen.
Aber das was man bei den letzten Tracks vermisst hat, hat man bei den drei folgenden Songs zu genüge!
„Rise for Glory“ ist schön melodisch gehalten, „Sandstorm“ geht ebenfalls gut nach vorne und kann vor allem im melodischen Chorus absolut überzeugen und „Lady of the Nile“ ist eine tolle Ballade die einen in eine andere Welt mitnimmt. Sehr schöner, runder Abschnitt der EP.
Als Abschluss hat man sich mit „Violate“ einen ICED EARTH Song ausgesucht der zwar gut umgesetzt ist, aber nicht wirklich zum bisherigen musikalischen passt!

Anspieltipps:

„Medjay“, „Rise for Glory“, „Sandstorm“ und „Lady of the Nile“

Fazit :

Na da kommt zum Jahresende nochmal eine schöne, starke Überraschung in Form dieser Debüt EP! Die Jungs von MEDJAY haben einen tollen Stil und die Anspieltipps zeigen das man in der Lage ist klasse Songs zu schreiben.Checkt die Truppe auf jeden Fall mal an.
Bin gespannt was man von der Band noch hören wird, bem feito MEDJAY!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Egyptian Beast
02. Medjay
03. Death in the House of Horus
04. Revenge of Horus
05. Rise for Glory
06. Sandstorm
07. Lady of the Nile
08. Violate (Iced Earth Tribute)

Video zu “Sandstorm”:

Julian

PAIN OF SALVATION – The Perfect Element, Pt. I (Anniversary Mix 2020)

Band: Pain of Salvation
Album: The Perfect Element, Pt. I (Anniversary Mix 2020)
Spielzeit: 76:22 min / 30:58 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.painofsalvation.com

Im langen Schaffen der schwedischen Prog-Metal Institution PAIN OF SALVATION nimmt das 3. Album „The Perfect Element, Pt. I“ einen besonderen Stellenwert ein. Und wie das ähnlich wichtige Album „Remedy Lane“ wurde dem Band Klassiker nun zum 20ten Jubiläum eine Frischzellenkur in Form eines Remixes spendiert. Auf das Album an sich brauchen wir hier nicht lange eingehen – die Mischung aus eindringlichen und gleichermaßen epischen wie hart rockenden Prog Kolossen ist auch 20 Jahre nach Ihrer Veröffentlichung ein Meilenstein in der Diskographie der Band und dürfte dem eingeweihten Fan durch und durch bekannt sein.

Daher interessiert den Kaufinteressenten wohl eher die Frage, ob die vorliegenden Neu/Jubiläumsausgabe genug Mehrwert bietet um sich das Ganze (nochmals) in die Vitrine zu stellen. Nach mehrmaligem Durchhören muss ich dazu wohl sagen – jein. Zwar wurde das Album an sich um einen zusätzlichen Track ergänzt (ein „Epilogue“ der das Gehörte atmosphärisch abschmeckt ) und oben drauf gibt es noch eine Handvoll gute Live bzw. Bonus Tracks zu hören. Der eigentliche Kaufanreiz dürfte aber der Remix sein. Und hier finde ich persönlich, dass dieser das Album nur unwesentlich aufwertet – denn einen schon im original mehr als ordentlichen Mix kann man auch nur begrenzt verbessern (hier in Nuancen, die gewisse vorher ungehörte Details herausschälen, das Gesamtbild etwas kompakter, aber nicht unbedingt besser machen). Eine audiophile Offenbarung ist das Album durch den Remix nicht geworden. Nun ja, ich kann verstehen, dass die Band nochmals Hand anlegen wollte – das liegt wohl in der Natur der Sache. Aber nötig war das nicht unbedingt.

Das als 2CD Digipak, digitales Album sowie Gatefold 2LP Vinyl erhältliche Paket ist natürlich auch in der vorliegenden Variante ein absolutes Sahnestück, und wer das Album noch nicht besitzt macht natürlich absolut nichts falsch wenn er zu der Neuauflage, anstatt zu der original Version greift. Wer das Teil berets im Schrank hat, sollte sich aber ein paar Hörproben anhören um abzuschätzen, ob der neue Klang und die Bonustracks das Geld wert sind. Gutes Re-Release, aber nicht spektakulär.

WERTUNG: (keine Wertung)

Trackliste:

01. Used
02. In the Flesh
03. Ashes
04. Morning on Earth
05. Idioglossia
06. Her Voices
07. Dedication
08. King of Loss
09. Reconciliation
10. Song for the Innocent
11. Falling
12. The Perfect Elemen
13. Epilogue (Bonus Track)

Bonus CD:

01. Used (Live 2018)
02. Ashes (Live 2017)
03. Falling (Live 2018)
04. The Perfect Element (Live 2018)
05. Her Voices (and only that)
06. Absolute Kromata
07. Ashes [your language here]

Mario

VIPER QUEEN – Surrender to the Bite

Band: Viper Queen
Album: Surrender To The Bite
Spielzeit: 26:01 min
Stilrichtung: 80’s Hard Rock/Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 16.12.2020
Homepage: www.facebook.com/ViperQueenOfficial

Sie sind jung, wild und enthusiastisch: VIPER QUEEN aus München. Wenn mein Kollege Stefan mich gleich anruft und sagt: „Da müssen wir ‘ne Rezi machen“. Und ein Szene Kenner wie der bekannte Danny Keck (Moderator bei Radio Gong und Bassist bei Torpëdo) auf Facebook VIPER QUEEN für gut befindet, dann muss ich doch mal tätig werden. Also schnell mal die Jungs kontaktiert um ein bisschen mehr zu herauszufinden. Gegründet wurden VIPER QUEEN nach einem gemütlichen Trink- und Musikabend im März 2019 (so soll es sein). Die aktuelle Besetzung mit den geilen Namen Mosi Hollywood (v.), Tommy Dee (d.), Säsch Vegas (b.), Michael Wolf (g.) und Gastmusiker Lexx Lightning (g.) lassen ein wenig erahnen, in welche Richtung es geht. 80er Jahre Hard Rock/Metal ist angesagt. Mit passenden Outfits, angelegt an den Stil ihrer Vorbilder, einem feinen Oldschool Coverartwork und der Debüt EP, die im Flatliners Studio (Bonfire) gemixt und gemastert wurde, kann es jetzt endlich losgehen.

Kurzes Intro am Anfang von „Call Of The Viper“, daß man live bestimmt zu Gesängen mit den Fans benutzen kann. Dann knallt es auch schon los. Die Drums sitzen, der Bass wummert und die Gitarrenläufe erinnern an Running Wild. Sänger Mosi hat eine angenehme Klangfarbe in seiner Stimme. Top. Auf „Black Thunder“ fühlt man sich sofort in alte W.AS.P. Zeiten zurückversetzt. Der Song hat genügend Druck und man muss beim Autofahren aufpassen, nicht zu geblitzt zu werden. Geiles Gitarrensolo ist hier inbegriffen. 1,2,3,4: „Faceless Little Mistress“ ist eine verdammt geile Hard Rock Nummer mit leicht bluesigem Touch geworden. Das Stück macht voll Spaß und verleitet einen zum Partymachen (Bier ist vorsichtshalber schon offen). Weiter so. Sägende Gitarren und ein hoher Schrei läuten „Trapped In A Moment“ ein. Hallo Judas Priest, seid ihr es? Fettes Metal Teil mit wildem Flitzefinger Solo und auch sehr eingängig das Ganze. Das wird live knallen. „Electra“ ist auch wieder ein guter Oldschool Song geworden. Die Hooks sind da, der Refrain bleibt im Ohr und ich öffne mein zweites Bier für‘s Finale. Das letzte Lied namens „Jaded Heart“ ist der perfekte Rausschmeißer. Mit seiner genialen Mischung aus Skid Row und Mötley Crüe kann man gar nichts falsch machen. Die ganze Mannschaft spielt hier tight und auf den Punkt genau.

Anspieltipps: Alle sechs Songs

Fazit: Ich will mehr! Was VIPER QUEEN seit dem letzten Jahr hier auf die Beine gestellt haben ist allererste Sahne. Wenn da jetzt noch (hoffentlich bald) die Live Auftritte hinzukommen, wird uns alle mit Sicherheit ein 1a Debüt Longplayer erwarten.
So, ich hab‘ noch Durst und drücke auf die Repeat Taste.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Call Of The Viper
02. Black Thunder
03. Faceless Little Mistress
04. Trapped In A Moment
05. Electra
06. Jaded Heart

Sturmi

RICH KID EXPRESS – Psychodelic

Band: Rich Kid Express
Album: Psychodelic
Spielzeit: 35:20 min
Stilrichtung: Classic Hard Rock
Plattenfirma: Squib Kick Records
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.squibkickrecords.com

RICH KID EXPRESS sind eine one man show, der man dies aber nicht anmerkt. Rob Richardson ist ein sympathisches Multitalent, das alle Lieder selbst geschrieben, aufgenommen und auch alle Instrumente alleine eingespielt hat. Nach einer EP im Februar veröffentlicht er nun 10 neue Titel auf dem aktuellen Longplayer. An Kreativität scheint es Rob wahrlich nicht zu mangeln. Seinen Stil beschreibt er als „Classic Style Hard Rock“. Dies kombiniert mit ein wenig Glam Rock und seiner sleazigen Stimme, macht den ganz eigenen Sound aus.

Los geht’s mit „Get Outta My Life“. Ein richtig cooler Rocker mit ein klasse Attitüde. Hat was von Kiss der Song. „Cross The Line“ basiert auf einem Riff, das zwar einfach, aber unglaublich effektiv eingesetzt wird. Man kann hier so viel heraushören: T-Rex gemischt mit Zeppelin, Fastway und einem 70er Jahre Groove. Trotzdem klingt es ganz klar nach RICH KID EXPRESS. Gute Laune garantiert auf „Do It Your Way“. Mit diesem Stück kann man den Highway entlang cruisen und genießen. Anhaltspunkte hier sind etwas Aerosmith und Cheap Trick. Bei „Lovesick Blues“ sollte man die Anlage lauter drehen. Coole Rock Nummer mit eingängigem Refrain, der Kopf und Fuß unweigerlich mitwippen lässt. Auf dem Titeltrack „Psychodelic“ gibt es clever eingestreute Synthie Passagen. Die Stimme von Mr. Richardson passt perfekt zu dem 80er Jahre Stadion Rock. „Sleep When I’m Dead“ bietet eine interessante Mischung aus Pop Punk, Melodic Rock und irgendwie ein wenig New Wave. Gefällt mir nach mehrmaligem Hören immer besser. Auf „Clock Strikes Four“ kann ich vor meinen Augen direkt sehen, wie der Sänger mit einem Dauergrinsen auf der Bühne steht und breitbeinig das Riff in die Menge schleudert. Netter Ace Frehley Touch hier. Auf „Kaleidoscope Caravan“ gibt es Pop Rock im Stile von Slade auf die Ohren. Eine richtige Wohlfühl Nummer mit eingebautem Mitklatschfaktor. Oh yeah, „Pink Eye“ ist super eingängig und catchy. Auch hier hört man mal wieder, dass es nicht nötig ist einen Song zu überfrachten. Simpel ist meistens besser. Das letzte Stück „R.K.R.“ ist ein lustiger Rocker geworden, der gute Laune verbreitet. Genau das Richtige um den Alltag zu vergessen und das Hirn auszuschalten.

Anspieltipps: „Get Outta My Life“, „Cross The Line“, „Psychodelic“, „Pink Eye“ und „R.K.R.“

Fazit: Hier wird das Rad nicht neu erfunden. Das ist aber auch egal, wenn Musik mit so viel Freude präsentiert wird. 35 Minuten die voll überzeugen können. Ich freue mich schon auf die nächste Platte 2021. In der Zwischenzeit mache ich mir ein Bier auf und drücke die Repeat Taste.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Get Outta My Life
02. Cross The Line
03. Do It Your Way
04. Lovesick Blues
05. Psychodelic
06. Sleep When I’m Dead
07. Clock Strikes Four
08. Kaleidoscope Caravan
09. Pink Eye
10. R.K.R.

Sturmi