01. The Wound
02. The War
03. The Aftermath
04. The Innocent
05. The Ascent
06. As One
07. The One
08. The Circle
09. The Sun
10. Death
Spielzeit: 44:40 min – Genre: Progressive Metal – Label: ViciSolum Productions – VÖ: 11.09.2026 – Page: www.facebook.com/motherofmillionsband
Treffen sich ein Progressive-Metal-Fan, ein Modern-Metal-Fan, ein Stoner- und ein Psychedelic-Fan, ein Doom-Metal-Fan und ein Symphonic-Metal-Fan. Das klingt wie der Anfang eines Witzes, ist aber eigentlich ein normales MOTHER-OF-MILLIONS-Konzert.
Aber von vorne. Die Truppe kommt aus Griechenland (was, je länger ich diesen Job hier mache, immer mehr zu einem Qualitätsmerkmal wird) und hat seit 2008 vier Alben veröffentlicht. Mit „T“, ihrem neusten Release, sind es fünf.
Zunächst zum Sound der Platte: ist sehr gut. Weiter im Text.
MOTHER OF MILLIONS bezeichnen ihr Genre als Progressive Metal, was angesichts ihres Genre-Shakes wohl auch am besten hinhaut. 7/19-Takt-Selbstbefriedigung findet man auf „T“ aber nicht, im progressivsten Falle mal eine technisch agierende Rhythmusfraktion. Dafür findet man so ziemlich alles andere.
Wie oben schon beschrieben, setzt sich die Musik von MOTHER OF MILLIONS aus unterschiedlichsten Genres zusammen. Ganz vorne mit dabei sind schwerer, machtvoller stonerig-psychedelischer Doom – „T“ kann schon auch schnell, entscheidet sich aber oftmals für schweres Geschleppe – und Melodic Modern Metal mit seinen leicht poppig klaren Vocals, den entsprechenden Melodien und ordentlich elektronischen Elementen. Aus meinem Freundeskreis kann ich berichten, die Fanbases dieser beiden Genres überschneiden sich praktisch nicht. Aber verdammt, passt das bei MOTHER OF MILLIONS gut zusammen.
Aber das war es ja auch noch nicht mal. Wir haben drei Sängerinnen, die immer wieder auftauchen, moderne orchestrale Elemente mit dicken Drums, Klavier, ein, zwei Stellen mit unklaren Vocals, und, und, und.
Das alles kann so ein Album komplett überladen. Aber glücklicherweise haben MOTHER OF MILLIONS ein hervorragendes Gespür für die Erzeugung von Atmosphäre, und verwenden die einzelnen Zutaten genau dann, wenn sie ihrer Musik auch dienlich sind. Grundsätzlich fühlt „T“ sich dramatisch, verzweifelt an, mit kleinen Hoffnungsschimmern zwischendurch. Das geht nur, wenn man den einzelnen Songs ihren Fluss lässt, weniger Wert auf klassisches als auf emotionales Songwriting legt. Was MOTHER OF MILLIONS hier hervorragend zustande bringen.
Durch fließende Übergänge der Songs schafft man zudem ein zusätzliches Gefühl von Zusammenhang, und letztendlich ein Album in einem Genre-Mix, der eigentlich bei den meisten Bands nicht funktionieren dürfte. Auf „T“ funktioniert er.
Fazit:
„T“ mag den ein oder anderen Hörer erstmal etwas aus der Bahn werfen. Ich hatte auch am Anfang erstmal meine Schwierigkeiten damit, den Melodic-Modern-Metal-Faktor mit dem Rest von MOMs Sound unter einen Hut zu kriegen. Aber hat man sich erst einmal auf „T“ eingelassen, ist es eine ziemliche Ausnahme und in seinem Sound, Stil und seiner Wirkung ein echt krasses Album.
Anspieltipps:
Der Reihe nach durch!
Jannis















