CRIMSON GLORY – Chasing The Hydra

Trackliste:

01. Redden The Sun
02. Chasing The Hydra
03. Broken Together
04. Angel In My Nightmare
05. Indelible Ashes
06. Beyond The Unknown
07. Armor Against Fate
08. Pearls Of Dust
09. Triskaideka

 

 

Spielzeit: 47:38 min – Genre: Heavy Metal – Label: BraveWords Records – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.facebook.com/crimsonglory

 

Manche kritisieren lange Zeiträume zwischen Releases bei Bands wie BLIND GUARDIAN. Dann wiederum gibt es CRIMSON GLORY, die nun ihr erstes Album seit 26 JAHREN (!) auf den Markt bringen. Zur Erinnerung: Das war vor 9/11 und der Redakteur konnte noch nicht schriftlich subtrahieren.
Aber hey, jetzt sind die Amis wieder da, mit „Chasing The Hydra“. Zumindest drei Fünftel von ihnen. Die Gründungsmitglieder Benn, Jeff und Dana sind weiterhin dabei, dazu mit Mark Borgmeyer ein neuer Gitarrist und mit Travis Wills ein neuer Sänger. Beide machen einen starken Job und Travis ist mit seiner wandelbaren Stimme schön theatralisch unterwegs, ob düster raunend, klar singend, aggressiv oder im Falsett.
Die Rückkehr erfolgt mit zehn Songs, zwei davon über sechs und keiner unter vier Minuten. Wie sich „Chasing The Hydra“ im Vergleich zu den früheren Werken der Truppe schlägt, kann ich leider nicht sagen, da ich mal so frei war, das Album als meinen Einstieg in die Diskographie von CRIMSON GLORY zu nutzen, aber sagen wir so: Das Ding klingt, als habe man es vor 30 Jahren aufgenommen und dann vergessen zu veröffentlichen.
Okay, also soundtechnisch klingt es schon was neuer. Ein wenig hölzern, aber nicht dramatisch und auf jeden Fall zeitgemäß in der Qualität aber nicht modern im Sound. Und das braucht es bei CRIMSON GLORY nun auch wirklich nicht.
Der Progressive US Heavy Metal der Truppe – ich glaube, das fasst es ganz gut zusammen – klingt schlicht und ergreifend wie von damals. Keyboards sind die Ausnahme (und wenn sie auftauchen wie die Streicherkeys bei „Angel In My Nightmare“, sind sie angenehm „billig“, aber auch der Stil der Band ist einfach feinstes Futter für die Traditionalisten unter uns. So viele kleine Stilmittel, Arrangements, Wendungen, Eigenheiten im Gesang, in der Struktur der Songs, den Riffs und so weiter, die man heute nicht mehr so macht, und von denen sich auch viele ältere Bands verabschiedet haben, bei denen man all das damals noch fand, machen „Chasing The Hydra“ zu einem echt guten neuen alten Album. Eingängigkeit ist die Ausnahme, obwohl die Refrains von „Indelible Ashes“ und „Beyond The Unknown“ schon nice sind in ihrer etwas ausufernderen Melodiearbeit. Zumeist sind die Melodieführungen aber irgendwie abstrakt „metal“, und wenn man wirklich mal auf die Strukturen achtet, wird man ein beeindruckendes Maß an Progressivität finden, das CRIMSON GLORY hinter einem simpel anmutenden Sound ohne große Spielereien verstecken. Das gibt es heute alles nicht mehr so häufig,

Fazit:
aber CRIMSON GLORY sind eine der Bands, die diese Fahne nach wie vor hochhalten. „Chasing The Hydra“ ist für alle, die die goldenen Zeiten vermissen, und dazu auch noch ein starkes Album!

Anspieltipps:
„Chasing The Hydra“, „Indelible Ashes“, „Beyond The Unknown“ und „Triskaideka“

Jannis

JÄST – Jästified

Trackliste:

01. Heartlight
02. Kiss Yourself Goodbye
03. Do you Wanna Dance
04. A Love Like That
05. Sweet Gasoline
06. An Ode to Infinity
07. Road of Destiny
08. I can See Cleary Now
09. Like the Way i Do
10. In the Thrill of the Night
11. Ten Years Plan

Spielzeit: 41:55 min – Genre: Rock – Label: Humbucker Music – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.jast-band.com

 

Eine schöne Überraschung flattert da vor kurzem in mein Mailpostfach!
JÄST die Band rund um Ex GRAVE DIGGER und DOMAIN Gitarrist Axel Riit, ORDEN OGAN Basser Steven Wussow, Ex FREEDOM CALL und BONFIRE Schlagzeuger Timmi Breideband sowie der stimmgewaltigen Jessica Conte bringen endlich ihr erstes komplettes Debütalbum raus!
Nachdem man in den letzten Monaten immer wieder Singles veröffentlichte und ich schon das Vergnügen hatte die erste EP im letzten Jahr zu besprechen, war für mich klar auch hier muss ich wieder meine Ohren genauer spitzen.
Mit Sängerin Jesse verbindet mich eine persönliche Geschichte, nein nicht das was ihr jetzt denkt, lest einfach meine Rezi zur EP dann versteht ihr was ich meine ; )
Auf dem Debütalbum finden sich natürlich die drei Songs der EP wieder, ergänzt um ein Haufen neuer, teilweise unbekannter Tracks alle in der Schnittmenge zwischen AOR und 80iger Rock..
Und wie auch schon auf der EP gilt auch hier, alles handgemacht, keine KI, keine Samples und bestens von Axel in seinen Meadow Studios gemixt und gemastert. Selbst das Coverartwork ist eine Eigenproduktion, nämlich von Jessi.

Mit dem schon von der EP bekannten Hit „Heartlight“ steigt man in das Album direkt mit einem Paukenschlag ein. Die Nummer hat einen richtig schönen Groove, harte Riffs aber auch genug Melodic um direkt im Kopf zu bleiben. Die mehrstimmigen Gesänge im Refrain verbreiten auch eine geile 80iger Stadionrock Atmosphäre, Top!
Über Fronterin Jesse hatte ich ja schon bei der EP viel Lob verteilt, sie passt einfach perfekt mit ihrer an Bonnie Tyler und Tina Turner erinnernden Röhre zur Mucke.
Auch das anschließende „Kiss Yourself Goodbye“ beginnt mit Schmackes mit harten Riffs. Die Nummer wandelt sich aber etwas zum Monstergroover mit einem interessanten Aufbau.
Danach folgt mit „Do you Wanna Dance“ der Ausflug in die DEF LEPPARD Ecke. Ein bisschen Pop angehaucht ist das Ganze schon, aber hat trotzdem noch genug Rock abbekommen.
Ähnliches lässt sich dann auch von „A Love Like That“ sagen, hier ist der Chorus auch schön melodisch und zwingend.
Zackig geht es dann beim Albumteiler „Sweet Gasoline“ zur Sache. Eine flotte Rocknummer die perfekt zum kommenden Sommer und der Autofahrt passt.
Die gefühlvolle Ballade der Platte nennt sich „An Ode to Infinity“ wo natürlich Sänger Jesse perfekt ihr Stimme zur Geltung kommen lässt. Auch etwas in die Balladenrichtung geht das anschließende „Road to Destiny“ welches aber genug Schmackes für den Zusatz Power abbekommen hat. Eine tolle Nummer die die Vielseitigkeit der Band unterstreicht!
Ordentliches Partyfeeling kommt dann mit dem folgenden Stampfer „I can see clearly Now auf“ bevor wir das Cover des Melissa Etheridge Klassikers „Like the Way I Do“ haben der etwas vom Rhythmus her abgewandelt wurde und mir auch gut gefällt. Natürlich auch wieder das perfekte Terrain für Jesse.
Anschließend und abschließend haben wir dann noch die beiden EP Songs „In the Thrill of the Night“ und „Ten Years Plan“. Diese haben natürlich nichts von ihrer Klasse verloren und runden das Album sehr ordentlich ab!

Den Vorgeschmack, den uns die Band mit ihrer EP im letzten Jahr abgeliefert hat war großartig und ich habe mich sehr gefreut das Jessica Conte endlich die große musikalische Bühne bekommt die sie meiner Meinung nach längst verdient hat. Aber auch die Jungs in der Band zeigen hier eine tolle, teilweise andere, nämlich wesentlich rockigere Seite von sich.
Klar für den geneigten Schwer oder Todes Metaller ist die Platte absolut nichts, hier gibt es 70iger und vor allem 80iger beeinflusster Stadionrock der gute Laune macht und absolut ehrlich rüberkommt!
Für die Fans dieser Genre dürfte die Platte ein kleines Highlight in diesem Jahr werden und ich bleibe bei meiner Topnote von der EP und des glasklaren Kaufempfehlung für die geneigte Zielgruppe!

Julian

 

 

 

HARDLINE – Shout

Trackliste:

01. Shout
02. Rise Up
03. It Owns You
04. When you Came into my Life
05. Mother Love
06. Rise Above No Fear
07. Candy Love
08. I`m Learning On it
09. Welcome to the Thunder
10. Glow

 

Spielzeit: 46:40 min – Genre: Hard Rock – Label: Steamhammer – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.hardlinerocks.com

 

1992 war das Geburtsjahr des HARDLINE Bandklassikers „Double Eclipse“. Bis dato musste sich die Hardrock Kombo des AXEL RUDI PELL Sängers Johnny Gioeli immer an diesem Götteralbum messen lassen.
Nun kehrt die Truppe, zu der seit längerem auch Keyboarder Allessandro Del Vecchio, Gitarrist Luca Princiotta, Bassistin Anna Portalupi sowie Schlagzeuger Marco Di Salvia gehören, mit ihrem neuen Studioalbum „Shout“ zurück.
Mit dem neuen Label Steamhammer im Rücken wird sich sicher einiges stemmen lassen. Für Sänger Johnny ist es eh ein bekanntes Terrain, sind doch AXEL RUDI PELL schon seit über 30 Jahren dort unter Vertrag.
Auf jeden Fall soll das neue Album so nahe am oben genannten Bandklassiker sein wie lange nicht mehr, zumindest versprechen das die bereitgestellten Infos zum neuen Longplayer. Und doch fällt das Ergebnis für meine Ohren etwas anders aus.

Klar, alleine schon wegen der prägnanten Stimme Gioeli´s klingt ein von ihm eingesungener Hardrock-Song immer etwas nach HARDLINE. Für mich stellt der Labelwechsel aber auch einen Wechsel in die künstlerische Freiheit dar. Alleine das Cover Artwork ist anders als alles vorher und für mich klingen die Songs auch frei von jedem Druck. Das macht ein kompletter Durchgang durch die zehn neuen Songs schnell klar.

Den Anfang macht gleich der Titeltrack. Ausgestattet mit einem unwiderstehlichen Refrain gehen HARDLINE gleich auf 100%. So dürften sich das die Fans gewünscht haben. Ebenfalls das mindestens ebenbürtige „Rise Up“ – ganz klar ist die Handschrift der Vergangenheit zu erkennen. Allerdings wurde der Sound nicht auf Retro getrimmt, das macht die ganze Platte frischer als alles was nach den ersten beiden Alben unter diesem Namen veröffentlicht wurde. Nach dem gutklassigen „It Owns You“ kommt mit „When You Came Into My Life“ eine unerwartete Coverversion eines SCORPIONS Songs. Alleine schon ungewöhnlich weil es sich nicht um einen großen Hit der Hannoveraner handelt sondern um eine Ballade von 1996 aus ihrem Album „Pure Instinct“. Und Hardline haben einen eigenen Song daraus gemacht, der sich perfekt einfügt.

Am ehesten nach „Double Eclipse“ klingt wohl „Candy Love“ – hier transportiert der Fünfer die Energie von 1992 eins zu eins in die Gegenwart. Und überhaupt finden sich in der zweiten Hälfte der Platte die energetischeren Stücke: neben „Candy Love“ knallen „I´m Leaning On It“ oder „Welcome To The Thunder“ so richtig rein. An den Schluss haben Gioeli und Co. mit „Glow“ eine mächtig emotionale Ballade gestellt. Dass Johnny Gioeli eine genauso einzigartige wie mächtige Stimme besitzt ist wahrlich kein Geheimnis. Alleine bei seinem Engagement bei AXEL RUDI PELL konnte er das u.a. bei zahlreichen Balladen unter Beweis stellen. Und auch „Glow“ ist nicht zuletzt wegen dieser Stimme ein gelungener Schlusspunkt für dieses Album.

Hat man bei einigen der über Frontiers veröffentlichten Platten immer krampfhaft versucht an das legendäre Debüt anzuknüpfen, sieht es für mich auf „Shout“ etwas anders aus. Die Nähe dazu ist schon gegeben, aber HARDLINE spielen befreit und damit äußerst stark auf. Es scheint als könnte der Fünfer endlich eine neue Ära starten.

Stefan

FRONTSIDE – Nemesis

Trackliste:

01. Initium
02. Omen
03. Kapłani Diabła
04. Zostaniecie Z Niczym
05. Alfa I Omega
06. To Wszystko Co Masz
07. Wejdź Prosto W Nowy System
08. Na Krawędzi
09. Chaosu Nastał Czas
10. Sztylet, Brzytwa, Hak I Sznur
11. Czas Zabijania
12. Nemesis
13. Terminus

Spielzeit: 53:15 min – Genre: Deathcore, Metalcore, Death Metal Label: Massacre Records : 10.04.2026 Page: www.facebook.com/frontsideofficial

 

Die polnische Band FRONTSIDE hat nach 8 Jahren ein neues Studioalbum rausgehauen. „Nemesis“ hat bereits im März in Polen das Licht der Welt entdeckt, EU-weit ist das Release am 10.04.2026 erfolgt. Ich kannte die Band bisher noch nicht, aber ein erstes vorsichtiges Reinhören hat mich dann doch schnell überzeugt, ein Review zu schreiben. Und ja, hat sich dann doch gelohnt.
„Nemesis“ ist inhaltlich kein Album, das sich hinter Metaphern versteckt. Laut der Band legt es die Konflikte der modernen Welt gnadenlos offen, soziale Spannungen, Heuchelei, persönliche und gesellschaftliche Krisen. Die Texte sind scharf, bewusst und direkt, ohne in moralische Belehrungen abzudriften. Sie fangen die innere Unruhe und die äußere Spannung ein und verstärken damit den kompromisslosen Sound der Instrumente. Ich kann das nicht für alles beurteilen, da die Tracks in der Muttersprache der Band geschrieben wurden. Spielt aber für das Gefühl, dass die Jungs vermitteln keine Rolle.
„Na Krawędzi“ und „Chaosu Nastał Czas“ verkörpern dieses Prinzip besonders deutlich. Die Songs wirken wie Momentaufnahmen aus einer Welt, in der alles ständig im Umbruch ist. Der Band gelingt es, trotz wütender Intensität Momente der Entspannung einzuflechten und spielerisch zwischen Härte und Cleangesang zu wechseln. Diese Balance macht das Album komplex und vielschichtig, ohne dass es irgendwie überladen wirkt. Für jemanden wie mich, der FRONTSIDE bisher nicht kannte, ist diese Mischung aus Härte und Nachdenklichkeit überraschend und macht neugierig auf die weiteren Facetten der Band.
Die letzten Tracks, „Sztylet, Brzytwa, Hak I Sznur“, „Czas Zabijania“ fassen den Stil der Band nochmal zusammen. Sie sind wie ein Hammer auf’n Kopf, rhythmisch aggressiv, textlich absolut nicht verständlich und klanglich einfach gut. Besonders der Titelsong „Nemesis“ wirkt wie eine Abrechnung, ein Aufruf zum Aufruhr, ein Schrei nach Befreiung. Mit dem Song §“Terminus“ schließt das Album in einem Finale, das keine Ruhe gibt, sondern die Spannung bis zum letzten Ton hält. Für Neueinsteiger wie mich ist das ein beeindruckender Abschluss, der Lust macht, mehr von FRONTSIDE zu entdecken.
Abschließend gesagt, „Nemesis“ markiert den Beginn einer wunderbaren Freundschaft für FRONTSIDE und mich. Als Neuling im FRONTSIDE-Universum ist das Album ein perfekter Einstieg und macht neugierig auf weitere Releases der Band. Vor allem als Nu-Metal Fan mit Death Core und -Metal Vorlieben komme ich hier voll auf meine Kosten. Zwischen Gefrickel, Growls und Cleangesang liegen FRONTSIDE und ich auf einer Wellenlänge. „Nemesis“ sind mir ganze 8 Sterne und ein liebevolles BLEEEEGH!!! in Richtung Polen wert. Jawoll.

Tänski

 

 

 

 

FIRESKY – Firesky

Trackliste:

01. Run Into The Storm
02. Out Of Range
03. I’m Not Broken
04. A Stone In Time
05. Can You Feel Me
06. Chasing The Dawn
07. One Last Time
08. Like Brothers
09. Together
10. I Am Fire

 

Spielzeit: 40:22 min – Genre: AOR – Label: Art Of Melody Music – VÖ: 13.03.2026 – Page: www.facebook.com/FireskyBand

 

Art Of Melody Music scheint ein neues heißes AOR Eisen im Feuer zu haben, dieses internationale Eisen hört auf den Namen FIRESKY. FIRESKY wird als Studio Projekt / Band angekündigt, das vom finnischen Drummer Mika Brushane gegründet, der schon mit vier Alben unter dem Namen IMPERIUM für Aufsehen sorgen konnte. Diese Band / Projekt kommt nun mit ihrem Debütalbum aus dem Studio und will ihren Sound, der laut Label von JOURNEY, FOREIGNER, GIANT, DEF LEPPARD und TOTO inspiriert ist auf der Welt verteilen. Das sind doch sehr große Namen, in deren Fußstapfen FIRESKY treten wollen, ob dieses Unterfangen gelingt zeigt sich in etwa 40 Minuten.

Komplettiert wird das Line Up mit Sänger Davide Merletto (LACE, ex-PLANETHARD), Gitarrist Samuli Feserley (CIRCUS OF ROCK), Bassist Time Schleifer (King Company, ex-CIRCUS OF ROCK) und Keyboarder Saal Richmond (IN-SIDE). Davide macht einen sehr guten Job am Mikrofon und passt mit seiner Färbung sehr gut zum AOR. Die Gitarren kommen gut rüber ohne dabei zu soft oder hart zu wirken um mit dem im Überfluss vorhandenen Keyboard eine Soundkulisse zu erzeugen. Der Bass agiert zwei Schritte hinter den anderen Akteuren und die Drums sind wie von Mika gewohnt mit Schmackes ein gezimmert, obwohl sich die fast nach Drum-Computer anhören.

Geboten wird ein sehr gutes Stück AOR Mucke mit allem was dazu gehört, Melodie, eine passende Stimme, Gitarren die sich mit dem Keyboard duellieren und eine Rhythmus Fraktion die Dampf macht. Von den Vergleichen kann man bis auf DEF LEPPARD – dafür zu stark im AOR verwurzelt, und TOTO – dafür zu wenig Westcoast und Bombast im Sound, alle stehen lassen. Vielleicht könnte man noch SURVIVOR, STRANGEWAYS, FATAL VISION, ARKADO und CAPTAIN BLACK BEARD hinzu nehmen um das Chaos vollends komplett zu machen. Nein chaotisch ist der Sound auf keinen Fall, vielmehr kommt AOR aus den Lautsprechern der sich an den alten Helden orientiert und huldigt. Wer auf Keyboardeinsatz ohne Ende steht wird bei FIRESKY fündig und mit dem Debüt zufrieden sein, wer nicht so drauf steht sollte vorher ein Ohr riskieren ob es passt oder nicht.

Wenn man vom Intro absieht gibt es etwa 38 Minuten lang reinrassigen AOR mit hohem Potential auf die Lauscher, es gibt viele die es nicht so drauf haben, allerdings nur sehr wenige die es besser können. Eine mehr als gelungene erste Vorstellung von FIRESKY.

„Run Into The Storm“ mit einem Intro wird in das Album gestartet, „Out Of Range“ ein flotter Rocker der sofort ins Ohr geht. „I’m Not Broken“ in den Strophen herrscht Harmonie während im Refrain ein kleines Chaos die Führung übernimmt, „A Stone In Time“ eine traumhafte Melodieführung die einen Hit formt. „Can You Feel Me“ ein mit viel Drama angereicherter Rocker, „Chasing The Dawn“ hier gibt es voll auf die Zwölf, ein sehr cooles Highlight. „One Last Time“ eine Ballade mit starkem Refrain, „Like Brothers“ es wird wieder ordentlich drauf los gerockt. „Together“ bei diesem Highlight kommen die STRANGEWAYS Fans voll auf ihre Kosten, „I Am Fire“ hoppla was rauscht da für ein Rocker aus den Boxen, spaciges Keyboard (die an die Italo pseudo Rocker STAGE erinnern) wird mit geilen Gitarren und rauen Vocals kombiniert.

Balle

XTASY – Phoenix

Trackliste:

01. Too Late
02. Can’t Get Enough
03. If I Fall
04. Good Enough
05. We Live And Die For Rock ’n Roll
06. No One Like You
07. Time We Won’t Forget
08. Carry On
09. Save Me
10. One Heart, One Fire

 

Spielzeit: 36:15 min – Genre: Hard Rock – Label: Art of Melody Music – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/xtasyrockband

 

XTASY, eine der schwedischsten Bands Spaniens, melden sich zurück mit einem neuen Album. Melodic Hard Rock steht auf dem Programm, die ganz melodische Sorte. Wenn man sich fragt, warum die Truppe so sehr nach Schweden klingt: Erik Mårtensson von ECLIPSE ist praktisch das inoffizielle sechste Bandmitglied von XTASY und nicht nur für Mix und Mastering verantwortlich sondern auch am Songwriting beteiligt.
Und auch wenn man bislang noch nichts von XTASY kennt, hat man damit wohl ein paar grundlegende Fragen bereits beantwortet: Ja, ihr neues Album „Phoenix“ klingt sehr gut nach einwandfreiem fettem modernem Hard-Rock-Sound mit ordentlich Klarheit und einer angenehmen Wärme. Und ja, das Songwriting hat ganz klar jederzeit ein gewisses Mindest-Niveau.
Und abgesehen davon? Nun, die Band um Sängerin Silvia hat ein mit gerade einmal 36 Minuten Spieldauer ziemlich kurzes aber auch längenloses Album gebastelt, auf dem nichtsdestotrotz zehn Songs Platz finden. Weil halt auch gerade mal zwei von ihnen überhaupt die Vier-Minuten-Grenze knacken, einer nicht mal die drei schafft. Aber warum nicht, länger müssen die Songs auch nicht sein und langweilig ist „Phoenix“ dankenswerterweise damit nicht.
Silvia macht einen stabilen Job als Sängerin, wird von gut klingenden Backing Vocals unterstützt, und der Rest der Band hat das gewählte Genre ebenso komplett im Blut und in den Fingern. „Falsch“ klingt hier gar nichts und jedes Instrument weiß genau wie die Sängerin, was es zu tun hat, um Sound und Stil so treffsicher wie möglich umzusetzen. Eine nette Synth-Auswahl gibt es auch, die nicht übertrieben aber sinnhaft zum Einsatz kommt, so einiges an Tamburin in den Refrains und viel, viel Eingängigkeit.
Auch in Sachen Melodien ist „Phoenix“ so Melodic Hard Rock, wie es halt werden kann. Revolutionär? Nein. Besonders individuell? Nein. Und ja, ganz ehrlich, die Platte wirkt in Sachen Songwriting schon wie ein Best-Of der Genre-Melodiewendungen, die andere Gute in der Szene auch schonmal so verwendet haben werden.
Da kann man jetzt einen gewissen Mangel an Kreativität ankreiden (mache ich auch), aber auf der anderen Seite sind ebenjene Melodien eben auch geil. Manchmal braucht es ja gar nicht mehr als ein Album, das alle Grundbedürfnisse des Hard-Rock-Fans perfekt erkennt und erfüllt. Und man kann es nicht anders sagen: Darin ist „Phoenix“ wirklich gut!

Fazit:
Kein neu erfundenes Rad, aber ein ganz rundes: „Phoenix“ von XTASY ist im besten Sinne eines der Alben, auf die man sich bei der Musikauswahl für die nächste Hard-Rock-Party problemlos einigen kann!

Anspieltipps:
„Good Enough“, „We Live And Die For Rock ’n Roll“ und „One Heart, One Fire“

Jannis

EVERMORE – Mournbraid

Trackliste:

01. The Void
02. Underdark
03. Nightstar Odyssey
04. Titans
05. Oath of Apathy
06. The Illusionist (Raise the Curtain)
07. Armored Will
08. Ravens at the Gates
09. Mournbraid
10. Old Man`s Tale (Bonus Track)

 

Spielzeit: 50:09 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 20.03.2026 – Page: www.facebook.com/EvermoreMetal

 

Die Jungs der schwedischen Power Metaller von EVERMORE brachten 2021 ihr Debütalbum auf dem Markt und das letzte Album „In Memoriam“ wurde von unserem Jannis hier ordentlich unter die Lupe genommen. Stimmlich angeführt von Johan Haraldsson war man auch auf den letzten Alben schon im klassischen skandinavischen Power Metal unterwegs und dies ist auch auf dem neuen Album „Mournbraid“ so welches nun erneut beim Stammlabel Scarlet Records erscheint.
Nach den ersten Höreindrücken ist man auf dem neuen Album nun noch mehr bei so Bands wie EDGUY, STRATOVARIUS oder NOCTURNAL RITES unterwegs. Genau meine Kragenweite, daher war klar den neuen, dritten Diskus der Band musste ich mir näher anschauen.

Als Opener schlägt uns „The Void“ entgegen welches nur ein stimmungsvolles Intro geworden ist, aber beim nächsten Song „Underdark“ geht dann dafür direkt so richtig die Post ab! Geschwindigkeit, Doublebass Drumming und schneidende Riffs die uns nur so um die Ohren geballert werden! Dafür der passende Gesang von Johan und fertig ist ein geiler erster Hit, welcher nicht zu Unrecht die erste Videosingle geworden ist!
„Nightstar Odyssey“ ist dann wesentlich melodischer geworden und erinnert nicht von ungefähr an EDGUY oder AVANTASIA. Gesanglich ist man hier auch nahe an Mr. Sammet dran. Ebenfalls ein waschechter Hit der direkt in den Gehörgängen haften bleibt.
Das anschließende „Titans“ hält die Melodic Power Metal Fahne dann schön hoch und bei „Oath of Apathy“ ist man dann eher wieder im schon angesprochenen EDGUY/AVANTASIA Fahrwasser unterwegs. Ein toller Chorus hier, der sich ebenfalls richtig satt in die Gehörgänge fräst.
Mit „The Illusionist (Raise the Curtain)“ gibt es dann direkt den nächsten glasklaren Hit auf die Ohren bevor wir mit dem recht harten „Armored Will“ in das letzte Drittel der Scheibe einsteigen.
Hier reiht sich dann Hit an Hit!
Angefangen beim druckvollen „Ravens at the Gates“ über den Albumtiteltrack „Mournbraid“ und die abschließende, überlange Ballade „Old Man`s Tale“ hier sitzt jede Note und jeder Chorus bomben und zielsicher, ein geiles letztes Drittel wo der Power Metal Fan bestens bedient wird!

Nach dem ich mir die Rezi des letzten EVERMORE Album meines geschätzten Kollegens Jannis durchgelesen hatte war ich gespannt was mich hier erwartet. Ich wurde sehr positiv überrascht!
Das neue, dritte Album der Band hat es definitiv in sich und ist ein wahres Fest für den klassischen Melodic Power Metal Anhänger der z.B. auf die angesprochenen Vergleichsbands steht.
Tolle Melodien, sanft unterstützt mit Keyboards und Riffs die die notwendige Härte reinbringen. Alles da was man als Fan braucht.
Für mich steigern sich die Jungs im Vergleich zum letzten Album aber ganz gehörig, es wirkt alles etwas kompakter und besser komponiert.
Somit gibt es aus dem Stand 1 Punkt mehr als beim letzten Diskus und natürlich die glasklare Kaufempfehlung für geneigten Genreanhänger!

Julian

 

 

 

CAVE – …Into Promised Land

Trackliste:

01. Ghost in the Mirror
02. Rise!
03. This is Us
04. Time Riders
05. Power of Rock
06. Your Light Shines
07. Promised Land
08. Through Every Storm
09. New Horizons
10. Obsession (Bonus Track)

 

Spielzeit: 49:00 min – Genre: Heavy Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.cave.band

 

CAVE aus Ludwigsburg wurden vom Ex IVANHOE Gitarrist Chris Lorey ins Leben gerufen und brachten 2024 ihr Debütalbum „Out of the Cave“ mit Sänger Ronny Munroe heraus.
Der Heavy Rock der uns dort geboten wurde blieb gut im Gedächtnis und gefiel nicht nur mir damals ganz gut.
Leider waren anscheinend die Wege und Aufwände zu groß um Ronny als Amerikaner weiterhin in der Band zu halten so das er durch CHINCHILLA Sänger Tommy Laasch ersetzt wurde.
Aber Ronny hat auf dem neuen Album „…Into the Promised Land“ bei dem Song „Obsession“ nochmal einen Gastauftritt. Und apropos Gäste auch VANDEN PLAS Gitarrist Stefan Lill tritt beim Song „Power of Rock“ in Erscheinung.
Und so soll das neue Album ein klarer Schitt nach vorne sein, das nächste musikalische Kapitel der Band aufschlagen und ihren Progressive angehauchten Heavy Rock weiterentwickeln. Mal schauen, ob dem so ist?

Mit dem Albumopener „Ghost in the Mirror“ beginnt der neue Diskus. Und hier wird direkt klar, man hat bei dem Song etwas am Härtegrad geschraubt. Heavy Rock mit einem gehörigen Heavy Metalanteil wird uns hier geboten und auch der neue Sänger Tommy ist wesentlich rauer und härter unterwegs als Vorgänger Ronny.
Ein klasse Opener der direkt eine ordentliche Duftmarke hinterlässt!
„Rise“ im Anschluss ist dann wesentlich rockiger geraten und klingt eher nach dem tollen Debütalbum. Auch auf jeden Fall ein Track der direkt hängen bleibt und sich richtig schön festsetzt.
„This is Us“ steht dem Ganzen dann in nichts nach, auch eher eine rockigere Nummer, die aber auch richtig gut in die Gehörgänge geht.
Das abwechslungsreiche „Time Rider“ hat dann einen epischen Touch abbekommen, was der Eingängigkeit und der Melodic aber keinen Abbruch tut. Toller Groove den die Nummer an den Tag legt!
Als Albumteiler haben wir dann „Power of Rock“ welches auch wieder eine ordentliche Groove Maschine geworden ist und ein zukünftiger Liveklassiker werden sollte.
Desweiteren befinden sich im Mittelteil noch das mit ordentliche Progeinflüssen ausgestattete „Your Light Shines On“ sowie eines der Platten Highlight der Titeltrack „Promised Land“.
Die Powerballade „Through Every Storm“ leitet dann das letzte Albumdrittel ein. Hier kann natürlich der neue Sänger Tommy auch nochmal so richtig glänzen, aber auch bislang gibt es wenig zu meckern zur neuen Sängerwahl, das nochmal klar hervorgehoben!
Mit dem ebenfalls sehr gelungenen epischen Heavy Rocker „New Horizons“ geht dann das reguläre Album zu Ende, es gibt dann mit dem Bonus Track „Obessions“ ein weiteres Rock Highlight, wie schon erwähnt mit Ronny Munroe, welches wieder etwas mehr Prog zu bieten hat.

Wer sauber produzierten modernen Heavy Rock sucht ist bei den Jungs von CAVE und ihrem zweiten Album an der genau richtigen Adresse!
Im Vergleich zum Debüt hat man sich auch vom Songwriting her definitiv weiterentwickelt und hat vor allem den Sängerwechsel gut hinbekommen. Tommy Laasch passt sehr gut zur Mucke und ist genau die richtige Wahl gewesen!
Somit gibt es 1 Punkt mehr als beim Debüt und nun auch die klare Kaufempfehlung für die geneigte Zielgruppe.

Julian

 

SIDEBÜRNS – Beer Füeled Bastard

Trackliste:

01. All In
02. Not What Used To Be
03. Lifestyle
04. Hit The Ground
05. Whiskey Driven Beer Fueled Bastard

 

 

 

 

Spielzeit: 20:47 min – Genre: Speed Rock N Punky Hard Roll – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/sideburnsrock

 

Als ich den Bandnamen in der Redaktionsliste gelesen habe dachte ich doch fast schon das die Schweizer Riff Rocker von SIDEBURN nach ihrer Best Of mit einem neuen Werk zurück sind. Beim genauen Hinsehen sah ich dann den Unterschied, hier handelt es sich um eine EP des Weimarer Rock-Trios SIDEBÜRNS. Ich kannte diese Band noch nicht, und da ich mich gerne überraschen lasse übernahm ich die EP, Überraschungen sind etwas Tolles und können in jede Richtung gehen, entweder es ist ein Volltreffer oder eine Enttäuschung.

SIDEBÜRNS besteht aus Ralf Sideburn an Mikrofon und Gitarre, Katja BAroneSS an Mikrofon und Bass sowie Ronny G. Hämmer an den Drums. Dann lasst mal hören, was der abgefüllte Bastard reißen kann. Ralfs Stimme ist rau und klingt derb nach sehr viel Dreck und Lungentorpedos, nahe zu ideal für den Rock N Hard Roll der Band. Die Gitarren sind alles was man von Haudrauf Mucke erwartet nur nicht leise und zurückhaltend, mit Vollgas werden die Akkorde laut angeschlagen. Der Bass kommt sehr gut durch und kann sich gegen das Riffgewitter behaupten. Die Drums treten mit aller Gewalt in den Hintern. Die Produktion klingt so wie der Bandsound, furztrocken wie der Sand in der Sahara.

Der Sound ist von sehr deftiger und wilder Natur, die absolut trockene Produktion passt sehr gut dazu. Es gibt verschiedene Einflüsse zu hören, was wiederum zu komischen Vergleichen führt. Diese Vergleiche setzen sich aus MOTÖRHEAD, SUPERSUCKERS, MORORJESUS und BEASTÖ BLANCÖ auf einem schnellen Punk Trip trifft es wohl am besten. Denn die Songs sind nicht für Leute geeignet die sich beim Autofahren dadurch ertappen die Geschwindigkeit wie bei den Songs zu erhöhen, das könnte zu teuren Passbildern führen, wenn der Gaudikasten am Straßenrand steht. Für alle anderen die sich angesprochen fühlen, einfach mal reinhören ob SIDEBÜRNS dem eigenen Geschmack entspricht und diese Band unterstützen.

Alles nicht schlecht geboten, allerdings auch zu kurz, zu wenig für eine Spitzenbewertung in der oberen Skalaeinteilung. Dafür ist die Mucke zu unruhig, schnell und man kann es schlecht einordnen wo die Reise hingehen soll. Geht sie hin zum Rock N Roll oder Speed Punk mit Rock N Roll Elementen. Irgendwie ist es unklar was die Band dem Zuhörer vermitteln möchte.

„All In“ ein schneller, derber und deftiger Rocker zum Einstieg, „Not What Used To Be“ und es geht weiter wie es angefangen hat, schnell eine Spur düsterer. „Lifestyle“ lässt den Zuhörer bei gedrosseltem Tempo durchatmen, „Hit The Ground“ das Tempo geht wieder nach oben, „Whiskey Driven Beer Fueled Bastard“ hier geht es voll in Richtung MOTÖRHEAD mit ROSE TATTOO Vibes.

Balle

BLACK OAK COUNTY – Misprint

Trackliste:

01. Kill The Pain
02. Rock N Roll
03. Vertigo
04. Around The Sun
05. Starlight
06. Kiss & Tell
07. Fade
08. Energy
09. Sick And Tired
10. Before I Break
11. Landmine
12. The Shadow

Spielzeit: 41:15 min – Genre: Modern Hard Rock – Label: Mighty Music – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/BlackOakCounty

 

Das dänische Hard Rock Quartett kehrt dieser Tage nicht nur mit ihrem vierten Album „Misprint“ zurück, sondern begibt sich auch auf Tour durch ihre Heimat und einigen Shows in Deutschland in Berlin, München, Stuttgart, Hamburg, Köln und Bochum. Mit ihrem letzten Album konnten die Jungs mächtig Eindruck schinden, die Erwartungen für „Misprint“ sind deshalb sehr hoch, ob der erspielte Standard gehalten werden kann.

Zu BLACK OAK COUNTY gehören wie auf dem Vorgänger Niels Beier an Mikro und Gitarren, Jack Svendsen ebenfalls Gitarre, René Kristensen an Mikro und Bass sowie Mike Svendsen an den Drums. Die beiden Stimmen von Niels und René scheinen an Aggressivität dazu gewonnen zu haben, ohne dabei die positiven Spuren vom Vorgänger komplett zu überfahren. Die Gitarren geben den Ton an, und das teils tief und modern gestimmt umso eine bedrohliche Wirkung zu erzeugen. Das Positive daran ist das die Gitarren nicht in die Depriecke abdriften. Leider geht der Bass neben den tieferen Riffsalven fast unter, kann sich hier und da aber mal in den Vordergrund spielen. Das Schlagzeug sorgt für sehr viele Oha Effekte und sorgt für Highlights.

Beim Opener dachte ich Wow, da kommen sehr dunkel gestimmte Gitarren zum Einsatz, bis der erste Refrain kommt – die sind bei allen Songs zum Mitsingen geeignet, ab da ist alles klar, BLACK OAK COUNTY sind zurück und hauen sowas von auf den Putz. Wie ich schon in der Rezi zum Vorgänger schrieb: „VOLBEAT – das ist doch schon mal was, NICKELBACK – kanns noch besser sein, SHINEDOWN – von denen besitze ich ein Album, also keine unbekannten für mich“. Das kann man so immer noch stehen lassen, und auch wie 2024 erwähnt kann man noch die KRIS BARRAS BAND, THOSE DAMN CROWS, SURRENDER THE CROWN und DANIEL TRIGGER zu den drei erwähnten hinzunehmen.

So ergibt sich ein Gesamtbild das Aggressiver als der Vorgänger wirkt, aber nur beim oberflächlichen hören, hört man genauer zu erschließen sich die Feinheiten im Sound von BLACK OAK COUNTY und man merkt das man es mit einer Band zu tun hat die sehr hohes Potential in allen Belangen besitzt. Modern aber immer noch genug Hard Rock um Traditionalisten bedienen zu können ohne diese abzuschrecken. Erneut beide Daumen nach oben und eine verdient hohe Bewertung.

„Kill The Pain“ geht am Anfang gleich mal sowas von nach vorne, dass alles zu spät ist, „Rock N Roll“ hier sind sie wieder, die BLACK OAK COUNTY die Staub aufwirbeln konnten, ein Hit – das Dingens hat Potential wie Sau. „Vertigo“ ein eingängiger Hard Rocker der was kann, „Around The Sun“ hier treiben die Dänen die coolness auf die Spitze. „Starlight“ bewegt sich irgendwo zwischen Powerballade und Hard Rocker, „Kiss & Tell“ der nächste potentielle Hit. „Fade“ der Anfang erinnert mich vom Riffing an RUNNING WILD – wenn der Gesang einsetzt steht BLACK OAK COUNTY wieder voll im Raum, „Energy“ jetzt fangen die Jungs auch noch an zu zaubern – das Dingens könnte für volle Tanzflächen sorgen. „Sick And Tired“ hart, wild, melodiös, typisch für die Band, „Before I Break“ eingängiger geht kaum. „Landmine“ und noch so ein Highlight das es in sich hat, „The Shadow“ zum Abschluss haut die Band mal eben den besten Song, mit absolut göttlichem Refrain, des Albums raus.

Balle