01. Redden The Sun
02. Chasing The Hydra
03. Broken Together
04. Angel In My Nightmare
05. Indelible Ashes
06. Beyond The Unknown
07. Armor Against Fate
08. Pearls Of Dust
09. Triskaideka
Spielzeit: 47:38 min – Genre: Heavy Metal – Label: BraveWords Records – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.facebook.com/crimsonglory
Manche kritisieren lange Zeiträume zwischen Releases bei Bands wie BLIND GUARDIAN. Dann wiederum gibt es CRIMSON GLORY, die nun ihr erstes Album seit 26 JAHREN (!) auf den Markt bringen. Zur Erinnerung: Das war vor 9/11 und der Redakteur konnte noch nicht schriftlich subtrahieren.
Aber hey, jetzt sind die Amis wieder da, mit „Chasing The Hydra“. Zumindest drei Fünftel von ihnen. Die Gründungsmitglieder Benn, Jeff und Dana sind weiterhin dabei, dazu mit Mark Borgmeyer ein neuer Gitarrist und mit Travis Wills ein neuer Sänger. Beide machen einen starken Job und Travis ist mit seiner wandelbaren Stimme schön theatralisch unterwegs, ob düster raunend, klar singend, aggressiv oder im Falsett.
Die Rückkehr erfolgt mit zehn Songs, zwei davon über sechs und keiner unter vier Minuten. Wie sich „Chasing The Hydra“ im Vergleich zu den früheren Werken der Truppe schlägt, kann ich leider nicht sagen, da ich mal so frei war, das Album als meinen Einstieg in die Diskographie von CRIMSON GLORY zu nutzen, aber sagen wir so: Das Ding klingt, als habe man es vor 30 Jahren aufgenommen und dann vergessen zu veröffentlichen.
Okay, also soundtechnisch klingt es schon was neuer. Ein wenig hölzern, aber nicht dramatisch und auf jeden Fall zeitgemäß in der Qualität aber nicht modern im Sound. Und das braucht es bei CRIMSON GLORY nun auch wirklich nicht.
Der Progressive US Heavy Metal der Truppe – ich glaube, das fasst es ganz gut zusammen – klingt schlicht und ergreifend wie von damals. Keyboards sind die Ausnahme (und wenn sie auftauchen wie die Streicherkeys bei „Angel In My Nightmare“, sind sie angenehm „billig“, aber auch der Stil der Band ist einfach feinstes Futter für die Traditionalisten unter uns. So viele kleine Stilmittel, Arrangements, Wendungen, Eigenheiten im Gesang, in der Struktur der Songs, den Riffs und so weiter, die man heute nicht mehr so macht, und von denen sich auch viele ältere Bands verabschiedet haben, bei denen man all das damals noch fand, machen „Chasing The Hydra“ zu einem echt guten neuen alten Album. Eingängigkeit ist die Ausnahme, obwohl die Refrains von „Indelible Ashes“ und „Beyond The Unknown“ schon nice sind in ihrer etwas ausufernderen Melodiearbeit. Zumeist sind die Melodieführungen aber irgendwie abstrakt „metal“, und wenn man wirklich mal auf die Strukturen achtet, wird man ein beeindruckendes Maß an Progressivität finden, das CRIMSON GLORY hinter einem simpel anmutenden Sound ohne große Spielereien verstecken. Das gibt es heute alles nicht mehr so häufig,
Fazit:
aber CRIMSON GLORY sind eine der Bands, die diese Fahne nach wie vor hochhalten. „Chasing The Hydra“ ist für alle, die die goldenen Zeiten vermissen, und dazu auch noch ein starkes Album!
Anspieltipps:
„Chasing The Hydra“, „Indelible Ashes“, „Beyond The Unknown“ und „Triskaideka“
Jannis















