RONNIE ATKINS – One Shot

Band: Ronnie Atkins
Album: One Shot
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/RonnieAtkinsOfficial

 

So hier ist es das seit geraumer Zeit von Frontiers angekündigte Solo Album von RA, unterstützt wurde er von Chris Laney an Gitarren, Backing Vocals und an den Reglern als Produzent, Pontus Egberg am Bass, Morten Sandager an Keyboards, Allan Sorensen am Schlagzeug, Anders Ringman an Akustiggitarre, sowie an der Leadgitarre und für Solos dabei waren Pontus Norgren, Kee Marcello, Oliver Hartmann, John Berg. An den Backing Vocals Chris Laney, Linnea Vikström Egg, Oliver Hartmann und Björn Strid

RA liefert wie gewohnt einen tadellosen Job am Mikro ab, das Material ist zahmer als bei seiner Band den PM, irgendwo zwischen NORDIC UNION, ECLIPSE, TREAT, GATHERING OF KINGS und die softeren Melodic Songs der Mädels. Die Songs kommen sehr entspannt aus den Lautsprechern, über allem thront das Organ von Atkins welches einzigartig und unvergleichlich ist. Beim hören kommt ein wenig Easy Listening Stimmung auf, aber immer hart genug, mit Melodien so weit die Ohren hören, an den Instrumenten stehen keine Anfänger, die Produktion drückt gewaltig kein Grund zum unken. Das Album ist sehr gut geworden, aber man meint das hier auf Nummer sicher gegangen und ein wenig mit angezogener Handbremse agiert wurde.

Den Anfang macht “Real” ein starker Melodic Song mit geilem Refrain, “Scorpio” macht da weiter wo der Vorgänger aufgehört hat. “One Shot” irgenwo zwischen Rocker und Powerballade mit sehr starkem Refrain, “Subjugated” bester Melodic Rock. “Frequency Of Love” erinnert mich an den Song “Clay” vom MAIDS Album “Carpe Diem”, “Before The Rise Of An Empire” könnte auch von NU stammen aber trotzdem ein guter Song. “Miles Away” eine Easy Listening Ballade, “Picture Yourself” erinnert mich an “Waiting For The Time” vom PM Debüt stark gemacht. “I Prophesize” kommt phasenweise mit brachial Riffs aus den Boxen sehr gute Akzente, “One By One” ein schleppender Melodic Song, “When Dreams Are Not Enough” setzt eine sehr starken Schlußnote.

Fazit:

Ein geiles Melodic Rock Album haben die Mannen um RA eingezimmert, sehr melodisch und eingängiger Stoff der an die erwähnten Vergleiche erinnert. Von mir gibt es eine Bewertung von 8,5 Sternen, mehr Mut und nicht ganz so auf Nummer sicher hätten eine bessere Bewertung ergeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Real
02. Scorpio
03. One Shot
04. Subjugated
05. Frequency Of Love
06. Before The Rise Of An Empire
07. Miles Away
08. Picture Yourself
09. I Prophesize
10. One By One
11. When Dreams Are Not Enough

Helmut

BAI BANG – Ridin‘ High

Band: Bai Bang
Album: Ridin‘ High
Spielzeit: 45:48 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Rockfall Records
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.baibang.se/

 

Man schrieb das Jahr 1996, am Telefon hatte ich Hansi oder Jürgen von Hang Loose Records in Raisting, nachdem meine Bestellung aufgenommen worden ist wurde ich gefragt ob ich BAI BANG mit dem Album “Ridin‘ High” kenne. Nachdem ich verneinte wurde mir versichert das es sich um ein Hit Album aus Schweden handeln würde, also bestellte ich das Album gleich mit. Tja was soll ich schreiben, die Bestellung war da, also ab damit in den Player und Bauklötze gestaunt. Aus den Boxen kam beste Partymucke. Dieses Album war das Dritte von BB nach dem Debüt, zu poppig, und dem zweiten Output “Cop To Con” der mehr im AOR Bereich beheimatet ist und eine krasse Steigerung zum Debüt dastellt. Nun also das Dritte das nochmal eine Schippe mehr an härte und intensität dazu gewonnen hat. Geboten wird dem Hörer geiler Melodic Hard Rock mit leichter Glam Note, bei drei Songs war kein geringerer als Ole Evenrude mit für das Songwriting mitverantwortlich und bei einem Song wirkte Trond Holter mit.

Damals dabei waren Mastermind Diddi Kastenholt am Mikro, Birch an Gitarre, Joacim Sandin am Bass, Marte Karlsson am Keyboard und Jonas Langebro am Schlagzeug. An den Backing Vocals waren dabei Bax Fehling, Hal Johnston, Jaime Salazar, Örjan Wallen und BB.

Den Anfang macht “Nice Face” ein eingängiger Stampfer der die Richtung des Albums vorgibt. Mit “Ridin‘ High” folgt das erste Highlight, ein Melodic Rock Song der besseren Sorte und groovt wie Sau. “Only The Strong” das nächste Highlight unter Mitwirkung von Evenrude purer Melodic Rock. “I Want It” gibt mächtig Gas, “Little Child” eine Ballade, stark gemacht. “Lay Down” der nächste Stampfer der die nächste Wand einreißt. “Raise Your Fist” ein Highlight wieder mit Evenrude und Holter, befand sich auch auf dem EVENRUDE Album “One Size Fits All” aus dem Jahr 1989, bestes Radio, Disco oder Top Ten Futter. “Gett Off” kommt wieder als Abrißbirne aus den Boxen auch ein Highlight. Der absolute Übersong “Closer To You” wäre in der Mitte der 80er ein #1 geworden, ein Tanzflächen Song, wieder mit Evenrude. Gefolgt vom nächsten Ohrwurm “Hideaway”, “F.O.F.D.” nicht schlecht kann aber den Standart der anderen Songs nicht halten. Zum Schluß kommt noch das THE CLASH Cover von “Should I Stay Or Should I Go” ganz nett aber der Song gefällt mir in keiner Version, weder Original noch Cover.

Fazit:

Ein geiler Schwedenhappen den BB rausgehauen haben, voll mit Highlights. Ich vergebe für diese MeloRo Scheiblette eine Bewertung von 9 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Nice Face
02. Ridin‘ High
03. Only The Strong
04. I Want It
05. Little Child
06. Lay Down
07. Raise Your Fist
08. Get Off
09. Closer To You
10. Hideaway
11. F.O.F.D.
12. Should I Stay Or Should I Go

Helmut

WALK THE WALK – Walk The Walk

Band: Walk The Walk
Album: Walk The Walk
Spielzeit: 36:40 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.facebook.com/walkthewalkband

 

WTW bestehen aus Shouter J. Adler und Multiinstrumentalist Paul Alfery, beide wurden einander Anfang 2020 von Tracy G. vorgestellt. Beide haben eine Vorliebe für Melodic Hard Rock von der Tracy G. wußte, und beide bekannen mit dem Songwriting. Heraus gekommen ist ein sehr gutes 80s Party Melodic Hard Rock Album mit starken Songs.

Beide waren schon für so manchen Act tätig wie etwa, DAVID ELLEFSON, RAY LUZIER, TRACY G., DEAD OF NIGHT, GOADED, ZACK WYLDE, STEVE VAI, TONY IOMMI. Einige doch recht bekannte Namen die in der Aufzählung zu finden sind, dies sind nur einige.

Der Sound bewegt sich in einer Schnittmenge aus DANGER DANGER, FIREHOUSE, TRIXXTER, BATON ROUGE, KANE ROBERTS und DEF LEPPARD, also astreine 80er Party Mucke vom feinsten. Den hörer erwarten starke Hooks, sehr gute Vocalarbeit und Gitarren ohne Ende.

Mit dem Stampfer “Heaven’s On It’s Way Down” bekommt man einen Vorgeschmack was einen erwartet, Party, Party und nochmal Party. “Running From You” ein Melodicmonster, für “Are You There” gilt das gleiche nur ein wenig zahmer. “Two Miles To Go” schnell und hart ein V8 auf Vollgas, “Find The Light” ein Midtempostampfer. “Fight On Your Feet” und “Get Busy Livin” zwei Vollgasrocker für die linke Spur. “Move On” groovt wie Sau geiler Song, “Never Been To California” eine starke Powerballade, “Getaway” lässt Erinnerungen an die Tauben Leoparden aufkommen, setzt eine starke Schlußnote.

Fazit:

Ein geiles 80s Party Melodic Rock Album was WTW vorlegen, von mir gibts eine Bewertung von 8,5 Sternen. Das Songmaterial ist zwar Retro aber eingängig wie Sau in bester Tradition der Vergleichsbands. Aber Jungs bitte warum ist die Party schon nach knapp über 36 Minuten zu Ende.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heaven’s On It’s Way Down
02. Running From You
03. Yre You There
04. Two Mises To Go
05. Find The Light
06. Fight On Your Feet
07. Get Busy Livin
08. Move On
09. Never Been To California
10. Getaway

Helmut

GLASGOW – Zero Four One

Band: Glasgow
Album: Zero Four One
Spielzeit: 45:17 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage:

 

Im Juli 2020 wurde dieses Album von mir für die Zeitmaschine genauer unter die Lupe genommen. Der Review ist unter diesem Link, https://www.rock-garage.com/glasgow-zero-four-one-rg-zeitmaschine/ zu finden.

Da das reguläre Album kaum auf zu treiben ist macht dieser Rerelease von AOR Heaven durchaus Sinn. Das Album wurde remastert und mit einen Bonustrack angereichert, wer das Original besitzt sollte überlegen ob ihm durch die beiden Kriterien die Anschaffung dieses Rereleases wert ist. Das remastering geht in Ordnung und ist nicht in die Hose gegangen, haut einen aber auch nicht aus den Socken. Der Bounstrack gehört zu den besseren Songs, nur ist der Sound mehr oder weniger Demoqualität.

Trotzdem bleibt dieses Album eines der mit Sicherheit besten Rockalben von der Kanalinsel, den mit Hymnen wie “We Will Rock”, “Secrets In The Dark”, “Back On The Run”, “My Heart Is Running With The Night”, “Meet Me Halfway” und “Breakout” hatten GLASGOW hervoragendes Songmaterial am Start. Weiß der Geier warum G nicht besser aus dem Quark, und nie über einen Geheimtipp hinaus kamen. Die Band konnte auf ganzer Linie überzeugen angefangen bei den Vocals bis zum Schlagzeug es sitzt alles und macht gehörig Dampf.

Fazit:

Ich bleibe bei meiner Bewertung von 9 Sternen, da der sehr gute Bonustrack von der Soundqualität nicht das Gelbe vom Ei ist, wäre diese besser hätte ich einen halben Stern mehr vergeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We Will Rock
02. Secrets In The Dark
03. Back On The Run
04. My Heart Is Running With The Night
05. Meet Me Halfway
06. Under The Lights
07. No More Lonely Nights
08. Breakout
09. Will You Be Mine (Bonus Track von 7“ Single 1988)

Helmut

W.E.T. – Retransmission

Band: W.E.T.
Album: Retransmission
Spielzeit: 41:52 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music srl
Veröffentlichung: 22.01.2021
Homepage: www.facebook.com/wetofficialpage

 

Ich könnte es mir mit dem vierten Album von W.E.T. leicht machen und schreiben Kaufempfehlung und 9 Punkte, aber da wäre so mancher ein klein wenig säuerlich auf mich, also mache ich es mir nicht einfach außer die Empfehlung und 9 Punkte stehen und bleiben.

Jeff Scott Soto, Erik Martensson und Robert Säll haben ein Album eingetütet welches als Paradebeispiel für Melodic Hard Rock stehen könnte, eingängig mit zuckersüßen Melodien, auf den Punkt gesetzte Riffs und die Stimme von Soto. All diese Kriterien und auch die Namen stehen für starke Musik. Bei Gründung von W.E.T. Stand genau dies im Mittelpunkt, Melodic Hard Rock wie er sein sollte, eben so. Unterstützt wurden die Drei von Magnus Hennriksson an Gitarre, Andreas Passmark am Bass und Robban Bäck am Schlagzeug alle drei keine Unbekannten.

Wie schon die drei Vorgänger macht auch Album #4 keinen hehl daraus bei welcher Band die drei sonst unterwegs sind. WORK OF ART ist zu soft, eher passen würde eine Schnittmenge aus ECLIPSE, TALISMAN, NORDIC UNION, AMMUNITION und die Vibes der 80er ohne dabei Altbacken zu klingen. Die Produktion hat mächtig Bumms, diese kommt mit schmackes aus den Boxen und macht Druck.

Den perfekten Einstieg für diese muikalische Reise macht “Big Boys Don’t Cry” genialer flotter Abgeh Song am Anfang, “The Moment Of Truth” eingängig wie Sau. “The Call Of The Wild” kommt mit leichter Funknote aber dennoch hörenswert, “Got To Be About Love” ein Groovemonster, “Beautiful Game” bester Melodic Hard Rock. Mein Favoriten “How Far To Babylon” eine Sympiose aus ECLIPSE, AMMUNITION und NORDIC UNION bestes Disco- und Radiofutter geht voll auf die Nuschel und “Coming Home” wieder ein Melodicmonster mit geilem Refrain. “What Are You Waiting For” eine Herzschmerz Ballade. Mit “You Better Believe It”, “How Do I Know” und “Final Kiss” wird ein Melodic Rock Feuerwerk abgefeuert starke Songs.

Fazit:

W.E.T. wurde ins Leben gerufen um „Bring Melodic Hard Rock To The People“ und das machen die Drei mit Leichtig- und Eingängigkeit auf allen ihren Veröffentlichungen, ohne Füller oder Hänger. Die Wertung von 9 Punkten ist gerechtfertig, ein wenig mehr Mut und Eigenständigkeit hätten eine 10 ergeben, die Nähe zu den Hauptbands verhindert die Bestnote.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Big Boys Don’t Cry
02. The Moment Of Truth
03. The Call Of The Wild
04. Got To Be About Love
05. Beautiful Game
06. How Far To Babylon
07. Coming Home
08. What Are You Waiting For
09. You Better Believe It
10. How Do I Know
11. One Final Kiss

Helmut

GIANT – Last of the Runaways (Re-Release)

Band: Giant
Album: Last of the Runaways
Spielzeit: 55:24 min
Stilrichtung: Hard/Melodic Rock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: /
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Das umtriebige Rock Candy Label hat vor Kurzem das Debüt der US Hardrocker GIANT neu aufgelegt und das wollen wir uns heute etwas genauer anschauen. Zum Album an sich hat der gute Stefan in seiner Klassiker der Woche Kolumne eigentlich schon alles gesagt (siehe hier) und an der fluffigen Mischung aus kernigen Riffs, packenden Soli und hoch melodischen Hooklines hat sich natürlich seit Erscheinen des Albums nichts geändert. Der vorliegende Re-Release versucht daher mit den bei dem Rock Candy Label üblichen, wie immer sehr lesenswerten und informativem Linernotes, sowie einem ebenfalls Label-typischen Remastering zu punkten. Ob man Letzteres braucht sei mal dahingestellt, denn die Original-CD klang damals schon klasse, tut dies heute noch immer und das neue Klangbild ist im direkten Vergleich, nun ja, lauter und druckvoller. Wer einen funktionierenden Lautstärkeregler hat, kann das ähnlich effektiv kompensieren. Außerdem ist der Bassbereich etwas fülliger, aber auch hier gilt: am Original gibt es nichts Grundlegendes auszusetzen, so dass hier nur der persönliche Geschmack entscheiden kann was besser gefällt. Ich persönlich hätte mir zu dieser Neuauflage noch den ein oder anderen Bonustrack gewünscht, aber womöglich gaben die Archive hier nicht mehr her.

„Last of the Runaways“ ist und bleibt ein absoluter Hochkaräter im Bereich des melodischen Hardrock, die Songs funktionieren nach all den Jahren immer noch, die Musikalität aller beteiligten Musiker ist weiterhin atemberaubend und wer die Scheibe noch nicht im Schrank hat, der kann bei der nun erhältlichen Version bedenkenlos zugreifen. Das Remastering hat die Scheibe klanglich an moderne Hörgewohnheiten angepasst und das Material glücklicherweise nicht nachhaltig vermurkst (da haben wir ja auch schon anderes zu hören bekommen). Von daher wird hier dem Fan durchaus ein Mehrwert geboten. Denen, die bisher also die Platte tatsächlich noch nicht gehört haben, ist diese hiermit zum persönlichen Anchecken nochmals dringendst empfohlen.

WERTUNG: (keine Wertung)

Trackliste:

01. I’m a Believer
02. Innocent Days
03. I Can’t Get Close Enough
04. I’ll See You in My Dreams
05. No Way Out
06. Shake Me Up
07. It Takes Two
08. Stranger to Me
09. Hold Back the Night
10. Love Welcome Home
11. The Big Pitch

Mario

LAZARUS DREAM – Alive

Lazarus Dream – Alive – Album-Cover

Band: Lazarus Dream
Album: Alive
Spielzeit: 72:44 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 13.11.2020
Homepage: www.facebook.com/lazarusdream

 

LAZARUS DREAM aus Deutschland besteht aus Carsten Lizard Schulz am Mikrofon und Markus Pfeffer an Gitarre, Bass, Keys und als Gast Markus Kullmann am Schlagzeug. Ordentlich Value for Money bietet dieser erste Rundling von LD, satte 72 Minuten und einige Sekunden voll mit melodischem Hard Rock. Der Sound könnte besser sein, die Höhen hören sich künstlich an kurz vor oder im Klipping, ich gehe mal davon aus das dies am MP3 Material in 192 kBit/s liegt, wäre schade um das Material wenn das Endprodukt auch so blechern klingt.

Genug gemotzt nun zum Hauptprotagonisten der Musik, die kann sich hören lassen, bewegt sich im Hard Rock mit viel Melodie ausgestattet. Die Stimmbänder von CLS sind wie gewohnt bestens aufgelegt und überzeugen, die Instrumentierung gibt sich keinerlei blöße. Als Vergleich kann man JADED HEART, DOMAIN, EVIDENCE ONE, PINK CREAM 69, DOKKEN und ein kleiner Blick nach Bochum zu Herrn PELL mit einer gewaltigen Portion 80s aufgemotzt heranziehen.

Mit “Dawn Of Time” gelingt der perfekte Einstieg mit knapp siebeneinhalb Minuten, das Solo, die Art des Solos und die Länge des Tracks sind von ARPELL beeinflusst, kommt aber mit Schmackes aus den Lautsprechern. “House Of Cards” ein melodischer Rocker der überzeugt, genau wie der folgende Song “Wings Of An Eagle”. “Can’t Take My Soul” ein Straighter Rocker der auf die Zwölf geht, wie sich der wohl mit besserem Sound anhören könnte, bei “Listen” wird experimentiert, die Gitarre kommt mit leichter Funk und Blues Note. “Fleshburn” kommt mit einer Mischung aus ZEPPLIN und PURPLE aus den Boxen nicht wirklich mein Fall, “The Healing Echoes” ist wieder besser und eingängiger, bester Melodic Hard Rock. “Desert Mind” fast schon wieder AOR geiler Song, “Visions And Sins” eine starke Powerballade (lässt mich an CROWN OF THORNS denken). “Stream” ein kräftiger Rocker nichts für mich, “Don’t Blame Me” ein sehr guter Rocker, die Gitarren klingen wie bei BEGGARS & THIEVES oder ENUFF Z’NUFF irgenwie schräg aber geil. Mit “Hotel Overload” werde ich im Refrain nicht warm, dafür der letzte Song “Days Of Darkness And Rain” genau nach meinem Geschmack.

Fazit:

Ein sehr gutes Lebenszeichen zeigen die beiden auf Alive, von mir gibt es eine 8 als Bewertung, eine 8,5 wäre es mit besserem Sound und eine 9 wenn es die drei Songs nicht geben wurde die mich kalt lassen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dawn Of Time
02. House Of Cards
03. Wings Of An Eagle
04. Can’t Take My Soul Away
05. Listen
06. Fleshburn
07. The Healing Echoes
08. Desert Mind
09. Visions And Sins
10. Steam
11. Don’t Blame Me
12. Hotel Overload
13. Days Of Darkness And Rain

Helmut

HELL IN THE CLUB – Hell Of Fame

Band: Hell In The Club
Album: Hell Of Fame
Spielzeit: 44:39 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 04.09.2020
Homepage: www.facebook.com/hellintheclub/

 

Die Italorocker von HITC schauen mal wieder über die Alpen bei uns vorbei, im Gepäck haben sie ihr fünftes Album “Hell Of Fame”. Mit dabei sind Dave am Mikro, Picco an Gitarren, Andy am Bass und Mark am Schlagzeug. Geboten wird wie schon auf den vier Vorgängern eingängiger Hard Rock mit ab und zu leichter Sleaze Note aber immer sehr viel Melodie und eingängig wie Sau, ähnlich intensiv wie die Labelkollegen von CRAZZY LIXX, ein kleiner Spritzer QUIET RIOT, nicht ganz so sleazige CONFESS oder CRASHDIET, mit der Eingängigkeit von TREAT, H.E.A.T. oder ECLIPSE.

Der Mikroakrobat Dave hat seit dem Debüt hörbar an Reife und Erfahrung dazu gewonnen und erledigt seinen Job mit bravur, die Rhytmusfraktion leistet sich keinerlei Fehler und glänzt mit geilen Songs auf dem Album.

Den Einstieg macht “We’ll Never Leave The Castle” ein melodischer schneller Song ein Highlight, “Worst Case Scenario” kommt fast poppig rüber, genial gemacht auch ein Highlight. “Here Today, gone Tomorrow” ein Flotter Rocker mit geilem Refrain, “Joker” das dritte Highlight kann voll überzeugen. “Last Of An Undying Kind” ein Paradebeispiel für einen geilen Song, “Nostalgia” gibt wieder mächtig Gas gut und flott. Bei “Lullaby For An Angel” werden die Taschentücher aus gepackt eine gelungene Ballade, mit “Mr. Groucho” werde ich nicht warm. “No Room In Hell” holt die Elektroaxt wieder hervor und rockt gewaltig. Mit “Tokyo Lights” kommt wieder ein Highlight geiler Song, “Lucifer’s Magic” geht auch wieder bestens ins Ohr, der Refrain setzt sich fest und kommt nicht mehr so schnell raus.

Fazit:

Ein geiles Stück Musik, die Zukunft der Rockmucke ist mit solchen Hochkarätern wie HITC und den anderen jungen Wilden in Europa auf alle Fälle gesichert, den nur so macht Musikhören spaß. Aus diesem Grund vergebe ich eine 9, für mich das bis jetzt beste der fünf Alben der Italorocker.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We’ll Never Leave The Castle
02. Worst Case Scenario
03. Here Today, Gone Tomorrow
04. Joker
05. Last Of An Undying Kind
06. Nostalgia
07. Lullaby For An Angel
08. Mr. Groucho
09. No Room In Hell
10. Tokyo Lights
11. Lucifer’s Magic

Helmut

ARTIC RAIN – The One

Band: Artic Rain
Album: The One
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 07.08.2020
Homepage: www.facebook.com/arcticrainband/

 

ARTIC RAIN die neue Melodic Hard Rock Sensation aus Schweden im Italo Stall von Frontiers, was die Jungs für ein Pfund raushauen ist nicht von schlechten Eltern und kann überzeugen. Zu ARTIC RAIN gehören Tobias Jonsson (v.), Magnus Berglund (g.) Gert Daun (b.), Pete Alpenborg (k.) und Jonas Jönsson (d.), zu hören gibt es stark in Szene gesetzten Melodic Hard Rock aus Skandinavien wie ihn auch Bands wie TREAT, TALISMAN, ONE DESIRE, ECLIPSE, NORDIC UNION und HOUSE OF SHAKIRA zelebrieren angereichert mit einem kleinen Schluck STRANGEWAYS, DEF LEPPARD und WHITESNKAKE.
Im Mittelpunkt stehen starke Melodien mit ebenso starken Vocals und Instrumentierung, die Songs zünden sofort ein Feuerwerk in den Gehörgängen und man lauscht fasziniert den Klängen die aus den Boxen kommen, einen auf Anhieb verzaubern und gute Laune verbreiten.
Den Anfang macht “Love Of My Life” ein flotter Rocker kommt gut am Anfang, “Lost” kommt mit geiler Melodieführung aus den Lautsprechern. “Friends” läst es ein wenig langsamer angehen aber dennoch intensiv genug, mit “Night After Night” kommt das erste Highlight ein geiler Song langsame und flotte Passagen im Wechsel, “Free My Mind” das nächste Highlight könnte von dem 87er Megaseller der Schlange oder aus dem gleichen Jahr der LEPPS stammen geilster Rock. “Give Me All Of Your Love” kann wieder auf ganzer Linie überzeugen, “Lift Me Up” ein gute Laune Rocker. “The One” hört sich an als wenn die LEPPS ein zweites “Animal” veröffentlichen würden geile Nummer, “Breakout” ein schneller Rocker durchschnitt. “Madeleine” kommt wieder besser rüber als der Vorgänger, zum Schluß noch ein Highlight “Take Me To Your Heart”.
Die Stimme von Jonsson hat in den höheren Lagen eine Ähnlichkeit mit Terry Brock, in den unteren Lagen besitzt sie genügend Eigenständigkeit um voll zu überzeugen.

Fazit: Ein Saugeiles Debüt von den Schweden das man sich nicht durch die Lappen gehen lassen sollte, bleibt abzuwarten ob die Jungs diesen Standart halten können, wenn ja kommt das nächste große Ding bei Frontiers raus. Ich vergebe eine 9,0 da ein Durchschnitts Song enthalten ist und der Sound, vielleicht durch das MP3 Promo 0815 Gedöns verursacht, mal kucken obs auf der CD auch so klingt, hat noch viel Luft nach oben. Wenns am MP3 Material liegt, wird dies den Bands in keinster Weise gerecht da sich manche Sachen mit besserem Sound gleich mal um einen Punkt besser anhört.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love Of My Life
02. Lost
03. Friends
04. Night After Night
05. Free My Mind
06. Give Me All Of Your Love
07. Lift Me Jp
08. The One
09. Breakout
10. Madeleine
11. Take Me To Your Heart

Helmut

AFTER HOURS – After Hours (RG Zeitmaschine)

Band: After Hours
Album: After Hours
Spielzeit: 43:00 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Global Satellite
Veröffentlichung: 1992
Homepage:

Schauen wir zurück in das Jahr 1992 als das zweite Album der UK Rocker AFTER HOURS auf den Markt kam. AH bestand damals aus John Francis (v.) der sich in etwa anhört wie eine Mischung aus Larry Baud (RED DAWN) und Chris Cade (Melidian) einmal meint man man hört einen Song von RD ein anders mal meint man es mit einem M Song zu tun zu haben, Tim Payne (g.), Martin Walls (b.), Andy Nye (k.) und Mark Addison (d.). Die Ausrichtung ist auch eine Schnittmenge aus RD und M, britscher Melodic Hard Rock mit US einflüssen, und das Ding geht gewaltig gut in die Ohren und will nicht mehr so schnell Platz machen.

Wie ich oben schon erwähnte, spielen AH sehr gut hörbaren Melodic Hard Rock, leider zu spät auf den Markt gekommen, 1991 wurde die Musikwelt von einem Erdbeben der Stärke “Schiess Mich Tot” ausgehend von Seattle US of As erschüttert. Der Zeitpunkt war nicht der Beste und so verstaubte dieses kleine Juwel in den Regalen was schade ist/war da das Album klasse besitzt und durchaus mit den ganz großen des Biz mithalten konnte und auch Heute noch kann. Das hier gebotene Material ist Zeitlos und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, es finden sich straighte Abgehrocker, Balladen und gute Laune Rocker auf dem Dreher.

Zu den straighten Rockern zählen “Wild Woman”, “Girl Like You” und “It’s Only Love”, zu den Balladen “Samantha” und “Tommy’s Song”. Zu den gute Laune Songs gehören “You’re Never Alone”, “Love Games”, “Heartache” und “It’s Only Love”. Mit “Blood On Silver” und “Goin‘ Surfin’” haben sich zwei Totalausfälle auf die CD gemogelt, dafür entschädigt die restlichen Songs die mit Melodie, der richtigen Härte und genialen Vocals aus den Boxen kommen.

Fazit: Zeitlose Songs die zu Spät veröffentlicht wurden, kommen bei mir auf eine Wertung von 8,5 Punkten, wenn die zwei Füller nicht wären hätte es eine 9 gegeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wild Woman
02. Girl Like You
03. You’re Never Alone
04. Samantha
05. Love Games
06. Heartache
07. It’s Only Love
08. Blood On Silver
09. Goin‘ Surfin‘
10. Tommy’s Song

Helmut