SANDNESS – Play Your Part

Trackliste:

01. High Tide (Mark)
02. Today Tonight (Robby)
03. Someone So Bad (Mark)
04. No Filter (Robby)
05. Supernova (Mark)
06. All I’ve Learnt (Mark)
07. Be The One (Robby)
08. Give It All (Beide)
09. Lights On (Robby)
10. The One Who Tricked The Devil (Robby)
11. Bad Company (Mark)
12. Go With The Flow (Robby)
13. Turn On The Night (Robby) Kiss Cover

Spielzeit: 49:47 min – Genre: Frecher Melodic Hard Rock – Label: Rockshots Records – VÖ: 20.05.2022 – Page: www.facebook.com/Sandnessband/

 

Meine aus drei positiv verrückten Rockern bestehende SANDNESS Family vom Gardasee ist Back, und wie. Als hätten sie nie eine Pause gemacht, wenn man bedenkt das die Drei einem Dayjob nachgehen, noch ziemlich jung sind und einfach geile leicht Vorlaute Mucke zocken. Die Jungen Wilden sind Mark Denkley einer von zwei Leadstimmen und Bass, Robby Luckets die zweite Leadstimme und Gitarren und dann noch Metyou ToMeetyou an den Drums. Geschrieben wurden die Songs von der Band mit Unterstützung von Michele Guaitoli der auch als zusätzlicher Musiker für die Tasteninstrumente verantwortlich ist.

Nach jeweils drei EPs und Alben folgt nun das vierte Output der sehr talentierten Jungs aus Bella Italia, das letzte Album „Untamed“ von 2019 wurde von mir reviewt und machte einen sehr guten Eindruck bei mir das ich mir die Alben zulegte, am Sound gegenüber dem Vorgänger hat sich nichts verändert.

Die Mucke besteht ausnahmslos aus geilen Melodielinien, durch die beiden Frontmänner wird das ganze zum positiven Üei. Mark und Robby machen einen Topjob am Mikro, Robby haut einen Lick nach dem anderen aus den Boxen. Mark wummert mit dem Bass durch die Songs. Meety lässt die Sticks fliegen und treibt wie Sau. Die Keys gehen mit den Gitarren ein Wechselspiel der guten Laune ein.

Die Auslegung des Sounds lässt sich schwer beschreiben ich versuche es mal mit einfach nur sehr guter Mucke die mit Überschall in die Gehörgänge rast und sich da breit macht und irgendwo bei BLACK DIAMONDS, ECLIPSE und CRAZY LIXX liegt ohne diese zu kopieren. Die drei haben ein sehr feines Gespür für Melodie und Harmonie.

Die Produktion drückt auch mit Gewalt aus den Membranen der Boxen und hat Schmackes und Energie. Über den Vocals schwebt der Geist der BEATTLES, SWEET, SMOKIE und SLADE was nicht als Nachteil zu sehen, sondern vielmehr als Kompliment gemeint ist.

Ich habe des Öfteren Kontakt zu Mark und er Versucht sein bestes SANDNESS nach Deutschland zu bringen. Ich hoffe er kann es ermöglichen ich würde die Jungs gerne Live on Stage sehen und mal in Real Life auf einen Drink treffen.

Mit „High Tide“ gelingt ein Einstieg nach Maß das Dingens Rockt wie Sau, in dem Video zu dem Song nehmen sich die Jungs nicht wirklich ernst. „Today Tonight“ der nächste gute Laune Rocker KISS meets ABBA. „Someone So Bad“ lässig locker aus der Hüfte gezockt der Refrain erinnert von der mehrstimmigen Auslegung an SWEET, „No Filter“ ein eingängiger Rocker überzeugt auch auf ganzer Linie. „Supernova“ irgendwie schräg aber stark, „All I’ve Learnt“ eine sehr gute Powerballade. „Be The One“ ein geiler flotter Rocker mit Fanfaren Keys, „Give It All“ ein gnadenloser Ohrwurm die Jungs machen einen auf Hitmacher. „Lights On“ der nächste starke Rocker, „The One Who Tricked The Devil“ das nächste Highlight die Riffs werden einem regelrecht um die Ohren geprügelt. „Bad Company“ ein eingängiger flotter Fetzer für die Tanzfläche, „Go With The Flow“ überzeugt auch, „Turn On The Night“ ein nettes KISS Cover.

Balle

POISON ROSE – Little Bang Theory

Trackliste:

01. Inner Wolf
02. Your Eyes Again
03. Devil (Knock On My Door)
04. Hearts Beat Loud
05. Set Us Free
06. Survive To You
07. Eternally, Wild And Free
08. River Of Dreams
09. Older Now
10. All Along The Way
11. Better Life

Spielzeit: 42:45 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 15.04.2022 – Page: www.facebook.com/PoisonRoseMusic/

 

Zu dem neuesten Project aus dem Hause Frontiers gehören Shouter Marco Sivo, an den Gitarren Andrea Seveso und Aldo Lonobile, an Bass und Keyboards Alessandro Del Vecchio, an den Drums Edo Sala.

Das Ding rockt wie Sau, ist eingängig, besitzt geile Melodien und Hooks, die Vocals sind sehr gut wenn es einen nicht stört das Marco lispelt und die SZ Laute dadurch prägnant in den Vordergrund rücken. Die Gitarren sind mit Schmackes ausgeführt, der Bass geht in Ordnung, die Drums treiben, die Keyboards legen ihre Teppiche schmeichelnd über die Songs. Es passt einfach alles fast zu Perfekt zusammen. Die mehrstimmigen Gesangspassagen sind auch ein Traum.

Vergleichen kann man mit HARDLINE, HELL IN THE CLUB, MANIC SINNERS, KRAEMER, CITY OF LIGHTS und, auch wenn ich mich hier wiederhole, jedem Melodic Rock Projekt von Frontiers mit der Beteiligung von Del Vecchio. Es passt alles, es befindet sich alles genau getimt an der richtigen Stelle. Die Melodien und Harmonien sind zuckersüß und einprägend, das Songwriting ist geil, die Instrumentierung ist perfekt ausgeführt, die Produktion drückt ohne Ende.

Aber es gibt hier leider ein Haar in der Suppe, die Musiker sind sehr gut drauf, aber hier handelt es sich um eines der zahlreichen Projekte von Frontiers. Man könnte die zahlreichen Namen beliebig austauschen ohne dass man einen Unterschied bemerkt. Ich sage nicht dass diese Projekte schlecht wären oder gar grottig, nein genau das Gegenteil ist der Fall diese Projekte/Bands sind geil und verdammt stark egal ob bei den Songs oder deren Ausführungen nur muss ich den Kritikpunkt anführen das sich vieles doch sehr gleicht und demensprechend gleich anhört.

Bitte nicht falsch verstehen die Musiker machen einen Top Job, das Songwriting ist genauso Top, es befinden sich viele Highlights darunter, aber die Ähnlichkeit zu all dem Frontiers Material ist der Knackpunkt. Ich will hier nichts schlecht schreiben den dieses Frontiers Material ist genau das was wir hören wollen und lieben aber ein wenig mehr Differenzierung unter diesem Material würde der Sache nicht so einen faden Beigeschmack mitgeben.

„Inner Wolf“ ein netter Einstieg, „Your Eyes Again“, „Devil (Knock On My Door)“ auch ein guter bis sehr guter Rocker. „Hearts Beat Loud“ ein starker Rocker mit viel Melodie, „Devil (Knock On My Door)“ ein geiler Rocker. „Set Us Free“ und wieder so ein Ohrenschmeichler, „Survive To You“ ein geiler Rocker. „Eternally, Wild And Free“ eine sehr gute Ballade, „River Of Dreams“ und noch ein zuckersüßer Rocker. „Older Now“ ein geiler Melodic Rocker, „All Along The Way“ der nächste starke Rocker, „Better Life“ keinen Deut schlechter.

Balle

FIRST SIGNAL – Closer To The Edge

Trackliste:

01. Don’t Let It End
02. I Don’t Wanna Feel The Night Is Over
03. Show Me The Way
04. Don’t Look Away
05. Irreplaceable
06. One More Time
07. Closer To The Edge
08. Angel With A Rose
09. Mystery
10. The Hunting One
11. Got To Believe

Spielzeit: 56:00 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 08.04.2022 – Page: www.facebook.com/firstsignalband

 

Das Erfolgsduo um Goldstimme Harry Hess und Daniel Flores an Drums geht in die vierte Runde. Am Songwriting beteiligt waren neben den beiden Hauptakteuren noch Pete Alpenborg (ARCTIC RAIN), Guillermo Del Medio (INNER STREAM), Kristia Fyhr (SEVENTH CRYSTAL) und Haus und Hof Songproduzent Alessandro Del Vecchio. Produziert wurde das Album von Daniel Flores, der Sound hat ordentlich Bumms.

FIRST SIGNAL startete 2010 als Partnerschaft von Harry Hess und Dennis Ward die mit dem Debütalbum bei Fachpresse hervorragende Kritiken einheimsen konnten, und bei Fans bestens aufgenommen wurde. Als Harry mit HAREM SCAREM das Comeback Album „Thirteen“ aufnahm immer noch daran dachte von ihm gesammelte starke Melodic Rock Songs, die von verschiedenen Songwritern geschrieben wurden, unter dem Banner FIRST SIGNAL zu veröffentlichen. Also war der Gedanke an FIRST SIGNAL immer noch präsent und mit Hilfe von Daniel Flores der für Dennis Ward einsprang wurde das zweite Album 2016 veröffentlicht und 2019 dann das dritte Album.

Nun haben wir 2022 und Album #4 von FIRST SIGNAL soll das Licht der Welt erblicken. Können beide mit Hilfe der anderen Songschreiber an die vorangegangenen Erfolge anknüpfen. Ich sag jetzt mal lässig Ja, das Album glänzt mit Saustarken Vocals von Harry, geilen Läufen auf der Stromaxt die sich immer und jederzeit mit den Keys anlegt. Der Bass und Drums sind eher zurückhaltend und machen aus dem Hintergrund dezent Druck. Die Produktion drückt und hat Dampf, geht voll in Ordnung.

Durch die doch sehr markante und einzigartige Stimme von Harry kommt man immer wieder mit den Gedanken hin zu HAREM SCAREM. Der Sound geht nicht nur in die HAREM SCAREM Schiene sondern man kann als Vergleich auch ARCTIC RAIN, NORDIC UNION, LANDFALL und ähnliche heranziehen bei dem aber immer mit Eigenständigkeit und eben durch die Stimme HAREM SCAREM. Trotz all dem ist dies ein verdammt gutes Album geworden welches jedem Anhänger der Vergleiche oder Melodic Hard Rocks schmecken sollte und die Player lange Zeit besetzt halten.

„Don’t Let It End“ ein gefühlvoller Rocker, „I Don’t Wanna Feel The Night Is Over“ besticht durch geiles Riffing. „Show Me The Way“ ein kräftiges Rockerhighlight, „Don’t Look Away“ ein geiler Rocker besser geht nicht. „Irreplaceable“ ein genialer Melodic Rocker, „One More Time“ ein Schmachtfetzen würde sich bestens HAREM SCAREM Alben machen. „Closer To The Edge“ das nächste Highlight, „Angel With A Rose“ noch so ein geiler Schmachtfetzen. „Mystery“ das nächste Riffmonster und Highlight, „The Hunting One“ könnte von HAREM SCAREM sein, „Got To Believe“ ein weiterer gefühlvoller Song zum Abschluss.

Balle

DEVICIOUS – Black Heart

Trackliste:

01. Afterlife
02. Heroines
03. Special Mind
04. Liar
05. Black Heart
06. Not What It Seems
07. Welcome The Night
08. After Midnight
09. Falling
10. Miles Away
11. Escape From Reality (Bonus Track)
12. Axenya’s Dream (Bonus Track)

Spielzeit: 51:08 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 14.04.2022 – Page: www.facebook.com/deviciousband

 

Die in Deutschland beheimatete Multikultitruppe DEVICIOUS melde sich mit ihrem vierten Album zurück. Wurden die drei Vorgänger innerhalb von drei Jahren veröffentlicht, haben sich die Jungs um Alex Frey diesmal ein wenig mehr Zeit genommen um diesen Rundling einzutüten. Wie auch alle andern Künstler so waren auch DEVICIOUS von der Coronapause betroffen und bei manchen ist ein sehr gutes Werk herausgekommen, können DEVICIOUS auch auf dem vierten Album überzeugen, das zeigt sich in den folgenden Zeilen.

Mit dabei sind wie auch schon auf Album #3 Antonio Calanna am Mikro, Radivoj Petrovic an Gitarren, Alex Frey an Bass, Dennis Kunz an den Tasten und Lars Nippa an der Schiessbude.

Wie auch schon auf dem Vorgängern besteht der Sound von DEVICIOUS aus sehr guten Vocals von Antonio, den Gitarren und Keyboard Duellen von Radivoj und Dennis die sich wie zwei riesige wilde Stiere in der Arena gegenüber stehen. Der Bass von Alex tritt in den Hintern und Lars zerlegt regelrecht sein Instrument, man meint er wolle seine Drums in Schutt und Asche legen.

Die Produktion geht vollkommen in Ordnung, in den Höhen könnte man meinen das die Luft dünn geworden ist, stört aber nicht im Geringsten. Die Mitten und Tiefen sind voll da wie sie sein sollten.

So nun zu der Frage von oben ob die Boys überzeugen können. Ich sag Kurz Jepp das können sie wie auf den drei Vorgängern. Da die Band zwar Multikulti aufgestellt ist aber in Deutschland beheimatet ist kommt hier das Gütesiegel „Made In Germany“ voll zum Tragen. Es gibt außer bei den Höhen nichts zu meckern oder beanstanden.

Die Jungs sind nun leibhaftig an der Spitze des Rock N Roll in Europa angekommen und festigen ihren Anspruch auf die vordersten Plätze in der Reihe der Besten. Nun kann der Siegeszug weiter über den gesamten Planeten gehen. Dazu kommt das die Band seit dem Debüt auf einen gleichbleibend Hohen Niveau in der Lage ist starke, mitreißende und spannende Songs verfassen und auch im Studio eintüten zu können. Der Melodic Rock ist cool, catchy, eingängig wie Sau, besitzt die richtig Dosis Gitarren und Keyboard Duelle. Vergleichen kann man bedingt mit BLACK DIAMONDS, alte JADED HEART mit Bormann, ECLIPSE, H.E.A.T., NESTOR, TREAT, RONNIE ATKINS und etc. könnte man beliebig mit den Bigplayern im Biz auffüllen es kommt noch hinzu das die Band bei all dem genügend Eigenständigkeit besitzt um ihre eigene Duftmarke zu setzten.

Leider habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft die Band Live zu sehen aber vielleicht klappt es im Sommer, wenn Corona mitspielt, und die Jungs nach Salzburg kommen.

Als Fazit kann ich nur aussagen, „Alles richtig gemacht, Jungs Top Job und Full House gibt’s von mir für diesen Rundling und wir sehen uns in Salzburg auf einen Drink“.

„Afterlife“ setzt gleich am Anfang eine gewaltige Duftmarke, „Heroines“ gibt mit geilen Keyboardpassagen und Riffeinlagen ein melodic Highlight. „Special Mind“ wieder mal kurz ein Highlight abgeliefert, „Liar“ ein typisches DEVICIOUS mit dem Kopf durch die Wand Highlight. „Black Heart“ ein melodischer Top Ten Hit, „Not What It Seems“ ein #1 Rocker nachdenklich stimmend aber Schweinegeil. „Welcome The Night“ ein geiler Song die Keys hören sich ein wenig nach 80er Italopop an, „After Midnight“ kommt mit einem geilen spaceigen Keyboard als Kontrastpunkt. „Falling“ ein starker Riffrocker, „Miles Away“ kommt mit traumhaftem Refrain. Leider fehlen die zwei Bonustracks bei dem zur Verfügung stehenden Promomaterial.

Balle

KILLER DWARFS – Stand Tall (RG Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Stand Tall (Stick To Your Guns)
02. Human Survival
03. Up To You And Me
04. Borderline
05. Through Animal Eyes
06. Keep The Spirit Alive
07. Believe In Me
08. Do Or Die
09. Out On The Streets
10. Bite The Hand That Feeds

 

Spielzeit: 41:46 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Grudge Records – VÖ: 1986 – Page: www.facebook.com/killerdwarfs/

Heute geht der Blick zurück ins Jahr 1986 nach Kanada zu den KILLER DWARFS und deren zweitem Album „Stand Tall“. Gegründet wurde die Zwergenband 1981 in Toronto, Ontario aus der Asche von Shouter Russ Graham und Drummer Darrell Millar’s Clubbands. Zur kompletten Band wurden die Giftzwerge dann mit Gitarrist Bryce Trewin und Bassist Ange Fodero.

Die Jungs starteten auf ihrem gleichnamigen Album von 1983 mit einem Mix aus NWOBHM und Hard Rock. Orientiert wurde sich an die aus damaliger Zeit aufstrebenden SAXON, IRON MAIDEN und immer bekannter werdenden JUDAS PRIEST. Die Zwerge schlugen sich nicht mal schlecht, nicht das Niveau wie die Vorbilder aber immerhin hörbare Mucke die über dem Durchschnitt lag.

Nach dem Veröffentlichung des Debüts verließen Trewin und Fodero 1984 die Band. Es wurde mit Mike Hall and Rondo Mayer Ersatz gefunden und dann das hier vorliegende Album eingetütet. Man ging mit dem Zweitwerk ein wenig mehr in Richtung melodischen Hard Rock. Von dem Blick nach Britanien zu den NWOBHM Recken war nichts mehr hörbar.

Was findet man auf diesem Album, sehr gute Vocals die in höhere Regionen vorstoßen ohne dabei Abzukacken, mit Mehrstimmigen Refrains. Geile Gitarrenläufe und majestätische Keyboardpassagen die mit den Gitarren eine Fusion eingehen. Der Bass und das nicht aus der Konserve kommende Schlagzeug treten sowas von in den Hintern und die Analoge Produktion, hört sich richtig warm nach Röhre an, trägt auch ihren Teil dazu bei das das Ding Wirkung zeigt.

Ab den Zweitling kann man die Zwerge als einen Mix aus späten FASTWAY zu deren Melodic Rock Zeiten, MINDSTORM, CONEY HATCH und TRIUMPH sehen und von der Stimme mal nach Rik Emmett von TRIUMPH, Travis Mitchell von MINDSTORM, James LaBrie, Ray Alder oder auch John McDonald von CRIMSON GLORY. Ein durchaus interessantes Album das bei mir immer wieder von Zeit zu Zeit mal läuft.

„Stand Tall (Stick To Your Guns)“ ein kräftiger Rocker eröffnet das Album, mit „Human Survival“ kommt der erste Melodic Rocker mit viel Melodie. Dann folgt „Up To You And Me“ ein von geilem Basslauf lebendes Melodic Highlight, bei dem es die Band schaffte immer einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. „Borderline“ ein weiteres Meodic Highlight, geile Mucke am Fließband. „Through Animal Eyes“ geht als Stampfer durch, bei „Keep The Spirit Alive“ kommt die geballte Ladung Kanada zum Vorschein, die Eingängigkeit von BRYAN ADAMS verpackt in die Härte von TRUMPH und CONEY HATCH. „Believe In Me“ kommt mit geilen Licks auf der 6 Saitigen, „Do Or Die“ ein Groover. „Out On The Streets“ ein weiterer Kanadarocker, mit „Bite The Hand That Feeds“ wird Rock N Rollig das Licht ausgeschaltet.

Balle

STEVE DALTON – Primitive

Trackliste:

01. Road To Redemption
02. Shapeshifter
03. 2020
04. Listen To The Wiseman
05. Rise Above / Victory
06. Digital Prison
07. Bloodstained Eyes
08. Salome Usurper
09. Where Did The Years Go

 

 

Spielzeit: 48:09 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 18.03.2022 – Page: www.facebook.com/Chapletown

 

Der aus Sheffield, England stammende Gitarrist, Komponist und Multiinstrumentalist und jetzt in Schweden lebende STEVE DALTON startete 2016 mit dem Solo Projekt STEEL CITY. Dieses Projekt enthielt Demos mit Alessandro Del Vecchio am Mikro. Nun folgen unter seinem Namen und einem Schwung Songs das Debüt unter STEVE DALTON „Primitive“.

Steve schrieb die Songs im Alleingang und spielte alle Instrumente selbst ein. Produziert und bei sieben Songs den Job am Mikrofon übernommen hat der Brasilianer Raphael Gazal. Weitere Unterstützung bekam er von David Saylor bei „Rise Above / Victory“ und von Ross Griggs bei „Bloodstained Eyes“ als Gastsänger.

Was bietet dieser mir bis jetzt völlig unbekannte STEVE DALTON, Melodic Hard Rock bei dem sich Gitarre und Keys duellieren ohne dass ein Sieger dabei hervor geht. Bass und Drums machen Druck aus dem Hintergrund. Die Vocals von Raphael Gazal sind stark ausgeführt und passen sehr gut zu dem Melodic Rock, besitzt zu jeder Zeit genügend Power um zu überzeugen. David Saylor bringt ein wenig bunte Abwechslung mit seiner rauen Stimme ins Spiel, Ross Griggs bringt nochmal zum Ende hin Abwechslung.

Der Sound liegt irgendwo bei DANGER DANGER, FIREHOUSE, LOVE HUNTER, DAVID NEIL CLINE, DAMNED NATION, bei der Gitarrenarbeit BLUE TEARS und ein kleiner Tupfer QUEENSRYCHE hier ein kleiner Punkt FATES WARNING da, und fertig ist diese Mischung die es in sich hat und überzeugt. Steve hat sich nicht nur an die Vergleiche gehalten sondern auch Dalton mit reingepackt und die Mucke so Interessanter gestaltet. Da steckt einiges an Kreativität drin da die Kompositionen nicht nach Schema F aufgebaut sind sondern Teils mit feinen Progelementen und Breaks angereichert wurden um die Sachen interessanter zu machen, zu keiner Zeit kommt Langeweile oder der Drang auf die Skiptaste auf. So macht Musik richtig viel Spaß und man darf auf das kommende von Steve gespannt sein.

„Road To Redemption“ macht einen sehr guten Eindruck am Anfang, Gitarren, Keys, Bass, Drums starke Vocals alles vorhanden. „Shapeshifter“ punktet mit spacigen Keys erinnert mich irgendwie an DAVID NEIL CLINE, die Gitarren machen mit Schmackes druck ein Stampfer. „2020“ ein Rocker mit feiner Prognote die dem Song hörbar gut steht. „Listen To The Wiseman“ andere würden für so ein Melodicmonster Morden, geiler Hookliner. „Rise Above / Victory“ das nächste Groovemonster, stark umgesetzt. „Digital Prison“ kommt teils schräg aber dabei geil rüber die Keys stellenweise sehr spacig bringen Abwechslung. „Bloodstained Eyes“ ein starker Kontrastpunkt der einen ungespitzt in den Boden rammt. „Salome Usurper“ der Song mit dem höchsten Proganteil aber denoch ein geil gemachte Song. „Where Did The Years Go“ ein Symbiont aus Hard Rock und Prog weder von dem noch von dem zuviel, den Spagat richtig gewält und einen geilen Song daraus gemacht.

Balle

 

 

SIGN X – Back To Eden

Trackliste:

01. Back To Eden
02. Frozen Hell
03. Forever King
04. 3 Seconds
05. History Will Tell
06. Life Goes On
07. Into The Unknown
08. Afterlife
09. World On Fire
10. Jump’n‘Run
11. 3 Seconds (Piano Version)

Spielzeit: 45:45 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 18.03.2022 – Page: www.facebook.com/SignXGermany

 

SIGN X sind mit ihrem zweiten Album zurück, zur Band gehören wie schon auf dem Debüt Sebastian Zierof an Mikro und Akustikgitarre, Oliver Scheer an Gitarre und Keyboard, Steve Lagleder an Bass und Akustikgitarre, Michael Mehl am Schlagzeug. Sowie Michel Jotzer an Keyboards und Piano, Andy Horn an Keyboards und Ronny Munroe an Vocals.

Mit ihrem Debüt konnten die Jungs positive Kritiken einfahren und sich eine große Fanbase erspielen. Das Debüt kam bei mir ebenfalls gut an das ich mehr als gespannt auf diesen Nachfolger war. Machen die Boys aus dem Norden da weiter wo sie auf dem Debüt aufgehört haben? Ja, bei den ersten beiden Songs sind die Proganteile höher ausgefallen, was den Songs hörbar zu Gute kommt. Ab Song drei werden die Progelemente wieder deutlich in den Hintergrund gerückt. Die Refrains sind immer noch eingängig wie auf dem Debüt, die Melodien sind auch noch vorhanden und durch die feinen und wohldosierten Progelemente aufgewertet worden.

Die Vocals von Sebastian sind sehr gut und eigenständig ausgeführt, die Gitarren kommen mit viel Melodie und Biss aus den Lautsprechern, Der Bass ist deutlich wahrnehmbar und die Drums treten in den Hintern das es nur so staubt. Man kann ohne schlechtes Gewissen behaupten das die Hamburger hier alles richtig gemacht haben, wie schon auf dem Debüt großes Musikkino bieten und mit ihnen jeder Zeit gerechnet werden kann.

Als Vergleich ziehe ich das Debüt, einfach nur SIGN X, hier und da MAGNUM oder softe AVANTASIA und ein wenig Chalice aus denen SIGN X hervorgegangen sind.

„Back To Eden“ wird mit Fanfaren wie auf einem Ritterturnier angekündigt und geht dann mit Progelementen in einen Rocker mit einem geilen Refrain über. „Frozen Hell“ ein energischer und flotter Rocker, mit „Forever King“ kommt ein Melodicrocker auf den Tisch mit Ronny Munroe als Gast. „3 Seconds“ ein vom Piano getragener Rocker, „History Will Tell“ ein Melodic Highlight. „Life Goes On“ ein Song für die Linkespur wenn man mit über 250 Socken über die Autobahn düst, geiler Song. „Into The Unknown“ könnte fast von MAGNUM oder softe AVANTASIA stammen, ein Pomp Hardrocker. „Afterlife“ ein Hardrocker mit Fanfaren, „World On Fire“ geht speedig voll durch die Wand. „Jump’n’Run“ ein geiler Song dem durch die im Vordergrund zum Einsatz kommenden Akustikgitarre ein besonderer Charme verliehen wurde. Die Piano Version von „3 Seconds“ müsste jetzt nicht sein aber ganz nett gemacht.

Balle

DARK HEART – Dark Heart

Trackliste:

01. Darkest Eyes
02. Cast To Stone
03. Edge Of Dreams
04. Degrees Of Seperation
05. Wings Of The Night
06. House Of Usurer
07. Break The Chains
08. Time To Fly
09. K.O.T.D.
10. Night Won’t Let Me Go

 

Spielzeit: 52:00 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Sleazy Rider Records – VÖ: 05.11.2021 – Page: www.facebook.com/DARKHEARTHMUSIC/

 

Dieses Album ist zwar schon eine ganze Zeit auf dem Markt erhältlich, aber meiner Meinung nach einen Review Wert. Die Jungs Rocken sich durch die zehn Songs das einem schwindelig wird und die Kinnlade vor erstaunen sehr weit nach unten hängt. Hier handelt es sich um ein leider übersehenes Highlight.

Mit DARK HEART tritt eine Kombo aus dem Schatten, angefangen als NWOBHM Band und ein Album 1984 am Start. Nun nach einer längeren Pause veröffentlichten die Jungs ein Album wie aus dem Nichts, Energiegeladen, mit traumhaften Melodien, geilen Riffläufen und vor allem einem starken Sänger. Alan Clark von den Melodic Heroes CHANGE OF HEART von der Britischen Insel, steht hinter dem Mikro und bezahlt damit schon mal einen hohen Teil der Miete. Noch mit an Board sind Nick Catterick an Gitarren, Keyboards und Backing Vocals war beim letzten Album von CHANGE OF HEART „The Last Tiger“ dabei. Am Bass Josh Williams unter anderem schon für TONY MILLS und LAWLESS tätig. Die Drumsticks schwingt kein geringerer als Pete Newdeck der unter anderem schon bei AOR, BLOOD RED SAINTS, CHINA BLUE, JESSE DAMON, EDEN’S CURSE, MIDNITE CITY, NAKED, NEWMAN, NITRATE und noch die eine oder andere bekannte Kombo hinter der Schießbude saß.

Durch Clark bekommt DARK HEART eine CHANGE OF HEART Färbung, die sehr markante und eigenständige Stimme Clarks die auch schon den Sound bei CHANGE OF HEART prägte ist hier keinen Deut schlechter. Wie auch bei den Melodic Heroes drückt er mit seiner Stimme einen positiven Stempel auf. Genauso wie ein Steve Overland bei FM, Daniel Bowes von THUNDER, Chris Ousey bei HEARTLAND oder auch Harry Hess bei HAREM SCAREM so drückt ach Clark bei DARK HEART positiv seinen Stempel am Mikrofon auf. Die Gitarren kommen pfiffig, knochentrocken und hart aus den Lautsprechern. Das Keyboard geht mit den Gitarren eine Symbiose ein und bildet so ein Melodiefeuerwerk welches mit Clarks Stimme ein harmonisches Ganzes ergibt. Bass und Pete an den Fellen machen Druck ohne Ende, die zwei spielen sich den Hintern wund.

Die Produktion ist gut und kommt mit Dampf auf die Lauscher. Bezeichnen kann man den Sound mit typisch britischen Melodic Hard Rock der ein wenig knackiger ist als andere, sprich mehr Zähne zeigt. Irgendwo in der Mitte bei CHANGE OF HEART in härter, BLOOD RED SAINST, FM in härter, DARE zu „Blood From Stone“ Zeit und ein kleiner Schuss PRAYING MANTIS mit leichten BLACK SABBATH Vibes. Eine durchaus delikate und hörenswerte Mischung von der Insel. Die Vier kopieren nicht sondern kreieren ihren eigenen Sound der mehr als attraktiv zu bewerten ist. Dieser sollte jedem Fan von sehr guter Rockmucke aus dem Königreich schmecken und munden.

„Darkest Eyes“ eröffnet flott und hart das Album, „Cast The Stone“ ein geiler und harter Melodic Rocker. Mit „Edge Of Dreams“ folgt ein Melodic Highlight stark gemacht. „Degrees Of Seperation“ genauso stark wie der direkte Vorgänger, „Wings Of The Night“ das nächste Highlight. „House Of Usurer“ lässt mich beim Riffing an BLACK SABBATH denken. „Break The Chains“ geht mit Volldampf durch alles durch und erinnert mich an Mad Max als dieser im zweiten Teil alles mit dem Truck aus dem Weg räumte. „Time To Fly“ ein weiteres Melodic Highlight, „K.O.T.D.“ kommt phasenweise mit schrägen Riffeinlagen rüber, mit „Night Won’t Let Me Go“ wird das Licht ausgemacht, nochmal High Octane mit Schmackes.

Balle

BLACK DIAMONDS – Floor 13

Trackliste:

01. Out In The Fields (Gary Moore Cover)
02. No-Tell Hotel (Live)
03. Turn To Dust (Live)
04. My Fate (Live)
05. Rainbow In The Dark (Dio Cover Live)
06. Reaching For The Stars (Akkustik)
07. Black Thunder
08. Jumpin‘ Jack Flash
09. Do-Tell Hotel

 

 

Spielzeit: 39:29 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 25.02.2022 – Page: www.facebook.com/BlackDiamondsRock

Um den Fans die Wartezeit bis zum nächsten Studioalbum von BLACK DIAMONDS zu verkürzen haben die Schweizer Jungs „Floor 13“ zusammengestellt. Darauf zu entdecken gibt es Livesongs, Coverversionen, Akustiksongs und ein „Do-Tell Hotel“ in dem die Band zum Entstehungsprozess des letzten Albums „No-Tell Hotel“ ihren Senf dazu geben.

Die 2004 von Bassist Andy Barrels und Sänger Mich Kehl gegründeten BLACK DIAMONDS haben bis jetzt vier Alben am Start. Mit dem letztjährigen „No-Tell Hotel“ sind die Schweizer an der Spitze des Melodic Hard Rock mit leichtem Glam- und Sleazefaktor angekommen.

Auf Album #1 „First Strike“ aus 2008 konnte man den Wahnsinn und das Potential der Vier schon erahnen, voll mit guten Ansätzen und ein paar kleine Hits allerdings trübt der Sound den Hörgenuss dieser Eigenprodukton ein wenig.

Dann folgte 2013 das Album „Perfect Sin“ das schon fast das Niveau der jetzigen Diamanten bereithält. Die Band befand sich da quasi im Finalen Endschliff zum jetzigen Edeljuwel. Schlecht waren Alben #1 und #2 auf keinen Fall vielmehr war es ein Werdegang der Steil nach oben ging und im Ansatz schon die heutigen Qualitäten durchblitzen ließ.

2017 kam Album #3 „Once Upon A Time“ mit Label im Rücken zur Welt. Das war der Moment in dem ich auf die Boys aufmerksam wurde, als ich das Album das erste Mal hörte dachte ich mir Jawohl genauso sollte sich Harte Mucke anhören. Das Album befand sich lange auf Dauerrotation in meinem Player und wird auch heute noch gerne von mir gehört.

Im letzten Jahr gipfelte der Schweizer Wahnsinn in dem Kracheralbum „No-Tell Hotel“ mit dem sie sich an die Spitze gespielt haben. Voll mit Geilen Hits, Melodien, Harmonien und Vocals waren sie über Nacht mit Überschall an die Spitze gerast.

Um die Wartezeit bis zum nächsten Studioalbum so kurz wie möglich für die Fans zu halten wird dieses Bonusschmankerl am 25. Februar zur Welt gebracht. In Bezug auf die Vergangenheit, Gegenwart, Zukunftspläne, einige Titel und noch so ein paar Themen könnt ihr im Interview mit Manu Peng dem Biest an den Drumsticks nachlesen. Auf eine sympathische Art und Weise führten wir ein sehr nettes und lockeres Gespräch, ich hoffe wir können so eine Gesprächsrunde nochmal wiederholen.

Nun aber zu den Songs auf „Floor 13“, gleich am Anfang kommt mir die Pure Energie aus den Boxen entgegen geblasen, mit dem Cover „Out In The Fields“ spielen sich die Jungs in Rage. Auf alle Fälle haben die Vier mächtige Klöten um den Klassiker zu Covern ohne dabei erbärmlich zu versagen. Nein ganz im Gegentum das Ding knallt und kracht wie Sau und könnte so ohne Probleme auch in der Disco oder im Radio laufen.

Dann kommt „No-Tell Hotel“ in einer Liveversion. Endlich wieder mal Live Sound, kommt Live genauso stark rüber wie im Studio. Menno ich will mehr Live Shows aber real und nicht auf Konserve.

Für „Turn To Dust“ gilt das Gleiche wie beim Vorgänger, der ideale Livekracher mit so einem Song hat man das Publikum schnell soweit das es der Band aus der Hand ihr wisst was ich meine.

Mit „My Fate“ wird eine Granate gezündet das Monster bringt meine Boxen zum Rauchen, wenn ich meine Endstufe nicht gezügelt hätte wären die Membranen meiner Boxen über den Jordan gehopst. Geiler Live Song.

Dann beweisen die Jungs das sie Männer sind und gewaltig dicke Eier bis zum Boden besitzen. Von DIO „Rainbow In The Dark“ zu Covern, wenn sie mich vorher gefragt hätten ob sie den Titel sollten oder nicht. Ich hätte sie von den Großen Typen in den Turnschuhen mit den Hemden die hinten zugebunden werden abholen lassen. Doch weit gefehlt da hätte ich einen Riesen Fehler gemacht. Der Song kommt stark rüber, stärker als man vermuten würde. Die Stimme ist natürlich anders den an DIO kann keiner, aber der Song ist trotzdem geil geworden.

Dann kommt „Reaching For The Stars“ in Akustik, und selbst in dieser Version kann der Song mehr wie so manche Möchtegern Konkurrenz. Durch die Akustikgitarre erinnert mich der Song ein klein wenig an DAD mit „Laugh And A ½“ stark umgesetzt.

Mit „Black Thunder“ folgt ein Bikersong, schon ein paar Jahre auf dem Buckel aber trotzdem nicht übel, groovt ganz schön.

Das nächste Cover folgt mit „Jumpin‘ Jack Flash“ in einer Diamanten Version, kam man machen, kommt auch gut aber der Song gefällt mir nicht im Original oder Cover.

Zum Abschluss kommt noch ein knapp unter 8 Minuten langer Erklärbärtrack bei dem die Bandmitglieder Fakten zum letzte Album für die Hörer bereitstellen.

Ein Schmankerl für alle die auf gute Rockmucke stehen

Balle

KISSIN‘ DYNAMITE – Not The End Of The Road

Trackliste:

01. Not The End Of The Road
02. What Goes Up
03. Only The Dead
04. Good Life
05. Yoko Ono
06. Coming Home
07. All For A Halleluja
08. No One Dies A Virgin
09. Gone For Good
10. Defeat It
11. Voodoo Spell
12. Scars

Spielzeit: 49:29 min – Genre: Melodic Hardrock – Label: Napalm Records – VÖ: 21.01.2022 – Page: www.facebook.com/Kissindynamiterocks

 

Die jungen wilden Schwaben beehren uns mit einem neuen Studioalbum, dem siebten seit Band Gründung im Jahr 2007. Ich war anfangs skeptisch über die Mucke, als ich zum ersten Mal von KISSIN‘ DYNAMITE gelesen hatte. Dies änderte sich auch nicht als ich die ersten Songs hörte, irgendwie kam mir alles unreif und gekünstelt vor, mit dem Hintergedanken da soll etwas Großes hochgezogen und gepusht werden. Erst Jahre später, ich glaube so um das Jahr 2015, hörte ich mir die Musik mal genauer an. Und mir fiel da auf das ich regelrecht etwas verpasst hatte, und dieses Etwas war besser als anfangs von mir angenommen. Die Songs gefielen mir sogar ausgesprochen gut. Also war ich erst etwa acht Jahre nach Bandgründung Reif für die Jungen wilden Schwaben die nicht einmal so weit von mir weg beheimatet sind.

So nun da ich reif für die Mucke von den explosiven Küssen bin durchleuchten wir mal das neue Werk der Jungs. Frei nach Beckenbauer: „Schau ma amoi, dann seng ma scho“, und genauso und ohne damaliges Vorurteil gehe ich nun mal die Sache an.

Mit dabei sind seit Bandgründung Hannes Braun mit seiner vorlauten und frechen Stimme am Mikro, Andre Braun und Jim Müller an Gitarren, Steffen Halle an Bass. Wer die Drums übernommen hat wird nicht angegeben ob dies noch Andi Schnitzer war, oder er noch zur Band gehört oder jemand anderes ist im Promoflyer nicht ersichtlich.

Nach etlichen Party-, Disco-, auch Radiohymnen und sehr guten Songs bekam ich wirklich Angst ob nicht die KISSIN‘ DYNAMITE nach ihrem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten zu SCHMUSE SCHLAGERBARDEN mutiert wären. Allein der dort zum besten gegebene Song „Not The End Of The Road“, besitzt die gleichen Trademarks die KISSIN‘ DYNAMITE seit Gründung ausmachen und verwarfen meine Befürchtungen. Diese Trademarks wären abgefahrene Songs mit Melodie, der richtigen Härte, catchy Refrain und einer allgegenwärtigen Glamnote.

Hier gibt es wie immer laute Gitarren, zweite Reihe wummer Bass, Treibende Drums welche die Band zur höchst Form antreiben. Die Stimme von Hannes ist wie nicht anders Gewohnt die Ideale Geschichtenerzählerin, und verklickert uns Story um Story auf dem Album. Die von Hannes selbst übernommene Produktion ist transparent und kommt mit Wucht aus den Boxen, dass einem regelrecht aus den Latschen bläst.

Die Ausrichtung des Stils hat sich von Halbstarken Testosteronmonstern auf XTC wir wissen noch nicht so genau wo wir hinwollen, was für eine Spielart die Gitarren verfolgen sollen entfernt. Soll es eine Metal oder doch Melodic / Hard Rock Kombo sein. Spielte die Band auf den ersten drei Alben ein wenig mit den Stilrichtungen herum, scheinen sie ihren Stil nun gefunden zu haben was sich auf dem 2014er oder 2016er Album schon abzeichnete. Der jetzige Weg hat sich von den Metalklängen verabschiedet. Die Jungs haben deshalb nichts verlernt vielmehr sind sie gereift und beweisen einmal mehr wie gut sie sind. Trotz der softeren Auslegung des Sounds sind es immer noch typische KISSIN‘ DYNAMITE. Aber nicht mehr die Halbstarken Testosteronmonster auf XTC, sondern eher seriös auftetende mit Anzug und Krawatte bekleidete Versicherungsvertreter oder der nette Herr hinterm Schalter auf der Bank. Ob dies nun ein gravierender Nachteil sein soll muss jeder einzelne für sich entscheiden. Ich für meinen Fall kann mit allen Alben etwas anfangen. Die neuen DISSIN‘ KYNAMITE gefallen mir sogar noch einen Ticken besser als noch zu Anfangtagen. Auf alle Fälle sind und bleiben es KD und werden es solang, sie nicht in die Schlager-Schnulzen-Ecke abdriften und zu Dauergästen im ZDF-Fernsehgarten werden, auch KD die Jungs aus Schwaben bleiben.

Ich sage jetzt mal die Boys bieten ganz großes Kino, und ich hätte Lust mit den Jungs ein Interview auf boarisch zu führen, und mal richtig abzuhängen. Als Fazit kann ich noch „Buam des hobts sauguad gmocht“ schreiben

Mit „Not The End Of The Road“ machen die Boys alles richtig ein Melodiemonster mit Mitgrölrefrain, „What Goes Up“ ein Melodicbrecher. Mit „Only The Dead“ folgt ein gnadenlos eingängiger Superhit, „Good Life“ ein klasse Song. „Yoko Ono“ geht wieder voll ab wie Schmitz Katze, „Coming Home“ der ideale Song fürs Radio oder die Disco einfach gnadenlos eingängig. „All For A Halleluja“ ein Partykracher, „No One Dies A Virgin“ ein Song für die Überholspur. „Gone For Good“ beweist das auch viel Gefühl in den Songs stecken kann, „Defeat It“ der nächste gnadenlose Melodicsong. „Voddo Spell“ der nächste Hit, mit „Scars“ werden die Taschentücher befeuchtet.

Balle