BATTERING RAM – Battering Ram

Band: Battering Ram
Album: Battering Ram
Spielzeit: 40:58 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung/Kingart Music Promotion
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: www.facebook.com/cutintwo

Ist progressive Musik nicht etwas, das unser Leben in diesem komplexen Zeiten noch schwieriger gestaltet? Ist Uptempo nicht eigentlich schlecht für den Nacken? Muss Gesang in einer Strophe wirklich aus mehr als einem verschiedenen ( o.o ) Ton bestehen? Es sind Fragen wie diese, die einem unweigerlich in den Kopf kommen, wenn man sich das nach dem Bandnamen betitelte Debutalbum der Schweden von BATTERING RAM zu Gemüte führt. 2017 gegründet, 2020 der erste Albumrelease, darauf zu hören gibt’s Hard Rock; die Art, die durch ihre simpel-effektive Art besticht, die Art, die absolut innerhalb der Grenzen des Genres bleiben darf, keine ausgefeilten Melodielines und Keyboards braucht und einfach durch coolen Sound und nette Arrangements gefällt. Der Sound von “Battering Ram” ist warm-trocken-definiert, der Gesang passt wie die Faust aufs Auge und wird an geeigneten Stellen mit einem konstruktiven Choruseffekt unterlegt.
Experimente wagt man mehr oder weniger absolut überhaupt gar keinste, verlässt sich auf eine starke Bandleistung, einen guten Groove, kurz gesagt, auf Arbeit im Sinne eines sehr guten Lehrbuchs.
Balladen gibt es keine, “Cut In Two” geht zumindest halbwegs in Uptempo-Richtung, viel BummZapp-Drumarbeit, viel Midtempo, Refrains mal ein wenig zu unspektakulär, mal interessant. Schlechte Ideen gibt es, soweit ich das beurteilen kann, nicht auf “Battering Ram”, abgesehen von minimalen Kritikpunkten wie dem merkwürdigen Halbton- statt Ganztonschritt im Refrain von “The Sign” und der tatsächlich nicht guten Idee, einen auf SABATON zu machen und – nur in diesem – Track das R peinlich zu rollen. Apropos rollen, von den Texten muss man nun auch nicht allzu viel erwarten. In “Coming My Way” flyt der Eagle, Dragons werden gechaset und Angels cryen, unterdess Sänger Johan Hallström nicht davon ablässt, zu rollen und rollen und rollen, während er aber auch fallt (hat musikalisch aber nix mit Power Metal am Hut).
Genug davon. Die Tracks auf “Battering Ram” sind allesamt mindestens korrekte Autofahrmucke mit keinen Tiefen und ein paar Höhen, zwischendurch steigt das Unterhaltsamkeitsniveau, beispielsweise bei “Scared For My Life” mit Eintonstrophe, leicht poppigem Gute-Laune-Chorus und Klassiker-Gitarrenmotiv gegen Ende, oder bei “Chase The Fire”, das nach 80er ALICE COOPER riecht, ein bisschen mehr aus sich herausgeht als die anderen Tracks und humorvoll-unterhaltsam daherkommt.

Fazit:
Kritik habe ich für all jene, für die sich die Attribute simpel und effektiv ausschließen. Kritik auch für all jene, die gerne mit jedem Album einen ganz neuen Blick auf Musik erlangen möchten, die Innovation erwarten und jedes Mal zucken müssen, wenn sie eine Melodiewendung hören, die sie schonmal gehört haben. Für alle anderen: klingt geil, verarbeitet die Genrekonventionen bestens, liefert genau, was man von einem Hard-Rock-Album erwartet. Zwei Punkte Abzug für fehlenden Mut – wer komplett safe fährt, kriegt auch keine Höchstpunktzahl. Klare Reinhörempfehlung nichtsdestotrotz. 8,24/10 Punkten.

Anspieltipps:
“I Will Come Alone”, “Chase The Fire”, “Scared For My Life” und “Coming My Way”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Taking My Time
02. The Sign
03. Stronger Forever
04. I Will Come Alone
05. Chase The Fire
06. Scared For My Life
07. Coming My Way
08. Wanted Man
09. Cut In Two

Jannis

MOON REVERIE – Moon Reverie

Band: Moon Reverie
Album: Moon Reverie
Spielzeit: 64:48 min
Stilrichtung: Neoclassic/Hard Rock
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 31.01.2020
Homepage: www.facebook.com/MoonReverieLucaPoma

Juhuu, endlich mal wieder ’ne Newcomerband! Okay, so halb zumindest. Zwar handelt es sich bei “Moon Reverie” tatsächlich um das Debutalbum der gleichnamigen Band, die bislang auf Facebook keine 500 Fans hat (kann man ändern!), allerdings ist niemand anderes als Luca Poma der Bandleader, und der hat sein Können unter anderem bereits als Tourgitarrist von Größen wie ULI JON ROTH unter Beweis stellen dürfen.
So jemand sucht sich für seine Band natürlich Mitglieder, die es ebenfalls drauf haben, die spielerische Leistung kann sich also absolut sehen lassen. Maximal Luca Pozzi böte Grund zu Meckern auf hohem Niveau, hin und wieder fehlt da ein wenig Volumen – nichtsdestotrotz auch von dem Herrn eine starke Leistung. Die Produktion ist nicht ganz Highend, kommt etwas platt rüber, schmälert, wenn man sich dran gewöhnt hat, aber nicht den Hörgenuss.
Zum Wesentlichen, zur Musik: “Moon Reverie” ist extrem neoclassic-lastiger Hard Rock der Marke YNGWIE MALMSTEEN, mit allem, was dazugehört: Cembali bereits beim ersten richtigen Track, billige Keyboardsounds und viel virtuose Gitarrenarbeit, kombiniert mit enormer, klassisch-italienischer Melodiösität. Das Schlimmste, was eine solche Band mit einem solchen Leader machen kann, ist, aus dem Album eine einzige Skill-Demonstration zu machen, mit Gefrickel, Highspeed und ansonsten ohne Charakter. Und genau das machen MOON REVERIE nicht. Klar, es wird viel soliert und die Gitarrenarbeit ist krass, aber nie im aufdringlichen Sinne sondern sehr angenehm darauf bedacht, die Musik dahinter nicht zu vernachlässigen und sich, wenn sinnvoll, auch mal zurückzuhalten und die anderen Mitglieder ins Rampenlicht zu lassen.
Dazu ist die Songauswahl recht vielseitig: Mit “Moon Reverie Suite” ist ein knapp zehnminütiger Instrumentaltrack dabei, mit “In My Heart” und “Far Above” zwei Balladen, einmal mit Drums und sehr gelungen, einmal ohne und etwas zu schmalzig, mit wohlkalkulierten Durwendungen zwischendurch und großen Emotionen. Uptempo ist vergleichsweise selten, mit Tracks wie dem starken “The Raven” aber ebenfalls vertreten. “On The Edge” kommt tendenziell funky und mit Synthsolo und groovt ähnlich lässig wie “I Will Come For You” mit seiner leicht progressiven Gitarrenline. Und bei “End Of Times” wird der 6er-Takt ausgepackt, mit zappeliger Basedrum und interessanter Melodieführung. Dazu mit “Say Forever” und “First And Last” noch ein paar edle Midtempo-Hard-Rock-Nummern mit RAINBOW-Einschlag – “Moon Reverie” ist ein frisches Lüftchen im innovationstechnisch doch eher stagnierenden Neoclassic-Bereich.

Fazit:
80er, höchst melodiös, top gespielt und mit einer guten Portion mehr Kreativität, als man von einem Album dieses Genres erwartet hätte; ich wüsste nicht, was gegen ein intensives Reinhören in “Moon Reverie” spräche.

Anspieltipps:
“First And Last”, “On The Edge”, “End Of Times” und “Say Forever”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Into Glory
02. Forgiveness
03. I Will Come For You
04. Say Forever
05. Eyes
06. In My Heart
07. The Raven
08. First And Last
09. On The Edge
10. Far Above
11. End Of Times
12. Moon Reverie Suite

Jannis

KEEL – The Final Frontier / Keel (Re-Releases)

Band: Keel
Album:The Final Frontier / Keel (Re-Releases)
Spielzeit: 36:37 min / 37:56 min
Stilrichtung: Melodic Heavy Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung:  /
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Bei KEEL handelt es sich um eine US amerikanische Band aus Los Angeles, die vom ehemaligen Steeler Sänger Ron Keel und dem Gitarristen Marc Ferrari 1984 ins Leben gerufen wurde. Zum damaligen Zeitpunkt war melodischer Heavy Metal natürlich der heisseste Scheiss in und um L.A. und die Konkurrenz entsprechend gnadenlos. Da mutete die Tatsache, dass Kiss Bassist Gene Simmons sich als Produzent der Band annahm wie ein Ritterschlag an. Nach zwei Alben, die in der Szene zwar bereits ein wenig Aufmerksamkeit hatten generieren können, wurde es mit Album No. 3 langsam Zeit höhere Ziele anzuvisieren …

The Final Frontier (1986)

Das (wie der Vorgänger, „The Right to Rock“ aus dem Jahr 1985) von Kiss Mastermind Gene Simmons produzierte dritte Album der Band geht als grundsolide Heavy Metal Scheibe über die Ziellinie. Die grössten Trümpfe sind der recht kraftvolle Gesang von Fronter Ron Keel, Genre-konformes Songwriting sowie gute Riffs und Soli von der Saitenfraktion. Woran es noch hapert ist die doch etwas trockene Produktion, die noch nicht das volle Potential der Trupp auszuleuchten vermag. Die Songs an sich sind oberer Durchschnitt, auch wenn die Fremdkomposition „Because the Night“ (von Bruce Springsteen) aus dem Rahmen fällt und, naja, dementsprechend nicht so recht ins Bild passen will. Bei vielen Fans gilt „The Final Frontier“ dennoch als der Favorit in der Diskographie der Band und Songs wie die Ballade „Tears of Fire“, das flotte „Rock and Roll Animal“ oder das mit den Gastmusikern Joan Jett und Michael Des Barres eingespielte „Raised on Rock,“ zeigen eindrucksvoll warum.

Keel (1987)

Da der erhoffte Erfolg nach „The Final Frontier“ ausgeblieben war (jedenfalls im Vergleich zu direkten Konkurrenten wie z.B. Bon Jovi), wurde eine Kurskorrektur notwendig. Und mit Mega-Produzent Michael Wagener, der sich einen glänzenden Ruf durch seine Arbeit mit Winger, Ratt, Extreme und Skid Row erarbeitet hatte, wurde das Ziel Chart-Eroberung ins Visier genommen. Bereits der Opener „United Nations“ macht mit seinen riesigen Chören und der polierten Produktion klar, dass für KEEL nun der Make-or-Break Moment gekommen war. Die Scheibe war klar darauf ausgerichtet mit den grossen Jungs mitspielen zu können und auch wenn hier und da gerne moniert wird, dass das Songmaterial nicht ganz so stark ist wie das des Vorgängers, so kommt das selbstbetitelte Album bei mir persönlich doch um einiges besser an. Waren die bisherigen Alben klanglich noch irgendwo im Mittelfeld angesiedelt, nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend, so verpasste Wagener der Truppe den nötigen modernen Anstrich. Da man auch gleichzeitig einen optischen Stilwechsel vollzog und sich dem Einheitslook der damals angesagten Hardrock Bands unterwarf hing nun alles davon ab, ob die Band den benötigten Kick durch MTV bekam oder nicht. Nun, auch eine Tour mit Bon Jovi im Zuge deren Slippery When Wet Tour (Mann, waren das noch Zeiten) konnte KEEL leider nicht den erhofften Boost verpassen. „Keel“ schaffte es einfach nicht genug Staub aufzuwirbeln und die Band musste ich eingestehen, dass es mit der grossen Karriere dann doch nichts würde werden. Dabei finden sich auf „Keel“ ein paar richtig starke Songs wie z.B. den mit massiven Chören gepimpten Opener „United Nations“ oder der Rocker „King of the Rock“.

KEEL lösten sich infolge dieser und weiterer Enttäuschungen im Jahre 1989 auf, fanden aber in den Folgejahren immer wieder zusammen und sind auch aktuell immer noch unterwegs um den melodischen Heavy Metal zu predigen. Wer die beiden stärksten Platten der Jungs noch nicht im Schrank hat und dies nachholen möchte, der macht bei den vorliegenden Rock Candy Re-Releases nichts falsch: gutes (wenn auch ziemlich lautes) Remastering, fette Booklets mit Liner-Notes/Interviews und tolle Fotos runden das Paket wie gewohnt hochwertig ab.

WERTUNG:

The Final Frontier

 

 

Keel

 

 

Trackliste:

The Final Frontier (1986)

01. The Final Frontier
02. Rock and Roll Animal
03. Because the Night
04. Here Today, Gone Tomorrow
05. Arm and a Leg
06. Raised on Rock
07. Just Another Girl
08. Tears of Fire
09. Nightfall
10. No Pain No Gain

Keel (1987)

01. United Nations
02. Somebody’s Waiting
03. Cherry Lane
04. Calm Before the Storm
05. King of the Rock
06. It’s a Jungle Out There
07. I Said the Wrong Thing to the Right Girl
08. Don’t Say You Love Me
09. If Love Is a Crime (I Wanna Be Convicted)
10. 4th of July

Mario

RE-MACHINED – Wheels Of Time (Kurzrezension)

Band: Re-Machined
Album: Wheels Of Time
Spielzeit: 57:28 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pride&Joy Records
Veröffentlichung: 31.01.2020
Homepage: www.re-machined.de

RE-MACHINED sind ziemlich neu im Business. Erste Demo 2018, jetzt mit “Wheels Of Time” der erste Longplayer in den Regalen. Eine Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal steht auf dem Programm, mal eher THIN LIZZich, mal mit Anleihen an ACCEPT oder SAXON. Spielen können die Jungs aus Mainz, auch der Gesang lässt keine Kritik zu, ist praktisch perfekt für das Album, leicht rau aber auch in höheren Sphären absolut akurat – dickes Lob dafür! Die Produktion knallt und ist edel organisch, was nicht verwunderlich ist, wenn der Mix von Markus Teske (U.D.O, THE NEW ROSES) übernommen wird.
Musikalisch verstehen RE-MACHINED auf jeden Fall ihr Handwerk, am Tiefgang könnte man allerdings noch arbeiten. Die größtenteils im Midtempo gehaltenen Tracks (erfrischende Ausnahmen wie “To Hell And Back” bestätigen die Regel) haben in Sachen Komposition nicht allzu viel Mut, sich von anderen Alben dieses Genres abzuheben. Man verlässt sich doch sehr auf die gängigen Hard-Rock/Heavy-Metal-Regeln, schafft so aber eben eher Tracks, die gut zum nebenbei Hören geeignet sind, an Individualität aber noch missen lassen. Ohrwürmer sind daher eher die Ausnahme.
Als Debutabum ist “Wheels Of Time” somit eine echt geil klingende Platte geworden – eine Erweiterung der musikalischen Grenzen täte den Kollegen aber auf jeden Fall gut, um auf Dauer nicht in der Masse ähnlicher Bands unterzugehen. Das Können ist vorhanden, wer also Bock auf gut gespielten und gut klingenden klassischen Rock/Metal hat, nicht auf jedem Album zwangsläufig eine Neuerfindung des Rades erwartet und zudem gerne den Underground supportet, kann hier gerne mal reinhören oder einen Konzertbesuch riskieren!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heart On Fire
02. Prisoner
03. Brother Sun Sister Moon
04. Re-Machined
05. In My Life
06. Wheels Of Time
07. To Hell And Back
08.No Master
09. Killing Words
10. Fear
11. Change Your Mind
12. Paradise Lost

Jannis

LORDI – Killection

Band: Lordi
Album: Killection
Spielzeit: 52:40 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 31.01.2020
Homepage: www.lordi.fi

LORDI sind schon eine Ausnahmeerscheinung. Die schwächsten Alben der Band sind immer noch starke Hard-Rock-Alben mit viel 80er-Einfluss, wohliger Gruselatmosphäre und Texten, die in ihrer Erzählweise und mit ihrem schrägen Humor denen eines ALICE COOPER in nichts nachstehen. Seit in letzter Zeit auch die Produktion absolut amtlich ausfällt (und nicht mehr so grausam verwaschen wie bei “To Beast Or Not To Beast”), kann man die Platten der Finnen eh blind kaufen, bekommt mindestens gute Unterhaltung und manchmal, wie mit der Überraschung von “Demonarchy” ,was höchst Geiles.
Haltet Euch fest, meine Freunde, mit “Killection” gibt es nun ein Album, das “Demonarchy”-Qualitäten erreicht, denn LORDI hatten mal wieder Bock auf was Neues abseits ihres Trademark-Sounds.
Nun gibt es also ein BestOf-Album der Band, die 1992 gegründet wurde und 2002 ihr offizielles Debut releaste – aber ein BestOf aus der Lordizeit seit den frühen 70ern, mit aktuellen, 2019 geschriebenen Songs im musikalischen Gewand der angeblichen Releasezeit. Das wird verpackt in das Konzept einer Radiosendung, die sich in kurzen Zwischenhörspieltracks (Vier SCG 10s dieses Mal) äußert. Spannendes Konzept, noch spannender, wenn auch die Aufnahmegeräte in Teilen aus der jeweiligen Zeit kommen und hochgradig spannend, wenn der Sound trotz seiner Unterschiede von Track zu Track top ausfällt und nicht zusammengestückelt wirkt. Letztendliche Extase, wenn die Tracks dann noch gut geschrieben sind, und was soll ich sagen? Sind sie. “Shake The Baby Silent” ist typisch ROB ZOMBIE mit herrlich abstrusem Text, Apollyon packt die schönen 70er-Rock-Klavierlines aus und hat einen beachtlichen Mittelteil (überhaupt können LORDI Mittelteile, vernachlässigen sie aber häufig. Nicht so auf diesem Album). Mit “Blow My Fuse” wird es bluesig-stonerig, “Zombimbo” (Im englischen Sinne, nicht im rassistischen) ist offiziell ein LORDI-Discotrack und “Up To No Good” ist feinste ALICE-COOPER-”Trash”-Mucke. Dazu findet sich mit “Evil” nochmal ein Track auf dem Album, der in Sachen Härte und gemeiner Gitarrenarbeit den “Demonarchy”-Songs locker das Wasser reichen kann, “Scream Demon” hat gerade in der Strophe viel vom “Monsterican Dream”-Album und das toll geschriebene “Cutterfly” hätte einer der Top-Tracks auf dem in seiner Grundstimmung wunderbar melancholisch-gothischen “Deadache”-Album sein können. Ach ja, und “Like A Bee To The Honey” ist von KISS’s Paul Stanley vor Jahren geschrieben worden und ist sich nicht zu schade für ein Saxophonsolo.
Kritik quasi nein. Auch die schwächeren Songs auf dem Album (und das sind tatsächlich nur zwei bis drei) machen immer noch heftig Laune.

Fazit:
Das beste Album der Truppe seit “Deadache”, wenn man die “Demonarchy”-Seite auf “Monstereophonic” nicht mitrechnet. Ohne Ende vielseitig, mit hörbar motivierter Band, ungezwungen innovativ – auch wer die Band zwischendurch aus Mangel an Neuem mal abgeschrieben hat, sollte “Killection” dringend eine Chance geben! Der fehlende halbe Punkt wird hinzugefügt, wenn die KING-DIAMOND-Version von “Blood Red Sandman” irgendwann mal in Gänze rauskommt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Radio SCG 10
02. Horror For Hire
03. Shake The Baby Silent
04. Like A Bee To The Honey
05. Apollyon
06. SCG 10 The Last Hour
07. Blow My Fuse
08.I Dug A Hole In The Yard For You
09. Zombimbo
10. Up To No Good
11. SCG 10 Demonic Semitones
12. Cutterfly
13. Evil
14. Scream Demon
15. SCG 10 I Am Here

Jannis

PASSION – Passion

Band: Passion
Album: Passion
Spielzeit: 40:07 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: www.facebook.com/passionbanduk

PASSION gegründet vom ehemaligen NIGHT BY NIGHT Shouter Daniel Rossal hier mit Namen Lion Ravarez, mit dabei sind noch Chance Vanderlain Gitarre, Weston James am Bass und Bobby Laker an den Drums. So schlimm wie sich an den Namen erahnen läst ist das Material nicht, viel mehr ist es gut gemachter Melodic Hard Rock, inspiriert von den großen Bands der 1980er bis frühe 1990er Jahre, BON JOVI, DEF LEPPARD, TYKETTO, DOKKEN, DANGER DANGER und ein guter Schuss AC/DC. Auf dem Rundling findet man melodische Stücke mit genug biss und härte, angereichert mit fetten Chören im Refrain und feinen Solos. Die Rhythmusfraktion kann voll überzeugen, alles ist mit einer Selbstverständlichkeit und genug Selbstbewußtsein eingespielt und bleibt prompt im Ohr hängen. Man bekommt einfach gute Laune bei dieser Art von Musik zu zuhören und eine wenig an die gute alte Zeit erinnert wird, in der sowas noch im Radio und der Disco gespielt wurde. Ravarez klingt ein wennig wie der kleine Bruder von Ted Poley was als Kompliment gemeint ist.

Den Anfang macht “Intensity” ein flotter Rocker, gefolgt von dem Hit “Trespass On Love” Melodie und geniale Vocals mit einem Refrain zum niederknien, hätten die Radiostationen der Welt in den 80er rauf und runter gespielt. Danach kommt mit “Too Bad For Baby” ein Straighter Rocker der ein wenig an GOTTHARD oder VON GROOVEs Debüt erinnert. Bei “Lost In The Dark” denke ich an DOKKEN. “Back” noch ein Straighter Rocker der sofort ins Ohr geht und nicht mehr raus will. “Victim Of Desire” könnte von JADED HEART mit Bormann stammen. Der zweite Hit “We Do What We Want” macht einfach Spass ein melodischer Rocker der sich anhört wie eine Mischung aus DEF LEPPARD und AC/DC, bleibt lange im Ohr. “Built To Please” fällt leicht gegen die anderen Stücke ab. “She Bites Hard” läst AC/DC wieder durchblitzen wäre was für eine Rocknacht in der Disco um die Tanzfläche zu füllen. “Big Game” ein Rocker der gut ab geht.

Fazit:

Ein Debütalbum das Spass macht und mehr als nur einen Durchlauf verdient hat, für alle die mit den erwähnten Bands was anfangen können, können hier bedenkenlos zu greifen. Von mir gibts 8,5 Punkte

WERTUNG:


 

Trackliste:

01. Intensity
02. Trespass On Love
03. Too Bad For Baby
04. Lost In The Dark
05. Back
06. Victims Of Desire
07. We Do What We Want
08. Built To Please
09. She Bites Hard
10. Big Game

Helmut

UNIVERSE – Bad Child (RG Zeitmaschine)

Band: Universe
Album: Bad Child
Spielzeit: 49:16 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Hard Rock
Plattenfirma: Solid Rock
Veröffentlichung: 1992
Homepage: www.universe-rock.de

UNIVERSE eine relativ unbekannte Band aus unseren Landen, im März 2015 wurde von Stefan das vierte Album bewertet. Hier geht es um das Debüt was es in sich hat, fette Gitarren und Chöre, geniale Melodien und raue nach Whiskey klingende Vocals vom talentierten leider verstorbenen Frank Di Santo. An den Gitarren waren damals Wolla Böhm und Reinholt Durand am Bass Holger Gerorge und Ingo Plass an den Drums.

Geboten wird Melodic Rock / Hard Rock mit, wenn verglichen werden kann höchstens einem leichten Touch über den Atlantik nach Kanada und den USA der frühen neunziger. Dies aber alles mit sehr viel Eigenständigkeit, was zu dieser Zeit Mangelware war, Nirvana und Co überfluteten den Markt mit ihrer Depri Mucke, ist halt Geschmackssache. Für traditionalisten war die Suche nach guten neuen Bands nicht leicht, da diese so gut wie kein Airplay mehr im Radio oder auch auf MTV bekamen.

Frank Di Santo liefert eine starke Leistung ab, die Stimme ist ähnlich der von Klaus Opree von TRANS AM, falls die einer kennt, einer genauso unbekannten und guten Band ich glaube aus dem Bonner Raum. Alles sitzt perfekt genau wie bei den Instrumenten harte melodische Gitarren und die Drums treiben nach vorne. Eine bessere Leistung für ein Debüt ist fast nicht möglich, sehr gutes Material mit drei Hits für die Rockdisco, die es lohnt für sich zu entdecken. Die Produktion bläst mit sehr gutem Sound und viel Dampf aus den Boxen.

Los geht es mit “I Want You” einem flotten Melodic Rock Song mit Mitsingrefrain hätte sich gut auf dem Debüt von TYKETTO gemacht. “Bad Child” ein Hard Rock Song der gut auf das Debüt von VON GROOVE oder TRIUMPHs “Age Of Excess” gepasst hätte. “Tear It Out” eine Uptemponummer die leicht gegenüber den anderen Tracks abfällt. “Where Are You” eine schöne Ballade für die Kuschelstunden. Dann folgt “Stranger In The Night” ein sehr guter Melodic Rock Song gleiches gilt auch für “Strong Survivors”. “Too Far Gone” nein nicht von Kane Roberts, hätte sich aber auch gut auf dessem zweiten Album gemacht. Dann kommt das erste Highlight ein staubtrockener Hit, Rock DJs hört euch diesen Song mal an, spielt diesen in der Rock Night und die Tanzfläche wird voll wie früher. Fetzige Gitarren und ein Sänger der regelrecht abhebt gepaart mit einem Refrain der von anderen auch nicht besser hinbekommen wird. “Big Screen Hero” das zweite Highlight ein Melodic Rocker der eine leichte melancholische Note besitzt aber dennoch stark ist, UNIVERSE gelingt hier den Spannungsbogen bis zum genialen Refrain gekonnt auf zu Bauen. “I’m Still Alive”  drittes Highlight ein Song der einfach gute Laune verbreitet, beendet ein Saustarkes Debüt aus Deutschland. Warum die drei Highlights am Ende kommen entzieht sich meiner Kenntnis, zwei zum Start, den dritten in die Mitte des Albums wäre meine Wahl.

Vergleichen kann man UNIVERSE mit dieses Album schlecht, wenn dann eine Mischung aus TYKETTO, TRIUMPH, VON GROOVE, ADRIAN GALE, VICTORY, TRANS AM und PC69 eine sehr hörenswerte Auswahl.

Fazit:

Ein Geiles Debüt einer talentierten deutschen Band die mehr Aufmerksamkeit mehr als verdient hätte. Momentan ist die CD noch relativ günstig zu bekommen aber wie lang noch. Last euch diesen Schatz nicht entgehen und gebt ihm mal einen Probelauf. Mit einem leider viel zu früh verstorbenen Sänger, der es mit seiner Whiskey und Zigarrengeschwängerten Stimme weit hätte bringen können.

Ich ziehe hier eine 9 als Bewertung, weil Geile Mucke auf dem Rundling zu finden ist, die aus einer Zeit stammt in der andere Trends aus Seattle gekrochen kamen und die Musiklandschaft verändert haben, nicht wirklich zum Vorteil.

WERTUNG:


 

Trackliste:

01. I Want You
02. Bad Child
03. Tear It Out
04. Where Are You
05. Stranger In The Night
06. Strong Survivors
07. Too Far Gone
08. Hands Off
09. Big Screen Hero
10. I’m Still Alive

Helmut

SHADOW BREAKER – Shadow Breaker

Band: Shadow Breaker
Album: Shadow Breaker
Spielzeit: 39:35 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: www.facebook.com/shadowbreakertheband

SHADOW BREAKER stammen aus Frankreich und bestehen aus Frankh Midoux Vocals, Chris Savourey Guitars und Bass, Yannick Pierre an den Drums. Die Herren Midoux und Savourey arbeiteten in den 90ern schon bei SAVOUREY zusammen und haben 1997 für ANGRA einige Shows eröffnet. Im Jahr 2001 gründeten die beiden NORTHWIND und veröffentlichten 2002 das Album Seasons und es folgten Shows mit unter anderem BONFIRE, SHY und BRIGHTON ROCK.

Auf dem Album wird Hardrock der alten Schule mit unterschiedlichen einflüssen geboten. Mal fallen mir AC/DC, JUDAS PRIEST ein anderes mal WHITESNAKE oder auch KISS, LED ZEPPLIN oder UFO als groben Vergleich ein.

Das gebotene Material bewegt sich eher im Midtempo Bereich, die Musiker verstehen ihr Handwerk und können überzeugen. Beim Songwriting sind Schwächen vorhanden die Songs sind eher Durchschnitt, genauso bei der Produktion (ich weiß nicht ob es an dem MP3 Promo Material liegt oder ob der Sound beim Endprodukt wirklich so schwach ist), aber der Hörgenuss wird doch stark gebremst. Das Material läst sich gut anhören ist aber kein Überflieger, einen richtigen Hit findet man auch nicht, guter Durchschnitt nicht mehr aber auch nicht weniger.

Die jenigen von euch die sich bei den oben genannten Bands angesprochen fühlen sollten mal ein Ohr riskieren und diesem Rundling eine Chance bei einem Probelauf geben.

Von mir gibts für das Songmaterial 7,5 Punkte und 0,5 Abzug für die doch eher Schlechte Produktion.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. City Of Light
02. More Than Feeling Alive
03. I’ve Found Myself
04. Heartquake
05. Hang On
06. Louder
07. Ruby Baby
08. Out Of The Shadow
09. Fly Me

Helmut

 

STARGAZER – The Sky is the Limit

Band: Stargazer
Album: The Sky Is The Limit
Spielzeit: 66.17 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 11.10. 2019
Homepage: www.facebook.com/stargazertheband/

STARGAZER -The Sky Is The Limit
Im Jahre 2010 haben sich STARGAZER einige wohlmeinenden Reviews für ihre Debütscheibe abholen können. Jetzt, neun Jahre später, versuchen sie dies Unterfangen mit „The Sky Is The Limit“ zu wiederholen und sollten sich mir einige Leser anschließen, wird das auch gelingen.
Die Norweger haben sich dem skandinavischen Metal verschrieben, über lackiert mit einem ganz besonderem 80er Flair und spielen ihn mit ganz viel Charme und Respekt vor dem Original.
Eine Produktion, die nichts kaputt macht, von der man aber gespannt sein dürfte, wie sie klänge, wenn sie besser wäre, aber vielleicht nähme das dem Ganzen auch den angesprochenen Charme.
Die Jungs schmeißen an Inspirationen alles rein, was sie im Plattenschrank haben und sie machen es ordentlich. Handwerklich gibt’s nichts auszusetzen, keine der handelnden Personen ragt heraus, gute Gitarrenarbeit auf dem Niveau, welches es für ein solches Album braucht, auch wenn die Aufgabenstellung in einem über siebenminütigen Solo namens „Racing the Devil“ den Spannungsbogen hochzuhalten die Grenzen sicher sprengt. Dazu eine solide Rhythmussektion die drückt und mit Tore Andr Helgemo ein Sänger, dem man auch länger als drei Songs lang zuhören mag. Genügend abwechslungsreiche Songs haben sie im Köcher, die man als von den 80er geprägter Konsument in ähnlicher Form sicher schon mal gehört hat, aber eben nicht nach Schema F wiedergekäut.
Das Niveau des Openers “Cold as ice“ kann die Ballade „Come To Me“ nicht halten, was in erster Linie am etwas aufdringlichem Gitarrenspiel liegt. Dass sich Gitarrist und Gründungsmitglied William Ernststen im klassischen Metalmetier wohler fühlt, zeigt „Every Dog Has Its Day“, packendes Riff im Stile der alten TNT. Dass auch Sänger Helgemo eine große Affinität zum Gesangsstil Tony Harnells besitzt, ist allgegenwärtig und passend.
„Lost Generation“ ist zügig unterwegs, zählt aber nicht zu den besseren Songs des Albums, die Kategorie beinhaltet Songs wie das knapp vierminütige „I´m The one“ und das ebenfalls zündende „Sentimental Guy“, dessen Solo als reine Hommage an Ronnie LeTekro gesehen werden kann.
Das gekonnt mit Keyboards unterlegt „Shadow Chaser“ bleibt insgesamt etwas belanglos, ohne wirklich zu enttäuschen.
Das Attribut gefällig darf die Quotenballade „So Now You´re Leaving“ für sich in Anspruch nehmen, ohne große Glanzlichter zu setzen.
Insgesamt darf man das Unternehmen „The Sky Is The Limit“ als durchaus gelungen bezeichnen und wenn beim Nachfolgealbum noch ein paar Stellschrauben gedreht werden, könnte uns da eine echte Überraschung ins Haus stehen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Sky is The Limit
02. I`m The One
03. Shadow Chaser
04. So Now You´re Leaving
05. Lost Generation
06. Cold As Ice
07. Turn Me On Forever
08. Every Dog Has Its day
09. Racing The Devil
10.Come To Me
11. Sentimental Guy
12. Takin´It Slow
13. Silenced by the World

Link zum Video “I´m The One” :

Rüdiger König

R.U.S.T.X – Center Of The Universe

Band: R.U.S.T.X
Album: Center Of The Universe
Spielzeit: 51:58 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung:
Homepage: www.rustxofficial.com

Meine Damen und Herren, das hier ist schon eine spezielle Band. R.U.S.T.X kommen aus Zypern und sind mittlerweile eine reine Familienband, bestehend aus vier Geschwistern an Gitarre, Bass, Drums und Keyboard, und jeder übernimmt mal den Gesang. Das Cover lässt bereits vermuten: Es wird retro. Und tatsächlich ist man stilistisch nach recht klaren Heavy-Metal-Anfängen doch mehr und mehr in die Zeit Ende 60er bis Anfang 80er gerutscht, sodass sich mir beim Hören zwangsläufig das Bild der vier Bandmitglieder im Alter von zehn Jahren um einen Plattenspieler vor Augen drängt, auf dem ihnen Mama und Papa ihre Lieblingsmusik vorführen. Wenn dem so war, hat das augenscheinlich Eindruck hinterlassen, denn das Resultat ist verdammt authentisch und fühlt sich, wenn man das so beurteilen kann, wirklich echt und mit Leidenschaft erschaffen an. Der Sound ist organisch, warm und voll, die viel verwendeten Orgelsounds sind zum reinlegen. Und auch das Songwriting ist edel ausgefallen. Kaum Passagen, bei denen man den Eindruck bekommt, hier versuche eine Band auf Teufel komm raus alt zu klingen oder nach Vorlagen zu arbeiten. Die Songs sind in sich so schlüssig wie individuell und resultierend daraus hat das komplette Album einfach Charakter.
Das geht schon bei der herzlichen Hörerbegrüßung durch “Defendre Le Rock” los, feinster Oldschool-Hard-Rock mit wunderbarem Orgelriff, und mit dem anschließenden NWoBHMigen “Running Man”, so klassisch wie liebevoll geschrieben, weiter. Dann gibt es noch eine ordentliche Dosis positive Vibes mit dem poppig-niedlichen, klavierangereicherten “Endless Skies” (omg, so viel Dur, so vielseitig und schön komponiert) und dem ebenfalls klavierunterlegten “Wake Up”. Und mit dem neunminütigen Titeltrack habe ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen überlangen Track gefunden, der seine Länge komplett mit echtem Inhalt zu füllen vermag. Allein das Ende. Und der Einstieg des Refrains und der Refrain selbst. Meisterwerkchen.
Ich wäre restlos begeistert von “Center Of The Universe”, gäbe es da nicht ein paar Probleme mit dem Gesang, den die Geschwister aus Gründen ebenfalls selbst übernehmen. Nicht nur ist er der einzige Faktor, bei dem die Produktion zu bemängeln ist (Kein Hall, kein Echo, keine Anfettung, wirkt daher gerne mal dünn), gerade der (selten singende) Herr mit der Gurgelstimme übertreibt diese manchmal, will in meinen Ohren nicht in den Gesamtsound passen und wirkt eher wie ein störender Fremdkörper. Der restliche Gesang ist sonst mindestens akzeptabel, manchmal auch ziemlich  gut, aber mehr Arbeit an der Vocalproduktion und Hustenbonbons für besagten Kollegen sollten in Zukunft auf jeden Fall drin sein. Ist somit natürlich ein durchgehender Kritikpunkt, aber halt auch mehr oder weniger der einzige.

Fazit:
Ernsthaft: Wer sich zutraut, auch mal über längere Passagen, in denen der Gesang nicht so ganz funktioniert, hinwegzuhören, der wird mit “Center Of The Universe” nicht nur ein Album in den Händen halten, das retro klingt, sondern auch eins, das dazu noch mit massig Liebe zur Musik geschrieben wurde, das Stimmung transportiert und gleichzeitig alt und frisch klingt. Wär ich der Papa, ich wäre des Todes stolz!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Defendre Le Rock
02. Running Man
03. Black Heart
04. I Stand To Live
05. Endless Skies
06. Center Of The Universe
07. Widow’s Cry
08. Wake Up
09. Dirty Road (Bonus Track)
10. Band On The Run (Bonus Track)

Jannis