01. Too Late
02. Can’t Get Enough
03. If I Fall
04. Good Enough
05. We Live And Die For Rock ’n Roll
06. No One Like You
07. Time We Won’t Forget
08. Carry On
09. Save Me
10. One Heart, One Fire
Spielzeit: 36:15 min – Genre: Hard Rock – Label: Art of Melody Music – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/xtasyrockband
XTASY, eine der schwedischsten Bands Spaniens, melden sich zurück mit einem neuen Album. Melodic Hard Rock steht auf dem Programm, die ganz melodische Sorte. Wenn man sich fragt, warum die Truppe so sehr nach Schweden klingt: Erik Mårtensson von ECLIPSE ist praktisch das inoffizielle sechste Bandmitglied von XTASY und nicht nur für Mix und Mastering verantwortlich sondern auch am Songwriting beteiligt.
Und auch wenn man bislang noch nichts von XTASY kennt, hat man damit wohl ein paar grundlegende Fragen bereits beantwortet: Ja, ihr neues Album „Phoenix“ klingt sehr gut nach einwandfreiem fettem modernem Hard-Rock-Sound mit ordentlich Klarheit und einer angenehmen Wärme. Und ja, das Songwriting hat ganz klar jederzeit ein gewisses Mindest-Niveau.
Und abgesehen davon? Nun, die Band um Sängerin Silvia hat ein mit gerade einmal 36 Minuten Spieldauer ziemlich kurzes aber auch längenloses Album gebastelt, auf dem nichtsdestotrotz zehn Songs Platz finden. Weil halt auch gerade mal zwei von ihnen überhaupt die Vier-Minuten-Grenze knacken, einer nicht mal die drei schafft. Aber warum nicht, länger müssen die Songs auch nicht sein und langweilig ist „Phoenix“ dankenswerterweise damit nicht.
Silvia macht einen stabilen Job als Sängerin, wird von gut klingenden Backing Vocals unterstützt, und der Rest der Band hat das gewählte Genre ebenso komplett im Blut und in den Fingern. „Falsch“ klingt hier gar nichts und jedes Instrument weiß genau wie die Sängerin, was es zu tun hat, um Sound und Stil so treffsicher wie möglich umzusetzen. Eine nette Synth-Auswahl gibt es auch, die nicht übertrieben aber sinnhaft zum Einsatz kommt, so einiges an Tamburin in den Refrains und viel, viel Eingängigkeit.
Auch in Sachen Melodien ist „Phoenix“ so Melodic Hard Rock, wie es halt werden kann. Revolutionär? Nein. Besonders individuell? Nein. Und ja, ganz ehrlich, die Platte wirkt in Sachen Songwriting schon wie ein Best-Of der Genre-Melodiewendungen, die andere Gute in der Szene auch schonmal so verwendet haben werden.
Da kann man jetzt einen gewissen Mangel an Kreativität ankreiden (mache ich auch), aber auf der anderen Seite sind ebenjene Melodien eben auch geil. Manchmal braucht es ja gar nicht mehr als ein Album, das alle Grundbedürfnisse des Hard-Rock-Fans perfekt erkennt und erfüllt. Und man kann es nicht anders sagen: Darin ist „Phoenix“ wirklich gut!
Fazit:
Kein neu erfundenes Rad, aber ein ganz rundes: „Phoenix“ von XTASY ist im besten Sinne eines der Alben, auf die man sich bei der Musikauswahl für die nächste Hard-Rock-Party problemlos einigen kann!
Anspieltipps:
„Good Enough“, „We Live And Die For Rock ’n Roll“ und „One Heart, One Fire“
Jannis













