GREYSTONE CANYON – Something Borrowed…Something New

Trackliste:

01. Doctor, Doctor (UFO Cover)
02. Just Got Paid (ZZ TOP Cover)
03. Drives Us
04. Imigrant Song (LED ZEPPELIN Cover)
05. Friend Of The Fox (Instrumental)
06. Suicide (THIN LIZZY Cover)
07. Hey Hey, My My (Into The Black) (NEIL YOUNG Cover)
08. AAF
09. Stealing Our Freedom

 

Spielzeit: 32:40 min – Genre: Hard Rock – Label: Rockshot Records – VÖ: 05.12.2025 – Page: www.facebook.com/greystonecanyon/

 

Rockshot Records, wo auch die drei sympatieträger aus Italien SANDNESS unter Vertrag stehen kommen mit einem neuen Album der australischen Band GREYSTONE CANYON in die Läden. Der Titel lautet „Something Borrowed…Something New“ und will heißen das auf dem Album fünf Coverversionen von bekannten Songs aus der Rockszene und zwei eigene – Plus zwei Instrumentals und Intro enthalten sind. Über Sinn oder Unsinn von Coverversionen lässt sich sicher mehr als nur ein Streitgespräch führen. Aber Hey warum nicht eine toll gemachte Coverversion von einem älteren Song, wie von UFO das in den 70ern aufgenommen wurde und auf dem original Album klanglich nicht wirklich überzeugend rüberkommt. Warum nicht ein Cover das reinhaut und gute Laune mitbringt, allerdings sind fünf bei 3,5 eigenen ein paar Zuviel, also mal sehen wie sich das Album anhört, vielleicht ist es nicht so düster wie das Papier spricht.

Ich kannte GREYSTONE CANYON vor diesem Album nicht, deshalb kann ich nicht viel über diese Band berichten außer das was mir das Album zeigt. Zur Band gehören Darren Cherry am Mikro und Gitarren, Richard Vella an Gitarren und Keyboards, David Poulter an Bass und Sham Hughes an Drums und Keyboards. Als ich die ersten Strophen von Darren hörte dachte ich die Stimme kommt mir seltsam bekannt und vertraut vor, ab dem zweiten Song viel mir ein von wo ich so eine Stimmfärbung kenne, an keinen geringeren als Jess Harnell von LOUD & CLEAR und ROCK SUGAR wurde ich erinnert. Nur das Darren seine Stimme nicht so oft in die hohen Regionen Jagd wie Jess, sondern mehr in den mittleren Lagen bleibt. Stimmlich ist also alles im Lot. Die Gitarren hauen die Riffs raus wie Sau und machen dies in der richtigen Härte ohne es dabei zu überreizen. Die Tasteninstrumente wurden sehr dezent und zurückhaltend eingesetzt und ziehen im Hintergrund ihre Bahnen. Der Bass haut einem die Noten mit voller Wucht um die Ohren und das Schlagzeug überzeugt ohne Wenn und Aber.

Geboten wird Classic und Hard Rock mit zeitgemäßem Klang und Produktion, die Coverversionen kommen knackig rüber und können auch überzeugen. Wenn man ehrlich ist die Stimmen eines Phil Mogg, Billy Gibbons, Robert Plant, Phil Lynott oder Neil Young sind schon einzigartig und prägend für die Rock Musik, und haben ihre riesige Spuren hinterlassen, aber Darren macht da einen echt guten Job. Ähnlich wie Jess mit ROCK SUGAR wirken die Songs im ersten Moment fremd, bis man sich an die Stimme gewohnt hat, dann kommen die Songs schon geil rüber. Die Eigenkompositionen besitzen viel Potential das die Band es nicht nötig hätte auf Coversongs zurück zu greifen. Nur wenn es der Band ein Bedürfnis war diese Songs in ihrem Gewand zu veröffentlichen, dann ist ihnen das sehr gut gelungen. Die eignen Songs sind im Hard Rock der späten 80er ausgeführt und schauen dabei sehr weit nach Osten über den Pazifik in Richtung USA und Kanada. Denn so hören sich die Songs an, die könnten durchaus auch von einer US- oder Kanada-Band stammen.

Einziger richtiger Wermutstropfen ist die doch sehr kurze Laufzeit von nicht mal 33 Minuten, da ziehe ich wie bei allen die unter 40 Minuten bleiben einen Punkt in der Wertung ab. Ansonsten eine sehr gute Vorstellung der Australier. Beim nächsten Album eigene Songs mit dem Potential der Zwei von diesem und über 40 Minuten dann lüppt es auch mit einer höheren Wertung.

„Doctor, Doctor“ mit Schmackes und geilem Basslauf geht es in die erste Runde, „Just Got Paid“ Heavy Blues Rock der was kann. „Drives Us“ ein geiler und cooler Rocker aus eigener Freder, erinnert an Ron Keels Material nach KEEL, „Imigrant Song“ der Song ist im Original der Burner, dass Cover geht voll in Ordnung. „Friend Of The Fox“ ein stimmiges Instrumental das mit Akustikgitarre glänzt, „Suicide“ anständig umgesetzt, allerdings besitzt die Version von LIZZY mehr Charme. „Hey Hey, My My (Into The Black)“ ich kenne da nur eine Liveversion von NEIL YOUNG und die hört sich nicht so prickelnd an, da hat die Version von GREYSTONE CANYON klanglich die Nase vorne obwohl es eine Ballade bleibt, „AAF“ müssen solche kurzen Intermezzos sein, nein, „Stealing Our Freedom“ hier zeigt sich die Band ein weiteres Mal von ihrer besten Seite, das Ding haut rein und signalisiert das Potential von GREYSTONE CANYON.

Balle

BLACKYARD RIOT – It Might Get Loud

Trackliste:

01. Rollin Thunder
02. All Known Man
03. It Might Get Loud
04. Higher
05. The Wolf
06. (Not The One To) Blame
07. It’s All Right
08. Poor Man
09. Light Em Up
10. Hell On Wheels

 

Spielzeit: 43:48 min – Genre: Hard Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 14.11.2025 – Page: www.facebook.com/blackyard.riot/

 

Es wird laut, sehr laut, der Hard Rock kehrt zurück in den Player und das auf eine Art und Weise die eigentlich jedem schmecken sollte. Zu BLACKYARD RIOT gehören die Musiker Dersim Tugal an Mikrofon und Gitarre, Nico Keener an Gitarre, Patrik Apel an Bass, Lars Lunova an den Drums und als Gastsänger bei mehreren Songs kam kein geringerer als Porty Portner von den ollen Riffsocken SIN CITY vorbei. Musiker die sich unter anderem bei SIN CITY und BLACKBIRD schon ausgetobt haben.

Dersim besitzt eine fein definiert und klingende Stimme und beherrscht es die Stimmbänder richtig und vernünftig schwingen zu lassen. Durch diese Färbung passt diese Stimme einfach nur wie ein sechser im Lotto zu BLACKYARD RIOT, wenn er mal richtig loslegt könnten so einige neidisch werden. Porty war schon bei SIN CITY kaputter als kaputt und passt deshalb bestens zum Riffrock. An den Gitarren herrscht Hard Rock Riffing in Reinkultur, na wer die beiden angegebenen Bands kennt weiß in welche Richtung der Sound geht, für die Anderen, dass verrate ich allerdings erst im nächsten Absatz. Der Bass kann mit seinen überdicken Klöten im zu engen Sack sowas von punkten, der Tieftöner ist Potenter als jemand der 10 Viagras eingeschmissen hat. Mit den Drums schießen die Jungs aber den Vogel vollends ab, was Lars da mit den Sticks abfeuert ist nicht nur ein Feuerwerk, sondern eine Kampfansage an die Konkurrenz, wer da mithalten kann sollte sich in Lauerstellung begeben. Die Produktion klingt sowas von Furztrocken das statt zu Bremsstreifen nur zu einer riesigen Staubentwicklung kommt.

Wie die Band selber angibt, lieben sie AC DC, AIRBOURNE, BACKYARD BABIES und BUCKCHERRY, ich werfe noch zwei unbedeutende Bands ins Rennen. Diese beiden Bands hören auf die Namen RHINO BUCKET und ROSE TATTOO, denn genau in die Richtung der angegebenen Bands geht der Bandsound. Ist das ein Fehler sich an solche Größen ranzutrauen? Dies kann unter Umständen nach Hinten losgehen, aber wer auf diese Bands steht und dem SIN CITY und BLACKBIRD gefallen hat wird nicht um BLACKYARD RIOT rumkommen und mit dem Album sowas von einem Volltreffer landen.

Einen Innovations-Oscar gewinnen BLACKYARD RIOT mit „It Might Get Loud“ auf keinen Fall, aber sie Lieben das Was und Wie sie es machen mit einer unbeugsamen Hingabe. Frech und mit Charme wird bei den ganz Großen im Biz abgekupfert das sich nicht nur die Balken verbiegen, sondern auch die Membranen platzen. Jungs wie wäre es mit einer Quattro-Headliner Tour zusammen mit den Oberpfälzern GOD’S GIFT, Oberbayern HEADSTONE und Schweizern VOLTAGE ARC, dieses Line-Up wäre der ideale Party-Smasher?!?

„Rollin Thunder“ ein fast schon zu perfekter Einstieg in das Album, „All Known Man“ der Song der jede Party aus dem Stimmungstief holt. „It Might Get Loud“ der Titelsong ist Programm, dass wäre damals der Renner in den Rock Discos geworden, „Higher“ ein Highlight das mit Charme und Melodie überzeugen kann. „The Wolf“ hätten AC DC auch nicht besser hinbekommen – was für ein geiler Stampfer, „(Not The One To) Blame“ und sie schieben noch ein Highlight nach, geiler als geil. „It’s All Right“ bluesiger Hard Rock der besten Sorte, „Poor Man“ das Dingens für eine versoffenen Club Nacht mit anschließendem Superkater. „Light Em Up“ hier verblassen sehr viele vor Neid nicht selber so einen Song auf die Beine stellen zu können, „Hell On Wheels“ zum Abschluss gibt es noch ein fettes Schmankerl das alles klar macht.

Balle

NITROGODS mit GOD’S GIFT am 29.11.2025 im VAZ in Burglengenfeld

Nachdem ich GOD’S GIFT am 28.11.2025 in Traunstein im Cafe Festung das Dritte mal Live gesehen habe und sie einen Tag später nochmal als Support für NITROGODS in Burglengenfeld auftraten nahm ich die Möglichkeit wahr mir diese sehr gute Band ein viertes Mal anzusehen. Also ging es am frühen Abend los in Richtung Burglengenfeld, es hatte noch einen Vorteil, ich habe NITROGODS noch nicht Live gesehen und wollte mir das Trio auch unbedingt ansehen. Dies kann ich von meiner endlosen To-Do-Liste von Interpreten und Bands streichen, NITROGODS check.

Am Vorabend in Traunstein konnten GOD’S GIFT meinen bis jetzt sehr guten Eindruck der Band, egal ob auf Konserve oder Live bestätigen. Und wie soll es anders sein auch am 29. November versetzten GOD’S GIFT dem Publikum einen regelrechten Arschtritt wie bei jedem von mir gesehenen Konzert. Sänger Fares konnte wie von ihm gewohnt mit seinem rauchigen Unterton Akzente setzten, fehlerlos shoutete er sich durch das Set das im Motto des Debütalbums stand. Die beiden Guitar-Heroen Mark und Daniel sorgten für ordentlich Alarm und Melodie, beide bewiesen abermals was sie für talentierte Saiten-Zauberer sind. Egal ob Mark oder Daniel das Solo spielte, oder auch während der Songs passte alles perfekt zusammen. Bassist Reeve besitzt Live eine sehr zurückhaltende und unspektakuläre Spielweise, die allerdings weder langweilig noch unauffällig ist. Er wirkt dabei wie ein 1000 Jahre alter Baum den nichts aus den Wurzeln haut. Und dann kommt das Biest schlecht hin, Mike an den Drums, der Typ besitzt eine energische Spielart die einfach nur auffällt, die Drumsticks hat er voll im Griff und wirbelt die auch gekonnt rum. Vom Stageacting her war viel Bewegung auf der Bühne und die Vier nutzten diese komplett aus. Der Soundmann bewies ein gutes Gehör und sorgte für einen druckvollen Livesound bis in alle Frequenzen. Für mich tadel- und fehlerlos bot die Band ihr Debütalbum Live auf einem sehr hohen Niveau. Wer sich selber überzeugen möchte welche Qualitäten GOD’S GIFT besitzen, es kommen in den kommenden Monaten noch ein paar Auftritte von der Oberpfalz bis nach Oberbayern. Traut Euch ruhig die Musiker anzusprechen, die freuen sich über jeden Zuspruch und sind immer für ein Gespräch zu haben.

www.facebook.com/godsgift.rocks

Setlist GOD’S GIFT

Ain’t Going Back
Trail Of Tears
Call Me Bad
Shake Your Faith
Put It Where You Want It
Silver Of Lead
The Deed Is Done
Race Till Sundown
Dogs On The Run
Dirty Boogie
Ain’t Going Back

Nach der Umbaupause kam das Powertrio NITROGODS ganz unspektakulär auf die Bühne, aber als sie loslegten war gewaltig was los. Ich fragte mich die ganze Show über wie die drei es mit nur einer Gitarre, Bass und Schlagzeug schaffen so einen Sound auf die Bühne zu bringen. Es gibt noch ein Powertrio das ich kenne das auch so eine Power besitzen und die sind in Taufkirchen zuhause. Sänger und Bassist Oimel sorgte für die tiefen Töne und mit seiner doch sehr fertig klingenden Stimme gab er eine mehr als anständige Figur ab. Der Gitarrist Henny hatte seine 6-saitige voll im Griff, wechselte auch öfter durch, je nach Bedarf. Klaus Sperling an den Drums wurde als lebende und wandelnde Bierpulle vorgestellt und spielte auch mal mit einer leeren Flasche, oder kaute auf einem seiner Sticks rum. Der Sound kann schon als brachial und sehr laut bezeichnet werden, trotz der Lautstärke war nichts von Übersteuerung zu hören. Die Songauswahl war sehr gelungen und gab von Punk über Hard Rock bis Heavy Rock alles her. Es wurden auch einige kühle Blondinen mit Schuss konsumiert was bei der Hitze auf der Bühne nicht verwunderlich erscheint. Das Geschehen verteilte sich von den beiden Bühnenseiten bis in die Mitte und jeder der Beiden wanderte mal rum. Gibt es einen Grund zum Meckern, klare Antwort: NEIN! Das Trio haute Song um Song raus und das mit einer Spielfreude die für beste Stimmung im Publikum sorgte. Das war bestimmt nicht das letzte Mal das ich mir NITROGODS Live gegeben habe, da wird es eine Fortsetzung geben, Punkt, Basta, Schluss und Aus.

www.facebook.com/Nitrogods

Setlist NITROGODS

Black Car Driving Man
Valley Of The Gods
At Least I’m Drunk
Rats & Rumours
Broke And Ugly
Boogeyman
Lipsynch Starz
Back Home
Rancid Rock
Left Lane To Memphis
Rotten Sucker
Get Lost
Damn Right
Whiskey Wonderland
Kings Of Nothing
The Haze

Text und Bilder: Balle

STARMEN – Starmenized II

Trackliste:

01. Trouble
02. Born To Rock
03. 15 Minutes Of Pain
04. The Once
05. Shark In The Dark
06. Five
07. One World
08. Shame On You
09. Not Your Enemy
10. Waiting On A Heartbreak

 

Spielzeit: 39:32 min – Genre: Hard Rock – Label: Melodic Passion Records – VÖ: 28.11.2025 – Page: www.facebook.com/starmen.se/

 

STARMEN aus einer fernen Galaxy, auch Schweden genannt, stammend sind mit ihrem fünften Album zurück um die Welt zu erobern. 2018 als High-Energie Tribute Band der geschminkten Kult Truppe KISS gegründet und seit 2020 mit eigenem Material ihr Unwesen treibend hauen die vier erneut einen raus. Wurden schon drei Alben der Sternenmänner von mir durch den Fleischwolf gedreht, wobei mir ein Album durch die Lappen ging, verwurstele ich nun auch das fünfte Album mit dem Titel „Starmenized II“. Waren die ersten beiden Rundlinge noch durchwachsen aber überzeugend, der vierte Silberling war schon um einiges besser, also mal sehen ob die STARMEN sich nochmals steigern können.

Zu STARMEN gehören Red Starmen an Mikrofon und Gitarre, Purple Starman an Gitarre, Gold Starman an Bass und Silver Starman an den Drums. Wer die herrlichen Old-School Orgeln übernommen hat ist im Promotext nicht ersichtlich, auf jeden Fall passen die sehr gut zum Bandsound und machen die Sache sehr rund. Redboys Stimme ist immer noch sehr nahe an der von Paul Stanley von KISS dran, und hört sich an wie dessen kleiner Bruder der zu viel geraucht hat. Die Gitarren hauen ihre Riffattacken raus wie nichts und sorgen für die richtige Härte in den Gehörgängen. Nicht zu weit in den Vordergrund drängend bilden die Gitarren mit den Drums das ideale Gerüst für Redboys Gesang. Der Bass befindet sich zwei Schritte hinter den Gitarren und kommt nicht so deutlich durch. Die Drums hauen voll drauf allerdings nicht mit roher Gewalt um Gitarren und Gesang zu überfahren. Die Produktion klingt vollkommen in Ordnung, bei den MP3s die ich zur Verfügung habe fehlen durch die Komprimierung die Höhen am oberen Ende.

Der Sound ist wie soll es anders sein, typisch STARMEN und ist somit sehr KISS Vibes angehaucht, nicht nur durch die Stimme von Redboy, auch die Kompositionen sind mit sehr vielen KISS Vibes angereichert. Ist dieser Umstand schlimm? Manche sagen bestimmt ob denen nichts Besseres einfällt, das andere Lager freut sich das es weiterhin coole KISS ähnliche Mucke gibt da von der Kult Band lange nichts mehr veröffentlicht wurde und die gefühlt 100.000ste Best Of existiert mit immer wieder denselben Songs darauf. Also kommen die Sternenmänner für KISS Fans gerade rechtzeitig um für frisches Futter zu sorgen. Wenn sich das Futter auf solch hohem Niveau befindet macht das Hören doppelt Spaß. Die Songs auf „Starmenized II“ sind Überbleibsel vom Vorgängeralbum und das keinen Deut schlechter. Die Entscheidung welche Songs auf das Vorgänger Album kommen sollten muss bei der Anzahl an sehr gut hörbaren Titeln immens schwer gewesen sein, es wäre Schade gewesen, wenn die Songs von „Starmenized II“ in irgendwelchen Schubladen Staub angesetzt hätten. Gut das STARMEN diese Songs noch veröffentlicht haben, die sind zu gut um ungehört zu bleiben.

Erneut ein sehr gutes Album der schwedischen Hard Rocker, die unbeirrt ihren Weg gehen, und das ist auch gut so. Mal klingen die STARMEN mehr nach KISS ein anderes Mal nicht so dafür aber eigenständig.

„Trouble“ bietet mit viel Drama den perfekten Einstieg in das Album, „Born To Rock“ ein Vollgas Rocker der mit der Wucht eines Panzers einschlägt. „15 Minutes Of Pain“ ein energiegeladener Song der viel Charme versprüht, „The Once“ wildert ohne Scham im Melodic Rock, ein cooles Teil. „Shark In The Dark“ könnte deren Vorbilder auch nicht besser bringen, „Five“ eine Hymne die überall sehr gut ankommen sollte. „One World“ wildert erneut sehr gut im Melodic Rock, „Shame On You“ ein intensiver Rocker mit coolen Strophen, im Refrain wird es schräg. „Not Your Enemy“ ein sehr eingängiger Rocker der überzeugt, „Waiting On A Heartbreak“ schlägt zum Abschluss mit der klassischen Kelle zu.

Balle

SAINTED SINNERS – High On Fire

Trackliste:

01. Crown Of Thorns
02. Out Of The Blue
03. Night After Night
04. Sunshine
05. Empty Days Of Wonder
06. World’s On Fire
07. Down In A Hole
08. Hide In The Dark
09. Sweet Sweet Addiction
10. Lost In A Storm
11. Who Are You

Spielzeit: 47:07 min – Genre: Hard Rock – Label: ROAR – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/SaintedSinners

 

Die HEILIGEN SÜNDER melden sich mit neuem Album zurück, „High On Fire“ lautet der Titel des fünften Rundlings diesmal. Seit dem dritten Album von 2020 ist die Besetzung relativ stabil, einzig der Posten am Bass wurde bei jedem Album neu vergeben. Zur Besetzung im Jahr 2025 gehören Jack Meille am Mikrofon, Frank Panè an den Gitarren, Ernesto Ghezzi an den Tasten, Samy Saemann an Bass und Berci Hirlemann an den Drums. Wobei Frank und Berci den harten Kern der Band seit dem Debüt bilden, und bei jedem Album von der Partie waren.

Jack besitzt eine der Stimmen die zwar hoch gehen kann dabei aber in keiner Weise nervt, ansonsten wenn er sich in normalen Regionen bewegt ist sie fast schon ideal für diese Art von klassischen Hard Rock, außer sie wird verzerrt. Die Gitarren von Frank sind auf einem Top Level, nicht von Show-Einlagen oder Egomanen Momenten durchzogen, sondern werden immer songdienlich ausgeführt. Egal ob dezent oder auf dicke Hose machend, die Gitarren passen perfekt zum und in den Song. Die Tasten von Ernesto sind aller erste Sahne, dabei spielt es keine Rolle ob sie moderner, orgeln oder im Hammond Stil kommen, die gehen voll in Ordnung. Der Bass kann sich gut behaupten, steht aber leicht nach hinten versetzt im Bild. Das Schlagzeug wurde dezent abgemischt, dass soll nicht heißen das es unauffällig wäre, ganz im Gegentum, der Taktgeber haut voll rein.

Der Sound von SAINTED SINNERS war schon immer ein wenig speziell, dies ändert sich auf „High On Fire“ ehrlich gesagt auch nicht. Es kommt wie gewohnt sich im Classic Rock befindlicher Hard Rock auf den Teller. Die 1980er sind bei den SAINTED SINNERS immer allgegenwärtig und werden mit den genannten Einflüssen zu einem perfekten Ganzen vermengt. Als grobe Vergleiche kann man die Vorgängeralben im Mix mit RAH BAND, DIO, frühe DEF LEPPARD, RAINBOW, DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN und SCORPIONS nehmen und wenn ich mich nicht so richtig verhört habe meine ich leichte Eigenschaften des BANGALORE CHOIR Debüts wahrgenommen zu haben.

Da hat Frank Panè mit seiner Gang fast einen Geniestreich abgeliefert, ein zweites oder drittes „Down In The Hole“ und es hätte Full House gegeben. Wenn es der Wahrheit entsprechen sollte was mir zugetragen wurde, dass die SAINTED SINNERS mal in der oberbayrischen Provinz im Landkreis Altötting in einem Gasthaus einer sehr kleinen Ortschaft gespielt haben, bitte nochmal mit dem neuen Album hinkommen, dann bin ich mit einem Bericht zu jeder Schandtat bereit.

„Crown Of Thorns“ geht das Album sehr klassisch mit geilem georgel an, „Out Of The Blue“ ein eingängiger Rocker mit Drive. „Night After Night“ kommt mit einer unwiderstehlichen Melodieführung obwohl der Refrain leicht unrund wirkt, „Sunshine“ hier wird die Gitarre, sowie die Stimme, extrem 70s Like verzehrt und erinnert an alte US-Krimi Serien – die mit Blues Rock Vibes aufgehübscht werden, mit abgefahrenen spacigen Keys, so versprüht der Song irgendwie die Leichtigkeit des lässigen Seins bei Sonnenuntergang. „Empty Days Of Wonder“ einer der geilsten Classic Rocker der letzten Zeit, „World’s On Fire“ es wird wieder sehr eingängig gerockt bis die Socken qualmen. „Down In A Hole“ ein Highlight mit endgeiler Melodie – wäre was für die Tanzfläche, „Hide In The Dark“ ein eingängiger Rocker der Spaß macht. „Sweet Sweet Addiction“ ein flotter Fuß Wipper von der besseren Sorte, „Lost In A Storm“ ein heftiger Rocker mit Hammond Sound und viel Drama, „Who Are You“ erinnert mich an eine härte Version von der Melodie die beim demaskieren von The Masked Singer eingespielt wird – kommt mit coolen Piano Klängen

Balle

BEAST EAGLE – Sorceress (EP)

Trackliste:

01. Sharp Tongue
02. The Dead Follow
03. Send Me Down
04. The Demonstration
05. Witch Hunt

Spielzeit: 19:30 min – Genre: Hard Rock – Label: Golden Robot Records – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/BEASTEAGLENE

 

 

 

Aus Nebraska kommt heute BEAST EAGLE in die Redaktion geflogen. Nach einem Album und einer EP gibt es von dem Quartett nun eine weitere EP namens „Sorceress“, mit stonerig angehauchtem Hard Rock, inspiriert von Truppen wie KYUSS und MASTODON. Gerade mal sechs Jahre gibt es das Quartett und Sängerin Kate Lewis, und da geht schon echt viel, aber da geht auch noch was.
Bleiben wir bei den Vocals: Da geht schon sehr viel. Kate ist eine Top-Besetzung für die Vocals, legt viel Emotion hinein, hat ein nices Vibrato und ist ein echter Mehrwert für den Sound. Der Rest der Band kann sich auch sehen lassen, insbesondere Austin L’Ecuyers Gitarrenarbeit unterstützt das Genre von BEAST EAGLE sehr gut.
Der Sound an sich ist erdig voll, wirkt handgemacht und in angenehmem Maße trocken, lediglich die HiHat ist, insbesondere im dritten und vierten Track, irgendwie danebengegangen.
Was in keinster Weise handgemacht wirkt, ist das verdammte KI-Cover (interessante Gesichter haben die Leute da; was macht der Typ, dem ganz rechts ein Stock aus dem Arm wächst, und warum fegt der Herr vorne im Bild mit einem Reisigbesen am Feuer?). Nicht nur das, man hat sich offenbar entschlossen, für die einzelnen Songs jeweils auch noch eins zu generieren. Ganz tolle „Arbeit“. Einfach mal ein Stern Abzug an dieser Stelle. Artworks sind Teil des Kunstwerks. Wer sich ärgert, dass Bands nicht gut entlohnt werden, sollte sich im klaren sein, dass Artwork-Künstler ebenso Künstler sind. Und wer heute an dieser Stelle menschliche Kreativität durch künstliche Intelligenz ersetzt, sollte dringend den Schuss hören, bevor das in wenigen Jahren auch mit seiner Musik passiert.
Musikalisch ist an „Sorceress“ vieles gut. Die Groove-Arbeit sitzt, die Melodien sind astrein genrekompatibel und insbesondere „The Demonstration“ mit seinen progressiven Taktspielereien in der Strophe, dem starken Chorus und dem sehr gelungenen Mittelteil, der in einen smarten Dreiertakt übergeht, macht richtig Laune. Die ersten drei Tracks sind jeweils unter vier Minuten lang und in ihrem Drucklevel relativ monoton. Ja, da gibt es immer so einen kurzen ruhigen Part, aber der Rest bleibt in Sachen Intensität doch immer auf einem ähnlichen Level. Damit geht bei ihnen die Struktur ein wenig verloren, während sie in der kurzen Zeit aber auch als komplette, klassisch strukturierte Songs funktionieren wollen und daher auch keine ausufernden, hypnotischeren Passagen zulassen. Das geht doch auf Kosten der Wirkung und hätte an einigen Stellen mit einem simplen „Weniger ist mehr“-Mindset verhindert werden können.

Fazit:
„Sorceress“ klingt sehr gut, die Vocalleistung ist wirklich, wirklich stark, die Instrumentalfraktion macht einen stabilen Job und man kennt sein Genre offensichtlich ganz genau. Etwas Mut zu Variation hätte der Platte aber echt gut getan. Dass BEST EAGLE das eigentlich können, beweist ohne Zweifel der

Anspieltipp:
„The Demonstration“

Jannis

HARDER! FASTER! – Have A Nice Life! (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Sun Goes Down
02. Walk On Water
03. Anymore
04. Lost In Yesterday
05. Tired Eyes
06. Rain
07. Take Me As I Am
08. Midnite
09. Sweet Talking Evil
10. Devils Moon

 

Spielzeit: 47:35 min – Genre: Hard Rock – Label: Lustyland Music – VÖ: 1994 – Page:

Heute kommt ein Exot aus dem Jahr 1994 in der Zeitmaschine zum Zug, wann ich mir das Album zulegte weiß ich nicht mehr. Einzig die Beschreibung des Albums als, „coole US Melodic / Hard Rock Band“ animierte mich das Album im Shop des Vertrauens zu ordern. Über die Band HARDER! FASTER! konnte ich damals nichts in Erfahrung bringen da Internet noch nicht in Reichweite war, jetzt lässt sich auf die Schnelle auch nichts finden. Also begnüge ich mich auf das spärliche Booklet und die Musik. Auf dem Streamingdienst mit dem grünen Logo ist das Album auf jeden Fall nicht zu finden.

Zur Band gehörten auf dem Album, Michael James am Mikrofon, Ronn Chick an Gitarren, Johnny Stanford II und Drummer Mike Collins. Das Label Lustyland Music sagt mir auch nichts, könnte sich um eine Angabe der Band handeln um das Album ein wenig offizieller klingen zu lassen. Michaels Stimme hat was Besonderes das man schlecht in Worte fassen kann. Die Range bewegt sich in einem Rahmen, der sehr gut hörbar ist, zudem verfügt er über eine extra Portion Dreck und Rauch die sehr gut mit dem Hard Rock harmoniert. Michael wird bei Bedarf mit mehrstimmigen Vocals im Hintergrund unterstützt. Die Gitarren hauen die Riffs trocken und ansatzlos raus das es eine wahre Freude ist. Der Bass macht alles andere aber nicht den in den Hintergrund gedrängten Nebenbuhler, der bekommt sogar mal in einem Solo Auslauf spendiert. Die Drums machen einen auf Steroiden geschwängerten Arni unter Volldampf und sorgen für mehr als ein Highlight. Die Produktion könnte ein bisschen mehr Dynamik vertragen, geht aber noch in Ordnung und rückt die Mucke immer noch ins rechte Licht.

Der Stil ist da schon spezieller, als ich das Album das erste Mal anhörte war ich enttäuscht, weil ich nichts von der Beschriebenen Coolness hören konnte. Auch ein zweiter und dritter Hördurchgang änderte nichts an meiner damaligen Einstellung zum Album. Mir war damals die Mucke zu unharmonisch, chaotisch, wirr und konfus, ich konnte ehrlich gesagt noch nichts mit HARDER! FASTER! anfangen. Erst sehr viele Jahre später, mehr als zehn waren es bestimmt kramte ich das Album mal wieder aus der Kiste um mir das Ding noch mal genauer zur Brust zu nehmen. Erst ab da hörte ich bewusster und nicht so oberflächlich zu, auf einmal entfaltete sich ein Bild in meinem Gehör das mir mit jedem Hören mehr zusagte. Irgendwann nach einigen Durchläufen mehr machte es dann gewaltig Klick und es kam besser an und die Coolness war da. Von jetzt auf gleich war mir bewusst, dass es sich bei „Have A Nice Life!“ um einen rohen und ungeschliffenen Diamanten handelt der leider kaum Beachtung fand und nur über den Importweg zu bekommen war. Der Hard Rock von HARDER! FASTER! wurde mit leichter Blues Note versehen um alles noch interessanter zu machen. Die Melodien brauchen etwas Zeit bis die sitzen, da es sich um eine sehr spezielle Songschreiberei handelt die man so kein zweites Mal mehr finden wird. Vergleichen kann man bedingt mit Bands wie 20/20 BLIND, ANIMAL BAG, BABYLON A.D., BAD4GOOD, BADLANDS, BLACK BAMBI, BLONZ, CATS IN BOOTS, CHILD’S PLAY, CITY OF FAITH, CRYSTAL ROXX und JAILHOUSE um nur einige zu nennen die auch diese Art von Hard Rock veröffentlicht haben. Nur stellen HARDER! FASTER! in der Aufzählung eine Ausnahme dar, denn die teils schrägen Riffeinlagen hauen schon rein und könnten für Verwirrung beim Hörer sorgen.

Wem sein Interesse geweckt wurde und das Album günstig erstehen kann, könnte allerdings einige Zeit benötigen es zu einem vernünftigen Tarif zu finden, sollte sich nicht von den ersten Durchläufen entmutigen lassen. Das Album brauchte bei mir auch sehr lange bis ich bereit für diesen Hard Rock war.

„Sun Goes Down“ ein intensiver und nicht gewohnter Einstieg in ein Album – trotzdem handelt es sich um einen Hit, „Walk On Water“ der nächste Hit. „Anymore“ sehr gefühlvoll und balladesk, „Lost In Yesterday“ kommt mit schrägen Riffen aus den Boxen gejagt. „Tired Eyes“ mit endgeilem Bass Lauf und Rockt wie Münchhausen auf der abgehenden Kanonenkugel, „Rain“ hier kommt sehr viel Drama zum Einsatz. „Take Me As I Am“ hier sorgt Michael mit seiner Stimme für Gänsehaut Momente, „Midnite“ eine Abgehnummer wie eine Dampframme. „Sweet Talking Evil“ der Song der von Anfang an am eingängigsten ist, „Devils Moon“ intensiv, chaotisch und wirr wird mit dem letzten Song das Licht ausgemacht.

Balle

GOD’S GIFT – God’s Gift

Trackliste:

01. Ain’t Going Back
02. Trail Of Tears
03. Call Me Bad
04. Silver Or Lead
05. Put It Where You Want It
06. The Deed Is Done
07. Dogs On The Run
08. Shake Your Faith
09. The Dark Side Of My Heart
10. Race Till Sundown
11. Dirty Boogie

Spielzeit: 43:28 min – Genre: Hard Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 31.10.2025 – Page: www.facebook.com/godsgift.rocks

 

GOD’S GIFT, was für ein Bandname, in Deutsch „Gottes Geschenk“, also von Gottes Gnaden kommend um den Riff geschwängerten Hard Rock auf die Erde zurück zu bringen und unter den vielen Jüngern der harten Töne zu verbreiten. Zur Band gehören Sänger Fares Gabriel Hadid, Mark T. Wright und Daniel Taeger an den Gitarren, Reeve Downes am Bass und Mike Hartinger an den Drums. Mark, Daniel und Mike kennen sich aus AC DC Tribute Bands und spielen dort auch noch regelmäßig Shows, Mark und Mike spielen zusammen in der AC DC ALL STAR BAND und der AC DC REVIVAL BAND ’89, falls mal Not am Mann ist wird sich unter den Bands ausgeholfen. Ich konnte beide AC DC Tribute Bands schon Live sehen und war regelrecht tief beeindruckt über die Qualitäten beider Bands und werde mir diese mit Sicherheit noch öfter ansehen. Ich konnte mit den Musikern auch schon bei verschiedenen Anlässen Reden und kann nur sagen das es sich um Pfundskerle handelt. GOD’S GIFT kamen im Jahr 2022 zusammen als Mark, Daniel und Mike mit Fares und Reeve (Ex RHINO BUCKET) die Band komplettierten, dauerte es noch drei Jahre bis das Debütalbum im Kasten und bereit zur Veröffentlichung war. Und was das für ein Debütalbum wurde, zeigt sich in den folgenden Worten.

Fares ein neuer Stern am Gesangshimmel der mit seiner rauchigen Stimme am Mikrofon alles klar macht, noch dazu kann er Live voll überzeugen ohne sich eine Blöße zu geben. Die Stimme befindet sich zwischen BRYAN ADAMS, Bon Scott und Georg Dolivo um einen sehr groben Vergleich abzugeben. Auf jeden Fall passt die Stimme zur Mucke wie es nur sehr wenige würden. Mit  Mark und Daniel befinden sich zwei begnadete Gitarristen in der Band die den Hörer regelrecht gnadenlos mit einer rechten Geraden auf die Bretter schicken. Schnelle Erholung ist nicht gegeben, da das Album Vollgas nach vorne geht und jeden Hard Rocker die Tränen in die Augen treiben sollte. Reeve ist alles andere nur nicht leise und zurückhaltend. Als ich im September die AC DC REVIVAL BAND ’89 Live gesehen habe war die unspektakuläre Spielweise von Reeve der aushalf am auffälligsten. Dann kommt das Tier im Mann, Mike – wenn man ihn an den Drums sieht fragt man sich wo das schmächtige Männlein die Energie und Kraft her nimmt die Bespannungen der Drums so zu beackern. Das ist ein Biest ohne Gnade. Die Produktion des Albums ist außer Furz trocken nur noch trocken ohne einen Bremsstreifen zu hinterlassen, besser kann man den Sound für diese Vollbedienung in Sachen Hard Rock nicht treffen.

Der Sound sollte nach meinen einleitenden Worten und der Vorgeschichte der Mitglieder eigentlich fast so klar sein wie eine kalte Winternacht in der man alle Sterne am Himmel sehen kann. Es wird Hard geRock N Rollt bis mehr als nur die Schwarte kracht. Die Jungs liefern mit einem unbändigen und frischen Charme ein Debüt ab das es in den 80ern weit hätte bringen können und selbst jetzt noch könnte. Die Mehrheit der Songs sind mit ihren Melodien mehr als nur Tanzflächen tauglich um diese zum überkochen bringen zu können. Auf einem Motorrad Treffen würden GOD’S GIFT für eine hochprozentige Umsatzsteigerung sorgen, so geht das Teil ab. Vergleichen kann man allein schon durch Reeve am Bass mit RHINO BUCKET, durch die Tribute Bands mit AC DC, AIRBOURNE, KROKUS, SIDEBURN, SIN CITY und GOTTHARD zur Anfangszeit. Mit viel Melodie und nicht zu hart geht die Band das Debüt an um sich einen Namen zu machen. Ich konnte die Band schon zweimal Live bewundern und kann nur sagen: „Unbedingt mal Live ansehen, wenn sich die Möglichkeit ergibt“.

Sicher erfinden die Fünf das Rad nicht neu, aber wenn das Rad so cool und fast schon genial in Bewegung gesetzt wird macht das Zuhören verdammt noch mal viel Spaß. Ein Tipp für alle Leser die zwischen München und Passau, oder auch Traunstein und Landshut sowie Rosenheim zuhause sind. Mark und Mike treten am 31.10.2025 im Bürgerzentrum Burgkirchen an der Alz mit der AC DC ALL STAR BAND auf, und wie mir Mark mitteilte haben sie ein Paar CDs des Albums dabei.

Ein mehr als gelungenes Debütalbum, man darf gespannt sein was das Gottes Geschenk in der Zukunft noch alles parat hält. Wäre ein zweites oder drittes „The Deed Is Done“ enthalten hätte ich volle Punktzahl gegeben. Bei Interesse kann man die CD auf der Bandseite ordern, wenn die erste Auflage vergriffen sein sollte wird nachgepresst, ein Vinyl ist leider nicht geplant. Am besten mundet der Rundling bei einer vernünftigen Goasn in einer und einer echten Havanna in der anderen Hand.

„Ain’t Going Back“ bietet den perfekten Einstieg in das Album, „Trail Of Tears“ geht gleich genau so weiter, volles Riff Brett an die Kinnspitze. „Call Me Bad“ ein erstes Highlight um 1 Uhr nachts, „Silver Or Lead“ und es geht weiter mit der genialen Achterbahn fahrt. „Put It Where You Want It“ hier kommt mal ein wenig mehr Gefühl ins Spiel und wirkt mit den Gittis als Einheit die nicht zu verbiegen ist, „The Deed Is Done“ das Dingens sprengt die Richterskala um 1000% – der Superhit des Albums. „Dogs On The Run“ ja Zefix noamoi, wo holen die Jungs die Songs her, „Shake Your Faith“ hätten die Einflüsse auch nicht besser liefern können. „The Dark Side Of My Heart“ vereint BRYAN ADAMS Charme und AC DC Vibes in einem Song, „Race Till Sundown“ der braucht einige Durchläufe bis er verdaut ist – aber dann kommt er gewaltig von hinten, „Dirty Boogie“ der Boogie darf auf einer vernünftigen Rock N Roll Scheibe nicht fehlen.

Balle

TYKETTO und WILDHEART am 02.10.2025 im VAZ in Burglengenfeld

Man glaubt es kaum, TYKETTO kamen doch tatsächlich am 02. Oktober für eine Live Sause in die oberpfälzer Provinz nach Burglengenfeld. Diesen Anlass ließ ich mir nicht nehmen, ein Date mit TYKETTO stand schon lange auf meiner To Do Liste. Am 02.10. war es endlich soweit das ich diesen Punkt abhaken konnte. Leider ist das einzig verbliebene Original Mitglied Sänger Danny Vaughn. Als Support waren die Belgier von WILDHEART dabei.

WILDHEART eröffneten den Abend der so ganz im Motto des Melodic Hard Rock stand. Ich kannte die Band vorher nicht und war erstaunt über die Leistung von WILDHEART. Der Sänger hat zwar eine aller Welts Stimme die man zu tausenden finden kann, für die Stimmfärbung kann er nicht viel aber er traf die Töne und machte einen guten Job am Mikro. Die beiden Gitarristen sorgten für die richtige Dosis Härte und konnten mit ihrer Show für einige Glanzpunkte setzen. Der Bassist und Drummer gaben auch ihr bestes und so wurde ein Set durchgespielt das sich sehen lassen kann. Der Stil bewegt sich irgendwo im nirgendwo in den 1980ern zwischen VIXEN, HURRICANE und BON JOVI, also genau das Richtige um für TYKETTO die Meute anzuheizen. Dies gelang auch und die Stimmung war generell sehr gut.

www.facebook.com/Wildheartrockandroll/

Nach der Pause kam das Date das ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit vor mich hinschob, TYKETTO kamen in meinen Einzugsbereich in dem ich für Konzerte unterwegs bin. TYKETTO setzte sich aus Danny Vaughn und ex oder immer noch CHEZ KANE, BRITNY FOX, DORO, WAYSTED, RUSS BALLARD, DIN AIREY, TEN, HEARTLAND, CHRIS OUSEY und einigen mehr Mitgliedern zusammen. Das es sich um Vollprofis an den Instrumenten handelte konnte man mit jeder Note oder Akkord hören. Es griff ein gut passendes Zahnrad in das andere und bildeten für Danny den richtigen Backround um die zahlreichen TYKETTO Hits zum Besten geben zu können. Danny war bestens drauf und auch perfekt bei Stimme und bot ein Set das quer durch die TYKETTO Vita ging. Wer die Alben kennt, sollte sich unbedingt mal eine Live Show von TYKETTO ansehen, den genau den Spirit den die Alben verbreiten, können TYKETTO mit Danny Live auf die Bühne bringen. Der Sound war Bombe da hatte der Tonmann ein feines Gehör für Details. Danny beschränkte sich nicht nur auf Raumverteidigung um den Mikrofonständer sondern war erfreulicher Weise sehr aktiv auf der Bühne unterwegs. Wenn es der Song benötigte bediente er auch die Akustik Gitarre und gab selbst an dieser eine sehr gute Figur ab. Hätte ich nicht ROBERT TEPPER beim letzten HEAT Festival und THE DEAD DAISIES in München gesehen die für mich bis jetzt die besten Konzerte waren, wäre TYKETTO in Burglengenfeld ein heißer Anwärter für diesen Posten. So bleibt nur das Fazit, Danny und seine Gang haben voll geliefert, wer es nicht glaubt kann sich bei einer der kommenden Shows selber davon überzeugen. Danny kündigte für nächstes Jahr ein neues Album an und wahrscheins wird es auch wieder eine Tour geben.

www.facebook.com/TykettoTheOfficial

Strength In Numbers
Wings
Rescue Me
Reach
The End Of The Summer Days
Mother Mary (UFO Cover)
Circle The Wagons
Seasons
The Run
Heroes Die Young (WAYSTED Cover)
Lay Your Body Down
Standing Alone
Sail Away
The Last Sunset
Forever Young

Text: Balle / Bilder: Fonse Demmelhuber

THE FRONT – The Front (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Fire
02. Sunshine Girl
03. Pain
04. Sweet Addiction
05. Ritual
06. Le Motion
07. Sister Moon
08. In The Garden
09. Violet World
10. Sin

 

Spielzeit: 46:36 min – Genre: Hard Rock – Label: Columbia – VÖ: 1989 – Page: www.facebook.com/TheFrontBand/

So Donnerstagnacht und ich habe Bock auf ausgefallene 80er Jahre Mucke die sich im Hard Rock bewegt. Und da kommt das Album von THE FRONT gerade recht für eine Vorstellung in der Rock-Garagen Zeitmaschine. Irgendwann mal, den genauen Zeitraum weiß ich nicht mehr, im Plattenladen von Nebenan viel mir das Cover vom Einzigen mir bekannten gleichnamigen Album der US-Amerikaner THE FRONT auf. Durch das knallige Gelb und den dunkelblauen Tönen fühlte ich mich angezogen und kaufte das Vinyl. Als ich das Album das erste Mal anhörte war ich enttäuscht, um genauer zu sein es gefiel mir nicht auf Anhieb. Erst viele Jahre später als ich die LP wieder auflegte machte es Boom und auf einmal fand ich gefallen an dem Hard Rock der so anders ist als das was viele andere Bands auf Tonträger gepresst hatten.

THE FRONT starteten Mitte der 1980er Jahre und stammten aus Kansas City, wie es hat den Anschein hat ist die Band noch aktiv ist. Es gibt eine Internetpräsenz mit Bio, Merchandise, Lyrics, etc. und einen aktiven Facebook Account.

Zur THE FRONT Besetzung gehörten Michael Anthony Franano am Mikrofon und Gitarre, Mike Greene ebenfalls Gitarre, Bobby Franano an Keyboards, Randy Jordan an Bass und Shane an den Drums. Michaels Stimme strotzt gerade nur so vor Kraft und Ausdrucksstärke. Von der Tonlage liegt Michael irgendwo zwischen Michael Hutchence, Ian Astbury und Billy Idol. Diese Stimme bringt auch eine sehr raue Färbung mit die dem Hard Rock von THE FRONT sehr gut zu Gesicht steht. Die Gitarren sind genau richtig abgemischt ohne dass sie zu laut rüberkommen, eine perfekte Dosis und bilden mit den einen Ticken leiseren Keyboards ein starkes Rückardt um die Stimme so besser zur Geltung zu bringen. Der Bass kommt nicht so klar durch, den kann man aber sehr gut bei genauem hinhören wahrnehmen. Die Drums sind auch nicht ganz so laut, dafür aber sehr auffällig eingesetzt. Die Produktion klingt sehr gut, wie bei Major Label der 1980er gewohnt, mit viel Dampf und reichlich Dollars im Rücken produziert.

Der Bandsound ist reinrassiger Hard Rock und erinnert an THE CULT, HAND OF FATE mit leichtem Hang zum Wave der 80er. Durch die Stimme von Michael kommt auch hier und da INXS Stimmung mit mehr Testosteron auf. So ergibt sich eine geile Mischung aus den Vergleichen und dem Hard Rock von THE FRONT bei dem weder Eingängigkeit noch Melodie zu kurz kommen. Jetzt viele Jahre später muss ich zugeben das THE FRONT ein verdammt starkes Teil auf der Haben Seite haben und in allen belangen Punkten können.

Wer auf nicht kommerziellen Hard Rock, der nicht von der Stange stammt, steht sollte sich diese Band mit ihrem gleichnamigen Album unbedingt mal genauer anhören. Nicht vom Cover abschrecken lassen, der Inhalt ist bei weitem Besser als das Cover vermuten lässt.

„Fire“ fängt an wie ein Popansiger Mischmasch mit Synthi Intro, aber nur bis die die Drums einen aus der Lethargie reißt, mit den Gitarren ein Fass aufmachen und einen Hit daraus formen, „Sunshine Girl“ macht gleich da weiter wo der Vorgänger aufhörte, kommt mit geilen Keyboardklängen. „Pain“ kommt mit viel Drama aus der Kiste, „Sweet Addiction“ erinnert vom geilen Groove und den Drums an „Indian Reservation“ auf Dope. „Ritual“ ein mit jugendlichem Charme ausgestatteter Drama Rocker, „Le Motion“ hier schimmern THE CULT voll durch. „Sister Moon“ ein Hit der mit einem Schlagzeugspiel kommt das jeden nass macht, „In The Garden“ es wird flott mit Rock N Roll Vibes drauf los gerockt. „Violet World“ geht als Hybrid aus THE CULT und HAND OF FATE durch, „Sin“ zum Schluss noch so ein cooler Rocker der Band.

Balle