BONFIRE – Fistful of Fire

Band: Bonfire
Album: Fistful of Fire
Spielzeit: 53:10 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 03.04.2020
Homepage: www.bonfire.de

Meine bisherigen Berührungspunkte mit der Ingolstädter Hardrock Institution waren die beiden 80er Scheiben „Fireworks“ (1987) und „Point Blank“ (1989). Die waren damals zwar wenig originell, dafür aber relativ gekonnt bei den großen amerikanischen Vorbildern abgeguckt. Natürlich hat es damals der Band und dem Erfolg nicht geschadet, dass die beiden erfolgreichsten Scheiben der Bandgeschichte von niemand geringerem als Michael Wagener himself produziert und soundtechnisch veredelt wurden. Seitdem ist viel Zeit ins Land gezogen und ich hatte die Truppe aus den Augen, bzw. Ohren verloren. Dass man sich, nicht im Guten, vom damaligen Sänger Claus Lessmann getrennt hatte, erhöhte mein Verlangen nicht gerade Neues von den Jungs zu hören – war Lessmans Stimme doch für mich eines der Alleinstellungsmerkmale von BONFIRE (we ich sie denn in Erinnerung hatte). Nun, anno 2020 ist von der damaligen Besetzung eigentlich niemand mehr dabei. Einzig Gründungsmitglied und Urgitarrist Hans Ziller ist noch/wieder dabei und er hat mit u.a. Neuzugang André Hilgers an den Drums (Ex- Rage, Axxis) und dem seit 2016 eingestellten Sänger Alexx Stahl eine respektable und kompetente Truppe um sich gescharrt.

Ob Maestro Ziller mit seiner Aussage „Fistful of Fire“ sei die bis dato härteste Bonfire-Scheibe überhaupt, recht hat, kann ich schlecht beurteilen – mir sind die letzten Scheiben wie angemerkt nicht geläufig. Fakt ist aber, dass die Scheibe ordentlich knallt und von dem melodiösen, fönigen Hardrock alter Tage nicht mehr viel geblieben ist. Das geht los mit dem kernigen Stampfer „Gotta Get Away“ bei dem Sänger Alexx Stahl seine komplette Badbreite bis hin zu hohen Schreien eindrucksvoll unter Beweis stellen kann. Auch im weiteren Verlauf können BONFIRE mit starken Hooklines in Songs wie „Ride The Blade“, „Breaking Out“ und dem harten „Fire And Ice“ punkten. Und dann wäre da natürlich noch die obligatorische Ballade, die diesmal „When An Old Man Cries“ heisst und genau das bedient, was man davon erwartet. Alles in allem liefern BONFIRE auf ihrer neuen Platte 11 Songs (plus drei Intros) ab, die handwerklich und soundtechnisch auf dem neuesten Stand sind. Allerdings habe ich aufgrund der Produktion schon Probleme die Jungs von den unzähligen anderen in diesem Genre tätigen Combos zu unterscheiden. Das klingt halt genau so, wie eine typische melodische Heavy Platte heuzutage klingt – zu einem gewissen Grad austauschbar und ohne grossen Widererkennungsert. Das kann einem bei der gebotenen Qualität durchaus egal sein, mir fehlt aber das gewisse Etwas.

Starkes Songwriting, tolle Gitarrenarbeit und ein charismatischer Sänger garantieren, dass BONFIRE auch mit „Fistful of Fire“ ordentlich abliefern. Die Jungs sind bereits seit so langer Zeit aktiv und haben sich ihr Standing in der Szene beileibe hart genug erarbeitet. Da kann dann unterm Strich mein einziger Kritikpunkt (das Kleben an etablierten Soundstandards) gerne getrost ignoriert werden kann. Gute Scheibe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Joker
02. Gotta Get Away
03. The Devil Made Me Do It
04. Ride The Blade
05. When An Old Man Cries
06. Rock’n’Roll Survivors
07. Fire And Ice
08. Warrior
09. Fire Etude
10. Breaking Out
11. Fistful Of Fire
12. The Surge
13. Gloryland
14. When An Old Man Cries (Acoustic Version)

Mario

STEELCITY – Mach II

Band: SteelCity
Album: Mach II
Spielzeit: 47:10 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 20.03.2020
Homepage: www.steelcityband.com/

 

Das zweite Album von STEELCITY bietet eingängigen Melodic Hard Rock amerikanischer Prägung, jetzt mit neuem Mann am Mikro Rob Cathey (GIBRALTA), Mike Floros an den Gitarren, Tony Stahl am Keyboard, Jason Cornwell am Bass und BJ Zampa am Schlagzeug. War das Debütalbum schon nicht übel, lag das Problem an den Vocals, so ist beim zweiten Album eine deutliche Steigerung zu hören, allein vom Gesang ist eine klare Verbesserung auszumachen und die Produktion hat auch mehr Druck als auf dem Debüt. Rob Cathey hört sich in den tiefen Lagen ähnlich an wie Paul Laine und in den höheren Regionen wie Geoff Tate, diese ergeben mit dem Gesamtsound der Band eine äußerst delikate Mischung die man sich immer wieder gerne anhört. Die Keyboards sind in der richtigen Dosierung eingesetzt und die Gitarren stehen klar im Vordergrund.

Enthalten sind zehn abwechslungsreiche Songs und ein Instrumental. Die besten Songs sind “Hearts On Fire”, “Dead Men”, “Steal Your Heart”, dem starken “Little Love”, “Still Close To My Heart” und dem letzten Track und Hooklinemonster “Down To One”. Alle aufgeführten Songs sind Midtempo gehalten, wie man sie von DANGER DANGER, BATON ROUGE, KANE ROBERTS, ADRIAN GALE und BLUE TEARS gewohnt ist. Das Album kommt ohne Ballade aus, enthält dafür aber zehn Granaten und davon fünf Überflieger wobei zwei davon das Zeug zum echten Hit hätten.

Fazit:

Eine angenehmes Album ohne Ausfälle mit fünf echten Highlights und fünf starken Kompositionen. Von mir gibt es eine Wertung von 8,5 Sternen.
 

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Hearts On Fire
02. Dead Men
03. Steal Your Heart
04. Wasted Time
05. I Cry
06. A Little Love
07. Still Close To My Heart
08. Give It Back
09. Spotlight
10. Prayer For Love
11. Down To One

 

 

Helmut

OZZY OSBOURNE – Ordinary Man

Band: Ozzy Osbourne
Album: Ordinary Man
Spielzeit: 49.20 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Sony /Epic Records
Veröffentlichung: 21.02.2020
Homepage: www.ozzy.com

Ich gelte im allgemeinen nicht als bekennender Ozzy Osbourne Fan, von daher ein risikobehaftes Unterfangen, mir mit „Ordinary Man“ das neue Album des Fledermauskillers zur Review vorzulegen. Bisher konnte er mich bei Black Sabbath gar nicht und als Solokünstler nur mit „The Ultimate Sin“ überzeugen. Also schon ein paar Tage her, dass der sicherlich charismatische aber mit einer nölenden Gesangsfarbe behaftete Künstler bei mir zu punkten wusste.
Somit startet der gesundheitlich stark angeschlagene 71-jährige, dessen geplante Tour immer und immer wieder verschoben wird, mit seinem mittlerweile zwölften Soloalbum nach beachtlichen zehn Jahren Pause einen weiteren Versuch.
Soundtechnisch, das beweisen die ersten Töne des Openers „Straight To Hell“, immer auf moderner Höhe, überrascht der Song durch Eingängigkeit und coolem Riff.
Auch im zweiten Song „All my Life“ überkommt mich das Gefühl, dass ich mich auf diesem Album eventuell mit seinem gewöhnungsbedürftigen Gesangstil diesmal werde arrangieren können, wenn denn die Qualität seiner Songs das Level würde halten können.
Ozzy hat sich für eine abwechslungsreiche Songzusammenstellung entschieden, was dem Album sicher Punkte beschert, „Goodbye“ klingt düster und nicht nach Schema F, wenn es auch nicht so ins Ohr geht, wie die beiden ersten Songs des Albums, was nicht an Gitarrist Slash liegt.
Titelstück „Ordinary man“, vorab ins Rennen geschickte Singleauskopplung sorgt für gewisses Stirnrunzel in der Heavyszene, handelt es sich doch um ein Duett mit Sir Elton John. Schöne, extrem schmalzige Ballade, die durch die unterschiedlichen Stimmfarben wunderbar funktioniert, wenn sie auch am Ende in Bombast erstickt. Gefühlvolle Gitarre, schöne Chöre mit ordentlich Streichern unterlegt, kann man so machen.
Ungewöhnlich auch der Einstieg in das eigentlich typische ozzystilische „Under the Graveyard“ sicherlich keins seiner Meisterwerke, aber allemal unterhaltsam und somit besser als das recht uninspirierte „Eat Me“.
Wesentlich eingängiger und melodischer zeigt sich „Today Is The End“.
Was die gut aufeinander abgestimmte Rythmussektion des aktuellen Longplayers, bestehend aus Drummer Chad Smith (Red Hot Chilli Peppers) und G’n´R Bassist Duff McKagan zu dem leicht skurril anmutendem „Scary Little Green Man“ meint, ist nicht überliefert.
Der Titel ‚Tiefpunkt des Albums‘ geht aber eindeutig an die Überflüssigballade“ Holy For Tonight“, schlechter Song in „allright – Manier“ nölend vorgetragen.
Überhaupt läßt „Ordinary Man“ gegen Ende ordentlich Federn und macht mit Nummern wie „It’s A Raid“ und „Take What You Want“ den eigentlich insgesamt guten Gesamteindruck kaputt.
Wohin auch immer man bei Ozzy tendiert, irgendwo zwischen Legende und Karikatur liegt die Wahrheit und mit dem aktuellen Album kann er musikalisch stellenweise überzeugen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Straight To Hell
02. All My Life
03. Goodbye
04. Ordinary Man (feat. Elton John)
05. Under The Graveyard
06. Eat Me
07. Today Is The End
08. Scary Little Green Men
10. It´s A Rain (feat. Post Malone)
11. Take What You Want (feat. Post Malone & Travis Scott)

Link zu “Odinary Man:

Rüdiger König

FORMOSA – Danger Zone

Band: Formosa
Album: Danger Zone
Spielzeit: 36:31 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Metalville Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.formosaband.com

Hard Rock, Heavy Metal und Glam machen ein Baby – und da ist es auch schon: FORMOSA! Drei junge Männer, seit ihrer Bodensee-Schulzeit zusammen, haben sich auf den Weg gemacht um die Rock’n’Roll Welt zu erobern. Während dabei ähnlichen Gruppen die Devise gilt: höher, pompöser und greller, brauchen FORMOSA nur eine E-Gitarre, einen Bass und ein Schlagzeug um loszurocken. Nik Bird (v.b.), Nik Beer (g.) und Paris Jay (d.) können bereits auf zwei Alben, „Tight & Sexy“ (2016) und „Sorry For Being Sexy“ (2018) zurückblicken. Live konnte man die Band schon bei über 300 Konzerten mit Größen wie The New Roses, Thundermother oder Nazareth bewundern. Aktuell geht es mit Audrey Horne auf Deutschland Tour. Nun kommt also das dritte Werk heraus, aufgenommen in Antwerpen, unter der Leitung von Martin Furia. CD rein und mit Vollgas in die „Danger Zone“.
Sehr gelungener Rock’n’Roll Opener „Dynamite“, mit sofortigem Ohrwurmcharakter. Zu Recht die zweite Video Single. Die Stimme erinnert mich schwer an jemand Bekannten. Dazu aber gleich mehr. „Masquerade“ startet mit einer feinen Gitarrenmelodie, die auch von Slash von den Gunners stammen könnte. Coole Nummer die immer wieder klasse variiert. Keine Pause, weiter geht’s mit „Leader Of The Pack“. Nochmal zurück zur Stimme des Sängers: Aufgrund der etwas höheren Tonlage muss man Nik mit Vince Neil von Mötley Crüe vergleichen. Vince Neil würde sich aber freuen, wenn er mal so gut klingen würde. Locker flockig rockt „Night Of The Witch“ daher. Da haben die Jungs wieder so eine Wohlfühlnummer geschaffen. Ganz großes Kino bei „Manic Lover“. So einen Song muss man erst mal raushauen.
Klasse Powerballade, anders kann ich es jetzt gar nicht bezeichnen. Die erste Single- und Videoauskopplung „Sold My Soul“ ist sehr gut ausgesucht. Hier geben die drei Musiker richtig Gas. Ich empfehle, daheim die Anlage ganz laut aufzudrehen und sich ein Bier zu öffnen. Bei „Rakija Fever“ fühlt man sich sofort an gute alte AC/DC Zeiten erinnert. Ach ist das schön. „We Go Out Tonight“ ist auch eine klasse Track. Hätten Kiss den geschrieben, wäre es sofort ein Hit geworden und er inspiriert mich, um die Häuser zu ziehen. Die nächste Nummer wird live bestimmt voll einschlagen. „Starry Eyes“ geht sofort ins Ohr und lässt einen die Luftgitarre rausholen. Geiler Break mitten im Lied und der Gitarrist darf sich austoben. Verdammt, der letzte Song „Light It Up“ ist schon fällig. Noch einmal Kopfschütteln und Spaß haben ist angesagt, bevor man wie von Geisterhand die Repeat-Taste drückt.

Anspieltipps: „Dynamite“, „Masquerade, „Manic Lover“, „Sold My Soul“, „Starry Eyes“

Fazit: Klasse drittes Album der Essener. Meiner Meinung nach klingt es reifer und noch besser als die Vorgänger. Der Sänger ist eine Mischung aus Vince Neil, Geddy Lee (Rush) und Chad Cherry (The Last Vegas). Der Gitarrist ist hörbar von Bands wie Nazareth, Guns’n’Roses und sogar Judas Priest beeinflusst worden. Und der Drummer hält präzise den Laden am Laufen. Wer mit Vanderbuyst und all den anderen genannten Combos was anfangen kann, muss hier reinhören. FORMOSA verbinden das gekonnt und bilden etwas ganz Großartiges und Eigenes daraus.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dynamite
02. Masquerade
03. Leader Of The Pack
04. Night Of The Witch
05. Manic Lover
06. Sold My Soul
07. Rakija Fever
08. We Go Out Tonight
09. Starry Eyes
10. Light It Up

Sturmi

HAREM SCAREM – Change The World


Band: Harem Scarem
Album: Change The World
Spielzeit: 44:00 min
Stilrichtung: Melodic / Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.03.2020
Homepage: http://www.haremscarem.net/


Das neue Album von HAREM SCAREM macht deutlich klar warum HS zu den besten Bands im Hard Rock Sektor gehören, hier gibt es keine Überraschungen. Wo HS drauf steht ist auch HS drin, Songs im für HAREM SCAREM typischem Stil mit einem feinen Gefühl für Melodie und grandiosen Vocals von Harry Hess die ihres gleichen suchen. HS machen keine Gefangenen und rocken einfach drauf los, und zaubern einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel, als ob es nichts leichteres gäbe.
Geboten wird Melodic Hard Rock von einem anderen Stern, was nicht sehr viele Bands vorweisen können. HS schaffen es ein Album einzutüten das typisch HS ist, aber ohne dabei Abnutzungserscheinung zu zeigen. Es kommt Song für Song aus den Lautsprechern und verbreitet während des hörens gute Laune. Vergleichen kann man HS nicht den sie sind einzigartig und andere Bands werden mit ihnen verglichen, was für die aussergewöhnlich hohe Qualität von HS spricht. Lückenfüller oder Ausfälle sucht man vergeblich dafür sind HAREM SCAREM ganz einfach zu gut, sie zelebrieren wie Saugute Rockmusik klingen soll, ganz einfach so. Sie kreieren mit ihren Zutaten Melodie, genialen Hooks und starken Gesangslinien eine leckere Suppe die Spass macht. So nun genug gesabelt lieber noch mal auf Play drücken und die Scheibe gehört.


Fazit:


Ein typisches HS Album, für Fans ein muss für alle anderen eine lohnenswerte Anschaffung die Spass macht. In der jetzigen Zeit ist es selten so eine Qualität vor sich zu haben, dies schaffen nur sehr wenige wie eben HS, aber auch STAGE DOLLS, ECLIPSE auf den letzten vier Alben, H.E.A.T., CRAZY LIXX und JOHNNY LIMA wie auch noch einige wenige andere. Von mir gibt es eine Wertung von 9,5 Sternen.


WERTUNG:

Trackliste:
01. Change The World
02. Aftershock
03. Searching For Meaning
04. The Death Of Me
05. Mother Of Invention
06. No Man’s Land
07. In The Unknown
08. Riot in My Head
09. No Me Without You
10. Fire & Gasoline
11. Swallowed By The Machine

Helmut

BLACK SWAN – Shake the World

Band: Black Swan
Album: Shake the World
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: Melodic Rock, Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music S.r..l.
Veröffentlichung: 14.02.2020
Homepage: www.facebook.com/BlackSwanRockNRoll

Robin McAuley! Reb Beach! Jeff Pilson! Ja ja, ich weiss, ich bin derjenige der als erstes am allerlautesten vor Entrüstung schreit wenn Frontiers mal wieder gaubt eine neue „Supergroup“ unter die Leute mogeln zu müssen. Aber bei diesen Namen werde dann auch ich weich. McAuley hat für mich die Alben von Michael Schenker erst aus dem Mittelmaß gehoben. Reb Beach ist eine absolute Koryphäe an der Gitarre, der bei Winger, Dokken und Whitesnake seit Jahrzehnten für die fetten Riffs und pfeilschnellen Soli sorgt. Und über Jeff Pilson muss man eigentlich auch nicht mehr allzu viele Worte verlieren. Neben seiner Tätigkeit bei Dokken und aktuell Foreigner hat der Bassist, Songschreiber und Produzent unzählige Projekte anderer Bands betreut und veredelt. BLACK SWAN werden von dem noch relativ unbekannten Matt Starr am Schlagzeug komplettiert, der einigen vielleicht als Live-Drummer von Mr. Big in Erinnerung aufgefallen ist.

Die Band legt auf Ihrem von Pilson produzierten Debüt knackigen Hardrock der alten Schule vor, der neben dem knurrigen Bass und der feinen Gitarrenarbeit vor allem vom fantastischen Gesang von McAuley lebt. Was dieser mit seinen mittlerweile 67 (!) Jahren hier raushaut, ist einfach unfassbar. Der Kerl hat dermaßen Power in den Backen, daß die meisten Jungspunde nur dumm daneben stehen können. Als Anspieltipp sei jedem Interessierten mal der kernige Opener „Shake The World“ ans Herz gelegt – der steht exemplarisch für das Abum. Wer hier mitgeht, kann sich die Platte getrost in den Einkaufswagen klicken. Alles Friede-Freude-Eierkuchen also? Nein, es gibt auch Kritikpunkte. Vor allem beim Songwriting fehlt noch der letzte Schuß Genalität, der zwingende Hit ist nicht da. Da merkt man dann schon, dass Beach und McAuley zu ihren Glanzzeiten mit Hochkaräten in Sachen Kompositionen und Arrangements gesegnet waren (Kip Winger bei dem einen, Michael Schenker bei dem anderen). Einen richtigen Stinker sucht man auf „Shake The World“ zwar vergebens. Den absoluten Überfieger aber auch. Neben dem genannten Titeltrack ragen ausserdem noch der melodische Rocker „Make It There“ und das abschließende, an leicht epische Queen erinnernde, „Divided/United“ heraus.

Robin McAuley! Reb Beach! Jeff Pilson! Alter. Tut mir leid, aber hier sollte kein Hardrock Auge trocken bleiben. Das Debüt der Truppe ist eines der frühen Highlights des noch jungen rockigen Jahres und ich habe die große Hoffnung, dass die Jungs uns noch die ein oder andere feine Scheibe vorstellen werden. Gutes Ding.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shake The World
02. Big Disaster
03. Johnny Came Marching
04. Immortal Souls
05. Make It There
06. She’s On To Us
07. The Rock That Rolled Away
08. Long Road To Nowhere
09. Sacred Place
010. Unless We Change
11. Divided/United

Mario

SHAKRA – Mad World

Band: Shakra
Album: Mad World
Spielzeit: 48:10 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.02.2020
Homepage: www.shakra.ch

25 Jahre SHAKRA und kein bisschen Altersschwach. Ganz im Gegenteil. In dieser verrückten Welt gibt es Gott sei Dank Konstanten wie SHAKRA, die uns 2020 ihren neuesten Output „Mad World“ um die Ohren hauen. 25 Jahre muss man als Band im Rock’n’Roll Business erstmal überstehen. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, aber sie haben durchgehalten und das Ziel stets im Blick gehabt. Das wurde auch mit reichlichen und regelmäßigen Chartplatzierungen belohnt. Live sind die Schweizer seit jeher eine Bank. Auftritte beim Bang Your Head, Wacken Open Air oder Touren und Auftritte mit Guns’n’Roses, Hammerfall und Whitesnake sprechen für sich. Das Line Up mit Mark Fox (v.), Thom Blunier (g.), Thomas Muster (g.), Dominik Pfister (b.) und Roger Tanner (d.) muss keinem mehr etwas beweisen, aber es kann und macht dies mit großer Leidenschaft. Aufgenommen wurde in den PowerRide Recording Studios unter Eigenregie. Das Cover Design ist vom Sänger entworfen worden und gefällt mir sehr (Totenköpfe gehen immer). Also gut, dann hören wir mal rein.
„Fireline“ startet gleich richtig knackig durch. Kräftige Gitarren, toller Groove, passt. Bei „Too Much Is Not Enough“ dachte ich zuerst, dass es ein Lied von Lordi („Hug Me Hardcore“) ist, aber nach 40 Sekunden ist alles wieder SHAKRA pur. Klasse Melodie und Refrain. „A Roll Of The Dice“ ist eine wahre Mithüpf- und Mitklatschnummer, die aber einen schönen Härtegrad aufweist. Harsche Gitarren und ein bissiger Gesang bestimmen passend zum Titel, das Stück „Mad World“. Yeah, alte Bonfire. Nein, natürlich nicht, aber „When He Comes Around“ könnte auch von denen sein. „Thousand Kings“ entpuppt sich als gute Melodic Rock Nummer a la Pretty Maids. So, jetzt wird sich breitbeinig hingestellt und die Luftgitarre rausgeholt bei „I Still Rock“. Wuchtige Kick Ass Nummer. „Fake News“ ist ganz in Ordnung, aber nicht der Knaller. Egal, weiter geht’s mit „When It All Falls Down“ und der Song ist gut und bleibt hängen im Ohr. Leichter Eclipse und Heat Touch. Locker flockiger Rock’n’Roll wird bei „Turn The Light On“ geboten. Heavy Rock in bewährter SHAKRA Manier schallt bei „Son Of Fire“ aus den Speakern. Macht mächtig Laune die Nummer. Schon der letzte Song? Schade. Die Eidgenossen entlassen uns mit einer wunderschönen Ballade namens „New Tomorrow“ wieder in den Alltag. Perfekter Ausklang.
Anspieltipps: „Too Much Is Not Enough“, „A Roll Of Dice“, „When He Comes Around“, „I Still Rock“, „Son Of Fire“ und „New Tomorrow“
Fazit: Ich war ein wenig skeptisch ob die Jungs noch was zu sagen haben. Aber ja, das haben sie wirklich. Die Produktion ist super, die Schweizer spielen tight zusammen und Mark singt hervorragend. Die Stücke hören sich nach einer Mischung aus Bonfire, Pretty Maids und manchmal sogar Mystic Prophecy an, aber selbstverständlich im unverwechselbaren SHAKRA Style. Klasse Scheibe von einer Band die noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fireline
02. Too Much Is Not Enough
03. A Roll Of The Dice
04. Mad World
05. When He Comes Around
06. Thousand Kings
07. Still Rock
08. Fake News
09. When It All Falls Down
10. Turn The Light On
11. Son Of Fire
12. New Tomorrow

Sturmi

Video zu „Fireline“:

BATTERING RAM – Battering Ram

Band: Battering Ram
Album: Battering Ram
Spielzeit: 40:58 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung/Kingart Music Promotion
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: www.facebook.com/cutintwo

Ist progressive Musik nicht etwas, das unser Leben in diesem komplexen Zeiten noch schwieriger gestaltet? Ist Uptempo nicht eigentlich schlecht für den Nacken? Muss Gesang in einer Strophe wirklich aus mehr als einem verschiedenen ( o.o ) Ton bestehen? Es sind Fragen wie diese, die einem unweigerlich in den Kopf kommen, wenn man sich das nach dem Bandnamen betitelte Debutalbum der Schweden von BATTERING RAM zu Gemüte führt. 2017 gegründet, 2020 der erste Albumrelease, darauf zu hören gibt’s Hard Rock; die Art, die durch ihre simpel-effektive Art besticht, die Art, die absolut innerhalb der Grenzen des Genres bleiben darf, keine ausgefeilten Melodielines und Keyboards braucht und einfach durch coolen Sound und nette Arrangements gefällt. Der Sound von “Battering Ram” ist warm-trocken-definiert, der Gesang passt wie die Faust aufs Auge und wird an geeigneten Stellen mit einem konstruktiven Choruseffekt unterlegt.
Experimente wagt man mehr oder weniger absolut überhaupt gar keinste, verlässt sich auf eine starke Bandleistung, einen guten Groove, kurz gesagt, auf Arbeit im Sinne eines sehr guten Lehrbuchs.
Balladen gibt es keine, “Cut In Two” geht zumindest halbwegs in Uptempo-Richtung, viel BummZapp-Drumarbeit, viel Midtempo, Refrains mal ein wenig zu unspektakulär, mal interessant. Schlechte Ideen gibt es, soweit ich das beurteilen kann, nicht auf “Battering Ram”, abgesehen von minimalen Kritikpunkten wie dem merkwürdigen Halbton- statt Ganztonschritt im Refrain von “The Sign” und der tatsächlich nicht guten Idee, einen auf SABATON zu machen und – nur in diesem – Track das R peinlich zu rollen. Apropos rollen, von den Texten muss man nun auch nicht allzu viel erwarten. In “Coming My Way” flyt der Eagle, Dragons werden gechaset und Angels cryen, unterdess Sänger Johan Hallström nicht davon ablässt, zu rollen und rollen und rollen, während er aber auch fallt (hat musikalisch aber nix mit Power Metal am Hut).
Genug davon. Die Tracks auf “Battering Ram” sind allesamt mindestens korrekte Autofahrmucke mit keinen Tiefen und ein paar Höhen, zwischendurch steigt das Unterhaltsamkeitsniveau, beispielsweise bei “Scared For My Life” mit Eintonstrophe, leicht poppigem Gute-Laune-Chorus und Klassiker-Gitarrenmotiv gegen Ende, oder bei “Chase The Fire”, das nach 80er ALICE COOPER riecht, ein bisschen mehr aus sich herausgeht als die anderen Tracks und humorvoll-unterhaltsam daherkommt.

Fazit:
Kritik habe ich für all jene, für die sich die Attribute simpel und effektiv ausschließen. Kritik auch für all jene, die gerne mit jedem Album einen ganz neuen Blick auf Musik erlangen möchten, die Innovation erwarten und jedes Mal zucken müssen, wenn sie eine Melodiewendung hören, die sie schonmal gehört haben. Für alle anderen: klingt geil, verarbeitet die Genrekonventionen bestens, liefert genau, was man von einem Hard-Rock-Album erwartet. Zwei Punkte Abzug für fehlenden Mut – wer komplett safe fährt, kriegt auch keine Höchstpunktzahl. Klare Reinhörempfehlung nichtsdestotrotz. 8,24/10 Punkten.

Anspieltipps:
“I Will Come Alone”, “Chase The Fire”, “Scared For My Life” und “Coming My Way”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Taking My Time
02. The Sign
03. Stronger Forever
04. I Will Come Alone
05. Chase The Fire
06. Scared For My Life
07. Coming My Way
08. Wanted Man
09. Cut In Two

Jannis

MOON REVERIE – Moon Reverie

Band: Moon Reverie
Album: Moon Reverie
Spielzeit: 64:48 min
Stilrichtung: Neoclassic/Hard Rock
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 31.01.2020
Homepage: www.facebook.com/MoonReverieLucaPoma

Juhuu, endlich mal wieder ’ne Newcomerband! Okay, so halb zumindest. Zwar handelt es sich bei “Moon Reverie” tatsächlich um das Debutalbum der gleichnamigen Band, die bislang auf Facebook keine 500 Fans hat (kann man ändern!), allerdings ist niemand anderes als Luca Poma der Bandleader, und der hat sein Können unter anderem bereits als Tourgitarrist von Größen wie ULI JON ROTH unter Beweis stellen dürfen.
So jemand sucht sich für seine Band natürlich Mitglieder, die es ebenfalls drauf haben, die spielerische Leistung kann sich also absolut sehen lassen. Maximal Luca Pozzi böte Grund zu Meckern auf hohem Niveau, hin und wieder fehlt da ein wenig Volumen – nichtsdestotrotz auch von dem Herrn eine starke Leistung. Die Produktion ist nicht ganz Highend, kommt etwas platt rüber, schmälert, wenn man sich dran gewöhnt hat, aber nicht den Hörgenuss.
Zum Wesentlichen, zur Musik: “Moon Reverie” ist extrem neoclassic-lastiger Hard Rock der Marke YNGWIE MALMSTEEN, mit allem, was dazugehört: Cembali bereits beim ersten richtigen Track, billige Keyboardsounds und viel virtuose Gitarrenarbeit, kombiniert mit enormer, klassisch-italienischer Melodiösität. Das Schlimmste, was eine solche Band mit einem solchen Leader machen kann, ist, aus dem Album eine einzige Skill-Demonstration zu machen, mit Gefrickel, Highspeed und ansonsten ohne Charakter. Und genau das machen MOON REVERIE nicht. Klar, es wird viel soliert und die Gitarrenarbeit ist krass, aber nie im aufdringlichen Sinne sondern sehr angenehm darauf bedacht, die Musik dahinter nicht zu vernachlässigen und sich, wenn sinnvoll, auch mal zurückzuhalten und die anderen Mitglieder ins Rampenlicht zu lassen.
Dazu ist die Songauswahl recht vielseitig: Mit “Moon Reverie Suite” ist ein knapp zehnminütiger Instrumentaltrack dabei, mit “In My Heart” und “Far Above” zwei Balladen, einmal mit Drums und sehr gelungen, einmal ohne und etwas zu schmalzig, mit wohlkalkulierten Durwendungen zwischendurch und großen Emotionen. Uptempo ist vergleichsweise selten, mit Tracks wie dem starken “The Raven” aber ebenfalls vertreten. “On The Edge” kommt tendenziell funky und mit Synthsolo und groovt ähnlich lässig wie “I Will Come For You” mit seiner leicht progressiven Gitarrenline. Und bei “End Of Times” wird der 6er-Takt ausgepackt, mit zappeliger Basedrum und interessanter Melodieführung. Dazu mit “Say Forever” und “First And Last” noch ein paar edle Midtempo-Hard-Rock-Nummern mit RAINBOW-Einschlag – “Moon Reverie” ist ein frisches Lüftchen im innovationstechnisch doch eher stagnierenden Neoclassic-Bereich.

Fazit:
80er, höchst melodiös, top gespielt und mit einer guten Portion mehr Kreativität, als man von einem Album dieses Genres erwartet hätte; ich wüsste nicht, was gegen ein intensives Reinhören in “Moon Reverie” spräche.

Anspieltipps:
“First And Last”, “On The Edge”, “End Of Times” und “Say Forever”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Into Glory
02. Forgiveness
03. I Will Come For You
04. Say Forever
05. Eyes
06. In My Heart
07. The Raven
08. First And Last
09. On The Edge
10. Far Above
11. End Of Times
12. Moon Reverie Suite

Jannis

KEEL – The Final Frontier / Keel (Re-Releases)

Band: Keel
Album:The Final Frontier / Keel (Re-Releases)
Spielzeit: 36:37 min / 37:56 min
Stilrichtung: Melodic Heavy Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung:  /
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Bei KEEL handelt es sich um eine US amerikanische Band aus Los Angeles, die vom ehemaligen Steeler Sänger Ron Keel und dem Gitarristen Marc Ferrari 1984 ins Leben gerufen wurde. Zum damaligen Zeitpunkt war melodischer Heavy Metal natürlich der heisseste Scheiss in und um L.A. und die Konkurrenz entsprechend gnadenlos. Da mutete die Tatsache, dass Kiss Bassist Gene Simmons sich als Produzent der Band annahm wie ein Ritterschlag an. Nach zwei Alben, die in der Szene zwar bereits ein wenig Aufmerksamkeit hatten generieren können, wurde es mit Album No. 3 langsam Zeit höhere Ziele anzuvisieren …

The Final Frontier (1986)

Das (wie der Vorgänger, „The Right to Rock“ aus dem Jahr 1985) von Kiss Mastermind Gene Simmons produzierte dritte Album der Band geht als grundsolide Heavy Metal Scheibe über die Ziellinie. Die grössten Trümpfe sind der recht kraftvolle Gesang von Fronter Ron Keel, Genre-konformes Songwriting sowie gute Riffs und Soli von der Saitenfraktion. Woran es noch hapert ist die doch etwas trockene Produktion, die noch nicht das volle Potential der Trupp auszuleuchten vermag. Die Songs an sich sind oberer Durchschnitt, auch wenn die Fremdkomposition „Because the Night“ (von Bruce Springsteen) aus dem Rahmen fällt und, naja, dementsprechend nicht so recht ins Bild passen will. Bei vielen Fans gilt „The Final Frontier“ dennoch als der Favorit in der Diskographie der Band und Songs wie die Ballade „Tears of Fire“, das flotte „Rock and Roll Animal“ oder das mit den Gastmusikern Joan Jett und Michael Des Barres eingespielte „Raised on Rock,“ zeigen eindrucksvoll warum.

Keel (1987)

Da der erhoffte Erfolg nach „The Final Frontier“ ausgeblieben war (jedenfalls im Vergleich zu direkten Konkurrenten wie z.B. Bon Jovi), wurde eine Kurskorrektur notwendig. Und mit Mega-Produzent Michael Wagener, der sich einen glänzenden Ruf durch seine Arbeit mit Winger, Ratt, Extreme und Skid Row erarbeitet hatte, wurde das Ziel Chart-Eroberung ins Visier genommen. Bereits der Opener „United Nations“ macht mit seinen riesigen Chören und der polierten Produktion klar, dass für KEEL nun der Make-or-Break Moment gekommen war. Die Scheibe war klar darauf ausgerichtet mit den grossen Jungs mitspielen zu können und auch wenn hier und da gerne moniert wird, dass das Songmaterial nicht ganz so stark ist wie das des Vorgängers, so kommt das selbstbetitelte Album bei mir persönlich doch um einiges besser an. Waren die bisherigen Alben klanglich noch irgendwo im Mittelfeld angesiedelt, nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend, so verpasste Wagener der Truppe den nötigen modernen Anstrich. Da man auch gleichzeitig einen optischen Stilwechsel vollzog und sich dem Einheitslook der damals angesagten Hardrock Bands unterwarf hing nun alles davon ab, ob die Band den benötigten Kick durch MTV bekam oder nicht. Nun, auch eine Tour mit Bon Jovi im Zuge deren Slippery When Wet Tour (Mann, waren das noch Zeiten) konnte KEEL leider nicht den erhofften Boost verpassen. „Keel“ schaffte es einfach nicht genug Staub aufzuwirbeln und die Band musste ich eingestehen, dass es mit der grossen Karriere dann doch nichts würde werden. Dabei finden sich auf „Keel“ ein paar richtig starke Songs wie z.B. den mit massiven Chören gepimpten Opener „United Nations“ oder der Rocker „King of the Rock“.

KEEL lösten sich infolge dieser und weiterer Enttäuschungen im Jahre 1989 auf, fanden aber in den Folgejahren immer wieder zusammen und sind auch aktuell immer noch unterwegs um den melodischen Heavy Metal zu predigen. Wer die beiden stärksten Platten der Jungs noch nicht im Schrank hat und dies nachholen möchte, der macht bei den vorliegenden Rock Candy Re-Releases nichts falsch: gutes (wenn auch ziemlich lautes) Remastering, fette Booklets mit Liner-Notes/Interviews und tolle Fotos runden das Paket wie gewohnt hochwertig ab.

WERTUNG:

The Final Frontier

 

 

Keel

 

 

Trackliste:

The Final Frontier (1986)

01. The Final Frontier
02. Rock and Roll Animal
03. Because the Night
04. Here Today, Gone Tomorrow
05. Arm and a Leg
06. Raised on Rock
07. Just Another Girl
08. Tears of Fire
09. Nightfall
10. No Pain No Gain

Keel (1987)

01. United Nations
02. Somebody’s Waiting
03. Cherry Lane
04. Calm Before the Storm
05. King of the Rock
06. It’s a Jungle Out There
07. I Said the Wrong Thing to the Right Girl
08. Don’t Say You Love Me
09. If Love Is a Crime (I Wanna Be Convicted)
10. 4th of July

Mario