DAN BYRNE – This Is Where The Show Begins

Trackliste:

01. Saviour
02. She’s The Devil
03. Praise Hell
04. Sober
05. Cherry & Leather
06. Death Of Me
07. Temple
08. Pulling Me Under
09. Hat Me
10. Home

 

Spielzeit: 39:55 min – Genre: Classic / Hard Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/danbyrneofficial

 

Heute erscheint das Solodebüt von einem der heißesten Eisen im Feuer der britischen Sangesbarden DAN BYRNE. Ich kenne DAN vom letzten gleichnamigen MARTY AND THE BAD PUNCH Album auf dem er seine Stimmbänder in Schwingungen versetzt hat, dort im PUNCH hat er einen fabelhaften Job abgeliefert. MARTY sollte schauen das DAN weiterhin zu seiner Crew gehört, denn was dort zu hören ist, ist schon aller Ehren Wert.

Leider ist im Promosheet nicht ersichtlich wer DAN auf dem Album unterstützt hat, im Internet lässt sich auch nicht aussagekräftiges finden also belassen wir es mit DAN am Mikro. Vielleicht einige Frontiers Hausmusiker oder woran ich nicht denken möchte das sogar KI im Spiel ist. Musik ist eine Gefühlssache und sollte dies auch bleiben und nicht durch kalte Nullen und Einser Algorithmen erzeugt werden. Musik soll von einem genialen Kopf aus Fleisch und Blut geschaffen werden und nicht von Programmen. Im Zweifel für den Angeklagten, also gehen wir mal von echten Musikern hinter den Tönen aus. DAN besitzt eine Stimme die alles andere ist, nur nicht unangenehm, er befindet sich meist in der mittleren Tonlage, geht auch schon mal höher ohne den Nervfaktor zu aktivieren. Er beherrscht auch raue und dreckige Töne, was er eindrucksvoll zeigt. Die Vocals werden auch in den richtigen Momenten von mehrstimmigen Backing Vocals unterstützt. Die Gitarren machen es interessant, entweder voll auf Krawall aus, oder gefühlvoll, hier gibt es alles was Spaß macht. Die Tastenabteilung ist sehr dezent am Start und kommt nur in den Vordergrund wenn sich die Gittis zurück halten. Piano Klänge gibt es auch schon mal was Abwechslung mit bringt. Der Bass ist weder Hintergrundbeschallung noch Rabauke, die Drums sind dafür auffälliger und sorgen für das Taktgefühl. Die Produktion schwächelt an den Becken ein wenig, da könnte mehr Dynamik drin stecken, ansonsten nichts zu Meckern.

Der Stil auf „This Is Where The Show Begins“ wandelt zwischen gefühlvollen Classic / Hard Rock über leicht dreckigen Hard Rock bei dem aufs Gaspedal gedrückt wird bis hin zum Modernen Rock. Eine echt köstliche Mischung von Songs die DAN vorlegt, seine Stimme macht dabei viel vom Reiz des Albums aus. Vergleichen kann man mit MARTY AND THE BAD PUNCH, modernen BAD COMPANY, D-A-D von der Nordseeinsel mit Tasten, härtere FM, LONERIDER und KING KING ohne Blues Anteil. Eine sehr frische Tinktur die mehr kann als es sich liest.

Abzug gibt es in der B-Note, da sich das Album unterhalb – nur knapp aber immer noch darunter – der 40 Minuten Marke befindet. Ansonsten anständige Rock Mucke die nicht unbedingt für die Tanzfläche geeignet ist, sich aber sehr gut anhört und Klassik mit der Moderne verbindet.

„Saviour“ ein recht kräftiger Einstieg, „She’s The Devil“ ein saugeiler catchy Rocker. „Praise Hell“ hier fährt DAN auf der Classic Rock Schiene, „Sober“ in den Strophen atmosphärisches Gefühlsmonster, während im Refrain der Punk abgeht. „Cherry & Leather“ ein Hard Rocker der im Refrain mit dunklen Gitarren Drama erzeugt, „Death Of Me“ fängt fast wie ADELEs „Hello“ an, bringt aber einen kleinen Schuss Blues mit, der Refrain ist von kräftiger Natur und erinnert dabei an Alternative Mucke. „Temple“ das Gefühl übernimmt in den Strophen die Oberhand bis das Ganze in einem gigantischen energiegeladenen Refrain gipfelt, „Pulling Me Under“ wildert im 80er Hard Rock mit modernen Elementen vermischt. „Hat Me“ ein Monstersong der sofort überzeugt und viel Potential mitbringt, „Home“ glänzt mit epischen Momenten.

Balle

ASPHALT VALENTINE – Strip Rock Roll

Trackliste:

01. Never Lose It
02. Dirty Little Secret
03. It’s Not Me
04. Hard Life
05. Love & Gone
06. Don’t Come Easy
07. Be Your Drug
08. Strip Rock Roll
09. Down To The Aces
10. On That Line
11. Bombshell

Spielzeit: 46:58 min – Genre: Hard Rock – Label: Chavis Records // Jamsync Music – VÖ: 2009 // 2010 – Page: www.facebook.com/asphaltvalentine/

Man schrieb das Jahr 2009 und das Debütalbum von ASPHALT VALENTINE erblickte über Chavis Records das Licht der Welt, ein Jahr später folgte noch eine Veröffentlichung auf Jamsync Music mit einem zusätzlichen Song drauf. Die Band brachte es 2013 noch auf eine EP „Into The Red“ und ein Album „Twisted Road“ 2020.

Zur Besetzung gehörten damals Joe Flynt am Mikrofon, Brett Ciaramella und Chris Meyer an den Gitarren, Scott Clark an Bass und Scozzy Valentine an den Drums. Die Backing Vocals wurden von Joe, Chris und Scott übernommen. Joes Stimme befindet sich in einer Tonlage die nicht nur ideal für Hard Rock ist, sondern auch sehr angenehm anzuhören ist, selbst wenn er mal hochgeht, er besitzt auch eine gute Portion Dreck in den Stimmbändern. Die Gitarren sorgen mit ihrer trockenen Spielweise für den richtigen Ton und setzen dabei nicht nur einen Glanzpunkt. Der Bass lässt sich nicht in den Hintergrund drängen sondern sorgt für eine dezent geniale Stimmung. Die Drums sind sehr energisch und brachial ausgeführt um die Band vor sich her zu jagen. Die Produktion klingt sehr trocken dabei aber nicht undynamisch.

Die fünf US Boys machten mit ihrem Debütalbum ein gewaltiges Fass auf, dieses Fass hat melodischen Hard Rock als Inhalt, der auf jeder Biker Party für Stimmung sorgen könnte und auch auf jeder normalen Party mit Rock Mucke. Die Jungs klingen zwar dreckig aber für Sleaze Rock nicht versaut genug, obwohl die Texte eher für Erwachsene gedacht sind. Um einen groben Vergleich zu ziehen nimmt man ASPHALT BALLET, BACKBONE SLIDE, BAD4GOOD, BUCKCHERRY, geht über CINDERELLA zu der COMPANY OF WOLVES, DIRTY RHYTHM, KICKIN VALENTINA, SCARECROW nach SHANGHAI, fliegt über die SHARK ISLAND und landet schlussendlich bei SKIN & BONES. Alles Kombos die verdammt geile Songs auf ihren Alben veröffentlicht haben aber nie die große Anerkennung dafür einheimsen konnten. Leider auch im Fall von ASPHALT VALENTINE, die ein geiles Debüt an den Start brachten aber nicht aus dem Quark kamen.

ASPHALT VALENTINE veröffentlichten ein Debüt das es in sich hatte und alles mitbrachte was es für ein anständiges Hard Rock Album brauchte.

„Never Lose It“ ein cooler Einstieg mit viel Druck und Drive, „Dirty Little Secret“ ein rotzfrecher Abgehrocker der auf jeder Party für beste Laune sorgen sollte. „It’s Not Me“ ein melodischer Rocker der auf den Putz haut, „Hard Life“ flott geht die Party weiter. „Love & Gone“ hier ist er, der ultimative Superhit, der einem einen kalten Schauer den Rücken runter jagt, die Gitarren rasieren hier alles was im Weg steht, „Don’t Come Easy“ der nächste Rocker der dem Hörer einen Tritt versetzt. „Be Your Drug“ das Gaspedal nähert sich dem Bodenblech, „Strip Rock Roll“ Charme trifft auf Dreck. „Down To The Aces“ und es geht munter weiter mit der treterei, „On That Line“ es wird mit Blues Note gerockt und rollt, „Bombshell“ zum Abschluss hauen einem ASPHALT VALENTEIN noch die Klüsen eckig.

Balle

KUF – Chapter 1

Trackliste:

01. Cosmic Cowboy
02. Dance Of Deceit
03. Final Descent
04. I’m Not Dead
05. Quicksand Serenade
06. Final Descent (Radio Edit)

 

 

 

Spielzeit: 27:07 min – Genre: Hard Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/kufband

 

Die vier Köpfige US-Hard Rock Band KUF hat Ende Februar ihre EP mit dem Titel „Chapter 1“ veröffentlicht. Die im Jahr 2000 gegründeten KUF besteht aus Shouterin Twilly, Bandgründer und Gitarrist Todd, Bassist Dan und Drummer Kirk. Das Leitmotto von KUF besteht aus: „Keine Masken, keine Filter. Nur die Wahrheit in verzerrter Form“. Das sollte im Klartext heißen, dass keine KI zum Einsatz kommt, die momentan überall Einzug hält und man nicht mehr wirklich aussagen kann ob KI angewendet wurde oder nicht. Die Band hat bis jetzt ein Album 2001 und seit 2024 einige Singles veröffentlicht. „Chapter 1“ enthält diese Singles, eine in zwei Versionen sowie den vor kurzem veröffentlichten Song „Quicksand Serenade“.

Twillys Stimme passt wie Arsch auf Eimer zum Band Sound, und bringt eine gewisse Portion Dreck und Rauheit mit, die sehr gut mit dem Hard Rock harmoniert. Die Gitarren reißen dem Hörer mit ihren Riffattacken gewaltig den Hintern auf, und kommen um Abwechslung ins Spiel zu bringen auch mal tief und bedrohlich gestimmt aus den Boxen geraucht. Der Bass sorgt mit seinen tiefen Tönen für Druck und die Drums stehen den Gitarren in nichts nach und sorgen für den richtigen Takt beim Hintern aufreißen. Die Produktion kann als gelungen bezeichnet werden und gibt keinen Anlass den Finger zu heben.

Vom Stil her bewegen sich KUF im groovigen Hard Rock mit sehr viel Drive, der mit einem modernem Anstrich aufgepeppt wurde. So schafft es die Band auf eine sympathische Art und ihrer eigenen Weise Tradition und Moderne zu einem interessanten Hard Rock zu verbinden. Dabei übergehen KUF nicht den Hard Rock der Vergangenheit oder driften zu stark in den Alternative Rock ab. Das Ganze hört sich dann fast wie eine Art Symbiose aus 80er DOKKEN und modernen HALESTORM und THE PRETTY RECKLESS an. Leider gibt es auch zwei kleinere Negativpunkte die sich leicht in der Bewertung bemerkbar machen. Nach leider gerade mal 27 Minuten und fünf Songs + einem Edit ist die Party vorbei.

Eine sehr gute Vorstellung von KUF, die bei einer Laufzeit von über 40 Minuten und ein paar Songs von dieser Qualität mehr um einen halben bis einen Punkt mehr einfahren könnte. Ansonsten gibt es keinen Grund zu Meckern.

„Cosmic Cowboy“ ein eingängiger Gewalt Rocker mit coolem Refrain, „Dance Of Deceit“ sehr Modern mit klassischen Wurzeln und Twillys geiler Röhre. „Final Descent“ hier wurde mit viel Drama ein bockstarker Song aufgewertet, „I’m Not Dead“ Energie trifft auf KUF trifft auf Twilly trifft auf leichtes Drama und ergibt ein Monster, „Quicksand Serenade“ hier geht der Punk voll ab, in den Strophen mit Gefühl, in der Bridge wird es Modern und im Refrain wird eingängig drauf los gerockt.

Balle

THE QUILL – Master Of The Skies

Trackliste:

01. Master Of The Skies
02. Dark City
03. You Can Not Kill My Soul
04. It’s Over
05. Son Of Light
06. If Tomorrow Never Comes
07. Now You Are Gone
08. Light Turns Low
09. Mastodon
10. Master Of The Skies (Reprise)

 

Spielzeit: 45:28 min – Genre: Hard/Stoner Rock – Label: METALVILLE – VÖ: 08.05.2026 – Page: www.facebook.com/thequillsweden

 

Des einen Fluch ist des anderen Segen. Während man als Fan einer Band stets darauf hofft, dass sie auf ihrem nächsten Album ihr Niveau hält, muss man als Kritiker hoffen, dass man nicht die gleiche Rezension wie beim Vorgängeralbum einfach nochmal schreibt.
Tja. Hier bin ich nun. Und seien wir ehrlich: Keiner von Euch erinnert sich an die letzte Rock-Garage-Rezension eines THE-QUILL-Albums. Also los:

Lasst die Vollbärte wachsen und kauft die halluzinogenen Substanzen, THE QUILL sind wieder da. Das sind die Herren aus Schweden, die bereits seit den frühen 90ern Musik machen und in der Rock Garage vor einiger Zeit mit ihrem zehnten elften Werk „Earthrise“ „Wheel Of Illusion“ positiv auffielen.
Nun kommt dessen Nachfolger „Wheel Of Illusion“ „Master Of The Skies“ aus dem Presswerk, mit neun sieben vollwertigen Songs, drei Zwei-Minütern und einer stabilen Dreiviertelstunde Spieldauer, und macht nichts schlechter.
Das Grundniveau bleibt eh gleich. Schönes Cover, geile Stimme, Top-Arbeit an den Instrumenten, wobei man hier nochmal die intuitiv-maßgeschneiderte Gitarrenperformance lobend erwähnen kann. Wenig verwunderlich, schließlich finden sich im Band-Lineup Namen, die man auch in denen von AYREON, CIRKUS PÜTZ, ARCH ENEMY, SPIRITUAL BEGGARS und HANOI ROCKS lesen kann.
Der Sound ist wieder rund, voll und ordentlich (aber nicht übertrieben) staubig trocken, die Vocals angenehm OZZY-Chorus-produziert. Der Schellenkranz ist wieder dabei, die gelegentlichen Synth-Einsätze ebenso diesmal nicht, alles sehr förderlich.
Und auch musikalisch werden die Erwartungen absolut erfüllt. Langsam-schwer, rockig in oberem Midtempo oder psychedelisch ruhig: Das sind so die Kernmodi von „Wheel Of Illusion“ „Master Of The Skies“, und die werden mit Melodien und Wendungen ausgepolstert, die im Mindesten astrein genrepassend sind, und nicht selten mehr als das.

Ja okay, machen wir noch ein bisschen was Individuelles: „Master Of The Skies“ ist bei seinen härteren Songs feine Genrekost nach allen Regeln der Kunst, liefert aber am besten bei den Songs, die davon ein wenig abweichen. Das sind zum Beispiel das zwischenzeitlich ruhige und angedurte „You Can Not Kill My Soul“, das stonerig-lärmige „It’s Over“ oder die kleinen Intermezzi „Son Of Light“ und „Now You Are Gone“. Nicht zu vergessen „Light Turns Low“ mit seinem asozialen Riff. Die Songs, bei denen man näher im Grundgenre bleibt, überzeugen völlig mit Handwerk und stilistischer Umsetzung, könnten aber noch einen Schuss mehr Individualität vertragen.

Fazit:
Mindestens sehr stabil und immer wieder auch echt geil. Die Trockener-Rock-Fraktion hat mit THE QUILL schon eine ganze Weile lang einen verlässlichen Qualitätsmusik-Lieferanten, und das ändert sich mit „Master Of The Skies“ kein bisschen.

Anspieltipps:
„You Can Not Kill My Soul“, „It’s Over“ und „Light Turns Low“

Jannis

OUTLAW BLOOD – Outlaw Blood

Trackliste:

01. Tower Of Love
02. Body And Soul
03. Last Act
04. Sink My Teeth
05. Every Day I Die
06. Soul Revival
07. I’m N Shock
08. Red Hot N Blue
09. Slave To Love
10. Fall Thru The Cracks
11. Hollywood Babylon

Spielzeit: 46:29 min – Genre: Hard Rock – Label: ATCO / Bad Reputation – VÖ: 1991 / 2024 – Page:

Man schrieb das Jahr 1991 und eine Kombo aus den USA machte sich auf den großen Wurf mit ihrem einzigen gleichnamigen Album zu landen. Ich kenne das genaue Datum nicht, aber da der erhoffte Erfolg ausblieb denke ich mal dass das Album nach NIRVANAs „Nevermind“ Album veröffentlicht wurde. Dieses Album ging leider – wie so viele andere – durch NIRVANAs neuen Sound der ab „Nevermind“ angesagt war unter, den dann jeder hören wollte und der Markt für traditionellen Hard Rock über Nacht zu Grabe getragen wurde. Trotzdem wurden noch sehr viele starke Alben im Bereich AOR / Melodic / Hard Rock in die Läden gebracht, nur fanden die damals kaum einen Käufer. Dieser Umstand ist sehr schade da sehr talentierte Musiker nicht die Anerkennung bekamen, die sie verdient hätten und ein Dasein im Schatten fristeten. Dieses Schattendasein traf auch OUTLAW BLOOD, allerdings gab es letztes Jahr einen Re-Release vom französischen Label Bad Reputation und das Album erfuhr eine Wiederauferstehung aus dem dunklen Schatten von damals.

Zu den fünf Musikern gehörten Marc McCoy am Mikrofon, Marti Frederiksen und Rick Harchol an den Gitarren, den Tieftöner bediente Nick Parise und die Drumsticks schwang Larry Aberman. Produziert wurde das Album von der Band und keinem geringerem als JEFF PARIS, was für einen Trockenen aber duften Sound sorgte. Außer Frederiksen und Aberman trat keiner der Musiker meines Wissens mehr in Erscheinung. Beide wirkten bei unterschiedlichen mehr oder weniger bekannten Acts mit. Marc besitzt eine Stimme die wie gemacht für Hard Rock zu sein scheint. Von der Range bewegt er sich irgendwo zwischen Steven Tyler, Michael Anthony Franano von THE FRONT die ich auch schon vorgestellt habe, Richard Black (SHARK ISLAND) und in manchen Momenten bei BILLY IDOL. Auf jeden Fall bringt die Stimme herrlich viel Dreck mit und durch Marcs vorlaute Art zu singen ergibt es einen Volltreffer. Die Gitarren sparen nicht mit Riffsalven, genau in der richtigen Härte geht es voran. Der Bass könnte ein wenig mehr Schmackes vertragen, aber nur wenn man penibel ist. Die Drums geben alles was die Bespannung hergeben bevor sie von der Belastung verursacht die weiße Fahne schwenken. Die Produktion klingt trocken und ohne viel Spielerein, genau das Richtige für dreckigen Hard Rock. Das Cover-Artwork passt wie es nur wenige tun zum Inhalt des Albums.

Vergleichen kann man OUTLAW BLOOD am besten mit ROADHOUSE, AEROSMITH, CATS IN BOOTS, ASPHALT BALLET, BACKBONE SLIDE, BLONZ, BROTHER CANE, SHARK ISLAND, DIRTY BLONDE, DIRTY LOOKS, ELECTRIC SUICIDE, THE FRONT, HEAVY BONES, JESSE STRANGE und noch sehr viele mehr die leider bis auf ein paar Ausnahmen nie über einen Insider, Geheimtipp Status oder Mundpropaganda hinausgekommen sind. OUTLAW BLOOD schaffte es mühelos gegen die ganz großen im Biz anzustinken ohne dabei als Loser hervor zu gehen. Das Album hat alles was ein Hard Rock Album ausmacht, geile Songs, Melodien, eine dreckige und vorlaute Stimme, geniale Instrumentierung und eine Top Produktion. Leider veränderte NIRVANA 1991 über Nacht das Musikgeschäft grundlegend und nicht zum Vorteil für die die gute Rock oder Hard Rock Mucke hören wollten. Als Kopie der genannten Vergleiche sollte man OUTLAW BLOOD nicht sehen, aber sie machen genau diese Art von Musik wie auch die Vergleiche mach(t)en. Das Album hält problemlos den Test der Zeit stand und ist in 35 Jahren kein Stück gealtert.

Ein Album das damals alles mitbrachte was der Rocker hören wollte, nur eben um ein paar Jahre zu Spät veröffentlicht. Wäre dieses Album in den 80ern erschienen hätte OUTLAW BLOOD eine ernst zu nehmende Konkurrenz für AEROSMITH und Co dargestellt. Also eine gerechtfertigte Vorstellung in der RG-Zeitmaschine. Wer sich angesprochen fühlt, schnell zum Plattendealer des Vertrauens gesprintet und OUTLAW BLOOD besorgt.

„Tower Of Love“ ein sehr guter Start ins Album mit einem kleinen Hit, „Body And Soul“ der nächste Hit bahnt sich an, mit traumhaft geilem Refrain. „Last Act“ fängt an als wenn Blues den Southern Rock geküsst hätte und eine Verbindung mit Hard Rock eingegangen wäre, „Sink My Teeth“ es wird flott drauf los gerockt und rollt. „Every Day I Die“ eine traumhafte Powerballade die in den 80ern die vorderen Plätze der Top 10s gestürmt hätte, „Soul Revival“ ein sehr flotter Rock N Roller im besten ASPHALT BALLET Stil. „I’m N Shock“ ein weiteres Highlight, „Red Hot N Blue“ die Jungs konnten es einfach nicht lassen einen Kracher nach dem anderen einzutüten. „Slave To Love“ und noch so ein verdammt geiler Rocker der in den 80ern die Hitparaden blockiert hätte – die unangefochtene #1 des Albums, „Fall Thru The Cracks“ und noch so ein eingängiger Rocker der alles umreißt was im Weg steht, „Hollywood Babylon“ zum Schluss gibt es noch einen schnellen Rock N Roller.

Balle

XTASY – Phoenix

Trackliste:

01. Too Late
02. Can’t Get Enough
03. If I Fall
04. Good Enough
05. We Live And Die For Rock ’n Roll
06. No One Like You
07. Time We Won’t Forget
08. Carry On
09. Save Me
10. One Heart, One Fire

 

Spielzeit: 36:15 min – Genre: Hard Rock – Label: Art of Melody Music – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/xtasyrockband

 

XTASY, eine der schwedischsten Bands Spaniens, melden sich zurück mit einem neuen Album. Melodic Hard Rock steht auf dem Programm, die ganz melodische Sorte. Wenn man sich fragt, warum die Truppe so sehr nach Schweden klingt: Erik Mårtensson von ECLIPSE ist praktisch das inoffizielle sechste Bandmitglied von XTASY und nicht nur für Mix und Mastering verantwortlich sondern auch am Songwriting beteiligt.
Und auch wenn man bislang noch nichts von XTASY kennt, hat man damit wohl ein paar grundlegende Fragen bereits beantwortet: Ja, ihr neues Album „Phoenix“ klingt sehr gut nach einwandfreiem fettem modernem Hard-Rock-Sound mit ordentlich Klarheit und einer angenehmen Wärme. Und ja, das Songwriting hat ganz klar jederzeit ein gewisses Mindest-Niveau.
Und abgesehen davon? Nun, die Band um Sängerin Silvia hat ein mit gerade einmal 36 Minuten Spieldauer ziemlich kurzes aber auch längenloses Album gebastelt, auf dem nichtsdestotrotz zehn Songs Platz finden. Weil halt auch gerade mal zwei von ihnen überhaupt die Vier-Minuten-Grenze knacken, einer nicht mal die drei schafft. Aber warum nicht, länger müssen die Songs auch nicht sein und langweilig ist „Phoenix“ dankenswerterweise damit nicht.
Silvia macht einen stabilen Job als Sängerin, wird von gut klingenden Backing Vocals unterstützt, und der Rest der Band hat das gewählte Genre ebenso komplett im Blut und in den Fingern. „Falsch“ klingt hier gar nichts und jedes Instrument weiß genau wie die Sängerin, was es zu tun hat, um Sound und Stil so treffsicher wie möglich umzusetzen. Eine nette Synth-Auswahl gibt es auch, die nicht übertrieben aber sinnhaft zum Einsatz kommt, so einiges an Tamburin in den Refrains und viel, viel Eingängigkeit.
Auch in Sachen Melodien ist „Phoenix“ so Melodic Hard Rock, wie es halt werden kann. Revolutionär? Nein. Besonders individuell? Nein. Und ja, ganz ehrlich, die Platte wirkt in Sachen Songwriting schon wie ein Best-Of der Genre-Melodiewendungen, die andere Gute in der Szene auch schonmal so verwendet haben werden.
Da kann man jetzt einen gewissen Mangel an Kreativität ankreiden (mache ich auch), aber auf der anderen Seite sind ebenjene Melodien eben auch geil. Manchmal braucht es ja gar nicht mehr als ein Album, das alle Grundbedürfnisse des Hard-Rock-Fans perfekt erkennt und erfüllt. Und man kann es nicht anders sagen: Darin ist „Phoenix“ wirklich gut!

Fazit:
Kein neu erfundenes Rad, aber ein ganz rundes: „Phoenix“ von XTASY ist im besten Sinne eines der Alben, auf die man sich bei der Musikauswahl für die nächste Hard-Rock-Party problemlos einigen kann!

Anspieltipps:
„Good Enough“, „We Live And Die For Rock ’n Roll“ und „One Heart, One Fire“

Jannis

SIDEBÜRNS – Beer Füeled Bastard

Trackliste:

01. All In
02. Not What Used To Be
03. Lifestyle
04. Hit The Ground
05. Whiskey Driven Beer Fueled Bastard

 

 

 

 

Spielzeit: 20:47 min – Genre: Speed Rock N Punky Hard Roll – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/sideburnsrock

 

Als ich den Bandnamen in der Redaktionsliste gelesen habe dachte ich doch fast schon das die Schweizer Riff Rocker von SIDEBURN nach ihrer Best Of mit einem neuen Werk zurück sind. Beim genauen Hinsehen sah ich dann den Unterschied, hier handelt es sich um eine EP des Weimarer Rock-Trios SIDEBÜRNS. Ich kannte diese Band noch nicht, und da ich mich gerne überraschen lasse übernahm ich die EP, Überraschungen sind etwas Tolles und können in jede Richtung gehen, entweder es ist ein Volltreffer oder eine Enttäuschung.

SIDEBÜRNS besteht aus Ralf Sideburn an Mikrofon und Gitarre, Katja BAroneSS an Mikrofon und Bass sowie Ronny G. Hämmer an den Drums. Dann lasst mal hören, was der abgefüllte Bastard reißen kann. Ralfs Stimme ist rau und klingt derb nach sehr viel Dreck und Lungentorpedos, nahe zu ideal für den Rock N Hard Roll der Band. Die Gitarren sind alles was man von Haudrauf Mucke erwartet nur nicht leise und zurückhaltend, mit Vollgas werden die Akkorde laut angeschlagen. Der Bass kommt sehr gut durch und kann sich gegen das Riffgewitter behaupten. Die Drums treten mit aller Gewalt in den Hintern. Die Produktion klingt so wie der Bandsound, furztrocken wie der Sand in der Sahara.

Der Sound ist von sehr deftiger und wilder Natur, die absolut trockene Produktion passt sehr gut dazu. Es gibt verschiedene Einflüsse zu hören, was wiederum zu komischen Vergleichen führt. Diese Vergleiche setzen sich aus MOTÖRHEAD, SUPERSUCKERS, MORORJESUS und BEASTÖ BLANCÖ auf einem schnellen Punk Trip trifft es wohl am besten. Denn die Songs sind nicht für Leute geeignet die sich beim Autofahren dadurch ertappen die Geschwindigkeit wie bei den Songs zu erhöhen, das könnte zu teuren Passbildern führen, wenn der Gaudikasten am Straßenrand steht. Für alle anderen die sich angesprochen fühlen, einfach mal reinhören ob SIDEBÜRNS dem eigenen Geschmack entspricht und diese Band unterstützen.

Alles nicht schlecht geboten, allerdings auch zu kurz, zu wenig für eine Spitzenbewertung in der oberen Skalaeinteilung. Dafür ist die Mucke zu unruhig, schnell und man kann es schlecht einordnen wo die Reise hingehen soll. Geht sie hin zum Rock N Roll oder Speed Punk mit Rock N Roll Elementen. Irgendwie ist es unklar was die Band dem Zuhörer vermitteln möchte.

„All In“ ein schneller, derber und deftiger Rocker zum Einstieg, „Not What Used To Be“ und es geht weiter wie es angefangen hat, schnell eine Spur düsterer. „Lifestyle“ lässt den Zuhörer bei gedrosseltem Tempo durchatmen, „Hit The Ground“ das Tempo geht wieder nach oben, „Whiskey Driven Beer Fueled Bastard“ hier geht es voll in Richtung MOTÖRHEAD mit ROSE TATTOO Vibes.

Balle

BLACK STONE CHERRY – Celebrate

Trackliste:

01. Celebrate
02. Neon Eyes
03. Caught Up In The Up Down
04. I’m Fine
05. Deep
06. What You’re Made Of
07. Don’t You (Forget About Me) feat. Tyler Connolly

 

 

 

Spielzeit: 25:17 min – Genre: Hard Rock – Label: Mascot Records – VÖ: 06.03.2026 – Page: www.facebook.com/blackstonecherry/

 

Etwa drei Jahre nach dem letzten Album „Screamin‘ At The Sky“ kehren die aus Kenntucky stammenden Hard Rocker BLACK STONE CHERRY mit der EP „Celebrate“ zurück. Seit 2003 veröffentlichten BLACK STONE CHERRY neun starke Alben die sich alle im Hard Rock bewegen mal mit mehr oder weniger Blues, Southern Rock Anteil oder leichtem modernem Anstrich in ihrem Sound. Egal wo die Reise hinging, die Hard Rocker trafen auf jedem Album genau ins Schwarze.

Auf „Celebrate“ waren Chris Robertson an Mikro und Gitarre, Ben Wells Gitarre, Steve Jewell Jr. An Bass und John Fred Young an den Drums beteiligt. Steve meiner Recherche zum ersten Mal als Bassist bei BLACK STONE CHERRY dabei. Die Stimme von Chris hat im Laufe der Jahre nichts an Ausstrahlung und Kraft verloren, er singt immer noch wie ein junger Gott ohne dabei schwächen zu zeigen. Die Gitarren klingen wie bei der Band gewohnt, wenn sie loslegen düster und bedrohlich, allerdings nicht so Depri wie im Alternative oder Nu Rock. Die Gitarren sind irgendwie, trotz der Bedrohlichkeit passend ausgeführt und matchen einfach sehr gut mit den Kompositionen. Der Bass kann bei genauem Hinhören beim Wummern lokalisiert werden. Der Drummer verhaut die Felle nach Strich und Faden, ohne Gnade prügeln die Sticks auf die Bespannungen ein. Die Produktion klingt trocken, dies passte schon immer zum Sound von BLACK STONE CHERRY, steril oder klinisch würde sich im Bandsound schlimm anfühlen.

BLACK STONE CHERRY machen das was sie am besten können – und das seit über 20 Jahren, ohne Rücksicht auf Trends oder was gerade In ist, drauf los rocken. Kein Blick geht nach Links oder Rechts, einfach straight geradeaus wie ein sehr guter Kenntucky Whiskey, kein billig Fusel, sondern der richtig gute Stoff, denn genau danach klingt der Bandsound. Hard Rock mit hier und da modern angehauchten Riffen, Blues, Southern und Roots Anteile finden sich auch zur genüge, so dass die Band einen sehr coolen Sound entwickelt hat der auf Anhieb gefallen findet und überzeugend wirkt. Die einzigen beiden Kritikpunkte die ich finden konnte, leider nur sieben Songs und eine Laufzeit von 25:17 Minuten und an manchen Stellen die Verzerrung der Stimme, ansonsten gibt es rein nichts an der EP auszusetzen.

Kenntucky’s Finest haben wieder mal gewaltig einen aus dem Sack geholt und rocken was das Mikro und die Instrumente hergeben. Und außerdem besitzt die Band riesige Klöten aus „Don’t You (Forget About Me)“ im Südstaaten Style aufzunehmen.

„Celebrate“ ein für die Band typischer Hard Rocker mit Schmackes, „Neon Eyes“ düster und bedrohlich, dabei aber cool gemacht. „Caught Up In The Up Down“ ein Highlight mit dem rohen Kenntucky Touch der Band, „I’m Fine“ erinnert vom Riffing an eingängige NIRVANA und FOO FIGHTERS. „Deep“ ein starker Rocker der mit Drama und zusätzlicher Akustikgitarre kommt, „What You’re Made Of“ kommt wieder ein wenig moderner aus den Socken, „Don’t You (Forget About Me)“ wow wie cool ist das den der SIMPLE MINDS Klassiker im Kenntucky BBQ Südstaaten Style, ich kenne mehrer Coverversionen dieses Songs, aber diese zählt mit zu den geilsten.

Balle

DESERTA – Hard Times Ahead

Trackliste:

01. Don’t Let Me Forget
02. I Came For Love
03. She’s The Owner
04. Life Is A Ride
05. Ahead Of My Time
06. Here To Try
07. Nothing I Can Do
08. The Children’s Screams
09. You Looked Into My Dreams
10. Dance (The Song Of Freedom)

 

Spielzeit: 53:07 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Lions Pride Music – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/desertaofficial

 

DESERTA da war doch mal was, 2023 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum mit dem Titel „Don’t Dare Stop“, das sich bei mir im Schrank befindet. Das Debüt war voll mit gut hörbarem Melodic / Hard Rock der an die Helden ab Mitte der 80er erinnert. Die aus Brasilien stammenden Rocker kommen dieser Tage mit ihrem zweiten Output „Hard Times Ahead“ über den Atlantik gerauscht, mal hören wie es sich in den Trommelfellen anfühlt.

An der Besetzung hat sich gegenüber dem Debüt nichts geändert und besteht immer noch aus Ully Dolph am Mikrofon, Thirray Priester an Gitarren, Fab Jablonski an den Tasten, Maikon Koroll an Bass und Drummer Renato Hafermann. Ullys Stimme erinnert mich an einen Mix aus Jon Bon Jovi, Craig Csongrady (BB STEAL) und Craig Morrison (De Mont) von keinem der Drei Zuviel sondern irgendwo in der Mitte drin. Die Stimme weißt auch eine gewisse Rauheit auf, die dem Sound sehr gut tut. Die Gitarren machen das wofür sie erfunden wurden, die hauen die Riffsalven raus, und die kommen teilweise sehr trocken rüber. Vom Klang und Ausführung bewegen sich die Gitarren auf dem nordamerikanischen Kontinent der auslaufenden 80er. Die Tastenabteilung hält sich vornehm zurück, und unterstützt die Gitarren aus der zweiten Reihe. Beim Bass muss man genauer hinhören, der kommt wie die Tasten aus der hinteren Ebene. Das Schlagzeug wirkt auch dezenter und nicht so auf Krawall gebürstet wie bei manch anderen Bands, sorgt aber trotzdem für Aufsehen. Die Produktion geht klar, könnte in den tiefen Frequenzen mehr Bumms vertragen.

Den Stil den DESERTA fahren liegt im Melodic Hard Rock, mal härter mal melodischer, aber immer auf den Punkt kommend. Vergleichen kann man in etwa mit BON JOVI, BB STEAL, DE MONT, aber auch mit DREAM POLICE die einen Keyboard spielenden Knallfrosch verschluckt haben mit einem Hang hin zu Furz trockenen Gitarren. Die Melodien sind immer nachvollziehbar oder auch mal schräg wie bei „I Came For Love“. Dann gibt es noch JOVIsches Gitarrenspiel wie bei deren „Wanted Dead Or Alive“ oder wie es bei den DEAD DAISIES zum Einsatz kommt. Im Großen Ganzen ein sehr gelungenes und hörenswertes Album das die Brasilianer vorlegen.

Das zweite Album ist um ein gutes Stück eingängiger als das Debüt, man kann eine Steigerung feststellen, anscheinend haben DESERTA ihren Sound verfeinert und gefunden.

„Don’t Let Me Forget“ ein mehr als gelungener Einstieg – kommt als cooler Stampfer „I Came For Love“ flott und kräftig geht es der zweite Song an. „She’s The Owner“ befindet sich zwischen Ballade und Rocker mit geiler Akustikgitarre, „Life Is A Ride“ ein fettes Highlight was die Band an den Start bringt. Mit „Ahead Of My Time“ kommen mehr Keyboards ins Spiel und die zeigen Wirkung, „Here To Try“ und noch so ein gefühlvoller Song der was von Ballade und Rocker aufweisen kann. „Nothing I Can Do“ ein geiler mit Drama angereicherter Rocker, hier muss ich an die Australier von GREYSTONE CANYON denken, „The Children’s Screams“ die Jungs drücken mit dem Rocker wieder aufs Gaspedal. „You Looked Into My Dreams“ und noch ein balladesker Rocker, „Dance (The Song Of Freedom)“ zum Abschluss kommt noch Rock N Roll Stimmung ins Spiel.

Balle

AIRBOURNE mit ASOMVEL am 03.02.2026 in der Tonhalle, München

Die vier australischen Krawall-Rocker von AIRBOURNE waren im Zuge ihrer Gutsy Tour am 03. Februar in der Tonhalle in München. Wer die Alben der vier kennt weiß genau was auf das Publikum zukam. Die Vollbedienung in Sachen Riff-Rock der Extraklasse. Die Tonhalle war an dem Abend ausverkauft. Zur Unterstützung waren die Briten von ASOMVEL dabei.

ASOMWEL starteten mit viel Getöse in den Abend. Der Stil der Briten befindet sich irgendwo zwischen Heavy Rock N Roll und Heavy Metal, sogenau lässt sich das nicht wirklich differenzieren. In der Setlist befanden sich zwei Heavy Metal Songs, der Rest bewegte sich im sehr harten Rock N Roll. Die Stimme des Sängers klingt einfach nur fertiger als fertig und könnte selbst Lemmy ohne große Schwierigkeiten Konkurrenz machen. Genau wie der Sound der Band, der sich sehr Nahe bei MOTÖRHEAD befindet. Ich hörte mehrere Stimmen die wie ich meinten sich auf einem MOTÖRHEAD Konzert zu befinden. Die beiden Gitarristen sorgten für eine Heavy Stimmung, der Bass kam auch sehr gut durch und an den Drums saß ein Tier. Das Klangbild wirkte rund und dynamisch, in den ca. 45 Minuten Spielzeit wurde die Bühne von allen gut ausgenutzt. Wenn man ehrlich ist können es Phil Campell und seine Gang noch um mehrere Stücke besser.

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Während der Umbauphase begegnete mir Teddy McRocket, Gitarrist der Band HEADSTONE und man sprach über deren letzten Gig und was den Zuschauer bei AIRBOURNE erwartet. Meine eigenen Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Bei mir war es das erste aufeinander Treffen mit den Australiern, ich habe vorher schon einige Konzerte auf DVD gesehen, aber Live dabei zu sein ist doch eine ganz andere Nummer. Joel O’Keeffe bot eine gigantische Show, so wie man es auch auf den Konzert-Videos sehen konnte. Bestens bei Stimme und eine Bank an der Gitarre ackerte er sich durch das Set. Der zweite Gitarrist war genauso gut drauf, der Bass war den gesamten Gig über voll an der Front vorhanden und der Drummer spielten den gewaltigen Arschaufreißer und ließ seine Sticks mit roher Brutalität fliegen. Hier und da legte Joel kurze Pausen ein um mit dem Publikum zu interagieren oder einfach nur Ansagen zu machen. Wer in den ersten fünf Reihen stand bekam jede Menge Schweiß von Joel ab, der schwitzte wie in der Sauna und so wie er seinen Kopf wirbeln ließ erwischte es so einige Zuschauer. Das Stageacting war wie man sich das von AIRBOURNE vorstellt, mit jeder Menge Bewegung und Lauferei von Bühnenmitte zur Seite oder einer Seite auf die andere. Der Klang war überragend und gab keinen Grund zum Meckern. Die Setlist ließ nichts vermissen und umspannte die bisherigen Alben plus Neuheit. Wenn ich nicht ROBERT TEPPER und THE DEAD DAISIES Live gesehen hätte wären AIRBOURNE mit D-A-D heiße Anwärter für die Spitze, so bleibt ein sehr guter, geteilter dritter Platz in meinem Ranking der besten Konzerte, besser geht es fast nicht mehr. Einziger minimaler Kritikpunkt ist die für AIRBOURNE einfach viel zu kleine Bühne in der Tonhalle.

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Setlist AIRBOURNE

Gutsy
Fat City
Cradle To The Grave
Hungry
Back In The Game
Raise The Flag
Cheap Wine & Cheaper Woman
Alive After Death
No Was But The Hard Way
Too Much Too Young Too Fast
Live It Up
Breakin‘ Outta Hell
Ready To Rock
Runnin‘ Wild

Text: Balle / Bilder: Fonse Demmelhuber