KAASIN – Fired Up

Band: Kaasin
Album: Fired Up
Spielzeit: 47:06 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.11.2021
Homepage: www.facebook.com/kaasinmusic

 

Wow was für eine Power, was für eine Energie, gleich der erste Song auf dem Debüt von KAASIN ist ein Burner. Gegründet wurde KAASIN von Gitarrist Jo Henning Kaasin, der auch bei COME TASTE The BAND Gründungsmitglied war und dort auch Gitarrist und Songschreiber war. Dort hat Jo mit Leuten wie Joe Lynn Turner, Glenn Hughes, Doogie White oder Bernie Marsden zusammen gearbeitet. Nach 23 Jahren wurde es für Jo Zeit seine eigene Band KAASIN formieren.

Mit dabei sind Jan Thore Grefstad am Mikro, Staale Kaasin an Bass, Benjamin Dehli an Keyboards und Chris Brush am Schlagzeug. Den Hörer erwarten scharfe Riffs, retro Keyboards, treibender Bass und Schlagzeug die für Feuer unterm Hintern sorgen. Hier kommt Hard Rock kraftvoll und energisch auf den Tisch, die Riffs sind gut platziert, wie auch der Rest der Band, es passt alles angefangen bei der Stimme von Jan über die Gitarre bis hin zu den Becken der Drums.

Der Hard Rock erinnert mal an THE NORSEMAN COMPANY, LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, HEAVEN & HELL, WHITESNAKE, RAINBOW oder kommt mit einer gewaltigen Portion Blues um die Ecke. Der Sound könnte auch aus den Späten 70ern oder 80ern stammen, die Trademarks dieser Zeit sind vorhanden, geile Melodieführungen, RAINBOWsche Songstrukturen die sorfort zünden und Spaß machen. KAASIN ist weder Kopie noch Klon von den erwähnten Vergleichen, irgendwie eigenständig aber der Hang zu den Vergleichen schwebt doch über den Songs die nicht schlecht sind. Sie bieten ein wenig Kontrast zu den anderen Veröffentlichungen, da die Keyboards hier ziemlich retro zu Werke gehen, sie sind denoch präsent genug.

Mit “We Are One” hauen die Jungs einen Raus was für ein Nackenzerstörer, “Hidden” ein Symbiont aus LED ZEPPELIN und DEEP PURPLE. “Smoking Gun” ein geiler Blues Rocker, bei “Carry On” kommen RAINBOW durch. Mit “Shades Of Yesterday” kommt eine sehr gute Ballade eine Mischung aus LED ZEPPLIN, WHITESNAKE und der Eingängigkeit von RAINBOW, “Walking Downwards” ein Lilaweißer Rocker. “Chain Of Love” besser konnten RAINBOW auch nicht der Hit des Albums, bei “Wrong” muss ich passen. “Inside Out” ein Hard Rock Song, “Revelation” ein Rocker im ich schreib mal KAASIN Stil, “Runaway Train” ein geiler Rocker im RAINBOW Stil.

Fazit:

Ein geiles Teil von KAASIN für alle Nostalgiker die auf die Vergleiche können ein muss, ich vergebe eine 8,5.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We Are One
02. Hidden
03. The Smoking Gun
04. Carry On
05. Shades Of Yesterday
06. Walking Downwards
07. Chain Of Love
08. Wrong
09. Inside Out
10. Revelation
11. Runaway

Balle

LIFE OF A HERO – Letting Go

Band: Life Of A Hero
Album: Letting Go
Spielzeit: 42:28 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Battlegod Productions
Veröffentlichung: 12.11.2021
Homepage: www.lifeofahero.co.uk

Auf den ersten Blick ordnet man eine Band wie LIFE OF A HERO vom Namen her ganz schnell in die Kategorie Metalcore, Hardcore oder auch Progressive-irgendwas ein. Auch das Label Battlegod Productions ist eher für eine härtere Gangart bekannt. Aber Obacht – LIFE OF A HERO sind eine Melodic- bzw. Hardrockband aus Großbritannien, die mit „Letting Go“ ihr Debüt in die Läden bringen. Also sollten alle Genrefans gleich mal die Ohren spitzen, denn LIFE OF A HERO besteht aus durchaus bekannten Musikern des Vereinigten Königreichs, die sich hier eine neue Spielwiese geschaffen haben. Neben Russ Grimmett am Mikro (der Sohn von GRIM REAPER-Ikone Steve Grimmett) mischen Drummer Steve Newdeck (MIDNITE CITY, VEGA, NITRATE, TONY MILLS uvm.), Gitarrist Mike Meakin, Bassist Josh Williams (beide ebenfalls MIDNITE CITY) sowie Alex Nash mit. Hört sich also sehr vielversprechend an. Die Produktion übernahm natürlich Pete Newdeck höchstselbst, das Mastering übernahm Harry Hess (HAREM SCAREM), der nicht nur eine Gast-Performance bei „In My Dreams“ hingelegt hat, sondern mit seiner Stammcombo auch ein wenig im Bandsound von LIFE OF A HERO abgefärbt hat – zumindest bei den Harmonien.

Bestes Beispiel ist gleich der Opener „3D“ – guter Einstand! Mit dem Titeltrack zieht das Tempo an, die eingängigen Melodien bleiben aber erhalten. Bisher eine durchaus interessante Platte. Auch Songs wie „In My Dreams“ oder „Don´t Waste My Time“ möchte ich Euch als weitere Anspieltipps mit auf den Weg geben. Wer es etwas moderner haben möchte, ist z.B. bei „Stay For A While“ richtig.

Im Grunde ist „Letting Go“ ein zeitgemäßes Hardrockalbum, das keinerlei Energie darauf verschwendet, irgend einer Modeerscheinung hinterher zu laufen. Diese elf Songs tönen genau so, wie Hardrock anno 2021 klingen sollte. Allerdings werden es LIFE OF A HERO schwer haben, aus der großen Masse der Veröffentlichungen herausstechen zu können. Das ist ziemlich schade, denn „Letting Go“ ist durchaus ein hörenswertes Hardrockalbum mit einem talentierten Russ Grimmett am Mikrofon.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. 3D
2. Letting Go
3. In My Dreams
4. Caught In A Lie
5. Don´t Waste My Time
6. Stay For A While
7. Down And Out
8. Risk It All
9. Shine A Light
10. Falling Apart At The Seams
11. When We Let Go

Stefan

MICHAEL SCHINKEL’S ETERNAL FLAME – Gravitation

Band: Michael Schinkel’s Eternal Flame
Album: Gravitation
Spielzeit: 49:58 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Hard Rock
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 29.10.2021
Homepage: www.facebook.com/MichaelSchinkelsEternalFlame

Joah. Da führt man sich in freudiger Erwartung angesichts des fantastischen Vorgängers die neue MICHAEL SCHINKEL’S ETERNAL FLAME erstmals zu Gemüte und ist relativ entsetzt vom Sound der Platte. Nach neun musikalisch starken und klanglich schwachen Tracks merkt man dann, dass man die ganze Zeit den Lautstärkeausgleich dran hatte, ändert das, und plötzlich klingt das Ding sehr stabil, auf 80er Hard Rock fett getrimmt und bis auf den komischen Bass, der ab und an (beispielsweise bei “Rage”) eingesetzt wird, und ein paar andere kleine Aspekte absolut zufriedenstellend. Klar, “Gravitation” ist underground und auch nicht allzu teuer produziert, kann sich dafür aber über weite Teile auf jeden Fall hören lassen.
Zur Einordnung: ETERNAL FLAME gibt es bereits seit 1986, bis 1992 noch unter dem Namen FIREFOX und mit achtjähriger Unterbrechung zwischen 2004 und 2012. 2018 kam mit “Smoke On The Mountain” das erste Album seit 2002 raus, das den klassischen Hard-Rock-Sound der 80er erfolgreich in die Gegenwart zu transportieren vermochte und dabei viel mehr war, als ein “Klingt wie 80er”-Album. “Gravitation” schließt genau daran an: zehn eigenständige Tracks plus eine instrumentale Version des fünften ungarischen Tanzes von Brahms und ein Intro. Und abermals hat man es geschafft, ein Album auf den Markt zu bringen, das nicht nur einen bestimmten Sound und bestimmte Melodiestile zu reproduzieren versucht, wie es so häufig passiert, wenn eine Band mit langer Geschichte nach Jahren nochmal ans Werk geht. Nein, MSEF haben nach wie vor den Anspruch an sich, das eben auch in geil zu machen, mit Originalität im Songwriting bei gleichzeitiger klanglicher Authentizität. Mission erfüllt!
Der softere Midtempo-Hard-Rock funktioniert bestens, siehe “Hard Times For Dreamers” mit seinem Synthpad-Teppich, den dicken Drums und dem feierlichen Chorus inklusive cooler Startschwierigkeiten und passender Backing Vocals. Die Ballade ist ebenso gelungen (“No Way To Hide” mit seiner schönen Komposition), und bei “Damien” wird es düster mit Chor- und Orchestersample-Einsatz und einem ordentlichen Maß an Intensität. Was MSEF aber am liebsten machen, ist der knallende, Synth-angereicherte Hard Rock im Stil der 80er, gerne mit etwas moderneren Synthesizersounds, was die Grundstimmung von “Gravitation” erfreulich passend zwischen heute und gestern ansiedelt. Diese Songs sitzen durch die Bank auf den Punkt. “Strange Game Called Love”, “Higher Fire”, “I’m Gonna Miss You Tonight”, “Stay In The Middle Of The Night” – all diese Songs schaffen es, ein absolutes Retro-Feeling zu erzeugen, dabei aber auch musikalisch zu unterhalten.
Doch, “Gravitation” erfüllt alle Erwartungen, die man nach dem Vorgänger haben könnte – und das sind tatsächlich ziemlich viele!

Fazit:
Bei anderen Bands ist die Luft nach so langer Zeit raus. Doch bei Michael Schinkel ist die Luft noch so sehr drin, dass sie die ETERNAL FLAME erfolgreich am Leben zu erhalten vermag. Ganz gleich, ob man nun in den 80ern musikalisch sozialisiert wurde oder einfach den Sound mag: “Gravitation” ist ein absolut entertainendes Werk geworden, das die Verbindung von Tradition und Moderne bestens vollzieht!

Anspieltipps:
“Damien”, “Higher Fire” und “I’m Gonna Miss You Tonight”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awakening
02. Rage
03. Hard Times For Dreamers
04. Love Returns
05. Damien
06. No Way To Hide
07. I’m Gonna Miss You Tonight
08. Strange Game Called Love
09. Stay In The Middle Of The Night
10. Higher Fire
11. Fallin
12. Hungarian Dance #5

Jannis

SUPERNOVA PLASMAJETS – Now Or Never

Band: Supernova Plasmajets
Album: Now Or Never
Spielzeit: 44:30 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Records
Veröffentlichung: 22.10.2021
Homepage: www.supernovaplasmajets.de

Das Wetter ist trist und grau? Die Arbeitswoche war mal wieder viel zu lang? Dann kommt das neue Album von SUPERNOVA PLASMAJETS genau rechtzeitig. Gleich mal ein Bier geholt, die Mötley Crüe Kutte übergeschmisssen und rein in die viel zu enge Hose. Alleine schon die Namen der Musiker sind grandios. Jennifer Crush (v.), Manni McFly (g.), Randy Stardust (g.), Cliff Bourbon (b.) und Aelexis Rose (d.) erinnern sofort an die 80er. Dass die Truppe aber kein Fun Act ist, konnte ich bereits 2017 auf dem Heat Festival in Ludwigsburg sehen. War das ein geiler Abriss. Etliche Touren mit den Kissin‘ Dynamite, The New Roses oder Escimo Callboy und Auftritten bei vielen großen Open Airs, haben die SUPERNOVA PLASMAJETS noch besser gemacht. Play gedrückt, laut gemacht und los geht’s.

„Pretty Bizarre“ ist ein kurzes Intro, ehe es mit „Beggin‘“ gleich in die vollen geht. Geboten wird melodischer Hard Rock mit einer Prise Glam. Meine gute Laune steigt sofort und der Song erinnert mich an alte Coca Cola Werbungen (bitte als Kompliment verstehen). „Take Me To The Underground“ ist ein Hit. Geile Keyboards, geiles Schlagzeugspiel und eine begnadete Sängerin. Wenn Mrs. Crush loslegt, geht Gwen Stefani zum Weinen in den Keller. Oh yes, es geht back to the 80ies. Der Anfang von „Now Or Never“ klingt nach „Panama“ von Van Halen. Sehr catchy die Nummer und versprüht sehr positive Vibes. Der Mitklatschpart ist clever gesetzt und wird live punkten können. Bei „Deer In The Headlights“ muss ich gestehen, dass es einige Durchläuche gebraucht habe, bis das Stück bei mir angekommen ist. Ja Wahnsinn, es geht noch mehr 80er auf „Lonely Hearts In The Night“. Synthwave trifft auf Pop-Rock. Ein perfekter Auto Cruise Song. Auf „I‘m Not Okay“ geht es wie bei Billy Idols „Flesh For Fantasy“ los. Die Nummer entpuppt sich dann aber als moderner Rocker auf dem die ganze Mannschaft beweisen kann, was sie drauf hat. Wenn ihr meint SUPERNOVA PLASMAJETS haben ihr Pulver verschossen: mal sauber geirrt. Jetzt dreht die Band erst richtig auf. Auf „Fade Away“ wird der Härtegrad erhöht und Metal-Riffs knallen einem entgegen. Was für eine geile Nummer, in der sogar ein Discobeat eingebaut wurde. Es geht geil weiter. „Break My Down“ ist eine Hymne, die geschrieben wurde um live gespielt zu werden. Unterstützt wird die fantastische Mrs. Crush von Andy Brings (Double Crush Syndrome), der den Rotz Faktor noch deutlich erhöht. Yeah, so und nicht anders. Rock’n’Roll pur auf „Turn Around The Sky“. Richtig straightes in your face Stück, auf der die Stimme wie Doro zu ihren besten Zeiten klingt (hatte Doro schon mal schlechte Zeiten? Nein.) „Hello“ can you hear me? Moment, ich dreh‘ noch lauter. Super gemacht, hat alles was man braucht. Heavy Riffs, Mitsing-Parts und ein saustarker Refrain. Wow, ich bin schon voll im Konzertmodus. Den Abschluss macht eine extrem gelungene Version des Taylor Dane Hits „Tell It To My Heart“. Ist das Original schon klasse, gefällt mir die rockige Art natürlich noch besser.

Fazit: Dieses Album bereitet von vorne bis hinten Freude pur. Extrem hohe Hitdichte, fette Produktion und natürlich eine Sängerin die das Level noch höher hebt. Gratulation an alle von SUPERNOVA PLASMAJETS für dieses absolute Highlight. Hier werden die 80er mit der Moderne perfekt gemischt. Dafür gibt es verdiente 9,5 Punkte. So und jetzt geb‘ ich mir die Scheibe zum 13. Mal.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Pretty Bizarre (Intro)
02. Beggin‘
03. Take Me To The Underground
04. Now Or Never
05. Deer In The Headlights
06. Lonely Hearts In The Night
07. I’m Not Okay
08. Fade Away
09. Break Me Down
10. Turn Around The Sky
11. Hello
12. Tell It To My Heart

Sturmi

RHETT FORRESTER – Even The Score (RG Zeitmaschine)

Band: Rhett Forrester
Album: Even The Score
Spielzeit: 47:27 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rhino Records
Veröffentlichung: 1988
Homepage: —

 

Hier handelt es sich um das zweite Album von RHETT FORRESTER der im Alter von 37 Jahren 1994 während eines Missglückten Carjackings in Atlanta erschossen wurde. An diesem Tag verlor die Rockwelt einen talentierten Musiker, der mit seiner Stimme überzeugen konnte. RHETT brachte es auf zwei Soloalben und eine Art Tribute aus dem Jahr 1996, veröffentlichte zwischen 1982 und 1983 zwei Studioalben und eine Live EP als Sänger der Heavy Metal Band RIOT. Im Jahr 1984 kam mit JACK STARR das Album “Out Of The Darkness” auf den Markt, zwei Jahr nach seinem Tot kam mit Dogbone noch das gleichnamige Album auf den Markt.

Über die Mitwirkenden ist mir außer RHETT selbst nichts bekannt, es lassen sich im Internet auch keinerlei Infos zu den Musikern finden. Die Stimme RHETTs ist rau und in den tieferen Lagen angesiedelt und war geradezu gemacht für Hard Rock und Heavy Metal. Und er verstand es diese richtig einzusetzen um zu überzeugen. Der Sound bewegt sich in etwa zwischen DOKKEN, TESLA, DIO, SCORPIONS, WHITESNAKE und einem Schuß RAINBOW. Die Stimme ist über jeden zweifel erhaben, entweder man liebt oder hasst diese, die Gitarren kommen richtig geil zur Geltung, der Bass ist im Hintergrund zu vernehmen, die Drums treiben ohne Ende und machen Dampf.

Der Hard Rock gehört auf diesem Album mit Sicherheit zu der Gattung Supercatchy und Attraktiv genau so wie ihn auch die Vergleiche in ihrer Blütezeit oder zu Lebzeiten auf Band aufgenommen haben. Es frisst sich Song für Song durch die Gehörgänge bis an die Trommelfelle um diese mit Melodie, Härte und dem rauen Organ zu bearbeiten bis man nur noch die Songs im Kopf hat und nicht mehr so schnell vergisst. Auf dem Album sucht man Ausfälle vergeblich, es ist auch nicht der Volle Punkte bringer aber ein Klassiker auf alle Fälle und hörenswert. Leider ist dieser Rundling auch schon rar und teuer geworden aber ich würde mal behaupten für eine gute gebrauchte CD in dieser Qualität locker zwischen 20 bis 25 Euro wert.

Der Anfang wird mit “You Will Be Mine” gemacht ein Hard Rocker im WHITESNAKE Fahrwasser, “Even The Score” ein energiegeladener Hard Rock Song. Mit “Ready For Love” kommt eine gefühlvolle Ballade, dann folgt der Smash Hit des Albums “Assume The Position” ein gnadenlos eingängiger melodischer Rocker der groovet wie Sau und ein fettes Highlight darstellt, in den Discos sollten bei dem Song die Tanzflächen schnell voll werden. “I Must Be Crazy” hätte sich bestens auf DIOs “Holy Diver” gemacht, “Burning Heart” ein Killer. Bei “Payin‘ The Price” passen die Vocals nicht so toll zum Song gehört zu den Kuriositäten, “See You In My Dreams” ein schöne Ballade die selbst von den großen Namen nicht besser gemacht werden kann. “Leading Me On” das Kind der Eltern VAN HALLEN und WHITESNAKE, “Last Fair Deal Gone Down” ein WHITESNAKEscher Rocker.

Fazit:

Ein rares Teil das jedem Fan der Vergleiche schmecken sollte und die Freudentränen in die Augen treiben müsste, und jede Sammlung aufwerten würde. Nur schade das RHETT nicht die Gelegenheit hatte noch mehr von dem Stoff einzuspielen um die Rockmusik mit weiteren Glanztaten zu bereichern. Es handelt sich hier nicht um ein 10er Brett aber eine 8,75 bis 9 Punkte wären auf alle Fälle drin.

WERTUNG: —

Trackliste:

01. You Will Be Mine
02. Even The Score
03. Ready For Love
04. Assume The Position
05. I Must Be Crazy
06. Burning Heart
07. Payin‘ The Price
08. See You In My Dreams
09. Leading Me On
10. Last Fair Deal Gone Down

Balle

ECLIPSE – Wired

Band: Eclipse
Album: Wired
Spielzeit: 41:10 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 08.10.2021
Homepage: www.facebook.com/EclipseSweden/

Was kommt nach dem Überflieger „Paradigm“? Diese Frage beschäftigt wohl viele Fans, wenn sie an eine neue Scheibe von ECLIPSE denken. Bisher zeigte die Formkurve immer steil nach oben, ohne dass die Schweden je ein mittelmäßiges oder gar schlechtes Album fabriziert hätten. Dennoch war von Anfang an klar, dass es dieses Mal extrem schwierig sein würde, Hits wie „Viva La Victoria“, „United“ oder „The Masquerade“ zu toppen. Und dann kam das neue W.E.T. Album „Retransmission“, das schon beim Opener „Big Boys Don´t Cry“ frappierende Ähnlichkeit zur Stammcombo von Tausendsassa Erik Martensson aufwies. Der Junge hat einfach einen schier unerschöpflichen Fundus an guten Songs.

Und genau daran kränkelt auch die neue Platte „Wired“ ein wenig. Mit „Saturday Night (Halleluja)“, „Bite The Bullet“ und „Twilight“ hat man äußerst formidable Songs – manche reden von Hits – vorab ins Rennen geschickt. Und auch „Run For Cover“, „Roses On Your Grave“ oder „Dead Inside“ sind erstklassige Stücke, für die wohl 95% aller Bands so ziemlich alles machen würden, um sie auf ihrem Album haben zu können. Und doch wiederholen sich ECLIPSE neuerdings des öfteren – das Grundrezept der Songs auf „Wired“ ist einfach zu oft identisch. Auch wenn die Platte abermals äußerst stark aus den Boxen quillt, der Sound ist standesgemäß für die Schweden, hier ist also alles im Lot. Und trotzdem erscheint das wie Meckern auf verdammt hohem Niveau, denn ECPLIPSE verstehen es auch auf „Wired“ wie kaum eine andere Band, Melodie, Power und Gefühl in Einklang zu bringen.

Man könnte jetzt konstatieren, dass ECLIPSE mit „Wired“ zum ersten Mal in ihrer Geschichte auf der Stelle treten und nicht eine weitere Stufe erklimmen. Klar – The Sky is the limit – aber die Schweden spielen doch schon lange in der ersten Liga. Und so kommt „Wired“ in vielen Belangen quasi als Zwilling des Vorgängers „Paradigm“ daher. Und doch haben es die Jungs um Erik Martensson und Magnus Henriksson irgendwie wieder einmal geschafft, eine Handvoll Hits zu erschaffen, die ganz sicher im Live-Set auftauchen werden und dort für grandiose Stimmung sorgen werden. Die Auswahl wird hier also immer schwerer (oder die Gigs länger). ECLIPSE machen das, was sie am besten können – auf „Wired“ zeigen sie ein weiteres Mal, dass sie zur Speerspitze der Melodic-Hardrock-Bewegung der 2000er zählen – aber auch, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, immer weiter nach oben zu klettern auf der Leiter, wo ganz oben die Luft eben ziemlich dünn wird. Dennoch beide Daumen hoch für „Wired“, einem Highlight 2021!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Roses On Your Grave
2. Dying Breed
3. Saturday Night (Halleluja)
4. Run For Cover
5. Carved In Stone
6. Twilight
7. Poison Inside My Heart
8. Bite The Bullet
9. We Didn´t Come To Lose
10. Things We Love
11. Dead Inside

Stefan

WICKED SMILE – Wait for the Night

Band: Wicked Smile
Album: Wait For The Night
Spielzeit: 40:45 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Cargo Distribution
Veröffentlichung: 15.10.2021
Homepage: www.facebook.com/wickedsmileband/

Knapp 2 Jahre war sie jetzt in der Mache – die Debütscheibe der australischen Hardrocker WICKED SMILE. Und schon von Beginn an waren die Erwartungen hoch. Immerhin handelt es sich bei den Protagonisten um wohlklingende Namen des Business. Neben Sänger Danny Cecati (Ex-PEGAZUS) greift Stevie Janevski (THE RADIO SUN) in die Saiten. Außerdem sind heute Dave Graham (guitars), Glen Cav (bass) und Jason Tyro (drums) mit von der Partie. „Kickass Australian Rock With Killer Vocals“ hat sich das Quartett auf die Fahnen geschrieben. Produziert wurde die Platte, die auf den Namen „Wait For The Night“ hört, von PAUL LAINE (THE DEFIANTS, Ex-DANGER DANGER etc.), für das Mastering zeichnet sich Kollege Bruno Ravel (ebenfalls DANGER DANGER, THE DEFIANTS) verantwortlich.

Wenn das mal keine grandiose Ausgangssituation ist. Von Anfang an haben WICKED SMILE Appetithappen unters Volk geworfen und die Fans so an der Entstehung der Platte indirekt teilhaben lassen – bereits am 19. Januar 2020 wurde die Single „We Fall“ veröffentlicht, kurz nach der Gründung von WICKED SMILE. Paul Laine half seinerzeit noch am Bass aus. Im Laufe der Zeit folgten weitere 5 Singles. Im Grunde sind 60% des Albums also schon bekannt. Über diese Veröffentlichungspolitik kann man nun denken, was man will – Fakt ist, dass WICKED SMILE seit ihrer Geburtsstunde ziemlich abgeliefert haben. Denn schon ihre Debüt-Single „We Fall“ versprach enorm viel.

Aber arbeiten wir uns doch mal durch die für das Album erdachte Reihenfolge. „Date With The Devil“ startet als Hybrid aus Heavy Metal und Hardrock. Vielleicht liegt es an Danny Cecati´s Stimme, die mich schon bei PEGAZUS begeistert hat und deren Gespür für Melodien mich zumindest bei den ersten drei Platten ziemlich gefesselt hat. So nun auch bei WICKED SMILE. Einer rockigeren Version, wenn man so will. Natürlich sind WICKED SMILE eine komplett neue Band, die Stimme weckt dennoch alte Erinnerungen. Und „Date With The Devil“ ist eine herrlich frische Nummer, die kräftig und melodisch aus den Boxen drückt. Noch etwas metallischer kommt „Wait For The Night“ daher. Klassischer kann ein Rock/Metalsong nicht gestrickt sein. Das schon erwähnte „We Fall“ beginnt mit Didgeridoos, somit sollte die Herkunft der Band vom ersten Moment an geklärt sein. Mit schwerem Riffing a´la FIGHT(ohne aber deren moderne Härte zu erreichen) gräbt sich das Stück nachhaltig in die Gehirnwindungen. Mit „Sign Of Times“ folgt so etwas wie eine Ballade, die aber irgendwie keine ist. Das wunderbar melodische „Daze Of Delirium“ setzt ein weiteres Ausrufezeichen, definitiv ein Highlight. Das trifft ebenfalls auf „Killer At Large“ zu (siehe Video weiter unten). Nach dem ebenfalls bereits bekannten „Last Goodbye“ – der aktuellen Auskopplung – folgen drei bis dato unbekannte Nummern. Wer hinter „Love´s Got A Hold On You“ eine Ballade vermutet, wird schon nach kurzer Zeit überrascht sein. Ein weiterer melodischer Hardrocker, der sich perfekt ins Albumgefüge einpasst.
„Don´t Wait For Me“ ist dann aber doch eine Ballade, „Stronger“ beschließt die Platte aber mit so viel Schmackes, wie sie begonnen hat.

Auch wenn schon vieles auf „Wait For The Night“ bereits veröffentlicht war, als Album zeigt sich erst, wie stark WICKED SMILE agieren. Das liegt natürlich an der extrem geilen Stimme Cecati´s und an der erstklassigen Gitarrenarbeit von Stevie Janevski. Darüber sollte man aber nicht vergessen, dass es nur wenigen Kapellen gelingt, Melodie und eine gewisse Härte so homogen zusammenzuführen wie es die Australier auf ihrem Debüt machen. Was lange währt, wird also endlich gut – sehr gut sogar!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Date With The Devil
2. Wait For The Night
3. We Fall
4. Sign Of Times
5. Daze Of Delirium
6. Killer At Large
7. Last Goodbye
8. Love´s Got A Hold On You
9. Don´t Wait For Me
10. Stronger

Stefan

WAYWARD SONS – Even Up The Score

Band: Wayward Sons
Album: Even Up The Score
Spielzeit: 49:44 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 08.10.2021
Homepage: www.facebook.com/waywardsonsbanduk/

 

Die UK Rocker von WAYWARD SONS beehren die Hörerschaft mit ihrem Album #3. Zur Band gehören Toby Jepson an Mikro und Gitarren, Sam Wood an Gitarren, Nic Wastell am Bass und Philip Martini an den Drums.

Die Boys machen das was sie auf den beiden Vorgängern auch schon taten, sie rocken sich den Allerwertesten ab. Dementsprechend klingt das Ganze auch, nach Schweiß und schwerst Arbeit an den Instrumenten. Der Sound liegt irgendwo bei UK Rockkombos wie THIN LIZZY, WHITESNAKE, DEEP PURPLE, THUNDER und DEF LEPPARD zu anfangszeiten. Die Jungs rocken einfach drauf los und lassen dabei einige Konkurenten sehr blass aussehen, die Songs sind sehr gut geraten und überzeugen. Mal mit mehr Blues, glammed oder es rollt gewaltig und macht richtig laune dem zu zuhören.

Die Stimme von Toby erinnert mich an eine Mischung aus RUSS BALLARD und DENNIS DEYOUNG, die Gitarren sind geil aufgeführt und lassen ab und zu mal BALLARD, U2 oder auch THIN LIZZY durch schimmern. Es hört sich nicht wie eine Kopie an, sondern erinnert einen an die Vergleiche. Und es ist bestimmt kein Nachteil mit solchen Künstlern die zum Teil Kultstatus besitzen verglichen zu werden. Da die Altmeister sich langsam aber sicher in nächster Zeit in den Ruhestand zurück ziehen werden macht es große Hoffnung zu wissen das solche Bands wie eben die Jungen Wilden die Fahne des Rock hoch halten und das Erbe der ganz Großen antretten. Wenn auch die eine oder andere Lücke, wie z. B. die beiden viel zu Früh verstorbenen RONNIE JAMES DIO oder STEVE LEE ein gewaltiges Loch in die Musikwelt gerissen haben. Darum ist es gut zu wissen das es Bands gibt die diese Art der Musik beherrschen und auch gekonnt bieten können.

“Even Up The Score” ein flotter Rocker, “Big Day” ein gewaltig rollender Rocker. “Sign Of The Times” erinnert an eine Mischung aus SWEET und STYX die miteinander das Kind SLADE auf die Welt gebracht haben, “Bloody Typical” erinnert an RUSS BALLARD zu “Barnet Dog” zeiten ein Melodic Monster. “Faith In Fools” ein geiler Schweißrocker, “Fake” ein eingängiges Hook Highlight. “Downfall” lässt an THIN LIZZY denken, bei “Tip Of My Tongue” ein Highlight das sich nach einem Kind von RUSS BALLARD und U2 anhört. “Looking For A Reason” kommt gut, “Land Of The Blind” kann auch überzeugen, “They Know” macht den Abschluß.

Fazit:

Ein sehr gutes Album von den UK Boys, mit einigen geilen Highlights an Board kommen bei mir auf 8,5 Punkte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Even Up The Score
02. Big Day
03. Sign Of The Times
04. Bloody Typical
05. Faith In Fools
06. Fake
07. Downfall
08. Tip Of My Tongue
09. Looking For A Reason
10. Land Of The Blind
11. They Know

Balle

ALCATRAZZ – V

Band: Alcatrazz
Album: V
Spielzeit: 62:26 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Silver Lining Music
Veröffentlichung: 15.10.2021
Homepage: www.facebook.com/alcatrazzband

Alcatraz ist generell dafür bekannt, dass man nur schwer rauskommt. Bei ALCATRAZZ sieht das etwas anders aus; so lässt sich zumindest erklären, dass die 1983 gegründete Band bis zum heutigen Tag fast 20 Mitglieder hatte, darunter nicht zuletzt Yngwie Malmsteen und Steve Vai. Nichtsdestotrotz hat man 2021 mit Jimmy Waldo und Gary Shea zwei Gründungsmitglieder mit dabei, dazu seit neustem niemand anderen als Doogie White (RITCHIE BLACKMORE’S RAINBOW, PRAYING MANTIS, TANK u.a.) für die Vocals.
Nach über 30 Jahren Releasepause brachte man 2020 mit “Born Innocent” erstmals wieder ein Album raus und legt nun mit “V” nach, das – wer hätte es ahnen können – das fünfte Album von ALCATRAZZ ist. Und wie ist das so geworden?
Nun, vom Sound her so okay. Die Platte ist relativ mittenlastig geworden, Definiertheit hätte stärker ausfallen können. Einen dichten Sound kann “V” bei Bedarf auf jeden Fall vorlegen, aber da wäre schon etwas mehr drin gewesen, ohne dass man den Gesamtklang zu modern gestaltet hätte. Möglicherweise liegt’s daran, dass der Release des Vorgängers keine 1,5 Jahre zurückliegt und alles etwas schneller gehen musste. Das würde auch erklären, warum einige Kleinigkeiten bei “V” unsauber wirken.
Doogie White ist ein Meister seines Fachs, doch auf ein bis zwei Songs präsentiert er sich unter Niveau, als hätte man den Take jetzt halt nehmen müssen, um im Zeitplan zu bleiben. Um ein paar Beispiele zu nennen: Der plötzlich massiv leiser werdende Synthesizer im Mittelteil von “Guardian Angel”, das dann ein paar Sekunden iiiirgendwie noch da ist, aber viel zu leise, als dass es noch einen sinnvollen Effekt hätte, verwirrt. Ebenso die ineffizient produzierten “Oooh”- und “Aaaah”-Vocals in “Maybe Tomorrow” in Kombination mit der Orgel, die diese ihr zugeteilte Aufgabe aufgrund ihrer Klanglichkeit einfach nicht erfüllen kann.
Insgesamt also nicht gut? Doch, tatschlich schon. Denn an sich ist “V” eine echt schön geschriebene Mischung aus Hard Rock, Heavy und Power Metal, deren Kompositionen gerne mal ein wenig Dur-lastiger ausfallen als erwartet und oftmals echt individuell sind. Ein kleiner Prog-Faktor steckt in den subtil intelligenten Melodien immer wieder mal drin und entschädigt für oben genannte Unstimmigkeiten, einfach weil man trotz dieser Augenbrauenhochziehmomente über weite Teile des Albums durch kompositorisches Ideenreichtum und starke Umsetzung besser unterhalten wird als von vielen anderen Alben dieser Genreausrichtung. So erweist sich “V” als Album, bei dem manche Ideen nicht funktionieren, viele aber auch so gut, dass es nach meinem Gemecker immer noch eine 8er-Bewertung rechtfertigt. Sei es der doomige Spirit des schleppenden „Return To Nevermore”, Der kontrastierend dichte und harmonische Chorus beim tendenziell unfröhlicheren “Target”, das druckvolle und leicht hymnische “Blackheart” oder, oder, oder.

Fazit:
Somit ist “V” eine der Platten, die mit einem Monat mehr Arbeit daran richtig krass hätten werden können, ohne diesen Monat aber eben mit kleineren Mankos zu kämpfen haben (das einzige größere wären die Schwächen in der Produktion). Es bleibt ein an sich in Sachen Songwriting und Interpretation echt entertainendes Album, bei dem man an mancher Stelle guten Willens mal ein Auge zudrücken muss.

Anspieltipps:
“Blackheart”, “Return To Nevermore”, “Target” und “Nightwatch”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Guardian Angel
02. Nightwatch
03. Sword Of Deliverance
04. Turn Of The Wheel
05. Blackheart
06. Grace Of God
07. Return To Nevermore
08. Target
09. Maybe Tomorrow
10. House Of Lies
11. Alice’s Eyes
12. Dark Day For My Soul

Jannis

DUCKWALK CHUCK – All Fired Up

Band: Duckwalk Chuck
Album: All Fired Up
Spielzeit: 40:33 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 17.09.2021
Homepage: www.facebook.com/duckwalkchuck

Ja, was flattert denn da auf meinen Schreibtisch? Was für ein cooles Cover-Artwork! Ah, die neue Platte von DUCKWALK CHUCK. Da lehnt die alte Ente lässig an einem endzeitlich abgefuckten, alten Dodge Charger Daytona mitten im Rotlichtviertel – herrlich. Aber mal der Reihe nach. Wer oder was ist DUCKWALK CHUCK? Die Band kommt aus Norwegen, wurde 2001 gegründet, macht schweinegeilen Schweinerock irgendwo zwischen AC/DC, AIRBOURNE und NASHVILLE PUSSY (was der Bandname ja irgendwie suggeriert) und „All Fired Up“ markiert nach „Tombstone Stomp“ (2008) und „High Speed City“ (2017) bereits ihr drittes Album. 2012 erschien mit „Rebel“ noch eine 6-Track EP.

Leider ist das hier mein Erstkontakt zu dem Quartett aus Norwegen – aber was für einer. Beim Durchstöbern ihrer Discographie wird schnell klar, dass Arvid Thorsen (vocals, bass), Arild Rettore (guitars), Hakon Ronneberg (guitars) und Tord Eiken (drums) für „All Fired Up“ alles in die Waagschale geworfen haben und aufs Ganze gehen. Die beiden Vorgänger hatten durchaus Klasse, und so konnte man in der Vergangenheit Auftritte u.a. mit den QUIREBOYS, BONAFIDE, den kultigen BACKSTREET GIRLS sowie den CARBURATORS an Land ziehen. Für die aktuelle Scheibe packen die Jungs aber noch eine gehörige Schippe drauf, alleine der druckvolle Sound kann sich echt hören lassen.

Schon beim hitverdächtigen Opener „All Fired Up“ wird schlagartig klar, dass die Norweger hier ein heißes Eisen geschmiedet haben und sich ganz klar gesteigert haben. Die groovige Boogie-Nummer „It´s Only Rock´n Roll“ macht ebenfalls mächtig Laune. Wie eigentlich die ganze Scheibe. Allen voran – neben den schon erwähnten Stücken – die coole AC/DC Nummer „Ghost Town“, das mächtig rockende „Reckless Driver“, das Groovemonster „I´m The Devil“ oder „World On Fire“. Wohin man auch hört, es wird auf hohem Niveau gerockt und gerollt. Dass DUCKWALK CHUCK den Rock´n Roll natürlich nicht neu erfinden (wer tut das heutzutage schon), sollte sogar positiv bewertet werden, denn Kapellen wie der Vierer aus Norwegen bewahren und verwalten dessen Vermächtnis und sind immer für eine schweißtreibende Show mit viel Spaß in den Backen gut.

Durst ist also vorprogrammiert, wenn „All Fired Up“ im Player landet. Eben Handgemachter Rock´n Roll wie er sein sollte. Und für mich eine tolle und völlig unerwartete Entdeckung, die mich richtig verzückt hat. Thumbs Up!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. All Fired Up
2. It´s Only Rock´n Roll
3. Motor Madness
4. Ghost Town
5. Rosies
6. Reckless Driver
7. Shut Your Lights
8. I´m The Devil
9. Criminal Man
10. World On Fire
11. Thirsty Dog (Bonus Track)

Stefan