NIGHT RANGER – ATBPO

Band: Night Ranger
Album: ATBPO
Spielzeit: 53:43 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.08.2021
Homepage: www.facebook.com/nightranger

Es ist offensichtlich möglich, im dritten Stock in einer Wohnung in Bonn und gleichzeitig unter einem Stein zu wohnen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich von einer Band, die über 17 Millionen Alben verkauft hat und locker zehn #1-Video-Singles und Verwendung ihrer Musik in diversen Serien, Spielen und sogar größeren Hollywoodfilmen vorweisen kann, noch nie in meinem Leben gehört habe und sie nach dem ersten Hördurchgang als professionell klingende kleinere Band eingeordnet hätte (was für größere Acts durchaus als Kompliment zu verstehen ist).
Ja jut. Dann gibt es nun also einen unvoreingenommenen Blick auf das neuste Album von NIGHT RANGER, “ATBPO”, was für “And The Band Played On” steht.
Bei einer Band mit oben beschriebener Bekanntheit ist es Normalität, dass es an den Spielfertigkeiten und Gesangsskills der Beteiligten nichts auszusetzen gibt, so auch auf “ATBPO”. Alles sitzt wie angegossen, die einzelnen Instrumente werden professionell und auf der Sache dienlicher Weise kreativ bedient und Vocals wie Backing Vocals fügen sich wunderbar in den Hard-Rock-Sound des Quintetts ein, der sich stark am Sound des dicken, stadionigen 80er Hard Rocks bedient und die ein oder andere modernere Wendung sowie einige verstärkt AORige Elemente einbaut.
Keybords sind vorhanden, werden aber vergleichsweise sparsam eingesetzt, und immer im Sinne der Musik.
Auch in Sachen Produktion weiß “ATBPO” zu gefallen. Dicht, organisch und ausgewogen, einzig bei den gelegentlichen Clapsounds meine ich ein leichtes Krisseln wahrzunehmen. Ist aber selten, will ich nicht wegen rumheulen.
Kompositorisch ist die Platte in gesundem Maße Dur-lastig, erklärt dies aber nicht, wie viele andere dadurch in Schmalz versinkende Truppen, zu ihrer musikalischen Identität. Nee, das Dur-Level ist sehr angenehm gehalten, wird einem nicht mit dem Harmoniehammer ins Gesicht gedroschen, sondern sorgt schlicht für einen begrüßenswerten Feelgoodfaktor. Dies mag neben dem Songwriting an sich auch der Tatsache geschuldet sein, dass “ATBPO” doch recht heavy produziert ist. Wo andere Bands ihre Gitarren hinter gigantischen Synth-Wänden verstecken, wissen NIGHT RANGER sehr gut um die Wichtigkeit einer druckvollen unkastrierten Gitarrenfraktion. In Sachen Kreativität ist man auf gutem Niveau unterwegs, bedient natürlich viele Stilmittel des Genres, gönnt sich aber doch auch kleine Wendungen und Melodien, die man so nicht auf jedem zweiten Hard-Rock-Album hört. Das wird dann noch um nette Features wie ein Klavier im klassischen “Hard To Make It Easy” und erwähnte Keyboards (beispielsweise lobenswert bei “Breakout” hervorzuheben) ergänzt und rhythmisch immer wieder attraktiv eingeordnet – abermals unter anderem in “Breakout” mit seinem souverän groovenden Chorus.

Fazit:
Und so ist “ATBPO” ein höchst professionelles Album, dass sich neben einem etwas schmerzhaften Klaviersound bei “Cold As December” und etwas zu harter Schlager-Balladigkeit bei “Can’t Afford A Hero” praktisch keine Patzer leistet, vielleicht nicht den Innovationspreis gewinnt, aber für die Hard-Rock-Fraktion unter unseren Lesern zweifelsohne eine feine Sache sein sollte!

Anspieltipps:
“Breakout”, “Bance”, “Monkey” und “Hard To Make It Easy”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Coming For You
02. Bring It All Home To Me
03. Breakout
04. Hard To Make It Easy
05. Can’t Afford A Hero
06. Cold As December
07. Dance
08. The Hardest Road
09. Monkey
10. A Lucky Man
11. Tomorrow

Jannis

HUNTER – The Return

Band: Hunter
Album: The Return
Spielzeit: 48:16 min
Stilrichtung: Riff Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 06.08.2021
Homepage: www.facebook.com/Hunter.TheReturn

 

Die in den frühen 80er Jahren gegründete Formation HUNTER kommt mit drittem Album aus dem Studio. Mir war die Band bis jetzt nich bekannt. Das Debüt wurde 1985 und das zweite Album 1987 veröffentlicht. Nachdem man sich einen guten Namen erspielt hat wurde es lange Zeit still um genauer zu sein 30 Jahre und sie sind kein bischen leise. Aller ehren Wert was die Herren abliefern.

Zum Line-Up gehören Rusty Wayman die Stimme, Steven Brandy und Jay Youngblood an Gitarren, T.H. Bongarinho am Bass und Paul “Mosh” B. Herrmann am Schlagzeug.

Wie kann man HUNTER am besten beschreiben, ich versuche es  mal mit einer Mischung aus AC DC, AIRBOURNE, KROKUS, GUNS N ROSES, BULLET, ACCEPT und in manchen Momenten RUNNING WILD. Diese Mischung klingt zwar äußerst komisch ist aber Schweinegeil, meistens regiert der Riffrock ala AC DC, KROKUS und Co. Die Stimme von Rusty hört sich an wie ein Mischung aus Brian Johnson, Marc Storace und Rolf Kasperek. Die Gitarren sind Riffrock typisch gespielt. Die Drums böllern aus allen Rohren und der Bass wummert im Hintergrund. Herrlich Retro aber geil was HUNTER hier abliefern. Beim hören vermisst man nichts, man vergisst sogar die Zeit und man meint die 80er ständen vor der Haustür.

“Way To Nowhere” gibt am Anfang mächtig Gas erinnert an eine Mischung aus RUNNING WILD, ACCEPT und BULLET, “Call Me What You Want” Riffrock mit viel Testosteron. “Hell What A Woman” das richtige für die Tanzfläche, “Looking For Love” ein geiler Rotzer. “Celebration Time” ein Partykracher wäre der richtige Song für einen Fetenhit Sampler, “The Wheels Turn On” manche würden für so einen Song morden. “Talk Of The Town” ein frecher Rocker, “Wipe The Tears Away” geiler Hard Rocker ein Highlight, das Riffing macht laune und wäre auch Tanzflächen tauglich. “No Compromise” erinnert mich von der Machart an KISS mit Krokusvibes, “My Life Is Digital” ein düsterer Rocker, “Watch Out For Metal” noch ein Highlight zum Abschluß.

Fazit:

Riffrock mit Metalgenen machen Spaß und zaubern gute Stimmung aus dem Hut, ich vergebe eine 9 für diese Stimmungsbombe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Way To Nowhere
02. Call Me What You Want
03. Hell What A Woman
04. Looking For Love
05. Celebration Time
06. The Wheels Turn On
07. Talk Of The Town
08. Wipe The Tears Away
09. No Compromise
10. My Life Is Digital
11. Watch Out For Metal

Balle

CIRCUS OF ROCK – Come One, Come All

Band: Circus Of Rock
Album: Come One, Come All
Spielzeit: 57:09 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.08.2021
Homepage: www.facebook.com/circusofrockofficial/

 

CIRCUS OF ROCK eine neue Band, Mastermind ist Drummer Mirka Rantanen der eine 30-jährige Karriere Vorweisen kann unter anderem bei KING COMPANY, KOTIPELTO, NORTHERN KINGS und REVOLUTION RENAISSANCE um nur einige zu nennen. Unterstützt wurde Mirka von Musikern aus Bands aus dem Hard Rock und Metal Sektor wie AMARANTHE, HARDLINE, TYKETTO, NIGHTWISH, LEVERAGE, STATOVARIUS, BROTHER FIRETRIBE, MASTERPLAN und noch einigen mehr.

Mirka gibt selbst an “Vor einigen Jahren dachte ich darüber nach ein Soloalbum zu machen, bei dem es nicht um das Zeigen der Fähigkeiten oder Solodarbietungen ankommt sondern die Songs im Vordergrund stehen. Ich wollte auch Musiker einbeziehen, mit denen ich über die Jahre schon zusammen gearbeitet habe, und dazu noch einige der besten Sänger als Gäste. Meine Absicht ist dieses Album in dem Jahr zu veröffentlichen in dem ich 50 Jahre werde 2021. Und Dank Frontiers Music kann dies nun geschehen. Das Album soll eine Art Meilenstein meiner Karriere sein.”!

Und ist dies nun ein Meilenstein? Ja das kann man beruhigt so behaupten, hier kommen kräftig Gitarrenläufe mit Keyboards zum Einsatz, die Drums kommen gut durch, die Intrumenten Abteilung gibt sich keine blösse. Bei den Sängerinen und Sängern ist kein Ausfall zu verzeichnen alle machen einen Bombenjob und überzeugen. Das Material bewegt sich im Hard Rock mit ganz leichtem Blick in den Melodic Metal. Alles sehr gut hörbar und bestes Futter für die Hard Rock Fraktion. Man merkt die skandinavische Herkunft von Mirka, beim hören spürt man förmlich das Feeling aus dem Norden. Vergleichen kann man mit KING COMPANY, GATHERING OF KINGS ein wenig WHITESNAKE hier und DOKKEN da, fertig ist CIRCUS OF ROCK.

“The Beat” macht gleich am Anfang klar was gespielt wird ein flotter Rocker, “Desperate Cry” von Johnny Gioeli eingesungen könnte vom HARDLINE Debüt sein. “Sheriff Of Ghost Town” ein Song mit Tempo, “Never” ist bester Hard Rock. “In Times Of Despair” wildert ein bischen im Melodic Metal, “Crossroads” erinnert an WHITESNAKE. “Caught In The Middle” ein geiler Hard Rocker. “Plywood Covered Windows And Crappy Shoes” ein Hard Rocker der im Refrain an LOVERBOY erinnert, “Edge Of Love” ein weiteres Highlight mit Rick Altzi am Mikro erinnert an GATHERING OF KINGS. “Set Me Free” ein flotter Hard Rocker, “Everafter” der softeste Song des Albums flotter AOR / Melodic Rock. “No Reason” starker Hard Rock, “Tears Of A Clown” eine Powerballade macht den Rausschmeisser.

Fazit:

Ein weiteres Highlight aus Skandinavien, mit einigen der besten Sängern der Rock Szene, zum Abschluß bleibt nur zu schreiben alles richtig gemacht von mir gibt es eine Bewertung von 8,5.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beat (Feat. Riku Turunen)
02. Desperate Cry (Feat. Johnny Gioeli)
03. Sheriff Of Ghost Town (Feat. Marco Hietalla)
04. Never (Feat. Kimmo Blom)
05. In Times Of Despair (Feat. Elize Ryd)
06. Crossroads (Feat. Pasi Rantanen)
07. Caught In The Middle (Feat. Danny Vaughn)
08. Plywood Covered Windows And Crappy Shoes (Feat. Anti Railio)
09. Edge Of Love (Feat. Rick Altzi)
10. Set Me Free (Feat. Jarkko Ahola)
11. Everafter (Feat. Tommi Salmela)
12. No Reason (Feat. Marc Quee)
13. Tears Of The Clown (Feat. Erik Kraemer)
14. Burnung (Bonus Track Digital)

Balle

AXEL RUDI PELL – Diamonds Unlocked II

Band: Axel Rudi Pell
Album: Diamonds Unlocked II
Spielzeit: 50:11 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 30.07.2021
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Ich hätte vor dem 1. November 2019 niemals daran gedacht jemals einen Review, geschweige den ein Album von dem Bochumer AXEL RUDI PELL zu verfassen, nun bin ich doch schon einige Zeit dabei und hab den einen oder anderen guten oder auch schlechten Review verfasst. Doch nun kommt AXEL RUDI PELL dran, und wie das neue Album mit Coverversionen geworden ist folgt nun in den kommenden Zeilen.

Durch die Corona bedingte Pause, die leider die Live Aktivitäten zum erliegen brachte nahm Axel diese Fortsetzung von „Diamonds Unlocked“ auf. Die Entscheidung kein neues Material zu veröffentlichen wird von Axel selbst so beantwortet: „Es macht keinen Sinn neue Songs herauszubringen, wenn man diese nicht Live spielen darf“! Also entschied man sich im Hause Pell als Zuckerl und Übergang für das nächste Album „Diamonds Unlocked II“ aufzunehmen, und diese Diamanten sind nicht von schlechten Eltern.

Zum Line Up gehören Zauberstimme Johnny Gioeli, Axel Rudi als Seitenhexer, Ferdy Doernberg an den Keys, Volker Krawczak am Bass und Bobby Rondinelli an den Drumsticks. Wie von allen Pell Alben gewohnt werden keine Fehler gemacht, alles sitzt Punktgenau die Produktion hat Dampf und kommt mit Wumms aus der Stereoanlage.

Im typischen Pell Stil werden wieder Klassiker im pellschen Gewand mit Hochdruck durch die Membranen gejagt, man muss eins vorweg schreiben, die Versionen sind alle sehr gut geraten und machen eine mehr als nur gute Figur. Mancher neu eingespielte Song wäre sogar etwas für die Disco oder eine Heavy Stunde im Rundfunk (Psst veratet es aber keinem, die meiden so eine Mucke wie der Teufel geweihten Boden). Böse Stimmen unken hier und da rum das Pell immer das gleiche macht, und ich schreibe warum nicht wenn man den Mist hört der im Rundfunk gespielt wird oder auf MTV und Castingshows wie DSDS kommt mir das Essen von letzter Woche wieder hoch. Sorry für meine Worte aber anders ist der Mist der im öffentlichen Rundfunk oder auch TV gesendet wird nicht zu beschreiben.

Mein Dank geht da ganz klar an Internetstationen wie Munich’s Hardest Hits, Bonnes Rock Avenue Radio Show und The Eagle 181. Und einen Habenpunkt kann der gute Axel auf seiner Seite verbuchen, mit STEELER wurden vier Alben veröffentlicht und Solo seit 1989 in regelmäßigen Abständen sehr gutes Material auf den Markt gebracht. Das soll mal so ein DSDS und Co Opfer das für ein Album gecastet wird vorweisen, und andere Casting Zusammenstellungen haben nicht mal halb so lange gehalten wie Axel schon im Geschäft ist und immer wieder für sehr gute Mucke in meinen vier Wänden sorgt.

„Der Schwarze Abt“ ein typisches Intro von Pell, „There’s Only One Way To Rock“ ein starker Asskicker. „Lady Of The Lake“ überzeugt auch, „She’s A Lady“ schiesst gleich einen ganzen Schwarm Vögel vom Himmel, ist das eine Schweinegeile Version von dem TOM JONES Klassiker das Ding fängt ganz zahm als Ballade an um dann ab Minute 2:03 zu explodieren, voll auf dicke Hose macht und abgeht wie der Leibhaftige der vor Weihwasser flüchtet. „Black Cat Woman“ cooler geht’s nicht, der TONY CAREY Song „Room With A View“ wird würdig als Ballade mit Johnnys Stimme, und Axels typischen Gitarrenspiel geboten besser kann nur CAREY als Original. Die CHRIS NORMAN Nummer „Sarah (You Take My Breath Away)“ kommt auch geil aber bei dem Song vermisse ich NORMANs Organ, Johnny ist stark aber da hab ich das Original im Ohr. „Rock N Roll Queen“ ein Vollgasrocker, „Paint It Black“ macht auch eine gute Figur. Bei „I Put A Spell On You“ lässt Axel eine Bluesseite raus die sehr gut rüber kommt. Das ABBA Cover „Eagle“ macht den Abschluss, der Song wurde schon öfter versucht mit unterschiedlichen Ergebnissen, meistens nicht wirklich gut geworden holte der Perfekte Song das meiste raus, nicht so hier, das Ding groovt wie Sau und macht deutlich das ABBA Rockstars waren.

Fazit:

Eine geile Scheibe, danke Axel und Co die Songs kommen in diesen Versionen sehr gut, egal ob ich aus der Reihe tanze oder nicht ich finde die Cover sind mit Respekt und viel liebe zum Detail aufgenommen worden, Axel ist an der Klampfe eine Macht, Johnny am Mikro eine Bank, der Rest kann auch auf ganzer Linie überzeugen. Ich vergebe für dieses Coveralbum welches vom ersten bis zum letzten Ton überzeugen kann eine Bewertung von 9 Sternen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Der Schwarze Abt (Intro)
02. There’s Only One Way To Rock (Sammy Hagar)
03. Lady Of The Lake (Rainbow)
04. She’s A Lady (Paul Anka)
05. Black Cat Woman (Geordie)
06. Room With A View (Tony Carey)
07. Sarah (You Take My Breath Away) (Chris Norman)
08. Rock N‘ Roll Queen (The Subways)
09. Paint It Black (The Rolling Stones)
10. I Put A Spell On You (Screamin‘ Ja Hawkins)
11. Eagle (Abba)

Balle

BIG CITY – Testify

Band: Big City
Album: Testify X
Spielzeit: 52:04 min
Stilrichtung: Hard Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 16.07.2021
Homepage: www.facebook.com/bigcitynorway

BIG CITY eine norwegische Band die mir bis jetzt unbekannt war, hat bei Frontiers für mehrere Alben angedockt. Zur Band gehören Jorgen Bergersen am Mikrofon, Daniel Olaisen und Frank Orland an Gitarren, Miguel Pereira an Bass und Frank Nordeng Roe am Schlagzeug. Nach dem Debüt 2014 und dem Doppelpack bestehend aus Debüt und zweitem Album 2018 folgt nun Album Nummer drei.

Geboten wird Hard Rock / Melodic Metal mit hier und da eingebundenen Progelementen, viel Melodie und einem Feeling aus Skandinavien. Die Vocals sind sauber und sehr gut ausgeführt. Die Saitenhexer zaubern einen Riff nach dem anderen aus dem Hut, die Keys halten sich angenehm als Verstärkung im Hintergrund, die Drums sind mit ordentlich Power am Start. Vergleichen kann man mit QUEENSRYCHE, MAGNUS KARLSSON’S FREE FALL, EUROPE, 220 VOLT, NEPTUNE und SIX FOOT SIX.

Mal wird im Hard Rock gewildert ein anderes mal im Melodic Metal mit Doublebass Drum Gewittern die einem keine Luft zum Atmen lassen, ernergisch, intensiv und mit viel Power vorgetragen. Die Girattenläufe sind von den 1980ern geprägt und können Akzente setzen, die wechsel innerhalb der Songs von Hard Rock hin zu Melodic Metal und wieder zum Hard Rock zurück machen was her und lassen aufhorchen.

„The Rush“ fängt sanft und gefühlvoll als Hard Rock Song an und im Song Prog- und Metalelemente einfließen zu lassen, „Dark Rider“ fängt modern an sobald die Gitarren voll einsetzen mutiert das Ding zum Powersong. „Testify“ fängt wieder mit sehr viel Gefühl an und wechselt nach etwa einer halben Minute zum Hard Rocker ein Highlight, „I Will Fall“ eine nette Ballade. „Running Away“ glänzt mit starker Melodieführung und Harmonie zusammen mit den Vocals ein weiteres Highlight, bei „Conception“ muss ich an eine Mischung aus ZED YAGO, ACCEPT und SCORPIONS mit einem Schuß NEPTUNE denken. „Winds Of The Road“ wieder ein kleiner Blender am Anfang gefühlvoll und aber Sekunde 30 geht das Ding voll ab mit sehr viel Melodie ein Highlight, „Heart’s Like A Lion“ wieder mit melodischem Intro um ab Minute 1:06 voll die Sau rauszulassen und zum Power Metal transfomiert. „Graveyard Love“ wildert auch im Metal, „How Dark Does It Get“ ein Symbiont aus Metal und Hard Rock.

Fazit:

Ein Album das es verdient hat mal angetestet zu werden, mal keine Del Vecchio Produktion oder Songs die seine Handschrift tragen, einfach ein Album das gefällt und überzeugt. Ich vergebe eine sehr gute 8 als Bewertung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Rush
02. Dark Rider
03. Testify
04. I Will Fall
05. Running Away
06. Conception
07. Winds Of The Road
08. Heart’s Like A Lion
09. Gravyard Love
10. How Dark Does It Get

Balle

HEAVEN & EARTH – V

Band: Heaven & Earth
Album: V
Spielzeit: 57:53 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Fronties Music s.r.l.
Veröffentlichung: 16.07.2021
Homepage: www.facebook.com/officialheavenandearth/

Stuart Smith ist mit seiner Band HEAVEN & EARTH und fünftem Album im Gepäck zurück. Noch mit dabei sind neben Smith an Gitarren, Gianluca Petralia am Mikro, Lynn Sorensen am Bass, George Barabas und Mike Mangan an Keyboards und Simon Wright an der Schießbude.

Vor angehen des Rundlings nochmal schnell das Soloalbum von Stuart Smith von 1998 und die vier Vorgänger unter dem Banner HEAVEN & EARTH angehört. Auf diesem Album steckt Smith drin wie bei allen vorangegangenen Veröffentlichungen mit einer kräftige Portion Classic Hard Rock in der Tradition von DEEP PURPLE, RAINBOW, frühe WHITESNAKE und ein kleiner Spritzer BAD COMPANY mit viel Hammond im Sound. HEAVEN & EARTH bieten nichts neues aber das was sie bieten kommt solide aus den Boxen, die Produktion ist ein wenig zu dumpf ausgefallen geht aber in Ordnung.

Shouter Petralia macht einen sehr guten Job und die rauchige Stimme passt zu dem Hard Rock wie die Faust aufs Auge. Die Stimme hört sich in manchen Momenten an wie die von Tony Martin. Smith gibt sich an der Klampfe keine blöße und feuert Riff um Riff aus den Saiten, die Keys sind herrlich Retro und müssten jedem Anhänger der oben genannten Vergleiche schmecken und auf das erneute drücken der Playtaste am CD-Player animieren. Die Drums bügeln mit Volldampf alles nieder was vor die Felle hüpft. Der Rundling sollte auch auf jedem Bikerfest oder Retroparty für beste Stimmung und reichlich Umsatz bei Jacky-Cola sorgen. Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf, die fünf rocken sich durch den Classic Hard Rock das es nur so kracht.

Mit „Drive“ fängt die Zeitreise an ein flotter kräftiger Rocker, gefolgt vom nachdenklichen aber starken „Beautiful“ mit genialer Melodieführung. Mit „Never Dream Of Dying“ folgt ein melancholicher Song mit starkem Solo, „Ship Of Fools“ ein Powersong für die linke Spur. „Poverty“ mit leichten Progelementen kommt gut als Kontrast, bei „Flim Flam Man“ muss ich an die Glamdinos von SLADE und SWEET denken nur mit mehr Dampf. „One In A Million Men“ ein Vollgasrocker stark gemacht, bei „Little Black Dress“ fallen mir WHITESNAKE ein, bei „Big Money Little Man“ denkt man an PURPLE. „Running From The Shadows“ vereinet PURPLE und die Schlange geiler Song, „Nothing To Me“ ein Highlight, „At The End Of The Day“ drückt zum Schluß nochmal auf die Tränendrüsen.

Fazit:

Solide bis sehr gute Kost wird von HEAVEN & EARTH vorgelegt, herrlich Retro mit viel Hammond angereichert kommt bei mir auf eine Wertung von 8,5 Sternen. Das Album „Dig“ war noch stärker und hatte den Hit „Waiting For The End Of The World“ an Board.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Drive
02. Beautiful
03. Never Dream Of Dying
04. Ship Of Fools
05. Poverty
06. Flim Flam Man
07. One In A Million Men
08. Little Black Dress
09. Big Money Little Man
10. Running From The Shadows
11. Nothing To Me
12. At The End Of The Day

Balle

ADRIAN GALE – Feel The Fire

Band: Adrian Gale
Album: Feel The Fire
Spielzeit: 41:24 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Kivel Records
Veröffentlichung: 2000
Homepage: www.facebook.com/AdrianGaleOfficial

Ein Blick 21 Jahre zurück in das Jahr 2000 über den großen Teich in die US of A und man landet bei ADRIAN GALE. Das Album war damals wieder mal ein Geheimtipp von Hansi und Jürgen von Hang Loose Records in Raisting. Ich wurde während eines Bestellvorgangs am Telefon gefragt ob mir ADRIAN GALE bekannt sind, als ich verneinte meinte einer der Beiden das Ding brauchst du unbedingt ein Hammerteil und kannst du blind zu greifen. Wie so oft hatte mein Gesprächspartner recht, was ADRIAN GALE auf ihrem Debüt ablieferten ist als Meilenstein des Melodic Hard Rock aus den Staaten zu sehen. Mit dabei waren damals ein 30-Jähriger Jamie Rowe am Mikro, Eddie Campbell und Vic Rivera an Gitarren und Backing Vocals, Todd Goldie an Bass und Backing Vocals und Jason Hopper an den Schlägern für die Felle.

Jamie Rowe der schon für Bands und Projekte wie GUARDIAN, LIBERTY N‘ JUSTICE und TEMPEST seine Stimmbänder bemühte, bei ADRIAN GALE seine Heimat fand. Einen perfekten Job auf allen Alben von ADRIAN GALE ablieferte und mit seinen Vocals die Alben veredelte. Campbell und Rivera liesen ihren Gitarren den richtigen Auslauf und bildeten mit den Vocals, Bass und Schlagzeug eine perfekte Einheit.

Der Sound von ADRIAN GALE ist zwischen DANGER DANGER, SLAUGHTER, FIREHOUSE und VON GROOVE angesiedelt, aber trotzdem ADRIAN GALE und eigenständig genug ohne eine der Vergleiche zu kopieren. Die Stimme Rowes hat eine angenehme Tonlage und Eigenständigkeit mit einem sehr hohen Wiedererkennungsfaktor. Die Gitarren sind ideal abgemischt wie der Rest der Instrumente. Die Produktion bewegt sich auf hohem Majorlabel Niveau und hat mächtig Bums. Fast hätten ADRIAN GALE das perfekte Album abgeliefert, ein halbes pünktchen fehlt für volle Punkte, hier handelt es sich um einen Klassiker und dies wird das Album auch immer bleiben aber für das Perfekte Album fehlt noch etwas.

Den Anfang macht das flotte „Feel The Fire“ ein Melodic Rock Highlight, mit „Save Our Love“ kommt das nächste Highlight. „Reap What You Sow“ der Song des Albums ein fettes Highlight, Melodic Rock der nicht besser geht. „If The Sun“ eine nette Ballade, „Giving It Up“ das nächste Melodic Rock Highlight. „Easy Come Easy Go“ ein cooler Melodic Rocker auch ein Highlight, „Just Let Me Love You“ ein zweite nette Ballade. Mit „Mission Man“ geht die Post wieder voll ab, „Honey Child“ ein lässiger Rocker, „Walkin‘ The Dog“ noch ein Highlight zum Schluß zeigt noch mal was in der Band steckt.

Eine Spielzeit von 41 Minuten für 10 Titel geht ohne wenn und aber voll in Ordnung für acht fette Highlights und zwei nette Balladen.

Fazit:

Ein echtes Sahneteil von der anderen Seite des Atlantiks, volle Punkte hätte es gegeben wenn statt der zweiten Ballade noch ein weiteres rockendes Highlight auf dem Album wäre, so gibt es von mir eine 9,5 und uneingeschränkte Kaufempfehlung. Es bleibt abschließend nur zu schreiben wer die Gelegenheit hat dieses Stück Melodic Hard Rock Geschichte günstig zu erstehen, blind zugreifen es lohnt sich.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Feel The Fire
02. Save Our Love
03. Reap What You Saw
04. If The Sun
05. Giving It Up
06. Easy Come Easy Go
07. Just Let Me Love You
08. Mission Man
09. Honey Child
10. Walkin‘ The Dog

Balle

WILDSTREET – III

Band: Wildstreet
Album: III
Spielzeit: 34:02 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Golden Robot Records
Veröffentlichung: 25.06.2021
Homepage: www.facebook.com/wildstreetnyc/

Die US Jungs von WILDSTREET sind nach einem Debütalbum aus dem Jahr 2009 und elf Singles und EPs mit neuem Album zurück. Zur Band gehören Punkfrisur am Mikro Eric Jayk, Jimmie Marlowe und Dominick Martes an Gitarren, Jonny D am Bass und Lock Driver am Schlagzeug.

Beim ersten Hördurchgang war ich ein wenig enttäuscht, dies legte sich schnell nach dem zweiten Durchlauf. Nach dem die Songs Zoom gemacht haben war die Enttäuschung weg. Ging das Debüt von der Auslegung des Sounds in Richtung DEF LEPPARD, BB STEAL und DANGER DANGER, geht dieses 8-Track Album hin zum Hard Rock mit Glam / Sleaze Note. Die Songs kommen dreckiger zur Geltung, der Gesang ist auch ein wenig rotziger geworden. WILDSTREET mit „III“ sind irgendwo zwischen CRAZY LIXX, CRASHDIET, CONFESS mit Asskickin‘ Rock N Roll ein zu ordnen. Der Sound kann überzeugen und sorgt für gute Stimmung, auf einem Bikerfest wäre das Album der Burner, aber auch im Radio würde sich mancher Song gut machen, ach ja die meiden so Mucke ja, sorry hab ich vergessen. Die Gitarren sind frech und vorlaut, die Drums treiben und bilden mit den Vocals eine versaut dreckige Einheit die es in sich hat.

Nun ein kleiner Kritikpunkt, leider nur acht Songs, leider nur knapp über 34 Minuten, dann ist die Party leider schon vorbei. Zwei Songs mehr und eine Spielzeit von über 40 Minuten sollte normal Standard sein.

„Tennessee Cocaine“ legt gleich am Anfang wild und ungestüm los und macht keine Gefangenen ein Highoctane Rocker, „Three Way Ride“ ein dreckiger Rocker mit geilem Basslauf. „Set It Off“ ein moderner Rocker erinnert in den Strophen leicht an die RED HOT CHILI PEPPERS mit geilem Refrain, „Still Love You“ ein Mischung aus verträumten Rocker und Ballade. „Midnight Children“ fängt atmosphärisch an um dann ab Sekunde 45 zum Rotzer zu mutieren, „Born To Be“ besticht mit genialem Refrain. „Raise Hell“ geht voll auf die Zwölf ein Vollgas Rocker und fettes Highlight, „Mother“ ein düsterer Rocker kommt gut als Kontrast.

Fazit:

WILDSTREET machen auf dem Album fast alles richtig, 2 – 3 Songs mehr und eine Spielzeit über 40 Minuten wären vorteilhafter. Es gibt von mir eine Wertung von 8 Sternen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tennessee Cocaine
02. Three Way Ride
03. Set It Off
04. Still Love You
05. Midnight Children
06. Born To Be
07. Raise Hell
08. Mother

Balle

EYES – Perfect Vision 20/20

Band: Eyes (SE)
Album: Perfect Vision 20/20
Spielzeit: 49:48 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: GMR Music Group
Veröffentlichung: 04.06.2021
Homepage: www.facebook.com/onlyeyes4u

Die Schwedische Band EYES setzt sich aus Shouter Peter Andersson und vier Mitgliedern der Band ACES HIGH zusammen, Joakim Sandberg an Gitarren, Anders Sellborn am Bass, Ake David Richard an den Keys und Björn H. Lindbäck am Schlagzeug.

Geboten wird grooviger Hard Rock der an „Eye To Eye“ von 220 VOLT, die erste ACES HIGH aus dem Jahr 1994, P.A.L., STAGGERWING und PEO erinnert. Mit dem Geschick wie die meisten schwedischen Bands eingängige Songs schreiben und diese gekonnt aufnehmen zu können. Die Vocals sind sehr gut und passend zu den Songs ausgeführt, die Gitarren kommen richtig zur Geltung mit Unterstützung der Keyboards und Drums wird gerockt was die Saiten hergeben.

„Playing To Win“ macht einen flotten Anfang, „Turn Of Your Life“ ein langsamer Stampfer. „Get Out Of My Head“ groovt wie Sau ein Highlight, „This Is Us“ ein Ballade die ein wenig vom Sound an STARSHIP erinnert. „Falling In Between (The Joker)“ ein vorlauter Rocker, „Never Back Down“ ein lässiger Rocker mit coolem Refrain. „Shot Down In Flames“ ein Song für die Überholspur, „More Than Meets The Eye“ cooler geht’s nicht. „In The Matrix“ ein guter Rocker, „Cry Another Day“ rockt wieder munter drauf los.

Fazit:

Ein Gelungenes Album welches EYES aus Schweden vorlegen, einen richtigen Schweden Happen den es zu bestaunen gibt. Von mir gibt es eine Bewertung von 8,5 Sternen

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Playing To Win
02. Turn Of Your Life
03. Get Out Of My Head
04. This Is Us
05. Falling In Between (The Joker)
06. Never Back Down
07. Shot Down In Flames
08. More Then Meets The Eye
09. In The Matrix
10. Cry Another Day

Balle

FARGO – Strangers D’Amour

Band: Fargo
Album: Stangers D’Amour
Spielzeit: 42:47 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 25.06.2021
Homepage: www.facebook.com/FargoGermany

Die Hannoveraner Fargo melden sich mit sechstem Album zurück. Die zum Trio geschrumpfte Band besteht aus Peter Ladwig an Mikro und Gitarre, Peter Knorn an Bass und Nikolas Fritz am Schlagzeug. Wie schon auf dem Vorgänger wird hier auch lässig entspannter Hard Rock geboten der sehr gut gefällt. Der Sound könnte als lässige softere SCORPIONS, härterem TOM PETTY und der Coolness von U2 durchgehen. Die Vocals sind sehr gut ausgeführt, die Stimmlage besitzt eine Lässigkeit und kommt entspannt aus den Boxen. Die Riffs kommen gut zur Geltung, die Drums hören sich leider ein wenig kraftlos an, die könnten mehr Druck vertragen.

Die folgenden Songs sind ein Paradebeispiel für starke lässige Hard Rock Songs, dem flotten „Rain Of Champagne“, dem kraftvollen „Gimme The Bone“, dem relaxten „Closer To The Sun“, dem Stampfer „Time“, „Law Of The Jungle“ flott, der Bluesballade „Homesick“, dem lässigen „Dear Miss Donna Vetter“ und dem verträumten „Why Don’t You“. Nicht alle Songs zünden aber diese die Zünden machen spaß und überzeugen.

Fazit:

Ein lässiger Dreher von FARGO, der richtige Soundtrack für eine fahrt im Cabrio. Von mir gibt es eine Bewertung von 8 sternen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rain Of Champagne
02. Gimme The Bone
03. Closer To The Sun
04. Time
05. May Says
06. Law Of The Jungle
07. Homesick
08. Dear Miss Donna Vetter
09. No Reason to Cry
10. Car Expert
11. Why Don’t You

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