VOODOO CIRCLE – Locked & Loaded

Band: Voodoo Circle
Album: Locked & Loaded
Spielzeit: 52:22 min
Stilrichtung: Heavy/Classic Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.facebook.com/voodoocircle

Im Hause VOODOO CIRCLE gibt es einen musikalischen Neustart zu vermelden! Nach dem das letzte Album „Raised on Rock“ mit Herbie Langhans einen neuen Fronter und eine etwas variablere und auch vielleicht metallischere Ausrichtung zu bieten hatte, heißt es nun wieder alles auf Anfang!
Denn auf dem neuen, sechsten, Album „Locked & Loaded“ ist die Mannschaft des zweiten Albums „Broken Heart Syndrome“ wieder zurück.
Nicht nur Schlagzeuger Markus Kullmann gibt sein Comeback, nein auch Urfronter David Readman ist wieder zurück und somit dürfte klar sein das die neue Scheibe wieder ganz klar in Richtung Classic Rock geht.
Mastermind Alex Beyrodt meint sogar das das Album spürbare LED ZEPPLIN und WHITESNAKE Vipes hat.
Na, lassen wir uns mal überraschen und horchen direkt in den Opener „Flesh & Bone“ rein. Und hier geht aber mal so direkt die Post ab das es einen direkt die Freudentränen ins Gesicht treibt! Ein geiler, melodischer Midtemposong der sofort sitzt und einem zum Mitgehen animiert. Wunderbar!
Mit „Wasting Time“ im Anschluss wird gnadenlos weiter gegroovt und gerockt, hört euch nur mal den genialen Chorus an, bevor dann mit „Magic Woman Chile“ und dem Titeltrack „Locked & Loaded“ aber mal so richtig erstklassiges WHITESNAKE und Classic/Heavy Rock Feeling aufkommt.
Man merkt direkt das sich David Readman hier zu 1000 % wohlfühlt. Ein genialer, erstklassiger Doppelpack!
Aber auch im Mittelteil fällt die Qualität zu keiner Zeit so wirklich ab und egal ob es das locker flockige „Devil with an Angel Smile“, das rockige, und erneut mit ordentlichen WHITESNAKE Vipes ausgestattete, „Straight for the Heart“ oder das langsame, gefühlvolle „Eyes Full of Tears“ist, alles ist hier wirklich Classic/Heavy Rock oberster Güte und Qualität.
Aber vier Songs bleiben ja noch übrig, kommt hier nun der Einbruch? Nein es bleibt erstklassig und qualitativ absolut hochwertig bis zum Schluss!
Insgesamt gibt es wirklich keinen einzigen Stinker zu vermelden und man kann den Mannen von VOODOO CIRCLE nur zu diesem neuen Album gratulieren!

Anspieltipps:

Hier könnt ihr hin greifen wo ihr wollt, alles ist genial!

Fazit :

Puh! Also ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber nicht das Alex Beyrodt und Co so erstklassig und vor allem so Classic Rock orientiert wieder zurückkommen!
Das letzte Album mit Sänger Herbie Langhans hat mir auch gut gefallen und ich mag Herbie absolut, aber ganz klar bei dem hier vorherrschenden Classic Rock der Marke WHITESNAKE passt niemand so gut wie David Readman! Alles wirkt hier wie aus einem Guss und es kommt nie wirklich Langeweile auf.
Ein sehr frühes Highlight für alle Fans des Genres, alles andere als die Höchstnote wäre hier eine Beleidigung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Flesh & Bone
02. Wasting Time
03. Magic Woman Chile
04. Locked & Loaded
05. Devil with an Angel Smile
06. Straight for the Heart
07. Eyes Full of Tears
08. Devil`s Cross
09. Trouble in the Midnight
10. This Song is for You
11. Children of the Revolution

Video zu “Locked & Loaded”:

Julian

JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE – American Amadeus

Band: John Diva & The Rockets Of Love
Album: American Amadeus
Spielzeit: 46:43 min
Stilrichtung: Melodic Gute Laune Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.johndiva.com

 

Der schrille Truppe um John Diva ist mit neuem Album und gleicher Besetzung nach zwei Jahren zurück. Mit dabei wie schon auf dem Debüt John Diva als Stimmakrobat, Snake Rocket und J.J. Love am Griffbrett der Stromgitarre, Remmie Martin am Bass und Lee Stingray jr. am Schlagzeug.

Die Auslegung des Sounds hat sich nicht geändert, hier wird weiter gemacht wo das Debüt aufgehört hat, es wird drauf los gerockt und rollt als wenn es keinen Morgen geben würde. Hier regiert 80s Like Melodischer Hard Rock mit leichter Glamnote und eindeutig zweideutigen Texten, bei all dem noch gute Laune verbreitend. Die Stimme von John erinnert mich an Bo Lindmark von DALTON, der Sound erinnert in manchen Momenten an WHITESNAKE ohne Blues Anteil, VAN HALEN, DEF LEPPARD oder KISS.

Den Anfang macht “Voodoo, Sex & Vampires” ein energiegeladener schneller Rocker, gefolgt von “American Amadeus” mit Klassikanspielungen im Song, sehr gut Umgesetzt für jede Party geeignet. “Soldier Of Love” könnte von der Schlange sein genauso eingängig und stark ausgeführt und bestens für die Bühne geeignet, “Bling Bling Marilyn” ist eingängig wie Sau für jede Party und Disco mit Mitgrölrefrain simpel aber hängen bleibend. “Champagne On Mars” ein guter Classic Rocker, “Weekend For A Lifetrime” ein geiler Song für die Überholspur. “Karmageddon” eine saugute Ballade, “Waysted (In Babylon)” braucht einige Durchläufe. “Movin‘ Back To Paradise” ein lässiger Easy Listening Song, mit “Drip Drip Baby” kann ich nichts anfangen. “This Is Rock N‘ Roll” geiler Rocker erinnert an die LEPPS mit BEATTLES flair, “2 Hearts” setzt den Schlußpunkt eine gute Akustikballade.

Fazit:

Nichts Neues aber dafür Altes auf den Punkt und verdammt geil rübergebracht, der ideale Soundtrack für eine 80er Party bekommt von mir eine Wertung von 9 Sternen. Tracks 13 – 15 befinden sich nur auf Vinyl und leider nicht unter dem Promomaterial.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Voodoo, Sex & Vampires
02. American Amadeus
03. Soldier Of Love
04. Bling Bling Mailyn
05. Champagne On Mars
06. Weekend For A Lifetime
07. Karmageddon
08. Wasted (In Babylon)
09. Movin‘ Back To Paradise
10. Drip Drip Baby
11. This Is Rock ‚N‘ Roll
12. 2 Hearts
13. Star Of Rock (Vinyl Bonustrack)
14. Blonde! Black” Red! Brunette! (Vinyl Bonustrack)
15. American Amadeus (Orchester Version / Vinyl Bonustrack)

Helmut

RICH KID EXPRESS – Psychodelic

Band: Rich Kid Express
Album: Psychodelic
Spielzeit: 35:20 min
Stilrichtung: Classic Hard Rock
Plattenfirma: Squib Kick Records
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.squibkickrecords.com

RICH KID EXPRESS sind eine one man show, der man dies aber nicht anmerkt. Rob Richardson ist ein sympathisches Multitalent, das alle Lieder selbst geschrieben, aufgenommen und auch alle Instrumente alleine eingespielt hat. Nach einer EP im Februar veröffentlicht er nun 10 neue Titel auf dem aktuellen Longplayer. An Kreativität scheint es Rob wahrlich nicht zu mangeln. Seinen Stil beschreibt er als „Classic Style Hard Rock“. Dies kombiniert mit ein wenig Glam Rock und seiner sleazigen Stimme, macht den ganz eigenen Sound aus.

Los geht’s mit „Get Outta My Life“. Ein richtig cooler Rocker mit ein klasse Attitüde. Hat was von Kiss der Song. „Cross The Line“ basiert auf einem Riff, das zwar einfach, aber unglaublich effektiv eingesetzt wird. Man kann hier so viel heraushören: T-Rex gemischt mit Zeppelin, Fastway und einem 70er Jahre Groove. Trotzdem klingt es ganz klar nach RICH KID EXPRESS. Gute Laune garantiert auf „Do It Your Way“. Mit diesem Stück kann man den Highway entlang cruisen und genießen. Anhaltspunkte hier sind etwas Aerosmith und Cheap Trick. Bei „Lovesick Blues“ sollte man die Anlage lauter drehen. Coole Rock Nummer mit eingängigem Refrain, der Kopf und Fuß unweigerlich mitwippen lässt. Auf dem Titeltrack „Psychodelic“ gibt es clever eingestreute Synthie Passagen. Die Stimme von Mr. Richardson passt perfekt zu dem 80er Jahre Stadion Rock. „Sleep When I’m Dead“ bietet eine interessante Mischung aus Pop Punk, Melodic Rock und irgendwie ein wenig New Wave. Gefällt mir nach mehrmaligem Hören immer besser. Auf „Clock Strikes Four“ kann ich vor meinen Augen direkt sehen, wie der Sänger mit einem Dauergrinsen auf der Bühne steht und breitbeinig das Riff in die Menge schleudert. Netter Ace Frehley Touch hier. Auf „Kaleidoscope Caravan“ gibt es Pop Rock im Stile von Slade auf die Ohren. Eine richtige Wohlfühl Nummer mit eingebautem Mitklatschfaktor. Oh yeah, „Pink Eye“ ist super eingängig und catchy. Auch hier hört man mal wieder, dass es nicht nötig ist einen Song zu überfrachten. Simpel ist meistens besser. Das letzte Stück „R.K.R.“ ist ein lustiger Rocker geworden, der gute Laune verbreitet. Genau das Richtige um den Alltag zu vergessen und das Hirn auszuschalten.

Anspieltipps: „Get Outta My Life“, „Cross The Line“, „Psychodelic“, „Pink Eye“ und „R.K.R.“

Fazit: Hier wird das Rad nicht neu erfunden. Das ist aber auch egal, wenn Musik mit so viel Freude präsentiert wird. 35 Minuten die voll überzeugen können. Ich freue mich schon auf die nächste Platte 2021. In der Zwischenzeit mache ich mir ein Bier auf und drücke die Repeat Taste.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Get Outta My Life
02. Cross The Line
03. Do It Your Way
04. Lovesick Blues
05. Psychodelic
06. Sleep When I’m Dead
07. Clock Strikes Four
08. Kaleidoscope Caravan
09. Pink Eye
10. R.K.R.

Sturmi

SOULS OF TIDE – Black Magic

Band: Souls Of Tide
Album: Black Magic
Spielzeit: 34:30 min
Stilrichtung: Retro Hard Rock
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 22.05.2020
Homepage: www.facebook.com/soulsoftide

Noch nicht lange ist es her, dass die Absage des Freak Valley Festivals in den Posteingang flatterte und sich das, was man schon mit schmerzlicher Gewissheit vorausgesagt hatte, endgültig bestätigte. Ein Jahr ohne den feinen Stoner/Psychedelic/Blues-Rock, der sonst immer Pflichtprogramm war. Ganz ohne? Nein, nicht ganz, denn die Retro-Rock-Götter senden dann doch zumindest das neue SOULS-OF-TIDE-Album “Black Magic” gen Rock Garage und schmale 34 Minuten bin ich versorgt mit der dringend nötigen Dosis 70er-LED-ZEPPLIN-und-Konsorten-Rock. Und auch wenn die zweite Platte der Norweger (mit Bandmitgliedern unter anderem von TROLLFEST) bitter kurz ausfällt, fällt sie immerhin nicht aus – und liefert dazu noch amtlich Vibes. Das angestrebte 70er-Feeling erreicht die Truppe bestens. Das liegt am leicht klagenden aber entschlossenen Prototyp-Gesang von Vegar Larsen, das liegt an der klaren Produktion und der liebevollen Instrument- und Equipment-Auswahl, nicht zuletzt an der Hammond-Orgel und insbesondere am Songwriting. Das demonstriert schon der Opener “Voodoo Ritual”. Gut eingesetzte Orgel, ruhige rhythmusorientierte Strophe, schöner Chorus, entspannter Mittelteil, was will man mehr von so einem Ding? “Firegirl” fällt stampfend und mittelschnell aus, setzt in der ebenfalls zurückhaltenden Strophe noch einen geschmackvollen und authentischen Vocalfilter ein und dreht dann im Refrain voll auf, mit geschickter und wirksamer Nach-Oben-Verlagerung der durchschnittlichen Vocalshöhe. Hab ich die überzeugenden Brüste der Kollegin auf dem Cover schon erwähnt? Zusätzliches Kaufargument!
Wo waren wir? Richtig, die Tracks! “Through The Fire” beginnt ganz ganz ruhig, hält diesen Modus auch, baut sich schleichend dabei auf. Der Refrain darf sich harmonisch wunderschön in durigere Harmonien öffnen und im Endeffekt erreicht der Track noch ziemliche Kraft. Die übernimmt “Morning Star” direkt mal, mit dicker Bassorgel, Tendenz zu Funkyness und kurzem Mittelteil-Discopart. “Black Magic” treibt anschließend ordentlich nach allen Regeln der Genrekunst, kommt dabei aber etwas generischer, den hypnotisch-langsamen Mittelteilpart ausgenommen. Dann das knapp über zwei Minuten lange “Interlude”, auch gaaaanz ruhig und schön auf Orgelbasis mit dezentestem Gitarreneinsatz, und anschließend die beiden einzigen >5-Minüter: “The Offering”, ein bisschen doomig schwer, und gerade dann plötzlich sehr eindrucksvoll geil, wenn man fürchtet, er könnte etwas eintönig werden, und “Evening Star”, mit knackiger Strophe, tollem Chorus und ebenso tollem Hypnose-Mittelteil.

Fazit:
Ein Punkt Abzug für einige generischere Passagen und ganz ehrlich, nochmal ein halber für die traurige Länge einer besseren EP. Ansonsten dafür aber kein wirklicher Lückenfüller, stattdessen herrlich authentischer Retrorock mit starkem Songwriting, starker Produktion, starker Bandleistung. Wärmste Empfehlung für alle, die mit dieser New Wave of Classic Hard Rock was anfangen können!

Anspieltipps:
“Firegirl”, “Through The Fire”, “Interlude” und “The Offering”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Voodoo Ritual
02. Firegirl
03. Through The Fire
04. Morning Star
05. Black Magic
06. Interlude
07. The Offering
08. Evening Star

Jannis

MAGNUM – The Serpent Rings

Band: Magnum
Album: The Serpent Rings
Spielzeit: 49:48 min
Stilrichtung: Classic Hard Rock
Plattenfirma: Steamhammer /SPV
Veröffentlichung: 17.01.2020
Homepage: www.magnumonline.co.uk

MAGNUM – The Serpent Rings
Sicherlich sind Tony Clarkin und Bob Catley, ihres Zeichens die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder ihrer Band MAGNUM, ein Relikt aus einer vergangenen Zeit des Hardrocks, anscheinend ist die Sehnsucht nach gutem, melodischem Classicrock aber ungebrochen, sodass die Band sich einem anhaltendem Hörerzuspruch sicher sein darf.
Auch auf dem mittlerweile 21. Studioalbum „The Serpent Rings“ gelingt es dem Gitarristen, Produzenten und Hauptsongschreiber Clarkin in Zusammenarbeit mit seinem Sänger Bob Catley die Brandmarks seines Schaffens in wirklich gute Songs zu packen. Waren schon die Vorgängeralben in exquisiten Güteklassen angesiedelt, gelingt der Band mit dem aktuellen Werk ein wirkliches Ausrufezeichen in Sachen Kreativität.
Produktionstechnisch im Geiste der Anfänge der Band ohne auf modernen Standard zu verzichten, klingt die Scheibe sehr transparent und druckvoll. MAGNUM sind von eh her eine dieser Bands, die sich nicht jedes Mal neu erfinden müssen, um abwechslungsreich zu klingen. Sie wissen ihren gefundenen Stil zu pflegen, ohne ihn abzunutzen.
Magnum besitzen ihn ihren Aufnahmen den Geist, der vielen dieser Projektveröffentlichungen einfach fehlt, denn sie sind eine gewachsene Band, die gemeinsame Höhen und Tiefen durchlebt hat. Die Tatsache, beim Songschreiben schon zu wissen, wie es sich mit Gesang anhören könnte, ist halt unbezahlbar und macht den Spirit aus.
Der Wechsel an den Keyboards, einem für MAGNUM so entscheidendes Instrument, ging beim Vorgängeralbum reibungslos über die Bühne, trägt aber erst hier seine Früchte. Auch Neu-Basser Dennis Ward wird auf dem aktuellen Longplayer bestens integriert und steuert zudem seine bekanntermaßen gelungene Backingvocals bei.
Gute Songs auf guten Melodien basierend sind das eine, die Leichtigkeit einen verspielten Mittelteil wie im Titelstück „The Serpent Rings“ zu integrieren, den Song von vier Minuten auf sieben zu bringen, ohne den Spannungsbogen zu überdrehen, ist eine Kunst, die MAGNUM meisterlich beherrscht.
Die gelungene Mischung aus positiver Energie wie in „ You Can’t Run Faster Than Bullets“, „Not Forgiven“ und „The Archway Of Tears“ stehen die erneut gelungene Ballade „The Last One On Earth“ gegenüber. Ohne Zweifel echte Genre Highlights.
Der neue Longplayer klingt von der Gitarrenarbeit her etwas rauer und rifflastiger ohne dabei die typisch hymnischen, symphonischen Aspekte zu vernachlässigen.
Wirkliche Ausfälle hat „The Serpent Rings“ nicht zu bieten, herausragende Anspiel Tipps lassen sich auch nicht nennen, da das gesamte Album auf hohem Niveau läuft.
Der betagte MAGNUM Fan wird sich das neue Opus eh nicht entgehen lassen, von dem anhaltenden zweiten Frühling der Band sollte sich aber weitere Hörer überzeugen lassen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Where Are Your Eden?
02. You Can´t Run Faster Than Bullets
03. Madman Or Messiah
04. The Archway Of Tears
05. Not Forgiven
06. The Serpent Rings
07. House Of Kings
08. The Great Unknwon
09. Man
10. The Last One Of Earth
11. Crimson On The White Sands

Rüdiger König

Link zu “ Not Forgiven” : 

R.U.S.T.X – Center Of The Universe

Band: R.U.S.T.X
Album: Center Of The Universe
Spielzeit: 51:58 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung:
Homepage: www.rustxofficial.com

Meine Damen und Herren, das hier ist schon eine spezielle Band. R.U.S.T.X kommen aus Zypern und sind mittlerweile eine reine Familienband, bestehend aus vier Geschwistern an Gitarre, Bass, Drums und Keyboard, und jeder übernimmt mal den Gesang. Das Cover lässt bereits vermuten: Es wird retro. Und tatsächlich ist man stilistisch nach recht klaren Heavy-Metal-Anfängen doch mehr und mehr in die Zeit Ende 60er bis Anfang 80er gerutscht, sodass sich mir beim Hören zwangsläufig das Bild der vier Bandmitglieder im Alter von zehn Jahren um einen Plattenspieler vor Augen drängt, auf dem ihnen Mama und Papa ihre Lieblingsmusik vorführen. Wenn dem so war, hat das augenscheinlich Eindruck hinterlassen, denn das Resultat ist verdammt authentisch und fühlt sich, wenn man das so beurteilen kann, wirklich echt und mit Leidenschaft erschaffen an. Der Sound ist organisch, warm und voll, die viel verwendeten Orgelsounds sind zum reinlegen. Und auch das Songwriting ist edel ausgefallen. Kaum Passagen, bei denen man den Eindruck bekommt, hier versuche eine Band auf Teufel komm raus alt zu klingen oder nach Vorlagen zu arbeiten. Die Songs sind in sich so schlüssig wie individuell und resultierend daraus hat das komplette Album einfach Charakter.
Das geht schon bei der herzlichen Hörerbegrüßung durch “Defendre Le Rock” los, feinster Oldschool-Hard-Rock mit wunderbarem Orgelriff, und mit dem anschließenden NWoBHMigen “Running Man”, so klassisch wie liebevoll geschrieben, weiter. Dann gibt es noch eine ordentliche Dosis positive Vibes mit dem poppig-niedlichen, klavierangereicherten “Endless Skies” (omg, so viel Dur, so vielseitig und schön komponiert) und dem ebenfalls klavierunterlegten “Wake Up”. Und mit dem neunminütigen Titeltrack habe ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen überlangen Track gefunden, der seine Länge komplett mit echtem Inhalt zu füllen vermag. Allein das Ende. Und der Einstieg des Refrains und der Refrain selbst. Meisterwerkchen.
Ich wäre restlos begeistert von “Center Of The Universe”, gäbe es da nicht ein paar Probleme mit dem Gesang, den die Geschwister aus Gründen ebenfalls selbst übernehmen. Nicht nur ist er der einzige Faktor, bei dem die Produktion zu bemängeln ist (Kein Hall, kein Echo, keine Anfettung, wirkt daher gerne mal dünn), gerade der (selten singende) Herr mit der Gurgelstimme übertreibt diese manchmal, will in meinen Ohren nicht in den Gesamtsound passen und wirkt eher wie ein störender Fremdkörper. Der restliche Gesang ist sonst mindestens akzeptabel, manchmal auch ziemlich  gut, aber mehr Arbeit an der Vocalproduktion und Hustenbonbons für besagten Kollegen sollten in Zukunft auf jeden Fall drin sein. Ist somit natürlich ein durchgehender Kritikpunkt, aber halt auch mehr oder weniger der einzige.

Fazit:
Ernsthaft: Wer sich zutraut, auch mal über längere Passagen, in denen der Gesang nicht so ganz funktioniert, hinwegzuhören, der wird mit “Center Of The Universe” nicht nur ein Album in den Händen halten, das retro klingt, sondern auch eins, das dazu noch mit massig Liebe zur Musik geschrieben wurde, das Stimmung transportiert und gleichzeitig alt und frisch klingt. Wär ich der Papa, ich wäre des Todes stolz!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Defendre Le Rock
02. Running Man
03. Black Heart
04. I Stand To Live
05. Endless Skies
06. Center Of The Universe
07. Widow’s Cry
08. Wake Up
09. Dirty Road (Bonus Track)
10. Band On The Run (Bonus Track)

Jannis

DANGER ZONE – Don’t Count On Heroes

Band: Danger Zone
Album: Don’t Count On Heroes
Spielzeit: 50:32 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 18.10.2019
Homepage: www.dangerzoneweb.com

Es gibt so einige Bands, die releasen gefühlt fünf Alben an einem langen Wochenende. Andere wiederum lassen sich etwas mehr Zeit, so zum Beispiel die Italiener von DANGER ZONE, die für diese Albenzahl eher 35 Jahre aufwärts benötigen, was in diesem Fall auf gewisse Startschwierigkeiten wie nicht erscheinende Alben zurückzuführen ist. War der Anfang eher holprig, so haben die sechs Kollegen in den letzten sieben Jahren immerhin drei veröffentlicht, das aktuelle “Don’t Count On Heroes” eingerechnet. AOR und Hard Rock, Tendenz zu ersterem, gehen auf der Platte Hand in Hand, auf ziemlich prototypische Weise. Die Produktion von Gitarrist Roberto Priori und Jody Gray, den man schon aus den 90ern kannte, ist makellos, auch an den Vocals von Giacomo Gigantelli ist nichts auszusetzen. Die Songs sind klassischer AOR, mal in Hard-Rock-Gefilden stöbernd (“Rolling Thunder”, “Down To Passion”), mal balladig-mächtig (“Rise Again”, “Forever Now”, “Eternity”), mal purer Klischee-AOR (“Hang On To Your Heart”). Dicke Synth-Chords sind keine Mangelware, ebenso nicht die typischen Melodiewendungen inklusive der klassischen positiven Dur-Grundstimmung, natürlich mit die Regel bestätigenden Ausnahmen wie dem besagten “Breakaway”.
Der Kitschfaktor ist unkonstant, bei der 6/8el-Ballade “Rise Again” tatsächlich weniger ausgeprägt als beim leicht schmalzigen “Destiny” mit seinem schön komponierten Refrain.
Kompositorisch arbeiten DANGER ZONE nach allen Regeln der Kunst, wissen diese dank langjähriger Erfahrung aber so einzusetzen, dass “Don’t Count On Heroes” nicht zu einer lieblos aneinandergereihten Ansammlung aus Phrasen verkommt. Neu ist dieser Sound auf keinen Fall, das war jedoch auch offensichtlich nicht das Ziel und es bleibt dem Einzelnen überlassen, ob er in der stilistischen Vertrautheit die darübergestreuten Stilabweichungen und netten Wendungen als genug (oder vielleicht auch als zu viel) wahrnimmt. “Don’t Count On Heroes” ist kein ganz gewöhnliches AOR-Album, aber unter den nicht ganz gewöhnlichen ist es ein gewöhnliches. Und das ist in einer Zeit, in der klassisch klingende Musik jeglicher Genres von unzähligen Bands gespielt wird, eigentlich schon eine ziemlich gute Sache!

Fazit:
Harmonisch, nicht allzu heavy aber auch nicht lasch, ein bisschen vielseitig, gut synth-angereichert, oft gut gelaunt mit Tendenz zum Kitsch, all das stark gespielt, gesungen und geschrieben und mit Power produziert – wer sich davon angesprochen fühlt, den wird “Don’t Count On Heroes” mit Sicherheit abholen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Demon Or Saint
02. Faster Than Love
03. Somewhere Out There
04. Destiny
05. Down To Passion
06. Rise Again
07. Hang On To Your Heart
08. Forever Now
09. Rolling Thunder
10. Breakaway
11. Eternity

Jannis

MICHAEL BORMANN’S JADED HARD – Feels Like Yesterday

Band: Michael Bormann’s Jaded Hard
Album: Feels Like Yesterday
Spielzeit: 56:37 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: RMB Records
Veröffentlichung: 25.10.2019
Homepage: www.facebook.com/MBJadedHard

Es ist halb acht abends, ich habe meine mentalen Kapazitäten für den Tag eigentlich schon ausgereizt und muss nun herausfinden, wie ich JADED HEART am Anfang meiner Metallerkarriere 2009 live sehen konnte, obgleich sie laut Promotext 2004 aufgelöst wurden. Viertelstunde später kann ich informieren: Lediglich Gründungssänger Michael Bormann hat sich getrennt, der Rest der Truppe war ab dann mit geändertem LineUp nach wie vor unterwegs. Und Bormann zog ab 2017 noch einmal mit einem Best Of-Programm von 1990 bis 2004 umher und bekam im Zuge dessen Bock auf neue Songs. Ja nu, here we go. “Feels Like Yesterday” ist draußen mit zwölf neuen Tracks und einer knappen Stunde Spieldauer. Die Platte bewegt sich zwischen Classic und Melodic Rock sowie AOR und ein bisschen Metal, gut gespielt und erwartungsgemäß gut von Bormanns starker Rockstimme und stimmigen Backing Vocals geführt. Heavy ist das Ganze selten, tatsächlich ist man in den Strophen doch oft eher balladig unterwegs, was sich gerade dann sehr rentiert, wenn auf die ruhige Strophe wie bei “Won’t Surrender” ein druckvoller Chorus einsetzt. Keyboards sind trotz der AOR-Einflüsse explizit sparsam eingesetzt, was durchaus gut tut. Immer die gleichen 80er-Synth-Chords sind eben auch nicht unbedingt nötig. Wenn denn auf Keys zurückgegriffen wird, geschieht dies absolut im Sinne der Musik, beispielsweise bei den Streichern und der Orgel im intensiven “Shout It All Out”. Stimmungstechnisch gibt es eine angenehme Auswahl. Während Tracks wie “It Feels Like Yesterday” oder “Just One More Step Away” eher melancholisch anmuten, wird auf der anderen Seite das Gute-Laune-Pedal bei “Mr Mysterious” oder “Everyone Is A Rockstar” in feinster Kickdown-Manier bedient. Und obgleich man doch oft nach den Regeln der verwendeten Genres spielt, ist immer Platz für Charakter und Individualität. Eine komplette Ballade gibt es nicht, auch wenn unter anderem “Don’t You Ever Leave” durchaus in die Richtung geht, dank des Refrains aber knapp über der Grenze zum ruhigen Rocksong liegt.
Kritik am Album ist an dieser Stelle sehr subjektiv. Die paar mehr Ecken und Kanten, die ich mir von einem Album wünsche, müssen halt in diesem Genre nicht unbedingt sein, ebenso das gewisse Maß an Bonushärte, die mir persönlich fehlt. Die leicht holzige Produktion wäre noch so ein Punkt, die passt aber in ihrer Handgemachtheit auch zum Stil. Und vielleicht ist die Genre-Klischee-Arbeit doch ein wenig zu hart (hier der eher objektive Kritikpunkt), da sie doch einige Male zu Vorhersehbarkeit führt. Aber an sich ist “Feels Like Yesterday” ein absolut positives Nostalgiealbum mit Liebe zum Detail geworden, das sich im Vergleich zu Genrekollegen doch einige Freiheiten nimmt und damit das gewisse Etwas erhält.

Fazit:
Dementsprechend kann Bormanns Rückkehr Freunden melodischen Rocks mit Classic-Hard-Rock-AOR-Spirit wärmstens an’s Hard gelegt werden. Und Freunden alter JADED HEART sowieso. Es ist immer schön, wenn Bands dieses Genres Individualität beweisen und nicht nur versuchen, möglichst wie die Großen zu klingen. Und Mb’s JADED HARD beweisen Individualität. Genau genommen gehören sie halt auch zu den Großen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Feel Like I’m Living
02. It Feels Like Yesterday
03. Won’t Surrender
04. Bring Me Higher Love
05. We’d Still Make It
06. Mr Mysterious
07. Good Times
08. Just One More Step Away
09. Don’t You Ever Leave
10. I’m A Son Of A Gun
11. Shout It All Out
12. Everybody Is A Rockstar

Jannis

MICHAEL SCHENKER FEST – Revelation

Band: Michael Schenker Fest
Album: Revelation
Spielzeit: 52.38 min
Stilrichtung: Classic Hardrock
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: .20.9.2019
Homepage: www.michaelschenkerfest.com

Michael Schenker Fest – Revelation

Michael Schenker gönnt seinem auf der Konzertbühne entstandenen „FEST“ – Projekt ein weiteres Studioalbum. „Revelation“ setzt in puncto massivem Sängeraufgebot selbst zum Vorgänger “Resurrection“ nochmal neue Höchstmarken.
Finden die reaktivierten Gary Barden, Robin McAuley, Graham Bonet und Doogie White mittlerweile immer besser zueinander, galt es auf dem aktuellen Longplayer auch noch den viel beschäftigten chilenischen Ausnahmesänger Ronnie Romero ( Rainbow, Coreleoni und Ferryman) ins Mannschaftsgefüge zu integrieren.
Damit nicht genug mußte man doch auch den angestammten MSG Drummer Ted McKenna aufgrund seines Todesfalls während der Aufnahmesessions durch Bodo Schopf und Simon Phillips ersetzen.
„Revelation“ stellt somit schon alleine eine logistische Herausforderung dar, die auf dem Erdball verteilten Musiker in dieses Projekt zu vereinen. Die Aufnahmen fanden somit in zwei Studios in Deutschland und Los Angeles unter der erneuten Produktionsaufsicht von Michael Voss statt.
Musikalisch geht das aktuelle Album konsequent den eingeschlagenen Weg des Vorgängers weiter, guter old school Classic Rock, wie man ihn von Schenker gewohnt ist. Der deutsche Ausnahmegitarrist, der selbst die Songankündigungen seiner deutschen Konzerte, in Englisch abhält, ist komplett „back to the roots“. Das Songwriting von Stücken wie „Under A Blood Red Sky“ und „Behind The smile“ lässt sich ohne Probleme in die Tracklist seiner Frühwerke einfügen. Fans der anfänglichen Schaffensphase des Hannoveraners dürften verwundert feststellen, dass die Zeit nah zu stillzustehen geblieben scheint.
Mag das gut vierminütige „Rock Steady“ ein schön stampfender, leicht verschleppter und nicht schlechter Hardrocksong sein, ein guter Opener ist es nicht.
Erheblich fixer gibt sich da das folgende “Under A Blood Red Sky“ wo hingegen erst „Silent Again“ auffährt, was einen guten Schenker Song ausmacht. Einzigartige Gitarrenarbeit gepaart mit einem richtig guten Refrain. Hier zeigt sich zum ersten Mal, wie gut ein Robin McAuley aktuell noch unterwegs ist. Auch das mehr als gelungende „Sleeping with the Light on“ lebt von dem Variantenreichtum der wechselnden Sänger.
Urtypisch glänzt „The Beast in The Shadow“ mit brillantem Soloteil. Was auch immer Schenker spielt, es hat immer großen Wiedererkennungswert.
Die von Steve Mann gekonnt eingesetzten Keys überzeugen im guten „Behind The Smile“, mal besseren und mal weniger gut gelungen Classic Hardrock bieten „Crazy Daze“ und „We are the Voice“, welches trotz eines gut aufgelegten Ronnie Romeros nicht so richtig zünden will.
An die guten McAuley Schenker Zeiten erinnert das atmosphärische „Old Man“, bevor das verspielte Instrumental „Ascension“ eine solide MICHAEL SCHENKER Platte beschließt.
Neben der zumindest fragwürdigen Covergestaltung, die man unter den Mantel der Geschmacksache lassen kann, ist der darbietende Sound von „Revelation“ sicher keine Offenbarung. Er mag im Sinne des Erfinders sein, modern oder auch nur ansatzweise zeitgemäß ist er sicher nicht. Es klingt alt, das kann Absicht und im Stile des Albums sein, aber die technischen Errungenschaften eines guten Studios komplett auszublenden, damit tut sich MICHAEL SCHENKER keinen Gefallen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock Steady
02. Under A Blood Red Sky
03. Silent Again
04. Sleeping With The Light On
05. The Beast In The Shadow
06. Behind The Smile
07. Crazy Daze
08. Lead Your Astray
09. We Are the Voice
10. Headed For The Sun
11. Old Man
12. Still In The Fight
13. Ascension

Link zu “Sleeping With The Light On” :

Rüdiger König

LONERIDER – Attitude

Band: Lonerider
Album: Attitude
Spielzeit:47.31 min
Stilrichtung: Classic Hardrock
Plattenfirma: Escape Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.steveoverland.com/

LONERIDER – Attitude

Es ist schon faszinierend, mit welcher Regelmäßigkeit das Label Escape hochklassige Alben veröffentlicht. Allein in letzter Zeit mit Jerome Mazza und Tug of War zwei Perlen im AOR Bereich, die nicht unbedingt zu den großen Namen zählen, aber mit Klasse punkten konnten.
In diese Reihe passen sich LONERIDER nahtlos ein, wie bei den zuvor genannte besticht das Ergebnis durch eine außergewöhnliche Produktion, aus der man die Liebe zum Detail förmlich heraushören kann.
Die Briten bieten auf „Attitude“ urklassischen Hardrock in Reinkultur. Weit weg vom Status „Newcomerband“ zelebrieren die Herren Steve Overland (FM, Sadowman), Steve Morris (Heartland, Shadowman), sowie Basser Chris Childs (Thunder) und Ex Bad Company Drummer Simon Kirke 70er Classic Rock, der ganz besonderen Art. Modern klingt sicher anders, aber zeitgemäß klingt genau so.
Die erste Fußwippnummer liefert LONERIDER mit „My Imagination“ und direkt wird klar, dass hier eine echte Band am Werk ist, die genau das macht, auf was sie Bock hat. Gitarre, Orgel, straighter und groovender Midtempo Rhythmus mit exzellentem Gesang garniert, was braucht der geneigte Classic Rock Fan mehr.
Die wunderbar getragene und im Tempo verschleppte Bluesnummer “Hard Heart to Break“ glänzt als eine Vorzeigenummer des Albums, „Fast Train „überzeugt mit schöner Slide Gitarre und „Wanted Man „überzeugt hingegen gar nicht, klingt es doch etwas beliebig.
„Angel without Wings“ ist eine herrlich groovende Nummer mit sehr schöner Melodieführung und einer Gesangsharmonie zum Verlieben.
Desweiteren bekommt man Songs wie „One in a million“ und dem sehr tighten „Gimme your Love“ so auch nur von extrem erfahrenen Personal geboten.
Im letzten von zwölf weitestgehend überzeugenden Nummern, krönt Overlands markante und unverwechselbare Stimme „Heart and Soul“ und sorgt somit für den bleibenden, guten Eindruck einer sehr abwechslungsreichen, gelungenen Produktion.
Das mittlerweile leicht inflationär genutzte Atribut Soupergroup darf hier gerne genutzt werden, denn die alten Haudegen von LONERIDER erfreuen uns hier mit einer vor Spielfreude nur so strotzenden Produktion, ausgefeilten Arrangements und kompositorischer Treffsicherheit, wie man sie so nur mit jahrzehntelanger Erfahrung und Routine darbieten kann.
Fans der alten Bad Company müssen, alle anderen sollten „Attitude“ ins CD Regal stellen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. My Imagination
02. Lonerider
03. Hard Heart To Break
04. Fast Train
05. Wanted Man
06. Yesterdays Hero
07. Angel Without Wings
08. Rock`N´Roll Dreamer
09. One In A Million
10. Gimme Your Love
11. Rhythum Of Live
12. Heart & Soul

Rüdiger König

Link zu “Rhythm Of Live” :