CUSTARD – Imperium Rapax

Band: Custard
Album: Imperium Rapax
Spielzeit: 51:30 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 03.12.2021
Homepage: www.wp.custard.de

CUSTARD aus Deutschland sind einfach Traditionalisten. Das spiegelt sich sowohl in ihrem Stil, der schon seit Jahren im Power Metal liegt, ihrer Labeltreue und ihrem Veröffentlichungsrythmus wider!
Alle 4 bis 5 Jahre kommt man mit einem neuen Album um die Ecke und so kommt nach dem letzten Album „A Realm of Tales“ von 2017 nun das 7. Album „Imperium Rapax“ um die Ecke.
Der Album und die Songtitel lassen es schon vermuten, es geht konzeptionell und textlich dieses Mal voll in die Historie und man hat sich dem römischen Imperium angenommen.

So, schauen wir mal was die Mannen rund um Fronter Olli Strasser auf ihrem neuen Album so draufhaben und starten mal mit dem Opener und Titelsong „Imperium Rapax“ in den Diskus. Ein Titelsong der nur ein atmosphärisches Intro ist? Nun gut die Jungs werden ihre Gründe dafür haben.
Hüpfen wir also schnell weiter zum nächsten Track „Children of the Wolf“. Ein ordentlicher Midtempotrack der eingängig ist und gut ins Konzept passt. Mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen.
Danach gibt es dann das erste Zwischenstück mit „In Umbra Aquilae“ von denen wir übrigens noch einige hier auf der Scheibe haben werden. Das erklärt dann auch die hohe Anzahl an Tracks.
Fürs Konzept sind die Stückchen natürlich unverzichtbar, als Einzelsong eher unnötig.
Aber kommen wir mal zum ersten Highlight der Scheibe mit „Res Publica“. Hier haben wir einen typischen CUSTARD Song der Fans der Band auf jeden Fall zusagen sollte.
Und über das schön melodische „Blood and Sand“ geht es dann in den zweiten Teil der Scheibe der mit „The First Empore“ und „The Goddess of Magic and Death“ ebenfalls sehr ordentlich ausgestattet ist.
Nach dem letzten Zwischenstück „Cornua Mortis“ kommt mit dem letzten Drittel der stärkste Abschnitt der Scheibe, denn hier haben wir fast nur Hits am Start.
Angefangen vom epischen „Furor Teutonicus“ über den Stampfer „Ode to the Flames“, der Vorabsingle „Morturi Te Salutant“ und dem abschließenden, ruhigeren „Quo Vadis“.
Alles wirkt hier wie aus einem Guss und hier spielt die Band ihre Stärken gnadenlos aus.

Anspieltipps:

“Res Publica“ ,“Blood and Sand”, “Ode to the Flames”, Morituri Te Salutant” und “Quo Vadis”

Fazit :

Ein bisschen schwerfällig kommt das neue CUSTARD Album in die Gänge, so richtig hitmäßig durchstarten tut man erst ab der zweiten Hälfte der Scheibe! Richtig schlechte Songs sucht man aber ingesamt vergebens und insofern kann man das starke, empfehlenswerte Niveau der Vorgängeralben ohne Probleme halten und begeistert sowohl Band als auch Genrefans!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Imperium Rapax
02. Children of the Wolf
03. In Umbra Aquilae
04. Res Publica
05. Blessed by Baal
06. Blood and Sand
07. The First Empore
08. Gloria Aegypti
09. The Goddess of Magic and Death
10. Cornua Mortis
11. Furor Teutonicus
12. Ode to the Flames
13. Morituri Te Salutant
14. Quo Vadis

Video zu “Morturi Te Salutant“:

Julian

NORTHTALE – Eternal Flame

Band: NorthTale
Album: Eternal Flame
Spielzeit: 64:30 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 12.11.2021
Homepage: www.facebook.com/NorthTaleOfficial

2 Jahre nach dem Debütalbum “Welcome to Paradise“ kehren die Power Metaller von NORHTALE rund um Mastermind Bill Hudson mit ihrem zweiten Album „Eternal Flame“ wieder zurück. Mit im Gepäck haben sie einen neuen Fronter. Christian Erikssen (TWILLIGHT FORCE) ist leider raus, neu an Bord ist Guilherme Hirose (TRAUMER). Dieser könnte gut zur Mucke passen und kommt wie Bill aus Brasilien.
Als Gäste hat man mit Kai und Tim Hansen zwei Hochkaräter aus dem Metalbereich mit dabei.
Vom Stil her sind wir nach wie vor im Heavy/Power Metalbereich unterwegs und wir sind mal gespannt, ob man sich im Vergleich zum Debüt nochmal steigern konnte?

Als Opener tönt uns „Only Human” entgegen. Und Junge, Junge legt die Band hier ein Tempo vor! In herrlicher DRAGONSFIRE Manier brettert man quasi nur so durch die Nummer, inklusive atemberaubenden instrumentalen Klängen. Neu Fronter Guilherme kann hier gleich mal zeigen aus welchem Holz er geschnitzt ist!
Die Nummer frisst sich geradezu in die Gehörgänge, ein Einstand also nach Maß.
Ganz im Gegensatz dazu geht es beim überlangen „Wings of Salvation“ etwas handzahmer zur Sache und die Nummer ist schön abwechslungsreich und ebenfalls schön eingängig.
Bei „Future Calls“ haben wir dann die Gastauftritte der halben Familie Hansen. Und auch hier sitzt jede Note da, wo sie sein soll und somit landet das Teil als weiterer Hit auf unserer Liste.
Bockgeil was die Band uns bislang hier präsentiert, das muss man mal direkt so festhalten!
Und das bleibt auch bei den folgenden Nummern so.
„The Land of Mystic Rites” ist schön abwechslungsreich episch und melodisch gehalten und ist weit entfernt vom vorherigen Geshreddere, das folgende „Midnight Bells“ ist dann wieder genau das und der Titeltrack „Eternal Flame“ trägt vollkommen zu Recht den Albumnamen.
Aber, wer jetzt denkt okay so langsam müsste man sein Pulver verschossen haben, der irrt! Denn auch in der Folge ballert uns die Truppe Hit um Hit um die Ohren!
Hier stechen vor allem der Stampfer „In the Name of God“, das pfeilschnelle „Ride the Storm“, „Judas Be My Guide“ und das überlange, epische „Nature`s Revenge“ hervor. Gerade letzteres frisst sich noch mal, trotz seiner Länge, so richtig schön in die Gehörgänge das es einfach eine wahre Freude ist!
Ein Wort noch zum neuen Sänger Guilherme. Mit seinen leichten Kiske Vipes passt er bestens zur Mucke und lässt seinen Vorgänger schnell in Vergessenheit geraten! Glückwunsch zu dieser Verpflichtung, manchmal ist das Gute doch so nahe!

Anspieltipps:

Schlechte Tracks sucht ihr hier vergebens, greift hin wo ihr wollt!

Fazit :

DAS hätte ich NORTHTALE bestimmt nicht zugetraut! Nach dem Debüt, was so lala in der Szene aufgenommen wurde, hauen die Jungs hier ein Album raus was richtig starke Power Metalsongs beinhaltet und das vor allem mit der notwendigen Interessantheit, um sich von der Masse abzuheben, daherkommt. Das wurde ja vom geschätzten Kollegen Jannis beim Vorgänger noch bemängelt.
Definitiv eines DER Power Metal Alben des Jahres 2020 und ein ganz spätes Highlight für die Genrefans!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Only Human
02. Wings of Salvation
03. Future Calls
04. The Land of Mystic Rites
05. Midnight Bells
06. Eternale Flame
07. In the Name of God
08. Ride the Storm
09. King of your Illusion
10. Judas Be My Guide
11. Nature`s Revenge
12. Ivy

Video zu „Future Calls“:

Julian

THE DRIPPERS – Scandinavian Thunder

Band: The Drippers
Album: Scandinavian Thunder
Spielzeit: 34:24 min
Stilrichtung: Roll N Punk
Plattenfirma: The Sign Records
Veröffentlichung: 17.12.2021
Homepage: www.facebook.com/TheDrippersgbg

 

Das aus Schweden stammende Trio besteht aus Viktor Skatt Vocals und Bass, William Dickborn Vocals und Gitarren und Niclas Kristoferson am Schlagzeug und beehrt uns dieser Tage mit ihrem zweiten Studioalbum.

Das Debütalbum ist mir nicht bekannt und kann dazu keine Angaben machen aber das was auf dem Zweitling zu hören ist macht ordendlich Druck. Geboten wird eine energiegeladene Mischung aus dreckigen Rock N Roll, Sleaze Rock und einer frechen Punknote. So in etwa das Kind der Eltern bestehend aus AC DC, RHINO BUCKET, HARDCORE SUPERSTAR und den RAMONES der Mix geht voll auf die zwölf und der richtige Soundtrack zum Speedpogen und Leute rum zu schuppsen.

Das Trio versprüht eine Energie und macht Dampf. Leider gibt es auch hier ein Haar in der Suppe, der Sound ist nicht der Beste. Der Gesang ist total verzehrt und an vielen Stellen sehr anstrengend, Ob dies mit Absicht so ausgeführt wurde oder durch eine schlechte Reglereinstellung bei der Aufnahme hervorgerufen wurde kann ich nicht beantworten. An den Instrumenten geht alles in Ordnung die Gitarren kreischen ohne Ende, Bass und Schlagzeug machen den bestmöglichen Druck. Wäre interessant wie sich das Album mit amtlichen Sound anhören würde. So bleibt leider ein fader Beigeschmack.

Jungs beim nächsten mal die Vocals nicht so verzehren, den Sound druckvoller und mehr als 34 Minuten bei 11 Songs würde ich mir wünschen. Weder Schlecht noch sehr gut, Solide Arbeit mehr nicht aber auch nicht weniger macht eine 6.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. 5 Day Blues (2 Day Boogie)
02. Overload
03. No Stars
04. Time For Some Action
05. Shine No Light
06. Racing Down A Dead End
07. Rollin‘ Aces
08. Draparshuffle
09. Shit Island Showdown
10. Deadbeat Groove
11. Feel The Darkness

Balle

RACHEL MOTHER GOOSE – Synra Banho

Band: Rachel Mother Goose
Album: Synra Banho
Spielzeit: 63:31 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 03.12.2021
Homepage: www.facebook.com/rachelmothergoose

 

Bis jetzt haben es die Japaner erfolgreich geschaft sich vor mir zu verstecken, und ich gehe davon aus das dies so bleiben wird. Zu den Übeltätern gehören Sunghoon Kim am Mikro, Hideschi Ueki am Gitarren, Kaz Nakamura am Bass, Takumi Matsubara an Keys und Hiroki Hon an Drums.

Zu viel Durchschnitt, zu viel HELLOWEEN hier zuviel SAXON da, gepaart mit MALMSTEEN und IMPPELLITTERI. Nervend kommt hinzu das das Sunghoon nicht wirklich in den höheren Stimmlagen zuhause ist. Für mich ist zuviel abkupferei im Spiel, es wird auf Teufel komm Raus versucht wie HELLOWEEN, SAXON, MALMSTEEN, IMPELLITTERI oder auch IRON MAIDEN zu klingen schafft dies aber nicht im Ansatz stattdessen kommt ein durchschnittliches Werk heraus das in der Flut der guten Veröffentlichungen untergehen könnte. Die Songs mit BEATTLES Vibes sind in die Hose gegangen, nicht wirklich gut geworden. Die Produktion ist bei meinem zur Verfügung stehenden Promo MP3 Material auch nicht wirklich gut. All dies hinterlässt einen faden Nachgeschmack.

“Rachel In Wonderland” ein Intro, gefolgt vom Highspeed Song “Under 500 Million”. “Why So Serious” ein Midtempo Rocker, mit “Kotodamaist” kommt der nächste Brecher. “Amatsu Kaze” lässt mich an TOM PETTY oder auch die BEATTLES denken. “Summon The Instinct To Fly” eher belanglos. Bei “My Ascending Day” nerven die nach oben gezogenen Vocals, “The Clock Is Tickin’” macht auch keinen Spaß. “The Sicth Sense” ein Brecher, “Dainsleif” ein Metalsong. “Tomorrow Is Another Day” zündet nicht, “The Earth Bounder” wildert bei HELLOWEEN.

Sorry Jungs aber für diesen Output vergebe ich eine 6 als Bewertung, es gibt momentan sehr viel Material welches um Welten besser ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rachel In Wonderland
02. Under 500 Million
03. Why So Serious?
04. Kotodamaist
05. Amatsu Kaze
06. Summon The Instinct To Fly
07. My Ascending Day
08. The Clock Is Tickin‘
09. The Sixth Sense
10. Dainsleif
11. Tomorrow Is Another Day
12. The Earth Bounder

Balle

AMBOAJE – All About Living 2.0

Band: Amboaje
Album: All About Living 2.0
Spielzeit: 50:02 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Lions Pride Music
Veröffentlichung: 29.11.2021
Homepage: www.facebook.com/ToniAmboajeRock

 

AMBOAJEs Debüt wurde im Jahr 2015 schon über Melodic Rock Records aus Australien aufgelegt. Über den Sinn eines Rereleases kann man sicher streiten, die Auflage von Lions Pride Music kommt mit zwei Bonustracks die auf die Titel “Faded Star” und “No Roots” hören. Für die Ausführung verantwortlich waren Toni Amboaje am Mikro, Rod Feijoo und Ruben Alvarez an Gitarren, Javi Mendes und Angel Miguel am Bass, Fernando Chacon an den Keys und Alejandro Blanco an den Drums.

Geboten wird sehr guter Melodic Rock mit starker Prägung der End80er mit geilen Gitarren läufen, Keyboardteppichen, wummer Bass und treibenden Drums. Die Produktion hat auch Dampf und sorgt so für aufgewirbelten Staub in der Wohnung den es von den Regalen bläst. Die Spanier machen keinen Heel daraus das sie die späten 80er als Einfluss haben, vielmehr machen sie sehr gute Mucke mit viel Melodie mit der sehr gut ausgeführten Instrumentierung und der Rockröhre von Toni kommen Erinnerungen an Bands wie BON JOVI, TREAT und EUROPE etc. Das Ding rockt vom ersten bis zum letzten Song ohne dabei an Niveau ein zu büssen.

Mit “Over And Over Again” gelingt ein perfekter Einstieg, mit “All About Living” schieben die Jungs gleich das nächste Highlight nach. “Rise & Fall With You” Radiorock wie er sein sollte, “Able” ein gefühlvoller Song. “Five Years Gone” ein Paraderocker, “Gotta Be A Good Girl” bestes Radio und Disco Futter. “Something To Say” eine verträumte Ballade, “Give Me The Real Thing” ein gute Laune Rocker. “It’s Always You” bringt wieder sehr viel Gefühl auf den Teller, “Feels Like Saturday Night” ein Party Song. “My Heart Is Strong” zeigt wieder viel Gefühl, “Once” ein geiler langsamer Rocker. Die beiden Bonüsse “Faded Star” und “No Roots” sind gut aber fallen vom Sound leicht ab.

Fazit:

Ein sehr gutes Album von AMBOAJE welches die 80er nochmal Revue passieren lässt. Ich vergebe einer Bewertung von 8,5.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Over And Over Again
02. All About Living
03. Rise & Fall With You
04. Able
05. Five Years Gone
06. Gotta Be A Good Girl
07. Something To Say
08. Give Me The Real Thing
09. It’s Always You
10. Feels Like Saturday Night
11. My Heart Is Strong
12. Once
13. Faded Star
14. No Roots

Balle

MANIMAL – Armageddon

Band: Manimal
Album: Armageddon
Spielzeit: 43:01 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 08.10.2021
Homepage: www.manimal.se

Die Schweden von MANIMAL sind nun auch schon fast 20 Jahren aktiv und haben nun ihr viertes Album „Armageddon“ am Start.
Fälschlicherweise ist man zu Beginn als Power Metalband wahrgenommen worden, was aber nicht so ganz passt und auch selbst definiert man sich eher als waschechte Heavy Metalkombo.
Von Album zu Album steigerte man sich eigentlich und das Songwriting wurde homogener und stärker was nun im neuen Album gipfelt.
Besetzungstechnisch gibt es keine Veränderungen, schauen wir daher mal direkt was die Band, angeführt von Fronter Samuel Nyman, uns nun um die Ohren haut.
Als Opener haben wir direkt mal die erste Videosingle „Burn in Hell die mit Spieluhrklängen einsteigt bevor dann die kraftvollen Riffs das Kommando übernehmen.
Erdig und groovend frisst sich die Nummer direkt in die Gehörgänge und weiß sofort zu Gefallen. Ein Opener nach Maß würde ich sagen der nicht nur Bandfans komplett zusagen sollte!
Danach folgt mit „Armageddon“ ein Standardmetalsong der dann vom nächsten Hit „Slaves to Babylon“ locker getoppt wird.
Hier müssen wir auch mal ein Wort zur Fronter Samuel verlieren, der Gute ist einfach so super sicher unterwegs und hat eine unglaubliche Nähe zu JUDAST PRIEST, aber Eher zur Ripper Zeiten, das ist schon erschreckend!
Über das geil nach vorne gehende „Forged in Metal“ wird der Mittelteil der Scheibe eingeleitet der mit dem Groover „Chains of Fury“ und dem epischen „Path to the Unkown“ bestens besetzt ist. Im letzteren kann Fronter Samuel auch mal zeigen, dass er nicht nur die hohen Screams perfekt draufhat sondern auch schön variabel und angenehm im normalen Gesangsbereich unterwegs ist!
Der letzte Abschnitt hält mit dem abschließenden und abwechslungsreichen „The Invetiable End“ einen weiteren Hit bereit und ist auch sonst nicht von schlechten Eltern.
Von daher gibt es insgesamt hier kaum Ausfälle zu vermelden.

Anspieltipps:

„Burn in Hell“, „Slaves to Babylon”, “Chains of Fury”, “Path to the Unknown” und “The Invetiable End”

Fazit :

MANIMAL treffen einfach immer ins Ziel! Heav Metal mit einem sanften Power Metal Einschub der, nicht nur vom Gesang her, immer wieder an JUDAS PRIEST erinnert und der einfach nur nach vorne geht.
Dazu noch ein unglaublich starker Fronter mit Samuel Nyman und den ein oder anderen Hit auf der neuen Scheibe.
So ist doch alles bestens vorbereitet für die nächsten Livekonzerte, die dann hoffentlich im nächsten Jahr wieder stattfinden können.
Eine insgesamt empfehlenswerte Leistung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Burn in Hell
02. Armageddon
03. Slaves of Babylon
04. Forged in Metal
05. Chains of Fury
06. Evil Soul
07. Path to the Unknown
08. Master of Pain
09. Insanity
10. The Inevitable End

Video zu „Burn in Hell“:

Julian

RHAPSODY OF FIRE – Glory for Salvation

Band: Rhapsody of Fire
Album: Glory for Salvation
Spielzeit: 66:11 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.rhapsodyoffire.com

Und hier kommt wieder das Original! RHAPSODY OF FIRE rund um Gründer und Mastermind Alex Staropoli (Keyboards) steht in den Startlöchern um uns ihr neues, 13!, Album „Glory for Salvation“ zu präsentieren.
Auf diesem ist, Gott sei Dank, nach wie vor der auf dem letzten Album „The Eighth Mountain“ eingeführte Fronter Giacomo Voli, zu hören.
Insgesamt, und das hat sich leicht auch schon auf dem letzten Album gezeigt, geht das Songmaterial mehr ins epische und symphonische im Vergleich zu den frühen Alben der Band.
Kein Wunder vermutlich, wenn ein Keyboarder der Hauptsongschreiber ist!
Ihr neues Konzeptalbum beginnt mit dem Opener „Son of Venegeance“. Nach einigen instrumentalen Tönen setzt auch der Gesang von Fronter Giacomo ein und man ist mittendrin in einem Symphonic Bombastsong der ganz klar die RHAPSODY OF FIRE Handschrift der Neuzeit trägt aber mehr Schwerpunkte auf Bombast und Keyboards legt.
Etwas mehr Härtegrad kommt dann beim folgenden „The Kingdom of Ice“ auf und hier sind die Gitarren auch schön hörbar. Ein Track, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt und auch vom letzten Album stammen könnte.
Die Gitarrenaktionen sind zwar im anschließenden Titelstück „Glory for Salvation“ wieder kaum hörbar, aber ansonsten geht das Teil echt in Ordnung und weiß zu gefallen!
Über das Zwischenstück „Eternal Snow“ geht es zur Videosingle „Terial the Hawk“ wo wir auch wenig schwermetallisches, dafür viel Symphonic Folk Metal hören. Die Nummer ist aber schön eingängig gehalten von daher landet das Teil auch bei uns auf der Hitliste.
Tja und was kommt danach? Eigentlich nichts Neues im Vergleich zum Bisherigen. Die Songs wechseln sich in der Mischung zwischen Folk, Bombast und ja auch mal Power Metal ab, aber insgesamt bleibt das folgende Material doch ziemlich Keyboardlastig und lässt häufig die Stromgitarren leider vermissen.
Einzig das überlange und sehr abwechslungsreiche „Abyss of Pain II“ und das schon bekannte „I`ll Be Your Hero“ können hier richtig überzeugen.

Anspieltipps:

„The Kingdom of Ice“, „Glory for Salvation“, „Terial the Hawk“ und „I`ll Be Your Hero“

Fazit :

Das neue RHAPSODY OF FIRE Album startet sehr ordentlich und so ab ca. der Hälfte der Scheibe wechselt die Musikrichtung dann doch und man ist immer weniger im schwermetallischen unterwegs sondern eher im Symphonic und Bombastbereich.
Man merkt irgendwie einfach wer hier der Hauptsongschreiber ist, was jetzt nicht so negativ gemeint ist wie es klingt.
Das mag nicht jeden gefallen, starkes Songmaterial ist, ob nun zu weichgespült oder nicht, aber auf jeden Fall vorhanden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Son of Venegeance
02. The Kingdom of Ice
03. Glory for Salvation
04. Eternal Snow
05. Terial the Hawk
06. Maid of the Secret Sand
07. Abyss of Pain II
08. Infinitae Gloriae
09. Magic Signs
10. I`ll Be Your Hero
11. Chains of Destiny
12. Un`Ode Per L`Eroe
13. La Esencia De un Rey

Video zu “Glory for Salvation”:

Julian

SAINTED SINNERS – Taste It

Band: Sainted Sinners
Album: Taste It
Spielzeit: 46:54 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.Facebook.com/SaintedSinners

Holla, die Waldfee. Da haben SAINTED SINNERS aber ein hohes Arbeitstempo an den Tag gelegt. Nicht mal ein Jahr nach ihrem letzten starken Album präsentieren die Musiker mit „Taste It“ den nächsten Streich. War man zuvor noch bei El Puerto Records, hat es die SAINTED SINNERS nun zu Rock Of Angels Records verschlagen. Keine Veränderung gab es beim Line-Up. Mit Frank Pane (g.), Jack Meille (v.), Berci Hirlemann (d.), Rico Bowen (b.) und Ernesto Ghezzi (keys.) ist alles beim Alten geblieben und das ist auch gut so. Das Coverartwork ist so simpel wie gut. Eine Dame züngelt lasziv an einer SAINTED SINNERS Whiskey Flasche. Auf dem Etikett steht: „The Essence of R’N’R. Und das trifft es dann auch recht gut. Genug der Einleitung, nun geht es aber um die Musik.

„Against The Odds“ startet mit den süßen Klängen des Ausnahme Gitarristen Frank, der diesen Rocker einleitet. Keys gesellen sich dazu, der Rest der Truppe steigt mit ein und die klasse Stimme von Jack hebt den ohnehin schon guten Song noch ein wenig höher. Bei „One Today“ ist der Hard Rock König. Das hätten Deep Purple nicht besser gekonnt. Die Mischung zwischen härteren Riffs und den Melodie-Bögen ist exzellent. Und natürlich zaubert Frank noch ein tolles Solo aus dem Hut. Auf „The Essence Of R’N’R“ gehen wir jetzt mal ein paar Jahrzehnte zurück. Genauer gesagt in die 70er, als Led Zeppelin die Welt regierten. Jack’s Stimme steht einem Robert Plant in nichts nach. Der Bass kann auch einige coole Akzente setzen und das Stück grooved wie Sau. „Out Of Control“ schippert wieder in Deep Purple Gewässern. Hard Rock der alten Schule aber in modernem Gewand vorgetragen. So lange so etwas so geil gespielt wird, wird diese Musikrichtung niemals sterben. Schon die ersten Töne von „Never Back Down“ machen glücklich. Was die Musiker hier abziehen, ist vom Allerfeinsten. Cooler Rocker im Buckcherry Style, der im Mittelteil einen kurzen AOR Part bekommt (anfangs ungewohnt, kommt dann aber immer besser rüber). Und Jack kann abermals glänzen. So, jetzt wird Vollgas gegeben auf „Good Ol‘ Company“. Schneller Rocker, cooles Solo, Party Feeling pur. Aber vorsichtig, das Stück macht extrem durstig. „Down Dirty“ ist da schon anders. Hier wirkt alles ein bisschen vertrackter. Gleichzeitig ein echter Stampfer mit fetten Riffs und leicht verzerrten Keys. Absolut geil. Zeit für AOR aus den 80ern auf „On On“. Hier kann Jack seine gefühlvolle Stimme erneut bestens einsetzen. Bevor das starke Solo kommt, wird noch kurz Elton John zitiert („Won’t Let The Sun Go Down On Me“), zumindest hört es sich so an. Das könnte ich ohne Ende anhören. „Losing My Religion“ ist ein REM Cover. Ich mag das Original überhaupt nicht, aber SAINTED SINNERS haben eine hörbare Version daraus gemacht. Ich brauche den Song leider immer noch nicht und werde ihn nicht in meine Wertung einfließen lassen. Dann lieber direkt zu „Coffee, Whisky, Rock’n’Roll“. Was für eine starke gute Laune Nummer. Vor meinen Augen läuft immer der Elton John Film dazu ab. Das liegt wahrscheinlich an den Piano Parts, die so viel Spaß bringen. Kann mir mal bitte jemand das fette Grinsen aus meinem Gesicht nehmen? Am Ende des Albums steht „Heart Of Stone“ mit seinen 7 ½ Minuten. Und das stellt ein absolutes Über-Highlight für mich dar. Ich sitze hier mit Gänsehaut am ganzen Körper und kleinen Tränchen in den Augen. Dieses Gefühl, dass die Band hier erzeugt, hatte ich schon ewige Zeiten nicht mehr. Als Vergleich würde ich „Stairway To Heaven“ nennen. Der Gesang berührt mich so dermaßen, gibt es ja gar nicht. Ab Minute 3:50 zeigt dann auch Frank wieder, was er drauf hat. Der Song hat so eine geniale Dynamik und Aufbau, Wahnsinn.

Fazit: Diesmal waren meine Erwartungen aufgrund des Vorgängers ziemlich hoch. Und sie wurden locker erfüllt. Ganz klare Steigerung zu hören. Man merkt, was hier für talentierte Musiker am Start sind, die sich voll für die Stücke einbringen. Ich freue mich schon SAINTED SINNERS live auf dem Metal is Forever Festival sehen zu können, das wird garantiert ein Genuss. Ich muss 9,5 Punkte geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Against The Odds
02. One Today
03. The Essence Of R’N‘R
04. Out Of Control
05. Never Back Down
06. Good Ol‘ Company
07. Down Dirty
08. On On (Chained)
09. Losing My Religion (REM Cover)
10. Coffee, Whisky, Rock’n’Roll
11. Heart Of Stone

Sturmi

POISON BOYS – Don’t You Turn On Me

Band: Poison Boys
Album: Don’t You Turn On Me
Spielzeit: 37:31 min
Stilrichtung: Rock N Punknroll
Plattenfirma: Riot Records
Veröffentlichung: 29.10.2021
Homepage: www.facebook.com/poisonboys/

 

Die POISON BOYS sind mir bis jetzt kein Begriff, das ändert sich aber nach diesem Album. Im noch frühen Jahr 2014 dachten sich die beiden langjährigen Freunde Matt Dudzik und Mike Lippman das nicht genügend Rock N Roll Bands existieren besonders in der Gegend um Chicago. Also wurde kurzer Hand eine Band gegründet, Demos aufgenommen und begonnen Live zu spielen. Im laufe des Sommers 2014 stieg die Anzahl der Anhänger, tragischerweise verstarb Mike im Herbst 2014 an einer Überdosis. Zu Ehren und Anerkennung ihrer langen Freundschaft beschloss Matt mit POISON BOYS weiter zu machen.

Zum aktuellen Lineup gehören Matt Dudzik Vocals und Gitarre, Steve Ellfinger an Gitarre, Nico Bones an Bass und Matt Chaney an Drums. Auf die Ohren gibt es Hard Rock N Punkroll, mit sehr viel Gitarren und dreckigen Vocals von Matt. Bass und Schlagzeug treiben aus dem Hintergrund alles vor sich her. Die Vocals sind derb, rau und dreckig und bilden mit der Instrumentierung ein Bollwerk das zum Eroberungszug gewaltig den Marsch bläst. Die US Boys machen so simpel es klingt Spaß, selten so eine Mischung aus Rock N Roll und Punk gehört. Gut das Matt sich nach Mikes Tot entschlossen hat weiter zu machen, wäre schade um die Songs gewesen. Aber Leute 12 Songs und nur 37 Minuten Party, da müsste mehr gehen.

Der Sound geht in etwa die Richtung von Sleazern CONFESS, CRASHDIET, THE DOGS D’AMOUR, LOVE/HATE über Hard Rocker wie UPPER LIP, DUCKWALK CHUCK und den QUIREBOYS mit THE RAMONES Punknote. Eine durchaus sehr hörenswerte Angelegenheit, ich bin gespannt auf die Jungs was da noch kommt.

“Don’t You Turn On Me” Rollt was die Gitarren hergeben, “Living On The Edge Of A Knife” dreckiger Rock mit Punkvibes. “Day By Day” geht voll nach vorne, bei “Little Speedway Girl” muss ich an die Oberposer der End70er THE TEENS denken. “Keep Knocking” Rock N Hard Roll, “Dick In The Dirt” ein Groove Monster. “Can’t Get You Out Of My Mind” geiler Rock N Roll, mit “Nothing But Darkness” soll ein neuer Geschwindigkeitsrekord auf gestellt werden. “She’s Nowhere” macht was her, “Sweet Marie” der ideale Song für einen Abend im Salon. “I Was Cryin’” die BEATTLES auf Dope, “Take A Chance” lässt zum Schluß hin nochmal die Sau raus.

Fazit:

Versautes aus den Staaten, frech, vorlaut, dicke Hosenmucke kommt auf eine Bewertung von 7.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Don’t You Turn On Me
02. Living On The Edge Of A Knife
03. Day By Day
04. Little Speedway Girl
05. Keep Knocking
06. Dick In The Dirt
07. Can’t Get You Out Of My Mind
08. Nothing But Darkness
09. She’s Nowhere
10. Sweet Marie
11. I Was Cryin‘
12. Take A Chance

Balle

TONY MITCHELL – Hot Endless Summer Nights

Band: Tony Mitchell
Album: Hot Endless Summer Nights
Spielzeit: 58:17 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.facebook.com/tony.mitchell.3762

 

Der Vollblutmusiker TONY MITCHELL kommt mit neuem Album zurück. Die letzten Soloalben waren nicht schlecht, seine Beteiligung bei Bands wie KISS OF THE GYPSY, DIRTY WHITE BOYZ oder sein mitwirken bei Künstlern wie RICK WAKEMAN, OZZY OSBOURNE, TREVOR RABIN, ALICE COOPER usw. sprechen für die Qualität von Tony als Musiker. Unterstützt wurde er von Miles Meakin an Gitarren, Nigel Bailey an Bass, Eddie Antony an Drums, Daniel Sings an Saxophon, The Rogues Gallery Rock Choir an Backing Vocals und natürlich Himself an Mikro, Gitarre und Keyboards.

Es kommt Melodic Rock auf den Tisch im unnachamlichen Stil von Tony mit seiner markanten Stimme wandelt er zwischen Soloalben und KISS OF THE GYPSY bzw. DIRTY WHITE BOYZ. Die Gitarren machen gewaltig einen drauf, die Keys sind mal mehr oder weniger dezent vorhanden. Bass und Drumms geben den Takt eher zurückhaltend vor. Die Stimme von Tony besitzt alles was eine Stimme für Melodic Rock haben sollte, eine angenehme Tonlage, gut und sauber ausgeführt, und das ist sie auf diesem Album. Die Produktion geht in Ordnung, könnte allerdings noch ein wenig mehr schmackes vertragen. Wem die Bands mit Tonys Beteiligung und auch die Soloalben gefielen macht mit diesem Rundling nichts verkehrt.

“Hot Endless Summer Nights” ein flotter Rocker, “Can’t Fight It” ein straighter Rocker. “Blame It On The Rock N Roll” erinnert sehr stark an QUEEN mit “We Will Rock You”, “Strong Enough” eine nette Ballade. “Drowning In A Sea Of Paradise” ein sehr guter Rocker, “Caught In The Headlights” ein gefühlvoller Song. Bei “Neon Sky” gibt Tony wieder Gas, “Leave The World Behind” mit Saxophon kommt gut. “Turn Back Time” ein cooler Rocker, “With You In A Heartbeat” ein typischer Tony Rocksong. Bei “Faithless” ist die Luft draußen, “Calling Mother Nature” ist mit schrägen Gesangslinien versehen und stark gewöhnungsbedürftig.

Fazit:

Ein typisches TONY MITCHELL Album, solide Leistung, kein Durchfall, aber auch kein Überflieger ich vergebe eine 7,5.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hot Endless Summer Nights
02. Can’t Fight It
03. Blame It On The Rock N Roll
04. Strong Enough
05. Drowning In A Sea Of Paradise
06. Caught In The Headlights
07. Neon Sky
08. Leave The World Behind
09. Turn Back Time
10. With You in A Heartbeat
11. Faithless
12. Calling Mother Nature

Balle