KINDRED NORTH – Kindred North

Trackliste:

01. A Guiding Heart
02. Natural High
03. If this is Love
04. Learn to Love Again
05. A Billion Miles Away
06. Walk Through the Fire
07. Dance the Night Away
08. Runaway
09. Divine
10. Lose Control
11. It`s Hard To Say Goodbye

Spielzeit: 47:50 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.facebook.com/Kindrednorthofficial

 

Die neue Melodic Rock Band KINDRED NORTH ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zweier lebenslanger Freunde.
Der eine ist der schwedische Sänger und Gitarrist Andi Kravljaca (HYDRA, THAUROROD, SEVENTH WONDER), der andere ist der norwegische Multi Instrumentalist Andreas Nergard (NERGARD).
Das Ziel der Beiden? Ganz klar 80iger Melodic Rock in die Moderne transportieren mit dem klaren Fokus auf eingängige Melodien, dichten Harmonien und großen Refrains. Vergleiche könnte man ziehen zu Bands wie WINGER, DOKKEN oder EUROPE.
Benannt haben die beiden die Band übrigens nach ihrer Verbundenheit zueinander sowie den nordischen Wurzeln.
Produziert von den beiden höchstselbst möchte man mit dem selbst betitelten Debütalbum auf jeden Fall ordentlich Eindruck bei der Hörerschaft machen!

Schauen wir nun mal ob den beiden das gelingt und horchen daher direkt mal in den Albumopener „A Guiding Heart“ rein. Und was für ein Beginn ist das denn hier direkt? Majestätische Melodien erklingen, es ertönt der tolle melodische Gesang von Andi und die Nummer steigert sich immer weiter bis zum einem wahren Monsterchorus, der ziemlich viel wegbläst, was ich zuletzt in dem Genre gehört habe. Ein geiler Opener der sich direkt metertief in den Gehörgängen festsetzt und einer der absolute Überhits der Scheibe ist!
Und mit der Vorabsingle „Natural High“ geht die Hitserie direkt weiter. Schneller, nicht ganz so majestätisch aber 100% melodisch bahnt sich die Nummer ihren Weg durch die Boxen direkt in die Gehörgänge.
Mit ziemlich brachialen und rockigen Gitarrenriffs startet dann „If this is Love“ welches ziemlich modern daherkommt und einen satten Groove besitzt.
Im Mittelteil gibt es mit dem gefühlvollen „Learn to Love Again“, dem Melodickracher „A Bilion Miles Away“ sowie dem majestätischen und ebenfalls sehr melodischen „Walk Through the Fire“ weitere Hits zu entdecken.
Wahnsinn was die beiden hier an Songwriting Skills und Melodic an den Tag legen. Respekt!
Etwas moderner kommt dann „Dance the Night Away“ aus den Boxen bevor bei „Runaway“ nochmal ordentlich Punkte auf der Balladenseite gemacht werden.
Und auch im letzten Drittel bleibt die Hitdichte hoch, „Divine“ legt die Messlatte schön hoch welche das Groovemonster „Lose Control“ und das abschließende, gefühlvolle „It`s Hard to Say Goodbye“ aber gekonnt halten und teilweise sogar überspringen können.

Wenn man vorab alleine schon die Namen der Protagonisten hier liest, konnte man sich schon denken das bei der Kooperation hier nur Gutes herauskommen kann, und genauso ist es!
Schöner 80iger Melodic Rock, der immer wieder an die Jungs von EUROPE erinnert, aber auch viele moderne und zeitgemäße Elemente beinhaltet.
Dazu eine Hitdichte, die ihresgleichen sucht und Songs die toll geschrieben und produziert sind.
Ein geiles Debüt, wo vor allem die ersten Songs eine absolute Duftmarke in der Melodic Rock Landschaft hinterlassen sollten!
Absolut Kaufempfehlung und für mich jetzt schon eines der Hitalben des Melodic Rock Genres in diesem Jahr!

Julian

 

 

 

BURNING SUN – Power to Survive

Trackliste:

01. Quest Divine
02. Emalys`Hymn
03. Tale of Brothers
04. Light of the World
05. Over and Beyond
06. Come Home
07. Spirit Alive
08. Prayer
09. Holy Light
10. We Rise Again

 

Spielzeit: 38:47 min – Genre: Power Metal – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.facebook.com/burningsunpower

 

Aus Ungarn kommen die Power Metaller von BURNING SUN. 2022 von dem Bassisten Zoltan Papi gegründet und durch Sänger und Gitarrist Pancho Ireland (MERCLESS LAW) ergänzt machte man sich in der Underground Power Metal Szene schnell einen Namen.
Das Debütalbum „Wake of Ashes” erschien 2023 bei Stormspell Records und der Nachfolger „Retribution“ 2025 bei Metalizer Records.
2026 stießen Sänger und Gitarrist Nicolas Peter (TYRAN, INVICTUS) sowie Schlagzeuger Edmond Kulcsar (GIFT OF GRAVE) zur Band und Nicolas übernahm den Gesang von Pancho der sich nun ausschließlich der Gitarre widmete.
So verstärkt wirft man nun das dritte Album „Power to Survive“ auf den Markt welches mit Herbie Langhans (FIREWIND) sowie Alexandra Lioness (FROZEN CROWN) zwei gesangliche Gäste enthält.
Musikalisch geht es nach wie vor voll in Richtung 90iger Power Metal der Marke EDGUY, GAMMA RAY oder HAMMERFALL eingebettet in ein Konzept und Geschichte, die schon auf den Vorgängeralben begonnen wurde.

Als Opener fungiert die Vorabvideosingle „Quest Divine“ die mit ordentlich Dampf, Doublebass Drumming und schnellen Gitarrenriffs direkt loslegt.
Der neue Sänger Nicolas ist etwas tiefer als der vormalige Sänger Pancho unterwegs und bringt somit etwas mehr Charakteristika rein, ansonsten haben wir es mit einem relativ klassischen 90iger Power Metalsong zu tun der sehr ordentlich aus den Boxen kommt.
Beim nachfolgenden „Emalys`Hymn” gibt es mit dem guten Herbie Langhans einen gesanglichen Gast zu verzeichnen, ansonsten ist die Nummer eine gute Fortsetzung des Openers und schlägt somit in eine ähnliche Kerbe mit einem aber wesentlich epischeren Chorus.
„Tale of Brothers“ bietet auch wenig Neues zu den beiden vorherigen Songs, „Light of the World“ bricht dann mal etwas aus dem bisher gehörten aus, ist nicht mehr ganz so schnell wie zuvor unterwegs, spielt etwas mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und ist ansonsten einfach ein guter Power Metaltrack.
Bei „Over and Beyond“ gibt es mit FROZEN CROWN Sängerin Alexndra Lioness den zweiten gesanglichen Gast zu verzeichnen und gerade das gesangliche Duett und der Wechselgesang machen den Power Metal Track hier so interessant. Eine tolle Nummer mit zwei bestens harmonisierenden Stimmen.
Nach dem erneuten Standard Power Metalsong „Come Home“ gibt es bei „Spirit Alive“ einen tollen epischen Touch, der sich auch gleich zu einem absoluten Album Hit und Tipp mausert!
Im letzten Drittel haben wir mit „Prayer“ einen kurzen Zwischensong, mit „Holy Light“ eine gefühlvolle Ballade und mit dem abschließenden „We Rise Again“ wieder den klassischen 90iger Power Metal den wir hier schon häufig auf der Scheibe zu Gesicht bekommen haben.

Wie schon oft erwähnt, 90iger Power Metalfans kommen beim neuen Album der Jungs von BURNIN SUN auf jeden Fall voll auf ihre Kosten! Es klingt hier leider aber auch deswegen ziemlich vieles recht ähnlich und wirkliche Innovation kann man dann natürlich auch nicht erwarten.
Ein paar Farbtupfer gibt es allerdings, die sich auch direkt als waschechte Hits zeigen, ansonsten ist das Ganze hier einfach ein gut gemachtes Power Metalalbum mit denen knallharte Genrefans auf jeden Fall glücklich werden sollten!

Julian

SPEED STROKE – Damage Control

Trackliste:

01. Glorious Breakdown
02. Heart Of The City
03. Damage Control
04. State Of Shock
05. Italian Coglione
06. In Flames
07. Blessed By Misery
08. All For The Weak End
09. Walls
10. Chain Reaction

 

Spielzeit: 39:37 min. – Genre: Hardrock – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.speed-stroke.com

 

Die italienischen Chaoten von SPEED STROKE sind wieder da! Mit ihrem mittlerweile vierten Longplayer „Damage Control“, der satte sechs Jahre auf sich warten ließ. Die Abstände zwischen den Alben werden also immer länger, die Platten aber auch immer ambitionierter und mit dem neuen Dreher haben die Jungs um Sänger Giacomo Corzani ihr wohl bestes Werk am Start. Irgendwo zwischen Street Metal und Sleaze´n Glam gibt es zehn neue Songs auf die Lauscher. Inzwischen konnte man bei Scarlet Records unterkommen, was auch bedeutet dass jedes Album bei einem anderen Label erschien.

Wenn man im Beipackzettel davon spricht, dass diese Platte für Fans von H.E.A.T., BACKYARD BABIES, HARDCORE SUPERSTAR, CRASHDIET, W.A.S.P., D.A.D. oder SKID ROW sein soll, hat man damit den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Manchmal sind die Vergleiche der Promotionagenturen ja etwas weit hergeholt, hier ist wirklich das Gegenteil der Fall – die Marschrichtung ist also glasklar, auch für Menschen die die Band vielleicht bisher nicht kannten.

Mit „Glorious Breakdown“ starten die Italiener äußerst schwungvoll und haben mit dem Opener gleich das erste hochenergetische Highlight parat. Etwas gediegener geht es bei „Heart Of The City“ zu. „Damage Control“ schlägt in die Kerbe des Eröffnungstracks und hat tatsächlich einige CRASHDIET-Gedächtnis-Chöre an Bord. Nach einem weiteren Volle-Pulle-Song („State Of Shock“) packen die Jungs ihren bekannten Humor aus: „Italian Coglione“ ist nicht nur ein Stück das musikalisch Laune macht sondern sorgt mit seinem Augenzwinkern im Text (Coglione heißt übersetzt Idiot) für Spaß. Bei „In Flames“ zeigen SPEED STROKE ihre melodische Seite und bei „Blessed By Misery“ nehmen sie sogar noch mehr Tempo raus. Eines der variabelsten Stücke der Band. „All For The Weak End“ glänzt mit großen Chören, passend zum Songtitel.

„Damage Control“ strotzt nur so vor Spielfreude, vor Energie und guten Songs. Das hat man alles schon mal gehört, den Spaß an diesem Album schmälert dieser Umstand aber absolut nicht. Wie eingangs erwähnt stehen SPEED STROKE hier mit ihrem bisher besten Album im Gepäck (auch was den Sound angeht), das sich Fans der oben erwähnten Kapellen gut und gerne reinziehen sollten.

Stefan

XANDRIA – Eclipse

Trackliste:

01. Syzygy
02. Eclipse
03. Colours
04. The Shannon’s Home
05. The Grand Delusion
06. Wave Of Tanis
07. Northstar
08. Masquerade
09. The Last Generation
10. The Poetry Of The Real World
11. Lore

Spielzeit: 58:33 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 07.08.2026 – Page: www.facebook.com/xandriaofficial

 

XANDRIA, von mir seit Jahren erfolgreich abgespeichert als irgendeine neuere Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden oder so.
Naja, beinahe. Die Truppe wohnt einfach im selben Bundesland wie ich und existiert ungefähr so lange wie ich. Aber gut, schließen wir mal wieder eine Bildungslücke.
„Eclipse“ ist draußen, das neunte Studioalbum des Quartetts um Sängerin Ambre Vourvahis, mit zehn Songs plus Intro und einer knappen Stunde Spieldauer.
Das Intro lässt mich schonmal aufatmen, dass ich zumindest mit „Symphonic Metal“ richtig lag. Die cinematische Art, die neben Orchester und Chor auch noch mit den dicken Trailer-Soundtrack-Drums daherkommt. Und was das angeht, haben XANDRIA schonmal keine halben Sachen gemacht. Zusammenarbeit mit zwei Profi-Hollywood-Komponisten und dem Sofia Session Orchestra & Choir, und auch wenn ich zumindest annehme, dass jetzt nicht alle Orchester- und Chor-Sounds komplett „echt“ sind, klingt das schon ganz hervorragend. Detailreich, top orchestriert und sehr fett.
Sehr fett klingt auch der Gesamtsound der Platte. Also wirklich gar nix zu bemängeln an dieser Stelle, so soll moderner Symphonic Metal im Jahre 2026 klingen.
Apropos modern: Ich weiß nicht, wie das bei XANDRIA in der Vergangenheit so war, aber es gibt einen gewissen Modern-Metal-Anteil auf „Eclipse“, bei dem die Gitarren nochmal extra braten dürfen und die Rhythmus-Fraktion etwas technischer agieren darf. Der Anteil ist aber nicht allzu hoch und immer mal zwischendurch eine willkommene Stilwendung, die hervorragend umgesetzt ist – genau wie das Symphonic-Metal-Genre an sich. Die Melodien sind gerade in den Refrains eingängig und voll im Genre drin, aber auf hohem Niveau. Das Zusammenspiel der Band an sich und das von Band und Orchester ist top, Arrangements und Sounddesign auch. Und die Vocals geben dem Ganzen noch den Rest. Wenn in nächster Zeit mal jemand auf Euch zukommt und fragt „Wie klingt eigentlich zeitgemäßer Symphonic Metal?“, dann zeigt ihm „Eclipse“ und er weiß Bescheid.
Gewisse Unterschiede im Charakter der Songs findet man auch; da gibt es den böseren, den poppigeren, den emotionaleren, den balladigeren. Ein paar, die irgendwas dazwischen sind, findet man auch, und im schlimmsten Fall stolpert man mal über ein oder zwei im Vergleich unspektakuläre Tracks, aber auch das soll noch jeder verkraftet haben.

Fazit:
Prototyp 2026 Modern Symphonic Metal von einer Band, die keine Mühen für ein möglichst krasses Endergebnis gescheut hat. Das Endergebnis heißt „Eclipse“ und ist krass. Ziel erreicht und blind hörbar für jeden Genrefan.

Anspieltipps:
„Colours“, „The Shannon’s Home“, „The Poetry Of The Real World“ und „Lore“

Jannis

MAGIC OPERA – The Final Flight

Trackliste:

01. The Danger`s Growing Dark
02. The Black Gem
03. Unholy Alliance
04. Fury of the Storm
05. Mother of Winter Ice
06. Chaos Rising (Instrumental)
07. When Reason Dies
08. Immortal Glory
09. Lady of the Wind
10. The Clash of Fates
11. Steel and Magic
12. The Final Flight

Spielzeit: 64:35 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.magicopera.it

 

3 Jahre nach dem letzten Album des Bandprojektes MAGIC OPERA des DERDIAN Keyboarders Marco Garau kommt nun das finale Kapitel der Trilogie auf den Markt.
Passenderweise hat das neue Album den Titel „The Final Flight“.
Erneut ist das Ganze ein Konzeptalbum und dreht sich wie bisher auch um die Amtork Saga, die ihr auf der Homepage detailliert nachlesen könnt bei Interesse.
Auf dem neuen Album sind außer Marco selbst noch die Musiker Anton Darusso (WINGS OF DESTINY), Salvatore Giordano (Ex-DERDIAN), Luca Sellitto (TIMELESS FAIRYTALE), Matteo Baschiera (SICK SOCIETY) sowie Ollie Bernstein (ILLUSION FORCE) zu hören.

So, nachdem die Promoinfos abgefrühstückt sind kommen wir dann nun mal zu den neuen Songs des finalen Albums. Als Opener erwartet uns „The Danger`s Growing Dark“ der erst recht langsam und bedächtig daherkommt. Bei über 7 Minuten Länge kann man sich aber schon denken, das ändert sich noch. Und ja richtig, so nach gut 1 Minute wird daraus ein Midtempo Power Metal Track der in Richtung RHAPSODY OF FIRE geht und ab und an von Growls unterbrochen wird.
„The Black Gem“ im Anschluss nimmt dann den Faden gekonnt auf und spinnt ihn gut weiter. Der roughe Gesang von Anton Darusso fällt hier besonders auf! Unterlegt mit Double Bass Einsatz und vielen neoklassischen Gitarren und Keyboardriffs bahnt sich die Nummer schnell ihren Weg in die Gehörgänge.
Bei „Unholy Alliance” bleibt die musikalische Rezeptur gleich, man bekommt nur noch ein paar Folkeinflüsse um die Ohren, „Fury of the Storm“ ist dann auch wieder ein wahre Hitbombe geworden die mit Melodic und Eingängigkeit voll punkten kann und das anschließende „Mother of Winter Ice“ ist dann ein Ausflug in den Hochgeschwindigkeits- Power Metal geworden.
Nach dem neoklassischen Instrumentalen Ausflug bei „Chaos Rising“ geht es bei „When Reason Dies“ und „Immortal Glory“ ordentlich zur Sache. Viel Härte, viele Growls und harte Vocals prägen hier das Bild und heben die Songs schön vom bisherigen Rest ab.
Zum Ausgleich gibt es danach mit „Lady of the Wind“ eine ruhige und emotionale Powerballade auf die Ohren.
Das letzte Drittel beginnt mit dem wieder sehr neoklassischen „The Clash of Fates“ wo man insgesamt wieder auf den musikalisch bekannten Pfaden wandelt.
Als vorletzten Track hat man mit „Steel And Magic“ den klassischsten Euro Power Metal Track an Bord, der nicht nur vom Titel sondern auch vom Aufbau am Ehesten in die Richtung von FREEDOM CALL und Co geht.
Als Abschluss gibt es dann, wie auch schon beim Vorgänger „Battle of Ice“ den Titeltrack „The Final Flight“ auf die Ohren. Hier wird nochmal in über 6 Minuten alles aufgefahren, was man so auf der Pfanne hat und was man bisher so schön auf der Scheibe gehört hat.
Ein gelungener Abschluss der Platte und schlussendlich auch unter die Trilogie und die Band!

Es war eine tolle Reise in der MAGIC OPERA über die Jahre und die 3 Alben. Ein tolle Geschichte mit entsprechender Mucke die Power Metalanhänger mit Hang zu Keyboard getriebenen Songs auf jeden Fall bestens munden sollte!
Wie aber auch schon auf den Vorgängeralben sind die Songs nix für mal eben nebenbei hören, sondern müssen mit voller Aufmerksamkeit genossen werden. Sonst entgeht einen ziemlich was und das Ganze zündet auch nicht so gut durch.
Für die angesprochene Zielgruppe gibt es auf jeden Fall eine Kaufempfehlung, wenn auch das schon erwähnte Vorgängeralbum einen Tick stärker war.

Julian

 

 

COMBICHRIST – The Venom In The Mouth Of God

Trackliste:

01. ODR
02. Desolation
03. The Future Is A Memory
04. Born Deströyer
05. Feraline
06. RISE
07. Venom
08. S.T.F.U.
09. Each Scar A Vision
10. Only Here For A Good Time
11. The Way We Want To Be Seen
12. Demons Wanna Be Summoned feat. King 810
13. Second Ending (We Have Been Here Before)

Spielzeit: 1:05:20 min – Genre: Industrial Metal – Label: Out Of Line Music – : 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/combichrist

 

Bei neuen Veröffentlichungen von Combichrist ist der geneigte Fan mittlerweile immer etwas vorsichtig optimistisch. Nicht, weil die Band in den letzten Jahren schlechte Musik gemacht hätte, sondern weil oft nicht genau klar war, welche Version von Combichrist zu hören ist. Die kompromisslose Aggrotech-Maschine der frühen Jahre? Die Industrial-Metal-Dampfwalze der späteren Alben? Oder irgendetwas dazwischen? Mit „The Venom In The Mouth Of God“ liefern Andy LaPlegua und seine Mitstreiter nun die Antwort. Und die ist tatsächlich einfach. Von allem ein bisschen. Und genau deshalb funktioniert das Album so gut.
Seit über zwei Jahrzehnten bewegt sich Combichrist irgendwo zwischen Club, Festivalbühne und Ausnahmezustand. Viele Bands verlieren auf diesem Weg entweder ihre Identität oder versuchen krampfhaft, alte Erfolge zu kopieren. Und auf Erfolge haben die Jungs aus Atlanta, Georgia, definitiv vorzuweisen. Bereits im Jahr 2003 hat sich die Band rund um Andy LaPlegua gegründet. Zuerst als Einmannprojekt gestartet, gesellten sich nach und nach weitere ambitionierte Musiker zu Combichrist. Nach wirklich vielen Besetzungswechseln ist die Band seit einigen Jahren relativ stabil mit Frontmann Andy LaPlegua, Eric13, Jamie Cronander und Elliot Berlin unterwegs. Eine Truppe, die passt.
Combichrist machen weder das eine noch das andere. Stattdessen nehmen sie die stärksten Elemente ihrer Geschichte und verschmelzen sie zu einem Album, das sich gleichzeitig vertraut und erstaunlich frisch anfühlt.
Schon der Opener „ODR“ macht deutlich, wohin die Reise geht. Elektronik, Wucht, Atmosphäre und genau dieses düstere Gefühl, das Combichrist schon immer besser konnten als viele ihrer Genre-Kollegen. Mit „Desolation“, „Feraline“ und „RISE“ folgen dann gleich mehrere Songs, die für mich zu den stärksten Momenten des Albums gehören. Vor allem „RISE“ hat sich ziemlich schnell im Ohr festgesetzt und gehört für mich zu den absoluten Highlights der Platte. Ich weiß nicht warum, aber ich werde dabei irgendwie nostalgisch.
Besonders gefällt mir, dass das Album trotz seiner Härte nicht eindimensional wirkt. Hinter den Gitarrenwänden, den stampfenden Beats und den aggressiven Vocals steckt deutlich mehr als einfach nur Zerstörungswut. Songs wie „Each Scar A Vision“ oder „The Way We Want To Be Seen“ bringen eine nachdenklichere Komponente ins Spiel und sorgen dafür, dass die Platte auch nach mehreren Durchläufen noch neue Facetten offenbart. Und ich sage euch, die läuft definitiv öfters als nur einmal. Vertraut mir.
Dabei ist „The Venom In The Mouth Of God“ kein perfektes Album. Mit über einer Stunde Spielzeit gibt es durchaus Momente, in denen sich einzelne Ideen etwas länger ziehen als nötig. Auch Andy LaPleguas Gesang bewegt sich stellenweise in bekannten Bahnen. Wirklich störend ist es nicht, eher Jammern auf einem sehr hohen Niveau. Es gibt hier weniger Einzelhits, eher das Gesamtkunstwerk.
„The Venom In The Mouth Of God“ erfinden sich Combichrist nicht neu. Muss es auch gar nicht. Stattdessen zeigt die Band eindrucksvoll, warum sie seit mehr als 20 Jahren zu den prägenden Namen zwischen Aggrotech, Industrial und Metal gehört. Wer die Entwicklung der Band verfolgt hat, bekommt hier vielleicht nicht ihr experimentellstes Album, aber sehr wahrscheinlich eines ihrer rundesten. Ich finde, das sind fette 8 Sterne wert!

Tänski

 

 

 

 

ZAN/CODY – Beautiful´n Damned

Trackliste:

01. Sever
02. I Am The Shit
03. Ride Or Die
04. Suffer City
05. She Walks With Violence
06. Damn
07. Let´s Be Heroes
08. Beautiful´n Damned
09. Bad Bad Man
10. Tear It All Down

 

Spielzeit: 41:01 min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/profile.php?id=61582321920201

 

Als am 12. September 1989 das erste Album der schwedischen Hardrocker SHOTGUN MESSIAH auf den Markt kam, hatte die Band um Gitarrist Harry Cody und Bassist Tim Sköld bereits zwei Namenswechsel hinter sich. Anfang der Achtziger als SHYLOCK gegründet segelte man ab 1984 unter dem Banner KINGPIN. Ihr Album „Welcome To Bop City“ wurde bereits von Ex-EASY ACTION Sänger Zinny J. Zan eingesungen, der während der Aufnahmen zur Band stieß und Jukka Knox ersetzte. Als die Band einen Plattendeal mit Relativity Records an Land ziehen konnte, änderte man ein weiteres Mal den Namen in SHOTGUN MESSIAH und das Album wurde komplett neu remixed. Mit mehr Schmackes, mehr Attitüde und weniger buntem Achtziger-Flair hatten die gleichen Songs auf einmal noch mehr Potential. Songs wie „Shout It Out“, „Don´t Care About Nothing“ oder „Squeezin´ Teazin´“ sind bis heute unvergessen.

Kurz darauf drehte sich das Besetzungskarussell erneut, Zan ging von Bord, fortan übernahm Bassist Sköld den Gesang. Das nicht weniger intensive Zweitwerk „Second Coming“ wurde 1991 veröffentlicht. Ein drittes Album mit Namen „Violent New Breed“ war der verzweifelte Versuch, sich den neuen Trends anzubiedern. Es wurde 1993 released, die Band löste sich bezeichnenderweise noch im gleichen Jahr auf.

Warum erzähle ich Euch das alles? Ganz einfach, weil sich die beiden alten SHOTGUN MESSIAH Recken Zinny J. Zan und Harry Cody für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden haben. Chris Laney an den Reglern wusste genau wie eine solche Platte klingen muss. Die Gitarrenarbeit von Harry Cody ist noch genau so messerscharf, dreckig und einzigartig, Zinny J. Zan´s Gesang ähnlich gehalten wie zu den glorreichen Zeiten.

Und mit „Damn“ hat man gleich einen Song als erste Single auserkoren, der richtig fett um die Ecke ballert. Das Interesse war sofort geweckt. Aber was kann das restliche Album? Mit „Sever“ eröffnen die Schweden die Platte wie schon damals mit einem Paukenschlag. Der Opener klingt modern, hart und hat einige Trademarks von damals perfekt eingeflochten. Noch besser kommt das alles bei „I Am The Shit“ zur Geltung. „Ride Or Die“ ist da schon mehr klassicher Hardrock, wie ihn seinerzeit auch SHOTGUN MESSIAH zu zocken wussten. Das schleppende „Suffer City“ spannt die Melodiebögen weit bevor mit „She Walks With Violence“ ein Song ansteht, der auf den ersten Moment nicht so reinläuft. Nach besagtem Highlight „Damn“ fällt das Material etwas ab. „Tear It All Down“ schafft aber doch ein versöhnliches Ende.

Mit „Beautiful´n Damned“ haben zwei vergessene Helden der schwedischen Hardrockszene ein formidables Album aus dem Hut gezaubert. Angelehnt an die eigene Vergangenheit lebt die Platte dennoch in der Gegenwart. Schon damals war ein Harry Cody ein Musiker der gestalten und neues erschaffen wollte und nicht nur die Verherrlichung der eigenen Einflüsse zur Schau getragen hat. Das ist auch heute noch so. SHOTGUN MESSIAH wurden seinerzeit von vielen sträflich übersehen – sehr schade, die Band hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Bleibt zu hoffen, dass sich das mit ZAN/CODY ändert.

Stefan

 

SINSID – All that Remains

Trackliste:

01. All that Remains
02. Sarcophagus
03. Running
04. Templars of Metal
05. Pioneers
06. Lawless Hunter
07. Azad Hind
08. The Horror (I know)
09. Breaking All the Rules
10. Somewhere in the Dark
11. Lords of the Northern Land
12. In the Eyes of the Reaper (CD Bonus Track)
13. Time is Ticking (CD Bonus Track)

Spielzeit: 43:51 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pitch Black Records – VÖ: 03.07.2026 – Page: www.sinsid.no

 

Vor 14 Jahren gegründet sind die norwegischen Metaller von SINSID mit ihren bisherigen Alben ein gern gesehener Gast bei uns in der Rock-Garage gewesen, auch wenn ich beim Debütalbum schon sehr kritisch mit den Jungs ins Gericht gegangen bin. Nur das letzte, mit das erfolgreichste, Album „In Victory“ aus dem Jahr 2022 haben wir irgendwie verpasst!
Mit dem neuen, vierten Album „All that Remains“ machen wir diesen Ausrutscher wieder gut und widmen uns erneut den Jungs aus dem hohen Norden welche nach wie vor von Mastermind und Sänger Terje Singh Sidhu angeführt werden und die nach wie vor im klassischen Heavy Metal unterwegs sind.

Als Opener zeigt sich dann auch direkt der Titeltrack „All that Remains“. Volle Oldschool Dröhnung erwartet uns hier auf jeden Fall schon mal. Sänger Terje ist von der Stimme her sehr charakteristisch und dürfte auf jeden Fall nach wie vor polarisieren. Er ist halt eher der klassische Metalshouter.
So oder so weiß die Nummer direkt zu überzeugen, bleibt schön hängen und ist somit der perfekte Opener.
Anschließend gibt es mit „Sarcophagus“ die direkte Fortsetzung des Openers auch wenn es hier noch eine Spur härter und düsterer zu Werke geht.
„Running“ groovt danach recht ordentlich aus den Boxen bevor wir mit „Templars of Metal“ den nächsten absoluten Hit der Scheibe haben.
Einfach ein geiles Stück Oldschool Metal wo man schön die Matte kreisen lassen kann, wenn man sie denn noch besitzt : )
Und der Mittelteil der Scheibe ist ebenfalls bestens besetzt mit dem etwas Epic angehauchten „Pioneers“, der Metalpartyabrissbirne „Lawless Hunter“ sowie die Hymne „Atad Hind“.
„The Horror (I know)“ kommt dann ordentlich düster aus den Boxen und leitet das letzte Drittel der Scheibe ein, wo wir vor allem mit dem abschließenden „Lords of the Northern Land“ nochmal einen waschechten Hit haben.
Die restlichen Songs hier sind zwar auch ganz ordentlich gemacht, kommen aber nicht ganz an die bisherigen Hits heran. Totalausfälle sind es aber auch nicht!
Die beiden Bonustracks liegen mir leider zur Rezensionszwecken nicht vor und daher kann ich sie auch nicht bewerten.

Na, schau mal an, da verpasst man einmal ein Album der Band und verpasst somit auch die absolute Leistungssteigerung der Truppe, die sich hier im Album ebenfalls fortsetzt.
Unsere letzten Benotungen der Bandveröffentlichungen waren eher im unteren bis mittleren Punktebereich hier bei uns angesiedelt, das gibt es hier absolut nicht mehr.
Man hat schöne griffige Songs an Bord, hat sich mittlerweile fest im Genre etabliert und liefert einfach ein starkes Oldschool Heavy Metalwerk ab, was natürlich nicht besonders innovativ ist, der Zielgruppe aber auf jeden Fall bestens gefallen sollte!
Starke 7,5 Punkte und somit ganze 1,5 Punkte mehr als die letzte Rezi hier bei uns von ihnen.

Julian

 

OSIRIS – Within A Dream

Trackliste:

01. House Of Pain
02. Freedom Within A Dream
03. RAZ
04. Every Tear A Mother Sheds
05. Don`t Ask Me Why

 

 

 

 

Spielzeit: 55:38 min – Genre: Prog Rock – Label: Escape Music – VÖ: 14.08.2026 – Page: www.facebook.com/Osiris-Kingdom Of Bahrain/

 

Insider der Prog Rock Szene bezeichnen Osiris immer wieder gerne als die Pink Floyd des vorderen Orients und Sie gelten zu Recht, als die Pioniere der Rockmusik im Nahen Osten. Gegründet wurde die Band bereits 1980 von den Brüdern Mohamed (Gitarre) und Nabil (Drums) Alsadeqi. Komplettiert werden Osiris von Keyboarder Abdul Razzak Arian, Keyboarder Khalid Shamlan, Bassist Ahmed Qasimi und Sänger Syed Ahmed Rawanbach. Der Ansatz bei der Gründung war westlichen Prog Rock von Bands wie Gentle Giants, Kansas, Camel oder Pink Floyd mit orientalischen Elementen zu verbinden.

Nach meinen Recherchen veröffentlichen Osiris mit „Within A Dream“ ihr sechstes Studioalbum. 6 Longplayer in gut 46 Jahren ist Definitiv nicht viel, es liegt aber daran das die Truppe immer wieder lange Pausen eingelegt hat.

Kommen wir nun aber zur Musik. Wer die Anzahl der Songs auf „Within A Dream“ sieht, wird erahnen dass dem Hörer bei der Laufzeit hier Prog Rock in Reinkultur geboten wird. Alle Tracks sind wenigstens 10 Min lang oder länger. Der Opener zeigt dann gleich das musikalische Können von Osiris. Eingeleitet von Oriental Keyboards geht es über in einen Marillion Part, der einen streckenweise, an deren !983er Debüt Klassiker „Script For A Jesters Tear“ erinnert, aber alles ohne es zu kopieren, denn Osiris bringen genügend Eigenständigkeit mit, die auch durch die tolle Stimme von Sänger Syed Ahmed Rawenbach getragen wird. Die Instrumental Fraktion schafft es immer wieder exzellente Wendungen einzustreuen und alles zu einem grossartigen Ganzen zu verbinden. Nach nur einem Song ist mir bereits vollkommen klar, dass alle Fans des ausufernden 70er und des frühen 80er Jahre Neo Prog absolut auf ihre Kosten kommen und begeistert sein werden.
Ganz grosses Kino, was hier in den einzelnen Songs abgeliefert wird.

Dramatik, Theatralik, Opulenz, Keyboard Kassaden ohne Ende, Gitarren Soli mal leicht metallisch, dann wieder melancholisch. Dieses Album ist ein Album, wofür mann sich Zeit nehmen sollte um es zu geniessen. Glas Wein einschenken, Kopfhörer aufsetzen, Augen schliessen und Abfahrt. So werde ich es auf jeden Fall beim nächsten Durchgang machen und in der Kathedrale des Bombasts eintauchen.

„Freedom Within A Dream“ ist ebenfalls Randvoll gepackt mit allem, was tollen Progressiv Rock ausmacht. Das folgende „RAZ“ glänzt mit Yes-artigen Keyboards und hat ganz dezente Alan Parsons Project Sprenkel aus den 80er. Diese Art von Musik ist eine herrliche Zeitreise und es gibt nach jedem Durchgang immer wieder Neues zu entdecken. Die letzten beiden Tracks „Every Tear A Mother Shed“ und Don´t Ask Me Why“ setzen das hohe Level locker fort und für mich ist das neue Osiris Album ohne Zweifel das Prog Album des Jahres. Daher gibt es von mir 10 Punkte und für alle Anhänger der genannten Bands eine unbedingte Kaufempfehlung.

Heiko Füchsel

 

Master Massive – White Shadows

Trackliste:

01. Noah`s Cross
02. Islands And Bells
03. Jonah And The Whale
04. Blood On The Floor
05. Tantrum Rebellion
06. Silver Bullet
07. White Shadows

 

 

 

Spielzeit: 49:21 min – Genre: Heavy Metal / Prog Metal – Label: Fireflash Records – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/mastermassiveband

 

Ich muss zugeben, dass mir die schwedische Heavy Metal Combo Master Massive bisher nicht bekannt war. In den frühen 90er Jahren gegründet, hat es mehr als 20 Jahre gedauert, bis 2015 mit „The Pendulum“ das Debüt erschien, dem 2020 „Black Feathers On Their Graves“ folgte. Nun liegt also der dritte Silberling „White Shadows“ vor, der mich mit dem Sound von Master Massive bekannt macht.

Zusammenfassend würde ich das hier auf dem Silberling dargebotene als eine Mischung aus Queensryche, Savatage, Mercyful Fate und Fates Warning bezeichnen. Ein besonderes Merkmal von Master Massive ist zudem, dass mit 3 Sängern agiert wird, die für die verschiedene emotionalen Passagen eingesetzt werden. Da wäre Tony Niva (Ex Lion`s Share, Niva, Zanity) der die hohen Töne und Falsett übernimmt, sowie die beiden kräftigen Stimmen von Viktor Gustafsson (Lethal Steel) und Markus Karlsson, die das Gesamtbild vervollständigen.

Master Massive starten mit dem Prog Longtrack „Noah`s Cross“, der fast 12 Minuten durch die Lautsprecher walzt, mutig und druckvoll in den neuen Songreigen. Teilweise blitzen hier die doomigen Black Sabbath durch. Die Instrumental Fraktion, bestehend aus Mastermind und Gitarrist Jan Strandh, Bassmann Max Warnby und Drummer Johan Hautajärvi frickelt und soliert hier absolut erstklassig. Hier werden Dramatik, Theatralik und viele teilweise düstere Melodien mit progressiven Wendungen zu einem Statement in Sachen Progmetal verwoben. Nach dem Stampfer „Islands And Bells“ kommt mit „Jonah And The Whale“ das kurz und knackige melodische Highlight von „White Shadows“. Der Song muss sich nicht hinter Szene Grössen des US Metal wie Queensryche oder Fates Warning verstecken.

Bei „Blood On The Floor“ stampft und pumpt der Bass, so das die Nackenmuskulatur einfach mitgehen muss. „Tantrum Rebellion“ schlägt in die gleiche Kerbe. „Silver Bullet“ erinnert mich extrem an seelige Queensryche zu „The Warning“ Zeiten. Herrlich!

Der abschliessende Titeltrack „White Shadows“ geht mit ca. 9 Minuten nochmal richtig in die vollen und zeigt, wie sehr sich Master Massive im epischen Prog Metal zuhause fühlen. Für alle Fans von Progressive Metal und den oben genannten Bands besteht hier unbedingte Ancheck Pflicht.

Heiko Füchsel