IMMINENCE – Turn The Light On

Band: Imminence
Album: Turn The Light On
Spielzeit: 51:35 min
Stilrichtung: Metalcore
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 03.05.2019
Homepage: www.facebook.com/imminenceswe

 

Da hüpft man mal locker flockig über die Seite von Nuclear Blast und stolpert dabei über eine Band namens IMMINENCE. War mir bis dato tatsächlich unbekannt, obwohl die Schweden mit „Turn The Light On“ ihr bereits drittes Studioalbum herausgebracht haben. Aber egal, dann eben eine von Vorgängeralben unbeeinflusste Rezi.
Bereits 2009 von Gitarrist Harald Barret in Malmö gegründet, dauerte es dann noch bis 2012, bis die Besetzung von IMMINENCE komplett war. Die Reifezeit hat die Band anscheinend auch gebraucht, denn die ersten beiden Alben („I“ 2014, „This Is Goodbye“ 2017) sind direkt positiv aufgenommen worden.
Nun also kommt mit „Turn The Light On“ Album Nummer Drei auf den Markt. Ein passender Titel für ein Werk, in dem es darum geht, ‚Licht in die Dunkelheit zu bringen, die wir in uns tragen‘. Die Lyrics beschreiben den inneren Konflikt, die Selbstzweifel und Selbstzerstörung und das auf eine melancholisch leichte und doch düstere Art und Weise. Musik ist das einzige Heilmittel für die inneren Kämpfe und das zeigen die Schweden mit Ihrem neuesten Werk auf recht eindrucksvolle Art und Weise. Geschrieben wurden die textlich starken Songs von Gitarrist Harald Barrett und Vocalist Eddie Berg, zusätzliche Schlagzeug-Parts und Arrangements hat Drummer Peter Harnström beigesteuert.
Schon der Opener „Erase“ zeigt mit eingängigen Lyrics und leichten Shouts, wohin die Reise des Albums geht. Gefühlvoller Metalcore, stellenweise leicht poppig, etwas nah am Mainstream, aber qualitativ durchaus hochwertig und klangvoll. Und höre ich da eine Violine? Tatsächlich, Sänger Eddie Berg spielt Violine. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und – wie ich finde – die passende Untermalung für die emotional starken Songs.
Das folgende „Paralyzed“, die erste Singleauskopplung, überzeugt durch kräftige Shouts und bildet mit den weiteren Vorabveröffentlichungen „Saturated Souls“, „Infectious“ und „Lighthouse“ einen wunderbaren Querschnitt der Schweden. Wobei „Saturated Souls“ nicht restlos überzeugen kann, der Song ist für eine Metalcore-Band etwas zu poppig, zu elektrolastig geraten. Der Qualität des restlichen Albums schadet es nicht wirklich, zeigt aber auch, dass IMMINENCE gerne experimentieren bzw. ihre Findungsphase noch nicht abgeschlossen haben. Hoffen wir mal, dass die Jungs sich nicht gänzlich in diese Richtung verlieren.
Eines der Highlights auf „Turn The Light On” ist ganz klar das bereits 2015 herausgebrachte „The Sickness“. Intensives Geknüppel, perfekt ergänzt um tiefe Growls und einem eingängigen Refrain. Bitte, bitte mehr davon!
Natürlich fehlt auch der Gänsehaut Moment nicht. Die Ballade „Death Of You” mit seiner melancholischen Untermalung durch Eddies Violine überzeugt auf ganzer Linie. Ein wundervoll trauriger Song, der einem sofort ins Herz geht.
Auch die nächsten Songs können absolut überzeugen. Während „Scars“ mit einem lockeren Refrain aufwartet, gibt es bei „Disconnected“ hochmelodisch zu. Auch die Violine bekommt ihr Solo und fügt sich wunderbar in den Song ein. „Wake Me Up“ dagegen macht seinem Namen alle Ehre, sorgt der Song mit seinen Shouts und Growls für ein doch sehr heftiges Erwachen. Ein klasse Song, der vor Härte nur so strotzt. Ein ganz anderes Kaliber dagegen ist der letzte Song des Albums. „Love And Grace“ ist eine Pianoballade, welche auch hier wieder die Wandelbarkeit der doch recht jungen Band IMMINENCE zeigt. Wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig und noch nicht komplett ausgearbeitet, zeigt der Song aber jetzt schon, was in der Band steckt.
Abschließend bleibt nur zu sagen, dass IMMINENCE mit „Turn The Light On“ noch nicht der ganz große Wurf gelungen ist. Aber das Potenzial ist definitiv da und ich hoffe auf mehr Alben der Schweden. Gerade der Mix zwischen Krachern wie „Room To Breathe“ oder „The Sickness“ und den ausgeglicheneren Songs wie „Death Of You“, dazu der gezielte Einsatz der Violine sind so derart ansprechend, dass man unbedingt von einem durchaus gelungenen Album sprechen kann. Einziges Manko ist für mich die gewollte Nähe zum Mainstream und poppige Ausflüge á la „Saturated Soul“ (aber selbst dieser Song hat irgendwie etwas Besonderes). Lassen wir uns überraschen, wohin die Reise von IMMINENCE mit den nächsten Alben geht. Ich freue mich jedenfalls darauf und werde die Schweden definitiv im Auge behalten.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Erase
02. Paralyzed
03. Room To Breathe
04. Saturated Soul
05. Infectious
06. The Sickness
07. Death of You
08. Scars
09. Disconnected
10. Wake Me Up
11. Don’t Tell a Soul
12. Lighthouse
13. Love & Grace

Tänski

EMERALD – Restless Souls

Band: Emerald
Album: Restless Souls
Spielzeit: 57:12 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: ROAR!
Veröffentlichung: 17.05.2019
Homepage: www.emerald.ch

Die Schweizer Metaller von EMERALD hieven dieser Tage nun auch schon ihr mittlerweile achtes Album mit dem Namen „Restless Souls“ in die CD Regale!
Das letzte Album „Reckoning Day“ erschien 2017 noch bei Pure Steel Records. Nun ist man aber bei ROAR! Rock of Angels Records unter Vertrag und man möchte sich auf dem neuen Album stilistisch etwas freischwimmen!
Nicht nur im Heavy, nein auch im Melodic oder Speed/Thrash Metal fühlt man sich auf dem neuen Diskus zu Hause.
Das war es ansonsten aber an Änderungen, personell ist man unverändert, heißt der auf dem letzten Album neue Sänger Mace Mitchell und auch Basserin Vania Truttmann sind nach wie vor Teil der Band was absolut zu begrüßen ist!
Gestartet wird das neue Album mit dem Opener „Freakshow“. Nach einem verhaltenen Beginn bricht mit einem Schrei von Sänger Mace ein schneller aber im Refrain dann doch melodischer Track auf uns herein der gekonnt die Schwebe zwischen Heavy und Melodic hält.
Das eingeschlagen Niveau wird dann beim anschließenden „Valley of Death“ gekonnt gehalten, bevor man mit dem schnellen aber immer noch melodischen Vorabvideotrack „Digital Slavery“ gekonnt einen draufsetzt.
Das erste richtige Highlight setzt dann das etwas epischere „Son of Sam“ im Anschluss. Eine absolut geile Mischung aus Epic und Melodic Heavy Metal den man so schnell nicht mehr aus dem Ohr bekommt!
Nach den eher Standard Metaltracks „My Final Stand“ und dem schnellen „The Wicked Force“ gibt es mit „Cad Goddeu“ die nächste epische Nummer die sich schnell als Plattenhighlight entpuppt.
Der Titeltrack „Restless Souls“ ist dann ebenfalls super eingängig und bestens hörbar und auch im letzten Drittel der Scheibe hat man keinen Ausfall zu verzeichnen.
Hier kann vor allem das knackige „Heaven Falls Down“ begeistern!

Anspieltipps:

„Freakshow“, „Digital Slavery“, „Son of Sam“, „Cad Goddeu“ und „Restless Souls“.

Fazit :

Mit dem neuen Album „Restless Souls“ ist man auf einem ähnlich starken Niveau wie auch schon beim letzten Album „Reckoning Day“ unterwegs. Sänger Mace Mitchell ist mittlerweile bestens integriert und man hat seinen Stil nochmal etwas verbreitert und ist nicht nur im klassischen Heavy Metal unterwegs!
Daher ist das Album auf jeden Fall für jeden Metaller melodischer Prägung etwas und ein weiteres Highlight in der Bandkarriere. Hier heißt es zugreifen Leute!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Freakshow
02. Valley of Death
03. Digital Slavery
04. Son of Sam
05. My Final Stand
06. The Wicked Force
07. Cad Goddeu
08. Restless Souls
09. Set Me Free
10. Superhero
11. Heaven Falls Down
12. Revenge (Bonus Track)

Julian

LONERIDER – Attitude

Band: Lonerider
Album: Attitude
Spielzeit:47.31 min
Stilrichtung: Classic Hardrock
Plattenfirma: Escape Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.steveoverland.com/

LONERIDER – Attitude

Es ist schon faszinierend, mit welcher Regelmäßigkeit das Label Escape hochklassige Alben veröffentlicht. Allein in letzter Zeit mit Jerome Mazza und Tug of War zwei Perlen im AOR Bereich, die nicht unbedingt zu den großen Namen zählen, aber mit Klasse punkten konnten.
In diese Reihe passen sich LONERIDER nahtlos ein, wie bei den zuvor genannte besticht das Ergebnis durch eine außergewöhnliche Produktion, aus der man die Liebe zum Detail förmlich heraushören kann.
Die Briten bieten auf „Attitude“ urklassischen Hardrock in Reinkultur. Weit weg vom Status „Newcomerband“ zelebrieren die Herren Steve Overland (FM, Sadowman), Steve Morris (Heartland, Shadowman), sowie Basser Chris Childs (Thunder) und Ex Bad Company Drummer Simon Kirke 70er Classic Rock, der ganz besonderen Art. Modern klingt sicher anders, aber zeitgemäß klingt genau so.
Die erste Fußwippnummer liefert LONERIDER mit „My Imagination“ und direkt wird klar, dass hier eine echte Band am Werk ist, die genau das macht, auf was sie Bock hat. Gitarre, Orgel, straighter und groovender Midtempo Rhythmus mit exzellentem Gesang garniert, was braucht der geneigte Classic Rock Fan mehr.
Die wunderbar getragene und im Tempo verschleppte Bluesnummer “Hard Heart to Break“ glänzt als eine Vorzeigenummer des Albums, „Fast Train „überzeugt mit schöner Slide Gitarre und „Wanted Man „überzeugt hingegen gar nicht, klingt es doch etwas beliebig.
„Angel without Wings“ ist eine herrlich groovende Nummer mit sehr schöner Melodieführung und einer Gesangsharmonie zum Verlieben.
Desweiteren bekommt man Songs wie „One in a million“ und dem sehr tighten „Gimme your Love“ so auch nur von extrem erfahrenen Personal geboten.
Im letzten von zwölf weitestgehend überzeugenden Nummern, krönt Overlands markante und unverwechselbare Stimme „Heart and Soul“ und sorgt somit für den bleibenden, guten Eindruck einer sehr abwechslungsreichen, gelungenen Produktion.
Das mittlerweile leicht inflationär genutzte Atribut Soupergroup darf hier gerne genutzt werden, denn die alten Haudegen von LONERIDER erfreuen uns hier mit einer vor Spielfreude nur so strotzenden Produktion, ausgefeilten Arrangements und kompositorischer Treffsicherheit, wie man sie so nur mit jahrzehntelanger Erfahrung und Routine darbieten kann.
Fans der alten Bad Company müssen, alle anderen sollten „Attitude“ ins CD Regal stellen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. My Imagination
02. Lonerider
03. Hard Heart To Break
04. Fast Train
05. Wanted Man
06. Yesterdays Hero
07. Angel Without Wings
08. Rock`N´Roll Dreamer
09. One In A Million
10. Gimme Your Love
11. Rhythum Of Live
12. Heart & Soul

Rüdiger König

Link zu “Rhythm Of Live” : 

GYPSY ROSE – Reloaded

Band: Gypsy Rose
Album: Reloaded
Spielzeit: 47:41 min
Genre: Hardrock
Plattenfirma: ScandiRock Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: /

Es gibt mittlerweile unzählige Scheiben, die von Ihren Erschöpfern im Monatstakt geschrieben, eingespiel und unters Volk gebracht werden. Qualitätskontrolle ist da Fehlanzeige. Und da das alles ja so einfach und kostengünstig zuhause selber zusammengezimmert werden kann, ist der Ausschuss immens. Klappts mit der einen Scheibe nicht, wird halt gleich die nächste hinterher geschoben. Das sorgt mittlerweile für eine solche Flut an mittelmässigen bis völlig überflüssigen (Heim)Produktionen, dass man schon mal die Lust auf neue Musik verlieren kann. Das Ganze sieht bei der vorliegenden Platte von GYPSY ROSE schon anders aus, denn die Scheibe hat eine beachtliche Entstehungsgeschichte hinter sich. Im beschaulichen Schweden im Jahre 1981 von Håkan Gustafsson und Martin Kronlund gegründet, dauerte es sage und schreibe 25 Jahre, bis das selbstbetitelte Debüt der Jungs im Jahre 2005 (12 Jahre nach der Auflösung der Band!) veröffentlicht wurde. So ganz zufrieden schien man mit dem Endergebnis dann noch nicht zu sein, denn nun liegt eine Neuauflage des Materials (durch ein Remastering sowie einen Bonustrack nochmals aufgewertet und auch optisch mit einem neuen Cover veredelt) unter dem Namen „Reloaded“ vor. Man kauft es der Band daher gerne ab, dass sie von dem Produkt durch und durch überzeugt ist und alles daran setzt es dem geneigten Publikum zugänglich zu machen.

Lange Rede, ich komm auf den Punkt. GYPSY ROSE kredenzen auf Ihrem einzigen Album hochmelodischen Hardrock mit Ecken und Kanten, der von den beiden Eckpfeilern aus starkem Gesang (Håkan Gustafsson) und formidablen Gitarrenparts (Martin Kronlund) getragen wird. Als Anspielltipp bietet sich auch gleich der Opener „When you leave at Night“ an, der alle Stärken der Band auf den Punkt bringt und mächtig Laune macht. Der Rest der genau richtig bemessenen Scheibe steht dem in nichts nach und hat mit „Promise to stay“ oder „You are the one“ noch weitere Hochkaräter in Petto, die jedem Hardrock Jünger Freude bereiten sollten.

Es gibt vermutlich noch eine Menge anderer, ähnlich starker Scheiben, die irgendwo auf Halde liegen und aus den verschiedensten Gründen nie das Licht der Welt erblickten. Glücklicherweise haben GYPSY ROSE einen langen Atem bewiesen und zumindest Ihr „Vermächtnis“ den Genreliebhabern zugänglich gemacht, auch wenn aus der Karriere (zumindest unter dem GYPSY ROSE Banner) dann doch nichts wurde. Fans von den Scorpions oder Bonfire sollten auf jeden ein Ohr riskieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. When you leave at Night
02. You drive me crazy
03. Promise to stay
04. Moonlight
05. You are the One
06. Queen of the Night
07. Burning
08. Light up my Way
09. December Night
10. Fender ’59
11. The Look in your Eye
12. Solitude

Mario

VULTURES VENGEANCE – The Knightlore

Band: Vultures Vengeance
Album: The Knightlore
Spielzeit: 47:15 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Gates Of Hell Records
Veröffentlichung: 10.05.2019
Homepage: www.vulturesvengeance.bandcamp.com

Wir haben den Mond betreten, wir haben unseren biologischen Bauplan entschlüsselt und ein schwarzes Loch fotografiert. Wir haben es jedoch bislang nicht auf die Kette gekriegt, eine Möglichkeit für Künstler ohne große finanzielle Mittel zur Finanzierung einer zumindest akzeptablen Produktion zu schaffen. Seien wir ehrlich: Wir setzen die falschen Prioritäten und die Auswirkungen davon treffen natürlich die Kleinen – junge Bands wie VULTURES VENGEANCE, die Zeit, Geld und Hingabe investieren müssten, um ein Album aufzunehmen, allerdings kein Geld haben und sich daher mit einer Produktion rumschlagen müssen, die ein schönes Album zu einem Heavy-Metal-Smoothie zusammenpüriert. Man weiß, was drin ist, aber die einzelnen Geschmacks/Klangnuancen gehen unter. Im Fall von “The Knightlore”, der ersten richtigen Langspielplatte von VULTURES VENGEANCE aus Italien, leidet darunter der eigentlich echt starke und intensive, an den frühen Hansi Kürsch erinnernde Gesang von Tony T. Steele am meisten, der dank des auf ihm liegenden Hall-Effekts doch sehr mit dem Rest der Band verwischt wird. Die Songs an sich sind dabei gar nicht übel. Das epische “Pathfinder’s Call” fällt ebenso gelungen aus, wie der treibende Uptempo-Titeltrack und der bangbare Midtempo-Song ”Eyes Of A Stranger” mit seiner drum-dominierten Strophe. Überhaupt kann man den Kompositionen vielleicht ein wenig fehlende Eingängigkeit ankreiden, muss aber abseits dessen neidlos zugeben, dass sie durchaus gekonnt komponiert sind. Langeweile kommt jedenfalls selten auf, dafür sorgen diverse Tempowechsel, interessante Refrainmelodien und Soloparts mit Herz. Insbesondere der Soloteil von “Dead Men And Blind Fates” macht in seiner Vielseitigkeit wirklich Freude, insgesamt besticht das Teil durch eine schön ausgewogene Mischung aus schnellem Geballer und gefühlvoll-ruhigeren Parts.
Gut, tun wir nicht so, als käme das komplett übeerraschend. Es gibt die Truppe nunmehr seit 2009 und mit “Rising” (2015) und “Lyrids: Warning From The Reign Of The Untold” (2018) hat man auch bereits zwei EPs auf dem Markt, ganz neu sind die vier Herren somit nicht mehr im Business. Umso trauriger, dass es mit der Produktion nicht so ganz geklappt hat. Wohlwollend könnte man sie vielleicht noch als trve und underground bezeichnen, und irgendwie würde das auch zum altmodischen Stil der Band passen, aber ein Remastering böte sich bei “The Knightlore” auf jeden Fall an.

Anspieltipps:
“Pathfinder’s Call”, “Dead Men And Blind Fates” und “Eyes Of A Stranger”

Fazit:
Wer sich schwache Produktionen gerne als authentisch verkaufen lässt, der ist herzlich dazu angehalten, VULTURES VENGEANCE per Albumkauf finanziell zu unterstützen. Hinter dem höhenlastigen Gemisch versteckt sich ein ziemlich erwachsenes Album, das bei weitem nicht nur Standardphrasen aneinanderzimmert und ansonsten wenig Inhalt zu bieten hat. Freunden erfreulich komponierten Oldschool Heavy Metals möchte ich das Ding echt ans Herz legen. Mit ein wenig Toleranz und zwei Liedern Eingewöhnungsphase sollte man mit damit durchaus eine wesentlich schönere Zeit haben können, als es der erste Eindruck vielleicht vermuten lässt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A Great Spark From The Dark
02. Fates Weaver
03. Pathfinder’s Call
04. The Knightlore
05. Lord Of The Key
06. Dead Men And Blind Fates
07. Eyes Of A Stranger
08. Chained By The Night

Jannis

TIR – Metal Shock

Band: TIR
Album: Metal Shock
Spielzeit: 44:53 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Gates Of Hell Records
Veröffentlichung: 10.05.2019
Homepage: www.facebook.com/TIR-Heavy-Metal-136007413130869

Es gibt so Bands wie GRAVE DIGGER, bei denen man sich schon sorgt, wenn mal eine Woche kein Album veröffentlicht wird. Dann gibt es so Bands wie BLIND GUARDIAN, von denen man weiß, dass sie ab und an Alben veröffentlichen und dann gibt es Bands wie TIR, die seit knapp 40 Jahren aktiv sind und jetzt auch mal so langsam ihr zweites Album fertig haben. Auf den Namen “Metal Shock” hört das gute Stück, das mit elf kurzweiligen Songs und einer Dreiviertelstunde Spieldauer aufwartet – gesungen komplett auf italienisch, man kommt schließlich aus Rom und die Sprache bietet sich für melodischen Metal an, wie kaum eine andere.
Nicht nur die Sprache passt aber, auch der Sänger dazu kann sich sehen lassen. Sergio Bonelli hat eine 1a-Oldschool-Heavy-Metal-Stimme, klingt dabei aber nicht wie der oder jener, sondern eben schlicht nach Sergio. In jeder Tonlage ist der gute Mann sicher und die sehr auf Harmonie gepimpten Backing Vocals sind ebenfalls sehr gelungen.
Die Produktion geht klar. Ein deutlicher Fall von nicht unglaublich modern, aber jut, das braucht die Musik von TIR eben auch nicht. Genug Druck hat die Scheibe auf jeden Fall, alle Instrumente kommen gut zur Geltung und der Rumpelfaktor ist gering und sympathisch. Härte steht dabei nicht unbedingt im Vordergrund, insbesondere bei den erstaunlich soft produzierten Drums. Dem Material der Jungs, das zum Teil noch aus den 80ern stammt, ist das jedoch dienlich, klingt eben nach Veröffentlichungen aus dieser Zeit.
Musikalisch ist man traditionell metallisch unterwegs, mit einem im Vergleich etwas überproportionalen Dur-Gebrauch und deutlichen Hard-Rock- und Rock’n’Roll-Anleihen in einzelnen Songs. Die Dur-Verwendung sorgt zudem für einen kleinen Power-Metal-Anstrich und in gewisser Weise hat das Resultat eine ähnliche Grundstimmung wie IRON MAIDENs “Seventh Son Of A Seventh Son”.
Balladen gibt es keine, außer man zählt “La Sfida” als solche, dessen erste Hälfte am Balladesken kratzt, dafür in der zweiten tüchtig aufs Gas drückt. Oder natürlich das echt schöne und ruhige “Memoria (Faber)” am Ende, ein rein auf der Akustikgitarre gespieltes Instrumental. Mit “Beat 150” und “Dentro Il Vuoto” sind zwei astreine Hard-Rock-Tracks vertreten und ansonsten gibt es viel klassischen Metal mit ordentlich Doublebass-getriebenem Uptempo und Melodien, die nun vielleicht nicht bahnbrechend ausfallen, aber auch selten langweilen.
Einigen Songs fehlt es dann aber trotzdem ein bisschen an Substanz. Das langsamere “Banche Armate” zieht sich ziemlich höhepunktarm und ist der wohl schwächste Song des Albums. Und sonst gibt es eben zwischendurch immer wieder mal ein wenig Mittelmaß, das aber vorbeigeht und nicht dramatisch ist. Alles in allem: TIR sind eine fast reine Live-Band, aber auch auf Platte wissen die Herren zu überzeugen. Und mit dem Release des inzwischen zweiten Albums steigt auch die Hoffnung, dass nun vielleicht auch mal ein paar Konzerte auf deutschem Boden folgen.

Anspieltipps:
“La Sfida”, “La Luna Nel Cericho”, “Dentro Il Vuoto” und “Beat 150”

Fazit:
Nein, modern oder innovativ ist “Metal Shock” nicht. Spaß macht es aber streckenweise gewaltig. Nicht allzu komplexer traditioneller Metal mit ein bisschen mehr Power Metal und Hard Rock, Fokus auf Melodien und ein bisschen mehr Dur – die Mischung funktioniert und ist praktisch prädestiniert für den Festival-Campingplatz!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Citta In Fiamme
02. La Sfida
03. Banche Armate
04. La Luna Nel Cerchio
05. Crazy Mama
06. Dentro Il Vuoto
07. Lasciateci Fare
08. Metal Shock
09. Beat 150
10. Mitra
11. Memoria (Faber)

Jannis

LEVERAGE – DeterminUs

Band: Leverage
Album: DeterminUs
Spielzeit: 62.09 min
Stilrichtung: Melodic Powermetal
Plattenfirma: Frontiers Reords
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.leverageofficial.com

Eingängiger Powermetal der Marke Finnland scheint sich immer mehr durchzusetzen. Dies wird bei den Jungs von LEVERAGE und ihrem neuen Longplayer „DeterminUs“ nicht anders sein. Symphonisch gehaltener Powermetal mit interessanten, progressiven Versatzstücken ist die Basis für das musikalische Grundgerüst der Skandinavier.
„Wind of Morrigan“ wird nach seinem gelungen Folkrock Einstieg zu einem guten, treibenden und vor allem interessant gestalteten Symphony Rock Song.
Hymnisch wird’s beim getragenen Choreinstieg von „Red Moon Over Sonora“, wo hingegen in „Mephistocrate“ der neue Saitenexer Miko Salovaara ins Schaufenster gestellt wird, um beim Riffing und solieren zu überzeugen.
Das sechsminütige ‚„When we were young“ fesselt schnell durch seine Reduziertheit und sofort wird klar, dass der neue Sänger Kommo Blom neben den druckvollen Stücken, auch mit den ruhigeren Tönen problemlos klarkommt.
Die ausgezeichnete Harmonie zwischen Keyboard und Gitarre kommt besonders bei „Heaven´s no place for us“ zum Tragen, einer der vielen Nummern im mittleren Tempobereich auf „DeterminUs“. Auch hier wird gerne mal wieder ein herausragender Mittelteil gespielt, der dem Song eine besondere Note verleiht.
Dass die Scheibe auch die ein oder andere Länge hat, zeigt sich mit „Hand of God“, hier greift das kompositorische Talent der Finnen nicht, wo hingegen die einfachen und im klassischen Hardrock gehaltenen „Rollerball“ und „Troy“ durchaus ihre Momente haben.
Soundmäßig spielt sich das Ganze auf ordentlichem „Frontiers“ Niveau ab und somit können wir den Genrefreunden empfehlen, sich durchaus mal ein Ohr zu gönnen.

WERTUNG:

 

 

Link zu” Wind of Morrigan” : 

Rüdiger König

ALL THINGS FALLEN – All Things Fallen (Kurzreview)

Band: All Things Fallen
Album: All Things Fallen
Spielzeit: 39.49 min
Stilrichtung: Progressiver Melodicrock
Plattenfirma: Independant
Veröffentlichung: 1.04.2019
Homepage: www.facebook.com/allthingsfallen

ALL THINGS FALLEN

Manchmal kann man nur erstaunt den Kopf schütteln, warum einigen Künstlern mit offensichtlich großem musikalischem Potenzial nicht mit einem ordentlichen Plattenvertrag ausgestattet sind.
Bei Markus Sigfridsson handelt sich um solch einen Fall, denn der Gitarrist, der auf seinem selbst veröffentlichtem Projekt ALL THINGS FALLEN viele der zu hörende Instrumente selbst eingespielt hat, ist gesegnet mit einem großartigem Gespür für zündende Melodien.
Aufwendig arrangierte Songs, für die er sich schon bei seiner Hauptband Darkwater verantwortlich zeichnete, sind das Markenzeichen auf seinem sechs Stücke umfassenden Projekt die allesamt im progressiven Melodicrockgenre anzusiedeln sind.
Bei aller instrumentalen Klasse des Masterminds, der nebenher auch noch für alle Texte sowie die Covergestaltung verantwortlich zeichnet, gebührt auch dem famosen Sänger Erik Tordsson ein Sonderlob für seinen prägnanten, druckvollen Gesang, der die extrem eingängigen Refrains in bestem Licht erklingen lässt
ALL THINGS FALLEN hört man die Independantproduktion überhaupt nicht an, glasklarer, drückender Sound wird hier aufgefahren der für uneingeschränkten Hörgenuß garantiert.
Wer also Sigfridssons Hauptband Darkwater etwas abgewinnen kann und wessen Aufmerksamkeitsspanne nicht nach einem Fünfminutensong nachlässt, dem sei das Projekt ALL THINGS FALLEN uneingeschränkt ans Herz gelegt.

WERTUNG:

 

 

Video Link zu “In the Divide” : 

Rüdiger König

HARDLINE – Life

Band: Hardline
Album: Life
Spielzeit: 51.01 min
Stilrichtung: Melodic Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 26.04.2019
Homepage: www.hardlinerocks.com

HARDLINE- LIFE

Das HARDLINE Reviews traditionell häufig mit einem Rückblick auf die „Double Eclipse“ von 1992 beginnen, hat seinen Grund alleinig in der Ausnahmestellung, den das unerreichte Debüt der Kollaboration von Gitarrist Neal Schon (Journey) und Sänger Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell) durch seine Klasse eingenommen hat.

Auch das mittlerweile siebte Album in der HARDLINE Ära, „Life“ wird sich somit nicht mit dem etwas schwächer ausgefallenen Vorgänger „Human Nature“ messen müssen, sondern mit dem Referenzwerk, der mittlerweile runderneuerten Band. Einzig verbliebendes Originalmitglied Johnny Gioeli steuert sein AOR Schiff mit dem frisch angeheuerten Gitarristen Mario Percudani so gekonnt ins „Double Eclipse“ Fahrwasser, wie es seit Neal Schon Zeiten kein Gitarrist der Band geschafft hat.

„Place To Come Home“ als Opener überzeugt nicht nur mit fast schon ungewohnter melodischer Härte, sondern zeigt sich auch soundtechnisch um ein Vielfaches besser gemischt, als die Vorgängeralben. Auch das folgende ‚„‘Take a Chance“ ließe sich ohne Qualitätseinbussen aufs Debüt platzieren. Überhaupt scheint die Zeit keinen großen Tribut von Gioeli eingefordert zu haben.

Im treibenden „Helio´s Sun“ gibt Tastenmann Alessandro del Vecchio ein klasse Hammond Orgel Solo zum Besten, bevor er dann mit der starken Klavierballade „Page Of Your Life“ sentimentalere Töne anschlägt. Hier kann man dann die Variabilität im Stimmumfang Gioelis bestaunen, die klassische Power Ballade mit dem nötigen Pathos zu veredeln, liegt ihm einfach.
Etwas weniger Strahlkraft besitzt „Handful of Sand“, hier von einem Albumfüller zu reden, wäre aber zu weit hergeholt, wo hingegen mit der zweiten Ballade „This Love“ erneut auf Sicherheit gegangen wird und auch dieser Trumpf sticht

Über den Versuch Queens Göttersong „Who wants to live forever“ als Cover aufzuarbeiten, darf man in einer Review nicht hinweggehen. Ungeachtet des interessanten Aspektes, mal reinzuhören, wie eine Gesangsinstitution wie Gioeli mit diesem unerreichten Klassiker gesanglich umgeht, kann und ist dieser Versuch leider punktezehrend gescheitert. Nicht dass der Song hier schlecht dargeboten wird, aber die unermessliche Tiefe des Originals ist unendlich schwer zu reproduzieren und die reduzierte Instrumentierung verhindert die nötige Emotionalität.

Eben diese Emotionalität besitzt hingegen der abschließende Song „My Friend“. Der nur mit Akustikgitarre begleitete Gioeli weiß die Botschaft des Liedes gekonnt zu übermitteln.

Man wird in der HARDLINE Diskografie kein wirklich schlechtes Album finden, mit „Life“ werfen sie aber ohne Frage ihr zweitbestes in den Ring. Viel näher kommt man wohl ans Original nicht mehr ran. Intelligentes Songwriting gepaart mit der außergewöhnlichen, abwechslungsreichen Stimme Gioelis, sowie der extrem passenden Gitarrenarbeit von Percudani, lassen hoffnungsvoll in die Hardline Zukunft schauen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Place To Come Home
02. Take A Chance
03. Helio´s Sun
04. Page Of Your Life
05. Out Of Time
06. Hold On To Right
07. Handful Of Sands
08. This Love
09. Story Of My Life
10. Chameleon
11. My Friend

Link zu “Take A Chance” : 

Link zu “Page Of Your Life” : 

Rüdiger König

PULVER – Kings Under The Sand

Band: Pulver
Album: Kings Under The Sand
Spielzeit: 36:17 min
Stilrichtung: Retro Heavy Metal
Plattenfirma: Gates Of Hell Records
Veröffentlichung: 10.05.2019
Homepage: www.facebook.com/PulverHeavyMetal

PULVER – ach, was böte sich der Name dieser Band doch für einen billigen Eingangswitz an. Aber jut, ab und zu muss man sich auch mal zurückhalten. Also ganz klassisch zu Anfang ein paar allgemeine Randinfos. Die fünf Jungs von PULVER kommen aus Aschaffenburg, haben seit ihrer Gründung 2016 bereits eine EP veröffentlicht und legen nun ihren ersten, mit 36 Minuten Spieldauer recht kurzen, Longplayer “Kings Under The Sand” vor. Über acht Tracks inklusive Intro wird dem Hörer darauf nach eigenen Angaben eine Mischung aus NWOBHM und Hard Rock der späten 70er geboten. Dem kann ich soweit zustimmen, ebenso wie der Einschätzung, Sänger Dave Fröhlich erinnere unter anderem an Lemmy. Dabei fallen die Vocals allerdings minimal kraftlos aus und wurden mit einem ordentlichen Hall-Effekt ausgestattet. Das ist gar nicht unbedingt schlecht. Gerade die Tendenz von Fröhlich, häufig etwas unter dem angepeilten Ton zu landen und dann die gesungene Tonhöhe der erwarteten anzugleichen, gibt ihm durchaus etwas lässig-Entspanntes, was an sich gar nicht übel zum Rest der Musik passt, der mit seiner klaren 70es-Hard-Rock-Schagseite doch nicht selten eher zum Mitnicken als zum Bangen einlädt. Ist ein wenig Geschmackssache, ich mag’s.
Die Produktion ist recht Drum- und Bass-fixiert, was Gesang und Gitarren gelegentlich ein wenig in den Hintergrund drängt, anhören lässt sich die Platte allerdings problemlos, wenn man denn über gelegentliches Bassdröhnen (insbesondere bei “Warrior Caste”) und leicht dumpfe Drums hinwegsehen kann.
Musikalisch verlassen PULVER sich auf melodische Riffarbeit, viele Tempowechsel (Durchschnittlich einer pro Song ist Pflicht) und klassische Retro-Rock-Wendungen, wobei auf kleine Extras wie Orgel- oder allgemein Tastensounds praktisch komplett verzichtet wurde. Dafür gibt es ab und an kleine Authentizitäts-Boni wie Gong und Schellenkranz in “Warrior Caste”, das auf ungewöhnliche Harmonieführung baut und im Mittelteil schön zappelt. In Sachen Geschwindigkeit bewegt man sich zwischen schleppend-doomigem Downtempo (Sagt man das so?) und gemäßigtem Uptempo. Eher MAIDEN-Galopp als DRAGONFORCE-Gedresche, wie zu erwarten war. Besagtes Downtempo findet sich insbesondere bei “Blacksmith’s Lament” und “Quarinah”, hält sich angesichts des Faibles der Truppe für Tempowechsel jedoch meist nicht lange. “Alpha Omega” ist instrumental gehalten, letztendlich ein vierminütiges Gitarrensolo, das durchweg zu unterhalten weiß, und im finalen Track “Curse Of The Pharaoh” dürfen sogar ein paar fast black-metallig anmutende Gitarren mitwirken, die dem hypnotisch wirkenden Track in Kombination mit den in den Hintergrund gemischten Schreien eine durchaus besondere Atmosphäre verleihen.
Eine bessere Produktion hätte “Kings Of The Sand” gut getan, etwas ausgefeiltere Kompositionen ebenso. Aber Potenzial ist vorhanden bei PULVER, insbesondere hinsichtlich der Gitarrenarbeit und der doch sehr schönen Kombination von 70er Hard Rock und traditionellem Heavy Metal, bei der der Fokus im Gegensatz zu vielen anderen Bands der momentan so gerne gerittenen Retro-Welle erfrischenderweise eindeutig auf ersterem Stil liegt.

Anspieltipps:
“Kings Under The Sand”, “Curse Of The Pharaoh” und “Phantom Hawk”

Fazit:
Retrofreunde sollten hier ohne Frage mal ein Ohr riskieren. Ein bisschen mehr Ausgereiftheit und eine bessere Produktion (plus ein wenig mehr Mut in Sachen Songstruktur) täte dem Musik-Rezept von PULVER noch gut, aber dass die Jungs spielerisch und durchaus auch kompositorisch was auf’m Kasten haben, lässt sich nicht abstreiten. Das nächste Album würde ich gerne wieder rezensieren!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rising
02. Phantom Hawk
03. Blacksmith’s Lament
04. Kings Under The Sand
05. Quarinah
06. Warrior Caste
07. Alpha Omega
08. Curse Of The Pharaoh

Jannis