PLANESWALKER – Tales of Magic

Trackliste:

01. Tales of Magic
02. The Spark
03. Shadow of Emeria
04. Blackblade
05. The Forever Serpent
06. Oath of the Gatewatch
07. A Million to One

 

 

 

Spielzeit: 46:31 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 21.01.2022 – Page: www.facebook.com/planeswalkermetal

 

Die ehemaligen HELION PRIME Weggefährten Jason Ashcraft und Sozos Michael machen mit ihrer neuen Gruppe PLANESWALKER wieder gemeinsame Sache und präsentieren dieser Tage ihr Debütalbum „Tales of Magic“ welches in Eigenregie veröffentlicht wird.
Auf diesem liegt konzeptionell der Fokus auf dem beliebten Kartenspiel Magic the Gathering was vielleicht einigen Lesern von uns bekannt sein dürfte. Auf dem Album gibt es dann noch Gastauftritte von Brittney Slayes (Unleash the Archers), Heather Michele (ex-Helion Prime), Taylor Washington (Paladin) und R.A. Voltaire (Ravenous).
Nun, dass die beiden Masterminds gute Songs schreiben können haben sie uns schon bewiesen, ich war daher gespannt was sie als Duo auf die Beine stellen würden?
Gestartet wird das Album direkt mit dem Titeltrack „Tales of Magic“ und hier haben wir direkt den ersten Volltreffer zu vermelden! Ein schöner, eingängiger Melodic Power Metaltrack wo alles passt. So kann es doch bitte weitergehen!
Und ja, das tut es auch! Denn mit der zweiten Vorabsingle „The Spark“ fischt man im gleichen Fahrwasser wie auch schon der Openertrack, sowohl was das Musikalische als auch das Qualitative angeht.
Wesentlich epischer und auch um einiges länger ist man dann bei „Shadow of Emeria“ unterwegs, wo es dann auch die ersten Gastauftritte gibt. Eine sehr abwechslungsreiche aber nie langweilige Nummer!
Anschließend gibt es bei „Blackblade“ und „The Forever Serpent“ etwas Anlaufschwierigkeiten, man fängt sich zwar noch, kann insgesamt aber nicht an die starken Vorgängertracks anschließen. Gut gemacht ist es aber trotzdem.
Zum ganz großen Schlag holt man dann bei „Oath oft he Gatewatch“ aus! Eine 11 Minuten Nummer wo alle Sänger zu hören sind und die Nummer strotz nur so vor Wendungen und guten Riffs sowie Refrains. Ein geiler Track, der zeigt welches großartige Songwritinggespür hier vorhanden ist!
Mit dem abschließenden „A Million to One“ schafft man einen entspannten und runden Schlusspunkt und ein sehr starkes Debüt.

Es ist schon geil was entsteht, wenn die zwei richtigen Musiker aufeinandertreffen und einfach ein Händchen für geile Songstrukturen haben! Die beiden Masterminds holen aus „nur“ 7 Songs mehr heraus wie mancher Kollege aus 10 oder 11.
Eine ganzklare Kaufempfehlung also für Fans des Genres!

Julian

 

 

 

NOCTURNA – Daughters of the Night

Trackliste:

01. Spectral Ruins
02. New Evil
03. Daughters of the Night
04. The Sorrow Path
05. Sea of Fire
06. Blood of Heaven
07. In this Tragedy
08. Darkest Days
09. Nocturnal Whispers
10. The Trickster

 

Spielzeit: 37:55 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.01.2022 – Page: www.facebook.com/officialnocturna

 

NOCTURNA sind eine neue europäische Metalband die von den beiden Sängerinnen Grace Darkling und Rehn Stillnight ins Leben gerufen wurde.
Mitbegründer war auch, der von den Bands FROZEN CROWN und VOLTURIAN bekannte, Gitarrist Federico Mondelli. Der Gute scheint definitiv musikalisch nicht ausgelastet zu sein ; )
Zwei weibliche Sängerinnen das passt wohl am Besten zum Symphonic Metal, dieser wird dann noch mit Power und Gothic Metal gemixt. Fertig ist der Sound von NOCTURNA und die Empfehlung für Anhänger von so Bands wie NIGHTWISH, UNLEASH THE ARCHERS, EPICA oder GHOST.
Wie das Ganze nun klingt finden wir nun direkt beim Opener „Spectral Ruins“ heraus, wobei uns hier noch nicht viel musikalisch begegnet außer ein paar Cinematic Klängen. Typisches Intro halt.
Der nächste Track „New Evil“ ist das schon wesentlich aufschlussreicher! Ein flotter Midtempotrack der die typischen Symphonic Metaltrademarks besitzt. Die zwei Stimmen der Frontladys erklingen und man fühl sich als Genrekenner direkt zu Hause. Ein bisschen unterschiedlich sind die Damen übrigens, die eine eher opernhaft unterwegs, die andere ist eher rockig/metallisch angehaucht. Eine gute Mischung wie ich finde!
Die nächste Videosingle „Daughters of the Night” folgt dann auf dem Fuße, hier ist man insgesamt eine ganze Spur härter unterwegs als zuvor was ganz gut passt. Auch ein sehr ordentlicher Track insgesamt.
Danach geht es eher etwas ruhiger zur Sache, also wieder etwas mehr in Richtung klassischen Symphonic Metal bevor es dann bei „Blood Heaven“ wieder eine Spur härter wird.
Im letzten Drittel kann auf jeden Fall noch „Darkest Days“ überzeugen, negativ fällt auf das wir bei nur knappen 38 Minuten mit „Nocturnal Whispers“ noch ein Zwischenstück haben, das ist insgesamt schon etwas wenig Spielzeit, zieht man das Intro dann noch mit ab!

Zwei Gesangsstimmen die gut passen, eine gute Mischung aus Modern und Symphonic Metal mit ein paar Hits an Bord. Genrefans werden sich hier direkt zu Hause fühlen! Großartig innovativ ist das Ganze nicht und die kurze Spielzeit sowie der ein oder andere Filler schmälern aber das Hörergebnis, eine leider eher durchschnittliche Scheibe also.

Julian

 

 

 

BATTLE BEAST – Circus Of Doom

Trackliste:

01. Circus Of Doom
02. Wings Of Light
03. Master Of Illusion
04. Where Angels Fear To Fly
05. Eye Of The Storm
06. Russian Roulette
07. Freedom
08. The Road To Avalon
09. Armageddon
10. Place That We Call Home

 

Spielzeit: 41:35 min – Genre: Power Party Metalpop – Label: Nuclear Blast – VÖ: 21.01.2022 – Page: www.facebook.com/battlebeastofficial

 

Frei nach Astelix und Oberix: „Die Spinnen die Finnen“!!! Wahnsinn was die Finnen da raushauen, das Ding heizt ein wie ein 20 KW Holzofen der voll mit Brennholz ist und der Zug voll aufgemacht wurde.

Die Truppe aus dem hohen Norden um die charismatische Frontröhre Noora Louhimo die sich anhört als ob unser Udo auf Östrogenen umgeschult wurde, aber bestens zu dem Party Metalpop passt wie das Auge auf die Faust oder Topf auf Deckel. Zu den weiteren Übeltätern gehören Joona Björkroth und Juuso Soinio an den Klampfen, Eero Sipliä an Bass, Janne Björkroth a den Keys und der wildgewordene Berserker Pyry Vikki an den Drums.

Die Ausführung ist wie bei BATTLE BEAST nicht anders zu erwarten war Top. Die Produktion ist so klar wie eine Polarnacht mit Nordlichtern am Himmel, ein wenig zu Steril aber mit viel Druck und Energie aus den Boxen bellend. Die Gitarren schneiden selbst die dünnste Luftschicht durch und sitzen punktgenau platziert, um mit den Keys ein Melodiefeuerwerk nach dem anderen abzufeuern. Der Bass rauscht von hinten voll in die Karre und die Drums bügeln alles auf ihrem Weg an die Spitze der Albumcharts nieder das es nur so scheppert und raucht. Die Vocals von Noora mag man oder man hasst diese, aber die weibliche Dirkschneiderin macht einen verdammt guten Job am Mikro und prägt den Sound von BATTLE BEAST entscheidend mit.

Die Band liefert erneut ab und dies auf einem hohen Niveau. NIGHTWISH und Co haben gewaltig Konkurrenz bekommen, BATTLE BEAST ist zu einer festen Größe im Metalsektor herangewachsen und aus dem Popmetal Bereich nicht mehr wegzudenken. Einmal mehr beweisen Musiker aus Skandinavien das dort mehr als nur Thors Hammer hängt, sondern auch die Stromaxt im Haus für Alarm sorgt und gute Songs von dort kommen. Ich vergleiche BATTLE BEAST jetzt mit keiner anderen Band den dafür sind sie zu gut aufgestellt und rocken Song für Song. Wenn man in den eignen vier Wänden Ungeziefer zur Untermiete haben sollte wird man mit diesen bei der Mucke von BATTLE BEAST um die Wette Bangen wer die Matte besser schütteln kann. Hilfe ich habe gerade Bilder im Kopf mit sämtlichen Getiers um die wette zu Bangen. Und falls ihr von Geistern heimgesucht werdet, keine Angst bei der Mucke rauchen die freiwillig die Friedenspfeife mit euch.

„Circus Of Doom“ leitet die Party perfekt ein, „Wings Of Light“ keinen Deut schlechter. „Master Of Illusion“ bringt jede Party oder Rocknacht in der Disco auf Vordermann, „Where Angels Fear To Fly“ ein Melodiemonster. „Eye Of The Storm“ geilster Partymetal, „Russian Roulette“ ein eingängiges Melodiemonster. „Freedom“ ein Top Ten Anwärter mit göttlichem Refrain, „The Road To Avalon“ geht voll nach vorne. „Armageddon“ auch so ein Top Ten Anwärter, „Place That We Call Home“ eine geile epische Nummer.

Balle

DIAMOND DOGS – Slap Bang Blue Rendezvous

Trackliste:

01. Alright Brutus, I´m On
02. What If I Knocked
03. Everything´s Fine
04. Rocked, Wrecked, Robbed And Ruined
05. You Got A Diamond In Me
06. A Rock In The Sea
07. You Shouldn´t Be Lonely On A Saturday Night
08. Make Up Boogie
09. Ghost Pain Of Your Love
10. Golden Wheel
11. Get Me Out
12. Slap Bang Blue
13. Queen Of The Milky Way
14. Rock It And Roll It
15. Toxic Daydream
16. Common Form Of Life
17. Rocket Ricochet
18. Sunday Haze
19. Run Through The Wildfire
20. Suicidal Idol
21. Anyway I Can Make Her Smile
22. Vanity Villains
23. Lose To Get By
24. Blind Broke Patron Saint

Spielzeit: 82:28 min – Genre: Rock´n Roll, Glam Rock – Label: Wild Kingdom – VÖ: 21.01.2022 – Page: www.facebook.com/everylittlecrack

 

Wir leben schon in verrückten Zeiten. Zum warten verdammt sitzen unzählige Bands auf gepackten Koffern und hauen aufgrund fehlender Live-Aktivitäten einfach ihre geballte Kreativität mit einem gewaltigen Donnerschlag raus. Die Krone dieses Wahnsinns setzen sich wohl unumstritten die finnischen Monster-Rocker LORDI mit ihrem gerade erschienenen sieben LP´s umfassenden Werk „Lordiversity“ auf, doch auch andere Kapellen knausern nicht mit neuem Songmaterial und liefern in einem Rutsch gleich zwei oder drei Platten ab. So auch die DIAMOND DOGS, die auf ihrem neuen Album „Slap Bang Blue Rendezvous“ gleich vierundzwanzig neue Stücke untergebracht haben.

Vor nunmehr einunddreißig Jahren im schwedischen Katrinehom, Södermanland gegründet, rocken und rollen sich die Herrschaften bereits auf ihrem vierzehnten Langspieler die Seele aus dem Leib. Immer noch angesiedelt zwischen DOGS D´AMOUR, den QUIREBOYS oder HANOI ROCKS bzw. den Originalen namens ROLLING STONES, den FACES und den BEATLES oder MOTT THE HOOPLE haben die noch (bzw. wieder) aktiven Gründungsmitglieder Sören „Sulo“ Karlsson (vocals) und Henrik „The Duke Of Honk“ Widen (keys) und Kollegen wieder ordentlich Spaß in den Backen.

Das verdeutlicht das brilliante Einstiegs-Doppel „Alright Brutus, I´m On“ (siehe Video unten) und die melodische Gute-Laune-Nummer „What If I Knocked“ auf eindrucksvolle Weise. Und doch bohren die Schweden hier ein dickes Brett – satte vierundzwanzig Songs sind schon eine Ansage, das funktioniert natürlich nicht, ohne sich zu wiederholen. Auch angesichts der zahlreichen bereits erschienenen Alben unter eigener Flagge. Aber starke Nummern wie „Rocked, Wrecked, Robbed And Ruined“, die Wochenend-Hymne „You Shouldn´t Be Lonely On A Saturday Night“, der coole „Make Up Boogie“, „Queen Of The Milky Way oder „Rocket Ricochet“ machen Dich jederzeit dazu bereit, ein Bier aufzumachen – selbst zu höchst ungünstigen Tageszeiten.

Die DIAMOND DOGS haben immer noch etwas zu sagen, auch wenn die Band eher in der dritten Reihe zu Hause ist – völlig zu unrecht natürlich, denn ab ihrem Debüt „Honked!“ von 1994 vermengen die Schweden ihre Einflüsse zu einem wohlschmeckenden Cocktail, wie es nur wenige ähnlich gestrickte Kapellen zu Stande bringen. Und auch wenn auf „Slap Bang Blue Rendezvous“ weitaus weniger Dreck unter den Fingernägeln steckt als auf ihrem Debüt oder „Weekend Monster“, macht diese Liedersammlung jede Menge Spaß. Durst!

Stefan

ASHES OF ARES – Emperors and Fools

Trackliste:

01. A City in Decay (Intro)
02. I Am the Night
03. Our Last Sunrise
04. Primed
05. Where God Fears to Go
06. Emperors and Fools
07. By My Blade
08. What Tomorrow will Bring
09. The Iron Throne
10. Gone
11. Throne of Iniquity
12. Monster`s Lament (feat. Tim Ripper Owens)

Spielzeit: 60:26 min – Genre: Heavy Metal – Label: ROAR – : 21.01.2022 – Page: www.ashesofares.com

 

9 Jahre nach ihrer Gründung legen die beiden Masterminds Matt Barlow und Freddie Vidales mit einem neuen ASHES OF ARES Output nach. Es ist ihr drittes Album mit dem Titel „Emperors and Fools“.
Auf diesem ist auch wieder Schlagzeuger Van Williams zu hören und es gibt einen Gastauftritt von Tim Ripper Owens.
Und da man von ICED EARTH vermutlich lange Zeit nichts mehr hören wird, wenn überhaupt noch, ist ASHES OF ARES dann doch ein recht guter Ersatz dafür.

Mit dem Intro „A City in Decay” beginnt die Scheibe recht stimmungsvoll bevor dann bei „I Am the Night“ direkt die Heavy und Thrash Keule geschwungen wird. Beide Genres sind hier vertreten und ein bisschen fällt direkt das etwas schlechte Mischverhältnis auf zwischen Gesang und Instrumenten.
Der Gesang von Fronter Matt geht im Vergleich etwas unter, wie ich finde. Aber das ist Geschmackssache.
Die Nummer ist ansonsten ein wirklich guter Opener der direkt zu gefallen weiß.
Das zuerst ruhige und in der Folge abwechslungsreiche „Primed“ kann dann den nächsten Glanzpunkt setzen. Hier wir das Songwirtingtalent vom Duo Barlow/Vidales direkt wieder schön sichtbar.
Der Titeltrack „Emperors and Fools“ weiß ebenfalls direkt zu Gefallen und bricht schön aus dem bekannten Heavy/Power/Thrash Muster aus was der Scheibe insgesamt sehr guttut.
Hier zeigt sich dann auch wieder was für ein geiler Sänger Matt Barlow einfach ist und dass es eine Schande gewesen wäre, wenn er für immer seinem Daily Job, er ist Polizist, nachgegangen wäre!
Das anschließende „By My Blade“ zündet ebenfalls direkt und ohne Umschweife und zeigt wieder die harte Seite der Band.
Weitere Glanzpunkte sind in der Folge auf jeden Fall noch das etwas episch angehauchte „What Tomorrow will Bring“, „The Iron Throne“, „Gone“ und vor allem das überlange und abschließende „Monster`s Lament“ wo wir dann das Traumduett zwischen Matt und dem Ripper haben was viele Fans von ICED EARTH sich schon immer erträumt haben!
Insgesamt haben wir hier eine ordentliche Leistung auf dem neuen ASHES OF ARES Werk. Ganz in die oberen Regionen stößt man nicht vor, dafür befinden sich zu viele Standardsongs auf der Scheibe, aber manchmal muss es ja auch gar nicht der oberste Gipfel sein, oder?

Julian

 

FREAKS AND CLOWNS – We Set The World On Fire

Trackliste:

01. Am I A Freak Or Just A Monster
02. We Set The World On Fire
03. When Evil’s Got A Hold On You
04. Hell Raising Woman
05. Scream Until You Like It
06. Dogs Of War
07. Fight Fire With Fire
08. Dance Of The Dead
09. One Last Ticket
10. Toxic
11. Children Of The Night
12. Freaks Of The Town
13. Heaven’s Calling My Name

Spielzeit: 56:39 min – Genre: Heavy Metal/Teutonic Metal/Hard Rock – Label: Metalville Band & Label Pool – VÖ: 28.01.2021 – Page: www.facebook.com/freaksandclowns

 

Ich muss ja sagen, ich bin den FREAKS AND CLOWNS nicht wirklich böse, dazu funktioniert ihr harter, riff- und groove-lastiger Teutonic Rock einfach zu gut. Die keifende Stimme, die nicht zuletzt an ein bis zwei ACCEPT-Sänger erinnert, die brechende Schwere in Produktion und Spiel, die simplen und scheißcoolen Melodien (ebenfalls ACCEPTig) und natürlich die charakteristischen Parts, in denen das Tempo noch einmal halbiert wird und jedem Hörer automatisch fünf Sonnenbrillen wachsen, das ist ein Erfolgskonzept, mit dem ich mich bestens arrangieren kann. Auch die Tatsache, dass man ein paar mal ruhigere Töne einbringt auf “We Set The World On Fire”, tut der Musik des schwedischen Quintetts gut und sorgt dafür, dass das dritte Album der Truppe um Ex-ASTRAL-DOORS-Gründungsmitglieder Johan Lindstedt und Chrille Wahlgren sich ein wenig (wenn auch etwas zu wenig) von den Vorgängern abhebt. Klar, so manche Songs auf “WSTWOF” ähneln sich zweifelsohne, aber das weiß und erwartet man, wenn man die Truppe mag. Denn, für alle, die noch keinen Einblick in das Schaffen der Herren haben: FREAKS AND CLOWNS hört man nicht wegen musikalischer Komplexität und ausgefeilten Kompositionen, sondern wegen einer Stunde extrem dicker und wirklich sehr behaarter Eier.
Damit ist über “WSTWOF” alles gesagt und mir bleibt der Rest der Rezension für einen liebevollen Rant. Denn Jesus, sie haben es wieder getan. Ich kann Texte für gewöhnlich sehr gut ausblenden, ein Album steht und fällt für mich mit seiner musikalischen Qualität, aaaaaaber:
Letztes Album, Auszüge aus den lyrischen Ergüssen: Track 1: “We are the justice elite”. Track 2: “I am the man with the power”. Track 4. “We are the angels”. Track 5: “I’m alive” Track 7: “We are Fire. We are one for all”. Track 9: “We are the flames of fury”. Track 10: “Am I…” (In Frageform. Kreativ). Track 11: “I’m just more than meets the eye”.
Aktuelles Album: Track 1: „Am I a freak or just a monster?“ (Abermals Frageform, Shakespeare wäre neidisch). Track 4: Überraschung, „I am a hellraising woman“ kommt tatsächlich nicht. Track 5: „I am the devil in disguise“ UND „I’m the king of kings“. Track 6: „We are the dogs of war“. Track 10: „I’m so toxic“, „I am the fire“, „I am the sin“ et fucking c. Track 11: „We are the children of the night“. Das, liebe Freunde, ist vermutlich nur eine Auswahl, da mir ein Haufen von Aussagen, was „I“ oder „We“ sind, vermutlich durch die Lappen gegangen ist. Denn schließlich gibt es da auch noch die Aussagen über Dinge, die „I“ tat oder die mit „I“ getan wurden, und da hört der Spaß endgültig auf, denn das kann keiner mehr auflisten. Wären FREAKS AND CLOWNS ein Gast auf Deiner Party („I am the guest on your Party!“ – Es ist nur noch eine Frage der Zeit), würde nach 20 Minuten keiner mehr Bock auf ihn haben, weil er einzig und allein von sich erzählt. Natürlich ist das als künstlerisches Konzept mit fiktiven Erzählern nicht so unsympathisch, aber Herrgott, Leute, Ihr könnt doch eigentlich englisch und angesichts von ASTRAL-DOORS-Texten könnt Ihr auch mehr als metallisch klingende Sätze aus dem Erste-Person-Kapitel eines Anfänger-Englischbuchs.
Doch wie gesagt, böse sein kann man ihnen nicht dafür. Kann man auch HAMMER KING nicht sein, wenn man die textliche Stumpfsinnigkeit mit Humor nimmt und als Rechtfertigung für ein ansonsten geiles Album nimmt, das musikalisch eben auf effektiv-coole Weise stumpf ist. Und man tut gut daran, an der eigenen Akzeptanz gegenüber den Texten von FREAKS AND CLOWNS zu arbeiten, denn ansonsten entgeht einem eine Stunde souveränster Lässigkeit in absoluten Banger-Songs, die auf Album #3 von Chrille & co zwar nicht mehr so überraschend kommt, ihren Job aber abermals mit Bravour erledigt.

Fazit:
Die Texte und etwas zu viel Stagnation seit dem letzten (und dem vorletzten Album). Das sind die zwei Punkte, die man FREAKS AND CLOWNS bei „WSTWOF“ ankreiden kann. Als Einstieg in die noch junge Discografie hervorragend geeignet, ebenso für die Fans des/der Vorgänger, die nach ein wenig Leerlaufzeit noch einmal gut auf die Fresse vertragen könnten. Ihr wisst, was Ihr kriegt – und Ihr kriegt sogar noch ein klein bisschen mehr.

Jannis

AUTUMN’S CHILD – Zenith

Trackliste:

01. Emergency
02. Evangeline
03. Love Is A Fighter
04. Nightingale
05. Never Say Die
06. Heaven Can Wait
07. Angel Of Danger
08. High On Love
09. Crowdpleaser
10. Don’t Wanna
11. Damaged Goods

Spielzeit: 53:41 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Mussik – VÖ: 14.01.2022 – Page: www.facebook.com/mikael.erlandsson1

 

Mikael Erlandsson fügt seinem beachtlichen Backkatalog ein weiteres Album hinzu. Sein aktuelles Baby AUTUM’S CHILD geht in die dritte Runde. Ich weiß von vierzig Alben mit seiner Beteiligung, kann gut möglich sein das es noch ein paar mehr sind. Hier handelt es sich um das einundvierzigste Album mit Mikael und das dritte unter dem Bandnamen AUTUM’S CHILD.

Die Musiker mit denen Mikael im Laufe der Zeit zusammen gearbeitet hat waren keine Unbekannten. Darunter befinden sich Namen wie Jamie Border (TREAT), Marcel Jacob (Talismn), Tommy Denander (fast allem was AOR und TOTO Like ist), Nalle Pahlsson (GATHERING OF KINGS, MATINA EDOFF, GROUNDBREAKER), Martin Kronlund (AOR, DOGFACE, GYPSY ROSE SWE, LOVER UNDER COVER) und noch einige mehr. Die Bands und Projekte die er stimmlich veredelt hat hören auf Solo, AOR, HEARTBREAK RADIO, LAST AUTUMN’S DREAM, LOVER UNDER COVER, ROYAL MESS, RADIOACTIVE, SALUTE, SAYIT, SAPPHIRE EYES und SHINING LINE.

Zur Band gehören neben Mikael an Mikro, Gitarren und Keyboards noch Pontus Akesson an Gitarre, Magnus Rosen an Bass, Claes Andreasson an Piano und Robban Back an den Drums. Als Gastmusiker waren dabei Jona T., Sayit Dölen, Martin Olsson, Anna-Mia Bonde, Rasmus Ehrnborn und Robert Nygren.

Zu hören gibt es Melodic Rock mit skandinavischer coolness, viel Melodie, Gitarren ohne Ende, Keys zum Träumen. Der Bass und das Schlagzeug geben die Hinterntreter und sorgen so für mächtig Druck im Sound. Vergleichen kann man mit LAST AUTUMN’S DREAM, HEARTBREAK RADIO, LOVER UNDER COVER, H.E.A.T., TREAT, ECLIPSE, PERFECT PLAN und AGE OF REFLECTION ein richtiger Schwedenbrecher. So eine Art von Melodic Rock gibt es nur von Musikern aus Skandinavien, die Vibes kommen einem irgendwie bekannt vor, die Art wie die Songs geschrieben sind hören sich an wie alte Bekannte ohne irgendjemanden zu kopieren. Typisch schwedisch / skandinavisch und dazu eingängig wie Sau, gnadenlos von der Melodieführung her, die Vocals von Mikael befinden sich auf einem Top Level. Alles hört sich an wie ein gut geöltes Uhrwerk, ohne haken oder ruckeln, ein Rad greift ohne spiel in das andere.

Album #1 von AUTUMN’S CHILD war ein Top Album, sogar mit einem echten Top Ten Hit Anwärter an Board. Album #2 war nicht mehr ganz so stark, es war noch sehr gut aber nicht mehr ganz so Bockstark wie das Debüt. Album #3 geht wieder in die Bockstarke Tendenz des Debüt Albums. Die Songs zünden wieder besser, brauchen nicht so viel Anläufe und entfalten ihre genialität früher wie bei #2, und bleiben länger hängen.

„Emergency“ steigt gleich flott und hart ein, danach folgt „Evangeline“ eine Melodicgranate mit geilem Refrain. „Love Is A Fighter“ macht gleich mal ein Highlight, mit „Nightingale“ werden Taschentücher ausgepackt. „Never Say Die“ erinnert mich am Anfang ein wenig an den Oldie „Don’t Let Me Be Misunderstood“ trotzdem ein starker Melodic Song, bei „Heaven Can Wait“ werden erneut die Taschentücher ausgepackt eine starke Ballade. „Angel Of Danger“ bester Melodic Rock und Top Ten Futter, „High On Love“ das nächste Highlight und Top Ten Futter. Bei „Crowdpleaser“ wird die Axt ausgepackt Rock N Roll lastig, „Don’t Wanna“ geht ab wie Nachbars Lumpi. Mit „Damaged Goods“ wird wieder Gefühl bewiesen,

Balle

MAX PIE – PASSENGERS

Trackliste:

01. Ignition
02. A Thousand And One Lives
03. Lucy
04. Only The Silence Remains
05. Grains Of Sand
06. Breath Of The World
07. Ariadne’s Thread
08. Last Goodbye
09. Drawing The Future
10. Love For Sale
11. Passengers

Spielzeit: 61:09 min – Genre: Progressive Power Metal – Label: Rock City Music Label – VÖ: 03.12.2021 – Page: www.facebook.com/maxpiemusic

 

Silvester ist vorbei, man hat pflichtbewusst gefeiert, dass 2021 endlich rum ist, und dabei bestmöglich verdrängt, dass das nächste Jahr vermutlich nicht besser wird. Und keine zwei Wochen drin wird einem dann bewusst, dass 2021 eben doch nicht alles schlecht war, und man sucht nach den letzten Überbleibseln, an denen man sich festhalten kann. Eins davon ist MAX PIEs „Passengers“, erschienen bereits am 03. Dezember. Das ist Progressive Power Metal aus Belgien, Album Nr. 4 der Truppe, die entgegen aller Erwartungen kein Mitglied/keinen Bandleader namens Max Pie hat.
Progressive Power Metal ist so eine Angelegenheit, bei der man im schlimmsten Fall viele Synthesizer oder Orchesterelemente mit verschiedenen Taktarten und ein bisschen Gefrickel über absolut belanglose Gänsehautmelodien und ein paar seelenlose düstere Parts transportiert. Im besten Fall ist es genau das gleiche, nur mit unbelanglosen Gänsehautmelodien und sinnhaften düsteren Parts. MAX PIEs neustes Werk liegt auf der Skala der beiden Extreme klar in der positiven Hälfte. Melodietechnisch ist man, beispielsweise bei „Drawing The Future“, okay unterwegs, gerne aber auch auf Qualitäts- und Wiedererkennungswert-Niveau, wie bei „Breath Of The World“ mit unkonventioneller wie funktionierender Chorus-Harmoniefolge. Nicht durchgängig Oberklasse aber so gut, dass die schwächeren Parts nicht weiter stören sollten, wenn es sonst genug zu erleben gibt.
Und das gibt es häufig durchaus. Spiel und Gesang sind sauber, die Orchesterelemente seltener als gedacht, aber in Sachen Sound wirklich wertig – siehe Intro – und die Synths und elektronischen Elemente sind, gelinde gesagt, präsent. Jap, davon gibt es wirklich viele, aber nie wieder so exorbitant wie bei „A Thousand And One Lives“, das eine ziemliche Keyboard-Party entfacht. Kann man hassen, kann man feiern, ich mache letzteres. Neben modernen Sounds gibt es aber auch immer mal wieder ein bisschen sympathische Retro-Prog-Orgel- oder Klaviersounds und auch die Prog-Flöte darf nicht fehlen, angewendet im starken Zehn-Minüter „Passengers“.
Kritik: Das sehr präsente Hintergrundsynth aus „ATAOL“ hätte man bei „Breath Of The World“ nicht mehr aufwärmen sollen, „Grains Of Sand“ ist sehr verdächtig nah an MYRATHs „Believer“ (so nah, dass es kaum sein kann, dass MAX PIE den Track nicht kennen) und ein paar mal driftet man dann eben doch Richtung „Gut Fassade mit weniger Substanz“ ab, allerdings erfreulich selten.

Fazit:
Bombast, Keyboards unterschiedlicher Couleur, progressives Rumgetakte, klingt gut und hat einen ordentlichen Anteil an Qualitätskompositionen, die durch kleine Ausflüge in andere Stimmungslagen noch einmal aufgewertet werden. Wer mit diesen Bestandteilen etwas anfangen kann, der sollte MAX PIE auf jeden Fall eine Chance geben – gerade wenn er von der Routinisierung vergleichbarer bekannterer Bands wie SEVENTH WONDER in letzter Zeit ein wenig enttäuscht wurde.

Anspieltipps:
„A Thousand And One Lives“, „Only The Silence Remains“, „Breath Of The World“ und „Passengers“

Jannis

OUT OF THIS WORLD – Out Of This World

Trackliste:

01. Twilight
02. Hangin On
03. In A Million Years
04. Lightning Up My Dark
05. Staring At The Sun
06. The Warrior
07. Up To You
08. Ain’t Gonna Let You Go
09. Only You Can Teach Me How To Love Again
10. Not Tonight
11. In A Million Years (Bonus Demo)
12. Lightning Up My Dark (Bonus Demo)
13. Twilight (Bonus Demo)

Spielzeit: 59:52 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Atomic Fire Records – VÖ: 14.01.2022 – Page: www.facebook.com/OOTWtheband/

 

Den nächsten Kracher den sich Atomic Fire Records neben AT THE MOVIES geschnappt hat, kommt nun als Rerelease des im letzten Frühjahr in Eigenregie produzierten Albums. Zwei Unterschiede bestehen zwischen den Releases die Eigenproduktion enthält vier Live Bonustracks, diese Version enthält drei Demos als Bonustracks.

Wer oder was ist OUT OF THIS WORLD, es ist die nächste Zusammenarbeit von Gitarrist Kee Marcello und Sänger Tommy Heart, nach dem Album KEE OF HEARTS aus dem Jahr 2017 folgt nun das nächste Projekt der beiden Musiker. Neben Tommy am Mikro, Kee an Gitarren und Keyboards dabei waren noch Ken Sandin an Bass, Darby Todd an den Drums und Don Airey an den Keys.

Was kann der Hörer erwarten, sehr guten Melodic Hard Rock europäischer oder sagen wir mal skandinavischer Prägung der gut ins Ohr geht. Kee ist an der Gitarre selbstredend eine Bank, mit Tommy am Mikro kann auch nichts schief gehen und man hat die halbe Miete schon zusammen, der Bass wummert schön im Hintergrund und die Drums treiben ohne Ende. Die Keyboards, sowas von geilem 80er Retrosound, bilden mit den Gitarren ein Bollwerk aus Melodie und Harmonie über allem schwebt Tommys Stimme.

Vergleichen kann man OUT OF THIS WORLD am einfachsten mit einem Mix aus FAIR WARNING, softere EUROPE, PERFECT PLAN, DALTON, BAD HABIT, BAI BANG, LAST AUTUMN’S DREAM und TREAT, der sich sehr gut anhört und überzeugt. Die Songs halten sich meistens im Midtempo mal mit Abweichung nach oben oder unten.

Mit „Twilight“ kommt ein sehr guter Einstieg in das Album einzig das Solo ist ein wenig zu lang geraten, „Hangin‘ On“ ein lässiger Rocker mit geilem Riffing. Mit „In A Million Years“ folgt ein eher ruhiger Titel für eine Ballade zu flott, bei „Light Up My Dark“ geht es wieder flotter zur Sache, stark gemacht. „Staring At The Sun“ überzeugt als Rocker mit lässigem Gitarrenspiel in den Strophen, „The Warrior“ lässt die Sau raus, da geht der Punk ab, rollig und hart im Uptempospeed. „Up To You“ ein Highlight, „Ain’t Gonna Let You Go“ macht das nächste Highlight so sollte ausgewachsener Melodic Rock klingen. „Only You Can Teach Me How To Love Again“ eine starke gefühlvolle Ballade, „Not Tonight“ macht zum Schluss eine sehr gute Figur. Die Bonustracks in Form von Demos sind vom Sound überraschend gut ausgefallen ob nun Sinnvoll oder nicht muss jeder für sich entscheiden.

Balle

MAGNUM – The Monster Roars

Trackliste:

01. The Monster Roars
02. Remember
03. All You Believe In
04. I Won’t Let You Down
05. The Present Not The Past
06. No Steppin‘ Stones
07. That Freedom Word
08. Your Blood Is Violence
09. Walk The Silent Hours
10. The Day After The Night Before
11. Come Holy Men
12. Can’t Buy Yourself A Heaven

Spielzeit: 58:48 min – Genre: Epic Melodic Rock – Label: SPV – VÖ: 14.01.2022 – Page: www.facebook.com/magnumbandpage/

 

Die Rockdinos von der Hemdsärmelkanal Insel kommen mit neuem Album aus dem Studio. Was kann man über die Rockinstitution MAGNUM schreiben, sehr gute Alben geliefert, Check. Sehr gute Songs schreiben können, Check. Klassiker aufgenommen und einen beachtlichen Backkatalog in der Vita, Check. Was also sollte man über so einen Topact schreiben, mich packte sofort das MAGNUM Fieber als ich damals Mitter der 80er zum ersten Mal einen Song von ihnen gehört hatte. Dieser Song war „Midnight (You Won’t Be Sleeping)“ vom Album „Vigilante“.

Nach und nach besorgte ich mir die Alben von MAGNUM ab „CHASE THE DRAGON“ bis hin zu „Rock Art“ von der ich enttäuscht war und auch traurig als es damals hieß dies sollte das letzte MAGNUM Album sein. Umso überraschter war ich als Teile von MAGNUM unter dem Banner HARD RAIN wieder im Rampenlicht auftauchten. Dann kam der Stimmwizzard Bob Catley Solo zurück und schließlich im Jahr 2002 erschien das superbe Comeback Album dem zwölften „Breath Of Life“. Nun folgt das zweiundzwanzigste Album der Band „The Monster Roars“ und eins vorweg die Herren im fortgeschrittenen Alter haben es immer noch drauf sehr gute Songs zu schreiben und auch musikalisch umsetzen zu können.

Zum aktuellen Lineup gehören Gandalf der Weiße Bob Catley am Mikro, Tony Clarkin an Gitarren, Dennis Ward an Bass, Rick Benton an Keyboards und Lee Morris an den Drums. Von Altersschwäche oder Abnutzung ist nichts aus zu machen, die Herren haben es mit über 70 Jahren noch voll drauf und Rocken wie die Jungen Wilden.

Wie fast immer bieten MAGNUM sehr guten härteren AOR bis Melodic Hard Rock mit einer feinen wohldosierten Portion Prog und Epic die dem Songmaterial zu gute kommt und dadurch die Band deutlich und auf sehr hohem Level von anderen Bands unterscheidet. Durch ihren Sound den sie im laufe der Jahrzehnte gefunden und kreiert haben sind MAGNUM eine Institution und unvergleichlich. Wenn man MAGNUM vergleichen könnte wären es nicht die MAGNUM die wir kennen und lieben. Catley singt in einer eigenen Liga für sich, vergleichbar mit Gandalf dem Weißen der gerade seine besten Tricks gegen Sauron auspackt. Der Saitenhexer Clarkin zaubert ein Riff nach dem anderen aus der Axt mal härter mal mit mehr Gefühl wie man dies von ihm gewohnt ist. Ward lässt den Bass wummernd laufen, die Keys sind majestätisch episch wie immer gehalten und die Drums machen einem klar das man es mit einem Antreiber zu tun hat.

Mit „The Monster Roars“ tauchen wir in eine magische Reise ein und lauschen der Klänge die da kommen und werden mit keltischem Flair in die Highlands versetzt, „Remember“ ein von Piano, Gitarre und Catleys Stimme getragenes Highlight. „All You Believe In“ ein epischer Rocker, „I Won’t Let You Down“ ein geiler Rocker. „The Present Not The Past“ ein brachial Rocker Highlight, für „No Steppin‘ Stones“ gilt das gleiche auch ein Highlight. Bei „That Freedom Word“ zaubert die Altherren Riege noch mal die alten epischen Zeiten herbei, „Your Blood Is Violence“ nur MAGNUM können so klingen schweinegeiler Rock mit viel Ooohhooo. „Walk The Silent Hours“ eine typische MAGNUM Geschichte, „The Day After The Night Before“ und wieder ein kommender Liveklassiker. Bei „Come Holy Men“ wird ordentlich gerockt was für ein Song, „Can’t Buy Youself A Heaven“ episch geil.

Balle