BRAINSTORM – Midnight Ghost

Band: Brainstorm
Album: Midnight Ghost
Spielzeit: 51:38 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.09.2018
Homepage: www.brainstorm-web.net

Der Vollmond steht am Himmel, halb von Wolken verdeckt. Aus der Ferne die Laute eines Uhus, das Ticken deiner alten Standuhr hält dich vom Schlafen ab. Dann, exakt zur zwölften Stunde, geht der Spuk ohne Vorwarnung los, ohrenbetäubender Lärm jagt dich unter deine Decke. Erst schreist du vor Angst, dann beruhigst du dich. Dann fängst du langsam an, mitzunicken und ab dem Zeitpunkt hat der „Midnight Ghost“ dich bei den Eiern und lässt dich bis zum Ende der Scheibe nicht mehr los. Aber fliehen möchtest du genau genommen eh nicht mehr.
Schließlich ist “Midnight Ghost”, das mittlerweile zwölfte Album von BRAINSTORM, die wohl beste Scheibe der Gerstettener seit mindestens zehn, vielleicht noch mehr Jahren. Mit einem wunderschönen Cover versehen und ausgestattet mit zehn kurzweiligen Songs (Bis auf einen sind alle im Vier-bis-fünf-Minuten-Bereich gehalten) – und einem BRAINSTORM-Wecker im Boxset – erweist sich “Midnight Ghost” als absolutes Brett, angefangen schon bei der Produktion. Für die zeichnet sich ORDEN OGANs Seeb verantwortlich, und der hat zweifelsohne das Letzte aus den Songs herausproduziert. Druckvoll und definiert bis zum Gehtnichtmehr ist das Resultat seiner Arbeit, Kritik nicht möglich.
Doch nicht nur der Sound stimmt auf “Midnight Ghost”. Kam bei den letzten Releases der Herren um Meistersänger Andy B. Franck doch immer wieder das Gefühl auf, man orientiere sich hauptsächlich an typischen BRAINSTORM-Trademarks, sei dabei allerdings nicht besonders innovativ unterwegs, so ist ab dem ersten Track auf “Midnight Ghost” klar, wo die Reise hingeht. Die ersten vier Songs sind komplette Hits, angemessen aggressiv, dabei aber durchzogen von Ohrwurmmelodien und angereichert mit epischen Refrains (“Devil’s Eye”), zappelig-technischen Instrumentalergüssen (“Revealing The Darkness”) und hin und wieder mal ein paar ruhigeren Klängen (“Ravenous Minds”).
Das anschließende “Jeanne Boulet (1764)” ist trotz seiner knapp acht Minuten Spieldauer kurzweiligst, mit dezenten aber sehr wirksamen Orchestralkeyboards und einem gesummten Gesangspart, den man sich hätte sparen können. Und die Qualität lässt nicht nach. Mit “Divine Inner Ghost” gibt’s den nächsten heftig eingängigen Chorus und “When Pain Becomes Real” ist nicht weniger intensiv und trotz des im Vergleich zu den anderen Tracks des Albums etwas konventionelleren Refrains ein starkes Stück. Ebenso der äußerst bemerkenswerte Chorus von “Haunting Voices”, das ein klein wenig an ICED EARTHs “Horror Show” erinnert.
Die schwächsten Songs auf “Midnight Ghost” sind das stampfende und recht simple “Four Blessings” und die Ballade “The Path”. Und selbst die machen noch Laune. Ansonsten keine Lückenfüller – Mit ihrem neusten Release haben BRAINSTORM die Messlatte für ihre zukünftigen Releases brutal hoch gelegt.

Anspieltipps:
Eigentlich alles außer “When Pain Becomes Real”, “Four Blessings” und “The Path”

Fazit:
BRAINSTORM haben in ihrer Karriere noch nie ein wirklich schwaches Album abgeliefert. Das wird sich mit “Midnight Ghost” nicht ändern. Im Gegenteil, die Melodien und Arrangements der Jungs klingen so stimmig wie selten zuvor. Man sollte sich die anstehenden Release-Shows mit MOB RULES nicht entgehen lassen, schließlich finden sich dort insgesamt 19 von 20 Punkten auf der Bühne. Und man sollte “Midnight Ghost” kaufen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Devil’s Eye
02. Revealing The Darkness
03. Ravenous Minds
04. The Pyre
05. Jeanne Boulet (1764)
06. Divine Inner Ghost
07. When Pain Becomes Real
08. Four Blessings
09. Haunting Voices
10. The Path

Jannis

DYNAZTY – Firesign

Band: Dynazty
Album: Firesign
Spielzeit: 49:36 min.
Stilrichtung: Modern Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 28.09.2018
Homepage: www.dynazty.com

Die Schweden von DYNAZTY sind wieder da. Im Gepäck: ihr sechstes Werk “Firesign”, Nachfolger des 2016er Releases “Titanic Mass” und das Album, das zwangsläufig erscheinen muss, wenn vorher bei Ikea alle Synthesizer 40% reduziert waren. Innerhalb von elf Jahren Bandgeschichte haben sich die fünf Stockholmer bereits einen respektablen Namen und die damit einhergehende Fangemeinde erspielt und somit die Gelegenheit gehabt, ihren Sound von Größen wie Jonas Kjellgren (Ex-Gitarrist von SCAR SYMMETRY, Mastering bei AMORPHIS, IMMORTAL und anderen) und Peter Tägtgren (kennt man) polieren zu lassen. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß einwandfrei produziert – einwandfrei produzierter moderner Melodic Metal, sehr melodieorientiert, oft cheesy und angereichert mit zahlreichen Synth-Spielereien. An der Bandleistung gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Die Instrumente sitzen, Sänger Nils Molin überzeugt mit einer klaren Power-Metal-kompatiblen Stimme, die den elf Tracks auf „Firesign“ dienlich ist, auch in hohen Sphären funktioniert und durchaus Charakter hat.
Mit den Songs ist das hingegen so eine Sache. Der typische DYNAZTY-Song funktioniert folgendermaßen: Auf ein Synth-Arpeggio-Intro folgt der fett klingende Einstieg der Band, ab dem feststeht, dass die Synthesizer aus dem Songintro nun das komplette Lied unterlegen werden. Plus ein paar mehr Synthesizer. Anschließend die erste Strophe, die bis zum Anfang ihrer zweiten Hälfte im tyischen STRATOVARIUS-Klischeestyle gitarrenfrei gehalten ist. Im anschließenden Prechorus werden dann die Melodien etwas aufgefröhlicht, bevor ein dicker Refrain mit großer Melodie, die sich manchmal ins Ohr zu graben vermag, aufgefahren wird. Dann wieder Strophe, Prechorus, Chorus, ein semispektakulärer Mittelteil und zu guter Letzt noch zwei- oder dreimal der Chorus, das letzte Mal in einer anderen Tonlage.
Bei einigen Songs ist der Discofaktor etwas höher („My Darkest Hour“ oder „Let Me Dream Forever“), bei einigen wird’s etwas böser („Starfall“) oder dramatisch-melancholischer („Closing Doors“) und ab und an bringt man kleine neoklassisch („The Grey“) oder folkig-piratig anmutende („Ascension“) Motive mit ins Spiel. Ach ja, oder man zieht sich die Keyboards von RAMMSTEIN, wie im Falle von „Firesign“ (original: „Du hast“) geschehen. Das Ganze wirkt oft doch sehr poppig, einigermaßen glattgelutscht und ist vergleichbar mit DRAGONFORCE, wenn man ihnen THC ins Speed mischen würde.
Versteht das nicht falsch: „Firesign“ wird jedem Freund von modernem Melodic Metal mit einer guten Portion delikat gewählter Synthesizer Spaß machen, jedenfalls die einzelnen Lieder für sich. Über die Dauer eines kompletten Albums stellen sich bei DYNAZTYs Konzept jedoch gewisse Ermüdungserscheinungen ein, denn bei derart ähnlichen Songstrukturen kommt schon beim fünfen Track das Gefühl auf, man habe ihn auf „Firesign“ schon einmal gehört. Und so fett die Melodien auch sein mögen, die die Jungs gerade in ihren Refrains auffahren: Die ganz großen Knaller, die sich über Stunden ins Hirn zu brennen vermögen, sind nicht dabei. Die Scheibe ist letztendlich doch eher ein spaßig-poppiges Partymetalalbum ohne viel Tiefgang.

Anspieltipps:
„My Darkest Hour“, „The Light Inside The Tunnel“, „Let Me Dream Forever“ und „The Grey“

Fazit:
„Firesign“ ist ein wenig das Guinness unter den Power-Metal-Alben; schön dick und mild, aber nichts, womit man ein herbes Pils auf Dauer ersetzen könnte. Ist aber nicht schlimm, denn als fett produziertes melodisches Metalalbum wird es vielen von Euch doch ein paar schöne Stunden bescheren können. Hört mal rein!

WERTUNG:

Trackliste:

01. Breathe With Me
02. The Grey
03. In The Arms Of A Devil
04. My Darkest Hour
05. Ascension
06. Firesign
07. Closing Doors
08. Follow Me
09. Let Me Dream Forever
10. Starfall
11. The Light Inside The Tunnel

Jannis

TASTE – Moral Decay

Band: Taste
Album: Moral Decay
Spielzeit: 53:24 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven / Soulfood
Veröffentlichung: 31.08.2018
Homepage: www.facebook.com/tasteswe

Ohne Zweifel hat die schwedische Formation TASTE schon eine bewegte Historie hinter sich gebracht. 2009 gegründet, konnte man knapp 5 Jahre später einen ersten Rundling veröffentlichen.
Dieser Silberling konnte viele gute Resonanzen auf der Haben-Seite verbuchen.
AOR Heaven nahm sich der Band an und so war der Release des zweiten Albums gesichert
Die Band besitzt scheinbar ein unerschöpfliches Repertoire an guten Songs und/oder ein großartiges Talent in Sachen Songwriting.
Jedenfalls konnte man songtechnisch nochmal nachlegen und so darf man dieses Werk ohne Zweifel zu den Season-Highlights zählen. Ein durchweg sehr gutes Album in Sachen Melodic Rock. Betrachtet man die Herkunft der Band, verwundert dies nicht wirklich.
Eine entsprechend gute Punktzahl ergibt sich zwangsläufig. Man darf den Weg von TASTE daher weiter gespannt verfolgen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. On The Run
02. Alive
03. Dangerous
04. On My Shoulder
05. Rainbow Warrior
06. The Fire Inside
07. Adventureland
08. Moral Decay
09. My Own Worst Enemy
10. Lost In Myself
11. We Are Back
12. Sixteen Years
13. More Than A Thousand Charades

Bonne

DREAM CHILD – Until Death Do We Meet Again

Band: Dream Child
Album: Until Death Do We Meet Again
Spielzeit: 70:56 min.
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 14.09.2018
Homepage: www.facebook.com/DreamChildRock

Manch einer, der in DREAM CHILDs Debutalbum “Until Death Do We Meet Again” reinhört, dürfte sich an einen der großen Künstler der Rockgeschichte erinnert fühlen. Korrekt, es ist MIKE OLDFIELD. Schon das Intro des ersten Songs ist klar und deutlich eine Abwandlung seines legendären “Tubular Bells”-Motivs und… Ach lassen wir das. Der Bandname ist eine Referenz auf DIOs “Dream Evil”-Album, außer dem Sänger und dem Keyboarder waren alle Bandmitglieder bereits an DIOs Seite tätig und die Stimme von Sänger Diego Valdez (SKILLTRON u.a.) klingt Ronnies nicht nur explizit ähnlich, er weiß sie auch so einzusetzen wie sein großes Vorbild.
Neben der stimmlichen Leistung von Valdez entführt auch die organische Produktion, die natürlich zeitgemäß ein bisschen hochgepusht wurde, den Hörer von UDDWMA in die Zeit von 1975 bis 1995. Garniert wird die ganze Angelegenheit von fein eingesetzten Keys. Von der 70er-Hammondorgel über warm-weiche 80er-Pads bis zu asozialen 90er-Saw-Synths ist die komplette Bandbreite an rock-relevanten Tasteninstrumenten im richtigen Maß vertreten und leistet gute Dienste.
Die Songs klingen durchweg wie – Ihr habt da vielleicht schon so eine Ahnung – Dio. Dabei wird nicht an Dissonanzen gespart, viele der Songs sind erstaunlich wenig eingängig. Wer nach Material im Stil der DIOschen Gassenhauer der Marke “Holy Diver” oder “Rock’n’Roll Children” sucht, wird vor allem bei “In A World So Cold” und “One Step Beyond The Grave” fündig. Wer hingegen Freude an seinen komplexeren und weniger fröhlichen Werken verspürt, der ist unter anderem mit dem verschachtelten Titeltrack oder dem größtenteils instrumental gehaltenen “Washed Upon The Shore” gut beraten. Freunden starker Mittelteile sei generell so gut wie jeder Song ans Herz gelegt, das gleiche gilt für Fans des uninspirierten Ausfadens am Ende eines Tracks.
Negative Kritik? Nun, zuerst einmal ist UDDWMA mit seinen 70 Minuten Laufzeit tatsächlich etwas zu lang, gerade auch innerhalb der einzelnen Songs. Die meisten von ihnen hätte man über vier bis fünf Minuten wesentlich kurzweiliger halten können, wie sich unter anderem bei “You Can’t Take Me Down”, einem der +7-Minüter zeigt. Des weiteren ist das Album, auch aber nicht nur aufgrund des Gesangsstils, am ehesten als Stilkopie zu werten. Es hat den Anschein, als habe man versucht, ein DIO-Album ohne Dio zu produzieren, aber eben auch nicht wirklich mehr. Klar, ein wenig URIAH HEEP ist drin, ein bisschen OZZY und ein bisschen EMERSON LAKE & PALMER auch, aber das Gefühl bleibt, dass hier letztendlich eine (in ihrer Sache sehr gute) DIO-soundalike-Band am Start ist. Das wäre angesichts der großartigen vertretenen Musiker gar nicht nötig gewesen, einen soliden DIO/RAINBOW-Grundspirit hätte man mit mehr eigener Innovation kombinieren können. So hingegen ist UDDWMA ein gutes Album mit etwas zu langen Songs, etwas zu wenig Eingängigkeit, etwas zu viele Fadeouts und leider auch zu wenig Eigenständigkeit – auf hohem Niveau. Wer so etwas mag, der denke sich gerne ein bis zwei Sterne mehr zur Bewertung hinzu. Der Rest kriegt immerhin einen anständigen 70es/80es-Hard-Rock/Heavy-Metal-Flashback verpasst.

Anspieltipps:
“Light Of The Dark”, “Until Death Do We Meet Again”, “In A World So Cold”, “One Step Beyond The Grave” und “Washed Upon The Shore”

Fazit:
Gut gemachter DIO-Sound ohne Dio mit einigen Abstrichen. Fans des guten Mannes (und wer ist das nicht?) sollten aber auf jeden Fall mal reinhören. Denn mehr Liebe als in einem tourenden Hologramm steckt in DREAM CHILDs erster Platte doch auf jeden Fall.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Under The Wire
02. You Can’t Take Me Down
03. Games Of Shadows
04. It Is What It Is
05. Playin‘ With Fire
06. Light Of The Dark
07. Midnight Song
08. Until Death Do We Meet Again
09. Washed Upon The Shore
10. In A World So Cold
11. Weird World
12. One Step Beyond The Grave

Jannis

MAXXWELL – Metalized

Band: Maxxwell
Album: Metalized
Spielzeit: 61:23 min.
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Rock’N’Growl Promotion
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.maxxwell.ch

Lange Heimfahrt mit der Bahn, inklusive mehrerer Umstiege. Wie das so ist: Erstmal Umstieg in den falschen Zug, zurück Richtung Ausgangsort. Zwei Stunden plus, geil. Alles nicht so schlimm, schließlich war der Plan, während der Fahrt die neue Scheibe von MAXXWELL zu rezensieren, und dafür ist nun auf alle Fälle genug Zeit. Nicht nur die Fahrt fällt härter aus als erwartet, auch “Metalized” tut dies, schließlich hat man sich seit dem letzten Release doch deutlich… nun, metallisiert. Und dies demonstrieren die fünf Schweizer äußerst befriedigend anhand von (inklusive Bonustracks) 15 Songs und über einer Stunde Spieldauer.
Die Produktion ist gelungen und funktioniert mit dem Stil der Band bestens, ebenso wie Sänger Gilberto Meléndez, der als erstklassige Rockröhre sowohl mit rauem als auch mit klarerem Gesang vollends überzeugt. Die Stimme passt hervorragend zum Stil der Schweizer: Moderner, ziemlich amerikanisch anmutender Hard Rock mit deutlichen Metaleinflüssen. Relativ einfach gehalten, muss man hinzufügen, schließlich besteht der allergrößte Teil des Albums aus bodenständigen fünf, mit Backing Vocals ab und an sechs, hörbaren Spuren, was MAXXWELL jedoch komplett ausreicht, um eindrucksvoll fett zu klingen.
Dazu kommt ein Gespür für Ohrwurmmelodien. Schon die ersten beiden Tracks erweisen sich in dieser Hinsicht als ordentliche Granaten, die feine Riffs, lässige Hard-Rock-Beats und eingängige Melodien gerade im Chorus souverän miteinander vereinen. “P.U.T.V.” (Pump Up The Volume) zieht erbarmungsloser nach vorne und hebt den Härtegrad etwas an, während “She’s Mine” und “Scars” leicht melancholischer kommen (Gerade “She’s Mine” hätte ich gerne mal ergänzt um Glöckchensynths und eine Oktave tiefere Vocals von den 69 EYES gehört), allerdings nach wie vor problemlos auch live feierbar sind.
“Metalized” fällt wie “The Temple” vergleichsweise unspektakulär aus, das gleicht “Burn” mit seinen coolen Gitarren im Refrain und seinem leicht asozialen Charme jedoch problemlos aus. Bei “Raise Your Fist”, einem schon angesichts seines Titels augenscheinlich als Livesong konzipierten Ding, geht das Tempo nochmal hoch, die “Oooooooh”-Mitgrölchöre werden ausgepackt und es wird, für die Investitionsfreudigeren unter Euch, der Bonusbereich eingeleitet, der mit drei weiteren Songs aufwartet und dessen Niveau den Hauptteil des Albums zumindest ansatzweise erreicht.
Schwäche wie Stärke von “Metalized” ist tatsächlich seine Länge. Über ca. vierzig Minuten machen der Stil von MAXXWELL und die Songs, die sie in diesem stark komponiert anbringen, wirklich Spaß. Über die letzten 20 Minuten zieht sich die Sache dann doch ein bisschen. Dann wiederum wird eh jeder Hörer seine Lieblingssongs nach ein, zwei Hördurchgängen herausgearbeitet haben und das Album auf vierzig echt geile Heavy-Rock-Minuten herunterbrechen können. Und auch, wenn einige der Melodien ein bisschen zu sehr Ami-gelutscht radiotauglich wirken mögen: Wer den Stil mag, wird über weite Teile von “Metalized” sehr gut bedient, von einer Truppe, die ihren Sound bis ins letzte Detail versteht und zu verwenden weiß.

Anspieltipps: “Hurricane”, “Back Again”, “Scars”, “Burn” und “Give It All”

Fazit:
Modern klingender Heavy Rock mit Amirock-Einflüssen, einem Qualitäts-Sänger und einer feinen Mischung aus souveränen Rhythmen, geilen Riffs und eingängigen Melodien. Gut gespielt, gut produziert. Noch Wünsche?

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hurricane
02. Back Again
03. P.U.T.V.
04. She’s Mine
05. Scars
06. Metalized
07. Monsterball
08. Burn
09. Done With You
10. Give It All
11. The Temple
12. Raise Your Fist
13. Independent (Bonus Track
14. Queen Of The Night
15. Schizophrenia

Jannis

LIONCAGE – Turn Back Time

Band: Lioncage
Album: Turn Back Time
Spielzeit: 54:18 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Pride & Joy
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.lioncage.de

DIE deutsche AOR und Westcoast Band schlechthin der letzten Jahre waren mit Sicherheit die Jungs von LIONCAGE! 2013 gegründet brachte man es schon auf zwei Alben, das letzte erschien mit „The Second Strike“ 2017 und ist auch hier bei uns rezensiert.
Nun steht uns aber das neue, dritte Werk „Turn Back Time“ ins Haus auf dem die Jungs alles das aufbieten wollen was sie bislang auch mit an Bord hatten, nämlich große Melodien, viele Hooks und coole Grooves!
Dafür ist man mittlerweile vom Trio zu einer Fünferbesetzung mutiert und hat auch sonst wieder, in guter alter Tradition, ein paar Gäste mit auf dem neuen Silberling.
Hier sind besonders Neil Murray (WHITESNAKE), Olaf Senkbeil (DREAMTIDE) und Joe Castellini zu nennen.
Horchen wir mal ins neue Werk rein und erfreuen uns direkt schon mal am Opener „Heaven`s Gate“ der mit sanft, mystischen Klängen startet und auch ansonsten im langsamen Midtempobereich bleibt. Mit einem eingängigen Chorus und den interessanten und prägnanten Bass und Gitarrenläufen weiß die Nummer absolut zu gefallen und ist somit direkt der erste Tipp der Scheibe. Ein Einstand nach Maß!
Das folgende „Black Water“ wurde schon vorab als Videosingle veröffentlicht und hat ebenfalls absolut das Zeug zum Hit kann es doch mit seinem interessanten Konzept und Songwriting überzeugen. Eine schöne, groovige Nummer die perfektes Westcoast Feeling vermittelt.
Bei den beiden anschließenden Songs „Comfort Me“ und „Blind“ gibt man endlich mal ein kleines bisschen mehr Gas als zuvor, bleibt aber immer im bandtypischen Midtemporythmus. Erst genannter Song kann sich auch direkt wieder als Hit und Tipp etablieren.
Gewinner des Mittelteils der Scheibe, der ansonsten etwas durchwachsen daher kommt, sind mit Sicherheit das eingängige „Believe in Magic“ und das groovige „The Walls“.
Durchwachsen trifft es dann leider auch bei der Umschreibung des letzten Drittels der Scheibe. Zwar sind die Songs absolut gut hörbar, allerdings fehlt ihnen einfach das gewisse Etwas um dauerhaft im Kopf zu bleiben.

Anspieltipps:

„Heaven`s Gate“, „Black Water“, „Comfort Me“, „Believe in Magic” sowie “The Walls”.

Fazit :

Im Vergleich zum Vorgängerscheibe im letzten Jahr konnte man sich erneut steigern und hat auch einige Hits parat die AOR und Westcoast Fans auf jeden Fall zu sagen sollten!
Im weiteren Verlauf haben sich halt aber auch einige Standardsongs eingeschlichen die eine höhere Benotung verhindern, aber das hitfähige Material überzeugt auf ganzer Linie und somit kann man den Jungs auf jeden Fall zu einer abwechslungsreichen und starken neuen Veröffentlichung gratulieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Heaven`s Gate
02. Black Water
03. Comfort Me
04. Blind
05. Turn Back Time
06. Believe in Magic
07. The Walls
08. Dead Man Walk
09. So Long Ago
10. How can U say
11. Let the Children Dance
12. How Does it Feel

Julian

BLACK MAJESTY – Children of the Abyss

Band: Black Majesty
Album: Children of the Abyss
Spielzeit: 47:02 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Pride&Joy Music
Veröffentlichung: 21.09.2018
Homepage: www.blackmajetsy.com

Power Metal in Verbindung mit Australien, da denkt der findige Metaller direkt an die Jungs von BLACK MAJESTY. Mittlerweile ist man beim deutschen Label Pride&Joy Music heimisch geworden und veröffentlicht dort dieser Tage das siebte Studioalbum „Children of the Abyss“.
Viel geändert hat die Band wohl nicht im Vergleich zur letzten Scheibe, man war ja auch ganz gut unterwegs.
Erneut sitzt mit Roland Grapow (MASTERPLAN) derselbe erfahrene Produzent am Mischpult, was der Platte nur gut getan haben kann.
So weit so gut also, widmen wir uns mal direkt dem Openersong „Dragons Unite“. Hier geht es direkt ohne eine großartige Einleitung in die Vollen und wir bekommen einen kraftvollen Midtemposong um die Ohren geballert.
Schnell und schlagfertig legt man dann anschließend mit „Something`s Goin On“ und dem Titeltrack „Childrem of the Abyss“ nach. Letzterer ist eine eingängige Doublebass Abrissbirne die direkt auf unsere Hitliste wandert.
Und apropos Hitliste dort landet dann auch das direkt im Anschluss folgende „Hideaway“ welches ebenfalls super eingängig geraten ist.
Die Songs im Mittelteil sind dann aber Standardmetaltracks die nicht besonders auffallen, aber auch nicht besonders schlecht gemacht sind. Kann man hören, muss man aber nicht.
Wesentlich besser wird es dann erst wieder bei den letzten beiden Nummern „Nothing Forever“ und „Reach into Darkness“ wo man dann wieder an das Qualitätsniveau der ersten Tracks anschließen kann!
Der Gesamteindruck wird dann aber doch etwas durch den schwächeren Mittelteil getrübt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Dragons Unite“, „Children of the Abyss“, „Hideaway“ und „Reach into the Darkness“.

Fazit :

Schon in meinem Fazit zur letzten Scheibe nahm ich das Wort routiniert in den Mund. Und selbiges muss ich auch jetzt wieder benutzen, denn erneut zockt man sich hier zwar ziemlich routiniert durch die Scheibe, aber es gibt insgesamt doch den ein oder anderen Standardtrack zu viel und DER Überhit ist ebenfalls wieder nicht auszumachen.
Dies führt dazu das die Benotung dann doch etwas abfällt im Vergleich zum Vorgänger wo der obere Umstand noch als Ausrutscher zu werten war.
Fans der Band und des Genre können hier aber trotzdem noch ohne Probleme zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dragons Unite
02. Something`s Goin On
03. Children of the Abyss
04. Hideaway
05. Wars Greed
06. Always Running
07. So Lonely
08. Sanctified
09. Nothing Forever
10. Reach into Darkness

Julian

MANIMAL – Purgatorio

Band: Manimal
Album: Purgatorio
Spielzeit: 42:00 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 07.09.2018
Homepage: www.manimal.se

Ganz ehrlich: Alben, die über eine Stunde Spieldauer haben und sich pro Song auch mal sieben bis acht Minuten Zeit lassen, sind an sich ’ne feine Sache. Aber ein Album, das über 42 Minuten kurz und knackig neun Songs im Drei-bis-fünf-Minuten-Bereich raushaut, ist doch zwischendurch auch mal erfrischend und umgeht sogar noch die Gefahr, sich über die letzten zwanzig Minuten nur noch zu wiederholen.
MANIMAL haben mit “Purgatorio” ein ebensolches kurzweiliges Heavy-Metal-Album vom Stapel gelassen, das nach dem Erfolg gerade ihres zweiten und bis vor kurzem aktuellen Albums “Trapped In The Shadows” ziemlich hohen Erwartungen ausgesetzt war. Die Produktion des neusten Releases der Göteborger ist rund und kraftvoll, meckern kann man hier nicht. So sieht’s auch hinsichtlich der Leistung der Instrumentalfraktion aus, die gekonnt und professionell Samuel Nymans starke Gesangsleistung hinterlegt.
Stilistisch lässt sich die Scheibe ungefähr mit einer Kollaboration von JUDAS PRIEST und KAMELOT vergleichen. Sie legt ein paar mehr ruhige Momente an den Tag, als man es von PRIEST-Hitalben wie “Painkiller” kennt, orientiert sich in etwa zu gleichen Teilen an Alben dieser Zeit wie auch an solchen etwas “softer”-rockigen aus früheren Tagen der Briten und fügt dem ganzen dann eine angemessene Portion KAMELOT-Emotionen hinzu, inklusive dezent eingesetzter Synths.
Nach dem straighten “Black Plague”, das einen angemessenen Opener darstellt, folgt mit dem Titeltrack ein melodischer und tendenziell melancholischer Track, der sich akut ins Ohr zu fressen weiß und von vorne bis hinten einfach überragend geschrieben ist. Mit “Manimalized” wird es anschließend wieder klassischer, hier dominiert eindeutig wieder der NwoBHM-Anteil.
“Spreading The Dread” ist eine böse stampfende Angelegenheit und der kürzeste Song des Albums, weswegen man sich unnötigen Ballast in Form eines Prechorus souverän gespart hat. Kurzweilig, auch eher melodieorientiert, gut feierbar. Im Anschluss geht es mit “Traitor” zurück in etwas britischere Gefilde, mit zwei-oktavigen Vocals und einem klassischen Ein-Wort-Chorus, und “Behind Enemy Lines” marschiert wieder im Midtempo aus den Boxen und hat einen schweren, machtvollen Refrain im Gepäck. Richtig stark wird es dann noch einmal mit “Denial”, ebenfalls Midtempo, recht keyboardlastig. Nyman halfordet löblich und der Chorus leistet wieder mal ganze Ohrwurmarbeit.
Zum Schluss dann mit “Edge Of Darkness” und “The Fear Within” einmal mit einem etwas lästigen Keyboard-Teppich hinterlegte Power-Metal-Kost, die an irgendein spezielles Lied von KAMELOT erinnert, dabei aber gut Spaß macht, und einmal einen recht episch ausfallenden mit BATTLE-BEAST-”Out Of Control”-Gedenkriff versehenen Endtrack.
Wohl der größte Vorteil an “Purgatorio”: Auch die weniger starken Songs auf dem Album klingen in sich absolut harmonisch. Band und Sänger funktionieren bestens miteinander und der Stil der Schweden wirkt an keiner Stelle gezwungen innovativ zusammengeschustert. Dazu eine gute Portion Hitpotenzial; Wenn so das Fegefeuer klingt, darf man gespannt auf die Hölle sein.

Anspieltipps:
“Purgatorio”, “Denial”, “Traitor” und “Manimalized”

Fazit:
Die Einflüsse von MANIMAL sind unüberhörbar, doch ist “Purgatorio” alles andere als stumpfe Kopiererei. Den Jungs steht, so lässt sich vermuten, eine dicke musikalische Zukunft bevor und jeder, der Interesse an partytauglichem Heavy Metal der alten Schule mit neueren Power-Metal-Einflüssen hat, könnte an “Purgatorio” eine Menge Freude haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Plague
02. Purgatorio
03. Manimalized
04. Spreading The Dread
05. Traitor
06. Behind Enemy Lines
07. Denial
08. Edge Of Darkness
09. The Fear Within

Jannis

HOPELEZZ – Stories Of A War Long Forgotten

Band: Hopelezz
Album: Stories Of A War Long Forgotten
Spielzeit: 51:45 min
Stilrichtung: Modern Metal, Thrash Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 24.08.2018
Homepage: www.hopelezz.de

Es ist schon sehr mutig, mit dem gerade mal dritten Studioalbum gleich ein Konzeptalbum rauszuhauen. Konzeptalben sind häufig eine sehr schwierige Sache und ebenso häufig geht die Musik einfach im Konzept unter. Und sehr häufig will man einfach nur noch weinen. Aber nicht bei diesem Werk. HOPELEZZ haben hier einiges komplett richtig gemacht. Mit ihrem neuen Werk „Stories Of A War Long Forgotten” geht das Quartett aus Wuppertal (Achtung: Schlechtes Wortspiel) definitiv nicht über die Wupper. Einiges ist vielleicht noch nicht ganz so ausgefeilt, aber für die erst dritte Scheibe – und das dann gleich als Konzeptalbum – ist den Jungs ein wirklich gutes Werk gelungen. Und mittlerweile scheint es auch, als ob HOPELEZZ nach ihrer Gründung 2008 so langsam ihren eigenen Stil finden, trotz der deutlichen Anleihen an MACHINE HEAD oder TRIVIUM. Der zweifache Emergenza-Bandcontest-Sieger ist auf einem guten Weg nach oben. Das zeigt sich auch als Support für Bands wie EKTOMORF, SOULFLY, WALLS OF JERICHO oder auch SIX FEET UNDER.

Inhaltlich beschäftigt sich „Stories Of A War Long Forgotten“ – wie der Name schon sagt – mit dem Krieg und zwar mit dem Krieg, der in die Welt entlassen wird um uns für die Sünden büßen zu lassen. Es ist der persönliche Krieg, die Kämpfe des Einzelnen, der Kampf zwischen Himmel und Hölle, der Kampf gegen die Verrohung der Gesellschaft. Das Konzept funktioniert größtenteils auch sehr gut, wobei aber noch ausreichend Luft gelassen wurde.

HOPELEZZ steuern auch gleich zwei deutschsprachige Songs bei, die stellenweise sehr platitüdenhaft sind und etwas mehr sprachliche Finesse vertragen könnten. Dennoch kann der Opener „Ich Bin Krieg“ überzeugen. Mit einschmeichelnder Stimme und leisen Tönen wird eine leicht unheilvoll melancholische Stimmung erzeugt, die sich dann urplötzlich dramatisch und mit kraftvollen Shouts unterlegt in die gefühlte Winternacht ergießt. Der Krieg ist in die Welt gekommen. Musikalisch ein guter Einstieg in das 12 Stücke umfassende Gesamtwerk.

Die nachfolgenden Songs können dann wieder mit Tempo, Härte, brachialen Riffs überzeugen. „War Against War“ oder „The Beast“ zeigen, wo HOPELEZZ hinwollen. Der Mix aus brachialem Metal und eindringlichen Melodien geht sofort ins Ohr und lässt einen nicht stillstehen. So richtig Thrashig wird es allerdings erst mit „Let Their Cities Burn“, allein der Refrain mit Klargesang und eingängiger Melodie unterbricht die thrashigen Strophen. Eine gekonnt gute Mischung. Das anschließende „Through Hell“ lässt einen mit seinem balladesken Einstieg kurz innehalten. Trotz des kraftvollen Gesangs ist der gesamte Song ruhiger, was bei HOPELEZZ aber definitiv nicht langweilig heißt.
Auch eine Coverversion, nämlich BONNIE TYLERs „Holding Out For A Hero“ hat es auf „Stories Of A War Long Forgotten” geschafft. Gut gemacht, aber stilistisch nicht ganz passend. Hier wäre mir ein eigener Song dann doch deutlich lieber gewesen. Den Abschluss nach knapp 50 Minuten bildet wieder ein deutschsprachiges Werk. „Vom Letzten Tag“ schließt die Erzählung der vergessenen Kriege perfekt ab und ist ein würdiger Abschluss für „Stories Of A War Long Forgotten“.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass HOPELEZZ trotz einiger kleiner (aber wirklich sehr kleiner) Schwächen ein doch sehr gutes drittes Album auf den Weg gebracht haben. Vielleicht sogar das Beste in ihrer noch kurzen Karriere. Wer die Jungs bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte das schnellstens nachholen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ich Bin Krieg (Intro)
02. War Against War
03. The Beast
04. The Only Way
05. War Long Forgotten
06. Let Their Cities Burn
07. Through Hell
08. What You Deserve
09. A Prayer For Better Days
10. This Must Not Be The End
11. Holding Out For A Hero (Bonnie Tyler Cover)
12. Vom Letzten Tag

Tänski

SOULHEALER – Up from the Ashes

Band: SoulHealer
Album: Up from the Ashes
Spielzeit: 46:09 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 14.09.2018
Homepage: www.facebook.com/soulhealermusic/

Ach schau mal an, da haben die finnischen Metaller von SOULHEALER doch mal klamm und heimlich das Label gewechselt! War man bislang bei dem deutschen Label Pure Steel Records unter Vertrag versucht man es nun mit dem neuen vierten Album „Up from the Ashes“ beim griechischen Label Rockshots Records.
Ob dieser Schritt richtig war, wird man erst im Nachgang sagen können, die Band ist auf jeden Fall schon mal absolut überzeugt von ihrem neuen Werk und meint sogar das man sich nun endlich ordentlich Zeit genommen hat zum Komponieren, was wohl bei den beiden Vorgängeralben „Bear the Cross“ und „Chasing the Dream“ nicht der Fall war…Na dafür hat man aber ordentlich Punkten bei uns dafür abgeräumt ; )
Egal, das ist Vergangenheit, wenden wir uns nun der Zukunft zu und horchen in den Opener und Titeltrack „Up from the Ashes“ rein. Dieser begeistert direkt von Beginn an und kann absolut überzeugen! Ein würdiger Titeltrack und Opener, ab damit auf die Hitliste.
Auch die folgenden Tracks sind schön im Midtempobereich gehalten, sind eingängig gehalten und können direkt überzeugen.
Glanzpunkte sind hier mit Sicherheit das melodische „Fly Away“ und das epische „Sins of my Father“, welche sich ebenfalls direkt auf unserer Hitliste wiederfinden.
Richtig schlechte Tracks hat man auch in der Folge nicht anzubieten, als weiteren Glanzpunkt fällt noch „The Final Judgement“ auf.
Das letzte Drittel wird dann vom langsamen Stampfer „Behind Closed“ Doors“ ordentlich eingeleitet und vom epischen und überlangen „Land of the Free“ so abgeschlossen wie die Platte auch angefangen hat, richtig stark!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Up from the Ashes“, „Fly Away”, “Sins of my Father”, “The Final Judgement” und “Land of the Free”.

Fazit :

SOULHEALER bleiben sich auch nach ihrem Labelwechsel absolut treu und können auch mit ihrem neuen Album rundherum überzeugen!
Es gibt eigentlich so gut wie keine Ausfälle auf dem neuen Diskus und man hat auch erneut ein paar Hits parat.
DER absolute Übersong fehlt hier vielleicht, aber ansonsten gibt es wenig zu meckern!
Daher gibt es von mir auch eine glasklare Kaufempfehlung für die geneigte Anhängerschaft mit der entsprechenden Benotung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Up from the Ashes
02. Through Fire and Ice
03. Fly Away
04. Sins of my Father
05. Prepare for War
06. Pitch Black
07. The Final Judgement
08. Behind Closed Doors
09. Am I in Hell
10. Land of the Free

Julian