KANE ROBERTS – The New Normal

Band: Kane Roberts
Album: The New Normal
Spielzeit: 41:56 min
Stilrichtung: Hard Rock, Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.facebook.com/kane.roberts2

KANE ROBERTS ist nicht gerade das, was man eine Koryphäe auf seinem Instrument nennt. Das, was der ehemalige Alice Cooper Gitarrist spielt ist solide, aber nie beeindruckend. Dieses Adjektiv war schon immer für die imposante physische Präsenz des Bodybuilders reserviert. Dennoch haben mir seine vergangenen Soloalben, allen voran „Saints and Sinners“ (1991) gut gefallen. Als im Vorfeld der neuen Veröffentichung die Info die Runde machte, dass ROBERTS alter Kumpel Kip Winger beim Songwriting seine Hände mit im Spiel hatte (und davon versteht der gute Herr Winger bekanntermassen einiges), so war die Vorfreude gross.

Leider kann „The New Normal“ die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Als erstes schlägt mir der Klang der Scheibe sauer auf: Erzwungen auf modern getrimmt, bollern vor allem die Drums reichlich gewöhnungsbedürftig durch die Produktion. Auch an anderen Stellen hat man das Gefühl, die Suche nach dem Gesamtsound des Albums wäre nie ganz bis zu Ende gekommen. Dass Roberts in den Jahren seiner Abstinenz von der Musik wie durch ein Wunder nun zum begnadeten Saitenakrobaten gewachsen wäre hat wohl niemand erwartet. Entsprechend hölzern tönen die Soli wie z.B. in „Wrong“ aus den Boxen. Richtig gut sind ROBERTS und seine zahlreichen Mitstreiter meistens dann, wenn relativ straight nach vorne gerockt wird. So ist das von einem Nita Strauss Solo veredelte „King Of The World“ ein klassischer Rocker der alten Schue. Auch der Opener „Above And Beyond“, welcher zusammen mit Kip Winger, Paul Taylor (Winger) and Ken Mary (u.a. Fifth Angel, House of Lords) eingespielt wurde ist ein brauchbarer Song. Leider gibt es auf „The New Normal“ aber zuviele Experimente zu hören. Während „Beginning Of The End“ mit Alica Cooper und Alissa White-Gluz (Arch Enemy) noch seine Momente hat (wenn das Ganze auch etwas verwooren daher kommt), so hat man bei Tracks wie „Leave Me In The Dark“ oder „Who We Are“ immer das Gefühl als wenn vergessen wurde die Handbremse zu lösen. Aber, und das nötigt mir bei einem solch „alten“ Haudegen Respekt ab, die Scheibe ist abwechslungsreich und traut sich was. Was unterm Strich dann doch noch einiges rausreisst.

Tja. Das grösste Problem an „The New Normal“ ist die ziemlich wirre Stilitsik des Materials. Auch wenn es mich eigentlich freut festzustellen, dass auf dem Frontiers Label mal endlich eine Scheibe erscheint, die so was von gar nicht ins typische Frontiers Muster passt, so ist das Resultat doch ernüchternd. Man kann sich die Scheibe durchaus schönhören. Das braucht aber einige Umdrehungen und leider sind die starken Tracks zwischen zuviel Füllern versteckt. Schade, da wäre noch mehr drin gewesen

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Above And Beyond
02. Beginning Of The End
03. Who We Are
04. Wrong
05. Forever Out Of Place
06. King Of The World
07. Leave Me In The Dark
08. Wonderful
09. Leave This World Behind
10. The Lion’s Share

Mario

SEBASTIEN – Behind The World (EP)

 

SEBASTIEN – Behind The World

Band: Sebastien
Album: Behind The World (EP)
Spielzeit: 15:50 min.
Stilrichtung: Power Metal, wenn man so will
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 01.02.2019
Homepage: www.sebastienofficial.com

Alter, was hab ich bei SEBASTIENs neuer EP “Behind The World” hinsichtlich der Bewertung mit mir gehadert. Das totale Wechselbad der Gefühle habe ich beim Hören der vier Tracks durchlebt und muss nun aufgrund meiner Unfähigkeit, eine angemessene Entscheidung zu treffen, tatsächlich zwei Rezensionen schreiben, die zweite als Reaktion auf die erste. Vorher die Sidefacts und alles, worauf sich meine zwei Meinungen einigen können: Nach dem über weite Teile extrem starken “Act Of Creation” und einigen Auftritten mit den nicht minder starken SQUEALER hat nun die neue EP der tschechischen Power-Metaller von SEBASTIEN das Licht der Welt erblickt. Modern produziert und erneut mit dem begnadeten George Rain am Mic werden die Ohren der Hörer über knapp 16 Minuten liebevoll umschmeichelt, als Gastsänger ist zudem BEAST IN BLACKs Yannis Papadopoulos, das neue Popsternchen am Power-Metal-Himmel, am Start.

Rezension 1: Was hingegen nicht am Start ist, sind Rhythmusgitarren. Die wurden so dermaßen hart hinter die Synths gemischt, dass man sie nur am Anfang von “Sweet Desire” mal über mehr als nur ein paar Sekunden erkennen kann, ohne Gefahr zu laufen, sie einfach mit einem stärker distorteten Bass oder einem böseren tiefen Synthesizer zu verwechseln. Die Position der Gitarren übernehmen die Keyboards. Die kleistern jeden Song von Anfang bis Ende zu, ob als Pad-Teppich beim Synth-Pop-Song “Mirror On The Wall” oder in Form aggressiv bratender Saw-Synths im Disco-Metal-Track “Fight For Love”. Es spricht ja nichts gegen eine ordentliche Menge Synths im Power Metal, aber ernsthaft: Track 1 ist ’n Radio-Pop/Rock-Song mit Schellenkranz und cleanen Rhythmusgitarren (Die hört man sogar), Track 2 Disco-BummZapp-Metal ohne hörbare Gitarren und Track 4 ist gothisch angehauchter Synthpop mit verdammten E-Drums. Lediglich Track 3 (Und es will was heißen, wenn ein Track namens “Sweet Desire” der härteste Track auf der gesamten EP ist) ist ansatzweise gitarriger Power Metal, aber nicht auf dem Niveau der besseren Songs des Vorgängeralbums. Freunde, wenn Ihr Euch in eurem damals gewählten Genre nicht wohlfühlt, dann gebt es doch einfach zu.

WERTUNG:

 

 

Rezension 2: Jut. Man darf an dieser Stelle halt auch nicht vergessen, dass es sich um eine EP handelt. Und EPs klingen oftmals ein wenig anders als der Rest der Veröffentlichungen einer Band. Auch mir sind die Gitarren zu leise, aber wenn ich einmal verarbeitet habe, dass “Behind The World” zu mehr als 50% eben eher synthig und radiokompatibel ist, und dies akzeptiere, so muss ich ehrlich sagen: Gerade Track 1 und 4 gehen brutal ins Ohr, liefern einwandfrei eingängige und teils Gänsehaut erzeugende Melodien, die in absolut geile Arrangements eingebunden sind (Ich höre aus “Mirror On The Wall” neben Oldschool-Gothic-Inspiration tatsächlich leichte MAGNA-CARTA-CARTEL-Einflüsse heraus). Klar, da steckt viel aus dem Computer dahinter. Aber wer dafür verantwortlich ist, der weiß mit dem Ding auch umzugehen, gerade die Produktion der Synths ist herausragend. Auch Track 2 und 3 wissen zu gefallen, wenn man mal davon absieht, dass SEBASTIEN ihre Gitarren vermutlich auf Tour verloren haben. Track 2 mit Yannis ist einwandfreier BEAST-IN-BLACK-Metal und Track 3 hätte man so auch auf “Act Of Creation” finden können. True ist das alles nicht. Heavy auch nicht. Größtenteils auch nicht Metal. Ordentlich Spaß macht es nichtsdestotrotz. Guilty Pleasure in Reinform und ich schäme mich nicht, das zuzugeben!

WERTUNG:

 

 

Fazit (Versuch einer Einigung): Man kann wohl so verbleiben, dass SEBASTIEN dringend geraten sei, auf dem nächsten Album die Gitarren wieder lauter zu drehen und den Metalanteil wieder auf über 50% zu pushen. Aber als das, was es ist – poppige keyboardlastige Mucke mit massig Ohrwurmpotenzial – macht “Behind The World” absolut nichts falsch, im Gegenteil. Man darf abwarten, ob dieser Stil bei SEBASTIEN nun zur Gewohnheit wird. Das wäre schade, doch als kleiner Ausflug in (noch) poppigere Gefilde ist die EP schon eine korrekte Sache.

 

Trackliste:

01. Behind The World
02. Fight For Love (feat. Yannis Papadopoulos)
03. Sweet Desire
04. Mirror On The Wall

Jannis

WITHIN TEMPTATION – Resist

Band: Within Temptation
Album: Resist
Spielzeit: 47.35 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Universial / Vertigo
Veröffentlichung: 01.02.2019
Homepage: www.resist-temptation.com

„Wir waren irgendwie durch mit Orchestern und klassischen Metal-Riffs, das haben wir schon Tausende Male zuvor gemacht“. Wir suchten und fanden also Wege, das Ganze rauer und moderner klingen zu lassen, das Album ist härter, dreckiger und futuristischer als alles, was wir bisher gemacht haben. „

Soweit die Selbsteinschätzung von WITHIN TEMPTATION zum neuen Album ‚Resist‘.

Manchmal dauert es eben etwas länger, nun aber hat die Symphonic Metal Institution WITHIN TEMPTATIONihr 2018er Album „Resist“ veröffentlicht. Ende des letzten Jahres, während die Vorband das WT Konzert in Köln eröffnet, kam die Meldung, dass die geplante Veröffentlichung auf Februar 2019 verschoben wurde.
Nach scheibchenweise Vorabveröffentlichung der halben Platte haben die Holländer nun das Werk im Ganzen geliefert.
WITHIN TEMPTATION haben mit „The Unforgiven“ ein Ausnahmewerk nicht nur im Genre geschaffen und mit „Hydra“ einen zumindest ordentlichen Nachfolger präsentiert, heißt, die Messlatte hat schon Höhe.
Eröffnet wird der Zehner Reigen mit „The Reckoning“, ungewohnte Keyboardsounds lassen direkt die Stirn kräuseln, bevor es im Refrain doch unverkennbar zum WITHIN TEMPTATION Song wird. Hier darf Papa Roach Sänger Jacoby Shaddix zum Duett mit Sängerin Sharon del Adel beitragen und gemeinsam stampfen sie durch einen guten Opener.
Das folgende „Endless War“ ist ein richtig guter Popsong mit fetten Gitarren, während „Raise your Banner“ schon bewiesen hat, dass es live ordentlich knallt.
„Supernova“ geht sofort ins Ohr, hat ordentlich Fahrt und ist sicher ein Highlight des Albums, wo hingegen „Holy Ground“ mehr dem WITHIN TEMPTATION Charakter entspricht, aber als Song nicht ganz die Qualität hat.
Gemächlicher kommt „In Vain“ daher und droht ein wenig im Bombast zu ersticken. Der Song fällt etwas aus dem Rahmen, da er wohl auch ursprünglich für Sharon del Adels Soloprojekt „My Indigo“ geplant war.
Völlig untypisch klingt das sehr getragene „Firelight“. Der Duettgesang mit Anders Friden (In Flames) hat durchaus seinen Reiz, wenn er auch die Hardcorefans sicher auf eine Probe stellt. Die Niederländer probieren sich aus auf „Resist“, das aber mit der Gewissheit, dass Sharon del Adels Gesang immer die Within Temptation Flagge schwingt.
Mehrheitlich die große Fanbase zufriedenstellen wird „Mercy Mirror“, weil s einfach ein guter, sehr hymnischer Song ist und weil er der Erwartungshaltung entspricht.
Und weil der letzte Eindruck bleibt, wird das Album nicht enttäuschen, denn das abschließende „Trophy Hunter“ überzeugt und groovt sehr ordentlich, zudem wird man daran erinnert, warum man der besseren Hälfte verboten hat Deko Gegenstände auf die Standboxen zu stellen.
Fazit: „Resist“ klingt anders, aber immer noch eindeutig nach WT. Die Band verlässt den Pfad des Gothic Metals und nähert sich unverkennbar dem Pop Bereich an, ohne ihre Wurzel zu verleugnen. Das Ganze kommt nicht nur vom Sound sehr cool rüber und wird sicher nicht alle begeistern, aber trotz der neuen Ausrichtung wissen die Holländer zu überzeugen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Reckoning
02. Endless War
03. Raise Your Banner
04. Supernova
05. Holy Ground
06. In Vain
07. Firelight
08. Mad World
09. Mercy Mirror
10. Trophy Hunter

Rüdiger König

Link zu “The Reckoning”

INGLORIOUS – Ride to nowhere

Band: Inglorious
Album: Ride to nowhere
Spielzeit:- min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.1.2019
Homepage: www.inglorious.com

Nachdem die Rock-Garage bei der Bewertung des letzten INGLORIOUS Albums mit 9,5 euphorischen Punkten die Messlatte sehr hochgelegt hat, widmen wir uns nun dem Nachfolgewerk „Ride to Nowhere“.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Band in der Form, in der sie die Platte eingespielt hat, nicht mehr existent ist. Sänger Nathan James und seine gesamte Gitarrenfraktion, haben sich während der Produktionsphase entschieden, diese gemeinsam durchzuziehen, und anschließend getrennte Wege zu gehen.
Nicht nur unter diesem Aspekt ist die Qualität von „Ride to Nowhere“ außergewöhnlich gut. Erneut gelingt der Band um einen der charismatischsten Sänger des Genres ein sehr persönliches Album, welches insbesondere vom Songwriting lebt.
Die Briten arbeiten sehr schnell, vom vorgeschlagenen Riff bis zum kompletten Song vergeht nicht viel Zeit.
Das neue Werk klingt anders, ohne auf die klassischen Trademarks des britischen Hardrocks zu verzichten, es klingt reifer und härter.
Der Opener „Where are you know“ glänzt mit einer interessanten Strophe, bevor es im Refrain abgeht, wie das oft zitierte Zäpfchen.
„Never alone“ kommt etwas schleppender und ziemlich schnörkellos daher, wobei der Bombast Anteil im allgemeinen recht überschaubar ist.
Punkten kann auch das treibende „Liar“, die Akkordstruktur ist hier „very british“ angelegt und wird erneut vom glänzend aufgelegten James gepushed und getragen.
Etwas uninspiriert wirkt dagegen ‚Time to go‘, vielleicht der schwächste Song des Albums, der aber direkt durch das folgende,ruhigere “I dont know“ mit seinen überraschenden Tempiwechsel ausgeglichen wird.
Sehr interessant und abwechslungsreich im Songaufbau gelingt der Titeltrack „Ride to nowhere“, mit über sechs Minuten auch der längste auf der Scheibe. Hier werden INGLORIOUS dem Anspruch als Retter des britischen Hardrock sehr gerecht.
Recht spärlich instrumentiert lebt „Glory days „alleine davon, dass es ein genialer Song ist, wie ihn selbst INGLORIOUS nicht alle Tage schreiben.
Am Ende bleibt die Frage, Quo vadis, Inglorious?
Mittlerweile hat Mastermind Nathan James mit Vinnie Colla (Bass), Dan Stevens (Gitarre) und Danny Dela Cruz (Gitarre) schnellstmöglich die Mitstreiter gefunden, welche ihm helfen sollen, das Standing zu erreichen, an dem er so hart arbeitet und „Ride to Nowhere“ ist sicher kein Rückschritt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01 Where Are You Now?
02 Freak Show
03 Never Alone
04 Tomorrow
05 Queen
06 Liar
07 Time To Go
08 I Don´t Know You
09 While She Sleeps
10 Ride To Nowhere
11 Glory Days

Rüdiger König

STARBREAKER – Dyphosia

Band: Starbreaker
Album: Dyphosia
Spielzeit: – min
Stilrichtung: Hardrock/ Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.facebook.com/starbreakerofficial

Eine elfjährige Pause hat sich das Projekt STARBREAKER gegönnt, um nach dem fantastischen „Love´s dying Wish“ nun mit „Dysphoria“ Album Nummer drei zu präsentieren. In dieser Zeit sind speziell Tony Harnell´s Kurzzeitintermezzi bei seiner langjährigen Stammband TNT und SKID ROW im Gedächtnis geblieben, die seinen zahlreichen Fans eine ziemliche Achterbahnfahrt beschert haben. Alles Geschichte und soll hier nicht Grundlage der Review sein.
Zum ersten Mal hat sich der Kreativprozess ihres Albums über einen längeren Zeitraum erstreckt, aber man hört den beiden Hauptakteuren Tony Harnell und Magnus Karlsson (Primal Fear) die erneute Lust auf Fortführung ihres Projekts jederzeit an.
Großartige Gitarrenarbeit gepaart mit einer immer noch herausragenden Stimme. Harnell verwechselt man nicht, sondern man verfällt ihm.
Das STARBREAKER in der Lage sind hervorragende Songs zu schreiben, haben sie hinlänglich bewiesen, hier bestätigen sie es erneut. Jeder einzelne Track hat einen hohen Wiedererkennungswert und zündet ohne große Qualitätseinbußen auf hohem Niveau.
Dysphoria fehlt der Bombast zum Vorgängeralbum, ist straffer komponiert und somit etwas zugänglicher. Ein Album,von dem der Sänger behauptet, es wäre“ hübsch traurig und unendlich hoffnungsvoll“
Tony Harnell scheint erneut keine Tonlage fremd, und brilliert auf einem sehr songdienlich instrumentierten Grundgerüst.
„Pure Evil“ startet extrem heavy und versetzt den Hörer direkt wieder ein wenig in die seligen „The knights of the new Thunder /TNT Zeiten.
Etwas düstere Gitarren bekommen wir in „Wild Butterflies“, bevor es in den schmachtenden, schönen Refrain übergeht. Karlsson weiß sein Können punktgenau einzusetzen, sei es im Riffing oder im Soli.
Ob „How many more goodbyes „sich textlich doch mit Harnells traditionellen Bandwechseln beschäftigt, bleibt wohl sein Geheimnis, ein klasse Song ist es allemal.
Zum ersten Mal merklich ruhiger und tief emotional wird’s auf der Klavierballade „Beautiful One“, wo hingegen „Bright Star blind me“ wie die Blaupause des typischen Starbreaker Songs klingt, etwas getragener mit dezentem Piano im background, auf dem der Gesang sich austoben kann
„Fire away“ ist im Mittempo unterwegs und lebt von seinem schön arrangierten Melodiebogen im Chorus
Erneut in härteren Gefilden unterwegs ist das abschließende, kompromisslos gelungene Judas Priest Cover „Starbreaker“ ,auf dem Harnell nochmals sein Facettenreichtum beweisen kann.
Der Sound des Albums drückt ordentlich, die Band, die neben Harnell und Karlsson aus aus dem neuen Drummer Anders Köllerfors und Bassisten Jonny Lightfoot besteht sind präzise auf dem Punkt und Simone Mularoni (DGM) hat dem Ganzen den verdienten Sound gemischt.

Auf allen zehn abwechslungsreichen und gut umarrangierten Tracks wird Dysphoria ihrem Titel mal so gar nicht gerecht. Das Album wird ihre Fans sicher nicht enttäuschen und dürfte am Ende des Jahres zu den besseren Veröffentlichungen zu zählen sein.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Pure Evil
02. Wild Butterflies
03. Last December
04. How Many More Goodbyes
05. Beautiful Ones
06. Dysphoria
07. My Heart Belongs To You
08. Fire Away
09. Bright Star Blind Me
10. Starbreaker

Rüdiger König

Link “ Pure Evil” :

ANCIENT BARDS – Origine

Band: Ancient Bards
Album: Origine
Spielzeit: 62:36 min
Stilrichtung: Symphonic Epic Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.ancientbards.com

2014 gab es mit dem dritten Album und den Abschluss der Black Crystal Sword Saga das letzte Lebenszeichen der italienischen Band ANCIENT BARDS.
Nun kehrt man mit dem neuen vierten Album „Origine“ zurück und was muss ich lesen, es geht hier wieder weiter mit der Black Crystal Sword Saga, obwohl das letzte Album ja eigentlich der Abschluss sein sollte!
Naja manchmal erschließt sich nur den Musikern selbst die Albenlogik! Wie auch immer, so lange die Musik passt, kann uns der Rest ja egal sein.
Und ich denke nach dem das letzte Album auch schon sehr gelungen war und ein Fest für Freunde von Symphonic Klängen darstellte, können uns wir uns bestimmt auch dieses Mal auf eine tolle Mischung aus Epic und Symphonic Metal freuen.
Stilistisch wandert man also nach wie vor in altbekannten Pfaden und auch sonst ist alles beim Alten. Man hat nur nach eigener Aussage noch etwas an der Kompaktheit und Griffigkeit der Songs gearbeitet und wohl auch noch etwas Härte drauf gepackt. Von letzteren zeugen wohl die neu hinzugekommen Growls.
Der Titeltrack „Origine“, der eigentlich gar kein richtiger Track ist, eröffnet die neue Scheibe. Hier kommt ordentlich Cinema Feeling auf und der Hörer wird auf das vorbereitet was da nun folgen soll.
Die Videosingle „Impious Dystopia“ bringt dann zum ersten Mal richtig Leben und Bombast Symphonic Metal in die Bude! Fett produziert mit einem stimmungsvollen weiblichen Gesang von Fronterin Sara, die sich stimmlich nochmal im Vergleich zur letzten Platte verbessert hat, und den neu eingesetzten Growls von Gitarrist Simone, entwickelt sich eine flotte Midtemponummer die direkt haften bleibt und den ersten Anspieltipp darstellt!
Mit „Fantasy`s Wings“ und dem gefühlvollen „Aureum Legacy“ wird das eingeschlagene Niveau hochgehalten, wobei letztgenannter Track hier ganz klar als Sieger hervorgeht.
Apropos Gefühl, das kommt auch bei der anschließenden Halbballade „Light“ super rüber und somit gehört der Track auch ganz klar zu den Gewinnern der ersten Hälfte.
Im Mittelteil kann dann ganz klar „Titanism“ punkten bevor es dann mit großen Schritten in den letzten Abschnitt der Scheibe geht. Zuvor haben wir noch das überlange Zwischenstück „The Hollow“ was unglaublich atmosphärisch ist und ein Bindeglied in der Geschichte bzw. dem Konzept darstellt.
Als regulären Abschluss muss man dann noch das überlange, vierzehnminütige „The Great Divide“ hervorheben welches alle Stärken der Band nochmal vereint und wo man sich als Fan direkt absolut zu Hause fühlen sollte.

Anspieltipps:

„Impious Dystopia“, „Aureum Legacy“, „Light“, „Hollow” und “The Great Divide”.

Fazit :

Schon mit dem letzten Album „A New Dawn Ending“ hatten sich ANCIENT Bards im Genre der Symphonic Metalbands einen Namen gemacht und endlich ihren Stil gefunden!
Mit dem neuen Album kann man diese Position nochmal untermauern und mit Sicherheit dürfte hier kein Genre und Band Fan enttäuscht werden. Ganz klar beide Daumen nach oben für Italiener!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Origine
02. Impious Dystopia
03. Fantasy`s Wings
04. Aureum Legacy
05. Light
06. Oscurita
07. Titanism
08. The Hollow
09. Home of the Rejects
10. The Great Divide
11. Eredita Auera (Bonus Track)

Julian

DELFINIA – Deep Elevation

Band: Delfinia
Album: Deep Elevation
Spielzeit: 51:00 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: Januar 2019
Homepage: www.facebook.com/delfiniamusic

Die Band DELFINIA ist ein neues Projekt des Sängers Konstatin Naumenko und Daria Naumenko (SUNRISE).
Musikalisch ist man im Melodic Power Metal zu Hause und fühlt sich dem Sound von so Bands wie MASTERPLAN, AVANTASIA oder STRATOVARIUS hingezogen.
Nachdem man in den letzten Jahren zwei Singles auf den Markt brachte ist man nun bereit ein ganzes Album auf die Fangemeinde los zu lassen und so holte man sich noch etwas Verstärkung von einigen namenhaften Gästen, unter anderem Roland Grapow (MASTERPLAN), Olaf Thorsen (LABYRINTH, VISION DIVINE) oder Ross VC Thompson (VAN CANTO), und begann mit den Arbeiten am Debütalbum „Deep Elevation“ welches uns nun vorliegt.
Das Ganze wird in Eigenproduktion veröffentlicht.
Zu Beginn haben wir direkt den Titeltrack „Deep Elevation“ am Start. Dieser ist aber „nur“ ein Cinematic Intro weswegen wir schnell zum ersten richtigen Track „Loneliness“ springen. Hier wird uns kompakt ein Melodic Metal Midtempotrack um die Ohren gehauen der recht eingängig daher kommt und daher direkt haften bleibt. Der erste Anspieltipp also direkt (fast) zu Beginn.
Ähnliches kann man dann auch über das anschließende „The Fate“ sagen. Auch hier geht man kein großes Risiko ein, bewegt sich im angenehmen Midtempobereich und ist vom Refrain her recht eingängig unterwegs.
Im Mittelteil der Scheibe ändert sich an der bisherigen musikalischen Ausrichtung nicht viel, langsam wird das Ganze aber etwas eintönig, aber trotzdem kann man hier mit „I`m Here“ und „Do You Remember“ überzeugen.
So, ich hätte jetzt mal gerne etwas Abwechslung und nicht ständig dauernd den gleichen, drögen Midtemposongaufbau bitte!
Leider wird meine Bitte nicht ganz erhört, man versucht zwar ein wenig mehr Abwechslung oder Progressivität in den Songs „Call of the Wind“ oder „Eyes are Calling“ reinzubringen, aber so ganz überzeugen kann man dabei leider nicht.
Zwar gibt es immer noch den ein oder anderen tollen Song, Beispiel dafür ist „The Brightest Days“ oder das abschließende, gefühlvolle „Autumn Dream“, aber insgesamt bleibt man hier doch recht blass.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Loneliness“, „The Fate“, „I´m Here”, “Do You Remember” und “The Brightest Days”.

Fazit :

Das Debüt von DELFINIA krankt an einer großen Sache, es ist zu wenig Abwechslung vorhanden und fast immer bewegt man sich im gleichen Midtempobereich welchem man dann auch schnell überdrüssig wird!
Gute Songs sind zwar trotzdem dabei, das zeigen ja unsere Tipps, aber trotzdem muss man sagen kann einen das Album insgesamt nicht zu 100 % überzeugen und man ist hier eher im durchschnittlichen Bereich unterwegs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Deep Elevation
02. Loneliness
03. The Fate
04. The World of Dream
05. I`m Here
06. Do you remember
07. Heaven
08. The Brightest Days
09. Call of the Wind
10. Eyes are Calling
11. Autumn Dream

Julian

METAL INQUISITOR – Panopticon

Band: Metal Inquisitor
Album: Panopticon
Spielzeit: 42:30 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Massacre
Veröffentlichung: 18.01.2019
Homepage: www.metalinquisitor.de

Die Musikszene ist bunt gemischt: auf der einen Seite gibt es Acts die wie am Fliessband ein Album nach dem anderen raushauen (nach jemandem wie dem guten alten Axel Rudi kannst Du die Eieruhr stellen). Auf der anderen Seite sind dann solche Bands wie METAL INQUISITOR, die eine Scheibe erst dann rausbringen, nun ja, wenn sie halt fertig ist. Gut Ding will Weile haben. Wahrscheinlich spielt da die Tatsache, dass Genre Bands wie die Koblenzer das Ganze nur nebenbei machen können eine gewichtuge Rolle und da hat das Leben und der reguläre Job nun mal die Priorität. Seit der letzten (starken) Scheibe der Jungs („Ultima Ratio Regis„, 2014) sind nun auch schon wieder sage und schreibe 5 Jahre ins Land gezogen. Zeit also für neues Futter von den Traditionsmetallern.

„Panopticon“ bietet, das im Einklang mit den letzten Artworks gehaltene Cover lässt es bereits erahnen, im Großen und Ganzen das, was man von der Band gewöhnt ist und was man schätzen gelernt hat: zeitlosen Heavy Metal, der bei den neuen Songs überraschend deutlich mit deftigem Iron Maiden Einschlag daherkommt. Das war mir bei den vorangegangenen beiden Platten gar nicht so aufgefallen. Bei Tracks wie dem flotten Riffer „Change Of Front“ oder dem progressiv/episch angelegten „Re-Sworn The Oath“ wird sich mal an Iron Maiden der alten Schule (ersterer Track) mal an der neuzeitliche Ausrichtung der eisernen Jungfrauen orientiert. Die Kompositionen des Albums sind weitestgehend stark. Lediglich gegen Ende fällt die Qualität ein wenig ab. Produktionstechnisch gibt es nichts zu meckern, auch wenn der Sound nicht die Klasse das Vorgängers erreicht. Es klingt halt ein wenig schepprig und Sänger El Rojo kommt oftmals nicht gegen die restlichen Instrumente zur Geltung – was bei der prägnanten Stimme durchaus schade ist. Es klingt aber allemal authentischer als viele der üblichen Heimproduktionen (fettes Lob auf jeden Fall für den knurrigen Bass, der eine Menge Punch transportiert). Auch wenn nicht jeder Song auf „Panopticon“ ein absoluter Volltreffer ist und man sich das ein oder andere Gitarrensolo ruhig hätte sparen können, ist unterm Strich ein weiteres gutklassiges Album der Truppe zu verbuchen, die hier gelungene Imagepflege betreiben. Als Anspieltipps seien neben den bereits erwähnten Songs der Ohrwurm-Opener „Free Fire Zone“ sowie das straight nach vorne preschende „Beyond Nightmares“ ans Herz gelegt.

METAL INQUISITOR stehen für Qualitätsstahl made in Germany. Die Jungs zelebrieren Ihre Musik mit einer ansteckendenKonsequenz und sympatischen Augenzwinkern, was eine gelungene Mischung ergibt. Daher sollte der geneigte Heavy Metal Fan hier auch gar nicht lange zögern und die heimische Szene unterstützen. Euer Geld kann definitiv mieser angelegt werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Free Fire Zone
02. Change Of Front
03. Beyond Nightmares
04. Trial By Combat
05. Shock Tactics
06. Re-Sworn The Oath
07. Scent Of Fear
08. War Of The Priests
09. Discipline And Punish

Mario

VANDOR – In The Land Of Vandor

Band: Vandor
Album: In The Land Of Vandor
Spielzeit: 60:34 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Germusica
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.facebook.com/Vandorband

Ich denke nicht, dass das nur mir so geht: Kleine Power-Metal-Bands, die unbedarft und gut gelaunt 90er/Anfang-2000er Power Metal spielen, so zusammengestellt sind, dass die Kompositionen live ohne Backing Track und lediglich mit fest zur Band gehörendem Keyboarder intoniert werden können, und die mit leichter Power-and-Glory-Naivität klassische Melodien des Genres zu etwas eigenem gestalten, sind mir persönlich unmittelbar sympathisch. VANDOR ist eine dieser Bands.
Die 2015 in Göteborg gegründete Truppe hat ihr Debutalbum fertiggestellt und beweist bereits auf diesem, dass sie nicht nur Potenzial besitzt sondern dieses in solch jungen Jahren auch bereits ziemlich gut zu nutzen weiß.
Produziert wurde “In The Land Of Vandor” von der Band selbst, Mix und Mastering erfolgte durch Jason Carter. Ganz auf der Höhe der Zeit klingt das Endergebnis nicht, das ist bei dem Stil der fünf Schweden aber nicht schlimm und eher dem Nostalgiefaktor dienlich. Die gut gesungenen Vocals hätte man allerdings tatsächlich etwas liebevoller produzieren können. Hier fehlt ein Echo- oder Hall-Effekt, der den Vocals mehr Wucht verliehen hätte.
Musikalisch: Hervorhebenswert ist der geschmackvolle Einsatz der Keyboards durch Keytarist Uno Rosengren. Der verzichtet darauf, jeden Lied zu einem Keyboardmassaker mit Bandbegleitung umzugestalten, was bei so manch anderer neuerer Power-Metal-Band doch oftmals ein harter Kritikpunkt ist. Dezente Synths im Hintergrund, gut platzierte Soli, eine spaßige Soundauswahl; mit seinem Spiel verleiht Uno “In The Land Of Vandor” eine anständige Würze, ohne das Ding zu versalzen. Ebenso der Bass (Alve Bjerde), der auch öfters mal in den Vordergrund darf und beste Arbeit leistet, zu überprüfen beispielsweise bei den MAIDENigen Bassläufen auf “Possessive Eyes”, das vergleichsweise rockig ausfällt und dessen Akustikversion am Ende des Albums unerwarteterweise sehr gut gelungen ist.
Auch sonst lassen VANDOR sich hinsichtlich des gegebenen Abwechslungsreichtums nicht lumpen. “With Bleeding Hands I Stand” ist eine kraftvolle Power-Metal-Ballade mit Wums, “The Land Of Vandor” feinster fröhlich-hurtiger Stoff ganz im Sinne von etablierten Vertretern des Genres wie POWER QUEST und “Serving Their Needs” überzeugt mit 6er-Takt auf 4er-Takt-Drums, leicht gothischem Background-Klaviermotiv und einer Mischung aus Melancholie und Positivität, die dem Gefühl nahekommt, dass einen ergreift, wenn man im Begriff ist, das letzte Stück Pizza zu essen.
Dazu kommt ein 14-Minuten-Song, der abwechslungsreich konzipiert ist und gelegentlich mit dem Taktmaß spielt (“Uncover The Earth”), mehr klassischer Power Metal mit coolem Solopart (“Wrath Of Night”) und noch ein paar weitere gelungene Tracks.
Klar, auch wenn zwischendurch modernere Züge durchkommen: “In The Land Of Vandor” ist nicht besonders innovativ und hat durchaus eine Menge Parts am Start, die eben dem Standard des Genres entsprechen. Dennoch wird der Freund klassischem Power Metals auf der Platte einige Überraschungen erleben und über eine Stunde Spielzeit doch zumeist sehr gut unterhalten sein. Schöne Sache, insbesondere für ein Debut!

Anspieltipps:
“Serving Their Needs”, “The Land Of Vandor”, “Possessive Eyes” und “Warriors Of Time”

Fazit:
Hoffentlich verfolgen VANDOR ihren Stil auf zukünftigen Veröffentlichungen weiter und verzichten auf den überproduzierten Discosound, dem momentan so viele verfallen. Handgemachter Power Metal älterer Schule, mit Freude gespielt und durchaus originell. Und bitte beachtet den Blick des Drachen auf dem Cover.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dark Times
02. Wrath Of The Night
03. Beneath The Sky
04. Warriors Of Time
05. Possessive Eyes
06. Uncover The Earth
07. Serving Their Needs
08. With Bleeding Hands I Stand
09. The Land Of Vandor
10. In The Shadows
11. Possessive Eyes (Acoustic)

Jannis

MAGNUM – Live at the Symphony Hall

Band: Magnum
Album: Live at the Symphony Hall
Spielzeit: – min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: SPV/Steamhammer
Veröffentlichung: 18.01.2019
Homepage: www.magnumonline.co.uk

Welcome to an evening with ….MAGNUM !
„Live at the Symphony Hall“ in Birmingham die neue Live CD der britischen Hardrock-Dauerbrenner.
MAGNUM touren gerne und erfolgreich und, soviel darf man vorwegnehmen, das hört man der authentischen Aufzeichnung des Abschlusskonzerts zur 42 Städte umfassenden Konzertreise auch an.
Ich durfte die Band letztes Jahr zweimal live erleben, Freunde großer Setlistveränderungen sind sie nicht, da sind die Briten eher Gewohnheitstiere. Wer allerdings genauer hinhört, entdeckt den Variantenreichtum insbesondere bei der Darbietung der bekannten Klassiker, sei es im Tempo oder Arrangement des Songs.
Dass was sie spielen sitzt, nimmt das Auditorium mit und diese Liveatmosphäre wird auf dem Album deutlich. Man spürt, die Band wird von ihren Fans verehrt. Sie sind nicht gekommen, um irgendwelchen Altrockern ein letztes Mal zu huldigen, sondern um einige ihrer Lieblingssongs gemeinsam mit der Band abzufeiern, egal ob neueren oder älteren Datums.
Wenn auf „Lost on the Road of Eternity“, dem Titelstück der letzten Studioarbeit, Tobi Sammet (Avantasia) zum Duett erscheint erreicht die Stimmung auch in Rille gepresst, zum ersten Mal ihren Höhepunkt.
Das Bob Catley mittlerweile 72 Jahre alt ist und einen großen Teil davon auf Tour verbracht hat, hört man seiner Stimme an, die fehlenden hohen Töne macht der charismatische Sänger aber durch seine immense Erfahrung allemal wett.
Auch die Integration der nicht mehr ganz neuen Bandmitglieder Rick Benton (keys) und Lee Morris.(drums) ist erfolgreich abgeschlossen und lässt MAGNUM auch live frischer klingen, was nicht zuletzt eine zehnminütige Version von „How far Jerusalem“ vom Storytelleralbum belegt.
Darüber hinaus sind „Show me your hands“, „All England’s Eyes“ und nicht zuletzt „Don´t wake the lion“ allesamt Songs, über deren Livewirkung man keine großen Worte verlieren muss.
Das ganze Werk macht Spaß und hat eigentlich nur einen Fehler, es ist leider nur eine CD und kein filmischer Blu-ray Mitschnitt, verkürzt aber sicherlich die Zeit, bis wir uns über ein neues Studioalbum freuen dürfen.

WERTUNG:

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Trackliste:

CD 1

01. When we were younger
02. Sacred Blood `Devine`Lies
03. Lost On The Road To Eternity
04. Crazy Old Mothers
05. Without Love
06. Your Dreams Won´t Die
07. Peaches And Cream
08. How Far Jerusalem

CD 2

01. Les Morts Dansant
02. Show Me Your Hands
03. All England´s Eyes
04. Vigilante
05. Don´t wake The Lion
06. The Spirit
07. When The World Comes Down

Rüdiger König