VOLSTER – Arise

Band: Volster
Album: Arise
Spielzeit: 53:43 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: ROAR! – Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 13.11.2020
Homepage: www.facebook.com/volsterband

Als VOLSTER 2018 ihr Debutalbum veröffentlichten, waren sie bereits eine kleine Überraschung. In ihrem satten Rock doch gar nicht mal anfängerhaft klingend, mit netten kleinen Experimenten, durchgängig unterhaltsam, auch wenn der eigene Stil vielleicht noch nicht so ganz gefunden war.
Letzteres hat sich 2020 offensichtlich geändert (und ich rede hier nicht von der POWERWOLFschen Art der Stagnation auf einer guten Stilidee). Aber von vorne: VOLSTER sind ein schwedisches Duo, bestehend aus Sänger und Gitarrist Ulf Anderson und Bassist Henrik Lundberg, zeitweise unterstützt von Andreas Langen (Gitarren) und Drummer Mattias Erikson. VOLSTER sind außerdem ziemlich gute Soundmixer und Bekannte von Thomas “Plec” Johansson, der sehr gut mastern kann. Nicht zuletzt haben VOLSTER Gitarrenmusik mit der Muttermilch aufgenommen und haben. Richtig. Bock.
Bock auf Weiterentwicklung, Bock auf Etablierung eines eigenen Stils und Sounds, und das haben sie auf ihrem jüngst releasten zweiten Streich “Arise” absolut geschafft. Glücklicherweise lebt der eigene Stil/Sound allerdings durch seine Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit innerhalb des gewählten, melodieorientierten Grundstils. Weggefallen sind die Stoner-Nuancen, die auf dem Vorgänger insbesondere bei “Babylon” zum Vorschein kamen. Neu hinzugekommen sind hingegen Prog- und (hinhören, liebe Garagen-Freunde), AOR-Akzente. Gut, AOR kann jeder, der die vier immer gleichen Grundakkorde kennt und die dicken Synth-Chords parat hat, die einzigen Zutaten so manchen AOR-Albums. Prog kann jeder mit ’nem Orgelsound, der in seinen Track nachträglich einen Schlag pro Takt mehr reinpackt. VOLSTER reichen die Basics allerdings nicht, wie sich bereits beim Opener “Revolution” zeigt. Ja, der Chorus ist fröhlich und tendiert ziemlich gen AOR, überzeugt allerdings mit smarter Harmoniefolge, und die Strophe ist straight rockig gehalten mit wenig Cheese und stärkerer Modern-Rock-Schlagseite.”Arise” schlägt anschließend in die Prog-Kontrastkerbe, mit E-Orgel (jahaa…) und einem Stil, den ich persönlich instinktiv mit SYMPHONY X‘ “V – Mythology Suite” vergleichen würde. Plus starker Solopart. “Hanging On” liefert elektronisch-melodischen AOR, abermals mit guten Melodien, Glöckchensynths und “Mad World”-Gedenkstrophe, bevor “Come Undone” das Haarspray über einem freshen Hard-Rock-Track verteilt. “Gravity” bestätigt erneut, dass VOLSTER keine der Bands ist, die sich bei Strophenkompositionen denkt “Ach scheiß drauf, machen wir auf einem Ton und denken uns dann frühestens im Prechorus was Interessantes aus” und “I Wish” kommt mit ganz guter Laune, 7er-Takt und schöön kraftvollem Chorus – und ohne explizit auf den Text zu achten, habe ich sympathischerweise doch die Worte “Midlife crisis” vernommen. Angesichts der zunehmenden Länge hier ein Verzicht auf die Beschreibung der restlichen Tracks, die man sich genauso gut einfach selbst anhören könnte, ohne Verschwendung seiner Zeit zu riskieren.

Fazit:
Warum auch? “Arise” ist ein Album geworden, mit dem sich seine Erschaffer hörbar einfach arschwohl fühlen. Und man kann es ihnen nicht verübeln. Entertainend, schlüssig, derweil ungezwungen vielseitig: Die Jungs machen die Musik, die sie mögen – sehr gut, nebenbei – und werden vermutlich keinen Freund melodischen Rocks enttäuschen. Empfehlung? Absolut. Und nochmal mehr für die Rock-Garage-Community!

Anspieltipps:
“Arise”, “I Wish”, “Turn The Tide” und “Come Undone”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Revolution
02. Arise
03. Hanging On
04. Come Undone
05. Turn The Tide
06. End Of The World
07. Gravity
08. I Wish
09. Follow You
10. Signs Of The Times
11. Highroad To Nowhere
12. Till The End Of Time

Jannis

DARKNESS – Over and Out

Band: Darkness
Album: Over And Out
Spielzeit: 30:24 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.11.20
Homepage: www.darkness-thrash.com

Das Thrash Metal Kommando DARKNESS meldet sich mit ihrem neuen Release “Over and Out” zurück. Dieser Output ist ein Besonderer, kombiniert er doch alte Stücke mit neuem Material. Es gibt 7 Songs, 7 Songs die symbolisieren wofür DARKNESS in der Vergangenheit standen und wie es in Zukunft aussehen wird. 7 Songs die ihren Schatten auf das kommende 7. Album werfen. Die Jungs aus Essen (Altenessen) sind schon lange am Start. 1984 gegründet und drei Demos später entsteht 1987 das Debüt Album “Death Squad” und avanciert zu einem Klassiker, der den Kultstatus von DARKNESS begründet. Das aktuelle Werk wurde von Cornelius Rambadt im Rambado Recordings Studio aufgenommen und gemischt. Gemastert wurde es von Dennis Koehne im DK Studio und das Cover Artwork wurde von Timon Kokott entworfen. Dann hören wir mal rein was die Ruhrpottler um Lee (v.), Amd (g.), Meik (g.), Ben (b.) und Lacky (d.) hier für uns haben.

Steigen wir ein in mit “Every Time You Curse Me”. Drums, Bass und Gitarre leiten den Opener spannend ein, bevor Sänger Lee nach 1 ½ Minuten mit einsteigt. Der Härtegrad passt, die Riffs knallen und die Nummer erinnert an Kreator. “Dawn Of The Dumb” ist Teutonen Stahl pur. Das Stück schiebt voll an und die Matte ist in Dauerrotation. Zwischendrin wird immer wieder mal clever das Tempo rausgenommen um Abwechslung reinzubringen, geile Nummer. “Over And Out” startet mit Maschinengewehr-Riff-Salven und ist dementsprechend im Uptempo Bereich gehalten.Auch hier wird klassischer Thrash Metal geboten, der aber überhaupt nicht altbacken klingt. Sauber Jungs. Nun bin ich gespannt: die Essener covern mit “Slave To The Grind” mein Lieblingslied von Skid Row. Und ich werde nicht enttäuscht, es macht einfach Spass, dieser Version zu lauschen. Augen zu und vorstellen man ist auf einem Konzert. Passend dazu prügeln uns DARKNESS mit “Tinkerbell Must Die” eine Live Version aus Japan rein. Man spürt die Energie, die hier transportiert wird. “Armageddon” ist eine Neuaufnahme aus dem Demo “Spawn Of The Dark One” von 1986. Ein geiler Song der hart, melodisch und so herrlich oldschool ist. Daumen hoch. Lassen wir es ruhig ausklingen. “Fade Pictures” wird unplugged gespielt. Unterstützt wird man hier von Bruno & Pierre vom “Death Squad” Line-Up . Das funktioniert richtig gut und klingt wahrlich interessant .

Fazit: Kurzweilige 30 Minuten, die Lust auf mehr machen. Wenn der nächste Longplayer an die ersten drei Songs anknüpfen kann, erwartet uns ein echtes Knallbonbon. Ich freu´mich schon drauf.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Every Time You Curse Me
02. Dawn Of The Dumb
03. Over And Out
04. Slave To The Grind
05. Tinkerbell Must Die (Live)
06. Armageddon
07. Faded Pictures (Unplugged)

Sturmi

JEFF SCOTT SOTO – Wide Awake (In My Dreamland)

Band: Jeff Scott Soto
Album: Wide Awake (In My Dreamland)
Spielzeit: 44:40 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.jeffscottsoto.com

Wenn der Titel „Workaholic“ auf einen Musiker zutrifft, dann wohl auf den US-Amerikaner JEFF SCOTT SOTO. In den Augen mancher Fans überfordert die Omnipräsenz des Sangeskünstlers zwar etwas, aber was hat uns der Mann mit der markanten Stimme mit seinen zahlreichen Bands, Projekten oder auch Soloalben nicht schon für tolle Momente beschert? Die Klassiker sind auch heute unvergessen – aber SOTO hat immer noch viel zu erzählen. Mit den SONS OF APOLLO hat er ein ganz heißes Eisen im Feuer und auch seine Kollaboration mit Erik Martensson und Robert Säll (W.E.T.) sendet Ende Januar 2021 ein neues Lebenszeichen. Dazwischen schiebt sich nun seine mittlerweile siebte Solo-Platte „Wide Awake (In My Dreamland)“.

Das Line-Up beinhaltet einen weiteren „Verrückten“ der Szene (natürlich im positiven Sinne), denn Frontiers Haus-und Hoflieferant/Produzent/Musiker Alessandro Del Vecchio steuert nicht nur den Bass, die Keyboards, Gitarren und Hintergrundvocals bei, sondern auch die Grundstrukturen der Songs. Alle Lyrics und Melodien wurden von Jeff selbst geschrieben.

Jetzt ist es für den Fan der alten Schule mittlerweile nicht mehr ganz so leicht, sich an eine neue SOTO-Platte zu trauen. Denn auch JEFF SCOTT SOTO geht natürlich mit der Zeit und ruht sich zur Enttäuschung mancher langjährigen Hörer nicht auf altem Material aus, sondern produziert durchaus ziemlich modernes Liedgut, das viele manchmal abschreckt – siehe seine Alben unter dem Banner SOTO, die doch verhältnismäßig düster bzw. experimentell waren. Für diejenigen sei gesagt, dass das neue Werk mit „Someone To Love“ wunderbar oldschoolig beginnt, ohne altbacken zu wirken. Aber, diese herrlichen Melodien und das sonnige Gemüt des Songs ist einfach in der DNA des Sängers eingebrannt. Ein Einstand nach Maß! „Mystified“ greift auch gleich den funkigen Groove alter Zeiten auf. Nach dem vorwärts marschierenden und abermals sehr melodischen „Love´s Blind“ gibt es mit „Without You“ eine nachdenkliche Ballade, zu der auch ein Video gedreht wurde. Ebenfalls hervorheben möchte ich das klassiche „Paper Wings“, das speziell auch die alten Fans mitreißen sollte.

Was bleibt unterm Strich? JEFF SCOTT SOTO macht das, was er am besten kann und wofür ihn seine Fans lieben. Er liefert mit seiner Gesangsleistung wie immer höchstes Niveau ab und auch die Songs können punkten. Sie schlagen einen gekonnten Bogen von den alten Zeiten in die Gegenwart. Es ist für jeden etwas dabei. Die Produktion ist up to date und lässt den Songs genug Luft zum Atmen. Einzig das abschließende „Desperate“ wirkt mit seiner majestätischen Ausrichtung etwas deplatziert. Als Bonus gibt es eine zweite CD mit 11 Songs vom 2019er Frontiers Rock Festival in hervorragender Qualität. „Wide Awake (In My Dreamland)“ ist das Produkt zweier hochbegabter Musiker zusammen mit einer gutklassigen Begleitband – und das soll nicht abwertend gemeint sein.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Someone To Love
2. Mystified
3. Love´s Blind
4. Without You
5. Lesson Of Love
6. Paper Wings
7. Love Will Find A Way
8. Between The Lines
9. Living In A Dream
10. Wide Awake (In My Dreamland
11. Desperate

Stefan

SPEED STROKE – Scene of the Crime

Band: Speed Stroke
Album: Scene Of The Crime
Spielzeit: 35:45 min
Stilrichtung: Sleaze Rock
Plattenfirma: Street Symphonies Records
Veröffentlichung: 06.11.20
Homepage: www.speed-stroke.com

It’s time to party. Endlich mal wieder toll gespielter Sleaze Rock. Und zwar von SPEED STROKE aus dem wunderschönen Italien. Die fünf Burschen namens Jack (v.), D.B. (g.), Michael (g.), Fungo (b.) und Andrew (d.) haben sich 2010 gegründet um dem Rock’n’Roll zu huldigen. Das SPEED STROKE auch wirklich spielen können, haben sie auf unzähligen Konzerten längst bewiesen. Die Bühne wurde schon mit Acts wie Hardcore Superstar, Gotthard, Steel Panther, CrashDiet, Sister und vielen mehr geteilt. Besonders waren die Auftritte im weltberühmten Paunchy Cats in Lichtenfels, das von Sebastian Alsdorf betrieben wird. Und weil der wirklich Ahnung hat, wurden SPEED STROKE auch 4x hintereinander zu den Anniversary Veranstaltungen des Cathouse gebucht. 3x war ich live dabei und die Jungs waren immer sehr stark und haben gerockt.

Nun aber gleich zum neuen Album, dass mit „Heartbeat“ beginnt. Der Song fängt ganz easy und entspannt an und zieht dann immer mehr mit dem Tempo an. Die Gitarre zaubert Riffs a lá Dokken aus dem Hut und immer wieder tauchen „ohohoh“ Chöre auf, prima Einstieg. „Scene Of The Crime“ bringt Spaß pur. Die Hooks sitzen, die Stimme von Jack passt perfekt dazu. Man kann eine Mischung aus Extreme und Crazy Lixx heraushören. Das wird eine geile Live Nummer. „After Dark“ hat einen leicht melancholischen Touch, den auch Hardcore Superstar nicht besser hinbekommen. Hell yeah, „Soul Punx“ bietet Sleaze Rock vom Feinsten. Eine Nummer die Vollgas gibt und richtig Eier hat. Das wird extrem klasse auf einem Konzert und wird die Leute ausflippen lassen. Es folgt mit „No Love“, eine rund sechs Minuten lange epische Ballade. Sehr gefühlvolle Gitarren treffen auf eine Stimme die einen sofort in den Bann zieht. Es gibt auch ein richtig cooles Flamenco Zwischenspiel, bevor es Guns’n’Roses artig weiter geht. Auf „Red Eyes“ geht es zurück in die 80er. Hier war die Welt noch in Ordnung. Der Refrain ist zum Niederknien und geht direkt ins Herz über. Flitzefinger wie bei Van Halen zum Anfang auf „Out Of Money“ leiten einen modernen, dreckigen und rockigen Song ein. Wieder ein klasse Stück mit coolen Backvocals und Partyfaktor. Und die Feier geht auf „Who Fkd Who“ ungebremst weiter. Rock’n’Roll pur, let the party never end. „One Last Day“ ist wieder ruhiger gehalten und zündet leider nicht ganz so bei mir. Dafür ist der letzte Song „Hero No.1“ wieder umso besser. Super eingängig mit hohem Wiedererkennungswert. Trotzdem noch rotzig und rockig genug. So geht es und nicht anders.

Anspieltipps: Das ganze Album

Fazit: Obwohl ich sehr viele Vergleiche gemacht habe, machen die Italiener ihr ganz eigenes Ding. Sie leben nicht in der Vergangenheit, sondern spielen modernen Sleaze Rock der mit einem tollen Sound versehen ist. Die ganze Truppe agiert auf sehr hohem Niveau und hat mit Jack einen Volltreffer in ihrem Team. Neben Highride und Confess ganz klar eine meiner Top 3 Veröffentlichungen in diesem Genre 2020. Zu diesem Album muss man einfach seine Kumpels einladen und wild feiern. Cheers.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heartbeat
02. Scene Of The Crime
03. After Dark
04. Soul Punx
05. No Love
06. Red Eyes
07. Out Of Money
08. Who Fkd Who
09. One Last Day
10. Hero No1

Sturmi

SOLE SYNDICATE – Last Days Of Eden

Band: Sole Syndicate
Album: Last Days Of Eden
Spielzeit: 47:25 min
Stilrichtung: Modern Hard Rock / Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.solesyndicate.com/

 

SOLE SYNDICATE aus Schweden kommen mit ihrem zweiten Album aus dem Studio. Dabei sind Jonas Mansson am Mikro, Niklas Strandanäs und Dennis Heltorp an den Gitarren, David Gustafsson am Bass und Henrik Zetterlund am Schlagzeug.

Zu hören gibt es modern ausgerichteten Hard Rock, man kann den Sound als eine Schnittmenge aus DEGREED, RED HOT CHILI PEPPERS, härtere NICKELBACK, ein wenig ALTER BRIDGE, modernen DEF LEPPARD, DOKKEN, TRIXXTER und noch so einige 80er Bands sehen, mit denen die Bandmitglieder aufgewachsen sind.

Bei den Texten verarbeiten die fünf Themen wie die politische und ökologische Lage auf dem Planeten und allgemeine Texte die auf Rockscheiben zum einsatz kommen. Alles mit viel Melodie und sehr guter Instrumentierung in Szene gesetzt, die Vocals sind gut ausgeführt, und mit harten Gitarren wird mächtig Druck erzeugt der gefällt.

Beim hören fallen mir als vergleich immer wieder DEGREED von ihrer besten Seite ein, aber die Jungs bietet mehr als nur DEGREED wie die oben erwähnten Vergleiche vermuten lassen. Die Stimme von Jonas Mansson hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Knut Erik Ostgard von RETURN oder auch Timmy Rough von den ROSES die sehr gut mit dieser Art Hard Rock harmoniert.

Den Start macht “Wake Up” ein flotter harter Song, “And All The Truth Will Set You Free” modern ausgerichtet, flott, hart mit geiler Melodieführung und Refrain. “We Fall Apart” wieder ein flotter Ass Kickin‘ Song mit einprägendem Refrain, “Glory Days” stark irgendwo zwischen Powerballade und Rocker. “We Came To Rock” das Motto der Rock Garage, zwischen modernem Hard Rock und Metal, “Brothers” ein Saugeiler Partysong. Mit “Pain Is Only An Illusion” kommt härtere CHILI PEPPER Stimmung auf sehr gut umgesetzt, bei “Have You Heard It All Before” denke ich an THE NEW ROSES trotz der Ähnlichkeit ein sehr guter Song. “Bring Us A Hero” schimmert Modern Metal durch Durchschnitt, mit “When Darkness Calls” kommt noch ein Highlight, hart aber mit geilem Refrain.

Fazit:

Zehn Songs lassen bei richtiger Lautstärke die Bude gewaltig wackeln, zwar Modern ausgerichtet, aber dennoch überzeugend und eingängig wie Sau. Ich vergebe hier eine Bewertung von 8,5 die es in sich hat. Weiter so Männer, macht mehr davon.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wake Up
02. And The Truth Will Set You Free
03. We All Fall Apart
04. Glory Days
05. We Came To Rock
06. Brothers
07. Pain Is Only An Illusion
08. Have You Heard It All Before
09. Bring Us A Hero
10. Bring Us A Hero

Helmut

PYRAMAZE – Epitaph

Band: Pyramaze
Album: Epitaph
Spielzeit: 61:51 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 13.11.2020
Homepage: www.pyramaze.com

Die Jungs von PYRAMAZE kehren dieses Jahr endlich mit einem neuen Album namens „Epitaph“ zurück! Nach dem Konzeptalbum „Contingent aus dem Jahr 2017 wartete man schon gespannt auf neues Material der Band.
In der Zwischenzeit ist man beim deutschen Qualitätslabel AFM Records unter Vertrag genommen worden.
Ansonsten gibt es aber nicht viel Neues zu vermelden, denn das Line Up ist endlich mal stabil und man kann weiterhin auf die Dienste vom „neuen“ Sänger Terje Haroy zurückgreifen der die damaligen Fronter Lance King und Matt Barlow mittlerweile vergessen lässt und sich bestens in die Bandstruktur eingefügt hat.
Und apropos Ex Fronter, beide geben sich auf dem neuen Album die Ehre und veredeln einen Song mit ihrem Gastgesang. Dasselbe gilt auch für UNLEASH THE ARCHERS Sängerin Brittney Slayes.
Als Opener präsentiert man uns den Titelsong „Epitaph“ der „nur“ ein stimmungsvolles Intro geworden ist. Warum man ein Intro zum Titelsong bestimmt muss mir mal bei Gelegenheit jemand erklären!
Wie auch immer geht es dann mit dem melodischen und kraftvollen „A Stroke of Magic“ weiter der dann als Quasiopener direkt so richtig schön im Ohr hängen bleibt und gleich begeistern kann.
Sehr geil ist dann auch der folgende melodische Doppelpack bestehend aus „Steal my Crown“ und „Knights in Shining Armour“! Letzteres geht richtig gut nach vorne und ist doch noch richtig schön eingängig und melodisch. Ein geiles Metalbrett!
Im Mittelteil haben wir dann mit dem etwas epischeren „Bird of Prey“ und dem abwechslungsreichen „Particle“ noch zwei Volltreffersongs zu verzeichnen die auf Anhieb zu gefallen wissen.
Und die Qualität bleibt auch im Anschluss erstklassig! Da hätten wir den Melodic Ohrwurm „Indestructible”, das schon angesprochene Duett mit Brittney Slayes “Transcendence”, das epische “World Forgone” und dem überlangen (12 Minuten!) Abschlusssong “The Time Traveller” wo wir dann die zwei weiteren Gastauftritte der schon angesprochenen Ex Frontmänner zu verzeichnen haben.
Und alter Schwede liefern die Jungs und die gesamte Band hier ab! Ein geiler Song der irgendwie alles vereint wofür PYRAMAZE in der Vergangenheit gestanden haben und heutzutage stehen, was eine Ohrbombe zum Abschluss!

Anspieltipps:

„A Stroke of Magic“, „Steal my Crown“, „Knights in Shining Armour“, „Indestructible” und “Time Traveller”.

Fazit :

Beim letzten Album der Jungs von PYRAMAZE hatte ich noch die Hitdichte in der zweiten Hälfte zu bemängeln, dies ist nun definitiv anders! Man bewegt sich auf der gesamten Platte auf einem gleichbleibenden, erstklassigen Niveau, hat viele Ohrbomben am Start und vereint irgendwie, nicht nur mit dem geilen Abschlusssong, den alten mit dem neuen Bandsound!
Ein ganz starkes Progressive Power Metalalbum was sich sicherlich in einigen Genrehitlisten des Jahres wiederfinden wird.
Hier heißt es auf jeden Fall bedenkenlos zuschlagen für die geneigte Käuferschaft!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Epitaph
02. A Stroke of Magic
03. Steal my Crown
04. Knights in Shining Armour
05. Bird of Prey
06. Your Last Call
07. Particle
08. Indestructible
09. Transcendence (feat. Brittney Slayes)
10. Final Hour
11. World Foregone
12. The Time Traveller (feat. Matt Barlow & Lance King)

Video zu “Particle”:

Julian

FATES WARNING – Long Day Good Night

Band: Fates Warning
Album: Long Day Good Night
Spielzeit: 72:23 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Metal Blade/Sony
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.fateswarning.com

Geschlagene 4 Jahre hat es gedauert, bis FATES WARNING ihrem überragenden Album „Theories of Flight“ einen Nachfolger an die Seite gestellt haben. Und wenn man Interviews zur neuen Veröffentlichung glauben darf, dann war es lange fraglich ob es überhaupt eine weitere Scheibe der Truppe um Mastermind Jim Matheos geben würde. Für „Long Day Good Night“ haben FATES WARNING nun nochmals das Label gewechselt (von Inside/Out zu Metal Blade) und den Mix sowie das Mastering nicht mehr in die Hände von Jens Bogren (der für den Sound der vergangenen beiden Alben zuständig war) gelegt, sondern Joe Barresi (u.a. Avenged Sevenfold, Bad Religion, Tool) mit dem Mix betraut. „Long Day Good Night“ klingt gut, keine Frage. Aber ebenso wie der Inhalt, kommt auch das Soundgewand nicht an die ausgeklügelte, detailverliebte Perfektion des Vorgängers heran.

Es klingt wohl schon durch – so ganz happy bin ich mit der neuen Langrille der Jungs nicht. Bei einer Laufzeit von über 72 Minuten werden dem Hörer 13 Songs auf die Ohren gegeben, was de facto die bisher längste Platte von FATES WARNING ergibt. Was aber leider nicht bedeutet, dass die Masse auch durchweg nur Klasse bietet. Es finden sich (vor allem im letzten Teil des Albums) mit „Liar“, „Begin Again“ oder dem unspektakulären (vom Songtitel mal abgesehen) „The Last Song“ auffallend viele Füller auf der Scheibe, deren Wegfallen keinem weh getan hätten. Dem gegenüber stehen natürlich auch diesmal einige hochkarätige Kracher, wie z.B. das Ohrwurmige „Shuttered World“, der vorab veröffentlichte Song „Now Comes the Rain“ und das ausufernde, herrlich verschachtelte „The Longest Shadow of the Day“, dei dem FATES WARNING alle Register Ihres Könnens ziehen. Leider spielen die Jungs nicht durchweg wie gewohnt souverän auf, so dass sich selbst nach mehrmaligem Durchhören eine gewisse Ernüchterung nicht verflüchtigt.

Auch ich kann das allgemeine Echo auf „Long Day Good Night“ also nur bestätigen: schön, dass die Jungs sich nochmal zusammengerauft haben um ihrer Diskographie eine weitere Perle hinzuzufügen. Aber das geniale Niveau von „Theories of Flight“ (oder auch anderen Klassikern des eigenen Kanons) erreichen FATES WARNING diesmal nur selten. Zu zwingend perfekt war der Vorgänger, zu überfrachtet der neue Brocken – ein wenig mehr Selbstdisziplin und Rotstift hätten der Scheibe durchaus gut getan. Nichtsdestotrotz ist auch „Long Day Good Night“ ein streckenweise wieder beeindruckendes Werk, das, sollte es sich denn tatsächlich um den Schwanengesang der Jungs handeln, die Fangemeinde wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge entlässt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Destination Onward
02. Shuttered World
03. Alone We Walk
04. Now Comes the Rain
05. The Way Home
06. Under the Sun
07. Scars
08. Begin Again
09. When Snow Falls
10. Liar
11. Glass Houses
12. The Longest Shadow of the Day
13. The Last Song

Mario

STAN BUSH – Dare to Dream

Band: Stan Bush
Album: Dare To Dream
Spielzeit: 47:16 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Cargo Records
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.stanbush.com

Mit „Dare To Dream“ von STAN BUSH landet einmal mehr ein neues Werk einer wahren Ikone des Melodic Rock auf meinem imaginären Plattenteller. Denn in den langen Jahren seines Schaffens war der Sänger, Gitarrist und Songwriter, der 1953 in Orlando/Florida geboren wurde, immer für einen Hit gut. Man denke nur an die zahlreichen Soundtracks in den Achtzigern, die durch Songs wie „The Touch“ (Transformers 1986), „Fight To Survive“ (Bloodsport 1988), „Hearts vs. Heads“ (The Wraith 1986) oder „Never Surrender“ (Kickboxer 1987) aus der Feder BUSH´s erst zum Erfolg wurden. Und mit dem 1987er Album „Stan Bush & The Barrage“ ist er noch heute unvergessen. Das ist aber nur eine Seite von STAN BUSH, denn mit seinen mittlerweile 13 Soloalben hat er sich in nahezu jeder Rock-Sammlung, die etwas auf sich hält, einen festen Platz ergattert. Und das nicht zuletzt deswegen, weil es in der Karriere des US-Amerikaners nicht ein auch nur mittelmäßiges Album gegeben hat. Egal auf welche Station seiner Karriere man blickt – STAN BUSH hat immer abgeliefert, auch in Zeiten, die für die Rockmusik nicht so rosig waren. Nun, das hat sich in Zeiten von YouTube, Spotify und Co. wohl eher noch verschlimmert, dennoch steht STAN BUSH mit seiner Band auch anno 2020 mit Album Nummer 14 in den Startlöchern.

Bereits letztes Jahr gab es einen ersten Vorgeschmack in Form eines Songs, der schlicht „The 80´s“ betitelt wurde. Hier gibt es nichts zu deuteln, STAN BUSH lebt zwar im Hier und Jetzt, sein Herz schlägt aber immer noch für dieses glorreiche Jahrzehnt – und hier ist er sicher nicht alleine. „The 80´s“ ist nicht weniger als eine Hymne geworden und hat schon bei seinem Erscheinen 2019 die Erwartungshaltung an die neue Platte ganz schön hochgeschraubt. Umso erleichterter ist man, wenn mit „Born To Fight“ das erste Stück von „Dare To Dream“ genauso unwiderstehlich tönt wie die Vorabsingle. Sicher, ein STAN BUSH-Song wird immer seine Trademarks tragen, für Verfechter wilder Innovationen dürfte auch Album Nummero 14 keine Überraschung sein, aber der Fan weiß, was er an den Platten des Amerikaners hat – und zwar hochgradig melodiösen, eingängigen und enorm hitverdächtigen Melodic Rock. Das ist beim Titeltrack nicht anders als beim Rest der neuen Liedersammlung. Dennoch stechen „A Dream Of Love“ und „The Times Of Your Life“ sowie die weiter oben erwähnten Stücke etwas hervor. Das macht eine makellose erste Hälfte, die eine glatte 10 verdient hätte. Die zweite Hälfte fällt minimal ab, wobei sich wohl 98% aller Bands wünschen würden, solche Songs auf ihrer Platte zu haben.

Wo STAN BUSH drauf steht, ist auch STAN BUSH drin – das ist auch beim neuen Werk so. Zum Glück, denn in seiner fast 40-jährigen Solokarriere gab es quasi keine Experimente, sondern einfach nur bockstarke Rockmusik aus dem Hause Bush zu hören. Da bildet auch „Dare To Dream“ absolut keine Ausnahme. STAN BUSH ist in Höchstform!

WERTUNG:

 

Trackliste:

1. Born To Fight
2. Dare To Dream
3. The Times Of Your Life
4. A Dream Of Love
5. The 80´s
6. Live And Breathe
7. Heat Of Attack
8. Dream Big
9. True Believer
10. Never Give Up
11. Home

Stefan

VAN DE FORST – Undconditional

Band: VAN DE FORST
Album: Undconditional
Spielzeit: 53:44 min
Stilrichtung: Country/Pop-Rock
Plattenfirma: Stall-Records
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.vandeforst.de

Ziemlich unbeirrt jeglicher Trends geht die Münsteraner Country-Pop-Rock Sängerin VANESSA “VAN DE FORST” ihren Weg. Nach ihrer Schulzeit verbrachte die talentierte Musikerin einige Zeit in den USA, speziell Memphis, womit musikalisch der Weg vorgezeichnet war, denn so entdeckte sie ihren Hang zur Country Musik. Ihr Debüt Album “Lucky” fand viel Beachtung und wurde ausdrücklich von der Fachpresse gelobt. Schon beim ersten Rundling, sicherte man sich die Beteiligung diverser bekannter Songwriter wie Tony Carey oder John Parr. Gleiches gilt auch für „Unconditional“. Hier geben sich Musiker wie abermals Janey Clewer oder Richard Marx die Ehre. Gepaart mit der wunderbaren Stimme von dieser aufstrebenden Sängerin, nebst tollen Songs und einer guten Produktion von MAD MAX Mastermind Michael Voss, sollten auch hier die Zeichen auf Erfolg stehen. Beste Voraussetzungen sind nach wie vor gegeben. Miss VDF hat mit diesem Werk einen Beweis geliefert das Country auch bald in Deutschland mehr Beachtung finden wird…Daumen hoch

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hey Cowboy
02. Keeping Me Alive
03. Back Were You Belong
04. Unconditional
05. I’m Only Fooling Me
06. Top Rolled Down
07. Springbreak
08. Walkin‘ Away
09. Paint This Town (Version 2020)
10. Round The Bend (Version 2020)
11. Beautifully Burning
12. We’ve Got Tonight
13. Brighter Days
14. Don’t Fool Me

Bonne

Video Link

REB BEACH – A View From The Inside

Band: Reb Beach
Album: A View From The Inside
Spielzeit: 42:11 min
Stilrichtung: Instrumental Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.rebbeach.com

US Gitarrist REB BEACH wird den meisten wohl als langjähriger Sidekick von David Covedale bei Whitesnake, als kongenialer Partner an der Seite von Kip Winger bei, ja, Winger und als immer-wieder-mal-Interims-Gitarrist bei Dokken bekannt sein. Nebenbei hat BEACH, dessen eigenwilliger, von unfassbar flüssigen Tapping-Lines geprägter Stil viele Nachwuchsgitarristen vor schier unlösbare Probleme gestellt hat, auch zahlreiche Studio-Jobs für Jingles und ähnliches in seiner Vita stehen. Der sympathische Sonnyboy ist ein vollbeschäftigter Mann, was vielleicht auch einer der Gründe ist, warum es geschlagene 19 Jahre gedauert hat, bis REB BEACH seinem Solo-Debüt („Masquerade“) aus dem Jahr 2001 einen Nachfolger an die Seite gestellt hat. Im Gegensatz zum starken Erstling handelt es sich bei „A view from the Inside“ allerdings um ein reines Instrumentalalbum, was das Zielpublikum dann doch recht stark einschränken dürfte.

Der Promo-Text weckt Erinnerungen an die Zeiten, als Flitzefinger wie Joe Satriana oder Steve Vai mit Ihrem Instrumentalalben dicke Ausrufezeichen setzten und sowohl kommerziell als auch in der Kritikergunst richtig Eindruck machen konnten. Ein Vergleich mit den beiden genannten Saitenhexern ist allerdings ein wenig am Ziel vorbei, denn deren extrem melodiöses Spiel, charakterisiert durch einen einzigartigen, mit hohem Wiedererkennungswert gesegneten Ton, kann REB BEACH nicht vorweisen. REB BEACH, der im Laufe seiner Karriere vor allem deshalb gebucht wurde, weil er es verstand klar strukturierten (Hard) Rock und mitunter auch Pop Songs in kurzen, eng getakteten Soli das gewisse Etwas zu verleihen, vermag es nicht immer komplette Songs alleine zu tragen. Klar, was der gute auf seinem Instrument in Songs wie seinem Paradestück „Cutting Loose“, „Aurora Borealis“ oder dem mit leichtem Fusion-Touch versehenen „Attack of the Massve“ abliefert ist absolute Oberklasse. Was fehlt sind pfeifbare Hooklines, die sich unweigerlich im Ohr festsetzen. Ohrenschmeichler der Güteklasse Andy Timmons sucht man auf „A View From The Inside“ vergebens. Nichtsdestotrotz läuft die Scheibe verdammt gut rein und ist ein perfekter Begleiter um sich mal ne gute Dreiviertelstunde auszuklinken oder z.B. im Auto die Gegend zu erkundnen. Irgendwie hat es REB BEACH geschafft ein homogenes, vielschichtiges Album einzuspielen, das zu keinem Moment langweilt oder egal klingt. Stattdessen gibt es abwechslungsreiche, hardrockige Songs sowie Soli in Hülle und Fülle, fein und transparent produziert und mit hoher Detailfreude vorgetragen. Das alleine ist schon eine reife Leistung und spricht für die Professionalität der beteiligten Musiker.

Mit seinem 2. Soloalbum wird Reb Beach bestimmt keinen neuen Boom im Sektor der instrumentalen Gitarrenalben auslösen. Das ist wohl auch kaum Sinn und Zweck bzw. die Intention hinter dieser Veröffentlichung. Vielmehr gibt REB BEACH seinen zahlreichen Fans eine weitere Geschmacksprobe seines immer noch beeindruckenden Könnens und Fans des Genres werden hier definitiv nicht enttäuscht. Eine überraschend starke und überzeugende Vorstellung, die meine Erwartung übertroffen hat. Anchecken.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Black Magic
02. Little Robots
03. Aurora Borealis
04. Infinito
05. Attack Of The Massive
06. The Way Home
07. Whiplash
08. Hawkdance
09. Cutting Loose
10. Sea Of Tranquility

Mario