DARK FOREST – Ridge & Furrow

Trackliste:

01. Skylark
02. The Golden Acre
03. Ridge & Furrow
04. Meadowland
05. Under The Greenwood Tree

 

 

 

 

Spielzeit: 25:37 min – Genre: Heavy Metal – Label: Cruz Del Sur Music – VÖ: 23.09.2022 – Page: www.facebook.com/Darkforestuk

 

DARK FOREST haben sich mit ihrem letzten Album (volle Punktzahl und ich stehe nach wie vor absolut dazu) einen besonderen Platz in meinem Herzen gesichert und es stand außer Frage, dass ich mir auch ihr Nachfolgerwerk unter den Nagel reißen würde. Hier ist es nun in EP-Form, hört auf den Namen „Ridge & Furrow“ und beinhaltet vier Songs und ein zweiminütiges Gitarrenintermezzo. Und was soll ich sagen? Sie haben es wieder getan. Aber gut, viel konnte das Quartett aus England auch nicht falsch machen, es musste lediglich seinen Stil beibehalten – der da besteht aus: einem warmen, vollen Sound, MAIDEN-Anleihen mit einem kleinen Folk-Melodien-Faktor (aber eine eigene Art, nicht die klassische Met-und-Maids-Folk-Metal-Schiene), wunderschönen melodischen Gitarrenmotiven, viel Harmonie und majestätischer Größe in den Kompositionen, serviert von einer stark agierenden Band und einem tollen Sänger. Kurz, all das ist wieder vorhanden und transportiert in seinem Sound und seinen Kompositionen die mystische Welt der Natur und Legenden Englands, in der sich DARK FOREST ihrem Facebook-Profil nach zu urteilen in jeder Minute aufhalten, die sie nicht im Tonstudio verbringen. Der Musik dieser Band liegt ein Frieden und eine Schönheit inne, an die andere Bands mittels ausuferndem Orchestereinsatz und Schmalzmelodien heranzukommen suchen, ohne die Aussicht auf Erfolg. DARK FOREST schaffen das mit klassischem Heavy Metal in eigenem Trademark-Gewand (und sehr harmonielastigen aber subjektiv nicht kitschigen Melodien), zaubern meditativ-mythische Stimmung trotz und mit Doublebass oder Galopprhythmus ohne nennenswerten Synth- oder Orchestereinsatz und brauchen für malerische Auenlandstimmung nur das Geld für ein paar Studiotage und eine gemütliche Hütte im Wald, während Amazon für eine Pervertierung dessen momentan eine Milliarde Dollar verbrennt.

Fazit:
Melodischer klassischer Heavy Metal in seiner, im wahrsten Sinne des Wortes, schönsten Form. Hätte die Landschaft Englands einen sie erfüllenden Soundtrack, es wäre die Musik von DARK FOREST.

Anspieltipps:
Bisschen überflüssig bei ohnehin nur vier Songs, aber mit SKYLARK übertrifft sich die Truppe nochmal selber.

Jannis

BASEMENT PROPHECY – Trust The Universe

Trackliste:

01. Trust The Universe
02. The Calling
03. When The Sign Has Come
04. Lost In The Storm
05. End Of The World
06. The Day After Tomorrow

 

 

 

Spielzeit: 26:17 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 09.09.2022 – Page: www.basement-prophecy.de

 

BASEMENT PROPHECY sind ein Phänomen. Ihre erste EP war im wahrsten Sinne des Wortes kellerig klingend, hatte kompositorisch aber absolut Potenzial, wenn man denn über den Sound hinwegzusehen bereit war. Was als undergroundiges Midlife-Crisis-Projekt (wie ich asozialerweise einfach mal ohne Belege für diese Behauptung schreibe) mit geilen Ideen begann, mit ein paar interessanten Musikern und viel Liebe für die eigenen metallischen Idole, entwickelte sich im weiteren Verlauf immer mehr zu Klein-AVANTASIA, mit einer spannenden Truppe an Musikern, die sich die Klinke der Kellertür in die Hand gaben, und immer mehr Professionalität in Sachen Songwriting und Sound. Vorläufiger Höhepunkt war für mich „Beyond Awareness“, das schlicht ein grandioser Power-Metal-Song ist, auf den andere Szenegrößen zurecht neidisch sein dürfen, und der eine absolut nicht zu beanstandende Produktion vorwies. Was die Produktion und die Gäste angeht, ist man auf der aktuellen EP „Trust The Universe“ weiterhin beeindruckend oberklasse unterwegs (wer Herbie Langhans und Klaus Dirks auf einer EP vereinen kann, hat allen Grund, sich ordentlich einen drauf runterzuholen auf die Schulter zu klopfen). Auch musikalisch sind BASEMENT PROPHECY auf „Trust The Universe“ absolut auf Profi-Power-Metal-Niveau angekommen, haben die einzelnen Songs sehr gut auf die individuellen Skills der Sänger und der Sängerin angepasst (oder andersrum) und damit Songs geschaffen, die wie auch auf der Debüt-EP stilistisch in gesundem Rahmen variieren, ohne dass „Trust The Universe“ ansatzweise nach Resterampe klingen würde. Soweit nix zu beanstanden. Die kompositorische Klasse von „Beyond Awareness“ wird in meinen Ohren leider nicht zu 100% erreicht, daher hier ein vorsichtiger Hinweis auf Obacht, sich nicht mit der Zeit zu standardisieren und irgendwann an einem Punkt anzukommen, an dem Professionalität und Form über musikalischem Inhalt steht. Aber das sind nur Ansätze von Sorgen von jemandem, der Michael Müllers Machenschaften mit der PROPHECY seit Tag 1 verfolgt und dementsprechend den Naturgesetzen von Band-Release-Rezeptionen gemäß so langsam mit dem „Mir fehlt der Spirit der frühen XY“-Genöle anfangen muss, und insbesondere für Neulinge nicht relevant.

Fazit:
Denn letztendlich ist „Trust The Universe“ der bislang ausgearbeitetste Länger-als-Single-Release von BASEMENT PROPHECY mit fünf Songs auf hohem Niveau, mit dem in der Hinterhand sich das Projekt vor anderen Profis im Business endgültig nicht mehr verstecken muss, und das in Sachen Songwriting und Arrangements nichts an Frische und Kreativität der bisherigen Releases unter dem Banner verloren hat.

Anspieltipps:
„The Calling“ und „The Day After Tomorrow“

Jannis

MULBERRY SKY – Who’s There

Trackliste:

01. A Light In The Distance
02. Second Face
03. The Fuckening
04. Hot Hot Thunder
05. Asking For A Friend
06. Imperfections Prelude
07. Imperfections
08. Don’t Kill Me
09. Jailbreak Story
10. Jumped
11. You Killed The Rattlesnake
12. Have You Ever
13. Waves
14. Stones

Spielzeit: 55:41 min – Genre: Classic/Blues Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 29.07.2022 – Page: www.mulberry-sky.com

 

Seit ihrem ersten Ausflug in die Talentschmiede der Rock Garage war mein Interesse an MULBERRY SKY doch ein wenig geweckt. Gut gelaunter, gut gemachter, handgemachter Rock mit unterschiedlichen Einflüssen und viel Herzblut, von einer neu gegründeten Band mit Visionen und Experimentiergeist, dazu noch aus Deutschland und damit wahrscheinlich in absehbarer Zeit auch mal live zu bestaunen – alles gute Gründe, um der Veröffentlichung des Debütalbums mit gespannter Vorfreude entgegenzublicken.
Und das Warten hat sich gelohnt! Die Produktion (selbst aufgenommen und gemischt) kann sich absolut hören lassen und funktioniert bestens mit dem Sound der Truppe. Sängerin Catherine hat eine starke klare Rockstimme, die Emotionen transportieren kann, ohne die erforderliche Straightheit missen zu lassen, und die Instrumente werden von Musikern bedient, die nicht nur ordentlich Talent mitbringen, sondern auch hervorragend aufeinander eingespielt sind, was den Songs eine stabile Geschlossenheit und Rundheit verleiht.
Musikalisch ist man zu 100% Rock. Mal bluesiger, mal eher Classic, mal gen Stoner tendierend oder eben, wie beim Opener, western-lastig unterwegs. Dabei beweist das Quartett aus Bruckmühl ein Händchen für dicht-intensive Refrains mit großen Melodien und für knackige, akzentuierte Strophen. Aus den klassischen Songstrukturen holt man dabei einiges an Entertainmentwert raus, investiert in interessante Bridges und kleine kreative Ideen, die vielen der Songs einen eigenständigen Charakter geben.
Gut, zwischendurch hat man den Eindruck, es lässt ein bisschen nach. „Don’t Kill Me“ hat an sich Potenzial, verwirrt aber ein bisschen durch eine Gesangsline, die irgendwo zwischen moll und Dur pendelt und damit an ein paar Stellen auf ungewollte Weise dissonant anmutet, bevor das folgende „Jailbreak Story“ den standardsten Punkt des Albums markiert. Dafür kommen dann mit den folgenden vier Songs die vielleicht besten Tracks des Albums. „Jumped“ ist der feierlich-balladige Track, der absolut zündet, und mit „Waves“ traut man sich einen kleinen überraschenden und sehr gelungenen Ausflug in Bossa-Nova-Rock-Gefilde – geile Sache!

Fazit:
Kompromisslose authentische Rock-Attitude, mächtig Spaß und Liebe dabei, starke Umsetzung und ein klarer Anspruch an sich selbst, in jeglicher Hinsicht über Durchschnitt zu agieren – „Who’s There“ sollte sich in die Herzen jedes Fans handgemachter Rockmusik grooven und markiert ein beeindruckendes erstes Album-Lebenszeichen, für das sich MULBERRY SKY auch in 20 Jahren kein bisschen schämen werden müssen!

Anspieltipps:
Insbesondere Track 10 bis 13

Jannis

GRAVE DIGGER – Symbol Of Eternity

Trackliste:

01. The Siege Of Akkon
02. Battle Cry
03. Hell Is My Purgatory
04. King Of The Kings
05. Symbol Of Eternity
06. Saladin
07. Nights Of Jerusalem
08. Heart Of A Warrior
09. Grace Of God
10. Sky Of Swords
11. Holy Warfare
12. The Last Crusade
13. Hellas Hellas

Spielzeit: 49:43 min – Genre: Teutonic Heavy/Power Metal – Label: Rock Of Angels Records – VÖ: 26.08.2022 – Page: www.facebook.com/gravediggerofficial

 

Man kann die Platte jetzt nicht wirklich als Geheimtipp bezeichnen, aber dafür, dass „Knights Of The Cross“ ein so grandioses Album ist (und subjektiv eins der besten der Band), findet es bei Erwähnung von GRAVE DIGGER viel zu wenig Beachtung. Aber GRAVE DIGGER sind weder Disney noch Warner Brothers, also widmet man dem Werk einfach trotzdem ein Sequel, einen Nachfolger. Angst und Hoffnung lagen bei der Ankündigung zumindest bei mir eng zusammen, schließlich fiel das 1998er Album melodischer und atmosphärischer aus, als so einige neue Sachen der deutschen Legende, und melodisch auf eine andere Weise, als man es heutzutage von ihr gewohnt ist. Würde das neue Album „Symbol Of Eternity“ also Fortsetzung in rein textlicher Hinsicht bedeuten oder auch den musikalischen Spirit des „Originals“ einfangen?
Der erste Hördurchgang lässt alle Sorgen nichtig werden. Ja, kurz zuvor, so gaaaanz erreicht die Platte die Qualität von „Knights Of The Cross“ nicht, aber wann war jemals der zweite Teil von irgendwas besser als der erste? Mein Anspruch an „Symbol Of Eternity“ war ein nostalgischer Ausflug in diese Jahrtausendwende-Phase von GRAVE DIGGER und Junge Junge, er wurde erfüllt.
Statt mit der Zeit zu gehen und den Stil von „Knights“ klangtechnisch und kompositorisch ins Jahr 2022 zu transportieren (was eine ganz schlechte Idee gewesen wäre), ist man offenbar ins Jahr 1999 gereist und hat „Symbol“ dort geschrieben, aufgenommen und produziert. Die Rohheit des Sounds ist bezaubernd, die Handgemachtheit des Albums unbestreitbar und so einige sympathische Unzulänglichkeiten, die „Knights“ zweifelsohne hatte, sind wieder mit dabei (habe ich gerade Mankos positiv geframt? Schon, aber ich stehe dazu). Orchestrale Elemente sind manchmal recht authentisch (beispielsweise beim Intro), manchmal nicht („The Last Crusade“), aber absolut authentisch sollen sie nicht sein, waren sie bei „Knights“ auch nicht. Und: Der Spirit des ersten Teils ist zurück. Aber sowas von. Mehr Fokus auf größere, hymnische Chorus-Melodien, die mit erstaunlich wenig Wiederholungen auskommen, dabei aber kompositorisch tatsächlich nach unveröffentlichtem Material von 1998 klingen. Storytelling durch Musik, Wendungen, die GRAVE DIGGER seit einiger Zeit kaum noch verwenden, aber charakteristisch für „Knights“ waren. Schnelle, erbarmungslose Tracks im Stil des Songs „Knights Of The Cross“, langsamere, melodieorientierte Tracks à la „The Keeper Of The Holy Grail“. All das, was „Knights“ seine Identität verliehen und ihm seine ganz eigene Qualität gegeben hat, ist wieder da, präsentiert von einer Band, die anscheinend selbst ein paar Schlucke aus dem Gral nehmen und eine Verjüngung von 24 Jahren erleben durfte. Wie gesagt, nicht ganz auf dem Level des Originals,

Fazit:
aber ein Album, das sich mit Stolz und absoluter Berechtigung Nachfolger von „Knights Of The Cross“ nennen darf und dem man ohne das Lesen dieser Rezension nicht angemerkt hätte, dass es sich um eine 2022er Veröffentlichung handelt (vielleicht wäre es als ein 2022 halbwegs remastertes 1998er Album durchgegangen, okay) – was vielleicht nicht für alle GRAVE-DIGGER-Fans ein Kaufargument ist, aber ganz im Sinne vieler Fans des ersten Teils die beste Art sein dürfte, dieses Album zu konzipieren!

Anspieltipps:
„King Of The Kings“, „Symbol Of Eternity“, „Grace Of God“ und „Nights Of Jerusalem“

Jannis

SEVENTH STORM – Maledictus

Trackliste:

01. Pirate’s Curse
02. Saudade (English Version)
03. Sarpanit
04. Gods Of Babylon
05. The Reckoning
06. Inferno Rising
07. Seventh
08. My Redemption
09. Haunted Sea
10. Saudade Acoustic (English Version)
11. Saudade Acoustic (Portugese Version)
12. Saudade (Portugese Version)

Spielzeit: 73:08 min – Genre: Heavy Metal – Label: Atomic Fire Records – VÖ: 12.08.2022 – Page: www.facebook.com/SeventhStormBand

 

Es gibt immer zwei Möglichkeiten, wenn ein Promotext über 1000 Wörter darauf verwendet, ein Album in höchsten Tönen als krasses Werk zu loben: Entweder das Album ist echt außergewöhnlich oder bleibt absolut hinter den damit erzeugten Erwartungen zurück. Schön, dass bei „Maledictus“ von SEVENTH STORM ziemlich exakt die erste Option zutrifft. Als Heavy Metal liste ich das jetzt mal, doch wird das dem Album nicht wirklich gerecht, da Mike Gaspar Bandleader der Truppe ist, der zuvor nahezu 30 Jahre Drummer von den großen MOONSPELL war. Es überrascht wenig, dass die Grundstimmung düsterer und emotionaler ist, als man von einem klassischen Heavy-Metal-Album erwarten würde – aber auch heavy-metallischer, als man es wiederum von einem MOONSPELL-Album erwarten würde.
Kommt nun die Frage auf, ob man einen Drummer ein Album schreiben und arrangieren lassen sollte, oder diese Aufgabe stattdessen besser einem richtigen Musiker überließe (provokant, hm? Entschuldigung.), so lässt sich jene Sorge schnell fortwischen, denn Mike hat nicht nur massig Erfahrung, sondern auch offensichtlich ordentlich Druck, seine ganz eigene Metal-Vision zu verwirklichen. Die gestaltet sich als sehr melodielastiger Heavy Metal mit viel Schwermut, die auf instrumentaler Ebene mit Black-Metal-Stilistiken angereichert ist, auf Atmosphäre setzt, sich zwischendurch aber auch nicht scheut, gemeine Riffs rauszuhauen, mal länger die verzerrten durch cleane Gitarren zu ersetzen und auf zusätzliche Instrumente wie Klavier, Orgel, Cembalo, Solostreicher, Hörner etc. zurückzugreifen. Das klingt nach einem ziemlich wahnwitzigen Mix und gerade beim ersten Track kann man doch ein wenig Misstrauen entwickeln, ob die Platte in willkürliches Gestückel ausartet. Passiert erfreulicherweise nicht, denn obgleich „Maledictus“ kaum einen Song beinhaltet, der sich auf einen Härtegrad, einen Stil beschränkt, wirken seine Songs in ihrer Mixtur aus Blastbeats, straighten und ganz ruhigen Parts doch sehr rund und abgeschlossen, da das Songwriting über all das eine große Portion Stimmung und Schönheit legt. Das wird verstärkt durch die rauen aber stets melodischen und sehr ausdrucksstarken Vocals von Sänger Rez, der den Intensitätsfaktor nochmal wesentlich erhöht und das Album dort zusammenhält, wo es sonst gegebenenfalls kleine unvorteilhafte Bruchstellen hätte.
Klanglich stimmt die Sache auch, spielerisch eh, und während man missgünstig anmerken könnte, dass die Spieldauer und Trackanzahl nur deswegen so aussehen, weil ein Track in vier Versionen vertreten ist, hätte man ohne die drei Bonusversionen immer noch ein knapp einstündiges Album und auch als Akustik-Variante macht „Saudade“ erheblich was her.

Fazit:
Mike Gaspar weiß, wie man Songs für ein Publikum schreibt, dass sich diesen Songs wirklich aufmerksam widmen und sich emotional auf sie einlassen will. Und SEVENTH STORM wissen dies hervorragend umzusetzen. „Maledictus“ ist ein sehr ernstes, ernstzunehmendes und ausdrucksstarkes Album, melancholisch, schwermütig und dicht – und dazu gut heavy. Klare Reinhörempfehlung, am besten in mehr als nur einen Song!

Anspieltipps:
„Saudade“, „Gods Of Babylon“, „Inferno Rising“ und „Seventh“

Jannis

SACRAL NIGHT – Le Diadème d’Argent

Trackliste:

1. Les miroirs de la lune
2. Pa-delà les lueurs sépulcrales
3. L’archange aux yeux de feu
4. Conquérant des lumières
5. L’ode infinie
6. Une dernière étoile avant sirius
7. Le diadème d’argent
8. La seconde élégie d’un ange
9. Prêtresse de l’Atlantide

 


Spielzeit:
36:10 min – Genre: Heavy Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 01.07.2022 – Page: www.facebook.com/SacralNight

 

Okkulter Kram mit Falsett und Düsterkeit: eine der Sachen, mit denen man mich immer kriegt, und so war ich natürlich auch gerne dabei, als es die neue SACRAL NIGHT zu rezensieren galt. Das Quintett aus Frankreich hat mit „Le Diadème d’Argent“ sein zweites Album veröffentlicht und bietet melodischen Heavy Metal, teils mit leichten Black-Metal-Vibes (manifestiert hauptsächlich in der Gitarren- und Drumarbeit) über kurze 36 Minuten Spieldauer.
Vorneweg: einwandfreie Produktion und sehr starke Gesangsleistung von Antoine Volhard, der ganz unterschiedliche Gesangsstile zum besten gibt und alle optimal ausführt, was durch die Produktion der Vocals nochmal krasser wird. Auch der Rest der Truppe ist on point und absolut versiert, soweit stimmt schonmal alles.
Die Lyrics sind auf französisch gehalten. Das ist eine interessante Wahl und mag der Platte mehr nützen als schaden. Weiß ich nicht, kann nicht gut genug französisch dafür, aber klanglich passt’s.
Hinsichtlich der Musik an sich sind SACRAL NIGHT natürlich auf einer gewissen New Wave of Occult Heavy Metal unterwegs, wenn man so will, die in letzter Zeit schon andere starke Bands wie THEM oder SILVER TALON hervorgebracht hat. Jede mit ihren Eigenheiten; SACRAL NIGHT arbeiten viel mit melodiösen Gitarrenmotiven/Riffs und besagten Black-Metal-Anleihen, bleiben dabei aber überdurchschnittlich melodieorientiert. Selbstverständlich kommen zeitweise Orgel oder Klavier und Chor zum Einsatz.
Es ist eine zu respektierende Entscheidung, die einzelnen Songs auf dem Album mehr oder weniger für sich stehen zu lassen. Jedoch, und hier kommen wir zur Kritik an einem handwerklich äußerst professionellen Album, hätten alleine schon ein paar mehr unmetallischer-düster-atmosphärische Zwischenparts oder Übergänge zwischen zwei Songs für erheblich mehr… nun, Atmosphäre gesorgt. Das ist gerade bei einem Occult-Heavy-Metal-Album förderlich, das im besten Fall das Gefühl einer durchgehenden Schwarzen Messe hervorruft. Bei jedem Song wieder von null zu starten, hilft dem nicht. Zweiter Kritikpunkt ist, dass die Songs in sich auf verschiedene musikalische Mittel und Eigenheiten setzen, aber eben fast alle der Songs immer auf die selben. Am ehesten stechen aus der Setlist wohl „L’ode infinie“ und „Une dernière étoile avant sirius“ hervor. Ersteres mit verhältnismäßig wenig Drumeinsatz, was ihm zu Individualität verhilft, letzteres als intensivster Song des Albums mit geisterhaft produzierten, außergewöhnlichen Vocals in den Strophen und schönem Klavier-und-Orgel-Zusammenspiel.
Die anderen Songs wären für sich genommen auch stark, gehen aber angesichts der Grundähnlichkeit ihrer Machart auf dem Album ein Stück weit unter.

Fazit:
Damit ragt „Le Diadème d’Argent“ nun nicht aus der Menge anderer Werke dieser Welle hervor, bedeutet aber für Fans des Genres alleine schon deshalb Reinhörpflicht, weil es eben eine eigene Interpretation des Genres vollzieht, die technisch hervorragend ausgeführt wird. Die Songs für sich sind allesamt intensiv und erzeugen Stimmung, wenngleich einigen von ihnen im Kontext der anderen ein wenig Individualität fehlt.

Anspieltipps:
„Les miroirs de la lune“, „L’ode infinie“ und „Une dernière étoile avant sirius“

Jannis

RESISTANCE – Skulls Of My Enemy

Trackliste:

01. Call To Arms (Intro)
02. Valhalla Has Locked It’s Doors
03. On Dragon Wings
04. Earthshaker
05. Nordic Witch
06. Empires Fall
07. Templar’s Creed
08. Awaken The Necromancer
09. Metallium

 

 

Spielzeit: 40:08 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pure Steel Records – VÖ: 22.07.2022 – Page: www.facebook.com/resistanceusaofficial

 

(Pathetischer Bullshitpart, zehn Prozent ernstgemeint) Sehen wir der Wahrheit ins Auge: Metal hat ein großes Problem. Unterwandert von Leuten, die mit dem Genre hohe Chartpositionen erreichen wollen und dies durch Überproduktion, maßlose Audiomaterial-Politur, EDM-Synthesizer und -Stilmittel wie Bassdrops tun. Rasierte Genitalbereiche, wohin das Auge blickt, klare, Autotune-gerichtete Vocals, keine Ecken, keine Kanten. Die Zeichen sind unverkennbar: It’s time for RESISTANCE! (Pathetischer Bullshitpart Ende)
Denn die fügen sich dem Zeitgeist zu null Prozent. „Skulls Of My Enemy“ ist der Album-gewordene Beweis dafür. Das dritte Album der Fünf-Mann-Armee aus Los Angeles ist authentischer handgemachter Heavy Metal mit Power-Metal-Einflüssen, der an Hochphasen von Größen wie JUDAS PRIEST, ACCEPT oder PRIMAL FEAR erinnert. Roher Klang, aggressiv keifende Power/Heavy-Metal-Vocals, keine Keyboards, kein Gedöns.
Heavy Metal ist dabei das Primär-Genre, so deutlich, dass meine Notizen sich beispielsweise im Fall von „Earthshaker“ schlicht auf „METAL“ begrenzen, aber damit ist auch im positiven Sinne alles gesagt. Wer Bock hat auf klassischen metallischen Heavy Metal mit gekonnter Gitarrenarbeit und prototyp-metallischen Arrangements, wird mit den Heavy-metallischeren Tracks schonmal sehr gut bedient. Wer dann doch ein paar mehr offensichtliche ausgeprägtere Melodien braucht, kommt gerade in Refrains wie denen von „On Dragon Wings“ oder „Nordic Witch“ auf seine Kosten, die nicht nur poweriger ausfallen sondern dabei auch ziemlich gut und abseits des Standards geschrieben sind und niemals auch nur in die Nähe von Kitsch geraten.
Kritik: Über Studiokopfhörer neigt „Skulls Of My Enemy“ gerne mal zum Krisseln und Becken klingen tendenziell etwas zischend, womit sie sich unvorteilhaft vom Rest abheben. Songwritingtechnisch verlässt man sich ab und an zu sehr auf Wiederholungen und hätte trotz der Simpelkeit, die klassischer Heavy Metal konstruktiv für sich zu verwenden weiß, schon etwas mehr rausholen können. Beispielsweise „Awaken The Necromancer“ kommt doch ziemlich redundant daher. Einige andere Ideen stechen ebenfalls ein wenig merkwürdig heraus (Der Rhythmusbreak bei „Templar’s Creek“ kommt zum Beispiel etwas abrupt und drucklos) und ein zwei Songs kratzen doch eher an Lückenfüller-Niveau.

Fazit:
Nichtsdestotrotz ist die neue RESISTANCE ein willkommener Fall von unmodernem traditionellem Heavy Metal mit Power-Metal-Elementen, der weit mehr als nur dies als Verkaufsargument anführen kann und ziemlich genau das Richtige für Diejenigen sein sollte, die es einfach mal wieder nötig haben. Hättet Ihr die Band als Support bei einem Konzert entdeckt, hättet Ihr als Fan des Genres mit ziemlicher Sicherheit vor Ort noch ein Album erworben.

Anspieltipps:
„On Dragon Wings“, „Nordic Witch“, „Earthshaker“ und „Metallium“

Jannis

ALTARIA – Wisdom

Trackliste:

01. Wisdom
02. Diablo Rojo
03. Without Warning
04. Kissed By The Flames
05. Power To Heal
06. Sometimes
07. Victory Of Winter
08. History Of Times To Come (2022)
09. Lost In Time
10. Crimson Rain
11. Kingdom Of The Night (Bonus, 2022)

Spielzeit: 51:15 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Reaper Entertainment – VÖ: 08.07.2022 – Page: www.facebook.com/altariaofficial

 

Von ALTARIA durfte ich bereits vor einiger Zeit den Re-Release ihres 2004er Albums „Divinity“ rezensieren und hatte damals eine ziemlich positive Meinung zu der Angelegenheit – die sich bis heute hält, auch wenn ich bei erneutem Hören der Platte zwei Jahre später vielleicht 0,5 oder einen Punkt weniger gegeben hätte. Dennoch gut, weshalb ich auch die Rezension für „Wisdom“, das sechste Album der Finnen, übernahm.
Als Melodic Metal wird der Stil der Truppe im Promotext verortet. Dem hätte ich bei „Divinity“ noch Recht gegeben, inzwischen muss man hier wohl aber eher von Melodic Hard Rock mit AOR-Einflüssen reden, denn mit Metal hat die Sache nicht mehr wirklich was zu tun. Lediglich „Power To Heal“ und bei freundlicher Einschätzung „History Of Times To Come“ (und das ist ursprünglich vom 2003er „Invitation“-Album) kann man irgendwo über Midtempo verorten, der Rest ist klassisches Midtempo, dessen Geschwindigkeit um nicht mehr als 10 BPM variiert. Was spätestens zu Beginn von Track 4 Ermüdungserscheinungen hervorruft, denn es wirkt schlicht, als käme das Album nicht in die Gänge. Und auch die beiden besagten Songs können nicht darüber hinweghelfen, dass diese Ermüdung auf Albumlänge bleibt.
Melodisch sind die einzelnen Songs allesamt klassischer Synth-unterstützter Hard Rock mit den gängigen Melodiewendungen, die auch praktisch alle für sich funktionieren, in der Menge vergleichbarer Songs auf dem Album jedoch ihre Individualität nicht halten können. Dabei ist auch nicht von Vorteil, dass die Menge an Details und vor allem unterschiedlichen Stimmungen im Vergleich zu „Divinity“ stark nachgelassen hat. Mal ein Song, der außergewöhnlich fröhlich oder im Sinne des Genres klar düster ausfällt, existiert auf „Wisdom“ einfach nicht, was eine emotionale Einfühlung in die Platte verhindert. Müsste ich seine Wirkung auf mich mit einer Phrase beschreiben, wäre es „angenehm für nebenbei“ – und das ist es auf professioneller Basis – aber spannend, unvorhersehbar, fordernd, überraschend ist es kaum. Dafür verlässt man sich zu sehr auf das Lehrbuch, arbeitet zu routiniert und liefert im Endeffekt ein Album ab, bei dem man Mitnicken kann, das eine gute Gesangs- und Instrumentalleistung sowie vertraute Harmonien und klassische Songstrukturen bietet, aber eben auch nur wenig mehr.

Fazit:
Sauber im handwerklichen Sinne, unproblematisch im kompositorischen, aber ansonsten doch die Basic-Variante eines Hard-Rock-Albums: „Wisdom“ beim netten Abend mit ein paar Freunden im Hintergrund auf Spotify anzuschmeißen ist mit Sicherheit nicht falsch. Wer mehr musikalischen Tiefgang, etwas mehr Metal und mehr Inspiration und Leidenschaft möchte, dem sei an dieser Stelle allerdings (da ich nur die beiden Alben der Band kenne) empfohlen, stattdessen auf „Divinity“ zurückzugreifen.

Jannis

VICTORIOUS – Dinosaur Warfare Pt. 2 – The Great Ninja War

Trackliste:

01. Saurus Invictus Lazerus
02. Victorious Dinogods
03. Mighty Magic Mammoth
04. Jurassic Jetfighters
05. Dinos And Dragons
06. Katana Kingdom Rising
07. God Of Roar
08. Night Of The Nuclear Ninja
09. Triceps Ceratops
10. Tyrannosaurus Steel
11. Shadow Of The Shinobi
12. Powerzord

Spielzeit: 46:17 min – Genre: Power Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 24.06.2022 – Page: www.facebook.com/victoriusmetal

 

Der Tag der Rezensionen zu Alben mit tiefgründigen und nachdenklichen Lyrics: ALESTORM und VICTORIOUS. Wagen wir uns mal an letzteres mit dem aussagekräftigen Titel „Dinosaur Warfare Pt. 2 – The Great Ninja War“. Okay. Worum es inhaltlich in diesem Konzeptalbum geht, verrät uns der Promotext: Es „erheben sich die mächtigen Dinosaurier, um gegen den bösen Weltraum-Ninja-Clan Sunbladers zu kämpfen. Angeführt von einem magischen Mammut vereinen die Laser-Dinos ihre Kräfte auf der Erde und in der Luft, um den zweiten Versuch der Ninjas, die Menschheit zu versklaven zu stoppen!“ Klare Sache!
Haken wir zuerst mal ab, für wen das Album gemacht ist. Für Fans von ziemlich gut produziertem fetten Power Metal zwischen HAMMERFALL und DRAGONFORCE mit viel Cheese, hymnisch-heroischen Melodien, Orchester- und Synth-Bombast. Außerdem für Freunde von Humor der Marke „Kung Fury“ und „Iron Sky“, denn, seien wir ehrlich: Textlich ist „DWP2-TGNW“ absolut abstrus, oftmals aufgebaut auf witzigen Wortspieltiteln und eben auf „Lass mal random Dinosaurier, Atom-Ninjas, magische Mammuts, Roboter, Laser, Tom Cruise (!) und absolut klischeehaften Power-Metal-Wortschatz-Overkill zusammenführen“. Führt dann zu lyrischen Ergüssen wie „Holy Power Immortality Glory Kingdom Tyrannosaurus Steel!“ und das ist ohne Spaß ein zusammenhängender Textausschnitt. Dabei muss man sagen, dass mich „Triceps Ceratops“ als Liedname schon gekriegt hat.
Textlich ist das Geschmackssache und wie ALESTORM wohl am besten nicht nüchtern zu genießen. Mein Humor ist es nicht, aber kann ja jeder halten, wie er mag, ist auf jeden Fall angenehm drüber.
Musikalisch ist man leider weitestgehend standard und vorhersehbar unterwegs, hat das Problem neuerer DRAGONFORCE, denn bei dieser Art von Power Metal läuft man Gefahr, irgendwann nicht mehr das Genre zu bedienen, sondern von ihm bedient zu werden. Die Harmoniefolgen und Melodien hat man einfach so schon echt häufig gehört und auf musikalischer Ebene trägt „DWP2-TGNW“ eben nichts Neues bei, wenngleich es die klassischen Power-Metal-Elemente professionell zusammenfügt. Es wäre schön, hätte man hier kreativer agiert, denn der Charakter, die Individualität, die man den Texten zusprechen kann, hätte viel Potenzial, auch im Klang des Albums integriert zu werden. Ganz ernst nehmen VICTORIOUS sich sowieso nicht, warum nicht dann zum Beispiel den Humor auch auf die Musik übertragen, wie zumindest beim Mammut-Trompetensound bei „Mighty Magic Mammut“ geschehen?

Fazit:
Wo VICTORIOUS textlich humoristisch-bescheuerte Individualität erlangt haben, mangelt es an Individualität auf der musikalischen Ebene. Wer mit dem Anspruch an „DWP2-TGNW“ geht, ein witziges Klamauk-Konzeptalbum zu hören, bei dem musikalisch primär wichtig ist, dass es Power Metal ist und gut Druck macht, der kann mit der Platte bei Humor-Kompatibilität zweifelsohne eine gute Zeit haben. Wer musikalisch überrascht werden und möglichst wenig standardisiertes Songwriting möchte, der wird von der Ebene des Albums aber vermutlich enttäuscht.

Anspieltipps:
„Katana Kingdom Rising“, „Shadow Of The Shinobi“ und „Mighty Magic Mammoth“

Jannis

ALESTORM – Seventh Rum Of A Seventh Rum

Trackliste:

01. Magellan’s Expedition
02. The Battle Of Cape Fear River
03. Cannonball
04. P.A.R.T.Y.
05. Under Blackened Banners
06. Magyarország
07. Seventh Rum Of A Seventh Rum
08. Bite The Hook Hand That Feeds
09. Return To Tortuga
10. Come To Brazil
11. Wooden Leg (Part III)

Spielzeit: 42:49 min – Genre: Pirate Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 24.06.2022 – Page: www.facebook.com/alestormband

 

Widmen wir uns in der heutigen Werksbeschau also dem aktuellen Opus von ALESTORM. Bereits beim Blick auf den Titel „Seventh Rum Of A Seventh Rum“ wird ersichtlich, dass hier eine problematische Glorifizierung von Alkoholkonsum stattfindet, was selbstverständlich bereits im Vorfeld jeden Kritiker gesunder Musikkultur davon abhält, die siebte Langspielplatte der Herren aus Großbritannien weiterzuempfehlen.
Das erzeugt erquickenderweise kein Dilemma, denn musikalisch gestaltet sich diese Album-gewordene Aufforderung zu einem unangebrachten Lebensstil erstaunlich primitiv. Von der großen Kunst ihrer Landsmänner wie Benjamin Britten, Henry Purcell und Sir Edward William Elgar ist bei ALESTORM nur ein wenig von der Instrumentierung übriggeblieben (so die Bläser, oft in qualitativ minderwertiger Fanfarenform). Stattdessen bedient man sich bei romantisierten Formen von Musik einfacher – und krimineller – Menschen aus dem Seefahrerbetrieb; neben der Glorifizierung von Alkoholkonsum die zweite problematische Facette des Albums, das in seinen beiden Grundthematiken (Drogen und Kriminalität) auf unsere Jugend einen ähnlich schädlichen Einfluss haben dürfte wie ein Deutschrap-Album. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie „Konzerte“ dieser Band aussehen mögen.
Die Stimme von Christopher Bowes lässt emotionale Subtilität vermissen, dann wiederum ist der lyrische Anspruch der Texte ohnehin niedrig, insbesondere der Kehrvers von „Cannonball“ ist derartig obszön, dass er an dieser Stelle nicht wiedergegeben werden und keinesfalls angehört werden sollte.
Man muss sich wirklich fragen, wie die Menschheit an einem Punkt landen konnte, an dem die Schönheit, die Reinheit und Eleganz der Kunst in einem so dramatischen Maße entwichen ist; an dem die Kulturinteressierten ein Konzerthaus besuchen und fest davon überzeugt sind, ALESTORM sei die Krone der musikalischen Schöpfung. Dies ist Kunst für das gemeine Fußvolk – schädliche, wohlgemerkt – und sollte von jedem Freund großer Werke der Musik und Lyrik mit Missachtung gestraft werden.

Fazit:
Besoffen macht’s aber Spaß und live mit Sicherheit nochmal mehr. Yo ho!

Anspieltipps:
„P.A.R.T.Y.“, „Come To Brazil“, „Wooden Leg (Part III)“ und „Under Blackened Banners“

Jannis