EXISTENT – Kartenhaus

Band: Existent
Album: Kartenhaus (EP)
Spielzeit: 17:25 min
Stilrichtung: Modern German Metal/Rock
Plattenfirma: Existent GbR
Veröffentlichung: 23.07.2021
Homepage: www.facebook.com/band.existent

Der Vorteil als Rezensent eines Online-Mucke-Magazins unterwegs zu sein, ist auf jeden Fall, man kommt immer irgendwie an Musik ran. Manchmal gut, manchmal muss man ein Review dann aber auch verweigern, weil bei den ersten Tönen schon der Kopf weh tut. Im Falle von EXISTENT war die Sache aber sofort klar, die wollte ich haben. Bisher komplett an mir vorbeigegangen (naja, es gab ja auch erst ein Album), wird der Bekanntheitsgrad mit der EP „Kartenhaus“ sicherlich exorbitant in die Höhe schnellen.
Verdient hat das die Hamburger Band, bestehend aus Marcel Dummer (v, g), Julian Jung (g), Jonas Mensing (b) und Dominik Schmidt (d), auf alle Fälle. Als fixe Idee langjähriger Freunde bereits 2013 gegründet, haben EXISTENT im Jahr 2016 ihr erstes Album „Startschuss“ rausgehauen. Mittlerweile sind die Jungs älter geworden und stellen sich uns nun gereifter und erwachsener vor. Wie EXISTENT 5 Jahre nach „Startschuss“ klingen, hören wir wunderbar gut in der EP „Kartenhaus“. Fünf knackige Tracks mit 17 Minuten Spielzeit, eine Mischung aus Rock, Metal, eine Prise Metalcore und dazu noch eine rotzige Punk-Attitüde. Was will man mehr. Die Themen sind politisch, sozialkritisch und beschäftigen sich mit aktuellen Geschehnissen oder auch mit den Problemen, die jeder Einzelne mit sich herumträgt. Klar, so was hat man bereits tausendfach irgendwo anders gehört, aber EXISTENT klingen dabei frisch und die Themen sind textlich gut umgesetzt. Außerdem ist es immer wieder schön, Bands mit klarer Kante zu hören. Davon gibt es ohnehin zu wenig.
Schon der Oper, das Titelgebende „Kartenhaus“ zeigt ganz klar die Richtung. Unser „Kartenhaus“ ist schon lange eingestürzt. Auch wenn das Thema Klimawandel extrem abgelutscht ist, es ändert nichts an der Tatsache, dass viel zu lange viel zu wenig passiert ist. Und besser wird es durch Nichtstun eben auch nicht. Das wissen auch EXISTENT und bei den Hamburgern bleibt es auch nicht nur bei leeren Worten. Pro verkauftem Exemplar von „Kartenhaus“ wird 1 Euro an die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gespendet.
Auch der nächste Song „Im Freien Fall“ bezieht klare Stellung, nämlich gegen rechts. Gepaart mit einem knackigen Rhythmus hält er so manchem ewiggestrigen einen Spiegel vors Gesicht „Nazi bin ich sicher nicht – das is gute Bürgerpflicht!“.
Auch „Tick Tack“ geht sofort ins Ohr, eine harte Rocknummer, die einem gefällt. Inhaltlich beschäftigt sich der Song mit der schnelllebigen Gesellschaft und das man vielleicht auch mal einen Gang zurückschalten sollte um eben nicht nur eine Maschine zu sein. Mit „Panik“ bekommen auch die Medien ihr Fett weg. Sehr gerne lösen diese mit Clickbait-artigem Journalismus ebendiese aus. Energiegeladen, mit einem absolut eingängigen Refrain donnern uns EXISTENT diese Granate um die Ohren. Ein echter Kracher, für mich der beste Song der EP.
Natürlich kommen auch ruhige Töne hier nicht zu kurz. Mit dem ruhig melancholischen Song „Das Haus am Ende dieser Straße“ handelt vom letzten Weg, den wir alle irgendwann mal gehen müssen. Sehr emotional, dazu die raue Stimme von Marcel. Gänsehaut pur. Ein perfekter Abschluss der EP „Kartenhaus“.
Was lässt sich nun nach fünf Songs und 17 Minuten Spielzeit sagen? Eigentlich nur eines: Ich will mehr davon! EXISTENT haben mich fast durchweg überzeugt. Hier und da noch eine kleine Verbesserung in den Texten um nicht in der Welt der Plattitüden zu landen, vielleicht auch mal ein oder zwei Songs, die sich mal mit komplett anderen Themen beschäftigen. Mal ein Partylied oder einfach mal ein vor Fröhlichkeit sprühender Sommersong wären in der aktuell tristen Welt ein kleiner bunter Farbklecks.
EXISTENT haben auf alle Fälle das Zeug zu mehr und ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Lebenszeichen der Hamburger Jungens war. Auch wenn die Themen vielleicht abgelutscht sein mögen, haben sie an Aktualität nichts verloren und wenn diese so gut umgesetzt werden wie bei EXISTENT, wird ein Schuh draus. Zumindest EXISTENTs Kartenhaus wird nicht so schnell einstürzen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Kartenhaus
02. Im Freien Fall
03. Tick Tack
04. Panik
05. Das Haus am Ende dieser Straße

Tänski

Damit ihr wisst, was ich meine:

I AM ALIZ – Dead: Seals Of Separation

Band: I Am ALIZ
Album: Dead: Seals Of Separation
Spielzeit: 32:59 min
Stilrichtung: Industrial Metal
Plattenfirma: Ishtar Rising
Veröffentlichung: 13.06.2021
Homepage: www.facebook.com/alizmusic

Mal wieder eine kleine Überraschung, die da in das Rock-Garage-Postfach reingeflattert ist: I AM ALIZ – nie gehört, kurz ein, zwei Songs angetestet und für rezensierenswert befunden, da die Sache in so mancher Hinsicht doch schon was besonderes ist. Das deutsche Soloprojekt bewegt sich im Industrial-Metal-Bereich, ziemlich elektronisch, ohne dabei metallische Klänge außen vor zu lassen, mit acht Tracks und guten 30 Minuten Spieldauer.
Produktionstechnisch kann man ein wenig meckern: Zum Teil, gerade bei den Drums und den Gitarren, klingt “D:SOS” ein bisschen mittenlastig und könnte ein wenig mehr Definiertheit vertragen, das kompensiert man aber durch massiiiiven Druck hinter der Gitarren- und Drum-Produktion und zwar mit vollem Erfolg. Beginnt Track 1 klangtechnisch recht kraftlos (kalkuliert, wohlgemerkt), so knallen die Gitarren, wenn sie denn kommen, mit brutaler Wucht rein, ohne die etwas leiseren anderen Elemente zu verdrängen. Mit diesen Lautstärkeunterschieden arbeitet I AM ALIZ gerne, was als individuelles Soundmerkmal sehr gelungen und dem Hörerlebnis dienlich ist.
Ebenfalls hervorzuheben: die Vocals. Die Stimme von Aliz ist für Electro/Gothic/Industrial sehr geeignet; individuell, ausdrucksstark, wandelbar (Einfach mal die Vocals von Track 1 mit denen von Track 6 vergleichen) und jederzeit unter Kontrolle.
Und musikalisch? Musikalisch ist “D: SOS” ein in elektronischer Hinsicht recht verspieltes Werk geworden, das sich beispielsweise viel elektronische Drumsounds leistet, eine sehr eigene Atmosphäre aufbaut, mit mehrstimmigen oder klanglich verfremdeten Vocals arbeitet und den einzelnen elektronischen Sounds Liebe widmet, sei es die grummelnde Bassline bei “Hypocrisy”, die fetten Synthesizer in “Alienation” oder auch mal eine klassische E-Orgel bei “Seal”. Ja, das Sounddesign macht viel aus bei der Platte, wobei die Songs in kompositorischer Hinsicht allerdings nicht abstinken. Lediglich beim finalen “The I In You” ist die Luft ein bisschen raus und man ist eher etwas auf stabilem Lückenfüller-Niveau unterwegs, doch ansonsten lässt sich über das Songwriting soweit nichts Negatives sagen.
Blickt man auf “Seal” (mit leider etwas störendem Echoeffekt auf der Stimme) und “Sparkling Eyes”, muss man hier stattdessen noch einmal umso ausdrücklicher loben. Jap, es sind die beiden – ziemlich rocklastigen – „Balladen“ bzw. nachdenklicher klingenden Songs der Platte (wobei “Seal” noch ordentlich Dampf bekommt), aber bei diesen zeigen sich bisher auf dem Album ungehörte Songwritingkompetenzen – das sind, kurz gesagt, einfach arschschön geschriebene Tracks.

Fazit:
Ein bisschen Punktabzug für einen doch schwächeren Song, ein paar Soundangelegenheiten und eine sehr kurze Spieldauer. Abgesehen davon großer Respekt für dieses Album, das Industrial-Sounds und Metal hervorragend und innovativ zu verbinden vermag, stark gesungen, gut durchdacht und schön bis hart schön komponiert! Im Underground findet man doch immer die schönsten Sachen.

Anspieltipps:
“Alienation”, “Bleed My Heart”, “Seal” und “Sparkling Eyes”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Alienation
02. Bleed My Heart
03. Dead
04. Devil On The Run
05. Hypocrisy
06. Seal
07. Sparkling Eyes
08. The I In You

Jannis

News: Sould Out

sould out

sould out
Ein neues Projekt haben der kroatische Gitarrenvirtuose, Alen Brentini und sein talentierter Kollege Karlo Horvat (Kryn) am Start. Ungewohnt leise und akustisch angehaucht hatte man schon vor einigen Jahren ein paar Videos zusammen geschaffen, nun ist das sympathische Gitarrenduo auch live unterwegs. Alen Brentini kennt man bereits, da der vielseitige, ehrgeizige Kroate viele Erfolge mit seiner eigenen Musik feiert, sowie Kooperationen mit z.B. Eric Martin, Michael Voss, Danny Vaughn und vielen anderen aufweisen kann.
Aber sagen wir es auf metallisch: „Who the fuck is Karlo Horvat“??

Insidern der härteren Metalszene ist er schon lange ein Begriff, in Kroatien hat der ehrgeizige junge Mann schon lange einen Namen. Und ebenso hat Kryn schon einige Alben auf den Markt. Alen Brentini und Karlo Horvat, die perfekte Kombination aus von „zart bis hart“.

Durch diese Projekt kommt das Können der beiden Kroaten zum Vorschein. Karlo Horvat der junge dynamische Sänger aus Rijeka der sonst eher im Bereichen des härteren Metal zu Hause ist, zeigt dass er auch “gefühlvoll” kann. Alen Brentini gibt mit seiner perfekten und melodischen Stimme und seinem gewaltigen Können an der Gitarre den richtigen Schliff was die Emotionen anbelangt. Alle Titel sind perfekt arrangiert.

Wir sind gespannt auf „mehr Stoff“ der beiden Ausnahmemusiker, und werden sicher darüber berichten.

Ein neues Video ist auf alle Fälle geplant! Welcher Titel wird nicht verraten.
Bis dahin hoffe ich dass euch der Titel “Cochise” überzeugt ein Audioslave Cover. Ja ihr lest Cover, allerdings unterscheidet sich die Band von vielen Coverbands, diese Musik einfach auf den Markt bringen um das schnelle Geld zu machen. Hier ist Herzblut dabei und Emotionen und auch die Ehrfurcht vor den performten Stücken.

Alen Brentini und Karlo Horvat überzeugen auf voller Linie sei es musikalisch, optisch und menschlich! Und man merkt auch in Karlos Stimme dass diese einen enorme Range umfasst. Wer das Projekt nicht kennt einfach mal reinhören! Also Metalheads es muss nicht immer laut sein ab und zu machen auch “Gefühle” Spaß besonders in dieser schnelllebigen Zeit
Wir wünschen den beiden sympathischen Kroaten viel Erfolg für ihren Weg und vielleicht lest ihr ja bald ein Interview hier?

Hier geht´s nun zum Titel
“Cochise” die Band heißt “Souldout”

Internet:
Sould Out : Sould Out Instagram
Alen Brentini: Alen Brentini
Kryn:Kryn

Jelusick News

Fotocredits: Josip Markovic

Fotocredits: Josip Markovic
Fotocredits: Josip Markovic
Lautstark meldet sich der Ex Animal Drive Frontman “Dino Jelusick” mit neuer Band, benannt nach seinem Nachname “Jelusick” zurück. Das neue Werk “Healer” ist ein neues gelungenes “Meisterwerk” das Dino´s Stimme wieder perfekt in Szene setzt.
Nicht nur deswegen wieder der gutaussehende, junge Kroate als neuer Metalsuperstar gehandelt ähnlich wie Ronnie Romero, da beide in vielen Projekten vertreten sind.
Unterstützt wird Dino Jelusick bei seiner Debütsingle von “Ivan Keller” an der Gitarre (Ivan war auch bei Animal Drive an der Gitarre vertreten), Luka Brodaric am Bass, Mario Lepoglavec am Schlagzeug und last but not least: Igor Matkovic an den Keyboards.
Mit “Healer” beweist Jelusick, dass er ohne seine Ex Plattenfirma Frontiers im Rücken zu hören berufen ist. In der Hardrock und Metalszene hat sich der ehrgeizige Kroate bereits einen großen Namen gemacht, besonders durch seinen gewaltigen Stimmumfang.
Bekannt ist Dino Jelusick auch u.a. durch die Zusammenarbeit mit Größen wie Joel Hoekstra, Bumblefoot, Kip Winger, Jen Majura, oder dem Trans Siberian Orchestra. Der Song “Healer” macht Lust auf mehr “Material” von der dieser aufstrebenden jungen Formation! Wir hoffen bald auf ein Album.

Hier gehts zum Video Healer:

WORLD OF DAMAGE – Invoke Determination

Band: World Of Damage
Album: Invoke Determination
Spielzeit: 63:00 min
Stilrichtung: Hard Rock/Metal
Plattenfirma: WOD Records
Veröffentlichung: 11.06.2021
Homepage: www.facebook.com/worldofdamage

Kommen wir heute zu einem sehr vielversprechenden Solo Projekt namens WORLD OF DAMAGE. Verantwortlich hierfür ist Gitarrist Kjell Åge Karlsen aka Mr. Damage, der sonst bei Jorn und Chrome Division tätig ist. Dieser wollte einfach mal Musik machen, ohne darüber nachzudenken ob die Songs zu den jeweiligen Bands passen. Alle Bass- und Gitarrenparts wurden von ihm eingespielt, die Drumparts übernahm Aki Vitala (Shot At Dawn). Produziert hat er auch noch selber, gemixt und gemastert wurde das Album von Marius Strand im Strand Studio, Oslo. Beim Gesang griff er auf einige der bekanntesten Namen im Modern Rock und Metal zurück, was natürlich für reichlich Abwechslung sorgen sollte. Wer auf welchen Songs singt, zeige ich euch im Laufe des Reviews.

Los geht es mit „I Will Not Conform“ auf dem Maurice Adams (BreeD) und Shagrath (Dimmu Borgir) am Mikrofon glänzen. Das Stück bietet harten, aber melodischen Metal mit vielen Doublebass Passagen. Ein gefühlvolles Solo darf auch nicht fehlen mitten im Song, ehe es wuchtig zu Ende geht. Auf „Invoke Determination“ ist Björn „Speed“ Strid (Soilwork) mit an Bord und drückt dem Ganzen seinen Stempel auf. Die Riffs sind spannend hier. Während man auf der einen Seite Rammstein („Mann gegen Mann“) raushören kann, schiebt man mit modernen harten Rock’n’Roll mächtig an. Sehr gut. Auf „The Petrol & The Blood“ geht es akustisch los, ehe die Band und Sänger Bernt Fjellestad (Guardians Of Time) mit einsteigen und es gekonnt krachen lassen. Je öfter man die Nummer hört, desto besser wird sie. Auf „Fire Burns My Name“ ist wieder Björn dabei. Er singt zu Beginn relativ hart, was hervorragend zu den Metallica mäßigen Riffs passt. Aber in den melodischen Parts wechselt er die Stimme passend dazu. „Until The End Of Day“ hört sich sehr amerikanisch an. Grooviger, moderner Rock, der mit Chris Clancy (Wearing Scars) überzeugend gespielt wird. Aufgepasst, „Breathe“ ist ein absolutes Highlight. Ein sehr gefühlvolles Stück in dass Roy Khan (Kamelot) all seine Emotionen einbringen kann. Ganz großes Kino, dass selbst den härtesten Rocker weich werden lässt. Auch „Insanity“ kann voll überzeugen. Pål Mathiesen (Susperia, Chrome Division) verleiht dem Lied ein gewisses Extra. Tolles Drumming, tolles Solo, einfach richtig gut. Hier bei „Cancel“ will es Mr. Damage aber wissen. Wieder mit Brent am Mikro wird breitbeinig gerockt. Hart, schnell und melodisch. „Unleash The Rage“: Alleine der Titel verlangt nach härteren Gesang. Da ist Thebon (With Hellish Outcast) genau den Richtigen. Geiles Geschoss im Children Of Bodom Stil. „Black Moon“ ist ein reines Instrumental und absolut großartig. Wie man so viel Gefühl reinbringen kann ist schon faszinierend. Diese Mischung aus norwegischer und spanischer Folklore lässt die Gedanken an einen anderen Ort wandern. Kommen wir nun zum Ende und zwar mit „Spoke In The Wheel“ und Gastsänger Eddie Gruz (The Carburetors). Normalerweise stehe ich ja darauf, wenn der letzte Song knallt, aber hier ist es anders. Ein akustischer Leckerbissen, der vom Feeling her an Alice In Chains („Rooster“) erinnert. Wow, hier bekommt man wirklich Gänsehaut.

Fazit: Unglaublich abwechslungsreiches Album. Von melancholischem bis hin zu hartem Stoff, alles dabei. Und das sehr hochwertig gemacht. Mr. Damage hat hier mit seinen Kollegen voll abgeliefert und taucht garantiert in meiner Best Of 2021 Liste auf. Rock’n’Roll vil aldri dø!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. I Will Not Conform
02. Invoke Determination
03. The Petrol & The Blood
04. Fire Burns My Name
05. Until The End Of Days
06. Breathe (Little Angel)
07. Insanity
08. Cancel
09. Unleash The Rage
10. Black Moon
11. Spoke In The Wheel

Sturmi

SLAVES TO FASHION – The History Of Heavy Metal

Band: Slaves To Fashion
Album: The History Of Heavy Metal
Spielzeit: 59:33 min
Stilrichtung: Omni Metal
Plattenfirma: Eigenveröffentlichung
Veröffentlichung: 13.02.2021
Homepage: www.facebook.com/slavestofashion

Ganz selten habe ich Alben zum Rezensieren auf dem Tisch, bei denen ich auf seltsame und sehr positive Weise richtig emotional werde, weil sich beim Hören unweigerlich das Gefühl einstellt, hier hat eine kleinere, unbekannte Band nicht nur absolut unnormale Mengen an Arbeit und Herzblut investiert, sondern auch etwas verdammt Großes geschaffen. Ein Gefühl, das wohl am besten als das hundertprozentige der Band den Stolz und die positive Resonanz Gönnen beschrieben werden kann, den/die die entsprechende Band aufgrund ihres Werkes hoffentlich verspürt und erfährt. Die Eigenveröffentlichung “The History Of Heavy Metal” von SLAVES OF FASHION ist so ein Album.
Das Konzept der Platte der Norweger: Jeder Song ein anderes Untergenre, zum Teil mit mehreren Unter-Untergenres, eine metallene Wundertüte sozusagen. Das ist erstmal ambitioniert, insbesondere wenn man bedenkt, dass auch die Produktion der einzelnen Songs auf das jeweilige Genre abgestimmt wurde (was auch den einzigen kleinen Kritikpunkt mit sich bringt, dass einige wenige Song(part)s produktionstechnisch etwas schwächer als andere ausfallen und etwas anstrengender zu hören sind, beispielsweise der sehr höhenlastige True-Norwegian-Black-Metal-Part in “Expressions Of Extremity” – das beläuft sich aber auf nicht mehr als ca. sechs Minuten des Albums).
Natürlich läuft man bei einem solchen Projekt Gefahr, sich dann an Genres abzuarbeiten, das jedoch auf Kosten der Substanz der einzelnen Songs. Konzept vor Inhalt, sozusagen. Doch das passiert auf “The History Of Heavy Metal schlicht nicht. Um alle relevanten Punkte im Rahmen einer Rezension anzusprechen, hier in kurz und knapp:
– Johannes Støle ist ein großartiger und wandelbarer Sänger und wurde um diverse Gastsänger und eine Sängerin ergänzt, um ein authentisches Resultat zu gewährleisten. Die Vocals sind durchgängig auf sehr hohem Niveau, ebenso die Leistung der Instrumentalfraktion.
– Es gibt zu jedem Track ein eigenes Albumcover (!) – So viel Investition ins Booklet wird heutzutage immer seltener.
– Die Genreauswahl beschränkt sich nicht, wie man bei einer Heavy-Metal-Band erwarten könnte, auf die klassischeren Untergenres. Jesus, es gibt einen (großartigen) Nu/Emo-Metal Song (“The New Wine”), einen über 13 Minuten langen Progressive-Track (“The Evergrowing Tree”, eine wahnsinniges Tour de Force durch Prog-Metal-Subgenres), Alternative Metal (“Garden Of Chains”, auch großartig) und ganz viele andere Genres.
– Die Songs für sich sind tatsächlich einfach gute Songs, die den Spirit, den sie vermitteln wollen, absolut vermitteln und auch außerhalb des Albumkontextes wirklich Spaß machen.
– Die Kontraste zwischen den einzelnen Songs (und auch innerhalb der einzelnen Songs) sind hochgradig unterhaltsam. Der Metal ist die Grenze, aber innerhalb dieser Grenze gibt es keinerlei Einschränkungen.
– Das Songwriting ist absolut authentisch aber nichtsdestotrotz kreativ und intelligent. Sollte auch erwähnt werden.

Fazit:
Im Ernst, ich bin lange nicht mehr so gut unterhalten worden, von einem Album, das einerseits eine Liebeserklärung an das Genre ist, andererseits aber auch ein höchst ernstzunehmendes und auf skurrile Weise komplexes Gesamtkunstwerk, mit einem hörbaren Augenzwinkern und unendlicher Liebe zum Detail. Man kann “The History Of Heavy Metal“ nicht ausdrücklich genug empfehlen und die Platte wird mit absoluter Sicherheit weit oben auf der Liste meiner Lieblingsalben des Jahres landen. Trotz kleiner Kritik an Teilen des Sounds volle Punktzahl, mehr als verdient.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. MCMLXX
02. The Priest Of Maidenhead
03. Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll
04. Thrash Of The Titans
05. Expressions Of Extremity
06. Garden Of Chains
07. The Evergrowing Tree
08. The Power Of Metal
09. The Nu Wine
10. Too Close (To See Clearly)

Jannis

KÄRBHOLZ – Kontra.

Band: Kärbholz
Album: Kontra.
Spielzeit: 45:57 min
Stilrichtung: Deutschrock
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/Kaerbholzoffiziell

Da is er endlich wieder, der rockige Sound aus dem Hinterwald. Zwei Jahre nach dem stellenweise gemischt aufgenommenen „Herz & Verstand“ (das Review dazu findet ihr hier: www.rock-garage.com/kaerbholz-herz-verstand/) legen unsere Jungens von KÄRBHOLZ mit „Kontra.“ (Kontra Punkt) ordentlich einen nach.
Während der Vorgänger einen dermaßen heftigen Seelenstriptease hingelegt hat, dass man den Schmerz fast körperlich fühlen konnte, scheinen die Wunden nun endgültig geheilt zu sein.
Für die ganz leisen Töne waren die Rheinländer ja noch nie wirklich bekannt, aber bei „Kontra.“ (Leute, was ein genialer Albumtitel) legen sie jetzt doch nochmal einen drauf. Laut, rockig, abwechslungsreich werden die letzten Jahre beleuchtet und einige Stücke auf „Kontra.“ hätten auch problemlos auf vorherigen Alben ihren berechtigten Platz gefunden. Was aber nicht heißen soll, dass KÄRBHOLZ irgendwelchen altbackenen Scheiß einfach nur aufgemotzt haben. Sie sind sich und ihrem Stil treu geblieben und verbinden auch auf ihrem neuesten Werk wieder Deutschrock mit Punk und Metal. Auch etwas Folk ist zu finden, ein genreübergreifendes Gesamtkunstwerk. Dabei nicht die Authentizität zu verlieren schaffen KÄRBHOLZ dabei so dermaßen locker flockig, dass es eine wahre Freude ist. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wie die Jungs es schaffen in regelmäßigen Abständen so gute und qualitativ hochwertige Alben rauszuhauen. Und dann machen die auch noch Spaß. Unfassbar krass geiler Scheiß.
Schon der Opener knallt rein. Nicht nur musikalisch, sondern auch textlich. Mit „Nie Wieder“ zeigen die Jungs, was ihnen wichtig ist: „Nie wieder Führer, nie wieder Krieg“ sind deutliche Worte, denn es geht um die „Freiheit, und das was zählt“. Das der Song direkt als erstes kommt, scheint nicht ungewöhnlich zu sein. Auf so ziemlich jedem Album findet sich ein Song, der den Finger mahnend aber nicht moralisch aufspielend hebt. Und „Nie Wieder“ ist nicht nur textlich ein gut gewählter Einstieg, der Herzschlag steigt schon direkt mit den ersten Akkorden und wir freuen uns auf mehr (da ist er, der Spaßfaktor).
Und mehr gibt es auch sofort mit der Singleauskopplung „Ewig Leben“. Der Song strotzt nur so vor Energie und wer jetzt noch nicht auf den Beinen ist, ist eigentlich schon tot. Jeder, der die Live Interpretation von „Ewig Leben“ beim KÄRBHOLZ Trostpflaster (www.rock-garage.com/kaerbholz-live-konzert-am-26-02-2021/) gesehen hat, weiß was ich meine.
Auch „Niemals Fallen“ – ebenfalls vorab als Single veröffentlicht – ist pure Energie und donnert direkt in den Gehörgang, ganz zu schweigen solche Songs wie „Laternenlicht“ oder der Crossover Knüppel „Leben und Tod“ mit Matthi von den genialen NASTY. Aber es gibt auch ruhige und nachdenkliche Töne auf „Kontra.“ wie z.B. das von Gitarrist und Hauptsongwriter Adrian wunderbar eingesungene „Voran“. Das alles wechselt sich mit Folk („Roter Wein“ – ganz frech bei den DROPKICK MURPHYS entliehen 😉) ab und bietet auch noch Platz für düsterschweres wie „Der Schwarze Schwan“, der uns zeigt, was Ausgrenzung und Intoleranz mit einem macht und wie daraus Hass entsteht. Dunkel zeigt sich die vierte Singleauskopplung und nicht nur der Song, auch das Video dazu sorgen für Gänsehaut pur.
Nach 13 wirklich starken Songs und knapp 46 Minuten tanzen, toben und schwitzen ist auch „Kontra.“ am Ende angekommen. Ich könnte hier ein Loblied auf jeden einzelnen Song singen, Schwachpunkte gibt es hier nicht. Zum Glück gibt es die Repeat Taste, denn ein Durchgang reicht hier definitiv nicht. Bei jedem Durchlauf gibt es Neues zu entdecken und es kribbelt noch mehr in den Füßen, die nicht stillstehen wollen. Auch nach fast 20 Jahren klingen Kärbholz frisch. Gereift, aber nicht alt. Das schafft nicht jede Band und vor allem nicht in dem Genre, in dem wir uns hier bewegen. Ich freue mich jetzt schon auf die Live Interpretation (oder wie Familie Holz sagen würde: Ich bin heiß wie Frittenfett). Einen kleinen Vorgeschmack gab es ja schon beim KÄRBHOLZ Trostpflaster und das hat schon ordentlich geknallt.
Und als wäre die Mucke nicht schon genug, haben KÄRBHOLZ ihrer Fanbox auch noch eine kleine Herzensangelegenheit in Form eines Pflanzsets für einen Baum beigelegt. Ein kleiner Liebesbeweis an die Heimat und eine tolle Geste für unsere kranken Wälder.
Mein einziges Manko auf „Kontra.“ ist, dass ein Kölsches Trinkerlied wie „Alle Systeme auf Vollgas“ fehlt. Da will ich auf’m nächsten Album aber mal wieder was von euch hören, Jungs! Ansonsten kann ich nur sagen, chapeau die Herren, ihr habt mein musikalisches Leben wieder enormst bereichert und ich hoffe, euch bald wieder live und in voller Action zu sehen. 9,5 verliebte Sterne gehen heute nach Ruppichteroth zu den Hölzern.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Nie Wieder
02. Ewig Leben
03. Niemals Fallen
04. Laternelicht
05. Ein Einsamer Ort
06. Voran
07. Schlaflos
08. Roter Wein
09. Rückenwind
10. Der Schwarze Schwan
11. Easy
12. Leben und Tod
13. Vollgas

Tänski

Und damit ihr wisst, was ich meine:

News – Alen Brentini

Lang ersehnt wurde das neue Video “stay consistent” vom inzwischen nicht nur Insider bekannten, kroatischen Gitarristen und Sänger “Alen Brentini”. Dieses wird ebenso als Singleauskopplung am 12. März 2021 auf allen Portalen zum Download erhältlich sein . Sein neuestes Werk spiegelt unsere Zeit wieder, es sagt aus was viele derzeit von uns denken aber nicht trauen auszusprechen.
Ins Boot hat der kroatische Ausnahmekünstler wiederum auch “Jen Majura” die quirlige immer gut gelaunte Ausnahme Gitarristin von Evanescence,die mit den Backing vocals wieder überzeugend ablieferte.
Bei beiden weiß man dass die Musik nicht von der “Stange” kommt uns dass jedes Werk einzigartig ist, wie beide uns mit ihrem Debütalbum unter dem Namen “something on 11” bewiesen haben.

Alen Brentini beweist bei seinen Songs, dass er niemanden kopieren muss und versucht immer authentisch er selbst zu sein. Alle seine Song stammen aus seiner Feder. Zu der harten Zeit die wir derzeit zu leben hat sich Alen Brentini dieses Mal Gedanken gemacht. Ein song für die Menschenrechte auf dieser Welt, die in dieser Zeit oft wenig beachtet werden. Passend zum gestrigen Weltfrauentag ist dieser Song erschienen und man könnte ihn auch als Mahnmal sehen für die vielen ungerechten Dinge die in dieser Welt vorgehen.
Diesen Song muss man nicht erklären, man muss ihn hören und auf sich wirken lassen und sich seine eigene Meinung dazu bilden. Denn das “System” meint es derzeit mit keinem von uns gut.
Mich hat der Song überzeugt, wieder ein Song der Meisterklasse von einem Künstlern der in schweren Zeiten die “Eier” in der Hose hat zu sagen was er denkt.

Prädikat wertvoll!! Eine neue CD wird für Herbst 2021 erwartet. Wo Alen Brentini draufsteht ist auch Alen Brentini “drin, nichts ist kopiert, der Sänger ist einer der wenigen der in harter eigener Arbeit seinen eigenen Stil erfindet, darum schätze ich seine Arbeit als einzigartig ein, nie langweilig und seine Musik lässt sich keinem Mainstream Künstler zuordnen.
Neue Fans können den Künstler im übrigen nun auch über einen Newsletter folgen um nichts zu verpassen.
Alen Brentini Fanpage & Newsletter

Das Team von Rock Garage gratuliert Alen Brentini herzlich zum “Release day” und wünscht sich dass seine Botschaft um die Welt geht.

Something_on_11 veröffentlicht „Soul, Suffer, Payment!

Something_on_11 das sind  Jen Majura (Evanescence) und Alen Brentini

…oder schreiben wir es besser so wenn zwei Ausnahmegitarristen aufeinander treffen. 2 Jahre hat es gedauert bis das Meisterwerk das unter dem Namen “Something on 11” den weg ins Plattenregal fand oder finden wird.
Gestern ist die neue Single: “Soul, Suffer, Payment” erschienen.

Der Titel hat bei mir einige Fragezeichen vor der Veröffentlichung hervorgerufen, was sich wohl dahinter verbirgt?
Gestern die youtube Premiere den zahlreiche Fans aus der “Evanescence Liga” beiwohnten. Hinter diesem Song verbergen sich die Sorgen unserer Zeit. Der Mensch funktioniert in vielen Bereichen des Lebens nur noch besonders um zu überleben oder seine monatlichen Verpflichtungen zu zahlen. Oft wird man für seine Arbeitsleistung nicht gerade human behandelt.
Ein Song passend in diese Zeit mit der sympathischen Jen Majura an den Vocals, für viele ungewöhnlich da die lebenslustige Deutsche sonst an der Gitarre bei der weltweit bekannten Formation “Evanescence” glänzt.
Unterstützt wird Jen von einem aufsteigenden Stern am Rockn Roll Himmel “Alen Brentini”, der seine Vielseitigkeit und sein Perfektion bei diesem Song auf der Gitarre zeigt, und damit zeigen kann dass er einer von den wahren Könnern dieser Branche ist. Der Song “Soul, Suffer, Payment” wird nach dem ersten Mal hören zu einem Ohrwurm.

Wir dürfen gespannt auf das Album der beiden sein, das am 13.11.2020 erscheint und auf sämtlichen Portalen erhältlich sein wird.

Fotocredits: Tom Front Row Image

Wer vorher schon reinhören will:

Hier das Video der beiden! Something on 11: Soul, Suffer, Payment

 

 

PARADISE LOST – Obsidian

Band: Paradise Lost
Album: Obsidian
Spielzeit: 45:23 min
Stilrichtung: Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.paradiselost.co.uk

Als Fan der britischen Dunkelheimer PARADISE LOST hat man in der bewegten Geschichte der Truppe ja schon einige stilistische Veränderungen miterleben können/müssen/dürfen (persönlich Unzutreffendes bitte streichen). Spannenderweise ist es der Band gelungen nach jeder ihrer Häutungen neue Hörerschichten zu gewinnen (und natürlich andere zu verprellen). Aber gerade dieser sturköpfige Mut zu Veränderungen ist in dem recht eng gesetzten Gothic, bzw. Deathmetal Kosmos schon ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal, auf das die Jungs berechtigterweise stolz sein können. Die Fans eint die Liebe zur Band, auch wenn diese auf verschiedensten Phasen des Schaffens der Jungs fußt. Waren die beiden letzten Platten („Medusa“, 2017 und „The Plague Within“, 2015) harte, harsche Brocken, denen die Eleganz von Meilensteinen wie „Draconian Times“ oder „One Second“ abging, so besinnen sich PARADISE LOST auf „Obsidian“ wieder ihrer alten Stärken und präsentieren sich dank diverser Farbtupfer wieder abwechslungsreicher als zuletzt.

„Obsidian“ dreht sich weniger um ein oder zwei zentrale Tracks, sondern ist ein Album im nahezu perfekten Fluss. Das bedeutet, dass es weder Ausreißer nach oben noch nach unten gibt – Stinker sind keine vorhanden, der ein oder andere Song ist hingegen etwas blass. Einen guten Eindruck dessen, was auf „Obsidian“ geschieht, gibt bereits der Opener „Darker Thoughts“ vorab mit auf den Weg. Düster, mit Akustikgitarren effektvoll verziert, glänzt durch die Melancholie ein starker Melodiebogen, den Sänger Nick Holmes mit gewohnter Wucht und variabler Stimmgewalt trägt. Überhaupt ist es Holmes, der die Scheibe über den Durchschnitt hebt und den gewohnt erhabenen Riffs von seinem kongenialen Partner Gregor Mackintosh die nötige Balance verleiht. Das gelingt in weiteren Anspieltipps wie dem (mittlerweile ja wieder zeitgemäßen) Goth-Rocker „Ghost“ und dem abschließenden Slo-Brecher „Ravenghast“ ganz vorzüglich.

Auch wenn das passend betitelte „Obsidian“ keine Genre-Hits abwirft, so ist es doch das in sich schlüssigste Album der Band seit langem. Die Scheibe ist gewohnt dunkel, transportiert Melancholie und einen feinen Schuss Aggression (vor allem in den Vocals), der durch Arrangement-Kniffe und geschmackvolle Instrumentierung den Hörer bei der Stange hält. Es ist PARADISE LOST mal wieder gelungen eine Platte abzuliefern die so nur von einer Band stammen kann. Ein gelungenes Spätwerk in einer an Highlights nicht gerade armen Diskographie.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Darker Thoughts
02. Fall From Grace
03. Ghosts
04. The Devil Embraced
05. Forsaken
06. Serenity
07. Ending Days
08. Hope Dies Young
09. Ravenghast

Mario