THE OFFSPRING – Let The Bad Times Roll

Band: The Offspring
Album: Let The Bad Times Roll
Spielzeit: 33:27 min
Stilrichtung: Punkrock
Plattenfirma: Concord Records
Veröffentlichung: 16.04.2021
Homepage: www.facebook.com/Offspring

Mit den Jungs von THE OFFSPRING verbindet mich eine ganz besondere Erinnerung, nämlich die des ersten Konzertes. Für unglaubliche 30 DM hatte ich mit Freunden mein Stück des Himmels ergattert und fand mich komplett verschwitzt und rasend vor Glückseligkeit mit Hunderten Gleichgesinnten in der übervollen Stadthalle Offenbach wieder. Meine Liebe zur Live Musik hat mit diesem – für mich unvergesslichen Abend – ihren Anfang gefunden und ist bis heute nicht erloschen. Eine Liebe fürs Leben. Das Ganze ist jetzt fast 26 Jahre her und THE OFFSPRING haben für mich immer noch nichts von ihrer Strahlkraft verloren. Viel mag daran liegen, dass ich mit den Punkrockern meinem ersten Konzertabend verleben durfte und sich die Jungs damals einfach in meinem für (live) Musik schlagenden Herzen verewigt haben. Obwohl ich seit diesem Abend noch auf sehr sehr sehr vielen guten (und auch weniger guten Konzerten (Manowar)) war, wird mir dieses erste Konzert für immer und ewig im Gedächtnis bleiben.
Der Rest kommt einfach daher, dass THE OFFSPRING (obwohl manchmal schon sehr mainstreamig) sich irgendwie immer treu geblieben sind und auch heute noch ihre ganz besondere Energie verstreuen. Umso mehr freue ich mich natürlich, dass ich hier die Chance einer – wenn auch nicht ganz objektiven – Bemusterung habe.

Jetzt aber erstmal zu den Fakten. THE OFFSPRING haben sich schon 1984 gefunden und neben den beiden Urgesteinen und Gründungsmitgliedern Bryan „Dexter“ Holland (v., damals noch mit Rastazöpfen *kicher*) und Kevin „Noodles“ Wassermann (g.) wird das California Quartett mit Pete Parada (d.) und Todd Morse (b.) komplettiert. „Let The Bad Times Roll“ ist das mittlerweile 10. Studioalbum, auf das wir allerdings auch fast 10 Jahre warten mussten, der Vorgänger „“Days Go By“ ist immerhin schon von 2012. Mit schlappen 33 Minuten für ganze 12 Songs ist die Spielzeit schon sehr knackig ausgefallen, aber Punk(Rock) ist halt auch nicht für seine langatmigen Ausschweifungen bekannt. Und da das letzte Konzert im Jahr 2019 von THE OFFSPRING auch nur knappe 70 Minuten gedauert hat, passt das ja wieder. Irgendwie. In der Kürze liegt die Würze, oder so ähnlich.
Inhaltlich nehmen die Jungs damals wie heute kein Blatt vor den Mund und sagen lautstark ihre Meinung. THE OFFSPRING sind zwar etwas in die Jahre gekommen, aber sich fast 40 Jahre auf hohem Niveau im Musikbusiness zu halten, muss man den Kaliforniern auch erstmal nachmachen. Trotzdem gibt es hier da und immer noch ausreichend frischen Wind zu spüren, daneben aber leider auch ein paar Fragezeichen. Eines davon ist definitiv „In The Hall Of The Mountain King“, das auf dem Album dann doch eher wie ein Lückenfüller klingt. Nicht viel besser ist das Outtro „Lullaby“ oder die Neuauflage „Gone Away“ vom 97er Album „Ixnay on the Hombre“. Letzteres wurde hier mit Piano Klängen aufgewertet und Dexter kann stimmlich zeigen, dass er mehr kann als Punkrock. Auch bei dieser Version bekomme ich regelrecht Pipi in die Augen, aber zusammen mit den zuvor genannten „In The Hall Of The Mountain King“ und „Lullaby“ bleibt das Gefühl, dass die Songs nur genutzt wurden um die Trackliste aufzufüllen damit man nicht unter 30 Minuten Gesamtspielzeit bleibt.
Aber das sind jetzt auch schon meine einzigen Kritikpunkte von „Let The Bad Times Roll“. Mit den verbliebenen 9 Songs verbreiten THE OFFSPRING so viel Spaß, dass die 2 Ausrutscher und der unnötige Aufguss vergessen gehen. Alleine der Opener „This Is Not Utopia“ startet in dermaßen bekannter OFFSPRING-Manier, dass es eine wahre Freude ist. Fetziger Punkrock auf den Punkt gebracht. Auch „Coming For You“ macht soviel Bock auf mehr, obwohl der Song schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Von solchen Krachern wie „Army Of One“ oder „Breaking These Bones“ mal ganz zu schweigen, die Songs wissen einfach zu überzeugen. Mit ihrem absolut klassischen OFFSPRING-Sound erinnern die Nummern mit ihrem schnellen Tempo und coolem Gesang an die gute alte Zeit. Da wäre ich dann wieder im Jahre 1995 in der stickigen Offenbacher Stadthalle gelandet und hüpfe wie ein Flummi zu den famosen Klängen einer kalifornischen Band durch die Gegend. Der Titeltrack selbst überzeugt nicht nur durch seine Botschaft, sondern auch durch seine absolute Tanzbarkeit. Und manchmal muss man halt einfach das Beste aus einer Situation machen und schaffen THE OFFSPRING mit „Let The Band Times Roll“ spielend und punkig-frech auch noch nach knapp 40 Jahren.

 

Fazit: Auch wenn vielleicht nicht alles Gold ist, ist einiges so dermaßen Platin, dass es sich auf alle Fälle lohnt hier reinzuschnuppern. THE OFFSPRING haben nichts von ihrer Spritzigkeit verloren und vertreiben mit ihrer gewohnt punkig-flotten Art jegliche schlechte Laune im Nu. Mit den bereits genannten Kritikpunkten bleiben immerhin noch sehr starke 8,5 Sterne für die erste Liebe meines Lebens und für das wirklich sehr gute Album „Let The Bad Times Roll“.

Anspieltipps: „Army Of One”, „Behind The Walls“, „The Opioid Diaries”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. This Is Not Utopia
02. Let The Bad Times Roll
03. Behind Your Walls
04. Army of One
05. Breaking These Bones
06. Coming For You
07. We Never Have Sex Anymore
08. In The Hall of the Mountain King
09. The Opioid Diaries
10. Hassan Chop
11. Gone Away
12. Lullaby

Tänski

 

Unbedingt reinhören, es lohnt sich:

DREAMSHADE – A Pale Blue Dot

Band: Dreamshade
Album: A Pale Blue Dot
Spielzeit: 51:40 min
Stilrichtung: Modern Metal, Metalcore
Plattenfirma: Dreamshade / Tunecore
Veröffentlichung: 05.03.2021
Homepage: www.facebook.com/dreamshadeband

Obwohl „A Pale Blue Dot“ das bereits vierte Studioalbum der Jungs aus Lugano ist, sind DREAMSHADE bisher tatsächlich komplett an mir vorbei gegangen. Schade eigentlich, denn die Schweizer haben es echt drauf und auch „A Pale Blue Dot“ ist nicht von schlechten Eltern. Aber mal von Anfang an… DREAMSHADE sind Sänger Kevin Calì, Fernando ‚Fella‘ Di Cicco und Luca Mari an den Gitarren, Gian-Andrea ‚Gian‘ Costa am Tieftöner und nicht zuvergessen, Drummer Francesco ‚Fry‘ Ferrini. Anfangs eher im Death Metal beheimatet haben DREAMSHADE sich kontinuierlich weiterentwickelt und eine neue musikalische Heimat im Modern Metal / Metalcore gefunden. Und dabei haben sie seit ihrer Gründung 2006 in Lugano in der Schweiz regelmäßig und gut abgeliefert. Laut der Plattenpromo muss sich die Band vor Bands wie ARCHITECTS, BURY TOMORROW oder auch BRING ME THE HORIZON nicht mehr verstecken. Ja, das kann ich genau so bestätigen.
„A Pale Blue Dot“ vereinigt tatsächlich alles, was ich mir von einem Modern Metal Album mit deutlichen Metalcore Einschlag erwarte. Klar, das Genre ist schon ziemlich ausgelutscht und auch DREAMSHADE erfinden das Rad hier nicht wirklich neu. Nichtsdestotrotz lassen sich die Schweizer aber nicht den Käse vom Fondue nehmen (okay, gaaanz schlechtes Wortspiel) und schaffen es durch kleine, aber gezielte Einwürfe sich doch etwas von der Masse abzuheben. Spannend hierbei finde ich die Zusammenarbeit mit Rose Villain, einer italienischen Singer/Songwriterin, die hauptsächlich im Pop und Hip Hop zuhause ist. Mit den harten Raps und der technisch verfremdeten Stimme von Rose Villain kommt bei „Stone Cold Digital“ deutliche Abwechslung ins Spiel. Spannend auf alle Fälle. Die zweite Kooperation mit John Henry von DARKEST HOUR geht in eine komplett andere Richtung. Mit den rauen Shouts wirkt „Nothing But The Truth“ deutlich wilder und ungehaltener als einige Vorgänger. Definitiv ein Highlight auf „A Pale Blue Dot“.

Alles in Allem kann man sagen, dass DREAMSHADE das Rad tatsächlich nicht neu erfinden. Aber muss man das auch, um in diesem Genre bestehen zu können? Nö, muss man nicht. Man kann auch mit ein paar guten Ideen und wirklich guten Texten ein starkes Album raushauen ohne die Musikwelt revolutionieren zu müssen. „A Pale Blue Dot“ hat so ziemlich alles, was es braucht. Neben dem bereits erwähnten Rap, dem Metalcore (Empfehlung: „Shanghai Nights“), den harten Riffs findet sich auch ein leichter NuMetal Einschlag („A Place Called Home“) oder auch mal was poppig-rockiges wie bei „Somewhere Else“. Das sind alles so kleine Stellschrauben, die eine Band dann doch aus der Masse herausstechen lassen, ohne dass man seine Wurzeln verliert oder in den Mainstream abdriftet. DREAMSHADE haben das mit „A Pale Blue Dot“ echt klasse hingekriegt. Und das hier dann auch noch eine Pro-Planet Botschaft verknüpft ist, macht es nur noch umso sympathischer. Im Nachhinein betrachtet, ist es für mich gar nicht mehr so schlimm, dass ich erst mit Album #4 eingestiegen bin, denn das Ding hier trifft genau meinen Geschmack. DREAMSHADE werden auf alle Fälle ab sofort meine Playlist bereichern, auch wenn es für mich noch einen Ticken härter und growliger sein könnte (aber das sage ich jedesmal). Das ist nur wieder jammern auf hohem Niveau, am besten ignorieren und „A Pale Blue Dot“ einfach nur genießen. Jungs, das habt ihr auf alle Fälle gut gemacht!

Anspieltipps: Shanghai Nights, Nothing But The Truth, Save This

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Safe Harbour
02. Lightbringers
03. Question Everything
04. Step Back
05. Stone Cold Digital (feat. Rose Villain)
06. Impulse
07. toD-eulB-elaP-(A)
08. Shanghai Nights
09. Elephant
10. Somewhere Else
11. On My Own
12. Nothing But The Truth
13. A Place We Called Home
14. Save This

Tänski

 

Doppelbock – News

Zweite Videosingle „Wandersmann“ veröffentlicht

DOPPELBOCK aus Hessen haben bereits ihre zweite Single „Wandersmann“ aus dem kommenden Debüt „So Schön“ veröffentlicht. Statt der zweiten Gitarre bauen die Jungs aus Gründau das Akkordeon ein, was den Songs nochmal einen ganz eigenen Stil gibt. Auf den bisherigen Singles „Schatten“ und „Wandersmann“ klingt das schonmal alles gut, was DOPPELBOCK hier im Folk Rock und Folk Punk fabrizieren.

Das Debüt erscheint am 28. Mai bei Metalville. Um die Wartezeit zu überbrücken wollen wir euch die beiden Singles natürlich nicht vorenthalten.

 

The Offspring – News

Erstes Video zum neuen Album „Let The Bad Times Roll“ 

Unsere Lieblinge von THE OFFSPRING hauen am 16. April ihr langerwartetes 10. Studioalbum „Let The Bad Times Roll“ raus und beglücken uns vorab schonmal mit der Videoauskopplung des Titeltracks. Ganze 9 Jahre haben die Jungs uns auf den Nachfolger von „As Days Goes By“ (2012) warten lassen. Das neue Album wird 12 Songs enthalten und hoffentlich genauso gut und spannend wie die erste Auskopplung „Let The Bad Times Roll“ vermuten lässt.

Viel Spaß beim Reinhören!

 

KÄRBHOLZ – Kontra.

Band: Kärbholz
Album: Kontra.
Spielzeit: 45:57 min
Stilrichtung: Deutschrock
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/Kaerbholzoffiziell

Da is er endlich wieder, der rockige Sound aus dem Hinterwald. Zwei Jahre nach dem stellenweise gemischt aufgenommenen „Herz & Verstand“ (das Review dazu findet ihr hier: www.rock-garage.com/kaerbholz-herz-verstand/) legen unsere Jungens von KÄRBHOLZ mit „Kontra.“ (Kontra Punkt) ordentlich einen nach.
Während der Vorgänger einen dermaßen heftigen Seelenstriptease hingelegt hat, dass man den Schmerz fast körperlich fühlen konnte, scheinen die Wunden nun endgültig geheilt zu sein.
Für die ganz leisen Töne waren die Rheinländer ja noch nie wirklich bekannt, aber bei „Kontra.“ (Leute, was ein genialer Albumtitel) legen sie jetzt doch nochmal einen drauf. Laut, rockig, abwechslungsreich werden die letzten Jahre beleuchtet und einige Stücke auf „Kontra.“ hätten auch problemlos auf vorherigen Alben ihren berechtigten Platz gefunden. Was aber nicht heißen soll, dass KÄRBHOLZ irgendwelchen altbackenen Scheiß einfach nur aufgemotzt haben. Sie sind sich und ihrem Stil treu geblieben und verbinden auch auf ihrem neuesten Werk wieder Deutschrock mit Punk und Metal. Auch etwas Folk ist zu finden, ein genreübergreifendes Gesamtkunstwerk. Dabei nicht die Authentizität zu verlieren schaffen KÄRBHOLZ dabei so dermaßen locker flockig, dass es eine wahre Freude ist. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wie die Jungs es schaffen in regelmäßigen Abständen so gute und qualitativ hochwertige Alben rauszuhauen. Und dann machen die auch noch Spaß. Unfassbar krass geiler Scheiß.
Schon der Opener knallt rein. Nicht nur musikalisch, sondern auch textlich. Mit „Nie Wieder“ zeigen die Jungs, was ihnen wichtig ist: „Nie wieder Führer, nie wieder Krieg“ sind deutliche Worte, denn es geht um die „Freiheit, und das was zählt“. Das der Song direkt als erstes kommt, scheint nicht ungewöhnlich zu sein. Auf so ziemlich jedem Album findet sich ein Song, der den Finger mahnend aber nicht moralisch aufspielend hebt. Und „Nie Wieder“ ist nicht nur textlich ein gut gewählter Einstieg, der Herzschlag steigt schon direkt mit den ersten Akkorden und wir freuen uns auf mehr (da ist er, der Spaßfaktor).
Und mehr gibt es auch sofort mit der Singleauskopplung „Ewig Leben“. Der Song strotzt nur so vor Energie und wer jetzt noch nicht auf den Beinen ist, ist eigentlich schon tot. Jeder, der die Live Interpretation von „Ewig Leben“ beim KÄRBHOLZ Trostpflaster (www.rock-garage.com/kaerbholz-live-konzert-am-26-02-2021/) gesehen hat, weiß was ich meine.
Auch „Niemals Fallen“ – ebenfalls vorab als Single veröffentlicht – ist pure Energie und donnert direkt in den Gehörgang, ganz zu schweigen solche Songs wie „Laternenlicht“ oder der Crossover Knüppel „Leben und Tod“ mit Matthi von den genialen NASTY. Aber es gibt auch ruhige und nachdenkliche Töne auf „Kontra.“ wie z.B. das von Gitarrist und Hauptsongwriter Adrian wunderbar eingesungene „Voran“. Das alles wechselt sich mit Folk („Roter Wein“ – ganz frech bei den DROPKICK MURPHYS entliehen 😉) ab und bietet auch noch Platz für düsterschweres wie „Der Schwarze Schwan“, der uns zeigt, was Ausgrenzung und Intoleranz mit einem macht und wie daraus Hass entsteht. Dunkel zeigt sich die vierte Singleauskopplung und nicht nur der Song, auch das Video dazu sorgen für Gänsehaut pur.
Nach 13 wirklich starken Songs und knapp 46 Minuten tanzen, toben und schwitzen ist auch „Kontra.“ am Ende angekommen. Ich könnte hier ein Loblied auf jeden einzelnen Song singen, Schwachpunkte gibt es hier nicht. Zum Glück gibt es die Repeat Taste, denn ein Durchgang reicht hier definitiv nicht. Bei jedem Durchlauf gibt es Neues zu entdecken und es kribbelt noch mehr in den Füßen, die nicht stillstehen wollen. Auch nach fast 20 Jahren klingen Kärbholz frisch. Gereift, aber nicht alt. Das schafft nicht jede Band und vor allem nicht in dem Genre, in dem wir uns hier bewegen. Ich freue mich jetzt schon auf die Live Interpretation (oder wie Familie Holz sagen würde: Ich bin heiß wie Frittenfett). Einen kleinen Vorgeschmack gab es ja schon beim KÄRBHOLZ Trostpflaster und das hat schon ordentlich geknallt.
Und als wäre die Mucke nicht schon genug, haben KÄRBHOLZ ihrer Fanbox auch noch eine kleine Herzensangelegenheit in Form eines Pflanzsets für einen Baum beigelegt. Ein kleiner Liebesbeweis an die Heimat und eine tolle Geste für unsere kranken Wälder.
Mein einziges Manko auf „Kontra.“ ist, dass ein Kölsches Trinkerlied wie „Alle Systeme auf Vollgas“ fehlt. Da will ich auf’m nächsten Album aber mal wieder was von euch hören, Jungs! Ansonsten kann ich nur sagen, chapeau die Herren, ihr habt mein musikalisches Leben wieder enormst bereichert und ich hoffe, euch bald wieder live und in voller Action zu sehen. 9,5 verliebte Sterne gehen heute nach Ruppichteroth zu den Hölzern.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Nie Wieder
02. Ewig Leben
03. Niemals Fallen
04. Laternelicht
05. Ein Einsamer Ort
06. Voran
07. Schlaflos
08. Roter Wein
09. Rückenwind
10. Der Schwarze Schwan
11. Easy
12. Leben und Tod
13. Vollgas

Tänski

Und damit ihr wisst, was ich meine:

KÄRBHOLZ News

Neues Video zum Album „Kontra.“

Wer bisher dachte, KÄRBHOLZ können nur Party, sollte sich unbedingt die neueste Videosingle „Der schwarze Schwan“ aus dem kommenden Album „Kontra.“ anschauen.

O-Ton: Der Schwarze Schwan erzählt davon, was passiert, wenn Trauer zu Wut, Wut zu Zorn, Zorn zu Aggression und Aggression zur Tragödie wird. Was lässt Rassismus, Ausgrenzung und Missachtung in Menschen keimen? Und was erwächst aus diesem Keim?

Gänsehaut pur. Nicht nur der Song, auch das Video ist mega geworden.

„Kontra.“ erscheint am 26.03.2021, das Review dazu findet ihr demnächst in eurer Rock Garage \m/

 

 

 

KÄRBHOLZ – Live Konzert am 26.02.2021

KÄRBHOLZ  – Trostpflaster am 26. Februar

Nachdem Jungs von KÄRBHOLZ die für den 26. Februar geplante Veröffentlichung ihres neuen Albums „Kontra.“ auf den 26. März verschieben mussten, gibt es für alle Fans ein kleines Trostpflaster in Form eines Live Konzertes. Die Sause startet um 20:15 Uhr im YouTube Kanal der Band (https://bit.ly/KaerbholzYTAbo)

Das lassen wir uns doch nicht entgehen, oder?

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack 😉

 

ROB ZOMBIE – NEWS

Neue Videosingle „The Eternal Struggles of The Howling Man“

Unser böser Bube ROB ZOMBIE beglückt uns mit Singleauskopplung #2 seines neuen Albums. „The Eternal Struggles of The Howling Man“ heißt das Teil und die Hoffnung steigt, dass ROB ZOMBIE immer noch nicht zu alt für den Scheiß ist. Das Album „The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy“ wird am 12. März bei Nuclear Blast veröffentlicht, wie gut oder schlecht es geworden ist, lest ihr dann hier in euer Rock Garage.

Bis dahin müsst ihr euch mit „The Eternal Struggles of The Howling Man“ begnügen.

NEUROTOX – Egal was kommt

Band: Neurotox
Album: Egal Was Kommt
Spielzeit: 42:02 min
Stilrichtung: Deutsch Punk
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 29.01.2021
Homepage: www.facebook.com/NeurotoxBand/

Die dritte deutsche und zweite deutschsprachige Band in 14 Tagen, Corona macht es möglich. Denn auch die Rheinberger NEUROTOX haben die Zwangspause kreativ genutzt und beglücken uns nun mit ihrem mittlerweile fünften Album. „Egal Was Kommt“ heißt das gute Stück und wo NEUROTOX draufsteht, ist auch NEUROTOX drin.
Schon der Opener, die erste Singleauskopplung „Mein Comeback“, macht Spaß und Laune und Bock auf mehr. Unterstützung für den Song haben sich die Jungs bei ARTEFUCKT Sänger Andre Donay geholt. Rockig, groovig, riffig und mit passenden „Oooooohhhhoooooo“ Mitgröhl Refrain ist der Ohrwurm garantiert. Ein klasse Einstieg. Einen eingängigen Mitgröhlrefrain findet man auch bei „Nächte auf Scherben“, trotz der des eher ernsten Hintergrundes einer gescheiterten Beziehung hat der Song seinen Tanzfaktor nicht verloren und macht Laune. Und was gibt es Besseres, als sich den (Liebes-)Frust von der Seele zu tanzen? „Nächte auf Scherben“ ist der passende Soundtrack dafür und – obwohl glücklich verheiratet – einer meiner Favoriten auf „Egal Was Kommt“.
Und wer denkt, das war es jetzt schon mit der Eingängigkeit und dem Mitgröhlen, für den kommt direkt danach „Staub meiner Jugend“, der wieder zur Party einlädt. Aber auch die emotionalen Themen dürfen nicht fehlen. „Nur ein Herzschlag“, der Favorit von Gitarrist und Songwriter Marius, ist so eines. Textlich emotional und dabei kraftvoll und rockig. In eine andere Richtung schlägt dann wieder der Titeltrack, „Egal was kommt“ ist eine Liebeserklärung auf Punkrockart, haut rein, haut um und Leute, pogt was das Zeug hält!
Für „Ewiges Kind“ haben sich NEUROTOX mal kurz Verstärkung bei KÄRBHOLZ geholt und irgendwie hört man das auch raus. Der Song verbindet die Stile der beiden Bands sehr gekonnt und mit Leichtigkeit.
Nach dem ironisch angehauchten Ska-lastigen „Ich hasse Menschen“ kommt dann endlich mal eine kurze Verschnaufpause. Das balladeske „Eines Tages“ kommt für NEUROTOX verdammt ruhig daher und wir können mal kurz ausruhen, bevor es mit „Auf all meinen Wegen“ wieder auf die Überholspur geht. Leider verliert sich der Song in ein paar Plattitüden, das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. „Ziellos“ zieht uns wieder ins ruhigere Fahrwasser, während der letzte Track des Albums uns nochmal die Mittelfinger in die Höhe recken lässt. „Am Arsch vorbei“ ist ein rockiger Gruß an alle, die uns an ebendem vorbeigehen. Dann ist auch schon Schluss, nach 12 Songs und 42 kurzweiligen Minuten endet „Egal Was Kommt“.
NEUROTOX haben seit der Bandgründung einiges dazu gelernt und das hört man auch. Die aus Rheinberg in NRW stammende Band macht einfach gute Laune, Sänger Benny, Gitarrist Marius, Basser Mario und Mike an den Drums haben den Punkrock einfach in sich. Und das Mike ein besserer Drummer als Henning von KÄRBHOLZ ist, hat er in einem sehr eindrucksvollen und kraftvollen Drumbattle deutlich bewiesen (sorry Henning, so sehr ich KÄRBHOLZ liebe, der Punkt ging eindeutig an NEUROTOX).
Fazit: „Egal Was Kommt“ macht einfach nur Spaß und verbreitet gute Laune. Trotz ein paar Plattitüden und ausgelebter Klischees schwächt es die Leistung und den deutlich erkennbaren Schritt nach vorn nicht. NEUROTOX machen Bock und für „Egal Was Kommt“ gebe ich eine klare Kaufempfehlung ab.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Mein Comeback
02. Auf All Meinen Wegen
03. Ziellos
04. Am Arsch Vorbei
05. Nächte Auf Scherben
06. Staub Meiner Jugend
07. Nur Ein Herzschlag
08. Egal Was Kommt
09. Ewiges Kind
10. Immer Vor`n Dabei
11. Ich Hasse Menschen
12. Eines Tages

Tänski

Mein Favorit, unbedingt reinhören:

KÄRBHOLZ – News

Neue Videosingle „Rückenwind“

Nachdem KÄRBHOLZ diese Woche die traurige Nachricht verkündet haben, dass sich das Albumrelease um 4 Wochen verzögert („Kontra.“ erscheint am 26. März) beglücken sie uns heute immerhin mit Singleauskopplung #3.

„Rückenwind“ heißt das gute Stück und kann nicht KÄRBHOLZ-typischer sein. Viel Spaß beim Reinhören.