01. Scum
02. Ball & Chain
03. Tear you Down
04. Big Brother
05. Linked Together
06. A Perfect Day
07. Going Down (Like Titanic)
08. You Call Yourself a Teacher
09. A Fucking Disgrace
10. Kill the Dream
11. Environmental Patients
12. Before We all Die
Spielzeit: 40:52 min – Genre: Crossover – Label: Perception – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.clawfinger.net
Also, natürlich kenne ich die Jungs von CLAWFINGER, man ist ja schließlich schon seit 1993 im Metalkosmos unterwegs, und hat dazu noch unzählige Tourneen, Konzerte und erstklassige Alben im Gepäck, aber ich hätte nie gedacht das ich mal ein Album der Jungs bespreche!
Nicht weil die Band seit 18 Jahren Pause endlich wieder mit einem ihrem achten Album „Before We All Die“ zurück ist, sondern weil deren Mucke eigentlich gar nicht mein Stil ist.
Aber irgendwie hat mich das neue Album absolut gecatcht und lässt mich schon seit Tagen nicht mehr los, so sehr läuft es auf Dauerrotation.
Und, die Band bleibt sich treu, mit ihren Texten, den Songs und den Finger ganz ganz tief in den Wunden der heutigen Welt legen! Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, schrecken vor niemanden zurück und sprechen damit wohl vielen Metalheads und auch anderen Menschen aktuell aus der Seele!
Und vielleicht war das auch ein Grund, warum ich das Album nicht einfach so hinten runter fallen lassen wollte, aber auch die Songqualität tat dafür ihr übriges.
Die Band ist personell nach wie vor unverändert, und besteht weiterhin aus den 5 Freunden Sänger Zak Tell, Keyboarder Jocke Skog, Giarrist Bard Torstensen, Schlagzeuger Micke Dahlen sowie Basser Andre Skaug die sich damals, alle als Mitarbeiter in einem geriatrischen Krankenhaus, kennengelernt haben.
Als Opener präsentiert man uns die erste Vorabvideosingle „Scum“. Das Ding hat direkt ordentlich Groove und ballert fröhlich und unbekümmert aus den Boxen! Im weiteren Verlauf des Songs wird auch schnell klar wer denn hier titelgebend gemeint ist, der gute aktuelle amerikanische Präsident. Man nimmt also direkt kein Blatt vor den Mund und legt sich somit direkt mit einem der aktuell einflussreichsten und mächtigsten Politiker an, Respekt!
Die Nummer ist aber auch ohne den ganzen Hintergrund schon genial, geht sofort mächtig ins Hirn.
Auch mit der nächsten Vorabsingle „Ball & Chain“ trifft man direkt ins Schwarze. Ein mächtiger Groover vor dem Herrn, der erdig und im Chorus mächtig eingängig aus den Boxen kommt. Eine geile Nummer!
Über das moderne „Tear your Down“ geht es dann zur nächsten Vorabsingle „Big Brother“. Auch hier sind wir sehr modern unterwegs und man entfernt sich etwas vom schwer metallischen. Die Message hinter dem Song ist direkt klar, und das Ganze ist tatsächlich eine sehr typische Crossover Nummer geworden.
„Linked Together“ ist wieder so eine Ohrbombe geworden die dich nach kurzem nicht mehr loslässt so einprägend ist die ganze Nummer geworden.
Im Anschluss packt „A Perfect Day” einen typischen Alltag ziemlich außergewöhnlich und genial in knapp 4 Minuten Spielzeit.
Erst ziemlich fröhlich, verdüstert sich die Stimmung des Protagonisten sehr schnell bis zum heftigen, negativen Höhepunkt.
Und die Jungs haben noch lange nicht fertig, denn die, wieder sehr modern gehaltene, Videosingle „Going Down (Like Titanic) und die beiden Ohrbomben „You Call Yourself a Teacher“ sowie „A Fucking Disgrace“ bahnen sich gnadenlos ihren Weg aus den Boxen bis in die Gehörgänge.
Im letzten Drittel bleibt die die Qualität auch weiterhin hoch, die 18 Jahre scheinen Songwriting technisch gut genutzt worden zu sein.
Vor allem die beiden Schlusssongs „Environmental Patients“ und das Titelstück „Before We all Die“ ziehen nochmal hittechnisch alle Register und beschließen ein Album wo viele Anhänger mit Sicherheit drauf gewartet haben und was gerade in der aktuellen Zeit wichtiger denn je ist!
Wie schon geschrieben, Crossover ist eigentlich absolut nicht meine Mucke, aber irgendwie hat es mir das neue CLAWFINGER Album absolut angetan. Sie legen, mehr als nur einmal, den Finger lyrisch ganz tief in die aktuellen Wunden der Zeit und des Weltgeschehens und das mehr als zurecht!
Aber auch die Songs selbst ohne die Lyrics sind geil umgesetzt und man merkt das die Jungs nicht 18 Jahre auf der faulen Haut gelegen haben.
Klare Kaufempfehlung für die Band und Genrefans, ein absolutes Highlight des frühen Jahres!
Schön das die Jungs wieder zurück im Business sind!
Julian










