01. Sturm zieh auf
02. Wenn ich fall
03. Dämmerlicht
04. Kryptonit
05. Mut
06. Augenblick
07. Messers Schneide
08. Glück
09. Sonnenfinsternis
10. Wo man tanzt
11. Gottes Kind
12. Kintsugi
13. Des Todes Bruder
Spielzeit: 36:53 min – Genre: Deutschrock – Label: Metalville – VÖ: 25.09.2026 (18.09.2026) – Page: www.facebook.com/Kaerbholzoffiziell
Da isser wieder, der Sound aus dem Hinterwald.
Drei Jahre nach dem Doppelpack „Barrikaden“ und „Wilde Augen“ melden sich KÄRBHOLZ mit Album Nummer zwölf zurück. Und was soll ich sagen? Die Jungs schaffen es mal wieder, mich komplett einzusacken.
Wer jetzt die große Revolution im Deutschrock erwartet, kann direkt entspannt weiteratmen. KÄRBHOLZ machen auch auf „Sturm Zieh Auf“ genau das, was KÄRBHOLZ seit vielen Jahren verdammt gut können: ehrliche Musik für Menschen, die das Leben manchmal feiert und manchmal einfach nur überlebt haben.
Schon der Titeltrack „Sturm Zieh Auf“ macht direkt klar, wohin die Reise geht. Es wird laut, emotional, nachdenklich und vor allem verdammt authentisch. Die Scheibe beschäftigt sich immer wieder mit Rückschlägen, Zweifeln und den kleinen und großen Baustellen des Lebens. Klingt erst mal schwer, kommt aber erstaunlich positiv rüber. Statt Selbstmitleid gibt es hier Aufstehen, Krönchen richten und weitermachen.
Und genau das ist die große Stärke des Albums.
Songs wie „Wenn ich fall“, „Dämmerlicht“ oder „Mut“ liefern keine schlauen Antworten auf die Probleme des Lebens. Sie erinnern einen einfach daran, dass wir alle unser Päckchen zu tragen haben. Manchmal läuft’s, manchmal eben nicht. Fertig.
Dazu kommen mit „Kryptonit“, „Kintsugi“ oder „Sonnenfinsternis“ einige sehr emotionale Momente, die zeigen, dass KÄRBHOLZ längst mehr können als Vollgas-Rock mit erhobener Faust. Gerade „Kintsugi“ ist so ein Song, der sich mit jedem Durchlauf ein bisschen mehr festsetzt.
Natürlich gibt es auch wieder genug Stoff für die nächste Live-Eskalation. „Mut“, „Messers Schneide“ oder der Titeltrack schreien förmlich danach, von hunderten Kehlen mitgegrölt zu werden.
Besonders stark finde ich aber, dass KÄRBHOLZ mittlerweile deutlich erwachsener geworden sind, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Die Texte wirken reflektierter, die Themen persönlicher und trotzdem klingt alles noch nach genau der Band, die wir seit vielen Jahren lieben.
Braucht das Album ein paar Durchgänge?
Natürlich.
War das bei KÄRBHOLZ jemals anders?
Eben.
Mit „Sturm Zieh Auf“ liefern die vier Hinterwäldler ein Album ab, das vielleicht nicht das wildeste ihrer Karriere ist, dafür aber eines der ehrlichsten. Und manchmal ist genau das mehr wert als jede musikalische Überraschung.
Danke dafür und glitzernde 9 Sterne in den stürmischen Hinterwald.
Tänski







