XANDRIA – Eclipse

Trackliste:

01. Syzygy
02. Eclipse
03. Colours
04. The Shannon’s Home
05. The Grand Delusion
06. Wave Of Tanis
07. Northstar
08. Masquerade
09. The Last Generation
10. The Poetry Of The Real World
11. Lore

Spielzeit: 58:33 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 07.08.2026 – Page: www.facebook.com/xandriaofficial

 

XANDRIA, von mir seit Jahren erfolgreich abgespeichert als irgendeine neuere Symphonic-Metal-Band aus den Niederlanden oder so.
Naja, beinahe. Die Truppe wohnt einfach im selben Bundesland wie ich und existiert ungefähr so lange wie ich. Aber gut, schließen wir mal wieder eine Bildungslücke.
„Eclipse“ ist draußen, das neunte Studioalbum des Quartetts um Sängerin Ambre Vourvahis, mit zehn Songs plus Intro und einer knappen Stunde Spieldauer.
Das Intro lässt mich schonmal aufatmen, dass ich zumindest mit „Symphonic Metal“ richtig lag. Die cinematische Art, die neben Orchester und Chor auch noch mit den dicken Trailer-Soundtrack-Drums daherkommt. Und was das angeht, haben XANDRIA schonmal keine halben Sachen gemacht. Zusammenarbeit mit zwei Profi-Hollywood-Komponisten und dem Sofia Session Orchestra & Choir, und auch wenn ich zumindest annehme, dass jetzt nicht alle Orchester- und Chor-Sounds komplett „echt“ sind, klingt das schon ganz hervorragend. Detailreich, top orchestriert und sehr fett.
Sehr fett klingt auch der Gesamtsound der Platte. Also wirklich gar nix zu bemängeln an dieser Stelle, so soll moderner Symphonic Metal im Jahre 2026 klingen.
Apropos modern: Ich weiß nicht, wie das bei XANDRIA in der Vergangenheit so war, aber es gibt einen gewissen Modern-Metal-Anteil auf „Eclipse“, bei dem die Gitarren nochmal extra braten dürfen und die Rhythmus-Fraktion etwas technischer agieren darf. Der Anteil ist aber nicht allzu hoch und immer mal zwischendurch eine willkommene Stilwendung, die hervorragend umgesetzt ist – genau wie das Symphonic-Metal-Genre an sich. Die Melodien sind gerade in den Refrains eingängig und voll im Genre drin, aber auf hohem Niveau. Das Zusammenspiel der Band an sich und das von Band und Orchester ist top, Arrangements und Sounddesign auch. Und die Vocals geben dem Ganzen noch den Rest. Wenn in nächster Zeit mal jemand auf Euch zukommt und fragt „Wie klingt eigentlich zeitgemäßer Symphonic Metal?“, dann zeigt ihm „Eclipse“ und er weiß Bescheid.
Gewisse Unterschiede im Charakter der Songs findet man auch; da gibt es den böseren, den poppigeren, den emotionaleren, den balladigeren. Ein paar, die irgendwas dazwischen sind, findet man auch, und im schlimmsten Fall stolpert man mal über ein oder zwei im Vergleich unspektakuläre Tracks, aber auch das soll noch jeder verkraftet haben.

Fazit:
Prototyp 2026 Modern Symphonic Metal von einer Band, die keine Mühen für ein möglichst krasses Endergebnis gescheut hat. Das Endergebnis heißt „Eclipse“ und ist krass. Ziel erreicht und blind hörbar für jeden Genrefan.

Anspieltipps:
„Colours“, „The Shannon’s Home“, „The Poetry Of The Real World“ und „Lore“

Jannis

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