AMORPHIS – Borderland

Trackliste:

01. The Circle
02. Bones
03. Dancing Shadow
04. Fog To Fog
05. The Strange
06. Tempest
07. Light And Shadow
08. The Lantern
09. Borderland
10. Despair

 

Spielzeit: 49:47 min – Genre: Melodic Metal – Label: Reigning Phoenix Music – VÖ: 26.09.2025 – Page: www.facebook.com/amorphis

 

Man hat als Band schon so einiges richtig gemacht, wenn irgendwo Dein neues Album aufgelegt wird und nach den ersten fünf Sekunden weiß jeder, dass es von Deiner Band sein muss.
Und ja, das müssen die aktuellen AMORPHIS sein, die hier mit einen geschmackvollen Synthesizer und Echo-Gitarren zuallererst mal den Melancholiegenerator anwerfen und dann in den dichten, ernst-schönen und wohlproduzierten klassischen AMORPHIS-Modus übergehen, mit den wunderbaren Vocals von Tomi Joutsen, die dann und wann in kraftvolle Growls ausbrechen. Dazu das immer wieder toll geschriebene Miteinander von Gesangs- und Instrumentalmelodien, die sich in den Refrains umspielen – die Finnen haben ihren Sound und Stil einfach in jeglicher Hinsicht perfektioniert.
Und dementsprechend ist auch ihr neustes Album, „Borderland“, das nun pünktlich zum 35jährigen Bandjubiläum als 15. Album erscheint. Produziert von Jacob Hansen, der nach seiner Arbeit am kürzlich erschienenen neuen Album von PRIMAL FEAR erneut einen Top-Job gemacht hat.
Eines der eingängigeren AMORPHIS-Alben ist die Platte geworden, mit viel Fokus auf Melodiewriting und deutlich mehr Klargesang als Growls, wobei letztere gefühlt in richtigem Maße eingesetzt sind und nicht zu kurz kommen. Mit Tracks wie „Dancing Shadow“ und „Light And Shadow“ ist man über Teile geradezu poppig unterwegs, aber neben melancholischer Finnendisco gibt es natürlich auch noch die härteren Bretter („Bones“), den fett-majestätischen Endtrack und viel klassisches AMORPHIS-Material – an dem ja das Gute ist, dass man genau weiß, welche Bestandteile drinstecken, ohne zu wissen, was einen nun wirklich erwartet, denn Melodien und Arrangements sind nun mal das, was diese Songs untereinander abgrenzt.
Der Härtegrad ist bei „Borderland“ ein Stück weit von der Decke entfernt. Ruhige Passagen, die ein oder andere Akustikgitarre und schöne Klaviersounds sind reichlich vertreten, aber genug Härte natürlich auch. Geht vom Härtelevel her in Richtung des Meisterwerks „Skyforger“.
Und ja, durch die Bank ist die Platte ein weiteres Mal AMORPHIS in Hochform. Zwar entspricht der Chorus von „The Strange“ in seinem antiklimaktischen Wesen teils seinem Namen und „The Lantern“ macht das Album hauptsächlich länger aber nicht besser aber der Großteil der Songs zündet voll.

Fazit:
„Nee, AMORPHIS mag ich nicht“ ist ein Satz, den ich glaube ich tatsächlich noch niemals von einem Metalfan gehört habe. Das hat gute Gründe und „Borderland“ ist der neuste. So einfach ist das.

Anspieltipps:
„Dancing Shadow“, „Borderland“, „Fog To Fog“ und „Light And Shadow“

Jannis

RAGE – A New World Rising

Trackliste:

01. A New World Rising
02. Innovation
03. Against The Machine
04. Freedom
05. We’ll Find A Way
06. Cross The Line
07. Next Generation
08. Fire In Your Eyes
09. Leave Behind
10. Paradigm Change
11. Fear Out Of Time
12. Behind The Shield Of Misery
13. Straight To Hell ’25

Spielzeit: 48:53 min – Genre: Heavy/Power Metal – Label: Steamhammer / SPV – VÖ: 26.09.2025 – Page: www.facebook.com/RageOfficialBand

 

Sechsundzwanzig Studioalben. Sechs. Und. Zwanzig. Das ist eine stolze Anzahl an Outputs, die RAGE da seit ihrer Gründung vor knapp 40 Jahren erschaffen haben. In der Zeit hat man stilistisch diverse Entwicklungen vollzogen, war in Form unterschiedlicher Lineups unterwegs, und hat sich nun als harmonisch agierendes Trio gefestigt. „A New World Rising“ heißt Album Nr. 26 aus den Händen von Peavy, Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos an den Drums und Jean Borman an den Gitarren. Elf neue Songs plus ein Intro und die 2025er Version des Klassikers „Straight To Hell“, der anlässlich seines Auftauchens in „Das Kanu des Manitu“ neu eingespielt wurde (schön, dass er wieder dabei ist im Film).
Im eigenen Tonstudio eingespielt klingt die Platte sehr korrekt, ordentlich heavy, lediglich die Vocals gehen gerne mal ein wenig hinter dem Rest unter und hätten ein Quäntchen mehr Lautstärke vertragen.
Musikalisch, so verrät der Promotext, fokussiert man sich dieses Mal auf positive Vibes, will optimistisch sein und einen Gegenentwurf zum eher dystopischen Vorgänger „Afterlifelines“ bieten. RAGE also dann bald auf Tour mit FREEDOM CALL?
Nein! Ja, es gibt da schon eine gute Menge an eingängigen und tendenziell eher „positiven“ Melodien, beispielsweise in den Refrains der ersten beiden Songs, aber „A New World Rising“ ist schon harter Shit. Viel, was in Richtung Thrash Metal geht, jede Menge RAGEige Riffs, instrumentales Abgehen. Der Härtefaktor ist wirklich stabil und teils wirklich Modern-Metallig anmutend, mit weit mehr als nur einer Stelle, die man guten Gewissens als Breakdown bezeichnen könnte – siehe „Cross The Line“.
Das passiert aber in einem vertretbaren Maß, das es auch Menschen ohne Tunnel in den Ohren und ohne Tank Tops mit weit ausgeschnittenen Armlöchern noch ermöglicht, das Album zu genießen. Auch, weil ein guter Teil der Tracks einfach mit etwas eigenem daherkommen, Spielfreude verströmen und Spaß machen. Da stört dann auch nur marginal ein eher leieriger Chorus bei „Fear Out Of Time“ oder die Tendenz, im Mittelteil das Tempo bei doch so einigen Songs asozial runterzuschrauben und in der Hinsicht etwas vorhersehbar zu agieren.

Fazit:
Doch, „A New World Rising“ ist in weiten Teilen ein sehr frisches Ding einer Band, die auch nach 40 Jahren und 26 Alben nicht nur noch routiniert ihr Ding macht, aber auch nicht in bizarre Experimente oder „Hello Fellow Kids“ abrutscht. Keine große Überraschung: kann man sehr gut machen!

Anspieltipps:
„Innovation“, „Paradigm Change“, „Freedom“ und „Fire In Your Eyes“

Jannis

DARKER HALF – Book Of Fate

Trackliste:

01. Intro
02. Golden Path
03. From Disaster
04. Are You Listening
05. Another Day Another Nightmare
06. Something Sinister
07. Somebody Else
08. Faded Glory
09. Nightfall
10. Book Of Fate

 

Spielzeit: 42:40 min – Genre: Melodic Heavy Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 29.08.2025 – Page: www.facebook.com/darkerhalf

 

Aufgepasst, es gibt wieder Horizont-Erweiterung. Dieses Mal: DARKER HALF aus Australien. Das Quartett macht seit 2003 Musik und hat seit 2009 vier, mit dem aktuellen fünf Alben veröffentlicht. Also werfen wir mal einen Blick auf ihr neustes Werk, „Book Of Fate“.
Die Platte kommt mit zehn Songs, davon einer ein Intro, und knackigen 43 Minuten daher, der längste Song kratzt gerade mal an den sechs Minuten. Auf dem Programm steht melodischer Metal, irgendwo zwischen Heavy und Power, mit ganz leichten Thrash- und Modern-Metal-Anleihen. Keyboards gibt es, aber hintergründig und auch lange nicht bei jedem Song, die Produktion ist gut und sauber, hätte aber von einem letzten Funken Druck noch profitiert. Und stilistisch erinnert die Sache an eine Mischung aus neueren MOB RULES und mittelneuen STRATOVARIUS.
Spielerisch und gesanglich ist „Book Of Fate“ absolut on Point. Sänger Vo Simpson hat eine astreine Melodic-Metal-Stimme, die oft auch mehrstimmig eingesetzt wird, und der Rest der Truppe ist nicht nur handwerklich versiert, sondern versteht auch sein Instrument in die Kompositionen sinnhaft einzubringen.
Als Highlights des Albums gehen wohl drei Songs durch. „Are You Listening“ ist intensiv und cool komponiert, verwundert nur mit seltsamen Harmonien in einem kürzeren Part im Mittelteil. „Another Day Another Nightmare“ hält das Intensitätsniveau oben, mit gutem Bumm-Zapp-Rhythmus und ordentlich fett. Und der Titel- und Endtrack fährt nochmal so richtig Charakter auf, als langsamer Nicker mit stimmungsvollen Glockensounds, leicht progressiv und zwischendurch auch mal mit Blastbeats.
Der Rest des Albums ist absolut nach Lehrbuch, aber leider auch recht austauschbar. Ja, das klingt alles schön melodisch, aber hier folgt eine Drei-Ton-Melodie auf die nächste (gerade die Strophen wirken teils echt lieblos, wie etwas, was man eben abhaken muss, um zum Chorus zu kommen), dann geht man im Refrain ein paar Töne höher, ebenfalls häufig mit vorhersehbarer Melodieführung.
Und selbst ein „Something Sinister“, das extra hart und ballernd beginnt, wandelt sich dann doch nur allzu schnell zu einem weiteren „solchen Song“ und gibt die zu Beginn aufgebaute Identität wieder ein Stück weit ab.

Fazit:
Damit ist „Book Of Fate“ zweifelsohne absolut hörbar und serviert von schleppendem Midtempo über Party-Modus bis hin zu Uptempo-Abgehen vieles, was man sich von melodischem Heavy Metal erwartet. Stabil produziert, stabil gespielt. In Sachen Melodiewriting bleibt die Platte aber oft hinter dem zurück, was – wie man an den oben besprochenen drei Highlight absolut hören kann – eigentlich drin gewesen wäre.

Anspieltipps:
„Book Of Fate“, „Another Day Another Nightmare“ und „Are You Listening“

Jannis

TALENTSCHMIEDE: TOMB OF GIANTS

Band:
Tomb Of Giants

Gegründet:
2013, in aktueller Besetzung seit Ende 2024

Herkunft:
Melle (Osnabrücker Land), im schönen Niedersachsen

Mitglieder:
Kai „Roarside“ Nikolayczyk – Gesang (seit 2024)
Oliver Nienhüser – Gitarre
Yannik Moszynski – Gitarre (seit 2019)
Daniel Melchior – Bass
Mirco Nienhüser – Drums

Stil:
Traditioneller Heavy Metal

Veröffentlichungen:
Tomb of Giants (Album, 2017)
Legacy Of The Sword (EP, 2023)
Holding The Flame (EP, 2025)

Einflüsse:
Als Heavy-Metal-Band kommen wir an Ikonen wie Iron Maiden, Judas Priest oder Accept natürlich nicht vorbei. Diese Bands haben das Genre geprägt – und uns ebenso. Wir wurden mal als das „Kind von Judas Priest und Overkill“ bezeichnet – damit können wir gut leben! Bei uns trifft roher, ehrlicher Sound auf pure Hingabe ans Genre.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Definitiv ein weiteres vollständiges Album – und am besten nicht erst in fünf Jahren! Mit „Holding The Flame“ haben wir gezeigt, dass wir mit Kai als neuem Sänger stark zurück sind. Jetzt wollen wir darauf aufbauen. Zum ersten Mal suchen wir aktiv nach einem Label, das uns auf unserem weiteren Weg unterstützt. Außerdem wollen wir live stärker in Erscheinung treten – gerne auch jenseits des Osnabrücker Lands, auf Festivals und in coolen Clubs der deutschen Metal-Szene.

Was als nächstes kommt:
Aktuell feiern wir noch unsere neue EP „Holding The Flame“, die am 25.07.2025 erschienen ist. Dazu stehen einige Festivals und Clubshows an – u.a. das Rock bei Kurt in Melle-Gesmold oder das Live-Undead 47 in Bielefeld. Neben den Gigs arbeiten wir bereits an unserem nächsten Album. Erste Songs stehen und warten auf ihren Feinschliff. Nach dem Release ist schließlich vor dem Release – und untätig sind wir nie.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Da gab’s viele besondere Momente: Der Gewinn von Rock in der Region 2019, das erste Rock bei Kurt mit dieser fast schon „Wacken-Vibes“-Bühne oder Gigs mit internationalen Acts wie BULLET, Night Demon, den Iron Maidens oder Sacred Reich – inklusive cooler Gespräche und Erinnerungen.
Ein echtes Highlight war aber unser Auftritt beim diesjährigen Kuhzifest in Ostfriesland: Über 700 Leute, eine bombastische Stimmung, starkes Line-Up und eine durchweg herzliche Atmosphäre. Es war auch der erste Gig mit Kai als neuem Sänger – und dann gleich so ein Brett. Einfach unvergesslich!

Unser peinlichster Moment:
Vielleicht weniger peinlich für uns, aber eher für den Veranstalter: Uns wurde ein Festival mit „FIVE THOUSAND METAL WARRIORS“ und großer Bühne angekündigt. Vor Ort entpuppte sich das Ganze als Straßenfest mit einer kleinen Wagenbühne irgendwo am A… der Heide. Der Mischer war genauso neu am Pult wie wir. Zum Glück kennt sich unser Daniel mit PA-Technik aus und konnte allen helfen – auch den anderen Bands.
Wir haben natürlich trotzdem Vollgas gegeben – muss man ja. Aber so ganz fünftausend Metal Warriors waren es dann doch nicht. 😀

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Grundsätzlich geht ein leckeres Bierchen immer – ob mit Fans nach dem Gig oder beim Plausch mit Musiker-Kollegen.
Wenn wir aber einen Wunsch frei hätten, würden wir uns gern mit dem Prince of Darkness persönlich auf ein letztes Bier treffen: Ozzy Osbourne.
Er hat nicht nur Musikgeschichte geschrieben, sondern auch Generationen von Bands geprägt – uns eingeschlossen. Seine Songs, seine Stimme, seine Energie – all das wird bleiben und weiterleben.
Cheers, Ozzy. You always kept holding the flame – and passed it on to all of us. Rest in power, legend.
Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Iron Maiden oder Judas Priest – ganz klar. Für diese Legenden einzuheizen, wäre ein absoluter Traum. Und mit ihnen Backstage ins Gespräch zu kommen? Wahnsinn!

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Live zu spielen! Wenn die Leute mitgehen, mitsingen, der Funke überspringt – das ist pure Energie und einfach ein unbeschreibliches Gefühl.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Die Arbeit hinter den Kulissen: Der ganze Aufnahmeprozess, die Organisation, das Einspielen, alles außerhalb der kreativen Phase. Das schlaucht manchmal ordentlich. Aber wenn die Platte dann fertig ist, man gutes Feedback bekommt und Leute – teils aus der ganzen Welt – die eigene CD oder das Shirt bestellen, dann weißt du: Alles richtig gemacht. Und dafür lohnt sich jede Mühe.

Online:
Homepage: www.tombofgiants.de
Bandcamp: www.tombofgiants.bandcamp.com
Instagram: www.instagram.com/tombofgiants_official
Facebook: www.facebook.com/tombofgiants

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/2A6LKxE4mn3Ho9RxXdVnHZ
YouTube: www.youtube.com/@tombofgiants_metal
Soundcloud: www.soundcloud.com/tomb-of-giants

Live-Dates:
06.09.2025 – Rock bei Kurt, Melle-Gesmold
20.09.2025 – Rise From The Underground, Kleine Freiheit Osnabrück
11.10.2025 – LiveUndead 47, JZ Stricker Bielefeld
07.11.2025 – Night of the Metalhymns, Klosterschänke Georgsmarienhütte

PRIMAL FEAR – Domination

Trackliste:

01. The Hunter
02. Destroyer
03. Far Away
04. I Am The Primal Fear
05. Tears Of Fire
06. Heroes And Gods
07. Hallucinations
08. Eden
09. Scream
10. The Dead Don’t Die
11. Crossfire
12. March Boy March
13. A Tune I Won’t Forget

Spielzeit: 60:00 min – Genre: Heavy Metal – Label: Reining Phoenix Music – VÖ: 05.09.2025 – Page: www.facebook.com/PrimalFearOfficial

 

PRIMAL FEAR sind wieder da mit einem neuen Album namens „Domination“, um sich ihre gewohnte hohe Punktezahl in der Rock Garage abzuholen. Bei den deutschen Power Metallern ist eine Rezension generell etwas witzlos, da sie halt im Endeffekt auf ein „Jap, ist wieder geil geworden“ hinausläuft, aber kann ja sein, dass es dieses Mal anders ist, also lest bitte weiter.

Jah, okay, ist wieder genau so, danke für die Aufmerksamkeit. Das geht los bei der Optik, das Cover ist ja mal richtig schick. Weiter geht’s dann beim Sound, der bei PRIMAL FEAR nie schlecht war und in neueren Phasen der Truppe so richtig schön voll fett saftig klingt, mit gut Druck und Definiertheit. Auch die Instrumentalarbeit ist gewohntermaßen on Point und Sänger Ralf macht ebenfalls ganz normal einen hervorragenden Job. Shoutout an die zwei Rock-Garage-Leser, denen aufgefallen ist, dass ich die Rezension bis jetzt einfach aus meiner MOB-RULES-Rezension von letzter Woche rauskopiert habe, aber passt eben bis auf ein paar Namen wie die Faust aufs Auge.
Weiter mit Original Content. Das 15. Album der inzwischen fast 30 Jahre alten Kapelle hat neben Ralf Scheepers und Mat Sinner einiges an neuen Gesichtern zu bieten: Magnus Karlsson (MAGNUS KARLSSON’S FREE FALL, ALLEN/LANDE, KISKE/SOMERVILLE u.a.) und Thalìa Bellazecca (FROZEN CROWN, ANGUS MCSIX) sind jetzt fest an den Gitarren, Karlsson war außerdem an der Produktion beteiligt, was dem sehr breiten, kraftvollen und organisch-harten Sound der Platte mit Sicherheit zugute gekommen ist. Gut, das mag man auch auf Jacob Hansen zurückführen, der für Mix und Master verantwortlich war und unter anderem als VOLBEAT-Produzent starke Jobs abliefert.
Dann ist da noch niemand Geringeres als André Hilgers inzwischen fest an die Drums geschraubt (RAGE, BONFIRE, AXXIS), und wenn Ihr jetzt denkt „Junge, das ist aber eine krasse Truppe, das muss ja ein echt gutes Album geworden sein.“, dann liegt Ihr richtig. PRIMAL FEAR verstehen es seit jeher wie kaum eine andere Band, harten klassischen Heavy Metal der Marke PRIEST und ACCEPT mit eingängigem Power Metal zu kombinieren, und genau das machen sie auch auf „Domination“, und zwar wieder mal richtig stark. Das klingt mal melancholisch („Tears Of Fire“ und „Eden“ mit AD INFINITUMs Melissa Bonny), mal straight heavy metallisch („Scream“, „March Boy March“) und sehr häufig wie eine gute Mischung aus Heavy Strophe und Power Refrain, die richtig schön organisch im selben Song nebeneinander existieren und voneinander profitieren. Generell ist das Chorusniveau mal wieder sehr hoch, ob im poppigen von „Crossfire“ oder im simpel eigenen von „Destroyer“. Nur vielleicht nicht in dem von „Heroes And Gods“, der ist zu platt, aber irgendwas muss man dem Kritiker ja auch zu meckern geben. Und insgesamt kann man ganz klar sagen:

Fazit:
„Domination“ ist von einer voll aufeinander eingespielten Truppe aus Profis erdacht, eingespielt und produziert worden, hat all die feinsten Trademarks von PRIMAL FEAR zu bieten und macht über seine kompletten 60 Minuten Spieldauer aggressiv-gute Laune. Geiles Ding – ganz wie erwartet.

Anspieltipps:
„The Dead Don’t Die“, „March Boy March“, „Crossfire“ und „Tears Of Fire“

Jannis

MOB RULES – Rise Of The Ruler

Trackliste:

01. The Fall Of Dendayar
02. Exiled
03. Future Loom
04. Dawn Of Second Sun
05. Back To Savage Land
06. Trial And Trail Of Fear
07. Providence
08. Nomadic Oasis
09. Coast Of Midgard
10. On The Trail
11. Equilibrium (Rise Of The Ruler)

Spielzeit: 46:42 min – Genre: Power Metal – Label: ROAR – VÖ: 22.08.2025 – Page: www.facebook.com/mobrulesband

 

MOB RULES sind wieder da mit einem neuen Album namens „Rise Of The Ruler“, um sich ihre gewohnte hohe Punktezahl in der Rock Garage abzuholen. Bei den deutschen Power Metallern ist eine Rezension generell etwas witzlos, da sie halt im Endeffekt auf ein „Jap, ist wieder geil geworden“ hinausläuft, aber kann ja sein, dass es dieses Mal anders ist, also lest bitte weiter.

Jah, okay, ist wieder genau so, danke für die Aufmerksamkeit. Das geht los bei der Optik, das Cover ist ja mal richtig schick. Weiter geht’s dann beim Sound, der bei MOB RULES nie schlecht war und in neueren Phasen der Truppe so richtig schön voll fett saftig klingt, mit gut Druck und Definiertheit. Auch die Instrumentalarbeit ist gewohntermaßen on Point und Sänger Klaus macht ebenfalls ganz normal einen hervorragenden Job, wobei er irgendwie ein wenig anders klingt als sonst, aber vielleicht denke ich das auch nur. Auf jeden Fall weiterhin geil.
Wenn man MOB RULES bislang nicht kannte, sei sowohl Reinhören in die aktuellen als auch in die frühen Werke der Band empfohlen. Die ersten Alben („Savage Land“ und „Temple Of Two Suns“ hier einmal als Albun #1 und #2 genannt) haben durchaus einige der Trademarks, die MOB RULES auch heute noch ausmachen, sind aber im Klang und auch in der Komposition schon anders als neuere Alben, zu deren Stil sich die Norddeutschen über die Zeit fließend hinentwickelt haben. Der Stil der frühen MOB RULES ist durchaus eigen, aber eben auch sehr gut, und tatsächlich ist „Rise Of The Ruler“ der dritte Teil der konzeptuell angelegten Reihe über Postapokalypse und so – und er tut MOB-RULES-Fans den Gefallen, sich nicht nur inhaltlich sondern auch stilistisch ein Stück weit an den frühen Alben der Band zu orientieren. „Rise Of The Ruler“ klingt nach einer hervorragenden Mischung aus aktuellen und frühen MOB RULES, in einem zeitgemäßen Soundgewand.
Damit ist praktisch auch schon geklärt, dass das Ding musikalisch mal wieder nice geworden ist, lediglich die Ballade „On The Trail“ kann qualitativ nicht so wirklich an ihre Vorgänger anknüpfen. Und ja, einen zweiten „Rain Song“ hat man auch nicht hingekriegt, aber „Savage Land“ und „Temple Of Two Suns“ sind eben auch zwei wirklich herausragende Alben, an die heranzukommen keine leichte Angelegenheit ist. Und dafür, wie wenig leicht das ist, sind MOB RULES doch ziemlich nah rangekommen.

Fazit:
MOB RULES ist immer Blindkauf, und wenn es dann noch um den dritten Teil der „Savage Land“-Reihe geht, dann ohnehin. „Rise Of The Ruler“ ist eine starke Reise zu den Wurzeln der Band, und dabei ein echt frisches Ding geworden!

Anspieltipps:
Am ehesten nicht „On The Trail“ (obwohl das jetzt auch kein schlimmer Song ist).

Jannis

TALENTSCHMIEDE: ANIMALISTIC!

Band:
Animalistic!

Gegründet:
2017

Herkunft:
Köln/ Tschermany

Mitglieder:
Dodo / Tony Hoenscheid / Marvel van Mo / Ron Mogontiac

Stil:
New Wave Of Classic Heavy Metal

Veröffentlichungen:
Scratch `n‘ Tell (2019)
Age Of Furor (2025)

Einflüsse:
AC/DC / Iron Maiden / Thin Lizzy / Dio / Rainbow / Def Leppard / Queen

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Wir wollen das Genre „New Wave Of Classic Heavy Metal” weiter etablieren. Wir lieben die Klassiker wie Maiden, Priest, Lizzy etc. und wollen die Musik gerne mit aktuellerem Anstrich versehen. Etwas mehr Prog, der Sound etwas moderner aber immer noch: geile Songs mit geilen Hooks und Melodien und rasanten Soli!

Was als nächstes kommt:
Wir haben gerade unser zweites Album veröffentlicht, auf das wir megastolz sind. Das komplette Ding ist in Eigenregie geschrieben, produziert, aufgenommen und gemischt. Auch das Artwork stammt aus eigener Produktion und nur für das Mastering haben wir uns „fresh-ears“ dazugeholt, um das Maximum aus dem Sound herauszuholen. Dafür rühren wir jetzt die Werbetrommel und hoffen, damit nächstes Jahr bei ein paar Festivals aufschlagen zu können, um die Masse zu begeistern.
NWOCH ROCKS!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Wir genießen jedes Live-Konzert. Besonders die Nervosität davor, wenn man weiß, „es geht gleich los“, und man 100% fokussiert ist. Dann die Show und der Moment, wo man komplett verschwitzt und völlig im Eimer von der Bühne geht und weiß: Wir haben alles gegeben, das Publikum hat alles gegeben und wir sind alle glücklich-kaputt. Jedes Mal das Beste!

Unser peinlichster Moment:
Die üblichen technischen Pannen die einem auf kleinen Bühnen begegnen. Aber am Ende kann man immer drüber lachen.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Klar mit unseren Idolen, wegen denen wir überhaupt zur Musik gekommen sind. Aber auch mit aktuellen Politikern, um zu verstehen, warum heute Dinge so laufen wie sie laufen und was man ändern kann, und prinzipiell mit jeder Person, die zu unseren Shows kommt. Dialog ist immer wichtig, und das geht gut mit einem Bierchen in der Hand. Außer mit Nazis, mit denen kann man nicht reden, und trinken will man mit denen erst recht nicht!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Kaliber Maiden oder AC/DC wäre klar ein Traum, aber für Stadien sind wir (noch) zu klein. Wenn du das Publikum nicht gepackt bekommst, macht das keinen Spaß. Irgendwer in der „Stadthallen-Liga“. Audrey Horne würde z.B. gut passen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
„Kein pharmazeutisches Produkt könnte Dir jemals den Kick geben, den Du kriegst, wenn die Band voll abgeht. Wenn die Leute tanzen, schreien und jubeln und die Hütte total auf dem Kopf steht“. Elwood Blues

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Wenn man will, aber nicht kann, weil man sich zwar in der Musik einig ist, aber leider noch vier Privatleben unter einen Hut bekommen muss.

Online:
Facebook: www.facebook.com/animalistic.cologne

Musik:
bandcamp: www.animalistic-cgn.bandcamp.com
Spotify: www.open.spotify.com/artist/4Ln1vSZiIxPV1qtywGSDIX?si=J3lk81PHRFSL9pyyRIfQRA
Youtube: www.youtube.com/@animalisticband6886
Soundcloud: www.soundcloud.com/user-471330554

TALENTSCHMIEDE: LUTHER

Band:
LUTHER

Gegründet:
2024

Herkunft:
Berlin

Mitglieder:
Leo Luther, Stefano Kaisaris, Javier Scorcia, Enrico Tiberi

Stil:
Alternative Metal

Veröffentlichungen:
Debütsingle „Next Time Send a Killer“
Bonus Track „The world is now my oyster”

Einflüsse:
Kim Dracula, Poppy, Greyhaven, System of a Down

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Zwei Alben veröffentlichen und touren, touren, touren.

Was als nächstes kommt:
Unser Debütalbum!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Ohne Frage der Moment, in dem wir unseren Stil gefunden haben.

Unser peinlichster Moment:
Als wir dachten, eine Band zu gründen wäre cool – und dann die Rechnungen kamen…

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Ozzy Osbourne – Wir denken, ihr kennt den Grund!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Jinjer, Knocked Loose

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Mit Freunden zusammen sein, großartige Musik machen, richtig Party feiern und der Austausch mit dem Publikum.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Aus der eigenen Band gefeuert zu werden.

Online:
Instagram: www.instagram.com/luther_band

Musik:
YouTube: www.youtube.com/watch?v=wEPyfIp51Os
Spotify: www.open.spotify.com/artist/616hsUEPPk8kimhHIUk8zQ?si=oYk3AW9DRpzCvbbt6g0eg
Bandcamp: www.lutherband.bandcamp.com

Live-Dates:
31.10.25 & 01.11.2025 Autumn Bash in Berlin (ATOK Booking)

PHANTOM SPELL – Heather & Hearth

Trackliste:

01. The Autumn Citadel
02. Siren Song
03. Evil Hand
04. A Distant Shore
05. Heather & Hearth
06. Old Pendle

 

 

 

Spielzeit: 39:41 min – Genre: Progressive Rock – Label: Cruz Del Sur Music – VÖ: 18.07.2025 – Page: www.facebook.com/phantomspellmusic

 

Es gibt so viele unterschiedliche Spezies von Prog-Musikern, aber eine besondere ist die, die vor nicht mal fünf Jahren ihr erstes Album rausgebracht hat, dabei aber klingt, als sei sie als Visionär im Untergrund der 70er- bis 90er-Rockszene heimisch. Darunter fällt beispielsweise PHANTOM SPELL aus Großbritannien. PHANTOM SPELL ist ein Ein-Mann-Projekt (wiederum eine spannende Subspezies), bestehend aus Kyle McNeill und… naja, nur Kyle McNeill eben, der ansonsten noch bei SEVEN SISTERS als Gitarrist und Sänger am Start ist.
Und mit „Heather & Hearth“ hat er nun sein zweites PHANTOM-SPELL-Album unmittelbar in den Startlöchern. Sechs Songs, von denen zwei über zehn Minuten lang sind, wie sich das halt gehört, mit 40 Minuten Spieldauer also ein Album, aber gerade für Prog-Verhältnisse angenehm kompakt. Geboten wird zuallererst Progressive Rock der alten Schule, garniert mit ein wenig NWoBHM (dauert keine zwei Minuten bis zum ersten MAIDENigen-Galopp-Rhythmus) und ein ganz bisschen unklischeehaftem Folk.
Wie auch die Produktion ist „Heather & Hearth“ in seiner Machart angenehm authentisch unmodern. Auch nicht so poliert und nach festen Schemata erstellt wie, sagen wir, eine TRANSATLANTIC-Platte, dafür mit umso mehr Freiräumen, die sie in Anspruch nimmt und damit ziemlich gewinnt.
So zum Beispiel der 12-minütige Opener „The Autumn Citadel“, der sich erstmal besagten Galopp und ein paar süße Synthesizer gönnt, danach aber anderthalb Minuten den ruhigsten Shit abliefert, den Ihr seit langem auf einem Rock-Album gehört habt. Dann der nächste organisch wirkende Break, wir kriegen eine Hammond-Orgel (wie so oft auf der Platte), Akustik-Gitarre, schöne mehrstimmige Vocals, alles zusammengebracht mit ordentlich musikalischem Knowhow.
Im Kontrast dazu folgen dann direkt im Anschluss zwei Songs, die nicht mal die vier Minuten schaffen, vergleichsweise simpel sind, aber schön allemal.
„A Distant Shore“ macht in Sachen Aufbau und Melodien einfach alles richtig, mit ruhigen Momenten, spaßigem Geprogge, Feierlichkeit und allem, was das Herz begehrt. Der Titeltrack hält das Niveau, strapaziert mit seinen elf Minuten auch nochmal die Uhr, ist aber im Vergleich zum Opener etwas entspannter, wenn es darum geht, einzelnen Parts ihren Raum und die Möglichkeit zur Entwicklung zu geben. Und „Old Pendle“ packt zum Schluss die geilen mehrstimmig-folkigen Vocals, die Akustik-Gitarre und die Percussion aus, als starkes Ende eines starken Albums.
„Heather & Hearth“ hat schon Charakter. Vielleicht auch in dem Maße, dass der individuelle Prog-Fan mit der ein oder anderen kleinen Idee seine Problemchen haben wird. Aber ganz ohne Frage geht PHANTOM SPELL mit Offenheit, Kreativität und Bock ans Werk, und das ist gerade im Prog doch wesentlich interessanter als ein gänzlich vorhersehbares People-Pleaser-Album.

Fazit:
Charakterstark, mit Liebe und Bedacht komponiert, mit Mut zur Ruhe wie zu großen Momenten und mit einer Menge Kreativität. Wer diese Sachen im Prog wichtiger findet als 18/23tel-Takte nach 53/17tel-Takten, hat hier einen wunderbaren Kandidaten für abends spät auf dem Campingplatz!

Anspieltipps:
„The Autumn Citadel“, „A Distant Shore“ und „Heather & Hearth“

Jannis

BOGUSLAW BALCERAK’S CRYLORD – Lost Bloody Heroes

Trackliste:

01. Night Sky Glooms
02. Final Hour
03. Born To Rock
04. Inside Of The Hell
05. Unchain My Dream
06. Lost Bloody Heroes
07. Hold On
08. Saracen
09. New Horizon
10. Hammer Of The Gods
11. Voodoo Night
12. Worlds Away

Spielzeit: 61:09 min – Genre: Neo Classical Power Metal – Label: Rock Company – VÖ: 07.07.2025 – Page: www.facebook.com/boguslawbalcerakscrylord

 

BOGUSLAW BALCERAK’S CRYLORD – Wenn man den Namen einmal gelernt hat, vergisst man ihn nie wieder. Ich hab ihn letzten Herbst kennengelernt, als ich „Endless Life“ reviewt habe und sehr viel Spaß damit hatte. Keine Frage, dass ich für das sechste Album des polnischen Gitarristen auch wieder am Start bin, das absolut geisteskranke zehn Monate nach seinem Vorgänger erscheint. Ein einstündiges Album in so kurzer Zeit – muss man erstmal machen können.
Hat Boguslaw gemacht, der sich auf seinem sechsten Album „Lost Bloody Heroes“ für Gitarren, Bass und Keys verantwortlich zeichnet. Außerdem am Start: Drummer Rob Wroblewski und Sänger Mark Boals, der schon 2011 und 2014 schonmal beim CRYLORD vorbeischaute und bekannt ist für seine Arbeit bei YNGWIE MALMSTEEN, ULI JON ROTH, IRON MASK und diversen anderen.
Die drei liefern jetzt zusammen die coole Mischung aus Power und Neo Classical Metal mit ein bisschen Prog und ein bisschen Hard Rock, die mich beim letzten Album von BOGUSLAW doch gut überzeugt hat. Alles weitere steht und fällt mit einer einzigen Frage. Reichen zehn Monate, um ein solches Album in dieser Länge fertigzustellen, ohne Abstriche bei der Qualität machen zu müssen?
Die Antwort ist leider: nein. Das zeigt sich bereits beim Sound, der im Vergleich zum Vorgänger etwas matschig mittenlastig ausfällt. Und das verträgt sich nicht besonders gut mit der Tendenz auf „Lost Bloody Heroes“, lieber eine Spur Orchester, Synth oder ähnliches mehr im Hintergrund zu haben, die erstens so leise ist, dass man sie oftmals eher ahnt als hört, und sich dann noch mit anderen Spuren beißt, was beiden ihren Impact nimmt. „Endless Life“ klang im Vergleich wesentlich aufgeräumter und vermochte damit wiederum, den einzelnen Songs mehr individuellen Charakter zu verleihen, da die Sachen, die fehlten, durch ihre Abwesenheit die anwesenden Sachen mehr zu highlighten vermochten.
Auch in Sachen Melodien und Songstrukturen hätte „Lost Bloody Heroes“ mehr Feinschliff vertragen können, mehr Arbeit in den Übergängen zwischen einzelnen Parts, mehr in der Unterscheidbarkeit von Strophen, Refrains und sonstigen Passagen.
Nein, „Lost Bloody Heroes“ ist kein Totalausfall, hat seine Momente und profitiert auf jeden Fall von seiner talentierten Besetzung. Doch fühlt es sich – gerade wenn man weiß, was BOGUSLAW BALCERAK’S CRYLORD eigentlich leisten können, übereilt und unfertig an.

Fazit:
Sollte man BOGUSLAS BALCERAK’S CRYLORD eine Chance geben? Auf jeden Fall. Aber für einen guten Eindruck, wozu der Mann und seine Mitstreiter fähig sind, würde ich eher erstmal zu einem anderen seiner Werke raten.

Jannis