01. Beware
02. Wrath Of The Hammer
03. Ashes Of The Throne
04. Light In The Dark
05. Wheels Of Eternity
06. Guardians Of The Night
07. Veil Of Fire
08. Scars Of The Abyss
09. Shattered Dominion
10. The Dune
Spielzeit: 42:24 min – Genre: Power Metal – Label: ROAR! – VÖ: 17.07.2026 – Page: www.facebook.com/stormhammerband
Sieben Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal im Zuge einer Rezension STORMHAMMER begegnete. Damals mit ihrem Album „Seven Seals“, das mir ein wenig gezwungen modern um des Modern-Seins Willen vorkam. Jetzt sind die Münchner, nach einem verdienten 30-Jahr-Feier-Best-of wieder da, und ich bin doch gespannt, ob ich wieder meckern darf!
Also dann: „Wrath Of The Hammer“, achtes Album des Quartetts, zehn Tracks, knappe Dreiviertelstunde Spieldauer. So weit, so alles okay. Der Sound ist stabil. Es gibt da so ein, zwei Frequenzbereiche, die man noch etwas hätte zügeln dürfen, aber das fällt einem nach fünf Minuten auch nicht mehr auf. Ansonsten ist das Ding klar und hat Bumms. Auch die durchaus präsenten Orchestersounds sind voll auf der Höhe der Advanced-Underground-Power-Metal-Gegenwart; klar, das wurde am Computer zusammengeschraubt, klingt aber hochwertig und hat auch das Extra-Quäntchen Detail-Bearbeitung bekommen. Wirkt Wunder!
Was mir neu war, ist Manuel Nox, „neu“ (also seit 2019) am Mic, dessen Stimme entscheidend heavy/power-metalliger und unpolierter als die seines Vorgängers rüberkommt. Wobei ich das Gefühl habe, dass die Vocals auf „Seven Seals“ auch durchaus nach-geautotunt wurden, was auf „Wrath Of The Hammer“ nicht hörbar der Fall ist.
Demodernisierung also? Jap, durchaus. „Wrath Of The Hammer“ ist angenehm klassischer Heavy/Power Metal, der nicht zu durchproduziert ist, poliert sein darf (in schönen mehrstimmigen Vocal-Harmonien zum Beispiel), es aber nicht sein muss. Zu vielen Momenten entscheiden sich STORMHAMMER für die ungeschliffene, rohere Spielweise (aber natürlich gut gespielt) und verzichten auf modernen Schnickschnack, den ihre Musik nicht nötig hat.
Und wie ist das jetzt so geworden? Nun, „Beware“ ist schonmal ein stabil gebautes Cinematic-Orchestral-Intro, wonach der Titeltrack in meinen Ohren melodietechnisch ein wenig zu sehr rumeiert und nicht ganz weiß, was er will. Dafür geht das Niveau mit „Ashes Of The Throne“ und „Light In The Dark“ gut nach oben, mit eingängigen Chorus-Melodien und einem sehr starken Finale von „Light In The Dark“. „Wheels Of Eternity“ startet heftig und ist an seinen schwächsten Parts immer noch Durchschnitt, und ungefähr in diesem Mix geht die Platte dann weiter.
Unter ein gewisses Level fällt die Qualität der Song nie, und das Level ist immer noch vollkommen stabiler Power Metal, der gut abgeht, gut gespielt und gesungen ist. Und verlässlich liegt das Niveau von „Wrath Of The Hammer“ auch darüber, mit technischen Parts vonseiten der Rhythmusfraktion, Ohrwurm-Refrains, nicen Orchesteraktionen oder halt einfach mal ’nem souveränen Solopart.
Fazit:
Zumindest in meinen Ohren ist „Wrath Of The Hammer“ nach „Seven Seals“ ein klarer Schritt nach vorne. Das Ding ist undergroundiger deutscher Power Metal (schon ein Qualitätsmerkmal für sich) der Sorte, die man hierzulande in seiner Szene nicht missen möchte.
Anspieltipps:
„Light In The Dark“, „Veil Of Fire“ und „The Dune“
(Ja, das Video ist enttäuschenderweise zum Teil KI, die Musik zumindest meines Wissens nach nicht.)
Jannis






