01. S.T.F.U.
02. Make You Mine
03. Defenders
04. Blueberry Gin (feat. Sascha Paeth)
05. Heart Of The Desert Rose (feat. Johnny Gioeli)
06. Rats In The Cradle
07. Into The West
08. 19CR490
09. Get Out (feat. Lars Rettkowitz)
10. Goddess Of The Sky
11. You And Me
Spielzeit: 54:17 min – Genre: Heavy Glam N Sleaze Rock – Label: Steamhammer / SPV – VÖ: 25.09.2026 – Page: www.facebook.com/nightlaserofficial/
Die vorlauten Hamburger Glam N Sleaze Kids von NIGHT LASER beehren die Hörerschaft zwei Jahre nach dem letzten Rundling mit einem neuen Album. Da ich die Band 2024 Live gesehen habe machte ich damals auch die Rezi zum Album „Call Me What You Want“, mal hören ob sich in zwei Jahren etwas an der Ausrichtung geändert hat oder ob die Band ihrer Linie treu geblieben ist.
An der Besetzung gab es nur eine Änderung, dass ein Gitarrist weniger im Line-Up aufgelistet wird, der Rest der Kombo ist gleichgeblieben. Das wären Benno Hankers am Mikrofon, Felipe Zapata Martinez an den Gitarren, Robert Hankers an Bass und Ingemar Oswald an der Schießbude. Benno hört sich weder besser noch schlechter an als auf dem Vorgänger, nach der Live Show damals hatte ich schon die Befürchtung das die Vocals in die Hose gegangen sein könnten – da Benno sich da nicht überzeugend anhörte, doch davon war auf Konserve nichts mehr zu hören. Dasselbe trifft auch auf „Rats In The Cradle“ zu, Benno legt einen sehr guten Job hin, man hat zwar öfter das Gefühl er weiß nicht in welcher Tonlage er sich befinden sollte, dass ist anscheinend seine Art – die Töne passen auch wenn man gerade eine andere Tonlage zum Song und der Situation erwartet. Dieser Umstand macht aus dem Album an vielen Stellen ein kleines Ü-Ei mit vielen Überraschungen. Die Gitarren geizen nicht mit Riffsalven die in den Trommelfellen einschlagen wie eine WWII Bombe, die damals über Deutschland abgeworfen wurden. Der Bass ist alles andere aber kein Hintergrundgeräusch oder Nebendarsteller. Die Drums treiben die Band zur Höchstform an und bilden eine Gewitterfront vor den Gehörgängen.
Der Stil den die Kids auffahren hat es in sich und wechselt zwischen Glam / Sleaze Rock und Metal hin und her. Meist bewegt sich alles im etwas kräftigeren Rock kurz bevor die Metalgrenze überschritten wird, dann gibt es auch solche Brecher wie „Defenders“ die sich im Power Metal befinden, oder „Blueberry Gin“ das mit Blues und Rock N Roll Klängen beginnt dann aber in einen Punk N Roller übergeht der fast die Schallmauer sprengt. Abwechslung wird genügend geboten, Langeweile ist auf dem Album Fehlanzeige und ein Fremdwort das anscheinend nicht im Wortschatz der Krawallkidies vorkommt. Aus diesem Grund habe ich als Genre Heavy Rock und nicht nur Rock oder Metal angegeben da sich Hard N Heavy von Song zu Song ablösen.
So gelingt den Kids von NIGHT LASER mit „Rats In The Cradle“ erneut eine überzeugende und Abwechslungsreiche Vorstellung die nicht Langweilig wird.
„S.T.F.U.“ eröffnet flott den 11 Tracker, „Make You Mine“ fängt mit einem geilen Basslauf an und gipfelt in einem sehr eingängigen Refrain. „Defenders“ bewegt sich fast im Power Metal – der Brecher macht Spaß, „Blueberry Gin“ fängt bluesgeschwängert an um dann in einen Punk N Roller das Tempo mit Vollgas anzugehen bis es am Schluss wieder bluesschwanger wird. „Heart Of The Desert Rose“ eine dramatisch angehauchte Blues-Ballade kommt zum Einsatz, „Rats In The Cradle“ fängt wie ein Power Metaller an und wird dann in den Strophen ein wenig softer um im Refrain noch mal zuzulegen. „Into The West“ eine Ballade die mit Drama an Gewicht und Attraktivität gewinnt, „19CR490“ hier holen die Jungs den dreckigen Rock N Roll raus. „Get Out“ eine Speed Metal Granate die alles bügelt was nicht schon bei 0,5 auf der Palme sitzt, „Goddess Of The Sky“ zeigt NIGHT LASER von einer epischen Seite, „You And Me“ wildert in den Genen von den BEATLES, TOM PETTY und BRUCE SPRINGSTEEN – eine coole Nummer mit Akustikklampfe.
Balle









