VELVET INSANE – Rock N Roll Glitter Suit

Band: Velvet Insane
Album: Rock´n Roll Glitter Suit
Spielzeit: 38:11 min.
Stilrichtung: Glamrock
Plattenfirma: Wild Kingdom Records
Veröffentlichung: 16.07.2021
Homepage: www.facebook.com/velvetinsane

Was wäre, wenn wir die Zeit einfach mal knapp 50 Jahre zurückdrehen würden? Wir schreiben das Jahr 1973, die Ölkrise hat die Welt fest im Griff. Selbst in den USA werden die Big Block Motoren durch Small Blocks mit nahezu lächerlichen 150PS ersetzt, die Watergate-Affäre ist in vollem Gange, Martin Cooper führt das erste Gespräch mit einem Mobiltelefon und in New York wird der legendäre Club CBGB gegründet. ALICE COOPER veröffentlicht sein Album „Million Dollar Babies“, PINK FLOYD „The Dark Side Of The Moon“ und die ROLLING STONES „Goats Head Soup“. Und dann gibt es noch eine kleine Band aus dem schwedischen Östersund, die mit „Rock´n Roll Glitter Suit“ – ihrem mittlerweile dritten Langspieler – in den Startlöchern steht. So oder so ähnlich würden Jonas Eriksson (vocals), Jesper Lindgren (guitars) und Ludvig Andersson Lindgren (bass) das sicher sofort unterschreiben, denn ihr neues Werk „Rock´n Roll Glitter Suit“ würde perfekt in diese Zeit passen. Mit ihrem Mix aus den ROLLING STONES, den DIAMOND DOGS (dessen Sänger Sulo sich für die Produktion verantwortlich zeigt), HANOI ROCKS, QUIREBOYS, T-REX, THE SWEET und vielen anderen Größen des Glamrock sind sie zwar ziemlich aus der Zeit gefallen, zeigen aber auch mit einer großen Lässigkeit, wie der Sound von damals auch in 2021 funktionieren kann.

Erst unlängst brachten VELVET INSANE zusammen mit einer ganzen Armada an bekannten Künstlern das Charity-Projekt „Save The Noize“ auf den Weg. Gäste wie Jesper Binzer (D.A.D.), Ryan Roxie (ALICE COOPER), Age Sten Nilsen, Trond Holter (WIG WAM), Martin Sweet (CRASHDIET), Tony Harnell (TNT), Danny Rexon (CRAZY LIXX), Hell Hofer (BULLET) gaben sich die Klinke in die Hand, um der Kulturszene in Skandinavien, die wie im Rest der Welt aufgrund der COVID19 Pandemie geschwächt ist, eine gemeinsame Stimme zu geben. Auch eine Weiterführung dieses Projektes ist schon im Gange, zusammen mit weiteren namhaften Künstlern, angefangen von Dee Snider (TWISTED SISTER) über Michael Starr (STEEL PANTHER) bis hin zu Johnny Gioeli (HARDLINE, AXEL RUDI PELL) oder Kee Marcello (u.a. EASY ACTION).

Jetzt aber steht erst einmal ihr Album „Rock´n Roll Glitter Suit“ im Mittelpunkt. Und das beginnt mit „Driving Down The Mountain“ mit viel Schwung und herrlich schrullig. Mit hämmerndem Piano, jeder Menge Glam, dreckigen Rock´n Roll Riffs und Mitsingmelodien starten die Schweden so, wie es sein muss. Gefolgt von der ersten Single „Backstreet Liberace“, für die BACKYARD BABIES-Ikone Dregen – die ja ebenfalls gerade mit einer neuen Platte aufwarten – sowie HELLACOPTERS Sänger Nicke Andersson als Gäste gewonnen werden konnten, zeigen VELVET INSANE ihr ganzes Potential. Das Ding ist verdammter Ohrwurm. „Jaded Eyes“ ist weniger mitreißend als das bisherige Material, was „Velvet Tongue“ allerdings wieder gut ausgleichen kann. Die aktuelle Single „Sound Of Sirens“ schlägt abermals ruhigere Töne an und atmet den unwiderstehlichen Spirit der Siebziger, man könnte fast schon von einer leichten DAVID BOWIE Schlagseite sprechen. Rifflastiger geht es bei „Riding The Skyways“ zu und auch „Space Age DJ“ macht mächtig Spaß! Wer die leiseren Töne bevorzugt, wird mit dem abermals an BOWIE angelehnten „Midnight Sunshine Serenade“ bedient oder beim abschließenden „You´re The Revolution“.

VELVET INSANE präsentieren mit „Rock´n Roll Glitter Suit“ ein treffend betiteltes Drittwerk, das tief in den 1970ern verwurzelt ist und dennoch nicht altbacken wirkt. Hier wird gerockt und gerollt, was das Zeug hält, aber auch die zurückhaltende Version der Schweden mag, wird erstklassig bedient. Starkes Statement von VELVET INSANE!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Driving Down The Mountain
2. Backstreet Liberace
3. Jaded Eyes
4. Velvet Tongue
5. Sound Of Sirens
6. Riding The Skyways
7. Spin On Crazy Moon
8. Sailing On A Thunderstorm
9. Midnight Sunshine Serenade
10. Space Age DJ
11. You´re The Revolution

Stefan

WILDSTREET – III

Band: Wildstreet
Album: III
Spielzeit: 34:02 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Golden Robot Records
Veröffentlichung: 25.06.2021
Homepage: www.facebook.com/wildstreetnyc/

Die US Jungs von WILDSTREET sind nach einem Debütalbum aus dem Jahr 2009 und elf Singles und EPs mit neuem Album zurück. Zur Band gehören Punkfrisur am Mikro Eric Jayk, Jimmie Marlowe und Dominick Martes an Gitarren, Jonny D am Bass und Lock Driver am Schlagzeug.

Beim ersten Hördurchgang war ich ein wenig enttäuscht, dies legte sich schnell nach dem zweiten Durchlauf. Nach dem die Songs Zoom gemacht haben war die Enttäuschung weg. Ging das Debüt von der Auslegung des Sounds in Richtung DEF LEPPARD, BB STEAL und DANGER DANGER, geht dieses 8-Track Album hin zum Hard Rock mit Glam / Sleaze Note. Die Songs kommen dreckiger zur Geltung, der Gesang ist auch ein wenig rotziger geworden. WILDSTREET mit „III“ sind irgendwo zwischen CRAZY LIXX, CRASHDIET, CONFESS mit Asskickin‘ Rock N Roll ein zu ordnen. Der Sound kann überzeugen und sorgt für gute Stimmung, auf einem Bikerfest wäre das Album der Burner, aber auch im Radio würde sich mancher Song gut machen, ach ja die meiden so Mucke ja, sorry hab ich vergessen. Die Gitarren sind frech und vorlaut, die Drums treiben und bilden mit den Vocals eine versaut dreckige Einheit die es in sich hat.

Nun ein kleiner Kritikpunkt, leider nur acht Songs, leider nur knapp über 34 Minuten, dann ist die Party leider schon vorbei. Zwei Songs mehr und eine Spielzeit von über 40 Minuten sollte normal Standard sein.

„Tennessee Cocaine“ legt gleich am Anfang wild und ungestüm los und macht keine Gefangenen ein Highoctane Rocker, „Three Way Ride“ ein dreckiger Rocker mit geilem Basslauf. „Set It Off“ ein moderner Rocker erinnert in den Strophen leicht an die RED HOT CHILI PEPPERS mit geilem Refrain, „Still Love You“ ein Mischung aus verträumten Rocker und Ballade. „Midnight Children“ fängt atmosphärisch an um dann ab Sekunde 45 zum Rotzer zu mutieren, „Born To Be“ besticht mit genialem Refrain. „Raise Hell“ geht voll auf die Zwölf ein Vollgas Rocker und fettes Highlight, „Mother“ ein düsterer Rocker kommt gut als Kontrast.

Fazit:

WILDSTREET machen auf dem Album fast alles richtig, 2 – 3 Songs mehr und eine Spielzeit über 40 Minuten wären vorteilhafter. Es gibt von mir eine Wertung von 8 Sternen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tennessee Cocaine
02. Three Way Ride
03. Set It Off
04. Still Love You
05. Midnight Children
06. Born To Be
07. Raise Hell
08. Mother

Balle

JOHN DIVA & THE ROCKETS OF LOVE – American Amadeus

Band: John Diva & The Rockets Of Love
Album: American Amadeus
Spielzeit: 46:43 min
Stilrichtung: Melodic Gute Laune Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.johndiva.com

 

Die schrille Truppe um John Diva ist mit neuem Album und gleicher Besetzung nach zwei Jahren zurück. Mit dabei wie schon auf dem Debüt John Diva als Stimmakrobat, Snake Rocket und J.J. Love am Griffbrett der Stromgitarre, Remmie Martin am Bass und Lee Stingray jr. am Schlagzeug.

Die Auslegung des Sounds hat sich nicht geändert, hier wird weiter gemacht wo das Debüt aufgehört hat, es wird drauf los gerockt und rollt als wenn es keinen Morgen geben würde. Hier regiert 80s Like Melodischer Hard Rock mit leichter Glamnote und eindeutig zweideutigen Texten, bei all dem noch gute Laune verbreitend. Die Stimme von John erinnert mich an Bo Lindmark von DALTON, der Sound erinnert in manchen Momenten an WHITESNAKE ohne Blues Anteil, VAN HALEN, DEF LEPPARD oder KISS.

Den Anfang macht “Voodoo, Sex & Vampires” ein energiegeladener schneller Rocker, gefolgt von “American Amadeus” mit Klassikanspielungen im Song, sehr gut Umgesetzt für jede Party geeignet. “Soldier Of Love” könnte von der Schlange sein genauso eingängig und stark ausgeführt und bestens für die Bühne geeignet, “Bling Bling Marilyn” ist eingängig wie Sau für jede Party und Disco mit Mitgrölrefrain simpel aber hängen bleibend. “Champagne On Mars” ein guter Classic Rocker, “Weekend For A Lifetrime” ein geiler Song für die Überholspur. “Karmageddon” eine saugute Ballade, “Waysted (In Babylon)” braucht einige Durchläufe. “Movin‘ Back To Paradise” ein lässiger Easy Listening Song, mit “Drip Drip Baby” kann ich nichts anfangen. “This Is Rock N‘ Roll” geiler Rocker erinnert an die LEPPS mit BEATTLES flair, “2 Hearts” setzt den Schlußpunkt eine gute Akustikballade.

Fazit:

Nichts Neues aber dafür Altes auf den Punkt und verdammt geil rübergebracht, der ideale Soundtrack für eine 80er Party bekommt von mir eine Wertung von 9 Sternen. Tracks 13 – 15 befinden sich nur auf Vinyl und leider nicht unter dem Promomaterial.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Voodoo, Sex & Vampires
02. American Amadeus
03. Soldier Of Love
04. Bling Bling Mailyn
05. Champagne On Mars
06. Weekend For A Lifetime
07. Karmageddon
08. Wasted (In Babylon)
09. Movin‘ Back To Paradise
10. Drip Drip Baby
11. This Is Rock ‚N‘ Roll
12. 2 Hearts
13. Star Of Rock (Vinyl Bonustrack)
14. Blonde! Black” Red! Brunette! (Vinyl Bonustrack)
15. American Amadeus (Orchester Version / Vinyl Bonustrack)

Helmut

JESSE STRANGE – Jesse Strange (RG Zeitmaschine)

Band: Jesse Strange
Album: Jesse Strange
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Sony Music Entertainment Inc.
Veröffentlichung: 1992

Einen wahren Schatz haben JESSE STRANGE mit ihrem ersten Album von 1992 hinterlassen, die Tatverdächtigen in diesem Fall sind Grant Tibor (v.), Scott Migone (g.), Danny Lullie (b., bv.) und Paul Trust (d.). Die erste Hörprobe entlockte mir ein lautes What The F..k ist das ein Schweinegeiles Sahneteil und dieser Meinung bin ich heute noch. JS machen Hard Rock der nach America klingt mit viel Melodie leichtem Glamfaktor einem geilen Shouter mit einem rauhen Organ der nach drei Pullen Jackie und fünf Packungen Ziggis klingt und lauten Gitarren, mit all dem wird ein Mix kreiert der sich hörenlassen kann.

Für jeden ist was dabei für Kuschelmomente, Powersongs und für die Disco mit einer guten Produktion die genug bums hat um bei der richtigen Lautstärke die Lauscher durch zu blasen.

Eingeleitet wird die Zeitreise mit “Raise A Little Hell” ein schneller Hard Rock Song der auf der Überholspur alles platt macht was ihm vor seinem V8 Bigblock Kühler kommt. Mit “Love On The Telephone” wird das Tempo ein wenig gedrosselt aber genauso geil wie der Einstieg, wäre fast was zum Anheizen in der Disco. Song drei “Make A Wish” eine Herz-Schmerz-Ballade der besseren Sorte, die beim Refrain noch mehr glänzt. “Silver Screen” wieder ein echtes Highlight was für die Tanzfläche mit geilem Groove, gefolgt vom Obercoolem “Weekend Tonight” ein Tanzflächenfüller und ideale Partysong fürs Wochenende. “Coyote Morning” ist wieder ein starker Hard Rocker, “Down And Dirty” kommt richtig dreckig aus den Boxen das Ding zaubert einfach gute Laune, würde auch gut in die Disco passen. “Living Without Your Love” ist ähnlich aufgebaut wie “Foolin’” von den Lepps, langsame und schnelle Passagen im wechsel. “Dancing For Strangers” ist wieder ein cooler Hard Rocker. Den Schluss macht “The Last Goodbye” so ein Song kommt nicht von der Stange anhören und alles um einen herum und alle Sorgen vergessen und diesem Oberaffengeilem Song zugehört, eine der besten Powerballaden die ich je gehört habe.

Umschreiben läst sich JS nicht wirklich trotz mancher Ähnlichkeit zu der einen oder anderen Band ist dies ein Oberhammer Album geworden mit allem was einen Klassiker ausmacht, eine geile Truppe, solche Songs wie hier im Gepäck und eine hörbare Produktion, also Rockerherz was willst du mehr.

Fazit:

ZUGREIFEEN wenn sich die Gelegenheit bietet so eine Sahneteil ab zu stauben, und die wird sich nicht oft bieten da das Dingens schon ziemlich rar ist und teilweise hoch gehandelt wird. JS kommen bei mir mit diesem Hammerteil auf volle Punkte eine 10 die verdient ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Raise A Little Hell
02. Love On The Telephone
03. Make A Wish
04. Silver Screen
05. Weekend Tonight
06. Coyote Morning
07. Down And Dirty
08. Living Without Your Love
09. Dancing For Strangers
10. The Last Goodbye

Helmut

CROSSON – Rock n Roll Love Affair

Band: Crosson
Album: Rock’n’Roll Love Affair
Spielzeit: 38:44 min
Stilrichtung: Glam Rock
Plattenfirma: MelodicRock Records
Veröffentlichung: 27.03.2020
Homepage: www.crosson.com.au

Glam Rock aus Sydney, Australien? Das kann nur bedeuten, dass CROSSON ein neues Album am Start haben. Bereits seit 2010 bestehend, veröffentlicht die Band um Mastermind Jason Crosson regelmäßig im 2-Jahres-Rhythmus ihre Platten. 2016 kam „Spreading The Rock’n’Roll Disease“ heraus, 2018 „Invincible“ und nun 2020 „Rock’n’Roll Love Affair“. Die letzte Scheibe hielt sich zehn Wochen in den Top30 der Deutschen Rock und Metal Charts und wurde auf Platz 2 bei Sleaze’s Nation gevoted. Für die neue Platte konnte man wieder den amerikanischen Produzenten Duane Baron (Ozzy Osbourne, Mötley Crüe, Alice Cooper, Poison) für sich gewinnen. Das Mastering hat dann auch noch Dave Donnelly (Aerosmith, Kiss, Whitesnake) übernommen, also soundtechnisch fehlt sich da schon mal gar nix. Mal schauen ob die Songs da mithalten können. Here we go.
Sirenen ertönen, die Gitarre setzt ein und David Bowie artiger Gesang erklingt. „Everyone’s A Star“ ist zugleich die erste Video Auskopplung. Das fängt doch gleich mal gut an. Next one: „Givin‘ Up Living Giving Up“, sehr eingängige Melodie und man kann sofort mitsingen. Ein Gesangswunder ist Jason zwar nicht, aber es passt einfach. „Rest In Peace“ ist eine nette Nummer, mehr aber auch nicht. Ganz im Gegenteil zu „We All Need An Enemy“. Geiles Riff am Anfang, bisschen härter gehalten. Dann werden die 80er Jahre wiederbelebt. Ganz starke Nummer, die richtig Stimmung macht. Beim nächsten Track „Weak At The Knees“ wird eine Lanze für Brunette Mädels gebrochen. Laut Sänger wurden schon zu viele Lieder über Blondinen geschrieben. Schöne Partynummer. „Rock’n’Roll Love Affair“ bleibt zwar irgendwie gut hängen, ist aber auch leider zu vorhersehbar. Jetzt darf der Drummer zeigen welche Power in ihm steckt. Zu „Possessed“ haut der ganz ordentlich rein. Der Gesang ist tiefer und das Ganze erinnert an Sisters of Mercy. Eine Ballade darf natürlich auch nicht fehlen. Leider funktioniert „You’re The Reason“ nicht wirklich. Gleich weiter zum vorletzten Song namens „Merry Go Round“. Hier kommen Bon Jovi und Alice Cooper aber extrem durch. Guter Song zum Abfeiern. Punkig wird es am Schluss bei „Back On The Attack“ Wie immer aber mit genügend Catchyness. Gelungener Ausklang des Albums.

Anspieltipps: „Everyone’s A Star“, „We All Need An Enemy“, „Possessed“ und „Merry Go Round“

Fazit: Wer auf Kiss, Bon Jovi, Alice Cooper etc. steht sollte hier mal reinhören. Ein Album das durchaus Freude bereiten sollte und Lust darauf macht, die Band mal live zu erleben. „Rock will never die while there are bands like CROSSON“ (Adam Cox – Decibel Geek)

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Everyone‘s A Star
02. Givin‘ Up Living Giving Up
03. Rest In Peace
04. We All Need An Enemy
05. Weak At The Knees
06. Rock’n’Roll Love Affair
07. Possessed
08. You’re The Reason
09. Merry Go Round
10. Back On The Attack

Sturmi

AMMUNITION – s/t

Band: Ammunition
Album: s/t
Spielzeit: 37:49 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers
Veröffentlichung: 26.01.2018
Homepage: www.ammunition.no

Mit selbstbetiteltem Album starten AMMUNITION ins neue Jahr. Und ganz ehrlich: Was kann bei der Besetzung schon schiefgehen? Erik Mårtensson drückt nach Eclipse, W.E.T. und Nordic Union auch dieser Formation seinen unverwechselbaren Stempel auf und bringt gleich seinen Eclipse-Bassisten (nur diesmal als Schlagzeuger) Magnus Ulfstedt mit. Von der Gute-Laune-Fraktion kommt WIG WAM-Sänger Åge Sten Nilsen, TNT steuert Bassist Victor Cito Borge bei und Keys und Gitarre werden von Lasse Finbråthen bzw. Jon Pettersen übernommen.
Schon das Debut-Album „Shanghaied“ der norwegisch-schwedischen Kollaboration wurde bei der Rock-Garage abgefeiert und dem werde ich mich jetzt beim zweiten Album nahtlos anschließen.
Los geht’s mit einem lauten Break-Up Song namens „Time“, dann wird man gleich in „Freedom Finder“ hineingezogen und fängt an zu tanzen und mitzusingen obwohl man die Lyrics noch gar nicht kennt. Dieser Song lässt einen so schnell nicht los. Ein bisschen DOKKEN-like startet „Virtual Reality Boy“ und „Gung Ho (I Told You So)“ wartet mit ultimativem Gangshout Refrain auf und könnte auch ein reiner WIG WAM Song sein. Mit „Eye For An Eye“ wird es etwas nachdenklicher und hat sowohl thematisch als auch von der musikalischen Stimmung her etwas von U2. Mit einem „My Sharona“-groovigen Song namens „Tear Your City Down“ wird man wieder etwas wachgerüttelt bevor der härtesten drei Minuten des Albums in Form von „Caveman“ einem ordentlich Dreck um die Ohren schleudern. Mit „Wrecking Crue“ schafften es AMMUNITION sich für das finale des norwegischen ESC zu qualifizieren und mischten die gewöhnliche ESC-Suppe ein bisschen auf. Bei „Miss Summertime“ ist der Name Programm. Eine poppig-swingende Nummer, die den Raum mit Sommerhitze und Sonnencremeduft erfüllt. „Bad Bones“ bringt einen wieder auf den Boden der Tatsache zurück, dass man es hier mit einer Melodic Rock Band zu tun hat und das Schlusslicht „Klondike“, der erste Song, der für das Album geschrieben wurde, schließt genau da an.

AMMUNITION bringt Spaß und gute Laune. Kaum auszudenken was einem für eine Party blüht, wenn dieser melodischen Hammer einem live entgegenfliegt! Das ist in Deutschland auch bald möglich:
28.03.18 – Jubez – Karlsruhe
29.03.18 – Matrix – Bochum
31.03.18 – Kubana – Siegburg
01.04.18 – Live Music Hall – Mörlenbach

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Time
02. Freedom Finder03. Virtual Reality Boy
04. Gung Ho (I Told You So)
05. Eye For An Eye
06. Tear Your City Down
07. Caveman
08. Wrecking Crue
09. Miss Summertime
10. Bad Bones
11. Klondike

Lotta

NIGHT LASER – Laserhead

Band: Night Laser
Album: Laserhead
Spielzeit: 53:12 min
Stilrichtung: Glam Metal
Plattenfirma: OUT OF LINE Music
Veröffentlichung: 17.03.2017
Homepage: www.nightlaser.de

Ab 17.03. macht die Hamburger Band NIGHT LASER mit ihrem zweiten Album „Laserhead“ die Hard Rock Welt unsicher. Die Band existiert schon seit 2010 (anfangs noch als NIGHTLIFE unterwegs) und hat in der Zeit mit diversen Live-/TV- Auftritten, ihrem Debutalbum „Fight For The Night“ (2013) und Musikvideos auf sich aufmerksam gemacht. Nun kommen sie also mit „Laserhead“ um die Ecke, wofür sie sich Unterstützung von Chris Harms (LORD OF THE LOST) als Produzent und Benjamin Lawrenz im Chameleon-Studio Hamburg geholt haben. 
Ihre Einflüsse schreibt die Band 80er-Größen wie TWISTED SISTER, MÖTLEY CRÜE, POISON und DOKKEN zu, was auch deutlich zu hören ist. Fast jeder Song des Albums erinnert einen an eine (oder mehrere) der alten Bands, behält jedoch genug an Eigentständigkeit und hört sich aber fast nie abgekupftert an.

Los geht es mit dem Titelsong „Laserhead“. Chorus, Beat sowie Solo sollten HELLOWEEN-Fans erfreuen, „Fighting The Blues“ wartet mit eingängigem Gangshout Chorus auf und erinnert sehr an die jungen MÖTLEY CRÜE. „Make Me Cry“ ist eine der beiden Balladen des Albums und kommt wenig schnulzig daher. Ein wenig mehr, jedoch immer noch in Grenzen, ist der Dramafaktor bei der zweiten Ballade „The Same Heartbeat“. 
In „Keep This Love Alive“ hört man deutlich BRYAN ADAMS’ “Hidin’ From Love” heraus, ist nur etwas härter und dunkler. „Bread And Circus“ zeigt einmal mehr einen Chorus zum Mitbrüllen und ein hartes Riff. 
Beim Riff von „Neon Lightning“ musste ich ein bisschen an IRON MAIDEN denken; auf jeden Fall reißt es einen mit, genauso wie der Rest des Songs. Nach diesem Ausraster kann man sich beim gemütlichen „LA One Day“ mit seinem positiven Vibe ein bisschen ausruhen bevor es mit „Magnetism Of Flesh“ GANZ heiß hergeht (á la BULLETBOYS) und „Chaos Crue“ einem noch einmal die Partydröhnung gibt. 

FAZIT: Mit all ihren offensichtlichen Einflüssen schaffen es NIGHT LASER etwas sehr spaßiges zu kreieren und liefern einen top Soundtrack für die nächste Hard Rock/Glam Party. Meine persönlichen Favoriten hierfür wären „Laserhead“ und „Magnetism Of Flesh“. Kompliment an die tollen Soli und Refrains, die man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt. 
Manchmal bleibt es jedoch etwas monoton und einige Songs des Albums gehen einfach unter. Zum Anhören und Spaß haben gibt es von mir jedoch trotzdem eine eindeutige Empfehlung!


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Laserhead
02. Manta
03. Fighting The Blues
04. Make Me Cry
05. Keep This Love Alive
06. Bread And Circus
07. Neon Lightning
08. LA One Day
09. Magnetism Of Flesh
10. Thin Ice
11. Chaos Crue
12. The Same Heartbeat

Lotta
 

SUPERNOVA PLASMAJETS – s/t

Band: Supernova Plasmajets
Album: s/t
Spielzeit: 46:04 min
Stilrichtung: Alternative Sleaze Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.supernovaplasmajets.de


Die SUPERNOVA PLASMAJETS, bestehend aus Jennifer Crush (Gesang), Manni McFly (Gitarre), Alexis Rose (Schlagzeug), Randy Stardust (Gitarre) und Cliff Bourbon (Bass), sind eine junge Band aus Mannheim. Ihren Stil beschreibt man am besten als eine Mischung aus 80er Glam Rock und Heavy Melodic Rock, gepaart mit einem deutlichen 90er Vibe und minimalistischen, elektronischen Einflüssen von heute. Ihr selbstbetiteltes Debutalbum, in welches wir hier reingehört haben, erscheint nun im Februar bei AOR Heaven (Soulfood) und wurde tatkräftig von Hagen Grohe (JOE PERRY PROJECT) mit Backing Vocals und Nils Lesser (BEYOND THE BLACK, CYPECORE, UMC) beim Mixing und Mastering unterstützt. 
Der erste Song ‚Leave Forever‘ kommt mit einem eingängigen Riff und kraftvollem Chorus, während in den Strophen ein Gang zurückgeschaltet wird. Weiter geht es mit ‚Supernova Team‘, welches an PARAMORE erinnert. ‚Hold You Tight‘ reduziert sich anfangs auf Piano und Gesang, steigert sich dann zu einer emotionalen, energetischen mid-tempo Ballade und gewinnt viel durch die melodiösen Gesangs-und Gitarrenmelodien. ‚Turn Off The Lights‘ kommt rotzig und heavy daher, bevor es mit dem groovigen ‚Will I Ever Know‘ weitergeht. ‚Nothing’s Gonna Stop Me Now‘ lädt mit 80er Feeling zum Tanzen ein und ‚Faster‘ – mein persönlicher Favorit – ist ein moderner Hard Rock Hammer, der live sicherlich viel Spaß macht. Die Bridge bei ‚Fallin‘ Backwards‘ hat etwas vom Intro von ‚Welcome To The Jungle‘ (GUNS’N’ROSES) und das Riff und die Stimmung von ‚Turn Around‘ erinnert mich aus irgendeinem Grund an ‚Panama‘ von VAN HALEN.

FAZIT: Generell haben die SUPERNOVA PLASMAJETS mit diesem Album ein energetisches, melodisches Hard Rock Stück mit eingängigen Riffs und Refrains abgeliefert. Die Mischung aus alt und neu, in Bandnamen könnte man hier eine Mischung aus PARAMORE und MOTLEY CRUE unterstellen, passt gut zusammen und gibt durchgehend solide Songs ab. Meine Highlights des Albums sind ‚Hold You Tight‘ und ‚Faster‘, der richtige Kracher bleibt jedoch aus. 

Wertung:

 

 

Trackliste:

01. Leave Forever 
02. Supernova Team
03. Hold You Tight
04. Turn Off The Lights
05. Will I Ever Know
06. Nothing’s Gonna Stop Me Now
07. Hangin’ On My Lips
08. Faster
09. Fallin’ Backwards
10. Feel Your Fear
11. Turn Around

Lotta Craze