STONE FURY – Best Of (RG Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Break Down The Walls
02. Lies On The Run
03. Too Late
04. Life Is Too Lonely
05. Mama´s Love
06. Babe
07. Let Them Talk
08. Eye Of The Storm
09. I Hate To Sleep Alone
10. Shannon You Lose


Spielzeit:
42:33 min – Genre: AOR, Melodic Rock – Label: MCA Records – VÖ: 1988 – Page:

Eine Best-Of Scheibe aus nur zwei regulären Platten zu basteln ist schon etwas dreist. Die Plattenindustrie in den Achtzigern war halt etwas ganz Besonderes (*lach*). Aber für diesen Beitrag macht es diese Zusammenstellung aus dem Jahr 1988 ein gutes Stück leichter, die gute alte Zeit mit dieser großartigen Kollaboration aus Lenny Wolf (später Gründer von KINGDOM COME) und Bruce Gowdy (u.a. UNRULY CHILD) noch einmal in Gänze Revue passieren zu lassen.

Im Rückspiegel mag Lenny Wolf diese Jahre verfluchen, denn nach eigener Aussage war es nicht gerade leicht, nach zwei derart soften Platten eine wild rockende Kapelle wie KINGDOM COME aufziehen zu können, aus Fan-Sicht aber haben speziell das 1984er Debüt „Burns Like A Star“, aber auch das softere, sehr AOR-lastige „Let Them Talk“ von 1986 heute noch Kultstatus.

Und überhaupt war es alles andere als üblich, dass ein Deutscher – Lenny Wolf stammt aus Hamburg Rock City – in den Vereinigten Staaten einen Plattenvertrag ergattern konnte. Die Connection ging zurück auf einen früheren Bandkollegen, der gute Kontakte in die USA hatte, u.a. zu Marty Wolffe, der mit den DOOBIE BROTHERS arbeitete. Durch ihn lernte Lenny Wolf seinen späteren Komplizen Bruce Gowdy kennen. 1983 bekam die auf STONE FURY getaufte Band einen Vertrag bei MCA Records und konnte für ihr Debüt mit dem hochdotierten Andy Johns im Studio zusammenarbeiten. Die Platte enthielt den Überflieger „Break Down The Walls“ sowie weitere großartige Nummern wie „I Hate To Sleep Alone“ oder die beiden Balladen „Life Is Too Lonely“ bzw. „Shannon You Lose“. Für „Break Down The Walls“ wurde ein Videoclip gedreht (Siehe unten).

Doch der erhoffte Erfolg blieb aus – und so mussten STONE FURY für ihre zweite Scheibe kleinere Brötchen backen und mit dem weitaus unbekannteren Produzenten Richard Landis begnügen, der noch dazu eigentlich aus der Country-Ecke kam und lediglich zwei Releases von DESMOND CHILD & ROUGE auf der Rock-Habenseite hatte. Und es kommt, wie es kommen musste: Produzent und Lenny Wolf können so gar nicht miteinander. Der Streit geht so weit, dass Wolf das Studio verlassen musste. Dass aus diesen katastrophalen Umständen AOR Perlen wie „Too Late“, „Lies On The Run“ oder „Stay“ entstehen konnten, grenzt an ein Wunder.

Dennoch ist Lenny Wolf aufgrund des praktisch nicht vorhandenen Mitspracherechts dermaßen angepisst, dass das Kapitel STONE FURY ad acta gelegt und mit KINGDOM COME kurze Zeit später schon ein neuer Anlauf gewagt wird, der in dem grandiosen selbstbetitelten Debüt mündet, das 1988 das Licht der Welt erblickt. Die Erfolgsgeschichte von KINGDOM COME wird an anderer Stelle behandelt werden, für STONE FURY bleibt nur so viel zu sagen, dass es sich um vom Künstler nicht sonderlich geliebte, von den Fans aber immer noch verehrte Alben handelt. Und auch aus diesem Grund ist die 1988 erschienene „Best-Of“ Compilation ein schöner Anlass, um das frühe Schaffen das Ausnahmekünstlers Lenny Wolf noch einmal neu zu entdecken.

Stefan

CROWNE – Operation Phoenix

Trackliste:

01. Operation Phoenix
02. Champions
03. In The Name Of The Fallen
04. Super Trooper
05. Ready To Run
06. Juliette
07. The Last Of Us
08. Just Believe
09. Roar
10. Victorious
11. Northern Lights

Spielzeit: 45:26 min – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 27.01.2023 – Page: www.facebook.com/officialcrowne

 

Sie haben es also wieder getan! Die schwedische Supergroup CROWNE schickt sich an, Album Nummero zwo in den Ring zu werfen. Der Erstling „Kings Of The North“ ist gerade einmal 1 ½ Jahre alt und hat eine richtig gute Figur gemacht. Aber Arbeitstiere wie Keyboarder und Produzent Jona Tee (H.E.A.T.), Sänger Alexander Strandell (ART NATION), Bassist John Levén (EUROPE), Drummer Christian Lundqvist (THE POODLES) und Love Magnusson (DYNAZTY) sind immer für neue Songs gut. „Operation Phoenix“ ist der Titel des neuen Werks, das nahtlos an das Debüt anknüpft, aber leicht an der Härteschraube dreht.

Geboten wir abermals Hochglanz-Hardrock erster Güte, der weder handwerklich noch in Sachen Songwriting Anlass zum Meckern gibt. Das hier ist genau das, was sich Fans der Band bzw. der Stammcombos der einzelnen Mitwirkenden wünschen. Die ersten vier Songs des Albums sind mittlerweile als Single ausgekoppelt, wobei speziell über den Titel „Super Trooper“ (die aktuellste Auskopplung) diskutiert werden wird. Aber es handelt sich mitnichten um eine Coverversion ihrer Landsleute sondern um ein weiteres Melodiefeuerwerk im Rockgewand. Das hat die Nummer natürlich mit den ersten drei starken Appetithappen gemein. Aber dabei bleibt es natürlich nicht. Songs wie „Ready To Run“ oder „Juliette“ wären auf Alben anderer Künstler das absolute Highlight. Bei CROWNE ist es nur ein Stück von vielen. Die Hitmaschine scheint niemals stillzustehen bei Jona Tee und Co. Einiges erinnert zwar an das unlängst mit Höchstnoten ausgezeichnete „Force Majeure“ seiner Stammband H.E.A.T., aber ganz so einfach ist der Vergleich dann doch nicht, denn CROWNE gehen musikalisch schon ein bisschen härter zu Werke, quasi irgendwo zwischen H.E.A.T. und aktuellen DYNAZTY könnte man sagen.

Wenn das mal kein Ansporn zum Antesten dieses Silberlings ist, weiß ich auch nicht mehr. Dazu kommen noch das atmosphärische „The Last Of Us“ oder das überraschende „Northern Lights“, das auch gut und gerne von ECLIPSE stammen könnte (und das ist durchaus als Kompliment gedacht) – genau wie „Just Believe“.

„Operation Phoenix“ ist erneut eine rundum gelungene Sache, ein starkes Statement von Ausnahmemusikern, dem man als Genrefan definitiv nicht aus dem Weg gehen kann.

Stefan

SAINTS & SINNERS – Same (RG Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Shake
02. Rip It Up
03. Walk That Walk
04. Takin´ My Chances
05. Kiss The Bastards
06. Wheels Of Fire
07. Lesson Of Love
08. We Belong
09. Intro – Frankenstein
10. Frankenstein
11. Slippin´ Into Darkness

Spielzeit: 51:11 min – Genre: Hardrock – Label: Aquarius Records – VÖ: 1992 – Page:

Es war vorbei, bevor es richtig angefangen hat. Dieses Schicksal ereilte unzählige Hardrockbands zu Beginn der Neunziger. Eine davon war SAINTS & SINNERS, die 1991 von SWORD-Sänger Rick Hughes gegründet wurde und die ein Jahr darauf mit ihrem gleichnamigen Debüt herauskam. Dieses wurde von ALDO NOVA produziert, den Draht zu ihm hatte Keyboarder Jesse Bradman, der schon mit dem Gitarrenvirtuosen gespielt hatte und auch sonst mit Bands wie NIGHT RANGER oder UFO die Welt gesehen hatte.

Auf „Saints´n Sinners“ frönte der Fünfer aus Montreal einer Mischung aus SKID ROW , TYKETTO, dem HARDLINE-Debüt und XYZ – es wurden mit „Walk That Walk“, „We Belong“ und „Takin´ My Chances“ drei Singles ausgekoppelt, von denen keine etwas reißen konnte. Kein Wunder, denn die Zeit für derartige Musik war einfach abgelaufen. Auf MTV – dem immer noch einflussreichsten Kanal, um von der breiten Masse wahrgenommen zu werden – fand diese Musikrichtung nur noch sporadisch statt.  Zudem machte man den Fehler, einen der besten Songs sträflicherweise an das Ende des Albums zu stellen und ihn auch nicht auszukoppeln. „Slippin´ Into Darkness“ hatte alles, was ein Hit haben musste: unwiderstehliche Melodien, tolle Arrangements, große Chöre und natürlich – wie das ganze Album – einen erstklassigen, kraftvollen Sound. Und doch ist die Essenz der Kanadier so viel mehr als nur dieser eine Song.

Nach diesem einen Album löste sich die Band 1993 aufgrund der grassierenden Grungewelle frustriert auf. Sowohl Rick Hughes als auch Stephane Dufour veröffentlichten im Laufe der 2000er einige Soloalben während Martn Bolduc und Jeff Salem komplett aus der Szene verschwanden. Jesse Bradmann versuchte mit Bands wie JESSE´s POWERTRIP oder INNOCENT sein Glück – dieses war aber ebenso von kurzer Dauer wie das von SAINTS & SINNERS. Deren Vermächtnis ist und bleibt das superbe, selbstbetitelte 1992er Album, das bis dato auf einen Re-Release wartet. Schade eigentlich…

Stefan

CRIME – Master Of Illusion

Trackliste:

01. Master Of Illusion
02. Tears Are Falling Down
03. From My Mind
04. Shoot Shoot
05. No Life
06. Movin´ On
07. All Good Things
08. Kingdom Of Desire
09. Nowhere To Run
10. Sisters Of Mercy
11. Showed Me Love
12. The Chains

Spielzeit: 62:22 min – Genre: Hardrock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 11.11.2022 – Page: www.crime-band.de 

 

Es ist kaum zu glauben, aber die Corona-Pandemie ist letztendlich doch für etwas gut. Denn ohne den Stillstand in den Lockdowns hätte es diese Platte wohl nicht gegeben. Die Rede ist von den wiederauferstandenen CRIME aus dem schwäbischen Geislingen, die speziell mit ihrem 1993er Album „Hard Times“ einen herausragenden Klassiker geschaffen haben, der aufgrund seines zu späten Releases gnadenlos im Untergrund verschwunden ist. Die 1995 nachgereichte Scheibe „No Cure“ konnte daran nichts mehr ändern.

Jetzt sind CRIME also wieder da. In alter Besetzung außer dem leider verstorbenen Sänger Stavros Moutzoglou. Für ihn steht kein Geringerer am Mikrofon als Francis Soto (SUBWAY, WICKED SENSATION etc.). Seine kraftvolle Stimme steht dem neuen Sound der Schwaben gut zu Gesicht. Warum neuer Sound? So ganz aus der Luft gegriffen ist er natürlich nicht, nur eben kraftvoller und runder produziert. Dennoch haben die alten Platten auch aufgrund ihres ziemlich unverwechselbaren Sounds schon eine Abgrenzung zum Einheitsbrei der frühen Neunziger und daher einen gewissen Charme.

Groove-orientierten Heavy Rock hat sich der Fünfer auf die Fahnen geschrieben. Diese Umschreibung möchte ich gerne noch um einige Prog-Elemente erweitern. Und dennoch sind die Keyboards für „Master Of Illusion“ ziemlich in den Hintergrund gerutscht – der Groove steht an erster Stelle. Das beweist schon der Einsteiger „Master Of Illusion“, bei dem ordentlich die Post abgeht. Etwas gemächlicher, aber dennoch melodiös präsentiert sich „Tears Are Falling Down“. Der Hit der Scheibe dürfte aber „From My Mind“ sein. Hier vereinen CRIME all ihre Stärken und es werden sogar Erinnerungen an ihr Debüt wach.

Mit „Shoot Shoot“ haben die Schwaben ein Groove-Monster am Start, während „No Life“ erstmals das Tempo und vor allem die Power rausnimmt – schöne Ballade. Die Songs in der zweiten Hälfte können nicht ganz an die wirklich sehr starke „Seite A“ anknüpfen. In erster Linie aufgrund der fehlenden Abwechslung. Dennoch sollte die zweite Ballade „Showed Me Love“ als weiterer Anspieltipp Erwähnung finden.

„Wer die ersten beiden CRIME CD´s noch von damals kennt, wird die neuen Songs lieben“ – so steht es im Beipackzettel geschrieben. Das kann ich mit Abstrichen gerne unterschreiben. Das neue Material ist weniger atmosphärisch, ist aber im Gegenzug sehr viel tighter und rockiger als die alten Songs. Vielleicht sollten wir einfach diese ewigen Vergleiche vergessen und sagen: „Mir gefällt dieses Album“. Und deswegen gibt es auch gute 7,5 Punkte. Hardrockfans, die mit den Werken von damals nicht vertraut sind, sollten der Band ebenfalls eine Chance geben.

Stefan

WILDNESS – Resurrection

Trackliste:

01. Nightmare
02. Release The Beast
03. Tragedy
04. Love Resurrection
05. Best Of Me
06. The Final Fantasy
07. Lonely Girl
08. The One And Only
09. Fading Sun
10. Dawn Of Forever
11. Eternity Will Never Fall

Spielzeit: 47:40 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Records – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.facebook.com/wildnessofficial

 

Das H.E.A.T. Festival 2018 war mein Erstkontakt zu dieser vielversprechenden Melodic Rock Band aus Schweden. Als reines Studioprojekt von Schlagzeuger Erik Modin im Jahr 2014 gestartet, kristallisierte sich über die Jahre heraus, dass WILDNESS auch auf die Straße respektive die Bühnen gehören. Nach dem selbtbetitelten Debütalbum, das Ende 2017 über AOR Heaven veröffentlicht wurde, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Gabriel Lindmark (vocals), Adam Holmström, Pontus Sköld (beide guitars), Marcus Sjösund (bass) und Initiator Erik Modin (drums) auf dem H.E.A.T. Festival auftreten würden. Und ja, sie haben trotz des sehr frühen Slots am Sonntag nachmittag abgeliefert. Gleiches gilt auch für ihr zweites Langeisen „Ultimate Demise“, das 2020 mitten in der Pandemie erschien. Mit noch packenderen Songs und kernigem Sound konnten WILDNESS eine Schippe drauflegen. Und das obwohl man einen Sängerwechsel zu verzeichnen hatte. Neuer Mann am Mikrofon ist seitdem Erik Forsberg.

Nach dem Aus von AOR Heaven sind die Schweden im Stall von Frontiers Records gelandet. Dieser Schritt bescherte dem Quartett unter anderem eine fürwahr prominente Verstärkung für die Backing Vocals, die u.a. von Danny Rexon (CRAZY LIXX), Hank Erix (HOUSTON) oder Ludvig Turner (REACH) beigesteuert wurden. Aber das sollte nur eine Randnotiz sein.

11 neue Tracks schicken WILDNESS auf ihrem „Ressurection“ betitelten neuen Album ins Rennen. Den Anfang macht dabei „Nightmare“, ein klassischer Melodic Rock Song, der zugegebenermaßen auch auf vielen anderen Releases ihres neuen Labels stehen könnte. Dennoch ein guter Einstieg. Mit „Release The Beast“ packen die Schweden nicht nur in Sachen Härte einen oben drauf sondern machen ihrem Bandnamen alle Ehre. WILDNESS kommen so richtig aus sich raus – toll. „Tragedy“ ist dann wieder eine Nummer, die alle Trademarks des Fünfers trägt und mit Ohrwurmmelodien punktet. Danach gibt es leider recht viel Durchschnittsmaterial – einzig „Love Resurrection“ kann mit seinem klassischen Riffing herausstechen, „Best Of Me“ ist einer der besseren Songs und auch der Schlussakkord „Eternity Will Never Fall“ bringt etwas frischen Wind.

WILDNESS werden auch mit ihrem dritten Album ihre Fans zu begeistern wissen. Der große Schritt nach vorne ist es indes nicht. Manchmal wäre etwas mehr Pfeffer wünschenswert, etwas weniger Abgeklärtheit, dennoch haben die Schweden mit „Resurrection“ wieder einmal ein gutes Melodic Rock Album abgeliefert, das sich Genrefans auf alle Fälle auf ihre Einkaufsliste schreiben sollten.

Stefan

SKID ROW – The Gang´s All Here

Trackliste:

01. Hell Or High Water
02. The Gang´s All Here
03. Not Dead Yet
04. Time Bomb
05. Resurrected
06. Nowhere Fast
07. The Lights Come On
08. Tear It Down
09. October´s Song
10. World´s On Fire


Spielzeit:
41:06 min – Genre: Hardrock – Label: ear Music/Edel – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.skidrow.com

 

Ihre beiden ersten Alben sind so legendär wie die Zeit, in der sie entstanden sind. Dass sich Anfang der Neunziger Jahre die (musikalische) Windrichtung stark geändert hat, ist kein Geheimnis. Schluss mit Dekadenz, mit ausufernden Bühnenshows und Rockstar-Gehabe. Dass sich die alten Helden damit schwer tun würden, war klar. Jeder frühere Megaseller ging auf seine eigene Art damit um: einige lösten sich auf, andere versuchten auf den Trend-Zug aufzuspringen und wieder andere wollten ihre Musik einfach weitermachen. Im Falle von SKID ROW klappte das alles nur bedingt. Nach dem grandiosen Erfolg von „Skid Row“ (1989) und „Slave To The Grind“ (1991) ließ die Band 1992 die Cover-EP „B-Sides Ourselves“ folgen, um ein wenig Zeit zu gewinnen und sich im Gespräch zu halten. Allerdings dauerte es bis 1995, bis mit „Subhuman Race“ ein neues Album in den Startlöchern stand, das sich dem damals herrschenden Musikgeschmack ziemlich unterwarf und somit bei den alten Fans auf wenig Gegenliebe stieß. Dennoch stieg die Platte auf einen respektablen 35. Platz in den amerikanischen Billboard Charts ein. Im Jahr 1996 verließ Sänger Sebastian Bach die Band und damit begann für SKID ROW eine wahre Odyssee: Zahlreiche Sänger sowie Drummer (Rob Affuso ging in der Folge ebenfalls von Bord) kamen und gingen. Ihr zwischenzeitlicher Frontmann Johnny Solinger war insgesamt sogar länger in der Band als Bach selbst – und doch kamen die ehemaligen Goldjungen nicht mehr vom Fleck. Das wirkte sich auch auf die Musik der Amerikaner aus. Mit ihren Folgealben „Thickskin“ (2003) und „Revolutions Per Minute“ (2006) bekamen sie keinen Fuß auf den Boden. Erst die EP´s „United World Rebellion“ (2013) und „Rise Of The Damnation Army“ (2014) gewannen wieder etwas an Klasse.

Und jetzt kommen SKID ROW mit „The Gang´s All Here“ mit einem Album um die Ecke, das sich viele gewünscht, aber die meisten nicht mehr erwartet hätten. Vielleicht ist ihr neuer Sänger Erik Grönwall ein bisschen dafür verantwortlich. Er ist bekennender Fan der Band (schon in seinen Swedish Idol-Auditions hat er SKID ROW Songs zum Besten gegeben) und ein wahrer Jungbrunnen für die Band. Und natürlich: der Kerl kann singen!!! Der erste richtig gute „Ersatz“ für Sebastian Bach? Mag sein…

Und doch stand das komplette Songmaterial bereits vor der Verpflichtung Grönwall´s. Der hochdotierte Produzent Nick Raskulinecz hielt den alten Recken den Spiegel vor und kitzelte die alten SKID ROW aus den Jungs, was nicht nur Rachel Bolan ziemlich strange fand. Aber es hat sich gelohnt, denn „The Gang´s All Here“ ist DAS Album der Amerikaner, das sich wohl alle Fans nach „Slave To The Grind“ gewünscht hätten. Nummern wie die aktuelle Single „Time Bomb“, der Opener „Hell Or High Water“, das hitverdächtige „Tear It Down“ oder der erstklassige Titeltrack sind nur ein paar Anspieltipps.

Mit ihrem sechsten Album katapultieren sich SKID ROW wieder in die erste Reihe der klassischen Hardrockzunft und werden sicher in einigen Bestenlisten für 2022 auftauchen. Auf einen solchen Befreiungsschlag hätte wohl niemand mehr gewettet – wer also die ersten beiden Alben zu den Faves seiner Jugend zählt, wird „The Gang´s All Here“ definitiv lieben! Schön ist auch, dass SKID ROW sich nicht beliebig wiederholen, sondern auf diesen 10 Tracks alles vereinen, was zu ihren Stärken zählt, und doch kann sich das Material mit all seiner Energie, den coolen Melodien und äußerst starken Riffs auch im Jahr 2022 verorten lassen. Gitarrist Snake Sabo nennt die Platte selbst eine Wiedergeburt – dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!

Stefan

CAPTAIN BLACK BEARD – Neon Sunrise

Trackliste:

01. Flamenco
02. We´re The Forgiven
03. Physical
04. Moment Of Truth
05. Wasted Heart
06. Night Reaction
07. Chains Of Love
08. Burning Daylight
09. Break (Into Forever)
10. Invincible
11. State Of Denial
12. Neon Sunrise (Instrumental)

Spielzeit: 45:50 min – Genre: AOR, Melodic Rock – Label: Mighty Music – : 07.10.2022 – Page: www.captainblackbeard.net

 

Die Achtziger boomen – nicht zuletzt in der melodischen Rockmusik. Zahlreiche Emporkömmlinge neuester Generation haben sich dieses quietschbunte Jahrzehnt optisch wie auch musikalisch auf die Fahnen geschrieben. Da bleibt es fast unmöglich, die Übersicht zu behalten. Logisch auch, dass es dabei viel Licht und Schatten gibt. Nicht alle neueren Kapellen können Ihre Version des Achtziger-MelodicRock mit ähnlicher Eleganz und Klasse zelebrieren wie z.B. die Schweden THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA. Und genau dieser Band eifern die ebenfalls aus Schweden stammenden CAPTAIN BLACK BEARD seit einiger Zeit nach. Gestartet als Rockband, die auf ihren beiden ersten Alben einen eher knochentrockenen Sound spielte und ab „It´s A Mouthful“ (2016) Schritt für Schritt in Richtung neon-geschwängerter, keyboardlastiger Kompositionen überging, wollen es Christian Ek (guitars), Martin Holsner (vocals), Daniel Krakowski (guitars), Robert Majd (bass) und Yngve Stromberg (drums) – so die akutelle Besetzung – jetzt mit „Neon Sunrise“ wissen. Schon auf dem letzten Rundling „Sonic Forces“ von 2020 befand sich mit „Headlights“ ein absoluter Signature-Song, das will das Quartett nun ausbauen.

Dafür haben die Schweden bereits vor Album-VÖ bereits drei Singles ins Rennen geschickt – jeweils flanktiert von einem Videoclip. Der Opener „Flamenco“ macht praktischerweise den Anfang – und was für einen. Tolle Nummer! Das anschließende „We´re The Forgiven“ schlägt den Bogen zur zweiten Single „Physical“ – ein weiterer Song mit einprägsamen Melodien und gutem Groove. Und auch „Wasted Heart“, die jüngste Auskopplung kann gefallen. Bei „Night Reaction“ geht etwas besser die Post ab und „Burning Daylight“ könnte auch auf einem aktuellen Album von BROTHER FIRETRIBE stehen. Danach geht den Jungs zugegebenermaßen etwas die Luft aus – zumindest gibt es keine herausragenden Songs mehr.

Dennoch ist „Neon Sunrise“ das bisher kompletteste Album von CAPTAIN BLACK BEARD und bringt die Band damit immer weiter voran. Fans von THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA, BROTHER FIRETRIBE oder OSUKARU sollten hier ein Ohr riskieren, aber auch Freunde des klassichen AOR der Marke JOURNEY oder FOREIGNER sind absolut richtig beim neuen Werk von CAPTAIN BLACK BEARD!

Stefan
 

 

 

 

 

 

MONSTER TRUCK – Warriors

Trackliste:

01. Warriors
02. Fuzz Mountain
03. Golden Woman
04. Live Free
05. Country Livin´
06. Get My Things & Go
07. Love & Time
08. I Got A Feelin´
09. Wild Man
10. Still Got Fire.

 

Spielzeit: 32:55 min – Genre: Souhern Rock, Hardrock – Label: BMG/Warner Music – VÖ: 30.09.2022 – Page: www.ilovemonstertruck.com

 

Schon seit ihrer Gründung im Jahre 2009 setzen die kanadischen Rocker MONSTER TRUCK auf eine Mischung aus 70er Jahre Rock, Southern Rock und einer zeitgemäßen Produktion. Nach einigen EP´s erschien 2013 ihr Erstling „Furiosity“, der mit „Sweet Mountain River“ einen kleinen Hit abwarf. 2016 festigten Jon Harvey (vocals, bass), Jeremy Widerman (guitars), Brandon Bliss (keyboards) und Steve Kiely (drums) mit dem Zweitwerk „Sittin´ Heavy“ und speziell dem Song „Don´t Tell Me How To Live“, den die Band unlängst mit KID ROCK neu aufgenommen hat, ihren Status. Für das bis dato letzte Album „True Rockers“ konnte Dee Snider (TWISTED SISTER) für den Titeltrack gewonnen werden und mit „Young City Hearts“ haben die Kanadier ihren wohl kommerziellsten Song aufgenommen.

„Warriors“ nennt sich nun das neue, mittlerweile vierte Langeisen. Seit kurzem fungieren MONSTER TRUCK – die sich nach dem Spitznamen von Steve Kiely´s Van benannten – ohne ihren Drummer offiziell als Trio. Eines steht aber schon zu Beginn fest: „Warriors“ ist das am besten klingende Album von MONSTER TRUCK, das mit dem Titeltrack gleich eine ordentliche Duftmarke setzt. Wild, roh und voller Energie setzen die Kanadier ihre musikalische Reise unbeirrt fort, haben in „Fuzz Mountain“ einen unerwartet luftigen Song geschrieben, nur um mit „Golden Woman“ alles niederzureißen, was sich ihnen in den Weg stellt. „Live Free“ könnte allein textlich schon von ihrer Zusammenarbeit mit KID ROCK beeinflusst worden sein, während sich „Country Livin´“ als eine Art harte New Country Nummer beschreiben ließe. Das Fundament von MONSTER TRUCK steht sehr solide, aber für „Warriors“ erweitern die Jungs ihr Repertoire doch um einige neue Elemente. Auch „Get My Things & Go“, „I Got A Feelin´“ oder „Still Got Fire“ solltet Ihr Euch einverleiben.

Mit „Warriors“ schlagen MONSTER TRUCK ein weiteres Kaptitel ihrer Karriere auf. Und nicht nur das, sie legen scheinbar mühelos jedes Mal eine Schippe drauf. Nicht umsonst sind die Kanadier bei BMG gelandet. Am besten lässt sich diese Rezension mit einem Zitat von Sänger und Bassist Jon Harvey beschließen: „Es geht darum, ein Krieger im Leben zu sein und für das zu kämpfen, was Du verdienst.“

Stefan

GINEVRA – We Belong To The Stars

Trackliste:

01. Siren´s Calling
02. Unbreakable
03. Apologize
04. Masquerade (feat. Chez Kane)
05. Break The Silence
06. Brokenhearted
07. We Belong To The Stars
08. I´ll Be Around
09. Falling To Pieces
10. The Fight
11. My Rock´n Roll

Spielzeit: 47:56 min – Genre: Hardrock, Melodic Metal – Label: Frontiers Records – VÖ: 16.09.2022 – Page: www.facebook.com/GinevraRock/

 

So schnell ist eine neue Band geboren. Zumindest so lange sich ein schier unerschöpflicher Strom an außergewöhnlich guten (Nachwuchs-) Musikern aus Skandinavien im Allgemeinen und Schweden im Besonderen auf den Weg macht, die Welt zu erobern. In diesem speziellen Fall handelt es sich um den Sänger Kristian Fhyr, der 2019 die Band SEVENTH CRYSTAL aus der Taufe hob und mit ihnen im vergangenen Jahr deren Debüt „Delirium“ bei Frontiers Records veröffentlichte. Nachdem Fhyr einige Songs über hatte, trat Labelboss Serafino Perugino auf den Plan und stellte dem jungen Sänger einige namhafte Mitmusiker zur Seite, um in das Projekt GINEVRA starten zu können. Genrefans werden bei diesen Namen sicher anerkennend nicken, denn neben Gitarrist Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR) schwingt Ex-ECLIPSE Schlagwerker Magnus Ulfstedt die Drumstöcke und H.E.A.T.-Viersaiter Jimmy Jay hat sich den Bass umgehängt.

Und nachdem die Frontiers-Familie eine große ist, wirkt neben Sängerin CHEZ KANE – deren zweite Platte „Powerzone“ im Oktober ebenfalls in den Startlöchern steht – auch Alessandro Del Vecchio als Keyboarder mit. Ebenso zeichnet sich dieser einmal mehr für die Produktion, den Mix und das Mastering verantwortlich. Also alles beim Alten im Hause Frontiers. Doch lassen wir die Musik sprechen:

Nach der Debüt-Single „Unbreakable“ samt dazugehörigen Videoclip war das Interesse der Fanbase geweckt. Cooles Video, erstklassige Musiker und ein gelungener Mix aus Hardrock und dezenten Melodic Metal-Einflüssen. Die Labelkollegen von CROWNE, ECLIPSE oder Magnus Karlsson´s FREE FALL lassen schön grüßen. Die kraftvolle Stimme von Kristian Fhyr ist natürlich perfekt für diese Art von Rockmusik. Auch der starke Opener „Siren´s Calling“ gefällt – neben „Apologize“ und „We Belong To The Stars“ das Highlight der Platte. Auch das abschließende „My Rock´n Roll“ sollte erwähnt werden – immerhin war diese Nummer die Geburtsstunde für die Idee, eine neue Band ins Leben zu rufen.

Und dennoch kommt „We Belong To The Stars“ nicht über sieben Punkte hinaus. Warum? Das ist ganz einfach erklärt: schon alleine im eigenen Labelrooster gibt es zahlreiche Kapellen, die nahezu die allergleichen Songs raushauen könnten – und da begutachten wir noch nicht einmal den Rest der Szene. Die Songs sind gut, teilweise überdurchschnittlich sogar – ohne Frage, und viele Genrefans werden hier auch zugreifen. Allzu schlecht möchte ich die Leistung von GINEVRA hier auch gar nicht reden, die Platte ist top produziert, die Songs sind perfekt in Szene gesetzt von absoluten Könnern, dennoch fühlt es sich doch nach Auftragsarbeit an. Wenn GINEVRA das ablegen können und auf der Bühne zusammenwachsen, haben wir hier vielleicht eine echte Konkurrenz für die Leitwölfe der skandinavischen Hardrockszene.

Stefan

OZZY OSBOURNE – Patient Number 9

Trackliste:

01. Patient Number 9 (feat. Jeff Beck)
02. Immortal (feat. Mike McCready)
03. Parasite (feat. Zakk Wylde)
04. No Escape From Now (feat. Tony Iommi)
05. One Of Those Days (feat. Eric Clapton)
06. A Thousand Shades (feat. Jeff Beck)
07. Mr. Darkness (feat. Zakk Wylde)
08. Nothing Feels Right (feat. Zakk Wylde)
09. Evil Shuffle (feat. Zakk Wylde)
10. Degradation Rules (feat. Tony Iommi)
11. Dead And Gone
12. God Only Knowes
13. Darkside Blues

Spielzeit: 61:17 min – Genre: Heavy Metal – Label: Epic/Sony Music – VÖ: 09.09.2022 – Page: www.ozzy.com/

 

Er galt als der am wenigsten begabte Musiker in den Reihen der (Ok)Kult-Hardrocker BLACK SABBATH. Und doch hat es John Michael Osbourne weit gebracht. Nicht nur als Skandalnudel par excellence sondern in erster Linie als Entdecker erstklassiger Gitarristen – ja Gitarrenhelden – sowie Schöpfer zahlreicher unsterblicher Alben. Es ist ein Wunder, dass der mittlerweile 73-jährige Sänger immer noch unter uns weilt. Aber das ist alles Geschichte und schon x-mal erzählt. In den letzten Jahren hat es der Gesundheitsgott zudem nicht sonderlich gut mit ihm gemeint: neben einer langwierigen Wirbelsäulengeschichte mit diversen schweren Operationen, die ihn seit einem Sturz im Jahr 2018 plagt, wurde ein Jahr später eine seltene Form von Parkinson diagnostiziert. Das alles ist nur ein Auszug aus der langen Krankenakte des Prince Of Darkness. Aber deswegen sitzen wir heute hier nicht zusammen. Unser Gesprächsthema ist heute die neue, mittlerweile 13. Studioplatte „Patient Number 9“.

Konnte der Madman für sein 2020 erschienenes letztes Werk „Ordinary Man“ auf eine Vielzahl an namhaften Gästen wie ELTON JOHN, Travis Scott oder den Rapper Post Malone zählen, fährt Ozzy für „Patient Number 9“ eine wahre Armada an Gitarren-Ikonen auf. Neben der teilweisen Rückkehr von Ziehsohn Zakk Wylde (BLACK LABEL SOCIETY) gibt es Beiträge von JEFF BECK, Michael McCready (PEARL JAM) oder ERIC CLAPTON zu hören. Und auch eine Zusammenführung mit BLACK SABBATH-Weggefährte Tony Iommi dürfen die Fans bestaunen. All diese Schmankerl sind weit mehr als eine Zugabe in Form von ein paar eingestreuten Soli, die oben genannten Herrschaften prägen die jeweiligen Songs mit und haben somit einen großen Anteil am großen Ganzen, das als mehr als gelungen bezeichnet werden darf – so viel sei vorweg genommen.

Schon die vorangestellte Singleauskopplung des Titeltracks vor einiger Zeit ließ aufhorchen. Die Gitarrenarbeit von JEFF BECK ist nicht weniger als göttlich und der gesamte Song ist wie so oft ein großes Kaliber. Für den Verfasser dieser Zeilen zählen in erster Linie die Frühwerke des Madman zu den Highlights – OZZY OSBOURNE schaffte es aber auf jedem verdammten Album – egal welcher Epoche – wenigstens einen Hit zu landen. Und das verdient große Anerkennung. „Patient Number 9“ ist ein eben solcher – checkt unbedingt das Video weiter unten, falls Ihr den Song noch nicht kennt.

Dieses Mal geht der Prince Of Darkness aber (mindestens) einen Schritt weiter: Sowohl die Kollaborationen mit ERIC CLAPTON („One Of Those Days“) als auch „Immortal“ mit McCready an der Klampfe sind nur zwei Beispiele für die Wandelbarkeit und großartigen Klasse dieser Platte. Auch das von Zakk Wylde veredelte „Parasite“ oder „No Escape From Now“, das unverkennbar von Tony Iommi geprägt wird, sollten gesonderte Erwähnung finden. Ebenso wie das furiose „Evil Shuffle“ oder die Halbballade „Nothing Feels Right“. Da verkommt die Tatsache, dass Ozzy offensichtlich bei keinem der dreizehn neuen Songs ins Songwriting involviert war, fast schon zur Nebensache. Diesen Job teilten sich Bassist Robert Trujillo (METALLICA), Schlagzeuger Chad Smith (RED HOT CHILI PEPPERS) mit der Songwriterin Alexandra „Ali“ Tamposi – die den Löwenanteil besteuerten – sowie Duff McKagan (GUNS´N ROSES) und Tony Iommi.

Eines ist ganz schnell gesagt: „Patient Number 9“ ist nicht nur ein äußerst starkes Statement des Madman sowie aller Beteiligten geworden – es ist jetzt schon mein Lieblingsalbum nach „No More Tears“ von 1991. Und das aus mehreren Gründen: 1. die Songs klingen modern, sind aber nicht zu sehr darauf getrimmt. 2. Die Platte strotzt nur so vor grandiosen Songs als auch musikalischen Einzelleistungen und 3. Das Ding wird einfach nicht langweilig, auch mit dreizehn Songs und einer guten Stunde Laufzeit nicht. Deswegen gibt’s auch 9 hart riffende, wild solierende und fledermaus-köpfende Points von mir – und wer die Platte nicht nur hören will, sondern auch sehen, dem sei die komplette Serie der „Official Visualizers“ ans Herz gelegt, bei der für jeden Song ein extra Video bei Youtube parat steht. Coole Sache!

Stefan