REBELS OPERA – Call Of The Night

Trackliste:

01. Love Like A Live Wire
02. Smile Now Cry Later
03. Didn´t Wanna Write This Song
04. Gotta Let Me Know
05. The Drifter
06. Call Of The Night
07. Surfing With The Angels
08. She´s So Rock´n Roll (feat. Brian Forsythe)
09. Down With The City
10. Dream, Dreamer

 

Spielzeit: 33:02 min. – Genre: Hardrock – Label: RFL Entertainment – VÖ: 19.08.2026 – Page: www.rebelsopera.com

 

Um die eigene Karriere als junge Band anzukurbeln ist etwas Schützenhilfe von etablierten Musikern immer von Vorteil. So funktioniert das Business im Optimalfall auch. Für REBELS OPERA aus Nashville ist dieser Rückenwind ein gewisser TUK SMITH, der mit seiner Band THE RESTLESS HEARTS und vormals mit THE BITERS zu Werke ging. Geht TUK SMITH in seinen Bands ziemlich in die Siebziger-Richtung, fahren REBELS OPERA das volle Achtziger-Brett. Irgendwo zwischen KIX, DEF LEPPARD und CINDERELLA fühlen sich Bandgründer Paul Klein (bass), die Brüder Tate (vocals) und Clint Richardson (guitars) sowie Grady Steel (drums) am wohlsten.

TUK SMITH war es auch, der den Jungs die erste Single spendiert hat. Denn „Smile Now Cry Later“ stammt aus seiner Feder und stellte für REBELS OPERA den Startschuss dar. Das ist knapp ein Jahr her. Für das jetzt vorliegende Debütalbum „Call Of The Night“ hat das Quartett zusammen mit Mentor und gleichzeitig Produzent neun weitere Nummern verfasst. Den Anfang macht das treibende „Love Like A Live Wire“, danach das bereits erwähnte Riffmonster „Smile Now Cry Later“. KIX at it´s best könnte man so sagen. „Didn´t Wanna Write This Song“ ist eine Art Power-Ballade während „Gotta Let Me Know“ voll vor den Latz knallt. Eine Midtempo-Nummer mit dreckigem Riffing – der wuchtige Sound von Anthony Focx (Ex-BEAUTIFUL CREATURES) tut sein übriges. „The Drifter“ ist mit seinen viereinhalb Minuten der weitaus längste Song auf dem Album, die Amis bevorzugen es kurz und knackig.

Der Titeltrack wurde ebenfalls als Single vorab veröffentlicht, ein weiterer griffiger Riff-Rock-Song. Das lockere „Surfing With The Angels“ ebnet den Weg für „She´s So Rock´n Roll“. Eine Nummer, die so klingt wie sie heißt – und mit einer Gast-Performance von Gitarrist Brian Forsythe (KIX) glänzen kann. Forsythe hat dem Stück ein grandioses Solo gegeben. „Down With The City“ gibt noch ein letztes Mal Gummi bevor „Dream, Dreamer“ dieses Album in bester RATT-Manier beschließt.

Mit REBELS OPERA steht eine weitere junge Hardrock Band in den Startlöchern, die es definitiv wissen will. Ihr erstes Album „Call Of The Night“ hat alles was guter Achtziger-Arena-Rock haben muss. Gute Songs, guter Sound, gute Attitüde und ist einer der Geheimtipps, die man antesten sollte wenn man auf klassischen Achtziger Hardrock steht.

Stefan

 

SPEED STROKE – Damage Control

Trackliste:

01. Glorious Breakdown
02. Heart Of The City
03. Damage Control
04. State Of Shock
05. Italian Coglione
06. In Flames
07. Blessed By Misery
08. All For The Weak End
09. Walls
10. Chain Reaction

 

Spielzeit: 39:37 min. – Genre: Hardrock – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.speed-stroke.com

 

Die italienischen Chaoten von SPEED STROKE sind wieder da! Mit ihrem mittlerweile vierten Longplayer „Damage Control“, der satte sechs Jahre auf sich warten ließ. Die Abstände zwischen den Alben werden also immer länger, die Platten aber auch immer ambitionierter und mit dem neuen Dreher haben die Jungs um Sänger Giacomo Corzani ihr wohl bestes Werk am Start. Irgendwo zwischen Street Metal und Sleaze´n Glam gibt es zehn neue Songs auf die Lauscher. Inzwischen konnte man bei Scarlet Records unterkommen, was auch bedeutet dass jedes Album bei einem anderen Label erschien.

Wenn man im Beipackzettel davon spricht, dass diese Platte für Fans von H.E.A.T., BACKYARD BABIES, HARDCORE SUPERSTAR, CRASHDIET, W.A.S.P., D.A.D. oder SKID ROW sein soll, hat man damit den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Manchmal sind die Vergleiche der Promotionagenturen ja etwas weit hergeholt, hier ist wirklich das Gegenteil der Fall – die Marschrichtung ist also glasklar, auch für Menschen die die Band vielleicht bisher nicht kannten.

Mit „Glorious Breakdown“ starten die Italiener äußerst schwungvoll und haben mit dem Opener gleich das erste hochenergetische Highlight parat. Etwas gediegener geht es bei „Heart Of The City“ zu. „Damage Control“ schlägt in die Kerbe des Eröffnungstracks und hat tatsächlich einige CRASHDIET-Gedächtnis-Chöre an Bord. Nach einem weiteren Volle-Pulle-Song („State Of Shock“) packen die Jungs ihren bekannten Humor aus: „Italian Coglione“ ist nicht nur ein Stück das musikalisch Laune macht sondern sorgt mit seinem Augenzwinkern im Text (Coglione heißt übersetzt Idiot) für Spaß. Bei „In Flames“ zeigen SPEED STROKE ihre melodische Seite und bei „Blessed By Misery“ nehmen sie sogar noch mehr Tempo raus. Eines der variabelsten Stücke der Band. „All For The Weak End“ glänzt mit großen Chören, passend zum Songtitel.

„Damage Control“ strotzt nur so vor Spielfreude, vor Energie und guten Songs. Das hat man alles schon mal gehört, den Spaß an diesem Album schmälert dieser Umstand aber absolut nicht. Wie eingangs erwähnt stehen SPEED STROKE hier mit ihrem bisher besten Album im Gepäck (auch was den Sound angeht), das sich Fans der oben erwähnten Kapellen gut und gerne reinziehen sollten.

Stefan

ZAN/CODY – Beautiful´n Damned

Trackliste:

01. Sever
02. I Am The Shit
03. Ride Or Die
04. Suffer City
05. She Walks With Violence
06. Damn
07. Let´s Be Heroes
08. Beautiful´n Damned
09. Bad Bad Man
10. Tear It All Down

 

Spielzeit: 41:01 min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/profile.php?id=61582321920201

 

Als am 12. September 1989 das erste Album der schwedischen Hardrocker SHOTGUN MESSIAH auf den Markt kam, hatte die Band um Gitarrist Harry Cody und Bassist Tim Sköld bereits zwei Namenswechsel hinter sich. Anfang der Achtziger als SHYLOCK gegründet segelte man ab 1984 unter dem Banner KINGPIN. Ihr Album „Welcome To Bop City“ wurde bereits von Ex-EASY ACTION Sänger Zinny J. Zan eingesungen, der während der Aufnahmen zur Band stieß und Jukka Knox ersetzte. Als die Band einen Plattendeal mit Relativity Records an Land ziehen konnte, änderte man ein weiteres Mal den Namen in SHOTGUN MESSIAH und das Album wurde komplett neu remixed. Mit mehr Schmackes, mehr Attitüde und weniger buntem Achtziger-Flair hatten die gleichen Songs auf einmal noch mehr Potential. Songs wie „Shout It Out“, „Don´t Care About Nothing“ oder „Squeezin´ Teazin´“ sind bis heute unvergessen.

Kurz darauf drehte sich das Besetzungskarussell erneut, Zan ging von Bord, fortan übernahm Bassist Sköld den Gesang. Das nicht weniger intensive Zweitwerk „Second Coming“ wurde 1991 veröffentlicht. Ein drittes Album mit Namen „Violent New Breed“ war der verzweifelte Versuch, sich den neuen Trends anzubiedern. Es wurde 1993 released, die Band löste sich bezeichnenderweise noch im gleichen Jahr auf.

Warum erzähle ich Euch das alles? Ganz einfach, weil sich die beiden alten SHOTGUN MESSIAH Recken Zinny J. Zan und Harry Cody für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden haben. Chris Laney an den Reglern wusste genau wie eine solche Platte klingen muss. Die Gitarrenarbeit von Harry Cody ist noch genau so messerscharf, dreckig und einzigartig, Zinny J. Zan´s Gesang ähnlich gehalten wie zu den glorreichen Zeiten.

Und mit „Damn“ hat man gleich einen Song als erste Single auserkoren, der richtig fett um die Ecke ballert. Das Interesse war sofort geweckt. Aber was kann das restliche Album? Mit „Sever“ eröffnen die Schweden die Platte wie schon damals mit einem Paukenschlag. Der Opener klingt modern, hart und hat einige Trademarks von damals perfekt eingeflochten. Noch besser kommt das alles bei „I Am The Shit“ zur Geltung. „Ride Or Die“ ist da schon mehr klassicher Hardrock, wie ihn seinerzeit auch SHOTGUN MESSIAH zu zocken wussten. Das schleppende „Suffer City“ spannt die Melodiebögen weit bevor mit „She Walks With Violence“ ein Song ansteht, der auf den ersten Moment nicht so reinläuft. Nach besagtem Highlight „Damn“ fällt das Material etwas ab. „Tear It All Down“ schafft aber doch ein versöhnliches Ende.

Mit „Beautiful´n Damned“ haben zwei vergessene Helden der schwedischen Hardrockszene ein formidables Album aus dem Hut gezaubert. Angelehnt an die eigene Vergangenheit lebt die Platte dennoch in der Gegenwart. Schon damals war ein Harry Cody ein Musiker der gestalten und neues erschaffen wollte und nicht nur die Verherrlichung der eigenen Einflüsse zur Schau getragen hat. Das ist auch heute noch so. SHOTGUN MESSIAH wurden seinerzeit von vielen sträflich übersehen – sehr schade, die Band hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Bleibt zu hoffen, dass sich das mit ZAN/CODY ändert.

Stefan

 

GUNSHINE – Grand Rising

Trackliste:

01. Grand Rising
02. Finite
03. Goth Girl
04. Single Looks Good On You
05. My Oh Miley
06. Mystery
07. Man Down
08. Leave The Light On
09. I Know You Love Me
10. Capt´n Save A Hoe
11. Shark Lounge (feat. Mike Starr)
12. Valentine
13. Table Dancing

Spielzeit: ? min. – Genre: Hardrock, Modern Metal – Label: vnclm_ – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.gunshineband.com

 

Wenn sich in der Musikwelt da draußen dieser Tage eine neue Band formiert, dann geht sie entweder in die moderne Richtung oder fährt auf der Retroschiene und eifert ihren Idolen nach. Kaum eine neue Combo traut sich, sich zwischen alle Stühle zu setzen.

GUNSHINE aus Pensacola, Florida sind da eine Ausnahme. Joe Elliott (DEF LEPPARD) vergleicht ihre Energie mit den frühen GUNS´N ROSES oder BUCKCHERRY. Dabei haben die Gunners auf den ersten Blick so rein gar nichts mit der Musik von GUNSHINE zu tun. Auf den ersten Blick wohlgemerkt. Bands wie BUCKCHERRY oder die alternativen Momente von HARDCORE SUPERSTAR (zu Zeiten von „Hardcore Superstar“) z.B. schon eher. Gewürzt mit einer Prise neuerer VOLBEAT und aktueller NICKELBACK. Im Grunde aber machen Austin Ingermann (guitars), Jordan Benson (vocals), Jake Tripp (bass) und Tommy Salzburg (drums) aber einfach zeitlosen Hardrock mit moderner, wuchtiger Produktion. Immer darauf gepolt, die Melodien in die Gehörgänge zu fräsen und somit für immer in selbigen zu bleiben.

Das haben die Amis mit ihrem 2022 Debüt, das den Namen der Band trägt, bereits hinlänglich bewiesen. Mit Songs wie „Daylight“ oder „Feel Alright“ konnten GUNSHINE erste Erfolge feiern. 2023 schob man die EP „Checkmate“ nach. Danach folgten einige lose Singles. Jetzt sind sie zurück um mit „Grand Rising“ gehörig nachzulegen – mit mächtig Bums! Kurios dabei ist der physikalische Release, der bereits ein viertel Jahr vor dem jetzt anstehenden digitalen Release vollzogen wurde. Das heißt, man konnte CD oder Vinyl bereits im April kaufen und erst jetzt kommt das Album auf alle Streaming Plattformen und als mp.3 zu kaufen. Auch damit haben die Jungs ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Natürlich steht das Teil als Doppel-Vinyl in schickem Gold hier im Regal. Nun aber endlich zu den Songs, ganzen 13 an der Zahl:

Anspieltipps gibt es zu Hauf: angefangen vom eröffnenden Titeltrack über das harte „Finite“, „Shark Lounge“ feat. STEEL PANTHER´s Michael Starr, dem treibenden „My Oh Miley“, dem sich sexy windenden „Capt´n Save A Hoe“ oder langsameren Stücken wie „Man Down“ bzw. „Valentine“. Die Krone setzen sich GUNSHINE aber mit dem Hit „Goth Girl“ oder dem umwerfend melodiösen „Single Looks Good On You“ auf. Zum Abschluss gibt es mit dem überlangen „Table Dancing noch eine ganz andere Seite der Band zu entdecken. Mit jeder Menge Swing und hartem Rock zelebrieren die Amis in diesem Song satte acht Minuten auf höchstem Niveau alles, was das Genre hergibt. Auch Kreationen wie „I Know You Love Me“, das ordentlich an die BEATLES erinnert, haben GUNSHINE einen Aha-Effekt parat.

Ihr findet ein Album mit 13 Songs viel zu lang? Nicht wenn es sich um derart abwechslungsreiche Kost wie GUNSHINE´s „Grand Rising“ handelt. Mit jeder Menge Spaß in den Backen und enormer Variabilität, Spielfreude und Energie hat das Quartett ein wahrlich außergewöhnliches Album aufgenommen, das keine Schubladen kennt und einfach mega gut ist.

Stefan

DOMINUM – Night Is Calling

Trackliste:

01. The Circus Is In Town
02. Doctor Doctor
03. Children Of The Night
04. Nosferatu
05. Dark Melodies
06. Night Is Calling (feat. BATTLE BEAST)
07. Jack The Ripper
08. Thriller (MICHAEL JACKSON Cover)
09. Devil´s Son
10. I Don´t Drink Wine
11. Endzeit
12. Don´t Get Bitten By The Wrong Ones (Acoustic)
13. Hey Living People (Acoustic)

Spielzeit: ? min. – Genre: Heavy Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 03.07.2026 – Page: www.dominumofficial.com

 

Als vor ca. drei Jahren die erste Single von DOMINUM erschien, war klar dass sich das Projekt um Bandkopf Felix Heldt alias Dr. Dead großes vorgenommen hat. Aufwendige Videoclips, gute Produktion, ein ausgeklügeltes Image und tolle Songs machten aus dem Debütalbum „Hey Living People“ ein unerwartetes Highlight des Jahres. Das Thema Zombie-Metal war zwar nicht gänzlich neu, aber die Umsetzung von DOMINUM war schon echt gut. Genau ein Jahr später stand man bereits mit dem zweiten Album in den Startlöchern. „The Dead Don´t Die“ hatte mehr Pomp, mehr Härte, mehr von allem und wirkte stellenweise überladen und sehr an Bands wie POWERWOLF angelehnt. Für das dritte Werk haben sich DOMINUM etwas mehr Zeit gelassen und damit zu alter Stärke und dem eigenen Spirit zurückgefunden.

Das macht schon der Opener „The Circus Is In Town“ klar. Besser kann man einen Song mit diesem Titel nicht umsetzen. Eine Mischung aus Zirkusmelodien und beinhartem Metal, gepaart mit den Trademarks von DOMINUM. Diesem Zirkusdirektor möchte niemand begegnen. „Doctor Doctor“ ist eine melodiöse Hitgranate mit markantem Keyboardeinsatz die auch auf dem Debüt hätte stehen können – einfach grandios! Gleiches gilt für „Children Of The Night“. Das düstere „Nosferatu“ setzt neue Aktzente. „Night Is Calling“ ein weiterer Hit, der auch vom kraftvollen Gesang von Marina La Torraca, der aktuellen Sängerin von BATTLE BEAST, lebt, mit der sich Dr. Dead die Lyrics teilt.

Leute, wie groß müssen eigentlich die Eier sein, um einen Song wie MICHAEL JACKSON´s „Thriller“ zu covern? OK, die Version ist gelungen aber an das Original kommt sie nicht ran. Viel besser laufen da Eigenkreationen wie „Jack The Ripper“ oder ein absoluter Brecher wie „Endzeit“ rein.

Als Bonus gibt es noch zwei Acoustic Versionen bekannter Songs. Einmal „Don´t Get Bitten By The Wrong Ones“ vom zweiten Album und „Hey Living People“, dem Titeltrack des Debüts. Beides sind schöne Zugaben und zeigen, dass die Songs von DOMINUM auch so hervorragend funktionieren.

„Night Is Calling“ ist nicht nur ein weiteres Kapitel der Zombie-Metaller. Es ist ein Statement. Wir sind hier und wir sind gekommen um zu bleiben. Das Album strotzt nur so vor Energie, vor feinem Songwriting und hat einmal eine perfekt austarierte Produktion erhalten.

Stefan

THE DEVIL WEARS NADA – In Lust We Thrust

Trackliste:

01. 96.2 FM-Postalgia Radio Broadcast
02. Brat With A Baseball Bat
03. Last Forever
04. Misery Is You
05. In Lust We Thrust
06. Elephant In The Room
07. Victoria
08. Dead Breakfast
09. Shotgun Wedding
10. Wednesday
11. Ms. Black Widow

Spielzeit: 37:54 min. – Genre: Hardrock, AOR – Label: Eonian Records – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/profile.php?id=61551681044187

 

Dass Schweden ein äußerst fruchbarer Boden für Rock und Metal aller Spielarten ist, ist hinlänglich bekannt. Dass die kleine Stadt Falköping mit NESTOR eine sehr erfolgreiche Hardrockband der Neuzeit hervorbringen konnte, ebenso. Aber damit nicht genug, denn in dieser gerade 17000 Einwohner zählenden Gemeinde tummeln sich noch einige Bands mehr. In den Neunzigern wurden die Black- und Death Metal Heroes SACRAMENTUM dort gegründet und jetzt schickt sich mit THE DEVIL WEARS NADA eine weitere Formation aus Falköping an, die Welt des Rock´n Roll zu erobern. Musikalisch gar nicht so weit von NESTOR entfernt nehmen Linus Johansson (vocals), Henrik Westergren (guitars), Fredrik Svensson (bass) und Ludvig Alfven (drums) auch Elemente von Bands wie REMEDY auf und liefern die ein oder andere Reminiszenz an die Megaseller GHOST.

Mit „In Lust We Thrust“ liefern die Schweden binnen eines Jahres bereits ihr zweites Langspielalbum ab. Naja, so ganz richtig ist das zwar nicht, immerhin wurde „Postalgia“ bereits 2022 und 2023 aufgenommen und unter dem alten Bandnamen ADECENCE veröffentlicht. Eonian Records hat das Album 2025 lediglich mit zwei Bonustracks (darunter eine Coverversion von NESTOR´s „1989“) neu aufgelegt. Bleibt noch die kurze Diskussion über den Wechsel zu einem Bandnamen, der zwar eine Menge Wortwitz enthält aber dennoch die Frage aufwirft, ob man damit auf Dauer glücklich wird?! Naja, die Schweden sind nicht so stocksteif wie wir Deutschen – das habe ich kürzlich erst auf dem Sweden Rock Festival festgestellt, damit schließen wir dieses Thema auch gleich wieder und widmen uns endlich der Musik.

„In Lust We Thrust“ startet mit einem Intro, das treffender nicht bezeichnet hätte werden können. Mit „Brat With A Baseball Bat“ steigen die Schweden voller Energie und Wortwitz in ihr zweites Album ein. „Last Forever“ ist eine Mischung aus NESTOR und GHOST und geht echt gut ins Ohr. „Misery Is You“ knüpft nahtlos daran an. Bisher also eine richtig gelungene Sache. Dem steht der Titeltrack in nichts nach – ein äußerst gelungener Stampfer. Die Kollegen von REMEDY haben bei „Elephant In The Room“ definitiv Pate gestanden. Ein eiterer Anspieltipps wäre„Victoria“, danach geht den Schweden etwas die Luft aus.

THE DEVIL WEARS NADA liefern mit „In Lust We Thrust“ ein Album in bester Scandi-Rock Manier ab. Der Vierer darf dabei gerne noch etwas mehr Eigenständigkeit an den Tag legen aber die Songs beißen sich in den Gehörgängen fest. Für Genrefans also durchaus lohnenswert.

Stefan

THE CRUEL INTENTIONS – All Hail Hypocrisy

Trackliste:

01. Beating In My Chest
02. Living Out Of Line
03. All Hail Hypocrisy
04. Triple Threat
05. Wasteland
06. When Eden Burns
07. Pseudo Genius
08. Bad Addiction
09. Porridge Head
10. Whatcha Gonna Do
11. Cashed Out

Spielzeit: 33:21 min. – Genre: Hardrock, Sleaze Metal – Label: Indie Recordings – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.facebook.com/thecruelintentions

 

Dieser Mai ist schon ein verrückter Monat. Zumindest für alle Freunde und Fans des Sleaze Metal – und somit auch für mich. Denn binnen drei Wochen bringen gleich drei meiner vier skandinavischen Favouriten mit dem Anfangsbuchstaben „C“ ein neues Album raus. Den Anfang machten CRASHDIET am 08.05., nur eine Woche später ihre Kollegen von CONFESS und zu guter Letzt jetzt auch noch THE CRUEL INTENTIONS. Wow! Da bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen und die Kreditkarte glüht. Die Erwartungshaltung in allen drei Fällen war hoch, Rezis zu den ersten beiden findet Ihr natürlich auch hier bei uns.

2015 von Lizzy DeVine nach dem Aus seiner Band VAINS OF JENNA ins Leben gerufen, bläst das norwegisch/schwedische Quartett mit „All Hail Hypocrisy“ ein drittes Mal zum Frontalangriff. In den ersten Jahren konnten die Jungs mit einigen Singles erste Duftmarken setzen von denen einige auf dem ersten Album „No Sign Of Relief“ (2018) Verwendung fanden. Vier Jahre später erschien mit „Venomous Anonymous“ der Nachfolger mit gänzlich neuem Material und weitere vier Jahre weiter folgt nun „All Hail Hypocrisy“. Trotz der viel besagten Einfachheit ihrer Musik wachsen die Werke im Laufe der Zeit noch weiter. So war es vor vier Jahren und so ist auch im aktuellen Fall. Anfangs natürlich angetan, entwickelten sich die elf neuen Stücke dennoch bei jedem neuen Durchlauf immer weiter in den Gehörgängen.

THE CRUEL INTENTIONS haben es geschafft, ihre Songs abwechslungsreicher und raffinierter zu gestalten ohne zu vergessen wo sie herkommen. Das ist nun mal der Punk Rock und der dreckige, schnoddrige Rock´n Roll von frühen GUNS´N ROSES zum Beispiel. Das alles formen sie zu einer modernen Form des Sleaze Metal ohne Plattitüden und ganz ohne Patos. Dabei nimmt das räudige Organ von Frontmann und Gitarrist Lizzy DeVine eine Schlüsselrolle ein. Aber das extravagante Gitarrenspiel von Kristian Solhaug würde man bei einer gewöhnlichen Sleaze-Kapelle nicht unbedingt erwarten. Drummer Robin Nilsson bearbeitet seine Felle mit einer Wucht, die er scheinbar mühelos aus seinem Körper zaubert und Bassist Mats Wernerson ist für die Erdung des Bandsounds zuständig. Vor allem Live können die Jungs die komplette Energie aus ihren Songs ziehen. Immer wieder aufs Neue ein Erlebnis.

Aber auch die Studioumsetzung gelingt der Band zunehmend authentisch. Und so atmen neue Songs wie der Brecher „Beating In My Chest“, „Triple Threat“ oder der nicht weniger grandiose Titeltrack nahezu die gleiche Luft wie es bei den Livedarbietungen in naher Zukunft der Fall sein dürfte. Aber damit nicht genug: mit „Wasteland“ hat der Vierer einen Acoustic-Song aufgenommen den viele wohl nicht so erwartet hatten und der im Gedächtnis bleibt. Überhaupt wird das Prädikat „Album“ hier groß geschrieben. Jeder Song hat hier seine Berechtigung, es gibt keine Füller, der Sound ist toll – wo soll da noch eine Steigerung kommen?

Es war zu erwarten: „All Hail Hypocrisy“ wird ein Fest! Das Album ist voll auf die Zwölf, dreckig, aggressiv und doch melodiös, hat jede Menge Attitüde und den unverwechselbaren Sound der CRUEL INTENTIONS. Da ist die Höchstnote (fast) gerechtfertigt – man weiß ja nie was noch kommt.

Stefan

CRASHDIET – Art Of Chaos

Trackliste:

01. Satizfaction
02. Sick Enough For Me
03. Chaos Magnetic
04. Can Of Worms
05. Loveblind
06. Get Out
07. Quitter
08. Killing It Now
09. Silent Place
10. Edge Of A Knife

 

Spielzeit: 39:24 min. – Genre: Hair Metal, Hardrock – Label: Ninetone Records – VÖ: 08.05.2026 – Page: www.crashdiet.org

 

„It´s all about the fans“ sagte Martin Sweet unlängst in einem Interview. Der Gitarrist und Songschreiber von CRASHDIET antwortete mit diesem Satz auf die Frage, warum er nach all den Besetzungswechseln und Rückschlägen immer noch weitermacht und woher er die Kraft dazu schöpft. Sweet ist das noch einzig verbliebene Originalmitglied der Band und musste einmal mehr einen Sängerwechsel verkraften. Das erste Mal müssen sich CRASHDIET den Frontmann mit einer weiteren Band teilen, denn John Elliot singt auch bei den Kollegen von CONFESS, die just in diesen Tagen ebenfalls ein neues Album auf den Markt werfen. Eine wahrlich kuriose Situation.

Ebenfalls die Segel streichen musste Bassist Peter London, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog. Ihn ersetzt Chris Young von MIDNIGHT DANGER, jenem 2-Mann Synthwave Projekt, das in letzter Zeit enorm Fahrt aufnehmen konnte. Bleibt zu hoffen, dass sein Einstieg bei CRASHDIET dem kein Ende setzt. Am Schlagzeug sitzt Martin´s Bruder Michael Sweet, der seit 2011 immer wieder aushalf und seit 2024 fest zur Band gehört.

Schön, dass sich wenigstens die Musik der schwedischen Neo-Sleazer nicht so grundlegend verändert wie das Line-Up. Wo CRASHDIET drauf steht ist auch CRASHDIET drin. Und so ist es auch nicht verwunderlich dass „Art Of Chaos“ mit einem Triple an typischen CRASHDIET Hymnen startet. „Satizfaction“, „Sick Enough For Me“ und „Chaos Magnetic“ dürften das ein oder andere Mal in zukünftigen Live-Sets zu finden sein. Was für ein geiler Start – allerdings gab es den ein oder anderen Song in ähnlicher Form bereits auf vorangegangenen Platten.

Nach dem Midtempo-Stampfer „Can Of Worms“ haben die Schweden mit „Loveblind“ eine großartige Ballade aufgenommen – definitiv ein weiteres Highlight dieses Albums. Desweiteren möchte ich das punkige „Quitter“ sowie das energische „Killing It Now“ hervorheben.

Stilistisch bewegen sich CRASHDIET auf „Art Of Chaos“ wieder mehr zurück zu den eigenen Wurzeln. Die Band hat seit jeher ihren eigenen Sound, der auf den beiden letzten Alben etwas düsterer und moderner gehalten wurde. In 2026 klingen die Schweden wieder etwas mehr nach Party, mehr nach Achtziger – und das obwohl die interne Situation nicht gerade einfacher geworden ist. Wer CRASHDIET bisher mochte wird mit „Art Of Chaos“ sicher glücklich sein. Ein großer Dank an Martin Sweet, der niemals aufgibt und den Fans genau das gibt was sie lieben!

Stefan

VON GROOVE – Born To Rock

Trackliste:

01. Born To Rock
02. Fearless
03. Champion
04. Adrenaline
05. Angela
06. Undefeated
07. Do It All Over Again
08. Heart Of Forgiveness
09. Dreams
10. Waiting For The Sky To Fall
11. Always Endlessly

Spielzeit: ? min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 15.05.2026 – Page: www.facebook.com/vongrooveband

 

Ach, was waren das für Zeiten, als 1992 das Debüt der kanadischen Hardrocker VON GROOVE ins Musikuniversum krachte. Unsere einzigen Probleme bestanden darin, die nächste Party nicht zu verpassen, genug Benzin im Tank zu haben und immer neue Musik entdecken zu können die nicht von den Karohemdträgern aus Seattle beeinflusst wurde. Und genau ein solches Kleinod fabrizierten VON GROOVE mit ihrem selbstbetitelten Erstling seinerzeit. Sägende Gitarren, wuchtiger Sound und grandiose Melodien machten dieses Album zu einem der besten des Jahrgangs.

Aber der Zeitgeist verlangte schon länger nach anderen Klängen und so tönte schon das 1994 veröffentlichte Werk „Rainmaker“ moderner und stand in keinem Zusammenhang mehr zum Debüt. Mit dem 1997 erschienenen „Mission Man“, das in Europa als „Chameleon“ in die Läden kam, machten die Kanadier die Rolle rückwärts, ohne allerdings jemals wieder an die Energie von „Von Groove“ anzuknüpfen. Vier weitere Alben folgten bis 2001 incl. dem 2000er Acoustic Album „3 Faces Past“ – seinerzeit waren akustische Umsetzungen der letzte Schrei – und dem lockeren AOR Album „Drivin´ Off The Edge Of The World“. Danach machten Michael Shotten (drums, vocals), Mladen (guitars) und Matthew Gerrard (bass) eine Pause.
Allerdings nur als VON GROOVE, denn sämtliche Bandmitglieder waren in zahlreiche Projekten der 2000er involviert. ARABIA, CROSSFIRE oder PHIL NARO´s 24K waren nur einige davon.

Bereits im Januar 2025 verkündeten Frontiers Records das Signing des kanadischen Trios und kündigten neben dem Re-Release des Backkatalogs auch ein neues Album an. Bisher wurde lediglich das Debüt im labeleigenen Vinyl-Club neu aufgelegt – zumindest das erste Mal auf Vinyl überhaupt. Der Erfolg scheint aber überschaubar gewesen zu sein, denn die angekündigte Auflage von lediglich 300 Stück war noch lange nach der Veröffentlichung verfügbar – mir unverständlich.

Jetzt aber endlich zum neuen Album „Born To Rock“, dem ersten in 25 Jahren!!! Sehr schön, dass alle drei Originalmitglieder vertreten sind. Als Appetizer haben uns die Verantwortlichen gleich den Titeltrack vorgesetzt. Das Ding geht gut nach vorne und hat im Video die tolle Idee aufgegriffen, die eigene Vergangenheit noch einmal aus der Versenkung zu holen. Die Umsetzung ist mit diesem unsäglichen KI-Zeug für meinen persönlichen Geschmack total in die Hose gegangen. Der Sound ist maßlos überproduziert (und ich stehe eigentlich auf fetten Sound) und es bleibt zu hoffen dass nur im Video die künstliche Intelligenz zum Einsatz kam. Eigentlich ist „Born To Rock“ – auch als Opener für das neue Album auserkoren – ein richtig geiler Song. Schade. „Fearless“ lässt in punkto Sound leider keine Steigerung erkennen. Der Refrain geht aber gut ins Ohr. Bei „Champion“ ist die Verwirrung dann komplett. Das Stück klingt wie eine Mischung aus IRON MAIDEN und DIO´s „We Rock“. Abwechslung ist auch im weiteren Verlauf der insgesamt elf Stücke extrem angesagt. VON GROOVE werden immer dann gut wenn es etwas ruhiger wird. „Do It All Over Again“ oder „Waiting For The Sky To Fall“ sind schöne balladeske AOR Songs. „Heart Of Forgiveness“ klingt stark nach WIG WAM und die abschließende Ballade „Always Endlessly“ könnte auf einem GOTTHARD Album stehen. Diese Vergleiche sollen in erster Linie gar nicht negativ gedeutet werden, es ist nur keine Linie erkennbar. VON GROOVE waren einmal eine Band mit hohem Erkennungswert, das ist auf „Born To Rock“ nicht wirklich erkennbar.

Was hätte ein anderer, besserer Sound aus „Born To Rock“ gemacht? Sicher ein besseres Album. Mit diesem hier verhält es sich wie mit den neueren HELIX Scheiben. Die Songs finde ich teilweise echt stark aber die Produktion ist einfach grottig. Alles ist auf Streaming ausgelegt, wirkt extrem komprimiert und soll auch einem 20€ Bluetooth Speaker von Temu einen Bombensound entlocken. Das funktioniert einfach nicht. Leider hat der Sound den Spaß an diesem Comeback total verhagelt.

Stefan

HARDLINE – Shout

Trackliste:

01. Shout
02. Rise Up
03. It Owns You
04. When you Came into my Life
05. Mother Love
06. Rise Above No Fear
07. Candy Love
08. I`m Learning On it
09. Welcome to the Thunder
10. Glow

 

Spielzeit: 46:40 min – Genre: Hard Rock – Label: Steamhammer – VÖ: 17.04.2026 – Page: www.hardlinerocks.com

 

1992 war das Geburtsjahr des HARDLINE Bandklassikers „Double Eclipse“. Bis dato musste sich die Hardrock Kombo des AXEL RUDI PELL Sängers Johnny Gioeli immer an diesem Götteralbum messen lassen.
Nun kehrt die Truppe, zu der seit längerem auch Keyboarder Allessandro Del Vecchio, Gitarrist Luca Princiotta, Bassistin Anna Portalupi sowie Schlagzeuger Marco Di Salvia gehören, mit ihrem neuen Studioalbum „Shout“ zurück.
Mit dem neuen Label Steamhammer im Rücken wird sich sicher einiges stemmen lassen. Für Sänger Johnny ist es eh ein bekanntes Terrain, sind doch AXEL RUDI PELL schon seit über 30 Jahren dort unter Vertrag.
Auf jeden Fall soll das neue Album so nahe am oben genannten Bandklassiker sein wie lange nicht mehr, zumindest versprechen das die bereitgestellten Infos zum neuen Longplayer. Und doch fällt das Ergebnis für meine Ohren etwas anders aus.

Klar, alleine schon wegen der prägnanten Stimme Gioeli´s klingt ein von ihm eingesungener Hardrock-Song immer etwas nach HARDLINE. Für mich stellt der Labelwechsel aber auch einen Wechsel in die künstlerische Freiheit dar. Alleine das Cover Artwork ist anders als alles vorher und für mich klingen die Songs auch frei von jedem Druck. Das macht ein kompletter Durchgang durch die zehn neuen Songs schnell klar.

Den Anfang macht gleich der Titeltrack. Ausgestattet mit einem unwiderstehlichen Refrain gehen HARDLINE gleich auf 100%. So dürften sich das die Fans gewünscht haben. Ebenfalls das mindestens ebenbürtige „Rise Up“ – ganz klar ist die Handschrift der Vergangenheit zu erkennen. Allerdings wurde der Sound nicht auf Retro getrimmt, das macht die ganze Platte frischer als alles was nach den ersten beiden Alben unter diesem Namen veröffentlicht wurde. Nach dem gutklassigen „It Owns You“ kommt mit „When You Came Into My Life“ eine unerwartete Coverversion eines SCORPIONS Songs. Alleine schon ungewöhnlich weil es sich nicht um einen großen Hit der Hannoveraner handelt sondern um eine Ballade von 1996 aus ihrem Album „Pure Instinct“. Und Hardline haben einen eigenen Song daraus gemacht, der sich perfekt einfügt.

Am ehesten nach „Double Eclipse“ klingt wohl „Candy Love“ – hier transportiert der Fünfer die Energie von 1992 eins zu eins in die Gegenwart. Und überhaupt finden sich in der zweiten Hälfte der Platte die energetischeren Stücke: neben „Candy Love“ knallen „I´m Leaning On It“ oder „Welcome To The Thunder“ so richtig rein. An den Schluss haben Gioeli und Co. mit „Glow“ eine mächtig emotionale Ballade gestellt. Dass Johnny Gioeli eine genauso einzigartige wie mächtige Stimme besitzt ist wahrlich kein Geheimnis. Alleine bei seinem Engagement bei AXEL RUDI PELL konnte er das u.a. bei zahlreichen Balladen unter Beweis stellen. Und auch „Glow“ ist nicht zuletzt wegen dieser Stimme ein gelungener Schlusspunkt für dieses Album.

Hat man bei einigen der über Frontiers veröffentlichten Platten immer krampfhaft versucht an das legendäre Debüt anzuknüpfen, sieht es für mich auf „Shout“ etwas anders aus. Die Nähe dazu ist schon gegeben, aber HARDLINE spielen befreit und damit äußerst stark auf. Es scheint als könnte der Fünfer endlich eine neue Ära starten.

Stefan