MAVERICK – Ethereality

Band: Maverick
Album: Ethereality
Spielzeit: 38:11 min
Stilrichtung: Göttlicher Heavy Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 01.04.2021
Homepage: www.facebook.com/MaverickBelfastuk

 

Hier ist es das vierte Album von MAVERICK, 2012 von den Balfour Brüdern in Belfast gegründet. Zur aktuellen Besetzung gehören David Balfour am Mikro, dessen Bruder Ryan Balfour und Rick Cardwell an den Gitarren, Richie Driver am Bass und Jason-Steve Mageney am Schlagzeug. Von Dezember 2020 bis zum VÖ des Albums wurden “Switchblade Sister”, “The Last One” und “Falling” als Singles veröffentlicht. Auf diesem vierten Album bekommt der Hörer gewaltig auf die Lauschlappen das fast schon ein HNO die Trümmer, die M in den Gehörgängen hinterlassen, wegräumen muss.

MAVERICK bleiben sich treu und spielen genau diese Art von Heavy Rock, genau so eingängig wie auf den Alben davor, ein Spur härter, voll auf die Zwölf das der Kalk aus der Oberstube rieselt und das Trommelfell nach dem Genuss in Trümmern liegt. Es sind alle Trademarks von M enthalten, geile Vocalarbeit von David, mit ebenso geilen Refrains alles mit fetten Chören, Ooohoos und harten Gitarren in Szene gesetzt. Die Jungs rocken sich den Arsch ab und liefern, auf dem H.E.A.T. 2019 konnten M auch Live voll überzeugen, nebenbei konnte ich mit David noch ein Paar Wörter wechseln, er meinte das MAVERICK gerne nach Good Old Germany kommen um Live auf der Bühne zu stehen, weil wir so richtig Crazy sind. Abschliessend bleibt nur zu bemerken das das Ding ordentlich drückt und auf dicke Hose macht, dies war nicht anders zu erwarten bei den drei Vorgängern im Lebenslauf. Böse Zungen werden behaupten Originell waren M noch nie, vielleicht haben diese Zungen recht, aber wenn MAVERICK drin steckt und aus den Boxen kommt ist mir das völlig schnurz. Da wird einfach genossen und zugehört.

Der Opener “Falling” faucht dermaßen genial aus den Boxen das die Bude wackelt, ein harter flotter Rocker. “Thirst” lässt einem auch wenig Luft zum atmen mit geilen Chören und genialem M typischen Refrain. “Never” ein sehr guter Melodic Song, “Switchblade Sister” lässt es wieder kräftig krachen, “Bells Of Stygian” hart, stark, göttlich. Für “Angel 6” gilt das gleiche wie für den Vorgänger, “The Last One” geht es ein wenig langsamer an, melodisch und nebenbei noch Saugeil. “Dying Star” gibt wieder Vollgas, “Light Behind Your Eyes” langsamer aber ebenso stark wie die anderen Songs. “Ares” kommt ein wenig düster daher, hart aber immer noch genug MAVERICK.

Fazit:

Boah ich bin in der Zwickmühle, dies ist ein verflucht Geiles Album mit Songs die Druck machen, und über allem thront Davids starke Stimme unterstützt von dem Rest der Band. M haben ein zentnerschweres Brett eingetütet und rocken was der Hintern hergibt. Also vergebe ich eine Bewertung von 10 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Falling
02. Thirst
03. Never
04. Switchblade Sister
05. Bells Of Stygian
06. Angels 6
07. The Last One
08. Dying Star
09. Light Behind Your Eyes
10. Ares

Balle

BLACK DIAMONDS – No – Tell Hotel

Band: Black Diamonds
Album: No – Tell Hotel
Spielzeit: 48:58 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.blackdiamonds.com

Party? Rock’n’Roll? Spaß pur? Dann seid ihr hier verdammt richtig. BLACK DIAMONDS aus der Schweiz bieten nämlich all dies und noch viel mehr auf ihrer vierten Scheibe „No-Tell Hotel“. Diese Band kann sowohl auf Platte wie auch live voll überzeugen. Ihr Auftritt den ich am Heat Festival in Ludwigsburg sehen konnte, war richtig stark. Die vier Jungs namens Andy Barrels (b.), Mich Kehl (v.), Manu Peng (d.) und Neuzugang Chris Johnson (g.) treten mächtig Arsch. 12 neue Songs sind es geworden, die ich euch unbedingt vorstellen möchte.

Los geht’s mit dem Titeltrack „No-Tell Hotel“. Richtig straighter Rocker, der ein bisschen was von Soul Asylum („Somebody To Shove“) hat, aber natürlich eine Ecke kantiger. So muss ein Album starten und meine Erwartungen steigen jetzt umso mehr. Und mit „Evil Twin“ knallt einem gleich das erste Highlight um die Ohren. Geiler Refrain, der Bass schiebt an und der Sänger klingt fantastisch. Auch das Video hierzu ist einfach klasse geworden. Da bekommt man gleich Lust irgendeinen Scheiss anzustellen. „Lonesome Road“ ist eine Feel Good Nummer vor dem Herrn. Akustischer Beginn mit kurzer Queen Anspielung und geht dann über in alte Bon Jovi Gefilde. Dauergrinsen garantiert. „Come on, come on, can you hear me“? Ja, kann ich. Let’s go „Forever Wild“. Super catchy mit woho, woho Chören und toller Melodie. Das wird eine Live-Hymne, die niemanden stillstehen lassen wird. Und das sehr hohe Party Niveau wird mit „Saturday“ locker gehalten. Sunset Strip Musik die glücklich macht. Locker flockiges Rock Stück, dass jeden zum Feiern zwingt mit seinen lalalala Einschüben. Uff, kurze Pause, mein altes Herz muss langsam machen. Gut dass mit „Anytime“ eine wunderschöne, nie kitschig klingende Powerballade a lá Aerosmith präsentiert wird. Passt wieder bei mir und ab zu „The Island“. Wieder richtig eingängig und locker aus der Hüfte gezockter Song mit lustigen Karibik-Klängen mittendrin (hat bei der Band Haîr Drÿer damals schon funktioniert). „My Fate“ klingt nach guten alten Bon Jovi, als die noch was konnten. Gefällt mir sehr gut. „Hand In Hand“ ist ein gutes Stück, dass aber zu dem Rest ein wenig abfällt. Trotzdem noch besser als so viele Genre Kollegen. „Reaching For The Stars“ ist sofort wieder stärker und bleibt im Ohr hängen. „Turn To Dust“ ist ein klasse Rocker mit coolen Mitsing Parts, fetten Drums, Gitarren Solo und fesselnder Melodie. Yeehaw, „Outlaw“ ist ein Cowboy Party Song, bei dem man mit seinen Freunden im Pub mitgrölen und ein paar Bierchen zischen muss.

Fazit: Waren die Vorgänger schon stark, haben BLACK DIAMONDS hier ihren besten Output bis dato abgeliefert. Eine unbedingte Kaufempfehlung ist angesagt. Jetzt macht mir noch einen Gefallen und geht mit euren Landsleuten Fighter V auf Co-Headliner Tour und lasst uns abrocken.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. No – Tell Hotel
02. Evil Twin
03. Lonesome Road
04. Forever Wild
05. Saturday
06. Anytime
07. The Island
08. My Fate
09. Hand In Hand
10. Reaching For The Stars
11. Turn To Dust
12. Outlaw

Sturmi

GARY HUGHES – Decades

Band: Gary Hughes
Album: Decades
Spielzeit: 152:31 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/TenOfficial

 

Pünktlich zum neuen Album von GH kommt eine Doppel Scheiblette raus, diese Best Of gibt einen sehr guten Einblick über das Schaffen, immerhin schon über 30 Jahre, von GH und umspannt die Soloalben des Künstlers angefangen bei “Gary Hughes”, “Precious Ones”, “Veritas” und “Once And Future Kings”.

Über die Stimme des TEN Frontlers kann man ohne schlechtes Gewissen behaupten das diese sehr angenehm ist und sehr gut hörbar ist ohne das diese wie bei manch Anderenm Sangesbarden nervig wäre. Einzig die Produktion könnte besser sein, das Problem hatte TEN auch mit den ersten Alben wie auch die Soloalben von BOB CATLEY die GH produzierte, könnten besser sein.

Die Mitwirkenden Musiker hören auf Namen wie Lee Revil, Paul Dorsett, Aziz, Simon Humphrey und Vinny Burns an den Gitarren, Howard Smith und David Hewson an den Keys, Steve Steadman und Gary Frankland am Bass, Darren Wilcox, Steve Frankland, Darren Lamberton und Greg Morgan am Schlagzeug. Mit Burns und Morgen das dritte und vierte Album eingetütet, die drei brachten dann als TEN 14 gute bis sehr gute Alben an den Start.

Zu hören gibt es wie bei TEN guten bis sehr guten melodischen Hard Rock britischer Prägung mit der Stimme von GH veredelt. Auf den zwei Silberlingen befindet sich alles was ein Rockerherz begehrt, von straighten harten Abgeh Nummern bis Balladen. Für alle die sich angesprochen fühlen sollten ein Ohr riskieren, es könnte sich lohnen. Der Sound bewegt sich irgendwo zwischen MAGNUM ohne bombast, TEN, härtere FM oder auch STRANGEWAYS.

Fazit:

Mister Hughes hat einen beachtlichen Backkatalog sowohl Solo als auch mit TEN, einziges Manko an der Sache ist der Sound der könnte besser sein, wen dass nicht stört bekommt 29 Songs um die Ohren beblasen.

Ohne WERTUNG

Trackliste: CD1

01. First Light
02. Wrecking Machine
03. Perfect Ten
04. In Your Eyes
05. Veritas
06. Dragon Island Cathedral
07. The Night The Love Died
08. This Thing Of Beauty
09. Seducer
10. Look At The Rain
11. It Must Be Love
12. We Walk With Angels
13. Heart Of A Woman
14. The Everlasting Light
15. Precious Ones

Trackliste: CD2

01. Blonde Angel
02. I Won’t Break Your Heart
03. Give My Love A Try
04. The Colours Of My Life
05. Divided We Fall
06. All I Want Is You
07. Wide Awake In Dreamland
08. There By The Grace Of The Gods (I Go)
09. Lies
10. The Miracle is You
11. Be My Fantasy Tonight
12. This Time
13. Synchronicity
14. All Fall Down

Helmut

STARMEN – By The Grace Of Rock N Roll

Band: Starmen
Album: By The Grace Of Rock N Roll
Spielzeit: 44:01 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Passion Records
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/starmen.se/

 

Das dritte Album der Jungen Kissies, innerhalb eines Jahres, steht in den Startlöchern, zum Quartett gehören Starman Red am Mikro und Gitarre, Starman Purple an Gitarre und Backing Vocals, Starman Gold am Bass und Backing Vocals und Starman Silver am Schlagzeug und Backing Vocals. Und wie das Cover und die beiden Vorgänger klar machen wird Hard Rock der Marke Kiss mit leichter Glamnote geboten, gut hörbar vorgetragen, bei einigen Songs haben STARMEN zu viel Kiss inhaliert, die Songs könnten auch ohne probleme von einem Album der Vorbilder stammen. Der Eine oder Andere wird nun behaupten “Das ist nicht gerade originell” das ist auch Richtig aber trotzdem sehr gut hörbar müsste jedem Spass machen der gerne Hard Rock hört.

“Shining Star” ein typischer Hard Rock Song macht den Anfang, “By The Grace Of Rock N Roll” KISS, KISS und nochmal KISS der ideale Song für eine Party, “Kairi” würde jede Fete aufwerten. Mit “Black Thunder White Lightning” werde ich in diesem Leben nicht mehr warm ist mir zu funky, “Kisses Of An Enemy” entschädigt mich für den Vorgänger. “Pleasurdome” ein Vollgas Rocker, “Spaceplane” ist poppiger Hard Rock sehr gewöhnungsbedürftig. Mit “People’s Parade” wird wieder eine Hard Rock Party gefeiert, “Bad Habit” ist ganz nett. “Hotter Than Fire” wieder ein Vollgas Rocker, “Angels Cryin’” ein guter Rocker, über das Outro hülle ich den Mantel des Schweigens.

Fazit:

Das zweite Album hat mir einen Deut besser gefallen, ich vergebe hier aber einen halben Stern mehr für kontinuität, den wo Starmen drauf steht steckt auch Starmen mit Kiss Vibes drin.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shinning Star
02. By The Grace Of Rock N Roll
03. Kairi
04. Black Thunder White Lightning
05. Kisses Of An Enemy
06. Pleasuredome
07. Spaceplane
08. Peaple’s Parade
09. Bad Habit
10. Hotter Than Fire
11. Angels Cryin‘ (Bonus Track)
12. Shining Star Voice Outro (Bonus Track)

Helmut

RONNIE ATKINS – One Shot

Band: Ronnie Atkins
Album: One Shot
Spielzeit: 44:49 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.facebook.com/RonnieAtkinsOfficial

 

So hier ist es das seit geraumer Zeit von Frontiers angekündigte Solo Album von RA, unterstützt wurde er von Chris Laney an Gitarren, Backing Vocals und an den Reglern als Produzent, Pontus Egberg am Bass, Morten Sandager an Keyboards, Allan Sorensen am Schlagzeug, Anders Ringman an Akustiggitarre, sowie an der Leadgitarre und für Solos dabei waren Pontus Norgren, Kee Marcello, Oliver Hartmann, John Berg. An den Backing Vocals Chris Laney, Linnea Vikström Egg, Oliver Hartmann und Björn Strid

RA liefert wie gewohnt einen tadellosen Job am Mikro ab, das Material ist zahmer als bei seiner Band den PM, irgendwo zwischen NORDIC UNION, ECLIPSE, TREAT, GATHERING OF KINGS und die softeren Melodic Songs der Mädels. Die Songs kommen sehr entspannt aus den Lautsprechern, über allem thront das Organ von Atkins welches einzigartig und unvergleichlich ist. Beim hören kommt ein wenig Easy Listening Stimmung auf, aber immer hart genug, mit Melodien so weit die Ohren hören, an den Instrumenten stehen keine Anfänger, die Produktion drückt gewaltig kein Grund zum unken. Das Album ist sehr gut geworden, aber man meint das hier auf Nummer sicher gegangen und ein wenig mit angezogener Handbremse agiert wurde.

Den Anfang macht “Real” ein starker Melodic Song mit geilem Refrain, “Scorpio” macht da weiter wo der Vorgänger aufgehört hat. “One Shot” irgenwo zwischen Rocker und Powerballade mit sehr starkem Refrain, “Subjugated” bester Melodic Rock. “Frequency Of Love” erinnert mich an den Song “Clay” vom MAIDS Album “Carpe Diem”, “Before The Rise Of An Empire” könnte auch von NU stammen aber trotzdem ein guter Song. “Miles Away” eine Easy Listening Ballade, “Picture Yourself” erinnert mich an “Waiting For The Time” vom PM Debüt stark gemacht. “I Prophesize” kommt phasenweise mit brachial Riffs aus den Boxen sehr gute Akzente, “One By One” ein schleppender Melodic Song, “When Dreams Are Not Enough” setzt eine sehr starken Schlußnote.

Fazit:

Ein geiles Melodic Rock Album haben die Mannen um RA eingezimmert, sehr melodisch und eingängiger Stoff der an die erwähnten Vergleiche erinnert. Von mir gibt es eine Bewertung von 8,5 Sternen, mehr Mut und nicht ganz so auf Nummer sicher hätten eine bessere Bewertung ergeben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Real
02. Scorpio
03. One Shot
04. Subjugated
05. Frequency Of Love
06. Before The Rise Of An Empire
07. Miles Away
08. Picture Yourself
09. I Prophesize
10. One By One
11. When Dreams Are Not Enough

Helmut

THE NORSEMAN COMPANY – The Coming of the Chord

Band: The Norseman Company
Album: The Coming Of The Chord
Spielzeit: 40:20 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 14.02.2021
Homepage: www.facebook.com/The.Norseman.Company.Official

Mit der Formation THE NORSEMAN COMPANY bringt sich ein alter Bekannter neu ins Spiel. Die Rede ist von Geir Arne Dale, dem ehemaligen HUMBUCKER Drummer, der die norwegischen Hardrocker vor einiger Zeit verlassen hat. Die beiden Alben „R-O-C-K-S“ (2011) und „King Of The World“ (2014) sind mir noch in positiver Erinnerung – und natürlich wurden sie auch hier bei der Rock Garage besprochen.

Dale´s Engagement bei HUMBUCKER liegt nun schon einige Zeit zurück und daher konnte er sich noch einmal zurücklehnen, neu fokussieren und dann starten. Für alle Songs zeichnet sich der Schlagzeuger übrigens selbst verantwortlich und er ist sichtlich stolz, als Drummer ein komplettes Album ganz alleine verfasst zu haben. Musikalisch umsetzen konnte er natürlich nicht alles selbst und so ist die Liste der Gastmusiker ziemlich lang. Große (internationale) Namen muss man allerdings suchen, jedoch konnten mit WIG WAM´s Age Sten Nilsen und dem norwegischen Singer/Songwriter Rudi Remme zwei bekannte Mitstreiter gewonnen werden. Als weitere Sänger treten Magne Vikra, Martin Steen und Jostein Almaasbro auf. Am Ende taucht dennoch ein sehr bekannter Name auf: Ex-DIO Gitarrist Rowan Robertson steuert ein Gitarrensolo bei. Doch genug mit der Theorie, lassen wir doch mal die Musik sprechen. Nur ein Fact noch: für den Mix und das Mastering wurde Beau Hill verplichtet, der wie üblich einen richtig guten Job abgeliefert hat.

Bereits im Juni letzten Jahres setzte Initiator Geir Arne Dale mit „Here Comes Rock And Roll“ eine erste Duftmarke. Nach einem Intro mit Harley Davidson Geblubber folgt nicht weniger als eine Hymne – irgendwo zwischen WIG WAM, DANGER DANGER, DEF LEPPARD und WARRANT. Das Ziel ist also klar – THE NORSEMAN COMPANY zocken klassischen 80´s Hardrock, der niemals aus der Mode kommen wird. Der folgende Track „Master Of The Dark“, der im Oktober 2020 ins Rennen geschickt wurde, ist eine Hommage an Ronnie James Dio. Mit Age Sten Nilsen am Mikro und einem Refrain, der frappierend an DIO´s „Rainbow In The Dark“ erinnert, wird eines schnell klar: Musiker sind doch auch „nur“ Fans. Glücklicherweise ist das restliche Material bis auf diese eine Ausnahme eigenständiger und vor allem hochklassig. Hart rockend und dennoch melodisch präsentieren sich „When The Hammer Falls“, „One Step Behind“ und „Gimme Some Rock´n Roll“ sowie „Loud & Proud“ (mit schöner WIG WAM Schlagseite). Der Rock´n Roller „Dirty Nelly“ bringt nicht nur Abwechslung sondern noch mehr Schwung in die Bude und das schleppende „Stone In My Shoe“ setzt ein weiteres Highlight. Naja, im Prinzip ist das ganze Album ein Highlight, denn auch die beiden Balladen „Since You´ve Been Gone“ und „In This Neigborhood“ (erinnert ein wenig an PRETTY MAIDS meets BRYAN ADAMS) können sich sehen lassen.

„The Coming Of The Chord“ von THE NORSEMAN COMPANY knallt nahezu ohne Vorwarnung in die Szene. Zwar waren die Vorabsingles äußerst vielversprechend, aber große Ankündigungen eines Labels oder Promofirma suchte man vergeblich. Dass das komplette Album derart stark ausfallen würde, hätten nicht viele gedacht. Noch ist das Ganze ein Projekt, vielleicht wächst ja eine richtige Band daraus, zu wünschen wäre es Geir Arne Dale, der mich hier so richtig überrascht hat. Die Platte ist übrigens bei Perris Records zu beziehen. Cheerz nach Norwegen – thank you for the music!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Here Comes Rock And Roll
2. Master Of The Dark
3. When The Hammer Falls
4. Since You´ve Been Gone
5. Stone In My Shoe
6. Dirty Nelly
7. Gimme Some Rock´n Roll
8. Don´t Wanna Lose You
9. In This Neighborhood
10. Loud & Proud
11. One Step Behind (Bonus Track)

Stefan

SIGGI SCHWARZ – The Fire Inside

Band: Siggi Schwarz
Album: The Fire Inside
Spielzeit: 57:46 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music / Soulfood
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.siggi-schwarz.de

 

SIGGI SCHWARZ Kopfkratz, wer ist dieser Siggi Schwarz noch nie bewusst von Herrn Schwarz etwas mitbekommen. Vom Label als Produzent und Gitarren-Legende angekündigt, und das er mit seinem elften Album aus dem Studio kommt. Da muss ich ja zeimlich was verschlafen haben. Er stand auch schon mit etlichen großen Acts des Musikbiz auf der Bühne. Auf Youtube gibt es ein Video in dem sich Siggi Schwarz vorstellt und das eine und andere über sich erzählt.

Also Here We Go, schauen wir uns den Herrn Schwarz mal genauer an, Gitarre Check das kann der Mann schon mal. Unterstützt wird er von Dave Schaefer am Mikro, Benni Jud am Bass und Bene Neuner am Schlagzeug, die drei Herren sind für mich auch unbekannt, ihre Jobs verstehen sie den die erledigen sie mit bravour Check.

Das Material ist groovig und eingängig, bestens hörbar Check, man bewegt sich im Melodischen Hard Rock Sektor der mit Melodie und Härte aus der Anlage kommt, hier und da den Sound mit einer Prise Blues oder Country / Southern Rock angereichert, dies gibt dem Album einen ganz gewissen Charme und hört sich sehr gut an. Dazu trägt auch die Stimme von Herrn Schaefer bei, mit der er bei allen Südstaatensound Bands eine sehr gute Figur abegeben würde.

Den Anfang macht “Spend The Night With Me” fängt an als wenn ein Stamm Ureinwohner der US of As das Kriegsbeil ausgegraben hätten, kommt gut zum Anfang. Gefolgt von “Acrivated” ein flotter Feger, “Badass” angebluest stark. “Give It To Me” ein netter Rocker fällt leicht ab, “Lockdown Love” könnte aus dem tiefsten Süden stammen, kommt gut. “Cheap Love” kommt wieder besser aus dem Quark, “Daydreamer” nicht schlecht aber das Album bietet bessere Songs. Dann kommt “Get Together” eine Hymne der Freude starker Song für jede Party, “Rockin‘ Through The Night” der Song ist nicht schlecht aber der Refrain ist nicht mein Geschmack. “Burning Out” brennt wieder ein Feuerwerk ab, “Love Is A Wave” nett an zu hören. “B-Boogie” sagt der Titel schon, Boogie N Roll, “Simple Life” ein geiler Blueser, “You Know Better” starker Rocker, “Super Hyperactive Boy” ein typischer Trucker Song.

Vergleichen könnte man SIGGI SCHWARZ auf diesem Album mit MSG, DEEP PURPLE, ZZ TOP, WHITESNAKE, UFO, GARY MOORE, LYNYRD SKYNYRD und DOC HOLLIDAY.

Fazit:

Sauber ausgeführter schnörkelloser Hard Rock mit Blues und Country / Southern Rock angereichert, sehr gut hörbar kommt bei mir auf eine Wertung von 8 Sternen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Spend The Night With Me
02. Activated
03. Badass
04. Give It To Me
05. Lockdown Love
06. Cheap Love
07. Daydreamer
08. Get Together
09. Rockin‘ Through The Night
10. Burning Out
11. Love Is A Wave
12. B-Boogie
13. Simple Life
14. You Know Better
15. Super Hyperactive Boy (CD Bonus Track)

Helmut

RICKY WARWICK – When Life Was Hard And Fast

Band: Ricky Warwick
Album: When Life Was Hard And Fast
Spielzeit: 39:43 min
Stilrichtung: Classic Hard Rock
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.facebook.com/rickywarwickofficial

 

Bei dem aus Nordirland stammenden RICKY WARWICK klingelt bei mir was, vor einigen Jahren bekam ich von einem Freund ein paar Soundfiles zum anchecken, diese wurden für gut befunden, bewegten sich im Mainstream Rock Bereich ala TOM PETTY, MELLENCAMP und 80er BRYAN ADAMS und ab und zu Country Flair eingesetzt, chilliger Rock. Ich wollte mir RICK WARWICK mal genauer anhören, aber aus irgendwelchen Gründen verschwand er total von meinem Radar, nun darf ich das neue Album reviewen. Also wird es Zeit RW mal genauer unter die Lupe zu nehmen und siehe da dieses Album macht richtig Spaß, geboten wird von RW und seinen Mannen Classic Hard Rock, irgendwo zwischen den oben erwähnten und der Legende THIN LIZZY, die Stimme Warwicks erinnert auch das eine oder andere Mal an Phil Lynott. Die Ähnlichkeit zu TL kommt nicht von ungefähr, ist er auch Frontmann der BLACK STAR RIDERS und war auch bei der Wiedervereinigung THIN LIZZYs von der Partie.

Mit dabei sind neben Ricky Warwick an Gitarre und Mikro noch Robert Crane (BLACK STAR RIDERS) am Bass und Keith Nelson (Ex-BUCKCHERRY) am Schlagzeug. Außerdem fährt Ricky ein volles Brett an Gastmusikern auf die zu seinen engsten Freunden gehören. Diese Gäste hören auf Namen wie Andy Taylor, Luke Morley, Joe Elliott und Dizzy Reed.

Schon beim Opener werden keine Gefangenen gemacht und Ricky startet voll durch. Mit Songs wie “When Life Was Hard And Fast” genialer Opener, dem Groovemonster “You Don’t Love Me”, “I’d Rather Be Hit”, dem Gefühlssong “Time Don’t Seem To Matter”, der Abgeh Nummer “Fighting Heart”, dem Easy Listening Pettyschen “I Don’t Feel At Home” und dem Stampfer “Still Alive” wird erstklassiger Classic Hard Rock zum besten gegeben. Der Sound kommt ein wenig Retro aus den Lautsprechern stört aber nicht im geringsten.

Für mich heißt es nun RW auf dem Radar zu behalten und mir mal alles durch zu hören an dem er beteiligt ist, den dieser Herr Warwick hat es voll drauf und in der Stimme.

Fazit:

Herrlich starker Retro Classic Hard Rock den es zu hören gibt, aber Jungs bitte warum ist die Party schon nach knapp unter 40 Minuten zu Ende. Das Album groovt wie Sau und geht voll auf die Zwölf, Je öfter ich den Hammersong “You Don’t Love Me” höre um so besser gefällt mir das Dingens. Ich vergebe hier eine 9,0 für 7 Spitzen Songs, der Rest ist auch nicht schlecht können aber mit den aufgeführten Songs nicht mithalten.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. When Life Was Hard And Fast
02. You Don’t Love Me
03. I’d Rather Be Hit
04. Gunslinger
05. Never Corner A Rat
06. Time Don’t Seem To Matter
07. Fighting Heart
08. I Don’t Feel At Home
09. Still Alive
10. Clown Of Misery
11. You’re My Rock N Roll

Helmut

THE PRETTY RECKLESS – Death By Rock And Roll

Band: The Pretty Reckless
Album: Death By Rock And Roll
Spielzeit: 50:32 min
Stilrichtung: Modern Hard Rock
Plattenfirma: Century Media Records / Sony Music
Veröffentlichung: 12.02.2021
Homepage: www.de-de.facebook.com/theprettyreckless/

 

THE PRETTY RECKLESS kommen mit ihrem vieten Album aus dem Studio, mit dem Titelsong “Death By Rock And Roll” erreichten TPR Platz 1 der US Rock Charts, die fünfte Nummer 1 Platzierung der Band. Zur Band gehören aktuell Taylor Momsen am Mikro und Gitarre, Ben Phillips Gitarre und Backing Vocals, Mark Damon am Bass und Jamie Perkins am Schlagzeug sowie noch der eine oder andere Gastmusiker.

Auf diesem vierten Album wird einem ein düster modern angehauchtes Riff nach dem Anderen um die Ohren gedroschen. Der Sound ist irgendwo zwischen NICKELBACK und NIRVANA angesiedelt und kann durchaus gefallen, für mich in manchen Momenten zu Modern.

Songs wie “Death By Rock N Roll” sehr kräftig, “Only Love Can Save Me Now” sehr düster, dem langsamen “25” könnte aus einem Bond Streifen stammen, “Get So High” mein Favorit, der Ballade “Standing At The Wall”, “Turning Gold” starker Rocker, dem lässigen “Rock And Roll Heaven” erinnert mich an die BEATTLES, dem mit Country Flair angereicherten “Harley Darling” haben ein gewisses Potential, der Rest kommt eher belanglos aus der Anlage geblubbert.

Fazit:

Ein Modernes Hard Rock Album mit Licht und Schatten, einmal sehr gut hörbar ein anderes mal belanglos, wenn die zweite Hälfte nicht so gut ausgefallen wäre müsste ich wirklich lange überlegen was ich als Bewertung vergeben würde, so kommt eine 7,5 raus. Beim nächsten Album bitte mehr von dem Stoff der auf der zweiten Hälfte zu hören ist dann klappt es mit einer höheren Bewertung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Death By Rock N Roll
02. Only Love Can Save Me Now
03. And So It Went
04. 25
05. My Bones
06. Got So High
07. Broomsticks
08. Witches Burn
09. Standing At The Wall
10. Turning Gold
11. rock And Roll Heaven
12. Harley Darling

Helmut

SERGEANT STEEL – Truck Tales

Band: Sergeant Steel
Album: Truck Tales
Spielzeit: 41:51 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Boyz Tyme Records
Veröffentlichung: 22.01.2021
Homepage: www.sergeant-steel.com

Dass auch in unserem Nachbarland Österreich gehörig gerockt wird, haben in der jüngeren Vergangenheit einige Nachwuchsbands gezeigt – davon kann auch mein Freund Sturmi ein Liedchen singen. Die hier vorliegende neue Langrille von SERGEANT STEEL dürfte sich mühelos in diese Liste einreihen. Seit dem 2013er Zweitwerk „Men On A Mission“ begleitet mich die Band um Sänger und Sprachrohr Phil Vanderkill nun bereits und die Musik der Oberösterreicher und ich hatten schon viele schöne Stunden zusammen.

Für ihren vierten Longplayer flog das Sextett zum wiederholten Male eigens nach Nashville zu Produzentenlegende Michael Wagener. Zum Glück bereits vor über einem Jahr, wo sie den Jahreswechsel 2019/20 in den USA verbringen konnten, also noch vor dem ganzen C-Wahnsinn. Die Zusammenarbeit mit Wagener hat indes eine schöne Tradition, denn schon zum dritten Mal nehmen die Österreicher mit dem Exil-Deutschen in dessen Studio auf. Lediglich für das Debüt wurde ein nicht minder klangvoller Name für das Mastering verpflichtet – Beau Hill. Als Produzent tritt erneut Gitarrist Jack Power in Erscheinung.

Dass sich die Veröffentlichung auch bei SERGEANT STEEL etwas verzögert hat, sollte klar sein. Immerhin ist die neue Scheibe schon ein ganzes Jahr im Kasten. Dennoch gab es im Oktober in Form von „Fight Fire With Fire“ einen ersten Appetithappen, der ganz im Zeichen von Songs wie „Cry Out Your Heart“ aus den eigenen Reihen steht. Auch hier haben sicher Bands wie CRAAFT Einfluss genommen – es ist herrlich anzusehen, wie SERGEANT STEEL diesen Sound in die Gegenwart transportieren. Auch interessant ist die „Inspired by“-Liste bei Spotify, in der gar nicht so viele Melodic Rock Kapellen auftauchen, sondern eher die großen Namen von ALICE COOPER, EAGLES, QUEEN etc.

Und da sind wir auch schon beim Thema Abwechslung: Nach dem äußerst gelungenen Einstieg lässt „Backseat Lover“ aufhorchen. Hier kokettieren die Österreicher mit funkigen Grooves und fordern vom Hörer ein, mehr in die Tiefe zu gehen. Und überhaupt ist „Truck Tales“ eine wahre Flut an Überraschungen. Das harte „Voodoo Queen“, das locker flockige „Dance Into The Light“, die wehmütige Ballade „Brotherhood“, „Hunter“ mit seinen Bläsersequenzen und seiner funkig, sperrigen Art oder typische 80er Rocker wie „Nightmare“ und das knochentrockene „Body Language“. Langweilen könnt Ihr Euch wo anders – SERGEANT STEEL fahren hier eine riesengroße Bandbreite auf.

Und wieder haben die Jungs es geschafft, mich zu überraschen. Leider muss ich mich hier dem Klischee bedienen, dass SERGEANT STEEL mit ihrem neuen Album „Truck Tales“ ihr bisher bestes und vor allem komplettestes Werk abgeliefert haben. Austria Rocks! Und das ganz gewaltig!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Fight Fire With Fire
2. Backseat Lover
3. Dance Into The Light
4. Brotherhood
5. Voodoo Queen
6. Body Language
7. Pain In My Ass
8. Hunter
9. The Time Will Come
10. Nightmare

Stefan