SIX SILVER SUNS – As Archons Fall

Band: Six Silver Suns
Album: As Archons Fall
Spielzeit: 51:43 min
Stilrichtung: Groovy AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 22.10.2021
Homepage: www.facebook.com/sixsilversuns

 

SIX SILVER SUNS haben sich in meinem Postkasten verirrt, wer ist den das nie was von gehört. Die Band kommt aus Finnland also schon mal ein kleiner Anfang, zur Band gehören Markku Kuikka an Lead Vocals, Harri Petjakko und Toni Bite an Gitarren, Teo Lehto am Bass und Sammy Taberman an Keyboards und Janne Mannonen am Schlagzeug.

Geboten wird AOR der teils groovig oder mal ein wenig exotisch eingespielt wurde, dieses exotische erinnert mich an die ebenfalls aus Finnland stammenden BOYCOTT oder auch ZERO NINE mit einem Schuß THE POLICE. Bei groovig muss ich an QUEEN auf AOR, STYX oder auch eine riesen Portion softere CATS IN SPACE denken, eine durchaus delikate Mischung die sich in Natur besser anhört als auf dem Zettel zu lesen ist. Markku hat eine angenehme Stimme die gut zu der Spielweise des Rock passt, die Rhythmusfraktion leistet sich keine Patzer und überzeugt das Schlagzeug ist unspektakulär aber dennoch sauber eingespielt. Die Backing Vocals kommen als Bombastchöre richtig Fett aus der Anlage und erinnern an QUEEN oder auch mal an ABBA.

Mit “Lord Of The Southern Tower” geht die Reise in eine ferne Welt los, mit sehr starker POLICE Schlagseite, bei “To The Unknown” muss ich spontan an eine Kreuzung aus OMD, ICEHOUSE, STYX und CATS IN SPACE denken. “Children Of The Stars” würde sich gut in der Setlist von den Spacekatzen machen, “Fading By Light” ein geiler Rocker. “Sweet Promethean” sehr spacig, “Cosmic Bitter Blues” der Titel ist Programm ein bluseiger Song. “The Stranger” lässt alle genannten Vergleiche miteinander verschmelzen ein geiler Rocker mit viel Aaahhh und Ooohoo im Hintergrund, “Vultures Of Nevermore” kommt gut. “Edge Of Forever” ein flotter Rocker, “A Night Upon My Shoulders” lässt den Wahnsinn langsam auslaufen. “California Dreamin’” ein gut gemachtes Cover, müsste aber nicht sein, die Band hat es drauf interessantes Material zu schreiben und in der Lage dieses Material gekonnt mit einer unverbrauchten Frische einspielen zu könen.

Fazit:

Ein sehr interessantes Werk welches die Finnen vorlegen, Rock mit viel Bombast die Eier muss man erst mal haben mit den Einflüssen von QUEEN, STYX, BOYCOTT und ZERO NINE einen eigenen Sound zu kreieren der am Ende so gut klingt. Ich vergebe eine Bewertung von 8 als Bonus 0,5 Punkte für die Eier und den Exotenstatus ergibt am Ende eine 8,5.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lord Of The Southern Tower
02. To The Unknown
03. Children Of The Stars
04. Fading By Light
05. Sweet Promethean
06. Cosmic Bitter Blues
07. The Stranger
08. Vultures Of Nevermore
09. Edge Of Forever
10. A Night Upon My Shoulders
11. California Dreamin‘

Balle

LEVERAGE – Above The Beyond

Band: Leverage
Album: Above The Beyond
Spielzeit: 52:05 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 15.10.2021
Homepage: www.facebook.com/leverageofficial/

 

LEVERAGE schieben ihr fünftes Album in die Regale, können die Jungs überzeugen, das zeigt sich in den kommenden Zeilen. Zu den Jungs zählen Kimmo Blom am Mikrofon, Mikko Salovaara und Tuomas Heikkinen an den Gitarren, Sami Norrbacka am Bass, Marko Niskala an den Keys und Valtteri Revonkorpi am Schlagzeug.

Album eins von LEVERAGE war für mich ein Highlight, die Alben zwei und drei waren sehr gut das vierte war gut für mich nicht mehr so gut wie die ersten Alben. Was bringt Album #5? Es bringt Melodic Metal teilweise mit Folk-, Epic- oder Symphoniceinflüssen stark geboten. Die Vocals von Kimmo sind sehr gut geraten und geben sich keinerlei Blöße, die Gitarren sind wie gewohnt kernig, nicht zu weit im Vordergrund und bestens mit den Keys harmonierend. Die Drums kommen mit Schmackes aus den Boxen, die gesamte Produktion drückt ohne Ende und sorgt bei passender Lautstärke für freie Gehörgänge.

Alles im grünen Bereich, die Stimme, Instrumente und kraftvolle Produktion machen deutlich klar das LEVERAGE keine Gefangenen machen sondern punkten. Der Hörer kann sich auf eine musikalische Reise in den Norden Europas nach Finnland freuen und einstellen, typisch cool für Skandimusiker fehlerfrei geboten überzeugt Album #5 wieder mehr als der direkte Vorgänger.

“Starlight” fängt atmosphärisch an um nach den ersten Strophen voll los zu legen um mit Folkeinfluss ein Feuerwerk zu zünden, “Emperor” ein Melodic Monster und Highlight. “Into The New World” ein weiteres Highlight erinnert in den Stropfen an “The Spirit” von MAGNUM, “Do You Love Me Now” ein staubtrockener Rocker, ein wenig softer könnte er als AOR Song durchgehen. “Angelica” eine geile Powerballade mit viel Gefühl und starker Melodie, “Under His Eye” ein Highlight, am Anfang noch episch ab Minute 1:20 geht voll die Post ab ein flotter Powersong. “Falling Out Of Grace” ein weiteres Melodic Monster, “Galleria” ein Paradebeispiel für einen Melodic Metal Song, “Silence” ein saugeiler neun Minuten Song.

Fazit:

Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für Fans der Vorgängeralben, AXEL RUDI PELL, NIGHTWISH etc., ich vergebe eine Bewertung von 8,5 Punkten für diesen Melodic Brecher.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Starlight
02. Emperor
03. Into The New World
04. Do You Love Me Now
05. Angelica
06. Under His Eye
07. Falling Out Of Grace
08. Galleria
09. Silence

Balle