ROBIN MCAULEY – Standing On The Edge

Band: Robin McAuley
Album: Standing On The Edge
Spielzeit: 44 40 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.facebook.com/RobinMcAuleyRock/

 

Wo fängt man bei einem Künstler wie MCAULEY an, ab wann erwähnt man was, schlecht zu sagen. Also fangen wir an einige Stationen des guten Herrn MCAULEY zu nennen, angefangen bei Solo Alben, bei Bands und Projekten wie Frank Farians FAR CORPORATION, GRAND PRIX mit dem Disco Hit “Sout”, HAVEN, THE MCAULEY SCHENKER GROUP, MICHAEL SCHENKER FEST, THE MICHAEL SCHENKER GROUP, THE V-PROJECT, BLACK SWAN und Tribute Alben um nur einige zu nennen. Ist nun sein meines wissens zweites Solo Album erschiennen.

Unterstützt wurde Mr. MCAULEY neben Himself am Mikro von Andrea Seveso an Gitarren, Alessandro Del Vecchio an Bass, Keyboards und Backing Vocals, Nicholas Papapicco am Schlagzeug und als Gastgitarrist Howard Leese. Dieses Soloalbum wurde von Serafino Perugino dem Chef von Frontiers beaufsichtigt und geleitet, die Songs wurden von MCAULEY, Del Vecchio und der Unterstützung von Phil Lanzon, Howard Leese und Tommy Denander geschrieben. Die Produktion gibt keinen Anlaß zum mekern und hat ordentlich Dampf.

Geboten wird melodischer Hard Rock tief in den 80ern verwurzelt, mit viel Gespühr für Melodien und Eingängigkeit. Über allem anderen steht die einzigartige und ausdrucksstarke Stimme MCAULEYs und zeigt das er selbst in seinem Alter von 68 Jahren noch was drauf hat. Die Songs besitzen das richtigen Tempo und zeigen wie sehr guter Hard Rock zu klingen hat.

Den Anfang macht “Thy Will Be Done” ein kräftiger Stampfer, gefolgt vom Riffmonster “Standing On The Edge” dennoch gefühlvoll und eingägnig wie Sau. “Late December” ein gefühlvoller Melodic Happen fast schon Ballade, “Do You Remember” lässt der Sechsseitigen freilauf ein Rocker. “Say Goodbye” ein Highlight, “Chosen Few” geht auch als Highlight durch voll auf die 12. “Run Away” lässt sämtliche Taschentücher durch Tränen feucht werden, “Suppose To Do Now” 80s und nochmals 80s stark gemacht ein Highlight. “Wanna Take A Ride” kommt lässig daher, “Like A Ghost” 80s pur, “Running Out Of Time” gibt Vollgas.

Fazit:

Und wieder diese Erinnerungen an eine Zeit in der man in der Disse nicht einen 6er im Lotto investieren musste um sich volllaufen zu lassen, in der man an der Zapfsäule nicht gleich die Tanke mitkaufte, in der man noch mit dem PKW Führerschein einen 7,5 Tonner und ohne zusätzliche Fahrstunden mit Anhänger fahren konnte. An all dies und noch mehr erinnere ich mich wenn ich dieses Album höre, ich veregebe eine Bewertung von 9 Sternen für ein starkes Stück Musik.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Thy Will Be Done
02. Standing On The Edge
03. Late December
04. Do You Remember
05. Say Goodbye
06. Chosen Few
07. Run Away
08. Suppose To Do Now
09. Wanna Take A Ride
10. Like A Ghost
11. Running Out Of Time

Balle

SAVE THE WORLD – One + Two

Band: Save The World
Album: One
Spielzeit: 48:24 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.facebook.com/savetheworldband

 

 

 

Band: Save The World
Album: Two
Spielzeit: 55:14 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 07.05.2021

STW hauen als Debüt gleich einen Doppeldecker raus. Zu den fleißigen Weltrettern gehören Dan Tracey an Mikro, Gitarren, Keys und Drums, Robert Wright an Bass, Gitarren, Keys, Drums und Cellos, Jon Wysocki an Drums auf “One”. Zusätzliche als Gastmusiker auf “One” waren Joey Hodge an Piano, David Albro an Bass, Todd Cooper an Saxophon, Deena Bistodeau an Violine und Alan Parsons als Sprecher bei “Circus Maximus” dabei.

Für eine drei bzw. ab “Two” zwei Mann Truppe kommt sehr gut hörbarer Hard Rock auf den Teller, die Songs haben Drive und kommen mit schmackes aus den Quadral Boxen. Mit “One” konnten STW im Untergrund mächtig für Wirbel sorgen, mit Recht der Sound geht in etwa Richtung BEATTLES, TOM PETTY und ELO auf Hard Rock, DEF LEPPARD und INGLORIOUS mit hier und da Moderner Auslegung. Hauptsongschreiber Dan Tracey beweist ein gutes Händchen für eingängige Songs und man merkt das er genug Erfahrung besitzt um sehr gute Songs zu schreiben. Das Duo Tracey und Wright harmonieren wie ein über Jahre eingespieltes Paar, die Songs gefallen einem auf Anhieb.

Auf Album “One” können folgende Songs überzeugen “Bleed”, “Cosmic Con”, “In Pieces”, “Circus Maximus”, “Let Love Win”, dass obercoole “This Little Pill”, das an die BEATTLES erinnernde “Cecilia Weiss”, “Princess And Thieves” cooler geht fast nicht.

Auf Album “Two” gefallen besonders “Camera Obscura”, “Bones”, “Miss Muse” lässig wie Sau, “Daphne Blue”, “Man On An Island”, “Denslow Park”, “Illuminati” und “Who’s That Girl”.

Die nicht aufgeführten Songs sind im sehr guten oberen Durchschnittsbereich knapp unter sehr gut ein zu ordnen.

Fazit:

Ein durchaus sehr gut gelungener Doppelpack mit guten bis sehr guten Hard Rock Songs die noch nicht über die ganze länge eines Albums das Niveau der aufgezählten Titel halten können. Aber der Ansatz ist aller Ehren wert und sehr gut geraten deshalb vergebe ich eine Bewertung von 8,5 Sternen.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste: One

01. Bleed
02. Comic Con
03. In Pieces
04. Circus Maximus
05. Let Love Win
06. This Little Pill
07. I Wish
08. Black Pearl
09. Cecilia Weiss
10. Princess And Thieves
11. CERN
12. The Light

Trackliste: Two

01. Camera Obscura
02. Bones
03. Miss Muse
04. Defenders Of The Faith
05. Daphne Blue
06. When Amanda Hits The Stage
07. Man On An Island
08. Longer
09. Denslow Park
10. Automaton
11. Illuminati
12. Who’s That Girl

Balle

ISSA – Queen Of Broken Hearts

Band: Issa
Album: Queen Of Broken Hearts
Spielzeit: 41:22 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 13.03.2021
Homepage: www.facebook.com/issa.oversveen

 

ISSA is Back, mit ihrem sechsten Album, wobei Album #3 ein sehr glungenes Coveralbum war, ist dies das fünfte Album. Zum Lineup außer ISSA am Mikro gehören Simone Mularoni an Gitarren, Andrea Torricini am Bass, Alessandro Del Vecchio am Keyboard und Marco Di Salvia an den Drums.

Was kann man über ISSA schreiben, interessante Stimme jepp Check die hat sie, interessante Songs jepp Check das bietet die Dame schon seit ihren Anfängen. Ein interessantes Album jepp Check das Album #6 dreht sich im Player. Laut fauchende Gitarren jepp Check die hat das Album, Keyboardteppiche ebenfalls jepp Check das kann man hören und Drums die aus allen Rohren feuern jepp Check sind vorhanden. Die Ausrichtung des Sounds doppeljepp Check astreiner Melodic Rock mit einer bestens aufgelegten ISSA am Mikrofon. Verlernt hat die Junge Dame nichts, es thront immer noch ihre voluminös kraftvolle Stimme über den Songs und macht dieses Album zu einem Highlight. Der Sound ist irgendwo bei den Vorgängern, VEGA, ECLIPSE, NORDIC UNION und RONNIE ATKINS angesiedelt. Und eins gleich vorweg das Ding macht beim hören ordentlich Laune und Spaß. Ein muss für jeden Anhänger dieser Musikrichtung und der erwähnten Bands, für Neueinsteiger ein Beispiel wie sich gute Rockmusik anhören sollte, jepp Check genau so.

Mit “Angels Calling” wird eröffnet ein starker Melodic Rocker, es folgt “The Way Out” mit geilen Gitarrenläufen. “The Night It Rained Forever” geht in die selbe Richtung wie Song eins und zwei, “I’m Here To Stay” glänzt mit abgefeuerten Bassläufen, mit “Blue” kommt eine langsame Ballade auf den Tisch. Mit “Queen Of Broken Hearts” kommt wieder Tempo in die Bude, “Derive” ist mir vom Riffing her zu schräg eher Durchschnitt. “Without Love” kommt besser in die Gänge, mit “Wait For Love” wird wieder ein Highlight gestartet. “After The Rain” zündet ein Feuerwerk der guten Laune, “Die For A Life With You” zündet auch sofort ein Rocker.

Fazit:

Die junge Dame aus Norwegen ISSA meldet sich eindrucksvoll zurück, kann bis auf einen Durchhänger voll und ganz überzeugen. Da ein Durchhänger vorhanden ist vergebe ich eine Bewertung von 8,5 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Angels Calling
02. The Way Out
03. The Night It Rained Forever
04. I’m Here To Stay
05. Blue
06. Queen Of Broken Hearts
07. Derive
08. Without Love
09. Wait For Love
10. After The Rain
11. Die For A Life With You

Balle

PRIDE OF LIONS – Lion Heart

Band: Pride Of Lions
Album: Lion Heart
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.aprideoflions.com

 

POL veröffentlichten ihr sechstes Studioalbum seit 2003, dass erfreulichste zuerst, es hat sich nichts geändert, die Band bietet immer noch den Catchy und Zuckersüßen AOR wie schon seit dem Debüt. Durch die Beteiligung von Jim Peterik erinnert POL an die Heroes von SURVIVOR, POL schliessen die Lücke die SURVIVOR hinterlassen haben.

Außer JP an Gitarren, Keys und Vocals, sind noch dabei Goldkehle Toby Hitchcock am Mikro, Mike Aquino an Gitarren, Klem Hayes und Kevin Campbell am Bass, Collin Peterik am Schlagzeug. Alles in allem können POL auf ganzer Linie überzeugen und legen ein Brett vor was sich gewaschen hat.

Als vergleich kann man außer SURVIVOR noch JP solo, die Soloalben von Toby Hitchcock sehen. Mit “Lion Heart” mein Favorit, “We Pay For Free”, “Carry Me Back”, “Good Thing Gone”, “Flagship”, “Give It Away” und “You’re Not A Prisoner” lassen POL gleich mal sieben Highlights auf die Hörer los. “Heart Of The Warrior”, “”Sleeping With A Memory” und “Rock & Roll Boom Town” sind drei sehr starke AOR Rocker und mit “Unfinished Heart” und “Now” wird die Balladenfraktion bestens bedient.

Fazit:

Ein starkes AOR Album von POL, was nicht anders zu erwarten war. Zwölf AOR Granaten die JP auf die Rockgemeinde loslässt, besser geht kaum. Ich vergebe eine 9 für dieses Granatenteil.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lion Heart
02. We Play For Free
03. Heart Of A Warrior
04. Carry Me Back
05. Sleeping With A Memory
06. Good Thing Gone
07. Unfinished Heart
08. Flagship
09. Give It Away
10. Rock & Roll Boom Town
11. You’re Not A Prisoner
12. Now

Helmut

VEGA – Grit Your Teeth

Band: Vega
Album: Grit Your Teeth
Spielzeit: 42:36 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.06.2020
Homepage: www.facebook.com/OFFICIALVEGA/

Heute erscheint das neue und sechste Album von VEGA, mit dem selben Linup wie beim Vorgänger Album wird kräftig drauf los gerockt das sich die Balken biegen. Elf Songs die es in sich haben oder auch nicht, werde ich noch genauer erläutern. Seit ich VEGA auf dem H.E.A.T. Live Gesehen habe, gefallen mir die Alben von ihnen noch besser als voher, den diese Band ist nicht nur im Studio eine Macht sondern auch auf der Bühne wird geliefert und gerockt das es nur so rappelt.

CD in den Player und dann auf Play gedrückt, als erstes Entäuschung von “Blind” und “(I Don’t Need) Perfection”. Nach dem dritten hören hat es dann Bumm gemacht oh ja das sind typische VEGA Songs intensiver, härter und ein wenig düsterer als man es von den Jungs von der Kanalinsel gewohnt ist. Nach diesem dritten mal ist die Enttäuschung wie weggebalsen. Bei “Grit Your Teeth” kommen die typischen Trademarks von VEGA wieder hervor, Melodie mit einem bestens aufgelegtem Shouter ein Highlight. “Man On A Mission” kommt wieder ein wenig schräg daher aber dennoch stark gemacht, “Don’t Fool Yourself” ist wieder ein echtes Highlight ein potentieller #1 Hit. “Consequence Of Having A Heart” wieder ein Highlight, schleppend aber ein weiteres Highlight besonders der Refrain ist eingängig und stark geraten gehört zu den besten Songs des Albums, errinnert im Refrain ein wenig an NEW ORDERS “True Faith”. “This One’s For You” hätte genau wie sein Vorgänger auf jedem der ersten fünf Alben mehr als nur eine sehr gute Figur abgegeben. “Battles Ain’t A War” kommt sehr melancholisch rüber und regt zum Nachdenken an vom Aufbau balladesk aber dafür zu intensiv, “Save Me From Myself” kommt wieder flotter rüber ein VEGA typischer Midtempo Song. Mit “How We Live” feuern die Boys wieder ein Highlight raus, “Done With Me” gehört auch wieder zu den Highlights ein VEGA Rocker wie er nur von VEGA geboten werden kann.

Fazit:

Ein VEGA Album mit holprigem Start, der sich nach mehrmaligem anhören als doch sehr gelungenem Einstieg entpuppt. Ich bin mir nicht sicher aber VEGA können nicht durchschnittlich oder schlecht, bei VEGA kommt nur Geile Kost auf die Konserve das es mir Schleierhaft ist wo die Jungs diese Geilen Ideen und Melodien her zaubern. Von mir gibt es eine 9,5 für dieses SCHWEINEGEILE Album.

Anspieltipps:

Das gesamte Album anhören und Spass haben Punkt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blind
02. (I Don’t Need) Perfection
03. Grit Your Teeth
04. Man On A Mission
05. Don’t Fool Yourself
06. Consequence Of Having A Heart
07. This One’s For You
08. Battles Ain’t A War
09. Save Me From Myself
10. How We Live
11. Done Wigh Me

Helmut

SMACKBOUND – 20/20

Band: Smackbound
Album: 20/20
Spielzeit: 40:43 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.06.2020
Homepage: www.smackbound.com/

Die nächste Metal Sensation erscheint am 12. Juni über Frontiers und kommt wie soll es auch fast anders sein aus Finnland. Laut Promoinfo wurden die Songs von der Band geschrieben. Die Band besteht aus Netta Laurenne (v.), Teemu Mäntysaari (g.), Tuomas Yli-Jaskari (b.),Vili Itäpelto (k.) und Rolf Pilve (d.) die schon in anderen Bands aktiv waren, wie z. B. WINTERSUN, STRATOVARIUS, TRACEDAWN und THE DARK ELEMENT, also keine Neulinge im Business.

Zu hören gibt es kommerziellen Metal mit viel Melodie, starken Femal Vocals und genug Drive im Sound. Die Stimmer von Netta Laurenne hat einmal Ähnlichkeit mit Amy Lee von EVANESCENCE, dann wieder mit MARTINA EDOFF, kann in jeder Hinsicht voll und ganz überzeugen und beherrscht zudem auch das Metalshouting, gefällt mir aber mit klassichem Gesang besser. Die Instumentierung macht ebenfalls alles richtig und überzeugt auch ohne schwächen zu zeigen. Die Produktion ist auf einem hohen Niveau, der Sound hat Druck und bläst nicht nur den Staub aus den Lautsprechern.

Man kann dieses Debüt mehr als gelungen bezeichnen, vergleichbar irgendwo zwischen NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION und EVANESCENCE, alle Songs sind eingängig und gut hörbar.

Fazit:

Dieses Debüt bekommt von mir eine Wertung von 8,5 Punkten, das Rad wird nicht neu erfunden und es wird nichts neues geboten aber bewährtes sehr gut hörbar und eingängig wie Sau präsentiert.

Anspieltipps:

“Wall Of Silence”, “Drive It Like You Stole It”, “Run”, “Hey Motherfuckers”, “Date With The Devil” und “Wind And Water”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wall Of Silence
02. Drive It Like You Stole It
03. Close To Sober
04. Run
05. The Game
06. Those Who Burn
07. Hey Motherfuckers
08. Troublemaker
09. Date With The Devil
10. Wind And Water

Helmut

TREAT – The Road More Or Less Traveled

Band: Treat
Album: The Road More Or Less Traveled
Spielzeit: 71:15 min
Stilrichtung: Melodic Rock, AOR
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.facebook.com/treatofficial/


Wer vom Frontiers Rock Festival in Mailand noch nichts gehört hat, dem sei es hier gleich zu Anfang wärmstens ans Herz gelegt. Das Festival des gleichnamigen Labels fand dieses Jahr zum vierten Mal statt und steht bis jetzt auf meiner persönlichen Liste der spaßigsten Veranstaltungen 2017 ganz klar auf Platz 1. Umso mehr freut es mich über ein Album schreiben zu dürfen, welches beim letztjährigen Frontiers Festival aufgenommen wurde: TREAT mit ihrem am 21.04.2017 erschienenen Live-Album „The Road More Or Less Traveled“. Ein besonderes Schmankerl für H.E.A.T-Fans ist natürlich, dass sich Jona Tee u.a. bei dieser Show die Ehre am Keyboard gibt.

Kurz vor der Aufnahme des Konzerts am 23.04.2016 erschien Treat’s jüngstes Album „Ghost Of Graceland“, mit dessen Titelsong sie auch gleich eröffnen und im Laufe der Show noch drei weitere Songs spielen („Better The Devil..“, „Do Your Own Stunts“, „Endangered“). Ganze vier Songs des Vorgängeralbums „Coup De Grace“ haben es ins Live-Set geschafft: „Papertiger“, „Roar“, „Skies Of Mongolia“ und „We Own The Night“. Ansonsten bleiben die Schweden beim Altbewährten, ein sehr ausbalanciertes Set aus alt und neu also. Mit „World Of Promises“, „Get You On The Run“ und „Ready For The Taking“ sind auch ihre absoluten Klassiker dabei. 
Soundmäßig lässt die Aufnahme keine Wünsche offen, das Publikum ist kaum zu hören, der Sound ist warm und lebhaft. Sänger Robert Ernlund hat über die Jahre nichts an Stimmqualität eingebüßt und die Backing Vocals und der Sound der Instrumente bilden einen genauso angenehmen, präsenten und gleichzeitig leichten Geräuschteppich wie auf den Albumaufnahmen, deshalb vergisst man auch regelmäßig, dass es sich hier um Live-Aufnahmen handelt. 

Wie schon gesagt, bietet das Live-Album eine gleichmäßige Mischung aus TREATs alten und neuen Liedern. Persönlich hätte ich mir noch die ein oder andere ältere Perle wie „Party All Over“ gewünscht, aber man kann schließlich nicht alles haben. Überhaupt sind TREAT eine Band, deren neue Alben sich durchaus sehen lassen können und deswegen sollte man sich dieses Album auf jeden Fall anhören. Es gibt auch noch eine DVD dazu, bei der die Live-Stimmung noch besser rüberkommt!

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Ghost Of Graceland        
02. Better The Devil
03. Nonstop Madness
04. Ready For The Taking
05. Papertiger
06. Do Your Own Stunts
07. Endangered
08. Gimme One More Night
09. We Own The Night
10. Roar
11. Get You On The Run
12. Conspiracy
13. Skies Of Mongolia
14. World Of Promises

Lotta
 

ONE DESIRE – ONE DESIRE

Band: One Desire
Album: s/t
Spielzeit: 44:01 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music srl
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.onedesire.net


Schon seit der ersten Single ‚Hurt’ wurde ich vor Vorfreude von innerlichen Kreischanfällen geplagt, sobald ich an die Veröffentlichung von ONE DESIRE’S selbstbetitelten Debutalbum dachte. Die Erwartungen waren also riesig und hier kommt nun die Review zu dem ersehnten Stück der Finnen. 
Erstmal jedoch ein bisschen zur Band: Schon 2012 fing Schlagzeuger Ossi Sivula an Bandmitglieder für ein neues Projekt, damals noch mit Namen OD, zu suchen. Nach einigem personellen Hin-und Her, Songs schreiben, Demos aufnehmen etc. fand sich 2016 schließlich das endgültige Line-up mit André Linman (Gesang), Jimmy Westerlund (Gitarre), Jonas Kuhlberg (Bass) und besagtem Ossi Sivula (Schlagzeug). Mitte 2016 fühlte sich die Band schließlich auf dem richtigen Weg ihr Album aufzunehmen und nun, Anfang 2017, liegt uns der Melodic Rocker also vor.

Los geht es mit dem hymnenartigen ‚Hurt‘ und deutlichem 80er Vibe, danach das etwas reduziertere ‚Apologize‘. ‚Love Injection‘ hat mich im ersten Moment etwas an RECKLESS LOVE erinnert (vielleicht wegen des Titels), stellte sich dann als sehr radiotauglicher moderner Rocker heraus. ‚Turn Back Time‘ wie auch das spätere ‚Buried Alive‘ glänzt als ECLIPSE-artige Nummer, vor allem ‚Buried Alive‘ ist eine Stufe härter als die anderen Songs des Albums. ‚Falling Apart‘ ist einer der zwei Balladen des Albums mit einem Rythmus und Refrain to die for, harmonisch ohne Ende. Flotter geht es weiter mit ‚Straight Through The Heart‘ und schließlich kommt ein weiterer Song, der vorher als Single erschien: ‚Whenever I’m Dreaming‘. Wer da nicht mindestens ein bisschen mitwippt und das Radio aufdreht hat einfach kein Herz. ‚This Is Where The Heartbreak Begins‘ lässt das Album ruhig ausklingen und erinnert u.a. wegen des Pianos, wie auch schon ‘Whenever I’m Dreaming’ an JIMI JAMISON. 

An sich haben wir es hier mit astreinem, modernen Melodic Rock zu tun. Die raffinierten Melodien, mitreißenden Refrains und zugänglichen Texte mit einem Hauch Melancholie bleiben im Kopf hängen und sind nur schwer wieder herauszubekommen. Favoriten hier zu finden ist extrem schwer, weil man sich einfach das ganze Album anhören sollte. Dennoch ein Versuch: ‚Whenever I’m Dreaming‘, ‚Buried Alive‘, ‚Hurt‘, ‚Falling Apart‘. Vor allem Freunde von ECLIPSE, BROTHER FIRETRIBE, H.E.A.T und überhaupt Melodic Rock/AOR sollten sich dieses Album nicht entgehen lassen. 


WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Hurt
02. Apologize
03. Love Injection
04. Turn Back Time
05. Falling Apart
06. Straight Through The Heart
07. Whenever I’m Dreaming
08. Do You Believe
09. Buried Alive
10. This Is Where The Heartbreak Begins

Lotta