MAD DOGS – The Future Is Now

Trackliste:

01. The Future Is Now
02. Go Ahead (Don’t Give Up)
03. It’s Not Late Tonight
04. Stoker
05. Black Sheep
06. No Way To Come Back
07. Don’t Bend Over
08. Nothing To Lose
09. Be Your Number
10. No More Lies
11. Switch Up My Time

Spielzeit: 42:27 min – Genre: Groove Rock – Label: Go Down Records – VÖ: 05.09.2025 – Page: www.facebook.com/maddogsrnr/

 

MAD DOGS ein italienisches Quartett beehrt die Hörerschaft mit ihrem dritten Album. Laut Promoinfo soll der Sound von MAD DOGS aus einer wilden und ungezügelten Mischung aus Garage Rock, Action Rock und Proto-Punk bestehen, was sich entweder als Totalschaden herausstellt oder sich durchaus interessant anhören könnte. Also kann man gespannt sein was die vier Italo-Rocker auf ihren elf neuen Songs zu bieten haben.

Nach einigen Besetzungswechseln seit Gründung von MAD DOGS, kam Stabilität ins Line Up und besteht aus Marco Cipolletti an Mikro und Gitarre, Luca Zenobi an Gitarre, Simone Mosciatti an Bass und Giacomo Zepponi an den Drums. Als zusätzliche Musiker werden Nicola Bagnoli und Steve Martini an den Tasten angegeben. Die Stimme von Marco klingt angenehm und passt sehr gut zum Groove Rock von MAD DOGS und erinnert mich an eine Mischung aus Nicke Andersson von THE HELLACOPTERS und The King von MÄRVEL, was sich zugegeben sehr gut anhört. Allerdings kommt es einem beim hören so vor als ob die Stimme zu weit nach hinten gemischt wurde und so nicht voll zur Geltung kommen kann. Die Gitarren fahren das volle klassische Groove Brett auf und überzeugen mit geilen Riffeinlagen in genau der richtigen Lautstärke und Dosis an Härte. Schöner kann man Classic Riffs fast nicht raus hauen, es sei den man heißt THE HELLACOPTERS oder MÄRVEL die noch ein gutes Stück mehr Schmackes rüber bringen können. Der Bass kommt als gleichberechtigter Partner der Gitarren durch und sorgt für die tiefen Töne am Gebälk. Die Drums sind auch wie die Stimme zu weit nach hinten gemischt, wären beide einen Deut weiter im Vordergrund würde das Gesamtbild runder wirken und deutlich mehr wumms haben. Die Produktion klingt verwaschen und die Höhen und vor allem die Becken sind so gut wie komplett, durch das komprimieren, kastriert. Da hätte mehr drin sein können als dieser verwaschene Sound der eher wie ein Brei wirkt.

Der Stil von den MAD DOGS klingt mehr als nur interessant, da hat die Band echt gutes Material am Start. Ob nun die Bezeichnung des Genres Groove Rock hinkommt oder doch Classic Rock kann ich nicht beantworten, es liegen beide sehr nahe beieinander. So rocken sich die vier durch die elf Songs und lassen oftmals die Gedanken in die wilden 70er abschweifen, was durchaus kein Nachteil sein soll. Als groben Vergleich kann man STARMEN ohne KISS Vibes, ROLLING STONES, DAVID BOWIE, SMOKIE und SLADE sowie SWEET ohne Glamfaktor heranziehen, doch die meisten Berührungspunkte weisen die Jungs mit THE HELLACOPTERS auf. Richtisch geilen Classic Rock gibt es nicht mehr so oft der so einen Groove besitzt, also nach Ende des Albums noch mal auf die Play Taste gedrückt und gedanklich in die 70er abgetaucht.

Mit einer Produktion die den Sound noch zwei Stufen höher stellt wäre mehr in der Bewertung drin gewesen, so bleibt eine gute bis sehr gute Bewertung für ein Stück Classic Rock N Hard Roll, der Charme besitzt. Auf jeden Fall haben die MAD DOGS den perfekten Soundtrack für eine sommerliche Grillfeier unter Freunden und auch Bikertreffen am Start.

„The Future Is Now“ ein geiler Classic Rocker mit Drive, „Go Ahead (Don’t Give Up)“ die MAD DOGS machen da weiter wo der erste Song aufgehört hat. „It’s Not Late Tonight“ drückt sich mit Hochdruck ins Gedächtnis, „Stoker“ der Song fürs Radio und vielleicht auch Tanzfläche – kommt mit geilem Bass Solo. „Black Sheep“ hier kommt der Punk Einfluss voll durch, „No Way To Come Back“ das Tempo wandert wieder in normale Gefilde. „Don’t Bend Over“ hier bewegen sich die Gitarren wieder mit Punk Vibes, „Nothing To Lose“ und hier ist gleich das zweite Highlight – ein Groove Rocker bester Sorte. „Be Your Number“ könnte bei Airplay für einen Bekanntheits Schub sorgen, „No More Lies“ es regiert Pedal to the Metal, „Switch Up My Time“ zum Schluss kommt noch ein Hit der überzeugen kann.

Balle

JUNKYARD DRIVE – Look At Me Now

Trackliste:

01. Somewhere To Hide
02. Shoot From The Hip
03. Tearaway
04. Black Wolf
05. Beauty Fool
06. Blood Red Sky
07. Saw You Hanging There
08. The Tide Is High
09. Pipe Down
10. Afterglow

 

Spielzeit: 42:14 min – Genre: Asskickin’ Rock N Hard Roll – Label: Mighty Music – VÖ: 01.03.2024 – Page: www.facebook.com/junkyarddriveofficial

 

JUNKYARD DRIVE sind Back, dass mit einem lauten Überschallknall der mehrmals den Erdball umrundet und sich dabei selbst im luftleeren Raum des Alls bis zur Sonne ausbreitet. Wer diesen Knall nicht vernimmt ist selber Schuld und verpasst ein Highlight, denn was die Dänen auf den Hörer loslassen ist einfach nur Fucking Bad Asskickin‘ Rock N Hard Roll der besseren Sorte mit sehr viel Groove, Hooks und Dreck, sehr viel Dreck, Rotz und Versautheit kommt das High Energie Gebräu aus den Boxen gedonnert und bläst einem sämtliche Haupt- und Gesichtsbehaarung aus den Wurzeln. Mit diesem Album zaubern Mighty Music mit JUNKYARD DRIVE einen echten aus dem Ärmel, dieser echte sorgt für Alarm an der Front.

Zu den Rotzrockern gehören am Mikrofon Kris(tian Johansen), Oliver Hartmann und Kristoffer Kristensen an den Gitarren, Sjus am Bass und Claus (Munch) an der Schießbude. Vom Label empfohlen für Fans von THE HELLACOPTERS, RIVAL SONS und DANKO JONES, dies trifft nicht wirklich zu. Bei THE HELLACOPTERS und DANKO JONES gehe ich mit nur bei RIVAL SONS nicht. Ich würde sogar noch einige mehr dazu nehmen wie etwa die Aussie Rocker von AC DC, AIRBOURNE, AB CD, RHINO BUCKET, dass Debüt von ASPHALT BALLET, ASPHALT VALENTINE, BEAR BONE COMPANY, KICKIN VALENTINA und all die ganzen vorlauten halbstarken Rotzlöffel aus der letzten Bankreihe in der Schulklasse. Genau so lässt sich der Sound am besten um- und beschreiben. Mal mit mehr Blues oder weniger kommt eine Retrowelle nach der Anderen aus dem Äther und verbreitet bei Hörern wie mir gute Laune. Es handelt sich nicht um eine Kopie sondern eine Krawalltruppe die in derselben Liga wie die erwähnten spielen. Für eine Kopie, Coverband oder Klon sind die Dänen zu gut als das man sie so nennen könnte.

Kris bewegt sich von der Stimme bei einem jungen Jimmy Barnes, Ron Keel in den Mitten und Tiefen aber auch JOE BONAMASSA, wenn er hochgeht ein klein wenig bei Alexander Strandell oder JAMES BLUNT und bei allem mit sehr viel Dreck von Gary Jeffries, einfach die Idealbesetzung für den Job am Mikrofon. Die Gitarren sind, ja wie schreibt man das am besten wenn die voll in die Fresse gehen und ohne Umwege und Ansage alles bügeln was im Weg steht, ich denke mal genauso. Der Bass haut rein und die Drums zerschmettern alles, angefangen bei Klöten und hören beim Wasserstand der Ozeane nicht auf. So intensiv ist der Sound, die Produktion ist so trocken wie der Wüstensand in der Sahara und klingt fast nach Retro Röhrenamps. So haben JUNKYARD DRIVE ein Album am Start das für Rocker aller Art geeignet sein sollte, auf einem Biker Treffen als Stimmungskanone geradezu prädestiniert zu sein scheint. In den 80ern wäre die Mehrzahl der Songs auf diesem Album neben AC DC, BON JOVI, DEF LEPPARD, DIO etc. in den Discos und Partys auf und ab gespielt worden. Ich glaube ich sollte mir die Vorgänger auch nochmal bei voller Lautstärke reinpfeifen, macht die Birne frei. Einen Wermutstropfen finde ich die Party ist leider nach ausreichenden aber dennoch zu kurzen 42 Minuten zu ende.

„Somewhere To Hide“ verpasst einem gleich am Anfang eine dermaßene Stereowatschn das man nicht weiß soll der Kopf nach links oder rechts kippen, „Shoot From The Hip“ verwüstet alles was vor die Lautsprecher hüpft und ist bestes Disco sowie Radiofutter. „Tearaway“ flott, hart, flottärter JUNKYARD DRIVE, „Black Wolf“ hier wird Dampf aus der Nummer genommen um durchatmen zu können. „Beauty Fool“ fängt schräg an und geht dann voll ab wie eine Chili im Hintern, „Blood Red Sky“ ein attraktiver brachial Rocker mit viel Blues in der Unternote. „Saw You Hanging There“ hätte nicht nur stimmlich von JOE BONAMASSA sein können, „The Tide Is High“ gibt wieder den Bulldozer Song, unter Volldampf geht es über alles was nicht aus dem Weg geht. „Pipe Down“ geht wieder als Highlight durch, besser geht es nicht, „Afterglow“ geht an die Kuschelfraktionen dieser Welt.

Balle