SISTER – The Way We Fall

Trackliste:

01. The Way We Fall
02. Howling Hell
03. Tanz der Toten
04. Blood Sacrifice
05. Let Me Be Your Demon
06. Blinded And Buried
07. Rose Red
08. Die To Live
09. Mortal Sin
10. When She Dies


Spielzeit:
35:56 min. – Genre: Heavy Metal – Label: Icons Creating Evil Art – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.sisterofficial.com

 

Nächstes Jahr feiern SISTER bereits ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Doch schon jetzt bekommen die Fans ein richtig großes Geschenk. Denn mit „The Way We Fall“ steht das mittlerweile fünfte Album der schwedischen Sleaze/Punk/Metal-Formation an. 2006 begannen Drummer Cari Crow, Gitarrist Dani, Bassist Rikki Riot und Sänger Jamie Anderson noch eher zaghaft mit ihrer Version von Achtziger-lastigem Sleaze Rock. Nach ein paar Demos – bei denen unter anderem einige Mitglieder von CRASHDIET involviert waren – wurde die musikalische Ausrichtung korrigiert. Fortan war nix mehr mit kunterbunten Klamotten, die Farbe schwarz zog ein in den Bandsound der Schweden, in die Texte und überhaupt wurde das ganze Image neu abgesteckt. Sänger Jamie klang härter, die Gitarren wurden tiefer gestimmt und der Sound wurde metallischer.

Die erste offizielle EP nannte sich dementsprechend „Deadboys Making Noise“, sie wurde 2009 veröffentlicht. Zwei Jahre später erschien mit „Hated“ ihr erstes Langspielalbum. Seitdem hat sich viel getan im Lager von SISTER. Einige Besetzungswechsel blieben nicht aus und im Laufe der Zeit steigerten sich sowohl Härtegrad der Musik als auch deren Güte. Mit ihrem bis dato letzten Dreher „Vengeance Ignited“ von 2021 haben SISTER ihr Meisterwerk abgeliefert. Mit fünf grandiosen Singles hatte es einiges zu bieten. Dass das äußerst schwer zu toppen werden würde war sicher allen klar. Auf „The Way We Fall“ haben die Schweden erneut an ihrem Sound geschraubt, er ist noch etwas theatralischer geworden, der Soundteppich noch dichter gewebt, die Intensität noch ein Stückchen höher (geht das überhaupt?). Aktuell besteht die Band aus Gründungsmitglied Cari Crow, dem kurz darauf hinzugestoßenen Sänger Jamie Anderson sowie Bassist Freddan Hiitomaa, der 2020 von den DUST BOWL JOKIES zu SISTER wechselte und Gitarrist Axl Ludwig, der neu an Bord ist.

Vorab konnten die Fans (inklusive mir) gleich vier Songs begutachten. Den Anfang machte gleich der Titeltrack, ein knallharter SISTER Song angereichert mit mystischem Video und theatralischem Refrain. „Blood Sacrifice“ schlug in die gleiche Kerbe mit den wohl rotzigsten Vocals die Jamie je ins Mikrofon geschrien hat. Getoppt wird die Nummer von einem melodischen Refrain, der fast wie Balsam erscheint ob der vorangegangenen Ergüsse. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass SISTER hier ein ganz heißes Süppchen kochen. Und die Ballade (ja, Ihr lest richtig) „Let Me Be Your Demon“ ist ja wohl ganz großes Kino – das Thema Suizid ist zwar nicht unbedingt die typische Wahl für eine Ballade, aber SISTER liefern mit der schwedischen Pop-Diva LINDA VARG als Gastsängerin eben auch nicht die typische Ballade ab. Kurz vor Halloween gab es mit „Tanz der Toten“ den nächsten Schlag auf die zwölf. Zum Gruselfest wurde eine „Haunted Version“ veröffentlicht, die allerdings nicht auf dem Album zu finden ist.

Wer denkt, SISTER haben für die Vorab-Singles bereits ihr ganzes Pulver verschossen, der irrt gewaltig. Mit „Mortal Sin“ gibt es einen weiteren Hit, der in einem fast schon poppigen Refrain gipfelt. „Die To Live“ hat ebenfalls viel Melodie, aber eben auch die typischen SISTER-Trademarks. „Blinded And Buried“ sowie „Howling Hell“ sind weitere Anspieltipps.

Was bleibt als Fazit? Es ist eigentlich alles gesagt. „The Way We Fall“ ist wütend, wuchtig und einfach wahnsinnig gut – ein Pflichtkauf und der Eintrag in meine Top 10 2025 ist auch schon getätigt!

Stefan

IN VIRTUE – Age Of Legends

Trackliste:

01. Ascent Glorious
02. Sisyphus Awakening
03. Karma Loop
04. Push That Rock
05. Purgatory
06. Exposed
07. Scream
08. Where The Edges Meet
09. Gunslingers Of The New American Desert
10. Desolation Throne
11. Thoughts In Freefall
12. The River
13. Tempus Fugue
14. Descent Limitless

Spielzeit: 50:44 min – Genre: Progressive Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/invirtue

 

„Eigenveröffentlichung“ kann ja immer so einiges bedeuten. Wenn es um Progressive Metal geht, horche ich aber gerne mal auf bei dem Wort, da so manche Band in dem Genre, die sich nicht an ein Label bindet, doch stattdessen ihre Chance wahrnimmt, sich ordentlich auszutoben und „Progressive“ nicht nur als Synonym für „klinisch gelutschter 27/8el-Takt“.
Nun, IN VIRTUE machen Progressive Metal ohne Label. Mit ihrem inzwischen dritten Album „Age Of Legends“ melden sich die Kalifornier nach 13 Jahren zurück, und diese Meldung fällt doch interessant aus. Was schonmal höchst interessant ist: Bei 14 Songs kommt die Platte auf 50 Minuten, in der Zeit schaffen andere Prog-Bands gerade mal fünf Tracks. Und das liegt nicht groß an diversen kurzen Zwischenspielen. Nein, die Songs auf „Age Of Legends“ sind einfach zweieinhalb bis fünf Minuten lang, plus ein Achtminüter und ein kurzes Intro und Outro. Ist nicht das normale, aber normal ist ja auch langweilig.
Musikalisch ist Album #3 des Quartetts am ehesten Progressive Metal der neueren Schule. Gerade die Rhythmus-Arbeit ist nicht selten Modern Progressive Metal, aber nicht in totproduziert, sondern einfach in präzise gespielt, was den Ding sound-technisch Leben und Handgemachtheits-Gefühl gibt. Dafür ist der Sound jetzt auch nicht 100%ig ausdefiniert, geht aber vollkommen klar.
Zwischendurch kann „Age Of Legends“ aber auch anders, und wagt eine Vielzahl von kleinen Experimenten. Von fettem Orchester über chillige Southern-Rock-Vibes, Western-Atmosphäre, Blastbeats, Growls, LoFi-Klavier und Keyboardsoli bis hin zu eingängigen Refrains, redundanter Wiederholung des immer selben Satzes über einen kompletten Song hinweg, Power-Metal-Uptempo und ganz schwerem Geschleppe probieren IN VIRTUE sich ohne Limits aus.
Was die einen als Wundertüte bezeichnen, mag für die anderen ein „alles an die Wand werfen und schauen, was kleben bleibt“ sein. Vielseitig ist „Age Of Legends“ aber so oder so, und noch auf einem Level, auf dem es hier und da „all over the place“ ist, aber nur selten zu viel des Guten wird – in meinen Augen, da hat jeder eine andere Toleranzgrenze.
Melodisch ist einiges an gutem Material dabei, Instrumental- und Gesangsleistungen stimmen auch und die Komposition ist ohne Zweifel gut professionell.

Fazit:
Und um zurück zum Anfang zu kommen: „Age Of Legends“ ist an vielen Stellen echt geil. Ja, es mag auch an einigen Stellen seltsam sein, aber besser ab und an seltsam als überwiegend langweilig. Und langweilig sein ist nun wirklich keine Stärke von IN VIRTUE.

Anspieltipps:
„Gunslingers Of The New American Desert“, „Purgatory“, „Tempus Fugue“ und „Where The Edges Meet“

Jannis

MEAN STREET – Never Too Late

Trackliste:

01. Love Will Bring You Down
02. Strange Kind Of Love
03. I’ll Take The Blame
04. Lookin‘ For Somethin‘
05. Set Me Free
06. For So Long
07. Risky Game
08. Burning

 

 

Spielzeit: 41:17 min – Genre: Melodic Rock – Label: Good Time Music – VÖ: 31.10.2025 – Page: www.facebook.com/meanstreetperu

 

MEAN STREET, wasn dass, wer isn dass, muss man die kennen. Wenn es nach dem Label geht, ist es das neue große Dings aus Peru, Peru besitzt ja wohl einen Exotenstatus in Sachen Melodic Rock, also mal anhören was die Peruaner bieten. Genau diese MEAN STREET hauen ihr Debütalbum unter Volk, ob es ein Durchfall oder Überraschung wird zeigt sich in den kommenden 40 Minuten.

Zur Band gehören Dario Rovig an Mikrofon und Gitarre, Bruno Barboza an Gitarre, Charly Giraldo an Bass und Mauricio Xnake an den Drums. Darios Stimme wirkt zart und zerbrechlich, hat dabei genügend Kraft und Ausdrucksstärke um die Texte mit Leben zu füllen. Die Aussprache ist zwar nicht immer sauber, dieser Umstand stört nicht mal am Rand, es fällt nur beim genauen hinhören auf. Dario erinnert mich dabei ein wenig an Sebastian Roos von MISS BEHAVIOR. Die Gitarren machen einen mehr als anständigen Eindruck. Der Bass geht gegen die Gitarren ein wenig unter und als Verlierer hervor. Die Drums sind vornehm zurückhaltend aber voll im Raum. Die Produktion könnte mehr Wumms vertragen, die schwächelt an allen Fronten und klingt verwaschen. Wer die Tasten bediente ist nicht ersichtlich.

Der Sound bewegt sich dabei im guten bis sehr guten Melodic Rock mal softer im AOR, mal härter fast im Hard Rock. Als grobe Vergleiche kann man DARE, FM, GARY MOORE pre Blues Phase, SURVIVOR, HONEYMOON SUITE, LOVERBOY, GLASGOW, QUIET RIOT, BON JOVI, WHITESNAKE, JOURNEY, NIGHT RANGER und noch viele mehr die sich auch in dem Fahrwasser bewegen nehmen. Die Melodien und der Aufbau der Songs erinnert mich stark an FM mit US-Färbung. Die Melodien kriechen zuckersüß in die Trommelfelle um sich in den grauen Zellen festzusetzen und nicht so schnell zu weichen.

Ein gutes Debütalbum, bei dem mit vernünftiger Produktion mehr drin gewesen wäre, da das Album alles mitbringt was ein Rockalbum mitbringen sollte. Das Album bietet eine beeindruckende Ausbeute bei acht Songs über 41 Minuten Musik.

„Love Will Bring You Down“ ein cooler Opener der aufhorchen lässt, „Strange Kind Of Love“ der starke Song kommt gleich noch besser an. „I’ll Take The Blame“ eine Hybrid zwischen Rocker und Powerballade der im AOR wildert, „Lookin‘ For Somethin'“ ein Rocker der mich an QUIET RIOT denken lässt. „Set Me Free“ kommt durch seinen Aufbau gut rüber, „For So Long“ der Rocker geht wieder in Richtung AOR. „Risky Game“ rockt am Anfang los und geht ab der ersten Strophe vom Gas, aber nur bis zur Bridge ab da legt er wieder zu, „Burning“ hier hören sich die Vocals an als ob sie sich im Clipping befinden würden.

Balle

ROXTON – My Name Is Rock

Trackliste:

01. All In Vain
02. My Name Is Rock
03. Bottom Up
04. Heavy
05. Sooner Or Later
06. 21st Century Radio
07. Moments
08. Get It Up
09. Crisis Or Game
10. Crazy Life
11. The Groove – The Sound
12. Revival

Spielzeit: 42:11 min – Genre: Modern Hard Rock – Label: Roxton Records – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/Roxton

 

Es war mal in den 1990ern ein kleiner Matze mit Namen Maxe, der gerade dem Windelpupansen Alter entfleucht war und sich damals auf MTV nicht satt sehen konnte. Zu dem gesehenen gehörte NIRVANA und Co, die ihn so beeindruckten, dass er schon früh beschlossen hatte Musiker zu werden. Heute im ausgewachsenen und erwachsenen Alter ist vom kleinen Maxe nicht mehr viel übrig, sondern es ist jetzt ein gestandener Max ROXTON der aus seinem Soloding eine Band machte und insgesamt heute das zweite Album an den Start bringt. Ich habe ROXTON bis jetzt dreimal gesehen, zweimal unter Strom und einmal Unplugged, bei allen drei Shows konnte mich die Band überzeugen, und der ehemalige Windelpopans hat sich auf der Bühne zu einer echten Rampensau entwickelt, der sein Ding durchzieht.

Bei den meisten Songs hat Max neben dem Gesang die Instrumente selbst eingespielt, ausgeholfen haben mal Gonzo Urgel am Bass und Jo Apfel an den Gitarren, an den Backing Vocals ist Lizzy Schmittlein zu hören. Hier schicke ein kurzes vielen Dank an Lizzy für die Promos die mir im Wave Format vorliegen, will heißen die Dateien sind nicht Verlust behaftet und genau so wie sie sich auf meiner Festplatte befinden auch auf CD. Max besitzt eine äußerst attraktive Stimme die weder nervt noch überzogen klingt, einfach in der richtigen Tonlage um sich im Bandsound pudelwohl zu fühlen. Ein wenig dreckiger Rauch und Rauheit befinden sich auch in seinem Organ, die den Songs verdammt gutstehen. An der Gitarre ist Max auch ein Mann der es versteht die 6-Saitige richtige in Schwingungen zu versetzen damit was Gutes bei raus kommt. Der Bass kann sich gut durchsetzen, wenn sich die Gitarren zurückhalten, wenn die allerdings voll auf Angriff gehen muss man ein wenig besser hinhören um den Tieftöner zu orten. Jetzt kommt der einzige Kritikpunkt den ich gefunden habe, die Drums wirken wie aus dem PC, ob jetzt ein echtes Drumset oder der PC verwendet wurde kann ich nicht mit Bestimmtheit aussagen, es wirkt gefühlt ein wenig künstlich. Vielleicht kann mich Max da bitte aufklären ob es sich um ein echtes Drumset handelt oder aus der Kiste stammt. Die Backing Vocals und Chöre sind sehr gut vorhanden, aber nicht zu viel, dass die alles bügeln würden, die Dosis macht es und die haben ROXTON genau getroffen. Die Produktion drückt mächtig an der Gehörfront und bietet in allen Frequenzen genug Saft für jeden Geschmack.

Der Stil lässt sich schlecht in Schubladen stecken, da muss man bei ROXTON mit allem rechnen, es streuen sich viele Einflüsse in den Sound. Zu den Einflüssen gehören guter klassischer Hard Rock der Helden ab Mitte der 1980er Jahre, FOO FIGHTERS, ein klein wenig NIRVANA, aber auch mal eine klitzekleine Prise CLAWFINGER, H-BLOCKX und Co. Vom Feeling her würde ich sogar ein wenig 3 DOORS DOWN und LINKIN PARK ohne Rap Einlagen hinzunehmen. Aber auch mal der Stil von DEEP BLUE SOMETHING und den KAISER CHIEFS ist auszumachen. Und fertig ist der ROXTON Sound der alle konventionellen Grenzen verschiebt und sprengt, bei all der Moderne trotzdem tief in den 80ern verwurzelt ist.

Und nein ich schreibe jetzt nicht: „Wenn sie nicht ….“, denn es ist eine deutliche Steigerung zum Debütalbum auszumachen, wenn ROXTON so weiter machen könnte unter Umständen mehr als ein Achtungserfolg rausspringen. So macht modern angehauchter Hard Rock Spaß ohne auch nur einen Anflug des Zweifels aufkeimen zu lassen.

„My Name Is Rock“ ist mehr als nur ein Album, es ist ein Statement wie man Klassik und Moderne attraktiv vereinen kann ohne dabei abzulosen und auch für anständig gemachte Rock Mucke.

„All In Vain“ ein kräftiger Einstieg ins Album mit anleihen an CLAWFINGER, „My Name Is Rock“ ein eingängiger Stampfer der den Dampf aus der Windel bläst. „Bottom Up“ kommt mit schrägem Blues Unterton, macht sich sehr gut als Kontrast, „Heavy“ der Titel ist Programm, es geht voll nach vorne und erinnert mich an einen in die Moderne katapultierten Klassiker aus den 80ern. „Sooner Or Later“ ein cooler gute Laune Rocker geht in Richtung End 80er meets Britpop, „21st Century Radio“ hier geht es um den kleinen Windelpupser Maxe wie er zum ausgewachsenen Max mutierte, und das mit einem fantastischen Rocker. „Moments“ überzeugt als Halbballade mit viel Gefühl, „Get It Up“ ein Highlight und bestes Tanzflächenfutter. „Crisis Or Game“ legt mit markerschütternden Schreien und CLAWFINGER klängen auf klassischem Riffing los und geht so weiter, „Crazy Life“ die Gitti kommt hier geil im cleanen Bereich rüber, ansonsten ein mehr als anständiger Song. „The Groove – The Sound“ kommt wieder mit schrägem Riffing um die Ecke, die aber alles andere als deplatziert wirken, „Revival“ eine Hymne vor dem Herrn.

Balle

STEEL ARCTUS – Dreamruler

Trackliste:

01. Cry for Revenge
02. Defender of Steel
03. Fate of the Beast
04. Dreamruler
05. Wicked Lies
06. Fires of Death
07. Riding through the Night
08. Glory of the Hero
09. Will to Power
10. Legend of the Warrior
11. Onar

Spielzeit: 47:32 min – Genre: Epic Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 28.11.2025 – Page: www.facebook.com/steelarctus

 

2022 trat die Epic Power Metalband STEEL ARCTUS mit ihrem damaligen Album „Master of War“ bei mir aber so was von die offenen Türen ein das es mächtig krachte und der Diskus nahe an der Höchstnote kratzte! Quasi aus dem Nichts kam die Band also und hinterließ mächtig Eindruck.
Gegründet 2020 vom griechischen Gitarristen Nash G kommt die Band nun mit ihrem dritten Album „Dreamruler“ um die Ecke, welches beim neuen, sehr passenden Label, „No Remores Records“ veröffentlicht wird.
Keine Änderung gab es bei der restlichen Band, die besteht nach wie vor aus Sänger Tasos Lazaris (FORTRESS UNDER SIEGE), Bassist Strutter sowie Schlagzeuger Xines.
Und auch am Sound gibt es wenig Änderung, Epic (Power) Metal der Marke MANOWAR oder Einflüsse von DIO geben hier nach wie vor den Ton an. Eingebettet nach wie vor in eine Konzeptgeschichte um den titelte gebenden Helden Steel Arctus mit Anleihen an griechischer Mythologie oder J.R.R Tolkien.

Als Opener wurde die Vorabsingle „Cry for Revenge“ gewählt. Und hier legen die Jungs direkt los wie die Feuerwehr. Krachende Gitarrenriffs und Bassläufe fliegen uns nur so um die Ohren und nach kurzem setzt dann der charismatische Gesang von Fronter Tasos ein. Mit einem schönen melodischen Chorus ausgestattet ist diese Eröffnungsnummer auf jeden Fall der absolut richtige Appetithappen unm einen schön den Mund wässerig zu machen!
Aufgrund der Keys und der Synthies geht das folgende „Defender of Steel“ etwas mehr in die Epic Richtung weiß auch direkt absolut zu begeistern. MANOWAR lässt hier ein wenig grüßen.
Absoluten Hochgeschwindigkeitsmetal gibt es dann bei „Fate of the Beast“ auf die Ohren. Hier geht es mit Volldampf eher in die klassische Heavy/Power Metal Richtung.
Der erdige Titelsong „Dreamruler“ eröffnet dann den starken Mittelteil wo wir mit der Epic Hymne „Wicked Lies“, dem klassischen „Fires of Death“ sowie „Glory of the Hero“ weitere Hochkaräter hat. Das sich dazwischen befindliche „Riding through the Night“ weiß nicht so Recht, wo es hin will! Powerballade, Power Metal, etwas undefiniert, aber auch in Ordnung.
Das letzte Drittel wird dann mit dem Livehit „Will to Power“ wo man schön die Fäuste nach oben schmeißen kann, und der überlangen Powerballade „Legend of the Warrior“ bestens ausgefüllt bevor dann mit dem Instrumental „Onar“ die Platte gut abgeschlossen wird.

Eine Mischung aus Epic Power und Heavy Metal ist nach wie vor sehr tonangebend auf dem neuen Diskus von STEEL ARCTUS.
Es sind wieder einige Hits am Start, auch wenn der absolute Überhit dieses Mal fehlt. Aber insgesamt haben wir hier wieder eine bärenstarke Performance die Fans der Band sowie von Epic Power/Heavy Metal auf jeden Fall schmecken sollte!
Wirkliche Ausfälle oder Standardtracks sucht man hier nämlich mit der Lupe. Die Synthies die hier verwendet werden muss man aber mögen, geben aber auch das gewisse Etwas.
Somit gibt es hier erneut die glasklare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe und eine Benotung in unserem Topnotenbereich.

Julian

 

 

 

HELL IN THE CLUB – Joker In The Pack

Trackliste:

01. The Devil Won’t Forget Me
02. New Desire
03. Dirty Love
04. Robert The Doll
05. Fairytale
06. The Ocean
07. Magnetars
08. Pretty Little Freak Show
09. Out In The Distance
10. When The Veil Of Night Falls

 

Spielzeit: 39:10 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 07.11.2025 – Page: www.facebook.com/hellintheclub/

 

Die italienischen Hard Rocker von HELL IN THE CLUB melden sich mit einem neuen Album zurück. Nachdem ich das 2020er Album reviewte verfolgte ich die Band genauer und hörte mir auch noch öfter mal die Vorgängeralben an. Mit dem Schluss das bei jedem Album eine Steigerung zu hören war, die Band mauserte sich zu einem echten Hard Rock Act und Ex-Sänger Dave konnte sich auch von Album zu Album steigern. So entwickelte sich im Land des Stiefels im Mittelmeer eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die alteingesessenen Rocker. Mal hören was sich im Haus HELL IN THE CLUB so abspielt und ob eine erneute Steigerung erkennbar ist.

Einzige Änderung besteht in der Besetzung, Sänger Dave ist nicht mehr dabei und wurde durch die Schwedin Terese „Tezzi“ Persson ersetzt. Sonst hat sich nichts an der Instrumenten Front geändert, es sind nach wie vor Andrea „Picco“ Prccardi an Gitarren, Andrea „Andy“ Buratto an Bass und Drummer Marco „Mark“ Lazzzarini dabei. Tezzis Stimme bringt eine besondere und raue Färbung mit und machte mich beim ersten hören fast verrückt, da ich diese Stimme kannte und schon mal gehört habe. Nur fiel mir beim besten Willen auf Anhieb nicht ein von wo, als ich den Promotext durchlas war mir klar von INFINITE & DEVINE kannte ich diese Stimme. Und die konnte mich da schon überzeugen, selten das eine Frauenstimme bei mir nur einen Anlauf benötigt um zu sitzen, Tezzi schaffte das aus dem Stehgreif und es war Liebe auf den ersten Ton. Tezzis raues Organ passt perfekt zum Sound von HELL IN THE CLUB obwohl ich immer noch Dave im Hinterkopf habe. Picco haut die Riffs mit einer spielerischen Leichtigkeit raus als wie, wenn er nie etwas anderes gemacht hätte, die sechs Saiten hat er auf jeden Fall voll im Griff. Andy am Bass macht alles andere nur nicht den Statisten im Hintergrund spielen, der lässt den Tieftöner extrem auffällig ausatmen und bildet mit den Gitarren eine eingeschworene Einheit. Mark an den Drums besitzt eine Spielweise die extrem ausgeprägt ist und für manche Höhepunkte sorgen kann. Die Produktion klingt zwar steril mit Feintuning an allen Reglern, besitzt dabei allerdings einen Bumms den viele zu erreichen nicht im Traum in der Lage sind.

Vom Stil hat sich nicht sehr viel getan, es wird immer noch in bester 1980er Jahre Tradition drauf los gerockt das sich die Balken biegen. Der Sleaze Anteil den ich noch 2020 erwähnt habe ist fast ganz verschwunden und kommt nur noch dezent angedeutet durch. Dafür schielt die Band jetzt sehr weit nach Westen über den Atlantik in Richtung Arena Helden der 80er Jahre. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, da die Songs jetzt eingängiger und konservativer rüber kommen ohne dabei zu dreckig zu klingen. Als ganz groben Vergleich kann man immer noch CRAZZY LIXX, QUIET RIOT auf dem Album „QRIII“, TRIUMPH, ECLIPSE, ASPHALT BALLET, härtere H.E.A.T. und einige weitere US-Bands nehmen, die sich dem 1980er Arena Melodic Hard Rock verschrieben haben. Es gibt auf „Joker In The Pack“ eine geile weibliche Stimme, Melodien die es in sich haben mit einer perfekten Umsetzung an den Instrumenten und Reglern im Studio. Wer auf Euro Melodic Hard Rock mit schwerer Schlagseite Richtung Nordamerika steht wird bei HELL IN THE CLUB fündig und wahrscheinlich glücklich mit dem Album. Es ist bei den Songs wieder eine leichte Steigerung erkennbar, bei der Stimme gibt es nichts zu mosern, man darf gespannt sein was das nächste Album von HELL IN THE CLUB für den Hörer bereithält.

Einen Punkt ziehe ich ab da das Album unter 40 Minuten bleibt und die Party leider viel zu schnell zu Ende ist, ansonsten befindet sich auf dem Album alles im grünen Bereich.

„The Devil Won’t Forget Me“ fängt heftig an und entwickelt sich mit einsetzen des Gesangs zu einem Melodic Schmankerl, „New Desire“ flott mit cooler Melodie geht es in die zweite Runde. Runde drei eröffnet „Dirty Love“ mit einem traumhaft eingängigen Refrain mit vielen Ohhohhs, „Robert The Doll“ könnte durchaus von einer US-Band stammen, kommt mit geiler Leadgitarre und Basslauf. „Fairytale“ bildet die fünfte Runde und ein Highlight mit geilem Bass und verdammt geilem Refrain, „The Ocean“ runde sechs nimmt den Fuß vom Gas und kommt als Ballade. „Magnetars“ könnte auch von VIXEN aus den 80ern stammen, „Pretty Little Freak Show“ kommt mit einer Blues Rock Note. „Out In The Distance“ fängt balladesk an, nach dem ersten Refrain wird ein Rocker draus der im epischen Refrain mit Akustikgitarre glänzen kann, „When The Veil Of Night Falls“ geht zum Abschluss noch mal voll durch die Wand.

Balle

MIDNITE CITY – Bite The Bullet

Trackliste:

01. Live Like Ya Mean It
02. Worth Fighting For
03. It´s Going To Be Alright
04. Heaven In This Hell
05. Running Back To Your Heart
06. Lethal Dose Of Lose
07. Archer´s Song
08. Seeing Is Believing
09. No One Wins
10. Hang On Til Tomorrow
11. When The Summer Ends

Spielzeit: 46:01 min. – Genre: Melodic Rock, Hair Metal – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/midnitecityuk

 

Großbritannien war in den Achtzigern nicht die Übermacht in Sachen Sleaze und Hair Metal. Dennoch brachte das vereinigte Königreich einige durchaus erfolgreiche Vertreter wie TIGERTAILZ oder Underground-Legenden wie WRATHCHILD hervor. Im neuen Jahrtausend war diese Art von Musik quasi nicht existent, erst mit einzelnen neuen Bands wie CRASHDIET wurde wieder über diese Art von Musik gesprochen, was einige alte Recken wieder ans Tageslicht beförderte. So auch TIGERTAILZ, die sich 2012 neu aufstellten – mit einem gewissen Rob Wylde an der Gitarre. Fünf Jahre später gründete dieser seine eigene Combo MIDNITE CITY, bei der er auch den Gesang übernahm. Der Rest ist Geschichte, vier Alben haben die Jungs seither auf dem Kerbholz, von denen „There Goes The Neighbourhood“ wohl das beliebteste war. Zeit also um kräftig nachzulegen. Seit ihrem letzten Werk „In At The Deep End“ haben die Keyboards von Shawn Charvette ordentlich an Präsenz hinzugewonnen. Der Sound hat einen kräftigen Schub in Richtung AOR bekommen.

Das haben die Briten auf ihrem neuen Album „Bite The Bullet“ beibehalten. Hinter dem Mischpult saß erneut der Schwede Chris Laney. Er hat MIDNITE CITY einen Sound auf den Leib gezaubert, der vom Debüt der amerikanischen Kollegen DANGER DANGER gar nicht so weit entfernt ist. Auch in Sachen Melodien können die Songs auf „Bite The Bullet“ mithalten. Und doch ist die Platte natürlich kein bloßer Abklatsch sondern songtechnisch eines der stärksten Outputs der Briten und es tönt natürlich ganz klar nach MIDNITE CITY.

Die Retroschiene wird momentan sehr stark befahren – egal im klassischen Heavy Metal, Melodic Rock oder Thrash- bzw Death Metal Bereich – alles ist auf retro getrimmt. Unzählige (gute) neue Bands sprießen aus dem Boden. Nur gut, dass MIDNITE CITY schon einiges vorzuweisen haben, sonst wäre das Risiko groß, die Band im Veröffentlichungs-Dschungel zu übersehen.

Nun aber endlich zu den Songs: Los geht’s mit dem großartigen „Live Like Ya Mean It“. Ein Refrain voller Melodie, Power und jeder Menge Vitalität – so muss ein Opener klingen. Vollgestopft mit positiver Energie legt „Worth Fighting For“ das Level vor, das über die gesamte Spielzeit locker gehalten wird. „It´s Going To Be Alright“ nimmt das Tempo etwas raus bevor „Heaven In This Hell“ mit ALICE COOPER Gedächtnis-Riff an die seligen „Trash“-Zeiten erinnert. „Lethal Dose Of Love“ könnte auch gut und gerne auf einem aktuellen Album von CRAZY LIXX stehen. Das soll allerdings weniger als Vergleich denn als Gütesiegel zu werten sein. Nach dem Instrumental „Archer´s Song“ folgt mit „Seeing Is Believing“ ein hochkarätiger Midtempo-Stampfer, der die Mädels in den Rock Discotheken der Republik früher auf die Tanzfläche gelockt hätte. Und mit „When The Summer Ends“ haben die Briten ein letztes Highlight an das Ende dieser rundum gelungenen dreiviertel Stunde Melodic/Sleaze Rock gesetzt.

MIDNITE CITY bleiben sich selbst treu, machen was die Fans von ihnen erwarten und was sie lieben. Nämlich hochmelodischen Hardrock, der wie eingangs erwähnt nicht selten an das fabulöse Debüt der amerikanischen Kollegen von DANGER DANGER erinnert. Ein Sommeralbum erster Güte, das natürlich auch jetzt zum VÖ prächtig funktioniert! Erhältlich als CD und limitierte gelbe LP. Get it while it´s hot!

Stefan

DARKTRIBE – Forgotten Reveries

Trackliste:

01. Paradox
02. I Walk Alone
03. The Fallen World
04. Sicilian Danza
05. Ghost Memories
06. Eden And Eclipse
07. From Star To Dust
08. Reality
09. Kings In The Sand
10. Mornings Of Fear
11. Son Of Illusion

Spielzeit: 51:08 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 21.11.2025 – Page: www.facebook.com/DarktribeOfficial

 

DARKTRIBE, da war doch was. Korrekt, die Franzosen hatte ich bereits 2020 mit ihrem Album „Voici L’Homme“ in der Garage, und das war eine nette Erfahrung. Also nochmal! „Forgotten Reveries“ erscheint am 21. November 2025, das Cover sieht sehr schick aus, 11 Songs, 51 Minuten. Klingt gut, let’s go.
Gut klingt zuallererst auch das Album. DARKTRIBE haben es ja mit fettem melodischen Power Metal mit Orchester und ein wenig Synthesizer-Einsatz, und das sitzt soundtechnisch hervorragend. Knallt, ist fett, wirkt aber nicht überladen. Dazu gibt es ein paar dezent eingesetzte Sounddesign-Elemente für ein angenehmes Maß an Modernität, das Orchester wirkt okay authentisch, die Synth-Sounds sind gut gewählt. Was will man mehr?
Nun, gute Instrumental- und Gesangsleistungen zum Beispiel, und auch hier kann das Quartett erneut überzeugen. Starke Power-Metal-Stimme von Anthony Agnello, starke Arbeit vom Rest der Truppe.
Und musikalisch? Da ist alles beim alten. DARKTRIBE haben immer einen guten Anteil an Songs, die in Sachen Songwriting richtig liefern. Auf „Forgotten Reveries“ sind das zum Beispiel „I Walk Alone“, mit schön runtergestimmten Gitarren, finnischem Power-Metal-Flair, Emotion und guten Melodien, oder der finale +6-Minüter „Son Of Illusion“, der so richtig nice als feierliches Finale daherkommt. Mit „From Stars To Dust“ und „Reality“ bedient man die Synthesizer-Fraktion und bei Songs wie „Mornings Of Fear“ darf es auch mal was „düsterer“ sein.
Neben solchen herausstechenden Songs gibt es dann auch noch ein wenig Standardware. So ist zum Beispiel „The Fallen World“ auf jeden Fall nett und professionell gemacht (darunter machen DARKTRIBE es eh nicht), hat jetzt aber auch keine Trademarks, die wirklich in Erinnerung bleiben. Und auch bei „Forgotten Reveries“ bleibt der kleine Kritikpunkt, dass man so einigen Songs spürbar mehr Punch hätte verleihen können, wenn man sie einfach 20 bis 30 Sekunden gekürzt hätte. Da ist doch oftmals der eine Part, der etwas zu lang ist – häufig der Solopart – durch dessen Straffung man dem Ding noch einen zusätzlichen Löffel Kurzweiligkeit hätte verleihen können.

Fazit:
DARKTRIBE haben erneut ein Album gebaut, das Fans von melodischem, fettem und leicht progressivem Power Metal so einige schöne Zeiten bescheren dürfte. Da macht der ein oder andere Lückenfüller die geilen Songs der Platte auch nicht ungeschehen.

Anspieltipps:
„I Walk Alone“, Eden And Eclipse“. „Son Of Illusion“ und „From Star To Dust“

Jannis

TALENTSCHMIEDE: HARKON

Band:
HARKON

Gegründet:
2016 – mit ’nem Bier in der Hand auf der Wiese beim Graspop sitzend, wie es sich gehört!

Herkunft:
Wir leben alle verstreut quer durch Nordrhein-Westfalen.

Mitglieder:
Volker Rummel (Gitarre)
Marcel Willnat (Bass)
Lars Zehner (Drums)
Björn Gooßes (Stimme)

Stil:
Heavy Fuckin Metal… Mit etwas Hardrock und nem Schuss Prog wahrscheinlich.

Veröffentlichungen:
Bisher gibt’s von uns die „Ruins Of Gold“ EP von 2019 und das soeben via Doc Gator Records erschienene Album „Love And Vore“.

Einflüsse:
Zu viele, um sie hier zu nennen. Vor allem, da Einflüsse sich nicht immer hörbar in der Musik niederschlagen, finde ich… Ein guter Kumpel meinte kürzlich, das Album klänge wie „melodische Testament treffen auf unpeinliche Rage und rockige Nevermore“.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Fünfjahres-Prognosen stelle ich lieber nicht. Als ich das das letzte Mal tat, kam alles anders, und nicht unbedingt im Guten, haha! Wir nehmen’s wie es kommt und machen einfach das Beste draus!

Was als nächstes kommt:
Ich denke, wir werden erstmal ein Weilchen damit beschäftigt sein, „Love And Vore“ zu promoten. Wir freuen uns im Zuge dessen aber auf jeden Fall über Gigangebote, denn Konzerte geben wir definitiv zu wenige!

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Gemeinsam Geschaffenes wachsen zu sehen.

Unser peinlichster Moment:
Gibt’s nicht, wir sind die lebende Definition von Lässigkeit!

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Mit uns selber, denn außerhalb von Proberäumen oder Konzertlocations treffen wir uns leider viel zu selten.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Boah, da gibt’s so viele Kandidaten. Aber ich persönlich würde mir Harkon im Vorprogramm von z.B. Gojira sehr gerne mal ansehen…

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
In einer Band zu spielen.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
In einer Band zu spielen.

Online:
Website: www.harkon.info
Facebook: www.facebook.com/harkonmusic
Instagram: www.instagram.com/harkonmusic

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/38F5Ru8FV8ebe6lz6i6OqR?si=xGPoGfelTs63gQbrSxumpw
Youtube: www.youtube.com/@harkon1882

STARGAZERY – Carnival Puppeteers

Trackliste:

01. Eternity Calling
02. Strangers Before Blood
03. In The Dark
04. Carnival Puppeteers
05. Rainbow in the Dark
06. Empire is Falling Down
07. Can you Deny
08. Thousand Faces
09. Smile (Hide the Truth)
10. Derailing your Thoughts
11. Retaliate
12. Too Late for Love

Spielzeit: 53:26 min – Genre: Melodic Metal – Label: Sleaszy Rider – VÖ: 07.11.2025 – Page: www.facebook.com/stargazery

 

Oh, das hat lange gedauert! Ganze 5 Jahre nach ihrem letzten Album „Constellation“ kehren die finnischen Melodic Metaller von STARGAZERY endlich mit ihrem neuen Album „Carnival Puppeteers“ zurück.
Aber die letzten Jahre hatten es definitiv auch in Sich für die Band. Erst wurde das Stammlabel Pure Steel Records in die ewigen Jagdgründe befördert und dann musste man personell noch an den Keys und am Schlagzeug für Ersatz sorgen.
Angeführt von Sänger Jari Tiura (EX MSG) und Gitarrist Pete Ahonen (BURNING POINT, GHOST MACHINERY) sollte man nach wie vor im Melodic Metalbereich unterwegs der ordentlich mit Classic/Heavy Rock Einflüssen gewürzt ist. Näheres dazu später.
Somit sollten Fans von so Bands wie DIO, BLACK SABBATH oder PRETTY MAIDS nach wie vor mit dem Sound glücklich werden.
Und apropos DIO, mit „Rainbow in the Dark“ gibt es ein Coversong und mit „Too Late for Love“ von DEF LEPPARD noch einen Zweiten.

Mit dem Opener „Eternity Calling“ startet das neue, vierte Album. Nach etwas instrumentalen Vorgeplänkel entwickelt sich ein erdiger Heavy Rocker, der immer im Midtempo bleibt und auch direkt nach STARGAZERY klingt, wie man es auf den vorherigen Alben gewohnt war. Ein toller Chorus ist ebenfalls an Bord, schöner Start!
Noch etwas eingängiger und auch etwas heavier ist dann das folgende „Strangers Before Blood“, „In the Dark“ ist dann ganz okay, hier reißt man aber keine Bäume aus.
Ganz anders dann beim Titeltrack „Carnival Puppeteers“. Hier kommen die Bandfans wieder absolut auf ihre Kosten. Eine sehr typische STARGAZERY Nummer, die alles das bietet, was man sich so vielleicht wünscht.
Anschließend gibt es dann die eigene Interpretation des DIO Klassikers „Rainbow in the Dark“, welche natürlich perfekt zum Sound der Truppe passt.
Der nächste richtige Hit folgt dann direkt auf dem Fuße, mit „Empire`s Falling Down“ haben wir einen erstklassigen Vertreter des Heavy Rocks der mit seinem Ohrwurmchorus mächtig Laune macht und absolut zu gefallen weiß!
Und es geht dann auch sehr ordentlich weiter, „Can you Deny“ der Stampfer „Thousand Faces“ sowie das flotte „Smile“ machen Laune und können direkt zünden.
Auch im letzten Drittel bleibt die Qualität dann im oberen Bereich und die Jungs hauen mit der Videosingle „Retailiate“ einen weiteren Hit raus und finden mit dem Bonustrack „Too Late for Lave“ auch einen ordentlichen Abschluss.

Im Vergleich zum letzten Album vor 5 Jahren ist man auf dem neuen Album eher wieder in der Classic/Heavy Rock unterwegs und lässt den Melodic Metal häufig links liegen.
Das dürfte Anhänger wie auch Ablehner finden, ganz persönlich mochte ich den etwas mehr Richtung Metal klingenden Vorgänger etwas mehr.
Aber von den Songs her haben wir hier viele Hits auf dem neuen Diskus die auf jeden Fall seine Anhänger finden werden.
DEN absoluten Übertrack gibt es hier nicht, aber insgesamt ist die Qualität sehr hoch und dementsprechend gibt es dann auch die klare Benotung in unserem oberen Punktebereich und natürlich die klare Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft!

Julian