RHAPSODY OF FIRE – The Eighth Mountain

Band: Rhapsody of Fire
Album: The Eighth Mountain
Spielzeit: 64:36 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage: www.rhapsodyoffire.com

Das italienische Symphonic Metal Flagschiff RHAPSODY OF FIRE ist endlich wieder etwas zu Ruhe gekommen! Nach X Besetzungswechseln scheint sich nun seit dem letzten Album „Legendary Years“ alles wieder etwas beruhigt zu haben.
Angeführt von Gründer und Mastermind Alex Starpoli (Keyboard) und Neusänger Giacomo Voli hat man ein neues Album mit dem Namen „The Eighth Mountain“ am Start welches stilistisch wieder an die sehr erfolgreichen Anfangstage der Band anknüpfen soll.
Alben wie „Legendary Tales“ oder „Symphony of Enchanted Lands“ aus den 90igern sind Klassiker des Metals und diese bildeten nun die Blaupause für den neuen Diskus.
Es wird auch hier der Startschuss für eine neue musikalische Saga gelegt und in alter Tradition gibt es wieder eine Zusammenarbeit mit einem Orchester und auch Alt Sprecher Christopher Lee (R.I.P) hat hier noch einen Auftritt.
Für den Endmix zeichnete sich erneut Seeb Levermann verantwortlich, der ja schon auf dem letzten Album hervorragende Arbeit abgeliefert hatte.
So, genug der schnöden Infos, lassen wir nun in Form des Albumopeners „Abyss of Pain“ das erst mal die Musik sprechen. Wie fast immer bei der Band haben wir es hier mit einem Cinematic Intro zu tun was ein bisschen in die Geschichte einleiten soll. Direkt im Anschluss haben wir das kraftvolle „Seven Heroic Deeds“ wo der Härtegrad ganz schön in die Höhe geschraubt wird! Die Nummer ist ganz okay, aber noch nicht der ganz große Wurf.
Das ändert sich dann beim anschließenden „Master of Peace“. Hier werden sich Fans der Band direkt wohl fühlen und auch sonst ist alles im absolut grünen Bereich inklusive dem tollen Ohrwurmchorus.
Auch mit den folgenden „Rain of Fury“, „White Wizzard“ und der gefühlvollen Ballade „Warrior Heart“ greift man absolut ins oberste Symphonic Metalregal und kann den Hörer direkt begeistern und in seinen Bann ziehen! Die Band hat sich spätestens hier ganz klar wieder ihren alten Stärken zu gewendet.
Der nächste absolute Überhit ist dann das überlange „March against the Tyrant“ der gekonnt die Brücke in den letzten Abschnitt der Scheibe schlägt.
Und da uns auch hier keine großen Ausfälle begegnen, kann man insgesamt definitiv von einem gelungen, neuen RHAPSODY OF FIRE Output sprechen.
Die absoluten Glanzpunkt im letzten Drittel sind mit Sicherheit das gefühvolle „The Wind The Raind and the Moon“ sowie das abschließende überlange und mit Sprecher Christopher Lee`s aufgepeppte „Tales of a Hero`s Fate“.

Anspieltipps:

„Master of Peace“, „White Wizzard“, „Warrior Heart”, “March against the Tyrant” und “Tales of a Hero`s Fate”.

Fazit :

Wie schon angesprochen besinnt sich die Band auf dem neuen Album auf ihre starken Anfangstage und auch das beruhigte Personal Karussell tut dem Sound der Band definitiv gut!
Als Fan bekommt man hier ein wahres und reines RHAPSODY OF FIRE Album ohne viele Spielereien und in dieser Verfassung sind die Jungs definitiv wieder auf den Weg in die Top 3 des Genres.
Absolute Kaufempfehlung für die angesprochene Fangemeinde.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Abyss of Pain
02. Seven Heroic Deeds
03. Master of Peace
04. Rain of Fury
05. White Wizard
06. Warrior Heart
07. The Courage to Forgive
08. March against the Tyrant
09. Clash of Times
10. The Legend Goes On
11. The Wind, The Rain and the Moon
12. Tales of a Hero`s Fate

Julian

DEVICIOUS – Reflections

Band: DeVicious
Album: Reflections
Spielzeit: 60:35 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records / Soulfood
Veröffentlichung: 01.03.2019
Homepage: www.deviciousband.com

Nach dem großen Erfolg des Debütalbums „Never Say Never“, ließ die aus Karlsruhe stammende Formation DEVICIOUS nicht viel Zeit verstreichen, um die Produktion des Nachfolgers mit Namen „Reflections“ auf den Weg zu bringen..
Erste Ideen waren bereits vorhanden und nach Beendigung der Tournee mit AMMUNITION und XTASY , nutzte Bandleader Alex Frey jede freie Minute das Ganze umzusetzen, trotz weiterer Tour Daten unter anderem mit HARDLINE.
Ein straffer Zeitplan, für diesen zielgerichteten Musiker jedoch eine scheinbar leichte Übung. „Fortschritt“ ist das, was sich Alex Frey als Priorität gesetzt hat und man kann es vorweg nehmen, dieses Unterfangen darf zu 100 % als gelungen bewertet werden.
„Long Way Home“ belegt diese These gleich sehr eindrucksvoll. Eine ‚Up-Tempo‘ Nummer mit viel ‚Drive‘, einer einprägsamen Melodie, nebst einer druckvollen Produktion. „Never Let You Go“ ein Duett mit Àge Sten Nilsen von AMMUNITION/WIG WAM, hat ohne Zweifel Potential ein Airplay Hit zu werden, inklusive „Earkiller Hookline“, aber auch alle weiteren Songs wissen zu überzeugen. Zwar agiert man sehr variabel, ohne jedoch die typischen DEVICIOUS Trademarks außen vor zu lassen. Ein Unterfangen, was längst nicht jeder Band gelingt.
Mit „Manhatten Memories“ wird gleichwohl ein Bonus Track in bester Westcoast Manier angeboten, großartig. Sänger Zoran Sandorov kann sein Können durchweg eindrucksvoll unter Beweis stellen
Fazit: Eine Scheibe, die das Prädikat „wertvoll“ verdient hat. Ein großer Schritt nach vorne für die Band, die sich ohne Zweifel auf den Weg in die Champions League des Sektors befindet. „Zugreifen“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01 Long Way Home
02 Never Let You Go (Feauring Àge Sten Nilsen)
03 Understand
04 Desire
05 Hungarian Girl
06 Flying
07 Saturday Night
08 We’re Dying
09 Run Together
10 Feel The Heat
11 Manhatten Memories
12 Never Let You Go (Feauring Àge Sten Nilsen, Radio Edit)

Bonne

Video:

TUG OF WAR – Soul Fire

Band: Tug of War
Album: Soul Fire
Spielzeit: 51:00 min
Stilrichtung: Hardrock/AOR
Plattenfirma: Escape Records
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage:-

TUG OF WAR – Die schwedisch-kanadische Symbiose debütiert auf hohem Level
Der schwedische Gitarrist, Songwriter und Produzent Tommy Denander ist ohne Frage sehr umtriebig, erst gegen Ende Jahres 2018 gelang es ihm durch seine Mitarbeit, die hochgelobte „Outlaw Son“ von Jerome Mazza in viele „Best of“ Platzierungen zu hieven, und nun startet er mit TUG OF WAR am Anfang dieses Jahres gleich einen neuen Versuch. Der Mann fühlt sich musikalisch in der Nähe von Toto am wohlsten und das hört man auf „Soul Fire“ stellenweise sehr wohl. Sein gehobenes Songwriting lässt ihm allerdings die Möglichkeit, weitere musikalische Einflüsse spielerisch einzubringen, ohne seine eigene Identität zu vernachlässigen.
Wie wichtig nicht nur im Sport, sondern auch in der Musik ein ordentliches „Scouting“ ist, beweist die gesangliche Neuentdeckung BK Morrison. Der Kanadier war ein komplett unbeschriebenes Blatt, überzeugt aber auf „Soul Fire“ auf ganzer Linie. Extrem an die Stimmungslage des jeweiligen Songs angepasst, klingt er mal nach Coverdale, Bob Seeger oder Lou Gramm, aber immer unverkennbar nach Morrison.
Neben den Erwähnten fanden sich eine illustre Schar an hochdekorierten Gastmusikern im berühmten, altehrwürdigen EMI/ Abbey Roadstudio Stockholm ein um gemeinsam ein außerordentliches Rockalbum zu produzieren.
Chris Ousey (Heartland / Snakecharmer), Joseph Williams (Toto), Bill Champlin (Chicago) bereichern das Album mit ihrem Backgroundgesang während sich Brian Anthony (Steve Walsh) neben dem Bassspiel auch für den Mix und das Mastering verantwortlich zeigt.
Leicht und locker startet das exzellente Album mit „Before I Will Know“ und BK Morrison lässt hier direkt schon erahnen, auf was für ein hohes Level wir uns bei den folgenden Nummern freuen dürfen.
Klassischen AOR/ Hardrock amerikanischer Prägung mit ordentlich Gitarren und dezenten Bläserarrangement bietet „Bullet With Your Name“ .
Die Mitempo Nummer „Come Home“ erinnert ein wenig an Giant, „ Confess To Your Dreams“ swingt auf einer fröhlich positivem Art durch seine gut vier Minuten.
Wie sehr sich Denanders Gitarrenarbeit mit BKs Gesang in einer starken Symbiose verbindet, hört man extrem auf „I Won´t Surrender“, einem darüber hinaus noch großartigem Song.
Bluesig und etwas getragener wird’s auf „My Soul is A Ghost Town“ die das enorme Spektrum dieser Produktion aufzeigt.
Etwas schwächer gelungen ist „Somewhere In The Past“ und muss für den „Album Füller“ herhalten, bevor das insgesamt gut gelungene Album mit dem Background Vocals geprägten „Full Of Sh**t“ ausklingt.
Fazit: Auch das leider stellenweise etwas ausgelutscht daherkommende AOR Genre lässt einem noch die Gelegenheit, ein Album frisch und ungehört zu produzieren und genau das ist TUG OF WAR gelungen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01 Before I Will Know
02 Bullet With Your Name
03 Come Home
04 Confess To Your Dreams
05 Fade To Black
06 I Won´t Surrender
07 Have Mercy
08 My Soul Is A Ghost Town
09 On The Other Side
10 Somewhere In The Past
11 Walk It Like A Man
12 Full Of S**T

Rüdiger König

Link zu : Before I will know:

REZET – Deal With It

Band: Rezet
Album: Deal With It
Spielzeit: 41:59 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 22.02.2019
Homepage: www.rezet.de

Ist schon geil, wenn man der hungrigen Fangemeinde neun Jahre nach Erscheinen des Debutalbums das zweite Album mit dem Namen “You Asked For It” vorwirft und dann noch das dritte Album “Deal With It” benennt. Die Leute wollten es, jetzt können sie gucken, wie sie damit klarkommen. Spoiler: Sie werden ziemlich gut damit klarkommen. Die dritte Scheibe der Jungs von REZET aus dem deutschen Norden liefert qualitativen melodischen Thrash Metal, der ordentlich Gas gibt, dabei aber auch ein paar ruhigere Töne nicht scheut. Produziert wurde der Spaß von Eike Freese, der unter anderem an Releases von GAMMA RAY und DEEP PURPLE geschraubt hat. Das Resultat ist höchst gelungen. Klar, mit ordentlich Bums, dabei aber recht oldschool und authentisch klingend, eben so, wie ein Thrash-Metal-Album klingen muss. Auch die Leistung der Band stimmt. Die Instrumentalfraktion hat hörbar Bock und zudem eine gute Ladung Können am Start und Sänger Ricky wechselt gekonnt zwischen melodischerem Thrash-Gesang, Klargesang (selten) und bösen Vocals.
Das Songwriting ist erfrischend vielseitig ausgefallen. Hin und wieder griff man auf cleane Gitarren zurück, so beim schönen ruhigen Opener, beim über sechs Minuten langen, vielseitigen Instrumental “Pile Of Shards” und bei dem leicht balladigen “Alone”, dessen Refrain fast Gänsehautpotenzial hat.
Ansonsten ist man recht straight unterwegs, wechselt zwischen melodischeren Songs wie dem mit moderner Refrainmelodie ausgestatteten “No Plan B” oder dem Refrain von “Thunder Raiders”, und erquickender Angepisstheit. Songs wie der Titeltrack, “Chaos In My Mind” und “Spiral Down” dreschen unbarmherzig daher, mit einer guten Ration „Keinen Bock mehr auf all den Scheiß“ und einem Händchen für Oberklasse-Thrash-Riffs (Das Strophenriff von “Deal With It” ist der Shit!). Textlich regiert die Gesellschafts-/Sozialkritik, mit dem stampfenden Midtempotrack “Dead Or White” ist man nach eigenen Angaben “antifaschistisch” unterwegs, transportiert als Message dabei einen Minimalkonsens, den man unabhängig der eigenen politischen Ausrichtung (so diese denn nicht explizit extremistisch ausfällt) vertreten dürfte und der wesentlich glaubwürdiger rüberkommt, als man es von so bezeichneten Songs von Jennifer Rostock und Konsorten kennt. Und dazu geht der Track ordentlich ins Ohr. Wie ein Großteil des restlichen Albums. Und der Teil, der nicht ins Ohr geht, der geht erbarmungslos in den Nacken.

Anspieltipps:
“Deal With It!”, “No Plan B”, “Alone” und “Spiral Down”

Fazit:
REZET sind eine der Bands, die selbst auf Platte direkt ein angenehmes Kleiner-Club-großer-Spaß-Feeling vermitteln. Man wünscht sich bereits nach dem ersten Track auf ein Live-Konzert der Jungs und ein Bier in der Hand, haben REZET doch den Charme einer der Bands, die man sich mit 70 Leuten für 15 Euro anschaut und dabei weiß, dass das Konzertticket hinsichtlich der musikalischen Qualität eigentlich das Doppelte wert gewesen wäre. “Deal With It” ist ein unterhaltsames, fein gespieltes und komponiertes melodisches Thrash-Metal-Album, das hoffentlich eine angemessene Menge Aufmerksamkeit bekommt. Und es ist nicht nur dafür, dass es erst das dritte Album der Band ist, eine starke Leistung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Behind Glass
02. Treadmill To Hell
03. Deal With It!
04. No Plan B
05. Thunder Raiders
06. Alone
07. Chaos In My Mind
08. MDPV
09. Dead Or White
10. Spiral Down
11. Pile Of Shards

Jannis

TARA LYNCH – Evil Enough

Band: Tara Lynch
Album: Evil Enough
Spielzeit: 44:08 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Cargo Records UK
Veröffentlichung: 01.03.2019
Homepage: www.taralynch.com

Manche spielen ein Instrument. Manche sogar zwei. Manche nehmen irgendwann mit anderen Musikern ein Album auf und haben, wenn es richtig gut läuft, sogar einen Gastauftritt eines bekannten Musikers dabei. Dann gibt es noch TARA LYNCH. Die spielt Akustik- und E-Gitarre, singt, spielt Bass, Schlagzeug und Klavier und hat auf ihrem Debutalbum eine übertriebene Menge hochkarätiger Gäste dabei, die man bereits mit BLACK SABBATH, YNGWIE MALMSTEEN, ALICE COOPER, OZZY OSBOURNE und etlichen anderen Helden der harten Musik auf der Bühne bestaunen durfte. All diese Skills und Namen hat TARA auf ihrem Debutalbum “Evil Enough” zusammengetragen, das Ergebnis sind zehn sauber produzierte Tracks, von denen vier instrumental gehalten sind, und auf denen das Multitalent die Verantwortliche für Gitarre und Gesang ist.
So weit, so gut. Eine Stimme hat die Frau auf jeden Fall; abseits von Opern-Metal klingt TARAs Stimme erfreulich rau und auf äußerst positive Weise “verbraucht”, ist dabei jedoch in diversen Gesangstechniken und auch in hohen Sphären einsetzbar. Was das Gitarrenspiel angeht, ist “Evil Enough” nahezu zurückhaltend. Selten findet man Soloalben von Gitarristen, die ohrenscheinlich jut talentiert sind, dem Hörer das allerdings dermaßen wenig unter die Nase reiben. Das kann man positiv finden, auf “Evil Enough” wünscht man sich jedoch tatsächlich mit der Zeit etwas mehr Gitarreneskalation. Auch die Instrumentals sind eher basic gehalten. So scheint das Talent von Frau LYNCH zwar immer mal wieder durch, wird allerdings nicht in seinem kompletten beeindruckenden Ausmaß wahrnehmbar.
Weiteres Problem: Jap, TARA LYNCH ist zweifelsohne im Metal zuhause, das merkt man ihren Kompositionen deutlich an. Doch ist ein Großteil der Songs (den dreckig-rockigen Knaller “Trustless” mal ausgenommen) eher banal, angenehm zu hören aber 08/15. Coole Harmoniefolgen oder Melodieansätze münden leider allzu häufig im Endeffekt doch wieder in einem Standardpart, der sich kaum festzusetzen weiß. Gerade den instrumentalen Tracks fehlen eingängige Leitmotive, was dazu führt, dass ein Großteil der Songs zum einen Ohr rein und zum anderen raus geht. Ein Weg, auf dem er ein aufgrund seiner Metallität halb beeindrucktes, halb auf den Beat zurückzuführendes, instinktives Kopfnicken hervorruft, aber das war es dann auch.
Die großen Innovationen fehlen, und somit ist “Evil Enough” zwar durchaus böse genug, aber das sollte nicht der alleinige Anspruch an ein Album sein.

Anspieltipps:
“Trustless”, “Enigmatic” und “Antidote”

Fazit:
Seien wir ehrlich: So Metal die zehn Songs auf “Evil Enough” auch sind, so imposant die Liste der Gastmusiker auch anmutet und so gut die ganze Sache auch gespielt ist – am Songwriting muss bei den folgenden Releases noch geschraubt werden. Damit ist das Debut von TARA LYNCH ein durchschnittliches, handwerklich starkes Heavy-Metal-Album, dem es an musikalischem Tiefgang fehlt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Evil Enough
02. Antidote
03. Exit The Warrior
04. Kringeworthy
05. Banished From My Kingdom
06. Gui-Tara Rises
07. Unbreakable
08. Enigmatic
09. Trustless
10. Feckless Lock

Jannis

AVANTASIA – Moonglow

Band: Avantasia
Album: Moonglow
Spielzeit: 66:43 min
Stilrichtung: Power Metal / Symphonic Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 15.02.2019
Homepage: www.avantasia.net

Tobias Sammet’s AVANTASIA…. Ein Begriff, der schon seit einigen Jahren die symphonische Metalwelt prägt. Ein Mann mit einer Vision (Tobias Sammet), der unzählige Meister ihres Fachs um sich versammelt (Jorn Lande, Geoff Tate, Ronny Atkins,… usvm.) um Musik zu machen, die sich weder in eine Schublade noch in eine Form pressen lässt.
Und was Tobi jetzt mit AVANTASIA und „Moonglow“ auf die Beine gestellt hat, sucht einfach seinesgleichen. Die Poesie in den einzelnen Stücken, die kompositorischen Feinheiten und die perfekte Auswahl der Gastmusiker sorgen dafür, dass das 8. Studioalbum DAS Album des Jahres werden könnte.
Ich gebe zu, beim ersten Reinhören (anspielen der Titel für ca. 15 Sekunden) dachte ich noch, oioioioioi, da hat er jetzt aber etwas übertrieben. Aber nach dem ersten kompletten Durchgang hat es mich einfach umgehauen. Jeder Song ein einzelnes kleines Meisterwerk ergeben sie gesamthaft das beste AVANTASIA-Album überhaupt.
Inhaltlich geht es um ein Wesen, dass in eine Welt gelassen wurde, in der es sich nicht zurechtfindet, nicht es selbst ist und sich dort einfach überfordert fühlt. Es fühlt sich zur Dunkelheit hingezogen und öffnet dort ein Tor in eine Welt, aus der es die benötigte Kraft für die andere Welt zieht. Das Album handelt vom Anderssein, vom Druck, die Erwartungen erfüllen zu müssen und dem Fliehen in eine andere Welt.
Das Spannende dabei ist, dass jeder Song eine eigene Geschichte erzählt und keine kontinuierliche Geschichte ist, in der jeder Handlungsstrang im Detail erzählt wird.
„Moonglow“ ist wohl eines der ausgeschmücktesten und detailverliebtesten Alben im AVANTASIA-Universum überhaupt. Keltische Elemente, große Chöre, Thrash-Elemente, atmosphärische Parts. Die ultimative Spielwiese des Tobias Sammet. Und was dabei herausgekommen, sucht einfach seinesgleichen. Schon der Opener „Ghost In The Moon“ haut einen um. Tobi Sammet singt den immerhin fast 10 Minuten dauernden Longtrack komplett alleine und er kann es einfach. Erinnerungen an „Mystery Of A Blood Red Rose“ werden wach, auch weil der Titel des letzten AVANTASIA-Albums „Ghostlights“ hier mit einer Zeile gewürdigt wird. Viel Kitsch, viel pompöses Tamtam, Gospelchöre sind zum ersten Mal zu hören. Aber alles so stimmig und so wunderbar verpackt, dass es einfach nur schön und grandios ist.
Mit „Book Of Shallows“ folgt dann der härteste Track des Albums. Gemeinsam mit Tobi Sammet sind hier die Wiederholungstäter Jorn Lande, Ronny Atkins (PRETTY MAIDS) und Geoff Tate (ex-QUEENSRYCHE) sowie die Neu-Avantisten Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN) und erstaunlicherweise Mille Petrozza (KREATOR) zu hören. Klingt nach einer merkwürdigen Mische, aber Milles Thrash-Part verpasst dem Song das passende Thrash-Feuerwerk zur richtigen Zeit. Perfekt.
Sehr ruhig und sanft wird es danach mit „Moonglow“, einem sehr emotionalen mit Pianoklängen untermalten Duett zwischen Tobi und einer bezaubernden Candice Night (BLACKMORE´S NIGHT).
Mit „The Raven Child“ folgt die erste Singleauskopplung von „Moonglow“. Ein mutiger Schritt, ist der Song doch stolze 11 Minuten lang und eigentlich nicht radiotauglich. Aber es ist DAS Highlight des Albums und hat absolutes Hitpotenzial. Getragen wird das progressiv anmutende Stück von den unglaublich starken Hansi Kürsch und Jorn Lande. Gerade der Anfang und der starke Refrain sind einem Hansi Kürsch wie auf den Leib geschnitten und die gesanglichen Qualitäten Jorn Landes brauchen wir im Zusammenhang mit AVANTASIA gar nicht mehr explizit zu erwähnen.
Die beiden nachfolgenden Tracks „Starlight“ und „Invincible“ haben es nach diesem Hammersong sehr schwer zu bestehen, aber auch diese beiden Tracks fallen in der Qualität nicht ab. Während „Starlight“ sich langsam zu einem Ohrwurm entwickelt, besticht das balladeske „Invincible“ durch die charakteristische Stimme von Geoff Tate und erinnert an alte AVANTASIA-Zeiten.
Mit „Alchemy“ folgt ein weiteres Melodic Metal-Epos, während „The Piper At The Gates Of Dawn“ mit der größten Anzahl an Gastmusiker aufwartet. Atkins, Lande, Eric Martin (MR. BIG), Bob Catley (MAGNUM) und Geoff Tate geben sich hier die musikalische Klinke in die Hand.
Während das ruhigere „Lavender“ nicht zuletzt durch Bob Catley einen MAGNUM-mäßigen Anstrich bekommt, besticht „Requiem For A Dream“ durch die einprägsame Stimme von Michael Kiske (Helloween). Dieser Power-Metallische Song bildet auch den Abschluss von „Moonglow“, es folgt lediglich noch ein Cover von „Maniac“ (ja genau, der Song zu „Flashdance“) mit Eric Martin. Hier scheint Tobi Sammet seine Liebe zu den 80igern überkommen zu haben, aber immerhin das beste Cover dieses Songs überhaupt.
Und dann noch dieses megageil passende Coverartwork von Alexander Jansson, seines Zeichens Kinderbuchillustrator. Ich habe selten ein Cover gesehen, dass so gut den Inhalt des Albums widerspiegelt wie dieses leicht düstere an Tim Burton erinnerende Bild.

Zum Abschluss bleibt mir dann auch nicht mehr viel zu sagen. Außer, dass mir die Superlativen ausgehen und ich hiermit das erste 10er Review in meiner Zeit als Redakteur der Rockgarage abgebe. Ich finde einfach keinen Fehler in dem Album. Die Songs sind perfekt, die Melodien harmonieren so derart, dass ich zwischen Gänsehaut und Pipi in den Augen schwanke und die Auswahl der Gastmusiker passt dieses Mal so einzigartig gut zu den einzelnen Songs, dass ich noch nicht mal 0,5 Fan-Punkte abziehen kann. Ich freue mich jetzt schon wie eine Katze – die zum ersten Mal einen geschmückten Weihnachtsbaum sieht – darauf, Tobias Sammet’s AVANTASIA wieder live zu sehen.
Vor dieser Leistung muss jeder seinen Hut ziehen, ob man die Art von Musik mag oder nicht. Chapeau, Herr Sammet, einfach nur geil gemacht.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ghost In The Moon
02. Book Of Shallows
03. Moonglow
04. The Raven Child
05. Starlight
06. Invincible
07. Alchemy
08. The Piper At The Gates Of Dawn
09. Lavender
10. Requiem For A Dream
11. Maniac

Tänski

BEAST IN BLACK – From Hell with Love

Band: Beast in Black
Album: From Hell with Love
Spielzeit: 43:02 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 08.02.2019
Homepage: www.beastinblack.com

Na das nenne ich mal richtig fix! Gerade mal 1,5 Jahre nach dem Debütalbum „Berserker“ der Power Metaller von BEAST IN BLACK rund um Ex BATTLE BEAST Gitarrist und Mastermind Anton Kabanen, kehren die Jungs mit ihrem neuen Album „From Hell with Love“ dieser Tage zurück auf die Metalbildfläche.
Und das neue Album macht musikalisch genau da weiter wo man beim Debüt aufgehört hat! Erneut dominieren die neumodischen Power Metallklänge mit ordentlich Synthies, manch Oldschool Power Metaller nennt das Ganze auch Disco Metal, und auch dieses Mal geht es konzeptionell in die Manga Ecke.
Somit dürfte der neue Diskus ähnlich stark polarisieren wie der Vorgänger.
Zu Beginn geht es dann direkt mit „Cry out for a Hero“ ordentlich zur Sache! 80iger Feeling kommt hier definitiv aufgrund der eingesetzten Keys auf. Fronter Yannis ist nach wie vor bestens bei Stimme und die Nummer geht aufgrund des eingängigen Chorus direkt ins Ohr.
Danach gibt es dann den Titeltrack „From Hell with Love“ auf die Ohren der erneut mit typischen 80igern Synthies eröffnet wird. Klingt ein wenig nach Computerspielsoundtrack wie ich finde und die Nummer macht im weiteren Verlauf klar, BEAST IN BLACK bewegen sich etwas weg vom knallharten Power Metal des Debütalbums. Dies geht aber nicht zu Lasten der Eingängigkeit, was der Titeltrack wieder eindrucksvoll im Chorus beweist!
Die anschließenden „Sweet True Liest“ und „Die by the Blade“ dürften schon bekannt sein, sind sie doch als Videosingle vorab veröffentlich worden. Beide reihen sich, mal mehr mal weniger kraftvoll, gut in die bisherige Songstruktur ein.
In der Mitte des Albums haben wir dann mit „Oceandeep“ die einzige Ballade des Albums zu verzeichnen, die zwar gut umgesetzt ist und Fronter Yannis auch mal von der gefühlvollen Seite zeigt, aber etwas Außergewöhnliches ist die Nummer nun nicht geworden.
Das kann man von den anschließenden Tracks „Unlimited Sin“ und „True Believer“ absolut nicht behaupten, denn hier ist man wieder im obersten Qualitätsregal angekommen (auch wenn „True Believer“ ganz schön poppig geworden ist) und die Stücke brennen sich mit ihren Ohrwurmrefrains geradezu in die Gehörgänge!
Im letzten Abschnitt haben wir dann zwar nach wie vor sehr gute Power Metal Tracks zu verzeichnen, aber an die absolute Klasse der bisherigen Anspieltipps kann man leider nicht mehr ganz anknüpfen.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Cry out for a Hero“, „From Hell with Love”, “Sweet True Liest”, “ Unlimited Sin” sowie “True Believer”.

Fazit :

Schade, schade! Das Debütalbum der Jungs von BEAST IN BLACK gehörte zu meinen absoluten Lieblingsalben 2017. Mit dem zweiten Diskus dringt man leider nicht ganz in die erstklassigen Gefilde vor. Zu Beginn ist zwar man noch auf einem guten Weg und die Songs zünden erneut ohne Gnade, aber dann verliert man sich immer mehr in poppige Synthiespielereien, die zwar auch auf dem ersten Album vorhanden waren, aber hier wird es dann irgendwann echt übertrieben, und zu guter Letzt verlieren die Songs auch ihre Griffigkeit und sind nur noch „gut“.
Somit kommen wir schlussendlich zwar immer noch zu einer Topbewertung mit entsprechender Kaufempfehlung, aber der Vergleich mit dem Debütalbum verliert der neue Diskus sehr deutlich!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Cry out for a Hero
02. From Hell with Love
03. Sweet True Lies
04. Repentless
05. Die by the Blade
06. Oceandeep
07. Unlimited Sin
08. True Believer
09. This is War
10. Hear of Steel
11. No Surrender

Julian

GATHERING OF KINGS – First Mission

Band: Gathering Of Kings
Album: First Mission
Spielzeit:- min
Stilrichtung: Hardrock/Melodic Rock
Plattenfirma: RN Records
Veröffentlichung: 25.01.2019
Homepage: www.gatheringofkings.se

Rick Altzi (v) Björn Strid (v) Apollo Papathanasio (v) Tobias Jansson (v) Jens Westin (v, g) Alexander Frisborg (v) Victor Olsson (g, k) Stefan Helleblad (g) Martin Sweet (g) Erik Mårtensson (g) Nalle Påhlsson (b) Richard Larsson (k) Chris Laney (k) Erik Wiss (k) Jonas Källsbäck (d) Efraim Larsson (d) Robban Bäck (d) Henrik Sethsson (bv)
Die Gästeliste des All Star Projekts GATHERING OF KINGS kann sich mal ganz geflissentlich sehen bzw. besser hören lassen. Das Who is Who der schwedischen Melodic Rock Fraktion gibt sich die Ehre auf dem Debütalbum „First Mission“ und der Albumtitel impliziert zumindest ein Folgewerk.
Zwei Jahre wurde an dem Projekt gearbeitet und es lässt sich unschwer erahnen, dass neben den musikalischen Aufgaben auch einige organisatorische Aufgaben bewältigt werden mussten, denn die aufgeführten Akteure sind stark eingebunden in ihren eigenen Bands.
Das Projekt macht musikalisch vieles richtig, die Promo Arbeit gehört leider nicht dazu, kaum Infos zu bekommen, und es wäre schade, wenn die gelungene Arbeit nicht genügend Endkunden erreicht.
GOK ist auf Initiative des Musikjournalisten Ron Dahlgren entstanden, verantwortlich für alle Songs zeichnet sich der Gitarrist von Saffire, Victor Olsson und produziert hat es Thomas ‚Plec’Johansson.

Nach dem sehr gefühlvollem Intro „The Gathering“ besticht „Forever and a Day“ durch Eingängigkeit, die markigen Gitarren sind unterlegt mit 80er Keyboardsounds und das Ding bleibt ziemlich im Ohr. Als einer von insgesamt fünf Sängern auf diesem Projekt überzeugt hier Björn Strid (Soilwork, The Night Flight Orchestra).
Ein richtig starkes Gitarrensoli bereichert eins der Albenhighlights „Endless Paradies“, bevor es am Ende richtig hymnisch in einem brillanten Refrain aufgeht. Gesungen wird es von Saffires Sänger, Tobias Jansson.
An „Saviour“ werden Freunde der keyboardlastigen Songs ihre Freude haben. Die Nummer, gesungen von Apollo Papathanasio, hat eine bestechende Melodieführung im klassische AOR Style.
Der Gitarreneinstieg in „Passing Rain“ erinnert ein wenig an Metallicas „Nothing Else Matters“, Rick Altzi drückt dieser Halbballade ordentlich den Stempel auf.
Der sicherlich beste Song auf einem klasse Album.
Auch „Out of my Life“ zählt sicher nicht zu den Songs, die auf Komplexität abzielen, das Ganze ist recht einfach strukturiert, Strophe, Refrain und ab ins Ohr…,Dream Theater geht anders!
Etwas mehr Gitarre bietet „Lonely Road“ ohne das Konzept der Platte hinsichtlich der Instrumentierung zu verändern.
Auf dem abschließenden Bonustrack „Battle Cry“ gibt Shouter Rick Altzi erneut eine markante Visitenkarte ab und hinterlässt sicherlich einige zufriedene Hörer.

Das wirklich schöne und passende Cover wurde vom deutschen Künstler Markus Vesper gestaltet

Unter Strich hat Ollson (Saffire) ein mehr als beachtliches Hard/Melodic Rock Album geschrieben, welches einige Runden drehen wird beim mainstreamorientierten Klientel mit Vorliebe für gute, einprägsame Melodien.

WERTUNG:

 

 

01 The Gathering
02 Forever And A Day
03 Love Will Stay Alive
04 Endless Paradies
05 Saviour
06 Passing Rain
07 Out Of My Life
08 Lonely Road
09 Angels
10 Long Way From Home
11 The Runaway
12 Battle Cry (Bonus Track)

Rüdiger König

Link zu „Love will stay alive“ :

THORNBRIDGE – Theatrical Masterpiece

Band: Thornbridge
Album: Theatrical Masterpiece
Spielzeit: 45:18 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 08.02.2019
Homepage: www.thornbridge.de

Da sind sie endlich wieder! Die deutschen Power Metaller von THORNBRIDGE sind nach 3 Jahren Pause und ihrem Debütalbum „What will Prevail“ von 2016 nun wieder mit ihrem neuen Album „Theatrical Masterpiece“ zurück auf der Metalbildfläche.
Das Privatleben hatte wohl Vorgang, nun ja muss auch mal sein, aber gut das die Jungs wieder da sind! : )
Denn mit dem ersten Album hat man ganz schön Staub aufgewirbelt in der Szene und man war gespannt was die Jungs um Stammproduzent Seeb Leverman (ORDEN OGAN) nun auf ihrem neuen Album, auf welchem es thematisch um die Themen Folter und Hexenverfolgung geht, für uns parat haben!
Laut eigener Ankündigung soll man wohl nochmal ordentlich am Sound gefeilt haben und mit Andy B. Franck (BRAINSTORM) hat man noch einen bekannten Gastsänger mit an Bord.
Nun denn, starten wir die Hörprobe des neuen Albums mit dem Opener „Take to the Oars“. Dieses stellt nur ein stimmungsvolles Intro da, welches nordisch und mystisch inspiriert ist. Direkt danach gibt es dann den Titeltrack „Theatrical Masterpiece“ auf die Ohren. Flotte Midtempobeats erwarten uns hier die dann in einem eingängigen Chorus enden der auch so von den Jungs von ORDEN OGAN stammen könnte. Die Nähe zu ORDEN OGAN wurde ja schon angesprochen und ist im weiteren Verlauf der Scheibe immer allgegenwärtig!
Die Nummer an sich ist eines Titeltracks absolut würdig und man merkt direkt das die Jungs viel Zeit in das Songwriting gesteckt haben was direkt zwingender ist als auf dem Debütalbum.
Direkt im Anschluss gibt es dann mit „Keeper oft he Royal Treasure“ schönes 90iger Feeling auf die Ohren und mit „Revelation“ bewegt man sich im BLIND GUARDIAN Gefilde mit dem dazugehörigen Ohrwurm Chorus. Hört euch hier nur mal die Anfangsriffs an, man denkt man hätte einen älteren Song der Krefelder vor sich. Bei dieser Nummer kommt dezent auch der musikalische Gast des Albums zum Einsatz. Andy B. Frank (BRAINSTORM) ist hier zu hören.
Der Song ist übrigens als Titelstück für die neue deutsche Audioserie „Seven – Das Ende aller Tage“ ausgewählt worden, was auch für die Qualität des Songs spricht!
Und auch der Mittelteil bewegt sich durchgehend im oberen Qualitätsdrittel und hat mit „Demon in your Heart“ sowie „Ember in the Winter Grove“ zwei weitere absolute Hits im Gepäck.
Wer denkt okay so langsam müssten die Jungs doch ihr Pulver verschossen haben der irrt, „The Helmsman“, „Set the Sails“ ja sogar das Outro „The Dragon`s Sleeping“ sind alles Nummern die uns Power Metal der oberster Güteklasse bis zum Schluss der Platte präsentieren.

Anspieltipps:

Die gesamte Scheibe ist ein einziger Anspieltipp, sucht raus was ihr wollt!

Fazit :
Schon beim genialen Debütalbum war mir irgendwie klar das die Jungs von THORNBRIDGE eine große Zukunft vor sich haben! Und das unterstreichen sie ganz klar auf dem neuen Album und zeigen somit das sie keine Eintagsfliege im Metalbusiness sind.
Wer nur irgendwie Gefallen am Power Metal Genre findet der sollte sich diese Platte auf jeden Fall schnell mal zu Gemüte führen und zum Plattenhändler seines Vertrauens gehen, ihr werdet es definitiv nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Take to the Oars
02. Theatrical Masterpiece
03. Keeper of the Royal Treasure
04. Revelation
05. Demon in your Heart
06. Journey to the other Side
07. Ember in the Winter Grove
08. Trace of Destruction
09. The Helmsman
10. Set the Sails
11. The Dragon`s Sleeping

Julian

HERMAN FRANK – Fight the Fear

Band: Herman Frank
Album: Fight the Fear
Spielzeit: 68:49 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 08.02.2019
Homepage: www.hermanfrank.com

Seit seinem Ausstieg 2015/2016 bei ACCEPT gibt das deutsche Urgestein der Metalszene Herman Frank mit seiner Band nun wieder Vollgas! Und das ist auch gut so!
Zusammen mit Basser Michael Müller (JADED HEART), Schlagzeuger Andre Hilgers (Ex RAGE) und Sänger Rick Altzi (MASTERPLAN) zimmerte der Gitarrist schon 2016 sein letztes Metalpfund „The Devil Rides Out“ zusammen. Neu an Bord ist nur der zweite Gitarrist Heiko Schröder.
Nun ist man also wieder zurück und zwar mit dem neuen Album „Fight the Fear“ auf dem man vermutlich wieder knallharte Teutonen Metalsongs erwarten kann.
Dass die Band mehr als ein Soloprojekt von Herman ist wird klar, wenn man die Statements im Vorfeld genauer liest. Ein homogenes Bandgefüge hat sich hier gefunden und so ist es auch ein leichtes einen Knallermetalsong nach dem anderen abzufeuern!
Mal schauen ob das auch mit den neuen Songs so ist, beginnen wird mal direkt mit dem Albumopener „Until the End“. Oh ja definitiv! Die Jungs rund um Herman lassen nicht viel anbrennen zu Beginn und servieren uns ein knallhartes Stück Metal wo man direkt die Birne zu kreisen lassen kann.
Noch eine Spur besser tönt die brachiale Mischung dann bei den nächsten Tracks „Fear“,“Terror“, „Sinners“ und „Hail&Row“. Man hat das Gefühl das die Band ein Möderriff nach dem anderen quasi aus dem Ärmel schüttelt und immer schön den Fuß am Gas halten.
Die zweite Hälfte beginnt dann mit dem groovigen „Hitman“ mit dem wir dann den nächsten Anspieltipp zu verzeichnen haben.
Und auch im weiteren Verlauf wird die Qualität fast durchgehend hochgehalten, hier ist absoluter Verlass auf Herman und seine Jungs, das war ja auch schon auf den letzten Alben so!
Mit „Don`t Cross the Line“, „Wings of Destiny” und der abschließenden Halbballade!, (ja so was gibt es auch mal von der Band zu hören, finde ich super zeigt eine ganz andere Seite der Band) „Lost in Heaven“, gibt es hier weitere absolute Hits auf die Ohren die zeigen das die Jungs absolut eingespielt sind und gemeinsam zur absoluten Höchstform auflaufen können.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „Fear“, „Terror“, „Hail&Row“, “Hitman” und “Don`t Cross the Line”

Fazit :

Wo HERMAN FRANK drauf steht ist auch HERMAN FRANK drin! So kurz und knapp könnte man das neue Album zusammenfassen und jeder Fan wüsste Bescheid was ihn erwartet. Die nun, nicht mehr ganz so neuen Bandmitglieder, sind mittlerweile felsenfest in der Band verankert und es gelingt allen spielend das Niveau des bockstarken Vorgängers zu halten.
Wer auf erstklassigen Heavy Metal deutscher Prägung steht kommt an diesem Stück Stahl dieses Jahr nicht vorbei!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Until the End
02. Fear
03. Terror
04. Sinners
05. Hatred
06. Hail&Row
07. Hitman
08. Stay Down
09. Rock You
10. Don`t Cross the Line
11. Are you Ready
12. Wings of Destiny
13. Waiting for the Night
14. Lost in Heaven

Julian