LIONHEART – Valley Of Death

Band: Lionheart
Album: Valley Of Death
Spielzeit: 24:40 min
Stilrichtung: Hardcore
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 15.11.2019
Homepage: www.facebook.com/lionheartca

Nach gut zwei Jahren heißen uns LIONHEART wieder an der Westküste willkommen. Mit „Valley Of Death“ schließt der Bay Area Fünfer nahtlos an „Welcome To The Westcoast“ an und zeigen uns auch hier deutlich, warum LIONHEART die Könige des Bay Area Hardcore sind. Immer schön in die Fresse rein und die Leute mal so gar nicht zu Atem kommen lassen. LIONHEART halt. Und mit Album #6 werden die Jungs sogar noch einen Ticken lauter und härter, auf Verschnaufpausen kann man hier lange warten.
Schon der Opener und Titeltrack „Valley of Death” lässt so manches Fanherz höher hüpfen. In typischer LIONHEART-Manier wütet sich Fronter Rob Watson durch den knüppelnden Song. Überhaupt scheint Wut eines der hervorstechenden Merkmale der 2004 in der Bay Area gegründeten Band zu sein, das hat auch mit dem neuesten Dreher nicht nachgelassen. Vor allem Kritiker des LHHC bleiben davon nicht verschont, wie im Song „For The Record“ deutlich zu hören ist.
Ein kleines Schmankerl ist „Rock Bottom“, werden die Jungs um Rob Watson doch glatt von STICK TO YOUR GUNS Frontsau Jesse Barnett unterstützt. Es ist eine Freude, die zwei Jungens sich durch den Song brüllen zu hören. Definitiv eines der Highlights auf „Valley Of Death“. Ein weiterer Gast findet sich dann mit Rapper JET BLACK „Before I Wake“. Eine durchaus gelungene Mischung, die auf Anhieb zündet.
Mit dem kleinen Doublebass-Gimmick in „When I Get Out” hat sich der Kalifornien-Fünferpack eine nette Überraschung ausgedacht. Der Song strotzt so sehr vor Kraft, dass er schon fast nicht mehr laufen kann.
Ein richtiger Circlepit-Kracher findet sich mit „Stories Form The Gutter“, bei dem man einfach atemlos und geschafft zurückbleibt. Obwohl extrem schnell, verliert er doch nicht die LIONHEART-typische Handschrift. Geschickt haben die Jungs noch ein paar geniale Breakdowns eingebaut und ab geht die wilde Fahrt.
Und dann ist es passiert. Nach knapp 25 Minuten und 10 richtig geilen Songs endet „Valley Of Death“ auch schon. Mit dem schon fast entspannenden „Dragging Heaven“ und einem Auszug aus TOM PETTYs „Free Fallin‘“ als Outro haben die Jungs aber einen mehr als passenden Abschluss gefunden.

Fazit: LIONHEART liefern mit „Valley Of Death” ein starkes sechstes Album mit 10 starken Songs ab. Aggressive 25 Minuten, die ordentlich reinknüppeln. Hier wird nicht lange gefackelt, hier wird losgelegt. Kann man mehr verlangen? Ja, man kann. Wie schon bei vielen eingespielten Bands hätte ich mir auch hier mehr Mut zu Innovationen gewünscht. Dennoch, die Songs strotzen nur so vor Energie und purer Aggression und „Valley Of Death“ lässt einen trotz kleiner Schwächen mehr als zufrieden und ausgepowert zurück.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Valley Of Death
02. Burn
03. For the Record
04. Rock Bottom
05. When I Get Out
06. Born Feet First
07. Stories From The Gutter
08. Before I Wake
09. In My Skin
10. Dragging Heaven

Tänski

AGNOSTIC FRONT – Get Loud!

Band: Agnostic Front
Album: Get Loud!
Spielzeit: 30:08 min
Stilrichtung: Hardcore
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 09.11.2019
Homepage: www.facebook.com/agnosticfront

AGNOSTIC FRONT holen die Hardcore-Keule wieder raus. Und das so gewohnt genial-gut, dass man gar nicht anders kann als im NYHC-Rausch durch die Gegend zu springen. Was die Jungs aus New York mit „Get Loud!“ hier wieder auf die Beine gestellt haben, wirkt anscheinend wie ein Jungbrunnen. Denn auch nach über drei Jahrzehnten wirkt die Band frisch, laut und immer noch wütend.
Das alles spürt man auch schon direkt im passend gewählten Opener „Spray Painted Walls“, gefolgt vom thrashartigen „Anti Social“. Zwei Kracher, die schon die Richtung vorgeben und deutlich machen, wie jung die alten Hasen auch heute noch sind. Aber wer denkt, AGNOSTIC FRONT können nur altbekanntes, irrt sich. Der Titeltrack „Get Loud!“ sticht positiv heraus und in den Songs sind wieder mehr Hardcorepunk Einflüsse eingewoben worden. Aber auch der NYHC-typische Sound fehlt hier natürlich nicht. „Urban Decay“ und „Isolated“ seien hier genannt, zwei astreine Hardcore-Perlen, die deutlich zeigen, warum Agnostic Front auch nach 35 Jahren immer noch zu den Besten ihres Faches gehören. Roger Miret am Mikro ist immer noch ein Garant für feinsten NYHC und liefert mit Bandgründer und Gitarrist Vinnie Stigma ein knackig kurzes, gerade mal 30 Minuten dauerndes Album mit 14 Songs, ab, Abfeiergarantie inklusive..Unterstützt werden die beiden Herren durch Basser Mike Gallo, Drummer Pokey Mo und den erst 2014 eingestiegenen Gitarrero Craig Silverman.
„Get Loud!“ besticht auch durch sein grandioses Coverartwork, dass ein wenig an das AGNOSTIC FRONT Meisterwerk „Cause For Alarm“ erinnert. Kein Wunder, stammt es doch von Sean Taggart, der auch schon das 86er Album gekonnt in Szene gesetzt hat.
AGNOSTIC FRONT haben mit „Get Loud!“ viel richtig und gar nichts falsch gemacht. Die Band hat auch nach 35 Jahren noch viel zu sagen und geben allen eine Stimme, die keine haben. Dabei ist die Band authentisch wie eh und je und gerade diese Authentizität hat dafür gesorgt, dass es AGNOSTIC FRONT auch nach Jahrzehnten noch gibt. Auch wenn der New Yorker 5er keine Stadien füllt, sind die mittlerweile ergrauten Herren immer noch die wichtigsten Wegbereiter und das Aushängeschild für Hardcore.

Fazit: In die Jahre gekommen? Nein, nur älter und besser. AGNOSTIC FRONT zeigen mit „Get Loud!“ wo der Frosch die Locken hat und warum Hardcore nicht unterzukriegen ist. Wer mit AGNOSTIC FRONT und Roger Mirets spezieller Stimme bisher nichts am Hut hatte, sollte sich „Get Loud!“ nicht zulegen, aber für Fans der Band ist das mittlerweile 12. Album ein absolutes Muss und ein genialer Leckerbissen.

It’s time to Get Loud!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Spray Painted Walls
02. Anti Social
03. Get Loud
04. Conquer And Divide
05. I Remember
06. Dead Silence
07. AF Stomp
08. Urban Decay
09. Snitches Get Stitches
10. Isolated
11. In My Blood
12. Attention
13. Pull The Trigger
14. Devastated

Tänski

THE MURDER OF MY SWEET – Brave Tin World

Band: The Murder Of My Sweet
Album: Brave Tin World
Spielzeit: 56:40 min
Stilrichtung: Cineastic Progressive Rock/Metal
Plattenfirma: Frontiers Records / Soulfood
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.facebook.com/tmomsband

Knapp zehn Jahre nach ihrem Debüt, legt uns diese aussergwöhnliche Formation unter dem Titel „Brave Tin World“ einen neuen Silberling vor. Leichte Kost bietet die Band um Produzent Daniel Flores. auch Anno 2019 nicht an, aber eben das ist im Laufe der Jahre zum Markenzeichen der Schweden geworden. Seine Talente in Sachen Songwriting/Produktion konnte Flores zwischenzeitlich auch bei anderen Projekten wie FIND ME und FIRST SIGNAL unter Beweis stellen. Diese wiederrum eher im AOR Sektor angesiedelt sind und waren. Ganz nebenbei wurde auch noch die Solo-Scheibe seiner Sängerin Angelica Rylin produziert (2013). Der Sound von TMOMS beinhaltet weiterhin cineastisch-progressiv angehauchte Elemente, getragen von der Ausnahmestimme von Miss Rylin. Wer gerne über den Tellerrand schaut und auf einen nicht alltäglichen Sound bevorzugt, sollte an dieser Scheibe Gefallen finden. Aber auch Anhänger melodischer Klänge finden hier genug Kraftfutter.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tin Soldiers
02. My Religion
03. Head Of The Snake
04. Reasons To Live
05. Save In The Shadows
06. Hit The Ground
07. Everyone Wins
08. Memento
09. Keeper Of The Flame
10. Worth Fighting For
11. Alchemy Of Sins

Bonne

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OUTLASTED – Waiting for Daybreak

Band: Outlasted
Album: Waiting For Daybreak
Spielzeit: 46:19 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Melodic Rock Records
Veröffentlichung: 26.07.2019
Homepage: www.facebook.com/Outlasted

Bereits mit ihrem Debüt Album aus dem Jahre 2016, konnte die norwegische Formation OUTLASTED in sehr positiver Weise auf sich aufmerksam machen, nebst vieler guter Rezensionen. Auch die beiden Singles „Someone Like You“ und „Ghost Of Love“ erhielten viel Zuspruch und zahlreiche Radio Einsätze.
Album Nummer 2 war somit auch wegweisend für die Norweger. Gleich vorweggenommen, die Richtung stimmt auch diesmal zu 100 %.
Der sehr gediegene Melodic Rock setzt sich auch bei Rundling Nummer 2 direkt in den Gehörgängen fest und das auf überaus positive Weise.
Sänger Glenn Wikran’s Vocal Parts verleihen auch heuer dem Sound von OUTLASTED die entsprechend eigenständige Note.
Titel wie „All Because Of You“, „Chains Of Destiny“ oder „Time Mends A Broken Heart“ gehören mit zum Besten, was es in diesem Genre Anno 2019 auf die Lauscher gab.
Mit „Lighthouse“ ist OUTLASTED zudem eine großartige Ballade geglückt. Für Fans der Melodischen Klänge mit AOR Charakter ein “Must Have“, ohne Wenn und Aber!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. All Because Of You
02. Time Mends A Broken Heart
03. She’s The One
04. Lighthouse
05. Learning To Live Again
06. Owner Of My Heart
07. Chains Of Destiny
08. Come Hell Or High Water
09. Jane’s Got A Lover
10. After All These Years
11. Dedication
12. Moment In Time

Bonne

Video Link:

STARGAZER – The Sky is the Limit

Band: Stargazer
Album: The Sky Is The Limit
Spielzeit: 66.17 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 11.10. 2019
Homepage: www.facebook.com/stargazertheband/

STARGAZER -The Sky Is The Limit
Im Jahre 2010 haben sich STARGAZER einige wohlmeinenden Reviews für ihre Debütscheibe abholen können. Jetzt, neun Jahre später, versuchen sie dies Unterfangen mit „The Sky Is The Limit“ zu wiederholen und sollten sich mir einige Leser anschließen, wird das auch gelingen.
Die Norweger haben sich dem skandinavischen Metal verschrieben, über lackiert mit einem ganz besonderem 80er Flair und spielen ihn mit ganz viel Charme und Respekt vor dem Original.
Eine Produktion, die nichts kaputt macht, von der man aber gespannt sein dürfte, wie sie klänge, wenn sie besser wäre, aber vielleicht nähme das dem Ganzen auch den angesprochenen Charme.
Die Jungs schmeißen an Inspirationen alles rein, was sie im Plattenschrank haben und sie machen es ordentlich. Handwerklich gibt’s nichts auszusetzen, keine der handelnden Personen ragt heraus, gute Gitarrenarbeit auf dem Niveau, welches es für ein solches Album braucht, auch wenn die Aufgabenstellung in einem über siebenminütigen Solo namens „Racing the Devil“ den Spannungsbogen hochzuhalten die Grenzen sicher sprengt. Dazu eine solide Rhythmussektion die drückt und mit Tore Andr Helgemo ein Sänger, dem man auch länger als drei Songs lang zuhören mag. Genügend abwechslungsreiche Songs haben sie im Köcher, die man als von den 80er geprägter Konsument in ähnlicher Form sicher schon mal gehört hat, aber eben nicht nach Schema F wiedergekäut.
Das Niveau des Openers “Cold as ice“ kann die Ballade „Come To Me“ nicht halten, was in erster Linie am etwas aufdringlichem Gitarrenspiel liegt. Dass sich Gitarrist und Gründungsmitglied William Ernststen im klassischen Metalmetier wohler fühlt, zeigt „Every Dog Has Its Day“, packendes Riff im Stile der alten TNT. Dass auch Sänger Helgemo eine große Affinität zum Gesangsstil Tony Harnells besitzt, ist allgegenwärtig und passend.
„Lost Generation“ ist zügig unterwegs, zählt aber nicht zu den besseren Songs des Albums, die Kategorie beinhaltet Songs wie das knapp vierminütige „I´m The one“ und das ebenfalls zündende „Sentimental Guy“, dessen Solo als reine Hommage an Ronnie LeTekro gesehen werden kann.
Das gekonnt mit Keyboards unterlegt „Shadow Chaser“ bleibt insgesamt etwas belanglos, ohne wirklich zu enttäuschen.
Das Attribut gefällig darf die Quotenballade „So Now You´re Leaving“ für sich in Anspruch nehmen, ohne große Glanzlichter zu setzen.
Insgesamt darf man das Unternehmen „The Sky Is The Limit“ als durchaus gelungen bezeichnen und wenn beim Nachfolgealbum noch ein paar Stellschrauben gedreht werden, könnte uns da eine echte Überraschung ins Haus stehen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Sky is The Limit
02. I`m The One
03. Shadow Chaser
04. So Now You´re Leaving
05. Lost Generation
06. Cold As Ice
07. Turn Me On Forever
08. Every Dog Has Its day
09. Racing The Devil
10.Come To Me
11. Sentimental Guy
12. Takin´It Slow
13. Silenced by the World

Link zum Video “I´m The One” :

Rüdiger König

CRYSTAL EYES – Starbourne Traveler

Band: Crystal Eyes
Album: Starbourne Travler
Spielzeit: 44:27 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.crystaleyes.net

Mit dem neuen, achten Album „Starbourne Traveler“ der Jungs von CRYSTAL EYES weht ein frischer Wind durch die Band. Denn es ist das erste Album mit den neuen Bandmitgliedern Henrik Birgersson (Schlagzeug) und Jonatan Hallberg (Gitarre).
Aber keine Sorge, musikalisch bleibt sich die Band absolut treu und ist nach wie vor tief im Heavy Metal der 80iger verwurzelt!
Zusätzlich zu frischen Songs gibt es auf dem neuen Album anlässlich des Jubiläums des Debütalbums „World of Black and Silver“ Neueinspielung der Klassiker „Extreme Paranoia“ und „Rage on the Sea“ auf die Ohren die sich aber nahtlos in die neuen Songs einfügen.
Mit dem Opener „Gods of Disorder“ beginnt die wilde Fahrt durchs neue Album. Hier wird direkt mal das volle 80iger Feeling aufgefahren aufgrund der ACCEPT Gedächtnisriffs. Ein kraftvoller Opener wie er besser nicht sein kann!
Der anschließende Stampfer „Side by Side“, den wir vorab auch schon im Internet bestaunen konnten, macht dann seine Sache nicht viel besser, nein er steigert die Mitsingparts nochmal noch und dürfte DIE zukünftige Livegranate der Band darstellen!
Nun folgt mit „Extrem Paranoia“ die erste Neueinspielung die sich aber auch ohne Probleme in die neuen Songs einfindet und ebenfalls direkt überzeugen kann.
Bislang echt ein sehr starker Auftritt der Jungs, sind wir mal gespannt wie das weitergeht.
Erstklassig würde ich sagen, denn auch der anschließende Titeltrack „Starbourne Traveler“, das stimmungsvolle „Corridors of Time“ und das kraftvolle „Paradise Powerlord“ halten die Qualitätsfahne im Mittelteil mehr als hoch.
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann vom abwechslungsreichen „Into the Fire“ ebenfalls wieder erstklassig eröffnet bevor dann mit dem epischen „Empire of Saints“, der kultigen 80iger Huldigung „Midnight Radio“ und dem abschließenden RUNNING WILD Gedächtnissong „Rage on the Sea“ nochmal ein absolutes Hitfeuerwerk abgeschossen wird!

Anspieltipps:

Hier gibt es nicht viel zu meckern! Greif hin wo ihr wollt.

Fazit :

Das neue Album der Jungs von CRYSTAL EYES ist von vorne bis hinten erstklassig gelungen und macht einfach unglaublich viel Spaß beim Hören! Klar erfinden die Jungs hier das Rad nicht neu und man hat vieles schon man ähnlich so wo gehört, aber wenn dabei SO starke Songs herauskommen nehme ich die mangelnde Innovation gerne in Kauf!
Absolute Kaufempfehlung für Genre und Fans der Band!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gods of Disorder
02. Side by Side
03. Extreme Paranoia
04. Starbourne Traveler
05. Corridors of Time
06. Paradise Powerlord
07. Into the Fire
08. In the Empire of Saints
09. Midnight Radio
10. Rage on the Sea

Julian

HUMAN FORTRESS – Reign of Gold

Band: Human Fortress
Album: Reign of Gold
Spielzeit: 45:37 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.human-fortress.de

Die Hannoveraner Melodic Metaller von HUMAN FORTRESS sind in den letzten Jahren wieder sehr fleißig gewesen!
Erst 2013 das Comebackalbum „Raided Land“ mit Neusänger Gus Monsanto, 2015 folgte das nächste Studioalbum „Thieves of the Night“ und die Wiederveröffentlichung des Bandklassikers „Defenders of the Crown“ und nun kehrt man dieser Tage mit dem neuen, sechsten Album „Reign of Gold“ zurück auf die Bildfläche.
Personell hat sich nichts im Vergleich zu den letzten Alben geändert und auch im musikalischen Bereich frönt man nach wie vor dem episch angehauchten Melodic Metal.
Eröffnet wird das neue Werk mit dem Intro „Imminence“ bevor es beim ersten richtigen Track „Thunder“ direkt voll zur Sache geht. Hier kann man direkt mitgehen und vor allem der Chorus packt einen wieder sofort und lässt einen so schnell nicht mehr los!
Das folgende „Lucifer`s Waltz“ ist zwar passend schön im Walzer Rhythmus, fällt aber ansonsten leider nicht sehr auf und verhalt ziemlich unbeeindruckt.
So ergeht es dann auch den nächsten Songs „Bullet of Betrayal“, „Shining Line“ und „Surrender“ im Anschluss. Hier ist man zwar etwas besser als beim Walzer unterwegs, bleibt aber trotzdem eher im Standarmetalbereich ohne großartig auszubrechen!
Gut das es danach endlich wieder Grund zum Freuen gibt, denn mit „The Blacksmith“ und vor allem „Martial Valor“ sowie „Legion of the Damned“ geht die Qualitativ endlich wieder nach oben und man kann hier wieder vollkommen begeistern.
Da auch das abschließende „Victory“ recht ordentlich gelungen ist haben die Jungs hier nochmal gerade so punkte technisch die Kurve bekommen!

Anspieltipps:

„Thunder“, „Reign of Gold“, „Martial Valor“, „Legion of the Damned“ und „Victory“

Fazit :

Wenn das liebe Wörtchen wenn nicht wer, und es hier nicht den recht belanglosen Mittelteil gegeben hätte, wäre die Benotung des neuen HUMAN FORTRESS DISKUS wesentlich höher ausgefallen! So bleibt man leider etwas hinter den Erwartungen zurück und bewegt sich „nur“ im starken Mittelfeld und der dementsprechenden Bewertung.
Für Fans der Band ist das neue Werk aber so oder so empfehlenswert!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Imminence
02. Thunder
03. Reign of Gold
04. Lucifer`s Waltz
05. Bullet of Betrayal
06. Shining Light
07. Surrender
08. The Blacksmith
09. Martial Valor
10. Legion of the Damned
11. Victory

Julian

HOUSE OF SHAKIRA – Radicarbon

Fossil

Band: House Of Shakira
Album: Radicarbon
Spielzeit: 39:41 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.facebook.com/HouseofShakira/

HOUSE OF SHAKIRA veröffentlichen ihr mittlerweile neuntes Studioalbum seit 1997, das erste über Frontiers Records. Zu hören gibt es guten bis sehr guten Melodic Rock von den Schweden.
Andreas Novak Vocals, hat eine sehr gute nicht aufdringliche Stimme die besten zu dieser Art von Melodic Rock passt und ein wenig an Louie Merlino von Beggars & Thieves oder auch Ted Poley erinnert. Noch mit dabei sind Per Schelander Bass und Backing Vocals, Anders Lundstrom und Mats Hallestensson an den Gitarren und Backing Vocals, Martin Larsson Drums.
Los gehts mit einem Intro, darauf folgt “One Circumstance” ein netter Rocker, gefolgt von “Not Alone” ein guter Melodic Rock Song. Mit “Radicarbon” kommt das erste Highlight das sich auch auf Danger Dangers Erstling gut gemacht hätte. “Tyrant’s Tale” ist gut an zu hören und erinnert mit seinem orientalischen Touch an das erste Album von HOUSE OF SHAKIRA. “Delusion”,“Save Yourself” und “Sweet Revenge” sind wiederum gute Melodic Rock Tracks. “Scavanger Lizard” bleibt wieder besser im Ohr hängen, ein flotter Meldoic Rock Song. Danach kommen noch zwei Highlights “Like A Fool” ein straighter Rocker und “Falling Down” eine Powerballade.

Fazit:

Ein gutes Album mit drei Highlights, und den restlichen guten Songs. Für Anhänger von den ersten drei HOS Alben die neueren sind mit leider nicht bekannt, softere Beggars & Thieves oder Danger Dangers Debütalbum durchaus hörenswert. Von mir gibts gute 8 Punkte für ein gutes Album.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Herd Instinct
02. One Circumstance
03. Not Alone
04. Radiocarbon
05. A Tyrant’s Tale
06. Delusion
07. Save Yourself
08. Sewwt Revenge
09. Scavenger Lizard
10. Like A Fool
11. Falling Down

Helmut

PRETTY MAIDS -Undress your Madness

Band: Pretty Maids
Album: Undress Your Madness
Spielzeit: 43:15 min
Stilrichtung: Hard / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 08.11.2019
Homepage: www.prettymaids.dk/

Die hübschen Mädels braucht man hoffentlich keinem mehr vorstellen, wenn ja hat dieser Jemand was verpasst oder verschlafen. Geboten wird auf diesem Rundling stark und auf Nummer sicher gemachter eingängiger Hard / Melodic Rock eine fast schon Typische Veröffentlichung von Frontiers Records.
Man merkt irgendwie den Einfluss der Zusammenarbeit von Ronnie Atkins mit Erik Martensson, die Songs wurden von Ronnie Atkins und Ken Hammer geschrieben und von Jacob Hansen produziert. Der Hinweis auf Nordic Union soll keine Kritik sein vielmehr das PRETTY MAIDS sehr melodisch unterwegs sind was ihnen sehr gut steht, mir gefallen die Songs. Die Mädels gehen dieses Album zahmer an als die Vorgänger, was durchaus gefallen kann. Man bewegt sich im gemässigtem Hard / Melodic Rock Bereich und das immer mit dem richtigen Gespür für starke Melodien und der wie immer ausgezeichnete Gesang von Ronnie sind die Trademarks auf diesem Silberling.
Eingeleitet von einem Intro gefolgt von dem flotten Rocker “Serpentine”. “Firesoul Fly” ist ein Melodic Rocker von der besten Sorte, welches auch für “Undress Your Madness” gilt. “Runaway World” ein Rocker der an Nordic Union erinnert Melodie, Power und starke Vocals.”If You Want Peace (Prepare For War)” wieder ein flotter Rocker, bei “Slavedriver” blitzen die alten PRETTY MAIDS ein wenig durch ein kräftiger harter Song. “Shadowlands” kommt wieder als Melodic Rocker daher. “Black Thunder” ein härterer Vertreter der Zunft. Das Ende wird mit der Ballade “Strength Of A Rose” eingeleitet.

Fazit

Für die Die Hard PRETTY MAIDS Fans wahrscheinlich zu zahm (was vielleicht am Label Frontiers liegen könnte), aber diese softere Spielart passt auch zu den PM genauso wie die Alben aus der Vergangenheit bei denen ordentlich auf den Putz gehauen wurde. Mir gefällt die Vergangenheit aber auch dieses neue Album ist nicht von schlechten Eltern, ein gelungener Diskus und sollte mal angehört werden.

Von mir gibts starke 9 Punkte für ein sehr gutes Album mit allem was das Rockerherz braucht.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. Serpentine
03. Firesoul Fly
04. Undress Your Madness
05. Will You Still Kiss Me (If I See You In Heaven)
06. Runaway World
07. If You Want Peace (Prepare For War)
08. Slavedriver
09. Shadowland
10. Black Thunder
11. Strength Of A Rose

Helmut

R.U.S.T.X – Center Of The Universe

Band: R.U.S.T.X
Album: Center Of The Universe
Spielzeit: 51:58 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung:
Homepage: www.rustxofficial.com

Meine Damen und Herren, das hier ist schon eine spezielle Band. R.U.S.T.X kommen aus Zypern und sind mittlerweile eine reine Familienband, bestehend aus vier Geschwistern an Gitarre, Bass, Drums und Keyboard, und jeder übernimmt mal den Gesang. Das Cover lässt bereits vermuten: Es wird retro. Und tatsächlich ist man stilistisch nach recht klaren Heavy-Metal-Anfängen doch mehr und mehr in die Zeit Ende 60er bis Anfang 80er gerutscht, sodass sich mir beim Hören zwangsläufig das Bild der vier Bandmitglieder im Alter von zehn Jahren um einen Plattenspieler vor Augen drängt, auf dem ihnen Mama und Papa ihre Lieblingsmusik vorführen. Wenn dem so war, hat das augenscheinlich Eindruck hinterlassen, denn das Resultat ist verdammt authentisch und fühlt sich, wenn man das so beurteilen kann, wirklich echt und mit Leidenschaft erschaffen an. Der Sound ist organisch, warm und voll, die viel verwendeten Orgelsounds sind zum reinlegen. Und auch das Songwriting ist edel ausgefallen. Kaum Passagen, bei denen man den Eindruck bekommt, hier versuche eine Band auf Teufel komm raus alt zu klingen oder nach Vorlagen zu arbeiten. Die Songs sind in sich so schlüssig wie individuell und resultierend daraus hat das komplette Album einfach Charakter.
Das geht schon bei der herzlichen Hörerbegrüßung durch “Defendre Le Rock” los, feinster Oldschool-Hard-Rock mit wunderbarem Orgelriff, und mit dem anschließenden NWoBHMigen “Running Man”, so klassisch wie liebevoll geschrieben, weiter. Dann gibt es noch eine ordentliche Dosis positive Vibes mit dem poppig-niedlichen, klavierangereicherten “Endless Skies” (omg, so viel Dur, so vielseitig und schön komponiert) und dem ebenfalls klavierunterlegten “Wake Up”. Und mit dem neunminütigen Titeltrack habe ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen überlangen Track gefunden, der seine Länge komplett mit echtem Inhalt zu füllen vermag. Allein das Ende. Und der Einstieg des Refrains und der Refrain selbst. Meisterwerkchen.
Ich wäre restlos begeistert von “Center Of The Universe”, gäbe es da nicht ein paar Probleme mit dem Gesang, den die Geschwister aus Gründen ebenfalls selbst übernehmen. Nicht nur ist er der einzige Faktor, bei dem die Produktion zu bemängeln ist (Kein Hall, kein Echo, keine Anfettung, wirkt daher gerne mal dünn), gerade der (selten singende) Herr mit der Gurgelstimme übertreibt diese manchmal, will in meinen Ohren nicht in den Gesamtsound passen und wirkt eher wie ein störender Fremdkörper. Der restliche Gesang ist sonst mindestens akzeptabel, manchmal auch ziemlich  gut, aber mehr Arbeit an der Vocalproduktion und Hustenbonbons für besagten Kollegen sollten in Zukunft auf jeden Fall drin sein. Ist somit natürlich ein durchgehender Kritikpunkt, aber halt auch mehr oder weniger der einzige.

Fazit:
Ernsthaft: Wer sich zutraut, auch mal über längere Passagen, in denen der Gesang nicht so ganz funktioniert, hinwegzuhören, der wird mit “Center Of The Universe” nicht nur ein Album in den Händen halten, das retro klingt, sondern auch eins, das dazu noch mit massig Liebe zur Musik geschrieben wurde, das Stimmung transportiert und gleichzeitig alt und frisch klingt. Wär ich der Papa, ich wäre des Todes stolz!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Defendre Le Rock
02. Running Man
03. Black Heart
04. I Stand To Live
05. Endless Skies
06. Center Of The Universe
07. Widow’s Cry
08. Wake Up
09. Dirty Road (Bonus Track)
10. Band On The Run (Bonus Track)

Jannis