01. Feeding The Beast
02. Welcome To Life
03. I Don’t Care At All
04. Wait And See
05. I.D.G.A.F
06. Born With A Hammer
07. End Of The Road
08. Triple Trouble
09. Invaders
10. Wonderland
Spielzeit: 45:44 min – Genre: Power Metal – Label: earMUSIC – VÖ: 18.09.2026 – Page: www.facebook.com/kaihansenofficial
Die Metal-Szene steht dieser Tage vor großen Fragen. Wer werden in ein paar Jahren die großen Festival-Headliner sein? Wie hält man KI aus der Musik fern? Wie um alles in der Welt schickt man nach der neusten EU-Verpackungsverordnung noch eine Merchandise-Bestellung außer Landes (mal ernsthaft, was ist das bitte für eine Sch**ße?)?
Eine weitere wichtige Frage, die nicht zu kurz kommen darf: Hat Kai Hansen noch Spaß an seiner Musik? Denn musikwissenschaftlich betrachtet ist die These mehr als zulässig, dass ein Album von Kai gut wird, solange er Bock darauf hat.
Finden wir es heraus.
BORN WITH A HAMMER heißt das neuste Werk von HANSEN, mit Eike Freese Alexander Dietz (HEAVEN SHALL BURN) und Tim Hansen an den Gitarren und Dan Wilding von CARCASS an den Drums. Zehn Songs, 45 Minuten, Produktion von Freese, Hansen und Dietz. Der Sound ist handgemacht und subtil unperfekt, auf eine Weise, als sei BORN WITH A HAMMER eher um das Jahr 2010 aufgenommen worden, was ich an der Stelle gar nicht bemängeln kann, weil HANSEN mit poliertem 2026er Sound irgendwie unpassend wäre.
Und hat Kai nun noch Spaß an dem, was er macht? Klares Ja. Bei kaum einem Metal-Artist hört man das so gut, bei kaum einem funktioniert es so gut und bei kaum einem ist es so wichtig für die Musik, die er macht. Wenn Hansen das macht, worauf er Bock hat, dann wird ein Album zu seinem Spielplatz. Dann gibt es den ersten Tempowechsel nach 10 Sekunden und zwischendurch einen Part mit Reggae-Rhythmus („Welcome To Life“). Dann gibt es Rock’n’Roll-Feeling mit 80es Pop-Toms („I.D.G.A.F.“). Dann gibt es den QUEENig-musicalesken Acht-Minüter mit Klavier und zehn Intensitätswechseln („Born With A Hammer“), oder den Mitgröhlchorus mit dem coolen Voice-Sample („Triple Trouble“).
Und natürlich gibt es die funky Synthesizer, die kleinen unerwarteten Stops in Songs, kurze Ausflüge in BATTLE-BEAST-Rhythmusarbeit und die klassischen Melodieführungen, die man aus Projekten unter Beteiligung des Hamburgers kennt.
Ohne Frage, da steckt Bock hinter, und der überträgt sich bedingungslos auf die Zuhörer. Jah, einzelne Parts, insbesondere bei „Born With A Hammer“ oder dem finalen, etwas ernsteren „Wonderland“ hätten ein wenig fetter ausfallen dürfen, und jah, an die guten alten GAMMA-RAY-Knaller kommt die Platte musikalisch nicht ran, aber nach seinem etwas unspektakulär-durchschnittlichen Opener dreht das Ding stimmungstechnisch voll auf und zündet durch die Bank gut, einfach weil es keinen Trends folgen muss, sondern von jemandem geschaffen wurde, der Trends damals selber in Gang gesetzt hat und jetzt einfach machen kann, was er will.
Fazit:
Mit Laune gemacht, macht Laune – „Born With A Hammer“ ist ein grund-unterhaltsames Album geworden, mit dem typischen HANSigen Augenzwinkern und der richtigen Dosis Fanservice. Sehr schön. Kann’s ja jetzt ans nächste GAMMA-RAY-Album gehen, nicht wahr?
Anspieltipps:
„End Of The Road“, „Born With A Hammer“ und „Triple Trouble“
Jannis




.jpg)




